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Fakultätsinternes SQ-Modul „Rationales Argumentieren“
Vorlesung L1 „Einführung in die Logik“ am 14. April 2008 (Ingolf Max), Universität Leipzig

Begründen und Schlussfolgern

1. Begründungen

¾ Begründung = gesprochener oder geschriebener Text, der zeigen
soll, dass
ƒ eine Annahme wahrscheinlich,
ƒ eine Feststellung zutreffend,
ƒ eine Vermutung begründet,
ƒ ein Bericht plausibel,
ƒ eine Voraussage berechtigt,
ƒ ein Schluss unausweichlich ist usw.

• Annahmen, Feststellungen, Vermutungen, Berichte, Voraussagen,
die Schlussfolgerung selbst usw. nennt man
– „deskriptiv“
– „empirisch“
– „konstativ“
– „kognitiv“ oder so ähnlich.

• Für die Frage, was eine Begründung ist, spielen solche
Überlegungen keine Rolle.

¾ Begründungen dienen auch dazu zu zeigen, dass
ƒ ein Rat gut,
ƒ eine Warnung gerechtfertigt,
ƒ eine Empfehlung vernünftig,
ƒ ein Vorschlag aussichtsreich ist usw.

¾ Begründungen sind Versuche, jemanden zu überzeugen.

¾ Begründungen müssen von Versuchen,
– jemanden zu überreden,
– jemanden unter Druck zu setzen oder
– seine Meinung suggestiv zu ändern
unterschieden werden.
2
2. Begründungen von Annahmen – Erklärungen von Tatsachen

• Begründungen für Annahmen über Tatsachen ≠
Erklärungen für das Aussehen von Tatsachen

¾ In Begründungen wird gesagt, warum man etwas glauben soll.

¾ In Erklärungen wird gesagt, warum etwas so und nicht anders ist.

Diese Unterscheidung ist in der Alltagssprache ohne zusätzliche
Absprachen häufig nicht leicht zu treffen.


3. Prämisse und Konklusion

¾ In jeder Begründung gibt es etwas,
ƒ (Konklusion) was begründet wird, nämlich die betreffende
Annahme, Behauptung, Vermutung usw. und etwas,
ƒ (Prämisse[n]) womit sie begründet wird, d.h. die Argumente, auf
die man sich stützt.

¾ Begründungen können eine oder mehrere Prämissen haben, aber
jeweils nur eine Konklusion [sonst haben wir mehrere
Begründungen].

Die allgemeine Form einer Begründung lässt sich schematisch
darstellen als







Prämisse
Konklusion
1. Prämisse
2. Prämisse
Konklusion
1. Prämisse
M
n-te Prämisse
Konklusion
1
A
M
n
A
B
3
Die Umgangssprache kennt eine große Zahl von syntaktisch sehr
unterschiedlichen Mitteln – Ausdrücken und Konstruktionen), mit
deren Hilfe der Sprecher explizit machen kann,
ƒ welche Behauptung oder Annahme er begründen will
(Konklusion) und
ƒ mit welchen Argumenten er sie begründen will (Prämissen)

¾ Prämisse: „da“, „weil“, „wenn“, „im Hinblick darauf, dass“, „mit
Bezug auf“, …

¾ Konklusion: „dann“, „somit“, „also“, „folglich“, „daraus ergibt
sich, dass“, Interpunktionszeichen …


4
4. Inhaltliche und formale Beurteilung von Begründungen

¾ Begründungen kann man
– als überzeugend, stringent, direkt usw. loben oder
– als schwach, lückenhaft, weit hergeholt usw. tadeln.

¾ Die Beurteilung einer Begründung ist inhaltlich, wenn in ihr zum
sachlichen Zutreffen einer, mehrerer oder aller Prämissen oder zum
sachlichen Zutreffen der Konklusion Stellung genommen wird.






¾ Die Beurteilung einer Begründung ist formal, wenn in ihr nicht
zum sachlichen Zutreffen von Prämissen oder Konklusion Stellung
genommen wird, sondern wenn man in ihr
1. von der Annahme ausgeht, die Prämissen träfen zu,
2. offen lässt, ob die Konklusion zutrifft und
3. drittens lediglich fragt, wie viel die Prämissen, wenn sie zuträfen,
für die Konklusion hergeben würden.






¾ In der Logik geht es ausschließlich um die formale Beurteilung
von Begründungen.
¾ Die formale Beurteilung nimmt Stellung zur Relevanz und zum
Gewicht der Prämisse(n) für die Konklusion.
1. Prämisse
2. Prämisse
Konklusion
1. Prämisse
2. Prämisse
Konklusion
5
5. Praktisch zwingende Begründungen und analytische Schlüsse

¾ Praktisch zwingende Begründungen beinhalten das Verlassen auf
bestimmte Fakten, die man selbst nicht mit eigenen Augen gesehen
hat, deren Zeuge man nicht persönlich ist. („Trivialitäten“,
„Selbstverständlichkeiten“).

¾ Praktisch zwingende Begründungen lassen Korrekturen zu.
(„Bisher hatte ich immer angenommen, dass das eine zwingende
Begründung ist.“ / „Das hatte ich bisher stets als logisch
empfunden. Ich habe mich wohl geirrt.“)

¾ Eine Beurteilung als „(praktisch) zwingend“ ist eine formale
Beurteilung.

¾ In analytischen Schlüssen ist jemand, der die Prämissen als wahr
unterstellt bzw. ihre Wahrheit akzeptiert, unausweichlich bzw.
ohne Ausnahme auf die Konklusion festgelegt.

¾ Analytische Schlüsse sind die strengste Form des formalen
Zusammenhangs zwischen Prämissen und Konklusion.

¾ In gewisser formaler Weise ist in den Prämissen die Konklusion
schon enthalten. (Man sehe die Äußerungen der Menschen auf der
Ritter- und Schurkeninsel).

¾ Analytisches Schließen gelingt nur unter vereinbarten normierten
Bedingungen bzw. in einem streng geregelten Argumentations-
rahmen. (Vgl. Züge in einen geregelten Spiel bzw. die Aufgaben
der Ritter- und Schurkeninsel.)

¾ Die klassische Logik stellt ein prominentes Beispiel der Verein-
barung von strengen Regeln dar, die analytische Schlüsse erlauben.

Das Programm:
Logik und Argumentation
1
Lo.ik cr¦au¦t dic

¹¦cr-ctzun. nat ur¦ich-prach¦ichcr (-ozia¦wi--cn-
-chatt¦ichcr Ar.umcntationcn in cinc au-druck--tarkc torma¦c
Sprachc und dic

¹¦crpr utun. dic-cr Ar.umcntationcn aut ihrc ¦o-
.i-chc Io¦.crichti.kcit in cincm zu wah¦cndcn Ar.umcntation-rah-
mcn
Die 4 Momente der logischen Argu-
mentationsanalyse
1. Umformulierung. Paraphrasierung
Lic Umformulierung dcr um.an.--prach¦ichcn lcdcwci-c ¦z.¦
dcr lrami--cn und dcr Ionk¦u-ion cincr Ar.umcntation in cinc .c-
dcutctc. intcrprcticrtc um.an.--prach¦ichc Iorm ( Paraphra-
sierung i-t kcin rcin ¦o.i-chc- \or.chcn
Au-.an.-- und Zic¦-atz wcrdcn (wcit.chcnd in dcr dcut-chcn
Sprachc tormu¦icrt
Bsp. Au-.an.--atz

Anton und Lri.ittc -tudicrcn Sozia¦wi--cn-
-chattcn“
Zic¦-atz

Anton -tudicrt Sozia¦wi--cn-chattcn und Lri.ittc
-tudicrt Sozia¦wi--cn-chattcn“
Ziel Au- dcr Ion¡unktion

und“ zwi-chcn zwci `amcn (Su¦¡ck-
tcn –

Anton“.

Lri.ittc“ – wird cin

und“ zwi-chcn zwci
Satzcn –

Anton -tudicrt Sozia¦wi--cn-chattcn“.

Lri.ittc
-tudicrt Sozia¦wi--cn-chattcn“
1
Vorlesung L2A: UL 20080417
2.
¨
Ubersetzung. Symbolisierung. Formalisierung
Licr crto¦.t dic Zuordnun. von Sym¦o¦cn zu -prach¦ichcn Au--
dr uckcn ln-¦c-ondcrc wcrdcn dic (cintachcn und zu-ammcn.c-ctz-
tcn Satzc dcr ¹m.an.--prachc in Iormc¦n cincr .cci.nctcn Lo.ik
u¦crtra.cn L- crto¦.t cinc

¹¦cr-ctzun. dcr paraphra-icrtcn um-
.an.--prach¦ichcn Iorm in cinc Iormc¦ cincr Lo.ik
Bsp. L- -tchc da- Sym¦o¦

p“ t ur dcn cintachcn Satz

Anton -tu-
dicrt Sozia¦wi--cn-chattcn“ und da- Sym¦o¦

q“ t ur dcn cin-
tachcn Satz

Lri.ittc -tudicrt Sozia¦wi--cn-chattcn“ Sch¦ic¦-
¦ich u¦crtra.cn wir da- \ort

und“ in da- krypti-chc Zcichcn

∧“
Ziel L- cr.i¦t -ich a¦-

¹¦cr-ctzun.

p ∧ q“
Lcr Au-.an.--atz w urdc dic-c Zuordnun. nicht cr¦au¦cn
3. Die Wahl eines Argumentations- bzw. Beweisrah-
mens
Lcr `achwci- dcr ¦o.i-chcn Strin.cnz cincr Ar.umcntation (dcr
`achwci- cincr Lc.r undun. a¦- ana¦yti-chcn Sch¦u-- ¦c-tcht dar-
in. cincn

zwin.cndcn“ \c. von dcn lrami--cn A
1
, . . . , A
n
(n ≥
1 zu dcr Ionk¦u-ion B an.c¦cn zu konncn \ir ¦cnoti.cn zL

vcrn untti.c“ (Sch¦u---lc.c¦n. dic c- cr¦au¦cn. p¦au-i¦¦c Ar.u-
mcntation--chrittc zu vo¦¦zichcn (\.¦ dic Aut.a¦cn dcr littcr-
und Schurkcnin-c¦
Lic \ah¦ cinc- Ar.umcntation-rahmcn- kann in wi--cn-chatt¦ichcn
¦zw rationa¦cn Ar.umcntation-di-kur-cn mit dcr \ah¦ cincr Lo.ik
zu-ammcnta¦¦cn (\.¦ dic \ah¦ cinc- Spic¦rahmcn-. dic -ich in dcr
Ic-t¦c.un. von Spic¦rc.c¦n manitc-ticrt
2
4. Die

eigentliche“ Argumentation: Der Beweis
Lic ¦o.i-chc Strin.cnz cincr Ar.umcntation nachzuwci-cn ¦c-tcht
darin. cincn zwin.cndcn \c. von dcn lrami--cn A
1
, . . . , A
n
(n ≥ 1 zu dcr Ionk¦u-ion B an.c¦cn zu konncn
lrami--c A
Ionk¦u-ion B
1 lrami--c A
1
2 lrami--c A
2
Ionk¦u-ion B
1 lrami--c A
1

n-tc lrami--c A
n
Ionk¦u-ion B
Lcr Beweis i-t hicr¦ci dic An.a¦c dc- (-chrittwci-cn `achwci-
-c- dcr ¦o.i-chcn Io¦.crichti.kcit¡G u¦ti.kcit dcr -chcmati-icrtcn.
torma¦i-icrtcn Ar.umcntation in cincm vor.c.c¦cncn Ar.umcnta-
tion-rahmcn (cincr Lo.ik
Beispiel:
A¦¦c `cn-chcn -ind Lc¦cwc-cn
A¦¦c Lc¦cwc-cn -ind -tcr¦¦ich
A¦¦c `cn-chcn -ind -tcr¦¦ich
Lcr `cn-ch i-t -tcr¦¦ich
Sokratc- i-t cin `cn-ch
Sokratc- i-t -tcr¦¦ich
Frage: \ic -icht dic Sym¦o¦i-icrun.¡Iorma¦i-icrun. -o¦chcr Satzc
wic “Sokratc- i-t cin `cn-ch”. “Lcr `cn-ch i-t -tcr¦¦ich” ¦zw
“A¦¦c `cn-chcn -ind -tcr¦¦ich” au-´
Schwierigkeit: Lic .rammati-chc Iorm dcr um.an.--prach¦i-
chcn (dcut-chcn Au--a.c-atzc dctcrminicrt nicht dic ¦o.i-chc
Iorm dcr

¹¦cr-ctzun.'
Noch ein Beispiel:
Lin Lcwohncr dcr littcr- und Schurkcnin-c¦ ¦chauptct

lch und mcinc Lhctrau -ind Schurkcn“
Lcr Lcwohncr¡Sprcchcr¡Lhcmann i-t cin Schurkc
und -cinc Lhctrau i-t cin littcr
3
Zur logischen Form einfacher S
¨
atze
1
1. Die traditionelle Analyse einfacher S¨atze:
Lcr ari-totc¦i-chcn Ana¦y-c to¦.cnd wurdcn Satzc wic
• A¦¦c `cn-chcn -ind Lc¦cwc-cn
¦an.c Zcit a¦-
• `cn-chcn |a¦¦c -ind| Lc¦cwc-cn
und damit a¦- dreigliedrige Gc¦i¦dc ana¦y-icrt
L- wurdcn ! nichtmoda¦c Iopu¦a-Au-dr uckc (Iopu¦ac untcr-chic-
dcn. um dic Lczichun. zwi-chcn 2 `crkma¦cn¡Lc.riffcn au-zu-
dr uckcn Lic nach-tchcnd hcrvor.cho¦cncn Luch-ta¦cn a. e. i
und o .c¦cn dic traditionc¦¦c Sym¦o¦i-icrun.¡Iorma¦i-icrun. dcr
! Iopu¦a-Au-dr uckc an
(1 a |a¦¦c -ind| (univcr-c¦¦¡a¦¦.cmcin ¦c¡ahcnd
(2 e |kcin i-t| (univcr-c¦¦¡a¦¦.cmcin vcrncincnd
(3 i |cini.c -ind| (partiku¦ar ¦c¡ahcnd
(! o |cini.c -ind nicht| (partiku¦ar vcrncincnd
So¦chc Satzc .a¦tcn a¦- einfache Su¦¡ckt-lradikat-atzc (vor a¦¦cm
dcr \i--cn-chatt--prachc So¦¦ nun dcr Satz
• Sokratc- i-t cin Lc¦cwc-cn
aut dic .¦cichc \ci-c ana¦y-icrt wcrdcn´
• Sokratc- |a¦¦c -ind| Lc¦cwc-cn ¦zw
• A¦¦c Sokratc-(-c -ind Lc¦cwc-cn´´
1
Vorlesung L2B: UL 20080417
odcr
• Sokratc- |cini.c -ind| Lc¦cwc-cn ¦zw
• Lini.c Sokratc-(-c -ind Lc¦cwc-cn´´
Licr -chcint dcr Iopu¦a-Au-druck “i-t” wcdcr univcr-c¦¦ noch par-
tiku¦ar zu -cin
Traditionc¦¦ ncnncn wir dcn¡cni.cn (`crkma¦--Lc.riff. dcr \Ol
dcr Iopu¦a -tcht. Subjekt(begriff) und dcn¡cni.cn Lc.riff. dcr
`ACL dcr Iopu¦a -tcht. Pr¨adikat(begriff)

¹¦cr-ctzcn wir zunach-t dic Su¦¡cktau-dr uckc mit S und dic
lradikatau-dr uckc mit P Lann cr.c¦cn -ich to¦.cndc `o.¦ich-
kcitcn
Ausgangssatz (A¦¦c `cn-chcn -ind -tcr¦¦ich
Umformulierung `cn-chcn (a¦¦c -ind -tcr¦¦ich
¨
Ubersetzung S a P
Ausgangssatz (Lini.c `cn-chcn -ind .c-und
Umformulierung `cn-chcn (cini.c -ind .c-und
¨
Ubersetzung S i P
Ausgangssatz Icin `cn-ch i-t pcrtckt
Umformulierung `cn-chcn (kcin i-t pcrtckt
¨
Ubersetzung S e P
Ausgangssatz Lini.c `cn-chcn -ind nicht .c-und
Umformulierung `cn-chcn (cini.c -ind nicht .c-und
¨
Ubersetzung S o P
Gcma¦ dic-cr Ana¦y-c i-t dic La-i-torm cintachcr Satzc dreiglied-
rig Lic Annahmc ¦c-tcht darin. da-- -ich ¡cdcr cintachc Satz in
cin Su¦¡ckt. cin lradikat und cinc (komp¦cxcrc Iopu¦a zcr¦c.cn
¦a--t
2
Probleme der Umformulierung/Paraphrasierung
Zumindc-t aut dcr Sicht dcr dcut-chcn Sprachc -pcrrcn -ich cinc
.anzc lcihc “cintachcr” Satzc .c.cn cinc -o¦chc Ana¦y-c
• Sokratc- i-t -tcr¦¦ich
• Anton ¦ic¦t Lcatc
• Anton -chcnkt Lcatc cinc CL
• Lcr¦in i-t dic Laupt-tadt Lcut-ch¦and-
Probleme der Abh¨angigkeit der Formalisie-
rung/Schematisierung von der Umformulie-
rung/Paraphrasierung
Problem 1
Ira.cn wir nach dcr Iorma¦i-icrun.¡Schcmati-icrun. to¦.cndcr
Satzc
(a A¦¦c `cn-chcn -ind -tcr¦¦ich
(¦ `cn-chcn -ind -tcr¦¦ich
(c Lcr `cn-ch i-t -tcr¦¦ich
Sind wir .cwi¦¦t. dic Satzc (¦ und (c im Sinnc von (a zu vcr-
-tchcn´ Sa.t un-crc lntuiton. da-- dic Satzc (a. (¦ und (c “da--
-c¦¦c ¦cdcutcn”´ \cnn wir mit “¡a” antwortcn. ¦¦ci¦cn un- zwci
`o.¦ichkcitcn
`1 \ir paraphra-icrcn a¦¦c drci Satzc aut dic-c¦¦c \ci-c durch
`cn-chcn |a¦¦c -ind| -tcr¦¦ich
\ir konntcn hicr auch noch dcn ar.umcntativcn Zwi-chcn-
-chritt cin-chic¦cn und ¦chauptcn. da-- wir (¦ und (c im
Sinnc von (a vcr-tchcn und dann dic laraphra-icrun. von (a
vcrwcndcn
3
`2 \ir -ind dcr `cinun.. da-- dic-c Satzc zunach-t vcr-chicdcn
u¦cr-ctzt wcrdcn -o¦¦tcn. -ich a¦cr -patcr – dh ¦z.¦ cinc-
Ar.umcntation-rahmcn-. cincr Lo.ik – a¦- gleichbedeutend
(logisch/beweisbar ¨aquivalent crwci-cn
Problem 2
\cr.¦cichcn wir dic to¦.cndcn ¦cidcn Satzc
(a `cn-chcn -ind -tcr¦¦ich
(¦ `cn-chcn -ind .c-und
Lcidc Satzc wci-cn dic-c¦¦c -prach¦ichc¡syntaktische Struktur
aut
Su¦¡ckt S – Iopu¦a “-ind” – lradikat P
`at ur¦ich -ind dic ¦cidcn Satzc wc.cn dc- inhat¦ichcn ¹ntcr-chicd-
von “-tcr¦¦ich” und “.c-und” vcr-chicdcn A¦cr c- .i¦t cincn wci-
tcrcn ¹ntcr-chicd. dcr offcn¦ar an dcr O¦crflachc nicht cr-chcint.
a¦cr auttaucht. -o¦a¦d wir mit L¦ick aut dic Iorma¦i-icrun. cinc
¹mtormu¦icrun. vcr-uchcn
(a1 A¦¦c `cn-chcn -ind -tcr¦¦ich (' So¦an.c wir kcinc Gottcr-
mcn-chcn zu¦a--cn. k¦in.t dic- wic cinc akzcpta¦¦c Lc-art
(a2 Lini.c `cn-chcn -ind -tcr¦¦ich ('´ I¦in.t chcr wic cinc Io¦-
.crun. au- (a1
(¦1 A¦¦c `cn-chcn -ind .c-und (´´ l-t nat ur¦ich cinc mo.¦ichc
Lc-art. -chcint a¦cr ta¦-ch zu -cin. wcnn wir “a¦¦c” uncin.c-
-chrankt vcrwcndcn
(¦2 Lini.c `cn-chcn -ind .c-und (' Lcckt -ich mit un-crcr
cr-tcn lntuition
\cnn wir a¦-o dcm Satz (a dic Lc-art (a1 und damit dic ¹m-
tormu¦icrun. “`cn-chcn |a¦¦c -ind| -tcr¦¦ich” zuwci-cn.¦autct dic
¦o.i-chc Iorm dic-c- Satzc-
S a P
4
La.c.cn wcrdcn wir dcm Satz (¦ chcr dic Lc-art (¦2 .c¦cn und
damit aut dic ¹mtormu¦icrun. “`cn-chcn |cini.c -ind| .c-und”
a¦zic¦cn Sc¦¦-t untcr dcr Annahmc. da-- wir nun cincn andcrcn
lradikatau-druck P’ ( “.c-und” ¦ctrachtcn. crha¦tcn wir cinc
andcrc ¦o.i-chc Iorm. da dic Iopu¦a zu i wird
S i P’
Lcr zunach-t cizi.c -icht¦arc ¹ntcr-chicd zwi-chcn (a und (¦ ¦c-
-tcht hin-icht¦ich dcr lradikatau-dr uckc “-tcr¦¦ich” und “.c-und”
Lic- -chcint zunach-t cin rcin inhaltlicher ¹ntcr-chicd zu -cin
Lic ¹mtormu¦icrun.¡laraphra-icrun. zci.t a¦cr. da-- -ich dcr ¹n-
tcr-chicd auch aut dic (traditionc¦¦c Iopu¦a ¦czicht und -omit cinc
formale Iomponcntc ¦c-itzt
5
Zur logischen Form einfacher S
¨
atze
1
2. Die moderne Analyse einfacher S¨atze
Linc La-i-idcc dcr modcrncn Lo.ik i-t. ¦c-timmtc cintachc
Su¦¡ckt-lradikat-atzc wic
• Sokratc- i-t cin `cn-ch
• Anton i-t .ro¦
• Lcrnd tau¦cnzt
ana¦o. zu cin-tc¦¦i.cn Iunktioncn f(x ¦c-tchcnd au- cincm (un-
.c-atti.tcn Iunktion-au-druck f (“ i-t cin `cn-ch”. “ i-t
.ro¦”. “ tau¦cnzt” u-w mit cincm ¦c-timmtcn (.c-atti.tcn Ar-
.umcntau-druck x (“Sokratc-”. “Anton” ¦zw “Lcrnd” u-w aut-
zuta--cn
Linc Ion-cqucnz dic-c- cinflu--rcichcn \or-ch¦a.- i-t. einfache
S¨atze dic-cr Art nur noch a¦- zweigliedrige Au-dr uckc darzu-
-tc¦¦cn
• Sokratc- — i-t cin `cn-ch Odcr (Sokratc- i-t cin `cn-ch
(\.¦ mit dcm traditionc¦¦cn \cr-uch Sokratc- — i-t — cin
`cn-ch´´
• Anton — i-t .ro¦ Odcr (Anton i-t .ro¦
• Lcrnd — tau¦cnzt Odcr (Lcrnd tau¦cnzt
(An.¦i-icrcnd Lcrnd — i-t — tau¦cnzcnd´´
lcdcwci-cn. dic dic-c G¦icdcrun. untcr-trcichcn. -ind
“Lcm Su¦¡ckt Anton kommt dic Li.cn-chatt groß (zu sein) zu”
“Bernd hat dic Li.cn-chatt dcr Faulheit
1
Vorlesung L2C: UL 20080417
Lin wichti.cr ¹ntcr-chicd zur traditionc¦¦cn Ana¦y-c ¦c-tcht dar-
in. da-- Iopu¦a-Au-dr uckc – wic zL “i-t”. “-ind” – dircktcr “Lc-
-tandtci¦” dc- Iunktion-au-druck- wcrdcn und -omit zum lradi-
katau-druck hinzu.czah¦t wcrdcn
Beachte: ln dic modcrnc laraphra-icrun. cintachcr Satzc i-t
dic k¦a--i-chc Iunktion-Ar.umcnt-lcihcnto¦.c (f(x cin.c.an.cn
Lcr Su¦¡cktau-druck (Ar.umcntau-druck to¦.t aut dcn lradikat-
au-druck (Iunktion-au-druck
• l-t cin `cn-ch (Sokratc-
• l-t .ro¦ (Anton
• Iau¦cnzt (Lcrnd
Zur Formalisierung
\ir trcffcn dic to¦.cndcn \crcin¦arun.cn
\1 Au-dr uckc dic in dcr Su¦¡cktpo-ition von cintachcn Satzcn -tc-
hcn und dic Aut.a¦c ha¦cn. .cnau cin lndividuum ¡ cin O¦-
¡ckt ¡ cincn Gc.cn-tand zu ¦czcichncn. ncnncn wir Eigen-
namen (Individuennamen Lic- konncn -owoh¦ Lin-
wortau-dr uckc wic “Anton”. “Lcatc”. “Ari-totc¦c-” -cin. a¦-
auch Ion-truktioncn. dic mit cincm ¦c-timmtcn Artikc¦ ¦c-
.inncn und aut dic cinc Sin.u¦arkon-truktion to¦.t (be-
stimmte/definite Kennzeichnungen “dic Laupt-tadt
Lcut-ch¦and-”. “dcr .ro¦tc l¦anct un-crc- Sonncn-y-tcm-”
u-w So¦chc Ion-truktion konncn rccht komp¦cx -cin. zL `c-
¦cn-atzc cin-ch¦ic¦cn “Lcr `ann dort dr u¦cn. dcr .cradc -ci-
ncn \hi-ky trinkt”
Gcwi--c Li.cnnamcn (Indikatoren han.cn vom Iontcxt.
zL vom Sprcchcr. a¦
• Anton -a.t

`cinc Gc¦urt-urkundc i-t vcr-chwundcn“
• Lcrnd -a.t

`cinc Gc¦urt-urkundc i-t vcr-chwundcn“
2
• Chri-tinc -a.t

`cinc Gc¦urt-urkundc i-t vcr-chwundcn“
La- lndividuum. da- O¦¡ckt – dic ¡cwci¦i.c Gc¦urt-urkundc –
i-t in dcr lc.c¦ ¡cdc-ma¦ cin andcrc-
\2 Li.cnnamcn wcrdcn dirckt durch dic \crwcndun. cintachcr
(atomarcr Sym¦o¦c u¦cr-ctzt. wo¦ci wir vornchm¦ich kleine
Buchstaben des Anfangs des deutschen Alphabets
vcrwcndcn wcrdcn
\3 Lic-c Luch-ta¦cn ¦i¦dcn cinc ci.cn-tandi.c syntaktische
Kategorie und wir wo¦¦cn -ic Individuenkonstanten ncn-
ncn
Li.cnnamc Anton Lcatc dic (¦c-timmtc CL
lndividucnkon-tantc a b c
\! lradikatau-dr uckc mit cincr ¦c-timmtcn lntcrprctation wo¦-
¦cn wir mittc¦- .ro¦cr Luch-ta¦cn dc- dcut-chcn A¦pha¦ct- –
¦c.inncnd mit F – torma¦i-icrcn
\` Auch dic-c Au-dr uckc ¦i¦dcn cinc ci.cn-tandi.c -yntakti-chc
Iatc.oric. dic wir Pr¨adikatenkonstanten ncnncn
\o Lic tch¦cndc Ar.umcnt-tc¦¦c (Su¦¡ckt-tc¦¦c zci.cn wir zuwci-
¦cn durch lunktc an F . . . (`anchma¦ crto¦.t dic-c An.a-
¦c auch durch ¦¦o¦c (¦ccrc I¦ammcrun. F(
lradikatau-druck tau¦cnzt i-t .ro¦
lradikatkon-tantc F . . . G. . .
3
Typen einfacher S¨atze
\ir konncn im lahmcn cincr um.an.--prach¦ichcn Ar.umcntati-
on vcr-chicdcnc cintachc Satztypcn untcr-chcidcn. dic untcr-chicd-
¦ich paraphra-icrt und -omit auch torma¦i-icrt wcrdcn konncn
(1) Einfache einargumentige S¨atze
Lcr Satz “Lcrnd tau¦cnzt” kann a¦- .anzcr Satz cintach mittc¦-
cinc- Luch-ta¦cn- p a¦- cintachcr. nicht wcitcr zcr.¦icdcr¦arcr Satz
aut.cta--t odcr in cincn cin-tc¦¦i.cn Iunktion-au-druck F . . . .c-
to¦.t von cincm Ar.umcntau-druck b zcr.¦icdcrt dar.c-tc¦¦t wcr-
dcn
Au-.an.-au-dr uckc Lcrnd tau¦cnzt Iau¦cnzt (Lcrnd
Iorma¦i-icrun. b F . . . F(b ¦zw Fb
(2) Einfache zweiargumentige S¨atze
Lin .ro¦cr \ortci¦ dcr modcrncn Satzana¦y-c .c.cn u¦cr dcr tradi-
tionc¦¦cn \or.chcn-wci-c i-t. da-- pro¦¦cm¦o- auch Satzc torma¦i-
-icrt wcrdcn konncn. dic mchrcrc Su¦¡cktc (Ar.umcntc cntha¦tcn
La¦ci wcrdcn Satz¦c-tandtci¦c. dic in dcr Grammatik haufi. a¦-
O¦¡cktc an.c-chcn wcrdcn. a¦- logische Subjekte aut.cta--t
Lcr Satz
• Anton i-t .ro¦cr a¦- Lcrnd
kann a¦- .anzcr Satz c¦cnta¦¦- cintach mittc¦- cinc- Luch-ta¦cn- q
a¦- cintachcr. nicht wcitcr zcr.¦icdcr¦arcr Satz aut.cta--t odcr in
cincn zwci-tc¦¦i.cn Iunktion-au-druck G .cto¦.t von zwci Ar.u-
mcntau-dr uckcn a und b |l-t-.ro¦cr-a¦-(Anton.Lcrnd ¦zw Gab|
zcr.¦icdcrt dar.c-tc¦¦t wcrdcn
Anton Lcrnd i-t .ro¦cr a¦- Anton i-t .ro¦cr a¦- Lcrnd.
a b G. . . . . . G(a, b ¦zw Gab
4
(3) Einfache dreiargumentige S¨atze
L- .i¦t im Lcut-chcn cini.c \cr¦cn. dic -o .c¦c-cn wcrdcn konncn.
da-- -ic drci Ar.umcnt-tc¦¦cn ¦c-itzcn
• “.ra¦cn” (G. . . . . . . . . \cr andcrcn cinc Gru¦c .ra¦t. ta¦¦t
-c¦¦-t hincin (x .ra¦t y t ur z
• “-chcnkcn” (S . . . . . . . . . Anton -chcnkt Lcrnd dic (¦c-
-timmtc CL
Anton Lcrnd dic (¦c-timmtc CL -chcnkt
a b c S . . . . . . . . .
Anton -chcnk Lcrnd dic (¦c-timmtc CL
S(a, b, c ¦zw Sabc
(4) n-argumentige S¨atze
lm lrinzip ¦a--cn -ich auch noch hohcr-tc¦¦i.c lradikatau-dr uckc
(zL \cr¦cn mit mchr a¦- drci Ar.umcnt-tc¦¦cn aut dic-c \ci-c
dar-tc¦¦cn Lic dcut-chc ¹m.an.--prachc -chcint dat ur a¦¦crdin.-
kcincn An¦a-- zu ¦ictcn'´
La.c.cn wcrdcn -o¦chc lradikatc in dcn \i--cn-chattcn dcnnoch
vcrwcndct. da da- Sprcchcn u¦cr komp¦cxc Zu-ammcnhan.c dic-c-
\or.chcn crzwin.cn kann
`chmcn wir an. da-- ¡cmand dcr `cinun. i-t. da-- -ich da- \cr¦
wissen aut cincn \i--cndcn a. dcn .cwu--tcn Satz p. cinc Lin-
tcr.rundthcoric h und cin Zcitintcrva¦¦ ¦c-tchcnd au- t
1
und t
2
¦czicht Lann i-t cr mo.¦ichcrwci-c ¦crcit. to¦.cndc .c-tc¦ztc Ia--
-un. zu akzcpticrcn
• a wci¦ im Zcitincrva¦¦ t
1
, t
2
¦cz u.¦ich cincr Lintcr.rundthcoric
h. da-- p wahr i-t
• W(a, t
1
, t
2
, h, p ¦zw Wat
1
t
2
hp
`ach dic-cr Lc-art warc “wi--cn” t unt-tc¦¦i.'
5
Die
¨
Ubersetzbarkeit selbstbez¨ uglicher (reflexiver)
Satzgebilde
Lincn -pczic¦¦cn Ia¦¦ -tc¦¦cn im Lcut-chcn -c¦¦-t¦cz u.¦ichc (rcflc-
xivc Ion-truktioncn dar. wa- -ich ua in dcr \crwcndun. dc-
lcflcxivpronomcn- “-ich” au¦crt
l-t a¦-o cin Satz wic
• Anton ¦ic¦t -ich
.cma¦ un-crcr ¦i-hcri.cn An.a¦cn cin einfacher Satz´ Odcr
¦cnoti.cn wir wcitcrc torma¦c `ittc¦ zur Ana¦y-c dic-c- dann
komplex aut.cta--tcn Satzc- – zum Lci-pic¦ dic ldcntitat von
Anton mit -ich´
Lic-c Ira.c ¦a--t -ich – wic a¦¦c

¹¦cr-ctzun.-tra.cn – nicht in-
nerlogisch k¦arcn'
\cr.¦cichcn Sic dic ¦cidcn laraphra-cn
(a Anton ¦ic¦t Anton
(¦ Anton ¦ic¦t cincn `cn-chcn und dcr i-t Anton
Lic cr-tc laraphra-c (a konncn wir ¦cicht mittc¦-
L(a, a ¦zw Laa wicdcr.c¦cn
Lh. dic Sc¦¦-t¦cz u.¦ichkcit kann dadurch crta--t wcrdcn. da--
wir an dcn ¦cidcn zur \crt u.un. -tchcndcn Ar.umcntpo-itioncn
dic-c¦¦c lndividucnkon-tantc (lI vcrwcndcn
lm Iort.an. wcrdcn wir -prach¦ichc `ittc¦ cint uhrcn. dic c- cr¦au-
¦cn dic \ariantc (¦ noch wcitcr zu paraphra-icrcn
(¦´ L- .i¦t ¡cmandcn. dcr von Anton .c¦ic¦t wird und dic-cr
()cmand i-t mit Anton idcnti-ch
Lic

¹¦cr-ctzun. davon konntc dann wic to¦.t au--chcn
∃x(Lax ∧ x a
Beachte: L- kommt in vic¦cn Ia¦¦cn aut dic lcihcnto¦.c dcr Ar-
.umcnt-tc¦¦cn an'
6
Zur logischen Form komplexer S
¨
atze
1
(1) Einfache (positive) allquantifizierte S¨atze:
lm ¹ntcr-chicd zur traditionc¦¦cn Ana¦y-c (S a P crto¦.t dic
Iorma¦i-icrun. von “(A¦¦c `cn-chcn -ind -tcr¦¦ich” u¦cr cinc
.anzc lcihc von ¹mtormu¦icrun.--chrittcn mit cincm rccht
komp¦cxcn Lndcr.c¦ni-
(a (A¦¦c `cn-chcn -ind -tcr¦¦ich
Gcma¦ dcr modcrncn Ana¦y-c cintachcr Satzc -tcckcn in dic-
-cm Satz zwci cin-tc¦¦i.c lradikatcnkon-tantcn
— i-t `cn-ch ` und
— i-t -tcr¦¦ich S
Lic Lc-art “Stcr¦¦ich(a¦¦c `cn-chcn cr-chcint un.cci.nct. da
dcr Au-druck “a¦¦c `cn-chcn” nicht a¦- Eigenname in Ira.c
kommt Lr ¦czcichnct nicht cincn Gc.cn-tand. -ondcrn ¦c¦ic-
¦i. vic¦c
Lic-cr Satz vcrt u.t dcmnach wcdcr in dcr Su¦¡ckt- noch in
dcr lradikatpo-ition u¦cr Li.cnnamcn Lcr Au-wc. ¦c-tcht
darin. -tatt u¦cr konkrctc lndividucn¡Gc.cn-tandc u¦cr “an-
.cdcutctc” (varia¦¦c lndividucn¡Gc.cn-tandc zu -prcchcn
(¦ I ur a¦¦c lndividucn (Gc.cn-tandc .i¦t \cnn da- (¡cwci¦i.c
lndividuum (cin `cn-ch i-t. (dann i-t c- (da- ¡cwci¦i.c lndi-
viduum -tcr¦¦ich
An dic-cr Iormu¦icrun. ta¦¦t aut. da-- dcr Au-.an.--atz nun in
.cwi--cr \ci-c a¦- komplexer Satz paraphra-icrt wird Lic-
wird an.czci.t durch dic \crwcndun. von “wcnn . dann
1
Vorlesung L3: UL 20080424
Lic Iormu¦icrun. in (¦ -ichcrt. da-- wir immcr von dcm-
-c¦¦cn lndividuum -prcchcn \ir .rcitcn ir.cndcin lndivi-
duum hcrau-. pr utcn zunach-t. o¦ c- cin `cn-ch i-t und
pr utcn im po-itivcn Ia¦¦ wcitcr. o¦ c- unter dieser Bedin-
gung/Voraussetzung dc-wcitcrcn -tcr¦¦ich i-t
Lic a¦tcrnativc Iormu¦icrun.
(¦’ \cnn a¦¦c lndividucn (Gc.cn-tandc `cn-chcn -ind. (dann
-ind a¦¦c lndividucm -tcr¦¦ich
¦ci-tct dic-c (anaphori-chc Lczichun. nicht Lic-c Iormu¦ic-
run. warc untcr dcn ¦cidcn Lcdin.un.cn (i L- .i¦t Gottcr-
mcn-chcn (`cn-chcn. dic un-tcr¦¦ich -ind und (ii L- .i¦t
Ticrc (Gc.cn-tandc. dic kcinc `cn-chcn -ind wahr ¹n-crc
ur-pr un.¦ichc Iormu¦icrun. (¦ warc -chon wc.cn (i widcr-
¦c.t L- .a¦c cincn (Gott-`cn-chcn. dcr nicht -tcr¦¦ich i-t
A¦-o warcn nicht a¦¦c `cn-chcn -tcr¦¦ich
Lincn Schritt zur Iorma¦i-icrun. -tc¦¦t dic Sym¦o¦i-icrun. un-
-crcr Sprcchwci-c u¦cr lndividucn dar
(c I ur a¦¦c lndividucn i .i¦t \cnn i `cn-ch i-t. dann i-t i -tcr¦-
¦ich
Lic \crwcndun. dc--c¦¦cn Sym¦o¦- i zci.t an. da-- immcr von
dcm-c¦¦cn lndividuum dic lcdc i-t
Lic-c- lndividuum i i-t nun immcr cin ¦c-timmtc-. t ur da-
wir kcincn `amcn ha¦cn A¦cr dic-c- lndividuum nimmt nun
-tct- dic Ar.umcnt-tc¦¦c dcr ¦cidcn lradikatc “ i-t `cn-ch”
und “ i-t -tcr¦¦ich” cin `cn-ch(i ¦zw -tcr¦¦ich(i
(d I ur a¦¦c i .i¦t \cnn `cn-ch(i. dann -tcr¦¦ich(i
2
¹m nun cinc Iorma¦i-icrun. vornchmcn zu konncn. ¦cnoti.cn
wir ncuc Sym¦o¦c t ur
– dcn Au-druck (Quantor “t ur a¦¦c”
– dic nicht unmittc¦¦ar ¦cnanntcn lndividucn i und
– dcn Satzvcrkn uptcr (Konnektor “wcnn . (dann ”
• “t ur a¦¦c” ⇐⇒ ∀
Lcr Ouantorau-druck “t ur a¦¦c” wird durch da- Ouantor-ym-
¦o¦ “∀” (Allquantor -ym¦o¦i-icrt
• i ⇐⇒ x
Lic lndividucn konncn nun nicht mchr durch Individuen-
konstanten dar.-tc¦¦t wcrdcn \ir m u--cn Individuenva-
riablen wic x, y, z, x
1
, . . . vcrwcndcn Lh dic Iorma¦i-icrun.
crto¦.t durch k¦cinc Luch-ta¦cn dc- dcut-chcn A¦pha¦ct- ¦c-
.inncnd ¦ci x
• ∀x
Lcr Ouantor “∀” mu-- -ich immcr aut varia¦¦c `amcn (ln-
dividucnvaria¦¦cn ¦czichcn Lic Iom¦ination au- Ouantor
und lndividucnkon-tantc – ∀a ¡ zL “a¦¦c .c.cnwarti.cn
Laupt-tadtc Lcut-ch¦and-” – macht kcincn Sinn
• “wcnn . (dann ” ⇐⇒ ⊃
La- Lutci-cn “⊃” i-t cin Funktor/Konnektor/Junktor.
dcr dic Aut.a¦c hat. zwci Iormc¦n. dic Satzc (zL Ma. Sabc
¦zw Iormcn von Satzcn (zL Mx. Saxc rcpra-cnticrcn. wic-
dcr zu cincm ncucn komplexeren Satz zu vcrkn uptcn (zL
(Ma ⊃ Sabc \cnn A und B ir.cndwc¦chc

¹¦cr-ctzun.cn –
zwci Iormc¦n – -ind (zL Mx und Sx. dann i-t dcr Au-druck
¡ dic ncuc Iormc¦ (A ⊃ B dic

¹¦cr-ctzun. dc- komp¦cxcrcn
Satzc- “\cnn A. dann B
3
Lamit konncn wir dcn Satz
(a (A¦¦c `cn-chcn -ind -tcr¦¦ich
zunach-t paraphra-icrcn a¦-
(d I ur a¦¦c i .i¦t \cnn `cn-ch(i. dann -tcr¦¦ich(i
und -ch¦ic¦¦ich torma¦i-icrcn a¦-
(c ∀x(Mx ⊃ Sx \cr.¦cichcn wir (d mit (c
I ur a¦¦c i .i¦t \cnn `cn-ch (i. dann -tcr¦¦ich (i
∀ x (M x ⊃ S x
Lic I¦ammcrun. um Mx ⊃ Sx wird un¦cdin.t ¦cnoti.t. um
anzuzci.cn. da-- da- x in ¡cdcm ¦ctrachtctcn Ia¦¦c t ur cin- und
da--c¦¦c lndividuum -tcht Lic Iormc¦ ∀xMx ⊃ Sx w urdc
da- drittc \orkommcn von “x” au¦crha¦¦ dc- \irkun.-¦c-
rcichc- dc- A¦¦quantor- “∀” ¦a--cn La-- wir in “Sx” crncut
dcn Luch-ta¦cn “x” vcrwcndcn. -ichcrt a¦¦cin nicht. da-- wir
wicdcr da--c¦¦c lndividuum ¦ctrachtcn m u--cn'
• Formalisierung (Zusammenfassung) ∀x(Mx ⊃ Sx.
wo¦ci
— “∀x . . .” t ur “I ur a¦¦c x .i¦t ” -tcht. worin “x” cinc -o-
.cnanntc lndividucnvaria¦¦c i-t. dic t ur ¦c¦ic¦i.c lndividu-
cn¡Gc.cn-tandc -tcht (dic u¦cr dcn uncin.c-chranktcn lndi-
viducn¦crcich ¦autt.
— “⊃” dic au--a.cn¦o.i-chc \crkn uptun. “wcnn . dann ”
rcpra-cnticrt (materiale Implikation. dic hicr zur forma-
len Implikation wird. da -ic im \irkun.-¦crcich dc- A¦¦-
quantor- ∀ -tcht.
— “Mx” ¦zw “M(x” t ur “x i-t `cn-ch” und
— “Sx” ¦zw “S(x” t ur “x i-t -tcr¦¦ich” -tcht
4
Kurzer Vergleich mit der traditionellen Variante
(a (A¦¦c `cn-chcn -ind -tcr¦¦ich Au-.an.--atz
Lic Ira.c war \ic i-t dic-cr Satz zu torma¦i-icrcn´
Linc damit vcr¦undcnc Ira.c war l-t dic-cr Satz cin einfacher
odcr zusammengesetzter/komplexer Satz. dcr au- mchrcrcn
Tci¦-atzcn ¦c-tcht
Lcr traditionc¦¦c laraphra-icrun.-vor-ch¦a. war
(a
1
∗ `cn-chcn |a¦¦c -ind| -tcr¦¦ich
Lic traditionc¦¦c Iorma¦i-icrun. ¦autctc
(a
1F
M a S
Lcr modcrnc \or-ch¦a. dcr laraphra-icrun. ¦autctc
(a
2
∗ I ur a¦¦c i .i¦t \cnn `cn-ch(i. dann -tcr¦¦ich(i
Larau- cr.a¦ -ich dic to¦.cndc

¹¦cr-ctzun.
(a
2
F ∀x(Mx ⊃ Sx ( (c
• Gcma¦ dcr traditionc¦¦cn Auffa--un. i-t dic Iopu¦a durch cin
cintachc- Zcichcn (a.c.i.o zu crta--cn. o¦woh¦ dic Iopu¦a nicht
nur au- cincm Li¦t-wcr¦ (“i-t”. “-ind” ctc ¦c-tcht. -ondcrn
auch quantifizicrcndc (“a¦¦c”. “cini.c” und po¦ari-icrcndc (¦c-
¡ahcndc. vcncincndc Li.cnhcitcn autwci-t
• Gcma¦ dcr modcrncn Auffa--un. rcduzicrt -ich dic Iopu¦a
aut dic Iunktioncn dc- Li¦t-vcr¦-. dic unmittc¦¦ar durch dic
lradikation crta--t wcrdcn und -omit kcinc ci.cn-tandi.c Sym-
¦o¦i-icrun. crha¦tcn
• Lic Ouantifizicrun.-ci.cn-chattcn (zL von “a¦¦c” wcrdcn
durch Ouantorcn (zL “∀” crta--t. dic -ich aut lndividucn-
varia¦¦cn (“x” ¦czichcn (zL “∀x”
• Lic Li.cn-chatt dcr \crncinun. wird -patcr c¦cnta¦¦- durch
ci.cnc Sym¦o¦c crta--t
5
Zur logischen Form komplexer S
¨
atze
1
(2) Einfache (positive) existenzquantifizierte S¨atze:
L¦cnta¦¦- im ¹ntcr-chicd zur traditionc¦¦cn Ana¦y-c (S i P
crto¦.t dic Iorma¦i-icrun. von “Lini.c (`anchc `cn-chcn -ind
.c-und” u¦cr cinc .anzc lcihc von ¹mtormu¦icrun.--chrittcn
mit cincm rccht komp¦cxcn Lndcr.c¦ni-
(a Lini.c (`anchc `cn-chcn -ind .c-und
\icdcr -tcckcn in dic-cm Satz zwci cin-tc¦¦i.c lradikatkon-
-tantcn
i-t `cn-ch M und
i-t .c-und G
Lic Lc-art “Gc-und(cini.c `cn-chcn cr-chcint un.cci.nct. da
auch dcr Au-druck “cini.c `cn-chcn” nicht a¦- Eigenname
in Ira.c kommt Lr ¦czcichnct nicht cincn Gc.cn-tand. -on-
dcrn mo.¦ichcrwci-c mchrcrc odcr (¦ci cincr ¹ntcrtrci¦un.
-o.ar a¦¦c `cn-chcn “Lini.c `cn-chcn -ind -tcr¦¦ich”
Auch dic-cr Satz vcrt u.t dcmnach wcdcr in dcr Su¦¡ckt-
noch in dcr lradikatpo-ition u¦cr Li.cnnamcn Lcr Au--
wc. ¦c-tcht wicdcrum darin. -tatt u¦cr konkrctc lndivi-
ducn¡Gc.cn-tandc u¦cr “an.cdcutctc” (varia¦¦c lndividu-
cn¡Gc.cn-tandc zu -prcchcn A¦¦crdin.- ¦ic.t nun kcinc hy-
pothcti-chc Lchauptun. vor
(¦ F¨ ur mindestens ein lndividuum (Gc.cn-tand .i¦t da- (¡c-
wci¦i.c lndividuum i-t (cin `cn-ch und c- (da- ¡cwci¦i.c ln-
dividuum i-t .c-und
Beachte: Linc Lxi-tcnz¦chauptun. wic “`indc-tcn- cin `cn-ch
i-t .c-und” ¦chauptct da- .¦cichzciti.c Zutrcffcn zwcicr Li-
.cn-chattcn ¡ cin-tc¦¦i.cr (cinar.umcnti.cr lradikatc (“ i-t
1
Vorlesung L3B: UL 20080424
`cn-ch + i-t .c-und aut cin lndividuum
\icdcrum ta¦¦t aut. da-- dcr Au-.an.--atz nun in .cwi--cr
\ci-c a¦- komplexer Satz paraphra-icrt wird Lic- wird
an.czci.t durch dic \crwcndun. dcr Ion¡unktion “ und
\icdcrum m u--cn wir immcr von dcm-c¦¦cn lndividuum
-prcchcn \ir .rcitcn ir.cndcin lndividuum hcrau- und pr utcn.
o¦ c- cin `cn-ch i-t und zus¨atzlich pr utcn wir. o¦ c- auch
.c-und i-t Iindcn wir cin -o¦chc- lndividuum. -o i-t dcr Satz
wahr
Lic a¦tcrnativc Iormu¦icrun.
(¦’ `indc-tcn- cin lndividuum (Gc.cn-tand i-t `cn-ch und min-
dc-tcn- cin lndividuum (Gc.cn-tand i-t .c-und
¦ci-tct dic-c (anaphori-chc Lczichun. nicht Lic-c Iormu¦ic-
run. warc untcr dcn ¦cidcn Lcdin.un.cn
(i Anton i-t cin `cn-ch (und krank
und
(ii Anton- Lam-tcr i-t .c-und (und kcin `cn-ch
wahr
Lincn Schritt zur Iorma¦i-icrun. -tc¦¦t crncut dic Sym¦o¦i-ic-
run. un-crcr Sprcchwci-c u¦cr lndividucn dar
(c I ur mindc-tcn- cin lndividuum i .i¦t i i-t `cn-ch und i i-t
.c-und
Lic-c- lndividuum i i-t immcr cin ¦c-timmtc-. t ur da- wir
kcincn `amcn ha¦cn A¦cr dic-c- lndividuum nimmt nun -tct-
dic Ar.umcnt-tc¦¦c dcr ¦cidcn lradikatc “ i-t `cn-ch” und
“ i-t .c-und” cin `cn-ch(i ¦zw .c-und(i
(d I ur mindc-tcn- cin i .i¦t `cn-ch(i und .c-und(i
2
¹m nun cinc Iorma¦i-icrun. vornchmcn zu konncn. ¦cnoti.cn
wir wcitcrc ncuc Sym¦o¦c t ur
– dcn Au-druck (Quantor “t ur mindc-tcn- cin” und
– dcn Satzvcrkn uptcr (Konnektor: Konjunktion
“ und ”
• “t ur mindc-tcn- cin” ⇐⇒ ∃
Lcr Ouantorau-druck “t ur mindc-tcn- cin” wird durch da-
Ouantor-ym¦o¦ “∃” (Existenzquantor -ym¦o¦i-icrt
• ∃x
Lcr Ouantor “∃” mu-- -ich immcr aut varia¦¦c `amcn (lndi-
viducnvaria¦¦cn ¦czichcn Lic Iom¦ination au- Ouantor und
lndividucnkon-tantc – ∃a ¡ zL “mindc-tcn- cinc .c.cnwarti-
.c Laupt-tadt Lcut-ch¦and-” – macht kcincn Sinn
• “ und ” ⇐⇒ ∧
La- Lach “∧” i-t wic “⊃” cin Funktor/Kon-
nektor/Junktor. dcr dic Aut.a¦c hat. zwci Iormc¦n.
dic Satzc (zL Ma. Sabc ¦zw Iormcn von Satzcn (zL Mx.
Saxc rcpra-cnticrcn. wicdcr zu cincm ncucn komplexeren
Satz zu vcrkn uptcn (zL (Ma ∧ Sabc \cnn A und B
ir.cndwc¦chc

¹¦cr-ctzun.cn – zwci Iormc¦n – -ind (zL Mx
und Gx. dann i-t dcr Au-druck ¡ dic ncuc Iormc¦ (A ∧ B
dic

¹¦cr-ctzun. dc- komp¦cxcrcn Satzc- “A und B”
Lamit konncn wir dcn Satz
(a Lini.c `cn-chcn -ind .c-und
zunach-t paraphra-icrcn a¦-
(d I ur mindc-tcn- cin i .i¦t `cn-ch(i und .c-und(i
und -ch¦ic¦¦ich torma¦i-icrcn a¦-
(c ∃x(Mx ∧ Gx \cr.¦cichcn wir (d mit (c
3
I ur mind cin i .i¦t `cn-ch (i ∧ .c-und (i
∃ x (M x ∧ G x
Lic I¦ammcrun. um Mx ∧ Gx wird un¦cdin.t ¦cnoti.t. um
anzuzci.cn. da-- da- x in ¡cdcm ¦ctrachtctcn Ia¦¦c t ur cin- und
da--c¦¦c lndividuum -tcht Lic Iormc¦ ∃xMx∧Gx w urdc da-
drittc \orkommcn von “x” au¦crha¦¦ dc- \irkun.-¦crcichc-
dc- Lxi-tcnzquantor- “∃” ¦a--cn (`an -a.t auch x kommt
frei vor. La-- wir in “Gx” crncut dcn Luch-ta¦cn “x” vcr-
wcndcn. -ichcrt a¦¦cin nicht. da-- wir wicdcr da--c¦¦c lndividu-
um ¦ctrachtcn m u--cn' Lic Lc-art von ∃xMx∧Gx warc “L-
.i¦t mindc-tcn- cincn `cn-chcn und ir.cndctwa-. wa- .c-und
i-t”
• Formalisierung (Zusammenfassung) ∃x(Mx ∧ Gx.
wo¦ci
— “∃x . . .” t ur “I ur mindc-tcn- cin x .i¦t ” -tcht. worin “x”
cinc -o.cnanntc lndividucnvaria¦¦c i-t. dic t ur ¦c¦ic¦i.c lndivi-
ducn¡Gc.cn-tandc -tcht (dic u¦cr dcn uncin.c-chranktcn ln-
dividucn¦crcich ¦autt.
— “∧” dic au--a.cn¦o.i-chc \crkn uptun. “ und ” rcpra-cn-
ticrt (klassische Konjunktion.
— “Mx” ¦zw “M(x” t ur “x i-t `cn-ch” und
— “Gx” ¦zw “G(x” t ur “x i-t .c-und” -tcht
4
Zur logischen Form komplexer S
¨
atze
1
(3) Einfache negierte/verneinte quantifizierte S¨atze:
`it L¦ick aut dic traditionc¦¦c Ana¦y-c ¦¦ci¦t un- nun Satzc dcr
Iormcn S e P (a¦¦.cmcin vcrncincnd und S o P (partiku¦ar
vcrncincnd zu paraphra-icrcn und zu torma¦i-icrcn
(a Icin `cn-ch i-t a¦¦machti. S e P
(¦ `anchc `cn-chcn -ind nicht .c-und S o P
Lcidc Satzc cntha¦tcn \crncinun.-au-dr uckc “kcin” in (a und
“nicht” in (¦ La im ¹ntcr-chicd zur traditionc¦¦cn Ana¦y-c
`c.ation-- ¦zw \crncinun.-au-dr uckc nicht Lc-tandtci¦ dcr
Iopu¦a -cin konncn. ¦cnoti.cn wir cinc `c.ation. dic -ich -o-
woh¦ aut cintachc lradikattormc¦n dcr Art Fa. Gab. Haxc
u-w a¦- auch aut komp¦cxc Iormc¦n dcr Art (A∧B. (A ⊃ B.
∀x(Fx ⊃ Gx u-w ¦czichcn kann Lic-c klassische Art dcr
`c.ation wo¦¦cn wir Satznegation ncnncn
¬ Lic-c- Zcichcn wo¦¦cn wir t ur dic Satznc.ation vcrwcndcn
\cnn wir cinc korrcktc (Tci¦-

¹¦cr-ctzun. A .c¦i¦dct ha¦cn.
konncn wir dic-c auch a¦- Ganzc- vcrncincn¡¦c-trcitcn¡zur uck-
wci-cn ¬A
• An¦a-- zu Satznc.ationcn konncn cinc .anzc lcihc -prach¦i-
chcr Au-dr uckc .c¦cn “nicht”. “c- i-t nicht dcr Ia¦¦. da--”.
“un–” (\or-i¦¦c. “kcin”. “nicmand”. “nir.cnd-”. “nic”. “nim-
mcr” (inkorporicrt u-w
• Andcrc intcrc--antc Ia¦¦c -ind “vcr.c--cn” ( “nicht mitha-
¦cn”. “widcr¦c.cn”. “cnt.c.ncn”. “zur uckwci-cn” u-w
• `anchma¦ nci.cn wir auch dazu. ¦c-timmtc lradikatc a¦- dic
\crncinun. cinc- andcrcn lradikat- autzuta--cn “.c-und” (
“nicht-krank” vcr-u- “krank” ( “nicht-.c-und”. “-chon”
1
Vorlesung L4A: UL 20080508
vcr-u- “ha--¦ich” ctc Loch auch hicr cnt-chcidct dcr lntcrprct
und

¹¦cr-ctzcr `an -chc “-chon” vcr-u- “un-chon”
• Sch¦ic¦¦ich .i¦t c- cinc \ic¦zah¦ von \crncinun.cn in dcut-chcn
Satzcn. dic -ich da.c.cn -pcrrcn a¦- Satznc.ation aut.cta--t zu
wcrdcn Sic ¦czichcn -ich chcr aut Satztci¦c und vcr¦an.cn zT
nach cincr “-ondcrn”-Iort-ctzun. ¦zw nach cincr ¦c-timmtcn
Lctonun.
(c `icht zu Lau-c vcr.a¦ Anton -cincn Sch¦ u--c¦
(d Zu Lau-c ¦ic.t Anton- Sch¦ u--c¦ nicht
Zur uck zu Satz (a
(a Icin `cn-ch i-t a¦¦machti.
L- ¦ictcn -ich nun zwci vcr-chicdcnc laraphra-cn an
(a1 L- .i¦t kcin i i i-t `cn-ch und i i-t a¦¦machti.
¦zw
(a2 I ur a¦¦c i .i¦t \cnn i cin `cn-ch i-t. dann i-t i nicht
a¦¦machti.
Lcidc \ariantcn konncn wir mit dcn zur \crt u.un. -tc-
hcndcn `ittc¦n untcr Lin-ch¦u-- dcr k¦a--i-chcn `c.ation
u¦cr-ctzcn (“H . . .” -tcht t ur “ a¦¦machti.”
(

¹a1 ¬∃x(Mx ∧ Hx
(

¹a2 ∀x(Mx ⊃ ¬Hx
Lcr Lci-pic¦-atz
(¦ `anchc `cn-chcn -ind nicht .c-und
wird paraphra-icrt a¦-
(¦´ I ur mindc-tcn- cin i i i-t `cn-ch und i i-t nicht .c-und
Lic

¹¦cr-ctzun. davon ¦autct dann
(

¹¦´ ∃x(Mx ∧ ¬Gx
2
Ia--cn wir dic Lar-tc¦¦un. dcr ! Satztormcn zu-ammcn
A¦¦c S -ind l S a P ∀x(Sx ⊃ Px ¬∃x(Sx ∧ ¬Px
Lini.c S -ind l S i P ∃x(Sx ∧ Px ¬∀x(Sx ⊃ ¬Px
Icin S i-t l S e P ∀x(Sx ⊃ ¬Px ¬∃x(Sx ∧ Px
Lini.c S -ind nicht l S o P ∃x(Sx ∧ ¬Px ¬∀x(Sx ⊃ Px
\ir ha¦cn -chon im Ia¦¦ S e P (Lci-pic¦ (a ¦chauptct. da-- c-
zwci Lc-artcn .i¦t. dic zu zwci -yntakti-ch untcr-chicdcncn

¹¦cr-
-ctzun.cn t uhrcn Spatcr wcrdcn wir beweisen. da-- dic-c ¦cidcn

¹¦cr-ctzun.cn ¦o.i-ch .¦cichwcrti. -ind (“da--c¦¦c ¦c-a.cn”
Lic ¦ctztc Spa¦tc zci.t an. da-- c- auch t ur dic andcrcn drci Ia¦¦c ¡c-
wci¦- zumindc-t cinc wcitcrc

¹¦cr-ctzun.-mo.¦ichkcit .i¦t von dcr
-patcr ihrc ¦o.i-chc G¦cichwcrti.kcit mit dcr in Spa¦tc 3 .cnanntcn
.czci.t wcrdcn kann
3
(4) Weitere F¨alle und neue
¨
Ubersetzungsmittel
Gc.c¦cn -cicn to¦.cndc lntcrprctationcn
V . . . . . . i-t \atcr von
M . . . . . . i-t `uttcr von
a Anton
\ir wo¦¦cn nun dcn Satz
(e) Anton i-t Gro¦vatcr
u¦cr-ctzcn Lin mo.¦ichc und -innvo¦¦c laraphra-c warc
(e*) L- .i¦t mindc-tcn- cincn `cn-chcn. von dcm Anton \atcr
i-t und dic-cr `cn-ch i-t \atcr ¦zw (odcr `uttcr von
mindc-tcn- cincm wcitcrcn `cn-chcn
I urzcr Gro¦vatcr -ind \atcr von \atcrn (Gro¦vatcr
vatcr¦ichcr-cit- odcr \atcr von ` uttcrn (Gro¦vatcr
m uttcr¦ichcr-cit-
Zur

¹¦cr-ctzun. tch¦t un- nur cin Sym¦o¦ t ur dcn dcut-chcn Ion-
ncktor “odcr”. dcr cin-ch¦ic¦cndc (“`indc-tcn- cincr von un- ¦ci-
dcn i-t littcr” ¦zw au--ch¦ic¦cndc A¦tcrnativcn (“Gcnau cincr
von un- ¦cidcn i-t littcr” an.i¦t
∨ \ir vcrwcndcn da- um.ckchrtc Lach “∨” a¦-

¹¦cr-ct-
zun. dc- dcut-chcn Satzvcrkn uptcr- “odcr” \ir wcrdcn
c- mit dcr einschließenden Lesart intcprcticrcn Lh
dcr Ia¦¦. da-- ¦cidc- zutrifft. i-t zu¦a--i.
(

¹c´ ∃x(V ax ∧ ∃y(V xy ∨ Mxy
Bemerkung: Lic cin-ch¦ic¦cndc Lc-art wird chcr au- ¦io¦o.i-
-chcn dcnn au- ¦o.i-chcn Gr undcn au-.c-ch¦o--cn A¦¦crdin.- ¦a--t
-ich dcr au--ch¦ic¦cndc Ia¦¦ “cntwcdcr `uttcr odcr \atcr” c¦cn-
ta¦¦- au-dr uckcn Aufgabe!
4
Disambiguierung durch Umformulierung/Paraphra-
sierung und
¨
Ubersetzung/Formalisierung
1
Lcispic¦satz 1cdcr `ann ¦ic¦t cinc Irau
¹mtormu¦icrun. 1 Zu ¡cdcm `ann .i¦t cs (mindcstcns cinc
Irau. dic cr ¦ic¦t
|1cdcr `ann ¦ic¦t ir.cndcinc Irau|

¹¦crsctzun. 1 ∀x(Mx ⊃ ∃y(Fy ∧ Lxy
¹mtormu¦icrun. 2 Ls .i¦t (mindcstcns cinc Irau. dic von ¡cdcm
`ann .c¦ic¦t wird |Hutkontur|
|1cdcr `ann ¦ic¦t cinc ¦cstimmtc Irau|
Schcmatisicrun. 2 ∃y(Fy ∧ ∀x(Mx ⊃ Lxy
Syntax der klassischen Logik
(
¨
Ubersetzung / Formalisierung)
Grundzeichen [GZ]
(1 p. q. r. s. p
1
. Aussa.cnvaria¦¦cn |A\|
(2 a. b. c. a
1
. lndividucnkonstantcn |lI|
(3 x. y. z. x
1
. lndividucnvaria¦¦cn |l\|
(! F
1
. G
1
. H
1
. F
1
1
. . F
2
. G
2
. H
2
. F
2
1
.
uncnd¦ichc Listc 1-
stc¦¦i.cr. 2-stc¦¦i.cr
ctc lradikatkon-
stantcn |lI|
(` ¬. ∧. ∨. ⊃. ≡. k¦assischc Iunktorcn
(o ∀. ∃ Ouantorcn |O|
(¨ ( I¦ammcrn
1
Vorlesung L4B: UL 20080508
Metavariablen [MV]:
(1 P ¦zw P
i
`\ t ur Aussa.cnvaria¦¦cn
(2 Φ
n
¦zw Φ
n
j
`\ t ur n-stc¦¦i.c Iunktorcn
(3 A. B. C. D. A
1
. `\ t ur Iormc¦n
(! f ¦zw f
n
`\ t ur lradikatkonstantcn
(` i
1
. i
2
`\ t ur lndividucnausdr uckc
(lndividucnvaria¦¦cn ¦zw -konstantcn
Formregeln / Formeldefinition
(1 Linc a¦¦cin stchcndc Aussa.cnvaria¦¦c ist cinc Iormc¦
(2 \cnn f cinc n-stc¦¦i.c lradikatcnvaria¦¦c und wcnn i
1
. i
2
. .
i
n
lndividucnvaria¦¦cn odcr lndividucnkonstantcn (nicht not-
wcndi.crwcisc a¦¦c vcrschicdcn sind. dann ist auch f i
1
i
2
. . . i
n
cinc Iormc¦
(3 \cnn A und B Iormc¦n sind. dann sind auch ¬A. (A ∧ B.
(A ∨ B. (A ⊃ B. (A ≡ B Iormc¦n
(! \cnn A cinc Iormc¦ und i cinc lndividucnvaria¦¦c ist. dann
sind ∀iA und ∃iA Iormc¦n
(` A ist cinc Iormc¦ .dw dics aut.rund dcr Iormrc.c¦n (1–(!
dcr Ia¦¦ ist
2
Klammereinsparung:
(1 Las au¦crc I¦ammcrnpaar kann wc..c¦asscn wcrdcn
(2 Lin I¦ammcrnpaar kann wc..c¦asscn wcrdcn. wcnn
dic Iunktorcn inncrha¦¦ dicscs I¦ammcrnpaarcs
st¨arker binden. a¦s dic Iunktorcn. dic dic .ck¦ammcrtc
Zcichcnrcihc (dicsc Tci¦tormc¦ zu komp¦cxcrcn Zcichcnrcihcn
(Tci¦tormc¦n vcrkn uptcn
∧ ¦indct starkcr a¦s ∨. ⊃. ≡.
∨ ¦indct starkcr a¦s ⊃. ≡.
⊃ ¦indct starkcr a¦s ≡.
Begrenzte und unbegrenzte Schreibweise
Kx x ist Iorpcr
Sx x ist schwcr (x hat Schwcrc
Lcispic¦satzc
— A¦¦c Iorpcr sind schwcr
— Lini.c Iorpcr sind schwcr
• begrenzte Schreibweise: Grundbereich einge-
schr¨ankt
⇒ Grund¦crcich `cn.c a¦¦cr Iorpcr
— ∀xSx
— ∃xSx
• unbegrenzte Schreibweise: Grundbereich beliebig
⇒ Grund¦crcich `cn.c a¦¦cr

Lntitatcn“. lndividucn
— ∀x(Kx ⊃ Sx
— ∃x(Kx ∧ Sx
3
Wirkungsbereich (Skopus) eines Quantors ∀i ¦zw ∃i
ncnncn wir dic unmittc¦¦ar aut ∀i ¦zw ∃i to¦.cndc Iormc¦
\ir sa.cn. cinc l\ i kommt in cincr Iormc¦ A gebunden vor.
wcnn sic unmittc¦¦ar aut ∀ odcr ∃ to¦.t odcr wcnn sic im \ir-
kun.s¦crcich von ∀i ¦zw ∃i vorkommt
\ir sa.cn. cinc l\ i kommt in cincr Iormc¦ A frei vor. wcnn i
in A vorkommt und nicht .c¦undcn ist
So kommt dic \aria¦¦c x in dcn Iormc¦n
∀xFx
∀xFx, y
∀x(p ⊃ Fx
.c¦undcn und in dcn Iormc¦n
Fx
Fx, y
∀y(p ⊃ Fx
trci vor ln dcr Iormc¦
Fx ⊃ ∀x¬(p ⊃ Ga, x
ist das crstc \orkommcn von x cin freies und das zwcitc und
drittc \orkommcn von x sind gebundene \orkommcn
Linc Aussageform ist ¡cdc Iormc¦ A. dic mindcstcns cin trcics
\orkommcn cincr l\ in A hat
So¦ch cin Ausdruck kann nicht mit wahr bzw. falsch ¦cwcrtct
wcrdcn
Linc Aussage ist ¡cdc Iormc¦ A. in dcr a¦¦c \orkommcn von l\
.c¦undcnc \orkommcn sind Lin Spczia¦ta¦¦ ist cinc Iormc¦. dic
kcinc l\ cntha¦t
So¦ch cin Ausdruck kann mit wahr bzw. falsch ¦cwcrtct wcrdcn
4
Sprachtypen
`amc dcs
¹m.an.ssprachc Iunktors Iunktor `amc dcr Iunktion
nicht non ¬ (∼ `c.ation (\crncinun.
und ct ∧ (: Ion¡unktion
odcr vc¦ ∨ A¦tcrnativc (Lis¡unktion.
Ad¡unktion
wcnn. dann scq ⊃ (→ lmp¦ikation (Su¦¡unktion
.cnau dann. wcnn aq ≡ (↔

Aquiva¦cnz (Lisu¦¡unktion
Ausdrucksm¨oglichkeiten f¨ ur andere Satzverkn¨ upfer
(Konnektoren)
cntwcdcr p odcr q (p ∧ ¬q ∨ (¬p ∧ q
¬p ≡ q ¡ ¬(p ≡ q ¡ p ≡ ¬q
wcdcr p noch q ¬p ∧ ¬q
nicht p. sondcrn q ¬p ∧ q
p statt dass q p ∧ ¬q
p ohnc dass q p ∧ ¬q
5
Semantik der klassischen Logik
1
Modelle: Rahmenbedingungen
• Individuenkonstanten (Namenbuchstaben ¦czichcn -ich
aut ¦c-timmtc \crtc dc- \crtc¦crcich-
• Pr¨adikatenkonstanten (Pr¨adikatbuchstaben ¦i¦dcn zu-am-
mcn mit dcn durch dic lndividucnkon-tantcn (`amcn¦uch-ta¦cn
odcr \aria¦¦cn ¦c-ctztcn Ar.umcnt-tc¦¦cn lradikatc. dic Lc.riffc
au-dr uckcn
• Lcr Quantor ∀ ¦czicht -ich aut a¦¦c \crtc cinc- vor.c.c¦cncn (cin-
.c-chranktcn ¦zw nicht-cin.c-chranktcn \crtc¦crcich-
• Lcr Quantor ∃ ¦czicht -ich aut mindc-tcn- cincn \crt cinc- vor-
.c.c¦cncn \crtc¦crcich-
Belegungen
• Au--a.cnvaria¦¦cn (A\ wcrdcn mit Wahrheitswerten ¦c¦c.t
Ic-t-tc¦¦un.cn u¦cr Aussages¨atze (k untti. kurz auch

Au--a.cn“ ¦zw

Satzc“
(1 Au--a.c-atzc ¦czcichncn Sachvcrha¦tc
(2 Lincn Au--a.c-atz ncnncn wir

wahr“ (1 gcnau dann. wcnn
|A¦k urzun. gdw (cn.¦i-ch iff t ur if and on¦y if| dcr durch ihn ¦c-
zcichnctc Sachvcrha¦t ¦c-tcht (cinc Tat-achc i-t Andcrnta¦¦- ncnncn
wir dcn Au--a.c-atz

falsch“ (0
|Iorrc-pondcnzthcoric dcr \ahrhcit rc-p Ioharcnzthcoric dcr \ahr-
hcit|
p ¬p
1 0
0 1
p.q p ∧ q p ∨ q p ⊃ q p ≡ q ¬p ∧ ¬q ¬p ∧ q ¬p ≡ q p ∧ ¬q
1.1 1 1 1 1 0 0 0 0
1.0 0 1 0 0 0 0 1 1
0.1 0 1 1 0 0 1 1 0
0.0 0 0 1 1 1 0 0 0
1
Vorlesung L5: UL 20080522
• Linc lndividucnkon-tantc (lI i-t inncrha¦¦ cincr lntcrprctation mit
einem und nur einem \crt au- I zu ¦c¦c.cn
(\cr¦ot nicht¦czcichncndcr `amcn + \cr¦ot von `chrtach¦czcich-
nun.cn'
A¦¦crdin.- konncn zwci lI inncrha¦¦ dcr-c¦¦cn lntcrprctation dcn-
-c¦¦cn \crt zu.cordnct ¦ckommcn
Auch kann cinc lI in untcr-chicd¦ichcn lntcrprctationcn untcr-chicd-
¦ichc \crtc zu.cordnct ¦ckommcn
• lndividucnvaria¦¦cn (l\ wcrdcn mit cincr Menge I von \crtcn (
Grund¦crcich ¦c¦c.t
Lic ¦ccrc `cn.c i-t au-.c-ch¦o--cn
A¦¦c lndividucnvaria¦¦cn (l\ -ind dcr `cn.c I zuzuordncn
• lradikatkon-tantcn (lI. aut dic .cnau cinc durch cinc lI ¦zw l\
¦c-ctztc Stc¦¦c to¦.t. wcrdcn mit ¦c¦ic¦i.cn Tci¦mcn.cn (mo.¦ich i-t
hicr auch dic ¦ccrc `cn.c und dic A¦¦mcn.c¡Gc-amtmcn.c von I
¦c¦c.t
Annahmc 1 F . . . -ci dic einstellige lradikatkon-tantc

i-t rot“
Annahmc 2 Lcr lndividucn¦crcich ¦c-tchc nur au- dcn lndividucn
a, b, c
⇒ \crtc¦crcich dc- Schcma- Fx Au--a.cn

Fa“.

Fb“ und

Fc“
⇒ `o.¦ichc Situationcn
x Fx
a 1
b 0
c 1
2
• lradikatkon-tantcn (lI. aut dic .cnau zwci durch lI ¦zw l\ ¦c-
-ctztc Stc¦¦cn to¦.cn. wcrdcn mit ¦c¦ic¦i.cn .cordnctcn laarcn. dcrcn
L¦cmcntc ¡cwci¦- au- I -tammcn. ¦c¦c.t
Annahmc 1 G. . . -ci dic zweistellige interpretierte lradika-
tcnvaria¦¦c (cinc lradikatcnkon-tantc

i-t .ro¦cr a¦- “
Annahmc 2 Lcr lndividucn¦crcich ¦c-tchc wicdcrum nur au- dcn
lndividucn a, b, c
⇒ \crtc¦crcich dc- Schcma- Gxy Au--a.cn

Gaa“.

Gab“ u-w
⇒ )ctzt crto¦.t cinc A¦¦i¦dun. geordneter Paare von lndividu-
cn aut \ahrhcit-wcrtc
⇒ `o.¦ichc Situationcn
< x, y > Gxy
< a, a > 0
< a, b > 1
< a, c > 1
< b, c > 0
< b, a > 0
< b, b > 0
< c, a > 0
< c, b > 1
< c, c > 0
)ctzt \crtc¦crcich `cn.c {1, 0}.
a¦cr Lcfinition-¦crcich `cn.c .cordnctcr laarc dcr Iorm
< x, y >
• lradikatkon-tantcn (lI. aut dic .cnau n durch lI ¦zw l\ ¦c-ctztc
Stc¦¦cn to¦.cn. wcrdcn mit ¦c¦ic¦i.cn .cordnctcn n-Tupc¦n. dcrcn
L¦cmcntc ¡cwci¦- au- I -tammcn. ¦c¦c.t
a¦¦cini.c lc¦cvanz dcr Begriffsumf¨ange
extensionaler Standpunkt
3
Interpretation I
Linc lntcrprctation I i-t .c.c¦cn durch
1 cinc nicht-¦ccrc `cn.c I von \crtcn. dcr dic l\ zu.cordnct -ind.
2 cinc Zuordnun. von ¡cwci¦- .cnau cincm \ahrhcit-wcrt zu ¡cdcr A\.
3 cinc Zuordnun. von ¡cwci¦- .cnau cincm \crt au- I zu ¡cdcr lI
! cincr Zuordnun. von n-Tupc¦n von \crtcn au- I t ur n--tc¦¦i.c lI.
dh t ur lI. aut dic n mit lI odcr l\ ¦c-ctztc Stc¦¦cn to¦.cn
Interpretationsbeispiel
Iormc¦ (p ∧ Gb ∧ ∀xFx
I(x {Anton. Lcatc. Chri-tinc}
I(p 1 (W
I(b Lcatc
I(F {Anton. Chri-tinc}
I(G {Lcatc}
ln dic-cr lntcrprctation i-t dcr Satz ta¦-ch Warum?
Alternative Interpretation:
I(F {Anton. Lcatc. Chri-tinc}
ln dic-cr lntcrprctation i-t dcr Satz wahr. a¦cr wcdcr a¦¦.cmcin. u¦ti.
noch kontradiktori-ch
• Linc Iormc¦ i-t allgemeing¨ ultig
df
jede lntcrprctation I i-t cin
`odc¦¦ dcr Iormc¦. dh
cinc Iormc¦ i-t allgemeing¨ ultig
df
ihr i-t rc¦ativ zu ¡cdcr lntcr-
prctation I dcr \ahrhcit-wcrt 1 (W zu.cordnct
• Linc Iormc¦ i-t unerf¨ ullbar / kontradiktorisch
df
keine ln-
tcrprctation I i-t cin `odc¦¦ dcr Iormc¦. dh
cinc Iormc¦ i-t unerf¨ ullbar / kontradiktorisch
df
ihr i-t rc¦a-
tiv zu ¡cdcr lntcrprctation I dcr \ahrhcit-wcrt 0 (F zu.cordnct
4
Bedingungstypen
1
Die Ambivalenz der

wenn. . . , dann . . . “- bzw.

. . . genau
dann, wenn . . . “-Argumente
\ir vcrcin¦arcn dic to¦.cndc `otation zur Allgemeing¨ ultigkeit ¦zw
zum g¨ ultigen Schluss
• Lin Schluss au- dcn lrami--cn A
1
, . . . A
n
aut dic Ionk¦u-ion B
hci¦c g¨ ultig .dw dic Iormc¦ A
1
∧A
2
∧. . .∧A
n
⊃ B a¦¦.cmcin. u¦ti.
¡ tauto¦o.i-ch ¡ L-wahr i-t
• A¦k urzun. A
1
∧ . . . ∧ A
n
| B |Lic lcihcnto¦.c dcr Lcrcchnun.
dcr Ion¡unktioncn i-t ¦c¦ic¦i.'|
\cnn cin Sch¦u-- nicht . u¦ti. i-t. -chrci¦cn wir A
1
∧. . . ∧A
n
| B
Au- Ar.umcntcn dcr Iorm p ⊃ q |matcria¦c Su¦¡unktion¡lmp¦ikation|
¦zw p ≡ q |matcria¦c Li-u¦¡unktion¡

Aquiva¦cnz| to¦.t nicht- u¦cr dic
vcrwcndctcn Tci¦-atzc
— (p ⊃ q | p. (p ⊃ q | ¬p. (p ⊃ q | q. (p ⊃ q | ¬q
¦zw
— (p ≡ q | p. (p ≡ q | ¬p. (p ≡ q | q. (p ≡ q | ¬q
— Aut dcr littcr- und Schurkcnin-c¦ nchmcn a¦¦crdin.- manchc

Au¦c-
run.cn Iormcn an wic (p ≡ (p ⊃ q Larau- to¦.t dann a¦¦c- u¦cr
p und q
(p ≡ (p ⊃ q | p. (p ≡ (p ⊃ q | q. auch
(p ≡ (p ⊃ q | (p ∧ q. ¦zw (p ∧ q | (p ≡ (p ⊃ q
Lamit -ind (p ≡ (p ⊃ q (Lchauptun. cinc- ln-c¦¦cwohncr- und
(p ∧ q (lntormation t ur dcn \o¦k-¦ctra.cr ¦o.i-ch mitcinandcr
aquiva¦cnt
1
Vorlesung L6: UL 20080529
Thc-c ln dcr po¦iti-chcn Sprachc wcrdcn -chr haufi. wcnn-dann-
¦zw ta¦¦--Ion-truktioncn vcrwcndct. da -ic c¦cn kcinc Lnt-
-chcidun. t ur ¦zw .c.cn dic lra-mi--cn (Antczcdcntcn ¦zw
dic Ionk¦u-ion (Ion-cqucnt ¦cinha¦tcn. dh kcinc cnt-prc-
chcndcn Sch¦ u--c cr¦au¦cn
Notwendige und hinreichende Bedingung
Lic Iormc¦ p ⊃ q hat vic¦c vcr-chicdcnc Lc-artcn ZL

\cnn p. dann
q“.

q. wcnn p“.

q. ta¦¦- p“.

q untcr dcr \orau--ctzun.. da-- p“ u-w
Andcrc Lc-artcn -ind

p i-t hinrcichcndc Lcdin.un. t ur q“ ¦zw

q i-t
notwcndi.c Lcdin.un. t ur p“ A¦cr

p i-t notwcndi.c Lcdin.un. t ur
q“ wird au-.cdr uckt durch q ⊃ p'
Hinreichend/notwendig vs. logisch-hinreichend/logisch-
notwendig
ln mathcmati-chcn Iontcxtcn. in dcr A¦¦ta.--prachc und im po¦iti-
-chcn Lia¦o. wird

hinrcichcnd(c Lcdin.un.“ ¦zw

notwcndi.(c Lc-
din.un.“ haufi. im Sinnc von

zwin.cnd hinrcichcnd¡notwcndi.“ und
-omit

Lo.i-ch-hinrcichcnd (L-hinrcichcnd¡Lo.i-ch-notwcndi. (L-not-
wcndi.“ vcr-tandcn Lcr ¹ntcr-chicd i-t
• (p ⊃ q | p ¦zw (p ⊃ q | q Licr i-t p nur material hinrei-
chende Bedingung. a¦cr nicht L-hinrcichcnd Ana¦o. t ur dic
notwcndi.c Lcdin.un. q La.c.cn
• (p∧q | q Licr i-t (p∧q L-hinreichend f¨ ur q (und nat ur¦ich
auch t ur p
• p | (p∨q Licr i-t p L-hinreichend f¨ ur (p∨q (und nat ur¦ich
i-t auch q L-hinrcichcnd
2
I ur

notwcndi. und hinrcichcndc Lcdin.un.cn“ .i¦t dic-c ¹ntcr-chci-
dun. ana¦o.
• (p ≡ q p i-t material hinreichend und notwendig f¨ ur q
(a¦-o auch q i-t matcria¦ hinrcichcnd und notwcndi. t ur p La.c-
.cn zL
• (¬p ∨ q | (p ⊃ q und (p ⊃ q | (¬p ∨ q. a¦-o (¬p ∨ q i-t
L-notwendig und L-hinreichend f¨ ur (p ⊃ q

wenn“,

nur wenn“ und

nur“
\ir u¦cr-ctztcn im lahmcn dcr IL

q. ta¦¦- p“ mit (p ⊃ q Lin typi-
-chc-

¹¦cr-ctzun.-pro¦¦cm taucht aut. wcnn Satzc dcr Iorm

q. nur wcnn (ta¦¦- p“ ¦zw

`ur St urmcr dcr `ann-chatt -chic¦cn
Torc“ u¦cr-ctzt wcrdcn -o¦¦cn
(1

q. nur wcnn (ta¦¦- p“ (q ⊃ p
ln dic-cm Ia¦¦c hat da-

nur“ in

nur wcnn“ .cnau dic \irkun.
dcr \crtau-chun. dcr matcria¦cn Lcdin.un.cn hinrcichcnd in not-
wcndi. und um.ckchrt
(2

A¦¦c St urmcr dcr `ann-chatt -chic¦cn Torc“ ∀x(Sx ⊃ Tx mit

`ur St urmcr dcr `ann-chatt -chic¦cn Torc“ ∀x(Tx ⊃ Sx
Lcr cr-tc Satz i-t wahr. wcnn ¡cdcr St urmcr (cincr `ann-chatt
im \cr¦autc cinc- Spic¦c- cin Tor .c-cho--cn hat Lcr Satz ¦¦ci¦t
nat ur¦ich auch wahr. wcnn wcitcrc Spic¦cr (zL \crtcidi.cr Torc
.c-cho--cn ha¦cn
Lcr zwcitc Satz i-t wahr. wcnn ¡cdc- wahrcnd dc- Spic¦c- .cta¦-
¦cnc Tor von cincm St urmcr crzic¦t wurdc Laran mu-- a¦¦crdin.-
nicht ¡cdcr St urmcr ¦ctci¦i.t -cin Lcr Satz i-t ta¦-ch wcnn zL cin
\crtcidi.cr cin Tor crzic¦t hat
(3 Satzc dcr Art

`ur Anton kam zur Icicr |und nicmand -on-t|“
crtordcrn zur

¹¦cr-ctzun. dic Lin¦czichun. dcr ldcntitat
Fa ∧ ∀x(Fx ⊃ x a
3
Argumentation und Beweis
1
System des nat
¨
urlichen Schließens
[= SNS]
1. Die Grundregeln
• Grundrc.c¦n m u--cn p¦au-i¦c¦ .cmacht wcrdcn
• Grundrc.c¦n -ind kon-titutiv t ur cinc zwin.cndc Ar.umcn-
tation (cincn Lcwci-
• Grundrc.c¦n konncn nicht dcfinicrt ¦zw -c¦¦-t ¦cwic-cn wcr-
dcn
\ir untcr-chcidcn 2 Typcn von lc.c¦n
• Schlussregeln und
• Strukturregeln
Lic Schlussregeln ¦c.cn dic cinzc¦ncn Lcwci-z u.c tc-t
A
1

A
n
B
A
1

A
n
A
n+1
.cma¦ dcr Anwcndun. cincr Sch¦u--rc.c¦
A
n+2
.cma¦ dcr Anwcndun. cincr Sch¦u--rc.c¦

.cma¦ dcr Anwcndun.cn von Sch¦u--rc.c¦n
B .cma¦ dcr Anwcndun. cincr Sch¦u--rc.c¦
— Sch¦u--rc.c¦n -o¦¦cn intuitiv plausibel und einfach -cin
— Sch¦u--rc.c¦n ¦c-tchcn au- h¨ochstens zwei Pr¨amissen
und cincr Ionk¦u-ion
— Sch¦u--rc.c¦n charaktcri-icrcn dic ar.umcntativcn Li.cn-chat-
tcn von ¦o.i-chcn Opcratorcn (Iunktorcn und Ouantorcn
1
Vorlesung L7: UL 20080605
1.1. Grundschlussregeln
Grundschlussregeln f¨ ur Funktoren
AR Abtrennungsregel
A ⊃ B
A
B
EK Einf¨ uhrung der Konjunktion
A
B
A ∧ B
BK Beseitigung der Konjunktion
A ∧ B
A
A ∧ B
B
EA Einf¨ uhrung der Alternative
A
A ∨ B
B
A ∨ B
BA Beseitigung der Alternative
A ∨ B
¬A
B
A ∨ B
¬B
A
E
¨
A Einf¨ uhrung der
¨
Aquivalenz/Bisubjunktion
A ⊃ B
B ⊃ A
A ≡ B
B
¨
A Beseitigung der
¨
Aquivalenz/Bisubjunktion
A ≡ B
A ⊃ B
A ≡ B
B ⊃ A
2
Erl¨auterung: Einsetzungen f¨ ur Individuenausdr¨ ucke
Symbol f¨ ur Einsetzungen von Individuenausdr¨ ucken j
f¨ ur Individuenausdr¨ ucke i: A|i/j|
(1 ln A wird immcr nur an dcn Stc¦¦cn cin.c-ctzt. wo c- trci
vorkommt Iommt i mchrma¦- trci in A vor. -o wird c- an
a¦¦cn Stc¦¦cn -cinc- trcicn \orkommcn- durch j cr-ctzt
Lci-pic¦c
|x/a| von Fx ⊃ Gx ¦ictcrt Fa ⊃ Ga. a¦cr nicht Fa ⊃ Gx
|x/a| von Fy ⊃ Gx ¦ictcrt Fy ⊃ Ga
|x/a| von (Fx ∧ ∃xHx ⊃ Gx ¦ictcrt (Fa ∧ ∃xHx ⊃ Ga.
a¦cr kcinc-ta¦¦- (Fa∧∃xHa ⊃ Ga ¦zw (Fa∧∃aHa ⊃ Ga
(2 Ia¦¦- -ich i in A im \irkun.-¦crcich cinc- Ouantor- ¦cfindct.
dcr dic lndividucnvaria¦¦c (l\ h ¦indct. -o dart h nicht t ur i
cin.c-ctzt wcrdcn (\cr¦ot dcr ¹mwand¦un. trcicr \orkommcn
in .c¦undcnc
Lci-pic¦ ln dcr Iormc¦ ∀x(Fx ⊃ Gy dart y nicht durch x
cr-ctzt wcrdcn i wird in dic-cm Lci-pic¦ durch y und h durch
x rcpra-cnticrt \cr¦ot von |y/x|. wa- au- dcr Au--a.cntorm
∀x(Fx ⊃ Gy dic Au--a.c ∀x(Fx ⊃ Gx crzcu.cn w urdc'
Grundschlussregeln f¨ ur Quantoren
B∀ Beseitigung des Allquantors
∀iA
A|i/j|
. wo¦ci j cinc ¦c¦ic¦i.c l\ odcr cinc ¦c¦ic¦i.c lI
-cin kann
Beachte: A¦¦quantorcn konncn mchrtach ¦c-citi.t wcrdcn'
E∀ Einf¨ uhrung des Allquantors
A
∀iA
. ta¦¦- dic l\ i nicht trci in dcn AdL vorkommt
3
B∃ Beseitigung des Existenzquantors
∃iA
A|i/k
j
1
,j
2
,...j
n
|
. wo¦ci k cinc lI i-t. dic
(1 noch nicht durch L∃ cin.ct uhrt wurdc und
(2 j
1
, j
2
, . . . j
n
a¦¦c trcicn l\ dcr Iormc¦ A -ind. dic vcr-chicdcn
von i -ind Lh ta¦¦- dic lndividucnvaria¦¦c i in mchr-tc¦¦i.cn
lradikatkon-tcntcn vorkommt in-¦c-ondcrc auch. da-- dic
lndividucnkon-tantc k mit dcn lndizc- a¦¦cr andcrcn trcicn
lndividucnvaria¦¦cn dic-cr lradikatkon-tantc vcr-chcn wcr-
dcn mu--
Lic Lin-chrankun. (1 vcrhindcrt zL dcn Sch¦u-- von
Annahmc A
1
ln dic-cr ¹rnc .i¦t c- mindc-tcn- cinc rotc Iu.c¦
∃xFx und
Annahmc A
2
ln dic-cr ¹rnc .i¦t c- mindc-tcn- cinc .r unc Iu.c¦
∃xGx aut dic
Ionk¦u-ion B ln dic-cr ¹rnc .i¦t c- mindc-tcn- cinc Iu.c¦. dic
-owoh¦ rot a¦- auch .r un i-t
∃x(Fx ∧ Gx
Lic Lin-chrankun. (2 vcrhindcrt zL dcn Sch¦u-- von dcr
Annahmc A Zu ¡cdcm Ta. .i¦t c- mindc-tcn- cincn Ta.. dcr aut
ihn to¦.t (

L- .i¦t immcr cin `or.cn“
∀x∃yFyx aut dic
Ionk¦u-ion B L- .i¦t mindc-tcn- cincn (dcn Ta.. dcr aut a¦¦c
Ta.c to¦.t (

L- .i¦t cincn (dcn ¡ un.-tcn Ta.“
∃y∀xFyx (∀xFax
E∃ Einf¨ uhrung des Existenzquantors
A|i/j|
∃iA
. wo¦ci j cinc l\ odcr cinc lI -cin kann
4
1.2. Grundstrukturregeln
Strukturregeln zum Aufbau eines direkten Beweises
(1 A¦- dic cr-tcn n Zci¦cn dc- Lcwci-c- -chrci¦c man dic lrami--
-cn A
1
, A
2
, . . . A
n
a¦- Annahmen des Beweises |AdB|
(2 Lcrcit- ¦cwic-cnc Theoreme konncn a¦- ncuc Zci¦cn zum
Lcwci- hinzu.ct u.t wcrdcn
(3 Aut dcr Grund¦a.c -chon vorhandcncr Zci¦cn konncn untcr dcr
\crwcndun. dcr 11 Grund-ch¦u--rc.c¦n ncuc Zci¦cn zum Lc-
wci- hinzu.ct u.t wcrdcn
(! Lcr Lcwci- i-t ¦ccndct. wcnn man a¦- cinc Zci¦c dc- Lcwci-c-
dic Ionk¦u-ion B crha¦t
Lcfinition dc- Lc.riff-

Theorem“
Linc Ar.umcntation dcr Iorm
A
1

A
n
B
i-t cin Thcorcm. wcnn c- t ur
dic Ionk¦u-ion B cincn direkten Beweis au- dcn lrami--cn
A
1
, A
2
, . . . A
n
.i¦t
Beispiel
Io¦.t au-

\cnn lctcr kommt. dann kommt Ouintu-“ |p ⊃ q|
und

\cnn lctcr kommt. dann kommt lichard“ |p ⊃ r| untcr dcr
\orau--ctzun.. da-- lctcr wirk¦ich kommt |p|. da-- -owoh¦ Ouintu-
a¦- auch lichard kommcn |q ∧ r|´
(1 p ⊃ q AdL
(2 p ⊃ r AdL
(3 p AdL
(! q Al (1.(3
(` r Al (2.(3
(o q ∧ r LI (!.(`
5
Strukturregeln zum Aufbau eines indirekten Beweises
(1 A¦- dic cr-tcn n Zci¦cn dc- Lcwci-c- -chrci¦c man dic lrami--
-cn A
1
, A
2
, . . . A
n
a¦- Annahmen des Beweises |AdB|
(2 A¦- n+1-tc Zci¦c -chrci¦c man ¬B a¦- Annahmc dc- indircktcn
Lcwci-c- |AdiB|
(3 Lcrcit- ¦cwic-cnc Theoreme konncn a¦- ncuc Zci¦cn zum
Lcwci- hinzu.ct u.t wcrdcn
(! Aut dcr Grund¦a.c -chon vorhandcncr Zci¦cn konncn untcr dcr
\crwcndun. dcr 11 Grund-ch¦u--rc.c¦n ncuc Zci¦cn zum Lc-
wci- hinzu.ct u.t wcrdcn
(` Lcr Lcwci- i-t ¦ccndct. wcnn a¦- ¦c¦ic¦i.c Zci¦cn dc- Lcwci-c-
cinc Iormc¦ C und ihrc `c.ation ¬C auttrctcn
Lrwcitcrun. dcr Lcfinition dc- Lc.riff-

Theorem“
Linc Ar.umcntation i-t cin Thcorcm. wcnn c- t ur dic Ionk¦u-i-
on B cincn direkten odcr cincn indirekten Beweis au- dcn
lrami--cn A
1
, A
2
, . . . A
n
.i¦t
Beispiel
(1 p ⊃ q AdL
(2 ¬q ∨ r AdL
(3 ¬s ⊃ ¬r AdL
(! p AdL Io¦.t darau- s´
(` ¬s AdiL
(o q Al (1.(!
(¨ r LA (2.(o
(S ¬r Al (3.(`
\-p (¨.(S
A¦-o i-t dic .c-amtc Ar.umcntation cin Thcorcm'
6
Schlussregeln des Systems des nat¨ urlichen Schließens
1
1. Grundschlussregeln
AR Abtrennungsregel
A ⊃ B
A
B
BK Beseitigung der Konjunktion
A ∧ B
A
A ∧ B
B
EK Einf¨ uhrung der Konjunktion
A
B
A ∧ B
B
A
A ∧ B
BA Beseitigung der Alternative
A ∨ B
¬A
B
A ∨ B
¬B
A
EA Einf¨ uhrung der Alternative
A
A ∨ B
B
A ∨ B
B
¨
A Beseitigung der
¨
Aquivalenz
A ≡ B
A ⊃ B
A ≡ B
B ⊃ A
E
¨
A Einf¨ uhrung der
¨
Aquivalenz
A ⊃ B
B ⊃ A
A ≡ B
B ⊃ A
A ⊃ B
A ≡ B
B∀ Beseitigung des Allquantors
∀iA
A[i/j],
wobei j eine beliebige IV oder eine
IK sein kann.
E∀ Einf¨ uhrung des Allquantors
A
∀iA,
falls die IV i nicht frei in den AdB
vorkommt.
B∃ Beseitigung des Existenzquan-
tors
∃iA
A[i/j],
wobei j eine IK ist, die
1. noch nicht durch B∃ eingef¨ uhrt
wurde bzw. nicht in den Annahmen
des Beweises vorkommt und
2. durch alle frei in A vorkommen-
den IV indiziert werden muss (be-
achte mehrstellige PK).
E∃ Einf¨ uhrung des Existenzquan-
tors
A[i/j]
∃iA,
wobei j eine IV oder eine IK sein
kann.
2. Abgeleitete Schlussregeln
BN Beseitigung der doppelten Ne-
gation
¬¬A
A
EN Einf¨ uhrung der doppelten Ne-
gation
A
¬¬A
MT Modus Tollens
A ⊃ B
¬B
¬A
KP Kontraposition
A ⊃ B
¬B ⊃ ¬A
1
¨
Ubersicht zur Vorlesung L8: UL 20080612 + Verwendbarkeit f¨ ur die Klausur am 17.07.2008
3. Abgeleitete Schlussregeln (Umwandlungsregeln)
Negation des Negation des Negation des
Umwandlung Gesamtausdrucks linken Teilausdrucks rechten Teilsausdrucks
∧ ∨ X X X
(deMorgan)
∧ ⊃ X X
∨ ⊃ X
Negation des Negation des
Umwandlung Gesamtausdrucks Arguments
∀ ∃ X X
Einige Beispiele:
(1) ¬(A ∧ B) ≡ (¬A ∨ ¬B) [de Morgan bzw. Umwandlung von ∧ in ∨ u. vice versa]
(2) ¬(A ∨ B) ≡ (¬A ∧ ¬B) [de Morgan bzw. Umwandlung von ∨ in ∧ u. vice versa]
(3) ¬(A ⊃ B) ≡ (A ∧ ¬B) [Umwandlung von ⊃ in ∧ u. vice versa]
(4) (A ⊃ B) ≡ (¬A ∨ B) [Umwandlung von ⊃ in ∨ u. vice versa]
(5) ∀xFx ≡ ¬∃x¬Fx [Umwandlung von ∀ in ∃ u. vice versa]
(6) ∃xFx ≡ ¬∀x¬Fx [Umwandlung von ∃ in ∀ u. vice versa]
(7) ∀x(Fx ⊃ Gx) ≡ ¬∃x(Fx ∧ ¬Gx) [Umwandlung von ∀ in ∃ + ⊃ in ∧ u. vice versa]
(8) ¬∃x(Fx ∧ Gx) ≡ ∀x(Fx ⊃ ¬Gx) [Umwandlung von ∃ in ∀ + ∧ in ⊃ u. vice versa]
(9) (A ⊃ B) ≡ (¬B ⊃ ¬A) [vgl. Kontraposition]
Darstellungsm¨oglichkeiten f¨ ur das ausschließende Oder
¬(A ≡ B) ¬A ≡ B A ≡ ¬B (A ∧ ¬B) ∨ (¬A ∧ B)
Wahrheitstabellen
f¨ ur klassische Funktoren(-verkn¨ upfungen)
p ¬p
1 0
0 1
und oder wenn- genau weder- nicht- entweder statt
dann dann, wenn noch sondern oder dass
p,q p ∧ q p ∨ q p ⊃ q p ≡ q ¬p ∧ ¬q ¬p ∧ q ¬p ≡ q p ∧ ¬q
1,1 1 1 1 1 0 0 0 0
1,0 0 1 0 0 0 0 1 1
0,1 0 1 1 0 0 1 1 0
0,0 0 0 1 1 1 0 0 0
Die Darstellung der vier traditionellen Satzformen
Alle S sind P. S a P ∀x(Sx ⊃ Px) ¬∃x(Sx ∧ ¬Px) Nur P sind S.
Einige S sind P. S i P ∃x(Sx ∧ Px) ¬∀x(Sx ⊃ ¬Px)
Kein S ist P. S e P ∀x(Sx ⊃ ¬Px) ¬∃x(Sx ∧ Px)
Einige S sind nicht P. S o P ∃x(Sx ∧ ¬Px) ¬∀x(Sx ⊃ Px)
2
Abgeleitete Strukturregeln
1
A¦.c¦citctc lc.c¦n dicncn nur zur \crcintachun. dcr Lc-
wci-t uhrun. – -ic -ind a¦-o prinzipic¦¦ c¦iminicr¦ar
Regel zum Hinzuf¨ ugen einer Implikation aufgrund ei-
ner zus¨atzlichen Annahme
Lrha¦t man in cincm Lcwci- au- dcn Annahmcn dic-c- Lcwci-c-
und cincr ¦c¦ic¦i.cn zu-atz¦ichcn Annahmc C |doppc¦t nummc-
ricrt| dic Iormc¦ D. -o kann man dic Iormc¦ C ⊃ D a¦- ncuc
Zci¦c zum Lcwci- |cintach nummcricrt| hinzut u.cn |Anmcrkun.
A¦¦c Zci¦cn. dic aut dic zu-atz¦ichc Annahmc Lczu. nchmcn und
nicht dic Iorm C ⊃ D ha¦cn. wcrdcn doppc¦t nummcricrt|
Beispiel
Annahmc 1 A
1
p ⊃ (q ∧ r
Annahmc 2 A
2
q ⊃ (p ∧ r
Ionk¦u-ion B p ≡ q ´´
(1 p ⊃ q ∧ r AdL
(2 q ⊃ p ∧ r AdL
(11 p zA
(12 q ∧ r Al (1.(11
(13 q LI (12
(3 p ⊃ q zA(11 ⊃ (13
(21 q zA
(22 p ∧ r Al (2.(21
(23 p LI (22
(! q ⊃ p zA(21 ⊃ (23
(` p ≡ q L

A (3.(!
1
Vorlesung L8: UL 20080612
Regel zur Einf¨ uhrung der Negation einer zus¨atzlichen
Annahme
Lrha¦t man in cincm Lcwci- au- dcn Annahmcn dic-c- Lcwci-
-c- und cincr ¦c¦ic¦i.cn zu-atz¦ichcn Annahmc C |doppc¦t num-
mcricrt| zwci -ich widcr-prcchcndc Iormc¦n D und ¬D. -o kann
man dic `c.ation dcr zu-atz¦ichcn Annahmc a¦- ncuc Zci¦c |cin-
tach nummcricrt| zum Lcwci- hinzut u.cn |Anmcrkun. A¦¦c Zci-
¦cn. dic aut dic zu-atz¦ichc Annahmc Lczu. nchmcn. wcrdcn wic-
dcrum doppc¦t nummcricrt|
Beispiel
(1 p ≡ q AdL
(2 ¬r ⊃ ¬q AdL
(3 ¬(r ∧ p AdL
(! ¬r ⊃ p AdL \a- to¦.t darau- u¦cr p. q ¦zw r´
(` p ⊃ q L

A (1
(o q ⊃ p L

A (1
(¨ ¬r ∨ ¬p ∧ ;∨ (3
(11 p zA
(12 q Al (`.(11
(13 ¬r LA (¨.(11
(1! ¬q Al (2.(13
(S ¬p \-p (12.(1!
(9 ¬q `T (o.(S
(10 r `T (!.(S
L- to¦.cn a¦-o dic Ia¦-chhcit von p (.cma¦ Zci¦c S ¬p . von q
(.cma¦ Zci¦c 9 ¬q . und dic \ahrhcit von r (.cma¦ Zci¦c 10
2
Beispiel: Ritter- und Schurkeninsel
Au-.an.-¦a.c
Lcr Sprcchcr (Lhcmann ¦chauptct cincn Satz A
p Lcr Lhcmann i-t littcr
¬p Lcr Lhcmann i-t Schurkc (kcin littcr
(i p ⊃ A
\cnn dcr Lhcmann (Sprcchcr cin littcr i-t. dann i-t A wahr
(ii ¬p ⊃ ¬A
\cnn dcr Lhcmann (Sprcchcr cin Schurkc i-t. dann i-t A ta¦-ch
(iii A ⊃ p Iontrapo-ition von (ii
(iv p ≡ A Lint uhrun. dcr

Aquiva¦cnz aut (i und (iii
(iv rcpra-cnticrt a¦-o cin Lchauptun.-pradikat t ur dcn Lhcmann
La¦ci i-t A dic .cmachtc Lchauptun.
Aufgabe: Lcr Lhcmann ¦chauptct “lch und mcinc Irau -ind
Schurkcn” (“\ir -ind ¦cidc Schurkcn”
\a- to¦.t darau- u¦cr dcn Lhcmann und dic Lhctrau´
q Lic Lhctrau i-t littcr ¡ ¬q Lic Lhctrau i-t Schurkc
A ¬p ∧ ¬q
p ≡ (¬p ∧ ¬q (Gc-amt¦chauptun. und AdL
(1 p ≡ (¬p ∧ ¬q AdL
(2 p ⊃ (¬p ∧ ¬q L

A (1
(11 p zA
(12 ¬p ∧ ¬q Al (2.(11
(13 ¬p LI (12
(3 ¬p \-p (11.(13
(! (¬p ∧ ¬q ⊃ p L

A (1
(` ¬(¬p ∧ ¬q `T (!.(3
(o p ∨ q ∧ ;∨ (`
(¨ q LA (o.(3
A¦-o i-t dcr `ann cin Schurkc (wc.cn Zci¦c 3 und dic Irau i-t cin
littcr (wc.cn Zci¦c ¨
3
Die Konstruktion von Gegenbeispielen
=⇒ Annahme: Der Individuenbereich enth¨alt nur die zwei Individuen a
und b (= {a, b})
Alls¨atze als Konjunktionen im endlichen Individuenbereich
∀xGx = (Ga ∧ Gb)
∀x(Fx ⊃ Gx) = ((Fa ⊃ Ga) ∧ (Fb ⊃ Gb))
Existenzs¨atze als Alternativen im endlichen
Individuenbereich
∃xGx = (Ga ∨ Gb)
∃x(Fx ∧ Gx) = ((Fa ∧ Ga) ∨ (Fb ∧ Gb))
Ein Gegenbeispiel
Ausgangsformel:
∃xFx ∧ ∃xGx ⊃ ∃x(Fx ∧ Gx)
Gegenbeispiel:
(Fa ∨ Fb) ∧ (Ga ∨ Gb) ⊃ ((Fa ∧ Ga) ∨ (Fb ∧ Gb))
Aussagenlogische Struktur:
(p ∨ q) ∧ (r ∨ s) ⊃ ((p ∧ r) ∨ (q ∧ s))
¨
Uberpr¨ ufung mittels verk¨ urzter Matrizenmethode liefert keinen
Widerspruch f¨ ur
p = 1, q = 0, r = 0 und s = 1!
¨
Ubungen 3B
1
¨
Ubersetzungen ohne vorgegebene Interpretation
laraphra-icrcn und u¦cr-ctzcn (torma¦i-icrcn Sic dic to¦.cndcn
Satzc' \ah¦cn Sic dat ur cinc .cci.nctc lntcrprctation
(I1) \ah¦cn Sic cincn Grund¦crcich (lhrcn Lcrcich dcr lcdc
(I2) Lc.cn Sic dic Lcdcutun. dcr Li.cnnamcn und lhrc \ah¦ dcr
lndividucnkon-tantcn tc-t
(I3) Lnt-chcidcn Sic u¦cr dic Stc¦¦cn- ¡ Ar.umcntzah¦ dcr lradi-
katc und wah¦cn Sic .cci.nctc lradikatkon-tantcn
(4) Lcachtcn Sic tcrncr. da-- a¦¦c in lhrcn

¹¦cr-ctzun.cn vcr-
wcndctcn lndividucnvaria¦c¦n gebunden -cin m u--cn. dh
im Lcrcich cnt-prcchcndcr Ouantorcn -tchcn
1 Anton -chnarcht
\11 \ariantc 1 – Grund¦crcich `cn.c dcr `cn-chcn
S
(1)
. . . ⇐⇒ -chnarcht
a ⇐⇒ Anton

¹¦cr-ctzun. S
(1)
a
\12 \ariantc 2 – Grund¦crcich ¦c¦ic¦i.
M
(1)
. . . ⇐⇒ i-t `cn-ch ( zu-atz¦ichc- lradikat

¹¦cr-ctzun. M
(1)
a ∧ S
(1)
a
2 Anton ¦ic¦t Lcatc
\21 \ic in \ariantc 11 +
b ⇐⇒ Lcatc
L
(1)
. . . ⇐⇒ ¦ic¦t Lcatc

¹¦cr-ctzun. L
(1)
a
\22 \ic in \ariantc 11 +
b ⇐⇒ Lcatc
1
¨
Ubungen 3B zu den Vorlesungen L2 (20080417) + L3 (20080424
L
(2)
. . . . . . ⇐⇒ ¦ic¦t

¹¦cr-ctzun. L
(2)
ab ¦zw L
(2)
(a, b bevorzugt!
3 Anton .cht mit Lcatc in- Iino

¹¦cr-ctzun. 1 Ga (G . . . ⇐⇒ .cht mit Lcatc in-
Iino

¹¦cr-ctzun. 2 Gab (G . . . . . . ⇐⇒ .cht mit in-
Iino

¹¦cr-ctzun. 3 Gabc. wo¦ci c ⇐⇒ (da- konkrctc Iino
und (G . . . . . . . . . ⇐⇒ .cht mit in-
I ur

¹1 +

¹2 i-t dic \ah¦ dc- Grund¦crcich- `cn.c dcr
`cn-chcn vorau-.c-ctzt Lci

¹3 ¦ic¦c -ich noch dcr ¹ntcr-
-chicd
M . . . ⇐⇒ i-t `cn-ch zu K . . . ⇐⇒ i-t Iino
au-machcn (Typvcr-chicdcnhcit
! Anton ¦c-ucht mindc-tcn- cincn von Lcatc- Ircundcn

¹¦cr-ctzun. ∃x(Bax ∧ Fxb mit
B . . . . . . ⇐⇒ ¦c-ucht und
F . . . . . . ⇐⇒ i-t Ircund von
` A¦¦c- i-t intc¦¦i.cnt

¹¦cr-ctzun. `1 ∀xIx. wo¦ci |“.ott¦ichc” lntc¦¦i.cnz|
I . . . ⇐⇒ i-t intc¦¦i.cnt

¹¦cr-ctzun. `2 ∀x(Mx ⊃ Ix |“mcn-ch¦ichc” lntc¦¦i.cnz|
o Lc¦phinc -ind intc¦¦i.cnt

¹¦cr-ctzun. ∀x(Dx ⊃ Ix |Lc¦phin-lntc¦¦i.cnz|. wo¦ci
D . . . ⇐⇒ i-t Lc¦phin
¨ L- .i¦t cinc intc¦¦i.cntc Studcntin

¹¦cr-ctzun. ∃x(Sx ∧ Ix
S A¦¦c. dic Ircundc ha¦cn. ha¦cn auch Icindc

¹¦cr-ctzun. ∀x∃y(Fyx ⊃ ∃zGzx ¦zw
2
∀x∃y∃z(Fyx ⊃ Hzx. wo¦ci
F . . . . . . ⇐⇒ i-t Ircund von und
H . . . . . . ⇐⇒ i-t Icind von
Beachte dic lcihcnto¦.c dcr Ar.umcnt-tc¦¦cn dcr zwci-tc¦-
¦i.cn lradikatc “Fxy” ¦c-a.t “x i-t Ircund von y” ¦zw “y
hat x a¦- Ircund” und nicht “y i-t Ircund von x' Ana¦o.
t ur “Hxy”
9 )cmand -ucht ¡cmandcn

¹¦cr-ctzun. ∃x∃ySxy
10 Lini.c `cn-chcn -ind nctt

¹¦cr-ctzun. ∃x(Mx ∧ Nx
11 A¦¦c Lc¦phinc -ind Ii-chc

¹¦cr-ctzun. ∀x(Dx ⊃ Fx
nun mit F . . . ⇐⇒ i-t Ii-ch
12 Icin \i--cn-chatt¦cr ¦ u.t

¹¦cr-ctzun. ¬∃x(Wx ∧ Lx ¦zw ∀x(Wx ⊃ ¬Lx
13 `anchc `cn-chcn ha--cn -ich -c¦¦-t

¹¦cr-ctzun. ∃x(Mx ∧ Hxx |H ha--cn|
1! )cdcr `cn-ch hat cincn Lic¦¦in.-fi¦m

¹¦cr-ctzun. ∀x(Mx ⊃ ∃y(Fy ∧ Lxy. wo¦ci
F . . . ⇐⇒ i-t Ii¦m
L . . . . . . ⇐⇒ ¦ic¦t (hat a¦- Lic¦¦in.-fi¦m
Zwcitc (-ckundarc Lc-art ∃y∀x((Mx ∧ Fy ⊃ Lxy
3
¨
Ubersetzungen mit vorgegebener Interpretation
Verwenden Sie die folgenden Abk¨ urzungen:
V xy x i-t \atcr von y
Mxy x i-t `uttcr von y
Exy x i-t Lhcmann von y
Sxy x i-t Schwc-tcr von y
Bxy x i-t Lrudcr von y
a Arthur
b Lcatc
h Larry
j )ohanna
wo¦ci -ich a¦¦c lndividucnvaria¦¦cn aut `cn-chcn ¦czichcn -o¦¦cn
Finden Sie geeignete Formalisierungen folgender
S¨atze:
1 Larry i-t \atcr
∃xV hx
2 Larry i-t Gro¦vatcr
∃x∃y(V hx ∧ (V xy ∨ Mxy
3 A¦¦c Gro¦vatcr -ind \atcr
∀x∃y∃z(V xy ∧ (V yz ∨ Myz ⊃ V xy
v.¦ mit
∀x∃y∃z(V xy ∧ (V yz ∨ Myz ⊃ ∃y
1
V xy
1
|y y
1
|
! Gro¦vatcr -ind kcinc Gro¦m uttcr
∀x∃y∃z((V xy ∧ (V yz ∨ Myz ⊃
⊃ ¬∃y
1
∃z
1
(Mxy
1
∧ (V y
1
z
1
∨ My
1
z
!

` )ohanna i-t dic Lnkc¦in von Arthur
∃x(V ax ∧ (V xj ∨ Mxj
o Larry i-t cin Lhcmann
∃xEhx
¨ Lcatc i-t cinc Lhctrau
∃xExb
4
S A¦¦c Lhcmanncr -ind vcrhciratct
∀x∃y(Exy ⊃ (Exy ∨ Eyx
`an -chc dcn ¹ntcr-chicd zu
∀x∃yExy
9 Larry und Lcatc -ind mitcinandcr vcrhciratct
Ehb
10 Larry- Gro¦vatcr i-t vcrhciratct
∃x∃y((V xy ∧ (V yh ∨ Myh ⊃ ∃zExz
11 )ohanna i-t Larry- Schwa.crin
∃x((Sxj ∧ Ehx ∨ (Bxh ∧ Exj
12 Arthur i-t )ohanna- Gro¦vatcr vatcr¦ichcr-cit-
∃x(V ax ∧ V xj
13 Lcatc i-t Arthur- Tantc
∃x((Sbx ∧ (Mxa ∨ V xa (¦ci¦¦ich |∨∃y(Exb ∧ Bxy|
1! )cdc Tantc i-t cinc Schwc-tcr
∀x∃y∃z((Sxy ∧ (V yz ∨ Myz ⊃ Sxy
1` Icin Onkc¦ i-t .¦cichzciti. Tantc
¬∃x∃y∃z((Bxy ∧ (V yz ∨ Myz ∧ (Sxy ∧ (V yz ∨ Myz
1o `anchc Lr udcr ha¦cn kcinc Lr udcr
∃x∃y¬∃z(Bxy ∧ Bzx ¦zw ∃x∃y∀z(Bxy ⊃ ¬Bzx
\.¦ ∃x∃y¬∃z((Bxy ∧ Byx ∧ Bzx
“Lr udcr -cin” kann ¦c-a.cn. ¡cdcr Linzc¦nc mindc-tcn- cin Gc-
-chwi-tcrkind hat L- kann a¦cr auch hci¦cn. da-- zwci (mann-
¦ichc lcr-oncn wcch-c¦-citi. Lr udcr -ind
“Anton und )ohannc- -ind Lr udcr

¹¦cr-ctzun. 1 ∃xBax ∧ ∃yBjy

¹¦cr-ctzun. 2 Baj ∧ Bja
A¦¦.cmcinc- lro¦¦cm ¦ci dic-cn

¹¦cr-ctzun.cn i-t. o¦ wir da- Gc-
-ch¦ccht dcr lcr-oncn au- dcm `amcn cntnchmcn konncn Lamit
wird dann dic Ar.umcntpo-ition in cincm zwci-tc¦¦i.cn lradikat
vor.c.c¦cn
Ehb i-t dann in Ordnun.. Ebh a¦cr nicht
5

¨
Ubungen 3B
1
¨
Ubersetzungen ohne vorgegebene Interpretation
laraphra-icrcn und u¦cr-ctzcn (torma¦i-icrcn Sic dic to¦.cndcn
Satzc' \ah¦cn Sic dat ur cinc .cci.nctc lntcrprctation
(I1) \ah¦cn Sic cincn Grund¦crcich (lhrcn Lcrcich dcr lcdc
(I2) Lc.cn Sic dic Lcdcutun. dcr Li.cnnamcn und lhrc \ah¦ dcr
lndividucnkon-tantcn tc-t
(I3) Lnt-chcidcn Sic u¦cr dic Stc¦¦cn- ¡ Ar.umcntzah¦ dcr lradi-
katc und wah¦cn Sic .cci.nctc lradikatkon-tantcn
(I4) Lcachtcn Sic tcrncr. da-- a¦¦c in lhrcn

¹¦cr-ctzun.cn vcr-
wcndctcn lndividucnvaria¦c¦n gebunden -cin m u--cn. dh
im Lcrcich cnt-prcchcndcr Ouantorcn -tchcn
1 Anton -chnarcht
2 Anton ¦ic¦t Lcatc
3 Anton .cht mit Lcatc in- Iino
! Anton ¦c-ucht mindc-tcn- cincn von Lcatc- Ircundcn
` A¦¦c- i-t intc¦¦i.cnt
o Lc¦phinc -ind intc¦¦i.cnt
¨ L- .i¦t cinc intc¦¦i.cntc Studcntin
S A¦¦c. dic Ircundc ha¦cn. ha¦cn auch Icindc
9 )cmand -ucht ¡cmandcn
10 Lini.c `cn-chcn -ind nctt
11 A¦¦c Lc¦phinc -ind Ii-chc
12 Icin \i--cn-chatt¦cr ¦ u.t
13 `anchc `cn-chcn ha--cn -ich -c¦¦-t
1! )cdcr `cn-ch hat cincn Lic¦¦in.-fi¦m
1
¨
Ubungen 3B zu den Vorlesungen L2 (20080417) + L3 (20080424
¨
Ubungen 4
1
¨
Ubersetzungen mit vorgegebener Interpretation
Verwenden Sie die folgenden Abk¨ urzungen:
V xy : x ist Vater von y
Mxy : x ist Mutter von y
Exy : x ist Ehemann von y
Sxy : x ist Schwester von y
Bxy : x ist Bruder von y
a : Arthur
b : Beate
h : Harry
j : Johanna
wobei sich alle Individuenvariablen auf Menschen beziehen sollen.
Finden Sie geeignete Formalisierungen folgender S¨atze:
1. Harry ist Vater.
2. Harry ist Großvater.
3. Alle Großv¨ater sind V¨ater.
4. Großv¨ater sind keine Großm¨ utter.
5. Johanna ist die Enkelin von Arthur.
6. Harry ist ein Ehemann.
7. Beate ist eine Ehefrau.
8. Alle Ehem¨anner sind verheiratet.
9. Harry und Beate sind miteinander verheiratet.
10. Harrys Großvater ist verheiratet.
11. Johanna ist Harrys Schw¨agerin.
12. Arthur ist Johannas Großvater v¨aterlicherseits.
13. Beate ist Arthurs Tante.
14. Jede Tante ist eine Schwester.
15. Kein Onkel ist gleichzeitig Tante.
16. Manche Br¨ uder haben keine Br¨ uder.
1
¨
Ubungen 4 zu der Vorlesung L4: UL 20080508
¨
Ubungen 5
1
1. Stilisierte
¨
Ubersetzungen
¨
Ubersetzen Sie in die Sprache der Aussagenlogik:
(a) q, falls p.
(b) p unter der hinreichenden Bedingung, daß q.
(c) p und q sind notwendige Bedingungen f¨ ur r.
(d) Die Bedingung p ist sowohl hinreichend als auch notwendig f¨ ur q.
(e) q nur, falls p.
(f) Weder p, noch q
(g) Weder p noch q nur, falls q und r
(h) Wenn p, so, falls q, dann r
2.
¨
Ubersetzungen
Verwenden Sie zur
¨
Ubersetzung die folgende Interpretation:
Grundbereich = die Menge der Spieler einer Fußballmannschaft
Sx: x ist St¨ urmer
V x: x ist Verteidiger c: Crabb
Tx: x schießt eine Tor j: Jones
Fx, y: x ist Freund von y r: Robinson
Bx, y: x spielt den Ball zu y s: Samson
(a) Samson schießt ein Tor oder Jones schießt ein Tor.
(b) Jones ist kein Freund von Samson.
(c) Weder Samson noch Freunde von Samson schießen ein Tor.
(d) Nur Verteidiger spielen den Ball zu Robinson.
(e) Wenn Crabb ein Tor schießt, dann spielt Samson Robinson den Ball zu und Robinson ist
ein St¨ urmer.
(f) Alle Freunde von Samson sind Freunde von Jones.
(g) Jeder Freund von Robinson ist ein Freund von Samson.
(h) Jones und Samson sind miteinander befreundet.
3.
¨
Ubersetzungen und Schl¨ usse (
¨
Ubergang zu Argumentationen)
Verwenden Sie f¨ ur Ihre
¨
Ubersetzung
p : Es regnet. q : Anton kommt. r : Birgit kommt.
¨
Ubersetzen Sie die folgenden Argumentationen und diskutieren Sie, ob Ihrer Meinung nach
ein zwingender Schluss vorliegt, d.h. pr¨ ufen Sie, ob die beiden Pr¨amissen logisch hinreichende
Voraussetzungen f¨ ur die Konklusion sind:
(a) Pr¨amisse A
1
: Wenn es regnet, kommt Anton nicht.
Pr¨amisse A
2
: Es regnet.
Konklusion B: Also: Anton kommt nicht.
(b) Pr¨amisse A
1
: Wenn es regnet, kommt Anton nicht.
Pr¨amisse A
2
: Anton kommt nicht.
Konklusion B: Also: Es regnet.
(c) Pr¨amisse A
1
: Wenn es regnet, kommt Anton nicht.
Pr¨amisse A
2
: Wenn Anton nicht kommt, kommt auch Brigitte nicht.
Konklusion B: Also: Wenn es regnet, kommt Brgitte nicht.
1
¨
Ubungen 5 zu den Vorlesungen L5+L6: UL 20080522+29
Erster
¨
Ubungszettel zur freiwilligen Abgabe!!!
• Ausgabe am 29. Mai 2008
• Abgabe in der Woche vom 9. bis 13. Juni 2008 bei dem (der) jeweiligen Tutor(in)
• Die Bearbeitung dieses
¨
Ubungszettels und die Abgabe sind freiwillig. Das Logikteam
w¨ urde sich jedoch sehr freuen, wenn viele Studierende diese Gelegenheit nutzen. Scheuen
Sie sich bitte nicht, Ihre – eventuell auch fragmentarischen – L¨osungsvorschl¨age bzw.
Fragen weiterzuleiten.
• Die abgegebenen Zettel werden bewertet und die L¨osungen diskutiert.
1.
¨
Ubersetzungen ohne Vorgaben
¨
Ubersetzen Sie die folgenden S¨atze in die Sprache der klassischen Logik. Wenn Sie den Grundbe-
reich (Individuenbereich / Bereich der Rede) einschr¨anken, dann geben Sie dies bitte unbedingt
an.
1.1 Niemand, der arbeitet, ist faul.
1.2 Alle Stipendienempf¨anger sind Studenten.
1.3 Nur diejenigen Studenten, die arbeiten, bestehen die Pr¨ ufung.
1.4 Es ist nicht alles Gold, was gl¨anzt.
2.
¨
Ubersetzungen mit Vorgaben
Grund-/Individuenbereich (Bereich der Rede): Menge der Menschen
Ex: x schreitet ein b: Bernd
Fxy: x ist Freund von y h: Heinrich
Lxy: x leiht y Geld m: Maria
Hxy: x heiratet y
2.1 Bernd ist Freund von Heinrich.
2.2 Bernd bekommt von Maria Geld geliehen.
2.3 Maria hat Freunde, die Geld geliehen bekommen.
2.4 Kein Freund von Heinrich leiht ihm Geld, wenn Maria ihn heiratet.
2.5 Wenn jemand einschreitet, dann wird weder Maria Bernd heiraten noch jemand Freunden
von Heinrich Geld zu leihen.
2.6 Nur diejenigen, die Freunde von Maria sind, schreiten ein.
3. Beurteilung von
¨
Ubersetzungsvorschl¨agen
Welche der folgenden
¨
Ubersetzungen (a) bis (d) sind Ihrer Meinung nach intuitiv korrekt. F¨ ur
die F¨alle, die Sie negativ beurteilen, geben Sie bitte eine kurze Begr¨ undung an, warum Sie diese
Varianten ablehnen:
3.1 Heinrich hat keine Freunde.
(a) ¬∃xFxh (b) Fxh (c) ¬∃xFhx (d) ∀x¬Fxh.
3.2 Manche Feunde von Maria schreiten ein.
(a) ∃x(Fxm ⊃ Ex) (b) ∃x(Fxm∧ Ex) (c) ∃xFxm∧ Ex (d) ¬∀x(Fxm ⊃ ¬Ex).
3.3 Entweder Maria leiht einem Freund von Bernd Geld oder Heinrich leiht einem Freund von
Maria Geld.
(a) ∃x(Fxb ∧ Lmx) ∨ ∃x(Fxm∧ Lhx)
(b) ¬∃x(Fxb ∧ Lmx) ≡ ∃x(Fxm∧ Lhx)
(c) (∃x(Fxb ∧ Lmx) ∧ ¬∃x(Fxm∧ Lhx)) ∨ (¬∃x(Fxb ∧ Lmx) ∧ ∃x(Fxm∧ Lhx))
(d) ¬∃x((Fxb ∧ Lmx) ≡ (Fxm∧ Lhx))
Erster
¨
Ubungszettel zur freiwilligen Abgabe!!!
• Ausgabe am 29. Mai 2008
• Abgabe in der Woche vom 9. bis 13. Juni 2008 bei dem (der) jeweiligen Tutor(in)
• Die Bearbeitung dieses
¨
Ubungszettels und die Abgabe sind freiwillig. Das Logikteam
w¨ urde sich jedoch sehr freuen, wenn viele Studierende diese Gelegenheit nutzen. Scheuen
Sie sich bitte nicht, Ihre – eventuell auch fragmentarischen – L¨osungsvorschl¨age bzw.
Fragen weiterzuleiten.
• Die abgegebenen Zettel werden bewertet und die L¨osungen diskutiert.
1.
¨
Ubersetzungen ohne Vorgaben
¨
Ubersetzen Sie die folgenden S¨atze in die Sprache der klassischen Logik. Wenn Sie den Grundbe-
reich (Individuenbereich / Bereich der Rede) einschr¨anken, dann geben Sie dies bitte unbedingt
an.
1.1 Niemand, der arbeitet, ist faul.
1.1.A) Grundbereich: ohne Einschr¨ unkung
Fx : x ist faul Gx : x arbeitet
¬∃x(Gx ∧ Fx) bzw. ∀x(Gx ⊃ ¬Fx) bzw. ∀x(Fx ⊃ ¬Gx)
1.1.B) Grundbereich: Z.B. Menge der Arbeitenden
¬∃xFx bzw. ∀x¬Fx)
1.2 Alle Stipendienempf¨anger sind Studenten.
1.2.A) Grundbereich: ohne Einschr¨ unkung
Tx : x ist Stipendienempf¨anger Sx : x ist Student
∀x(Tx ⊃ Sx)
1.2.B) Grundbereich: Menge der Stipendienempf¨anger
∀xSx
1.3 Nur diejenigen Studenten, die arbeiten, bestehen die Pr¨ ufung.
1.3.A) Grundbereich: ohne Einschr¨ unkung
Px : x besteht die Pr¨ ufung
∀x(Px ⊃ Sx ∧ Ax)
1.3.B) Grundbereich: Menge derjenigen, die die Pr¨ ufung bestehen
∀x(Sx ∧ Ax)
Kommentar: Die Einschr¨ankung auf die Menge der Studenten bzw. der Arbeitenden
w¨are inand¨aquat.
1.4 Es ist nicht alles Gold, was gl¨anzt.
1.4.A) Grundbereich: ohne Einschr¨ unkung
Lx : x ist Gold Nx : x gl¨anzt
¬∀x(Nx ⊃ Lx) bzw. ∃x(Nx ∧ ¬Lx)
1.4.B) Grundbereich: Z.B. Menge des Gl¨anzenden
¬∀xLx bzw. ∃x¬Lx)
2.
¨
Ubersetzungen mit Vorgaben
Grund-/Individuenbereich (Bereich der Rede): Menge der Menschen
Ex: x schreitet ein b: Bernd
Fxy: x ist Freund von y h: Heinrich
Lxy: x leiht y Geld m: Maria
Hxy: x heiratet y
2.1 Bernd ist Freund von Heinrich.
Fbh [Reihenfolge der Argumente!]
2.2 Bernd bekommt von Maria Geld geliehen.
Lmb [Reihenfolge der Argumente!]
2.3 Maria hat Freunde, die Geld geliehen bekommen.
∃x(Fxm∧ ∃yLyx) bzw. akzeptiert wird auch ∃x∃y(Fxm∧ Lyx)
2.4 Kein Freund von Heinrich leiht ihm Geld, wenn Maria ihn heiratet.
Hmh ⊃ ¬∃x(Fxh ∧ Lxh) bzw. Hmh ⊃ ∀x(Fxh ⊃ ¬Lxh)
Vorausgesetzt hierbei ist, dass sich sowohl “ihm” als auch “ihn” auf “Heinrich” beziehen.
2.5 Wenn jemand einschreitet, dann wird weder Maria Bernd heiraten noch jemand Freunden
von Heinrich Geld zu leihen.
∃xEx ⊃ (¬Hmb ∧ ¬∃y∃z(Fzh ∧ Lyz)) oder ¨aquivalente Versionen
2.6 Nur diejenigen, die Freunde von Maria sind, schreiten ein.
∀x(Ex ⊃ Fxm) bzw. ¬∃x(¬Fxm∧ Ex)
2
3. Beurteilung von
¨
Ubersetzungsvorschl¨agen
Welche der folgenden
¨
Ubersetzungen (a) bis (d) sind Ihrer Meinung nach intuitiv korrekt. F¨ ur
die F¨alle, die Sie negativ beurteilen, geben Sie bitte eine kurze Begr¨ undung an, warum Sie diese
Varianten ablehnen:
3.1 Heinrich hat keine Freunde.
(a) ¬∃xFxh : korrekt
(b) Fxh: nicht korrekt, da das “x” frei vorkommt
(c) ¬∃xFhx : nicht korrekt, da Fhx” eine andere Bedeutung hat
(d) ∀x¬Fxh : korrekt, da logisch gleichwertig mit (a).
3.2 Manche Feunde von Maria schreiten ein.
(a) ∃x(Fxm ⊃ Ex)
nicht korrekt, da “⊃” verwendet wurde
(b) ∃x(Fxm∧ Ex)
korrekt
(c) ∃xFxm∧ Ex
nicht korrekt, da das Vorkommen von “x” in “Ex” frei ist
(d) ¬∀x(Fxm ⊃ ¬Ex)
korrekt, da logisch gleichwertig mit (b), allerdings umst¨andlicher
3.3 Entweder Maria leiht einem Freund von Bernd Geld oder Heinrich leiht einem Freund von
Maria Geld.
(a) ∃x(Fxb ∧ Lmx) ∨ ∃x(Fxm∧ Lhx)
nicht korrekt, da das “entweder-oder” einschließend ¨ ubersetzt wurde
(b) ¬∃x(Fxb ∧ Lmx) ≡ ∃x(Fxm∧ Lhx)
korrekt als ausschließendes “oder” ¨ ubersetzt (Kurzfassung)
(c) (∃x(Fxb ∧ Lmx) ∧ ¬∃x(Fxm∧ Lhx)) ∨ (¬∃x(Fxb ∧ Lmx) ∧ ∃x(Fxm∧ Lhx))
korrekt als ausschließendes “oder” ¨ ubersetzt (Langfassung)
(d) ¬∃x((Fxb ∧ Lmx) ≡ (Fxm∧ Lhx))
nicht korrekt, da das “oder” nicht als Hauptverkn¨ upfungszeichen erscheint;
die
¨
Ubersetzung weicht inhaltlich ab
3
¨
Ubungen 6:
System des nat¨ urlichen Schließens (SNS) 1
1
1)
¨
Uberpr¨ ufen Sie folgenden Argumentationen mittels direktem Beweis im SNS!
a)
p ⊃ (q ⊃ r)
p ∧ q
r
b)
p ⊃ q
q ⊃ r
p
r
c)
p ⊃ q
r ⊃ s
p ∧ r
q ∧ s
d)
(p ∨ q) ⊃ r
q
r ∨ ¬q
e)
∀x(Fx ⊃ Gx)
∀x(Gx ⊃ Hx)
∀xFx
∀xHx
f)
∀x(Fx ⊃ Gx)
∃xFx
∃xGx
g)
∃x(Fx ∧ Gx)
∃xFx ∧ ∃xGx
h)
∀x(Fx ⊃ Gx)
∀xFx
∀xGx
2) Stellen Sie mittels direktem Beweis fest, was aus den folgenden Annahmen folgt!
(Das Ziel ist dabei, alle in den Annahmen vorkommenden Variablen negiert oder
unnegiert als Zeilen des Beweises zu erhalten.)
a) p ⊃ (q ∧ r) b) ¬q ⊃ t c) ¬r ⊃ t
p ∧ s ¬p ((p ∧ q) ∨ r) ⊃ ¬s
s ⊃ ¬t t ⊃ u q ⊃ s
(r ∧ u) ⊃ x r ≡ u ¬(w ∨ ¬u)
t ∨ u p ∨ ¬q u ⊃ ¬(t ∨ ¬p)
3)
¨
Uberpr¨ ufen Sie folgende Aussagen mittels indirektem Beweis im SNS!
a)
¬¬p
p
b)
¬p ⊃ ¬q
q
p
c)
p ⊃ q
¬q
¬p
d)
¬r
r ∨ ¬q
¬s ⊃ ¬p ∧ q
s
e)
q ∨ ¬p
p
q
f)
p ∧ q
¬(p ⊃ ¬q)
g)
¬p ⊃ q
¬r ⊃ ¬q
¬r
p
h)
¬p ⊃ (q ∧ r)
r ⊃ s
¬(s ∨ r)
p
4)
¨
Uberpr¨ ufen Sie die folgenden Argumentation mittels SNS!
a) Wenn Inge nicht Latein studiert, dann studiert sie Franz¨osisch oder Spanisch. Wenn
Inge Franz¨osisch studiert, studiert sie auch Latein und Spanisch. Inge studiert nicht
Latein. Also studiert Inge Spanisch.
b) Wenn Petra nicht in Berlin ist, so ist sie in Halle. Wenn Petra nicht in Halle ist, so
ist sie in Jena. Petra ist nicht in Berlin oder nicht in Jena sein. Also ist Petra in
Halle.
1
¨
Ubungen 6 zu der Vorlesung L7: UL 20080605
¨
Ubungen 6:
System des nat¨ urlichen Schließens (SNS) 1
1
L¨osungen
1)
¨
Uberpr¨ ufen Sie folgenden Argumentationen mittels direktem Beweis im SNS!
a)
(1) p ⊃ (q ⊃ r) AdB
(2) p ∧ q AdB
(3) p BK (2)
(4) q BK (2)
(5) q ⊃ r AR (1),(3)
(6) r AR (5),(4)
b)
(1) p ⊃ q AdB
(2) q ⊃ r AdB
(3) p AdB
(4) q AR (1),(3)
(5) r AR (2),(4)
c)
(1) p ⊃ q Adb
(2) r ⊃ s AdB
(3) p ∧ r AdB
(4) p BK (3)
(5) r BK (3)
(6) q AR (1),(4)
(7) s AR (2),(5)
(8) q ∧ s EK (6),(7)
d)
(1) (p ∨ q) ⊃ r AdB
(2) q AdB
(3) p ∨ q EA (2)
(4) r AR (1),(3)
(5) r ∨ ¬q EA (4)
e)
(1) ∀x(Fx ⊃ Gx) AdB
(2) ∀x(Gx ⊃ Hx) AdB
(3) ∀xFx AdB
(4) Fx ⊃ Gx B∀ (1) (ohne [i/j])
(5) Gx ⊃ Hx B∀ (2) (ohne [i/j])
(6) Fx B∀ (3) (ohne [i/j])
(7) Gx AR (4),(6)
(8) Hx AR (5),(7)
(9) ∀xHx E∀ (8)
(+ x nicht frei in AdB)
f)
(1) ∀x(Fx ⊃ Gx) AdB
(2) ∃xFx AdB
(3) Fa B∃ (2) [x/a]
(4) Fa ⊃ Ga B∀ (1) [x/a]
(5) Ga AR (4),(3)
(6) ∃xGx E∃ [x/a]
g)
(1) ∃x(Fx ∧ Gx) AdB
(2) Fa ∧ Ga B∃ [x/a]
(3) Fa BK (2)
(4) Ga BK (2)
(5) ∃xFx E∃ [x/a]
(6) ∃xGx E∃ [x/a]
(7) ∃xFx ∧ ∃xGx EK (5),(6)
h)
(1) ∀x(Fx ⊃ Gx) AdB
(2) ∀xFx AdB
(3) Fx ⊃ Gx B∀ (1)
(4) Fx B∀ (2)
(5) Gx AR (3),(4)
(6) ∀xGx E∀ (5)
(+ x nicht frei in AdB)
2) Stellen Sie mittels direktem Beweis fest, was aus den folgenden Annahmen folgt! (Das Ziel ist dabei,
alle in den Annahmen vorkommenden Variablen negiert oder unnegiert als Zeilen des Beweises zu
erhalten.)
a) p ⊃ (q ∧ r) b) ¬q ⊃ t c) ¬r ⊃ t
p ∧ s ¬p ((p ∧ q) ∨ r) ⊃ ¬s
s ⊃ ¬t t ⊃ u q ⊃ s
(r ∧ u) ⊃ x r ≡ u ¬(w ∨ ¬u)
t ∨ u p ∨ ¬q u ⊃ ¬(t ∨ ¬p)
1
¨
Ubungen 6 zu der Vorlesung L7: UL 20080605
2a) 2b) 2c)
(1) p ⊃ q ∧ r AdB (1) ¬q ⊃ t AdB (1) ¬r ⊃ t AdB
(2) p ∧ s AdB (2) ¬p AdB (2) (p ∧ q) ∨ r ⊃ ¬s AdB
(3) s ⊃ ¬t AdB (3) t ⊃ u Adb (3) q ⊃ s AdB
(4) r ∧ u ⊃ x AdB (4) r ≡ u AdB (4) ¬(w ∨ ¬u) AdB
(5) t ∨ u AdB (5) p ∨ ¬q AdB (5) u ⊃ ¬(t ∨ ¬p) AdB
(6) p BK (2) (6) ¬q BA (5),(2) (6) ¬w ∧ u ∨ ;∧ (4)
(7) s BK (2) (7) t AR (1),(6) (7) ¬w BK (6)
(8) q ∧ r AR (1),(6) (8) u AR (3),(7) (8) u BK (6)
(9) q BK (8) (9) u ⊃ r B
¨
A (4) (9) ¬(t ∨ ¬p) AR (5),(8)
(10) r BK (8) (10) r AR (9),(8) (10) ¬t ∧ p ∨ ;∧ (9)
(11) ¬t AR (3),(7) (2),(6) (11) ¬t BK (10)
(12) u BA (5),(11) (7),(8) (12) p BK (10)
(13) r ∧ u EK (10),(12) (10) (13) r MT (1),(11)
(14) x AR (4),(13) (14) (p ∧ q) ∨ r EA (13)
(6),(7),(9) (15) ¬s AR (2),(14)
(10),(11) (16) ¬q MT (3),(15)
(12),(14) (7),(8),(11),(12)
(13),(15),(16)
3)
¨
Uberpr¨ ufen Sie folgende Aussagen mittels indirektem Beweis im SNS!
a)
(1) ¬¬p AdB
(2) ¬p AdiB
Wsp (1),(2)
b)
(1) ¬p ⊃ ¬q AdB
(2) q AdB
(3) ¬p AdiB
(4) ¬q AR (1),(3)
Wsp (2),(4)
c)
(1) p ⊃ q AdB
(2) ¬q AdB
(3) p AdiB
(4) q AR (1),(3)
Wsp (2),(4)
d)
(1) ¬r AdB
(2) r ∨ ¬q AdB
(3) ¬s ⊃ ¬p ∧ q AdB
(4) ¬s AdiB
(5) ¬q BA (2),(1)
(6) ¬p ∧ q AR (3),(4)
(7) q BK (6)
Wsp (5),(7)
e)
q ∨ ¬p
p
q
f)
p ∧ q
¬(p ⊃ ¬q)
g)
¬p ⊃ q
¬r ⊃ ¬q
¬r
p
h)
¬p ⊃ (q ∧ r)
r ⊃ s
¬(s ∨ r)
p
4)
¨
Uberpr¨ ufen Sie die folgenden Argumentation mittels SNS!
a) Wenn Inge nicht Latein studiert, dann studiert sie Franz¨osisch oder Spanisch. Wenn Inge Franz¨osisch
studiert, studiert sie auch Latein und Spanisch. Inge studiert nicht Latein. Also studiert Inge Spa-
nisch.
b) Wenn Petra nicht in Berlin ist, so ist sie in Halle. Wenn Petra nicht in Halle ist, so ist sie in Jena.
Petra ist nicht in Berlin oder nicht in Jena sein. Also ist Petra in Halle.
2
¨
Ubungen 7:
System des nat¨ urlichen Schließens (SNS) 2
1
(1) Geben Sie in den folgenden pr¨adikatenlogischen Formeln den jeweiligen Wirkungsbereich (Skopus)
der einzelnen Quantoren sowie die freien und gebundenen Vorkommen der Individuenvariablen an:
(1a) ∀x∃y(Fxy ∧ Gxy) ⊃ ∃zHhy (1b) Fx ⊃ (∀yFy ⊃ Fx)
(1c) (∀xFx ∧ ∀xGx) ⊃ ∃yGy ∧ Fx (1d) ∃z((p ∧ ∃x(Fx, y ⊃ ∀yGx, y)) ⊃ (p ∧ Gx, y))
(2) Symbolisieren und ¨ uberpr¨ ufen Sie die folgenden S¨atze mittels SNS unter Verwendung nachstehen-
der Interpretation:
Grundbereich = die Menge der Spieler einer Fußballmannschaft
Sx: x ist St¨ urmer
V x: x ist Verteidiger c: Crabb
Tx: x schießt eine Tor j: Jones
Fx, y: x ist Freund von y r: Robinson
Bx, y: x spielt den Ball zu y s: Samson
(2a) Weder Samson noch Freunde von Samson schießen ein Tor. Samson schießt ein Tor oder Jones
schießt ein Tor. Also ist Jones kein Freund von Samson.
(2b) Nur Verteidiger spielen den Ball zu Robinson. Wenn Crabb ein Tor schießt, dann spielt Samson
Robinson den Ball zu und Robinson ist ein St¨ urmer. Crabb schießt ein Tor. Also ist Samson ein
Verteidiger.
(2c) Alle Freunde von Samson sind Freunde von Jones. Jeder Freund von Robinson ist ein Freund von
Samson. Wenn also Crabb ein Freund von Robinson ist, so ist irgendwer ein Freund von Jones.
(2d) Wenn Samson St¨ urmer ist, ist Crabb Verteidiger. Wenn weder Robinson noch Jones St¨ urmer sind,
ist Crabb kein Verteidiger. Samson ist St¨ urmer, wenn es ¨ uberhaupt einer ist. Wenn also jemand
St¨ urmer ist, ist Jones es nicht.
(2e) Kein St¨ urmer, der kein Tor schießt, hat Freunde. Robinson und Jones sind beide St¨ urmer. Jeder
St¨ urmer, der den Ball Jones zuspielt, schießt kein Tor. Wenn also Robinson den Ball Jones zuspielt,
dann ist Jones kein Freund von Robinson.
(3)
¨
Ubersetzen Sie die folgenden Schl¨ usse unter Verwendung einer geeigneten Interpretation und ¨ uber-
pr¨ ufen Sie sie mittels SNS!
(3a) Es gibt einen Besitzer eines Fernsehapparats, der kein Stubenhocker ist. Wer ins Strandbad geht
und kein Stubenhocker ist, der besitzt keinen Fernsehapparat. Also geht nicht jeder Besitzer eines
Fernsehapparats ins Strandbad.
(3b) Wenn alle Basketballspieler der Mannschaft, die am Training teilgenommen haben, gr¨oßer als
1,90 m sind, so hat die Mannschaft einen Basketballspieler, der nicht am Training teilgenommen
hat. Jeder Spieler der Mannschaft hat am Training teilgenommen oder es gibt in der Mannschaft
keinen Basketballspieler, der nicht gr¨oßer als 1,90 m ist.
Folgt hieraus, dass, wenn jeder Basketballspieler der Mannschaft, der gr¨oßer als 1,90 m ist, am
Training teilgenommen hat, ein Spieler zur Mannschaft geh¨ort, der nicht gr¨oßer als 1,90 m ist und
am Training teilgenommen hat?
(4) Zeigen Sie an Hand eines Gegenbeispiels, dass die folgenden Argumentationen NICHT zwingend
sind, d.h., dass sie kein Theorem darstellen!
(4a)
∃xFx
∀xFx
(4b)
∀x(Fx ∨ Gx)
¬∀xFx
∀xGx
(4c)
∀x(Fx ⊃ Gx)
∃x(Fx ∧ Gx)
(4d)
∀xFx ⊃ ∀xGx
∀x(Fx ⊃ Gx)
1
¨
Ubungen 7 zu der Vorlesung L8: UL 20080612)
¨
Ubungen 7:
System des nat¨ urlichen Schließens (SNS) 2
1
(1) Geben Sie in den folgenden pr¨adikatenlogischen Formeln den jeweiligen Wirkungsbereich (Skopus)
der einzelnen Quantoren sowie die freien und gebundenen Vorkommen der Individuenvariablen an:
Hier werden nur die freien Vorkommen der jeweiligen IV angegeben.
(1a) ∀x∃y(Fxy ∧ Gxy) ⊃ ∃zHhy
Das y in Hhy ist frei.
(1b) Fx ⊃ (∀yFy ⊃ Fx)
Beide Vorkommen von x in Fx sind frei.
(1c) (∀xFx ∧ ∀xGx) ⊃ ∃yGy ∧ Fx
Das Vorkommen von x im letzten Fx ist frei.
(1d) ∃z((p ∧ ∃x(Fxy ⊃ ∀yGxy)) ⊃ (p ∧ Gxy))
Das Vorkommen von y in Fxy und die Vorkommen von x und y in Gxy sind frei.
(2) Symbolisieren und ¨ uberpr¨ ufen Sie die folgenden S¨atze mittels SNS unter Verwendung nachstehen-
der Interpretation:
Grundbereich = die Menge der Spieler einer Fußballmannschaft
Sx: x ist St¨ urmer
V x: x ist Verteidiger c: Crabb
Tx: x schießt eine Tor j: Jones
Fxy: x ist Freund von y r: Robinson
Bxy: x spielt den Ball zu y s: Samson
(2a) Weder Samson noch Freunde von Samson schießen ein Tor. Samson schießt ein Tor oder Jones
schießt ein Tor. Also ist Jones kein Freund von Samson [¬Fjs].
(1) ¬Ts ∧ ∀x(Fxs ⊃ ¬Tx) AdB
(2) Ts ∨ Tj AdB
(3) ¬Ts BK (1)
(4) ∀x(Fxs ⊃ ¬Tx) BK (1)
(5) Tj BA (2),(3)
(6) Fjs ⊃ ¬Tj B∀ (4) [x/j]
(7) ¬Fjs MT (6),(5)
(2b) Nur Verteidiger spielen den Ball zu Robinson. Wenn Crabb ein Tor schießt, dann spielt Samson
Robinson den Ball zu und Robinson ist ein St¨ urmer. Crabb schießt ein Tor. Also ist Samson ein
Verteidiger [V s].
(1) ∀x(Bxr ⊃ V x) AdB
(2) Tc ⊃ Bsr ∧ Sr AdB
(3) Tc AdB
(4) Bsr ∧ Sr AR (2),(3)
(5) Bsr BK (4)
(6) Bsr ⊃ V s B∀ (1) [x/s]
(7) V s AR (5),(6)
1
¨
Ubungen 7 zu der Vorlesung L8: UL 20080612)
(2c) Alle Freunde von Samson sind Freunde von Jones. Jeder Freund von Robinson ist ein Freund von
Samson. Wenn also Crabb ein Freund von Robinson ist [weitere Pr¨amisse: Fcr], so ist irgendwer
ein Freund von Jones [∃xFxj].
(1) ∀x(Fxs ⊃ Fxj) AdB
(2) ∀x(Fxr ⊃ Fxs) AdB
(3) Fcr AdB
(4) Fcr ⊃ Fcs B∀ (2) [x/c]
(5) Fcs AR (3),(4)
(6) Fcs ⊃ Fcj B∀ (1) [x/c]
(7) Fcj AR (5),(6)
(8) ∃xFxj E∃ (7) [x/c]
Kommentar zum Kommentar in Zeile (8): Es wurde in der VL diese Schreibweise eingef¨ uhrt, d.h.
wir betrachten Fcj als das Ergebnis der Einsetzung von c f¨ ur x in Fxj. Sollten die Studierenden
[c/x] angeben, werden wir es tolerieren!
(2d) Wenn Samson St¨ urmer ist, ist Crabb Verteidiger. Wenn weder Robinson noch Jones St¨ urmer sind,
ist Crabb kein Verteidiger. Samson ist St¨ urmer, wenn es ¨ uberhaupt einer ist. Wenn also jemand
St¨ urmer ist [weitere Pr¨amisse: ∃xSx], ist Jones es nicht [¬Sj].
(1) Ss ⊃ V c AdB
(2) ¬Sr ∧ ¬Sj ⊃ ¬V c AdB
(3) ∃xSx ⊃ Ss AdB
(4) ∃xSx AdB
(5) Ss AR (3),(4)
(6) V c AR (1),(5)
(7) ¬(¬Sr ∧ ¬Sj) MT (2),(6)
(8) Sr ∨ Sj ∧ ;∨ (7)
Abbruch
Diese Argumentation ist damit vermutlich NICHT zwingend bzw. stellt KEIN Theorem dar. Um
zu zeigen, dass dies so ist, m¨ usste es gelingen ein konkretes Gegenbeispiel anzugeben:
Z.B. Ss = 1, V c = 1, Sj = 1 und Sr = 1.
(2e) Kein St¨ urmer, der kein Tor schießt, hat Freunde. Robinson und Jones sind beide St¨ urmer. Jeder
St¨ urmer, der den Ball Jones zuspielt, schießt kein Tor. Wenn also Robinson den Ball Jones zuspielt
[neue Pr¨amisse: Brj], dann ist Jones kein Freund von Robinson [¬Fjr].
(1) ∀x(Sx ∧ ¬Tx ⊃ ¬∃yFyx) AdB bzw. ¬∃x((Sx ∧ ¬Tx) ∧ ∃yFyx)
(2) Sr ∧ Sj AdB
(3) ∀x(Sx ∧ Bxj ⊃ ¬Tx) AdB
(4) Brj AdB
(5) Sr BK (2)
(6) Sr ∧ Brj EK (5),(4)
(7) Sr ∧ Brj ⊃ ¬Tr B∀ (3) [x/r]
(8) ¬Tr AR (6),(7)
(9) Sr ∧ ¬Tr EK (5),(8)
(10) Sr ∧ ¬Tr ⊃ ∃yFyr
(11) ¬∃yFy AR (9),(10)
(12) ∀y¬Fyr ∃ ;∀
(13) ¬Fjr B∀ (12) [y/j]
2
(3)
¨
Ubersetzen Sie die folgenden Schl¨ usse unter Verwendung einer geeigneten Interpretation und ¨ uber-
pr¨ ufen Sie sie mittels SNS!
(3a) Es gibt einen Besitzer eines Fernsehapparats, der kein Stubenhocker ist. Wer ins Strandbad geht
und kein Stubenhocker ist, der besitzt keinen Fernsehapparat. Also geht nicht jeder Besitzer eines
Fernsehapparats ins Strandbad.
(1) ∃x(Fx ∧ ¬Sx) AdB
(2) ∀x(Bx ∧ ¬Sx ⊃ ¬Fx) AdB
(3) ∀x(Fx ⊃ Bx) AdiB
(4) Fa ∧ ¬Sa B∃ (1) [x/a]
(5) Fa BK (4)
(6) ¬Sa BK (4)
(7) Fa ⊃ Ba B∀ (3) [x/a]
(8) Ba AR (5),(7)
(9) Ba ∧ ¬Sa ⊃ ¬Fa B∀ (2) [x/a]
(10) Ba ∧ ¬Sa EK (6),(8)
(11) ¬Fa AR (9),(10)
Wsp. (5),(11)
(3b) Wenn alle Basketballspieler der Mannschaft, die am Training teilgenommen haben, gr¨oßer als
1,90 m sind, so hat die Mannschaft einen Basketballspieler, der nicht am Training teilgenommen
hat. Jeder Spieler der Mannschaft hat am Training teilgenommen oder es gibt in der Mannschaft
keinen Basketballspieler, der nicht gr¨oßer als 1,90 m ist.
Folgt hieraus, dass, wenn jeder Basketballspieler der Mannschaft, der gr¨oßer als 1,90 m ist, am
Training teilgenommen hat [neue Pr¨amisse: ∀x(Gx ⊃ Tx)], ein Spieler zur Mannschaft geh¨ort, der
nicht gr¨oßer als 1,90 m ist und am Training teilgenommen hat [∃x(¬Gx ∧ Tx)]?
Grundbereich = Menge der Basketballspieler der MAnnschaft
(1) ∀x(Tx ⊃ Gx) ⊃ ∃x¬Tx AdB
(2) ∀xTx ∨ ¬∃x¬Gx AdB
(3) ∀x(Gx ⊃ Tx) AdB
(4) ¬∃x(¬Gx ∧ Tx) AdiB
(5) ∀x¬(¬Gx ∧ Tx) ∃ ;∀
(6) ¬(¬Gx ∧ Tx) B∀ (5)
(7) ¬Gx ⊃ ¬Tx ∧ ;⊃ (6)
(8) Tx ⊃ Gx KP (7)
(9) ∀x(Tx ⊃ Gx) E∀ (8) [x kommt nicht frei in den AdB vor!]
(10) ∃x¬Tx AR (1),(9)
(11) ¬Ta B∃ (10) [x/a]
(12) Ga ⊃ Ta B∀ (3) [x/a]
(13) ¬Ga MT 12),(11)
(14) ∃x¬Gx E∃ (13) [x/a]
(15) ∀xTx BA (2),(14)
(16) Ta B∀ (15) [x/a]
Wsp. (11),(16)
3
(4) Zeigen Sie an Hand eines Gegenbeispiels, dass die folgenden Argumentationen NICHT zwingend
sind, d.h., dass sie kein Theorem darstellen!
Alle Gegenbeispiele lassen sich in einem Bereich mit zwei Individuen angeben. Als Veranschauli-
chung kann man sich eine Urne mit den beiden Kugeln a und b vorstellen. Der Ausdruck Fx wird
gelesen als “x ist rot” und der Ausdruck Gx als “x ist gr¨ un”.
(4a)
∃xFx
∀xFx
(Fa ∨ Fb) ⊃ (Fa ∧ Fb)
1 1 0 0 1 0 0
oder
(Fa ∨ Fb) ⊃ (Fa ∧ Fb)
0 1 1 0 0 0 1
D.h., genau eine der beiden Kugeln ist rot.
(4b)
∀x(Fx ∨ Gx)
¬∀xFx
∀xGx
((( Fa ∨ Ga) ∧ (Fb ∨ Gb)) ∧ ¬ (Fa ∧ Fb)) ⊃ (Ga ∧ Gb)
1 1 0 1 0 1 1 1 1 1 0 0 0 0 0 1
oder
((( Fa ∨ Ga) ∧ (Fb ∨ Gb)) ∧ ¬ (Fa ∧ Fb)) ⊃ (Ga ∧ Gb)
0 1 1 1 1 1 0 1 1 0 0 1 0 1 0 0
D.h., beide Kugeln sind verschiedenfarbig.
(4c)
∀x(Fx ⊃ Gx)
∃x(Fx ∧ Gx)
((Fa ⊃ Ga) ∧ (Fb ⊃ Gb)) ⊃ ((Fa ∧ Ga) ∨ (Fb ∧ Gb))
0 1 1 1 0 1 1 0 0 0 1 0 0 0 1
Alle Varianten mit Fa = 0 und Fb = 0 ergeben bei beliebigen Werten f¨ ur Ga und Gb Gegenbei-
spiele. Der Schluss wird erst dann zwingend, wenn es mindestens ein Objekt mit der Eigenschaft
F gibt: Wenn wir also die Annahme ∃xFx hinzuf¨ ugen, erhalten wir ein Theorem.
(4d)
∀xFx ⊃ ∀xGx
∀x(Fx ⊃ Gx)
((Fa ∧ Fb) ⊃ (Ga ∧ Gb)) ⊃ ((Fa ⊃ Ga) ∧ (Fb ⊃ Gb))
1 0 0 1 0 0 1 0 1 0 0 0 0 1 1
1 0 0 1 0 0 0 0 1 0 0 0 0 1 0
0 0 1 1 1 0 0 0 0 1 1 0 1 0 0
0 0 1 1 0 0 0 0 0 1 0 0 1 0 0
4
Zweiter
¨
Ubungszettel zur freiwilligen Abgabe!!!
• Ausgabe am 26. Juni 2008
• Abgabe in der Woche vom 30. Juni bis 4. Juli 2008 bei dem (der) jeweiligen
Tutor(in)
• Die Bearbeitung dieses
¨
Ubungszettels und die Abgabe sind freiwillig. Das Logikteam
w¨ urde sich jedoch sehr freuen, wenn viele Studierende diese Gelegenheit nutzen. Scheuen
Sie sich bitte nicht, Ihre – eventuell auch fragmentarischen – L¨osungsvorschl¨age bzw.
Fragen weiterzuleiten.
• Die abgegebenen Zettel werden auswertet und die L¨osungen k¨onnen auf Wunsch noch in
den
¨
Ubungen vom 14. bis 17. Juli diskutiert werden. Die L¨osungen werden am 7. Juli im
Logikordner bei Frau Poller (GWZ 2109, Mo-Do jeweils 9-14 Uhr) als Kopiervorlage zur
Verf¨ ugung gestellt.
1. Syntax der Pr¨adikatenlogik
Geben Sie in den folgenden pr¨adikatenlogischen Formeln die Wirkungsbereiche der einzelnen
Quantoren sowie die freien und gebundenen Vorkommen der Individuenvariablen an.
Beispiele: Der Wirkungsbereich des Quantorausdrucks ∃y ist . . . . Das Vorkommen von x in Fxy
ist frei/gebunden.
(1a) ∀x(Fx ∧ Gx) ⊃ (Fx ∧ Gy)
(1b) ∀x(Fy ⊃ (∀yFy ⊃ Fx))
(1c) (∃xFx ∧ ∃xGx) ⊃ (∃xGx ∧ Fx)
(1d) ∀x(Fxy ⊃ Gxy) ⊃ (∀yFxy ⊃ ∀xGxy)
2. Nat¨ urliches Schließen
¨
Ubersetzen Sie die folgenden Argumentationen unter Verwendung einer geeigneten Interpreta-
tion und ¨ uberpr¨ ufen Sie Ihre
¨
Ubersetztung mittels SNS! Schr¨anken Sie dabei den Gundbereich
NICHT ein.
(2a) Jeder, der Georg und Maria kennt, verehrt Maria.
Einige, die Maria kennen, verehren sie nicht.
Also kennen einige, die Maria kennen, Georg nicht.
(2b) Alles ist entweder Substanz oder Attribut.
Modi sind nicht Substanzen.
Also sind Modi Attribute.
3. Widerlegung von Argumentationen
Zeigen Sie an Hand eines Gegenbeispiels, dass die folgenden Argumentationen NICHT zwingend
sind, d.h., dass sie kein Theorem darstellen!
(3a)
∃x¬Fx
¬∃xFx
(3b)
∀x(Fx ⊃ Gx)
∃xFx
∀xGx
Zweiter
¨
Ubungszettel zur freiwilligen Abgabe!!!
• Ausgabe am 26. Juni 2008
• Abgabe in der Woche vom 30. Juni bis 4. Juli 2008 bei dem (der) jeweiligen
Tutor(in)
• Die Bearbeitung dieses
¨
Ubungszettels und die Abgabe sind freiwillig. Das Logikteam
w¨ urde sich jedoch sehr freuen, wenn viele Studierende diese Gelegenheit nutzen. Scheuen
Sie sich bitte nicht, Ihre – eventuell auch fragmentarischen – L¨osungsvorschl¨age bzw.
Fragen weiterzuleiten.
• Die abgegebenen Zettel werden auswertet und die L¨osungen k¨onnen auf Wunsch noch in
den
¨
Ubungen vom 14. bis 17. Juli diskutiert werden.
1. Syntax der Pr¨adikatenlogik
Geben Sie in den folgenden pr¨adikatenlogischen Formeln die Wirkungsbereiche der einzelnen
Quantoren sowie die freien und gebundenen Vorkommen der Individuenvariablen an.
Beispiele: Der Wirkungsbereich des Quantorausdrucks ∃y ist . . . . Das Vorkommen von x in Fxy
ist frei/gebunden.
Hier werden nur die freien Vorkommen der jeweiligen IV angegeben.
(1a) ∀x(Fx ∧ Gx) ⊃ (Fx ∧ Gy)
Das Vorkommen von x im zweiten Vorkommen von Fx und das Vorkommen von y in Gy
sind frei.
(1b) ∀x(Fy ⊃ (∀yFy ⊃ Fx))
Das Vorkommen von y im ersten Vorkommen von Fy ist frei.
(1c) (∃xFx ∧ ∃xGx) ⊃ (∃xGx ∧ Fx)
Das letzte Vorkommen von x ist frei.
(1d) ∀x(Fxy ⊃ Gxy) ⊃ (∀yFxy ⊃ ∀xGxy)
Die Vorkommen von y in den ersten Vorkommen von Fxy und Gxy sind frei. Außerdem
ist das Vorkommen von x im zweiten Vorkommen von Fxy frei. Und schließlich ist das
Vorkommen von y im zweiten Vorkommen von Gxy frei.
2. Nat¨ urliches Schließen
¨
Ubersetzen Sie die folgenden Argumentationen unter Verwendung einer geeigneten Interpreta-
tion und ¨ uberpr¨ ufen Sie Ihre
¨
Ubersetztung mittels SNS! Schr¨anken Sie dabei den Gundbereich
NICHT ein.
(2a) Jeder, der Georg und Maria kennt, verehrt Maria.
Einige, die Maria kennen, verehren sie nicht.
Also kennen einige, die Maria kennen, Georg nicht.
Direkter Beweis:
(1) ∀x((Kxg ∧ Kxm) ⊃ V xm) AdB
(2) ∃x(Kxm∧ ¬V xm) AdB
(3) Kam∧ ¬V am B∃ (2) [x/a]
(4) Kam BK (3)
(5) ¬V am BK (3)
(6) (Kag ∧ Kam) ⊃ V am B∀ (1) [x/a]
(7) ¬(Kag ∧ Kam) MT (6),(5)
(8) ¬Kag ∨ ¬Kam ∧ ;∨
(9) ¬Kag BA (8),(4)
(10) Kam∧ ¬Kag EK (4),(9)
(11) ∃x(Kxm∧ ¬Kxg) E∃ (10) [x/a]
(2b) Alles ist entweder Substanz oder Attribut.
Modi sind nicht Substanzen.
Also sind Modi Attribute.
Indirekter Beweis:
(1) ∀x(¬Sx ≡ Ax) AdB
(2) ∀x(Mx ⊃ ¬Sx) AdB
(3) ¬∀x(Mx ⊃ Ax) AdiB
(4) ∃x¬(Mx ⊃ Ax) ∀ ;∃ (3)
(5) ¬(Ma ⊃ Aa) B∃ (4) [x/a]
(6) Ma ∧ ¬Aa ⊃;∧ (5)
(7) Ma BK (6)
(8) ¬Aa BK (6)
(9) ¬Sa ≡ Aa B∀ (1) [x/a]
(10) Ma ⊃ ¬Sa B∀ (2) [x/a]
(11) ¬Sa AR (10),(7)
(12) ¬Sa ⊃ Aa B
¨
A (9)
(13) Aa AR (12),(11)
Wsp. (13),(8)
Direkter Beweis mit zus¨atzlicher Annahme
(1) ∀x(¬Sx ≡ Ax) AdB
(2) ∀x(Mx ⊃ ¬Sx) AdB
(3) ¬Sx ≡ Ax B∀ (1)
(4) Mx ⊃ ¬Sx B∀ (2)
(1.1) Mx z.A.
(1.2) ¬Sx AR (4),(1.1)
(5) ¬Sx ⊃ Ax B
¨
A (3) (echte Zeile, da unabh¨angig von (1.1))
(1.3) Ax AR (5),(1.2)
(6) Mx ⊃ Ax (1.1) ⊃ (1.3)
(7) ∀x(Mx ⊃ Ax) E∀ (6)
2
3. Widerlegung von Argumentationen
Zeigen Sie an Hand eines Gegenbeispiels, dass die folgenden Argumentationen NICHT zwingend
sind, d.h., dass sie kein Theorem darstellen!
(3a)
∃x¬Fx
¬∃xFx
(¬ Fa ∨ ¬ Fb) ⊃ ¬ (Fa ∨ Fb)
1 0 1 0 1 0 0 0 1 1
0 1 1 1 0 0 0 1 1 0
(3b)
∀x(Fx ⊃ Gx)
∃xFx
∀xGx
((Fa ⊃ Ga) ∧ (Fb ⊃ Gb)) ∧ (Fa ∨ Fb) ⊃ (Ga ∧ Gb)
1 1 1 1 0 1 0 1 1 1 0 0 1 0 0
0 1 0 1 1 1 1 1 0 1 1 0 0 0 1
3

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