Öchsle

Januar
2016

Aktuell

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Liebe Leserinnen und Leser,
für das bereits begonnene Jahr 2016 wünsche ich
Ihnen alles Gute, viel Glück und Gesundheit!
Wie immer möchte ich hier an dieser Stelle zum
Jahresbeginn einen kleinen Rückblick auf die
vergangene Saison geben. Unsere Fahrsaison
2015 haben wir erfolgreich beendet. Wir hatten im
vergangenen Jahr 44.449 Fahrgäste und somit eine
leichte Steigerung von 579 Fahrgästen im
Vergleich zu 2014. Dies ist bereits die zweite
Steigerung der Fahrgastzahlen in Folge und kann
sich durchaus sehen lassen! Insgesamt hatten wir
im vergangenen Jahr an 72 Tagen Fahrbetrieb, was
der Zahl des Vorjahres entspricht. Hiervon waren
zwölf fest gebuchte Sonderfahrten, elf mit Dampfund eine mit Diesellok. Auf besonderes Interesse
sind natürlich die Fahrten mit unserer 99 633
gestoßen, die erfolgreich alle ihre Züge gezogen
hat. Unter anderem fanden hier zwei für Gruppen
gebuchte Fotofahrten mit württembergischer
Zuggarnitur statt. Mehr hierzu gibt es auf Seite 3 in
diesem Öchsle-Aktuell zu lesen. Für die
Durchführung der erfolgreich verlaufenen Saison
möchte ich mich an dieser Stelle recht herzlich bei
allen Beteiligten, Mitarbeitern, Gönnern und
Freunden recht herzlich bedanken. Ohne die
Mithilfe eines jeden Einzelnen wäre dies
sicherlich so nicht möglich gewesen. Hier wurden
wieder zahlreiche ehrenamtliche Stunden
aufgebracht, sei es im Fahrbetrieb, in der Werkstatt
oder im Umfeld bei Planung und Organisation.
Einen ausführlichen Jahresrückblick mit Bildern
gibt es wie immer bei unserer Jahreshauptversammlung. Sie findet am Sonntag, den 21.
Februar 2016 um 13.30 Uhr im Hotel Mohren in

Ochsenhausen statt. Über zahlreiche Teilnehmer
würden wir uns sehr freuen!
Auch für die anstehende Fahrsaison haben wir
wieder einiges im Programm. So werden neben
unseren planmäßigen Fahrten unter anderem auch
wieder die kulinarische Reise, die Bacchusfahrt,
unsere Mondscheinfahrten und vieles mehr
angeboten. Einen Überblick über die anstehenden
Termine gibt es im nächsten Öchsle-Aktuell oder
wie immer unter www.oechsle-bahn.de.
Für alle Fans der Lokomotive 99 633 haben wir in
der Saison 2016 den festen Einsatz der Lok
geplant. Sie soll immer am 2. Sonntag des Monats
unsere Züge ziehen. Da es natürlich auch hier
unter Umständen kurzfristig zu Änderungen
kommen kann, werden wir ggfs. auf unserer
Internetseite darüber informieren.
Sicherlich ist Ihnen das neue Layout unserer
Vereinszeitschrift bereits aufgefallen. Hiermit
wollen wir zum einen ein neues, ansprechendes
Design präsentieren, zum anderen fällt hiermit die
Gestaltung einfacher, da die bisherigen Ränder
wegfallen. Hier geht ein besonderer Dank an
Bernhard Günzl, der sich seit Jahren intensiv mit
unserem Öchsle-Aktuell beschäftigt und
maßgebend als „Chefredakteur“ an der
Herausgabe dieser Zeitschrift beteiligt ist.
Ich wünsche allen Lesern viel Spaß mit dieser
Ausgabe unseres Öchsle- Aktuell!
Benny Bechter
Vorsitzender Öchsle-Schmalspurbahn e.V.

Impressum
Herausgeber: Öchsle Schmalspurbahn e.V.
Postfach 1228, 88412 Ochsenhausen, Oechsle-aktuell@arcor.de
Erscheinungsweise: 3 x jährlich
Auflage: 500 Exemplare
Bankverbindung: IBAN: DE11 6309 0100 0185 6640 08, BIC: ULMVDE66
Gläubiger-Identifikationsnummer: DE3900100000170084
Redaktion und Satz: Bernhard Günzl (Auch alle nicht namentlich gekennzeichneten Artikel und Bilder)
Versand: Jürgen Jauch
Mitarbeiter an dieser Ausgabe: Andreas Albinger, Gerhard Baum, Benny Bechter, Alexander Bückle, Stefanie
Günzl, Jens Peter Schmidt, Dr. Markus Strässle
Druck: Flyerwire.de
Titel: Anlässlich einer Fotosonderfahrt dampfte 99 633 am 9. Oktober 2015 mit dem Württembergerzug die
Steigung bei den Freyberghöfen hinauf (Foto: Gerhard Baum)

Foto-Sonderfahrten mit 99 633
Bereits lange bevor feststand, wann die Wiederinbetriebbahme der 99 633
erfolgen kann, lagen
Anfragen über Fotofahrten
vor. Drei solche spezielle
Fahrten fanden dann im
vergangenen Herbst statt und
boten den zahlreich mitreisenden Fotografen immer

wieder wunderschöne
neue Motive. Auf dem
Bild oben von Gerhard
Baum (09.10.2015)
erübrigt sich die
Ortsbeschreibung. Vom
gleichen Tag sind auch
die Motive links bei
Äpfingen und rechts
bei der Ausfahrt aus
Reinstetten, ebenfalls
von Gerhard Baum.

Den stilreinen Güterzug hat
Dr. Markus Strässle am
10.10.2015 in Ochsenhausen eingefangen.
Auch für das Jahr 2016 sind
wieder Fotofahrten geplant.
Wir werden rechtzeitig im
Internet darüber informieren.

Doppelt Dampf beim Bahnhofsfest
Ganz im Zeichen der Wiederinbetriebnahme
unserer 99 633 stand im vergangenen Jahr unser
neuntes Bahnhofsfest. Zum ersten Mal seit 2007
konnten wieder zwei Dampflokomotiven beim
Bahnhofsfest im Einsatz erlebt werden. Während
99 788 die Regelzüge bespannte, war 99 633 mit

dem Württembergerzug als Sonderzug unterwegs.
Wegen des großen Andrangs war allerdings
Verstärkung durch einen Haubendachwagen

erforderlich. Bei den Sonderzügen erwies sich 99
633 einmal mehr als echtes “Zugpferd”. Alle Züge
waren hervorragend besetzt. Entlang der Strecke
tummelten sich zahlreiche Fotografen. Aber auch
für diese fand der unbestrittene Höhepunkt dann in
Ochsenhausen statt: Die
Lokparade (Foto unten:
Gerhard Baum). Alle drei
Dampfloks des Öchsle
präsentierten sich den
Fotografen und Besuchern.
Da war der Kampf um den
besten Platz nicht einfach
(Foto links). Dieses einmalige
Motiv wird so bald nicht
wieder möglich sein. In
diesem Jahr sollen die
Arbeiten für die
Hauptuntersuchung an 99 716
“Rosa” beginnen. Für die
Führerstandsmitfahrten im Bahnhofsbereich
standen dann 99 633 und V22-01 abwechselnd zur
Verfügung. Klar, dass sich vor allem bei 99 633

lange Schlangen bildeten. Die meiste Zeit war
unser neues Schmuckstück aber bei anfangs noch
gutem Wetter mit dem Sonderzug unterwegs, so
wie auf dem Foto von Jens Peter Schmidt unten
mit dem bis auf den letzten Plattformplatz
besetzten Nachmittagszug vor der markanten
Dorfkirche von Reinstetten.

Die Pausen in Ochsenhausen führten auch zum
Zusammentreffen mit einem weiteren
Dampfveteranen: Die 1925 von der Firma
Henninger & Co in Darmstadt gebaute
Dampfwalze “Wally” gehört schon seit vielen
Jahren als Stammgast zu unserem Fest (Foto:

Gerhard Baum). Mustergültig restauriert und
bestens gepflegt wird sie vom DampfwalzenFörderverein Winterstettenstadt e.V.. Die von der
Gemeinde 1958 gebraucht beschaffte Walze stand
dort bis 1970 regelmäßig und dann nur noch
sporadisch für den Wegebau im Einsatz, bevor sie,
mittlerweile in sehr schlechtem Zustand, von dem
1994 gegründeten
Ve r e i n i n O b h u t
genommen wurde.
Wie immer waren
m e h r t ä g i g e Vo r arbeiten erforderlich,
bis aus der Werkstatt
im Lokschuppen eine
Festhalle wurde. Zum
Glück hielt das Wetter
wenigstens anfänglich
noch gut durch, so dass
vor allem die Plätze im
Außenbereich stets gut
belegt waren. Nach
dem leider am
Nachmittag einsetzenden Regen füllte
sich dann aber auch der
Lokschuppen schnell.
Trotz des nicht ganz
optimalen Wetters war die neunte Ausgabe
unseres Bahnhofsfestes das bisher am besten
besuchte Fest. Da hat 99 633 sicher maßgeblich
dazu beigetragen!

Projekt V51 903
Nach dem erfolgreichen und vielbeachteten
Abschluss unseres Projektes “99 633” hatten wir
ja den Gedanken geäußert, die V51 903 als
nächstes Projekt in Angriff zu nehmen. Dazu ist es
aber erforderlich, dass die Lokomotive in unser
Eigentum übergeht. Die Öchslebahn AG, als
bisheriger Eigentümer, hat diese Vorgehensweise
ebenfalls begrüßt und so konnten wir in die
Vertragsgespräche gehen. Als erster wichtiger
Schritt in unserem neuen Projekt konnte
schließlich am 14. Dezember 2015 der
Kaufvertrag durch unseren Vorstand unterzeichnet
werden. Da wir nach dem Projekt “99 633” aber
noch nicht wieder über genügend Finanzmittel
verfügen, wurde das Zahlungsziel, und damit der
Eigentümerwechsel, erst auf die zweite
Jahreshälfte festgelegt. Deshalb auch hier wieder
die Bitte: Helfen Sie uns, nach der ältesten nun
auch die jüngste originale Öchsle-Lokomotive
wieder einsatzbereit zu machen!
Nach Ankunft der Lok in Ochsenhausen im Jahr
2009 konnten schon einige Arbeiten am Rahmen
und den Drehgestellen durchgeführt werden. Die
komplette Unterseite der Lok ist bereits entrostet
und neu lackiert. Die Drehgestelle wurden
komplett zerlegt. Alle Teile der Bremsanlage und
der Federung sind bereits aufgearbeitet und warten
derzeit in unserem Normalspurwagen “Oppeln”
auf den Wiedereinbau. Auch an den Aufbauten
sind schon einige Arbeiten gelaufen: Die
Scharniere der Klappen wurden erneuert und die
Umbauten an den Hauben im Bereich der
Luftansaugung sind rückgängig gemacht.
Wir werden uns jetzt im ersten Schritt um die
Auswahl einer externen Firma kümmern, die die
Drehgestellrahmen und die Achsgetriebe
umbauen kann. So können wir dann, die weitere
Finanzierung vorausgesetzt, im Laufe des Jahres
2017 diese Arbeiten durchführen lassen. Diese
Arbeiten sind der aufwändigste und
kostenintensivste Schritt im Projekt. Die bei uns
vorhandenen meterspurigen Drehgestelle sind
zwar aus den ursprünglichen 750 mmDrehgestellen entstanden, so dass die
Drehgestellrahmen weiter verwendet werden
können. Allerdings müssen sie dazu auseinandergeschnitten und nach dem Heraustrennen der
eingesetzten Stücke neu zusammengeschweißt

Wir kaufen V51 903!
IBAN: DE32 654 500 70 0000 616 944
BIC: SBCRDE66
Als Dank für Ihre Unterstützung
erhalten Sie:
Ab 100,- €
eine Stifterurkunde,
ab 251,- €
eine Stifterurkunde in Bronze,
ab 500,- €
eine Stifterurkunde in Silber und
eine Nachfertigung des Lokschilds,
ab 903,- €
eine Stifterurkunde in Gold und einen
Eintrag auf der Spendertafel an der Lok.

werden. Für diese Arbeiten gelten sehr hohe
gesetzliche Anforderungen und nur wenige
Firmen haben die erforderliche Zulassung. Auch
hier waren wir in der Vergangenheit bereits einmal
in recht erfolgsversprechenden Gesprächen mit
einem Anlagenbauer in der Nähe. Leider hat sich
das aber durch Verlust der Zulassung und
Insolvenz der Firma mittlerweile zerschlagen. Die
vier sehr komplizierten Achswellen können leider
nicht wieder verwendet werden. Hier müssen neue
Achswellen seht teuer gefertigt werden.
Die Drehgestelle sollen nach Abschluss dieser
Arbeiten bei uns komplettiert werden. Dann kann
die Lok auf die Drehgestelle gesetzt werden und
nach langer Abstellzeit neben dem Lokschuppen
für die weiteren Arbeiten in den Lokschuppen
rollen.
Über die weitere Vorgehensweise, also welche
Arbeiten in der eigenen Werkstatt durchgeführt
werden können und welche vergeben werden
müssen, muss dann noch entschieden werden.
Dies hängt auch von der noch offenen
eingehenden Befundung der Maschinenanlagen
ab.

“Die gute alte Zeit, als es noch den ganzen Winter Schnee gab und V51 903 noch fuhr”, so könnte man
das im März 1983 zwischen Ochsenhausen und Reinstetten aufgenommene Foto aus der Sammlung
Anton Traub nennen.

Neues Buch erschienen
Der eine oder andere hat es sicher schon
mitbekommen: Seit dem 15. Dezember 2015 ist
ein neues umfangreiches Buch über unsere
Schmalspurbahn erhältlich. Das 240 Seiten starke
Werk “Das Öchsle” haben wir vom Verein
Öchsle-Schmalspurbahn e.V. zusammen mit
Ludger Kenning in dessen Verlag heraus gebracht.
Behandelt wird die Geschichte der Bahnlinie
„Biberach – Ochsenhausen“ von 1899 bis heute.
Es beschränkt sich aber nicht nur auf das Öchsle
selbst, sondern beleuchtet auch die weiteren
damaligen Planungen für ein oberschwäbisches
Eisenbahnnetz, zum Beispiel die nie fertig
gestellte Bahnlinie „Biberach – Uttenweiler“, von
der heute fast nur noch die Bahnhofstraße in der
geplanten Zwischenstation Attenweiler zeugt.
241 Farb- und 203 Schwarzweiß-Fotos illustrieren
das Buch. Darunter auch viele bisher nie
veröffentlichte historische Aufnahmen, zum Teil
aus bislang unbekannten Archiven. Das Buch

beginnt mit der Vorgeschichte zum Bau, der Zeit
als Staatsbahn und der Vorstellung aller damaligen
Fahrzeuge. Ein weiteres Kapitel behandelt die
Strecke und alle Bahnhöfe.
Ein großer Teil des Buchs gehört freilich der
Museumsbahn. Die wechselvolle Geschichte, von
den sehr schwierigen Anfängen über manche
Höhen und Tiefen bis zum heute erfolgreich
etablierten Betrieb, wird beschrieben. Sämtliche
jemals auf dem Öchsle vorhandenen Fahrzeuge
werden vorgestellt.
Das Buch dürfte bei allen Eisenbahnfreunden und
heimatkundlich Interessierten auf großes Interesse
stoßen. Es ist überall im Buchhandel unter der
ISBN 978-3-933613-99-8 oder direkt und
versandkostenfrei bei uns erhältlich. Es kostet
39,95 €. Bestellungen sind über die Postanschrift
im Impressum oder per Email über info@dasoechsle.de möglich.
Benny Bechter

Gleissanierung vor dem Lokschuppen
Die Zufahrtsgleise zum
Lokschuppen Ochsenhausen
befanden sich seit längerem in
schlechtem Zustand. Zum Teil
liegen hier die Gleise noch auf
alten Holzschwellen, die stark
zerfallen sind. Auch befand sich
vor dem Lokschuppen eine
Löschegrube, die 1996 verfüllt
wurde. Die unter den Gleisen
verlegten Holzlängsbalken der
Grube waren ebenfalls zerfallen.
Eine Erneuerung konnte nicht
länger aufgeschoben werden.
Am 24.09.2015 begannen die
Arbeiten. Als erstes wurden die
Gleise abgebaut. Danach wurden
die alten Schwellen und die
Holzunterlagen der alten
Löschegrube ausgebaut und nach einer
mehrwöchigen Trocknung unter Dach fachgerecht
entsorgt. Das Schotterbett war mit Lösche und
Ölrückständen stark verschmutzt. Es musste
deshalb mit einem kostenlos von der Firma
Göhringer zur Verfügung gestellten und von
Mathias Fetscher routiniert bedienten Minibagger
vollständig ausgebaggert werden. Der auf einem
Flachwagen gelagerte Aushub wurde mühevoll
gesiebt und anschließend ordnungsgemäß teuer
entsorgt. Der durch das Sieben gewonnene
Schotter konnte sofort wieder eingebaut werden.
Auf dieses Schotterplanum haben wir gebrauchte
Stahlschwellen aus Warthausen ausgelegt und mit
den alten Schienen das Gleis wieder aufgebaut.

Die Verfüllung der Löschegrube wurde bis in 50
cm Tiefe ausgehoben und der darin enthaltene
Schotter ebenfalls ausgesiebt. Der obere Rand der
Betongrube wurde teilweise neu aufbetoniert. Auf
die bisherigen Unterlagen der Längsbalken haben
wir nun angepasste Hartholzschwellen aufgelegt,
horizontal ausgerichtet und auf diesen Schwellen
die Schienen befestigt. Diese Arbeiten vielen
ausgerechnet auf den einzigen Tag mit Schneefall
im Dezember. Da der Terminplan eng war,
schließlich warteten bereits die über den Winter
geplanten Arbeiten an den Wagen, wurde die
Baustelle kurzerhand “überdacht” (Foto unten).
Danach wurde das Gleis mit unserem
Motorstopfer gestopft. Eine recht mühevolle
Arbeit! Das Gleis 1 der Lokschuppenanbindung konnte so am 13.12.2015
fertig gestellt werden. Ein recht kurzer
Zeitraum, da auch noch diverse Sonderveranstaltungen und die Aktionärsaktion in diesen Zeitraum fielen.
Als letzter Schritt müssen im nächsten
Sommer noch ein Joch des Schuppengleises 2 und der vordere Bereich des
Gleises 1 im Lokschuppen erneuert
werden.
Andreas Albinger
Foto unten: Gerhard Baum

Eine besondere Bewirtung
Diese Bewirtungsanfrage bereitete uns schon
etwas Kopfzerbrechen: 200 Rentner planten eine
Gruppenfahrt mit dem Öchsle, deren besonderer
Abschluss ein großes Kuchen- und Tortenbuffet
im Güterschuppen bilden sollte.
Erstes Problem war die Unterbringung der
Teilnehmer der für den 14. Oktober vorgesehenen
Fahrt. Schließlich fasst unser Güterschuppen
gerade mal 80 Personen und im Oktober kann es
schon recht ungemütlich sein. Geplant war die
Fahrt allerdings in der Woche der Mondscheinfahrten, für die sowieso ein Zelt auf dem
Bahnsteig erforderlich war. Dieses Zelt, zwei Tage
früher aufgebaut, reichte aus, um zusammen mit
dem Güterschuppen alle Besucher aufzunehmen.
So konnten wir die Herausforderung annehmen!
Rechtzeitig vor Ankunft der Gäste galt es 600
Stück Torten und Kuchen im Güterschuppen
bereit zu stellen und 60 Liter Kaffee zu kochen.
Felicia Günzl, Katrin und Florian Jauch
begutachten oben stolz das
Werk. Nach Ankunft des
Sonderzuges klappte dann
dank zahlreicher
engagierter Helfer alles
bestens. Innerhalb kurzer
Zeit waren alle Teilnehmer
mit den gewünschten
K u c h e n u n d K a ff e e
versorgt. Manche Flasche
Wein wurde anschließend
noch von der illustren

Runde geköpft. Unser Team erhielt von den
Organisatoren und den Teilnehmern viel Lob für
den guten und schnellen Service.
Otto Angele genehmigt sich auf dem Foto links
nach getaner Arbeit einen Schluck neben dem
kläglichen Rest des einst riesigen Buffets.

Öchsle-Nachrichten
Dampflok 99 633 „Mallet“
Der Originalkessel der Lokomotive lagerte bisher
noch in Jenbach. Am 17. November 2015 wurde
der Kessel von Jenbach nach Ochsenhausen
transportiert und dort auf einem Flachwagen
abgeladen. Der Kessel soll dort vor der Witterung
geschützt gelagert werden. Für diesen Zweck
wird der Kessel noch abgedeckt. Wir möchten
diesen genieteten Kessel unbedingt erhalten. Ob
der Kessel in ein Museum kommt oder wo er sonst
ausgestellt wird ist aber noch nicht entschieden.
An der Lok selbst werden über den Winter noch
verschiedene Optimierungsarbeiten durch
geführt. Ansonsten hat sie aber ihre ersten Einsätze
zur vollsten Zufriedenheit aller gemeistert.

Dampflok 99 788 “Berta”
Bei dieser Lokomotive muss ein Überhitzer
instand gesetzt werden. Außerdem sind Arbeiten
am Regler und an den Stangenlagern erforderlich.

Um die Arbeiten an unserer Heeresfeldbahnlok
kümmert sich hauptsächlich Sascha Eichler, der
die Lackierung des Aufbaus am 02.01.2016
weitgehend abgeschlossen hat.

Diesellok V 15 908
Die Arbeiten zur Neulackierung der Lok gingen
weiter. Durch eine Vielzahl weiterer Arbeiten
leider nur mit gebremster Geschwindigkeit.
Mittlerweile sind aber auch die Klappen des
Motorvorbaues aufgearbeitet. Auch passende
Fabrikschilder zieren bereits die Führerhausseiten. Die komplette Erneuerung der
Verkabelung konnte ebenfalls abgeschlossen
werden. Verschiedene kleinere Arbeiten am
Kühlsystem und der Einspritzanlage stehen jetzt
noch an, bevor die Lok zur Radsatzbearbeitung
und Begutachtung der Lager komplett in eine
Fachwerkstatt gebracht werden kann. Da wir die
Lok in Ochsenhausen aufgrund der fehlenden
Möglichkeit Traversen darunter zu schieben nicht
ausachsen können, haben wir uns zu dieser
Vorgehensweise entschieden.

Personenwagen RhB 2076

Am 02.01.2016 hat Florian Jauch den defekten
Überhitzer der 99 788 ausgebaut.
(Foto: Alexander Bückle)

Nach Abschluss des Fahrbetriebes soll es jetzt mit
neuem Schwung bei diesem Wagen weiter gehen.
Der neue speziell angefertigte Winkel unter den
Fenstern wurde angepasst und zur Probe
angebaut. Er wird jetzt noch verzinkt, um die
ganze Konstruktion möglichst feuchteresistent zu
machen. Die neu zu bauenden Innenausfachungen
des Holzaufbaues sind bereits fertiggestellt und

hinter der Rinnenbefestigung in das Holz. Auch
dieser Wagen hat dadurch erhebliche Schäden am
Obergurt des Holzaufbaues erlitten. Wesentlich
besser bewährt sich die Ausführung mit einem
vergrößerten Dachüberstand und einer
Abtropfkante aus einem Metallwinkel. Dafür
muss aber ein aufwändig zu fertigendes
Holzprofil außen angesetzt werden. Außerdem
erhält auch die bisher eher provisorisch
ausgestattete Toilette des Wagens eine
Überarbeitung.

Fotos auf dieser Seite:
Die Arbeiten am Fachwerk des Wagens 2077 sind
weitgehend abgeschlossen. Gerhard Baum
kümmert sich noch um den Anstrich (links).
Jürgen Jauch ist rechts mit dem nicht ganz
einfachen Umbau des Dachabschlusses
beschäftigt.

warten auf den Einbau. Davor müssen aber noch
die nicht ausgebauten Stirnseiten und die
Zwischentüren aufgearbeitet werden. Obwohl die
Innenverkleidung noch gar nicht so alt war, konnte
sie leider nicht gerettet werden. Die undichten
Stellen im Dach waren so tückisch, dass das
Wasser hinter der Verkleidung eingedrungen ist
und der Schaden deshalb erst erkannt wurde, als
das Holz der Verkleidung von hinten zerstört war.
Zahlreiche Kleinteile sind gerade in Arbeit. Eine
besondere Herausforderung sind dabei die
Führungen der Fenster. Zum Beispiel die mit
Leder bespannten Andrückleisten, die neu
bespannt werden müssen. Ein örtlicher Sattler
fertigt uns dazu die Lederstreifen. Weitgehend
abschlossen sind die Erneuerungsarbeiten am
Fachwerk. Größere Umbauarbeiten erfährt
dagegen noch das Dach. Die Ausstattung von
Wagen mit Dachrinnen hat sich nicht bewährt. Bei
allen Wagen mit Dachrinnen hat sich diese als
große Schwachstelle erwiesen. Sie verstopfen sehr
schnell mit Laub und das Wasser sickert dann

Personenwagen 5012
Im Dezember wurde der Personenwagen wieder
auf seine beiden grundlegend überholten
Drehgestelle gesetzt. Der beschädigte Radsatz
eines Drehgestells konnte dankenswerterweise in
der Werkstatt der Stuttgarter Straßenbahnen
überholt und repariert werden.
Neue Bremsklötze für den Wagen entstehen
derzeit im Werk Arnstadt der DB AG. Nunmehr
müssen am Wagenkasten noch diverse Schäden
behoben werden und der Wagen benötigt
außerdem ein neues Blechdach, damit er am 01.
Mai 2016 endlich wieder in Betrieb gehen kann.
Den Aufbau des Blechdaches werden wir aus
Kapazitätsgründen vergeben müssen.

Speisewagen 4045
Unser Speisewagen hat nun als erster der
Schlierenwagen die schon seit einiger Zeit bereit
liegenden Wetterschutzplanen für die Fenster
erhalten. Mathias Fetscher, eine der Stützen der
Ochsenhauser Werkstatt und Vorstandsmitglied
im den Speisewagen betreibenden Förderverein,
bringt die Planen am 09.01.2016 an. Diese Planen

haben sich über die Abstellzeit im Winter schon
bei den Württembergern sehr gut bewährt. Durch
die Konstruktion der Versenkfenster bei den
Schlierenwagen ist der Schutz vor Feuchtigkeit
hier sogar noch wichtiger. Alles an den großen
Fenstern herunter laufende Wasser fließ direkt
über die Mechanik der Fensterschließer in den
Aufbau. Trotzdem ist das natürlich keine
Alternative zur ständigen Abstellung der Wagen in
einer trockenen Halle. Im Gegensatz zu manch
anderer Museumsbahn sind wir glücklicherweise
bisher von großen Vandalismusschäden verschont
geblieben. Trotzdem müssen wir auch immer
wieder mutwillig zerstörte Fensterscheiben
aufwändig reparieren. So im vergangenen Jahr am
Speisewagen und an einem der Haubendachwagen und jetzt wieder an einem
Haubendachwagen. Auch hier kann nur eine
geschützte Unterstellung endgültig Abhilfe
schaffen.

Personenwagen 4044
Bereits seit einiger Zeit ist der Schlierenwagen
4044 abgestellt. An seinem Aufbau sind
umfangreiche Sanierungsarbeiten erforderlich. Im
Rahmen dieser Arbeiten ist geplant, den Wagen
behindertengerecht umzubauen. Auf einer Seite
soll er einen vergrößerten Zugang mit einer
ausziehbaren Rollstuhlrampe erhalten. Im
Innenraum sind Rollstuhlplätze geplant. Aus
Kapazitätsgründen müssen diese Arbeiten aber
vergeben werden. Die “Warteliste” unserer
Schreinereiabteilung in Ochsenhausen ist zu
lange. Die Planungen dazu laufen. Über die
Vergabe ist noch nicht entschieden. Die weiteren
Arbeiten zur Hauptuntersuchung konnten aber in
Warthausen gestartet werden. Im ersten Schritt
werden die Drehgestelle des Wagens komplett
aufgearbeitet.

Bahnhofsgelände Warthausen
Auf dem vorbereiteten Gleisbett zur Anbindung
der Rollbockgrube wurde eine Normalspurweiche
umgesetzt, welche an anderer Stelle des
Bahnhofes nicht mehr benötigt wurde, da das
ursprünglich dort angeschlossene Gleis seit
längerem abgebaut und überbaut ist. Zum
Umsetzen wurde die Weiche in zwei Teile
getrennt. Beim Gewicht der Weiche haben wir uns
etwas verschätzt. Jedes der beiden Weichenteile

brachte ein Gewicht von ca. 10 Tonnen auf die
Waage, so dass ein größerer Kran als geplant zum
Einsatz kommen musste.

Bahnhofsgebäude Warthausen
Der Boden des Verkaufsraums im Bahnhof wurde
von einem örtlichen Fliesenverlegebetrieb
gefliest. Als Fliesen haben wir uns sandfarbene
Fliesen ausgesucht, welche sehr gut zum Gebäude
passen. Weiterhin wurde von einer örtlichen
Schreinerei eine Verkaufstheke für den
Dienstraum gefertigt. Diese wurde optisch an das
Erscheinungsbild des Bahnhofes angepasst. In
dieser Theke ist auch Stauraum für unsere
Prospekte und weitere Werbemittel vorhanden.
Im Verkaufsraum wurden mehrere großformatige
gerahmte Bilder unserer Museumsbahn von
Gerhard Baum aufgehängt, die unsere Besucher
auf unsere Bahn einstimmen sollen.
Weiterhin wurde das Bahnhofsgebäude nun
endgültig an das Stromnetz angeschlossen.
Nachdem ein neuer Stromanschluss sehr teuer
geworden wäre und zudem von uns einige
aufwändige Eigenleistungen erfordert hätte, wird
das Gebäude nun über eine Freileitung vom
Lokschuppen Warthausen versorgt. Zu diesem
Zwecke mussten zwei neue Masten gesetzt
werden. Nachdem auch zu Staatsbahnzeiten eine
solche Freileitung mit Leuchten längs des
Bahnhofes Warthausen vorhanden war, wird so
sogar der historische Zustand wieder annähernt
hergestellt. Auf dem Foto rechts von Andreas
Albinger montiert Franz Rebholz die Freileitung
an einem der schon vorhandenen Lichtmasten.

Aktionärsaktion / Ausschneideaktion
Bei den diesjährigen Aktionärsaktionen konnten
wir uns über eine Rekordbeteiligung freuen.
Insgesamt waren an beiden Samstagen je 35
Männer und auch Frauen im Einsatz. Mehrheitlich
handelte es sich um Vereinsmitglieder, aber auch
einige Aktionäre und die Vorstände der AG ließen
es sich nicht nehmen, kräftig mit anzupacken.
An beiden Tagen wurde sehr gründlich
ausgeschnitten. Gearbeitet wurde hauptsächlich
im Bereich Wennedach und an der Strecke von
Freyberg bis nach dem Bahnhof Reinstetten.
An beiden Tagen war unser Bauzug mit der
Abfuhr des Schnittgutes ständig im Einsatz. Vier

Züge voll Stammholz und Strauchgut wurden so
nach Warthausen befördert. Mit dem Stammholz
ist die Holzversorgung zum Anheizen unserer
Dampfloks für die nächsten Jahre gesichert. Ein
Großteil des Stammholzes wurde mit externer
Hilfe und tatkräftiger Mithilfe und Organisation
von Markus Albinger bereits kurze Zeit später
gespalten.
Von den Mitgliedern der Rotte wurden mehrere
abgängige Stahlschwellen an der Strecke
gewechselt.

Wasserkran Ochsenhausen
Im Rahmen der Gleisbaustelle wurde der bereits
im letzten Jahr innerhalb des Lokschuppens
verlegte Anschlussschlauch des Wasserkranes
verlängert und bis in das alte gusseiserne
Wasserkranfundament eingeführt.
Der bisher auf diesem Fundament stehende
normalspurige und viel zu große Wasserkran

wurde abgebaut. Als neuer Wasserkran für
Ochsenhausen soll nun der von 1899 bis 1969 dort
stehende frühere Wasserkran als Schweißkonstruktion neu entstehen. Ein solcher Nachbau
ist recht aufwändig, aber machbar. Erste Teile für
den Wassserkran sind bei einer befreundeten
Maschinenbaufirma bereits in Arbeit. Sämtliche
weitere benötigte Teile wurden beschafft. Im
Laufe des Jahres 2016 soll der Wasserkran
weitestgehend in Eigenleistung fertiggestellt
werden.

Container für Rotte Warthausen
Viele unserer Gleisbaugeräte und Ersatzteile
waren bisher in zwei normalspurigen Lagerwagen
in Warthausen untergebracht.
Den Aufwand diese Wagen zu sanieren wollten
wir uns sparen. Von der Öchsle Bahn AG wurden
deshalb zwei Lagercontainer beschafft. In diese
zwei Container werden derzeit alle noch
brauchbaren Gegenstände für den Gleisbau
umgelagert. Als großer Vorteil können in diese
Container ebenerdig und auch mit unserem
Gabelstapler Teile eingelagert werden. Die beiden
Normalspurlagerwagen werden wir nach
Abschluss der Umräumaktion verkaufen oder
verschrotten.
Andreas Albinger

Thomas Löffler und Niklas Manz sind am
02.01.2016 mit der Montage eines Drehgestells
für den Wagen 4044 beschäftigt, während
Manfred Pötzl einen Tauschradsatz für den Wagen
2076 streicht.
(Fotos: Alexander Bückle)

Einladung zur Jahreshauptversammlung
am Sonntag, den 21. Februar 2016 um 13.30 Uhr
im Hotel Mohren in Ochsenhausen.
Tagesordnung:
1. Begrüßung
2. Bericht des Geschäftsführers der Betriebsgesellschaft
3. Feststellung der Beschlussfähigkeit
4. Bericht des Vorstands
5. Bericht des Schatzmeisters
6. Bericht der Kassenprüfer
7. Bericht des Fördervereins
8. Württemberger Zuggarnitur
9. Aussprache zu den Berichten
10. Genehmigung des Rechnungsabschlusses für das Jahr 2013
11. Entlastung des Vorstands und des Schatzmeisters
12. Wahl der Kassenprüfer
13. Beschlussfassung über weitere Anträge
14. Sonstiges
Anträge zur Hauptversammlung sind schriftlich bis spätestens 13. Februar 2016 an die
Vereinsadresse zu senden: Postfach 1228, 88412 Ochsenhausen.

Öchsle - Stammtische
06. Februar 2016, 19:00Uhr

07. Mai 2016, 20:00 Uhr

Gasthaus “Jägerhaus”, Sulmingen

Gasthaus “Jägerhaus”, Sulmingen

05. März 2016, 20:00 Uhr

Auch Gäste sind stets herzlich willkommen! Wer
Ideen oder Beiträge hat, kann sich gerne melden.
oechsle.dienstplan@web.de oder 0170/2387850.

Gasthaus “Alter Bahnhof”, Schemmerhofen

02. April 2016, 20:00 Uhr
Bei Gero in Degernau.

Mitgliedsbeitrag 2016
In dieser Ausgabe konnten Sie wieder einiges über
unsere vielfältigen Projekte und Aufgaben lesen.
Ihr Mitgliedsbeitrag stellt einen wichtigen Teil der
Finanzierung der Projekte unseres Vereins dar.
Fall Sie uns ein SEPA-Lastschriftmandat erteilt
haben, werden wir Ihren Beitrag 2016 in der
Kalenderwoche 10 einziehen. Als Mandatsreferenz erscheint ihre Mitgliedsnummer und

unsere Gläubiger-Identifikationsnummer, die Sie
im Impressum finden. Sollten Sie Ihren Beitrag
selbst überweisen und es noch nicht erledigt
haben, dann bitte wir Sie, in den nächsten Tagen
daran zu denken. Für einen ermäßigten Beitrag
benötigen wir bis zum Einzugstermin eine
entsprechende aktuelle Bescheinigung.
Wir bedanken uns ganz herzlich für Ihre
Unterstützung!

5€
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