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05/24/2012

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Seid nicht klug bei euch selbst.

Römer 12,16

Pakt mit dem Teufel?

Am 20.7.1933 unterzeichneten Vertreter des Staates und der ka-
tholischen Kirche ein Übereinkommen, das die Stellung der Kir-
che im neuen Nazistaat regeln sollte. Für Rechte im Schulbereich und
im kirchlichen Vereinswesen verzichtete die Kirche auf allen weiteren
Einfluss. Was im Einzelnen geregelt wurde, braucht uns hier nicht zu
interessieren. Zweierlei ist jedoch bemerkenswert. Mit dem gerade un-
tergegangenen demokratischen Staat hatte sich der Vatikan zäheste
Verhandlungen geliefert, und es war zu keiner Einigung gekommen.
Jetzt kam es in Windeseile zu einem Vertrag. Zum zweiten: Hitler war
noch nicht drei Monate Reichskanzler, da verhandelt die Kirchen-
führung schon mit diesem erwiesenen Christenhasser.
Was waren die Gründe für dieses Vorgehen? Neben einer Reihe von
ehrenwerten Absichten, wie Schutz der deutschen Katholiken, ist zu
vermuten, dass das Bestreben, bei den Mächtigen im Deutschen Reich
weiterhin Einfluss zu haben, eine Rolle gespielt hat. Die Rechnung der
päpstlichen Vermittler ging jedoch nicht auf. Hitler hielt sich nicht an
seine Versprechen, und die Kirche stand von nun an im Geruch, mit
diesem gottlosen Regime zu paktieren. »Mit Fleisch und Blut zu Rate
zu gehen« nennt Paulus ein solches Verhalten. Wir alle stehen eigent-
lich dauernd in der Gefahr, bei den großen und kleinen Entscheidun-
gen unseres Lebens die moralischen Leitlinien nicht zu beachten, wel-
che die Bibel gibt. Statt dessen folgen wir knallhart dem, was wir als
unseren Vorteil ansehen. Müssen wir uns dann noch wundern, wenn
wir uns beim Blick in den Spiegel unseres Lebens nicht so recht freuen
können?

koh

Ist unser Gewissen wie ein Gummiband, wenn es um unsere
Interessen geht?

Das Gebet für alle, die in Staat und Kirche Verantwortung tra-
gen, ist notwendig.

1. Timotheus 2,1-7

208

Montag

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