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Eine Stunde mit … | Seite 18
… der Schauspielerin und Möbel-
designerin Roswitha Schreiner
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Kaffee, Espresso und Co. – der
schwarze Muntermacher im Dessert
Ihr Magazin für 100% Zuhause. Lüneburg. März / April 2009
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Eine Stunde mit …
Am Rote-Rosen-Set:
Roswitha Schreiner ist nicht nur erfolgreiche
Schauspielerin, sie und ihr Mann sind mittlerweile
auch erfolgreich im Möbeldesign unterwegs
Eine Stunde mit …
… Roswitha Schreiner
Sie ist aktuell Maike Becker bei „Rote Rosen“,
sie war Sarah, die Filmtochter von Manfred
Krug in der Anwalt-Serie „Liebling
Kreuzberg“ und sie ermittelte jahrelang als
patente Miriam Koch an der Seite von
Martin Lüttge im WDR-„Tatort“ – um nur
einige Rollen zu nennen …
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nd, nein, es handelt sich hierbei nicht
um eine multiple Persönlichkeit, son-
dern um die zierliche Frau mit Stups-
nase und zartem Stimmchen – die Schauspie-
lerin Roswitha Schreiner. Bequem angezogen,
weil gerade Drehschluss, empfängt sie locker
in der Kantine, am Set der Fernsehproduktion
Rote Rosen im Lüneburger Industriegebiet Ha-
fen. „Tja, ich bin mit dieser Nase geboren wor-
den“, lacht sie schulterzuckend und gibt zu:
„Ich wollte früher immer eine gerade, edle
Nase haben. Aber man strebt ja oft nach dem,
was man nicht hat. Und stimmt, die Leute
identifzieren mich auch mit meiner Stimme …
Ich bin halt die Tochter der Nation – es ist ja
liebevoll gemeint“, sagt sie selbstbewusst. Denn
seit ihrer frühen Jugendzeit steht sie bereits
vor der Kamera oder auf der Bühne.
Die jahrelang festgelegten Rollen sieht die
„Toch ter der Nation“ bei ihrer Arbeit nicht als
Hindernis, im Gegenteil: „Das war ja gerade
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bei Rote Rosen die Herausforderung und der
Reizpunkt“, lächelt sie zufrieden, „in der Tele-
novela darf ich eine 40-Jährige spielen, eine
Frau, die im Leben steht, Single ist
und sich berufich durchschlägt. Die
schon viel erlebt und noch genauso
viel vor hat.“
Der Ausfug für zwei Jahre in die Co-
medy-Szene mit Anke Engelke kam
ebenfalls gerade recht, wie sie be-
richtet. „Da habe ich meine komische
Seite an mir entdeckt. So etwas liebe
ich, das war eine lustige Zeit“, lacht
die 44-Jährige, die gerade ihren Ge-
burtstag feierte. „Das ist auch bei Ro-
te Rosen reizvoll – hier kann ich auch
mal komödiantische Elemente einfießen las-
sen“, jedoch sei sie kein Stand-up-Comedian,
wie sie im Gespräch nachdrücklich feststellt.
Eine Stunde mit …
Momentan pendele sie zwischen Lüneburg,
München und Berlin hin und her. In der Woche
wohne sie selbstverständlich in Lüneburg. An-
deres lässt der Drehplan nicht zu. Auf die Fra-
ge, ob sie mit ihrer Unterkunft zufrieden sei,
antwortet sie stolz: „Ich wohne fast am Rat-
haus in einem Häuschen von 1525 – ich müsste
nicht alle Tassen im Schrank haben, wenn ich
das nicht toll fände!“, lacht sie erfrischend na-
türlich. Überhaupt ist Roswitha Schreiner kei-
ne zerbrechliche Person, die schüchtern ist
oder zaudert, das bringt wohl schon ihr Beruf
mit sich. Sie sagt ihre Meinung frei heraus, mit
präziser, feiner Formulierung, stets herzlich.
Was sie nicht mag, ist, wenn man sie willkür-
lich reglementiert, „mir einfach Grenzen setzen
geht gar nicht“, bestätigt sie.
Zurück zum Thema Lüneburg: „Ich liebe Lüne-
burg. Diese Stadt hat so viel Flair.“ Häufg gehe
sie nach den Drehtagen noch ein Stück zu Fuß
durch die Stadt, um die Atmosphäre zu genie-
ßen. Spaziergänge, und das vielleicht auch
noch bei Regen, entspannen sie ungemein, wie
sie hinzufügt.
Am Wochenende geht’s dann oft nach Mün-
chen oder in ihre Heimatstadt Berlin – so oder
so, zu ihrem Mann, mit dem sie seit zwölf Jah-
ren eine Beziehung führt, seit fünf Jahren eine
Ehe. „Übrigens, mein Mann ist in Freising auf-
gewachsen und völlig versessen auf Lüneburg.
Wenn er aus Indonesien zurück in Deutschland
ist und Zeit hat, kommt er sofort in die alte
Salzstadt.“ Zu ihrer Erleichterung, denn der
Schauspielerin ist wichtig, dass sich ihr Mann
an den Orten, an denen sie länger dreht, wohl-
fühlt.
Stichwort Indonesien. Beim Nachhaken, was
denn ihr Gatte, gelernter Feinmechaniker, der
ursprünglich auch beim Film als Aufnahme-
und Produktionsleiter arbeitete, in Indonesien
macht, erklärt die Schreiner, dass sie und ihr
Mann sich einem berufichen zweiten Stand-
bein widmen: dem Möbeldesign und -verkauf.
Ein lang verschütt gegangener Kindheitstraum:
„Als dreijähriges Mädchen sagte ich schon, ich
werde Schauspielerin oder Innenarchitektin“,
ahmt sich die Wahllüneburgerin ulkig nach.
Angefangen hat das Ganze im Honeymoon-Ur-
laub in Indonesien, aus dem sich die beiden ein
wunderschönes „verschnitztes“ Bett mitge-
bracht hatten. „Das haben dann lauter Freunde
gesehen, die uns aufforderten, ihnen
doch auch so etwas zu besorgen. Bei
der nächsten Indonesien-Reise ha-
ben wir uns nach Containerpreisen
erkundigt und festgestellt, dass beim
Möbelimport eine Menge auf einen
zukommt“, erklärt die Möbeldesi-
gnerin aus Leidenschaft. Kurz: Die
zwei organisierten eine Fracht, in-
klusive Container sowie Einfuhrpa-
piere und planten zuerst in Berlin
quasi einen „Lagerverkauf“. Plötzlich
haben wir am Prenzlauer Berg einen
Laden gefunden, der uns gefel und
sind umgeschwenkt. Wir haben den Laden ge-
mietet, weil wir seriös auftreten und sehen
wollten, wie sich die Geschichte entwickelt. Im-
„Als dreijähriges
Mädchen sagte ich schon,
ich werde Schauspielerin oder
Innenarchitektin.“
Schöne Möbel aus Indonesien:
Am liebsten stellen Roswitha Schreiner und ihr Mann Möbel aus
einem Materialmix her – bevorzugte Rohstoffe: Holz und Glas.
Kokosnussregale mit Glasböden, Wurzelholztisch mit Glasinlays
oder seit Neuestem sehr altes, löchriges Holz, das ebenfalls mit Glas
zu einer Fläche ergänzt und wunderschön wirkt – daraus fertigen
sie dann Sideboards oder Tische
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rem Bekanntheitsgrad. „Ich werde schon oft
angesprochen, aber das ist in Ordnung und ei-
gentlich immer sehr positiv.“ Sie habe stets ein
paar Autogrammkarten für die Jäger parat.
Wichtig sei ihr der respekt- und liebevolle Um-
gang miteinander, ob berufich oder privat,
verrät die Schreiner. „Wir sind alle nur Kurz-
zeitgäste dieser Welt, es lohnt sich nicht, sich
gegenseitig mit Intrigen zu bekämpfen. Irgend-
wann ist eh Feierabend. Wie man selber mit
anderen umgeht, so wird mit einem umgegan-
gen“, ihrer Meinung und Beobachtung nach.
Apropos Feierabend. Aber was heißt schon
Feierabend? Auf Roswitha Schreiner warten,
wie so oft nach einem Tag am Set, noch zwei
Drehbücher, die sie noch lesen muss. Der Text
lernt sich eben nicht von allein. Morgen um sie-
ben Uhr in der Maske geht’s wieder los. Dann
schlüpft nämlich die Möbeldesignerin erneut in
die Rolle der Maike Becker …
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fast verrottet und löchrig ist. In diese Löcher
setzen wir Glas ein und komplettieren somit
wieder eine Fläche. Das wirkt super! Daraus
fertigen wir dann Sideboards oder Tische – um
mal etwas zu nennen.“ Die Wände müssen bei
der Berlinerin, die auch schon einige Jahre in
Paris gelebt hat, am liebsten grob verspachtelt
sein, „so, wie in unserer Berliner Wohnung“,
beschreibt sie.
In Lüneburg, in ihrem kleinen Stadthäuschen
über drei Etagen, hatten die Vermieter bereits
die Küche und das Schlafzimmer eingerichtet.
„Das obere Stockwerk haben wir uns aber mit
einer Liegelandschaft à la Indonesia bestückt.
Meine Kollegen kommen alle gerne zum DVD
gucken …“, lacht sie.
Dass Roswitha Schreiner trotz ihres Erfolgs bo-
denständig geblieben ist, beweist einerseits ihr
Wesen, andererseits, dass sie tatsächlich in
Berlin U-Bahn fährt. Kaum vorstellbar bei ih-
mer mit dem Hintergedanken des zweiten
Standbeines ... Dann hat es jedoch eingeschla-
gen, wie eine Bombe“, erklärt sie selbst fast ein
bisschen erstaunt. „Viele haben sich derzeit am
Prenzlauer Berg eine Wohnung gekauft, die sie
natürlich einrichten mussten. Darunter sind
Münchner, Kölner, Hamburger … deutschland-
weit. Mund-zu-Mund-Propaganda tat das Üb-
rige. Es wuchs immer weiter. Mittlerweile ent-
wickeln wir unsere eigenen Möbel, setzen un-
sere Ideen und Entwürfe um. Mein Mann ist
häufg in Indonesien bei der Produktion, ich dr-
ehe, also brauchten wir einen weiteren Part-
ner, der sich um den Laden kümmert. Den ha-
ben wir auch gefunden. In Indonesien arbeiten
wir heute mit etwa sechs Werkstätten zusam-
men, bei denen wir die Familien und alles
drum herum kennen. Wir liefern viel in die
USA und ebenso nach Dänemark.“
Vermuten ließe sich jetzt, dass ihr Einrich-
tungsstil einer strengen Ethno-Linie entspricht.
„Ne, gar nicht“, widerspricht sie energisch,
„besonders interessant ist für mich ein Materi-
almix aus Glas und Holz. Wir haben beispiels-
weise ein schönes Kokosnussregal mit Glasbö-
den entworfen, inklusive Gelenk, so, dass man
es aufdrehen, als Raumteiler oder auch fach
an die Wand stellen kann.“ Funktion kombi-
niert mit Design also. „Seit Neuestem speziali-
sieren wir uns auf sehr altes Holz, das schon
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