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Eisenbahn-Bundesamt Außenstelle Karlsruhe/Stuttgart

S t a n d o r t Stuttgart

Bearbeitung: Monika Kaufmann


Eisenbahn-Bundesamt, O l g a s t r a ß e 13, 70182 Stuttgart

Telefon: 07 11 / 2 2816-160

DB ProjektBau G m b H Telefax:
07 11 / 2 2816-9160
Großprojekt Stuttgart 21
e-Mail: KaufmannM@eba.bund.de
Wendlingen Ulm
sb1-kar-stg@eba.bund.de
Räpplenstraße 17
Internet: www.eisenbahn-bundesamt.de
70191 Stuttgart
30.09.10
Datum:

Geschäftszeichen (bitte im Schriftverkehr i m m e r a n g e b e n )


VMS-Nummer

59160-591ppw/026-2300#004 3000430 (40)

Betreff: Projekt Stuttgart 21, PFA 1.1, Vollzug naturschutzrechtlicher Nebenbestimmungen


Bezug:

Anlagen:

Sehr geehrte D a m e n und Herren.

g e m ä ß Nebenbestimmung A.VIII 5.1 d e s Planfeststellungsbeschlusses vom 28.01.2005 zum

Planfeststellungsabschnitt 1.1 ist die DB Netz AG, die durch die DB ProjektBau G m b H vertreten

wird, verpflichtet, die M a ß n a h m e n d e s landschaftspflegerischen Begleitplanes in einer

Ausführungsplanung (LAP- Landschaftspflegerischen Ausführungsplanung) konkret darzustellen

und dem Eisenbahn-Bundesamt, die mit einem Abstimmungsvermerk d e s Regierungspräsidiums

Stuttgart (höhere Naturschutzbehörde) und der Bezirksstelle für Naturschutz und

Landschaftspflege Stuttgart versehenen Pläne unverzüglich vorzulegen.

Wir fordern Sie d a h e r hiermit a u f , rechtzeitig vor A u f n a h m e v o n B a u a r b e i t e n im mittleren

S c h l o s s g a r t e n , die zu relevanten B e e i n t r ä c h t i g u n g e n a u s landschaftspflegerischer Sicht

f ü h r e n k ö n n e n , d e n e n t s p r e c h e n d e n Teil der L a n d s c h a f t s p f l e g e r i s c h e n A u s f ü h r u n g s -

p l a n u n g in z u g e s t i m m t e n Form v o r z u l e g e n . http://www.djassi.blogsite.org

Im Z u s a m m e n h a n g mit den bevorstehenden Baumfällarbeiten im Schlosspark weise ich darauf

hin, dass Sie mit den Baumfällarbeiten nicht beginnen dürfen, bevor diese konkreten

Ausführungsunterlagen, zumindest für die unmittelbar auszuführenden Landschaftspflegerischen

Maßnahmen, dem Eisenbahn-Bundesamt vorgelegt wurden, d a ansonsten Konflikte mit dem

Naturschutz im Z u g e der Projektverwirklichung nicht ausreichend beurteilt werden können.

Hausanschrift: Überweisungen an Bundeskasse Trier


Olgastraße 13, 70182 Stuttgart Deutsche Bundesbank Filiale Trier (BLZ 585 000 00) Konto-Nr. 585 010 03
Tel.-Nr. (07 11) 2 28 16-0 IBAN: DE 44 5850 0000 0058 5 0 1 0 6 0 BIC: M A R K D E F 1 5 8 5
Fax-Nr. ( 0 7 1 1 ) 2 28 16-6 99
Öff.Verkehrsmittel:U-Bahn-Linien:U 5, 6, 7 ab Hauptbahnhof bis Haltestelle Olgaeck (von dort 5 Minuten Fußweg durch die Olgastraße)
Formgebundene, fristwahrende oder sonstige rechtserhebliche Erklärungen sind ausschließlich auf d e m Postweg einzureichen. http://www.djassi.blogsite
Jedenfalls zu beachten sind dabei die folgenden Aspekte:

Gem. A VIII Ziff. 5.5 dürfen Rückschnittarbeiten nur in den Monaten Oktober bis Februar erfolgen.

Gem. A VIII Ziff. 5.6 sind besonders störende Baumaßnahmen in ökologisch empfind

R ä u m e n nur außerhalb der Reproduktionszeiten von Tieren und Pflanzen durchzuführen.

Aus dem am heutigen Tag vorgelegten Gutachten zum Juchtenkäfer ergibt sich, dass ein

Konfliktpotenzial besteht, da im Bereich des Mittleren Schlossgartens aus fachlicher Sicht zur

Erhaltung der lokalen Population des Juchtenkäfers ein Teil der B ä u m e bestehen bleiben müsste.

Demgegenüber ist gem. den Antragsunterlagen ein Verbleib dieser B ä u m e nicht vorgesehen. Des

Weiteren wäre auch denkbar, eine Umsiedlung vorgefundener Juchtenkäfer und ihrer Larven

vorzunehmen, wie dies im Fachbeitrag zum Juchtenkäfer (Untersuchungsbericht von Herrn Wurst.

Januar 2003) sowie im PFA 1.5 dargestellt ist. Mithin ist derzeit nicht erkennbar, wie der Ablauf der

Bauarbeiten unter Berücksichtigung des Schutzes von Juchtenkäfern durchgeführt werden soll

und daher auch nicht, ob sich Änderungen gegenüber dem planfestgestellten Vorhaben ergeben

Die erforderlichen Untersuchungen und das Vorgehen zum Südflügel und zum Mittleren

Schlossgarten hinsichtlich Fledermäuse oder sonstiger artenschutzrechtlich geschützter Arten sind

ebenfalls in den LAP einzubeziehen. G e m ä ß der Maßnahmenplanung sind auch

Fledermauskästen aufzuhängen.

Eine Stellungnahme, zumindest zum weiteren Vorgehen, ist spätestens am

08.10.2010

vorzulegen. http://www.djassi.blogsite.org

Eine Abschrift dieses Schreibens sowie der von Ihnen (E-Mail von Herrn Plenter) heute

übergebenen Berichte zum Juchtenkäfer, zu Fledermäusen und zur Hohltaube wird dem R P

Stuttgart sowie dem Amt für Umweltschutz der Landeshauptstadt Stuttgart übersandt.

Mit freundlichen Grüßen


Im Auftrag

(Kaufmann)

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