Dampfer-Akkutest 01-2012

Für mein Projekt „Akkutest für Dampfer“ habe ich mir ein Imax B6AC-Ladegerät zugelegt. Dabei handelt es sich um einen Lader für den Modellbaubereich – man kann den Ladevorgang weitreichend kontrollieren und mit einem USB-Adapter auch am Rechner mitprotokollieren. Die 1 Ampere Last, die das Imax B6AC einsetzen kann, liefern für „normale“ Verdampfer und auch für „normale“ Wicklungen gute Anhaltspunkte: Höhere Last liefert keine besseren Ergebnisse, da beim Dampfen lediglich eine Impulsbelastung bis zu etwa 5A für maximal 10 Sekunden – je nach Akkuträger – stattfindet. Eigentlich alle Akkus im Test sind in der Lage, diese Impulslast zu bedienen, und 1A Dauerlast liefern dann gute Anhaltspunkte zur Lastfreude der Akkus und der real zu erwartenden Kapazität. Einige Akkus liefern im Akkuträger sogar mehr Leistung als bei der Messungen mit der Imax-Last, weshalb ich in der Tabelle auch die Spalte „Laden 1A“ aufgenommen habe. Das ist der real erzielte Wert der Kapazität nach der Entladung in der Lavatube, wenn diese abschaltet – und damit der für Dampfer relevante. Die 14500er-Akkus habe ich im eXo14500 geleert und mit 1C geladen, also der Nennkapazität als Ampere. Für den Test kommt das LiPo-Programm des Imax B6AC zum Einsatz. Das setzt die Ladeschlussspannung bei 4,2V, die Entladeschluss liegt bei akkuschonenden 3,0V. Das ist bei vielen der grade hochwertigeren Akkus einiges an vergeudeter Kapazität, da die für gewöhnlich bis 2,75V und einige sogar bis 2,5V spezifiziert sind. Aber die Lavatube und der Provari machen auch bei 3,0V zu, damit fällt das Ergebnis einigermaßen aussagekräftig aus. Im Test waren insgesamt 18 Akkutypen, davon 14 der Bauform 18650 und vier 14500er.
Name Aw 18650 BJ 18650 Eagletac 18650 2400+ ERF 18650 H2Ole 18650 Headway 18650 LG ICR 18650 HB1 Lishen LR1865SF Panasonic NCR 18650 Panasonic NCR 18650A Panasonic NCR 18650PD Samsung ICR 18650 22F Samsung ICR 18650 26F Sanyo UR18650FM Sony US18650GR s.s 18650 Trustfire 18650 ‚True’ Trustfire 18650 (neu) Yiklik INR 18650 A220 BDL IMR14500 Sony US14500V Trustfire 14500 Ultrafire 14500 Kapazität nominell (mAh) 2500 3000 2400 2000 2500 1600 1500 2200 2900 3100 2900 2250 2600 2600 2200 3000 2400 3000 2200 600 680 900 1200 Entladen 1A (mAh) 2169 521 1935 1995 2121 1625 1446 2117 2576 2749 2690 2006 2529 2395 2163 45 2225 2451 2129 629 620 710 328 Laden 1A (mAh) (LT) --560 --1997 2124 ----2105 2716 2825 2852 --2597 2380 2116 50 ----2104 499 629 680 --Bemerkungen * * Sicher: LiMn angebl. hochstromfähig bis 10A ** * Hochstromfähig bis 20A

Hochstromfähig bis 10A ** Bereits gealterte Zellen Bei 0,5A knapp 140 mAh Mit Schutzschaltung Mit Schutzschaltung Sicher: LiMn Sicher: LiMn Sicher: LiMn Mit Schutzschaltung

* Reaper aus dem ERF hat noch einige Messungen beigesteuert – in der Tabelle die gelb markierten Einträge. Vielen Dank dafür! Da ich diese Akkus nicht gegentesten kann, gibt es keine Einzelberichte. Bei den scheinbar niedrigen realen Kapazitätswerte außer beim LG-Akku muss man bedenken, dass die Akkus wie die Panasonic bis 2,5 V spezifiziert sind und im Akkuträger daher sicherlich etwas mehr Kapazität liefern. ** Nanook aus dem ERF hat ebenfalls Ergebnisse beigesteuert, in der Tabelle die terrakottafarben unterlegten Zeilen. Danke dafür! Der Headway-Akku liefert sogar mehr als die nominelle Kapazität – allerdings sind 1600 mAh schon arg wenig.

Stand: 10. Juni 2012

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Einzeltests der Zellen (18650) BJ 18650 3.000 mAh Hinter dieser Zelle verbirgt sich billige Chinaware, die ein kleiner Händler auf Plattformen wie Tradoria überteuert (5 Euro pro Zelle) vertickt. Erwartungsgemäß sind die aufgedruckten 3.000 mAh Kapazität maßlos übertrieben – aber dass sie bei nur unterirdischen 520 mAh liegt, überrascht schon ein wenig. Auf getakteten Akkuträgern erreicht man damit etwa die Laufzeit eines kleinen eGo-Akkus. Billig ist in diesem Fall die richtige Beschimpfung.

ERF 18650 2.000 mAh Diese Akkus stammen aus dem „Wir-bauen-gemeinsam“-Projekt des ERF und haben nominell 2.000 mAh Kapazität. Es gibt am Markt wohl keine direkt baugleichen Modelle, da die Charge eine Sonderanfertigung aus China war. Die Kapazität erreicht der Akku schon, jedoch ist die Spannungslage etwas niedriger als bei den anderen 18650-Akkus. Die Akkus verkraften wohl auch höhere Ströme, was ich aber nicht ausgetestet habe – die maximal etwa 4A Akkulast der Lavatube (nominell am Ausgang 2,5A, die aber durch den Buck-Boost-Chip der Lavatube und auch beim Provari am Akku etwas mehr Last erzeugen) schaffen ohnehin fast alle Akkus. Die Akkuchemie ist im Übrigen „eigensicher“ Dank Lithium-Mangan-Basis.

Stand: 10. Juni 2012

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H2Ole 18650 2.500 mAh Nach Volladung liefert der Akku nur rund 2100 mAh. Das ist weit unterhalb der Nennkapazität, das kann ein Yiklik für 1,50 Euro anstatt 4-5 Euro besser! Man darf dem Aufkleber auf dem Akku nicht vertrauen: Die weit verbreiteten Billigstladegeräte etwa aus Akkuträger-Sets sind schon in Ordnung, wenn sie nicht von selber anfangen zu brennen. Gegen Verpolung haben die allerdings keine Komponenten verbaut. Der Aufkleber auf meinem H2Ole sitzt jedoch verkehrt herum: Der Minus-Pol wird dort mit "+" markiert. Ironischerweise lag der Lieferung eine Rechnung mit abgestempelter "Qualitätssicherung"-Sektion bei - welch' Hohn! Die Verarbeitung des Schrumpfschlauchs sowie die Metallkappen für + und - sind äußerst billig, die Kappen sehen nach abgeflexten Lötfahnen aus. Selbst da wirken die wesentlich preiswerteren YiklikZellen höherwertiger. Der Hersteller hat auf eine Anfrage dazu bislang nicht reagiert. Für den H2Ole-Akku bleibt daher nur eine Warnung übrig: Finger weg! Die Zellen sind für die Leistung absolut überteuert, für Laien möglicherweise lebensgefährlich und mies verarbeitet.

Lishen LR1865SF 2.200 mAh Zu diesem äußerst günstigen Akku konnte ich keine Datenblätter finden. Es lässt sich lediglich herausfinden, dass die maximale Ladung mit 1.100 mA stattfinden soll sowie dass der Akku alle „Zerstörungstests“ (Nagel durchschlagen, Kurzschlusstest, ...) bestanden hat. Verlässliche Angaben zur Akkuchemie bleiben allerdings unauffindbar. Das Bestehen selbst des Nageltests ohne Brand deutet jedoch auf eine sichere Chemie hin, auch die Kapazitätsangabe des Herstellers legt das Nahe – eine in den Weiten des Internet gefundene Liste nennt allerdings Li(NiCoAl) als Chemie. Die Lishen-Zelle geht mit gemessenen rund 2100 mAh Kapazität völlig in Ordnung. Auch das testweise Laden mit 1,5A verkraftet die Zelle problemlos. In der Lavatube gibt es keine Auffälligkeiten.

Stand: 10. Juni 2012

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Panasonic NCR 18650 2.900 mAh Die Panasonic-Akkus sind die Hochpreis-Zellen schlechthin – aber der Preis lässt sich rechtfertigen durch die tatsächlich sehr gute Leistung. Bei eBay kann man den Akku mit etwas Geduld in Asien für 6,50 Euro pro Stück finden. In der Lavatube läuft er gefühlt länger, bevor er wieder ins Ladegerät muss. Das bestätigen auch die Messungen: Nach dem Leernuckeln mit Lavatube passen locker 2700 mAh hinein, im Imax B6AC kann man jedoch nicht die volle Kapazität nutzen – knapp 2.600 mAh. Das ist definitiv in Ordnung, das Datenblatt nennt eine Mindestkapazität von 2.750 mAh. Und die schafft der Akku in der Praxis. Die Panasonic-Akkus sind bis 2,5V Entladung spezifiziert, sodass sich dort noch ein paar mAh Kapazität verstecken. Wichtig: Diese Zellen sollen mit maximal rund 800 mA aufgeladen werden, um die Lebenszeit nicht zu verkürzen.

Panasonic NCR 18650A 3.100 mAh Der teuerste Akku im Test (für rund 7,50 Euro das Stück auf eBay zu finden) mit der höchsten Kapazität, da steht die Frage im Raum, lohnt sich der Mehrpreis. 200 mAh sind auf jeden Fall mehr als eine Stunde Dampfen in der Praxis. Beim ersten Test erreicht der Akku im Imax eine Kapazität von 2.750 mAh. Nach dem Leernuckeln in der Lavatube passen mehr als 2.800 mAh hinein; beim anschließenden Nachladen im Miller ML-102 gingen auch noch ein paar mAh mehr hinein. Allerdings ist die nutzbare Mehrleistung den Aufpreis eher nicht wert – zumal der NCR18650PD in der Praxis im Akkuträger sogar eine längere Laufzeit schafft. Die Panasonic-Akkus sind bis 2,5V Entladung spezifiziert und haben somit noch Kapazitätsreserven. Auch diese Zellen mögen nur eine niedrige Ladeleistung, maximal 880 mA.

Stand: 10. Juni 2012

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Panasonic NCR 18650PD 2.900 mAh Der wohl neueste Akkutyp im Testfeld soll besonders hochstromfähig sein und bis zu 10 A Last abkönnen, jedoch ebenso wie die anderen Panasonic-NCR-Akkus nur mit maximal 1/3 C (also rund 800 mA) geladen werden, um die Lebenszeit nicht zu verkürzen. Panasonic hat noch kein Datenblatt veröffentlicht, sodass ich mich hier auf die Angaben in den Fachforen, deren Tests unter Extrembedingungen und den Fachhandelsauskünften verlassen muss – und die bescheinigen dem Akku hohe Belastbarkeit. Erkenntnisse zu Auswirkungen auf die Lebensdauer gibt es noch nicht. Die ersten Tests zeigen mit knapp 2.700 mAh Kapazität im Imax eine sehr gute Leistung. In der Lavatube entpuppt sich der Akku zudem als Langläufer und setzt sich sogar vor den NCR18650A. Knapp 7 Euro für den Akku bei deutschen Händlern sind ein fairer Preis. Der Panasonic NCR18650PD ist ein klarer Anwärter auf die neue Favoriten-Position.

Samsung ICR 18650 26F 2.600 mAh Eine weitere Überraschung ist der Samsung ICR18650 26F. Der Akku liefert die angegebene Kapazität mit rund 2.500 mAh an der Imax-Last. In der Lavatube kann man die kompletten 2.600 mAh nutzen. Aufgrund der Entladekurve wirkt der Akku grundsolide – und das für den Spottpreis von 5,50 Euro pro Stück, wohlgemerkt bei deutschen Händlern. Der Samsung 26F könnte mein neuer Lieblingsakku werden, aber dazu muss er sich noch im Dauer-Praxiseinsatz beweisen wie die Sanyo-Akkus.

Stand: 10. Juni 2012

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Sanyo UR18650FM 2.600 mAh Eine meiner Lieblingszellen – für rund 5 Euro pro Stück (bei Kaidomain) erhält man eine echte Markenzelle, die die Leistung auch bringt, die sie verspricht. 2400 mAh Kapazität bei 1A Last sind völlig in Ordnung, zumal die Zelle sehr belastbar und hier schon durch den Dauereinsatz gealtert ist. Im Akkuträger macht die Sanyo eine ganz gute Figur und liefert natürlich mehr Kapazität, wenn sie noch neu ist. Auffällig ist die gute hohe Spannungslage bis zum Schluss – der Akku ist äußerst lastfreudig.

Sony US18650GR 2.200 mAh Die Sonys gibt es für weniger als 4,50 Euro pro Stück bei eBayHändlern aus HongKong. Es handelt sich um eine schon ältere Bauart, sodass keine großen Überraschungen zu erwarten sind. Der Händler BuyInCoins preist diesen Akku mit 2.600 mAh Kapazität an, liefert dann jedoch die Baureihe 6* (zweite Reihe der Beschriftung, 2.200 mAh), anstatt 8* aus. Damit ist der Akku wieder vergleichsweise teuer – liefert aber die 2.200 mAh sogar schon im Imax B6. Sonstig gibt es keine Auffälligkeiten.

Stand: 10. Juni 2012

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s.s 18650 3.000 mAh Die nächste Billigstzelle, die jedoch in besonderem Maße enttäuscht. Der Lieferant sitzt in England und vertickt den Viererpack für weniger als 8 Euro – Versand ist da schon inklusive. Der Akku liefert gerade mal 50mAh, bei nur 0,5A Entladestrom knapp 140 mAh, im Akkuträger dann etwa 250 mAh. Das reicht in getakteten Akkuträgern mit Glück für ein paar Stunden dampfen, ist aber mehr als unter aller Kanone, Mangels eines besseren Begriffs. Das Geld dafür ist einfach nur rausgeworfen, mit dem Kauf kurbelt man direkt die Müllproduktion an. Finger weg! (Der Graph zeigt die 0,5AEntladung.)

Trustfire 18650 ‚True’ 2.400 mAh Einer der günstigen Standard-Akkus für die Dampfenden. Beim Chinahändler für 4 Euro je Stück zu haben, hat sich dieser Akku auch wegen der zuverlässigen Schutzschaltung durchgesetzt. Mit etwas mehr als 2.200 mAh im Imax B6, was auf eine etwas bessere Leistung im Akkuträger hinweist, ist die angegebene Kapazität auch korrekt. Anders als bei anderen Billigakkus mit dem „U“ im Namen aus Fernost. Bei dem Preisgefüge und den derzeit gebräuchlichen getakteten und geregelten Akkuträgern verliert die Schutzschaltung jedoch etwas an Bedeutung – lediglich in rein mechanischen Akkuträgern ist die Schutzschaltung Pflicht. Grundsolide, aber eben etwas zu breit und zu lang für einige Akkuträger. Einen echten Preisvorteil gegenüber höherwertigen Markenzellen (ohne Schutz) wie dem Sanyo UR18650FM 2.600 mAh gibt es jedoch nicht mehr. Lediglich denjenigen ohne jedes Akku-Technik-Know-how und Interesse an der Materie sind diese Akkus nahezulegen.

Stand: 10. Juni 2012

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Trustfire 18650 3.000 mAh Die neuen Versionen der Trustfire-Akkus versprechen 3.000 mAh Kapazität – was leider eine Anpassung an die anderen Anbieter der Billigstakkus und somit maßlos übertrieben ist. Im Imax B6AC lassen sich rund 2.450 mAh entnehmen. Auch mit den Schwankungen einbezogen, lassen sich im Akkuträger um die 2.600 mAh wirklich nutzen, was dann merklich unter den Angaben liegt. Der Akku wäre zwar völlig in Ordnung, würde der Preis stimmen – aber selbst die asiatischen Händler verlangen dafür mehr als für den Panasonic NCR18650 2.900 oder Sanyo UR18650FM, die für weniger Geld eine ähnliche oder gar mehr Kapazität bieten.

Yiklik INR 18650A 2.200 mAh Im deutschen Akkufachhandel für 1,50 Euro pro Stück zu haben, sorgt dieser Akku für Sorgenfalten auf der Stirn. Kann er was taugen? Die Verarbeitung wirkt etwas gepfuschter als bei Markenzellen. Die im Netz auffindbaren Datenblätter sind allerdings sehr beeindruckend. Die Chemie ist ‚eigensicher’ (LiCoNiMn). Ladeempfehlung ist 0,5C (1.100mA), maximal 1C – Entladung mit Dauerlast maximal 1,5C (3.300 mA), aber Spitzen wie beim Dampfen sind sicherlich in Ordnung. Die Sicherheitstests mit Nagel und Kurzschluss hat auch dieser preiswerte Akku laut Datenblatt ohne zu brennen bestanden. Die gemessene Kapazität von 2129 mAh überrascht – der Akku leistet, was er verspricht! Auch in der Lavatube gab es keine Aussetzer. Die etwas niedrige Spannungslage sollte zumindest auf getakteten oder geregelten Akkuträgern nicht auffallen. Die Yiklik-Zelle entpuppt sich als günstiger Schnapp. Daumen hoch!

Stand: 10. Juni 2012

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Einzeltests der Zellen (14500) BDL IMR14500 600 mAh Diese Zelle ist schwer zu finden, aber ein deutscher Händler führt sie für 4,50 Euro pro Stück. Sie ist wie die Sony US14500V eigensicher durch LiMn-Chemie – und liefert tatsächlich mehr Kapazität als angegeben, knapp 630 mAh. Die Zelle ist damit ebenfalls eine positive Überraschung. Der Entladegraph ähnelt eher den Trustfire- als der Sony-Akkus. Die Last im getakteten Akkuträger bedienen sie ordentlich. Derzeit würde ich aber den Trustfire den Vorzug vor den BDL geben.

Sony US14500V 680 mAh Die Sony UR14500V bieten eine sichere Lithium-Mangan-Chemie. Dabei sind die Akkus noch einigermaßen bezahlbar – 5 Euro pro Stück ist soweit in Ordnung, insbesondere im Hinblick auf AW-Zellen. Im Vergleich zu den preiswerteren Trustfire 14500 liefern die Akkus zwar eine geringere Kapazität, sind dafür jedoch höher belastbar – laut Datenblatt sind Lastspitzen bis zu 7 A erlaubt. Soviel braucht man zum Dampfen nicht, im Akkuträger macht die Zelle dennoch eine sehr gute Figur. Der Verdampfer bekommt nochmal etwas mehr Wumms, und ich komme einen kompletten Tag mit einem Akku aus. Beim Kapazitätstest im Imax B6 liefert die Zelle 620 mAh. Die Last von 1 A meistert sie ohne Mucken und Murren, der Graph zeigt einen Verlauf, der die versprochene Leistungsfähigkeit untermauert: Für einen 14500er-Akku ein sehr geringer Spannungseinbruch bei Anlegen der Last, sowie eine insgesamt doch recht hohe Spannungslage.

Stand: 10. Juni 2012

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Trustfire 14500 900 mAh Dieser sehr preiwerte Akku (um die 3 Euro das Stück im asiatischen Versand) liefert eine angemessene Kapazität für den Aufdruck – bei 1A Last immerhin 710 mAh. Dafür, dass es sich um eine derart kleine und geschützte Zelle handelt, sogar ein beeindruckendes Ergebnis. Zudem habe ich den Akku schon mehrere Monate in der Rotation, daher ist er schon gealtert. Im getakteten Akkuträger liefern die Trustfire 14500 eine sehr gute Laufzeit.

Ultrafire 14500 1.200mAh Der nächste zu erwartende schlechte Witz. Der Anbieter auf eBay hat die Akkus falsch deklariert als Trustfire. Ultrafire (oder korrekt „UitraFlre“ laut Aufdruck :-D ) – da hätte ich sofort einen Bogen drum gemacht, da die dafür bekannt sind, Phantasiewerte auf die Akkus zu drucken. Auch hier wurde Ultrafire diesem Ruf gerecht. Die Akkus lieferten gerade einmal 330 mAh Kapazität, und niederohmige Verdampfer (2,2 Ohm, also keine satanische Wicklung) können damit gar nicht erst anlaufen. Im eXo14500 habe ich den Akku daher nicht geleert. Schade, denn die Akkus könnten den zusätzlichen Platz, der durch die fehlende Schutzschaltung entsteht, doch für Akkuchemie nutzen.

Stand: 10. Juni 2012

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Und der Oskar geht an ... Als Ergebnis des Tests ragen einige Kandidaten für unterschiedliche Bedürfnisse und Szenarien besonders aus dem Testfeld heraus. Unter den 18650er-Akkus gibt es gleich mehrere gute und empfehlenswerte Zellen: Wer etwa ungeregelte Akkuträger hat und Wert auf Kapazität legt, nimmt sich die bewährten geflammten Trustfire 18650 ‚True’ 2.400 mAh. In den Akkuträgern, in die er hinein passt, macht er eine sehr gute Figur – insbesondere in den rein mechanischen Mods ohne Elektronik. Dabei ist der Preis völlig in Ordnung im Vergleich mit dem Nachfolgemodell, das sich leider als überteuert erweist. Für den hochpreisigen Provari bleibt eigentlich nur die etwas teurere Panasonic-Liga übrig – überragende Kapazität und hohe Belastbarkeit, dafür etwas längere Ladezeit durch schonende Ladung mit maximal 0,8A. Unter Berücksichtigung des Preis-Leistungsverhältnisses liegt der neue Panasonic NCR18650PD für etwa 7 Euro pro Akku ganz vorn, hängt er doch sogar seinen teureren „Bruder“ NCR18650A in Punkto real nutzbare Kapazität ab. Wer mit ein paar Stunden Dampfen weniger pro Akkuladung auch kein Problem hat, fährt mit den Samsung ICR18650 26F oder Sanyo UR18650 FM ebenfalls sehr gut. Diese Zellen sind grundsolide und kosten etwas weniger als die Panasonic - setzen jedoch genau wie diese eine Elektronik voraus, die den Akku vor Tiefentladung und Kurzschluss schützt. Wer auf Sparen aus ist und eine sichere Chemie bevorzugt, kann ein Auge auf den Yiklik INR18650 A220 werfen – für nur rund 1,50 Euro pro Stück liefert der eine einigermaßen brauchbare Leistung ab. Allerdings auch nur 25 Prozent weniger Kapazität als die besten Zellen im Test. Zudem ist der Akku nicht so ‚lastfreudig’ wie die anderen ‚kategoriebesten’ Zellen. Für wenige Cent mehr liefert in diesem Billig-Bereich die Lishen-Zelle schon eine wesentlich bessere Belastbarkeit und Spannungslage. Finger weg heißt es hingegen bei anderen Billig-Akkus etwa von Auktionsplattformen. Die kosten im Zweifel nur geringfügig weniger als die hier getesteten Markenzellen (oder eben auch No-Names wie Yiklik und Lishen), sind aber eigentlich nur als Sondermüll auszusortieren. Sie sind weder belastbar, noch liefern sie annähernd die angegebene Kapazität ab. Ebenfalls erwähnenswert sind die H2Ole-Akkus. Es gibt einen vereinzelten positiven Bericht, ansonsten habe ich Nutzerbestätigungen gesehen, dass auch dort die Akkus unterschiedliche Beschriftungen tragen. Fotos bei Amazon zeigen, dass 2.200 mAh-Akkus einfach mit H2Ole-Aufkleber mit 2.500 mAh versehen werden. Dass die Qualitätssicherung dabei komplett versagt, ist jedoch bei ungeschützten, nicht eigensicheren Akkus unverzeihlich. Den Minuspol mit „+“ zu beschriften und den Aufkleber falsch herum aufzusetzen, ist für den Laien nicht zu erkennen; vielleicht ist das ja sogar ernst gemeint und der Akku komplett falsch zusammengebaut. Im schlimmsten Fall führt das zum Überhitzen und Ausgasen des Akkus, wodurch die Wohnung in Brand geraten kann. Nicht auszudenken, was passiert, wenn man über Nacht beim Schlafen die Akkus lädt. Der Hersteller hat dazu auf Nachfrage keine Stellung bezogen. Für die 14500er-Akkuträger sind eigentlich alle Zellen brauchbar, nur der Uitraflre erweist sich als Komplettausfall. Besonders ragt jedoch der Sony US14500V aufgrund seiner sicheren Chemie und hohen Belastbarkeit heraus. Alternativ schlägt sich auch hier wieder der bewährte Trustfire 14500 mit Schutzschaltung sehr gut, der mit einer höheren Kapazität punktet und im Akkuträger daher etwas länger für Steckdosenunabhängigkeit sorgt – und das für einen äußerst günstigen Preis bei asiatischen Versendern und eBay-Händlern.

Stand: 10. Juni 2012

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