Gibt es Parallelen zwischen Schach, Strategischer Unternehmensplanung, Software-Entwicklung und Systemarchitektur?

Franz Mühlbauer, München 2012, www.franz-mue.de

Inhaltsverzeichnis
1Einführung..........................................................................................................................................1 2Das Schachspiel..................................................................................................................................2 2.1 rundlagen..................................................................................................................................2 2.2Frages!ellungen..........................................................................................................................." 2."S!ra!egie und #a$!i$....................................................................................................................% 2.%En!wic$lungsgeschich!e..............................................................................................................& 2.&Die 'ehre ()n S!eini!z................................................................................................................* 2.+ egenwar!sschach......................................................................................................................, 2.*Spiels!-r$e und Schach!raining.................................................................................................... 2.,/es)nderhei!en, die den 0issens!ransfer zu anderen Disziplinen begüns!igen........................11 "1arallelen zwischen den Disziplinen................................................................................................1" ".12)n der S3s!emarchi!e$!ur zum Schach...................................................................................1% ".1.1Einführung........................................................................................................................1% ".1.24nwendung ()n 5euris!i$en aus der S3s!emarchi!e$!ur..................................................1& ".1."Dis$ussi)n.........................................................................................................................1. ".22)m Schach zur S)f!ware-En!wic$lung...................................................................................21 ".2.1Einführung........................................................................................................................21 ".2.22ergleich...........................................................................................................................21 "."2)m Schach zur S!ra!egischen 6n!ernehmensplanung.............................................................2% ".".1Einführung........................................................................................................................2% ".".22ergleich...........................................................................................................................2% %7usammenschau...............................................................................................................................2* &8eferenzen........................................................................................................................................2, &.1Schach.......................................................................................................................................2, &.2S3s!emarchi!e$!ur.....................................................................................................................2, &."S)f!ware-En!wic$lung..............................................................................................................2, &.%S!ra!egische 6n!ernehmensführung..........................................................................................2. &.&S)ns!iges...................................................................................................................................2. +4bbildungsnachweise.......................................................................................................................2. *9ber den 4u!)r................................................................................................................................."0

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1 Einführung
"omple#it$t und Entscheidungsprozesse

Menschen bewegen sich im 4llgemeinen in $)mple:en 'ebensbereichen. Es sind laufend En!scheidungen zu !reffen, deren 4uswir$ungen nich! $lar ()rherzusagen sind. ;n s)lchen Si!ua!i)nen geh! es darum, mi! beschr-n$!en 8ess)urcen an Erfahrungen, anwendbarer 8egeln und 7ei! die bes!m<glichen En!scheidungen zu !reffen. ;n un!erschiedlichen 'ebensbereichen und Disziplinen gehen Menschen un!erschiedlich ()r, um derar!ige 1r)blems!ellungen zu meis!ern. ;n (ielen Disziplinen bilde!en sich h)chspezialisier!e 2erfahren heraus, um innerhalb ihrer Disziplin )p!imale En!scheidungen zu !reffen. Die #hese hier lau!e!, dass (iele Disziplinen durchaus emeinsam$ei!en aufweisen= ein mul!idisziplin-rer 0issensaus!ausch $<nn!e einzelne Disziplinen m<glicherweise mi! neuen ;deen befruch!en )der s)gar Disziplinen-übergreifende Er$enn!nisse liefern. Mi! dem ()rliegenden #e:! m<ch!e ich $)n$re!e /ezüge zwischen mehreren Disziplinen hers!ellen> dem Schachspiel, der S)f!wareEn!wic$lung, der S3s!emarchi!e$!ur und der s!ra!egischen 6n!ernehmensplanung. Es geh! um die Frage, )b S)f!wareEn!wic$lung und 6n!ernehmensplanung in irgendeiner 0eise ()n Er$enn!nissen aus der Er$undung des Schachspiels pr)fi!ieren $<nnen. 4u?erdem wird geprüf!, inwiewei! 5euris!i$en der S3s!emarchi!e$!ur auf das Schachspiel anwendbar sind. Die /ehaup!ung is!, dass zwischen den Disziplinen @ mi! Einschr-n$ungen @ emeinsam$ei!en e:is!ieren. Der #e:! ha! zum 7iel, einige naheliegende 2erbindungen herzus!ellen, 2ergleiche anzus!ellen )der ;mpulse zu geben. Eine umfassende 6n!ersuchung der Frages!ellung würde selbs!(ers!-ndlich den 8ahmen sprengen. Die Disziplinen sind s) umfangreich, dass ich nur einige wesen!liche 1un$!e aufgreifen $ann. 4n den sei!lichen /ereichen der Sei!en finden Sie zur besseren Arien!ierung S!ichpun$!e zum 4bschni!! in ettdruck. Daneben finden Sie an den Sei!enleis!en gelegen!lich erg-nzende 5inweise )der /emer$ungen in Kursivschrift. Schach-Bünger, die eine (arian!enreiche 4nal3se be$ann!er Schachpar!ien erwar!en, muss ich leider en!!-uschen. Der #e:! en!h-l! weder eine einzige Schachpar!ie n)ch werden $)n$re!e 2arian!en aufgelis!e!.

multidisziplin$rer %bgleich

!iele

Untersuchungsumfang

Seitenleiste

keine konkreten Schachpartien

2

2 Das Schachspiel
2.1 Grundlagen
Das Schachspiel wird ()n zwei Spielern auf einem Schachbre!! mi! ,:, Feldern ausge!ragen. Beder Spieler erh-l! einen gleichen Sa!z an Figuren= Spielers erh-l! wei?e Figuren, der andere schwarze Figuren. Eine fes!e und endliche Menge an 8egeln h-l! fes!, • • • • wie die Figuren anf-nglich auf dem /re!! aufges!ell! sind wie sich die Figuren bewegen dürfen dass die Spieler abwechselnd @ beginnend mi! den wei?en S!einen @ ihre Figuren ziehen un!er welchen 6ms!-nden ein Spieler gew)nnen ha! )der das Spiel unen!schieden CremisD ende!.
&eschreibung Mit dem Begriff „Spieler“ sind grundsätzlich Frauen und Männer gemeint. Faktisch edoch ist der Frauenanteil im Schach minimal. !er Begriff „Figur“ kann z"eierlei #edeuten. $nt"eder sind sämtliche Schachfiguren oder sämtliche Schachfiguren mit %usnahme der Bauern gemeint. !ie e"eilige Bedeutung ergi#t sich aus dem Konte&t.

%##ildung ,- .rundstellung im Schach 7us-!zlich wird den Spielern zur 0ahl und 4usführung ihrer 7üge in der 8egel eine begrenz!e /eden$zei! auferleg!. Eeben dem üblichen Normalschach gib! es eine 8eihe (erschiedener 4uspr-gungen des Schachspiels. 7u nennen sind insbes)ndere Blitzschach, Schnellschach und Fernschach. Die 4uspr-gungen un!erscheiden sich ()rwiegend durch die un!erschiedlichen /eden$zei!regelungen. ;n der f)lge befasse ich mich nur mi! dem E)rmalschach.
ormen %uf seltenere %usprägungen "ie 'ro#lemschach( Simultanschach( )andem*Blitzschach( Blindschach( +äu#erschach oder die verschiedenen Formen des Märchenschachs gehe ich hier nicht ein.

0ie bei anderen Sp)r!ar!en sind Schachspieler na!i)nal und in!erna!i)nal in 2erb-nden und 2ereinen )rganisier!. Es gib! 'igen,

'igen und (ettk$mpfe

" Meis!erschaf!en und di(erse s)ns!ige #urniere. 0e!!$-mpfe werden s)w)hl für einzelne Spieler als auch für Mannschaf!en ausge!ragen.
(ertungszahlen und )itel

Die Ergebnisse ()n )ffiziellen #urnieren schlagen sich für die Spieler in 0er!ungszahlen nieder. 4us den 0er!ungszahlen werden 8anglis!en der Spieler ers!ell!. /eim Erfüllen bes!imm!er fes!geleg!er Fri!erien $<nnen Spieler den #i!el eines Gandida!e Mas!er C/MD, eines F;DEMeis!ers CFMD, eines ;n!erna!i)nalen Meis!ers C0MD )der eines r)?meis!ers C.MD erlangen. En!sprechende #i!el werden auch separa! für Frauen (ergeben. Ein $leinerer 4n!eil der Schachspieler be!reib! Schach pr)fessi)nell. Eeben a$!i(en Spielern gib! es (iele Schachau!)ren, Schachlehrer, Schach$)mmen!a!)ren und Schach!he)re!i$er. Die 7üge der 1ar!ien ()n E)rmalschach-0e!!$-mpfen werden in einer speziellen %lge#raischen Notation fes!gehal!en. Es gib! s)w)hl eine Furzschreibweise als auch eine ausführlichere Schreibweise. Die 1ar!ien (ieler 0e!!$-mpfe werden auf /asis dieser E)!a!i)n (er<ffen!lich!. 4uf diese 0eise s!eh! den Schachspielern ein riesiges, laufend erwei!er!es 8eser()ir ()n Schachpar!ien zur 2erfügung. Manche 1ar!ien sind um E(en!ual(arian!en und F)mmen!are erg-nz!= zu diesen 1ar!ien e:is!ieren als) erg-nzende /ewer!ungen, die eine sp-!ere 4nal3se erleich!ern $<nnen. Die nachf)lgende 4bbildung gib! schema!isch die Si!ua!i)n w-hrend einer Schachpar!ie wieder>

*ollen

Partienotation 3or einigen 4ahrzehnten "ar im angelsächsischen +aum noch die englische Notation ver#reitet. 0nz"ischen hat sich edoch die alge#raische Notation "elt"eit durchgesetzt.

Einbettung in Umwelt

Spieler 0e!!$ampf 6mwel!

egner

%##ildung 1- $in#ettung einer Schachpartie in die 2m"elt

2.2 Fragestellungen
Das 2ers!-ndnis des Schachspiels erfuhr in dessen En!wic$lungsgeschich!e (ielf-l!ige 0andlungen. Die 0andlungen be!reffen insbes)ndere die 4uffassungen zu f)lgenden Frages!ellungen> • 0elche 8)lle spielen ')gi$, 1s3ch)l)gie, Frea!i(i!-!, 1han!asie und ;ndi(iduali!-! im SchachH

% • • 0ann is! eine S!ellung für einen Spieler als )bIe$!i( gew)nnen einzusch-!zenH Fann eine S!ellung anhand -u?erer Fri!erien )bIe$!i( $)rre$! bewer!e! werden Czum /eispiel anhand (erbliebener Figuren, /auerns!ru$!uren, Figurens!ellung, schwacher Felder, Sicherhei! des F<nigsDH ib! es allgemeingül!ige 1rinzipien, die bei der /ewer!ung ()n S!ellungen zugrunde geleg! werden $<nnenH 0elche 8)lle spielen S!ru$!urmus!er )der 7ugabf)lgemus!er bei der /ewer!ung einer S!ellungH 8eich! bei der S!ellungsbewer!ung die 4nwendung ()n runds-!zen alleine ausH Ader müssen zus-!zlich 7ug(arian!en durch gerechne! werdenH 0ie !ief sind 7ug(arian!en durchzurechnen, um zu einer $)rre$!en S!ellungseinsch-!zung zu $)mmenH ;s! es erf)lg(ersprechend, zur S!ellungsbewer!ung und 7ugauswahl nur 2arian!en durchzurechnenH Ader sind runds-!ze und 1l-ne wich!igH /esi!zen s!a!ische )der d3namische Fa$!)ren bei der S!ellungsbewer!ung ein h<heres ewich!H 0elche 8)lle spielen S!ra!egie und #a$!i$ bei der S!ellungsbewer!ung und 7ugauswahlH Sind eigene l-ngerfris!ige 1l-ne für das wei!ere 2)rgehen eines Spielers sinn()ll )der m<glichH ib! es in Ieder 1ar!ies!ellung einen )bIe$!i( bes!en 7ugH Fann der Spieler mi! den wei?en S!einen Cder immer den ers!en 7ug ausführ!D bei bes!em Spiel beider Sei!en gewinnenH Ader ende! das Spiel in diesem Fall unen!schieden )der s)gar mi! dem Sieg des Spielers mi! den schwarzen S!einenH

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2.3 Strategie und Taktik
;m wei!eren 2erlauf des ()rliegenden #e:!es !auchen immer wieder die /egriffe Strategie und )aktik auf. Die beiden /egriffe sind e!wa wie f)lg! zu (ers!ehen> Eine S!ra!egie eines Spielers basier! auf dessen 4nschauungen, 0issen und Erfahrungen. Die S!ra!egie leg! allgemeine 7iele fes! und (ersuch!, diese 7iele durch 4ufs!ellung geeigne!er 1l-ne zu erreichen. Die #a$!i$ befass! sich mi! der $)n$re!en 6mse!zung der s!ra!egischen 1l-ne mi!!els bes!imm!er 7üge und 7ugf)lgen. Ein #eilgebie! der #a$!i$ beinhal!e! F)mbina!i)nen= dami! sind erzwungene 7ugf)lgen gemein!, die zu einem ()r!eilhaf!en 8esul!a! führen. Ein einfaches Schema s)ll die 7usammenh-nge (erdeu!lichen>
Strategie

)aktik "ombinationen

&

Strategie

7iele 1l-ne

)aktik F)mbina!i)nen

7ugf)lgen

*eales *eales System System %##ildung 7- Strategie und )aktik im Schach

Schachspiel Schachspiel

S!ra!egie und #a$!i$ sind un!rennbar mi! der S!ellungsbewer!ung und 7ugwahl eines Spielers (erbunden. 4llerdings flie?en s!ra!egische und !a$!ische esich!spun$!e nich! nur bewuss! in die 9berlegungen eines Spielers ein= in!ui!i(e, unter#e"usste 4n!eile sind in der 8egel ebenfalls bei den 2erarbei!ungs()rg-ngen eines Spielers en!hal!en.

2.4 Entwicklungsgeschichte
Ursprung

Das Schachspiel en!s!and (ermu!lich im ers!en Bahr!ausend im asia!ischen 8aum. ;n Eur)pa werden sei! Mi!!e des 1.. Bahrhunder!s regelm-?ig Schach!urniere (erans!al!e!. Die Schachregeln blieben sei! dieser 7ei! im wesen!lichen un(er-nder!. Sei! 1,,+ werden in unregelm-?igen 4bs!-nden 0el!meis!erschaf!en ausge!ragen. Eigene Frauenwel!meis!erschaf!en gib! es sei! 1.2*. Die schachlichen 4$!i(i!-!en haben sich w-hrend dieses 7ei!raumes wel!wei! in!ensi(ier!. Es gab und gib! (ielf-l!ige F)r!schri!!e beim 2ers!-ndnis dieses Spiels. Eine 8eihe un!erschiedlicher S!r<mungen und Schachschulen bilde!en sich heraus. Der Einfluss einiger S!r<mungen auf zei!gen<ssische Schachspieler s)wie F)lgegenera!i)nen ()n Schachspielern is! bedeu!end und bes!imm!e die 0ei!eren!wic$lung des Schachs ma?geblich mi!. Eachf)lgend werden $urz ein paar wich!ige En!wic$lungsphasen des Schachspiels s$izzier!>

*omantik

'aul Morph5( ,678 9 ,66:( 2+;de."ikipedia.org<"iki<Morph5

Das 0e!!$ampfschach $)nzen!rier!e sich in der 4nfangszei! auf eher )ffene S!ellungs!3pen. #echnische Fenn!nisse im 4llgemeinen und in der 2er!eidigungs!echni$ im bes)nderen waren wenig ausgepr-g!. S) bleiben bis in die egenwar! ()r allem einige phan!asie()lle 4ngriffspar!ien un(ergessen, die insbes)ndere mi! dem Eamen Morph5 (erbunden sind.

+ Der ers!e 0el!meis!er Steinitz war es, der diese frühe S!urm-undDrang-1hase auf s)lidere, s3s!ema!ischere /asis s!ell!e. S!eini!z anal3sier!e M)rph3Js 1ar!ien und fand eine 8eihe ()n Mus!ern, die er zu allgemeinen runds-!zen erh)b. Die 4nwendung dieser runds-!ze (erhalf zu einem besseren 6r!eil bei der S!ellungsbewer!ung= die 4nh-nger der neuen Schule errangen s) die Aberhand über die 4nh-nger der al!en Schule. )arrasch !rieb die 'ehre ()n S!eini!z auf die Spi!ze, indem er dessen runds-!ze zu D)gmen erh)b. Mi! ausgefeil!em Spiel (erhalf /apa#lanca S!eini!zJ 'ehren zu einem lang anhal!enden Einfluss auf die Schachwel!. Der Eindruc$ zunehmender 1erfe$!i)nierung der Schach!a$!i$ (eranlass!e /apa#lanca zur 1r)gn)se, dass dem Schachspiel der 8emis!)d beschieden sei. Die wei!ere En!wic$lung des Schachspiels zeig! Ied)ch, dass sich /apa#lancaJs 1r)gn)se als unbegründe! erwies. Eine 8ela!i(ierung, F)rre$!ur und Erg-nzung erfuhren S!eini!zJ 'ehren durch die =5permoderne Schachschule, w)hl be$ann!es!e 2er!re!er Nimzo"itsch und +>ti waren. /eispielsweise war es nach der 53perm)dernen 'ehre nich! mehr unbeding! erf)rderlich, die 7en!rumsfelder mi! eigenen /auern zu bese!zen. S!a!!dessen $)nn!e auch mi! Figuren Druc$ auf das 7en!rum ausgeüb! werden.
"lassisch-positionelle Schachschule ?ilhelm Steinnitz( ?eltmeister ,66@ 9 ,6A:( 2+;de."ikipedia.org<"iki<?ilhelmBStei nitz Sieg#ert )arrasch( ,6@1 9 ,A7:( 2+;de."ikipedia.org<"iki<Sieg#ertB)ar rasch 4osC +aDl /apa#lanca( ?eltmeister ,A1, 9 ,A18( 2+;de."ikipedia.org<"iki</apa#lanca

+ypermoderne Schachschule %aron Nimzo"itsch( ,66@ 9 ,A7E( 2+;de."ikipedia.org<"iki<Nimzo"itsch +ichard +Cti( ,66A 9 ,A1A( 2+;de."ikipedia.org<"iki<+ichardB+ F/7F%Ati Sow,etische Schachschule Michail Bot"innik( ?eltmeister ,A:6 9 ,AE8( ,AE6 9 ,A@G( ,A@, * ,A@7( 2+;de."ikipedia.org<"iki<Bot"innik Michail )al( ?eltmeister ,A@G 9 ,A@,( 2+;de."ikipedia.org<"iki<MichailB)al !ie !inge sind nicht so einfach "ie sie scheinen. 0ch ver"eise auf die +ede"endung „!er )eufel steckt im !etail“ oder in der ursprHnglicheren( positiveren Fassung „.od is in the details“

Each dem 7wei!en 0el!$rieg e!ablier!e sich die s)wIe!ische Schachschule. 7wei herausragende 2er!re!er dieser Schule sind Bot"innik und )al. Die ()rwiegend s!a!ische /e!rach!ungsweise ()n S!eini!zJ 'ehre wurde in Frage ges!ell!. D3namische 4spe$!e erhal!en ein h<heres ewich!. Ebens) sind die $)n$re!en S!ellungsmer$male (iel s!-r$er in die /ewer!ung mi! einzubeziehen= ans)ns!en anwendbare runds-!ze $<nnen sich durch $)n$re!e /es)nderhei!en der S!ellung als hinf-llig erweisen.

0ich!ige Einflüsse auf diese 'ehren waren das 4uf$)mmen leis!ungsf-higer G)mpu!er und Schachpr)gramme, der einfache 7ugriff auf gr)?e ;nf)rma!i)nsmengen über das ;n!erne! s)wie das 4uf$)mmen fle:ibler Er<ffnungss3s!eme Csiehe e!wa das 0gel* S5stemD. ;n unserem 7ei!al!er der Di(ersifi$a!i)n gib! es 4ns-!ze, ans!elle ()n S!r<mungen Schachstile zu s3s!ema!isieren. Krogius un!erscheide! zum /eispiel den pra$!ischen, l)gisch-s3s!ema!ischen, !he)re!ischen,

0gel*S5stem( 2+;de."ikipedia.org<"iki<0gelB F16SchachF1A

Nikolai Krogius( ge#oren ,A7G( 2+;de."ikipedia.org<"iki<Krogius

* $ri!isch-anal3!ischen, $üns!lerischen, $)mbinierbaren und harm)nischen S!il. Eine s!renge Fa!eg)risierung der Spieler in diese S!il!3pen dürf!e freilich $aum m<glich sein. #r)!z gewal!iger F)r!schri!!e der (ergangenen Bahrzehn!e zeig! sich, dass das Schachspiel nach wie ()r einen schier unersch<pflich erscheinenden 8eich!um an M<glich$ei!en bie!e!. 4uch SchachG)mpu!er $<nnen an dieser Si!ua!i)n bislang nich!s -ndern. ;n den beiden f)lgenden Fapi!eln wird SteinitzJ 'ehre e!was ausführlicher be!rach!e! und dem egenwar!sschach gegenüber ges!ell!. Die egenübers!ellung zeig! das Spannungsfeld zweier wesen!licher Den$rich!ungen im Schach auf, und erweis! sich beim 2ergleich des Schachspiels mi! anderen Disziplinen als nü!zlich.

2.5 Die Lehre von Steinit
Prinzipien

Die ()n S!eini!z ini!iier!e 'ehre zieh! zur /ewer!ung einer S!ellung ()rwiegend s!a!ische Fri!erien heran, die auf der 4nwendung allgemeingül!iger 1rinzipien beruhen. 7u nennen sind insbes)ndere • das Ma!erial(erh-l!nis der beiden Sei!en 9blicherweise wird der Ma!erialwer! der Figuren in Einhei!en eines /auern angegeben. 7um /eispiel is! ein #urm e!wa fünf /auern wer!, ein '-ufer e!wa drei /auern. die /auerns!ru$!ur die S!ellung der Figuren das 7usammenspiel ()n Figuren und /auern die Sicherhei! des F<nigs

• • • •

4nhand s)lcher Fri!erien $ann ermi!!el! werden, )b sich die S!ellung in einem leichgewich! der Fr-f!e befinde!, das beiden Spielern für den wei!eren 2erlauf der 1ar!ie gleiche Ghancen einr-um!. 4ufgabe der Spieler is! es, 2)r!eile anzuh-ufen. Eur wenn genügend 2)r!eile angeh-uf! wurden und dami! das leichgewich! ges!<r! is!, $ann ein erf)lg(ersprechender 4ngriff ges!ar!e! werden.
-b,ekti.it$t !ie Situation erinnert mich an $insteins %usspruch „.ott "Hrfelt nicht“ aus den ,A1Ger 4ahren( mit dem $instein sich von den su# ektivierenden 3orstellungen der aufkommenden Iuantenph5sik a#grenzt...

;n Ieder S!ellung gib! es einen )bIe$!i( bes!en 7ug. Es is! die 4ufgabe des Spielers, diesen 7ug zu finden. Die 'ehre geh! ()n S!ellungen mi! überwiegend s!a!ischem Ghara$!er aus, der die 6mse!zung l-ngerfris!iger 1l-ne zul-ss!. Den$bar is! s)gar, dass ein einziger 1lan für die gesam!e 1ar!ie zugrunde geleg! wird. ')gisches, s3s!ema!isches 2)rgehen, gepaar! mi! der 4nwendung allgemeingül!iger 1rinzipien, is! die rundlage für spielerischen Erf)lg.

, Abw)hl SteinitzJ 'ehre w)hl unbes!ri!!en einen wich!igen Meilens!ein in der En!wic$lung des Schachspiels dars!ell!, wurde die 'ehre sp-!er !eilweise s!ar$ $ri!isier!. Es zeig!e sich, dass der h)he 4nspruch auf 4llgemeingül!ig$ei! der runds-!ze nich! zu hal!en is!. 0enn da()n ausgegangen wird, dass der egenspieler die 6mse!zung eines umfangreichen, l-ngerfris!igen 1lanes widers!andsl)s zul-ss!, wird dem egenspieler nich! genügend 8espe$! en!gegengebrach! und un!ers!ell!, dass er ein schw-cherer Spieler is!. 0enn die bl)?e 4nwendung der 1rinzipien ausreich!, bedeu!e! das, dass ein un!erdurchschni!!lich gu!er Spieler bei /eherzigung der Steinitzschen runds-!ze zu überdurchschni!!lichen Ergebnissen $)mm!. Der Einsa!z ()n 1rinzipien $ann als eine 4r! S!andardisierung )der 4u!)ma!isierung begriffen werden. Das Schachspiel wird ein!<niger, (erlier! an Frea!i(i!-! und hemm! s) die 0ei!eren!wic$lung und Erf)rschung des Schachspiels.

"ritik !ie durchgehende %n"endung von allgemeingHltigen 'rinzipien schränkt die Menge der im praktischen Spiel mJglichen Stellungen von vorne herein stark ein. !urch die eingeschränkte Sicht"eise "urden viele Stellungen ausge#lendet( die später als vollkommen akzepta#el anerkannt "urden.

2.! Gegenwartsschach
Mi! dem /egriff .egen"artsschach werden hier die En!wic$lungen sei! dem 4uf$)mmen der so" etischen Schachschule bezeichne!. Das zei!gen<ssische Schach weis! im 2ergleich zu ()rhergehenden S!r<mungen gr<?ere /es!rebungen zu aggressi(en, zweischneidigen 2erwic$lungen auf. #r)!z schneller 8echner, gereif!er G)mpu!er-1r)gramme und gr)?er schach!echnischer F)r!schri!!e C()r allem in der 2er!eidigung und im EndspielD is! der früher anges!reb!e 1erfe$!i)nismus ad ac!a geleg!. ;n einer 1ar!ies!ellung gib! es in der 8egel nich! den einen )bIe$!i( bes!en 7ug. 2ielmehr is! ()n mehreren, rela!i( gu!en 7ügen auszugehen. Die 4uswahl eines 7uges $ann aus un!erschiedlichen subIe$!i(en Erw-gungen heraus erf)lgen. Eine 8)lle bei der 4uswahl $<nn!en zum /eispiel spielen> Eigene 2)rlieben und S!-r$en, die 0e!!$ampfsi!ua!i)n, die (erbleibende /eden$zei! )der die ps3ch)l)gische Einsch-!zung des egners. Each (erbrei!e!er Meinung ende! eine 1ar!ie bei durchweg bes!em Spiel beider F)n!rahen!en mi! einem 8emis.

Sub,ekti.it$t

.
konkrete Stellungsbeurteilung !as Schema in %##ildung 7 stellt das 3erhältnis von Strategie und )aktik also "ohl zu einfach dar. Bei der 2ntersuchung natHrlicher $ntscheidungsprozesse unterscheidet Flein „integrierte“ und „modulare“ 'läne. 0ntegrierte sind in sta#ilen 2mge#ungen effizienter( modulare dagegen fle&i#ler #ei grJMerer 2nsicherheit und groMem Leitdruck. 0n diesem Sinne kJnnte die neuzeitliche .eschichte der Schachstrategie a# Steinitz als ein N#ergang von integrierten zu modularen 'länen interpretiert "erden. 2n"illkHrlich kommt mir das Bild eines Baumes in den Sinn- !er Stamm entspricht den allgemeinen +egeln( die Kste den stellungsa#hängigen +egeln( und die feineren L"eige den Merkmalen der konkreten 'osition. /ynamik und dynamisches Potential

Mi! dem Erf)rdernis der Ieweils $)n$re!en S!ellungsbeur!eilung s!eig! das ewich! der #echni$ rela!i( zur S!ra!egie. S!ra!egische 1l-ne sind weniger umfangreich, fle:ibler und )rien!ieren sich mehr an einem 7ug-um-7ug-Den$en. Der deu!sche r)?meis!ers Dr. 5übner zum /eispiel sprich! ()n einem eflech! aus #eilpl-nen, die un!er 6ms!-nden über 7wischene!appen umgese!z! werden.

2iele runds-!ze der S!eini!zschen Schule sind zwar nach wie ()r pr-sen! und werden als wich!ig erach!e!, allerdings haben sie ihre 4llgemeingül!ig$ei! eingebü?!. Manche runds-!ze sind nur n)ch in bes!imm!er S!ellungsphasen anwendbar. ;mmer Ied)ch is! ihre 4nwendbar$ei! anhand der $)n$re! ()rliegenden S!ellungsmer$male zu prüfen. S!a!ische S!ellungsmer$male sind e!was in den 5in!ergrund ge!re!en. S!a!!dessen s!eh! die d3namische S!ellungsbewer!ung im F)$us. D3nami$ und d3namisches Cla!en!esD 1)!en!ial haben h<chs!e 1ri)ri!-!. 4lles in allem wurde das Schachspiel der egenwar! im 2ergleich zu früher wieder lebendiger und $-mpferischer. 1han!asie, Frea!i(i!-! und ;ndi(iduali!-! er<ffnen dem Schachspieler reichhal!ige M<glich$ei!en.

Phantasie, "reati.it$t und 0ndi.idualit$t

2." S#ielst$rke und Schachtraining
1erkmale der Spielst$rke

Die Spiels!-r$e eines Schachspielers zeig! sich in (ielen Mer$malen. S) s)ll!e ein her()rragender Spieler e!wa • • <$)n)misch den$en S!ellungen gu! anal3sieren, (isualisieren und bewer!en= dazu is! ein gu!es ed-ch!nis und die F-hig$ei!, sich Mus!er zu mer$en, n<!ig s)w)hl in s!ra!egischen als auch !a$!ischen Me!h)den bewander! sein $)mbina!)rischen Scharfblic$ besi!zen zu !iefen 2arian!enberechnungen f-hig sein

• • •

10 • • • • • • • • • • !echnisch beschlagen sein ein umfangreiches und a$!uelles Er<ffnungsreper!)ire besi!zen eine sich anbahnende Frise rech!zei!ig er$ennen sich z-h (er!eidigen $<nnen eine geringe Fehlerra!e aufweisen und !3pische Den$fehler (ermeiden 1l-ne $al!blü!ig durchführen $<nnen die F-hig$ei! besi!zen, den Fampf in die rich!ige /ahn zu len$en und dem egner den eigenen 0illen aufzuzwingen ps3ch)l)gische Elemen!e einbeziehen ;deenreich!um und sch<pferische 2ielfal! an den #ag legen F)nzen!ra!i)nsf-hig$ei!, Fampfgeis!, Flei? und -hnliches besi!zen
Spielst$rke .erbessern !er %utor Flein spricht statt von „Krisen“ allgemeiner von „=e#elpunkten“( die gute Schachspieler erkennenSituationen( in denen kleine Knderungen zu groMen %us"irkungen fHhren kJnnen. Lum $rkennen von =e#elpunkten ist ne#en $rfahrung ins#esondere Kreativität erforderlich.

Die für das Schachspiel ben<!ig!en F-hig$ei!en sind w)hl !eilweise angeb)ren. Bedenfalls muss ein sp-!erer Spi!zenspieler in früher Findhei! mi! dem Schachspielen beginnen. Ein gu!er 0eg, Schach als 4nf-nger zu lernen, bes!eh! im Each()llziehen der his!)rischen En!wic$lungen. Ein f)r!geschri!!ener Spieler wird sich nich! mehr (iel (erbessern, wenn er sich auf das 'ernen allgemeiner 8egeln (erl-ss!. 4uch der 0er! des S!udiums ()n 'ehrbüchern is! zweifelhaf!.

%nscheinend verläuft das )raining vom %nfänger zum $&perten nach einem ähnlichen Muster "ie die Schach*$nt"icklungsgeschichte$rst "erden allgemeine +egeln gelernt( dann konte&t#ezogene $inschränkungen der +egeln. 3ielleicht kann also die $nt"icklungsgeschichte als N#erlagerung des ;ernens einzelner Schachspieler #egriffen "erdenP %ls %nalogie zum ;ernen des Schachspiels "ird manchmal das ;ernen einer Sprache herangezogen- $s reicht nicht aus( 3oka#eln und +egeln fHr die .rammatik zu lernenO grammatikalische %usnahmen "erden häufig anhand von Beispielen gelernt. 0ntuition FHr einen ;ernenden ist die Situation un#efriedigend- $rst soll er die alten Meister studieren( dann das .elernte "ieder in Frage stellen und schlieMlich sich alles anhand einer unH#erschau#aren %nzahl von Beispielen #ei#ringen 9 sozusagen das +ad "ieder neu erfinden ...

Ein h)hes Ei(eau zu erreichen is! nur n)ch durch das $)n$re!e, laufende S!udium zahlreicher S!ellungen, 1ar!ien, F)mbina!i)nen, Endspiel!echni$en und Er<ffnungs(arian!en m<glich. 4uf diese 0eise werden 6r!eils$raf! und ;n!ui!i)n geschul!. Ein gr)?es a$!uelles Er<ffnungsreper!)ire mi! der 4nal3se der daraus en!s!ehenden speziellen S!ellungs!3pen is! für die 2)rberei!ung auf 0e!!$-mpfe wich!ig. ;n!ui!i)n basier! auf 2erarbei!ungspr)zessen des 6n!erbewuss!seins. Es mu!e! nur im ers!en M)men! sel!sam an, sich auf das 6n!erbewuss!sein zu (erlassen, ans!a!! S!ellungen bewuss!-ra!i)nal zu durchleuch!en. Dieses 2erfahren is! im egen!eil sehr effe$!i( für erfahrene Schachspieler> 4us den Eeur)wissenschaf!en is! be$ann!, dass nur sehr wenige ;nf)rma!i)nen bis zum /ewuss!sein ()rdringen. Da()rgeschal!e! is! das 6n!erbewuss!sein, das m<glicherweise bis zu 200.000 mal mehr ;nf)rma!i)nen (erarbei!e! als das /ewuss!sein= das

11 6n!erbewuss!sein is! )ffenbar (iel leis!ungsf-higer als allgemein angen)mmen. Fann das 6n!erbewuss!sein auf eine gr)?e 4nzahl ()n ;nf)rma!i)nen zurüc$greifen, s!ehen die Ghancen gu!, dass sich ;n!ui!i)n p)si!i( auf die S!ellungsbewer!ung auswir$!. /ei 4nf-ngern dagegen fehlen dem 6n!erbewuss!sein n)ch Erfahrungswer!e= es $ann daher wenig zum Erf)lg bei!ragen. 4nf-nger sind als) mi! einfachen, allgemeinen 8egeln gu! bedien!.

2.% &esonderheiten' die den (issenstrans)er u anderen Dis i#linen *eg+nstigen
Es gib! eine 8eihe ()n /es)nderhei!en, die das Schachspiel pr-des!inieren, als Kuelle ()n ;deen und Er$enn!nissen für andere Disziplinen )der für Disziplinen-übergreifende 6n!ersuchungen zu dienen. 7u nennen sind insbes)ndere • Das Schachspiel ha! einen sehr begrenz!en 6mfang was die 4nzahl der Felder und Figuren angeh!. 0as sich auf dem Schachbre!! abspiel! is! überschaubar, besi!z! Ied)ch !r)!zdem ausreichend F)mple:i!-!, um ()n den bes!en Schachspielern und Schachpr)grammen nich! (<llig beherrsch! zu werden. Die Schachregeln sind in!erna!i)nal einhei!lich. Das Schachspiel $ann als /eispiel für ein ebie! fungieren, in dem En!scheidungspr)zesse ()n E:per!en und 4nf-ngern un!er limi!ier!en 8ess)urcen s!a!!finden= es is! chara$!erisier! durch> ◦ d3namisch (er-nderbare /edingungen ◦ ()n 6nsicherhei!en gepr-g!e Si!ua!i)nen ◦ h)he 8isi$en ◦ !eilweise e:!remen 7ei!druc$ ◦ $urzfris!ig anpassbaren 7ielen und 2)rgehensweisen • Für eine Schachpar!ie is! Cim engeren SinnD ein $lares 5aup!ziel ()rgegeben, n-mlich das Schachma!! des gegnerisches F<nigs beziehungsweise der ewinn der 1ar!ie. 4ls nich!-$))pera!i(es Spiel zweier widers!rei!ender App)nen!en is! Schach prim-r darauf ausgerich!e!, die E:!reme des Spiels auszul)!en, um aus gegebenen Si!ua!i)nen das Ma:imum herauszuh)len. Die 4nzahl der 7üge und die Dauer einer 1ar!ie sind sehr begrenz!. Es lassen sich als) in $urzer 7ei! (iele $)mple!!e 1ar!ien durchspielen. 7u den Schachpar!ien sind alle ;nf)rma!i)nen C7ügeD ()lls!-ndig be$ann!. Die 1ar!ien sind w-hrend und nach der 1ar!ie $)mple!! anal3sierbar.

• •

12 • 4us den 1ar!ieergebnissen s)wie gegebenenfalls einer 4nal3se der 1ar!ien is! der Erf)lg ()n Lempirischen E:perimen!enM $lar ablesbar. Es gib! eine pr-gnan!e, einhei!liche 1ar!ien)!a!i)n, die es erlaub!, 1ar!ien einschlie?lich E(en!ual(arian!en zu d)$umen!ieren. Each der (erbrei!e!en 4uffassung besi!zen Schachspieler $ein G)p3righ! auf ihre gespiel!en 1ar!ien= die 1ar!ien dürfen als) (er<ffen!lich! werden. Sei! über 100 Bahren werden (iele der 0e!!$ampfpar!ien aufgezeichne!. Es s!eh! daher ein riesiges 8eser()ir an 1ar!iema!erial zur 2erfügung. Es gib! und gab eine 2ielzahl ()n Schach!he)re!i$ern, die einen umfangreichen !he)re!ischen F)rpus geschaffen und s) den 0issenss!and d)$umen!ier! haben. Die En!wic$lungsgeschich!e des Schachs is! gu! d)$umen!ier!. ;m Schachspiel sind nich! nur E:per!en, s)ndern auch 4nf-nger und alle Spiels!-r$es!ufen dazwischen pr-sen!= sie $<nnen insbes)ndere gu! durch die ihnen zuge)rdne!e Spiels!-r$ezahl un!erschieden werden. Dami! sind 6n!ersuchungen hinsich!lich differierender Spiels!-r$es!ufen )der des ()rhandenen Erfahrungs-Ei(eaus m<glich.
!er Frauenanteil im Schach ist gering. !iese %s5mmetrie sollte #ei 2ntersuchungen nicht unter den )isch fallen. %ndererseits gilt das gleiche auch fHr andere !isziplinen. %llerdings ist mir keine hJchstrichterliche +echtsprechung #ekannt( die diese %uffassung #estätigt...

• •

1"

3 Parallelen zwischen den Disziplinen
;n den f)lgenden 6n!er$api!el (ersuche ich, 1arallelen zwischen (erschiedenen Disziplinen herzus!ellen. Die 1feile in der nachs!ehenden 4bbildung zeigen die 8ich!ung des 2ergleiches an @ ()n der 4usgangsdisziplin hin zur (erglichenen Disziplin>

Schach

S3s!emarchi!e$!ur S)f!wareEn!wic$lung %##ildung :- 3ergleich von !isziplinen

S!ra!egische 6n!ernehmensplanung

1%

3.1 ,on der S-ste.architektur u. Schach 3.1.1 Einführung
Die S3s!emarchi!e$!ur is! nich! nur in einer einzigen Disziplin (er!re!en= sie $ann zum /eispiel in !echnischen )der s)zialen S3s!emen zum Einsa!z $)mmen. Der /egriff S3s!em $<nn!e (age umrissen werden als eine esam!hei! ()n Elemen!en, die zueinander in einer bes!imm!en /eziehung s!ehen und sich gegenüber der 6mwel! abgrenzen. Die 4rchi!e$!ur des S3s!ems besch-f!ig! sich mi! der S!ru$!urierung der Elemen!e un!ereinander und gegebenenfalls mi! der ()rausgehenden 1lanung dieser S!ru$!uren. Die S3s!emarchi!e$!ur ha! es in (ielen F-llen mi! $)mple:en, nich!linearen S3s!emen zu !un, die ()n Menschen )der G)mpu!ern nich! ()lls!-ndig beherrsch! werden. Dieser 4spe$! ()n S3s!emarchi!e$!uren -hnel! dem Schachspiel und l-ss! eine egenübers!ellung als sinn()ll erscheinen. 4nderersei!s gib! es wesen!liche 6n!erschiede zwischen den Disziplinen S3s!emarchi!e$!ur und Schach zu $)ns!a!ieren. 7um /eispiel gib! es meis! eine deu!liche #rennung zwischen dem Ers!ellen des S3s!ems und der sp-!eren Eu!zung. S)w)hl bei der Ers!ellung als auch der Eu!zung eines S3s!ems sind in der 8egel mehrere, h-ufig (iele 1ers)nen be!eilig!. 4n die S3s!eme werden Kuali!-!sanf)rderungen ges!ell!. enüg! ein S3s!em diesen 4nf)rderungen nich!, $ann un!er 6ms!-nden das 'eben ()n Menschen gef-hrde! sein. Das S3s!emarchi!e$!ur-/uch ()n Maier<+echtin en!h-l! eine ansehnliche Sammlung ()n 5euris!i$en CLFaus!regelnMD, die nach un!erschiedlichen Fri!erien $a!eg)risier! sind. Die 5euris!i$en geben 8ich!linien an, die en!weder Si!ua!i)nen bewer!en )der angeben, welche 2erhal!ensweisen in bes!imm!en Si!ua!i)nen angemessen sind. Die 5euris!i$en basieren auf (ielen Erfahrungswer!en, sind na!ürlichsprachig f)rmulier!, und eignen sich durch ihre 4llgemeinhei! zur 4nwendung in anderen Disziplinen. ;nsgesam! handel! es sich um 1". 5euris!i$en. 7u einem #eil der 5euris!i$en sind 2arian!en angegeben. 6n!er Einbeziehung der 2arian!en würde sich eine n)ch h<here 4nzahl ergeben. Die 5euris!i$en sind nach un!erschiedlichen Fri!erien @ zum #eil auch nach Fachgebie!en @ s)r!ier!. 6n!er 4bzug ()n e!lichen d)ppel!en )der sehr -hnlichen s)wie zwei im Schach-F)n!e:! !ri(ialen 5euris!i$en (erbleiben le!z!endlich 120 5euris!i$en. 2)n den 120 5euris!i$en $)nn!e ich elf un(er-nder! übernehmen. 2+ wei!ere pass!e ich zur 9ber!ragung in die Schach-D)m-ne e!was an. Mi! insgesam! "* wieder(erwendbaren ()n 120 5euris!i$en $)nn!e ich als) ein $nappes Dri!!el im Schach (erwenden. Mi! nicht* "iederver"end#ar bezeichne ich hier 5euris!i$en, die bei 9ber!ragung ins Schach $einen brauchbaren Sinn ergeben würden=
Systemarchitektur

"omple#it$t

wesentliche Unterschiede

+euristiken

1& dami! meine ich Ied)ch $eine 5euris!i$en, die zu widersprüchlichen 4ussagen im Schach führen würden. ;m f)lgenden 6n!er$api!el lis!e ich die 5euris!i$en im englischen Ariginal!e:! und gegenüberges!ell! in meiner angepass!en deu!schen 2ersi)n auf. Eine leere Spal!e L4ngepass!M bedeu!e!, der Ariginal!e:! $ann im Schach un(er-nder! übern)mmen werden. Die 5euris!i$en sind zur besseren 2ergleichbar$ei! neu $a!eg)risier!.

3.1.2 Anwendung von euristi!en aus der S"ste#archite!tur
"omple#it$t

2r F1

-riginal

%ngepasst

In order to understand anything, you Um irgendetwas zu verstehen, must not try to understand dürfen Sie nicht versuchen, alles everything. zu verstehen. Verwechseln Sie nicht das Verstehen eines Brettabschnittes mit dem Verstehen der gesamten Stellung Don't confuse the functioning of the parts for the functioning of the system.

F2

F"

If you can't explain it in five minutes, either you don't understand it or it doesn't work.

F%

If you don't understand the existing system, you can't e sure you are building a better one.

!enn Sie eine Stellung nicht verstehen, "#nnen Sie nicht erwarten, gute Züge zu finden. Das !issen ü er eine "ritische Stellung ist wichtiger als der eigentliche Grund für die Kritikalität.

F&

$nowing a failure has ocurred is more important than the actual failure.

F+ F* F, F0 F10

%n insight is worth a thousend mar"et surveys& (he most dangerous assumptions are the unstated ones& (he first )uic" loo" analyses are often wrong& 'fficiency is inversely proportional to universality& %s time to delivery decreases, the threat to user utility increases.

'ine 'insicht ist tausend %nalysen wert&

*eitnot gef+hrdet den 'rfolg&

1+ 2r S1 -riginal
If you thin" your design is perfect, it's only ecause you haven't shown it to someone else.

%ngepasst
,alls Sie glau en, den perfe"ten -lan gefunden zu haben, dann nur weil Sie ihn noch niemanden gezeigt haben.

Sub,ekti.it$t

S2

Don't assume that the original statement of the pro lem is necessarily the best, or even the right one. (he choice etween products may well depend upon which set of drawbacks the users can handle best. Die *ugwahl "ann sich danach richten, dass der Gegner damit am wenigsten umgehen kann.

S"

S%

(he choice etween the architectures may well depend upon which set of drawbacks the stakeholders can handle best (not on which advantages are the most appealing).

ie !ahl zwischen mehreren "länen kann davon abhängen, wie gut der Gegner mit den #uswirkungen zurechtkommt.

S&

-articularly for social systems, it's .etztendlich z+hlen die the perceptions, not the facts, that !ahrnehmung des Gegners und count. nicht die $akten der Stellung. Die *ugwahl h+ngt nicht alleine von der Stellung ab, sondern auch vom Gegner und der übrigen %mgebung. (here is no such thing as a purely technical pro lem&

S+

2r ;1 ;2 ;" ;% ;&

-riginal
/odeling is a craft and at times an art& % good solution somehow loo"s nice& (he eye is a fine architect& 1elieve it& 3egarding intuition, trust ut verify& ,ollow your emotions&

%ngepasst
Schachspielen ist ein 0andwer", manchmal a er auch Kunst.

0ntuition

Das %uge ist ein guter Schachspieler& 2lau en Sie es.

1*
Strategie und )aktik

2r #1

-riginal

%ngepasst

Implementations matter& 4(hey help $eine Strategie ohne esta lish architectural control) 1erüc"sichtigung taktischer Belange. .eave the specialities to the 1ei der strategischen -lanung muss specialist& (he level of detail die "on"rete Stellung mit ihren re&uired by the architect is only to kritischen 'erkmalen eingeplant the depth of an element or werden. component critical to the system as a whole. But the architect must have access to that level and know, or be informed, about its criticality and status.

#2

#" #% #& #+

Successful architectures are proprietary, ut open& Use open architectures& (ry to hit a solution that, at worst, won't put you out of business.

'rfolgreiche -lane sind individuell, a er flexi el& Verwenden Sie flexi le 'r#ffnungen& !+hlen Sie flexi le, wiederstandsf+hige Stellungen.

Install a machine that even an idiot 2e en Sie allgemeine 2runds+tze can use, and pretty soon everyone vor, und ald eschr+n"en die #nwender ihr enken auf diese working for you is an idiot. Grundsätze.

1, 2r 51 52 -riginal
Do the hard parts first& /ista"es are understanda le, failing to report them is ine(cusable. /urphy's .aw, If anything can go wrong, it will 4Simplify, simplfy, simplify) $eep it simple& In any resource6limited situation, the true value of a given service 0alten Sie *ugfolgen und -l+ne einfach& Der wahre !ert eines *uges, einer *ugfolge oder eines "lanes ,ehler "#nnen vor"ommen5 nicht daraus zu lernen ist unverzeihlich

%ngepasst

+andlungsrichtlinien

5"

5% 5&

or product is determined by what bestimmt sich durch das, was man one is willing to give up to obtain aufzugeben bereit ist. it.

5+

/oving to a larger purpose widens Die Stellung in einem gr#7erem the range of solutions& *usammenhang zu sehen, er)ffnet neue *)sungswege. 'xplore the situation from more than one point of view& % seemingly impossible situation might suddenly become transparently simple.

5*

5,

!hen a decision ma"es sense through several different frames, it's probably a good decision. % good design has enefits in more than one area& !hen choice must e made with unavoida ly inade)uate information, choose the best available and then watch to see whether future solutions appear faster than future problems. +f so, the choice was at least ade&uate. +f not, go back and choose again. 'in guter -lan hat in verschiedenen Szenarien positive #uswirkungen. !enn Sie eine 'ntscheidung auf der 1asis ungenügender +nformation treffen müssen, wählen Sie die beste verfügbare und überprüfen Sie, ob zukünftige *)sungen schneller auftauchen als zukünftige "robleme. $alls ,a, war die !ahl zumindest adä&uat.

5. 510

511

1uild in and maintain options as 'rhalten Sie sich 8ptionen so lange long as possi le in the design and wie m#glich& Sie werden sie build of comple( systems. -ou will need them. brauchen.

1.

3.1.3 Dis!ussion
3hnlichkeiten

Abw)hl sich die S3s!emarchi!e$!ur mi! ihren un!erschiedlichen 4uspr-gungen in (ielerlei Fachgebie!en sch)n -u?erlich deu!lich ()m Schachspiel un!erscheide!, gib! es d)ch ein $nappes Dri!!el der 5euris!i$en, die s) )der in -hnlicher F)rm im Schach angewende! werden $<nnen. Dieses 1h-n)men $<nn!e auf s!ru$!urelle Nhnlich$ei!en zwischen den Disziplinen hinweisen @ )der auch auf die -hnliche 4r! und 0eise, wie Menschen in den Disziplinen Den$en, En!scheiden, 0ahrnehmen )der 5andeln. Die S3s!emarchi!e$!ur-5euris!i$en zu den Fa!eg)rien Komple&ität und =andlungsrichtlinien sind ziemlich generisch gehal!en und dürf!en daher in (ielen $)mple:en ebie!en anwendbar sein. 4usdrüc$lich erw-hnen m<ch!e ich nur die 5euris!i$ Eummer KE= die 0ich!ig$ei!, $ri!ische Si!ua!i)nen frühzei!ig zu er$ennen, is! auch bei den Spiels!-r$emer$malen eines Schachspielers erw-hn!. Für das ()rliegende #hema in!eressan!er scheinen mir die 5euris!i$en zu sein, die ich un!er die Fa!eg)rien Su# ektivität, 0ntuition s)wie Strategie und )aktik eingereih! habe.

breite %nwendbarkeit

Sub,ekti.it$t

;m Schach is! der laube an AbIe$!i(i!-! und 1erfe$!i)nismus sei! über einem halben Bahrhunder! auf dem 8üc$zug. S!a!!dessen sind 6mwel!einflüsse zu berüc$sich!igen. Nhnliche 4nsich!en sind den 5euris!i$en der S3s!emarchi!e$!ur zu en!nehmen. Die 5euris!i$en empfehlen, der ;n!ui!i)n und dem eigenen efühl zu f)lgen @ allerdings nich! blind. Ns!he!ische esich!spun$!e spielen eine 8)lle. Die #-!ig$ei! $ann s)gar in manchen F-llen als Funs! begriffen werden. Derar!ige Erfahrungswer!e und Meinungen sind auch im Schach nich! unbe$ann!. ;m Schach sind allerdings 4uffassungen der Ns!he!i$, der Funs!, der 0issenschaf! )der -hnlichem h-ufig mi! bes!imm!en Spieler!3pen (erbunden. ;nsgesam! be!rach!e!, gib! es zu den #hemen im 6m$reis der ;n!ui!i)n gr)?e 9bereins!immungen bei beiden Disziplinen. ;n den 5euris!i$en wird die gr)?e /edeu!ung der 6mse!zung des eplan!en be!)n!. Die $)n$re!e Si!ua!i)n is! bei der 6mse!zung eines 1lanes einzubeziehen. Ein 1lan s)ll!e insbes)ndere fle:ible sein, um gu! an ge-nder!e 4nf)rderungen anpassbar zu sein. 4uch diese Sich!weise s!imm! mi! der Sich!weise im Schach wei!gehend überein. Erw-hnenswer! schein! mir die 5euris!i$ Eummer )@ zu sein. Die /edeu!ung dieser 5euris!i$ $<nn!e -hnlich in!erpre!ier! werden, wie die Fri!i$ an der Steinitzschen Schachschule, die mi! ihren 1rinzipien die Mi!!elm-?ig$ei! gef<rder! und die 0ei!eren!wic$lung des Schachs behinder! haben s)ll.

0ntuition

konkrete Umsetzung

20 4us den 'is!en geh! leider nich! her()r, )b sich diese ;deen überall in der S3s!emarchi!e$!ur durchgese!z! haben, und wie lange das sch)n der Fall is!. Ahne wei!ere 8echerche is! nich! $lar, in welcher der beiden Disziplinen sich diese neueren 4nschauungen en!wic$lungsgeschich!lich früher e!ablier!en. Es bleib! als) hier )ffen, welche der beiden Disziplinen ()n der anderen h-!!e lernen $<nnen. 4lles in allem is! ein signifi$an!er 4n!eil der S3s!emarchi!e$!ur5euris!i$en auf das Schach über!ragbar. Die 9bereins!immungen wesen!licher 4nschauungen sind aus meiner Sich! bemer$enswer!.

21

3.2 ,o. Schach ur So)tware/Entwicklung 3.2.1 Einführung
Siehe Soft"are*$nt"icklung( 2+;de."ikipedia.org<"iki<Soft"areent" icklung

;m ()rliegenden 7usammenhang is! mi! dem /egriff S)f!wareEn!wic$lung die Ers!ellung ()n S)f!ware im wei!eren Sinne gemein!= sie umfass! im 4llgemeinen #-!ig$ei!en wie 4nal3se, Spezifi$a!i)n, En!wurf, G)dierung C;mplemen!ierungD, #es!, ;n!egra!i)n und 1r)du$!i(se!zung. Diese #-!ig$ei!en werden h-ufig im 8ahmen ()n zei!lich begrenz!en 1r)Ie$!en durchgeführ!. Die 1r)Ie$!e werden un!ers!ü!z! durch Ma?nahmen zur Kuali!-!ssicherung, des F)nfigura!i)nsmanagemen!s und der D)$umen!a!i)n. S)f!ware-En!wic$lung be!riff! nur einen #eil des S)f!ware'ebensz3$lus. Der 'ebensz3$lus umfass! neben der ers!maligen Ers!ellung insbes)ndere n)ch die /ereiche /e!rieb, 0ar!ung und 0ei!eren!wic$lung.

3.2.2 $ergleich
Für den 2ergleich ()n S)f!ware-En!wic$lung und Schach gehe ich ()n f)lgenden En!sprechungen aus>
Entsprechungen

Software-Entwicklung alle 1r)Ie$!mi!arbei!er 4uf!raggeber Eu!zer der S)f!ware S)f!ware-Endpr)du$! $)n$urrierende 1r)Ie$!e En!wic$lungs- und #es!umgebung 1r)Ie$!-8ess)urcen erf)lgreiches 1r)Ie$! geschei!er!es 1r)Ie$! S)f!ware-En!wic$lung

Schach Spieler Schachpar!ie egenspieler Schachbre!! Spielfiguren 1ar!iegewinn 1ar!ie(erlus! Schachs!ra!egie Schach!a$!i$

Unterschiede

Der s!ra!egische 1ar! fehl! bei der S)f!ware-En!wic$lung. 4llenfalls is! eine )pera!i(e 1lanung im Sinne ()n 1r)Ie$!planung, S)f!ware4rchi!e$!ur und -En!wurf und -hnlichem erf)rderlich. Die 1r)Ie$!gr<?e und -dauer $ann über mehrere r<?en)rdnungen (ariieren. S)f!ware $)mm! in den (erschiedens!en Fachgebie!en zum Einsa!z und muss un!erschiedlichs!e Kuali!-!sanf)rderungen erfüllen. Fachliche 4nf)rderungen müssen ()n einer na!ürlichen Sprache in eine f)rmale Sprache überse!z! werden, was mi! ;nf)rma!i)ns(erlus!en (erbunden is!. S)f!ware basier! auf 5ardware-#echn)l)gie, die sich

22 laufend wei!er (erbesser! und deshalb immer neue M<glich$ei!en erschlie?!. Dami! 1r)Ie$!e hinsich!lich F)s!en, 7ei!bedarf, Mi!arbei!eranzahl und s)ns!iger 8ess)urcen gu! ()rhersagbar sind, bes!eh! /edarf an 2ereinhei!lichung. Der h)he 0e!!bewerbs- und F)s!endruc$ zwing! zur zunehmenden 4u!)ma!isierung, zu f)r!w-hrenden Effizienzs!eigerungen und erh<h! den Druc$ auf die einzelnen 1r)Ie$!mi!arbei!er. 0ei!ere fundamen!ale 6n!erschiede zeig! die En!wic$lungsgeschich!e der ;nf)rma!i)ns!echni$ im 4llgemeinen und der S)f!wareEn!wic$lung im /es)nderen. Die Ers!ellung ()n S)f!ware is! eine sehr Iunge Disziplin, die e!wa zu 7ei!en des 7wei!en 0el!$rieges en!s!and und sich in den f)lgenden Bahrzehn!en pr)fessi)nell e!ablier!e. Dabei wurden nich! nur Me!h)den erdach!, s)ndern auch das einse!zbare ;ns!rumen!arium Czum /eispiel 1r)grammiersprachenD erfunden und immer wei!er (erbesser!. 4uf die S)f!ware-En!wic$lung wird demzuf)lge nich! nur durch sich $)n!inuierlich -ndernde 6mwel!einflüsse Druc$ ausgeüb!, s)ndern es ergeben sich laufend neue Spielr-ume und M<glich$ei!en innerhalb der Disziplin selbs!. Die S)f!ware-En!wic$lung un!erscheide! sich ()n (ielen Disziplinen dadurch, dass berei!s in einer frühen 1hase der Disziplin das ;n!erne! als Medium zum 7ugang und 4us!ausch ()n ;nf)rma!i)nen (erfügbar war. Das ;n!erne! dürf!e die En!wic$lung der Disziplin nich! nur beschleunig!, s)ndern auch zu Ouali!a!i(en 2erbesserungen geführ! haben. Einen 4nspruch auf allgemeingül!ige 8egeln wie beim Schach sehe ich bei der S)f!ware-En!wic$lung nich!. Daran dürf!e insbes)ndere an der #riggerung der S)f!ware-En!wic$lung durch die un!erschiedlichs!en Fachgebie!e liegen. 4llerdings gib! es (ielf-l!ige /es!rebungen für S!andardisierungen, E)rmierungen und s)ns!ige 2ereinhei!lichungen )der $)n(ergen!e En!wic$lungen. Das be!riff! e!wa 1r)grammiersprachen, die sich aneinander ann-hern Czum /eispiel 151 zu Ba(aD, 8egeln zur Ers!ellung ()n gu!em 1r)grammc)de, sich herausgebilde!e )ffizielle S!andards )der KuasiS!andards Czum /eispiel Schni!!s!ellen und 4us!auschf)rma!e zur 6n!ers!ü!zung be!rieblicher 4bl-ufeD, En!wic$lungsumgebungen )der 4u!)ma!isierungs-0er$zeuge.
Entwicklungsgeschichte Siehe auch 2+; en."ikipedia.org<"iki<=istor5BofBs oft"areBengineering

0nternet

%llgemeing4ltigkeit

Siehe /lean /ode( 2+; de."ikipedia.org<"iki</leanB/ode

Eine der wich!igs!en /es!rebungen in den le!z!en Bahrzehn!en s!ell! die Siehe auch $nt"urfsmuster( 2+; de."ikipedia.org<"iki<$nt"urfsmust Suche nach wieder$ehrenden, sich in der 1ra:is bew-hr!en Mus!ern er dar. Muster sind -hnlich den im Fapi!el zur S3s!emarchi!e$!ur (erwende!en 5euris!i$en zu (ers!ehen. Mus!er wurden auf (erschiedenen Ebenen f)rmulier!. /e$ann!hei! erlang!en ()r allem En!wurfs-, 4rchi!e$!ur- und 4nal3semus!er. ;n!eressan!erweise wurde die ;dee der Mus!er durch #ransfer aus der 4rchi!e$!ur-Disziplin in der S)f!ware-En!wic$lung eingeführ!. Mus!er beschreiben '<sungen zu 1r)blems!ellungen= idealerweise werden zus-!zlich m<gliche 4nwendungsgebie!e, Einsa!zszenarien und 2aria!i)nen beschrieben. ;m F)$us s!ehen hier $eine s!arren Schema!a, s)ndern die 4nwendung in $)n$re!en Si!ua!i)nen. ;m 6n!erschied zum Schach wurde hier nich! ()n allgemeinen 1rinzipien ausgegangen, s)ndern gleich die

2" Spezialisierung in 4ngriff gen)mmen.
Planung und 0mplementierung Siehe zum Beispiel das ?asserfallmodell( 2+; de."ikipedia.org<"iki<?asserfallmo dell

Siehe auch %gile Soft"are* $nt"icklung( 2+; de."ikipedia.org<"iki<%gileBSoft"a reent"icklung oder 2+; de."ikipedia.org<"iki<$&tremeB'ro gramming Siehe Frame"orks( 2+; de."ikipedia.org<"iki<Frame"ork oder Bi#liotheken( 2+; de."ikipedia.org<"iki<Soft"are#i#li othek "reati.it$t

Be umfangreicher 1r)Ie$!e sind, des!) mehr spielen 2)rgehens- )der 1r)zessm)delle eine 8)lle. E)ch in den 1..0er Bahren wurden (ielfach s!arre und umfangreiche 8egelwer$e zur Durchführung ()n S)f!ware-1r)Ie$!en eingese!z!. 4m 4nfang s!and die 1lanung, am Ende die 6mse!zung. Mehr und mehr se!z!e sich die Er$enn!nis durch, dass s)lche 2)rgehensm)delle mi! gewich!igen Each!eilen (erbunden waren. 7um /eispiel $amen die 8isi$en bei der 6mse!zung ers! in einer sp-!en 1hase zum 2)rschein. F)rre$!uren in dieser sp-!en 1r)Ie$!phase schlagen schnell mi! gr)?em 7ei!- )der F)s!enaufwand zu /uche. ;nsbes)ndere bei l-nger laufenden 1r)Ie$!en -nder!e sich bis 1r)Ie$!ende ein #eil der 4nf)rderungen. Dami! en!sprach das 1r)Ie$!ergebnis nich! mehr dem /edarf. Eeuere 2)rgehensm)delle sind schlan$er und fle:ibler ausgeleg!. 7um /eispiel werden 4ufgabens!ellungen in in $leinere #eile zerleg! und nacheinander umgese!z!. Es werden s) schneller ers!e Ergebnisse erziel! und 8isi$en werden frühzei!iger ge$l-r!. Ein wei!erer Schri!! bes!eh! darin, nich! alle 4nf)rderungen zum /eginn $)mple!! fes!zulegen, s)ndern ers! zu /eginn des des n-chs!en ans!ehenden #eilpr)Ie$!es. 4uf diese 0eise werden ge-nder!e 4nf)rderungen zei!nah in das 1r)Ie$! einbez)gen. ;nsgesam! gib! es als) einen $laren #rend zur Fle:ibili!-!, die bedarfsgerech! und zei!nah 4nf)rderungen im 8ahmen ()n 1r)Ie$!en umse!z!. S!a!! der gr)?en, m)n)li!hischen '<sungen werden immer mehr schlan$ere, agilere '<sungen, die m<glichs! auch wieder(erwendbare Bi#liotheken einbinden )der auf ()rgefer!ig!en Frame"orks aufbauen, (erwende!. Für die G)dierung is! h-ufig nich! nur Spielraum, s)ndern un!er #ermindruc$ auch die E)!wendig$ei! zu Frea!i(i!-! und 1han!asie gegeben. 7unehmende 2erbrei!ung und F)r!schri!!e der S)f!ware-;ndus!rie führ!en zu Spezialisierungen der 1r)Ie$!be!eilig!en. 4llr)under gib! es nur n)ch in /ereichen mi! $leineren 1r)Ie$!en, in denen Spezialwissen in geringerem Ma?e erf)rderlich is!. Für einen 4nf-nger is! der Einarbei!ungsaufwand zur 4usfüllung dieser 1r)Ie$!r)llen h)ch. /ei ;nhabern implemen!ierungsnaher 8)llen $)mm! Ied)ch ein wei!erer 4spe$! hinzu> Die Disziplin en!wic$el! sich rasch wei!er= dabei $)mm! es nich! nur zu graduellen Eeuerungen, s)ndern manchmal zu gr<?eren Sprüngen )der s)gar 1aradigmenwechseln. Es is! als) ein erheblicher laufender 0ei!erbildungsaufwand erf)rderlich, um ein erreich!es E:per!enni(eau aufrech!zuerhal!en. Eeben der 4neignung ()n rundlagenwissen is! die #eilnahme an 1r)Ie$!en zum 4ufbau ()n Erfahrungen erf)rderlich. Da bei $)mmerziellen 1r)Ie$!en De!ails der 4llgemeinhei! nich! )ffens!ehen, bie!e! sich ersa!zweise das S!udium ()n )der die #eilnahme an Apen S)urce-1r)Ie$!en zum Erfahrungsaufbau an. Die 4nal3se ()n /eispiel-1r)gramm-G)de $ann ebens) wie das 2er!rau!machen mi! Mus!er$a!al)gen hilfreich zum Fn)w 5)w-4ufbau sein. Dedizier!e, ebens) de!aillier!e wie pra:isnahe Falls!udien zum Erfahrungsaufbau bei c)dierungsnahen #-!ig$ei!en sind mir nur in 4ns-!zen be$ann!.

)raining

$in 'aradigmen"echsel ist #eispiels"eise mit der 2mstellung von strukturierter zu o# ektorientierter 'rogrammierung ver#unden. 3iele 2nternehmen #e"erten aktuelle $rfahrungen so hoch( dass Be"er#er mit fehlenden oder "eiter zurHckliegenden $rfahrungen #ei Stellenausschrei#ungen kaum /hancen #esitzen. =ier kJnnte ich mir 3er#esserungspotential vorstellen. %llerdings ist es "esentlich auf"endiger( ein 'ro ekt zu #eschrei#en als eine Schachstellung...

2%

3.3 ,o. Schach ur Strategischen 0nterneh.ens#lanung 3.3.1 Einführung
S!ra!egische 6n!ernehmensplanung $<nn!e zum /eispiel wie f)lg! definier! werden> Das 2)rgehen, um einen 1lan zu aufzus!ellen, der geeigne! is!, 6n!ernehmensziele mi! <$)n)mischen Mi!!eln zu erreichen. Es geh! ()r allem um Fragen wie • • 4uf welchen M-r$!en will das 6n!ernehmen mi! welchen 1r)du$!en )der Diens!leis!ungen !-!ig seinH 0ie s)ll der 0e!!bewerb in den esch-f!sfeldern ges!al!e! werdenH
/efinition Siehe zum Beispiel 2+; de."ikipedia.org<"iki<StrategischeB 'lanung

Die 1lanung geh! ()n bes!imm!en 2)rgaben aus und beinhal!e! Elemen!e wie S!ra!egische 4nal3se, S!ra!egiebes!immung, S!ra!egieimplemen!ierung s)wie der übergreifenden F)n!r)lle der 4$!i(i!-!en. Each der 1lanung s!eh! die )pera!i(e 6mse!zung der S!ra!egie an, als) zum /eispiel das 4ns!)?en ()n 1r)Ie$!en )der das Einflie?enlassen in das #agesgesch-f!.

3.3.2 $ergleich
6m einen 2ergleich zwischen Schach und S!ra!egischer 1lanung anzus!ellen, sind 4n$nüpfungspun$!e erf)rderlich. Eine egenübers!ellung $<nn!e e!wa ()n f)lgenden En!sprechungen ausgehen> Strategische Unternehmensplanung 6n!ernehmen Funde 1r)du$! 0e!!bewerber Mar$! 8ess)urcen ;ns)l(enz 6n!ernehmenss!ra!egie Apera!i(es esch-f! Schach Spieler egenspieler Schachbre!! Spielfiguren 1ar!ie(erlus! Schachs!ra!egie Schach!a$!i$
Entsprechungen

Eur ein #eil der /es!and!eile eines 6n!ernehmens $ann mi! /es!and!eilen des Schachspiels (erglichen werden. Für manche #eile gib! es $eine En!sprechung= /es!and!eile mi! En!sprechungen sind

2& un!erschiedlich ausges!al!e!. 0esen!liche 6n!erschiede sind zum /eispiel>
Unterschiede

0-hrend ein Schachspieler alleine ein Spiel ()n 4nfang bis zum Ende in ()ller Eigen(eran!w)r!ung durchführ!, bes!eh! ein 6n!ernehmen im 4llgemeinen aus mehreren 1ers)nen, die im 8ahmen einer 4ufbauund 4blauf)rganisa!i)n das 4gieren des 6n!ernehmens an den M-r$!en bewir$en. 6n!ernehmen h)n)rieren die Mi!arbei! in der 8egel finanziell. ;m 4llgemeinen s!ehen einem 6n!ernehmen mehr als ein 0e!!bewerber gegenüber. Einzelne 0e!!bewerber $<nnen neu in den Mar$! ein!re!en )der auch ausscheiden. Die 4usgangs()rausse!zungen der 0e!!bewerber $<nnen sehr un!erschiedlich sein. F))pera!i)nen zwischen 0e!!bewerbern $<nnen sinn()ll sein. 6n!ernehmen gib! es berei!s sei! einigen #ausend Bahren, als) wesen!lich l-nger als Schach. 'au! Kieser sind frühzei!ig 'ei!f-den be$ann!, die 5euris!i$en aus bew-hr!er 1ra:is f)rmulieren. Die Managementlehre bis hin zum )a5lorismus zu /eginn des 20. Bahrhunder!s beanspruch!e eine h)he 4llgemeingül!ig$ei! Cschr-n$!e Iedenfalls die ül!ig$ei! nich! wei!er einD= 8a!i)nalisierung, S!andardisierung und F)rmalisierung spiel!en eine 8)lle. 5ier sehe ich eine gewisse Nhnlich$ei! mi! der S!eini!zschen Schachlehre und dessen laube an allgemeingül!igen 8egeln und AbIe$!i(i!-!. Da diese #rends in beiden Disziplinen e!wa zur gleichen 7ei! auf!auchen, $<nn!en auch übergreifende gesellschaf!liche S!r<mungen die gemeinsame 6rsache sein. Kieser $)ns!a!ier! als Fri!i$pun$! an die Managemen!lehre neben der 2ergangenhei!s)rien!ierung deren $)nser(ierende 0ir$ung. Eine -hnliche Fri!i$ wurde auch an der S!eini!zschen Schachschule geüb!.

%llgemeing4ltigkeit Siehe )a5lorismus( 2+;de."ikipedia.org<"iki<)a5lorismus Nicht zuletzt ist die Leit um die 4ahrhundert"ende #is zum $rsten ?eltkrieg durch eine groMe )echnikgläu#igkeit geprägt 9 deren $nde durch das Sinken der als unsink#ar geltenden )itanic s5m#olisiert "ird

Siehe zum Beispiel #ei Kieser oder unter der 2+; """.ephorie.de<masteringBstrategi eBstrategiekonzepte.htm

;n den (ergangenen Bahrzehn!en wurden (iele (erschiedene s!ra!egische 4ns-!ze und Arganisa!i)ns!he)rien en!wic$el!. 2iele da()n en!fernen sich ()n bisherigen runds-!zen )der rela!i(ieren sie. ;n diesem generellen #rend sehe ich 1arallelen zur En!wic$lung des Schachspiels. ;m Falle der S!ra!egischen 1lanung wurde mir Ende der neunziger Bahre in meinem wir!schaf!swissenschaf!lichen S!udium n)ch ein einfach ges!uf!es Schema ()rgese!z!, dass in e!wa der Defini!i)n im ()rausgehenden 6n!er$api!el en!sprich!. ;n dem Schema $)mm! meines Erach!ens n)ch das 1rima! der S!ra!egie gegenüber der )pera!i(en 6mse!zung zum 4usdruc$. Each Schema F werden hierbei gr)?e 1l-ne aufges!ell!, die dann s)zusagen nur n)ch zu implemen!ieren sind. 4nderersei!s en!nahm ich den 6n!erlagen auch, dass dieses M)dell eher ein !he)re!isches 0unschm)dell war, das in der 1ra:is s) meis! nich! )der nur !eilweise zum Einsa!z $am. Die empirische S!udie ()n 5uber weis! ebenfalls auf eine Dis$repanz zwischen #he)rie und 1ra:is hin. /ei dem herrschenden gr)?en 0e!!bewerbsdruc$ spiel! S!ra!egische 1lanung gerade in Frisensi!ua!i)nen eine geringere 8)lle. Diese Dis$repanz $<nn!e darauf hindeu!en, dass umfangreiche,

Strategische Planung

2+ l-ngerfris!ige 1l-ne $ein angemessenes Mi!!el der 6n!ernehmenss!euerung mehr sind. Für diese Deu!ung sprechen auch neuere F)nzep!e wie das Be5ond Budgeting. Dabei wird mehr Fle:ibili!-! durch un!er anderem reduzier!ere 8egelwer$e, schlan$ere 5ierarchien, mehr 2eran!w)r!ung und Selbs!-ndig$ei! der Mi!arbei!er und #eams erreich!. Die /eschreibung der Si!ua!i)n zur S!ra!egischen 6n!ernehmensplanung -hnel! meiner Meinung nach der Si!ua!i)n im egenwar!sschach. Die gr)?en, gewich!igen 1l-ne werden !endenziell durch $leinere, einfacher anpassbare 1l-ne erse!z!. Das ewich! der S!ra!egie nimm! gegenüber der )pera!i(en ;mplemen!ierung ab. 0enn es weniger zu bef)lgende 8egularien und 2)rgaben ()n )ben für die Mi!arbei!er gib!, $ann das 6n!ernehmen schneller angemessen auf die /edürfnisse des Mar$!es reagieren. M<glicherweise bleib! den Mi!arbei!ern auch mehr 8aum für fle:ible, $rea!i(e '<sungen. 4uf welche 0eise werden 4nf-nger am effizien!es!en E:per!en auf dem ebie! der CS!ra!egischenD 6n!ernehmensführungH Mi! anderen 0)r!en> 0ie s)ll!en $)mmende Manager am bes!en ausgebilde! werdenH Abw)hl ich bei meinem wir!schaf!swissenschaf!lichen S!udium das en!sprechende Fachgebie! als Schwerpun$!fach abs)l(ier!e, ha!!e ich nich! das efühl, das Erlern!e würde mich ausreichend auf pra$!ische 4nf)rderungen im 6n!ernehmen ()rberei!en. 2ielleich! $<nn!en die Erfahrungen aus der SchachDisziplin hier wei!erhelfen> 7u nennen w-re ()r allem die 4nal3se (ieler Falls!udien s)wie die !-gliche 1ra:is. 7u (ermu!en is! auch, dass sich 6n!ernehmer-Finder, die berei!s frühzei!ig @ wenn auch nur am 8ande @ mi! un!ernehmerischen 1r)blems!ellungen $)nfr)n!ier! werden, besser zurech!finden> Das ehirn $<nn!e berei!s früh in dieser 8ich!ung Lgepr-g!M werden.

Siehe 2+; de."ikipedia.org<"iki<Be5ondBBud geting

&alance zwischen Strategie und operati.em Gesch$ft

"reati.it$t

)raining

Lugege#enermaMen "ar das auch #ei meinem 0nformatikstudium kaum der Fall ...

2*

% &usa##enschau
Abw)hl Schach nur ein Spiel mi! reduzier!em 8egelsa!z is!, besi!z! es ausreichend F)mple:i!-!, um einige 1arallelen zu anderen Disziplinen, herzus!ellen, die weniger /eschr-n$ungen un!erliegen.
le#ibilit$t

Den be!rach!e!en Disziplinen is! gemein, dass sie in neuerer 7ei! nach zunehmender Fle:ibili!-! und Schlan$hei! !rach!en, um den an sie ges!ell!en 4nf)rderungen besser, schneller und effizien!er gerech! werden zu $<nnen. ;nsbes)ndere werden umfangreichere 1l-ne durch m)dularere, besser handhabbare Einhei!en erse!z!. Die $)n$re!e 6mse!zung gewinn! gegenüber der 1lanung an ewich!. Das Schachspiel mach! deu!lich, dass die 6rsache für das S!reben nach Fle:ibili!-! m<glicherweise nich! nur an ge-nder!en 6mwel!einflüssen )der (ers!-r$!em 0e!!bewerb lieg!= es $<nn!e beispielsweise auch mi! einer (er-nder!en 0ahrnehmung )der eines besseren 2ers!-ndnisses eines ans)ns!en un(er-nder!en S3s!ems zu !un haben @ immerhin haben sich die Schachregeln in zule!z! mehr als hunder! Bahren nich! ge-nder!.

5om %llgemeinen zum &esonderen

Schach ha! daneben mi! der S!ra!egischen 6n!ernehmensplanung in einer frühen 1hase der Ieweiligen En!wic$lungsgeschich!e das S!reben gemein, m<glichs! allgemeingül!ige ese!zm-?ig$ei!en zu ergründen. ;n diesem Sinne weis! die En!wic$lungsgeschich!e beider Disziplinen Nhnlich$ei!en auf= !endenziell is! ein 2erlauf ()m 4llgemeinen zum F)n$re!en zu be)bach!en. Dieser 2erlauf erschein! plausibel, denn er -hnel! na!ürlichen En!scheidungspr)zessen= lau! Klein is! es auch für 4nf-nger bei der Einarbei!ung in ein neues $)mple:es ebie! üblich, zuers! nach allgemeinen runds-!zen zu suchen, und ers! sp-!er nach Einschr-n$ungen bei bes!imm!en F)ns!ella!i)nen 4usschau zu hal!en. Disziplinen wie die S!ra!egische 6n!ernehmensplanung, S3s!emarchi!e$!ur )der S)f!ware-En!wic$lung besi!zen sicherlich $eine geringere F)mple:i!-! als Schach. 0enn sich als) menschliche E:per!en ()raussich!lich wei!erhin im Schach gegen die leis!ungsf-higs!en 8echner behaup!en $<nnen, is! zu erwar!en, dass menschliche E:per!en in absehbarer 7ei! ers! rech! in reali!-!snahen Disziplinen maschinellen App)nen!en 1ar)li bie!en werden. laub! man neueren 6n!ersuchungen zur ;n!ui!i)nsf)rschung und zu na!ürlichen En!scheidungspr)zessen, schneiden E:per!en in $ri!ischen Si!ua!i)nen bes)nders gu! ab, wenn sie auf ihre ;n!ui!i)n bauen $<nnen. Die ;n!ui!i)n arbei!e! im 6n!erbewuss!en wei! effizien!er als das /ewuss!sein @ und n)ch dazu mi! einer sehr niedrigen Fehlerra!e. 2)rausse!zung dafür is! das Sammeln (ieler Erfahrungen, die im menschlichen 6n!erbewuss!sein abgeleg! werden. ;m Schach wird dieser Effe$! erf)lgreich genu!z!. 0-re es dann nich! auch den 2ersuch wer!, in anderen Disziplinen mehr auf ;n!ui!i)n zu bauenH Die 4usbildung ()n E:per!en müss!e allerdings en!sprechend angepass! werden.

0ntuition

2,

' (eferenzen
5.1 Schach
F)blenz, 4le:ander= 'ehrbuch der Schach!a$!i$, /and 2= /erlin 1.,1= %. 4uflage F)!)w, 4le:ander= Den$e wie ein r)?meis!ers= 5)mbrech!i$)n 1..,= ". 4uflage Müller, 5ans= 'erne F)mbinieren= 5amburg 1.+. Munzer!, 8einhard= Schachps3ch)l)gie= 5)llfeld 1.,. 1)lugaIews$i, 'ew= 4us dem 'ab)r des r)?meis!ers, 2. #eil= Düsseld)rf 1.,% 1)lugaIews$i, 'ew und Dams$i, Ba$)w= 2er!eidigung im Schach= /erlin 1.,, 8ich!er, Fur!= F)mbina!i)nen= /erlin 1.*,= &. 4uflage Schereschews$i, Michail= S!ra!egie der Schachendspiele= /erlin 1.,& Suba, Mihai= D3namic Ghess S!ra!eg3= 4l$maar 2010 Sue!in, 4le$sei= M)derne Den$me!h)den= Fran$fur! am Main= 1..2 Sue!in, 4le$sei= M)dernes Mi!!elspiel= /erlin 1.,, Sue!in, 4le$sei= Schachlehrbuch für F)r!geschri!!ene= /erlin 1.,.= +. 4uflage Sue!in, 4le$sei= Schachs!ra!egie für F)r!geschri!!ene, /and 1= /erlin 1.,"= ". 4uflage Sue!in, 4le$sei= Schachs!ra!egie für F)r!geschri!!ene, /and 2= /erlin 1.,"= ". 4uflage 0a!s)n, B)hn= eheimnisse der m)dernen Schachs!ra!egie= ')nd)n 2002

5.2 S-ste.architektur
Maier, Mar$ 0 und 8ech!in, Eberhard!= #he 4r! )f S3s!ems 4rchi!ec!ing= /)ca 8a!)n 2002

5.3 So)tware/Entwicklung
/ec$, Fen!= E:!reme 1r)gramming= München 2000 /uschmann, Fran$> Meunier, 8egine> 8)hner!, 5ans> S)mmerlad, 1e!er> S!al, Michael= 1a!!ern-)rien!ier!e S)f!ware-4rchi!e$!ur= München 2000 /unse, Ghris!ian und Fne!hen, 4n!Ie ()n= 2)rgehensm)delle $)mpa$!= 5eidelberg 200,= 2. 4uflage

2. F)wler, Mar!in= 4nal3semus!er= /)nn 1... amma, Erich> 5elm, 8ichard> B)hns)n, 8alph> 2lissides, B)hn= En!wurfsmus!er= /)nn 1..+ 'udewig, B)chen und 'ich!er, 5)rs!= S)f!ware Engineering= 5eidelberg 200* Mar!in, 8)ber! G= Glean G)de= /)s!)n 200.

5.4 Strategische 0nterneh.ens)+hrung
Daum, Bürgen= 9berblic$ über das /e3)nd /udge!ing M)dell= 68'> h!!p>PPwww.Iuergendaum.dePbb.h!m, S!and Dezember 2011 5uber, 4le:ander= S!ra!egische 1lanung in deu!schen 6n!ernehmen = /erlin 200+= 68'> h!!p>PPwww.phius.dePmediaPfilesP200+QS1Qd!Q6n!.pdf Fieser, 4lfred= Arganisa!i)ns!he)rien= S!u!!gar! 1..&= 2. 4uflage Schre3<gg, e)rg= 1lanung ;;> S!ra!egische 1lanung= 5agen 1..+ 0i$ipedia= /e3)nd /udge!ing= 68'> h!!p>PPde.wi$ipedia.)rgPwi$iP/e3)ndQ/udge!ing, S!and Dezember 2011

5.5 Sonstiges
igerenzer, erd= /auchen!scheidungen= München 200,= *. 4uflage Flein, ar3= Ea!ürliche En!scheidungspr)zesse= 1aderb)rn 200" 7euch, 4ndreas= Feel i!R= 0einheim 2010

) A**ildungsnachweise
F)!) auf der #i!elsei!e> 0. B. 1ilsa$, (gl.68' h!!p>PPde.wi$ipedia.)rgPwPinde:.phpH !i!leSDa!ei>Ghec$ma!e2.IpgTfile!imes!ampS200&0.2,21&.1* 4bbildung 1> Schachgrunds!ellung, (ergleiche 68' h!!p>PPchessup.ne!P 4bbildungen 2 und "> ;c)ns für Spieler und Schachbre!!, (ergleiche h!!p>PPwww.fa!c)w.c)mPfree-ic)ns

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2)n 4nfang der 1.,0er Bahre bis zur Mi!!e der 1..0er Bahre spiel!e ich in einer 2ereinsmannschaf! überwiegend auf 8egi)nalliga und 'andesligani(eau. Sp)radisch nahm ich an einigen Einzel!urnieren !eil. Der bes!e Erf)lg dürf!e ein zwei!er 1la!z bei einer /ezir$smeis!erschaf! gewesen sein= bei diesem #urnier gelang mir un!er anderem ein Sieg über einen sp-!eren FernschachAl3mpiasieger. Each meinem ;nf)rma!i$-S!udium war ich ab 1..0 in (erschiedenen 8)llen in S)f!ware-1r)Ie$!en un!erschiedlichs!er r<?e be!eilig!. Mi! S!ra!egischer 1lanung $am ich im 8ahmen meines Schwerpun$!faches w-hrend meines wir!schaf!swissenschaf!lichen 7wei!s!udiums in /erührung.
Schach

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