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Leben Und Trinken in Der Natur

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12/18/2010

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Leben-Wasser

Grundwasser ist das beste und meistgenutzte Trinkwasser. Es handelt sich um Wassermengen, die nicht oberflächlich abgeflossen, sondern in die Erde gesickert sind und sich dort über wasserundurchlässigen Bodenschichten angesammelt haben. Meist ist dieses Wasser tief eingedrungen, so dass sich zuweilen regelrechte „Wasserströme“ unter der Erde bilden. Es befindet sich unter einer trockenen Erdschicht oder unter Felsboden. Man muss hier schon in die Tiefe graben, um durch einen Behelfsbrunnen an das Grundwasser zu gelangen. Oft jedoch stößt man im Gelände auf eine Durchsickerung des Grundwassers, auf eine Quelle. Mitunter hat man auch beim Graben nach Grundwasser Erfolg, wenn man dies an der richtigen Stelle tut. Erfahrungsgemäss sind folgende Stellen oft grundwasserführend und verhelfen überraschend zu Wasserfunden : - auffallend grüne Rasenflächen am Fuße von Abhängen - untere Ränder flach abfallender Abhänge - Stellen mit wassersuchenden Pflanzen, wie z.B. Schilfarten, Sumpfdotterblume, Wiesenschaumkraut, Ackerschachtelhalm, ... -Feuchtflecke an der Oberfläche lehmiger Steilabhänge -Felsplatten, die aus Steilhängen heraustreten Da das Grundwasser – abgesehen von Quellen – oft nur spärlich nachsickert, sind tiefe Gruben zum Auffangen anzulegen. Den Versuch eine wasserführende Stelle mittels einer Wünschelrute, die man aus einem frischen Weidekabel zurechtschneidet und an den Gabelenden so anfasst, dass die zur Faust geballten Hände mit den Fingerseiten zum Gesicht zeigen, aufzuspüren, ist zu empfehlen In felsigen Gebieten findet man besonders bei Kalkstein oder auf Lavaboden mitunter größere Quellen Im allgemeinen ist tiefliegendes und damit gut geschütztes Grundwasser bakteriologisch gesehen völlig rein Nicht jede Quelle friert im Winter ein und kann mit einer konstanten Temperatur über dem Gefrierpunkt zu Tage treten. Ob eine Quelle im Winter einfriert hängt von mehreren Faktoren ab, zum einen von der Fließgeschwindigkeit des Wassers, von der Außentemperatur und aus welchen Bodenschichten das Wasser an die Oberfläche kommt Grundsätzlich hängt die Haltbarkeit von Wasser (unter der Voraussetzung kühl und dunkel lagern) von der Qualität des Wassers (Keimzahl) und der Qualität des Behälters ab. Quellwasser enthält natürlich Bakterien und die können sich bei guten Bedingungen (warm) vermehren. Bei geeigneter Lagerung kann Wasser in Glasflaschen bis zu 14 Tage genossen werden Abkochen führt zu einer Reduktion der Keimzahl, es tötet die lebenden Bakterien ab. Am besten das Wasser 10 Minuten mit einem Dampfkochtopf und dann kochend in ein steriles Gefäß füllen und sofort schließen. Um ein Gefäß steril zu machen, genügt es kochendes Wasser einzufüllen und ca. 30 Sekunden zu warten

„Sauberes Wasser“ , frei von bakteriellen Verunreinigungen, ist bei kühler und dunkler Lagerung unbegrenzt haltbar. Hinsichtlich Bakterienaktivität bedeutet einfrieren eine Unterbrechung, die wieder einsetzen kann, wenn das Wasser wieder aufgetaut wird. Damit ist gefrorenes Wasser, auch unbegrenzt haltbar Als beste Alternative gelten fließende Bergbäche, wenn keine Quelle entdeckt wurde. Je schneller, kälter, klarer und hochgelegener umso besser Unsicheres Wasser 10-20 Minuten sprudelnd abkochen um alle Krankheitserreger zu töten Kocht man im Winter Schnee zu Wasser so enthält es keine Mineralien, im Gegensatz zu Eis Man kann auch ein Meter große Baumwurzeln nahe einem Baumstamm (im tiefen Tal ) in den frühen Morgenstunden schneiden und senkrecht in ein Gefäß stellen. Sie laufen wie eine Wasserleitung, im Frühjahr kann man auch Birkenzweige dazu kappen Wenn Wasser bedrohlich knapp ist, aufhören zu essen. Nahrung fordert Wasser an Wasser sollte nicht zu lange stehen, wegen der Vermehrung der Keime Zum Waschen, Gemüseputzen, Zähne putzen, ... sollte bei Benutzen von unsicherem Wasser auch eine Abkochung (Entkeimung) erfolgen Steht kein Bach als Kühlungsmöglichkeit für Nahrungsmittel zur Verfügung nutzen wir die Verdunstungskälte. Nasses Tuch über Topf mit Nahrung hängen, die Verdunstung kühlt nun den Inhalt erstaunlich gut Einen Wasserfilter kann man auch selbst herstellen. Die Kohle entnimmt man aus dem Feuer, nachdem man weiches, harzfreies Holz ( Linde, Rosskastanie...) verbrannt hat, es ist die wichtigste Filterschicht und je feiner desto effektiver. Neben der Kohle kannst man auch Filter aus weitere Schichten mit filterndem Material einbringen. Geeignet sind zum Beispiel : Kieselsteine, Watte (Verbandsmaterial ), Sand, Taschentücher... Nun braucht man nur noch z.B. eine Dose ( eine leere Konservendose ) oder ähnliches, in die man die Filterschichten einfüllt. Ein Loch im Boden der Dose lässt das saubere Wasser in deinen Becher tropfen. Dieser Filter entfernt nur Schwebstoffe und gewisse chemische Verunreinigung, nicht aber Bakterien. Anschließendes Abkochen ist unerlässlich ! Je mehr Filterschichten man einbringt und je feiner das Filtermaterial ist, um so effektiver arbeitet der Filter

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