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Merkblatt 322

Geschraubte Verbindungen
im Stahlbau

Stahl-Informations-Zentrum

Merkblatt 322

Stahl-Informations-Zentrum
Das Stahl-Informations-Zentrum ist eine
Gemeinschaftsorganisation Stahl erzeugender
und verarbeitender Unternehmen. Markt- und
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Verschiedene Schriftenreihen bieten ein
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Konstrukteure, Entwickler, Planer und Verarbeiter von Stahl. Sie finden auch Anwendung
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Impressum
Merkblatt 322
„Geschraubte Verbindungen im Stahlbau“
Ausgabe 2012, ISSN 0175-2006
Herausgeber: Stahl-Informations-Zentrum,
Postfach 10 48 42, 40039 Düsseldorf
Autoren:
Prof. Dr.-Ing. Rolf Kindmann,
Ruhr Universität Bochum,
Lehrstuhl für Stahl-, Holz- und Leichtbau
Prof. Dr.-Ing. Jan Vette,
Fachhochschule Münster,
Fachbereich Bauingenieurwesen
Redaktion: Stahl-Informations-Zentrum
Ein Nachdruck dieser Veröffentlichung ist –
auch auszugsweise – nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers und bei Quellenangabe gestattet. Die zugrunde liegenden Informationen wurden mit größter Sorgfalt recherchiert und redaktionell bearbeitet. Eine Haftung
ist jedoch ausgeschlossen.
DIN-Normen: Wiedergegeben mit Erlaubnis
des DIN Deutsches Institut für Normung e. V.
Maßgebend für das Anwenden der DIN-Norm
ist die Fassung mit dem neuesten Ausgabedatum, die bei der Beuth Verlag GmbH, Burggrafenstraße 6, 10787 Berlin, erhältlich ist.

Inhalt
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Seite
Einleitung und Übersicht .......................... 2
Schrauben, Muttern und Scheiben ............ 7
Herstellen von
geschraubten Verbindungen ..................... 16
Kraftübertragung und Tragverhalten ........ 20
Bemessung nach DIN EN 1993-1-8 ........... 25
Bemessungsbeispiele
nach DIN EN 1993-1-8 .............................. 33
Normen ..................................................... 38
Literatur .................................................... 39

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Geschraubte Verbindungen im Stahlbau

1 Einleitung und Übersicht
1.1 Einführung
Stahltragwerke bestehen in der Regel aus
Trägern, Stützen und Rahmen, die aus Blechen
und gewalzten Profilen hergestellt werden. Für
die erforderlichen Verbindungen, Stöße, Anschlüsse und Befestigungen werden geeignete
Techniken benötigt, die die Ausführung wirtschaftlicher und dauerhafter Konstruktionen
ermöglicht.
Alte Stahlkonstruktionen belegen, dass man
Verbindungen früher ausschließlich mit Nieten hergestellt hat. Da sie keine Zugkräfte aufnehmen konnten, musste man so konstruieren,
dass sie nur durch Scherkräfte beansprucht wurden, also nur durch Kräfte senkrecht zur Nietachse. Von wenigen Ausnahmen abgesehen
kommen Nietverbindungen heutzutage nicht
mehr zum Einsatz. Aus wirtschaftlichen Gründen
sind sie schon seit langem durch geschweißte
und geschraubte Verbindungen ersetzt worden.
Aufgrund der runden, stiftartigen Form
sind Nieten und Schrauben unmittelbar miteinander vergleichbar. Dies galt zeitweise auch
für das Tragverhalten, weil man Schrauben zunächst so angeordnet hat, dass sie wie Nieten
nur durch Scherkräfte beansprucht wurden. Die
Weiterentwicklung der Konstruktionstechniken
und Schraubenfestigkeiten hat zwischenzeitlich zu einem weiteren Wandel geführt: Heutzutage können Schrauben sowohl Scherkräfte
als auch Zugkräfte aufnehmen. Diese Entwicklung ist auch an den einschlägigen Normen für
Stahlbauten erkennbar. In den Regelungen von
DIN 18800 stehen Scher-/Lochleibungsverbindungen im Vordergrund, was dort insbesondere
durch die Einteilung in sechs Ausführungsformen
von geschraubten Verbindungen deutlich wird.
In DIN EN 1993-1-8, die die DIN 18800 abgelöst
hat, werden scher- und zugbeanspruchte Verbindungen mit Schrauben gleichrangig behandelt.
Grundlage der folgenden Ausführungen ist die
DIN EN 1993-1-8 in Verbindung mit dem nationalen Anhang für Deutschland. Darüber hinaus
werden die aktuellen Produktnormen für Schrauben und die DIN EN 1090-2 herangezogen.
Dieses Merkblatt richtet sich an Studenten,
Ingenieure und Architekten. Es betrifft Stahlbauten im Sinne der DIN EN 1993 (Eurocode 3)
und gilt für die Bemessung und Konstruktion
tragender Bauteile aus Stahl. Für Bauteile mit
nicht vorwiegend ruhender Belastung sind zusätzliche Regelungen zu beachten, ebenso wie
zusätzliche Bestimmungen in den entsprechenden Teilen der DIN EN 1993 oder in den Vor-

schriften der Bahn. Auf solche Regeln wird in
diesem Merkblatt nicht eingegangen. Das Merkblatt behandelt die im Stahlbau üblichen Schrauben mit metrischem Gewinde und Sechskantköpfen der Festigkeitsklassen 4.6, 5.6, 8.8 und
10.9 sowie die zugehörigen Sechskantmuttern
und Scheiben, siehe Tabelle 2.5.

1.2 Inhalt der Kapitel
1.2.1 Einleitung und Übersicht
Nach einer allgemeinen Einführung in die
Thematik wird die prinzipielle Vorgehensweise
bei der Bemessung geschraubter Verbindungen
anhand eines Einführungsbeispiels beschrieben,
und es wird auf Grundsätze für die konstruktive
Ausbildung und die Berechnungen hingewiesen. Darüber hinaus werden die Kategorien
für geschraubte Verbindungen nach DIN EN
1993-1-8 und die verwendeten Bezeichnungen
zusammengestellt.

1.2.2 Schrauben, Muttern und Scheiben
Dieses Kapitel enthält Informationen zu
den Produkten, die in Schraubengarnituren zu
verwenden sind. Im Wesentlichen geht es dabei
um die entsprechenden Normen, Abmessungen
und Festigkeiten.

1.2.3 Herstellung
Die Herstellung geschraubter Verbindungen
wird erläutert, aber auch die Darstellung auf
Zeichnungen vermittelt, und es werden Hinweise zum Korrosionsschutz und zur Vorspannung gegeben.

1.2.4 Kraftübertragung und Tragverhalten
Das Kapitel enthält Erläuterungen zur Berechnung von Kräften in den Schrauben einer
Verbindung, zur Übertragung der Schnittgrößen
und zum Tragverhalten einzelner Schrauben.

1.2.5 Bemessung nach DIN EN 1993-1-8
Hier sind die wichtigsten Grundlagen für normengerechte Nachweise zusammengestellt. Das
Kapitel enthält Berechnungsformeln und Tabellen mit den Bemessungswerten der Tragfähigkeit
einzelner Schrauben nach DIN EN 1993-1-8.
3

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Merkblatt 322

1.2.6 Bemessungsbeispiele
Mithilfe von sechs Bemessungsbeispielen
wird die Durchführung der erforderlichen Nachweise erläutert.

1.3 Einführungsbeispiel
Bei der konstruktiven Ausbildung und der
Bemessung geschraubter Verbindungen sind
die folgenden Grundsätze zu beachten:
– Stöße und Anschlüsse sollen gedrungen ausgebildet werden.
– Es ist eine unmittelbare und symmetrische
Stoßdeckung anzustreben.
– Versatzmomente sollten möglichst vermieden
werden.
– Die einzelnen Querschnittsteile sollen für sich
angeschlossen oder gestoßen werden.
– Die Beanspruchung der Verbindung eines
Querschnittsteils soll aus den Schnittgrößenanteilen dieses Querschnittsteils bestimmt
werden.

Abb. 1.1: Einführungsbeispiel Trägerstoß

4

Die Vorgehensweise bei der Bemessung
geschraubter Verbindungen wird mit dem in
Abb. 1.1 dargestellten Trägerstoß erläutert. Der
Träger besteht aus einem Walzprofil HEA500,
d. h., er hat einen doppeltsymmetrischen Querschnitt. Die rechts in der Abbildung angegebenen Schnittgrößen wirken unmittelbar an der
Stoßstelle.
Zunächst sollte man – entsprechend den
o. g. Grundsätzen – die Teilschnittgrößen in den
Einzelteilen des Querschnitts infolge N, M und
V ermitteln und dann festlegen, wie diese Teilschnittgrößen durch die Schrauben übertragen
werden sollen.
Beim klassischen Laschenstoß, siehe Abb.
1.1 b, werden die Schrauben nur durch Scherkräfte beansprucht, was unmittelbar anhand
der Teilschnittgrößen erkennbar ist. Dies sind
in den Gurten die Normalkräfte infolge N und
M, die von den Gurten durch die Schrauben in
die Laschen und auf der anderen Seite des Stoßes wieder in die Gurte übertragen werden.
Im Steg ergeben sich die Teilschnittgrößen Nw,
Mw und Vw = V, die die Schrauben ebenfalls
durch Scherkräfte beanspruchen. Bei der Ermittlung der Kräfte in den Schrauben ist zu beachten, dass infolge V ein Versatzmoment auftritt. Als prinzipielle Vorgehensweise können
die folgenden Grundsätze für die Nachweisführung herangezogen werden:
1. Teilschnittgrößen in den Einzelteilen des Querschnitts ermitteln.
2. Scherkräfte in den einzelnen Schrauben ermitteln (in der Regel die Maximalwerte).
3. Nachweise führen: Abscheren der Schrauben,
Lochleibung der Bleche, Beanspruchung des
Nettoquerschnitts (Lochabzug).
Bei dem in Abb. 1.1 c dargestellten Stirnplattenstoß wird der Obergurt infolge N und M
durch eine Drucknormalkraft beansprucht. Sie
kann unmittelbar durch die Stirnplatten und
Druckkontaktkräfte übertragen werden. Im
Untergurt ergibt sich infolge N und M eine Zugnormalkraft, so dass die Schrauben im Bereich
des Untergurtes durch Zugkräfte beansprucht
werden. Die Tragfähigkeit des Stirnplattenstoßes wird in der Regel unter Verwendung des
„T-Stummel-Modells“ ermittelt (siehe Abschnitt
5.12). Aufgrund der Zugbeanspruchung in den
Schrauben wird der Stirnplattenstoß gemäß
DIN EN 1993-1-8 den Kategorien D oder E zugeordnet (siehe Abschnitt 1.4). Die Querkraft V
wird in der Regel den Schrauben im Bereich
des Obergurtes zugewiesen. Sie hat häufig eine
untergeordnete Bedeutung.

ser Fv. Der Bemessungswert der einwirkenden Scherkraft im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit darf in der Regel den Bemessungswert des Gleitwiderstandes nicht überschreiten. C Gleitfeste Verbindungen im Grenzzustand der Tragfähigkeit Tabelle 1.5.6 bis 10.Rd Ft.9 dürfen verwendet werden.4.Ed ≤ Fb. b) Kategorie B: Gleitfeste Verbindungen im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit Zu dieser Kategorie gehören hochfeste Schrauben.12 09:30 Seite 5 Geschraubte Verbindungen im Stahlbau Kategorie Nachweiskriterium Anmerkungen Scherverbindungen (scherbeanspruchte Schrauben) A Scher-/Lochleibungsverbindungen Fv.Rd siehe Abschnitt 5.8 oder 10. E Vorgespannt Ft. Der Bemessungswert der einwirkenden Scherkraft darf weder den Bemessungswert der Schertragfähigkeit noch den Bemessungswert des Lochleibungswiderstandes überschreiten.6 bis 10. Weitere Einzelheiten können Tabelle 1. Im Grenzzustand der Tragfähigkeit darf kein Gleiten auftreten. Vorspannung und besondere Oberflächenbehandlungen sind in der Regel nicht erforderlich.Rd Fv.Rd In der Regel sind hochfeste Schrauben der Festigkeitsklasse 8.ser ≤ Fs.Rd Fb.Rd Fs.Ed ≤ Fv. Bp.Rd.8 oder 10.9. Bp.4 Kategorien nach DIN EN 1993-1-8 Geschraubte Verbindungen werden gemäß DIN EN 1993-1-8 in die Kategorien A bis E eingeteilt.322 Geschraubte Verb 110712_D 322 12.Rd Keine Vorspannung erforderlich. vorgespannt. Gleitwiderstand für die Gebrauchstauglichkeit. B Gleitfeste Verbindungen im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit Fv.9 zu verwenden. Geschraubte Verbindungen mit scherbeanspruchten Schrauben werden in der Regel für die Bemessung in folgende Kategorien unterteilt: a) Kategorie A: Scher-/Lochleibungsverbindungen Zu dieser Kategorie gehören Schrauben der Festigkeitsklassen 4.ser Fs.5.Ed ≤ Fs. c) Kategorie C: Gleitfeste Verbindungen im Grenzzustand der Tragfähigkeit Zu dieser Kategorie gehören hochfeste Schrauben.1 entnommen werden.9 zu verwenden.Ed ≤ Ft.9 dürfen verwendet werden. siehe Abschnitt 5.Rd In der Regel sind hochfeste Schrauben der Festigkeitsklasse 8.Rd Fv.Ed ≤ Bp.07.Rd Ft.Ed ≤ Fb. Fv. Die Kategorien beziehen sich auf die Beanspruchung der Schrauben (Abscheren oder Zug) und Varianten in der Ausführung (gleitfest.Ed ≤ Nnet.Rd siehe Abschnitt 5.Ed.Ed ≤ Ft. Schrauben der Festigkeitsklassen 4.Rd Keine Vorspannung erforderlich.Ed ≤ Fv. die kontrolliert vorgespannt werden.Rd. Der Bemessungswert der einwirkenden Scherkraft im Grenzzustand der Tragfähigkeit darf den Bemessungswert des Gleit- 5 .Rd Fv. die kontrolliert vorgespannt werden. Fv. Schrauben der Festigkeitsklassen 4.Rd In der Regel sind hochfeste Schrauben der Festigkeitsklasse 8.Rd Ft.Rd ΣFv. Im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit darf in der Regel kein Gleiten auftreten.9 zu verwenden.1: Kategorien von geschraubten Verbindungen nach DIN EN 1993-1-8 Zugverbindungen (zugbeanspruchte Schrauben) D Nicht vorgespannt Ft.Ed ≤ Fb. handfest angezogen).Rd Grenzabscherkraft pro Schraube Grenzlochleibungskraft pro Schraube Grenzgleitwiderstand pro Schraube im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit Grenzgleitwiderstand pro Schraube im Grenzzustand der Tragfähigkeit Grenzzugkraft pro Schraube 1.Ed ≤ Bp.8 oder 10. Gleitwiderstand für die Tragfähigkeit. Der Bemessungswert der einwirkenden Abscherkraft im Grenzzustand der Tragfähigkeit darf in der Regel den Bemessungswert der Schertragfähigkeit und des Lochleibungswiderstandes nicht überschreiten.6 bis 10.

07.: web) Ed Bemessungswert der Einwirkung Rd Bemessungswert der Beanspruchbarkeit .1 sind die Nachweiskriterien für diese Verbindungskategorien zusammengefasst.5 Bezeichnungen Schrauben. die durch normale Windlasten beansprucht werden.2) nicht überschritten werden. 1.8 oder 10. ist dagegen erlaubt. Vereinzelt werden Schrauben in Verbindungen durch hohe Scher. die kontrolliert vorgespannt werden. die häufig veränderlichen Zugbeanspruchungen ausgesetzt sind. In Tabelle 1. h. nicht verwendet werden. Einzelheiten zur Kraftübertragung und zum Tragverhalten werden in Kapitel 4 vermittelt. d.322 Geschraubte Verb 110712_D 322 12. Bei geschraubten Verbindungen mit zugbeanspruchten Schrauben werden in der Regel für die Bemessung folgende Kategorien unterschieden: a) Kategorie D: Nicht vorgespannt Zu dieser Kategorie gehören Schrauben der Festigkeitsklassen 4. weil sie eine Behandlung der Reibflächen zur Sicherstellung der Reibung erfordern.9.9. Zusätzlich darf bei Zugverbindungen der Bemessungswert des plastischen Widerstands des Nettoquerschnitts im kritischen Schnitt durch die Schraubenlöcher Nnet. Vorteile. Bezüglich des Tragverhaltens bieten sie bei ermüdungsbeanspruchten Verbindungen. Für die Baupraxis hat die Kategorie A die mit Abstand größte Bedeutung. Vorspannung ist nicht erforderlich. b) Kategorie E: Vorgespannt Zu dieser Kategorie gehören hochfeste vorgespannte Schrauben der Festigkeitsklasse 8.Rd (siehe DIN EN 1993-1-1.: flange) w Steg (engl. Diese Kategorie darf bei Verbindungen. Einzelheiten zur Bemessung nach DIN EN 1993-1-8 in Kapitel 5.12 09:30 Seite 6 Merkblatt 322 widerstandes und des Lochleibungswiderstandes nicht überschreiten.und hohe Zugkräfte beansprucht. Der Einsatz in Verbindungen. 6. bei häufig veränderlichen Beanspruchungen. Muttern und Scheiben d Schraubendurchmesser d1 Kerndurchmesser d2 Flankendurchmesser d0 Lochdurchmesser Dd Lochspiel 6 A As b s e k m h P ℓ Schaftquerschnitt Spannungsquerschnitt Gewindelänge Schlüsselweite Eckenmaß Kopfhöhe Mutternhöhe Scheibendicke Steigung Schraubenlänge (ohne Kopf) Allgemeine Bezeichnungen M Biegemoment N Normalkraft V Querkraft A Querschnittsfläche (brutto) Anet Querschnittsfläche (netto) Fv Abscherkraft pro Schraube Fb Lochleibungskraft pro Schraube Ft Zugkraft pro Schraube t Blechdicke ∑ t Klemmlänge ts Paketdicke der verbundenen Bleche ohne Scheiben n Bedeutung 1: Anzahl der Schrauben in einer Verbindung Bedeutung 2: Abstand der Schraubenreihe zum Angriffspunkt der Abstützkräfte (T-Stummel-Modell) m Bedeutung 1: Anzahl der Scherfugen (Schnittigkeit) Bedeutung 2: Abstand der Schraubenreihe zum gezogenen Blech (T-Stummel-Modell) e Abstand von der Schraubenreihe bis zum Rand (T-Stummel-Modell) p Abstand der Schrauben untereinander gM0 Teilsicherheitsbeiwert für die Beanspruchbarkeit von Querschnitten gM1 Teilsicherheitsbeiwert für die Beanspruchbarkeit von Bauteilen bei Stabilitätsversagen gM2 Teilsicherheitsbeiwert für die Beanspruchbarkeit von Querschnitten bei Bruchversagen infolge Zugbeanspruchung gF Teilsicherheitsbeiwert für Einwirkungen m Reibungszahl σ Normalspannung t Schubspannung fu Zugfestigkeit fy Streckgrenze Indizes f Flansch (engl.6 bis 10. Gleitfeste Verbindungen nach den Kategorien B und C kommen nur selten zum Einsatz. so dass dann auch die Kombination nachzuweisen ist.

12 09:30 Seite 7 Geschraubte Verbindungen im Stahlbau 2 Schrauben. Typ 2 – Produktklassen A und B (2012-05) • DIN EN ISO 4034: Sechskantmuttern – Produktklasse C (2012-06) • DIN EN ISO 7089: Flache Scheiben – Normale Reihe. Typ 1 – Produktklassen A und B (2012-05) • DIN EN ISO 4033: Sechskantmuttern. Regelgewinde (1994-02) • DIN EN ISO 898-1: Mechanische Eigenschaften von Verbindungselementen aus Kohlenstoffstahl und legiertem Stahl – Teil 1: Schrauben mit festgelegten Festigkeitsklassen – Regelgewinde und Feingewinde (2009-08) • DIN EN ISO 4014: Sechskantschrauben mit Schaft – Produktklassen A und B (2011-06) • DIN EN ISO 4016: Sechskantschrauben mit Schaft – Produktklasse C (2011-06) • DIN EN ISO 4017: Sechskantschrauben mit Gewinde bis Kopf – Produktklassen A und B (2011-07) • DIN EN ISO 4018: Sechskantschrauben mit Gewinde bis Kopf – Produktklasse C (2011-07) • DIN EN ISO 4032: Sechskantmuttern. 2.1. 2. oben). übergeordneten Regelwerke DIN EN 14399-1 und DIN EN 15048-1 sind in der Bauregelliste B enthalten. 2011-10). die geschraubte Verbindungen betreffen: • DIN EN 14399: Hochfeste planmäßig vorspannbare Schraubenverbindungen für den Metallbau – Teil 7: System HR – Garnituren aus Senkschrauben und Muttern (2008-03) – Teil 8: System HV – Garnituren aus Sechskant-Passschrauben und Muttern (2008-03) – Teil 9: System HR oder HV – Direkte Kraftanzeiger für Garnituren aus Schrauben und Muttern (2009-07) – Teil 10: System HRC – Garnituren aus Schrauben und Muttern mit kalibrierter Vorspannung (2009-07) • DIN EN 15048: Garnituren für nicht planmäßig vorgespannte Schraubenverbindungen für den Metallbau – Teil 1: Allgemeine Anforderungen (2007-07) – Teil 2: Eignungsprüfung (2007-07) Die aufgeführten. Der Schaft hat bereichsweise oder über die gesamte Länge ein Gewinde. 7 . siehe Abb. B. Produktklasse A (2000-11) • DIN EN ISO 7090: Flache Scheiben mit Fase – Normale Reihe.07. so dass auch nationale Produkte nach DIN-Normen. in Deutschland gehandelt werden dürfen und die CE-Kennzeichnung tragen. 2. die den Konformitätsnachweis dieser Normen erfüllen.2 Schraubenformen und -arten 2. Produktklasse A (2000-11) • DIN EN ISO 7091: Flache Scheiben – Normale Reihe. Bei den im Stahlbau üblichen Schrauben werden in der Regel Schrauben mit glattem Schaft und Gewinde verwendet (siehe Abb. Muttern und Unterlegscheiben: • DIN EN 14399: Hochfeste planmäßig vorspannbare Schraubenverbindungen für den Metallbau – Teil 1: Allgemeine Anforderungen (2006-06) – Teil 2: Prüfung der Eignung zum Vorspannen (2006-06) – Teil 3: System HR – Garnituren aus Sechskantschrauben und -muttern (2006-06) – Teil 4: System HV – Garnituren aus Sechskantschrauben und -muttern (2006-06) – Teil 5: Flache Scheiben (2006-06) – Teil 6: Flache Scheiben mit Fase (2006-06) • DIN EN 20898-2: Mechanische Eigenschaften von Verbindungselementen – Teil 2: Muttern mit festgelegten Prüfkräften. Produktklasse C (2000-11) In Klammern ist jeweils das Ausgabedatum der zurzeit aktuellen Norm angegeben (z.322 Geschraubte Verb 110712_D 322 12. Muttern und Scheiben 2.1 Beschreibung einer geschraubten Verbindung Eine Schraube besteht aus dem Kopf und dem Schaft.2. Darüber hinaus ist für die Ausführung von Stahlbauten und somit auch für geschraubte Verbindungen von Bedeutung: • DIN EN 1090-2: Ausführung von Stahltragwerken und Aluminiumtragwerken – Teil 2: Technische Regeln für die Ausführung von Stahltragwerken (2011-10) In der Ausführungsnorm DIN EN 1090-2 wird ergänzend auf die folgenden Normen verwiesen.1.1 Normen Die DIN EN 1993-1-8 umfasst die folgenden Bezugsnormen hinsichtlich der Schrauben.

dass die Schrauben sehr empfindlich auf Unterschiede in der Herstellung und Schmierung reagieren.2. Die Schrauben und Muttern werden mit dem Buchstaben M bezeichnet. siehe Abschnitt 3. Gemäß den übergeordneten Schraubennormen DIN EN 14399-1 und DIN EN 15048-1 soll die gesamte Schraubengarnitur von einem Hersteller geliefert werden. auf Zug beanspruchte Schrauben gemäß Abschnitt 3. Bei hochfesten planmäßig vorgespannten Schrauben der Festigkeitsklasse 10. wird nach den europäischen Regelungen die Klemmlänge als Länge zwischen Schraubenkopf und Mutter definiert. das beim Anziehen gedreht wird. ein Gewinde in ein Bauteil einzuschneiden.2. 2. siehe Abschnitt 3.2.1. In der Regel befinden sich diese unter dem Teil. Das Gleiche gilt für den Oberflächenüberzug der Garnituren. Auf den Begriff planmäßig wird im Folgenden bei vorgespannten Verbindungen verzichtet.1: Schrauben Die Mutter wird auf das Gewinde der Schraube aufgeschraubt. wobei das Bauteil dann die Funktion der Mutter übernimmt.3 ist ein typisches Regelgewinde mit den wichtigsten Abmessungen dargestellt.3. Die Gewindetoleranzen sind in DIN ISO 965-1 geregelt. Abb. Er ist für die Funktionsfähigkeit der Garnitur verantwortlich. M16 bedeutet: Schraube oder Mutter mit metrischem Gewinde und Nenndurchmesser d = 16 mm.2 Gewinde Die im Stahlbau verwendeten Schrauben und Muttern haben ein metrisches Gewinde nach DIN ISO 724. Insgesamt werden die Schrauben zusammen mit den Muttern und den zugehörigen Scheiben als Schraubengarnitur bezeichnet. Die Klemmlänge ist daher gleich der Dicke des Klemmpakets einschließlich der Dicke der Scheiben. In Abb. 2.9 sind sowohl unter dem Schraubenkopf als auch unter der Mutter Scheiben anzuordnen. 2.2 haben gegenüber nicht vorgespannten Verbindungen.07. Zwischen den zu verbindenden Blechteilen und dem Schraubenkopf bzw. Folgende Bezeichnungen sind nach DIN ISO 724 am Außengewinde zu unterscheiden: d: Außendurchmesser (Nenndurchmesser) d2: Flankendurchmesser d1: Kerndurchmesser . Gemäß DIN EN 1993-1-1 wird zwischen planmäßig vorgespannten und planmäßig nicht vorgespannten Schraubenverbindungen unterschieden. Während nach den alten.322 Geschraubte Verb 110712_D 322 12. der Mutter werden Unterlegscheiben (nachfolgend als Scheiben bezeichnet) angeordnet. 2. deutschen Regelungen die Klemmlänge als Summe der als Klemmpaket verbundenen Bleche definiert war (jetzt Klemmpaketdicke ts). Es gibt aber auch die Möglichkeit.12 09:30 Seite 8 Merkblatt 322 spannte.3. 2.2: Schraubengarnitur mit KlemmpaketBezeichnungen 2. Vorteile im Hinblick auf den Korrosionsschutz und die Ermüdung. siehe Abb.2. siehe Abb. Vorgespannte Verbindungen bestehen in der Regel aus planmäßig vorspannbaren Schraubengarnituren. Vorge8 Abb. Der Grund hierfür liegt darin. Sie dienen zu einer gleichmäßigeren Krafteinleitung und schützen durch Fasen den Übergang des Schraubenkopfes in den Schaft vor einer Kerbwirkung.

Schraubengarnituren. Bemerkenswert ist.07.4). 2. Diese umfassen eine Erstprüfung und die werkseigene Produktionskontrolle durch den Hersteller. und auch nach den deutschen Produktnormen verwendet werden. da sie im Stahlbau keine Rolle spielen.5 mm. die hier nicht behandelt werden.6.3 Schraubenköpfe und -schäfte Im Allgemeinen werden Schrauben mit Sechskantköpfen und Sechskantmuttern verwendet. 8. Die Produktklasse hängt im Wesentlichen von der Festigkeitsklasse und dem Schraubendurchmesser ab.12 09:30 Seite 9 Geschraubte Verbindungen im Stahlbau Abb. Diese Angaben für Stahlbauschrauben können Tabelle 2.4 bis 1.322 Geschraubte Verb 110712_D 322 12.6. dass neben den Schrauben mit glattem Schaft auch die Schrauben mit Gewinde bis zum Kopf verwendet werden können.1) geeignet sind.1: Schrauben für nicht vorspannbare Schraubenverbindungen 9 . siehe Abschnitt 2. Aus diesem Grund können Schraubengarnituren nach den europäischen Normen. die Schlüsselweite s und die Gewindelänge b sind vom Durchmesser des Schraubenschaftes d abhängig. Das wichtigste Maß ist der Durchmesser der Schraube. C und E). Für nicht vorgespannte Schraubengarnituren können sämtliche Produktnormen herangezogen werden. so dass eine höhere Schertragfähigkeit ausgenutzt werden kann (siehe Abschnitt 5. 10. da die Tragfähigkeiten von der Querschnittsfläche und somit vom Durchmesser abhängen.1.8. Nachteilig ist. die den Anforderungen in DIN EN 14399-1 genügen. einschließlich der Beurteilung des Produktes. die für nicht vorgespannte Schraubenverbindungen (Kategorien A und D gemäß Tabelle 1. 8. 10. Hochfeste Schraubengarnituren. Vorspannbare Schraubengarnituren Produktnorm DIN 7990 DIN 7968 1) DIN EN ISO 4014 DIN EN ISO 4016 Gewindelänge b Produktklasse Kurz ≈ (1. Die Angaben hierzu finden sich ebenfalls in Tabelle 2. Die Maße P und H sind von d abhängig.9 C 4.6. Darüber hinaus werden die Schrauben in Produktklassen eingeordnet. Nähere Informationen hierzu sind in DIN EN 15048-1 und bezüglich des Eignungsnachweises in DIN EN 15048-2 enthalten. Außer dem Regelgewinde gibt es noch Feingewinde. dass der glatte Teil des Schaftes in der Scherfuge liegt.6 ≤ M24: A > M24: B 5.5) · d DIN EN ISO 4017 DIN EN ISO 4018 1) Lang ≈ℓ Festigkeitsklasse 4. wenn sie den Konformitätsnachweis nach DIN EN 15048-1 erfüllen. Das ISO-Regelgewinde hat beispielsweise für d = 12 mm (Schraube M12) die Steigung P = 1.9 C 4. 2.6 Passschraube mit ds = d + 1 mm. 5.75 mm und bei M30 ist P = 3. dass eine genaue Planung der Schraubenlängen erforderlich ist.6 5.2. werden in der übergeordneten DIN EN 15048-1 geregelt.8. Die übrigen Maße wie z. Schrauben nach den deutschen Produktnormen haben kürzere Gewinde. Damit kann leichter erreicht werden. Dafür muss die Übereinstimmung der Komponenten und Garnituren mit den dort angegebenen Anforderungen nachgewiesen werden. aber auch als nicht vorgespannte Schraubenverbindungen (Kategorien A und D) verwendet werden. Für den Nachweis der CE-Konformität ist neben der Erstprüfung und der werkseigenen Kontrolle auch der Nachweis der Funktionseigenschaften gemäß DIN EN 14399-2 vorgeschrieben.1. Tabelle 2.6 ≤ M24: A > M24: B 5.6) · d C Mittellang ≈ (2.B. dürfen als vorgespannte Schraubenverbindungen (Kategorien B.2 bis 2.1 entnommen werden. Nach DIN EN 14399 werden vorspannbare Schrauben in HV-Schrauben (mit kurzem Gewinde) und HRSchrauben (mit mittellangem Gewinde) unterschieden.3: Metrisches Regelgewinde nach DIN ISO 724 Der Flankenwinkel ist für alle Durchmesser konstant.

Bei den Scheiben wird zwischen Scheiben mit und ohne Fasen unterschieden. Für den Stahlhochbau kommen in Deutschland gemäß nationalem Anhang zur DIN EN 1993-1-8 nur Schrauben der Festigkeitsklassen 4. Neben den Sechskantschrauben gibt es im Stahlbau unter anderem die Senkschrauben nach DIN 7969 bzw. DIN EN 14399-7 (siehe Abb.8 und 10. 10 2.6. Außerdem weisen die Muttern vom Typ HR eine größere Höhe auf.6 und 5. z. Wie bei den Schrauben sind die Schlüsselweiten der Muttern bei nicht vorgespannten Verbindungen ca. Die außenliegende Fase ermöglicht die Kontrolle des richtigen Einbaus von außen. Dadurch wird der Übergang vom Schraubenkopf zum Schaft vor einer Kerbe geschützt. des Schraubentyps enthalten. 10. Auf der anderen Seite liegt die Scheibe vollflächig auf und gewährleistet eine konstante Kraftübertragung. Die Fasen sind innen und außen vorhanden und sind beim Einbau dem Schraubenkopf bzw. Während es für die Scheiben unter den Muttern und bei nicht vorspannbaren Schraubengarnituren auch unter dem Kopf keine Rolle spielt. Schrauben mit geringerer Festigkeitsklasse (4.6 · d. Bei vorspannbaren Schraubengarnituren sind die Muttern wie die Schraubenköpfe eine Schlüsselweite größer als bei nicht vorspannbaren Garnituren (siehe Tabelle 2. 1.2.07.4: Verbindung mit einer Senkschraube haben eine größere Schlüsselweite als nicht vorspannbare Schraubengarnituren. dass sich bei einer HV-Garnitur das Verformungsvermögen durch Abstreifen der Mutter einstellen soll. aber planmäßig nicht vorgespannt werden.2 – 3.5 sind beispielhaft die Herstellerangaben auf Scheiben für vorspannbare Schraubengarnituren.4 für Scheiben zusammengestellt. Aufgrund ihrer eher untergeordneten Bedeutung werden sie hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt. 8. der Punkt wird mitgelesen: „vier Punkt sechs“.8.322 Geschraubte Verb 110712_D 322 12. ob Scheiben mit oder ohne Fase verwendet werden.9 DIN EN 14399-81) HV Kurz ≈ (1. 2.6.9 DIN EN 14399-4 HV Kurz ≈ (1.6) dürfen grundsätzlich nur handfest angezogen. auf Schraubenköpfen und Muttern dargestellt.2 und 2.9) · d B 10.6).12 09:30 Seite 10 Merkblatt 322 Produktnorm Bez.9) · d B 10. Die beiden Zahlen werden durch einen Punkt getrennt. 2. Die Kennzeichnung der Festigkeitsklasse für Schrauben erfolgt durch zwei Zahlen. Tabelle 2.9 in Frage.4 – 1. 5.4 Muttern und Scheiben Genauso wie die Schrauben sind auch die Muttern sowie die Scheiben in Produktnormen geregelt. Demgegenüber soll bei einer HR-Garnitur die Schraube ihr Dehnungsvermögen durch plastische Verlängerung der Schraube erreichen. Auch hierbei ist die Unterscheidung zwischen Muttern und Scheiben für vorspannbare und nicht vorgespannte Schraubengarnituren zu beachten.6. so dass die Gefahr einer Verwechselung minimiert wird und eine spätere Kontrolle der Verbindungsmittel möglich ist.5 bis 1. der Mutter zugewandt. Nähere Angaben enthalten die Tabellen 2.3 sind Produktnormen für Muttern und in Tabelle 2. Passschrauben nach DIN 7968 (nicht vorgespannt) und DIN EN 14399-8 (vorspannbar) werden nach DIN EN 1993-1-8 im Wesentlichen wie normale Schrauben bemessen und daher hier nicht gesondert behandelt.2: Schrauben für vorspannbare Schraubenverbindungen Abb.9 1) Passschraube mit ds = d + 1 mm. 2.4) und HRC-Schrauben nach DIN EN 14399-10. 2.4 – 1. Für die Muttern . dürfen unter den Schraubenköpfen bei vorspannbaren Schrauben nur die mit Fase verwendet werden. B. 4.6. In Tabelle 2. Die HR-Schraube unterscheidet sich von der HV-Schraube durch ihr längeres Gewinde.3) · d B 8. In Abb. Gewindelänge b Produktklasse Festigkeitsklasse DIN EN 14399-3 HR Mittellang ≈ (2. Ansonsten sind die Abmessungen nahezu identisch. Begründet werden die Unterschiede damit.3 Schraubenbezeichnung und -kennzeichnung Alle Schrauben und Muttern für geschraubte Verbindungen müssen ein Herstellerkennzeichen und die Kennzeichnung der Festigkeitsklasse bzw.

10 DIN EN 14399-4 („HV“) Kurz m ≈ 0. 12 DIN EN 14399-3 („HR“) Mittel m ≈ 0. Dazu kommt die Angabe des Systems. Darüber hinaus muss bei Schrauben. Zusätzlich zur Festigkeitsklasse ist die Verwendungsart der Schraubengarnitur durch ein Kurzzeichen anzugeben. so dass die vollständige Bezeichnung „HV“ oder „HR“ zu finden ist. Die zusätzliche Bezeichnung tZn weist auf eine Feuerverzinkung der Garnitur hin. 5 Groß m≈d ≤ M16: A > M16: B (9).12 09:30 Seite 11 Geschraubte Verbindungen im Stahlbau DIN EN ISO 4034 DIN EN ISO 4033 Mittel m ≈ 0. damit keine Beeinträchtigung des Vorspannvorgangs entsteht. Die Kennzeichnung bei Scheiben befindet sich auf der der Fase gegenüberliegenden Seite.3: Muttern für nicht vorspannbare und vorspannbare geschraubte Verbindungen Produktnorm Geometrie DIN 7989-1 Produktklasse DIN 7989-2 Fasen 100 HV Ohne 200 oder 300 HV Ohne Außen 100 HV Ohne A DIN EN ISO 7089 DIN EN ISO 7090 Min.9 · d B 8.5: Kennzeichnung von Schrauben Es handelt sich um eine vorspannbare Schraubengarnitur mit d = 16 mm in der Festigkeitsklasse 10. 2.07. siehe Abschnitt 3. dass sie den Anforderungen der Produktnorm entsprechen.und Härteklassen (siehe Tabelle 2. 10 C 4. Durch eine werkseigene Produktionskontrolle des Herstellers sind die geforderten Grenzbedingungen im Zugversuch an einer kompletten Garnitur nach DIN EN 15048-2 oder im Anziehversuch nach DIN EN 14399-2 nachzuweisen.5 bis 5 mm (dünn) Außen-∅: da ≈ e + (3 bis 5 mm) Typ 3: Dicke: h ≈ 3 bis 6 mm (mittel) Außen-∅: da ≈ e Tabelle 2. Die Bedeutung der Festigkeitsklassen für die Tragfähigkeit und die zugehörigen Werte werden in den Kapiteln 4 und 5 behandelt.5). 8.4: Scheiben für nicht vorspannbare und vorspannbare Verbindungen und Scheiben gelten die entsprechenden Festigkeits. 11 .9 · d Produktklasse Festigkeitsklasse ≤ M16: A > M16: B (6). Muttern und Scheiben durch eine CE-Kennzeichnung auf dem Etikett der Verpackung bestätigt werden.322 Geschraubte Verb 110712_D 322 12. Scheiben in nicht vorspannbaren Verbindungen brauchen nicht gekennzeichnet zu werden. Die folgende Angabe zeigt beispielhaft die vollständige Bezeichnung einer Schraubengarnitur. bestehend aus Schraube und Mutter: Garnitur Schraube/Mutter DIN EN 14399-4 – M16 x 80 – 10.2. Bei vorspannbaren Verbindungen tragen Schrauben. Muttern und Scheiben die Bezeichnung „H“.9/10 – HV – tZn Abb.8 · d B 10 ( ) – keine Vorzugsvariante Tabelle 2. Schrauben für nicht vorspannbare Verbindungen werden mit „SB“ (Structural Bolting) gekennzeichnet. Härte C Typ 1 Nicht vorspannbar DIN EN ISO 4032 Mutternhöhe A Typ 2 DIN EN ISO 7091 Vorspannbar Vorspannbar Nicht vorspannbar Produktnorm C DIN EN 14399-5 Ohne Typ 3 A 300 HV DIN EN 14399-6 Innen und außen Typ 1: Dicke: h = 8 mm (dick) Außen-∅: da ≈ e + (3 bis 5 mm) Typ 2: Dicke: h ≈ 2.9 vom Typ HV.

Muttern und Scheiben vorgestellt. Muttern und Scheiben sowie die Klemmlängen für die in der Regel verwendeten Stahlbauschrauben zusammengestellt. ist zu überprüfen. sind in Tabelle 2. Für Scheiben wird statt einer Festigkeitsklasse (FK) eine Härteklasse (HK) angegeben. DIN 6915. D 4. dass die Schraubengarnituren den Forderungen nach DIN EN 1993-1-8 entsprechen. Für ein einwandfreies Funktionieren der vorspannbaren geschraubten Verbindungen müssen die Klemmlängen ∑ t folgende Bedingung erfüllen: (lg max + 2 · P) < ∑ t < (lmin – P – mmax ) Darin ist P die Steigungshöhe und mmax die maximale Mutternhöhe nach Tabelle 2. Bei Passschrauben ist zu beachten. D 5. Dabei fällt auf. Die Werte für ∑ tmax werden unter der Bedingung festgelegt.5: Schraubengarnituren nach DIN EN 15048 und DIN EN 14399 in Abhängigkeit von der Kategorie 2.6 53) A. Der Schaftdurchmesser ist einen Millimeter größer als der Nenndurchmesser (siehe Tabelle 2.6 > M16: 43) ≤ M16 : 53) A. dass der Nenndurchmesser gleich dem Gewindedurchmesser ist. In Tabelle 2. Der Übereinstimmungsnachweis wird anhand des Ü-Zeichens bestätigt. 3) Auch Muttern der Festigkeitsklasse 8 sind zulässig.12 09:30 Seite 12 Merkblatt 322 Flache Scheiben – Muttern – Schrauben – Kategorie HK gemäß FK gemäß FK gemäß gemäß DIN EN 1993-1-81) DIN EN ISO 898-1 DIN EN ISO 898-2 Produktnorm [HV] A. Die in Tabelle 2. dass im nicht vorgespannten Zustand das Schraubengewinde mindestens eine Steigungshöhe hinausragt. die größer als M36 sind. ob sie auch in Verbindung mit den europäischen Bemessungsnormen angewendet werden darf.8 sind darüber hinaus die möglichen Paketdicken ts unter Berücksichtigung von Scheiben unter Schraubenkopf und Mutter zusammengestellt. 14399-8 zusammengestellt. Die wesentlichen Vorteile der Vorspannung liegen in der Sicherung gegen Lockern und in der Reduzierung des Spannungsspiels in der geschraubten Verbindung.6.7 aufgeführten Klemmlängen ∑ tmin und ∑ tmax liegen in diesem Bereich. so dass sie bezüglich der Ermüdung Vorteile aufweisen. Die Richtlinie ist in der Bauregelliste A enthalten und ist bauaufsichtlich eingeführt.2 Schrauben.5 sind die Festigkeitsklassen so zusammengestellt.5 Abmessungen und Maße In diesem Abschnitt sind Abmessungen von Schrauben. Schrauben.7 die Klemmlängen für vorspannbare Schraubengarnituren nach DIN EN 14399-4 bzw.07. auf DIN ISO 898-2 für Muttern sowie auf die Produktnormen der Scheiben.8 8 100 200 300 3004) A–E 2) A–E 2) 100 10. Zusätzlich auch für nicht vorwiegend ruhende Zugbeanspruchung zulässig. D 8.322 Geschraubte Verb 110712_D 322 12.4 Zusammenstellung der Schraubengarnituren Entsprechend den Regelungen in den Produktnormen wurden in Abschnitt 2.6).9 10 3004) 1) Grundsätzlich ist vorwiegend ruhende Zugbeanspruchung zulässig. Bei der Konstruktion von vorwiegend nicht ruhenden Konstruktionen sind in der Regel vorgespannte Schraubenverbindungen oder bei reiner Scherbeanspruchung auch Passschrauben zu verwenden. 4) Zusätzlich gekennzeichnet mit dem Herstellerkennzeichen an der Fase gegenüberliegenden Seite. 12 2. siehe auch DIN EN 15048-1 und DIN EN 14399. werden in der DASt-Richtlinie 021 „Schraubenverbindungen aus feuerverzinkten Garnituren M39 bis M64 entsprechend DIN 6914. DIN 6916“ geregelt. dass es unterschiedliche Bezeichnungen bei den Festigkeitsklassen gibt. Da in Deutschland zu einem sehr großen Anteil die hochfesten vorspannbaren Schrauben vom Typ HV verwendet werden. 2) Tabelle 2. In Tabelle 2. . Die Festigkeiten und Härten beziehen sich auf DIN ISO 898-1 für Schrauben. Da sie sich auf die deutschen Produktnormen bezieht.

5 22.5 30 – – 27 29.4/31. DIN EN ISO 7090 und DIN EN ISO 7091 in mm Scheibendicke nach DIN 7989-1 und DIN 7989-2 in mm d1 13 17 21 25 28 31 37 d1 13./max. DIN EN ISO 4033.3 22.5 3 3 3.37 19 44 18.7/22 22.85 17 41 17 60 66 79 Muttern für vorspannbare Garnituren nach DIN EN 14399-4 (Typ HV) und DIN EN 14399-3 (Typ HR) Schlüsselweite in mm Mutterhöhe m in mm nach DIN EN 14399-4 (Typ HV) Mutterhöhe m in mm nach DIN EN 14399-3 (Typ HR) s min.64/10 12.03 13 33 12.7/24 27.56 10 28 10 38 44 – 32 35.5 22.7 Scheiben für nicht vorspannbare Garnituren nach DIN EN ISO 7089. -8 (Typ HV) und DIN EN 14399-3 (Typ HR) Schlüsselweite in mm Maß über Eck in mm Kopfhöhe in mm nach DIN EN 14399-4 (Typ HV) Gewindelänge in mm nach DIN EN 14399-4 (Typ HV) Kopfhöhe in mm nach DIN EN 14399-3 (Typ HR) Länge ≤ 125 mm Gewindelänge in mm nach 125 mm < Länge ≤ 200 DIN EN 14399-3 (Typ HR) Länge > 200 mm s e k b k b b b 22 23.79 22.3/25.5 22 26 30 33 39 d2 24 30 37 44 50 56 66 h 2.2 17 29 60 66 79 46 50./max.37/10.55 15 26 54 60 73 41 45.75 2 2.44 23 52 22.6/23. außer nach DIN EN ISO 7091 Lochdurchmesser der Scheibe in mm nach DIN EN ISO 7091 Scheibendurchmesser in mm Scheibendicke nach DIN EN ISO 7089.8 14.91 8 23 7. 22 27 32 41 46 50 60 9.2/21.3/28. = nom.57/12.7 30.8 16.5/23. 10.6 33.5 46 52 65 41 45.322 Geschraubte Verb 110712_D 322 12.4/31 min. DIN EN ISO 7090 und DIN EN ISO 7091 sowie nach DIN 7989 Lochdurchmesser der Scheibe in mm.0 min.8 Scheiben für vorspannbare Garnituren nach DIN EN 14399-5 (ohne Fasen) und DIN EN 14399-6 (mit Fasen) Lochdurchmesser der Scheibe in mm Scheibendurchmesser in mm Dicke der Scheibe in mm d1 d2 h 13 24 3 17 30 4 21 37 4 25 44 4 28 50 5 31 56 5 37 66 6 Tabelle 2.7/20 20.9/18 20. 11. DIN EN ISO 4034 Schlüsselweite in mm Mutterhöhe m in mm außer nach DIN EN ISO 4033 Mutterhöhe m in mm nach DIN EN ISO 4033 s 18 24 30 36 41 46 55 min.2 15 39 15 54 60 73 46 50. 10.17 10 21 38 44 57 b 30 32.7/29 14.2/21.3 157 245 353 459 561 817 P 1.07.3/25.1/34. DIN EN ISO 4016.9/18 20.85 7.85 18.8 24.6: Abmessungen von Schrauben. DIN EN ISO 4018 sowie DIN 7990 Schlüsselweite in mm Maß über Eck in mm Kopfhöhe in mm Gewindelänge in mm nach DIN 7990 Gewindelänge in mm nach Länge ≤ 125 mm DIN EN ISO 4014 und 125 mm < Länge ≤ 200 DIN EN ISO 4016 Länge > 200 mm Gewindelänge in mm nach DIN EN ISO 4017 und DIN EN ISO 4018 s e k b b b b 18 19.3/13 14.0/20.37/10.8 16.1/14.8 24.5 78 84 97 h 8 Schrauben für vorspannbare Garnituren nach DIN EN 14399-4 bzw.5 17.9 – 27.95 12. Muttern und Scheiben gemäß den Produktnormen 13 ./max.75 30 36 49 24 26.6 29.7 66 72 85 60 66.5 66 72 85 55 60.5 4 Schrauben für nicht vorspannbare Garnituren nach DIN EN ISO 4014.5 17.9/16 18.5 – – 84 97 Gewinde geht bis zum Kopf Muttern für nicht vorspannbare Garnituren nach DIN EN ISO 4032.1/14.12 09:30 Seite 13 Geschraubte Verbindungen im Stahlbau Bezeichnungen Gewinde(nenn)durchmesser in mm Schaftdurchmesser der Schrauben in mm Lochdurchmesser bei normalen runden Löchern Schaftdurchmesser von Passschrauben in mm Schaftquerschnitt der Schrauben in mm2 Schaftquerschnitt von Passschrauben in mm2 Spannungsquerschnitt für normale Schrauben und Passschrauben in mm2 Steigungshöhe in mm M12 M16 M20 M24 M27 M30 M36 d d d0 d A A 12 12 13 13 113 133 16 16 18 17 201 227 20 20 22 21 314 346 24 24 26 25 452 491 27 27 30 28 573 616 30 30 33 31 707 755 36 36 39 37 1018 1075 As 84.5 46 52 65 36 39. DIN EN ISO 4017.0 15.4 19.6 29.5/23.5 3 3 4 4 4 5 50 55.5 23./max.7/16.

Tabelle 2.322 Geschraubte Verb 110712_D 322 12.12 09:30 Seite 14 Merkblatt 322 Schraube M12 M16 Länge M20 M24 M27 M30 Klemmlängen Σ tmin und Σ tmax 30 – – – – – – – 35 16–211) – – – – – – 40 21–261) 17–221) – – – – – 45 26–311) 22–271) 18–231) – – – – 50 31–36 27–321) 23–281) – – – – 55 36–41 32–371) 28–331) – – – – 60 41–46 37–421) 33–381) 29–341) – – – 65 46–51 42–47 38–431) 34–391) – – – 70 51–56 47–52 43–481) 39–441) 36–411) – – 75 56–61 52–57 48–53 44–491) 41–461) 39–441) – 46–511) 44–491) – 80 61–66 57–62 53–58 49–541) 85 66–71 62–67 58–63 54–591) 51–561) 49–541) 43–481) 90 71–76 67–72 63–68 59–64 56–611) 54–591) 48–531) 95 76–81 72–77 68–73 64–69 61–66 59–641) 53–581) 58–631) 100 – 77–82 73–78 69–74 66–71 64–691) 105 – 82–87 78–83 74–79 71–76 69–74 63–681) 110 – 87–92 83–88 79–84 76–81 74–79 68–731) 115 – 92–97 88–93 84–89 81–86 79–84 73–781) 120 – 97–102 93–98 89–94 86–91 84–89 78–831) 125 – 102–107 98–103 94–99 91–96 89–94 83–88 130 – 107–1121) 103–108 99–104 96–101 94–99 88–93 135 – – 108–113 104–109 101–106 99–104 93–98 140 – – 113–118 109–114 106–111 104–109 98–103 145 – – 118–123 114–119 111–116 109–114 103–108 150 – – 123–128 119–124 116–121 114–119 108–113 155 – – 128–133 124–129 121–126 119–124 113–118 160 – – – 129–134 126–131 124–129 118–123 165 – – – 134–139 131–136 129–134 123–128 170 – – – 139–144 136–141 134–139 128–133 175 – – – 144–149 141–146 139–144 133–138 180 – – – 149–154 146–151 144–149 138–143 185 – – – 154–159 151–156 149–154 143–148 190 – – – 159–1641) 156–161 154–159 148–153 195 – – – 164–1691) 161–166 159–164 153–158 200 – – – – 166–171 164–169 158–163 1) Nur nach DIN EN 14399-4.07.7: Klemmlängen ∑ t nach DIN EN 14399-4 und DIN EN 14399-8 für vorspannbare Schrauben 14 M36 .

Tabelle 2.322 Geschraubte Verb 110712_D 322 12.07.12 09:30 Seite 15 Geschraubte Verbindungen im Stahlbau Schraube M12 M16 Länge M20 M24 M27 M30 M36 Minimale und maximale Paketdicken ts 30 – – – – – – – 35 10–151) – – – – – – 40 15–201) 9–141) – – – – – 45 20–251) 14–191) 10–151) – – – – 50 25–30 19–241) 15–201) – – – – 55 30–35 24–291) 20–251) – – – – 60 35–40 29–341) 25–301) 21–261) – – – 65 40–45 34–39 30–351) 26–311) – – – 70 45–50 39–44 35–401) 31–361) 26–311) – – 75 50–55 44–49 40–45 36–411) 31–361) 29–341) – 36–411) 34–391) – 80 55–60 49–54 45–50 41–461) 85 60–65 54–59 50–55 46–511) 41–461) 39–441) 31–361) 90 65–70 59–64 55–60 51–56 46–511) 44–491) 36–411) 95 70–75 64–69 60–65 56–61 51–56 49–541) 41–461) 46–511) 100 – 69–74 65–70 61–66 56–61 54–591) 105 – 74–79 70–75 66–71 61–66 59–64 51–561) 110 – 79–84 75–80 71–76 66–71 64–69 56–611) 115 – 84–89 80–85 76–81 71–76 69–74 61–661) 120 – 89–94 85–90 81–86 76–81 74–79 66–711) 125 – 94–99 90–95 86–91 81–86 79–84 71–76 130 – 99–1041) 95–100 91–96 86–91 84–89 76–81 135 – – 100–105 96–101 91–96 89–94 81–86 140 – – 105–110 101–106 96–101 94–99 86–91 145 – – 110–115 106–111 101–106 99–104 91–96 150 – – 115–120 111–116 106–111 104–109 96–101 155 – – 120–125 116–121 111–116 109–114 101–106 160 – – – 121–126 116–121 114–119 106–111 165 – – – 126–131 121–126 119–124 111–116 170 – – – 131–136 126–131 124–129 116–121 175 – – – 136–141 131–136 129–134 121–126 180 – – – 141–146 136–141 134–139 126–131 185 – – – 146–151 141–146 139–144 131–136 190 – – – 151–1561) 146–151 144–149 136–141 195 – – – 156–1611) 151–156 149–154 141–146 200 – – – – 156–161 154–159 146–151 1) Nur nach DIN EN 14399-4.8: Paketdicken ts = ∑ t – 2 h gemäß DIN EN 14399-4 und DIN EN 14399-8 für vorspannbare Schrauben für Garnituren mit zwei Scheiben 15 .

dass sie nun der Toleranzklasse H11 entsprechen müssen.6.1 Schraubenlöcher Um eine Schraube durch das vorbereitete Loch stecken zu können. die im Werk oder in einer Fertigungshalle ausgeführt werden.1 sind die Nennlochspiele von normalen runden und übergroßen runden Löchern sowie von kurzen und langen Langlöchern angegeben. so muss der Bemessungswert der Abschertragfähigkeit kleiner sein als der Bemessungswert der Lochleibungstragfähigkeit. ist es erforderlich. Die normative Grundlage zur Herstellung von geschraubten Verbindungen ist DIN EN 1090-2.B. das Aufbringen der planmäßigen Vorspannung und die Kontrolle der geschraubten Verbindungen. Die Arbeitsvorgänge. die bei der Herstellung von geschraubten Verbindungen zu beachten sind. • Bei beschichteten Verbindungsmitteln M12 mit normalen runden Löchern kann das Nennlochspiel von 1 mm um die Überzugdicke des Verbindungsmittels erhöht werden. In dieser Norm sind die Regelungen enthalten. Fertigungstoleranzen zu berücksichtigen. die für die Herstellung geschraubter Verbindung von Bedeutung sind. Für Passschraubenverbindungen haben die Schraubenlöcher den gleichen Nenndurchmesser wie der Schaft (Dd = 0 mm). Aus diesem Grund werden die Schraubenlöcher etwas größer gebohrt als der Durchmesser des Schraubenschaftes beträgt.1: Nennlochspiel Dd in mm bei Schrauben und Bolzen nach DIN EN 1090-2 Bezüglich Tabelle 3. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit. bei Türmen oder Masten. In Tabelle 3. a. muss das Nennlochspiel für normale runde Löcher um 0. Lochdefinition Schraubengröße M12 M16 und M20 M24 M27 und größer Normale runde Löcher 1 2 2 3 Übergroße runde Löcher 3 4 6 8 Kurze Langlöcher (in der Länge) 4 6 8 10 Lange Langlöcher (in der Länge) 1. Für normale runde Schraubenlöcher bei kleinen Schraubendurchmessern (M12) sind nach DIN EN 1090-2 etwas kleinere Löcher zu bohren als nach DIN 18800-7. Werden jedoch die Schraubenlöcher für Schrauben M12 wie in DIN 18800-7 mit einem Lochspiel von 2 mm ausgeführt. sofern nichts anderes festgelegt wird. • Bei Schrauben in Langlöchern muss das Nennlochspiel in Querrichtung gleich dem für normale runde Löcher beim entsprechenden Durchmesser sein. B. Während sich für die normalen Löcher kaum Änderungen ergeben.5 · d Tabelle 3.12 09:30 Seite 16 Merkblatt 322 3 Herstellen von geschraubten Verbindungen 3. sind die Regelungen bei Passschraubenverbindungen gegenüber der DIN 18800-7 (Dd = 0.8 abzumindern.5 mm abgemindert werden.322 Geschraubte Verb 110712_D 322 12. Die Abweichungen dürfen dementsprechend bis zu Dd = 0. falls er maßgebend ist. Langlöcher auszubilden. Darüber hinaus enthält der nationale Anhang der DIN EN 1993-1-8 ergänzende Regelungen. bei Langlöchern quer zur Längsachse um den Faktor 0. Die Herstellung auf der Baustelle umfasst u.1 sind folgende Anmerkungen zu beachten: • Bei Anwendungsfällen.1 Vorbemerkungen Das Herstellen von geschraubten Verbindungen kann in die Herstellung im Werk und das Herstellen auf der Baustelle unterteilt werden. B. können als Herstellung im Werk bezeichnet werden. das Ausrichten der Bauteile und das Verbinden mit den Schrauben. Dazu gehören z. z.3 mm) in der Form so verändert worden. Die Differenz wird als Lochspiel Dd bezeichnet und ist vom Durchmesser der Schraube abhängig. um Verschiebungen der geschraubten Verbindung in einer festgelegten Richtung zuzulassen. das Herstellen der Löcher und das Aufbringen des Korrosionsschutzes. 16 Bei geschraubten Verbindungen mit übergroßen runden Löchern ist die Lochleibungstragfähigkeit um den Faktor 0. wie z.07. Nach DIN EN 1993-1-1 ist der Schlupf in Schraubenlöchern bei der Tragwerksberechnung zu berücksichtigen. .16 mm je nach Durchmesser betragen. Aufgrund der hohen Passgenauigkeit und des damit verbundenen hohen Montageaufwands werden in der Regel normale Schrauben den Passschrauben vorgezogen. 3. Zusätzlich ist bei hochfesten Schrauben die Abschertragfähigkeit um 15 % zu reduzieren.

B. Sie kann mit den in Tabelle 3. so ist die komplette Schraubengarnitur entsprechend beschichtet. 3. 10 % der Mindestvorspannkraft für hochfeste Schraubengarnituren zu wählen. Die volle Vorspannkraft Fp. Anstrich oder Verzinkung) wie die Stahlkonstruktion. C und E nach Tabelle 1. Die Ausnahme sind Fälle.322 Geschraubte Verb 110712_D 322 12. Hierbei sind besonders das Drehmomentverfahren und das kombinierte 17 .2).07. Inwieweit durch das handfeste Anziehen fest definierte Vorspannkräfte bzw. Die namhaften Schraubenhersteller sind heute in der Lage. dass Wasserstoffversprödung. Damit ist gemeint. zur Sicherstellung der Reibungskraft für gleitfeste Verbindungen der Kategorien B und C benötigt. Anziehmomente aufzubringen sind. Die Montage dieser Teile erfolgt mit feuerverzinkten Schrauben. dass eine vergleichbare Korrosionsbeständigkeit der Verbindungsmittel und der anzuschließenden Bauteile bestehen soll. Immer häufiger werden auch bei nicht verzinkten Konstruktionen verzinkte Schrauben eingesetzt.1 Handfestes Anziehen Nach DIN EN 1090-2 sind geschraubte Verbindungen mindestens „handfest“ anzuziehen. Werden feuerverzinkte oder galvanisch verzinkte Schrauben verwendet. bei denen im mittleren Bereich der Verbindung ein Anliegen der Kontaktflächen erreicht wird und kein planmäßiger Kontaktstoß festgelegt ist. während die Regelvorspannkraft Fp. Bei diesen Verbindungen dürfen bei Konstruktionsmaterialien mit t ≥ 4 mm bei Blechen und t ≥ 8 mm bei Profilquerschnitten bis zu 4 mm große Spalte zwischen den Kanten verbleiben.9 nach DIN EN 14399 zu verwenden (siehe Tabelle 2. dass der Schraubenkopf bzw. B.6 mit ca.12 09:30 Seite 17 Geschraubte Verbindungen im Stahlbau 3.C (70 % der Zugfestigkeit) wird z.7 · fyb · As ausgeführt werden. 25–30 % der Streckgrenze als akzeptabel zu bewerten. Die dadurch aufgebrachte Vorspannkraft ist selbst bei Schrauben der Festigkeitsklasse 4. auch hochfeste Schrauben so zu verzinken. ist in DIN EN 1090-2 nicht geregelt. Als Anhaltswert wird in [3] empfohlen.2 Vorspannung von hochfesten Schraubengarnituren Für vorgespannte geschraubte Verbindungen (Kategorien B. Sprödbruchanfälligkeit und Spannungsrisskorrosion in der Flüssigzinkphase ausgeschlossen werden können. Stahlbauteile werden zum Schutz gegen Korrosion häufig feuerverzinkt.C* wird nachfolgend als Regelvorspannkraft und Fp. Als Vorspannkraft für gleitfeste Verbindungen (Kategorien B und C) und für Verbindungen der Kategorie E ist in der Regel die Mindestvorspannkraft wie folgt anzusetzen: Fp. Auch hochfeste Schrauben werden vorwiegend in feuerverzinkter Ausführung verwendet. Bei wetterfesten Stählen werden entsprechende wetterfeste Schrauben verwendet. 3. Vorspannverfahren und Anforderungen an die Vorspannung geschraubter Verbindungen sind in DIN EN 1090-2 und im nationalen Anhang zur DIN EN 1993-1-8 geregelt.C* = 0.1) sind Schrauben der Festigkeitsklassen 8.4 aufgeführten Verfahren aufgebracht werden. Die geringere Vorspannkraft Fp. Für die Sicherung der Garnitur gegen Lockern reicht in der Regel eine reduzierte Vorspannung von 50 % von Fp.C als volle Vorspannkraft bezeichnet. Für mechanische Verbindungselemente aus nichtrostenden Stählen gelten gemäß der bauaufsichtlich eingeführten Zulassung Z 30.C* (70 % der Streckgrenze) als gebrauchstauglichkeitsorientiert angesehen werden kann.3.3-6 die technischen Lieferbedingungen nach DIN ISO 3506 Teil 1 und 2.3. die Mutter flächig aufliegt und das Klemmpaket keine klaffenden Fugen aufweist. deren technische Lieferbedingungen in DIN EN ISO 10684 geregelt sind.7 · fub · As Für die Vorspannung als Qualitätssicherungsmaßnahme und für nicht voll vorgespannte Verbindungen der Kategorie E darf eine Vorspannkraft von bis zu Fp.2 Korrosionsschutz Grundsätzlich gilt nach DIN EN 1090-2 der Grundsatz.C = 0.C dürfen in der Regel nur Schrauben nach DIN EN 14399-3 (HR) und 14399-4 (HV) mit den zugehörigen Muttern und Scheiben verwendet werden. Zum Aufbringen der vollen Vorspannkraft sind nach DIN EN 1090-2 verschiedene Vorspannverfahren zugelassen.3 Anziehen und Vorspannen von geschraubten Verbindungen 3. Für vorgespannte Schrauben mit voller Vorspannung Fp. Nach der Herstellung der Konstruktionsteile oder nach der Montage der Bauteile erhalten die Schrauben den gleichen Korrosionsschutz durch Überzüge (z. Bei verzinkten Konstruktionen sind verzinkte Schrauben zu verwenden.C* aus.8 und 10.

Das modifizierte kombinierte Verfahren darf nur für Schrauben der Festigkeitsklasse 10.23. nachdem sie am örtlich ausgerichteten Tragwerk verschraubt wurden. statistisch ermittelter Wert. Sofern nichts anderes festgelegt ist. Darüber hinaus werden in [3] die Vorspannverfahren kritisch beurteilt. die bei Erreichen eines einstellbaren Drehmoments deutlich knacken. Ist die Ursache für die Nichtkonformität ein Dickenunterschied in der gleichen Lage.3 für Garnituren der Festigkeitsklassen 8.9 verwendet werden.322 Geschraubte Verb 110712_D 322 12. Das Referenzdrehmoment Mr kann dementsprechend wie folgt bestimmt werden: ringere Abhängigkeit vom Schmierungsgrad der Schrauben und der Muttern. d. Dort wird herausgestellt. Impulsschrauber sind zum planmäßigen Vorspannen eher nicht geeignet. Um vom aufgebrachten Drehmoment Mr Rückschlüsse auf die Vorspannkraft Fp. Daher sind die Verfahren in verschiedene k-Klassen eingeteilt.und 10. Andere Nichtkon- .13 vereinfachend angesetzt werden. Die planmäßige Vorspannung wird in der Regel in zwei Schritten aufgebracht. Bei diesem Verfahren besteht eine deutlich ge18 Das Aufbringen der Regelvorspannkraft Fp.16. geeignet für das Drehmomentverfahren oder das kombinierte Vorspannverfahren.12 09:30 Seite 18 Merkblatt 322 Vorspannverfahren zu nennen. geeignet für das kombinierte Vorspannverfahren. Klemmlänge ∑ t Während des zweiten Anziehschrittes aufzubringender Weiterdrehwinkel Winkel in [°] Drehung ∑t < 2 · d 60 (45) 1/6 (1/8) 2 · d ≤ ∑t < 6 · d 90 (60) 1/4 (1/6) 6 · d ≤ ∑ t < 10 · d 120 (90) 1/3 (1/4) 10 · d < ∑ t Keine Empfehlung Tabelle 3.1 < ki < 0. muss die Verbindung durch Futterbleche ergänzt werden. Sie gelten für die k-Klasse K1 nach DIN EN 14399-1. zwischen 0. C und E mit dem kombinierten Vorspannverfahren nach DIN EN 1090-2 und der vollen Vorspannkraft Fp.C vorzuspannen.9-Schrauben). Die Werte in den Klammern beziehen sich auf das Aufbringen der Regelvorspannkraft nach DIN EN 1993-1-8/NA mit dem modifizierten kombinierten Verfahren (nur für 10.9 zusammengestellt.C Das planmäßig aufzubringende Drehmoment MA. Der Ablauf des Vorspannens und weitere Hinweise zu den Vorspannverfahren können DIN EN 1090-2 entnommen werden. ist der mittlere km-Faktor individuell und für jede Schraubenlieferung separat zu bestimmen. der die in DIN EN 1090-2 Abschnitt 8.4 Kontrolle von vorgespannten Verbindungen Zunächst müssen alle Verbindungen mit planmäßig vorgespannten mechanischen Verbindungsmitteln vor Beginn des Vorspannens einer Sichtprüfung unterzogen werden. Es wird daher in [3] empfohlen. Er berechnet sich als tatsächlicher. kann daher km = 0. Er liegt in den Grenzen 0. ist der Einfluss der Schmierung von Schraube und Mutter von Bedeutung.2 sind die Weiterdrehwinkel für den zweiten Anziehvorgang des kombinierten Verfahrens zusammengestellt. Gemäß NA zur DIN EN 1993-1-8 sind Verbindungen der Kategorien B.10 < km < 0.1 festgelegten Werte überschreitet.8 und 10. der bei der Auslieferung angegeben wird. h. Eine planmäßige Vorspannung wird meistens mithilfe von Drehmomentschlüsseln aufgebracht. Bei der K1-Klasse. oder mit elektronisch geregelten Elektroschraubern.9-Schrauben) Mr = km · d · Fp. Bei der K2-Klasse.Soll ist für das Drehmomentverfahren bei der K2-Klasse zusätzlich um 10 % gegenüber dem Referenzdrehmoment Mr2 zu erhöhen.75 · Mr1) und drehwinkelgesteuertem Nachziehen – ein kontrollierteres und gleichmäßigeres Vorspannen der hochfesten Schrauben möglich ist. In Abhängigkeit von der k-Klasse ist der Faktor km zu bestimmen.2: Weiterdrehwinkel für das kombinierte Vorspannverfahren nach DIN EN 1090-2 (8. 3. dass mit dem kombinierten Vorspannverfahren – Voranziehen mit festen Anziehmomenten (0. In Tabelle 3. liegt der km-Faktor in der Mitte des vom Schraubenhersteller gewährleisteten Streubands.07.8. das kombinierte Vorspannverfahren anzuwenden.C machen zu können.C* kann gemäß Anhang A des NA zur DIN EN 1993-1-8 mit den folgenden Vorspannmaßnahmen erfolgen: – Drehimpulsverfahren – modifiziertes Drehmomentverfahren – modifiziertes kombiniertes Verfahren Einzelheiten zu diesen Verfahren sind in Tabelle 3.

4 M16 x 100 – DIN EN ISO 14399-8 – 10.4). z.8 10.9 10. In den Zeichnungen wird nach der Darstellung senkrecht zur Achse (Draufsicht) und der Darstellung parallel zur Achse (Schnitt oder Seitenansicht) unterschieden (siehe Tabelle 3.C* Fp.07. Die Einteilung der Stahlkonstruktion in die EXC-Ausführungsklassen erfolgt ebenfalls nach DIN EN 1090-2.8 10. durch Anpassung der örtlichen Bauteilausrichtung korrigiert werden. Länge 100 mm).MKV [Nm] Oberflächenzustand: feuerverzinkt und geschmiert *) oder wie hergestellt und geschmiert *) Schraube 8. modifiziertes Drehmomentverfahren und modifiziertes kombiniertes Verfahren nach DIN EN 1993-1-8/NA – k-Klasse K1 nach DIN EN 14399-1 formitäten dürfen. falls möglich. Dies kann entweder durch eine globale Angabe oder einzeln für jede Schraube erfolgen. 1983 ist die internationale Norm ISO 5261-1981 unverändert in die Deutsche Norm DIN ISO 5845-1 übernommen worden.C* [kN] Drehimpulsverfahren Modifiziertes Drehmomentverfahren Einzustellende Aufzubringendes Vorspannkraft Fv.DI [kN] Anziehmoment MA [Nm] zum Erreichen der zum Erreichen der Regelvorspannkraft Regelvorspannkraft Fp. Die Überprüfung erfolgt je nach Vorspannverfahren nach DIN EN 1090-2. T.C [kN] Regelvorspannkraft Fp.9 8. Danach werden die Schrauben oder Nieten in der Beschriftung angegeben.322 Geschraubte Verb 110712_D 322 12.5 Sinnbilder für Schrauben In DIN 407 waren Sinnbilder für Schrauben und Nieten genormt. 19 .C* Modifiziertes kombiniertes Verfahren Voranziehmoment MA. Nach dem Anziehen ist die Kontrolle der vorgespannten Verbindungen stichprobenhaft durchzuführen. auch in CAD-Programmen verwendet worden sind.8 10.9 (für 4 Passschrauben M16.3: Volle Vorspannkräfte für das kombinierte Verfahren nach DIN EN 1090-2 und Regelvorspannkräfte sowie Drehimpulsverfahren. die z. Zusätzlich zur Produktnorm ist stets die Festigkeitsklasse anzugeben. 3.8 10. Korrigierte Verbindungen sind erneut zu prüfen. Für Bauwerke der Ausführungsklasse EXC2 sind 5 % aller Verbindungen und für Bauwerke der Klassen EXC3 und EXC4 sind mindestens 10 % aller Verbindungen zu überprüfen. Tabelle 3.9 8. Bei den Ausführungsklassen EXC2 bis EXC4 müssen die Vorspannverfahren nach den Regelungen in DIN EN 1090-2 kalibriert und überprüft werden.9 8.9 M12 47 59 35 50 40 60 70 100 75 M16 88 110 70 100 80 110 170 250 190 M20 137 172 110 160 120 175 300 450 340 M24 198 247 150 220 165 240 600 800 600 M27 257 321 200 290 220 320 900 1250 940 M30 314 393 245 350 270 390 1200 1650 1240 M36 458 572 355 510 390 560 2100 2800 2100 *) Muttern mit Molybdänsulfid oder gleichwertigem Schmierstoff behandelt.B.12 09:30 Seite 19 Geschraubte Verbindungen im Stahlbau Volle Vorspannkraft Fp.

07. Dabei geht es zunächst um die Übertragung von Scheroder Zugkräften durch einzelne Schrauben. Gemäß Abb. 4.1 sind in Abb. Tabelle 3.2 die auf den Schraubenschaft und auf die Bleche wirkenden Lochleibungsspannungen eingezeichnet. die abgekürzt auch SL-Verbindungen genannt werden (siehe auch Tabelle 1.322 Geschraubte Verb 110712_D 322 12. 4.und zweischnittige. Es handelt sich daher um eine zweischnittige Verbindung (m = 2). Bei der SL-Verbindung in Abb. Tabelle 5.1 werden die äußeren Kräfte durch Kontaktspannungen von den Blechen auf den Schraubenschaft übertragen. 4. Ergänzend zu Abb. 4. Danach werden die Berechnung von Schraubenkräften in scherbeanspruchten Verbindungen und die Ermittlung der Tragfähigkeit in Verbindungen mit zugbeanspruchten Schrauben behandelt. In der Praxis werden hauptsächlich ein.12 09:30 Seite 20 Merkblatt 322 Bedeutung des Symbols Zeichenebene Senkrecht zur Achse Nicht gesenkt Parallel zur Achse Senkung auf der Vorderseite Rückseite Mutterseite freigestellt Mutterseite rechts Senkung rechts Schraube in der Werkstatt eingebaut Schraube auf der Baustelle eingebaut Schraube auf der Baustelle gebohrt und eingebaut Bei den Sinnbildern für Löcher entfällt der Punkt in der Mitte bzw.2 anschaulich dargestellt.1 wird die Kraft F durch zwei Scherfugen in die außenliegenden Bleche übertragen.2 Scherverbindungen Kategorie A Scherverbindungen der Kategorie A sind Scher-/Lochleibungsverbindungen. in der Ansicht parallel zur Achse die senkrechten Striche. so dass er durch Scherkräfte beansprucht wird. Dadurch entstehen im Schraubenschaft Schubspannungen. Wegen der Bedeutung für die Bemessung ist die Bestimmung der Scherfugen in Abb. jedoch teilweise auch mehr20 Abb. Zusätzlich ist der Lochdurchmesser anzugeben.1 Vorbemerkungen In den folgenden Abschnitten werden die Kraftübertragung und mögliche Versagensarten bei geschraubten Verbindungen erläutert.1: Scherbeanspruchung einer Schraube schnittige Verbindungen ausgeführt. .4: Sinnbilder für Löcher und Schrauben nach DIN ISO 5845-1 4 Kraftübertragung und Tragverhalten 4. 4.4) zeigt die maximalen Scherkräfte Fv. ihr Tragverhalten und die gängigen Berechnungsmodelle für normengerechte Nachweise. die bei zweischnittigen Verbindungen verdoppelt werden müssen. 4. 4.3 (siehe Abschnitt 5.Rd von Schrauben für eine Scherfuge.1).

Konstruktionsregeln und Bemessungsvorschriften auf diese Annahme abgestimmt sind. dass ein unzulässiges Aufweiten der Löcher bzw. Die Berechnung der Schraubenkräfte in SL-Verbindungen wird in Abschnitt 4.322 Geschraubte Verb 110712_D 322 12. Für die Bemessung von geschraubten Verbindungen werden daher folgende Verteilungen angenommen: a) konstante Schubspannungen t a im Schraubenschaft b) konstanter Lochleibungsdruck σ l im Blech über Blechdicke und Schraubenschaftdurchmesser c) konstante Normalspannungen σ x im Nettoquerschnitt des Bleches Die Annahme konstanter Spannungen ist eine Näherung. Die dritte Versagensart ergibt sich. da die zulässigen Beanspruchbarkeiten. 4. Bei vergleichs- Abb. dass ausreichend duktiles Tragverhalten nur bei vorwiegend ruhender Belastung vorausgesetzt werden kann. Wenn man dicke. dass das Blech im Nettoquerschnitt versagt. 4. Die Rand. Zur anschaulichen Erläuterung sind die qualitativen Spannungsverläufe in Abb.3 ergeben sich Schubspannungen im Schraubenschaft (a).und zweischnittige SL-Verbindungen Die Tragfähigkeit von SL-Verbindungen wird bei vorwiegend ruhender Belastung durch drei mögliche Versagensarten begrenzt. haben Spannungsspitzen große Bedeutung.4 skizziert. kommt es zum Abscheren der Schraubenschäfte. 4. 4.07. Das in diesem Abschnitt beschriebene Tragverhalten gilt für Schrauben mit glattem Schaft („Stahlbauschrauben“) und Schrauben mit Gewinde bis zum Schraubenkopf. Wenn die Ermüdung eine Rolle spielt. die die Berechnung erleichtern soll. wenn Schrauben mit großem Durchmesser im Vergleich zur Breite der Bleche die Tragfähigkeit der Bleche so stark reduzieren. 4. Aufgrund der drei möglichen Versagensarten in Abb. so dass Spannungsspitzen abgebaut und die Spannungsverteilungen vergleichmäßigt werden.4 c). die Bemessung in Abschnitt 5.2: Ein. Lochleibungsdruckspannungen zwischen Blech und Schraubenschaft (b) sowie Zugnormalspannungen im Blech mit Lochschwächung (c). Da geschraubte Verbindungen duktiles Verhalten aufweisen. Zu beachten ist jedoch. Die Spannungen haben nach der Elastizitätstheorie stark nichtlineare Verläufe in den Schrauben und Blechen.und Lochabstände müssen daher ausreichend groß sein.12 09:30 Seite 21 Geschraubte Verbindungen im Stahlbau Abb. 4. Sie führt zu einer ausreichend sicheren Bemessung.5 behandelt. Sie sind anhand eines Beispiels in Abb.4. Bei weiterer Laststeigerung bis hin zur Grenztragfähigkeit ergeben sich näherungsweise konstante Spannungsverteilungen (Abb. breite Bleche mit Schrauben verbindet. plastizieren bei Steigerung der Belastung Teile der Konstruktion. die im Vergleich zu den Blechen kleine Durchmesser haben.3 dargestellt. 21 . Ausreißen der Bleche das maßgebende Versagenskriterium ist.3: Mögliche Versagensarten bei einer SL-Verbindung weise dünnen Blechen kann der Lochleibungsdruck auf die Bleche so groß werden.

B.6 zeigen die Spannungsverläufe qualitativ. 0. 0.07. 4. Durch das Vorspannen werden die Schrauben auf Zug beansprucht und es entstehen zwischen Schraubenkopf und -mutter Druckkräfte.6: Spannungen in Blechen bei SL-Verbindungen und gleitfesten Scherverbindungen .2 zugeordnet sind. Wenn die Schrauben einer Verbindung vorgespannt werden. Da die ausgeprägten Spannungsspitzen an den Schraubenlöchern entfallen.4.1 entsprechende Nachweise zu führen sind.5. denen Reibungszahlen von m = 0. Die Größe der übertragbaren Reibkräfte hängt von der Vorspannung und der Beschaffenheit der Blechoberflächen ab (gestrahlt. gleitfester Anstrich). Nach dem Überschreiten der Reibkräfte wirkt eine gleitfeste Verbindung wie eine SL-Verbindung. 0. so dass gemäß Tabelle 1.1 Scherverbindungen der Kategorien B und C. Gemäß DIN EN 1993-1-8 werden die Gleitflächenklassen A. 4. Ihre Wirkungsweise wird mithilfe von Abb. C und D unterschieden. Im Vergleich zu SL-Verbindungen treten bei gleitfesten Verbindungen kleinere Spannungen in den verbundenen Blechen auf.12 09:30 Seite 22 Merkblatt 322 Abb. solange die Kraftübertragung durch Reibung wirksam ist. ist die Ermüdungsfestigkeit von gleitfesten Verbindungen wesentlich höher als die von SL-Verbindungen. Sie werden aufgrund dieses Vorteils bevorzugt bei dynamisch beanspruchten Konstruktionen verwendet. 4. Sie pressen die Kontaktflächen der Bleche örtlich 22 Abb. so dass die äußeren Kräfte F durch Reibung übertragen werden können. der Tragfähigkeit sind gemäß Tabelle 1. Die Skizzen in Abb. 4.3 bzw.5: Kraftübertragung in gleitfesten Verbindungen zusammen.3 Scherverbindungen der Kategorien B und C Gleitfeste Verbindungen im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit bzw. 4. können Kräfte senkrecht zur Schraubenachse durch Reibung übertragen werden.4: Spannungsverteilungen in SL-Verbindungen Abb. 4.322 Geschraubte Verb 110712_D 322 12.5 erläutert. aufgeraut.

3 b). Bei dem Beispiel in Abb. Gemäß Abb. 4.8 an einem Beispiel mit vier Schrauben dargestellt: 1. Bei dem Beispiel in Abb. Sofern die zu übertragenden Schnittgrößen des anzuschließenden Querschnittsteils (siehe Abschnitt 1.7: Verbindung mit zugbeanspruchten Schrauben sowie Versagensarten Zugbeanspruchte Schrauben kommen hauptsächlich in Verbindung mit Stirnplatten vor. VS und MS auf diesen Punkt bezogen.7 kommen folgende Versagensarten in Frage: a) Überschreiten der maximalen Schraubenzugkräfte b) Überschreiten der maximalen Blechbiegemomente c) Durchstanzen der Schraubenköpfe oder der Mutter durch die Anschlussbleche Abb.12 09:30 Seite 23 Geschraubte Verbindungen im Stahlbau Abb. die senkrecht auf den Hebelarmen ri zum Schwerpunkt S stehen. Gemäß Abb.8: Ermittlung der Schraubenkräfte bei symmetrischen Schraubenbildern 4. um festzustellen. 4. so dass man Ni = NS / 4 und Vi = VS / 4 erhält.8 ergeben sie sich aus Gleichgewichts. 4. 3. Auf die Ermittlung der Tragfähigkeit dieser Verbindungen wird in Abschnitt 4.7 entnommen werden. Maximale Schraubenzugkräfte können Tabelle 5.und Symmetriegründen zu MS / (4 · ri).6 näher eingegangen.8 werden die Schnittgrößen NS. die vom Schwerpunkt am weitesten entfernt liegen. 4. Nun werden die Schraubenkräfte infolge MS ermittelt. Sie tritt stets in Schrauben auf.4 Zugverbindungen der Kategorien D und E Geschraubte Verbindungen können auch so konstruiert werden. sind entsprechende Schnittgrößentransformationen durchzuführen. 4. die Auswirkungen auf die Schraubenzugkräfte und auf die Beanspruchungen der Anschlussbleche haben.5 Schraubenkräfte in Scherverbindungen Geschraubte Verbindungen werden fast ausschließlich so konstruiert. Die allgemein übliche Vorgehensweise zur Ermittlung der Schraubenkräfte ist in Abb.8 genügt ein Blick. 4. dass alle Schrauben der Verbindung den gleichen Durchmesser und gleiche Abstände untereinander haben (siehe beispielsweise Abb. 4. Von Ausnahmen abgesehen werden die Schrauben symmetrisch angeordnet. VS und MS berechnet.07. so dass der Schwerpunkt S des Schraubenbildes im Schnittpunkt der Symmetrielinien liegt. 4. 4.7 werden die Schrauben dann durch Zugkräfte beansprucht.322 Geschraubte Verb 110712_D 322 12. 2. 4. dass Kräfte in Richtung der Schraubenachse auftreten. 23 . Nun wird die maximale Schraubenkraft infolge NS. Gemäß Abb. dass die Schraube unten links die größte Schraubenkraft aufnehmen muss. was die kennzeichnende Beanspruchung der Verbindung ist. Bei dieser Verbindungsart können Abstützkräfte auftreten. Zunächst werden die Schnittgrößen NS und VS gleichmäßig auf die vier Schrauben verteilt.3) nicht in diesem Punkt wirken.

1c.10 zeigt den Stoß eines Trägers mit überstehenden Stirnplatten.4909 0.322 Geschraubte Verb 110712_D 322 12.5333 0.250 1.556 1.1227 2 3 4 5 6 7 8 9 10 – – – – – – – – – 1.3571 0.3 zusammengestellten Tragfähigkeiten Fv.i = ––––––– + –––––––·––––––––––––––––––2– b n h l + · (b/h) |Vs| |Ms| a b max Vz.i infolge VS und MS ermittelt und anschließend wird damit die Resultierende max Ri bestimmt.4000 0.6 Schraubenkräfte in Zugverbindungen Bei symmetrischer und regelmäßiger Anordnung der Schrauben kann die maximale Schraubenkraft mithilfe von Abb.6429 0. 4.2 nicht größer sein als die in Tabelle 5.000 1.5000 0. dass das Biegemoment durch ein Kräftepaar ersetzt wird.1607 0. Der I-förmige Trägerquerschnitt besteht aus dem Steg und den beiden Gurten. 4.600 1. ggf.1458 0.5000 0.9000 0.i infolge NS und MS sowie die vertikale Komponente max Vz.7143 0.3000 0.455 0.0000 1.1786 0.3333 0.7 dargestellt.500 1. 1.333 2. dessen Kräfte in den Gurten wirken.296 1.12 09:30 Seite 24 Merkblatt 322 Bei der Berechnung werden zunächst die horizontale Komponente max Vx.2500 0.364 6 nz – 1 a = ––––––––– · –––––––– nx · nz nz + 1 Tabelle 4.833 1. 4.400 2.1: Beiwerte a und b zur Ermittlung maximaler Schraubenkräfte 24 nx + 1 nz – 1 b = –––––––– · –––––––– nx – 1 nz + 1 . Die Zugkraft im Untergurt muss durch Schraubenzugkräfte übertragen werden.2667 0.143 2.200 1.1333 0.000 2. Abb.3333 0. Diese Resultierende ist die maximale Schraubenkraft des untersuchten Schraubenbildes. Für die Bemessung kann das in Abschnitt 5.07.2917 0.000 1. Abb. Darüber hinaus ist damit auch der Lochleibungsdruck gemäß Abschnitt 5.1944 0.2250 0. 4.i (Resultierende) Erläuterungen: nx: Anzahl der Schrauben in x-Richtung nz: Anzahl der Schrauben in z-Richtung n = nx · nz b = (nx – 1) · ex h = (nz – 1) · ez Typische Anwendungsbeispiele für Verbindungen mit zugbeanspruchten Schrauben sind Trägerstöße mit Stirnplatten. Dabei entstehen auf dem Wege zu den Schrauben Biegemomente in den Stirnplatten (Blechbiegemomente) und.9: Bezeichnung bei symmetrischer und regelmäßiger Anordnung der Schrauben 4. siehe beispielsweise Abb. Einführungsbeispiel.333 1.8000 0.i + max V2z.2381 0.0000 0. wie in Abb. dass die Druckkraft im Obergurt durch Druckkontakt zwischen den Stirnplatten ausgeglichen wird.2667 0.1636 0.1 wie folgt berechnet werden: a |Ns| |Ms| max Vx.i = ––––––– + –––––––·––––––––––––––––––2–·–– b n h l + · (b/h) h −−−−−−−−−−−−−−−−−− −−−−− max Ri = √ max V2x.191 1.1778 0.2000 0.800 2.500 1.429 1. Die Verbindung wird in der Regel so bemessen. Bei vielen baupraktischen b für nx = für nx = nz 1 2 3 4 nz 1 2 3 4 2 3 4 5 6 7 8 9 10 1. Sie darf unter Beachtung der Scherfugen gemäß Abb.Rd.636 0. Abstützkräfte.250 2.000 1.4 zu überprüfen.111 1.2143 0.5833 0.12 erläuterte Modell des äquivalenten T-Stummels mit Zugbeanspruchung verwendet werden.9 und Tabelle 4. Bezüglich der Kraftübertragung wird angenommen.333 1.4500 0.2500 0.556 0.2455 0.3214 0.667 1. 4.

Einerseits erfolgt die Kraftübertragung vom Flansch aus und andererseits vom Trägersteg aus in die Stirnplatte. wenn man das vereinfachte Modell gemäß Abb. Die Stirnplatten werden durch Biegemomente beansprucht und es können wie bei den überstehenden Stirnplatten in Abb.1 entnommen werden.2 Werkstofffestigkeiten Gemäß NA (nationaler Anhang) dürfen Schrauben der Festigkeitsklassen 4.p Ft. Nz Mpl. 5. so dass alle vier Schrauben die gleichen Zugkräfte aufnehmen.07.11: Vereinfachtes Modell für Trägerstöße mit überstehender Stirnplatte 25 . die die Nachweisführung erleichtern. 4. Im Folgenden werden aus diesen Dokumenten wichtige Grundlagen für die Bemessung geschraubter Verbindungen zusammengestellt und ergänzend dazu Bemessungshilfen gegeben.12 (T-Stummel) in Verbindung mit Abschnitt 5. 8.12: Trägerstoß mit bündigen Stirnplatten Anwendungsfällen wird der Versagensmodus 2 „Schraubenversagen gleichzeitig mit Fließen der Stirnplatte“ gemäß Tabelle 5.Ed ≤ Ft. 4. Auf der sicheren Seite kann darüber hinaus der Nachweis ohne Abstützkräfte geführt werden.l. Die Streckgrenzen und die Zugfestigkeiten können Tabelle 5.11 Abstützkräfte entstehen.6. Die Nachweisführung mithilfe von Abschnitt 5. Man kann sie abkürzen.322 Geschraubte Verb 110712_D 322 12. reichen bündige Stirnplatten wie in Abb. 4.13 (wirksame Längen für Stirnplatten) ist relativ aufwändig. 4.9 maßgebend.Ed = –––– ≤ ––––––––––= –––––––––––––––––– 4 2m 8 m · gM0 5 Bemessung nach DIN EN 1993-1-8 5.10: Trägerstoß mit überstehenden Stirnplatten und Übertragung des Biegemomentes My Abb. Abb. 5.6.9 unten ergibt sich folgender Doppelnachweis: Sofern nur kleine Biegemomente im Stoß zu übertragen sind.12 aus. 4.Rd bp · t2p · fy.11 verwendet. Bei dieser Lösung wird die Zugkraft im Untergurt auf zwei Wegen durch die Schrauben geführt.12 09:30 Seite 25 Geschraubte Verbindungen im Stahlbau Abb.1 Allgemeines Ft. 4.Rd Die Bemessung von Anschlüssen ist in DIN EN 1993-1-8 (150 Seiten) und dem zugehörigen deutschen nationalen Anhang (20 Seiten) geregelt.9 verwendet werden.10 und 4.8 und 10. Bei diesem Modell wird der Steg des Trägers beim T-Stummel vernachlässigt. Mithilfe von Tabelle 5.

2 183. werden Werkstoffkennwerte für Baustahl in Tabelle 5.25 zu verwenden.6 48.07.Rd = 0.5 339.0 67.2: Nennwerte der Streckgrenze fy und der Zugfestigkeit fu für warmgewalzten Baustahl Werkstoffnorm EN 10025-2 Unlegierte Baustähle EN 10210-1 Warmgefertigte Hohlprofile EN 10219-1 Kaltgefertigte geschweißte Hohlprofile 26 Stahlsorte S 235 S 275 S 355 S 450 S 235 H S 275 H S 355 H S 235 H S 275 H S 355 H Blechdicke t ≤ 40 mm fy [N/mm2] fu [N/mm2] 235 275 355 440 235 275 355 235 275 355 360 430 490 550 360 430 510 360 430 510 40 mm < t ≤ 80 mm fy [N/mm2] fu [N/mm2] 215 255 335 410 215 255 335 360 410 470 550 340 410 490 .0 und gM1 = 1. wenn das Schraubengewinde in der Scherfuge liegt. 5.0 135.2 20.6 150.7 110.8 88.4 Gewinde in der Scherfuge 30.7 271.1) angegeben.6 bis 10. zu ermitteln.1 für den Grenzzustand der Tragfähigkeit anzusetzen.8 10.1 98.3 Grenzabscherkräfte für gängige Schraubengrößen und die Festigkeitsklassen 4.9 16.2 77.6 135.6. Dieser Wert gilt auch für das Versagen auf Zug im Nettoquerschnitt geschraubter Anschlüsse.6 217.4 33.6 5.6 5. Für Bauteile und deren Querschnitte sind gemäß DIN EN 1993-1-1 und NA gM0 = 1.2 als Auszug aus der DIN EN 1993-1-1 (siehe dort Tabelle 3.0 275.8 108.5 für die Festigkeitsklasse 10.6.2 134.6 für die Festigkeitsklassen 4.7 84.8 10.7 169. Als Bemessungshilfe sind in Tabelle 5.2 96.9 21. Die Tragfähigkeit einer Schraube ist bezüglich des Abscherens einer Scherfuge mit Tabelle 5.3 75.6 176.3 4.5 60.12 09:30 Seite 26 Merkblatt 322 Festigkeitsklasse der Schraube 4.8 10.4 141.0 137.3 215.4 54.7 27.6 8.7 86.4 Scherverbindungen Kategorie A Schraubengröße M12 M16 M20 M24 M27 M30 Glatter Teil des Schaftes in der Scherfuge 4. 5. ist Fv.6 5.0 58.7 38.4 120.6 und 8.1: Nennwerte der Streckgrenze fyb und der Zugfestigkeit fub von Schrauben Da bei geschraubten Verbindungen auch Nachweise für die Anschlusskonstruktionen (Bleche und Profile) zu führen sind.3: Tragfähigkeit Fv.1 37.3 62.6 8.322 Geschraubte Verb 110712_D 322 12.7 60.6 224.8 94. Festigkeit 5. 8.4 Für Scherverbindungen der Kategorie A dürfen Schrauben der Festigkeitsklassen 4.8 und 10.6.5 173.1 43.3 Teilsicherheitsbeiwerte Für die Ermittlung der Beanspruchbarkeit von Schrauben ist als Teilsicherheitsbeiwert gM2 = 1. 5.8 47.9 Streckgrenze fyb [N/mm2] 240 300 640 900 Zugfestigkeit fub [N/mm2] 400 500 800 1000 Tabelle 5.5 220.0 110.6 8.8 av = 0.9 verwendet werden.2 32.Rd = av · fub · As / gM2 Tabelle 5.1 107.9 Wenn der glatte Teil des Schraubenschaftes in der Scherfuge liegt. Dabei ist As die Spannungsquerschnittsfläche der Schraube und av wie folgt festgelegt: av = 0.Rd von Schrauben bezüglich Abscheren (eine Scherfuge) Fv.6 · fub · A / gM2 Hier ist A die Querschnittsfläche des Schraubenschaftes.9 zusammengestellt.

t = ≤ 40 mm 86 118 115 157 144 196 173 235 194 265 216 294 26 98 78 39 30 113 90 45 33 124 99 50 Minimale Rand. Sie sind in Abhängigkeit von den Lochabständen untereinander und zu den Rändern hin (in und senkrecht zur Kraftrichtung) zu bestimmen. der Druck des Schraubenschaftes auf die Bleche.8 · ––– – 1. Die Beiwerte ab und k1 können mithilfe von Tabelle 5. nachzuweisen.7 d0 p2 ≤ 1.4 ermittelt werden. 2 und 3 Bei der Anordnung der Schrauben müssen Grenzwerte für die Rand.bzw.und Lochabstände zusammengestellt.2 · d0 1.Geschraubte Verbindungen im Stahlbau Neben dem Abscheren ist auch die Lochleibung der Anschlusskonstruktionen.7 d0 und ab ≤ 1 Rand. d. Darüber hinaus gelten sie für Stahl.und Lochabstände eingehalten werden. Als Bemessungshilfe sind in Tabelle 5.5 für die übliche Lochanordnung ohne gegenseitigen Versatz angegeben.2 · d0 2. Bei schräg angreifenden Schraubenkräften darf die Lochleibungstragfähigkeit getrennt für die Kraftkomponenten parallel und senkrecht zum Rand nachgewiesen werden.Rd = ab · kl · fu · d · t / gM2 begrenzt.7 d0 Randschrauben: e1 ab = –––––– 3 · d0 Randschrauben: e2 k1 = 2.5 Tabelle 5.2 · d0 1. Jedoch k1 ≤ 2. Sie sind in Tabelle 5.4 · ––– – 1.4 · ––– – 1. der dem Wetter oder anderen korrosiven Einflüssen ausgesetzt ist.4 · d0 200 mm. ↓ : e2 Löcher. Lochabstände Kleinste Abstände Größte Abstände Löcher. 14 · t Tabelle 5.5: Grenzwerte für Rand. ↓ : p2 2.Rd sowie erforderliche Rand.5 gerechnet werden. Beiwert ab (in Kraftrichtung) Innere Schrauben: p2 k1 = 1.und Lochabstände von Schrauben Beiwert k1 (senkrecht zur Kraftrichtung) Innere Schrauben: p1 1 ab = –––––– – –– 3 · d0 4 fub Jedoch ab ≤ ––– fu • Innere Schrauben: Schrauben 4 und 5 • Randschrauben in Kraftrichtung: Schrauben 3 und 6 • Randschrauben senkrecht zur Kraftrichtung: Schrauben 1.und Lochabstände in mm Lochdurchmesser min p1 min e1 und min p2 min e2 13 49 39 20 18 68 54 27 22 83 66 33 Tabelle 5.und Randabstände groß sind und darüber hinaus fub ≥ fu ist.Rd und dazu erforderliche minimale Rand. → : p1 Ränder. kann mit den maximal möglichen Werten ab = 1. → : e1 Ränder. h.und Lochabstände 27 .0 und k1 = 2.6: Maximale Tragfähigkeiten max Fb.6 maximale Tragfähigkeiten max Fb. t = ≤ 40 mm S 355. 14 · t 40 mm + 4 · t 40 mm + 4 · t 200 mm. Die Tragfähigkeit bezüglich Lochleibungsdruck auf ein Blech der Dicke t wird durch Fb.4: Beiwerte ab und k1 zur Ermittlung der Tragfähigkeit bezüglich Lochleibung Schraubengröße M12 M16 M20 M24 M27 M30 Maximale Tragfähigkeiten bezüglich Lochleibung in kN für 1 cm Blechdicke S 235. Dabei ist d der Nennwert des Schraubendurchmessers und fu die Zugfestigkeit des Bleches. jedoch nicht für wetterfeste Baustähle. Sofern die Loch.

9 kN (siehe Tabelle 5.0 323. Häufig ist die Blechbiegung das maßgebende Tragfähigkeitskriterium und muss daher unbedingt beachtet werden. Zugkräfte können in Schrauben nur eingeleitet werden.8 um 50 % größer. wenn folgende Bedingung für die Flansche eingehalten wird: Af. Bei der Kategorie E (vorgespannt) sind in der Regel hochfeste Schrauben der Festigkeitsklassen 8.6 · p · dm · tp · fu / gM2 zu ermitteln. 5.7 45.0 176.4 Druckbeanspruchung Außer bei übergroßen Löchern oder Langlöchern nach DIN EN 1090 müssen Löcher bei druckbeanspruchten Bauteilen nicht abgezogen werden.1 403.6 60.4 141.6 56. bei der Festigkeitsklasse 10.6 202.2.54) / 2 · 1. Dabei ist dm der Mittelwert aus Eckmaß und Schlüsselweite des Schraubenkopfes oder der Schraubenmutter. Maßgebend ist der kleinere Wert.3 30.3.7 127.2. sinngemäß erfüllt wird.322 Geschraubte Verb 110712_D 322 12.2 132. Außer bei übergroßen Löchern und Langlöchern müssen Löcher in der Druckzone vom Querschnitt nicht abgezogen werden.8 10.6 · p · (5.3 48.4 330. dass die Anschlusskonstruktionen über die Schraubenköpfe hinweg abgerissen werden.2. • Abschnitt 6. tp ist die Blechdicke des angeschlossenen Bleches.4 101. wenn die o.9 bei normalen Schraubenköpfen anzusetzen. Die erforderlichen Nachweise sind in der DIN EN 1993-1-1 wie folgt geregelt: • Abschnitt 6. Bedingung für die gesamte Zugzone.5 Zugverbindungen der Kategorien D und E Für Zugverbindungen der Kategorie D (nicht vorgespannt) dürfen Schrauben der Festigkeitsklassen 4.1 113.9 verwendet werden.9 · Anet · fu / gM2 angesetzt.2 165.9 sogar um 80 %.12 09:31 Seite 28 Merkblatt 322 Durch die Schraubenlöcher in den Anschlusskonstruktionen wird die Tragfähigkeit dieser Bauteile beeinträchtigt.9 Nu. (Anmerkung: Gemäß DIN EN 1993-1-8 ist tp die Blechdicke der Scheibe. weil aufgrund der Blechbiegung entsprechend dicke Bleche benötigt werden.Rd = 0. • Abschnitt 6. Die Schraubenköpfe werden dabei durch die Bleche „gestanzt“.Rd = 0.63.Rd = k2 · fub · As / gM2 zu ermitteln. sind die Schraubenzugkräfte bei den Festigkeitsklassen 4. In der Regel wird die Biegemomententragfähigkeit eines Bleches .25 = 429 kN Der Vergleich mit der maximalen Schraubenzugkraft von 403.0 + 5.0 / 1. • Abschnitt 6.6 bis 10. Die Bleche werden dabei durch Biegemomente beansprucht (Blechbiegung).Rd = 0.6 5.2 90. Die Tragfähigkeit einer Schraube bezüglich einer Zugkraft in Richtung der Schraubenachse ist mit Ft.9 · fu / gM2 ≥ Af · fy / gM0 Dabei ist Af die Fläche des zugbeanspruchten Flansches.3 254. Ein Lochabzug im Zugbereich von Stegblechen ist nicht notwendig. Tabelle 5.3 Zugbeanspruchung Als Bemessungswert der Zugbeanspruchbarkeit des Nettoquerschnitts längs der kritischen Risslinie durch die Löcher wird Festigkeit 4.07. Bei zugbeanspruchten Schrauben besteht die Gefahr.8 und 10.9 und ein 15 mm dickes Blech aus S 235 die folgende Durchstanzkraft: Bp.5 88.9 nicht maßgebend ist.Rd von Schrauben auf Zug gleich zu den Abscherkräften in Tabelle 5.9 Schraubengröße M12 M16 M20 M24 M27 M30 24. g. Als Beiwert ist k2 = 0.5 · 36. Fall „Gewinde in der Scherfuge“. Im Ver28 Tabelle 5.9 einzusetzen. die sich aus Zugflansch und Zugbereich des Stegbleches zusammensetzt.2 70.6. dass das Durchstanzen für tp ≥ 15 mm bei Schrauben bis M30 der Festigkeitsklasse 10.6 8.7) zeigt. Beispielsweise erhält man für eine Schraube M30 der Festigkeitsklasse 10. wenn sie mit den Verbindungsmitteln gefüllt sind.) Das Durchstanzen ist in der Regel nicht maßgebend. wenn sie mit den Verbindungsmitteln gefüllt sind.6 Querkraftbeanspruchung Bei Verbindungen ist daher der Nettoquerschnitt anzusetzen. jedoch bei Senkschrauben nur k2 = 0.1 203.7 zeigt eine Zusammenstellung von Schraubenzugkräften für gängige Schraubengrößen.6 und 8.2 264. 5. wenn sie durch Bleche dorthin übertragen werden.net · 0.5 161.2. Dies ist offensichtlich nicht zutreffend.7: Tragfähigkeit Ft. Die Tragfähigkeit einer Schraube bezüglich Durchstanzen ist mit Bp.5 Biegebeanspruchung Löcher für Verbindungsmittel dürfen in zugbeanspruchten Flanschen vernachlässigt werden.

Wenn der Abstand Lj zwischen den Achsen des ersten und des letzten Verbindungsmittels in einem langen Anschluss. dass ab · k1 = 1.5 angesetzt wird. dürfen wie zentrisch belastete Winkel bemessen werden. Wenn man eine Abminderung so weit wie möglich vermeiden will. Einschenklig mit einer Schraubenreihe angeschlossene Winkel.12 09:31 Seite 29 Geschraubte Verbindungen im Stahlbau der Breite b und der Dicke t nach der Plastizitätstheorie wie folgt bestimmt: Mpl. 5.4) aller Verbindungsmittel mit einem Abminderungsbeiwert bLf abzumindern.Rd in Abschnitt 5.8 Lange Scherverbindungen trägt.3. so ist in der Regel der Bemessungswert der Abschertragfähigkeit Fv.1: Abminderungsfaktor für lange Scherverbindungen Die Exzentrizität von Anschlüssen sowie die Einflüsse von Loch. wenn die Tragfähigkeit Nu.5 fu · d · t / gM2 Im Vergleich zur Ermittlung von Fb.Rd der Schrauben ist zu begrenzen auf: Fb. 5.4 bedeutet dies. also p1 = 2. mehr als 15 · d be- Abb. bei einseitig angeschlossenen Winkeln.9 in einschnittigen Anschlüssen mit nur einer Schraube oder einer Schraubenreihe sind in der Regel gehärtete Scheiben zu verwenden.7 Scherverbindungen der Kategorien B und C Gemäß Tabelle 1.0 Fv. 5.Rd 1. Sie werden in der Baupraxis relativ selten eingesetzt und daher hier nicht im Detail behandelt (siehe auch Abschnitt 4.2: Einschnittige Verbindung mit einer Schraubenreihe 5.2 · d0. siehe Abb.10 Einschenklig angeschlossene Winkel unter Zugbelastung Abb. gemessen in Richtung der Kraftübertragung. B. Die Lochleibungstragfähigkeit Fb. deren Anschluss unsymmetrisch erfolgt.Rd 5.3). Die Abminderung wird erst dann wirksam. bei denen die Kräfte durch Reibung übertragen werden. gewählt werden.12 behandelt. zu berücksichtigen.Rd = 0.Ed Ft.4 · Ft.322 Geschraubte Verb 110712_D 322 12.und Randabständen der Schrauben sind in der Regel bei der Bestimmung der Tragfähigkeiten von • unsymmetrischen Bauteilen und • symmetrischen Bauteilen. 5.6 Kombination Scher-/Lochleibung und Zug Sofern Schrauben durch Scherkräfte (Kat.9 Einschnittige Scherverbindungen mit einer Schraubenreihe In einschnittigen Anschlüssen mit nur einer Schraubenreihe sollten Scheiben sowohl unter dem Schraubenkopf als auch unter der Mutter eingesetzt werden. Er kann wie in Abb.Ed ––––––– + –––––––––––––– ≤ 1.1 angegeben bestimmt werden.Rd mit einem effektiven Nettoquerschnitt wie folgt bestimmt wird: 29 .1 handelt es sich um gleitfeste Verbindungen. A) und gleichzeitig durch Zugkräfte (Kat. ist diese Kombination mit der folgenden Bedingung nachzuweisen: Fv.Rd ≤ 1. D und E) beansprucht werden.25 · b · t2 · fy / gM0 Einzelheiten der Nachweisführung werden in Abschnitt 5. 5. also 60 % des maximal möglichen Wertes. 5.8 d / d0 Schrauben nebeneinander angeordnet werden.8 und 10. z. sollten für den Lochabstand p1 die kleinsten Abstände. 5.Rd (siehe Abschnitt 5. wenn mehr als n = 1 + 6.07. Bei Schrauben der Festigkeitsklassen 8.

Rd = 0. Zwischenwerte dürfen linear interpoliert werden. b3 Abminderungsbeiwerte abhängig vom Lochabstand p1 gemäß Tabelle 5.7 Abb.0 · (e2 – 0.7 b3 = 0. 5.322 Geschraubte Verb 110712_D 322 12.Rd = ––––––––––––––––––––––––––––––––––––– gM2 bei zwei Schrauben: b2 · Anet · fu Nu.5 · d0) · t · fu Nu.3: Einschenklig angeschlossene Winkel Lochabstand 2 Schrauben 3 Schrauben und mehr p1 ≤ 2. was durch die Kombination von Schub.Rd = fu · Ant / gM2 + –––−− ––– · Anv / gM0 √3 bei drei und mehr Schrauben: b3 · Anet · fu Nu.4: Blockversagen von Schraubengruppen bei Knotenblechen Abb.5 dargestellten Anschlüssen kann es zum Herausreißen der Anschlussbereiche kommen.Rd = –––––––––––––––––– gM2 b2.und Zugversagen der Anschlussbleche verursacht wird. Gemäß DIN EN 1993-1-8 handelt es sich um das Blockversagen 30 Zur Berechnung der Tragfähigkeit der folgenden Grundkomponenten geschraubter Anschlüsse kann das Modell des äquivalenten T-Stummels mit Zugbeanspruchung verwendet werden: • Stützenflansch mit Biegebeanspruchung • Stirnblech mit Biegebeanspruchung • Flanschwinkel mit Biegebeanspruchung • Fußplatte mit Biegebeanspruchung infolge Zugbeanspruchung .11 Blockversagen von Schraubengruppen Bei den in Abb.2.8.0 d0 b2 = 0.5 · fu · Ant / gM2 + ––––−− –– · Anv / gM0 √3 Abb. 5. Für eine Schraubengruppe unter exzentrischer Belastung wird in DIN EN 1993-1-8 folgender Grenzwert angegeben: fy Veff.8: Abminderungsbeiwerte b2 und b3 5.5 d0 ≥ 5. Für eine symmetrisch angeordnete Schraubengruppe unter zentrischer Belastung ergibt sich der Widerstand gegen Blockversagen zu: 2. Bei ungleichschenkligen Winkelprofilen mit Anschluss des kleineren Schenkels ist für Anet die Nettoquerschnittsfläche eines entsprechenden gleichschenkligen Winkelprofils mit einer Schenkellänge gleich der kleineren Schenkellänge anzunehmen. 5.12 09:31 Seite 30 Merkblatt 322 bei einer Schraube: von Schraubengruppen.4 und 5.4 b3 = 0.5 b2 = 0.07.12 T-Stummel mit Zugbeanspruchung Tabelle 5. Anet Nettoquerschnittsfläche des Winkelprofils. wenn große Anschlusskräfte in relativ kleinen Anschlussbereichen übertragen werden sollen. 5. Dabei ist Ant die zugbeanspruchte und Anv die schubbeanspruchte Querschnittsfläche.5: Blockversagen von Schraubengruppen an Trägerenden 5.1.Rd = –––––––––––––––––– gM2 fy Veff.

1. ist die Zugtragfähigkeit FT.Rd F T.1.6 dargestellt fy.6 angegeben.Rd F T.Rd FT.1 t bp 2 fy.1.1.Rd + 4n Mbp.2. siehe Tabelle 5.Rd = F T.Rd 8.9: Tragfähigkeit F T. den Dicken der Mörtelschicht.1.Rd eines T-Stummel-Flansches als der kleinste der Werte für die beiden möglichen Versagensarten nach Tabelle 5.Rd = S Ft. 31 . dass die zwischen T-Stummel-Flansch und Schraubenkopf bzw. angesetzt mit der Lb gesamten Klemmlänge (Gesamtdicke des Blechpakets und der Scheiben).1 Wert von ∑ℓeff für Modus 1 ∑ℓeff.9 festzulegen. d.322 Geschraubte Verb 120712_D 322 13. Wenn Abstützkräfte auftreten können. der Scheiben und der halben Mutternhöhe.12 10:25 Seite 31 Geschraubte Verbindungen im Stahlbau Abstützkräfte können auftreten.h.Rd = –––––––––––––––––––––––– m+n Modus 3 F T.9 enthaltenen Parameter haben folgende Bedeutung: Dehnlänge der Schraube.Rd FT.Rd = –––––––––––––––––––– 2mn – ew (m + n) Mit Futterplatten 4 · Mpl.Rd + 2 · Mbp.Rd = –––––––––––– m Modus 3 F T. Lb ≤ Lb* Modus 1 Verfahren 1 Verfahren 2 (alternatives Verfahren) Ohne Futterplatten 4 · Mpl.7) Dicke der Futterplatten = dw/4 Durchmesser der Scheibe oder Eckmaß des Schraubenkopfes oder der Mutter je nach Maßgeblichkeit Anmerkung: Bei Verfahren 2 wird angenommen.25 ∑ℓeff.bp / gM0 Q n nb Abstützkraft = emin .Rd Bemessungswert der Zugtragfähigkeit der Schraube.Rd eines T-StummelFlansches bei Zugbeanspruchung Keine Abstützkräfte Modus 1 und Modus 2 2 · Mpl.2 t f 2 f y / gM0 Mbp.3.Rd = S Ft.Rd = –––––––––––––––––––––––– m (8n – 2ew) Mpl. Mutter wirkenden Kräfte gleichmäßig verteilt sind und nicht konzentriert in der Schraubenachse angreifen (siehe Skizze in Tabelle 5.9 bestimmt werden.2.8 · m3 · As · n b ––––––––––––––––– ∑ℓeff.Rd Modus 1: Vollständiges Fließen des Flansches Modus 2: Schraubenversagen gleichzeitig mit Fließen des Flansches Modus 3: Schraubenversagen Die in Tabelle 5. m und tf sind in Abb.Rd = ––––––––––––––––––––––––––––––––– 2mn – ew (m + n) Modus 2 2 · Mpl.07. Modus 2 und Modus 3 anzusetzen.9).Rd F T.1.Rd F T.Rd eines T-Stummel-Flansches als der kleinste der Ft. 5.Rd ∑Ft.1.1 · t f 3 Bemessungswert der Zugtragfähigkeit eines T-Stummel-Flansches Mpl. 5.1.25 ∑ℓeff.25 ∑ℓeff.Rd der Schrauben im T-Stummel ∑ℓeff. Diese Annahme führt zu einer höheren Tragfähigkeit für Modus 1.2.Rd = ––––––––––– m (8n – 2ew) Mpl.1.25 · m Anzahl der Schraubenreihen (mit 2 Schrauben je Reihe) Die Abmessungen eines äquivalenten T-Stummel-Flansches sind in Abb.1 t f 2 f y / gM0 Mpl. Seine Tragfähigkeit kann mithilfe von Tabelle 5.2.Rd = 0. Werte für die drei möglichen Versagensarten Modus 1.1. der Fußplatte. Bei Ankerschrauben die Dehnlänge.bp tbp ew dw Streckgrenze der Futterplatten (siehe Abb. angesetzt mit der Summe aus dem 8-fachen Schraubendurchmesser. ist die Zugtragfähigkeit FT. jedoch n ≤ 1. plus der halben Schraubenkopfhöhe und halben Mutternhöhe.Rd = 0.7 Summe aller Ft. Treten keine Abstützkräfte auf.Rd = 0. 5.Rd + nS Ft.Rd Tabelle 5.3. L b *= FT.2 Wert von ∑ℓeff für Modus 2 emin.1.

25e 2p p Andere äußere Schraubenreihe 2pm 4m + 1.cp Nicht kreisförmiges Muster ℓeff. wenn aufgrund zusätzlicher Aussteifungen (im Vergleich zu Abb.6 rechts) die Schraubenkräfte in zwei Richtungen übertragen werden können.nc Äußere Schraubenreihe neben Trägerzugflansch Der kleinste Wert von: 2pmx pmx + w pmx + 2e Der kleinste Wert von: 4mx + 1.8 wird benötigt.5bp 0. 5.2 = Σℓeff. Der Beiwert a in Abb. einzelne Schraubenreihen. jedoch ℓeff.322 Geschraubte Verb 110712_D 322 12.1 ≤ Σℓeff. 5.07. 5.cp Nicht kreisförmiges Muster ℓeff.1 ≤ ℓeff.nc Σℓeff.625ex – – Innere Schraubenreihe neben Trägerzugflansch 2pm am (a siehe Abb.8) pm + p 0.cp Σℓeff. DIN EN 1993-1-8 für ausgesteifte und nicht ausgesteifte Stützenflansche sowie für Stirnbleche bestimmt werden. Schraubengruppen und Gruppen von Schraubenreihen.nc.nc Kreisförmiges Muster ℓeff.6: Abmessungen eines äquivalenten T-Stummel-Flansches Abb.12 09:31 Seite 32 Merkblatt 322 Abb.625e + 0.nc .1 = Σℓeff. 5.4 der DIN EN 1993-1-8 enthält ergänzende Regelungen für Verstärkungsbleche.625ex 0. Sie können nach Tabelle 5. 5.7).2 = ℓeff.cp Modus 2: ℓeff.625e) (a siehe Abb.7: Stützenflansch mit Verstärkungsblechen (Futterplatten) Abschnitt 6.6 erläutert.13 Stirnbleche mit Biegebeanspruchung Zur Ermittlung der Tragfähigkeit von T-Stummel-Flanschen mithilfe von Tabelle 5. Die Durchführung der Berechnungen wird mit den Berechnungsbeispielen in den Abschnitten 6.8) Andere innere Schraubenreihe 2pm 4m + 1.5 und 6. 5.5w + 2mx + 0.5p Modus 1: ℓeff. 5. die bei der Ermittlung der Tragfähigkeit zu beachten sind (siehe Abb.25ex e + 2mx + 0.10: Wirksame Längen für Stirnplatten 32 Lage der Schraubenreihe Schraubenreihe einzeln betrachtet Schraubenreihe als Teil einer Gruppe von Schraubenreihen Kreisförmiges Muster ℓeff. jedoch Σℓeff.9 werden wirksame Längen ℓeff benötigt.5p + am – (2m + 0.1 = ℓeff.10 dargestellt.25e pm + p 2m + 0. 5.nc. Als Beispiel ist hier die Ermittlung wirksamer Längen für Stirnbleche in Tabelle 5.2.

1 und ist in Abb. Beiwerte k1 und ab nach Tabelle 5. da die Randabstände größer als 1. Hierzu ist Tabelle 1. 6.57 / 1.995 ≤ 1.2 33 . 6.86 3 · d0 4 3 · 1. Grundsätzlich ist dabei vorab zu klären.0 –––––––– = ––––––––– = 0.Rd 60.3 Nachweiskriterium Lochleibung: Die Abstände genügen offensichtlich den Mindestabständen. Nachweiskriterium Abscheren: N M16–8.07.1 als Grundlage heranzuziehen.7 = 2.97 d0 1.3.8 4 e1 3.1: Anschluss einer Zuglasche Die Zugkraft wird auf alle Schrauben gleichmäßig verteilt. Zum Nachweis ausreichender Tragfähigkeit sind das Abscheren und die Lochleibung zu untersuchen.97 d0 1.Ed 60.8 · ––––––– – 1.8 fub ––– fu 80 = ––––– 36 1. so dass Fv.322 Geschraubte Verb 110712_D 322 12. Außerdem ist die Tragfähigkeit im Nettoquerschnitt zu überprüfen. Für in der Praxis häufig vorkommende standardisierte Anschlüsse können die Tragfähigkeiten nach [2] bestimmt werden. Fv. Gewinde in der Scherfuge) Fv.55 3 · d0 3 · 1.1 dargestellt.4 · –––– – 1.2 d0 und die Lochabstände größer als 2.1 Vorbemerkungen In den folgenden Abschnitten werden Nachweise für sechs Berechnungsbeispiele geführt.2 Anschluss Flachblech/Knotenblech Der Anschluss entspricht der Kategorie A nach Tabelle 1.Ed = 240 / 4 = 60 kN beträgt.5 ab = 0.55 = 2.6 · 80 · 1. Zahlreiche weitere Beispiele sowie ergänzende Erläuterungen zum Tragverhalten geschraubter Verbindungen finden sich in [4].2 d0 sind.7 = 2.0 ––––––– = ––––––––––– = 0.0 1 p1 ––––––– – ––– = ––––––––––– – ––– = 0.7 = 2.4 (für alle Schrauben): p2 6.8 2.0 2. fub = 800 ––––––2 mm Abb. 6.8 · –––– – 1.25 = 60.0 kl = 2.8 (Gewinde): d = 16 mm. 5.7 = 1.Rd = av · fub · As / gM2 = 0.8 e2 3.8: Beiwert a zur Ermittlung wirksamer Längen für ausgesteifte Stützenflansche und Stirnplatten 6 Bemessungsbeispiele nach DIN EN 1993-1-8 6.3 kN (siehe Tabelle 5. in welche Kategorie der geschraubte Anschluss einzuordnen ist und welche Nachweiskriterien einzuhalten sind.0 Fv.12 09:31 Seite 33 Geschraubte Verbindungen im Stahlbau Abb.0 1.5 1 6.4 · ––––––– – 1.

8) · 1. 6.2: Anschluss eines auf Zug beanspruchten Winkels an ein Knotenblech 34 0.Ed 55 –––––––– = ––––––––– = 0.0 Nachweis mit Fv.12 09:07 Seite 34 Merkblatt 322 Bemessungswert der Tragfähigkeit: Nachweiskriterium Abscheren: Fb.13 cm2 Abb.7 = 2.13 · 49 Nu.Rd = –––––––––––––––––––––––– = 228.5).Rd = 0. 6.Rd = 2.3 · ––––––––––––– (mit p1 /d = 70/22 = 3.Rd = –––––––––––––––––––––– = 261 kN 1.76 fub ––– fu 50 = ––––– 49 = 1.0 Fb.8 · 2.5 1 7.0 Fv.5 b = 0.08 cm2 0.76 1.Rd 76.6 (Schaft): d = 20 mm.3 Einseitig an ein Knotenblech angeschlossener Winkel Für den in Abb.02 ab = 0.4 kN 1.322 Geschraubte Verb NACHDRUCK 221012_D 322 23.48 · 12.2 4 e1 ––––––– 3 · d0 5.25 = 119.Rd 75.25 NEd = 110 kN < Nu.730 < 1.08 · 36 Nu.18) 5.und Lochabstände sind eingehalten (siehe Tabelle 5.Rd 6.10.88 d0 2.5 2.25 NEd = 240 kN < Nu. fub = 500 –––––– mm2 Nachweis: 50 Fv.4 Nachweiskriterium Lochleibung: Die Mindestrand.0 = ––––––––––– 3 · 2.4 + 0.55 · 1.48 Anet = 13.2 = 0. Gemäß DIN EN 1993-1-8 ist neben den Nachweisen gegen Abscheren und Lochleibung auch die Tragfähigkeit des Profils zu untersuchen.81 3 · d0 4 3 · 2.6 · 1.Ed = 110 / 2 = 55 kN: Tragfähigkeit im Nettoquerschnitt: Anet = (12 – 2 · 1.5 = 0.8 · –––– – 1.789 < 1.76 · 0.10 für einen effektiven Nettoquerschnitt erfolgt.2 kl = 2.25 60 Fb.14 · ––––– = 75.2 = 12.Ed –––––––– = ––––––––– = 0.Rd 119.0 kN N M20–5.Rd .7 = 2.0 49 Fb.5 · 0.89 – 0.Ed 55 –––––––– = –––––––––– = 0.18 – 2.2 kN Nachweis: Fb.1) eingeordnet werden. kann der Winkel als zentrisch belastet angesehen werden.9 · 10.0 Fb.Rd = kl · ab · d · t · fu / gM2 = 2. Auch in diesem Fall kann der Anschluss in die Kategorie A (Tabelle 1.8 · 2.2 kN 1.2 Nachweiskriterium Zugstab: Die Tragfähigkeit des mit zwei Schrauben angeschlossenen Winkels darf wie folgt bestimmt werden: 3. Wenn der Nachweis nach Abschnitt 5.2 abgebildeten Anschluss eines zugbeanspruchten Winkels an ein Knotenblech sind die Tragfähigkeitsnachweise zu führen.0 – 2. Beiwerte k1 und ab: e2 3.25 = 76.461 < 1. Fv.0 · –––––– 1.6 2.5 · 0.8 · ––––––– – 1.2 · 36 / 1.0 1 p1 ––––––– – ––– = ––––––––––– – ––– = 0.6 · 3.2 = 10.

Für den dargestellten Anschluss sind zwei Verbindungen nachzuweisen: die Verbindungen Träger – Winkel und Winkel – Querträger.4 Gelenkiger Trägeranschluss mit Winkel In Abb. Der Spalt zwischen Nebenträger und Hauptträger beträgt planmäßig 5 mm.und z-Richtung sowie Resultierende: Vz.i –––––––––– Fv.i Vx. 5.3 kN Nachweis Abscheren: Fv.i VR.4 p2 = 110 mm → p2 / d0 = 6.71 · 1.3 ist ein gelenkiger Nebenträgeranschluss an einen Hauptträger dargestellt.Ed 45.340 < 1. Die zu übertragende Querkraft beträgt Vz. 5.25 = 75.12 09:31 Seite 35 Geschraubte Verbindungen im Stahlbau 6.56 Tab.600 Fb. Schaft in den Scherfugen.3: Anschluss eines Nebenträgers an einen Hauptträger mit Winkeln Verbindung Nebenträger – Winkel: Schnittgrößen im Schwerpunkt des Winkelanschlusses: Vz. N.Rd = 2.Rd. 5.6 · 36 / 1.Ed. Horizontale Richtung: e l = 55 – 5 = 50 mm → el / d0 = 2.71 · 1.11 kl · ab = 2.Ed = 80 kN My. Die verwendeten Anschlusswinkel sind mit zugehörigen Maßen in Abb.6 · 36 / 1. Abb.78 Mit e 2 = 46 mm → e2 / d0 = 2.582 Fb.Rd.Ed.322 Geschraubte Verb 110712_D 322 12.Rd = 1.3 = ––––––––– = 0.07.1 e2 = 55 – 5 = 50 mm Fb.Ed –––––––– = ––––––––– = 0.Rd 66.1 · 0.11 kl · ab = 1. 2 Scherfugen) Fv.0 193 35 .5 = 193 kN (siehe Tabelle 5.4: Detail Anschlusswinkel (S 235) mit Abmessungen Nachweiskriterium Lochleibung Nebenträger: Der Nachweis bezüglich Lochleibung kann für jede Richtung separat geführt werden.w.7 Nachweiskriterium Lochleibung Winkel: Horizontale Richtung: el = 35 mm → el / d0 = 1.Rd 75.4 kN Fb.Rd = 2.Ed. 6. 6.4 Vertikale Richtung: analog zur horizontalen Richtung.3 · 0. Sie werden getrennt voneinander untersucht.4 abgebildet.1 / 2 –––––––– = –––––––––––––– = 0.i Vertikale Richtung: e l = 46 mm Mit Tab.9 · 1.Ed = 80 kN und wirkt in der Stegachse des Hauptträgers.Ed.2 kN Fb. 6.i = 80 / 2 = 40 kN = 496 / 11 = 45.Rd 68.4 / 2) = 496 kNcm Schraubenkräfte in x. o.7 kN 40 Fb.4 p 1 = 110 mm k l · a b = 2.12 = 60.1 kN −−−−−−−−−−−− = √ 402 + 45.1 –––––––– = ––––––––– = 0.94 Mit e2 = 45 mm → e2 / d0 = 2.6 · 0.25 = 68.5 + 1.4 p 2 = 110 mm → p2 / d0 = 6.Ed = 80 · (5.25 = 66. Der Gelenkpunkt liegt im Steg des Hauptträgers. 60.i = 2 · 96.6 Fb.3.6 · 36 / 1.Ed 45.312 < 1.50 Tab.0 Fb.3 Fb. 6.2 Abb.

Nachweiskriterium Abscheren: Fv.71 / 2) = 234.Ed 785 / 6 –––––––– = ––––––––––––– = 0. 6.247 < 1.2 kNcm Da die Schraubenkräfte hinsichtlich des Abscherens in etwa identisch oder kleiner sind. Die Querkraft wird dem Steg zugewiesen. 5. Der Anschluss entspricht der Kategorie A nach Tabelle 1.1: a = 0.4 p1 / d0 = 80 / 26 = 3. 785 / 6 Fb.5 mm.Ed √ 54.Ed = 80 / 2 = 40 kN Mx. der im vorliegenden Fall nicht maßgebend wird.versatz = 180 · (10 + 7) / 2 = 1530 kNcm Verbindung Untergurt – Lasche: Für die Bemessung der Flanschverbindungen ist die Laschenverbindung des unteren Flansches maßgebend.Ed –––––––– = ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– = 0.6) · 1.6 · 1.5: Biegesteifer Stoß eines HEB 260 Verbindung Steg – Lasche: Die maximalen Schraubenkraftkomponenten in x.0 Fz. ist der Nachweis offensichtlich erfüllt.5 + 0.75) Flansch unten: 250 16000 NUG = –––––– + –––––––––––––––– = 785 kN 2 (26 – 1.60 p2 / d0 = 140 / 26 = 5.0 / 8.42 107.Rd 1.Ed = 160 kNm und die Querkraft Vz.Ed = 40 · (5.0 Nachweiskriterium Abscheren für die zweischnittige Verbindung (m = 2): −−−−−−−−−−−−−− Fv.5 betrachtet.Ed = 180 kN zu übertragen.322 Geschraubte Verb 110712_D 322 12.1. b = 1): 1530 0.5 Biegesteifer Stoß mit Laschen Im Folgenden wird der biegesteife Laschenstoß gemäß Abb.9 · (26 – 2 · 2.69 .0 Fv.73 e2 / d0 = 50 / 26 = 1. Neben der Zugkraft NEd = 250 kN sind das Biegemoment My.93 Nach Tab.1 –––––––– = –––––––––––––––––––––– = –––––––– = 0.0)2 Teilschnittgrößen: Zunächst werden die Beanspruchungen der Gurte und des Steges ermittelt.676 < 1.19 p2 / d0 = 70 / 26 = 2.Rd = –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– = 944 kN 1. Neben den Nachweisen für die geschraubte Verbindung ist auch die Querschnittstragfähigkeit des Winkels und des ausgeklinkten Trägers zu untersuchen.0 Fb. Ähnlich verhält es sich mit dem Nachweis bezüglich Lochleibung.75 · 36 NUG.60 < 1.Rd 217 Nachweiskriterium Lochleibung: el / d0 = 50 / 26 = 1.2 kN 8 1 + 1 · (7. 6.0 Fv.38 Maßgebend ist der Trägerflansch mit tf = 17.und z-Richtung betragen (Tabelle 4.Ed = –––––– + 54.92 e2 / d0 = 60 / 26 = 2.4 · 36 / 1.4 p1 / d0 = 70 / 26 = 2. Die Normalkraft und das Biegemoment werden den Gurten zugeteilt. 5.75 · 2. Steg: Vz = 180 kN My.Rd 217 · 2 434 Nachweiskriterium Lochleibung: Vertikale Komponente: el / d0 = 45 / 26 = 1.5.Rd Abb.4 kN 4 8.25 Tragfähigkeit des unteren Flansches: 0.5 Fx.2 · ––––– = 92.25 NUG. 6.07. Flansch oben: 250 16000 NOG = –––––– – –––––––––––––––– = – 535 kN 2 (26 – 1. Dabei ist das Versatzmoment von der Stoßmitte bis zum Schwerpunkt des Schraubenbildes zu berücksichtigen.30 Nach Tab.Ed = ––––––– · –––––––––––––––––––––––––– = 54.22 + 92.08 kl · ab = 1.12 09:31 Seite 36 Merkblatt 322 Verbindung Winkel – Hauptträger: Schnittgrößen im Schwerpunkt des Schraubenbildes: Vz.69 kl · ab = 1.75) 36 180 7.Ed = 785 kN < Nu.

0 Fb.5 / 1.6 Fb.17 + 3.0 + 2.Ed = 100 kN Wie bei dem vorherigen Beispiel wird das T-Stummel-Modell verwendet und es wird der günstige Einfluss des Steges vernachlässigt. Sie entspricht der Kategorie E nach Tabelle 1. 6. siehe Abb.8 dargestellte Stoß (Kategorien A und E nach Tabelle 1. ohne den Steg des IPE 300): Lb = 2.6: Anschluss eines Zugstabes mit Stirnplatte Für die Nachweisführung wird der Anschluss in zwei T-Stummel-Anschlüsse mit jeweils vier Schrauben aufgeteilt.07.25 · leff · tp2 · fy / gM0 = 0.2.0 kN 2 · 400 + 3.1 cm 17.702 < 1.3.4 · 36 / 1.45 · 2 Lb* = ––––––––––––––––––––––3–––––– = 10.0 · 2.4 –––––––– = –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– = 0.7 Biegesteifer Stoß mit Stirnplatten Abb.Rd = ––––––––––––––––––––––––––––––––––– 3. siehe Abb. Mpl. e2 / d0 = 45 / 26 = 1. 6.6. 4 · 400 FT.8 · 2 · 2.Rd = 176.4 –––––––– = –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– = 0.0 Wegen Lb < Lb* können Abstützkräfte auftreten.Rd = 0.4 FT.2 / (1. Die Zugkraft wird zu gleichen Teilen auf die Gurte aufgeteilt und der günstige Einfluss des Steges wird vernachlässigt.8 · 3.7: T-Stummel des Anschlusses von einem Zugstabflansch 6. 6.1) eines IPE 400 mit überstehenden Stirnplatten ist für die folgenden Einwirkungen nachzuweisen: My. 6.0 kN (maßgebend) FT.0 Fb.25 Horizontale Komponente: Bei analoger Vorgehensweise erhält man: Fb.836 < 1.12 09:31 Seite 37 Geschraubte Verbindungen im Stahlbau Laschen: Fb.Rd 473 6.4 · 36 / 1.0 · 2.6 + 2 · 0.0 = 400 kNcm Ft.846 < 1.Rd 1.322 Geschraubte Verb 110712_D 322 12.0 · 4 · 176.0 · 2.85 cm 8.73 → k1 · ab = 1.Ed = 185 kNm Vz. 6.Rd = ––––––––––– 3.25 Steg: e1/d0 > 3.25 · 17 · 22 · 23.1.Ed 92.4 · 36 / 1. Der in Abb.44 · 1.6 Anschluss eines Zugstabes mit Stirnplatte Ein vertikaler Zugstab soll an einen horizontal liegenden Träger mithilfe einer Stirnplattenverbindung angeschlossen werden.7.3 / 2 = 6.Ed 92.4 + 1.6 kN Nachweis des T-Stummels: NEd 400 –––––––– = ––––––– = 0.4 kN Tragfähigkeit des T-Stummels nach Tabelle 5.0 = 473.Rd 1. Die Verbindung soll aus Gründen der Gebrauchstauglichkeit planmäßig vorgespannt werden.Ed / Fb.173 · 2.Rd = 54.1.55 Abb.0.9 (vereinfacht.25) = 0.17 = 505.19 · 0.Rd = 4 · 176.4 = 705.6 / 2 + 1.6 · 1.0 FT. Den 37 .

0 = 228 kN = Fb.6 –––––––– = –––––––––– = 0.322 Geschraubte Verb 110712_D 322 12.0 = 489 kN (maßgebend) FT. 38 7 Normen DIN EN 1090-2 Ausführung von Stahltragwerken und Aluminiumtragwerken – Teil 2: Technische Regeln für die Ausführung von Stahltragwerken (2011-10) DIN EN 1993-1-1 Eurocode 3: Bemessung und Konstruktion von Stahlbauten – Teil 1-1: Allgemeine Bemessungsregeln und Regeln für den Hochbau (2010-12) mit NA (2010-12) DIN EN 1993-1-8 Eurocode 3: Bemessung und Konstruktion von Stahlbauten – Teil 1-8: Bemessung von Anschlüssen (2010-12) mit NA (12-2010) DIN EN 14399 Hochfeste planmäßig vorspannbare Schraubenverbindungen für den Metallbau – Teil 1: Allgemeine Anforderungen (2006-06) – Teil 2: Prüfung der Eignung zum Vorspannen (2006-06) – Teil 3: System HR – Garnituren aus Sechskantschrauben und -muttern (2006-06) – Teil 4: System HV – Garnituren aus Sechskantschrauben und -muttern (2006-06) – Teil 5: Flache Scheiben (2006-06) – Teil 6: Flache Scheiben mit Fase (2006-06) – Teil 7: System HR – Garnituren aus Senkschrauben und Muttern (2008-03) – Teil 8: System HV – Garnituren aus SechskantPassschrauben und Muttern (2008-03) – Teil 9: System HR oder HV – Direkte Kraftanzeiger für Garnituren aus Schrauben und Muttern (2009-07) – Teil 10: System HRC – Garnituren aus Schrauben und Muttern mit kalibrierter Vorspannung (2009-07) .07.25 · 22 · 18 · 23.0 · 4 · 176.7 kN = Fv.4 kN Mpl. die daher der Kategorie A nach Tabelle 1.4 FT.06 + 3.Ed = 50 kN < 114 · 2.8: Biegesteifer Stoß eines IPE 400 mit Stirnplatten beiden oberen Schrauben wird die Übertragung der Querkraft zugewiesen.06 cm Ft.9 · √2 = 3.2. dass sich Abstützkräfte ausbilden können: 4 · 423 FT.Rd = 176.Rd Abb.Rd für 1 cm Blechdicke aus Tabelle 5.Rd = ––––––––––––––––––––––––––––––––––– 3.Rd 489 Die Querkraft wird den beiden Schrauben im Bereich des oberen Trägerflansches zugewiesen.6 abgelesen werden kann.Rd = 0.Rd = 4 · 176.1 zuzuordnen sind.6 kN Nachweis des T-Stummels: NEd 478.0 cm leff = b = 18 cm − m = (9.Ed = 100 / 2 = 50 kN < 150.5 / 1.0 = 423 kNcm Bemessungswert der Tragfähigkeit unter der Annahme.Rd (siehe Tabelle 5.3.4 = 705.12 09:31 Seite 38 Merkblatt 322 Nachweiskriterium Abscheren: Fv.35) / 2 – 0.Rd = ––––––––––– 3. Die Zugnormalkraft im unteren Flansch beträgt: NEd = 18500 / (40 – 1. 6.06 = 553 kN 2 · 423 + 3.1. Fv.6 kN Für die Berechnung der Tragfähigkeit des T-Stummels werden folgende Werte benötigt: n = e = 3.5 – 1.0 FT.6 durch Zugkräfte beansprucht und zusätzlich vorgespannt (Kategorie E).05 ergibt sich ab · k1 = 2.5.979 < 1.3. Schaft in der Scherfuge) Nachweiskriterium Lochleibung: Mit e2 / d0 = 45 / 22 = 2.35) = 478.8 · 0. Die Schrauben am Untergurt werden gemäß Abschnitt 4. so dass Fb.

S. Stahlbau-Verlagsgesellschaft..: Geschraubte Anschlüsse und Verbindungen nach DIN EN 1993-1-8. Typ 2 – Produktklassen A und B (2012-05) DIN EN ISO 4034 Sechskantmuttern – Produktklasse C (2012-06) DIN EN ISO 7089 Flache Scheiben – Normale Reihe. J. N. K. Ungermann. Produktklasse C (2000-11) DIN ISO 724 Metrische ISO-Gewinde allgemeiner Anwendung – Grundmaße (ISO 724:1993 + Cor. S.. Stahl-Informations-Zentrum. R. H. Hockelmann.07. Stahlbau-Verlagsgesellschaft mbH. Verlag Ernst & Sohn. H. Auflage.. 3.322 Geschraubte Verb 110712_D 322 12. 2. Auflage. 1:2009) (2010-01) DIN ISO 965-1 Metrisches ISO-Gewinde allgemeiner Anwendung – Toleranzen – Teil 1: Prinzipien und Grundlagen (1999-11) DIN ISO 1891 Mechanische Verbindungselemente – Benennungen (2009-09) 8 Literatur DIN EN ISO 4014 Sechskantschrauben mit Schaft – Produktklassen A und B (2011-06) [1] Oberegge. Berlin 2011 DIN EN ISO 4018 Sechskantschrauben mit Gewinde bis Kopf – Produktklasse C (2011-07) DIN EN ISO 4032 Sechskantmuttern. Stark.: Stahlbau kompakt. 2.: Anwendungen von Schrauben im Stahlbau. Berlin 2009 [5] Kindmann. Auflage. H. Stahlbau-Kalender 2011. Produktklasse A (2000-11) [4] Kindmann.: Bemessungshilfen für profilorientiertes Konstruieren. M. Typ 1 – Produktklassen A und B (2012-05) DIN EN ISO 4033 Sechskantmuttern. Auflage. O. Niebuhr.12 09:31 Seite 39 Geschraubte Verbindungen im Stahlbau DIN EN 15048-1 Garnituren für nicht planmäßig vorgespannte Schraubenverbindungen für den Metallbau – Teil 1: Allgemeine Anforderungen (2007-07) DIN EN 20898-2 Mechanische Eigenschaften von Verbindungselementen – Teil 2: Muttern mit festgelegten Prüfkräften. Düsseldorf 2001 DIN EN ISO 7090 Flache Scheiben mit Fase – Normale Reihe.. D.-P. Stranghöner. Stahlbau 89. Verlag Ernst & Sohn.: Verbindungen im Stahl. Regelgewinde (1994-02) DIN EN ISO 286-2 Geometrische Produktspezifikation (GPS) – ISOToleranzsystem für Längenmaße – Teil 2: Tabellen der Grundtoleranzgrade und Grenzabmaße für Bohrungen und Wellen (2010-11) DIN EN ISO 898-1 Mechanische Eigenschaften von Verbindungselementen aus Kohlenstoffstahl und legiertem Stahl – Teil 1: Schrauben mit festgelegten Festigkeitsklassen – Regelgewinde und Feingewinde (2009-08) DIN EN ISO 7091 Flache Scheiben – Normale Reihe. Düsseldorf 2008 [6] Schneider. Produktklasse A (2000-11) 39 . Verlag Stahleisen. Verlag Ernst & Sohn... Köln 1997 DIN EN ISO 4016 Sechskantschrauben mit Schaft – Produktklasse C (2011-06) [2] Typisierte Anschlüsse im Stahlhochbau. Merkblatt 322.. R. M. Berlin 2010 [7] Weynand. Düsseldorf 2002 DIN EN ISO 4017 Sechskantschrauben mit Gewinde bis Kopf – Produktklassen A und B (2011-07) [3] Schmidt.und Verbundbau. Stracke. Kraus.: Ausführung geschraubter Verbindungen nach DIN EN 1090-2. 2.

322 Geschraubte Verb 110712_D 322 12.de .07.de · www.12 09:30 Seite 40 Stahl-Informations-Zentrum im Stahl-Zentrum Postfach 10 48 42 · 40039 Düsseldorf Sohnstraße 65 · 40237 Düsseldorf E-Mail: siz@stahl-info.stahl-info.