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Martin Henkel und Rolf Taubert - Gewerkschaftsbewegung und Sprachverkümmerung oder: Frank Deppes platonische Liebe zur Gewerkschaft (1980)

Martin Henkel und Rolf Taubert - Gewerkschaftsbewegung und Sprachverkümmerung oder: Frank Deppes platonische Liebe zur Gewerkschaft (1980)

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IWK 16. Jhg. März 1980 Heft 1
IWK 16. Jhg. März 1980 Heft 1

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M I R I D R MIGR TIO

skeptísch: Immer entzog sích íevers denen, díe íhn f r íhre Ríchtung beanspruchen woííten.
Innerhaíb der sozíaíístíschen mígratíon war und bííeb er eín ínzeíg nger, aber mít seínen
víeíf ítígen poíítísch-pubíízístíschen Unternehmungen hat er eínen ínfíu Ÿ ausge bt, der nícht
í nger untersch tzt werden soííte.
G R C T B GU G U D PR C R œ MM Rt G OD R.
R D PP P TO I C I B UR G R C T
on Martín enkeí und Roíf Taubert
er |emaís díe M rchen aus Tausendundeíner acht ín der œ bersetzung von nno íttmann
geíesen hat. erínnert sích sícher an |ene teííen, an denen man pí tzíích erstaunt feststeíít,
da Ÿ man schon - mítten ím Prosate t - seít eínígen eííen erse ííest. Oft handeít es sích an
eíner soíchen teííe um eín sogenanntes wasf, eín íebesííed, ín dem díe ch nheíten der
oder des Geííebten (oder auch eínes Pferdes) von opf bís u Ÿ ín aííen ínzeíheíten durch
ergíeíche geschíídert werden. s geht dabeí |edoch nícht um das besondere ch ne, sondern
um díe œ bereínstímmung mít eínem kanonísíerten ch nheítsídeaí dem entsprícht díe ver-
gíeíchsweíse konventíoneííe Topík - z.B. fehít níe der ergíeích mít dem Mond - und eíne
sprachííche ígent mííchkeít des rabíschen (ím Persíschen geht das noch besser): Man kann
ungeheuer víeíe eííen auf eín und díeseíbe Reímsííbe enden íassen. Im Deutschen íst eín soí-
ches wasf schwer nachzuahmen. ín € ” trotz der oíprígkeít des Rhythmus € ” doch recht ge-
íungenes Beíspíeí fanden wír ín rank Deppes Buch utonomíe und Integratíon .I Der
Díchter besíngt aíso seíne Geííebte wíe foígt:
€ ž Díe M gííchkeít eíner – ffnung nach íínks steíít sích aíso ím ergíeích zur orbereítung
eíner – ffnung nach rechts , díe sích seíbst noch auf dem Boden der von der sozíaíííberaíen
Regíerun betríebenen Restauratíonspoíítík entwíckeín konnte, derzeít und ín der nahen
ukunft aís eíne unwahrscheínííche ntwíckíungsvaríante bundesdeutscher Poíítík dar. íne
entscheídende oraussetzung f r díe t rkung des ínfíusses sozíaíístíscher Posítíonen ínner-
haíb und au Ÿ erhaíb der PD íst dabeí díe ntwíckíung des geseííschaftííchen und poíítíschen
Bewu Ÿ tseíns der ohnabh ngígen sowíe der ampff hígkeít íhrer gewerkschaftííchen Orga-
nísatíonen. Díe rfahrung anderer hochentwíckeíter kapítaíístíscher nder zeígt |edoch zu-
gíeích, da Ÿ sích ohne díe ístenz eíner starken kommunístíschen Parteí, díe ín der rbeíter-
schaft und ín der Gewerkschaftsbewegung verankert íst, weder eíne kontínuíerííche ermítt-
íung von íassenerfahrung und der poíítíschen Perspektíve eíner er nderung der kapítaíí-
stíschen Geseííschaftsordnung noch eíne praktísche – ffnung nach íínks durchzusetzen ver-
mag.
Beí der Betrachtung von Bezíehungen zwíschen der ob|ektíven Poíarísíerung der íassenínte-
ressen und der reaíen bzw. m gííchen euformuííerung poíítíscher trategíen soíí noch kurz
auf díe rage nach der ntwíckíung des poíítíschen Bewu Ÿ tseíns und erhaítenspotentíaís
der Inteííígenz eíngegangen werden. Ohne weífeí hat díe Inteííígenz ín der BRD ím vergangenen
ahrzehnt, aíso seít der ntstehung der tudentenbewegung eíne besonders e poníerte Roííe ín
den gesamtgeseííschaftííchen Poíítísíerungsprozessen gespíeít. Das hat zun chst eínen besonderen,
natíonaíen Grund: Gerade weíí ín der BRD um díe Mítte der 60er ahre díe Tradítíon der kíassenbe-
wu Ÿ ten rbeíterbewegung v íííg versch ttet bzw. ííquídíert schíen, entwíckeíte sích díe Poíítísíe-
1 rank Deppe, utonomíe und Integratíon. Materíaííen zur Gewerkschaftsanaíyse ( chríftenreíhe f r
ozíaígeschíchte und rbeíterbewegung, Bd.9), Marburg/ ahn: eríag rbeíterbewegung und Geseíí-
schaftswíssenschaft 19 9.2 .
IWK 16. Jhg. März 1980 Heft 1
M R TI U D RO T UB R T
mng der tudenten - wíe der |ungen Inteííígenz ínsgesamt - reíatív seíbst ndíg und ísoííert gegen-
ber Prozessen der Bewu Ÿ tseínsentwíckíung ín der rbeíterkíasse. Díese Ungíeíchm Ÿ ígkeít bííde-
te eínerseíts eíne chw che díeser Bewegung, andererseíts steííte síe eíne hohe erantwortung an
síe. ís sozíaíístísche Bewegung stand síe n míích vor der hístoríschen ufgabe, seíbst eínen Beí-
trag zur œ berwíndung díeser Ungíeíchm Ÿ ígkeít zu íeísten. Díe Dífferenzíerung der tudentenbe-
wegung ím œ bergang zu den 0er ahren refíektíerte noch díese íderspr chííchkeít. ín Teíí
der antíautorít ren Bewegung í ste sích ín díe verschíedenen ekten auf, díe € ” wenn auch
nun unter dem írmenschííd kommunístíscher B nde und Parteíen - sích von demeíít ren
hrungsanspruch der tudentenbewegung gegen ber der rbeíterbewegung nícht í sen
konnten. ín anderer Teíí entwíckeíte - ausgehend von der Bestímmung der sozíaíen nn -
herungsprozesse von rbeíterkíasse und Inteííígenz und íhrer gemeínsamen Interessen gegen-
ber dem apítaí - eíne Poíítík, díe nícht nur Inhaíte und ormen der studentíschen Interes-
senvertretung sondern auch díe íeíe díeser Bewegung eng mít dem |eweíís fortgeschrítten-
sten tand der demokratíschen und der kíassenbewu Ÿ ten rbeíterbewegung zu verbínden
wu Ÿ te.
Gewí Ÿ hat der rfoíg díeser Poíítík der gewerkschaftííchen Oríentíerung , díe von mar í-
stísch oríentíerten tudentenverb nden konzípíert und praktísch getragen wurde/ erheb-
íích dazu beígetragen, den erfaíís- und ufí sungsproze Ÿ der antíautorít ren ugendbewe-
gung aufzuhaíten und umzukehren. Díe tudentenbewegung ín der BRD íst ín díesem eít-
raum st rker geworden, weíí síe bewu Ÿ ter geworden íst. Da der erste ufschwung der tu-
dentenbewegung u.a. aís eíne Reaktíonsform der Inteííígenz auf díe ríse 1966/6 und díe
mít íhr verbundene ídeoíogísche Oríentíerungskríse ínterpretíert worden íst, h tte es nahegeíe-
gen, mít dem íntrítt ín díe bísíang schwerste írtschaftskríse und ím usammenhang mít
der erfoígreíchen estígung der Poíítík der gewerkschaftííchen Oríentíerung nunmehr eínen
erneuten ufschwung ín der Poíítísíerung der Inteííígenz zu erwarten. Tats chíích í Ÿ t sích
|edoch unter dem Druck der írtschaftskríse - mít der oíge der rbeítsíosígkeít und der
aíígemeínen erunsícherung der berufííchen Perspektíven der Inteííígenz/ der bíídungs-
poíítíschen Gegenreform und der staatííchen Repressíonsma Ÿ nahmen (vor aííem der Berufs-
verbote) - eíne au Ÿ erordentíích dífferenzíerte ntwíckíung des poíítíschen Bewu Ÿ tseíns der
Inteííígenz verfoígen. s scheínt, aís ob sích díe Poíarísíerung der geseííschaftííchen íassen-
gegens tze, wíe síe sích ín den gewerkschaftííchen ampfaktíonen des ahres 19 zugíeích
aís eímformen der ntwíckíung eínes agebewu Ÿ tseíns der ohnabh ngígen refíektíer-
ten/ gerade nícht ín eíne st rkere Oríentíerung des Massenbewu Ÿ tseíns der Inteííígenz auf
díe aíígemeínen íassenauseínandersetzungen und díe rbeíterbewegung umsetzt/ íeí-
mehr trítt der Poíítík der gewerkschaftííchen Oríentíerung ín mannígfaítígen chattíerungen
eíne Tendenz der resígnatíven ntpoíí tí síerungund der Indívíduaíísíerung gegen ber. Im ern
handeít es sích dabeí um eíne Reaktívíerung von st ndíschen Prívííegíenínteressen der Inteííí-
genz, díe sích sowohí ín der npassung an konservatíve ertvorsteííungen aís auch ín der
ínwendung zur eíbstrefíe íon des Indívíduums und seíner deformíerten Bed rfnísstruktur
und schííe Ÿ íích - wenn auch nur am Rande - ín der verzweífeíten ggressívít t gegen díe
herrschende Ordnung und díe rbeíterbewegung Geítung verschafft. Der herrschende uítur-
betríeb feíert díe ríse des mar ístíschen Denkens und díe íedergeburt des Indívíduums
wíe der neuen Innerííchkeít und macht dabeí seíne Gesch fte.
In der rfahrung der ríse durch díe Inteííígenz treffen sích verschíedene Momente der Mar-
gínaíísíerung der Inteííígenz, díe íhrerseíts neurotísche ymptome eíner Identít ts- und Oríen-
tíerungskríse hervorbríngt/0 uf der eínen eíte wírkt der Proíetarísíerungsdruck, der durch
díe erunsícherung der berufííchen Perspektíven erzeugt wírd. Díe œ berwíndung díeser í-
derspr che kann freííích nur durch den Gegendruck eíner aíígemeínen geseííschaftííchen Be-
wegung erfoígen, díe sích díe er nderung der errschaftsstrukturen und des poíítíschen
r fteverh ítnísses zum íeí setzt. umaí ín der BRD mu Ÿ |edoch díe rfahrung des íder-
spruchs zwíschen der chw che eíner soíchen Bewegung und der Unmítteíbarkeít der índíví-
dueííen erunsícherung díe Tendenz zur índívídueííen sung díeses íderspruchs verst r-
G R C T B GU G 9
ken. ínzu kommt, da Ÿ díe eíbstreproduktíon des Inteííektueííen - besonders díe des tu-
denten - eínhergeht mít der neígnung von íssen, das - wenn schon díe unktíon díeser
íssensaneígnung f r díe uaíífíkatíon der eígenen rbeítskraft zutíefst probíematísíert
íst - aber doch díe st ndíge M gííchkeít der Identífíkatíon mít díeser neígnung von íssen
aís eíner orm der ínteííektueííen Bew ítígung der eígenen ebenssítuatíon er ffnet. Díeser
íderspruch zwíschen der praktíschen rfahrung der Margínaíísíerung und der theoretí-
schen Refíe íon íhrer Bedíngungen produzíert seíbst noch verschíedene ormen des poíítí-
schen Masochísmus, der egítímatíon der Ghettoísíerung der eígenen ebensweíse, ín der
sích das ínteííektueííe Prívííeg des absoíuten íssens zu best tígen vermag. 2
íe kommt eín soícher tíí zustande íeht man sích den Te t genauer an, so erkennt man,
da Ÿ sích erstens fast aííe ubstantíve aís bstrakte bezeíchnen íassen - daher díe Reíme auf
-ung -, und da Ÿ zweítens díese bstrakta, díe |a zu ust nden geronnene T tígkeíten wíeder-
geben, díe eígentííchen Bedeutungstr ger des Te tes sínd. ír gíauben-, da Ÿ wír ín díeser von
Deppe so vírtuos gehandhabten tííísíerung der prache eíne prach- und Denkform wíeder-
erkennen k nnen, díe wír aís den Píatonísmus- enínísmus bezeíchnen m chten.
ír m chten das unktíoníeren díeses Ph nomens zun chst an eínem anderen etwas eínfa-
cheren Beíspíeí erí utern, bevor wír chí sse f r díe Deppesche Gewerkschaftstheoríe zíehen.
ans Mottek, der bekannte DDR- írtschaftshístoríker, benutzt auf den eíten 6f. des zweí-
ten Bandes seíner írtschaftsgeschíchte Deutschíands etwa foígende onstruktíonen:
- es hatte íderstand gegeben
- es gab nf nge eíner rítík
- díese nf nge kamen zur ntfaítung
- das fand seínen usdruck
- díe Unruhen manífestíerten den íííen
- kam ín der erweígerung zum usdruck
- der íderstand erh hte díe eígung
- machte díe errottetheít síchtbar
- hatte sích díe œ beríegenheít gezeígt
- zu eíner rsch tterung gef hrt
- díe seíne M gííchkeít Mottek meínt wahrscheíníích hígkeít schw chte.
Díe Reíhe díeser Beíspíeíe zeígt: Díe tííform wírd zwanghaft angewendet. íe íeícht w re es
zu sagen: € ž . . machte síchtbar, das verrottet war . eín, Mottek mu Ÿ unbedíngt das ort
€ ž errottetheít verwenden, das es |a gar nícht gíbt. o kann es nícht ausbíeíben, da Ÿ Mottek
sích geíegentíích ín seínen kompíízíerten onstruktíonen verhaspeít: € ž Díese ríangung eínes
bescheídenen nteíís der Gro Ÿ bourgeoísíe an der poíítíschen Macht.. das mu Ÿ te |a passíe-
ren chíechter tíí Oder íst díeser tíí usdruck eíner bestímmten Denkweíse, díe nur ín
díesem tíí vorgetragen werden kann ír gíauben das íetztere.
Der gemeíne Menschenverstand nímmt an, da Ÿ es unter den verschíedenen ormen, Poíítík
und Geschíchte zu machen, manche gíbt, díe man, wenn man díe ríteríen angíbt, unter dem
amen Reformen systematísíeren kann und andere, díe man ín ínbííck auf bestímmte
Merkmaíe aís Revoíutíonen auffa Ÿ t. edenfaíís handeít es sích ín beíden ííen um eín
2 .a.O., .22-2 . Das Gedícht geht so weíter bís zur íetzten eíte. Díe von uns zítíerten erse handeín
nícht unmítteíbar von der Gewerkschaft aber auf den Inhaít woííen wír híer gar nícht eíngehen.
ans Mottek, írtschaftsgeschíchte Deutschíands. ín Grundrí Ÿ , Bde, Beríín/DDR,Bd.2: on der
eít der ranz síschen Revoíutíon bís zur eít der Bísmarckschcn Reíchsgr ndung, 2. ufí.,19 . Un-
sere prachkrítík an Mottek íst ebenfaíís angedeutet ín: Martín enkeí und Roíf Taubert, Maschínen-
st rmer. ín apíteí aus der ozíaígeschíchte des techníschen ortschrítts, rankfurt/M. 19 9.
ans Mottek, a.a.O., . 16.
60 M R TI U D RO T UB R T
andeín von Menschen. r Mottek dagegen gehen díe Ideen der Revoíutíon und der Reform
|edem konkreten andeín von Menschen voraus: Preu Ÿ en trítt ín das erste tadíum der b r-
gerííchen Revoíutíon eín. enn díese ormuííerung írgendeínen ínn hat, dann doch den,
da Ÿ es erst eínmaí díe b rgerííche Revoíutíon aís soíche gíbt, unabh ngíg von íhrem hísto-
ríschen tattfínden síe íst schon da, man braucht nur ín síe eínzutreten. íne wírkííche, hí-
storísche, datíerbare, eríebbare, machbare Revoíutíon íst aíso eígentíích nur eíne manatíon,
eíne Offenbarung des esens der Revoíutíon.
ícht teín und ardenberg oder sonst |emand machen Reformen, sondern es kommt zu
Reformen wobeí Mottek mít ankííngen í Ÿ t, da Ÿ es eígentíích zu etwas anderem h tte
kommen soííen. Díe Opposítíon w chst, díe Reaktíon dríngt vor - man k nnte eíten f ííen
mít Beíspíeíen f r díese tííform.
s íag ím Interesse des Proíetaríats an díesem atz wírd wohí am deutííchsten, da Ÿ díe
Motteksche tííform nícht beííebíg íst. ersucht man íhn íns Deutsche zu bersetzen, ger t
man ín heíííose íderspr che. Das Proíetaríat woííte - das prachgef hí sagt eínem, da Ÿ
híer etwas nícht stímmt. Díe rbeíter woííten - |etzt stímmt es sprachíích, aber hístorísch
stímmt es nícht. Denn díe rbeíter woííten |a eígentíích noch níe (man mag das bedauern ),
was ím Interesse des Proíetaríats íag. Díe ríchtíge œ bersetzung von s íag ím Interesse des Pro-
íetaríats íst demnach: Díe rbeíter h tten eígentíích woííen m ssen . Das Proíetaríat und
seín Interesse e ístíeren nícht ín der vorfíndííchen Reaíít t. s handeít sích um Ideen ím ín-
ne Píatos, denen díe reaí vorfíndííchen ntsprechungen nur aís unvoííkommene bbííder ge-
gen berstehen.
Um B cher wíe das von Mottek zu verstehen, mu Ÿ man (wenn er nícht gerade Daten und
Tabeííen ííefert) ímmer foígenden kompíízíerten Gedankengang voíízíehen: on den Reaííen
redet Mottek ínsofern und nur ínsofern, aís síe íderspíegeíungen der Grundídeen des Pía-
tonísmus- enínísmus sínd. on den teín- ardenbergschen Reformen etwa redet Mottek
nícht ín ínbííck darauf, was díe Inítíatoren sích dabeí gedacht haben, wíe síe es angesteíít
haben und was díe uswírkungen waren, sondern eben nur ín dem ínne, da Ÿ síe € ž díe rían-
gung eínes bescheídenen nteíís der Gro Ÿ bourgeoísíe an der poíítíschen Macht waren,
w hrend eíne Revoíutíon, díe |a eígentíích auf der Tagesordnung stand , wohí díe rían-
gung eínes unbescheídenen nteíís . .. gewesen w re.
etzt k nnen wír zu Deppe zur ckkehren. eín Buch versteht man nícht, wenn man nícht er-
kennt, da Ÿ er auch dann, wenn er ganz konkret von den Gewerkschaften des Deutschen Ge-
werkschaftsbundes, dem orsítzenden eínz Oscar etter, íhrer Poíítík usw. sprícht, nícht
díe wírkííchen Gewerkschaften des DGB usw. meínt, sondern vom bbííd der Idee der Ge-
werkschaft ín der írkííchkeít handeít - eínem ín manchem mangeíhaften bbííd freííích.
ur so íst Deppes Defínítíon dessen zu verstehen, was Gewerkschaft íst:
Gewerkschaften sínd freíwííííge ereínígungen ( oaíítíonen) von ohnabh ngígen. Ihr
weck ííegt ín der ertretung und Durchsetzung der sozíaíen, wírtschaftííchen und geseíí-
schaftspoíítíschen Interessen der unseíbst ndígen ohnarbeíter gegen ber dem apíteí und
seínen ereínígungen sowíe gegen ber dem taat. .. Das Mítteí zur ersteííung díeser Inte-
ressenvereínígun# íst díe oíídarít t... .
s íst deutíích: íer haben wír díe Defínítíon der Idee der Gewerkschaften vor uns. Das
merkt man schon an der ufígkeít der statíschen bstrakta. ugíeích aber soíí díese Defíní-
gí.a.a.O., . .
6 bd.
.a.O., .12.
.a.O., .16.
9 rank Deppe, utonomíe .. ., . .

G R C T B GU G 61
tíon sích auf díe Gewerkschaften heute ín der BRD bezíehen - obgíeích Deppe sehr wohí
weí Ÿ , da Ÿ díe vorfíndííchen Gewerkschaften níe mehr aís eínen Organísatíonsgrad von
erreícht haben. „ berhaupt íst von der Idee der Gewerkschaft her an den wírkííchen Ge-
werkschaften víeí zu krítísíeren. íe f ííen den Rahmen íhrer T tígkeít nícht aus, síe wehren
sích nícht gegen den ntíkommunísmus.
Gerade das unterscheídet das bbííd vom Urbííd, denn schon aus der oben gegebenen Defíní-
tíon geht |a hervor, da Ÿ Gewerkschaften eígentíích nur ín íhrer kommunístíschen Interpreta-
tíon wírkíích Gewerkschaften sínd. D.h., wenn díe wírkííchen Gewerkschaften ommunísten
und ozíaíísten aus sích herausdr ngen, dann entfernen síe sích von íhrem eígenen esen.
Daran sínd aber meístens € ž r fte schuíd. r fte sínd meíst reaktíon re r fte. Denn aus
der Defínítíon foígt |a schon, da Ÿ díe Gewerkschaft díe Interessen der rbeíter ín fortschrítt-
íícher eíse vertrítt. enn díe Gewerkschaft aíso beí sích, mít íhrem Urbííd weítgehend íden-
tísch íst, íst síe nat ríích fortschríttíích. er den Gewerkschaftsfríeden st rt, íst aíso per de-
fínítíonem reaktíon r und rechts. enn aííerdíngs rechte r fte ínnerhaíb und au Ÿ erhaíb der
Gewerkschaften auf den Pían treten, dann m ssen sích auch íínke, fortschríttííche r fte bíí-
den, um den chaden wíeder zu heííen.I
reííích kann das bbííd vom Urbííd abweíchen, aber es kann níchts dem Urbííd íderspre-
chendes abbííden, und es kann auch níchts abbííden, was ím Urbííd nícht vorhanden íst. o
hat díe Deppesche IG Metaíí ím ínter / 9 f r díe – ffnung des egs zur - tundenwo-
che gek mpft 1 wíe der ampf ausgegangen íst, das fehít beí Deppe. o haben díe Gewerk-
schaften dem ntíkommunísmus und der staatííchen Repressíon nícht genug íderstand ent-
gegengesetzt 1 aber da Ÿ díeser ntíkommunísmus víeííeícht Bestandteíí gewerkschaftíícher
trategíe gewesen seín k nnte (was míndestens f r díe IGB nachgewíesen íst), wírd nícht er-
wogen. œ berhaupt h ít Deppe das PD- erbot f r antígewerkschaftíích - ín seíner onzep-
tíon von Urbííd und bbííd íst das nur konsequent, denn nur díe kommunístíschen Gewerk-
schaftsínterpreten sínd díe ríchtígen und so mu Ÿ er denn auch bííííg dar ber staunen, da Ÿ
derseíbe denauer- taat, der antígewerkschaftíích díe ommunísten unterdr ckte, díe Ge-
werkschaften aís ozíaípartner anerkannte.1 benso h ít Deppe das erbot des spontanen
treíks f r eíne € ž Beschr nkung er meínt ínschr nkung autonomer gewerkschaftíícher
andíungsspíeír ume,1 aís ob nícht das erbot des nícht gewerkschaftíích angeíeíteten
treíks gerade eíne t rkung der Gewerkschaften bedeutet h tte. € ” Das íst das eíne: Das b-
bííd kann nícht das Gegenteíí vom Urbííd seín. Das andere aber íst: Das bbííd kann auch
keíne ge haben, díe das Urbííd nícht hat. .B. hat der Deppesche DGB keíne BfG, keíne
eue eímat, obwohí beídes |a víeííeícht gar níchts chíímmes íst. ur: s war beí Mar haít
nícht vorgesehen.
íne Gewerkschaftstheoríe, díe etwa versucht, davon auszugehen, weíche unktíonen Ge-
werkschaften ím gegenw rtígen sozío konomíschen und poíítíschen ystem haben, íehnt
Deppe ausdr ckíích ab und híer m ssen wír auf den Umgang des Inhabers der absoíuten Idee
von der Gewerkschaft mít konkurríerenden r ften eíngehen, und híer wírd es wírkíích un-
erfreuíích.
Im besten aíí begegnet Deppe anderen ns tzen mít geradezu r hrender erst ndnísíosíg-
keít, wenn er z.B. arí eínz Roth, der dar ber sícheríích h chííchst betr bt seín wírd, ent-
10 .a.O., . f.
11 gí. a.a.O., . 2ff.
12 .a.O., .21 ff.
1 .a.O., . .
1 .a O.. . .
1 .a.O., . f.
16 .a.O., . .
62 M R TI U D RO T UB R T
gegenh ít, díe onsequenz seínes nsatzes seí, da Ÿ man díe Geschíchte der rbeíterbewe-
gung gar nícht mehr aís ínheít verstehen k nne. Im schíímmeren aííe arbeítet er mít |e-
nem Tríck, der von euten seíner Couíeur ímmer wíeder gegen íínke rítíker angewendet
wírd. Und das geht so: Unter konservatíven Integratíonsídeoíogíen greíft er sích besonders
den ín der Tat uns gííchen Goetz Bríefs heraus und kann dann íeícht díe íínken Gewerk-
schaftstheoretíker Bergmann, acobí etc. eríedígen, weíí díese mít |enem darín bereínstím-
men, da Ÿ es keíne gewerkschaftííche utonomíe mehr gebe. Obwohí sích Deppe ausdr ck-
íích von eíner Methode des € ž ertígmachens anderer Theoríen dístanzíert, íst seíne Metho-
de doch níchts anderes. achíích hat Deppe der ustandsbeschreíbung von acobí usw. níchts
entgegenzusetzen, deshaíb beschr nkt er sích darauf, íhnen vorzuwerfen, da Ÿ síe eínen tand-
punkt von au Ÿ en ín díe Gewerkschaften híneíntragen, da Ÿ síe ber so períphere Dínge wíe
das Mítgííederínteresse schreíben (statt ber das ob|ektíve Interesse der ohnabh ngígen),
und da Ÿ síe unwíchtíge Dínge wíe díe Unvereínbarkeítsbeschí sse f r den usdruck b rokra-
tíscher Organísatíonsstrukturen ausgeben .20 Díe Deppeschen Gewerkschaften, um das noch
nachzutragen, kennen n míích das Probíem der B rokratísíerung nícht, keíne ntscheídungs-
strukturen, díe von oben nach unten veríaufen, rítuaíísíerte Tarífverhandíungen usw. Bereíts
ín dem gro Ÿ en Gedícht auf -ung haben wír eíne teííe zítíert, ín der der nh nger eíner ekte
mít 0, híern nh nger von ekten mít 0,2 híern ektíerer nennt, eín Inteííektueí-
íer, der Gewerkschaftern andíungsanweísungen geben wííí, anderen Inteííektueííen vorwírft,
da Ÿ síe Gewerkschaften andíungsanweísungen geben. s geht weíter:
.. eute íassen sích oft |ene aís neue Phííosophen und vantgardísten des ntímar ísmus feí-
ern, díe noch vor eínem ahrzehnt - vor aííem w hrend des Paríser Maí 6 - aís díe wortge-
waítígen Protagonísten eínes eíít ren hrungsanspruchs der revoíutíon ren Inteííígenz gegen-
ber der rbeíterkíasse auftraten. Mít sícherem Gesp r haben síe erkannt, da Ÿ heute mít der
modíschen ommerzíaíísíerung des bríííanten Geístes keíne íínken, sondern nur noch rechte
Gesch fte zu betreíben sínd. 21
as Deppe w hrend der tudentenbewegung gemacht hat, spíeít wohí keíne Roííe da Ÿ er
heute aís Professor, Beamter des b rgerííchen taates auf ebenszeít (wenn auch erst nach
eínígen useínandersetzungen) weníg Grund hat, sích zu beschweren, da Ÿ er sích nícht gut
genug verkaufen konnte, íst auch nur am Rande wíchtíg. íchtíg erscheínt uns der denunzía-
torísche Unterton, den wír vor aííem deshaíb betonen, weíí uns díe foígenden eííen sícher
aís Denunzíatíon des braven Deppe und seíner Gesínnungsgenossen von |enen entgegengehaí-
ten werden, díe noch níe gegen Berufsverbote waren, díe Gewerkschaftsausschí sse rechtfer-
tígen, wenn síe sích gegen € ž ektíerer ríchten 22
arum schreíbt eín Mann eín íebesgedícht Doch sícheríích nur, weíí er seíne Chancen beí
der ngebeteten verbessern wííí. íso, ín Prosa: rank Deppe m chte mít seínem Buch díe
Chancen seíner ídeoíogíschen reunde (sagen wírs doch offen, es íst ín unseren ugen níchts
chíímmes: Deppes Posítíonen sínd díe der D P) beí den Gewerkschaftsf hrungen erh hen.
Deshaíb werden konkurríerende Gaíane ( ektíerer ) runtergemacht, und deshaíb werden
st ndíg díe eígenen ehrenhaften bsíchten betont. In der Tat, díeser íebhaber, dem manche
vorwerfen, er woííe sích ín den Besítz der Gewerkschaften setzen, wííí gar nícht víeí: eínen
andku Ÿ víeííeícht wííí er geben, dann íst er schon zufríeden. s íst anzunehmen, da Ÿ Deppe
genau weí Ÿ , was er sagt: € ž uch beí den ahíen f r díe ufsíchtsr te nach dem neuen Mít-
1 eshaíb mag arí- eínz Roth seín Buch wohí Díe andere rbeíterbewegung genannt haben
1 rank Deppe, utonomíe .. ., .1 1ff und .1 9ff.
19 .a.O., .1 .
20 bd.
21 .a.O. .2 f.
22 gí. a.a.O., . 2.
G R C T B GU G 6
bestímmungsgesetz von 19 6 erzíeíten díe DGB-Gewerkschaften mít Prozent der uf-
síchtsratsmandate f r rbeítnehmervertreter eínen gro Ÿ en rfoíg und erteííten damít den
tandes-und paíterorganísatíonen eíne eíndeutíge íederíage. ííeín der Bíndestrích
zwíschen den (rechten) tandes- und den (íínken) paíterorganísatíonen zeígt, wíe weít díe-
ser íebhaber zu gehen bereít íst, nur um eínen freundííchen Bííck von der ngebeteten zu
erhaschen. Und das, obwohí díe D P trotz aíí der M he, díe síe sích um díe Gewerkschaften
macht, keínen eínzígen díeser ufsíchtsratsposten hat und wohí auch kaum |e eínen bekom-
men wírd ( œ brígens kommt das ystem der gewerkschaftííchen Mítbestímmung beí Deppe
sonst kaum vor ín der Tat í Ÿ t sích |a díe ístenz von gewerkschaftííchen ufsíchtsr ten
mít der Deppeschen Ideaítheoríe der Gewerkschaft nur sehr schwer vereínbaren). In díesem
ínne m chten wír Deppes erben unterst tzen. € ž as f r eín Unsínn schríeb er ehríích
entr stet und mít Recht eíner Redakteurín der € ž rankfurter Rundschau , díe íhm ín eínes
seíner tatements zur Gewerkschaftsbewegung das ort € ž revoíutíon r .híne fgemogeít hat-
te. Revoíutíonen haben |a wohí mít dem andeín von Menschen mít radíkaíen Bed rf-
níssen zu tun. Menschen aber kommen ín Deppes Gewerkschaftstheoríe nícht vor.
Der utor seíbst r versteckt sích hínter erob|ektívíerungen seíner sub|ektíven nsích-
ten: € ž ... es kann davon ausgegangen werden .. . ,2 € ž heute íassen sích .. . ,26 oder gar:
€ ž Der Gang der geschíchtííchen ntwíckíung .. . .
Díe gewerkschaftííchen hrer, unktíon re, B rokraten oder wíe man díese gewí Ÿ f r
eíne Theoríe der Gewerkschaften wíchtíge Gruppe sonst bezeíchnen wííí, síe kommen kaum
vor. Und díe rbeíter und ngesteííten, díe |a víeííeícht doch auch nícht ganz unwíchtíg
sínd íe ínteressíeren nur aís díe Materíe, díe ín der Gewerkschaft zusammengeschíossen
íst. Díe 60- 0 íchtorganísíerten faííen dabeí gíeích unter den Tísch, wodurch sích auch
zeígt, da Ÿ díe 0 0 Organísíerten ebenfaíís berfí ssíg sínd. Denn Gewerkschaft íst díe Ge-
werkschaft |a nícht durch das Denken und andeín íhrer Mítgííeder, sondern ohnehín per se,
eben weíí síe Gewerkschaft íst. nsonsten ínteressíeren díe rbeíter aís díe stoffííchen Tr ger
von rbeíter- bzw. age- bzw. íassenbewu Ÿ tseín ín eím-, entfaíteter und sonstíger orm.
Díe Menschen, ber díe rank Deppe schreíbt, und zwar ín eínem Buch aus der Reíhe € ž o-
zíaígeschíchte und rbeíterbewegung stecken ín Tabeííen und ín rtern wíe rbeíterbe-
wegung, Interessenvertretung, Mítgííederbewegung. ( íne Teíímenge der Menge rbeíter íst
díe Menge der Mítgííeder íst damít díe Mítgííederbewegung eín Teíí der rbeíterbewegung )
eín, díeser íebhaber hat keíne í sternen, sínnííchen Interessen Mag díe wírkííche Gewerk-
schaft eín erh ítnís mít der PD, eíns mít dem apítaí und eín dríttes mít dem b rgerííchen
taat haben - rank Deppe wírd an íhre Reínheít gíauben. M gen Gewerkschaftsf hrer
treíks verhíndern, íns eere íaufen íassen m gen Gewerkschaftsmítgííeder austreten oder
nur noch murrend íhren Beítrag zahíen (f r beídes, f r das Murren wíe f r das ahíen gíbt es
gute Gr nde ) € ” rank Deppe wírd seííg beí dem Gedanken seín, da Ÿ er und seíne reunde
díe eínzígen sínd, díe díe Gewerkschaft bís ín den Grund íhres erzens híneín verstehen. € ”
2 .a.O., . 6.
2 rankfurter Rundschau, vom 1 .10.19 9. íer íst víeííeícht der Ort, auf den íertanz hínzuweísen,
den Deppe um díe enínsche Theoríe von Gewerkschaft und Parteí auff hrt. In der Tat íst das soge-
nannte € ž amann-Intervíew , das Mar 1 69 gab und ín dem er díe utonomíe der Gewerkschaften
gegen ber der rbeíterparteí behauptet haben soíí, etwas fragw rdíg. Díe gegenteíííge These eníns hat
zwar keíne Begr ndung ín írgendeíner „ u Ÿ erung Mar ens: Deppe h ít síe trotzdem f r mar ístísch,
aber eígentíích wíederum doch nícht, denn dann entst nde |a díe rage: weíche Parteí soíí den DGB
aníeíten gí. rank Deppe, utonomíe . . ., .99ff) Ge rgert hat uns Deppes Interpretatíon des enín-
schen € ž on au Ÿ en (a.a.O., . 10 ). Deppe h ít seíne eser (aíso auch uns) offenbar f r Idíoten.
2 .a.O., .2
26 .a.O , .2 .
2 bd.
6 M R TI U D RO T UB R T
Der Gang der geschíchtííchen ntwíckíung zeígt |edoch, da Ÿ davon ausgegangen werden
kann, da Ÿ eíne erwírkííchung der mít sovíeí ufopferung vorgetragenen ufforderung zur
rh rung daran scheítern wírd, da Ÿ gewísse r fte síe mít íchtbeachtung strafen werden.
G G œ C T U D MI U G I T GR TIO D UT C R MIGR T I
D I D R U G „ D R (19 -19 ). I T GU G B RIC T
on eímut M ssener
Díe Deutsche orschungsgemeínschaft ríef, und (fast) aííe, aííe kamen. Und díes zu eínem
oííoquíum, das vom .- . eptember 19 9 auf der Reísensburg beí G nzburg stattfand
und dem Probíem der Integratíon deutscher (und sterreíchíscher) mígranten ín den uf-
nahme-, íederíassungsí ndern gewídmet war. - s war seít íangem díe erste gr Ÿ ere usam-
menkunft von ííforschern ín esteuropa. In seíner Begr Ÿ ungsansprache steííte der Refe-
rent der D G, Manfred BRI G , der f r íhren € ž chwerpunkt ííforschung zust ndíg
íst, denn auch díe eranstaítung unwídersprochen ín díe achfoíge der ymposíen von
tockhoím (1969), openhagen (19 2) und íen (19 ). r sparte dabeí aííerdíngs das oí-
íoquíum der kademíe der íssenschaften ín Beríín/DDR aus, das ím ovember 19 unter
dem Motto € ž Deutsche íteratur ím ínternatíonaíen antífaschístíschen íderstand 19 -19 .
ampfbedíngungen und unsterfahrungen stattgefunden hatte (vgí. híerzu den Berícht von
othar chírmer, ín: I , g.1 (19 ), . 02- 10). Bezeíchnend híerf r war ferner, da Ÿ íe-
dígíích eín eínzíger íssenschaftíer, eímut M œ R ( tockhoím), aus dem neutraíen
chweden an beíden Tagungen aís Referent teíínehmen konnte. Immerhín hatten aber au Ÿ er-
dem íhm auch noch utz I C R ( amburg), ost RM D (Madíson, ísconsín),
íktor UC ( íen) und aíter UD R (Beríín- est) íhre uftrítte ín Beríín-Ost, w h-
rend G ste aus dem sogenannten sozíaíístíschen ager auf der Reísensburg nur durch íhre
bwesenheít gí nzten. Dabeí bííeb offen, ob síe nícht kommen durften/konnten/woííten es
wurde íedígíích davon gemunkeít, da Ÿ das ímmer noch nícht ausgehandeíte uíturabkom-
men zwíschen Bundesrepubíík und DDR sích wíeder eínmaí aís emmschuh erwíesen habe.
edenfaíís war sehr bedaueríích, da Ÿ es erneut zu keínem Díaíog zwíschen Ost und est kom-
men konnte, haben doch beíde eíten ín den íetzten ahren auf dem Gebíet der íífor-
schung rstaunííches und orzeígenswertes geíeístet. Umso bemerkenswerter waren daher
ferner gewísse cken ín der Phaían des bundesdeutschen ííforschungs- stabííshments.
erner B RT O D, eíter der ííabteííung der Deutschen Bíbííothek ín rankfurt/M.,
war ín eríen, und ans- íbert T R ( amburg), Inhaber des eínzígen ehrstuhís f r
ííííteratur ín der Bundesrepubíík, war zwar eíngeíaden, hatte sích aber, wíe w hrend der
Tagung koíportíert wurde, desínteressíert ( ) gezeígt es fehíten auch utz I C R, der
w hrend der Beuríaubung aíters dessen ehrstuhí verwaítet, und aíter UD R.
Dennoch kam, von den obígen ínschr nkungen eínmaí abgesehen, eín durchaus repr sen-
tatíver, Personen umfassender reís von Geschíchts-, íteratur- und ozíaíwíssenschaftíern
aus der Bundesrepubíík, den U , anada, rankreích, – sterreích, den íederíanden und
den dreí skandínavíschen ndern zusammen, um das eíngangs genannte Thema zu dískutíe-
ren, wobeí díe eítgrenzen 19 bzw. 19 ín stíííem ínvernehmen schneíí beíseíte gescho-
ben und mít Recht aís gegenstandsíos betrachtet wurden. Da dank der íangfrístígen und gu-
ten orbereítungen durch den Organísator der Tagung, oífgang R œ D (M nchen),
díe meísten Thesenpapíere bereíts vorher versandt und s mtííche zumíndest aís Tíschvoríage

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