Roger Bacon - Lapidis Philosophorum

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Roger Bacon Ein vortrefflicher Tractat von der wahrhaftigen Composition des Lapidis Philosophorum
Theoricè & Physicè ganz lustig beschrieben. Rogeri Bachonis De Sole
Es haben die alten gerechten Philosophi gesagt: Ubi natura definit, ibi Ars incipit [Wo die Natur aufhört, hebt die Kunst an]. Dieser herrliche und treffliche Aphorismus fürwar ist von ihnen nicht in Wind, oder aber ohne alle gefehr, also sehr weißlich und wol zu betrachten, geredt und .iuftgezeichnet worden, denn wie köndten sie kürzer und eigentlicher, ja auch gewisser und verstendiger die perfecten Philosophische Materien. beyde der Particularn und Universam beschrieben und angezeiget haben. lind diesen reichen Spruch der länge und seinem Innhalt nach auszulegen, möchten etliche Bücher Papier darauff zu schreiben zu gering seyn, billich geachtet werden. Denn wenn wir betrachten der Naturen Anfang und ihrer gebehrung allein in den untern Elementen Wasser und Erden. das ist der Vegetabel, Animalen, Mineralen und Metallen, wie sie erstlich in ihren Samen so gar unsichtbar zu der Gebehrung einführen und für Augen stellen, denn also werden aller Creaturen Samen unsichtbar gesäet, und niemand mag den Samen sehen aus welchem die Frucht geboren oder erwachsen ist.

Exempel
Sehet an den Samen der Vegetabel, welcher in die Erde gesäet wird, wie unsichtbar er ist, denn das du sihest, ist nicht der Same der Frucht sondern allein das Hauß, in welchem der Samen unsichtbar wohnet, wie man denn auch ein Exempel hat an dem verreifften oder verlegenen Gesäme, ob es wol den Schein hat, daß es der Same sey, so ist es doch nichts mehr denn nur das lehre Hauß, in und aus welchem der Samen hat kommen sollen, und ob diß gleich in die Erde geworffen wird, fürwar es wird die Frucht nicht

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zugehen. Rogenus Bacon. dann eines gehet in die Substanz und Natur des Sal communc. daher denn die Philosoph! auch recht gesaget haben. unnd Metalla. das dritte in Nitrum und dergleichen. und dann nach ihrer Empfängnüß zu gewisser Geburt eilen. wie sich ein solcher unsichtbarer Same ausstrecket in greifflichen Substanzen und Cörper. Die Kunst mit seim fleiß ziert er dort. so sollet ihr allein wissen. unnd das alle ding zu einem bessern wesen kommen und gebracht werden mügen. wo man sagt wie dieser unsichtbarer Samen Astralisch sey.Irstmatio unnd impressio der Astrorum [Neigung. das Astrum der Thannen ist praedestiniert zu gebehrung einer Thannen. Deßgleichen sollet ihr auch verstehen von den Gesäme der Animalen. das ander in Sal vitriolum. oder . Ja ihr sehet wie alle Vegetabilia und Animalia nach irem Todt und Absterben gehen in ein Substanz der Mineralien.. Wann du gleiche Gewicht gar ebn Der Elementn wirst widergebn: So wirstu mit den Augen dein Sehen viel Gschenck und Gaben fein. Aber damit wir schnell hinder unnd zum end der Theoncae kommen. Vorherbestimmung lind hint'luß der Sterne] ist. Thiere und Berge. Rogerius Bacon. ein Engelländer. und gleich wie die Natur und Substanz der Vegetabel des file:///J|/Alchemie/Lapide. wenn wir dem Aristotele nach das Sperma der Thier für den Samen der Geburt halten. weitleutffig und aus dem Grunde zu dem verstand geführet werden.06. sol aber an einem ändern ort. denn das Astrum des Pferdes ist praedestilierl zur gebehrung des Pferds. unnd ist also von dem höchsten und größten Gott. in einem jeden unterscheiden. zugleich Professor war.2001 17:42:45] .Roger Bacon . und in die matricem ihrer Mutter gesäet werden.indere mehr. Die grasten Wunderwerck der Welt Hat er uns auch für Augn gestellt. welcher man hoffet. Die Mineralia aber auch haben ire Progression. Gleicher weise sollet ihr auch verstehen von den Chaosischen Gesämen der Mineralen. nach dem eines Jeden Same inclinatio. oder ausserhalb seiner praedestination. das ein jeder seines gleichen mache und gebehre. denn er allein die materia ist.Lapidis Philosophorum werden. unnd wie die Astra von der Erden solchen unsichtbaren Samen nemen. der zwar Ein Münch. Welche gar wol ein jederman Nachm lauff der Natur haben kan. so es in seinem Lauff gelassen wird. unnd in dem verlegenen Samen ist ja die Krafft der Geburth unsichtbar verrochen und in Lufft gegangen. als Bäume. Weiter aber sehet ihr.htm (2 of 18) [06. denn das ist unbillich und wider die Natur. dem Astro imprimiert nichts andres. das er in die höhe der Substanz einer Frucht wachsen möge. sonderlich. in welcher der Samen als ein Geist und unsichtbares Wesen im Centro oder spermate behalten und in die matricem gesaet wird. prae-. wie das in der natur ein progression ist. Von diesem allhie zu reden wird sich die zeit zu weit verziehen. und wie sie gleich als ein Rauch und Dampft in den Gängen der Erden von der Natur auffgerieben. unnd sie werden Saitz. In Engelland zu Oxenfort.

es köndte sein Virtus und Potenz biß zum letzten Urtheil nicht verliehren. ja ein einiges von den Elementen. alle andere Imperfecta corpora [unvollkommene Körper] der Metallen in die Substantiam Solis [Substanz des Goldes] verwandelt werden. welches gleich erscheint. und von nöthen seyn. möchte sie ganz und gar nicht machen. als wie ihr von den Gesamen der Vegetabel gehört. das die Natur unnd Substanz des Bleyes auff den Dächern durch die Befeuchtigung und Wärm der Sonnen in die Substanz und Wesenheit des Silbers gehet. Nach eines Jeden Vegetabels Todt aber und Absterben des ersten Lebens. denn biß zum letzten Urtheil des Gerichts mag die Natur dem Leib des Goldts nichts an seiner Nobilitet und Perfection enden oder mindern. denn sie die Natur finden mag unnd erreichen. Golds. sintemal das Goldt Vereinigung hat und gleichförmig ist allen vier Elementen. da der Philosophus weiter spricht: Ibi ars incipit [da hebt die Kunst an]. und wollen also in kürz diesen unsern Philosophischen Aphorismum als ein grosses Meerschiff voller Edlergestein.den Metallen. hebet an die andere Progresion. welchen das Astrum Edel machte. Viel haben wol gesagt von dem Edlensteinen wie sie das Golde übertreffen.Roger Bacon . denn niemals ist etwas über ein solches perfectes Wesen und Natur des Goldes erfunden worden. Solem. Andere Stein aber haben keine Perfectam Materiam und wenn die Zeit der Praedestination des Ends ihrer Materien kommen ist. zwar daß es auch ist ein Materia aller Edelgesteinen unnd gibt sie besser von seinem Leib. Theorica Jetzt folget aber nun das ander Theil unsers Aphorismi. &c. als ob sie mehr denn das Goldt weren und vermöchten. von den Metallen aber geschieht die vierde Progression. jetzundt als ein Kissel und derengleichen. nemblichen zu den Mineralien.htm (3 of 18) [06. und nach dem Absterben der Mineraln geschieht die dritte Progression zu . Aber allhier erfahren wir der Naturen endschafft. und allen Elementen vereiniget unnd angenem. wie das Golde der natürlichen Geberung endschafft in der Substanz und Naturen des Goldes auffhöre und beruht. Weiter habt ihr auch vernommen. aber die haben geirret. denn der Leib ist perfect. denn es ist zu einem gewissen Ende kommen. so es doch nie ist. und kein Krafft wird von dem Astro herumb zu sich gezogen. der ander in Substantiam Vcneris. Solches fürwar geschieht dem Golde nicht. denn es wird zur Zeit ein Nutz bringen. Perlin und anderer edler guter Gewürz. so mögen auch wol der Natur und ihrer Nachlassung. denn es ist zu keinem Ende biß zum letzten Urtheil praedestiniert. daß alle Creaturen in ihrer Geberung fortschreiten. der eine gehet in die Substanz und Natur Jovis. und das erfahren wir von der natur Augenscheinlichen.Lapidis Philosophorum Saitz sich nahen zu den Mineralien. Silbers. nemblichen zu dem Golt.06. und ein jedes zu seinem gewissen Ende eylet. als zu der letzten Endschafft. wir haben ja gesagt und in kürz etlicher massen beweiset. unnd das ist von dem allerhöchsten und grossen Gott also praedestinirt. und ich sage euch ob das Astrum sein Inclination in eim solchen clarificirten Leib des Goldes wenden unnd imprimirn würde. so verlassen sie das Astrum. gleich als die Arithmetice welcher Progression geschieht in den Zahlen zu dem file:///J|/Alchemie/Lapide. unnd der Preciosische Stein wird allein regiert von dem Astro und wenn sein Terminus aus ist. Martern. Solches vermögen auch die Imperfecten Metallen. so ist der Stein. denn da ist kein Perfection noch Aequalitet aller vier Elementen. welches dem Golde in der Natur unnd von der Natur nicht geschehen mag. der dritte in Lunam. unnd ist kein Element das ihm möcht schaden. wie in der Natur ein Progession sey.2001 17:42:45] . unnd von seiner Materia. ja das da in solch Gleichförmigkeit wie den Elementen in allen dingen gleich stundt. ob sie sich gleich wunderbarlichen erzeigen. zum seligen Fuhrt anführen und vollenden. und das mercket von welchem ich etwan auch gesagt.

und sich file:///J|/Alchemie/Lapide. da die Natur zu arbeiten hat. denn gleich wie ein übernatürliches oder elementisch fewr das sein wird. wie auch jetzt von der Arithmetica gesagt. dann dieses wird gar ein eygene und abgesonderte Kunst seyn. ihren Anfang oder Principia zugleich in der Naturen oder mit der Naturen nemen. wiewol er Natürlich ist. welches an diesem ort wird zu lang sein. von zwey biß zu drey. also auch in den Naturen wird aller Gewalt der Magnalen.2001 17:42:45] . 10. die in Apocalipsi fein fürgemalet ist. welche eine Vorbildung der zergehung und newer Geburt der newen ewigen unverderblichen weit aus der Natur. und hie ist dir Endschafft einer vollkommenen Denarii und die gemeinen Rechenmeister unterweisen ihre Schüller zu der Aussprechung der Zahlen. eben der wird und soll Richter seyn über die Natur und ihre Werck.06. mit welchem die zerbrechung der Welt sol geendet w erden. und in solcher Arbeit und Ernst des Geistes natürlicher Endtschaffung. Mysterien und Virtus. das merckt nun auch in dieser Kunst. da man sagt wie das Golt eine gantze vollkommene geschaffene weit ist. daß sir von einer Ziffer biß zur andern den Finger fortsetzen und sagen l. und nichts mehr denn die Natur ausserhalb des Athems welchen im Gott nach Vollendung aller Geschöpf. Aber wenn wir von der materia der zerbrechung. ja eben auch an deJn Ort und in dem Stück. gleich als in einem warhafftigen Gesicht. so wolten wir etwas ferner von dem Fewr sagen. und GOtt hat ihnen in dieser Naturen. der zerschmeltzten Elementen widrum wird new geboren. bildt der Göttliche Athem in uns ferner für eine Zerbrechung dieser gantzen Welt. Dieser Göttliche Geist denn türbildet den Sinnen unnd Gedancken der Menschen. denn an dem ort wird es von nöten sein. das in der Naturen die Vorbildung des fewrs auch solches thun mus und außrichten wird. auch vielen in augenscheinlichen Wercken solches mit der Naturen Wercken vorgebildt. daß die Kunst eher nicht soll anfallen. von den Vätern iren anfang genommen. wir müssen auch von der Kunst hie reden. Aber GOtt hat den Menschen über die Natur und alle Creaturen gesetzt unnd geschaffen. Vorwar auff diesen Grundt haben die ersten Väter und Patriarchen gros Weißheit gebawen. biß zu vier.100. des eingeblasenen Athems Gottes mit hellen Worten herfür und spricht.Roger Bacon . da man ein übernatürliches Fewr Uberhimlischer bereitung haben muß. Wolan eben an dem ort hat die edle Kunst von welcher etwan den Heyden und Philosophen etwas hinterlassen ist. dem heiligen Menschen sol für Augen stellen und vormalen. und wie oben gesagt von Petro. sintemal der natürliche und geschaffene Geist etlich Anzeigung also befindet. die Natur hab sich denn zum Endt gesetzt. welche ihrem Antang erstlichen nimbt an dem Ort. unnd diß ist die Kunst. zu dem grossen Super Coelestischen Werck des Steins reden würden. durch diese Progression verstanden.Lapidis Philosophorum Quaternario. sintemal andere Kunst. eigentlich eins nach dem ändern zuerzehlen. Geistlichen in derer Gemüt unnd Sinnen vor Augen gestellet unnd offenbaret. auch etlicher massen ausgesprochen. solches hat die heilig ewig Trinitet. Denn ohn zweiffel hat der Philosophus dieses ohngefähr also außtrücklich nicht gesetzet. Petrus gibts aus dem angezünten brennenden fewrigen GEist. und S. ja eben dem Super Coelestischen Stein. darauf er warhafftig gründen und fussen kan unnd darff. und ein ewiges Werck sein. welches die Elementa und gantze weit zerbrechen. das ein solche zerbrechung der Elementischen Welt durchs Fewr geschehen sol. Nun merck aber. 1000 und mit diesem wird aller Zahlen vollkommenkeit außgesprochen. und die Erde und die Werck darinnen verbrennen. auffgehöret. ind in einander zerschmeltzen wird. unnd wie dann das newe Werck aus den zerbrochenen vergenglichen Wercken. da die Natur ihre Endschafft gesetzet hat. und solle geboren werden ein newe Welt sehr heilig. daß die Elements vor Hitz erschmeltzen werden. und in der Geberung nachgelassen. die ersten Anfang der Naturen zuvoraus. wie dann noht zu diesen unsern Zeiten ein solch groß geheimnis der ewig Gott etlichen Menschen zu betrachten. und außmachung der Creaturen aus seinem Göttlichen Mund einbliesse.htm (4 of 18) [06. daß sie von dem einen progredirn biß zu zwey.

da man vom anfang unnd Endung aller Creaturen Werdung und Gebehrung. und widerumb Corporalis oder Leiblich. das es eben die Kunst sein wird. und beschliessen also umb kürtz willen das ander Theil unsers Aphorismi von der kunst. Es haben ja die Philosoph! wol und recht gesagt. und Zerbrechung.htm (5 of 18) [06. so ist unmöglich und wider allen Willen und Verstand der Naturen. denn ausser diesem erkenntnis wird alle Arbeit unnd Mühe. Antimonio. &c. nemlich Geistlich flüchtig. unmöglichen ist eine Projection. Gott gebe man such es gleich worin man wil. denn wir hetten noch viel ein weiters hierinnen zusuchen. und ausserhalb dieser zweyen Naturen. und machet eine newe gebehrung eines newen Wercks einer Perfecten unzerstörlichen übernatürlichen Welt. und zu deines grossen Namens Ehr und preiß in Ewigkeit. und nicht wider die Meinung der Naturen. wie wir in der uberschrifft dieser unser gantzen kleinen Theorica zu anfang verheissen haben. Arsencio. unnd unläugbar. und soll also seyn. dann ein Natur des Golds. unangesehen daß sie augenscheinlichen und mit der That erfahren. ist alles recht und war. ja auch viel unter den gelehrten Philosophen. unnd gleich als in einem Labyrinthe der Finsternis vorgeblichen umbgeführet. welches wir zuvor auch gemeldet. und denn von ihrem Ende. und haben des nicht wissen mögen. in etliche viel Grad nicht allein in der Kernigkeit.06. Nun wollen wir auch einen kurtzen Unterricht thun.Lapidis Philosophorum derselben gebrauchen anzeigen und weisen wollen. vires. Ja so wenig als die Proiection ausserhalb der Naturen oder Substantz des Goldes kan bereitet und gemachet werden. dann wie zuvor gesagt. daß ausserhalb der Substantz und Naturen des Goldts. solches ist dnn allen Creaturen widerfahren. unnd mercket dieses wol. aus ihrem Unverstandt sagen mögen. denn viel seind welche Proiection von den Mineralen bereitet. in sie ein Theil von der Substantz des Goldts zu stürtzen. und nach der meinung der Philosophen einer fixen Naturen unnd Substanzen. so viel die Perfection anlangt. Tinctur oder Elixir zu machen. Denn das ist war. vollkommen gesaget werden.Roger Bacon . Mysterien. file:///J|/Alchemie/Lapide. Aller Magnalien. ist gleich geschetzt worden. mit diesem einteiligen anzeigen. sondern in der Perfection die Minerische Lunam übertreffen hat. wird kein sicherlicher Proceß zu der Proiection der unvollkommenen Leben geschehen mögen. aber es ist noch nicht gnug. wie die Luna der Proiection des Elixers. welche im Fewr arbeitet und schmeltzt die Elementa. das wir solche deine heilige Göttliche Offenbarung recht erkennen mögen zu unserer armen Seelen Trost unnd freud. reden wird. aber doch wird diß Vitriolische. herkommen und extrahirt. hilft ewiger Gott durch dein Väterliche milde gute umb Christ deines Sohns willen.2001 17:42:45] . Aber ihr sollet wissen. also daß sie dem feinen Golt. Verderbung. Untergang. Arcanen und voller virtutes. es sey das Elixer aus dem Vitriol. wenn es in kürtze köndte auß-gericht werden. Wollan diese zwo Naturen sollen vornehmlich von allen Erforschern fleissig und wol betracht werden. von wannen sie herkommen. andere Materien eines warhafftigen Elixiers zu suchen. und verbrennet ihre Ende. von der Naturen des Golds. potentias. aber von diesem wird im Buch. und gemacht auff imperfecta Corpora gethan haben. auch der Intent und das Ingenium des arbeitenden Nachforschers verirret. und wollen allein schlicht simpliciter also sagen: Daß das Gold sey nach den Elementen zweyerley Naturen. Denn die Natur unnd Substantz des Goldes ist Golt.. ob wol viel der Unwissenden. sterck unnd heil von Ewigkeit zu Ewigkeit Amen. daß allen Creaturen in ihrer Empfengnüß und Gebehrung von der Naturen ist zugesagt. Himlisch und Astralisch. haben es nicht erfahren oder vermercken mögen. Antimonicalische und Arsenicalische Extractio anders nichts seyn. das die Substantz des Goldes sey omnino aequalis [gänzlich gleich] allen Elementen.

Nun aber ein jedes von der Solarischen Natur empfangen hat. für sein hohes unnd mächtiges Geschenck. etc. unnd dasselbe zu seinem Werck eygentlich fahe. wenn wir aus der Luna (welche doch dem Golt in der Perfection am nechsten zu seyn geachtet wirdt) ein Elixier zur Proiection machen wollen.Lapidis Philosophorum Aber wie sehr wenig einem gegen dem andern hiervor verliehen. ehe er seine vorgenommene Materiam extrahirt und praeparirt. das eine Mineral. und hat uns vor Augen gcstellet selbst von ihr bereitet und zugerichtet Goldt. Und das ist die Ursach der vorgesagten Progression. je ehr und schneller wird es zu dem End gehn. daß. zum Weissen oder zum Rothen Werck.2001 17:42:45] . Lob und Danck sey GOtt in alle Ewigkeit. einer hat es haben wollen in ein Oel. der dencke nur nichts anders. Amen.06. vorwar ihre Progression würd nicht fortgehen. dann daß er mit fleiß die Natur des Goldts darinnen suche. unnd ist nichts anders dann daß die Natur in ihrer Güte allzeit. Wiewol von den Philosophen viel und manigfältige Modi desGolts zu handeln seyndt gesetzt und erfunden worden. denn wenn die Creatur der Vegetabel. und güldene Natur. und dem einen mehrer Gnad verliehen denn dem ändern. also daß sie perfect wird. aber die gütige und trewe Natur hat dem embsigen Nachforscher solcher langen Zeit Mühe und Sorge übergeben wollen.. zu mal an den Orten. Denn wird sie aber in ein solche Perfection gehen wann ihr Leichnam in die Regression zu ihrer ersten Materia getrieben wird. von was Mineral es sey.Roger Bacon . da ihr dann schnell alle Imperfecten hinterlichen Theile empfallen und köndte mit ihrer reinen Natur. Darumb welcher ein warhaftiges Elixier. und file:///J|/Alchemie/Lapide. und begäbet. Folget die Practick oder Proceß Rogerij Bachonis de Sole. Mercurium und Schweffel. daß er die Natur zu unser aller Heyl undjrdischer Freud mit einem solchen grossen Reichthumb aller zeitlichen Wolfahrt so reichlichen begäbet hat. so sollen wir es von dem Golde nemen. Vegetabel auch Animal vor dem ändern veredlet. erstlichen und vor allen dingen perfect mache. der dritte in ein Stein. und je mehr es von der Solarischen Natur hat. aus dem Geschlechten der Mineralen machen wil. vorwar sie muß erstlich der Natur und Perfec-ten Lunarischen Substantz in dem Golde gleich seyn und gemacht werden. von dieser Substantz des Goldts nichts hotten. da die Natur des Goldes sehr imperfect ist. auff daß der Nachfolger Natürlicher Geheimnüß nicht erstlichen durch lange Zeit und grosse Mühe mit Gefährigkeit den Arsenicum. und in kein vergessen kommen lassen. haben verständige Erforscher leichtlich zu erachten. denn ausser vorgehender Perfection. von dem Mineralen außziehen unnd zum Werck brauchen. oder doch ein solche zwifache per-tecte Natur. so wird es durch diese Natur genötiget ein gleiches Endt zu gehn.htm (6 of 18) [06. nemblichen eine Geistliche und fixe Weisse und Rothe. wird auch unmöglich eines guten Endes zu hoffen seyn. Ende der gantzen Theorica. Auripigementum. welche ihr von dem Goldt unnd seiner Natur eingeleibet. und der Wirckung vorsetze. Und wollen es also setzen. auch zu des Goldes Perfection eylen. in welchem Grad die edle und kräfftige Natur es allbereit hat gestellet und geordnet. Darumb wir suchen Projection. Realgar. der ander in ein Pulver. dahin mag bringen. Das soll auch ein jeder wissen. Mineral.

die Seel mit dem Geist wiederumb in den Leib gedrungen und vereiniget werden.2001 17:42:45] . auch wie man jjhn finden unnd nützlichen gebrauchen soll.Lapidis Philosophorum dergleichen. das fixe volatile. und der Seel und Geist mit demLeib. wird nach Philosophischer Ursach unmöglich seyn. Das dritte Capitel wird Meldung thun. welcher fixatio seyn wird. wird fürwar das Goldt Golt bleiben. Stein. Der erste Clavis wird von ihnen genennet solutio. dann ohn solches zerlassen und auffschliessen. irgendt eines perfecten Nutzes desfals zu hoffen. ob sie anders gewisse Proiection der Imperfecten Metalla in Golt thun sollen und können.lenn ohn solches erlösen und auffschliessen. Wollall zum ersten.. Tugend und Kraft]. daß dieselbe Substantz muß zerbrochen. zu dem auffschlissen des Leibs. denn dieser modus schleust auff den Geist und seine Krafft. und mit gewisser Anzeigung auß-trucken.06. auff welche das das gantze Fundament aller künstlichen Bereitung stehen solle. und unzertrennlichen concordiert werden. also daß drey unterschiedliche Substantzen. denn wenn die Philosophi geschrieben haben von dem Philosophischen Oel des Goldts. in dem zerbrochenen Leib des Goldes. nemlich der Sublimation. auff daß auch geöffnet werden möge. den weg und weiß des ändern Schlüssels. erfunden. verstehen sie auch diß Oel. weil daß eine Natur ist. und widerumb wenn sie von dem Stein schreiben. auch sampt aller seiner Substantz und Wesenheit. dardurch das perfect wird imperfect. nicht mögen noch können widerumb von einander gescheiden. jetzundt eins seyn. sintemal es alles eins ist. Der ander modus geschieht aber darumb. Jetzt ist nun zeit auch zu sagen von dem vierden Schlüssel. das ist. Arcanen und Mysterien in den Leibe verschliessen. dieweil das Goldt eines sehr dich-!en Compacten und festen Substantz und Leibes ist. denn wird aus senem Leibe eines gewissen Nutzes zu hoffen und zu gewarten seyn. also daß sie zu ewigen Zeiten. Nun aber theilen wir diesen Prozeß in fünff gewissen Capitel. widerumb ein Substantz werden. Derohalben die gerechten Philosophi vier modi gleichsam als Schlüssel der Kunst. das Arcanum. die Vereinigung des Geistes mit der Seelen in dem Leib und ihrem Proccß.htm (7 of 18) [06. unnd die zuvor drey waren. wie derselbig geschehen möge. und werden Verbündnuß gemacht des Geistes mit der Seel. Stein und Pulver. und diß ist der Weg. Oel und Pulver. Das ander Capitel solle uns öffentlich machen. Mysterium. so sollet ihr wissen. und aus der Meinung erfunden sey. Den dritten modum sollet ihr also verstehen. das ist die Seel. und auffgelöset zugleich Seel und Geist.Roger Bacon . damit der Leib des Golts zerbrochen. Virtus und potentia [Geheimnis. mysterium. aber wann es auffgeschlossen und zerbrochen ist. und dem Nutz des ersten Schlüssels. der vierdte fixatio. und seynd also biß zum letzten Urtheil verschlossen. der dritte calcinatio. daß in ihm die Geister. zu einem ewigen Fried. zerlöset und auffgeschlossen werd. so haben sie gemeinet zugleich den Stein und Pulver. Aber solches ist von den Vagerechten und unweisen Nachforschern also gemeinet zu geschehen dass alle Elixiria seind Oel. daß er die Seel und Geist mit aller jhrer Gewalt unnd Macht der Magnalien. file:///J|/Alchemie/Lapide. . nemlichen. daß sie darumb geschieht. Von der solutio sollet ihr wissen. der Leib zerlöset unnd auffgeschlossen werden. Das erste Capitel soll die eigentliche Practicam anzeigen. der andere sublimatio. und das Corporalische Spintualische. zu der auffschliessung des Geists und der Seelen.

den modum oder auff welch mittel eine solche zerbrechung oder aufflösung des Leibs möglich sey. nim eins jeden Corporis solutio. und wie dann dieses Exempel von dem Eyß anzeigt. Und allhier sollet jhr diß vor allen Dingen sehr wol betrachten und mercken. oder Mercurium currentem. und Philosophice herein führen. aber die letzte Schöpffung war Adam. nemlich zu dem Goldt. Jch hab aber etwan auch gesagt. wie zwey Ding in einem jeden Werck. unnd was wir von natürlichen Geheimnüssen und Ursachen anzuzeigen hetten. in welchen die Göttliche Allmächtgkeit alle Creaturen bereitet. wie aber diese Compositio eigentlicher und gründlicher zuverstehen sey. Das fünfte Capitel soll uns lehren den rechten Gebrauch unnd Nutz dieses unsers beschlossenen gantzen Wercks. als das Korn im Acker oder Erden. in welchem stück alle andere Creaturen eingeschlossen waren. Gleich wie in der ersten Schöpffung der Welt anfang sechs Tage seynd.Roger Bacon . nemlich. denn die Philosoph! sagen. nemlich aus einem Stück einer Composition der Erden.06. nemlich daß alle ding die Göttliche Allmechtigkeit aus nichts geschaffen hat. In der Sonnen seyn beschlossen. welches zu einer newen Geburt gehen soll. und wie ein progression des einen geschieht. Das erste Capitel des ersten Schlüssels. und zugleich mit eingeschaffen aller Geschöpft und Naturen Krafft. das anhebt auffzubrechen oder in die Feulung zu gehen. biß zum letzten. zu observirn sind. welche für jhn seyndt bereitet worden. ohne allein den Menschen. in seiner ersten aullösung wider dahin. und zugleich mit einander geschaffen die Kräffte aller 5 anderer Metallen. dann sie sagen gleich wie das Eyß von der Kälte aus Wasser coagulirt und gefroren ist. wird an eim andern Ort gelehrt. Silber. facilius est Aurum facere quam destruere [es ist leichter. und also ist worden der Mensch Microcosmus. daß 6 Metallen beschaffen seyn. und file:///J|/Alchemie/Lapide. und wie es der ewigen Weißheit Gottes also wol gefiel und haben wolte. in vivum Mercurium. unnd in diesem Geschöpff sind beschlossen. nemlich in Mercurium vivum. welches erstlich Mercurius gewesen. Wir haben etwan in der Theorica angezeigt. als Bley. da wir dann von einem jeden insonderheit nach Notdurfft reden werden.htm (8 of 18) [06. und natürlich geschehen können.2001 17:42:45] . Derhalben wird von nöthen seyn. das ist. auff dieses aber so sollet jhr zuvorhin nun weiter berichtet werden. Eisen. als es zu zerstören]. Kupffer. Es wollen aber die Philosophi. Wir wollen aber stracks zu dem Proceß der Practick eylen. und worinn solch sein Gebrauch und Nutzung stehen. De solutione. dann das muß von noth wegen geschehn. Zinn. diß in das universal sparen. nemlich in Mercurium gebracht werden. von dem Schlüssel der beschliessung Seel und Geistes in dem Leib wie ei soll gefunden und nutzlich zu unsern Wercken gebrauchet werden. also ist sein erste aufflösung wider in Wasser. und zuverstehen gibt: Also soll auch das Golt. wie das Golt sey aller Naturen endschafft.Lapidis Philosophorum Das vierde Capitel wird uns außtrücklichen Bericht thun. daß die erste solutio unseres Goldes geschehen soll in sein primam materiam. das ist. und letzlich Goldt. als es dann von einem herkommen ist und geborn. so der Welt nütz und dienstlichen seyn solten. Gold zu machen. daß wir etwas von dem Leib Solis anzeigen. und etlicher massen beweret. den hat er aus Erde beschaffen.

denn wir müssen von der Natur. sich etlicher massen als an einem Stab daran zu stewren. widerumb zu einer Wurtzel wird. file:///J|/Alchemie/Lapide. Nun kan dieser Same vollkommen nicht putrefictirt werden ausser dem Corrosio. daß die Putrefactio ausserhalb der Befeuchtung nicht geschehen mag. denn geht es vollkommen und mit Gewalt und Krafft zu der rechten perfecten putrefaction und aufflösung. Wolan unsere putrefacio soll desgleichen geschehen. und das Korn kan nicht genugsam putreficirt oder vollkommen Lluffgcschlossen werden. nemlich dem Saitz der Erden. noch zu der perfecten solution gebracht werden. dann ein Saitz. so gehet erstlich an. daß man ein gewissen Unterricht der Naturen stets vor Augen hette. nemblich dem Saitz. oder selber gemacht wird. geht wider in ein Chaos. als man dann warnimpt an den Früchten oder Gesäme des Feldes. ob es gleich offtmals mit dem Mund oder Zungen nicht empfunden. Hünner und Taubenmist geben gar ein rohes brennent und etzend Saltz. dann was bringt das Korn im Acker zu seiner vollkommenen Putrefaction ausserhalb dem Corrosio. und ausser diesem Corrosium. das jhm entweder gegeben wird. da dann nachfolgends ein perfect Putrefactio geschehen mag. daß kein Safft noch Wasser eines solchen Saltzes mangelt. und was der Chaos gibt.Roger Bacon . dann die Putrefactio wird ein jedes ding in sein erstes wesen bringen. das ist. daß ein ungedüngter Acker oder Feldt. kan kein vollkommene Putrefactio geschehen. dann ein solch Corrosium muß in der Feuchte nachfolgen. Nun aber sollet jhr weiter andere drey Ding wissen. das da mager oder dürre ist (wie man saget) keine vollkommene Frucht bringet. dann die Wärm ist die höchste Ursach. was von Wasser wider zu Wasser. von welchem etwann hernach weiter Unterricht soll gethan werden. von einander treiben. Von dem Corrosio aber sollet jhr mercken. wider zu Erden. und das versteht in dem Weg: Alle Vegetabilia haben in der ersten Schöpfung empfangen den Vorgang und Progression zu den Mineralen.htm (9 of 18) [06. nichts daß das Corrosium muß den Leib einnemen.2001 17:42:45] .) Dieses alles ist allein darumb angezeiget. und biß auff den geringsten Puncten auffschliessen und destruiren. denn es hat den Nachtruck zu einem vollkommenen End zu eilen. (das merck man wol. welche das Corrosium reitzet und treibt in die Putrefaction mit dem Cörper zu eylen. als von einem praeceptore [Lehrer] lernen.06. Der Mist aber ist nichts anders denn ein Salpeter und ander vermischt Saltz. was von der Erden. in das Faß der putrefaction. und bricht das Corpus von einander. denn man aus dem Schafs und Pferdtsmist köstlichen Salpter sieden mag (wie das die erfahrung jetzt darthut) also auch von den ändern Animalen. wie durch die Putrefactio alles was von einer Wurtzel kömpt. Das ander ist. Zum ändern erforderts auch ein Corrosium. und das haben wir aber Exempel aller natürlichen Gebehrung. wie man dann Augenscheinlich sehen mag. dann jhr höchste Krafft stehet in der feuchten. als mann dann sihet. und das verstehet also: Jhr sehet.Lapidis Philosophorum daher sagen die Philosophi: Putrefactio est omnium rerum mater [die Putrefactio ist die Mutter aller Dinge]. Zum dritten muß auch da seyn ein Wärme. also daß solches in der Wärme gschicht. Wenn nun der Same in solche gesaltzene feuchte Erde geworffen ist. und gantz und gar zerlegen. an dem Alcali eines jeden Vegetabels so es zu Aschen gebrandt ist. als Gänß. wenn aber der Acker geyl ist ond gedüngt. und mit den Augen scheinlich gesehen wird. Dieses Saltz nun in eim jeden Gesäme wird geworffen in den Acker. daß ein jedes ein gewisse Zeit in solcher Putrefactio mit fleiß erhalten werd. das Saltz sich zu resolviren. welche uns etlicher massen durch ihren Unterricht zur Unterweisung vorgehet. Das sollet jhr aber auch wissen. daß es anders nichts ist.

zerbrochen und dissolvirt werden. nemlich zu dem Werck des Goldts. unnd zu nichten dienstlich. daß man es wol verschlossen in die putrefaction des fimi oder Balnei setze. und erstlich wol gemenget ein Vierling. auff das die Geister des Wassers in die substantz des Goldes desto besser sich mischen. und das Faß verschlossen. Wenn nun das Goldt in diesem Chaosischen neblichen Wasser dissolvirt ist. denn also ist des Goldes substantz daß sie dem Saitz unterthan ist. Alcali wol zubereit. desto mehr in den Leib hinein gehen mögen. Warumb Salarmoniax? Dieweil das Goldt durch nichts mag gebrochen werden. Also ist nun ein solche Vereinigung dieses unsers dicken Mineralischen und geistlichen Wassers mit dem Leib Solis gemacht. auch der Vegetabel.Lapidis Philosophorum Proceß: Wir arbeiten aber auff diesen Weg. nemlich die distilation nach der Kunst und ihrem innhalt: Wenn der Cörper gantz und gar in diesem Wasser zerbrochen unnd auffgelöst ist. welcher durchdringet mit seiner penetrirenden Krafft. daß wir nemen Salarmoniax. und daß dieses ein reiner abgescheide-ner Geist. wie klein unnd gering auch dieselben sein mögen. also ist denn das Wasser oder Feuchte der Putrefaction unsers Leibs zugerichtet und bereitet. denn in dem Alcali ist ein dicker Saltzgeist. auch die innersten Bande. aber durch den hitzigen Fewrigen und brennenden Geist des Salpeters werden die Kräffte des Salarmoniax angereitzet und allein auffgehoben. damit die Geister unserer Mineralischen aufflösung des Wassers. aber die Geister unsers Wassers leiden keine Wärme. diese Distillation von dem Leibe und wider auff-giessung mag zu mehrmalen geschehen. denn wo ein eusserliche Hitze hinzu gethan. denn allein durchs Saitz.Roger Bacon . welche zu der destruction des Solarischen Leibs von der Natur praedestinirt sind. würden die Geister unversehens und augenscheinlich auffbrechen.2001 17:42:46] . welcher durch die Widerwertigkeit der vorigen zweyen.htm (10 of 18) [06. von diesem distilliren wir ein Wasser nach der Kunst. und in sich selbst zerlasse. sintemal sie selbst einander erhitzet und erbrand sein. denn ein gleiches wird dieses unser Wasser auch thun. mit einer vorläge. neinlich das es den Leib solis dissolvirt.06. denn were wol billich und bequem. Warumb Salpeter? Auff daß die Krafft und Seel des Salarmoniax möge gefangen werden. und daß sich die Geister des Wassers in dem Leib des Goldes vermischen. und mit gewalt das Faß in viel hundert stücke zerstossen. das alle membra oder partes des Corporis. und durch sich selbst wird das gant-ze Corpus des Salarmoniax ohne einige Schärfte von dem Fewer über sich getrieben. darnach ziehen wir es ab von dem zerbrochenen Leib. oder als ein Korn in ein Wasser geworffen werden. und die Glieder des Solarischen Leibs desto mehr brechen mögen. trüb und dick als in Nebel. denn es gibt mächtige und gewaltige Chaosische Spiritus. damit die Natur in ihrer letzten abscheidung das Goldt gebunden hat. und giessen ein frisches wiederumb darüber. denn sie sind einander widerwertig. denn an ihm selbst. zu gleicher Gestalt mit ungestümm aufffehret. wie die distilatio der scharpffen Wasser inhelt. also das file:///J|/Alchemie/Lapide. daß es auffkeime und berste. und sich wider nider lesset in ein Wasser. als jhr denn gesehen. und mit Streit gegen einander zu fechten bereit. unnd gantz und gar zu nichte machen. diese werden in unsern Wercken dienen. von dem gemeinen Saitz ist. In diesem Wasser soll nun das Corpus solis als in einen Acker gesäet. so lassen wir es ein Tag unnd Nacht erstlich stehen. Warumb Salalcali? Auff daß die Geister desto mehr densirt werden. damit man eigentlich gewiß sein möge. Salpetres jedes ein Pfundt. Derhalben gebrauchen wir einen ändern Weg. und zu einer mehrern zerbrechung und Dissolution reitzen.

der aufflöser von dem auffgelösten. ein solche widerwertigkeit dieser zweyer Geister. Wenn wir nach der öfftern abziehung des dicken nebelichten oder Chaotischen geistlichen Wassers ein solchen spiritum vini in die Composition unsers Leibs der Mineralischen Geister einwerffen. nemlich mit dem Geist der Mineralien und des Weins Gemeinschafft pfleget) im Grundt des Fasses liegen. also das eins das ander verlesset. sintemal man sie fast in allen dingen find. welchen wir unter den zerbrochenen Leib des Goldes mischen. also daß wir eigentlich wissen mögen. Durch die Experientz (der wir es biß ins grosse vollkommene Buch de lota Natura [von der ganzen Natur]. Denn haben wir ein rectificirten Tartarum. so wir sie von dem Fewer in dem Alembico empfangen. als denn sagen sie: Wie hierinne verborgen sey die Zeit von der Welt anfang biß auff Christum. zur Vergebung aller Sünden. dennoch offennbahret hat die Geheimnissen des Weingeists. Denn durch Contraria. von den Gewächsen der Vegeta-bilium wie deren etliche ein Widerwertigkeit in ihrer Gewalt wider die Gewalt der Mineralischen Geister führen. der natürliche von dem Natürlichen scheiden möge. aus ursach. der saure von dem süssen. und bleibt allein der Leib (welcher mit allen beyden. und mögen schwerlich wider von einander gescheiden werden. daß wir den aufgelösten und zerflötzten Leib vollkommen und gantz von allen ändern Geistern haben mögen. unnd führet ein.2001 17:42:46] . denn mit dem Geist des wassers ist vermischt der Geist des Goldes. unnd sich von einander scheiden. welches durch sein Widerwertigkeit ein zertrennung des Gelübnis und Eheschafft anrichtet. und stellen ihn zu sublimirn. welcher sich mit gewalt wider alle Mineralische Geister setzet. unnd diese heyde Geister sind wol zubetrachten. dadurch ihnen ein fürtrefflich mysterium geoffenbaret wird. da mit sein an seinem Ort gedencken. . file:///J|/Alchemie/Lapide. und das sich der Mineralische von dem Metallischen. so sich zu grundt mit gesetzt. der zerstörende von dem zerstörten. so geschieht ein solcher separatio.Lapidis Philosophorum sie zum allerschwersten von einander zuscheiden sind. denn sie bringen in ihrer geheimesten Faß eins. welcher sein Blut in einem solchen Weingeist vermischt. doch in einem mehr.etzt wird der Leib zu einem newen Leben erwecket. der unedle von dem edlen. ein newes leben. jetzund also nachlassen und zugeben) werden wir berichtet. und zugelassen. daß auch alle Krafft. nach dem Brauch und Weiß der Sublimation als solches die Kunst der Alchimiae weist und innhelt. Fürwar die Cabalisten der Realischen Cabala haben hinnn ein groß Geheimnis. und wie dieser Weingeist alsdenn abweschet und rein machet alle Unreinigkeit. Stärcke und Scherff gentzlich verloschen unnd verloren wird. das sie uns auch bey den ungeschickten und zu gleicher weiß widerwertigen naturen arbeiten. und werften zuletzt die Sublimation. im andern weniger. und treibt aus die zerstörligkeit mit grosser macht. Und als wir Jetzt der Experientz ir lob gegeben. sind ohne alle scherpffe mit schlichtem aqua communi [gewöhnlichem Wasser] abzuwaschen. so fasset er in sich den Geist des Solarischen Leibs. das von der Natur und ihren Wercken des Himmels unnd der Überhimlischen reden wird. der Zerbrecher von dem zerbrochen. Aber wir gehen umb kürtze willen weiter zu dem Proceß dieses unsers vorhabens. also das man ihnen ein widerwertiges zuschickt. in ein guten distilirten Essig. wie denn von diesem. Hierauff ist nun von nöten. Aus diesem mag kein ferner fortgang oder Progression in den ändern modum geschehen oder vollendet werden. nemlich des Vegetabilischen vermischten Weingeists und eines Mineralischen Geists.htm (11 of 18) [06. und abwaschung unser angeborner unreinigkeit eingesetzt. der Irrdische von dem Himlischen. und die feces des Mineralischen Wassers.Roger Bacon .06. vollkommener Bericht gegeben wird. also das der Geist des Wassers durch das Fewr nicht wird hingetrieben. daß man ein separation dieser zweyer Geister thun mus.

denn sie ist unsichtbar. wie die eusserste ist.Roger Bacon . Was ist aber die Seel unsers Wercks? Es ist die vierfache virtus. Verbum Dei [Wort Gottes] gesetzt ist. schreiten wir billich in den ändern modum. und von den Siechtagen und Artzney der Seelen reden. zu gebehrung newer Elementen. auch unter unser Magia und unter dem Capittelvon der Krafft des Glaubens weiter melden. und das Wort des Alhems oder Außgang des Geistes aus dem Göttlichen Mundt. wider in ein Corpus beschlossen hette. nemblich zu dem ändern Schlüssel unsres Wercks. aber zu tieff in dem Geist vermischt. De sublimatione Dieweil wir aber nun unser materiam nach den Philosophis und irer mei-nung zugerichtet und bereitet. und wider zu einem Hyle. als sie der Geist gebunden. zusammen verbinden. sondern daß diese eusserste Welt in ihrer letzten endschafft der Gebehrung aller Elementen Krafft aus dem ersten Hyle her separirt. nemlich. bereitet. nach dem es Gott durchs Sprechen von ihm außgehen lassen. unnd das sie von aller Unreinigkeit purgiert werde. welches nicht geschaffen noch gemacht ist. denn der Geist hell in ihm die verborgene Seele unsers Leibs. da Gott sprach: (Es werde diß oder das) hat sich in ein Jedes derselben ("reaturen gesetzt. ihnen von GOtt verliehenen Verstand und Weißheit erfunden. Was ist denn der Geist unsers Wercks? Anders nichts denn das Hyle [Materie] einer newen Welt. durch den Geist. so wollen wir doch umb kürtzt file:///J|/Alchemie/Lapide. auch allen Elementen als ein brauch fürgesetzt. und mit unaufflößlichen Banden also in einander verkünpffet. welche geschaffen werden. seyn soll. als wir im anfang sagten. aber von diesem an einein ändern Orth. aber wol ihre grosse Gewalt und Krafft. solche Magische geheimnis also auch bleiben lassen: Wir gehen aber umb Kürtz willen wider zu unserm proposito. welches uns fürhelt den ersten Schlüssel dieser Kunst. daß sie durch Fewr geschehen sol.Lapidis Philosophorum Und das ist also kürtzlich das erste Capitel. nit daß es ein Welt. dieweil sie durch ihren fürtrefflichen. nemlich wie die erste Zerstörung unnd Auff-lösung der gantzen Welt durchs Wasser vollendet ist. welche alle Philosophi gesucht haben. und hat empfinden lassen. daß sie über alle ding mächtig unf kräfftig sich erweiset.htm (12 of 18) [06. das ist. das andere der eussern Welt Corpora. wie oben gesagt. Mysterium unsers Geistes. und wenig unter ihnen haben sie finden mögen. daß in einer jeden Creaturn ein solch Wesen sey. potentia. aber die Philosophi. beyde des Geistes und der Seelen. und ist zu ihr fümemlich praedesti-nirt. nemlich die solution unsers Goldtes in sein primam materiam oder in Mercurium Vivum. Seelen und Mysteria ein Matrimonium und Eheschafft besetzen. Arcanum. Wie wir denn an einem ändern ort. als sie sahen solches von den Magis also hoch gehalten. Ob wir denn gleicher gestalt allhie wie zuvor auch. und kein Mensch hat sie jemals sehen mögen. solches Corpus haben wir jetzund durch GOttes nachlassung zerbrochen. denn an ihm ist sie wol sehr rein. welche vom Geist in Geist. und zu was er sie preadestinirt hat. denn die erste Auffschliessung unnd Zerlegung dienen zu einer Essentialischen Anatomia. nemlich der Seelen und des Geistes. Warumb wird ein solch Mysterium oder Arcanum ein Seel genennt? Diß haben allein die Magi also geheim gethan. welcher ir die krafft nimpt und schwecheis. und vollendet werden. da er sprach. da wir denn berichtet werden einer ändern heimlichen auffschliessung. daß wir wollen auffschliessen den Geist.2001 17:42:46] . da wir von der Gebehrung des Menschen. welche der eussern Welt zugegen stehet. ledig werden möcht. de praeparatione Coelestium ad materiam Supercoelestis Lapidis [von der Bereitung des Himmlischen zur Materie des überhimmlischen Steins].06. damit die Seele von den Banden. Das Ander Capitel. die ander aber. denn die Krafft des Göttlichen Geistlichen Spiraculi [Hauch]. ein sonderliche erwe-gung zuthun willens weren. haben sie es doch als unverstendige. ist kein Geschöpft noch Creatur.

das wir ihn in ein wolbeschlagen kolbe legen. das es nicht geschehe in einem Labora-thorio. und dieses abwechseln und iimbkehren soll geschehen so lang. nemlich von der Caicination. und kehret das sublimatorium mit dem subli-inat umb. von der Sublimation unsers vivificirten solarischen Leibes. wird jetzund zu Oberst gesetzt.htm (13 of 18) [06. oder länger. Im fördern Capitel haben wir kürtzlich von unser Seelen unnd Geist er-höhung und wie sie den Leib von einer Gestalt zur ändern also in Geistlicher gestalt mitführen.2001 17:42:46] . nemlich zur Caicination schreiten müssen. nicht sonderlich hoch. daß er zu seiner Perfection wider eilet und gehen wil. als denn wenn rr nun nit mehr wil auffstei-gen. Wolan wir reden und lehren. und welchs zuvor zu unterst war. und fasset oder ergreiffet also unsichtbar die gantze Substantz des Geistes und seinesgeistlichen Leibes. daß alles auffgestiegen ist. sie sollen auch mit Leymen nicht weiter beschlagen werden. nach dem sein Will ist. welche ben seyn sollen. man kleidet es auch nicht tieffin Ofen. und zwinget sie nach endlichen Termin ihrer Operation wider in ein Corpus zu gehen. auch von der auffschliessung der Seel und Geist Unterricht gethan.. erstlich mit sehr geringen Fewer. so fähret man mit der Sublimation fort. und beschlagen . und sind weit über den Grad der Natur gestiegen. biß du sihest den Geist müde und trege werden. Das dritte Capitel De Calcinatione. welcher sich in einen solchen Chaosischen Gewalt des Geistes mit ihrer unsichtbarn Gewalt und heimlichen Radijs außgestrecket. und haben den Leib in Chaosischer form Geistlich mit geführt. und wie die geschehen sol. des gewölckenten Wassers von dem Mercurio solis zu ernp-Lihen. sondern bereit ein Ofen. Wir hetten auch ein gleich-nis von des Fewers aufflösung allhie zubetrachten. in welchem sie wohnen werden. biß wir sehen. virtus.06. das ist ein Himmel. als denn hernach weiter soll gemeldet werden. aus der Aurora. denn wie die Figur außweiset.ille beyde Platten. auff das Glaß fallen möge. liesen thun wir fein auß dem Kölblein auff das aller sauberste. Wir thun ihm also aber. welche etwa die Philo-sophi den perfecten fewrigen seelhaftigen Schweffei genennet. potentia. die hat auch. gleich wie jenes war ein aufflösung des Leibes und Geistes durchs Wasser. wol mit Leymen. denn in diesem modo wird gelehret. file:///J|/Alchemie/Lapide. Derhalben wir nun von not wegen zum dritten modo unsers Wercks. und daß er sich das Fewr nicht mehr wi! treiben lassen. in diesem Ofen soll die sublimatio geschehen. nach dem sich auch im fördern Capitel unter der Sublimation unser Geist und Seelen genugsam exaltirt und erhöhet haben. wie allein diese aufflösung sey. daß man allein bescheiden siden mag. Wenn wir den lebendigen Leib des Golds vollkommen ohn andere Vermischung also rein abgewaschen. welchen Thaw isaac ein gewolckent wasser oder ein wasser der wolcken nennt. so ziehen wir im ab. aber mit selir leiser und geringer distilation fahren wir fort Tag unnd Nacht. daß es ein dünner Rauch auffsteigt und sich anlegt. in ihrem Geist ein Seel. daß Corpus oder materia solis unsers bereiten Wercks.Roger Bacon . doch soll man sich auch wol fürsehen. In einer solchen Wärm helt man das Fewr biß man solchs sihet. ein Arcanum mysterium. das ist. Wenn nun diß alles also geschehen. nicht spitzig unnd lang nach der gemeinen Form. damit er bedawet oder befeuchtet ist worden. sage ich allhie. ein aufflösung des Geistes und der Seelen durchs Fewr. denn lest man es allgemachsam erkühlen. unnd lutirn einen Helm wol und genaw daruff. Nun aber wollen wir ferner von dem dritten modo lehren und unterrichten. Diß ist also zu verstehen.cntzlich also ein weißfahle Aschen am Boden gantz t'mcken erscheinet. von welchen in Apocalypsi in Gleichnüß ist das newe Jerusalem. erstlich den Thaw des Himmels. da unser Seel und Geist ihnen wider ein Hütten machen und bereiten. so ists ein gewiß und gut Zeichen. daß er .Lapidis Philosophorum willen desto schneller fortfahren. haben sie endlich die reine Seele bewegt. und an seinen Pfeiffen ein Rrcipienten. als vorgesagt. und legen :lm in ein gläserns sublimatorium. der oben ein gantz rundt außgeschütt Platt hat. da der Regen oder Schnee.

inspirirn sie in den Geist. das hinfort nach Vollendung ires Termin dem Fewer des Mineralischen Gewalt unmöglich sein. und sehr reich ohne cusserli-. und wann sie in ihrem höchsten Ascendens und Exaltation ist. unnd das verstehet also: Vier Grad sind des fewrs. oder in den heimlichen Athanar oder Tripodcm. unnd wie ein sehr geringe quantitet. und zu sich nötiget. daß allein ein gewalt lies Schweffels. oder die Krafft des unsichtbaren Schweffels.Roger Bacon . daß er :iuch ein Metallisch perfect Corpus. doch einer höhern Gewalt und Form. und dabey ist es blieben. dann wie ein solche Krafft des sulphuris in der Substantz des Mercurii zu der Perfection des Goldes genötiget.06. und durch welche unsere zerstörenden und destruirten oder aufflöseten. durch ire Krafft den Gewalt Corporalisch perfect und unzerstörlich widerumb zu werden. und sollet ihn treg in ein reine Viol thun. aller Macht des Fewers zu widerstreben. nemlich. und als der Magische Supercoelestische Stein. und des Golts Virtus. 'innd gleicher gestalt das Goldt ein Metall. welches die Phi-losophi für ein gewalt des Schweffels erkennen. nach gebrauch der arth. haben sie geurtheilet. unnd solt es hengcn in den Ofen über die Wann der Lampen.2001 17:42:46] . irgend etwas mit seiner stercke dem Geist unsers Wercks anzugewinnen. als Goldt ist. dann zuvor war unser Geist und Seel mit ihrem Cörper so flüchtig. gentzlich entlediget. als das Werck der regierung. und solt die Viol mit Sigillo Hermetis wol verschliessen. potentia.Lapidis Philosophorum damit ihr ihn auch jetzund also nennen möget. jetzt aber wird sich die Seel mit ihrer unsichtbaren krafft in den Geist einlassen. dann es mus ja von noth wegen file:///J|/Alchemie/Lapide. sonst sey alles Goldt in seiner Puritet alles eusserlichen Schweffels. und daß er empfindet die haltende Krafft der Seelen. Nun ist ja unläugbar. geben mag. die gantze Substantz des Geistes. Seel und Leib wider Conjungirt werden. das es den zwölfften theil erfülle. und in ein perfect Corpus solis vel Lunae coagulirt. allein durch seinen Schein und Gegenblick ein Transmutation der Metallen machen. und wie der Basiliscus durch seinen Schein der Augen die Leut tödtet und wie die Conjunctiones der Himlischen Cörper durch ir ansehen. gleich als die unsichtbare Krafft der Magneten mit seiner Gewalt das Eisen angreifft. ein grosse Summ des Mercurij vulgi zu ihm zeucht. unnd von einander zerbrochenen Geist. daß sie auch das Fewer treiben kondt von einem Orth zum ändern. weil die Phi-losophi nun diß vor Schweffei erkennen und gesehen. weß Geschlechts der auch sein mag. Krieg. Pestilentz unnd Mißgewächs erwegen und machen: Also und zu gleicher weiß. bey den geheimen Magis die Seele. lien Schweffei erfunden wird. als es in seiner exaltation zu den supercoelestibus gesteigen.ffels unser Materien.htm (14 of 18) [06. des Philosophischen Lapidis. da man das Fewer inn regieren mag. ist es auch mit unsern Seelen. und wohin es wolt. und wider auff dieselbige sich zu setzen. das ist. Wolan so schreiten wir zu unserm Proposito: Wann der Geist unsers Wercks nach der Lehr des ändern Capitels also treg und müd ist worden. daß der Schweffe! den Mercurium coagulirt. umbgreifft der Seelen Krafft. nach des Leibes Ma-teria oder Substantz innhelt. durch welche wir ein solche unsere Caicinatio eigentlich verbringen mögen und außrichten. und den Geist mitgeführet hat. und kein Schweffei in dem Corpus solis seyn muß. und einsencken. so sollet ihr ihn also treg außnemen. auch daß sie solches in allen ändern der imperfecten Metallen augenscheinlich erfahren. daß dieser Schwef-lel allein in potentia mit dem Gold vereinigt sey. also sollet ihr auch hie anders nichts dann eins gleichen berichtet seyn. und haben gesagt. Wolan dieses Arcanum oder Gewalt des Seelhafftigen Schwe. Diese Gewalt hebt dann an. Hieraus sollet ihr nun das mercken und lernen. und Arcanum.

in sich schlucket und verzehret. daß der Leib an allen Orthen noch offen ist. Aber unnötig wird es sein. daß drey eins sind. wie in der modus sublimationis uns also bereitet und für Augen gestelt. in unserm Werck dieses Particalars ein gewisse form der Graden des Fewrs fürzustellen.Roger Bacon . von welchen oben gesagt ist. Diß ist also zuverstehen. wie dann der Weinstock uns des ein Exempel weisen und für Augen stellen kan. die erste zeit aber wird gehalten nach dem Gewicht unnd Regiment des Fewers. sein Regiment aber ist in dem ersten Grad des fewrs. das ist. Es ist aber für allen dingen fürnemlich auch zubetrachten. nach dem derselbige in diesen dingen perfect und fleissig ist. als ein zerspreite Erden. und dieses ist von dem ersten Grad des Fewers. So mus aus diesen dreyen. und den gantzen Leib mit dem Geist unsers Wercks.Lapidis Philosophorum folgen. Leib. unangesehen. das ist in der färben. laß sie selbst in ihrem gewissen lauff ihre vollkommene werme in die Particularische Creaturen. Dann der ander Grad des Fewrs erfordert und treibt herfür beyde des Geistes Krallt unnd Färb. daß sie ein unzertrennlich Verbündtnuß gegen einander geschworen. daß er sich außstreckt. Stercke. und gleich wie zu einer zeit die Aepffel und Birn und alle andere Früchte eher reift lind zeitig werden.sey das Mysterium und Arcanum. und zerspreitet ligt. die Hütte und wohnung beyder des Geistes und der Seelen. das Ampt des Regiments. Solches erfordert nun die Kunst in diesem modo der Calcination. die zeit unnd Farbe dieser dreyen. daß er Seel und Geist beherberge. welche mit ihrer perfection in der Sonnenwärm praedestinirt sind. sintemal uns die Sonne anzeigt. sind in allen ihren Theilen. als eine perfecte Unitet. ist also. dermassen. in welcher sich der Geist sehen lest. dem super Elemetirten unserm geheimen Mercurio. dadurch dann allen Gewächsen. Corporis. file:///J|/Alchemie/Lapide. und den Leib durch alle seine Glieder tingirt und färbet. Krafft und Farben ein grossen abbruch dringet. Animae & Spiritus. unnd worin denn unser Werck und Materia stetig sol gehalten werden. und zündet an als ein brennender Geist. als dann der Tag offenbaret die Endschafft der Nacht. dann er ist das Haus. ja auch in dem Unsichtbaren dermassen vereiniget. Geist und Seel wider ein unitas [Einheit] werden. dann jetzt wirdt erwecket durch den dritten Grad des Fewers die krafft des Schweffels. wird uns herfür bringen und demonstrirn die Gewalt der Seelen. als der erste Grad sein sol. also auch allhier in unserm Werck. da er sich in der Corporalischen Farben erzeigt. so da mit Wasser befeuchtet. biß so lange die erste zeit des Leibes und seines Ampts. Der dritte Grad des Fewers. und die nacht oder die finstere Farben der Nacht offenbaret i!ie Endschafft des Tages. und bescheinet mit seinem reinen Blutrothen Glantz alle Glieder. also. der Sonnen schuldt.2001 17:42:46] . unnd seines Regiments. in Macht. daß es . und diese Wirckung und Erfahrung wird von uns zugeeignet. und seiner Farben perfect und vollkommen erfüllet ist. die perfecte Gewalt und Potentz des unsichtbaren Schweffels dieses unsers gantzen Wercks. Virtute & potentia. dann zu ändern Zeiten. nemlich in ein rote färb als minium [Menning]. und mit im verbunden. aus Ursachen vieler hindernissen offtrnals nicht erstrecken und imprimiren kan. sol ein perfect Elixir oder projection zu den imperfecten Metallen und des Mercurij transmutation gemacht werden. daß der gantze Geist sich außstreckt. an ihrer rechten Zeiten unnd Vollkommenheit. in welchem Grad. nernlich. daß sie ausserhalb der Ordnung der Naturen nicht von einander setzen oder weichen. mit dem ersten Grad. welcher da offen ligt. zusammen gebracht. als ein zerstrawete Aschen. Wie dann die geschickten Künstler solches billich abtheilen unnd wissen sollen.htm (15 of 18) [06. solches ist der guten bequemen Wärm unnd rech t messige n Graden des Fewers. Derhalben wird fürwar das meiste am dem ingenio und reichen verstand des künstlers bestehen. und hat sich dem Leib vereiniget. und also sind wider zugleich Leib und Seel. sein Astralisch Fewer in diesem spagirten Leib. und hat in gleicher Gestalt unsern Geist und Seele also wider an sich enommen. Denn also führet erstlich der Leib sein Ampt. das die Farbe offenbaret die Endschafft einer jeden zeit.06. In dem andern Grad der Unwirckung des Fewrs wird gesetzt der Geist mit seinen Farben. also daß er auch anfehet den weissen Leib in ein andere Colorem zu alterirn.

Das fünffte Capitel file:///J|/Alchemie/Lapide. aber doch in der Farben und Tugend desto mehr unterscheiden. in alle Ewigkeit. Ir wisset euch auch zuerinnern. in diesem vierdten modo schliessen wir den offenen Leib zu. und in Blutrollten F'arben. und endtlich der Philosophen Schlüssel.htm (16 of 18) [06. Das vierde Capitel De fixatione. und das sie biß zum letzten Urtheil von unnd ausser dem Leib mitnichten fliehen. oder des Potentialischen kreft'tigen Schweffels. welcher der Natur hat nachgelassen. mit dem dritten Grad deß wircklichen fewrs zu den rothen Farnen. Das dritte Capitel fürwar.ja weil eine Natur ist. denn folgen wir mit dem vierden Grad des fewrs nach. von welchem die Philosophi auch etwan erweh-nung gethan. zerspreitet als ein Aschen. dann auch die gantze Natur zu einem solchen sehr perfecten Wesen niemals hette kommen mögen. derhalben ir auch wird unmöglich seyn. und wie durch die Graden des Fewers die Farben des Leibs. zu verstehen und zu begreiffen eingegeben. Und von nun an wird unmöglich seyn. da ir das Werck in dem Athanar oder Tripode. aus der Creatur ein Uberhimmlisch zu werden. und geschetzt werden.er vierde inodus. Lob und Ehr sey GOtt. oder weichen mögen. derhalben wir nun hinfort zu diesem letzten. Jetzt aber wollen wir der Wirckung des vierden Grads des Fewers. in das dritte Regiment der Seelen. des Geistes und der Seelen herfür kommen. und erscheinen und wie die Seel widemmb ein perfectio in dem Geist mit dem Leib anrichtet und sich gegen einander in ein unitet verpflichten. nemlich die fixatio dieses unsern Wercks.2001 17:42:46] . Seel noch Geist widerumb von einander scheiden. und das verstehet also. Virtutes. hat uns Unterricht gethan von der Caicination der Erden. zum Beschluß unsers gantzen Wercks. daß sie nicht weichen mögen. bleiben also biß zum Jüngsten Gericht verbunden. sollen noch können weder Leib. und elementirte Hitz oder Fewr diesem unsern beschlossenen Werck etwas Schadens möchte zufügen. ein solches vereinigets Wesen widerumb zu zerbrechen.Roger Bacon . unnd wie solches alles in dem dritten grad des fewrs vollendet unnd außgerichtet werde. das ist. unnd zu einer vollkomment perfection verlohet und versprochen haben. anzeigen und lehren. und der Leib beschleust also gleich. dann in dieser wärm des vierdten Grads hebet an das Corpus mit der Seelen und Geist zuschmeltzen. zum kürtzesten melden. und hat den Sinnen und Geisten der Menschen ein solch groß Geheimnüß offenbaret. so bleibet der Leib noch offen. eben an dem ort sol vollendet werden J. und wie ein solches mag zugehen und rcschehen. liaben die Philosophi noch einen modum (welches nicht zu übergehen ist) an solches unser Particular gehencket. ihren Schein und Glantzen sehen läßt. und erhalten haben. wir thun ihm aber also: Wenn die Seele und Geist sich mit dem Leib vereiniget. und umbgreifft und fasset in sich den Geist unnd Seel. Mysterias unnd potentias dieses unsers gantzen wercks. daß es durch die Wirckung des Fewers des vierdten Grads geschehe. als das wir Geist unnd Seel zu einer ewigen Verbindung in dem Cörper durch den vierden grad deß wircklichen Fewrs verschliessen. als zu einem Beschluß schreiten wollen.Lapidis Philosophorum Aber damit ein vollkommene und gäntzliche Perfection geschehen möge. und die Seel giebt liechten Schein durch diesen Rubinen und Berilschen Leib. und geschencket.06. gleich als eine Sonne durch einen Cristallen. als in einem Gläsern durchsichtigen Faß alle Magnalia. daß irgend ein Element.

2001 17:42:46] . Sorg. welcher groß ist. in welchem die Untz unsers Stein Pulvers mit dem Goldt vermischt. zwar er ist auch durch die Mineralischen Geister des Salarmonia. nit allein des Leibes und seiner Materien halben. Zwar daß wir solches nicht leugnen. dann andere Stein erlanget.unnd möchte wündschen. Tugend und Sterck erhöhet worden. biß sie uns vor Augen und die verheissene Himmlische Hyle dieser unser Materien ans Liecht herfür bracht. als die Sonne durch einen Brillen oder Glaß. so viel in unsers gantzen Wercks mechtig ist. unnd an Tag geben.Roger Bacon . auch in ihrem innersten und verborgesten. dann unser Stein hat nun mehr mit dem Fewr der Materialischen Krafft kundschafft gemacht und auffgerichtet. denn vor und in Gleichnütz. auffzusteigen. unnd wollen unsern bereiten Stein von seinem Faß außnemen. damit er. welche aus solchen vorgesagten Gläsern Cörper herfür leuchtet. durch des Fewrs macht. Salpetres und Alcali. Von diesem thut man nun projection auff geschmeltzte imperfecte Metallen. unnd sollen hingesetzt werden fein an einem gewissen Ort. da wir es in dem Sublimier-Faß unnd seinem Ofen mit öffterm umbwenden und kehren. doch in einem unterscheidt. uns solche seine Frucht. oder in Wind verechtlich dahin schlagen. welche nicht haben nachgelassen. das sollet ihr aber nun mercken: Wann unser Stein mit dem Goldt nicht also fermentiret wird. in seinem innersten zerbrochen und auffgeschlossen worden.Lapidis Philosophorum De Anacephalcosi & usu Lapidis. so könte er nicht wo] in die imperfecten Leihe. also daß er sich des Fewers frewet und nehret. ist ja wol in der Exaltation seines Geistlichen Leibes durch den modum sublimationis. so sollen zwo Untzen des saubern feinen Golts solvirt und rein niedergeschlagen. weit über der naturen Grad und vermögen. ob er schon durch ein Particularische Handtarbcit geboren. so läßt man den Tiegel und Hitz alles von sich selbst erkalten.06. wird die zeit auch die nach uns sein sol. sondern an Krafft. einzeln gethan werden soll. als der edelsten Stein einer. Modus projicienti: Wann du des Steins ein Untz hast. Und die Seel hat angezündet mit ihrem Himlischen Fewr sich selbst. gleich als ob sie mehr denn Elemen-tirt weren bringen. und an sich genommen. das sein tegliche erhaltung im Fewr geschehen köndt. und gemacht ist. sintemal er auch von Anfang aus den ersten Hyle [Materie] darein in die Kunst setze. und nimbt den Stein fein gewarsam auß. also wird auch sein Krafft und Wirckung vielmehr f'ürtrefflich seyn. Dieses unser bereitet Hyle aber. daß wir nun hinfort zum letzten unsers Steins Gebrauch herfür bringen. Geistes und der Seelen. viel höhere Grad der Naturen. wenn nun diese Zeit umb ist. so ist da kein Forcht. in ein andern unverkleibet. unnd übergeben haben. daß er schmeltze. Wir gehen aber nun zum Werck der Projection. welche ein Jedes insonderheit ihr Geheimnis durch des Fewers macht darlegten. reitzen. mit fleiß verwaret behalten werde. dann andere bereitende Steine. noch eines einigen Verderbens mehr zugewarten. unnd also geschmoltzen bey drey Tagen unnd Nächten erhalten werde. Gefähr. und durch ihre Farben offenbarten und anzeigten. als dieser unser Stein. Wir schetzen je auch billich. Und einem solchen Werck folget nach die Vereinbarung und Concordia unsers Leibes. unnd eben an dem Ort schlössen sich auff Seel und Geist. in ein andern Irrdenen und mit Leymen umbsetzet und beschlagenen Tigel. unnd bey den unsern öffentlich bezeigen helffen. sondern wird als ein Oe! oben file:///J|/Alchemie/Lapide. eingehen. wenn sie im heissen Fluß weren. und sol der Stein in ein guten festen gläsern Tiegel.htm (17 of 18) [06. Letzlich schloß die Fixation in dem Gläsern Cörper alle Arcanitet und Magnalia. und sauber behalten. Wollan dieweil also unser Seel und Geist mit dem Leib durch die Fixation beschlossen sein.

tür diese Göttliche Himlische Gabe. und anderer Steinen erfunden. dann gleich wie er von der Materi. wie an einem ändern Ort von ihm gesagt wird. biß so lang man endtlich die rechte Dosis der Übersetzung unnd seiner Krafft finden möchte. von diesem wird eingegeben. weß Namens die seyn mögen zu pelliren [hier: heilen] und die gerechte Sanitätern [Gesundheit] widerumb zu restituirn. widerumb als ein Rubin sich erhärtet. nach Ansehen der Kranckheit.2001 17:42:46] . und beschleust der gantzen Welt Arcana. köndte man mehr des imperfecten Leibes nachsetzen. in seiner Liquitet. dann er anders nichts ist. alle Kranckheit. Misteria und Virtutes. file:///J|/Alchemie/Lapide. daß er in einem Spiritu Vini. ehe dann er zu der Fermentation gebracht wird. und dem H. als ein Oel. also ist er auch Microcosmus. inne helt. als ein Oel zerfleußt. Nun kommen wir doch zu dem Gebrauch unnd Nutz der Artzeney. derhalben ist die Fermentatio dieses unsern und aller Elixiren. Gebehrung. und so er erkaltet. nemlich ein Scrupel in zwo Untzen Spiritus Vini resolvirt werde. Sein Gebrauch ist aber also. Sein Dosis aber kan nit beschrieben werden. wann diesen ein klein Quantität auff ein grosses Gewicht der Imperfecten Metallen als zugerichtet getragen wird. so ihn das Fewer berührte. so er nun dasselbig überherrschen wird.Roger Bacon . der unzertrennlichen ewigen Dreyfaltigkeit. welche die endschafft aller natürlichen Geschöpften. derhalben er auch in dem Microcosmo Homine mächtig ist.htm (18 of 18) [06.06. Geist. doch wird es observirt. vollkommen als ein gantze Welt. GOtt dem Schöpfer aller Creaturen sey Lob. Amen. Ehr und Danck gesaget. sintemal er von stund an. ein Tropften in anderm gemeinen Wem oder Wasser. so wir in unserm Stein zu seyn vorlangest gehoffet haben.Lapidis Philosophorum schwimmen. sampt seinem Sohn Christo Jesu.

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