Faust I

:
Johann Wolfgang von Goethe hat mit 24 Jahren am Faust zu arbeiten begonnen, mit 82 Jahren beendet. Sprache: Reim: Knittelverse, fünfhebiger Jambus, freie Rhythmen, Prosa Schauplatz und Zeit: 16. Jhdt.

Inhalt:
Prolog im Himmel: Die hier auftretenden Personen sind die drei Erzengel, die Gott für sein Werk preisen, Gott selbst und der Teufel. Die beiden letzten schließen eine Wette ab. Nacht: Zuerst hält der Faust einen langen Monolog, dann schlägt er ein Buch auf und sieht das Zeichen des Makrokosmos, worauf hin er den Erdgeist beschwört, der ihm aber zeigt, dass er (Faust) eigentlich ziemlich unwichtig ist. Faust beginnt zu wüten, und daher erscheint der Wagner, der mit ihm fachsimpeln möchte. Faust aber weißt ihn ab. Dann hält er wieder einen Monolog. Er beschließt sich umzubringen, gerade aber als er den Becher ansetzt, hört er einen Engelschor (es ist Ostern), und er wird von seinem Vorhaben abgehalten. Vor dem Tor: Am nächsten Tag machen der Faust und der Wagner einen Spaziergang, auf dem Faust erfährt, wie sehr ihn die Leute achten. Auf dem Rückweg sehen sie einen Pudel, der Faust stark beeindruckt. Studierzimmer: Der Pudel folgt Faust ins Studierzimmer, und als dieser mit ihm spricht, wird der Pudel lang und breit und verwandelt sich in Mephisto. Dieser versetzt Faust in einen Schlaf. Studierzimmer II: Als er wieder erwacht kommt der Mephisto zur Tür herein, und er bietet Faust folgendes Geschäft an: Er dient Faust auf Erden, Faust dient ihm danach. Der Faust geht auf diesen Vorschlag ein, und die beiden wollen gleich aufbrechen. So geht sich der Faust umziehen, und währenddessen tritt ein Schüler, auf dem der Mephisto lehrt, dass alle Wissenschaften Stumpfsinn sind. Als der Faust zurückkehrt brechen sie auf.

Faust gibt ihr ein Fläschchen mit Schlaftrunk für ihre Mutter.Auerbachs Keller in Leipzig: Hier findet ein Studentengelage statt und der Mephisto will den Faust beeindrucken. und er sieht in einem Spiegel eine schöne Frau. redet mit Lieschen und erfährt. indem er für jeden Studenten den Wein. Gretchens Bruder. Gretchen zu befreien. dass ein junges schwangeres Mädchen von der Bevölkerung schlecht behandelt wird. dass sie seinen Begleiter nicht mag. Hexenküche: Die Hexe gibt Faust einen Verjüngungstrunk. Garten: Hier gesteht Gretchen Faust ihre Liebe. dieser Trunk enthält aber Gift. Straße. die gerade von der Kirche kommt. sagt aber auch. er sei ein tapferer Soldat. Abend. Als Valentin stirbt. Faust lässt das aber ziemlich kalt. Mephisto erzählt Marthe ihr Mann sei gestorben und er und Faust seien Zeugen gewesen. und Mephisto besorgt ihm zu diesem Behufe Schmuck. den er sich wünscht. Er will sie unbedingt haben. lauert Faust und Mephisto auf. Straße: Gretchen zeigt Marthe den Schmuck. diese rät ihr ihn nur bei ihr zu tragen. Dom: Im Dom hat Gretchen eine Vision vom Jüngsten Gericht. Haus der Nachbarin. verflucht er Gretchen. Am Brunnen: Gretchen. So kommt es zu einem Treffen zwischen Faust und Gretchen. Spaziergang: Faust erblickt auf der Straße Gretchen. Trüber Tag Feld: Faust und Mephisto reden über die Gefangennahme Gretchens und Faust bittet seinen Diener. Ein kleines reinliches Zimmer. und ein böser Geist beschuldigt sie ihrer Missetaten. den Gretchens Mutter aber dem Pfarrer gibt. letzterer kann Valentin aber im Gefecht mit seinem Säbel lähmen. Mephisto aber verspricht ihm ein viel schöneres Mädchen. aus dem Tisch fließen lässt. Nacht. worauf Faust ihn tötet. . Straße vor Gretchens Tür: Valentin. sie gibt ihm aber auch zu verstehen. die schwanger ist.

ihm die irdischen Genüsse schmackhaft machen und dadurch seine Seele gewinnen. wie das Gespräch mit seinem Famulus Wagner. das Gute und das Böse zu . sondern auch selbst Forschungen anstellt um etwas Neues zu entdecken. Er kennt all das Geschriebene schon und möchte mit seinen Geist und mit seinem Herzen die Zusammenhänge der Welt begreifen und strebt sein ganzes Leben lang nach diesem Ziel.Kerker: Faust dringt mit Mephistos Hilfe in den Kerker ein. da er viel mehr weiß als andere und dies auch zeigt. beides. Faust hat kein Interesse an weltlichen Genüssen. Charakteristik der Hauptpersonen Faust Faust hat alle Wissenschaften studiert und ist dennoch unzufrieden. Er sieht nur das Schlechte im Menschen. was ebenso seine Überheblichkeit ausdrückt. sie zu befreien. da er nur die Triebhaftigkeit und nicht das Streben nach einem höheren Ziel der Menschen kennt und glaubt dadurch. doch trägt er keine Verantwortung dafür. Faust leicht zu verführen können. Nach Euphorie bricht er zusammen. Er bezeichnet sich selbst auch als Gott. Mephistopheles Mephisto begleitet Faust und möchte ihn vom rechten Weg abbringen. Für ihn sind nun auch Liebe und Begehren. Als sie aber Mephisto erblickt. denn von seiner Selbstüberzeugtheit fällt er in ein seelisches Tief und denkt an Selbstmord. Gefühl. wird sie von Gott zu sich gerufen. Fausts Versuch. Er ist ein Gelehrter. wichtig. Genie und Freiheit. wobei es dem Menschen möglich ist. Er ist der typische Mensch der Sturm und Drang Zeit und erfüllt deren Ideale: Natur.Hexenküche" durch seine Verjüngung ändert. dass er seiner Meinung nach allwissend ist. wo sich deutlich zeigt. scheitert. anderen begreifen möchte ebenbürtig. In gewisser Weise ist Faust auch arrogant. sozusagen weltliche Genüsse. Faust erlebt aufrichtige und wahre Liebe. Trotz dieser starken Eigenschaften gibt es auch ein anderes Extrem. Gretchen ist wirr und erkennt ihn nicht. der jedoch nicht nur die Lehren der anderen begreifen möchte. wie es im Pakt ausgehandelt wurde. Der Teufel versteht das Streben von Faust nicht . was sich in der ..

höflich und freundlich. da er hofft. von Menschen. wie er immer von den Menschen charakterisiert wird. wo sie die Hausarbeiten erledigt. Für Faust ist er in gewisser Weise ein ebenbürtiger Gesprächspartner mit dem er diskutieren kann. Wagner Wagner ist ein Gegenstück zu Faust. Mephistopheles tritt im Stück meist im Hintergrund auf. dass Gretchen vom rechten Weg abkommt. religiöses und gottesfürchtiges Geschöpf und entspricht so dem Ideal des kleinbürgerlichen Mädchens. deshalb weiß er auch nicht viel vom Leben außerhalb der Bücher. Sie lebt in ärmeren Verhältnissen wie Faust. Er wird als derjenige dargestellt. naives. Margarete (Gretchen) Gretchen ist ein wohlanständiges. zu Gottes Gesinde und wirkt am göttlichen Werk mit. entspricht jedoch nicht dem Bild des Teufels. denn Gretchen in ihrem . sondern schon vorhandenes Wissen aus Büchern lernen und das ist für ihn die richtige Art und Weise der Wissenschaft.rechten Weg". Mephisto verkörpert zwar das Böse.dunklen Drange" weiß. Die Naturbegeisterung von Faust ist im ebenso fremd. Gläubigkeit und instinktivem Erkennen wird sie für Faust und Mephisto zu einer ebenbürtigen Partnerin. Auch das Wissen von Faust möchte er sich aneignen und er versteht den Wissensdurst von Faust für noch nicht behandelte Themen in der Vergangenheit keineswegs. nachdem sie mit Faust geschlafen hat. Er kennt nur die Theorie und das genügt ihm. gesittetes. denn er zählt zum Großbürgertum. Dadurch weiß sie auch. Nachdem sie Faust traf und sich in ihn verliebte. In ihre Reinheit in Liebe. Er will nicht Neues entdecken und begreifen. Gretchen hat einen Bruder namens Valentin. der Soldat ist. Sie hat diese Regeln des Kleinbürgertums stark verinnerlicht. wird bis zum Ende sichtbar.sehen. dennoch ist Faust für ihn ein Vorbild und er verehrt ihn. liebes. der beobachtet und der die Fäden zieht. Er ist klug. er ist ihm untergeordnet und zählt. Gefühlen und Natur. gesittet. und er tritt in fast jeder Szene auf. dass sich Gretchen in eine Frau wandelt. Sie wird von Gott gerettet. wie auch die Engel. lebt also in einer gehobeneren Schicht. intelligent. ein Abglanz von seinem großen Lehrmeister wird auf ihn übergehen und so würde er zu ebenso Ansehen und Anerkennung gelangen... In gewisser . Faust ist auch mitschuldig. und sie lebt mit ihrer Mutter in einem Haus zusammen. Mephisto steht jedoch nicht gleich mit Gott. dass sie den falschen Weg ging und kannte den . So nimmt sie auch ihre Verurteilung als gerechte Strafe und Sühne auf sich. Dadurch rettet sie auch Faust vor dem verlieren der Wette und auch Mephisto hat keine Macht über sie. dass sie etwas sündiges getan hat und selbstverständlich die Konsequenzen dafür tragen muss.

da es für ihn spannend ist. die ich retten wird. zu erkennen und zu begreifen was die früheren Wissenschaftler gedacht haben. dürfte die Lösung nur in einer dritten Komponente des menschlichen Lebens liegen. Da Faust weder im Geistigen noch im Triebhaften zur Ruhe kommt. zu beseitigen. wo sich der Zwiespalt harmonisieren kann. Wagner denkt. sich seiner Natur bewusst. der beide Neigungen vollkommen verzerrt hat. da er nicht bemerkt. nachdem ihm der Erdgeist erschienen ist. Interpretation: Die Tragödie schildert das Streben des Menschen nach vollkommener Erkenntnis. In beiden Fällen ist das Herz er Ort. dass er jene Wahrheit nicht im Geistigen findet. Somit ist er nur ein Schüler. Doch Faust weiß bereits. der ihm größtmögliche sinnliche Befriedigung erwarten lässt. dass er Faust stört. Im Faust wird Goethes Überzeugung Gestalt. dass Faust aus einem griechischen Trauerspiel deklamierte. denn ein richtiger" Wissenschaftler versucht Neues zu erforschen und zu entdecken. dass diese Forderung auch für den Teufel unerfüllbar ist. das Höchst und Tiefste kennen lernen. der uns in die Gedankenwelt entführt. die hingebende Liebe. schließt er mit dem Teufel einen Pakt. Der Pakt: Mep. Faust will mit Hilfe Mep. Auf diesem Weg muss er sich mit dem Egoismus konfrontieren. kommt zum zweiten Mal. In der folgenden Tragödie erliegt er seiner Sinnlichkeit und seinem Egoismus. Für die Klassik ist Wagner eine untypische Figur. Der Pakt wird geschlossen. dessen Wesen er weitgehend durchschaut. Faust.Weise ist Wagner naiv und menschenfremd. dass bereits das Streben nach der Erkenntnis des Ursprünglichen die damit verbundenen Verfehlungen rechtfertigt. alle . Faust verachtet Wagner und kann nicht versteht. dass er von Faust oft erniedrigt und als unwissender Bücherwurm dargestellt wird. Wagner hat auch wenig Einfühlungsvermögen. will beide Triebe in ihrer Realität vollkommen ergründen. Diesen Quellpunkt des Himmelslichtes trachtet Mep. erkennt jedoch in Gretchen die wahre. da er zu sachlich denkt und lebt. wie Wagner nur das alleinige Wissen aus Bücher genügt. Als Faust erkennt. 2 Seelen wohnen ach in meiner Brust (vor der Wette): Welches sind diese 2 Triebe? Einer der uns an die sinnliche Welt fesselt und einer. Er ist jedoch mit ganzem Herzen bei der Sache. da er nicht merkt.

er lehnt Bewunderung ab Er will alles und jeden verstehen auch wenn es etwas übersinnliches ist und er es nicht beweisen kann. Er setzt sein Wissen ein um an Macht zu gelangen denn er ist versessen danach und nutzt das Wissen als "Mittel zum Zweck" um dieses Ziel zu erreichen Faust dagegen achtet jeden Menschen gleich und das macht ihn bei seinen Mitmenschen beliebt. Faust ist ein ganz anderer Mensch. Vielleicht bezweckt der Schreiber (Goethe) damit. Es scheint. Mephisto Fausts Seele bekommt. Er ist an dem Punkt angelangt. weil sie ihn nicht zur Erkenntnis geführt haben. dass alle Menschen die "normal" sind und nicht wie er oder Faust studiert haben eine niedrigere Rangordnung haben. dass wenn dank Mephisto Faust endgültig sein ‚Wissensdurst‘ befriedigt ist und mit dem Leben so glücklich ist das die "Zeit anhalten" soll. Faust wiederum ist nicht bange. Wagner bewundert seinen Meister Faust und hat ihn sich als Vorbild gesetzt um eines Tages das selbe Wissensniveau wie er zu erreichen. Teil auch lesen zu müssen. Werten.Extremerfahrungen. sich das Ende selbst zu denken. die für ihn bisher galten. die der Mensch machen kann. Er flucht allen Erfahrungen. Denn man findet keine Hinweise. Frage: Worum geht es in der Wette zwischen Faust und Mephisto? In der Wette geht es darum. denkt daran. an dem er meint . Vielleicht regt es auch nur die Spannung an. dass er das hohe Streben des Menschengeistes nicht erfassen kann. denn Wagner ist ein Lehrling von Faust. welcher aber schon sehr viel Wissen erlernt hat. Gefühlen. doch möchte´ ich alles wissen" Wagner ist ein Wissenschaftler der nur Dinge. um den 2. Wagner ist der Ansicht. Diesem Ziel strebt er voller Energie entgegen Zitat: "Zwar weiß ich viel. denn er betrachtet die Dinge mit Gefühl und nicht wie Wagner nur von der nüchternen Wissenschaftlichen Seite. Faust durch sinnliche Genüsse völlig von seinem Erkenntnisdrang abzubringen. Aussagen oder dergleichen glaubt die er oder der Entdecker beweisen kann. um seine ‚Gier‘ zu befriedigen Vergleich zwischen den beiden Wissenschaft Charakteren Faust und Wagner: Faust und Wagner verbindet ein Lehrer und Schüler Verhältnis. Mep. das heißt er verachtet sie. die auf ein "ENDE" hinweisen könnten. Frage: Wie endet die Wette? Warum endet sie so? Das Drama (Goethes Faust Teil 1) nimmt überhaupt kein Ende.

Er ist in Gretchens Kammer und erlebt dies als Gegenwelt gegenüber seines Studierzimmers. ihres Seelenfriedens unwiederbringlich verlustig: "Meine Ruh' ist hin. Das hätte nicht gut gehen können. ausstrahlende Erscheinung. sein adeliges Auftreten und auch sein durch Händedruck und Kuss geäußertes aufrichtiges Liebesbekenntnis sind Realität." Fausts verjüngte. Mein Herz ist schwer. die Faust und Gretchen verband. die Beziehung wurde durch die vielen negativen Geschehnisse beeinflusst. Frage: Was verbindet Faust mit Gretchen? Werte diese Beziehung Ich sehe diese Beziehung nicht als "richtige" Beziehung an. so dass sich Bezauberung und Verzauberung. Beim darauffolgenden Gespräch mit Mephisto schwärmt Faust von Gretchen und er will. die sie so unbefangen einging. der Tod Mutter . unentrinnbar befangen und dies ahnt sie-. Gretchentragödie Nachdem Faust von Mephisto einen "Zaubertrank" bekommen hat. die ihm Bedrückung und Qual bereitet. Fausts "Liebeslust".. Daraufhin enteilt Gretchen. gereizt durch das flüchtige Erlebnis der Schönheit. Nunmehr ist Gretchen in ihrer Hinwendung zu Faust. ihrem Verhalten und ihrem Aussehen. Denn im Grunde genommen war es ja keine "richtige" Liebe. Ich finde sie nimmer und nimmermehr. Es war der Zauber von Mephisto. hatte ihn hergeführt. Faust ist von ihr. ihrer inneren Ruhe und Harmonie. Und zu "guter" Letzt. denn er fühlt sich gefangen in dem was er kann. Der Trank vollführt seine Wirkung. Zweitens musste sich Faust entscheiden. der Tod des Bruders Valentin. so fasziniert.alles irdische Wissen erreicht zu haben und will nun sein Wissen mit Magie erweitern. der Entzug der Tochter Gretchens. Gleich darauf trifft er Gretchen auf der Straße.. Wie zum B. indem er Gretchen schmeichelt und ihre Gunst zu gewinnen versucht. und jetzt erfährt er durch das tiefe Erlebnis der Reinheit die eigene Niederträchtigkeit. . er würde nun jede Frau wollen und bekommen. Gretchen oder die Wette!?. zugleich aber auch Reizung und Erregung spürbar machen. prophezeit ihm Mephisto. dass Mephisto sie ihm beschafft. .