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Sunzi - Kunst Des Krieges

Sunzi - Kunst Des Krieges

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Sections

  • I. Planung
  • II. Über die Kriegführung
  • III. Das Schwert in der Scheide
  • IV. Taktik
  • V. Energie
  • VI. Schwache und starke Punkte
  • VII. Manöver
  • VIII. Taktische Varianten
  • IX. Die Armee auf dem Marsch
  • X. Terrain
  • XI. Die neun Situationen
  • XII. Angriff durch Feuer
  • XIII. Der Einsatz von Spionen

Inhalt

Vorwort I Planung II Über die Kriegführung III Das Schwert in der Scheide IV Taktik V Energie VI Schwache und starke Punkte VII Manöver VIII Taktische Varianten IX Die Armee auf dem Marsch X Terrain XI Die neun Situationen XII Angriff durch Feuer XIII Der Einsatz von Spionen

Vorwort

Sunzi schrieb dieses außergewöhnliche Buch vor zweieinhalbtausend Jahren in China. Es beginnt mit den Worten:

Die Kunst des Krieges ist für den Staat von entscheidender Bedeutung. Sie ist eine Angelegenheit von Leben und Tod, eine Straße, die zur Sicherheit oder in den Untergang führt. Deshalb darf sie unter keinen Umständen vernachlässigt werden.

Es schließt mit den Worten:

So wird der erleuchtete Herrscher und der weise General die Intelligentesten seiner Armee als Spione einsetzen und auf diese Weise hervorragende Erfolge erzielen. Spione sind ein äußerst wichtiges Element des Krieges, denn von ihnen hängt die Fähigkeit der Armee ab, sich zu bewegen.

Ich bin der Überzeugung, daß unsere militärischen und politischen Führer der jüngsten Vergangenheit dieses geniale Werk hätten studieren sollen, denn dann wäre in Vietnam nicht das passiert, was passiert ist; wir hätten den Koreakrieg nicht verloren (wir haben ihn verloren, weil wir nicht den Sieg errangen); das Desaster in der Schweinebucht wäre nicht geschehen; es wäre nicht zum Geiseldrama im Iran gekommen; das britische Empire wäre nicht verstümmelt worden; und aller Wahrscheinlichkeit nach wären die beiden Weltkriege vermieden worden - mit Sicherheit aber wären sie nicht geführt worden, wie sie geführt wurden, und die Millionen junger Menschen, die von Ungeheuern, die sich Generäle nannten, so unnötig und unüberlegt in den Tod geschickt wurden, hätten ihr Leben leben können.

Die größte Leistung besteht darin, den Widerstand des Feindes ohne einen Kampf zu brechen.

daß viele Charaktere sich auf Sunzi und sein Meisterwerk beziehen. die Quelle von Mao Tse-tungs Schrift über die militärischen Prinzipien der chinesischen Roten Armee. Eines Tages dann. Chr. Wir wissen nicht. Sunzi schreibt: Wenn du den Feind und dich selbst kennst. daß Sunzi vor fünfundzwanzig Jahrhunderten so viele Wahrheiten schrieb. und deshalb kam es zu dieser Ausgabe seines Buches. gelesen hatte.besonders in dem meiner Meinung nach außergewöhnlichen Kapitel über den Einsatz von Spionen.seinen Regeln. Seitdem ist es mein ständiger Begleiter.) Für noch wichtiger halte ich die Tatsache. Als das Buch ankam. in den wir alle verwickelt sind . diese Biographie: . Chr.sogar im Kampf der Geschlechter! Dies alles sind Formen des Krieges. bei Schlachten im Aufsichtsrat und im alltäglichen Kampf ums Überleben. Ähnlich wie Machiavellis Der Fürst und Miyamoto Musashis Das Buch der fünf Ringe zeigen auch Sunzis hier wiedergegebene Einsichten den Weg zum Sieg bei allen geschäftlichen Konflikten.Ich finde es erstaunlich. daß ich.. Williams. einer seiner Chronisten. daß Die Kunst des Krieges recht deutlich zeigt. wann er die dreizehn Kapitel niederschrieb. G. Ich glaube. und es hat meine Arbeit an Noble House Hongkong so sehr beeinflußt. noch nie auf das Buch gestoßen war. und er erwiderte. fragte mich. Chr. wie man die Initiative ergreift und den Feind bekämpft . in die Zeit des Königreichs von Wu. die heute noch gültig sind . das Buch ist seit Jahrhunderten in Rußland erhältlich. Ich verneinte.jeden Feind. nach mehreren Wochen. Manche datieren sie auf das Jahr 500 v. Ich war schockiert. beinahe Wort für Wort. und alle folgen denselben Regeln . besonders über Japan und China. schrieb Sima Qian. (Sunzi ist in der politisch-militärischen Hierarchie der Sowjetunion Pflichtlektüre. P. Ein Freund. nahm ich es wieder in die Hand. dieses kleine Buch zeigt deutlich. brauchst du den Ausgang von hundert Schlachten nicht zu fürchten. und es ist auch. Leider ist über den Mann selbst nur wenig bekannt. ein Kellner im Jockey Club. Ich halte Sunzis Schrift für einzigartig. was heute noch falsch gemacht wird und warum unsere heutigen Gegner in manchen Gebieten so erfolgreich sind. manche auch auf etwa 300 v. obwohl ich so viel über Asien. ob ich das Buch gelesen hätte. blieb es zunächst ungelesen liegen. Zum erstenmal hörte ich 1977 beim Rennen im Happy Valley in Hongkong von Sunzi. daß er mir am nächsten Tag ein Exemplar schicken wolle. Etwa um 100 v.

Darf ich deine Theorie über die Führung von Soldaten einer kleinen Prüfung unterziehen?« Sunzi erwiderte: »Das dürft Ihr. Helu sagte zu ihm: »Ich habe deine dreizehn Kapitel sorgfältig studiert. dann müßt ihr nach vorn blicken. daß seine Lieblingskonkubinen enthauptet werden sollten. Wenn ich sage >links um<.« Darauf gab er den Befehl. dann müßt ihr euch rechtsherum umdrehen. und so wurden Vorbereitungen getroffen. dann müßt ihr euch nach links drehen.« Die Mädchen erwiderten: »Ja.« Sunzi fuhr fort: »Wenn ich sage >Augen geradeaus<. ließ er Hellebarden und Streitäxte ausgeben. dann trifft die Schuld den General. dann trifft die Schuld den General. des Königs von Wu. Da sagte er: »Wenn die Kommandos nicht klar und deutlich sind.« Die Mädchen hatten auch dies verstanden. wenn die Befehle nicht richtig verstanden werden. Sunzi teilte sie in zwei Kompanien und stellte je eine der Lieblingskonkubinen des Königs an die Spitze der Abteilungen. um den Drill zu beginnen. wenn die Befehle nicht richtig verstanden werden. hundertachtzig Damen aus dem Palast zu holen. erschrak er sehr und schickte eilig die folgende Botschaft hinunter: »Wir sind . Der König von Wu beobachtete das Geschehen vom Dach eines Pavillons aus. Sunzi sagte geduldig: »Wenn die Kommandoworte nicht klar und deutlich sind.Sunzi. Wenn ich sage >rechts um<. Sein Buch Die Kunst des Krieges erregte die Aufmerksamkeit Helus. stammte aus dem Staate Qi.« Er machte mit dem Drill weiter und gab diesmal den Befehl »Links um«. und als er sah. dann ist es die Schuld der Offiziere. worauf die Mädchen abermals Lachkrämpfe bekamen. doch die Mädchen brachen nur in Lachen aus.« Der König fragte: »Darf sich die Prüfung auch auf Frauen beziehen?« Wieder stimmte Sunzi zu. daß ihr den Unterschied zwischen vorne und hinten und rechts und links kennt. Wenn ich sage >kehrt<. Dann ließ er sie alle einen Speer in die Hand nehmen und sprach zu ihnen die Worte: »Ich nehme an. Als damit die Befehle erklärt waren. Dann gab er zu einem Trommelwirbel den Befehl: »Rechts um«. dann müßt ihr euch nach rechts drehen. Doch wenn seine Befehle klar sind und die Soldaten dennoch nicht gehorchen. die Anführerinnen der beiden Kompanien zu enthaupten. dessen Vorname Wu war.

die Königreiche von Yue und Chu. der König von Wu. vor. daß Sunzi ein Mann war. der ein Heer zu führen wußte. und ernannte ihn in aller Form zum General. Wenn Wir dieser beiden Konkubinen beraubt werden. Wir haben nicht den Wunsch. Eure Soldaten sind jetzt richtig ausgebildet. Fordert sie auf.« Sunzi erwiderte noch geduldiger: »Nachdem ich einmal die Ernennung Eurer Majestät zum General der Streitkräfte erhalten habe. und sein Ruhm breitete sich unter den Lehnsfürsten aus. Und dann vergaßen sie sie. die Truppen zu führen. drehten sich nach rechts oder nach links. doch er vermag sie nicht in Taten umzusetzen. Wir wünschen nicht. und alles mit höchster Genauigkeit und Gewissenhaftigkeit. nicht akzeptieren kann. wird Unser Essen und Trinken den Geschmack verlieren. knieten oder standen. Sunzi unterwarf im Westen den Staat Chu und drang bis nach Ying.« Da sah der König von Wu. Und Sunzi hatte Teil an der Macht des Königreiches.« Doch der König erwiderte: »Der General soll den Drill einstellen und ins Lager zurückkehren. einen Laut von sich zu geben. sie halten Disziplin und sind bereit für die Inspektion durch Eure Majestät. Die Mädchen machten alle Schritte. und sie werden sich nicht weigern. marschierten geradeaus oder machten kehrt. der Hauptstadt. Dann schickte Sunzi einen Boten zum König und ließ ihm ausrichten: »Herr. . und keine wagte. Sie können zu jedem Zweck eingesetzt werden. daß sie enthauptet werden. die ich. So wurde Sunzi ein General des Königs von. und sein Herr. hinunterzugehen und die Truppen zu inspizieren. Wu. Einige Jahre lang gehorchten seine Nachfolger den Anweisungen Sunzis und blieben siegreich. durch Feuer und Wasser zu gehen. Beinahe zwei Jahrzehnte lang blieben die Armeen von Wu siegreich über ihre Erbfeinde.« Und seinen Worten getreu ließ er die beiden Anführerinnen sofort enthaupten und setzte die nächsten beiden als Anführerinnen an ihre Stelle.« Darauf erwiderte Sunzi ruhig: »Der König schätzt schöne Worte. Irgendwann in dieser Periode starb Sunzi. im Norden versetzte er die Staaten Qi und Qin in Angst und Schrecken. den ihr Herrscher im Sinn haben mag. gibt es gewisse Befehle Eurer Majestät. fiel im Kampf. Daraufhin wurde wieder die Trommel zum Drill geschlagen.zufrieden mit der Fähigkeit Unseres Generals. wenn ich als solcher handle.

würden automatisch degradiert. daß alle Offiziere. . Sunzi verdient es. wobei sie zum Bestehen fünfundneunzig Prozent der Fragen richtig beantworten müssen . auf allen Hochschulen und Universitäten in der freien Welt. das wahre Ziel des Krieges ist der Frieden. für alle Menschen. damit unsere Kinder in Frieden und Wohlstand aufwachsen. Ich glaube wirklich. die in der Regierung arbeiten. Sie können uns den Schutz geben. Calthrop. Erst als er Sunzis Regeln nicht mehr befolgte. die durchfallen. Es gibt eine Legende. daß Sunzis Einsichten für unser Überleben äußerst wichtig sind. und außerdem für alle Politiker. Die Kunst des Krieges wurde erst 1905 ins Englische übersetzt. Im Jahre 1782 wurde Die Kunst des Krieges von Vater Amiot. auf die sie sich beziehen. Ich würde Die Kunst des Krieges gern als Pflichtlektüre für alle Offiziere und Mannschaften unserer Streitkräfte sehen. um den größten Teil Europas zu unterwerfen. wurden die Armeen von Wu geschlagen und das Königreich wurde ausgelöscht. gelesen zu werden. Chr. der chinesischen Methode entsprechend. einige von Giles' Notizen eingefügt. direkt nach den Passagen. Die erste Übertragung stammt von P. den wir brauchen.Im Jahre 473 v. und alle Offiziere. die Sunzi besonders betont. dann würde ich sogar noch weiter gehen: Ich hätte ins Gesetz geschrieben. um sie verständlicher zu machen . jährlich eine mündliche und schriftliche Prüfung über diese dreizehn Kapitel abzulegen haben. und ich habe. wurde er geschlagen. . der nicht besteht. Ich hoffe aufrichtig. daß von alters her bekannt ist: » .und jeder General. die Sie hier lesen. Ich habe mir mit dieser Übersetzung einige Freiheiten erlaubt.« JAMES CLAVELL . daß Sie dieses Buch mit Genuß lesen. und Beweglichkeit ist eine der Eigenschaften.jede Übersetzung aus dem alten Chinesisch in eine andere Sprache ist in gewissem Ausmaß eine Frage des Standpunktes -. ins Französische übersetzt. Sicherlich benutzte Napoleon Sunzis Erkenntnisse zu seinem Vorteil. Die zweite. nach der dieses kleine Buch Napoleons Schlüssel zum Erfolg und seine Geheimwaffe war. einem Jesuiten. würde automatisch und ohne Berufungsmöglichkeit entlassen. besonders alle Generäle. Gewiß gründete seine Taktik auf Beweglichkeit. F. ist von Lionel Giles und wurde ursprünglich 1910 in Shanghai und London veröffentlicht. Wir dürfen nicht vergessen. Wenn ich Oberbefehlshaber oder Präsident oder Premierminister wäre.

I. Planung
Sunzi sagt: Die Kunst des Krieges ist für den Staat von entscheidender Bedeutung. Sie ist eine Angelegenheit von Leben und Tod, eine Straße, die zur Sicherheit oder in den Untergang führt. Deshalb darf sie unter keinen Umständen vernachlässigt werden. Die Kunst des Krieges wird von fünf konstanten Faktoren bestimmt, die alle berücksichtigt werden müssen. Es sind dies: das Gesetz der Moral; Himmel; Erde; der Befehlshaber; Methode und Disziplin. Das Gesetz der Moral veranlaßt die Menschen, mit ihrem Herrscher völlig übereinzustimmen, so daß sie ihm ohne Rücksicht auf ihr Leben folgen und sich durch keine Gefahr erschrecken lassen. Himmel bedeutet Nacht und Tag, Kälte und Hitze, Tageszeit und Jahreszeit. Erde umfaßt große und kleine Entfernungen, Gefahr und Sicherheit, offenes Gelände und schmale Pässe, die Unwägbarkeit von Leben und Tod. Der Befehlshaber steht für die Tugenden der Weisheit, der Aufrichtigkeit, des Wohlwollens, des Mutes und der Strenge. Methode und Disziplin müssen verstanden werden als die Gliederung der Armee in die richtigen Untereinheiten, die Rangordnung unter den Offizieren, die Behauptung der Straßen, auf denen der Nachschub zur Armee kommt, und die Kontrolle der militärischen Ausgaben. Diese fünf Faktoren sollten jedem General vertraut sein. Wer sie kennt, wird siegreich sein; wer sie nicht kennt, wird scheitern. Wenn du also die militärischen Bedingungen bestimmen willst, dann treffe deine Entscheidungen auf Grund von Vergleichen in folgender Weise: Welcher der beiden Herrscher handelt im Einklang mit dem Gesetz der Moral? Bei wem liegen die Vorteile, die Himmel und Erde bieten? Auf welcher Seite wird die Disziplin strenger durchgesetzt?

Du Mu erwähnt die bemerkenswerte Geschichte des Cao Cao (155-220 n. Chr.), der so nachdrücklich auf die Disziplin sah, daß er sich einmal, seinen eigenen strengen Vorschriften gegen die Verwüstung erntereifer Felder entsprechend,

selbst zum Tode verurteilte, nachdem er zugelassen hatte, daß sein Pferd in ein Kornfeld ausbrach. Doch er wurde überzeugt, nicht seinen Kopf zu opfern, sondern sein Gerechtigkeitsgefühl damit zufriedenzustellen, daß er sich das Haar abschnitt. »Wenn du ein Gesetz erläßt, dann achte darauf, daß es nicht gebrochen wird; wenn es aber gebrochen wird, dann muß der Schuldige mit dem Tode bestraft werden.«

Welche Armee ist die stärkere? Auf welcher Seite sind Offiziere und Mannschaften besser ausgebildet? In welcher Armee herrscht die größere Gewißheit, daß Verdienste angemessen belohnt und Missetaten sofort geahndet werden? Mit Hilfe dieser sieben Bedingungen kann ich Sieg oder Niederlage voraussagen. Der General, der auf meinen Rat hört und nach ihm handelt, wird siegen – belasse einem solchen das Kommando! Der General, der nicht auf meinen Rat hört und nicht nach ihm handelt, wird eine Niederlage erleiden – einen solchen mußt du entlassen! Doch bedenke: Während du aus meinem Rat Nutzen ziehst, solltest du nicht versäumen, dich aller hilfreichen Umstände, die über die üblichen Regeln hinausgehen, zu bedienen und deine Pläne entsprechend anzupassen. Jede Kriegführung gründet auf Täuschung. Wenn wir also fähig sind anzugreifen, müssen wir unfähig erscheinen; wenn wir unsere Streitkräfte einsetzen, müssen wir inaktiv scheinen; wenn wir nahe sind, müssen wir den Feind glauben machen, daß wir weit entfernt sind; wenn wir weit entfernt sind, müssen wir ihn glauben machen, daß wir nahe sind. Lege Köder aus, um den Feind zu verführen. Täusche Unordnung vor und zerschmettere ihn. Wenn der Feind in allen Punkten sicher ist, dann sei auf ihn vorbereitet. Wenn er an Kräften überlegen ist, dann weiche ihm aus. Wenn dein Gegner ein cholerisches Temperament hat, dann versuche ihn zu reizen. Gib vor, schwach zu sein, damit er überheblich wird. Wenn er sich sammeln will, dann lasse ihm keine Ruhe. Wenn seine Streitkräfte vereint sind, dann zersplittere sie. Greife ihn an, wo er unvorbereitet ist, tauche auf, wo du nicht erwartet wirst. Der General, der eine Schlacht gewinnt, stellt vor dem Kampf im Geiste viele Berechnungen an. Der General, der verliert, stellt vorher kaum Berechnungen an. So führen viele Berechnungen zum Sieg und wenig Berechnungen zur Niederlage – überhaupt keine erst recht! Indem ich diesem Punkt Aufmerksamkeit widme, kann ich voraussagen, wer siegen oder unterliegen wird.

II. Über die Kriegführung
Wenn ein Krieg geführt wird, wenn tausend schnelle Wagen im Felde sind, zehntausend schwere Wagen und hunderttausend gepanzerte Soldaten mit genügend Vorräten, um tausend li* weit zu ziehen, dann belaufen sich die Ausgaben zu Hause und an der Front, einschließlich der Bewirtung von Gästen, der Ausgaben für kleine Dinge wie Leim und Farbe und für Wagen und Waffen, auf eine Gesamtsumme von tausend Unzen Silber am Tag. Dies sind die Kosten, wenn man eine Armee von hunderttausend Mann aufstellt Wenn der Kampf tatsächlich begonnen hat und der Sieg lange auf sich warten läßt, dann werden die Waffen der Männer stumpf und ihr Eifer wird gedämpft. Wenn du eine Stadt belagerst, wirst du deine Kräfte erschöpfen, und wenn der Feldzug sich lange hinzieht, werden die Schätze des Staates unter der Belastung schwinden. Vergiß nie: Wenn deine Waffen stumpf werden, wenn dein Kampfesmut gedämpft wird, deine Kraft erschöpft und dein Schatz ausgegeben ist, dann werden andere Anführer aus deiner Not einen Vorteil schlagen. Kein Mann, wie weise er auch sein mag, kann abwenden, was darauf folgen muß. Zwar haben wir von dummer Hast im Kriege gehört, doch Klugheit wurde noch nie mit langen Verzögerungen in Verbindung gebracht. In der ganzen Geschichte gibt es kein Beispiel dafür, daß ein Land aus einem langen Krieg Gewinn gezogen hätte. Nur wer die schrecklichen Auswirkungen eines langen Krieges kennt, vermag die überragende Bedeutung einer raschen Beendigung zu sehen. Nur wer gut mit den Übeln des Krieges vertraut ist, kann die richtige Art erkennen, ihn zu führen. Der fähige General befiehlt keine zweite Aushebung, und seine Vorratswagen werden nicht mehr als zweimal beladen. Wenn der Krieg erklärt ist, verschwendet er keine Zeit, indem er auf Verstärkung wartet, und er läßt seine Armee nicht kehrtmachen, um Vorräte aufzunehmen, sondern er überschreitet ohne Verzögerung die Grenze des Feindes. Der Zeitvorteil – das heißt, dem Gegner ein wenig voraus zu sein, war häufig wichtiger als zahlenmäßige Überlegenheit oder die schönsten Rechenspiele mit dem Nachschub. Nimm Kriegsmaterial von zu Hause mit, doch plündere beim Feind. So wird die Armee Nahrung haben. Wenn die Staatskasse leer ist, muß die Armee durch Opfer des Volkes unterhalten werden. Wenn das Volk eine entfernte Armee unterhalten muß, verarmt es.

Brustharnische und Helme. Zugochsen und schwere Wagen bis zur Hälfte der ganzen Steuereinnahmen steigen. daß der Anführer der Armeen der Schiedsrichter über das Schicksal des Volkes ist. müssen sie auch Belohnungen bekommen. Wegen des Verlustes der Ersparnisse und der Erschöpfung ihrer Kraft wird man die Häuser der Menschen vollkommen leeren.72 moderne li entsprechen einem Kilometer ** Chinesische Gewichtseinheit. Nun muß. Wenn ihre Ersparnisse erschöpft sind. beim Feind zu plündern. von dem es abhängt. begierig sind zu kämpfen. erschöpfte Pferde. ob die Nation in Frieden oder in Gefahr lebt. die etwa sechzig Kilogramm entspricht. der Mann. Die gefangenen Soldaten sollen freundlich behandelt und behalten werden.Andererseits läßt die Nähe einer Armee die Preise steigen. und ihr Einkommen schwindet. welche den ersten nahmen. Ein weiser General achtet darauf. jeder für sich. Bogen und Pfeile. die unterworfenen Feinde zur Stärkung der eigenen Kraft zu benutzen. stehen ihnen schlimme Auspressungen bevor. und seine Wagen werden in die unseren eingereiht und mit ihnen zusammen benutzt. Sturmdächer. dann benutze sie als Belohnung. der Zorn unserer Männer erweckt werden. . Wenn du also beim Feind Beute machst. Eine Wagenladung Vorräte vom Feind entspricht zwanzig eigenen. Speere und Schilde. Damit sie im Schlagen des Feindes einen Vorteil erkennen. und hohe Preise nehmen den Menschen ihre Ersparnisse. dann sollen die belohnt werden. damit sie den Feind töten. * 1. Wenn beim Kampf mit Wagen zehn oder mehr Wagen erbeutet werden. Zugleich werden die Ausgaben der Regierung für zerbrochene Wagen. Dein großes Ziel im Krieg soll der Sieg sein und kein langwieriger Feldzug. Unsere eigenen Banner sollen die des Feindes ersetzen. Dies bedeutet. und gleichermaßen ist ein einziges dan** von seinem Futter zwanzig aus dem eigenen Vorratslager wert. damit alle deine Männer. So kann es heißen.

mit einer Kriegslist anzugreifen. denn die Vorbereitung von Sturmdächern. Wenn wir zahlenmäßig leicht unterlegen sind. während der andere ihm in den Rücken fällt. statt sie zu zerstören. und ein Teil greift von vorn an. er nimmt seine Städte. Dies sind die verhängisvollen Auswirkungen einer Belagerung. es zu zerschmettern und zu zerstören ist nicht so gut. das Land des Feindes heil und intakt einzunehmen. beweglichen Schutzwällen und verschiedenem Kriegsgerät erfordert drei volle Monate. eine Armee vollständig gefangenzunehmen. die Armee des Feindes im Felde anzugreifen. Er wendet sich mit seinen Truppen gegen den Machthaber im feindlichen Königreich. eine Abteilung oder eine Kompanie im ganzen gefangenzunehmen. ein Regiment. wenn er den Frontalangriff erwidert. kann er von hinten zerschmettert werden. Die größte Leistung besteht darin. Die höchste Form der militärischen Führerschaft ist. greifen wir an.III. der nicht fähig ist. den Widerstand des Feindes ohne einen Kampf zu brechen. während die Stadt unbesiegt bleibt. Das Schwert in der Scheide In all deinen Schlachten zu kämpfen und zu siegen ist nicht die größte Leistung. und die schlechteste Politik. Wenn die Kräfte gleich sind. die Vereinigung der feindlichen Streitkräfte zu verhindern. In der praktischen Kriegskunst ist es das Beste überhaupt. Dies ist die Methode. wenn er den Angriff aus dem Hinterhalt erwidert. und sein Triumph wird vollkommen sein. Der kluge Anführer unterwirft die Truppen des Feindes ohne Kampf. indem man das Schwert in der Scheide läßt. Die Regel im Krieg ist: Wenn unsere Streitkräfte dem Feind zehn zu eins überlegen sind. Wenn wir fünf zu eins überlegen sind. und das Ergebnis ist. Wenn wir doppelt so zahlreich sind. meiden wir den Feind. können wir eine Schlacht erwägen. als sie zu vernichten. und das Aufschütten von Hügeln an den Stadtmauern erfordert weitere drei Monate. schickt seine Männer gleich ausschwärmenden Ameisen in den Kampf. die nächste in der Rangfolge ist. befestigte Städte zu belagern. ohne sie zu belagern. umzingeln wir ihn. So ist es auch besser. teilen wir unserere Armee. seinen Zorn zu zügeln. er besiegt sein Königreich ohne langwierige Operationen im Felde. kann er von vorn zerschmettert werden. daß ein Drittel seiner Männer erschlagen wird. Der General. Wenn wir ihm in keiner Hinsicht gewachsen . ohne daß er einen Mann verliert. die Pläne des Feindes zu durchkreuzen. die nächst beste.

Menschlichkeit und Gerechtigkeit sind die Prinzipien. den tapferen Mann. wird der Staat geschwächt. wie er ein Königreich regiert. Opportunismus und Flexibilität dagegen sind militärische. . wie er mit überlegenen und unterlegenen Streitkräften verfährt. Dies bedeutet. Dies erschüttert das Selbstvertrauen der Soldaten. eine Armee auf die gleiche Weise zu führen. Denn es gibt fünf wesentliche Voraussetzungen für den Sieg: Siegen wird der. Folgendermaßen: Wenn ein General das Prinzip der Anpassungsfähigkeit vernachlässigt. doch nicht die Armee.sind. Wenn er versucht. Anarchie in die Armee zu tragen und den Sieg fahrenzulassen. der militärisch fähig ist und nicht mit der Einmischung seines Herrschers rechnen muß. Der General ist das Bollwerk des Staates: Wenn das Bollwerk überall fest ist. und die Bedingungen nicht erkennt. Wenn die Armee ruhelos und mißtrauisch ist. Dies nennt man die Armee in Kalamitäten bringen. doch am Ende wird sie von der größeren Streitmacht gefangengenommen. nach denen ein Staat geführt wird. Siegen wird der. der weiß. und der dumme Mann hat keine Furcht vor dem Tod. keine zivilen Tugenden. Denn der Weise Mann freut sich daran. auf die ein Herrscher seiner Armee Unglück bringen kann: Wenn er der Armee den Sturm oder Rückzug befiehlt und die Tatsache nicht bemerkt. dessen Armee in allen Rängen vom gleichen Geist beseelt ist. Der fähige Anführer setzt den weisen Mann. Siegen wird der. Chr. können wir ihn fliehen. Siegen wird der. Wenn er die Offiziere seiner Armee ohne Unterschied einsetzt und das militärische Prinzip der Anpassung an die Umstände vernachlässigt. Verdienste zu erwerben. der tapfere Mann will seinen Mut im Kampf beweisen. Dies macht die Soldaten unruhig. Sima Qian ergänzte diesen Abschnitt um 100v. Siegen wird der. darf man ihm keine bedeutende Position anvertrauen. der weiß. wann er kämpfen muß und wann nicht. werden die anderen Lehnsfürsten gewiß Schwierigkeiten machen. der habgierige Mann sucht seinen Vorteil. den unvorbereiteten Feind anzugehen. daß sie nicht gehorchen kann. Es gibt drei Arten. Eine kleine Truppe kann den Feind zwar aufhalten. die in einer Armee vorherrschen. Wenn das Bollwerk mangelhaft ist. der gut vorbereitet darauf wartet. den habgierigen Mann und den dummen Mann ein. bleibt der Staat stark.

wirst du in jeder Schlacht unterliegen. den du erringst. Wenn du weder den Feind noch dich selbst kennst. eine Niederlage erleiden. doch nicht den Feind.Wenn du den Feind und dich selbst kennst. . brauchst du den Ausgang von hundert Schlachten nicht zu fürchten. wirst du für jeden Sieg. Wenn du dich selbst kennst.

Der General. wie man siegt. so daß zumindest der Tag ohne einen Tropfen vergossenen Blutes gewonnen wird. einen Feind zu besiegen. So haben wir auf der einen Seite die Fähigkeit. gibt uns der Feind selbst. wird man ihn nicht für seinen Mut rühmen. daß er mit Leichtigkeit siegt. uns zu schützen. In der Defensive zu beharren verrät unzureichende Kräfte. wird die Allgemeinheit nichts von ihnen wissen. der nicht nur siegt. den Lärm des Donners zu hören. doch die Gelegenheit. wer im Angriff geschickt ist. Den Sieg nur zu sehen. Taktik Die guten Kämpfer der Vergangenheit schlossen jede Möglichkeit einer Niederlage aus und warteten dann auf eine Gelegenheit. dem Feind einen Strich durch die Rechnung zu machen und seine Pläne zu vereiteln. uns vor einer Niederlage zu schützen. indem er keine Fehler macht. den Feind zu schlagen. sich heimlich zu bewegen. . und auf der anderen die Möglichkeit. wenn du kämpfst und siegst und das ganze Königreich sagt: »Gut gemacht!« Wahre Vortrefflichkeit ist es. es zu tun. ehe ein Tropfen Blut geflossen ist. Eine Spinnwebe zu heben. Er gewinnt seine Schlachten. ist kein Beweis für ein scharfes Auge. Die alten Weisen nannten den einen klugen Kämpfer. der bereits geschlagen ist. Keine Fehler zu machen ist die Grundlage für die Gewißheit des Sieges. fährt aus den höchsten Höhen des Himmels nieder. die Fähigkeit. die Offensive zu ergreifen. wenn er auch von allen anderen gesehen wird. Denn soweit sie durch Umstände errungen werden. den Feind zu schlagen. Schutz vor der Niederlage verlangt eine defensive Taktik. und deshalb wird man ihn nicht wegen seiner Weisheit loben. bedeutet. anzugreifen einen Überfluß an Kraft. insgeheim zu planen. den Feind zu schlagen. der in der Verteidigung erfahren ist. die nicht ans Licht gekommen sind. Sonne und Mond zu sehen. ist kein Beweis für große Kraft. ist kein Beweis für ein gutes Ohr. versteckt sich in den tiefsten Höhlen der Erde. Deshalb der Spruch: Man kann wissen. und wenn sich der feindliche Staat unterwirft. sondern sich dadurch auszeichnet. ist kein Beweis hervorragender Leistung. Und es ist kein Beweis hervorragender Leistung. Es liegt in unserer Hand. Seine Siege werden ihm aber weder den Ruf der Weisheit noch den des Mutes einbringen. einen vollständigen Sieg zu erringen.IV. ohne fähig zu sein. denn es bedeutet.

wenn der Sieg bereits errungen ist. der zum Untergang verurteilt ist. ist ein ganzes Pfund gegen ein einziges Korn auf der Waagschale. So sucht im Krieg der siegreiche Stratege nur dann den Kampf. zuerst kämpft und danach den Sieg sucht. Der vollendete Anführer hütet das Gesetz der Moral und achtet streng auf Methode und Disziplin.So bringt sich der umsichtige Kämpfer in eine Position. Soviel zur Taktik. die gegen eine geschlagene antritt. wogegen einer. Eine siegreiche Armee. den Erfolg zu bestimmen. und er versäumt nicht den richtigen Augenblick. Der Ansturm der siegreichen Streitkräfte ist wie das Hereinbrechen aufgestauter Wasser in eine tausend Faden tiefe Schlucht. den Feind zu schlagen. . so liegt es in seiner Macht. die die Niederlage unmöglich macht.

der auf seinem Weg sogar Steine mitreißt. wenn die Schlacht beginnt. Zeichen und Signale festzulegen. Vorgetäuschte Unordnung erfordert perfekte Disziplin. Es gibt nicht mehr als fünf Geschmacksrichtungen .V. Energie kann mit dem Spannen einer Armbrust verglichen werden. endlos wie das Gleiten von Flüssen und Strömen. wo doch keine Unordnung ist. die Entscheidung mit dem Ziehen des Drückers. Energie Die Führung einer großen Streitmacht ist im Prinzip das gleiche wie die Führung einiger weniger Männer: Es kommt nur darauf an. um den Sieg sicherzustellen. süß und bitter -. Es ist wie eine Kreisbewegung: Man erreicht nie das Ende. der zuschlägt und sein Opfer tötet. mitten in Verwirrung und Chaos mag dein Gefolge kopflos oder ziellos erscheinen. Deshalb ist ein guter Kämpfer schrecklich im Sturm und rasch in seiner Entscheidung. Richtig angewendete indirekte Taktiken sind unerschöpflich wie Himmel und Erde. Es gibt nicht mehr als fünf Grundfarben. Bei jedem Kampf kann die direkte Methode angewendet werden. als je geschmeckt werden können. daß deine ganzen Heerscharen der Wucht des feindlichen Angriffs unerschüttert widerstehen. und doch wird es vor der Niederlage geschützt sein. es kommt nur darauf an. wie die vier Jahreszeiten vergehen sie und kehren wieder. Es gibt nicht mehr als fünf Musiknoten. scharf. ihre Zahl aufzuteilen. doch diese zwei ergeben kombiniert eine endlose Reihe von Manövern. um sicherzustellen. salzig. Mitten im Toben und Wogen des Kampfes mag scheinbar Unordnung herrschen. wie die Bahnen von Sonne und Mond enden sie. doch indirekte Methoden sind nötig. um von neuem zu beginnen.sauer. vorgetäuschte Furcht erfordert Mut. Mit einer großen Armee unter deinem Kommando zu kämpfen ist in keiner Weise anders als der Kampf mit einer kleinen. Die richtige Entscheidung gleicht dem wohlberechneten Herabstoßen eines Falken. als je gesehen werden können. als je gehört werden können. doch ihre Kombinationen ergeben mehr Geschmacksnoten. doch kombiniert erzeugen sie mehr Schattierungen. Die direkte und die indirekte Methode gehen ineinander über. Benutze direkte und indirekte Manöver. In der Schlacht jedoch gibt es nicht mehr als zwei Angriffsmethoden . doch die Kombinationen dieser fünf lassen mehr Melodien entstehen. Wer könnte ihre Kombinationsmöglichkeiten erschöpfen? Der Ansturm von Truppen ist wie das Brausen eines Stroms.die direkte und die indirekte -. vorgetäuschte Schwäche .

Nur Lou Jing widersprach ihnen und sagte: » Wenn zwei Länder in den Krieg ziehen. daß die Spione dem Kaiser einmütig empfahlen. Wer also das Geschick besitzt. Chr. den Mut in scheinbarer Verzagtheit zu verbergen setzt schlummernde Energie voraus. am ersten Abend hunderttausend Feuer zu entzünden. Indem er Köder auslegt. schickte der Staat Qi. schickte er Spione aus. Tian Qi und Sun Bin gegen General Pang Zhuan. Er ließ einen Baum abschälen und ritzte folgende Worte ins Holz: »Unter diesem Baum wird Pang Zhuan sterben. die den Feind zum Handeln veranlassen. Im Jahre 341 v. und mit einer Truppe Schwerbewaffneter lauert er ihm auf. der ihnen erbittert nachsetzte.« Doch der Kaiser verwarf seinen Rat. sofort anzugreifen. Sun Bin sagte: »Der Staat Qi ist für seine Feigheit traurig berühmt. Pang Zhuan. hält er ihn in Bewegung. und deshalb verachtet uns unser Gegner. daß diese Männer von Qi Feiglinge sind. um Berichte über ihre Lage zu bekommen. ins Feld. als die Nacht sich . ging in die Falle und wurde bei Bodeng umzingelt. am zweiten fünfzigtausend und am folgenden Abend nur noch zwanzigtausend. der mit Wei im Kriege lag.« Dann. Das Ergebnis war. dem ersten HanKaiser (256-195 v.). sagte sich: » Ich wußte. Doch die Xiongnu waren gewarnt und verbargen sorgfältig alle ihre starken Männer und die gut gefütterten Pferde und ließen nur kranke Soldaten und abgemagertes Vieh sehen. Stärke mit Schwäche zu maskieren ist eine Folge von taktischen Erwägungen. Chr. Zhang You berichtet von Liu Bang. den die Verfolger seiner Schätzung nach spät am Abend erreichen würden.erfordert Stärke. Die Ordnung unter dem Mantel der Unordnung zu verstecken ist einfach eine Frage der Unterteilung. damit der Feind danach greift. stellen sie für gewöhnlich ihre Stärke betont zur Schau. Doch Eure Spione sahen nichts außer Alter und Krankheit. den Befehl. Dies ist gewiß eine List des Feindes. und es wäre unklug anzugreifen.« Auf seinem Rückzug erreichte Sun Bin einen Engpaß. baut Täuschungen auf. einen persönlichen Todfeind von Sun Bin. ihre Zahl ist bereits um mehr als die Hälfte geschrumpft.« So gab er. die Xiongnu zu zerschmettern. Laßt uns diesen Umstand zu unserem Vorteil nutzen. als die Armee die Grenze von Wei überschritten hatte. den Feind in Atem zu halten. die folgende Anekdote: Da er wünschte. Er opfert etwas.

Er verlangt von Unfähigen keine Perfektion. Wenn er die kombinierte Energie benutzt. Er zieht individuelle Talente in Rechnung und benutzt jeden Mann. sah er den Baum und entfachte ein Licht. wenn er auf einen Abhang gerät. Soviel zum Thema Energie. wenn sie ein Licht sahen. Denn es ist die Natur eines Baumstammes oder Steins. um zu lesen. .senkte. So ist die von guten Kämpfern entwickelte Energie wie der Schwung eines runden Steins. seinen Fähigkeiten entsprechend. Als Pang Zhuan später zu diesem Ort kam. wirken seine kämpfenden Männer wie rollende Baumstämme oder Felsen. was auf dem Baum geschrieben stand. wenn er viereckig ist. sofort zu schießen. reglos auf ebenem Grund zu liegen und zu rollen. rollt er hinab. Der kluge Kämpfer achtet auf die Wirkung der kombinierten Energie und verlangt nicht zuviel vom einzelnen. der einen tausend Fuß hohen Berg hinunterrollt. Sein Körper wurde sofort von zahllosen Pfeilen durchbohrt und seine ganze Armee in Verwirrung versetzt. doch wenn er rund ist. stellte er in einem nahegelegenen Hinterhalt eine starke Abteilung Bogenschützen auf und gab Befehl. bleibt er wieder liegen.

wenn sein Gegner nicht weiß. greift weise an. daß der Gegner ihm den seinen aufzwingt. als würde ein Mahlstein auf ein Ei treffen. Du kannst sicher sein. damit der Vorsturm deiner Armee den Feind trifft. Tauche an Punkten auf. Der geschickte Angreifer fährt aus den höchsten Höhen des Himmels hernieder. kann er den Zeitpunkt bestimmen. obwohl er vielleicht hinter . die göttliche Kunst der Geschicklichkeit und Verstohlenheit! Durch sie lernen wir. denn so macht er es dem Feind unmöglich. die der Feind nicht angreifen kann. die nicht angegriffen werden können. Aus diesem Grunde sollen genau die Orte gehalten werden. sich gegen ihn zu wappnen. wenn du nur Positionen hältst. . können wir den Feind zu Kampfhandlungen zwingen. unmöglich machen näherzurücken. Aus diesem Grund muß er genau die Stellen angreifen. Der General. wer als zweiter aufs Feld kommt und zur Schlacht eilt. doch er läßt nicht zu. seinen Aufenthaltsort zu erraten. Wenn wir kämpfen wollen. oder er kann es dem Feind. Marschiere rasch zu Orten. die unverteidigt sind. indem er ihm Schaden zufügt. Du kannst die Sicherheit deiner Verteidigung erhöhen. in denen der Feind nicht ist. unsichtbar zu sein. der ist für den Kampf ausgeruht. an denen du nicht erwartet wirst. Indem er ihm einen Vorteil anbietet. wenn er gut mit Nahrungsmitteln versorgt ist. was er angreifen soll. Du kannst vorstürmen und absolut unüberwindlich sein. Oh. die der Feind hastig verteidigen muß. wenn er ruhig lagert Hungere ihn aus. zu dem der Feind sich nähert. Zwinge ihn zum Aufbruch. Eine Armee kann ohne Mühe große Entfernungen überwinden. mit deinem Angriff Erfolg zu haben. wenn sie durch Gebiete marschiert. Schwache und starke Punkte Benutze die Wissenschaft der schwachen und starken Punkte. denn so macht er es dem Feind unmöglich. die der Feind nicht verteidigen kann . du kannst dich zurückziehen und vor Verfolgung sicher sein. wenn du nur Orte angreifst.VI. Deshalb zwingt der kluge Kämpfer seinem Gegner seinen Willen auf. Im ersten Fall wird er ihn mit einem Köder locken. Belästige den Feind. was er verteidigen soll. Der geschickte Verteidiger verbirgt sich in den tiefsten Höhlen der Erde. der trifft erschöpft ein. und damit halten wir das Schicksal des Feindes in unserer Hand. durch sie sind wir unhörbar. wenn du die schwachen Punkte des Feindes angehst. Wer als erster auf dem Felde ist und das Kommen des Feindes erwartet. . wenn deine Bewegungen schneller sind als die des Feindes. den der Feind schützen muß. und er ist ein weiser Verteidiger. dessen Gegner nicht weiß. wenn er sich Ruhe gönnen will. im zweiten wird er an einem wichtigen Punkt zuschlagen.

Entsatz zu schicken. so sind seine Truppen in viele Richtungen verstreut. schwächt er die rechte. so schwächt er die Front. Unerklärliches in den Weg zu legen.hohen Wällen und einem tiefen Graben in Deckung liegt. an der wir kämpfen wollen. sind unsere Gegner dem Untergang geweiht. eine unterlegene Streitmacht mit einer überlegenen anzugreifen. einen anderen Ort anzugreifen. Wollen wir nicht kämpfen. Chr. der im Jahre 149 v. darf nicht bekannt werden. wenn wir in sein Land eindringen. Wir können einen geeinten Kampfverband bilden. können wir ihn im Verband angehen. sammelte seine Armee und zog sich zurück. und die Anzahl derer. richten wir unseren Angriff gegen den Herrscher selbst. ist er überall geschwächt. Alles. wird verhältnismäßig niedrig sein. stärkt er die linke Flanke. schneiden wir seine Nachrichtenverbindungen ab und besetzen die Straßen. Alles. auch wenn unser Lager nur von einer Linie auf dem Boden umgeben ist. um sich in allen Richtungen vor Angriffen zu schützen. denen wir an jedem dieser Punkte gegenüberstehen. Die Stelle. während der Feind sich in Unterabteilungen zersplittern muß. und wenn wir unsere eigenen Planungen geheimkalten. daß der Feind uns in einen Kampf verwickelt. Und wenn wir auf diese Weise in der Lage sind. Wenn er Verstärkungen in alle Richtungen schickt. ist. das Trommeln einstellte und die Stadttore öffnen ließ. Wenn der Feind in unser Land eindringt. ist der Feind gezwungen. Denn: Stärkt der Feind die Front. ihm etwas Seltsames. daß wir viele sind im Vergleich zu wenigen Feinden. Wenn die Planung des Feindes offensichtlich ist. was wir dazu tun müssen. dann können wir verhindern. kurz vor dem Gegenangriff von Sima Yi plötzlich seine Banner einholte. Hinter dem Tor waren nur einige Männer zu sehen. . ist. dann schwächt er seine Nachhut: stärkt er die Nachhut. während der Feind die seinen teilen muß. was bedeutet. denn Sima Yi vermutete einen Hinterhalt. was wir dazu tun müssen. die den Boden fegten und wässerten. damit der Feind sich an mehreren Stellen auf Angriffe vorbereiten muß. auf denen er zurückkehren muß.. Du Mu berichtet eine Kriegslist von Zhuge Liang. So wird ein Ganzes gegen Teile eines Ganzen stehen. so daß er gezwungen ist. als er Yangping besetzt hatte. Dieses unerwartete Vorgehen hatte die gewünschte Wirkung. Wenn wir die Planung des Feindes aufdecken und selbst unsichtbar bleiben. seine Streitkräfte zu teilen. können wir unsere Streitkräfte konzentriert halten.

wie der Sieg mit Hilfe der Taktik des Feindes selbst errungen werden kann. aus welcher der Gesamtsieg erwächst. Was viele nicht verstehen. die Nachhut zu unterstützen. sie geheimzuhalten. doch fast niemand kann die Strategie sehen. Dies ist um so schlimmer. wenn man sich gegen mögliche Angriffe wappnen muß. denn das Wasser strömt in seinem natürlichen Lauf von hohen Orten herunter und eilt bergab. der Mond hat zunehmende und abnehmende Perioden. und ergründe das seiner Aktivität oder Inaktivität zugrunde liegende Prinzip. wenn wir unseren Feind zwingen. Wasser bahnt sich seinen Weg entsprechend der Natur des Bodens. Wenn wir den Ort und die Zeit der bevorstehenden Schlacht wissen. Vergleiche die gegnerische Armee sorgfältig mit deiner eigenen. Metall und Erde . Militärische Taktik ist dem Wasser ähnlich. . Versuche. auf dem es fließt. der Soldat erkämpft sich seinen Weg entsprechend der Natur des Feindes. halte deine Entscheidungen geheim. Die fünf Elemente . gibt es im Krieg keine unveränderlichen Bedingungen.sind nicht immer im gleichen Verhältnis vorhanden. Wer seine Taktik auf seinen Feind abstimmt und deshalb den Sieg erringt. die Vorhut zu unterstützen.Zahlenmäßige Schwäche entsteht. Feuer. ist. können wir uns aus größter Entfernung auf den Kampf konzentrieren. wie erfolgversprechend sie sind. was schwach ist. was stark ist. sich Blößen zu geben. damit du seine verwundbaren Stellen findest. die Vorhut unfähig. den linken zu unterstützen. der rechte unfähig. und geschlagen werden. Sind jedoch weder Ort noch Zeit bekannt. Es gibt kurze und lange Tage. So muß im Krieg gemieden werden.Wasser. dem er gegenübersteht. Zwinge ihn. kann ein vom Himmel geleiteter Anführer genannt werden. Und wie Wasser keine unveränderliche Form kennt. können wir ihn am Kampf hindern. die eine Eroberung möglich machen. und du bist sicher vor den Augen der geschicktesten Spione und vor den Ränken der klügsten Köpfe. Alle Menschen können die einzelnen Taktiken sehen. zahlenmäßige Stärke entsteht. Das höchste Ziel bei allen taktischen Entscheidungen muß sein. wo ein Übermaß an Kräften herrscht und wo sie fehlen. Reize ihn. den rechten zu unterstützen. damit du erkennst. seine Pläne aufzudecken und zu erkennen. dann ist der linke Flügel unfähig. diese Vorbereitungen gegen uns zu treffen. die vier Jahreszeiten wechseln einander ab. die Nachhut unfähig. Holz. wenn die entferntesten Teile einer Armee hundert li voreinander entfernt und sogar die nächsten noch durch einige li getrennt sind! Wenn der Feind uns zahlenmäßig überlegen ist.

die von einer Qin-Armee eng umzingelt war. Der König von Zhao fragte zunächst Bian Po. daß die belagerte Stadt im Staate Han lag und nicht zum Gebiet von Zhao gehörte. der zwei Tage und eine Nacht dauerte. Manöver 0hne Harmonie im Staate kann kein militärischer Feldzug unternommen werden. einen Entlastungsangriff zu versuchen. der dem Zweck diente. doch dieser hielt die Entfernung für zu groß und das dazwischenliegende Gelände für zu zerklüftet und schwierig. das Ungezielte ins Gezielte zu verwandeln. Doch kaum hatten sich die Spione entfernt. Achtundzwanzig Tage lang verstärkte er seine Befestigungen und achtete darauf. So zeigt sich die Kunst der Ablenkung darin. Die Qin-Truppen wurden vernichtend geschlagen und mußten in aller Eile die Belagerung von Eyu aufgeben und sich über die Grenze zurückziehen. daß der Feind davon erfuhr. der zwar einräumte. daß er eine versteckte und äußerst günstige Stellung einnehmen konnte. . doch schon nach dreißig li hielt er an und begann. Du Mu erwähnt den berühmten Marsch von Zhao She im Jahre 270 v. einen langen. das Unglück in den Sieg.VII. und traf so überraschend schnell vor der Stadt ein. daß der Marsch sehr schwierig sei. ob es ratsam sei. gewundenen Weg zu nehmen.. die in einem Loch kämpfen . da begann Zhao She einen Gewaltmarsch. bevor er sein Lager aufschlägt. die Stadt Eyu zu entsetzen. doch schließlich erklärte: »Wir werden sein wie zwei Ratten. Darauf wandte sich Seine Majestät an Zhao She. nachdem man den Feind fortgelockt hat. Im Krieg bekommt der General seine Befehle vom Herrscher. und das Ziel vor ihm zu erreichen. obwohl man nach ihm aufgebrochen ist. Chr. ohne Harmonie in der Armee kann kein Kampfverband gebildet werden. Danach kommen die taktischen Manöver. Die Schwierigkeit besteht darin. und es gibt nichts Schwierigeres. Der Qin General war höchst erfreut und schrieb das Zögern seines Gegners der Tatsache zu.und die beherztere wird gewinnen!« So verließ er die Hauptstadt mit seiner Armee. Gräben auszuheben. ehe der Feind noch von seinen Truppenbewegungen erfuhr. Nachdem er eine Armee aufgestellt und die Streitkräfte um sich versammelt hat. muß er deren verschiedene Elemente vereinen und in Harmonie bringen.

und nur die Hälfte deiner Armee wird das Ziel erreichen. besteht die Möglichkeit. deshalb werden Banner und Flaggen benutzt. wenn wir keine ortskundigen Führer einsetzen. und so wird nur ein Zehntel deiner Armee ihr Ziel erreichen. ohne Proviant ist sie verloren. Beim Angriff und Plündern sei wie das Feuer. Eine Armee ohne ihren Troß ist verloren. sei wie ein Berg. um einen Vorteil zu erringen. Siegen wird. dann lasse die Beute unter deinen Männern verteilen. ohne Versorgungslager ist sie verloren. Lasse die Umstände bestimmen. den Fallgruben und Steilklippen. Überlege jede Bewegung ganz genau. um den Feind auszumanövrieren. Denn wie das alte Buch der Armeeführung sagt: Auf dem Schlachtfeld dringt das gesprochene Wort nicht weit genug. werden zwei Drittel deiner Armee ankommen. Die stärkeren Männer werden vorn sein. Dies ist die Kunst des Manövrierens. Deine Pläne sollen dunkel und undurchdringlich sein wie die Nacht. um einen Vorteil zu erringen. . bedeutet dies. Bewege dich nur. daß deren Gepäck und Vorräte geopfert werden. eine Armee auf den Marsch zu führen. wer den Kunstgriff der Täuschung beherrscht. Übe im Krieg die Verstellung und du wirst siegen. und wenn du dich bewegst. ob du deine Truppen konzentrierst oder teilst. mit einem undisziplinierten Haufen jedoch ist es höchst gefährlich. Deine Schnelligkeit soll sein wie die des Windes. wenn du neues Land besetzt. Wenn du also deinen Männern befiehlst. solange wir nicht mit den Plänen unserer Nachbarn vertraut sind.Es ist vorteilhaft. dann teile es in Parzellen und gib sie deinen Soldaten. die Armee zu bewegen. zu marschieren. dann werden die Anführer deiner drei Divisionen dem Feind in die Hände fallen.mit den Bergen und Wäldern. wenn du dich nicht weiterbewegst. wenn ein wirklicher Vorteil zu gewinnen ist. wirst du den Führer deiner ersten Division verlieren. Wir sind nicht fähig. deshalb werden Gongs und Trommeln benutzt. den Mooren und Sümpfen. die Ärmel ihrer Büffellederjacken hochzukrempeln und ohne Halt Tag und Nacht über hundert li. Wenn du eine voll ausgerüstete Armee in Marsch setzt. Wenn du andererseits eine leicht ausgerüstete Abteilung vorausschickst. daß du zu spät kommst. dann stürze herab wie ein Blitzschlag. Ebensowenig sind gewöhnliche Gegenstände deutlich sichtbar. wenn wir nicht mit den Eigenschaften des Landes vertraut sind . die erschöpften werden zurückfallen. deine Festigkeit wie die des Waldes. das Doppelte der gewöhnlichen Strecke. Wir können uns nicht auf Bündnisse einlassen. Wenn du fünfzig li marschierst. Wir werden auch natürliche Vorteile nicht für uns nutzen können. Wenn du ein Land plünderst. Wenn du aus dem gleichen Grund dreißig li marschierst.

erwiderte Cao Gui: »Im Kampf ist ein mutiger Geist alles. große Massen von Männern anzuführen.hängt von einem Mann allein ab: Dies ist der Einfluß des Geistes. und die Männer von Qi wurden vernichtend geschlagen. und nach dem dritten ist er ganz verschwunden.« Dies ist die Kunst. und es ist dem Tapferen unmöglich. weil er ohne Befehl handelte.« Wu Qi erwiderte: »Ich bin überzeugt. zum Feind. ein Mann von unvergleichlichem Wagemut. So bilden die Truppen einen geeinten Körper. sich allein zurückzuziehen. der etwa im Jahre 200 v. Ich griff an. schlich ein einzelner Soldat. und dem Feigen unmöglich. Wu Qi ließ den Mann sofort enthaupten. daß er ein guter Soldat war. Li Chuan berichtet eine Anekdote von Cao Gui.« . allein vorzustürmen. um die Augen und Ohren deiner Armee zu führen. gab er den Befehl zum Angriff. Deshalb siegten wir. Man kann einer ganzen Armee den Kampfgeist rauben. Flaggen und Banner. Also benutze. durch welche Ohren und Augen der Truppen auf einen bestimmten Punkt konzentriert werden. als ihr Geist sie verlassen hatte und unserer auf dem Höhepunkt war. Dann kämpften sie. Du Mu erzählt in diesem Zusammenhang eine Geschichte von Wu Qi. Sein Staat wurde von Qi angegriffen. Signalfeuer und Trommeln und wenn du tagsüber kämpfst. und der Fürst wollte sich nach dem ersten Schlagen der feindlichen Trommeln in den Kampf stürzen. nahm zwei Anführer des Feindes gefangen und kehrte ins Lager zurück. doch ich ließ ihn enthaupten.Gongs und Trommeln. Chr. worauf ein Offizier mit den Worten widersprach: » Dieser Mann war ein guter Soldat und hätte nicht enthauptet werden dürfen. Bevor die Schlacht begann. Banner und Flaggen sind Mittel. man kann einem Kommandanten seine Geistesgegenwart rauben. Als der Fürst ihn später nach der Bedeutung dieser Verzögerung fragte. einem Schützling des Fürsten Zhuang von Lu. gegen den Staat QM kämpfte. Der Wert einer ganzen Armee . doch Cao sagte: »Noch nicht. doch beim zweiten schwindet er bereits.eines mächtigen Verbandes von einer Million Männer . Das erste Trommelschlagen erweckt diesen Geist. wenn du nachts kämpfst.« Erst als die Trommeln zum drittenmal geschlagen hatten.

und am Abend hat er nur im Sinn. mit dem Mut der Verzweiflung zu kämpfen. wenn du eine Armee umzingelst. bis der Sturm nachgelassen hatte. und der kleinen chinesischen Truppe machte der Wassermangel schwer zu schaffen. nach Hause zurückzukehren. Deshalb meidet ein kluger General eine Armee. sich davor zurückzuhalten. nicht bergauf gegen den Feind anzutreten und sich ihm nicht zu stellen. von einer weit überlegenen KhitanArmee umzingelt. deren Geist geschärft ist. Denn du darfst einen verzweifelten Gegner nicht zu hart bedrängen. Sich davor zurückzuhalten. eine Armee anzugreifen. einen Feind zu stellen. Greife keine Soldaten an. der sich ihm in den Weg stellt. und die Männer mußten Schlammbrocken ausdrücken und die Feuchtigkeit heraussaugen. die Stimmungen zu studieren. deshalb ist er kein Gegner. Dies ist die Kunst. um ihn daran zu hindern. der die Flucht vortäuscht. während der Feind noch weit entfernt ist. gut genährt zu sein. bis Fu Yanqing schließlich rief: »Wir sind verzweifelt. Ihre Reihen lichteten sich schnell. daß es dem Feind erlaubt wird zu fliehen. Dieser General wurde im Jahr 945 n. der darauf brennt. denn ein Mann.Nun ist der Geist eines Soldaten morgens am schärfsten. und greift an. daß es einen Weg in die Sicherheit gibt. kämpft todesmutig gegen jeden. Lasse ein Schlupfloch frei. die auf den Kampf warten. die Umstände zu studieren. wenn er bergab kommt. trockneten aus. Schlucke keinen Köder. ehe das Heer einen letzten Angriff versuchte. wenn die Männer nachlässig sind und an die Rückkehr denken. He Shi illustriert dies mit einer Geschichte aus dem Leben von Fu Yanqing. während der Feind sich müht und schindet. Die Brunnen. den man angreifen sollte. dessen Banner eine vollkommene Ordnung zeigen. die nach Hause zurückkehrt. Nahe am Ziel zu sein. zu Mittag läßt er bereits nach. gelassen zu warten. Chr. Das Land war öde und glich einer Wüste. Wir wollen lieber für unser Land sterben als mit gebundenen Händen in die Gefangenschaft gehen!« Im Nordosten erhob sich ein schwerer Sturm und verdunkelte die Luft mit dichten Staubwolken. die Selbstbeherrschung zu bewahren. Der Grund ist. Das bedeutet nicht. Du Zhongwei wollte warten.dies ist die Kunst. ins Lager zurückzukehren. Diszipliniert und ruhig wartet er auf Anzeichen von Unordnung und Durcheinander beim Feind. den der Feind anbietet. . die eigenen Kräfte einzuteilen. Verfolge keinen Feind. Greife keine Armee an. die sie bohrten. während der Feind ausgehungert ist dies ist die Kunst. die ruhig und zuversichtlich im Verband anrückt . Dies ist die Kunst. ihn glauben zu machen. Es ist ein militärischer Leitsatz.

Dies ist die Kunst der Kriegführung.doch glücklicherweise erkannte ein anderer Offizier. . doch in diesem Sandsturm ist unsere Anzahl nicht zu schätzen. und der Wind ist unser bester Verbündeter. schlug die Barbaren und überwand glücklich die Gefahr. die Gelegenheit und sagte: »Sie sind viele und wir sind wenige. Li Shouzheng.« So griff Fu Yanqing plötzlich und unerwartet mit seiner Kavallerie an. Der Sieg wird dem unermüdlichen Kämpfer gehören.

Selbst wenn es mir gelingt. wenn man sie sich selbst überläßt.« Xun Ying erwiderte.« Es gibt Armeen. als er aufgefordert wurde. weiß. und Städte. Der General. denen du nicht folgen. Vor fast zweiundzwanzig Jahrhunderten. Biyang anzugreifen: »Die Stadt ist klein und gut befestigt. Es gibt Straßen. um die nicht gefochten. verfolgte Liu You den Rebellen Huan Xuan den Yangtse hinauf und bekämpfte ihn vor der Insel Chenghong in einer Seeschlacht. wird trotz seiner Kenntnisse über die Eigenschaften des Landes nicht fähig sein. »Eine Stadt. Diese ausgezeichnete Strategie wurde damit belohnt. dieses Wissen praktisch anzuwenden. wird es keine Heldentat sein. welches Schicksal ihn im Falle seiner Niederlage erwartete. Halte dich nicht lange in gefährlich isolierten Positionen auf. mußt du eine Kriegslist anwenden.VIII. sie einzunehmen. denen nicht gehorcht werden darf. Wenn du eingeschlossen wirst. der dies nicht versteht. mit deinen Verbündeten zusammen. Taktische Varianten Schlage kein Lager auf. der wußte. Doch Huan Xuan. nachdem sie eingenommen wurde. während ihre Gegner eine große Streitmacht stellten. Stellungen. Der General. Männer auf die Eroberung einer Stadt zu verschwenden. die direkt an seinem Wege lag. die du nicht belagern darfst. als er in das Gebiet von Xuzhou eindrang. sollte nicht angegriffen werden. keine Schwierigkeiten macht. wenn die gleichen Verluste an Soldaten eine Provinz einbringen können. Die königstreuen Truppen zählten nur einige Tausend. mußt du kämpfen. daß es ihm gelang. wenn du in schwierigem Gelände bist. Chr. Wenn du in einer hoffnungslosen Position bist. die nicht angegriffen werden dürfen. ignorierte Cao Gongcou die Stadt Huabi. wie er seine Truppen führen muß. Wenn ich dagegen scheitere. die nicht gehalten werden kann. der die Vorteile von taktischen Varianten gut versteht. wo sich große Straßen kreuzen. mache ich mich lächerlich. Schließe dich in Gegenden. ließ an der Seite seiner Kriegsdschunke . und stieß weiter ins Herz des Landes vor. Befehle des Herrschers. Es ist ein großer Fehler. Im Jahre 404 n. oder die. nicht weniger als vierzehn wichtige Bezirkshauptstädte einzunehmen.

binnen weniger Augenblicke fliehen konnte. Schleuse Verräter in sein Land ein. und als die Königstreuen aus der Windrichtung mit Brandschiffen angriffen. Wenn unsere Erwartung eines Vorteils auf diese Weise gemäßigt wird. und sorge dafür. damit die Politik der Regierung behindert wird. daß er seinen Staatsschatz verschwendet. . damit er. jedermann begierig. wie man dem Feind schadet: Locke die besten und klügsten Männer des Feindes fort. die jeder General begehen kann. da sie zur Vernichtung führt. einen Vorteil zu ergreifen. Die Kunst des Krieges lehrt uns. können wir den wesentlichen Teil unserer Pläne verwirklichen. nicht auf die Möglichkeit. wurden Huan Xuans Streitkräfte geschlagen. Jia Lin ergänzt diesen Teil mit einigen Methoden. daß der Feind nicht kommt. daß wir unsere Stellung uneinnehmbar gemacht haben.ein kleines Boot festmachen. können wir uns vor Unglück hüten. sondern auf die Tatsache. Das Ergebnis war natürlich. nicht darauf zu hoffen. In den Plänen des weisen Führers fließt die Betrachtung von Vorteilen und Nachteilen zusammen. damit er keine Ratgeber mehr hat. täusche sie mit Verlockungen und lasse sie jeweils zu dem Ort eilen. daß wir bereit sind. Schüre Intrigen und Täuschung und säe Zwiespalt zwischen dem Herrscher und seinen Ministern. Untergrabe seine Moral durch heimtückische Geschenke. sondern darauf zu bauen. den du bestimmst. Es gibt fünf gefährliche Fehler. Wenn wir andererseits auch in den größten Schwierigkeiten immer bereit sind. falls nötig. Die beiden ersten sind: Unbekümmertheit. Schwäche die feindlichen Anführer. mache ihnen Schwierigkeiten und halte sie ständig in Atem. seine Männer zu verderben. Lenke ihn ab und verwirre ihn. daß der Kampfgeist seiner Soldaten erheblich gedämpft wurde. indem du ihm schöne Frauen gibst. indem du ihnen Schaden zufügst. daß er nicht angreift. ihn zu empfangen. mußten alle ihre Vorräte dem Feuer überlassen und flohen ohne Halt zwei Tage und zwei Nächte. sich als erster in den Kampf zu stürzen. die ihn maßlos machen. und Feigheit. da sie zur Gefangennahme führt. Verwende jegliche schlaue List darauf.

wir wollen immer wieder Ausfälle machen und seine Mauern einreißen. denn am Ende leiden die Truppen mehr unter der Niederlage oder bestenfalls der Verlängerung des Krieges. Chr. verbarg sich hinter seinen Mauern und weigerte sich zu kämpfen. Yao Xiang stellte sich dem Kampf. das für Scham empfänglich ist. die für die Kriegführung verhängnisvoll sind. das durch Beleidigungen provoziert werden kann. Deng Qiang sagte: »Unser Feind hat ein cholerisches Temperament und ist leicht zu provozieren. Wenn wir seine Streitkräfte einmal dazu bringen zu kämpfen. Yao Xiang. Wenn eine Armee bezwungen und der Anführer erschlagen wird. Der letzte dieser Fehler ist übergroße Sorge um das Wohl der Männer. Dies sind die fünf schrecklichen Sünden eines Generals. welche die Folge sein werden.« Dieser Plan wurde ausgeführt. die den General anfällig macht für Kummer und Schwierigkeiten. und ein ungezügeltes Temperament.Der nächste ist ein empfindliches Ehrgefühl. damit er zornig wird und herauskommt. dann ist er dem Untergang geweiht. . von Huang Mei. der im Jahre 357 n. wurde durch die vorgetäuschte Flucht des Feindes bis Sanyuan hinausgelockt und schließlich angegriffen und geschlagen. ist gewiß einer dieser fünf gefährlichen Fehler die Ursache. Mache sie zum Gegenstand deiner Meditation. Deng Qiang und anderen angegriffen wurde.

sondern seine Gegner zu leicht nimmt. Dann führte er die Hälfte seiner Armee hinüber und griff Long Zhu an. die aus dem Umland emporragen.IX. Da Qiang einen Schlupfwinkel in den Bergen gefunden hatte. Das beste ist.. und Ma Yuan wurde geschickt. Klettere nicht auf Anhöhen. doch nach einer Weile tat er so. daß Han Xin ein Feigling ist!« Er verfolgte ihn und begann seinerseits. sondern auf Erhebungen oder Hügeln. dann überquere Berge rasch und halte dich in der Nähe von Tälern auf. einen Kampf zu erzwingen. Chr. Qiang gingen bald die Vorräte aus. Er kannte nicht den Vorteil. sich in der Nähe von Tälern zu halten. dann stelle sie nicht mitten im Strom. Wenn die Armee lagern soll. Die Armee auf dem Marsch Wer nicht vorausdenkt. als wäre sein Angriff gescheitert und zog sich eilig auf sein Ufer zurück. um zu kämpfen. Lagere an hohen. den Han Xin etwa 100 v. mehr als zehntausend Säcke mit Sand zu füllen und ein Stück stromaufwärts einen Damm zu bauen. als kampflos aufzugeben. um die Sandsäcke aufzuschlitzen und so den Fluten freien Lauf zu lassen. Chr. um seine Bande aufzulösen. machte Ma Yuan keinen Versuch. wird gewiß von ihnen gefangen. Nun schickte Han Xin einige Männer flußaufwärts. nachdem du ihn überquert hast. daß ihm nichts übrigblieb. sonnigen Orten. den Fluß zu überqueren. Das Wasser strömte . Entferne dich sofort von einem Fluß. Long Zhu war entzückt über diesen unerwarteten Erfolg und rief: »Ich wußte. Li Chuan berichtet von dem großen Sieg. In der Nacht befahl Han Xin seinen Männern. die Hälfte der Armee hinüber zu lassen und dann anzugreifen. am Fluß Wei über Long Zhu errang: Die beiden Armeen bezogen einander gegenüber an den Flußufern Stellung. Wudu Qiang war ein Räuberhauptmann zur Zeit der späten Han. Nicht auf Bergen. sondern besetzte alle wichtigen Positionen und kontrollierte die Nachschubwege für Wasser und Geräte. etwa im Jahre 50 n. und er war so verzweifelt. Wenn eine eindringende Streitmacht beim Marschieren einen Fluß überquert.

der abgeschnitten war. Der Rest der Armee auf dem anderen Ufer löste sich auf. und vernichtete ihn. dann besetze die sonnige Seite und achte darauf. Gelände. sollten wir den Feind zu ihnen hintreiben. dann warte. . den er überqueren muß. solltest du meiden oder mit höchstmöglicher Geschwindigkeit verlassen. in einem Salzsumpf zu kämpfen. und dies wird dir zum Sieg verhelfen. Falls du gezwungen bist. flach und ungeschützt. Wenn du einen Hügel oder ein Flußufer erreichst. während wir mit dem Gesicht zu ihnen stehen. undurchdringliche Dickichte. so daß die Gefahr vor dir ist und die Sicherheit in deinem Rücken. und zwar gegen die Sonne. Flaches Gelände ist nicht nur feucht und ungesund. um dich dem Feind zu stellen. Wenn du Salzsümpfe überquerst. in dem es Schluchten mit Gebirgsströmen gibt. muß es deine einzige Sorge sein. Wasser und Gras in der Nähe zu haben und ein Gehölz im Rücken. von Schranken umgebene Stellen. sie ohne Verzögerung rasch hinter dir zu lassen. sonnige Positionen den dunklen. Dies ist besser für deine Soldaten. Während wir uns von solchen Orten fernkalten. und die Männer flohen in alle Richtungen. daß der Hang rechts in deinem Rücken ist. denn dort gibt es kein Süßwasser. wird deine Armee von jeder Krankheit verschont bleiben. den du überqueren willst. und du nutzt die natürlichen Vorteile des Geländes für dich. Wenn du kämpfen willst. denn sonst könnte der Feind die Strömung für sich nutzen und dich mit Leichtigkeit bezwingen.herab und hinderte den größten Teil von Long Zhus Armee daran. Auf trockenem. dann stelle den Eindringling nicht in der Nähe eines Flusses. die Tiere finden kein Futter. und schließlich sind diese Gegenden niedrig gelegen. Fahre nicht stromauf. tiefe natürliche Senken. Jede Armee zieht hohes Gelände niedrigem vor. solltest du darauf achten. Long Zhu selbst war unter den Getöteten. angeschwollen ist und Schaumkronen hat. bis die Strömung nachläßt. Wenn du auf die Gesundheit deiner Männer achtest und auf hartem Untergrund lagerst. sollte der Feind sie im Rücken haben. Sümpfe und Bodenspalten. den Fluß zu überqueren. Dann stellte Han Xin den Teil der Truppe. Vertäue dein Schiff statt dessen oberhalb vom Feind. Deine Flotte darf nicht stromab vom Feind verankert sein. ebenem Grund suche dir eine leicht zugängliche Stellung mit ansteigendem Gelände zu deiner Rechten und hinter dir. sondern auch ein Nachteil im Kampf. Wenn dagegen durch schwere Gewitter im Oberland ein Fluß.

daß einige vorrücken und einige sich zurückziehen. daß ein Überraschungsangriff bevorsteht. um einen Weg für seine Truppen zu bahnen. schilfbestandene Becken oder Wälder mit dichtem Unterholz. die von Wasserpflanzen umgeben sind. Demütige Worte und eifrige Vorbereitungen sind Zeichen dafür. daß die Bäume eines Waldes sich bewegen und schwanken. ist ein Zeichen dafür. daß die Armee lagert. zeigen an. Wenn es viel Unruhe gibt und die Soldaten sich in Reih und Glied aufstellen. wenn der Staub niedrig bleibt und sich über ein weites Gebiet ausbreitet. daß Gruppen zum Sammeln von Feuerholz ausgeschickt wurden. Teiche. daß der entscheidende Augenblick gekommen ist. ist das ein Zeichen für näherrückende Wagen. daß der Feind sich zum Kampf aufstellt.Wenn es in der Nähe deines Lagers hügeliges Gelände gibt. Das Erschrecken wilder Tiere weist darauf hin. denn dies sind Orte. ist das ein Zeichen für das Vorrücken von Infanterie. Bewegen sich die Bäume eines Waldes. dann will er. als wolle er angreifen. bedeutet dies. ist dies ein Zeichen für einen Hinterhalt an der Stelle unter ihnen. Wenn zu sehen ist. Eine gemeine Sprache und wütendes Anstürmen. . Wenn er sich überheblich gibt und versucht. daß du den ersten Schritt tust. Wenn sein Lagerplatz leicht zugänglich ist. dann baut er auf die natürliche Stärke seiner Position. sie zu fällen. an denen der Feind uns einen Hinterhalt legen oder heimtückische Spione sich verstecken könnten. dann wirft er einen Köder aus. Wenn Vögel in ihrem Flug plötzlich höher steigen. ist es ein Zeichen. die nicht von einem beschworenen Abkommen begleitet werden. die von Qi Jie angeführt wurden. daß er sich zurückziehen wird. Einige wenige Staubwolken. Im Jahre 279 v. ist es eine Täuschung. daß der Feind im Begriff ist. Chr. Wenn der Staub sich in verschiedene Richtungen verstreut. Wenn der Feind in der Nähe ist und sich still verhält. Wenn die leichten Wagen zuerst kommen und an den Flügeln Position beziehen. Friedensvorschläge. sollte er erkennen. die sich hin und her bewegen. Das Auftauchen einiger Schutzschilde in dichtem Gras bedeutet. einen Kampf zu provozieren. Wenn Staub in einer hohen Säule emporsteigt. hatte Tian Dan vom Staate Qi bei der Verteidigung der Stadt Jimo einen schweren Stand gegen die Streitkräfte von Yan. so ist das ein Zeichen für das Näherrücken eines Feindes. daß der Feind uns mißtrauisch machen will. Wenn ein Kundschafter sieht. bedeutet dies. daß der Feind vorrücken wird. deuten auf einen Schachzug hin. dann müssen sie sorgfältig erkundet und durchsucht werden.

Qi Jie. Doch die Menschen in der Stadt wurden zornig. die diese Worte berichteten: »Was ich am meisten fürchte. Dann ließ er die übriggebliebenen Rationen verteilen und forderte seine Männer auf. Tian Dan sammelte außerdem unter seinem Volk zwanzigtausend Unzen Silber und veranlaßte die reichen Bürger von Jimo. an seine besten Krieger ebenfalls Hacken zu verteilen. daß ihre Häuser geplündert und die Frauen mißhandelt würden. sich satt zu essen. wollte diese Bitte erfüllen. daß die Männer von Yan die Gräber unserer Vorfahren außerhalb der Stadt freilegen und unsere Herzen schwächen. doch seine Armee wurde immer nachlässiger und sorgloser. die von seiner Rede erfuhr. ist. Als die Nacht . und die Mauern wurden mit älteren und schwächeren Männern und mit Frauen besetzt. Und die Einwohner von Jimo. die in ihnen lagen. malte ihre Körper mit farbigen Streifen an. hinauszustürmen und zu kämpfen. und befestigte scharfe Klingen an ihren Hörnern und geölte Binsen an ihren Schwänzen. denn ihr Zorn war zehnmal größer als zuvor. damit sie wie Drachen aussahen. bedeckte sie mit Tüchern aus roter Seide.« Die andere Seite. der guter Dinge war. das Silber zum Yan-General zu schicken mit der Bitte. wenn die Stadt kapitulierte. indem sie unseren Vorvätern diese Schande antun. Tian Dan sammelte unterdessen tausend Ochsen. daß die Yan-Armee ihren Qi-Gefangenen die Nasen abschneidet und sie in die erste Reihe stellt. die diese Schändung von der Stadtmauer aus beobachteten. während die Reihen durch ihre Frauen und Konkubinen ergänzt wurden. Sie kämpften und verteidigten sich hartnäckiger als je zuvor. er möge verhindern. und fürchteten um so mehr. Darauf wurden Botschafter zum Lager des Feindes geschickt.« Und sofort gruben die Belagerer alle Gräber aus und verbrannten die Leichen. Das wäre der Untergang unserer Stadt. daß seine Soldaten für jedes Unternehmen bereit waren. Den gewöhnlichen Soldaten wurde befohlen. worauf die Yan-Armee in Freudenschreie ausbrach. Tian Dan schickte abermals übergelaufene Spione zum Feind zurück. weinten heftig und konnten es kaum erwarten. als sie ihre verstümmelten Mitbürger sahen. damit sie gegen uns kämpfen. Doch statt eines Schwertes nahm er eine Hacke in die Hände und befahl. sich außer Sicht zu halten.Tian Dan sagte öffentlich: »Meine einzige Sorge ist. Tian Dan wußte nun. führte diesen Einfall sofort aus. um die Bedingungen für eine Kapitulation auszuhandeln. dem Feind in die Hände zu fallen.

ihn zu nutzen. Wenn jene. und wenn die Männer ihre Kochtöpfe nicht über die Lagerfeuer hängen und damit zeigen. Die vor Schmerz irren Tiere rasten zornig ins Lager des Feindes. ist sie nicht besetzt: eine nützliche Art festzustellen. und Dong Zhuo wurden gegen ihn . um zu essen. Wenn die Soldaten sich beim Stehen auf ihre Speere stützen. die zum Staate Qi gehört hatten. wo sie Verwirrung und Entsetzen verursachten. indem sie Trommeln schlugen und auf Bronzekrüge hämmerten. In der Zwischenzeit waren die Fünftausend mit Knebeln in den Mündern herangekrochen und warfen sich auf den Feind. Wenn es Unruhe im Lager gibt. die Zurückgebliebenen sollten soviel Krach wie möglich machen. ob der Feind heimlich sein Lager verlassen hat. die er in die Mauern gebrochen hatte. Wenn der Feind einen Vorteil sieht und keinen Versuch macht. daß die Männer müde sind. der ihnen in den Weg kam. denn ihre Schwänze wirkten wie Fackeln und beleuchteten die schrecklichen Muster auf ihren Körpern. um nicht den Mut zu verlieren. Die erschreckte Yan-Armee floh Hals über Kopf und wurde sofort von den Männern von Qi verfolgt. so daß die Männer nachts laut rufen. Wenn die Offiziere zornig sind. dann mußt du wissen.kam. der das Oberkommando hatte. Das Ergebnis dieser Schlacht war die Rückeroberung von etwa siebzig Städten. und Huangfu Song. dann leidet die Armee an Durst. Im gleichen Augenblick erhob sich in der Stadt ein schrecklicher Lärm. und die Waffen auf ihren Hörnern verwundeten jeden. Wenn die Banner und Flaggen bewegt werden. zuerst selbst trinken. die schließlich auch den General Qi Jie erschlugen. entzündete er die Enden der Binsenbüschel und trieb die Ochsen durch einige Löcher. Lärm in der Nacht verrät Nervosität. die zum Wasserholen geschickt werden. daß sie nicht zu ihren Zelten zurückkehren werden. sind die Soldaten erschöpft. Der Rebell Wang Guo von Liang belagerte die Stadt Chencang. bedeutet das. hinaus. Wenn sich Vögel an einer Stelle sammeln. bis zum Tode zu kämpfen. Wenn eine Armee die Pferde mit Korn füttert und das Vieh schlachtet. und schickte fünftausend ausgesuchte Krieger hinterher. dann sind sie schwach vor Hunger. ist die Autorität des Generals schwach. daß sie entschlossen sind. Furcht macht ruhelos. steht eine Meuterei bevor. bis das Getöse Himmel und Erde erschütterte.

Wenn Soldaten bestraft werden. Wenn die Truppen des Feindes zornig heranstürmen und lange vor uns stehen. und es werden großzügige Belohnungen gegeben. Überheblich zu beginnen und danach vor der Zahl des Feindes zurückzuschrecken ist ein Beweis für einen außergewöhnlichen Mangel von Intelligenz. denn in solchen Situationen läßt die Disziplin nach. ohne den Kampf zu beginnen oder unseren Abzug zu verlangen. Was wir tun können. Wenn unsere Truppen dem Feind zahlenmäßig auch nicht überlegen sind. Dong Zhuo drängte darauf. Der Anblick von Männern. ohne Aufforderung die Waffen zu strecken. unsere ganze verfügbare Kraft zu konzentrieren. werden sie nicht unterwürfig sein. um die Männer bei Laune zu halten. die sich zurückzieht. um die Männer an ihre Pflichten zu erinnern. so reicht das doch aus. bevor du sie für dich gewonnen hast. Ich falle mit disziplinierten Truppen über einen wilden Haufen her und nicht über eine Gruppe verzweifelter Männer. Zu häufige Belohnungen sind ein Zeichen dafür. die verdienten Strafen nicht verhängt. denn wenn eine Armee bedrängt ist. nicht zu bedrängen. ist einfach. ist eine halb aufgelöste Armee. es bedeutet nur. und unnachgiebige Strenge ist nötig. Wenn Gesandte mit Artigkeiten geschickt werden. schnell zu handeln. daß der Feind am Ende seiner Kräfte ist. dann werden die Männer ebenfalls nutzlos sein. den Feind genau zu beobachten und auf Verstärkung zu warten. Wang Guo wurde erschlagen. doch Song wollte nicht auf seinen Rat hören. verzweifelte Männer nicht zu verfolgen und eine Truppe. völlig erschöpft und begannen. daß der Feind einen Waffenstillstand wünscht. und wenn sie nicht unterwürfig sind. die in kleinen Gruppen flüsternd zusammenstehen oder halblaut miteinander sprechen.« Darauf blies er auch ohne die Hilfe seines Kollegen zum Angriff und vernichtete den Feind. Deshalb müssen Soldaten vor allem . doch Zhuo sagte: »Es ist ein Prinzip des Krieges. ist es ein Zeichen.ausgesandt. Schließlich waren die Rebellen. erfordert die Lage große Wachsamkeit und Umsicht.« Song antwortete: »Das gilt hier nicht. keine Truppe im Rückzug. Was ich angreifen will. sobald die Soldaten dir zugetan sind. Zu viele Bestrafungen sind ein Anzeichen für schlimme Nöte. werden sie praktisch nutzlos sein. daß ein direkter Angriff nicht möglich ist. ist ein Hinweis auf Unzufriedenheit in den Reihen. Song wollte nun zum Angriff vorrücken. besteht immer die Gefahr einer Meuterei. Werden jedoch.

Wenn bei der Ausbildung der Soldaten jeder Verstoß bestraft wird. Wenn ein General sein Vertrauen zu seinen Männern zeigt. Der ideale Kommandant vereint Kultur mit einer kriegerischen Wesensart. . wird die Disziplin schlecht sein. dann wird die Armee gut diszipliniert sein. Dies ist eine sichere Straße zum Sieg. Unsicherheit und übergroße Strenge sind die sichersten Methoden. dann werden beide einen Gewinn daraus ziehen. daß seine Befehle befolgt werden. besteht darin. Yanzi (493 v. der Beruf des Soldaten erfordert eine Kombination von Strenge und Nachsicht. vor seinem Kampfesmut erzitterten die Feinde.menschlich behandelt.) sagte über Sima Xiangru: Wegen seiner zivilen Tugenden war er beim Volk beliebt. Chr. das Selbstvertrauen einer Armee zu untergraben. Die Kunst. doch mit eiserner Disziplin unter Kontrolle gehalten werden. wenn nicht. bei kleinen Verstößen nicht zu hart zu strafen und bei kleinen Zweifeln nicht zu schwanken. doch immer darauf besteht. Befehle zu geben.

kannst du aus einer solchen Position vorpreschen und ihn schlagen. Wenn die Position so ist. sondern sich zurückzuziehen. Gelände. die Niederlage sicher. das jedoch schwer zurückzuerobern ist. dann ist dir. die sie ihren Männern zumuten mußten. wenn dann ein Teil seiner Armee herausgekommen ist. kannst du angreifen und hast den Vorteil auf deiner Seite. Wenn der Feind unvorbereitet ist. Positionen.). Zhang You berichtet von Pei Xingjian (619 . Dies mißfiel seinen Offizieren sehr. nicht vorzudringen. behinderndes Gelände. wird das Gelände ausgleichend genannt.682 n. und die Situation ist festgefahren. Dann kannst du mit einem Vorteil auf deiner Seite kämpfen. indem du die erhöhten und sonnigen Stellen besetzt und sorgfältig darauf achtest. Wenn du enge Pässe vor deinem Feind besetzen kannst. Chr.die folgende Anekdote. das verlassen werden kann. als er plötzlich den Befehl gab. Auch wenn in einer solchen Situation der Gegner einen attraktiven Köder anbietet.X. dann lege dort starke Truppen in Garnison und warte das Kommen des Feindes ab. wird zugänglich genannt. bis er heraufkommt. Wenn der Feind dir mit der Besetzung eines Passes zuvorkommt. steile Anhöhen. Pei Xingjian harte jedoch nicht auf ihre Klagen und ließ das Lager so schnell wie möglich verlegen. dann verfolge ihn nicht. sie protestierten laut: gegen die zusätzlichen Muhen. da die Rückkehr nicht möglich ist. ausgleichendes Gelände. enge Pässe. Terrain Wir können sechs Arten von Terrain unterscheiden: zugängliches Gelände. um dadurch umgekehrt den Feind zu verlocken. Wenn du bei steilen Anhöhen deinem Gegner voraus bist. Doch wenn der Feind auf dein Kommen vorbereitet ist und du ihn nicht schlägst. dann besetze die erhöhten und sonnigen Stellen und warte. wenn sie den ersten Schritt tut. wird behindernd genannt. wenn der Paß voll bemannt ist. sondern nur. wenn er schwach bemannt ist. Gelände. In der gleichen . die weit vom Feind entfernt sind. das von beiden Seiten frei betreten werden kann. und es war bereits mit einem Wall und einem Graben völlig befestigt. der auf eine Strafexpedition gegen die Turkemenen geschickt wurde . ist es ratsam. daß deine Nachschublinien nicht unterbrochen werden. daß die Armee auf einem Hügel in der Nähe lagern sollte. daß keine Seite gewinnt. In diesem Gelände bekämpfst du den Feind. Bei Einbruch der Nacht schlug er wie üblich sein Lager auf.

behandelten seine Soldaten ihn mit äußerster Verachtung und verspotteten öffentlich seine Autorität. Desorganisation. ist es. In Positionen. die keine natürlichen Gründe hat. Danach beging der unglückliche Mann Selbstmord. von denen die zweite zehnmal so groß ist wie die erste. und als er nach einigen Monaten den Versuch unternahm. Befehlen zu gehorchen. daß sie sich geirrt hatten. Pei Xingjian erwiderte: »Von diesem Zeitpunkt an werdet ihr euch damit zufriedengeben. der im Jahre 821 nach Wei geschickt wurde mit dem Befehl. da er das Kommando führte. vorausgesetzt. eine Schlacht zu provozieren. eine Armee gegen Wang Ting-cou zu führen.« Vergiß nicht: Wenn der Feind steile Anhöhen vor dir besetzt hat. die anderen Bedingungen sind gleich. Insubordination. Wenn zwei Streitkräfte aufeinanderprallen. die weit vom Feind entfernt sind. Ruin. daß dies geschehen würde?« fragten sie. darfst du ihm nicht folgen. indem er sich die Kehle durchschnitt.Nacht erhob sich ein schrecklicher Sturm. manchmal mehrere tausend gleichzeitig. Dies sind: Flucht. nicht leicht. dann ist das Ergebnis Insubordination. ist das Ergebnis der Zusammenbruch. Wenn die höheren Offiziere zornig und ungehorsam sind und bei der Berührung mit dem Feind nach eigenem Ermessen und aus einem Gefühl der Abneigung . den Feind zu stellen. der ihren alten Lagerplatz zwölf Fuß tief überflutete. Tian Bu war machtlos und konnte dieses Betragen nicht unterbinden. so wird. für die der General verantwortlich ist. Niederlage. Doch die ganze Zeit über. machten seine Truppen kehrt und verstreuten sich in alle Richtungen. Wenn die gemeinen Soldaten zu stark und die Offiziere zu schwach sind. sondern mußt dich zurückziehen und ihn fortlocken. Manchmal gerät eine Armee in eine Notlage. indem sie auf Eseln durchs Lager ritten. sondern auf Fehlern beruht. das Ergebnis die Flucht der ersten sein. wenn die Armeen gleich stark sind. ohne unnötige Fragen zu stellen. Die zuvor störrischen Offiziere waren bei diesem Anblick erstaunt und räumten ein. und ein Kampf wäre für dich von Nachteil. Du Mu erwähnt das unglückliche Schicksal von Tian Bu. Wenn die Offiziere zu stark und die gemeinen Soldaten zu schwach sind. Zusammenbruch. »Woher wußtest du.

daß der Kampf mit. ungerechtfertigter Zorn. ohne Ungnade zu fürchten. ausgewählte Männer einzusetzen. Du Mu berichtet von dem berühmten General Wu Qi: Er trug die gleichen Kleider und aß das gleiche Essen wie der gemeinste seiner Soldaten. Gefahren und Entfernungen genau zu kalkulieren . dessen einziger Gedanke der Schutz des Landes und der Dienst für seinen Herrscher ist. daß eine unterlegene Streitmacht eine überlegene angreift. Der General. und sie werden bis zum Tod an deiner Seite stehen.heraus zur Schlacht rufen. dieser General ist das Juwel des Königreichs. einem Sieg endet. muß das Ergebnis die Niederlage sein. wenn seine Befehle nicht klar und deutlich sind. Wer sie nicht kennt oder sein Wissen nicht in der Praxis beweist. zuläßt. er wollte kein Pferd zum Reiten und keime Matte zum Schlafen haben. und sich zurückzieht. wenn der Kampf nicht mit einem Sieg enden wird. doch die Fähigkeit. ob die Position für einen Kampf geeignet ist oder nicht. bevor der Oberbefehlshaber entscheiden kann. die Stärke des Feindes einzuschätzen. All dies muß umsichtig von dem General beachtet werden. der einen verantwortungsvollen Posten inne hat. Wenn der General schwach ist und ohne Autorität. dann mußt du kämpfen. den Feind einzuschätzen. Es gibt sechs Möglichkeiten. Wenn sicher ist.dies ist die Prüfung für einen großen General. auch wenn der Herrscher es verbietet. das Fehlen von Autorität. auch wenn der Herrscher es befiehlt. wenn den Offizieren und Mannschaften keine festgelegten Pflichten übertragen sind und die Reihen unordentlich und willkürlich aufgestellt werden. Betrachte deine Soldaten wie deine Kinder. dann darfst du nicht kämpfen. unzureichende Ausbildung. die zum Sieg führenden Kräfte zu kontrollieren. ist das Ergebnis schlimmste Desorganisation. ausgewählte Soldaten in die erste Reihe zu stellen. gewinnt seine Schlachten. der angreift. und sie werden dir in die tiefsten Täler folgen. die Niederlage herauszufordern: das Versäumnis. das Versäumnis. die Schwierigkeiten. Die natürliche Geländeform ist der beste Verbündete des Soldaten. dann ist das Ergebnis Ruin. Nichtbeachtung der Disziplin. betrachte sie wie deine geliebten Söhne. ohne nach Ruhm zu schielen. Wer diese Dinge kennt und im Kampf sein Wissen in die Praxis umsetzt. oder wenn er eine schwache Abteilung gegen eine starke in den Kampf wirft und es versäumt. Wenn ein General. die Stärke des Feindes einzuschätzen. der nicht fähig ist. wird gewiß geschlagen. er trug seine Vorräte selbst in einem Bündel auf dem Rücken und teilte jede Bedrängnis mit .

der einem Einwohner gehörte. Und nun hat er dasselbe für meinen Sohn getan.« Wenn du aber nachgiebig bist. daß der Offizier ebenfalls aus Runan stammte. Wenn wir wissen. . sich einen Bambushut anzueignen. Lu Meng betrachtete die Tatsache. als Lu Meng die Stadt Jiangling besetzte. deinen Befehlen Gehör zu verschaffen. Herr Wu meinem Mann einen ähnlichen Dienst. freundlich im Herzen. Wenn wir wissen.seinen Männern. jedoch unfähig. Dieses strenge Vorgehen flößte der ganzen Armee eine gesunde Furcht ein. der unter seinem Banner diente und zufällig aus Lu Mengs Heimatstadt kam. Dennoch wagte ein gewisser Offizier. daß unsere Männer nicht kämpfen können. Jemand fragte sie: »Warum weinst du? Dein Sohn ist nur ein gemeiner Soldat. daß unsere Männer zum Kampf bereit sind. und auch er wird. Einer seiner Soldaten litt an einem Abszeß. und mein Mann wollte ihn daraufhin nie wieder verlassen und fand schließlich in den Händen des Feindes den Tod. im Kampf fallen. jedoch unfähig. und doch hat der Oberbefehlshaber selbst ihm. Als die Mutter des Soldaten dies hörte. doch übersehen. deine Autorität durchzusetzen. das Gift aus der Wunde gesaugt.« Die Frau erwiderte: »Vor vielen Jahren tat. daß der Feind angegriffen werden kann. hatte er seiner Armee den strikten Befehl gegeben. um ihn über dem vorgeschriebenen Helm als Schutz gegen den Regen zu tragen. und wenn du außerdem unfähig bist. dann werden deine Soldaten verdorbenen Kindern ähneln. Sie sind nutzlos für jeden praktischen Zweck. dann haben wir nur den halben Weg zum Sieg zurückgelegt. und Wu Qi selbst saugte das Gift aus. und von diesem Augenblick an wurden nicht einmal mehr Dinge aufgelesen. Chr.. daß der Feind angegriffen werden kann. Du Mu schreibt: Im Jahre 219 n. Wenn wir wissen. doch übersehen. die auf der Straße fortgeworfen worden waren. begann sie zu klagen und zu lamentieren. aufkommende Unruhe zu unterdrücken. dann haben wir nur den halben Weg zum Sieg zurückgelegt. und wenn wir ebenfalls wissen. keineswegs als Entschuldigung für diesen eindeutigen Verstoß gegen die Disziplin. wobei ihm jedoch Tränen die Wangen herunterliefen. daß der Feind nicht angegriffen werden kann. sondern befahl umgehend seine Exekution. ich weiß nicht wo. weder die Einwohner zu belästigen noch ihnen etwas mit Gewalt zu nehmen.

daß die Natur des Terrains den Kampf unmöglich macht. . Deshalb der Spruch: Wenn du den Feind und dich selbst kennst.daß unsere Männer zum Kampf bereit sind. dann wird dein Sieg vollständig sein. besteht kein Zweifel an deinem Sieg. haben wir immer noch nur den halben Weg zum Sieg zurückgelegt. läßt er sich nicht verblüffen. Wenn der erfahrene Soldat einmal in Bewegung ist. wenn er das Lager abgebrochen hat. verläuft er sich nicht. wenn du Himmel und Erde kennst. doch übersehen.

Gelände. Oder wenn du meinst. weil die Soldaten. schwieriges Gelände. und seine Soldaten sind entschlossen und kampfeswillig. den ich erwähnte. der Verwalter von Liangzhou. Selbst die Klugheit und Entschlossenheit Zifangs wäre nutzlos angesichts der gewaltigen Stärke dieser beiden Positionen. es wird so genannt.XI. von der erfolgreichen Expedition nach Turkestan mit Beute beladen zurückkehrte und bis nach Yihe gekommen war. Dort sind seine Truppen von Durst gequält. deshalb müssen wir es mit einem anderen Plan versuchen. und wir können unsere Bedingungen stellen. sind wir kein Gegner für ihn. um sich in alle Richtungen zu verstreuen. heißt offenes Gelände. dann können wir ihn am Yiwu-Paß stellen. Gelände. Chr. der näher ist. gern die Gelegenheit ergreifen. ohne anzugreifen. den Tod des Königs Fu Jian von Qin zu seinem Vorteil nutzen und Lu Guang den Weg in die Provinz versperren. zu weit entfernt ist. diesen Rat anzunehmen. Wenn ein Befehlshaber auf seinem eigenen Gelände kämpft. der Gouverneur von Gaochang. leichtes Gelände. auf dem beide Seiten sich frei bewegen können. Wenn wir uns ihm im Treibsand der Wüste entgegenstellen. wird umstrittenes Gelände genannt. dann ist es auseinandersprengendes Gelände. Wenn er in feindliches Gebiet vorgedrungen ist. die eine Schlacht bietet. eingeengtes Gelände. hoffnungsloses Gelände. wurde überwunden und vom Eindringling vertrieben.« Liang Xi weigerte sich. gefährliches Gelände. das für beide Seiten sehr vorteilhaft ist. offenes Gelände. daß der Paß. Yang Han. Die neun Situationen Die Kunst des Krieges kennt neun Arten des Geländes: auseinandersprengendes Gelände. um ihn von der Versorgung mit Wasser abzuschneiden. . Laß uns eilen und die enge Stelle am Ende des Gaowu-Passes besetzen. umstrittenes Gelände. Gelände mit kreuzenden Straßen. doch noch nicht sehr weit. Als Lu Guang im Jahre 385 n. dann ist es leichtes Gelände. die ihren Heimen nahe sind und ihre Frauen und Kinder sehen wollen. gab Liang Xi folgenden Rat: »Lu Guang kommt gerade siegreich aus dem Westen zurück. wollte Liang Xi.

Marsche und Moore -jedes Gelände. wie du mit einem großen Verband des Feindes umgehen willst. Benutze in eingeengtem Gelände Kriegslisten. sich zu konzentrieren. Wenn es ihnen einen Vorteil erbrachte. Auf leichtem Gelände nicht halten. Versuche auf offenem Gelände nicht. hinderten sie sie daran. Bereichere dich in gefährlichem Gelände durch Plünderungen. Auf umstrittenem Gelände nicht angreifen. zerklüftete Steilhänge.« Schnelligkeit ist eine wichtige Eigenschaft im Krieg. Wenn eine Armee ins Herz des feindlichen Landes vorgedrungen ist und eine Anzahl befestigter Städte im Rücken hat. der in ordentlichen Reihen heranmarschiert und sich zum Kampf stellen will. heißt Gelände mit Kreuzenden Straßen. das den Schlüssel zu drei aneinandergrenzenden Staaten bildet. um eine große Abteilung unserer Männer zu töten: Dies ist eingeengtes Gelände. wenn wir ohne Zögern kämpfen: Dies ist hoffnungsloses Gelände. auf dem wir dem Untergang nur entgehen. den größten Teil des Königreichs in seiner Gewalt hat. stürmten sie vor. wie sie zwischen die Vorhut und die Nachhut des Feindes einen Keil treiben konnten. Gelände. Auf auseinandersprengendem Gelände darfst du deshalb nicht kämpfen. wie sie die Zusammenarbeit zwischen seinen großen und kleinen Abteilungen vereiteln konnten. Gelände. Nutze sie zu deinem Vorteil. Jene. wie sie die guten Truppen davon abhalten konnten. Marschiere in schwierigem Gelände stetig weiter. . das eurem Gegner teuer ist. Bergwälder. Dann wird er sich eurem Willen unterwerfen. dann antworte: »Beginnt. die Männer zusammenzurufen. gelang es ihnen. sie nicht zur Ruhe kommen zu lassen. die Offiziere.Gelände. das schwer zu durchqueren ist: Dies ist schwieriges Gelände. so daß der erste. hielten sie inne. Wenn die Männer des Feindes verstreut waren. wenn der Feind nicht bereit ist. so daß eine kleine Anzahl von Feinden ausreicht. indem ihr etwas nehmt. Wenn du gefragt wirst. gehe über unerwartete Straßen und greife unbewachte Orte an. Schließe dich im Gelände mit kreuzenden Straßen mit deinen Verbündeten zusammen. wußten. die früher kluge Führer genannt wurden. dem Feind den Weg zu versperren. selbst wenn die Kräfte des Feindes geeint waren. die schlechten zu retten. Kämpfe in hoffnungslosem Gelände. dann ist dies gefährliches Gelände. wenn nicht. das durch enge Schluchten zu erreichen ist und aus dem wir uns nur auf mühseligen Pfaden zurückziehen können. der es besetzt.

ehe wir etwas unternehmen. Im Jahre 621 n. Chr. Doch Li Jing schiffte seine Armee ohne Zeitverlust ein und wollte gerade ablegen.« Der nächste Brief jedoch verriet sein Entsetzen: »Obwohl erst acht Tage vergangen sind. seit ich mich vom Bündnis lossagte. und die Generäle. zum Haus von Shu überzulaufen. nachdem er ihm mit einer scheinbar freundlichen Nachricht geschmeichelt hatte. und Meng Da hatte seinen Kopf verloren. doch es wird einen ganzen Monat dauern. wurde Li Jing von Kuizhou in Sichuan ausgeschickt. ehe etwas unternommen werden kann. und bis dahin wird meine Stadt gut befestigt sein. solange er noch schwankt und bevor er die Maske abgestreift hat.« Dann brachte er binnen acht Tagen seine Armee mit einer Reihe von Gewaltmärschen bis vor die Mauern von Xincheng. darüber nach. Außerdem wird Sima Yi gewiß nicht selbst kommen. der Gouverneur von Xincheng. und bereitete sich also auch nicht darauf vor. der unter dem Wei-Kaiser Wendi diente. einen Gedanken an sie zu verschwenden. Meng Da hatte zuvor in einem Brief an Zhuge Liang geschrieben: »Wan ist 1200 li von hier entfernt. um seiner Revolte zuvorzukommen. Der Wei-General Sima Yi war zu jener Zeit der Militärgouverneur von Wan. die . er bekam Wind von Meng Das geplantem Verrat und schickte sofort eine Armee aus. Chr.Im Jahre 227 n. glaubte Xiao Xian nicht im Traum daran. und wir müssen sofort losschlagen und ihn bestrafen. der sich in Hubei in Jingzhou-fu zum Kaiser erklärt hatte. daß sein Gegner es wagen würde. Welch rätselhafte Geschwindigkeit ist dies!« Vierzehn Tage später war Xincheng gefallen. dem Premierminister jenes Staates. steht bereits eine Armee vor den Stadttoren. sind es nicht wert. die er gegen uns schicken wird.« Sima Yi erwiderte: »Meng Da ist ein prinzipienloser Mann. als die anderen Generäle ihn drängten. und da der Yangtse Hochwasser führte. und er hatte bereits einen Briefwechsel mit Zhuge Liang. wird er sofort seinen kaiserlichen Herrn unterrichten. aufgenommen. dann muß die Angelegenheit sorgfältig geprüft werden. Simas Offiziere kamen zu ihm und sagten: »Wenn Meng Da sich mit Wu und Shu verbündet hat. um den siegreichen Rebellen Xiao Xian niederzuwerfen. Es war Herbst. Wenn die Nachricht von meiner Revolte Sima Yi erreicht. dachte Meng Da. durch die Schluchten herunterzukommen.

sein Volk zu verschonen und ihn allein mit dem Tode zu bestrafen. Achte sorgfältig auf das Wohlbefinden deiner Männer und überschätze sie nicht.« Alles kam. Dies ist das große Prinzip des Krieges. So werden alle Früchte des Sieges die unseren sein.Abfahrt zu verschieben. speiste mit ihnen. sicher auf ihm zu fahren. wie er es vorausgesagt hatte. und deshalb werden die Verteidiger dich nicht bezwingen können. Der Chu-General versuchte vergeblich.wie der Donner. wobei er aber die edle Bedingung stellte. dir die Ohren zuzuhalten. Das militärische Genie dieses Generals trug viel zum Erfolg des ersten Chen-Kaisers bei. desto größer ist die Solidarität deiner Truppen. die von einer eindringenden Armee beachtet werden müssen. sich uns entgegenzustellen. um ihm Widerstand zu leisten. Wenn wir diese Gelegenheit ergreifen. daß sie nicht fähig sein werden. werden wir mit verblüffender Schnelligkeit vor seiner Hauptstadt auftauchen . Selbst wenn er von unserer Annäherung erfährt. und er darf nie eine Gelegenheit verstreichen lassen. Tag um Tag hielt Wang Jian sich hinter seinen Wällen und wollte nicht herauskommen. bevor du Zeit hast. Chen erinnert an die Verhaltensweise des berühmten Generals Wang Jian im Jahre 224 v. Li Jing erwiderte: »Für den Soldaten ist überwältigende Geschwindigkeit von größter Bedeutung. solange der Fluß noch Hochwasser führt. Er war in den Staat Chu eingedrungen. die Zuneigung und das Vertrauen seiner Männer zu gewinnen. Jetzt ist der Augenblick zuzuschlagen. Konzentriere deine Energie und gehe sparsam mit deinen Kräften um. der zu hören ist. daß wir eine Armee ausgehoben haben. Er achtete darauf. Er verwendete seine ganze Zeit und Energie darauf. und Xiao Xian mußte aufgeben. Plündere fruchtbares Land. bevor Xiao Xian überhaupt weiß. lehnte er alle Aufforderungen zum Kampf ab und blieb rein defensiv. daß sie gut genährt wurden. um deine Armee mit Nahrung zu versorgen. ihn zum Kampf zu zwingen. Nun folgen die Prinzipien. wo es eine allgemeine Aushebung gab. Je weiter du in ein Land vorstößt. bis der Fluß es wieder erlaubte. Chr. muß er seine Soldaten so hastig ausheben. Doch da er über die Stimmung seiner Truppen im ungewissen war. sorgte für . Halte deine Armee immer in Bewegung und entwerfe undurchschaubare Pläne.

Und wenn sie im Kampf stehen. wußte er. Offiziere und Männer werden gleichermaßen ihre äußerste Kraft aufwenden. daß sie keinen Geschmack an Reichtümern hätten. homogenen Einheit zusammenzuschweißen. Wenn es keinen Fluchtweg gibt. weil sie Angst haben. wenn ihr Leben nicht ungewöhnlich lang ist. ständig wachsam.Möglichkeiten zum Baden und wendete mit kluger Umsicht jede nur denkbare Methode an. daß sie nicht zur Langlebigkeit neigten. Am Tag. Die Antwort war. Als Wang Jian hörte. und in der darauffolgenden Schlacht wurde sie vernichtend geschlagen. Doch sie tun dies nicht. daß ihre Geister die gewünschte Schärfe hatten und daß sie für den Kampf bereit waren. werden sie den Mut eines Zhuan Zhu oder eines Cao Gui zeigen. So bleiben die Soldaten. sondern weil sie fest entschlossen sind. trug er gewissen Personen auf. Die Chu-Armee war. an dem sie in die Schlacht geschickt werden. daß sie mit Zielschießen und Weitsprung gegeneinander kämpften. Kurz darauf hatte Wang Jian ganz Chu erobert. daß sie mit diesen athletischen Übungen beschäftigt waren. bleiben sie standhaft. Nachdem einige Zeit vergangen war. inzwischen empört nach Osten abmarschiert. einige liegen auf dem Boden und lassen Tränen die Wangen herunterlaufen. du kannst ihnen trauen. und sie werden den Tod der Flucht vorziehen. wie sich die Männer amüsierten. herauszufinden. bis der Tod selbst kommt. Wenn sie im Herzen eines feindlichen Landes sind. ohne Befehle zu erwarten. dann liegt dies nicht daran. . Wenn Soldaten nicht mit Geld überhäuft werden. Wenn sie den Tod vor sich sehen. und sie tun. weinen deine Soldaten vielleicht. zu siegen oder zu sterben. ohne angeleitet zu werden. Wenn sie keine Hilfe erwarten. werden sie hart kämpfen. Soldaten in verzweifelter Lage verlieren jedes Gefühl von Furcht. ohne Befehle geben zu müssen. sie werden ohne Vorbehalte treu sein. um sie zu einer treuen. was sie nicht erreichen können. Wang Jian brach sofort das Lager ab und verfolgte sie. aus denen es keinen Fluchtweg gibt. bilden sie eine unwiderstehliche Front. keinerlei Unheil fürchten. nachdem sie immer wieder ihre Herausforderung vorgetragen hatte. Verbiete die Befragung des Orakels und bekämpfe abergläubische Zweifel. einige sitzen aufrecht und benetzen ihre Kleider. gibt es nichts. dann liegt dies nicht daran. Dann mußt du. Bringe deine Soldaten in Positionen. was du willst.

Zhuan Zhu. und der Schwanz wird dich angreifen. Es reicht nicht. Dies ist die Lektion. ob eine Armee die shuairan imitieren kann. Keiner der Wächter des Herzogs wagte. Pferde anzubinden und Wagenräder im Boden einzugraben. Wie nicht anders zu erwarten. Wenn du gefragt wirst. der auf den Altarstufen stand. als Cao Gui die Rückgabe des Landes verlangte und erklärte. um den Herrscher Wang Liao mit einem Dolch. die Flucht durch solche mechanischen Mittel unmöglich zu machen. helfen sie einander. doch Zhuan Zhu wurde sofort von der Leibwache des Königs in Stücke gehackt. zu Berühmtheit. daß Lu ungerecht behandelt worden sei. was er in drei Schlachten verloren hatte. vor allem müssen sie von einem Gemeinschaftsgefühl beseelt sein. Du hast keinen Erfolg. Der geschickte Taktiker kann mit der shuairan verglichen werden. sein Wort zu brechen. mit dem ein großes Gebiet abgetreten werden sollte. wie gefährlich es sei. wollte der Herzog danach den Handel verwerfen. und das Ergebnis war. kam im Jahre 681 v. Es reicht nicht. doch wenn sie im gleichen Boot einen Fluß überqueren und von einem Sturm überrascht werden. als Cao Gui plötzlich Huan-gong. Cao Gui. der um sein Leben fürchtete. mußte zustimmen. Lu war dreimal von Qi besiegt worden und war bereit. gedungen. worauf Cao Gui seinen Dolch fortschleuderte und still und ungerührt seinen Platz in der erschreckten Versammlung wieder einnahm. Die shuairan ist eine Schlange. doch sein weiser alter Berater Guan Zhong erklärte ihm. und der Kopf wird dich angreifen. eher bekannt als Helu-Wang. zu ermorden. Der zweite erwähnte Held. den er im Bauch eines bei einem Festmahl servierten Fisches versteckte. Schlage ihr auf den Kopf. der aus dem Staat Wu stammte und ein Zeitgenosse Sunzis war. weil es das kleinere und schwächere Land sei. schlage ihr auf den Schwanz. die in den ChangBergen gefunden wird. die von der shuairan gelernt werden kann. Chr. schlage sie in der Mitte. wie die linke Hand der rechten hilft. Denn die Männer von Wu und die Männer von Yue sind Feinde. Huan-gong. und Kopf und Schwanz werden dich angreifen. einen Vertrag zu unterzeichnen. den Herzog von Qi. einen Finger zu rühren. wenn deine Männer nicht standhaft und im Willen geeint sind. wurde von Kongzi Guang. . dann antworte mit Ja. Dies geschah im Jahre 515 v. packte und ihm einen Dolch an die Brust hielt. Chr. Der Mordversuch gelang. daß Lu durch diesen kühnen Streich alles zurückbekam.

Als Ban Chao wußte. Der König von Kutscha reagierte. . Laßt uns warten. bis die Abendtrommel schlägt und dann beginnen. und dazu ungeheure Beute in Form von Pferden und Vieh und allen denkbaren Wertgegenständen. der mit einer fünfzigtausend Mann starken Armee aus den Königreichen Wensu. die mit der richtigen Nutzung des Geländes zu tun hat. Der kluge General führt seine Armee genauso. Im Jahre 88 n. Das Beste aus starken und schwachen Punkten zu machen ist eine Sache.« Ban Chao gab darauf heimlich die Kriegsgefangenen frei. das gelagert hatte. Chr. besteht darin. standhaft und gerecht. seine Offiziere und Männer mit falschen Berichten und Täuschungen zu verwirren. ein Mindestmaß an Mut festzusetzen. Yarkand niederzuwerfen. Gumo und Weitou der Stadt zu Hilfe kommen sollte. Die entsetzten Barbaren flohen verwirrt und wurden von Ban Chao verfolgt. indem er seinen Oberbefehlshaber aussandte. übernahm den Oberbefehl und warf seine Armee im Morgengrauen gegen das Heer von Yarkand. um sie völlig unwissend zu halten. nach dem eine Armee geführt werden muß. Mehr als fünftausend Köpfe wurden als Trophäen zurückgebracht. jeder in eine andere Richtung. Er muß fähig sein. als führte er einen einzelnen Mann an der Hand. zu schweigen und damit für Geheimhaltung zu sorgen. während der König von Wensu mit neuntausend Berittenen nach Osten zog. wenn wir uns teilen und verstreuen.Das Prinzip. und ich will nach Westen zurückkehren. und so wurde der König von Kutscha über seine Pläne informiert. Höchst erfreut über die Neuigkeit machte er sich an der Spitze von zehntausend Berittenen auf. um damit die Ordnung aufrechtzuerhalten. das alle beweisen müssen. Deshalb ist es der beste Plan. mit dem Ziel. um Ban Chao den Rückzug in den Westen abzuschneiden. Es ist die Aufgabe des Generals. Der König von Khotan wird nach Osten davonmarschieren. zog Bau Chao mit fünfundzwanzigtausend Männern aus Khotan und anderen zentralasiatischen Staaten ins Feld. rief er seine Divisionen zusammen. daß die beiden Anführer fort waren. Ban Chao rief seine Offiziere und den König von Khotan zu einem Kriegsrat zusammen und sagte: »Der Feind ist jetzt in der Überzahl. um den König von Khotan aufzuhalten. und wir können nicht offen gegen ihn ziehen.

daß tiefes Eindringen Zusammenhalt erzeugt. Wenn du die Befestigungen des Feindes im Rücken hast und schmale Pässe vor dir. Beim Eindringen in Feindesland ist das allgemeine Prinzip. daß du deine Position verteidigen willst. daß der Strom des Nachschubs nicht abreißt. Blockiere in eingeengtem Gelände jede Rückzugsmöglichkeit. Wenn du tief in ein Land eindringst. bist du in einem Gelände mit kreuzenden Straßen. befindest du dich auf kritischem Gelände. hält der kluge General den Feind unwissend. treibt er seine Männer hierhin und dahin. nur ein kurzes Stück einzudringen bringt Auflösung. ist es eingeengtes Gelände. Von dieser Zeit an waren die Länder im Westen von Ban Chaos Ansehen tief beeindruckt. Wenn du nur ein kurzes Stück eindringst. daß der Feind seine Absicht erkennt. wohin es geht. während es deine wirkliche Absicht ist.dies kann man die Angelegenheit des Generals nennen. um den Anschein zu erwecken.Darauf kapitulierte Yarkand. Er verbrennt seine Boote und zerbricht sein Kochgeschirr. In gefährlichem Gelände sorge dafür. Ziehe in umstrittenem Gelände deine Nachhut nahe heran. die den neun Geländearten entsprechen. der seine Schafherde treibt. Sein Heer zu versammeln und es in Gefahr zu bringen . Inspiriere deine Männer in auseinandersprengendem Gelände mit dem Gedanken der Einheit. der hochgestiegen ist und dann die Leiter unter sich wegstößt. In Gelände mit kreuzenden Straßen versichere dich der Treue deiner Verbündeten. und die grundlegenden Gesetze der menschlichen Natur: Dies sind die Dinge. . Wenn es keinen Fluchtweg mehr gibt. Indem er sein Lager verlegt und Umwege nimmt. Die verschiedenen Maßnahmen. In leichtem Gelände achte darauf. die Anwendung aggressiver oder defensiver Taktiken. daß alle Teile der Armee untereinander in Verbindung stehen. und niemand weiß. Indem er seine Vorkehrungen ändert und seine Pläne anpaßt. Achte in offenem Gelände wachsam auf deine Verteidigung. Wenn du dein Heimatland verläßt und deine Armee durchs Nachbargebiet führst. Bewege dich in schwierigem Gelände ständig weiter. bevor er seine Absicht zeigt. Wenn es Verbindungswege in alle vier Richtungen gibt. Er führt seine Männer tief ins Feindesland. verhindert er. ist es hoffnungsloses Gelände. Im kritischen Augenblick handelt der Anführer einer Armee wie ein Mann. ist es leichtes Gelände. denn du mußt mit einem Überraschungsangriff rechnen. plötzlich durch die feindlichen Reihen zu brechen. die gewissenhaft studiert werden müssen. wie ein Schäfer. und Kutscha und die anderen Königreiche zogen ihre Streitkräfte zurück. ist es gefährliches Gelände.

daß der wirklich weise Mann Dinge wahrnehmen kann. sagte er. daß von den nördlichen Barbaren Gesandte gekommen sind. als zu siegen oder zu sterben. die Hoffnung auf das Leben aufzugeben. störrisch Widerstand zu leisten. auf welche Seite er sich stellen soll.Im Jahre 532 n. die bereits geschehen sind!« Darauf rief er einen der Eingeborenen. daß ihnen nichts übrig blieb. der später als Kaiser Shenwu bekannt wurde. die in seinen Diensten standen. Chr. Seine eigene Streitmacht war vergleichsweise klein. wenn er sich nicht zu helfen weiß. ihn zunächst mit großer Höflichkeit und Achtung.. indem er sagte: »Wo sind die Gesandten von den Xiongnu. Die Belagerungsreihen waren nicht sehr eng gezogen. wieviel deutlicher dann jene. hart zu kämpfen. Die einzige Chance zu leben liegt darin. der König des Landes. wurden sie von höchster Erregung erfaßt und griffen mit so verzweifelter Wildheit an. bevor sie geschehen. wenn er in Gefahr geraten ist. und daß er deshalb unentschlossen ist und nicht weiß. Wir wissen. wurde Gao Huan. wenn er umzingelt wird. zu sich und stellte ihm eine Falle. Dies ist gewiß der Grund. Sobald seine Offiziere und Männer sahen. von einer großen Armee unter der Führung von Erzhu Zhao und anderen umzingelt. daß er sogleich . die vor einigen Tagen eingetroffen sind?« Der Mann war so zwischen Überraschung und Furcht zerrissen. ihr Leben zu retten. empfing Guang. »daß Guangs höfliche Absichten im Schwinden sind? Dies muß bedeuten. und prompt zu gehorchen. Doch statt die Flucht zu versuchen. sie bestand nur aus zweitausend Berittenen und weniger als dreißigtausend Infanteristen. Doch kurz darauf machte sein Verhalten eine plötzliche Veränderung durch. alle verbleibenden Fluchtwege selbst zu verschließen. Chr. Ban Chao sprach in seinen Gemächern mit seinen Offizieren darüber: »Habt ihr nicht bemerkt«. und er wurde abweisend und unhöflich. Im Jahre 73 n. In hoffnungslosem Gelände erkläre deinen Soldaten. indem er eine Anzahl zusammengebundener Ochsen und Esel hineintrieb. als Ban Chao in Shanshan eintraf. daß sie keine Aussicht haben. daß die gegnerischen Reihen unter ihrem Ansturm brachen und sich auflösten. Denn es ist die Art des Soldaten. eilte Gao Huan sich. an gewissen Punkten waren Lücken offen geblieben.

Wenn ein kriegerischer Fürst einen mächtigen Staat angreift. wenn du den Feind in Angst versetzt. sich mit ihm zusammenzuschließen. Für einen kriegerischen Fürsten geziemt es sich nicht. und begann mit ihnen zu trinken. indem er sich mit diesen Worten an sie wandte: »Meine Herren. Er versetzt seine Gegner in Angst und Schrecken. hier sind wir im Herzen eines entlegenen Gebietes und brennen darauf. Wenn du einen mächtigen Staat angreifst. seinen Senken und Steilklippen. unser Leben zu verlieren. Wir sind unfähig. uns zu ergreifen und den Xiongnu zu übergeben. solange wir nicht mit der Gestalt des Landes vertraut sind . verschwunden ist. und ihre Verbündeten werden daran gehindert. und das Ergebnis ist. eine Armee auf den Marsch zu führen. werden die Nachbarstaaten dich fürchten. Nun kam aber erst vor wenigen Tagen ein Botschafter von den Xiongnu in dieses Königreich. werden wir unserem Kommandanten durch Leben und Tod folgen. sechsunddreißig an der Zahl. dann zeigt sich seine Erfahrung darin. wenn du seine Streitkräfte aufteilen kannst. ein. wenn wir nicht ihre Absichten kennen. . so werden unsere Knochen den Wölfen der Wüste als Nahrung dienen. sich mit ihnen zusammenzuschließen. Wir sind nicht fähig. werden die Verbündeten des Feindes gehindert.die ganze Wahrheit berichtete. wenn die Nachbarstaaten dich fürchten. Als ihnen der Wein ein wenig zu Kopfe gestiegen war. versuchte er. eins der folgenden vier oder fünf Prinzipien zu mißachten. wenn du an Kräften überlegen bist. daß die respektvolle Höflichkeit. Sollte ihn dieser Gesandte bewegen können. seinen Marschen und Sümpfen. wirst du den Feind in Angst versetzen. solange wir keine eingeborenen Führer einsetzen. ihren Kampfesmut noch weiter zu heben. durch einen großen Feldzug Reichtümer und Ehre zu erwerben. wirst du an Kräften überlegen sein. Was sollen wir tun?« Wie aus einem Munde erwiderten die Offiziere: »Da wir nun in der Gefahr sind. daß er die Konzentration der feindlichen Streitkräfte verhindert. natürliche Vorteile für uns zu nutzen.« Wir können mit benachbarten Fürsten kein Bündnis eingehen.mit seinen Bergen und Wäldern. Ban Chao setzte seinen Informanten hinter Schloß und Riegel und berief eine allgemeine Versammlung seiner Offiziere. die unser königlicher Gastgeber uns zunächst entgegenbrachte.

Chr. Sie hatten Befehl. und Han Xin marschierte mit schlagenden Trommeln und der Flagge des Oberbefehlshabers aus dem Paß heraus und wurde sofort vom Feind angegriffen. ohne vorherige Planungen zu berücksichtigen. Wenn die Aussichten gut sind. doch sage ihnen nichts.« Mit diesen Worten schickte er zuerst eine Division. wo der Feind seine ganzen Truppen aufgeboten hatte.Also versucht der weise Anführer nicht. die feindlichen Städte einzunehmen und die feindlichen Königreiche zu unterwerfen. durch schmale Schluchten vorzudringen und den Feind genau zu beobachten. schicke sie in eine verzweifelte Situation. daß ich kehrtmache und durch die Berge entkomme.« Dann wandte er sich an seine anderen Offiziere und bemerkte: »Unser Gegner hält eine starke Position. Es war helles Tageslicht. brachen alle Männer von Zhao in lautes Gelächter aus. denn dann fürchtet er. eine ganze Armee zu handhaben. aus und befahl ihnen. die Standarten von Zhao herunterzureißen und die roten Banner von Han an ihrer Stelle aufzuziehen. Dort sandte er zu Mitternacht eine Abteilung von zweitausend leichten Kavalleristen aus. als hättest du es nur mit einem einzigen Mann zu tun. Als sie dieses Manöver sahen. Um Verrat zu verhindern. mit dem Rücken zum Fluß Di eine Schlachtreihe aufzubauen. und er wird wahrscheinlich nicht herauskommen und uns angreifen. laß sie nie von deinem Vorhaben erfahren. und du wirst fähig sein. Schicke deine Armee in tödliche Gefahr. und sie wird überleben. »Wenn die Männer von Zhao mich in wilder Flucht sehen«. wurde Han Xin gegen die Armee von Zhao ausgesandt und blieb etwa fünfzehn Kilometer vor der Mündung des Jinxing-Passes stehen. Im Jahre 204 v. und er fordert nicht offen die Macht anderer Staaten heraus. gebe Befehle. jeder Mann war mit einer roten Flagge ausgerüstet. daß seine Gegner ihn fürchten. wenn Unheil droht. solltest du deine Pläne nicht vorher ausbreiten. und sie wird sie überwinden. solange er nicht die Standarte und die Trommeln des Oberbefehlshabers sieht und hört. In deinen Regeln und Plänen sollte es keine Starrheit geben. »dann werden sie ihre Befestigungen verlassen und mich verfolgen. Konfrontiere deine Soldaten mit der Tat selbst. ohne Regeln zu befolgen. sich mit allem und jedem zu verbünden. die aus zehntausend Männern bestand. führe es ihnen vor Augen. So ist er fähig. Dies ist für euch das Zeichen vorzustürmen. . Verteile Belohnungen. Er führt seine eigenen geheimen Pläne aus und achtet darauf. sagte Han Xin.

unsere Truppen mit dem Fluß im Rücken aufzustellen. Nach der Schlacht kamen einige von Han Xins Offizieren zu ihm und sagten: »In der Kunst des Krieges lernen wir. dann hätte es eine allgemeine Meuterei gegeben. Als die Armee von Zhao von der Verfolgung zurückkehrte. mit den Männern etwas anzufangen. war vergeblich. Steht dort nicht geschrieben: Schicke deine Armee in tödliche Gefahr und sie wird überleben. unter ihnen König Ya selbst. wo eine andere wilde Schlacht tobte. sich der anderen Armee anzuschließen. ihre Rolle zu spielen. die Panik zu verhindern. die mit äußerster Verzweiflung kämpfte. daß die Han eingedrungen waren und ihren König überwunden hatten. und es wäre unmöglich gewesen. Wenn ich meine Truppen nicht in eine Position gebracht hätte. Doch den beiden Generälen gelang es. Dann fiel die HanArmee von beiden Seiten über sie her und vollendete das Gemetzel. Nun war der Augenblick für die zweitausend Berittenen gekommen. rissen die Flaggen des Feindes herunter und ersetzten sie durch die von Han. wobei eine große Zahl Männer getötet und der Rest gefangengesetzt wurde. in der die Männer um ihr Leben kämpfen mußten. um sie zu verfolgen und Trophäen zu gewinnen. Du dagegen befahlst uns. den Sieg zu erringen?« Der General erwiderte: »Ich fürchte. und entzog so seinen Befestigungen die Männer. daß die Männer von Zhao die Flüchtigen verfolgten. Überzeugt. Als sie sahen.« . so wäre ich nie fähig gewesen. und jeder Versuch ihrer Anführer.Es folgte eine große Schlacht. brach unter ihnen wildes Chaos aus. Wie ist es dir unter diesen Umständen gelungen. erschreckte sie der Anblick dieser roten Flaggen bis ins Mark. meine Feinde herauszulokken. ihr Herren habt die Kunst des Krieges nicht mit der gebotenen Aufmerksamkeit studiert. galoppierten sie hinter die verlassenen Mauern. daß wir rechts hinter uns einen Hügel oder eine Anhöhe haben sollen. sondern wenn jeder nach Gutdünken gekämpft hätte. die eine Weile andauerte. bis Han Xin und sein Gefährte Zhang Ni schließlich Trommeln und Banner auf dem Feld zurückließen und zur Division am Flußufer flohen. und links vor uns einen Fluß oder eine Marsch. schicke sie in eine verzweifelte Situation und sie wird sie überwinden? Wäre ich wie üblich vorgegangen. Der Feind stürmte heraus.

und für den Feind wird es zu spät sein. sollte es uns auf lange Sicht möglich sein. den Oberbefehlshaber zu töten .« Denn genau in dem Augenblick. und versuche. danach entwickle die Geschwindigkeit eines rennenden Hasen. was ihm teuer ist. es zu tun. da eine Streitmacht dem Untergang geweiht ist. wenn wir uns vorsichtig an die Absichten des Feindes anpassen. Sei in der Ratskammer unerbittlich. bis dein Feind den ersten Zug macht. Am Tage. ist sie fähig. wenn er sich hastig zurückziehen will. an dem du das Kommando übernimmst. Wenn der Feind die Neigung zeigt vorzustürmen. mußt du die Grenzpässe blockieren. sich dir zu widersetzen. Benutze den Weg. . Dann zeige zuerst die Schüchternheit eines Mädchens. die offiziellen Grenzwachen zerstören und die Durchreise aller Gesandten in das Feindesland oder aus ihm heraus unterbinden. Wir können in der Kriegführung erfolgreich sein.Die Offiziere erkannten die Kraft seiner Argumente und sagten: »Zu dieser hohen Taktik wären wir nicht fähig gewesen. den Zeitpunkt seiner Ankunft auf dem Gelände genau abzuschätzen. den die Regel bestimmt. Komme deinem Gegner zuvor. bis du eine entscheidende Schlacht schlagen kannst. Indem wir uns beständig an der Flanke des Feindes halten. dann verlocke ihn dazu. damit er sein Vorhaben ausführen kann. indem du ergreifst. mit einem Schlage den Sieg zu erringen. Wenn der Feind eine Tür offen läßt. damit du die Situation beherrschen kannst. und mache dich mit dem Feind vertraut. dann zögere absichtlich.eine wichtige Tat im Krieg. mußt du hineinstürmen.

Der einzige Weg. ist. die fünfte. fest entschlossen. die große Gefahr zu beseitigen. die zweite. daß es unserer Mission den Erfolg sichern wird. entstanden war.« Die Offiziere wollten ihm gerne folgen. mit seiner kleinen Schar rasch ins Lager der Barbaren vor. Die erste besteht darin. Ban Chao erschlug drei von ihnen mit eigener Hand. wandte er sich mit diesen Worten an seine Offiziere: »Wer nicht wagt. Ban Chao befahl zehn Männern seiner Gruppe. Ban Chao erwiderte leidenschaftlich: »Heute wird über unser Schicksal entschieden! Der Erste Minister ist nur ein langweiliger Zivilist. und alles wird ans Licht kommen. der nicht gewinnt! Wenn ihr euch nicht ins Lager des Tigers begebt. Xiongnu. Vorräte zu verbrennen. Arsenale und Magazine zu verbrennen. Der Rest seiner Männer. daß es nötig sei. sollten sie zu trommeln beginnen und mit aller Kraft schreien. bewaffnet mit Bögen und Armbrüsten. wenn er von unserem Vorhaben hört.XII. die Feinde stürmten Hals über Kopf in schrecklicher Unordnung heraus. ganz abgesehen davon. wenn sie nicht fähig sind zu erkennen. Angriff durch Feuer Es gibt fünf Möglichkeiten. die Soldaten in ihrem Lager zu verbrennen. bezog im Hinterhalt am Tor des Lagers Stellung. Wir werden aus ihrer Panik Nutzen ziehen und sie völlig auslöschen. die dritte ist es. dies wird den Mut des Königs abkühlen und uns Ruhm einbringen. Dann setzte er das Lager auf der Windseite in Brand. Ein Tod ohne Ruhm ist kein würdevolles Ende für einen tapferen Krieger!« Und so drang er. Gepäckzüge zu verbrennen. Trommeln zu nehmen und sich hinter den Baracken des Feindes zu verstecken. worauf sich vor und hinter dem Feind ein ohrenbetäubender Lärm von Trommeln und Schreien erhob. die Angelegenheit zuvor mit dem Ersten Minister zu besprechen. könnt ihr auch nicht die Jungen des Tigers fangen. als die Nacht kam. Feuer zwischen die Reihen des Feindes zu schleudern. Zu jener Zeit blies ein starker Sturm. die vierte. Als Bau Chao noch in Shanshan war. der uns jetzt noch offensteht. die Barbaren im Schutze der Nacht anzugreifen. die durch die Ankunft des Gesandten der nördlichen Barbaren. mit Feuer anzugreifen. wie viele wir sind. der gewiß Angst bekommen wird. sobald sie die Flammen aufschießen sahen. während seine Gefährten . doch sie wiesen darauf hin.

dann laß dir Zeit und greife nicht an. Wenn ein Feuer ausbricht. um seinem eigenen König zu berichten. Herr. bis es drinnen ausbricht. das Material zum Entzünden eines Feuers sollte immer bereitgehalten werden. der seine Gedanken ahnte. dann lege im Osten des Feindes Feuer und folge mit deinem Angriff von dieser Seite.dem Gesandten und dreißig aus seinem Gefolge die Köpfe abschlugen. müssen wir entsprechend ausgerüstet sein. Es gibt eine Jahreszeit. dann halte dich windwärts. der sich tagsüber erhebt. doch Ban Chao eilte sich. Wenn es möglich ist.« Dies befriedigte Guo Xun. Am nächsten Tag kehrte Ban Chao zurück und informierte Guo Xun. um einen Brand anzufachen. doch die Soldaten des Feindes ruhig bleiben. wo du bist. und bestimmte Tage. Doch Bau Chao. Der Minister erschrak sehr und erbleichte. Wenn du mit Feuer angreifst. dem König von Shanshan. Um mit Feuer anzugreifen. . bleibe. des Flügels oder der Sprosse steht. wirst du auf die gleiche Weise leiden wie dein Feind. Die geeignete Jahreszeit ist die. Die bestimmten Tage sind jene. sagte mit erhobener Hand: »Obwohl Ihr in der letzten Nacht nicht mit uns kamt. der Mauer. wenn der Mond in den Zeichen des Siebes. und Ban Chao. geschickt hatte. die Furcht durch eine öffentliche Proklamation zu lindern. Wenn du das Feuer auf der Ostseite legst und vom Westen angreifst. Die übrigen. denn diese vier sind Tage des aufkommenden Windes. wenn es möglich ist. denke ich nicht daran. doch eine nächtliche Brise schläft bald wieder ein. Wenn die Gewalt der Flammen ihren Höhepunkt erreicht hat. sondern greife in einem günstigen Augenblick an. mußt du auf fünf mögliche Entwicklungen vorbereitet sein. wenn nicht. Wenn der Wind aus Osten kommt. Dann nahm er den Sohn des Königs als Geisel und kehrte zurück. den Ruhm für unseren Erfolg allein für mich zu beanspruchen. dann greife sofort an. mußt du sofort mit einem Angriff von außen reagieren. die geeignet ist für Angriffe mit Feuer. Wenn du ein Feuer entzündest. von außen mit Feuer anzugreifen. der nach Guang. Greife nicht gegen den Wind an. den Ersten Minister. wurden Opfer der Flammen. Ein Wind. insgesamt mehr als hundert Männer. ist stetig. was er getan hatte. Wenn im Lager des Feindes ein Feuer ausbricht. dann warte nicht. Das ganze Königreich zitterte vor Furcht. über das. wenn das Wetter sehr trocken ist. zeigte dem Herrscher den Kopf des Barbarengesandten.

und du mußt auf die geeigneten Tage achten. Er herrscht über die Soldaten durch seine Autorität. wenn die Lage nicht kritisch ist. und auch die Toten können nicht ins Leben zurückgeholt werden. Wer beim Angriff Wasser zu Hilfe nimmt. und der gute General voller Vorsicht. gewinnt zusätzlich Kraft. kämpfe nicht. die versuchen. Wenn der Glaube nachläßt. wird man die Befehle nicht beachten. wenn es nichts zu gewinnen gibt. Unglücklich ist das Schicksal jener. bekannt sein. Dies ist der Weg. Kein Herrscher sollte Truppen ins Feld schicken. Mit Hilfe von Wasser kann ein Feind aufgehalten werden. Wer beim Angriff Feuer zu Hilfe nimmt. Der erleuchtete Herrscher arbeitet seine Pläne lange vorher aus.In jeder Armee müssen die fünf Entwicklungen. das einmal zerstört wurde. So ist der erleuchtete Herrscher umsichtig. kein General sollte aus Verärgerung eine Schlacht beginnen. Doch ein Königreich. kann nie wieder errichtet werden. die mit Feuer zu tun haben. ein Land in Frieden und eine Armee intakt zu halten. doch du kannst ihm nicht seinen ganzen Besitz rauben. denn das Ergebnis ist Zeitverschwendung und allgemeiner Stillstand. schweißt sie zusammen durch Treu und Glauben und macht sie sich durch Belohnungen zu Diensten. setze deine Truppen nicht ein. ihre Schlachten zu gewinnen und ihre Angriffe erfolgreich zu führen. auf Verärgerung mag Zufriedenheit folgen. ohne daß sie den Wagemut fördern. die Bewegungen der Sterne müssen berechnet werden. wird es zur Zerrüttung kommen. . Bewege dich nicht. zeigt Intelligenz. nur um einer Laune nachzugeben. wenn die Belohnungen ausbleiben. Zorn mag sich mit der Zeit in Freude verwandeln. wenn du keinen Vorteil siehst. der gute General nutzt seine Kräfte.

Eingeborene Spione zu haben bedeutet. die Beamten des Feindes zu benutzen. Doch dieses Vorherwissen kann nicht Geistern entlockt werden. Im Land des Feindes mußt du Leute durch freundliche Behandlung für dich gewinnen und als Spione benutzen. und Männer werden erschöpft auf den Straßen zusammenbrechen. ist es der Gipfel der Unmenschlichkeit. Zu Hause und in der Ferne wird es Unruhe geben. Wenn alle diese fünf Arten im Einsatz sind. kann Männer nicht führen. die verbittert sind. über die Verfassung des Feindes im unklaren zu bleiben. kann den Sieg nicht erringen. Die Kenntnis der Geisterwelt wird durch das Orakel erlangt. Wertvolle Männer. es kann nicht aus der Erfahrung und auch durch keine Schlußfolgerung gewonnen werden. Es ist die wertvollste Fähigkeit des Herrschers. Deshalb der Einsatz von Spionen. Da dies so ist. todgeweihte Spione. Männer. der an einem einzigen Tag erkämpft wird. überlebende Spione. ist Vorherwissen. Wer so handelt. Die täglichen Ausgaben werden bis zu hunderttausend Unzen Silber betragen. die gierig auf Gold sind. die degradiert wurden. Dies nennt man »göttliche Handhabung der Fäden«. Der Einsatz von Spionen Ein Heer von hundertlausend Männern auszuheben und mit ihnen über weite Entfernungen zu marschieren bedeutet große Verluste an Menschen und eine Belastung der Staatsschätze. die eine Bestrafung hinter sich haben. die außerhalb der Fähigkeiten gewöhnlicher Männer liegen. Was den weisen Herrscher und den guten General befähigt zuzuschlagen und zu siegen und Dinge zu erreichen. innere Spione.XIII. nur weil man die Ausgabe von hundert Unzen Silber für Belohnungen und Sold scheut. von denen es fünf Klassen gibt: eingeborene Spione. Informationen in Naturwissenschaften können durch Erfahrungswerte gewonnen werden. Kriminelle. die Gesetze des Universums können durch mathematische Schlüsse bewiesen werden. sich der Dienste der Einwohner eines Gebietes zu versichern. Das Wissen um die Pläne des Feindes kannst du nur von anderen Männern erhalten. Feindliche Armeen können sich jahrelang gegenüberstehen und um den Sieg ringen. kann seinem Herrscher keine wertvolle Hilfe sein. Doch die Pläne des Feindes sind durch Spione und nur durch sie zu ermitteln. übergelaufene Spione. auch Lieblingskonkubinen. kann keiner das geheime Netz entdecken. weil sie in . Mindestens siebenhunderttausend Familien werden bei ihrer Arbeit behindert. Innere Spione zu haben bedeutet.

Luo Shang. auf Bodais Aufforderung hin sofort anzugreifen. Luo Shang. und außerdem kannst du die Harmonie stören und einen Keil zwischen den Herrscher und seine Minister treiben. daß sie hintergangen wurden. die Verfassung des feindlichen Landes zu erkennen und die Pläne zu erfahren. eines Eingeborenen von Sudu. die wollen. um den Rebellen Li Xiong von Shu in seiner Festung in Pi zu bekämpfen. und begannen so schnell wie möglich die Leitern hinaufzuklettern. daß ihre Seite geschlagen wird. und Bodai. Doch es ist äußerste Vorsicht geboten. entzündete das Signalfeuer. die nicht wußten. Weis Männer. setzte General Wei und andere an ihre Spitze und gab den Befehl. der Gouverneur von Yizhou. stürmten los. als das Signal kam. der lange Enterleitern gegen die Stadtmauern gestellt hatte. wenn der richtige Augenblick für einen Großangriff gekommen war. Auf diese Weise wirst du fähig sein. ließ seine besten Truppen aufmarschieren. die von oben herabgesenkt wurden. bediente sich der Rebellenführer Li Xiong der Dienste eines gewissen Bodai. Fähnlein im Winde. damit sie eine Chance haben. die Spione des Feindes zu fassen und sie für eigene Zwecke einzusetzen: Mit großen Bestechungsgeldern und großzügigen Versprechungen . und alle wurden unverzüglich enthauptet. wenn man sich mit inneren Spionen einläßt. hinaufgezogen wurden. Mehr als hundert Soldaten drangen auf diese Weise in die Stadt ein. Inzwischen hatte Li Xiong einen Hinterhalt vorbereitet. Er begann. andere. Der Rebellenführer Li Xiong griff dann mit allen seinen Kräften sowohl von innen als auch von außerhalb der Stadt an und vernichtete den Feind völlig. der den Versprechungen dieses inneren Spions glaubte. die gegen dich geschmiedet werden. Beamte dieser Art sollten heimlich aufgesucht und mit reichen Geschenken auf die eigene Seite gebracht werden. den er irreführen sollte.untergeordneten Positionen sind oder bei der Verteilung von Posten übergangen wurden. die in beiden Türen einen Fuß haben wollen. indem er ihn auspeitschen ließ. und dann schickte er ihn aus zu seinem Feind Luo Shang. indem er ihm die Zusammenarbeit mit Menschen aus der Stadt anbot. Nachdem jede Seite eine Anzahl von Siegen und Niederlagen erlebt hatte. bis das Blut kam. schickte seinen General Wei Bo aus. Der Spion sollte ein Feuersignal geben. Übergelaufene Spione zu haben bedeutet. ihre Fähigkeiten und Talente zu zeigen. während andere an Seilen.

der gegen die Disziplin verstieß. um zu lauschen. die von der Armee benutzt wurden. Dein überlebender Spion muß ein Mann von überragendem Verstand sein. daß sie unabsichtlich bloßgestellt wurden. falsche Informationen zurückzubringen und gleichzeitig gegen ihre Landsleute zu spionieren. bis sie die Paßwörter aufgeschnappt hatten. die Informationen aus dem Lager des Feindes zurückbringen. dem Feind berichten. Wu wurde von zwei anderen Männern begleitet. um seinen Feind. Überlebende Spione sind schließlich jene. Der Kaiser Taizu schickte einmal Daxi Wu. daß unsere eigenen Spione von ihnen erfahren und sie. geben sie einen völlig falschen Bericht ab. da sie hintergangen wurden. Shenwu von Qi. . Wenn diese Spione dann hinter den Linien des Feindes gefangen werden. Hunger und Kälte zu ertragen und Schmach und Schande auf sich zu laden. gewisse Dinge öffentlich zum Zwecke der Täuschung zu tun und zuzulassen. die in keiner Armee fehlen darf. und sie wurden freundlich vom Kaiser aufgenommen. Diese Dinge sind auf die Täuschung unserer eigenen Spione ausgerichtet und sollen sie glauben machen. und der Feind wird sich entsprechend verhalten. von schäbigem Äußeren. auszuspionieren. Dann stiegen sie wieder auf die Pferde und ritten in der Verkleidung von Wachsoldaten kühn ins Lager ein. daß wir etwas völlig anderes tun. Alle drei waren beritten und trugen die Uniform des Feindes. Er muß tatkräftig sein. doch mit einem eisernen Alen. Daraufhin wird man die Spione zum Tode verurteilen. der nach ihrem Bericht in der Lage war.müssen sie aus dem Dienst des Feindes gelöst und veranlaßt werden. blieben sie tatsächlich stehen und versetzten dem Missetäter eine gehörige Tracht Prügel! So gelang es ihnen. stark und mutig: gründlich gewöhnt an alle Sorten Schmutzarbeit. fähig. und mehr als einmal. nur um festzustellen. als sie zufällig einen Soldaten sahen. seinem Gegner eine schwere Niederlage beizubringen. mit allen wichtigen Informationen über die Pläne des Feindes zurückzukehren. Als es dunkel wurde. doch mit der äußeren Erscheinung eines Narren. Todgeweihte Spione zu haben bedeutet. stiegen sie ein paar hundert Fuß vor dem Lager des Feindes ab und schlichen verstohlen näher. widerstandsfähig. Dies ist die übliche Klasse von Spionen.

den todgeweihten Spion mit falschen Informationen zum Feind zu schicken. fortgeführt und bequem untergebracht werden. eine Stadt zu stürmen oder einen einzelnen zu ermorden. die der übergelaufene Spion bringt. die mit Spionen aufrechterhalten werden.Es darf in der ganzen Armee keine vertrauteren Beziehungen geben als jene. In keiner anderen Beziehung sollte größere Diskretion geübt werden. getötet werden. diese Namen in Erfahrung zu bringen. der Türsteher und der Leibwächter des befehlshabenden Generals. So werden sie zu übergelaufenen Spionen und stehen uns zur Verfügung. daß der übergelaufene Spion mit äußerster Großzügigkeit behandelt wird. Das Ziel und der Sinn der Spionage in allen fünf Erscheinungsformen ist es. Bevor wir Spione benutzen. Ohne scharfe geistige Gewandtheit können wir nicht sicher sein. Und schließlich kann durch seine Informationen der überlebende Spion zu bestimmten Zwecken benutzt werden. Wir müssen den übergelaufenen Spion in unsere Dienste locken. Wissen über den Feind zu erlangen. . müssen wir uns der Rechtschaffenheit ihres Charakters und des Ausmaßes ihrer Erfahrung und Geschicklichkeit versichern. es ist immer nötig. weil er es ist. der weiß. zu Anfang die Namen der Wächter herauszufinden. Sei umsichtig! Und benutze deine Spione für jede Unternehmung. was an ihren Berichten wahr ist. diese zu durchschauen. Er bringt nicht nur selbst Informationen. Keine andere Beziehung sollte großzügiger belohnt werden. Wenn eine geheime Nachricht von einem Spion verbreitet wird. und dieses Wissen kann in erster Linie nur vom übergelaufenen Spion kommen. muß er zusammen mit demjenigen. müssen entdeckt. eine Armee zu zerschmettern. der Adjutanten. sondern er macht es auch möglich. Wir müssen unseren Spionen auftragen. dem das Geheimnis erzählt wurde. Spione können nicht ohne Wohlwollen und Aufrichtigkeit geführt werden. Ein unverschämtes Auftreten und ein Hang zur Verschlagenheit sind gefährlicher als Berge oder Flüsse. Durch die Informationen. können wir eingeborene und innere Spione anwerben. welche Einwohner geldgierig und welche Beamten bestechlich sind. die zum Spionieren zu uns kommen. mit Geldbestechungen verlockt. Die Spione des Feindes. So ist es wichtig. Und seine Informationen machen es weiterhin möglich. bevor die Zeit reif ist. Ob es darum geht. Spione können ohne eine gewisse intuitive Klugheit nicht nützlich eingesetzt werden. die anderen Arten von Spionen vorteilhaft zu nutzen. es braucht einen weisen Mann.

Der Aufstieg der Yin-Dynastie war hauptsächlich Yi Ji zu verdanken. Spione sind ein äußerst wichtiges Element des Krieges. denn von ihnen hängt die Fähigkeit der Armee ab. sich zu bewegen. So wird der erleuchtete Herrscher und der weise General die Intelligentesten seiner Armee als Spione einsetzen und auf diese Weise hervorragende Erfolge erzielen. Gleichermaßen war der Aufstieg der Zhou-Dynastie Lu Ya zu verdanken. der unter den Xia gedient hatte. . der unter den Yin gedient hatte.

Im Frieden bereite dich auf den Krieg vor. Deshalb darf sie unter keinen Umständen vernachlässigt werden.. . Sie ist eine Angelegenheit von Leben und Tod. eine Straße die zur Sicherheit oder in den Untergang führt. Die Kunst des Krieges ist für den Staat von entscheidender Bedeutung.. im Krieg bereite dich auf den Frieden vor.

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