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Zur Ehre Gottes leben

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»… sind jedoch wertlos und dienen zur Befriedigung
des Fleisches« (Vers ). Die Einstellung, die ein As-
ket sich selbst gegenüber hat, ist gekennzeichnet durch
seine Gleichgültigkeit im Bezug auf Essen und Klei-
dung. Jeglicher Genuss und Lustgewinn wird gemie-
den, aber letztlich nur, um über seine eigene Enthalt-
samkeit, Bescheidenheit und Anspruchslosigkeit »be-
friedigt« sein zu können. Im Grunde ist alles nur Lei-
beskasteiung. Der Asket lebt in der Verachtung des
Leibes. Diese Haltung hatte ihren Ursprung im anti-
ken Griechenland und breitete sich bis nach Indien
und China aus. Natürlich hatten nicht alle Griechen
diese Einstellung, aber es gab eine bedeutende Schule,
die lehrte, dass der Körper die Wurzel alles Bösen sei.
Nach ihrer Lehre ist ein Mensch von der Sünde be-
freit, wenn er von seinem Körper befreit ist. Dieses
Element wurde auch in den Buddhismus mit über-
nommen. Als Ursprung des Bösen sollte der Körper

gepeinigt und kasteit werden, um so eine Verringe-
rung des Bösen zu bewirken. Immer wieder haben
Menschen gemeint, man solle dem Körper jeglichen
Genuss und jegliche Befriedigung entziehen und ihn
dafür leiden lassen. Aber es war immer verkehrt, denn
selbst durch Selbstzüchtigung wird die Seele nicht von
der Sünde befreit.

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