Grusswort

Inhalt
Biblische Botschaft
4 Das antichristliche Babylon

Im Blickfeld
9 14 15 15 18 Eine Botschaft des Staates Israel Das «Inweltproblem» der Herzen Und die Bibel hat doch Recht Es geht ihnen um mehr! Wenn der Glaube tot ist

Fragen – Antworten
20 Wer ist die Braut: Israel oder die Gemeinde? 21 Gerechtigkeit

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Grusswort Aufgegriffen Streiflicht Dir kann nur Jesus helfen Impressum

Eine n-tv-Umfrage lautete: «Halten Sie das Vorgehen Israels für angemessen?» 42 % antworteten mit «Ja», 58 % mit «Nein». Halten wir uns die Ereignisse vor Augen: Die Hisbollah feuert immer wieder Raketen auf Israel ab. Das Fass zum Überlaufen bringt die Entführung israelischer Soldaten. Ein Soldat wird von der Hamas in den Gazastreifen entführt. Israel reagiert sofort energisch mit militärischen Mitteln, um diesen Soldaten wieder zu finden. Tage später werden an der Grenze zum Libanon zwei weitere Soldaten von der Hisbollah gekidnappt. Erneut setzt Israel eine starke Militärmaschinerie in Gang, um diese zwei Soldaten zu befreien. Israel nimmt dabei sogar in Kauf, dass eigene Soldaten deshalb ihr Leben lassen müssen. Ist das nicht unverhältnismässig? Ist dieses Vorgehen Israels angemessen? Kein anderes Volk, keine Nation dieser Erde würde wahrscheinlich in dieser Art reagieren, sondern pragmatisch argumentieren, doch lieber den Tod der entführten Soldaten in Kauf zu nehmen, um dafür das Leben anderer Soldaten zu erhalten. Doch Israel handelt nicht so. Und damit zeichnet es schattenhaft ein Abbild unseres Herrn Jesus Christus. Sie kennen sicherlich das Gleichnis des Herrn von einem Hirten, der 100 Schafe hatte (Mt 18 u. Lk 15). Und nun ist plötzlich eines dieser Schafe verschwunden, bildhaft gesagt: durch Feindes Hand entführt. Der Hirte lässt die verbliebenen 99 Schafe in der Wüste zurück und geht, um dieses eine Schaf zu suchen. Und er findet es. Aber ist es angemessen, was der Hirte getan hat? Dieses eine Schaf hat sich von der Herde entfernt und sich in eine Gefahrenzone begeben, wo ein Wolf oder ein Löwe brüllend umhergeht. Und da tut der Hirte nun anscheinend etwas Unverhältnismässiges: Er lässt die 99 Schafe allein und sucht dieses eine entlaufene Schaf. Und so handelt auch unser himmlischer Hirte. Jesus sagt von sich selbst: «Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe» (Joh 10,11). Als Gott beschloss, Seinen Sohn Jesus Christus zu opfern und sterben zu lassen, um uns aus der Macht der Finsternis herauszuretten, tat Er etwas völlig Unverhältnismässiges. Es ist unfassbar, dass Jesus, der Reine, der Sündlose aus Liebe Sein Leben liess, um uns, die wir uns in Sünde verstrickt hatten, zu suchen, zu retten und zu befreien. Es widerspricht jeder Logik, dass Menschen, die ewige Strafe verdient hätten, davon erlöst werden können. Gottes Gedanken sind nicht unsere Gedanken. Er handelt so ganz anders. Die Weisungen und Gesetze Gottes im Alten Bund mögen uns unverhältnismässig erscheinen. Ein Mensch war des Todes, auch in Fällen, wo wir anders geurteilt hätten. Als Israel das verheissene Land einnehmen sollte, wurde ihm geboten, die Stätte der Feinde vollständig einzunehmen. Oftmals waren deshalb alle Einwohner, auch Frauen und Kinder, der Vernichtung preisgegeben. War das angemessen? Wir müssen uns bewusst sein: Gott handelt niemals «ausgewogen». Er sucht niemals einen Mittelweg. Er kennt keine Kompromisse. Wenn Er strafen muss, kennt Er keine Gnade: «Schrecklich ist’s, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen» (Hebr 10,31). Ebenso kompromisslos und umfassend ist Gott in Seiner Liebe und Gnade. Dass Er Seinen Sohn Jesus am Kreuz dahingab, um uns, jeden einzelnen Menschen, zu suchen, zu finden und zu retten, ist etwas völlig Unangemessenes. Aber Gott tat es! Und was tun wir für Ihn? Es entspricht dem Willen Gottes, dass wir in der Nachfolge Jesu kompromisslos sind. Doch wie oft versuchen wir, «ausgewogen» zu sein, indem wir einen Mittelweg wählen. Ist das, was wir für unseren Herrn tun, wirklich alles, was wir tun können? Als jene Frau ein Glas mit köstlicher Narde (= aromatische Flüssigkeit einer Pflanze) über Jesu Haupt ausgoss, monierten die Jünger: «Wozu diese Vergeudung?» (Mt 26,8). Sie tat in deren Augen etwas völlig Unangemessenes. Doch Jesus sprach: «Sie hat ein gutes Werk an mir getan» (V 10). Sind wir bereit, aus unserer Reserve, unserer «Ausgewogenheit» herauszutreten und mehr für unseren Herrn zu tun; alles für Ihn zu geben, was wir können? In herzlicher Verbundenheit

Eingedenk dessen, dass alle menschliche Erkenntnis Stückwerk ist (1.Kor 13,9), legen die Autoren eigenverantwortlich ihre persönliche Sicht dar.
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Das antichristliche Babylon
Norbert Lieth

«Die Propheten sagten voraus, dass sich in den letzten Zeiten die Weltereignisse auf den Mittleren Osten, auf Babylon, auf die arabischen Nationen, auf Israel und auf Russland konzentrieren würden – genau jene Nationen, die die Schlagzeilen auf den ersten Seiten unserer heutigen Zeitungen bestimmen»8
Der erste Typus des Antichristen und seines Reiches
«Auch zeugte Kusch den Nimrod; der war der erste Gewalthaber auf Erden. Er war ein gewaltiger Jäger vor dem Herrn; daher sagt man: ‹Ein gewaltiger Jäger vor dem Herrn wie Nimrod›. Und der Anfang seines Königreiches war Babel …» (1.Mo 10,8-10). Der Name «Nimrod» bedeutet «sich empören», «sich auflehnen», «Rebell». Er symbolisiert die Empörung gegen Gott, wie sie der kommende Antichrist auf den Punkt bringen wird. Auch Satan selbst, der sich von jeher der Menschen bediente, empörte sich von Beginn an über Gott, lehnte sich gegen Ihn auf und rebellierte. Diese Unverfrorenheit äussert sich beispielsweise in der Aufklärung, der Evolution, der sinkenden Moral, der modernen Theologie usw. Heute tritt die Rebellion derart frech und nackt auf wie nie zuvor. Meines Erachtens sind die zunehmenden Aufstände, Gewaltdemonstrationen und

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uf der Internetseite www.kultur.ard.de war im April 2006 über die Bibel zu lesen: «Vom Turmbau zu Babel bis zum Jüngsten Gericht: Das Buch der Bücher gehört zu den wichtigsten Kulturschriften der Menschheit und ist ein Weltbestseller.» Ich finde es bemerkenswert, wie mit dem Satz «Vom Turmbau zu Babel bis zum Jüngsten Gericht» eine Brücke geschlagen wurde.
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Empörungen unserer Tage nicht zuletzt ein antichristliches Zeichen in unserer Gesellschaft. Denken Sie zum Beispiel an die Rockgruppe «Lordi», die den Eurovision Song Contest 2006 gewonnen hat: Sie widerspiegelt doch den antichristlichen Charakter des heutigen Europa. Man rebelliert gegen Gott und Seinen Christus, gegen das Wort Gottes, gegen jede Ordnung und Moral. Dem Anarchismus, der von antichristlichem Geist ist (2.Tim 3,1-5), wird die Bahn geebnet. Und dieser Rebellion wird der kommende Antichrist als Krönung aufgesetzt werden (2.Thess 2,3-12). Nimrod war der erste Gewalthaber und Jäger auf dieser Welt. Er brüstete sich mit seiner Macht und stellte sich frech vor Gott. Ja, er lehnte sich gegen Ihn auf. Christus hingegen war der erste wirklich Demütige und Gewaltlose. Als guter Hirte lädt Er die Menschen ein: «Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken! … ich bin sanftmütig und von Herzen demütig …» (Mt 11,28-29). Ein Hirte zieht an. Die Herde folgt ihm vertrauensvoll. Doch ein Jäger treibt und hetzt die Herde. Das ist der Unterschied zwischen Christus und dem Antichristus. Entsprechend war auch Esau ein Jäger und Jakob ein Hirte. Ebenso jagte Saul den Hirten David. Warum sind die Menschen so gehetzt und gestresst? Warum kommen sie nicht zur Ruhe? Sie werden gejagt von dem Teufel, der Sünde und der Welt. Aber nur wenige merken es. Nur bei Jesus kommen sie zur Ruhe. Nimrod war der Begründer von Babel. Babylon ist der Sitz bzw. die Geburtsstätte der Völkerschaften. Von Babel aus beginnt sich die Menschheitsgeschichte zu entfalten. Der Irak (Babylon) wird auch als die Wiege der Zivilisation bezeichnet.

Wird in diesem Gebiet auch der Sarg der letzten antichristlichen Zivilisation aufgebahrt? Hierzu ein interessanter Bericht: «‹Neue genetische Erkenntnisse widerlegen die These, dass der Mensch vom Affen abstammt.› Das schreibt der berühmte Biochemiker Fazale Rana vom Forschungsinstitut ‹Reasons to Believe› in Glendora (Kalifornien). Er verweist in seinem Buch ‹Wer war Adam› auf seriöse Untersuchungen im Erbmaterial von Menschen und bei Fossilien. Dabei seien DNA-Forscher zu dem Schluss gekommen, dass es keine biologischen Verbindungen zwischen dem Menschen und menschenähnlichen Vorfahren gebe. Stattdessen mehrten sich Hinweise darauf, dass die Menschheit erst seit weniger als 100 000 Jahren bestehe. Sie habe sich aus einem einzigen Mann und einer einzigen Frau heraus entwickelt. Ebenso erstaunlich sei die Entdeckung, dass die ersten Menschen im heutigen Irak lebten. Diese Gegend werde von Theologen mit dem Garten Eden gleichgesetzt. ‹Die Wahrscheinlichkeit, dass der biblische Schöpfungsbericht wörtlich zu nehmen ist und Adam und Eva historische Personen waren, ist heute grösser als in früheren Jahrhunderten›, so Rana. Die Evolutionslehre könne im Licht der modernen Wissenschaft nicht bestehen.»1 Ist es möglich, dass das Antichristentum in der Gegend zu Ende gehen wird, in der es begonnen hat? Babylon versinnbildlicht geistlich die Rebellion des Menschen gegen Gott. Es zieht sich vom ersten Buch Mose an wie ein roter Faden durch die ganze Bibel und Menschheitsgeschichte hindurch bis hinein in die Offenbarung, Kapitel 17 und 18. Babylon repräsentiert den Sitz des Satanischen und ist die Geburtsstätte der Vielgötterei. Es ist die Opposition von unten gegen alles, was von oben kommt. Der Turm zu Babel symbolisiert die Faust der Menschheit, die sich gegen Gott erhebt. Vermutlich war Nimrod die treibende Kraft hinter der Völkervereinigung (die damalige Globalisierung), die den Turm zu Babel errichtete. Die ganze Welt – Gesellschaft, Politik und Kultur – sollte in Babel gebündelt werden: «Und sie sprachen: Wohlan, lasst uns eine Stadt bauen und einen Turm, dessen Spitze bis an den Himmel reicht, dass wir uns einen Namen machen, damit wir ja nicht über die ganze Erde zerstreut werden!» (1.Mo 11,4). Einheitsstreben,

Warum sind die Menschen so gehetzt und gestresst? Warum kommen sie nicht zur Ruhe? Sie werden gejagt von dem Teufel, der Sünde und der Welt. Aber nur wenige merken es Machtgelüste, Selbstverherrlichung und Massenorganisation (Globalisierung) unter Ausklammerung Gottes kennzeichneten die damalige Menschheit. Babylon ist der «erste grosse Versuch einer Weltmonarchie ohne Gott», kommentierte der deutsche Theologe Hans Bruns.2 Und Ludwig Schneider schreibt: «Schon Nimrod erbaute einen mächtigen Turm, den Turm von Babel (1.Mose 11), um von Babel aus alle Welt mittels einer einheitlichen Sprache … beherrschen zu können. Nimrod wusste schon damals, dass man ohne Globalisierung nicht die Menschheit dazu bekommt, ihn als Gott anzubeten. … Alles, was jedoch mit Babel zu tun hat, hat endzeitlichen Stellenwert, denn von Babel geht nicht nur Verwirrung aus, sondern von Babylon aus werden einmal der Antichrist und der falsche Prophet die gesamte Welt mittels einer einheitlichen Weltregierung verführen. Die neue Weltordnung, der letzte Turm zu Babel, wird keine nationalen Grenzen, nationalen Eigenheiten und religiösen Überzeugungen mehr dulden.»3 Im Bibeltext über die Erbauung des Babylon-Turms wird beiläufig etwas erwähnt, das im heutigen Licht betrachtet von grösster Bedeutung sein könnte:
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Die Rockgruppe «Lordi», die den Eurovision Song Contest 2006 gewonnen hat, widerspiegelt den antichristlichen Charakter des heutigen Europa

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Biblische Botschaft
Asphalt. «Und sie sprachen zueinander: Wohlan, lasst uns Ziegel streichen und sie feuerfest brennen! Und sie verwendeten Ziegel statt Steine und Asphalt statt Mörtel» (1.Mo 11,3). «Feuerfest» steht für etwas Ewiges, Unzerstörbares, das dem Gericht Gottes trotzt. Moderne Technik, Erfindungsgeist und neue Verfahren wurden miteinander kombiniert. Dieser altbabylonische Geist kennzeichnet auch den modernen endbabylonischen Geist. Andere Übersetzungen verwenden anstelle von «Asphalt» die Wörter «Erdharz», «Teer» oder «Roherdpech». Heute würde man wohl «Erdöl» oder «Rohöl» sagen. Die erwähnten Materialien haben nämlich Erdöl als Grundlage. Erdöl spielt auch in unseren Tagen die grösste weltpolitische Rolle. Die Globalisierung sowie die Machtspiele der Nationen drehen sich nicht umsonst hauptsächlich um das Öl. Von ihm geht eine unheimliche Macht aus. Es ist eine treibende Kraft für Politik und Weltwirtschaft. Wer das Öl besitzt, besitzt die Weltmacht. Ohne Öl läuft buchstäblich gar nichts. Selbst der «Spiegel» schreibt unter dem Titel «Kampf um die Rohstoffe – Der neue Kalte Krieg»: «Das Zeitalter dramatischer Verteilungskämpfe um die immer knapper werdenden, aber gleichzeitig in immer grösseren Mengen benötigten Ressourcen. Das Zeitalter, in dem die internationale Politik zunehmend von Fragen der Energiesicherheit bestimmt wird, in dem die Karten für potentielle Gewinner und Verlierer gerade neu gemischt werden. … nur eines sei noch gefährlicher für die Ökonomie (als die Bedrohung durch den internationalen Terror): der Rohstoffmangel und der damit verbundene hohe Ölpreis. … Der Irak hat riesige Rohstoffreserven. Wer das Land am Euphrat und Tigris beherrscht, kann entscheidenden Einfluss üben auf die Entwicklungen in dieser anfälligen Weltregion, die wegen ihrer gewaltigen Ressourcen als ‹Tankstelle der Welt› gilt. … Die wichtigsten Mächte – die USA, Europa, Russland und die Aufsteiger China und Indien – geben inzwischen ihrer Ressourcen-Sicherheit politisch Priorität Nummer eins. … Angestrengt versuchen sie, ein Netz von Pipelines durch Wüsten, In den letzten fünf Jahren ist die Erdölförderung in der Nordsee um gut Steppen und auch unter 20% zurückgegangen den Meeren zu ziehen. Die Hüter und Besitzer der Ressourcen In der Folgeausgabe des «Spiegels» werden umworben. Es wird getrickst, wurde das Thema weitergeführt. Darin geschmiert, geschachert. … Im Nahen war unter anderem von der «Fossilen Osten liegen mehr Ölreserven unter Endzeit» die Rede. Und: «Wir stehen auf der Erde als in der ganzen übrigen Welt der ganzen Welt vor einer historischen zusammen. …»4 Ausgerechnet Saudi- Epoche des Negativwachstums voll UnArabien, der Iran und der Irak besitzen ruhe und Kampf … 33 der 48 grössten die grössten Erdölreservate der Welt. Förderländer haben den Höhepunkt Wer in dieser Region Macht gewinnt, erreicht oder sogar schon überschrithat Macht über die ganze Welt. ten.» In den letzten fünf Jahren sei die Erdöl ist ja ein fossiler Rohstoff Förderung in der Nordsee um gut 20% (Fossile = Überreste von Tieren oder zurückgegangen.5 Pflanzen aus früherer Zeit). Das meiste davon befindet sich deshalb im Nahen Osten, weil sich die erste Zivilisation vor Das letzte antichristliche Reich der Sintflut hauptsächlich dort aufhielt. Erst nach der Sintflut wurden die MenDas letzte antichristliche Reich wird schen über den ganzen Globus verteilt. uns in Offenbarung 17/18 beschrieben. Und wie die erste Massenorganisation Dort ist wiederum von Babylon die Rede, wird sich auch die endzeitliche Glo- und zwar buchstäblich von der «Stadt balisierung auf den Nahen Osten kon- Babylon» (sechsmal allein im Kapitel 18) zentrieren. Ist das für die Zukunft nicht und ihrem endgültigen Untergang. von grösster Bedeutung, auch aus heilsOffenbarung 18,10-13 spricht vom geschichtlicher, prophetischer Sicht? gewaltigen Reichtum Babylons und desDer Nahe Osten gewinnt an Bedeutung sen Einfluss auf die Weltwirtschaft: «Und und wird wohl zum Anziehungspunkt sie werden von ferne stehen aus Furcht für die Völker in den letzten Tagen vor vor ihrer Qual und sagen: Wehe, wehe, der Wiederkunft Jesu. Weiter hiess es du grosse Stadt Babylon, du gewaltige sinngemäss: «Würde Europa mit einer Stadt; denn in einer Stunde ist dein GeStimme auftreten, könnten sie beliebig richt gekommen! Und die Kaufleute der Druck ausüben …» Erde weinen und trauern über sie, weil

Wer das Öl besitzt, besitzt die Weltmacht. Ohne Öl läuft buchstäblich gar nichts

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niemand mehr ihre Ware kauft, Ware von Gold und Silber und Edelsteinen und Perlen und feiner Leinwand und Purpur und Seide und Scharlach und allerlei Tujaholz und allerlei Elfenbeingeräte und allerlei Geräte aus wertvollstem Holz und aus Erz und Eisen und Marmor, und Zimt und Räucherwerk und Salbe und Weihrauch und Wein und Öl und Feinmehl und Weizen und Vieh und Schafe und Pferde und Wagen und Leiber und Seelen der Menschen.» Diese Gegend wird in Zukunft eine grosse Rolle für das Kapital und den Arbeitsmarkt spielen. Und tatsächlich gewinnt die Region Babylon (Naher Osten) in unseren Tagen zunehmend an Bedeutung. Dazu ein Artikel von Pierre Heumann: «Alle Blicke sind nach Mega gerichtet – Die Scheichs am Golf wollen auch dann im Geld schwimmen, wenn das Öl weg ist. … Die Grenze ist nur der Himmel, aber auch der lässt sich künstlich höher legen. Am Persischen Golf entsteht ein neues Arabien. Eine junge Generation von Herrschern befreit sich von den herkömmlichen nationalistischen oder religiösen Denkmustern. … Von Bahrain bis Dubai bauen die Scheichs urbane Zentren als Symbol jenes Fortschritts, den New York und Kalifornien im vergangenen Jahrhundert repräsentierten. … ‹Wir sind es, die Geschichte machen und der Zukunft entgegengehen müssen›, sagt der Herrscher, Scheich Mohammed Bin Raschid al-Maktoum … Der Tatendrang der Eminenzen ist finanziell bestens abgesichert. Es bleibt jetzt ein grosser Teil der Petrodollars im Mittleren Osten. Das ermöglicht ein gewaltiges Investitionsvolumen: Die britische Bank HSBC schätzt es auf 300 Milliarden Dollar. … Damit werden Projekte finanziert, die … am Golf globale Powerzentren machen. Katar, Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate oder Bahrain wollen es mit den Metropolen Amerikas, Asiens oder Europas aufnehmen. … Katar, das auf dem weltweit drittgrössten Erdgasvorkommen sitzt, möchte mit seinen 200 000 Bürgern FlüssiggasHauptstadt der Welt werden. Bahrain hofft, den Spitzenplatz als regionales Finanzzentrum behalten zu können. Auch in Dubai denkt man nur in Superlativen und zieht Ikonen des Fortschritts hoch: Es entstehen der höchste Wolkenkratzer der Erde, die grössten künstlichen Inseln oder Flugplätze mit einer Weltrekordkapazität von 190 Millionen Passagieren pro Jahr. …

Die Summe für neue Projekte ist schier unvorstellbar hoch: Sie beträgt mehr als eine Trillion (1018) Dollar. Ohne eine Miene zu verziehen, berichten Unternehmer von einer Verdoppelung des Umsatzes in Jahresfrist und erregen damit unter ihresgleichen kein Aufsehen. Solche Geschwindigkeiten gehören schon fast zur Norm. Am entfesseltsten ist die Bautätigkeit in Dubai, der vermutlich am schnellsten wachsenden Stadt der Welt. … Die drei künstlichen Inseln zum Beispiel, die vor der Küste errichtet werden, sind so gross … dass sie in Dubai als das ‹achte Weltwunder› gepriesen werden; der neue Flughafen mit sechs Pisten,

pagne. … Vor ein paar Jahren hat man noch gelächelt, als Dubai seine Zukunftsprojekte vorstellte: … Inzwischen nimmt man die Pläne ernst. Die Crème de la Crème der Technologiefirmen ist in Dubai vertreten: Die Logos von Microsoft, Hewlett-Packard und Cisco Systems prangen an den glitzernden Fassaden der Hochhäuser. … Um die überwiegend konservative einheimische Bevölkerung aufs neue Zeitalter vorzubereiten, leiten die Herrscher in der südlichen Golfregion eine Erziehungsrevolution ein. Angeführt wird sie von Katar … Der Ministaat bildet die Jugend nach bestem westlichem Standard aus. … Der Erfolg zieht Spitzenkräfte aus Europa, den USA und arabischen Ländern an. … Montasser sieht Dubai als Wegbereiter eines aufgeschlossenen Arabiens, in dem endlich realisiert werde, was nationalistische Politiker seit fünfzig Jahren versprochen haben. … Allein, der Wirtschaftsboom fordere Enorme Bautätigkeit in Dubai, der vermutlich am schnellsten wachsenden auch seinen Preis. Stadt der Welt Mira erwähnt die Heerscharen von Arauf denen parallel 24 Stunden am Tag beitern aus Asien, die auf den Baustellen und sieben Tage in der Woche gelandet für wenig Geld in drei Schichten rund und gestartet werden kann; das grösste um die Uhr malochen … Einkaufszentrum im Nahen Osten; ein Dubai und Bahrain gehen beim gigantischer Freizeitpark (‹grösser als Zurückdrängen der islamischen FrömWashington D.C.›); eine Rennbahn für migkeit noch einen Schritt weiter. Bars die Formel 1; ein Projekt mit 100 Wol- mit reichem Alkoholsortiment, ein kenkratzern, die um einen künstlichen pulsierendes Nachtleben und selbst Jachthafen angesiedelt werden. Der Burj Prostitution sind dermassen augenfällig (Turm) Dubai soll das weltweit höchste präsent, dass man annehmen muss, all Bauwerk werden. … Für den Fall, dass die im Islam verbotenen Ausschweifunspäter irgendwo jemand höher bauen gen hätten den Segen der Herrscher. sollte, sind Aufstockungsmöglichkeiten Die Offenheit gegenüber Ausländern vorgesehen. ‹The sky is the limit›, sagt entspringt, wie alles am Golf, einem O’Sullivan, ‹der Himmel ist die Gren- ökonomischen Kalkül: Das Wachstum ze.› … lässt sich nur realisieren, wenn Fremde Dubai geht noch einen Schritt wei- arbeiten. In Katar und Dubai zum Beiter: … An der ersten internationalen spiel sind achtzig Prozent der Bewohner Aktien- und Anleihenbörse im Mittle- Ausländer. … ‹Niemand kommt hierher, ren Osten, … werden sich bis Ende Jahr weil es ihm hier besonders gut gefällt›, bereits dreissig bis vierzig internationa- sagt ein Schweizer Geschäftsmann, ‹sonle Brokerhäuser niedergelassen haben. dern nur wegen des Geldes.› Die Verteilkraft der Börse werde grösser Schlau sind die Scheichs auch insein als diejenige von London oder New nenpolitisch. Die Herrscher, die zu den York … Das Wort ‹unmöglich› kennen reichsten Familien der Welt gehören … die Scheichs nicht. Ihr atemberaubender lassen das Volk am Aufschwung teilhaGrössenwahnsinn ist Teil der PR-Kam- ben oder geben einen zumindest kleinen
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Teil ihrer unbeschränkten Macht ab. … Anfänge einer Endzeitentwicklung, die Demokratie sei kein Ziel an sich, son- unter dem kommenden antichristlichen dern lediglich ein Mittel, um dem Volk Weltherrscher rasch vollendet und zu zu Wohlstand zu verhelfen – und genau höherem Ziel geführt werden wird. das würden die Herrscher tun … Die Wo die Wiege der Menschheit war, Bürger haben Zugang zu einer Spitzen- könnte auch ihr Ende sein. Wo der erste ausbildung, einem bestens ausgebauten antichristliche Herrscher auftrat (NimGesundheitssystem und jeder, der wolle, rod), könnte auch der letzte auftreten. habe einen Job. …»6 Der Kreis schliesst sich stets dort, wo Wie auch immer, Babylon wird einst er begann. unter Wehklagen untergehen: «Denn in einer Stunde wurde dieser so grosse Das Endzeitöl am Euphrat Reichtum verwüstet! Und jeder Kapitän und die ganze Menge derer, die auf «Der Irak grenzt an Kuwait, Saudiden Schiffen sind, und die Matrosen, Arabien, Jordanien, Syrien, Türkei, Iran und alle, die auf dem Meer arbeiten, und den Persischen Golf und umfasst standen von ferne und riefen, als sie dabei den größten Teil des zwischen Euden Rauch ihrer Feuersbrunst sahen: phrat und Tigris gelegenen ‹ZweistromWer war der grossen Stadt gleich? Und lands›.»7 Gerade der Euphrat spielt in sie warfen Staub auf ihre Häupter und der biblischen Apokalypse eine zentrale riefen weinend und trauernd: Wehe, Rolle. Wim Malgo, der Gründer des Miswehe! die grosse Stadt, in der alle, die sionswerks Mitternachtsruf, hat seinerSchiffe auf dem Meer hatten, reich ge- zeit oft über den Endzeitkampf zwischen macht wurden durch ihren Wohlstand! dem «Öl von unten» und dem «Öl von Denn in einer Stunde ist sie verwüstet oben» gesprochen. Öl – Olivenöl – ist worden!» (Offb 18,17-19). Die Begriffe ein Bild der Wirkung des Heiligen Geis«Kapitän», «Schiffe», «Matrosen» tes (von oben her). Das Erdöl (aus und «alle, die auf dem Meer arder Tiefe) hingegen symbolisiert beiten» könnten durchaus mit Öl den Geist aus dem Untergrund. zu tun haben. Sie könnten ein Sobald der Heilige Geist die GeHinweis sein auf Erdölförderung meinde Jesu – das aufhaltende und -transport, auf Ölplattformen, Element gegen die Sünde – von -tanker und -pipelines. Dies alles der Erde weggenommen hat, kann spielt sich ja hauptsächlich im, sich der Geist von unten auf oder am Meer ab. voll entfalten: «Und Es ist nicht auszuschliessen, ihr wisst ja, was jetzt dass der letzte antichristliche noch zurückhält, daWeltherrscher, den die Bibel bemit er geoffenbart schreibt, seinen «Sitz» im Gebiet werde zu seiner des ehemaligen Babylon haben Zeit. Denn das wird. Zumindest könnte diese Geheimnis der Region bei seinem Wirken Gesetzlosigkeit eine wichtige Rolle spieist schon am Wirlen. Wenn aber zum ken, nur muss der, Ende der grossen Trübwelcher jetzt zurücksal hin Babylon von hält, erst aus dem Weg Gott gerichtet wird, sein» (2.Thess 2,6-7). dann wird die Klage auf Das Wörtchen «was» der ganzen Welt unvorbezieht sich auf die stellbar gross sein. Gemeinde. «Der» So gesehen scheint steht für den Heilieine tiefere Bedeutung gen Geist, der in der dahinter zu stecken, Gemeinde Wohnung dass der Irak vom Westen genommen hat und besetzt und befreit worden diese bei der Entrückung ist und jetzt demokratisiert mit in den Himmel wird. Vielleicht sind die nimmt (vgl. Apg 8,39; Auswirkungen der beiden Olivenöl ist ein Bild der Wir2.Kor 5,4-5; Eph 1,13Golfkriege die schlichten kung des Heiligen Geistes 14; 1.Kön 18,12; 2.Kön

2,16; Offb 4,1-2). Mit der Öffnung des ersten Siegels und dem Erscheinen des Reiters auf dem weissen Pferd (Offb 6,1-2) ist wohl der Antichrist gemeint. Demnach fände die Entrückung vor der Öffnung des ersten Siegels statt. Nach der Entrückung werden sich die Geister aus dem Untergrund aufmachen. Die letzte Phase vor der Wiederkunft Jesu in Herrlichkeit wird anbrechen. Wenn das «Öl von oben» weg ist, wird sich das «Öl von unten» ausgiessen. «Und der sechste Engel goss seine Schale aus auf den grossen Strom Euphrat; und sein Wasser vertrocknete, damit den Königen vom Aufgang der Sonne der Weg bereitet würde. Und ich sah aus dem Maul des Drachen und aus dem Maul des Tieres und aus dem Maul des falschen Propheten drei unreine Geister herauskommen, gleich Fröschen. Es sind nämlich dämonische Geister, die Zeichen tun und ausgehen zu den Königen der Erde und des ganzen Erdkreises, um sie zum Kampf zu versammeln an jenem grossen Tag Gottes, des Allmächtigen. – Siehe, ich komme wie ein Dieb! Glückselig ist, wer wacht und seine Kleider bewahrt, damit er nicht entblösst einhergeht und man seine Schande sieht! – Und er versammelte sie an den Ort, der auf Hebräisch Harmageddon heisst» (Offb 16,12-16). Das Gebiet des Euphrat steht also in Verbindung mit der Schlacht der Könige in Harmageddon. Vielleicht machen sich die Könige aus dem Osten nicht zuletzt wegen der Rohstoffe auf den Weg zum Nahen Osten, getrieben von Dämonen Satans (natürlich gibt es auch noch andere Gründe, zum Beispiel Israel). Doch das Ganze wird ein gutes Ende nehmen. Schon unmittelbar nach der Zeit Nimrods und Babels (1.Mo 10/11) hat der Allmächtige Abraham erwählt, um Seinen Plan mit ihm auszuführen: «Und der Herr sprach zu Abraham …» (1.Mo 12,1). Ebenso wird sich Gott nach der Zerstörung des letzten antichristlichen Babylons (Offb 18) wieder Seinem Volk zuwenden. Er wird Israel aufs Neue erwählen und Seinen Plan mit ihm vollenden.  «P.-D.», Nr.13; 29.3.06 Bibel, Bruns-Übersetzung, Kommentar zu 1.Mo 11,1-4 3 «Israel Heute», Juli 2005 4 «Der Spiegel», Nr.13, 27.3.06 5 «Der Spiegel», Nr.14, 3.4.06 6 «Die Weltwoche», Ausgabe 24/06 7 www.wikipedia.org 8 Tim LaHaye, «Die Entrückung»
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Im Blickfeld

Eine Botschaft des Staates Israel
Wenn man über eine Person zu Gericht sitzt, ist es üblich, sie selbst zu Wort kommen zu lassen. Über Israel wird in diesen Tagen wieder viel geurteilt, zumeist negativ. Der jüdische Staat sitzt wieder einmal auf der Anklagebank. Im Folgenden wollen wir Israel selbst zu Wort kommen lassen.

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em Staat Israel wurden zum israelischen Einsatz im Libanon 17 Fragen gestellt, die er so beantwortete: 1. Warum hat Israel so stark auf die Angriffe aus dem Libanon reagiert? Israel wurde am 12. Juli 2006 von der Terrororganisation Hisbollah, die auch in der libanesischen Regierung vertreten ist, unprovoziert von libanesischem Territorium aus angegriffen. Der Angriff wurde auf israelischem Boden gegen israelische Bürger gerichtet – Zivilisten und Soldaten. Darum hat Israel keine Alternative, als von seinem Recht auf Selbstverteidigung Gebrauch zu machen. Die beiden Ziele der Operation sind zum einen, die entführten Soldaten zu befreien und zum anderen, die Terrorbedrohung im Norden Israels zu beseitigen. Aus Israels Sicht ist der Libanon für die derzeitige Situation verantwortlich und muss die Konsequenzen dafür tragen.

2. Ist Israels Reaktion verhältnismässig? Verhältnismässigkeit muss man an der Bedrohung festmachen. Israels Einsatz richtet sich nicht nur gegen die unprovozierten Angriffe und die Entführung der israelischen Soldaten, sondern gegen die tatsächliche und konkrete Gefährdung einer Million israelischer Bürger im Norden Israels. Die Terrororganisation Hisbollah, die sich der Vernichtung Israels verschrieben hat und den Süden Libanons kontrolliert, hat über 12 000 Raketen auf Israel gerichtet und bereits Tausend davon in den letzten Tagen auf Israel abgeschossen. Der massive Einsatz dieser Raketen durch die Hisbollah, der Hunderte von zivilen Verletzten und Todesopfern fordert und weite Zerstörungen anrichtet, macht Israels Aktion unumgänglich. Man muss die Frage stellen: «Was würden andere Staaten tun, wenn sie mit einer Bedrohung dieses Ausmasses konfrontiert wären?» 3. Warum beschiesst Israel zivile Gebäude und Infrastruktur?

Alles, was die Hisbollah befähigt und ihr dient, Angriffe gegen Israel auszuführen, ist ein legitimes Ziel. So zum Beispiel ist der internationale Flughafen Beirut zum Waffentransport und von Ausbildern aus Iran genutzt worden, so wie die Brücken im Norden Libanons und die Beirut-DamaskusAutobahn, die ebenfalls dem Transport von Waffen, Nachschub von Munition und Terroristen dienen. Ebenso ist der Hisbollah-TV-Sender Al-Manar getroffen worden, der für die Kommunikation der Terroristen von grosser Bedeutung ist und unablässig antisemitische Hetze verbreitet. Leider verstecken die Terroristen sich und ihre Raketen vorsätzlich inmitten der Wohnviertel und gefährden damit die Bevölkerung. Tatsächlich sind viele der bereits auf Israel abgeschossenen Raketen von Privathäusern aus abgefeuert worden, um Israels Reaktion zu durchkreuzen, da die Hisbollah-Terroristen die sie umgebenden Zivilisten als Schutzschilde für ihre Angriffe missbrauchen. Trotz dieses grausamen Missbrauchs ist
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Im Blickfeld
Israel ausgesprochen bedacht, das Risiko für die Zivilbevölkerung so gering wie möglich zu halten, oft auf Kosten von strategischen Vorteilen. So wurden zum Beispiel Flyer abgeworfen, die die unbeteiligte Bevölkerung warnten, dass Hisbollahstellungen angegriffen würden, obwohl dadurch der Überraschungsvorteil verloren ging. 4. Ist Israel nicht über die steigende Anzahl der zivilen Opfer besorgt? Israel bedauert den Verlust von unschuldigen Leben. Israel hat keine Zivilisten zum Ziel, ist jedoch gezwungen, bestimmte Massnahmen gegen die rücksichtslose Terrororganisation Hisbollah zu ergreifen, die 12 000 Raketen auf Israels Städte gerichtet hat. Wie jedes andere Land hat Israel die Pflicht, seine Bürger zu beschützen und diese ernste Bedrohung von Millionen seiner Bürger abzuwenden. Hätte die Hisbollah nicht eine solche Raketenstaffel aufgestellt, müsste Israel nicht aktiv werden. Hätte die Hisbollah sich dafür entschieden, dieses Arsenal entfernt von den bevölkerten Gegenden aufzustellen, müssten keine Zivilisten darunter leiden, wenn Israel die offensichtlich notwendigen Massnahmen ergreift. Die Verantwortung für diese tragische Situation liegt einzig und allein bei der Hisbollah. 5. Was tut Israel nach dem Tod von sieben Kanadiern am 16. Juli, um den im Libanon festsitzenden internationalen Staatsbürgern zu helfen? Israel drückt sein ausgesprochenes Bedauern über den Tod jedes internationalen Staatsbürgers im Libanon aus, der nicht in den Konflikt involviert ist. Israel unternimmt alles, um durch diskrete Kanäle die Evakuierung all jener zu koordinieren, die den Libanon verlassen möchten. 6. Warum hat Israel nicht Zurückhaltung geübt und zuerst diplomatische Wege gesucht? Israel hat seit über sechs Jahren Zurückhaltung geübt. Im Mai 2000 hat Israel die schwere politische Entscheidung getroffen, sich vollständig aus dem südlichen Libanon zurückzuziehen, nachdem es einige Jahre zuvor dazu gezwungen war, dort eine Sicherheitszone einzurichten, um Terroranschläge und Raketenbeschüsse auf israelische Städte zu verhindern. Der UN Sicherheitsrat hat Israels Rückzug aus Südlibanon als vollständige Umsetzung der Resolution 425 anerkannt. Die libanesische Regierung bekam die Gelegenheit, die volle Kontrolle über den Süden zu ergreifen und eine friedliche Grenze zu Israel zu gewährleisten. Stattdessen wurde der Terrorismus nicht nur nicht bekämpft, sondern der Hisbollah erlaubt, das Gebiet bis zur Grenze zu besetzen und ein riesiges Waffen- und Raketenarsenal anzusammeln. Israel hat wiederholt Warnungen ausgesprochen, und die internationale Weltgemeinschaft ersucht, den Libanon dazu aufzufordern, die Hisbollah zu beherrschen, sie von ihren Stützpunkten an der Grenzlinie zu entfernen und die Raketenlager auszuheben.

Bedauerlicherweise ist Libanon den Aufforderungen der Weltgemeinschaft nicht nachgekommen, seiner Souveränität gerecht zu werden, weshalb heute das libanesische Volk unter den Konsequenzen der Tatenlosigkeit seiner Regierung leiden muss. 7. Wie betrachtet Israel die Rede von Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah am Sonntag, dem 16. Juli? Die Rede spricht für sich selbst. Sie war angefüllt mit offensichtlichen Lügen, darunter auch jene, die Hisbollah würde nur militärische Ziele angreifen – wobei die Raketen der Hisbollah nicht zielgerichtet, sondern nur ungefähr abgeschossen werden können, so zum Beispiel auf israelische Städte. Für Israel ist von grosser operativer Bedeutung, dass diese Rede das Versprechen war, die Angriffe ohne Einhaltung einer «roten Linie» fortzusetzen. Israel wird diese Drohung wie immer sehr Ernst nehmen und die notwendigen Massnahmen ergreifen, seine Bürger zu schützen. Seinen Worten zufolge ist klar, dass Nasrallah sich bewusst ist, dass die Politik der Hisbollah, wahllos israelische Bevölkerungszentren anzugreifen und die Region zu destabilisieren, ihn sogar innerhalb der arabischen Welt isoliert. 8. Warum erwartet Israel von der libanesischen Regierung nach Jahren der Passivität endlich zu handeln? Es ist die Verantwortung der libanesischen Regierung, ihren Verpflichtungen als souveräner Staat nachzukommen und ihre Kontrolle auf alle Gebiete in ihrer Staatlichkeit auszudehnen, wie auch in den UN-Resolutionen 425 und 1559 gefordert. Durch die gegenwärtigen Operationen erhofft sich der Staat Israel Druck auszuüben, dass die Regierung in Beirut die Initiative übernimmt und die inter-

Über eine Million israelischer Bürger standen im Norden Israels unter dem Raketenhagel der Hisbollah Bild: Haifa

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Aufgegriffen
Die Verkündigung des christlichen Glaubens ist das Wichtigste, was Christen für Juden tun können. Das erklärte der Judenchrist, Dozent und Autor Martin Goldsmith (London) vom Vorstand der internationalen Organisation «Juden für Jesus». Die Weitergabe des Evangeliums sei mehr, als Freundschaft zu Juden zu pflegen. Wie alle anderen Menschen seien auch Juden auf den Retter Jesus angewiesen. Rund 100 Ungeborene hat eine Hebamme im letzten halben Jahr vor der Abtreibung bewahrt. Sie praktiziert in München eine «Gehsteig-Beratung», indem sie die Mütter vor der Abtreibungsklinik anspricht und ihnen Alternativen anbietet, etwa Geld für Babyausstattung oder Unterstützung bei Behördengängen. Das berichtete die Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht beim Christustag in Stuttgart. Amnesty International, einst angetreten, das Leben Gefangener zu schützen, entwickelt sich zu einem Gemischtwarenladen für Moralen aller Art. Jetzt soll sogar Abtreibung zum Menschenrecht erklärt werden. Während ein Gefangener von den Bibelstunden schwärmt, sie seien «das Beste, was der Knast zu bieten hat», mokiert sich eine Sprecherin der amerikanischen «Gesellschaft für Religionsfreiheit» über eine vermeintlich «schamlose Bevorzugung einer bestimmten Religion». In der Haftanstalt von Nashville werden jede Woche Bibelstunden angeboten, um die Rückfallquote der Insassen zu senken. «Wenn man einmal anfängt, springt der Funke sofort über», meint der Insasse Harold Harris. In den USA kämpfen Christen vor Gericht um ihr Recht, ihren Glauben in der Öffentlichkeit zu bezeugen. Das Ehepaar Joy und Michael Wheeler war im vorigen November festgenommen worden, nachdem er in einem Busbahnhof in Kansas City gepredigt und sie währenddessen gebetet hatte. Im kommunistisch regierten Laos wenden sich immer mehr Menschen dem christlichen Glauben zu. Die Zahl der Christen in dem rund sechs Millionen Einwohner zählenden Land ist seit 1990 von 15 000 auf etwa 180 000 gestiegen.

Seit Jahren stellt Syrien dem Hamas-Führer Khaled Maschal Unterkünfte und logistische Unterstützung zur Verfügung nationalen Ermutigungen und das günstige operative Umfeld zur Entwaffnung der Hisbollah und zur Stationierung der libanesischen Armee an der israelischlibanesischen Grenze nutzt. 9. Warum behauptet Israel, dass Syrien und Iran in den Terrorismus der Hamas und der Hisbollah involviert sind? Syrien beherbergt in seiner Hauptstadt Damaskus die Hauptquartiere verschiedener palästinensischer Terrororganisationen, einschliesslich das der Hamas. Seit Jahren stellt Syrien dem HamasFührer Khaled Maschal Unterkünfte und logistische Unterstützung zur Verfügung. Von Damaskus aus kommandiert Maschal Terroristen innerhalb der palästinensischen Gebiete, die die andauernden Angriffe gegen Israel und seine Bürger ausführen, einschliesslich der Kassam-Beschüsse und den jüngsten Angriff sowie die Entführung des israelischen Soldaten Gilad Shalit. Syrien unterstützt die Hisbollah, indem sie den Transport von Waffen und Munition und den Offizieren über den internationalen Flughafen in Damaskus und über die Grenzen in den Libanon ermöglicht. Die Hisbollah könnte nicht im Libanon operieren, würde sie nicht von Syrien unterstützt werden. Iran, Hauptfinanzier der Hisbollah, gibt Anweisungen und stellt Waffen sowie den Kader der Revolutionsgarde bereit. In jeder Hinsicht ist die Hisbollah lediglich ein Arm des iranischen Dschihadregimes. Iran hat ebenso beträchtlichen Einfluss auf die palästinensischen Terrororganisationen, einschliesslich der Al-Aksa-Brigaden (Fatah) und Iz a-Din al Kassam-Gruppe (Hamas) und unterstützt deren Terrorzellen mit Geldern, technischen Instruktionen und erteilt Handlungsanweisungen. 10. Warum werden Hamas und Hisbollah von Syrien und Iran unterstützt?

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Im Irak werden seit dem Sturz des Regimes von Saddam Hussein immer mehr Muslims Christen. Die Religionsfreiheit mache es möglich, dass sich heute mehr Muslims dem christlichen Glauben zuwenden als jemals in der Geschichte des Iraks. Das berichtete der frühere General Georges Sada (Bagdad) in einer evangelischen Kirche in McLean bei Washington. In zahlreichen islamisch geprägten Ländern wächst die Zahl von Muslims, die Christen werden. Selbst in der von der radikal-islamischen Hisbollah kontrollierten Bekka-Ebene im Libanon haben mehrere hundert Muslims den christlichen Glauben angenommen. In einer Rede vor dem Europarat in Strassburg warnte der türkische Regierungschef Recep Tayyib Erdogan vor zunehmender Islam- und Fremdenfeindlichkeit. Antisemitismus werde als «Verbrechen gegen die Menschlichkeit» erachtet. Das Gleiche müsse für Islamophobie gelten, forderte Erdogan. Islamische Organisationen bemühen sich zunehmend, die weltweit anerkannten Menschenrechte zu relativieren. Diese würden nur dann als verbindlich betrachtet, wenn sie mit dem islamischen Gesetz übereinstimmen. «Da wird ein Soldat entführt, dann sagt der Europäer, nicht nur der Deutsche: Muss man bei einem Soldaten so reagieren? Von Überreaktion ist die Rede? Wann beginnt denn die Normalreaktion? Bei 20, bei 50, 100, bei 500? Ich sage es in einer These: Terrorismus zu erleben, ist etwas grundsätzlich anderes, als ihn in vier Flugstunden Entfernung zu kommentieren.» Ex-Botschafter Deutschlands in Israel, Rudolf Dressler. «Wir leben hier (in Israel) in einem Dschungel, unter Muslims, die keinen Palästinenserstaat wollen. Sie wollen nur den Staat Israel vernichten.» Rabbi Benjamin Elon. «Wenn Menschen uns sagen, dass sie uns vernichten wollen, wir glauben ihnen. Als Hitler in ‹Mein Kampf› geschrieben hat, dass er uns vernichten will, haben wir es nicht geglaubt. Jetzt glauben wir das, was die Hisbollah sagt und darum haben wir zu kämpfen.» Tommy Lapid, ehem. israelischer Justizminister und Präsident des Jerusalem HolocaustZentrums Yad Vashem.

Im Blickfeld
Syrien und Iran unterstützen diese Terrororganisationen nicht nur, weil sie ihre Ideologie des internationalen Dschihad und der sofortigen Vernichtung Israels unterstützen, sondern auch, um in Damaskus und Teheran ihre eigenen Regimes zu stärken, um von anderen Themen abzulenken, auf die sich der internationale Druck richtet. Syrien steht wegen seiner Beteiligung am Mord des früheren libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri und der Einmischung in libanesische Angelegenheiten in wachsender Kritik. Auf Iran wächst der internationale Druck wegen seines Atomprogramms. Zusätzlich werden beide Regimes von der internationalen Gemeinschaft für ihre Verstösse gegen die Menschenrechte verurteilt. Konsequenterweise betrachtet Israel die Hamas, die Hisbollah, Syrien und Iran als Hauptelemente der Dschihad-Terror-Achse, die nicht nur Israel, sondern die gesamte Welt bedroht. 11. Wie wird Israel auf die Bombardierung Haifas reagieren? Die Tausenden von Raketen, die andauernd vom Libanon aus auf Haifa und den Norden Israels abgeschossen werden, wodurch bereits 12 Zivilisten getötet und zahlreiche verletzt wurden, sollte ein für alle Mal den Mythos von der Hisbollah als einer schlecht ausgerüsteten «Guerillatruppe» ausräumen. Als verlängerter Arm des Irans führte die Hisbollah in den 1980er-Jahren feindliche Angriffe gegen Israel aus, unter Nichtbeachtung und Verletzung der Souveränität Libanons, und erhielt massive Unterstützung durch modernste Waffen aus dem Teheraner Arsenal, die über Syrien in den Libanon geliefert wurden. Bis zum heutigen Tag werden der Hisbollah mehrere Tausend Raketen modernster Bauart mit Reichweiten bis zu 150 km geliefert. In Anbetracht dieser schweren Aggression der Hisbollah wird Israel alles tun, um diese Terrorbedrohung von seinen Bevölkerungszentren zu beseitigen, wie es jeder andere Staat auch tun würde. 12. Wie wird Israel Syrien und Iran unter Druck setzen? Es gibt einen sich verstärkenden Konsens in der internationalen Gemeinschaft, dass der Terror der Dschihadisten eine globale Bedrohung ist, welcher mit Entschlossenheit begegnet werden muss. Israel steht im intensiven Kontakt mit ausländischen Regierungen und Weltorganisationen, um den Druck auf diese Regimes zu koordinieren und damit zu sichern, dass sie verstehen, dass der Preis, den sie international für die Unterstützung der Terroristen bezahlen, untragbar hoch sein wird. 13. Es scheint, dass Israel einem Zwei-FrontenKonflikt ausgesetzt ist. Sind die beiden Fronten miteinander verbunden? In seiner Pressekonferenz nach den Angriffen am 12. Juli präsentierte der Generalsekretär der Hisbollah, Hassan Nasrallah, eine Liste mit Forderungen zur Freilassung der entführten Soldaten. Diese beinhaltete die Forderung, Hamas-Terroristen sowie Mitglieder der Hisbollah freizulassen. Dieser Umstand weist darauf hin, dass zwischen den beiden radikalislamischen Terrororganisationen nicht nur eine Koordination auf ideologischer Ebene, sondern auf operativer Ebene stattfindet. 14. Israel hat geäussert, dass man nicht mit der Hamas verhandeln wird, was ist mit der Hisbollah? In Folge der Angriffe vom 12. Juli 2006 sagte Ministerpräsident Ehud Olmert: «Israel wird sich nicht der Erpressung beugen und wird nicht mit Terroristen über das Leben von israelischen Soldaten verhandeln.» 15. Welche diplomatischen Wege führen aus dieser Krise?

In Anbetracht dieser schweren Aggression der Hisbollah wird Israel alles tun, um diese Terrorbedrohung von seinen Bevölkerungszentren zu beseitigen, wie es jeder andere Staat auch tun würde

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Auch wenn im Moment militärische Operationen von Notwendigkeit sind, um die Bürger Israels vor der Bedrohung durch die Terrororganisation Hisbollah zu schützen, wird die letztendliche Lösung des gegenwärtigen Konflikts diplomatischer Natur sein. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keinen substantiellen Unterschied zwischen der israelischen Position und der der internationalen Gemeinschaft. Israel erwartet von der Weltgemeinschaft, dass der internationale Konsens bekräftigt wird, der von dem UN Sicherheitsrat in Bezug auf Libanon bereits akzeptiert wurde. Dieser fordert die libanesische Regierung zur Umsetzung der Resolutionen 1559 und 1680 auf, sowie ihre Souveränität in die Grenzregion zu Israel auszudehnen und die Hisbollah zu entwaffnen. 16. Was ist Israels Position zur G8-Erklärung zur Situation? Israel begrüsst die Anerkennung der G-8-Staaten, dass die Hisbollah und die Hamas für die Auslöser der derzeitigen Gewalt durch unprovozierte Angriffe auf Israels Zivilisten und Entführungen von israelischen Soldaten von israelischem Staatsgebiet verantwortlich sind. Die G-8-Erklärung beweist, dass Israel und die Weltgemeinschaft gemeinsame Werte haben und sich einem gemeinsamen Problem gegenübersehen – die ernste Bedrohung durch extremistische Terrororganisationen wie Hisbollah und Hamas. Wie auch die G-8-Staaten, glaubt Israel, dass eine Lösung darin zu finden ist, dass die entführten Soldaten freigelassen werden, die Raketenbeschüsse auf Israel beendet werden und Libanon die Resolution 1559 des UN Sicherheitsrates umsetzt und die Hisbollah entwaffnet. 17. Unterstützt Israel die Initiative des italienischen Ministerpräsidenten Romano Prodi um einen Waffenstillstand zu erreichen? Was ist mit der Initiative, eine internationale Friedenstruppe zu entsenden? Israel wird alle internationalen Bemühungen unterstützen, die dazu führen sollen, die entführten Soldaten zurückzubringen und dass die Resolution 1559 vollständig vom Libanon umgesetzt wird.1 In Psalm 10,7-9 lesen wir: «Sein Mund ist voll Fluchen, Trug und Bedrückung; unter seiner Zunge verbirgt sich Leid und Unheil. Er sitzt im Hinterhalt in den Dörfern; im Verborgenen ermordet er den Unschuldigen; seine Augen

Der internationale Flughafen von Beirut wurde jahrelang für den Waffenschmuggel und von Ausbildern aus dem Iran genutzt spähen den Wehrlosen aus. Er lauert im Verborgenen wie ein Löwe im dichten Gebüsch; er lauert, um den Elenden zu fangen; er fängt den Schwachen und schleppt ihn fort in seinem Netz.» Widerspiegeln diese Verse nicht die Situation Israels im Kampf gegen den Terror? Die islam-fundamentalistischen Terrororganisationen wie Hisbolllah und Hamas treten so auf, wie es in obigen Bibelversen beschrieben wird: • «Sein Mund ist voll Fluchen, Trug und Bedrückung; unter seiner Zunge verbirgt sich Leid und Unheil.» Fluch und Hass gegenüber andersgläubigen (Juden und Christen) erfüllt ihr Herz und ihren Mund. Ein unbändiger Vernichtungswille gegen die Juden ist die Motivation ihres Kampfes gegen Israel. Dabei bringen sie nicht nur über ihre Feinde Bedrückung, Leid und Unheil, sondern sogar über die eigene Zivilbevölkerung. • «Er sitzt im Hinterhalt in den Dörfern; im Verborgenen ermordet er den Unschuldigen; seine Augen spähen den Wehrlosen aus. Er lauert im Verborgenen wie ein Löwe im dichten Gebüsch.» Sie verstecken sich in Dörfern inmitten der eigenen Bevölkerung und feuern aus dem Hinterhalt auf unschuldige Zivilisten in Israel. Der Krieg hat sich zu einem Guerillakrieg entwickelt. Dabei findet der Wehrlose keine Gnade. • «… er lauert, um den Elenden zu fangen; er fängt den Schwachen und schleppt ihn fort in seinem Netz.» Menschen werden entführt und verschleppt wie beispielsweise jüdische Siedler oder junge Soldaten. Israel findet keinen Trost in der Völkerwelt: Von den einen werden sie gehasst, von anderen verachtet, verurteilt, beschuldigt und beschimpft. Israel kann machen, was es will; es wird immer verkehrt sein. Wir wissen, dass es so ist und sein muss, denn Israel wird letztlich nur im Messias Jesus Trost und Zukunft finden. Angesichts der jetzigen traurigen Situation im Libanon trösten die Worte aus Jesaja 60,13-15: «Die Herrlichkeit des Libanon wird zu dir kommen, Wacholderbäume, Platanen und Zypressen miteinander, um den Ort meines Heiligtums zu schmücken; denn den Schemel für meine Füsse will ich herrlich machen. Und tief gebückt werden die Söhne deiner Unterdrücker zu dir kommen, und alle, die dich geschmäht haben, werden sich zu deinen Fusssohlen niederwerfen und dich ‹Stadt des Herrn› nennen, ‹Zion des Heiligen Israels›. Dafür, dass du verlassen und verhasst gewesen bist, so dass niemand dich besuchte, will ich dich zum ewigen Ruhm machen, dass man sich über dich freuen soll von Geschlecht zu Geschlecht.» Beten wir, dass diese Situation bald eintrifft! Die Wiederkunft Jesu wird’s vollbringen!» N.L. 
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Botschaft des Staates Israel, 18. Juli 2006
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Das «Inweltproblem» der Herzen
Die westliche Welt beschäftigt sich sehr intensiv mit Umweltproblemen. Das lenkt vom eigentlichen Problem, dem «Inweltproblem» des Herzens, ab. Wir übersehen allzu leicht, dass alle negativen Entwicklungen in der Natur ihren Ursprung in einem von Sünde besessenen Menschenherzen haben. Gott sei Dank, dass dieser Negativtrend aufgehoben wird, wenn Jesus wiederkommt.

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ie Erde ist aufgrund menschlicher Aktivitäten heute wärmer als in den vergangenen 400, wahrscheinlich sogar 1 000 Jahren. Das bestätigt eine Studie des unabhängigen US-Forschungsrats National Research Council (NRC). Die Temperatur der Erdoberfläche sei im letzten Jahrhundert um mindestens 0,6 Grad Celsius angestiegen. Das Gremium stellte in seinem Bericht fest, dass die Erwärmung der nördlichen Hemisphäre in den zurückliegenden Jahrzehnten ihresgleichen sucht, und dass die 1990er-Jahre im Rückblick auf das vergangene Jahrtausend als das wärmste Jahrzehnt gelten. Die Bibel verspricht eine neue Erde (2.Petr 3,13).

Diese neue Erde wird nicht mehr durch menschliche Aktivitäten der Zerstörung anheim fallen, weil auf ihr – wie uns Petrus erklärt – «Gerechtigkeit wohnt». Die Erschaffung der neuen Erde – und übrigens auch des neuen Himmels – findet jedoch erst am Ende des Tausendjährigen Reiches statt. Inzwischen aber leidet unsere jetzige Erde unter dieser fortwährenden Erwärmung. Die Bibel sah das voraus: «Wir wissen ja: Die ganze Schöpfung ist bis jetzt voll Klageseufzer und harrt mit Schmerzen einer Neugeburt entgegen!» (Röm

«Wir wissen ja: Die ganze Schöpfung ist bis jetzt voll Klageseufzer und harrt mit Schmerzen einer Neugeburt entgegen!»

8,22). Was ist zu tun? Sollen wir uns den Umweltprogrammen anschliessen, die vielerorts gestartet werden? Gewiss sollten auch Christen für ihre Umwelt Sorge tragen, aber das allein ist nicht die Lösung. Die Erde wurde und wird durch menschliche Aktivitäten beschädigt. Doch es gibt eine göttliche Tat, die das Leben auf dieser Erde trotz allem wieder lebenswert macht! Als Jesus Christus die Worte sprach: «Es ist vollbracht!» (Joh 19,30), schenkte Er uns nicht nur ewiges Leben, sondern gab uns auch Zuversicht für das Leben hier auf dieser Erde. Durch die stetigen zerstörenden Aktivitäten wird die Erde zwar immer mehr erhitzt und geschädigt, aber durch diese eine grosse Tat auf Golgatha dürfen unsere Herzen mehr und mehr durch die Liebe Gottes erwärmt werden, sodass wir der Zukunft, was sie auch bringen mag, getrost entgegensehen dürfen. Wir sollen nun aber unsererseits, solange wir in dieser Welt sind, aktiv werden, damit noch viele Menschen durch die Liebe Gottes innerlich erwärmt werden. Jesus hat diesen Auftrag so formuliert: «Ihr seid das Salz der Erde. … Ihr seid das Licht der Welt. … So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten …!» (Mt 5,13-14.16). M.M. 

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Es geht ihnen um mehr! Und die Bibel hat doch Recht
Immer wieder und mit grosser Freude machen wir innerhalb dieser Rubrik darauf aufmerksam, dass die Bibel Recht hat. Das Wort Gottes entspricht in allen Teilen der absoluten Wahrheit. Und je mehr die Erkenntnis der Wissenschaft zunimmt, desto mehr muss sie auch zu dieser Schlussfolgerung kommen. Schon längere Zeit ist erkennbar, dass es den Feinden Israels nicht um die Befreiung eines «besetzten» Gebietes geht. Nein, sie nutzen die Situation für sich und ihre Machtgier aus und schieben Israel die Schuld in die Schuhe. Schade nur, dass diese Tatsache in der europäischen Politik kaum Beachtung findet.

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ürzlich wurde von Forschern im Norden Patagoniens (Argentinien) ein Fossil der ältesten bekannten Festlandschlangenart entdeckt. In einem Bericht heisst es dazu: «… ‹Najash›, wie die Entdecker sie tauften, hatte ausser einem Kreuzbein, das einen Beckengürtel trug, auch kräftige Beine ausserhalb des Brustkorbs. Andere bislang gefundene Schlangenfossilien weisen zwar Beine, aber keine Hüften auf. Die Entdeckung von ‹Najash›, der ‹Mutter aller Schlangen›, wie sie in Argentinien begeistert genannt wird, beantwortet endlich die zentrale Frage aller Schlangenforscher: Die schlanken Reptilien liefen ursprünglich an Land herum und schwappten nicht, wie bislang vermutet, vor Urzeiten aus dem Meer an den Strand.1» Was Schlangenforscher endlich entdeckten und ihre zentrale Frage beantwortete, wird in der Bibel schon lange als selbstverständlich angedeutet. Die Schlange scheint ursprünglich ein höher entwickeltes Tier gewesen zu sein, als sie es heute ist. Satan bediente sich ihrer, um die ersten Menschen zu verführen: «Aber die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott der Herr gemacht hatte; und sie sprach zu der Frau: Sollte Gott wirklich gesagt haben, dass ihr von keinem Baum im Garten essen dürft?» (1.Mo 3,1). Es befremdete Adam und Eva offensichtlich nicht, dass die Schlange zu ihnen sprach. Und wahrscheinlich sah sie auch in ihrem Erscheinungsbild anders

aus, als wir sie heute kennen. Da Satan die Schlange als Einfallstor für die Sünde benutzte, um den Menschen geistlich zu Fall zu bringen, wurde sie von Gott mit einem besonderen Fluch belegt. «Da sprach Gott der Herr zur Schlange: Weil du dies getan hast, so sollst du verflucht sein mehr als alles Vieh und mehr als alle Tiere des Feldes! Auf deinem Bauch sollst du kriechen und Staub sollst du fressen dein Leben lang!» (1.Mo 3,14). Offensichtlich besass die Schlange vor dieser Verfluchung einen anderen Körper. Sie hatte Beine, ging aufrecht und zudem war sie intelligent. Erst später wurde sie zu einem kriechenden Tier. Hieraus können wir zweierlei entnehmen: 1. Die Tatsache einer früher höher entwickelten Schlange spricht gegen die Evolution. Denn die Evolutions-Theorie lehrt ja bekanntlich die Weiter- bzw. Höherentwicklung aller Lebewesen. Die Entdeckung des Schlangenfossils in Argentinien und die biblischen Aussagen deuten aber auf das Gegenteil hin, nämlich auf eine Rückentwicklung. 2. Die Wissenschaft und Archäologie täte gut daran und käme viel schneller voran, wenn sie die Bibel als Grundlage für ihre Forschung nehmen würde. «Das Gesetz des Herrn ist vollkommen und erquickt die Seele; das Zeugnis des Herrn ist zuverlässig und macht den Einfältigen weise» (Ps 19,8). N.L.  Welt der Wunder, Nr. 7/2006, S. 8

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us dem Bericht einer renommierten Tageszeitung entnehmen wir Folgendes: «Die palästinensische Nationalbewegung hat abgewirtschaftet: Nun füllt der globale Dschihad das Vakuum aus, das die politische Führung verschuldet hat. Weder Präsident Machmud Abbas noch Premier Ismail Hanije von der radikalislamischen Hamas kontrollieren den Lauf der Politik oder das Geschehen auf den Strassen von Gaza und Ramallah. Sie haben es nicht einmal geschafft, zu den Entführern des israelischen Soldaten Gilad Schalit Kontakt aufzunehmen, geschweige denn für seine Befreiung zu sorgen. Abbas und Hanije sind bloss noch formell für die

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Gilad Shalit
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palästinensische Politik verantwortlich. Zu sagen haben sie nichts mehr. Kleine militante Gruppen bestimmen nun die Agenda. Verhandlungen mit Israel oder Kompromisse mit dem ‹zionistischen Feind› sind für sie kein Thema. Den einen geht es um die Durchsetzung persönlicher Macht- und Geldinteressen. Sie benützen das Fehlen von Recht und Ordnung, um sich mit Mafiamethoden zu bereichern. Andere werden von panislamischen Bewegungen für die Promotion des globalen Dschihads angeheuert. Die Pulverisierung der palästinensischen Politik öffnet ihnen das Tor zu Palästina. Die El-Kaidaisierung Palästinas hat begonnen. Ein Vortrupp der Dschihadisten hat sich, wie Abbas im April bestätigt hat, bereits in Gaza eingenistet. Zuvor hatten El Kaida-Flugblätter, die vor Monaten in einer Moschee von Gaza verteilt wurden, die Präsenz des weltumspannenden islamischen Terrornetzwerks in Gaza bewiesen. Zellen von El Kaida-Partisanen sind im vergangenen Herbst aus dem Sudan, Ägypten und Jemen in den Gazastreifen eingedrungen. Sie machten sich die Abwesenheit einer zentralen palästinensischen Ordnungsmacht zunutze. Palästinensische Politiker haben einmal mehr eine Chance verpasst. Nachdem sich Israel im Herbst letzten Jahres aus dem Gazastreifen zurückgezogen hatte, versäumten sie es, die Herausforderung anzupacken, ein eigenes Staatswesen aufzubauen. Niemand setzt in den Palästinensergebieten Recht und Ordnung durch. Die unzähligen bewaffneten Banden tun, was ihnen beliebt oder was ihnen Dschihadisten aus dem Ausland auftragen. Es ist kein Zufall, dass die ‹Islamische Armee›, eine der drei Milizen, die den israelischen Soldaten entführt haben, neben dem Koran und dem Schwert auch den Globus im Logo abbildet. Ebenso gewollt ist wohl auch die Ähnlichkeit des Namens mit der ‹Islamischen Armee im Irak›, die sich als Bruderorganisation von El Kaida bezeichnet. Das Eindringen des globalen heiligen Krieges lässt sich nicht nur an Symbolen und Flugblättern ablesen. Zahlreiche Palästinenser haben Trainingslager von El Kaida absolviert und sind im El Kaida-System integriert. Zudem erfasst das persönliche Beziehungsnetz von El Kaida nun auch Gaza. Mohammed Deif, der Führer der Hamas-Brigaden, steht im Kontakt mit El Kaida-Mitgliedern in Jordanien. Deif hat sich von der politischen Hamasführung distanziert. Er nimmt von ihr keine Befehle entgegen, weil er sie für ‹zu moderat› hält, seit sie sich an den palästinensischen Parlamentswahlen beteiligt hat. Schlüssel in den Moscheen Der israelisch-palästinensische Konflikt, bei dem sich bisher zwei nationale Bewegungen gegenüberstanden, erhält eine neue Dimension. Der Kampf ums Heilige Land rückt in den Hintergrund. Fortan ist Israel nicht ‹bloss› mit nationalen Befreiungsbewegungen der

Palästinenser konfrontiert, sondern mit dem globalisierten heiligen Krieg. Der Schlüssel zur Lösung des Problems liegt fortan nicht nur in Gaza, Tel Aviv oder Washington, sondern zunehmend auch in Amman, Bagdad, Beirut, Kairo, Kabul, Khartum, Riad – und vor allem in den Moscheen. Ausländische Gotteskrieger, die die machtlos gewordenen palästinensischen Nationalisten ablösen, verfolgen eine religiöse Ideologie, die der Gründung eines Staates Palästina widerspricht. Mehr als das: Die grossislamische Bewegung hat kein Interesse, den Nahostkonflikt zu lösen. Sie möchte den nationalen Kampf der Palästinenser der islamistischen Utopie einverleiben und ihn als Propaganda-Instrument benützen.»1

Der Schlüssel des Problems des globalisierten heiligen Krieges liegt in den Moscheen

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Israel will Frieden, aber seine Feinde sind für Krieg. In Psalm 120,7 lesen wir: «Ich will nur Frieden. Aber wenn ich rede, so sind sie für Krieg.» Statt Israel im Kampf gegen den mörderischen Terrorismus beizustehen, wird alles getan, um es zu verhindern. Immer wieder hört und liest man antiisraelische Berichte, in denen die Gegner Israels quasi in Schutz genommen werden und Israel als der feindliche Aggressor dargestellt wird. So genannte «Nahost-Experten» melden sich zu Wort und geben nicht selten einseitige Berichte weiter, die Israel verunglimpfen. Man lässt die Tatsache unbeachtet, dass die Friedensbemühungen immer wieder vom jüdischen Staat ausgingen. Er ergriff nicht nur die Initiative, sondern setzte sie auch um. Ein Beispiel sind die Siedlungsräumungen. Israel war und ist zu den grössten und gefährlichsten Kompromissen bereit, aber statt dies anzuerkennen, werden diesem Volk Stolpersteine in den Weg geworfen. Die Politiker ermahnen Israel zur Zurückhaltung, die Medien verunglimpfen den jüdischen Staat. Die Welt regte sich auf, als ein afrikanischer Fussballspieler nach einem Spiel bei der Weltmeisterschaft die Israelflagge zeigte; die Mannschaftsführung musste sich für dieses Verhalten entschuldigen. Jüdische Produkte werden nicht selten boykottiert und schlimmste antisemitische Aussagen publiziert. Dem jüdischen Volk selbst gibt man kaum Gelegenheit, sich zu rechtfertigen; aber vor seinen Feinden macht man Bücklinge. Die Welt scheint nicht zu bemerken, dass das, was man Israel antut, zum Fluch für sie selbst wird. Der Hinweis lässt aufmerken, dass die islamischen Milizen, die den israelischen Soldaten entführten, nebst dem Koran und dem Schwert auch den gesamten Globus in ihrem Logo haben. Dieser gefährliche Terrorismus breitet sich über Israels Grenzen weltweit aus und ist zu einer Angst machenden Macht geworden, die nicht zu unterschätzen ist. Als Bileam vom Heidenkönig Balak angestachelt wurde, Israel zu verfluchen, sagte er im Blick auf Israel unter anderem: «Er kauert sich nieder, um zu lagern wie ein Löwe, und wie eine Löwin – wer will ihn aufwecken? Gesegnet sei, wer dich segnet, und verflucht, wer dich verflucht!» (4.Mo 24,9). In ähnlicher Weise werden die Völker heute angestachelt, Israel zu schaden, doch wird es zu ihrem eigenen Schaden gereichen. Der Herr wird es nicht zulassen, dass

Sein Volk untergeht (Jes 66,22). Israel ist so hilflos, weil es das Heil in militärischer Stärke, in Bündnispartnern und in Kompromissen, statt in seinem Messias sucht. Das aber wird sich ändern, wenn der Herr wiederkommt. Michael Freund schrieb in der «Jerusalem Post» vom 24.05.2006 unter anderem:

nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen, bis er das Recht zum Sieg hinausführt. Und die Heiden werden auf seinen Namen hoffen» (Mt 12,20-21).

«Keine menschliche Lösung. Wir sind stolz auf unsere Leistungen in der Wissenschaft, auf unseren Fortschritt und unsere Tapferkeit auf dem Schlachtfeld, und das zu Recht. Aber mit allem gebührenden Respekt, hat irgendetwas davon die aktuelle Krise, in der wir uns befinden, verhindern können? Israel ist so hilflos, weil es das Heil in militärischer Stärke, in BündnisDasselbe können wir partnern und in Kompromissen, statt in seinem Messias sucht über unsere Politiker sagen. Die Rechten haben uns betrogen, Der Hass gegen das Volk Gottes ist nur die Linken haben uns entmutigt, und ein Hinweis mehr, dass sich Prophetie unsere Feinde zeigen keine Anzeichen erfüllt und wir vor der Wiederkunft Jesu des Rückzugs. Für ein Land, das mit dem leben, der über die letzten Tage gesagt Rücken zur Wand steht, umgeben von hat: «Dann wird man euch der DrangGefahren und bedrängt von Feindselig- sal preisgeben und euch töten; und ihr keiten, war es noch nie so notwendig werdet gehasst sein von allen Heidenwie jetzt, sich nach Hilfe von oben und völkern um meines Namens willen» (Mt von ausserhalb auszustrecken. 24,9). Durch die kommende Drangsal Es ist Zeit, sich an Gott zu wenden. hindurch wird der Überrest Israels zur Es hört sich vielleicht dumm oder sogar Busse geführt, und das wird die Wienaiv an, aber die Zeit ist gekommen, derkunft Jesu nach sich ziehen: «So tut sich an Gott zu wenden. In seiner nun Busse und bekehrt euch, dass eure Geschichte hat sich das jüdische Volk Sünden ausgetilgt werden, damit Zeiten immer angesichts von Gefahren an den der Erquickung vom Angesicht des Herrn Himmel gewandt und die machtvollste kommen und er den sende, der euch zuWaffe gezückt, über die wir in unserem vor verkündigt wurde, Jesus Christus, den Arsenal verfügen: die Macht des Gebets. der Himmel aufnehmen muss bis zu den Jetzt ist die Zeit, es noch einmal zu tun. Zeiten der Wiederherstellung alles desWenn unsere Feinde es darauf angelegt sen, wovon Gott durch den Mund aller haben, einen Heiligen Krieg gegen uns seiner heiligen Propheten von alters her zu führen, sollten wir nicht auch unser geredet hat» (Apg 3,19-21). geistliches Arsenal einsetzen?»2 Lassen Sie uns als Gemeinde Jesu, die Die Situation um und in Israel wäre wir in den edlen Ölbaum eingepfropft zum Verzweifeln; die Ungerechtigkeit, sind (Röm 11,17ff.), das tun, was der mit der man Israel behandelt, ist zum Geist Gottes uns durch den Propheten Schreien; das ungleiche Mass, mit dem Jesaja sagen lässt: «Tröstet, tröstet mein man misst, kommt einer Diskriminie- Volk! spricht euer Gott. Redet zum Herrung Israels gleich. Wenn es nicht einen zen Jerusalems und ruft ihr zu, dass ihr treuen und gerechten Gott gäbe, der Frondienst vollendet, dass ihre Schuld unabänderlich zu Seinem Wort steht, abgetragen ist; denn sie hat von der bliebe einem nur eine pessimistische Hand des Herrn Zweifaches empfangen Sichtweise. Doch dafür gibt es keinen für alle ihre Sünden» (Jes 40,1-2). Grund, denn über Israel steht das N.L.  Wort: «Gott ist dennoch Israels Trost für alle, die reinen Herzens sind» (Ps 1 Die Weltwoche 73,1). Und: «Das geknickte Rohr wird er 2 Quelle: ICEJ- Nachrichten, 25.05.2006
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Im Blickfeld

Wenn der Glaube tot ist
Schade, dass ausgerechnet ein Pfarrer nicht an das ewige Leben glaubt und das seinen Zuhörern und Lesern als Theologe und Schriftsteller auch deutlich vermittelt. So raubt er die Hoffnung, die uns die Bibel gibt, und hinterlässt mit seinen Äusserungen nur gähnende Leere. Ganz anders ist das bei Jesus: Er gibt uns Antwort auf die Fragen des Lebens und des Danach.

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er Theologe und Schriftsteller Kurt Marti schreibt: «‹Glaube ist keine Ewiglebensversicherung› ‹Warum immer über den Tod reden – warum nicht über das Leben oder über die Liebe?› Kurt Marti, 85-jährig, Pfarrer, Schriftsteller und seit seinen – 1969 erstmals erschienenen – ‹Leichenreden› oft zitierter theologisch-philosophischer Experte zum Thema Tod, weicht erst mal aus: ‹Wer weiss schon etwas über den Tod? Niemand. Tod ist einfach Abbruch des Lebens. Was das ist, wie das ist – das weiss ich nicht.› Und er will es auch nicht wissen, wie er in seinem eben erschienenen neuen Buch ‹Gott im Diesseits› … schreibt: ‹Will ich, als Greis, denn nicht wissen, was aus mir ,danach’ wird? Nein.› Doch will er es wirklich nicht wissen? Im Gespräch denkt er nach, eine ganze Weile – und meint dann: ‹Nein, es nimmt mich nicht wunder. Ich habe zwar das Vertrauen, dass der Tod eine Lösung ist. Aber eine Lösung von was? Von den Problemen der Welt, des Lebens oder so? Das weiss ich nicht, das überlasse ich Gott. Fertig, Schluss.› Sterben ‹mit Leib und Seele› Er sei froh, dass er nicht ewig leben müsse und dass auch andere nicht ewig lebten. Und wenn man sterbe, sterbe man ‹mit Leib und Seele›. Die Seele sei das Lebensprinzip des Menschen, der Tod bedeute also, auch im Sinne der Bibel, dass es den Körper und die Seele dann nicht mehr gebe: ‹Hölderlin hat den Tod als ,heilige Fremde’ bezeichnet. Heilig scheint der Tod zu sein, weil man glaubt, Gott stecke irgendwie dahinter.› Darf man sich im Sterben also nicht auf den Himmel freuen – und muss man sich nicht vor der Hölle fürchten, wenn der Tod schon nichts anderes ist als der Abbruch des Lebens? Kurt Marti lacht:

‹Himmel und Hölle: Das sind Bilder, die wir uns machen.› Auch er male sich bisweilen solche Bilder aus, doch: ‹Vielleicht ist die Lösung, die der Tod bringt, ganz anders und noch viel schöner, als wir es uns ausmalen können.› Auf die Frage nach der Hölle habe der jüdische Philosoph Emmanuel Lévinas einmal gesagt, er glaube nicht daran – um sich dann allerdings zu fragen, was denn wohl mit Hitler geschehen sei, wenn es keine Hölle gebe. ‹Gott allein ist ewig› (…) ‹Doch der Glaube ist keine Ewiglebensversicherung.› Wer das Leben nur als Lehrzeit betrachtet und auf die Erfüllung nach dem Tod baut, tue Kurt Marti leid: ‹Es ist eine Abwertung des jetzigen Lebens, wenn man es nur als Vorbereitung auf das ewige Leben betrachtet. Ich glaube eben nicht an dieses ewige Leben. Auch Jesus hat immer auf das jetzige Leben Bezug genommen. Was das Jenseits ist, wissen wir nicht. Man kann höchstens sagen, Gott allein sei das Jenseits. Er allein ist ewig.› Deshalb hiesse der Anspruch auf ein ewiges Leben, mit Gott gleichgestellt zu sein. Und dies, so zu sein wie Gott, sei nach biblischer Auffassung ‹doch die Ursünde›. Den Lebenslauf schon verfasst Die Bibel kenne eben kein Weiterleben der Seele: ‹Im Alten Testament heisst Seele Kehle – wenn die Kehle, ,ds Gurgeli’, nicht mehr funktioniert, wenn man nicht mehr atmet, ist die Seele eben nicht mehr da. Körper und Seele lassen sich nicht auseinander dividieren – im Sinne von ,Jetzt ist der Körper tot, und die Seele lebt weiter’.› Der Glaube an das ewige Leben, fügt Marti an, sei ja auch vernunftgemäss nicht nachvollzieh-

Viele werden überrascht sein, dass sie eine Minute nach ihrem Sterben immer noch existieren

bar, denn: ‹Ewig – das schliesst auch den Anfang aus.› So wird das Ende, unabwendbar, auch für Kurt Marti kommen. Und weil das so sei, habe er zusammen mit seiner Frau Hanni auch gewisse Vorarbeiten geleistet: ‹Wir haben unseren Lebenslauf aufgeschrieben, nüchtern und in anständiger Kürze, um dem Pfarrer dann die Aufgabe zu erleichtern.› Er gehe davon aus, dass er kremiert und nach der Trauerfeier (,auch eine Trauerfeier ist eine Feier’) auf dem Berner Schlosshaldenfriedhof bestattet werde.› ‹Ein Friedhof›, sagt er, ‹ist doch etwas Schönes, oder?›»1 In der Bibel fordert Gott uns auf: «Forscht nach im Buch des Herrn und lest es!» (Jes 34,16). Kurt Marti beginnt seinen Aufsatz mit der Frage: «Warum immer über den Tod reden – warum nicht über das Leben oder über die Liebe?» Das Umgekehrte trifft zu: Die Menschen machen sich nur ungern Gedanken über den Tod, und darüber reden will man erst recht nicht. Man will leben und über das Leben reden, ohne über den unvermeidlichen Tod nachzudenken. Man ist ständig auf der Flucht vor dem Tod und eilt ihm doch unaufhaltsam entgegen. Wenn wir fundamental bzw. grundlegend über das Leben und die Liebe reden wollen, kommen wir an Jesus nicht vorbei, denn Er ist das Leben und Er ist die personifizierte Liebe Gottes, wie es zum Beispiel in Römer 6,23 geschrieben steht: «Denn der Lohn der Sünde ist der Tod, die Gnadengabe Gottes aber ewiges Leben in Christus Jesus, unserem Herrn.» Jesus weiss mehr über den Tod als jeder andere, denn Er ist gestorben und aus den Toten auferstanden. Von daher kann Christus uns zuverlässigen Bericht über den Tod und dem geben, was darauf folgt. In Seinem Wort wird uns gesagt, dass der Tod nicht einfach «Abbruch» des Lebens ist, sondern dass es danach weitergeht. Viele werden überrascht sein, dass sie eine Minute nach ihrem Sterben immer noch existieren. Es ist deshalb unweise und töricht, nicht wissen zu wollen, «was aus mir danach wird». Es ist Gottes Wille, dass wir Bescheid wissen, wofür Er uns erschaffen hat. Er will, dass wir Gewissheit, ja Heilsgewissheit bekommen. Über diese absolute Gewissheit schreibt der

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Apostel Petrus: «Gelobt sei der Gott und Vater unsres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner grossen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das im Himmel aufbehalten wird für euch, die ihr in Gottes Macht durch den Glauben bewahrt werdet zu dem Heil, das bereit ist, geoffenbart zu werden in der letzten Zeit» (1.Petr 1,3-5). Jesus ist die Lösung unserer Probleme und des Urproblems Sünde, nicht der Tod. In und durch Ihn dürfen wir jetzt schon zum wahren, bleibenden und ewigen Leben durchdringen. Mit dieser lebendigen Hoffnung lebten die Apostel; das war die Tragkraft und der Impuls ihrer Verkündigung. Paulus verteidigte dies als eine lebendige Hoffnung: «… wegen der Hoffnung auf die Auferstehung der Toten werde ich gerichtet!» (Apg 23,6). «… und ich habe die Hoffnung zu Gott, auf die auch sie selbst warten, dass es eine künftige Auferstehung der Toten geben wird, sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten» (Apg 24,15). Deshalb ist die Aussage eines Theologen geradezu grotesk, wenn er meint: «Und wenn man sterbe, sterbe man ‹mit Leib und Seele›. Die Seele sei das Lebensprinzip des Menschen, der Tod bedeute also, auch im Sinne der Bibel, dass es den Körper und die Seele dann nicht mehr gebe.» In Wahrheit aber lehrt uns die Bibel etwas anderes, nämlich dass der Mensch zwar leiblich stirbt, seine Seele und sein Geist aber weiterleben, und dass bei der Auferstehung sogar der Leib wieder lebendig wird (1.Kor 15,35ff.). Die Bibel spricht zum Beispiel darüber, dass die Seelen der Märtyrer, die während der grossen Trübsal sterben, sich lebendig im Reiche Gottes befinden: «Als es das fünfte Siegel öffnete, sah ich unter dem Altar die Seelen derer, die hingeschlachtet worden waren um des Wortes Gottes willen und um des Zeugnisses willen, das sie hatten» (Offb 6,9). Als während einer Predigt des Apostels Paulus ein junger Mann aus dem dritten Stock eines Gebäudes fiel, stellte man seinen Tod fest. Doch Paulus beugte sich über ihn und merkte, dass seine Seele noch in ihm war. Durch ein Wunder Gottes wurde der Junge wieder lebendig: «Ein junger Mann namens Eutychus sass am Fenster; der sank in einen tiefen Schlaf; während Paulus weiterredete, fiel er, vom Schlaf über-

Streiflicht Siegel oder Tattoo?
Vielerorts ist es üblich, dass wenn ein Bauer seine Kühe zum Sömmern auf die Alp gibt, er zuvor ein Brandmal auf dem Rücken seiner Tiere anbringt. Das dient zur Erkennung und Sicherung seines Eigentums. Auch eine Verwechslung seiner Tiere inmitten einer grossen Herde ist damit ausgeschlossen. Viele Menschen bringen sich selbst ein «Brandmal» an, indem sie sich tätowieren lassen. Sie sind stolz auf ihr Tattoo, und es zieht die Blicke anderer an. Und Mann/Frau möchte doch so gerne von den Mitmenschen beachtet und bestaunt werden. Sie glauben, mit ihrem Körper nach eigener Lust und Laune verfahren zu dürfen. Gotteskinder dürfen nicht nach Belieben über ihren Körper verfügen: «Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid teuer erkauft; darum preist Gott mit eurem Leibe» (1.Kor 6,19-20). Gott will nicht, dass wir heidnische Bräuche annehmen, sondern dass unser Leib, der herrlich geschaffen wurde, ein Tempel des Heiligen Geistes ist. Als Abbild Gottes tragen wir eine besondere Würde, die der übrigen Kreatur abgeht. Wir haben unseren Leib von Ihm empfangen und sind auch dafür verantwortlich. Das unterstreicht der Apostel Paulus auch an anderer Stelle: «Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? Wenn jemand den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben, denn der Tempel Gottes ist heilig; der seid ihr» (1.Kor 3,16-17). Wenn ein Mensch, ob unwissend oder gar willentlich, sich satanische Tattoos stechen lässt, so ist das der Konsequenzen wegen erschreckend ernst. Denn: Unter wessen Zeichen man sich stellt, unter dessen Regime wird man die Zukunft verbringen! Wer die Offenbarung liest, erfährt, dass alle Menschen unter der sich nahenden Herrschaft des Antichristen gezwungenermassen ein «Tattoo», nämlich das Malzeichen 666, werden tragen müssen (vgl. Offb 13ff.). Das bedeutet Zugehörigkeit zum antichristlichen Weltsystem. Wer dieses antichristliche Siegel ablehnen wird, wird keine Lebensmittel oder andere Bedarfsgüter mehr ein- und verkaufen können. Damit wird ihm die Lebensgrundlage entzogen und er wird dem Tod geweiht sein. Die technischen Voraussetzungen dazu kennt man heute schon, und die Vorbereitungen für die totale Kontrolle sind schon in vollem Gange. Das ist keine Science-fiction, sondern wird in Bälde brutalste Wirklichkeit. Aber Gott sei hoch gepriesen: Seine Ihm geweihten Kinder tragen auch ein Siegel. «In ihm seid auch ihr, die ihr das Wort der Wahrheit gehört habt, nämlich das Evangelium von eurer Seligkeit – in ihm seid auch ihr, als ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist, der verheissen ist» (Eph 1,13). Dieses göttliche Siegel ist die Beglaubigung unserer Bekehrung, der Beschneidung unseres Herzens. Abraham empfing das Zeichen der Beschneidung seines Fleisches als das Siegel der Gerechtigkeit des Glaubens (Röm 4,11). Wer Jesus Christus im Glauben angenommen hat und Ihm sein Leben geweiht hat, trägt das unsichtbare Siegel des Heiligen Geistes, das unantastbare Eigentum Jesu Christi für Zeit und Ewigkeit zu sein. Jesus sagte: «Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reissen» (Joh 10,27-28). Wir leben in einer gefallenen Welt und müssen unvermeidlich auch sterben. Doch Gotteskindern gilt: «Gott ist‘s aber, der uns fest macht samt euch in Christus und uns gesalbt und versiegelt und in unsre Herzen als Unterpfand den Geist gegeben hat» (2.Kor 1,2122). Keiner von uns kann sich dieses göttliche Siegel selber aneignen, auch wenn er sich in seinem Leben sittlich und moralisch noch so anstrengt. Man bekommt es auch nicht dank einer geistigen Höhenlage oder Reife. Dieses Siegel wird einzig und allein denen verliehen, die ihre Sünden bereut und ihr Leben ganz der Herrschaft Jesu unterstellt haben. Das bewirkt Gott durch den Heiligen Geist und bringt Sein Siegel an uns an. Das beinhaltet: 1. Authentizität, 2. Erlösung, 3. Auferstehung, 4. Entrückung, 5. Unterpfand: die Sicherung des Erbes im Himmel. Da kann man nur anbetend sagen: «Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heissen sollen – und wir sind es auch!» (1.Joh 3,1). So wirkt die unergründliche Liebe Gottes. Deshalb ermahnt uns die Schrift: «Ihr aber seid nicht fleischlich, sondern geistlich, wenn denn Gottes Geist in euch wohnt. Wer aber Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein» (Röm 8,9). Und: «Ein jeder, der solche Hoffnung auf ihn hat, der reinigt sich, wie auch jener rein ist» (1.Joh 3,3). Reinheit, Heiligung in treuer Nachfolge, das soll unser ganzes Bestreben sein! Gott der Herr will das herrliche Liebeswerk, das Er begonnen hat, zur Vollendung bringen. Somit dürfen Gotteskinder als Versiegelte froh bekennen: «Ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird‘s auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu» (Phil 1,6). B.V. 
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wältigt, vom dritten Stock hinab und wurde tot aufgehoben. Da ging Paulus hinab und warf sich über ihn, umfasste ihn und sprach: Macht keinen Lärm; denn seine Seele ist in ihm! Und er ging wieder hinauf und brach Brot, ass und unterredete sich noch lange mit ihnen, bis der Tag anbrach, und zog dann fort. Sie brachten aber den Knaben lebendig herbei und waren nicht wenig getröstet» (Apg 20,9-12). Dass seine Seele noch in ihm war, bedeutet demnach, dass sie normalerweise nach dem Tod den Körper verlässt und in die Ewigkeit geht. Himmel und Hölle sind keine Bilder, die der Mensch entwickelt hat. Vielmehr entspringen sie der Botschaft Gottes an uns. Sie sind Seine Offenbarung an uns und deshalb in ihrer Existenz absolute Realität. Beinahe alles, was die Bibel über die Hölle lehrt, kommt aus dem Munde Jesu. Das Leben auf Erden ist dem Menschen gegeben, um während desselben das ewige Leben in Jesus zu ergreifen, da ohne Ihn alles sinnlos bleibt. Es sollte uns unsagbar leidtun, wenn wir das Leben vergeuden und dabei das ewige Leben im Himmel verlieren. Mit Jesus wird das Leben schon auf Erden aufgewertet; es bekommt Sinn, Halt und Hoffnung. Ohne Glauben an Jesus ist die Lehrzeit des Lebens eine Leerzeit, mit Ihm aber ist es eine ausgefüllte Zeit des Glücks, der Freude und der Vorbereitung auf das ewige Leben. Jesus hat sehr viel über den Sinn Seines Kommens sowie über das kommende Reich Gottes gesprochen und sehr häufig auch über das Leben nach dem Tod und das ewige Leben. Dabei ist der Glaube das Entscheidende. Ja, der Glaube an Jesus Christus ist die einzige und garantierte «Ewiglebensversicherung», die wir bekommen können. Denn es steht geschrieben: «Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm» (Joh 3,36). «Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tod in das Leben übergegangen» (Joh 5,24). Es gibt keinen schöneren und sinnvolleren Lebenslauf, den wir schreiben könnten, als den: Ich glaube an Jesus und Sein Wort und lebe mit Ihm mein Leben, weil es nach dem Tod noch weitergeht. N.L. 
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Fragen – Antworten
Wer ist die Braut: Israel oder die Gemeinde?
Immer wieder erreichen uns Zuschriften von Lesern der Zeitschrift «Mitternachtsruf», die mit der Frage, wer die Braut des Lammes ist, nicht zurechtkommen. Darum nachstehend eine ausführliche Abhandlung:

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Berner Zeitung, 15.4.2006
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ir sollten bei diesem Thema als Erstes berücksichtigen, dass Israel und die Gemeinde zwei verschiedene Dinge sind. Wenn man deutliche Unterschiede im Wort Gottes nicht beachtet, sondern alles miteinander vermischt, entstehen Probleme. Wenn wir aber darauf achten, lösen sich alle scheinbaren Widersprüche und Konflikte auf. Der Herr geht mit Israel einen anderen Weg als mit der Gemeinde. Die Berufung Israels ist irdisch, die der Gemeinde Jesu himmlisch. So wird Israel im Worte Gottes als das «Weib Jahwes» bezeichnet, die Gemeinde hingegen als «Braut Christi». Das Weib Jahwes. In Hesekiel 16 wird mit ergreifenden Worten geschildert, wie Gott mit Israel einen Ehebund einging: «Als ich nun an dir vorüberging und dich sah, siehe, da war deine Zeit da, die Zeit der Liebe. Da breitete ich meine Decke über dich und bedeckte deine Blösse. Ich schwor dir auch und machte einen Bund mit dir, spricht Gott, der Herr; und du wurdest mein» (V 8). An vielen weiteren Stellen wird Israel das «Weib Jahwes» genannt, die Frau, die das Eigentum Gottes ist, später aber Hurerei betreibt und mit anderen Völkern in Ehebruch fällt. Es kommt sogar zur Scheidung (Jer 3,6-8). Durch Bestrafung, Gericht und Trübsal kommt es schliesslich zu einer «Wiederheirat», zu einem Neuen Bund (Hes 16,60-63; Jes 54,4-8; Hos 2,21). Die Braut Christi. Der Apostel Paulus schreibt eindeutig, dass die Gemeinde dem Herrn Jesus verlobt ist. Und wenn eine Frau verlobt ist, ist sie auch Braut. «Denn ich eifere um euch mit göttlichem Eifer; denn ich habe euch

Nach der Hochzeit des Lammes kommt der Herr Jesus mit Seiner Braut aus dem Himmel zurück, um das Hochzeitsmahl zu feiern einem Mann verlobt, um euch als eine keusche Jungfrau Christus zuzuführen» (2.Kor 11,2). Im Alten Testament war eine Verlobung bereits ein bindender Heiratsvertrag. Darum sagte der Engel zu Joseph, der mit Maria verlobt war: «Scheue dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen …» (Mt 1,20). Im Epheserbrief wird erklärt, dass das Einswerden zwischen Mann und Frau in der Ehe ein Geheimnis ist, das auf Christus und die Gemeinde hindeutet: «‹Deshalb wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und die zwei werden ein Fleisch sein›. Dieses Geheimnis ist gross; ich aber deute es auf Christus und auf die Gemeinde» (Eph 5,31-32). In der Ehe werden Mann und Frau ein Leib, wobei der Ehemann das Haupt ist. Er wird dazu aufgefordert, seine Frau zu lieben wie seinen eigenen Leib (Eph 5,22.28-30). Genauso verhält es sich mit Christus und Seiner Gemeinde. In Epheser 1,23 und 3,6 wird die Gemeinde als Leib Christi dargestellt. Und in Epheser 5,23 wird erklärt, dass Christus das Haupt der Gemeinde ist. In Römer 7 spricht Paulus über das Gesetz des

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Ehebundes und deutet damit an, dass die Gemeinde Jesus zu Eigen geworden ist wie eine Frau ihrem Mann: «So wird sie nun bei Lebzeiten des Mannes eine Ehebrecherin genannt, wenn sie einem anderen Mann zu Eigen wird; stirbt aber der Mann, so ist sie vom Gesetz frei, so dass sie keine Ehebrecherin ist, wenn sie einem anderen Mann zu Eigen wird. Also seid auch ihr, meine Brüder, dem Gesetz getötet worden durch den Leib des Christus, damit ihr einem anderen zu Eigen seid, nämlich dem, der aus den Toten auferweckt worden ist, damit wir Gott Frucht bringen» (Röm 7,3-4). In Offenbarung 22,17 ist vom Geist und der Braut die Rede: «Der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es hört, der spreche: Komm! Und wen da dürstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst!» Es handelt sich hierbei um den Geist Christi. Und wer ist die Braut? Eindeutig die Gemeinde! Sie ist es nämlich, in der der Heilige Geist wohnt. Und der Heilige Geist ist es, der durch die Gemeinde die Welt evangelisiert und zu Jesus ruft. Im vorhergehenden Vers (Offb 22,16) wird wortwörtlich von der Gemeinde gesprochen. Die Offenbarung Jesu Christi ist ein Buch an die Gemeinde (Offb 1,19-20; 2,7; 22,16). In Offenbarung 19,6-9 wird die Hochzeit des Lammes beschrieben: «Lasst uns fröhlich sein und jubeln und ihm die Ehre geben! Denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Frau hat sich bereit gemacht» (V 7). Die Frau des Lammes ist also die teuererkaufte Gemeinde (1.Petr 1,18-19). Sie ist zuvor vom Bräutigam ins Vaterhaus heimgeholt worden (Joh 14,1-3), was der Entrückung entspricht. Und nun findet die Hochzeitszeremonie im Himmel statt. Nach der Hochzeit des Lammes kommt der Herr Jesus mit Seiner Braut aus dem Himmel zurück, um das Hochzeitsmahl zu feiern. Vergleichen Sie dazu Offenbarung 19,9. Darum sagt Jesus den Juden Seiner Zeit vorausschauend: «Seid Menschen gleich, die ihren Herrn erwarten, wenn er von der Hochzeit aufbrechen wird, damit, wenn er kommt und anklopft, sie ihm sogleich auftun» (Lk 12,36). Hier kommt der Bräutigam von Seiner bereits vollendeten Hochzeit nach Israel zurück. Auch Matthäus 9,15 tönt an, dass nicht Israel im jetzigen Zeitalter die Braut ist, sondern die Gemeinde: «Jesus sprach zu ihnen: Können die Hochzeitsgäste trauern, solange der Bräutigam bei

ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da der Bräutigam von ihnen genommen sein wird, und dann werden sie fasten.» Jesus spricht hier zu den Jüngern des Johannes, die eindeutig als zu Israel gehörend betrachtet werden müssen, da es die Gemeinde Jesu zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht gab. Jesus spricht sie als Hochzeitsgäste und nicht als Braut an. Zusammenfassend: Im Alten Bund ist Israel das Weib Jahwes, im Neuen Bund ist die Gemeinde die Braut des Lammes. Gott ist in Seiner Person als Jahwe der Ehemann Israels, aber als Gott in der Person Jesu ist Er der Bräutigam der Gemeinde. Es handelt sich dabei nicht um einen Widerspruch, sondern um eine Erweiterung. N.L. 

Gerechtigkeit
Ich bin seit sechs Jahren Christ (als Einzige in der Familie). Habe mich auch einer freien Gemeinde angeschlossen. Beziehe seit einem Jahr auch Ihre Zeitschrift, für die ich unserem Herrn sehr dankbar bin. Aber in letzter Zeit stelle ich bei mir selber etwas Beunruhigendes fest: Je näher ich bei Jesus bin und Er mir Sein Wort öffnet, desto weniger verstehe ich. Dies auch in Bezug auf die Gerechtigkeit. Darum meine Frage an Sie: Was ist Gerechtigkeit aus biblischer Sicht?

verschieden, denn Verstand und Empfinden des Menschen sind durch den Sündenfall in Mitleidenschaft gezogen worden. Das bedeutet, dass sie verdunkelt und von allerlei Ideologien überlagert sind. So werden wir zum Beispiel mit unserem Verstand nie begreifen können, weshalb im Alten Testament unzählige Tiere für die Sünden des Volkes Israel sterben mussten und weshalb Gott keine andere Möglichkeit sah, als Seinen eigenen Sohn als ewig gültiges Opfer in diese Welt zu senden und Ihn am Kreuz um unserer Sünden willen sterben zu lassen. 3. Mose 17,11 gibt lediglich folgende Erklärung: «Des Leibes Leben ist im Blut, und ich habe es euch auf den Altar gegeben, dass eure Seelen damit versöhnt werden. Denn das Blut ist die Versöhnung, weil das Leben in ihm ist.» Das muss und darf uns genügen! Gott ist allweise und allwissend. In der Herrlichkeit werden

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ir freuen uns, dass Sie seit sechs Jahren ein Gotteskind sind! Dass jetzt so manche Frage auftaucht, ist gar nicht aussergewöhnlich. Denken Sie nur an ein Baby, das so allmählich die Welt entdeckt. Ähnlich ist es im geistlichen Leben; es gehört zum Wachstum. Der Herr will, dass wir zunehmen an Erkenntnis und Gnade, und das geschieht durch das Lesen und Bedenken des Wortes Gottes. Es wäre allerdings eine Illusion zu glauben, dass der Tag kommt, an dem wir alles verstehen. Dann wären wir Gott. Aber wir werden in zunehmendem Masse das verstehen, was zu unserem Heil und einem verbindlichen Leben mit Jesus Christus nötig ist. Wenn Kinder eine gute Beziehung zu ihren Eltern haben, dann vertrauen sie ihnen, auch wenn sie gewisse Aussagen oder Anweisungen nicht verstehen. Denn sie wissen sich von den Eltern geliebt und umsorgt. Wie viel mehr gilt das für unseren himmlischen Vater, der uns inniger liebt als die besten Eltern der Welt! Das göttliche und das menschliche Gerechtigkeitsverständnis sind ganz

Ein Kleinkind hat manche Fragen. Allmählich entdeckt es die Welt. Ähnlich ist es im geistlichen Leben; es gehört Wachtum dazu wir verstehen, warum Er so und nicht anders handelte. Jetzt ahnen wir nur, dass Sünde in Gottes Augen dermassen schrecklich und verdammungswürdig ist, dass uns einzig und allein das Blut Jesu Christi davon reinwaschen kann. Und das erfährt jeder, der mit der Bitte um Vergebung zu Ihm kommt, denn: «In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Übertretungen nach dem Reichtum seiner Gnade» (Eph 1,7). E.V. 
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Vorschau
Die nächste Ausgabe erscheint am 26.09.2006, mit u.a. diesem Thema*:

Dir kann nur Jesus helfen Prioritäten setzen!
Planlos in den Tag hineinzuleben ist Torheit. Wer das Leben so locker und konzeptlos führt, dem fallen weder Glück noch Erfolg in den Schoss. Schon eher muss er sich als Faulenzer und Tunichtgut betiteln lassen. Eine solch konzeptlose Lebensweise sollten sich nicht einmal Rentner gestatten, auch wenn ihnen der Ruhestand herzlich gegönnt sein soll. Und dann gibt es das andere Extrem, jene zielstrebigen, übereifrigen Schaffer, die immerzu schuften. Die sechs Arbeitstage reichen ihnen nicht aus, um ihr Ziel zu erreichen. Sie betrachten Sonntagsruhe als Luxus und meinen, dieses und jenes müsse unbedingt noch erledigt werden. «Workaholics» nennt man sie. So extrem schlägt Ihr Pendel doch wohl nicht aus, oder? Aber Sie glauben zumindest konkret zu wissen, wo und wie Sie Ihre Prioritäten zu setzen haben und sind stolz darauf. In der Arbeit, im Freizeitvergnügen, im Sport oder im Sektor Erholung wissen Sie Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Das hebt Ihr Selbstwertgefühl und vermittelt Ihnen den Eindruck, auf dem richtigen Weg zu sein. Sind Sie das wirklich? Da winken Sie ab. Es soll Sie bloss niemand irritieren! – Und wenn Ihnen nun doch jemand sagen würde: «Sie befinden sich im falschen Zug, Ihre Rechnung geht so nicht auf. Sie haben den wichtigsten Faktor, Jesus Christus, nicht in Ihr Leben einbezogen!» Ich wage die konkrete Frage zu stellen: «Kennen Sie den Herrn Jesus Christus, der Ihr Retter und Erlöser sein will; und sind Sie schon Sein Eigentum? Ohne Ihn verfehlen Sie den richtigen Weg zum ewigen Leben!» – Ja, so ernst ist die Sache in Wirklichkeit. Aber Jesus hat das Allerbeste für Sie bereit! Er sprach das für alle Menschen verbindliche Wort: «Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich» (Joh 14,6). Dieses Wort führt Sie zu Dem, bei dem Sie eine freiwillige Entscheidung fällen sollten. Denken Sie an jene Fischer am See Genezareth, die eifrig ihrer Arbeit nachgingen, denn sie mussten ja für ihren Lebensunterhalt sorgen. Konnte es denn etwas Wichtigeres geben als das? Es ging doch ums tägliche Brot! Doch mitten in der Arbeit wurde einer nach dem andern unvermittelt und fordernd von einem Unbekannten angesprochen: «Komm, folge mir nach!» Einfach so! Das war nicht nur eine unangenehme Störung bei der Arbeit, sondern eine Zumutung sondergleichen. Aber gottlob stellten jene Männer keine zeitraubenden Kalkulationen an und fragten nicht warum, wieso und wozu, wie man erwarten könnte. Nein, sie folgten sogleich dem Ruf. War das nicht ein kopfloser Spontanentschluss, einem Unbekannten blind zu vertrauen und zu folgen? O nein! Jesus weiss für die Seinen zu sorgen. Wer sich Ihm bedingungslos anvertraut, wird nicht zuschanden. Er sagte: «Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden!» (Mt 6,33). Jene Fischer, tatkräftige Berufsleute, lernten nicht nur ihren Heiland und Erlöser kennen, sondern wurden zu Aposteln, die mit dem Evangelium die Welt veränderten. Aus Ihnen, lieber Leser, macht der Herr keinen Apostel, aber Sie sollen wahrhaft glücklich sein und zu einem Segensträger für andere werden! Nehmen Sie einen radikalen Kurswechsel vor und setzen Sie die Prioritäten nach dem Willen Gottes und der Heiligen Schrift! Das, was Sie von Ihrem bisherigen Leben aufgeben müssen, wird mit ewigen und himmlischen Gütern aufgewogen. Es lohnt sich unbedingt – auch für Sie! Jesu Liebe wirbt um Sie: «Der Herr … ist langmütig euch gegenüber, da er nicht will, dass irgendwelche verloren gehen, sondern dass alle zur Busse kommen» (2. Petr 3,9). Was Sie auf diesem neuen Weg benötigen, ist himmlische Speise aus dem Worte Gottes. Es erweist sich als einzige wahre Hilfe im Leben wie im Sterben. Wer Gott und Sein Wort verschmäht, wird der ewigen Verdammnis verfallen. Vertrauen Sie Ihr Leben Jesus an! So setzen Sie die Prioritäten richtig. In 1. Johannes 3,1 heisst es: «Seht, welch eine Liebe uns der Vater gegeben hat, dass wir Kinder Gottes heissen sollen!» Sagen Sie jetzt doch Ja zu diesem Liebesangebot! Bekennen Sie Jesus Ihre Sünden, bitten Sie Ihn um Vergebung und treten Sie in Seine Nachfolge ein. Nur dieser Weg führt zum ewigen Leben. B.V. 

«Die Botschaft des krähenden Hahnes»
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Missionswerk und Verlag Mitternachtsruf www.mitternachtsruf.ch GRÜNDER Wim Malgo (1922-1992) VORSTAND Peter Malgo, Norbert Lieth, Conno Malgo, Jonathan Malgo SCHWEIZ Missionswerk Mitternachtsruf, Ringwiesenstrasse 12a, 8600 Dübendorf, Tel.: (0041) 044 952 14 14 DEUTSCHLAND Mitternachtsruf Zweig Deutschland e.V., Kaltenbrunnenstr. 7, 79807 Lottstetten, Tel.: (0049) 07745 8001 ORGAN Der «Mitternachtsruf» erscheint monatlich. Er ist ausserdem in englischer, französischer, holländischer, italienischer, portugiesischer, rumänischer, spanischer, tschechischer und ungarischer Sprache erhältlich. REDAKTION (Adresse Schweiz) Tel.: (0041) 044 952 14 16, Fax: (0041) 044 952 14 05, E-Mail: redaktion@mnr.ch, Mitarbeiter: Brigitte Hahn, Friedgard Huber, Werner Huber, Elke Lieth, Norbert Lieth, Conno Malgo (Ltg.), Fredy Peter, Elsbeth Vetsch LAYOUT (Adresse Schweiz) E-Mail: layout@mnr.ch, Mitarbeiter: Walter Dürr, Daniel Malgo, Gabriel Malgo, Jonathan Malgo SEELSORGERLICHE FRAGEN (Adresse Schweiz) Tel.: (0041) 044 952 14 08, E-Mail: seelsorge@mnr.ch, Mitarbeiter: Werner Huber, Marcel Malgo, Samuel Rindlisbacher, Elsbeth Vetsch, ADMINISTRATION, VERLAG UND ABONNEMENTE (Adressen Schweiz und Deutschland siehe oben) Tel. Schweiz: 044 952 14 15, Fax Schweiz: 044 952 14 11, Tel. Deutschland: 07745 8001, Fax Deutschland: 07745 201, Tel. alle anderen Länder: 0041 44 952 14 15, Fax alle anderen Länder: 0041 44 952 14 11, E-Mail: verlag@mnr.ch, Mitarbeiter: Hannelore Dölker, Ruth Dölker, Martina Lang, Thomas Lieth, Elishevah Malgo, Marianne Malgo, Peter Malgo, Wanda Malgo, Stephan Nabulon, Susanne Peter, Beatrice Rindlisbacher, Esther Roos, Rebeca Winkler TECHNISCHER DIENST Nathanael Winkler, Markus Hollenweger ISRAELREISEN (Adresse Schweiz) Tel: (0041) 044 952 14 18, Fax: (0041) 044 952 14 19, E-Mail: reisen@beth-shalom.ch, Mitarbeiter: Fredy Peter, Fredi Winkler (Haifa, Israel) BUCHHALTUNG (Adresse Schweiz) E-Mail: buchhaltung@mnr.ch, Mitarbeiter: Wafa Malgo; Treuhandstelle: HWT, 8305 Dietlikon STUDIO (Adresse Schweiz) E-Mail: studio@mnr.ch, Mitarbeiter: Govert Roos, Stephan Rindlisbacher SENIORENZENTRUM ZION Ringwiesenstr. 14, 8600 Dübendorf, Tel: (0041) 044 802 18 18, Fax: (0041) 044 802 18 19, E-Mail: post@seniorenzentrum-zion.ch, Mitarbeiter: Silvia Bättig, Ursula Dürr, Walter Dürr, Astrid El Khouri, Walid El Khouri, Andreas Klinner HOTEL BETH-SHALOM P.O.Box 6208, Haifa-Carmel 31061, Israel, Tel: (00972) 04 8373 480, Fax: (00972) 04 8372 443, E-Mail: beth-shalom-israel@mnr.ch, Leitung: Fredi und Beate Winkler EINZAHLUNGEN Schweiz: Postscheckkonto 80-47476-4 Zürich, oder Zürcher Kantonalbank, 8330 Pfäffikon ZH, Konto-Nr. 11520472.519, BC-Nr. 752. Deutschland: Sparkasse Hochrhein, Waldshut, BLZ 684 522 90, Konto 06-600 530 oder Postbankkonto 3911-709 Stuttgart, BLZ 600 100 70, «Missionswerk Mitternachtsruf» Zweig Deutschland e.V., Geschäftsstelle DE 79807 Lottstetten Österreich: Postscheckkonto 438 5903, Allgemeine Sparkasse Linz, «Für Konto 0000-118902 Missionswerk Mitternachtsruf» DRUCK EKM-Nyomda, Palóc utca 2, HU 1135 Budapest ABONNEMENTSPREIS JÄHRLICH Schweiz CHF 18.–, Deutschland EUR 12.–, Europa und Mittelmeerländer EUR 18.–, Übersee EUR 24.–. Abonnemente laufen ein Jahr (beginnend jeweils Januar) und werden automatisch um ein weiteres Jahr verlängert, wenn sie nicht einen Monat vor Jahresende gekündigt werden. ZWEIGSTELLEN-VERZEICHNIS www.mitternachtsruf.ch/weltweit INITIALEN DER AUTOREN IN DIESER AUSGABE N.L. = Norbert Lieth; M.M. = Marcel Malgo; B.V. = Burkhard Vetsch; E.V. = Elsbeth Vetsch

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MNR > September 2006

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