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Konzept der Arbeitsgemeinschaft „Geräusche-Detektive“ an der Ganztagesgrundschule Leeste

eine Kooperation der GTS Leeste, der Gemeinde Weyhe und dem Musikland Niedersachsen

erstellt von Kira Fäth (Gemeinde Weyhe, FSJ Kultur)

Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2. Musikland Niedersachsen/Soundscape 3. „Geräusche-Detektive“ 4. „Geräusche-Detektive-Ausweis“ 5. Ablauf 5.1. Stationsaufgaben 5.2. Aufnahmen 5.3. Komposition 6. Material 6.1. Geräusche allgemein 6.2. Geräusche in der Schule 6.3. Geografie 7. Finanzierung 8. Ausblick 9. Kontakte/beteiligte Personen

1. Einleitung
Aufgabenstellungen des Lehrers und laute Kinder auf dem Schulhof sind die typischen Merkmale einer Schule. Auch die Ganztagesgrundschule (GTS) in Leeste zeichnen diese Geräusche aus. Während am Vormittag der reguläre Unterricht stattfindet, spielen die Kinder nach dem Mittagessen in der Pausenhalle oder auf dem Pausenhof. Nachdem sie sich ordentlich ausgetobt haben, sammeln sich alle Kinder in der Mitte der Halle und gehen gemeinsam mit den Gruppenleitern in ihre Arbeitsgemeinschaften (AG), die sie frei gewählt haben. Weyhe klanglich erkunden! – so heißt das Thema der neuen Arbeitsgemeinschaft an der Ganztagesgrundschule Leeste. Aufbauend auf die große Sommerkampagne des Musiklandes Niedersachsen im vergangenen Jahr wird nun eine AG gegründet. Die Kinder, die an dieser AG teilnehmen, verarbeiten die Ergebnisse der Kampagne und setzen ihre eigenen Ideen zum Thema „Wie hört sich Weyhe an?“ um. In Zusammenarbeit mit dem Rathaus der Gemeinde Weyhe, dem Musikland Niedersachsen und der GTS Leeste erleben die Kinder ihren Wohnort von einer ganz anderen Seite und lernen genauer hinzuhören. Welche Geräusche umgeben sie? Welche Geräusche, die sie tagtäglich begleiten, nehmen sie gar nicht mehr wahr? Und welche Geräusche gibt es in der Gemeinde, die sie wohlmöglich noch gar nicht kennen? All diese Fragen und noch viele mehr werden von den „Geräusche-Detektiven“ auf der Entdeckertour durch Weyhe erforscht und beantwortet!

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Gemeinde Weyhe, FB2, Kira Fäth (FSJ-Kultur) 13.02.2012

2. Musikland Niedersachsen /Soundscape
Das Musikland Niedersachen ist ein Projekt der Stiftung Niedersachsen. Das fünfköpfige Team vom Musikland steht Musikveranstaltern und der professionellen Musikwelt Niedersachsens als Kooperationspunkt und Ansprechpartner zur Verfügung. Gefördert wird das Musikland von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und dem Land Niedersachsen. Das Hauptanliegen der Initiatoren ist es, Musikkultur im Land Niedersachsen in ihrer ganzen Vielfältigkeit zu unterstützen und zu fördern. Unter der Überschrift „Wie klingt das Musikland Niedersachsen?“ startete das Musikland Niedersachsen im Juli des vergangenen Jahres die Sommerkampagne „Soundscape Niedersachsen“. Ziel war es, ein geografisch-interaktives Archiv aller Klänge zu schaffen, die charakteristisch für Niedersachsen sind. Jeder Ort habe eine bestimmte akustische Repräsentation, so das Musikland. Deswegen habe es sich zum Schwerpunkt gemacht die Klänge der Umwelt und des menschlichen Umfeldes zu erfassen und für die Bürger und Bürgerinnen sichtbar und vor allen Dingen hörbar zu machen. Zwischen dem 16. Juli und dem 31. Juli 2011 reisten 18 Soundscouts durch das ganze Bundesland und zeichneten insgesamt mehr als 600 Klänge und Geräusche auf. Die aufgenommenen Geräusche wurden anschließend auf einer akustischen Landkarte unter www.musikland-niedersachsen.de inklusive eines Fotos und eines Interviews des SoundPaten online eingetragen. Städte und Gemeinden aus ganz Niedersachsen haben im vorangegangen Jahr an dieser Kampagne teilgenommen. Auch die Gemeinde Weyhe hat sich gleich mit sieben Geräuschen an dem Projekt beworben. Die Aktion in der Gemeinde fand großen Anklang bei den Bürgern und der Presse. Aus allen Klängen werden im weiteren Verlauf in Kooperation mit Institutionen, Schulklassen, Künstlern und Komponisten Hörspiele, Kompositionen und Klanginstallationen entwickelt. Auch in Weyhe soll es mit den Aufnahmen vom letzten Sommer nicht gewesen sein!

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Gemeinde Weyhe, FB2, Kira Fäth (FSJ-Kultur) 13.02.2012

3. „Geräusche-Detektive“
Das Projekt „Soundscape Niedersachsen“ wird im zweiten Halbjahr des Schuljahres 2011/2012 an der Ganztagesgrundschule (GTS) Leeste als Arbeitsgemeinschaft (AG) weitergeführt. Die Idee zu diesem Projekt in der GTS Leeste ist in Zusammenarbeit vom Musikland Niedersachsen und der Kulturbeauftragten der Gemeinde Weyhe Hedda Benner entstanden, die nach Ankündigung von weiteren Folgeprojekten in Institutionen und Einrichtungen in der Gemeinde an die Ganztagesgrundschule in Leeste denken musste. Die AG wird in der GTS Leeste in Kooperation von Kira Fäth (FSJ-Kultur) und Michael Fütterer (Koordinator GTS) geplant und geleitet. Sie wird jeden Dienstagnachmittag von 14:00 Uhr bis 15:30 Uhr mit einer Klassenstärke von ca. 12 Kindern der Jahrgangsstufen 1-4 stattfinden. Die Kinder entdecken Geräusche in ihrem Lebensumfeld und lernen auf sie zu achten, sie zu schätzen und gesondert wahrzunehmen. Durch kleine Aufgaben wird es ihnen ermöglicht ihre Umwelt und deren Geräusche spielerisch wahrzunehmen. Ein weiterer Schwerpunkt der AG wird klangliche Erkundung der Gemeinde sein. Die Schüler fahren oder gehen durch das Gemeindegebiet und nehmen Geräusche, die ihnen typisch für den Ort erscheinen mit Hilfe eines professionellen Aufnahmegerätes auf. Anschließend werden die Aufnahmen mit in das Archiv des Musiklandes Niedersachsen aufgenommen und im Internet verbreitet. Jedes Kind wird am Ende des Projektes mit einem Geräusch, dass neu aufgezeichnet wurde in Verbindung stehen und im Internet vertreten sein. Dabei kann es möglich sein, dass nicht jedes Kind sein oder ihr eigenes Geräusch präsentieren. Gegebenenfalls müssen sich die Schüler zu Kleingruppen formieren und gemeinsam ein Geräusch als SoundPaten vertreten. Ziel des Projektes ist es, aus den neu aufgenommenen und möglicherweise auch aus den schon bestehenden Geräuschen einen klanglichen Stadtrundgang für Weyhe zu konzipieren und in die Internetseite der Gemeinde zu integrieren. Außerdem werden die Kinder in Zusammenarbeit mit der Musikschule Rothaus aus den einzelnen Geräuschen ein Lied zu komponieren.

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Gemeinde Weyhe, FB2, Kira Fäth (FSJ-Kultur) 13.02.2012

4. „Geräusche-Detektive“ – Ausweis
Um die AG für die Schulkinder interessanter und spannender zu gestalten, hat Michael Fütterer einen „Ausweis“ entworfen. Jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin dieser AG bekommt zu Beginn einen Ausweis mit Foto, persönlichen Angaben und Aufgabenfeldern. In der Anfangszeit des Halbjahres lernen die Kinder anhand von verschiedenen Spielen und Aufgaben die Geräusche in ihrem Umfeld kennen. Im Anschluss nehmen die Kinder an kleinen „Prüfungen“ teil und erhalten nach dem Bestehen einen Stempel in ihrem Ausweis. Die Prüfungen bestehen aus Hörverstehensaufgaben, Rätseln, Spielen und vielem mehr. Sobald die Schüler alle ihre Aufgabenfelder ausgefüllt haben, dürfen sie auf „Entdeckertour durch die Gemeinde Weyhe“ gehen. Die Prüfungen werden den Alters- und Entwicklungsstufen der Kinder angepasst.

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Gemeinde Weyhe, FB2, Kira Fäth (FSJ-Kultur) 13.02.2012

5. Ablauf
Die AG an der GTS Leeste erstreckt sich über einen Zeitraum von einem Schulhalbjahr, von Februar bis Juli 2012. Die Initiatoren die Unterrichtsphase in die drei Phasen, Stationsaufgaben, Aufnahmen und Komposition eingeteilt. Die Blöcke enden immer zu Beginn der Ferien oder den Feiertagen, wie Pfingsten. Im Folgenden werden die einzelnen Unterrichtsabschnitte näher erläutert.

5.1 Stationsaufgaben
Um in die AG-Arbeit einzuleiten bekommen die Teilnehmer den „Geräusche-DetektivAusweis“. Um die genannten Aufgaben zu lösen, werden unterschiedliche Spiele eingesetzt. Unter anderem geht es bei den Stationsaufgaben, die bis zu den Osterferien durchgeführt werden, um gutes Hören und leise sein. Die Kinder bekommen verschiedene Rätsel und Hörverstehensaufgaben, welche testen, wie gut sie Geräusche erkennen und zuordnen können. In dem Geografieteil der Stationsaufgaben lernen die Schüler unser Bundesland Niedersachsen und die Gemeinde Weyhe näher kennen. Es wird jedoch darauf geachtet, dass sich das Material, welches die Kinder in dieser Phase bearbeiten, nicht zu sehr mit dem regulären Unterrichtsmaterial überschneidet. Da das Projekt Soundscape ein Internetprojekt ist und nur im Internet abrufbar ist, werden den Teilnehmern auch leichte Handgriffe mit dem Computer nahegelegt. Sie lernen mit der Homepage des Musiklandes Niedersachsen umzugehen und die verschiedenen Geräusche Niedersachsens mit Hilfe des interaktiven Archivs zu erkunden. Für jede Aufgabe, die die Schüler erledigen, erhalten sie ein Stempel, in der Form eines Ohres auf ihren Pass, sodass ersichtlich wird, welche „Prüfungen“ noch zu leisten sind. Nachdem die Kinder alle Aufgaben erfüllt haben, gehen sie mit den Betreuern, Kira Fäth und Michael Fütterer, auf „Entdeckertour durch Weyhe“.

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Gemeinde Weyhe, FB2, Kira Fäth (FSJ-Kultur) 13.02.2012

5.2 Aufnahmen
Um nun auch die Geräusche im Gemeindegebiet zu erfahren, werden Ausflüge in das Gemeindegebiet Weyhe unternommen. Die Kinder gehen an den verschiedenen Terminen mit den Betreuern durch einzelne Ortsteile und suchen nach typischen Geräuschen für den Ort und nehmen diese mit einem professionellen Aufnahmegerät auf. Die Gästeführerinnen der Gemeinde Weyhe haben sich schon vorab dazu bereit erklärt an diesen Ausflügen ebenfalls teilzunehmen und ihr Wissen bei kleinen Führungen mit den Kindern zu teilen. Im Vorfeld können die Kinder äußern, welche Geräusche ihnen in Bezug zu dem jeweiligen Ortsteil einfallen, oder sie entdecken im Laufe des Ausfluges ihnen bekannte Geräusche, die ihnen möglicherweise ganz vertraut sind, sie diese im Alltag aber gar nicht so explizit wahrnehmen. Dieser Rundgang wird auch als Klangspaziergang bezeichnet, welcher in dem folgenden Kapitel noch näher erläutert wird. Dieser Unterrichtsblock endet voraussichtlich zwei Wochen nach den Pfingsttagen. Der Ausflug nach Leeste wird zu Fuß gestaltet, wobei die andern Ziele entweder mit dem Kleinbus der Streetwatcher Weyhe und Privatwagen oder gegebenenfalls mit dem Fahrrad unternommen werden. Es wird voraussichtlich nicht möglich sein jeden der neun Ortsteile der Gemeinde Weyhe zu erkunden, jedoch wird vorab mit den Kindern besprochen welchen Ortsteil sie am spannendsten finden und wo sie sich die interessantesten Geräusche vorstellen können. Schon zuvor in den Planungsgesprächen haben sich Kira Fäth und Michael Fütterer über mögliche neue Geräusche Gedanken gemacht. Denkbar neue Aufnahmeziele könnten der Alltag in der GTS Leeste, der Bürgerbus, der inzwischen als wichtiges öffentliches Verkehrsmittel im Gemeindegebiet Weyhe verkehrt, sowie verschiedene Künstler (wie z.B. Steinhauer, Musiker etc.). Außerdem können Tiere bzw. die Arbeit der Landwirte in der Gemeinde aufgezeichnet werden, die auch ein Kennzeichen, der eher ländlich gelegenen Gegend Weyhes sind. Weitere Geräusche können die Aktivitäten auf dem Sportplatz, der Wochenmarkt auf dem Marktplatz in Kirchweyhe und die Feuerwehr und Polizei Leeste, bei der auch eine Führung mit den Kindern angedacht ist, bieten. Die genannten Geräuschkulissen sind erste Überlegungen und werden mit den Schülern ausgearbeitet. Damit die Geräusche auch auf die Internetseite des Musiklandes Niedersachsen aufgenommen werden können, müssen sie mit einem bestimmt Aufnahmegerät (ZOOM H1), das das Musikland zur Verfügung stellt, aufgezeichnet werden. Die Kinder lernen in dieser Einheit den Umgang mit einem technischen ihnen bislang unbekanntem Gerät und erfahren, wie der Ton vom Gerät später auf den Computer und ins Internet eingespielt wird. Nicht nur das Geräusch allein wird aufgenommen, denn zu jedem Ge6
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räusch, dass in das interaktive Archiv von Soundscape aufgenommen wird, wird auch ein Interview und ein Foto des Soundpaten gemacht, welche beim Aufrufen des Geräusches auf der Internetseite mit angezeigt werden. In dem Interview erzählt der SoundPate, aus welchen Gründen er gerade dieses Geräusch ausgewählt hat und weshalb genau dieser Sound typisch für den Ort ist. Die Übertragung der Dateien vom Aufnahmegerät auf den Computer wird durch Kira Fäth erfolgen. Der Ablauf, wie eine Datei von einem Aufnahmegerät auf den Computer gelangt, kann für die Kinder möglicherweise sehr interessant sein, jedoch ist es den Betreuern nicht immer möglich die Schüler mit einzubeziehen, da es sich ausschließlich um technische Vorgänge handelt und diese neben der eigentlichen Unterrichtszeit in der Schule ablaufen werden.

5.3 Komposition
Das Projekt an der GTS Leeste beinhaltet nicht nur die Veröffentlichung der neu aufgenommenen Geräusche im Internet, sondern auch die Komposition eines Musikstückes. In Zusammenarbeit mit dem „Rothaus Studio 55“ soll es den Kindern ermöglicht werden, eine Songproduktion miterleben zu können. Mit Hilfe der neu aufgezeichneten sowie auch den bereits vorhandenen Geräuschen soll eine Komposition erstellt werden, die die Gemeinde Weyhe verkörpert. Die Schüler und Schülerinnen lernen die Arbeit in einem Tonstudio kennen und erfahren den Alltag eines professionellen Komponisten. So erhalten sie eine Einsicht in die professionelle Musikwelt und erleben die Songproduktion von der Aufnahme bis hin zu der Fertigstellung einer radiotauglichen Musikdatei. Auch hierbei ist darauf hinzuweisen, dass nicht alle Studioarbeiten von den Kindern begleitet werden können, da ein umfassendes Wissen über die Studioanlagen erforderlich sind. Es wird den Schülern ermöglicht einen kleinen Einblick in die Studioarbeiten und eine Führung zu bekommen, bei der ihnen alle wichtigen Stationen der Musikaufnahmen und –verarbeitung erläutert werden. Sobald die Musikproduktion abgeschlossen ist, soll jeder Schüler eine CD bekommen, die das fertige „Weyhe-Lied“ enthält, sodass jedes Kind eine Erinnerung an dieses Projekt erhält, auf der „ihr“ Geräusch verarbeitet wurde.

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6. Material
Der AG-Unterricht wird sich von den Methoden und den Einheiten des regulären Unterrichts, den die Schüler bereits am Vormittag besucht haben, deutlich abheben. Die Kinder befinden sich in einer angenehmen, lockeren Atmosphäre und lösen spielerisch die Aufgaben, die ihnen gestellt werden. Anhand des Unterrichtsmittels, das das Musikland Niedersachsen allen beteiligten Schulen, die ein solches Projekt durchführen, zukommen lässt, werden die AG-Inhalte mittels kleiner Spiele oder Geräusche-Übungen vermittelt.

6.1 Geräusche allgemein
Die möglichen Spiele, mit denen Geräusche den Grundschülern im Allgemeinen näher gebracht werden, sind den Unterrichtsmaterialien des Musiklandes Niedersachsen oder einer Lern-CD des Verlages an der Ruhr, die sich mit Alltagsgeräuschen als Orientierungshilfen auseinandersetzt, zu entnehmen. Um sich zu Anfang erst einmal mit Geräuschen im Alltag auseinanderzusetzen und bekannt zu machen, ist vorgesehen kleine Spiele zu machen, bei denen die Schüler sich diesen Thema mit der Zeit nähern. Als Spielbeispiele sind zu nennen: Klang-Memory: Ein Schüler geht vor die Tür. Die anderen Schüler bilden Paare und einigen sich auf einen gemeinsamen Klang, den ihr Körper, ihre Stimme erzeugen kann. Anschließend verteilen sich alle Schüler im Raum. Nun wird der Schüler hereingerufen und soll die Paare wieder zusammensetzen. Dosen-Memory: Im Vorfeld werden Filmdosen oder andere kleine blickdichte Dosen mit unterschiedlichen Materialien befüllt, sodass immer zwei Dosen ein Paar ergeben, dass mit demselben Material befüllt sind. Diese Dosen werden so gekennzeichnet, dass sie als solche zu erkennen sind, jedoch nicht auf Anhieb gefunden werden. Nun können die Schüler durch wildes ausprobieren und raten die einzelnen Dosen zu Paaren zusammenfügen und im Nachhinein wird aufgelöst, ob ihre Vermutungen richtig waren. Als kleine Herausforderung können die Kinder auch noch erraten, mit welchen Materialien die jeweiligen Dosen befüllt sind. 8
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Klangwald: Die Schüler bilden Paare. Einer ist der „Führende“ und der andere ist der „Blinde“. Sie entscheiden sich für einen Klang (mit ihrem Körper) und der „Führende“ führt den „Blinden“ mit Hilfe dieses Klanges vorsichtig durch den Raum. Der führende Schüler kann mit unterschiedlichen Tempi (der Klang kann langsam erklingen oder schnell) und Levels (der geführte Schüler kann sich auf Zehenspitzen stellen, gestreckt sich durch den Raum bewegen bis kriechend) arbeiten. Nach einer Weile sollen die Schüler ihre Rollen wechseln. Eine andere Variante spielt sich wie folgt ab: Die Schüler verteilen sich im Raum und denken sich einen Klang aus. Ein Schüler mit verbundenen Augen kann sich nun durch den Klangwald einen Weg suchen, ohne seine Mitschüler zu berühren. Stille als Klang: In absoluter Stille soll ein Blatt Papier im Kreis herum gegeben werden! Ist das möglich? Oder hört man nicht doch ein leises Geräusch, wenn es von einer Hand zur nächsten geht? (selbiges lässt sich auch mit einer Glocke durchführen.

6.2 Geräusche in der Schule
In einem weiteren Block werden nun die Geräusche in dem alltäglichen Umfeld erkundet. So gehen die Kinder durch die Schule und erfahren dort die täglichen Geräusche, die ihnen möglicherweise im Schulleben nicht auffallen. Hierzu kann folgendes Spiel in Erwägung gezogen werden: Hörspaziergang: Hörspaziergänge sollen die Ohren für die Geräusche der Umwelt öffnen. Die Schüler durchschreiten aufmerksam eine konkrete Umgebung und versuchen jedes Geräusch ganz bewusst wahrzunehmen und sich zu merken. Hörspaziergänge können folgendermaßen durchgeführt werden: alleine, schweigend in der Gruppe, partnerweise (ein Partner hat die Augen verbunden, der andere führt). Des Weiteren können nach Beendigung der Hörspaziergänge Dinge mit den Teilnehmern der AG zusammen gebastelt werden, die mit dem Thema Geräusche und Klänge in der Schule zu tun haben. Beispiele sind: Hörplakate/Hörwände: Diese können an markanten Stellen der Schule aufgebaut werden: z.B. Hinweis auf lauteste/leiseste Stelle der Schule. 9
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6.3 Geografie
In der AG-Arbeit wird den Schülern auch nahe gebracht, in welchem Umfeld sie leben und was Weyhe im Kontext zum Bundesland Niedersachsen zu bedeuten hat. Hierbei ist darauf zu achten, dass sich der AG-Inhalt nicht zu sehr mit dem regulären Unterrichtsteil deckt. Sicherlich wird dieses nicht immer zu vermeiden sein, da Schüler aus allen Jahrgängen an der AG teilnehmen können und über einen unterschiedlichen Wissensstand verfügen. Auch dieses Fachgebiet wird wieder spielerisch erarbeitet, sodass es den Kindern nicht vorkommt, als stünden sie den ganzen Tag unter dem schulischen Leistungsdruck, den sie schon am Vormittag erlebt haben. Eine Idee ist es, dass die Schüler sich mit Niedersachsen und explizit Weyhe beschäftigen und im Nachhinein kleine Rätsel für ihre Mitschüler erstellen.

7. Finanzierung
Um die entstehenden Kosten zu decken, werden von den Initiatoren des Projektes Förderanträge gestellt.

8. Ausblick
Aus den Aufnahmen sollen nicht nur neue Geräusche für das interaktive Archiv auf der Internetseite des Musiklandes Niedersachsen entstehen oder ein Musikstück komponiert werden, sondern auch andere Projekte realisiert werden. Aus den aufgenommenen Geräuschen soll ein virtueller Stadtrundgang konzipiert werden, der anschließend auf der örtlichen Gemeindehomepage eingepflegt werden soll, sodass zugezogene Bewohner oder Gäste die Gemeinde klanglich erfahren können. Einen solchen virtuellen Stadtrundgang hat nicht jede Gemeinde zu bieten und Weyhe kann sich somit zu den wenigen Gemeinden zählen, die eine solche Besonderheit zu bieten hat. Daraus ist zu schließen, dass dieser virtuelle Stadtrundgang im Internet auch als Imageaufwertung für die Gemeinde Weyhe zu bewerten sein kann. Der Stadtrundgang wird auf der Internetseite der Gemeinde deutlich sichtbar verlinkt werden. Des Weiteren sieht die Gemeinde Weyhe vor so genannte Hörstationen zu installieren. Diese Hörstationen gäben an den einzelnen Orten, an denen ein Geräusch für das 10
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Musikland Niedersachsen aufgenommen wurde, das jeweilige Geräusch wieder. Zu dem Geräusch könnten sich die Besucher dann das folgende Interview des SoundPaten anhören und gegebenenfalls auf einer Infotafel mehr über den hörbaren Ort erfahren. Ob eine Realisierung dieses Projektes ermöglicht werden kann, wird sich noch herausstellen, da die Installation einen Umfang eines neuen Projektes in Anspruch nimmt.

9. Kontakte/beteiligte Personen
• Kira Fäth Projektleitung Rathausplatz 1 28844 Weyhe Tel. 04203/ 71-269 e-mail: fsjkultur@weyhe.de Hedda Benner Projektbegleitung Rathausplatz 1 28844 Weyhe Tel. 04203/ 71-228 e-mail: benner@weyhe.de Michael Fütterer Ganztagesgrundschule Leeste/Kinderhaus Pestalozzistr. 12 28844 Weyhe Tel: 0421/ 898 278 56 Rothaus Studio 55 Ansprechpartner: Nils Neumann/Harm Becker Bahnhofstr. 1 28844 Weyhe Tel. 04242/ 931 531 e-mail: rothausstudio55@gmx.de

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Gästeführerinnen der Gemeinde Weyhe Ansprechpartnerin: Erika Christmann Tel: 0421/ 80 32 32 e-mail: h.e.christmann@t-online.de Musikland Niedersachsen Ansprechpartnerin: Anne Benjes Tel. 0511/ 642 792 02 e-mail: benjes@musikland-niedersachsen.de

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