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Ergebnisbericht d. LeerstandsOffensive 2011 (CO-LECTION 01.2012)

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01/15/2013

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Keywords

Erhalt der Ortskerne
Finanzierungsinstrument
gemeinschaftliche Förderung
Sanierung von Altbauten
Selbstinitiative

Umsetzungsstand

Grobkonzept

Die elf Gemeinden besitzen derzeit einige nicht genutzte Immobilien, welche teilweise einen
prägenden Charakter im Ortskern besitzen. Der Wandel der Altersstruktur und die daraus fol-
genden steigenden Zahlen der leerstehenden Gebäude könnten das Problem verschärfen. Der
Verfügungsfonds ist als Förderprogramm ein Werkzeug zur Wiederbelebung identitätsstiften-
der, leerstehender Gebäude in den Ortskernen. Das kann den Neukauf eines Objektes betref-
fen sowie Sanierungs- und Umbaumaßnahmen leerstehender Gebäude.

Die Förderung soll den Besitzern als Anschubfinanzierung und Unterstützung für das Vorhaben
dienen. Regionsverbundene Gewerbetreibende und Bürger erhalten den Anreiz, dass mit ihrer
Spende das Ortsbild attraktiver gestaltet wird. Weiterhin können Teile der Einnahmen bei
öffentlichen Veranstaltungen erfolgen. Für die Verwaltung und Vergabe der Fördergelder ist
eine Stiftung denkbar. Als Entscheidungshilfe für die Vergabe dient ein dafür gewählter Bei-
rat, bestehend aus Mitgliedern aller elf Gemeinden, der nach vorher festgelegten Kriterien
die Fördermittelempfänger ermittelt.

Förderberechtigt sind ausschließlich Privatpersonen, die den Leerstand erwerben, sanieren,
aus- oder umbauen und ihren Hauptwohnsitz in der Gemeinde einrichten.

Mit diesem Werkzeug soll die breite Bevölkerung zur Behebung von Leerständen ermuntert
und aktiv mit einbezogen werden. Dies meint zum einen die Bewusstseinsbildung im Bezug auf
die dramatischen Folgen von leerstehenden Gebäuden und zum anderen die gemeinsame Fi-
nanzierung der Sanierung von ortsbildprägenden Gebäuden durch Bürger, Gewerbetreibende
und Banken i. S. v. Anschubsdarlehen.

Ein weiteres Anliegen dieses Konzeptes ist es, andere Gemeinden zur Nachahmung zu mobili-
sieren und Möglichkeiten der aktiven Ortskernbelebung durch Eigeninitiative aufzuzeigen.

Getragen wird dieses Projekt von einer Stiftung mit Mitgliedern aus allen elf Gemeinden und
von den regionalen Banken, die die Betreuung und Vergabe der Fördermittel gewährleisten.
Ein Bürgerbeirat mit gewählten Bürgerinnen und Bürgern aus den beteiligten Kommunen ent-
scheidet in Kooperation mit der Stiftung über die Vergabe der Fördergelder.

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Umsetzungsschritte

1. Eruierung notwendiger Kapitalbeschaffung

2. Gründung / Beteiligung einer Stiftung

3. Marketing/ Gewinnung von Sponsoren

4. Bewerbung der Förderberechtigten

5. Vergabe der Gelder durch Bürger-Beirat der elf Kommunen

6. Ausbau/ Herrichtung des Gebäudes durch bestenfalls lokale Handwerker

7. Anbringen einer Plakette am Haus
„Gefördert durch den Verfügungsfonds zur Leerstandsaktivierung“

Finanzierung

Die Finanzierung erfolgt durch Einlagen der regionalen Gewerbebetriebe, Banken und Förder-
programme, wie z.B. im Denkmalschutzbereich. Darüber hinaus beteiligen sich die Bürgerin-
nen und Bürger der elf Gemeinden durch direkte (Spendenkonto) und indirekte (u.a. Spenden
bei Veranstaltungen) Spenden am Verfügungsfonds.

Umsetzungsstand

Das Konzept stieß bei den Bürgermeistern der elf Gemeinden auf eine gewisse Skepsis. Laut
ihrer Erfahrung könnte es schwierig werden, die beabsichtigten Spenden zu erzielen, die für
die Umsetzung Voraussetzung sind. Des Weiteren benötigt eine Stiftung ein Startkapital von
ca. 50.000 Euro, was ebenfalls ein Hindernis darstellt. Außerdem wurde die Neutralität des
Bürgerbeirats angezweifelt, der über die Vergabe der Fördermittel entscheiden sollte. Alter-
native Betreibermodelle müssten daher geprüft werden. Die weitere Bearbeitung wurde daher
vorerst nicht weiter verfolgt. Für die Umsetzung und das Erreichen der Ziele dieses Werkzeugs
bedarf es des Sponsorings oder der Förderung. Diese Voraussetzungen könnten geschaffen
werden, sobald sich Unternehmen oder Banken daran beteiligen.

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