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BiB April 2012

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10/07/2013

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April 2012 · 39. Jahrgang Nr.

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Achmer · Balkum · Bramsche · Engter · Epe/Malgarten · Evinghausen · Hesepe · Kalkriese · Lappenstuhl · Pente · Schleptrup · Sögeln · Ueffeln

Liebe Leserinnen und Leser von „Bramsche im Blickpunkt“
Zum gewohnten Zeitpunkt und in bewährter Qualität liegt die erste Ausgabe 2012 von „Bramsche im Blickpunkt“ nunmehr vor. Die kommunalpolitischen Entwicklungen bilden auch in dieser Ausgabe den Schwerpunkt in der Berichterstattung. Aber Sie werden schnell feststellen, dass jetzt schon die Landespolitik zunehmend in den Blickpunkt des Interesses rückt. Schließlich findet am 20. Januar 2013 die Landtagswahl in Niedersachsen statt. Die SPD Niedersachsen hat inzwischen den Oberbürgermeister von Hannover, Stephan Weil, zu ihrem Spitzenkandidaten für die Landtagswahl gewählt, und im Wahlkreis Bramsche tritt mit Guido Pott aus Wallenhorst ein engagierter und kompetenter Kommunalpolitiker als Landtagskandidat an. Gemeinsam mit ihm wollen wir versuchen, den Wahlkreis für die SPD zu gewinnen und damit einen Beitrag leisten, die schwarz-gelbe Landesregierung in Niedersachsen endlich abzulösen. Und ein Wechsel in Hannover, ein sozialdemokratischer Ministerpräsident Stephan Weil, wäre

Neuer Vorstand wurde gewählt
Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Bramsche
Wichtigster Tagesordnungspunkt der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Bramsche vor wenigen Tagen war die Neuwahl des Ortsvereinsvorstandes. Nach zehn Jahren im Amt stellte sich der Ortsvereinsvorsitzende Wolfgang Kirchner erneut für zwei Jahre zur Wahl, allerdings zum letzten Mal. In zwei Jahren soll dann zumindest an dieser Stelle Schluss sein, wie Kirchner ankündigte, damit dann ein neuer Vorsitzender oder eine neue Vorsitzende die Bramscher SPD mit neuen Ideen in den Kommunalwahlkampf 2016 führen kann. Mit großen Mehrheiten für alle Kandidatinnen und Kandidaten wurden die Wahlen durchgeführt, und im engeren Vorstand gab es eine Veränderung. Für Silke Schäfer aus Sögeln, die gerade erst zur neuen Vorsitzenden des SPDStadtbezirkes Hesepe/Sögeln gewählt worden ist, und die deshalb nicht erneut als stellvertretende Vorsitzende im Ortsvereinsvorstand antrat, wurde mit Petra Strunk-Baumgart (Gartenstadt) eine junge Frau gewählt, die noch nicht so lange Mitglied der SPD ist, aber bereits bei der Kommunalwahl im vergangenen Herbst ein Mandat im Ortsrat Bramsche-Mitte errungen hat und darüber hinaus schon seit einiger Zeit im Stadtbezirksvorstand Gartenstadt aktiv mitarbeitet. Auch bei den Beisitzerinnen und Besitzern gab es einige Veränderungen. Der neue Vorstand: Vorsitzender: Wolfgang Kirchner – stellvertretende Vorsitzende(r): Petra Strunk-Baumgart (Gartenstadt), Karl-Georg Görtemöller (Schleptrup) – Geschäftsführer und Kassierer: Heinz Kurschat (Pente) – stellvertretender Kassierer: Dirk Fisse (Schleptrup) – Schriftführer: Harald Stuckenberg (Gartenstadt) – Presseobmann: Lars Rehling (Epe) – Internetbeauftragter: Alexander Dohe (Gartenstadt) – Beisitzer: Ralf Bergander, Ute Johanns, Dennis Kaden, Peter Furmanek, Silke Schäfer, Frank Kresin, Ilona Busch, Christian Lübbe, Isabelle Hennig, Henry Joelifier. Im Mittelpunkt der Reden auf der Jahreshauptversammlung stand natürlich der Rückblick auf die Kommunalwahl 2011 und die Folgen, die sich daraus für die Arbeit der SPD – des Ortsvereins und der Stadtratsfraktion – ergeben. Bei aller Enttäuschung über das Wahlergebnis und die neue Rolle der SPD als Minderheit im Rat forderte Wolfgang Kirchner in seinem Bericht aber auch dazu auf, nicht die vielen positiven Aspekte des vergangenen Jahres zu vergessen. Kirchner dazu wörtlich: „Bei allen Defiziten, die ich versucht habe aufzuzeigen, bei allen Fehlern, die wir alle natürlich eingestehen müssen – wir sollten auch nicht die vielen positiven Entwicklungen und Ergebnisse des vergangenen Jahres und der vergangenen Jahre vergessen. Die Wahlkampforganisation war Spitze, unser personelles Angebot war und ist hervorragend, deshalb sind in Achmer, in Hesepe, in Pente, Kalkriese, Bramsche-Mitte, in Schleptrup weiterhin Sozialdemokraten Ortsbürgermeister – und in Lappenstuhl mit Anette Marewitz, in Engter mit Markus Wahlers und in Ueffeln mit Ilona Busch sind drei neue Ortsbürgermeisterinnen und Ortsbürgermeister im Amt, die frischen Wind in die Ortsteilspolitik bringen und die auch dokumentieren, dass wir sehr wohl immer noch in der Lage sind, uns zu erneuern. Und ein Blick in die Listen unserer Ortsratsmitglieder und auch in die Stadtratsfraktion zeigt das ebenfalls: Viele junge, engagierte Genossinnen und Genossen sind in die Räte eingezogen, so dass mir um die Zukunft nicht bange ist. Auch unsere Mitgliederentwicklung ist außerordentlich positiv. Die SPD insgesamt hat auch im vergangenen Jahr fast drei Prozent ihrer Mitglieder verloren – in Bramsche haben wir um fast drei Prozent zugelegt. Mehr als 25 neue Mitglieder haben wir im vergangenen Jahr neu gewinnen können. Damit geht fast 50 Prozent des gesamten Mitgliederzuwachses im SPD-Kreisverband auf unser Konto – auch darauf können wir stolz sein.“ Ralf Bergander, der Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion, präsentierte sich schon wieder sehr angriffslustig. Zielscheibe seiner Kritik war natürlich die rechnerische Mehrheit im Rat, das „Jamaika Plus-Bündnis“. Schon aus der schriftlichen Vereinbarung, die dieses Bündnis formuliert hat, so Ralf Bergander, wird ersichtlich, dass diese rechnerische Mehrheit lediglich einen gemeinsamen Nenner hat: Es ist ein Bündnis gegen die SPD. Es geht nur um „Macht“ und nicht um die Interessen der Bürgerinnen und Bürger, deshalb hat dieses Bündnis die meisten Themen und Politikfelder aus dieser Vereinbarung ausgeklammert.

dann auch ein starkes Signal für die Bundestagswahl im Herbst 2013. Auch hier wollen wir den Wechsel schaffen: Schwarz-Gelb ist schon lange am Ende und gehört auf die Oppossitionsbänke, wobei die FDP derzeit in einem fast schon Mitleid erregenden Zustand ist und es wünschenswert wäre, wenn diese Liberalen sich zunächst außerhalb des Landtages und des Bundestages regenerieren könnten. Mit freundlichen Grüßen Ihr Wolfgang Kirchner Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Bramsche

Rote Eier zu Ostern

Traditionsgemäß verteilten auch in diesem Jahr die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft 60plus der Bramscher SPD rot gefärbte Ostereier an Passanten. Marianne Dierkes und ihr hoch motiviertes Team wollten auf die Situation älterer Menschen in unserer Gesellschaft aufmerksam machen. Mit dabei war dieses Jahr auch der SPD-Landtagskandidat Guido Pott, der die Gelegenheit nutzte, um sich den Bramscher Bürgerinnen und Bürgern persönlich vorzustellen. Bei einer leckeren Tasse Kaffee wurde viel über landespolitische Themen diskutiert.

2 Bramsche im Blickpunkt

Ausgabe 1/2012

Feiern und Gemütlichkeit genießen Ohne regionale Versorger keine Energiewende

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Stephan Weil und Guido Pott loben Stadtwerke Bramsche
Der niedersächsische SPDSpitzenkandidat für die Landtagswahl am 20. Januar 2013, Stephan Weil, und der SPDLandtagskandidat für den Wahlbereich Bramsche, Guido Pott, haben bei einem gemeinsamen Besuch der Stadtwerke Bramsche die Bedeutung der dezentralen Versorgungsunternehmen in Deutschland betont. „Ohne regionale Versorger wird die Energiewende nicht zu machen sein. Gerade Gemeinde- und Stadtwerke genießen bei ihren Kundinnen und Kunden zu Recht ein sehr großes Vertrauen“, betonten Stephan Weil und Guido Pott. Stadtwerke-Geschäftsführer Dieter Holzgrefe wies auf den hohen Marktanteil der Stadtwerke Bramsche im Versorgungsgebiet hin, der sowohl bei der Gas- als auch bei der Stromversorgung bei weit über 90 Prozent liege. Dieses sei außergewöhnlich hoch, lobten Weil und Pott. Ralf Bergander, Karl-Georg Görtemöller und Wolfgang Kirchner, die für die Bramscher SPD an dem Gespräch teilnahmen, äußerten sich ebenfalls aus Bramscher Sicht hoch zufrieden mit der Arbeit der Stadtwerke Bramsche, die neben der Sicherstellung der Energieversorgung auch das Hase-Bad und die VarusTherme betreiben. Stephan Weil, der als Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover und Präsident des Bundesverbandes kommunaler Unternehmen (VKU) die Energiewende in Deutschland maßgeblich mit begleitet und gestaltet versprach als zukünftiger Ministerpräsident mehr Druck auf die Bundesnetzagentur auszuüben, um den Netzausbau zu forcieren. „Der Netzausbau ist nämlich das eigentliche Nadelöhr bei der Energiewende. Hier muss wesentlich mehr geschehen, und der Ausbau muss auch für kleinere Versorger refinanzierbar sein“, betonte Stephan Weil. Landtagskandidat Guido Pott, der auch SPD-Fraktionsvorsitzender in Wallenhorst ist, wies darauf hin, dass die Mehrheitskooperation im Wallenhorster Gemeinderat aus SPD, Grünen und Wählergemeinschaft zur Zeit die Gründung eigener Gemeindewerke in Wallenhorst prüfe. „Ich könnte mir in einem solchen Fall eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Stadtwerken in Bramsche sehr gut vorstellen“, sagte Landtagskandidat Guido Pott.

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Stadtfest wieder ein Höhepunkt
Nach dem Frühlingserwachen und der Frühjahrskirmes Ende April folgt am 25. und 26. Mai 2012 der Veranstaltungshöhepunkt eines jeden Jahres in Bramsche: Beim Stadtfest wird wieder für (fast) jeden Geschmack, für jede Altersgruppe ein tolles und attraktives Programm angeboten. Die Stadtfestpartys am Freitag- und Samstagabend in diesem Jahr mit Andreas Geffarth & Band (Oldie-QuerbeetProgramm), mit „ELF 99“ (Deutsche Rock-, Pop-, Partyund NDW-Klassiker) und der Gruppe „Polkaholix“ (Musik zwischen Ska und Cajun, Rock’n’Roll und Polka) sind Kult. Der Flohmarkt, die zahlreichen Marching-Bands, Walk-Acts, Kleinkünstler und Akrobaten, das umfangreiche Imbiss- und Getränkeangebot gehören inzwischen zum festen und unverzichtbaren Bestandteil des Stadtfestes. In diesem Jahr neu: Nach dem Programm der verschiedenen Gruppen des TuS Bramsche auf dem Münsterplatz präsentieren sich zahlreiche Tanzgruppen aus Bramsche und der Umgebung auf einem eigens installierten „Tanzboden“ an gleicher Stelle.
Herausgeber: SPD-Ortsverein Bramsche, Heinrich-BeerbomPlatz 2, 49565 Bramsche, Telefon 05461/1430, Internet: www.spdbramsche.de, E-Mail: info@spdbramsche.de, Verantwortlich: Wolfgang Kirchner, Lars Rehling, Otto vor den Tharen, Gesamtherstellung: Druck- und Verlagshaus Fromm, Osnabrück, Auflage 12700

Guido Pott, Ralf Bergander, Stephan Weil, Wolfgang KIrchner und Karl-Georg Görtemöller.

Die Ortsräte stärken
SPD Bramsche will Kompetenzen erweitern
Zur Kommunalwahl 2011 gab es in einigen Ortsteilen Schwierigkeiten, genügend Bürgerinnen und Bürger zu motivieren, für eine Kandidatur für die jeweiligen Ortsratswahlen zur Verfügung zu stehen. Die „kleinen“ Parteien, FDP und Bündnis 90/Die Grünen, haben diese Probleme seit vielen Jahren. Aber inzwischen haben auch die Volksparteien SPD und CDU in Bramsche an dieser Stelle Probleme – so hat es etwa die CDU nicht geschafft, in Lappenstuhl eine Kandidatenliste aufzustellen. Seit vielen Jahren beklagen sich darüber hinaus immer wieder Mitglieder von Ortsräten über zu wenig Mitsprachemöglichkeiten, manchmal auch fühlen sich Ortsratsmitglieder mit ihren Anregungen und Ideen nicht ausreichend wahr- und ernstgenommen – vor allem von der Stadtverwaltung. Diese Entwicklungen haben nach der Kommunalwahl und der Konstituierung der neuen Ortsräte zu einer Diskussion über Bedeutung, Zweck und Sinnhaftigkeit der Ortsräte innerhalb der SPD-Gremien geführt, die die SPD-Stadtratsfraktion und der SPD-Ortsvereinsvorstand jetzt aufgegriffen haben und die noch in diesem Jahr zunächst in der SPD und dann auch gemeinsam mit den anderen Fraktionen und Parteien im Rat der Stadt Bramsche zu neuen Lösungen führen sollen. Ein Arbeitskreis der SPD unter der Leitung von Ralf Bergander, dem alle SPD-Ortsbürgermeister, die SPD-Fraktionsvorsitzenden in den Ortsräten und die SPD-Stadtbezirksvorsitzenden angehören, hat bereits zweimal getagt, und die ersten Ergebnisse sind eindeutig. Die SPD will alle Ortsräte in der jetzigen Form (Größe, Gebietszuschnitt) erhalten. Es soll keine Zusammenlegung oder gar ersatzlose Auflösung von Ortsräten geben. Folgende Themen und Problemfelder sollen in den nächsten Wochen noch intensiver beraten werden: (zu wenig) Kompetenzen, Einbeziehung der Ortsräte bei Bebauungsplänen, Informationsfluss und Kommunikation Ortsräte/Stadtverwaltung, Rolle und Aufgaben der Ortsräte nach dem niedersächsischen Kommunalverfassungsrecht. Auch die finanzielle Ausstattung der Ortsräte wird erneut diskutiert werden müssen. Wenn die Bramscher SPD ihren Diskussionsprozess mit Vorschlägen abgeschlossen hat, wird unverzüglich den anderen Fraktionen im Rat der Stadt Bramsche ein Gesprächsangebot unterbreitet. „Wir hoffen, dass die Wahlaussagen der CDU zur Stärkung der Ortsräte dann auch noch Gültigkeit haben“, so Ralf Bergander. Und weiter: „Die SPD geht völlig ergebnisoffen in diese Gespräche, weil es das Ziel aller politischen Kräfte in Bramsche sein sollte, neue Lösungen, neue Konzepte von einer breiten Mehrheit im Rat der Stadt Bramsche beschließen zu lassen.“

Ausgabe 1/2012

3 Bramsche im Blickpunkt

Der neue Vorstand der Bramscher Jusos: Romario Reinhard (stellvertretender Vorsitzender), Max Kaden, Tobias Hinze, Isabelle Hennig, Louisa Tändler, Christian Richter, Alexander Dohe (Vorsitzender) und Henning Kirchner (stellvertretender Vorsitzender) mit Christian Lübbe von der SPD-Stadtratsfraktion (hinten).

Bramscher Jusos rüsten sich für die Zukunft
Mit einem umfassenden FünfJahres-Arbeitsprogramm und einer Vielzahl von Anträgen sind die Jusos Bramsche auf ihrer Jahreshauptversammlung in das neue Jahr gestartet. Bevor sich die Jungsozialisten jedoch mit der Zukunft beschäftigten, stand die Gegenwart auf der Tagesordnung. Der Vorsitzende Alexander Dohe berichtete über die Vielzahl der Aktionen im vergangenen Jahr und vor allem während des Kommunalwahlkampfes: „Trotz der Niederlage und dem Verlust der Ratsmehrheit lässt sich sagen, dass wir einen guten Wahlkampf gemacht haben.“ Mit vielen verschiedenen, kreativen Aktionen sowie dem Austausch mit anderen Institutionen seien die Jusos jederzeit da gewesen. „Diese Niederlage dürfen wir nicht nur als Vertrauensentzug verstehen. Wir müssen sie auch als Arbeitsauftrag für die nächsten fünf Jahre deuten“, so Dohe in seinem Bericht. Mit dem „Arbeitsauftrag für die nächsten fünf Jahre“ meinte der Vorsitzende das Arbeitsprogramm „AP J 11-14-16“. Angeknüpft an der letzten Kommunalwahl, zu den Bürgermeisterwahlen 2014 und den nächsten Kommunalwahlen 2016 habe man sowohl grobe als auch teils schon genaue Vorstellungen, was für die Bramscher Jusos und die SPD zu tun sei. Einstimmig beschlossen, wollen die Jusos sich in Zukunft noch mehr auf die Straße bewegen, sich für einen Jugendtreff in der Gartenstadt sowie eine Verjüngung des Vorstands im SPDOrtsverein und der SPD-Stadtratsfraktion einsetzen. Des weiteren sollen mehr Aktionen mit der Arbeitsgemeinschaft 60plus initiiert werden. Die 60plus-Vorsitzende Marianne Dierkes betonte bei ihrem Grußwort, dass die Jusos und die 60plus die aktivsten Arbeitsgemeinschaften der SPD Bramsche sind und mehr Einfluss auf die politische Arbeit in Bramsche nehmen müssten. Neben dem Arbeitsprogramm standen insgesamt neun Anträge zur Debatte. In einer recht gemütlichen Runde im Restaurant Adria wurden verschiedene Anträge zur Kommunalpolitik teils komtrovers mit der Fraktionsvertretung debattiert. Der Juso-Vorstand ist sich einig, dass künftig auch mehr mit der Fraktion zusammengearbeitet werden müsse, um „optimale politische Ziele für Bramsche“ entwickeln zu können. Die Jusos haben sich bereits verjüngt: Einstimmig zum Vorsitzenden wiedergewählt wurde Alexander Dohe, seine beiden Stellvertreter heißen in Zukunft Romario Reinhard und Henning Kirchner. Als Schriftführer ist Robin Beckmann, als Pressesprecherin Isabelle Hennig und als Beisitzer sind Max Kaden, Christian Richter, Harald Stuckenberg und Tobias Hinze gewählt worden.

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Schokolade für Äthiopien
Spendenaktion der Bramscher Jungsozialisten
Mit einer etwas anderen Art des Info-Standes haben sich die Bramscher Jusos in die Bramscher Innenstadt gewagt: Ohne Flyer, Kulis, Traubenzucker oder Luftballons bewaffnet sammelten die Jungsozialisten mit einem sogenannten „Münzgrab“ Spendengelder für das Projekt des Evangelisch-Lutherischen Missionswerks (ELM) „Bäume für Äthiopien“. „Wir wollen zeigen, dass wir auch relativ unpolitisch auf die Menschen zugehen können und der gute Zweck für uns im Vordergrund steht“, so der Vorsitzende Alexander Dohe. Die Idee des SPD-Nachwuchses bestand darin, dass man mit einem beliebigen Münzstück versucht, eine Tafel Schokolade auf einem Drahtgitter zu treffen. Bleibt das Münzstück auf der Schokolade liegen, bekommt man die Schokolade, ansonsten verschwindet das Geld in den Tiefen des Münzgrabs beziehungsweise wandert zu den Menschen nach Äthiopien. Das Projekt des ELM verfolgt das Ziel, auf kahlen Flächen wieder Bäume für die Bewohner Äthiopiens anbauen zu können. So bleibe zum einen der dortige Boden fruchtbar, zum anderen spenden die Bäume Schatten gegen die dortige große Hitze. Immer mehr Menschen brauchen dort aber auch das Holz zum Leben und Bauen, was zum Verschwinden vieler Wälder geführt hat. Laut Dohe wurde ein „mittlerer zweistelliger Betrag“ erzielt, mit dem man auf einem recht ruhigen Freitagnachmittag zufrieden sein könne. Allerdings sei deutlich mehr Schokolade übrig geblieben, was auf eine weitere ähnliche Aktion in naher Zukunft hinauslaufen werde.

4 Bramsche im Blickpunkt

Ausgabe 1/2012

Die Bürgermeisterin informiert
Haushaltsplan einstimmig verabschiedet
Der Schuldendienst ist überschaubar – Grösste Ausgabe ist die Kreisumlage
Der Rat der Stadt Bramsche hat in seiner Sitzung vom 22. März den Haushalt für das Jahr 2012 einstimmig verabschiedet. Der Ergebnishaushalt, der alle Erträge und Aufwendungen, einschließlich der kalkulatorischen Kosten enthält, schließt mit Aufwendungen von 39,1 Millionen Euro und Erträgen von 37,9 Millionen Euro ab. Damit ergibt sich ein Fehlbetrag von 1,2 Millionen. Dieser Fehlbetrag kann aber durch Überschüsse aus Vorjahren ausgeglichen werden. Die Haupteinnahmen aus Steuern und Abgaben wurden mit rund 21 Millionen Euro vorsichtig optimistisch kalkuliert, davon entfallen auf die Gewerbesteuer etwa 8,4 Millionen und auf den Anteil an der Einkommenssteuer etwa 8 Millionen. Hinzu kommen die Schlüsselzuweisungen (Beteiligung der Kommunen an den Steuereinnahmen des Landes) in Höhe von 6,9 Millionen. Größte Ausgabenposition ist wie in jedem Jahr die Kreisumlage mit stolzen 11,3 Millionen. Meine Hoffnung, dass der Landkreis Osnabrück, der von diesem Jahr an durch den Bund in erheblichem Maß von den Kosten für die Grundsicherung im Alter entlastet wird, diesen finanziellen Spielraum dazu nutzt, den Umlagesatz für die Gemeinden im Landkreis zu reduzieren, hat sich leider nicht erfüllt. Danach folgen die Personalausgaben mit effektiv rund 7,8 Millionen (ohne kalkulatorische Rückstellungen) einschließlich der Tarifsteigerung, die fast punktgenau geschätzt wurde, die Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen mit 5,3 Millionen, Zinsen und ähnliche Aufwendungen mit 1,6 Millionen. Ein großer Ausgabeposten sind die Aufwendungen für die Kindertagesstätten, die von Jahr zu Jahr erheblich steigen. Die entsprechenden Zuschüsse für den laufenden Betrieb an die Träger der Einrichtungen betragen in diesem Jahr 3,25 Millionen. Jährlich steigende Ausgaben sind auch die Kosten für die Ganztagsbeschulung, die zu einem erheblichen Teil von der Stadt Bramsche getragen werden. Neben der Hauptschule wird seit dem letzten Schuljahrsbeginn in der Realschule und in den Grundschulen Im Sande und Meyerhofschule eine Ganztagsbeschulung angeboten. Allein für die Honorare wird die Stadt in diesem Jahr rund 133 000 Euro bereitstellen müssen. Die im Finanzhaushalt veranschlagten Investitionen betragen in diesem Jahr 5,1 Millionen. Davon müssen 3,1 Millionen durch Kreditaufnahmen finanziert werden. Gleichzeitig werden rund 1,7 Millionen für die Tilgung laufender Kredite vorgesehen. Nach Abzug dieser Tilgung ergibt sich eine Neuverschuldung von 1,4 Millionen Euro. Nahezu vollständig sind alle Kredite, die die Stadt Bramsche zur Finanzierung von Investitionen aufgenommen hat, zu sehr günstigen Konditionen mit einer Zinsbindung bis zur Endlaufzeit abgeschlossen worden. So ist der Schuldendienst überschaubar und die Stadt vor Zinsschwankungen langfristig geschützt. Zu den wesentlichen Hochbau- und Unterhaltungsmaßnahmen in diesem Jahr zählen der Neubau der Krippe in Hesepe, die Innensanierung der Turnhalle an der Meyerhofschule, eine weitere große Dachflächensanierung an der Hauptschule, die Innensanierung der Hallen 4 und 5 in der Realschulsporthalle und der erste Bauabschnitt für eine neue Heizungsanlage in der Sporthalle Schleptrup. Darüber hinaus erfolgt die Modernisierung von Sanitäranlagen in der Schule Achmer, und die Schule Epe wird brandschutztechnisch auf den neuesten Stand gebracht. Auch in diesem Jahr wird ein städtisches Mietshaus in der Vockestraße grundsaniert. Für Kinderspielplätze und -geräte wurden 75 000 Euro angesetzt. Die Straße „Am Quebbebach“ in der Gartenstadt erhält ihren Endausbau, und der Lärmschutzwall im Baugebiet „Kapshügel II“ in Engter wird aufgesetzt. Für den vorletzten Abschnitt der Stadtsanierung „Südwestliche Altstadt“ stehen insgesamt 600 000 Euro zur Verfügung, davon 200 000 Euro Eigenmittel der Stadt. Rund 870 000 Euro sind für den Ankauf weiterer WohnLiesel Höltermann Bürgermeisterin der Stadt Bramsche bauflächen vorgesehen. Diese Investition wird sich nach den bisherigen Erfahrungen in relativ kurzer Zeit amortisieren. So ist allein in diesem Jahr mit 400 000 Euro Verkaufserlösen für bereits heute verfügbare Wohnbaugrundstücke zu rechnen. Sowohl südlich des Grünegräser Weges als auch in Engter im 4. Bauabschnitt „Kapshügel II“ werden weitere attraktive Grundstücke entstehen, die ohne Probleme ihre Käufer finden werden.

Gute Entwicklung in vergangenen Jahren
Neubürger erwarten gute Infrastruktur
Die neuesten amtlichen Einwohnerzahlen zum Stichtag 30. Juni 2011 zeigen, dass Bramsche im Gegensatz zu vielen anderen Kommunen in den letzten zehn Jahren keinen Einwohnerrückgang zu verzeichnen hat. Das dürfte in erster Linie auf die Zuzüge in den Baugebieten „Im Blauen Wunder“ Epe, „Vogelbaum“ am Bramscher Berg, Lappenstuhl und „Kapshügel I und II“ in Engter zurückzuführen sein. Es reicht aber nicht, nur attraktive und bezahlbare Wohngrundstücke vorzuhalten, Neubürger machen ihre Kaufentscheidung von mehreren Faktoren abhängig. Sie erwarten eine gute Infrastruktur sowohl bei der Kinderbetreuung als auch im Schulbereich, vielfältige Einkaufsmöglichkeiten und ein lebendiges Kulturund Sportangebot. Wer das nicht leisten kann oder will, hat keine Chance, junge Familien anzusiedeln. Auch in Bramsche ist die Zahl der Kinder in den letzten zehn Jahren um rund 20 Prozent zurückgegangen. Gerade bei einer alternden Gesellschaft und zurückgehenden Geburtenzahlen ist der Zuzug von außerhalb genauso wichtig, wie junge Leute aus Bramsche im Stadtgebiet zu halten.

Von seiner besten Seite zeigte sich die Einkaufs- und Erlebnisstadt Bramsche beim „Frühlingserwachen“ am 11. März 2012. Verkaufsoffener Sonntag des Einzelhandels, attraktives Unterhaltungsprogramm, Blumen und Pflanzen, Autos und Wohnmobile, Fahrräder und Motorräder – ein umfangreiches Angebot wurde von der Stadtmarketing Bramsche GmbH bei dieser ersten Großveranstaltung 2012 präsentiert und lockte zigtausend Besucherinnen und Besucher aus Bramsche und der Region in die Innenstadt.

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Ausgabe 1/2012

5 Bramsche im Blickpunkt

Baubeginn bei der Kinderkrippe in Hesepe
In der Stadt Bramsche werden zur Zeit 140 Kinder im Alter von bis zu drei Jahren betreut – Nachfrage steigt weiter
Mit eifriger Unterstützung der Kindergartenkinder wurde in Hesepe im März der erste Spatenstich für die neue Kinderkrippe vorgenommen. Die Kleinen waren kaum zu bremsen, nur ein „süßes Versprechen“ von Kindergartenleiterin Sabine Stein brachte sie dazu, die Plastikschaufeln wieder aus der Hand zu legen. Der Krippenneubau wird als Anbau an den bestehenden Kindergarten angegliedert. Fünfzehn neue Krippenplätze werden geschaffen; durch einen eigenen Eingangsbereich wird die Eigenständigkeit von Kindergarten und Krippe erreicht. Für diese, sogenannte „große Lösung“ als Alternative zu einem Umbau im Bestand, hat sich der Rat in seiner Sitzung am 6. Dezember letzten Jahres entschieden. So können die schon jetzt in Hesepe vorhandenen 75 Kindergartenplätze beibehalten werden. Zusätzlich wird eine kleine Mensa geschaffen, in der neben den Kita-Kindern auch Schüler der benachbarten Grundschule ihr Mittagessen einnehmen können. Gerade im Kindergarten Hesepe nehmen viele Eltern das Mittagsangebot für ihre Kleinsten in Anspruch. In dem jetzt vorhandenen provisorischen Essraum herrscht oftmals eine drangvolle Enge. Die neue Krippe, die Ende Oktober dieses Jahres fertiggestellt sein soll, ist heute schon fast vollständig ausgebucht. Knapp 600 000 Euro wurden vom ausführenden Architekturbüro Kornhage und Schubert aus Wallenhorst bei der Planung veranschlagt, rund 30 000 Euro mussten nach der Submission im März noch aufgeschlagen werden, da die Preise im Baubereich angezogen haben. Insgesamt 16 Gewerke wurden an Handwerksunternehmen aus Bramsche und dem näheren Umland vergeben. Nur 217 000 Euro, also etwas mehr als ein Drittel der Gesamtkosten, werden aus dem Krippenförderungsprogramm des Bundes bestritten, die Restfinanzierung muss die Stadt Bramsche übernehmen. Auch die Folgekosten, rund 60 000 Euro Zuschuss pro Krippe und pro Jahr verbleiben bei der Stadt. Die im Bau befindliche Krippe beim Evangelischen Kindergarten in Hesepe ist die fünfte Krippe in der Stadt Bramsche. Im nächsten Jahr wird noch eine weitere Krippe am Martinuskindergarten dazu kommen. Dann stehen in Bramsche insgesamt 90 Krippenplätze für unter dreijährige Kinder zur Verfügung. Derzeit werden in den Bramscher Kindertagesstätten und Krippen etwa 140 Kinder im Alter bis zu drei Jahren betreut. Für die Krippengruppen gibt es bereits Wartelisten. Weitere 90 Kinder in diesem Alter werden von Tagespflegepersonen betreut. Während insgesamt auch in Bramsche ein Geburtenrückgang zu verzeichnen ist, steigt die Nachfrage nach Betreuungsplätzen für jüngere Kinder beständig. Die Anmeldungen für das neue Kindergartenjahr ab August weisen aus, dass etwa die Hälfte aller frei werdenden 330 Kindergartenplätze für Kinder unter drei Jahren gewünscht werden, davon sind sogar 70 Kinder im Alter von bis zu zwei Jahren. Zur Zeit hat jedes Kind ab drei Jahren Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz. Ab dem 1. August 2013 tritt der erweiterte Rechtsanspruch auf eine Betreuung für unter dreijährige Kinder in Kraft (für jedes Kind nach Vollendung des ersten Lebensjahres generell und unter bestimmten Voraussetzungen auch für Kinder bis ein Jahr). Das wird viele Kommunen vor erhebliche Probleme stellen. Es lässt sich schon jetzt sagen, dass die von der Bundesregierung angenommene durchschnittliche Betreuungsquote von 35 Prozent nicht reichen wird, insbesondere nicht in den großen Städten. Das neu aufgelegte Krippenförderungsprogramm des Landes Niedersachsen in Höhe von 40 Millionen Euro ist hier nur ein „Tropfen auf den heißen Stein“. Es ist nicht auszuschließen, dass Kommunen, die nicht genügend Betreuungsplätze vorweisen können, dann von einer Klagewelle überzogen werden. Mit dem Bau der sechsten Krippe im nächsten Jahr hat Bramsche seine Fördermittel für den Krippenbau komplett ausgeschöpft. Weitere Krippenplätze müssten dann vollständig aus Eigenmitteln finanziert werden. Das wird finanziell nicht machbar sein; deshalb setzt Bramsche darauf, einen Teil des künftigen Bedarfs durch Umbau bestehender Bausubstanz oder altersgemischte Gruppen in Kindergärten zu befriedigen. Es ist nicht nachzuvollziehen, dass die Bundesregierung nach wie vor am Betreuungsgeld für Eltern festhält, statt diese Mittel in den weiteren Ausbau von Krippen- und KitaPlätzen zu stecken.

Erweiterung des Industriegebietes Engter
Keine Nachteile für Wohnstandort
Ein weiterer wichtiger Faktor für eine gute Stadtentwicklung ist die Anzahl attraktiver Arbeitsplätze. Das hat sich gerade im Ortsteil Engter gezeigt. Viele im Gewerbegebiet Engter Beschäftigte haben in den Baugebieten Kapshügel und Lappenstuhl Eigentum erworben. Zudem muss Bramsche unbedingt seine Einnahmesituation verbessern, dazu zählt auch ein höheres Gewerbesteueraufkommen. Von 34 Kommunen im Landkreis Osnabrück liegt Bramsche beim Vergleich der Steuereinnahmekraft je Einwohner nur auf dem 22. Rang. Dafür, dass Bramsche hinsichtlich der Einwohnerzahl die drittgrößte Stadt im Landkreis ist, ist das kein zufriedenstellendes Ergebnis. Deshalb ist für mich die Erweiterung des Industriegebietes Engter unabdingbar. Dabei werden wir mit einer auf den Immissionsschutz bedachten Bauleitplanung und einer sorgfältigen Auswahl der anzusiedelnden Betriebe gewährleisten, dass der Wohnstandort Engter keine Nachteile erfährt.

Jetzt ist Spargelzeit

Tatkräftige Unterstützung durch die Kindergartenkinder erhielten unter anderen Bürgermeisterin Liesel Höltermann und Ortsbürgermeister Horst Sievert beim ersten Spatenstichfür den Bau der neuen Kinderkrippe.

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6 Bramsche im Blickpunkt

Ausgabe 1/2012

Fünf Fragen an Guido Pott
Der SPD-Landtagskandidat für den Wahlkreis Bramsche stellt sich vor
Vor wenigen Wochen wurde Guido Pott mit einem großartigen Ergebnis zum Landtagskandidaten der SPD für den Wahlbereich Bramsche gewählt. Mit einem kurzen Interview möchten wir Ihnen Guido Pott und seine politischen Ziele vorstellen. Guido, auch wenn dein Name vielen Menschen im Wahlkreis bereits ein Begriff ist, stell dich doch bitte noch einmal kurz vor. Zunächst einmal möchte ich mich gern für das mir entgegengebrachte Vertrauen bei meiner Wahl zum Landtagskandidaten bedanken. Es ist ja schließlich nicht selbstverständlich, dass man von so einer breiten Mehrheit getragen wird. Kurz zu meiner Person: Ich bin 45 Jahre alt, gelernter Sparkassenbetriebswirt und arbeite bei der Sparkasse Osnabrück als Vermögensbetreuer. Seit 1986 bin ich Mitglied des Wallenhorster Gemeinderates und dort seit 2001 Fraktionsvorsitzender. Außerdem bin ich seit 1996 Mitglied des Kreistages und seit 2001 stellvertretender Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion. Nachdem ich bereits über 25 Jahre in der Kommunalpolitik tätig bin, möchte ich meine Erfahrungen jetzt auch in die Landespolitik einbringen. Ich habe in meiner Tätigkeit als Rats- und Kreistagsmitglied erfahren, was die Menschen in der Region bewegt und wie wichtig bürgernahe Politiker für die Menschen sind. Ich werde als Landtagsabgeordneter vor Ort präsent sein und die Interessen der Mitbürgerinnen und Mitbürger, der Vereine und Verbände, der Kommunen sowie der heimischen Wirtschaft in Hannover vertreten. Bürgernah, sachlich und effektiv.

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hört für mich auch, dass das Erststudium bis einschließlich zum Masterabschluss gebührenfrei wird. Gute Bildung ist die Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft unserer Kinder und Welche Kernthemen hast du dir unserer Gesellschaft. Jeder Euro, der hier investiert wird, auf die Fahnen geschrieben? rentiert sich in der Zukunft um Ein wichtiges Thema wird für ein Vielfaches. mich die BildungsgerechtigNiedersachsen ist das einzige keit sein. Laut einer aktuellen Bundesland ohne KlimaStudie der Bertelsmann-Stifschutzprogramm. Das werden tung liegt die Chance eines Kindes aus sogenannten „obe- wir ändern. Eine SPD-geführte ren Sozialschichten“, das Gym- Landesregierung wird dafür sorgen, dass Wind, Wasser, nasium zu besuchen, fast Sonne und Bioenergie ab 2020 sechsmal höher als die eines den Großteil unserer EnergieKindes aus „benachteiligten Schichten“. Damit belegt Nie- versorgung abdecken. Die SPD ist und bleibt die Pardersachsen im bundesweiten Vergleich einen hinteren Platz. tei der Arbeit. Auf LandesWir Sozialdemokraten wollen ebene werden wir uns daher für ein umfassendes Tarifdaher den Ausbau der Kriptreuegesetz für alle Branchen penplätze forcieren und im Das hört sich ja schon nach jeder Menge Beschäftigung an, Gegensatz zur schwarz-gelben einsetzen, um künftig prekäre hast du denn noch Zeit für wei- Landesregierung die Kommu- Beschäftigungsverhältnisse zu verhindern. Des Weiteren ist nen mit den Kosten nicht im tere Aktivitäten? es dringend notwendig, dass Regen stehen lassen. Mir ist das ehrenamtliche Endie Wirtschaftsförderung an gagement einfach unheimlich Ich werde mich darüber hintarifliche und soziale Stanaus dafür einsetzen, dass wichtig. Daher bin ich in meidards gebunden wird. überall dort, wo Eltern und ner Freizeit noch bei der KolWir dürfen auch nicht verkenSchulträger es wollen, Gepingsfamilie aktiv und als samtschulen eingerichtet wer- nen, dass wir in einer immer stellvertretender Vorstandsälter werdenden Gesellschaft den, an denen das Abitur vorsitzender bei der Kreismuleben. Dieser Tatsache tragen sikschule Osnabrück e.V. tätig. wieder nach 13 Jahren abgeschon viele Vereine und VerMir macht es einfach Spaß, zu- legt werden kann. Die Hürde der Fünfzügigkeit muss gestri- bände durch unterschiedliche sammen mit anderen engaAngebote Rechnung. Dafür chen werden. gierten Menschen etwas für Für die Stadt Bramsche würde bin ich den vielen ehrenamtdie Gemeinschaft zu leisten. lich Tätigen sehr dankbar. Aber somit eine realistische Perhäufig muss Pflege und BeKommen wir zum eigentlichen spektive geschaffen werden treuung professionell organikönnen, eine Gesamtschule Grund dieses Gespräches, deisiert werden. Hier ist es mir ner Kandidatur für den Nieder- einzurichten. Ich werde mich wichtig, dass jeder Pflegebejedenfalls auf Kreis- und Lansächsischen Landtag. Aus dürftige als Mensch gesehen welchen Gründen hast du dich desebene dafür einsetzen. zu diesem Schritt entschieden? Zur Bildungsgerechtigkeit ge- wird und unter würdigen Be-

dingungen gepflegt werden kann. Und nicht mit der Stoppuhr in der Hand. Auch wenn die Pflegerinnen und Pfleger hoch motiviert sind, muss das Land Niedersachsen die entsprechenden Rahmenbedingungen setzen, dass verstärkt persönliche Ansprache ermöglicht wird. Zum Schluss noch ein Thema, das mir auch besonders am Herzen liegt: Das Bramscher Krankenhaus muss in seinem Bestand dauerhaft gesichert werden. Ich werde in Hannover für diese auch regional wichtige Infrastruktureinrichtung kämpfen. Zum Abschluss dieses Interviews wollen wir noch kurz wissen, wie du die Menschen in den nächsten Wochen davon überzeugen möchtest, dass die SPD die besseren Ideen für Niedersachsen hat. Ich werde das machen, was ich schon in den letzten 25 Jahren meiner politischen Tätigkeit getan habe: auf die Menschen zugehen und mit ihnen reden. Sei es am Wahlstand, sei es in den Betrieben, in Bildungseinrichtungen, bei Vereinen und Verbänden oder überall dort, wo ich auch sonst die Möglichkeit habe, mit den Mitbürgerinnen und Mitbürgern in Kontakt zu treten. Unkompliziert, sachlich, offen und ehrlich. Guido, herzlichen Dank für die ersten Eindrücke und viel Erfolg für deinen Wahlkampf in den nächsten Monaten.

Ausgabe 1/2012

7 Bramsche im Blickpunkt

Notfallordner sinnvolle Aktion
SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus mit wichtigen Anliegen
Der Vorstand der AG 60 plus hatte sich zu einem Gespräch im historischen „Speicher“ in Engter zu einer Grundsatzdiskussion zum Thema bezahlbare altengerechte Wohnungen und zum Notfallordner getroffen. Dass es vielen älteren Menschen gelungen ist, eine bezahlbare, altengerechte Wohnung in der Stadt zu bekommen, wurde zufriedenstellend registriert. Doch es gibt immer noch eine große Anzahl von alten und behinderten Menschen, die vor unüberwindlichen Schwierigkeiten stehen, eine passende ortsnahe Wohnung zu finden. Gerade dieser Personenkreis hat es verdient. Sie haben den Krieg miterlebt, waren am Wiederaufbau aktiv beteiligt und haben das deutsche Wirtschaftswunder geschaffen. Viele davon bekommen nur eine kleine Rente und haben Schwierigkeiten, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Wir möchten anregen, Gebäude zu entwickeln, in denen mehrere Generationen wohnen können, damit ältere Einwohner sich in der Gesellschaft eingebunden wissen. Es wurde an die Mitglieder der Ortsräte und des Stadtrates und an die der Verwaltung der Stadt appelliert, sich doch mit diesem Thema zu befassen. Als eine sinnvolle Aktion wurde die Erstellung des Notfallordners anerkannt. Der Inhalt wurde von den beiden ehrenamtlichen Helfern der Aktion „Rat und Tat“, Roderich Nowak und Günter Ladda, zusammengetragen, von Marianne Dierkes mit Infoblättern des Landkreises ergänzt und der Ordner mit den nötigen Formularen und Informationen gefüllt. Achtzig Ordner wurden auf dem Kaffeenachmittag am 1. Februar auf dem Penterknapp verteilt. Inzwischen wurden weitere Ordner an Interessenten verteilt.

Aktionen 2012
Die SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus bietet Personen über 60 Jahre zwölfmal im Jahr eine Veranstaltung an. Vier Gemeinschaftsunternehmungen sind bereits gelaufen. Folgende Unternehmungen sind noch geplant: im Mai eine Fahrt zum Rhododendronpark Linswege, im Juni eine Fahrt zum Dümmer mit Besichtigung einer Vogelschau. Im Juli folgt eine Fahrt zum Rila Theater nach Levern, im August eine Fahrt nach Leer, im September geht es nach Walsrode, im Oktober Fahrt zur Mämelschenburg. Im November gibt es ein Pfannkuchenessen in Bad Essen, und im Dezember folgt die Fahrt nach Bückeburg zum Weihnachtsmarkt.

Durch ihre Mitarbeit im Vorstand wollen Kurt Stein, Edeltraut Kerzel, Betti Riedemann, Marianne Dierkes, Günter Ladda, Henry Joelifier, Ilse Mundt, Wilhelm Berkemeyer und Martha Berkemeyer daran mitwirken, dass es den 60plus-Mitgliedern gut geht.

Mehr Plätze sind nötig
Zur Kindergartensituation im Kirchspiel Engter
Der Ortsteil Engter verzeichnet seit einigen Jahren gute Zuwachsraten an neuen Einwohnern. Gerade junge Familien ziehen verstärkt in die Neubaugebiete und fühlen sich hier sehr wohl. Da sich die familiären Strukturen verändern, sind immer mehr Mütter berufstätig und auf eine verlässliche Betreuung ihrer Kinder angewiesen. Der örtliche evangelische Kindergarten verfügt nicht über ausreichende Möglichkeiten, um dem Betreuungsbedarf in allen Bereichen gerecht zu werden. Zwar wurde in diesem Jahr eine neue Krippe für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren gebaut, allerdings zeigen auch hier die Anmeldezahlen einen deutlich höheren Bedarf. Alle Räumlichkeiten des Kindergartens sind ausgeschöpft, deshalb wurde eine zusätzliche Gruppe in das Gemeindehaus verlegt. Allerdings ist diese Lösung nur zeitlich befristet. In Lappenstuhl sieht die Situation ähnlich aus. In diesem Jahr ist hier eine zusätzliche Vormittagsgruppe im Siedlertreff untergebracht, die aber nur auf dieses Kindergartenjahr befristet ist. Im Kindergartenjahr 2012/2013 kann wieder eine Nachmittagsgruppe angeboten werden, so dass der Bedarf zurzeit abgedeckt wird. Vorausschauend auf das Jahr 2013/2014 kann man aber heute schon sehen, dass zusätzliche Kindergartenplätze in den Kindergärten in Engter und Lappenstuhl benötigt werden. Die SPD und vor allem die beiden Ortsbürgermeister Markus Wahlers (Engter) und Anette Marewitz (Lappenstuhl) setzen sich auch weiterhin für ausreichende Kindergartenplätze ein und prüfen momentan verschiedene Möglichkeiten.

Gute Kita-Plätze statt „Fernhalteprämie“
Für Gute Bildung und ein modernes Familienbild
Bundeskanzlerin Angela Merkel hält weiter an dem umstrittenen Betreuungsgeld fest, obwohl selbst in ihrer Koalition die Stimmen immer lauter werden, die es für unsinnig und nicht finanzierbar halten. Das sogenannte Betreuungsgeld – auch „Fernhalteprämie“ genannt – sollen Familien erhalten, die ihr Kind nicht in eine Kita schicken. Es soll zunächst 100 Euro monatlich für jedes Kind unter drei Jahren – ab 2014 150 Euro – betragen. CDU/CSU und FDP haben das Betreuungsgeld im Koalitionsvertrag vereinbart. Die SPD lehnt es ab, weil es verhindert, dass Kinder möglichst früh gut gefördert werden und die dringend für den Kita-Ausbau benötigten Mittel dadurch fehlen. Auch Sozialverbände, Gewerkschaften, Wirtschaftsverbände und die EU-Kommission wenden sich gegen die unsinnigen Pläne der Koalition. Das spricht gegen ein Betreuungsgeld: Das Betreuungsgeld verhindert eine frühe Förderung von Kindern. Besonders Kinder aus sozial schwachen und bildungsfernen Familien profitieren von der Kita-Betreuung mit guten Bildungsangeboten. Das Betreuungsgeld macht den Wiedereinstieg in den Beruf für Frauen unattraktiver. Eine aktuelle Studie aus Thüringen, wo es das Betreuungsgeld bereits gibt, belegt, dass besonders gering qualifizierte beziehungsweise Teilzeit arbeitende Mütter das Geld in Anspruch nehmen, mit der Folge, dass sie ohne Arbeit besonders von Armut bedroht sind. Die Mittel, die für das Betreuungsgeld ausgegeben würden, fehlen für den dringend benötigten Ausbau der Kita-Plätze. Denn ab 2013 gibt es einen Rechtsanspruch für alle Kinder ab dem ersten Lebensjahr. Zur Zeit stehen nur für rund ein Viertel aller Kinder unter drei Jahren Kita-Plätze zur Verfügung. Ziel ist es, dass ab 2013 jedes dritte Kind eine Kita besuchen kann. Die Kosten für das Betreuungsgeld sind nicht kalkulierbar. Während die Bundesregierung von 400 Millionen für 2013 und 1,2 Milliarden Euro für 2014 ausgeht, veranschlagen Experten des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung schon für 2013 rund 1,9 Milliarden Euro. Mit 2 Milliarden Euro können 200 000 zusätzliche Kita-Plätze geschaffen werden.

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8 Bramsche im Blickpunkt

Ausgabe 1/2012

Neue Mehrheit – altes Denken
SPD-Anträge werden ohne Begründung abgelehnt
Bereits die zweite Ratssitzung der neuen Wahlperiode hat eines ganz deutlich gemacht: Transparenz bei den Entscheidungsprozessen, gar eine „neue politische Diskussionskultur“ hat das Mehrheitsbündnis aus CDU/FDP/Ballmann und Bündnis 90/Die Grünen versprochen, aber das Gegenteil wird praktiziert. Nur ein Beispiel: Mit einem eigenen Antrag wollte die SPDStadtratsfraktion die Verwaltung beauftragen, „alte“ Baugebiete aus den 1950er und 1960er Jahren in der Gartenstadt und in der Altstadt/ Bramscher Berg zu überplanen und aus dem zum Teil inzwischen viel zu großen Grundstücken weitere Wohnbaumöglichkeiten zu entwickeln. „Mit Zustimmung und vor allem in enger Abstimmung mit den Eigentümern wollen wir neues Bauland schaffen, den Grundstückseigentümern damit eine Einnahmequelle schaffen und städtebaulich eine vernünftige Verdichtung unter Berücksichtigung der demographischen Entwicklung sichern“, erklärte dazu der Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung, Heiner Pahlmann (SPD), in der Ratssitzung am 22. März. Auch die CDU und vor allem auch Bündnis 90/Die Grünen hatten sich noch in ihren Wahlaussagen inhaltlich ähnlich geäußert. Aber jetzt ist offensichtlich alles anders, allerdings wird es dadurch nicht besser. Der Antrag wurde stumpf und ohne größere Erklärungen abgelehnt. Ganz offensichtlich gilt hier das Motto: Der Antrag ist zwar gut, aber er ist nicht von uns, und deshalb lehnen wir ihn ab. Wer so Kommunalpolitik betreibt, handelt verantwortungslos und schadet der Stadt und ihren Bürgerinnen und Bürgern. Zwar verfügen CDU/FDP/Ballmann/Die Grünen jetzt über eine rechnerische Mehrheit im Rat, und damit ist auch die Verpflichtung verbunden, Verantwortung zu übernehmen, aber gehandelt wird immer noch so wie zu den Zeiten, als diese Gruppen noch in der Minderheit waren: keine Alternativen entwickeln, einfach ablehnen. Wir lassen uns davon aber nicht beeindrucken, so Ralf Bergander, der Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion, sondern werden weiter unseren Weg verfolgen: Das, was wir in unserem Kommunalwahlprogramm versprochen haben, werden wir durch eigene Anträge in den Rat der Stadt Bramsche einbringen. Kritisch, aber immer konstruktiv werden wir die Arbeit der Mehrheit begleiten – und dabei immer zu allererst darauf achten, dass das Wohl der Bürgerinnen und Bürger im Vordergrund aller Bemühungen steht, und nicht die parteipolitischen Profilierungsversuche der „Jamaika-Plus-Mehrheit“.

Parteijubilare wurden geehrt

Finanzausstattung für Kommunen verbessern
Viele Kommunen drohen sozial und kulturell zu veröden, denn sie sind nachhaltig strukturell unterfinanziert. Der SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel fordert den Bund auf, diese jahrzehntelange Fehlentwicklung in der Finanzausstattung zu korrigieren. Dabei dürften Städte und Gemeinden im Westen nicht gegen die im Osten ausgespielt werden. Die aktuelle Debatte der Bürgermeister im Ruhrgebiet muss als ein Hilferuf für alle deutschen Städte und Gemeinden begriffen werden. Wenn aufgrund einer immer stärkeren finanziellen Auszehrung unsere Kommunen Kindergärten und Schulen nicht mehr sanieren können, Bibliotheken ebenso wie Museen, Schwimmbäder und soziale Einrichtungen geschlossen werden und die öffentliche Infrastruktur auf Verschleiß gefahren werden muss, verlieren Menschen zunehmend das Vertrauen in Stabilität und Sicherheit unserer Gesellschaft. Die soziale Gesellschaft beginnt in der sozialen Stadt – und sie endet auch dort. Die Ursachen dieser Mangelentwicklung liegen aber keinesfalls in einer zu guten Ausstattung ostdeutscher Kommunen. Ursache ist eine inzwischen über 40-jährige Fehlsteuerung in unserem Land: In vielfältiger Hinsicht hat der Deutsche Bundestag gemeinsam mit den Ländern Leistungsgesetze verabschiedet, für deren Durchführung die Kommunen zuständig gemacht wurden, ohne ihnen gleichzeitig dafür eine angemessene Finanzausstattung zu geben. Vor 20 Jahren betrugen die kommunalen Defizite nicht einmal 2 Milliarden Euro, heute liegen sie fast bei 45 Milliarden Euro. Das zeigt: Die Kommunen sind nachhaltig strukturell unterfinanziert. Im Ergebnis dieser über 40jährigen Entwicklung schaffen es viele Kommunen nicht einmal mehr, ihre gesetzlichen Aufgaben ohne neue Schulden zu erfüllen. Ganz zu schweigen von den immer wichtiger werdenden Aufgaben in der Kinder- und Jugendarbeit, in der Sport- und Kulturförderung, bei sozialen Aufgaben oder beim Erhalt der Infrastruktur. Viele Städte und Gemeinden drohen sozial und kulturell zu veröden. Das ist eine große Gefahr für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft, denn in sozial und kulturell intakten Städten entwickeln Menschen ein anderes Verhältnis zu unserem Land als in sozial und kulturell verödeten Städten. Wenn wir die Städte und Gemeinden in Deutschland retten wollen, muss der Bund diese jahrzehntelange Fehlentwicklung in der Finanzausstattung korrigieren. Wir lösen das Problem der Pleitestädte nicht dadurch, dass wir arme Kommunen aus dem Westen gegen arme Kommunen aus dem Osten ausspielen. Stattdessen fordert die SPD, dass endlich eine angemessene Finanzausstattung durch den Bund und die Länder erfolgen muss. Die SPD hat im vergangenen Jahr dabei einen ersten Erfolg erreicht und durch die Übernahme der Grundsicherung durch den Bund – übrigens gegen den erbitterten Widerstand von Union und FDP – die Städte und Gemeinden um vier Milliarden Euro entlastet. Das wollen wir fortsetzen und die Kommunen um weitere vier bis fünf Milliarden Euro auf Bundesebene entlasten. Im Mittelpunkt der Steuerdebatte in Deutschland muss die nachhaltige und deutlich bessere Finanzausstattung der Kommunen durch den Bund stehen. Das steht im Mittelpunkt des SPD-Steuerkonzepts und auch des Bundestagswahlkampfes im kommenden Jahr. Deutschland braucht wieder starke Städte – überall in Deutschland. Die Merkel-Koalition macht stattdessen das Gegenteil: Durch sinnlose Steuersenkungen und Klientelgeschenke für Hoteliers, reiche Erben und Konzerne wird die Finanzlage der Kommunen weiter verschärft. Im Jahr 2009 hat diese Mövenpick-Gesetzgebung die Kommunen 1,6 Milliarden Euro gekostet.

Im Rahmen des Grünkohlessens hat der SPD-Ortsverein Bramsche auch in diesem Jahr zahlreiche Mitglieder für langjährige Mitgliedschaft in der SPD ehren können. 50 Jahre in der SPD: Helmut Brockmeyer (Altstadt). 40 Jahre in der SPD: Wilhelm Clausing (Ueffeln), Klaus Post (Altstadt), Helmut Munderloh (Altstadt), Ilse Müller (Altstadt), Dieter Krause (Altstadt), Walter Kramer (Altstadt), Wolfgang Kirchner (Altstadt), Gerda Enz (Altstadt), Werner Endebrock (Altstadt), Werner Landmeier (Ueffeln), Friedel Brüggemann (Engter), Willi Ahrens (Ueffeln), Walter Bittner (He-

sepe/Sögeln), Ingrid Wohlgemut (Achmer), Ingrid Wilke (Achmer), Manfred Von der Wösten (Achmer), Ursula Lewandowsky (Achmer), Hermann Lewandowsky (Achmer), Wilfried Mohrahrend (Ueffeln), Jürgen Grun (Hesepe/Sögeln), Otto vor den Tharen (Gartenstadt), Ilse Sell (Gartenstadt), Siegmund Richter (Gartenstadt), Manfred Rebohl (Gartenstadt), Elke Lenz (Gartenstadt), Marianne Leismann (Gartenstadt), Dieter Kreyenhagen (Gartenstadt), Kurt Thiesing (Altstadt), Edith Krabbenschmidt (Gartenstadt), Erich Beining (Engter), Werner Grunge (Gartenstadt), Norbert Fisse (Gartenstadt),

Erika Fisse (Gartenstadt), Dieter Bönkemeyer (Gartenstadt), Horst Ahrens (Gartenstadt), Walter Vor den Tharen (Engter), Siegfried Stein (Engter), Karl Krebs (Gartenstadt), Sieglinde Fisse (Gartenstadt). 25 Jahre in der SPD: Roswitha Brinkhus (Gartenstadt), Gisela Bratschke (Gartenstadt), Rosel Beier (Gartenstadt), Wilhelm Berkemeyer (Engter), Günter Bosche (Achmer), Marianne Dierkes (Hesepe/Sögeln), Olaf Gerlach (Achmer), Peter Remme (Altstadt), Günter Kruse-Joachim (Altstadt), Willi Heineke (Gartenstadt), Fritz Eilers (Gartenstadt), Manfred Hoffmann (Engter), Erika Schäfer (Hesepe/Sögeln).

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