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„The world is too fucking with us.


(Ezra Pound)

Ship of Ara

„Lust & Liebe“
Kleine Oberhausener Literaturnacht
11. November 2011 Bert-Brecht-Haus
Musik mit schwebendem Sound, der durch etwas „Krach“ in homöopathischen Dosen hin und wieder geerdet wird. Songwriter Stefan Schlensag kennt man in Oberhausen u.a. als Mastermind der legendären Hipsters, seinerzeit Oberhausens erfolgreichste Garage-Rock-Band.
Als ausgewiesener Literaturkenner ist er immer wieder auch Jury-Mitglied des Oberhausener Literaturpreises

Konzert
22:30 – 23:30 | Foyer
Stefan Schlensag (ex Hipsters) und Groucho Kangoroo (ex Cosmic Kangaroos) – zwei Größen aus der Neo-Garage-Musikwelt. Damals war es laut, psychedelisch und heftig, heute geht es heftig in die Tiefe und zwar in bester Folk-Tradition. Akustische Songs sind die Basis, auf der elektrische Slide-Gitarren, Akkordeon, Darabuka, Banjo und Blues-Harp Klangschichten entfalten.

Bücherflohmarkt
ab 15.00 Uhr | 2. Etage

Nach der großen Eröffnung des Bert-Brecht-Hauses am 09. und 10.09. fällt die Oberhausener Literaturnacht in diesem Jahr etwas „kleiner“ aus. Aber großartig ist sie und fein wie immer. „Lust & Liebe“ – ein weites Feld. Wer dabei nur an das eine denkt, denkt zu kurz.

Angeboten werden gut erhaltene Kochbücher, Reiseführer, Bücher aus dem Technikbereich, Gartenbücher und Romane.

Veranstalter:

Stadtbibliothek Oberhausen
Künstlerische Leitung:

Die Literaturnacht bringt das Thema in vielen Schattierungen ans Licht und wirft Schatten dort, wo es hell scheint. Lyrik, Kurzgeschichten, Songs, Rap, PoetrySlam-Potpourri: alles Gute für die Blaue Stunde und die Zeit danach!

Michael Dilly

Die Reim-Maschine

Mit der Sprache hat keiner gerechnet -

Echo Vee & Mr. Heist

Ivette Vivienne Kunkel

Aktion
19:00 – 21:00 Uhr | Foyer

Lesung
20:00 - 21:00 Uhr | Stadtbibliothek | Leselounge
„Jeder morgen schaut erstaunt zu mir rein, denn er findet mich wie immer wach, umrankt von Papier, winkend. Er winkt nie zurück, ist lieber schnell wieder weg: irgendwohin, wo so ein morgen noch was zählt! Meine Tage sind halt nicht gezählt, sie liegen recht bunt & durcheinander & fluten & ebben den Boden wofür sie zählen? Ich weiß, sie sind alle ungerade & alle haben sie Brüche; beim Versuch, sie zu summieren, summen sie leise; ein Minus heißt für sie Gedankenstrich & sie werden vermutlich nicht mal den Atem anhalten dafür. & will man sie trennen, ja altmodisch teilen: dann fangen sie an, zu erzählen.“
Stadtschreiberin hier, Literaturpreisträgerin dort (u.a. Oberhausener Literaturpreis 2009) und ja, auch Stipendiatin des Klagenfurter Literaturkurses! Heute ist sie bei uns, liest – wunderbar.

Beim Namen „Echo Vee“ spitzen Kenner der freestyle gerappten Verse seit mittlerweile Jahrzehnten mächtig die Ohren. Er ist Großmeister seiner Zunft und schüttelt Reime aus beiden langen Ärmeln wie kein zweiter. Er wird begleitet von der Fachkraft für Abreizsicherheit DJ „Mr. Heist“, der dem Reimgenie den Beatboden bereitet.

Das Spiel geht so: Das Publikum nennt Begriffe zum Thema „Lust & Liebe“ und Echo Vee, der Gedichtsvollzieher, gießt die Worte in Echtzeit in geniale Reime, die er gleichzeitig auch noch vorträgt. Höchste Kunst!

Poetry-Slam-Potpourri

Jonas Jahn & Konsorten
Jede Nacht der gleiche Jammer!

Lesung
19:00 - 20:00 Uhr | Leseinsel

Nikolai Kinski

Lesung
21:00 Uhr | 3. Etage

Jonas Jahn ist Macher des Oberhausener O.-Ton-Slams, Mitorganisator von „Nachgewürzt“ und er hat u.a. mitgeholfen, die letztjährigen Deutschen Slam-Meisterschaften ins Ruhrgebiet zu holen.

Für die Oberhausener Literaturnacht bringt der Kenner der Szene einige seiner liebsten Poetry-Slam-Kollegen mit ins Bert-Brecht Haus. Kurzgeschichten mit Pointe, Prosa mit Lyrik und umgekehrt, Unterhaltung mit Verstand, Liebe zur Literatur mit Lust vorgetragen.

Eine Reise durch die nächtliche Finsternis im Herzen des berühmten Literaturnobelpreisträgers Hermann Hesse. Er selbst nannte sie Knittelverse, seine Gedichte um Wein, Weib und Weltschmerz. Sie zeugen vom Sturz des angesehenen Poeten aus der geistigen in eine sinnliche, körperliche und feucht-traurige Welt. Nikolai Kinski hat die lyrischen Vorgänger und Nachläufer des „Steppen-

wolf“ zu einem Reigen versponnen, zu einem gleichermaßen selbstverliebten wie Moral verachtenden Rezitationsabend, an dem kein Glas trocken bleiben darf.
Kinski? Genau der! Und längst aus dem Schatten seines Vaters Klaus Kinski herausgetreten: ein Schauspieler und Rezitator von eigenem Format.