Die Marx’sche Werttheorie

Darstellung und gegenw¨rtige Bedeutung a

Nils Frohlich, M.A.∗ ¨ 01.06.2003

∗ E-Mail:

nils.froehlich@wirtschaft.tu-chemnitz.de

Nach der Lekt¨re eines Buches uber die Geschichte der Philosou ¨ phie ¨ußerte sich Herr K. abf¨llig uber die Versuche der Philosoa a ¨ phen, die Dinge als grunds¨tzlich unerkennbar hinzustellen. Als a ” die Sophisten vieles zu wissen behaupteten, ohne etwas studiert zu haben“, sagte er, trat der Sophist Sokrates hervor mit der arrogan” ten Behauptung, er wisse, daß er nichts wisse. Man h¨tte erwartet, a daß er seinem Satz anf¨gen w¨rde: denn auch ich habe nichts stuu u diert. (Um etwas zu wissen, m¨ssen wir studieren.) Aber er scheint u nicht weitergesprochen zu haben, und vielleicht h¨tte auch der una ermeßliche Beifall, der nach seinem ersten Satz losbrach und der zweitausend Jahre dauerte, jeden weiteren Satz verschluckt.“ (Bertold Brecht, Geschichten von Herrn Keuner)

Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis Abk¨rzungsverzeichnis u Symbolverzeichnis 1 Einleitung 2 Grundbegriffe der Marx’schen Werttheorie 2.1 Die Darstellung im Kapital“ . . . . . . . . . . . . . ” 2.1.1 Die Waren als Werttr¨ger . . . . . . . . . . a 2.1.2 Rekonstruktion: Pr¨missen der Werttheorie a 2.2 Die Bedeutung der abstrakten Arbeit . . . . . . . . 2.3 Die Wertgegenst¨ndlichkeit . . . . . . . . . . . . . . a 2.3.1 Wert als gesellschaftliches Verh¨ltnis . . . . a 2.3.2 Die Wertgr¨ße der Waren . . . . . . . . . . o 3 Werttheorie als monet¨re Werttheorie a 3.1 Die Wertformanalyse . . . . . . . . . . . . . . . 3.1.1 Wertformanalyse und Widerspruchslogik 3.1.2 Die einfache Wertform . . . . . . . . . . 3.1.3 Die entfaltete Wertform . . . . . . . . . 3.1.4 Die allgemeine Wertform . . . . . . . . . 3.2 Geld und seine Funktionen . . . . . . . . . . . . 3.2.1 Geld als allgemeines Wertmaß . . . . . . 3.2.2 Geld als Maßstab der Preise . . . . . . . 3.2.3 Geld als Zirkulationsmittel . . . . . . . . 3.2.4 Geld als Geld . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 2 3 4 9 9 10 14 18 29 29 32 35 35 35 37 42 44 50 50 52 54 56 59 59 59 60 66 66 70 76 82 82 88 96 106 111

4 Werttheorie als Kapitaltheorie ¨ 4.1 Der Ubergang vom Geld zum Kapital . . . . . . . . . . . . . . . ¨ 4.1.1 Der fehlende Ubergang im Kapital“ . . . . . . . . . . . ” ¨ 4.1.2 Der Ubergang in den Grundrissen“ und im Urtext“ . . ” ” 4.2 Die Mehrwertproduktion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4.2.1 Arbeit als Quelle des Mehrwerts . . . . . . . . . . . . . . 4.2.2 Konstantes und variables Kapital . . . . . . . . . . . . . 4.2.3 Die Mehrwertproduktion auf gesamtwirtschaftlicher Ebene 5 Zur 5.1 5.2 5.3 gegenw¨rtigen Bedeutung der Marx’schen Werttheorie a Das moderne Geldsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Tendenzen der Kapitalverwertung . . . . . . . . . . . . . . . . . Positive Alternativen? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

6 Resum´e e Literaturverzeichnis

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die allgemeine Wertform. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Widerspr¨che der allgemeinen Wertform. . . . . . . . . . . Weltweiter Aktienbestand 1980. .Abbildungsverzeichnis 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 Gesellschaftliche Gleichsetzung der b¨uerlich-patriarchalischen a Arbeit. Wirtschaftliche Indikatoren f¨r die USA. Entwicklung der Masseneinkommen und des BIP. u Die Produktion des Mehrwerts. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Gesellschaftliche Gleichsetzung der warenproduzierenden Arbeit. . Gesellschaftliche Wertsch¨pfung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . der Lohnst¨ckkosten und der a u Bruttogewinne. . . Absolute und relative Mehrwertsteigerung. . . . . . . . . . . . a Die entfaltete Wertform. . . . . . . . . . Entwicklung des Devisenhandels 1979 – 1998. . . . . . 1990 und 1998. . Abstrakte Arbeit als Teilmenge aller konkreten Arbeitsstunden. . die EU und Japan im u Vergleich dreier Jahrzehnte (Zehnjahresdurchschnitt in %). . . . . . . Die Bedeutung des Mehrwertparameters τ . . . . . . . . Die Wertgegenst¨ndlichkeit der Waren. . . . . . . . 23 24 26 31 43 45 48 69 73 75 78 90 90 91 93 94 1 . . . . . . . . . . . . . . . . . o Entwicklung der Produktivit¨t. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

GE Grundrisse Kapital KPW MEGA2 MEW NSP PROKLA SPW Urtext VGR WISU Z ZAP Zur Kritik Bruttoinlandsprodukt Bruttosozialprodukt Deutscher Gewerkschaftsbund Erg¨nzungen und Ver¨nderungen zum ersten a a Band des Kapitals“ (Dezember 1871 – Januar 1872) ” Fußnote Geldeinheiten ¨ Grundrisse der Kritik der politischen Okonomie Das Kapital (Band 1) kapitalistische Produktionsweise Marx Engels Gesamtausgabe Marx Engels Werke Nettosozialprodukt Zeitschrift f¨r kritische Sozialwissenschaft u Zeitschrift f¨r Sozialistische Politik und Wirtschaft u ¨ Zur Kritik der politischen Okonomie. Urtext Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung Das Wirtschaftsstudium Zeitschrift f¨r marxistische Erneuerung u zentrales Allokationsproblem ¨ Zur Kritik der politischen Okonomie 2 .Abk¨rzungsverzeichnis u BIP BSP DGB Erg¨nzungsa manuskript Fn.

Seite 28 der hier vorliegenden Arbeit. Zweite Abteilung. Seitenzahlen ohne weitere Angaben beziehen sich grunds¨tzlich auf die hier vorliegende Arbeit. Seite 94. 28) MEW. alle ¨ von mir hervorgehobenen Textstellen stets als solche kenntlich gemacht. r¨mio sche Ziffern auf die MEGA2 . Band 23. MEGA2 a Textstelle angegeben.1.bzw. Arabische Ziffern verweisen hierbei auf die MEW. Vgl. Dabei wird die Prim¨rliteratur nach der jeweiligen MEW.1: 79) (vgl. MEGA2 .Zitierweise in dieser Arbeit Die von mir verwendete Literatur wird im fortlaufenden Text in Klammern zitiert. Alle Hervorhebungen in den Originaltexten wurden von mir ubernommen. 3 . S. Seite 79. a Beispiel: (23: 94) (II/1. Band 1.

denn sie besaßen auf dieser Welt außer ihren B¨chern keiu . blieb indes aus. Marcuse. Trotzki. Die schlechten waren die anderen: dogmatisch.1 Einleitung 4 1 Einleitung Ja. soviel sei vorab verraten. schutzlos und u verlassen. An o letzterer aber wird f¨lschlicherweise ihr Scheitern festgemacht. Adorno. Ein solches Vorhaben trifft auf einen Zeitgeist. aber durchaus nicht unbegr¨ndet: u Als es nur Marxisten gab. so wenig l¨ßt sie sich wissenschaftlich a begr¨nden. autorit¨r. das genaue Gegenteil dieser Ansicht als zutreffend herausgearbeitet werden. Kraiker 2000: 76). dem – mehr als alle vor 1989 dis¨ kutierten und (vermeintlich) bekannten Schwachstellen der Marx’schen Uberlegungen – das Scheitern des osteurop¨ischen Feudosozialismus“ (Kisker 1990: a ” 213) auch als Beleg f¨r das theoretische Scheitern von Marx gilt. warum man sich bei der u Analyse der gegenw¨rtigen b¨rgerlichen Gesellschaft nun nicht einmal mehr a u ansatzweise auf Marx beziehen mag. So nachvollziehbar diese Schlußfolgerung aus politischen Motiven heraus sein mag – die Sieger der ” Geschichte“ genießen ihren Triumph –. f¨r den der realu ” existierende Sozialismus“ zu keinem Zeitpunkt eine politische Alternative darstellte und der sich des immensen Unterschieds zwischen der Marx’schen Theorie und der Sowjetideologie immer bewußt war (vgl. Horkheimer. Backhaus 1997: 9). daß jeder Versuch einer gesellschaftlichen Alternative zum bestehenden und zunehmend global agierenden Kapitalismus von vornherein zum Scheitern verurteilt sein muß. unterschied man zwischen schlechten Marxis” ten und guten. dumm. Eine theoretische. daß – dem pens´e unique entsprechend – nach 1989 selbst der Teil der e westdeutschen Linken eine strikte Abkehr von Marx vollzog. Seine Theorie u und die real-sozialistische“ Praxis werden nur allzu gern unmittelbar in eins ” gesetzt und hieraus der Schluß gezogen. daß Marx ein toter o ” Hund“ sei und dieses auch zu bleiben habe (vgl. nicht politisch motivierte Begr¨ndung. geht es in dieser Arbeit um eine Darstellung der Marx’schen Werttheorie und ihrer gegenw¨rtigen Bedeutung – und a nicht etwa um eine weitere der vielen Beschw¨rungen. Sie f¨hlten sich einsam. es stimmt: wie der Titel verspricht. Vielmehr wird. Rosa Luxemburg. a Zu dieser ohnehin bestehenden schlechten Presse“ kommt erschwerend hin” zu. Sie hingen am G¨ngelband der KPdSU oder der DKP. So konstatiert Wolfgang Pohrt polemisch. Die a a guten standen in der Tradition von Bloch. nicht jedoch die einer staatssozialistischen Plan¨konomie. Schließlich ist die Marx’sche Theorie eine Analyse der kapitalistiu ¨ schen Okonomie.

wo Marx und Engels sich zu Lebzeiten selbst befanden. Mit den schlechten Marxisten sind auch die guten verschwunden. Aber keine Spur davon. Klassenkampf. . wobei die einzelnen Interpretationsans¨tze erheba lich in ihren Fragestellungen und Ergebnissen differieren (vgl. Feind Nr. Anders als in den sp¨ten 60er und zu Beginn der a 70er Jahre des letzten Jahrhunderts stellt die Marx’sche Theorie momentan weder ein akademisches noch ein politisches Modethema“ dar. 1998). an deren Herausgabe seit den 70er Jahren kontinuierlich gearbeitet wird und die erstmals die M¨glichkeit einer textkrio 1 tischen Besch¨ftigung mit Marx erm¨glicht.fu-berlin. Wer nach 1989 politisch a a etwas erreichen wollte – ob ein Projekt. Im Gegenteil: ” Eine an Marx orientierte Gesellschaftskritik befindet sich gegenw¨rtig in der a Diaspora. Marxsche Begriffe uberhaupt noch zu verwenden. Man nimmt sie nicht einmal mehr ¨ in den Mund.und Verdinglichungsph¨nomenen a 1 2 Informationen zur MEGA2 finden sich unter http://www. Jetzt kann er o u richtig loslegen und seine ganze Energie auf die Kritik des Kapitals konzentrieren.1 Einleitung nen Freund und statt eines großen Feindes zwei. 1999) zeigen. Hier sei z.de/∼hkwmred/hkwm n¨her beschriea ben. Sch¨n f¨r den besseren Marxismus. Grunds¨tzlich existiert eine immense Auswahl an (¨lterer) Sekund¨rliteratur a a a zur Marx’schen Werttheorie.2 Aber auch die Diskussionen um die Werttheorie reißen nicht ab. Revolution. Heino rich (1999. Alle verzichten darauf. . Worte wie Ausbeutung. . Warum wird dieser Umstand nicht als erkl¨rungsbed¨rftig a u empfunden?“ (Pohrt 1993: 26) 5 Schwer zu erkl¨ren ist dieses Ph¨nomen jedoch nicht. entfremdete Arbeit. Dieses Projekt wird unter http://userpage. 2 waren die sp¨tstalinistischen Machthaa ber im Osten. Das Erscheinen des Historischa o ” Kritischen W¨rterbuchs des Marxismus“ mag als ein weiterer Beleg f¨r das o u nach wie vor vorhandene Interesse an einer wissenschaftlichen Besch¨ftigung a mit Marx gelten. Kapital empfindet man fast als peinlich. Feind Nr. ] Die verabscheuten Machthaber im Osten sind weg.B. Heinrich 1999). Hein (1997). ein Karriereziel oder wom¨glich beides o – d¨rfte seine Erfolgsaussichten durch einen Bezug auf die Marx’sche Rhetorik u nicht eben verbessert haben. sollte man denken. Imperialismus. mithin dort also. Gleichwohl gibt es nach wie vor ein akademisches Interesse an Marx.de. Mehrwert. auf die MEGA2 verwiesen.marxforschung. Die Spannbreite der Positionen verl¨uft zwischen einem streng ¨konomischen a o Verst¨ndnis der Werttheorie als Produktionspreistheorie bis hin zu sozialphia losophischen Analysen von Entfremdungs. 2001) und Helmedag (1994. 1 war das Kapital im Westen. [. wie die Ver¨ffentlichungen von Backhaus (1997.

machen ihn explizit zum Schwero punkt ihrer Untersuchung. Trotz der Masse an erfolgten Untersuchungen u wird m. aber die eigentlich genuine Leistung von Marx leicht ubersehen bzw. o a 1 .1 Es a a gibt also gute Gr¨nde. E.2 Uberhaupt kann die Beantwortung meiner Fragestellung auf der theoretischen Ebene des ersten Bandes des Kapitals verbleiben. In Unterabschnitt 2. Hierauf aufbauend betrachte ich in Kapitel 2. weisen alle oben genannten neueren a Ver¨ffentlichungen auf diesen Aspekt hin bzw.B. Das geplante Vorhaben erfordert zun¨chst einmal. denn mir ist nur eine ¨ltere Ver¨ffentlichung a o bekannt (Rubin 1973). ¨ mißverstanden. die in den ¨ Theorien der b¨rgerlichen Okonomie ublicherweise begriffslos und ahistorisch u ¨ vorausgesetzt werden. da die nachfolgenden B¨nde auf den hier bereits entwickelten. Ebenso verzichte ich auf eine Schilderung und Beurteilung des sogenannten Transfor¨ mationsproblems. Helmedag 1994: 187-206). inwieweit die Marx’sche Werttheorie als eine Preistheorie tauglich zu machen ist. was die Marx’sche Theorie zum Verst¨ndnis der kategorialen Genese der a ¨ kapitalistischen Okonomie beitragen kann.1. um ana schließend in 2. die in einer ¨hnlichen Herangehensweise verf¨hrt. Sie besteht in der Beantwortung der Fragestellung. was denn eigentlich die Kategorien – Wert. um eine ¨konomiso ” Wobei ber¨cksichtigt werden muß.1 Einleitung 6 in der b¨rgerlichen Gesellschaft.2 und 2. – konstituiert. Dies scheint allerdings ein recht neues Verst¨ndnis a der Marx’schen Theorie zu sein.3 die theoretischen Grundsatzkategorien der abstrakten Arbeit“ und der Wertgegenst¨nda ” ” lichkeit“. nicht die Frage gestellt.1 wird der grunds¨tzliche Aufbau der Werttheorie im Kapital skizziert. Bis auf Helmedag. Ihre Interpretation ist von großer Bedeutung. grunds¨tzlichen Katea a gorien aufbauen. Naturgem¨ß liegt der Schwerpunkt meiner Arbeit demnach auf der Fragestela lung. daß die Schrift erstmalig bereits 1927 in der Sowjetu union erschien und erst 1973 eine deutsche Ver¨ffentlichung erfolgte. Geld. der sich eher von einem typisch ¨koo nomischen Blickwinkel dem Thema n¨hert.2 die Marx’sche Fragestellung und ihre Pr¨missen zu pr¨zia a sieren. o 2 Ein solches Vorgehen ist – unabh¨ngig von der Konzeption meiner Arbeit – auch deshalb a unproblematisch.a. weil sich das Transformationsproblem auf einer arbeitswerttheoretischen Ebene l¨sen l¨ßt (vgl. Es wird also z.1. auf der Basis der erw¨hnten neueren Literatur den u a Versuch einer Darstellung der Marx’schen Werttheorie zu wagen. Sinnvollerweise orientiert sich mein Vorgehen dabei nicht an den ublichen Maßst¨ben eines ¨konomistisch orientiera o ¨ ten Erkenntnisinteresses. Kapital u. Diese Aufgabe kommt dem zweiten Kapitel meiner Arbeit zu. sich gr¨ndlich des Marx’ a u schen Erkenntnisobjekts und seiner Grundbegriffe zu vergewissern.

Im dritten Kapitel ¨ m¨chte ich dann den Nachweis f¨hren. die Marx’sche Theorie sich nur als eine monet¨re Werttheorie a ad¨quat darstellen l¨ßt. da sie im vierten Kapitel als eine Theorie des Kapitalverwertungs¨ prozesses beschrieben wird. Im Anschluß an die Herleitung des Werts in seiner Geldform soll im vierten Kapitel seine Weiterentwicklung zur Kapitalform erl¨utert werden. liegt es auf der Hand. Hier m¨chte ich zun¨chst in Unterabschnitt 4. d. eine Entwicklung der analytischen Kategorien der Wertexistenz. sondern zus¨tzlich als a a Theorie eines Kapitalverwertungsprozesses zu verstehen ist. aktuelle Ph¨nomene der kapitaa ¨ listischen Okonomie zu beschreiben. Hierbei sind zwei Fragestellungen zu unterscheiden: die ihrer theoretischen und die ihrer praktische Bedeutung.2 die mikro. welche gegenw¨rtige a Bedeutung der Theorie zukommt. eine Lesart der Marx’schen Theorie im Lichte einer okonomisch-empiristischen Fragestellungen. sie muß geeignet sein. Auf die empirische Uberpr¨fung folgen in Kapitel u ¨ 5. daß auf der Grundlage kategorialer Uberlegungen eine u Werttheorie nicht nur zwingend als monet¨re Theorie. daß Interpretationen der Marx’schen Kategorien a auf einer ¨konomisch-empiristischen Grundlage m. auf der Basis der zuvor erarbeiteten o u Begrifflichkeiten. Es kann a somit an dieser Stelle der Frage nachgegangen werden. Zwar habe ich weiter oben erw¨hnt. sie an den Strukturen des jetzigen Geldsystems zu uberpr¨fen.h. daß. zu verhindern. Analog hierzu erscheint es sinnvoll. Daß dies der Fall ist.2 durch eine Darstellung der Kapitalverwertungstendenzen der letzten dreißig Jahre plausibel gemacht werden.1 Einleitung 7 tische“ Auffassung.1. Ersteres wird in Kapitel 3. letzteres in Kapitel 3. Sodann sollen in Unterabschnitt 4. Andererseits muß die reale Erscheinungsform des Werts – das Geld – eine angemessene Darstellung erhalten. Anschließend verlasse ich mit Kapitel 5 die Darstellungsebene der Marx’schen Theorie. einen Fehler darstellen. Dies erfordert einerseits eine detaillierte Erl¨uterung a a a der Wertformanalyse. der Mehrwertproduktion – und seine Implikationen herausgearbeitet werden. o Gleichwohl entscheidet sich der theoretische Status der Theorie auf einer empirischen Ebene. d.1 anhand des heutigen Geldsystems und in Kapitel 5.und makro¨konomischen Zusammenh¨nge dieses o a Verwertungsprozesses – d.1 a o a ¨ den Nachweis f¨hren. die Leistungsf¨higu a ¨ keit der Theorie an den Kapitalverwertungstendenzen der letzten Jahrzehnte zu messen. da alle grunds¨tzlichen Kategorien bereits entwickelt sind. d. .h.3 Uberlegungen zu den politischen Implikationen der Marx’schen Theorie. soll in Kapitel 5.2 versucht. Die Auswahl der beiden zu uberpr¨fenden Aspekte ist leicht zu beu ¨ gr¨nden: da ich im dritten Kapitel den monet¨ren Charakter der Marx’schen u a Theorie betone. E.h.h.

die von Marx selbst herausgegeben (Zur Kritik) oder nach seinem Tod von Engels nur unwesentlich ver¨ndert wurden (Kapital) bzw. Zwar ist letztere die aktuellere und zudem eine textkritische Ausgabe der Marx/Engels-Schriften. in a der Sekund¨rliteratur standardm¨ßig nach der MEW-Ausgabe zitiert werden a a (Briefwechsel). inwieweit sich aus der Marx’schen Theorie Alternativen zur gegenw¨rtigen b¨rgerlich-kapitalistischen Gesellschaft entwickeln a u lassen. Die hierbei verwendete Prim¨rliteratur besteht schwerpunkta m¨ßig aus dem ersten Band des Kapitals. 3 und 4 ausgiebig zitiert. trotzdem l¨ßt sich auch eine Verwendung a der MEW-Texte rechtfertigen. Alle diesbez¨glichen Zitate basieren u u auf Werken. der k¨rzeren Schrift Zur Kritik und a u den Grundrissen. weil meine Darstellung auf diese Weise sowohl besser nachvollziehbar als auch besser uberpr¨fbar ist. Die Originalschriften werden sowohl nach den MEW wie auch nach der MEGA2 zitiert. Dies zum einen. Erg¨nzend treten bei Bedarf kleinere Schriften wie beispielsa weise das Erg¨nzungsmanuskript oder Zitate aus dem Marx’schen Briefwechsel a hinzu. u ¨ Zum anderen l¨ßt sich der Argumentationsgang der Sekund¨rliteratur stellena a weise durch eine breitere Einbeziehung der Originalschriften st¨rken. Es bleibt noch eine Bemerkung zur verwendeten Prim¨rliteratur zu machen. Daher a werden die Marx’schen Positionen insbesondere in den Kapiteln 2. a Mir erscheint – neben dem R¨ckgriff auf die Sekund¨rliteratur – der gr¨ndliche u a u Beleg aller wichtigen theoretischen Zusammenh¨nge anhand der Marx’schen a Originalschriften besonders wichtig. Es handelt sich in den von mir verwendeten MEW-Zitaten ausschließlich um Texte. . Abschließend folgt im sechsten Kapitel ein Resum´e. daß die Ergebnisse e der vorliegenden Arbeit zusammenfaßt. die nicht hinter dem editorischen Erkenntnisstand der MEGA2 zur¨ckbleiben.1 Einleitung 8 Hier stellt sich die Frage.

v. erscheint als eine .). Letztere geh¨ren einer Gesellschaft mit kapitalistischer Produktionsweise o (KPW) an. Diese wird in ihren offensichtlichen Auspr¨gungen (Lohnarbeit.] (23: 49) Reichtum“ existiert in der Marx’schen Analyse also nicht als Reichtum an ” ” sich“.2 Grundbegriffe der Marx’schen Werttheorie 9 2 Grundbegriffe der Marx’schen Werttheorie 2. sondern erscheint in der spezifisch gesellschaftlichen Form der Waren. Heinrich 2001: 200). a Kapital. Die zur Abbildung der komplexen Zusammenh¨nge der KPW ben¨tigten Kategorien k¨nnen auf diea o o ser Darstellungsebene noch nicht vorhanden sein. m. Marx selbst vergewissert sich in den Grundrissen dieser Methode: Das Concrete ist concret weil es die Zusammenfassung vieler Bestim” mungen ist. grenzt Marx seinen Untersuchungsgegenstand jedoch u historisch und analytisch ein: Der Reichtum der Gesellschaften. Die Ware des ersten Kapitels des Kapitals ist somit bereits eine kapitalistisch produzierte Ware. Anders als Smith.. die einzelne Ware als seine Elementarform.“ [Hervorh. Im Denken erscheint es daher als Prozeß der Zusammenfassung. Waren bilden nicht nur die Erscheinungsform des kapitalistischen Reichtums. nicht als Ausgangspunkt.“ (II/1. als Resultat. analytische Kategorie dar.1 Die Darstellung im Kapital “ ” Marx beginnt die Darstellung seiner Werttheorie im Kapital mit einer Anspielung auf Adam Smith. usw.1: 36) .F. also Einheit des Mannigfaltigen. N. Sie bilden die Zellenform“ (23: 12) der b¨rgerlichen Geu ” sellschaft. den Wohlstand der Nationen zu ergr¨nden. obgleich es der wirkliche Ausgangspunkt und daher auch der Ausgangspunkt der Anschauung und der Vorstellung ist. ist aber a bereits von Beginn an mitzudenken. Dieser hatte sich in seinem Hauptwerk das Ziel gesetzt. sie m¨ssen vielmehr nach der u Methode der abnehmenden Abstraktion aus den einfachsten Annahmen – hier: die Ware als Elementarform des kapitalistischen Reichtums – erst noch entwickelt werden (Brentel 1989: 145. in welchen kapitalistische Produkti” onsweise herrscht. sie sind zugleich die einfachste empirische Kategorie der KPW.) zwar erst ab dem vierten Kapitel des Kapitals erw¨hnt. welcher u sowohl den Reichtum“ wie auch die Waren“ als ahistorische Kategorien ein” ” f¨hrt (Smith 2000: 3ff.ungeheure Warensammlung’. Allerdings stellt sie an diesem Punkt der Darstellung noch eine hochgradig abstrakte.

der ihr bei der Befriedigung eines menschlichen Bed¨rfnisses zukommt. a 2 ¨ Diese Uberlegung bildet die Grundlage der sogenannten subjektiven Werttheorie“. um sie dann zu analysieren. sage z. insistiert Marx darauf. Marx greife in seiner Darstellung irgendeine tats¨chliche Ware heraus.1 Die Darstellung im Kapital“ ” 10 Und auf Hegel verweisend. .1 2. Der u Marktpreis einer Ware bildet sich dann durch das Zusammenspiel aller individuellen .B. Herausgeberfehler stellenweise als Singular erscheint. In den sp¨teren Kapiteln meiner Arbeit wird sich zeigen.“ (II/1.1: 36f. das konkrete. o Tauschwerth.2 Der Gebrauchswert oder der Nutzen einer Ware basiert auf 1 Haug (2001: 82f. w¨hrend das a reale Ganze“ als konkret erscheint.) schildert. also durch ihren Gebrauchswert. dem Marx zufolge der Fehler unterlaufen sei.) Die einfachsten Kategorien sind also zugleich die abstraktesten. es als ein geistig Concretes zu reproducieren. ] vom Abstrakten zum Concreten aufzusteigen. welche ” die ¨konomische Neoklassik als Alternative zur klassischen Arbeitswerttheorie entwickelt o hat: je h¨her der einer Ware zugeordnete individuelle Nutzen. einseitige Beziehung eines schon gegebnen. Hierdurch entsteht leicht der Eindruck. wie der im Marx’schen Original durchg¨ngig verwendete Plua ral in der MEW-Ausgabe durch Druck. nur die Art f¨r u ” das Denken ist sich das Concrete anzueignen.2. Er kann nie existieren ausser als abstrakte. unterstellt Bev¨lkerung. Z.oder Staatswesen etc. Keineswegs aber der Entstehungsprocess des Concreten selbst. wie diese grunds¨tzliche a a Kategorie der KPW zu immer konkreteren Kategorien wie beispielsweise Geld und Kapital fortentwickelt wird und sich hierdurch die Analyse der komplexen Wirklichkeit zunehmend ann¨hert.1 Die Waren als Werttr¨ger a Eine Ware ist zun¨chst einmal durch ihre physikalischen oder chemischen Eia genschaften bestimmt. auch gewisse Sorte von Familien. Marx beginnt daher seine Analyse der ” KPW im Kapital mit der Analyse einer Ware (Heinrich 2001: 155f. die einfachste ¨konomische Kategorie. ebenso wie es nicht einen alleinigen o Tauschwert geben kann (19: 358). Waren a k¨nnen immer nur im Plural vorkommen. mannigfaltige Reale als das Ergebnis eines Denkprozesses anzusehen.bzw. .B.). Bev¨lkerung producirend in beo o stimmten Verh¨ltnissen. a Der Begriff der Ware“ ist in diesem Zusammenhang demnach als Gattungsbe” griff und nicht etwa als eine reale.1. singul¨re Erscheinung zu verstehen. den ihr Konsum ihrem Konsua menten stiftet. Man kann auch sagen: Sie u l¨ßt sich durch den Nutzen charakterisieren. concreten Ganzen. daß [.oder Gea meinde. desto h¨her ihr subjeko o tiver Wert und die subjektive Zahlungsbereitschaft einer Person f¨r diese Ware.

d. Hofmann 1971: 238).). abstraktesten. Umgangen werden in diesem Konzept die politischen Fallstricke“ ” der klassischen Werttheorie. ” weniger abstrakte Kategorie der KPW muß aber erst noch aus der Analyse der einfachsten.). Marx w¨hlt hierzu das folgende a Beispiel: 1 Quarter Weizen = a Ztr. Darstellung der allgemeinsten Bestimmung der Warenproduktion: In einer Gesellschaft mit KPW vollzieht sich der gesellschaftliche Stoffwechsel durch den Warentausch (ebd. Eisen“ (23: 51) ” Diese Warengleichung“ ist m. denn in einer u Gesellschaft mit KPW findet kein Naturaltausch statt. An diesem Punkt der Marx’schen Analyse muß es also darum gehen. Waren sind aber nicht lediglich uber ihren Gebrauchswert. Bestimmungen entwickelt werden (Heinrich 2001: 200). Geld“ als konkretere. E. Was aber bildet die Grundlage dieses quantitativen Verh¨ltnisses? Um diese Frage zu beantworten.2. a eine zweite Natur“ zu: Als Waren sind Gebrauchsgegenst¨nde die stofflichen ” Tr¨ger von Tauschwerten.1 Die Darstellung im Kapital“ ” 11 ihren dinglichen Eigenschaften. eine theoretische Konstruktion zu entwickeln. auf der Ebene der einfachsten kapitalistischen Kategorie.h. ist also unabh¨ngig von der sozialen Form. welche von der Forderung nach vollem Lohn“ bis hin zur ” Feststellung der Ausbeutung“ der Arbeiter reichen (vgl. Diesen beiden Zwecken dient die obige Warengleichung“. 2. In ihr setzen die ” b¨rgerlichen Individuen bestimmte Mengen unterschiedlicher Gebrauchswerte u in bezug auf ihren Tauschwert gleich. Vielmehr kommt ihnen eine spezifisch soziale Form. in a welcher der Gebrauchswert erscheint (23: 50). der Ware. also ihre nat¨rlichen u ¨ Eigenschaften. nicht als Abbildung einer konkreten Tausch” situation aufzufassen. Entwicklung der konkreteren Kategorien der KPW durch die Analyse eines solchen Warentauschs. Sie kann kein wirkliches Austauschverh¨ltnis darstellen a – hierzu bed¨rfte es einer bereits entwickelten Geldkategorie. bestimmt. a muß eine Tauschhandlung analysiert werden. in welchem untera a schiedliche Waren sich gegeneinander austauschen (ebd. a Nutzenzuordnungen. einem quantitativen Verh¨ltnis. welche zwei Anforderungen erf¨llt: u 1. Marx untersucht nun diesen Akt der Gleichsetzung n¨her und entwickelt auf diese Weise seine spezifische Konzepa tion des Wertbegriffs. Sein Vorgehen l¨ßt sich in drei Einzelschritte aufteilen. ” .

] Der Tauschwert kann uberhaupt ¨ nur die Ausdrucksweise. Geld die Funktion eines ¨ Rechenmittels zuzuweisen.1 Die Darstellung im Kapital“ ” Ich m¨chte diese im folgenden kurz skizzieren. [.2. So macht z. Zun¨chst einmal muß diese Gemeinsamkeit etwas von dem konkreten Tauscha wert einer Ware Unterschiedenes sein. Ausdehnung im Raum.B.B. Marx’ zweiter Schritt besteht daher in dem Nachweis.“ (23: 51) Denn unterschiedliche. tauscht sich mit x Stiefel” wichse oder mit y Seide oder mit z Gold usw. weil beide unabh¨ngig vom Akt der L¨ngena a messung uber die Eigenschaft L¨nge“.2. Denn eine Ware A l¨ßt sich in aller Regel a nicht nur gegen eine Ware B. verf¨gen.Erscheinungsform‘ eines von ihm unterscheidbaren Gehalts sein.. . o 12 Im ersten Schritt stellt sich die Frage. irgendeine Eigenschaft zukommt. sondern auch gegen eine Ware C usw. unabh¨ngig von o a dem Akt des Vergleichs.1 ausf¨hrlicher diskutiert. daß zwei Holzlatten gleich lang“ ” sind. Dann aber kommt die gesuchte Gemeinsamkeit nicht nur der Ware A in bezug auf die Waren B und C. was die Gleichsetzung zweier Waren in einem Tauschakt uber die Eigenschaften der beiden Waren aussagt: ¨ [. u ” Dinge k¨nnen nur dann gleichgesetzt werden. . eintauschen. bez¨glich derer sie u gleich sind . wenn ihnen. die Feststellung.h. Diese gemeinsame Eigenschaft gilt es nun zu bestimmen. Eisen. also qualitativ ungleiche Dinge k¨nnen gar nicht quano titativ vergleichbar bzw. daß Apfel und Birnen“ nicht gleichgesetzt werden k¨nnen. . ] 1 Quarter Weizen = a Ztr. die . d. daß die qualitative Gleichheit aller Waren in einem gemeinsamen Dritten besteht. kurz mit andern Waren in den verschiedensten Proportionen. Was besagt diese Gleichung? ” Daß ein Gemeinsames von derselben Gr¨ße in zwei verschiedenen Dingen o existiert. Sie muß eine Gemeinsamkeit aller Waren sein. Mannigfache Tauschwerte also hat der Weizen statt eines einzigen. auch der Ware B in bezug auf die Ware C zu. sondern z. das sich in der quantitativen Form des Tauschwerts darstellt: Eine gewisse Ware. gleich sein – eine solche Tauschkonstruktion kann in bezug auf den Gebrauchswert der Waren allenfalls zu dem wohl bekannten ¨ o Ergebnis f¨hren. ein Quarter Weizen z.“ (23: 51) Weiterhin kann die Kommensurabilit¨t der Waren nicht in ihren jeweiligen a 1 ¨ Diese Uberlegung offenbart im ubrigen auch den logischen Fehler. welches die Waren vergleichbar“ oder addierbar“ mache – ” ” dieser Zusammenhang wird in Abschnitt 3.1 a u ¨ ” Im Tausch gleichgesetzte Waren m¨ssen also bez¨glich einer bestimmten Eiu u genschaft kommensurabel sein. .B. u . nur deshalb einen Sinn.

Als solche ” sind sie nicht nur Tr¨ger von Gebrauchswert. Sie bildet die Wertsubstanz der Waren. Denn warum sollte eine u Person eine Ware A gegen eine andere Ware B eintauschen.) dieser ihnen gemeinsamen Substanz dar. von ihren stofflichen Eigenschaften. bestehen. Abstrahieren wir von seinem Gebrauchswert. ansonsten macht ein Warenu tausch als gesellschaftlicher Stoffwechsel keinen Sinn.1 Die Darstellung im Kapital“ ” 13 Gebrauchswerten bzw. sie unterscheiden sich nicht nicht l¨nger. Jedoch ist uns auch das Arbeitsprodukt bereits in der Hand verwandelt. Dies bildet den dritten Teil der Marx’schen Warenanalyse: was bleibt. ist also ihr Wert. weil abstrakt menschliche Arbeit in ihm vergegenst¨ndlicht oder materialisiert ist. Die Waren stellen – was ihre Werteigenschaft betrifft – lediglich Kristalle“ (ebd. [. n¨mlich a menschliche Arbeit zu sein: Mit dem n¨tzlichen Charakter der Arbeitsprodukte verschwindet der u ” n¨tzliche Charakter der in ihnen dargestellten Arbeiten. Hierbei abstrahiert er nicht nur vom Gebrauchswert einer Ware. ] Ein Gebrauchswert oder Gut hat also nur einen Wert. die von Arbeitsprodukten. welches in der Form mannigfacher Tauschwerte erscheint.“ (23: 53) a Mit dieser Feststellung l¨ßt sich die dreigeteilte Herleitung des Marx’schen a . konkret verausgabten Arbeitsformen in einer Eigenschaft gleich.“ (ebd.2. sondern sind allesamt reduziert a auf gleiche menschliche Arbeit. wenn A f¨r ihn u den gleichen Gebrauchswert wie B hat? In ihrer Eigenschaft als Gebrauchswerte m¨ssen die Waren qualitativ verschieden sein. . daß sie Arbeitsprodukte sind. so bleibt iho ” nen nur noch eine Eigenschaft. was sich im Austauschverh¨ltnis oder Tauschwert a ” der Ware darstellt.h.) Diese abstrakt menschliche Arbeit ist das allen Waren gemeinsame Dritte.“ (23: 52) Die den Waren gemeinsame Eigenschaft besteht nach Marx also darin. . so abstrahieren wir auch von den k¨rpero lichen Bestandteilen und Formen. so sind auch die verschiedenen. es verschwinu den also auch die verschiedenen konkreten Formen dieser Arbeiten. wenn man von allen stofflichen Eigenschaften der Waren abstrahiert? Sieht man nun vom Gebrauchswert der Warenk¨rper ab. sondern zus¨tzlich noch von der gebrauchswertschaffenden Arbeit. a die zur Produktion der entsprechenden Ware ben¨tigt wird. Die Gleichheit der Waren muß also in einer Abstraktion von ihren Gebrauchswerten. d. So wie alle Waren o in ihrer Eigenschaft als Arbeitsprodukte gleich sind. ihren Nutzen begr¨ndet sein. die es zum Gebrauchswert machen. abstrakt menschliche Arbeit. sondern ebenfalls von Wert: a Das Gemeinsame.

um die es sich handelt“? Anscheinend f¨hrt die u ” Marx’sche Untersuchung leicht zu Mißverst¨ndnissen.2 Rekonstruktion: Pr¨missen der Werttheorie a Es hat den Anschein. die Analyse der u ¨ realen Verh¨ltnisse. In seiner Theorie a 1 Der Autor dieser Rezension l¨ßt sich nicht genau ermitteln.“ (32: 552) Die Wertanalyse im Kapital sollte also gerade nicht als Beweis einer Arbeitswerttheorie verstanden werden.Wert‘ st¨nde. die u Schlußfolgerung. das gemeinsame Dritte aller Waren m¨sse menschliche Aru beit sein. H¨ufig wurde dies auch als a die eigentliche Intention von Marx begriffen. die ich gebe.1. wenn man einen Tauschakt nicht als Warengleichung“ interpretiere (B¨hm-Bawerk o ” 1973: 81-90). wenn in meiu ” nem Buch gar kein Kapitel uber den . Zudem entfiele die Notwendigkeit eines Ausschlußverfahrens. Ihre klassische Auspr¨gung hat diese Kritik durch B¨hm-Bawerk erhalten. Das Geschwatz uber die a u ¨ Notwendigkeit. 143). a o welcher die G¨ltigkeit des Marx’schen Ausschlußverfahrens beweifelt. wie er Ludwig Kugelmann am 11.2. d. als ¨ die Methode der Wissenschaft. Haug 2001: 77). Juli 1868 in einem Brief mitteilte: Der Ungl¨ckliche [der Rezensent. aus dem Nachweis. In einer solchen Lesart besteht der erste Abschnitt des ersten Kapitels des Kapitals aus einem Beweis“ der ” Arbeitswerttheorie. den Wertbegriff zu beweisen. daß. Denn im Nachwort zur a zweiten Auflage des Kapitals von 1872 beschwert sich Marx uber das mangel¨ hafte Verst¨ndnis der von ihm verwendeten Methode (23: 25). So erkl¨rt es sich. N. Dies ist offensichtlich nicht das Marx’sche Erkenntnisinteresse (vgl. 14 2. beruht nur auf vollst¨na digster Unwissenheit. daß an der Marx’schen Werttheorie a typischerweise kritisiert wurde. den Wertbegriff nicht korrekt bewiesen zu haben.1 Die Darstellung im Kapital“ ” Wertbegriffs im Kapital abschließen.h. sie beweise“ die Existenz des Werts nicht kor” rekt. daß der Wert einer Ware durch die Arbeit bestimmt ist. Marx selbst wurde bereits 1868 mit dem Vorwurf. als ob die oben geschilderte Herleitung des Wertbegriffs das eigentliche Ziel der Marx’schen Analyse ist. um die es sich handelt. Der Artikel selbst ist mit dem a K¨rzel h“ unterzeichnet (32: 737.F. den Beweis und den Nachweis des a wirklichen Wertverh¨ltnisses enthalten w¨rde.] sieht nicht. sowohl uber die Sache. Aber ¨ was ist statt dessen die Sache.1 Alleru ” dings vermochte er diese Ansicht nicht zu teilen.h. u ” . Anm. in einer Rezension der Erstauflage des Kapitals im Literarischen Centralblatt f¨r Deutschland“ konfrontiert. d. Nicht ohne Grund nennt er in Zur Kritik die Bestimmung des Wertinhalts uber die Arbeit eine Tautologie (13: 22).

worin jene Gesetze sich durchsetzen. E.“ (32: 552f. ist eben der Tauschwert dieser Produkte. Daß die menschliche Arbeit f¨r Marx immer gleichbeu deutend ist mit der Arbeit in bestimmten gesellschaftlichen Zusammenh¨ngen a (vgl. Zum ersten spricht a Marx von gesellschaftlicher Arbeit. In dem oben erw¨hnten Brief an Ludwig Kugelmann gibt a a Marx einen Hinweis auf dieses Objekt und dessen Zusammenhang mit dem Wertbegriff: Daß jede Nation verrecken w¨rde. die sich in unterschiedlichen Erscheinungsformen darstellen kann. die. Versuchen wir also. uns der Marx’schen Frage” stellung zu n¨hern. zentral f¨r u das Verst¨ndnis des Marx’schen Erkenntnisinteresses sind. ist nur die Form. u u ” sondern f¨r ein paar Wochen die Arbeit einstellte. worin der Zusammenhang der gesellschaftlichen Arbeit sich als Privataustausch der individuellen Arbeitsprodukte geltend macht. Daß diese Notwendigkeit der Verteilung der gesellschaftlichen Arbeit in bestimmten Proportionen durchaus nicht durch die bestimmte Form der gesellschaftlichen Produktion aufgehoben. 161f. mit einer bestimmten gesellschaftlichen Form der Arbeit.2.h. Und die Form. daß die den verschiednen Bed¨rfnismassen entspreu chenden Massen von Produkten verschiedne und quantitativ bestimmte Massen der gesellschaftlichen Gesamtarbeitszeit erheischen.) In dieser Passage lassen sich zwei Aspekte herauslesen. worum es sich bei der Methode der Wissenschaft“ (32: 552) handelt ” und warum diese offensichtlich von Marx mißverst¨ndlich formuliert wurde. . gr¨nde auf der Verwechslung von u Darstellungs. Naturgesetze k¨nnen uberhaupt nicht a o ¨ aufgehoben werden.: 26). sondern nur ihre Erscheinungsweise ¨ndern kann. u Ebenso weiß es. ist self-evident. um sein Era a 1 kenntnisinteresse freizulegen“. weiß jedes Kind.und Forschungsweise (ebd.). w¨rde an a u dieser Stelle zu weit f¨hren. Statt dessen sei auf die diesbez¨glichen Erl¨uterungen von u u a Reichelt (1996) verwiesen.1 Die Darstellung im Kapital“ ” 15 eine Konstruktion a priori zu sehen. so Marx. von ihm a gleichsam en passent erw¨hnt. Was sich in historisch verschiedenen Zust¨nden ¨na a dern kann. Frambach 1999: 159. Dieses Mißverst¨ndnis. ich will nicht sagen f¨r ein Jahr. die m. bedarf der n¨heren Betrachtung. d. wird von ihm zu Beginn der Grundrisse explizit verdeutlicht: 1 Eine Untersuchung.

] Wenn also von Production die Rede ist. und 330f.2 Der zweite wichtige Aspekt besteht in der Feststellung eines f¨r jede Gesellu schaft g¨ltigen zentralen Allokationsproblems (ZAP): Wie wird das vorhanu dene gesellschaftliche Arbeitspotential gem¨ß der existierenden Bed¨rfnisse a u auf die zur Verf¨gung stehenden Produktionsm¨glichkeiten verteilt? Historisch u o gibt es verschiedene Varianten. Obwohl Marx diese beiden grundlegenden Aspekte im ersten Abschnitt des ersten Kapitels des Kapitals nicht erw¨hnt. Fassen wir zusammen: Die Marx’sche Werttheorie basiert auf zwei zentralen Pr¨missen. u . ¨ Frambach 1999: 107f. [. wenn in Vertragstheorien ein vorgesellschaftlicher Naturzu” stand“ konstruiert und mit dessen Hilfe dann die Notwendigkeit und der Charakter des b¨rgerlichen Staates abgeleitet wird. deu u ren individuelles Handeln einem gesellschaftlichen Verh¨ltnis scheinbar vorausa geht bzw. das nur in der Gesellschaft sich vereinzeln kann.. a 1 Marx zitiert hier Aristoteles (vgl. n¨mlich des grunds¨tzlichen gesellschaftlichen Charakters der Ara a a beit sowie der Annahme des ZAP.“ [Hervorh. Apparatband II/1. begreift Marx jeden Produktionsakt von vornherein als Ausdruck eines gesellschaftlichen Verh¨ltnisses. es ist zu untersuchen. So z. sondern ein Thier.1: 25). v. Dies gilt a auch f¨r die atomisierten Warenproduzenten der b¨rgerlichen Gesellschaft.h. . ist immer die Rede von Production auf einer bestimmten gesellschaftlichen Entwicklungsstufe – von der Production gesellschaftlicher Individuen. nicht nur ein geselliges Thier.F.B.2. der Gesellschaft vorgelagerten Pr¨ferenzen entstehen. gesellschaftliche Institutionen w¨rden auf der Grundlage individueller.. dieses erst zu konstituieren scheint.] (II/1. in der das gesellschaftliche Arbeitspotential die Form der warenproduzierenden Privatarbeit annimmt. m. das ZAP zu l¨sen.. der bekanntlich den Menschen ihr Leben in einer politische Gemeinschaft als anthropologische Eigenschaft zuordnet.1 Die Darstellung im Kapital“ ” Der Mensch ist im w¨rtlichsten Sinn ein ζ ω oν πoλιτ ικ´ν [zoon politio ˜ o ” 1 kon . u d. 2 Die Vorstellung.]. . 119f.F. also nicht unmittelbar als gesellschaftliche Arbeit erscheint? Offenbar muß hierzu eine Form der mittelbaren Vergesellschaftung existieren. je nach der Form der jeo weiligen Produktionsverh¨ltnisse. welche Eigenschaften die menschliche Arbeit in der b¨rgerlichu kapitalistischen Gesellschaft annimmt. ist typisch f¨r liberale Gea u sellschaftstheorien. N. N.1: 22) 16 ¨ Anders als die Vertreter der klassischen politischen Okonomie und im Gegensatz auch zu den heute ublichen Annahmen neoklassischer Provenienz (vgl.). d. Genau diese gilt es zu entdecken.h. Wie stellt sich eine koh¨rente L¨sung u a o unter Bedingungen her. a bilden sie doch die grundlegenden Pr¨missen seiner Analyse (Rubin 1973: 39). Das Marx’sche Erkenntnisinteresse besteht a nun in der Analyse dieses Problems unter den Produktionsverh¨ltnissen der a b¨rgerlich-kapitalistischen Gesellschaft.

Die Marx’sche Werttheorie ist keine Theorie zur Aufdeckung des Wertinhalts oder der Wertgr¨ße – dies hatten beo reits Adam Smith und David Ricardo geleistet –. a . sondern auf die qualitative Dimension o a okonomischer Gegenst¨nde und ihrer Begrifflichkeiten (Backhaus 1997: 416. Allerdings formuliert Marx a ¨ diesen Anspruch erst an einem Punkt seiner Darstellung. sondern die Arbeit. inwieweit diese Begriffe in einen sinnvollen Zusammenhang mit den obigen zwei Pr¨missen zu bringen sind. warum sich also die Arbeit im Wert und das Maß der Arbeit durch ihre Zeitdauer in der Wertgr¨ße des Arbeitsproo dukts darstellt?“ [Hervorh.). an dem die Wertsubstanz bereits hergeleitet und so die Grundlage f¨r das Mißverst¨ndnis bez¨glich u a u des oben erw¨hnten Beweisverfahrens gelegt wurde. v. daß es Marx nicht um eine Werttheorie in der ¨ Tradition der klassischen politischen Okonomie geht (vgl.F.).1 Die Darstellung im Kapital“ ” 17 Marx spricht dies im Kapital auch an. warum dieser Inhalt jene Form annimmt. Sie zielt somit nicht – wie die okonomische Klassik und Neoklassik – prim¨r auf eine quantitaa ¨ tive Analyse ¨konomischer Ph¨nomene. a ¨ ders. sondern vielmehr eine Theorie der Formkonstitution gesellschaftlicher Arbeit unter den Bedingungen der Arbeitsteilung und der Privatproduktion (Brentel 1989: 265f. Als Leitlinie a ihrer Interpretation soll dabei die Frage dienen. wenn auch unvollkommen Wert ” und Wertgr¨ße analysiert und den in diesen Formen versteckten Inhalt o entdeckt.. 1998: 352). warum uberhaupt ein Ph¨nomen wie der Wert existiert.) Hier wird deutlich angesprochen. allerdings erst im Abschnitt uber den ¨ Fetischcharakter der Ware.2.] (23: 94f. N. Hier erl¨utert er zun¨chst das ZAP anhand von a a Beispielen(23: 91ff. Hein 1997: 28). m. Trotzdem verdeutlicht das a ¨ Fetischkapitel vor dem Hintergrund dieser Uberlegungen die Rangordnung der von Marx analysierten Gegenst¨nde: Nicht der Wert steht im Mittelpunkt seia ner Untersuchung. Vielmehr besteht sein spezifisches Erkenntnisinteresse in der Fragestellung. Haug 2001: 77). deren gesellschaftlicher Charakter unter bestimmten gesellschaftlichen Bedingungen in der Form des Tauschwerts erscheint (Rubin 1973: 36. Sie hat niemals auch nur die Frage gestellt. um anschließend die zentrale Fragestellung seiner Werttheorie zu formulieren: ¨ Die politische Okonomie hat nun zwar. Vor diesem Hintergrund werden nun im weiteren Verlauf dieses Kapitels die zentralen Begrifflichkeiten der Marx’schen Werttheorie erl¨utert.

die unabh¨na gig von jeder Form der Produktionsverh¨ltnisse verrichtet werden muß. Was aber soll man sich unter einer solchen Bestimmung vorstellen? Wird bei der Bestimmung der abstrakten Arbeit z. o Anders verh¨lt es sich mit der abstrakten Arbeit. die im vorhergehenden Abschnitt ergab: Marx versteht unter menschlicher Arbeit immer eine gesellschaftliche T¨tigkeit. einen Gebrauchswert f¨r andere zu produzieren. soll zun¨chst an eine der Marx’schen Pr¨a a missen erinnert werden. die der menschlichen Arbeit immer zukommt? a Um diese Fragen zu beantworten. Konkrete Arbeit stellt eine menschliche Existenzbedingung dar. abstrakte Arbeit a (23: 56-59). eine Eigenschaft. Sie leitet sich aus der Aba straktion von jeder konkreten T¨tigkeit und ihrem n¨tzlichen Charakter ab a u und scheint daher menschliche Arbeit schlechthin zu sein (23: 58f. Eine a kategoriale Analyse der KPW muß daher kl¨ren. stehen doch alle in einem gesellschaftlichen Abh¨ngigkeitsverh¨ltnis. um den sich das Verst¨ndnis der politischen Okoa ” nomie dreht“ (23: 56).2. konkrete T¨tigkeit und zum anderen als wertschaffende. die Bew¨hrung der Privatarbeit als Teil der gesellschaftlichen Gesamtara . So sind die Gesellschaftsa a mitglieder darauf angewiesen.h. eine a ewige Naturnotwendigkeit“ (23: 57). u d. wie sich in der b¨rgerlichen a u Gesellschaft zwischen den individuellen Privatarbeiten ein gesellschaftlicher Zusammenhang herstellt. ist sie dann – wie die konkrete Arbeit – ein ubergesellschaftliches ¨ Ph¨nomen. Obwohl die einzelnen Privatproduzenten uber ¨ Art und Umfang ihrer Arbeit formal autonom entscheiden.2 Die Bedeutung der abstrakten Arbeit 2.B. kommt der menschlichen Arbeit in der b¨rgerlichen u ” Gesellschaft ein doppelter Charakter zu: einmal als gebrauchswertschaffende. auch von allen physiologischen Bestimmungen abstrahiert? Und wenn sich abstrakte Arbeit derart als Arbeit schlechthin“ ” bestimmt. ohne die weder die Era u haltung der Art noch irgendein menschlicher Fortschritt m¨glich erscheint.und Tauschwert eine zweifache Natur“ besitzen. erscheint eine genaue Unterscheidung der beiden unterschiedlichen Arbeitsbegriffe angebracht. Sie ist die Verrichtung physiologischer ” T¨tigkeit zur Befriedigung menschlicher Bed¨rfnisse.2 Die Bedeutung der abstrakten Arbeit 18 Ebenso wie die Waren in der Form von Gebrauchs.). Unter den b¨rgerlich-kapitalistischen Bedingungen einer arbeitsteiligen Warenu produktion besteht die gesellschaftliche Gesamtarbeit aus autonomen und privat verausgabten Teilarbeiten. Da dieser Doppelcharakter der warenproduzierenden Arbeit laut ¨ Marx der Springpunkt ist.

) Worauf aber bezieht sich diese gleiche G¨ltigkeit bzw. 22. der gemeinsame Chau rakter der abstrakten Arbeit? Darauf.“ (23: 58)? Dann w¨re diese Gleichheit – d. die f¨r die Werttheorie Ricardos und Proudhons kennzeichnend u sei. die der menschlichen Arbeit immer zukommt. sofern jeu de besondre n¨tzliche Privatarbeit mit jeder andren n¨tzlichen Privatu u arbeit austauschbar ist. Sie best¨nde a u schlicht in der Tatsache. in der Reduktion auf den gemeinsamen Charakter.1 Eine solche Auffassung l¨ßt sich nur a a vertreten. ihr also gleichgilt. die also unabh¨ngig von der Gesellschaftsform besteht. wenn der Großteil der Marx’schen Bemerkungen zur abstrakten Arbeit – nicht nur im Kapital (23: 62.2 Die Bedeutung der abstrakten Arbeit 19 beit wird uber Tauschakte vermittelt (Tuchscheerer 1973: 382f. den sie als Verausgabung menschlicher Arbeitskraft. N. Sie befriedigen andrerseits a nur die mannigfachen Bed¨rfnisse ihrer eigenen Produzenten. 31f. 87f. sondern auch in Zur Kritik (vgl. besitzen.] m¨ssen also einerseits als bestimmte n¨tzliche Aru u ” beiten ein bestimmtes gesellschaftliches Bed¨rfnis befriedigen und sich u so als Glieder der Gesamtarbeit. Ein Tauschakt ¨ besteht aus der Gleichsetzung unterschiedlicher Waren. ob hier ein angemessenes Veru st¨ndnis der abstrakten Arbeit vorliegt. also die produktive Verausgabung von ” Hirn. also eine physiologische T¨tigkeit als solche. Die Gleichheit aller Waren w¨rde dann darin bestehen.F.). N. a abstrakte Arbeit – eine Eigenschaft. daß alle menschliche Arbeit eine T¨a tigkeit im physiologischen Sinne ist. Muskel. 24. daß a u zu ihrer Produktion die Verausgabung abstrakter Arbeit. daß jede Form von konkreter Arbeit sich auf einer abstrakten Ebene als dahingehend gleich erweist. Die Gleichheit toto coelo verschiedner Arbeiten kann nur in einer Abstraktion von ihrer wirklichen Ungleichheit bestehn. bew¨hren.F.) weist darauf hin. m. Ahnlich ¨ußert sich Brentel (1989: 281). vonn¨ten ist.2.: 97). 13: 18f.“ [Hervorh. Dieses Gleichheitsverst¨ndnis wird auch a o a dadurch nahegelegt. Allerdings erscheint es durchaus fragw¨rdig.). deren gleiche G¨ltigkeit u als menschliche Arbeit hierdurch ermittelt wird: Sie [die Waren. des naturw¨chsigen Systems der gesellu schaftlichen Teilung der Arbeit. v. daß sie eine physiologische T¨tigkeit darstellt.. auf dessen Grundlage er das Konzept der abstrakten Arbeit mit Recht als eine soziologische Theorie bezeichnen kann (ebd.h. daß eine physiologische Interpretation der Wertsubstanz weniger der Marx’schen Werttheorie als vielmehr der ricardianischen Arbeitsmengentheo¨ rie angemessen ist. Nerv.. daß Marx im Abschnitt uber den Doppelcharakter der ¨ ” Ware“ die abstrakte Arbeit anscheinend als eine Verausgabung menschlicher ” Arbeitskraft im physiologischen Sinne“ (23: 61) darstellt. abstrakt menschliche Arbeit. der hier eine substantialistia ” sche“ Auffassung erkennt. . Hand usw.) – ignoriert wird und diese lediglich auf der Basis der 1 Hein (1997: 29f.] (23: 87f. Rubin (1973: 97-107) entwickelt einen sehr differenzierten Arbeitsbegriff.

. Noch deutlicher wird dies von Marx in Zur Kritik ausgesprochen.2. daß die konkrete Arbeit ein uber¨ gesellschaftliches Ph¨nomen sei. ] der spezifisch gesellschaftliche Charakter der von vornherein un” abh¨ngigen Privatarbeiten in ihrer Gleichheit als menschliche Arbeit a besteht und die Form des Wertcharakters der Arbeitsprodukte annimmt [. sondern auf den gesellschaftlichen Charakter der warenproduzierenden Arbeit. . und diese geh¨rt einem o Gesellschaftszusammenhang. auf die Art ihrer Vergesellschaftung. Ihr kommt die Eigenschaft der Allgemeinheit zu.B.).. Hier insistiert er darauf. Backhaus/Reichelt 1995: 73f. in welchem sich die Privatarbeit als gesellschaftlicher Gebrauchswert realisiert. Nur in der warenproduzierenden Gesellschaft gelte. die einer Gesellschaft zur Verf¨gung steht u (13: 18). weil sie a die Einheit in und durch das Besondere vermittelt (Tuchscheerer 1973: 387f. den der Schneider nicht eingef¨delt hat. Letztern produziert sie nicht als Schneiderarbeit. ]. sondern als abstrakt allgemeine Arbeit.“ a (13: 24) In diesem Zitat spricht Marx im Zusammenhang mit der Wertsubstanz nicht lediglich von abstrakter.h. gleichgeltenden Arbeit erlangen? – Durch einen Tauschakt.. Schneiderarbeit z. einer nicht physiologisch zu verstehenden T¨tigkeit (Rubin 1973: 95f. produziert den Rock. 77-79). daß [. sie weist aber zugleich uber all diese Besonderheiten ¨ als Totalit¨t hinaus. daß sich die Gleichheit der menschlichen Arbeit nicht auf physiologische Eigenschaften bezieht. sondern zus¨tzlich von allgemeiner Arbeit. d. d. in ihrer stofflichen Bestimmtheit als besondere produktive T¨tigkeit. aber nicht a den Tauschwert des Rocks. Denn Marx spricht im Zusammenhang mit der abstrakten Arbeit meist von einer gesellschaftlichen. .“ (23: 88) Wir erhalten somit einen Hinweis darauf. Denn unter allgemeiner Arbeit versteht Marx das gesellschaftliche Arbeitspotential bzw. Denn der einzige Ort“ gesellschaftlicher Allgemein” heit – und damit von gesellschaftlicher Einheit – ist in der KPW die Zirkula- . was f¨r die abstrakte Arbeit hingegen nicht a u gelte: Tauschwert setzende Arbeit ist dagegen eine spezifisch gesellschaftliche ” Form der Arbeit. So wird a die Gleichheit der Waren ausdr¨cklich als ein spezifisch gesellschaftliches Ph¨u a nomen bezeichnet. die gesamte Arbeitszeit. . wie abstrakte Arbeit zu verstehen ist.2 Die Bedeutung der abstrakten Arbeit 20 beiden obigen Formulierungen interpretiert werden.h. Dies gibt a uns einen weiteren Hinweis darauf. Wie aber kann die warenproduzierende Privatarbeit den Status einer allgemeinen. Diese allgemeine Arbeit existiert zwar in den vielf¨ltigen Formen ala ler konkreten Arbeiten.

aus denen hervorgeht.).) Diesen Zusammenhang zwischen privater und allgemeiner Arbeit deutet Marx im Kapital zwar an (23: 86. die in der b¨rgerlichen Warenproduktion als Privatarbeit eru scheint.1: 133f. a daß sich im Tauschwert die Arbeit des Einzelnen als allgemeine Arbeitszeit“ ” (13: 19) darstelle. so gilt sie als Verk¨rperung a o 1 Erg¨nzungen und Ver¨nderungen zum ersten Band des . Hat sie a sich als gesellschaftlicher Gebrauchswert bew¨hrt. sondern werdendes Resultat.“ [Hervorh. . daß die Waren in bezug auf die gesellschaftliche Arbeitszeit gleichgesetzt werden (II/1.F. Zwei getauschte Waren gelten als gleiche Verausgabung der allgemeinen. auf gleichgeltende menschliche Arbeit.] (13: 31f. . sich durch die Akte aller Warentausche konstituiert. Die allgemein gesellschaftliche Arbeit ist daher nicht fertige Voraussetzung. sondern die den Waren jeweils zugrundeliegende Arbeit wird in bezug auf das gesellschaftliche Arbeitspotential gleichgesetzt. was wiederum ihren gesellschaftlichen Charakter ausmache. Marx erarbeitet in diesem Manuskript verschiedene Varianten zur Neuformulierung des ersten Kapitels des Kapitals.Kapitals‘ (Dezember 1871 – Jaa a ” nuar 1872)“ (II/6: 1-54). m. Daß die allgemeine Arbeitszeit. die sich erst im Austauschprozeß durch Aufhebung ihres urspr¨nglichen Charakters. ein gesellschaftliches Verh¨ltniß. N. welche ebenso verschiedne ” n¨tzliche Dinge producieren. v. sondern umgekehrt von besondern Arbeiten von Privatindividuen. als allgemeine gesellschaftliche Arbeit u beweisen.2. ] u ist offenbar nichts als ein bestimmtes Verhalten der Producenten zu ihrer Gesamtarbeit.“ (II/6: 38) Durch die Gleichsetzung der menschlichen Arbeit im Tausch setzt sich die konkrete Arbeit. 117). gesellschaftlichen Arbeitszeit. [.. Arbeiten. Am pointiertesten aber dr¨ckt Marx diesen Zusammenhang in u 1 seinem Erg¨nzungsmanuskript aus: a Die Reduction der verschiednen Arbeiten. a 21 Ein solcher Tauschakt bezieht sich nicht lediglich auf zwei (oder mehrere) isolierte Waren. ¨ Auch in den Grundrissen finden sich Uberlegungen. So spricht Marx schon vorher in Zur Kritik davon.2 Die Bedeutung der abstrakten Arbeit tionssph¨re (Hein 1997: 28). wird von Marx in Zur Kritik deutlich herausgestellt: Es wird nicht ausgegangen von der Arbeit der Individuen als gemein” schaftlicher. also der gesellschaftliche Bezug der einzelnen Arbeitsprodukte. Jedoch l¨ßt sich dieser Aspekt mit Hilfe seiner anderen Schrifa ten erg¨nzend belegen. welches Personen innera halb der Produktion und mit Bezug auf dieselbe eingehn. er erl¨utert ihn dort allerdings nicht a systematisch. . wie es in der ersten Auflage erschienen war. 90. in ein allgemeines Verh¨ltnis zu allen anderen Privatarbeiten.

Diese bildet die b¨rgerliche Form der gesellschaftlich u gleichgesetzten Arbeit (Rubin 1973: 93f.und planbar.) hat dieses Beispiel aber mit dem ” Vorwurf zu leben. Daher vermag sein Einwand m. ohne in der Form von abstrakter Arbeit zu erscheinen. (noch) nicht zu existieren.3 Grundlage hierf¨r ist ein famili¨rer Plan.1 Auf diese spezifische Vergesellschaftungsform der warenproduzierenden Arbeit zielt der Begriff der abstrakten Arbeit. Die Gleichsetzung sei lediglich ein theoretischer Akt des Betrachters (2001: 213f). die sich keia ner Warenproduktion bedienen (ebd. in der Realit¨t nicht zu funktionieren bzw. Person A einen kompletten Arbeitstag die T¨tigkeit X oder jeweils einen a halben Arbeitstag die T¨tigkeiten Y und Z verrichten zu lassen. Auch hier kann die L¨sung a o des ZAP nicht ohne die gesellschaftliche Gleichsetzung der verschiedenen konkreten Arbeiten gelingen. innerhalb a o deren Grenzen das ZAP existiert und gel¨st werden muß. ob es sinnvoller ist. Es muß z. nicht zu uberzeugen. E. daß die konkreten Vergleichskriterien in diesen Beispielen unbekannt seien. Marx selbst nennt im Fetischabschnitt Beispiele f¨r Zusammenh¨nge. Rubin (1973: 50-53) nennt z. Ahnlich o wie der Marx’sche Verein freier Menschen“ (23: 92f. Mit Hilfe der von ihm erw¨hnten a b¨uerlichen Großfamilie (23: 92) l¨ßt sich dieser Zusammenhang exemplarisch a a 2 erl¨utern.). a 3 Heinrich bezweifelt.2 Die Bedeutung der abstrakten Arbeit 22 eines bestimmten Teils der gesellschaftlichen Arbeitszeit und bekommt hierdurch einen gesellschaftlichen Charakter (Hein 1997: 28f. sich also nicht als wertbehaftete Waren darstellt. Sie l¨ßt sich daher o a in diesem Zusammenhang als eine spezifische Form von Gesellschaft interpretieren. sich als gleiche B¨rger gegen¨berzutreten. d. eine historisch spezifische L¨o ” sungsvariante“ des ZAP. 2 a Es ließen sich auch andere Beispiele w¨hlen. In dieser Gesellschaft“ ist die Arbeit jedes Familienmitglieds ohne eine ” spezielle Vermittlungsinstanz als Teil des famili¨ren Gesamtarbeitspotentials a erkenn.h. nicht die Notwendigkeit der Gleichsetzung als solche. ein sozia¨ listisches Gemeinwesen. Gesellschaftlich gleichgesetzte Arbeit ist gegen¨ber der abstrakten Arbeit das u allgemeinere Ph¨nomen. Denn der gesellschaftlicher Charakter u u ihrer Arbeit kann sich nur durch die Gleichheit bestimmter Arbeitsquanten herstellen. Y und Z in bezug auf ihren Gebrauchswert f¨r die b¨uerlia u a che Großfamilie. in denen gesellschaftlich gleichgesetzte u a Arbeit existiert. daß den Mitgliedern der b¨rgerlichen Gesellschaft das Recht u zusteht. ¨ . in dem eine staatliche Institution das ZAP l¨sen muß. der die Kriterien u a 1 Es ist somit kein Zufall. daß in jeder Gesellschaftsform gesellschaftlich gleichgesetzte Arbeit existiert.2.B. Allerdings widerlegt sein Hinweis. Gleichzeitig sind die zu befriedigenden Bed¨rfnisse zuu mindest grunds¨tzlich bekannt und wenig variabel. entschieden werden.B.). Sie existiert auch in Gesellschaftsformen. Eine solche a Entscheidung erfordert die grunds¨tzliche M¨glichkeit der Gleichsetzung der a o T¨tigkeiten X.: 50-53). a Eine b¨uerliche Großfamilie bildet eine autarke ¨konomische Einheit.

u u Mit seiner Hilfe wird das gesellschaftliche Arbeitspotential auf die vorhandenen Bed¨rfnisse bezogen und hierdurch die gesellschaftlich notwendige Arbeit 1 eru mittelt.3. ¨ b¨uerliche a Großfamilie kennt c Arbeitspotential und Bed¨rfnisse u geplante Verteilung c individuelle.2 Die Bedeutung der abstrakten Arbeit 23 f¨r die N¨tzlichkeit der unterschiedlichen Gebrauchswerte bereitstellen muß. Konkrete Arbeit ist hier deshalb unmittelbar gesellschaftliche Arbeit. Der gesellschaftliche Charakter dieser b¨uu a erlichen Arbeit bezieht sich also auf die Gebrauchswerte.2 noch zur¨ckzukommen sein.2. z. k¨nnen o nur bewußt voneinander abweichen. die nicht als abstrakte Ar1 Auf die gesellschaftlich notwendige Arbeit und ihre Bestimmungsfaktoren wird im Unterabschnitt 2. wenn ein Familienmitglied in seiner Freizeit nur etwas f¨r sich herstellt. Private und gesellschaftliche Arbeit fallen unmittelbar zusammen bzw. Es gibt also gesellschaftlich gleichgesetzte Arbeit.B. konkrete Arbeiten A unmittelbar gesellschaftliche Arbeit c durch Planung gesellschaftlich gleichgesetzte Arbeit (Gebrauchswerte) q freiwillige nicht-gesellschaftliche Arbeit Abbildung 1: Gesellschaftliche Gleichsetzung der b¨uerlich-patriarchalischen a Arbeit. Abbildung 1 gibt einen ” ¨ Uberblick uber diesen Zusammenhang. die von der konkreten Arbeit der Gesellschaftsmitglieder“ produziert werden. u .

Die Gleichsetzung der individuellen konkreten Arbeiten kann sich auch nicht auf die N¨tzlichkeit u ihrer Gebrauchswerte beziehen. muß als die der b¨uerlichen a Großfamilie.2 Die Bedeutung der abstrakten Arbeit 24 beit erscheint. Die unmittelbare Vergesellschaftung der b¨uerlich-patriarchalischen Arbeit ist a in der b¨rgerlichen Warenproduktion nicht m¨glich. Hierzu soll zun¨chst mit Hilfe von Abbildung 2 die b¨rgerlicha u warenproduzierende Arbeit mit der b¨uerlich-patriarchalischen Arbeit verglia chen werden. Daher bleibt zum Zeitpunkt der Verausgabung der konkreten Arbeiten die gesellschaftlich notwendige Arbeit unbestimmt. denn es existiert kein allgemeing¨ltiger.2. konkrete Arbeiten A im Tausch gesellschaftlich gleichgesetzte Arbeit (abstrakte Arbeit) c mittelbar gesellschaftliche Arbeit (Werte) c freiwillige nichtgesellschaftliche Arbeit q unfreiwillige nicht-gesellschaftliche Arbeit Abbildung 2: Gesellschaftliche Gleichsetzung der warenproduzierenden Arbeit. Hier sind weder das geu o samtgesellschaftliche Arbeitspotential noch die gesellschaftlichen Bed¨rfnisse u bekannt. warum die gesellschaftlich gleich geltende Arbeit a hier in einer anderen Form erscheinen kann bzw. Trotzdem m¨ssen die individuellen konkreten Arbeiten in einen Bezug u . Zu kl¨ren ist. private Warenproduzenten kennen nicht c Arbeitspotential und Bed¨rfnisse u ungeplante Verteilung c individuelle. geu sellschaftlicher Maßstab f¨r die N¨tzlichkeit der unterschiedlichen Gebrauchsu u werte.

N.4 erl¨utert a werden. die Wertsubstanz entstehe“ – losgel¨st von einem Vergesellschafu o ” 1 . Hofmann (1971: 89) dies macht. dem gesamtgesellschaftlichen Arbeitspotential und den gesellschaftlichen Bed¨rfnissen. der sich als Teil der gesellschaftlich notwendigen Arbeit erwiesen hat. welcher Producte verschiedner Arbeiten thats¨chlich einana der gleichsetzt. Abstrakte Arbeit ist der Teil der privat verausu gabten konkreten Arbeit. Ihr kommt auch keine pr¨zirkul¨re Existenz zu. ihren Anteil an der gesellschaftlichen notwenu digen Arbeit festzustellen und sich f¨r diesen alimentieren zu lassen. Deshalb bezieht sich a a die Gleichsetzung nicht auf die Gebrauchswerte der produzierten Gegenst¨na de. also der Tausch an sich eine wertbildende a Handlung ist. unter denen die b¨rgerliu che..B. In dieser Sichtweise bildet die abstrakte Arbeit das Bindeglied“ zwischen der ” konkreten Arbeit. Dies ist unter den Bedingungen der b¨rgerlichen Warenproduktion die einzige M¨glichkeit u o f¨r die vereinzelten Individuen. v. sondern sie vergegenst¨ndlicht a a a das Verh¨ltnis des einzelnen arbeitenden Individuums zum gesellschaftlichen a Arbeitspotential und seiner Verteilung auf die gesellschaftlichen Bed¨rfnisse u (Hein 1997: 28-31). m. Bei dieser u mittelbaren Vergesellschaftung der Arbeit kann es daher zu einer systematischen Abweichung von konkret verausgabter und gesellschaftlich notwendiger Arbeit kommen. Heinrich 2001: 232f.2 Die Bedeutung der abstrakten Arbeit 25 zum gesamtgesellschaftlichen Arbeitspotential gesetzt werden.] (II/6: 41) Abstrakte Arbeit stellt daher keine nominalistische Begriffsbildung dar. die Produktionssph¨re als den Ort der Wertbildung anzugeben. 2 Daher ist es nicht richtig.1.). warenproduzierende Arbeit vergesellschaftet wird (Brentel 1989: 158).2 Dies l¨ßt sich mit Hilfe einer a Daß dies in der dinglichen Form des Geldes geschieht.“ [Hervorh. sondern auf ihre Gleichheit als abstrakte Arbeit im Tausch. Aber diese T¨tigkeit kann sich a a a nur auf der Grundlage einer Tauschhandlung als abstrakte Arbeit konstituieren (Rubin 1973: 110-115. daß der Wert in der Zirkulationssph¨re seine letzte Ursache findet.2. Diese gesellschaftliche Form reduziert die G¨ltigkeit alu ler konkreten Arbeiten auf ihr gesellschaftlich notwendiges Maß. wird in Abschnitt 3. Dies bedeutet nicht. Auch die Lekt¨re von Helmedag (1994: 174-177) u f¨hrt zu dem Eindruck. a wie z.1 Ein solcher Vorgang kann sich nur in der Zirkulationssph¨re vollziehen: a Die Reduction der verschiednen konkreten Privatarbeiten auf dieses ” Abstractum gleicher menschlicher Arbeit vollzieht sich nur durch den Austausch. da die b¨rgerliu che Gesellschaft ansonsten nicht reproduktionsf¨hig w¨re.F. Die letztliche Ursache des Werts bildet die Ver¨ußerung von Ara beit als ein Ph¨nomen der Produktionssph¨re. sondern sie beschreibt die immanenten Bedingungen.

2. In seiner Darstellung der Marx’schen Werttheorie wird der Begriff der abstrakten Arbeit nicht einmal erw¨hnt.3. Backhaus/Reichelt ¨ (1995: 69-72) weisen darauf hin. A ⊆ K. die im Tausch als gesellschaftlich gleich geltende Arbeit akzeptiert wird. Der Begriff der abstrakten Arbeit wird von Marx in den Grundrissen allerdings noch in einem anderen Zusammenhang als dem dieser mathematischen Formutungsprozeß der konkreten Arbeiten – in der Produktionssph¨re. Die Gr¨ße des o Fl¨cheninhalts von A symbolisiert daher die Summe aller Werte. daß dieser Fl¨cheninhalt die gesamtgesellschafta o o liche Wertgr¨ße – also die gesellschaftliche Wertsch¨pfung – abbildet. ohne ” ” jedoch angeben zu k¨nnen. welche die Menge K auf der Menge A abbildet. dann ist die Menge A diejenige Teilmenge von K. d. a 1 Welche Faktoren diese Gr¨ße beeinflussen. l¨ßt sich diese M¨glichkeit nicht systematisch sichera o 2 stellen. u ! K A⊆K Abbildung 3: Abstrakte Arbeit als Teilmenge aller konkreten Arbeitsstunden. welche wiederum eine Teilmenge aller konkreten Arbeitsstunden ist. die sich durch a die gesellschaftlichen Tauschakte ergeben.h. Popper (1992: 199f. Da es aber innero a halb der Produktionssph¨re keinen determinierenden Zusammenhang zwischen a den beiden Mengen gibt.2 Die Bedeutung der abstrakten Arbeit mathematischen Formulierung pr¨ziser fassen (vgl. 2 Um noch einmal eine mathematische Formulierung zu w¨hlen: Es existiert also keine a Vorschrift.1 A ist keine echte Teilmenge von K. Dieses Problem l¨ßt sich nun l¨sen: Die gesellschaftliche Wertsch¨pfung ist die Menge a o o aller abstrakten Arbeit. Abbildung 3): a 26 Sei K die Menge aller konkret verausgabten Arbeit (gemessen in Stunden). denn es besteht die M¨glichkeit der Identit¨t beider Mengen. was eigentlich der Inhalt dieser Mengen“ oder Massen“ sein o ” ” soll.) a hingegen vermag das Vergesellschaftungsproblem der b¨rgerlichen Gesellschaft gar nicht u zu erfassen. daß die moderne Okonomie bei allen ihren makro¨konoo ¨ mischen Uberlegungen mit Begriffen wie Wertmenge“ oder Wertmasse“ operiert. wird in Abschnitt 2. .2 erl¨utert. Wichtig in o a dem obigen Zusammenhang ist lediglich.

u a blos formelle Th¨tigkeit oder was dasselbe ist blos stoffliche.2. ihre besond” re Fertigkeit immer mehr etwas abstraktes. die Marx in bezug auf die Wertsubstanz bzw. rein mechanische. Th¨tigkeit a a uberhaupt. die sich lediglich auf a ” den Tauschwert einer Ware bezieht. und u sie mehr und mehr rein abstrakte Th¨tigkeit. die dem Einzelnen als u ” nicht zu beeinflußende.“ (ebd. .“ (II/1. gleichg¨ltiges wird. Sie ist in diesem Zusammenhang nicht etwas grunds¨tzlich anderes als die konkrete Arbeit. stupider wird und f¨r das arbeitende Individuum ohne sinnvollen oder befriedigenden Bezug u bleibt: Andrerseits ist der Arbeiter selbst absolut gleichg¨ltig gegen die Beu ” stimmtheit seiner Arbeit. a u u ” daß die Arbeit innerhalb der KPW zunehmend mechanisierter. je mehr die KPW zur dominierenden Produktionsweise a wird. Sie kann daher nicht mit letzterem Ph¨nomen in eins gesetzt a . [. sondern bildet nur deren aktuelle a kapitalistische Erscheinungsform. sie hat als solche nicht Interesse f¨r ihn. Hier zielt Marx nicht auf das ZAP ab. Abstrakte Arbeit als die kapitalistische Vergesellschaftungsform von konkreter Arbeit ist die Ursache der zunehmenden Mechanisierung und Gleichg¨ltigkeit gegen¨ber dem Inhalt der u u konkreten Arbeit. Daher stehen die Arbei¨ ter ihrer T¨tigkeit gleichg¨ltig gegen¨ber. . sondern der Tauschwert das zentrale ¨konomische o Handlungsmotiv der okonomischen Charaktermasken. Frambach 1999: 161-164 und Kraiker 2000: 87f. ] je mehr die Arbeit allen Kunstcharakter verliert.). Abstrakt“ bezieht sich dann darauf.2 Die Bedeutung der abstrakten Arbeit 27 lierung erw¨hnt. daa her gleichg¨ltige gegen ihre besondre Form indifferente Th¨tigkeit wird.und nicht vom Gebrauchswert bestimmt wird. die der konkreten Arbeit zukommt. setzt die gesellschaftliche Notwendigkeit der Marx’schen Wertsubstanz bereits voraus.h. sonu dern nur soweit sie uberhaupt Arbeit und als solche Gebrauchswert f¨r u ¨ das Capital ist. In ihr bildet nicht der Gebrauchs-. Hier l¨ßt sich in der Konsequenz inbesondea re an eine quasi naturw¨chsige“ Arbeitsteilung denken.) u ¨ Abstrakte Arbeit“ in diesem Sinne ist eine Beschreibung bestimmter Eigen” schaften. aber dennoch sein Leben dominierende Macht gegenubertritt (vgl. gleichg¨ltig gegen die Form. sondern vielmehr auf a den Charakter der geleisteten konkreten Arbeit innerhalb der KPW. wenn das entscheidende Motiv sowohl der Produktion wie auch der Arbeit vom Tausch. d.1: 217) Dies gilt umso st¨rker. als L¨sung des ZAP herleio tet. Denn konkrete Arbeit als blos formelle Th¨tigkeit“. ¨ Diese Begriffsverwendung muß deutlich von derjenigen unterschieden werden.

sondern die spezifische Form einer mittelbaren Vergesellschaftung der Arbeit unter den Bedingungen der b¨rgerlichen Warenproduktion. a ” Die Interpretation der abstrakten Arbeit. sie besitzt keine pr¨zirkul¨re Existenz. Welcher Teil der konkreten Arbeiten gleiche gesellschaftliche G¨ltigkeit erlangt.2 Die Bedeutung der abstrakten Arbeit 28 und sollte der Klarheit halber auch nicht mit dem Attribut abstrakt“ belegt ” werden. aber diese bildet lediglich eine notwendige Konstitutionsbedingung der abstrakten Arbeit. E. Hier w¨re m. wie sie statt dessen in dieser Arbeit vertreten wird.2. Auch bildet sie keine physiologische Kategorie. der Begriff der entfremdeten Arbeit“ besser geeignet. . sondern dr¨ckt vielmehr ein Verh¨ltniss der b¨rgerlichen Warenu a u produzenten zur gesellschaftlich notwendigen Arbeit aus. d. Sie ist daher keine Eigenschaft der menschlichen Arbeit an sich. Sie basiert zwar auf a a der Verausgabung von konkreter Arbeit. Ihr liegt somit kein bewußter Abstraktionsu akt der beteiligten Individuen zugrunde. l¨ßt sich abschließend daher wie folgt pointieren: Abstrakte Ara beit entsteht“ aus der Gleichsetzung konkreter Privatarbeit vermittels eines ” Tauschaktes. entscheidet sich durch u die Summe aller Tauschakte und l¨ßt sich damit auf der Basis der Produktia onssph¨re nicht eindeutig bestimmen.h. Erst der Warentausch bildet damit die a hinreichende Konstitutionsbedingung der abstrakten Arbeit.

warum Marx den Wert im Fetischabschnitt a des Kapitals immer wieder als ein gesellschaftliches Verh¨ltnis darstellt. wenn Marx den Wert als das sich allen Waren gemeinsam darstellende Dritte bezeichnet (23: 51). Denn wenn die Wertsubstanz a u der Ausdruck eines gesellschaftlichen Verh¨ltnisses der b¨rgerlichen Individuen a u ist. Diese Interpretation des Werts wird nicht nur o durch die ersten beiden Abschnitte des Kapitals nahegelegt. E. ” . so bleibt das Verst¨ndnis der a Wertgegenst¨ndlichkeit hiervon nicht unber¨hrt. . Ganßmann 1996: 76-80).2. Vielmehr ” muß er dann als die dingliche Reflexion dieses Verh¨ltnisses angesehen werden.h. die einem Produkt w¨hrend seiner Produktion durch die abstrakte a Arbeit zugesetzt wird. a ” welches hier f¨r sie die phantasmagorische Form eines Verh¨ltnisses von u a Dingen annimmt. Er w¨rde ebenso innerhalb des Produktionsprozesses entstehen.“ (23: 86) Andererseits kann die Darstellung in den ersten beiden Abschnitten des Kapitals leicht zu der Auffassung f¨hren.1 Wert als gesellschaftliches Verh¨ltnis a 29 Wird abstrakte Arbeit – wie in Abschnitt 2. nicht zu uberzeugen vermag. so wird einer Ware w¨hrend ihrer Produku a tion ein bestimmter Wert hinzugef¨gt. so enth¨lt“ eine fertige Ware einen Wert in bestimma a ” ter H¨he (vgl. warum diese Sichtweise m. das a die Form von Sachen annimmt (23: 86-89). Daß die Werteigenschaften der Waren sich hingegen erst im gesellschaftlichen Verh¨ltnis des Tauschs konstia 1 Man k¨nnte dies als Pfannkuchentheorie“ bezeichnen: so wie einem Pfannkuchen bei o ” seiner Herstellung Marmelade zugef¨hrt wird. u wie die Ware als stofflicher Gegenstand selbst (vgl.3.B.3 Die Wertgegenst¨ndlichkeit a 2.1 Jedoch halte ich diese Interpretation f¨r falsch. Zum einen interpretiert man u hier die abstrakte Arbeit als physiologische bzw. So z.2 habe ich bereits dargelegt. Zum anderen kann innerhalb dieser Sichtweise ¨ nicht konsistent erkl¨rt werden. den Wert als eine Eigenschaft zu interu pretieren.3 Die Wertgegenst¨ndlichkeit a 2. Und wie ein fertiger Pfannkuchen eine bestimmte u Menge von Marmelade enth¨lt. ] das bestimmte gesellschaftliche Verh¨ltnis der Menschen selbst. Im Abschnitt 2. sondern als die spezifisch b¨rgerliche Form der gesellschafta u lichen Gleichsetzung von Arbeit interpretiert. sondern auch in der sp¨teren a Darstellung der Wertbestandteile“ einer Ware durch die Gleichung Wert = c + v + m. a d.2 geschehen – nicht als physiologische T¨tigkeit. substantialistische Wertkategorie. das unabh¨ngig von Tauschprozessen in“ der Ware a ” ” enthalten ist. dann kann der Wert“ keine dingliche Eigenschaft der Waren sein. . Heinrich 2001: 214f.). Der Wert wird dann als ein Substrat“ betrachtet. nur als [.

daß keines f¨r sich solche Werthgegenst¨ndu a lichkeit ist. welches auf kein gesellschaftliches Bed¨rfnis trifft und daher den Vergesellschaftungsprozeß u qua Tausch nicht durchl¨uft. Der Ort“ dieser Konstituierung ist dann aber gera” de nicht die Produktions-. ohne Gebrauchsgegenstand zu sein. Es wird nur Werth. a daß die Produktionssph¨re – d. Er weist an dieser Stelle auch darauf hin. einander gleichgesetzt sind. ” Ist es nutzlos.“(23: 55) . Diese gesellschaftliche Gegenst¨ndlichkeit besitzen sie auch nur als gesellschaftliche Beziea hung. worin die verschieda nen Arbeitsprodukte.h. so ist auch die in ihm enthaltene Arbeit nutzlos. sondern daß sie solches nur sind. z¨hlt a nicht als Arbeit und bildet daher keinen Wert. Aber in dieser a Reduktion wurde vergessen. Richter 2001: 75ff. So heißt es an etwas sp¨terer Stelle des Erg¨nzungsmanuskripts: a a Ein Arbeitsprodukt. auf Vergeu ” genst¨ndlichung menschlicher Arbeit schlechthin reducirt. als Krystalle derselben Einheit. Dieser vollzieht sich auf u der Grundlage der Produktionsbedingungen. realisiert sich nicht als Teil der gesellschaftlichen a Arbeit und bildet demzufolge keinen Wert (vgl. ist also nicht Werth. Dies bedeutet nicht.“ (II/6: 30) Ihre Werteigenschaft kommt den Waren also nicht losgel¨st vom Vergesello schaftsungsprozeß der warenproduzierenden Arbeit zu – im Gegenteil: Erst innerhalb und durch diesen Vergesellschaftungsprozeß konstituiert sich die Wertgegenst¨ndlichkeit. Sie bildet nur eben keine hinreichende Voraussetzung f¨r diesen Prozeß.h.“ (II/6: 31) Dies bedeutet umgekehrt: dasjenige Produkt konkreter Arbeit. sondern die Zirkulationssph¨re. Abbildung 4): Endlich kann kein Ding Wert sein. daß der Aspekt der gesellschaftlichen Wertgegenst¨ndlichkeit in der ersten Auflage des a Kapitals von ihm nicht gen¨gend betont wurde: u So wurden der Rock und Leinwand als Werth. soweit das ihnen gemeinsame Gegenst¨ndlichkeit ist. u ” so wenig wie es Waare ist. d. Ausserhalb ihrer Beziehung auf einander a – der Beziehung worin sie gleichgelten – besitzen weder der Rock noch die Leinwand Werthgegenst¨ndlichkeit oder ihre Gegenst¨ndlichkeit als a a blosse Gallerten menschlicher Arbeit schlechthin. in seiner Einheit mit andrem Arbeitsprodukt.). erscheint der Wert als dingliche Eigenschaft der Waren a (vgl. arbeitet Marx in seinem Erg¨nzungsmanuskript sehr deutlich heraus a (Heinrich 2001: 214-217).2.3 Die Wertgegenst¨ndlichkeit a 30 tuieren. die Entrichtung von konkreter Arbeit – nicht a eine notwendige Voraussetzung der Wertkonstituierung ist. ohne hierdurch determiniert zu werden. oder in dem Verh¨ltniß . der menschlichen Arbeit. jedes f¨r sich. f¨r sich isolirt betrachtet.

ihre Wirkung allerdings nur auf einer irrationalen Ebene. Beispielsweise.h. als dessen nat¨rliche Eigenschaft er erscheint. ihre Wertgegenst¨ndlichkeit verschiedentlich als sinnlich-¨bersinnliches a u ” Ding“ (13: 29. einer nur mittelbaa ren Vergesellschaftung – ist. so sind die gesellschaftlichen Strukturen der b¨rgerlichu kapitalistischen Gesellschaft stark von ihm gepr¨gt. konkrete Arbeiten A im Tausch gesellschaftlich gleichgesetzte Arbeit (abstrakte Arbeit) c Werte (mittelbar gesellschaftliche Arbeit) c freiwillige nichtgesellschaftliche Arbeit ‚ q unfreiwillige nicht-gesellschaftliche Arbeit © keine Werte Abbildung 4: Die Wertgegenst¨ndlichkeit der Waren. von der Marx spricht (23: 62). Von daher scheint auch verst¨ndlich. daß Marx die Waren a a bzw. erzielen kann.3 Die Wertgegenst¨ndlichkeit a 31 individuelle.2. gespenstige Gegen” ” st¨ndlichkeit“ (23: 52) oder sogar als rein phantastische Gegenst¨ndlichkeit“ a a ” (II/6: 32) bezeichnet. wenn die Individuen sich selbst nicht als die . die – obgleich nicht real im physikalischen Sinne – von den Menschen selbst geschaffen wurde. Wert existiert“ nicht auf der gleichen Ebene wie dasa ” jenige stoffliche Produkt. a Die Wertgegenst¨ndlichkeit. Wir hau ben es vielmehr mit einer sozialen Gegenst¨ndlichkeit zu tun. Diese Formulierung der gespenstigen Gegenst¨ndlichkeit“ ist besonders pr¨ga a ” nant: Hier wird der Wert zu einer Eigenschaft der Waren. phantasmagorische Form“ (23: 86). als etwas NichtBegriffenes. Wenn auch dem Wert keine nat¨rlich-physikalische u Existenz zukommt. also gesellschaftlichen o Verh¨ltnisses dar. ist also keine physia sche Gegenst¨ndlichkeit. Es tritt eine mehrfache Entfremdung des Menschen ein. d. So. die nur in der waa renproduzierenden. wie er selbst Ausdruck a einer Abstraktion – n¨mlich der abstrakten Arbeit. u Sie stellt sich als dingliche Reflexion eines ¨konomischen. so ergeben sich auf seiner Grundlage weitere gesellschaftliche Abstraktionprozesse. b¨rgerlichen Gesellschaft vorkommt (Heinrich 2001: 217). 23: 85).

So wenig sich allerdings die Verausgabung konkreter Arbeit direkt als Wertsubstanz auffassen l¨ßt. sondern sich einem Zusammenhang unterordnen. daß die jeweils unproduktivste T¨tigkeit den gr¨ßten Wertbildungsefu a o fekt h¨tte (23: 53). ] Der Wert einer Ware o verh¨lt sich zum Wert jeder anderen Ware wie die zur Produktion der a einen notwendigen Arbeitszeit zu der f¨r die Produktion der andren u notwendigen Arbeitszeit. der ihnen jedoch als fremdbestimmende Macht gegen¨bertritt (vgl. Kraiker 2000: u 87. Die sich hierbei ergebende Zeitdauer nennt Marx die gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit: Gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit ist Arbeitszeit. so l¨ßt sich die Wertgr¨ße der dort produzierten Waren zum Zeita o punkt ihrer Produktion eindeutig bestimmen bzw.3. welche seine Wertgr¨ße bestimmt. mit der die entsprechenden Waren im gesellschaftlichen Durcha schnitt produziert werden. [. als ob die gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit allein durch die technologischen Bedingungen der Produktion sowie durch das Know-How“ der dort Besch¨ftigten bestimmt ist. erheischt. Diese Sichtweise wird dadurch unterst¨tzt.“ (23: 54) Es hat den Anschein. In einem weiteren Schritt a ” ließe sich folgern: wenn die durchschnittliche Produktivit¨t einer Branche bea kannt ist.3 Die Wertgegenst¨ndlichkeit a 32 Subjekte ihrer Geschichte und ihrer Gegenwart begreifen.2. 93-96). berechnen. Ihre Quantit¨t l¨ßt sich durch die ublichen a a a ¨ Zeitintervalle wie z. Dies w¨rde zu der absurden Konsequenz u f¨hren. . Stunden ermitteln. so wenig a l¨ßt sich die Wertgr¨ße unmittelbar uber die Zeitdauer einer konkreten Ara o ¨ beit bestimmen (Heinrich 2001: 219).B. Entscheidend f¨r die Wertgr¨ße einer Ware ist daher die a u o Produktivit¨t. um ir” gendeinen Gebrauchswert mit den vorhandenen gesellschaftlich-normalen Produktionsbedingungen und dem gesellschaftlichen Durchschnittsgrad von Geschick und Intensit¨t der Arbeit darzustellen. daß Marx im weiteren Verlauf seiner Darstellung u .) a Alle Waren werden damit in ihrer Wertgr¨ße durch die durchschnittliche Proo duktivit¨t der jeweiligen Branche bestimmt: a Es ist also nur das Quantum gesellschaftlich notwendiger Arbeit oder ” die zur Herstellung eines Gebrauchswerts gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit. 2.2 Die Wertgr¨ße der Waren o Marx bestimmt die Wertgr¨ße einer Ware uber die Menge“ der durch sie vero ¨ ” gegenst¨ndlichten Wertsubstanz. den sie unbegriffen selbst erschaffen haben.“ (ebd. .

die jedoch nach weniger als einem Jahr scheitero ” ten (G¨hler/Klein 1993: 480). 13: 66-69). Wie bei der o u Wertgegenst¨ndlichkeit gilt auch hier: ein einzelnes Produkt. A produziert 1 Das Konzept der labour notes“ beruhte auf dem Versuch.). in einer b¨rgerlichen Modell-Gesellschaft existieren zwei Unternehmen A u und B.h. bevor u o die konkrete Arbeit vergesellschaftet wurde. 23: 226-237). Das zua grundeliegende Konzept wurde von John Gray entwickelt und u. in dem zwei oder mehrere Waren sich gegenseitig in ein a Verh¨ltnis zur gesellschaftlichen Gesamtarbeitszeit setzen (Heinrich 2001: 219. in denen Marx den Waren schon w¨hrend a a ihrer Produktion bestimmte Wertquanta zuordnet (z. Robert Owen gr¨ndete 1832 auf dieser theoretischen u Grundlage zwei Arbeitstauschb¨rsen“. aber nicht endg¨ltig bestimmen. Einen ¨hnlichen Charakter haa ben m.2 Denn die gesellschaftlich durchschnittliche Produktivit¨t l¨ßt sich ohne eine a a Ber¨cksichtigung der gesellschaftlichen Bed¨rfnisse gar nicht ermitteln (Heinu u rich 2001: 241. Wenn die u abstrakte Arbeit wie auch die Wertgegenst¨ndlichkeit sich erst in der Zirkulaa tionssph¨re konstituieren. II/1. E. so k¨nnen die Bedingungen der Produktionssph¨re a o a die Wertgr¨ße zwar beeinflussen.). Hierzu sollten die konkret verausgabten Arbeitsstunden von einer hierf¨r u u zust¨ndigen Bank zertifiziert werden und als allgemeines Tauschmittel gelten. a a 33 Wie in den vorhergehenden Abschnitten. Diese kommt ihr erst innerhalb eia o nes Verh¨ltnisses zu.a. B in der gleichen Zeit lediglich 5 Mengeneinheiten von X. man unterstellt der konkreten Arbeit ihre unmittelbare gesellschaftliche G¨ltigkeit. die konkrete Arbeit uberhaupt als ¨ gesellschaftliche darzustellen. Arbeitszeit unmittelbar als Geld ” einzuf¨hren.3 Die Wertgegenst¨ndlichkeit a Wertschwankungen durch Produktivit¨tsschwankungen erkl¨rt (23: 54f.B. den Marx in seiner Kritik der labour notes“ oder Ar” ” beitszettel“ zu widerlegen versucht (vgl. von Pierre-Joseph Proudhon vertreten (13: 66-69). die die Ware X produzieren.2.1 Hierbei wird jedoch von der Notwendigkeit abgesehen. d. an sp¨terer Stelle die Rechenbeispiele. Rubin 1973: 152). A produziere in 10 Stunden 10 Mengeneinheiten von X. so halte ich auch hier diese ver” dinglichte“ Interpretation des Marx’schen Wertbegriffs f¨r falsch. a Richter 2001: 75f. Ein Beispiel soll dies verdeutlichen: angenommen. Demgegen¨ber liegt der Vorstellung einer – zumindest prinzipiellen – Zureu chenbarkeit der Verausgabung konkreter Arbeit zu einer Wertgr¨ße der gleiche o Denkfehler zugrunde. wobei 10 Stunden den Arbeitstag dieser Modellgesellschaft darstellen. . isoliert von einem a Tauschakt und ohne Bezug zur gesellschaftlichen Arbeitszeit. ist keine Ware und besitzt zwangsl¨ufig keine Wertgr¨ße.1: 57-75. Das ZAP scheint somit gel¨st. daß die vier Marx’schen Beispiele einer Arbeits” zeitrechnung“ im Fetischabschnitt (23: 90-93) lediglich einem didaktischen Zweck dienen und nicht etwa eine historische Beschreibung sein sollen. o 2 Brentel (1989: 147-158) arbeitet heraus.

wie sie auch von Marx ¨ bei seiner Erkl¨rung von Preis¨nderungen erw¨hnt wird (23: 113f. Denn was u soll unter abstrakter Zeit“ zu verstehen sein? Hier wird m. denn es a kann aufgrund seiner h¨heren Produktivit¨t einen g¨nstigeren Marktpreis geo a u gen¨ber den Waren von B veranschlagen. Notwendige Arbeitszeit“ a a ” als Maß der Wertgr¨ße ist damit nicht – auch nicht auf der Grundlage grundo s¨tzlich bestimmbarer Produktivit¨t – empirisch meßbar.h. a a 2 Heinrich (2001: 219) bezeichnet sie daher als abstrakte Arbeitszeit“. Steigt nun aber die Nachfrage nach X auf z. der Wert jeder Mengeneinheit von X ist gestiegen. daß. weil die Nachfrage nach X gestiegen ist. alle Variablen eines theoretischen Modells als konstant betrachtet werden. mit einer Ausnahme. inwieweit die verausgabte Arbeitzeit notwendig f¨r die Befriedigung eiu nes gesellschaftlichen Bed¨rfnisses ist. auch Backhaus/Reichelt 1995: 65f. sondern auf vermita a telnde Marktprozesse angewiesen. E. Sie l¨ßt sich ebenso wenig als konkretes Ph¨a a nomen erfassen wie die abstrakte Arbeit selbst (Heinrich 2001: 219). o . Das heißt aber: Die Wertgr¨ße einer u o Ware wird nicht durch die Produktionssph¨re determiniert. Was also unter technologischen Gesichtspunkten als gesellschaftlich notwendige Arbeitzeit f¨r eine Ware u X gilt. In die gesella schaftlich notwendige Arbeit fließen damit immer auch die gesellschaftlichen Bed¨rfnisse mit ein. Alle K¨ufer kaufen bei Unternehmen A. So ¨ndert sich in meinem Beispiel nur die Nachfrage nach X. sondern bestimmt a sich zus¨tzlich durch Zirkulationszusammenh¨nge. Sie betr¨gt a a den Wert 1 (10 Mengeneinheiten in 10 Stunden). indem ein neues geschaffen wird (vgl.).). u Gesellschaftliche Notwendigkeit umfaßt somit zwei Komponenten: zum einen die der technologischen und organisatorischen Effiziens und zum anderen die Frage.2. Die Nachfrage nach X betrage nun a 10 Mengeneinheiten pro Tag. ein begriffliches Problem ” gel¨st.2 1 Dieses Beispiel unterliegt der ublichen ceteris-paribus-Annahme. Ich halte diesen Aus” druck allerdings f¨r wenig erhellend und verzichte daher auf seine Verwendung. Diese Annahme a a a besagt.3 Die Wertgegenst¨ndlichkeit a 34 also mit der doppelten Produktivit¨t von B. h¨ngt von der gesellschaftlichen Nachfrage nach X ab.1 Sie betr¨gt jetzt 1. 5 (15 a a Mengeneinheiten in 10 Stunden). 15 Einheiten pro Tag. Die gesellschaftlich durchschnittliche u Produktivit¨t wird dann lediglich von Unternehmen A bestimmt. so wird die durchschnittliche Produktivit¨t von beiden Unternehmen bestimmt. d.B. nicht a jedoch die L¨nge des Arbeitstages oder die Produktivit¨t.

3 Werttheorie als monet¨re Werttheorie a 35 3 Werttheorie als monet¨re Werttheorie a 3. Marx erarbeitete daher auf Anraten von Friedrich Engels und Ludwig Kugelmann noch w¨hrend der Drucklegung eine popularisierte Variante seiner Analyse. In der zweiten Auflage beseitigu 1 Kr¨tke (1996: 113. was von der b¨rgerlichen Okonomie nicht u ” einmal versucht ward. Deshalb gilt es. .1 An seine a u ¨ Wertformanalyse stellt er hingegen den Anspruch. daß das neoklassische und das keynessianische a Paradigma keine Geldtheorie besitzen. d. im Anhang Die Werthform dieser Erstauflage (II/5: 626-649) und schließlich im ersten Kapitel der zweiten Auflage des Kapitals (23: 62-85). 45) weist darauf hin. Sie kann sich daher auch a nur in einem Warenverh¨ltnis darstellen (23: 62). In den diesbez¨glichen Modellen werden sowohl u das Geld wie der Kapitalmarkt lediglich als Pr¨missen gesetzt. somit aber auch als die komplexeste dar. die a der Erstauflage als Anhang beigef¨gt wurde. Diese ist an a einer einzelnen Ware sinnlich nicht zu erfassen. basiert. einem gesellschaftlichen Verh¨ltnis. Fn. stellt sich die Ausarbeitung im ersten Kapitel der Erstauflage des Kapitals als die detailreichste. im ersten Kapitel der Erstauflage des Kapitals (II/5: 28-43).1 Wertformanalyse und Widerspruchslogik Den Marx’schen Ankn¨pfungspunkt der Wertformanalyse bildet die Feststelu lung. da sie auf gesellschaftlicher Arbeit.1 Die Wertformanalyse 3. Damit verschwindet zugleich das Geldr¨tsel. wirft Marx den b¨ru ¨ gerlichen Okonomen vor. W¨hrend die erste Darstellung in Zur Kritik vergleichsweise knapp gehalten a ist. n¨mlich die Genesis dieser Geldform nachzuweia sen. verf¨gen also uber keine zufriedenstellende Geldtheorie.“ (23: 62) a Es existieren insgesamt vier Ausarbeitungen der Marx’schen Wertformanalyse: in Zur Kritik (13: 25-34). eine Konstitutionstheorie des Geldes leisten zu k¨nnen: o ¨ Hier gilt es jedoch zu leisten. Eine solche Analyse unterlassen zu haben. daß den Waren neben ihrer stofflichen Naturalform – also ihrer Grundlage als Gebrauchswerte – zus¨tzlich noch eine Wertform zukommt.1. ohne ihre Existenz erkl¨a a ¨ ren zu k¨nnen. Diese k¨nnten daher den Ursprung des Geldes nicht o erkl¨ren. also die Entwicklung des im Wertverh¨ltnis der Waren enthaltea nen Wertausdrucks von seiner einfachsten unscheinbarsten Gestalt bis zur blendenden Geldform zu verfolgen. Marx hingegen sei einer der wenigen Okonomen.h. dem dies – wenn auch o nicht immer zufriedenstellend – gelungen sei. die Erscheia nungsformen dieses gesellschaftlichen Verh¨ltnisses bis hin zu seiner Geldform a zu analysieren.

. a vgl. 31). Backhaus 1997: 11. 296f. Die Kritiker dieser Interpretation weisen darauf hin. d. Weiterhin wird von ihm das Konzept . Brentel u u ” 1989: 279-283. 200). Wird diese Frage bejaht. Kapital) fortentwickelt w¨rden (ebd. so gelangt man zu der von Engels (25: 906-909.h. Soweit Marx historische Aspekte erw¨hnt.). daß der Gang der Marx’schen Darstellung grunds¨tza lich keineswegs historisch verlaufe (Brentel 1989: 137-146. um dann nach und nach die wesentlichen Kategorien zur Beschreibung der KPW analytisch zu entwickeln. 314. 321. Diese Kritik kann sich darauf st¨tzen. w¨hrend die b¨rgerlicha u kapitalistische Gesellschaft erst in den sp¨teren Kapiteln analysiert werde (Hofa mann 1971a: 127f. ob dem ersten Kapitel des Kapitals eine historisch-logische“ Me” thodik zukomme. sondern immer schon die b¨rgerlich-kapitalistische Gesellschaft. vgl. das erste Kapitel des Kapitals stelle die Darstellung einer vorkapitalistischen. Bezugspunkt sei hierbei aber keine vorkapitalistische Warenproduktion..). Wert) als widerspr¨chlich bzw. einfachen Warenproduktion dar. daß der Eindruck der historischen Aru gumentation tats¨chlich erst ab der zweiten Auflage des Kapitals naheliegt.).1 Die Wertformanalyse 36 te er diese doppelte Darstellung. Diese Ableitung gesch¨he mittels einer dialektischen Wia derspruchsanalyse.. Vielmehr beg¨nne Marx auf der begrifflich abstraktesten Ebene der a kapitalistischen Ware. auch Arthur 2000: 5f. hierzu Backhaus 1997: 110-113) erstmals dargestellten und weit verbreiteten Auffassung. unterbestimmt analysiert und zu komplexeren Kateu gorien (Geld. Heinrich u 2001: 171-179. werden sie daa her als verungl¨ckte Hilfestellung“ f¨r den Leser interpretiert (Heinrich 2001: u u ” 226). mit welcher die jeweils einfachsten Kategorien (Ware.3. Durch dieses Vorgehen drohen meiner Ansicht nach einige wichtige Aspekte der Marx’schen Wertformanalyse verloren zu gehen.: 179ff. Deshalb wird an geeigneter Stelle die Darstellung der Erstauflage des Kapitals zu Rate gezogen werden. 288f. Die Problematik dieser Popularisierung dr¨ckt sich nachhaltig in der Frageu stellung aus. deren Kategorien nicht einfach eingeu f¨hrt. wobei bei der Ausarbeitung – neben einigen Pr¨zisierungen – im wesentlichen der popularisierende Charakter des Anhangs a erhalten blieb und somit auf die zweite Auflage ubertragen wurde (Heinrich ¨ 2001: 220f. In a den fr¨heren Fassungen seiner Wertformanalyse argumentiert Marx dagegen u eindeutiger auf einer analytischen Ebene. ob die dort dargestellte Entwicklung des Wertbegriffs zugleich eine historische Entwicklung der tats¨chlichen Wertverh¨ltnisse enta a h¨lt. sondern von Marx vielmehr theoretisch abgeleitet“ w¨rden (vgl.

5 kg oder 1 Paar).2 wird sich zeigen.B.B. Kartoffeln oder a Schuhe). wie Marx schreibt. indem er zur Beschreibung der einfachen Wertform eine Relation R als wird ausgedr¨ckt durch“ definiert und diese dann als nicht symmetrisch ausweist. In der ¨ Bei der Darstellung des begrifflichen Ubergangs vom Geld zum Kapital in Abschnitt 4. u ” 1 . 2 Die Verwendung des Parameters a bedeutet hierbei eine Mengenangabe (also z. zum Relationenbegriff Bronˇtein/Semendjajew/Musiol/M¨hlig u s u 1997: 275-278). daß diese Einsch¨tzung zutrifft und die einfache Warenzirkulation keiner a vorkapitalistischen Gesellschaft zugeordnet werden kann. S.). 254f. ” der uberhaupt analysiert werden kann. sondern a immer von einfacher Warenzirkulation gesprochen. vermittels einer Widerspruchsanalyse die zentralen Begriffe der KPW herzuleiten. bisher nicht uberzeugend gef¨hrt. Diese einfache Wertform wurde bereits bei der Darstellung des Werts als das allen Waren zukommende Dritte benutzt (vgl. 3. Diese Uberlegung bildet den Hintergrund f¨r die Darstellungen der u folgenden Abschnitte. Backhaus (1997: 131) u ¨ ist sogar der Ansicht.) meint. 23: 63):2 a1 W1 = a2 W2 In diesem Verh¨ltnis zweier Waren steckt. w¨hrend W eine bestimmte Warenart symbolisiert (z. die der abstrakten Arbeit bei ihrer Vergegenst¨ndlichung u a anhaften und die die Entwicklung ihrer Erscheinungsformen dialektisch vor¨ antreiben.2 Die einfache Wertform Marx beginnt seine Analyse mit dem einfachsten Wertausdruck“ (23: 62). das Geheima ” nis aller Wertform“ (ebd.1 Geht man also davon aus. 3 ¨ Ein solches Verh¨ltnis zweier Waren umfaßt keineswegs eine Aquivalenzrelation.1. daß diese inhaltlich mit dem Konzept der einfachen Warenproduktion gleichgesetzt werden kann. Sie stellt sich folgendermaßen dar (vgl. daß die Konzeption der einfachen Warenproduktion eine geradezu absurde Verkennung der analytischen Bedeutung des Marx’schen Konzepts der einfachen Warenzirkulation beinhaltet. Die Meu a thode der Widerspruchsanalyse bezieht sich dann auf eine Untersuchung der Formwiderspr¨che. Allerdings begeht dieser o ebenfalls einen Fehler.1. mit dem Wertverh¨ltnis zweier a ¨ Waren. daß die Aufgabe des ersten Kapitels des Kapitals darin besteht. wie Heina rich (2001: 199.3. wurde m. Der Nachweis. E. 11).). Denn die hierzu notwendige Bedingung der Reflexivit¨t a wird nicht erf¨llt (vgl. so wird der Status der Wertformanalyse hiervon nachdr¨cklich gepr¨gt. Hier kann G¨hler (1980: 69) zugestimmt werden.h. d.1 Die Wertformanalyse 37 einer einfachen Warenproduktion niemals erw¨hnt (Arthur 2000: 5f.3 Allerdings sei sie schwierig zu analysieren.

indem die L¨sung o des einen die L¨sung des andern voraussetzt. zum einen als ein stofflichkonkretes Ding. daß die Waren einer doppelten Bestimmung unterliegen. sonu dern in der Gestalt einer anderen Ware aus? Hier gilt es sich zu erinnern. indem die Erf¨llung einer Bedingung unmitu telbar gebunden ist an die Erf¨llung ihres Gegenteils. wenn die gleiche Ware ihre Bestimmung als Gebrauchswert verwirklicht und umgekehrt. soll iho re Gleichsetzung als Materiatur der allgemeinen Arbeitszeit und soll gleichzeitig ihre Beziehung als qualitativ verschiedene Dinge. Auf ihrer linken Seite befindet sich eine Ware (bei Marx: Leinwand). ] das An sich des Geldes. d.1 Die Wertformanalyse 38 Erstauflage des Kapitals stellt er heraus. ausf¨hrlich o a u hierzu Tuchscheerer 1973: 358-368). Korrekt wird R hingegen als verk¨rpert o ” den Wert von“ definiert.h. ihrer Abstraktheit besteht (II/5: 28). Beide Bestimmungen k¨nnen aber nicht o widerspruchsfrei an demselben Ding dargestellt werden. a Beide Pole dieses Warenverh¨ltnisses schließen sich gegenseitig aus. Sie gelten einerseits als Gebrauchs. Sie sei gewissermaßen die ” Zellenform oder [. der Tauschwert einer Ware somit nicht in der Form seines Gebrauchswertes erscheinen: Dieselbe Beziehung [der Tausch. In diesem Fall liegt dann eine symmetrische bin¨re Relation vor. als besondere Gebrauchswerte f¨r besondere Bed¨rfnisse. Warum aber dr¨ckt eine Ware ihren Wert nicht durch sich selbst. Die Bestimmung einer Ware als Tauschwert kann sich nur realia sieren. zum anderen als die Verk¨rperung eines abstrakt-allgemeinen o Verh¨ltnisses. Was aber l¨ßt sich uber die einfache Wertform sagen? a ¨ Zun¨chst einmal dies: Die einfache Wertform setzt zwei Waren in eine polaria sche Beziehung zueinander. N.als auch auf den Tauschwert einer Ware beziehen.] also soll Beziehung der Waren ” als wesentlich gleicher. Die Ware gilt also zugleich als konkret-stoffliches Ding und als Verk¨rperung eines abstrakt-gesellschaftlichen Verh¨ltnisses (vgl. Sie kann sich sowohl auf den Gebrauchs.3. w¨hrend die rechte Ware sich in einer Aquivalentenform befindet. a . sondern ein Ganzes widero sprechender Forderungen. daß ihre Schwierigkeit in ihrer Einfachheit bzw.“ (ebd. kurz sie als wirkliche u u Gebrauchswerte unterscheidende Beziehung sein.“ (13: 30) u Eine solche Definition ist jedoch mehrdeutig.und andererseits als Tauschwerte.. eine Ware a ¨ befindet sich entweder in der relativen Wertform oder in der Aquivalentenform (23: 63). nur quantitativ verschiedener Gr¨ßen. .F. Aber diese Gleichsetzung und Ungleichsetzung schließen sich wechselseitig aus. Die linke Ware befindet sich in einer relativen u ¨ Wertform. So stellt sich nicht nur ein fehlerhafter Zirkel von Problemen dar. 16) In einer systematischen Entfaltung dieses Warenverh¨ltnisses liegt daher bereits die Basis a einer Geldtheorie. Fn. deren Wert vermittels der Ware auf der rechten Seite (bei Marx: Rock) ausgedr¨ckt wird. .

). ist doch darauf hinzuweisen. Daß die widerspr¨chliche Bestimmung der Waren keinen logischen Widerspruch impliziert. Indes unterl¨uft ihm selber ein o u a logischer Fehler. Damit ist die Umlaufbahn der Erde doppelt ” bestimmt“ – ebenso wie die Waren. im u Kapital einem deskriptiven Verst¨ndnis zugeneigt (ebd. ihrer Anziehungskraft zu unterliegen. Damit ist aber zugleich die Unterscheidung zwischen explikativem und deskriptivem Widerspruch in Zur Kritik bzw.: 69.3. Denn in beiden der Marx’schen a Schriften bildet die Wertform eine symmetrische bin¨re Relation. Aufgrund eines solchen dialektischen Widerspruchsverst¨ndnisses“ zieht Brentel a ” (1989: 321) eine Parallele zwischen Hegel und Marx. Der hierin a befindliche Widerspruch liegt – so meine Interpretation – einerseits in der Eigenschaft“ ” der Erde. kann sie unu mittelbar f¨r andre Waare und daher auf einem Umweg f¨r sich selbst u u thun. ihren Tauschwert aber in der Naturalform einer anderen Ware: Die einzigen gegenst¨ndlichen Formen der Waaren sind ihre Gebrauchsa ” gestalten. Ohne diesen Punkt allzu a sehr vertiefen zu wollen. die logisch kono u sistent sind (deskriptive Widerspr¨che). als ein konkret-stoffliches Etwas – o gelten muß. im Kapital hinf¨llig. lediglich Scheinwideru spr¨che. das grade Gegenteil ihrer Werthform ist.und als Tauschwert. keineswegs auf eine a ” empirische Ebene (vgl. An” dererseits bewegt sich die Erde aber aufgrund der Zentripetalkraft. vgl. 3 auf S. Da nun die Naturalform einer Waare. a .B. in die Sonne hineinzufallen“. d. vom logischen Standpunkt aus betrachtet.). sondern daß lediglich Aussagen uber diese Situatiou o ¨ nen untereinander in einen logischen Widerspruch geraten k¨nnen. Denn solche Umlaufbaho o nen gibt es ja tats¨chlich. daß reale Situationen nicht in sich logisch widerspr¨chlich sein k¨nnen. Die Annahme u a o solcher explikativer Widerspr¨che spricht daher nicht f¨r eine reale Widerspr¨chlichkeit u u u des Untersuchungsgegenstandes. Ein Beispiel ist die Erdumlaufbahn um die Sonne. Bronˇtein/Semendjajew/Musiol/M¨hlig 1997: 268). der Leinwand z. sondern gegen das benutzte Aussagensystem. die durch die Wahl anderer Pr¨missen behoben werden k¨nnen.B. da er die Symmetrie der Wertform verneint (ebd.).. Marx habe in Zur Kritik einem explikativen. Denn Logik“ bezieht o ” sich auf das richtige“ Schließen von Pr¨missen auf eine Konklusion.h. ihre Naturalformen. sondern ist ein Widerspruch qua Formbestimmung (Heinrich 2001: 174f. da diese hierf¨r zugleich als u Verk¨rperung ihres Gebrauchswerts – d. welcher zu einer Verdopplung der Ware f¨hrt (G¨hler 1980: 60ff. Dieser Widerspruch besteht nicht aus eiu o ner logischen Verneinung. Explikas u tive Widerspr¨che sind. muß sie eine andre Naturalform. Fn. die zugleich logische Widerspr¨che mit u u einschließen k¨nnen (explikative Widerspr¨che) und andererseits solche.“ (II/5: 32) 1 Daß Marx unter einem Widerspruch“ keine logische Beziehung zwischen zwei (oder meh” reren) Aussagen versteht. 37).1 Die Wertformanalyse 39 Konkret: die Leinwand kann ihren Wert – also ihre abstrakte Gesellschaftlichkeit – nicht in ihrer eigenen Naturalform darstellen. Es existiert daher ein Widerspruch in der doppelten Bestimmung der Ware als Gebrauchs. wird u von G¨hler (1980: 62) auch ausdr¨cklich zugestanden. Die L¨sung dieser entgegengesetzten Bestimmuno ” gen“ der Erdumlaufbahn besteht in der Form eines elliptischen Umlaufes der Erde um die Sonne. G¨hler (1980: 37-43) hingegen uno terscheidet einerseits dialektische Widerspr¨che. Was sie nicht unmittelbar f¨r sich selbst.h. die bei jeder Kreisbewegung entsteht. z. von der Sonne fort.1 Eine Ware dr¨ckt deshalb ihren Gebrauchswert in ihu rer eigenen Naturalform aus. wird auch an seinem Beispiel einer elliptischen Umlaufbahn eines K¨rpers um einen anderen K¨rper deutlich (23: 118f.: 43). die Naturalform einer andren Waare zu ihrer Werthform machen.

. . also der Notwendigkeit der Aquivalentenform. 10). Indem sie ihre Werthgr¨ße [.1 Die Wertformanalyse 40 ¨ Die Aquivalentenform des Werts repr¨sentiert damit die Wertbestimmung eia ner Ware. unterscheidet sie sich zugleich von sich selbst als Gebrauchswerth. Dieser aber setzt ein ¨ Austauschverh¨ltnis. Ein absoluter oder selbst¨ndiger. daß sich eine andere Ware auf o die in ihm enthaltne konkrete. Dies wird von Marx in der ersten Auflage des Kapitals – in der zweiten Auflage wurde diese Bemerkung gestrichen – deutlich ausgesprochen: Indem sie [die Leinwand. stellt sie sich erst wirklich als Waare dar – n¨tzliches u Ding. Denn zur Ware wird ein Produkt ja erst durch seine Bestimmung uber einen Tauschwert.) Die einfache. ] Eigne. d. vom Gebrauchswerth unterschiedne Form erh¨lt der Werth daher nur durch seine Darstellung als a Tauschwerth. . welche in der Aquivalentenform steht. wie er durch die doppelte Warenbestimmung verursacht wird. giebt sie ihrem Werthsein eine von ihrem unmittelbaren Dasein u unterschiedne Werthform.“ (II/5: 29) Streng genommen kann daher jenseits der einfachen. f¨hrt zu einem Widerspruch der o u beiden Warenbestimmungen. Außerhalb eines Verh¨ltnisses zweier Waren zueinander konstituiert sich kein a Wert. Indem sie sich so als ein sich selbst Differenzirtes darstellt. also ihre Bestimmung als ein abstrakt-gesellschaftliches Verh¨ltnis. ] im Rocke auso dr¨ckt.3. das zugleich Werth ist. N. Der Wert einer Ware kann sich nur in der Form einer anderen Ware. einzelnen Wertform auch gar nicht von Waren gesprochen werden. a ¨ Diejenige Ware.] die andre Waare sich als Werth gleich” setzt.F. liegt auch die Begr¨ndung. S. ist die Erscheinungsform des Werts derjenigen Ware. Abstrakte Arbeit als Wertsubstanz ist somit immer schon zugleich formbestimmte Substanz (Brentel 1989: 313). Indem sie sich auf sich selbst als Werth bezieht. [. durch die a zugeh¨rige Ware selbst darstellbarer Wert. einzelne Wertform ist somit die Aufhebung des Widerspruchs. die sich in der relativen Wertform befindet. bezieht sie sich auf sich selbst als Werth. der Inhalt dieses Verh¨ltnisses (der Wert) ist ohne seine Form (die a einfache Wertform) nicht zu erfassen. voraus (vgl. Sie gilt daher als Verk¨rperung der abstrakten Arbeit und besitzt die Eigeno schaft der unmittelbaren Gesellschaftlichkeit: Erscheinungsform des Werths oder Aequivalent wird ein Gebrauchs” wert oder Warenk¨rper also nur dadurch. .“ (ebd. also mindestens zwei Waren. n¨tzliche Arbeitart als die unmittelbare u Verwirklichungsform abstrakter menschlicher Arbeit bezieht.h. In diea ¨ sem Zwang zur Verdopplung. d. Bereits auf der analytisch untersten Ebene der . warum Marx die einfache Wertform als das An u Sich des Geldes bezeichnet. also als Tauschwert darstellen.h.

außerhalb seiner Erscheinungsform als Tauschwert – a nicht existieren“ und l¨ßt sich erst dort ad¨quat darstellen. abstrakt menschlicher Arbeit wird.h.. Diese bilden die Basis f¨r den an sp¨terer Stelle dargestellten Fetischcharakter der Ware. Marx spricht u daher in diesem Zusammenhang von dem Springpunkt aller Schwierigkeiten“ ” (II/5: 31) bei dem Verst¨ndnis der Wertformanalyse.3. l¨ßt a sich analytisch vergleichsweise einfach plausibel machen. indem er drei Eigent¨mlicha u ¨ keiten herausarbeitet.1 Die Wertformanalyse 41 einfachen Wertform ergibt sich damit die Unm¨glichkeit eines pr¨monet¨ren o a a Wertes (Brentel 1989: 323ff. l¨ßt sich auf der Ebene bloßer Beobachtung nicht erschließen. d. In der zweiten Auflage a des Kapitals pr¨zisiert er diese Schwierigkeiten. daß konkrete Arbeit zur Erscheinungsform ihres u a ” Gegenteils. Statt dessen scheint a . daß der stoffliche Aquivalentenk¨rper u o zur Erscheinungsform eines gesellschaftlichen Verh¨ltnisses mutiert. Dies bedeutet.h. des Werts. u a ¨ Die erste Eigent¨mlichkeit besteht darin.“ (ebd. zu Arbeit in unmittelbar gesellschaftlicher Form. im Gegensatz zur Privatarbeit. Gea ” brauchswert wird zur Erscheinungsform seines Gegenteils. a a ” Diese Doppelbestimmung der Waren als Verk¨rperung von konkreter und abo strakter Arbeit. Auf der sinnlichen Ebene der realen Wahrnehmung gilt dies jedoch keineswegs. Obgleich der Wert seine letzte Ursache innerhalb der Produktionssph¨re findet. Auf genau a dieser Ebene bilden sich aber sowohl das Alltagsbewußtsein der b¨rgerlichen u ¨ Individuen wie auch die Kategorien der b¨rgerlichen Okonomie. also ihr Auseinanderfallen in zwei polarische Wertformen.“ (23: 70) Da Gebrauchswerte durch konkrete Arbeit entstehen. Den beiden Waren der einfachen Wertform lassen sich weder ihre widerspr¨chlichen Bestimmunu ¨ gen noch ihre Formeigenschaften ansehen. daß Privatarbeit zur Form ihres ” Gegenteils wird. der Tauschwert scheint ¨ eine dingliche Eigenschaft der Aquivalentenware zu sein. n¨mlich. kann er außerhalb eines Ausa tauschverh¨ltnisses – d. unmittelbar gesellschaftliche Arbeit dar. Daß aber die stoff¨ liche Gestalt der Aquivalentenware lediglich die Erscheinungsform des Werts einer anderen Ware und zugleich die Verdinglichung der abstrakten Arbeit ist.“ (23: 73) Doch damit nicht genug: abstrakte Arbeit stellt.h. d. Im Gegenteil: Die Aquivalentenware ist in der unmittelbaren Wahrnehmung ebenso ein stofflicher Gebrauchswert wie die Ware der relativen Wertform. die der Aquivalentenform zukommen. Backhaus 1997: 32). folgt hieraus die zweite Eigent¨mlichkeit.) Die b¨rgerlichen Individuen k¨nnen daher den Wert nicht als die dingliche Refleu o xion eines gesellschaftlichen Verh¨ltnisses wahrnehmen. Ihr Austauschverh¨ltnis scheint sich lea diglich auf ihre jeweilige Naturalform zu beziehen.

2 Auf den – im Verh¨ltnis zum heute g¨ngigen Sprachgebrauch außerst differenzierten – a a ¨ Marx’schen Ideologiebegriff und seine weitere Ausarbeitung in der von Marx beeinflußten Sozialphilosophie kann hier nicht n¨her eingegangen werden. Die Anzahl aller m¨glichen einfachen o o Wertformen wird ja lediglich durch die Anzahl n (n = 1.3 Die entfaltete Wertform ¨ Die Marx’sche Formanalyse kann an diesem Punkt der Uberlegungen noch nicht an ihr Ende gelangt sein. die widerspr¨chlichen Bestimmungen der Ware auszudr¨cken und u u ¨ nicht etwa aus dem nat¨rlichen Dasein einer Aquivalentenware als Tauschwert: u Der Wert einer Ware ist selbst¨ndig ausgedr¨ckt durch seine Darstela u ” lung als . daß der Wert einer Ware in der Form seines Tauschwerts nun eine eigenst¨ndige Existenz“ erhalten hat.“ (II/5: 43) Backhaus (1997: 16) ist der Ansicht. Werthsubstanz und Werthgr¨ße zu entdecken.3. ideell ausgedr¨ckt. daß dieser Anspruch der Marx’schen Werttheorie bis heute nicht ausreichend beachtet wurde. 3 In der Erstauflage des Kapitals wird dies noch sch¨rfer formuliert: Das entscheidend a ” Wichtige aber war den inneren nothwendigen Zusammenhang zwischen Werthform. . ] Unsere Analyse bewies. ob die einfache Wertform ihrerseits eine selbst¨nu a ¨ dige Form darstellen kann oder ob sich durch ihre weitergehende Entfaltung neuerliche Widerspr¨che ergeben. nicht umgekehrt Wert und Wertgr¨ße aus ihrer Ausdrucksweise o 3 (23: 75) als Tauschwert. . da die einfache Wertform keine vollst¨ndia ge. daß o u die Werthform aus dem Werthbegriff entspringt. d.“ Es ist nun zu uberpr¨fen. Marx sei daher nach wie vor ein unverstandener Denker. Daher gilt: Mannigfache Tauschwerte also hat der u ” 1 ¨ Um es pointiert darzustellen: Die Marx’schen Bemerkungen zur Aquivalentenform und seine Schlußfolgerungen f¨r den Fetischcharakter der Ware lassen sich als entschiedenes u Pl¨doyer gegen ein Gesellschaftsverst¨ndnis auf der Basis des sogenannten gesunden a a ” Menschenverstandes“ lesen. zu beweisen. u ideologisches Bewußtsein. .1 Es kommt daher zu einer Verdinglichung gesellschaftlicher Beziehungen. also obu ” jektive Gedankenformen“ (23: 90) umfaßt – gesellschaftliche Zusammenh¨nge a 2 nur verzerrt erkennen kann. [. 2.1 Die Wertformanalyse 42 ¨ er in ihren Vorstellungen eine nat¨rliche Eigenschaft der Aquivalentenware zu u sein.1. Eine tiefergehende Betracha tung findet sich bei Dimoulis/Milois (2000) sowie bei Enderwitz (1997). widerspruchsfreie Form verk¨rpert. daß die Wertform oder der Wertausdruck der Ware aus der Natur des Warenwerts entspringt. Sie entspringt aus der Nota ” wendigkeit. u 3. . . .h.h. N ) der verf¨gbaren Waren begrenzt. Auf dieser Basis bildet sich in der b¨rgerlichen Gesellschaft ein falsches. Festzuhalten bleibt.Tauschwert‘. . d. das – gerade weil es gesellschaftlich g¨ltige.

.2 und 2. Zudem ver¨ndert jede neu ana ¨ gebotene Warenart die Menge der Aquivalentenwaren. unmittela bar den Charakter der Allgemeinheit geben?“ (13: 32) 1 Dies l¨ßt sich noch weiter pr¨zisieren: um den Wert der n-ten Ware auszudr¨cken.     an Wn =           a1 W1 a2 W2 a3 W3 . a Der Wert als Ausdruck eines gesellschaftlichen Verh¨ltnisses verbleibt so in a einer besonderen Erscheinungsform. dieser mangelt es aber noch an Allgemeinheit. Abbildung 5 gibt einen Uberblick uber a ¨ diesen Zusammenhang2 (vgl.1 hergeleitet wurde – lediglich eine dingliche Reflexion des Verh¨ltnisses der Produzenten zu ihrer allgemeinen a Arbeitszeit ist. daher bezieht sich der Warenindex jetzt auf die Anzahl n. Der entscheidende Mangel der entfalteten Wertform besteht darin. .). 2 Wie bei der Darstellung der einfachen Wertform gibt auch hier a eine geeignete Mengeneinheit und W die entsprechende Ware an.1 Die Wertformanalyse 43 Weizen statt eines einzigen“ (23: 51). in der dieses Verh¨ltnis ad¨quat a a dargestellt wird.3. Seine Form muß also nicht nur selbst¨ndig. In Zur Kritik wird dieses Problem pr¨gnant formuliert: a Wie eine besondere Ware unmittelbar darstellen als vergegenst¨ndlichte a ” allgemeine Arbeitszeit. Diese sind allerdings nicht beliebig kombinierbar.3. Denn wenn a der Wert – wie in Abschnitt 2. Zwar besitzt der Wert als Tauschwert eine selbst¨ndige Gestalt. 23: 77). oder. so daß die entfaltete Wertform theoretisch nie zu einem Abschluß gelangt. also keine reale Stabi” ¨ lit¨t“ herzustellen vermag (23: 78f. Wir haben es jedoch nicht mehr mit zwei.1 Einer einzelnen Ware. die sich in der ¨ relativen Wertform befindet. was dasselbe ist. sondern auch a allgemein sein. stehen a a u ¨ n−1 Aquivalentwaren zur Verf¨gung. an−1 Wn−1 Abbildung 5: Die entfaltete Wertform. die seinen allgemeinen Charakter nicht zu vermitteln vermag (23: 79). Es gibt daher mindestens n−1 potentielle einfache u Wertformen. so muß er eine Form annehmen. stehen daher mehrere potentielle Aquivalentenwaren gegen¨ber. daß durch sie die Wertbestimmung der Waren keine einheitliche Erscheinungsform erh¨lt. sondern u ¨ schließen sich gegenseitig als Aquivalent aus. sondern mit n Waren zu tun. . die in einer besonderen Ware vergegenst¨ndlicht ist. wie der individuellen Arbeitszeit.

die auf der einen Seite die Bestimmungen der Waren als Gebrauchswerte und auf der anderen Seite die Waren als Werttr¨ger hinreichend ausdr¨ckt. Betrachten wir daher die Eigenschaften der ¨ Aquivalentenform ein wenig n¨her.1 Die Wertformanalyse 44 Die entfaltete Wertform ist zu einer solchen Darstellung des Werts nicht in der Lage. um ihrem Wertausdruck eine selbst¨ndige Gestalt zu geben. und kein allgemeines Verh¨ltnis ohne sich zu einem Allgemeinen a zu verhalten. Da die Eigenschaft des Werts als selbst¨ndiger Ausdruck erhalten bleiben muß. Es geht also um o eine Aufhebung der bereits gefundenen Wertformen auf einer h¨heren. so m¨ssen die einzelnen Waren sich auf ein allgemeiu ¨ nes Aquivalent als ihren gemeinsamen Wertausdruck beziehen. aber a andererseits die bereits erfolgte Widerspruchsl¨sung bewahrt. o geeigneteren theoretischen Entwicklungsstufe. Diese bezieht sich auf jene. Man erh¨lt a . a u Anders formuliert: Der einzelne Wertausdruck setzt nicht alle Arbeitsprodukte in ein Verh¨ltnis zur allgemeinen Arbeitszeit. der ihnen gegen¨ber als die u Verk¨rperung von Allgemeinheit gilt: o Es kann nichts ein Verh¨ltnis ausdr¨cken ohne sich zu Einem zu vera u ” halten. die in der relativen Wertform steht. Diese muß zus¨tzlich zu ihrer Selbst¨ndigkeit als Form auch noch den Charakter des Werts a a als gesellschaftliches Verh¨ltnis vermitteln.“ (II/1. m¨ssen a o u sich alle Waren auf einen Gegenstand beziehen. Damit dies m¨glich ist. eine Wertform anzugeben. Solange aber beliebig viele a ¨ potentielle Aquivalentenwaren existieren. d. a 3.h. selbst¨ndige und seiner Natur“ entsprechende Form a ” kann der Wert nur in einer weiter entwickelten Wertform erlangen.3. ist diese Beziehung eine vereinzelte. Auf dieser Stufe der Analyse gelingt es also nicht. die einerseits die Unzul¨nglichkeiten der bisherigen Wertformen beseitigt. sondern auch den Charakter der a Allgemeinheit erhalten. eine Wertform zu entwickeln. Sie findet außerhalb eines f¨r alle Waren g¨ltigen Verh¨ltnisses statt a u u a und kann daher kein gesellschaftliches. a u Eine widerspruchsfreie. An ihr muß die Weiterentwicklung stattfinden.1: 134) Soll der Wert also nicht nur Selbst¨ndigkeit. also allgemeines. a ¨ In der Form der Aquivalentenware dr¨ckt sich ein Verhalten derjenigen Ware u aus.1. zuf¨llige. kann sich eine Weiterenta ¨ wicklung der Wertform nur auf die Aquivalentenform beziehen. Verh¨ltnis ausdr¨cken.4 Die allgemeine Wertform An diesem Punkt der Formanalyse gilt es nun.

. Sie stehen sich daher uberhaupt nicht o ¨ gegen¨ber als Waren. Aber an dieser Stelle sind die Konsequenzen noch weitreichender: a ¨ außerhalb einer Beziehung zu einem allgemeinen Aquivalent. Da aber alle Warenbesitzer dasselbe tun. an−1 Wn−1 Abbildung 6: Die allgemeine Wertform. 41). also ihre Wertformen umkehrt (vgl.] (23: 101) Die vereinzelten Individuen k¨nnen sich daher nicht vergesellschaften. o gesellschaftlichen Arbeitszeit beziehen. außerhalb der Zirkulationssph¨re besitzen sie diese a Eigenschaft nicht. d. m. Wie schon bei der Erl¨uterung der einfachen Wertform (vgl. Die b¨rgerliche Gesellschaft..1 Die Wertformanalyse        a1 W1 a2 W2 a3 W3 . Und dies nicht etwa aus o . indem man die Warenbeziehungen der entfalteten Warenform spiegelbildlich betrachtet. ist ¨ keine Ware allgemeines Aquivalent und besitzen daher die Waren keine allgemeine relative Wertform. so gilt jedem Warenbesitzer jede fremde Ware als bea ” ¨ ¨ sondres Aquivalent seiner Ware. daß a a der Wert als dingliche Reflexion eines gesellschaftlichen Verh¨ltnisses zu vera stehen ist. Hier best¨tigt sich ein weiteres Mal.3. Abbildung 6 und 23: 79). in welcher der gesellschaftliche Charakter der Aru beit nur als Werteigenschaft der Arbeitsprodukte ausgedr¨ckt werden kann. mit dessen Hilfe sich alle Waren in einen Bezug zur allgemeinen Arbeitszeit setzen.h. .“ u [Hervorh. seine Ware daher als allgemeines Aquivalent aller andren Waren. worin sie sich als Werte gleichsetzen und als Wertgr¨ßen vergleichen. Erst in dieser allgemeinen Wertform ist der Wert seinem Charakter gem¨ß ausgedr¨ckt (Heinrich 2001: 230) und der a u Bezug der privaten zur allgemeinen Arbeitszeit ad¨quat vermittelt: a Sehn wir n¨her zu. N.      = a n Wn   45 diese allgemeine Wertform. Denn Produkte werden erst durch ihren Bezug auf ein allgemeines ¨ Aquivalent zu Waren. kann kein Wert dargestellt werden. Ohne die Konstituierung dieser allgemeinen Wertform k¨nnen sich die Waren nicht aufeinander als bestimmte Teile der allgemeinen. a S. solange o ¨ sie ihre Produkte nicht vermittels eines allgemeinen Aquivalents in ein allgemeines Verh¨ltnis zueinander setzen. sondern nur als Produkte oder Gebrauchswerte. u ¨ ben¨tigt somit zwingend ein allgemeines Aquivalent. v.F. so ergibt sich auch hier ein Beleg f¨r die Unm¨glichkeit eines pr¨moneu o a t¨ren Wertes.

] Sie ist die Reduktion aller wirklichen Arbeiten auf den ihnen gemeinsamen Charakter menschlicher Arbeit. wird im Abschnitt 5.h.] (23: 80f.1 Die Wertformanalyse 46 pragmatischen Gr¨nden.“ [Hervorh. ” ¨ Der Gebrauchswert der Aquivalentenware basiert nicht mehr auf ihren stoff¨ lichen Eigenschaften. eine u Geldware. Ausdruck zu geben: Ihre [die Leinwand. ihre u Wertform daher gesellschaftlich g¨ltige Form sein muß.“ [Hervorh. d. n¨mlich seine Geldform. daß die Wertgegenst¨ndlichkeit der Waren. die in einer Gesellschaft die ¨ Funktion des allgemeinen Aquivalents innehat. d. Diese bildet a ¨ die reale Erscheinungsweise des allgemeinen Aquivalents. a a Festzuhalten bleibt daher an dieser Stelle.h.B.B. 101). auf die Verausgabung menschlicher Arbeitskraft .] (23: 81) Mit der allgemeinen Wertform ist bereits eine Erkl¨rung f¨r die Existenz des a u Geldes gegeben.. u also von einer Geldware spricht.h. d.F. [. ..h. sondern weil ansonsten der gesellschaftliche Bezug der materiellen (Re-) Produktion dieser Gesellschaft nicht zu organisieren ist. die allgemeine. N. weil auf diese Weise z. Damit w¨re eine solche Gesellschaft jedoch nicht existenzf¨hig. Geld symboli1 Die Tatsache. daß Marx die Kategorie des Geldes umstandslos mit einer Ware verkn¨pft. Ihre K¨rperform gilt als die sichtbare Inkaro nation.F. sondern besteht darin. d.] eigne Naturalform ist die gemeinsame Wert” gestalt dieser Welt.1 Geld stellt somit eine spezifische Form des Wertes dar. auch nur durch ihre allseitige gesellschaftliche Beziehung ausgedr¨ckt werden kann. und eben dadurch als das ihr mit allen Waren Gemeinsame ausgedr¨ckt. Helmedag 1995: 711-714). m.1 noch einmal von Interesse sein. Denn auf der Basis der gesellschaftlichen Tauschakte bildet ¨ sich die f¨r eine Gesellschaft spezifische allgemeine Aquivalentenform. . die Leinwand daher mit allen andren Waren unmittelbar austauschbar.) ¨ Das allgemeine Aquivalent gilt als die Verk¨rperung eines bestimmten Quano tums der allgemeinen Arbeitszeit. sie ist verdinglichte“ abstrakte Arbeit. ] Es kommt daa mit zum Vorschein. gesellschaftlichen.F. Erst diese Form bezieht daher wirklich die Waren aufeinander u als Werte oder l¨ßt sie als Tauschwerte erscheinen. daß die realen Vergesellschaftungsprozesse der b¨rgerlichen Gesellschaft die Etablierung und Aufrechterhaltung u einer allgemeinen Wertform als notwendig voraussetzen: Als Leinwandgleiches ist der Wert jeder Ware jetzt nicht nur von ihrem ” eigenen Gebrauchswert unterschieden. sondern von allem Gebrauchswert. z. N. ist also – Geld . [. v. allen anderen Waren als Aquivalent zu dienen und somit ihrem Wert einen allgemeinen. Diejenige Ware. .. . . u m. die Tauschakte erleichtert u werden (vgl. N. v.gesellschaftliche Dasein‘ dieser Dinge ist. gesellschaftliche Verpuppung aller menschlichen Arbeit. weil sie a das bloß .3. heraus (23: 84f.

sowohl das allgemeine Aquivalent wie u auch das Geld. sondern sie scheinen umgekehrt allgemein ihre Werte in ihr darzustellen. ¨ Denn die Uberg¨nge zwischen einfacher. Dahingegen besitzt Geld vielmehr Wert. erarbeitet Marx statt dessen in der Erstauflage noch eine vierte Wertform.1 Die Wertformanalyse 47 siert verdinglichte abstrakte Arbeit. Um die Widerspr¨chlichkeit bzw. Sie stellt sich wie folgt dar (vgl. Daher verbleiben beide Formen. weil die andren Waren ” allseitig ihre Werte in ihr darstellen. auf derselben analytischen Formebene. d. Bez¨glich der allgemeinen Wertform existiert u kein Widerspruch zwischen Inhalt und Form. entfalteter und allgemeiner Wertform a beruhen darauf. Dieser Bruch in der Darstellung scheint dem Marx’schen Bestreben entsprungen zu sein. daß der Wert jeweils nur in einer weiterentwickelten Form angemessen erschei¨ nen kann. Dieser Zusammenhang gilt beim Ubergang von allgemeiner Wertform zur Geldform nicht mehr. II/5: 43): Wenn es n Warenbesitzer mit ebenfalls n Waren gibt. Denn in der Wertformu analyse der ersten Auflage findet sich eine solche Ableitung des Geldes nicht. weil sie Geld ist.“ (23: 107) u Die Marx’sche Ableitung der Geldform ist allerdings nicht unproblematisch. seine Werteigenschaft qua Natur zu besitzen. weil alle anderen Waren in der Geldform ihren Wert ausdr¨cken. auf der Ebene gesellu a schaftlicher Gewohnheit. Existieren aber n potentielle u . an dem die Wertu formanalyse bereits abgeschlossen ist. so kann dieser Zusammenhang auf der Ebene der Erscheinungen nicht mehr erkannt werden: Eine Ware scheint nicht erst Geld zu werden. der durch die Geldform gel¨st o ¨ w¨rde. daß die ersten beiden Wertformen unterbestimmt sind. seine Wertformanalyse f¨r die zweite Auflage des Kapitals zu popularisieren. Die vermittelnde Bewegung verschwindet in ihrem eignen Resultat und l¨ßt keine Spur a zur¨ck. Eine solche Sichtweise bezeichnet Marx – analog zum Warenfetischismus – als Geldfetischismus (23: 108). Marx argumentiert hier vielmehr. wie die Waren allgemein. also zu einem Zeitpunkt.h. Das b¨rgerliche Alltagsbewußtsein u nimmt dies jedoch anders wahr: Hier scheint Geld. Vielmehr wird die Geldkategorie erst im Abschnitt uber den Austauschprozeß ¨ der Waren (II/5: 51-58) eingef¨hrt. im Gegensatz zu den anderen Form¨berg¨ngen. Unu terbestimmtheit der allgemeinen Wertform zu demonstrieren. denn die Geldform konstituiert sich als Resultat von Tauschhandlungen (Heinrich 2001: 227-231). Doch hat sich im gesellschaftlichen Prozeß des Warenu tauschs erst einmal eine bestimmte Ware als Geld etabliert. Ihm kommt daher jenseits der allgemeinen Wertform keine Werteigenschaft zu. so verk¨rpert jede Ware o ¨ ni f¨r ihren Besitzer i ein allgemeines Aquivalent.3.

die urspr¨nglich dominierende analytische u . an Wn   a1 W1 a2 W2 a3 W3 . wohl in dem Bem¨hen um eine a u bessere Vermittlung seines Textes. wird von Marx selbstverst¨ndlich auch hier erw¨hnt (vgl. Es ist daher auch nachvollziehbar. Marx selbst verwischte. . S. daß bei dem Dara stellungsgang der zweiten Auflage der Eindruck entsteht. .“ (II/5: 43) o Mit diesem Widerspruch beendet Marx die Wertformanalyse in der ersten Auflage des Kapitals.3. . an Wn   a1 W1 a3 W3 a4 W4 . diesen Widerspruch entwickeln werde (II/5: 51). daß nun die wirkliche Beziehung der Waren. also ihr Austauschprozeß. bleibt hier mangels n¨herer theoretischer Begr¨ndung zua u mindest mißverst¨ndlich. u so schließen alle Waaren alle von der allgemeinen Aequivalentenform aus und daher sich selbst von der gesellschaftlich g¨ltigen Darstellung ihrer u Wertgr¨ßen. Denn die Geldform folgt hier gerade nicht aus der Wertformanalyse. und          = an Wn   Abbildung 7: Die Widerspr¨che der allgemeinen Wertform. . u Die allgemeine Wertform verbleibt damit ebenso unterbestimmt wie die einfache und die entfaltete Wertform: Die allgemeine Aequivalentenform kommt immer nur einer Waare zu ” im Gegensatz zu allen andern Waaren. es handele sich bei der Wertformanalyse um eine Demonstration der sich historisch entwickelnden Tauschverh¨ltnisse. so ist der Wert nach wie vor nicht allgemein ausgedr¨ckt. Aber a a daß die allgemeine Wertform ohne reales Geld widerspr¨chlich bleibt und die u Waren ohne einen Bezug auf ein solch reales Geld ihrer Bestimmung nach gar keine Waren sind. . u ¨ Aquivalentenwaren.1 Die Wertformanalyse        a2 W2 a3 W3 a4 W4 . In dieser Auflage wird die Trennung zwischen analytischer Ebene und ihrer Widerspr¨che und den tats¨chlichen Warenbeziehungen damit wesentlich deutliu a cher herausgestellt als in den nachfolgenden Auflagen. Daß ohne den a realen Bezug auf Geld der Wert keine ad¨quate Erscheinungsform gewinnen a kann. . 45). Stellt aber jede Waare ihre eigne Naturalform allen andern Waaren gegen¨ber als allgemeine Aequivalentenform. aber sie kommt jeder Waare im Gegensatz zu allen andern zu. sondern entsteht als Resultat der gesellschaftlichen Austauschverh¨ltnisse (Heinrich 2001: 231). . . Zu Beginn des Abschnitts uber den Austauschprozeß greift ¨ er ihn wieder mit der Bemerkung auf. an−1 Wn−1  48        = a1 W1 und             = a2 W2 und .

vertrat Marx zu Recht den Anspruch. uber das mangelnde Geld¨ ¨ verst¨ndnis der klassischen politischen Okonomie hinausgegangen zu sein und a eine wertbasierte Geldtheorie entwickelt zu haben.1 49 Als erste zentrale Marx’sche Leistung bleibt daher festzuhalten.1 Die Wertformanalyse Ebene der Wertformanalyse. Daher kann Backhaus (1997: 94) zugestimmt werden. die Wertformanalyse im Kern a als die Entwicklung einer monet¨ren Werttheorie verstanden werden kann.. vgl auch 229). ungeachtet der teilweise mißverst¨ndlichen Darstellung. Wie a zu sehen war. a a 1 Von daher hat Backhaus Recht.3. daß die historisierenden Momente f¨r die Wertformanalyse einen konstitutiven Charakter besitzen. daß. wenn er die Marx’sche Werttheorie als grunds¨tzliche a Kritik jeder pr¨monet¨ren Werttheorie bezeichnet. u . wenn er von einem zumindest zweideutigen Verh¨ltnis a von logischer“ und historischer“ Ebene im ersten Kapitel des Kapitals spricht( 1997: ” ” 133ff. Heinrich (2001: 226) bezweifelt allerdings.

die einzelnen Waren messen“ an ihm. welche Funktionen dem Geld bei realen okonomischen Aktivit¨ten zua ¨ kommt. ” Weil alle Waren als Werte vergegenst¨ndlichte menschliche Arbeit. addier” ” . Da o ” ¨ Geld die reale Erscheinungsform des allgemeinen Aquivalents ist. d. ” sondern seine Werteigenschaft ausschließlich deshalb besitzt. Auf dieser Ebene gilt es daher nun. a Dort wurde gezeigt. Umgekehrt.2 Geld und seine Funktionen 3.h. Mit seiner Hilfe setzen sich die konkreo ten Privatarbeiten in ein Verh¨ltnis zur allgemeinen gesellschaftlichen Arbeit. m¨chte ich hierauf a o aufbauend die Konsequenzen erl¨utern. wieviel der gesellschaftlichen Arbeitszeit sie verk¨rpern. die aus der Geldform erwachsenden Implikationen eingehender zu bestimmen. daß die Werteigenschaft der Waren als Ausdruck eines gesellschaftlichen Verh¨ltnisses zu seiner Darstellung zwingend den Bezug auf a ¨ ein allgemeines Aquivalent ben¨tigt.2. Bereits bei der Ableitung der Geldform wurde die rein analytische Ebene der Darstellung verlassen und auf der Ebene realer gesellschaftlicher Handlungen argumentiert.1 Geld als allgemeines Wertmaß 50 Nachdem im vorhergegangenen Abschnitt dargelegt wurde.“ (23: 109) Hier wird einer zentralen Lehrmeinung widersprochen. Marx spricht dies zu Beginn des dritten Kapitel des Kapitals noch einmal deutlich aus: Die Waren werden nicht durch das Geld kommensurabel. Auch u wurde bereits herausgestellt. Geld als Wertmaß ist notwendige Erscheinungsform des immanenten Wertmaßes der Waren. Bei der Erl¨uterung der ersten der Marx’schen Geldfunktionen ist allerdings a zun¨chst noch einmal an die Herleitung der allgemeinen Wertform zu erinnern. der Arbeitszeit. daß die Marx’sche Werttheorie zwingend als monet¨re Theorie zu verstehen ist. Alle ¨konomischen Schuo ¨ len seit der klassischen politischen Okonomie sehen eine wesentliche Funktion des Geldes darin. Es muß untersucht werden. ein gesellschaftlich g¨ltiges Wertmaß zu sein. a ¨ Das allgemeine Aquivalent dient also als Wertmaß.2 Geld und seine Funktionen 3. k¨nnen sie ihre Werte gemeinu o schaftlich in derselben spezifischen Ware messen und diese dadurch in ihr gemeinschaftliches Wertmaß oder Geld verwandeln. daa her an und f¨r sich kommensurabel sind. weil alle anderen Waren ihren Wert in ihm darstellen. daß Geld die Waren nicht vergleichbar“ macht. daß es die verschiedenen Waren vergleichbar“ bzw.3. die aus dieser monet¨ren Kategorie fola a gen. besteht seine allererste Funktion darin.

die w¨hrend eines bestimmten Zeitraums innerhalb einer Volkso a wirtschaft produziert wurde. n¨mlich eine Geldeinheit. stofflich v¨llig verschiedene Dinge um eine gemeinsame Eigenschaft a o zu erweitern. Autos und Computersoftware etc. Denn in Wirklichkeit werden nirgendwo Preise gemessen“. zu einer gemeinsau men Summe zusammenfassen? – Durch das Geld. u ausgedr¨ckt in der zuvor definierten Geldeinheit (z.B. Die (vermeintliche) Parallele bez¨glich eines u naturwissenschaftlichen Vorgehens (Meßvorg¨nge. bereitstellt. deren L¨nge mit Hilfe des Urmeters a a a a gemessen werden k¨nnen. ¨ So jedenfalls lautet die Standardantwort der akademischen Okonomie. macht“ die L¨nge zweier Holzst¨cke nicht vergleichbar. Diese Behauptung findet sich daher in den g¨ngigen makro¨konoa o mischen Lehrtexten (vgl. Dies stellt eine notwendige u a Voraussetzung jeder Messung dar. Es best¨tigt sich hier. Dornbusch/Fischer 1995: 454. exemplarisch Haslinger 1995: 12f. o ¨ f¨llt allerdings außerhalb des Blickwinkels der meisten Okonomen. Summenbildungen) t¨uscht dar¨ber hinweg.. was Marx den Geldfetischismus nennt. Geld hat damit die okkulte F¨higkeit.B. a 2 Das Pariser Urmeter – ein 1 m langer Platinstab – wird seit dem 22. Es besteht bekanntlich aus der Wertsch¨pfung. Man addiert statt dessen ihre Preise. daß die u Vorstellung einer solchen Rechenmittelfunktion des Geldes sowohl logisch wie auch empirisch nicht haltbar ist.1799 im franz¨sio schen Staatsarchiv in Paris aufbewahrt. Gegenst¨nde miteinander zu addieren. die o sich in derselben Rechendimension ausdr¨cken l¨ßt. 1 .1 u Es muß an dieser Stelle nachdr¨cklich darauf hingewiesen werden. Alle Gegenst¨nde.3. Vielmehr l¨ßt sich a u a ” durch seine L¨nge die relative L¨nge aller anderen Gegenst¨nde in bezug auf a a a dieses Urmeter bestimmen. dem die zu messende Eigenschaft u ebenfalls a priori zukommt. Helmedag 1995: 716). Definition von Maßeinheia ten. Am Beispiel des Bruttosozialprodukts l¨ßt sich a dieser Zusammenhang verdeutlichen. Wie aber lassen sich so verschiedene Dinge wie B¨cher. mittels derer sie dann addiert werden k¨nnen.2 Geld und seine Funktionen 51 bar“ mache. Auch das Pariser Urmeter2 ” z. sondern ist hiervon grunds¨tzlich unabh¨ngig. Gleichzeitig kann eine Messung immer nur mit Hilfe eines Maßes durchgef¨hrt werden.01. Eben” so wenig macht“ Geld andere Dinge vergleichbar. welches eine gemeinsame Rechendimension. Dollar oder Euro). die uber keine gemeino a ¨ same physikalische Dimension verf¨gen. Diese verf¨gen offena u sichtlich uber eine geh¨rige Portion Toleranz gegen¨ber den metaphysischen Annahmen o u ¨ in ihren Theorien. Wie dies realiter geschieht. Die einem Gegenstand zukommende L¨nge wird a aber nicht erst durch die Messung hervorgebracht. besitzen a priori eine gemeinsame Eigenschaft. Haarschnitte. Es stellt den 40millionsten Teil des Erdmeridians dar. Mit ihrer Hilfe ist es a dann m¨glich. daß man ¨konomische Vora u o g¨nge hier tats¨chlich nur mit Hilfe von Metaphern erfaßt (Backhaus 1997: a a 350-356).

1 Dieser Vorgang muß auf einer sogenannten Verh¨ltnisskala basieren.1 Dies gilt selbstverst¨ndlich auch f¨r die Bestimmung der Warenwerte. Das Apriori a a der Rechendimension f¨llt in diesem Fall nicht mit den dinglichen Eigenschafa ten der Gegenst¨nde zusammen.B. Bei dieser Skala enta spricht die Differenz zweier Skalenwerte der tats¨chlichen Differenz zweier Merkmalsa auspr¨gungen der gemessenen Eigenschaft. Das aber bedeutet. z. Vielmehr m¨ssen diese u Mengen sinnvoll quantifiziert werden. o 3. der Wert von einem Drittel der Ware X bestimmt werden kann. a a u a die an diesen Gegenst¨nden selbst¨ndig ausgedr¨ckt wird. wie jede Maßeinheit. Die L¨nge zweier Gegenst¨nde A und B wird a a z.2.). Es ist hier allerdings der grunds¨tzliche Gegensatz zwischen der a L¨nge eines Gegenstandes und der Werteigenschaft einer Ware zu bedenken. einen a bestimmten Teil der gesellschaftlichen Arbeit zu verk¨rpern. Preise m¨ssen. Denn a a ¨ wenn die gemessene L¨nge von A das Doppelte der gemessenen L¨nge von B betr¨gt.B.2 Geld und seine Funktionen 52 Diese Zusammenh¨nge gelten auch f¨r Geld. die a ¨ sich erst durch ein allgemeines Aquivalent ad¨quat darstellen l¨ßt. 114f. durch eine gesetzliche Konvention fixiert werden. der jeder Merkmalsauspr¨o o a gung der zu messenden Eigenschaft genau eine Zahl zuordnet. a a a dann ist A tats¨chlich doppelt so lang wie B. ebenfalls auf einer solchen Verh¨ltnisskala abgebildet werden. a Die L¨ngeneigenschaft der Gegenst¨nde beruht auf einer nat¨rlichen Qualit¨t.2 Geld als Maßstab der Preise Um eine bestimmte Eigenschaft eines Gegenstandes quantitativ darstellen zu k¨nnen. daß eine bestimmte Menge der Ware X sich gerade mit einer bestimm¨ ten Menge des allgemeinen Aquivalents austauscht. sondern zus¨tzlich a a eine Aussage uber die unterschiedlichen L¨ngen der beiden Gegenst¨nde treffen. so daß z. Im Gegensatz dazu a a u kommt den Werteigenschaften der Waren ja gerade eine soziale Qualit¨t zu. Es gen¨gt ja nicht zu a u u wissen. u Ein solcher Preismaßstab muß. mit einer solchen Verh¨ltnisskala gemessen. Gleichzeitig ist ihr Nullwert“ empirisch sinna ” voll definiert (vgl. k¨nnen o o die anderen Waren dann an ihm ihren relativen Anteil an der allgemeinen Arbeit darstellen. sondern basiert auf deren Eigenschaft. Mit ihrer Hilfe l¨ßt sich nicht nur die a a relative L¨nge von A und B in bezug auf das Metermaß bestimmen. Silber oder Kupfer (23: 112. ben¨tigt man einen sinnvollen Maßstab. sollen sie sinnvoll bestimmt a u werden. Um als allgemeines Wertmaß zu a u dienen. also selber a priori ein Wertding“ sein – ” ebenso wie alle anderen Waren.3. Bortz 1993: 21-24). Da es die allgemeine Arbeit verk¨rpert. a . muß es ein geeignetes Maß. dem Geld muß neben seiner Funktion als Wertmaß zus¨tzlich noch die Funktion eines geeigneten a Maßstabes f¨r die Warenpreise zukommen. Hierzu dienten in aller Regel historisch gewachsene Gewichtseinheiten in Verbindung mit Gold.B.

) Diese Aussage gilt es besonders sorgf¨ltig zu interpretieren. Denn was soll man a sich unter der quantitativen Inkongruenz“ zwischen Werten und Preisen vor” stellen? Und was hat dies mit einem Durchschnittsgesetz der Regellosigkeit“ ” zu tun? – Naheliegend ist zun¨chst eine Interpretation. oder der Abweichung des Preises von o der Wertgr¨ße. [. in der logischen Differenz zwischen dem Wert und seiner Erscheinungsform als Preis – zeigt sich zugleich eine wichtige Problematik. 155) – selbiges gilt f¨r unser heutiges Papiergeld.“ (23: 113) In der Differenz dieser beiden Geldfunktionen – bzw. denn letztere Funktion setzt die erste voraus: a Als Maß der Werte und als Maßstab der Preise verrichtet das Geld zwei ” ganz verschiedne Funktionen. sondern macht sie umgekehrt zur ad¨quaten Form einer a Produktionsweise. worin sich die Regel nur als blindwirkendes Durchschnittsgesetz der Regellosigkeit durchsetzen kann. Maßstab der Preise als ein festgesetztes Metallgewicht. . . u Die Bezeichnung Mark“ war beispielsweise eine weit verbreitete mittelalterli” che Gewichtseinheit. der Maßstab der Preise mißt dagegen Goldquanta an einem Goldquantum. so folgt nicht umgekehrt. u Die beiden Geldfunktionen des Wertmaßes und des Preismaßstabes m¨ssen u sorgf¨ltig unterschieden werden.2 Geld und seine Funktionen 53 Bei der Geldeinheit Pfund“ ist die Herkunft aus einem Gewichtsmaß besonders ” offensichtlich. um welches herum ” die tats¨chlichen Preise der Waren schwanken. . daß der a Exponent ihres Austauschverh¨ltnisses mit Geld notwendig der Expoa nent ihrer Wertgr¨ße ist. Bildet man f¨r einen geeignea u ten Zeitraum das arithmetische Mittel aller Preise einer Ware. Edelmetalle eigneten sich in Form von M¨nzgeld besonu ders gut f¨r die Darstellung eines Preismaßstabes. ohne u Probleme physisch zu teilen und uniform in ihrem Aussehen (13: 35).“ (23: 116f. nicht den Wert eines Goldquantums am Gewicht des andren. Zudem waren sie kein unmittelbar wichtiges Produktionsmittel (II/1. Eine solche Ansicht steht in der Tra” . ] Am Maß der Werte messen sich die Waren als Werte. in der der Wert der a Waren eine Art Gravitationszentrum“ zu bilden scheint. sind sie doch langlebig. Es ist dies kein Mangel o dieser Form.3. [. liegt also in der Preisform selbst. .1: 152. Maß der Werte ist es als die gesellschaftliche Inkarnation der menschlichen Arbeit. dieser Zusammenhang gilt jedoch auch f¨r andere Geldeinheiten. ] Die M¨glichkeit quantitativer Inkongruo o enz zwischen Preis und Wertgr¨ße. so erhielte man dann den wirklichen“ Wert dieser Ware. Denn sie impliziert ihrerseits eine potentielle Differenz zwischen dem Wert und dem Preis einer Ware: Wenn aber der Preis als Exponent der Wertgr¨ße der Ware Exponent o ” ihres Austauschverh¨ltnisses mit Geld.

so kann ein systematischer.): Wert und Preis k¨nnen insofern ubereinstimmen“. nicht jedoch eine reale und wom¨glich gar quantifio zierbare Differenz. bestimmt sich also die Preisgr¨ße eio ner Ware durch weitere Faktoren.2 Geld und seine Funktionen 54 ¨ dition der klassischen politischen Okonomie.B. der u ” zugleich dem Wert der Waren entspricht (Hofmann 1971: 50-53). war ja gerade das Ergebnis der Wertformanalyse. Der reale Warenaustausch. Dieser Umstand wurde bereits mehrfach betont. F¨r o a u ihn schwanken die Marktpreise der Waren um ihren nat¨rlichen Preis“. Derartige Positionen gehen davon aus. In dieser Sichtweise besteht zwischen Wert und Preis eine analytisch-abstrakte. die u erste reale Erscheinungsform des Werts darstellt. die Marktmacht eines Warenbesitzers denken. daß sich im Preis ein bereits vorher bestimmter Wert nachtr¨glich ausdr¨ckt. die Geldform. Dies aber a wird in der Interpretation des vorherigen Absatzes unterstellt. Auch fallen beide zeitlich zusammen. denn bereits Adam Smith hatte sich mit der m¨glichen Abweichung von Werten und Preisen besch¨ftigt. Hier ” ließe sich z. also kongruent“ o ¨ ” ” sein. welche einen Preis in die H¨he treibt. Denn u zwei logisch voneinander getrennte Bestimmungen k¨nnen nat¨rlich niemals o u kongruent sein. o 3. also die tats¨chliche Zirkulation a der Waren. da sie nicht unabh¨ngig voneinander zu denken sind.h.3 Geld als Zirkulationsmittel Folgt man der Marx’schen Werttheorie.2. sind beide einander nicht kongruent“. eine Monopolstellung bzw. Wir erhalten durch die- . sona u dern auch zeitlich. bedarf deshalb der Vermittlung des Geldes. Indes ist eine solche Interpretation nicht mit der bisherigen Auffassung des Werts als dingliche Reflexion eines gesellschaftlichen Verh¨ltnisses kompatibel.3. Letztlich wird aber von o Marx der Zusammenhang zwischen Wert und Preis als der entscheidende Bestimmungsfaktor f¨r die Preisgr¨ße einer Ware eingesch¨tzt. a In dieser Sichtweise k¨nnen Inhalt (Wert) und Form (Preis) nicht voneinano der abweichen. als daß der erstere den einzigen Bestimmungsgrund f¨r die Gr¨ße des u o letzteren darstellt. d. Heinrich 2001: 243f. daß in der b¨rgerlichen Gesellschaft das ZAP nur mit Hilfe u der Werteigenschaften der Waren gel¨st werden kann. Dies folgt schon u o a unmittelbar daraus. pr¨monea t¨rer Warentausch nicht stattfinden – ohne einen Bezug zum Geld konstituiert a sich kein Wert und existieren keine Waren. Von daher kann die Marx’sche Formulierung zumindest als ungl¨cklich bezeichnet werden. Gemeint ist meiner Ansicht nach folgendes (vgl. Daß demgegen¨ber aber der Preis. Ist dies nicht der Fall. Wert und Preis differieren nicht bloß quantitativ.

d.und Geldpolitik langfristig nicht etwa zu einem steigenden Sozialprodukt und schließlich zu sinkender Arbeitslosigkeit f¨hren. a o inbesondere der Chicago Boys“ (Milton Friedman.).) kann auf der Grundlage der beiden Warenmetamorphosen von Marx widerlegt werden. Denn es k¨nnten o u o nur Produkte mit Produkten bezahlt“ werden und deshalb insgesamt. Daher o u w¨rde eine expansive Fiskal. sondern lediglich inu flation¨re Prozesse ausl¨sen. Marx widerspricht hier der Quantit¨tso o a theorie (23: 137f. keine Uberproduktion existieren.h. dem Stoffwechsel der gesellschaftlichen Arbeit“ (23: 120). Verantwortlich f¨r die Krisen zeigt sich eben das Geld in seiner Funku tion als Zirkulationsmittel – da dieses aber zwingender Bestandteil einer wa1 Auf die Problematik dieses Begriffs komme ich im Abschnitt 4.h. a S. a 3 Das Say’sche Gesetz besagt. Beide zusammen ergeben die Gesamtmetamorphose einer Ware. a 2 .3.).a. der Gelda wert einer Volkswirtschaft letztlich durch die Gr¨ße der Geldmenge determiniert.“ (23: 128) Man kann dies auch folgendermaßen formulieren: Der Austausch zweier Waren l¨ßt sich durch die Bewegung W1 − G − W2 (Ware 1 a – Geld – Ware 2) ausdr¨cken. alle Zirkulationsakte der b¨rgerlichen Gesellschaft als ein Nebenu und Nacheinander dieser Metamorphose zu analysieren.B. ohne die Produktionssph¨re zu ber¨cksichtigen. n¨mlich Warenbesitzer 1. europ¨ische Fiskal. u Nach der Quantit¨tstheorie wird – in knappen Worten – das Preisniveau. d. d. 23: 128. z. lassen sich dann ” Konsequenzen f¨r die Beschaffenheit der Zirkulationssph¨re angeben. 36). so erh¨lt man zwei Handlungsakte. da jedem o Angebot automatisch eine Nachfrage in gleicher H¨he gegen¨berstehe.1 Zerlegt man diese Zirkulationsbewegung in die beiden Teilst¨cke W1 − G und u G − W2 . 130). Geldbesitzer 2 (= Warenbesita zer 1) und Warenbesitzer 2. an der drei personae dramatis“ (23: 125) beteiligt ” sind. Diese ist nicht mit einer bestimmten historischen Erscheinungsform der realen Warenproduktion in eins zu setzen. per Saldo ” ¨ aller M¨rkte. n¨mlich die des Zirkulationsmittels: a Als Vermittler der Warenzirkulation erh¨lt das Geld die Funktion des Zirkua ” lationsmittels. Diese Sichtweise ist auch heute in Form des Monetarismus.h.h.3 Knapp formuliert l¨ßt sich a daher sagen. Wir befinden uns bei der Analyse dieses Warenu tauschs auf der theoretischen Ebene der einfachen Warenzirkulation (vgl. er bestimmt das herrschende Preisniveau einer Gesellschaft durch das Verh¨ltnis aller Waren zum Wert der jeweiligen Geldware. Geldbesitzer 1.2 Geld und seine Funktionen 55 se Feststellung eine weitere Geldfunktion. hoch aktuell. d. daß endogene kapitalistische Krisen unm¨glich sind.1. daß Marx bereits auf der Ebene der Zirkulation. Mit ihrer Hilfe.und Geldpolitik.h. ” denn sie bestimmt wesentlich die deutsche bzw.2 a Auch das Say’sche Gesetz (23: 127f. f¨r u a u die Gr¨ße der ben¨tigten Geldmenge. Robert Lucas u. d.2 noch zur¨ck. die M¨glichkeit kapitalistischer Krisen a u o erblickt. Diese Vorstellung einer Warenmetamorphose dient Marx dazu. wie es h¨ufig gemacht wird (vgl. die Marx als die beiden Warenmea tamorphosen bezeichnet (23: 120-125).

die von Marx unter dem Gliederungspunkt Geld“ (23: 143) zusammengestellt werden. Dieser Status ¨ndert sich. dann seine Funktion als Zahlungsmittel sowie schließlich die Funktion des Weltgeldes. daß die Zirkulationsfunktion des Geldes das einzige u ¨ Krisenpotential kapitalistischer Okonomien darstellt. nicht um Ware zu kaufen. 3. daß sich durch diese Funktion der Stellenwert des Geldes verschiebt. a . Unter ” diese Bestimmung f¨llt zun¨chst einmal die Funktion des Geldes als Schatza a bildner . das seine Grenze lediglich in der tats¨chlich u a akkumulierbaren Geldmenge findet. Bisher bestimmten sich seine Funktionen dadurch. etwas zeitgem¨ßer. Die Funktion der Schatzbildung l¨ßt sich. Es wird selbst zum ¨konomischen Zweck. daß Geld als Wertaufbewahrungsmittel fungiert. Aber weitergehende Krisenanalysen m¨ssen auf einer komplexeren theoretischen Ebene als der einfachen Warenzirkulation u stattfinden und die Produktionssph¨re mit einbeziehen. auch dahingehend a a verstehen. n¨mlich der Warenproa duktion bzw. Das Ziel einer o 1 Hiermit ist nat¨rlich nicht gesagt. Eine solche der Struktur nach unendliche Bewegung soll bei der Darstellung des Werts als Kapitalwert noch eingehender analysiert. durch ein grunds¨tzlich a unstillbares Bed¨rfnis motiviert. Wichtig hierbei ist. daß mit der Funktion der Schatzbildung dem Geld zum ersten Mal eine selbstbez¨gliche u Funktion zukommt. Aus bloßer Vermittlung des Stoffwechsels wird dieser Formwechsel zum Selbstzweck.3.4 Geld als Geld Die zun¨chst etwas merkw¨rdig anmutenden Formulierung Geld als Geld“ a u ” faßt als Oberbegriff drei weitere Geldfunktionen zusammen. sondern um Warenform ” durch Geldform zu ersetzen. sondern durch W −G. wenn Geld als a Wertaufbewahrungsmittel dient: Ware wird verkauft. daß es als Vermittler eines außerhalb seiner selbst liegenden Zusammenhangs funktioniert. Wichtig im hier vorgestellten Zusammenhang ist. Ein solcher Prozeß ist. des Warentausches.“ (23: 144) Um es in der Symbolik des vorhergehenden Abschnitts zu formulieren: Nicht mehr durch W1 −G−W2 wird diese Geldfunktion erfaßt. folgt hieraus ein endogenes Krisenpotential ¨ kapitalistischer Okonomien.1 Diese Aspekte der Marx’schen Theorie – die im ¨ ubrigen sp¨ter zentrale Uberlegungen der Keynes’schen Theorie bilden sollten a ¨ – werden an dieser Stelle jedoch nicht n¨her betrachtet. da sie f¨r den weiteren a u Gang der Darstellung keine unmittelbare Bedeutung besitzen. anders als der Warentausch.2.2 Geld und seine Funktionen 56 renproduzierenden Gesellschaft ist.

zielt die Bestimmung des Geldes als a Zahlungsmittel doch auf eine umfassendere Funktion – n¨mlich die M¨glicha o keit. bevor W1 − G vollzogen wurde. d. . seine wirkliche Bestimmung aus: Erst auf dem Weltmarkt funktioniert das Geld in vollem Umfang als ” die Ware. als sei dieser Umstand bereits mit der Zirkulationsfunktion erfaßt worden.“ [Hervorh.m. d. bei dem man unmittelbar an die heute breit diskutierte Globalisie” .1 Allerdings 1 Dieser Aspekt. bewirkt es a den H¨ndewechsel der Ware. . die in diesem Zusammenhang erw¨hnt werden muß. das seiner Bestimmung nach ein universelles ist. Zun¨chst mag es so scheia nen. was Marx unter Geld als Geld“ versteht.F. N. Die Formulierung a ” bezieht sich auf den Selbstzweckcharakter des Geldes. deren Naturalform zugleich unmittelbar gesellschaftliche Verwirklichungsform der menschlichen Arbeit in abstracto ist. N. uma a faßt die Bedeutung des Geldes als Zahlungsmittel. u Die n¨chste Funktion. warenproduzierenden Gesellschaft liegt damit nach Marx die u internationale Etablierung ihrer Strukturen immanent zugrunde. kann eine Bewegung W2 − G stattfinden.. [.] (23: 156) a Im Geld als der stofflichen Verk¨rperung der abstrakten Arbeit wird ein gesello schaftliches Verh¨ltnis erfaßt. ] Obgleich es [das o Geld. So richtig dies zun¨chst ist. Dieses erlangt jetzt eine Bedeutung. Als u o Zahlungsmittel entwickelt sich das Geld dem Potential nach zu einem Kreditgeld .h. welche sich nicht mehr nur – wie zuvor – auf seine Vermittlungsfunktionen bei der Vergesellschaftung der b¨rgerlichen Privatarbeit bezieht. ¨ Die gleichzeitige Erscheinung der Aquivalente Ware und Geld auf den ” beiden Polen des Verkaufprozesses hat aufgeh¨rt.2 Geld und seine Funktionen 57 o a ¨konomischen Handlung leitet sich nun nicht mehr zwangsl¨ufig aus dem Austausch von Gebrauchswerten ab. u in einem universellen Zusammenhang. sondern dem Tauschwert einer Ware kommt ein potentiell dominierender Charakter zu – Marx spricht daher von der Si” syphosarbeit der Akkumulation“ (23: 147).] nur im Geldversprechen des K¨ufers existiert. Zugleich dr¨ckt Geld erst als Weltgeld.F. einen Rechtstitel auf zuk¨nftige Zahlungen abschließen zu k¨nnen. Erst am f¨lligen Zahlungstermin tritt das a a Zahlungsmittel wirklich in die Zirkulation.3. Damit erm¨glicht es die Umkehrung der beiden Warenmetamorphosen. Denn bei der Bewegung W1 − G − W2 funktioniert Geld offensichtlich als Zahlungsmittel.h. Es dient als Geldeinheit der nationalen Handelsbilanzen und gleicht diese als internationales Zahlungsmittel aus (23: 157). geht aus der Hand des K¨ufers in die des Verk¨ufers uber.h. Seine Daseinsweise wird seinem Begriff ad¨quat. v. o d. Unter diesem Gesichtspunkt wird auch verst¨ndlich.“ (23: 150) a a ¨ Als letzte Geldfunktion nennt Marx das sogenannte Weltgeld. a Der b¨rgerlichen.

2 Geld und seine Funktionen 58 muß hier angemerkt werden. .3. a rung“ denken muß. Allerdings leiten Marx/Engels ihre Diagnose dort nicht ¨konomietheoreo tisch ab. wird im Kommunistischen Manifest bereits ausf¨hrlich erw¨hnt u a (4: 464-467). Heinrich 2001: 249). daß ein solches Weltgeld sich bisher nirgendwo entwickelt hat. sondern vielmehr die regionale US-W¨hrung Dollar diese Aufa gabe ubernimmt – neuerdings unter der Konkurrenz der neuen europ¨ischen a ¨ W¨hrung Euro (vgl.

um zu kaufen. Marx leitet diese also nicht. durch die Bewegung W1 − G − W2 gekennzeichet und wird durch das Geld mit Hilfe seiner bereits erl¨uterten Funka tionen vermittelt.) hingegen die Bewegung G − W − G und damit (Geld-) Kapital vor. Verwandlung von Geld in Ware und R¨ckverwandlung von Ware in Geld. die Form G − W − G. Geldbesitzer. finden wir“ ” (ebd. spezifisch verschiedne vor. der bisherige Vermittler der Zirkulation. wird Kapital und ist schon seiner Bestimmung nach Kapital.1 Der Ubergang vom Geld zum Kapital ¨ 4. Geld.1. u verkaufen. das in seiner Bewegung diese letztre Zirkulation beschreibt. Steht o der Gebrauchswert der Waren im Mittelpunkt des Interesses. bis auf die unterschiedlichen Handlungsmotive der Waren bzw. a Diese ist. welche auf der Ebene der tats¨chlichen Handlungen zur Geldform hinf¨hrte. n¨mlich G − W − G. In dieser Bewegung a a ¨ndert das Geld. kategorial durch eine Widerspruchsanalyse ab. kaufen. Dominiert dagegen der Tauschwert das Geschehen. wie bereits dargestellt wurde. denn sie wird a u . die uber die ¨ bisherigen Bestimmungen hinausgeht.1 Der fehlende Ubergang im Kapital“ ” Zum jetzigen Zeitpunkt meiner Darstellungen wurden sowohl der Wertinhalt als auch die Wertform analysiert. Im zweiten Kapitel ergab sich abstrakte Arbeit als der Inhalt bzw. so ergibt sich W1 − G − W2 . seinen Stellenwert. Grundlage all dieser a u Erl¨uterungen war bisher die analytische Ebene der einfachen Zirkulation.“ (23: 162) Nach dieser Bestimmung sieht es so aus. als ob Kapital sich lediglich durch die Motivationslage eines ¨konomischen Subjekts vom Geld unterscheidet. die Bewegung G − W − G scheint. w¨hrend die Werta formanalyse des vorhergehenden Kapitels die dialektischen Entwicklungen der einfachen Wertform hin zur allgemeinen Wertform lieferte. auf der gleichen analytischen Ebene zu existieren wie die Bewegung W1 −G−W2 . die keiner weiteren Begr¨ndung bedarf. verwandelt sich in Kapital. Marx nennt indes eine weitere Bewegungsform. um zu u verkaufen. Diese neue Bewegung gr¨ndet sich offenbar auf einer empirischen u Selbstverst¨ndlichkeit. Es wird zu Kapital: Die unmittelbare Form der Warenzirkulation ist W − G − W. wie zuvor die verschiedenen Wertformen. die Substanz der Wertbestimmung. Ver” wandlung von Ware in Geld und R¨ckverwandlung von Geld in Ware. Im Gegenteil. Neben dieser Form finden wir aber eine zweite.4 Werttheorie als Kapitaltheorie 59 4 Werttheorie als Kapitaltheorie ¨ 4.

welche sich in der Bewegung W1 − G − W2 symbolisiert. daß unter der einfachen Zirkulation.h. als zun¨chst geplant war (II/2: 10*ff. Sie stellt vielmehr eine analytische Ebene der b¨rgerlichen Gesellschaft dar: u ¨ Wir haben es hier jedoch nicht mit historischem Ubergang der Cir” culation in das Capital zu thun. ¨ In den Grundrissen (II/1.).1 Der Ubergang vom Geld zum Kapital 60 einfach vorgefunden“.. Ebenso wie die einfache Wertform bildet a die einfache Warenzirkulation eine analytische Konstruktion. 36).h. blose Erscheinungsform eines hinter ihr liegenden.) Die Bezeichnung einfach“ bezieht sich hier auf eine theoretisch (noch) unter” entwickelte oder unterbestimmte Kategorie. die a u durch ihre eigenen Bestimmungen sich als Moment. Beide Bewegungen scheinen der Analyseebene somit ” außerlich zu sein (vgl.2 Der Ubergang in den Grundrissen“ und im Urtext“ ” ” Den Ausgangspunkt der Marx’schen Kapitalbestimmung bildet zun¨chst die a Feststellung. den Marx im Kapital nicht (mehr) aufgef¨hrt hat.1. wie dies mit den drei Wertformen geschieht. 173-187) wie auch im Urtext1 (II/2: 63-85) ¨ findet sich jedoch der Versuch. d.). auf einen abstrakten Ausschnitt der Wirklichkeit – nicht jedoch auf historisch einfache“.“ (II/2: 68f. d. Die einfache Zirkulation ist vielmehr eine abstrakte Sph¨re des b¨rgerlichen Gesamtproductionsprocesses.¨ 4. unterentwickelte. den Ubergang vom Geld als Geld zum Kapital ebenso kategorial abzuleiten. Daher soll der kategoriale Ableitungsversuch. a ¨ 4. deren Attribut einfach“ darauf hindeutet. im u folgenden Unterabschnitt erl¨utert werden. Heinrich 2001: 253f. Tats¨chlich ver¨ffentlichte Marx in diesem Zusammenhang a o lediglich die Schrift Zur Kritik. a . keine historische Epoche. keine vorkapitalistische Warenproduktion zu verstehen ist (vgl. die zudem wesentlich weniger umfangreich ausfiel. S. In den sp¨ter angefertigten Schriften fehlt ein solches Vorgehen hingegen. ” Verh¨ltnisse (Brentel 1989: 278-283). ebenso aus ihr resultirenden. sondern erscheint unter dem R¨ckgriff auf empirische bzw. Hier ist a ¨ der Ubergang von der Bewegung W1 − G − W2 der einfachen Zirkulation hin zu der Bewegung G − W − G nicht mehr als zwingend zu erkennen. wie sie producirenden tieferen Process – das industrielle Capital – ausweist.1: 157f. historische Argumente als u ¨ lediglich eine mehr oder weniger plausible Uberlegung. ” 1 Der Urtext (II/2: 17-94) ist zwischen August und Oktober 1858 auf der Basis der Grundrisse entstanden und sollte den ersten Band eines insgesamt sechsb¨ndigen Werkes zur a ¨ politischen Okonomie bilden. daß sie noch einer weiteren Entwicklung bedarf.

wird von Marx in den Grundrissen (II/1. gleichzeitig basiert die Zirkulation auf einem freiwilligen Tausch dieser Werte –. liegt nicht in ihr selbst – die letzte Ursache bildet das ZAP. Die Formen der einfachen Warenzirkulation – d. also die b¨rgerliche Vergesellschaftung der arbeitsteiligen u Privatarbeit. Im Kapital spricht er dies hingegen weniger deutlich aus. die die doppelte Bestimmtheit der Waren vermittelt. Fn.. wird auch in den Grundrissen deutlich. Denn sie a basiert auf Ereignissen. unselbst¨ndig u a bestimmt ist und in der Bewegung W1 − G − W2 keine selbst¨ndige Existenz a erhalten kann (vgl. Zwar pr¨gen die Zirkulationsph¨nomene den Augena a schein der b¨rgerlich-kapitalistischen Gesellschaft – den zirkulierenden Waren u mitsamt dem Geld scheint ihre Wertbestimmung als dingliche Eigenschaft zuzukommen. . o Dies schließt die vorhergehenden Ergebnisse der Wertformanalyse mit ein.1: 177) Gesamtprozeß. 73). Der Grund einer solchen Zirkulation.¨ 4. Denn wenn die u Wertbestimmung einer Ware sich verwirklicht. a etwas ausf¨hrlicher. Hier erl¨utert er. weist aber ebenfalls daraufhin. daß die einfache Zirkulation nicht mit einer historischen Entwicklung verwechselt werden darf (23: 128. im Urtext (II/2: 63-75) herausgearbeitet. wie Marx sagt. Worin der Schein einer selbst¨ndigen Existenz dieser Zirkulatia onssph¨re besteht. indem es entweder als Zirkulationsmittel eine andere Ware realisiert (G − W2 ).1: 177). Als Ganzes der Vermittlung.1 Der Ubergang vom Geld zum Kapital 61 damit der zu analysierende Gesamtprozeß seinem Wesen nach angemessen erfaßt werden kann.h. Daß die einfache Warenzirkulation in einem solchen Sinne zu verstehen ist. wo Marx die einfache Zirkulation ebenfalls als oberfl¨chlichen Schein der b¨rgerlichen Gesellschaft a u darstellt (II/1. Aber sie sezt diese Extreme nicht. ihr selbst¨ndiges Bestehen ist jedoch bloßer Schein.1: 157f. 186) und. dem sie selbst als abstraktes Moment angeh¨rt. In ¨ ihrem Verweis auf ein allgemeines Aquivalent verbleibt auch sie auf einer unterbestimmten Ebene. also ein Tausch stattgefunden hat ( W1 − G).“ (II/2: 64) Die hier erw¨hnten Extreme beziehen sich auf die beiden Metamorphosen a W1 − G und G − W2 . die Geldform mitsamt ihrer Funktionen – verweisen auf einen. die sie selbst weder hervorbringen noch als perpetuum mobile erhalten kann: Die Circulation in sich selbst betrachtet ist die Vermittlung voraus” gesetzer Extreme. hinter ihr gehenden“ ” (II/1. ausf¨hrlich hierzu Brentel 1989: 249-261). als totaler Proceß selbst muß sie daher vermittelt sein. u a warum der Wert in seiner Geldform noch widerspr¨chlich bzw. Ihr unmittelbares Sein ist daher reiner Schein. so kann das Geld seine Bestimmungen nur realisieren.

“ (II/1.h. Als Repr¨sentant des a allgemeinen Reichtums kann Geld sich nur verwirklichen. sich jedoch andererseits durch die Zirkulation erh¨lt. auf die Gesamtheit aller Waren zu. auf einer komplexeren Ebene aufheben (Rakowitz 2000: 150). Der Wert in seiner Geldform steht damit dem konkreten Reichtum aller Gebrauchswerte als Repr¨sentant von allgemeinem a Reichtum gegen¨ber. Denn Wert kommt dem Geld tats¨chlich ja nur in bezug auf a die allgemeine Arbeit. in der dies gelingt. sich nicht verliert. die Realisirung seiner als Tauschwerth ist. ben¨tigt der Wert eine Erscheinungso form. also der Zirkulation entzogen. nennt Marx – Kapital: Die erste Bestimmung des Capitals ist also die: daß der aus der Circu” lation herstammende und sie daher voraussetzende Tauschwerth sich in ihr und durch sie erh¨lt. Dann aber erlischt der Wert wiederum in der Konsumtion eines Gebrauchswertes. d. Es kann nun ¨ nur noch als Maß der Werte und als Maßstab der Preise dienen und ist auf der Ebene der einfachen Zirkulation daher unterbestimmt. Um dies zu erreichen. Geschieht dies jedoch. sie a nicht als die Bewegung seines Verschwindens. sondern vielmehr als die Bewegung seines wirklichen Sichsetzens als Tauschwerth. Seine nach wie vor widerspr¨chliche Formbestimmung muß sich daher. wieder in einen Bezug zur Zirkulation gesetzt werden. dessen Naturalform ihm als Geld dient. wenn es in die Zirkulation eingeht. Damit ergibt sich nicht nur eine Negation der Zirkulationsfunktion des Geldes. Die Realisierung seiner Wertbestimmung bedeutet damit zugleich den Verlust derselben. so era lischt es mitsamt seiner Wertbestimmung in der Konsumtion des erhaltenen Gebrauchswertes.1: 183) . Diejeo nige Erscheinungsform des Werts. analog zu den bisherigen Entu wicklungen der Wertformanalyse. kann es wesentliche seiner Funktionen nicht wahrnehmen. In seiner Geldform und auf der Ebene der einfachen Zirkulation wurde der Wert also noch immer nicht angemessen abgeleitet. Tauscht man es gegen eine Ware ein. Er muß als selbst¨ndige Form a a sowohl außerhalb wie auch innerhalb der Zirkulation existieren k¨nnen. Es muß also.¨ 4.1 Der Ubergang vom Geld zum Kapital 62 oder aber akkumuliert wird. in der er einerseits als Voraussetzung der Zirkulation bestimmt ist. Wird es akkumuliert. indem er in sie eingeht. um seine Bestimmung als Wert zu erhalten und zu realisieren. uber die Geld als Geld bestimmt wurde. es negieren sich weiterhin auch diejenigen Funktionen. In beiden F¨llen kann das Geld sich jedoch nicht als ein u a solcher Repr¨sentant erhalten. so stellt es bloß einen scheinbar konservierten Wert dar. In Wirklichkeit bewahrt sein Besitzer lediglich den stofflichen Gebrauchswert auf.

der ausser ihr lag. Kapital wird durch den fluktuierenden Wechsel von Geld. in dem jeder Gegenstand sowohl in seiner Bestimmung als Gebrauchs. in der er als die Verk¨rpeo rung des allgemeinen Reichtums auf einen gegenteilig bestimmten Pol“ trifft. Wert als abstrakte Arbeit muß als Ware in der Zirkulation auf a diesen besonderen Gebrauchswert treffen. ” der seinerseits Gebrauchswert als solchen darstellt.“ (II/1. der sich nur an die Arbeit hina giebt. . setzen.“ (II/1. der die Verselbst¨ndigung des bisher unterbestimma ten Werts umfaßt: Das Geld [. ] hat als Capital seine Starrheit verloren.1: 187) Der Begriff des Kapitals zielt somit auf einen Prozeß.und Warenkapital gekennzeichnet. sondern beziehen sich zum einen a auf die kapitalistische Form der vergesellschafteten Arbeit. der ebenfalls als Ware erh¨ltlich und a konsumierbar ist. Andererseits aber hat die Arbeit ihr Verh¨ltniß zu ihrer Gegenst¨ndlichkeit ver¨ndert: a a a sie ist auch zu sich zur¨ckgekehrt. Der Gebrauchswert als u a solcher erh¨lt eine ¨konomische Form. n¨mlich a die Arbeit. zum anderen auf einen Produktionsprozeß. zu ihrem Material wird. Und dieser Verwertungsprozeß umfaßt nicht nur die Ebene der Warenzirkulation.wie auch als Tauschwert ein einzelnes Moment der Verwertung darstellt. Dieser Gebrauchswert stellt aber einen alten Bekannten“ dar ” – n¨mlich die Arbeit als Ursache der Wertgegenst¨ndlichkeit selbst: a a Der Tauschwerth war urspr¨nglich seinem Inhalt nach vergegenst¨ndu a ” lichtes Quantum von Arbeit oder Arbeitszeit. daß die u u im Tauschwerth vergegenst¨ndlichte Arbeit die lebendige Arbeit als ein a Mittel seiner Reproduction sezt. aber jetzt nicht mehr als einfaches Equivalent oder einfache Vergegenst¨ndlichung der Arbeit.¨ 4. die dem Wert als solchem gegen¨bera o u tritt (Brentel 1989: 262). [. wenn der Wert eine Erscheinungsform erlangt. . Anders formuliert: Es wird ein Gebrauchswert ben¨tigt. und ist aus ” einem handgreiflichen Ding zu einem Process geworden. . Die Begriffe Arbeit und Kapital bezeichnen daher keine fixierten Gegenst¨nde oder Personen. und f¨r den sie selbst als eine von aussen ihn ergreifende u und innerhalb ihrer umwandelnde Bewegung erschien. son- . hebt sich die wiu derspr¨chliche Polarit¨t der Warenbestimmung auf. ] Er muß jetzt selbst wieder den Ausgangspunkt der Circulation. w¨hrend urspr¨nglich der Tauschwerth a u nur als ein Product der Arbeit erschien. durch dessen Konsum der Wert sich realisiert und o zugleich erh¨lt. um sich selbst zu erneuern und von sich selbst wieder die Circulation zu beginnen.1: 186) Indem der Wert auf diese Weise der Arbeit gegen¨bersteht. ihr vorausgesezt war. Die R¨ckkehr ist aber die.1 Der Ubergang vom Geld zum Kapital 63 Ein solches Erhalten des Werts in und durch die Zirkulation kann nur stattfinden. . sondern als der vergegenst¨ndlichte a a und verselbstst¨ndigte Tauschwerth.

81).“ u (II/1. 20).). aber 1) ist es selbst ” der Wechsel dieser beiden Bestimmungen. . Da ¨ der Wert aber nur zu einer quantitativen Anderung f¨hig ist. Beide Metamorphosen beziehen sich der Form nach auf das Kapital und dem Inhalt nach auf den Wert. den ich im n¨chsten Unterabschnitt u a n¨her betrachten werde. Zum einen kann jenseits der einfachen Zirkulation nicht sinnvoll von der Produktionssph¨re abstrahiert werden. Kapital besteht in der Totalit¨t aller Waren und ist daher ein Ph¨nomen der Zirkulations. bei der es um die Vermittlung zweier unterschiedlicher Gebrauchswerte geht. sondern eine Totalit¨t von Waaren. W − G. P . allerdings auf einer analytisch fortgeschritteneren Ebene. soll noch einmal auf die Kapitalbestimmung des vorhergehenden Abschnitts zur¨ckgegriffen weru den. Kapital ebenso als eine Totalit¨t aufzufassen. 2) es wird Waare. W − G die Bewegung G − W . Ver¨nderung a statt. Da die Grundlage des Marx’schen Kapitalbegriffs in seinem Wertbegriff besteht. ].¨ 4. S. wenn statt a G − W . Die beiden Metamorphosen G − W und W − G dieser Bewegung lassen sich nun als Momente einer allseitigen Kapitalbewegung verstehen (Backhaus/Reichelt 1995: 71. also qualitative. . Kapital ist abstrakte Arbeit a und verweist damit auf die Herstellung gesellschaftlicher Einheit. . aber gegen die bestimmte Form. . Diese ist damit aber aus zweierlei Gr¨nden noch nicht vollst¨nu a dig erfaßt. . weist aber ihrem Begriff nach uber diese hinaus. daß G = G + ∆G. bedeutet dies a zwangsl¨ufig. . . . Dies unterscheidet sie von der Bewegung W1 − G − W2 . Beide u bilden zwei aufeinander angewiesene und zusammengeh¨rende Momente der o kapitalistischen Warenproduktion (Rakowitz 2000: 197f. W − G stattfindet. P . indem sie sich auf die Totalit¨t der menscha ¨ lichen Arbeit bezieht (vgl. Dort wurde Kapital als die Bewegung G − W − G dargestellt. P steht hier f¨r den Produktionsprozeß. aber nicht diese oder jene Waare. . 23: 165)2 : a 1 Es l¨ßt sich eine Parallele zwischen einem solchen Kapitalbegriff und dem Begriff der alla gemeinen Arbeit finden. [. erscheint es plausibel. Letztere stellt sich dinglich zwar als konkrete Arbeit dar. wobei ∆G > 0 (vgl. . Zum zweiu ten findet in dieser Bewegung keine inhaltliche. . und dieser wiederum auf die allgemeine Arbeit zielt. . Es ist nicht a gleichg¨ltig gegen die Substanz. 2 Bei ∆G handelt es sich um den ber¨hmten Mehrwert.wie a a auch der Produktionssph¨re. .1 Die Trennung von einfacher Warenzirkulation a und Produktionsprozeß erweist sich damit als analytisch und nicht als historisch bedingt: Das Capital wird abwechselnd Waare und Geld. .1 Der Ubergang vom Geld zum Kapital 64 dern zugleich auch den Produktionsprozeß der b¨rgerlichen Gesellschaft. Aus G − W − G wird somit a G − W . a . P . Eine Ver¨nderung kann hier nur stattfinden.1: 185) Um die Bewegung der beiden Momente zu symbolisieren.

W − G ist es also. Der Tauschwerth sezt sich nur als Tauschwerth.¨ 4. . n¨mlich prozessurale. eine eigenst¨ndige Form. wie in der Circulation. S. Sie a a bedeutet zugleich seine Vermehrung. Die Darstellung des Kapitala Verwertungsprozesses zielt somit auf einen integralen Bestandteil dieser Gesellschaft.] auch nicht mehr einfaches Gleichsetzen. P . der Komplexit¨t des Gegenstands ad¨quaten Kategorie (Kapitalwert) a a fortentwickelt werden muß. die zweite zentrale a Leistung1 der Marx’schen Werttheorie dar: Wert als dingliche Reflektion der b¨rgerlichen Vergesellschaftung der Arbeit besitzt nur in und durch einen Veru wertungsprozeß . daß dieses Ergebnis auf der Grundlage des Kapitals u nicht eindeutig zu erschließen ist. 49). selbst¨ndiger Wertform und Wertvermehrung stellt m. Es best¨tigt sich einmal mehr. also seinen Werth vermehrt. Dieser Zusammenhang zwischen Wert. Allerdings a muß hinzugef¨gt werden. . das. Die Bewegung W1 − G − W2 der einfachen Zirkulation stellt sich hingegen als mangelhafte Beschreibung der b¨rgerlich-kapitalistischen Veru gesellschaftung heraus.h.“ (II/1. .1: 186f. . Marx habe seine Theorie im Fortgang von den Grundrissen hin zum Kapital auf eine problematische Weise popularisiert. .F. die auf der einen Seite dem Wert erst eine wirklich selbst¨ndige. ” Bewahren seiner Identit¨t. Hierzu bedarf es einer zus¨tzlichen Ausa wertung der Grundrisse und des Urtextes. findet hier einen deutlichen Beleg. Form und Prozeßhaftigkeit des Werts. Die alleinige Lekt¨re des Kapitals u versperrt den Zugang zu dem zentralen Zusammenhang von Inhalt. W − G l¨ßt sich eine Kategorie angeben. um theoretisch faßbar zu a werden. von der einfachsten Kategorie (Warenwert) hin zu einer umfassenenden. Form verleiht. daß die Marx’sche Wertbestimmung nicht auf a einen Gattungsbegriff abzielt (Backhaus 1998: 368). indem er sich verwerthet. Marx analysiert vielmehr ein verdinglichtes gesellschaftliches Verh¨ltnis. N.) 65 Die Bewegung G − W . seine Vermehrung. P . mit deren Hilfe dann die b¨rgerlich-kapitalia u stische Vergesellschaftung tats¨chlich erfaßt wird. E. d. .). . Die arbeitsteilige Privatarbeit kann nur als ein Prozeß der Kapitalverwertung bestehen. . 1 Die erste zentrale Leistung besteht bekanntlich in der Formulierung einer monet¨ren Werta theorie (vgl. Und erst mit der Bewegung G − W . sondern Vervielf¨ltia a gen seiner selbst. . Die Ansicht Backhaus’ (1998: 349f.1 Der Ubergang vom Geld zum Kapital Damit ist es [das Kapital.

W − G ausgedr¨ckt. . d.‘“ (23: 173) Das Problem. ist kein Gewinn. Symbolisch wurde dies durch G − W . Dieser Prozeß. kann sich a a dort aber nicht in einer ad¨quaten Form konstituieren. bestimmt. Denn wenn alle Waren zu ihren Werten getauscht werden. der sich selbst“ u ” verwertet. Dort u ¨ schließt er sowohl die Zirkulationssph¨re als auch die Verletzung des Aquivalena tentauschprinzips als systematische Ursache des Mehrwerts aus (23: 170-181). Dann gilt vielmehr: .4.h. . daß Marx Kapital als eine prozessurale Wertform.Wo Gleichheit ist. daß der Mehrwert. Er findet zwar seine grunda a a s¨tzliche Ursache in der arbeitsteiligen Privatarbeit der Produktionssph¨re. ist nicht nur die Herstellung einer selbst¨ndigen Form. S. Es besteht aus der Frage: Was ist Gewinn. daß die scheinbare Selbstverwertung des Werts wiederum das Produkt menschlicher Arbeit sein muß.h. so hatte sich gezeigt.2. ¨ ein sogenannter Mehrwert – existiert? Insbesondere ist erkl¨rungsbed¨rftig. stellt kein Spezifikum der Marx’schen Werttheorie dar. Dies ist bei den folgenden Bea trachtungen. .1 Arbeit als Quelle des Mehrwerts 66 Im letzten Unterkapitel hatte sich ergeben. jede Person daher im Austausch f¨r eine ent¨ußerte Ware ein Wert¨u a a quivalent bekommt.h. .2 Die Mehrwertproduktion 4. ” um das es hier geht. wer erwirtschaftet ihn? Marx untersucht diese Frage ausf¨hrlich im vierten Kapitel des Kapitals. Auf der Grundla¨ ge eines Aquivalententauschs zwischen Arbeit“ und Kapital“ muß daher ein ” ” positiver Mehrwert erkl¨rt werden – Hic Rhodus – hic salta!“ (ebd. 62) a u ” bereits bekannten Einsicht.) a ” 1 Nach den bisherigen Erl¨uterungen sollte klar sein. wie es uberhaupt sein kann. als daß a er pr¨monet¨r und zirkulationsunabh¨ngig existieren kann. sondern a zugleich eine Vermehrung des urspr¨nglichen Werts – Wert. genauso wie der a Wert allgemein. der Wert als solcher einen Gebrauchswert als solchen konsumieren muß (23: 181). daß ein ∆G > 0 – d. Hieraus zieht er die Schlußfolgerung.h. wie entsteht er bzw. wie diese Vermehrung zustande kommt. d. a u ¨ wie es auf der Grundlage des Aquivalententauschprinzips zu einem positiven Mehrwert kommen kann.1 Dies f¨hrt ihn zu der aus den Grundrissen (vgl. . u wobei G = G + ∆G mit ∆G > 0. P . Nun stellt sich die Frage. sondern zieht sich mit verschiedenen L¨sungsversuchen von der klassischen o ¨ politischen Okonomie bis zur heutigen Neoklassik durch. einen Verwertungsprozeß. die sich auf die Produktionssph¨re beziehen und von der Zirkulationssph¨re a a abstrahieren. d. nicht in dem Sinne einfach in der Produktionssph¨re entsteht.2 Die Mehrwertproduktion 4. kann es per Saldo keinen positiven Mehrwert geben. immer mitzudenken. daß der Mehrwert in der Produktionssph¨re entstehen“ muß.

der dem Wert als solchem in Warenform gegen¨beru steht. also seine Arbeitskraft. deren Gebrauchswert die Arbeit darstellt (23: 192). nicht aber seinen Lebensunterhalt als Lohnarbeiter verdienen. besteht die Produktion der Arbeitskraft in seiner eignen Reproduktion oder Erhaltung.4. ohne hierbei auf a o a einen fremden Produktionsmittelbesitzer angewiesen zu sein. Vielmehr besitzt ein solcher Arbeiter lediglich das Potential. w¨rde er sein u Arbeitsprodukt auf einem Markt verkaufen. Marx greift hier auf die Bestimmung zur¨ck.“ (23: 184f. d. Diese ist selbst keine Ware und besitzt daher auch keinen Wert. Seine Arbeit schafft zwar Wert. Soweit sie Wert. repr¨sentiert die Ara beitskraft selbst nur ein bestimmtes Quantum in ihr vergegenst¨ndlicha ter gesellschaftlicher Durchschnittsarbeit. also z. a gedacht werden. d. Miete u. daß der Geu o brauchswert als solcher. Die Arbeitskraft existiert nur als Anlage des lebendigen Individuums. dieses spezifischen Artikels notwendigen Arbeitszeit. die je nach Entwicklungsstand der b¨ru gerlichen Gesellschaft schwanken k¨nnen.2 Die Mehrwertproduktion 67 ¨ Der Schl¨ssel zur L¨sung dieses Problems liegt in der Uberlegung. Wenn die Arbeitskraft aber als Ware gilt. die zur Produktion einer Ware aufgewendet werden muß: Der Wert der Arbeitskraft. aber erst nachdem die Arbeitskraft verkauft wurde. sondern nur die Arbeitskraft sein kann. die er zu Beginn des Kapitals als allgemeine Erkl¨u a rung f¨r die Wertgr¨ße hergeleitet hat. Dieses Potential. Was dar¨ber hinaus als unverzichtbarer Beu standteil einer – mehr oder weniger – w¨rdigen Existenz gilt.¨.B. wie denn ihr Wert. Verdauung sagt. wertschaffende Arbeit zu leisten.) Der Wert der Arbeitskraft bemißt sich demnach nach ihren Reproduktionskosten.h.h. bestimmt werden kann. so stellt sich sofort die Frage.“ (23: 187) o Denn ein Arbeiter verkauft nicht seine Arbeit“ – eine solche besitzt er ja gar ” nicht. k¨nnte er selbst¨ndig Arbeiten. das er verkaufen kann. ist bestimmt ” durch die zur Produktion.h. also auch Reproduktion. Weiterhin spielen Verteilungsk¨mpfe o a hierbei eine Rolle. an die zur unmittelbaren Existenz der Arbeiter und ihrer Familien aufzubringenden Kosten. H¨tte er Arbeit. Hier kann einmal an die Kosten von Lebensmitteln. Kleidung. Marxistisch“ gesprochen: Die Ergebnisa ” . Ihre Produktion setzt also seine Existenz voraus. ist abh¨ngig von u a gesellschaftlichen Moralvorstellungen. Eine solche Eigenschaft kommt nur der Arbeitskraft zu. d. Die Existenz des Individuums gegeben. sagt nicht o ” Arbeit. gleich dem jeder andren Ware. so wenig als wer Verdauungsverm¨gen sagt. die jeweilige Machtposition der Gewerkschaften bei der Erk¨mpfung sozialer Standards. n¨mlich die Menge an gesellschaftlich u o a notwendiger Arbeit. nicht Arbeit. Zwischen beiden besteht ein wesentlicher Unterschied: Wer Arbeitsverm¨gen sagt. der Lohnsatz. ist das einzige.

Dieser Unterschied zu der Wertbestimmung der anderen Waren wird von Marx auch erw¨hnt. Der Wert der Arbeitskraft und ihre Verwertung im Arbeitsprozeß sind also zwei verschiedne Gr¨ßen. hindert den Arbeiter keineswegs. . auch 23: 230). Sie stellt o insofern eine Notwendigkeit dar.F. als daß ohne sie ein ¨konomischer Substanzo verlust eintritt. dem Wert der o 1 Dieser Zusammenhang wird durch die makro¨konomische Perspektive des Kapitels 4.“ (23: 185) Mit Hilfe der Differenzierung zwischen Arbeit und Arbeitskraft gelingt es Marx ¨ nun. v. Der betriebliche Gewinn wiederum l¨ßt sich als eine Erscheia 1 nungsform des Mehrwerts m verstehen. daß f¨r ein gegebenes Land zu a u einem gegebenen Zeitpunkt der Wert der Arbeitskraft dennoch eindeutig feststellbar ist: Im Gegensatz zu den andren Waren enth¨lt also die Wertbestimmung a ” der Arbeitskraft ein historisches und moralisches Element. ist der Durchschnitts-Umkreis der notwendigen Lebensmittel gegeben. F¨r ein beu stimmtes Land. Durch diese Mehrarbeit ento steht der Mehrwert. Bezeichnet man den Wert der eingesetzten Produktionsmittel als Vorleistungen. wenn sich zwischen dem Wert der im Produka tionsprozeß verbrauchten Produktionsmittel sowie dem Wert der eingesetzten Arbeitskraft auf der einen und dem Wert der produzierten Waren auf der anderen Seite eine Differenz ergibt.h. um ihn w¨hrend 24 Stunden am Leben o a ” zu erhalten.m.“ [Hervorh. a da in diesem Zeitraum mehr Arbeit geleistet wird. erstere bildet den Inhalt und letzterer die zugeh¨rige o soziale Form. einen ganzen Tag zu arbeiten. d. an dem sie den Wert der Vorleistungen kompensiert sowie ihren eigenen Wert reproduziert hat: Daß ein halber Arbeitstag n¨tig. so bedeutet dies. auf der Basis des Aquivalententauschprinzips einen positiven Mehrwert zu erkl¨ren. zu einer bestimmten Periode jedoch.4.3 o vertieft. ein Arbeitstag.2 Die Mehrwertproduktion 68 se des Klassenkampfes beeinflussen ebenfalls den Wert der Ware Arbeitskraft. N.. Im a ersten Teil wird eine hinreichend große Warenmenge produziert.] (23: 208) o Ein Produktionszeitraum.2. zerf¨llt damit in zwei Teile. z. um die Vorleistungen zu kompensieren und den Wert der eingesetzten Arbeitskraft zu reproduzieren. wie dies in der volkswirtschaftlichen Statistik ublich ist. als man zur ¨konomischen o Substanzerhaltung ben¨tig (vgl.B. Man k¨nnte dies auch als notwendige Arbeit bezeichnen. Er besteht aus der Differenz zwischen der gesamten betrieblichen Wertsch¨pfung t eines Zeitraums. Der zweite Teil l¨ßt sich demzufolge als Mehrarbeit auffassen. zugleich jedoch herausgestellt. Ein solcher existiert. daß die Arbeitskraft uber denjenigen Zeit¨ ¨ punkt hinaus konsumiert werden muß.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang insbesondere. h 5h 10 10 10 10 10 t GE GE GE GE GE 5 5 5 5 5 s GE GE GE GE GE 25 GE ls 10 GE 0 GE 0 GE 0 GE 0 GE 10 GE m = t − s − ls 0 GE 0 GE 5 GE 5 GE 5 GE 15 GE 50 GE Abbildung 8: Die Produktion des Mehrwerts. der ein gr¨ßerer Wert als den Vorleistungen und der eingesetzten Arbeitskraft zuo kommt. sich auf der ¨ Basis des Aquivalententauschprinzips vollzieht. h 3. Alle im Produktionsprozeß eingesetzten Leistungen werden zu ihrem Wert bezahlt. der Vorleistungen s.4. die reine Existenz eines positiven Mehrwerts – und damit des unternehmerischen Gewinns – ist gerade kein Beleg f¨r eine ungerechte“ Bezahlung oder gar f¨r ein ausbeuu u ” ” . Abbildung 8 gibt einen Uberblick uber ¨ diesen Zusammenhang. h 4. h 2. Zeit 1. und der eingesetzten Lohnsumme ls . d. Es gilt also: m = t − s − ls . F¨r den Mehrwert gilt damit: a u ¨ m = 50 GE − 25 GE − 10 GE = 15 GE. Weiterhin sei unterstellt.2 Die Mehrwertproduktion 69 hierbei verbrauchten Produktionsmittel. die Vorleistungen s betragen o a 25 GE und die Lohnsumme ls betr¨gt 10 GE. muß die Arbeitskraft eine Warenmenge produzieren. also die Mehrwertproduktion. Nach diesen zwei Stunden endet damit die notwendige Arbeit und es beginnt die Mehrarbeit.h. Sie kann daher zugleich als Arbeitswerttheorie wie auch als Kapitalwerttheorie bezeichnet und als solche jenseits der KPW nicht begr¨ndet werden u (Brentel 1989: 263-266). Werttheorie l¨ßt sich im a Marx’schen Sinne ohne die Kategorie des Kapitals und der Lohnarbeit nicht denken. Dies ist nach zwei Stunden der Fall. Die Marx’sche Analyse des Kapitalwerts als ein Verwertungsprozeß setzt damit zwingend die Existenz der Lohnarbeit voraus. daß der Kapitalverwertungsprozeß. die Arbeiter hierzu allerdings Produktionmittel im Wert von 5 GE verbrauchen. Damit es a einen Mehrwert gibt. Die L¨nge des Arbeitstages betrage 5 Stunden. daß durch den a Konsum der Arbeitskraft pro Stunde eine Warenmenge im Wert von 10 GE produziert wird. d. o Ein Beispiel mag dies verdeutlichen: angenommen. der Tageswert einer eingesetzten Arbeitskraft betr¨gt 10 GE. h 5. Die gesamte Wertsch¨pfung des Tages t betr¨gt 50 GE.h. Man kann den Mehrwert m daher auch als betriebliche Netto-Wertsch¨pfung bezeichnen.

2. den die gesellschaftlichen Moral.“ (23: u a a 208) 4. arbeiten kann. Es handelt sich bei dem variablen u Kapital also um die gesamte Lohnsumme ls . daß daher der Wert. a doppelt so groß ist als ihr eigner Tauschwert. Die Arbeitskraft ist eine Ware und kann unter den gegebenen gesellschaftlichen Bedingungen auch nichts anderes sein. entwickelt o Marx die Kategorien des gesamten. geschieht dem mehrwertproduzierenden Arbeitskraftbesitzer durchaus kein Unrecht: Der Geldbesitzer hat den Tageswert der Arbeitskraft bezahlt.4. die in eben diesem Produktionsprozeß ihren Wert nicht ver¨ndern. daß die t¨gliche Erhaltung nur einen halben Arbeitstag kosa tet. die f¨r den Konsum der eingesetzu 1 Daher geht die wohlgemeinte Forderung. Im Gegenteil: Die Arbeitskraft wird ihrem Wert a gem¨ß bezahlt und damit das Recht erworben. den ihr Gebrauchswert w¨hrend eines Tages schafft. d. Anders fora muliert. ihm ge” h¨rt daher ihr Gebrauch w¨hrend des Tages. 2 ¨ Ein Ph¨nomen. an der Sache vorbei. umfaßt es die Menge der verwendeten Produktionsmittel.2 Konstantes und variables Kapital Um die Mechanismen der Mehrwertproduktion in einer gr¨ßeren Pr¨zision daro a zustellen. Weder ihr Erwerb noch ihr Gebrauch treten daher in einen grunds¨tzlichen Konflikt mit den ublichen b¨ra u ¨ gerlichen Tausch. obgleich die Arbeitskraft einen ganzen Tag wirken. Sieht man von dieser Ausnahmestellung in der Wertbestimo mung ab. ihren Gebrauchswert in dem a Rahmen zu konsumieren. ” . des konstanten und des variablen Kapitals (23: 214-225).h. die tagelange Arbeit. daß der b¨rgerlichen Okonomie unter den Stichworten Abschreibungen“ a u ” und Vorleistungen“ bekannt ist. Das allseitige Gerede von der notwendigen Flexibilisierung des Arbeitsmarktes (sic!) tr¨gt ausreichend Zeugnis a davon. Auf der anderen Seite beinhaltet das u gesamte Kapital ebenfalls das variable Kapital. welches seinen Wert im Produktionsprozeß ver¨ndert. denn diese ver¨ndern ihren Wert w¨hrend der Produktion nicht. ist ein besondres Gl¨ck u f¨r den K¨ufer. Der o a Umstand. als dies mit der bisherigen Argumentation m¨glich ist.und Kr¨fteverh¨lta a nisse erm¨glichen. Das gesamte Kapital besteht zum einen aus dem konstanten Kapital. Arbeitskraft nicht wie eine beliebige Ware zu behandeln. sondern ubertragen“ ihn a a ¨ ” 2 auf das endg¨ltige Produktionsergebnis. ist sie eine Ware wie jede andere auch. aber durchaus kein Unrecht gegen den Verk¨ufer. welches sich auf alle Hilfsmittel eines Produktionsprozesses bezieht.und Moralkriterien.1 Vom einem solchen Standpunkt aus gesehen.2 Die Mehrwertproduktion 70 terisches“ Arbeitsverh¨ltnis. es reproduziert seinen eigenen Wert und schafft a dar¨ber hinaus gegebenfalls einen Mehrwert.

d. c. wie Marx dies tut. Wie die Wertformanalyse ergeben hat.1) 50t Gesamtwert = 25c konstantes Kapital + 10v variables Kapital + 15m Mehrwert Gesamtkapital C Gleichung (4. muß es ein allgemeines Aquivalent a zur Wertdarstellung geben. daß die verschiedenen Wertanteile t. 232).h. Auf der anderen Seite werden Kapitalph¨nomene beschrieben. das konstante Kapital als c. die Mehrwertproduktion zu beschreiben. Dennoch ist sie logisch nicht haltbar. auf welcher analytischen Ebene diese Gleichung liegt.und Warenkapital bestimmt wird (vgl.4. S.h. muß man sich verdeutlichen. 69) ubertragen.1) d¨rfen daher nicht als pr¨monet¨re Bestimmung u a a aufgefaßt werden. Dies bedeutet aber. Es ist daran zu erinnern.B. das Gesamtkapitel als C. Denn . S. 23: 227. Holt man diese Definition jedoch nach.B. so erh¨lt man: t = C + m = c + v + m. Wert bereits in seiner Kapitalform a vorausgesetzt.h. ausgedr¨ckt werden m¨ssen. u u Die Notwendigkeit der Wertdarstellung in GE folgt auch unmittelbar daraus. Sie dient auf der einen Seite dazu. daß der Wert sich an der dazugeh¨rigen Ware nicht selbst¨ndig ausdr¨cken o a u ¨ l¨ßt. 63). um sie uberhaupt ableiten u ¨ zu k¨nnen –. v und m der Gleichung zwingend in ihrer Geldform.1) wirkt auf den ersten Blick unproblematisch und vor dem Hintergrund der verbalen Umschreibung des Mehrwertph¨nomens durchaus plaua sibel. d. Zwar kann man prinzipiell von dieser Notwendigkeit aus analytischen Gr¨nden abstrahieren – z. sie beschreibt den Produktionsprozeß der KPW. Um dies zu erkennen.2 Die Mehrwertproduktion 71 ten Arbeitskraft gezahlt werden muß. Symbolisiert man wie bisher den Mehrwert mit m und den produzierten Gesamtwert einer betrieblichen Produktionsperiode mit t. a Auf das Beispiel des vorherigen Abschnitts (vgl. Darstellungen vom Typ der Gleichung (4. Bezeichnet man. so ergibt sich ein neues Problem. auch wenn Marx selbst nicht immer eine GE verwendet (z. daß Kapital von Marx als ein formwechselnder Prozeß von Geld. das variable Kapital als v so ergibt sich: C = c+v (23: 226). auf dem jetzigen Entwicklungsstand der Marx’schen Darstellung o k¨me dies jedoch einem theoretischen R¨ckschritt auf die Ebene des ersten a u und zweiten Abschnitts des ersten Kapitels des Kapitals gleich. in GE. ergibt sich ¨ die folgende Gleichung: (4. d.

hierzu Helmedag 1994: 182-186 oder Heinrich 2001: 267-271).4. aij ist hierbei die Menge o a des i-ten Produktionsmittels. zum Problem des Gewinns und seiner Darstellung in einer logisch konsistenten Rechendimension auch die Erl¨uterungen von Helmedag (1999: 72-76). denn diese haben die Zirkulationssph¨re zum Zeitpunkt der Produktion bereits a als wert. so stellt sich auch das ber¨chtigte Transu ” formationsproblem“ (vgl. preisbestimmte Waren verlassen.1) in die folgende. den Wert als pr¨monet¨re Substanz zu verstehen. nicht. pr¨zisere a Darstellung bringen: Vgl. den er f¨r eine Stunde Lohnarbeit zahlen u muß. die bei der Herstellung einer Mengeneinheit von j verbraucht wird. d. S. die Transformation von pr¨monet¨ren Werten in Produktionspreise. Die vom Unternehmer zur Produktion von j gekaufte Arbeitskraft sei a0j .2 und u ” 2. Helmedag 1999: 69): Sei j irgendeine produzierte Ware und pj ihr Preis. o o Man ben¨tigt zur Produktion n Produktionsmittel. daß pro Produktionszyklus lediglich eine Mengeneinheit von j produziert werden kann.2 Die Mehrwertproduktion 72 bekanntlich realisiert sich der Wert – und damit auch der Mehrwert m – erst in bzw. Dies wurde ausf¨hrlich in den Abschnitten 2. Denn in a a einer nicht-substantialistischen“ Wertauffassung existiert nirgendwo ein pr¨monet¨rer a a ” Wert. F¨r aij ist der Preis pi zu zahlen. l sei der Lohnsatz. ist also zum Zeitpunkt der Produktion a nur latent“ vorhanden. Der Einfachheit halber sei unterstellt. a 2 Dies entspricht der bereits erw¨hnten Pfannkuchentheorie“ (vgl. Dies leistet der Interpretation Vorschub.1 Eine solche Kl¨rung fehlt leider a ” im Marx’schen Original. 29. erscheint die Entwicklung einer modia fizierten Schreibweise angebracht (vgl. der diesbez¨glich transformiert werden m¨ßte oder k¨nnte (Heinrich 2001: 277u u o 284). 1). Die Einheit von l ist damit GE/h.h. Mit Hilfe dieser Vereinbarungen l¨ßt a sich die Marx’sche Darstellung in Gleichung (4. Er kann daher in der Produktionssph¨re nicht zum gleichen a Zeitpunkt und in der gleichen Recheneinheit wie c und v dargestellt werden.3. 1 . Fn. durch die Zirkulationssph¨re. gemessen in h. Vermeidet a ” man den Fehler einer solchen Wertauffassung. die der Ware bereits im Produktionsproa a zeß zugef¨gt wird.2 u Um die geschilderten logischen Probleme zu umgehen und ein substantialis” tisches Mißverst¨ndis“ zu vermeiden.1 diskutiert. die gesamte Wertsch¨pfung sich also in einer einzigen Ware verk¨rpert. Schon aufgrund der Notwendigkeit der Bildung korrekter Recheneinheiten l¨ßt sich m lediglich als dimena sionsloser Parameter symbolisch andeuten“.bzw. die Einheit von p sei u GE.

daß pj − n i=1 τ= aij pi a0j l −1= t−c −1 v ¨ Ubertr¨gt man dieses Ergebnis auf das obige Zahlenbeispiel.2 Die Mehrwertproduktion 73 pj t = a1j p1 + a2j p2 + . wird a0j l ¨ durch eine Multiplikation mit τ vergr¨ßert. Abbildung 9 faßt dieses Ergebnis zusammen. . denn es gilt: 25 GE + 10 GE 1 + 3 = 50 GE. . Mathematisch gesehen. so w¨rde sich ein a u 3 Mehrwert m von 10 GE 1 + 2 − 10 GE = 15 GE ergeben. Okonomisch bedeuo tet dies eine Wertsch¨pfung uber den urspr¨nglichen Wert der Arbeitskraft o u ¨ hinaus. mithin also kein Mehrwert produziert. Denn aus a a (4. daß τ = 0. so wird lediglich die notwendige Arbeit verrichtet.2) folgt unmittelbar. Bei einem negativen τ findet nicht einmal die notwendige Arbeit statt. deren Wert sich durch einen Kauf bereits realisiert hat. Ließe 2 sich die Ware j tats¨chlich zum Preis von 25 GE verkaufen. so erh¨lt man f¨r a a u 3 τ einen Betrag von 2 . Gilt hingegen.2) = i=1 aij pi + a0j l(1 + τ ) In dieser reformulierten Gleichung werden lediglich Geldeinheiten addiert. + anj pn + a0j l (1 + τ ) c n v m (4. also Waren. Ein positiver Betrag von τ korrespondiert daher mit der Leistung von Mehrarbeit. Betrag von τ τ >0 τ =0 τ <0 Mehrwert Ja Nein Nein Mehrarbeit Ja Nein Nein notwendige Arbeit Ja Ja Nein Abbildung 9: Die Bedeutung des Mehrwertparameters τ . wenn τ > 0. eine gr¨ßere Wertmenge verk¨rpert als das o o zu seiner Produktion verausgabte konstante und variable Kapital.4. Der Mehrwertparameter τ l¨ßt sich problemlos n¨her bestimmen. es tritt also ein ¨konomischer o Substanzverlust ein. gemessen in GE. . ist an dem dimensionslosen Parameter τ zu erkennen. Daß das Endprodukt j.

wie man die Kapitalverwertung kontinuierlich erh¨hen kann. Zum einen o l¨ßt sich der Betrag von τ erh¨hen. Die Annahme der ausschließlich wertbestimmten Preise l¨ßt sich somit aufrecht erhalten.h. Zudem m¨ßten im Zusammenhang einer werta u . daß beide Effekte sich auf gesamtwirta o a schaftlicher Ebene statistisch aufheben. Dies gilt auch f¨r den Wert der Arbeitskraft. bleibt noch eine weitere Frage der Mehrwertproduktion zu beu antworten. daß der Preis einer Ware ausschließlich durch die Bedingungen ihrer Wertproduktion bestimmt wird. bildet der Term a0j l(1 + τ ) die a Grundlage der Kapitalverwertung. Es bleibt also zu untersuchen. Es l¨ßt sich daher annehmen. so muß auch [a0j l(1 + τ )]1 > [a0j l(1+τ )]2 gelten.h. Dies ist dann der Fall. d. Wie bereits erl¨utert wurde. Will ein Unternehmer diese steigern. also z. eine Verwertung. daß ein Unternehmen in aller Regel einer sinkenden Kapitalverwertungsrate – d. in der die Arbeitskraft ihren eigenen Wert v reproduziert. einer reinen Erh¨hung der geleisteten Mehrarbeit.1 Weiterhin kann a0j l auch dadurch ver1 Hier muß beachtet werden.h. d.2) angebracht. o Zur Beantwortung dieser Frage scheint eine erneute Betrachtung der Gleichung (4. bestimmte Nahrungsmittelpreise aufgrund eines Produktivit¨tsfortschritts a in der entsprechenden Branche sinken.B. daß im statistischen Mittel f¨r alle Waren gilt. die Rate“ der Kapitalu ” verwertung bzw. Da u Inflation aber ein Ph¨nomen verk¨rpert. einem sinkenden τ – nicht lediglich durch Absatzerh¨hungen entgegenwirken kann. w¨rde mit o a u jeder produzierten Warenmasse die Verwertungsrate in bezug auf das bereits vorhandene Kapital sinken. Bekanntlich l¨ßt sich der Wert nur als Kapitalverwertungsprozeß a denken. wobei die Verwertung selbst auf die Leistung von Mehrarbeit zur¨cku zuf¨hren ist. so ist hier anzusetzen. daß ich in meiner Darstellung immer unterstelle. a a ohne daß gleichzeitig ihr Preis sinkt. d. schon aufgrund inflation¨rer Tendenzen. der Mehrarbeit bleibt auf der Basis der bisherigen Darstellung konstant.2 Die Mehrwertproduktion 74 Nachdem nun das grunds¨tzliche Geheimnis der Plusmacherei“ (23: 189) gea ” l¨ftet wurde. o Zum anderen kann sich a0j l verringern. denn weo der Marktanteile noch die Nachfrage nach einem Produkt lassen sich beliebig steigern.B. W¨re dem nicht so. dies entspricht ¨konomisch einer Verl¨ngea o o a rung des Arbeitstages. der Wert einer Ware sinken. Bisher verblieb dieser Prozeß statisch. Tats¨chlich kann. die sich selbst auf immer h¨herem Niveau reproduziert. Ein seiner Natur nach unbegrenzter Verwertungsprozeß m¨ßte aber eine u dynamische Kapitalverwertung hervorbringen.h. z.4. so daß die Zeitdauer der notwendigen Arbeit sinkt. bringt jeder Produktionszyklus einen Mehrwert von 15 GE hervor. Hierzu existieren prinzipiell zwei M¨glichkeiten. Hinzu kommt. a o u ist im Falle der Arbeitskraft zugleich auch der Preis der von ihr produzierten Wertmasse inflation¨r erh¨ht. Denn wenn m1 > m2 gelten soll. Von einem Verwertungsprozeß kann man in einem solchen Fall nicht sinnvoll sprechen. wenn sich der Wert der Arbeitskraft allgemein vermindert.

in der der Wert der eingesetzten Arbeitskraft reproduziert wird.h. theoretischen Betrachtung inflation¨re Tendenzen nicht anhand der Kaufkraft des Geldes. Die beiden Attribute absolut“ und rela” ” tiv“ beziehen sich hier auf die Gr¨ße der gesamten produzierten Wertmenge t. durch die Substitution von variablem durch konstantes Kapital.h. w¨hrend er die zweite eine Erh¨hung des o a o relativen Mehrwerts nennt (23: 334). In diesem Fall muß das Wachstum von τ das Sinken von a0j l uberkompensieren. Beide Ver¨nderungsm¨glichkeiten k¨nnen gleichzeitig auftreten. Steigert sich hingegen nicht nur m. Eine relative Mehrwertsteigerung liegt hingegen vor. Abildung 10). . gleichbleibenden Lohnkosten – steigt. da ansonsten der ¨ zu realisierenden Mehrwert tats¨chlich gesunken ist (vgl. a o o Die erste M¨glichkeit einer Steigerung der Kapitalverwertung. Produktionsergebnis o erzielt. daß ein Unternehmer aufgrund von Produktivit¨tsfortschritten a bei gleichbleibender Produktionsmenge weniger Arbeitskr¨fte einsetzen muß.2 Die Mehrwertproduktion 75 ringert werden. o Bleibt diese bei gestiegenem m konstant. denn die relative Erh¨hung des Mehrwerts impliziert o bekanntlich die Verbilligung der eingesetzten Arbeitskraft. so hat sich m aufgrund einer Verringerung von v erh¨ht.h. a ¨ d. Man kann diese Zusammenh¨nge a auch anhand des Mehrwertparameters τ verdeutlichen: Eine absolute Mehrwertsteigerung liegt vor. a Mehrwertsteigerung absolut relativ Betrag von τ steigt steigt Lohnkosten konstant sinken Mehrarbeit steigt steigt notwendige Arbeit konstant sinkt Abbildung 10: Absolute und relative Mehrwertsteigerung. sondern ¨ auch t. sinkt auch die notwendige Arbeitszeit. d. wenn τ steigt und a0j l sinkt. d. absolut gestiegenes. In diesem Fall wurde ein gr¨ßerer o Mehrwert durch ein gr¨ßeres. nennt Marx die o Erh¨hung des absoluten Mehrwerts. Helmedag 1994: 327). so liegt eine absolute Anderung vor. Allgemein l¨uft diese M¨ga o lichkeit also auf die Verringerung des eingesetzten variablen Kapitals v hinaus. da der zu reproduzierende Wert der Arbeitskraft konstant bleibt.h. Bei einer absoluten Steigerung des Mehrwerts ¨ndert sich weiterhin a die notwendige Arbeit nicht. a sondern der Kaufkraft einer Lohnminute dargestellt werden (vgl. Anders bei einer relativen Mehrwertsteigerung: da hier die Lohnkosten sinken. wenn τ bei konstantem a0j l – d. Ublicherweise bezeichnet man dies als Rationalisierungen.4. relativ zum produzierten Gesamtwert t und zum kono stanten Kapital c ist v gesunken.

die aus der prozessuralen Kapitalwertform der b¨rgerlichen Vergesellschaftung entsteht.h. wird dann zu der Frage nach der gesamten Wertsch¨po fung einer Gesellschaft. des Volkseinkommens und seiner Verteilung auf die unterschiedlichen sozialen Klassen. Jedes der besprochenen Momente der KPW l¨ßt sich jedoch auch zu einer gesamtwirtschaftlichen Ebene aggrea gieren. Zur Beantwortung dieser Frage sollen zun¨chst die zentralen Marx’schen Kategorien der Mehrwertproduktion auf eia ner gesamtwirtschaftlichen Ebene zusamengefaßt werden. d.3 Die Mehrwertproduktion auf gesamtwirtschaftlicher Ebene Die bisherige Darstellung der Mehrwertproduktion beschr¨nkte sich auf die bea triebliche.1 An dieser Stelle kann somit festgestellt werden. Zugleich m¨chte ich o die in der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR) ublichen Begriffe und ¨ Gr¨ßen einf¨hren. Ebene.B. gegenw¨rtigen Flexibilisierungsforderungen – finden daa a her in der Struktur der KPW ihren theoretischen Ausdruck. u Beide Ph¨nomene sind nicht in der Psyche oder dem Charakter der Kapia ” talisten“ zu begr¨nden.h.2 noch zur¨ckzukommen sein. daß zwischen der Kapitalverwertung und den Lohneinkommen ein struktureller Gegensatz besteht (Helmedag 1999: 88).2 Die Mehrwertproduktion 76 Es soll an dieser Stelle besonders betont werden. der produktivit¨tsbedingte Wegfall mehrwertschaffender Arbeitspl¨tze a a oder die vielf¨ltigen.4.2 Zwar unterscheiden sich diese von der Marx’schen Termio u 1 2 Auf diesen Aspekt wird im Abschnitt 5. u Die verwendeten Termini entsprechen den Bezeichnungen vor der Einf¨hrung der Europ¨iu a schen Systems der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen. Zwar mag es gierige“ und egoistische“ Unternehmer u ” ” geben. d.h. 49 und S. Es bleibt daher eine dritte zentrale Leistung der Marx’schen Werttheorie festzuhalten (vgl. auch S. Die Frage nach der Quelle des Mehrwerts. statt a .2. also letztlich des unternehmerischen Gewinns. Dies wiederum setzt die Leistung von Mehrarbeit voraus. einzelwirtschaftliche. d. 23: 618). Hier erg¨be sich z. an dem sie ihren eigenen Wert bereits reproduziert hat. 4. zur Mehrwertproduktion ben¨tigt man Lohnarbeit. 65): Der Mehrwert bildet die Quelle der Kapitalverwertung. Die real stattfindenden Akkumulationstendenzen – z. der grunds¨tzlichen Notwendigkeit einer funktionierenden Kapitalvera wertung – sprich: der unternehmerischen Gewinnmaximierung – kann sich un¨ ter den Bedingungen einer kapitalistischen Okonomie jedoch kein Unternehmer entziehen (vgl. welche uber den Punkt o ¨ hinaus konsumiert wird.B. daß sowohl absolute als auch relative Mehrwertsteigerung eine strukturelle Notwendigkeit bilden.

der demzufolge die Nettowertsch¨pfung TN darstellt. Dies w¨re in der Tat o a empirisch falsch. d.h. 78).3 Wie zuvor auf der betrieblichen Ebene auch. 26).2 Die Mehrwertproduktion nologie.2 Ca zerf¨llt somit in die beiden Bestandteile Ca1 und Ca2 .4. Daß also die zu EU geh¨rende Fl¨che o a kleiner ist als die von ESV besagt nicht. Es ergeben sich die Zusammenh¨nge: u a des BSP das Bruttonationaleinkommen. deren jeweilige Wertsch¨pfo ung tn zu agreggieren ist. a 77 Es sei angenommen. zerf¨llt a TB in einen alten“. um eine Verwechslung mit dem a betrieblichen Gesamtkapital C zu vermeiden. der Menge der gea sellschaftlich gleichgesetzten Arbeit – allerdings auf einer weiter fortgeschritteren Ebene der Analyse. hierzu Abbildung 11 auf S. kann man auch. sondern sind allein dem Bestreben nach o einer anschaulichen Darstellung zuzuschreiben. 2 Streng genommen m¨ßte man auch noch zwischen Abschreibungen auf das Sachanlageu verm¨gen und sonstigen Abschreibungen unterscheiden. . Dann ¨ muß aber beachtet werden. 3 Die jeweiligen Fl¨cheninhalte in Abbildung 11 sagen nichts uber die tats¨chlichen Relatioa a ¨ nen der verwendeten Gr¨ßen untereinander aus. Denn die Bruttowertsch¨po fung TB ist nichts anderes als der Fl¨cheninhalt der Menge A.1 Anstatt die aggregierten Produktionsmittel Ca zu ermitteln. 1 Das aggregierte konstante Kapital Ca erh¨lt den Index a. der gesamtwirtschaftliche Mehrwert M sich o also bereits realisiert hat. Weiterhin muß man beachteten. wobei a Ca1 = S. Wert TU und einen neu“ pro¨ ¨ ” ” duzierten Wert. Der gesellschaftliche Bruttoproduktionswert TB einer bestimmten Periode bestimmt sich dann durch die Summe aller tn . wie in der VGR ublich. der zur Verteilung auf die sozialen Klassen zur Verf¨gung steht. V und M (vgl. Anders als bei der Darstellung des betrieblichen Mehrwerts m lassen sich auf der Aggregatebene daher alle Gr¨ßen in GE ano geben. daß es n Unternehmen gibt. Der gesamte Bruttoproduktionswert TB einer Gesellschaft besteht aus der Summe der gesellschaftlichen Kapitalbestandteile Ca .h. daß die Summe der Lohneinkommen geringer ist als die Summe der Unternehmens. sind aber grunds¨tzlich mit ihr kompatibel. der gesamtwirtschaftlichen Summe der betrieblichen Abschreibungen – unterscheidet. Da nur die ersteren eine Werto ubertragung im Marx’schen Sinne darstellen. v und m der i=1 n Unternehmen werden analog zu den aggregierten Gr¨ßen Ca . die aggregierten Vorleistungen S bilden. In diesem Zusammenhang m¨chte ich außerdem an die mathematische o Umschreibung der abstrakten Arbeit erinnern (vgl. daß hier insgesamt eine ex-postAggregation aller Gr¨ßen vorliegt. Die einzelwirtschaftlichen Kapitalbestandteile c.und Verm¨genseinkommen.h. Auf den dargestellten Inhalt hat dies jedoch keinen Einfluß. TB = n ti . V und M ado diert. also lediglich ubertragenen. S. daß man zwischen dem Wert der Produktionmittel Ca1 und ihrer Wert¨bertragung Ca2 auf den Bruttoproduktionswert TB – u d. TN bildet o den realen stofflichen Reichtum einer Gesellschaft ab. kann auf die Ber¨cksichtigung der letzteren u ¨ an dieser Stelle jedoch verzichtet werden. d.

so stellt sich heraus. Weiterhin entspricht die Marx’sche Nettowertsch¨pfung TN der ublichen Definition des Nettosozialprodukts (NSP).4.4) TN = TB − TU = V + M − Ca ¨ Aufwendungen f¨r u Produktionsmittel Abschreibungen L¨hne und Geh¨lter o a Ca1 Ca Ca2 TU ¨ S betriebliche Sozialabgaben staatliche Sozialabgaben V TB EU Zinsen Steuern Verlust¨bernahmen u ausgesch¨ttete Gewinne u R¨cklagen u Bilanzgewinne Ca : aggregiertes Gesamtkapital M : aggregierter Mehrwert TN : aggregierter Neuwert S: aggregierte Vorleistungen NSP: Nettosozialprodukt EU : Einkommen aus unselbst¨ndiger a Arbeit M BSP TN NSP ESV V : aggregiertes variables Kapital TB : Bruttoproduktionswert TU : aggregierter ubertragener Wert ¨ ¨ BSP: Bruttosozialprodukt ESV : Einkommen aus selbst¨ndiger a Arbeit und Verm¨gen o Abbildung 11: Gesellschaftliche Wertsch¨pfung. hierzu Haslinger 1995: 46-50).2 Die Mehrwertproduktion 78 (4.3) TB = Ca + V + M (4. o ¨ Ubertr¨gt man die Marx’schen Kategorien nun auf die ublichen Begrifflichkeia ¨ ten der VGR (vgl. daß das Bruttosozialprodukt BSP gleich der Differenz aus dem Bruttoproduktionswert TB und den Vorleistungen ist. denn das o ¨ .

oder Zins.bzw. Jede dieser Gr¨ßen l¨ßt sich im Marx’ o a o a schen Sinne als konstantes oder variables Kapital bzw. Oberfl¨chlich betrachtet scheint es zwar so. dem monet¨ren Reichtum einer Gesellschaft. als Mehrwert interpretieren. Von statistischen Feina a o heiten abgesehen. Die o einzelnen Bestandteile von ESV stellen somit lediglich eine bestimmte Verteilung von Besitztiteln auf den gesellschaftlichen Mehrwert dar (vgl. n¨mlich der Mehrarbeit o a leistenden Lohnarbeit. Gewinne. ohne daß diesem Vorgang eine reale Wertsch¨pfung zukommt. daß die Marx’sche Werttheorie zu einer gesamtwirtschaftlichen Wertsch¨pfungstheorie erweitert werden kann. Deshalb kann der gesellschaftliche Reichtum als Ganzes durch Spekulations.2 Die Mehrwertproduktion 79 NSP bildet das um die Abschreibungen bereinigte BSP.B. entspricht das NSP somit dem Volkseinkommen. Hein 1997: 63f. Sie eignet sich daher nicht nur o zur Erkl¨rung einzelwirtschaftlicher Ph¨nomene. z. aus unterschiedlichen ¨konomischen Quellen stammen. Es gelten somit die beiden Gleichuna gen: (4.6) N SP = BSP − Ca2 = V + M = EU + ESV Es zeigt sich. sondern lediglich o ” . sondern die Verteilungsseite des NSP. d.5) BSP = TB − S = V + M + Ca2 (4. Aber dem o ist nicht so: Die einzelnen Bestandteile von ESV ergeben sich als unterschiedliche Erscheinungsformen des gesamtwirtschaftlichen Mehrwerts M und basieren demnach alle auf einer einzigen ¨konomischen Quelle. so stellt es sich als die Summe der Einkommen aus unselbst¨ndiger Arbeit EU und den Einkommen a aus selbst¨ndiger T¨tigkeit und Verm¨gen ESV dar. sondern kann zudem die Enta a stehung der Gr¨ßen der VGR erkl¨ren.). Diesen Zusammenhang gilt es besonders zu betonen: Eine gesellschaftliche Wertsch¨pfung entsteht ausschließlich auf der Basis menschlicher Arbeit.h. Hier werden lediglich Rechtsanspr¨che auf einen bestimmten Anteil des u gesellschaftlichen Mehrwerts M umverteilt. sind kein Kapital“. Dividendeneinkommen auch nicht erh¨ht wero den. Zinsen und Dividenden. daß die unterschiedlichen a konkreten Erscheinungsformen des Mehrwerts.4. Betrachtet man nicht die Entstehungs-. Aktien z.B.

das a unmittelbare Zusammenwachsen der stofflichen Produktionsverh¨ltnisa 1 Eine solche Lehre wurde von Otto Conrad als die Tods¨nde der National¨konomie“ (Conu o ” rad 1934: 11) bezeichnet. d. wurde von Marx im dritten Band des Kapitals als a ” trinitarische Formel“ uberaus bissig kommentiert: ¨ ” Im Kapital – Profit. sie er” ” ” ” wirtschaften“ auch keine Rendite. a ” hierzu Hofmann 1971a: 86-94) f¨hrt an dieser Stelle sicherlich zu weit. wenn a ” man bei Willke (1997: 15) liest. die Verdinglichung der gesellschaftlichen Verh¨ltnisse. wie erw¨hnt. oder noch besser Kapital – Zins. Eine detaillierte Kritik dieser Lehre findet sich. o a 2 Eine weitergehende Besch¨ftigung mit der sogenannten Produktionsfaktorenlehre“ (vgl. im Prim¨rsektor derart produktiv arbeiten. Eine ideologisierte Sichtweise der gesellschaftlichen Wertsch¨pfung qua Produktionsfaktoren“. in dieser ¨konomischen Trinit¨t als dem Zuo a sammenhang der Bestandteile des Werts und des Reichtums uberhaupt ¨ mit seinen Quellen ist die Mystifikation der kapitalistischen Produktionsweise.“ Weder Kapital“ noch Wissen“ werfen“ irgend etwas ab – wie auch? Nur ” ” ” Menschen k¨nnen etwas tun. daß hier eine technologische Notwendigkeit (in jedem Produktionsprozeß braucht man Produktionsmittel) zur Legitimierung eines sozialen Verh¨ltnisses a (Privateigentum an Produktionsmitteln und der hierauf basierenden Einkommen) umgedeutet wird. Boo ¨ ” den und Kapital“ l¨ßt sich daher auf der Grundlage der Marx’schen Theorie a nicht aufrechterhalten.h. . daß der o a sekund¨re und insbesondere der terti¨re Sektor einer Gesellschaft mitsamt den beschriea a benen Folgen stetig wachsen kann (vgl.2 die neuerdings um den Fako ” tor Wissen“ erg¨nzt wird. So z. o Heinrich 2001: 295f. hierzu ebd. Von dieser Kritik ist auch u der zunehmend in Mode kommende Produktionsfaktor Wissen“ betroffen. sondern setzen sich nun lediglich bez¨glich der Verteilung ihrer eino u zelnen Bestandteile anders zusammen.1 Vielmehr stellen diese vermeintlich selbst¨ndigen. dar. Sie besitzen daher auch keinen Wert. nicht polemisch zu werden.4.B. daß Wissen l¨ngst h¨here Investitionsrenditen abwirft a o ” als Kapital. z. daß eine Geige geigt“ oder ein a ” Fernrohr sieht“. Die ubliche Vorstellung der wertsch¨pfenden Produktionsfaktoren Arbeit.2 Die Mehrwertproduktion 80 handelbare Rechtstitel auf einen bestimmten Teil von M . sie k¨nnen lediglich bereits bestehende Werte umverteilen (vgl. per Saldo haben sich die Einkommen aus selbst¨ndiger T¨tigkeit und Verm¨gen ESV nicht a a o erh¨ht. bei Conrad a (1934: 4-12) und dar¨ber hinaus bei Freimann (1979: 48-74).)..: 16). also o menschlicher Mehrarbeit. Arbeit – Arbeitslohn. Boden – Grund” rente. scheinbar durch Dinge verursachten Anteile der gesellschaftlichen a Wertsch¨pfung nur unterschiedliche Erscheinungsformen des Mehrwerts.B. Denn Geld“ oder Kapital“ arbeiten“ nicht. Dann ist aber im Gegenzug das Einkommen (mindestens) o einer anderen Person um exakt den gleichen Betrag gefallen. wenngleich ihr Verkauf das Einkommen einer einzelnen Person erh¨hen kann. Produktionsmitteln aber werde zur Verkl¨rung der gesellschaftlichen a ” Wertsch¨pfung eine eigenst¨ndige Leistung zugeordnet (ebd. Niemand k¨me auf die Idee. Bei dieser neu” en Faktorbildung“ f¨llt es allerdings schwer.: 5). Auch hier gilt: Zirkulationsakte bilden keinen Wert. Es sei daher nur u kurz darauf verwiesen.

4.2 Die Mehrwertproduktion
se mit ihrer geschichtlich-sozialen Bestimmtheit vollendet: die verzauberte, verkehrte und auf den Kopf gestellte Welt, wo Monsieur le Capital und Madame la Terre als soziale Charaktere und zugleich unmittelbar als bloße Dinge ihren Spuk treiben.“ (25: 838)

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5 Zur gegenw¨rtigen Bedeutung der Marx’schen Werttheorie a

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5 Zur gegenw¨rtigen Bedeutung der Marx’schen a Werttheorie
5.1 Das moderne Geldsystem Nachdem die Marx’sche Werttheorie als monet¨re Theorie und hierauf aufa ¨ bauend die Geldfunktionen dargestellt wurden, soll nun die Uberpr¨fung folu gen, inwieweit diese Konzeption in der Lage ist, das gegenw¨rtige Geldsystem a konsistent zu erfassen. Solche Diskussionen uber das Marx’sche Geldverst¨nda ¨ nis und das jeweilige, tats¨chliche Geldsystem sind keineswegs neu. Backhaus a (1997: 73f.) berichtet von Auseinandersetzungen zwischen den sogenannten Metallisten“ und Nominalisten“, die bereits zur Zeit von Kautsky und Hil” ” ferding ausgefochten wurden. Die Metallisten“ vertraten hierbei die Ansicht, ” der Marx’sche Geldbegriff sei an die Existenz von Gold, also einer Geldware, gebunden, w¨hrend die Nominalisten“ diese Auffassung verneinten. Die noa ” ” minalistische“ Position konnte hierbei den offenkundigen Augenschein f¨r sich u in Anspruch nehmen, daß reales Geld keineswegs an eine bestimmte Menge einer Geldware, z.B. Gold, gebunden ist, sondern es vielmehr Kreditgeldsch¨po 1 fungen gibt, die von einer solchen Ware unabh¨ngig sind. a Diese alte Debatte umreißt ein heute noch aktuelles Problem der Marx’schen Geldableitung: Erfordert die Marx’sche Werttheorie die Existenz einer Geldware bzw. muß es eine Ware sein, auf der das Geld basiert? Wenn ja, k¨me man a als Anh¨nger der Marx’schen Theorie in Erkl¨rungsnot. Denn f¨r das heutige a a u internationale Geldsystem gilt seit dem Zusammenbruch des Systems von Bretton Woods der oben erw¨hnte Kreditsch¨pfungsmechanismus in umfaßender a o Weise. Heutzutage besteht die Geldmenge, welche die Zentralbank in Umlauf bringt, vollst¨ndig aus einem Kreditgeld, dem keine Deckung“ durch irgenda ” eine reale Ware gegen¨bersteht. In ihrer Bilanz weist die Zentralbank dieses u Geld als Passivposten aus, d.h. sie wird durch die Geldsch¨pfung ihr eigener o ” Schuldner“ (vgl. hierzu Dornbusch/Fischer 1995: 488-499). In Abschnitt 3.1.4 wurde hingegen gezeigt, daß die Marx’sche Wertformanalyse zur Geldform des Werts f¨hrt, die sich wiederum an einer ganz bestimmten Ware, z.B. Gold, u festmacht. Marx bindet damit die Geldform an die grunds¨tzliche Existenz a einer Geldware.
1

Ein diesbez¨gliches Beispiel ist die Sch¨pfung von Giralgeld uber ein gew¨hnliches Girou o o ¨ konto. Auch Offenmarktk¨ufe der Zentralbank sind z.B. formal, d.h. buchtechnisch, eine a solche Schaffung von Kreditgeld.

5.1 Das moderne Geldsystem

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Damit bleiben, soll die Marx’sche Theorie nicht verworfen werden, zwei M¨go lichkeiten der Probleml¨sung: o Zum einen ließe sich der Standpunkt vertreten, daß das heutige Geldsystem zwar keine Geldware kennt, aufgrund seiner Krisenhaftigkeit grunds¨tzlich aber a sehr wohl eine ben¨tigt und daher die Menschen z.B. in Zeiten starker Gelo dentwertung auf Geldsurrogate zur¨ckgreifen m¨ssen. Es tritt in diesem Fall u u eine R¨ckentwicklung des Geldsystems von einem reinen Kreditgeld zu einer u Geldware ein (Ganßmann 1996: 156-161). Diese Sichtweise l¨ßt sich auch daa durch st¨tzen, daß Marx durchaus erkannt hat, daß gewisse Geldfunktionen u nicht an die Existenz einer Geldware gebunden sind, sondern vielmehr durch Stellvertreter“, z.B. Papiergeld, abgel¨st werden k¨nnen: o o ”
Die Ware, welche als Wertmaß und daher auch, leiblich oder durch Stell” vertreter , als Zirkulationsmitel funktioniert, ist Geld. Gold (resp. Silber) ist daher Geld. Als Geld funktioniert es, einerseits wo es in seiner goldnen (resp. silbernen) Leiblichkeit erscheinen muß, daher als Geldware, also weder bloß ideell, wie im Wertmaß, noch repr¨sentationsf¨hig, wie a a im Zirkulationsmittel; andrerseits wo seine Funktion, ob es selbe nun in eigner Person oder durch Stellvertreter vollziehe, es als alleinige Wertgestalt oder allein ad¨quates Dasein des Tauschwerts allen andren Waren a als bloßen Gebrauchswerten gegen¨ber fixiert.“ [Hervorh. v. m., N.F.] u (23: 143f.)

Zwar wird nicht g¨nzlich klar, welche Geldfunktionen Marx als repr¨sentatia a ” onsf¨hig“ betrachtet, offenkundig z¨hlt er aber die Zirkulationsfunktion hinzu. a a Im Kontext des obigen Zitats (drittes Kapitel, dritter Abschnitt Geld“) sowie ” der Bedeutungen der dort erl¨uterten Geldfunktionen l¨ßt sich aber vermua a ten, daß auch die Schatzmittel- und die Zahlungsmittelfunktion des Geldes als repr¨sentationsf¨hig betrachten werden k¨nnen (Heinrich 2001: 249). Welta a o geld bezeichnet Marx dagegen explizit als Barrenform der edlen Metalle“ (23: ” 156), so daß man diese Funktion nicht mit einem Stellvertreter in Verbindung bringen kann. Solche Stellvertreter des Geldes, so ließe sich argumentieren, setzen sich im Laufe der Zeit so weit durch, daß eine Geldware de facto nicht mehr existiert. Das hieße, sie w¨rden Geldfunktionen aus¨ben, die tats¨chlich nur durch die u u a Bindung des Geldsystems an eine Geldware hinreichend funktionsf¨hig w¨ren. a a Hierdurch w¨rde das Geldsystem dysfunktional und krisenanf¨llig.1 Es k¨me u a a
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Eine solche Dysfunktionalit¨t ist ganz offenkundig vorhanden. Man denke lediglich an a die Finanzkrisen der letzten Jahre in Japan, Rußland, Brasilien und, erst k¨rzlich, in u Argentinien. Ob diese Krisen alle durch den hier dargestellten Zusammenhang erkl¨rt a

d. was Marx als abstrakt“ bezeichnet. In der Erstauflage des Kapitals gibt Marx a werden k¨nnen. Eine Erkl¨rung des u a Kapitalismus’ schlechthin – und nicht nur einer bestimmten kapitalistischen Epoche. daß Marx Geld zwar an eine Geldware gebunden hat. die in der Form konkre” ter Gegenst¨nde erscheinen. Die Marx’sche Theorie beschreibt dann nicht das Geldsystem wie es ist. daß ein Geldsystem sich bis zur Dysfunktionalit¨t von a einer eigentlich ben¨tigten Geldware entfernt. nicht ganz von der Hand weisen. Im Gegenteil: Das. verfolgt Heinrich (2001: o 233-240). die sich durch die Existenz einer Geldware auszeichnet – ist auf der Basis einer solchen Position jedoch nicht mehr m¨glich. E. gerade weil das Geldsystem losgel¨st von einer Gelda o ware existiert. daß Marx mit Hilfe der Wertforma analyse der Nachweis gelungen sei. daß man den Marx’schen Begriff der Abstraktion sehr genau interpretieren muß. der ¨ als Aquivalentenform dient. gezeigt werden. sondern wie es sein m¨ßte. wie es im Zusammenhang mit Abstrakionsbildungen ublicherwei¨ se der Fall ist. Weiterhin widerspricht diese Argumentation dem Marx’schen Anspruch. existiert ” auf derselben empirischen Ebene wie die konkreten Gegenst¨nde selbst – es a sind gewissermaßen real existierende Abstraktionen“. Denn wir haben es bei der abstrakten Arbeit“ oder dem ” Geld als abstrakten Reichtum“ nicht mit einer nominalistischen Begriffsbil” dung zu tun. Es bleibt ihren Anh¨ngern lediglich die etwas hilfa a ” los“ wirkende Versicherung. ein Wertding. Hierzu stellt er heraus. sein muß. Diese zweite Strategie. daß der Wert einer Ware nicht an ihr selbst erscheinen kann. Er erkennt zun¨chst einmal an. Sie bleibt dennoch theoretisch unbefriedigend. u Eine solche Position kann man m. Denn wie es m¨glich ist. Es muß daher. eine Geldware w¨rde eigentlich“ ben¨tigt und u o ” bereits Marx habe dies erkannt.). m¨chte o o man die Marx’sche Theorie nicht verwerfen.5. sei allerdings dahingestellt. Heinrich bezweifelt aber nun. hat sie doch den Augenschein von fundamentalen Finanzkrisen der letzten Jahre f¨r u sich. dies jedoch nicht unmittelbar aus seiner Theorie folgt. o . o und warum es geschieht.h. das Geldwarenproblem zu l¨sen. daß dieser Gegenstand logisch zwingend selbst eine Ware. Hierzu bedarf es bekanntlich eines anderen Gegenstandes. mit seiner Theorie das ¨konomische Bewegungso ” gesetz der modernen Gesellschaft zu enth¨llen“ (23: 15f.1 Das moderne Geldsystem 84 somit zu W¨hrungskrisen. l¨ßt sich mit der Marx’schen o a Theorie nicht erkl¨ren.

Tigern. die ihm als Aquivalentenbeispiel dient. . a oder nicht. Arten. einen deutlichen Hinweis auf diesen Zusammenhang: In der Form III [d. Familien u.5. Und die Funktion eines solchen Zeichens kann von einer Ware wahrgenommen werden. ] erscheint die ” ¨ Leinwand dagegen als die Gattungsform des Aquivalents f¨r alle andern u Waaren.h. als ein Geldzeichen verstanden werden – unabh¨ngig davon. Es l¨ßt u a sich auf der Basis einer zur Kredittheorie ausgearbeiteten Werttheorie vielmehr begr¨nden. Auf das a u Geld ubertragen bedeutet dies. dann kann jeder Gegenstand. . es muß jedoch nicht zwangsl¨ufig eine Ware sein. . a die als Geld dient. zwar an. die allgemeine Wertform. Auf der Ebene der Wertformanalyse l¨ßt sich dieses Problem nicht l¨sen. daß irgendein Gegenstand als Repr¨sentant a ¨ von Wert gilt und damit den Wertcharakter der Waren symbolisiert. unter dem Augenschein der a historischen Entwicklung und des damaligen Geldsystems. Es ist.) – n¨mlich der Wert – allen andern wirklichen Thieren“ a ” ” (ebd. beide M¨glichkeiten a o o bleiben daher zun¨chst bestehen.F.1 Das moderne Geldsystem 85 ¨ am Beispiel der Leinwand. daß es uberhaupt ¨ einen Gegenstand gibt. Dadurch tritt das Thier“ (ebd. N. Auch eine Geldware stellt in diesem Sinne lediglich ein Zeichen von Wert als solchem dar. daß in der KPW die Existenz eines reinen Zeichengeldes – wie es u heute verwendet wird – als deutlich wahrscheinlicher betrachtet werden muß als die Bindung des Geldsystems an eine Geldware (Heinrich 2001: 303f.s.“ (II/5: 37) Gattungsformen sind aber normalerweise lediglich nominalistische Bestimmungen. auch noch das Thier existirte.] [. dessen o Naturalform diese Abstraktion symbolisiert. die individuelle Incarnation des ganzen Thierreichs. ob dieser Gegenstand selbst eine Ware darstellt.) – den Waren – empirisch gegen¨ber. u Der Clou“ von Heinrichs Argumentation l¨uft nun wie folgt: Wenn Geld eine a ” reale Abstraktion der Arbeit verk¨rpert. sondern als Repr¨sentant einer abstrakten Bestimmung. Marx nahm. als ob neben und außer L¨wen. daß Geld eine Ware sein m¨sse. wird diese zu a einer real existierenden Abstraktion“ und tritt allen anderen konkreten Ge” genst¨nden als Inbegriff der Gattung auf gleicher Stufe gegen¨ber. die eine bestimmte Menge von Gegenst¨nden zu einer gemeinsamen Grupa pe zusammenfassen. die gruppirt die verschiednen Geschlechter. Als wichtig festzuhalten bleibt lediglich. der als Geld gilt (Heinrich 2001: 235). Hasen und allen o andern wirklichen Thieren. Unterarten. des Thierreichs bilden. stofflichen Form eine Rolle spielt.). logisch zwingend ist dieser Schluß indes nicht.w. Hier ist jedoch etwas anderes gemeint: indem ein bestimmter Gegenstand nicht aufgrund seiner konkreten.

Man sollte jedoch nicht ubersehen. Marx unterstellt. aber offensichtlicher als in den S¨tzen zuvor –. Dies w¨rde bedeuten. wenn er eine Funktion des Geldes darin erkennt. in ein Symbol. Die M¨glichkeit eines solchen Symbols bezieht sich daher auf das o Geld an sich. o weil in Klammern gesetzt.1 Das moderne Geldsystem 86 Die M¨glichkeit eines reinen Wertzeichens.h. daß die Marx’sche Theorie nicht die Existenz einer Geldware impliziert. einen Repr¨sentanten a der Arbeitszeit als solcher (II/1. folgt nicht bloß o aus der Heinrich’schen Interpretation des Abstraktionsbegriffs. sobald das geschehn ist.. umstandslos mit einer a Ware. so beispielsweise.). [. 55).5. die von einem Stellvertreter wahrgenommen werden k¨nnen. damit alle Ware zu ” ihrem Wert“ bezahlt werden k¨nnen. wie im Kapital. in der Marx die M¨glichkeit eines reinen Zeichengeldes andeutet – zwar gleichsam en passent. Entscheidend bleibt jedoch. Wenn es aber keine Geldware gibt. auch S. 2001: 236): ¨ (In fact wird die Waare. d. daß das Preisniveau o einer Gesellschaft durch den Bezug der Waren auf den Wert einer speziellen Geldware bestimmt ist (23: 137f. darauf weist Heinrich (2001: 236) zu Recht hin. . so muß dieses durch Ursachen bestimmt sein. Die Analyse dieser Stello vertreter erfolgt in den Grundrissen erst nach der Erw¨hnung des Geldsymbols a (ebd. die als Mittler des Austauschs gebraucht wird. ” erst nach und nach in Geld verwandelt. kann ein Symbol derselben sie selbst wieder ersetzen. so ergibt hieraus jedoch eine Konsequenz f¨r die Bestimmung der u Geldmenge. Die deutlichste Stelle. daß sich diese theoretische L¨cke“ u ” durch geeignete Annahmen uber die Preissetzungsentscheidungen der Unter¨ nehmen f¨llen“ l¨ßt (Hein 1997: 50f. daß dieses als allgemeine Waare“ (ebd. verkn¨pft zu Beginn der u Grundrisse Geld keineswegs. die Ebene der u a u ” Wertkonstituierung der Waren mit einer Inflationstheorie zu verkn¨pfen. ” An dieser Stelle kann ich nur andeuten. Vielmehr nennt er Geld dort ein Symbol bzw.: 80).1: 79) Hier geht es nicht. die in einer Volkswirtschaft zirkulieren muß.) dient. in der u . wird a von Heinrich jedoch ubersehen (vgl. Marx selbst. o a ¨ Geht man nun davon aus. durch deren Wert ein Preisniveau vorgegeben wird. daß Marx auch an dieser Stel¨ le der Grundrisse Geld im Grunde genommen immer als eine spezielle Ware begreift. u die Werttheorie in ihrer genuinen Fassung besitzt hier einen blinden Fleck“. wie sp¨ter im Kapital. f¨r die keine Marx’sche Ausarbeitung vorliegt. .1: 79). um bestimmte Geldfunktionen. das keine Ware ist. vgl. sondern mit dem modernen Kreditgeldsystem uberein¨ stimmt. ])“ (II/1. daß die ” bloße M¨glichkeit eines reinen Geldsymbols hier uberhaupt erw¨hnt wird.

sondern erm¨glicht erst die Entwicklung o einer dem gegenw¨rtigen Geldsystem ad¨quaten Geldtheorie. u ” bisher noch nirgends systematisch erarbeitet wurde. a a . hinausgegangen werden. den Kapitalismus als epochena ubergreifend zu analysieren. welches er selber noch beobachten konnte.1 Das moderne Geldsystem 87 man u. verblieb der Marx’sche Blick zu sehr demjenigen Geldsystem geschuldet. zua ¨ mindest der im Kapital dargestellten.5. Es gilt daher festzuhalten: Die Marx’sche Geldableitung auf der Ebene der Wertformanalyse widerspricht nicht dem heutigen Kreditgeldsystem. E.a. nicht g¨nzlich gerecht. Mit diesem Geldverst¨ndnis wird er jedoch der eigenen Intention. Denn obwohl das theoretische Konzept selbst die M¨glichkeit eines reinen Geldzeichens von o Anfang an hergab. muß jedoch uber das Marx’sche Verst¨ndnis seiner Theorie. gesellschaftliche Verteilungsk¨mpfe ber¨cksichtigen muß – ein theoa u ¨ retisches Vorgehen. Geht man daher an diesem a ¨ Punkt uber das genuin Marx’sche Verst¨ndnis hinaus. Um dies zu erkennen. daß bez¨glich einer marxistischen“ Okonomiekritik m. so tut dies der G¨ltiga u ¨ keit seiner Theorie keinen Abbruch.

Ver¨nderungen des K¨ndigungso o a u schutzes oder die Streichung der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Diesbez¨gliche Forderungen umfassen a u die Erh¨hung der w¨chentlichen Arbeitszeit. Wenn sich also der Absatz. daß sich der b¨rgerliche Prozeß der Warenprou duktion wesentlich als Kapitalverwertungsprozeß verstehen l¨ßt. Denn was impliziert eine absolute Mehrwertsteigerung? – Den unternehmerischen Versuch. wenn ein Unternehmen sinkenden Gewinnen oder einer sinkenden Kapitalrendite nicht durch die reine Ausdehnung des Absatzvolumens entgegenwirken kann. wobei absolute Mehru a wertsteigerungen deutlich leichter als ihre relativen Pendants zu entdecken“ ” sind. andererseits ein Unternehmen zumindest mittelfristig darin festgelegt ist.h. Sofern diea se Absatzbarrieren“ regelm¨ßig auftreten. daß die allseitige Flexibilisierungsdiskussion“ der Ge” genwart sich als Versuch der absoluten Mehrwertsteigerung interpretieren l¨ßt. Da der Versuch der relativen Mehra wertsteigerung die Verringerung des in einem Produktionsprozeß eingesetzten variablen Kapitals v bei gleichzeitiger Steigerung des erzielten Mehrwerts m impliziert.B.2 Tendenzen der Kapitalverwertung 88 In Kapitel 4 habe ich dargestellt. in Richtung besserer Verwertungsbedingungen zu verschieben. die rein physische Menge der verkauften Waren. muß es zu Anderungen in der Produktionsstruktur kommen. Zu ihrer Feststellung bedarf es vielmehr der mittelbaren Beobachtung solcher Ph¨noa mene. einher mit der politischen Schw¨chung der Gewerkschaften.5. K¨hlschr¨nke) nicht beliebig u a steigern l¨ßt. ist also zu uberlegen. Allgemein a kann man daher sagen. Eine kontinua ierliche Kapitalverwertung wiederum erfordert immer dann eine stetige Mehrwertsteigerung. daß ” sich einerseits die Nachfrage nach bestimmten Waren (z.T. die aus regelm¨ßigen Steigerungen des relativen Mehrwerts folgen und a die zugleich statistisch zug¨nglich sind. Dies geht z. a Relative Mehrwertsteigerungen sind weniger leicht zu konstatieren. d. wie ein solcher Prozeß sich in den ublichen ¨ ¨ 1 ¨ Die Existenz solcher Absatzbarrieren“ folgt bereits aus der simplen Uberlegung. nicht mehr durch eine steigende Nachfrage erh¨hen o ¨ l¨ßt. Solche Bestrebungen aber lassen sich in jeder Tageszeitung fast t¨glich nachlesen. a welche Waren es anbietet.2 Tendenzen der Kapitalverwertung 5. . die u a auf die systematische Existenz sowohl von absoluten wie auch von relativen Mehrwertsteigerungen hindeuten. die g¨ltigen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. m¨ßten in der sozio-¨konomischen a u o ” Entwicklung der b¨rgerlichen Gesellschaft regelm¨ßig Ereignisse auftreten. unter u denen die Ware Arbeitskraft konsumiert wird.1 In der Tat lassen sich diesbez¨gliche Ph¨nomene finden.

1975 beobachten l¨ßt (Kisker 1997: 63f. d. S. daß dies auf gesamtwirtschaftlicher Ebene die folgenden sozio-¨konomischen Tendenzen nahelegt: o 1. wird a o zus¨tzlich die sogenannte bereinigte Bruttolohnquote berechnet. so wird klar.und Verteilungstendenzen nachweist. 78) zu Rate.). d. Eine stetig steigende Produktivit¨t bei gleichzeitig real. gemessen an der gesamtgesellschaftlichen Nach1 Die Bruttolohnquote mißt den prozentualen Anteil der Bruttol¨hne am Volkseinkommen. a o d. in der die unselbst¨ndigen Einkommen a EU relativ zu den selbst¨ndigen Einkommen und Verm¨gen ESV sinken. Dennoch l¨ßt sich ihre Existenz – mit einem ana gemessenem Aufwand – plausibel machen. Unternehmensund Verm¨genseinkommen vor Steuern. Das reale Masseneinkommen ist die inflationsbereinigte Summe aller Nettol¨hne zuz¨glich der staatlichen Sozialleiso u tungen. 91). die diesen Effekt ber¨cka u sichtigt. Sehr viel wichtiger noch als eine Erkl¨rung der Einkommens. den Bruttogewinnen. W¨hrend a erstere die Verringerung des aggregierten variablen Kapitals V bei gleichzeitigem Anstieg des aggregierten Mehrwerts M nahelegt. welche anhand der Entwicklung der Bruttolohnquote. . verweist letztere auf eine relativ zum BIP sinkende Massennachfrage. Die realen Lohnst¨ckkosten beziehen die inflatio u onsbereinigten Lohnkosten auf die Produktivit¨t. Zieht man hierzu Abbildung 11 a (vgl. der Produktivit¨t. Abbildung 14 auf S.1 Die Abbildungen 12 und 13 (vgl.h. 90) fassen die wichtigsten dieser Tendenzen zusammen.h. o Da die tats¨chliche Bruttolohnquote auch dann steigt (sinkt).5. wenn sich lediglich der a Anteil der Arbeitnehmer an der Anzahl aller Erwerbst¨tigen erh¨ht (vermindert). Hierzu sei auf eine Studie des DGB verwiesen (DGB: 2001). nicht-staatlichen. Es kann an dieser Stelle keine detaillierte empirische Untersuchung dieser beiden Punkte geleistet werden. Als Bruttogewinne gelten alle privaten. der Lohnst¨ckkosten und der Masa u seneinkommen f¨r den Zeitraum von 1991 bis 2000 exakt die oben genannten u Einkommens. berechnet werden also die Lohnkosten a je Arbeitnehmer dividiert durch das BIP pro Arbeitnehmer. u 2. inflationsbea reinigt.2 Tendenzen der Kapitalverwertung 89 volkswirtschaftlichen Statistiken niederschl¨gt. a der die Gefahr einer stockenden Kapitalverwertung aufgrund einer mangelnden Nachfrage an den produzierten G¨tern darstellt (vgl. die sich als strukturelle Uberakkumulation bezeichnen und seit ca. Eine Einkommensentwicklung. relativ zur Entwicklung des BSP sinken die Masseneinkommen und damit die Nachfrage an der produzierten Warenmenge. sinkenden Lohnst¨ckkosten und real steigenden Bruttogewinnen.und Verteilungsa tendenzen sind aber die Konsequenzen der letzteren Entwicklung f¨r eine soziou ¨ o ¨konomische Tendenz. u ¨ Uberakkumulation bedeutet.h. Seit diesem Zeitpunkt a liegt in allen entwickelten kapitalistischen L¨ndern ein Entwicklungstrend vor. S.

5 105.5 99.7 96.6 109.2 103.7 97.3 109.5 113.4 99.3 101. ein zu großes gesellschaftliches Produktionspotential.2 111.4 102.4 104.5 98.1 107.8 Abbildung 13: Entwicklung der Masseneinkommen und des BIP.5 114.7 108.8 101. der Lohnst¨ckkosten und der a u Bruttogewinne. Hierzu m¨ßte entweder u der Massenkonsum oder die Nachfrage nach Investitionsg¨tern um drei Prou . d.2 91.h. die Arbeitsproduktivit¨t einer Gesellschaft a steigt in einem Jahr um drei Prozent. eigene Berechnung auf der Basis von ebd.2 101.6 reale Lohnst¨ckkosten u 1991 = 100 100 101. Schui 1997: 34): angenommen. frage.1 101. d.1 106.1 96.7 102.4 110.1 103.4 82.5 111. Quelle: DGB 2001: 31.3 100.8 97. um das zus¨tzliche a a Produktionspotential mehrwertschaffend auszulasten.8 Abbildung 12: Entwicklung der Produktivit¨t. Jahr 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 reale Massenkaufkraft 1991 = 100 100 102. so kann die gleiche Anzahl der Besch¨ftigten nun 103 a Produkteinheiten produzieren. es wurde zuviel Sachkapital akkumuliert..0 114. Man kann sich dies folgendermaßen verdeutlichen (vgl. Die Frage ist.5.8 111.0 reale Bruttogewinne 1991 = 100 100 93. Betrug das Produktionspotential dieser Gesellschaft vorher 100 Produkteinheiten.8 104.8 reales Bruttoinlandsprodukt 1991 = 100 100 102.7 108.0 95.h.3 106. a ¨ ob eine ausreichend große kaufkr¨ftige Nachfrage existiert.2 Tendenzen der Kapitalverwertung 90 Jahr 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 Produktivit¨t a je Erwerbst¨tigen a 1991 = 100 100 103. Quelle: DGB 2001: 12.h.2 112. d.2 101.4 104.5 99. es fand eine relative Mehrwertsteigerung statt.: 17. ob sich das gestiegene Produktionspotential unter kapitalistischen Bedingungen uberhaupt nutzen l¨ßt.

137. ∆Ca1 und ∆V bezeichnen das zus¨tzliche u a konstante Kapital bzw.8 7.) gr¨ßer als die Nachfrage nach Investitionsu o g¨tern und Arbeitskr¨ften.0 4.0 72.7 2. d.4 2. also nicht sparen.2 0. Es besteht daher die Gefahr eines Ungleichgewichts zwischen der gesellschaftlichen Ersparnis und den ge¨ sellschaftlichen Investitionen.9 91 Abbildung 14: Wirtschaftliche Indikatoren f¨r die USA.8 1991 – 98 2.0 68. variable Kapital.7 1.9 3. Somit gilt G − G = ∆G ≤ 0.2 1981 – 90 2. Zinsen.6 6. daß der gesellschaftlich realisierbare Mehrwert M auf den Realg¨term¨rkten wom¨glich nicht vollst¨ndig u a o a profitbringend reinvestiert werden kann.0 72. denn die Investitionsbereitschaft der Unternehmer wird von einem sinkenden Masseneinkommen.4 69.0 75.1 69. da aufgrund der relativen Mehrwertsteigerung das Masseneinkommen sinkt.0 2.7 1991 – 98 1.1 1981 – 90 2.5 75.4 1991 – 98 1. R¨cklagen etc.9 4. d.3 1981 – 90 4.1 2. Der zweite Fall ist zumindest fraglich. Unterstellt man nun der Einfachheit halber.6 6. Hierzu sei KSV u der gesamtgesellschaftliche Konsum aller Kapitalisten“. In diesem Fall ist M (Gewinne.5 4. zumindest der Tendenz nach. Dividenden.9 2.8 78.5 10.4 70. 139. In der Marx’schen Begrifflichkeit bedeutet dies. dukteinheiten zunehmen.. die aus ESV fi” nanzierte Konsumg¨ternachfrage. Den ersten Fall kann man ausschließen. Eine solche Uberakkumulation an Sachkapital l¨ßt sich unter R¨ckgriff auf die Marx’schen Kategorien detaillierter untersua u chen (Schui 1992: 147f.4 1971 – 80 4.2 Tendenzen der Kapitalverwertung USA BIP Inlandsnachfrage Arbeitslosenquote bereinigte Lohnquote Japan BIP Inlandsnachfrage Arbeitslosenquote bereinigte Lohnquote EU 7 BIP Inlandsnachfrage Arbeitslosenquote bereinigte Lohnquote 1971 – 80 3.2 2. sehr ausf¨hrlich Hein 1997: 138-171).h. das bei einer Produktionssteigerung eingesetzt werden muß. die EU und Japan im u Vergleich dreier Jahrzehnte (Zehnjahresdurchschnitt in %). die Kapiu a talbewegung G − W − G kann nicht gelingen. so liegt immer a ¨ dann eine Uberakkumulation vor.5.4 9. daß die Arbeiter ihren Lohn vollst¨ndig konsumieren.0 1971 – 80 3.2 1. Quelle: Huffschmid 1999: 134.h. negativ beeinflußt. wenn gilt: .

zu komu pensieren.h. Investitionsg¨tern o u nicht ausreicht. u V einer steigenden Nachfrage nach Luxusg¨tern oder Dienstleistungen. d. um diese sinkende Massennachfrage durch ein Steigen von ∆Ca1 . indem ∆V .1 a o 1 Etwas polemisch k¨nnte man diesen Zustand als einen Widerspruch zwischen den Proo ” . ” ∆Ca1 ¨ ist die geplante Anderung des Bestandes an konstantem Kapital. d.bzw. a ” ” Ungleichung 5. der Mehrheit der Bev¨lkerung (vgl.1) M − KA > ∆Ca1 + ∆V ∆Ca1 V Dividiert man Ungleichung (5.5.h. weil zuwenig Ressourcen zur Verf¨gung st¨nden oder alle gesellschaftlichen Bed¨rfnisse beu u u reits befriedigt w¨ren.2 beschreibt eine Mehrwertrate. deren zugrundeliegender Mehrwert M nicht vollst¨ndig profitbringend in Sachkapital akkumuliert werden a kann. Die kapitalistische Okonomie produziert in diesem Fall unterhalb o ihres technologischen Potentials. ein solcher Zustand korreliert mit sinkena dem V . f¨r einen Teil u der Unternehmen besteht bei der Aufstellung k¨nftiger Produktionspl¨ne kein u a ausreichender Gewinnanreiz. Sie wird Ca1 a1 mit dem Faktor CV gewichtet. Letzterer Ausdruck stellt hierbei die gesamtgesellschaftliche organische Zusammensetzung des Kapitals“ (23: 640) dar.h. so l¨ßt sich die gesamtgesella M schaftliche Profitrate PR = Ca1 +V nicht weiter steigern. oder KA . Weiterhin existiert kein systematischer Grund. ihr eigentliches Produktionspotential voll auszu¨ sch¨pfen. ” ∆V entspricht dem geplanten Wachstum der Besch¨ftigung und KA gibt das a V V Verh¨ltnis von Kapitalistenkonsum“ zum Arbeiterkonsum“ an.h. also o V das Masseneinkommen. da die Kapitalverwertungslogik M tendenziell erh¨ht.2 Tendenzen der Kapitalverwertung 92 (5. d. mit einem relativen Absinken des Lebenstandards der abh¨ngig a Besch¨ftigten. da die hierzu n¨tige Nachfrage nach Konsum. Schui 1992: 134-140).h. Tritt eine Kompensation nicht ein. Ca1 einer ausreichend steigenden Nachfrage nach Investitionsg¨tern. Das Eintreten eines solchen Zustands ist durchaus wahrscheinlich.2) M = M ∆Ca1 Ca1 ∆V KA > + + V Ca1 V V V In dieser Ungleichung bezeichnet M die Marx’sche Mehrwertrate“ (23: 322). gesenkt wird. Im Gegenteil.1) durch V und erweitert man: mit Ca1 . d. Und dies geschieht nicht etwa. Ca1 so erh¨lt a (5. d.

Quelle: Huffschmid 1999: 33. Das heißt.h.1 Entscheidend ist hier. wenn diese nicht vollst¨ndig gewinnbringend zur Proa duktion von Investitions. daß ihre Ursache sich mit Hilfe der Marx’schen Theorie als strukduktivkr¨ften und den Produktionsverh¨ltnissen“ bezeichnen.bzw. der o Versuch gemacht. was mit den bereits erzielten Unternehmensgewinnen geschehen soll. Hierbei wird. daß die seit Beginn der 80er Jahre in den a USA und Westeuropa vollzogen neoliberalen Politikprogramme sich als ein politisches Projekt interpretieren lassen. einer systematischen Nicht-Aussch¨pfung des gesellschafto lichen Produktionspotentials bei gleichzeitigem Absinken der Masseneinkommen – die vielbeschworene kapitalistische Effiziens“ skeptisch zu beurteilen bleibt.2 Tendenzen der Kapitalverwertung 93 Abbildung 15: Weltweiter Aktienbestand 1980. 1990 und 1998. a . Wichtig ist in diesem Zusammenhang lediglich. ” 1 Von der klassischen L¨sung dieser Fragestellung – der imperialistischen Ausdehnung der o nationalen M¨rkte – sei hier einmal abgesehen.5. daß a a in einem solchen Fall – d. welches die oben beschriebene Akkumulationskrise l¨sen soll (vgl. Klar sollte jedoch sein. Konsumg¨tern reinvestiert werden k¨nnen und u o ¨ zudem alle weiteren Gewinne die bereits bestehende Uberakkumulation versch¨rfen.und Sozialpolitik kann hier nicht weiter eingegangen werden. bei einem stagnierenden Mehrwert M einen Fall der gesamtM wirtschaftlichen Profitrate PR = Ca1 +V durch ein entsprechendes Absinken von V zu verhindern. es muß eine politisch durchgesetzte Umverteilung der unselbst¨ndigen Einkommen EU zugunsten der Einkommen aus selbst¨ndia a ger T¨tigkeit und Verm¨gensbildung ESV stattfinden (Kisker 1997: 66ff. allgemein gesprochen. Es stellt sich nun das Problem. Auf a o die einzelnen Details einer neoliberalen Wirtschafts.). Schui 1997).

h. https://www/attac-netzwerk.: 18-62.B. Die Erkl¨rung f¨r dieses Ph¨nomen liegt auf der Hand: wenn eine akzeptable a u a Profitrate des bereits akkumulierten Kapitals auf den Realg¨term¨rkten nicht u a oder nur noch begrenzt errreicht werden kann. Akkumulationskrise beschreiben l¨ßt. 32-36 und 43-47. also der kapitalistischen Okonomie immanenten. insb.5. n¨mlich die im u a a ” Zuge der sich formierenden Globalisierungskritik“ h¨ufig konstatierte Herra ” ” schaft der Finanzm¨rkte“ uber die Real¨konomie“ und ihrer Nationalstaaten. muß es zu einer Ausdehnung der Finanztransaktionen kommen. Wie zu sehen war. neoliberales Ph¨nomen“. Der Autor weist – im Vergleich zu den Investitionen auf den Realg¨term¨rkten – uberproportional gestiegene Finanzu a ¨ transaktionen nach. Quelle: Huffschmid 1999: 44. ¨ turelle.2 Tendenzen der Kapitalverwertung 94 Abbildung 16: Entwicklung des Devisenhandels 1979 – 1998. es existiert eine zunehmende Masse von anlagesuchendem“ Geldkapital. zu dieser Feststellung z.1 a o ¨ ” Tats¨chlich nimmt seit Anfang der 80er Jahre die ¨konomische – und damit a o auch die politische – Relevanz der Finanzm¨rkte stark zu. vgl. l¨ßt sich ein solcher a ” Trend mit Hilfe der obigen Analyse einer kapitalistischen Akkumulationskrise jedoch ohne Probleme theoretisch erkl¨ren – so nennt auch Huffschmid diese a 1 Vgl. auch Abbildung 15 und 16). in Form von Aktiengesch¨ften und W¨hrungsspekua a lationen (ebd. a Dies gilt ebenfalls f¨r ein weiteres.B.de. d. die Internetpr¨sentation a von ATTAC unter . wie eine Untersua chung von Huffschmid (1999) belegt. z.

unter dem die staatlichen Sozialversichea rungssysteme stehen.5. . Damit ist die Marx’sche Theorie selbstverst¨ndlich nicht bewiesen“ – insbesondere vor dem Hintergrund. . als ich sie an dieser Stelle o a leisten kann –.2 Tendenzen der Kapitalverwertung 95 Krisen als Ursache f¨r die gegenw¨rtige Entwicklung der Finanzm¨rkte (ebd.bis langfristig hierdurch veru o sch¨rft. Vielmehr wird es mittel. Sch¨ler 1999: 196). an denen ihre G¨ltigkeit u plausibel gemacht werden kann (vgl. Dies erkl¨rt im ubrigen die erfolgten Liberalisierungen der internationalen Kapia a ¨ talm¨rkte wie auch den Privatisierungsdruck.: u a a 111-115). aber es liegen Evidenzkriterien vor. Insbesondere letztere finden sich in der Einkommensentwicklung des letzten Jahrzehnts sowie einer strukturellen Akkumulationskrise seit Mitte der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts wieder. o 1 Das strukturelle Akkumulationsproblem l¨ßt sich durch eine derart wachsende Masse an a Geldkapital nat¨rlich nicht l¨sen.1 Festzuhalten bleibt daher. daß a ” hierzu detailreichere Untersuchungen n¨tig w¨ren. . daß sowohl die aus der Marx’schen Theorie folgenden absoluten als auch die relativen Mehrwertsteigerungen empirisch best¨tigt a werden. Salopp formuliert: Irgendwo muß dieses Geldkapital ja hin .

Beide sind sicherlich heute nicht mehr aufrecht zu erhalten. Jede ¨ dieser Uberlegungen muß sich zun¨chst der – berechtigten! – Skepsis erweha ren. das sie niemals beschreiben sollte.5. in denen ihr. durchaus plausibel machen.1 Was also soll demnach an politischen Konsequenzen aus der Marx’schen Analyse 1 Es kann an dieser Stelle nicht auf die geschichtsphilosophischen oder klassentheoretischen Annahmen von Marx eingegangen werden. weiß der Teufel. . Eine G¨ltigkeit f¨r den bestehenden Kapitalismus l¨ßt sich jedoch. sei unbestritten (vgl. wie Haug u a (2001: 77) dies zu Recht tut.3 Positive Alternativen? 96 Und immer wieder schickt ihr mir Briefe. Nur ist der Status der Werttheorie hiervon unabh¨ngig. Dies mag aus politischen Zwecksetzungen heraus geschehen sein oder auch aufgrund falscher Schlußfolgerungen aus der eigenen Theorie – logisch zwingend sind derartige Vorstellungen nicht. wo das bleibt. ob nach dem a Scheitern des osteurop¨ischen Staatssozialismus nicht auch die Orientierung a ¨ an der Marx’schen Okonomiekritik ein Ende haben m¨sse.3 Positive Alternativen? 5. o gescheit und trotzdem tapfer zu sein. die man aus der Marx’schen Theorie ziehen kann. Der Frage jedoch. wo bleibt das Positive?“ a ” Ja. (Erich K¨stner) a In diesem Abschnitt soll es abschließend um eine Reflektion der politischen Folgerungen gehen.. dick unterstrichen. 23: 789-791). Daß Marx selbst eine Verbindung dieser drei Ans¨tze nahegelegt hat. ¨ Ihr wollt euch noch immer nicht dran gew¨hnen. wie der u u a vorhergehende Unterabschnitt gezeigt hat. ob zu Beginn des 21. die Frage gegen¨berstellen: War denn der realu ” existierende Sozialismus“ jemals an der Marx’schen Kritik orientiert? Oder ist hier nicht vielmehr auf einer immensen Distanz“ (Kraiker 2000: 76) zwischen ” der Marx’schen Theorie und der Sowjetideologie zu bestehen? Und weiterhin: daß die Marx’sche Werttheorie eine Analyse der b¨rgerlich-kapitalistischen Geu sellschaft und nicht etwa die Theorie einer sozialistischen Plan¨konomie daro stellt. sollte in dieser Arbeit bis hierher deutlich geworden sein. Noch immer r¨umt ihr dem Guten und Sch¨nen a o den leeren Platz uberm Sofa ein. a z. denn sie besitzt keia ne zwingenden geschichtsphilosophischen oder klassentheoretischen Implikationen. schreibt: Herr K¨stner. l¨ßt sich. Dann aber kann diese Theorie auch nur aufgrund von Entwicklungen der b¨rgerlich-kapitalistischen u Gesellschaft sinnvoll zur¨ckgewiesen werden und nicht etwa auf der Grundlage u von Geschehnissen eines Gesellschaftssystems. Jahrhunderts in bezug auf die Marx’sche Werttheorie nicht nur eine einzige politische Forderung aufgestellt werden kann: n¨mlich die einer Verwerfung dieser Theorie. 13: 8f.B.

u 2 Fast m¨chte man hinzuf¨gen: Hic Rhodus. daß es zum jetzigen Zeitpunkt keine Antworten gibt. Wie in dieser Arbeit herausgearbeitet wurde. umzusetzen ist. einen nachhaltigen ” Bruch mit der b¨rgerlich-kapitalistischen Gesellschaft. wie die Vorteile der weitu a reichenden gesellschaftlichen Arbeitsteilung – hochgradige Spezialisierung und daher eine historisch einmalige Entwicklung der Arbeitsproduktivit¨t und der a Produktivkr¨fte – zu erhalten und auszubauen sind. d. Beide Ph¨nomene bilden einen inu a tegralen Bestandteil der b¨rgerlich-kapitalistischen Gesellschaft. inwiea weit man die b¨rgerlich-kapitalistische Gesellschaft als eine Gesellschaft veru steht. sind sowohl das Geld als auch die Kapitalverwertung das zwingende Ergebnis der b¨rgerlichen Vergesellschaftung der Arbeit. Und es darf auch beEs scheint unbestreitbar. ohne auf die historisch a gewachsenen Instanzen ihrer gesellschaftlichen Vermittlung zur¨ckzugreifen.3 Positive Alternativen? folgen? 97 Bei der Beantwortung dieser Frage spielt zun¨chst eine wichtige Rolle.2 Es scheint offensichtlich. eine Vergesellschaftungs” form der Arbeit zu finden. die ohne das Wertgesetz“ funktioniert. daß die ehemals staatssozialistischen L¨nder diese Kriterien nicht a erf¨llten. hic salta!“ (23: 181) o u ” 1 . die nicht zur Produktion wertbehafteter“ Waren ” f¨hrt. so muß weiterhin konseu ¨ quenter Weise eine Okonomie gefordert werden. a o Versteht man unter einer sozialistischen Gesellschaft“ u. Es geht somit dem Anspruch nach um eine Aufhebung der b¨rgerlich-kapitalistischen Gesellschaft im Hegel’schen Sinne. daß die Kapitalverwertung nicht nur ein dominierendes. Meiner Ansicht nach ist die Marx’sche Werttheorie so zu interpretieren. innerhalb deu ren Ordnung sie grunds¨tzlich nicht zur Disposition stehen k¨nnen. sollen sie gegen¨ber der KPW einen u u historischen Fortschritt bedeuten. u Dies sind die Bedingungen des Problems. sondern sogar das zentrale Prinzip dieser Gesellschaft bildet. die nicht auf dem Prinzip der Warenproduktion basiert und ebenfalls nicht auf die Vermittlungsinstanz des Geldes angewiesen ist. auf einer effektiven gesellschaftlichen Partizipation basieren.a. u ¨ Denn selbstverst¨ndlich muß auch eine sozialistische Okonomie das ZAP l¨sen a o – und zwar ebenfalls unter der Bedingung eines grunds¨tzlich unbekannten a Produktionspotentials und unbekannter gesellschaftlicher Bed¨rfnisse.h.5. deren dominierendes Prinzip in der Kapitalverwertung besteht. Damit dr¨ngt sich jedoch sofort die Frage auf. Weiteru hin m¨ssen diese Vermittlungsinstanzen. wie eine so verstandene sozialistische Gesellschaft zu erreichen bzw.1 Es ist uber die Organisation einer Gesellschaft nachzu¨ denken.

: 164-174). ob solche Erfolge jemals o von langfristiger Dauer und internationaler Reichweite sein k¨nnen.2 erl¨utert wurde.1 a a Narr/Roth sprechen in diesem Zusammenhang deshalb von an sich liebens” werten. mana 1 Rakowitz bezeichnet die Abstraktion von der Kapitalwertform und den hiermit zusammenh¨ngenden strukturellen Verwertungszw¨ngen als Schein der einfachen Zirkulation“ a a ” (2000: 12). Sie nennt mehrere Positionen.). daß eine entwickelte KPW a u zu strukturellen Akkumulationskrisen neigt. Es bleibt jedoch fraglich. die einen sozialen“ oder ¨kologischen“ Kapitalismus a ” ” vertreten. sind im Rahmen der b¨rgerlichen Ordnung bisher nicht einmal ansatzu weise gel¨st.“ (1995: a 433) Denjenigen Positionen. denn die Probleme. Die Vertreter solcher Positionen neigen daher dazu. d. guter Akkumulationsm¨glichkeiten und einem Export“ sozialer o ” Probleme in die Dritte Welt“ zu signifikanten sozialen Verbesserungen brei” ter Bev¨lkerungsschichten.: 11-14) oder die von Silvio Gesell entwickelte nat¨rliche Wirtschaftsordnung“ u ” (ebd. Gleichwohl scheint mir genau dieses Sozialismusprogramm“ die Konsequenz ” der Marx’schen Theorie zu sein. Zudem extrapolieren sie die Phase einer verh¨ltnism¨ßig a a a ” reibungslosen Kapitalverwertung zwischen 1945 und 1970 als neuerliche M¨go lichkeit in die Zukunft.und Tauschkategorien als selbst¨na dig verstehen. die strukturellen Zw¨nge der KPW zu untersch¨tzen (vgl. Vorstellungen von einer nicht-kapitalistischen Subsistenz¨konoo mie (ebd. affirmieren nur allzu leicht die dann behaupteten. So z. Zudem erscheint es durchaus zweifelhaft. auch weiter verfolgt werden. Aber auch das Konzept einer uber M¨rkte. als eine Auffassung. Kisker 1990: 216ff. Als Leitidee“ oder Fernziel“ eines politischen ” ” Projekts namens Sozialismus sollte es m. die ihrer Ansicht o nach diesem Schein erliegen und die einfachen Wert. ob es eine solche Antwort jemals abschließend geben kann. Weltkrieg bedingten Zerst¨rungen oder die Systemkonkurrenz hinreio chend zu reflektieren. ob dies jemals gelingen o kann. Positionen. die durch den II. scheinbar unpolitischen. Geld und das Recht gesteua ¨ erten Zivilgesellschaft“ wird von ihr unter diesem Vorwurf subsumiert (ebd. den Herrschaftspanzer jedoch verst¨rkenden Reformillusionen.: 132-144). Wie in o Kapitel 5. Zwar kam es in Westeuropa nach 1945 unter den Bedingungen der Systemkonkurrenz.3 Positive Alternativen? 98 zweifelt werden. Sachzw¨nge“. Sp¨testens in einer solche Kria se ist aber immer wieder damit zu rechnen. ohne ihre damaligen Bedingungen wie z. welche die Bewegung W1 − G − W2 als ein m¨glio ches ¨konomisches Moment betrachtet.h. E. spricht einiges daf¨r.5.B. daß ein einmal erk¨mpfter Staa tus Quo des Wohlfahrtsstaates unter massiven ¨konomischen und politischen o o Druck ger¨t. die die KPW verursacht – man denke an die globale Umweltzerst¨rung oder an die extremen Formen von Armut in der sogenannten Dritten o ” Welt“ –. ” . die von einer – an den Problemen gemessenen – ausreichenden Reformierbarkeit der bestehenden Verh¨ltnisse ausgehen.B.

Ließe sich theoretisch plausibel machen. Ihnen a wird aber vermutlich auf dem erreichten Stand der Arbeitsteilung und Unubersichtlichkeit der sozio-¨konomischen Verflechtungen auch ein demokratio ¨ scher Sozialismus nur bedingt entgehen k¨nnen. weniger um die Beseitigung von Entfremdungs. ohne Geld und a ohne M¨rkte bestehen kann. E. In welchem Maße eine gesellschaftliche Organisation tats¨chlich ohne Warenproduktion. Anzustreu ¨ ben ist daher eine schrittweise Minimierung bis hin zur letztendlichen Uberwindung der kapitalistisch-b¨rgerlichen Gesellschaft unter Bewahrung derjenigen u .: 433ff. daß die u L¨sung der durch die KPW verursachten Probleme sehr wahrscheinlich einer o solchen Aufhebung bed¨rfen.3 Positive Alternativen? 99 gelt es. Eben weil es sich um die Verfolgung einer Leitidee“ – wenn man so ” m¨chte: einer regulativen Idee – handelt. Geld und M¨rkte a l¨ßt sich meiner Ansicht nach daher rechtfertigen. Eine sozialistische Gesellschaft sollte sich demgegen¨ber u m. ebd.). Gerade hier scheint mir ein gravierender Fehler des osteurop¨ischen Staatssozialismus’ a gelegen zu haben. Nicht. Ein zeitgem¨ßes Sozialismusprojekt darf allerdings weder als eine voluntarisa tische Forderung noch als abstrakt-utopistische“ Vorstellung mißverstanden ” werden. daß also jene Probleme keine Uberwindung der KPW erforderlich machen. daß letzteren keine Relevanz zuk¨me. so daß dieser Aspekt als Beo gr¨ndung eines alternativen Gesellschaftsprojekts allein nicht zu uberzeugen u ¨ vermag.5. als Konsequenz des ersten Vers¨umnisses. wie die aktuellen u ¨ M¨glichkeiten der Minimierung dieser b¨rgerlichen Vermittlungsinstanzen zu o u beurteilen sind und welche realen Alternativen zur Verf¨gung stehen. Die Forderung nach einer a Aufhebung der b¨rgerlichen Vergesellschaftungsstrukturen verfolgt indes keiu ¨ nen Selbstzweck. im wahrsten Sinne des Wortes. nicht nur an einer Kritik der politischen ¨ Okonomie. so w¨re die Notwendigkeit – wie auch die Legitimit¨t dieser a a Forderung – m. kann und soll weder deren genauer Ino halt noch der Weg ihres Erreichens festgelegt werden (vgl. Gleichzeitig w¨re dann a a in jeder konkreten gesellschaftlichen Situation zu uberpr¨fen. zudem noch an a einem kritischen Staatsbegriff (ebd.und Verdinglichungstendenzen. bleibt daher abzuwarten. Es geht bei der zu begr¨ndenu den Notwendigkeit einer Gesellschaft ohne KPW somit prim¨r um die L¨sung a o existentieller Probleme. deutlich in Frage gestellt.).: 432f. sondern. sondern begr¨ndet sich aus der obigen Uberlegung. daß dies u ¨ ein Irrtum ist. als ein historisch offenes Projekt gestalten. Ein Festhalten am Projekt eines Sozialismus’ ohne Waren. E.

1: 57-75. die u ” sp¨ter. Er vermittelt hier jedoch keinerlei Problembewußtsein f¨r u ¨ die Uberlegung. Er f¨llt insofern noch hinter den Stand o a des utopischen Sozialismus“ eines Pierre-Joseph Proudhon oder Robert Owen ” zur¨ck. Antonio Gramsci oder Nicos Poulantzas zumindest teilweise geschlossen wurde. ob Marx eine politische Theorie entwickelt habe. daß diese Leerstelle sp¨ter u. Zudem a liegt dieser Ablehnung das Bewußtsein historischer Kontingenz und die Einsicht zugrunde. welche das Produktionspotential und die Bed¨rfnisu se miteinander vermitteln und daß diese Vermittlung dem emanzipatorischen Anspruch der neuen Gesellschaft Rechnung tragen muß. daß Marx/Engels a ¨ einfach darauf vertrauten. vgl.5. z.a. im realen historischen Prozeß. die sich als unabdingbar auch f¨r eine sozialistische Gesellschaft u erweisen.3 Positive Alternativen? 100 Elemente. Insofern sei die entscheidende Frage nicht. 13: 66-69.B. Gleichwohl besteht kein Gegensatz zwischen der wissen” schaftlichen“ Kritik einer Gesellschaft und der Erkenntnis. d.B. sondern vielmehr.). In dieser Sichtweise war es ein verheerendes Vers¨umnis. Zugleich greift er auf das Konzept der labour notes“ zur¨ck. durch Momente von Unmittelbarkeitsa ” kommunismus“ (Haug 2001a: 159) gef¨llt werden sollte. von Otto a Bauer. 33). sp¨teren deliberativen Prozessen“ nicht vorgreifen zu wollen a ” (Haug 2001a: 159). daß es auch in einer neuen Gesellschaft geeigneter gesellschaftlicher Institutionen bedarf. die ein solches Konzept umsetzen k¨nnten. die utopistische“ Gegen¨berstellung von kapitalistischer Wirku ” lichkeit und positiver Sozialismuskonzeption. daß ” ein solches Vorgehen irgendwie institutionell organisiert werden muß. u ” Es zeigt sich an dieser Stelle bei Marx/Engels eine theoretische L¨cke“. das er selber noch in seinen fr¨heren u u ” Schriften vehement kritisiert hatte (II/1. da Marx die Problematik des ZAP und des darauf 1 Haug (2001a: 159) weist allerdings darauf hin. die immerhin noch das Konzept einer Tauschbank“ kannten. Dieses Vers¨umo a nis erstaunt umso mehr. erw¨hnt in seiner Kritik des Gothaer Programms eine genossenschaftliche a Produktionsweise ohne M¨rkte und ohne Privateigentum an den Produktionsa mitteln (19: 19f. S.1 Zwar scheint mir u die Marx’sche und Engel’sche Ablehnung jeglicher Systembastelei“ (Heinrich ” 2001: 385). Hierbei blieb die Problematik außer acht. in einer sozialistischen Okonomie werde die Gesell” schaft“ die Produktion“ regeln. a ¨ Uberlegungen kompatibel ist. daß geeignete gesellschaftliche Vermittlungsinstanzen keine Selbstverst¨ndlichkeit sind.h. demokratietheoretischen. durchaus verst¨ndlich. . wenn man a auf die historisch gewachsenen bewußt verzichten m¨chte. Marx z. ob seine Theorie mit sp¨teren. Jedoch benennt Marx an dieser Stelle – ebenso wie zuvor – keine Instituionen.

verabsoa lutiert den gegenw¨rtigen Erkenntnisstand und schr¨nkt die Leitfunktion der a a Sozialismusidee unn¨tig ein. inwieweit zu einem je geo gebenen Zeitpunkt auf dieses Funktionsprinzip nicht verzichtet werden kann. keinerlei Bewußtsein a f¨r die Komplexit¨t des ZAP besitzt. als regulative Idee.: 258-266). welche Eigentumsformen einer ¨ ¨ sozialistischen Okonomie angemessen sein k¨nnten und inwieweit M¨rkte in o a . Es kann m. den Markt“ o ” gegen den Plan“ auszuspielen. als sie eine strikte Absage an ein dogmatisch-voluntaristisches Sozialismusverst¨ndnis ist. welches. Dieses Vorgehen besitzt den Vorteil. daß unter sozialistischer Politik eine generelle Absage an das Projekt einer Gesellschaft ohne Geld. Die generelle Aussage jedoch. ¨ Kr¨tke (1996: 116f. Als o Entscheidungshilfe.h. d. Er zieht daraus die Konsequenz. einerseits nicht in die Falle“ einer romantisch-utopistischen“ ” ” Sozialismuskonzeption zu gehen. u a einen undogmatischen Blick auf die Vermittlungsleistung von M¨rkten bei der a L¨sung des ZAP zu werfen und die Frage zu stellen. wie oben angedeutet.) zeigt unter dem Stichwort Politische Okonomie der Soa ” zialismen“ wichtige Fragestellungen auf. war die Geringsch¨tzung der b¨ro a u gerlich-kapitalistischen Vermittlungsinstanzen ein wesentlicher Grund f¨r das u Scheitern des sowjetischen Experiments samt seiner Satellitenstaaten. Richtig scheint mir diese Schlußfolgerung inu soweit zu sein. andererseits aber auch nicht den Fehler zu machen. kann hierbei das Sozialismusverst¨ndnis dienen.3 Positive Alternativen? 101 basierenden komplexen Koordinationssystems des Wertes und seiner Erscheinungsformen wie kaum ein anderer Theoretiker analytisch durchdrungen hat. nicht darum gehen. Zun¨chst ließe sich nach Kr¨kte auf der Basis poliu a a tologischer Erkenntnisse uber die Ausgestaltung einer sozialistischen Demokra¨ tie nachdenken.5. wie je nach ge” gebenem Kenntnisstand und gesellschaftlicher Situation eine sinnvolle Verbindung der beiden Prinzipien aussehen k¨nnte (vgl. Kisker 1990: 219-222). E. sich um Organisationsfragen einer sozialistischen Gesellschaft nicht ausreichend zu k¨mmern. sondern es bliebe zu fragen. Weiterhin scheint es sicherlich sinnvoll. Trotzdem scheinen mir Darstellungen wie jene aus der Kritik des Gothaer Programms auf ein mangelndes Problemverst¨ndnis hinzudeuten – zumindest aber a bei den Epigonen ein solches vorbereitet zu haben. Waren und M¨rkte verstanden a werden m¨sse (ebd. M¨rkte seien schlechthin unverzichtbar. Wie Sch¨ler (1999: 144-155) herausarbeitet. denen bei der Entwicklung eines solchen Sozialismuskonzepts nicht ausgewichen werden darf. wie es oben beschrieben wurde und wie es auch Marx in der a Kritik des Gothaer Programms angesprochen hat. Anschließend ist zu uberlegen.

so daß sie an dieser Stelle nicht weiter ausgef¨hrt u ¨ werden muß.5. Zun¨chst einmal stellt sich offensichtlich die a Frage. welche Produkte produziert und welche Technologien bzw. Jeder B¨rger hat nun das grunds¨tzliche Recht. Produzentengrupu a pen zu bilden und hierbei einen Teil der gesellschaftlichen Produktionsmittel zu beanspruchen. einen Teil ihrer Wertsch¨pfung“ als Gewinn einzubehalten. das uber ¨ das Machtpotential verf¨gt. Sozialismus als eine regulative Idee zu verstehen. Ich kann an dieser Stelle keine detaillierte Bewertung dieses Modells vornehmen. wodurch die Produktionsweise ein dynamisches Element bekommen soll. Dies kann man die Machtproblematik der Ver¨ndea rung nennen. Es wird daher bei den folgenden Uberlegungen unterstellt. Allerdings besitzen diese Gruppen das Recht. ¨ ” Seine Verwaltung obliegt einer demokratisch legitimierten und kontrollierten Institution. Es existiert keine zentrale staatliche Aufstellung der Produktionspl¨ne.1 o 1 Diese Unterstellung wird nicht etwa eingef¨hrt. die Frage nach dem gesellschaftlichen Subjekt. diese werden statt dessen – wie die nat¨rliu chen Ressourcen auch – uber einen gesellschaftlichen Kapitalfond“ organisiert. weil das dahinterliegende Problem leicht u . Auch die oben von mir vertretene Vorstellung. eine grunds¨tzliche Ver¨nderung herbeizuf¨hren. kann hiervon nicht verschont bleiben.: 118). welche Ressourcen hierbei verwendet werden? Eine m¨gliche. sondern diese obliegen – soweit die erw¨hnte Verwaltungsina a stitution keine gesellschaftlich vermittelten Einw¨nde erhebt – den einzelnen a Produzentengruppen. darf keinen eigenen Kapitalstock“ erwerben oder bilden und ” ist dem gesellschaftlichen Kapitalfond uber ihre Mittelverwendung Rechen¨ schaft schuldig. u a a u Diese allgemeine Fragestellung ber¨hrt aber keine spezifische Problematik der u Marx’schen Werttheorie. Aber es lassen sich mit seiner Hilfe exemplarisch zwei wesentliche Probleme jeder Sozialismus-Konzeption aufzeigen.h. Weitere wichtige Fragen lauten: Wie werden Interessenkonflikte gel¨st? Wie wird uber die Verteilung von Arbeit und Eino ¨ kommen entschieden? Wer entscheidet.3 Positive Alternativen? 102 dieses Konzept einzubinden sind. In dem von ihm erl¨uterten L¨sungs-Modell existiert kein Privateia o gentum an den Produktionsmitteln. sich o ” eine sozialistische Organisationsweise geben zu k¨nnen und geben zu wollen. wie man die M¨glichkeit zu einer solch grunds¨tzlichen Umgestaltung o a der Gesellschaft erreicht. d. Jede dieser Gruppen erh¨lt ihre Produktionsmittel prina zipiell auf Zeit. erste Beantwortung dieser Fragen erw¨hnt Kr¨tke ebenfalls o a a (ebd. es besteht ein ¨konomischer o o ” Leistungsanreiz. daß dieses Problem gel¨st ist und die Gesellschaft“ vor der Situation steht. d.h.

also eine weitreichende Aufkl¨rung uber die b¨rgerlich-kapitalistische a u ¨ Gesellschaft stattgefunden haben. 1 Hinter dem Versuch. Im Gegenteil: um tats¨chlich eine gesellschaftliche Mehrheit f¨r eine grunds¨tzlich andere Gesellschaft zu finden. w¨hrend zugleich das Bestreben nach politischer a Kontrolle der partiellen Marktmechanismen zur Etablierung eines b¨rokratiu ” 1 schen Labyrinths“ f¨hrte. daß bei der Fortexistenz von M¨rka a u a ten.und Marktbeziehungen ist auf der Grundlage der Marx’schen Theorie wiederum nur als Kapitalverwertungsprozeß vorstellbar.“ (Creydt 2001: 105) .3 Positive Alternativen? 103 Dann n¨mlich w¨re daf¨r Sorge zu tragen. u Diesen Punkt kann man als die Machtproblematik der Bewahrung bezeichnen.B. Warenproduktion sowie Geld. Denn wie in Kapitel 4 gezeigt wurde. . so Creydts polemische Schlußfolgerung.h. sich ohne weiteres in einen nicht-kapitalistischen Systemzusammenhang funktional integrieren lassen. m¨ßte allein schon der Warenfetischismus nicht a u mehr bestehen. Vermutlich aber w¨re dieser innerhalb eines nicht-kapitalistischen Institua tionengef¨ges ein dominierendes und zugleich dysfunktionales Systemelement. . Zudem scheint sein Zustandekommen generell schwer vorstellbar.5. Man steht somit vor dem Dilemma. u ¨ die Vorteile einer marktkoordinierten Okonomie nutzen zu k¨nnen und gleicho zeitig die hiermit verbundenen Nachteile durch geeignete politische Planung o a a u l¨sbar w¨re. also ist ungarisches Gulasch mit Schokolade das Beste. Geld und Gewinninteressen eine Rekapitalisierung der Gesellschaft verhindert wird. verberge sich daher. o ¨ welches die Grundlagen einer sozialistischen Okonomie wiederum potentiell in Frage stellt.) verweist in diesem Zusammenhang auf die diesbez¨glichen marktsozialistischen Erfahrungen in Jugoslawien und Unu garn. . . Creydt (2001: 101. in denen untereinander konkurrierende Genossenschaften z. Schoko” lade ist gut. in dessen Zusammenhang sie systemisch funktional erscheinen. besteht eine selbst¨ndige Wertform aus der Bea wegung G − W . Einer solcher Zustand kann momentan sicher nicht konstatiert werden. Auch die in der UdSSR und der DDR versuchten u Verbindungen von Markt und Plan f¨hrten nicht zu dem erhofften Ergebnis. W − G . nur allzu oft die Vorstellung: Ungarisches Gulasch ist gut. ein Fortbestehen von Arbeitsteilung. P . Die Marx’sche Theorie jedenfalls legt eine solche Gefahr durch den Zusammenhang von Warenproduktion und Kapitalverwertung nahe. andererseits hierdurch die a o Gefahr eines dysfunktionalen sozio-¨konomischen Systems in Kauf zu nehmen. Auf genau dieser Voraussetzung aber basiert der Vorschlag von Kr¨tke wie auch a die Vorstellung von Sozialismus als einer regulativen Idee. einen Re” gionenegoismus“ bewirkten. Man kann daher nicht einfach davon ausgehen. 105ff. daß Strukturelemente eines kapitalistischen Gesellschaftssystems. die Vorteile von Marktmechanismen mit den Vorteilen einer gesellschaftlichen Planung und Kontrolle zu verbinden. d. auf b¨rgerliche Vergesellschaftungsmechanismen – zumindest u vorl¨ufig – vermutlich nicht verzichten zu k¨nnen.

N¨here Informationen sind unter http://www. daß eine Kombination von uberhasteten a u o ¨ Erfolgserwartungen und politischem Mißtrauen gegen¨ber einer St¨rkung der u a betrieblichen Autonomie seitens des Politb¨ros zum Abbruch des Projektes u f¨hrte. daß ihre schrittweise Aufhebung ohne einen nachhaltigen Bruch mit den aktuellen Eigentumsformen erreicht werden kann. ob sein Scheitern prim¨r auf okonomische Ursachen zur¨ckzuf¨hren ist. die M¨glicho o keit der politischen Kontrolle partieller Marktelemente in einer demokratischsozialistischen Gesellschaft zum jetzigen Zeitpunkt offen. Roesler 2001: 87-93). ein solcher Bruch habe z. Allerdings scheint es ¨ gerade im Fall des Neuen Okonomischen Systems“.1 Welche genauen Institutionen und Organisationsformen letztlich als geeignet scheinen. sondern insoweit autonom handeln k¨nnen. u Sollte diese Einsch¨tzung richtig sein. die z. so ließe sich f¨r ein zeitgem¨ßes demoa u a kratisch-sozialistisches Projekt eine Grenze erkennen.5. fraglich. das in den 60er Jahren des ” letzten Jahrhunderts in der DDR zu implementieren versucht wurde. innerhalb einer anderen politischen Struktur nicht ebenfalls zwangsl¨ufig scheitern. in der DDR aufgrund politischer Strukturen scheiterten. f¨r m¨glich. die traditionellen Vergesellschaftungsmedien des Marktes und des Geldes zu minimieren ¨ oder sogar aufzuheben.pdsonline. Dies ist m. greift u a zu kurz. Denn wie oben ¨ bereits angedeutet wurde.B. bei einer Aufrechterhaltung der gegenw¨rtigen Eigentumsformen nicht m¨glich.htm zu finden. Insofern m¨ssen Syntheseversuche von Plan und u Markt. Es scheint aber schwer vorstellbar. Letztere bedeutet die Anbindung der Produktionssph¨re an eine a demokratisch legitimierte Steuerung und Kontrolle. Vergesellschaftung“ impliziert somit nicht zwangs” .de/programm/debatte/index. in der Sowjetunion nicht die gew¨nschten Erfolge u gezeigt und sei deshalb f¨r eine zeitgem¨ße Sozialismusdebatte eher nachrangig. muß eine sozialistische Gesellschaft. erfordert also ein ¨ffentliches a o o Eigentum an den Produktionsmitteln.und Programmdiskussion sollte sich allerdings der Problematik dysfunktionaler Systemelemente nachhaltig vergewissern.B. daß Betriebe nicht einer zentralen Planung unterliegen.B. kann aus diesen Uberlegungen nicht deduziert werden. a Dies impliziert bereits. Eine sozialistische Theorie. jenseits derer die Erfahrungen des Staatssozialismus’ nur bedingt ubertragbar sind.. a Von daher bleibt m. auf einer weitreichenden demokratischen Gestaltung und Kontrolle auch der Produktionssph¨re basieren.2 1 Einen potentiellen Anlaß stellt beispielsweise die Diskussion um ein neues Para teiprogramm der PDS dar.3 Positive Alternativen? 104 zu verhindern (Richter 2001: 82ff. E. Roesler a u u ¨ (2001: 91-95) h¨lt es z. die M¨glichkeit einer solchen Synthese bzw. wenn sie wirklich einen historischen Fortschritt darstellen soll. als dies mit ihrer demokratischen o Kontrolle zu vereinbaren ist. E. 2 Der Hinweis. Dieser Argumentation liegt eine Verwechslung von Verstaatlichung und Vergesellschaftung zugrunde.

Selbst der Sozialismusbegriff unterliegt einer gewissen Kontingenz und sollte nicht abschließend en detail definiert werden. bestehen. a . so kann ihr bei u einer Diskussion f¨r die Entwicklung und Beurteilung solcher Alternativen. oder gar die Entwicklung einer detaillierten. kann jedoch nicht jenseits einer tats¨chlichen Umsetzung beurteilt werden. das Privateigentum an den Produktionsmitteln letztlich abzuschaffen und demokratische Kontrollm¨glichkeiten aufzubauen. an deren L¨sung der Staatssoziau o lismus scheiterte. wie sie die a a staatssozialistischen L¨nder kannten. Das von Kr¨tke geschilderte Modell o a mag als ein erster Referenzpunkt f¨r die hierzu ben¨tige Diskussion dienen. zu sch¨rfen. Auch weisen die anzudenkenden Alternativen notwendigerweise Schwachstellen auf. u o Eine weitergehende Erkenntnis. positiven Alternative. a Auch wenn sich somit aus der Marx’schen Theorie keine positiven Alternativen zur b¨rgerlich-kapitalistischen Gesellschaft deduzieren lassen. sondern zugleich daf¨r zu pl¨dieu a ren. Zum zweiten als Sensibilisierungsm¨glichkeit o o hinsichtlich der Komplexit¨t des zu l¨senden ZAP unter der gleichzeitigen a o Beachtung. a l¨ufig eine Verstaatlichung der Produktionsmittel und der Produktionspl¨ne. u wie zu sehen war. u der Gefahr einer Rekapitalisierung. Und schließlich. Gleichwohl bleibt die Aufgabe einer Aufhebung der b¨rgerlich-kapitalistischen Gesellschaft. damit diesbez¨glich keine o u erneute Eigentumsbildung m¨glich wird. welche Relevanz ihnen letztlich zukommt. an denen dann unter allen Umst¨nden o a ” festzuhalten ist.B. a um den Blick f¨r die potentiellen Schwachstellen eines Alternativentwurfs. dennoch eine dreifache Bedeutung zukommen: Zum ersten ¨ bei der Uberlegung. daß Marx selbst dieses Problem untersch¨tzt hat.3 Positive Alternativen? 105 Daher ist nicht nur f¨r die Vorstellung zu werben. erscheint vor dem Hintergund der hier geschilderten Schwierigkeiten vermessen. daß die Probleme der KPW auf ihrer eigenen Grundlage vermutlich nicht zu l¨sen sind. Diese m¨su sen zwar immer reflektiert werden. z. demokratischen Sozialismus u als eine regulative Idee zu interpretieren.5. Es kann jedoch bei der Suche nach Alternativen zur kapitalistischen Vergesellschaftung nicht um die Formulierung endg¨ltiger u oder totaler“ L¨sungskonzepte gehen.

daß die Theorie eine a ¨ kategoriale Analyse der kapitalistischen Okonomie umfaßt. Als Ergebnis bleibt grunds¨tzlich festzustellen. Da in einem solchen Vorgehen die zugrundeliegende Marx’sche Fragestellung samt ihrer Pr¨missen a leicht mißzuverstehen ist. Er ließ sich uber die abstrakte Arbeit als ¨ das allen Waren gemeinsame Dritte begrifflich ableiten.h. welche sich insbesondere als Theorie der Wertform und dadurch als Theorie eines Kapitalverwertungsprozesses auffassen l¨ßt. wie unter den Bedingungen der gesellschaftlichen Arbeitsteilung und der autonomen Privatproduktion der gesellschaftliche Charakter der individuellen Privatarbeit ausgedr¨ckt u und zugleich das ZAP gel¨st werden kann. daß die abstrakte Arbeit keine physiologische Kategorie bildet. sondern vielmehr die b¨rgerliche Form der gesellschaftlichen Gleichsetzung von Arbeit u darstellt. in der die gesellschaftliche Arbeit in der b¨rgerlichen Gesellschaft erscheinen muß. a l¨ßt sich zudem ihre gegenw¨rtige Bedeutung plausibel machen. Hierbei hatte sich ergeben. der von ihnen ver¨ußerten Arbeit – zu ihrem gesamtgesellschaftlichen Ara beitspotential ausdr¨ckt.6 Resum´e e 106 6 Resum´e e In der vorliegenden Arbeit sollte eine Darstellung der Marx’schen Werttheorie geleistet und hierauf aufbauend ihre gegenw¨rtige Bedeutung uberpr¨ft a u ¨ werden. in der nicht der Wert im Mittelpunkt des Interesses steht. sondern eine spezifisch soziale Eigenschaft. Zwar a o a liegt seine letzte Ursache in den Ph¨nomenen der Produktionssph¨re begr¨na a u . a a Nach den einf¨hrenden Erl¨uterung zur Fragestellung und Literaturlage in der u a Einleitung habe ich im zweiten Kapitel zun¨chst die Marx’sche Herleitung des a Wertbegriffs im Kapital skizziert. sondern vielmehr die Form. Im Anschluß an diese Feststellung habe ich herausgearbeitet. ein bestimmtes Verh¨ltnis aller privaten Warenproduzenten – a bzw. die in den Bedingungen der b¨rgerlichen Vergesellschaftung der Arbeit begr¨ndet liegt. Der a a Wert ist demnach keine nat¨rliche Eigenschaft der Waren wie beispielsweise ihr u Gewicht oder ihre Masse. Diese Rekonstruktion verdeutlichte o den kategorialen Charakter der Marx’schen Analyse. d. Als Konsequenz dieser Auffassung wurde die Wertgeu genst¨ndlichkeit als dingliche Reflektion dieses Verh¨ltnisses interpretiert. sondern konstituiert sich erst in der Zirkulationssph¨re. u u Demzufolge besitzt der Wert weder eine pr¨zirkul¨re Existenz noch eine pr¨a a a zirkul¨re Gr¨ße. Erst mit u ¨ einer solchen Uberlegung vermag man den Marx’schen Wertbegriff uberhaupt ¨ angemessen zu erfassen. daß a ” der Marx’schen Theorie die Frage zugrunde liegt. Wird sie in einem solchen Licht interpretiert. habe ich sie im Anschluß an diesen vermeintlichen Beweis“ eines Arbeitwertbegriffs pr¨zisiert.

Diese kann vielmehr nur durch Zirkulationsph¨nomene vermittelt werden. so habe ich u ¨ zu Beginn des vierten Kapitels festgestellt. Hier stehen die Bewegungen W1 − G − W2 und G − W − G scheinbar gleichberechtigt bzw. daß seine wesentlichen Funktionen als Wertmaß und Maßstab des Werts. Auf der Ebene der tats¨chlichen Geschehnisse zeigte sich die doppelte Bestimmung der a Waren in ihrer realen Verdopplung von Ware und Geld. sondern gleichzeitig auch eine Gelda theorie entwickelt hat. sie k¨nnten nur durch die Einbeziehung historischer Argumente o voneinander getrennt werden. Es ließ sich zun¨chst mit Hilfe der Betrachtung eines a a Warentauschs die Unm¨glichkeit eines pr¨monet¨ren Werts konstatieren. a Nach diesen Erl¨uterungen zur Marx’schen Fragestellung und den dazugeh¨a o rigen theoretischen Basiskategorien habe ich im dritten Kapitel die Wertformanalyse n¨her betrachtet. Allerdings entsteht der Eindruck einer vorkapitalistischen Epoche der einfachen Warenproduktion“ nur auf der Basis einer ” Lekt¨re des Kapitals. Daher schloß sich an dieses Ergebnis eine Analyse des realen Geldes an. als Zirkulationsmittel und als Geld als ” Geld“. d.6 Resum´e e 107 det. Sie o a a liegt in der doppelten – und damit widerspr¨chlichen – Bestimmung der Waren u begr¨ndet. An dieser Stelle ließ sich somit als erste zentrale Erkenntnis festhalten. theoretisch unvermittelt nebeneinander. nicht jedoch eine hinreichende Konstitutionsbedingung des Werts dar. Dieser Widerspruch in der doppelten Warenbestimmung f¨hrte uns durch seine dialektische Fortentwicklung auf analytischer Ebene von u der einfachen zur entfalteten und letztlich zur allgemeinen Wertform. Dementsprechend liegt die Auffassung nahe. Aber diese Zusammenh¨nge stellen lediglich eine a notwendige. daß dies f¨r den Ubergang von der u Geld. als Selbstzweck des ¨konomischen Handelns. welche uber die Arbeitsproduktivit¨t auch die gesellschaftlich notwendige a ¨ Arbeit wesentlich bestimmen. Marx mithin o also nicht nur eine monet¨re Werttheorie.zur Kapitalform im Kapital nicht mehr zu gelten scheint.h. Es zeigte sich hierbei. welche zugleich als Tr¨ger von Wert wie auch als Tr¨ger von Geu a a brauchswert gelten. Bereits auf dieser Ebene der Analyse zeigte sich durch die M¨glicho o keit des zeitlichen Auseinanderfallens des Zirkulationsaktes W1 − G − W2 die Krisenanf¨lligkeit der KPW. a Stellte sich bis zu diesem Zeitpunkt die Marx’sche Theorie als eine kategoriale Ableitung auf der Basis begrifflich-genetischer Widerspr¨che dar. denn in den Grundrissen und im Urtext leitet Marx die u Kapitalform ebenso durch das Aufzeigen einer unzureichenden kategorialen Be- . daß auf der Grundlage der Marx’schen Theorie der Wert zwingend eine Geldform ben¨tigt. beschrieben werden o k¨nnen.

h. dies stellt jedoch kein Argument zur a Ablehnung dieser Theorie dar. Hierauf aufbauend ging es um die Frage. Statt dessen kann der Wert nur in der Form eines Kapitalverwertungsprozesses ad¨quat erfaßt werden. Zum Abschluß dieses Kapitels erfolgte eine makro¨konomische Pointierung der bisherigen Ergebnisse. um die u gesellschaftliche Wertsch¨pfung und ihre Einkommensverteilung zu erkl¨ren. wie auf der Basis ¨ des Aquivalententauschprinzips uberhaupt eine Kapitalverwertung existieren ¨ kann. o Es ließ sich hierbei zeigen. inwieweit sie mit dem u a ¨ heutigen Geldsystem kompatibel ist und hieran anschließend uber eine Analyse ¨ der Kapitalverwertungstendenzen der letzten drei Jahrzehnte. Diese Feststellung f¨hrte zur dritten zentralen Erkenntnis meiner u Arbeit: Die Bedingung f¨r die Existenz eines positiven Mehrwerts – und damit u der Kapitalverwertung – ist die Lohnarbeit. welche die b¨rgerliche Okonomie heranzieht.h.6 Resum´e e 108 stimmung der bisherigen Begriffe ab wie zuvor die allgemeine Wert. Demgem¨ß a a habe ich diesen Zusammenhang zwischen dem Wert und seiner selbst¨ndigen a Ausdrucksweise als Kapitalverwertungsprozeß als zweite zentrale Erkenntnis herausgestellt. Hierzu habe ich ihren theoretischen Status an den ersten beiden zentralen Erkenntnissen uberpr¨ft. der sich durch die Bewegung G − W . . . welche nicht nur die hinreichende Arbeit. da alle ihre wesentlichen Kategorien erl¨utert wurden. . daß die Marx’schen Kategorien mit den Begrifflichkeiten der VGR kompatibel sind und die Gr¨ßen der letzteren durch sie o erkl¨rt werden k¨nnen. Die Marx’sche Theorie l¨ßt sich von daher sowohl als Arbeits.wie auch als Kapitalwerttheoa rie verstehen. In diesen Texten betont er vielmehr die theoretische Unzul¨nglicha keit der einfachen Zirkulation und der sie abbildenden Bewegung W1 −G−W2 .und die Geldform. Dies bedeutet zugleich eine Ablehnung der Idee jeglia o ¨ cher Produktionsfaktoren. Bei der Erl¨uterung der Kapitalverwertungsa tendenzen zeigte sich. In beiden F¨llen a ließ sich die prinzipielle G¨ltigkeit der Marx’schen Werttheorie plausibel mau chen. welche Quelle dem Mehrwert zugrunde liegt. d. es wurde die Frage gestellt. ihre gegenw¨rtige Bedeutung zu diskutiea ren. o a An dieser Stelle endete die Darstellung der Marx’schen Theorie. sondern zugleich noch Mehrarbeit leistet. zun¨chst an der Frage. Die Antwort fand sich in der Differenz zwischen dem Wert der Arbeitskraft und dem Wert der von ihr produzierten Warenmenge. . Es konnte somit im f¨nften Kapitel a u mit dem Versuch begonnen werden. daß sowohl die Entwicklung der Einkommensverteilung als auch die strukturellen Akkumulationsschwierigkeiten seit den 70er Jah- . d. W − G a symbolisieren l¨ßt und zugleich eine Kapitalvermehrung bedeutet. Zwar muß man bei der Schilderung des Geldsystems uber Marx’ eigenes ¨ Verst¨ndnis seiner Theorie hinausgehen. P .

Gleichwohl gibt es – trotz der weltweiten Probleme – keinen Anlaß o mehr. da m. E. daß jede marktsozialistische“ Position ” sich Marx’ Theorie zufolge der Gefahr einer systemisch dysfunktionalen Rekapitalisierung aussetzt. eine Aufhebung der b¨rgerlichen Vergesellschaftung – die existentiellen u Probleme der Menschheit nicht l¨sbar scheinen.h. von allen grunds¨tzlichen Konflikten und Problemen befreiten Gesella . Ihrer Erkenntnisse und ihrer Aktualit¨t wird man sich angesichts u a eines global agierenden Kapitalismus’ auf Dauer nur schwerlich verschließen k¨nnen. ohne der Sehnsucht nach totalen“ ” oder voluntaristisch-utopistischen Politikkonzeptionen nachzugeben. Hier kam es mir vor allem auf die Feststellung an. Nachdem auf diese Weise die theoretische G¨ltigkeit a u ¨ der Theorie plausibel erschien. Gleiches gilt f¨r die Entwicklung der globao u lisierten Finanzm¨rkte. daß die Marx’sche Werttheorie eine Theorie der kapita¨ listischen Okonomie und nicht die einer sozialistischen Gesellschaft darstellt. Diese ist meiner Ansicht nach nicht nur eine uberaus bewundernswerte intellektuelle Leistung. sondern zudem noch immer ¨ ¨ die differenzierteste Analyse kapitalistischer Okonomien. welches – soweit m¨glich – f¨r eine schrittweise und an a o u den jeweils gegebenen M¨glichkeiten orientierte Minimierung der b¨rgerlichen o u Vergesellschaftungsmechanismen eintritt.und Geldvermittlungen sowie Kapitalverwertungszw¨ngen. uber die wir derzeit ¨ verf¨gen. Zum Abschluß meiner Arbeit scheint mir noch eine letzte Bemerkung angebracht: Ich habe in meiner Arbeit die Marx’sche Werttheorie nicht nur in ihren zentralen Erkenntnissen dargestellt. Jedoch muß ein zeitgem¨o a ßes Sozialismusprojekt aus den Leerstellen“ der Marx’schen und Engel’schen ” Vorstellungen und dem auch hierdurch bedingten Unmittelbarkeitskommu” nismus“ konsequente Schlußfolgerungen ziehen. a sich die Komplexit¨t des ZAP deutlich zu machen. sondern auch die theoretische Plausibilit¨t a der Marx’schen Theorie betont. Gleichwohl verteidigte ich die Marx’sche Hoffnung auf eine Gesellschaft jenseits von Warenproduktion. Gerade die Marx’sche a Theorie legt ein kritisches Bewußtsein f¨r dieses Problem nahe – in theoreu tischer wie in praktisch-politischer Hinsicht. Andererseits gilt es aber deutlich zu machen. ohne grunds¨tzliche Strukturver¨nderungen – a a a d. Diese bestehen prim¨r darin.6 Resum´e e 109 ren des letzten Jahrhunderts mit Hilfe der Marx’schen Theorie auf fruchtbare Weise analysiert werden k¨nnen. Dies impliziert bereits ein Sozialismusverst¨ndnis. Markt. folgten anschließend Uberlegungen zu den politischen Konsequenzen des bisher Gesagten. Folglich lassen sich aus ihr keine gesellschaftlichen Alternativentw¨rfe deduu zieren. die Marx’sche Theorie mit den fr¨heren Heilserwartungen einer klassenu losen.

wie die Bewußtmachung des bestehenden Spannungsverh¨ltnisses a zwischen beiden Einsichten. Die Marx’sche Werttheorie vermag bei der Suche nach dem richtigen Verh¨ltnis von Radikalit¨t und Bescheidenheit jedoch zu a a helfen: durch die Einsicht in ihre theoretischen Erkenntnisse auf der einen und das Verst¨ndnis der mit ihr verbundenen politisch-praktischen Probleme auf a der anderen Seite. .Heimat. anders als im . was es noch niemals gab: . die dringend ben¨tigte Heimat“ o ” zumindest der Richtung nach zu beschreiten. Oder wie Narr/Roth (1995: 433) es formulieren: Auf u ” Erden wird es.‘“ Das Verst¨ndnis um die notwendige und gea botene Beschr¨nkung bei der Entwicklung und Verfolgung gesellschaftlicher a Alternativen und das gleichzeitige Bestreben.6 Resum´e e 110 schaft zu verkn¨pfen. bleiben somit ebenso eine dauernde Aufgabe.Prinzip Hoffnung‘ geschlossen. nie geben.

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