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19/02/2016

FallTempl:DieTantewarbekannt­Österreich­derStandard.at›Panorama

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foto:standard/corn

StephanTempl:neueDokumente,neueHoffnung.

FallTempl:DieTantewarbekannt

PETRA STUIBER

17.Februar2016,17:57

264POSTINGS

StephanTempl,derimZusammenhangmiteinem

RestitutionsverfahrenwegenBetrugsinHaftsitzt,istmiteiner

OGH­Beschwerdeabgeblitzt

Wien–DerMittwochbrachtekeinegutenNachrichtenfürden PublizistenStephanTempl.DerObersteGerichtshof(OGH)hat eineBeschwerdeTempls,derinZusammenhangmiteinem RestitutionsantragwegenschwerenBetrugsanderRepublik Österreichverurteiltwordenwar,abgewiesen.Templhatte versucht,eineSchadenersatzzahlunganseineTantezu bekämpfen,dieer,lautGericht,umihrRechtauf

Naturalrestitutiongebrachthabensoll.Esgehtum550.000

Euro.

FürTemplsUnterstützeristderZivilprozess,derdem

höchstgerichtlichenErkenntnisvoranging,ohnehinein

"schlechterScherz".Eshabenichteinmaleineigenes

Beweisverfahrengegeben.

ImKerngehtesumdasehemaligeSanatoriumFürthimachten

WienerGemeindebezirkJosefstadt.Templhatte2002im

NamenseinerMuttereinenAntragaufRestitutioneinesAnteils

andemGebäudegestellt,dasdenjüdischenBesitzern

(darunterseineGroßeltern)vondenNazisgeraubtwordenwar.

DieForderungwurdezuerkannt.AllerdingssollTempldabeidie

ExistenzeinerSchwesterseinerMutterverschwiegenhaben,

woraufgegenihneinBetrugsverfahreneingeleitetwurde.

Dafürwurdeer2013inersterInstanzzudreiJahren

unbedingterHaftverurteilt,unteranderemmitder (sinngemäßen)Begründung,TemplhabedieRepublikdurch seinSchweigengeschädigt,weilseinerMutterdadurchein höhererAnteilzugesprochenwurde,alsihrzugestandensei. TemplsNichtigkeitsbeschwerdegegendasUrteilwurdeimMärz

2014vomOberstenGerichtshofabgewiesen.SeineBerufung

gegendieStrafhöhewardagegenerfolgreich:Das

OberlandesgerichtWienreduziertedasStrafmaßaufeinJahr

unbedingteundzweiJahrebedingteHaft.

NunglaubenTemplsAnwälteallerdings,trotzderaktuellen NiederlagevordemOGH,genügendGründedafürzuhaben, dass"dasVerfahrengegenihnaufderStelleeingestelltunder sofortenthaftetwird",wieTemplsRechtsvertreterinLondon, RobertAmsterdam,zumSTANDARDsagt.Denn:Der EntschädigungsfondshatdenAnwältennunDokumente

übermittelt,diebelegen:DerPublizisthat2002gleichaufdrei

AntragsformularendenNamenseinerTantegenannt–

insgesamtsechsmal,wieder"Guardian"amvergangenen

Wochenendeschrieb.

EshandeltsichdabeiumAnträgeaufRestitutionvon

Lebensversicherungspolizzen,dieTemplimNamenseiner

Mutter,seinerGroßmutterundseinesGroßvatersausgefüllt

hat.AufdieFrage,obesnochandere"livingheirs"gebe,gab

19/02/2016

FallTempl:DieTantewarbekannt­Österreich­derStandard.at›Panorama

erjedesMaldenNamenseinerTantean.DieDokumente

liegendemSTANDARDvor.

"Arrogant"und"obszön"

AusderSichtvonAnwaltAmsterdamkannnundie UrteilsbegründungdesStrafgerichts,TemplhabedieRepublik geschädigt,nichtmehraufrechterhaltenwerden.Nichtnur,

dassdieFinanzprokuraturimSeptember2014befand,eine

SchädigungdesBundesinderCausaTemplsei "auszuschließen".DieRepublikhabevonderlebendenTante

wissenmüssen–spätestensseit2003,alsdieInternational

CommissiononHolocaustERAInsuranceClaimsinRotterdam

dieAnträgeTemplsandenEntschädigungsfondsinWien

weitergeleitethatte.

RobertAmsterdamsiehtimFallTemplnachwievoreine

"massiveUngerechtigkeit".UndergreiftBundespräsidentHeinz

Fischerdirektan,aufdessenGnadenerlassTemplgehofft

habe.DerPräsidenthabeseine,Amsterdams,Eingabegar

nichtgelesen,behauptetderAnwalt–dassei"geradezueine

Obszönität".Undesfügesichineine"ganzeReihevonFällen

vonHolocaust­Geschädigten,denensichdieRepublik

Österreichgegenüberunwilligundarrogantverhalten"habe,

sagteAmsterdamzumSTANDARD.

TemplsWienerAnwalthatjedenfallsnochvorWeihnachten einenAntragaufRevisiondesStrafverfahrenseingebracht– mitdenneuaufgetauchtenAntragsformularenalsBeweisfür TemplsUnschuld.ImJustizministeriumwillmansichzudemFall nichtäußern.ChristianPilnacek,LeiterderStrafrechtssektion, verweistaufdasOberlandesgerichtWien,dasdenAntrag

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