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Visualisierung von Thesauri im Bereich des Information Retrieval

Visualisierung von Thesauri im Bereich des Information Retrieval

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Published by juergen.riemer
This thesis was written in the course of an International Atomic Energy Agency (IAEA) project
aimed at visualizing the thesaurus used in the International Nuclear Information System (INIS)
online database.
The first part of the paper comprises a brief historical review of the development of thesauri,
providing an overview of tools for categorizing knowledge and covering a spectrum from wordnets
to folksonomies.
The second part discusses existing strategies for displaying thesauri and explores basic
considerations concerning the technical realization of visualizing a thesaurus as a Web application.
A considerable portion of the publication is devoted to the concrete implementation of the INIS
project. Special attention is given to the methodologies and techniques applied in client side
programming, as completely new approaches have been developed in this area recently.
This thesis was written in the course of an International Atomic Energy Agency (IAEA) project
aimed at visualizing the thesaurus used in the International Nuclear Information System (INIS)
online database.
The first part of the paper comprises a brief historical review of the development of thesauri,
providing an overview of tools for categorizing knowledge and covering a spectrum from wordnets
to folksonomies.
The second part discusses existing strategies for displaying thesauri and explores basic
considerations concerning the technical realization of visualizing a thesaurus as a Web application.
A considerable portion of the publication is devoted to the concrete implementation of the INIS
project. Special attention is given to the methodologies and techniques applied in client side
programming, as completely new approaches have been developed in this area recently.

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Published by: juergen.riemer on May 05, 2008
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Im Folgenden sollen zwei Ansätze kurz gestreift werden, die in den nächsten Monaten und
Jahren das Spektrum der Rich Internet Applications80

erweitern werden. Mit welchem Erfolg
bleibt abzuwarten, in jedem Fall jedoch handelt es sich bei den Herstellern um Größen der
Branche, die eine Erwähnung notwendig erscheinen lassen.

JavaFX Script

JavaFX ist eine Scriptsprache, die auf der Java Technologie von Sun Microsystems basiert. Es
soll mit dieser einfacheren Version von Java leichter möglich sein Rich Internet Applications
zu erstellen, die Plattform- und Browserunabhängig auf allen Java fähigen PCs und Handheld
Geräten lauffähig sein sollen.

Mit JavaFX wird ein Versuch unternommen, den Boden wieder gutzumachen, der in den spä-
ten 1990er Jahren mit Java-Applets verloren wurde. Durch JavaFX soll Java wieder einen
Weg zurück in Webbrowser finden.

Microsoft Silverlight

Microsoft Silverlight81

ist eine proprietäre Anwendung von Microsoft für Webbrowser, die als
plug-in Browser- und Plattform übergreifend Vektorgrafiken, Animationen und eingebundene
Videos bereitstellen soll. Es greift dabei auf die CLR82

der .NET Architektur zurück, sprich

80Unter Rich Internet applications (RIA) versteht man im Allgemeinen Webanwendungen, die Merkmale und
Funktionalität von traditionellen Desktopanwendungen haben.
81Kodename: Windows Presentation Foundation/Everywhere oder kurz WPF/E
82CLR ist ein Akronym für Common Language Runtime, sie stellt die Implementierung des Common
Language Infrastructure (CLI) Standard durch Microsoft dar und ist die virtual machine Komponente in der
.NET Umgebung.

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man kann jede .NET Sprache zur Erstellung von Anwendungen für Silverlight verwenden.

Microsoft Silverlight wurde als klare Ansage gegen Marktführer Adobe Flash sowie gegen
den Vorstoß von Sun Microsystem's JavaFX Script ins Rennen geschickt. Die Chancen stehen
dabei nicht schlecht, da davon ausgegangen werden kann, dass jede neue Version von
Microsoft's Internet Explorer mit einer entsprechenden Funktionalität Silverlight darzustellen
ausgeliefert werden wird, man also keine plug-ins installieren muss. Weiters kann damit ge-
rechnet werden, dass bei den regelmäßigen Windows-Online-Updates dieses plug-in an beste-
hende Version des Internet Explorers ausgeliefert wird, sprich, man mit einem Schlag einen
Verbreitungsgrad von ca. 80% erzielt.

Man mag darin auch den strategischen Grund dafür sehen, warum der Internet Explorer bis
heute SVG nicht nativ darstellen kann und wohl auch nie wird.

Eine erste Beta-Version wurde bereits Ende 2006 veröffentlicht, Ankündigungen von
Microsoft zufolge kann man mit einer finalen Version Mitte/Ende dieses Jahres rechnen.

Konsequenzen

In den Spezifikationen zu dem gegenständlichen Projekt wurde - als einer wichtigsten Vorga-
ben - die Verfügbarkeit der neuen Suchschnittstelle auf möglichst vielen Rechnern hervorge-
hoben. Zudem verfügte der Auftraggeber ebenfalls über ein Profil der Benutzerklientel, dem-
zufolge der überwiegenden Teil innerhalb von Organisationen Zugriffe auf die Online Daten-
bank tätigen. Diese Organisationen waren über den gesamten Globus verteilt.

Diese Angaben sprechen für einen Ansatz, der die geringsten Anforderungen an die Rechner
der Benutzer stellt. Plug-in Erfordernisse stellen wie bereits erörtert vor allem innerhalb von
Organisationen stets ein Hindernis für die Verfügbarkeit von Inhalten dar. Als Konsequenz
wurde der Einsatz von DHTML gewählt. Das Anwenden von vektorskalierenden Techniken
schien in der Visualisierung von Thesauri als nicht unbedingt notwendig, ebenso wenig wie
der Einsatz von dreidimensionalen Modellen; nähere Ausführungen zu diesen Überlegungen
finden sich im Kapitel zur Informationsvisualisierung.

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