Ich sage, fürwahr es ist mein Wille, diese meine Weisheit aus ihrem Schweigen in mein bewusstes Gemüt

zu bringen, damit ich leichter darüber nachdenken kann. Dieses Buch ist nur ein Vorwand für mein Tun und ein Brennpunkt für mein Licht. Beachte trotz dessen diese meine Worte, denn sie werden dir nützen, da du das Alter hast, ein vernünftiges Urteil zu fällen und frei bist. So kannst du es lesen oder nicht, übereinstimen oder nicht, wie du willst.

Inhalt
HAFTUNGSAUSSCHLUSS VORWORT Die gruselige Vorgeschichte Die Hauptgruselgespenster Die Bildungsmafia Das Ende der Ausbildung Das Dienstverhältnis beginnt Meine letzte Tätigkeit Dienstverhältnisse im Vergleich Montag Mein erster Brief Die erste Überraschung Die Zweite Überraschung Meine letzte Frist Der dumme Bub Das Erstgespräch bei der Arbeiterkammer Stillschweigend unter dem Teppich gefegt Der oberösterreichische Stiftungsbeauftragte Ein AK-Kollege als Zeuge Bargeld lacht Das erste Telefonat mit dem Zuständigen Die Dienstverhältnisklage Der Stiftungsakt auf der Landesregierung Erster Advent, zweiter Advent,... Meine Projektliste Das Rückverrechnungs-Projekt Zufälle gibt es nicht Die Antragszurückziehung Das erste Treffen vor Gericht Das Dienstzeugnis und der Antrag auf Klageabweisung Kontakte, Kommunikation und Creation
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Ein verzweifelter Rettungsversuch Fall abgeschlossen Die AK-Rechtsabteilung Brutto oder Netto Der AMS-Boss Praxisnachweisprobleme Rechtliche Basis für Arbeitsstiftung ungültig Die AMS-Zentrale Der Praxisnachweis II Wi(e)der ein Anruf in Wien AK-Linz Der AMS-Boss II Praxisnachweis III Ich sollte zahlen Dr. Utovskis Antwort Die AK-Oberösterreich Antwort Eine Stiftung stellt sich vor Ein Irrtum Mein Akt Die AMS Gerichtsbarkeit (Gerichtsfreiheit) 6.6.6 - Lieber Gruß vom großen Tier Der Aufwand sein Recht zu fordern kostet Zeit Ein Jahr nach Stiftungsabschluss Das geschorene Lamm im Winter Sklaven in Österreich - So geht’s Krank feiern im Sozialstaat Weitere Gruselkurzgeschichten Warum es so ist wie es ist Möge jeder seinen Weg finden Anhang Projekt Programmierung Dienstverhältnisse im Vergleich Praxisnachweis - Das Scheinschulungsdiplom

108 112 120 122 125 126 131 133 136 140 146 150 150 152 153 158 168 174 175 187 189 194 197 206 215 217 222 227 234 235 236 237 245
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HAFTUNGSAUSSCHLUSS
Alle in diesem Buch vertretenen Ansichten geben die persönliche Meinung des Autors, während der Recherchen zu diesem Buch wieder und sind nicht als ein allgemein gültiges Urteil anzusehen! Aufgrund der zwischenmenschlichen Achtung der beteiligten Personen wurden die vorkommenden Namen selbstverständlich geändert! Die Erwähnung von Waren, Marken sowie Firmennamen und geschützte Bezeichnungen wurden ohne den Hinweis auf Gebrauchsmuster, Patente o.ä.. formuliert. Dies ist jedoch kein Hinweis, dass diese frei wären. Das vorliegende Werk distanziert sich hiermit eindeutig von der Aufforderung und Androhung von Straftaten, eine Störung des öffentlichen Friedens, der Belohnung und Billigung von Straftaten und auch strafbaren Handlungen selbst; der Volksverhetzung, der Verunglimpfung des Staates all seinen ausführenden Organen, Institutionen und Personen mit seinen Symbolen; sowie die Mitgliedschaft, Werbung oder Unterstützung einer kriminellen Vereinigung. Dieses Buch ist potenziell verwirrend! Jeder sei hiermit gewarnt und sollte dieses Buch zur Seite legen und sein Gemüt vor derartigen Gruselgeschichten lieber verschonen. Für mögliche Folgen wurde somit der Leser informiert und das Lesen geschieht hiermit auf eigene Gefahr hin. Eine Warnung ist ebenso am Umschlag ersichtlich und schließt somit das Rückgaberecht im Bezug auf diese Warnungen aus. Jeder Leser trägt hiermit für sich selbst die Konsequenzen. Sollte sich ein Zusammenhang zwischen dem Buch und der Realität herausstellen, so kann das nur auf der Phantasie des Lesers beruhen, und schließt die Verantwortlichkeit des Autors aus. Und wer nun doch trotz aller Warnungen beschlossen hat dieses Buch zu lesen, sei somit mit all den daraus resultierenden Folgen auf sich allein gestellt. Die Folgen jeglicher Konflikte, sei es mit seinem Inneren oder mit etwas Äußeren, mit dem Gesetz oder sei es gesellschaftlich, in Bezug auf dieses Buch müssen somit auf eigene Verantwortung getragen werden. Auch wenn es vielleicht nur ein einziger Albtraum ist.

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VORWORT
Bildung ist heutzutage schon fast ein Modewort geworden. Es ist ein Produkt daraus entstanden. Es wird damit gehandelt, und es haben sich mittlerweile internationale Konzerne gebildet, welche Bildung verkaufen. Im Volksmund sagen noch viele: “Lern wos gscheits, damit wos wird aus dir!”. Bildung und Lernen sind zwei verschiedene Dinge. Lernen muss jeder für sich, und dies kann auch nicht verkauft werden. Zu früheren Epochen, war Bildung noch mehr mit der geistigen Formung des Menschen verbunden als es heute der Fall ist. Da jeder Mensch mit seinen eigenen Sinnesorganen die Welt wahrnimmt, und es keinen zweiten Menschen geben kann der dies exakt durch die gleichen Sinnesorgane erlebt, kann jeder nur ein Individuum darstellen. Aus diesem logischen Grund kann Bildung, im eigentlichen Sinne kein Serienprodukt sein, sondern muss ein individuelles Einzelstück sein um einer Entwicklung des Menschen gerecht zu werden. Folglich kann es sich bei der eigentlichen Bildung um keine Massenprodukte handeln, die Konzerne anbieten könnten. Da dies aber doch so ist, muss ich den Verdacht erheben, dass es sich bei diesen Bildungen, Weiterbildungen, Fortbildungen usw. mit denen gute Geschäfte gemacht werden, weniger um eine geistige Formung des Menschen handeln kann als man vielleicht zu glauben wagt. So werden Bildungsangebote meiner Meinung nach unter einem falschen Namen verkauft, und das Wort missbraucht. Irgendwie auch logisch erklärbar, weil sich auch die sog. anerkannte Schulmedizin offiziell schwer tut die Existenz eines Geistes oder einer Seele zu verkünden, ganz zu schweigen darauf einzugehen und aktiv damit zu arbeiten. Doch die Zeiten ändern sich, und meist muss etwas verweigert, verachtet oder bekämpft werden, um es erneut aus einem anderen Blickwinkel an sich herantreten lassen zu können. Bildung kann also kaum pauschalisiert werden, und kann nur individuell an eine Menschenseele angepasst sein um effektiv zu sein. Würde es sich um wirkliche Bildung handeln so darf es niemals Massenprodukt sein. Da nun aber mittlerweile in Europa Milliardengeschäfte damit gemacht werden, kann es sich nur um Manipulation handeln, um die frei individuelle geistige Entwicklung des Menschen zu untergraben oder zu behindern. Vielleicht ist Manipulation sogar das Hauptziel, damit Manipulatoren ihre Existenzberechtigung erhalten. Gleichen sich die Menschen und haben alle die gleichen Schulbildungen, so ist dies keine Förderung eines Schülers sondern nur eine Angleichung eines Standardlevels, an Wissen und Verstand. Das Ausmaß hierüber spielt keine Rolle, wichtig ist den Bereich des Ausmaßes so klein wie möglich nach oben und unten hin einzuschränken. Nur so ist es Manipulatoren möglich sich das Fußvolk im wahrsten Sinne möglichst effektiv hörig und nützlich zu machen. So können Machthaber ihr Volk lenken, wie es gerade für sie nützlich wäre. Das es sich hierbei nicht um das Wohl der Menschen handeln kann ist klar, denn durch die Vereinheitlichung einer gesetzlich verpflichteten Bildung kann sich das Individuum
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Mensch nicht geistig frei entwickeln. Anders gesagt, unterdrückt dieser Vorgang wie er in unseren Schulen praktiziert wird, die geistige Entwicklung jedes Einzelnen. Die Folgen zeichnen sich bereits ab, und wer doch versucht seiner eigenen Bildung bzw. geistigen Entwicklung gerecht zu werden, stößt bald an die Grenzen wie manipulationsbedingt vorgegebenen Gesellschaftsordnungen, Lehrplänen, Schulordnungen usw., nicht auch zuletzt an die Moral einer Lehrkraft selbst. So entstehen klassische Verhaltensstörungen, wie Sie gerne genannt werden. Jeder von uns kennt zahlreiche Beispiele für solche Verhaltensstörungen, die eigentlich nur durch Unterdrückung der eigenen Entwicklung entstanden sind. Solche verhaltensgestörten Kinder werden dann nicht zuletzt als kriminell bezeichnet. Die Bandbreite der Folgen ist groß und reicht von Körperverletzung, Diebstahl und Sachbeschädigung bis hin zu sexuellen Missbrauch unter Minderjährigen selbst. Selbstverständlich möchte ich hier auch den Konsum und Handel von legalen und illegalen Suchtmitteln bereits im Kindesalter nicht vergessen. Das bloße Fernbleiben, oder die Abneigung, von der Schule ist hier noch das Geringste und ein ganz normaler Effekt. Als Schüler wird einem unter Umständen noch der Floh ins Ohr gesetzt, dass man nicht für die Schule sondern für das Leben lerne. Doch dass abgerichtet wird um effektiv manipuliert zu werden, und somit der eigenen geistige Entwicklung eine Barriere in den Weg gestellt wird, wird selbstverständlich verschwiegen. Dies alles gilt selbstverständlich auch für elterliche Erziehung, doch diese würde man am liebsten komplett abschaffen. Wäre es einfach seine Kinder in Österreich selbst zu erziehen, bräuchten wir keine Kindergrippen, Horte und Kindergärten, welche eine Erziehung(Beeinflussung) von der eigenen leiblichen Mutter fernhalten. Doch die Politik setzt hierfür die Grundpfeiler und gibt eine Entlastung der eigenen berufstätigen Eltern vor, während so junge Staatsbürger wahrlich zurechtge- oder verbogen werden. Stattdessen sich dessen bewusst zu sein, wird systematisch Vertrauen in Manipulatoren, sowie Manipulationsträgern aufgebaut. Nicht zuletzt selbstverständlich zur eigenen Sicherheit, nachdem Angst provoziert wurde. Das führt soweit, dass sich die Bevölkerung selbst um die Anschaffung von Manipulationsträgern kümmert die nicht zuletzt Angst, Schrecken und Terror verbreiten, und sich Zeitungen, Radios und Fernseher kaufen. Sich negativen Informationen freiwillig aussetzen , was nicht zuletzt ein verstärktes Bedürfnis nach Sicherheit hervorruft. Und genau hier haben Machthaber ihre Existenzberechtigung, denn jeder Politiker und deren Kumpanen geben selbstverständlich vor alles im Sinne der Sicherheit und des allgemeinen Wohles zu tun. Besonders das Theaterstück “Wahlkampf in Österreich” bietet hier unzählige Beispiele, zu denen schon andere Autoren Bücher geschrieben haben. Ich möchte mich nicht im Labyrinth, oder besser gesagt Showbühne, der Politik verlaufen, doch Bildung und Politik stehen nun mal in Verbindung. Nach der Pflichtbildung in Pflichtschulen, nähern wir uns schon eher dem Inhalt der Gruselgeschichten in diesem Buch. Doch zuvor, bevor man dem Arbeitsmarkt ausgesetzt ist, gibt es noch allerlei andere Möglichkeiten. Wer bereits seine eigene
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geistige Entwicklung stark genug unterdrückt hat, hat die Möglichkeit sich noch weiterer manipulatorisch orientierten Bildung auszusetzen. Meist tangiert dies bereits an verschiedenste berufliche Branchen bzw. Wissenschaften. Danach beginnt das eigentliche Geschäft mit der Bildung, denn die ersten Schulstufen werden bereits klaglos von der Bevölkerung akzeptiert und sind ja auch gesetzlich geregelt, sodass jeder Staatbürger sich einer Manipulation unterziehen muss. Angeblich gibt es Studien die beweisen, dass Kinder die in den ersten Pflichtschuljahren von Ihren eigenen Eltern unterrichtet wurden, und so einer geistigen Entwicklungen weniger Barrieren in den Weg stellten, durchaus weit Intelligenter zu sein scheinen als jene die unsere öffentlichen Schulen besuchten. Doch man bemüht sich, dass dies nicht möglich ist. Meist sind es finanzielle Gründe. Nicht zuletzt auch deshalb weil Familienwerte nicht mehr zählen. Karriere vor der Familie und Großfamilie steht. Manipulatoren bemühen sich so bald wie möglich, die individuelle elterliche Kindererziehung aus der Familie auszulagern und schafften so die Existenzgrundlage von Kinderbetreuungsplätzen, Kindergrippen und Horte. Je länger bzw. früher die Staatsgewalt in die Kindererziehung eingreift, desto effektiver können diese manipuliert werden. Durch die Barrieren der individuellen geistigen Entwicklung, haben viele irgendwie das Gefühl nach den Pflichtschuljahren sich doch noch nicht ausreichend gebildet zu haben um auf den Arbeitsmarkt aktiv zu werden. Da die Manipulationskraft zunimmt, nimmt auch der Drang nach weiteren Bildungsmaßnahmen zu. So könnte man sich die steigende Zahl der Studenten erklären. Wer lange genug über sich eine Bildung ergehen lässt, hat die Möglichkeit selbst Manipulator zu werden. Was aber viele nicht wissen, und wer doch einmal in einschlägiger Fachliteratur, zum Thema der praktischen Psychologie nachschlägt, wir unter Bildung auch Schattenseiten finden. Es sind nicht meine Worte wenn ich hier schreibe, dass zuviel Bildung schließlich und endlich Perversion und Neurosen mit sich bringen können. Wer genauer in unsere mitteleuropäische Gesellschaft blickt und auch die verdunkelten Ecken auszuleuchten versucht muss sich bereits der Tatsache stellen, dass die Nebenwirkungen der Bildung bereits häufiger verbreitet sind, als man sich gedacht hätte. Nicht zu selten, und das sollte eigentlich sehr zum Um- und Nachdenken anregen, ist dieses Phänomen in Machtpositionen zu finden die über andere bestimmen, und trotzdem wieder Vorgesetze über Ihnen haben. So ist Freiheit in unserem Breitengraden, wenn dies für viele auch nur eine Illusion ist, sehr von Machtpersönlichkeiten durchtränkt die deutliche Anzeichen von Persönlichkeitsstörungen zeigen. Die Anzahl jener die alle an unseren Zügeln zu ziehen glauben, und Ihre Meute zu lenken glaubt, nimmt stetig zu. Wohin gelenkt wird ist die Zukunft. Arbeitslos ist bereits zu einem eigenständigen Berufsbild geworden. Ob man Sie Langzeitarbeitslos, Arbeitsunfähig oder Zwangs- sowie Frühpensioniert nennt spielt keine Rolle. Als Zaubermittelchen dagegen präsentiert man nichts Neues, sondern erneut Bildung. Logischerweise sind Arbeitslose in Weiterbildungsprogrammen in Statistiken
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nicht als Arbeitslose angeführt. Eine Statistik dient auch nur seinem Auftraggeber, und wie viel es wirklich sind kann keiner von uns sagen, ohne sie selbst gezählt zu haben. So stellt dies durchaus einen Erfolg dar, denn für verschriebene Weiterbildungen werden wieder Lehrer, bzw. jene benötigt die diese Schulungen durchführen. Anders kann ich mir persönlich den daraus resultierenden oft gepriesenen Erfolg, der Bekämpfung von Arbeitslosigkeit, nicht erklären. Wer den Bildungsmarkt in diesem Bereich ein wenig beobachtet wird schnell feststellen, dass das Angebot selbst an Weiterbildungsmöglichk eiten stark gestiegen ist. Folglich werden vermehrt Leute in den Bildungskonzernen und Institutionen angestellt und Langzeitarbeitslose dazu verpflichtet daran teilzunehmen. Würde keine Sättigung des Bildungsmarktes vorhanden sein, würde man keine Kursteilnehmer verpflichten daran teilzunehmen. Besser gesagt man erpresst sie schlicht und einfach, denn wer sich als Arbeitsloser weigert an einer verschriebenen Weiterbildungsmaßnahme teilzunehmen, dem wird mit Kürzung des Geldes aus dem Sozialbudget gedroht. Schließlich und endlich will man jene die den Kurs abhalten nicht wieder arbeitslos machen, und Arbeitslose an Maßnahmen vermitteln damit sich in der Statistik für Arbeitslose nicht aufscheinen. Hier werden Geschäfte gemacht, und dass bei Fort- bzw. Weiterbildungsmaßnahmen nicht alles nach den gesetzlichen Bestimmungen abläuft, könnte mancher als wirtschaftsschädigenden Betrug erachten. Es scheint beinahe eine durchgehende Seuche zu sein, sich mit äußerster Sorgfalt zu bemühen, dass kriminelles Verhalten in diesem Bereich nicht ans Tageslicht kommt. Da es sich um zahlreiche Institutionen handelt die versuchen Hand in Hand zahlreiche Vergehen unter den Teppich zu kehren, und so tun als sei alles in bester Ordnung zum Wohle der Menschheit, bezeichne ich diese äußert auffällig brüderlich zusammenarbeitenden Stellen als ein Mafia. Sie hat ihre eigenen Gesetze und missachten für den allgemeinen Bürger geltende Gesetze. Sie hat einflussreiche Macht über das Volk. Korrektheit, Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit sind selbstverständlich nicht deren Tugenden, und alle versuchen doch nur damit ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Die Welt ist grundsätzlich in Ordnung! Doch es wird daran gearbeitet um die geistige Entwicklung (Bildung), die Erkenntnis über das Erdenleben, zu verhindern, damit diese Erkenntnis für die gesamte Menschheit auf diesem Planeten vollkommen verstanden werden könnte. Die Menschheit wird manipuliert, denn die Welt ist nicht in der Ordnung in der einflussreiche Personen sie haben möchten. Die Nebenwirkungen werden in Kauf genommen um die Existenz der Manipulation, und die Abhängigkeit von diesen Personen öffentlich zu gerechtfertigen. So ist etwa die Wahl der Bier- und Automarke oder etwa eines Reisezieles für viele schon Freiheit genug, während gleichzeitig die geistige Entwicklung sich nach Freiheit lechzt. Und wenn hunderttausend Menschen, von einer Stunde auf die andere, in einem Land indem tausende von Kindern käufliche Liebe nicht selten für Touristen anbieten, ihr Leben lassen müssen, so ist auch das in der Ordnung dieser Welt.
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Die gruselige Vorgeschichte
Vorbereitung für den Arbeitmarkt Aufgewachsen bin ich inmitten des europäischen Kontinents in einem kleinen Tal im Voralpenraum. Ich schätze meine Umgebung in der ich die ersten Jahren meines Lebens verbringen durfte sehr. In einem kleinen Ort am Land, scheint die Welt doch noch in Ordnung zu sein, sagen viele und hört man oft. Doch der Schein der heilen natürlichen Umgebung trübt oft sehr, und lässt der Entwicklung des Individuums aber dennoch mehr Spielraum als im Ballungsraum. Es ist schon zu lange her, doch wenn ich länger an die ersten Schulzeit nachdenke so habe ich doch im nachhinein den Eindruck ständig von Lehrkräften traktiert zu werden. Ich sehe es als Zeichen der Zeit, dass sich die Kinder und Jugendlichen in den Schulen immer mehr zur wehr setzen als zu meiner Zeit. Wer einer natürlichen Veränderung der Umgebung Versucht eine Barriere entgegenzustellen wird sein Wunder erleben. Ungehorsam, Aufmüpfigkeit, bis hin zu gegenseitiger Missbrauch und kriminelle Handlungen gehören mittlerweile zum Schulalltag und fordern Pädagogen an ihre Grenzen. Ich weigerte mich ständig in der Schule mich an der Nase herumführen zu lassen, und das sorgte immer wieder für reichlich Aufsehen. Ich sagte den Lehrern oft meine Meinung frei heraus, soweit ich nicht unterdrückt wurde, das beruht selbstverständlich alles auf Gegenseitigkeit und zeigt mir persönlich eine Schwäche in der praktischen angewandten Pädagogik. Egal ob es Volks-, Haupt, oder die höhere Schule war, es gab Ausnahmen, die gewusst haben wie sie sich ausreichen Respekt zu verschafften. Doch das waren schätzungsweise 5 Prozent aller Lehrer die mit mir Kontakt hatten, und ich respektiere diese Personen noch immer. Und das obwohl Sie teilweise mehr Probleme zu haben scheinen als Andere. Es gab Lehrer die als Arschloch beschimpft wurden und sich der Aufgabe nicht gewachsen waren darüber her zu werden. Andere Lehrkräfte hatten Migräne und rannten mit Tränen auf den Wangen aus dem Klassenzimmer. Ob nicht einzig allein schon, dass mich ein Lehrer an der Hand packte und mich ins Direktionszimmer zerrte schon ein Verbrechen darstellt, lasse ich Spezialisten über. Gewalt ist dann immer so etwas wie eine Notbremse und ich nehme einmal an, dass es sicher pädagogisch äußerst wertvoll für das zukünftige Leben sein muss, da ich mich noch immer an diesen Herrn erinnern kann. Ebenso wurden gewisse Arbeiten in der Volksschule einfach schlechter benotet, weil ich aus überdurchschnittlicher Begeisterung und Übereifer einfach zuhause den ganzen Abend an etwas herumtüftelte, und somit meine Arbeit natürlich ganz anders aussah, als jene die lieber zuhause fern sahen. Man könnte sagen, dass es sehr gefährlich ist
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und sogar mit schlechten Noten bestraft wird wenn man eine überdurchschnittliche Begeisterung für etwas zeigt, die noch dazu von einem selbst kommt. So etwas wird einem schon in der Volksschule beigebracht, und durfte ich am eigenen Leib erfahren. Diese Handhabe zieht sich durch bis zu höheren Schulen. Ist ja eigentlich klar, denn die Lehrkräfte fühlten sich womöglich auch noch hintergangen wenn man etwas macht womit diese nicht rechnen. Vielleicht sprengte mein Interesse an so manchen Dingen auch nur den Umfang des Lehrplanes, und wurde selbstverständlich bestraft. Anders gesagt sprengt es natürlich auch die Flexibilität der Benotungskriterien. Der Manipulationsbereich des Lehrplanumfanges war mir bereits in den ersten Jahren zu eng eingegrenzt, so war mein Interesse bereits in den ersten Schuljahren gedämpft worden, sodass ich im Durchschnitt eher unterdurchschnittliche Noten hatte. Ich hatte jedoch nie ein Problem mich von einer Klasse in die höhere zu schwindeln. So manche Lehrerin war natürlich sehr entsetzt als ich auf die Anweisung ich sollte doch ein zerknülltes Papier neben Ihren Füssen aufheben und ordnungsgemäß in den dafür vorgesehenen Entsorgungsbehälter platzieren einfach sagte, dass ich nicht ihr Hausneger sei. Angeblich sollte das sogar eine rassistische Äußerung gewesen sein, doch hier schätze ich doch die Wahl der ungewohnten Worte an mir sehr und angesprochen konnte sich keiner fühlen da es damals keine dunkelhäutigen im ganzen Ort und in der Schule gab. Und an dieser Stelle möchte ich doch wirklich wissen warum Kinder in der Volks- und Hauptschule Jahr für Jahr und Woche für Woche in den österreichischen Schulen “Wer hat Angst vorm schwarzen Mann” spielen. Demnach darf sich keiner wundern, warum Rassismus existiert, wenn Kindern jahrelang unter pädagogischer Aufsicht anerzogen wird sich vor einem schwarzen Mann zu fürchten und aufzupassen, dass man von diesem nicht berührt wird. Entweder man nimmt es in Kauf traktiert zu werden, oder man fügt sich der Gruppe, um einer Bestrafung zu entgehen. Diesbezüglich war ich schon knapp davor die Schule zu wechseln, da Lehrkräfte deutlich persönliche Abneigungen gegen manche Schüler entwickelten und danach handelten, benoteten, beurteilten sowie sich nicht maßgebend um das Zusammenleben der Sprösslinge kümmerten. Besonders bemerkenswert fand ich auch die Aktion, als jemand mitten in das Stiegenhaus der Schule geschissen hatte. Solche Ereignisse sind wahrscheinlich im Vergleich zur jetzigen Zeit noch immer harmlos, doch sie bleiben in Erinnerung, ebenso wie dass man auf einfachste unauffällige Weise wochenlang Stromausfälle in den Klassenräumen hervorrufen kann, um ein bischen Abwechslung in den Unterricht zu bringen. In so einem Umfeld, sollte man dann den Grundstein für seine eigene berufliche Zukunft legen. Viel Spaß! Und vor allem Erfolg.

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Für mich war die Sache klar, und hab mich nach der Hauptschule für eine Höhere Technische Lehranstalt entschieden. Als meine Klassenlehrerin von meinem Vorhaben erfuhr, wollte die mir das sofort ausreden. Sie war überzeugt, dass ich nicht einmal die Aufnahmeprüfung schaffen würde. Später stellte sich heraus, dass es für mich kein Problem darstellte den Aufnahmetest mit Leichtigkeit zu bewältigen. Da war für mich wieder einmal klar mit welcher Distanz das man so einen Lehrkörper betrachten sollte, und schon in der Volksschule damit anfangen sollte die Aussagen in Frage zu stellen. Diesbezüglich wäre natürlich interessant was eine Volksschullehrer heute zu einem ihrer Schüler sagen würde der ihr das Alphabet rückwärts aufsagt weil sie auch nur nach dem kompletten Alphabet fragte. Es werden Fähigkeiten heute noch immer so unterdrückt wie auch vor Jahrzehnten, es geht wahrlich nicht anders in dieser Manipulationsmaschinerie und bedeutet soviel wie 5 Setzen! Das traurige ist aber es scheint zuzunehmen, und die Reaktionen werden daher immer deutlicher. Der Grund ist klar. Schüler sollten auch lernen sich in ein System einzufügen, und das am besten still und klaglos. So bleibt einem Sprössling viel Ärger erspart, kann schamlos ausgenutzt werden, und er bekommt auch gute Noten. Hat jedoch ein Schüler begriffen, dass so manches vielleicht anders besser oder wirtschaftlicher, logischer, selbstverständlicher, einfacher oder gerechter wäre, wird dieser sofort bestraft, denn er hat versucht ein mächtiges System zu hinterfragen und stellt etwas in Frage was eigentlich nicht sein dürfte. Praktisch will dieser Schüler es meistens genau wissen und zeigt somit mehr Begeisterung als jeder andere. Dieser Schüler versucht mitzudenken, während andere hingegen alles so hinnehmen wie es ihnen vorgegeben wird. Da dies in einer sogenannten Höheren Schule auch nicht anders war als in einer Volksoder Hauptschule, wurde ich durch ständiges Mitdenken, soweit mir das möglich war, krank! Meine Interessen wurden mit aller Gewalt in den Rahmen der Entwicklung gepresst. Ich begann zuviel über die Dinge um mich herum nachzudenken und anstatt die Matura zu machen verbrachte ich die letzen paar Monate meiner fünfjährigen HTL-Zeit in einem 4 Sterne Hotel und nahm täglich Drogen unter ärztlicher Aufsicht um wieder zur Besinnung zu kommen! Laut medizinischen Berichten nennt man das, dann juvenile Depression. Was es wirklich war, konnte mir kein Arzt wirklich sagen. Die letzte Behandlungsmethode, zu der ich zum Glück skeptisch gegenüberstand und sie daher ablehnte, nannte sich Stromtherapie. Diese Therapieform wird auch heute noch angewandt. Kurz erklärt sieht es so aus, dass man in einem künstlichen Tiefschlaf versetzt wird und das Gehirn unter Strom gestellt wird. Danach würde man sich erhoffen aus dem Tiefschlaf wieder aufzuwachen und eine heile Welt vor Augen zu haben. Doch so mittelalterlich sich diese Methode anhört, wird sie heute noch immer angewandt. Ich sprach mit Patienten bei denen diese Therapie angewandt wurde, und mich plagte plötzlich das Gefühl mit 19 Jahren ein Pflegefall auf Lebenszeit zu werden. Heute kann ich sagen meine geistige Entwicklung kämpfte und stieß solange gegen
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die Barrieren, sodass ein Ereignis kommen musste um die Barrieren mit einer einzigen Explosion aus dem Weg zu schaffen. Ich war mir mehr Wert als die Unterdrückung meiner selbst, und ging der Gefahr einer künstlich herbeigeführten geistigen Behinderung aus dem Weg zu gehen. Zu diesem Zeitpunkt als man meinem Hirn Elektroschocks verpassen wollte, begriff ich klar und deutlich, dass die Schulmedizin mir nicht sehr wohlgesonnen zu sein scheint und verlies von einem Tag auf den anderen das Krankenhaus. Meine Erfahrungen in diesen sechs Monaten würden alleine ein Buch füllen und hat mit diesem nur wenig zu tun. Zu diesem Zeitpunkt stellten Fachleute meinen IQ unter starken Medikamenteneinfluss, bei dem es mir manchmal sogar sehr schwer fiel zu gehen oder zu schreiben, um die 118 fest, und ich wahr schockiert! Doch mit derartigen Test wird man auch nur in Zahlen ausgedrückt, und nur ein Teil getestet, dass nur einen gewissen Bereich der Hirnfunktionen mitsamt der geistigen Entwicklung abdecken kann. Nach diesem sechsmonatigen Medikamentenkonsum fühlte ich mich eindeutig besser, und beschloss aus eigener Überzeugung von einem Tag auf den anderen damit aufzuhören. Die Folgen waren natürlich verheerend, und die Ärzte rieten mir natürlich davon ab. Klar diese waren es ja auch die mir meine tägliche Dosis eingeredet, verabreicht und mich abhängig gemacht hatten! Man hat das Gefühl der Entzug ruft stärkere Symptome hervor als zu Beginn. Mir persönlich scheint es auch klar erklären zu können, da diese Antidepressiva nur die Wahrnehmung trüben anstatt den Auslöser zu trüben. Einige Wochen später fing ich mir dann schon die ersten Gruselgeschichte am Arbeitsmarkt ein! Ich arbeitete bei einer Hand voll Firmen, von denen mich keiner wie normalerweise üblich im darauffolgenden Monat das vollständige Gehalt auf mein Konto überwiesen hat. Auch wenn es die ersten 2 Monate klappte, so war dann auf einmal nur mehr ein Bruchteil auf mein Gehaltskonto überwiesen worden. Bei meinem ersten Arbeitgeber, lies ich mich noch Monate vertrösten und versuchte meine Projekte so gut ich konnte zu erledigen, damit folglich auch wieder Geld auf mein Gehaltskonto landete. Bevor meine Finanzen, aufgrund ausbleibender Zahlungen, den Nullpunkt erreichen konnte, kündigt man und bekommt dann auch noch Kündigungsentschädigung trotz Einhaltung einer Kündigungszeit im Rahmen eines Insolvenzausgleichsverfahrens usw. Da kann es schon mal passieren, dass man dann 2 Jahre auf sein Gehalt wartet. In weiteren Betrieben arbeite ich mit Lehrlingen zusammen, die noch nie einen Lehrlingsvertrag gesehen haben obwohl sie schon monatelang hinter Ihrem Schreibtisch saßen, und so taten als täten sie etwas dabei lernen. Bei meinem dritten Arbeitgeber, arbeitete ich dann einen Monat und wartete einen Monat gnädig auf mein Geld, danach musste ich kündigen da ich keine finanziellen Mittel mehr hatte um überhaupt zur Arbeit zu kommen und ich das Benzingeld lieber in eine Mahlzeit investierte.
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Doch mein vierter Arbeitgeber, sprengte den Rahmen meiner Vorstellungskraft vom Arbeitsmarkt aufs erste und ich beschloss sofort nachdem ich erste Anzeichen für eine Gruselgeschichte deutlich auf Papier in meinen Händen hielt ein Buch darüber zu schreiben. Diese Geschichte stellte alle meine bisherigen Erlebnisse in der Arbeitswelt bzw. am Arbeitsmarkt in den Schatten und ich beschloss es zu dokumentieren.

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Die Hauptgruselgespenster
zur Hauptgruselgeschichte Herr Mag. André Gärtner, Designer und Einzelunternehmer: Als ich Herrn Gärtner das erste Mal sah, versuchte ich zuvor mir Ihn bildlich vorzustellen, da ich ein äußerst visueller Typ bin. Doch ich sah keinen Gärtner in meinen Vorstellungen. Das Bild ähnelte eigentlich mehr einen Bauern. Der Bauer war von der Art so als hätte er eine kleine Landwirtschaft (Einzelunternehmer) und versucht zweifelt ein moderner großindustrieller Gärtner zu werden. Herr Gärtner nimmt die Rolle meines Chefs, bzw. ehem. Chefs, in dieser Geschichte ein. Sein Unternehmen hat in dieser Geschichte den Namen “Gestaltungsbüro Normnuss”. Frau Marietta Panda, Stiftungsleitung der Arbeitslosenstiftung Gewürzkammergut: Eigentlich ist diese Figur die Leiterin einer Frauenstiftung, und dass obwohl ich mir nicht bewusst bin dass ich transsexuell sei, denn ich glaubte immer ein männliches Geschöpf zu sein. Persönliche Kontakte und vor allem ein Telefonat bestätigen mir, dass es schon seine Gründe hat warum es keine Männerstiftung ist. Selbstverständlich wäre wohl Menschenstiftung die korrekteste Bezeichnung, doch Korrektheit scheint hier nicht gerade ein großes Thema zu sein. Aus welchem Grund auch immer hier besonders Frauen bevorzugt und erwähnt werden, hat man sich sicher aufgrund der daraus resultierenden Benachteiligung von Männern auch in die Kategorie Regionalstiftung eingeordnet. Das Stiftungsverwalten und -leiten scheint ein lukratives Geschäft zu sein , den ansonsten würden diese Arbeitsstiftungen nicht wie Unkraut auf einem Brachfeld hervorsprießen. Das Geschäft mit der Arbeitslosigkeit boomt mittlerweile, und Stiftungen nehmen sich kein Blatt vor dem Mund mit der Arbeitslosigkeit lukrative Geschäfte zu machen. Man sollte nicht vergessen, dass ein Arbeitsloser mittlerweile ein Produkt geworden ist, mit dem gehandelt wird. Das Arbeitsmarkt Service, AMS: Eine Institution, die vorgibt für Arbeitslose Mensche da zu sein, sie zu beraten und offene Arbeitsstellen zu vermitteln. Der Schein trügt, denn diese Institution betrachtet Arbeitslose Bürger als Kunden. Folglich ist klar, dass hier kein wirkliches Interesse besteht diese Kunden abzubauen bzw. zu verlieren. Anders formuliert könnte man sagen, dass Arbeitslosigkeit zu fördern an erster Stelle der Firmenphilosophie steht. Beim AMS kann man Anträge auf Arbeitslosengeld bzw. Notstandshilfe abgeben, und man bekommt, so hat es den Anschein, vorwiegend unseriöse Jobangebote vermittelt. Wer jemals in den Räumen dieser Institution stehen wird, den möchte ich den Rat geben, nirgends seine Unterschrift auf deren Formulare zu setzen. Worte und Aussagen vor Ort oder in Telefonaten sind wertlos. Selbst wenn Sie aufgezeichnet sind zählen diese nichts. Nachdem mich einer der Bosse, und auch seine niederen Diener, dieser
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Geisterbahn persönlich mich mit Unwahrheiten bombardierten sehe ich mich gezwungen ausdrücklich von diesen Erscheinungen zu warnen. Kleingedrucktes gibt es erst recht nicht, und wer sich darauf beruft nicht informiert worden zu sein, sollte wissen, dass dieses Geisterschloss seine eigene Gerichtsbarkeit besitzt. Sollte es jemand nicht passen, so heißt es vorab Anhörungsgebühr zahlen und dann auf eine Anhörung beim obersten Verfassungsgerichtshof hoffen. Für den Durchschnittsbürger doch eher eine Nerven-, Zeit- und Kostenfrage um bei dieser Institution zu seinem Recht zu kommen. Doch das AMS und all seine Erscheinungen in den Medien haben einzig und allein Zweck in den Wahlprogrammen beinahe aller Parteien vorzukommen, und was wäre ein Wahlkampf ohne Arbeitslose. Die Arbeiterkammer, AK: Dieser Verein, hat seine Existenz äußerst geschickt geregelt. Gesetzliche Abgaben von jedem Arbeitnehmer fließen in dieses Geisterschloss, dass in jedem Bezirk steht. Anders erklärt ist es so als ob ein Landwirt sich nicht zu kümmern braucht wie Futter in seinen Stall kommt, denn es kommt automatisch. Doch dieser Hund bellt nicht auf seinem Müllhaufen, sondern versucht von den eigenen und eigentlichen Problemen mit geschickter Propaganda abzulenken. Dieser Geisterverein hat sich noch dazu verpflichtet sich für Arbeitnehmer einzusetzen, doch die Realität sieht so aus, dass der Arbeitgeber bekämpft wird und es schließlich und endlich dem Arbeitnehmer selbst schadet, da auffällig oft sein eigener Brotgeber bekämpf und bestraft wird. Nicht zuletzt hetzt dieser Verein Arbeitnehmer auch auf sich hinterhältig zu verhalten, um ein gerichtliches Verfahren zu provozieren. Ich möchte hier den Verdacht erwecken, dass dieses vermeintliche Service für Arbeiter, welcher kostenlose Rechtsvertretungen anbietet, in enger Zusammenarbeit mit der Rechtsanwaltskammer zusammenarbeitet. Doch wer glaubt Gerechtigkeit entscheidet sich vor Gericht bei einem Richter, dem rate ich zur Vorsicht. Die Landesregierung, Land-OÖ: Dieser Gruselpalast scheint wohl doch im Bürokratismus ihre Berechtigung zu suchen, und irgendwie scheint es mir, dass doch alle damit überfordert sind wenn jemand aufzeigt und behauptet da stimmt was nicht. Wie bei den anderen Institutionen auch, wird im Falle des bekannt werden einer unrechtmäßigen Handlung der Täter befragt. Wenn man nach deren Methoden arbeitet, würde ein Serienkiller unschuldig davon kommen wenn dieser sagt: “Ich war’s nicht, es ist doch alles in bester Ordnung”. Vorher würde man ihn noch raten das zu sagen, damit kein Verbrechen ans Tageslicht kommt, und nach außen hin alles korrekt zu verlaufen scheint. Bemerkenswerterweise scheint dieser Gruselpalast jedoch ein äußerst umfangreiches Bibliothekar an Akten zu haben. Die Reaktionen bei der Meldung eines Missstandes im Überblick, sind denkbar einfach. Nach der ersten Schilderung eines Missstandes hört man: “Das gibt es doch nicht”
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oder “Das kann nicht sein”. Als nächstes wird einem gesagt: “Hier wurde alles richtig gemacht”. Schließlich und endlich herrscht dann Funkstille, denn ein gutgläubiger Mensch, der sich auf einfachste Weise betrügen und manipulieren lässt glaubt diese Aussagen auch. Die Volksanwaltschaft: Im Ersten Moment eine hilfreiche Sache, doch man muss mit Nachdruck an der Sache daran bleiben um dann wirklich einen Schritt weiter gekommen zu sein. Ohne ausführlichste Schilderung und Aktvorbereitung wäre glaub ich auch hier nichts zu machen gewesen. Sind doch Hauptgruselgespenster II, III, IV zusammen sich einig und stemmen sich gegen das Tor bis es durchbrochen wird oder Feuer fängt. Diese Institution besteht aus mehreren Anwälten die Missstände, nach einer Prüfung, dem König im Königreich vorbringen. Doch für den Bürger der sich die Mühe seinen Fall, der kein Einzelfall ist, dort vorzubringen, bringt es wenig und hilf ihm auch nicht bei der Durchsetzung seines vermeintlichen Rechtes. Der Stiftling: Als Stiftling wird jemand bezeichnet, der an einer Fortbildungsmaßnahme welche in Zusammenarbeit von AMS und Arbeitsstiftung bzw. Implacementstiftung durchgeführt wird. Diese Person bezieht sich in der Geschichte auf den Autor selbst. Weitere Nebengruselgespenster zur Hauptgruselgeschichte: Herr Schraxi von der Wirtschaftskammer, Herr Vazkav Siegel ist Wirtschaftslandesrad, Herr Heiner Knüppel ist Bürgermeiser der Stadt Gmunden, Frau Ulla Buche ist im Amt der Oö. Landesregierung in der Abteilung Gewerbe tätig, Frau Mäusenböck ist ihre Vertretung, Herr Mag. Jochen Brunz ist Landesstiftlingsbeauftragter des AMS, Herr Dr. Ronald Utovski ist AMS Boss in Oberösterreich, Herr Brummel ist in der AMS Bezirksstelle Gmunden tätig, Herr Karl Vielgeber un Herr Bockjäger sind in der Arbeiterkammer Gmunden tätig, Dr. Cashzal ist Steuerberater, König Ludwig ist ein, wenn nicht der, Bankenboss Zentraleuropas, Dr. Paul Esstelka ist von der Volksanwaltschaft, Frau Grüncka ist in der AK-Linz tätig, Herr Dr. Jackner und Mag. Herbert Yeswok sind in der Rechtsberatung der AK in Linz beschäftig und Herr Dr. Brettsteiner ist der von AK beauftragte Rechtsanwalt.

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Die Bildungsmafia

Die Hauptgruselgeschichte Soweit ich mich noch erinnern kann war die offene Arbeitsstelle als Grafiker ausgeschrieben. Vorraussetzung war technisches Verständnis, Praxis im Grafikbereich, sowie verlockenderweise Bereitschaft zur Weiterbildung. Diese Stellenbeschreibung war chiffriert. Weiters wurde noch angemerkt, wenn Kenntnisse nicht vorhanden wären, aber eine Lernbereitschaft für 3D-Programme besteht, eine maßgeschneiderte Ausbildung an jenem Arbeitsplatz mittels einer Arbeitsstiftung möglich wäre. Beworben hab ich mich jedenfalls als Grafiker, und natürlich stand ich pünktlich zum Vorstellungstermin auch vor dem Büro, dass ich mir einen Tag davor imTechnologiezentrum gesucht hatte. Genauer gesagt, war ich zwei Minuten vor dem vereinbarten Zeitpunkt vor der Tür, doch die war leider versperrt und der Gang war leer. Durch das matte Fenster konnte man auch kein Licht erkennen. Auf jeden Fall wartete ich dann noch ca. 10 min. Als ich dann wieder zum Lift ging kam mir schon ein kleiner Mann im Anzug entgegen und fragte mich wer ich bin, und ob ich wegen einem Vorstellungsgespräch hier bin. Danach stellte sich heraus, dass das Vorstellungsgespräch nicht in der Firma stattfand sondern in einem der Besprechungsräume des Technologiezentrums, von dem ich nichts wusste. Hier saß ich dann diesem Mann von kleiner Statur und einer stattlichen jungen Dame an einem großen Tisch, der quadratisch über 2 x 2 Meter groß war, gegenüber. Beide waren natürlich schick in Schale geworfen. Ich, motiviert wie ich bin, hab meinen Laptop mit und startete mit Einverständnis gleich mal meine Bewerbungspräsentation, mit einigen Referenzprojekten von mir und einer kurzen Vorstellung wer ich bin und was ich mach usw. Danach wollte der Chefdesigner, der Design studiert hat wie er in den darauffolgenden eineinhalb Jahren immer wieder betonte, natürlich wissen wie stark mein räumliches Denken veranlagt war, und fragte mich ob ich nicht meine kleine Notebook-Maus im Schrägriss auf ein Papier zeichnen würde. Natürlich war das für mich kein Problem und legte los. Schweigsam schauten Sie zu. Ich fragte dann ob ich Sie auch schattieren soll, doch darauf bekam ich keine wirkliche Antwort, sondern nur die Anweisung ich sollte sie eben zeichnen. Das kam mir schon irgendwie wie eine Schikane vor. Dann wurde ich gefragt ob ich Raucher bin. Als ich dann mit Ja antwortete, wurden den beiden, der Designer der Design studiert hat wie er laufend immer wieder betonte und seine Schwester, plötzlich von einer Hektik überfallen. Die gutaussehende Dame war also seine Schwester wie ich erfahren durfte. Der Chef sagte: “Das muss ich mir sofort notieren”, und bat um Papier und Stift bei seinem etwas jüngeren Schwesterherz. Dabei stotterte er gleich mal heftig, und ich nützte die Gelegenheit und mischte mich gleich ein, und sagte es sei für mich kein Problem auch mal keine zu rauchen. Außerdem, sehe ich darin kein Problem darin im Büro nicht zu rauchen. Später hatte ich dann so und so aufgehört.
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Natürlich wurde ich auch über meine Gehaltsvorstellung gefragt. Für die erste Zeit in einer Firma dachte ich mir wäre der Kollektivlohn zu erwähnen, und nannte mein letztes Gehalt welches sich an der unteren Grenze der gesetzlichen Vorschrift befand. Der Chef befahl dann seiner Schwester, das sie das auch notieren soll. Alle schienen eigentlich zufrieden zu sein und das Vorstellungsgespräch ging zu Ende. Sie würden sich wieder melden hieß es. Prompt wurde einige Tage später auch schon das nächste Treffen vereinbart, und diesmal durfte ich auch in das kleine 2 Mann Büro hineinschnuppern. Hier sei zu erwähnen das vor der Tür ein Schild mit der Aufschrift: “Eintritt verboten! Voranmeldung, bei Sekrätariat vom Technologiezentrum oder per Tel...” war. Wie ich später aus der Praxis sagen kann, lädt dieses Schild geradezu ein, einzutreten. Jedoch kann ich nicht sagen, dass diejenigen die wegen dieser Aufschrift draußen blieben und sich vorher anmeldeten auf einer Hand aufzuzählen waren. So mancher Speditionsfahrer hatte besonderen Spaß daran, und riss wortwörtlich die Tür auf und sprang mit den Worten “Na jetzt hab ich euch aufgeweckt?” in das Büro. Ich bin davon überzeugt, dass gerade so ein Schildchen es gerade noch viel interessanter für jeden macht einen Blick hinter die Tür zu werfen. Ein bissiger Hund wäre hier schon effektiver gewesen. Wobei ich mich nicht darum kümmerte, denn schließlich wusste ich nicht wer jetzt zur Verwandtschaft des Chefs, zu seinem Freunden und Kunden oder sonst jemand gehört. Denn ich möchte nicht wissen, wenn ich die Mutter des Chefs rausgeworfen hätte und ihr gesagt hätte, sie müsse sich vorher beim Chef anmelden! Bei diesem zweiten Gespräch jedenfalls, war jetzt nicht mehr seine Schwester, sondern wie sich später herausstellte seine Freundin dabei. Hier wurde ich gleich beauftragt ein paar Entwürfe zu machen, die ich auch ein paar Tage später präsentierte. Es erschien mir bei der Präsentation so als wäre dieser Chef, Herr Gärtner äußerst unentschlossen, aber Künstler sind meines Erachtens von Grund auf schwer zufrieden zu stellen, wie sich auch später noch herausstellen wird. Ich stellte diese Entwürfe in Rechnung und wurde auch prompt bezahlt. Verwunderung machte sich im Gesicht des Chefs breit als er wohl merkte, dass ich stundenweise abrechnete anstatt ein Honorar zu Verlangen indem ich mindestens eine Null hinter dem Betrag hätte setzen können. Es war ihm wohl zu billig, und gefiel ihm auch deswegen nach mehrmaliger Korrektur und Einhaltung seiner Richtlinien nicht. “Design ist teuer”, so seine Worte. Grund der offenen Stelle war angeblich die Anhäufung von übermäßig Arbeit, wurde mir stolz gesagt. Inzwischen hatte ich auch schon mit Frau Panda von der Stiftung Kontakt aufgenommen. Diese Stiftung ist eine einmalige Gelegenheit bei der sich besonders der Ausbilder erfreut, kann ich nur sagen. Denn wer bekommt schon eine lernwillige
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Arbeitskraft, die einer Vollzeitbeschäftigung gleicht, für ungefähr € 300,- im Monat. (Mittlerweile sind diese Arbeitslosenmietbeträge jedoch gestiegen.) Die Schulungen werden staatlich gefördert, bzw. vom Staat bezahlt. Wenn es keine Schulung gibt in dem Bereich indem man eine zu brauchen vorgibt, kann womöglich der Betrieb auch die vom Ausbilder aufgewendeten Stunden rückverrechnen. Dem Auszubildenden wird weiter Arbeitslosengeld gewährt. Das offizielle Ziel der Stiftung, das auch in jeder Werbebroschüre vom AMS oder der Stiftung selbst nachzulesen ist, sollte eine maßgeschneiderte arbeitsplatzgenaue Ausbildung sein. Doch mit einem wirklichen Arbeitsplatz mit normalen Dienstverhältnis hat diese Ausbildung wenig bis rein gar nichts zu tun. Ich stimmte auch ein zu diesem Vorschlag, da es mich wirklich interessierte mich in gewisse Programmen einzuarbeiten, und meine Kenntnisse ein wenig zu erweitern und auf dem laufenden zu halten. Eigentlich hätte mir gleich auffallen müssen, dass ich dafür kein ganzes Jahr brauchen würde. Auf jeden Fall stellte sich heraus das eine Schulung gar nicht in Frage kommt, da diese den Kostenrahmen(Fördergeldumfang) gesprengt hätte, bzw. der Betrieb mir eine Unterkunft einige hundert Kilometer weit weg zahlen müsste. Doch zuvor wurde mir mit diesen Auslandsaufenthalt während der Schulung die Stiftungsangelegenheit im Stiftungsgebäude sogar schmackhaft gemacht! Da diese eine Schulung flach viel, war natürlich das staatliche Schulungsbudget noch nicht aufgebraucht, und so konnte ich mir zwei Kurse aussuchen. Der dritte Kurs welchen ich benötigte für ein Programm, konnte ich nicht einmal komplett machen, obwohl die Schulung im gleichen Gebäude gewesen wäre, da die Zeit drängte ein Projekt fertig zu stellen. Hier sei zu erwähnen das ich bereits vor dieser Schulung ein anderes Projekt abgab zu dem ich dieses Programm in vollem Umfang benötigte. Tatsache ist ich hab’s mir innerhalb weniger Tage während dem Projekt selber beigebracht. Bei diesem zweiten näheren Vorstellungsgespräch fragte mich die Freundin des Chefs, ob es mir bewusst sei und ich wüsste, dass ich bei dieser staatlichen Schulungsmaßnahme nicht mein Anfangswunschgehalt bekommen werde, sondern weniger? Nebenbei gesagt würde mich für diese Frage wirklich interessieren welche Funktion sie wirklich in diesem Gestaltungsbüro hatte. War sie nur persönliche Beraterin oder hat sie ebenso wie die Schwester vermutlich für einen Jungunternehmerkredit hergehalten oder war es doch nur ihr Privatvergnügen. Ich weiß es bis heute nicht. Doch ich glaube es liegt an der Unentschlossenheit dieses Designers. Bei diesen Vorgesprächen bekam ich auch schon die Demo-CD des 3D-Programmes in die Hand gedrückt, mit der Bitte mich schon vor Antritt des innerbetrieblichen Ausbildungsjahres mit den Grundkenntnissen vertraut zu machen. Nach einem Jahr erfolgreicher Zusammenarbeit als eigentlich Arbeitsloser mit dem
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Designer, wurde ich gefragt ob ich einverstanden sei, dass dieses Schulungsjahr nun verlängert wird. Diese Bitte wurde mit einer schlechteren Auftragslage und nichtzahlenden Kunden begründet. Weiters sagte man mir, wäre es einfacher strategische Marketingmaßnahmen zu setzen wenn ich weniger Kosten verschlingen würde. Ich willigte mit der Bedingung, der Aufzahlung zu meinen mindest Anfangsgehalt zu. Nachdem ich den Betrag für die nächsten sechs Monate in Rechnung stellte, wurden diese auch prompt bezahlt. So bekam ich € 1.200,- für meine Arbeit zusätzlich zu meinem Arbeitslosengeld von meinem Chef überwiesen. Steuerfrei und ohne Lohnnebenkosten selbstverständlich. Leider, wie der Chef sagte, wurde dann nur ein halbes Jahr bewilligt. Bei der Begründung des Ansuchens der Verlängerung wurde ich als unfähig und dumm hingestellt. Als ich darauf den Chef ansprach was denn nicht den Anforderungen entspricht, wurde klar das dies nötig sei um die Verlängerung glaubhaft zu machen. So wurde das Förderbudget für weitere sechs Monate aufgestockt. Ich bekam erneut ein Schreiben vom AMS, dass mein Stiftungsarbeitslosengeld verlängert wird und die Sache war gegessen. Was tut man nicht alles um einen Job zu bekommen. Eine weitere Begründung war das Betreuen der Kunden, welches ich allein erledigen sollte, zu dem ich leider noch gar nicht in der Lage gewesen sein soll im ersten Jahr. Doch im Nachhinein muss ich sagen, hätte man sich so manchen unwirtschaftlichen Schachzug bezüglich des Projektmanagements vermeiden können, wenn mir die Betreuung der Kunden in einem höheren Maß möglich gewesen wäre. Da sich eine Unentschlossenheit meines Chef auch in Projektbesprechungen mit dem Kunden selbst deutlich bemerkbar machte. Außerdem möchte ich nicht an meinem selbst gewählten rhetorisch orientierten Seminar zweifeln, welches ich schon am Anfang des ersten Ausbildungsjahres erfolgreich absolviert hatte. Schließlich und endlich wurde mir dann im nächsten Abschnitt der Ausbildung aufgetragen mich mehr aus den Besprechungen rauszuhalten, da ich eben nicht alles bezüglich des Projektes wisse. Jedoch zur Ausarbeitung hat es immer noch gereicht, denn die durfte ich auf jeden Fall immer erledigen. Die Folgen waren klar, dass wenn Informationen vom Auftraggeber von mir fern gehalten wurden, dass sie nicht in die Realisierung einfließen konnten. Bei einer Besprechung in diesem Abschnitt der Ausbildung hatte ich auch angesprochen das ca. 10% meiner Tätigkeit der entsprechen, zu der ich eigentlich hier wäre. Durch meine umfangreichen Kenntnisse bot ich dem Einzelunternehmer einen klaren Marktvorteil, doch er verirrte sich darin würde ich sagen. “Schuster bleib bei deinen Leisten”, hätte wohl so mancher an dieser Stelle gesagt. Es war mir wirklich unwohl dabei Kundengespräche mithören zu müssen in denen sachliche Argumente umgedreht werden und das nur weil die Materie meinem Chef so fremd war, die er verkaufen wollte. Hätte ich ihm aber nie gesagt was ich alles kann, hätte ich womöglich lange
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Zeit nur in der Nase gebohrt oder hätte wirklich große Projekte abgewickelt. Mein früherer Tätigkeitsbereich war meinen Chef völlig fremd wie sich herausstellte. Es war komplettes Neuland für ihn. Manchmal könnte man es mit einem Eskimo in der Wüste vergleichen. Der Eskimo konnte tolle Iglos bauen, doch in der Wüste ging das nur schwer. Und wenn Marketingkonzepte nur virtuell im Computer existieren und den Sprung in die Realität nicht schaffen, weil sich ein Designer, der Design studiert hat, einfach nicht entscheiden kann, wird auch der Schuster seine Schuhe schwerer an den Mann bringen. Ich möchte gar nicht erst zu denken anfangen wie viele Stunden ich für Entwürfe von Eigenwerbung aufwenden durfte. Es wäre alles druckreif gewesen, doch einen Tag nach der Abgabe des internen Projektes, wurde dieses wieder in alle Einzelteile zerlegt und zerrissen, obwohl am Vortag schon alles klar und entschieden war. Anfangs breitete sich Begeisterung über meiner Arbeit aus, und alle Anforderung wurde erfüllt und auch erkannt, doch einen Tag später sah die Welt bei meinen Chef ganz anders aus. Bezüglich den abgeschlossenen Kundenprojekten, bekam ich kein einziges mal eine Rüge das etwas nicht passen würde, oder dergleichen. Doch bei internen Angelegenheiten stellte sich heraus, dass der eigene Chef der schwierigst Kunde im Unternehmen selbst war. Annähernd prahlerisch ging mein Chef mit meinen Arbeiten um, hätte sich so mancher denken können, wie er diese vor zukünftigen Kunden, Bankenchefs und Stadtplanern oder aber auch einen gewissen Nationalratspräsidenten präsentierte, um Eindruck zu schinden. Doch anscheinend war ich nach einem Jahr in dem Gestaltungsbüro noch immer zu blöd, um dem Arbeitsplatz gerecht zu werden, da dieses Schulungsjahr verlängert wurde. Irgendwie hätte ich mir schon ein wenig Kritik erwartet, doch diese stellte sich ungefähr nach den ersten 4 Monaten komplett ein. Danach war mir eindeutig klar auf welche Kleinigkeiten mein Chef besonderen Wert bei meinen Arbeiten gelegt hat und das wars auch. Doch eine gewisse Unsicherheit und die Schwäche eigenständig Entscheidungen zu treffen steht ihm ins Gesicht geschrieben. Seine Sprache stottert bei der geringsten Reizung oder einer Anspannung, welche bei den meisten nicht erwähnenswert wäre. Seine Augen geben ihm eine unglückliches Antlitz. Sein Vertrauen ist groß, doch in so manche Menschen zu groß. Er ist kein Mann der Lösungen, sondern ein Verteiler von Problemen. Nachfolgendes einsammeln und schmücken der Lösungen lassen seine Augen wieder glänzen. Sieht er ein Problem vor Augen, dass er selbst lösen musste vernahm ich Aussagen die eindeutig auf einen Suizidversuch hindeuteten. Angeblich auch ein guter Menschenkenner, doch warum er einer Kundschaft aus dem esoterischen Bereich bei einem Beratungsgespräch unbedingt die Farbe Orange ausreden wollte ist mir bis heute nicht verständlich. Gerade diese Farbe soll ja unter Solchen als heilig gelten. Religiöse Aspekte wurden wohl in seinem Studium der
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Künste bei der Lehre von den Farben völlig ausgelassen. Man denke hier etwa an die reisenden Shaolinmönche die wohl jedem bekannt sein dürften. Doch Farben sind ein ganz eigenes Thema. Interessant auch das man wochenlang Zeit investieren kann um den Unterschied zweier Farbskalen zu studieren, den Unterschied verschiedener Schriftdateitypen festzustellen oder seinen Monitor zu kalibrieren. Wobei hier ein gewisser Link einer Internetsuchmaschine einem in sekundenschnelle die gewünschte Weisheit näher bringen könnte. Die bloße persönliche Anwesenheit beim Andruck diverser Drucksorten oder Lackierungen hätte hier unter anderem sehr viel Zeit gespart. Kunden die er nicht persönlich kannte, wurden von ihm sofort bloßgestellt. Praktisch für dumm verkauft. Es war wirklich hart für mich mit anzusehen, dass es aber auch Leute gibt die dann doch mehr von der Materie verstanden als mein Chef glaubte. Daraus wurde natürlich nichts. Bei mir stand schnell fest, das ich die klare Grenze kannte, von der an ich einfach mehr aus meiner bisherigen Praxis wusste. Doch es gab ebenso Bereiche von denen ich nichts oder nur sehr wenig wusste, doch dieser Bereich wurde von meinem selbsternannten Ausbilder, der mein Chef ist, schon in den ersten paar Wochen offen zugänglich gemacht. Es gab nur Kunden die er persönlich kannte. Manchmal ist es mir so vorgekommen als ob er strategisch seinen Freundeskreis die Kohle aus der Tasche zieht. Ihnen Sachen aufdrängt die sie nicht haben wollen und nicht brauchen. Beim Honorar schwindet die Freundschaft dann wohl zur Gänze. So werden dann auch gute Freunde denen schon über ein halbes Jahr regelmäßig Mahnungen geschrieben wurden, im Gegensatz zu Kunden die Ihre Rechnung prompt zahlten, bevorzugt. Die Sekretärin verkündet mit einer gewissen Selbstverständlichkeit, dass sie keine Mahnung mehr zu schreiben braucht, da sowieso nie bezahlt wird. Ein richtiges Familienunternehmen, denn seine Mutter war die Putzfrau, und wurde meines Erachtens nach mehr als lächerlich hingestellt, anstatt er sich auch in seinen Gesten und Wortmeldungen über die Dienste seine Mutter dankbar zeigte. Somit konnte sie ihre Rente ein wenig aufbessern und half gleichzeitig ihren Sohn. Ich hoffe, dass wenigstens sie anständig entlohnt wurde, und nicht auch eine Scheinausbildung machte zur Reinigungsfachkraft! Seine Schwester war übrigens in Karenz, hatte vorher bei einer Marketingagentur gearbeitet, doch jetzt ist Sie mit ihrem Kind, welches sie des öfteren im Büro an Computereinschaltknöpfen herumspielen lies, geringfügig im Gestaltungsbüro ihres Bruders, angestellt. Der Chef sagte mir von Anfang an, ich könnte ihr einfachste Aufgaben erteilen, doch wie sich später herausstellte, war ich selber meist 10 mal schneller und musste mich nicht mit so mancher Begriffsstützigkeit herumschlagen. Die Auslagerung von Arbeiten sah praktisch so aus, dass ich es erledigte und sie schaute zu weil sie vorgab es nicht zu können. Außerdem war ihr Dienstverhältnis meines Wissens
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nach nicht sehr förderlich für ein wirtschaftliches Arbeiten im Büro, und immer wieder musste ich bei PC-Bedienproblemen meine Arbeiten unterbrechen. Doch gegen die Schwester des Chefs ist schwer etwas auszurichten. So werden dann Fakten unter den Teppich gekehrt, die keiner wissen sollte. Doch wer über den Teppich versucht zu tanzen wird sofort bemerken das einiges darunter versteckt ist. Ganz zu schweigen von ihrem lautstarken Kleinkind, dass leider ohne geregelten Familienverhältnissen aufwachsen darf. Die Mutter selbst wirkt auch ein wenig überfordert. Familie und Karriere zusammen erfordern doch ein klares Management um hier beide Bedürfnisse unter einem Hut zu bekommen. Welche genaue Rolle jedenfalls hinter der Lebensgefährtin des Chefs steckt kann ich ebenso nur erahnen. Immer wieder wurde Sie mit Aufgaben vertraut gemacht, von denen ich eigentlich erwartet hätte, dass dies eigentlich zum Tätigkeitsbereich einer Sekretärin gehört. Auf diese Anforderungen möchte ich nicht näher eingehen, denn eigentlich dachte ich sollte sich eine Sekretärin in einem 2 Mann-Betrieb wohl auch um den Schriftverkehr kümmern können. Doch dafür wurde dann die Freundin des Chef hinzugezogen, die hat ja schließlich auch Germanistik studiert, und Sie ist nun mal die Fachfrau. Außerdem schadet es der Karriere als PR-Chefin eines bekannten Kunsthauses, das in den Medien von Zeit zu Zeit aufgrund des mageren Besucheransturmes zerrissen wird, sicher nicht wenn sie gewöhnliche Geschäftsbriefe und auch andere Texte schrieb. Einmal hörte ich wie ihr Freund, mein Chef, sie drängte doch eine höhere Rechnung zu stellen, damit Sie mehr davon hätte. Doch anscheinend pflegte Sie doch eher ein aufrichtiges Verhalten, sofern Sie nicht zu sehr von Ihrem Freund beeinflusst wurde, da er Sie immer ermutigte nicht allein den Stundenaufwand sondern auch höhere Honorare an das Einzelunternehmen zu verrechnen.

Das Ende der Ausbildung
Die Verlängerung der maßgeschneiderten arbeitsplatzgenauen Fortbildungsmaßnahme, welche praxisorientierte Fachkräfte für das Unternehmen ausbilden sollte, neigt sich nun dem Ende zu. Die Arbeitslosenstiftung Gewürzkammergut nahm hier im Bezug auf mich eine passive Stellung ein, kümmerte sich wenig bis gar nicht um den Stiftling der ich war. Im letzten Monat rechnete ich noch mal alle meine Urlaubstage nach, da ich ansonsten nie zu meinen Urlaub gekommen wäre wenn ich mich nicht selbst darum gekümmert hätte. Wobei mich die Stiftung auch nicht informierte, dass ich noch Urlaubstage zu konsumieren hätte. Wenn ich mir 5 Tage mehr Urlaub genommen hätte wäre es sicher auch nicht aufgefallen. Hier stellt sich die Frage ob ich auch Anspruch auf Urlaubsgeld hätte, wenn ich auch Anspruch auf Urlaub hab? Das erste Rätsel, dass bis heute nicht gelöst war. In der letzten Woche bekam ich von meinem Ausbilder, der ja nur mein Chef war, dann
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ein Schreiben von der Stiftung zu Gesicht, indem ich und mein Chef den Austritt aus der Stiftung, zwecks Abschluss, zu unterschreiben hatten. Mein Chef bat mich es zu unterschreiben, doch ich legte es vorerst zur Seite, da ich mit einem größeren Projekt dass kurz vor dem Abschluss war intensiv beschäftigt war. In der letzten Woche hatte ich noch 3 Wochen Urlaub, welche mir die Ausbildungszeit angenehm abschließen ließen. Zu allerletzt unterschrieb ich die Austrittserklärung bei der eben der Grund schon ausgefüllt war und genoss die paar Tage Urlaub. Ich freute mich die Ausbildung abgeschlossen zu haben, und sah einem Dienstverhältnis entgegen. In der vorletzten Woche sagte mir mein Chef das er wegen meinem Dienstverhältnis, als was ich jetzt genau angestellt werden sollte, mit seinem Steuerberater noch treffen werde. Weiters untermauerte er dies, dass er schon etwas vorbereitet hätte und sich des öfteren schon wegen mir mit ihm treffen musste. Dies klingt schon fast wie ein Vorwurf, doch wie sich später herausstellte betritt mein einzig Vorgesetzter hier Neuland. In den Urlaubstagen holte ich mir wieder einmal einen Kontoauszug, welcher mir bekannt gab das ich weniger als 160 Euros für Auto und Ernährung, eben der Rest abzüglich Fixkosten, im Monat zur Verfügung hatte.

Das Dienstverhältnis beginnt
Es war Freitag der Erste des Monats, und pünktlich zur gewohnten Zeit um 8:00 saß ich bereits an meinem Arbeitsplatz und war mit meinem Projekt beschäftigt. Am Vormittag wurde ich gebeten ein anderes Projekt zu bevorzugen. Nebenbei handelt es sich hier um ein Projekt, das bereits abgeschlossen und abgenommen wurde. Doch bezahlt wurde nicht. Es ist mir ja auch zu Ohren gekommen das bei dieser Kundschaft nicht einmal mehr Mahnungen geschickt werden, da diese auch nichts nützen würden war die Argumentation. Diesbezüglich gab ich meinem Chef auch schon Tipps, das wenn er eine unterzeichnete Auftragsbestätigung hätte, die Sachlage eindeutig wäre und das für einen Rechtsanwalt eine eindeutige Sache sei. Doch ich bin kein Jurist, und mein Chef war sicher überhaupt nicht begeistert von der Idee die ausbleibenden Zahlungen seiner Kunden, welche auch seine Freunde waren, dem Rechtsanwalt zu überlassen. Sein Freundeskreis wäre ja so in die Brüche gegangen, denn bekanntlich hört sich beim freundschaftlichen Auslagern von Schulden die Freundschaft auf. Doch hier muss ich dazu sagen das es mir als Arbeitnehmer nicht egal sein kann ob meine Arbeit bezahlt wird oder nicht! Schließlich und endlich ist es auch meine Aufgabe durch meine Arbeit für Kundenzufriedenheit zu sorgen, welche mir es weiterhin ermöglichen in den Betrieb angestellt zu sein. Doch wenn mein Chef es praktisch unterlässt sich zu sorgen dass Rechnungen bezahlt werden, kann ich schlecht bei seinen Freunden anrufen und denen sagen: “Erst wenn die letzte Rechnung bezahlt ist mache ich weiter, denn das Projekt ist vorerst aufgrund ausbleibender Zahlungen stillgelegt!”. Somit wäre das
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ja eine Arbeitsverweigerung und ich muss es als Arbeitnehmer hinnehmen das meine Arbeit zwar eingesetzt wird und für Kundenzufriedenheit sorgt, aber nicht bezahlt wird. Einfach mit der Begründung, dass die auch kein Geld haben. Wie hier die Rechtslage sei, wenn mein Chef genau weiß das der Auftrag nicht bezahlt werden kann und ihn trotzdem annimmt, und es auch unterlässt Maßnahmen zu setzen das offene Rechnungen bezahlt werden, sei dahingestellt und liegt nicht in meiner Berufung. Doch ich bin mir sicher, dass es sein Verschulden ist wenn ich meinen Gehalt nicht wie üblich bezahlt bekomme. Dieses Projekt, welches kurzfristig eingeschoben wurde beinhaltete eine Tätigkeit die ich nie machen wollte, da ich es nicht konnte und ich auch nicht überzeugt davon war. Davon wusste mein Chef bereits Bescheid, und es wurde auch Kontakt zu einem selbstständigen Programmierer aufgenommen, mit dem auch Kooperationsvereinbarun gen getroffen wurden. Diese Kooperation wurde aber nie Realität und so wurde ich wieder damit beauftragt es zu erledigen. Nebenbei sei hier erwähnt, dass ich sicher 10mal länger gebraucht hab als jener der diese Programmiersprache hauptsächlich verwendete und ein Profi auf diesem Gebiet war. Mein Chef meinte immer nur, ich hab es bisher geschafft, so werd ich auch das erledigen können und setzte Vertrauen in mich obwohl es äußerst zeitaufwendig war. Doch Dank meiner Auffassungsgabe schaffte ich es die geforderten Programmierlösungen zu bewerkstelligen, und eignete mir zusätzlich Wissen über etwas an was meinen Grundzüge wiedersprach, da es sich um eine Programmierung handelte die ressourcenverschwendend, plattformabhängig und in meinen Augen nicht zeitgemäß war und ist. Mein Chef wusste davon und ich hatte ihm auch über andere Möglichkeiten und Alternativen zu Realisierung des Projektes aufgeklärt. Doch es wurde die umständliche und aufwendige Methode gewählt. Im Nachhinein könnte man durchaus denken, dass mein Chef sich nur um meine Beschäftigung sorgte, jedoch nicht ob es gute oder schlechte Aufträge sind. Hier möchte ich noch hinzufügen, das nicht gerade wenig Zeit für innerbetriebliche Arbeiten, unter den Deckmantel der Eigenwerbung, aufgewendet wurde. Im Laufe des Vormittags, meines ersten Arbeitstag nach eineinhalbjähriger Schulung, wurde ich noch gefragt warum ich die Austrittsbestätigung der Stiftung nicht auch gleich weggefaxt hätte als ich sie vor meinen Urlaubstagen unterschrieben hätte. “Ich wurde nur gebeten sie zu unterschreiben”, sagte ich. Hier wäre interessant gewesen, wenn ich das Schreiben vergessen hätte zu unterschreiben, oder ich es bewusst nicht unterschrieben hätte, ob ich dann noch immer in der Stiftung wäre, bis ich den Austritt unterschreibe. Den ganzen Freitagvormittag wurde nichts gesagt, über meinen ersten Arbeitstag oder meine abgeschlossene eineinhalbjährige Ausbildung. Irgendwie war schon dicke Luft im Büro zu vernehmen.
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Dann zu Mittag als der Chef gehen wollte und mir ein schönes Wochenende wünschte, hielt ich es nicht mehr aus zu warten und sah eindeutig den Tatsachen ins Gesicht und fragte als was ich nun angestellt sei, denn heute ist eben Freitag, der letzte Tag in der Woche, und ich würde gerne wissen ob ich 38,5 oder 40 Stunden in der Woche zu arbeiten habe. Denn bei 38,5 würde ich, anstatt der 40 Stunden während meiner Zeit als Stiftling, eineinhalb Stunden früher ins Wochenende starten. Hier wurde mir gesagt, dass ich natürlich wie gewohnt 40 Stunden zu arbeiten habe, und dass ich mir keine Sorgen zu machen brauche deswegen. Es hat alles seine Richtigkeit, wurde mir gesagt. Doch als was ich jetzt definitiv angestellt war, konnte man mir nicht sagen. Hier sagte mein Chef nur: “EDV mit Design Schwerpunkt oder irgend so etwas”. Er wusste es um es genau zu sagen an meinem ersten Arbeitstag nicht einmal selbst. Ich sagte darauf sofort für die EDV gibt es aber einen Kollektivvertrag mit einer 38,5 Stundenwoche. Doch dann wurde mir gesagt, dass es für mich und meiner speziellen Tätigkeit keinen gäbe. Mir persönlich kam das schon sehr seltsam vor, da ich eigentlich das Gleiche machte wie in meinen bisherigen Jobs und ich bei allen 38,5 Stunden zu arbeiten hatte und meines Wissens nach der EDV-Kollektivvertrag angewandt wurde. Das Gespräch eskalierte am ersten Arbeitstag. Es wurde mir klar gemacht, dass ich seinen Steuerberater nicht für dumm halten soll, und der sich da besser auskennt als ich, denn der habe Jus studiert wie er auffällig betonte. Des weiteren sagte mir mein Chef, dass ich ihm wirklich Leid tue das ich noch immer daran leide von den letzen 3 Firmen nicht bezahlt worden zu sein. Ich sagte darauf das ich gerne mit offenen Karten spielen würde, und nur wissen will als was ich angestellt bin. Am Ende habe ich dann noch gesagt, dass wenn es nun weiterhin solche Probleme gibt, ich unter diesen Bedingungen nicht arbeiten kann. Da dieses Gespräch ein Streitgespräch mit äußerst aggressiven Ton war. Ich wollte nur die Bedingungen meines Dienstverhältnisses wissen, doch das wurde zum Verhängnis und stellte ein Problem dar. Es kam praktisch zum Streit weil ich behauptete 38,5 Stunden arbeiten zu müssen anstatt 40h. So ca. 2 Stunden später rief der Chef dann am Freitag Nachmittag mich in der Firma nochmals an und er entschuldigte sich für den Streit. Er sagte mir dann, dass ich als “EDV-Mitarbeiter mit Schwerpunkt Design” angestellt sei, und ich nächste Woche meinen Dienstvertrag bekomme. Das Wochenende bereitete ich mir Präsentationen zur Lohnerhöhung vor, da ich jetzt meine Ausbildung abgeschlossen hatte und ich es für gerechtfertigt hielt mehr zu verdienen, als das Minimum. Das Minimum bekam ich bei meinem letzten Job und galt für mich vor 1,5 Jahren als Grundlage für den Wiedereinstieg ins Berufsleben als Arbeitsloser. Doch jetzt hatte ich eine maßgeschneiderte und arbeitsplatzgenaue Fortbildungsmaßnahme abgeschlossen und sah dem mit ruhigen Gewissen entgegen. Zwei Arbeitstage, Montag und Dienstag, vergingen und am Mittwoch schloss ich das eingeschobene Projekt ab, und wandte mich wieder dem Größeren zu, welches kurz vor dem Abschluss stand. Am selben Tag noch wurde ich gefragt ob ich nicht
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um 19:00 heute Zeit hätte denn da würde ich meinen Dienstzettel bekommen. Als ich sagte dass ich zu dieser Zeit keine Zeit hätte, meinte mein Chef dann müssen wir das eben am Freitag Vormittag machen. Hier habe ich den Verdacht das er unbedingt seine Lebensgefährtin, dabei haben wollte, die meistens Freitags ihre Bewerbungen im Büro schrieb, oder sonst etwas machte. Eigentlich dachte ich das große Projekt diese Woche noch abschließen zu können, doch an diesem Donnerstagmorgen meinte mein Chef ich sollte eine Liste mit den noch zu erledigenden Punkten machen, denn am Wochenende macht dieses Projekt ein Freund von ihm fertig behauptete er. Da reichte ich ihm prompt meine persönliche Todo-Liste rüber. Doch diese Liste waren meine persönliche Aufzeichnungen und so wurde ich gebeten ein Textverarbeitungsdokument am Computer zu verfassen, da ihm meine Punkte zu wenig durchschaubar vorkamen.

Meine letzte Tätigkeit
im Scheinausbildungsbetrieb Donnerstag, am Morgen ging ich nochmals meine Liste mit den noch zu erledigenden Punkten bei dem Projekt durch, und dabei wusste ich, dass ich es entweder diese Woche oder Anfang nächster Woche fertig haben würde. Dann telefonierte ich noch mit dem Kunden, der noch einige offene Punkte zu klären hatte von denen meine Arbeit abhängig war. Jetzt hing es davon ab wie schnell ich die Entscheidungen des Kunden erfuhr, um genau sagen zu können wann ich das Projekt fertig haben werde. Doch da hatte ich mich zu früh gefreut wieder einmal ein etwas umfangreicheres Projekt abschließen zu können, und so wurde mir der Abschluss praktisch aus der Hand gerissen, und eine mir fremde Person sollte jetzt das Projekt fertig stellen. Da ich nichts über diese Person wusste, außer das es ein Freund meines Chefs war, lief es mir kalt über den Rücken. Die letzten Entscheidungen waren keine Kleinigkeiten sondern bedeutende Entscheidungen. Normalerweise wäre bei einer Weitergabe von solchen Projekten mindestens eine Besprechung fast unumgänglich gewesen, hätte ich gedacht. In wochenlanger Kleinarbeit sammelte ich die nötigen Informationen und traf die ebenso nötigen Entscheidungen. Und jetzt sollte ich von einer Minute auf die andere das Zepter und mein Projektwissen einfach weitergeben. Je mehr ich über die möglichen Folgen nachdachte wurde mir immer unheimlicher bei dieser Sache. Mir war klar, dass es jetzt nichts bringt lange nachzubohren warum und wieso, und setzte meine ganze Kraft in eine ausführlich Projektübergabedokumentation. Hierbei musste ich nun alles festhalten was ich im Kopf hatte. Ebenso wurden Entscheidungshilfen erwähnt, aber auch die Dinge welche von diesen offenen Entscheidungen wieder abhängig waren und sich fortpflanzten. Je länger ich schrieb, desto mehr Möglichkeiten fielen mir ein die man falsch machen konnte. Die ganze Dokumentation sollte natürlich auch klar und präzise zugleich sein, und als ich
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nach gut eineinhalb Stunden noch immer schrieb und mein Chef von einer Besprechung zurück kam, war dieser verwundert das ich noch immer schrieb. Ich konterte sofort, dass es wohl der schlechteste Zeitpunkt einer Projektübergabe ist, wenn schon mehr als 90% fertig sind, und wenn ich jetzt etwas nicht dokumentiere dann ist es auch meine Schuld wenn etwas nicht funktionieren sollte. Das war ihm auch völlig klar und er sagte mir, dass er natürlich weiß das es gerade kurz vor den letzten Entscheidungen eine heikle Projektphase sei. Er wollte dann plötzlich auch diese Dokumentation haben an der ich schrieb. Ich gab ihm dem Speicherort am Server bekannt und er druckt es sich dann aus. Ich sagte ihm ausdrücklich das diese nicht fertig sei. Da er schon herumstrich und bei den meisten Punkten kannte er sich dann auch nicht aus. Er sagte weiters, dass er auch nicht wusste das noch einiges unentschieden war und es sich dabei um ziemlich verstrickte Entscheidungen handelte von denen andere Projektkomponenten abhängig waren. Mittags war ich dann schon fast fertig und soweit ich mich recht zurück erinnere hätte ich schon ein drittel der noch offenen Punkte schon erledigen können in dieser Zeit. Bevor ich rausging, und ich die Türschnalle schon in der Hand hatte und “Mahlzeit” sagte, meinte mein Chef : “Halt, wir müssen noch etwas klären.”. Er zeigte mir seine vorhin ausgedruckte Dokumentation wo er bei fast allen Punkten meinen Namen am Rand hinzugeschrieben hatte. Er glaubte, dass ich diese Punkte wohl noch diese Woche erledigen würde. Ich erklärte ihm jetzt, dass es diese Woche sicher nichts mehr wird mit der Fertigstellung, da ich erst Freitags die letzen Entscheidungen vom Kunden selbst erfahren werden. Darauf fragte ich ihn warum ich eine Dokumentation schreiben sollte wenn ich das Projekt dann doch wieder fertig machen soll, und er jetzt plötzlich doch wieder interessiert ist dass ich das Projekt abschließe. Weiters erwähnte ich, dass ich schon einiges erledigt hätte, wenn er nicht gesagt hätte, dass ein Freund das Projekt fertigt machen würde und ich deshalb eine Dokumentation der noch offenen Punkte machen sollte. Er merkte selber auch wie paradox das ganze jetzt geworden ist, und lenkte beinhart vom Thema ab. “In letzter Zeit kann man mit dir nicht mehr zusammenarbeiten, ich würde gerne wissen was los ist”, meinte er. “Was los ist?”, fragte ich. “Willst du wirklich wissen was los ist”? Ich erklärte ihm, dass es mir äußerst unüberlegt vorkommt, wenn das Projekt im letzten Moment vor der Fertigstellung aus der Hand gegeben wird. Ich erklärte es ihm noch etwas ausführlicher, und er wusste überhaupt nicht wie er reagieren sollte, danach sagte er jedenfalls nichts mehr und war sprachlos. Denn er konnte oder wollte mir nicht sagen, warum ich das Projekt nicht fertig stellen durfte. Stattdessen musste ich eine Dokumentation über die Fertigstellung selbst verfassen, obwohl ich es unter Umständen sogar schon fertig gehabt hätte in dieser Zeit.

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Dienstverhältnisse im Vergleich

Siehe Anhang: Präsentation - Dienstverhältnisse im Vergleich Ich nahm meinen Rucksack vom Rücken, öffnete ihn rasch und zog zielstrebig meine Präsentation heraus, während er überhaupt nicht wusste was ich nun für Ihn vorbereitet hatte. Er machte schon einen fast erschrockenen Eindruck als ich ihm ein Blatt nach dem anderen mit kurzen Kommentaren auf den Tisch legte. Ihm fehlten wahrlich die Worte, mit welcher Selbstsicherheit ich ihm die Fakten auf seinen Schreibtisch legte. Schwarz auf Weiß, Blatt für Blatt konfrontierte ich ihn mit Dingen, mit denen er nicht gerechnet hatte. Jedoch war es nun Zeit endlich einmal herauszufinden, was wirklich los war. Denn schließlich arbeitet ich schon 1,5 Jahre in diesem Büro, als Arbeitsloser und mir ist im Nachhinein keine Beschwerde über meine Arbeit bekannt. Ganz im Gegenteil es war in ganz OÖ in der Tageszeitung zu lesen als der Redakteur im Technologiezentrum noch eine Ecke frei hatte für Freunde, wie zufrieden nicht alle sind. Deshalb sah ich es als einen angemessenen Zeitpunkt auch zu sagen das ich mich unterbezahlt fühle, denn ich kann nicht in der Werbung bzw. in der Entwicklung arbeiten, wo mit Design bzw. Formgebung eines Produktes ein Mehrwert erzielt werden sollte und folglich der Endkunde zum Kauf animiert werden sollte und mir selbst bleiben im Monat 160 Euros für Mobilität und Ernährung. Unter diesen Umständen bin ich als Entwickler, wohl am wenigsten geeignet mit meiner geleisteten Arbeit zum Konsum zu animieren, wenn mein eigenes Leben finanziell auf Sparkurs ist. Meine Tätigkeit in der Mediengestaltung und Produktentwicklung kann so nicht optimal für Projekte genutzt werden. Anders erklärt wäre dieser Zustand so, als würde man einen Rennwagen für die Formel 1 von Straßenkindern zusammenbauen lassen. Nach der Präsentation fragte er mich warum ich ihm das erst jetzt sagte, dass es finanziell so knapp auf meinem Konto aussieht. Da sagte ich ihm klar, dass ich vorher als ich 1,5 Jahre bei ihm arbeitete, als arbeitslos galt, am Papier eigentlich arbeitslos war und das Geld vom Staat (Arbeitslosengeld) bezog und nicht vom Arbeitgeber direkt. Da hatte es auch wenig Sinn mich beim Sozialsystem zu beklagen, erklärte ich ihm. Doch jetzt bin ich bei ihm angestellt und bekomme von ihm das Geld! Außerdem begründete ich meine Gehaltserhöhung, dass ich wohl keine 1,5 jährige Schulung gebraucht hätte um exakt soviel zu verdienen als wie vorher vereinbart ohne Ausbildung, denn mit dem Mindestgehalt hätte ich woanders immer einen Job gekriegt! Dann sprach ich ihn darauf an wie er wohl glaubt das ich mich fühle, wenn er mich zu Monatsende vor einigen Kunden fragt ob ich ihm 100 Euro wechseln kann, und ich nur noch knapp 12 Euro in der Tasche hatte um mich die ganze Woche zu ernähren! Als Arbeitsloser kann ich mich schwer beklagen um daraus einen Effekt zu erzielen. Denn ich könnte mir ja einen Job suchen. Doch als Angestellter will ich auch einen angemessenen Gehalt am Konto haben, der doch mehr sein sollte als nur knapp über dem was ich an Arbeitslosengeld bekommen hatte. Wenn man bedenkt, dass ich für ca. 200 EUR mehr im Monat über das Arbeitslosengeld hinaus, die ganze Woche über arbeite, so scheint hier irgendetwas
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nicht zu stimmen. Denn es wäre finanziell lukrativer Arbeitslos zu sein und einer anderen Tätigkeit nachzugehen. Dann hätte ich ein ganzes Monat Zeit etwas zu schaffen oder zu leisten was ich um die Differenz (die 200 EUR) verkaufen könnte. Zum Abschluss meiner Präsentation gab ich ihm noch einen A4-Bogen (Siehe Anhang: Präsentationsblatt: Projekt ... Programmierung), auf dem ich die Probleme des Programmierprojektes, welches eingeschoben wurde und die Zahlungen von Kunden die schon über Monate fällig waren, darstellte und ebenso auch Lösungen um es in Zukunft gewinnbringend abwickeln zu können. Doch diese Aufstellung des Ist- und Soll-Zustandes des Projektes lockte meinen ehem. Chef kein einziges Wort heraus. Ich sagte ihm das er sich die Präsentation noch genauer durch den Kopf gehen lassen sollte während ich Mittagspause machte. “Danach, wenn du dir alles durchgelesen hast, können wir gerne weiter reden”, sagte ich und verabschiedete mich in die Mittagspause. Sehr erholsam war diese Mittagspause keinesfalls, und wenn ich nicht schon lange mit dem Rauchen aufgehört hätte, hätte ich in diesen 30 Minuten wohl das perfekte Bild eines Kettenrauchers abgegeben. Doch zugleich fühlte ich mich erleichtert, da ich meine Präsentation schon einige Tage im Rucksack mitschleppte, und jetzt ist sie dort wo sie sein sollte, wo sie nicht erwartet wurde und wofür sie ursprünglich geschaffen wurde. Nach der Mittagspause ging ich wie gewohnt zu meinem Arbeitsplatz wie in den letzten eineinhalb Jahren als Arbeitsloser auch. Nach einigen Minuten kam mein Chef dann zu meinem Arbeitsplatz, der genau gegenüber war und fragte mich ob ich nicht das Wochenende Zeit hätte um das Projekt fertig zu machen? Jetzt war ich wirklich verwirrt, denn einige Stunden zuvor habe ich begonnen diese Übergabedokumentation zu verfassen und jetzt soll doch ich das Projekt abschließen? Spontan sagte ich, dass ich für 1000 Euro mehr auf meinem Gehaltskonto im Monat gern bereit wäre auch zum Wochenende zu arbeiten. Doch für die Mindestentlohnung bin ich nicht bereit das Wochenende auch noch zu arbeiten. Einen Dienstvertrag o. ä. der Überstunden und Wochenendarbeiten regeln würde, gab es ja auch nicht. Nebenbei dachte ich weiter und erklärte das die noch offenen Punkte vom Kunden zu klären seien und diese teils wiederum ineinander abhängig waren, somit wäre eine Einbindung meines Ansprechpartners bei der Auftraggeberfirma unumgänglich um das Projekt gewissenhaft abschließen zu können. Daher müsste auch der Kunde bereit sein das Wochenende über zumindest telefonisch erreichbar zu sein. Dann bot er mir alle nur erdenklichen Möglichkeiten an, damit ich das Projekt fertig mache, und meine Forderung zu umgehen. Hier einige der Varianten: Variante I: Ich sollte das Projekt fertig machen und ich bekomme zusätzlich 1000 Euro schwarz auf die Hand und arbeite bis zum Ende des Monats. Danach könne ich gehen. Ich verneinte und wies ihn darauf hin, dass ich so etwas nicht mache. Bargeld lacht, dachte ich anfangs,
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doch wenn wir in einem Rechtssystem leben, dann sollten wir uns doch auch danach richten. So begründete ich es, dass ich mit dieser Variante nicht einverstanden bin. Dann erinnerte ich ihn, dass er mir einmal unterstellen wollte, dass ich ihm vorwerfe mich genauso wie meine letzen Arbeitgeber übers Ohr zu hauen, und dann macht er exakt das gleiche und wollte mir das Geld schwarz geben. Ob es sich um Schmier- oder Schweigegeld gehandelt hätte weiß ich nicht, doch ich lehnte so und so ab und ging dieser Variante nicht einmal in Gedanken nach. Variante II: Ich sollte das Projekt fertig stellen, bekomme das ganze Monat noch bezahlt und kann aber gehen wenn das Projekt fertig ist. Auf das lies ich mich nicht ein, denn dann bin ich auf die Projektfertigstellung fixiert. Diese Variante gefiel ihm jedoch am Besten, da wollte er schon einen Zettel für die schriftliche Vereinbarung suchen, doch ich lehnte ab und sagte weiters: das einzige was ich will, 1000 Euro mehr am Gehaltskonto wären, denn dann würde ich auch das Wochenende am Projekt weiterarbeiten. Ich fragte ihn warum er dann für 1000 Euro mehr zum jetzigen Mindestgehalt dann auf meine Arbeitsleistung freiwillig verzichtet. Ich könnte doch noch die Programmierungen dokumentieren usw., damit es der nächste Programmierer leichter hat etwas zu ändern oder zu erweitern. Da fiel ihm auch schon die nächste Variante ein. Variante III: Ich könnte mir meine Programmierungen mitnehmen, und auch weiterverwenden oder selbst verkaufen. Diese Möglichkeit hatte er im Prinzip von mir da ich ihm von meinem ersten Arbeitgeber ein ähnliches Beispiel erzählte bei dem der Arbeitgeber sich so von ausbleibenden Gehaltszahlungen freigekauft hat, und der Programmierer konnte seine Programmierung selbst weiterverkaufen. Doch das interessierte mich wenig, da ich schon aus reiner Begeisterung eine verbesserte Variante in meiner Freizeit programmiert hatte. Dann wollte er wissen was wir mit der vereinbarten Provision machen wenn ich jetzt gehe. Ich sagte, dass wird sicher gesetzlich geregelt sein, und wenn nicht, dann bleibt es so wie ausgemacht. Diesbezüglich habe ich ihm einmal eine Rechnung geschrieben. Denn ich wollte sein Geld vor einem Jahr auch schon nicht schwarz! Diesbezüglich fällt mir ein, dass ich die Implementierung der Programmierung einmal für einen Freund von ihm privat abwickeln sollte, da dem es über die Firma zu teuer war! Diesbezüglich hatte ich auch eine Rechnung geschrieben und das Geld wurde auch prompt überwiesen. Von einer Person die ich nie persönlich gesehen hatte, der angeblich ein Freund meines Chefs und Orthopäde mit 2 Praxen neben einer Fixanstellung im Krankenhaus war. Variante IV: Die letzte Variante war, dass ich den ganzen Juli noch bezahlt bekomme und das Projekt in der Normalarbeitszeit fertig machen sollte. Damit war ich auch einverstanden. Wenn das Projekt dann abgeschlossen sei, würde ich ihm noch Dokumentationen schreiben
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von meinem Programmierungen bzw. meinen Arbeitsplatz ordentlich verlassen damit auch ein etwaiger Nachfolger (oder aber auch mein Chef) an meinem Projekten ohne weiteres weiter arbeiten kann. Somit hat sich nichts geändert, und es war so wie es eigentlich auch sein sollte, dass ich ganz normal 5 Tage, von Montag bis Freitag, an meinem Projekten in der Firma arbeitete. Für eine Sonderlösung war ich wenig kooperativ, meinte er. Ich schließe das aber nur darauf, dass er mir keinesfalls eine Lohnerhöhung geben wollte. Denn wenn ich auch nur 300 EUR mehr als das Mindestgehalt bekommen hätte, so hätte ich ihm auch seinen Forderungen nähern können. Doch auf diese Idee kam er nicht, denn er war unfähig etwas aus zu verhandeln. Zugegeben, besonders leicht machte ich es ihm aber auch nicht. Er hütete sich einen Kompromiss vorzuschlagen, und erntete somit auch keinen wirklichen Erfolg daraus. Jedenfalls meinte mein Chef er muss jetzt unbedingt eine Lösung finden, und er will eine einvernehmliche Kündigung. Doch dann stand das Gespräch schon an, denn ich sagte darauf, dass ich ja weiterarbeiten würde und alles beim Alten bleiben könne. Doch er wollte mich unbedingt das Wochenende haben. Irgendetwas war, denn das Projekt musste plötzlich so schnell wie möglich fertig sein. Woher dieser plötzliche Zeitdruck kam, wurde nicht angesprochen und der wusste auch keine Erklärung. Ich sagte ihm, dass ich ihn nicht verstehen kann, denn vorher soll ich für einen Freund der das Wochenende an dem Projekt weitermacht dokumentieren was noch gemacht werden sollte und dann wieder sollte doch ich es machen. Ich blickte da nicht durch und es kommt mir äußerst verwirrt und unentschlossen vor, und das sagte ich ihm auch. Danach meinte er was ich glaube, das ich nächsten Montag machen würde, wenn jemand anderer das Projekt am Wochenende fertig stellt. Darauf sagte ich, dass ich nicht weiß was als nächstes ansteht, denn das wäre das erste Mal seit 1,5 Jahren gewesen, dass ich nichts zu tun gehabt hätte. Es scheint, dass jetzt wo ich angestellt und nicht mehr als Arbeitsloser arbeitete, es ihm doch schon langsam bewusst wird, dass Arbeitszeit etwas kostbares sein kann. Dann meinte er ich sollte es mir noch einmal genau überlegen, doch ich sagte das ich nicht zu überlegen brauche und ich mich schon entschieden habe. Danach herrschte wieder Funkstille. Ich hatte das Gefühl es machte ihn irgendwie fertig, keine Lösung zu finden, mit der beide Seiten gut leben könnten. Zwischendurch sagte er einmal, dass ihm das überhaupt nicht gefällt wie ich mit ihm rede. Dann fragte ich sofort: “Gefällt dir der Inhalt nicht, oder der Ton”. Er sagte das ihm beides nicht gefiel. Ich erklärte ihm, dass es wichtig ist was ich ihm sage und wie ist Nebensache! Wie immer im Streitgespräch konnte ich schnell kontern, da er immer lange brauchte zu überlegen. Er war auch wenig entschlossen, da er mir sein wirkliches Problem auch nicht erklärte. So konnte ich auch nicht auf ihn eingehen.
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Auf konkrete Fragen, gab es meist nichtssagende Antworten, die wohl eher tröstend als problemlösend wirken sollten. Doch je weniger ich über seine Probleme bei dieser Angelegenheit wusste, desto mehr war ich mir sicher auf meinem Standpunkt bleiben zu können. Außerdem, hat er schon erwähnt, dass er eine einvernehmliche Kündigung möchte, daher wusste ich bereits woran ich bin und ob ich jetzt ein paar Tage mehr oder weniger arbeitslos bin, spielt bei 1,5 Jahren Arbeitslosigkeit auch keine wirkliche Rolle mehr. Als ich noch eine billige Arbeitskraft war und er mir keinen Gehalt überweisen musste, da ich Arbeitslosengeld bezogen hatte während ich bei ihm 1,5 Jahre lang arbeitete, war auch immer alles in Ordnung. Jetzt aber war er an meiner Arbeitsleistung scheinbar nicht mehr interessiert und als Konfliktlösung schwirrte in seinem Kopf jetzt nur noch eine Kündigung mit einer einvernehmlichen Lösung. Er konnte sich nicht entscheiden, denn dass Projekt war noch nicht fertig, und ich war jetzt schon in einem Dienstverhältnis, und dass glaube ich war es was ihn fertig machte. Es kam mir jedenfalls so vor, als sei es sein Plan gewesen, dass es nie zu einem Dienstverhältnis kommen sollte, doch das Projekt hinderte ihn mir nach Beendigung der 1,5 jährigen Stiftungszeit einfach “Adieu” zu sagen. Es fiel ihm auch sicher schwer, mir 1,5 Jahre lang ein Dienstverhältnis zu versprechen, was aber nicht wirklich eins werden sollte. Das klingt auch logisch, denn hätte er mir es anfangs gesagt, dass ich danach bi ihm keinen Job bekomme, dann hätte ich mich gleich verabschiedet. So wäre ihm aber die billigste Arbeitskraft durch die Finger gerutscht, die er jemals haben konnte. Er wollte schon weggehen, so als sei die Diskussion beendet, doch dann drehte er sich wieder um und sagte “Ich möchte dass, du zu arbeiten aufhörst!”. Ich fragte: “Jetzt, sofort?”, und wollte genaueres erfahren, über seinen doch ein wenig plötzlichen Entschluss. Er wiederholte sich und sagte weiters das ich jetzt nach Hause gehen könne. Ich fragte nach, ob das den eine Kündigung sei. Doch damit rückte er nicht eindeutig heraus, er meinte nur das ich gehen kann. Es fiel ihm sichtlich schwer zu sagen ich sei hiermit gekündigt. Zwischen nach Hause gehen können und Kündigung ist meiner Ansicht nach noch ein großer Unterschied, denn ein freier Nachmittag vom Chef persönlich genehmigt hat meiner Ansicht nach nichts mit einer Beendigung des Dienstverhältnisses zu tun. Er wollte auch meinen Büroschlüssel. Den gab ich ihm aber erst nachdem ich die Übernahme schriftlich hatte. Danach sagte ich auch, dass ich es schriftlich haben möcte, dass ich jetzt gehen kann. Er meinte, dass er mir es nicht schriftlich zu geben braucht! Seine Stimmlage änderte sich in eine mir völlig fremde Richtung. Es wirkte nicht bedrohlich, sondern verzweifelt, wütend und traurig zugleich. So kannte ich ihn gar nicht. Er hätte wohl gedacht, dass ich einfach stillschweigend gehe. Neugierig wie ich aber bin, möchte ich doch auch so einer Situation stets Klarheit bewahren, und war immer noch anwesend. Ich fragte ob er denn weiß welche Pflichten ich als Arbeitnehmer ihm gegenüber zu erfüllen habe. Das es meine Pflicht ist hier zu sein, und ich nicht so einfach gehen kann.
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Während er dann doch eine Bestätigung schrieb, sagte ich ihm das ich einmal gehört oder gelesen hätte, dass man nach einer Kündigung je einen Tag pro Woche für die Arbeitssuche frei bekommt. Weiters dachte ich laut weiter: “Wenn ich also gekündigt bin, dann komme ich morgen dann nicht und nehme gleich den ersten Arbeitssuchtag in Anspruch.”. Nachdem er mir den Ausdruck der Bestätigung, für den freien Nachmittag gab, fiel mir auf, dass der Arbeitssuchtag auch erwähnt ist. Somit hat er mich meines Erachtens schon gekündigt. Ansonsten hätte er mir ja keinen Arbeitssuchtag gewähren müssen. Dann trug ich noch meine Endzeit in meine digitale Arbeitszeitaufzeichnung ein, und brannte mir die auf meine wiederbeschreibbare CD. Die Schlüsselübergabe und die Bestätigung brannte ich mit und lies die Originale auf meinem Arbeitscomputer. Er bestand dann noch darauf, dass ich den PC eingeschaltet lasse, da er wohl sonst nicht ohne meinem Passwort rein konnte. Wobei er immer das Passwort in einem kleinen Heftchen nachlesen konnte, dass neben dem PC lag. Er bestand darauf. Doch sicherheitstechnisch wollte er eine Nebelmaschine mit Bewegungsmelder montieren um Einbrechern das Fürchten zu lernen. Das ist kein Scherz! Mit der “Fernbleibbestätigung” ging ich sofort zur Arbeiterkammer in Gmunden und bat um Rat, da dies ein dringender Fall sei und ich nicht weiß wie es rechtlich um mich und meinem Chef, bzw. mein Dienstverhältnis, steht. Dort wurde mir gesagt ich sollte dann am Montag die schriftliche Kündigung verlangen! Sichtlich erleichtert nach einem sachlichen Rat ging ich erstmals auf einen Kaffe und die Geburtsstunde dieses Buches hat geschlagen.

Montag
4. Juli Pünktlich um fünf vor Acht war ich im 2 Stock des Technologiezentrums und sah schon von weitem etwas auf der Tür, des eingemieteten Büros indem ich arbeitete, kleben. Ein Kuvert mit der Aufschrift meines Vornamens klebte an der Tür. Darin war ein Blatt Papier, ohne jeglichen Schriftkopf oder Namen, wie eigentlich sonst bei einer Firma üblich wäre. Oben stand in kleiner Schrift, dass mein Chef den ganzen Tag unterwegs sei und ich ihm meine Emailadresse bzw. meine Telefonnummer, bezüglich einer weiteren Vorgehensweise hinterlassen sollte. Nicht mehr und nicht weniger. Daraufhin packte ich ebenso einen Zettel aus meinem Rucksack und schrieb darauf:
Hallo André! Melde Dich einfach wenn du was brauchst. Meine Postanschrift hast du ja! Ansonsten erwarte ich eine schriftliche Kündigung!

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Aus Kostengründen ist es mir leider nicht möglich mit dir per Email zu schreiben bzw. mit Handy zu telefonieren. Ansonsten bleibt unser Dienstverhältnis aufrecht solange ich keine Kündigung habe. Wie gesagt, du weißt wo ich wohne, mein Postkasten wird täglich geleert. Melde dich, wenn du wieder Arbeit hast.

Darunter unterschrieb ich mit meinem Vornamen und ging wieder ins Erdgeschoss des Technologiezentrums. Dort bat ich die Sekretärin mir die Nummer des Postkastens meines Chefs bekannt zu geben, um meine Nachricht dort zu hinterlegen. Soweit ich mich recht erinnere könnte das Nummer 38 gewesen sein. Normalerweise wusste ich Bescheid wenn mein Chef längere Zeit nicht im Büro war, schließlich und endliche durfte ich mich ja auch um das schweigende Telefon kümmern und deshalb erfuhr ich es immer schon einige Tage davor wenn Kundengespräche oder sonstige Termine außerhalb des Gebäudes vereinbart wurden, und mein Chef nicht im Büro war. Mir wurde klar das irgend etwas nicht stimmte, und vermutete stark, dass mein Chef nur Zeit gewinnen möchte. Als nächstes fuhr ich zur OÖ-GKK und ließ mir meine Versicherungszeiten ausdrucken, um mich zu vergewissern ob ich denn überhaupt angemeldet sei. Das schien in Ordnung zu sein, doch wusste ich noch immer nicht als was ich angemeldet gewesen war. Das interessierte mich, da ich es ja von meinem Chef nicht erfuhr. Dienstzettel, Dienstvertrag, oder dergleichen hatte ich nie bekommen auf dem dies klar ersichtlich gewesen wäre. Danach fuhr ich wieder zurück in das Büro. Als ich ca. um 8:30 beim Haupteingang hineinging, stand die Tür der Sekretärin des Technologiezentrums offen und mein Chef redete mit ihr und hielt dabei meinen vor 30 min geschriebenen Zettel in der Hand. Vermutlich brauchte er Beistand, denn es schien fast so als hätte er mit ihr über mich geredet. Eigentlich dachte ich er sei ja den ganzen Vormittag geschäftlich unterwegs, und weil ich eine Vorahnung hatte bin ich auch ein zweites Mal zu meiner Arbeitsstelle gefahren. Ich blieb bei der Tür stehen und fragte: “Kann ich mit dir reden”. Er willigte ein und sagte ich sollte herein kommen. Die Sekretärin des Technologiezentrums suchte sofort das Weite und ging aus ihrem eigenen Büro. Ich kam rein und dann wollte ich natürlich wissen wie seine weitere Vorgehensweise war, und mein Chef sagte mir: “Es sieht so aus, das du gekündigt bist während der Probezeit”. Jetzt wusste ich das er nicht vor hatte mich wirklich anzustellen, wobei er immer gesagt hätte das er mich natürlich anstellt, und als ich vor Monaten nachfragte wie es denn finanziell aussieht sagte er, dass er das Geld für 6 Monate so und so auf der Seite hätte auch wenn die Auftragslage schlecht sein sollte. Als Stiftling versicherte er mir immer, dass ich mir keine Sorgen machen brauche wegen einer Fixanstellung danach. Es sei für meinen Chef eine Selbstverständlichkeit, so sagte er.
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Ich wusste jetzt, dass er nur an meiner Arbeitsleistung als Arbeitsloser interessiert war und nicht an einem Dienstverhältnis, denn einen Kündigungsgrund hatte ich bis heute noch nicht erfahren. Darauf sagte ich wortwörtlich: “Du musst eben damit rechnen, dass vielleicht ein schlechter Ruf hervorgehen könnte, wenn ich z.B. einen Brief an einen Herrn Schraxi schreibe mit welchen Methoden du arbeitest”. Dabei führte ich eine Drehbewegung mit meiner Hand vor seinem Gesicht zwischen seinen Augen aus, die seine Augenlieder erzittern liesen. Irgendwie verrieten mir seine Augen, dass er sich äußerst unwohl fühlte. Vielleicht hatte er auch Angst, da er nicht wusste was diese Handbewegung zu bedeuten hatte, doch ich handelte instinktiv und bin mir sicher es richtig gemacht zu haben. Herr Schraxi, war in der Wirtschaftskammer und natürlich ein Freund von ihm, wie viele. (Ich berichtete später diesen Herrn später einmal per Email, und es gab keine Reaktion) Dieser Satz, den ich meinem Chef sagte, ist die Folge einer 1,5 jährlichen Arbeit mit der er immer zufrieden war. Vielleicht aber auch nur deswegen weil ich praktisch für ihn nichts kostete, da ebenso Aufträge abgewickelt wurden mit der Stiftungsleitung und so wieder Geld von der Stiftung zu meinem Chef zurückgeflossen ist. Die Unkosten der Stiftungsbeiträge wurde so wieder ausgeglichen. Ich kann mich noch sehr gut erinnern, wie die Sekretärin, die Schwester meines Chefs, eine Rechnung an die Stiftung schrieb. Dieses Projekt welches eigentlich als Werbung der Stiftung im Multimedialen Bereich für jeden jederzeit abrufbar sein sollte, war dann plötzlich 2 Monate nach Stiftungsabschluss, nachdem ich davon sprach für keinen mehr abrufbar. Warum weiß ich nicht, und lasse ich jedem seiner Fantasie über. Doch diese Internetseite wurde vollkommen vom Server gelöscht. Mein Chef, rief dann sofort die Sekretärin des Technologiezentrums zu Hilfe. Er wurde jetzt sichtlich nervös, und stotterte. Er zappelte praktisch und wusste nicht wohin er schauen sollte, denn ich blickte ihm tief in seine verzweifelten Augen. Danach sagte er mir das ich schizophren sei. Ich fragte ihn sofort was den er sei? Und sagte es ihm das ich genau soviel halte wie von meinen letzen drei Arbeitgebern auch. Man könnte ja durchaus einen Gedanken verschwenden und glauben es handle sich bei meinem Chef um einen Betrüger. Wer es schafft einen Arbeitlosen, in diesem Fall mich, eineinhalb Jahre an der Nase herumzuführen, indem man ihm glaubhaft macht, dass das Ziel einer eineinhalbjährigen Stiftung ein Dienstverhältnis sei, erhält als Lohn 1,5 einen kostenlosen Mitarbeiter! So gesehen denke ich war ich die billigste Arbeitskraft die es in Österreich gibt, denn ich war ja Arbeitslos während ich im Rahmen einer Vollzeitbeschäftigung arbeitete. Vor etwa 3 Wochen hatte er noch herzhaft gelacht über einen meiner ersten Arbeitgeber, da er sich geschäftlich mit ihm traf und er mich zuvor über ihn aushorchen wollte. Komischerweise trafen sie sich auf einer Autobahnraststätte. Mir kommt das irgendwie vor, als wenn sich zwei kriegerische Stämme in der Mitte ihrer Herkunft auf dem Schlachtfeld treffen, denn diese Firma bot den gleichen Dienstleistungsbereich an
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und wollte ein Kooperation. Ich konnte natürlich ganz und gar nicht ausschließen, dass auch ich Teil des Gespräches gewesen sein könnte. Im Nachhinein trau ich ihm selbstverständlich zu mich auch über die Motive dieses Treffens belogen zu haben. Doch in Wirklichkeit, weiß ich bis heute nichts über dieses Gespräch und kann hierüber nur leere Vermutungen anstellen. Gleich im Anschluss fuhr ich wieder zur AK und vereinbarte mir einen Termin. Anschließend fuhr ich weiter zum AMS und meldete mich Arbeitssuchend. Doch ich wollte eigentlich nur Arbeitssuchend sein und auf das Geld verzichten, da ich dann sicher mehr motiviert wäre mir einen seriösen Job zu suchen. Der Berater meinte, dass geht nicht und gab mir das Formular mit auf dem ich meine Bankverbindung usw. eintragen sollte. Dieses Formular gab ich nie ab, doch Arbeitslosengeld bekam ich bemerkenswerter Weise trotzdem überwiesen!

Mein erster Brief
Noch am selben Tag rief ich die Stiftungsleitung an und sagte ihr, dass ich gekündigt sei, und ihr Konzept nicht aufgegangen ist. Sie telefonierte dann gleich im Anschluss mit meinem ehem. Chef und ich rief sie Nachmittags wieder an. Sie erklärte mir, dass sie ca. eine Stunde telefoniert hatte und mein Ex-Chef meinte ich hätte ihm gedroht, und er das Vorgefallene in einem Brief schildern wird. Sofort sagte ich das eine Drohung eine rechtswidrige Angelegenheit ist und auch sie mich jetzt Anzeigen müsste, wenn Sie weiß das es mein Ex-Chef noch nicht getan hat. Ich fragte ob ich erfahren könnte was in diesem Brief geschrieben steht. Darauf sagte Sie, dass Sie überhaupt keine Auskünfte weitergibt, und so war das Gespräch auch schon wieder beendet! Sie war plötzlich äußerst unkooperativ, und interessierte sich auch wenig was ich zu sagen hatte. Ich entschied mich in Form eines Briefes herauszufinden was los war und spielte mit offenen Karten, da ich von der Heimlichtuerei der Stiftungsleitung und meinem ExChef genug hatte und von Anfang an wissen wollte was los war. Diese Heimlichtuerei seitens der Stiftungsleitung, lässt schon vermuten, dass hier etwas nicht stimmt. Das machte mich und diese Angelegenheit interessant, und ich schickte den folgenden Brief an die Stiftungsleitung, an den Wirtschaftslandesrat der mir die Ausbildung bewilligte, den Bürgermeister und natürlich meinem Ex-Chef.
Der Autor Autorenstr. 3/5 A-4810 Gmunden Gestaltungsbüro Normnuss z.Hd. André Gärtner

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Traunseestr. 54 A-4810 Gmunden

Gmunden, am 12.07.2005

Betrifft: Auflösung Dienstverhältnis nach Ausbildung über eine Stiftung innerhalb von 4,5 Arbeitstagen Sehr geehrter Herr André Gärtner! Während der Ausbildung schloss ich lückenlos ein Projekt nach dem anderen ab, mit dem Sie und auch Ihren Kunden sehr zufrieden waren. Unter anderen z.B. ein Projekt für eine der führenden Banken Oberösterreichs, oder einem bekannten Künstler oder aber auch Produktneuentwicklungen im Gesundheitsbereich, sowie zahlreiche kleinere Projekte die Sie als lebensnotwendiges Alltagsgeschäft bezeichneten. Sehr umfangreich war ebenso ein Projekt für eine bedeutende Stadt im Salzkammergut. Um schon in meiner Ausbildungszeit näher am Arbeitsplatz zu wohnen zog ich sogar im Herbst letzten Jahres nach Gmunden, da Sie mir ja eine Anstellung zusicherten. Des weiteren haben Sie auch aufgrund meines Engagements und meiner Arbeitsleistung im Rahmen der Ausbildung zahlreiche Erfolge Ihres Gestaltungsbüros Normnuss geerntet, wie sogar aus einem Zeitungsbericht der oberösterreichischen Tageszeitung deutlich hervorgeht, und somit für jeden nachvollziehbar ist. Weiters habe ich es durch meine umfangreichen Kenntnisse, die ich mir unter anderem selbst angeeignet, oder ich aus meiner bisherigen beruflichen Praxis mitgebracht hatte, sogar ermöglicht das Dienstleistungsspektrum Ihres Unternehmens, welches Sie als Einzelunternehmer bezeichneten, auszubauen um Ihnen einen gewissen Marktvorteil durch mich zu bieten. Leider kann ich Ihre Entscheidung, bezüglich der Auflösung des Dienstverhältnisses innerhalb kürzester Zeit, nicht verstehen und bitte Sie diesbezüglich um schriftliche Stellungnahme. Unklar ist mir auch warum Sie mir am ersten Tag des Dienstverhältnisses nichts über mein Arbeitsverhältnis in ihrem Unternehmen, meine abgeschlossenen Ausbildungszeit oder sonst irgend etwas über das Dienstverhältnis sagen konnten, wo sie doch schon 1,5 Jahre wussten das dieser Tag kommen würde. Leider konnten Sie mir auch keine eindeutige Auskunft an meinem ersten Arbeitstag geben als was ich nun angestellt sei, da ich vermutete 38,5 h die Woche zu arbeiten. Folglich entbrannte auch schon die erste Diskussion bei

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der Sie ich dem

Sie ihren Standpunkt über eine 40h Woche verteidigten indem mir sagten, dass es keinen Kollektivvertrag für mich gäbe, und lediglich meine Berufsbezeichnung wissen wollte um mich mit entsprechenden Kollektivvertrag vertraut zu machen.

Es ist mir nicht erklärbar wie Sie um eine Verlängerung meiner Ausbildung ansuchen konnten, obwohl Sie bereits nach einem Jahr meine Zusammenarbeit mit mir lobten, wie mir Fr. Marietta Panda (Stiftungsleitung) berichtete, und ich in allen Teilbereichen der Ausbildung bereits meine Fähigkeiten, mit denen Sie sehr zufrieden waren wie aus zahlreichen Gesprächen mit mir, Kunden und Kooperationspartnern hervor ging, unter Beweis stellte. Ich möchte nicht an meiner Erinnerungskraft zweifeln wenn ich mich daran erinnere wie Sie mir das Dienstverhältnis mit einer wortwörtlichen Selbstverständlichkeit zusicherten, und noch dazu bekräfteten indem Sie mir glaubhaft machten, dass es ihre finanziellen Mittel auf jeden Fall ermöglichen würden mich auch 6 Monate nach dem Abschluss der Ausbildung zu finanzieren falls sich die Auftragslage Ihres Unternehmens verschlechtern sollte, und Sie mir auch im Falle dieses Falles natürlich auch rechtzeitig Bescheid sagen würden! (Dies geschah im letzten Viertel der Ausbildungszeit) Diesbezüglich sind meines Erachtens Versprechungen nicht erfüllt worden! Im Gespräch am Donnerstag den 7. Juli 2005 sagten Sie mir, dass es nicht weiter möglich sei mich im Betrieb auch zu minimaler Entlohnung anzustellen, und gaben mir ab sofort frei, und anstatt meines 6. Arbeitstages gaben Sie mir meinen ersten Arbeitssuchtag den Sie mir unter anderem auch schriftlich bestätigten! Bezüglich eines sehr umfangreichen aktuell laufenden Projektes, wurde ich gleich am Morgen aufgefordert eine Liste der noch zu erledigenden Arbeiten abzuliefern. Nicht einmal diese Liste (Pr ojektübergabedokumentation) durfte ich fertig stellen, um eine möglichst reibungslose Übergabe, an einem Freund von Ihnen der es das Wochenende fertig macht, wie Sie sagten, zu gewährleisten. Vielleicht darf ich Sie nochmals an meinen ersten Arbeitstag bei Ihnen erinnern, als Sie mir nicht einmal eindeutig sagen konnten unter welchen Bedingungen ich angestellt bin, ganz zu schweigen von einem Dienstvertrag und einem Dienstzettel oder als was ich angestellt bin. Ihren Vorwurf Sie als unglaubwürdig hingestellt zu haben, weise ich ausnahmslos von mir, da ich am 01.07.2005 noch keine Zweifel

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daran hatte, und ich auch noch nichts von einer Auflösung des gerade erst begonnen Dienstverhältnisses wusste. Dies ist für mich nicht nachvollziehbar, und bitte daher auch diesen Punkt in einer schriftlichen Stellungnahme zu erläutern. Auch von Äußerungen wie, dass ich Ihnen auch leid tue (betrifft ausbleibende Gehälter der letzen 3 Arbeitgeber), will ich nur noch darauf hinweisen, dass diese oder ähnliche Bemerkungen nie eine Basis für eine gute Zusammenarbeit sein werden. Daraus würde ich schließen, dass Sie bereits von der Auflösung des Dienstverhältnisses innerhalb einer mir stets unbekannten Probezeit wussten, da ich in den letzten 1,5 Jahren niemals so von Ihnen behandelt oder beleidigt wurde. Ganz im Gegenteil! Bezügliche den Äußerungen das ich schizophren sei, möchte ich sagen, dass es meines Wissens nach nicht ihre Berufung ist dies zu beurteilen. Somit kann ich dies als, meines Erachtens nach, eindeutige Beleidigung hinnehmen. Diesbezüglich bin ich von Ihnen sehr enttäuscht, dass Sie auch noch Fr. Schwan, die Sekretärin des Technologiezentrums mit ihren Problemen und unqualifizierten Aussagen womöglich belasten. Weiters möchte ich noch sagen, das ich mindestens einen Monat vor Abschluss der Ausbildung, die einer maßgeschneiderten und arbeitsplatzgenauen Ausbildung im Rahmen der Arbeitslosenstiftung Gewürzkammergut entsprach, erwartet hätte mich über Ihre Pläne, dass es kein langfristiges Dienstverhältnis geben wird, aufzuklären. Bezüglich unserer Begegnung am Montag haben Sie natürlich recht, dass mich keiner daran hindern kann die Fakten der Zusammenarbeit mit Ihnen im letzen 1,5 Jahren offen auf den Tisch zu legen. Wobei ich diesbezüglich sehr verwundert war warum Sie erst die Sekretärin des Technologiezentrums zur Anwesenheit baten und mich dann als schizophren bezeichneten. Ebenso teile mir Fr. Panda (Telefonat vom 11. Juli 2005 um 14:00) mit, dass ich Ihnen angeblich gedroht hätte. Eine Drohung stellt eine Rechtswidrigkeit dar. Sollte es sich tatsächlich um eine Drohung handeln, bitte ich Sie um Anzeige dieser Rechtswidrigkeit bei der zuständigen Behörde um Ihre Korrektheit nicht in Frage zu stellen. Schlussendlich sehe ich es als Pflicht darauf aufmerksam zu machen, dass zukünftige Stiftungsteilnehmer darauf hingewiesen werden sollten, dass es bei solchen Ausbildungsmethoden um ein leistungsorientiertes Scheindienstverhältnis handeln könnte!

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In meinem Falle wurden auch Projekte mit Zusammenarbeit eines bekannten Gmundener Künstlers fertiggestellt, bevor ich überhaupt zur Schulung bzw. den Kurs angetreten war welcher eigentlich davor erforderlich gewesen wäre. Meine Grundkenntnisse über ein anderes sehr umfangreiches Computerprogramm (zur 3D-Flächenmodellierung), mit dem ich vorher noch nie gearbeitet hatte musste ich mir in meiner Freizeit mittels einer Demoversion aneignen! Angeblich war eine spezielle Schulung nicht im finanziellen Rahmen, da diese nur im Ausland möglich war, und blieb somit aus. Jedoch konnte ich mir zwei (WIFI-Kurse) von drei Schulungen selbst auswählen. Gutwillig stimmte ich natürlich ein, da man schließlich auch nach der Ausbildung am Arbeitsplatz auch ein Dienstverhältnis anstrebt und dem zukünftigen Dienstgeber auch entgegen kommen möchte um dies zu erreichen. Was Sie mir auch in der letzen Ausbildungswoche noch versprochen hatten, als ich vorher schon wissen wollte wie es weiter geht. Diesbezüglich wurde sogar schon Urlaub innerhalb der nächsten 2 Monate vereinbart Zum Abschluss möchte ich Sie noch daran erinnern, dass schriftliche Kündigung, Arbeitsbescheinigung und Dienstzeugnis ausständig sind! Freundlicher Gruß Der Autor Ergeht an: Panda Marietta, Vazlav Siegel, Heiner Knüppl, Arbeitslosenstiftung Gewürzkammergut Wirtschaftslandesrat Bürgermeister der Stadt Gmunden

Meinem ehem. Chef schickte ich den Brief eingeschrieben. Dieser Brief wurde aber noch nie geöffnet, denn er verweigerte die Annahme. Als ich ihn anrief und fragte wann ich meine Arbeitsbescheinigung und mein Dienstzeugnis bekomme, meinte er das es diese Woche noch erledigt werden würde, nachdem ich 3 mal nachfragen musste: “Wann?”. Das wäre die Woche 11. bis 17. Juli gewesen. Dienstzeugnis habe ich jedoch keines bekommen.

Die erste Überraschung
In dieser Woche bekam ich dann einen Brief von seinem Steuerberater in dem die Lohnabrechnung war. Hier konnte ich feststellen das mich mein Ex-Chef als EDVund Büromitarbeiter angestellt hatte. Praktisch gesagt als Sekretärin bzw. Bürokraft.
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Weiters denke ich mir, dass für die Anstellung als Sekretär keinesfalls eine 1,5 jährige Schulungsmaßnahme notwendig gewesen wäre, die laut meinen Recherchen und nach Angaben der Stiftungen, ja eigentlich zu Sicherung des österreichischen Fachkräftepotenzials der Zukunft dienen sollte. Schließlich hatte ich schon in mehreren Büros gearbeitet und natürlich Büro- und EDV- Tätigkeiten verrichtet, und wie aus dem obigen Brief schon hervorgeht waren die zwei WIFI Kurse (Rhetorikseminar und Telefonieren) die ich mir selbst aussuchte nur ein Alibi für die Ausbildung, da ich ja die billigste Arbeitskraft war die es gibt. Das einzige wirklich nützliche für die Arbeit war die Schulung eines 3D-Konsturktionsprogrammes, wobei ich vor der Schulung schon ein Projekt mit diesem Programm abgeschlossen hatte. Ich lies einige Zeit verstreichen, jedoch Reaktion bekam ich von niemanden, auf meinen Brief. Am 18. Juli schrieb ich einen Brief an die Stiftung, indem ich eine Bestätigung der abgeschlossenen eineinhalbjährigen Ausbildung wollte.
Der Autor Gmundnerstr. 30/5 4810 Gmunden Arbeitslosenstiftung Gewürzkammergut z. Hd. Frau Marietta Panda Konzernstraße 33 4840 Vöcklabruck

Gmunden, 18. Juli 2005

Betrifft: Bestätigung - (Ausbildungsnachweis) Sehr geehrte Frau Marietta Panda, vorerst möchte ich mich für etwaige Unannehmlichkeiten und womöglich Missverständnisse bezüglich meines ehem. Ausbilders Herrn André Gärtner entschuldigen! Diesbezüglich bitte ich um eine zusammenfassende Bestätigung meiner abgeschlossenen Fortbildungsmaßnahme bzw. Ausbildung wie es in Ihren Unterlagen beschrieben wird. Da der Grund dieser Fortbildungsmaßnahme ein hervorbringen “qualifizierter Fachkräfte für Unternehmen” war, bitte ich auch um Bekanntgabe der Bezeichnung. Dies wäre besonders für meine zukünftigen Bewerbungen von Vorteil, um klar darauf hinweisen zu können! Ich bedanke mich im voraus!

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Freundlicher Gruß Der Autor

Eine Woche verging und ich bekam von der Stiftung nichts! Kein Brief und kein Anruf. Am 26. Juli rief ich an und fragte ob Sie denn überhaupt meinen Brief erhalten habe. Sie sagte ja und weiters, dass es keine Bestätigung für mich gibt. Wortwörtlich: “Eine Ausbildungsbestätigung gibt es nicht, es gibt einen Ausbildungsplan und den hat jeder”. Ich hatte ihn jedoch nicht. Sie sagte das ich den sicher habe, denn es hat ihn jeder noch bekommen. Sie wollte mich praktisch für dumm verkaufen, und als ich mich wiederholen musste und nochmals darauf hingewiesen hatte, dass ich nie einen Ausbildungsplan ausgehändigt bekommen habe, und ob sie nicht so freundlich war mir den zu schicken, meinte sie dass ich ihn mir jederzeit abholen kann und wenn sie einmal Zeit hat dann schickt sie mir den auch. Danach legte die Stiftungsleiterin auf, ohne sich zu verabschieden. Sie ging dem Gespräch sichtlich aus dem Weg, und brach es ab. Warum Sie das tat ist mir schleierhaft und lässt nur darauf hindeuten, dass irgend etwas stinkt bei dieser Sache. Darauf hin rief ich wieder an und stellte fest, dass das Mobiltelefon jetzt plötzlich abgestellt war. Folglich wählte ich die Nummer vom Festnetz. Dort meldetet sich die Sekretärin der Stiftung die mich netterweise verbinden wollte, doch daraus wurde nichts denn Sie meinte: “Sie (Die Stiftungsleitung) hat mir gerade gedeutet und wir schicken Ihnen den Ausbildungsplan doch zu.”. Ich war schon gespannt ob ich nun endlich einmal etwas von dieser Stiftungsausbildung betätigt bekommen würde, denn mittlerweile sind es 3,5 Wochen her seitdem ich die Stiftung abgeschlossen hatte, und praktisch kann ich bei zukünftigen Vorstellungsgesprächen nichts vorweisen, dass ich eine Ausbildung gemacht haben soll! Das einzige was ich Vorweisen kann ist der Versicherungszeitennachweis, und dort stehen über 1,5 Jahre Arbeitslosengeldbezug, zu denen ich dann nur sagen kann: “Ich hab aber 1,5 Jahre lang 40 Stunden die Woche gearbeitet”. In meinen Augen ist das eine erhebliche Schlechterstellung am Arbeitsmarkt, die ich vor dieser Scheinausbildung nicht erwartete. Die Tatsache, dass es äußerst schwer ist zu einer Bestätigung dieser Ausbildung zu kommen, wenn es denn überhaupt eine gibt, stellt den Stiftling und danach den Arbeitnehmer in ein äußerst unseriöses Licht gegenüber seinen zukünftigen Arbeitgeber. Da so eine Ausbildung kaum nachvollziehbar ist und meist individuell verläuft, da die Ausbildung ja auf den Job maßgeschneidert sein sollte wie auch von der Stiftung behauptet wird. Daher ließ ich auch schon Vorstellungsgespräche sausen, da ich schwer sagen kann: “Die Stiftung und mein ehemaliger Chef bestätigen mir nichts, und warum er mich gekündigt hat weiß ich auch nicht!”. Versetzen Sie sich hier einmal in die Lage des Arbeitgebers in diesem Vorstellungsgespräches. Es kling nicht sehr vielversprechend und äußerst bemerkenswert. Nebenbei erwähnt darf ich nicht einmal sagen welche Projekte ich gemacht habe, da ich eine Geheimhaltungsklausel unterschrieben musste, durch die ich ja auch schlechter gestellt bin, und jegliche Projektdaten nicht verwenden
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oder verwerten darf. Praktisch gesehen darf ich nicht einmal Testausdrucke die ich aus dem Altpapiercontainer gefischt habe für ein Vorstellungsgespräch verwenden! Bezüglich der Geheimhaltungsklausel erfuhr ich jedoch während meiner Recherchen für das Buch, dass diese für einen Arbeitslosen so und so ungültig ist, da diese Klausel erst bei einem Dienstverhältnis mit überdurchschnittlicher Entlohnung rechtskräftig wird. Daher ist es in vielen Fällen bei Dienstverträgen ungültig dies zu vereinbaren. Aus diesem Grund steht in vielen Dienstverträgen, dass wenn ein Punkt nicht wirksam sein sollte, der Rest jedoch wirksam bleibt.

Die Zweite Überraschung
Zwei Tage später am 28. Juli bekam ich endlich Post von der Stiftung. In einem Kuvert zusammengelegt fand ich den sogenannten Ausbildungsplan. Jedoch stand auf der mehrfach wiederkopierten Kopie nirgends Ausbildungsplan! Nebenbei bemerkt gibt es angeblich ein zusammenhängendes Dokument, mit mindestens einer zweiten Seite, da links oben eine Büroklammer zu sehen ist. Als ich das Dokument unterschrieben hatte waren nur die 2 WIFI-Kurse eingetragen. “Die Termine für die 3DModeliersoftware-Schulungen stehen noch nicht fest.”, erklärte mir damals mein Chef im ersten Stiftungsmonat. Ebenfalls wurde mir eine Kopie nach meiner Unterschrift vorenthalten, da es nachträglich noch ausgefüllt wurde. Es fehlte diesbezüglich auch das Datum, denn das dafür vorgesehene Feld ist leer. Weiters ist von zwei verschiedenen Firmenbezeichnungen die Rede, und bei der Ausbildungsdauer fehlt das letzte halbe Jahr komplett! Dieser Plan gleicht einer Kostenabrechnung mit der Summe von € 2.863,--. Mit großen Erstaunen musste ich feststellen, dass es insgesamt sechs Schulungsmaßnahmen waren. Bei drei von Sechs war angeblich mein ehem. Chef der Kursleiter. Dies war mir völlig neu, dass mein Chef Kursleiter gewesen sein sollte, da keine Kurse oder Schulungen von ihm abgehalten wurden. Dabei ist mir schleierhaft was ich von diesen, mir völlig unbekannten Kursen, gelernt haben sollte. Nebenbei bemerkt habe ich recherchiert da hier auch eine Abkürzung verwendet wurde, und musste mit Erstaunen feststellen wenn das genannte Programm, ein Computerprogramm sein sollte, es erst auf den Markt kommen müsste. Dieses erwähnte Programm, indem mich mein ehem. Chef geschult haben sollte, gibt es laut meinen Recherchen nicht. Es handelt sich um sogenannte “Nurbs”. Dies ist aber lediglich eine mathematische Beschreibung einer Kurve. Ich versuche diese Angelegenheit praktisch zu sehen, und dieser Ausbildungsplan bringt mir bei zukünftigen Vorstellungsgesprächen soviel wie gar nichts. Da mir persönlich die mehr als die Hälfte der Inhalte nicht einmal vertraut sind, und frei erfunden sind. Ich könnte nicht einmal erklären um welche betriebsinternen Schulungen es sich gehandelt haben soll und dieser Plan bestätigt nichts. Ein Plan ist meiner Auffassung nach ein Protokoll einer Planung, und keiner weiß ob der Plan so wie geplant ausgeführt wurde
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oder nicht. Dieser Plan diente nur zur Planung der Kosten, doch die Inhalte wurden nicht realisiert. Ein halbes Jahr fehlt zusätzlich noch auf diesem Plan. Weiters ist natürlich auch interessant, dass bei den Kursen die mein ehem. Chef gehalten haben soll mit unterschiedlichen Stundensätzen gerechnet wurde. Knapp 58% von 2.863 Euro der Kosten sind angeblich laut dieser Auflistung wieder in das Ausbildungseinzelunterne hmens selbst zurückgeflossen. Weiters bestätigt dieser Plan auch nicht, dass ich die Ausbildung abgeschlossen habe. Sonst hätte ich ja gleich nach Erhalt des Planes aus der Stiftung austreten können, und hätte genauso den Plan wie nach Abschluss der Ausbildung! Daraus schließe ich, dass dies nicht alles gewesen sein kann, was mir nach einem Abschluss zustehen würde. Da mein ehem. Chef diese 3 Schulungen auch abgehalten haben muss, da er der einzige war der neben seiner Sekretärin in Frage kommt, wollte ich in erster Linie auch von ihm die Bestätigungen, und so rief ich ihn an. Am 3.Aug um 12:50h “Grüß Gott Herr Gärtner, ich habe bei Ihnen die letzten 1,5 Jahre eine Ausbildung gemacht und würde noch folgende Bestätigungen der Kurse ... benötigen.”. Darauf sagte er: “Ich bin in einer Besprechung rufen sie mich bitte später an.”. Gesagt getan, um 13:15h hebt leider keiner ab. Eine Stunde später um 14:50h und um 15:25h scheint dann plötzlich keiner da zu sein. Am späteren Nachmittag, fuhr ich zu einem Bekannten, und ich hatte die Idee nicht von meinem Handy anzurufen, sondern von einer Telefonzelle aus, und es erwies sich als äußerst erfolgreiche Taktik. Schon vor dem zweiten Läuten, hob er seinen Hörer vom Telefon, und ich sagte das gleiche wie um 12.50h, als er noch vorgab in einer Besprechung zu sein. Er scheint mir doch ein bischen verwirrt zu sein, denn er sprich mich mit: “Ja Herr Doktor...” an und sagte mir das alles bereits erledigt sei und er geglaubt hätte, dass mir die Stiftung schon alles geschickt hat. Diesbezüglich solle ich mich bei seiner Sekretärin noch einmal melden. Seine Schwester, die Sekretärin war aber zur Zeit nicht im Büro, und ich wollte wissen wann sie erreichbar wäre. Er schien mir ein wenig überfordert zu sein, denn er hätte nicht gedacht, dass ich ein Frage stellte die er noch nicht wusste. Doch eine bloße Auskunft, wann seine Schwester wieder im Büro sei war ihm offensichtlich zu viel, und er legte auf ohne sich zu verabschieden. Da ich aber eine Antwort auf meine Frage wolle, wählte ich nochmals seine Nummer. Doch nach drei Versuchen, verlies auch ich die Telefonzelle wieder, da er einen Telefongespräch aus dem Weg ging und nicht mehr abhob. Ich wollte ihn auch noch fragen, ob das Telefon seiner Schwester eine Durchwahl besitzt, damit ich ihn nicht nochmals anzurufen brauche, doch dazu kam es nicht. Diesen Ausbildungsplan konnte ich so nicht zur Kenntnis nehmen und wollte mich daher einmal genauer informieren ob das noch mit rechten Dingen zugeht! Ich rief die Zuständige der Landesregierung an. Nachdem ich ihr geschildert hatte, dass ich
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hier von den schleierhaften Kursen ebenfalls keine Teilnahmebestätigung hatte und ich nicht einmal wusste um was es sich dabei handeln sollte, meinte sie, sie könnte jetzt gar nichts sagen weil sie nicht weiß wo meine Unterlagen gerade sind. Ich erfuhr, dass die erfundenen Kurse auf alle Fälle verrechnete wurden, bzw. das Fördergeld dafür von der Landesregierung ausbezahlt wurde. Anscheinend lag mein Akt schon in unmittelbarer Nähe, denn einige Minuten nach dem Telefonat rief mich die Zuständige wie vereinbart zurück und sagte mir das Sie in Ihren Akten Kopien von den Kursen hat, von denen ich erst nach Stiftungsabschluss gehört hatte. Sie sagte mir auch, dass eine Gesamtsumme von € 3.600,-- gezahlt wurde. Wo die 737 Euro geblieben sind, wenn ich meine Summe des Ausbildungsplanes abziehe, weiß ich nicht. Anfangs dachte mir, dass die Stiftung auch von etwas leben muss und die Stiftungsleitung selbst und ihre Sekretärin werden wohl nicht 40h die Woche arbeiten und wie ich Arbeitslosengeld dabei beziehen. Jetzt stand schon mal fest, dass der Ausbildungsplan von der Stiftung nicht mit dem Ausbildungsplan der dem Förderantrag beigelegt wurde übereinstimmt. Man könnte sagen, es wurde extra einer für mich persönlich gemacht, und ein anderer um das Fördergeld zu kassieren. Weiters schlug die Zuständige der Landesregierung vor mit der Stiftung telefonieren zu können. Danach meldete sie sich wieder und versicherte mir das ihr die Stiftungsleitung erklärt habe, dass Sie mir nächste Woche alles schicken werde. Ansonsten bot sie mir an, sie könne mir den ganzen Akt von der Landesregierung auch durchfaxen. Doch ich habe die Schulung gemacht und somit steht mir auch das Original zu dachte ich, denn eine Kursbestätigung eines Kurses den ich gemacht hab ist meiner Meinung nach mein Dokument. Mit großer Verwunderung glaubte ich sogar schon, dass jetzt alles rechtmäßig ablaufen würde und ich jetzt endlich die Ausbildung ordentlich bestätigt bekomme. Wobei ich ehrlich gesagt nicht weiß wie das mit den schleierhaften Schulungen zu handhaben ist, denn wenn ich keine Bestätigung bekommen werde ich weiter eine fordern, und wenn ich eine Bestätigung habe, habe ich eine Kursbestätigung von einem Kurs den es nicht gibt! Auf der einen Seite schien es mir so, dass es ein großes Missverständnis gab das nun behoben wurde, doch auf der anderen Seite hatte es den Anschein, dass hier mit Fördergeldern offenbar ein Deal veranstaltet wurde der nicht ganz sauber ist. Ich sollte eigentlich nichts davon wissen, doch gerade deshalb interessierte mich diese Geschichte immer mehr. Schließlich war auch ich derjenige der 1,5 Jahre als Arbeitsloser kostenlos einem Einzelunternehmer zur Verfügung stand und arbeitete als wäre ich angestellt. Gleich im Anschluss, mit der Hoffnung mehr zu erfahren, rief ich bei der Stiftungsleitung an und wollte wissen warum ich jetzt auf einmal die Bestätigungen bekomme, denn vorher sagte sie mir doch, dass es so etwas nicht gibt! Jetzt war ich nicht mehr daran interessiert und wollte wissen was los war. Doch diese äußerst unfreundliche Dame legte einfach auf nachdem Sie sagte: “Wir haben ihnen doch schon gesagt, dass wir ihnen alles schicken werden”. Das war schon am 9. August, erinnerte ich mich. Als
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ich wieder anrief sagte sie: “Das sie keine Lust hat zu diskutieren”. Ich habe aber noch nicht einmal etwas gesagt außer meinen Namen. Danach meldete sich nur noch ihre Sekretärin der ich sagte, dass es wohl auch im Interesse der Stiftung sein sollte, dass alles rechtmäßig abläuft und ich nicht am Arbeitsmarkt schlechter gestellt sein sollte. Doch die Stiftungsleitung war für heute nicht mehr erreichbar. Wie sich herausstellte, konnte die AK eine Rechtswidrigkeit bei der Kündigung feststellen, da es keinen Dienstvertrag gab und somit angeblich ein Kollektivvertrag anzuwenden ist. Man fragte mich ob ich denn Möbel verkauft hätte, da mein ehem. Chef auch dafür ein Gewerbe angemeldet hatte. Als Möbelverkäufer wäre diese Art der Kündigung in Ordnung gewesen erklärte man mir. Dies wäre ja eine Diskriminierung der Möbelverkäufer, wenn nur aufgrund der Tätigkeit sich das angewandte Recht ändert. Doch da liegt wahrscheinlich auch schon ein großer Punkt warum es die AK überhaupt gibt. Je komplizierter das Arbeitsrecht, desto mehr werden Arbeitgeber und selbstverständlich auch Arbeitnehmer verwirrt. Die AK stellte fest, dass mir eine Kündigungsentschädigung zusteht. Daher wurde eine Geltendmachung geschrieben, die ich dann eingeschrieben wegschickte. Dieser Brief wurde aber von meinem ehem. Chef nicht angenommen und landete wieder in meinem Postkasten. Er verweigerte die Annahme und am 4. August wird dann ein Akt aufgenommen, bei dem mir die AK eine Rechtsvertretung bzw. einen Rechtsschutz zusicherte. Bei der Aktaufnahme schilderte ich dem Zuständigen auch von den ausbleibenden Bestätigungen, doch dieser erklärte mir das es rechtlich zwei verschiede Dinge sind, und wenn ich es selber nicht schaffen sollte dann müsse man bezüglich der Stiftungsausbildung noch einen zusätzlichen Akt aufnehmen. Weiters gab er mir die Telefonnummer einer AK-Bildungsberatung, um an weiter Informationen zu kommen. Kurz gesagt die Herren bei der AK, die vorgaben rechtskundig zu sein, kannten sich auch selbst nicht aus. Ich rief noch am selben Tag bei diesem Bildungstelefon an, doch weiterhelfen konnte mir dort keiner. Es schien mir so, als wüssten die nur, dass es so etwas gibt, ein paar Kleinigkeiten bzw. Möglichkeiten, doch mehr Informationen kann man von der Stiftung selbst bekommen sagte man mir.

Meine letzte Frist
Da mir endgültig der Geduldsfaden riss, und als ich einigen Leuten von der Scheinausbildung erzählte bekomme ich Antworten wie etwa: “Ja so entsteht ein Amoklauf!”, oder “In anderen Ländern dieser Erde hätte man diesen Chef schon erschossen!” zu hören, setze ich noch eine letzte Frist bevor ich praktisch aufzugeben dachte und auch die Stiftungsangelegenheit der AK weitergeben wollte. Schließlich habe ich ja 1,5 Jahre lang umsonst gearbeitet, und das hat nun einmal Spuren hinterlassen die ich zu lesen versuche. Dazu verfasste ich folgenden Brief an die Stiftung:
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Arbeitslosenstiftung Gewürzkammergut Implacementstiftung z.Hd. Frau Marietta Panda Konzernstraße 33 4840 Vöcklabruck Betrifft: Ausbleibende Bestätigung Sehr geehrte Frau Marietta Panda,

Gmunden, 9. August 2005

da ich keine längere Schlechterstellung am Arbeitsmarkt durch die Stiftungsmaßnahme der Arbeitslosenstiftung Gewürzkammergut(Marietta Panda, Konzernstraße 33, 4840 Vöcklabruck) in Zusammenarbeit mit dem Gestaltungsbüro Normnuss (Mag. André Gärtner, Traunseestr. 54, 4810 Gmunden) dulde, Sie meinem Schreiben vom 18. Juli 2005, indem ich Sie gebeten habe die abgeschlossene Fortbildungsmaßnahme zu bestätigen, nicht nachgekommen sind, fordere ich Sie hiermit eindeutig auf die Fortbildungsmaßnahme zu bestätigen! Ebenso kann ich Ihre Äußerung vom 25. Juli 2005: “Eine Ausbildungsbestätigung gibt es nicht, es gibt einen Ausbildungsplan und den hat jeder Beteiligte!” nicht akzeptieren!” Fr. Ulla Buche (Landesregierung) gab mir heute bekannt das Sie meiner Forderung nachkommen, und bedanke mich im voraus. Der von Ihnen am 26.07.2005 gesandte Ausbildungsplan, den Sie womöglich als Bestätigung empfinden, welchen ich in dieser Form nicht kenne und auch so nicht unterschrieben habe, beinhaltet keinen Nachweis der 1,5 jährigen Fortbildungsmaßnahme bzw. sagt ebenso wenig aus ob ich das Ausbildungsziel erreicht habe oder nicht, sondern: 1. kein Datum; 2. die Ausbildungsdauer ist nicht korrekt bzw. fehlt ein halbes Jahr, und stellt mich meines Erachtens nach, durch einen geringeren Beschäftigungszeitraum als Praktikant schlechter, da es den Anschein macht Arbeitslos trotz Vollauslastung (40 Stundenwoche) gewesen zu sein (Dies stellt falls es bestätigt wäre eine Lücke in meinem Lebenslauf dar, welche durch die Stiftungsmaßnahme entstanden ist!); 3. die Ausbildungsdauer bestätigt nichts; ist als voraussichtlich erwähnt und

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4. zwei verschiedene Firmennamen; 5. drei von sechs Maßnahmen (Kurse) sind mir unbekannt und habe auch dafür keine Bestätigung über die Teilname der Schulungen bzw. Kurse; (Somit konnte ich auch nicht der Pflicht als “Stiftling” nachkommen und Ihnen unaufgefordert und umgehend die Bestätigungen der mir unbekannten Schulungen vorzulegen, wie aus ihren “Merkblatt” hervorgeht. Diesbezüglich nehme ich an, dass Sie diese Bestätigungen bereits von meinem Kursleiter Mag. André Gärtner bereits erhalten haben und bitte Sie mir unverzüglich das Original auszuhändigen da Ihr Geschäftspartner Mag. André Gärtner, im Telefonat vom 5.8.2005, dies verweigert bzw. mich auf Sie verweist!) Diesbezüglich bitte ich Sie um Stellungnahme wie Sie sich vorstellen das ich bei einem zukünftigen Vorstellungsgespräch diese Fortbildungen erläutern soll wenn ich diese nicht gemacht habe! Wie mir heute Frau Ulla Buche bekannt gab gibt es Bestätigungen der Maßnahmen die mir unbekannt sind, und bitte Sie unverzüglich mir das Originaldokument auszuhändigen! Ich hoffe, dass die Richtigstellung der oben aufgeführten Punkte auch in Ihrem Interesse, bzw. im Interesse der Arbeitslosenstiftung Gewürzkammergut ist. Da es mit Ihnen nicht möglich war einen persönlichen Termin innerhalb 14 Tagen zu vereinbaren, und sie ankündigten ein Gespräch mit mir so und so innerhalb 5 Minuten zu beenden (Telefonat vom 5.8.2005), wähle ich diese Form und setze Ihnen eine Frist von einer Woche nach Erhalt diese Schreibens um meinen Forderungen nachzukommen, da ich keine weitere Schlechterstellung am Arbeitsmarkt akzeptieren kann und mich nicht länger für dumm verkaufen lasse. (Wie z.B. als Sie heute am Telefon meinten Sie hätten mir ja eh schon gesagt, dass Sie mir alles schicken, und danach sofort auflegten als ich etwas sagen wollte.) Des weiteren bitte ich Sie Ihren Geschäftspartner bzw. mein ehemaliger Ausbilder Mag. André Gärtner, ebenfalls auch in Ihrem Sinne, darauf hinzuweisen, dass ich bei weiterer Verbreitung von Gerüchten (wie z.B. dass ich immer im Krankenstand gewesen sei wenn ich aber Urlaub hatte) mit denen ich das letzte mal durch einen Mieter des Technologiezentrums Salzkammerguts in Gmunden am 4.8.2005 konfrontiert war, von einer Anzeige nicht abgeneigt bin! Folglich möchte ich noch anmerken, dass sich Herr Mag. André Gärtner anscheinend nicht zuständig fühlt für seine angeblich

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abgehaltenen Schulungen und angeblich noch Spaß daran hat mich an meiner jetzigen Jobsuche zu hindern, da mich dieser scherzhafterweise mit “Herr Doktor” anredete, und ebenso wie Sie einfach auflegte, wie aus dem Telefonat am 5.8.2005 hervorging als ich ihm um Bestätigung der abgehaltenen Schulungen bat welche im Ausbildungsplan (Kostenabrechnung) aufgeführt sind. Ebenso ist mir schleierhaft was ich bei dem von ihm abgehaltenen Schulungen gelernt haben soll, da ich erst nach Abschluss der 1,5 jährigen Stiftungsmaßnahme davon erfahren habe. Vorab kann ich Ihnen bereits sagen, dass ich bei Herrn André Gärtner nie eine NURBS-Fläche gestaltet oder gezeichnet habe und das mir ein Programm mit dem Namen NURBS nicht bekannt ist. Bezüglich den sogenannten Präsentationstechniken welche im Ausbildungsplan ebenso aufgeführt sind würde mich besonders interessieren welche besonderen Techniken mir Herr André Gärtner nähergebracht haben soll! Ob so eine Stiftungsmaßnahme mit dem Ausbildungsziel 3D-Konstruktion am PC überhaupt notwendig gewesen sei, um mich danach als EDV- und Büromitarbeiter anzustellen wage ich nicht zu behaupten, und ist meiner Auffassungsgabe eine eindeutige Erniedrigung welche ich hinnehmen muss! Sollten Sie meiner Frist von einer Woche nicht nachkommen, sehe ich mich gezwungen meine Rechtsvertretung in Anspruch zu nehmen, und verbleibe vorerst mit freundlichen Grüßen Der Autor Ergeht an: Herrn André Gärtner Gestaltungsbüro Normnuss Frau Ulla Buche Amt der Oö. Landesregierung Herrn Jochen Brunz AMS Landesgeschäftsstelle, Linz

Da mir zu diesen Zeitpunkt die Zuständige von der Landesregierung noch als äusserst kooperativ erschien, und mir empfohlen hatte auch an die Landesgeschäftsstelle des AMS eine Kopie zu schicken, gab ich ihr noch folgende Beilage hinzu:
Sehr geehrte Frau Ulla Buche, besten Dank für ihre Bemühungen vorab! Weiters hoffe ich das Frau Marietta Panda von der Stiftung nun ebenso daran interessiert ist diverse Unklarheiten zu klären und nun gewillt ist mir die ausständigen mir unbekannten Bestätigungen

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auszuhändigen bzw. den Abschluss der Ausbildung zu bestätigen. Leider zeigte Sie sich auch nach Ihrem Telefonat wenig kooperativ, und legte einfach auf als ich nachfragen wollte warum es jetzt doch geht und sie aber am 25.7.2005 ausdrücklich sagte, dass es für mich nur den Ausbildungsplan gibt, welchen ich aber so nicht akzeptieren kann. Freundliche Grüße Der Autor

Doch getan hat sich leider nichts bei der Stiftung nach diesem Brief. Ich wartete weit über eine Woche, danach machte ich mir einen Termin bei der AK der erst am 1. Sept. zustande kam. Inzwischen wollte ich einmal nachfragen, da es mich ja noch immer brennend interessiert warum sich die Stiftung und mein ehem. Chef sich vor mir komplett verschließen. Frau Ulla Buche versicherte mir aber, dass die Stiftung mir mittlerweile schon die Bestätigungen geschickt haben sollte. Diese trafen aber nie bei mir ein. Am Montag den 29. Aug rief ich Fr. Panda an. Nachdem ich meinen Namen sagte legt Sie auf. Das Handy war daraufhin ausgeschaltet und das Festnetz leitete nach langem Läuten um auf die Mailbox des Mobiltelefon. So gegen 17:00 erreichte ich Herrn Gärtner, dieser sagte mir “Herr Autor wir haben uns nichts zu sagen!”. Ich war da anderer Ansicht, denn immerhin sind noch Kursbestätigungen ausständig von Kursen die er gemacht, und ich teilgenommen, haben soll! Da hab ich ihm sehr wohl noch etwas zu sagen, denn die Landesregierung hat Kursbestätigungen von Kursen bei denen ich teilgenommen haben soll und ich aber nichts davon wusste. Danach hob er nicht mehr ab. Jedoch um 18:22 erwischte ich jemanden an seinem Telefon, und seine Freundin hob ab: “Wir haben mit ihnen nichts mehr zu tun, und rufen Sie mich bitte nicht mehr an”. Darauf sagte ich, dass ich Sie nicht angerufen habe denn das ist die Nummer meines ehem. Chefs. Sie legte auf. Als ich dann wieder anrief, schrie sie ins Telefon, wenn ich noch einmal anrufe werde Sie die Polizei rufen. Ich lies mich nicht einschüchtern und beim nächsten mal hob auch endlich die gewünschte Person ab die ich auch gewählt hatte und auch so im Telefonbuch steht. Mein ehem. Chef, der angeblich Kursbestätigungen mit meinem Namen darauf gefälscht hatte, sagte dann, dass er mir nicht reden werde, und wenn er doch dann redet er nur mit der Arbeiterkammer. Ich wollte sagen das es nicht um das Dienstverhältnis sondern um die Ausbildung geht, doch dann legte er sofort wieder auf. Ich finde die Leute sind eindeutig selbst schuld wenn Sie auflegen. Wieso heben Sie dann überhaupt ab, denn wenn Sie einmal mit einem reden würden müsste ich nicht immer wieder erneut anrufen. Doch diese Leute scheuen ein klärendes Gespräch, da alles darauf hindeutet, dass sie Fehler gemacht haben und es scheuen damit konfrontiert
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zu werden. Entweder wissen sie das wirklich, oder sie sind schlicht und einfach zu blöd dafür zu erkennen welch ein krummes Ding die gedreht haben und fühlen sich nur belästigt wenn ich ihnen Fragen stelle, auf die sie keine Antworten wissen. Doch das wichtigste haben sie alle vergessen, ich spielte die Hauptrolle in diesem krummen Ding, von Betrug möchte ich hier noch nicht sprechen, und Sie haben vergessen mich dafür zu präparieren, damit ich mitspiele bei dem Spiel, dass sie spielten. Über eineinhalb Jahre hätte mein ehem. Chef und die Stiftungsleitung Zeit gehabt mich so zu manipulieren, dass ich es nicht erkannt hätte, dass es hier nicht um eine Ausbildung ging, sondern um eine kostenlose Arbeitskraft und um das abkassieren von Fördergeld geht. Hätte ich automatisch nach Abschluss dieser Stiftung eine Bestätigung zugeschickt bekommen, indem alles zu finden ist was üblich, ist wäre ich Ihnen wohl nie auf die Schliche gekommen, was hier eigentlich ablief. Doch anstatt einer Bestätigung, in der zufinden wäre zu was ich ausgebildet worden bin und wie lange und wo, schickte man mir den Ausbildungsplan der mich auf die Fährte lockte. Doch anstatt mich vom gefälschten Ausbildungsplan weiter fernzuhalten wie man es 1,5 Jahre tat, indem man mir einfach das zugeschickt hätte was ich erwartet hätte, schickte man mir etwas was ich nicht wollte und das sie verraten hat. Irgendwie war der Fehler der Stiftungsleiterin und meinem ehem. Chef schon bewusst und deshalb blockten sie auch jegliche Kommunikation ab, und wer hier der Dumme ist stellt sich schnell heraus. Doch als geschickt kann ich die Handlung der Stiftungsleitung wirklich nicht bezeichnen. Das wäre so als würde ein Einbrecher, freiwillig seine Fingerabdrücke der Polizei schicken und dazu schreiben, dass es seine sind.

Der dumme Bub
Am nächsten Tag den 30. August rief ich auf der Landesregierung, in der Abteilung für Gewerbe, an und wollte wissen warum Fräulen Buche mir zuerst sagt, dass die Stiftungsleitung mir alles zuschicken wird, und 3 Wochen später ist aber immer noch nichts bei mir angekommen? Ich erfuhr nicht viel. Die Stimme am Telefon die vorgab für mich zuständig zu sein sagte nur, dass Sie nichts machen kann und versicherte mir, dass sie alles richtig gemacht hätte. Sie betonte, dass für sie nur wichtig ist, dass alles richtig verrechnet wurde. Mehr hat die Landesregierung anscheinend nicht zu tun bei der Angelegenheit. Ob es der normale Weg sei sich Kursbestätigungen per Fax schicken zu lassen, und dass nach 2 monatelangem nachlaufen nach Abschluss der Stiftung, konnte mir sie nicht sagen. Sie erschien mir plötzlich ganz und gar nicht mehr so kooperativ wie ich sie in Erinnerung hatte. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit hat dies mit dem Telefonat mit der Stiftungsleitung Frau Panda zu tun. Frau Buche von der Landesregierung sagte mir, dass die Stiftungsleitung nicht mit mir
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reden konnte um es mir zu erklären. Das liegt wohl daran, dass ich Fragen habe und diese auch stelle, dachte ich mir. Ich verteidigte mich und erklärte Fräulein Buche, dass es schon klar ist, dass die Stiftungsleitung nicht mit mir reden kann, denn wenn sie auflegt, bevor ich meinen Namen zu Ende sagen konnte, ist auch kaum ein Gespräch möglich. Das trifft ebenso auf meinem ehem. Chef zu. Ich hatte nur den Tipp erhalten, dass ich die Kursbestätigung von demjenigen bekommen werde, der den Kurs abgehalten hat. Eine komplette Bestätigung könnte ich dann über die Stiftung erhalten, erklärte man mir. Da mein Chef nicht abhob, rief ich wieder bei der Stiftung an. Ich forderte eine Gesamtbestätigung, doch die Stiftungsleiterin hielt mich wohl für blöd und Sie sagte mir, dass sie diese schon lange weggeschickt hatte. Ich wollte ihr das Gegenteil erklären, doch ich wurde unterbrochen und die Stiftungsleiterin erklärte mir, dass man mit mir einfach nicht reden kann. Darauf sagte ich, dass es nur so sein kann, wenn sie mich nicht ausreden lässt und mir ins Wort fällt oder auflegt während ich spreche, oder mich auch nur mit meinem Namen melde. Drauf meinte Sie: “Ich soll mich behandeln lassen, die Bestätigungen haben Sie bereits weggeschickt, und Sie kann nichts dafür dass ich ein dummer Bub bin!” Nach diesen Beleidigungen riss mir der Geduldsfaden und sagte, dass ich mit der “Scheiße in der sie steckt nichts zu tun haben will!” Doch in mitten des Satzes legte Sie auf, und ich denke genau diese Reaktion wollte sie auch erreichen. Doch sie kann von Glück reden, dass ihr Stiftungsbüro nicht hier um die Ecke ist sondern 50km entfernt, denn sonst hätte ich bei ihrer Tür geklopft. Einfach auflegen geht dann nämlich nicht mehr. Sie müsste sich dann zwischen Flucht oder Konfrontation entscheiden. Und warum Redete auch etwas daher, dass ich schizophren sei, als er mich kündigte, weil er einfach nicht wusste was er sonst sagen sollte, als ich ihm zu zeigen versuchte, dass seine Methoden an kostenlose Arbeitskräfte zu gelangen ihm nicht nur Ruhm und Ehre einbringen könnten. Im nachhinein denke ich mir es wäre wohl deutlicher wenn ich gesagt hätte: “Wenn ich ein dummer Bub bin, müssen Sie wohl eine äußerst dumme Frau sein!” Doch wenn ich gefasst weitergesprochen hätte, hätte Sie ebenso aufgelegt, und ich bin mir auch nicht sicher, ob Sie es überhaupt noch gehört hatte was ich ihr zuletzt sagte. Nachdem ich bei meinem ehem. Chef anrief, hatte angeblich die Polizei sich gemeldet und wollte meine Telefonnummer von meiner Mutter wissen. Bereits hier muss mein ehem. Chef oder seine Freundin sogar die Polizei in Kenntnis gesetzt haben, dass ich verzweifelt anrufe, weil er immer wieder auflegt. Seine Freundin sagte das auch eindeutig, dass sie die Polizei rufen werden, wenn ich mich nochmals melde. Doch aus einer Anzeige wurde nichts. Ich bekam nicht einmal eine Verwarnung oder sonst irgend etwas. Folglich nehme ich an, dass es nicht einmal eine Anzeige war, und die Behörde dem nicht einmal wirklich nachgegangen ist. Ich bin wirklich empört, denn anstatt ein Gespräch zu führen, versucht meine ehem. Chef sich bei den Behörden lächerlich
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zu machen. Mir wäre es wirklich recht gewesen, wenn die Behörden dieser Anzeige meines ehem. Chefs nachgegangen wären, denn dann hätte ich darauf bestanden den gefälschten Ausbildungsplan und das abkassierte Fördergeld mit den gefälschten Ausbildungsbestätigungen auf der Landesregierung in das Protokoll einfließen zu lassen. Dies sind ja auch die Auslöser der Telefonanrufe, über die sich mein ehem. Chef beklagt. Sollte sich kein wahrer Grund ergeben warum alle die Zusammenarbeit, bezüglich einer Klärung dieser Angelegenheit, mit mir verweigern, sich vor mir verschließen und mich eiskalt am Arbeitsmarkt schlechter stellen als vor dem Beginn der Stiftungsmaßnahme muss ich es wohl hinnehmen das es das Ziel dieser Stiftungsmaßnahme ist, Menschen zu demütigen und auszunützen. Deshalb kann hier bereits von einem Missbrauch gesprochen werden. Ansonsten hätte ich die Bestätigungen schon vor langer Zeit bekommen und wenn ich automatisch alles erhalten hätte, wäre ich nie auf die Idee gekommen noch jemanden anrufen oder zu schreiben. Folglich wäre auch niemand auf die Idee gekommen sich von meinem Telefonanruf belästigt zu fühlen. Ein gewisser Betrugsverdacht wird immer deutlicher in dieser Angelegenheit. Eigentlich gibt die Stiftung ja durch ihre Maßnahme vor, denn Arbeitslosen einen Vorteil durch eine Ausbildung zu verschaffen. So wird es auch über Tageszeitungen an die Öffentlichkeit herangetragen, doch was wirklich dahinter steckt merke ich selbst an meiner Geschichte am besten.

Das Erstgespräch bei der Arbeiterkammer
Zwei Tage später hatte ich den ersten Termin bei der AK mit dem Bezirksstellenleiter Herrn Karl Fielgeber. Ich versuchte die letzten 1,5 Jahre kurz und prägnant zu erklären. Damals gab es schon die Möglichkeit sich in die ersten Seiten dieses Buches einzulesen, um über die Dinge ausführlich bescheid zu wissen. Ich hatte den Ausdruck mit, doch das Angebot, diese Angelegenheit sich durchzulesen wurde abgelehnt. Dabei fragte ich mich, warum hier wohl schon ein gewisses Desinteresse vorhanden war, mir in dieser Angelegenheit wirklich weiter zu helfen. Herr Fielgeber erklärte mir, dass eine Stiftung keine arbeitsrechtliche Angelegenheit ist und man wird schauen ob die Weitergabe meiner Angelegenheit an die Bildungsabteilung der AK etwas bringen wird. Ansonsten müsse man schauen wie man weiter vorgeht, da man folglich gegen eine Stiftung arbeitsrechtlich nicht vorgehen kann, sagte man mir. Er versicherte mir, mein letztes Schreiben weiterzuleiten und ich werde informiert falls weitere Informationen nötig wären. Das darauffolgende Dienstverhältnis stellt kein Problem dar, hier wird mein ehm. Dienstgeber geklagt falls er auf ein weiteres Schreiben nicht reagieren sollte. Da ich diese Scheinausbildungsangelegenheiten aus der Hand gegeben habe, ließ
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ich die Sache aus meiner Sicht erst einmal ruhen, da ich glaubte es kümmern sich jetzt die zuständigen Personen darum. Doch warum die AK keine arbeitsrechtlichen Schritte gegen die Stiftung oder meinen ehem. Chef vornehmen kann, ist eine reine Paragraphenangelegenheit, denn gearbeitet habe ich doch. So sollte sich die AK nicht Arbeiterkammer sondern Dienstverhältniskammer nennen. Hier handelt es sich sozusagen um eine Mogelpackung, in der sich etwas anderes in der Verpackung verbirgt als die Aufschrift verkündet.

Stillschweigend unter dem Teppich gefegt?
Über einen Monat später wurde ich dann doch wieder neugierig, da ich laufend Bewerbungen schrieb, und ich nicht genau wusste was für einen Ausbildung ich die letzten 1,5 Jahre gemacht habe. Ich informierte mich bei der AK, wie es nun um den Ausbildungsfall steht. Der zuständige war gerade auf Urlaub, und deshalb kann man mir nichts darüber sagen. So vergehen dann weitere 3 Wochen. Als ich dann Anfang Oktober wieder anrief geht die Geschichte wieder weiter. Es wäre angeblich unklar ob nicht doch bei meinem kurzen Dienstverhältnis eine Probezeit vereinbart war, da ich in meinem ersten Schreiben bereits die Probezeit erwähnt hatte. Hierzu kann ich nur sagen, hätte sich der Herr von der Kammer auch dafür interessiert was und wie und in welcher Reihenfolge die Dinge passiert sind, wäre diese Frage auch geklärt gewesen. Doch es wurde ausdrücklich abgelehnt die ersten Seiten meines Buches durchzulesen um über diese Angelegenheit Bescheid zu wissen. Besser gesagt man wollte es auf der AK gar nicht wissen! Logisch betrachtet, wenn ich persönlich von meinem Chef morgens erklärt bekomme, dass ich während einer Probezeit gekündigt bin und ich nicht wieder kommen brauche, so weiß ich ab diesem Zeitpunkt von einer angeblichen Probezeit. Ob die nun vorher vereinbart war oder nicht ist dadurch nicht geklärt, und geht auch daraus nicht hervor. Diesen Punkt erklärte ich auch so am Telefonat. Danach war die Sache wieder klarer und konnte jetzt doch weiter bearbeitet werden. Komischerweise, dachte ich mir was wäre wenn ich nicht angerufen hätte, wäre diese Kündigungsangelegenheit eingeschlafen? Weiters war es komisch, dass kein einziges Wort über die 1,5 Jahre Stiftlingszeit verschwendet wurde, und ich hatte noch die Worte im Kopf, dass ich informiert werde falls sich etwas tut in dieser zweiten Angelegenheit. Über drei weitere Wochen später fand ich dann wieder Post im Briefkasten. Die AK hat bereits etwas unternommen und prompt hat sich auch mein ehem. Chef einen Rechtsanwalt geangelt, dessen Schreiben im Anhang mitgeschickt wurde. Ich wurde gebeten zur weiteren Klärung der Situation mit der AK Kontakt aufzunehmen, damit meine Rechtssache weiterhin bearbeitet werden kann. Das Schreiben des Rechtsanwaltes der gegnerischen Partei lautet:
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Sehr geehrter Herr Fielgeber! Eingangs erlaube ich mir bekannt zu geben, dass ich die rechtsfreundliche Vertretung von Herrn Mag. André Gärtner übernommen habe. Ich ersuche Sie daher höflich, in Hinkunft sämtliche Korrespondenz ausschließlich mit meiner Kanzlei zu führen. Mein Mandant Beantwortung. übergibt mir Ihr Schreiben vom 19.8.2005 zur

Richtig ist, dass Herr Autor in der Zeit vom 7.1.2004 bis 30.6.2005 als Praktikant im Unternehmen meines Mandanten im Rahmen einer Emplacementstiftung beschäftigt gewesen ist. In diesem Zusammenhang verweise ich darauf, dass nach der getroffenen Ausbildungsvereinbarung der Auszubildende in keinem Rechtsverhältnis zum unterweisenden Betrieb steht und lediglich als Praktikant gilt, sodass ein Dienstverhältnis zwischen Herrn Mag. André Gärtner und Herrn Der Autor nicht bestanden hat. Richtig ist weiters, dass ab 1.7.2005 ein Dienstverhältnis als Angestellter mit einem vereinbarten Nettomonatslohn von EUR 1.100,-- zwischen meinem Mandanten als Dienstgeber und Herrn Autor als Dienstnehmer abgeschlossen wurde. Entgegen den Angaben von Herrn Der Autor Ihnen gegenüber, wurde zwischen dem Dienstgeber und dem Dienstnehmer eine Probezeit von einem Monat vereinbart. Das gegenständliche Dienstverhältnis wurde per 12.7.2005 vorzeitig während der Probezeit aufgelöst. Eine Begründung hier führ ist nicht erforderlich, jedoch erlaube ich mir mitzuteilen, dass Herr Autor vom Dienstgebern aufgefordert wurde Tätigkeiten in einem bestimmten Projekt vorzunehmen und darüber Bericht zu erstatten. Herr Autor hat sich dem Dienstgeber gegenüber dahingehend geäußert, dass zwar ein Nettomonatslohn von EUR 1.100,-- schön sei, er jedoch dann nur mehr aus dem Fenster sehen und keine Leistungen erbringen werde, sofern er nicht seitens des Dienstgebers eine Nettomonatslohn von EUR 2.000,-- geleistet werde. Die von Herrn Mag. Gärtner aufgetragenen Tätigkeiten wurden von Herrn Autor im Rahmen dieser Äußerung verweigert. Wie Ihnen sicherlich bekannt ist, wurde nach Beendigung des Dienstverhältnisses eine ordnungsgemäße Gehaltsabrechnung vorgenommen und der zustehende Auszahlungsbetrag unverzüglich beglichen. Beiliegend übermittle ich die Lohn- und Gehaltsabrechnung für Juli 2005 zu Ihrer Information. Festzuhalten ist weiters, dass Herr Autor in letzter Zeit meinen Mandaten mit einer Vielzahl von Telefonanrufen während

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der Dienstzeit und außerhalb der Dienstzeiten auch privat terrorisiert und habe Ihnen mitzuteilen, dass mein Mandat geeignete gerichtliche Schritte einleiten wird, sofern seitens Herrn Autor in Hinkunft nicht jegliche Kontaktaufnahme zum Unternehmen und zu Herrn Mag. Gärtner privat unterlassen wird. In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass durch eine Vielzahl von Anrufen innerhalb einer Stunde immer wieder der Bürobetrieb und Kundenbesprechungen lahmgelegt wurde, sodass diesbezüglich auch eine Geschäftsschädigung vorliegt. Aus sämtlichen oben genannten Gründen habe ich daher namens meines Mandanten die von Herrn Autor geltend gemachten Ansprüche zur Gänze zurückzuweisen und bringe ich Ihnen dies hiermit zur Kenntnisnahme. DS an Mag. Gärtner

Mit großer Verwunderung las ich diese Zeilen und bemerkte, dass er wohl wenn ich niemals von einer Arbeitsverweigerung gesprochen hätte, als ich bestätigt haben wollte, dass ich sofort nach Hause gehen kann, wohl hier auch nicht auf so eine Idee gekommen wäre. Zu Volksschulzeiten hätte man seinen Klassenkammeraden gesagt: “Du brauchst mit meinen Sprüchen nicht Gassi zu gehen!” oder so ähnlich. Folglich nahm ich mir das Schreiben genauer unter die Lupe und bemerkte, dass hier nicht einmal das Wort Implacement richtig geschrieben wurde. Kurz gesagt weiß der rechtsfreundliche Vertreter der gegnerischen Partei wohl wirklich sehr wenig über die Fakten bescheid. Punkt für Punkt schrieb ich sofort einen Gedanken nach dem anderen bezugnehmend zu diesem Schreiben, indem mehr gelogen wurde als ich mir erdacht hätte, nieder:
1. Ich habe auch als Praktikant, das Recht auf eine Bestätigung meiner Tätigkeit. 2. Mit mir wurde niemals eine Probezeit vereinbart. Mündlich habe ich das Wort Probezeit von Herrn Gärtner niemals vor der Kündigung gehört, und wurde auch von mir nicht erwähnt. 3. Ein Dienstvertrag, welchen ich am ersten Arbeitstag verlangte, der dies geregelt hätte habe ich nie bekommen. 4. Die letzte Fertigstellung der aufgetragene Tätigkeit wurde von meinem Dienstgeber verweigert. Ich habe nie gesagt das ein Nettomonatslohn von 1100 schön sei, jedoch ich dabei nur noch aus dem Fenster schauen werde! 5. Dies ist meiner Meinung nach eindeutig eine Rufschädigung und

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eine Lüge! 6. Ich betonte mehrmals das ich für EUR 1100 netto gerne arbeiten würde, jedoch wollte Herr Gärtner, dass ich auch das Wochenende arbeite um das letzte Projekt fertig zustellen, wobei mir vorher schon aufgetragen wurde eine Dokumentation mit den noch offenen Punkten diese Projektes anzufertigen, da wie er sagte: “Ein Freund macht es zum Wochenende fertig”. Ich sagte Herrn Gärtner wenn ich um 1000 EURO mehr, also praktisch 2100 € (nicht 2000 wie in ihrem Schreiben fälschlicherweise vermerkt) würde ich gerne das Wochenende auch arbeiten! 7. Keine der von Herrn Gärtner aufgetragenen Tätigkeiten wurde verweigert! 8. Ich wurde an der Fertigstellung meiner letzen aufgetragenen Arbeit gehindert, da Herr Gärtner verlangte das ich sofort gehe. 9. Ich setzte Herrn Gärtner auch darüber in Kenntnis das davon der Erfolg und die Fertigstellung des Projektes scheitern könnte. 10. Deshalb bestand ich auch auf eine schriftliche Bestätigung, dass ich nach Hause gehen kann, die mir Herr Gärtner anfangs nicht geben wollte. Danach erklärte ich ihm, dass es meine Pflicht ist hier zu sein und ich nicht einfach nach Hause gehen kann. (Von da kommt höchstwahrscheinlich auch das Hirngespinst der Arbeitsverweigerung) 11. Ich war gezwungen mit Herrn Gärtner nach Beendigung, aus mir unbekannten Gründen, Kontakt aufzunehmen; auch nach Akt-Aufnahme bei der AK, da Herr Gärtner angeblich Schulungsmaßnahmen abhielt (Kurse) die während meiner Stiftlingszeit (Praktikumzeit) der Stiftung rückverrechnet wurden. Von diesen Schulungsmaßnahmen erfuhr ich erst nach Aushändigung des nachträglich ausgehändigten und durchgehend unglaubwürdigen Ausbildungsplanes. Daher wollte ich eine Bestätigung der Schulungsmaßnahmen an denen ich teilgenommen haben soll, die mir aber nicht bekannt waren. 12. Wenn Herr Gärtner den Hörer auflegt nach dem er nur meinen Namen hört weil ich mich am Telefon melde und um eine Bestätigung bat, muss er damit rechnen, dass ich nochmals bemüht bin ihn zu kontaktieren. Ich weiß ja nicht einmal ob sein hochmoderner Comunicator funktioniert oder es an den von mir verwendeten Telefon liegt wenn er nur auflegt und kein Wort sagt. 13. Dies hat rein gar nichts mit dem Dienstverhältnis zu tun und

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betrifft meine Schulungszeit bei der Herr Gärtner mich ausbilden sollte. Jedoch wird mir bis heute eine Bestätigung seitens Herrn Gärtner und der Stiftung verweigert. 14. Somit trägt Herr Gärtner, ebenso wie Frau Panda (Stiftungsleitung), dazu bei mich am Arbeitsmarkt schlechter zu stellen als vor der Ausbildung bei Herrn Gärtner, da ich durch ausbleibende Bestätigung meiner Dauerbeschäftigung von 40h/Woche rechtlich gesehen arbeitslos war, und meine Tätigkeit bei Herrn Gärtner nirgends aufscheint. 15. Wenn Herr Gärtner nach zwei hintereinaderfolgenden Anrufen, eben weil er auflegte, nicht mehr abhebt so ist dies sein eigenes Verschulden. 16. Wäre Herr Gärtner im Stande gewesen nur einmal im Dialog mit mir zu kommunizieren, hätte ich es auch nicht noch einmal versuchen müssen. Folglich wäre nur ein einziges Telefonat nötig gewesen, wenn hier Herr Gärtner kooperative gehandelt hätte. 17. Als Kursteilnehmer von Kursen bzw. Schulungsmaßnahmen im Ausmaß von 56 Stunden (laut Bildungsplan) von Herrn Gärtner bin ich meiner Meinung nach berechtigt eine Bestätigung bzw. Nachweis zu erhalten. Bei Ausbleiben muss ich folglich Kontakt zu ihm aufnehmen, da nur er einzig und allein Veranstalter und Kursleiter bzw. Vortragender war. 18. Herr Gärtner verfügt über mehrere geschäftliche Telefonanschlüsse, die automatisch miteinander verbunden waren und wahrscheinlich noch immer sind, und auch mehrere Nummern, somit ist eine Lahmlegung des Bürobetriebes und Kundenbesprechungen nicht möglich. 19. Hätte eine Kundenbesprechung über Telefon stattgefunden wäre die Leitung besetzt gewesen, daher kann ich diese auch nicht stören oder gar lahm legen. 20. Somit ist Herr Gärtner selbst schuld wenn er sein Telefon nicht abhebt! 21. Genaueres bezüglich meiner letzen Tätigkeit und den Lohnforderungen ist in meinem Skript ausführlichst dokumentiert! 22. Diverse Begründungen aus dem Schreiben bezüglich aus dem Fenster schauen und Arbeitsverweigerung entsprechen nicht der Wahrheit und sind meiner Auffassungsgabe lächerliche Versuche sich

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dem Sachverhalt zu entziehen. Weiters kann ich nicht verstehen warum Herr Gärtner und die Stiftung sich gemeinsam weigern mir meine 1,5 jährige Ausbildung mit dem Ziel “3D-Konstruktion am PC”, wie es am Ausbildungsplan steht, zu bestätigen!

Einzig und allein reichte aber nur, dass ich der AK erklärte, dass die geschilderte Arbeitsverweigerung nicht der Wahrheit entspricht und frei erfunden ist. Es war wohl wieder nicht nötig mir darüber Gedanken zu machen und mir diese Punkte zu notieren, erklärte man mir als ich die 22 Punkte schriftlich vorlegte. Ich persönlich finde es trotzdem praktisch 22 Punkte in der Tasche zu haben falls ich später einmal erneut mit diesen Vorwürfen konfrontiert werden sollte. Ob dies zutrifft wird sich zeigen. Da ich wieder gesagt bekam, dass es nicht nötig sei diese Angelegenheit schriftlich niederzuschreiben um vorlegen zu können, nehme ich an, dass die AK es schlicht und einfach nicht will, dass man sich selbst über seine eigene Angelegenheit Gedanken macht und diese festhält. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es einfach nicht erwünscht ist hier sich seine Gedanken zu machen, diese niederzuschreiben um vorlegen zu können, sowie über die Lage auch Bescheid zu wissen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war mir klar, dass die Zeit vor meinem kurzen Dienstverhältnis wohl seitens der AK nicht mehr aktuell ist und stillschweigend unter den Teppich gefegt wurde, da es nur mehr um die Kündigung und die nicht vereinbarte Probezeit ging. Dass ich die Telefonnummer einer Bildungsbeauftragten bekommen hatte, war wohl schon alles wie man mir hier weiterhelfen konnte. Immerhin hatte ich 1,5 Jahre gearbeitet als Stiftling, anstatt eine Ausbildung zu genießen. Doch die einzige Hilfe die man bekommt ist dann eine Kummernummer bei der man anrufen kann. Doch sachlicher Hilfe konnte ich auch von dieser Kummernummer des AK-Bildungstelefons nicht erhalten. Seitens der AK wurde ich auch nach der angeblichen Weiterleitung nicht wieder darauf angesprochen. Darauf hin war ich gezwungen die Sache erneut selbst in die Hand zu nehmen, da es offensichtlich keinen kümmerte. Ich versuchte vorher noch ein wenig Abstand zu dieser Angelegenheit zu bekommen um alles zusammenfassender betrachten zu können.

Der oberösterreichische Stiftungsbeauftragte
Die Stiftung schweigt und behauptet Sie hätte mir schon ein Bestätigung geschickt. Mein ehem. Chef untersagt jegliche Kontaktaufnahme und die Landesregierung ist angeblich nur für die Abrechnung zuständig. So bleibt das AMS übrig, denn schließlich ist am Ausbildungsplan auch die Unterschrift der AMS-Bezirksstelle notwendig.
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Es ist jetzt mittlerweile der 14. November und meine Stiftungsausbildung endete am 30. Juni! 4 1/2 Monate musste ich jetzt schon hinnehmen trotz 40h Vollauslastung nichts in Händen zu halten, was ich bei einem Vorstellungsgespräch verwenden könnte. Das einzige Nachweisbare ist die Arbeitslosigkeit am Versicherungszeitenausdruck der Gebietskrankenkasse. Mittlerweile habe ich schon ein schlechtes Gewissen wenn ich bei meinen Bewerbungen von einer eineinhalbjährigen Ausbildung schreibe und spreche, da es nicht geklärt ist ob es wirklich eine war, da ich keine Bestätigung, Diplom etc. erhielt. Bereits das 2. Schreiben an die Stiftung im Juli verdeutlichte dieses Problem nachdrücklich. Anfangs telefonierte ich mit der AMS-Bezirksstelle, dann wurde ich gleich auf die Landesgeschäftsstelle in Linz verwiesen. Einer Frau Käfer erklärte ich kurz dieses Problem. Sie hält dort nach meinem Anruf Rücksprache und ruft mich dann zurück. Prompt ein paar Minuten später erklärte mir diese Frau Käfer, dass die Firma es bestätigen muss, kann mir jedoch auch nicht weiter helfen. Nach einem kurzen Gespräch stellt sich aber heraus, dass es einen Stiftungsbeauftragten für Oberösterreich gibt. Dieser nennt sich Herr Mag. Brunz, ist jedoch auswärts unterwegs und gerade nicht erreichbar. Ich werde aber zurückgerufen wenn ich meine Telefonnummer hinterlasse. Am nächsten Tag rief dieser Stiftungsbeauftragte an und wieder erklärte ich kurz meine Angelegenheit. Er kann sich jedoch nicht vorstellen, dass ich Bestätigungen nicht bekomme, da wie er sagt: “Bestätigungen gehören bei diesen Angelegenheiten zum täglichen Geschäft”. Interessant auch, dass er mein Schreiben vom 9. Aug, welches er in Durchschrift auch erhalten hätte sollen, nicht auffindet. Er glaubt es ging höchstwahrscheinlich bei der EDV-Umstellung verloren, oder es wurde verschlampt, da an diesem Tag auch sein Urlaub begann. Er versicherte mir dann sich darum zu kümmern und mit der Stiftung zu telefonieren was hier los war. Ich schickte ihm den bisherigen Schriftverkehr den ich bis jetzt mit der Stiftung geführt hatte per Email.
Sehr geehrter Herr Mag. Brunz, anbei der Schriftverkehr in der Angelegenheit wie telefonisch besprochen. Mein ehemaliger Arbeitgeber hat leider seit meiner Kündigung noch nie einen Brief angenommen, und fühlt sich bei einem Anruf ebenso wie die Stiftungsleitung belästigt bzw. legen beide auf sobald Sie meinen Namen hören und verweigern somit jegliche Kommunikation. Mein ehem. Chef fühlt sich sogar, laut einem Rechtsanwaltsschreiben bezüglich des kurzen Dienstverhältnisses, “terrorisiert” wenn ich anrufe und eine Bestätigung möchte. Ich bedanke mich im Voraus für ihr Bemühen.

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Freundlicher Gruß Der Autor

Sechs Tage danach bekam ich eine Email von Herrn Mag. Brunz. Mit großer Erwartung las ich folgende Zeilen:
Sehr geehrter herr Autor,l Ich habe am Freitag mit fr. Panda (im krankenstand) telefoniert; Wir haben folgende überlegung angestellt: Sie stellen alle ihre ausbildungen und inhalte in einem paper zusammen; die gewürzkammergutstiftung wird dieses paper bzw. zertifikat in der folge unterschreiben; somit können wir verhindern, dass kurse vergessen werden bzw. die inhalte nicht stimmen bzw. falsche daten eingetragen werden. Diese form wird üblicher weise auch bei dienstzeugnissen angewandt. Ich hoffe, dies ist auch in ihrem sinne..... Mbg Jochen Brunz

Groß und Kleinschreibung sind hier wohl durch den Einzug der Emailtechnik in die Büros auf der Strecke geblieben, dachte ich mir zu aller erst. Oder vielleicht klemmt auch nur ein Krümelchen unter der Shift-Taste seiner Tastatur. Genau hier ist zu Erkennen wieviel Mühe sich so mancher Verfasser elektronischer Briefe gibt. Ob es in oder auf einem Paper bzw. Stück Papier heißt ist mir jetzt auch egal, denn meine Englischkenntnisse reichen aus um diese Zeilen zu verstehen. Ich konnte aber wirklich nicht verstehen warum ich mir jetzt Gedanken machen muss welche Ausbildung ich genossen hatte, weil ich diese bestätigt haben möchte um zu wissen welche Ausbildung ich jetzt nun gemacht hatte. Die Ironie schlechthin. Folglich verfasste ich in nächtlicher Arbeit folgendes dreiseitige Schreiben als Antwort:
Der Autor Autorenweg 7 4644 Scharnstein AMS Landesgeschäftsstelle z. Hd. Herrn Mag. Jochen Brunz Arbeitsplatz 1 4020 Linz Betrifft: Ausbleibende Bestätigung Sehr geehrter Herr Mag. Jochen Brunz,

Scharnstein, 23. November 2005

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am 15. November um ca. 15:20 hatten Sie mir am Telefon erklärt, dass so eine Bestätigung zum täglichen Geschäft gehört und heute lese ich in Ihrem Mail (Jochen Brunz [400] <jochen.Brunz@AMS.at> Mon, 21 Nov 2005 09:36:59 +0100) ich solle mir meine Bestätigung selbst verfassen!? Welche Arbeitsweisen bei Dienstzeugnissen üblich sind haben meiner Ansicht nach damit rein gar nichts zu tun, da eine Ausbildung über ein Implacementstiftung kein Dienstverhältnis ist! (Sollte es doch ein Dienstverhältnis gewesen sein, muss ich feststellen, dass ich wohl illegal beschäftigt gewesen sein muss, da keine GKKBeträge gezahlt wurden!) Bezüglich einer Ausbildung glaube ich nicht dass es üblich ist, dass z.B. ein Schuldirektor zu seinen Schülern sagt, sie sollen sich ihr Zeugnis selbst schreiben damit diese auch stets zufrieden sind. Ich glaube auch nicht, dass es bei Lehrlingen oder Studenten anders ist, oder wollen Sie mir glaubhaft machen, dass es üblich ist das z.B. ein Dachdeckermeister sich sein Meisterzeugnis selbst verfasst? Ob dies weiters betrachtet nicht sogar eine Dokumentenfälschung darstellen würde wenn sich ein Schüler, Auszubildender etc seine Zertifikate, Bestätigungen oder Zeugnisse bezüglich seiner Ausbildung selbst verfasst, wage ich nicht zu behaupten! Folglich betrachte ich ihr Mail als nicht ernst zu nehmen, da ich Ihnen so einen Vorwurf nicht machen möchte, und ich glaube kaum dass sie drauf bestehen. Jetzt sind es schon 5 Monate in denen ich auf einen Bestätigung warte! Ich glaube kaum, dass dies eine übliche Wartezeit darstellt. Soweit ich mich erinnere bekommen Schüler oder Auszubildende ihr Zeugnis etc. üblicherweise am letzten Tag ihrer Ausbildung. Hierbei möchte ich auch Sie daran erinnern, dass ich mir ziemlich sicher bin, dass ich als Auszubildender nach Abschluss der Ausbildung ein Recht darauf habe besagte Dokumente in Originalfassung zu erhalten! Sollte ich nicht umgehend Originale der bestätigenden Dokumente (Bestätigungen, Zertifikate etc) erhalten muss ich annehmen, dass diese Ausbildung die ich vom 7.1.2005 bis zum 30.6.2005 gemacht haben sollte keine war. Humane Fristen bezugnehmend auf die Bringschuld über besagte Dokumente habe ich schon genug geduldet. Folglich kann ich jetzt schon annehmen, dass die Stiftungsleitung wohl noch immer nicht im Stande ist meine Stiftlingszeit ordnungsgemäß und fachgerecht abzuschließen. Ich hoffe dass Fr. Panda die Schlechterstellung von ehem. Stiftlingen mit ruhigem Gewissen verantworten kann. Sollten besagte Bestätigungen weiters ausbleiben, sehe ich mich gezwungen meine somit offenen Gehaltsansprüche (Zeitraum

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7.1.2005 - 30.6.2005) einzufordern bzw. geltend zu machen. Ob hier öffentliche Gelder veruntreut wurden, kann ich nicht behaupten, jedoch wird der Verdacht, nach mittlerweile fast einem halben Jahr, immer größer. Von Betrugsverdacht möchte ich lieber nicht sprechen, jedoch den Verdacht hätte ich schon vor 5 Monaten den Behörden melden können, und kann ich auch jetzt noch! Zuzüglichen wären hier weiters noch Schadensersatzansprüche, bezüglich der eindeutigen Schlechterstellung am Arbeitsmarkt, welche meiner Ansicht nach die Stiftungsleitung Fr. Panda und der Herr Gärtner (Ausbilder) zu verantworten hätten, zu berücksichtigen. Oder glauben Sie wirklich es hinterlässt bei einem Vorstellungsgespräch einen guten Eindruck wenn ich erkläre ich hätte 1,5 Jahre 40h/Woche gearbeitet und auf meinem Versicherungsbzw. Krankenstandsnachweis steht kein Dienstgeber der Beiträge gezahlt hätte und ich kann auch kein Dokument vorweisen welche meine Ausbildung bestätigen würden. Nicht vergessen sollte man auch zahllose Verleumdungen wie z.B.: ich sei ein “dummer Bub”, oder dass man mich unter Publikum als schizophren bezeichnete, erwähnen, da ich nicht glaube das dies Umgangsformen repräsentativer Personen (Stiftungsleitung und Ausbilder) sind. Solche Äußerungen sind alles andere als sachlich und sehe ich als Notlügen für Missstände die sich nicht klären werden! Anstatt eines kleinen Dankeschöns, oder einer ordentlichen Kündigung, seitens meines ehem. Chefs, dass er sich 1,5 Jahre mein Gehalt, inkl. Abgaben und Sonderzahlungen, erspart hat und praktisch eine Arbeitskraft zum Nulltarif (darauf bin ich in anderen Schreiben schon eingegangen) hatte, muss ich die Missstände anderer ausbaden! Doch nicht mit mir! Angeblich war mein Ausbilder ja sogar sehr zufrieden und verlängerte die Stiftlingszeit. Ich bin der Meinung, und der Verdacht bestätigt sich immer mehr, dass es meinen ehem. Chef (Ausbilder) nur um eine kostenlose steuerfreie Arbeitskraft gegangen ist, da Stiftungsabgaben durch Aufträge der Stiftung an das Ausbilderunternehmen praktisch wieder abgeglichen worden sind, und ich 4,5 Tage nach Stiftungsabschluss ohne Grund gekündigt wurde! Wie Sie bereits dem vergangenen Schriftverkehr entnommen haben ging es hier nicht vorrangig um eine Ausbildung sondern ich schloss während meiner Stiftlingszeit lückenlos ein Projekt nach dem anderen ab, mit denen mein Ausbilder und auch seine Kunden sehr zufrieden waren. Unter anderen z.B. ein VitrinenProjekt für die oberösterreichische Raiffeisen Landesbank, oder aber auch Produktneuentwicklungen im medizinischen Bereich (Elektrolysefußbad), sowie zahlreiche kleinere Projekte. Sehr

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umfangreich waren ebenso die Entwurfsarbeiten für die geplante Landesausstellung in Gmunden bei denen ich, ebenso wie bei allen anderen Projekten, maßgebend beteiligt war. Freundlicherweise erlaube ich Ihnen dieses Schreiben an die in dieser Angelegenheit beteiligten Personen bzw. Einrichtungen im Sinne aller Beteiligten, zu denen Ich auch Sie zähle, weiterzuleiten! Ich setze keine Fristen mehr, das habe ich bereits mehr als genug getan! Ebenso interessiert es mich nach fünf Monate langem Warten wenig ob Fr. Panda im Krankenstand ist, jedoch wünsch ich Ihr gute Besserung und das Beste für Ihre Gesundheit, damit auch Sie die Dinge wieder mit klarem Kopf betrachten kann, und sich der oben genannten Tatsachen bewusst wird die Sie als Stiftungsleiterin zu verantworten hat. Mit besten Grüßen Der Autor

Ich schickte dieses Schreiben per Email mit folgenden Text an den oberösterreichischen Stiftungsbeauftragten der mich womöglich zur Urkundenfälschung anstiften wollte:
Sehr geehrter Herr Mag. Jochen Brunz anbei habe ich Ihnen ein Schreiben verfasst, und bitte kurz um telefonischen Rückruf nach Erhalt, da ich es Ihnen ansonsten per Einschreiben schicke, damit es nicht wieder verloren geht. Ich habe wirklich keine Lust das “Kasperletheater” auch mit ihnen weiter zu spielen, da dies eine ernste Angelegenheit ist, und ich es wirklich beschämend empfinde in Zeiten in denen wenige 100 km von hier in Ballungszentren mit 25% Arbeitslosenquote innerhalb weniger Tage einige tausend Autos brennen und der Notstand ausgerufen wird. Ein bischen mehr Verantwortungsbewusstsein ihrerseits hätte ich mir schon erwartet. Freundlicher Gruß Der Autor

Kurz gesagt, wer bei AMS-Schulungsmaßnahmen mit seinem Diplom oder seinem Zertifikat bzw. seiner Bestätigung unzufrieden ist, wird aufgefordert sein Diplom selbst zu verfassen!
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Zwei Stunden nach dem Versand der Email rief ich Herrn Mag. Brunz an und wollte mir versichern ob er meine Botschaft auch wirklich erhalten hat, jedoch ist Herr Brunz wieder auswärts unterwegs. Wieder wurde vereinbart, dass er mich bitte zurückrufen sollte. Weiters gab ich bekannt, dass ich heute am 23.11 Nachmittags nicht erreichbar bin und morgen den 24.11 am Vormittag ebenso außer Haus bin. Danach machte ich mir erneut einen Termin bei der AK bezüglich dieser Geschichte, da es mir nicht möglich ist, meine 1,5 jährige Ausbildungszeit in einem Betrieb bestätigt zu bekommen. Leider war der AK-Bezirksstellenleiter gerade in einer Besprechung, und war so nett und rief mich zurück. Natürlich genau wie Herr Brunz genau zu dieser Zeit als ich nicht da war, und das nicht nur einmal. Wäre ich mein ehem. Chef müsste ich mich durch diese Telefonanrufe jetzt terrorisiert fühlen. Wer bei der Angelegenheit wen terrorisiert hat wird sich so und so herausstellen. Am Donnerstag, den 24.11 am Nachmittag, rief der Herr Stiftungsbeauftragte an und ich hatte ihn angeblich falsch verstanden sagte er mir bezüglich, dass ich ihm vorgeworfen hätte er würde mich zur Dokumentenfälschung anstiften. Nachdem er im Gespräch auch noch lachte, erklärte ich ihm, dass ich kaum glaube, dass es hier etwas zu lachen gibt, denn ich dulde schon fast ein halbes Jahr, dass ich am Arbeitsmarkt schlechter gestellt bin als vor der Stiftungsmaßnahme. Dies sollte doch eine ernste Angelegenheit sein erklärte ich ihm. Ich fragte ihn ob er sich meine Dokumente die ich ihm gesandt habe auch gelesen hat, und ob er auch wirklich dafür zuständig ist, denn es machte den Eindruck dieser Stiftungsbeauftragte meines Bundeslandes machte sich einen Spaß daraus. Er sagte jedoch nicht ja oder nein sondern, dass die Stiftungsleitung meint Sie hat mir bereits die Bestätigungen schon vor Monaten geschickt. Dass dies nicht stimmt, war ihm wohl nicht klar, obwohl ich es ihm schon erklärt hätte, dass ich bis dato nichts bestätigt bekommen hatte. Nachdem er mir sagte, ich soll froh sein das er sich überhaupt für mich einsetzt, erklärte ich ihm das auch eine Unterschrift des AMS für so eine Stiftungsausbildung benötigt wird und somit das AMS auch daran beteiligt ist. Als er auf die Frage ob er nun beim AMS arbeitet oder nicht auch nicht ja oder nein antworten konnte, sagte ich ihm das ich dann wohl mit dem Falschen spreche, wenn er nicht mit ja antworte. Ich fragte ein weiteres Mal nach, jedoch bekam ich keine Antwort. Ich schloss daraus folgende logische Entscheidung, dass der Stiftungsbeauftragte wohl sich nicht bewusst ist wo er arbeitet und für welchen Bereich er zuständig ist, da er anscheinend sehr lange überlegen musste anstatt einfach, klar und deutlich zu antworten. Folglich beendete ich das Gespräch, da ich keinen Sinn darin sah mit angeblich nicht zuständigen Personen zu diskutieren. Ebenso wenig mit Zuständigen die sich aber nicht bewusst sind, dass sie zuständig sind.

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Ein AK-Kollege als Zeuge
Eine Woche später hatte ich dann einen sogenannten Beratungstermin mit Herrn Dr. Bockjäger. Herr Bockjäger ist der für mich zuständige Berater bei der AK Bezirksstelle. Anfangs erklärte ich ihm kurz um was es geht. Das ein Schriftstück fehlt, welches mir bestätigt, dass ich diese 1,5 Jahre Stiftlingszeit 40/h pro Woche beschäftigt gewesen bin und das auch bestätigt welche Ausbildung ich nun genau gemacht haben soll. Weiters erklärte ich, dass ich es jetzt schon fünf Monate versuche so etwas zu bekommen, und schon fast ein halbes Jahr am Arbeitsmarkt schlechter gestellt bin, da ich aus der Praxis weiß, dass es schlechter ist zu sagen ich habe 1,5 Jahre gearbeitet, bekomme aber keine Bestätigung, als wenn ich von vornherein sage: “Ich war 2 Jahre arbeitslos”. Beides stellt mich in kein wirklich gutes Licht bei einer Bewerbung um einen neuen Job. Folglich erhalte ich natürlich auch laufend Absagen bei meinen Bewerbungen. Da es anscheinend nicht möglich ist meine Stiftlingszeit bestätigt zu bekommen, muss ich annehmen dass es keine Ausbildung war. Gearbeitet habe ich aber trotzdem eineinhalb Jahre lang, und wollte damit sagen dass die AK doch irgendwie für mich zuständig sein wird, denn immerhin nennt sie sich Arbeiterkammer. Darauf wurde mir sofort gesagt, dass diese eineinhalb Jahre Stiftung, Stiftung waren und daran kann man jetzt nichts mehr ändern. Ich wollte aber diese Zeit in der ich täglich gearbeitet habe und laufend, ein Projekt nach dem anderen abwickelte, auch als Dienstverhältnis erklärt bekommen, da es offensichtlich keine Ausbildung war da nichts bestätigt wurde, und sich die zuständigen auch weigern das zu tun. Darauf wurde mir ohne kurze Überlegung gesagt: “Das können Sie sich so und so abschminken!”. Jedoch stellt es für Herrn Dr. Bockjäger kein Problem dar diese Bestätigungen zu bekommen, und versichert mir dies sogar: “Die Bestätigungen bekommen wir auf jeden Fall”. Bemerkenswert auch, dass er das jetzt schon weiß und im Satz darauf erklärt, dass er erst einmal 2 Wochen recherchieren muss, da er mit so etwas auch noch nie konfrontiert war. Der ganze Haken daran, dass ich jetzt wissen will, als was ich ausgebildet worden bin. Da ich das aber bis heute nicht weiß, meint er: “Sie werden wohl wissen was Sie gemacht haben”. Ich konnte es nicht glauben, dass es meine Aufgabe als ehem. Auszubildender ist meine Tätigkeiten zu dokumentieren, wenn ich eine Bestätigung, Zeugnis, Diplom, etc. verlange, denn ich musste jetzt eine Aufstellung meiner Tätigkeiten vorlegen. Da mir das nicht ganz einleuchtend vorkam, wollte ich das auch schriftlich haben, dass ich mir die Mühe machen muss, genau zu rekonstruieren was ich vor ca. 2 Jahren gearbeitet hatte. Mittlerweile wurde es dem von der AK zu bunt und er erklärte mir, dass ich überhaupt froh sein soll das er sich für mich einsetzt, und ich so und so keinen anderen finden werde der sonst etwas für mich tut, und wenn er mit mir schriftlich kommunizieren muss, dann kann ich die Sache so und so vergessen weil er sich nicht sagen lässt wie er zu arbeiten hat. Ich wollte es nur schwarz auf weiß für jeden nachvollziehbar haben, dass es meine Aufgabe ist zu sagen was ich getan habe, damit
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man, wie auch Herr Mag. Brunz erwähnte, dies zu meiner Zufriedenheit bestätigen kann. Vergleicht man dies mit einem Lehrer, so würde dieser seine Schulkinder am Ende des Schuljahres fragen was sie gelernt hätten und würde Ihnen das dann mit einem Zeugnis bestätigen. Ganz unabhängig was wirklich war, denn nicht zu vergessen sind die 3 Schulungen von Herrn Mag. Gärtner von denen ich während meiner Zeit als Stiftling nichts wusste. Zwei kleine WIFI Abendkurse und die 4 Tage Schulung für etwas, das ich schon vorher konnte. Soweit ich mich recht erinnere ließ ich dies sogar einmal anklingen, da einmal die Rede war für eine Zeit nach Deutschland zu einer Schulung zu fahren. Dies fiel jedoch flach. Irgendwo muss doch das Geld in das Einzelunternehmen fließen. So unterlies es mein ehem. Chef mich zu schulen bzw. mir Schulungen zukommen zu lassen, da es ihm wichtiger war dass ich für ihn arbeitete. Zurück zu Herrn Dr. Bockjäger, dem es jetzt wirklich zu bunt wurde wie er sagte, denn er musste sich jetzt einen Zeugen holen. Egal weshalb er das jetzt wirklich getan hat. Ich fand es jedoch äußerst spannend, und irgendwie war er ziemlich von den Socken, da ich es schriftlich wollte, dass ich alle meine Arbeiten auflisten muss um zu einer Ausbildungsbestätigung oder dergleichen zu kommen. Als der Zeuge, der vermutlich unabhängige Kollege vom Nebenbüro, nun neben dem Herrn stand und nochmals die Sache im Groben wiederholt wurde, sagte wieder, dass er nun eine Liste von mir bräuchte von allen Projekten bei denen ich mitgearbeitet habe um überhaupt etwas zu unternehmen, damit ich die 1,5 jährige Ausbildung bestätigt bekomme. Sofort sagte ich: “Ich hab nicht mitgearbeitet, sondern ich habe diese Projekte gemacht!”. Mittlerweile lasse ich mir hier keine Verminderung meiner Tätigkeit mehr einreißen, denn es genügt 1,5 Jahre als kostenloser Arbeiter in einem Unternehmen zur Verfügung gestanden zu sein, währen mein damaliger Chef am See surfte, oder sich als Freikletterer versuchte, obwohl sein Knie angeblich schon ziemlich demoliert war. Das ging soweit mit seinem Knie, dass er sich sogar Spritzen geben lies die normalerweise für Sportpferde waren. Ein guter Freund von ihm war Sportmediziner, der auch Schönheitskorrekturen macht, hat ihm das empfohlen und ihm diese Spritzen besorgt. Dieser Freund war mir schon bekannt, denn er wollte ein Produkt bzw. Projekt welches alleinig ich zur Gänze in der Firma geschaffen habe. Jedoch war es ihm zu teuer, und er wollte den üblichen Preis inkl. Steuern nicht zahlen, und so entschied man sich, dass ich die Rechnung, viel weniger vom Betrag natürlich, privat ohne Steuern ausstellen sollte. Jedoch ließ ich damals bei meinem Chef schon anklingen, ob es nicht doch besser wäre es über die Firma laufen zu lassen, doch aus steuerlichen Gründen meint er ist es so besser. Da ich mir ziemlich Zeit ließ die Rechnung zu schreiben, wurde ich schon gedrängt, dass es unbedingt noch dieses Jahr sein muss und ich bekomme mein Geld sofort überwiesen versicherte mir mein Chef damals. Die Angelegenheit von Dr. Bockjäger von der AK und seinem Zeugen von nebenan,
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war mittlerweile beendet. Und selbstverständlich bekomme ich es auch schriftlich per Post, dass ich nun diese Aufstellung machen muss, versicherte man mir. Tja und jetzt kommt’s, da wollte er sich schon verabschieden und hatte meine Originalunterlagen in der Hand ohne zu fragen. Das fiel mir schon immer auf, dass die ziemlich schnell sind und am Ende hat man selber nichts mehr in der Hand! Hier sei wirklich Vorsicht angesagt, denn auch im Fall der Kündigung geht mir bis heute noch ein Dokument ab, dass sich diese Herren von der AK einfach genommen hatten. Mein Tipp wäre hier, bestenfalls Kopien mitzunehmen und die Originale gleich zuhause lassen. Als ich sagte, ob er mir nicht meine Unterlagen wieder geben möchte, da es Originale (Stiftlingsvertrag, Stiftlingsmerkzettel usw.) sind. Erklärte er mir frech, dass ich ihm eh keine Originaldokumente geben muss, er kann sich diese ja eh kopieren. Dann wollte er mir noch sagen ich solle vorne bei der Glastüre warten, jedoch ließ ich meine Unterlagen nicht aus den Augen. Er verschwand dann nochmals kurz in der Teeküche, und in einem anderen Büro, da er seine Sekretärin suchte die ihm diese Unterlagen kopiert. Aber ich darf meine Originaldokumente im Auge behalten, wenn ich schon den Wunsch geäußert habe diese zu bekommen und eingewilligt wurde.

Bargeld lacht
Spritzen, die für Springpferde gedacht waren und gerade erst getestet wurden, stachen meinen Chef mitten ins Knie? Angeblich sind die auch noch gar nicht wirklich am Markt und schon gar nicht für Menschen zugelassen erklärte mir mein ehem. Chef stolz. Die Folgen waren nicht zu übersehen. Sein Immunsystem litt stark darunter. Auch von Beschwerden, welche man durchaus riechen konnte, und mit seiner Verdauung zu tun hatten berichtete er. Das Geld bezüglich dem Projekt, das dem Sportmediziner mit der gesetzlichen Steuer zu teuer war, war auch innerhalb weniger Tage auf meinem Konto, wobei ich den Typen nie kennen gelernt oder gesehen hatte. Das war nicht das einzige mal, dass ich so nebenbei während der Stiftung Geld bekam. Nach einem geplanten Stiftungsjahr wurde noch um ein halbes Jahr verlängert und man fragte mich ob ich auch damit einverstanden bin meine Stiftungszeit auf 1 1/2 Jahre zu verlängern. Da sagte ich, dass ich pro verlängertes Monat € 200,- haben möchte. Dies war der Differenzbetrag zum Mindestlohn. Man willigte mir anstandslos ein, als ob es selbstverständlich gewesen wäre. War es in gewisser Weise ein Schweigegeld? Offensichtlich war es zu wenig, sonst wäre ich nie auf die Idee gekommen mein Stiftlingsgeschichte in einem Buch niederzuschreiben. Im Großen und Ganzen war ich dann um folgende Beträge weniger ärmer, neben meinem Arbeitslosengeld.

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145 € Provision für ein Projekt welches ich zu 100% allein erledigte. 1200 € Sonderleistung 2005 wegen der Stiftungsverlängerungseinwilligung 300 € vom Sportmediziner, der auch Beinverlängerungen und sonstige “Frankenstein-Operationen” ausführt. 100 € Die gab es einmal bar auf die Hand, da ich bei einem Kunden bis 10:00 abends programmierte. Ich durfte nach der Annahme nur 8 Stunden Arbeitszeit aufschreiben. ______ 1745 € Habe ich sozusagen nebenbei als Stiftling bekommen. So war es mir auch möglich meine Wohnung, Versicherungen zu zahlen, und meine Auto zu erhalten, ohne zu verhungern. Im Extremfall hatte ich mit 12,00 € für Ernährung auszukommen. Gesundheitlich dürfte ich wohl auch verhältnismäßig wenig Schaden davon getragen haben, da ich nur 4 Tage Krankenstand hatte in den eineinhalb Jahren. Einmal hat mich ein Grippebazillus in seine Fänge bekommen, und die weiteren 2 Tage fühlte sich ein Yoghurt vom Bauernmarkt überhaupt nicht wohl in meinem Magen und enschied sich mitsamt allen möglichen gleichzeitig aus mehreren Körperöffnungen aus meinem Körper zu fliehen. Zu den oben erwähnten 100,00 € war es ganz einfach. Ich und mein ehem. Chef waren auswärts unterwegs bei einem Kunden. Wir sind dort spät nach Hause gefahren, da ich am Kunden PC einige Programmierungen vornehmen musste. Das Programm berechnete in einer kleinen Molkerei sämtliche Zusätze und Abfüllmengen automatisch und war mit der Auftragsverwaltung und Verrechnung direkt verbunden. So war der Kunde, ein Biobauer, auf die Funktion angewiesen. Als das Programm wieder lief, ist mein Chef zum Bankomat und er drückte mir 100 EUR in die Hand und meinte, dass sei dafür dass ich mir so lange Zeit genommen hätte. Nebenbei gesagt war das auch ein großes Projekt von dem mein ehem. Chef, der sich als Designer bezeichnete und eigentlich Kunst studierte, nicht den blassesten Schimmer hatte um was es hier wirklich geht! Ich wickelte hier alles ab, von der Erstbesprechung bis zur letzten Änderung.

Das erste Telefonat mit dem Zuständigen
Nach dem Termin auf der AK mit dem AK-Rechtsberater Herrn Dr. Bockjäger und seinem Zeugen, hatte sich gar nichts geändert seit den letzten 5 Monaten. Jetzt schaltet sich mein Vater bei dieser ganzen Angelegenheit das erste Mal ein. Ein Anruf in Linz beim Stiftungsbeauftragten, der mich in gewisser Weise zur Urkundenfälschung anstiften wollte, war der Anfang. Von Anfang stellte mein Vater klar, dass es nicht weiter nötig ist irgendjemanden zu decken oder zu schützen, denn mein Vater ziehe die Sache durch sagte er! Dies wurde dem Stiftungsbeauftragten Herrn Brunz in Linz
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mehrmals erklärt, da er wieder meinte, dass die Stiftungsleitung mir schon lange ein Bestätigung geschickt hätte. Der einzige Haken daran sei, dass ich damit unzufrieden bin. Ich darf hier an den Ausbildungsplan erinnern, der wie mir scheint bei der Stiftung als Ausbildungsbestätigung gilt. Nach diesem Gespräch wurde wohl auch Herrn Mag. Brunz klar, dass ein Ausbildungsplan nichts bestätigt sondern nur eine Planung beinhaltet. Die Worte “Ein Plan ist meist etwas, dass man vorher anfertigt” schienen ihm dann doch einleuchtend zu erscheinen. Ein sehr einleuchtender Vergleich wäre der Plan eines Gebäudes. Denn wie das Gebäude dann folglich wirklich gebaut wurde, sagt auch der Plan nicht aus. Jetzt wird jedoch die Angelegenheit wieder interessant, denn mein Vater wollte die Auflagen welche man erfüllen muss um überhaupt so eine Ausbildung mit so einer “Implacementstiftung” abhalten zu können. Anfangs wurde gesagt, dass es so etwas nicht wirklich gibt. Das alleine klingt äußerst bemerkenswert und würde geradezu zu einer Narrenfreiheit einladen. Doch nach und nach erfährt man dann, dass etwa 1/4, also 25% der Gesamtstiftungsdauer, eigentlich theoretisch extern ausgebildet werden müsste. Und da schlug wieder eine Bombe ein, denn an 25%, das wären dann 4,5 Monate bei mir gewesen, kommt man nicht einmal annähernd heran. 45 Stunden sind es nachweislich gewesen in denen ich einen Kurs machen durfte. Ganz abgesehen ob diese jetzt sinnvoll waren oder nicht. Wenn man aber die erfundenen Schulungen von meinem ehem. Chef noch hinzurechnet, wobei ich mich nicht an diese Schulungen erinnern kann und auch keine Bestätigung dafür erhalten habe, sind es 101 Stunden. Das sind so ziemlich genau ein halbes Monat! Praktisch fehlen hier 89% der theoretischen externen Schulung welche mir als Stiftling zugestanden wäre. Natürlich gibt es Ausnahmen meinte der Stiftungsbeauftragte vom AMS. Die wären dann, wenn es zum Beispiel Schulungen für eine spezielle Qualifikation nicht gibt. Sollte dies zutreffen, dann wird hier aber angeblich ein eigener Ausbildungsplan benötigt erklärte er. Schließlich meinte Herr Mag. Brunz auch, dass ich ihn beleidigt hätte, als ich das letzte Telefonat beendete, da er mir nicht sagen konnte ob er beim AMS arbeitet und für diese Angelegenheit zuständig ist. Man weiß ja in Wirklichkeit nie wo und was diese Leute, mit denen man telefoniert wirklich tun, denke ich mir. Jedoch der Stiftungsbeauftragte versicherte uns diese Unterlagen, über diese Bestimmungen zukommen zu lassen. Plötzlich gibt es also doch Auflagen die bei so einer Stiftung anzuwenden waren. Aus diesem Telefonat, dass mein Vater führte ging auch klar hervor, dass der Stiftungsbeauftragte zwar meine Unterlagen die ich ihm geschickt habe erhalten hatte, jedoch nicht gelesen hat, denn er wusste nicht dass ich nach 4,5 Tagen Dienstverhältnis praktisch grundlos gekündigt worden bin. Damals stand ich morgens vor verschlossener Bürotüre. Irgendwie war der Herr doch für meine Angelegenheit zuständig, denn sonst hätte er sich dabei nicht als Mediator angeboten. Er meinte auch, dass ein Stipendium von der Stiftung mit mir auszuhandeln wäre.
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Auf der Stiftungsordnung, die ich beim Stiftungsantritt erhalten hatte, stand jedoch hervorgehoben in einem roten Kasten gedruckt: “Die Höhe des Stiftungsstipendiums beträgt EUR 37,00.” Weiters, dass es monatlich und 12 mal im Jahr ausbezahlt wird. Von einem Aushandeln fehlt jede Spur und deutet eher als eine Vorgabe hin. Ich wurde hier auch nie gefragt ob ich gern mehr oder weniger hätte. Ganz im Gegenteil es war in der Stiftungsordnung festgelegt. Das Gespräch schien dann auch ein nettes Ende bekommen zu haben, da versichert wurde dass Bestätigungen geliefert werden, und er die Stiftungsleitung sogar schon vor über einer Woche darum gebeten hat, jedoch er auch nichts erhalten hat. Bis Freitag müsse man ihm aber noch Zeit geben. Morgen ist Freitag und es ist schon Dezember. Bald ist diese Geschichte ein halbes Jahr alt und eine vollständige Klärung der Missstände wäre hier wirklich ein nettes Weihnachtsgeschenk gewesen.

Die Dienstverhältnisklage
Eigentlich wollte ich meinen ehem. Chef, Ausbilder, Designer und Einzelunternehmer eine Weihnachtskarte mit “frohes Fest und viel Glück im neuen Jahr” schicken, jedoch sah ich mir gestern das Schreiben von seinem Rechtsanwalt noch einmal durch. Die Klage bezüglich der akuten Kündigung nach den paar Arbeitstagen im Anschluss der eineinhalb Jahre Scheinausbildung, hatte ich schon von meinem von der AK zugeteilten Rechtsanwalt erhalten. Hier schreibt der gegnerische Rechtsanwalt klar und deutlich, dass jegliche Kontaktaufnahme untersagt wird. Schade eigentlich, jedoch könnte ich ihm eine ohne Absender schicken. Eine Krampuskarte würde der sicher als Terrordrohung interpretieren, und wenn dann noch draufstehen würde “Gruß vom Krampus”, würde man mich aufgrund irgend einer Gefährdung wohl auch noch inhaftieren. Spaß beiseite, denn mein, mir zugeteilter Rechtsanwalt, schreibt in seiner Klage Dinge die ich so wie er es formuliert nicht zur Kenntnis nehmen konnte. Ich musste diese Klage selbst zweimal Korrigieren, denn mein Rechtsanwalt zeigte offenbar auch sehr wenig Interesse an den Tatsachen. So gab es Korrekturen beim Datum selbst, da man eine äußerst anfechtbare Klage einreichen wollte. So wurde versucht mit einem Dienstzeugnis auch die Ausbildungszeit zu bestätigen. Mir wurde erklärt, dass es sich hier um 2 komplett verschiedene Rechtsangelegenheiten handelt und dabei sollte es auch bleiben. Außerdem bestand ich auf eine eigenen Ausbildungsbestätigung. Ebenso wie der gegnerische Rechtsanwalt schrieb dieser auch von einer Emplacement-Stiftung anstatt einer Implacement Stiftung. Wieder ein Hinweis, dass diese Angelegenheit auch von meinem Rechtsanwalt, den mir die AK zugeteilt hatte, mit wenig Interesse behandelt wurde. Schlussendlich stimmten nicht einmal die aufgelisteten Tätigkeiten in der Klage für das Dienstzeugnis, obwohl ich diese schriftlich vorgelegt hatte. Sollte jemand denken ich sei hier kleinlich, dem sei gesagt dass wenn etwa die
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Formulierung einer beklagten Partei nicht exakt übereinstimmt es sehr wahrscheinlich ist, dass die Klage sinnlos ist. Mit diesen Grund im Hinterkopf behaltend, legte ich Wert darauf, dass die Klage stets mit den Tatsachen übereinstimmt, denn etwas anderes kann und will ich nicht vertreten.

Der Stiftungsakt auf der Landesregierung
Nebenbei habe ich auch wieder einmal bei der Landesregierung angerufen, mit der Bitte mir meinen Stiftungsakt zu schicken, da mir Frau Buche vor ca. 3 Monaten das Angebot gemacht hatte mir alles faxen zu können. Leider ist sie in Karenz sagte man mir und eine Frau Mäusenböck ist nun an ihrer Stelle zuständig. Sofort dachte ich mir, dass ist jetzt die erste Zuständige die sich verabschiedet hat. Leider kam nichts per Fax und ich rief einen Tag darauf wieder an. Der Akt lag schon bereit und sie faxe ihn mir gleich durch, meinte sie. Am Nachmittag, ein paar Stunden später war auch eine einzelne Seite beim mir angekommen. Leider war hier nichts von dem Stiftungsakt, sondern nur die Adresse der Landesregierung. Ich rief wieder an und man entschied sich es besser per Mail zu senden, da es angeblich per Fax um einiges umständlicher sei. Nachdem ich dann schon ungeduldig wurde, schrieb ich eine Mail mit meiner Adresse zu ihr, da ich vermutete Sie verwendete eine falsche Emailadresse. So war es auch und ein paar Minuten später klappte es endlich und ich hatte so ein paar äußerst merkwürdige Dokumente erhalten, die mir zuvor unbekannt waren: 1. Endabrechnung von der Stiftung: Hier geht klar hervor, dass mein ehemaliger Chef auf betrügerische Art und Weise 55% der gesamten Förderung von € 3.600,00 kassierte. 2. Ausbildungsbestätigung von Herrn Gärtner meinen ehem. Chef: 3. Beilage zum Bildungsplan: Eine Liste mit Tätigkeiten in denen ich geschult sein sollte. 4. Bildungsplan: Dieser hat plötzlich eine Endsumme von € 3.163,00. Laut dem Bildungsplan der Stiftung waren es doch € 2.863,00. Die Preise meines ehem. Chefs für Scheinschulungen hatten sich scheinbar erhöht, denn auf diesem Bildungsplan wurde herumgeschmiert und ausgebessert. Bei der Schulung des Programms mit dem ich schon vor dem Kurs arbeiten musste wurde anfangs die Mehrwertsteuer nicht mitgerechnet. Ebenso scheint es, muss mein ehem. Chef für seine Scheinschulungen auch Mehrwertsteuer abgeführt haben, denn auch seine Schulungen stiegen um 20%. Jedoch wurde nicht bei jeder einzelner Schulung die MwSt. hinzugerechnet, sondern es wurden nur die Kosten bei einem seiner Kurse um 55% erhöht. Korrekterweise scheint dies die letzte Fassung des Bildungsplanes zu sein. Warum hat mir die Stiftung aber einen geschickt, der nicht die letzte Fassung war? 5. Bildungsplanänderung von der Stiftung: Hier wären angeblich weitere Kurse
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geplant gewesen, da waren sogar bei 2 von 3 die Termine schon eingetragen waren. Ich erfuhr davon zum ersten Mal. Warum ich jedoch nie etwas davon erfuhr, dass für die Verlängerung auch Kurse geplant gewesen wären, weiß ich nicht? Somit wurde hinter meinem Rücken etwas geplant um meine Zeit als arbeitsloser Gratismitarbeiter bzw. Stiftling verlängern zu können. 6. Rechnung meines ehem. Chefs: Hier verrechnete das Einzelunternehmen von Herrn Gärtner die Scheinschulungen. Ein Handschriftlicher Vermerk mit “bez. 07.05.04” ist ebenso darauf zu finden. Somit nehme ich an, dass diese Scheinschulungen stets von der Stiftung mit Fördergeld bezahlt wurden. 7. Rechnung der Computerschulung, die eigentlich nicht nötig war da ich bereits vor Kursbeginn damit arbeitete. 8. Datenträger-Nachweisliste: Überweisungsbestätigung der Rechnungen. 9. Verlängerungsansuchen meines ehem. Chefs an die Stiftung: Hier wurde ein Schreiben verfasst, indem man mich praktisch für blöd erklärte, um zu argumentieren, dass die Stiftungsausbildung verlängert werden muss. Mein ehem. Chef gibt vor jede Menge Betreuungsarbeit zu leisten, da ich angeblich nicht eigenständig arbeiten konnte. 10. Beilage zum Bildungsplan: Hier soll mein ehem. Chef zwei Schulungen abgehalten haben die insgesamt 2 Monate gedauert haben sollen. Ebenso wurde hier der Besuch einer Werbeveranstaltung angeführt. Angeblich glaubt mein. ehem. Chef auch dies sei eine Schulung gewesen. 11. Ausbildungsschema: Dies scheint ebenso von Herrn Gärtner verfasst worden zu sein, jedoch ist hier keine Adresse oder dergleichen zu finden. Somit sehe ich ist es als wertlos. 12. Austrittserklärung der Stiftung: Angeblich soll ich die Ausbildung abgeschlossen habe, jedoch weiß ich bis heute nicht für welche Fachkraft ich wirklich ausgebildet worden sein soll. Ebenso ist äußerst merkwürdig wie ich eine Ausbildung abschließen konnte, wenn ich nach einem Jahr, laut dem Verlängerungsansuchen, noch zu blöd gewesen bin, und im darauffolgenden halben Jahr bis zum Ende keine einzige Schulung stattfand? Ich persönlich kann mir das leider nicht logisch erklären. 13-18.Teilnahmebestätigung des unnötigen Kurses und der zwei selbstgewählten Kurse, sowie die dazugehörigen Überweisungsbestätigungen.

Erster Advent, zweiter Advent,...
Drei Wochen vergehen Drei Wochen später nach diesem Telefonat meines Vater erhalte ich ein Email vom Stiftungsbeauftragten mit einem Schreiben, welches mir so nicht weiterhilft. Es wird geschrieben, dass ich Kritik übe da mir mein Ausbildungsunternehmen und die Stiftung eine Bestätigung meiner Ausbildung vorenthalten würden. Das stimmt, doch sollte es
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eigentlich normal sein, dass man irgendetwas nach einer abgeschlossenen Ausbildung bekommt, dachte ich? Weiters stand, ich habe angeblich eine Ausbildung zum “Designassistent für die Endausarbeitung von Designkonzepten und Designstrategien“ gemacht. Es wird mir auch der Tipp gegeben, dass ich die Bestätigungen der externen Schulungen bei den jeweiligen Instituten problemlos anfordern kann, und dieser Herr Lan desstiftlingsbeauftragte prüft jetzt angeblich ob die Praxisausbildung dem Bildungsplan entsprochen hat. Nachdem ich den Akt der Landesregierung erhalten habe, bin ich mir sicher, dass die Ausbildung nicht nach Plan ablief, sondern der Plan so erstellt wurde, dass mein Chef mehr als die Hälfte der Förderung kassieren konnte. Praktisch ist hier in den letzen drei Wochen absolut nichts geschehen, und ebenso wie ich wird auch mein Vater nicht ernstgenommen. Der Landesstiftlingsbeauftragte, die Stiftungstante und mein Ausbilder vom Ausbildungseinzelunternehmen arbeiten hier besonders gut zusammen. Ob sich hier jemand an Auflagen gehalten hat oder nicht interessiert keinen. Was mit dem Stiftling passiert nach der Stiftungszeit, ist denen auch egal, aber nur gut, dass jede einzelne Stelle an mir verdient hatte und jeder von Anfang an vorgab mir zu helfen, mich auszubilden, mich von der Arbeitslosigkeit zu erlösen bzw. mir einen Job zu geben. Jetzt war es wieder mal Zeit ein Lebenszeichen zu senden und mein Vater rief wieder beim Stiftungsbeauftragten Herrn Brunz an, der immerhin vorgab innerhalb einer Woche die Sache geregelt zu haben. Aus diesem Telefonat ging wieder einmal klar hervor, dass mein ehem. Ausbilder sich scheinbar weigert und die Stiftung auch hier irgendetwas zu bestätigen. Klar geht hervor dass die beiden Angst haben etwas falsch zu machen, da sich beide angeblich schon zusammen bei einem Rechtsanwalt beraten lassen was sie sagen dürfen und was nicht. Schon alleine als ich das erfuhr, wusste ich wer hier sozusagen Dreck am Stecken hatte. Irgendwie hatte die Stiftungsleitung und meine ehem. Chef einfach nicht damit gerechnet, dass ich mich nur sehr ungern an der Nase herumführen lasse. Anscheinend hat Herr Brunz auch noch immer nicht gewusst, dass ich gekündigt wurde, denn laut Stiftung oder Herrn Brunz habe ich anscheinend selbst gekündigt. Auch interessant, dass bei seiner Prüfung jetzt ein Dienstvertrag aufgetaucht sein soll, bei dem natürlich die letzte Seite mit der Unterschrift fehlt. Jedoch hat der Dienstvertrag mit der Ausbildung, um die es eigentlich geht rein gar nichts zu tun. Warum beschäftigt sich der Stiftungsbeauftragte mit Dingen die ihn nichts angehen? Vielleicht um vom Hauptthema abzulenken? Ich hab jedoch nie einen Dienstvertrag unterzeichnet oder jemals vorgelegt bekommen. Angeblich wusste die Stiftung auch nicht, dass ich mit ihrem Ausbildungsplan als Bestätigung nicht zufrieden war, obwohl ich es ihr schon schriftlich mitteilte. Es ist schon interessant wie blöd sich manche Beteiligten plötzlich stellen, denn den eingeschrieben Brief, indem ich dies ausführlichst beschrieben hatte, hat sie angenommen. Entweder kann die Stiftungsleitung nicht lesen, oder sie lügt. Hätte der Landesbeauftragte Herr Brunz sich einmal meine Unterlagen durchgelesen
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hätte er alles gewusst, doch dieser Herr schenkt meinen Aussagen und Briefen grundsätzlich keine Aufmerksamkeit. Denn wenn ich schreibe es war so, und er die Stiftungsleitung danach anruft und die ihm etwas völlig anderes erzählt, so tut er so als hätte er nicht gewusst, dass ich das Gegenteil behauptete. Hat er es nicht gelesen, wäre seine Prüfung auch anzuzweifeln und äußerst subjektiv. Anstatt zu prüfen beschäftigt er sich jedoch lieber mit einem fiktiven Dienstvertrag ohne Unterschrift, und nimmt diesen auch noch für seine Prüfung her. Aus diesem Grund kam ich zum Entschluss, alle Dokument noch einmal an diesen Herrn durchzufaxen. Alle Schreiben, welche die Stiftung bekommen hat, meine Arbeitszeitaufzeichnun gen, mein Beweis dass Herr Gärtner kein autorisierter Ausbilder ist und anschl. die Klage. Hier stand auch ausdrücklich, dass ich gekündigt wurde in einer Probezeit die nicht vereinbart war und die Kündigung somit nicht korrekt war. Hier ist auch das Dienstzeugnis bzw. die Abschlagszahlung angeführt. Herr Brunz kann sich das jetzt nicht erklären warum hier lieber Abschlagszahlungen geleistet werden anstatt eines lächerlichen Dienstzeugnisses für 4,5 Tage, durfte ich erfahren. Meiner Meinung nach wäre das wirklich das mindeste für 1,5 Jahre kostenlose Arbeit, die ich verrichtet hatte. Herr Brunz erfuhr hier auch, dass die Stiftung im Ausbildungsunternehmen einen Auftrag erteilte bei dem die Stiftung meinen Ausbilder zusätzlich zahlte. Nur komisch, dass dieses Projekt, ein Homepageportal, schon seit einigen Monaten (seitdem ich anfing Probleme mit der Stiftung aufzudecken) vom Server gelöscht wurde. Komplett verschwiegen wurde wieder einmal die externen Schulungen die intern geregelt wurden, und mein ehem. Chef kassierte. Diesmal direkt vom Fördertopf des Landes. Ebenso informierte ich meinen AK-Rechtsanwalt bezüglich der Kündigung, da bei der AMS Landesgeschäftsstelle ein Dienstvertrag aufliegt und dort zur Prüfung herangezogen wird, doch dieser erklärt mir ohne Unterschrift ist dieser ungültig. Ist auch klar, doch die Stiftungstante, mein Ausbilder und der Landesstiftlingsbeauftrag te glauben sie haben es hier wirklich mit einem Leichtgläubigen zu tun. Würde ein gültiger Dienstvertrag wirklich existieren, bräuchte der AK-Rechtsanwalt auch keine Kündigungsentschädigung einklagen. Der Stiftungsbeauftragte wollte mir auch schon einreden, dass es verschwendete Zeit ist bei ihm anzurufen, dass eine Bestätigung kaum zweckmäßig sei, und ob wir, mein Vater und ich, nichts besseres zu tun hätten als uns gerade jetzt vor Weihnachten uns um solche Dinge zu kümmern. Das hatte einem der Stiftungsbeauftragte am Telefon erklärt bezüglich diesem Stiftungsfiaskos. Ich bin angeblich der erste Fall der bei ihm landet weil ein Stiftling seine Ausbildung nicht bestätigt bekommt. Wohlgemerkt war es auch eine Ausbildung mit Abschluss, doch anscheinend traut sich keiner das zu bestätigen. Mittlerweile traue ich mir zu sagen, dass es sich bei dieser Stiftungsmaßnahme um einen Missbrauch handelt! Den Verdacht auf Betrug kann ich ohne Gewissensbisse offen aussprechen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis sozusagen die offene Rechnung bezahlt wird. Wer öffentliche Gelder veruntreut muss nun einmal damit rechnen belangt zu werden, und ob der Dienstvertrag, der zur Überprüfung anscheinend akzeptiert
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wird, ohne Unterschrift nicht allein schon ein Delikt ist wird sich womöglich auch noch klären. Wer betrügerischen Geschäften nachgeht, sollte sich seine Kunden und Geschäftspartner äußerst gut aussuchen, denn sonst kann es passieren, dass plötzlich ein Beteiligter, der ich in diesem Fall bin, diese Betrügerein nicht tolerieren kann. Die Wichtigkeit dieser Aufzeichnung steigt mit jedem Tag, da es von Anfang an alles dokumentiert. Mittlerweile habe ich in dieser Angelegenheit schon einen Akt von über einem ganzen Ordner angelegt. In ein paar Wochen werde ich dann womöglich einen zweiten Ordner anfangen müssen, und alle glaube ich sei zu blöd und hätte nur die Teilnahmebestätigungen der externen Kurse (Telefonkurs, Rhetorik und 3D-CAD) verschlampt. Ob ich die externen Kurse von Herrn Gärtner bestätigt bekomme, glaube ich kaum, da Herr Gärtner genau so gut wie ich weiß, dass diese nur auf dem Papier existieren und Scheinschulungen mit Scheinrechnungen waren. Ziel wäre es gewesen, dass ich nie davon erfahren hätte sollen, und dass obwohl ein Großteil der Förderung mein ehem. Chef für fiktive Schulungen kassierte. Ist das unsere Zukunft, die wir uns wünschen? Wenn Korruption und Betrug nicht aufgedeckt und bestraft werden ist es nur noch eine Frage der Zeit bis auch unser System, indem wir nun einmal leben, zugrunde gerichtet wird. Schuld ist vermutlich das Ego eines jeden einzelnen. Ehrlichkeit ist anscheinend zum eigenen Feind geworden. Doch solange keiner aufschreit, wird eben gesagt alle sind zufrieden, und da sich noch kein Stiftling außer mir beschwert hat ist dieses Arbeitsmarktprogramm auch äußerst erfolgreich. Und wenn sich doch Stiftlinge beschweren und einen Betrug aufzeigen, so werden sie bekämpft, die Tatsachen mit großer Hingabe schöngeredet und schließlich und endlich der Öffentlichkeit vorenthalten. Kann es sein, dass äußerst wenige eine solche Ausbildung nicht abschließen. Welcher Arbeitsloser verpflichtet sich schon freiwillig zu monatelanger Gratisarbeit? Letzte Woche ging ein kurzer Brief an die Volksanwaltschaft von mir raus. Ich schätze, dass ich diesbezüglich aber erst im Jänner eine Antwort bekommen werde. Wichtig ist nur, dass hier alle wach bleiben und man darf keinem das Gefühl geben aufgegeben zu haben, denn dann hätte die Korruption gewonnen. Meine Rechte die man mir gibt sollte man mir schon erfüllen, genauso wie ich mich an Verbote halten muss, die mir in meiner Pseudofreiheit vorgeschrieben werden. Wenn ich noch nie etwas von einem Verbot gehört habe, werde ich trotzdem bestraft. Werden aber meine Rechte nicht erfüllt, wird alles daran gesetzt mir meine Rechte vorzuenthalten und jeder bemüht sich die Sache als lächerlich darzustellen; mir meine Forderungen auszureden und am besten zu vergessen. Und nicht zuletzt wird man als dumm bezeichnet, man wird kaum mehr ernstgenommen und es wird einem das Gefühl gegeben man sei gezwungen sich zu bewaffnen und selbst für härtere Gerechtigkeit zu sorgen um denen eine Lektion zu geben die sie brauchen. Somit wundert es mich nicht, dass es politische Terrorakte, Selbstmordattentäter und dergleichen gibt. Durch die Verhaltensweise, die ich in meinem Fall erfahre wird dies geradezu provoziert. Obwohl das womöglich nur ein kleiner Fall ist, so darf ich dennoch annehmen, dass bei großen Fälle von Betrug und Missbrauch ebenso gehandelt wird
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und der Normalbürger, dass Fußvolk, für dumm verkauft wird. Zu diesem Zeitpunkt als ich diese Zeilen schrieb brannten in Frankreich hunderte Autos. Gewalt und Terror sind dort zum Alltag geworden, und mich wundern solche Vorkommnisse wirklich nicht! So haben wir auch in unserem Land schon Politiker gehabt die plötzlich von einem Tag einen Teil ihrer Hand weggesprengt bekommen haben.

Meine Projektliste
Am 16. Dezember hatte ich nun meine Projektaufzeichnung für die AK fertig. In Stundenlanger Arbeit rekonstruierte ich meine Tätigkeiten der letzen 1,5 Jahre bei meinem ehem. Chef. Es waren insgesamt 31 Projekte. Jedes einzelne Projekt, gliederte sich meist in mehrere kleinere Projekte, die am Anfang noch unbekannt waren. Das am längsten andauernde Projekt brachte es bis auf 250 Stunden. Weiters gab ich an, dass betriebsinterne Projektstundenaufzeichnungen auf Anweisung umgeschrieben und korrigiert wurden, und somit nicht mehr stimmen, und dass kleinere Projekte nicht berücksichtigt wurden. Weiters verfasste ich noch 19 Punkte mit Tätigkeiten bzw. Kenntnissen die ich meinem Ausbilder Herrn Mag. Gärtner. sowie teilweise auch seiner Schwester, seiner Teilzeitsekretärin, näher brachte, während ich eigentlich bei dieser Ausbildung etwas lernen sollte und nicht umgekehrt. Ich konnte mir es nicht vorenthalten, nochmals zu schildern wie Herr Bockjäger, der AK-Rechtsberater, sich zu dieser Angelegenheit äußerte, als ich damals bei ihm war und versuchte den Stiftungsbetrug zu erklären.
AK Gmunden z.Hd. Herrn Dr. Bockjäger Heroenstr 15b 4810 Gmunden

Scharnstein, 15. Dezember 2005

Betrifft: Ausbildung oder Scheindienstverhältnis Sehr geehrter Herr Dr. Bockjäger, da mittlerweile 14 Tage für diverse Recherchen ihrerseits vergangen sind, bin ich mir sicher dass Sie mittlerweile bemerkt haben, dass bei dieser 1,5 jährigen Ausbildung gegen die Auflagen im groben Ausmaß verstoßen wurde, da ca. 700 Stunden als seminaristischer Anteil der Gesamten Ausbildungszeit fehlen und ich praktisch an Aufträgen gearbeitet hatte! Weiters ist Herr Gärtner auch kein autorisierter Trainer für sog. Nurbs- oder RHINO-Schulungen welche dieser aber verrechnet hatte. Es ist auch klar warum sich hier Herr Gärtner vom Ausbildungseinzelunternehmen und Fr. Panda von

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der Stiftung weiterhin weigern mir dies zu bestätigen. Meiner Ansicht nach wurden hier klar und deutlich öffentliche Gelder veruntreut, oder glauben Sie ich bekomme nur aus Spaß keine Bestätigung meiner Ausbildung? Äußerst frustrierend ist jedoch, dass Sie mir bei ihrem letzen Gespräch sagten ich sollte überhaupt froh sein, dass Sie etwas für mich tun und ich die ganze Sache so und so vergessen kann, da es Sie nicht interessiert mit mir schriftlich zu kommunizieren und ich vermutlich auch keinen anderen finden werde der sich darum kümmert. Zu diesen Worten kann ich nur auf ein mir bekanntes Beispiel aus der Vergangenheit verweisen, bei dem z.B. Auflagen einer Lehre nicht eingehalten wurden, folglich musste dieser Zeitraum der Lehre vom Arbeitgeber als Hilfsarbeiter nachgezahlt werden und die Lehre fiel praktisch flach. Folglich glaube ich doch, dass Sie dann dafür zuständig sind, da dies ein Dienstverhältnis wurde und keine Lehre war. Vorab habe ich Ihnen die Liste mit dem nachträglich geschätzten Stundenaufwand verfasst, für die Bestätigung meiner Tätigkeiten bei der Firma Mag. André Gärtner (Normnuss) für den Zeitraum von Jänner 2004 bis Ende Juni 2005 Mit besten Grüßen Der Autor

Die weiteren 2 Seiten umfassten meine Tätigkeiten in tabellarischer Form und meine die von mir nebenbei abgehaltenen Schulungen bei denen ich meinen ehem. Chef und seine Schwester schulte. Weiters faxte ich noch die Liste der autorisierten Trainer in Österreich mit, bei der nur ein einziger Eintrag zu verzeichnen ist und dieser leider nicht mein ehem. Chef war, welcher sich aber dafür ausgab und auch seine Schulung in Rechnung stellte. Diese wurden selbstverständlich mit öffentlichen Geldern (Förderung) bezahlt. Hier erinnere ich mich wieder an den Satz von Frau Buche von der Landesregierung, indem Sie sagte es sei alles korrekt abgerechnet und Sie können weiters nichts für mich tun. Angeblich gibt es wirklich niemand, der sich darum kümmert ob nun tatsächlich Schulungen durchgeführt worden sind oder nicht. Der Landesregierung genügt einzig und allein eine Rechnung. Für jemanden der Scheinschulungen verrechnet, ist es natürlich auch kein Problem Scheinrechnungen der Landesregierung zu übermitteln um die Förderung zu bekommen. Dies tat mein ehem. Chef und kam ungeschoren davon, während ich als ehem. Stiftling glaubte doch ein Recht auf Ausbildung gehabt zu haben. Doch der einzige der auf der Strecke bleibt ist bei diesen Scheinschulungen und Scheinrechnungen der Auszubildende selbst. Angeblich gibt es wirklich keine Förderaufsicht oder dergleichen. Zumindest ist mir dies noch nicht bekannt geworden, oder wurde mir bewusst verheimlicht. Sozusagen
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könnte man durchaus auf die Idee kommen, dass mittlerweile gewerbsmäßiger Betrug mit Weiterbildungsförderungen stattfindet, da es niemanden gibt der für die Kontrolle zuständig ist. Unter Kontrolle, verstehe ich die tatsächliche Durchführung der geförderten Maßnahme und die Einhaltung der dafür geltenden Richtlinien. Egal ob es Stiftungen, das AMS, oder Landesbedienstete sind, es naschen viele von öffentlichen Geldern. Über die Folgen kümmert sich keiner. Mir selbst als ehem. Stiftling kostet es durch die permanente Schönredung viel Zeit und Geduld. Allein die Tatsache, dass ich nach einer geförderten Bildungsmaßnahme am Arbeitsmarkt schlechtere Chancen hatte als zuvor dürfte eigentlich reichen, um diese Fördermaschinerie zu stoppen. Nebenbei gesagt sollte es im Interesse jeden Staatsbürgers sein, die unnötigen Förderungen zu stoppen. Denn so üppig scheint das Staatsbudget hierzulande doch nicht gefüllt zu sein. Und ob nun diese Angelegenheit wirklich so korrekt abgerechnet wurde, wie bei der Landesregierung behauptetet wird, wird immer undurchsichtiger?

Das Rückverrechnungs-Projekt
Inzwischen war es Freitag, zwei Wochen vor Jahresende, und anstatt einer klaren Aussage ob ich nun eine Ausbildungsbestätigung erhalten werde oder nicht, und ob nun die Ausbildung korrekt war oder nicht erhielt ich folgendes Email vom Landesstiftungs beauftragten des AMS-Oberösterreich:
From: “Jochen Brunz [400]” <jochen.Brunz@AMS.at> To: “’Der Autor’” <der@autor.com> Subject:AW:_AW:_Stiftungszeit_oder_Scheindienstverhältnis? Sehr geehrter Autor, Ich habe ja Ihrem Vater mitgeteilt, dass ich Herrn Gärtner bis Freitag, den 16.12.05 einen Termin gesetzt habe. Herr Gärtner hat diesen Termin auch eingehalten. Für mich stellt sich aufgrund dieser Unterlagen nun eine weitere Frage. Ich muss nun noch eine weitere Antwort einholen. Ich werde diese Anfrage aber wieder postalisch einholen müssen; es verzögert sich daher meine versprochene Antwort noch um einige Tage. Mit der Bitte um Verständnis verbleibe ich Mit besten Grüßen Jochen Brunz

Interessant wäre natürlich auch welche Frage hier aufgetaucht ist, denn immerhin bin ich der Hauptbeteiligte in dieser Angelegenheit, doch mittlerweile bin ich es schon gewohnt
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ausgeschaltet zu werden. Meine Schilderung der Tatsachen scheint hier nicht gefragt zu sein. Die Wahrscheinlichkeit, zu Weihnachten dieses Jahres, diese Angelegenheit geklärt zu haben schwindet wieder zu Boden. Jedoch ist es schon erfreulich, dass auch für jemand anderen hier etwas unklar erscheint. Das erscheint hier schon fast wie ein Lichtblick und in gewisser Weise eine Art Hoffnung, dass auch der Stiftungsleitung und meinem ehem. Chef zu Weihnachten ein Lichtlein aufgeht. In diesem Sinne verfasse ich das letzte Schreiben in diesem Jahr, und antworte dem Stiftungsbeauftragten Herrn Mag. Jochen Brunz prompt per Fax:
AMS Landesgeschäftsstelle z.Hd. Herrn Mag. Jochen Brunz Arbeitsplatz 1 4020 Linz

Scharnstein, 16. Dezember 2005

Betrifft: Prüfung der Ausbildung / Weitere Sachverhalte Sehr geehrter Herr Mag. Brunz! Die heute endende Frist wurde nun wiedereinmal nicht eingehalten, wäre es nicht einmal an der Zeit den Betrugsverdacht einer Behörde zu melden? Jetzt nach fast genau einem halben Jahr fällt es mir, trotz Ihrer Bitte, wirklich schwer auch dafür noch Verständnis aufbringen zu müssen! Anbei der Zeitungsartikel der als Beweismittel herangezogen werden kann, dass ich bei Herrn Gärtner andere Tätigkeiten verrichtet habe wie es eigentlich bei meiner Ausbildung geplant gewesen wäre. Im letzen Satz des Artikels der OÖ Tageszeitung vom Sa. 26. März 2005 steht klar und deutlich das Herr Autor programmiert. Wie Sie der Aufstellung meiner Tätigkeiten entnehmen konnten waren Programmiertätigkeiten ein wesentlicher Anteil der 1,5 Jahre. (Ich habe jedoch die Ausbildung gemacht, da ich nicht mehr beruflich programmieren bzw. in der Softwareentwicklung tätig sein wollte) In der Beilage zum Bildungsplan (Training on the Job) kann ich jedoch keine Programmiertätigkeit finden, somit ist dieses Dokument der Arbeitsstiftung eindeutig falsch. Hauptkunden von Programmierleistungen, die ich zu 100% alleinig ohne Schulung, Mentor oder dergleichen erledigte, waren das Technologiezentrum Bad Ischl, Herr Dr. Karl Glockmann aus Gmunden bzw. Kirchdorf und die Biomilchbauern Bock und Hammel aus Sonnensee. Ebenso wurde ein Auftrag für die Arbeitslosenstiftung Gewürzkammergut (Fr. Panda) abgewickelt. Das Homepageportal www.arbeitslosenstiftung-salzkgt.at wurde von mir gestaltet, programmiert und folglich auch online gestellt, wie Sie bereits

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sicher schon in meinem letzen Schreiben bemerkt haben. Praktisch holte sich Herr Gärtner so die Stiftungsbeiträge durch diesen Auftrag wieder zurück, indem ich hier einen Auftrag für die Stiftung abwickelte. Partnerunternehmen in diesem Fall war Chris Walter von Walter und Partner bzw. früher “projekt-walter”, der den textlichen Input lieferte und ebenso mit dem Arbeitslosenstiftung Gewürzkammergut (Fr. Marietta Panda), im Auftrag des Herrn Gärtner, mit ihr zusammenarbeitete. Bei genaueren Recherchen wird Ihnen sicher aufgefallen sein dass Herr Gärtner auch einen beträchtlichen Anteil der Förderung abkassierte, und dabei vergaß mich dafür ordentlich zu Schulen! Jedoch nachdem ich von Herrn Gärtner rausgeschmissen wurde, war dieses Homepageportal der Arbeitslosenstiftung Gewürzkammergut vom Server gelöscht! Für mich ist klar, dass auch hier etwas nicht mit rechten Dingen ablief, denn wer löscht schon freiwillig seine Homepage oder kümmert sich schon über ein halbes Jahr nicht darum, dass irgendetwas unter der Domain zu finden ist. Aus technischer Sicht kann ich sagen, ein Anruf beim Provider würde genügen, bzw. kann mittlerweile jede Sekretärin wenigstens eine Startseite gestalten und online stellen. Ich glaube Sie werden es aber nicht schaffen den Zeitungsartikel nachträglich aus der Geschichte zu löschen, oder ihn für ein ungültiges Beweismittel zu erklären. Anbei auch ein sog. Screenshot der Internetseite, welcher bei Fr. Panda und Herrn Gärtner sicher Erinnerungen wecken wird. Ebenso die Domainzugehörigkeit. Das Projekt HomepageportalArbeitslosenstiftung Gewürzkammergut wurde ca. im Feb. März 2004 von mir bei Herrn Gärtner abgewickelt. Ich erwarte noch dieses Jahr ein Ergebnis Ihrer so zeitaufwendigen und ausführlichen Prüfung, wobei ich mir nicht erklären kann warum Sie eigentlich nicht daran interessiert sind mir irgendwelche Fragen der nahezu mysteriösen 1,5 Jahre zu stellen, wobei ich sicher doppelt soviel Zeit im Büro des Ausbildungsunternehmens Mag. André Gärtner/Normnuss verbrachte als Herr Gärtner selbst, der mich aber ausbilden sollte. Vorab wünsche ich Ihnen ein frohes Weihnachtsfest. Mit besten Gruß Der Autor

Zufälle gibt es nicht
Wie immer sitze ich entweder Samstags oder Sonntags, in den seltesten Fällen auch am
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Freitags im Cafe um diverse Zeitungen oder in einem meiner Bücher zu lesen. Meistens habe ich auch mehre Bücher, sowie Schreib- und Zeichenutensilien mit, um mir die Zeit einmal in der Woche in einer anderen Atmosphäre zu vertreiben. Öfters beobachte ich auch nur das Verhalten so mancher Menschen, und natürlich höre ich auch gerne bei anderen Kaffeehausgesprächen mit, oder treffe zufällig jemanden den man nicht erwarten würde. Drei Tage vor Weihnachten, hatte ich die Idee ein Stück näher an der Materie sozusagen zu schreiben, und fuhr vor meinem Kaffeehausbesuch auf dem Parkplatz, wo Ich die eineinhalb Jahre lang mein Auto geparkt hatte. Hier habe ich auch direkten Blick zum Büro in dem ich meine Scheinausbildung erleben durfte. Komischerweise ist es jetzt schon 19:30 und es brennt noch immer Licht im Büro. Mein selbsternannter Ausbilder macht hier eindeutig Überstunden. Die Hälfte der Fenster ist mit den innen zusätzlich angebrachten Nylonjalousien verdeckt. Die zwei Fensterscheiben die noch übrigbleiben, sind mit den knallgelben äußeren Jalousien verdeckt. Irgendwie habe ich den Verdacht, mein ehem. Chef im 2. Stock hat das Bedürfnis sich zu verstecken, denn es ist egal ob es schneit, regnet oder die Sonne scheint es sind immer irgendwelche Jalousien mindestens zur Hälfte unten. Ich hatte es auch in Zeiten in denen ich noch im Büro war schon beobachtet, und konnte es mir nicht erklären. Er scheint sich gerne von der Außenwelt zu trennen um im Verborgenen arbeiten zu können. Ab und zu geht hier auch das Licht im Stiegenhaus an und aus, jedoch ist hier nichts spannendes zu beobachten, wobei diese Glaskonstruktion allerhand Einblick in die allermöglichsten Situationen der Mieter gewähren. Ein alter Mann von einem anderen Büro kommt raus und trägt seinem Müll raus, während hier zwei Autos einer anderen eingemieteten Firma am Parkplatz parken. Solange hier aber Licht im Büro meines Chefs brennt wird es kaum so wirklich spannend werden denke ich mir. Ich dachte es mir schon und ein paar Sekunden später schaute mein ehem. Chef beim Fenster herunter in meine Richtung. Die Männer vom Nachbarbüro die gerade geparkt hatten, kannten mich vom sehen her und informierten ihn höchstwahrscheinlich über meine Anwesenheit. Doch warum informieren sie ihn, wenn ich zwei Stockwerke tiefer am Parkplatz parke. Somit war für mich klar, dass unter den Mietern wohl Gerüchte umhergehen. Als ich noch selbst im Büro saß, kam dieser Nachbar nie in das Büro um über irgendetwas zu informieren, doch es scheint angeblich doch wichtig zu sein wenn ich mich in der Näh befinde. Könnte natürlich auch sein, dass meinem ehem. Chef vielleicht auch irgendwie ein schlechtes Gewissen plagt. Wenn es so ist wie ich ihn einschätze, hat er den Mietern im Technologiezentrum ein Märchen über mich erzählt, damit er auch noch Mitleid erntet. Ich bin mir sicher er hat zumindest mein Auto gesehen, da ich komplett schräg am Parkplatz stehe um genau vor mir das Büro zu haben. Jetzt sieht man auch einen guten Vergleich mit den Jalousien. In den Büros nebenan ist keine einzige Jalousie herabgelassen. Stattdessen sieht es vermutlich auch im Büro viel einladender aus,
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da auch zwei große Blumenstöcke zu erkennen sind. Ich betrachte diese Dinge sehr wohl als äußerst interessante aufschlussreiche Tatsachen die so bestimmte persönliche Charakterzüge wiedergeben. Ich finde es sind Geheimnisse die keine mehr sind wenn man sie wahrnimmt und anerkennt.

Die Antragszurückziehung
Anfang der Weihnachtswoche erhalte ich von der AK ein Schreiben, indem nun ein weiteres Mal um die schriftliche Aufstellung meiner Tätigkeiten gebeten wird. Weiters wird erklärt das die AK auf meine Mithilfe angewiesen sei und gibt mir eine Frist bis zum 23.12.2005. Sollte bis zu diesem Tag, die schriftliche Aufstellung nicht bei der AKBezirksstelle eingelangt sein, wird von einer Antragszurückziehung ausgegangen und diese Rechtsache wird somit abgeschlossen. Praktisch ist das Schreiben vom 14.12 und ich faxte meine Aufstellung am 15.12.2005, somit sehe ich dieses Schreiben als gerechtfertigt an. Jedoch werden die Recherchen des Herrn Dr. Bockjäger komplett verschwiegen. Die Tatsache mit den 25% seminaristischen Anteil, der nicht eingehalten wurde, habe ich ihm bereits erklärt, jedoch wurde dies nicht für notwendig gefunden. Weiters kommt natürlich hinzu, dass auch mein Ausbilder kein autorisierter Trainer für seine Scheinschulungen war, und dass dieser auch nicht geschult hat. Ebenso wäre nach einfachster Recherche in diesem Fall auch schon klar ersichtlich gewesen, dass Kurse geplant gewesen wären aber nie absolviert wurden, wie ich aus dem Akt von der Landesregierung erfuhr. Anstatt die Richtlinienverletzung bei der Stiftungsmaßnahme anzuerkennen, versteift sich die AK darauf nicht durchgeführte Schulungen bzw. meine Tätigkeiten zu bestätigen. Das ich das Recht auf eine Ausbildung gehabt hätte scheint wohl nur in meinem Kopf und an den Haaren herbeigezogen zu sein. Das wäre nun schon das zweite Mal, dass hier etwas totgeschwiegen wird, denn meine Auflistung der Tätigkeiten wäre so gut wie überflüssig wenn von vornherein klar ist, dass hier die Auflagen nicht erfüllt worden sind. Doch da keiner weiß, oder ich es einfach nicht erfahren darf, was nun passiert wenn sich nachträglich herausstellt das diese Ausbildung ein Scheindienstverhältnis war, verschweigt es auch jeder bei dieser Sache und konzentriert sich lieber auf andere Dinge, die mir als unnötig erscheinen und mir auch nicht näher erklärt werden können. Vielleicht muss ich konkret bezüglich dieser Auflagennichterfüllung extra einen weiteren Antrag stellen und es muss ein dritter Akt in dieser Sache aufgenommen werden? Es könnte durchaus sein, dass die Arbeitsweise der AK nur eine Rechtswidrigkeit pro Akt zulässt, jedoch entzieht sich das meiner Kenntnis. Diesbezüglich wurde ich auch nicht beraten. Geschildert hatte ich den Vorfall allemal. Zur Sicherheit jedoch ging meine Aufstellung am 21.12.2005 noch einmal per Fax und auf dem eingeschriebenen Postweg
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an die AK.

Ein halbes Jahr nach Stiftungsabschluss
In der vorletzten Woche dieses Jahres am Freitag wollte ich die ganze Angelegenheit nicht spurlos in den Winterschlaf verabschieden, und bat Herrn Mag Brunz, per Email um den “Stand der Dinge” und wünschte ihm gleichzeitig ein gesegnetes Fest und ein wundervolles neues Jahr. Dieser gab mir prompt bekannt, dass er gestern ein Antwortschreiben per Post an mich gesendet hat. Jedoch bekam ich diesmal nicht eine Durchschrift des Dokuments per Email, da er genau wusste, dass ich dieses sofort beantworten würde und ihm womöglich erneut mit den Tatsachen konfrontiere. Somit gewinnt er Zeit. Generell scheint es mir so, dass bei diesem Stiftungsmissbrauch jeder Beteiligte, außer ich, nur Zeit gewinnen möchte und darauf hofft, dass ich mich geschlagen gebe. Es könnte sich dabei ebenso um eine geschickte Methode handeln, die Angelegenheit solange hinauszuzögern bis die erste Verjährung eintritt. Danach könnte man mir sagen, es hat keinen Sinn da Rechtsansprüche bereits verjährt seien. Sozusagen hat sich der Landesstiftungsbeauftragte kurz vor dem Weihnachtsurlaub meiner Kritik entzogen, die sicher weiteren Handlungsbedarf mit sich gebracht hätte. Ebenso hätte mein Vater sicher wieder weit über ein Stunde mit ihm telefoniert. Somit sehe ich dieses Verhalten als strategischen Schachzug, jedoch wird sich die Angelegenheit über den Jahreswechsel nicht in Luft auflösen. Als ich jedoch abends nach Hause kam, durfte ich mich über reichlich Weihnachtspost freuen: 1. Brief: Das Landesgericht Wels teilt mir mit zur Tagsatzung, bezüglich der Kündigung, geladen zu sein und eben das übliche, dass ich wenn ich nicht zum Termin erscheine ich die Gelegenheit einer Aussage versäumen könnte usw. Das durchaus erfreuliche daran, der Termin ist schon in 3 Wochen. Ich hätte eigentlich schon mit mindestens einem halben Jahr gerechnet bis es zur Verhandlung kommt. 2. Brief: Ebenso teilt mir natürlich mein zugeteilter AK-Rechtsanwalt diesen Termin mit und erinnert mich ebenso daran, dass meine Anwesenheit erforderlich sei. Ebenso wird nun mein ehem. Chef auch am heutigen Tag seine Ladung vom Gericht bekommen haben. Ich wünsch ihm trotzdem eine besinnliche Weihnachtszeit, denn gerade er hat diese am Nötigsten. Doch dieses Weihnachtsgeschenk hat er sich selbst zu verdanken, und ist sozusagen sein eigenes Geschenk von ihm selbst. Die Ladung als beklagte Partei ist die Ernte seiner Saat, die er selbst mit Eifer vor einem halben Jahr gesät hatte. 3. Brief: Die Volksanwaltschaft teilt mir mit, in dieser Angelegenheit schon schriftlich mit der Landesgeschäftsführung des AMS Oberösterreich Kontakt aufgenommen zu haben. Dieser Brief ist kurz und sachlich sowie verständlich formuliert. Weiters steht,
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sobald entsprechende Ergebnisse vorliegen, werde ich wieder kontaktiert. Jedoch wird davon ausgegangen, dass die notwendige Recherchen etwa 6 bis 8 Wochen in Anspruch nehmen werden. Klare Worte in einem kurzen Brief klingen hier wirklich vielversprechend und geben mir Hoffnung auf eine sachliche Bearbeitung, anstatt einer weiteren Geheimniskrämerei bei der sogar darauf Wert gelegt wird mir auszureden diese Sache weiter zu verfolgen. 4. Brief: Die AK hat wie erwartet meine Projektaufstellung erhalten, und reagierte auch prompt darauf. Im Anhang sind zwei Durchschriften von Briefen die an die AMSBezirksstelle an einen Herrn Krümml und an die Arbeitslosenstiftung Gewürzkammergut an Fr. Panda.
Sehr geehrter Herr Autor! Bezugnehmend auf Ihre Vorsprache teilen wir Ihnen nach Rücksprache mit Kollegen Mag. Yeswok, Arbeiterkammer Linz, mit, dass den Unternehmer im Verhältnis zum betrieblichen Praktikanten keine Entgeltpflicht trifft. Sie haben daher keinen über ein eventuelles Arbeitslosengeld bzw. Stiftungsstipendium hinausgehenden Entgeltanspruch. Bezüglich der Bestätigung der absolvierten Tätigkeiten und der laut Ihren Angaben nicht besuchten Kurse verweisen wir auf das beiliegende Schreiben an das Arbeitsmarktservice. Mit freundlichen Grüßen Der Direktor Der Präsident Dr. Josef Peitscha Dr. Johann Kauer eh. i.A. Dr. Martin Bockjäger

Die zwei Schreiben an das AMS und die Stiftung die in Kopie beigelegt wurden:
Sehr geehrte(r)... Herr Autor, Autorenweg 7, 4644 Scharnstein, hat bei uns vorgesprochen und ersucht um Bestätigung der im Rahmen der Arbeitsstiftung absolvierte Tätigkeiten. Beiliegend übermitteln wir Ihnen die von Herrn Autor verfasste Auflistung dieser Tätigkeiten und ersuchen, diesbezüglich eine Bestätigung an uns zu übermitteln. Herr Autor gibt weiters an, dass er die im beiliegenden Maßnahmenplan aufgelisteten Kurse nur zum Teil absolviert habe. Er gibt an, dass er die letzten 3 Kurse (Programm NURBS, NURBSFLÄCHE-Gestaltung und Präsentationstechniken) nicht absolviert habe. Wir ersuchen

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Sie, dem Nachzugehen und gegebenenfalls um Mitteilung. Mit freundlichen Grüßen Der Direktor Der Präsident Dr. Josef Peitscha Dr. Johann Kauer eh. i.A. Dr. Martin Bockjäger Tätigkeitsprofil und Maßnahmenplan

Von den Richtlinien wird erst gar nicht gesprochen. Ein Glück, dass überhaupt angeführt ist, dass Kurse verrechnet wurden die ich nicht absolviert habe.

Das erste Treffen vor Gericht
Am 11. Jänner, über ein halbes Jahr nach der Kündigung, machte ich mich, mit allen meinen Unterlagen und dieser Aufzeichnungen, auf dem Weg zum Landesgericht. Ein kostenfreier Parkplatz war um 8:18 natürlich nicht mehr zu haben und ich musste auf den kostenpflichtigen nebenan ausweichen. Ich parkte an einem halbleeren Parkplatz und packte ich meinen dicken Ordner, meine Aufzeichnungen und dieses Skriptum in ausgedruckter Form versuchte in meine Tasche, was aber aufgrund des Umfangs überhaupt nicht ging. Da diese ganze Geschichte einfach zu umfangreich ist. Ich schwenkte meinen Blick wieder hoch zur Fahrertüre und wollte aussteigen als ich bemerkte wie der italienische Sportwagen meines ehem. Chefs neben mir geparkt hätte, aber schon wieder ausparkte und wieder wegfuhr. Es wären aber sicher noch 20 Parkplätze hier frei gewesen, und er hätte auch 30 Meter weiter parken einkönnen, doch er fuhr weg und suchte das Weite. Komisch warum er mir bewusst aus dem Weg geht, ich freue mich doch jedes Mal wenn ich ihn sehe. Obwohl der Anblick kein schöner ist. Seine Haare scheinen immer grauer zu werden und seine ergrauten Haare waren in den letzen eineinhalb Jahren noch nie so lange. Mit aufrichtigen kurzen Haarschnitt fühlt er sich wohl überhaupt nicht mehr wohl würde ich sagen. Früher als ich noch täglich als arbeitsloser Stiftling in seinem Büro arbeitete, hatte er immer einen kurzen Haarschnitt. Dann sein Gesichtsausdruck, sichtlich verspannt und seine Mundwinkel ziehen kräftig nach unten, seine Oberlippe formt eine leichte Spitze unter die sich ein Teil der Unterlippe zieht. So als würde er permanent in die Unterlippe beißen um seinen Gesichtsausdruck keine Regung zulassen zu können. Seine grimmigen Augen machen alles noch viel schlimmer. Von Lebensfreunde, Humor, Stolz und Glückseeligkeit fehlt jede Spur. Spielt er nur, so kann ich ihn bewundern derart schauspielern zu können. Doch im selben Augenblick freue ich mich, dass er noch lebt, und er sich noch nicht das Leben genommen hat, da er schon während meiner Ausbildung mehrmals sagte er könne sich
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nur noch aufknüpfen wenn dies und das eintreten würde. Er kommt mir krank vor, als ob er starke Medikamente nehmen würde, Drogen oder Beruhigungsmittel. Während meiner Stiftungszeit, konstruierte ich Glasvitrinen für die Zentrale einer der führenden Banken Mittel- und Osteuropas. König Ludwig, der Bankenboss hatte Geburtstag. Als Geburtstagsgeschenk lies er sich praktisch von einem arbeitslosen Stiftling die Vitrinen konstruieren. Doch als eigentliches Geburtstagsgeschenk galt der Inhalt der Vitrinen. Die Bank kaufte damals Miniaturstahlskulpturen eines Künstlers auf. Doch mein ehem. Chef hatte nicht das Gewerbe für technische Konstruktionen dieser Art. Eine Betriebshaftpflichtversicherung konnte er damals nicht abschließen, da diese Vitrinen nicht in seinem gewerblichen Aufgabengebiet waren. Er machte sich Sorgen, dass etwas passieren würde. So könnte zum Beispiel eine Vitrine zu Bruch gehen und die schweren Glasplatten könnten jemanden erschlagen, erklärte mir mein ehem. Chef damals. Das führte dazu, dass er an manchen Tagen mehrmals sagte: “Wenn hier irgend etwas passiert, dann kann ich mich nur noch aufhängen!”. Ich sagte damals nichts darauf, und lies ihm mit seinen Sorgen allein, obwohl ich es war der diese Vitrinen auskonstruierte. Beim Eingang zum Landesgericht musste ich erstmals alle meine Sachen durchsuchen lassen, mein Gürtel und die Knöpfe und Reißverschlüsse meiner Jacke ließen mich nicht klanglos durch die Metalldetektorkabine gehen. Wenigesten war die Portierwachperson freundlich und hatte nicht so einen düsteren Anblick wie bei mein ehem. Chef. Das überraschte mich doch irgendwie, da eigentlich in den Gerichtsräumen und -gängen die wenigsten freundliche Gesichtsausdrücke hatten. Mein Rechtsanwalt wartete schon auf mich und begrüßte mich. Obwohl ich ihn nicht kannte wusste ich, er ist es. Gleich suchte er einen Platz und holte seinen Koffer um mir die Neuigkeiten zu erklären, dass es ein neues Schreiben vom gegnerischen Rechtsanwalt gibt, er fragte mich kurz, doch es war ja doch alles klar und es änderte sich nichts. Dieses Schreiben werde ich in den nächsten Tagen dann auch von ihm zugesandt bekommen, denke ich. Dann marschierte auch schon die gegnerische Partei hinter einer Ecke hervor und stellte sich in einem Sicherheitsabstand von 5 Metern neben uns. Ich plauderte ein wenig mit meinem Rechtsanwalt. Der übliche Smalltalk eben. Das ich erstmals in meinem Leben ein Weihnachtsgeld bekommen habe zu Weihnachten und dass ich ja schon mittlerweile Stammklient von ihm bin. Er wollte natürlich auch wissen was mit der weiteren Angelegenheit der Stiftungssache ist, und ob sich da wer drum kümmert? Da erklärte ich ihm, dass die AK, nachdem es schon einmal stillschweigend in die Schublade gepackt wurde, nun doch wieder etwas unternimmt und der Landesstiftun gsbeauftragte mir knallhart versucht es auszureden meine Ausbildung bestätigt haben zu wollen. Weiters muss ich noch 6 bis 8 Wochen abwarten bis die Recherchen des Volksanwaltes abgeschlossen seien. Plötzlich nuschelte hier keiner mehr im Gang und
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als ich zu meinen ehem. Chef, seiner Freundin, die verzweifelt versuchte ebenfalls böse zu schauen, und deren Rechtsanwalt blickte, gafften alle drei zu mir als würde ich ein Außerirdischer sein. Mich kümmerte es wenig und redete weiter. Doch dann wollte ich auch mal horchen was die so sagen. Doch die gegnerische Mannschaft, die aus meinen ehem. Chef, seiner Freundin, seinem Rechtsanwalt und seinem Steuerberater bestand, horchten nur begeistert mit und hatten selbst nichts zu erzählen. Zwei Minuten später dröhnte dann schon der Aufruf in den Gerichtssaal aus dem Lautsprecher. Mein ehem. Chef sagte im Verhandlungssaal kein einziges Wort. Ich denke als Beklagter, und in seiner Lage würde ich besser auch nichts sagen um nicht noch mehr Staub aufzuwirbeln. Ansonsten würde vielleicht eine noch viel geringere Chance bestehen sich aus seinem Schlamassel noch “herauswurschteln” zu können. Mittlerweile sah ich ihn schon ca. dreimal nach der Kündigung, und ich muss sagen seine Haare werden wirklich jedesmal grauer. Sein Gesicht immer bleicher und sein Auftreten immer langsamer und niedergeschlagener. Es scheint mir als würde etwas auf ihm lasten. Die Angewohnheit, seine Geschäfte äußerst unkorrekt und illegal abzuwickeln, wie etwa das Ausstellen von Schulungsscheinrechnungen ohne je eine Dienstleistung dafür erbracht zu haben, scheinen ihm doch irgendwie ein schlechtes Gewissen zu bereiten. Doch hier geht es ja nur um die Kündigung. Aber auch hier wurde ja behauptet es wurde ein Dienstvertrag gemacht. Dies war jedoch eine Lüge, die natürlich auch sein Rechtsanwalt anfangs zu verteidigen hatte. Angeblich wurde der Steuerberater des Chefs als Zeuge gewünscht, doch der Richter erklärte, dass es egal sei ob der Steuerberater einen Auftrag zur Erstellung eines Dienstvertrages hatte oder nicht. Denn vor Gericht war plötzlich nur von einem Auftrag zur Erstellung eines Dienstvertrages die Rede. Ich erinnerte mich an das erste Schreiben seines Rechtsanwaltes, denn damals wurde noch behauptet dass es einen Dienstvertrag gegeben haben soll der eine Probezeit vereinbart hätte. Vor Gericht steckt man die Lügen doch ein wenig zurück. Grundsätzlich kann man sagen, dass sogar Rechtsanwälte im außergerichtlichen Paragraphenschlachtfeld stets Lügen verbreiten dürfen, um ihren Gegner zu verwirren. Nachdem ich entschieden hatte keinen Ausgleich zu machen sondern aufs Ganze zu gehen, wurde der Richter plötzlich etwas unfreundlich und musste sich erst einmal seinen Kalender für einen Termin zur Vernehmung aus einem anderen Raum holen. Damit hätte er wohl nicht gerechnet, ansonsten hätte er seinen Terminkalender wohl schon dabei gehabt. Auf jeden Fall kommt das nächste mal seine Freundin hinzu und wird als Zeugin aussagen. Irgendwie dachte ich, da mein ehem. Chef wohl als Angeklagter kein einziges Wort sprach, so lässt er doch lieber seine Freundin für ihn reden. Beim zweiten Vorstellungsgespräch war es ja im Prinzip das Gleiche. Nicht einmal mit seinem Rechtsanwalt sprach er im Verhandlungssaal ein Wort. So scheint für die gegnerische Partei die Angelegenheit doch irgendwie heikel zu sein. Als
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der Richter Fragte, wer die Zeugin des Beklagten denn ist? Erklärte der Rechtsanwalt nur, dass es die Freundin des Beklagten ist und es war ihm anscheinend besonders wichtig zu erwähnen, dass diese aus der Verwandtschaft kommt, die angeblich die Dampfschifffahrt in Gmunden eingeführt hatte. Inwieweit die Zeugin im Einzelunternehmen des Beklagten tätig ist oder nicht schein hier wohl Nebensache zu sein. Danach sah mich der gegnerische Rechtsanwalt das erste mal richtig an. Jedoch blickte ich ihn zuvor schon lange an und ich schenkte ihm jedesmal ein Lächeln. Ich fand es einfach freundlicher anstatt ebenso so blöd zu schauen wie mein Gegenüber, meinen ehem. Chef, mit dem ich mal per Du war. Seine Bewegungen beschränkten sich auf das Nötigste ein und sein Blick war immer auf die Akten seines Rechtsanwaltes gerichtet. Er bewegte sich kaum. Immer sein grimmiger, beleidigter Gesichtsausdruck, der mich eher schon an einen schwerst Depressiven als an einen Chef erinnerte. Ich dachte mir, er kann seine Lage nur schwer verkraften und ich dagegen habe wenig zu verlieren. Praktisch hatte ich schon verloren und kann nur noch gewinnen. Nebenbei gesagt, gewährt mir die Arbeiterkammer ja auch nur einen Rechtsschutz wenn eine Aussicht auf Erfolg besteht, und nicht weil ich gerne streite. Eine bessere Lage kann es bei einer Verhandlung kaum geben, und anscheinend tut sich mein Chef noch immer ziemlich schwer die Probezeit zu beweisen. Jetzt stecken Sie alle Hoffnung in die Zeugenaussage seiner Freundin. Doch was möchte die schon aussagen, dass ihr Freund mit mir eine Probezeit mündlich vereinbart hatte. Eindeutig ist jedoch, dass kein Dienstvertrag existiert, so wird es auch schwer sein dies zu beweisen. Nebenbei gesagt bestand ich sogar an meinem ersten Arbeitstag drauf irgendetwas in dieser Richtung zu bekommen. Hätte er auf mich gehört, wäre ihm vieles erspart geblieben. Doch ich glaube er tat sich grundsätzlich schwer auf mich zu hören. Angeblich ist jetzt auch ein Dienstzeugnis aufgetaucht, welches mein Rechtsanwalt mit der AK noch prüfen wird und mir anschließend bescheid gibt und übergeben wird. Wichtig war auch so kurz zwischendurch zu erwähnen, dass der Gegner sozusagen noch nie einen Brief von mir angenommen hatte, als die Kopie des ersten Schreibens der AK ausgeteilt wurde. Dies sagte sogar der Richter und erklärte, dass es nicht gerade sehr kooperativ sei um Streitigkeiten zu beseitigen. Das noch verschlossene nicht angenommen Postkuvert, mit dem Schreiben der AK, wurde nun dem Rechtsanwalt meines ehem. Chefs übergeben. Er selbst schaute plötzlich sehr neugierig. So als würde er geradezu vor Neugier platzen. Doch warum hat er es nicht angenommen, denn so wie es jetzt scheint interessiert es ihn doch. Soweit ich mich noch erinnere, glaube war das die einzige Bewegung die er machte, als er den Brief am Liebsten gleich lesen wollte. Ich schaute mir alle Personen noch einmal durch, doch einer von den zweien Laienrichtern blickte nie zu mir, sondern immer zur gegnerischen Partei, der andere immer zu mir und meinem Rechtsanwalt. Ab und zu verspürte auch die eine oder andere Anspannung, doch als ich merkte wie mein ehemaliger Chef zitterte fand ich auch den Grund warum er versuchte sich nicht bewegen, da sein Zittern dabei erheblich zunahm als er seine Hand zum
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Schreiben der AK reichte um es sich ein wenig hinzudrehen. Interessant war auch, dass das Dienstzeugnis ununterschrieben zur Verhandlung mitgebracht wurde, und der gegnerische Rechtsanwalt erst einmal meinem ehem. Chef auffordern musste es zu unterschreiben. Der traut sich nicht mal ein Schreiben seines eigenes Unternehmens zu unterschreiben, dachte ich mir. Nebenbei gesagt ist die Unternehmensbezeichnung bei allen seinen Schreiben und Schriftstücken mit seinen Schriftkopf falsch. Ein Unternehmen mit seiner einzig und allein frei gewählten Unternehmensbezeichnung gibt es nicht, da er ein Einzelunternehmer ist und das Unternehmen gleich mit seinem Namen lautet und auch so im Firmenbuch steht. Doch angeblich kümmert das keinen, wäre es doch ein Indiz für seine äußerst undurchsichtigen Geschäfte. Aber wer Zeitung ließt und ein bischen interessiert die Dinge an sich herantreten lässt, weiß das Scheinfirmen gerade zu florieren. Folglich ist es auch kaum verwunderlich wenn sein Rechtsanwalt die offenen Rechnung mit einem falschen Firmennamen auf den Mahnungen versucht einzuklagen und es erfolglos endet wie mir während meiner 1,5 jährigen Ausbildung Herr Gärtner berichtete, dass eine Klage bei Außenständen nichts gebracht hat und er somit seinen nichtzahlenden Kunden völlig ausgeliefert ist. Das ist eine Vermutung, doch den waren Grund werde ich wohl kaum erfahren, warum mein ehem. Chef es zur Kenntnis nimmt, wenn Kunden einfach nicht zahlen. Tja sein schleichendes Auftreten und immer gleich bleibender angespannter Gesichtsausdruck, machte nicht gerade den Eindruck eines seriösen Geschäftsmannes. Doch warum ist es ihm dann Wert einen Streitwert von tausenden Euros zu riskieren. Hinzu kommen noch Gerichtskosten und sein Rechtsanwalt arbeitet schließlich auch nicht kostenlos. Ist seine Art bloße Taktik um bei der nächsten Verhandlung einen Trumpf (die Zeugenaussage seine Freundin) endlich ausspielen zu können mit dem niemand gerechnet hat, oder glaubt er noch immer stark daran sich alles richten zu können wie er es gerne hätte? Ich denke, dass es auch gut von meinem Rechtsanwalt war zu erinnern, dass ich vor dem strittigen Dienstverhältnis, bei dem behauptet wird es wäre eine Probezeit gewesen, schon praktisch 1,5 Jahre Probezeit hatte und er mich jederzeit nach Hause schicken hätte können. Doch damit hat er 5 Tage zu lange gewartet bei den eineinhalb Jahren. Irgendetwas lag ihm anscheinend doch daran, dass ich das letzte Projekt doch abschließen hätte sollen, denke ich. Der nächste Termin für die mündliche Vernehmung war dann 3 Wochen später. Beide Rechtsanwälte mussten dann erst mit ihren Sekretärinnen telefonieren, um den Termin zu bestätigen. Mein ehem. Chef packte natürlich gleich mal seinen dicken Communicator hervor, als die Rechtsanwälte telefonierten. Komischerweise telefonierte er aber nicht, sondern klappte ihn nur auf. Mir war es auch egal was er machte, viel spannender war es bei den Handygesprächen mitzuhören. Danach huschten die Gegner schnell aus dem Gerichtssaal, und ich glaube sie haben den Hinterausgang genommen, denn ich redete noch ein paar Minuten am Gang mit meinem Rechtsanwalt, und ich habe sie kein zweites Mal an diesem Tag gesehen. Sogar meinem Rechtsanwalt ist das äußerst gedrückte Auftreten mit dem bleichen
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Gesichtsausdruck meines ehem. Chefs aufgefallen. Aber was soll’s, wenn er jemanden ausnützt indem er einen Arbeitslosen 1,5 Jahre lang für sich kostenlos arbeiten zu lassen, ist er meiner Ansicht nach wirklich selbst schuld. Ich würde nie jemanden den Rat geben, unehrlich zu sein oder jemanden zu betrügen. Jeder muss sein Tun und Handeln selbst verantworten können. Ein Anblick genügt und jeder weiß was es bringt. Man sieht aus wie sterbenskrank, bleich, grimmig mit struppigen immer grauer werdendem Haar. Das scheint die Gerechtigkeit zu sein, die nicht auszuschalten ist. Grundsätzlich glaube ich, wenn jemand mit seinem Gewissen nicht ins Reine kommt oder unter Kontrolle hat, sollte sich einfach nicht zu viel erlauben um es noch zusätzlich zu belasten. So gibt es Menschen die selbst damit gut umgehen können, wenn Betrug und Ähnliches zu ihrem täglichen Tagesablauf zählt. Doch das muss jeder selbst für sich selbst verantworten, inwieweit man sich selbst belasten möchte. Wieder andere belastet es erst gar nicht, denn es scheint ihre Lebensaufgabe zu sein. Für sich selbst kann jeder leben wie er möchte, doch wer in Gemeinschaft, oder besser gesagt in einer Gesellschaft lebt anstatt ein Einsiedlerleben zu führen, darf sich nicht wundern wenn es Menschen gibt die doch ein wenig mehr Wert auf Korrektheit legen als etwa mein ehem. Chef. Obwohl dieser vielleicht nur ein kleiner Fisch in den Sümpfen der Korruption ist, hat er vergessen das er jemanden für sein Tun und Handeln gebraucht hat, der nun mal ich war. Das ich 1,5 Jahre für ihn als Stiftling umsonst gearbeitet hatte, anstatt mir eine Ausbildung zukommen zu lassen, hat sozusagen den Topf gefüllt der jetzt kocht und überläuft. Irgendwie dachte ich es wäre spannender am Gericht gewesen, doch war ich um ca. 9:30 Uhr war ich wieder aus dem Gerichtsgebäude und ich hatte noch 2 Stunden Parkgebür gut. Kurz umgesehen und schnell entschlossen gab ich der nächsten Parkenden mein Ticket. Es geschah so als hätte Sie bereits darauf gewartet und irgendwie dachte ich kaum darüber nach und sie sagte auch nur: “Ja, danke” und telefonierte wieder weiter.

Das Dienstzeugnis und der Antrag auf Klageabweisung
Einige Tage später kam das erwartete Schreiben meines Rechtsanwaltes mit dem Dienstzeugnis und dem Schriftsatz des gegnerischen Rechtsanwaltes. Das Dienstzeugnis sieht blöderweise nicht so aus wie es geklagt wurde. Die Details wurden weggelassen. Das die Firmennamen weggelassen wurden kann ich noch verstehen, doch warum sich mein ehem. Chef noch immer Mühe gibt mir einen Nachteil zukommen zu lassen ist mir unerklärlich. Für mich persönlich ist das Dienstzeugnis unbrauchbar, denn es lautet wie folgt:
DIENSTZEUGNIS

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Herr Autor, geb. am 20.4.1982, war vom 1.7.2005 bis 12.7.2005 als EDV- und Büro-Mitarbeiter im Gestaltungsbüro Normnuss beschäftigt und hatte folgende Tätigkeiten auszuüben: 3D Ausarbeitung nach Entwurfsvorgaben und Anfertigen von technischen Zeichnungen; EDVProgrammierung:

Was hier angedeutet werden sollte, scheint wohl leicht verständlich zu sein, denn “.... hatte folgende Tätigkeiten auszuüben” sagt noch lange nicht ob ich diese Tätigkeiten nun ausgeübt habe oder nicht. Verglichen mit einem Schulzeugnis, könnte stehen: Der Schüler hatte folgendes auszuüben: Schreiben von 3 Klausuren... Ob durchgefallen, bestanden oder gar gefehlt geht nicht hervor. Ebenso wenig klar geht es aus dem Dienstzeugnis hervor. Diese Formulierung scheint wohl die rechtlich korrekte Art zu sein ein Dienstzeugnis zu schreiben. Mit Sicherheit kann ich sagen, dies ist das Werk seiner Freundin, die sonst auch jeden Brief für meinen ehem. Chef verfassen musste. Warum sie mich jedoch nicht leiden kann, weiß ich wirklich nicht. Ich führe das nur darauf zurück, dass dies wohl ihre Art ist Mitleid ihrem Freund gegenüber zu zeigen. Wie mir mein Rechtsanwalt berichtete ist das Dienstzeugnis bereits geprüft worden und entspricht den gesetzlichen Bestimmungen. Hier möchte ich jedoch einhaken, denn die gesetzlichen Bestimmungen dafür liegen in der Obhut der AK selbst, die immer wieder behauptet dies und das zugunsten der Arbeiter eingeführt zu haben. Sollte dies wirklich korrekt sein, so ist es klar das sich die AK für eine Schlechterstellung eingesetzt hat. Für mich ist auch klar warum hier nicht etwa steht, dass ich Tätigkeiten durchgeführt habe, denn dann könnte mein ehem. Chef auch kaum von einer Arbeitsverweigerung sprechen, wie im ersten Schreiben seines Rechtsanwaltes zu lesen war. Obwohl ich nur 4,5 Tage arbeitete und dann mit schriftlicher Bestätigung vom Chef nach Hause geschickt wurde, wird hier immer vom Zeitraum vom 1.7. 2005 bis 12.7.2005 gesprochen. Das stimmt nicht, ich wurde hier meins Erachtens nach zu spät abgemeldet und ist nur auf die Unwissenheit meines ehem. Chefs zurückzuführen. Einen halben Tag schickt er mich nach Hause. Zwei ganze weitere Tage gibt er mir ebenfalls frei, und erst dann meldet er mich ab? Diese Handlung ist für mich nicht nachvollziehbar. Welcher Arbeitgeber eines Kleinbetriebes zahlt freiwillig für freie Tage? Weiters fehlerhaft ist das ich nicht beim Gestaltungsbüro Normnuss sondern beim Herrn Mag. André Gärtner beschäftigt war. Die nicht ordnungsgemäße Firmenbezeichnung hatte ich im letzen Kapitel schon erwähnt. Bei den Tätigkeiten kann ich nur sagen, ich habe in diesem kurzen Dienstverhältnis keine Entwurfsvorgabe mehr ausgearbeitet. Hier ging es einzig und allein um die Konstruktion, da der Entwurf schon lange umgesetzt wurde. Es ging nur noch um das Innenleben eines Gehäuses und für diese hatte ich keine Entwurfsvorgaben. Anfertigen von technischen Zeichnungen ist korrekt, jedoch wäre hier noch die Art der Konstruktion interessant. EDV Programmierung ist ebenfalls sehr weitschichtig. Ich
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bin mir sicher, dass es Hunderte, oder auch weit über tausend, wenn nicht noch mehr Programmiersprachen gibt. dass hier ebenfalls der Zweck ausschlaggebend ist klar. Die minimalistische Beschreibung wäre wohl generell “EDV-Tätigkeit” gewesen. Für mich ist dieses Dokument auch nach einem halben Jahr, wo ich bereits einige Vorstellungsgespräche hinter mir hatte, zwecklos. Für mich ist es eine feine Art zu zeigen wie fies man sein kann. Und das obwohl ich 1,5 Jahre der kostengünstigste Mitarbeiter war den es gibt. Dies möchte ich dabei nicht vergessen. Das Schreiben des gegnerischen Rechtsanwaltes enthält zusätzlich neue Überraschungen. Gleich auf der ersten Seite erfahren wir nun endlich was nun mein ehem. Chef ist. Er ist kein Designer, kein Techniker oder Ausbilder. Dem Land OÖ schrieb er, dass er für meine Ausbildung, zum Designassistenten wie man mir berichtetet, akademisch ausgebildet worden ist, um die Förderung zu kassieren. Alles frei erfunden, denn hier steht’s schwarz auf weiß im Schreiben seines Anwalts, er ist Kaufmann. Die ganze Geschichte wird jetzt wieder um eine weitere Stufe interessanter, denn ich glaube kaum, dass der noch immer prüfende Stiftungsbeauftragter, der Volksanwalt, oder das Land OÖ diese Information hat. Weiters der Schriftsatz:
Das Klagebegehren wird dem Grunde nach bestritten und kostenpflichtige Klagsabweisung beantragt. 1) Außerstreitstellung: Richtig ist und außer Streit gestellt wird, dass der Kläger in meinem Unternehmen im Rahmen einer Implacement-Stiftung beschäftigt war. Ab 1.7.2005 war der Kläger in meinem Unternehmen als Büround EDV-Mitarbeiter im Angestelltenverhältnis beschäftigt, wobei als Bruttogehalt pro Monat ein Betrag von € 1.474,63 (= € 1.100,- netto) vereinbart war. Richtig ist weiters, dass das Dienstverhältnis am 12.7.2005 beendet wurde. 2) Zum Klagebegehren dem Grunde nach: Ausdrücklich bestritten wird das Vorbringen des Klägers, wonach zwischen Dienstgeber und Dienstnehmer keine Probezeit vereinbart wurde. Vielmehr ist richtig, dass zwischen dem Kläger und dem Beklagten eine Probezeit von einem Monat vereinbart wurde. In diesem Zusammenhang wird festgehalten, dass der Beklagte Anlass der Begründung des Dienstverhältnisses seinen Steuerberater Dr. Cashzal mit der Ausarbeitung eines Dienstvertrages beauftragt hat und im Rahmen der Auftragserteilung dem Steuerberater die mit dem Dienstnehmer getroffenen Vereinbarungen mitgeteilt wurden, damit

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derselbe den Dienstvertrag ausarbeiten konnte. Der Steuerberater hat in weiterer Folge den Dienstvertrag ausgearbeitet, welcher dem Dienstgeber zur Unterfertigung vorgelegt werden sollte. Im Dienstvertrag wurde der erste Monat als Probemonat ausdrücklich angeführt. Zur Unterfertigung des Dienstvertrages ist es allerdings nicht mehr gekommen, weil das Dienstverhältnis am 12.7.2005 innerhalb der Probezeit aufgrund des Verhaltens des Beklagten aufgelöst werden musste. Der Dienstnehmer wurde von mir aufgefordert, Tätigkeiten in einem bestimmten Projekt vorzunehmen und darüber Bericht zu erstatten. Der Beklagte hat sich mir gegenüber dahingehend geäußert, dass er die von mir aufgetragenen Tätigkeiten nicht durchführen werde, weil ein Netto-Monatslohn von € 1.100,-- zwar schön sei, er jedoch bei Bezahlung eines derartigen Lohnes in dieser Höhe nur mehr aus dem Fenster sehen und keine Leistungen mehr erbringen werde, soferne ich nicht den Netto-Monatslohn auf € 2.000,-- erhöhe. Die von mir aufgetragenen Tätigkeiten wurden vom Beklagten verweigert und auch nicht durchgeführt, weshalb ich das Dienstverhältnis in der vereinbarten Probezeit aufgelöst habe. Es wurde nach Beendigung des Dienstverhältnisses eine ordnungsgemäße Gehaltsabrechnung vorgenommen und der zustehende Auszahlungsbetrag unverzüglich beglichen. Nach Beendigung des Dienstverhältnisses hat mich der Beklagte mit einer Vielzahl von Telefonanrufen während der Dienstzeit und auch außerhalb der Dienstzeiten privat terrorisiert und wollte insbesondere auch meinen Geschäftsbetrieb blockieren. Das Verhalten des Beklagten ging sogar soweit, dass innerhalb einer Stunde derart oft angerufen wurde, dass ein Bürobetrieb oder Kundenbesprechung praktisch nicht mehr möglich waren bzw. empfindlich gestört wurden. Beweis: Dr. Gustav Cashzal, Steuerberater, Diozösenweg 6, 4810 Gmunden, vorbereiteter Dienstvertrag, Schreiben der AK OÖ vom 19.8.2005, Schreiben meines ausgewiesenen Vertreters vom 2.9.2005, Gehaltsabrechnung für Juli 2005, PV, weiter Beweise vorbehalten. Aus sämtlichen angeführten Gründen werde ich daher anlässlich der Tagsatzung zur mündlichen Streitverhandlung vom 11.1.2006 Antrag auf kostenpflichtige Klagsabweisung wiederholen. Gmunden, am 2.1.2006 Mag. André Gärtner

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Was sagt man dazu? Ich dachte, vielleicht war ich ja im falschen Büro, denn mit mir wurde nie eine Probezeit vereinbart. Mündlich sowie schriftlich nicht. Ebenso hatte ich keinen Kontakt zum Steuerberater und schlussendlich nie einen Dienstvertrag von ihm gesehen. Fraglich wo dann auch das erfundene Probemonat ausdrücklich angeführt gewesen sein soll. Dazu kann ich nur sagen, dass die ganzen 1,5 Jahre Zeit gewesen wären für die Erstellung eines Dienstvertrages. Der Dienstvertrag hätte mir schon mehrere Monate vor dem Dienstverhältnis vorgelegt werden können, doch die Dringlichkeit verstand mein ehem. Chef erst dann als er sich wohl informierte wie er mich nach der Stiftung wieder los bringt. Zu welchen Tätigkeiten ich aufgefordert wurde, über die ich Bericht erstatten sollte würde mich im konkreten Fall sehr interessieren, doch anstatt dies exakt und ausführlich anzuführen, wird auf Lügen gebaut. Ich sollte eine Dokumentation erstellen, da die mir aufgetragene Tätigkeit ein womöglich frei erfundener Freund des Chefs am Wochenende erledigen würde, soweit ich mich recht erinnere. Jedoch durfte ich diese Dokumentation, welche ein einfaches und sicheres weiterarbeiten für eine außenstehende projektfremde Person erheblich erleichtern würde, nicht fertig stellen und wurde nach Hause geschickt. Diesbezüglich hatte ich auch eine schriftliche Bestätigung von meinem ehem. Chef bekommen, und bedarf wohl wirklich keiner weiteren Erklärung, da dieser ja ausdrücklich auf meine Arbeitsleistung verzichtete. Jetzt behauptet er jedoch das Gegenteil. Irgendwie scheint es, dass mein ehem. Chef sich nicht einmal an die Dinge zu erinnern kann die er selbst verfasst und unterschrieben hat. Um die ganze Geschichte nochmals kurz aufzurollen, wurde ich während ich die Dokumentation schrieb laufend unterbrochen und ich wurde gebeten doch das Projekt fertig zu machen. Warum ich aber zuerst diese Dokumentation, welche Punkt für Punkt die noch zu erledigenden Aufgaben mit allen Aspekten beinhaltete, schreiben sollte und dann ein paar Stunden später hätte ich es doch das Projekt zum Wochenende fertig machen sollen. Doch wie sich herausstellte gab es keine logische Erklärung für dieses Verhalten des Kaufmanns. Schließlich wollte dieser, dass ich dieses Projekt zum Wochenende fertig stelle. Da ich aber sagte, dass mein Projektpartner in den verschiedenen Partnerunternehmen am Wochenende wohl kaum erreichbar sein wird, meinte dieser ich sollte dies noch bis morgen alles klären. Weiters sagte ich, dass ich für dieses Gehalt, der € 200,00 mehr als Arbeitslosengeld (das kollektivvertragliche Minimum), dass ich die letzen 1,5 Jahre bezog während ich täglich hier arbeitete, nicht auch noch dass Wochenende (Samstags und Sonntags) arbeiten werde. Ich arbeite gerne hier, jedoch für dieses Minimum an Gehalt will ich auch am Wochenende frei haben. Das war mein fünfter Arbeitstag und einen Dienstvertrag, der vielleicht auch Überstunden und Wochenendarbeit geregelt hätte bekam ich nicht zu Gesicht. Weiters fuhr ich fort, dass ich für € 1000,00 mehr auf meinem Lohnkonto auch bereit wäre das Wochenende zu arbeiten. Jedoch mein ehem. Chef konnte sich nicht mal mehr an das richtig erinnern, denn in seinem Schriftsatz spricht er von € 2.000,--. Es wäre aber von €
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2.100,-- die Rede gewesen, da € 1.100,-- das erwähnte Minimum war. Dies lässt darauf schließen, dass mir mein ehem. Chef nicht einmal richtig zugehört hat. Vielleicht stand ja in diesem mir unbekannten Dienstvertrag eine Normalarbeitszeit von Montag bis Sonntag und mit 60 Stunden pro Woche. Ich weiß es nicht? Würde dies im Dienstvertrag so stehen und ich hätte ihn unterschrieben, wäre es unter Umständen eine Arbeitsverweigerung wenn ich sage, dass ich das Wochenende nicht auch noch arbeiten würde. Doch selbst eine 60 Stundenwoche wäre glaub ich rechtswidrig und würde dann sogar den unterschrieben Dienstvertrag außer Kraft setzen. Doch so lächerlich wie die Arbeitsverweigerung hier formuliert ist, lässt mich wirklich nur noch erstaunen auf welche Ideen mein ehem. Chef kommt. Das ich mehrmals angerufen habe ist auch kein Geheimnis, immerhin waren noch viele Fragen offen und schließlich und endlich kassierte mein ehem. Chef für Kurse während meiner 1,5 jährigen Scheinausbildung öffentliche Gelder. Er gab vor mich unterrichtet bzw. geschult zu haben, doch ich habe bis heute keine Kursbestätigung erhalten. Mir ist auch klar weshalb, denn die Kursbestätigung (und Scheinrechnungen vom Kurs) war nur für die Landesregierung gedacht, damit das Geld an meinen ehem. Chef überwiesen werden konnte. Ich sollte von diesen Scheinkursen nie etwas erfahren, doch irgendwie hab ich es doch ziemlich schnell erfahren und kam so einem Betrug auf die Schliche wobei ich anfangs eigentlich nur meine Ausbildung bestätigt haben wollte. Meines Erachtens hätte ein Telefongespräch gereicht, jedoch sobald ich mich mit meinem Namen meldete wurde ja aufgelegt und danach überhaupt nicht mehr abgehoben. Zu dieser Zeit war auch das Dienstzeugnis schon ausständig, und es tauchten laufend offene Fragen zu meiner Scheinausbildung auf. Ebenso drohte mir die Stiftungsleitung, die sich bis dato ebenso meine eineinhalbjährige Ausbildung nicht bestätigen traut, mit einem Rechtsanwalt wenn ich Sie noch einmal anrufe. Einmal sagte Herr Gärtner am Telefon er sei gerade in einer Besprechung, und ich sollte mich später wieder melden. Dies war der 3. August, und ich rief zwischen 13:00 und 17:30 dreimal an. Ich führte über sämtliche Telefonate Aufzeichnungen. Dann um 17:30 sprach mich Herr Gärtner mit Herr Doktor an hatte wohl noch Spaß daran meinen Anruf entgegenzunehmen und verwies mich auf seine Sekretärin. Er konnte damals nicht einmal Auskunft geben wann diese in seinem Büro erreichbar wäre. Doch jetzt ist ihm wohl der Spaß vergangen. Mittlerweile ist mir klar, dass es nie zu einem Dienstverhältnis kommen hätte sollen, da es sich zeitlich auch genau ausgegangen wäre, dass dieses letzte Projekt am letzen Stiftungstag fertig gewesen wäre, wenn ich mir nicht noch den Resturlaub genommen hätte. Alles wäre vermutlich gut geplant gewesen, jedoch hatte außer ich keiner die Urlaubsberechnung über und wenn ich mir als arbeitsloser Stiftling 3 Tage mehr Urlaub genommen hätte wäre es wohl auch keinem aufgefallen. All diese Bemerkungen zu diesem Schreiben des Anwalts meines ehem. Chefs schickte
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ich meinem AK-Rechtsanwalt in einem dreiseitigen Brief zur Information.

Der zweite Gerichtstag
Nun war ich gezwungenermaßen wieder einmal gezwungen mich mit dieser ganzen Gangstergeschichte zu konfrontieren. Um meine Erinnerungen aufzufrischen, was vor 7 Monaten geschah, schrieb ich dann auch gleich ein dreiseitiges Schreiben an die Landesregierung mitsamt der Aufstellung meiner Tätigkeiten die ich in den 1,5 Jahren verrichtet hatte um klar festzuhalten, dass es sich um ein Scheindienstverhältnis anstatt einer Ausbildung handelte. Dabei sah ich es nun Anfang Februar auch an der Zeit die geheimen Prüfungen des Herrn Stiftungsbeauftragten des Arbeitsmarktservices aus dem Winterschlaf wieder zu erwecken und schrieb ihm ein Schreiben indem ich nochmals um Klärung der Missstände bitte. Dieses Schreiben an diesen Herrn, der versucht die Sache weiterhin zu decken, ging selbstverständlich auf eingeschrieben Postweg weg. Mit ruhigem Gewissens fuhr ich am Tag der Verhandlung nach Wels und war auch pünktlich ca. 2 Minuten vor dem Termin vor dem Gerichtssaal. Mein Rechtsanwalt machte sich natürlich schon Sorgen und rief bereits an meinem Arbeitsplatz an. Dort wusste man selbstverständlich auch nicht wo ich geblieben bin. Grund warum er sich Sorgen machte, war sein Vorschlag, dass er auf die Verhandlung verzichten möchte und schlug mir einen Vergleich mit zwei Drittel des Streitwertes vor. Warum das jetzt? Diese Frage hätten wir doch schon das letzte Mal geklärt dachte ich, doch er befürchtetet womöglich dass es Kalt hergehen konnte. Eigentlich hätte mir aber die AK nie den Rechtsschutz gewährt wenn nicht eine eindeutige Aussicht auf Erfolg gegeben wäre. Und wie konnte es anders sein, der Überraschungseffekt überrollte mich und ich willigte ein! Ich sagte, dass er mein Anwalt ist und er sollte eigentlich besser wissen wie die Dinge stehen. Einzige Bedingung war, dass ich das Dienstzeugnis exakt so wie zuletzt angeführt bekomme. Dieses Dienstzeugnis wurde natürlich Zeichen für Zeichen fürs Protokoll diktiert. Hier sollte keine einzige Klammer fehlen würde ich sagen, da ich jetzt keinen weiteren Schritt mehr nachgeben werde. Jedoch finde ich ist diese 2/3 Lösung ein wirklich tolles Angebot von mir, da es ja bis jetzt noch an deren Beweisen für die Probezeit mangelt. Als die Gegner kurz aus dem Verhandlungsraum gingen um dieses Angebot zu besprechen, fragte mich der Richter was denn vor diesem Dienstverhältnis geschehen war. Hier führte ich kurz an, dass die Ausbildung theoretisch und praktisch nicht dem Bildungsplan entsprochen hat und Herr Gärtner Fördergeld für Kurse bekam die er nicht gehalten hat. Danach sagte er nichts mehr, wobei seine Meinung dazu sicherlich interessant gewesen wäre. Zuvor war es dem gegnerischen Rechtsanwalt auch noch wichtig, dass ich meinem ehem. Chef terrorisiert haben soll und ich Kontakt zu seinem Kunden aufnahm und so wollte er mir geschäftsschädigendes Verhalten anlasten. Hier zitierte er auch ein Email das ich an eine Gmundener Kongressdirektorin geschrieben habe die im Büro gegenüber war. Des öfteren hatte ich für sie in meiner Freizeit ihren Anrufbeantworter abgehört, da sie ständig in Amerika war. Sie wollte
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dann immer per Mail wissen, wer in ihrem Büro angerufen hatte. Weiters störte dem gegnerischen Rechtsanwalt , dass ich ein Buch schreibe, indem ich meine Erfahrungen in diesem Technologiezentrum niederschreibe. Ebenso gefielen ihm die Worte wie “vorsätzliche Veruntreuung von öffentlichen Geldern” auch nicht. Ich habe mir dieses Email nochmals herausgesucht:
Sehr geehrte Frau Kongressdirektorin, ich möchte Ihnen hiermit nachträglich ein wundervolles neues Jahr wünschen und Ihnen sagen, dass es mich freute Sie kennen gelernt zu haben. Leider wurde ich nach Ablaufen meiner Ausbildung, die nicht korrekt abgewickelt wurde, einfach grundlos gekündigt. Diesbezüglich steht morgen die erste Verhandlung an. Ich habe mich entschlossen darüber ein Buch zu schreiben, wie man praktisch als Arbeitsloser 1,5 Jahre im Technologiezentrum arbeitet und nie ein Dienstverhältnis hatte. Wie öffentliche Fördergelder vorsätzlich veruntreut werden usw. Bei meiner Scheinausbildung ist es nur noch eine Frage der Zeit wer den Betrugsverdacht endlich einmal anzeigt, da ich schon unzählige Beweise gesammelt habe während ich mein Buch schreibe. Mittlerweile wird schon versucht mir auszureden über meine Tätigkeit/Ausbildung eine Bestätigung zu verlangen, und ich mittlerweile hoffe das mir der Volksanwalt in Wien hilft und die Sache nicht weiterhin zu decken versucht. Ich wollte Ihnen auch nur einmal die Schattenseiten von meiner Zeit im Technologiezentrum kurz darstellen, dass ich praktisch nie länger als 4,5 Tage angestellt war und hinter so mancher freundlichen Fassade vorsätzlich gesetzeswidrig gehandelt wurde. Jedoch kann ich Ihnen sagen, dass es mir bestens geht und ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg. Mit besten Grüßen Der Autor

Hier steht nicht wer jetzt genau diese öffentliche Fördergelder vorsätzlich veruntreut. Ich, mein ehem. Chef, jemand anderer im Technologiezentrum, oder das Technologiezentrum selbst? Wer genau geht hier nicht hervor, und ich hatte einen Grund es so zu schreiben und nicht anders, denn ich habe es erwartet, dass mein Gegner sich an diesem kleinen hingeworfenen bitteren Zuckerl erfreuen wird, aber praktisch machtlos ist. Irgendwann im Oktober sah ich zufällig ein Regal in einer über 20 Jahre alten
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Designzeitschrift. Sofort fiel mir auf, dass mein ehem. Chef, der selbsternannte Designer, ein annähernd gleiches Regal einmal gemacht hatte. Ich fragte ihn damals immer warum man es nicht forciert diese auf dem Markt zu bringen, oder wenigstens zu präsentieren. Ich bekam damals nie eine wirkliche Antwort, doch jetzt weiß ich weshalb. Dieses Funktionsregal war die reinste Urheberrechtsverletzung. Damals scannte ich das ein und schicke ihm und seiner Sekretärin das. Das gefiel dem Rechtsanwalt natürlich auch nicht. Doch ich fand es ebenso wichtig wie der Kongressdirektorin ein gutes neues Jahr zu wünschen. Als der Rechtsanwalt auf dieses Email mit dem 20 Jahre alten Regalfoto zu sprechen kam, unterbrach ich kurz mein Lächeln und sagte voller Freude: “Ja genau da bin ich damals zufällig darauf gestoßen”. Als der Rechtsanwalt dies vorbrachte hatte ich ein kaum zu übersehenes Schmunzeln im Gesicht, da ich von vornherein wusste, dass aus diesem Mail keine eindeutige Verleumdung hervor gehen könnte. Da sagte der Rechtsanwalt so zwischendurch: “Da brauch Sie gar nicht zu lachen” und fuhr fort. Doch der Richter sagte, das dies nicht der Gegenstand der Verhandlung sei und dafür kann erneut eine Klage eingebracht werden. Ebenso erklärte er, dass hier auch nicht geklärt werden kann was vor und nach dem Dienstverhältnis geschah, da es hier nur um das Dienstverhältnis geht und die darausfolgenden Ansprüche geklagt wurden. Nach der Besprechung am Gang kam auch mein ehem. Chef einmal zu Wort. Er befürchtete nun wenn er jetzt das Dienstzeugnis so schreibt wie ich will, dass ich dann nicht zufrieden bin, da es in den letzten 6 Monaten immer so war, dass wenn ich etwas in die Finger bekomme ich damit nicht zufrieden bin. Anscheinend haben ihn die Stiftung, der Stiftungsbeauftragte doch auch sehr genervt in letzter Zeit. Er befürchtete, dass ich nun wenn er den Vergleich eingehen würde, auch nicht zufrieden sein werde. ihm ist anscheinend immer noch nicht klar, dass diese Kündigungsgeschichte und die Ausbildungsgeschichte zwei verschiedene paar Schuhe sind. Er fing sprichwörtlich zu jammern an, dass es ein Horror für ihn war seit er mich gekündigt hat, da dauernd irgendjemand noch etwas darüber wissen möchte und immer wieder und wieder kommt etwas Neues hinzu. Als er sich dann noch über meine Telefonanrufe beklagte, fiel ich ihm ins Wort und sagte, dass noch Dokumente ausständig waren und ich ihn kontaktieren musste. Da sagte auch der Richter zu meinem ehem. Chef, dass es sehr wahrscheinlich ist wenn er keinen Brief von mir annimmt und auch nicht darauf reagiert, dass es ganz normal ist dass ich nicht auch versuche telefonisch Kontakt aufzunehmen. Somit trug sein Verhalten nicht gerade bei Dinge zu lösen. Neben der üblen Nachrede, ist denen noch alles mögliche eingefallen, doch ich hielt mich da ganz zurück, und blickte nur guten Gewissens auf meinen prall gefüllten Ordern, mit zahlreichen Beweisen die meinen ehem. Chef des Betruges überführen könnten. Das traurige ist dabei das mein ehem. Chef und auch sein Rechtsanwalt nicht den blassesten Schimmer haben was sich alles in meinen Ordern verbirgt. Denn mein ehem. Chef sagt auch dass ich angeblich ein Problem mit der Stiftung habe, dass ihm aber nicht betrifft.
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Darauf sagte ich: “Die Stiftung sagt aber das Problem liegt bei Herrn Gärtner”. Dann mischte sich mein Rechtsanwalt auch ein, und erklärte meinen ehem. Chef das auch wenn ich die 1,5 Jahre nicht angestellt worden bin er auch eine gewisse Rolle spielte da ich ja bei ihm Praktikant war und das in seinem Ausbildungsunternehmen. Anfangs als mein AK-Rechtsanwalt den Vergleich mit der Bedingung vorbrachte. Sagte der Gegnerische, dass dies auf keinen Fall möglich ist. Doch jetzt scheint es so als wäre alles in Butter. Irgendwie geht es im Gerichtssaal nur um Täuschen und Tarnen, und die Klienten sind die einzigen die am wenigsten wissen wobei es schon fest steht wie es aus geht, dachte ich mir. Oder ist es etwa normal, dass ein Rechtsanwalt während einer Verhandlung sein Vorhaben komplett um 180 Grad ändert? Ich tippe auf eine Taktik wobei der Anwalt ja immer noch 14 Tage Zeit hat Einspruch zu erheben. So gesehen ist das hier im Gerichtssaal nur eine Show die man genießen sollte, denn die hat man nicht alle Tage. Zeugenaussagen gab’s dann doch keine, da man sich mit dem Vergleich zufrieden gab. Der Steuerberater meines ehem. Chefs und seine Freundin, beide verzichteten auf die Aussage. Das kann ich auch nur als Schikane (Täuschen und Tarnen eben) sehen. Der Steuerberater schaute übrigens mit sehr böser Miene. Die Freundin wirkte da schon eine Spur professioneller und um einiges gelassener und selbstbewusster als mein ehem. Chef. Diesmal schaute mein ehem. Chef aber schon ein kleines Stückchen besser aus der Wäsche als das letzte Mal, als ich schon dachte er hätte die Pest! Damals sah er wirklich krank aus. Auch ein klares Zeichen, dass sich die Rechtsanwälte dies schon vorher ausgemacht haben könnten, und noch verdächtiger machten die sich als sie vor deren Klienten etwas privates ausmachten so von Kollege zu Kollege. Da schaute ich natürlich erst mal schon ganz neugierig und drehte mich zu denen um als würde ich mitreden. Doch irgendwie ging es da um irgend ein Treffen nächste Woche, aber was genau weiß ich leider nicht da meine Anwesenheit womöglich störte. Was dies wirklich zu bedeuten hatte wäre natürlich äußerst interessant, denn 5 Minuten später untermauerte mein Rechtsanwalt wie schon so oft, dass er sich ja auf meiner Seite ist und in meinen Sinne handelte usw. Wenn’s weitergeht wäre ich sicher bereit ihn zu fragen um was es sich da für ein Treffen handelte. Womöglich ging’s aber auch nur um ein gemütliches Kartenspiel unter Gleichgesinnten im Wohltätigkeitsverein. Zum Abschluss der Verhandlung meinte der Richter noch, dass ich auch etwas abschließen können muss, und dass man sich kennt in der Szene und die Branche in Österreich klein ist. Ich sagte auf seine Worte nichts, denn da hätte ich sicher noch 3 Stunden mit ihm darüber reden können. Im nachhinein ist mir aber einiges durch den Kopf gegangen. Meinte er die Richterszene, die Werbeszene oder die Designerszene. Ich hätte sagen können: “Für Gerechtigkeit, Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit brauche ich keine Szene sondern einen gesunden Menschenverstand den leider viele nicht haben sonst wäre ich nicht hier und sie nicht Richter!” Oder ich hätte ihm erklären können von den Kontakten die mein ehem. Chef
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in der Szene hatte. Bankenboss König Ludwig wäre das sicher unter den Top 5 gewesen. Mein Chef kannte sich in der Werbeszene wohl am wenigsten aus, denn er wusste nicht einmal annähernd etwas von einem Unternehmen in dem ich schon vor Jahren einmal gearbeitet hatte, die exakt die gleichen Dienstleistungen anbieten. Na ja diese Möglichkeiten würde ich noch seitenweise fortsetzen können, und das ist auch der Grund warum ich darauf nichts sagte. Zum meinem ehem. Chef oder seinen Rechtsanwalt sagte er überhaupt nichts. Meiner hingegen sagte auch ich sollte abschließen mit der Sache und nicht zuviel Kraft darin verschwenden. Dies untermauerte er mit dem, dass alle älter sind als ich usw. Ich sagte ihm, dass ich es erst an mich heranlassen muss, es weiter verarbeiten und es dann erst abschließen kann. Komisch an sich ist natürlich auch, dass er mir rät die Sache wegen meiner Scheinausbildung aufzugeben. Ich kann nur sagen ich werde nicht einfach die Tür hinter der Korruption, bei der auch ich als Stiftling mitgespielt habe, schließen. Nein ich werde alle Türen öffnen bis ein kühler Herbstwind die Korruption herausgefegt hat, und erst dann werde ich das Gebäude schließen und mein Siegel darauf kleben! 14 Tage nach der Verhandlung und die Berufungsfrist ist abgelaufen und ich habe noch immer kein Dienstzeugnis. Vor einer Woche hatte ich das Verhandlungsprotokoll zugesandt bekommen, indem der 15. des Monats mit Postaufgabe vereinbart worden ist. Also einen Tag hat mein ehem. Ausbilder und Chef noch um das Dienstzeugnis vom Protokoll Zeichen für Zeichen abzutippen und auf das Postamt zu bringen. Das wären dann exakt 7 Monate danach. Das Problem liegt in der Hürde die er überspringen muss mir doch noch einen Gefallen zu tun. Wobei ich das 7 Monate danach weniger als Gefälligkeit sehe. Da ich genau weiß, dass es für ihn einen extrem innerliche Hürde ist gab ich ihm auch noch ein Drittel des Streitwertes. Doch anscheinend ist ihm das weniger bewusst, da er ja womöglich noch immer glaubt, dass sein Verhalten korrekt ist und war. Das kratzt auch sehr an seinem Stolz, an seinem Image, an seinem Sein, an seinem Tun und Handeln und schließlich und endlich spiegelt sich alles in seinem Gesichtsausdruck wieder. Das einfachste für ihn wäre einfach das Gerichtsprotokoll seiner Schwester bzw. seiner Sekretärin oder Assistenz zu geben um das Dienstzeugnis kurz abzutippen. Die Sache mit dem bedingten Vergleich wäre dann bis auf den offenen Betrag praktisch erledigt. Da er aber lieber versucht neben den Hürden vorbei zu kriechen, anstatt endlich mal das Haupt zu heben, ein bischen Anlauf zu nehmen um dieses Hindernis mit Leichtigkeit hinter sich zu lassen, wird es ihm wohl noch länger Kopf zerbrechen bescheren. Der Grund wie ich zu diesem Entschluss komme ist ja leicht erklärt, denn würde er sich der Tatsache, dass seine Kündigung nicht den gesetzlichen Vorschriften entsprach, einmal eingestehen dann hätte er auch kein Problem mir das Dienstzeugnis so schnell wie möglich zu schreiben und an mich zu senden. Da aber 14 Tage für eine oder mehrere Krisensitzungen nicht gerade viel sind, denn es muss der Postweg vom Protokoll eingerechnet werden. Der Terminkalender der Rechtsanwälte kann hier auch einige Tage verschlingen. Von den Terminen des Herrn Gärtners will ich hier lieber
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nicht reden. Somit bleibt auch wenig Zeit um eine etwaige weitere Vorgehensweise zu diskutieren. Dass hier er selbst seine Freundin oder seine Schwester die Sekretärin sich mal schnell 10 Minuten hinsetzt und dieses Dienstzeugnis aufsetzt ist wohl keine Schwierigkeit wenn dass Gericht schon für wirklich die größten Dummköpfe den Text Zeichen für Zeichen vordruckt! Einziges Hindernis, welches ich aber ausschließe, des schnellsten Weges diese Aufgabe zu erledigen wäre vielleicht noch ein Fall von Analphabetismus. Doch wie bereits bei der zweiten Verhandlung klar hervorging haben meine Gegner Angst irgend etwas falsch zu machen!

Kontakte, Kommunikation und Creation
Durch zufällige Recherchen, zum richtigen Zeitpunkt und am richtigen Ort, ging an mich die eine oder andere Information nicht spurlos vorbei. Schon fast glaubte ich mein Drang in dieser Geschichte die Kulissen beiseite zu schieben um die richtige Umgebung zu sehen in der ich einst gespielt habe, flauen langsam ab. Doch plötzlich, so wie ein Donner das prasselnde Geräusch eines Regens unterbricht, bekomme ich wieder Dinge zugespielt von denen ich sie so nicht im geringsten erahnt hätte. Ich dachte wirklich schon daran, dass sich diese Sache jetzt auch ohne mein Zutun erledigen wird. Doch mein Interesse gilt allem was hier in unmittelbaren Zusammenhang steht, und so weiß ich dass nun die Schwester meines ehem. Chefs, die Teilzeitsekretärin, eine neue beruflich Herausforderung sucht. Ihr kleines Töchterchen ist jetzt bald drei Jahre und wird womöglich so bald als möglich gleich wieder aus der Hand der Mutter gereicht werden. Die Erziehung wird dann großteils außer dem Elternhaus stattfinden. Wobei dieses Kind hier kein Elternhaus sich sein eigen nennen kann, wenn die Eltern getrennt ihre Wege gehen und sich neue Partner suchen, während das System mit Ganztagskindergärten so nett ist und gleich die Erziehung übernimmt. Das alleinerziehende Elternteil großzügig entlastet und dem Sprössling sofort auf die Finger klopft um es vom Menschenskind zu einem weiteren mundtoten Herdentier der Gesellschaft umzufunktionieren. Kaum zu glauben welche Fähigkeiten meine ehem. Bürogesellschaft bei ihren Bewerbungen nun auf den Tisch legt. So etwas hätte ich nicht gedacht, denn während meiner Zeit in diesem Büro ist mir nicht aufgefallen wie talentiert sie eigentlich laut ihren Bewerbungsunterlagen ist. Bei der Organisation und Administration möchte ich mich nicht einmischen, doch bei ihrer grafischen Ausbildung muss ich als praktisch arbeitender Grafiker jedoch einhaken. Die ganzen 1,5 Jahre war mir nicht bekannt, dass sie einmal ein Grafikprogramm bedient hätte, bzw. irgend einen grafischen Output lieferte. Kann sein dass sie im letzten halben Jahr ordentlich an ihren Fähigkeiten gearbeitet hat, jedoch nachdem ich noch das Diplom der Akademie für Mediendesign und Werbung zu Gesicht bekam, wusste ich, dass sie schon daran gearbeitet hatte, bevor
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ich sie kennen lernen durfte. Nachdem ich aber sah, dass ihre Diplomarbeit einzig und allein ein Konzept ist, wurde mir auch klar warum hier keine praktischen Fähigkeiten zum Vorschein kamen. Theorien kann man nach 3 Semester schon in ein Werbekonzept packen um einen ausgezeichneten Erfolg zu bekommen. Das die Ausbildung zum Mediengestalter auf Theorie basiert ist meiner Meinung äußert schwach. Ich würde gerne wissen was die Herren und Meister des Instituts der Berufsförderung dazu sagen, dass eine Mediengestalterin mit ausgezeichneten Erfolg eineinhalb Jahre in einem Gestaltungsbüro arbeitet und nichts gestaltet oder sich gestalterisch an Projekten betätigt oder dergleichen. Und warum wusste ich das nicht? Alles mögliche erzählten die mir, nur nicht dass Sie eine Frau vom Fach sei. Warum wurde ich beauftragt ihr einfachste Arbeiten zu erklären. Ich hätte ihr etwas beibringen sollen, doch als ich bei einer Tätigkeit einmal sagte sie sollte den Computer bedienen und ich erkläre dabei, stellte sich heraus, dass ich mich getäuscht habe. Lernen heißt hier, etwas vorgekaut bekommen und zusehen, anstatt es mit einer Anleitung zu machen. Als ich dann enttäuscht loslegte und die Arbeit selbst erledigte, sagte ich kurz und schmerzlos was ich mache und danach fragte ich ob sie noch Fragen hätte. Fragen hatte sie keine, jedoch konnte ich den Rest der Arbeit auch machen, da es ihr vielleicht ein zu umfangreich war oder lag es wirklich daran, dass sie praktisch noch nie etwas gemacht hatte. Das wäre wohl ein klarer Fall der Bildungsmafia, denn immerhin hatte sie auch ein Diplom für Mediengestaltung. Wenn ich nun sehe was man praktisch kann, nachdem man dieses Diplom des Berufsförderungsinstituts erhalten hat, so kann ich ruhigen Gewissens behaupten es sei einzig und allein der Beruf des Ausbilders gefördert worden. Weiters gibt sie in ihren Bewerbungen vor, der Umgang mit den gängigen Büro- und Grafikprogrammen sowie dem Internet ist für sie Routine. Bei den Kenntnissen und Fähigkeiten zählt sie auch zahlreiche Grafikprogramme sowie auch Internet auf. Ich Frage mich warum ich mich wochenlang mit einem gängigen Programm für Datenbanken und Interfaceprogrammierung herumplagen musste, während sie vorgibt sich bereits bestens darin auszukennen? Die Grafikprogramme habe ich weiter oben schon erwähnt, doch was sie mit Internet meinte war mir unklar. Doch bei Ihren Anhang zum Diplom für Mediengestaltung findet sich eine Auflistung der Ausbildungsinhalte wo auch Webdesign steht. Praktisch oder theoretisch oder ob man nur einmal etwas davon gehört hat ist nicht ersichtlich. Bei genauer Betrachtung frage ich mich aber warum ich überhaupt dort gearbeitet habe. Genauer gesagt habe ich 18 Monate dort eine Ausbildung gemacht. Wobei es nur sie, ihren Bruder und mich gab in der Firma. Deren Mutter putzte auch manchmal durch, doch angeblich gab es hier Streit oder sonst irgendwelche Unstimmigkeiten, da mein Chef einmal sagte er hätte das Wochenende den feinen Sand aus einer sehr geschätzten Bucht, der aus meinen Schuhsohlenprofil im Laufe des Tages herausbröckelte unter meinem Schreibtisch herausgekehrt. Er meinte ich sollte mir doch meine Schuhe putzen. Hätte ich im Aussendienst gearbeitet könnte ich das noch verstehen, doch versteckten sich meine Schuhe den ganzen Tag unter dem Schreibtisch.
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Warum Zielstrebigkeit und starkes Engagement zu ihrer persönlichen Qualifikation zählt wenn sie die höhere gewerbliche Bundeslehranstalt gleich nach einem Jahr wieder aufhörte und in die Fachschule wechselte ist mir auch unerklärlich. Warum aber mein ehem. Chef damals Geschäftsbriefe lieber von seiner Freundin aufsetzen lies, als von seiner eigenen Sekretärin ist wirklich sehr verwunderlich wenn man bedenkt, dass seine Sekretärin stolze Besitzerin eines Bürozertifikats einer Wirtschaftssekretärin ist. dass ich ihr zahlreiche Tricks am Computer zeigen musste kann ich darauf zurückführen, dass hier vielleicht nur die Anwendung einer Schreib- oder Kaffeemaschine gelehrt wurde. So gesehen ist das auch gut so, denn bei ihrer nächsten Arbeitslosigkeit wird ihr sicher nahegelegt den Computerführerschein zu machen. Somit schlägt dann ein weiteres mal die Bildungsmafia zu. Bezahlt wird mit Fördergeld und gebildet wird nur theoretisch, oder es wird nur vorgegeben zu bilden. Anwesenheit ist zu einem Bruchteil Pflicht und ein Diplom bzw. den Führerschein gibt es kostenlos dazu. Nebenbei ist dann die statistisch die Arbeitslosigkeit auch unterbrochen, da Weiterbildung eine Vermittlung verhindert, bzw. bereits als vermittelt gilt! Daher gilt es statistisch nicht als Langzeitarbeitslosigkeit und nur deshalb kann dieser Bildungstrick auch weiterhin als erfolgreich in den Medien verkauft werden, indem man sagt, dass die Langzeitarbeitslosigkeit durch diese Bildungsmaßnahmen abnimmt. Da ich weiß was die geschätzte Sekretärin, praktisch in den 1,5 Jahren machte kann ich mit guten Gewissen sagen, dass hier die Weiterbildung nichts gebracht hat, wenn eine zertifizierte Wirtschaftssekretärin nicht einmal Geschäftsbriefe schreiben kann. Obwohl ich es nicht verantworten könnte in meinen Bewerbungen mit leeren Worten herumzujonglieren, hoffe ich dennoch, dass auch die Ehrlichkeit bei zwischenmenschlichen Beziehungen, Bekanntmachungen, Bekanntschaften sowie eben auch Vorstellungen und Bewerbungen Vorrang hat. Ich selbst wundere mich ständig, dass immer wieder etwas neues in dieser Geschichte auftaucht, das direkt oder indirekt damit in Zusammenhang steht. Schlussendlich wünsche ich ihr, dass auch sie ihren Job findet, den sie sich wüscht und der sie glücklich macht.

Ein verzweifelter Rettungsversuch
Heute sieben Monate und einer Woche nach der Kündigung, rief ich bei der AKBezirksstelle an und wollte wissen wann ich die versprochene Bestätigung nun endlich bekommen werde, da ich schon monatelang darauf warte. Darauf meinte die Stimme am Telefon, alles andere als freundlich, dass sie das nicht glaubt, da gerade eben ein Schriftstück rausgegangen ist. Jedoch genau 2 Tage zuvor. Klar das hatte ich noch nicht zu dem Zeitpunkt, und freute mich schon abends auf die Überraschungen meines Postkastens, denn es sollte sich um einen Praxisnachweis der Stiftung handeln. Warum ich genau an diesem Tag anrief ist wieder einmal eine Bestätigung für meine Feinfühligkeit,
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jedoch ist dies für manche leider Ansichtssache und tut nichts zur Sache. Abends schaufelte ich erst einmal lieber ein wenig Schnee und hackte Abwasserrinnen von Eis frei. Danach hatte ich mir es erst einmal auf meinem Sessel gemütlich gemacht und voller Neugier öffnete ich das zerknüllte A4-Kuvert. Alle vorherigen Briefe der Arbeiterkammer waren immer kleinere Kuverts. Allein diese Tatsache, egal ob es ein Zufall ist oder nicht, machte die Sache äußerst spannend und als ich die zwei Blätter Papier herauszog legte ich das Schreiben der AK gleich zur Seite und richtete meine Blicke auf das zweite Schreiben. (Siehe Anhang: Der erste Praxisnachweis) Voller Stauen vernahm ich, dass es sich hier um einen Praxisnachweis handelt. Doch als nächstes richteten sich meine Blicke auf das untere Ende dieses “Praxisnachweises”, denn wer traut sich bei dieser Sache schon etwas bestätigen? Doch dann musste ich feststellen, dass hier keiner etwas nachweist, da keiner den Mut hatte für dieses Dokument sich die Finger zu verbrennen. Das Dokument ist nicht unterzeichnet. Folglich hätte jeder (einschließlich ich selber) hier mir diesen Praxisnachweis geben können. Im gleichen Augenblick suchte ich noch eine Adresse dieser Stiftung, deren Leiterin sich hier nicht zu unterschreiben traut. Doch es ist keine Anschrift zu finden. Ist die Herkunft unbekannt? Das Logo rechts oben der Stiftung ist nicht das Original. Es ist in Schwarz weiß und verzerrt. Kein Original! Durch meine Tätigkeit im grafischen Bereich fällt mir so etwas natürlich auf. Warum bei dieser Angelegenheit kein Briefpapier der Stiftung verwendet worden ist, lässt mich daran zweifeln ob die Stiftung überhaupt von diesem Schreiben weiß, denn es könnte jeder erstellt haben! Weiters erinnere ich mich daran, als ich ein Schreiben von der AMS-Bezirksstelle über die AK übermittelt bekommen hab, indem klar und deutlich gesagt wird, dass eine Praxis nur das Unternehmen bestätigen kann. Die Kurse dagegen kann die Stiftung bestätigen. Logisch betrachtet kann die Stiftung also keinen Praxisnachweis erstellen. Da aber die Stiftung wie in diesem Praxisnachweis auch die Kurse als Praxis betrachtet, wären somit Kurse und die Arbeit im Unternehmen als Praxis anzusehen. Der seminaristische Anteil dieser Stiftungsausbildung wäre dann folglich 0% anstatt eines Viertels, da nichts mehr übrigbleibt. Die abgeschlossenen Projekte und Arbeiten können wohl schwer als seminaristisch zu betrachten sein. Ebenso die über 700 Stunden Programmierarbeit bei denen mein Ausbilder bzw. Chef nicht die leiseste Ahnung hatte um was es geht. Hauptsache war das Endprodukt. So einen Praxisnachweis kann jeder erstellen, der einen Computer mit Scanner benützen kann. Das Logo dieser Stiftung ist in Form einer Broschüre für jeden zugänglich. Einmal eingescannt und fertig ist der Praxisnachweis. Dies hätte mir ja der Stiftungsbeauftragte auch schon vorgeschlagen, dass ich mir meine Ausbildungsbestätigungen selbst verfassen sollte. Wer einmal das Originallogo der Stiftung gesehen hat, erkennt am Praxisnachweis, dass es eine verzerrte Kopie des Originals ist. Ebenso wie die Herkunftsadresse, wird hier
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komplett ein Ausstellungsort verschwiegen. Da freue ich mich schon ein Datum finden zu können, der 8.2.2006. Jetzt bin ich aber erst bei Zeile 3, wenn ich die Schrift im gefälschtem Logo mitzähle. Da überlegte ich kurz ob ich dieses Stück Papier gleich zurückschicken hätte sollen anstatt weiter zu lesen. Nach der Überschrift mein Name und das Geburtsdatum ist richtig, doch die Adresse stimmt wieder nicht. Jetzt schaute ich nochmals auf das Datum und musste feststellen, dass meine wohnhaft nicht dort ist wie angeführt. Vier Monate ist es her, dass ich dort ausgezogen bin. Die Stiftung könnte vielleicht noch die alte Adresse haben dachte ich mir. Dies konnte ich noch als Fehler werten, doch hätte ich angenommen, dass der AK-Mitarbeiter Herr Dr. Bockjäger sich dieses Dokument wenigstens durchgelesen hatte. Wüsste dieser nicht, dass ich vor 4 Monaten umgezogen bin, dann hätte ich bis jetzt kein einziges Schreiben an meine neue Adresse bekommen. Dem war aber nicht so und deshalb nehme ich an das dieses Schreiben nicht von der AK durchgelesen wurde obwohl die mir es geschickt hatte, oder es ein bewusster Versuch ist diese Sache vom Tisch zu kehren. Nach all dem was ich bei dieser Angelegenheit erleben durfte bin ich fest davon überzeug das Zweiteres zutrifft. So bemüht man sich wohl, mich doch irgendwie zufrieden zu stellen, damit ich endlich Ruhe gebe und zufrieden gestellt bin. Als ich nun weiterlese fällt mir auf, dass hier steht: “hat ... folgende Praxis erfolgreich erworben:”. Danach sind die externen und die internen Einheiten angeführt. Somit gäbe es ja 100% praktischen Anteil und nicht wie in den Auflagen des AMS klar und deutlich steht, dass mindestens eine Viertel der Gesamtzeit seminaristisch sein muss. Bei der externen Ausbildung wurde ein Kurs oder besser gesagt Workshop, da man ja auch praktisch arbeitete in diesem Kurs, in zwei zerlegt. Der Grund könnte sein, dass hier die Rechnung des Kursleiters doppelt gestellt wurde, da bei der Menge auf der Rechnung auch eine 2 steht, als wären es 2 verkaufte Schulungen. Ob es wirklich 2 Kurse waren, die im direkten Anschluss aneinander gehalten wurden kann ich nicht sagen, da müsste ich andere Kursteilnehmer ausforschen und deren Rechnung mit der meinen, die ich aus dem Akt der Landesregierung habe, vergleichen. Bei den internen Ausbildungen, bleibt alles gleich. Die ersten drei Punkte habe ich nie gemacht. Präsentationstechniken, Darstellungstechniken beherrschte ich schon vor der Bekanntschaft mit der Stiftung. dass ich grafische Gestaltungsgrundlagen schon vorher beherrschte ist ebenso klar da ich schon zuvor als Grafiker gearbeitet hatte und diesbezüglich auch zahlreiche Referenzen nachweisen kann. Bei den dreidimensionalen Gestaltungsgrundlagen weiß ich nicht was hier gemeint ist. “Layout- Schrift- Text und Bild”? Hier wäre sicher auch interessant was ich hier unter der Leitung von Herrn Mag. Gärtner absolviert haben sollte. Um genau zu bleiben möchte ich auch den Verdacht erheben, dass hier Beistriche fehlen. Ein einziger Beistrich ist bei den sogenannten Einheiten zu finden. Hier hat sich wohl der Verfasser nicht die Mühe gemacht den Text auch noch einmal durchzulesen, da es sicher von vornherein klar war, dass es nicht unterzeichnet wird. Inhaltlich, und auf den kommt es nun mal an, ist dieses Dokument eindeutig unbrauchbar. Wäre es inhaltlich korrekt und auf kariertem Papier mit Kugelschreiben in halbwegs
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leserlicher Schreibschrift geschrieben, müsste ich wahrscheinlich damit zufrieden sein. Mir persönlich ist schon klar warum hier keine Unterschrift zu finden ist. Wäre hier eine Unterschrift, würde ich ebenso auf den Inhalt herangehen und aufzeigen, dass mir die Hälfte unbekannt ist bzw. ich nicht gemacht habe, oder mir hier nichts beigebracht wurde. Durch den Kontakt mit dem Stiftungsbeauftragten wissen sicher bereits alle bestens Bescheid, dass diese Ausbildung sehr schleierhaft ist, und die Tatsache das der seminaristische Anteil zeitlich nicht annähernd der Auflage entspricht ist nicht mehr auszubügeln. Schon langsam wird klar, dass es nicht mehr lange dauern kann, dass dem endlich nachgegangen wird und mein ehem. Chef hatte schon Recht als er sich bei der Verhandlung vor zweieinhalb Wochen darüber beklagte, dass wenn man mir ein Schreiben gibt ich sowieso nicht damit einverstanden bin und was zu nörgeln finde, oder so ähnlich. Da hatte er wirklich Recht, jedoch würde er sich einmal darauf konzentrieren mir meine Forderungen zu erfüllen, dann würde er sich den Betrug mit den nicht gehaltenen Schulungen selbst bestätigen. Als ich nun endlich mal das Begleitschreiben der AK lese, fühle ich mich wirklich verarscht:
Sehr geehrter Herr Autor! In der Anlage übermitteln wir Ihnen den von Ihnen gewünschten Praxisnachweis. Wir freuen uns, Ihnen bei der Durchsetzung behilflich gewesen zu sein und verbleiben mit freundlichen Grüßen ... Ihrer Ansprüche

Dass die Auflagen nicht eingehalten wurden ist erwartungsgemäß wieder verschwiegen worden. Den Praxisnachweis wünschte ich nie wirklich, da ich ja schon wusste das die Sache praktisch extrem stinkt, um es mal auf deutsch zu sagen! Das ich Anspruch darauf hab weiß ich, jedoch glaube ich hätte ich auch Anspruch auf 4,5 Monate seminaristischen Anteil der Schulung gehabt. Allein durch diese Tatsache kann diese Sache hier nicht abgeschlossen sein, denn von der Durchsetzung meiner Ansprüche wie die AK schreibt, kann hier nicht im geringsten die Rede sein. Klar ist wer hier mit im Boot sitzt. Wer aber wirklich rudert und am Steuer sitz ist mir noch unbekannt. Das AMS, die AK, die Stiftung, mein ehem. Chef, die Regierung oder doch Brüssel. Rudert überhaupt noch jemand? Gibt es nicht eher einen Steuermann, oder besser gesagt eine Kommandobrücke die verdunkelt ist und die Türen wurden bereits von innen verschweißt. Mir erscheint die ganze Angelegenheit auf alle Fälle so und es steckt bestimmt eine Donaudampfschi ffahrtsgesellschaft (Die Bildungsmafia) dahinter. Es wird sich herausstellen, ob ich der Bildungsmafia auf meinem selbstgebastelten Floß nachkommen kann! Die Ölspur ist dann aber allemal weg und ich hab freie Fahrt voraus.
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Wenn deren Schiff kentert haben die bestimmt zu wenig Schwimmwesten. Es kommt mir vor als ist es ein Geisterschiff, auf dem keine Menschenseele mit gesundem Verstand geduldet wird.

Fall abgeschlossen
Einen Tag später erhalte ich endlich die ersehnte Antwort des Volksanwaltes. Kurz und schmerzlos ist laut Dr. Paul Esstelka dieser oben erwähnte Praxisnachweis als taugliche Bestätigung anzusehen. Laut Rücksprache mit der Stiftungsleitung, sollte ich auch direkt von der Stiftung diesen Praxisnachweis erhalten haben schreibt dieser. Bei gegebenen Stand der Dinge sind weitere Veranlassungen der Volksanwaltschaft nicht mehr notwendig und der Fall ist aus deren Sicht abgeschlossen. Aus meiner Sicht ist das wenig zufriedenstellend und alles andere als abgeschlossen, da ich dieses Jahr direkt von der Stiftung kein einziges Schreiben erhalten habe. Ob hier die Stiftung gegenüber der Volksanwaltschaft verschweigt, dass es über die AK gelaufen ist? Ich glaube eher, dass hier die Stiftungsleitung die Fäden gezogen hat, jedoch muss man sich die Tatsache wirklich auf der Zunge zergehen lassen, dass ein namhafter bekannter Rechtsanwalt ebenso wie der Rechtsanwalt der Arbeiterkammer eine schriftliche Bestätigung bzw. einen Nachweis ohne Unterschrift und Herkunftsanschrift und mit falscher Anschrift des Empfängers durchgehen lassen. Es gibt Menschen die sich denken, man sollte hier besser das Geld in Selbstschutz investieren und sich mit schlagkräftigeren Methoden gegen die Korruption stellen. Andere werden sofort denken, hier wurde kräftig an den Beziehungen gefeilt und ich bin hier ein dummer Bub wie mir die Stiftungsleitung persönlich vor über einem halben Jahr voller Freude mitteilte. Darauf hat sich die Stiftungsleitung nun einmal fixiert und dass muss ich zur Kenntnis nehmen. Doch wage einen Atemzug und hole erneut aus und gebe mich noch nicht geschlagen. Ich schrieb nun erneut der Volksanwaltschaft:
Der Autor Autorenweg 7 4644 Scharnstein Volksanwalt Dr. Paul Esstelka Chorstraße 71 1051 Wien, Postfach 177

Scharnstein, 7. Dezember 2005

Betrifft: Implacementstiftung oder Scheindienstverhältnis

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Sehr geehrter Herr Dr. Paul Esstelka, ich kann leider nicht verstehen warum diese Angelegenheit als abgeschlossen gilt. Direkt von der Stiftung, wie es in Ihrem Schreiben steht, habe ich leider nichts dergleichen bekommen. Jedoch erhielt ich von der Arbeiterkammer Gmunden (Herrn Dr. Bockjäger) ein Schreiben, dass angeblich dieser Praxisnachweis ist. Jedoch musste ich folgendes feststellen: 1. Meine Adresse(Wohnhaft) in diesem Schreiben stimmt nicht. Auch seitens der Arbeiterkammer Gmunden wurde dabei kein Einwand erhoben, wobei diese aber meine Adresse kannte. Ansonsten hätte ich diesen “Praxisnachweis” nie erhalten. 2. Dieser Praxisnachweis ist nicht unterzeichnet. Somit hätte ich es mir ja schon vor einem halben Jahr selbst schreiben können, wenn dies als taugliche Bestätigung anzusehen ist. Sollte dies wirklich zutreffen, könnte ich mir jede erdenkliche Ausbildung ausdenken und mir selbst einen Praxisnachweis schreiben welcher als rechtmäßig taugliche Bestätigung gilt. 3. Es fehlt der Ausstellungsort, wie es in jedem normalen Brief üblich ist. 4. Ich kann auch keine Adresse, dieser Arbeitsstiftung finden. 5. Mehrere Inhalte sind mir unbekannt, und habe ich nicht absolviert bzw. bin ich nicht in allen Ausbildungsinhalten geschult worden. Ich hoffe, dass aus meiner Erklärung bei Punkt 2 deutlich hervorgeht, dass ich mir äußerst schwer vorstellen kann dass dieser Fall so als abgeschlossen betrachtet werden kann. Somit hat sich nach über 7 Monaten bei dieser Angelegenheit nichts geändert. Warum dieser Praxisnachweis diese oben angeführten Punkte aufweist ist für mich klar, denn bei dieser Ausbildung wurden die Auflagen (Implacementstiftung Ausgabe 2 - gültig ab Oktober 2005) des AMS nicht annähernd erfüllt, da ich Anspruch eines seminaristisch Anteils von mindestens einem Viertel der Gesamtzeit gehabt hätte. Das bedeutet es gehen mir ca. 700 Stunden ab, bei denen ich das Recht gehabt hätte mich in Kursen weiterzubilden. Dies geschah aber nicht, denn ich arbeitete insgesamt über 2670 Stunden im Unternehmen. Der seminaristische Anteil machte aber nur 50,5 Einheiten aus. Das dies nicht annähernd einem Viertel entspricht, bei einer gesamten Dauer von 1,5 Jahren, ist nicht zu übersehen. Anbei übermittle ich Ihnen die Auflistung meiner Tätigkeiten (mit Projektstunden) im Ausbildungsunternehmen. Würde die Stiftung mir diese Ausbildung ordentlich mit einer

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Unterschrift und Anschrift usw. bestätigen, hätte ich eine Bestätigung einer nicht korrekten Ausbildung. Deshalb ist dies auch so ein großes Problem, da ich sehr schnell darauf gekommen bin, dass hier etwas nicht stimmt als ich den Bildungsplan vom Land-OÖ ausgehändigt bekam. Darauf standen dann Schulungen die der Kaufmann Herr Mag. Gärtner (Chef vom Ausbildungsunternehmen) gemacht haben sollte, ich aber hier das erste mal davon erfuhr, und dass war schon Wochen nach Abschluss der Ausbildung. Diesbezüglich hatte ich mir die kompletten Unterlagen vom Land-OÖ besorgt in denen ich dann sah, dass dann diese Scheinschulungen auch bezahlt wurden. Somit verschwand Fördergeld, bei dem ich eigentlich dachte, dass es für mich sei damit Kurse zu meiner Weiterbildung bezahlt werden konnten. Deshalb habe ich auch bis heute keine Teilnahme-, bzw. Kursbestätigung dieser erfundenen Kurse erhalten, da ich diese nicht besucht habe. Abgehalten wurden diese mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch nie, da Herr Gärtner auch kein autorisierter Trainer ist, da es in ganz Österreich nur eine einzige Institution in Innsbruck gibt welche Rhino Schulungen legal anbietet(Laut Herstellerangaben des Programms). Auf dem Land-OÖ liegt aber eine Bestätigung auf bei dem Herr Gärtner bestätigt mich auf diesem Rhino System geschult bzw. ausgebildet zu haben. Dies geschah nicht, ganz im Gegenteil! Herr Gärtner gab mir schon vor Stiftungsantritt eine Demo-CD dieses Programms damit ich mich bereits bei Stiftungsantritt damit auskenne um damit in seinem Unternehmen arbeiten zu können. Ich hoffe auch, dass Sie mir sagen können was nun passiert wenn im Nachhinein festgestellt wird, dass besagte Auflagen nicht annähernd eingehalten wurden, bzw. die Implacementstiftung nicht so wirklich korrekt abgewickelt wurde. Ehrlich gesagt ist mir diese Stiftungssache schon als “Stiftling” etwas schleierhaft vorgekommen, doch als ich einmal erwähnte ob ich nicht einen Tag frei haben könnte, da ich den ganzen Samstag in einen der wenigen Kurse verbrachte, gab es nur die Antwort, dass auch mein Chef öfters das Wochenende mal etwas tut. Außerdem hätte ich Projekte zu erledigen! Überstunden können so und so nicht abgegolten werden denke ich, da man arbeitslos galt. Weiters stellt sich die Frage warum habe ich Anspruch auf 5 Wochen Urlaub als Stiftling gehabt aber keinen Anspruch auf Urlaubsgeld. Gibt es überhaupt einen Urlaub ohne Urlaubsgeld? Somit fand ich als Stiftling auch Arbeitsbedingung vor, die es so als normaler Arbeitnehmer nicht gibt. Nicht einmal die Arbeiterkammer ist hier in der Lage sich darum zu kümmern. Es gibt noch unzählige Dinge die einem Stiftling vorenthalten werden, und was tut man nicht alles für einen Job den man sowieso danach nicht bekommt, da es nur darum ging 1,5 Jahre die womöglich billigste

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Arbeitskraft zu sein die es in Österreich gibt. Ich hoffe jedoch das mein Vertrauen in Ihnen nicht umsonst war. Ich hätte eigentlich geglaubt wenn es Gesetze bzw. Auflagen oder Regelungen gibt sollte man sich auch daran halten. Dies geschah aber bei meiner Stiftlingszeit nicht. Ich bemühe mich stets ehrlich und korrekt zu sein, so wie auch ich wünsche behandelt zu werden, auch wenn dies leider oft missbraucht wird bzw. auf Unverständnis stößt. Freundliche Grüße Der Autor

Meine Interessensvertretung als Arbeitnehmer ist ebenso wenig interessiert diese Sache ordentlich zu bearbeiten um meine Rechte durchzusetzen, und teilt mir stattdessen mit meinen Anspruch bereits durchgesetzt zu haben. Da der Volksanwalt der neueste Akteur in diesem Kriminalroman war, ist es auch nicht wirklich verwunderlich, dass dieser von meinen Gegenspielern mitgerissen wurden. Wie das genau geschah wäre natürlich ebenso interessant. Klar ist jedoch, dass die Stiftungsleiterin meinen ehem. Chef deutlich in Schutz nimmt, da die Praxis nur einzig und allein das Ausbildungsunternehmen bestätigen kann. Warum aber meine Aufstellung der geleisteten Tätigkeiten nicht verwendet wurden, für eine Bestätigung bzw. den Nachweis, ist ebenso ein deutlicher Hinweis darauf, dass es nicht erforderlich war die Tätigkeiten in diesem eineinhalb Jahren zu rekonstruieren und aufzulisten. Die AK-Bezirksstelle bestand aber darauf und drohte mir, nicht einmal mit Recherchen anzufangen wenn ich nicht bereit wäre mich hinzusetzen um diese Aufstellung meiner Tätigkeiten zu machen die über 1,5 Jahre zurückliegen. Da die AK-Bezirksstelle aber sich schon freut mir bei der Durchsetzung meiner Ansprüche behilflich gewesen zu sein, wie sie mir schriftlich mitteilten, hab ich beschlossen eine Instanz höher zu informieren und schrieb an die AK-Oberösterreich:
Der Autor Autorenweg 7 4644 Scharnstein AK Oberösterreich z.Hd. Geschäftsleitung Volksgartenstraße 40 4020 Linz

Scharnstein, 21. Februar 2006

Betrifft: Keine Durchsetzung meiner Ansprüche?

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Sehr geehrte Damen und Herren, Ich arbeitete von Jänner 2004 bis Juni 2005 in einem Unternehmen mehr als 2675 Stunden, neben meiner Arbeitslosigkeit und glaubte eine Ausbildung (Implacementstiftung) zu machen. Leider wurden die Auflagen des AMS (Implacementstiftung Ausgabe 2 - gültig ab Oktober 2005) bezüglich so einer Implacementstiftung nicht annähernd eingehalten, da ich Anspruch hatte mindestens ein Viertel der Ausbildungszeit seminaristisch zu absolvieren. Dieser Anteil betrug aber nur 50,5 Stunden! Bei 1,5 Jahren Ausbildungsdauer, wie es bei mir der Fall war, wären das 4,5 Monate gewesen. Die AKGmunden ist nicht in der Lage meine Ansprüche durchzusetzen, bzw. gab mir Herr Dr. Bockjäger ausdrücklich bekannt, dass es ihn nicht interessiert und dass ich so und so keinen anderen Rechtsanwalt finden werde der mich bei dieser Angelegenheit unterstützt. Die oben genannten Fakten werden jetzt schon das dritte Mal einfach unter den Teppich gekehrt! Nach dieser Ausbildung folgte ein Dienstverhältnis, bei der keine Probezeit vereinbart wurde. Die erste Verhandlung wurde vertagt da ich keinen Vergleich wollte. Bei der zweiten Verhandlung meinte mein Rechtsanwalt, dass man nur mit einem Vegleich ein positives Ende erzielen könnte. Eigentlich dachte ich immer wenn die AK einen Rechtsschutz gewährt besteht von Grund auf die Chance auf Erfolg, da sonst der Rechtsschutz nicht gewährt wird. Auch hier ein klarer Hinweis dafür das die AK und deren Rechtsanwalt nicht wirklich interessiert sind meine Ansprüche nicht bzw. nur zum Teil durchzusetzen. Anstatt auf die Fakten (wie oben geschildert) einzugehen und meinen rechtmäßigen Anspruch einzufordern, bekomme ich von Herrn Dr. Bockjäger einen Praxisnachweis zugeschickt, der leider äußerst unglaubwürdig ist. 1. Meine Adresse(Wohnhaft) in diesem Schreiben stimmt nicht. Auch seitens der Arbeiterkammer Gmunden wurde dabei kein Einwand erhoben, wobei diese aber meine Adresse kannte. Ansonsten hätte ich diesen “Praxisnachweis” nie erhalten. 2. Dieser Praxisnachweis ist nicht unterzeichnet. Somit hätte ich es mir ja schon vor einem halben Jahr selbst schreiben können, wenn dies als taugliche Bestätigung anzusehen ist. Sollte dies wirklich zutreffen, könnte ich mir jede erdenkliche Ausbildung ausdenken und mir selbst einen Praxisnachweis schreiben welcher als rechtmäßig taugliche Bestätigung gilt. 3. Es fehlt der Ausstellungsort, wie es in jedem normalen Brief üblich ist. 4. Ich kann auch keine Adresse, dieser Arbeitsstiftung finden. 5. Mehrere Inhalte sind mir unbekannt, und habe ich nicht absolviert

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bzw. bin ich nicht in allen Ausbildungsinhalten geschult worden. Ich hoffe, dass aus meiner Erklärung bei Punkt 2 deutlich hervorgeht, dass ich mir äußerst schwer vorstellen kann dass dieser Fall so als abgeschlossen betrachtet werden kann. Somit hat sich nach über 7 Monaten bei dieser Angelegenheit nichts geändert. Durch diese Implacementstiftung bin ich am Arbeitsmarkt erheblich schlechter gestellt als vorher ohne, da ich die ganze Zeit über Arbeitslos galt und nichts habe was meine Ausbildung oder meine Tätigkeit ordentlich bestätigen würde. Warum dieser Praxisnachweis diese oben angeführten Punkte aufweist ist für mich klar, denn bei dieser Ausbildung wurden die Auflagen (Implacementstiftung Ausgabe 2 - gültig ab Oktober 2005) des AMS nicht annähernd erfüllt, da ja ich Anspruch eines seminaristisch Anteils von mindestens einem Viertel der Gesamtzeit gehabt hätte. Das bedeutet es gehen mir ca. 4 Monate ab, bei denen ich das Recht gehabt hätte mich in Kursen weiterzubilden. Dies geschah aber nicht, denn ich arbeitete über 2670 Stunden im Unternehmen. Der seminaristische Anteil machte aber nur 50,5 Einheiten aus. Das dies nicht annähernd einem Viertel entspricht, bei einer gesamten Dauer von 1,5 Jahren, ist nicht zu übersehen. Anbei übermittle ich Ihnen eine Auflistung meiner Tätigkeiten (mit Projektstunden) im Ausbildungsunternehmen und die Summen aller Stunden. Würde die Stiftung mir diese Ausbildung ordentlich mit einer Unterschrift und Anschrift usw. bestätigen, hätte ich eine Bestätigung einer nicht korrekten Ausbildung. Deshalb ist dies auch so ein großes Problem. Ich hätte eigentlich geglaubt wenn es Gesetze bzw. Auflagen oder Regelungen gibt sollte man sich auch daran halten. Dies geschah aber bei meiner Stiftlingszeit nicht. Da die AK-Gmunden nicht in der Lage ist meine Rechte durchzusetzen, möchte ich nun von der AK-Oberösterreich wissen: 1. Warum die AK-Gmunden (Herr Dr. Bockjäger) des öfteren Versucht diese Angelegenheit entweder stillschweigend oder äußerst unglaubwürdig einfach als erledigt zu betrachten. 2. Warum mir ein Rechtsanwalt, der eigentlich meine Interessensvertretung darstellen sollte, sagte ich sollte überhaupt froh sein das er etwas für mich tut und ich die ganze Sache so und so vergessen kann, da es sie nicht interessiert mit mir schriftlich zu kommunizieren und ich vermutlich auch keinen anderen finden werde der sich darum kümmert. 3. Warum die AK-Rechtsschutz gewährt, aber der Rechtsanwalt dann

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vor Gericht einen Vergleich vorzieht, wenn aber Aussicht auf Erfolg besteht da sonst ja kein Rechtschutz gewährt werden würde? 4. Kann ich mich von den Beitragszahlungen befreien, da diese offensichtlich als Interessensvertretung nicht in meinem Interesse handelt? 5. Kann es sein, dass die AK-Gmunden deshalb nicht in meinem Interesse handelt, da ich Sohn eines Unternehmers und auch Gesellschafter des Unternehmens bin und Herr Bockjäger in einem anderen Fall gegen mich agiert? 6. Ist es trotz allem noch möglich, dass die AK mir bei dieser Angelegenheit hilft zu meinem Recht zu kommen? Ich hoffe auf eine baldige Antwort meiner Fragen und verbleibe mit besten Grüßen Der Autor

Nach weiteren Überlegungen und einem Hinweis meines Vaters stellte ich nun Überlegungen an warum die AK nichts gegen das AMS und deren nicht eingehaltenen Stiftungsauflagen unternimmt. Praktisch gesehen sind die Tatsachen kaum zu übersehen bei denen diese zwei Institutionen gemeinsam zusammenarbeiten. Durch meinen öfteren Wechsel meines Arbeitsplatzes und etlicher Lücken in denen ich arbeitslos galt kann ich dies aus eigener Erfahrung bestätigen. Nach einer Kündigung, egal ob rechtmäßig oder nicht, sitzt man schnell beim Betreuer am Arbeitsamt. Logischerweise kommt es dabei meistens zur Sprache warum man jetzt arbeitslos ist. Hier stellt sich schnell heraus ob nun die Kündigung oder der Rausschmiss korrekt war oder nicht, und hier werden die Leute praktisch unmittelbar an die Arbeiterkammer weitergereicht. Dies trifft meistens zu, da mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Arbeitsbescheinigung, Lohnabrechnung und Dienstzeugnis usw. noch nicht übermittelt wurden. Somit sagt einem der Mitarbeiter des AMS, dass man am besten gleich im Anschluss auf die AK schaut um nicht unnötig Zeit zu verlieren. Dies geschieht auch mit der Begründung, da sonst der Antrag auf Arbeitslosengeld nicht bearbeitet werden könne. Würde keiner gekündigt werden oder kündigen hätte auch die AK sehr sehr wenig zu tun, da ich kaum glaube, dass ein Mitarbeiter während seiner Tätigkeit im Unternehmen gleichzeitig ein Gerichtsverfahren mit seinem Arbeitgeber laufen hat. Dies wäre dann auch eine weitere Theorie warum das AMS stark daran interessiert ist nicht effektiv gegen Arbeitslosigkeit vorzugehen. Das Schlagwort Schulung mag hier vielleicht beim ersten Augenblick als genau das Gegenteil vorkommen, jedoch weiß ich aus Erfahrung, dass man schneller als Überqualifiziert gilt als man denkt. Vorausgesetzt man wird bei einer Schulung wirklich geschult und es handelt sich nicht um einen Fall der Bildungsmafia bei dem nur der Beruf des Vortragenden der Schulungen gefördert wird. Hierbei fällt mir besonders das bemerkenswerte Beispiel eines Freundes ein der nach
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Abschluss seiner Lehrer als EDV-Techniker nach einigen Monaten Arbeitslosigkeit den Computerführerein machen musste. Sein zukünftiger Arbeitgeber könnte sich fragen ob er zu blöd war für die EDV-Techniker Lehre, dass er danach erst den Computerführerschein machen musste. Durch mehrere oder schleierhafte Schulungen kommt einem dies als Arbeitgeber doch sehr unseriös vor. Ganz abgesehen von den Inhalt der Kurse und der Nachhaltigkeit. Besonders in der EDV-Branche ist eine Nachhaltigkeit kaum zu erreichen wenn artfremde Berufsgruppen plötzlich auf EDV umsteigen wie es das AMS mit Umschulungen praktiziert die ich so nicht als Weiterbildung sondern eher als ein neuer schlechter Anfang sehen kann. Somit wird die Arbeitssuche nach Schulungen auch aufgrund dieser Sichtweise schwerer und schwerer. Ebenso ist es für Arbeitgeber immer schwerer geeignete Fachkräfte zu finden. Somit entsteht ein ständiger Wechsel der Arbeitnehmer, der unnötig provoziert wurde. Genau an diesem Punkt kommt auch die Implacementstiftung ins Spiel und macht es dem Unternehmer schmackhaft sich einen Stiftling zu suchen den dieser dann “praxisorientiert und arbeitsplatzgenau” ausbilden kann. Ganz abgesehen, dass es sehr kosten- und zeitaufwendig ist wenn man sich an die Auflagen halten würde. Das AMS hilft dabei und schreibt dies auch in den offenen Stellen hinzu. Was dabei herauskommt ist in diesem Buch zu lesen, und man wird erneut am Arbeitsmarkt schlechter gestellt. Somit ist dies auch ohne den parteipolitischen Gegebenheiten und Beziehungen, auf die ich nicht näher eingehen möchte, leicht zu erkennen warum es so ist wie es kommen musste. Kurz gesagt ist es das Ergebnis eines professionellen Lobbying, dem die ganze Bevölkerung unterliegt. Egal ob Arbeitsloser, Arbeitnehmer oder Arbeitgeber, denn in einem Sozialsystem wie es in Österreich existiert, ist davon jeder betroffen. Viele wollen nicht hinter die Kulissen blicken, da die Furcht vor der Finsternis zu groß ist. Auf der Bühne des Geschehens sind auch Medien nur Marionetten der Puppenspieler die genau wissen wie sie Massen im Publikum begeistern. Solange in Zeitung, Fernsehen und Radio Angst und Illusion verbreitet wird, ist auch kaum daran zu denken, dass klar und deutlich an die Öffentlichkeit herangegangen wird. dass sich etwa herausstellt, dass Arbeitslosigkeit ein perfektes politisches Zepter ist, dass brüderlich von Partei zu Partei durchgereicht wird. Brot und Spiele braucht das Land. Doch wurde dabei übersehen, dass so manche Spielfigur doch ihr eigenes Bewusstsein besitzt und einmal kurz eine Runde aussetzt um deutlich klar zu machen, dass es Spielregeln gibt die von den Spielern selbst gemacht wurden, sich aber keiner von denen selbst daran hält. So gesehen spielen Institutionen mit politischen Machteinfluss mit dem Volk als Spielfiguren. Spielregeln gibt es durchaus, doch wenn eine Spielfigur sagt sie spielt gerne aber nach den Regeln, dann scheint dies als unmöglich. Das ganze Spiel, bekommt dann durchaus Ähnlichkeit mit Grundzügen eines diktatorischen Systems. Spielregeln gibt es nur, damit es eben welche gibt, doch gespielt wird anders.
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Genau aus diesem Grund rechne ich kaum mehr mit einer Erledigung meines Falles zu meiner Zufriedenheit. Sag niemals nie und deshalb gäbe es folgende Möglichkeiten welche die Sache doch abschließen könnten. 1. dass muss alles ein Missverständnis gewesen sein. 2. Die Auflagen sind nicht gültig oder verschwunden. 3. Das ist ein Einzelfall, und ich bin der einzige Stiftling. 4. Das Ausbildungsunternehmen ist schuldig und muss sich selbst um die Einhaltung der Auflagen kümmern. Folglich wären die 1,5 Jahre dann ein Dienstverhältnis, da ich sonst ein Schwarzarbeiter gewesen wäre. Punkt 1 wäre wohl die einfachste Art seitens Stiftung, AMS oder AK die Sache abzuschließen. Bei Punkt 2 sehe ich mich ausgeliefert, da durchaus nachträglich Änderungen auftreten können, jedoch wäre dann interessant warum das AMS mir eine Version der Auflagen aushändigt die zu meinem Vorteil ist? Hier könnte auch wieder Punkt 1 in Kraft treten. Punkt 3 kann durchaus glaubhaft durchgeführt werden, jedoch bedarf dies einer äußerst geschickten Art dies zu untermauern. Wobei dies früher sicher einfacher gewesen wäre als in diesem fortgeschrittenen Stadium dieser Stiftungsgeschichte. Beim letzten Punkt würde es dann den Unteren in der Hierarchie der Beschuldigten Seite einzig und allein treffen, der seit dem ersten Telefonat nach der rechtswidrigen Kündigung vor 7 Monaten von der Stiftung in Schutz genommen wird. Damals bei diesem Telefonat als ich merkte die beiden sprechen sich gegen mich ab, erkannte ich bereits dass etwas nicht stimmte, doch dass dies derartige Ausmaße annehmen würde hätte ich mir damals nicht gedacht. Wie ich bei der zweiten Gerichtsverhandlung erfahren durfte ist es so, dass meine ehem. Arbeitgeber noch am Wenigsten weiß und praktisch von der Stiftungsleitung abgeschirmt wird. Ansonsten hätte die AK den Praxisnachweis logischerweise von Unternehmen gefordert und erhalten. Das Unternehmen wird aber geschützt, und dies geschieht auch höchstwahrscheinlich auf eigenem Wunsch, da sich Herr Gärtner ja bei der Verhandlung darüber beklagte dass dieses halbe Jahr nach der Kündigung ein Horror für ihn gewesen wäre, da dauernd wieder irgend etwas zu klären sei. Betrachte ich diese Abschirmung des Unternehmens etwas länger kommt mir die Wahrscheinlichkeit, dass Punkt 4 kommen wird äußerst real vor. Fragt sich nur inwieweit dann auch die Stiftungsleitung ihre Pflicht verletzt hat, da sie ja diese Stiftung leitet. Oder anders gesagt, die Spielwiese anbietet auf der dann mit Regeln gespielt werden sollte. Praktisch sieht es so aus, dass zwischen Fördergeld und Rechnungssteller sich die Stiftung dazwischenschaltet und vorgibt das ganze zu verwalten. Selbstverständlich handelt es sich hierbei nicht um ein kostenloses Service, sondern um eine Tätigkeit die höchstwahrscheinlich von öffentlichen Geldern lebt.

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Die AK-Rechtsabteilung
Genau zwei Tage später als das Schreiben an die AK-Zentrale in Linz rausging bekam ich zufälligerweise eine Email von der AK-Linz. Darin ging es aber nicht um meine Stiftlingsgeschichte sondern um einen Literaturwettbewerb, an dem ich irgendwann im Herbst letzten Jahres einmal eine Mail geschrieben hatte, dass ich ein Buch schreibe usw. Leider ist die Einreichfrist vorbei und es können so und so nur Schüler und Lehrlinge im Alter von 15 bis 19 Jahren teilnehmen. Zwei Absätze weiter steht im Mail: “Seien Sie daher versichtert, dass der AK als gesetzliche Interessensvertretung der Arbeiter und Angestellten die Wahrung der Rechte der Mitglieder ein wichtiges Anliegen ist.” Die Absage, dass ich nicht teilnehmen kann da ich 4 Jahre zu alt bin und die Auss chreibungsbedingungen nicht erfülle, ist mir persönlich egal, da ich so und so nicht damit gerechnet hatte mit meiner Stiftungsgeschichte, die nun mal von der AK gedeckt wird, etwas zu gewinnen. Doch der oben zitierte Satz motivierte mich erneut darauf zu reagieren, da es in meinem Fall ganz und gar nicht so der Fall ist, und so schrieb ich ohne lang herumzudichten folgendes Email zurück:
Sehr geehrte Frau Grüncka, danke für Ihre Nachricht, jedoch hab ich die Erfahrung gemacht, dass mir die Arbeiterkammer NICHT hilft meine Ansprüche durchzusetzen obwohl ich 1,5 Jahre in einem Unternehmen gearbeitet habe. Könnten Sie mir vielleicht einen Tipp geben an welche Stelle ich mich dann wenden soll? Fredliche Grüße D. A.

Eineinhalb Stunden später bekam ich die erste Reaktion. Anonym geht hier gar nichts und da die verehrte Dame nicht meinen Namen, meine Adresse oder die Sozialvers icherungsnummer hatte kann Sie auch keine Auskunft geben. Eigentlich wollte ich nur einen Tipp an welche Stelle ich mich wenden kann. Da ich es mir nicht gleich verscherzen wollte schicke ich das Schreiben, dass zwei Tage zuvor per Post an die AK ging nochmals per Email. Weiters die Aufzeichnung meiner Tätigkeiten und die Arbeitszeiten. Gut eine halbe Stunde später erhielt ich eine kurze Mitteilung, dass dies an den Leiter der Rechtsabteilung in Linz, Herrn Dr. Jackner, weitergeleitet wurde. Einen Tag danach erhielt ich dann eine Email von einer Flussler Christa, die mir mitteilt dass jetzt ein Herr Mag. Herbert Yeswok meine “Beschwerde” bearbeiten würde. Anschließend werde dieser dann mit mir Kontakt aufnehmen, schrieb sie. Somit kann man sagen das auf Bezirksebene bei meiner Angelegenheit rein gar nichts erreicht wurde, und dieser Schritt eigentlich schon vor einem halben Jahr nötig gewesen wäre,
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als die Ausbildungsangelegenheit von der AK schlicht und einfach vergessen wurde. Somit bleibt abzuwarten ob jemand anbeißt, oder ob es wieder ein Schuss ins Leere war. In den letzen Tagen ist mir ein Zitat zu Ohren gekommen, dass ich bei dieser Geschichte auch sehr passend finde: “Diesen Sack Würmer bekommt man nur von innen auf!” Wobei ich hier versuche die verschiedenen Stellen gegenseitig auszuspielen, da bisher alle bestens zusammenarbeiteten um mich auszuspielen oder besser gesagt zu vertrösten. Falls nun die Arbeiterkammer auf Landesebene auch glaubt es sei in Ordnung wie mich die Bezirksstelle behandelt, bin ich sehr darauf gespannt wenn ich mich auf das Schreiben der AMS-Bezirksstelle beziehe in dem klar und deutlich steht, dass die Praxis ausschließlich das Unternehmen bestätigen kann. Dieses Schreiben wurde mir von der AK übermittelt. Doch warum ist jetzt der Fall plötzlich abgeschlossen wenn ich aber vom Unternehmen selbst noch nichts bekommen habe? Diese Frage möchte ich dann auf jeden Fall beantwortet haben, wobei ich kaum glaube, dass es nötig sein wird, da ich doch glaube das die Herrn Magister und Doktoren in der Rechtsabteilung der AK in Linz einen ausgeprägteren Sinn für Recht haben als in der Bezirksstelle. Somit wird sich schnell herausstellen was nun mit dem Praxisnachweis war auf dem keine Adresse und keine Unterschrift war?

Brutto oder Netto
Die Frist zur Erfüllung des bedingten Vergleiches bezüglich der Kündigung nach der Scheinausbildung ist nun vorüber. Mein AK-Rechtsanwalt hielt es für notwendig mir dies gleich morgens um 8:00 Uhr per Telefon mitzuteilen. Das Dienstzeugnis sei nun auch eingelangt. Selbstverständlich ist auch der Betrag bereits auf seinem Konto eingelangt. Doch mein ehem. Chef hat Brutto überwiesen, anstatt des Nettobetrages. Warum weiß keiner? Mein Anwalt sagte mir aber im gleichen Satz, dass es nicht seine Aufgabe ist hier nochmals einen Restbetrag zurück zu überweisen, jedoch wenn die beklagte Partei den Betrag fordert so weiß ich jetzt Bescheid, meinte er. Das war’s auch schon. Somit ist das Ende dieses Teiles, der rechtswidrigen Kündigung nicht wirklich abgeschlossen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit muss ich nun damit rechnen, dass dieser Betrag rückgefordert werden wird. Es wurden € 3.318,33 überwiesen. Das sind um 560 EUR weniger als drei Drittel, wenn ich keinen Vergleich zugestimmt hätte. Bei einem Nettomonatslohn von 1.100 wäre das ganze Quartal auf € 4400,00 gekommen und € 521,60 wurden schon im Juli an Gehalt überwiesen. Der Restbetrag des Ganzen wären folglich € 3878,40. Da wir gerade bei den Zahlen sind, das Dienstzeugnis ist mit 1200
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an Streitwert angeführt gewesen wenn es nicht ausgestellt worden wäre. Anders gesagt hätten € 2.585,60 vollkommen gereicht! Jetzt stelle ich mir die Frage wie das passieren konnte? Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten die mir in den Sinn gekommen waren als ich dies erstmals niederschrieb: 1. Blödheit: Die erste Möglichkeit wäre, dass die beklagte Partei, mitsamt deren Rechtsvertreter, ganz einfach zu blöd gewesen sind um den Unterschied zwischen Brutto und Netto auch nur annähernd zu erkennen. Ich erwarte hier nicht eine Expertenmeinung eines Fachmanns der Doktorarbeiten über Steuerrecht und deren Anwendung zu schreiben wagte. Nein hier steht man vor der Tatsache, dass der Rechtsanwalt der beklagten Partei nicht wirklich der Mann vom Fach zu sein scheint. Einfach erklärt geht es hier einzig allein um eine Entschädigung der geschädigten Seite, und das ist nun einmal der Nettobetrag. Das ist ein gutes Beispiel was passieren kann wenn man glaubt das Vertrauen eines Rechtsanwaltes gekauft zu haben, der aber nur an seinem Honorar und kaum am Arbeitsrecht Interesse zeigt. Ebenso ist es wirklich bemerkenswert wie mein ehem. Chef, der nun mal Kaufmann vom Beruf ist, mit Steuern umgeht. Es scheint ihm fremd zu sein, dass er für Gehälter Steuern abführen muß. Ob es ihm überhaupt fremd ist Steuern an das Finanzamt zu zahlen ist daher sehr fraglich. Jedenfalls kann man mit ruhigen Gewissen sagen, dass es dieser Kaufmann mit den Steuern und gesetzlichen Abgaben nicht so genau nimmt wie er eigentlich sollte. 2. Irrglaube: Die Erweiterte Version des ersten Punktes wäre, dass der Anwalt sehr Wohl Ahnung von der Rechtslage hat, jedoch den Irrglauben seines Mandanten geschickt zu Nützen weiß. Der Glaube an einen Dienstvertrag ohne Unterschrift der aber durch geschickte Art und Weise nie im Gerichtsaal vorgelegt werden musste. Hier wäre dann die Überzeugungsarbeit auf der gegnerischen Seite bezüglich des Vergleiches eine wirkliche Meisterleistung gewesen. Es ging vielleicht aber auch ganz einfach mit der Begründung den Trumpf erst später auf den Tisch zu holen. Und ist es nicht so, dass auch ein Honorar eines Anwalts mit dem Streitwert steigt? Der Bruttobetrag im Vergleich zu den Rechtsanwaltskosten doch ein besseres Bild abgibt als der Nettobetrag. Doch dieser Punkt ist etwas an den Haaren herbeigezogen, da ich zu wenig Einblick in die Verrechnungsgewohnheiten der Rechtsanwälte habe. Von manchen Dingen sollte man lieber nichts wissen. 3. Eine Falle: Um die Richtung des Pfeils einmal in die andere Richtung zu lenken, muss dieser auch einmal direkt auf mich zeigen. Das wäre dann eine Falle, die ich zwar erkannt hätte indem ich diese hier anführe, jedoch noch nicht durchschaut habe. Der Käse in der Rattenfalle wäre präpariert, indem das Geld nun auf meinem Konto eingelangt ist. Spätestens nach der Verjährungsfrist kann ich den Käse mit geeignetem Werkzeug aus der Falle kratzen ohne mir dabei das Genick zu brechen. Bis dahin, denke ich, ist
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es eine gute Entscheidung wenn die Ratte den Käse samt Falle in ihrem Bau deponiert. Rechtlich muss es in Ordnung sein, denn ansonsten dürfte mein Rechtsanwalt wohl kaum den Betrag überweisen ohne sich selbst die Finger dabei zu verbrennen. Oder hat der AK-Rechtsanwalt rechtswidrig gehandelt? In seinem Schreiben, dass ein paar Tage später einlangte hätte dieser das schon einmal schriftlich erwähnt, somit kann dieser kaum abstreiten die Netto/Brutto-Geschichte übersehen zu haben. 4. Schweigegeld: Wenn ich mich an die Situation im Gerichtssaal erinnere, in der mein ehem. Chef über das letzte halbe Jahr klagte, und sein Erscheinungsbild, seine Mimik, sein langsames scheues gehen und sein Gesichtsausdruck ziemlich erdrückt wirkten fiel es mir nicht schwer auf den Gedanken zu kommen, dass es Schweigegeld sein könnte. Ein Versuch sich von den Missständen, mit denen er und die Stiftung laufend konfrontiert ist, der letzen 2 Jahre freizukaufen wäre durchaus eine Variante die ich ihm zutrauen würde. Jedoch ist der Brutto/Netto-Differenzbetrag ausgesprochen wenig für 1,5 Jahre Vollzeitbeschäftigung als Arbeitsloser. Würde man eineinhalb Jahre mit dem Mindestlohn rechnen, wären es mind. € 23.000,00 Netto um die es hier geht, falls die Ausbildung für ungültig erklärt werden sollte, da Auflagen nicht erfüllt wurden. Anders betrachtet kann man ebenso sagen mein ehem. Chef hat sich durch mich als Stiftling € 23.000,00 an Nettogehalt und die Lohnnebenkosten gespart. Das wären dann in Summe mehr als € 30.000,00 die er durch mich als Stiftling gespart hatte im Vergleich als wenn er mich als Angestellter in seinem Unternehmen angestellt hätte. Da ich durch diese Ausbildung in die Irre geführt worden bin und ich den Job schon damals annehmen hätte können, wäre der Schaden noch viel höher zu berechnen. Schätzungsweise wären das 33.400,00 EUR an Nettostreitwert. Rechnen wir überschlägig das Arbeitslosengeld ab, da dieses dann mit großer Wahrscheinlichkeit zurückbezahlt werden muss, dann bleibt ein effektiver Schaden von 17.000,00 EUR übrig, der durch diese Scheinausbildung auf meiner Seite verusacht wurde. Der Differenzbetrag, welcher zuviel überwiesen wurde, sind daher nur knapp 4,3% des Schadens und lassen mich an der Schweigegeldvariante sehr zweifeln. Doch finde ich war es hier durchaus interessant zu sehen welcher Schaden effektiv an Nettowerten aus der Sicht meines Kontos entstanden ist. Ganz abgesehen von den steuerlichen Schaden der hierbei entstanden ist. Hinzu kommt das Fördergeld, dass zum Teil abkassiert wurde anstatt etwas damit zu bezahlen, dass mir zugute hätte kommen sollen. Hinzu kommen weiters die Kosten einer seminaristischen Ausbildung von über 4 Monaten die ich laut Auflage bekommen hätte sollen. Ebenso ist natürlich auch ein wirtschaftlicher Schaden zu verzeichnen, da mein Chef den Mitbewerb durch mich als kostenloser Mitarbeiter weit unterbieten konnte und so anderen Unternehmen, die ihre Angestellten auch entlohnen, die Aufträge wegschnappte.

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Der AMS-Boss
Der Stiftungsbeauftragte hat versucht sich aus meiner Angelegenheit rauszumogeln und nach der letzten Stellungnahme hat dieser auch nichts mehr von sich hören lassen. Er hatte mir geschrieben, dass ich gegenüber der Stiftungsleitung mehrmalig geäußert haben soll, dass ich bezüglich meiner Ausbildung einen Fortschritt und einen Erfolg gehabt hätte. Dies ist natürlich frei erfunden. Er hätte geglaubt er hätte Erfolg gehabt mir auszureden mich weiterhin um diese Scheinausbildung zu kümmern. Eine Woche später am 6. März 2006 verfasste ich diesbezüglich ein Schreiben an das AMS in Linz. Da der Stiftungsbeauftragte sich womöglich dieser Angelegenheit nicht gewachsen fühlt, oder er versucht diesen Stiftungsmissbrauch einfach auch nur zu decken. Da von diesem Herrn nichts wirklich bewegendes zu erwarten war, frage ich mich ob es überhaupt notwendig ist einen Stiftungsbeauftragen für ein Bundesland zu haben wenn dieser nicht im Stande ist Missstände zu klären. Es interessiert ihn auch kaum, dass Auflagen (Bundesrichtlinien) verletzt wurden und öffentliches Geld auf betrügerische Art und Weise an meinen ehem. Chef ausbezahlt wurde. Darum beschloss ich seinem Vorgesetzen zu schreiben. Der AMS Boss von Oberösterreich Dr. Ronald Utovski welcher auch die berühmten Auflagen mit seinen Namen unterzeichnet hat, wird nun in den nächsten Tagen Post von mir bekommen. Da nun mittlerweile das 9. Monat angebrochen ist, seitdem ich diese Scheinausbildung abgeschlossen hatte, glaube ich, ist es auch für den einen oder anderen verständlich dass ich hier nicht daran interessiert bin diesem Herrn auch noch Honig ums Maul zu schmieren.
AMS Landesgeschäftsstelle z.Hd. Herrn Dr. Ronald Utovski Arbeitsplatz 1 4020 Linz Betrifft: Implacementstiftung Sehr geehrter Herr Dr. Ronald Utovski , ich machte eine Implacement Ausbildung von Jänner 2004 bis Juni 2005 (1,5 Jahre). Dabei wurden jedoch die Auflagen (GZ: AMS OÖ/LGS OÖ/072221008/05 Ausgabe 2 - gültig ab Oktober 2005) nicht erfüllt! Leider ist Herr Mag. Jochen Brunz (Stiftungsbeauftragter) bis jetzt nicht in der Lage gewesen mir darüber Auskunft zu geben. Ich bitte Sie daher mir klar und deutlich, auf unmissverständliche Art, mitzuteilen was ich tun kann wenn diese Auflagen nicht Scharnstein, 6. März 2006

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eingehalten worden sind, bzw. wer für den Schaden aufkommt und wo ich nun meine Ansprüche, die ich laut den oben genannten Auflagen gehabt hätte, geltend machen kann. Als Termin merke ich 10 Tage vor. Sollte ich bis dahin keine klärende Antwort Ihrerseits erhalten, behalte ich es mir vor umgehend Anzeige zu erstatten. Mit besten Gruß Der Autor

Praxisnachweisprobleme
Einen Tag später bekam folgende Nachricht vom Volksanwalt:
Sehr geehrter Herr Autor! Vielen Dank für Ihr Schreiben vom 21. Februar 2006. Zu meinem Bedauern gibt es mit dem von Ihnen gewünschten “Praxisnachweis” über Ihre Ausbildung in der Implacementstiftung Gweürzkammergut augenscheinlich immer noch Probleme. Zum einen geht es offenbar darum, dass auf dem “Praxisnachweis” eine falsche Wohnadresse angegeben wurde. Tatsächlich scheint auch auf dem uns diesbezüglich übermittelten Belegexemplar die Adresse “4810 Gmunden, Gmundnerstraße 30” auf. Das dürfte dann auch der Grund sein, warum Ihnen das Original des Nachweises bis dato leider noch nicht zugekommen ist. Dieser Fehler lässt sich sicherlich ganz leicht dadurch beheben, dass Sie auf direktem Weg mit der Stiftung (Frau Panda) telefonisch Kontakt aufnehmen und um Richtigstellung ersuchen. Bei dieser Gelegenheit sollten auch gleich die übrigen “Formmängel”, die bei der Ihnen über die AK übermittelten Bestätigung gegeben sind, problemlos beseitigt werde; wobei darauf hinzuweisen ist, dass das uns vorliegende Belegexemplar Ihres Praxisnachweises” sehr wohl von der Stiftungsleiterin unterschrieben und mit einem Ausstellungsdatum (8.2.2006) versehen ist. Die andere Sache, die Sie ansprechen, erscheint freilich schwerwiegender. Sie behaupten inhaltliche Fehler der Bestätigung und meinen, dass Ihnen Ausbildungsinhalte, die auf dem “Praxisnachweis” aufscheinen, in Wahrheit nicht vermittelt worden seien. Konkret erwähnen Sie in diesem Zusammenhang eine Schulung im “Rhino System”.

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Aus dem der Volksanwaltschaft vorliegenden “Praxisnachweis” ergibt sich, dass Ihnen Kenntnisse im Bereich “NURBS-Modellierung auf dem System RHINO” im Rahmen einer internen Ausbildungseinheit im Gestaltungsbüro Normnuss vermittelt worden ist. Aus dem von Ihnen mitunterschriebem Bildungsplan inklusive dessen Beilage geht hervor, dass diese Ausbildungseinheit in Gestalt eines “trainings on the job” erfolgt haben sollte. Eine Rechtswidrigkeit läge somit nur dann vor, wenn Sie im Zuge Ihres umfassenden Praktikums bei der Firma Normnuss mit diesem System tatsächlich nie gearbeitet und sich damit nicht vertraut gemacht hätten. Diesbezüglich sind Ihre Angaben leider etwas unklar, zumal Sie ja einräumen, vom Chef der Firma Normnuss eine Demo-CD erhalten zu haben, mit dem Hinweis sich damit vertraut zu machen, damit Sie in seinem Unternehmen mit jenem System auch arbeiten können. Hinzuweisen ist auch darauf, dass für Ihre Ausbildung in der Stiftung in erster Linie die “Bekanntmachung zur Anerkennung und Durchführung von Arbeitsstiftungen (AST) AMF /6-2003 und AMF/152004” einschlägig sind, die in der Zeit Ihrer Stiftungsteilnahme vom 7. Januar 2004 bis 30. Juni 2005 gegolten haben. In diesen Richtlinien ist keine bestimmte Quote für Ausbildungsmodule in Seminarform, sehr wohl aber die Zulässigkeit von Betriebspraktika festgeschrieben (jeweils Punkt 6.4 der Richtlinien). Ihr Hinweis auf eine ab Oktober 2005 gültige neuere Richtlinie vermag schon deshalb keine Rechtswidrigkeit aufzuzeigen, da Ihre Stiftungsausbildung zu diesem Zeitpunkt schon abgeschlossen war. Auf Grund Ihrer derzeit vorliegenden Angaben hinsichtlich einer inhaltlichen Unrichtigkeit Ihres “Praxisnachweises” ergibt sich noch keine ausreichende Grundlage für eine Wiederaufnahme bzw. Fortsetzung des volksanwaltschaftlichen Prüfverfahrens. Es steht Ihnen aber selbstverständlich frei, Ihre Angaben näher zu präzisieren und ergänzende Beweismittel vorzulegen. Sofern Sie eine Ergänzung bzw. Änderung des Praxisnachweises in inhaltlicher Hinsicht anstreben und diesbezüglich eine weitere Unterstützung durch die Volksanwaltschaft wünschen, so wäre es zudem notwendig, dass Sie uns eine konkrete Auflistung jener Ausbildungsinhalte übermitteln, die Ihnen aus Ihrer Sicht nun tatsächlich vermittelt worden sind. Mit freundlichen Grüßen i.A. Dr. ...

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Natürlich antwortet ich sofort auf dieses Schreiben. Ich versuche hier den Inhalt wiederzugeben, anstatt das Schreiben zu kopieren. Gleich anfangs steht, dass ich einen Praxisnachweis wünschte. Das stimmt so nicht, denn das hatte die AK erfunden. Weil sie anscheinend unfähig waren sich hinter den Missbrauch zu klemmen, versteiften die sich auf dieses Praxisnachweis der aber dann doch Schulungsinhalte zu bestätigen versucht. Wobei ich etwas wollte was sich nicht allein auf die Praxis bezieht, sondern praktisch eine Diplom oder ähnliches aus dem klar hervorgeht zu was ich nun ausgebildet worden sein sollte! Der Praxisnachweis würde mir hier so nicht genügen. Ganz abgesehen von den Scheinkursen die mein ehem. Chef erfunden hatte, davon habe ich bis heute zurecht keine Kursbestätigung erhalten, da diese Kurse ausschließlich verrechnet wurden anstatt sie auch abzuhalten. Dass ich nun mit der Stiftung telefonisch Kontakt aufnehmen sollte, ist wohl ein Vorschlag den ich persönlich sicher nicht nachgehen werde, da diese mir schon mit ihrem Rechtsanwalt drohte wenn ich noch einmal anrufe! Jedoch kann sich Frau Panda gerne beim mir entschuldigen und die Drohung aufheben. Sollte ich dies schriftlich (mit Unterschrift, Name und vollständiger Adresse) erhalten haben, bin ich wieder bereit Sie anzurufen um die Dinge zu klären. Ebenso möchte ich festhalten, dass ich kaum glaube das Frau Panda einzig und allein die Stiftung ist. Laut meinen Recherchen muss es einen dreiköpfigen Vorstand geben. Es wäre interessant wer der Stifter ist, um demjenigen auch vom Stiftungsmissbrauch in Kenntnis zu setzen, und wer als Begünstigter der Stiftung festgelegt wurde. Äußerst verdächtig jedoch erscheint mir, dass die Volksanwaltschaft ein Exemplar des Praxisnachweises in unterzeichneter Form erhalten hat. Ich jedoch muss mich mit einem “nackten” Dokument, ohne Herkunftsadresse und Unterschrift, zufrieden geben. Dazu fällt mir nur noch eindeutig das Wort Betrugsverdacht ein. Mein Verteidiger bekommt sozusagen andere Dokumente zugespielt als ich, damit mein Verteidiger mir mitteilen kann es sei doch alles in Ordnung. Das die Ausbildungsinhalte nun nicht stimmen ist für mich praktisch schon seit fast einem Jahr klar, seitdem ich den Bildungsplan im Juli 2005 das erste Mal so zu Gesicht bekommen hatte. Wohlgemerkt wurde der Bildungsplan, nachdem auch ich diesen zu Stiftungsbeginn unterzeichnen musste, danach noch ohne mein Wissen geändert und erweitert. Das dieser Bildungsplan nicht vor Stiftungsantritt festgelegt war bestätigt das einzige Datum welches mein ehem. Chef zu seiner Unterschrift hinzuschrieb. Das Feld welches allgemein für das Datum war, blieb jedoch immer leer. Weiters sollte auch noch angeführt werden, dass ich mittlerweile mehrere verschiedene abgeänderte Kopien des Bildungsplanes besitze. Dabei wurden die Kurskostenbeträge sowie die Gesamtsumme korrigiert. Die 3D-CAD-Schulung stieg von € 1050,00 auf € 1260,00 Kurskosten und die “Programm-NURBS”-Schulung stieg von € 580,00 auf € 900,00. Diesen Unterschied stellte ich zwischen den Versionen von der Stiftung und von der
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Landesregierung fest. Die Ausbildungsdauer von einem Jahr war immer gleich, und stimmt somit nicht da es eineinhalb Jahre waren. Nun konkret zu dem, dass mir Kenntnisse im Bereich “NURBS-Modellierung auf dem System RHINO” im Rahmen einer internen Ausbildungseinheit vermittelt worden seien. Um es klar und deutlich zu sagen, ich habe nie eine NURBS-Modellierung im Gestaltungsbüro Normnuss vollbracht. Das Wissen über eine NURBS-Modellierung wurde mir ebenso wenig vermittelt. Ebenso wenig gestaltete ich auch keine NURBSLinie im Gestaltungsbüro Normnuss. Auf dem System Rhino arbeitete und modellierte ausschließlich mein ehem. Chef und selbsternannter Ausbilder sowie Designer. Das einzige was ich mit dem System Rhino zu tun hatte, war Dateien dieses Systems in ein anderes System importieren, sowie das ich Rhino-Dateien öffnete und neu speicherte um diese im anderen System importieren zu können. Das geschah immer ohne jegliche Modellierung oder Änderung, da ich sonst den Designentwurf verändert hätte. Logisch betrachtet, wenn ich die Modellierungen vorgenommen hätte, wäre der selbsternannte Designer mein ehm. Chef wohl, bis auf die Pflege der äußerst freundschaftlichen Kundenbeziehungen, völlig überflüssig gewesen. Somit hätte ich, wenn es so gewesen wäre, den Designer höchstpersönlich abgelöst. Bezüglich dem von mir mitunterschriebenen Bildungsplan möchte ich nochmals darauf zurück kommen, dass nun bereits mehrere Versionen existieren. Ganz zu schweigen von der Version die ich unterschrieben hab. Welche Seriosität dieses Dokument mit meiner Unterschrift dadurch an den Tag legt ist sehr fraglich. Aus diesem Grund sollte am besten das Dokument, welches von Stiftlingen und zukünftigen Stiftlingen vor und nach dem signieren unbedingt kopiert werden! Doch ich hätte vorher auch nicht gedacht, welche Gepflogenheiten die Bildungsmafia an den Tag legt. Weiters habe ich keine Beilage unterzeichnet und erst nach Beendigung der Stiftungszeit erstmalig zu Gesicht bekommen, als ich den Akt von der Landesregierung anforderte. Bezüglich dem “Training on the job”, muss ich nochmals sagen, dass ich in meiner Arbeitszeit während der Vollauslastung von den 40 Stunden die Woche keine Kenntnisse über eine “NURBS-Modellierung auf dem System RHINO” erhalten habe. Ich habe nie im Unternehmen eine derartige Schulung oder Vermittlung von diesen Kenntnissen erhalten. Jedoch war ich gezwungen mich schon vor Stiftungsantritt mir selbst unnötigerweise Kenntnisse mittels einer Demo CD anzueignen, da mein ehem. Chef behauptete dies sei nötig um bereits bei Stiftungsbeginn damit arbeiten zu können. Ich hatte aber nie eine NURBS-Modellierung vorgenommen oder das Wissen darüber vermittelt bekommen. Diesbezüglich ist es sehr interessant, dass nun angeblich das bestätigt wird was ich in meiner Freizeit, ohne Ausbilder, Ausbildungsunterlagen und außerhalb vom Ausbildungsunternehmen, und ohne Auftrag und Projekt, ein einziges Mal ausprobiert hatte. Stattdessen wird eine Haupttätigkeit, die Programmiertätigkeit, im Betrieb völlig weggelassen. Weiters ist unklar ob in einem Computerprogramm Dateien zu öffnen
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und wieder zu schließen ein Arbeiten mit dem System darstellt. Dabei wurde nicht annähernd die Tätigkeit einer NURBS-Modellierung vorgenommen. Ich vergleiche das jetzt einmal mit dem Autofahren. Zählt es zum Autofahren wenn ich bei der Beifahrertür in das Auto einsteige, kurz die Tür schließe und dann sofort wieder aussteige? Ich glaube kaum. So gesehen glaube ich sollte man unterscheiden ob mit dem Programm gearbeitet worden ist, oder kurz eine einzige Funktion, von womöglich über tausend Programmfunktionen, verwendet wurde. Ich kann mit einem Auto in alle möglichen Richtungen und an alle möglichen Orte fahren. Dann bin ich auch wirklich das Auto gefahren. Kurz Ein- und Aussteigen zählt für mich nicht zum Autofahren. Ebenso ist für mich am Computer eine Datei zu öffnen, diese in einem neunen Format zu speichern oder zu exportieren und dann wieder zu schließen kein wirkliches Arbeiten mit dem Programm. Das bei einem Programm das tausendmal mehr kann und meine Tätigkeit nicht der eigentliche Zweck dieses Computerprogramms war. Meines Erachtens nach ist es eine Rechtswidrigkeit, da ich keine NURBS-Modellierung in den 1,5 Jahren im Büro meines ehem. Chefs vorgenommen habe und auch die Kenntnisse darüber nicht vermittelt bekommen hatte. Weiters frage ich mich ob nicht einzig allein die Tatsache reicht, dass für eine Schulung Fördergeld kassiert wurde die aber nicht abgehalten worden ist. Ganz egal ob ich mit dem System Rhino in Summe der 1,5 Jahre vielleicht insgesamt 4 Stunden gearbeitet hatte oder überhaupt nicht. Bei eineinhalb Jahren wäre dies womöglich ein Prozentsatz zwischen 0 und 0,1% bei dem ich mit dem System Rhino etwas machte. Hätte ich vor Stiftungsantritt gewusst, dass ich derart wenig mit dem Programm Rhino zu tun haben werde und ich auch keine Schulung erhalte, hätte ich diese Stiftung nie gemacht. Dies war ein entscheidender Punkt, jedoch arbeitete ich eigentlich nie mit diesem Programm und Schulung gabs auch keine. Als ich während der Stiftungszeit meinen ehem. Chef darauf ansprach wurde es begründet, dass eine Schulung zuviel Geld kosten würde, und ich so und so nicht darauf arbeite. Äußerem gehe es darum die Arbeit im Büro zu erledigen und das ging ja auch ohne Schulung. Bewusst in die Irre geführt würde ich das nennen, denn das eine Programmschulung bei so einem umfangreichen Programm den Förderrahmen sprengt und nicht kostenlos ist war eigentlich von vornherein klar. Doch für mich war dieses Programm neu. Da hier im Schreiben der Chef gesondert angeführt wurde, möchte ich auch nun den Volkssanwalt davon in Kenntnis setzen, dass es sich hier nicht um ein Unternehmen handelt mit einigen Mitarbeitern. Nein es war ein einziges Büro mit zwei Schreibtischen. Einer war für mich, dem kostenlosen Mitarbeiter, und der andere für den Chef der gleichzeitig Kaufmann, Designer und selbsternannter Ausbilder war. Gelegentlich war auch seine Schwester mitsamt ihrem dreijährigen Kind im Büro die angeblich geringfügig neben ihrer Karenzzeit angestellt war. Sie saß dann auf einem Campingtisch und surfte im Internet und tätigte Banküberweisungen. Das war’s auch schon. Es gibt auch keine
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Firma Normnuss oder ein Gestaltungsbüro Normnuss. Korrekterweise und so stand es auch auf der Klage geht es hier um Herrn Mag. Gärtner André / Gestaltungsbüro Normnuss. Wie er sich nennt ist egal, und eine Klage oder Anzeige an Normnuss wird hier wenig bringen. Er haftete einzig und allein mit seinem Namen.

Rechtliche Basis für Arbeitsstiftung ungültig
Das die erwähnten Stiftungsauflagen nicht gültig sind ist eine Tatsache, doch muss ich mich zugleich fragen woher ich diese hatte? Der Stiftungsbeauftragter Mag Jochen Brunz in Linz hatte mir die ungültigen Auflagen zugesandt.! Bewusst oder unbewusst? Diese Frage möchte ich an dieser Stelle noch offen lassen. Angeblich könnte es durchaus der Fall sein, dass die Auflagen nach bekannt werden dieser Stiftlingsgeschichte maßgebend geändert wurden, da diese drei Monate nach meiner Beendigung der Arbe itsstiftungsausbildung in Kraft getreten sind. Diesbezüglich habe auf schnellsten Weg Kontakt mit diesem geschätzten Herrn Brunz aufgenommen in dem ich ihm ein kurzes Email schickte:
Sehr geehrter Herr Mag. Jochen Brunz, da die von Ihnen am 29 November 2005 übermittelte Fassung (Siehe Anhang) der Implacement-Richtline für meine Implacementausbildung (Jänner 2004 bis Juni 2005) nicht gültig ist, bitte ich Sie mir eine für den oben genannten Zeitraum gültige Version in vollständiger Fassung zukommen zu lassen, um diese Angelegenheit weiter prüfen zu können. Besten Dank! Mit besten Grüßen Der Autor

Da ich nun schon eineinhalb Monate nichts mehr von diesem Herrn gehört hatte, und er auch nicht auf mein letztes Schreiben reagierte, nehme ich stark an, dass dieser kaum mehr daran interessiert ist sich dieser Angelegenheit anzunehmen. Alle seine bisherigen Bemühungen habe nichts gebracht und decken den Stiftungsmissbrauch zur Gänze. Auch das die Stiftungsleiterin meinte, ich hätte ihr mehrmals von einem Fortschritt und einem Erfolg berichtet wiederlegte ich knallhart. Ebenso seine Überredungskünste, mir die ganze Sache vor Weihnachten noch auszureden, fruchteten nicht. Stattdessen schrieb ich seinem Vorgesetzen. Diesbezüglich werde ich wohl bei Ausbleiben einer Nachricht erneut seinem Vorgesetzen darüber informieren, dass er mich daran hindert in diese Angelegenheit endlich Licht zu bringen.
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Weiters füllte ich auf der Homepage des AMS das Kontaktformular aus, denn Email Adressen der zuständigen Personen sind nicht auf anhieb zu finden:
Sehr geehrte Damen und Herren, ich machte von Jänner 2004 bis Juni 2005 eine Implacementsti ftungsausbildung. Ich bitte mir die dazugehörigen Auflagen und Bestimmungen zu übermitteln welche zu diesen Zeitpunkt gültig waren. Freundliche Grüße Der Autor

Schnell kurz und schmerzlos klickte ich auf senden. Danach erhielt ich folgende Anzeige auf der Website des AMS:
Danke Wir freuen uns über Ihre Anfrage und werden uns in Kürze mit Ihnen in Verbindung setzen. Mit freundlichen Grüßen, Ihr Arbeitsmarktservice

Verlieren Sie keine Zeit!

Äußerst tolle finde ich dass am unteren Ende des Inhaltbereiches der Internetseite steht, dass ich keine Zeit verlieren sollte. Da hoffe ich ja doch das es noch nicht verjährt ist, oder ich schon zuviel Zeit verplempert hatte und die damaligen Auflagen einfach nicht mehr auffindbar sind. Wobei ich nicht die Meinung vertrete Zeit verloren zu haben, sondern das es eben nun mal seine Zeit braucht, da bisher alle Stellen die ich kontaktierte nichts gegen den Stiftungsmissbrauch unternommen haben. Alles braucht seine Zeit, denn ich habe auch nach einem Tag noch keine Nachricht erhalten. Ich hatte klar formuliert was ich wollte, doch das sich in Kürze jemand mit mir in Verbindung setzen würde stimmt somit nicht. Da man bei der Eingabe die Postleitzahl eingeben musste, bin ich mir ziemlich sicher, dass es sich um eine maschinengenerierte Mail handelt. Mich wundert es aber, dass ich bei meinen zahlreichen Anrufen immer noch das Vergnügen hatte mit echten Personen zu reden, da es bei anderen Konzernen schon Gang und Gäbe ist, dass sich ein Computer
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meldet und die Vermittlung ablöst. So bleibt nur ein Hoffen auf Morgen dachte ich mir, da ich kaum abwarten konnte die gültigen Richtlinien für meine Stiftlingszeit zu studieren. In Zeiten der Emailkommunikation, wäre dies ein Aufwand von wenigen Minuten gewesen, da ich sonst nichts wünschte außer eine einzige Datei. Auch wenn ich ein Email ohne Text nur mit den damalig gültigen Richtlinien im Anhang erhalten würde, wäre ich schon zufrieden. Das es praktisch jedoch ganz anders aussieht, komme ich auf die Idee aufzuzählen an welchen Gründen es liegen könnte. 1.Überlastung: Die Emails in der Bezirksstelle quellen über. 300 Spam- oder Werbemails, trotz Robinsonliste, ECG und dem neuen §7, der ausländischen Spammern deutlich egal ist. Unter den 300 Emails müssen dann tagtäglich vielleicht 27 geschäftlich nützliche herausgefiltert werden, da geschickte Spammer jetzt auch schon namhafte Spam-Blocker übergehen können. Das hier dann 5 dabei sind die unabsichtlich einfach gelöscht werden ist natürlich selbstverständlich. 2. WARNUNG - Kunde gesperrt!: In den Datenbanken des AMS blinkt es mittlerweile schon rot wenn mein Name auftaucht. Hier sei jeder gewarnt der mit mir verkehrt, denn auch das AMS weiß mittlerweile sicher, dass ich es genau wissen möchte und ich mich nur ungern mit fauligen Krümel abspeisen lasse. Wie man im nächsten Teil lesen wird, ist meine Adresse nicht von Belang, denn es reicht nur meine Versicherungsnummer. Eine Nummer reicht komplett für eine Identifikation, der Rest ist nicht von Belang. Es steht nun fest man ist eine Nummer und kein Mensch mit einem Namen! 3. Besprechung ist angesagt: Aufgrund des obigen Punktes könnte vielleicht auch ein interessanter Zusatztext in meinem Datensatz vermerkt sein, der vor jeglicher Aushändigung eines Dokumentes warnt und die Auskunft über eine Besprechung vorzuziehen ist. Dass ein Vermerk existiert, der vielleicht erklären würde dass man mir die damalig gültigen Richtlinien nicht aushändigen darf um eine Prüfung der Ausbildung zu verhindern, hoffe ich wohl doch nicht. Insgeheim denke ich doch, dass hier wohl schon jeder der Zuständigen weiß das hier etwas im Busch ist und somit Vorsicht geboten ist mir irgend eine Auskunft zu geben. Allein dass der Stiftungsbeauftragte am Telefon vor Monaten verkündetet, dass sich die Stiftungsleitung und mein ehem. Chef gemeinsam mit einem Rechtsanwalt beraten um, nichts Falsches zu sagen wirkt an dieser Stelle nicht gerade besänftigend.

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Die AMS-Zentrale
Gleich im Anschluss fand ich dann eine Wiener Telefonnummer unter Kontakt auf der AMS Homepage, die ich gleich wählte mit dem Wunsch die Richtlinien einer Implacementstiftung für den Zeitraum von Jänner 2004 bis Juni 2005 zu erhalten. Anfangs ging hier natürlich gar nichts und ich sollte in 10 Minuten wieder mit der Durchwahl 220 anrufen. Die Dame am Telefon wusste dabei nicht einmal selbst an welche Stelle sie mich vermitteln sollte. Gesagt getan und ich landete bei der Posteingangsstelle bei Fr. Pezi. Die nette Dame dort wusste überhaupt nicht was sie mit den Richtlinien zu tun hatte, und verbindet mich weiter ins Sekretariat zu Frau Muckl, dort ging’s dann weiter zur Fr. Bosch, die zuständig für Förderungen und dergleichen war. Da dachte ich schon am Ziel zu sein, doch dem war nicht so, denn der zuständige Herr der Auskunft geben kann ist natürlich, wie es so of der Fall ist, in einer Besprechung. Meine Nummer hab ich zurückgelassen und der nette Herr wird sich angeblich melden. Knapp eineinhalb Stunden später, ich bin von der Zeit durchaus positiv überrascht, hatte ich dann den Herrn Kalt am Telefon. Klar und deutlich formulierte ich wieder, dass ich gerne die gültigen Richtlinien für eine Implacementstiftung für meinen Zeitraum gehabt hätte. Ja oder Nein wäre wohl eine deutliche Antwort gewesen, denn vorerst musste geklärt werden um was es geht. Ich versuchte mich wieder kurz alles zu erklären, dass ich so eine Stiftungsausbildung machte, bei der noch einiges ungeklärt ist und deswegen benötige ich die Richtlinien.. usw. ... Ich erklärte es ihm auch genauer, dass verschiedene Bildungspläne existieren und die hälfte der Kurse nicht absolviert wurden, da ich erst nachträglich davon erfuhr das es diese überhaupt gegeben hatte. Schlussendlich sagte er mir dass es Aufgabe des Stiftungsträgers sei, dies zu kontrollieren, ob nun geplante Maßnahmen auch durchgeführt worden sind oder nicht. Ich erklärte Herrn Kalt auch, dass mein ehem. Chef Scheinschulungen in Rechnung stellte und diese stets von Fördergeld bezahlt wurden. Als ich dies sagte war eine deutlich Pause und der Herr fragte: “Vom Land?”. Ja vom Land-OÖ sagte ich und er meinte darauf, dass ich ja gar nicht sicher sein kann ob das nun wirklich so war. Als ich ihm weiter erzählte, dass ich bereits den Akt von der Landesregierung hatte indem diese Überweisungen zu finden sind. Jetzt war er wirklich erstaunt und er wunderte sich, dass ich so ohne weiteres an diese Dokumente gelangte. Zum Schluss sagte Herr Kalt mir, dass es Bundesrichtlinien gibt die praktisch den Rahmen vorgeben und jedes Land sich dann seine eigenen Implacementrichtlinien zusammendichten kann. Diesbezüglich verwies er mich natürlich auf denn mir schon längere Zeit bekannten Herr Brunz. Als ich dem sagte, dass dieser nicht daran interessiert ist an dieser Sache, und mir stattdessen einreden wollte diese Angelegenheit einfach zu vergessen, war der natürlich wieder von den Socken. Somit lag ich schon richtig die passenden Richtlinien in Linz anzufordern. Selbstverständlich übermittelte mir der Herr in Wien auch die Bundesrichtlinien, nachdem ich ihm meine Sozialversicherungsnummer bekannt gab.
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Ohne Nummer ist man hier ein nichts und niemand. Selbstverständlich willigte ich ein, da er der Sache nachgehen wollte, dass ich nur eine billige Arbeitskraft darstellte und nicht einmal der Bildungsplan eingehalten wurde. Das Email mit den “Bundesrichtlinien zur Annerkennung und Durchführung von Arbeitsstiftung” erhielt ich auch prompt, jedoch in der aktuellen Fassung und nicht in der zu meinem Zeitraum passenden Fassung. Obwohl ich kurz einen Blick hineinwarf, forderte ich aber sofort die gültigen Bundesrichtlinien an, da mir diese ja wenig helfen und die älteren außer Kraft setzten. Dies steht auch ausdrücklich darin. Trotz allem wagte ich weiter einen Blick hinein und mir wurde kurz übel, dass ich erst mal in den Garten ging um frische Luft zu schnappen, denn was ich unter betriebliches Praktika fand war mir neu:
“Zur sinnvollen Ausnützung von ausbildungsfreien Zeiten oder zum Kennenlernen eines künftigen Berufsfeldes können im Rahmen des individuellen Maßnahmenplanes betriebliche Praktika absolviert werden. Diese können auch der innerbetrieblichen Einschulung am Arbeitsplatz dienen und sind innerhalb der genehmigten Gesamtdauer der Stiftungsteilnahme zu absolvieren. Während der Dauer eines betrieblichen Praktikas erfolgt seitens des Betriebes keine Entlohnung. Die Dauer der einzelnen betrieblichen Praktika ist im Stiftungskonzept zu regeln. Ein betriebliches Praktikum im Rahmen einer betrieblichen Schulung bedarf eines schriftlichen Schulungsvertrages mit einem nachvollziehbaren Schulungskonzept.”

Hier wird es so angeführt als bestände so eine Stiftungsausbildung nur aus Kursen und ein Praktikum kann sein. Ist aber kein Muss. Weiters ist es mir neu, dass es eine ausbildungsfreie Zeit ohne Arbeit im Unternehmen gegeben hätte. Hierzu fällt mir ein, dass ich 10 Tage Schulung hatte in 1,5 Jahren. Auch ein Schulungsvertrag ist mir neu. Ein nachvollziehbares Schulungskonzept hätte ich ebenso auch gerne gesehen, und vermisse ich bis jetzt. Aus einem nachvollziehbaren Konzept ginge ja sicher auch deutlich hervor welche praktische Schulung ich erhalten hätte sollen und zu was ich nun konkret ausgebildet wurde. Das blieb aber aus, da ich laufend immer an Projekten arbeitete, bzw. ich diese zur Gänze selbstständig abwickelte. Da ich beim kurzen Durchlesen bemerkte, dass ich hier bei äußerst vielen Punkten das Gegenteil erfahren durfte bzw. feststellen musste, dass jetzt noch mehr Dinge ans Tageslicht kommen als mir vorher bekannt war, beschloss ich bei Erhalt der zu meiner Stiftungsausbildung gültigen Fassung jedes Kapitel zu dokumentieren und dem Volksanwalt zu übermitteln.

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Der Praxisnachweis II
Merkwürdig fand ich, dass beim ersten Praxisnachweis eine Haupttätigkeit wie meine Programmiertätigkeiten in mehreren Programmiersprachen und Projekten, welche mehrere Monate in Anspruch nahmen, überhaupt nicht aufscheinen. Irgendwie auch klar, denn dabei wurde auch nichts geschult. Somit ist das Motiv, dass ich nur einen billige Arbeitskraft war, wohl kaum mehr wegzukriegen, denn 700 Stunden sind meiner Meinung nach keine Kleinigkeit mehr. Insbesondere, war von dieser Tätigkeit zu Stiftungsbeginn nie die Rede gewesen. Ebenso war dies auch in keinster Weise abhängig von diesen Ausbildungsinhalten. Schlicht und einfach, erkannte mein ehem. Chef, dass er sich meine Fähigkeiten 1,5 Jahre zunutze machen konnte. Hier ging es nicht um eine Vorbereitung auf den Arbeitsplatz oder für das praktische Umsetzen des gelernten oder etwa ein Kennenlernen des Arbeitsplatzes. Hier ging’s ausschließlich um Arbeit, die Erledigung von Kundenaufträgen. Da der Praxisnachweis allein zusätzliche Probleme mit sich brachte war klar, dass hier Gefahr besteht vom Hauptproblem weg zukommen, wie es eben auch die AK macht. Jedoch habe ich am 8. März eine eingeschrieben Briefsendung erhalten. Voller Spannung betrat ich das Postamt, mit seinen darin grimmigen Gesichtern. Das liegt womöglich daran, dass hier mehrer Postämter einfach zusammengelegt wurden und den Postbeamten (oder sind es bereits keine Beamte mehr, sondern Angestellte? Ich weiß es nicht?) ein heißer Stempel mit Streik in den Nacken gebrannt wurde. Ich glaub ich war vor über einem halben Jahr das letzte mal dort und ich war wirklich geschockt, von diesen Gesichtern diesmal. Diese Arbeitsplatzbedingungen mit all den grimmigen, durchaus bösen, Gesichtern wirkt sich womöglich auch noch nachhaltig auf deren Gesundheit aus. Klar die Frühpension winkt bereits, und dann kommen auch arbeitswillige kundenfreundliche Angestellte rein. Bis dahin ist die Post an der Börse und rappelt sich mal ein bischen auf mit einer neuen Kündigungswelle. Oder nennen wir es doch Massenfrühpensionierungsmaßnahme. Dann müssen ehem. Angestellte und Arbeiter sechs Wochen in einer Anstalt ausharren, und erst danach gibt’s die Pension. Diese Taktik erfuhr ich zufällig einen Tag später. Eine Masseurin erzählte, dass zu ihr diese frühpensionsfixierten Patienten einer gewissen Anstalt kommen und ihr alles mögliche erzählen über die sechs Wochen die sie dort verbringen müssen um an die Pension zu kommen. Wer die sechs Wochen übersteht, darf dann in Frühpension gehen. Aber wieder zurück zum Postbesuch. Auf jeden Fall, erinnerte mich die Spannung in der Luft ein wenig an die letzte Gerichtsverhandlung mit meinen ehem. Chef. Es braucht keiner etwas zu sagen, doch die Spannung ist einfach da und jeder spürte sie auch auf seine Weise. Diejenigen die dort arbeiten, haben sich wahrscheinlich schon angepasst an diese “dicke Luft”. Der Mensch ist ja schließlich ein Gewöhnungstier, das mit Angst, Gewalt und Schrecken äußerst leicht gefügig gemacht werden kann.
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Als ich den Poststempel sah hatte sich meine Vorahnung bestätigt, es war mit Sicherheit dieser neue Praxisnachweis auf den die AK so stolz ist. Voller Spannung öffnete ich das A4-Kuvert, denn diesmal war dieses Schriftstück nicht verknittert und eine gefaltete Kopie. Nein es war zusätzlich in einer Klarsichtfolie und hatte sogar ein Begleitschreiben von der Stiftungssekretärin. Mit diesem Begleitschreiben ist nun wieder eine zusätzliche Unklarheit aufgetaucht. Das Problem ist, ich sehe mir die Dinge einfach zu genau durch. Doch irgendwie ist ein Wille zur Lösung der Probleme vorhanden dachte ich mir, da ich es sonst in keiner Klarsichthülle und in ungefalteter Form erhalten hätte. Schön langsam kommen wir doch in die Richtung zur Klärung der Probleme, jedoch bis auf den Unterschied, dass es diesmal unterschrieben ist, meine richtige Anschrift verwendet wurde und das Logo in Farbe aufgedruckt war, hat sich von Inhalt her nichts geändert. Hier eine Auflistung der Probleme, des mit Unklarheiten behafteten Praxisnachweises: 1. Ausstellungsort: Ich weiß nicht ob dies zwingend ist, jedoch ist dies auf jeden andern Nachweises, Diploms oder dergleichen wie auch auf jedem geschäftlichen Brief zu finden. Beim Begleitschreiben ist es ja auch zu finden. 2. Briefpapier: Durch das Begleitschreiben durfte ich erfahren, dass es wohl ein komplett neues Briefpapier gibt bei der Stiftung. Das Logo ist zwar auf beiden Briefpapieren rechts oben, jedoch die Größe variiert um fast 50%. Das Symbol, der drei Würfel, selbst weist sogar neben der in horizontale Richtung verzerrten Form eine deutlich erkennbare Abweichung auf. Die Schrift darunter ist vom Inhalt gleich jedoch die Ausführung ist komplett verschieden. Beim neuen Briefpapier sind die Anfangsbuchstaben generell größer und rot. Die restlichen Buchstaben sind kleiner aber in schwarz. Auf dem Praxisnachweis ist alles schwarz und gleichgroß, wobei auch der Zeichenabstand nicht im Verhältnis zusammenstimmt und somit ein anderer ist. Durch die Tatsache dieser Mängel gehe ich grundsätzlich von einer bewußten Fälschung aus. Warum verwendet man nicht einfach das Briefpapier, auf dem auch das Begleitschreiben gedruckt war?! 3. Unterschrift: Diesmal ist die Unterschrift vorhanden, jedoch fällt mir auf, dass der Wortlaut nicht mit dem auf dem Briefpapier zusammenpasst. Wäre Frau Marietta Panda nicht die “Stiftungsleiterin der Offenen Arbeitslosenstiftung Gewürzkammergut” anstatt nur Arbeitslosenstiftung Gewürzkammergut? Eine Firma kann auch schwer geklagt werden wenn der Firmenwortlaut nicht korrekt in der Klage angeführt ist. Hier wäre ein Firmenbuchauszug interessant und würde darüber Auskunft geben. Ist es überhaupt eine Firma? Ich persönlich glaube eher, dass Stiftungen die legale Form von Scheinfirmen sind. 4. Keine Adresse: (Dieser Punkt hängt mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit mit Punkt 1 zusammen.) Es ist noch immer keine Adresse zu finden, wo nun diese Stiftung zuhause ist. Diesbezüglich habe ich einen Vergleich mit anderen Zeugnissen, Nachweisen und ähnlichen Schriftstücken gemacht. Ich glaube dass es zwingend für jedes geschäftliche Schriftstück ist, dass ersichtlich ist von wo es kommt und an wem es gerichtet ist. Vielleicht nicht zwingend, aber jedenfalls empfohlen, denn eine Rechnung einer Firma
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ohne Firmenadresse, wo nun die Rechnung wirklich herkommt ist sicher nicht ernst zu nehmen. Aufgrund des Briefpapiers vom Begleitschreiben durfte ich feststellen, dass die Stiftung sich bereits ein neues Zuhause gesucht hat und nicht mehr in Vöcklabruck ist. Irgendwie habe ich stark den Verdacht, dass die Stiftung versucht ihre Spuren zu verwischen. Somit könnte es mittlerweile ja 2 Stiftungen geben bei denen Fr. Panda Stiftungsleiterin oder im Vorstand ist. Das “Arbeitslosenstiftung Gewürzkammergut” in Vöcklabruck, denn der Poststempel ist nun mal von Vöcklabruck, oder das “Offene Arbeitslosenstiftung Gewürzkammergut” in Timelkam, von der auch das mir völlig neue Briefpapier mit neuer Adresse stammt. So könnte es durchaus möglich sein, dass die eine Stiftung missbräuchlichen Zwecken dient, während die zweite als Alibi herhalten muss. Denn ein Missbrauch ist selbstverständlich seitens der Stiftung sicher keine geplante Angelegenheit. So könnte sie behaupten, dass sie auch andere Stiftungen leitet und es noch nie Probleme gegeben hat. Ein Versuch wär’s wert, doch ändert es an der Tatsache nichts wie meine Stiftungszeit abgewickelt wurde. Weiters muss ich feststellen, dass zwar die Adressen verschieden sind, jedoch die Telefonnummern gleich geblieben sind. Meiner Meinung ist dies nur ein Indiz für eine Scheinfirma, da eine automatische Weiterleitung technisch möglich wäre. Doch ebenso gut könnte es wirklich eine Scheinstiftung sein, oder war die vorige Stiftungsanschrift die Scheinstiftung. Ich weiß es nicht? Jedoch stehe ich nun vor der Tatsache, dass es zwei verschiedenen Adressen und auch Bezeichnungen gibt. Egal welchen Zweck es dienlich sein könnte. 5. Firmenname: Gestaltungsbüro Normnuss ist kein Firmenname, sondern eine frei gewählte Bezeichnung des Unternehmens. Meines Wissens nach ist dieser frei gewählte Name keine Person die für irgendetwas unter dieser freien Bezeichnung haftet. Korrekterweise, und so ist es auch Gewerberegister sowie im Verzeichnis der Wirtschaftskammer zu finden, ist einzig und allein der Firmenname Gärtner André Mag. Dies geht selbstverständlich auch aus der Klage bezüglich der rechtswidrigen Kündigung nach 4,5 Arbeitstage, nach dem Auslaufen der Stiftungsausbildung, klar und deutlich hervor. Einzig und allein “Mag. André Gärtner, Kaufmann”! Von Normnuss keine Spur. Aus dieser Tatsache geht klar hervor wer nun das Ausbildungsunternehmen war, es war der Kaufmann Herr Mag. André Gärtner und nichts mit Normnuss oder Sonstige frei erfundenen Bezeichnungen. Somit sollte man die Tatsache anerkennen, dass es sich hier um keinen Großbetrieb sondern um eine einzige Person handelt. Er selbst gibt an Designer und Einzelunternehmer zu sein, und hatte in den 1,5 Jahren das Wort Kaufmann nie erwähnt. Somit erwecke ich den Verdacht, das mein ehem. Chef es steht’s pflegt zu Täuschen und sich zu Tarnen. 6. Inhalt: Das der Inhalt nicht korrekt ist, wurde schon erwähnt. Um es kurz zu fassen, wird etwas bestätigt das nicht existierte. Sieben von elf Punkten sind frei erfunden.
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Bei den restlichen vier, hat man eine Schulung komischerweise in zwei aufgeteilt. Es handelte sich aber Tatsächlich um eine einzige Schulung, bei der ich sogar auf Anweisung meines ehem. Chefs einen Tag früher gehen musste, um zu Arbeiten. Der Grund warum ich auf all diese Kleinigkeiten eingehe, ist die Tatsache, dass dadurch die Glaubwürdigkeit, des Dokumentes welches Ausbildungen bestätigt die ich aber nicht gemacht habe, erheblich sinkt. Weiters könnte sich bei einer umfassenden Prüfung dieser Angelegenheit herausstellen, dass dieser Praxisnachweis ungültig ist und auch der oder die Ausstellerin, oder keiner, da es eine fiktive Person darstellt, dadurch nicht belangt werden könnte. Somit schaue ich klar und deutlich durch die Finger bei dieser Angelegenheit, da sich jeder bemüht sich zu verstecken und mit Ach und Krach versucht eine Bestätigung anzufertigen um einer Prüfung zu entgehen. Während hier versucht wird mehrere Scheinkurse zu bestätigen, die aber nicht stattgefunden haben, hatte ich selbstverständlich für diese Scheinkurse keine einzige Bestätigung erhalten, wie es normalerweise bei Kursende üblich ist. Um für den Volksanwalt die ganze Angelegenheit noch einmal kurz zu erklären, besteht das Hauptproblem darin, dass ich 1,5 Jahre arbeitslos war. Dabei hätte ich aber zu etwas ausgebildet werden sollen. Zu was oder als was ist bis jetzt unklar, da ich keine zusammenfassende Bestätigung Zeugnis oder Diplom oder dergleichen erhalten habe aus der dies klar herauszulesen wäre. Fördergeld vom Land-OÖ ist dazu in Anspruch genommen worden. Ich konnte zwar 3 Kurse um insgesamt 1.413,-- EURO besuchen. Zwei von den Dreien konnte ich mir selbst aussuchen und haben mit meiner Tätigkeit in den 1,5 Jahren kaum bis gar nichts zu tun. Ich hatte mir diese Kurse ausgesucht, da ich das Angebot nicht ablehnte. Dies wurde mit der Begründung: “Es sei noch Förderbudget vorhanden”, an mich herangetragen worden. Das Land-OÖ zahlte aber 3.163,-- EUR für meine Schulungen. Der Differenzbetrag verschwand bei meinem damaligen Chef! Davon hatte ich nichts, mein Chef jedoch schon. So wurde ich zum kostenlosen Mitarbeiter. Hätte mich mein ehem. Chef nicht durch diese Stiftungsausbildung in die Irre geführt und hätte den Job angenommen den ich jetzt habe. Dann ist durch dieses Scheindienstverhältnis ein Schaden von ca. 17.000 EUR Netto auf meiner Seite entstanden. Wie hoch der gesamtwirtschaftliche Schaden dabei ist, wage ich nicht zu behaupten. So ein Schaden wäre z.B., dass mein Chef mit mir als Gratismitarbeiter seinen Mitbewerber um Häuser unterbieten konnte, da er keine Lohnkosten und Lohnnebenkosten zu zahlen hatte. Von den Aufträgen die ich erledigte bei denen die Stiftung der Auftraggeber war möchte ich gar nicht weiter eingehen. Jedoch wurden so die Stiftungsbeiträge praktisch auch wieder an die Stiftung rückverrechnet! Als ich dies dem Stiftungsbeauftragten des AMS in Linz mitteilte verschwand das Projekt der Arbeitsstiftung plötzlich vor den Augen der Öffentlichkeit. Dabei ging es um ein Internetportal bei dem auch ein weiteres Unternehmen mitwirkte. So wurde ich sozusagen zum kostenlosen Mitarbeiter meines Chefs.
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Das Arbeitslosengeld wurde bei meiner überschlägigen Berechnung des Schadens als Rückzahlung natürlich mit eingerechnet! Wenn alles korrekt abgelaufen wäre und ich auch etwas hinzugelernt hätte könnte ich noch gut damit leben, jedoch ging es bei diesen 1,5 Jahren nicht um eine Ausbildung sondern nur darum in diesem Büro zu arbeiten. Ein Projekt nach dem anderen. Lückenlos ohne Training oder dergleichen! Hier ging’s nicht um ein “training on the job”, sondern ich machte den Job, und das zur Zufriedenheit der Kunden! Nebenbei bin ich durch einen ausbleibenden Nachweis des Abschluss dieser Stiftungsausbildung am Arbeitsmarkt deutlich schlachtergestellt als vorher. Oder wie hört es sich an wenn man bei einem Vorstellungsgespräch sagt man wurde 1,5 Jahre ausgebildet, doch ich kann mir nicht vorstellen zu was weil ich nur arbeitete. Selbst wenn ich es in meinem Lebenslauf anführen würde wäre eine Bezeichnung hilfreich, anstatt nur “1,5 Ausbildung” zu schreiben. So würde ich mich selbst bei meinen Bewerbungen blamieren. Ist das der Sinn dieser Stiftung? Da ist es noch besser, einfach zu sagen ich war arbeitslos. Doch ich hatte ja 40 Stunden die Woche gearbeitet. Irgendetwas stimmt hier doch nicht! In diesem Sinne hoffe ich doch auf eine Fortsetzung des volksanwaltschaftlichen Prüfverfahrens. Diesbezüglich entschloss ich mich nach Erhalt aller Bestimmungen und Richtlinien welche zu meinen Stiftungszeitpunkt gültig waren dem Volksanwalt, dem Herrn aus der AMS-Österreich Rechtsabteilung und dem Land-OÖ zahlreiche Dokumente mitsamt meinen Unklarheiten bzw. Stellungnahmen und Erklärungen zu jedem Dokument zu schicken. Zusätzlich werde ich dann auch Punkt für Punkt die Unklarheiten der Auflagen und Richtlinien durchackern und dazu meine Bemerkungen, Schilderungen sowie Beweise anführen.

Wi(e)der ein Anruf in Wien
Eigentlich wollte ich nur schnell wissen, was ich nun tun sollte um an die zum richtigen Zeitpunkt gültigen “konkreten Definitionen” des zu gelangen, da der Stiftungsbeauftragte glaubt dass diese nicht für mich bestimmt seien und er bereits seine Kompetenz überschritten hat wie er in seinem Email schreibt:
Sehr geehrter Autor, Es tut mir leid, Ihrem wunsch nicht mehr näher treten zu können, da die richtlinien nur für den internen gebrauch bestimmt sind; die zusendung des letzten entwurfs war an sich eine überschreitung meiner kompetenzen.

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Mbg Jochen Brunz

Ich persönlich vermute, dass hier bereits ein ernstes Wörtchen mit ihm geredet wurde, da die letzen Auflagen anscheinend jetzt auch nur ein Entwurf war. Es wurde ihm praktisch untersagt mir Auflagen auszuhändigen. Zum Schutz der Implacementstiftungen, könnte man annehmen. Dies wäre dann um eine missbräuchlichen Verwendung dieser Stiftungsausbildung zu schützen. Dabei frage ich mich ob diese Richtlinien überhaupt einen Sinn haben, wenn sie nur zum internen Gebrauch bestimmt sind. Somit würde ich nie erfahren ob überhaupt die Richtlinien bei meiner Stiftungssache eingehalten worden sind oder nicht. Es wäre mir praktisch unmöglich dies festzustellen. Das wäre so als würde man einem Autofahrer, die dafür geltenden Gesetze, vorenthalten. Derjenige der das Gesetz verwaltet behauptet, dass diese nur für den internen Gebrauch bestimmt seien. So steht es jeden frei sich an Vorschriften zu halten oder nicht. Denn wenn man sich nicht daran hält, so kann man sich sicher sein, dass derjenige der die Vorschriften verwaltet diese nicht preisgibt. Ich schrieb folgende Antwort:
Sehr geehrter Herr Mag. Brunz, Herr Kalt vom AMS-Wien gab mir gestern bekannt, dass Sie dafür zuständig sind mir diese Unterlagen auszuhändigen! Entweder lügen Sie, Herr Mag. Brunz, mich an oder Herr Kalt war es der sich nicht auskennt! Da sich die bisherige Zusammenarbeit mit Ihnen äußerst unzufrieden ergeben hat, glaube ich persönlich, dass nun Ersteres zutrifft. Sollte es jedoch ihre Kompetenzen überschreiten, mir ein zur besagten Zeit gültigen Richtlinie bezüglich dieser Implacementstiftung zu übermitteln, bitte ich Sie mir umgehend diejenige Stelle oder Person (Anschrift und Tel-Nr.) bekannt zu geben welche mir dies ermöglicht und dazu fähig ist mir diese Richtlinie auszuhändigen. Sollten Sie oben genannte Forderung unterlassen, fasse ich dies als eindeutige Hinderung einer Prüfung auf und werde diesbezüglich rechtliche Schritte in Erwägung ziehen, da Sie bereits davon wissen dass es Beweise gibt, dass diese Richtlinie mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht eingehalten worden sind. Weiters frage ich Sie somit welche Aufgaben der Stiftungsbeauftragte von OÖ nun hat, da ich ja selbst mit so einer Stiftung zu tun hatte und sicher noch weitere Fragen dazu haben werde, und diese Angelegenheit noch lange nicht vorbei ist!

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Freundliche Grüße Der Autor

Zum selben Zeitpunkt bekam ich dann eine Email von der Bezirksstelle in Gmunden von Herrn Brummel. Kurz und Schmerzlos behauptet dieser:
Sehr geehrter Herr Autor, die Auflagen und Bestimmungen der Implacementausbildung wurden seit 2004/2005 bereits mehrfach geändert, die außer Kraft getreten Unterlagen liegen nicht mehr auf. Mit freundlichen Grüßen Berthold Brummel

Der hätte geglaubt, damit wäre die Sache gegessen. Doch ich wollte dies nicht so offen stehen lassen.
Sehr geehrter Herr Berthold Brummel, da Sie sich weigern, oder es womöglich ihre Kompetenz übertrifft, die Auflagen auszuhändigen, welche vor einem Jahr in meiner Stiftungszeit gegolten haben, möchte ich Ihnen somit mitteilen, dass ich glaube das es das nicht gibt das Richtlinien einfach in den Müllkorb landen. So etwas ist mir völlig neu, dass Richtlinien einfach nicht mehr zu finden sind, und somit für eine Prüfung nicht mehr herangezogen werden können! Wenn Sie mir jedoch schlicht und einfach diese Richtlinien nicht geben wollen, dann können Sie mir das auch sagen. Ich bitte Sie auch bekannt zu geben welche Funktion Sie haben und wo Sie tätig sind. Da ich nicht weiß ob Sie im AMS-Linz, Wien oder auch nur in Gmunden sind, und Ihr letztes Schreiben bzw. das Email für meinen Fall, der Implacementstiftung vom Jänner 2004 bis Juli 2005 in der ich war, als Beweismittel herangezogen wird! Freundliche Grüße Der Autor

Da ich so und so kaum glaubte, dass ich unten herum auf Bezirksebene noch Informationen herauskriege, da sich dieser Herr Brummel auch so sicher ist, dass diese Auflagen nicht mehr zu finden sind, hatte ich keine Bedenken hier mal eine Spur an Härte zuzulegen. Außerdem wird die Zeit knapp, denn in 3 Monaten möchte ich nach einem ganzen Jahr
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aktiver Arbeit an dieser Sache dieses Buch abschließen. Ein abschließendes Ende wäre hier schon wünschenswert. Ebenso habe ich so das Gefühl, dass es so und so nicht mehr lange dauern wird, bis hier Klartext geredet wird, und ich endlich erfahren werde was passiert mit einem Unternehmer der 1,5 Jahre einen Gratismitarbeiter hatte. Da mir der nette Herr Kalt (AMS-Österreich in Wien) sagte, dass ich diese OÖ-Auflagen vom Stiftlinsbeauftragen bekomme und dies aber nicht der Fall ist, beschloss erneut in Wien anzurufen. So rief ich am 9 März 2006 an. Diesmal hatte der Herr schon Rücksprache mit einigen beteiligten Personen gehalten, und zuerst kam ich gar nicht zu Wort, und konnte ihm gar nicht erklären weshalb ich eigentlich angerufen hatte. Ich durfte dann auch etwas sagen, und das Gespräch dauerte dann sicher noch 25 Minuten. Auf alle Fälle schickt er mir die zeitlich passenden österreichweit geltenden Bundesrichtlinien jetzt zu. Jedoch wurde klar, dass es nur noch eine einzige Möglichkeit gibt an diese Auflagen des AMS-OÖ zu gelangen. Das wäre dann vom Geschäftsführer des AMS-Oberösterreich, Herrn Dr. Ronald Utovski . Praktisch der Vorgesetzte des Stiftungsbeauftragten, der in seiner Funktion wohl nur zum Händeschütteln gedacht ist und es seine Kompetenz übertrifft einen Anhang in eine Email zu packen und wegzuschicken. Anfangs dachte Herr Kalt schon, dass dieser mir diese Auflagen geben würde. Dazu kann ich immer nur die Frage stellen: “Weshalb bemüht sich jemand mir die Auflagen vorzuenthalten?” Wäre alles korrekt, wie auch immer alle behaupteten, hätte keiner etwas zu befürchten. Doch die Reihen der Verbündeten hatte doch eine Lücke. Weiters durfte ich erfahren, dass ich nur die Stiftungszeit nachgezahlt haben will. Alles andere würde mich angeblich nicht interessieren. Ich sagte gleich darauf, dass ich das nicht weiß und es offen steht was passieren wird, wenn Richtlinien nicht eingehalten werden. Sehr interessant finde ich, dass ich das jetzt aus Wien erfahre, wobei ich dies einmal bei der AK in Gmunden erwähnte als ich meine Stiftungsausbildung mit einem Lehrling verglichen hatte, bei dem die Vorschriften für eine Lehre nicht eingehalten worden sind. Dieser Vergleich kommt nicht von irgendwo, denn dieser besagter Fall wurde stets von der AK vertreten und anstatt des Lehrgeldes wurde dann ein Hilfsarbeiterlohn erstritten. Ebenso wurde ich auf die Stiftungsordnung, welche ich unterschrieben hatte, hingewiesen da ich somit den Bundesrichtlinien und den Landesrichtlinien zugestimmt hatte. Klarerweise darf hier keine Schlechterstellung erfolgen, wurde mir erklärt. Ich vergleiche das mit einem Vertrag, indem auf ein anderes Gesetz verwiesen wird, jedoch so wie es hier der Fall ist, darf ich dieses Gesetz auf das im Vertrag verwiesen wird nicht sehen, da dies angeblich nur für interne Zwecke gedacht sei. Dies klingt meiner Auffassung nach sehr nach vorsätzlichen Betrug. Weiters erklärte mir der Herr Kalt, dass 25% der Kosten einer Stiftungsausbildung das Land zahlt, wobei in Ausnahmefällen das Unternehmen auch selbst Schulungen halten kann. Er sagte: “Wenn z.B. ein Unternehmen ein spezielles Computerprogramm
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verwendet, bei dem ich zu einer Schulung extra nach Amerika fliegen müsste...”. Ich hakte da gleich ein und sagte, dass ich sonst keine Schulungen gemacht hatte als die, die das Land gezahlt hatte. Ausgenommen die Scheinschulungen meines ehemaligen Chefs. Ebenso trifft das mit dem “nach Amerika fliegen” nicht zu da eigentlich geplante Schulungen, meinen Recherchen nach, in Österreich möglich gewesen wären. Ich kannte das Argument auch von meinem ehemaligen Chef, dass es zu teuer sei wenn ich 2 Wochen irgendwo auf Firmenkosten übernachten und einen Kurs besuchen würde. Das mit diesem Programm, bei dem die Schulungskosten zu hoch sein sollten, hörte ich schon öfters. Für mich ist das klar, weil es ein Programm ist, dass nicht jeder kennt und mein ehemaligen Chef das natürlich ausnützt. Wer mit Fachbegriffen und exotischen Computerprogrammnamen, die man nicht kennt, herumjongliert, mag schnell einen fachlichen Eindruck hinterlassen. Zum Zwecke der Förderung hatte mein ehemaliger Chef vorgegeben diese Scheinschulungen selbst abgehalten zu haben, obwohl er selbst nicht einmal Experte in diesem Programm war. Das durfte ich miterleben, als er selbst auf diesen Programm arbeitete und er mir immer wieder von Problemen damit berichtete, die er dabei hatte. Er selbst hatte auch keine Schulung auf diesem Programm gemacht. Ich habe weiter recherchiert und habe von der Firma die dieses Computerprogramm verkauft hat erfahren, dass mein ehemaliger Chef selbstverständlich kein autorisierter Trainer diesbezüglich ist. Herr Kalt sagte mir auch, dass ich am Bildungsplan und zur Bildungsplanerweiterung zugestimmt hätte. Da erklärte ich ihm, dass bereits mehrere Versionen des Bildungsplanes aufgetaucht sind und erklärte ihm, dass ich z.B.: zur Bildungsplanerweiterung und änderung nie zugestimmt hatte. Dies geschah hinter meinem Rücken. Darum ist auch meine Unterschrift auf diesen Dokumenten nirgends zu finden. Dann meinte er, dass ich unterschrieben und zugestimmt hätte, wie er in seinem EDVEintrag feststellen konnte. Doch das stimmte wohl nicht. Aber ich musste zustimmen, dass meine Zeit verlängert wurde, meinte er. Da sagt ich, dass ich dafür bezahlt worden bin, damit ich mündlich zur Verlängerung zugestimmt hatte. Her Kalt glaubte nicht und fragte mich nochmals, und ich wiederholte mich. Darauf sagte er nichts mehr, und die Sache wurde für ihn interessant. Ich konnte mir ja vorstellen, dass die Personen mit denen er schon Kontakte hatte ebenso versucht hatten die Angelegenheit zu verschleiern anstatt aufzudecken. Ich sagte, dass ich eben nur mündlich, gegen Zahlung von € 1.200,- zustimmte und ich damals als Stiftling nie eine Bildungsplanerweiterung zu Gesicht bekam. Und der Hauptbildungsplan wurde ja auch geändert. Auch wenn es nur Zahlen sind, stellt es die Seriosität doch sehr in Frage weil ich ja behaupte, dass auch der Inhalt anders war als ich ihn unterschrieb. Das der Bildungsplan erst im Februar 2004, nach Stiftungsbeginn, unterzeichnet wurde stellt angeblich kein Problem dar, erklärte er mir.
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Herr Kalt versicherte mir dann, dass er weiter Prüfen und der Sache nachgehen werde. Er wird wegen meiner mysteriösen Stiftungsangelegenheit noch diverse Meinungen und Schreiben von den verschiedenen beteiligten Stellen einholen müssen. Kurz danach im Email mit den geltenden Richtlinie wollte er eine kurze Schilderung des Missbrauchsverdachtes. Ich entschied mich ja die Richtlinien durchzugehen und auch meinen Akt ein wenig vorzubereiten und forderte seine Postanschrift. Ich sagte ihm, dass es nicht einige Tage dauern kann da dieser Akt bereits sehr umfangreich geworden ist bei mir und ich ihm diese Angelegenheit vereinfachen möchte. Dies wird dann leider erst in ein paar Wochen fertig zusammengestellt sein. Die Postanschrift bekam ich auch prompt und er wünschte mir auch noch ein schönes Wochenende. Diese Freundlichkeit war ich nicht gewohnt.

Das Rhinozeros
Nach dem Telefonat und einem Tag später bin ich noch auf folgende Überlegung gestoßen: Der Volksanwalt wies mich darauf hin, dass eine Rechtswidrigkeit besteht wenn ich tatsächlich nie auf dem Programm gearbeitet hätte. Diesbezüglich möchte ich erwähnen, dass dieses Programm meinen ehem. Chef ermöglichte seine dreidimensionalen Ideen in den Computer zu bringen. Das Programm war dafür auf seinem Rechner installiert. Egal ob ich jetzt viel, wenig, ganz viel oder vielleicht auch nur ganz ganz wenig auf dem Programm gearbeitet hätte, müsste ich es auf meinem Rechner installiert haben. Jetzt stehe ich aber vor der Tatsache, dass in diesem Büro nur eine Lizenz existierte. War mein ehem. Chef anwesend, so hatte ich in diesem Programm nicht einmal eine Datei öffnen können, da nur eine Lizenz im Netzwerk existierte. Bei einem weiteren Programm war ein Dongle, ein Stecker der die Ausführung eines Programms ermöglichte, von dem auch nur einer im Büro existierte, erforderlich. Somit hätte ich in der Praxis nur etwas machen können wenn er nicht hier gewesen wäre. Klingt schon irgendwie verdächtig, denn installiert waren diese Programme insgesamt auf drei Rechnern. Jetzt stehe ich aber vor der Tatsache, das entweder beide Programme genützt wurden, ich tatsächlich damit gearbeitet hatte (darauf bin ich bereits in früheren Kapiteln eingegangen) und mein ehem. Chef aber mit einer unlizenzierten Software Geld verdiente. Oder man kommt zu dem Entschluss es gibt nur eine Lizenz, und die war nun mal auf seinem Computer und nicht auf meinem vor dem ich täglich saß. Das ist ein Punkt wo sich weiters etwas spießen könnte, denn laut Lizenz dürfen diese Programme nur auf einen einzigen Rechner ausgeführt werden. Tatsächlich war es so, dass es öfters eben das Problem gab, das ich ein Programm nicht öffnen konnte, weil mein ehem. Chef gerade darauf arbeitete und das Programm selbst über das Netzwerk keinen zweiten Programmstart auf einem andern Computer zugelassen hatte. Wenn ich die Software legal auf meinem Rechner installiert hatte, so
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war es offiziell nicht auf einem zweiten auch noch. Mein ehem. Chef gibt nun an mich auf dem Programm geschult zu haben, obwohl er es von der Lizenz her gesehen nicht einmal selbst auf einem anderen Rechner als meinen verwendete. Oder war es nicht so, dass mein ehem. Chef die Software legal nutze, und ich das Programm nie auf dem zweiten Bürocomputer, mit dem ich arbeitete, gehabt hatte. Beide Möglichkeiten haben ihre Probleme, denn wenn ich legal ein Programm nicht verwenden konnte, weshalb zahlt das Land dann Schulungen dafür?

AK-Linz
Mitte März ist auch wieder einmal ein Brief, mit einem dreiseitigen Schreiben, von der AK in Linz bei mir eingelangt. Selbstverständlich werden alle Vorwürfe, dass diese Angelegenheit stillschweigend in die Schublade abgelegt wurden oder dass mein AKRechtsanwalt nicht in meinem Sinne agierte, schöngeredet. Es wird erklärt, dass ich mich aufgrund meiner Erfahrungen auch nicht von der AK-Mitgliedschaft befreien kann, da diese gesetzlich geregelt sei. Lieber versteift sich die AK auf den Praxisnachweis. Dies führte dazu, dass ich bald eine dritte Variante dieses Schriftstückes erhalten werde. Ich antwortete mit folgendem Brief:
AK Oberösterreich z.Hd Mag. Herbert Yeswok Volksgartenstraße 40 4020 Linz

Scharnstein, 14. März 2006

Betrifft :Keine Durchsetzung meiner Ansprüche? Sehr geehrter Herr Mag. Herbert Yeswok! Bevor ich auf Ihr Schreiben vom 9.3.2006 eingehe möchte ich Ihnen sagen, dass es derartige Missstände in diesem Fall gibt dass durch diese Stiftungsmaßnahme ein Schaden entstanden ist der mit jeden Tag zunimmt! Genauer und einfach gesagt geht es um einen gewaltigen Rückschritt in meiner Berufslaufbahn, der durch diese Stiftungsmaßnahme verursacht wurde, sowie der noch immer anhaltenden Schlechterstellung und Behinderung am Arbeitsmarkt, da einiges schief lief! Wäre ich anstatt dieser Stiftungsmaßnahme und dem Ausbildungsunternehmen arbeitslos gewesen, hätte ich schon bessere Chancen am Arbeitsmarkt! Die AK versäumte es derartig schweren Missständen nachzugehen, obwohl ich bereits ausdrücklich darauf hingewiesen habe. Stattdessen wurde ich immer wieder vertröstet und diese Angelegenheit wurde

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bei der AK fast ein halbes Jahr hinausgeschoben und wie man sieht noch immer nicht aufgegriffen! Ich kann Ihnen bereits versichern, dass hier geltende Richtlinien nicht eingehalten worden sind! 1. Der Vorwurf, dass diese Angelegenheit sozusagen stillschweigend unter den Teppich gekehrt wurde bleibt aufrecht. Schon allein die Tatsache, dass erst am 29.11.2005 (5 Monate später) in einem Beratungsgespräch, diese Angelegenheit bei der AK-Gmunden registriert wurde, bestätigt dass hier eine sehr lange Zeitspanne bestand. Wobei ich die AK-Gmunden bereits im Juli 2005 auf den Verdacht des Missbrauchs meiner Stiftungsausbildung hingewiesen habe. Dies geschah auch bei den weiteren Gesprächen. Im Juli wollte ich Herrn Fielgeber sogar schon Dokumente überreichen aus denen hervorgegangen wäre, dass Missstände bei meiner “Stiftungsausbildung” existieren. Doch diese wurde abgelehnt. Weiters glaube ich kaum, dass 5 Monate danach auch noch unter unverzüglich einzuordnen ist? Da bis heute die AK-Gmunden die Missstände noch nicht sehen will, kann ich sagen, dass hier notwendige Schritte nicht eingeleitet wurden! Auch wenn die Stiftungsleitung Frau Panda behauptet ich sei “ein dummer Bub”, so kann ich jeden der mit dieser Angelegenheit zu tun hat nur darauf hinweisen, dass ich mich nicht für dumm verkaufen lasse! 2. dass die Vorwürfe unter Punkt 2, in meinem Schreiben vom 21.02.2005, in keinster Weise nachvollziehbar sind ist klar, da ich auch selbst nicht damit gerechnet hatte mit derartigen Aussagen abgewimmelt zu werden. Jedoch stehe ich selbstverständlich zu meinem Wort und wünsche diesbezüglich eine Erklärung bzw. eine Entschuldigung von Herrn Dr. Bockjäger. Bezüglich der verlangten Auflistung der Tätigkeiten möchte ich Ihnen mitteilen, dass diese Auflistung inhaltlich in keinster Weise etwas mit diesem Praxisnachweis, den ich übrigens nie wollte, übereinstimmt und deshalb nicht notwendig war. Dies betrachte ich als eindeutige Schikane! Was ich wollte ist, dass Missstände aufgedeckt werden und mir die AK bei der Durchsetzung meiner Ansprüche behilfliche ist. Weiters wollte ich wissen was geschieht wenn die Auflagen dieser Stiftungsausbildung nicht eingehalten worden sind. Doch dem wurde nicht nachgegangen. Stattdessen wurde dieser Praxisnachweis, der bis heute nicht in einer ordentlicher Fassung (Die Mängel zählte ich im letzten Schreiben bereits auf) bei mir eingelangt ist, erfunden. Somit sind noch mehr Unklarheiten entstanden, anstatt die vorhandenen zu klären.

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Sollte Herr Dr. Bockjäger diese Liste tatsächlich benötigt haben, so möchte ich wissen weshalb. Schon damals konnte er mir nicht erklären weshalb, darum entstand auch die ganze Aufregung die Herr Dr. Bockjäger womöglich dazu verleiteten mir zu sagen: “Ich sollte überhaupt froh sein das er etwas für mich tut und ich die ganze Sache so und so vergessen kann, da es Sie nicht interessiert mit mir schriftlich zu kommunizieren und ich vermutlich auch keinen anderen finden werde der sich darum kümmert”. 3. Diesbezüglich möchte ich Ihnen sagen, dass ich die Widerrufsmöglichkeit sehr wohl wahrgenommen habe, da ich sogar schriftlich darüber informiert wurde. (Ich bitte Sie für wie blöd halten Sie mich?) Die Beschwerde wird vielleicht nachvollziehbar, wenn ich Ihnen sage dass mir der Anwalt dies empfohlen hatte! Jetzt wollen Sie mir sicher sagen dass ich nicht auf den Anwalt hören hätte müssen. Dann frage ich weiters für was brauche ich dann überhaupt einen Anwalt wenn ich deren Aussagen nicht beachten sollte. Ich glaube die Sache ist dem einfach zu heiß geworden. Da dieses Verfahren bereits abgeschlossen ist, möchte ich aber diese Angelegenheit nicht weiters behandeln, sondern Sie nur über diese Tatsache informieren. 4. Da ich mich nicht von den Beitragszahlungen befreien kann, wünsche ich dass diesbezüglich disziplinäre Maßnahmen ergriffen werden anstatt die Angelegenheit zu verleugnen, da ich eine derartiges Verhalten eines Herr Dr. Bockjägers nicht dulde. Die Tatsache dass Herr Bockjäger es bei seiner Prüfung versäumt hat, dass Richtlinien nicht eingehalten wurden und er einen äußerst lückenhaften Praxisnachweises (falsche Adresse, keine Unterschrift, keine Herkunftsadresse, falscher und unklarer Inhalt, gefälschtes Briefpapier) für gültig erklärt, sollte hierfür wohl genügen. Der Vorwurf, dass die AK-Gmunden nicht in meinem Interesse gehandelt hat bleibt aufrecht! 5. Das hoffe ich sehr! Somit wünsche ich eine Erklärung warum Missstände wie im vorherigen Punkt überhaupt passieren können. (Hier stellte ich den Verdacht auf, dass aufgrund meiner Beteiligung an einer Firma mich die AK womöglich als Arbeitgeber(AK-Feind) sieht.) 6. Diesbezüglich kann ich Sie schon einmal bereits auf die Bundesrichtlinien verweisen. Eigentlich müssten die Herrn Dr. Bockjäger bereits vertraut sein, was ich aber sehr bezweifle da ihm noch immer nichts aufgefallen ist und für ihn die Sache als

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erledigt gilt. Eine weitere Unklarheit besteht im Schreiben vom 3.1.2006, welches ich von Herrn Bockjäger (AK Bezirksstelle Gmunden) bekam. Dabei wurde in Anlage ein Schreiben vom AMS-Gmunden übermittelt. Darin steht ausdrücklich: “Eine Bestätigung über die Tätigkeiten, die Herr Autor in diesem Zeitraum ausgeübt hat, kann ausschließlich vom Ausbildungsbetrieb(Firma Normnuss, Mag. Gärtner) bestätigt werden.” (Gezeichnet von Hermann Schritter) Ich hoffe, dass Sie mir zustimmen, dass eine Praxis in sehr engen Zusammenhang mit einer Tätigkeit steht oder anders gesagt eine Praxis aus Tätigkeiten besteht. Dieses Schreiben war die Antwort des AMS-Gmunden auf die Anforderung eines Praxisnachweises. Jetzt stehe ich aber vor der Tatsache, dass die Stiftungsleiterin, welche mich bei meiner Praxis (1,5 Jahre) nur einmal kurz besuchte um mich zu fragen ob es mir im Büro des Ausbildungsunternehmens gefällt, versucht mir einen Praxisnachweis auszustellen. Wie ist das möglich wo Herr Schritter vom AMS-Gmunden schreibt das dies nur vom Ausbildungsunternehmen bestätigt werden kann. Wo ist die Bestätigung des Ausbildungsunternehmens geblieben? Jetzt beziehe ich mich auf das Schreiben von Herrn Dr. Bockjäger vom 14.02.2006. Zur Erinnerung, diesen Praxisnachweis hatte ich nie gewünscht. Wo geschah bitte die Durchsetzung meiner Ansprüche? Die Bestätigung vom Unternehmen, ist bis heute ausständig. Ich absolvierte ja meine Praxis im Ausbildungsunternehmen und nicht in der Stift ung.) Hätte sich Herr Dr. Bockjäger die Richtlinien bei seinen wochenlangen Recherchen angeschaut, hätte er womöglich festgestellt, dass er mir nicht bei der Durchsetzung meiner Ansprüche geholfen hat! Besonders erklärungsbedürftig ist daher Punkt 6, da Sie mir mitteilen dass auch Sie die Rechtsmeinung von Herrn Dr. Bockjäger teilen. Da ich gesetzlich verpflichtet bin AK-Beiträge zu zahlen und ich mich daher nicht davon befreien kann, bin ich sehr bemüht derartig schwere Missstände an die Öffentlichkeit zu tragen. Deshalb hoffe ich im Sinne Ihrer Institution der Arbeiterkammer, dass Sie ebenso wie ich an der Klärung der Missstände in meiner eineinhalbjährigen Stiftungsausbildung und der Missstände bei der AK Bezirksstelle Gmunden interessiert sind. Mit besten Grüßen Der Autor

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Der AMS-Boss II
Da sich beim AMS selbst auch nicht wirklich etwas tat, um ein wenig Licht in diese Stiftungsausbildung zu bringen, schrieb ich dem Chef des AMS ein zweites Mal.
Sehr geehrter Herr Dr. Ronald Utovski , da ich eine Implacement-Ausbildung von Jänner 2004 bis Juni 2005 (1,5 Jahre) machte, und Herr Mag Brunz mir die falschen(GZ: AMS OÖ/ LGS OÖ/072221008/05 Ausgabe 2) Richtlinien aushändigte bitte ich umgehend um eine zum obig genannten Zeitraum geltende Fassung. Ich hoffe bald die gültige Fassung in Händen zu halten, da ich sonst davon ausgehen kann, dass Sie daran interessiert sind mich bei der Überprüfung meiner Implacement Ausbildung zu hindern. Diesbezüglich kann ich Ihnen bereits sagen, dass die Bundesrichtlinien verletzt wurden, und sich der Missbrauchsverdacht dieser Implacement Ausbildung bereits bestätigt hat. Weiters möchte ich Sie darauf hinweisen, dass die Antwort auf mein Schreiben noch immer ausständig ist. Mit besten Gruß Der Autor

Praxisnachweis III
Am 17. März 2005, holte ich mir wieder ein eingeschriebenes Briefkuvert beim Postamt ab. Wie erwartet, wieder einen Praxisnachweis zugeschickt. Das wäre jetzt schon der dritte Praxisnachweis. Da ich jetzt ungefähr jede Woche einen Praxisnachweis zugeschickt bekomme, der jeweils nur sehr geringe Änderungen aufweist, bin ich schon sehr gespannt auf nächste Woche. Könnte gut möglich sein, dass ich dann einen vierten Praxisnachweis bekomme. Doch anstatt mich darüber lustig zu machen, hatte ich nun wieder ein Suchrätsel vor mir, bei dem es die Unterschiede zur letzen Version zu finden galt. Eigentlich blieb wieder alles gleich, bis auf das Datum, es wurde auf 14. März 2006 geändert, und am unteren Ende wurde eine Fußzeile hinzugefügt.
Offenes Arbeitslosenstiftung Gewürzkammergut Verein zur Aus- und Weiterbildung 4850 Timelkam, Grubentraße 52 Tel. 07144 / 75 937 Fax 88 749-9

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Unter der Unterschrift wurde jetzt “Leiterin der Arbeitslosenstiftung Gewürzkammergut” weggelassen und durch “Stiftungsleitung” ersetzt. Somit hatte ich wieder etwas neues erfahren, denn ich wusste nicht dass es ein Verein ist wie etwa ein Kegelclub für Hausfrauen. Eigentlich dachte ich immer um einen Verein zu Gründen bräuchte man 3 Leute, einen Obmann, einen Obmannstellvertreter und einen Kassier sowie eine Gemeinsamkeit oder ein Motiv das im Sinne des Vereines steht. Doch unterschrieben ist es dann doch wieder von der Stiftungsleitung und nicht von der Vereinsleitung oder noch besser, und auch korrekter, wäre wohl Vereinsobfrau gewesen. Ich möchte jetzt einmal kurz auflisten mit wem man es bisher zu tun hatte: 1. Arbeitslosenstiftung Gewürzkammergut: Damit wurde ein Ausbildungsvereinbarung abgeschlossen 2. Implacementstiftung Gewürzkammergut: Dies stand am oberen Teil des Bildungsplanes. 3. Arbeitslosenstiftung Gewürzkammergut Implacementstiftung: Das stand am Bildungsplan unten neben der Unterschrift. Bisher war der Ort wenn angegeben immer in Vöcklabruck. 3. Offenes Arbeitslosenstiftung Gewürzkammergut Verein zur Aus- und Weiterbildung: Die Bezeichnung schein stetig zu wachsen, und aufgrund der Größe so scheint es, ist nun dieser Verein auch umgezogen nach Timelkam. Ich bin hier schon ein bischen verwirrt, muß ich zugeben. Doch das scheint wohl die besondere Taktik zu sein. Je mehr Verwirrung man stiftet mit so einer Stiftung desto undurchschaubarer wird es wohl im Nachhinein werden. Mich erinnert das jetzt irgendwie an einen Tintenfisch. Wie der Name schon sagt ist dieser mit der Fähigkeit ausgestattet Farbe auszustoßen. Was macht nun ein Tintenfisch wenn er die Hosen voll hat und um sein Leben fürchtet. Er schafft Verwirrung, indem er das Wasser um ihn herum schnell mit Tinte verfärbt. Sein natürlicher Gegner, der ihn womöglich schon auf den Speiseplan gesetzt hatte, ist jetzt ein wenig verwirrt da er zwar diese Tintenwolke im Wasser sieht die sich ständig verändert und mit dem Wasser in der Umgebung immer mehr verdünnt. Doch der Tintenfisch selbst hat sich natürlich schon längst aus dem Staub gemacht. Täuschen und Tarnen findet selbstverständlich nicht nur im Tierreich statt. Zusammengefasst kann man nun sagen, dass ich glaubte über eine sogenannten Implacementstiftung eine Ausbildung gemacht zu haben und jetzt versucht verzweifelt ein Verein mir dies zu bestätigen. Und am Briefkuvert ist dann aber doch wieder der Stempel mit “Offene Arbeitslosenstiftung Gewürzkammergut Implacementstiftung” zu finden.

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Ich sollte zahlen
In der letzen März-Woche erhalte ich ein Schreiben des Rechtsanwaltes, der von der AK mit der rechtswidrigen Kündigung beauftragt wurde. Damals wurde ein Vergleich abgeschlossen, und auch erfüllt. Jetzt solle ich 1.245,65 EUR wieder zurückzahlen, da nun endlich eine Gehaltsabrechnung auf netto vorgelegt wurde. Der Anwalt der mich vertreten hat schreibt, dass er mir empfehlen muss den geforderten Betrag zurückzuzahlen, und zwar gleich auf das Konto des gegnerischen Rechtsanwaltes. Anfangs wollte ich meinen Rechtsanwalt ein längeres Schreiben verfassen, doch entschied ich mich vorab für eine kurze sachliche Antwort:
Der Vergleich wurde erfüllt, daher ist diese Angelegenheit für mich abgeschlossen. Bei eventuell auftretende Kosten wenden Sie sich bitte an Ihren Auftraggeber.

Selbstverständlich werde ich den Betrag natürlich nicht überweisen! Hätte ich den Betrag nicht annehmen dürfen, so muss ich es meinen Rechtsanwalt zur Last legen mir diesen Betrag, der angeblich nicht mir gehören soll, weiterüberwiesen zu haben. Ebenso wenn der gegnerische Rechtsanwalt offensichtlich nicht dazu fähig war, oder erst Monate danach darauf kommt, seinen Mandanten den richtigen Betrag bekannt zu geben, so ist es sein Verschulden wenn sein Mandant einen falschen Betrag überweist. Denn ich glaube kaum, dass mein ehem. Chef den Betrag gewürfelt hat. Noch einmal zur Erinnerung, ich war 1,5 Jahre ein illegaler Gratismitarbeiter, da die Bundesrichtlinien nicht eingehalten worden sind, bei diesem Herren und jetzt soll ich auch noch etwas bezahlen. Das sind Tatsachen und keine Gerüchte. Weiters betrachtet ist der Schaden, der noch immer täglich größer wird, den mein ehem. Chef durch sein rechtswidriges Verhalten (pro-forma Rechnungen zu erstellen anstatt mich zu schulen) angerichtet hat um ein zigfaches höher ist als der Differenzbetrag! Deshalb werde ich hier keinen einzigen Cent überweisen! Und schon gar nicht bevor diese Stiftungsangelegenheit nicht abgeschlossen ist! Ebenso möchte ich daran erinnern, dass Herr Gärtner von Beruf Kaufmann ist. Dieser Kaufmann, weiß angeblich aber nichts von einem Unterschied zwischen Brutto und Netto. Daraus nehme ich sehr stark an, dass er es womöglich gewohnt ist keine gesetzlichen Abgaben zu leisten, da er es auch hier nicht tat. Ich glaube es ist schwer als Kaufmann zu beweisen, dass man keine Ahnung von dieser Materie haben kann. Logischerweise ist mein ehem. Chef womöglich auch nicht nachträglich selbst darauf gekommen, sondern das Finanzamt wird ihm seine gesetzliche Bringschuld näher gebracht haben, da die AK automatisch eine Meldung an das Finanzamt macht, wie ich später erfahren durfte. Somit sehe ich denn Differenzbetrag als Anerkennung, dass ich einen Vergleich eingegangen bin der eigentlich meiner Ansicht nach nicht nötig gewesen wäre. Jedoch
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mein AK-Rechtsanwalt, den ich wohlgemerkt nur hatte weil die AK eine 100% Chance bei einer Klage witterte, meinte es sei wohl das Beste. Ebenso pflegte ja mein Rechtsanwalt zum gegnerischen Anwalt äußerst auffällig freundschaftliches Verhältnis, wie ich im Gerichtssaal miterleben durfte. Dabei frage ich mich warum es versäumt wurde einen Freund darauf hinzuweisen, bevor dieser überhöhte Betrag dann an mich weiter überwiesen wurde! Anstatt hier Sachen abzuschließen, bemüht man sich das Neue hinzukommen. Dies fällt mir schon länger auf und könnte natürlich ebenso gut Taktik wie auch eine krankhaftes Verhalten sein. Ich nahm es zur Kenntnis, dass ich diesen Vergleich eingegangen bin und kann auch nichts mehr daran ändern, doch mein ehem. Chef überweist zuviel und es hat nun womöglich wieder ein Nachspiel, da nichts so ist in dieser Angelegenheit wie es eigentlich sein sollte. Alles hat irgendwo einen Haken. Es kommt mir mittlerweile irgendwie so vor als würde ein Fluch auf meinen ehem. Chef liegen.

Dr. Utovskis Antwort
Ebenfalls Ende März erhalte ich nun auch endlich einen Brief vom AMSLandesgeschäftsführer. Irgendwie scheint hier der Verfasser ein wenig nervös gewesen zu sein, denn mit Kugelschreiber ausgebesserte Fehler weisen nicht gerade auf eine dementsprechende Förmlichkeit einer Geschäftsführung hin. Immerhin ist das AMS kein Einmannbetrieb. Eigentlich dachte ich schon, dass der Landesgeschäftsführer des AMS-Oberösterreich einen dementsprechenden Sekretariatsstab unter sich hat, der auch Wert auf korrekte Formulierung legt, sowie ein ansehnliches Schriftbild legt. Doch da täuscht man sich eben. Eine weitere Förmlichkeit ist hier natürlich auch, dass kein Name bei der Unterschrift zu finden ist. Auf diesem 2. Blatt ist kein einziger Name zu finden. Natürlich ist der Name Utovski auf der ersten Seite ganz oben zu finden. Jedoch die Wichtigkeit den Namen auch bei der Unterschrift zu haben ist anscheinend weniger wichtig als hier ganz oben angeführt zu sein. Das ganze Schreiben ist übrigens kein Original, sondern eine Kopie. Von den gewünschten Richtlinien fehlt natürlich jede Spur, und der Inhalt lässt erahnen dass bei meiner Stiftungsangelegenheit selbstverständlich alles wie geplant und natürlich rechtmäßig abgelaufen ist. Anfangs steht, dass der Fa. Gestaltungsbüro Normnuss (diese Firma gibt es offiziell so nicht) angeboten wurde Mithilfe der Implacementstiftung einen Designassistent auszubilden. Das Unternehmen bildete praktisch aus. Im zweiten Absatz steht jedoch, dass das Unternehmen die Implacementstiftung beauftragt hat mich auszubilden. Irgendwie verrückt, denn ich weiß nicht ob mich jetzt die Stiftung oder mein ehem. Chef ausgebildet haben soll. Weiters steht auch dass ich für die Endausarbeitung von Designkonzepten und Designstrategien ausgebildet worden sein soll. Eine
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Designstrategie ist mir persönlich nie bekannt gewesen, und ich kann mir auch heute nichts darunter vorstellen. Fraglich wie ich diese Ausbildung dann abschließen konnte. Neben externen Ausbildungseinheiten gab es angeblich auch interne “Ausbildungsblöcke”. Dann gab’s aber noch interne “Ausbildungsmodule”, welche zum Teil von Herrn Gärtner abgedeckt wurden. Es steht weiters, dass die Landesregierung ihn als Fördergeberakzeptierte. In Klammer steht bei Gärtner Geschäftsführer der Fa. Gestaltungsbüro Normnuss. Eigentlich müsste es heißen: Herr Gärtner (Geschäftsführer der Fa. Mag. André Gärtner), doch angeblich will hier keiner wissen wie das Unternehmen wirklich hieß. Es wird alles als rechtmäßig und korrekt dargestellt, und die Landesregierung ist wohl auch damit einverstanden, dass Herr Gärtner hier mit Scheinrechnungen nur verrechnete ohne je ein Dienstleistung erbracht zu haben. Dann steht weiters dass die Ausbildungsverlängerung von allen Beteiligten vereinbart wurde, da das Ausbildungsziel Designassistent nach einem Jahr noch nicht erreicht war. Da in der Erweiterung keine einzige Schulung, oder auch Erweiterung meines Wissensstandes, stattfand muss ich davon ausgehen, dass ich das Ausbildungsziel Designassistent noch immer nicht erreicht habe. Oder es ist schlichtweg nur erfunden, um mich ein weiteres halbes Jahr als Gratismitarbeiter im Unternehmen zu haben. Zur Erinnerung, ich bekam € 1.200,-- Schmiergeld, damit auch ich mündlich zur Erweiterung zustimmte. Das ich nach der Verlängerung in ein Dienstverhältnis übernommen wurde stimmt natürlich, auch wenn es nur 4,5 Arbeitstage gewesen sind und die Kündigung unrechtmäßig war. Somit war die ganze Scheinausbildung aus der Sicht des AMS natürlich sehr erfolgreich, denn ich hatte nach 1,5 Jahren Ausbildung 4,5 Tage einen Job. Wie lange ist völlig egal! Dann kommt das Beste:
Sie haben unseren Recherchen entsprechend bei dem Arbeitslosenstiftung Gewürzkammergut stets signalisiert, dass “mit der Ausbildung und dem Praktikumsgeber alles passt und gut läuft”.

Da dies kompletter Blödsinn ist, kann ich mir vorstellen, dass dies auf dem Mist der Stiftungsleitung gewachsen ist, da diese ähnliches schon mal schriftlich von sich gab. “Das die Ausbildung gut läuft” habe ich sicher nicht gesagt oder signalisiert, da ich erst nach diesen 1,5 Jahren erfahren habe, dass auch Herr Gärtner als Praktikumsgeber, wie er hier bezeichnet wird, mich ausbilden hätte müssen. Dies geschah aber in keinster Weise! Ich wusste ja vorher nicht, dass ich das Recht hätte auf 4,5 Monate Kurse? Weiters steht, dass ich für alle kursmäßigen Ausbildungen alle Ausbildungsbestätigungen erhalten habe. Ich frage mich ob diese Herren bei mir zuhause eingebrochen haben, denn warum sind sich die beim AMS so sicher, dass ich diese besitze?
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Da ich aber für diese fiktiven Ausbildungsblöcke oder eben Module, wie sie hier genannt werden, keine Ausbildungsbestätigung erhalten habe, so muss ich annehmen das diese Kurse für die mein ehem. Chef Fördergeld kassierte eben keine Kurse waren. Somit ist die Stiftungsausbildung aber nicht nach Bildungsplan abgelaufen, denn diese Scheinkurse scheinen ja dort auf. Der Versuch es schönzureden scheitert vollkommen, denn wenn es dort passt, passte es am anderen End erst recht wieder nicht. Dann steht auch noch dass die gesamte Ausbildungszeit von allen Beteiligten durch den Bildungsplan unterfertigt und vertragsmäßig dargestellt wurde. Komisch aber dass der Bildungsplan der meine Unterschrift beinhaltet, und von dem mehrere Versionen existieren, nur mit dem Datum für ein Jahr versehen ist. Der Bildungsplan für das nächste halbe Jahr hat jedoch keine Unterschrift von mir. Dieser wurde mir ja erst durch den Akt der OÖ-Landesregierung bekannt. Also stimmt hier schon mal nicht, dass die gesamte Ausbildungszeit von mir unterfertigt wurde. Es spießt eben überall. Weiters ist das Wort Vertrag nirgends auf dem Bildungsplan zu finden. Ein Plan, wie das Wort schon sagt gibt eine Planung wieder und ist meins Erachtens kein Vertrag. Ich war immer der Meinung, bevor man einen Vertrag macht, muss vorher geplant werden um den Vertrag so auszuführen, dass dieser beidseitig unterfertigt werden kann. Doch beim AMS und der Stiftung ist eine Planung schon ein Vertrag. Alleine aus diesem Grund möchte ich davor warnen wenn man mit diesen Institutionen etwas plant. Sollte jedoch der Plan als Vertrag anerkannt werden, so muss man sich der Tatsache stellen, dass der Vertrag nachträglich geändert wurde, denn ich besitze ja inzwischen mehrere Versionen dieses Plans. Sollte nun auch ein Bildungsplan, der als Vertrag gilt, auftreten der nun den kompletten Zeitraum von 1,5 Jahren beinhaltet, so wäre dies dann eine weitere Version. Die Glaubwürdigkeit dieses Vertrages sinkt dann natürlich gewaltig, und es stellt sich die Frage wer diese Verträge geändert hat? Es wird nochmals erklärt, dass natürlich alles korrekt war, denn es darf auch nicht anders sein.
Bezüglich einer angeblichen “Richtlinienverletzung” geben Sie leider keine konkreten, überprüfbaren Hinweise. Wir sehen die Prüfung Ihres Förderfalles daher als abgeschlossen an.

Daraufhin rief ich natürlich gleich an. Ich musste feststellen, dass die im Schreiben angegebene Nummer nicht die Nummer dieses Herrn, der sich als Geschäftsführer ausgibt, war. Es ist eine Servicenummer und man hört erst mal die Warteschleife.: “Willkommen in der Serviceline des Arbeitsmarktservice Oberösterreich. Sie haben richtig gewählt! Wir bieten Beratung für Jobsuchende und spezielles Service für Unternehmen. Wir informieren Sie über Versicherungsleistungen, Weiterbildung und Berufe. Die nächste freie Leitung ist für Sie reserviert. Informationen über unsere Serviceleistungen finden sie auch im Internet unter www.AMS.or.at. Mit nur einem Klick surfen Sie im AMS156

ejobroom Österreichs größter Job...”. Dann wird die Willkommensmanipulation unterbrochen: “Serviceline Wimmer Grüß Gott” Ich: “Ja Grüß Gott hier spricht der Autor, ist der Herr Utovski zu sprechen bitte.” Serviceline: “Momental bitte.” (über 30 Sekunden Pause) Seviceline: “Blümmel Guten Morgen” (zuvor so etwas wie “jo passt scho”) Ich: “Ja Grüß Gott hier spricht der Autor, ist der Herr Utovski zu sprechen” Serviceline: “Herr Autor worum gehts den wenn ich fragen darf?” Ich:”Es geht um Richtlinien über eine Implacementstiftung die mir vorenthalten werden.” Serviceline: “Hmm, an Augenblick bitte.” (20 Sekunden Pause) Utovski: “Utovski” Ich: “Ja Grüß Gott hier spricht der Autor. Ich muß Sie gleich am Anfang darauf hinweisen dass dieses Gespräch aufgezeichnet wird” Utovski: “Ja Selbstverständlich wir leben in einen freien Land, sie können machen was sie wollen. Bitte sehr.” Ich: “Bin ich als ehemaliger Stiftungsteilnehmer, dazu berechtigt die dazugehörigen Richtlinien einzusehen?” Utovski: “Richtlinien. Ahhh sie meinen. Ah sie sind der Herr Autor dem ... der uns Briefe geschrieben hat diesbezüglich” Ich: “Richtig Ja” Utovski: “Na Ihre Sache ist aufgeklärt und Richtlinien sind interne Angelegenheiten, Sie können aber gerne Auskünfte darüber erhalten.” Ich: “Also darf ich dieses Richtlinien nicht in Händen halten.” Utovski: “Sind an sich völlig intern. Sind aber keine Geheimnisse. Sie vermuten ja dass irgendwelche Richtlinien verletzt worden sind. Sie haben ja glaub ich bisher eine Reihe von Personen angeschrieben, denen wir allen berichtet haben und auch Ihnen haben wir geschrieben. Für uns ist ihre Angelegenheit völlig abgeschlossen, und mir ist völlig unklar was sie eigentlich von uns erwarten” Ich: “Also ist es..” (ich wurde unterbrochen) Utovski: “Ich würd sagen Sie sind so lieb und schreiben sie uns genau was sie von mir erwarten, und dann erhalten Sie eine Antwort.” Ich: “Ich “, und es wurde aufgelegt. Ich wollte eigentlich nicht sagen: “Ich habe ihnen das schon geschrieben.”, doch das wusste er ebenso wie ich, und ich sehe es so das er vor dieser Konfrontation geflüchtet ist. Daraufhin hab ich gleich nochmals angerufen, mit der Erwartung dass Herr Utovski selbstverständlich jetzt in einer Besprechung ist. Das traf auch zu, und ist die gängige Reaktion bei meinen Anrufen. Ich persönlich schätze die Besprechungsausrede so ein dass es bei ca. 10% wirklich zutrifft und eine Besprechung oder ein Telefonat stattfindet. Der Rest ist Bedenkzeit, oder einfach nur eine Abblockreaktion. Seine Sekretärin meinte es wäre jetzt besetzt, als ich fragte ob er gerade ein persönliches
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Gespräch oder ein Telefonat führt, und ob sich das von einer Minute auf die nächste ändert, da er vorher noch keine Besprechung hatte. Es wurde kurz gestottert aber es kam ein Ja. Wenn er so schleunigst eine Besprechung hatte, dann muss ich annehmen, dass mein Telefonat wohl durch eine Besprechung gestört wurde. Aber egal, denn es steht fest mit diesem Herrn ist kein Gespräch möglich. Natürlich dauerte diese Besprechung die innerhalb von 30 Sekunden einberufen wurde jetzt natürlich gleich ein gute Stunde wie ich erfahren durfte. Nach einer Stunde durfte ich dann erfahren, dass jetzt natürlich durchgehend Besprechungen sind und ich es nächste Woche wieder probieren sollte, da der werte Herr heute nicht mehr erreichbar sein wird. Ich wollte mir einen Termin ausmachen, doch daraus wurde nichts, da Herr Utovski seine Termine persönlich vereinbart. Natürlich ist mir bei diesen Telefonaten auch aufgefallen, dass in der Warteschleife die Tonbandstimme verkündet, dass sich das AMS gerne Zeit für mich nimmt und ich solle noch ein wenig Geduld haben. Dem ist aber ganz und gar nicht so, denn wer sich Zeit nimmt für ein Gespräch fällt einem nicht ins Wort, sagt einen Satz und legt dann sofort auf! Ich habe das Gefühl, dass sich auch Herr Utovski, der Geschäftsführer des AMSÖberösterreich, seiner Aufgabe nicht gewachsen ist. Allein dass er sagte ich kann machen was ich will, zeigt dass er nicht im geringsten daran interessiert war was ich ihm zu sagen hatte. Es lässt ihn praktisch so und so kalt, egal welche Dinge ich ihm vorwerfe. So eine Person könne man versuchen verbal in Grund- und Boden zu stampfen, doch dies wird kaum funktionieren, da derartige Personen völlig Bevölkerungsfremd agieren! Es interessiert ihn nicht, denn er hat seine eigenen Ziele. Und es scheint so als wären ihm meine Ziele im Weg, denn ansonsten würde er wohl nicht dieses Stiftungsmissbrauch decken und mir sagen, dass alles in Ordnung sei. Das er nichts davon wusste, kann nicht sein denn er sagte zuvor das er Briefe von mir erhalten hatte. Weiters sollte man sich wirklich ernsthaft überlegen, warum solche Persönlichkeiten wie Herr Utovski einen Dr. Titel in ihrer Anschrift angeben, denn am Telefon hat er sich ohne Titel gemeldet. Sollte sein Titel zurecht sein, so muss ich feststellen dass ein derartiger Titel rein gar nichts mit Reife, Verantwortung oder Gewissen zu tun hat. Reife Mensche stehen zu ihren eigenen Fehlern. Verantwortungsbewusste Menschen machen keine Geschäfte mit dem Leid anderer. Gewissenhafte Menschen bemühen sich ehrlich zu sein. Wer keinen Fehler zugibt und annehmen kann, wird leider auch kaum dazu kommen es besser zu machen um nicht einen weiteren Fehler zu begehen. Da diesen Herrn Utovski nicht klar ist was hier falsch lief, hatte ich nachgesehen und festgestellt, dass ich Herrn Brunz (der womöglich nur ein Büro weiter sitzt) ausreichend Material geschickt hatte um diese Angelegenheit prüfen zu können. Ich hatte bereits ausdrücklich am 15. Dezember 2005 geschrieben, dass ich Kurse welche auf einer Bildungsplanänderung waren nicht gemacht hatte. Ebenso bei denen im Bildungsplan, geht klar hervor dass mir z.B. ein Programm NURBS unbekannt ist. usw. Doch es scheint hier ganz normal, dass auch wenn nicht geschult wurde bezahlt wird. Ich
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sehe das Ausstellen von Scheinrechnungen, welche hier mit öffentlichen Fördergeldern bezahlt wurden, als eindeutigen Finanzbetrug. Zehn Monate wird das jetzt schon mit Erfolg gedeckt. Keiner erhebt auch nur einen winzigen Verdacht. Ganz im Gegenteil, denn egal ob AK-Bezirksstelle, AK Landesgeschäftsstelle, die Landesregierung, das AMS oder der Volksanwalt. Jeder dieser einzelnen tut anfangs sehr besorgt, doch sobald mit der Stiftungsleitung Kontakt aufgenommen wurde, scheint plötzlich wieder alles in Ordnung zu sein. Meine Vorwürfe werden schlicht und einfach liegen gelassen, denn man bemüht sich mir immer wieder zu sagen, dass alles in bester Ordnung war, wobei ich der einzige war der dabei war. Selbstverständlich muss man sich vor Augen halten, dass wenn hier mit Erfolg ein Finanzverbrechen vertuscht werden kann, so ist dies selbstverständlich bei jedem anderen Verbrechen auch kein Problem! Ein Mord, eine Vergewaltigung, ein Kindesmissbrauch oder ein viel größerer Finanzbetrug könnte von derartigen Personen, die auch bei diesem Spielchen alle mitspielen, ebenso vertuscht und schöngeredet werden. Das wäre dann der beste Beweis, dass Mafia-Gewohnheiten stets unter uns sind. Meist viel näher als wir denken! Ich erinnere mich gerade eine flüchtige Bekanntschaft aus Wels, die ich vor drei Jahren kennen lernen durfte. Sie hatte hier ebenso eine sehr interessante Geschichte zu bieten, welche sicher auch ein äußerst interessantes Geschichtenbuch füllen könnte. Politisch verfolgt in Österreich wäre hier wohl der Untertitel gewesen, und aus meiner Erfahrung nach sicher kein Einzelfall. So konnte ich schon beobachten, dass es Frauen gibt die dann auf einmal nur noch nach einem Lebensgefährten Ausschau halten, welcher permanent eine Waffe bei sich trägt. Private Sicherheitskräfte bieten sich hier hervorragend an. Ein derartiges Schutzbedürfnis ist dann die Folge wenn Menschen in Österreich aus politischen Gründen verfolgt werden.

Die AK-Oberösterreich Antwort
Das Zehnte Monat bricht an und auch die AK-Linz ersucht mich diese Angelegenheit als abschließend zu betrachten. Die Missstände in der AK-Bezirksstelle werden selbstverständlich abgewehrt, stattdessen wird erwähnt dass es mir um eine Kündigungsentschädigung ging. Hier sei bemerkt dass ich gar nicht wusste dass mir eine zusteht! Es ist mir damals nur komisch vorgekommen, dass nach über 1,5 Jahren noch eine Probezeit war. Selbstverständlich wird behauptet dass ich erst im November darauf kam, dass mit der Implacementstiftung was nicht stimmte. Ebenfalls wären meine Beweise ohnehin nur Behauptungen. Wobei ich hier in meinem Kalender bereits einige Monate schon Notizen über Telefonate hatte. Ebenso war dies schon im vorderen Teil des Buches zu lesen, wie meine Dokumentation über die Ausbildung und die Kündigung abgelehnt wurde. Selbstverständlich hat sich auch der werte Kollege Bockjäger in der AK-Bezirksstelle korrekt verhalten. Das man von seiner gesetzlichen verpflichteten Interessensvertretung
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gesagt bekommt, man soll überhaupt froh sein dass diese überhaupt irgendetwas macht, da man bestimmt keinen anderen finden wird der sich damit auskennt, ist selbstverständlich ganz normal! Weiters wird hier die Angelegenheit so dargestellt wie wenn ich als Stiftling nicht das Recht auf eine Ausbildung, bzw. auf Einhaltung des Ausbildungsplanes, gehabt hätte. Ebenso steht geschrieben, dass meine Vorwürfe weder vom AMS, dem Ausbildungsunternehmen oder der Stiftung bestätigt wurden. Tja wer wird schon freiwillige von sich sagen, dass man ein rechtswidriges Verhalten pflegt? Sollte dies wirklich ein maßgebender Grund sein, und das nehme ich einmal an da er sonst nicht erwähnt worden wäre, so muss ich wirklich feststellen dass mich hier wirklich alle für dumm verkaufen wollen. Denn dies ist laut AK-Oberösterreich der Grund warum hier in dieser Angelegenheit kein Rechtschutz gewährt wurde. Praktisch wäre es dann so, dass wenn man als Unternehmer der AK mitteilt, dass irgend ein Vorwurf der gegen das Unternehmen gemacht wurde, reiner Blödsinn und Hirngespinste sind, so kann man sich schon mal sicher sein dass hier kein AK-Rechtsschutz gewährt wird. Selbstverständlich weiß ich, dass dies nicht zutrifft, denn wofür bräuchte man dann einen Rechtschutz wenn die beschuldigte Partei bereits sagt: “Es ist doch alles in Ordnung”, und die AK darauf vertraut und dann den Entschluss fast, dass es ja so gewesen sein wird wie die beklagte Partei es sagt. Bräuchte man da wirklich noch einen Rechtsschutz? Dieses Märchen versuchte man mir wirklich beizubringen. Ich kann es selbst noch nicht glauben. Das wäre ein Rechtssystem, indem ein Verbrechen nur zu sagen braucht: “Ich war’s nicht, ich weiß nicht was ihr alle habt”, und folglich wird er freigesprochen. Laut AK scheint dies aber völlig normal zu sein, dass die beschuldigte Partei (Ausbildungsunternehmen, AMS, Stiftung) sich vom Vorwurf so einfach befreien kann, indem diese einfach sagen es sei doch alles Ordnung. Um dies besser zu erklären stelle man sich eine Gerichtsverhandlung vor. Die klagende Partei führt zahlreich Beweise und noch viel mehr Indizien auf. Die Beschuldigte Partei sagt ganz einfach: “Es stimmt alles nicht!” Folglich fragt man noch einen Zeugen, welcher stets verbündeter des Beklagten ist und wiederholt: “Es stimmt alles nicht” und fügt vielleicht noch hinzu das alles in bester Ordnung sei. Durch 3 Aussagen (AMS, Stiftung, Unternehmen) wären somit meine Beweise in den Schatten gestellt, und der Richter würde auch sagen: “Alles ist in bester Ordnung”. Um es noch extremer zu formulieren, hätte ich noch eine andere Erklärung für diese Anschauung welche mir die AK-Oberösterreich verdeutlichen möchte. Man stelle sich drei Mörder vor, welche selbstverständlich gemordet haben. Alle drei Mörder sagen im Chor: “Wir waren’s doch nicht!”, und haben sich somit vom Vorwurf des Mordes befreit und diese Aussage würde dann alle Beweise für nichtig erklären. Ein derartiges Rechtssystem pflegt die AK seinen Beitragszahlern zu verdeutlichen, wie ich hier erfahren durfte. Soweit ich mich recht erinnere sollte es hier bei diesen 1,5 Jahren um eine Weiter- oder Ausbildung gehen. Tatsache ist, dass ich als EDV- und Büromitarbeiter nach diesem
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1,5 Jahren einige Tage angestellt war. Da ich praktisch vorher schon als Fachkraft (Grafiker, Programmierer, usw.) gearbeitet hatte wurde ich praktisch herunterqualifiziert. Eine Arbeitsbescheinung welche auch die AK in Händen hielt, ist hier natürlich ein eindeutiger Mangel an Beweisen. Ebenso der Zeitungsausschnitt, indem ganz Oberösterreich erfahren durfte, dass ich programmierte und dass wobei in dem Bildungsplan und in der Bildungsplanerweiterung und -änderung etc. von Programmieren jede Spur fehlt. Es ist wertlos, wenn ich beweisen kann, dass ich vorwiegend andere Tätigkeiten verrichtetet, die mit den Themen im Ausbildungsplan nichts zu tun hatten. Selbstverständlich ist auch dass seitens der AK ein Mangel an Beweisen. Ebenso meine Projektliste mit meinen Tätigkeiten und meine handschriftlichen Arbeitszeitaufzeichnungen stellen einen eindeutigen Mangel an Beweis dar. In andern arbeitsrechtlichen Verfahren die die AK anzettelt, scheint dies aber ein Stichhaltiges Beweismittel zu sein, wie ich aus eigener Erfahrung aus vorherigen Fällen erleben durfte. dass das Ausbildungsunternehmen nicht einmal eine Lizenz hatte für das Programm, auf meinen Arbeitsrechner, auf dem ich geschult werden sollte, könnte in weiterer Hinsicht vielleicht doch ein kleines Problem darstellen. Doch das scheint so nebensächlich zu sein, wie dass mein ehem. Chef kein autorisierter Trainer war für die Scheinschulungen die er verrechnete. Jedoch ist natürlich alles nur eine Behauptung wie mir nun mitgeteilt wurde. Es wurde mir auch erklärt, dass sämtlicher Arbeitsentgeltsanspruch durch die Arbeitslosenversicherung und der Stiftung gedeckt sind, und ich daher keinen Anspruch auf Entlohnung hätte. Das wird mir jetzt schon oft erklärt, jedoch wird hier immer meine Begründung, die ich stets anführte, vergessen. Denn wenn die rechtlichen Richtlinien, die Durchführung einer Arbeitsstiftung, für einen Tätigkeit, im Ausmaß einer Vollzeitbeschäftigung als Arbeitsloser, verletzt worden sind, kann der Entgeltanspruch wohl kaum rechtmäßig aus einer Stiftung gedeckt werden. Das wird natürlich überhört, weil alle meine Behauptungen und meine Vorwürfe stets verneint werden und folglich als erledigt betrachtet werden. So einfach geht das. Die letzen zwei Zeilen dieses Schreibens finde ich persönlich wirklich nett. Man sieht hier mit welcher Mühe man mir wieder einzureden versucht diesen Akt einfach zu schließen.
Wir ersuchen Sie, sehr geehrter Herr Autor, diese unsere Rückäußerung als abschließend zu betrachten und verbleiben mit freundlichen Grüßen

Selbstverstädlich werde ich dies nicht als abschließend betrachten. Ganz im Gegenteil, als Antwort wird ein dickes Paket kommen, mit dem ganzen Akt welchen ich zu dieser Zeit gerade aufarbeitete und kommentierte. Weiters hatte ich mich dazu entschlossen diesen Akt auch der Staatsanwaltschaft zu schicken.
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Ich soll nochmals zahlen
Am fünften April, also zwei Tage nach der Postaufgabe meines kurzen Schreibens, indem ich daran erinnerte dass der Vergleich erfüllt und der Fall abgeschlossen ist, erhalte ich erneut ein Kuvert meines Rechtsanwaltes der von der AK-Bezirksstelle beauftragt wurde. Ich nehme stark an, dass mein kurzes Schreiben nicht einmal abgewartet wurde. Dies hätte ebenso eine Bestätigung der Überweisung sein können, und dennoch wird mir gleich noch einmal empfohlen den geforderten Betrag von € 1.245,65 zurückzuzahlen.
Betrifft: AK-Rechtsschutz / Mag. André Gärtner Sehr geehrter Herr Autor! Beiliegend übersende ich das Schreiben Dr.’s Gehecker vom 31.3.06 in Kopie, das Schreiben Mag. Gärtner vom 30.3.06 in Kopie, die Abmeldung bei der Gebietskrankenkasse (Original), die Arbeitsbescheinigung (Kopie) zwei Zahlschein in Original (Finanzamt Gmunden Vöcklabruck und GKK für OÖ), die Abrechnung Juli 2005 (Original) das Briefkuvert des Dr. Gehecker KEG (Kopie) Ich empfehle nochmals, den geforderten Betrag von EUR 1.245,65 zurückzuzahlen, und zwar z.Hd. Dr’s Gehecker, auf eines in seinem Briefkopf angeführten Fremdgeld- Anderkonten. Für Rückfragen stehe ich zur Verfügung. Ich zeichne mit freundlichen Grüßen

Das beigefügte Schreiben des Rechtsanwaltes meinen ehem. Chefs:
Betreff: Mag. André Gärtner/Der Autor 18 Cga 17/05 d des LG Wels Sehr geehrter Herr Kollege! In obiger Angelegenheit übermittle ich Ihnen beiliegend eine Kopie meines Schreibens meiner Mandantschaft samt allen angeführten Beilagen jeweils im Original zu Ihrer Information bzw. Weiterleitung an ihren Klienten. Herr Autor möge nunmehr die bereits von meiner Mandantschaft

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geleisteten Beträge an das Finanzamt bzw. an die OÖ Gebietskrankenkasse abführen und in weiterer Folge den Nachweis der Erledigung erbringen. Mit der Bitte um sofortige Veranlassung verbleibe ich mit freundlichen kollegialen Grüßen Das Schreiben meines ehem. Chefs an seinem Rechtsanwalt: SV- Beiträge und Lohnsteuer Autor Sehr geehrter Herr Dr. Gehecker, anbei befindet sich die Lohnabrechnung für Herrn Autor und die Zahlscheine an die Gebietskrankenkasse respektive das Finanzamt. Da ich diese Beträge bereits auf das gewünschte Anderkonto überwiesen habe, bitte ich um umgehende Begleichung der offenen Forderungen und um Zustellung der Unterlagen an Herrn Dr. Brettsteiner. Mit freundlichen Grüßen Mag. André Gärtner

Ist es jemanden aufgefallen, dass der einzige der seinen Namen zu seiner Unterschrift schreibt mein ehem. Chef ist. Ich würde sagen, dass es wohl der einzige ist der vorgibt zu seinen Wort zu stehen auf der gegenüberliegenden Partei. Denn nach einem Vergleich will ich mich hüten von einem Gegner zu sprechen, da wie das Wort schon sagt verglichen wurde. Ebenso muss ich mich über die deutsche Sprache wundern. Dies wird selbstverständlich sicher nur aufgrund meines äußert mangelhaften Wissens über die deutsch Sprache sowie über die ständig wechselnden Rechtschreibreformen so sein. Ich nehme einmal an, dass unter Anderkonto ein “anderes Konto” gemeint ist, oder es handelt sich um ein nicht deutsches Wort. Mir persönlich ist “ander” kein bekanntes Wort. Andernfalls ist stets ein solches, doch unterscheidet sich dieses da es kein Hauptwort im zweiten Teil des Begriffes hat. Ich persönlich habe noch nie von zum Beispiel einem Anderauto, einem Anderbleistift, einer Anderfrau sowie auch ein Anderhaus sowie ein Anderbuch gelesen oder jemande gehört der derartig sonderbare Ausdrucksformen benutzt. Eigentlich dachte ich doch, dass Rechtsanwälte eine Schnittstelle zwischen Juristendeutsch und bürgerlicher deutscher Sprache darstellen sollten. Dem sei hier wohl nicht so. Ich versuche dies ein wenig anders zu erklären: Das wäre dann so als würde ein Hundehalter der viel Zeit mit seinem Hund verbringt, oder vielleicht auch hauptberuflich Hundezüchter ist,
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stets auch seine Mitmenschen anknurren und anbellen. Wird dieser sein Verhalten sich mitzuteilen nicht an die normal bürgerliche deutsche Sprache anpassen sondern weiter bellen, dann wird er wohl für geistig unzurechnungsfähig erklärt werden. Spätestens dann wenn dieser mit Behörden anstreift und seine Art sich mitzuteilen sich nur auf Knurren und Bellen konzentriert. Man vergleiche dies mit Ausdrucksformen diverser Rechtsanwälte welche den Draht zu ihren Klienten wohl verloren haben und darauf angewiesen sind leichteste Fälle, mit 100% Chance auf Erfolg, von der AK übermittelt zu bekommen. Doch selbst wenn die AK eine 100%ige Erfolgschance wittert, sind sich die Rechtsanwälte nicht sicher und streben auf bequeme Art einen Vergleich an. Ich habe natürlich weiter recherchiert und das Wort Anderkonto existiert tatsächlich. Das bekannteste deutsche Fremdwörterbuch erklär das dieses Wort veraltet ist. Somit ist auch klar warum mir es nicht geläufig ist und wer hier von gestern ist, anstatt im hier und jetzt zu leben. Zurück zu der Forderung, dass ich nun die Zahlungen an das Finanzamt und die Gebietskrankenkasse für meinen ehem. Chef übernehmen sollte und mir auch gleich die Zahlscheine mitgeschickt werden. Bei diesen Zahlscheinen ist selbstverständlich der Dienstgeber und nicht ich als Einzahler vorgedruckt. Dies alleine ist schon Grund genug diesen Zahlscheine nicht einzuzahlen. Daraus geht auch klar hervor, dass ich nicht derjenige bin der verpflichtet ist Zahlungen an das Finanzamt und die Gebietskrankenkasse zu leisten, sondern mein ehem. Chef. Doch die Rechtsanwälte sehen das anders. Eigentlich dachte ich immer es sei die Aufgabe des Dienstgebers und das ist es auch, denn ansonsten könnte sich jeder Arbeitgeber die Lohnverrechnung sparen. Wäre ich als Selbstständiger im Auftrag meines ehem. Chefs gewesen und hätte ihm so meine Dienstleistung zur Verfügung gestellt, könnte ich es noch verstehen, dass ich dann dafür zu sorgen habe auch für derartige Abgaben aufzukommen. Doch dann hätte es wohl nie eine Gerichtsverhandlung geben können, da es ja um eine Kündigungsentschädigung ging. Ohne Dienstverhältnis hätte es wohl auch keine Kündigung gegeben. Kurz gesagt ist der Dienstgeber verpflichtet für die Gehälter Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge abzuführen, alles andere wäre mir neu und ich kenne auch kein Beispiel von beiden Seiten. Doch es scheint, dass nur bei mir die Dinge anders laufen. Weiters habe ich mir noch mal das Gerichtsprotokoll herausgesucht und habe festgestellt, dass darin natürlich nicht steht dass ich irgendeine Zahlung an die Gebietskrankenkasse und das Finanzamt von meinem ehem. Chef übernehme. Ganz im Gegenteil mein ehem. Chef, die beklagte Partei, verpflichtet sich 1. die Kündigungsentschädigung zu zahlen, 2. die Verfahrenskosten zu zahlen und das Dienstzeugnis nach der Vorlage auszustellen. Nach dem Dienstzeugnis steht ausdrücklich, dass mit diesem Vergleich wechselseitig sämtliche Ansprüche aus diesem Dienstverhältnis für den Zeitraum 1.7 bis 12.72005 bereinigt und verglichen sind. Dies alleine sagt eigentlich schon alles.
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Der Vergleich wurde auch nicht widerrufen, also dachte ich, ich könnte mich auch auf das geschriebene verlassen. Doch dieses Gerichtsprotokoll ist völlig umsonst, denn die Realität sieht so aus, dass ich nach diesem Vergleich zur Kasse gebeten werde. Wenn mein ehem. Chef aus Dummheit oder aus welchen Gründen auch immer mir zuviel überweist, denke ich doch das es seine Schuld ist. Wenn ich einkaufen gehe und merke beim Bezahlen nicht, dass mir zuwenig herausgegeben wurde so ist es auch meine Schuld. Doch wie man sieht, Rechtsanwälte sehen die Dinge anders, denn selbst wenn am Gericht vereinbart wird, dass sämtliche Ansprüche als beglichen und verglichen gelten, so können sich diese nicht damit abfinden. Ich frage mich welchen Wert das Gericht hat, wenn dort Vereinbarungen getroffen werden, die dann so behandelt werden als gebe es sie nicht? Wäre dann jede Gerichtsentscheidung nicht umsonst? Aufgrund des Vergleiches, dachte ich logischerweise aber doch, dass diese Angelegenheit eindeutig abgeschlossen war, da kein Widerruf stattfand und die beklagte Partei stets ihren Verpflichtungen nachgekommen ist. Ich hoffe nun wirklich, dass dies nach über 7 Wochen seit Inkrafttreten der Rechtswirksamkeit und Erfüllung der Verpflichtungen der beklagten Partei das letzte Schreiben sein wird, welches ich an meinem AK-Rechtsanwalt übermitteln muss. Denn wenn ich keinen Einspruch auf die Zahlungsaufforderung tätige, wird dieser womöglich noch als anerkannt gelten. Egal ob ich jetzt wirklich zahlen muss oder nicht.
Betrifft: Ihr Schreiben vom 03.04.2006, Ihr Schreiben vom 08.02.2006, Ihr Schreiben vom 24.03.2006 Sehr geehrter Herr Dr. Brettsteiner, ich darf Sie höflichst an das Verhandlungsprotokoll vom 1.2.2006 (mit dem bedingtem Vergleich), welches sie mir im Schreiben vom 08.02.2006 übermittelten, erinnern und auf den Inhalt verweisen. In diesem Verhandlungsprotokoll (18 Cga 117/05d) vor dem Landesgericht Wels als Arbeits- und Sozialgericht am 1.2.2006 steht nirgends, dass ich mich dazu verpflichtet hätte Zahlungen an das Finanzamt sowie an die Gebietskrankenkasse von Herrn Gärtner, der beklagten Partei, zu übernehmen! Die beklagte Partei ist allen Verpflichtungen, welche im bedingten Vergleich unter beidseitigem Einverständnis ausgehandelt wurden, nachgekommen und hat auch dessen Rechtswirksamkeit nicht widerrufen. Ich darf sie stets daran erinnern, dass somit alle sämtlichen wechselseitigen Ansprüche aus dem Dienstverhältnis des Klägers zur beklagten Partei im Zeitraum vom 1.7 bis 12.7.2005 bereinigt Scharnstein, 6.April 2006

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und verglichen sind. Ich nehme selbstverständlich an, dass dieses Verhandlungsprotokoll (18 Cga 117/05d) auch Herr Gärtner bzw. auch seiner rechtsfreundlichen Vertretung bekannt ist. Somit kann es sich nur um ein Irrtum handeln, und retourniere Ihnen somit die Zahlscheine wieder. Sollte Herr Gärtner mit seiner rechtsfreundlichen Vertretung nun Versuchen den Vergleich nach der Widerrufsfrist rechtsunwirksam zu machen, falls das Überhaupt möglich ist, so darf ich höflichst daran erinnern, dass ich aus reinem Mitgefühl Herrn Gärtner gegenüber diesen Vergleich eingegangen bin und dieser nur zu seinem Vorteil war. Sollte eine Wiederaufnahme dieses Falles möglich sein, so darf ich stets daran erinnern dass keine Probezeit vereinbart wurde und mir folglich die komplette Kündigungsentschädigung zusteht! Abschließend kann ich mich nur wiederholen, dass die Verpflichtungen für den bedingten Vergleich erfüllt worden sind und die Widerrufsmöglichkeit beiderseits nicht genutzt wurde. Somit ist diese Angelegenheit für mich abgeschlossen! Mit besten Grüßen Der Autor

Einen Tag später landet das nächste Schreiben von meinen AK-Rechtsanwalt in meinem Postkasten. Anscheinend passieren hier zwei Dialoge auf einmal. Da die Antwort auf ein Schreiben nicht schon am nächsten Tag in meinem Postkasten sein kann. Ich versuche natürlich stets diese Briefe zu beantworten. Jedoch wenn ich mir 2 Tage Zeit lasse liegt schon das nächste Schreiben in meinem Postkasten. Es kommt mir so vor als würden die Dinge jetzt entgleisen. Kurz und knapp teilt mir der Anwalt mit, dass er zur Kenntnis nimmt, dass er von mir keinen weiteren Vertretungsauftrag erhalten wird, und dass diese Angelegenheit für ihn ebenso abgeschlossen ist. Zum Schluss verweist er noch auf ein Abschlussschreiben vom 1.3.2006. Darin teilte mein nun ehemaliger AK-Rechtsanwalt mit, dass Brutto überwiesen wurde und eine Regressmöglichkeit seitens meines ehem. Chefs besteht. Folglich wäre dann aber nicht sämtliche wechselseitig Ansprüche verglichen und beglichen, wie es im Vergleichsprotokoll steht! Wäre ich verpflichtet den Betrag zurückzuzahlen, wäre meines Empfindens nach der Vergleich ungültig, da eben noch Ansprüche bestehen, die ich zu leisten habe. Um nicht in Verzug zu geraten, da ich jetzt innerhalb von 2 Tagen nicht zurückgeschrieben hatte, und nun schon wieder ein Schreiben ins Haus flatterte versuchte ich nun gleich alle zwei Schreiben zu beantworten. Vielleicht gelingt es mir jetzt die 2 ineinandergreifenden Briefwechseldialoge zu einem Einzigen zusammenzufassen.
Scharnstein, 11.April 2006

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Betrifft: Ihr Schreiben vom 05.04.2006 und 10.04.2006 sowie vom 3.4.2006; Forderung der vollen Kündigungsentschädigung! Sehr geehrter Herr Dr. Brettsteiner, im Schreiben vom 5.4.2006 erklären Sie das dieser Fall für Sie abgeschlossen sei, warum erhalte ich dann noch ein Schreiben von Ihnen? Ebenso liegt es nicht in meiner Hand ob sie einen Vertretungsauftrag erhalten oder nicht. Mir ist völlig unklar wie Sie darauf kommen, dass Sie keinen weiteren Auftrag meinerseits erhalten sollten. Im Schreiben vom 10.4.2006, schreiben Sie selbst dass mich keine Zahlungsverpflichtung beim Finanzamt oder der Gebietskrankenkasse trifft. In Ihrem Schreiben fordern Sie mich aber auf diesen Betrag zu zahlen. Im Schreiben vom 3.4.2006 schicken Sie mir sogar Original-Erlagscheine hierfür. Ich bin verwirrt da Sie einmal etwas fordern und ein anderes Mal schreiben Sie dass mich keine Zahlungsverpflichtung trifft. Und, dass in einem Schreiben in dem Sie wiedereinmal schreiben dass dieser Fall abgeschlossen ist. Weiters darf ich Sie höflichst an das Verhandlungsprotokoll vom 1.2.2006 (mit dem bedingter Vergleich), welches sie mir im Schreiben vom 08.02.2006 übermittelten erinnern und auf den Inhalt verweisen. In diesem Verhandlungsprotokoll (18 Cga 117/05d) vor dem Landesgericht Wels als Arbeits- und Sozialgericht am 1.2.2006 steht nirgends, dass ich mich dazu verpflichtet hätte Zahlungen an das Finanzamt sowie an die Gebietskrankenkasse von Herrn Gärtner, der beklagten Partei, zu übernehmen! Die beklagte Partei ist allen Verpflichtungen, welche im bedingten Vergleich unter beidseitigem Einverständnis ausgehandelt wurden, nachgekommen und hat auch dessen Rechtswirksamkeit nicht widerrufen. Ich darf sie stets daran erinnern, dass somit alle sämtlichen wechselseitigen Ansprüche aus dem Dienstverhältnis des Klägers zur beklagten Partei im Zeitraum vom 1.7 bis 12.7.2005 bereinigt und verglichen sind. Ich nehme selbstverständlich an, dass dieses Verhandlungsprotokoll (18 Cga 117/05d) auch Herr Gärtner bzw. auch seiner rechtsfreundlichen Vertretung bekannt ist. Somit kann es sich nur um ein Irrtum handeln, und hatte Ihnen bereits im letzen Schreiben vom 6.4.2005 die Zahlscheine, welche nicht einmal an mich gerichtete sind, retourniert. Sollte Herr Gärtner mit seiner rechtsfreundlichen Vertretung nun Versuchen den Vergleich nach der Widerrufsfrist rechtsunwirksam zu machen, falls das Überhaupt möglich ist, so darf ich höflichst

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daran erinnern, dass ich aus reinem Mitgefühl Herrn Gärtner gegenüber diesen Vergleich eingegangen bin und dieser nur zu seinem Vorteil war. Sollte eine Wiederaufnahme dieses Falles möglich sein, so darf ich stets daran erinnern dass keine Probezeit vereinbart wurde und mir folglich die komplette Kündigungsentschädigung zusteht! Abschließen kann ich mich nur wiederholen, dass die Verpflichtungen für den bedingten Vergleich erfüllt worden sind und die Widerrufsmöglichkeit beiderseits nicht genutzt wurde. Somit ist diese Angelegenheit für mich abgeschlossen! Wäre ich verpflichtet den Betrag zurückzuzahlen, wäre meines Empfindens nach der Vergleich ungültig, da eben angeblich noch Ansprüche bestehen und im Vergleichsprotokoll exakt das Gegenteil steht! Hat Herr Gärtner noch Ansprüche, obwohl im Vergleich sämtliche wechselseitige Ansprüche verglichen und beglichen sind, so fordere ich stets auch die volle Kündigungsentschädigung, da der Vergleich nicht stattgefunden hat! Mit besten Grüßen Der Autor

Die Hälfte des Schreibens ist eine Kopie des letzen Schreibens, denn es wurde nicht darauf eingegangen, dass sämtliche wechselseitige Ansprüche verglichen sein sollten. Doppelt hält bekanntlich besser. Hierfür möchte ich einmal erwähnen, dass dieser Rechtsanwalt keine kostenlosen Schreiben schreibt und der demütige Steuerzahler dies bezahlt, und das obwohl der Fall schon vor über eineinhalb Monaten als abgeschlossen galt. Kurz zusammengefasst kann man jedoch sagen, dass man anfangs zur Arbeiterkammer geht um zu wissen ob eine Probezeit einseitig vereinbart werden kann und ob es nach 1,5 Jahren im Betrieb noch eine Probezeit gibt wenn nie eine vereinbart wurde. Schließlich stellt die AK fest, dass mir eine Kündigungsentschädigung zusteht. Aus Mitleid geht man einen Vergleich ein und verzichtet mit dem Willen zur Vergebung großzügig auf ein Drittel. Der Vergleich wird erfüllt, man erhält sogar mehr Gelt und jetzt nach dem rechtswirksamen gerichtlichen Vergleich stellt der ehemalige Arbeitgeber Rückforderungen. Der eigene Rechtsanwalt empfiehlt das Gegenteil des gerichtlichen Vergleichsprotokolls und meint man soll zahlen. Und angeblich ist dies auch klagbar wenn ich nicht zahle und mich auf den Vergleich berufe. Eigentlich dachte man die Sache sei abgeschlossen, doch der Schein trügt. Den einzigen Vorteil den es wohl hatte, war das ein Prozess geschickt umgangen wurde und zwei Zeugen dadurch auf ihre abgesprochene Aussagen verzichteten. Klarerweise musste der Prozess auch verhindert werden, da die gegnerische Partei in Beweisnotstand war und
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keine vereinbarte Probezeit nachweisen konnte. Somit bleibt es immer noch spannend auch nach einem gerichtlichen Vergleich der nun rechtswirksam ist. Diese Kündigungsangelegenheit, zögern den zusammenfassenden Akt des Stiftungsmissbrauchs wieder um Tage und Wochen hinaus. Jedoch finde ich es nicht einmal so eine schlechte Idee, da alle glauben ich hätte es geschluckt, dass meine Ausbildung in Ordnung gewesen sein soll. Doch ist dies wohl die Ruhe vor dem Sturm und dann erhält jeder ein dickes Paket und kann sich durchlesen wie ich dem Stiftungskomplott auf die Schliche kam. Ob David gegen Goliat gewinnt, liegt bekanntlich nicht an der Größe oder an der Kraft in den Oberarmen. Entscheidend ist einzig und allein die Methode mit der man vorgeht. Doch es scheint so als wären alle immun.

Eine Stiftung stellt sich vor
Zufällig las ich in der Zeitung über einen Vortrag, indem eine Implacementstiftung sich vorstellt und ihre Funktion erklärt. Der geheimnisvolle Titel dieser Werbeveranstaltung: “Mitarbeitersuche über eine Implacementstiftung”. Ich bemühte mich 5 Minuten zu spät zu kommen, was mir prompt gelang. Diese Veranstaltung war in einer Sparkasse in einem Vorort von Linz. Ich betrat die Bank und ich weiß nicht woher, doch instinktiv wusste ich, dass dieser Vortrag im ersten Stock und dann gleich links war, obwohl ich noch nie zuvor in diesem Gebäude war und auch nichts genaueres wusste in welchen Raum der Vortrag nun stattfand. Ich betrat den Raum. Insgesamt waren drei Tische mit Gläsern und Werbegeschenken gedeckt. Es gab Kugelschreiber und diese winzige Schokoladen, bei denen es sich nicht einmal lohnt das Papier herum zu entfernen da diese so winzig sind. Ein Tisch mit ca. 5 Personen waren die Veranstalter (Stiftung und Verbündete der Wirtschaftsvertretung) selbst und der andere war ein Tisch der ebenso von dieser Sache profitierte, die Bank mit womöglich ihren Angestellten. Dies waren ebenso ca. 5 Personen. Ein Tisch war noch frei. Dieser war wohl für die interessierten Gäste gedacht. Ich war wohl der einzige. Ungefähr 15 Minuten später kam noch ein Ehepaar hinzu und setzte sich an den Tisch an dem ich war. Der Vortrag interessierte die Beiden aber wenig. Sie warteten nur auf das Essen danach und schwätzen andauernd von irgend welchen anderen Dingen und hatten nicht im geringsten Interesse am Vortrag selbst. Schon mein einfaches Auftreten, ohne Anzug, Krawatte gab denen sicher ein deutliches Signal, dass ich nicht zu ihrem Verein gehöre. Ich hatte in dieser kleinen Runde eindeutig die Funktion einen Spions. Wobei Spione eigentlich nicht so auffällig sind. Als ich aufmerksam zuhörte und mir einmal erlaubte meine Gedanken kurz abschweifen zu lassen, stellte ich mir die Frage ob der Vortrag auch vorgetragen werden würde wenn ich nicht gekommen wäre. So könnte man durchaus auf die Idee kommen das dies eine pro-forma Werbeveranstaltung ist, bei der auf jeden Fall der Vortragende dabei verdient.
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Die Wirtschaftsvertretung zahlt alles, selbstverständlich mit gesetzlich geregelten Kammerumlagen, und die Bank vermietet ihren Besprechungssaal. Der Vortragende war von der Stiftung und ich stellte hier verblüffende Ähnlichkeiten fest. Denn auch bei meiner Stiftung, in der ich einmal Stiftling sein durfte, gab es eine schon etwas ältere Stiftungsleitung und dann frische junge Angestellte, die wie bei meiner Stiftung stets verwandt sind und den gleichen Nachnahmen wie die Stiftungsleitung haben. Da diese Werbeveranstaltung von der Effektivität her gesehen 0% Erfolgsquote hat, da ich der einzige interessierte Vortragsteilnehmer war, kommt mir diese Zusammenkunft eher wie ein geheimes Treffen unter Mafiosos mit reichlich Speis und Trank vor. Normalerweise seien bei derartigen Vortragen über 170 Leute verkündetet die professionell geschulte Stimme vor der blassen Beamer Präsentation. Dieses Implace mentstiftungskonzept wird natürlich als das erfolgreichste Mittel zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit hochgelobt. Komischerweise erwähnte der Vortragende auch, dass es angeblich ein Problem gibt, da es 10 mal mehr offene Stellen als Arbeitslose gibt. Da es dieses angeblich so wunderbare Konzept nun schon mehrere Jahre gibt, frage ich mich trotzdem wo der Erfolg zu verzeichnen ist, denn jede andere Arbeitslosenstatistik verrät exakt das Gegenteil. Wie kann das sein? Ich musste meine Denkweise umstellen, denn Erfolg des Zaubermittels Implacementstiftung ist nicht die Arbeitslosenzahlen zu verringern, sondern den Trend der steigenden Arbeitslosenzahlen stets beizubehalten. Der Erfolg besteht darin, dass die Implacementstiftung mehr Arbeitslose in dieses Programm bringen kann. Je mehr Stiftlinge, desto mehr existenzberechtigt sieht sich eine Stiftung. Laut Wahrscheinlichkeit nach geht das am einfachsten wenn man die Arbeitslosigkeit erhöht, und die Statistik der Arbeitslosigkeit in den letzten Jahren bestätigt dies. Ebenso durfte ich bei dem Vortrag erfahren, dass hier AK, ÖGB und AMS eng zusammenarbeiten. Ein klarer Beweis warum die Arbeiterkammer sich insgeheim weigert gegen die Stiftung vorzugehen. Für mich ist dies ein klarer Fall. Gibt es keine Arbeitslosenproblematik, haben selbstverständlich die mitwirkenden Institutionen auch wenig zu tun. Würde man wirklich die Arbeitslosigkeit bekämpfen, dann wären AMS, Stiftung auf jeden Fall überflüssig. Da die AK auch indirekt von Arbeitslosigkeit profitiert liegt daran, dass diese bei Kündigungen, etc. immer daran interessiert ist zu Streiten und Konflikte zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer hervorzurufen. Hier verdienen dann selbstverständlich auch eine Menge von Rechtsanwälten ihr tägliches Brot. So gesehen ist Arbeitslosigkeit ein wirklich gutes Geschäft für viele. Nur so kann ich versuchen es zu verstehen einen Erfolg aus der Arbeitslosigkeit zu sehen. Als nach ca. 30 Minuten einer den Vortragenden unterbrach, wusste ich dass man hier auch unterbrechen darf und hob sofort meine Hand. Ich hätte jeder Aussage des Vortragenden aus eigener Erfahrung widersprechen können. Doch als dieser 5 Minuten erklärte, dass hier selbstverständlich mit offenen Karten gespielt wird usw. schoss meine Hand nach oben und erklärte kurz, dass ich nach Abschluss so einer Stiftung
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als Stiftling nachträglich erfuhr das hier Schulungen verrechnet wurden von denen ich nichts wusste und eigentlich laut Richtlinien hätte ich über 10 x mehr Schulungen machen müssen. Ich stellte in den Raum, dass es nicht möglich ist, dass bei solchen Stiftungen mit offenen Karten gespielt wird, da derartige Vorgehensweisen so und so von allen Beteiligten, außer mir natürlich, bereits seit über 8 Monate gedeckt werden. Ich erwähnte auch die Stellen wie AK, AMS und deren Boss Herrn Utovski. Da drehte sich einer vom Verastaltertisch um. Er meinte er ist auch irgend so ein Beiratsmitglied, oder ähnliches denn er Sprach sehr undeutlich, oder dergleichen beim AMS, und ich sollte ein wenig aufpassen wenn ich den Namen Utovski erwähne. Darauf sagte ich prompt, dass ich kein Problem damit habe, denn ich habe es schriftlich das dieser Rudelführer der Arbeitslosigkeit diese Angelegenheit deckt. Der nette Herr der sich hier einmischte, sagte dann auch, dass es keinen Sinn hat wenn ich hier etwas aus der Praxis erzähle, doch er redet aber gerne nach dem Vortrag mit mir darüber. Irgendwie komisch, denn wie es praktisch zugeht will man auch hier nicht wissen. Es geht anscheinend nur um die Theorie dieses Implacementstiftungskonzeptes. Als der Vortrag dann zu Ende war, stellte ich noch die Frage ob bei so einer betriebsinternen Ausbildung der Ausbilder ein pädagogisches und fachliches Wissen vorweisen muss oder eine Ausbildung hierfür haben muss. Da gab’s nur als Antwort, dass es schon angenommen wird, dass sich der Ausbilder auskennt. Jedoch von Ausbilderprüfung oder nachgewiesenen Fachwissen fehlt jede Spur und ist angeblich auch nicht wirklich erforderlich wie mir erklärt wurde. Somit muss ich feststellen, dass mit einer Implacementstiftung zum Beispiel ein Bäcker einen Mechaniker ausbilden kann. Denn wie ich aus eigener Erfahrung weiß gibt es nach Abschluss einer Implacementausbildung so und so kein Diplom, Zertifikat, Bestätigung der Berufsausbildung, etc. Also handelt es sich um ein reine Scheinausbildungskonzept. Als keiner etwas zu sagen hatte hob ich dann zum Schluss nochmals die Hand und wies darauf hin, dass er etwas wichtiges vergessen hatte, denn in den Richtlinien steht, dass ein viertel seminaristisch absolviert werden muss. Jetzt schaue man sich aber einmal an wie viel ein Kurs kostet der über 3 Monate geht, und es vom Land aber nur mickrige 2.200 EUR dafür gibt. Das es durchaus eine kostspielige Angelegenheit ist, wenn man die Auflagen einhält, ist klar. Doch solange sich keiner um die Einhaltung der Richtlinien kümmert und eine Missachtung erfolgreich gedeckt wird, ist das Implacementstiftungsk onzept ein verlockendes Rezept um einen Mitarbeiter für einen Bruchteil eines Gehaltes in einem Unternehmen arbeiten zu lassen. Selbstverständlich ohne Dienstverhältnis und sonstige Arbeitsrechtliche Verpflichtungen, denn diese werden umgangen. Darauf ging der Vortragende aber nicht ein, sondern formulierte es genau umgedreht, dass es kostspielig ist wenn der Stiftling z.B. über ein ganzes Jahre einen Tag in der Woche auf Schulung ist. Ich sagte, dass ich etwas ganz anderes meinte, und er mich nicht verstanden hatte. Ich versuchte meine Frage ein wenig konkreter zu formulieren und stellte die Frage ob seminaristisch jetzt bedeutet das man in Kursen ist oder im
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Unternehmen arbeitet. Doch auch hier wurde meine Schilderung exakt umgedreht und gesagt das es auch Praxis ist wenn man in Kursen ist. Da der Vortragende, stets professionell geschult ist, weiß er das es besser ist zu verwirren anstatt zu antworten. Wäre er auf mein Statement eingegangen müsste er nämlich seinen Vortrag, neu überarbeiten denn um Richtlinien scheint sich auch bei dieser Stiftung niemand zu kümmern. Der Taktik des Umdrehens bin ich jedoch schon derart oft gegenübergestanden in dieser Geschichte, dass ich dies als Taktik entlarvte. Der nette Vortragende wollte mir dann erklären dass wenn ich passiv nur da sitze dies bereits zur Praxis gezählt wird. Doch ich zog das ins lächerliche, denn dann könnte ich ja bei der praktischen Ausbildung nur dasitzen und schlafen und es wird zur Praxis gezählt. Eigentlich war ich aber auf den seminaristischen Teil aus und nicht auf den Praktischen teil. Er verkroch sich dann schon sichtlich als ich damit nicht einverstanden war und meinte, dass es jetzt ein i-Tüpferlreiterei sei. Ich dagegen wollte nur den wenigen Zuhörern klar machen, dass wenn man sich nach Vorschriften hält, es eine äußerst kostspielige Angelegenheit ist sich einen Stiftling im Unternehmen warm zu halten. Meine Diskussion wurde dann auch unterbrochen, mit der Begründung, dass es so und so keinen Sinn mehr hätte hier weiter zu reden. Das liegt vielleicht daran, dass ich mittlerweile die Richtlinien besser kannte, als der Vortragende dieser Stiftung. So war ich wohl nicht ein willkommener Gast dieses Mafiabandentreffens, und als ich den Unterbrecher vom Anfang meine Visitenkarte gab, da er meinte er schaue sich meine Sache an, verlor auch dieser seine Freundlichkeit. Mein Name ist ihm wohl schon bekannt gewesen. Ich wollte aber auch nicht weiter mit ihm reden. Angeblich munkelt man schon in der Stiftungsszene, denn wie ich hören durfte scheint ein Fall äußerst bekannt zu sein indem ein Unternehmen in der EDV-Branche eine derart schlechte Auftragslage zu verzeichnen hätte und so den Stiftungsteilnehmer leider kein Dienstverhältnis bieten konnte. Dieses Argument, ein wenig anders formuliert, hörte ich doch auch in den 4,5 Tagen meines kurzen Dienstverhältnisses nach meiner angeblichen Ausbildung. Immer wieder wird bewusst betont, dass bei Stiftungen mit offenen Karten gespielt wird. Derartige Betonungen wie ich sie in diesem Vortrag erleben durfte, wirken schon auffällig und irgendwie verdächtig. Besonders dann wenn man wie ich schlechte Erfahrungen damit gemacht hat. Als ich einmal einhakte und es genauer wissen wollte, was nun unter 1/4 der Ausbildungszeit zu verstehen ist, so wurde mir es so erklärt als wären nur mindestens 2 Kurstage erforderlich. Denn die überbrückte Zeit gilt angeblich auch als seminaristischer Teil. Ich persönlich konnte mich damit nicht anfreunden und wollte es noch einmal hören. Praktisch wenn man am ersten Tag und am letzten Tag von einem Jahr bewilligter Stiftungszeit einen seminaristischen Kurstag plant, so hätte man laut diesem Vortragenden 100% der Zeit absolviert. Doch als ich dieses Beispiel so wiedergab, wurde ich wieder mit dem Argument es hat keinen Sinn darüber zu diskutieren unterbrochen.
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Ebenso drehte man meine Anschauung sofort wieder um und erklärte mir dass der seminaristische Teil auch zur Praxis zählen kann. Doch was nun? Seminaristisch oder praktisch? Ich persönlich glaube, dass ich schon durch meine bloße Anwesenheit diesen Vortrag gestört habe. Einfach das Gefragte umdrehen und untermauern, dass es selbstverständlich so ist. Diese Vorgehensweise begegnete ich mittlerweile sehr oft, insbesondere bei Herrn Brunz den Stiftungsbeauftragten. Die klassische Verwirrungstaktik, die von allen möglichen Leuten die sich vorwiegend von öffentlichen Geldern nähren, antrifft würde ich sagen. Verglichen mit einem Schüler wäre es so dass dieser nur am ersten und letzen Schultag anwesend sein müsste um 100% absolviert zu haben. So lächerlich das auch klingen mag, doch bei dieser Stiftung die hier bei dieser Veranstaltung ihr Konzept vorstellte scheint das in Ordnung zu sein. Jener Typ der einst meine eingefädelte Diskussion, die mit der Verwirrungstaktik abgeschreckt wurde, wurde auch von einem Mann unterbrochen, dessen Sakko mit einer klitzekleinen WKO Stecknadel gebrandmarkt war. Irgendwie dachte ich, so klein wie dieses kleine goldene Zugehörigkeitszeichen ist, so unauffällig sollte es wohl in Erscheinung treten. Dieser Herr meinte ja auch sofort ich solle vorsichtig sein wenn ich den Namen Utovski nenne und ich sagte dass dieser Herr mit Erfolg einen Betrug deckt. Es kommt mir so vor, dass dieser Herr mit dem kleinen WKO Anstecker doch der Fuchs im Schafspelz sein könnte. Behauptete dieser doch er hätte auch eine Funktion beim AMS und er kennt die Leute bestens. So störte es diesen Herrn wohl wenn ich den Namen seines verehrten Kollegen, Freundes, Bruders, Golfpartners oder doch Saufkumpane mit dem Wort Betrug in einem Satz sagen konnte. Als ich sagte, dass ich mich nicht davor scheue die Wahrheit zu sagen, meinte dieser mit mir nach dem Vortrag darüber reden zu wollen. Seinen Namen verriet er mir nicht, doch wichtig ist hier ja nur wer ich bin, und wie meine Versicherungsnummer ist. Ebenso schien ihm die Sache überhaupt nicht wirklich gut getan zu haben, denn von einem Herrn den ich nicht kannte, habe ich bis heute keine Auskunft bekommen, obwohl er es eigentlich vor hatte. Meine Adresse wollte er unbedingt, doch was er damit gemacht hat bleibt fraglich. Vielleicht hätte ich ihn auch vorwarnen sollen, dass er seine Nase lieber nicht in diese Angelegenheit stecken soll, um sich nicht unnötig mit dieser Angelegenheit zu beschmutzen. Interessiert hat es ihn allemal, doch gebracht hatte es mir nichts. Ich erklärte es ihm auch noch mal kurz, dass eben nach Abschluss der Stiftung dann erfundene Schulungen aufgetaucht sind und dass ich eine Ausbildungsbestätigung nun von einem Verein und nicht von der Stiftung bekommen habe. War doch die Stiftung die Trägerorganisation und nicht irgend ein Verein. Weiters wurden die Richtlinien für die Ausführung einer Implacementstiftung maßgebend verletzt. Doch mir war sicher klar, dass er sich gegen seinen heiligen Vorgesetzen Utovski nicht aufbäumen kann, somit ist es hoffnungslos in diesen Herrn zu vertrauen. Hat eine
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Tätigkeit im AMS und zugleich bei der WKO. Arbeitet doch die AK mit dem AMS zusammen und gegen die WKO, würde man vielleicht denken wenn man sich so manche Arbeitsrechtgeschichten anhört. So etwas nennt man dann Sozialpartnerschaft, wenn die AK sich bemüht Konflikte hervorzurufen und dem Arbeitgeber nicht zuletzt zu schaden. (Wie die AK dem Arbeitgeber Schaden zufügt wird später noch im Buch erklärt.) Zum Abschluss sagte ich dem AMS Wolf im WKO Schafspelz noch dass man diese Angelegenheit dann womöglich bald in einem Buch nachlesen kann. Ebenso wird es für die Wirtschaft, insbesondere für Klein- um Mittelbetriebe, interessant sein wie man es anstellt 1,5 Jahre einen kostenlosen Mitarbeiter für sein Unternehmen zu gewinnen. Darauf gab’s keine Antwort und während diesem kurzen Gespräch stürzte sich der Rest der Rasselbande wie wild auf das Essen, das es hier gab. Es kam mir auch irgendwie so vor, als wären hier wilde Hyänen mit einem Sakko gekleidet gekommen nur um vom Buffet zu naschen. Buffet ist eher ein Hilfsausdruck, denn es gab ein ganzes Menü. Das dieses Buffet für den Essenden kostenlos war und es aber trotzdem wer bezahlen musste, war wohl für alle “internen” Gäste ein Grund sich diesen Vortrag anzuhören. Doch nach diesem Vortrag verging mir wahrlich der Appetit und hätte auch nur gekostet so wäre dieses Essen wohl wieder unweigerlich auf den Teppichboden in dieser Bank gelandet. Nach diesem Vortrag war mir wahrlich übel, dass ich erst mal frische Luft brauchte. Es hätte mir wirklich nicht gut getan auf diese Angelegenheit auch noch etwas zu essen. Doch auf derartige Zwischenfälle verzichte ich freiwillig. Und als ich abends nachhause kam war ein merkwürdiger Brief der AMS-Bezirksstelle in meinem Postkasten. Darin wurde das Arbeitslosengeld mit der Begründung, dass ich ja jetzt eine Kündigungsentschädigung erhalten habe, zurückgefordert. Ich hatte dieses Arbeitslosengeld im Juli letzen Jahres nicht angefordert. Ich hatte damals auch den Antrag nicht ausgefüllt und auch nicht abgegeben. Stattdessen sagte ich dem Betreuer, dass ich kein Arbeitslosengeld will, doch der erklärte mir das dies nicht geht. Ich dachte eigentlich, dass wenn ich den Antrag nicht ausfülle, ich dieses Arbeitslosengeld als Geschenk betrachten könnte. Eigentlich erwartete ich auch kein Arbeitslosengeld, doch merkwürdigerweise wurde es doch auf mein Konto überwiesen. Am 18. April rief wieder einmal der AK-Rechtsanwalt an und wollte mich sprechen. Ich hob das Telefon nicht ab, und ich war ganz einfach im Außendienst. Andere sind eben plötzlich immer in Besprechungen, daher dachte ich mir, dass ich jetzt in den Außendienst gewechselt bin. Danach bekam zufällig mein Vater den Hörer in die Hand und er wollte genau wissen, warum mich ein Rechtsanwalt noch nach einem gerichtlichen Vergleich, der bereits rechtskräftig ist, noch mit Briefen, Erlagscheinen und Telefonanrufen belästigt. Doch eine klare Antwort gab es nicht.

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Ein Irrtum
Einen Tag später, am 19. April erhalte ich komischerweise Post des Rechtsanwaltes meines ehem. Chefs. Ich überlegte kurz ob ich diese Brief den überhaupt aufmachen sollte. Ich könnte Ihn geschlossen retournieren, geschlossen an meinem Rechtsanwalt weiterschicken, oder öffnen. Ich entschied mich jedoch den Brief zu öffnen. Der Rechtsanwalt meines Gegners bittet mich jetzt höflichst sämtliche Korrespondenz ausschließlich mit seiner Kanzlei zu führen. Praktisch sollte ich so freiwillig auf meine AK-Rechtsvertretung, die sich merkwürdigerweise verabschiedet hatte obwohl die Angelegenheit noch nicht ganz geklärt zu sein scheint, sowie den gewährten Rechtsschutz verzichten. Ebenfalls ist auch eine Kopie des Vergleichs mitgeschickt. Der Mandant, mein ehem. Chef, hat ein Irrtum begangen und zuviel Geld überwiesen heißt es nun. Sofort nach Feststellung des Irrtums hätte mein Rechtsanwalt davon erfahren. Jedoch dieser teilte mit, dass er angeblich mich nicht mehr vertritt. Und das wohlbemerkt obwohl die AK mir einen sogenannten Rechtsschutz gewährt hatte und dieser AK-Rechtsanwalt mit dieser Angelegenheit von der AK beauftragt wurde machte sich einfach so aus dem Staub. Weiters meint nun der gegnerische Rechtsanwalt, dass im Vergleich ein Betrag in der Höhe von 2.072,68 zu zahlen gewesen wäre. Ich habe nachgesehen und dieser Betrag ist leider nirgends zu finden. Als humane Frist wird hier 4 Tage vorgemerkt, und im Anhang ist stets ein Zahlschein mit dem ich den generischen Rechtsanwalt einen Betrag von 1245,65 EUR zahlen sollte. Ohne mich lange damit zu beschäftigen und lange um den heißen Brei herumzuschreiben, verfasste ich einen kurzen Brief indem ich den Zahlschein wieder retourniere.
Der Autor Autorenweg 7 4644 Scharnstein DR. ERWIN Gehecker Fritz-Josef-Gasse 9 4810 Gmunden

Scharnstein, 19.April 2006

Betrifft: Ihr Schreiben vom 19.04.2006! Sehr geehrter Herr Gehecker! Ich verbiete Ihnen, sowie selbstverständlich auch Ihren Mandanten, mich weiterhin zu belästigen und somit jegliche Kontaktaufnahme!!! Wenden Sie sich bezüglich ihres womöglich noch immer unzufriedenen Mandanten Herrn Gärtner, ausschließlich an meine Rechtsvertretung

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Herrn Dr. Brettsteiner (Kindergartengasse 9, 4802 Ebensee), der Ihnen bereits bestens bekannt ist! Mit besten Grüßen Der Autor

Ein derartiges Verhalten habe ich wirklich noch nie gehört. Der eigene Rechtsanwalt sagt dem Gegnerischen er sei nicht zuständig. Könnte sein dass meinem Rechtsanwalt diese Angelegenheit nun wirklich zu heiß wurde, denn immerhin hat dieser meiner Ansicht nach seine Aufgabe als Treuhänder missbraucht, da er mich mit der Weiterüberweisung des zu hohen Betrag in eine rechtswidrige Lage verholfen hat, wenn nun erneut geklagt werden sollte. Wohlbemerkt geschieht das im Sinne der AK, die immer vorgibt das beste für seine Pflichtmitglieder bzw. Arbeitnehmer zu tun. Doch es scheint normal zu sein, dass die AK mit ruhigem Gewissen aus ihren Mitgliedern Betrüger macht! Komisch auch, dass ich es vom gegnerischen Rechtsanwalt als erstes erfahre, dass mein Rechtsanwalt sich nun nicht mehr zuständig fühlt. Alles in allem hört sich das wirklich an wie eine Streiterei unter Kindern, und das obwohl mein ehem. Chef sich zu dem Irrtum bekennt will er es nicht wahrhaben und fordert jetzt persönlich bei mir. Der gegnerische Rechtsanwalt hintergeht meinen Rechtsanwalt. Da ich in dieser Angelegenheit jedoch Rechtsschutz gewährt bekommen habe, zahle ich diesbezüglich vorerst auf alle Fälle nichts. Sollte es erneut zu einer Gerichtsverhandlung kommen und ich verpflichtet werden eine Zahlung zu leisten, so hoffe ich doch dass ein Rechtsschutz auch einen wirklichen Schutz darstellen sollte. Doch so wie es scheint ist der Rechtsschutz, auch wenn dieser gewährleistet und zugesagt wurde, äußerst lückenhaft zu sein.

Mein Akt

Sachverhaltsdarstellung zur Überprüfung der Implacementstiftung Mehrere Wochen brauchte ich um dieses Skriptum fertig zu haben. Insgesamt wiegt es knapp 1 kg. Ich ging die für meine Stiftlingszeit geltende Bundesrichtlinie durch und versuchte verzweifelt Parallelen zu meiner Zeit als Stiftling festzustellen. Leider war dies die Ausnahme, und die Missachtung der 26-seitigen Richtlinie zieht sich wie ein roter Faden durch. Alles in allem stellte ich fest, dass so eine Implacementstiftung durchaus eine tolle Sache sein könnte, doch die Realität sieht komplett anders aus. Als ich die rund 50 Punkte durchlas, kam es mir eher wie ein Märchen vor. Das war auch der Grund warum ich so lange brauchte. Am Anfang erklärte ich noch kurz wie ich Stiftling wurde und wie mein Stiftlingsalltag aussah. Danach Nummerierte ich jedes Dokument mit dem ich den Stiftungsmissbrauch aufdeckte und schrieb dazu eine
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Erklärung. Insgesamt kamen so 40 Seiten zusätzliche Dokumentation zum Schriftverkehr hinzu. Als letztes ging ich dann die Punkte der Richtlinien durch, und konnte beinahe jeden Punkt widerlegen und das Gegenteil behaupten sowie selbstverständlich auch beweisen. Die Richtlinien liegen beim AMS auf. Interessierte können versuchen an diese Richtlinien zu kommen, jedoch als Stiftling oder Ex-Stiftling ist dies nicht so einfach. Hier der Auszug des Aktes der das Richtliniendokument betrifft und im Prinzip alles noch einmal behandelt was bisher aufgedeckt wurde:
70. BUNDESRICHTLINIE zur Anerkennung und Durchführung von Arbeitsstiftungen (AST): Im Schreiben der Volksanwaltschaft vom 6. März 2006 (Dokument 61) wurde ich auf diese Richtlinien hingewiesen AMF / 6-2003 und AMF/15-2004. Herr Kalt vom AMS-Österreich war so nett und hat mir diese auch prompt übermittelt. 70. BUNDESRICHTLINIE AST - Punkt 1(Einleitung): Da hier bei der Neuregelung auch die einzelnen Bundesländer ihre konkreten Richtlinien kreiert haben, möchte ich noch einmal daran erinnern, dass mir die Einsicht in diese nicht ermöglicht wird. Meines Erachtens nach, wenn ich die passende österreichweite Bundesrichtlinie nun in Händen halte, muss ich auch dazu berechtigt sein die konkretisierte Fassung für Oberösterreich zu erhalten. 70. BUNDESRICHTLINIE AST - Punkt 2(Regelungsgegenstand): In meinem Fall handelt es sich wie bereits erwähnt um eine Implacementstiftung. Da ich grundlos nach 4,5 Arbeitstagen nach Ablauf der Stiftungszeit gekündigt wurde nehme ich an das, das Unternehmen André Gärtner, Normnuss keinen Personalaufbau beabsichtigte, denn warum war er plötzlich unzufrieden mit mir. Meines Erachtens ging es Herrn Gärtner nur um die billigste Arbeitskraft. Bei Stiftungsende hatte er jedoch ein kleines Problem, da ein Projekt noch nicht fertig war, da ich mir zuvor als Stiftling meinen Resturlaub nahm und somit zog sich das Projekt einige Tage über die Stiftungszeit hinaus. Der zuvor konsumierte Urlaub hatte ein verblüffend ähnliches Ausmaß wie die 4,5 Tage. Ich sehe dies als eindeutiges Indiz, dass hier nie ein Dienstverhältnis geplant gewesen ist! 70. BUNDESRICHTLINIE AST - Punkt 3.2(Arbeitsmarktpolitische Zielsetzung): Die Teilnahme brachte keine berufliche Neuorientierung und Höherqualifizierung hervor. (Siehe Arbeitsbescheinigung) Somit wurde genau das Gegenteil, des eigentlichen Zieles, erreicht. Weiters frage ich mich was ein Arbeitsmarktakteur sein soll, da mir keiner unter dieser Bezeichnung bekannt ist. 70. BUNDESRICHTLINIE AST - Punkt 3.3(Gleichstellungsziel): Letzter Punkt: Offensichtlich werden hier Männer benachteiligt behandelt, da Frauen finanziell unterstützt werden. Dies stellt

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eindeutig eine Diskriminierung aufgrund des Geschlechts dar! Diesbezüglich möchte ich Sie auch darauf aufmerksam machen, dass ich aus Sicht der Stiftungsleitung nicht einmal als Mann gelte, sondern als “Dummer Bub”, wie sie mich am 30. August 2005 beleidigte. 70. BUNDESRICHTLINIE AST - Punkt 5(Adressat/Innen): Der Stiftungskoordinator falls dieser in OÖ Herr Brunz sein soll, meint es überschreite seine Kompetenz, wenn ich die passenden Richtlinien anfordere, um meine Angelegenheit selbst zu prüfen, da ich von ihm kein wirkliches Ergebnis seiner Prüfung bekomme. 70. BUNDESRICHTLINIE AST - Punkt 6.1(Wesentliche Merkmale einer Arbeitsstiftung): Wie bereits erwähnt handelte es sich bei mir in keinster Weise um eine Qualifizierungsmaßnahme. (Siehe 70. BUNDESRICHTLINIE AST - Punkt 3.2: Arbeitsbescheinigung) Von Qualifikationsdefizit kann hier in keinster Weise die Rede sein. (Siehe Kommentare zum Bildungsplan und der unbegründeten Erweiterung) Die beiden WIFI Kurse waren für meine Arbeit nicht notwendig. Bezüglich der SolidWorks Schulung hatte ich bereits schon Wochen vor der Schulung ein Projekt mit diesem Programm fertiggestellt, da ich bereits in der Schulzeit(HTL) mit einem sehr ähnlichen Programm arbeitete. Somit wäre auch dies nicht notwendig gewesen. Das “wesentliche Merkmal einer Stiftung” kam leider in meinem Fall nicht zum Vorschein. Berufsorientierung und aktive Arbeitssuche kamen in keinster Weise vor. Die Qualifizierung ist ebenso äußerst fragwürdig und für mich nicht erkennbar, da ich das Gegenteil beweisen kann (Angestellt als Büro- und EDV-Mitarbeiter)! 70. BUNDESRICHTLINIE AST - Punkt 6.1.2(Implacementstiftung bei Personalaufbau von einem oder mehreren Unternehmen): Meines Erachtens trägt die Arbeitsstiftung erheblich dazu bei, dass ein Personalbedarf eines Unternehmens nicht abgedeckt werden kann, da ich ja praktisch 1,5 Jahre arbeitslos war, aber nicht durch das AMS an offene Stellen vermittelt wurde. Durch die 40h/Woche Auslastung ist auch keine Zeit für Bewerbung und Bewerbungsgespräche oder Jobsuche. Da keine Qualifizierung stattfand, sorgte die Arbeitsstiftung (welches meines Erachtens mit einem Arbeitslager zu vergleichen ist) dass ich auf alle Fälle 1,5 Jahre (Stiftungszeit) Arbeitslos bleibe. Man glaubt eine Ausbildung zu machen, doch in Wirklichkeit bekommt man dann bei Abschluss fiktive Schulungen bestätigt! Diese erfundenen Schulungen, die ich nicht machte, wurden auch zum Teil bezahlt. Bezahlt mit Förderungen, das eigentlich für reale Qualifizierungsmaßnahmen, welche mir zugute kommen sollten. (Siehe Akt der Landesregierung) 70. BUNDESRICHTLINIE AST - Punkt 6.1.3:

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Es bestand keine Kluft zwischen konkreten Qualifizierungsanfor derungen und den nicht verwertbaren Qualifizierung seitens der arbeitslosen Person. Wenn ich bereits eine nicht verwertbare Qualifikation besaß, wie kommt es dann dass ich über 700 h programmierte. Weiters möchte ich darauf aufmerksam machen, dass meine Tätigkeiten in den 1,5 Jahren nur sehr geringe Abweichungen, im Vergleich zu meinen vorherigen Arbeitgebern, aufweisen. Somit kann keine Kluft bestanden haben! Das Unternehmen nahm auch nur den bestgeeigneten für den Praktikumsplatz, da es hauptsächlich ja ums Arbeiten ging und nicht um eine Ausbildung. Eine Zielgerichtete Qualifizierung wäre vielleicht dieses Programm Rhino gewesen, jedoch gab es dafür keine Schulung. Ich arbeitete auch nicht wirklich mit diesem Programm. Herr Gärtner hatte auch nur eine einzige Lizenz dafür, die auf seinen Rechner installiert war. 70. BUNDESRICHTLINIE AST - Punkt 6.2.1(Gesetzliche Voraussetzungen für die Anerkennung einer Arbeitsstiftung): Meine Maßnahme welche anzuerkennen war um eine Fortzahlung zu gewähren, hieß 1,5 Jahre täglich arbeiten. Als Bonus gab’s eine Schulung (4 Tage) und 2 WIFI Kurse freier Wahl. Insgesamt gab’s somit Schulungen im Ausmaß von 45 Stunden. §18 Abs. 5 AlVG: Wie hier einer Verlängerung überhaupt zugelassen werden konnte ist mir unklar, da in der Erweiterung keine Schulung stattfand und ich das 50. Lebensjahr noch nicht vollendet habe. §18 Abs. 6 AlVG: Da ich im Unternehmen nur arbeitete ist Punkt a auszuschließen. Weiters behauptet die AK (Mag. Yeswak) dass dem Unternehmen ohnehin keinem Kollektivvertrag unterworfen ist. Eine Erleichterung zur Erlangung eines Arbeitsplatzes fand hier in keinster Weise statt, da eine Bestätigung, Zeugnis, Diplom, etc. über meine Ausbildung noch immer ausständig ist. Es werde hingegen versucht mir Ausbildungsinhalte und Kenntnisse zu bestätigen welche mir unbekannt sind. Somit stehe ich schlechter da am Arbeitsmarkt als vorher, da ich 1,5 Jahre länger Arbeitslos war. Diese Schlechterstellung am Arbeitsmarkt hält bis heute an. Ich sage bei einer Bewerbung sicher nicht, dass ich 1,5 Jahre zum EDV- und Büromitarbeiter ausgebildet worden bin wenn ich zuvor bereits mehrmals als Fachkraft (Grafiker, Programmierer) tätig war. Da würde ich mich wohl freiwillig selbst blamieren. Somit hat mir die Stiftungsmaßnahme einen Schaden zugefügt anstatt mir die Arbeitssuche mit eben so einer Maßnahme zu erleichtern(Punkt b). Punkt c: Eine Berücksichtigung einer Freizeit? Welcher Freizeit bitte? Ich arbeitete 40h/Woche wobei ich bei meinen bisherigen Dienstverhältnissen immer 38,5 Stunden arbeitete. Somit arbeitete ich als Arbeitsloser sogar mehr als sonst! Meine Urlaubsansprüche wurden nicht kontrolliert oder berechnet, hätte ich dies nicht selbst gemacht (Resturlaubsberechnung etc.) hätte ich nicht einmal

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einen Urlaub gehabt! Punkt d - finanzielle Bereitstellung: Ganz im Gegenteil hier wurden Aufträge für die Stiftung gemacht (die ich erledigte), damit mein ehem. Chef die minimalen monatl. Stiftungskosten rückverrechnen konnte. Außer die monatlichen Stiftungsbeiträge fielen keine Kosten an, die ich verursacht hätte. Die 3 Schulungen, und die fiktiven Schulungen wurden alle vom Land-OÖ gezahlt. Punkt d organisatorische Bereitstellung: die einzige Bereitstellung die hier stattfand, waren die Aufträge die ich Tag für Tag in der Tat abzuarbeiten hatte. Punkt d - sachliche Bereitstellung: Herr Gärtner hatte nicht einmal eine zweite Lizenz für das Programm auf dem ich geschult werden sollte, da das Programm RHINO auf seinem Rechner lauffähig in einer Vollversion installiert war, konnte ich das Programm nicht einmal öffnen wenn dieser in seinem Büro war, da ausschließlich Herr Gärtner damit arbeitete. Rechtlich gesehen hätte das Programm erst gar nicht auf dem Rechner auf dem ich arbeitete installiert werden dürfen. Punkt d sachliche Bereitstellung: Herr Gärtner war Einzelunternehmer, und ca. über 2/3 der Zeit war dieser nicht anwesend. Punkt e: Hier gab’s 37 EUR pro Monat! Das reichte nicht einmal für die Kaffeekasse. §18 Abs. 7 AlVG: Meines Wissens nach ist dieser Punkt nicht von Bedeutung. 70. BUNDESRICHTLINIE AST Punkt 6.2.2(Träger einer Arbeitsstiftung): Ein einheitliches Konzept ist mir unbekannt. Sollte der Bildungsplan dieses Konzept sein, so sei erwähnt dass ich die Bildungsplanerweiterung und -änderung nie vor und während der Stiftungszeit zu Gesicht bekommen habe. Folglich konnten diese Dokumente auch nicht von mir unterzeichnet werden. Von einer Sicherstellung kann hier wohl kaum die Reden sein. (Siehe 70. BUNDESRICHTLINIE AST - Punkt 6.2.1: §18 Abs. 6 AlVG ) Mir ist kein Berufsorientierungstrainer oder dergleichen bekannt. Sollte die Stiftungsleiterin dieses betraute Personal darstellen, so war diese nur ein einziges mal einige Minuten in meinem Büro. Ebenso musste ich feststellen, dass Herr Gärtner welcher mich ausbilden hätte sollen, über keine fachliche Ausbildung z.B. auf diesem Programm Rhino gehabt hatte, und auch kein autorisierter Trainer in diesem Bereich war. Im Bezug auf mein Ausbildungsziel “3D-Konstruktion am PC” welches am Bildungsplan, steht ist mir auch kein Fachwissen oder eine entsprechende Ausbildung bezüglich Spritzgießtechnik, Kunststofftechnik, Maschinenbau oder Mechatronik bekannt! In den letzten 4 aufgezählten Fachbereichen war ich sogar gezwungen Herrn Gärtner, welcher eigentlich mein

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Ausbilder sein sollte, diese näher zu bringen, da er darüber keine Ahnung hatte. Ebenso bezweifle ich ich ob Herr Gärtner eine Ausbilderprüfung oder dergleichen abgelegt hatte. Diesbezüglich wurde mir erst nach Abschluss der Ausbildung bekannt, dass Herr Gärtner mich überhaupt ausbilden hätte sollen. Davon war vor und während der Stiftungszeit nie die Rede gewesen. Laut meinem Wissen nach, hatte Herr Gärtner eine Schlosserlehre angefangen. Angeblich machte er über eine Abendschule die Matura nach um dann Kunst zu studieren. Ebenso ist mir pädagogisches Fachwissen seinerseits fremd. Ebenso frage ich mich ob mein Ausbilder nicht immer anwesend gewesen sein müsste, da dieser ca. 2/3 der Zeit nicht nicht im Büro war. Ich war somit die meiste Zeit auf mich allein gestellt. (Ich hatte ja so und so zu arbeiten.) 70. BUNDESRICHTLINIE AST - Punkt 6.2.2.2: Ich nehme an, dass es sich hierbei um eine regionale Implacementstiftung handelt, da sich die Stiftung “Arbeitslosenstiftung Gewürzkammergut” nennt. Hier wäre interessant welche mehrere Unternehmen hier noch beteiligt gewesen sind, und ob auch hier die Stiftlinge als billigste Arbeitskräfte missbraucht worden sind, anstatt sie ausoder weiterzubilden. 70. BUNDESRICHTLINIE AST - Punkt 6.2.3(Stiftungskonzept): Diese Vorraussetzungen müssen erfüllt sein. 70. BUNDESRICHTLINIE AST Punkt 6.2.3.1(Gender Mainstreaming): Nach Dokument 70. BUNDESRICHTLINIE AST - Punkt 3.3 scheint wohl deutlich zu sein, dass Frauen und Männer nicht wirklich völlig gleich behandelt werden. 70. BUNDESRICHTLINIE AST - Punkt 6.2.3.2(Finanzplan): Die Maßnahme mich auf dem Programm RHINO auszubilden, welche ausschlaggebend war, dass ich der Stiftung überhaupt zustimmte wurde nicht erfüllt! Eine derartige Schulung hatte ich nie besucht. Herr Gärtner meinte einmal das würde zuviel Geld kosten, stattdessen durfte ich mir 2 WIFI Kurse frei auswählen, welche für das Arbeiten im Unternehmen nicht von Bedeutung waren. Somit kann nicht von einer Deckung der Maßnahmenkosten die Rede sein. (Siehe Dokument 70. BUNDESRICHTLINIE AST - Punkt 6.2.1:) 70. BUNDESRICHTLINIE AST - Punkt 6.2.3.3(Maßnahmenkonzept): Da es bei mir keine Zeit für eine aktive Arbeitssuche gab, gab es auch keinen dazugehörigen genauen Zeitplan! Bezüglich des Moduls der Aus- und Weiterbildung nehme an hierbei handelt es sich um Bildungsplan, Bildungsplanänderung sowie Beilage zum Bildungsplan. Diese wurden bereits behandelt. Es sei hier erwähnt, dass dieser zeitliche Rahmen nicht stimmen kann. Schon alleine aus dem Grund dass Haupttätigkeiten (über 700h Programmiertätigkeit) hier nicht aufscheinen. Weiters enthält dieser Plan Dinge die mir völlig

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unbekannt sind und ich nie im Büro des Herrn Gärtner gemacht hatte. Das Arbeiten mit Nurbs-Daten hatte ein Ausmaß von einem Tag in den 1,5 Jahren. Weiters habe ich nie mit Nurbsflächen und Nurbs etwas gestaltet! Dies hatte ausschließlich Herr Gärtner, der sich ja Designer nannte, selbst gemacht. Zur betrieblichen Praktika sei gesagt, dass meine Implacementstiftung wohl zu 98% aus betrieblichen Praktika bestanden haben muss. 70. BUNDESRICHTLINIE AST - Punkt 6.2.3.4(Stiftungsordnung): Die Stiftungsordnung wurde bereits behandelt, wobei unklar ist ob es jetzt eine Stiftung oder ein Verein ist, da ich den letzen Praxisnachweis von einem Verein bekommen hatte. Hier sei erwähnt, dass auch plötzlich zwei verschiedene Adressen des Trägers auftauchten. (Das Adressproblem wurde bereits verdeutlicht) Ebenso wusste ich nicht, dass das Stipendium nun doch der Lohnsteuerpflicht unterliegt, da es als “eventuell” angeführt ist. 70. BUNDESRICHTLINIE AST - Punkt 6.2.4(Antragstellung und bescheidmäßige Anerkennung einer Arbeitsstiftung): Mir war vor und während der Stiftung kein Maßnahmenkonzept bekannt. Ich wusste auch vor und während der Stiftungszeit nicht, dass mein ehem. Chef Herr Gärtner mich ausbilden sollte, da ich nur wusste, dass ich ein paar Kurse kostenlos machen kann wenn ich so eine Stiftung mache. Bezüglich des letzten Punktes indem von kollektivvertraglichen Körperschaften die Rede ist möchte ich stets festhalten, dass im Schreiben von der AK-Linz vom 30.3.2006 festgehalten ist, dass dieses Ausbildungsunternehmen Mag. Andreas Gärtner keinen Kollektivvertrag unterworfen ist. 70. BUNDESRICHTLINIE AST - Punkt 6.2.5(Anerkennung der Teilnahme an einer Arbeitsstiftung bei Personen mit Anspruch auf Arbeitslosengeld): Da ich nach diesen 1,5 Jahren Scheinausbildung und 4,5 Tagen grundlos gekündigt wurde, nehme ich stets an dass keine aktueller Personalbedarf des personalsuchenden Unternehmens existierte. Ebenso wurde vor dem Rauswurf gefragt was ich nächste Woche tun werde, da mein Arbeitgeber keine Arbeit hatte. Ich sagte, dass ich das nicht weiß und es nicht meine Aufgabe ist mich auch noch darum zu kümmern Aufträge an Land zu ziehen. In den 1,5 Jahren machte ich das auch nie. Ich war ausschließlich mit der Realisierung der Projekte beschäftigt. Es fand keine Höherqualifizierung statt. Darauf wurde schon einmal eingegangen. Neuorientierung fand ebenso keine statt. Die Arbeitsplatzproblematik wurde keines Falls gelöst sondern erschwert, da nicht klar ist wofür ich eigentlich ausgebildet worden bin. Es wird versucht mir Dinge zu bestätigen von denen ich vor und während der Stiftungszeit nichts wusste. § 18 Abs. 6 lit b wurde ebenfalls schon behandelt. (Siehe 70. BUNDESRICHTLINIE AST - Punkt 6.2.1)

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Ich denke, dass mit dem vorgelegten Maßnahmenplan der Ausbildungsplan gemeint ist. Diesbezüglich ist angeführt, dass bezüglich der Informationen ausführlich recherchiert wurde. Bei diesen Recherchen ist leider niemand aufgefallen dass das “Programm NURBS” nicht existierte. Folglich muss ich feststellen, dass hier niemand recherchiert hatte außer mr. (Siehe dazu 21.4 Bildungsplan II ) 70. BUNDESRICHTLINIE AST - Punkt 6.3.2(Teilnahme an Maßnahmen einer Implacementstiftung): Bezüglich Personalbedarf und Höherqualifizierung siehe 70. BUNDESRICHTLINIE AST - Punkt 6.2.5. Die dauerhafte Arbeitsplatzproblematik wurde dadurch gelöst, dass meine 1,5 jährige Scheinausbildung unklar ist und ich somit behindert bin zu erklären was ich 1,5 Jahre lang machte während meiner Arbeitslosigkeit. Bewerbungen bei Firmen sind somit unzumutbar. Das es eine Förderung zur Mobilität gegeben hätte ist mir neu. Ich zog stattdessen um, da ich mir ein tägliches fahren in die Arbeit bzw. ins Ausbildungsunternehmen zu kostenintensiv war. 70. BUNDESRICHTLINIE AST - Punkt 6.4(Maßnahmen(Module) einer Arbeitsstiftung): Es gab hier keinen nahtlosen Wechsel von Berufsorientierung, Ausb ildungsplanentwicklung, und aktiver Arbeitssuche, da diese nicht existierten. Es fand keine Berufsorientierung statt. Der Ausbildungsplan wurde innerhalb von 2 Minuten geregelt. Ein Kurs (SolidWorks) wurde vorgegeben die zwei WIFI Kurse Rhetorik und Profitelefonieren konnte ich mir selbst auswählen. Die restlichen Kurse waren mir vor und währen der Stiftungszeit nicht bekannt! Es fand ebenso keine aktive Arbeitssuche statt. Ich arbeitete 1,5 Jahre, bis auf eine Woche an Projekten wie in einem normalen Dienstverhältnis. 70. BUNDESRICHTLINIE AST - Punkt 6.4.1(Berufsorientierung(Zielfin dung) und Personalauswahlverfahren): Eine Zielfindung war nicht nötig, da es nur darum ging kostenlos Kurse machen zu können. Der SolidWorks Kurs war praktisch überflüssig, da ich bereits schon vor dem Kurs ein Projekt auf dem Programm abgeschlossen hatte. Dies ist aus meiner Schulzeit in der höhern techn. Lehranstalt (1996-2001) zurückzuführen da ich damals bereits erfolgreich mit einem sehr ähnlichen Programm mit der gleichen 3D-Engine und Arbeitsweise arbeitete. Für das Unternehmen war wohl einzig und allein die billig Arbeitskraft ohne Lohn- und Lohnnebenkosten von Vorteil. Ein Auffassungsunterschied war wohl deswegen nicht entstanden da ich außer den drei mir bekannten Kursen von keinen anderen Kursen, während und vor der Stiftungszeit, wusste. 70. BUNDESRICHTLINIE AST - Punkt 6.4.1.2(Personalauswahlverfahren und Entwicklung des Ausbildungsplanes bei Implacementstiftungen):

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Die genaue Definition wäre hier nachträglich sicher von Bedeutung. Ich bitte hier die prüfende Stelle dies anzufordern und mir auszuhändigen um dazu Stellung nehmen zu können, da ich den Anforderungen auch über 1,5 Jahren entsprochen haben muss. Da hier konkret der Ausbildungsplan erwähnt ist, nehme ich an, dass der Ausbildungsplan nicht das Maßnahmenkonzept ist wie in vorherigen Punkten angenommen. (Maßnahmenkonzept existiert daher nicht!) Der Ausbildungsplan (bezogen auf Ausbildungsplan II) existierte NICHT vor Eintritt in die Implacementstiftung. Diesbezüglich verweise ich auf das Datum 10.2 welches bei der Unterschrift von Herrn Gärtner am Ausbildungsplan steht. Das Datumsfeld wurde ja nicht ausgefüllt. Ob 4,5 Arbeitstage und einer folgenden grundlosen Kündigung nun wirklich einem konkreten Dienstverhältnis entspricht wage ich nicht zu behaupten. Folglich wurde ich 1,5 Jahre an der Nase herumgeführt, da ich nur 4,5 Tage diesen Job hatte. 1,5 Jahre Ausbildung für 4,5 Tage Dienstverhältnis ist meines Erachtens lächerlich. Sollte dies wirklich rechtmäßig sein so möchte ich dieses Verhältnis über den Erfolg dieser Stiftungsmaßnahme hochrechnen. Für eine Beschäftigung für ein ganzes Jahre währen dann folglich ca 35 Jahre Schulung nötig!!! 70. BUNDESRICHTLINIE AST - Punkt 6.4.2.2(Aktive Arbeitssuche bei Implacementstiftungen): Es fand keine Arbeitssuche statt, diese war durch eine Auslastung von 40h/Woche eindeutig nicht möglich. Ebenso galt ich am AMS, laut meinen Recherchen, nicht als Arbeitssuchend. Ich wurde somit als Arbeitsloser vom Arbeitsmarkt ferngehalten! 70. BUNDESRICHTLINIE AST - Punkt 6.4.3(Aus- und Weiterbildung): Ich habe nie an einer Berufsorientierung teilgenommen. Es gab auch kein Gespräch mit einem AMS-Mitarbeiter, der Stiftungsleitung oder jeglichen anderen Personen, bezüglich einer Orientierung meinerseits im Berufsleben. Die Gesamtdauer der Aus- und Weiterbildung, welche den geringsten zeitlichen Anteil ausmachten betrug lediglich 45 Stunden in 1,5 Jahren. Auch in der Verlängerung (6 Monate) fand nie eine Schulung statt! 70. BUNDESRICHTLINIE AST - Punkt 6.4.5(Betriebliches Praktika): Es ist hier so beschrieben, dass zur sinnvollen Ausnützung der ausbildungsfreien Zeit zum Kennenlernen eines künftigen Berufsfeldes ein Praktika absolviert werden KANN. Meine Zeit als Stiftungsteilnehmer bestand aber zu 98,3 % (2675 Arbeitsstunden zu 45h Schulung)nur aus praktischer Arbeit. Es wurde mir auch so verlautbart, dass ich kostenlos arbeite und dafür Schulungen machen kann. (Wobei diese Schulungen für meine Tätigkeit kaum von Bedeutung gewesen sind). Die 2675 h dienten ausschließlich

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dem Zweck Arbeit zu verrichten. (Siehe Projektaufstellung) Ich erhielt eine Entlohnung. Die Dauer umfasste die ganzen 1,5 Jahre (abzüglich 45h). Ich habe nie einen schriftlichen Schulungsvertrag unterzeichnet. Es ist mir auch nie ein Schulungsvertrag vorgelegt worden. Ebenso ist mir diesbezüglich auch kein nachvollziehbares Schulungskonzept, vor und nach der Stiftungszeit, ausgehändigt, vorgelegt oder bekannt gewesen! (Es gab ja nur den Bildungsplan, der jedoch etwas anderes ist) 70. BUNDESRICHTLINIE AST Punkt 6.5(Finanzierung der Arbeitsstiftungen): Wie bereits erwähnt fand keine Berufsorientierung statt. Folglich können diesbezüglich keine Kosten entstanden sein. Eine Qualifizierung fand ebenso nicht statt, da ich durch diese Maßnahme herunterqualifiziert wurde (Siehe Arbeitsbescheinigung). 70. BUNDESRICHTLINIE AST Punkt 6.5.2(Finanzierung von Implacementstiftungen): Wäre ich wirklich zu einem Berufszweig ausgebildet worden der einen großen Zukunftsbedarf hat, würde ich wohl kaum 8 Monate nach Abschluss dieser Scheinausbildung noch immer einen Job suchen. Außer den 3 Kursen die von Fördergeld bezahlt wurden machte ich keine. Es wurden noch proforma Kurse erfunden um den Förderbetrag auszuschöpfen, jedoch hatte das Unternehmen selbst für Schulungsmaßnahmen keinen Kostenaufwand. Ganz im Gegenteil, es wurden Schulungen, die ich nicht gemacht hatte, erfunden um den Förderbetrag auszuschöpfen, wie ich nach Abschluss feststellen musste. 70. BUNDESRICHTLINIE AST - Punkt 7.1(Stiftungseintritt von arbeitslosen Personen mit Anspruch auf Arbeitslosengeld): (Siehe 70. BUNDESRICHTLINIE AST - Punkt 6.2.1) Da ich erst nachträglich von zusätzlichen Schulungen erfuhr, als ich den Akt vom Land-OÖ ausgehändigt bekam, habe ich mich NICHT an den Maßnahmenplan gehalten. Der Stiftungsleitung müsste dies aber aufgefallen sein, da ich monatlich die Stundenliste welche Arbeit(2675h) und Schulung(45h) getrennt aufgelistet an die Stiftung faxen musste. Diese Auflistung wurde auch von Herrn Gärtner unterzeichnet. Somit bin ich meiner Verpflichtung NICHT nachgekommen, da mir der Inhalt des Maßnahmenplanes, insbesondere der Erweiterung, vor und während der Stiftungszeit vorenthalten wurde. 70. BUNDESRICHTLINIE AST - Punkt 7.3(Maßnahmenunterbrechung): Von gesetzlich vorgesehenen ausbildungsfreien Zeiten wie Ferien kann ich mich nicht erinnern. Ich nahm mir einfach 5 Wochen frei. Jedoch fand auch nie eine Kontrolle der Tage statt, wie viel Tage ich mir jetzt Urlaub genommen hatte oder nicht. Ebenso musste ich mir selbst den Resturlaub der 5 Wochen berechnen. Hätte ich nie

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etwas gesagt, hätte ich womöglich nie Urlaub gehabt. Da hier das Wort Ferien erwähnt ist, glaube ich aber das der Anteil an Ferien in einem Jahr mehr als 5 Wochen beträgt, wenn ich mich an meine Schulzeit zurückerinnere! 70. BUNDESRICHTLINIE AST - Punkt 7.4(Stiftungsaustritt): Aufgrund der Tatsache unter Punkt 7.1 hätte die Stiftung unterbrochen werden müssen, da ich den Maßnahmenplan der mir großteils unbekannt war auch nicht einhalten konnte und folglich nur 45h Schulung an Kursen teilnahm. In der Erweiterung fand kein einziger Kurs oder eine Schulung statt. Da eine Erweiterung der Stiftungszeit aufgrund mangelnder Kenntnisse und ein nicht Erreichen des Zieles genehmigt wurde und aber danach auch keine Schulung oder dergleichen stattgefunden hatte kann ich folglich das Ausbildungsziel noch nicht erreicht haben! Diesbezüglich ist mir ja noch immer schleierhaft zu welchem Beruf ich nun ausgebildet worden bin, da eine Herunterqualifizierung, aufgrund des darauffolgenden Dienstverhältnisses stattfand und ich aber zuvor schon als Fachkraft in anderen Unternehmen tätig war. (Siehe Arbeitsbescheinigung des 4,5 Tage-Dienstverhältnisses) Bezüglich der Tätigkeit im Ausbildungsunternehmen änderte sich aber kaum etwas im Vergleich zu meinen vorherigen Arbeitgebern! Von einer Ausbildung in einer neuen Berufsgruppe nach einer Berufsorientierung kann hier in keinster Weise die Rede sein. 70. BUNDESRICHTLINIE AST - Punkt 9(Einführung und laufende Qualitätssicherung): Hier gibt es durchgehend Probleme über Probleme bei der Anwendung, ich hoffe dies ist bereits bekannt. Dieser Punkt wurde bemerkenswerter Weise geändert im vergleich zur zweiten gültigen Fassung.

Mit einem Begleitschreiben zu diesem Paket schickte ich den Akt zur Überprüfung an die AK Oberösterreich, das AMS-Österreich, dem AMS Oberösterreich, der Staatsanwaltschaft und dem Volksanwalt.
Scharnstein, 19.April 2006 Betrifft: Missbrauch einer Implacementstiftung Sehr geehrte... Da Sie diese Angelegenheit als abgeschlossen betrachten, möchte ich Sie hiermit über Tatsachen informieren, wie eine Implacementstiftung für eine billige Arbeitskraft missbraucht wurde und hoffe auf eine vollständige Klärung dieser Missstände, da dies bereits über 10 Monate von beteiligten Institutionen und Personen gedeckt wird.

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- Scheinrechnungen bezahlt!

über

Schulungen

wurden

mit

Fördergeld

- Der Bildungsplan wurde nicht eingehalten! Die Schulungen der Scheinrechnungen sowie weitere Schulungen waren mir vor und während der Stiftungszeit unbekannt. - Missbrauch der Implacementstiftung: Niederqualifizierung Dienstverhältnis geht höherqualifiziert wurde. als Ziel: Aus dem hervor, dass ich darauffolgenden herabanstatt

- Das Ausbildungsziel kann nie erreicht worden sein: Das AMS bestätigt, dass eine Erweiterung stattfand, weil mein Ausbildungsziel angeblich noch nicht erreicht war. In der Verlängerung fand jedoch keine einzige Schulung oder jegliche andere Erweiterung meines Wissens statt. - Ich verrichtete hauptsächlich Tätigkeiten welche nichts mit dem Ausbildungsziel gemeinsam haben (Programmiertätigkeit über 700h) Der Zeitungsartikel beweist dies, wie auch meine Projektauflistung. - Bis heute ist mir unklar welches Ausbildungsziel die Ausbildung tatsächlich hatte, da etwas anderes bestätigt wird, als das Ziel war. Ebenso wird versucht mir etwas zu bestätigen was nicht war, und aber auch Wissen, welches bereits nachweislich schon vor der Ausbildung existierte. Wie die Implacementstiftung so für eine billige Arbeitskraft missbraucht werden kann, entnehmen Sie bitte im folgenden Akt, welcher diese Angelegenheit auf eine hoffentlich möglichst klare Art und Weise schildert und auch beweist. Ich hoffe auf eine objektive Prüfung, und verbleibe mit den besten Grüßen Der Autor

Als erster reagiert Herr Kalt vom AMS-Österreich in Wien. Er wollte mich telefonisch erreichen, doch ich lies ihm ausrichten, er möge seine Fragen schriftlich an mich richten. Ich kann mir persönlich kaum vorstellen, dass es nach der Übermittlung meines dokumentierten 1kg-Aktes noch etwas zu fragen gebe?
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Die AMS Gerichtsbarkeit (Gerichtsfreiheit)
Die Sache, mit dem nicht angeforderten Arbeitslosengeld, scheint klar zu sein, denn innerhalb 62 tagen von einer Arbeitslosigkeit zur nächsten braucht anscheinend kein neuer Antrag ausgefüllt werden, dass Arbeitslosengeld wird einfach so überwiesen. Hier handelt es sich nicht um Kleingedrucktes. Viel schlimmer, es handelt sich um bewusst verschwiegene Tatsachen, denn wieso gibt man mir dann einen Antrag wenn dieser eigentlich nicht erforderlich wäre. Das weiß man erst wenn man es wissen will und das wollte ich nun mal. In der Privatwirtschaft wäre dies das übliche Kleingedruckte, das ja unter Umständen als ungültig gelten kann. Doch hier wurde es nicht einmal gedruckt. Ebenso wurde ich bewußt durch den unnötigen Antrag vom AMS in die Irre geführt. Das AMS kann dies intern regeln wie es will, ohne Rechtsanwalt und mit € 180,- im voraus als Bearbeitungsgebühr für den Verfassungsgerichtshof kann hier nicht weiter vorgegangen werden. Ganz egal ob man nun persönlich den Wunsch äußerte kein Arbeitslosengeld zu beziehen oder nicht. Ohne Aufnahmegerät ist man hier machtlos, es nachweisen zu können, dass man diesen Wunsch eindeutig äußerte. Obwohl umgekehrt genügt eine persönliche Vorsprache, ganz egal ob man ein Formular ausgefüllt hat oder nicht. Man wird auch nicht darauf hingewiesen, dass man ganz sicher, das Geld wieder zurückzahlen muss. In gewisser Weise kann man den Bürger als entmündigt sehen, denn mein Wort galt nichts. Faktum ist nun, dass man das Geld nur zurückzahlen muss wenn man irgendwelche Beschwerden gegen das AMS äußert, denn 2 Jahre zuvor erhielt ich ebenso eine Kündigungsentschädigung, welche durch die AK eingeklagt wurde. Damals war das anscheinend noch ganz legal, zusätzlich Arbeitslosengeld zu bekommen. Geht man zurück zum Verursacher, was nun wirklich ausschlaggebend war, dass ich dieses Arbeitslosengeld zurückzahlen muss, und es angeblich rechtswidrig ist diese Rückzahlung zurückzuhalten, so landet man bei der AK. Hätte die AK nie etwas unternommen müsste ich auch nichts zurückzahlen. Die AK führt sozusagen ohne darauf hinzuweisen ihre Mitglieder erneut in eine Rechtswidrigkeit. Warum das so geht ist klar, denn es ist nicht alltäglich, dass Arbeitslose und AK-Mitglieder in das Hornissennest des AMS hineinstochern wie ich mit meiner Stiftungsangelegenheit. Eine Hand wäscht die andere, und so schickt das AMS ihre “Kunden” zur AK und die AK verschweigt, dass ihre Mitglieder durch die Maßnahmen welche AKRechtsanwälte ihr Arbeitslosengeld illegal bezogen haben. Auch bei meiner vorherigen Kündigungsentschädigung welche durch die AK erstritten wurde, blieb ein Hinweis darüber aus, dass ich Arbeitslosengeld zurück zahlen müsste. Aus eigener Erfahrung weiß ich nun, dass Rückforderungen auf Seite des AMS mit Willkür gehandhabt wird, da ich wie schon erwähnt vor ein paar Jahren kein Arbeitslosengeld zurückzahlen musste. Anders gesagt bemüht sich die AK öffentliche Gelder zu verschwenden, da verschwiegen wird, dass man bei Inanspruchnahme des Rechtsschutzes dann das bereits bezogene
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oder noch immer bezogene Arbeitslosengeld zurückzahlen müsste. Da wie ich nun erfahren musste, dass ich Arbeitslosengeld zu unrechtbezogen habe, könnten man behaupten ich sei ja ein Betrüger. So könnte man diesen Gedanken weiter verfolgen und zum Schluss kommen, dass die AK aus ihren Mitgliedern und Beitragszahlern still und heimlich kleine Betrüger macht und die Verschwendung von öffentlichen Geldern, bzw. Auszahlung von nicht berechtigtem Arbeitslosengeld, fördert. Dennoch bringe ich derartige Vorwürfe selbstverständlich der AK vor, und fordere vom Verursacher diese € 354,24 mit der Erwartung, dass hier nichts geschieht und die AK jeden Vorwurf von sich weist. Ich bin bereits gewohnt, dass die AK mich als gesetzlich verpflichteter Beitragszahler nicht vertritt, nicht in meinem Sinne handelt und mir still und heimlich unrechtmäßige Verhaltensweisen anhängt. Doch mittlerweile habe ich schon bemerkt, dass mir hier jemand kräftig ans Bein pinkelt. Würde die AK, die sich ja auch als Konsumentenschützer ernennt, einmal die Vorgehensweisen des AMS unter die Lupe nehmen, so wäre dies ein maßgebender Punkt das hier die rechtlichen Bedingungen für die Auszahlung von Arbeitslosengeld bewusst verschwiegen werden, und es auch im Kleingedruckten auf den Anträgen nicht zu finden ist. Weiters könnte man dann noch sagen, dass AMS Mitarbeiter einem bewusst falsche Informationen geben und sagen, man braucht das Geld nicht zurückzahlen oder dass das AMS über seine Entscheidungen selbst entscheiden kann als wäre es selbst ein Gericht. Konsumentenfreundlich ist es allemal nicht wenn man nicht auf Tatsachen eingeht und vorab schreibt, dass eine weiter Beschwerde nicht möglich ist, wie es nun das AMS tat. Man hat auch nur mehr die Möglichkeit hat sich an den Verfassungsgerichtshof zu wenden. Dies geht dann nur mit einer Unterschrift eines Rechtsanwaltes und einer Zahlung von € 180,- EUR an Beschwerdekosten. Die AK-Konsumentenschützer decken derartige konsumentenfeindliche Punkte selbstverständlich mit Erfolg, den die AK stolziert mit dem AMS Hand in Hand durch dieses Märchenland. Das nennt sich dann Sozialpartnerschaft auf kosten des Steuerzahlers, der täglich zur Arbeit geht. Durch ständige permanente Suche nach Schwächen präsentiert die AK ihr Schwarzbuch mit den Unternehmen mit den meisten Rechtsvertretungen von Mitgliedern. Ständig weist die AK auf angebliche Mängel in der Wirtschaft hin und putzt sich als Saubermann heraus. Stets wird auf andere gezeigt, um auf den Schmutz in der eigenen Umgebung abzulenken. Durchaus abartige Propagandatricks aller möglichen Art und Weise sind für derartige PR-Aktionen der AK gut genug. Hier werden jedoch bewusst Gerichtsverhandlungen provoziert und außergerichtliche Einigungen abgelehnt, um die Wirtschaft als ewigen Buh-Mann darzustellen, dem der Kampf angesagt wurde. Doch dass hierbei der Kampf erst von neuen beginnt und die Wirtschaft durch die AK und deren provozierten Streitigkeiten stark geschädigt wird will sich niemand vor Augen führen. Die AK schädig auf gewisse Weise die Brotgeber der Arbeitnehmer. Ob das den Mitglieder wirklich zugute kommt, bleibt fraglich.
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Nicht nur verschwendete Gelder, sondern auch verschwendete Zeit die in der Wirtschaft fehlt werden hier durch Tätigkeiten der AK missbraucht. So werden z.B. auch bereits einvernehmliche Lösungen neu eingeklagt und schriftliche Kündigungen nachträglich als berechtigt dargestellt. Anstatt mit dem Arbeitgebern zusammenzuarbeiten um für Arbeitnehmer Recht und Ordnung zu fordern, wird scharf geschossen. Die AK putzt sich als Saubermann heraus, der den kleinen einfachen Mann seine bescheidene Zufriedenheit vor der Nase wegschnappt und ihm klarmacht das er von seinem mittlerweile ehem. Arbeitgeber betrogen wurde. Doch keiner kommt auf die Idee wer hier der Streithahn ist. Die AK schreit nach Streitigkeiten und hat vergessen, dass dadurch dem kleinen Bürger am wenigsten geholfen wird. Denn so wird grundsätzliches Misstrauen gegenüber den eigenen Arbeitgebern aufgebaut. Ob das der Allgemeinheit zugute kommt? Gegen wirklich skandalöse Fische, wie etwa meinem ehem. Chef, der einen Scheinausbildung mit mir durchführte um zu einem Gratismitarbeiter zu kommen, wird dagegen nichts unternommen! Es hat schon seinen Sinn warum hier Arbeitsrecht und Kollektivverträge so vielfältig sind wie die Bäume im Wald, braucht doch die AK auch seine Daseinsberechtigungen, denn je komplizierter das System desto weniger kann es der Einzelne begreifen und sich auch danach halten. Ehrlichkeit und Vertrauen, welches der beste Untergrund für ein zufriedenen glücklichen Lebens sein könnte, wird hier bewusst abgelehnt und das Gegenteil gefördert. So bekommt man seitens der AK auch Tipps, dass man in Krankenstand gehen soll oder auch ganz gezielte Vorschläge wie man früher in Frühpension gehen kann. Derartiges wird selbstverständlich nicht schriftlich bekannt gegeben, doch bei einem Beratungsgespräch wird eben auch manchmal viel geredet was nachträglich dann so und so abgestritten wird. Exakt genauso wie ich beim AMS geäußert hatte kein Arbeitslosengeld zu wollen. Doch über so manch merkwürdige Verhaltensweisen von AK-Beratungen wurde in diesem Buch schon einmal eingegangen und ist ein gutes Beispiel, dass Aussagen eines mündigen Bürgers mit jenen eines entmündigten gleichzusetzen sind. Keine Skrupel zu haben heißt noch lange nicht am längeren Ast zu sitzen. Letztendlich trifft es sowieso wieder den armen Arbeitslosen, der sich dann wieder schnell in der Obhut von AMS und AK befindet. Und wenn auch ich jetzt womöglich verdonnert werde diese 14 Tage Arbeitslosengeld zurückzuzahlen, weil eben Unwissenheit, sowie bewusste Irreführung, das verheimlichen von rechtlichen Bedingungen und das verbreiten falscher Aussagen bei derartigen monströsen Organisationen wie dem AMS und der AK völlig rechtmäßig zu sein scheinen, sowie schlicht und einfach vollkommen legal sind, so bleibt es eine Erfahrung die man macht und es ist besser sie gemacht zu haben als sie noch vor sich zu haben.

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6.6.6 - Lieber Gruß vom großen Tier
Wer so an den Dingen interessiert ist wie ich, stößt schon mal an die Grenzwissenschaft. Obwohl ich kein Nummerologe oder praktizierender Thelemit bin, so weckt diese Zahl dennoch Erinnerung in Bereichen der Esoterik. Meist wird es als Aberglaube abgetan, doch was einem an so einem Tag (06. Juli, 06) nicht alles wiederfährt mag doch etwas magisches daran haften bleiben. Jene die verstehen, dass die Magie überall ist und alles magisch ist wo die Magie ist, werden hier keineswegs einen Zufall, den es nicht gibt, vermuten. Es sind im Grunde zwei Botschaften, die an diesem Tag bei mir eintreffen. Die erste wäre, dass die AK mir mit einem Verweis auf Schreiben, die zu diesem Zeitpunkt noch ausständig sind, des Volksanwaltes und der AMS Landesgeschäftsstelle mir keinen Rechtsschutz gewährt, und dass bei meiner Ausbildung alles in Ordnung gewesen sei und auch keine allfälligen Ansprüche festgestellt werden konnten. Die Zweite Botschaft ist, dass ich nun trotz AK-Rechtsschutz, bezüglich der erstrittenen Kündigungsentschädigung geklagt wurde. Folglich ist die Schlussfolgerung, dass ich aufgrund des AK-Rechtsschutzes in 2 Dingen in die Illegalität getrieben wurde. Das Arbeitslosengeld, dass ich plötzlich zu unrecht bezogen haben soll obwohl ich es nie wollte, und das vom Rechtsanwalt überwiesene Geld, von dem ich nun auch wieder einen Teil an meinen ehem. Arbeitgeber zurückzahlen muss. Im genauen sind es € 1.520,47 (Brutto/Netto-Differenz + Kosten € 274,82), die ich nun mit einem bedingten Zahlungsbefehl vom Landesgericht zahlen darf. Im Grunde ist hier ein definitiver Schaden von den Gerichtsgebühren entstanden. Ich rundete den Gesamtbetrag auf, überwies € 9,53 zuviel und erlaubte mir dies in einem Schreiben an den Rechtsanwalt meines ehem. Chefs der nun als Kläger auftritt wieder zurückzufordern. Dieses kleine Versehen erlaubte ich mir nun auch, um festzustellen um es denn auch umgekehrt funktioniert, oder ob auch ich gezwungen für meine Dummheit, knapp € 10,- zuviel zu überweisen, das Landesgericht mit einem richterlichen Zahlungsbefehl zu beauftragen.
Betrifft: Das Schreiben vom 6.6.6! Sehr geehrter Herr Gehecker! Leider war ich so dumm, und hab leider ebenso, wie so manch Beteiligter in dieser Angelegenheit, zuviel des guten Geldes überwiesen und bin nun genötigt den Differenzbetrag wieder zurückzufordern, und bitte Sie diesen korrekterweise unverzüglich auf mein Konto zurück (Almtaler Volksbank, IBAN: AT86 5566 3002 2688 0000, BIC AOOSET67XYZ) zu überweisen. Ebenso danke ich Ihnen und besonders Ihren Mandanten Andi, wie ich Scharnstein, 6.6.6

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Ihn einmal nennen durfte, für die reichlichen Inspirationen die ich in meinem neuen Buch gut gebrauchen konnte. Mit besten Grüßen Der Autor

Mein Rechtsanwalt, der vom AK-Rechtsschutz, hat sich nun still und heimlich aus dem Staub gemacht, als er bemerkte, dass er mich durch seine Weiterüberweisung in eine nicht so ganz rechtmäßige Handlung verholfen hatte, obwohl ich dabei nichts getan hatte. Ich hätte dagegen etwas unternehmen müssen um mich aus meiner Rücküberweisungsschuld zu befreien. Im Grunde kann man sagen, dass einem die AK dazu verholfen hat, gleich in zwei Tatbeständen in die Illegalität geholfen zu haben. Beides sind Folgen des AK-Rechtsschutzes, der dann wenn es wirklich ein Problem gibt nicht existiert und alles andere als ein Schutz ist. So gesehen handelt es sich um einen “Rechtsschmutz”, der einen beschmutzt! In diesem Sinne sei ausdrücklich vor der AK, zu deren Beitragszahlung man jedoch gesetzlich verpflichtet ist, gewarnt. Ebenso sei davor gewarnt, wenn es mit dem AMS und deren Fort-, Weiter- und Ausbildungsprogrammen Probleme gibt, so kann man sich darauf gefasst machen, dass die AK hier die Finger davon lässt und sich bemüht im politischem Gerangel nicht als Nestbeschmutzer aufzufallen. Kurz zusammengefasst, geht nochmals eine Beschwerde an die AK, dass hier offensichtlich etwas nicht so ganz nach Plan lief, und die AK mir zu einem bedingten Zahlungsbefehl vom Gericht und ebenso einem Bescheid von der AMS Gerichtsbarkeit verholfen hat. Ich fordere nun von der AK den Betrag von EUR 1874,71 zurück. € 354,24 € 274,82 € 1.245,65 ________ € 1874,71 Das nie angeforderte Arbeitslosengeld vom AMS Kosten des Zahlungsbefehles vom Gericht Klagsumme des Brutto/Netto-Missgeschicks Summe des von der AK verursachten Schadens

Und das obwohl man glaubte, die Sache sei bereits abgeschlossen. Von der AK bekam ich sogar ein Schreiben, dass die sich freuen meine Ansprüche durchgesetzt zu haben, und mein Rechtsanwalt schreibt ebenso das die Sache abgeschlossen ist. Es steht auch im Gerichtsprotokoll, dass sämtliche wechselseitigen Ansprüche als beglichen und verglichen gelten. Man vertraut, dass nun das überwiesene Geld schon zurecht überweisen wurde, doch musste ich die Erkenntnis machen, dass sogar die Rechtsanwälte, die mit der Ausführung des Rechtsschutzes beauftragt sind, die AK-Beitragszahler übers Ohr hauen und sich nicht im geringsten Gedanken über eine korrekte Handlungsweise machen.
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Somit existiert auch kein wirklicher Rechtsschutz, sondern wie schon erwähnt eher ein Rechtsschmutz mit dem einen die AK wortwörtlich beschmutzt hat. Treffender kann ich es wohl nicht formulieren. Anders gesehen, könnte man eine Taktik, wie man aus einer beklagten Partei einen Kläger macht, vermuten. Der eigene AK-Rechtsanwalt brockt einem etwas ein und verabschiedet sich dann. Eine ausgefeilte Taktik, in der der Rechtsanwalt des Gegners Vertrauen in seinen Mandanten gewinnt. So etwas wirkt sich unter Umständen auch gut fürs Geschäft des Rechtsanwaltes meines ehem. Chefs aus. Wer streitet wird eben nicht selten belohnt. Das alles obwohl der Beweisnotstand und all die Lügen über mich in deren Schriftsätzen nie zur Sprache gekommen sind, da ein Vergleich für die richtige Lösung erachtet wurde. So gesehen, halten Lügen vor dem Arbeitsgericht bombenfest, wenn sich die Rechtsanwälte einig sind. War es doch eine ausgefeilte Taktik jener, die es Verstehen damit ihr tägliches Brot zu verdienen. Wäre jeder bemüht, sich ehrlich zu verhalten und offen auszusprechen wo der Schuh drückt, wären hier Rechtsanwälte und deren Theaterbühne, das Gericht, völlig überflüssig. Da dies nun nicht meine erste Erfahrung mit dem Arbeitsrecht ist, so sei doch bemerkenswert, dass es nur bei diesem Fall äußerst kurios zuging. So habe ich mittlerweile einige Überlegungen angestellt, wo hier der Hund begraben sein könnte. Die Branche, in der ich tätig war, ist es auf keinen Fall gewesen, denn diese war gleich. Die Örtlichkeit ebenso wenig, wie der Tätigkeitsbereich. Doch man braucht nicht allzu lange überlegen, so erinnere ich mich an seine Worte, als ich ihn kennen lernen durfte: “Ich bin Designer, Ich habe Kunst studiert,..”. Dies soll keineswegs ein Vorurteil sein, doch warum schenkte mir gerade dieser Herr zum Geburtstag ein Buch mit dem Titel: “Achtung Vorurteile”? Ich bin zu der Erkenntnis gekommen, dass es in meinem Leben keine Zufälle gibt. Diese Anschauung stellt sich erst ein wenn man die schrecklichsten und schmerzhaftesten Erlebnisse begriffen hat. Auch diese haben ihre berechtigte Existenz, denn je weiter die Menschheit von ihrem Ursprünglichen Daseinsweg abgelenkt oder manipuliert wird, desto heftiger Fallen die Reaktionen aus. So mag der eine Mord und Totschlag, sowie auch Finanzbetrug, verteufeln, doch im Grunde sind alles nur Ereignisse die sein müssen um in manchen Menschen so manchen Gedanken hervorzurufen oder auch so manches Leben wieder in eine andere Bahn zu lenken. Wohin der Zug fährt ist jedem sein eigenes Märchen, doch ich Frage mich doch auch warum gewisse Herren mit gewisser Bildung es nicht scheuen ihre Lügen mit Bravour zu vertuschen. Hier verstehen manche doch ihr korruptes Handwerk. Ich habe auch nichts gegen die Vorlieben anderer, doch sollten diese beteiligten Herren und auch Damen sich doch auch bewusst sein, dass es auch andere Menschen gibt. Jene, die sich vor Korruption, und finanzbetrügerischen Handlungen hüten. Ich weiß nicht woher diese Affinität zur Unehrlichkeit kommt. Es mag sein, dass ich jetzt ein Vorurteil schreibe, doch es gibt einen Unterschied zu meinen bisherigen
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rechtlichen Vorgeschichten am Arbeitsmarkt. Das trifft nicht nur auf meinen ehem. Chef zu, sondern auch auf viele, insbesondere der Stiftungsbeauftragte, Beteiligten in dieser Angelegenheit zu, die stets einen akademischen Titel durch Ihren Schriftverkehr schleppen. So haben alle diese Personen in Ihrem Leben bereits eine Berufsreifeprüfung abgelegt. Doch es scheint mir, dass dies mit Reife und Aufrichtigkeit rein gar nichts zu tun hat. Von Moral und Menschlichkeit möchte ich erst gar nicht reden. Das es dennoch seine Opfer fordert ist klar. So konnte mein ehem. Chef zwar alle in diesem Komplott beteiligten, wohl mit Leichtigkeit in deren Augen blicken. Bei mir scheint es doch etwas anders zu sein, denn warum ergreift er die Flucht wenn ich ihn zufällig im Cafe antreffe. Denn immerhin war ich es der für ihn 1,5 Jahre arbeitete. Ich stellte ihm meine Dienste sozusagen als Arbeitsloser kostenlos zur Verfügung und wickelte Aufträge, wie etwa den für eine der größten Banken Mitteleuropas. Ich hoffe für ihn, dass er wenigstens auch etwas dabei verdient hatte. Und wer hätte gedacht, dass der Bankenboss König Ludwig sich keine ordentliche Arbeit leisten kann oder will. Eine ordentliche Dienstleistung oder Arbeit, die ein Angestellter macht, der auch einen Gehalt bekommt. Ganz zu schweigen vom 13. und 14. Monatsgehalt, dass es für mich ja nicht gab. Stattdessen lässt ein Bankenboss einen Arbeitslosen für sich arbeiten! Viele in Österreich versuchen sich aus Gier oder Geldmangel Schnäppchen zu ergattern oder auch am steuerfreien Schwarzmarkt zu bedienen. Doch ich persönlich hätte mir nicht gedacht, dass ein Bankenboss hier sehr ähnliche Maßnahmen ergreift um zu einem Schnäppchen zu gelangen. Doch wer genauer hinblickt erkennt hier auch nur das übliche Geschäft einer Bank, die von Zinsen lebt. So gesehen ist es normal, dass der Dienstleistungsunternehmer im Preis soweit gedrückt wird, sodass dieser sich keine Angestellten leisten kann und stattdessen es vorzieht Arbeitslose für sich arbeiten zu lassen. Bei einem Angestellten wäre es womöglich ein Verlust für den Dienstleister gewesen. In meinem Fall war diese mein ehem. Chef. Das alles erscheint ihm so ehrlich, dass er beim bloßen Anblick meiner Wenigkeit im Cafe stillschweigend aufsteht und geht. Es scheint ihm doch etwas stark zu beunruhigen bei meinem Anblick, und wenn ihm seine Last, die er nun freiwillig mit sich herumträgt, einmal zu schwer werden sollte, ja spätestens dann wird er wissen was es wirklich war. So wie ich lernen musste die scheinbaren Zufälle als Wegweiser zu sehen auch wenn diese noch so grausam, deprimierend und niederschmetternd sein sollten, so wünsche ich nicht nur meinen ehem. Chef, sondern allen Beteiligten, ebenso einmal diese Erkenntnis ihr Eigen zu nennen, dass es wohl besser für die eigenen Gesundheit sei, sein Gewissen frei und seinen Verstand frisch zu halten. Auch wenn das nur vorübergehend sein mag. Finanziell gesehen ist es zum Glück noch ein Erfolg! Zurzeit bleiben von der Kündigungsentschädigung die die AK erstritt zum Abschluss nur noch 197,97 EUR übrig. Doch für den Aufwand, zweimal zum Gericht zu fahren, mehrmals zur AK zu
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fahren, unzähliger Telefonat und zusätzlich auch noch einen ordnerdicken Schriftverkehr zu führen, rechnet sich dieser Betrag nicht!

Der Aufwand sein Recht zu fordern kostet Zeit
Wer wenig Zeit hat, sollte der Tatsache ins Auge sehen, dass Betrügerein in Österreich an der Tagesordnung stehen. Ganz egal um welche öffentliche Institution es sich handeln mag. Die Unterschiede sind verschieden, und gehen von 0% bis 100%. Wenn ein Bürger sich dazu entscheidet sein Recht zu fordern, so stößt man auf wenig Zustimmung. Ganz im Gegenteil, es wird einem sogar ausgeredet. Diesbezüglich kann ich es auch verstehen, dass andere Gemüter schnell zu anderen Maßnahmen greifen, als ich es tat. Radikalere Maßnahmen sind kein Märchen und existieren auch bei uns. So sehe ich jegliche Korruption mit öffentlichen Geldern, sowie in öffentlichen Institutionen und Ämtern, auch wenn diese nur beteiligt sind, als provokanten Anlass, dass radikalere Maßnahmen dagegen herbeigewünscht werden. Gerne wird dagegen in den Medien auf andere schreckliche Katastrophen in anderen Ländern gezeigt, während man versucht die eigenen Probleme schön zu reden. So sind etwa die Krawalle in Frankreich ein deutliches Zeichen, dass etwas nicht stimmt. Wenn das Volk nicht mehr angehört wird und der mündige Bürger stillschweigend entmündigt wurde, sodass sein Wort nichts mehr Wert ist, dann ist es vermutlich nur noch ein Frage der Zeit und der Menschheit bis sich auch das Volk zur Wehr setzt. Doch dann gibt es Experten die die Meinung vertreten, dass der Mitteleuropäer ausstirbt. Nachkommen sollten durch Zuwanderung ergänzt werden, da unser eigenes Volk langfristig gesehen sich nicht fortpflanzt. Ich möchte nicht zu sehr vom Thema abkommen, doch wer etwa Tiere im Käfig hält, sie unter Stress setzt, quält und schikaniert wird die Erfahrung machen, dass diese Tiere nur schwer Spaß daran finden werden sich zu vermehren. Dadurch, dass ich immer wieder vertröstet wurde, dass alles zurecht sei und den Vorschriften entsprochen haben soll, und ich nach 8 Monaten noch immer Zeit in diese Angelegenheit investierte um endlich einmal zu erfahren was auch nur geschieht wenn die Auflagen und Richtlinien verletzt worden sind musste ich Unmengen an Zeit investieren um zu meinem Recht zu gelangen. Ich habe meine investierte Zeit, um den Stiftungsmissbrauch aufzudecken, wie folgt berechnet: 60 min 15 min 15 min 25 min pro verfasse Seite eines Schriftstückes pro verfasste Email pro Seite eines eingelangten gelesenen Schriftstückes pro Seite eines eingelangten Schriftstückes für Beratung, Besprechung, Überlegungen usw. 10 min pro eingelangtes gelesenes Email
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25 min pro Telefonat 60 min pro Seite meiner Dokumentation (nur diese Angelegenheit) 60 min pro eingelangtes Dokument für Erholung, Entspannung sowie Rituale des Ausgleichs um keinen geistigen Schaden davon zu tragen. Auch körperlichen Schaden wären durch psychosomatische Zusammenhänge nicht auszuschließen! Weiters sollte der Schaden durch die Arbeitslosigkeit berücksichtigt werden, da ich in dieser Zeit behindert war mir einen ordentlichen Arbeitsplatz zu suchen. Man hat mich ja sprichwörtlich vom Arbeitsmarkt ferngehalten und das AMS hat es eingestellt mir offene Stellen mitzuteilen, da ich wohl bereits 1,5 Jahre arbeitslos und gleichzeitig als vermittelt galt. Die Berechnung möchte ich Anhand meines jetzigen Jobs den ich damals schon annehmen hätte können, wenn man mich nicht mit einer verlockenden Ausbildung, die sich als völlige Niete herausstellte und bewusst herbeigeführt war um eine billige Arbeitskraft zu erhalten, vervollständigen. Ich rechne die Beträge Netto, da dies der finanzielle Schaden ist den ich dabei in Kauf nehmen musste. Ich rechnete den Nettogehalt mal 21 (inkl. 13. und 14. Monatsgehalt) und komme auf eine Schädigung meinerseits auf insgesamt € 15.300,-. Das Arbeitslosengeld wurde bereits abgerechnet. Dabei wäre eine mögliche Lohnerhöhung noch nicht mitgerechnet, da ich jedoch eine hatte runde ich den Betrag auf € 17.000,-- auf. Weiters entstand eine Schädigung, da ich noch immer durch diese Maßnahme, die mich eigentlich Höherqualifizieren sollte, deutlich schlechter gestellt. Es gibt kein einwandfreies Dokument welches meine Ausbildung bestätigt, da es eine Scheinausbildung war. Allein die Tatsache, dass ich nach der Ausbildung als Büromitarbeiter angemeldet war, stellt im Vergleich zu meinen vorherigen Dienstverhältnissen eine eindeutige Schlechterstellung dar, da ich vorhin schon in mehreren Unternehmen als Fachkraft angestellt war. Da diese maßgebende Beeinträchtigung meine Chancen am Arbeitsmarkt deutlich vermindert, sehe ich als angemessen auch diese Schädigung zu berechnen. Da diese Schädigung schwer zu berechnen ist, beschränke ich diese auf die Monate in denen ich nach dieser Scheinausbildung aktiv einen Job suchte. Das waren acht Monate. Die Differenz zu einen besserbezahlten Job berechne ich mit € 500,-. Das wäre somit einen zusätzlicher Betrag von 4.000,-. Zusammen gerechnet ergibt sich folgende finanzielle Schädigung, die laufend mehr wird, da keine Methode gefunden wurde dies auszubügeln. Wenn ich erneut einen Job suchen würde und auf die Degradierung von einer Fachkraft zum Büromitarbeiter wieder ein Blick geworfen wird, beginnt die Schädigung erneut zuzunehmen. Doch das würde die Zukunft betreffen, und ich beschränke mich auf Vergangenheit. Selbstverständlich rechne ich auch noch meinen Aufwand hinzu, der bei einen Stundensatz von € 11 auf
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€ 8.888,- kommt. (Die Anzahl der Dokumente zu dieser Berechnung erfolgt ein paar Seiten weiter) € 8.888,€ 17.000,€ 4.000,___________ € 29.888,Mein Aufwand zur Klärung des Stiftungsmißbrauches Der finanzielle Schaden eins Gratismitarbeiters Schlechterstellung Schädigungsbetrag

Somit entstand durch diese Stiftungsmaßnahme und den Bemühungen eine Prüfung zu verhindern ein Gesamtschaden von 29.888,-. Meines Erachtens ist die Stiftungsleitung Fr. Marietta Panda dafür heranzuziehen, da sie es versäumt hat sich der Sache anzunehmen. Anstatt mir die Schulungen, welche ich nicht gemacht hatte, auf dem nachträglich übermittelten Bildungsplan zu erklären oder der Sache auf den Zahn zu fühlen. Als Stiftungsleiterin hätte sie rechtzeitig reagieren können, wenn sie nicht selbst dieses Missbrauch decken würde. Stattdessen beschimpfte sie mich als dummer Bub und drohte mir mit ihrem Rechtsanwalt falls ich nochmals anrufe. Die von der Landesregierung OÖ waren anfangs auch bemüht mir zu helfen, jedoch nachdem Sie mir sagten mit der Stiftung telefoniert zu haben wendete sich das Blatt und alles war dann auf einmal in bester Ordnung. Ebenso bei Herrn Brunz, dem Stiftlingsbeauftragten von Oberösterreich. Anfangs tat der auch sehr bekümmert “Das kann nicht sein...” usw., doch nach dem ersten Kontakt mit dieser Stiftungsleiterin war natürlich alles in Ordnung. Sein Vorgesetzter, der AMS-OÖ Boss Utovski deckt diesen Komplott ebenfalls. Es gibt deutliche Anzeichen dafür, dass alle Stellen welche mit dieser Angelegenheit in Verbindung gekommen sind miteinander sich nicht nur über Dokumente, sondern auch über von mir mündlich getätigte Aussagen unterhalten. Das geht vom AK-Bezirksstellen-Rechtsanwalt, der einen nicht unterschriebem Nachweis ohne Herkunftsadresse völlig rechtmäßig findet, bis zum Herrn Kalt vom AMS-Österreich in Wien. Anstatt sich auf Fakten zu konzentrieren wird hier über Nichtbeweisbares diskutiert, und wie man sehen konnte auch daran gearbeitet mich mit allen Mitteln zu hindern die Sache aufzudecken. Wie etwa, dass Auflagen plötzlich verschwunden sein sollen, mir stattdessen aber selbstverständlich die Falschen geschickt wurden, dass mit einem Rechtsanwalt gedroht wird wenn ich noch einmal anrufe, oder auch ein Schreiben des Rechtsanwaltes kommt dass ich keinen Kontakt mit seinem beteiligten Klienten aufnehmen darf. Da diese beteiligten Stellen (AK, AMS, Stiftung, ehem. Chef,...) offenbar wunderbar miteinander Kontakt hatten, und die Stiftungsleiterin glaubt sie will nicht für derartige Kosten verantwortlich sein, dann sollte der Betrag unter den beteiligten Personen aufgeteilt werden, die diesen Stiftungsmissbrauch deckten. Dies wäre meiner Auffassung
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nach eine faire Regelung. Welche Zeit die beteiligten Personen investierten, zahlt selbstverständlich der Steuerzahler, und ist dadurch entstanden dass diese Personen womöglich Ihrer Funktion nicht gewachsen waren, oder bewusst zusammenhielten bis die Nähte plötzlich platzten, oder einer nicht mitspielte oder es einfach zu Heiß wurde. Deshalb würde ich es als Selbstverständlichkeit sehen, dass diese Personen selbst für diesen Schaden aufkommen sollten, anstatt die Allgemeinheit. Doch Ansonsten muss man klarerweise davon ausgehen, dass mit Steuergeldern Korruption und Betrug, womöglich auch noch mit Hingabe, gedeckt und vertuscht wird! Es scheint aber doch vieles dafür zu sprechen, dass es so ist. Einzige Möglichkeit die es hier dann noch gäbe, dass diese Personen mehr oder weniger glimpflich davonkommen, wäre die einfache Erklärung der Unzurechnungsfähigkeit für deren Tun und Handeln. Doch davon gehe ich nicht aus. Ich bin kein Staatsanwalt, Richter, Rechtsanwalt oder dergleichen und es liegt nicht in meiner Hand was mit den Beteiligten geschieht, denn es geschah ein Jahr nichts und viel wird sich da vermutlich auch in Zukunft nicht ändern. Das einzige was ich tun kann ist vor solchen Methoden, die am Arbeitsmarkt immer mehr verwendet werden, ausdrücklich zu warnen. Aus diesem Grund schrieb ich auch dieses Buch. Ebenso stellt es eine Dokumentation dar, welche durchaus notwendig war um nicht den Überblick zu verlieren. Selbstverständlich sollte man auch stets nicht vergessen, dass derartige Vorgehensweisen nicht nur bei der “Bildungsmafia” oder mit Arbeitslosen vorkommt.

Ein Jahr nach Stiftungsabschluss
Kurz vor dem Stichtag an dem diese Geschichte ihre einjährige Entstehungsgeschichte feiern konnte, beschloss ich noch 14 Tage Urlaub auf einer Insel zu verbringen um den bereits gewonnen Abstand zu den nun dokumentierten Vertuschungs-, Schönredungsund Deckungsaktionen diverser Institutionen im österreichischen Rechtsstaat, wie er sich doch nennt, noch zu vergrößern. Ich wollte dieses Kapitel in meinem Leben, dass mir doch einen weit überdurchschnittlich großen Einblick in diese Machenschaften ermöglichte, abschließen. Doch 2 Wochen Urlaub ist lange, und so haben auch andere 14 mal darüber geschlafen. Zuhause quillt mein Postkasten zwar nicht über, doch ein paar interessante Briefe waren schon dabei. Zum einen eine sogenannte AK-Leistungskarte und ein Schreiben der Volksanwaltschaft. Auf der Plastikkarte, mein Name ein Strichcode und eine Nummer die sich aus meinem Geburtsdatum und einer dreistelligen weiteren Zahl zusammensetzt. Im Anhang befindet sich eine Werbebroschüre, und siehe da die AK bietet kostenlose Beratung in Bildungsfragen bei Weiterbildung und Bildungsförderung an, und 5 Absätze weiter steht sogar, dass diese Institution angeblich sogar meine Interessen vertritt sowie eine kostenlose Vertretung vor dem Arbeits- und Sozialgericht bietet. Im Schreiben an dem die Plastikkarte klebte
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war sogar die Rede von kompetenter Beratung. So muss ich sagen, dass die AK selbst ein Fall für den Konsumentenschutz, der doch auch die AK ist(?), wäre. Wie schon einmal erwähnt, solange man mit dem Finger, und einem Propagandafeldzug, auf andere zeigt wird keiner so schnell auf die Idee kommen sich den zeigenden Finger einmal genauer anzusehen. Solange man glaubt es sei besser andere für sich denken zu lassen, mag das auch funktionieren, doch da habe ich mich zu sehr für diese Angelegenheit interessiert. So gesehen könnte man sagen ich habe mich mit der AK angefeindet, denn wer hätte gedacht, dass die AK auch diesen Stiftungsmissbrauch deckt. Doch was habe ich im letzen Jahr gelernt? Sind das nicht nur leere Versprechungen auf diesen Werbebroschüren. Habe ich doch unzählige Schreiben dieses Vereins, zu dessen Beitragszahlung jeder österreichischer Arbeitnehmer gesetzlich verpflichtet ist, indem Tatsachen abgewehrt wurden um den Missbrauch dieser Stiftungsmaßnahme zu decken, erhalten. Immer wieder wurde alles schöngeredet, und nicht zuletzt wurde selbstverständlich geschrieben, dass alle notwendigen Schritte eingeleitet wurden und schlussendlich bittet man mich sogar diese Angelegenheit als abgeschlossen zu betrachten. Da dieser Pflichtverein nun Bildungsförderung in seinem Programm anbietet, ist wohl ein Grund dafür warum nichts unternommen wurde. Denn die AK wird nicht gegen Maßnahmen einschreiten, für die sie eigentlich Werbung macht. Das wäre so als ob ein Fleischhauer jedem seiner Kunden ans Herz legen würde sich vegetarisch zu ernähren. Selbstverständlich werde ich dieses Stück Plastik mit meinem Namen drauf wieder retournieren. Der Brief von der Volksanwaltschaft, klingt im Gegenzug dazu schon viel seriöser:
Sehr geehrter Autor! Ich beziehe mich auf mein Schreiben vom 11. Mai 2006 betreffend Ihre Beschwerde über die Mangelhaftigkeit Ihrer Stiftungsausbildung (Arbeitslosenstiftung Gewürzkammergut; Implacementstiftungsausb ildung im Unternehmen Gestaltungsbüro Normnuss) und die damit zusammenhängende Frage der Rechtmäßigkeit der Gewährung von Fördermittel durch das Land Oberösterreich (Landesdienstleistungs zentrum - Abteilung Gewerbe) an den Ausbildungsbetrieb. Die Volksanwaltschaft hat umfassende Erhebungen im Bereich des AMS Oberösterreich, des Amtes der Oberösterreichischen Landesregierung (Landesdienstleistungszentrum) und der Arbeitslosenstiftung Gewürzkammergut durchgeführt sowie Auskünfte eines im Bereich der 3-D-Computergrafik führenden Unternehmens im deutschen Sprachraum (Fa. fuxiCAD in Münchhausen) eingeholt. Auf Basis dieser Erhebungen ist insbesondere auch unter Berücksichtigung der von Ihnen gemachten Angaben folgendes Prüfergebnis festzuhalten:

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Ihrer Beschwerde ist volle Berechtigung zuzuerkennen. Die Gewährung von Fördergeldern für die vom Gestaltungsbüro Normnuss verrechneten “Schulungsmaßnahmen” im Bereich des Programms “Rhinoceros” (Flächengestaltung und 3-D-Modellierungen mit Hilfe von NURBSFunktionen) erfolgt zu Unrecht. Die tatsächliche Durchführung einer förderwürdigen Schulung war in diesem Zusammenhang nicht festzustellen. Zum Zwecke der Behebung der in Ihrem Fall zu Tage gekommenen Vollzugsdefizite wurden bzw. werden - in Befolgung entsprechender Anregungen der Volksanwaltschaft - folgende Veranlassungen getroffen: Seitens des Landes Oberösterreich (Landesdienstleistungszentrum - Abteilung Gewerbe) und der Stiftung Salkammergut wird die für die oben erwähnte Schulung gewährte Förderung von € 1.980,-- vom Ausbildungsunternehmen Gestaltungsbüro Normnuss zurückgefordert. Am 27. Juni 2006 wurde unter Einbindung aller Stiftungen, des AMS Oberösterreich und de Landesdienstleistungszentrums ein Qualität smanagementzirkel abgehalten, um Verfahrensweisen zu entwickeln, die Vorkommnisse - wie sie in ihrem Fall aufgetreten sind künftig zu unterbinden. Das AMS Oberösterreich hat mit den Stiftungsträgern sowie dem Land Oberösterreich vereinbart, Fördergelder künftig nur noch auf Basis von seitens der StiftungsteilnehmerInnen eigenhändig gegengezeichneter Kurszertifikate anzuweisen. Zudem sollen alle Stiftungsträger dazu verpflichtet werden, nach Abschluss von Implacementausbildungen mit jedem Absolventen eine ausführliche Abschlussbesprechung durchzuführen und in diesem Rahmen auch die korrekte Abwicklung der jeweiligen Stiftungsmaßnahme zu überprüfen. Weiters sind verstärkte Zwischenkontrollen hinsichtlich des Schulungsfortschritts während der Stiftungsteilnahme vorzusehen. Das volksanwaltschaftliche Prüfverfahren ist damit abgeschlossen. Über die im Zuge des vorliegenden Prüfverfahrens hervorgekommenen Probleme und Defizite wird nächsten Tätigkeitsbericht der Volksanwaltschaft an den National- und Bundesrat berichtet. Mit freundlichen Grüßen Der Volksanwalt

Jetzt wird diese Geschichte immer spannender, denn jetzt steht fest, dass es hier nicht mit rechten Dingen zuging. Da jetzt erstmals, ziemlich genau nach einem Jahr, jemand anderer
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festgestellt hatte, dass es hier nicht mit rechten Dingen zuging, hielt ich es für angebracht meine Gehaltsansprüche geltend zu machen. Es steht jetzt fest, die Bedingungen welche eine scheinbar unentgeltliche Vollzeitbeschäftigung ermöglicht hätten, wurden soweit verletzt, dass die Landesregierung das Fördergeld nun zurückfordert. Folglich habe ich nun auch das sogenannte Stiftungsarbeitslosengeld unrechtmäßig bezogen, und muss jederzeit mit einem Bescheid rechnen, dass ich dieses zurückzahlen muss. Kurz und bündig ohne lange um den heißen Brei herumzuschreiben, schrieb ich nun wieder einmal einen eingeschriebenen Brief an meinen ehem. Arbeitgeber. Im Anhang dazu den Brief der Volksanwaltschaft.
André Gärtner Gestaltungsbüro Normnuss Traunseestr. 54 4810 Gmunden Betrifft: Offene Gehaltsansprüche! Sehr geehrter Herr Gärtner! Da nun endgültig feststeht, dass es sich bei der Durchführung der Stiftungsausbildung (Arbeitslosenstiftung Gewürzkammergut; Implacementstiftungsausbildung im Unternehmen Gestaltungsbüro Normnuss), um einen Missbrauch bzw. unter Umständen vielleicht sogar um einen vorsätzlich geplanten Betrug handelt, und ich folglich auch keine Ausbildung nach Bildungsplan absolvieren konnte, da gravierende Mängel bzw. eine Missachtung der geltenden Richtlinien aufgetreten sind. Diesbezüglich finden Sie im Anhang einen Schlussbericht des volksanwaltschaftlichen Prüfverfahrens, welcher dies bestätigt! Folglich habe ich zu Unrecht 1,5 Jahre Stiftungsarbeitslosengeld, während meiner Tätigkeit in Ihrem Unternehmen, bezogen und mache hiermit nachstehende Entgeltansprüche wie folgt geltend: 1) Gehalt für den Zeitraum von 7. Jan. 2004 bis 30. Juni 2005 2) Sonderzahlungen für den Zeitraum von 7. Jan. 2004 bis 30. Juni 2005 3) Urlaubsersatzleistung für den Zeitraum von 7. Jan. 2004 bis 30. Juni 2005 Ich ersuche Sie, obige Ansprüche ordnungsgemäß abzurechnen und auf mein Ihnen bekanntes Konto zu überweisen sowie die entsprechenden Arbeitspapiere an mich zu übermitteln. Gegenteiligenfalls werde ich Rechtshilfe in Anspruch nehmen. Mit den besten Grüßen

Scharnstein, 2. August 2006

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Der Autor

Eine Geltendmachung ist schon mal der halbe Weg zum Geld, die Verjährungsfrist hierfür beträgt 3 Jahre soweit ich mich recht erinnere, doch wer vertritt mich vor Gericht, wenn sich mein ehem. Chef weigert mir meinen Gehalt auszubezahlen? Die Arbeiterkammer hat mir schon klar und deutlich geschrieben, dass alles in Ordnung ist und die Sache für die abgeschlossen ist. Doch nun sehe ich die Karten als neu gemischt, da hier der Volksanwalt doch nicht 100%ig mit denen unter einer Decke steckt und mit AK, AMS, Landesregierung und Stiftungsleitung um Fördergeld pokert. Ich verbinde es gleich mit der Rücksendung meiner neuen AK-Leistungskarte an die AK.
AK Oberösterreich z.Hd. Herrn Dr. Johann Kauer Volksgartenstraße 100 4020 Linz

Scharnstein, 14. März 2006

Betrifft: Keine Durchsetzung meiner Ansprüche! AK-Rechtsanwalt hilft Beitragszahler in die Illegalität! AK versucht ein Jahr lang Fördergeldmissbrauch zu decken! Sehr geehrter Herr AK-Präsident, mit großer Verwunderung vernehme ich aus Ihrem Schreiben, vom “im Juli 2006” indem diese Plastikkarte angeklebt ist, dass mir eine derartige Karte das gesamte Service-Angebot der AK sichern soll. Weiters ist hier von einer kompetenten Beratung sowie einer Vertretung vor Gericht die Rede. Da ich aus meiner, bestens dokumentierten Erfahrung, in keinster Weise von einer kompetente Beratung sprechen kann, und die AK sich mehrmals weigerte meine Ansprüche durchzusetzen, retourniere ich Ihnen, Herr AK-Präsident Dr. Johann Kauer, persönlich diese Karte, da Sie für mich wertlos ist! Im vergangen Jahr musste ich von AK-Mitarbeitern, insbesondere von der Bezirksstelle Gmunden, hören, dass es einen bestimmen Mitarbeiter nicht interessiert in meiner Angelegenheit etwas zu tun! Gesagt getan und so war es auch! Die AK war nicht einmal im Stande eine Prüfung meiner Angelegenheit durchzuführen, bzw. hatte diese einfach über die vorgelegten Fakten hinweggesehen! Konkret geht es um einen Missbrauch einer Bildungsmaßnahme, bei der 1,5 Jahre Gehaltsanspruch durchzusetzen wären, da die Bedingungen für einen Vollzeitbeschäftigung als Arbeitsloser maßgebend verletzt wurden. Da die AK neben anderen beteiligten Institutionen und Personen äußerst gut zusammenarbeiteten, und mich so daran hinderten mein Recht durchzusetzen brauchte ich

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exakt ein Jahr und viel Zeit um selbst einmal einen Bestätigung für meine unzählig vorgebrachten (mündlich sowie selbstverständlich auch schriftlich) Tatsachen in Händen zu halten (Siehe Anhang). Jedoch ist der daraus resultierende Gehaltanspruch von 1,5 Jahren noch immer nicht durchgesetzt, da ich auf mich selbst gestellt war und noch immer bin. Nebenbei möchte ich erwähnen, dass mir der von der AK vermittelte Rechtsanwalt mit Erfolg in die Illegalität verholfen hatte, sodass ich in der einen Hand eine Klage von meinem ehem. Arbeitgeber in Händen hielt, während ich in der Anderen ein Schreiben dieses, von der AK zugeteilten Rechtsanwaltes, hielt, dass beinhaltet, dass er wohl zur Kenntnis nimmt keinen weiteren Auftrag mehr von mir zu bekommen, und sich so einfach aus dem Staub machte, dass ich für sein “betrugsanstiftendes”- Verhalten aus eigener Tasche zahlen konnte!!! Um Ihnen einen kurzen Überblich zu geben wie viel Zeit mich diese Angelegenheit (1,5 Jahre offener Gehaltsanspruch = Gratismitarbeiter für meinen ehm. Arbeitgeber) bereits gekostet hat, da die AK offensichtlich dieser Angelegenheit nicht gewachsen war und ist, möchte ich Ihnen hier eine Aufstellung in diesem Fall bieten! 137 13 276 19 23 151 Seiten verfasst Schriftstücke verfasste Emails Seiten eingelangte Schriftstücke eingelangte Emails Telefonate Seiten Dokumentation

Diese Angelegenheit nahm bereits einen Zeitaufwand von 808 Stunden meiner Freizeit in Anspruch, und das nur weil die AK, anstatt sich für die Rechte der Arbeitnehmer zu kümmern, eine äußerst auffällige “Kumpanei” mit dem AMS dem Land OÖ sowie der Stiftungsleitung betreibt und dabei mehrmalige Urkundenfälschungen von mehreren Personen sowie eben den Fördergeldmissbrauch zu decken versuchte. Es scheint vermutlich alles dafür zu sprechen das dies vorsätzlich geplant war und so unter Umständen einen Finanzbetrug darstellen könnte. Es wird Ihnen sicher nicht schwer Fallen sich über die Tatsachen zu informieren die hier in dieser Angelegenheit vorgefallen sind, denn ich habe allen Institutionen den gleichen Akt, der knapp ein Kilo wiegt, übermittelt. (am 19. April 2006 z.Hd. Herrn Mag Yeswok, AK-Linz) Rechne ich den zeitlichen Aufwand mit einen Stundensatz von bescheidenen € 11,00/h so ergibt das € 8888,00, um den Aufwand der mir dadurch entstanden ist deutlich zu machen. Nebenbei sei erwähnt, dass durch den Vorfall, den die AK laut dem derzeitigen

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Stand für vollkommen rechtmäßig empfindet, auch ein gewaltiger wirtschaftlicher Schaden entstanden ist! Schlussendlich sei gesagt, dass die Arbeiterkammer wohl selbst ein großer Fall für den Konsumentenschutz ist! Doch da beißt sich die Katze bekanntlich in den Schwanz, und wer mit erfolgreichen Marketingtricks und Pflichtbeiträgen es versteht die Massen auf den Schmutz anderer aufmerksam zu machen, schützt sich wohl selbst davor, dass der Schmutz in den eigenen Kreisen aufgedeckt wird. Und so ist es leider nicht meine Tugend, diese Missstände und den Fördergeldmissbrauch mitsammt seiner Begleiterscheinungen zu decken, deshalb fordere ich eine Lösung dieses Mißstandes, der ja eigentlich nicht sein dürfte. Diesbezüglich möchte ich Ihnen zwei Varianten vorschlagen: VARIANTE A 1. Kostendeckung (derzeit bei EUR 8888,00 !!!) des Zeitaufwandes der mir durch die Unfähigkeit bzw. der Missstände der AK entstanden ist um mich der Durchsetzung meiner Ansprüche zu nähern. 2. Gravierende disziplinäre Konsequenzen und Maßnahmen des Mitarbeiters der AK-Gmunden, der mir wortwörtlich sagte, dass es Ihn nicht interessiert! 3. Gravierende disziplinäre Konsequenzen und Maßnahmen der beteiligten Personen, die mich bei der Durchsetzung meiner Ansprüche hinderten bzw. bewusst mit Unwahrheiten informierten, und so versuchten den Missbrauch einer Fördermaßnahme zu decken! 4. Eine vollständige Zusage über die Kosten um meinen offenen Gehaltsanspruch über 1,5 Jahre endlich durchsetzen zu können. VARIANTE B: 1. Eine Befreiung, bzw. Rückerstattung der Pflichtbeiträge für mich, auf Lebenszeit! Sollte sich nun das Blatt wenden, die AK sich endlich den Tatsachen (Siehe auch Anhang) stellen und sich für Variante A entscheiden, so könnte ich mir vielleicht auch überlegen diese Angelegenheit in vollständiger Fassung nicht der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ich freue mich auf eine baldige Antwort. Mit den besten Grüßen

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Der Autor

Gewinnbringende Treuhandkonten
Da ich ja so dumm war und € 9,53 zuviel an den gegnerischen Rechtsanwalt überwiesen habe, so war dies doch nur ein Test um die Korrektheit auf die Probe zu stellen. Mittlerweile sind 2 Monate vergangen, und es scheint alles dafür zu sprechen, dass man von dem Anwalt meines ehem. Chefs einfach keine Korrektheit erwarten kann. War dies doch auch bei dem von der AK zugeteilten Rechtsvertreter, der eigentlich meine Interessen vertreten sollte, nicht wirklich anders. Nicht zuletzt hat mich dieser sogar zum Betrug angestiftet und mir ja einen Betrag überwiesen, von dem dieser gewusst hat, dass dieser Betrag nicht mein Eigentum sei. Doch € 9,53 mag für den einen nicht einmal für ein Aperitif reichen, doch wiederum andere Österreicher ernähren sich davon mehr als 14 Tage! Doch gebe ich mich nicht geschlagen und lasse dem gegnerischen Rechtsanwalt, der vermutlich gerne mit seinem Klienten auf Kosten des Klägers auf ein Bierchen geht, auch davon Wissen, dass ich noch an dem Restbetrag interessiert bin. Auch wenn dieser bestimmt weiß, dass ich ihm wegen der € 9,53 kaum klagen werde, so soll er sich aber damit herumschlagen ständig von mir zu hören. Ich bereite mir nun ein FAX vor, dass ich wöchentlich an ihn übersende, mit einer humanen 7 Tagesfrist.
Betrifft: Ausständiger Differenzbetrag! Sehr geehrter Herr Erwin Gehecker! Ich darf Sie höflichst daran erinnern, dass der Bereits bekannte Betrag aus der Angelegenheit Gärtner (Gestaltungsbüro Normnuss) noch ausständig ist (Siehe Schreiben vom 6.6/06). Ich bitte Sie nun erneut den Differenzbetrag, aus dem an Sie, bzw. an Ihr Treuhandkonto, überwiesenen Betrag A, über EUR 1.530,00 (Siehe Anhang - Zahlungsbeleg, Sammelauftrag vom 7. Juni 2006), minus dem Betrag B den geforderten Betrag aus dem bedingen Zahlungsbefehl (Siehe Anhang - Bedingter Zahlungsbefehl vom 31. Mai 2006 Landesgericht Wels), an mein bereits bekanntes Konto (Almtaler Volksbank, IBAN: AT66 5666 3005 2688 0000, BIC AVOSET67XYZ) zu überweisen, um Sie von Ihrer stets aufrechten Bringschuld zu befreien. Als Zeitraum für die Erledigung dieser Angelegenheit in Ihrem Sinne merke ich 7 Tage vor. Mit besten Grüßen Der Autor Scharnstein,7.8.2006

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Ich habe nicht die geringste Ahnung, wie oft ich diesen Anwalt erinnern darf bis dieser eine Überweisung veranlasst. Eher tendiere ich dazu, dass er mich ermahnen wird, ihn nicht weiter zu belästigen, so ist das die Retourkutsche meines Verhaltens, wobei ich für ihn sehr hoffe dass es nicht auf seinen Mist gewachsen ist, dass sein Klient, mein ehem. selbsternannter Ausbilder, mir Brutto überwiesen hatte. Denn wenn es so wäre, ist er ein guter Geschäftsmann und hat sich sozusagen aus einer Klage zwei gemacht, und selbstverständlich dafür kassiert, denn dies ist sein Geschäft. Eine Hand wäscht die andere, oder sagen wir lieber eine Hand beschmutz hier die andere, denn mein AK-Rechtsanwalt hat sich vorher still und heimlich aus dem Staub gemacht, als man ihm deutlich zu erkennen gab, dass er mir wohl in die Illegalität verholfen hat und mir einen Betrag überwies den ich nicht mein Eigen nennen durfte. Das die beiden zusammenarbeiteten ist klar und deutlich hervorgekommen als ich ihr Privatgespräch ansatzweise mitverfolgen durfte im Gerichtssaal. Doch insgeheim glaube ich doch, dass es dem Rechtsanwalt spätestens beim dritten Mal wenn er 4 Seiten gefaxt bekommt zu bunt wird und spätestens dann eine Reaktion zeigen wird. Mittlerweile bin ich schon am überlegen ob ich mir nicht fix alle 4 Tage das Fax in die Faxkonsole auf meinen Laptop lade um es keinesfalls zu vergessen. Habe ich doch letze Woche meinen Gehaltsanspruch der 1,5 jährigen Scheinausbildung geltend gemacht. Da bin ich mir doch irgendwie ziemlich sicher, dass dieser Rechtsanwalt auch schon bereits informiert wurde. So hat dieser doch zuletzt äußerst erfolgsversprechende Arbeit geleistet, die dann lautet “So machen wir aus einer beklagten Partei einen Kläger und haben Erfolg”. Bei Leuten wie meinen ehem. Chef, soweit ich ihn kennenlernen durfte, fruchtet so eine Taktik zu 98%. Die Zwei Prozent beziehen sich darauf, wenn 2 seiner besten Freunde ihm es ausreden, und er plötzlich von Zweifel gepackt wird. So etwa 14 Tage lang faxte ich das vorherige Schreiben an den Rechtsanwalt. Zusätzlich Druckte ich groß in schräger Schrift “Zur Erinnerung!” darauf und machte darunter pro Sendung einen Strick mehr. Erst danach bekomme ich ein Schreiben dieses Herrn, indem sich eine Abrechnung findet und er bekannt gibt € 2,98 an mein Konto zurückzuzahlen. Zusätzlich hat dieser natürlich Zinsen berechnet. So hat er auch noch etwas dabei verdient, und daher ist die bloße Existenz seines Treuhandkonto schon gewinnbringend. Mir persönlich kommt das ja äußerst schleierhaft vor wie so oft. Jetzt könnte man der Zinsrechnung nachgehen und die dafür geltenden Angaben noch unter die Lupe nehmen, doch dieser Herr hat sich die Mühe gemacht mir ein ausführliches Schreiben zu verfassen, so soll er doch dafür auch ein paar Cent Zinsen dafür hernehmen um seine Kosten zu decken. Doch eins ist damit sicher, ein einzelnes Schreiben, um auf die Eigenschaft eines äußerst merkwürdig gewinnbringenden Treuhandkontos hinzuweisen, reicht auf keinen Fall. So hatte der Herr doch über einen Monat Zeit mir den Überschuss zurück zu überweisen, doch den Finger rührt dieser erst, wenn täglich ein vierseitiges Fax in der Kanzlei eingeht. Denn mittlerweile lies ich das Fax täglich durch. So wurde diesen Herrn doch bewusst, dass er wohl bei jemand
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anderen versuchen muss, sein Defizit aus Kindergeburtstagszeiten, oder woher auch immer, auszugleichen. Doch es sei damit ausführlich darauf hingewiesen, das nicht nur einer unter den Rechtsanwälten unserer Breitengrade auf merkwürdige Art und Weise versucht Geld in seine Tasche zu bringen. Aus einer anderen Sichtweise betrachtet ist dieses Verhalten eine normale Folge aus der Tatsache, dass diese Herren doch meist mit Zwistigkeiten um unser geliebtes Geld konfrontiert sind, so kann es einem schon schwer Fallen zu unterscheiden was jetzt korrekt ist oder nicht. Kurz gesagt wer oft mit Kriminellen zu tun hat, muss gerade in unserem scheinbaren “Rechtssystem” aufpassen nicht selbst in die Fußstapfen seiner Klienten zu treten, und niemand kann abstreiten das Rechtsanwälte nichts mit Betrügereien zu tun hätten. Folglich kann man sagen, dass sich niemand besser um seine Angelegenheiten kümmern sollte als man es selbst tut, da jemand anderer immer seine Interessen verfolgt. So ist und bleibt Vertrauen eine äußerst kostbare Sache, und wer es einem Rechtsanwalt schenkt und dafür auch noch Geld auf den Tisch legt, sei gesagt dass ein Anwalt auch nur sein Brot, oder besser gesagt seine Torte mit Zuckerglasur, zu verdienen pflegt.

Das geschorene Lamm im Winter
Natürlich sollte man nicht auf alle schließen, und das möchte ich auch nicht. Sollten sich ehrliche und korrekte Personen im vorherigen Kapitel auf den Schlips getreten fühlen, so ist das ein hervortreten deren Ego und unter Umständen ganz normal. Doch wer ehrlich und korrekt ist, der wird auch über die letzten Zeilen mit einem Lächeln darüber stehen können. Weiß man selbst es doch am Besten wie man ist, und am meisten aufgewühlt verhält sich nur der, der wirklich getroffen wurde. Bei jemanden, bei dem nichts vorhanden ist, dass man treffen könnte, der wird auch nicht betroffen sein. Doch in einem europäischen Land indem ein Minister offiziell bekannt gibt, dass z.B.: eine Erhöhung der Geschwindigkeitsbegrenzung nicht sinnvoll ist, da so und so bereits schneller gefahren wird, hat somit verkündet, dass ein über uns wachender Staat bereits sich dem Dämmerschlaf hingibt, da die Einhaltung eines vorhandenen Gesetzes nicht exekutiert werden kann. Egal ob es um Geschwindigkeiten auf Autobahnen geht oder um zig tausende illegale Pflegekräfte die dann zwangsmäßig legalisiert werden. Es gibt zu vieles das nicht exekutiert werden kann. Wer einen kühlen Kopf bewahrt braucht keine Geschwindigkeitsbegrenzung um zu wissen wann Gefahr im Verzug ist. Wer ein funktionierendes Großfamilienverhältnis pflegt, braucht auch keine illegalen Pflegekräfte und wird auch nie auf externe Hilfe angewiesen sein. Ich möchte die genau Zahl erst gar nicht wissen, wie viel Gesetzesbrüche ein Durchschnittsbürger begeht, die nicht exekutiert werden. Und wer sich öfters den Spaß gönnt eine Polizeistreife zu verfolgen, wird schnell merken, dass Stopptafeln, Ges chwindigkeitsbegrenzungen sowie Sperrlinien einfach nicht beachtet werden. Wer sich immer auf andere verlässt, anstatt sich selbst um sich und sein Leben zu
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kümmern, ist wie ein einsames Lamm, dass zwar nicht vom Wolf gerissen wird, doch wird es auch im Winter geschoren, sodass es friert. Ein geschicktes Lamm, mit klarem Verstand und Gemüt, weis, dass es sich zur Wehr setzen sollte wenn man versucht es im Winter vom schützenden Winterpelz zu befreien. Und das obwohl sein Hirte im Dämmerschlaf ist. Dies kann durchaus als Appell verstanden werden, denn es macht keinen Unterschied sich zu lange im Dämmerschlaf zu befinden, im Drogenrausch in anderen Dimensionen hängen geblieben, oder einfach nur dumm zu sein. Keiner sollte sich darauf verlassen, dass andere für einen selbst das Leben leben und seine Probleme, die nun mal auf Lösung warten, zu lösen. Viele Schafe nehmen hin, dass sie kein Bock mit Hörnern sind, um sich zur Wehr setzen zu können. Doch ist das eine Illusion, denn jeder ist mit den Hörnern ausgestattet die er brauchen wird. Man könnte glauben, dass das nun oben geschriebene durchaus eine Art Neuverfassung jener Schriften einer Religion sein könnte, die bei vielen Angst und Schrecken hervorruft, doch Goliat wurde geschlagen, und dass obwohl er größer und stärker war! So ist es auch keine Verwunderung, dass man in unserem Land eineinhalb Jahre praktisch umsonst arbeiten kann, ohne Anmeldung oder Gehalt, ohne Arbeitsrecht, und ohne dass sich jemand wirklich darum kümmern würde. Das Prüfergebnis des Volksanwaltes ist zwar ein Lichtblick, doch noch lange keine Erleuchtung, die dann eine Richtigstellung des Missstandes, sowie eine Vernichtung der Grundlagen eines wirtschaftsschädigenden Finanzbetruges, wäre. Sollte sich ein aufrichtiger Rechtsanwalt finden der eine Gesetzeswidrigkeit bei, mehrmalige Dokumentenfälschung von mehreren Personen zur äußerst auffälligen Deckung eines Missstandes, denn ich als wirtschaftsschädigenden Finanzbetrug bezeichne, von dem ein ganzes Rudel an Personen und Institutionen beteiligt waren, erkennt, so weiß er wo noch ein Geschäft zu machen ist. Obwohl zwar die Stiftungen einen Qualitätsmanagementzirkel abgehalten haben sollen, so kann man sich sicher sein, dass diese Stiftungen sich nicht selbst behindern werden um ihrer Tätigkeit nachzugehen.

Das offene Ende der Bildungsmafiageschichte
Nach etwa fast eineinhalb Jahren, wollte ich doch auch noch wissen, was eigentlich die Staatsanwaltschaft mit meiner ein Kilo schweren Sachverhaltsdarstellung des Stiftungsmissbrauches gemacht hat. Ich schrieb noch einmal einen kurzen Brief, und wollte den Status der Bearbeitung meiner Anzeige erfahren. So kurz und bündig wie ich meinen Brief geschrieben hatte, war auch die Antwort:
Strafsache: GEGEN: unbekannter Täter Datum: Oktober 2006

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Zu Ihrer Anzeige vom 19.4.2006 ergeht die Verständigung dass das Verfahren wegen “Missbrauch einer Implacementstiftung” gemäß § 90 Abs. 1 StPO nach umfangreichen Erhebungen eingestellt worden ist. Lt. Bericht der Polizeiinspektion Gmunden seien keine Missstände im Fall Der Autor bekannt. Dies wurde auch von der Sachbearbeiterin des AMS Gmunden bestätigt. Staatsanwaltschaft Wels

Das hier der Täter nicht unbekannt ist, lässt mich doch sehr verwundern, denn in meiner umfangreichen Sachverhaltsdarstellung wimmelte es gerade so von Namen, sodaß sich die Staatsanwaltschaft bei diesem Komplott wohl nicht entscheiden konnte welche Person jetzt dafür verantwortlich gemacht werden kann. So entschied man sich für die Person Unbekannt. Trotzdem schrieb ich der Staatsanwältin noch einen vierseitigen Brief und wie erwartet blieb dieser auch unbeantwortet. Es steht also fest, die Staatsanwaltschaft steckt in den Kreisen der Bildungsmafia und deckt diese Angelegenheit zur Gänze:
Der Autor Autorenweg 7 4644 Scharnstein Staatsanwaltschaft Wels Maria-Theresia-Str 12 4600 Wels

Scharnstein, 13.Oktober

2006

Betrifft: Eingestelltes Verfahren gegen unbekannten Täter? Sehr geehrte Frau Staatsanwältin, ich danke vorab für Ihre prompte Verständigung über den Status der Anzeige wegen “Missbrauch einer Implacementstiftung”, jedoch bin ich stets verwundert über den Status dieses Verfahrens und darüber, dass Sie keine Täterschaft ausfindig machen konnten. Es ist natürlich äußerst vielversprechend für die Niederlegung dieses Falles den Täter bzw. die Dachorganisation die eine Täterschaft deckt über einen Missbrauch zu befragen. Ich darf dies kurz mit einem Bankraub vergleichen. Befragt man hier den Täter und dieser behauptet er war’s nicht, so wird seitens der Staatsanwaltschaft das Verfahren eingestellt. Dies würde die Existenz der Staatsanwaltschaft überflüssig erklären, wenn man jedem Straftäter erklären würde, dass es besser ist zu sagen er war’s nicht, denn dann sei die Sache abgeschlossen! Da ich leider nicht diese Auffassung über die Form der Staatsgewalt teile, und ich hoffe doch auch sehr dass Sie mir zustimmen,

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möchte ich Ihnen mögliche Täterschaften und mögliche Vergehen kurz darstellen: Mögliche Täterschaft I - Mag. André Gärtner: Mögliches Vergehen 1: Ausstellen von Rechnungen (über Schulungen bzw. einer Dienstleistung), als Einzelunternehmer, von Leistungen die nachweislich nicht erbracht wurden. Den Beweis dazu liefert das volksanwaltschaftliche Prüfverfahren welches bestätigt, dass eine tatsächliche Durchführung nicht festgestellt werden konnte. (Dieses ergänzende Dokument zur Anzeige vom 19.04.2006 finden Sie im Anhang) Mögliches Vergehen 2: Beschäftigung eines Arbeitnehmers, der ich war, ohne diesen ordnungsgemäß anzumelden bzw. Lohnsteuer und SV-Beiträge zu zahlen. Hierbei wurde ein Mitarbeiter im Unternehmen André Gärtner beschäftigt, und so jegliches Arbeitsrecht umgangen da ich als sein Mitarbeiter nicht angestellt war. Mögliche Rechtfertigung könnte sein, dass behauptet wird, dass es sich um eine Implacementstiftung handelte, wie ihnen sicher bereits bekannt ist. Jedoch konnte ich keine Ausbildung meinerseits verzeichnen, da eine tatsächliche Durchführung nicht festgestellt werden konnte. (Siehe Anhang: Volksanwaltschaftliche Prüfung) Tatsache ist aber, dass ich 1,5 Jahre im Unternehmen gearbeitet hatte. Auch wenn die Förderung bereits aufgehoben wurde, so kann man meine Tätigkeit im Unternehmen André Gärtner nicht leugnen. Diese Tätigkeit war sozusagen eine Beschäftigung einer arbeitslosen Person. Da keine Schulung stattfand, bezog ich auch zu dieser Zeit meiner Tätigkeit (07.01.2004 bis 30.06.2005) das Stiftungsarbeitslosegeld zu unrecht, da ich nicht geschult wurde! Somit wäre eine Legalisierung dieser illegalen Beschäftigung nur möglich, wenn ich für diese Zeit der Beschäftigung rechtmäßig entlohnt werden würde, sodass ich das unrechtmäßig bezogene Stif tungsarbeitslosengeld stets zurückzahlen kann. Sollte dies jedoch nicht im Interesse der Staatsanwaltschaft sein, halte ich durch meine Erfahrung im Unternehmen André Gärtner als Arbeitsloser und zeitgleich Vollzeitbeschäftigter, ein Konzept in Händen wie es in Österreich möglich ist Leute in einem Unternehmen zu beschäftigen ohne diese anzumelden. Wer das Konzept aus meiner Erfahrung, dass durch die Niederlegung dieses Verfahrens bestätigt wurde, als Scheinstiftling geschickt umsetzt erhält so einen Mitarbeiter zum Nulltarif, ohne auch nur einen Cent Lohnabgaben zu leisten! Herr André Gärtner hatte ja durch mich keinerlei Unkosten, da er der

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Stiftung Rechnungen schrieb um die monatlichen Stiftungsbeiträge wieder auszugleichen! Mögliche Täterschaft II - Frau Marietta Panda Stiftungsleitung der Arbeitslosenstiftung Gewürzkammergut: Mögliches Vergehen 1: Sie ist Mitwissern, dass das Unternehmen keine Schulung durchführte! Sie sagte zu Herrn Gärtner: “Er solle einfach eine Rechnung schreiben!”. Herr Gärtner teilte mir dies damals freundlicherweise mit, und setzte mich so schon während meiner Tätigkeit im Unternehmen in Kenntnis, dass er Schulungen verrechnet die nicht gemacht wurden. Dies bestätigte dann auch das volksanwaltschaftliche Prüfverfahren im nachhinein! Mögliches Vergehen 2: Verletzung der Aufsichtspflicht über die Durchführung der Stiftung, da ihr aufgefallen sein müsste, dass die Missachtung der “Bundesrichtlinien zur Durchführung von Implacementstiftungen” (z.B.: BGS/AMF1102/9748/2002 in der damals geltenden Fassung, und dessen Einsicht mir von Herrn Brunz (AMS Stiftungsbeauftragter) selbstverständlich verweigert wurde), sich wie ein roter Faden durch die Bundesrichtlinie zieht, wie ihnen aus meiner Anzeige vom 19.April 05 sicher bestens bekannt ist. Mögliches Vergehen 3: Erhebliche Schlechterstellung am Arbeitsmarkt durch die Durchführung der Stiftung, in der Sie Stiftungsleiterin ist, da ich: 1. 1,5 Jahre vom Arbeitsmarkt ferngehalten wurde. (Geht auch schlecht bei einer Vollzeitbeschäftigung als Arbeitsloser, das AMS stellt die Vermittlung folglich auch ein) 2. keine Bestätigung über die Ausbildung erhalten kann, da keine Ausbildung stattfand. Bei Bewerbungen kommt es äußerst unseriös wenn ich sage ich war 1,5 Jahre arbeitslos und habe aber durchgehen 40/Woche gearbeitet! Mögliches Vergehen 4: Genehmigung der Verlängerung der Stiftungsmaßnahme aufgrund behaupteter mangelnder Kenntnisse meinerseits nach einem Jahr Stiftungszeit. In den folgenden 6 Monaten danach fand aber auch keine einzige Schulung statt. Wie ist es dann möglich, dass ich im Unternehmen Gärtners lückenlos ein Projekt nach dem anderen abschloss. Es gab keine mangelnden Kenntnisse meinerseits, diese wurden nur erfunden um das Förderbudget zu vergrößern, dass durch

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die Verrechnung (erfundene Schulungen) Herrn Gärtner gegenüber der Stiftung in die Tasche Gärtners gelangte! Mögliches Vergehen 5: Dokumentenfälschung, da ein Praxisnachweis ausgestellt wurde mit Schulungsinhalten die ich nie absolviert hatte. Dieser Praxisnachweis ist daher frei erfunden und ungültig. (Siehe volksanwaltschaftliches Prüfverfahren: Eine Tatsächliche Durchführung der Schulungen konnte nicht festgestellt werden!) Durch diesen gefälschten Praxisnachweis wurde verzweifelt versucht, die Stiftungszeit zu bestätigen. Nebenbei bemerkt, habe ich mittlerweile mehrere Versionen, wie ihnen bereits aus meiner Anzeige vom 19.4.05 bestens bekannt ist. (Mit Name/ ohne Name bzw. Datum, Ausstellungsort sowie auch die Herkunft (einmal Stiftung, und ein anderes mal ein mir unbekannter Verein)) Mögliche Täterschaft III: Das AMS Mögliches Vergehen 1: Erhebliche Schlechterstellung arbeitsloser Personen am Arbeitsmarkt durch deren Schulungsmaßnahmen. Mögliches Vergehen 2: Zurückhaltung der Bundesrichtlinie zur Durchführung von Implacementstiftungen in der damals geltenden Fassung. Herr Mag. Jochen Brunz (Stiftungsbeauftragter), wollte mir erklären diese sei nicht mehr auffindbar. Im Nachfolgenden Fall nach dem 30.06.2005, der Ihnen sicher bekannt ist, liegt nun folgendes Vergehen in der Angelegenheit Gärtner vor. Mögliche Täterschaft IV: Die AK, und der beauftrage AK-Anwalt Dr. Brettsteiner Mögliches Vergehen 1: Die AK vertritt ihre Mitglieder, mich in diesem Fall, nicht bei Arbeitsrechtlichen Problemen und weigert sich mir als Pflichtbeitragszahler zu helfen. Mögliches Vergehen 2: Die AK ist stolz darauf, mir einen ungültigen Praxisnachweis von der Stiftung weitergereicht zu haben. Dieser Praxisnachweis ist aber ein “gefälschtes Dokument”. Siehe mögliche Täterschaft II - Mögliches Vergehen 5 und die dazugehörigen Dokumente au der Anzeige vom 19.04.05. Dies könnte somit eine Mithilfe zur Dokumentenfälschung sein, oder die AK (insbesondere Herr Bockjäger

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von der AK Gmunden) könnte die Stiftungsleitung dazu angestiftet haben dieses Dokument, mit erfundenem Inhalt, anzufertigen, da die AK Gmunden (Herr Bockjäger) diesen Praxisnachweis von der Stiftung angefordert hatte. Mögliches Vergehen 3: Dieser Rechtsanwalt, und folglich die AK, vertritt nicht die Interessen der AK-Mitglieder bzw. Pflichtbeitragszahler. Dieser äußerst lückenhaft rechtskundige Rechtsanwalt ist nicht fähig sein Treuhandkonto ordentlich zu verwalten. Der Rechtsanwalt Dr. Brettsteiner forderte von der geklagten Partei Gärtner einen zu hohen Betrag. Diesen Betrag, der mir aber nicht zustand, überwies Herr Brettsteiner auf mein Konto und führte mich dadurch in die Illegalität, sodass ich erneut geklagt wurde! Der AK-Rechtsschutz mitsamt seinem Rechtsanwalt löste sich praktisch in Luft auf und war in der gleichen Angelegenheit nicht mehr zuständig! Zum Schluss möchte ich ihnen noch ein vergleichbares Beispiel erklären. Tatsache ist, dass ich nicht geschult worden bin und keine Ausbildung absolvieren konnte, wie seitens der Stiftung des AMS usw. behauptet wird. Das wäre so als würde ein Unternehmer einen Lehrling aufnehmen und vorgeben ihn zu lehren, doch der Unternehmer verbietet dem Lehrling in die Berufsschule zu gehen. Im meinem Fall wären das Schulungen gewesen, bzw würde laut Richtlinie dieser theoretische Teil ein Ausmaß von einem Viertel der gesamten Stiftungszeit einnehmen, soweit ich mich recht erinnere. Ich denke, dass ich laut Richtlinie, das Recht auf Schulung im Ausmaß mehrerer Monate gehabt hätte. Dieses Recht wurde mir als Stiftling genommen, da es Herrn Gärtner nur darum ging, dass ich möglichst viele Arbeiten in seinem Unternehmen erledigte, sodass ich 1,5 Jahre durchgehend in seinem Büro mit Aufträgen beschäftigt war. Und was passiert mit einem Unternehmer, der einen Lehrling verbietet in die Berufsschule zu gehen? Diese Frage stelle ich ihnen, und ich bin mir sicher sie wissen die Antwort bereits. Ich hoffe dennoch auf eine erneute ordentliche Überprüfung dieses Falles, denn ich kann ihnen jetzt schon sagen, wenn sie die mögliche Mittäterschaft (z.B.: eine Sachbearbeiterin von der Bezirksstelle Gmunden)befragen, dass immer behauptet wird, dass alles in Ordnung sei. Das versicherte mir auch Herr Dr. Ronald Utovski in einem Telefonat, bei dem er einfach auflegte, weil ich das Gespräch aufzeichnete. Aber wie kommt es dann, dass mir ein volksanwaltschaftliches Prüfverfahren Recht gibt, und über diese Defizite an den National- und Bundesrat berichtete. Die Staatsanwaltschaft stellt, dass Verfahren jedoch ein und es macht

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den Anschein, es sei doch alles rechtmäßig. Irgend etwas stimmt hier nicht, und ich hoffe Sie können mir erklären warum ein Volksanwalt einen Missbrauch einer Implacementstiftung zustimmt, und die Staatsanwaltschaft es für vollkommen rechtmäßig erachtet. Ich freue mich auf Ihre Antwort, und bedanke mich im voraus mit den besten Grüßen Der Autor

Wie bereits erwähnt bliebt dieses Schreiben unbeantwortet, doch es scheint wirklich so das dieser Fall indem ich die Hauptrolle spielte völlig rechtmäßig zu sein scheint. Ein paar Tage später bekam ich einen Anruf von der AK in Linz. Der Präsident hat jetzt jemanden beauftragt, mir beizubringen das die AK nichts für mich tut. Ich wurde zu einem Gespräch eingeladen. Doch wie erwartet, wusste ich bereits vorher, dass alles so bleibt wie es war und die AK sich nicht einmischt in diese Angelegenheit. Es wird mir auch nahegelegt, dass ich ja auch eine Ausbildungsvereinbarung unterschrieben hätte, in der steht dass dem Unternehmen keine Entgeltpflicht trifft und ich somit zum Nulltarif arbeite. Das stimmt, doch soweit ich dem folgen kann kam aber auch der Vertragsgegenstand, die Ausbildung, nicht zustande. Dies wurde ja bereits im Prüfverfahren der Volksanwaltschaft bestätigt. Doch die Tatsache, dass der Vertragsgegenstand praktisch nicht wirklich existierte, will man bei der AK nicht anerkennen. Vergleicht man dies mit einem Kaufvertrag eines Autos, so sei es stets rechtmäßig wenn man nur 10% des Autos bekommt, obwohl man den ganzen Preis zahlen müsste. Von der Zeit her verglichen mit der Ausbildung die mir zustünde wären es aber noch weniger als 10% gewesen. So muss man sich laut AK-Rechtsauffassung beim Kauf eines Autos auch allein mit dem Reserverad und der hinteren Rückbank zufrieden geben. Laut dieser Rechtsauffassung trifft die Stiftung keine Bringschuld in dieser Ausbildungsvereinbarung. Jedoch meine unentgeltliche Vollbeschäftigung tritt stets in Kraft, egal ob es nun eine Ausbildung war oder nicht. So ist es ein einseitiger Vertrag, bei dem nur ich mich daran halten muss. Mein Vertragspartner, die Stiftung jedoch nicht. Das dies nicht so ganz mit rechten Dingen zugeht braucht man nicht näher zu erklären, denn wenn es wirklich so wäre, so müssten Sie beispielsweise in einem Geschäft damit rechnen Produkte die sie kaufen und zahlen, doch gehören ihnen diese nach einem abgewickelten Geschäft nicht und müssen diese im Geschäft lassen. Derartige Beispiele ließen sich ähnlich Fortsetzen. Sie zahlen z.B. Eintritt ins Kino, doch müssen sie draußen bleiben und dürfen nur durchs Schlüsselloch den Film mit ansehen. Bei all diesen Beispielen wurden Geschäfte abgeschlossen. Geld gegen Ware oder Dienstleistung,
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doch bei der Abwicklung trifft es denjenigen der sich durch dieses Geschäft etwas erhofft hätte. Der Autokäufer hoffte mit den unterzeichneten Kaufvertrag ein Auto sein Eigen nennen zu dürfen. Wenn Sie in ein Geschäft gehen wäre es selbstverständlich für die Ware die sie kaufen und zahlen. Ebenso derjenige der sich eine Eintrittskarte kauft erhofft sich den Eintritt in den Kinosaal. Doch bei der Stiftung scheint dies anders zu sein. Hier werden zwar Ausbildungsverträge geschlossen, und wenn der Vertragsgegenstand nicht zustande kommt so muss sich der Stiftling damit geschlagen geben, dass er stets seine Gegenleistung bringen muß. Die Gegenleistung nennt sich dann als Arbeitsloser kostenlos lohnnebenkostenfrei 40 Stunden pro Woche zu arbeiten. Ohne Arbeitsrecht, Pensionsversicherung und ohne bei der GKK angemeldet zu sein! In Österreich anscheinend völlig rechtmäßig. Bei dem Gespräch von der AK, zudem ich eingeladen wurde, rollte ich den Fall noch einmal von Anfang an auf, und nun wollte ich natürlich auch wissen warum mir mein AK-Rechtsanwalt zuviel Geld überwiesen hat. Schließlich wurde ich dadurch von der AK in die Illegalität getrieben, ohne etwas dazu beigetragen zu haben, denn das Geld durfte ich ja nicht behalten sonder wurde geklagt. Ich nahm doch an, wenn mir ein Rechtsanwalt Geld überweist, dass dies nicht rechtswidrig sei. Doch hatte ich mich getäuscht, denn wie ich von der AK in Linz erfahren durfte ist das ganz normal. Die AK hat sich mit den Rechtanwälten geeinigt, dass wenn zuviel Geld überwiesen wird, dies einfach weiter zu überweisen. So könnten man auf die Idee kommen, dass die AK ihre Mitglieder kriminalisiert, die einem das Geld welches einem nicht zusteht überweist und man damit rechnen kann, dass einen Klage ins Haus flattert. Anscheinend, so wurde es mir erklärt, kommt das nicht zu selten vor, dass Arbeitgeber zuviel oder Brutto überweisen und nichts mehr rückfordern. Die AK schweigt und deckt diese Geschichte, anstatt die Karten offen auf den Tisch zu legen was zu zahlen sei und nicht. Da Gelder, die die AK eintreibt irgendwo in der Wirtschaft bzw. bei Arbeitgebern fehlen empfinde ich dies als Wirtschaftsschädigung, welche die AK betreibt und selbstverständlich auch deckt. Laut AK scheint es auch ganz normal zu sein etwas zu besitzen was einem nicht gehört. Doch bei mir ging das ja nicht durch, und mein AKRechtsanwalt “vertschüsste” sich dabei plötzlich samt Rechtsschutz und entzog sich so der Konfrontation für dieses rechtswidrige Handeln. Denn wenn ich etwas besitze das mir nicht gehört, und es einfach weitergebe oder schenke, so sehe ich darin eine rechtswidrige Handlung, da ich nicht den Besitz eines anderen einfach weiterschenken kann. Doch diese AK-Handlungsweise ein wenig umgeformt kommt mir äußerst merkwürdig vor. Denn wenn sich mein Arbeitgeber nicht gemeldet hätte innerhalb 3 Jahren so hätte ich das Geld rechtmäßig behalten können. So gesehen ist laut AK jeder Diebstahl legal, wenn der Bestohlene es nicht merkt und zurückfordert! So sollte man sich diese Tatsache noch einmal genau durch den Kopf gehen lassen, denn egal ob es ein Raubüberfall oder Handtaschendiebstahl ist, laut AK-Regeln gehört einem das gestohlene wenn
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sich der Bestohlene innerhalb einer Verjährungsfrist nicht meldet und zurückfordert. Dies wird nicht nur gedeckt, weil es ab und zu vorkommt, nein es wurde mit den AK-Rechtsanwälten so vereinbart weil die AK möchte, dass ihre Mitglieder schnell zu Geld kommen. Korrekterweise müsste das Geld bis zum Ende der Verjährungsfrist beim Rechtsanwalt bleiben wenn es schon nicht zurückbezahlt wird. Doch stattdessen beschmutzt der Rechtsschutz der AK ganz offiziell seine Pflichtmitglieder und überweist Geld das einem unter Umständen nicht zusteht! Ich hielt es trotz allem für angebracht meinen Gehaltsanspruch plus Sonderzahlungen bei meinen ehem. Chef für die 1,5 Jahre geltend zu machen. Wäre es wirklich eine Ausbildung gewesen, so würde wohl kaum das Fördergeld wieder zurückgefordert worden sein. Aus diesem Grund sehe ich es gerechtfertigt meine Entlohnung zu fordern, da die Ausbildung so dermaßen daneben ging, dass Fördergeld nicht gerechtfertigt war. Da mein ehem. Chef mittlerweile eingeschrieben Briefe annimmt, so vereinbarte ich auch eine Verjährungsfrist auf Lebenszeit. Diese Vereinbarung sowie die Geltendmachung meines Gehaltes wurde stillschweigend zur Kenntnis genommen. Vielleicht findet sich noch ein Anwalt der sich seiner Aufgabe gewachsen ist, sowie zu seinem Tun und Handeln stehen kann, und den Gehaltsanspruch durchsetzt, denn die AK verweigert dies. Wobei mir stets ein Fall bekannt ist, indem die AK sehr wohl einen Praktikanten vertreten hatte. Dieser war jedoch kein österreichischer Staatsbürger und hatte auch zuvor noch nie Pflichtbeiträge an die AK geleistet. Bei diesem Fall wurde stets ein Gehalt eingeklagt.

Sklaven in Österreich - So geht’s
Es wäre möglich, dass sich die Rechtslage und die Rechtsauffassung mancher Institutionen ändert. Deshalb rate ich keinem Unternehmer sich Stiftlinge mit diesem Rezept zu halten. Generell rate ich ab Stiftlinge in ein Unternehmen aufzunehmen. Diese Aufstellung schildert nur meine Erfahrung wie es funktionierte und es womöglich weiter funktionieren könnte, denn Stiftungen werden sich nicht ihren eigen Strick drehen um ihre Stiftung zu schließen. 1. Personalauswahlverfahren: Um sich als Unternehmer für eine Stiftlingsaufnahme zu qualifizieren ist es empfehlenswert eine offene Stelle schon längere Zeit zu bieten. Aus welchen Gründen auch immer sie Bewerber abweisen spielt dabei keine Rolle. Am besten Sie suchen sich einen Grund der äußerst selten ist, oder reden sich auf die Zusammenhänge verschiedener Gründe hinaus. Es muss so dargestellt werden, dass Bewerber für den Job einfach nicht die Kriterien erfüllen und auch mangelnde Kenntnisse besitzen. Suchen sie sich schließlich und endlich den besten Bewerber aus, und sagen sie ihm das er genau den
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Anforderung entspricht. Doch da wäre noch eine Sache, dass der Bewerber für den Job einfach in einem Punkt, nicht alle Anforderungen entspricht. So widersprüchlich sich das anhört, so wird es praktiziert. Denn je schmackhafter man den zukünftigen Stiftling seinen fiktiven Job macht, desto eher geht er Kompromisse ein. Am besten erwähnt man beim ersten Bewerbungsgespräch noch gar nichts von der Stiftung, doch sie sollten sich sicher sein, dass er nichts gegen berufliche Weiterbildung einzuwenden hat. 2. Stiftlingsvorbereitung: Bei einem zweiten Vorstellungsgespräch, sollte erwähnt werden, dass der Bewerber zu einer beruflichen Weiterbildung nicht nein gesagt hat. Jetzt erst könnte man das Stiftungskonzept erwähnen. Erklären Sie dem zukünftigen Stiftling, dass er kostenlos eine Ausbildung machen kann, bezüglich dem Punkt indem er mangelnde oder keine Vorraussetzungen hat. Es spielt dabei keine Rolle ob der zukünftige Stiftling diese Kenntnisse für seine Arbeit als Stiftling benötigt oder nicht, jedoch sollte dem zukünftigen Stiftling klar gemacht werden, dass er nur eingestellt wird wenn er diese Kenntnisse besitzt. Sagen Sie immer wieder, dass der Bewerber fast perfekt den Anforderungen entspricht, damit er sich geschmeichelt fühlt. Willigt der Bewerber ein auch eine kostenlose Ausbildung zu machen, so schicke man diesen schleunigst zur Stiftung bevor ihm noch etwas anderes in den Sinn kommt als diese kostenlose Ausbildung. Es kann auch noch erwähnt werden, dass er für die erste Zeit in der diese Ausbildung gemacht wird noch keinen Gehalt bekommt. Jedoch wird ihm das Arbeitslosengeld weiter ausbezahlt. Einzige Bedingung wäre, dass er für die kostenlose Ausbildung bereits im Unternehmen arbeitet. Am beten vereinbart man gleich den ersten Arbeitstag. Mit der Stiftung sollten sie bereits die Dauer ausgehandelt haben, damit man bereits die Höhe des Förderbudgets erfährt. 3. Ausbildungsplan: Sollten Sie wirklich an einer Weiterbildung ihres Stiftlings interessiert sein, so sollte man im Bildungsplan diese unter Umständen sogar notwendige Schulung vorziehen. Hier können Sie sich als Unternehmer, wie mein ehem. Chef, zusätzlich Geld verdienen. Es spielt dabei keine Rolle ob man Experte ist oder selbst keine Ahnung hat. So wie es bei mir geschah, so würde ich auch jedem empfehlen dem Stiftling die Möglichkeit zu geben auch noch selbst einen Kurs zu wählen. Dieser wird selbstverständlich von Fördergeld bezahlt und kostet dem Unternehmer nichts. Achten Sie darauf, dass dieser selbstgewählter Kurs eher am Ende der Stiftungszeit platziert wird. So verhindert man unter Umständen, dass der Stiftling vorzeitig abbricht. Ziehen sie günstige Kurse vor, und bevorzugen Sie Kurse die an Wochenenden (Freitag Nachmittags und Samstags) oder Abends sind. So rauben Ihnen die Stiftlingskurse am wenigsten Zeit wenn diese Kurse extern sind, denn ich persönlich würde trotz allem davon abraten selbst Schulungen zu halten und dafür Fördergeld zu kassieren.

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4. Stiftlingsarbeit: Stiftlingsarbeit ist nicht ganz kostenlos. Die Arbeitstiftungen kassieren so ca. € 400,- im Monat für den Arbeitersklaven. Erkundigen Sie sich ob andere Stiftungen vielleicht günstiger sind. Es spielt auch keine Rolle was der Stiftling arbeitet. Doch man sollte sich vorher bereit sicher sein, dass man ihn einsetzen kann. Eines kann man sich sicher sein. Der Stiftling hat keine arbeitsrechtliche Vertretung. Es ist auch kein Kollektivvertrag oder dergleichen anwendbar. Hier können Sie sich selbst erkundigen welche Rechte Praktikanten haben. Ebenso ist dieser völlig lohnnebenkostenfrei zu haben. Während der Stiftungszeit sollte man den Stiftling auch immer wieder versichern, dass er der beste Mitarbeiter ist, und man sich selbst freut wenn die Stiftung vorbei ist, damit er auch mehr Geld und ein richtiges Dienstverhältnis hat. 5. Stiftungsaustritt: Verpassen Sie nicht den letzten Stiftungstag! Generell würde ich empfehlen, dass Dienstvertrag oder dergleichen bereits vor dem ersten Arbeitstag unterschrieben worden sind. Sollten Sie den Stiftling noch ein paar Wochen benötigen, so sollten Sie noch eine Probezeit vereinbaren. Ziehen Sie dazu den anzuwendenden Kollektivvertrag heran, damit Sie nicht auch noch Kündigungsentschädigung zahlen müssen. Noch einfacher wäre es jedoch wenn der Stiftungsaustritt vorzeitig geschieht. Behaupten Sie einfach der Stiftling sieht nur aus dem Fenster und arbeitet nicht. Dies dürfte reichen. Kontaktieren Sie die Stiftung, und erklären Sie der Stiftungsleitung, dass der Stiftling sich einfach verändert hat, sodass Sie ihn so und so nicht anstellen wollen und sie das Stiftlingsverhalten nicht weiter dulden können. Hier können Sie irgendetwas erfinden, das spielt keine Rolle. Doch es sollte vor der Stiftung glaubwürdig sein. Bei einem vorzeitigen Stiftungsaustritt ersparen Sie sich eine Ausbildungsbestätigung, da abgebrochen wurde, und es kann nicht wie bei meinen ehem. Chef passieren, dass er plötzlich Kündigungsentschädigung zahlen muss, da er einfach den Zeitpunkt übersah sich mit den Dienstverhältnis auseinanderzusetzen. So könnte es praktiziert werden, doch wagen Sie lieber keinen Blick in die Auflagen für Implacementstiftungen, denn danach sollte der Stiftling ein Viertel seiner Stiftungszeit in Kursen sitzen. Jetzt kann sich jeder selbst ausrechnen, was es kostet 3 Monate (bei einem Jahr Stiftungszeit) durchgehend in Kursen zu sitzen. Doch solange das Stiftungskomplott gedeckt und vertuscht sowie schöngeredet wird, wird sich nicht viel an der Durchführung ändern. Auflagen existieren zwar, doch danach halten muss sich nur der Stiftling selbst.

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Krank feiern im Sozialstaat

Anregung an unser Gesundheitsbewusstsein Jedes Unternehmen kennt die Problematik von Krankenständen. Wenn Menschen erkranken so liegt es meist an denen selbst. Ärzte sind grundsätzlich an der Linderung der Symptome interessiert wie mir ein Medizinstudent letztens voller Eifer erzählte. Wobei andere Personen die beruflich jahrelang ebenso ihr Geschäft mit den verschiedensten Krankheiten machen, auf einen gänzlichen Heilerfolg durch deren Hilfe verzeichnen können. Der gute alte Paracelsus, lehrte uns schon vor 500 Jahren, dass bei der richtigen Arznei nur eine einzige Einnahme nötig sei um die gewünschte Wirkung zu erhalten. Der Grund seiner Meinung nach sei die Beachtung von Astrologie, Philosophie und Alchemie bei der Herstellung. Die Tatsache, dass es bei der heutigen Arznei oft fatale Nebenwirkungen gibt, müsste einem schon längst daran zweifeln lassen. Oder was würden Sie sagen wenn Sie Ihr Auto in die Werkstatt wegen eines Motorschadens zur Reparatur geben und danach können Sie jedoch wieder fahren und der Motor läuft wunderbar. Jedoch als Nebenwirkung müssten Sie ab nun auf Autotüren verzichten. Verglichen mit Menschen ist so eine Nebenwirkung aber noch die harmloseste. Sie haben aber keinen wirklichen Bezug zu Ihrem Körper, und wenn er Ihnen etwas sagen möchte gehen Sie zum Mechaniker. Dieser verkauft Ihnen wohlwollend und mit einem Grinsen im Gesicht ein Medikament oder auch nur das Rezept dafür. Jetzt nehmen Sie den Beipackzettel und suchen sich per Zufall drei Nebenwirkung aus und denken sich was wäre wenn ich jetzt diese Nebenwirkungen hätte im Vergleich zu meinem Grund warum ich eigentlich dazu gekommen bin diese Tabletten nehmen zu wollen. Ich könnte ihnen noch unzählige persönliche Erfahrungen aufzählen. Von Nebenwirkungen wie etwa schwerste Abhängigkeit, starker Verlust des Gleichgewichtsinnes, optische und akustische Halluzinationen, vollkommener Gedächtnisverlust oder aber auch Schlund- und Wangenkrämpfe bis hin zur akuten Atemlähmung könnte ich zahlreiche Seiten schreiben. Spätestens bei Nebenwirkungen wie etwa ein Herzstillstand, der durchaus auch auf Beipackzetteln zu finden ist. Gerade bei psychischen Erkrankungen könnte es durchaus dazu führen, dass ein Patient sich freiwillig für den Suizid entscheidet anstatt die Qualen der Nebenwirkungen länger ausgesetzt zu sein. Und trotzdem gibt es Menschen die spielen mit Krankheiten und Medikamenten als sei es das Einfachste und Selbstverständlichste im Leben. Gemeint sind hier nicht jene in weißen Kitteln die gerne zu Rate gezogen werden, nein ich meine hier jene die Krankheiten vortäuschen. Die erweiterte Form ist dann diejenige, dass sprichwörtlich krankgefeiert wird. Aus eigener Erfahrung und zahlreichen Berichten aus dem Bekannten und Freundeskreis kann ich sagen, dass dies keine Seltenheit unter uns geworden ist. Ich habe keine Statistik diesbezüglich erhoben, jedoch kann ich sagen dass es kein
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Einzelfall ist und es hier nur um Macht geht. Die Macht die der Arbeitnehmer gegenüber seinen Arbeitgeber ausnützt. Praktisch kann dieser durch geschickte Schilderung verschiedenster Symptome vor seinem Arzt seines Vertrauens einen monatelangen Krankenstand erhalten. Bezüglich der Schilderungen von Symptomen gibt es bereits Literatur, die für jeden im Internet abrufbar ist, ganz gezielt um bestimmte Krankheiten zu simulieren und so die Länge seines Krankenstandes praktisch selbst wählen kann. Oft passiert dies nach Zwistigkeiten mit Vorgesetzen oder aber auch Mitarbeitern, da praktisch die arbeitenden Mitarbeiter zusätzlich seine Arbeit leisten müssen sowie ihn auch finanziell unterstützen. Das solch ein Verhalten kurz oder lang zum Zusammenbruch führt ist kein Geheimnis und kann in anderen Ländern bereits im fortgeschrittenen Stadium beobachteten werden. Der Grundgedanke des Sozialsystems ist sicher mit guter Absicht. Jedoch wird jedem Bürger der Sinn dafür abgenommen eigenständig für sich und seine Sicherheit zu Sorgen. Somit wird er auch ein Stückchen abhängiger und somit beeinflussbar in seinem tun und Handeln. Soweit beeinflussbar, dass er sogar krank spielt oder feiert. Jede normale Folge könnte eine Entlassung oder eine Kündigung sein, doch ist dies meist eine Frage der Beweislage und meist kein leichtes Spiel für den Unternehmer, da sich durch eine Beweiserhebung der “kranke” Arbeitnehmer unter Umständen nach Absprache mit der Arbeiterkammer gemobbt fühlt und sehr darunter leidet und womöglich schon immer gelitten hat. So was lässt sich leicht erfinden. Das genau so einfach ist, wie man einen Krankenstand bei dem Arzt seines Vertrauens bekommt. Sollte man den Arzt nicht von seiner Krankheit überzeugen können geht man zum Nächsten usw. bis einer das Vertrauen zu schätzen weiß und seinen Kunden krank schreibt. Logischerweise wird es aber sehr unwahrscheinlich sein, dass ein Arzt einen krankspielenden Patienten abweist, da solchen Krankheiten laut Fachliteratur sich mit äußerst hoher Wahrscheinlichkeit jene sind, die an der Nachweisbarkeitsgrenze liegen. Somit wäre das Restrisiko für den Arzt zu hoch, wenn er wirklich krank wäre. Auch wenn ein Arzt merkt, dass sein Klient seine Erkrankung nur simuliert, so ist der Schauspieler immerhin sein Kunde. Geschickt eingefädelt verschreibt er dann noch Medikamente des Pharmakonzerns seines Vertrauens. Es gibt hierbei besonders beliebt Krankheiten, die ich hier bewusst nicht anführen will, die dann auch nur bei der kleinsten Kleinigkeit wieder auftreten da diese schon chronisch gespielt sind. Nebeneffekt des ganzen Spieles ist wohl die Gefahr einer wirklichen Erkrankung, da man sich äußerst intensiv und möglicherweise noch mit liebevoller Hingabe damit beschäftigt. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es unseren Kindern nicht anders beigebracht wird. Wer will kann gerne von der Schule zuhause bleiben. Eine Unterschrift und eine erfundene Krankheit reichen da völlig aus. Wer gut spielt kann sich sofort vom Unterreicht abmelden und nach Hause gehen. Bei den sogenannten Entschuldigungen für das Fernbleiben habe ich schon ein Formularprogramm mit Krankheiten nach Zufall erstellt, und habe dann gleich einen ganzen Block unterschreiben lassen. Bei eintreten der Volljährigkeit änderte
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sich das ein klein wenig aber das Prinzip blieb gleich. So was wird einem jahrelang während der Schulzeit vorgemacht wenn man es nicht selbst praktiziert. Wobei hier noch kein wirtschaftlicher Schaden entsteht, da keiner für einem lernt und Prüfungen und Arbeiten abliefert. Vor Zeugnisvergabe mussten jedoch dann ein gewisses Maß an Stunden entschuldigt werden, da häuften sich dann die Entschuldigen. So mancher hat da schon aus den Medien vernommen, dass jene die vom Unterricht fernbleiben dann auch mal per Polizei aufgesucht werden. Das könnte dann im erweiterten Sinne bei Eltern mit Schulschwänzern vielleicht auch ein Verletzung der Sorgfaltspflicht sein. Wer aber kümmert sich um jene die auf korrupte Weise ein Sozialsystem missbrauchen. Plötzlich könnte man die Anschauung in Erwägung ziehen, dass ein Sozialsystem nur ein System bleibt das verlernt sozial zu sein. Was einst einmal funktionieren sollte, führt jetzt nicht gerade zu erfolgsversprechenden Zahlen bei den Krankenkassen. Der Klang der sozialen Sicherheit kommt schon langsam unter die Räder, denn wer wirklich krank ist und jahrelang gepflegt werden muss stößt schnell an finanzielle Grenzen. Ich scheu mich auch nicht von jenen zu sprechen die als Krüppel oder Behinderte das Licht der Welt erblicken, falls diese auch nicht noch blind sind. Ab ins Heim, den wir haben keine Zeit uns auch noch rund um die Uhr um unsere Kinder zu kümmern! Der Lockruf jeder Kindergrippe. Lieber geben wir unsere Kinder ab als darauf aufmerksam zu machen wie soziale Sicherheit zum Fremdwort wird. Wenn Karriere, Erfolg und schließlich das Geld ausschlaggebend sind, dass Kinder nicht mehr von den eigenen Eltern erzogen werden können, dann sehe ich das ebenso als ein deutliches Anzeichen dafür dass soziale Sicherheiten nicht gegeben sind und nur politische Brunftschreie sind. Es gibt Möglichkeiten, wie man flächendeckend den Scheinkrankenständen her werden kann. Eine Möglichkeit wäre, bei Krankmeldung gleichzeitig eine Meldung bei der Behörde zu veranlassen, denn sobald jemand körperlich oder geistig krank ist, ist dieser auch nicht fähig ein Kraftfahrzeug zu lenken. Ich beziehe mich hierbei auf meine Unterlagen, als ich für den Führerschein lernte, die jeder Führerscheinbesitzer kennen muss. Praktisch braucht die Exekutive nur einmal am Tag die Parkplätze der Arztpraxen abklappern. Nachdem sich dies herumgesprochen hat, wird man wohl kaum noch den praktischen Weg per eigenem Auto zum Arzt wagen, wenn der Verlust der Lenkerberechtigung droht. Hier sei erwähnt, dass der Gesetzgeber schon bei dem bloßen Verdacht bereits dazu befähigt ist die Lenkerberechtigung einzuziehen. Aus Erfahrung weiß ich, das dies den wenigsten bewusst ist und praktisch jeder auf schnellstem Weg seinen Führerschein, auch ohne Vorfall, verlieren kann. Ein weiter folgender Schritt wäre nicht eine Ladung beim Chefarzt, nein es muss einen Hausbesuch geben. Kurz und schmerzlos um festzustellen ob die krankgeschriebene Person sich wirklich, im geschützten Umfeld zuhause im Bett auf dem Weg zur Genesung befindet, oder schlicht und einfach nicht anwesend ist. Um die Lenkerberechtigung nicht außer Acht zu lassen, sei auch hier bei einer Abwesenheit festzustellen ob dass auf den
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krankgeschriebenem zugelassenen Kraftfahrzeug ebenso abwesend ist. Ganz einfach wer nicht zuhause ist, ist praktisch in Erklärungsnotstand. Dies könnte der Krankenkasse doch einen Mitarbeiter pro ca. 10.000 Einwohner wert sein denke ich mir. Ebenso sollte bei einem Kauf eines Medikaments ein Vermerk an die Behörde gemacht werden. Technisch ist dies sehr einfach möglich und könnte automatisch erfolgen. So ist jeder der Medikamente, die nun mal zur Einname oder Zuführung in den Körper gedacht sind, kauft, schon einmal vorgemerkt. Versicherungstechnisch gesehen, wäre es für Versicherungen äußerst interessant ob jemand bei einem Schadensfall eine lange Medikamentenliste auf seinem Beeinträchtigungskonto hat. Es dürfte klar sein, dass hier Selbstverschulden bei dem Verdacht des Konsums von Medikamenten vorzuziehen wäre. Da Medikamente legale Drogen sind, deren Nebenwirkungen nahezu alle Krankheitsbilder bis zum plötzlichen Tod zur Folge haben können, kann ich mit ruhiger Gewissheit steigen, dass eine Beeinträchtigung noch mehrere Tage und Wochen nach Einnahme bestehen kann. In den Lernunterlagen für den Führerscheinerwerb, ist bereits deutlich erwähnt, dass manche Medikamente die Reaktionsbereitschaft und Konzentrationsfähigkeit bereits stark beeinträchtigen, sowie Krankheit oder Verletzungen, natürlich die Einnahme von Medikamenten, Müdigkeit, Konsum von Suchtgiften, Unaufmerksamkeit, Ablenkung, Stress und auch persönliche Probleme in der Familie oder im Beruf beeinträchtigen die Fahrtüchtigkeit. Bei der digitalen Medikamentenregistrierung auf dem Beeinträchtigungskonto des Führerscheinbesitzers kann auch gleichzeitig das Ablaufdatum übermittelt werden. Wer bei einer Verkehrskontrolle auf seinem Medikamentenkonto nur bereits abgelaufene Medikamente aufzuweisen hat, scheint weniger unter Verdacht zu sein unter Beeinträchtigung zu stehen. Wer aber noch nicht abgelaufene Medikamente besitzt, sollte bereits unter Verdacht stehen. Sollte jemand über mehrere Wochen Krankenstand im Jahr verfügen, so sollte eine Befristung der Lenkerberechtigung eingeleitet werden, da die Wahrscheinlichkeit, dass dieser krank oder unter Medikamenteneinfluss ein Kraftfahrzeug lenkt höher ist als bei jemanden der gesund ist und keinen einzigen Krankenstand im Jahr hat. So könnte ich mir vorstellen bei einer derartigen Vorgehensweise, dass doch das Gesundheitsbewusstsein automatisch ansteigt. Dies sei zwar nicht zur Freude der Ärzte und der Pharmaindustrie, die doch so traurig es klingt mit Leid wissen ein gutes Geschäft zu machen. Doch um 70% weniger Krankenstände, steigern nicht nur das Wohlbefinden erheblich, sondern wäre auch wirtschaftlich auf Seite der Arbeitgeber gut in Zahlen zu messen. Technisch gesehen ist die elektronische Krankenversicherungskarte bereits ein hilfreicher Schritt in diese Richtung, und mobile Geräte hierfür existieren bereits.

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Weitere Gruselkurzgeschichten
Bei meiner Zeit, während ich meine Gruselgeschichte protokollierte, stieß ich immer wieder auf Leute, die mir Ihre gruseligen Erfahrungen am Arbeitsmarkt schilderten. Es machte keinen Unterschied aus welchen familiären Verhältnissen, welche Schulbildung sie absolviert hatten, oder welcher Tätigkeit sie jetzt nachgehen. Sogar Leute die mit der Ausübung der sogenannten Fortbildungsmaßnahmen beschäftigt waren, erzählten mir Ihre Geschichten, und bestätigten mir, dass arbeitsmarktpolitisch gesehen soviel schief läuft, dass manche sagten: “Ich könnte dir Geschichten für fünf weitere Bücher erzählen”. Ich habe hier nur kurz vier weitere Geschichten erwähnt, bei denen ich mit den Betroffen direkten Kontakt hatte. 1. Ein halbes Jahr Gehalt. Ein ehemaliger Schulkamerad aus meiner Pflichtschule, arbeitete ebenfalls in einer Firma in einem Technologiezentrum. Das EDV-Unternehmen existiert natürlich nicht mehr so wie ursprünglich, und hat sich in Einzelunternehmen zersplittert, und musste gezwungenermaßen jeglichen Ballast von sich werfen, um nicht komplett vom Erdboden zu verschwinden. Nach den Erzählungen machte der Arbeitnehmer, von dem ich diese Geschichte habe, der Entgeltvorbehalt eines halben Jahres doch irgendwie zu schaffen, sodass dieser sich entschloss selbst zu gehen um zu Geld zu kommen. Ich weiß nicht ob es vertragliche Hindernisse waren, die es dem Arbeitnehmer verhinderten das halbe Jahr an Gehalt einzuklagen, denn mir wurde erzählt, dass er einfach nicht die Kraft dazu besitzt auch noch nachträglich mit seinem Arbeitgeber zu streiten. Nach meiner Erfahrung aus meiner Hauptgruselgeschichte in diesem Buch, muss ich aus Erfahrung auch erwähnen, dass sich die gesetzlich verpflichtete Rechtsvertretung (AK) auch geweigert haben könnte die Ansprüche durchzusetzen. Zufällig erfuhr ich dann auch später, dass diese Firma auf Kosten des nächsten Wirtes Weihnachten mit voller Belegschaft feierte, bevor diese Firma sich umformatierte. Da ich den Leuten aus dieser Firma, die jetzt Einzelunternehmen führen, knapp zwei Jahre über den Weg lief liegt mir doch einiges es hier zu erwähnen. Kurz gesagt sind diese Chefs dieser Kleinstunternehmen noch stolz und erhalten Ruhm in den eigenen Rängen, da sie auch jetzt wieder Auszubildende beschäftigen. Doch dass nach, oder auch schon vor Abschluss, der Lehr- bzw. Ausbildungszeit eine eiskalten Kündigung an der Tagesordnung ist will man nicht wissen. So sagt man schlicht und einfach, dass die Chemie zwischen Auszubildenden ud Ausbildungsunternehmen plötzlich von einem Tag auf den anderen nicht mehr stimmte. Und der Vorteil für die weiße Weste dieser Einzelunternehmen, sie stellen wieder einen hochgelobten Ausbildungsplatz zur Verfügung. Das man so Arbeitslose produziert, und nur die billige Arbeitskraft zählt wollen die wenigsten wahrhaben. 2. Angestellter, oder doch lieber Auszubildender:
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Ein Bekannter von mir, der vieles mit mir gemeinsam hat, obwohl ich ihn selten sehe, aus welchem Grund auch immer, ist beinahe doppelt so alt wie ich und hatte immer sehr interessante Geschichten aus seinem Beruf zu bieten. Doch irgendwann bekam auch er zu spüren, dass junge Studenten und Auszubildende eben die kostengünstigeren Arbeitskräfte in seiner Branche sind und bald nütze es auch nicht mehr zu den besten 50 Programmierern in Europa zu gehören, wenn Kosten sparen vor Qualität steht. Mittlerweile scheint er sich doch von seiner beruflichen Niederlage erholt zu haben und geht nun wieder einer Tätigkeit nach, die ihm, so hoffe ich doch, wieder mehr Spaß macht. Er verlor seinen Job und stellte sich gleich bei einer neuen Firma vor. Es schien alles zu stimmen und es wurde auch gleich sein erster Arbeitstag vereinbart. Er glaubte, er könnte sich gleich dem angekündigten Projekt widmen, doch der Schein trügt. Sein Arbeitgeber erklärte ihm, dass es kein Dienstverhältnis ist, sondern dass er stattdessen in einer Stiftung ist und hier eine Ausbildung macht. Verdienen würde er dasselbe, als wenn er angestellt sein würde erklärte sein Chef weiter. Ebenso war auch der Stiftungsleiter schon anwesend um die Formalitäten zu erledigen. Als Belohnung praktisch dürfte man ein paar Kurse machen hieß es und heißt es wie auch ich aus eigener Erfahrung zu berichten habe. Theoretisch ist man arbeitslos und praktisch arbeitet man aber. Zuvor dachte eigentlich mein Bekannter, dass seine Qualifikation mit der Stelle bereits übereinstimmte da vorher nie von einer Ausbildung die Rede war. So wurde er praktisch überrumpelt könnte man sagen. Bald stand der erste externe Kurs an, konnte mein Bekannter aber nicht beim Kurs teilnehmen, da Projekte zu erledigen wären und einfach keine Zeit war. Aus einem Gespräch mit einem, der sogenannte geförderte Weiterbildungskurse im Auftrag des AMS abhält, weiß ich das dort auch bei der Anwesenheit praktisch auf Anweisung von oben gemogelt wird, damit hier Auffälligkeit zu verzeichnen ist. Nach einiger Zeit, brach mein Bekannter die Ausbildung ab und verabschiedete sich vom Praktikumsplatz. Er kümmerte sich auch nicht mehr darum, und beschloss, dass ein Job in einer anderen Branche doch schneller zu kriegen ist. Er weiß jedoch mittlerweile, dass er durch diese Maßnahmen bereits überqualifiziert ist. Dies wurde ihm auch bei Bewerbungen bestätigt. Bei einem seiner Vorstellungsgespräche wurde als Absagegrund gesagt Sie befürchten, dass ihm die Arbeit zu langweilig wäre. Ist das wirklich ein Grund, dachte er sich danach? Arbeiten muss immerhin noch der Dienstnehmer, und in diesem Fall wären Gehaltsvorstellungen schon geklärt gewesen und er hätte sich sogar mit weniger zufrieden gegeben wie er mir erzählte. Jedoch kümmert es ihn kaum, dass sein Stiftungspraktikumsunternehmen, in dem er ebenso wie ich einen Auftrag nach dem anderen erledigte keine Lohnkosten zu zahlen hatte. Versicherungsjahre bezüglich Pension (F. ist zwanzig Jahre älter als ich) seien ihm egal und begründet er, dass er so und so mit keiner Pension mehr rechnet. Immerhin war er vor 5 Jahren noch unter den besten Programmieren in Europa und ist jetzt arbeitslos. In seinem letzten Jobs als LKW-Fahrer wechselte er von Firma zu Firma
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und bald steht ihm auch der Privatkonkurs bevor. Jedoch geht das erst wenn er einen Job hat, und er meint wenn das AMS ihn schulen will, wieso nicht, dann bekommt er immerhin das Arbeitslosengeld weiter ausbezahlt, da er so und so bankrott ist. So geht wohl die Mehrheit mit dem Thema Stiftung um, doch statistisch gesehen sind die Arbeitslosen in Ausbildungsmaßnahmen mehr geworden die letzen Jahre und die Arbeitslosen ohne Maßnahmen nahmen ebenso zu. Doch angeblich sind diese Maßnahmen ja laut den Worten des Stiftungsbeauftragten äußert erfolgreich. Die Statistiken belegen jedoch wie gerade eben erläutert genaue das Gegenteil. Umsonst heißt es nicht: “Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast”. 3. Hauptberuflich Arbeitslos: Diese Geschichte ist von einem Freund, der leider nicht mehr wirklich gesund werden will. Seit Jahren leidet er an einer Krankheit, die sein Gemüt stark beeinträchtigten. Seine Krankheit ist bei ihm keine depressive Phase, sondern eher schon Teil seines Lebens. Die Medikamente trüben sein Sinneswahrnehmungen so stark, dass er aus seiner Depression nicht mehr herausfindet. Seit Jahren wird er bereits auf Medikamente um und eingestellt. Mittlerweile ist er stark medikamentenabhängig nimmt Opiumersatzstoffe und dergleichen in ständig steigender Dosis. Dies wird nicht nur von seinen Ärzten sondern auch vom AMS bestärkt. Es wurde ihm nahe gelegt, ein Attest nach dem anderen zu machen, und mit seinen knapp dreißig Jahren in Berufsunfähigkeitspension zu gehen. Ich riet ihm von der Pension in seinem jungem Alter ab, und brachte ihn soweit sogar, dass er einige Monate wieder arbeitet, um nicht vollkommen zu verkommen. Da er aufgrund seiner Medikamente, nicht mal mehr seinen familiären Aufgaben gewachsen ist wie ich finde, neigte er wieder die Medikamentendosis zu erhöhen und schmiss den Job wieder. Laut AMS ist er aufgrund der Atteste bereits nicht vermittelbar. Somit ist er jetzt hauptberuflich Arbeitslos. Doch irgendwann gehen auch mir die Kräfte aus und ich brach den Kontakt zu ihm vorrübergehend ab. Doch ich wünsche ihm das er bereits seiner Rolle als Vater gewachsen ist und seine Medikamentensucht überwältigt hat und ein normales Leben führen kann. Ich glaube nicht, dass es fördernd ist einem Arbeitslosen zu sagen, er ist im ganzem Land nicht vermittelbar. Ich traue mich zu sagen, dass Beruf und Gesundheit stark ineinander greifen, doch einem Depressiven zu erklären, er sei nicht am Arbeitsmarkt zu gebrauchen, praktisch nutzlos, zeigt nicht von großer Intelligenz, und hilft ihm sicher nicht gesund zu werden. 4. Zivildienst: Die vierte Geschichte hat nicht direkt etwas mit der Bildungsmafia zu tun, berichtet dennoch über Missstände am Arbeitsmarkt, die schon lange bestehen. Die Medien versuchen aber das Thema “Illegale Pflegekräfte aus dem Ausland” sowie “Pflegenotstand” an die Bevölkerung heranzubringen. Aus diesem Grund finde ich diese Geschichte vor allem aktuell und doch erwähnenswert, denn die Bildungsmafia reagiert bereits und bietet Pflegeakademien für Arbeitslose an.
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Ich trat meinen Zivildienst in einem Altersheim an, und hatte praktisch 2 Tage Einschulung. Nach einer Woche, war ich dann vollkommen auf mich selbst gestellt und ersetzte praktisch einen Dienst eines voll ausgebildeten Krankenpflegers. Wie sich später herausstellte, als ich mich näher dafür interessierte, war der Großteil meiner Tätigkeiten illegal. Hierfür blätterte ich in den Gesetzestexten die für die Altenpflege gelten und in jenen die für Zivildiener gelten, und mir wurde irgendwie mulmig. So hat man mir bewusst die rechtliche Aufklärung, die eigentlich für mich als Zivildiener vorgesehen war vorenthalten. So sollte ich nicht wissen, dass ich Tätigkeiten verrichtete die ich eigentlich nicht durfte. Im Prinzip lag es nicht daran, dass ich es nicht konnte, sondern eher daran, dass die Altenheimbewohner für Ihren Aufenthalt genug Geld zahlten und das Recht hätten auf fachgerechte Pflege. Alles in allem, wenn ich mich so zurückerinnere, hatte ich doch irgendwie das Gefühl in einer art Hühnerfabrik gearbeitet zu haben, anstatt in einem Heim indem Menschen wohnen und gepflegt werden. Es gab Bewohner die bekamen pro Tag nicht einmal 15min Zuwendung wenn man die Altenpflege in diesem Heim überhaupt Zuwendung nennen kann. Die Zeit ist immer knapp, und wenn man in der ersten Stunden eines Dienstes nur 5 Minuten, aus welchem menschlichen Grund auch immer, aufgehalten wurden so hatte man den Zeitverlust Stunden danach noch nicht einarbeiten können, da es eine Massenabfertigung gewesen ist. Das ist ein Punkt warum ich keinem raten möchte freiwillig ins Altersheim zu gehen. Oft hört man als Begründung, dass sich dort jemand um die Bewohner kümmert. Doch dass ist ein großes Irrtum wie ich als junger Zivildiener feststellen durfte. Während ich Zivildienst machte, fing ein junges Mädchen dort an und wollte ein sogenanntes soziales Jahr ableisten. Doch die war schnell wieder weg und ebenso schockiert. Die fix angestellten Pflegekräfte dort, waren sich Ihrer Lage bewusst, doch keiner hatte den Mut auch nur irgendetwas an den Heimleiter bzw. dem Verband vorzutragen. Der Frust wurde stattdessen zwischen den Mitarbeitern ausgetragen und so gestalteten sich diese ihren eigenen Arbeitsplatz noch schwieriger. Man bekommt dann plötzlich mit, dass einige Pflegekräfte selbst schwere psychische Probleme haben und bereits von Medikamenten abhängig sind. Nicht zuletzt führte dies auch zu Stresssymptomen die Krankenstände verursachten, so dass es wieder eine Herausforderung war die Lücke im Dienstplan zu schließen. So wurde einfach dort und da an Zeit gespart. Nicht zuletzt auch an der Hygiene der Heimbewohner. Nach einigen Monaten, verriss ich mir dann tragischerweise mein Kreuz. Jeder Atemzug verursachte stechende Schmerzen im Rückgrad. Ich musste während dem Krankenstand all meine alltäglichen Verrichtungen wie etwa Kochen, Essen, Zähne putzen usw. neu Überdenken um meine Schmerzen so gering wie möglich zu halten. Nach einigen Tagen setzte ich die Schmerzmittel ab, da ich nicht länger an einer Symptomunterdrückung, sondern an Genesung, interessiert war. Alles in allem war der körperliche Schaden bereits eine nervliche Belastung für mich, da lebensnotwendige Funktionen wie etwa Atmen,
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Schmerzen verursachten. Nach 3 Wochen erhielt ich dann plötzlich eine Vorlandung zum Amtsarzt. Dieser fragte warum ich keine Schmerzmittel nehme und glaubte ich sei masochistisch veranlagt. dass ich aber nur eine Genesung, bzw. Schonung erreichen wollte, wenn ich den Schmerz wahrnehme, um mich so schmerzfrei wie möglich zu halten wollte er nicht verstehen. Dieser schrieb mich gesund, ohne es mir zu sagen und sagte mir ich sollte mich am nächsten Tag wieder im Altersheim melden. Da ich nichts davon wusste, dass ich bereits gesundgeschrieben war, schaute ich im laufe des Vormittags beim Heimleiter vorbei. Dieser war in Aufruhr und wollte mir erklären dass ich bereits gesund bin. Er fest davon überzeugt, dass ich simulierte und drohte mich zum Bundesheer zu schicken. Allein diese Aussage des Heimleiters sagt mir, dass er äußerst unkompetent ist und dies gar nicht möglich sein kann. Ein äußerst aufklärendes Gespräch mit dem Zuständigen der Landesregierung, öffnete mir erst die Augen und ich begriff, dass ich bereits monatelang Tätigkeiten verrichtete zu denen ich nicht befugt gewesen war. Dieser Herr telefonierte auch prompt mit dem Heimleiter und erklärte ihm, dass es so nicht funktioniert und bat ihn auch die Tätigkeiten an meine Beschwerden anzupassen. Einen Tag darauf, musste ich trotz Schmerzen, bei jedem Atemzug, arbeiten. Am Tätigkeitsfeld hat sich jedoch nichts verändert. Und ich hätte es eigentlich schon vorher gewusst, eine halbe Stunde später verschlimmerte sich mein Zustand so stark und ich meldete mich beim Heimleiter wieder ab um zum Arzt zu gehen. Anstatt mir sein unkompetentes Gefasel weiter anzuhören, wiederholte ich meine Abmeldung und verließ den Raum gleich wieder. Zuvor verabreichte mir man noch Schmerzmittel aus dem Hauseigenen Drogenschrank, der eigentlich für die Heimbewohner gedacht war. Einige Minuten später saß ich dann bei meinem Hausarzt, schilderte ihm das Ausmaß meiner Beschwerden und bat ihn um Hilfe. Dieser wollte mich abwimmeln, da der Heimleiter ihn höchstwahrscheinlich informierte und sagte ich würde simulieren. Ich musste mit Nachdruck auf eine fachliche Untersuchung hinweisen. Das nächste Krankenhaus war ca. 30 km entfernt, und ich bestand auf einem Krankentransport in liegendem Zustand, doch das wurde mir nicht gewährt. Da ich selbst ehrenamtlicher Sanitäter war, wusste ich dass ein liegender Transport auf einer Vakuummatratze bei derartigen Symptomen erforderlich gewesen wäre. Hätte mir als Sanitäter bei einem Unfall jemand diese Beschwerden dich ich hatte geschildert, hätte ich den Notarzt gerufen. Doch ich musste mich schon freuen eine Überweisung erreicht zu haben, doch ich war auf mich alleine gestellt in das Krankenhaus zu kommen. Jede Bodenwelle und jedes Steinchen oder sonstige Unebenheit auf der Straße verursachte stechende Schmerzen in meinem Rückgrad. Laut meinem Hausarzt schien ich aber zum Lenken meines eigenen Kraftfahrzeuges bestens geeignet zu sein, obwohl ich diesem auch mitteilte dass mir diese Beschwerden mittlerweile nervlich zusetzten. Fest steht auf alle Fälle, dass mein Hausarzt doch viele Altersheimbewohner betreut und ich bin davon überzeugt, dass dieser sich sicher bestens mit dem Heimleiter versteht. Wohnt doch seine Kundschaft in diesem Heim könnte man sagen.
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Später, dann im Krankenhaus als ich nach ca. 30 min aussichtslosem Warten, zum Schalter ging und mit kräftiger Stimme sagte, wenn sich nicht sofort etwas hier ändert in meinem Rücken, drehe ich durch und garantiere für nichts mehr, und dass sage ich ihnen nur einmal. Plötzlich kam dann auch ein Arzt, und eine Minute kamen noch 3 hinzu. Während eines Nervenzusammenbruches suchten diese gemeinsam den exakten Punk zwischen meinen Wirbeln um mir eine Spritze hineinzujagen. Alles in allem kostet es mich einen zusätzlichen über zwei monatelangem Krankenhausaufenthalt. Nachdem ich mich wieder von dem Schock erholt hatte und auch körperlich wieder einigermaßen fit war, suchte ich dann erfolgreich um Befreiung an. Schlussendlich kann ich sagen, wenn ich nur Tätigkeiten in diesem Heim verrichtet hätte, zu denen ich als Zivildiener befugt gewesen wäre, wäre mir der Krankenhausaufenthalt erspart geblieben und das Heim hätte weiterhin meine Zivildienstleistung in Anspruch nehmen können. Als Gegenschachzug für meine Zivildienstbefreiung wurde ich erneut zum Amtsarzt, der sich wohlbemerkt im selben Gebäude wie der Sitz des Dachverbandes vom Altersheim befindet, vorgeladen und erntete eine Befristung meiner Lenkerberechtigung. Eine ärztliche Schweigepflicht existiert praktisch plötzlich nicht, sondern ist ein leeres Wort! Und es wird noch heute versucht mir die Verlängerungen der Befristung schwer zu machen.

Warum es so ist wie es ist
Ein Nützling rottet nie vollständig Schädlinge aus. Er würde danach verhungern und müsste sterben! Das Bundesministerium hat mir nun bestätigt, dass sich ein Ausbildungsunternehmen nicht an die dafür vorgesehenen Richtlinien und Rahmenbedingungen halten muss. Die AK besitzt ebenso seine eigenen Willkür, denn wenn die der Meinung sind dieser Fall sei aussichtslos, dann muss man es so zur Kenntnis nehmen. Ob der Fall wirklich aussichtslos ist liegt rein in deren Händen. Es wird begründet, dass zuwenig Beweismaterial vorliege, doch darauf wurde nie konkret eingegangen um was es sich dabei handeln sollte. Wenn die AK nicht will, dann gibt es keine Möglichkeit dies zu ändern. Es ist ganz egal ob wirklich keine Beweise vorliegen oder diese einfach links liegen gelassen wurden. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit kann hier angeblich auch nicht eingreifen, und behauptet stets, dass bei der AK Experten jeden Fall auf Erfolglosigkeit prüfen. Diese Experten sagten mir aber, dass diese Fälle mit einer Stiftung generell noch neu sind, da es diese früher nicht gab. Aus diesem Grund frage ich mich ob diese Experten aus Erfahrung sprechen. Doch ich glaube der Haken bei der AK liegt ganz woanders. Es sollte nicht vergessen werden, dass der AK-Präsident
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ebenso Chef eines Bildungsunternehmens ist. Dieses Bildungsunternehmen profitiert von Kursen. Würde die AK etwas gegen Bildungsmissbrauch unternehmen, so würde das womöglich zur Folge haben, dass Bildungsunternehmen kurz einen Rückgang erleiden bis andere Methoden und Mittel gefunden wurden dies wieder umzukehren. Es existieren Partnerschaften zwischen AK, AMS und den Bildungsunternehmen. Aus diesem Grund ist es schon beschämend genug wenn Fördergelder von der Landesregierung bei Bildungsmissbrauch zurückgefordert werden. Die Landesregierung fördert nicht weil es denen gerade in den Sinn kommt. Nein, es gibt einen großen Haufen an Leuten die damit ihr Geld verdienen. Deshalb verordnet das AMS auch Schulungen, die AK ging den partnerschaftlichen Pakt stets ein und setzt sich ebenso für Bildung ein, anstatt diese zu bekämpfen. Ein Bekämpfung dieser Partnerschaften wäre möglich, wenn ans Tageslicht kommt, dass doch eine Menge Schund bei Bildungsmaßnahmen getrieben wird. Weil sich die AK nicht selbst beschmutzen möchte sind ihr ebenso die Hände gebunden wenn das AMS den Bildungsmissbrauch deckt. Eigentlich hätte das AMS die Aufgabe für Qualitätssicherung bei deren Weiterbildungsmaßnahmen zu sorgen, doch was wirklich geschieht steht nun in diesem Buch. Irgendwie könnte man auch auf den Gedanken kommen, dass AMS möchte gar keine wirkliche Weiterbildung erreichen, denn was wäre wenn alle Maßnahmen wirklich fruchten würden. Angeblich herrscht ja in Österreich ein Fachkräftemangel am Arbeitsmarkt. Wären alle erfolgreich ausgebildet und gebildet, so müsste der Fachkräftemangel schon ausgelöscht sein. Der Bedarf würde gedeckt sein, und die Arbeitslosigkeit würde auf einen Schlag erhebliche Einbußen in Kauf nehmen. Würde das Weiterbildungsphantom greifen, so müsste bereits jetzt die Arbeitslosigkeit stark schwinden und das Fachkräftebedürfnis würde gestillt sein. Warum ist es aber nicht so? Das AMS hätte überflüssiges Personal und würde am eigenen Ast sägen. Die AK und weitere Partner dieser Kumpanei, wie ich mittlerweile deren Partnerschaft nenne, hätten starke Rückgänge bei ihren Funktionen. Da das AMS ein Unternehmen ist und Arbeitslose als Kunden bezeichnet, kann man sich sicher sein, dass ein Unternehmen kaum dafür Sorgen wird ihren Kunden effektiv zu minimieren. Stattdessen sitzt in allen Unternehmen ein Wachstumsvirus, der selbstverständlich auch im AMS zu finden ist. Immer wieder wird mit Methoden und Mitteln versucht mehr Umsatz zu machen. Die AK hat selbstverständlich nicht zuwenig finanzielle Mittel und hat Millionen übrig um eine neue Zentrale zu bauen. Das AMS tut so als wäre es mit den Arbeitslosen überfordert um die gleiche Masche durchzuziehen. Wenn das AMS bei ihrer Tätigkeit wirklich so erfolgreich wäre so frage ich mich warum gibt es Personalvermittlungsun ternehmen. Hierfür braucht man nur die Zeitung aufzuschlagen um das zu erkennen. Warum sind Unternehmer gezwungen Stellen in Tageszeitungen zu schalten und eigens für die Personalsuche Personalvermittler heranzuziehen? Kann es sein, dass das AMS
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ihren Kundenstamm pflegt und nicht zuletzt vor erfolgreicher Vermittlung schützt? Ich kenne einige Fälle, in denen das AMS zwar über Hunderte von arbeitslosen Fachkräften verfügt, doch bei dem Unternehmern die eine offene Stelle meldeten hat sich auch nach Monaten kein Einziger vom AMS beworben. Auch wenn man als Unternehmer über den sogenannten e-jobroom über 200 Interessensmeldungen stellt, ändert dies nicht im geringsten etwas. Es gibt auch keine effektive Suche bei dieser Datenbank. Und wenn doch eine Vermittlung stattfinden sollte, so sind es keine wirklichen Fachkräfte die vermittelt wurden. Ein Unternehmen braucht Mitarbeiter, die gesund sind, die interessiert sind und auch praktisch dazu fähig sind zu arbeiten. Fragen bei Vorstellungsgesprächen wie etwa nach der Summe der Krankenstände in den letzen Jahren, der letzen Tätigkeiten oder Praxis geben schon Aufschluss, ob dieser in einem ambitionierten Team seinen Platz finden kann. Auch wenn man nicht auf Vorurteile achtet und dem Arbeitslosen ein Chance gibt einen Job zu geben, so muss man als Unternehmer darauf achten, dass das Niveau der Mitarbeiter durch einen Neuen nicht schlagartig sinkt. Besonders bei Kleinund Mittelunternehmen kann dies verheerende Folgen haben. Was nicht heißt, dass Jobs in der Industrie sicherer wären. Äußerst bemerkenswert finde ich auch, dass wenn ein Unternehmen eine offene Stelle beim AMS meldet kann man mittlerweile damit rechnen, dass schon innerhalb einer Stunde sich die ersten Personalunternehmen melden. Das Geschäft mit der Arbeitslosigkeit, offenen Stellen und Arbeitslosen boomt und die Geschäftsbeziehungen stimmen auch wie man sieht. Entschließt man sich auf einen Personalbereitsteller einzugehen und gibt man die Mitarbeitersuche einem Personaldienstleister ab, so ist dies keine Garantie für einen optimalen Mitarbeiter. Die Wahrscheinlichkeit einen Mitarbeiter vermittelt zu bekommen, der nicht mit der Unternehmensphilosophie harmonisiert ist jedoch durch die Ausgliederung der Suche äußerst hoch. Wobei man folglich wieder auf eine weitere Suche angewiesen ist. Schließlich und endlich bleibt der Mitarbeiter im Unternehmen der Beste, der aus eigener Überzeugung und Willen sich dem Unternehmen nähert und sich selbstständig bewirbt. Dies ist auch langfristig gesehen die beste Lösung. Jedoch variiert dies oft sehr, und je größer ein Unternehmen desto kleiner das Aufgabengebiet eines Mitarbeiters. Folglich ist es auch als Personaldienstleister einfach für ein und den selben Handgriff eine arbeitende Hand zu finden bzw. bereitzustellen anstatt eines Mitarbeiters dessen Aufgabengebiet mehr als eine Fließbandtätigkeit ist. Zeigt man als Unternehmer wirkliches Interesse und möchte wissen warum es Hunderte von Fachkräften gibt, die arbeitslos sind und man jedoch nur drei vermittelt bekommt, so stößt man auf wenig effektiver Kooperation. Ganz im Gegenteil, es hat den Anschein das AMS würde seine Arbeitslosen regelrecht schützen. Aus diesem Grund ist wohl Personalvermittlung keine aussterben Branche. Eine Stiftung ist ebenso eine Personalvermittlung und vermietet praktisch Stiftlingssklaven für einen minimalen Betrag im Vergleich zu einem rechtmäßigen Gehalt. Praktisch gesehen und mit meiner Erfahrung vermengt, könnte man diese
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Personalunternehmen als Sklavenhändler der Neuzeit sehen. Stiftlinge dürften im Gegensatz einen erheblichen Wettbewerbsvorteil haben, denn diese Vermittelten sind völlig rechtsanspruchslos wie ich nun aus eigener Erfahrung erleben durfte. Kein Arbeitsrecht das anzuwenden wäre und schon gar keine Rechtsvertretung. Die AK ist ja auch nur verpflichtet Beitragszahler zu vertreten und als Stiftling ist man leider kein Beitragszahler sondern arbeitslos. Die AK hat aber anscheinend wirklich zuviel Budget zu verbrauchen, da man sich auch nicht bemüht die Beitragszahlungen zu erhöhen. Wäre die AK gegen den Stiftungsmissbrauch vorgegangen und würde einen Gehalt für meine geleistete Arbeit fordern und erstreiten, so hätte man aus einem Arbeitslosen einen Beitragszahler gemacht, da die Beiträge vom Gehalt abgezogen werden und nicht vom Arbeitslosengeld. So findet stets auch in der Personalvermittlung erheblich Wettbewerbsverzerrung statt würde ich sagen. Aus Sicht der Arbeitnehmer ist man praktisch versklavt. Ich versuche es kurz und klar zu verdeutlichen. Entweder du arbeitest mal hier mal dort, und wenn wir dich nicht brauchen bist du weg. Flexibilität was Arbeitszeit, Tätigkeit und Arbeitsort betrifft ist hierfür notwendig. Meist findet jedoch eine Degradierung von Fachkräften statt wie ich feststellen durfte. Ebenso der Team-Gedanke eines Unternehmens geht völlig verloren, und könnten dem Unternehmen durchaus beträchtlichen Schaden zufügen. Stiftlinge selbst könnten nachhaltig wirtschaftsschädigend sein. Das Unternehmen, welches Stiftlinge zur Arbeit heranzieht kann mit Leichtigkeit dem Mitbewerb, der seine Mitarbeiter kollektivvertraglich vorgeschriebene Gehälter auszahlt und Steuern abführt, unterbieten. Das Unternehmen welches Steuern in den allgemeinen Topf schaufelt wird maßgebend geschädigt. Hier vergleicht man zum Beispiel einen kleinen Ort mit etwa 10.000 Einwohner indem es z.B. zwei Unternehmen in der gleichen Branche gibt. Die Nachfrage und das Angebot hat sich so eingependelt, dass beide (auch deren Mitarbeiter) gut leben können. Plötzlich kommt einer auf die Idee die Hälfte seiner Mitarbeiter durch Stiftlinge, wie ich einer war, auszutauschen. Dieser braucht nicht einmal Zeit investieren den Stiftlingen groß etwas beizubringen, denn er sucht sich jene Arbeitslose die praktisch am besten in sein Profil passen. Nun kann er die ganze Ausbildungszeit seinen Mitbewerber laufend deutlich unterbieten. Seine “Scheinmitarbeiter” arbeiten fleißig da ihnen ein Job und eine abgeschlossene Ausbildung wie ein rotes Tuch ständig vorgehalten werden. Diese Mitarbeiter scheinen in keiner Arbeitslosenstatistik auf und leben dennoch von Arbeitslosengeld. Die Kunden des Unternehmers glauben besonders klug zu sein und nehmen das günstigere Angebot, wissen aber nicht das seine Mitarbeiter auf Kosten der Allgemeinheit leben und nicht einmal angestellt sind. Von kollektivvertraglichen Auflagen die einst als eine Errungenschaft gefeiert wurden, können diese Stiftlingsmitarbeiter nur träumen. Doch ein Jahr später wenn diese Stiftlinge überlebt und praktisch ausgestiftelt haben, ist einer der Unternehmer vielleicht bankrott. Derjenige der Arbeitslose für sich arbeiten lässt ist der Sieger in diesem kleinen Rennen gewesen. Doch weiß keiner was danach kommt.
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Auf jeden Fall könnte es durchaus sein, dass nun doppelt so viele Arbeitslose entstanden sind. Ein Nebeneffekt bei diesen Stiftlingen ist, dass durch die Vollzeitbeschäftigung kaum mehr wirklich Zeit für Vorstellungsgespräche bleibt. Die Stiftung wirbt Arbeitslose an indem sie auf eine gewisse Weise dem Arbeitslosen nach der Stiftungszeit einen Arbeitsplatz verspricht. Dies wird untermauert, dass man während der Stiftungszeit exakt genau und einzig und allein auf diesen Arbeitsplatz ausgebildet worden ist. Somit ist man schon mal vertröstet, dass einem ein guter Job schon entgegen winkt. Man bekommt während der Stiftungszeit auch keine Stellenausschreibungen vom Arbeitsmarktserviceunternehmen zugesandt. Man ist praktisch der Vermittlung schon mal für lange Zeit ausgeschaltet. Hier wäre wirklich eine äußerst interessanter Punkt, ob es eine Regelung gibt bei der ein Unternehmer das Recht hätte, dass Arbeitslose auf seine Stellenausschreibung hin informiert werden, wenn diese passen, da dieser ja auch verpflichtet ist steuerliche Abgaben zu leisten. Dies wäre wirklich eine faire Gegenleistung. Ist der Unternehmersinn soweit ausgeprägt, dass er Mitarbeiter benötigt, so muss er sich praktisch Methoden hinnehmen bei der Arbeitslose nicht nur geschützt sondern auch noch der Vermittlung ausgeschaltet werden. Zurück zur Stiftung. Dem Praktikumsunternehmen wird gesagt, dass man sich nach langer Mitarbeitersuche jetzt genau den Mitarbeiter monate- bzw. jahrelang ausbilden kann wie man ihn gerne hätte. Und das für einen minimalen finanziellen Aufwand. Klingt doch auf anhieb verlockend. Schon fast so verlockend, dass man der Sache an sich schon nachgehen müsste. Doch die Menschen haben gelernt nicht nachzufragen. Kritik ist unerwünscht und Zweifel sogar schon verboten! Und so leben wir in einer Zeit in der ein bloßer Zweifel an geschichtliche Ereignissen, mit vielleicht einer Begründung wie “damals war ich noch nicht geboren ich weiß das doch nicht”, schon eine Straftat ist. Ich will hier nicht übertreiben aber doch ich schätze mal sicher mit einer Freiheitsstrafe von mehreren Jahren wenn sich jemand die Mühe macht so einen Zweifel, in einem besonderen Zusammenhang eines europäischen geschichtlichen Ereignisses, der zuständigen Behörde vor die trampelnden Füße zu legen. Die Bildungsmafia selbst sind Menschen die den Missbrauch von Bildungsmaßnahmen fördern und nicht zuletzt auch davon profitieren. Denn würde man sich nach Richtlinien halten, sind Stiftlinge ganz und gar keine günstige Angelegenheit, sondern können weit mehr als ein normal angestellter Mitarbeiter kosten. Es ist eine Anordnung aus Brüssel, dass die Bevölkerung lebenslang lernen sollte, doch wie und wer es praktiziert steht in den Sternen. Ich möchte mich zum Abschluss wieder auf das Vorwort beziehen, indem ich von der Bedeutung des Wortes Bildung näher eingegangen bin. So hat Bildung nicht direkt mit den Schulungen, Bildungsmaßnahmen oder dem scheinbaren aneignen von Wissen zu tun, sondern bezeichnet die eigenen Entwicklung eines jeden selbst. Wer seinen Geist entwickelt, bildet sich weiter. Das Aneignen von Wissen kann dabei helfen, muss es aber ganz und gar nicht.
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Um ein glücklicher Mensch zu sein braucht man kein hohes Maß an Wissen, wie wir es in Form von Wissenschaften kennen, sondern einen entwickelten Geist der im Menschen wohnt. Das beste Beispiel hierfür wäre zum Beispiel ein Buschmann aus Afrika. Dieser kann keinen Computer bedienen, ebenso kennt er auch keine Maschinen die er bedienen könnte. Es ist keine Infrastruktur notwendig um ein erfülltes Leben zu leben. Der Unterschied zur zivilisierten Bevölkerung, wie sie sich schimpft, ist dass die wenigen Urvölker wissen wie man lebt. Er lebt nicht selten unter einfachsten Bedingungen und er ist auch kaum konsumgesteuert und Manipuliert. Folglich kann jemand anderer wenig mit ihm verdienen, da er auch im Busch kaum Steuern zahlen wird. Ganz im Gegenteil Geschäfte mit Geld, wie wir sie kennen, sind ihm sogar fremd. Deshalb versucht man diese Völker auch auszurotten. Politik ist eine Theatervorstellung fürs Volk mit Folgen die das Volk ausbaden darf und ein ständiger Krieg zum Zwecke von Macht. Wer glaubt es gehe bei Politik um das Wohl der Menschen irrt sich gewaltig, denn wenn es so wäre müssten wir die glücklichsten Menschen sein. Arbeitslosigkeit ist eine Zivilisationserscheinung die ein hervorragendes Thema für jeden Wahlkampf ist. Während Urvölker davon überzeugt sind, die Welt gehört uns allen, so muss man bei uns Strafe zahlen wenn sein Hund auf die Wiese des Nachbars kackt, und selbst wenn man als Mensch sein Geschäft auf einer Wiese erledigt drohen einem Strafen und eine Festnahme. Und das obwohl es die selbstverständlichsten Sachen sind. Egal welches Thema man aufgreift. Es mag einem vielleicht praktisch, komfortabel und hochtechnisch erscheinen wie wir leben. Doch wir sollten uns nicht auf andere verlassen wie wir selbst leben. Ein Sozialstaat trägt nicht dazu bei glückliche Menschen hervorzubringen. Was für den einen eine Entwicklung ist, ist für den anderen ein Rückschritt und vielleicht auch ein weiterer Schritt in eine Abhängigkeit. Trotz Entwicklungen, mögen sie noch so praktisch, begehrenswert und funktionell sein, sollten wir dennoch nicht verlernen zu leben. Es ist kein Zufall, dass bereits jeder vierte Österreicher psychisch krank ist, wie uns die Medien voller stolz verkünden und gleichzeitig Werbung für Therapien und Medikamente machen. Anstatt dass sich die Menschen damit beschäftigt hätten wie man glücklich sein leben lebt, hat der Mensch in den letzen Jahrhunderten gelernt zu hassen, zu zerstören, zu lügen und zu unterdrücken nur um sich einen Vorteil gegenüber den anderen zu verschaffen, anstatt zu sehen, dass er ebenso ein Mensch ist. Ein Nützling wird nie komplett Schädlinge auffressen, denn er würde seine Lebensgrundlage zerstören. Sie sind Feinde könnte man sagen, doch sie leben in Symbiose und nützen sich gegenseitig. So wird auch das AMS, in einem hungernden Sozialstaat, nie all seine Arbeitslosen vernichten und Berufstätige daraus machen. Würde diese Institution erfolgreich handeln und vor allem nachhaltig daran interessiert sein die Arbeitslosenanzahl drastisch zu senken und ständig das Ziel 0,00 % vor Augen haben sowie auch politische Maßnahmen hierfür ergreifen würde ein riesiger bürokratischer Apparat überflüssig sein. Der Hand in Hand mitgehende Bildungsapparat würde mit seinen Schulungen ebenfalls eine beträchtliche Einbuße hinnehmen.
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Und so schnell wie diese Arbeitsstiftungen hervorgegangen sind, werden sie wieder zurückgehen. Viele müssten sich einen anderen Job suchen und wären nicht mehr von Arbeitslosen abhängig. Doch anstatt sich in Richtung Unabhängigkeit zu entwickeln versucht man die Abhängigkeit noch zu verstärken. Der Staat versucht Kinder immer früher zu Manipulieren und setzt Bedingungen in denen es Menschen schwer fällt ihre Kinder selbst großzuziehen. Alles natürlich nur zum Vorteil, heißt es. Doch ich sehe die Entwicklung wie ich sie erlebe als deutlichen Rückschritt um der Menschheit in Europa zu einem glücklichen Leben zu verhelfen. Glück heißt nicht viel zu besitzen oder viel zu konsumieren, sondern ist ein Gefühl von Verbundenheit und Liebe zum Leben und zur Welt. So gesehen sehe ich die Abhängigkeit unter der viele leiden als Zivilisationserscheinung die alles andere als Fortschritt, Entwicklung und Weiterbildung ist. Arbeitslose sind nun mal abhängig vom Sozialstaat, und deshalb sollte man ihn nicht loben sondern mit großer Skepsis gegenüberstehen. Verglichen mit der körperlichen Entwicklung ist es deutlich zu sehen wie wir uns entwickelt haben. Wir sind ein Leben lang abhängig und saugen sogar im Greisenalter noch an der Brust des Systems und nur ein geringer Prozentsatz würde ohne dem Überleben. Menschen glauben es sei ihr eigener Wille so zu sein wie sie sind, jedoch haben die Meisten von denen vergessen dass sie die Erwartungen anderer sind. Es wurde ihnen solange gesagt oder gezeigt wie und was sie tun sollten, bis diese es von selbst machen. Es kommt einem dann so vor als wäre man Selbstbewusst wenn man einem Muster am ehesten entspricht, jedoch fungiert man dann als perfektes Bildnis anderer und erfüllt auch die Wünsche anderer. Moral und Gewissen werden beiseite gelegt, da man selbst bereits für jene als Vorlage genommen wird die dem Muster weniger entsprechen und so Rückhalt bekommt. Vergisst ein Mensch im Puppenspiel der Musterentsprechungen die wirklich wahren Werte, die meist Kraft, Liebe und Erfolg darstellen, seines eigenen Lebens, nach denen er sich insgeheim sehnt, läuft er so lange gegen die Wand bis die Wand zurückschlägt. Jeder Mensch geht seinen eigenen Weg in seiner eigenen Welt, doch die Wände rechts und links sind sehr widerstandsfähig robust, hart und selbstgemacht wenn man es zulässt. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man lieber auf das AMS bei der Jobsuche verzichten sollte. Mittlerweile haben vom AMS vermittelte Stellen schon einen Hauch von Unseriosität an sich haften. Wer wirklich eine Arbeit finden möchte, sollte sich selbst auf die Suche machen. Eine Portion Selbstvertrauen bringt einem viel weiter, doch leider ist dies öfters ein Mangel unter Arbeitslosen. Wirkliche Hilfe bekommt man vom AMS am wenigsten, denn das AMS profitiert von der Arbeitslosigkeit und fungiert einzig und allein als Geldverteiler! Dieser Tatsache sollte sich jeder bewusst sein und ebenso, dass sich keiner besser um seine Interessen kümmern kann als man es selbst tun würde. Wer sich aufgibt und in Kummer, Angst und Sorgen versinkt muss sich auch selbst wieder herausbringen aus seiner Misere. Was Arbeitslose brauchen ist Motivation
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und Interesse und nochmals Motivation. Mitleid gibt es nicht! Es hilft kein Bildungszwang und auch kein verschriebener Computerkurs für über 40jährige. Nein, es ist das Interesse an den Dingen, an der Welt und am Leben. Wer wirklich interessiert ist an seinem Dasein auf dieser Welt ist, hat auch nicht das Bedürfnis nach Mitleid! Mitleid ist gefährlich. Mitgefühl ist schon eher angebracht, denn mitfühlen kann jeder der möchte. Wer interessiert ist findet seinen Platz. Dazu braucht man keinen Bildungszwang wie er praktiziert wird. Wer interessiert ist beschäftigt sich automatisch mit den Dingen um sich herum. Während ich auf Propagandaplakaten lese: “Armut tut weh”, so denke ich doch: “Not macht erfinderisch”. Wenn aber das Interesse fehlt, dann tut es sehr wohl weh und wirkt wenig erfinderisch. Abschließend bedanke ich mich bei allen Beteiligten des Bildungskomplotts, denn immerhin habe ich es ihnen zu verdanken einen Einblick in etwas erhalten zu haben, dass eigentlich so nicht für die Öffentlichkeit zur Schau gestellt wird. Ebenso danke ich besonders jenen Menschen die mich in dieser Phase meines Lebens begleitet haben. Schlussendlich wünsche jedem seine ungezwungene und erfolgreiche Ausbildung anstatt ein ausgeliefertes Opfer eines Bildungskomplotts zu werden.

Möge jeder seinen Weg finden
der ihnen geistige Entwicklung anstatt bloßes Wissen schenkt.

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Anhang
Dokumente zur Hauptgruselgeschichte

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Projekt Programmierung Ist-Zustand:
◆ ◆ ◆ ◆ ◆ ◆ ◆ ◆ Fehlendes Wissen des Programmierers in diesem Bereich. Hoher Zeit und Kostenaufwand. Kundenzufriedenheit sinkt daher. Chance auf gewinnbringende Aufträge wird durch hohen Zeitaufwand verbaut. Unzufriedenheit des Mitarbeiters (Siehe Dienstverhältnisse im Vergleich) Kunde zahlt angeblich nicht Kunde wird gegenüber Projekte, welche Hauptbereich des Designbüros abdecken, bevorzugt behandelt Auf lange Zeit gesehen erheblicher Schaden für das Unternehmen Lösung 1:

Optimierung im Betrieb
◆ ◆ ◆ ◆ ◆ Programmierer benötigt professionelle Schulung welche sich nach den nächsten 2 Änderungen eines Projektes höchstwahrscheinlich schon rechnet Zeit und daher Kosteneinsparung Kundenzufriedenheit Auf längeren Zeitraum bezogen sinnvoll wenn dies ein Geschäftsbereich werden sollte. Mitarbeiterzufriedenheit (Siehe Dienstverhältnisse im Vergleich)

Vergabe der Dienstleistung
◆ ◆ ◆ Provision durch Auftragsvergabe der Dienstleistung Konzentration auf gewinnbringende Projekte im hauptsächlichen Tätigkeitsbereich des Unternehmens. Unzufriedener Kunde ist Zufriedener, ist aber kein Kunde mehr Lösung 3:

Lösung 2:

Ablehnung des Auftrags
◆ ◆ Konzentration auf gewinnbringende Projekte im hauptsächlichen Tätigkeitsbereich des Unternehmens. Kundenzufriedenheit geht wahrscheinlich akut zum Gegenteil über! Doch auf länger Zeit gesehen ist es besser einen professionellen Programmierer einzusetzen.

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Dienstverhältnisse im Vergleich:

Schematische Darstellung von möglichen Folgen der Art des Dienstverhältnisses Das durch die Tatsachen die zur Erstellung dieser Präsentation führten nicht gerade förderlich sind um einen Sozialstaat aufrecht zu erhalten, sollte hoffentlich nicht schwer zu erkennen sein. Wenn ein System jemanden mit Steuerfreiheit belohnt der weniger arbeitet, fördert Diskriminierung und gibt sich Mühe die Verhältnisse Wohlhabend und Ärmlich weiter auseinander treiben zu wollen. Ebenso führte die sehr geringe Kluft zwischen Mindesteinkommen und Arbeitslosengeld zu dieser Präsentation. Wer Arbeitslosengeld und zusätzlich Förderungen (Wohnung, Heizkostenzuschuss, etc.) bezieht kann unter Umständen mehr Tageseinkommen haben als so manch Vollzeitbeschäftigter. So gesehen wird Arbeitslosigkeit auf kosten der Allgemeinheit belohnt und stets ausgekostet. Völlig unberücksichtigt bleiben bei dieser Darstellung jedoch die Arbeitsjahre für den Pensionsanspruch. Doch wenn man den aktuellen Verlauf verfolgt, kann man sich sicher sein, dass für die heutige Generation unter 25 das Schema für den Ruhestand bzw. den Pensionsantritt noch etliche Male geändert wird. Darauf verlassen würde ich mich nicht. Aus dieser Präsentation geht klar hervor, warum sich zum Beispiel Arbeitnehmer bei Arbeitgebern vorstellen und klar und deutlich erklären, dass sie zwar mehr Geld möchten als zurzeit, jedoch sich nur eine illegale Beschäftigungsform (Schwarzarbeit ohne Steuern zu zahlen) vorstellen können. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass dies kein Einzelfall ist. Besonders bei geringfügig Beschäftigten ist diese Ansichtsweise weit verbreitet. Wer jemanden begünstigt, benachteiligt automatisch jemand anderen. Eine faire, korrekte Lösung wäre die landesweite Anwendung eines einzigen Steuersatzes. Es ist keine Begünstigung und keine Förderung notwendig. Dies würde viel Verwirrung beseitigen und jeden Bürger gleich behandeln. Eine Anpassung wäre ebenso sehr leicht berechenbar. Doch all dies sind nur Träumerein in meinem Kopf, und solange “Arbeitslosigkeit” und “soziale Sicherheit” auf Kosten der Bevölkerung für politische Kampfspruch noch am besten ziehen, wird sich daran nicht wirklich etwas ändern. Zusätzlich haben natürlich durch die zunehmende Bürokratie sehr viele Begünstigte einen sichern Job. Gleich viel für alle, und ich meine wirklich alle, würde die Karten schnell neu mischen, doch das ist nicht gewünscht. Arbeitslosigkeit ist eine Notwendigkeit für die Politik geworden, und während offiziell verkündet wird das etwas dagegen unternommen wurde und wird, wird im eigentlichen Sinn genau das Gegenteil hervorgerufen. Arbeitslosenstatistiken dienen nur dem Auftraggeber um seine politischen Ziele zu erreichen, und nicht dem der sie aus Tageszeitungen entnimmt. Und mittlerweile ist ein neuer Markt entstanden. Das Geschäft mit der Arbeitslosigkeit. Das nicht zuletzt auch Wirtschaftschädigend ist, wie etwa mein ehem. Chef der mit einem kostenlosen Stiftlingsmitarbeiter jeden Mitbewerber, der seinen Mitarbeitern Lohn und steuerlichen Abgaben zahlt, unterbieten konnte.
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DIENSTVERHÄLTNISSE IM VERGLEICH

1/7

KEIN DIENSTVERHÄLTNIS

Arbeitnehmer

Arbeitgeber

Passiv Arbeitslos bzw. in Ausbildung Immer noch viel Zeit und wenig finanzielle Mittel Daher Steigen Chancen auf geringfügige Beschäftigung bzw. Nebenjobs als freier Miterbeiter auch im gesetzlichen Rahmen erheblich!

Aktiv Arbeitslos bzw. in Ausbildung

Aktiv ohne gewünschten Mitarbeiter Zusätzlicher Aufwand für Mitarbeitersuche Anfallende Arbeit muss von einem Kooperationspartner erledigt werden.

Viel Zeit und wenig finanzielle Mittel

Erhebliche Senkung der Lebensqualität

Krankheitsanfälligkeit steigt

Gezwungene Trennung von Mobilität (Auto) und Luxusgütern da weniger finanzielle Mittel zur Verfügung stehen

Chancen auf Anstellung sinken.

Mobilität und Lebensqualität können mit geringen Anpassungen aufrecht erhalten bleiben. Erhöhung der Kreativität und Leistungsfähigkeit durch beibehalten der Lebensqualität mit geringen Mitteln! Chancen auf Anstellung in Betrieben steigt durch permanentes Aufrechterhalten und Erweiterung der praxisorientierten Fähigkeiten und Kenntnisse. Motivation steigt.

Schlechtere Verkaufsstrategie, da Erledigung nicht unbedingt mit den Zielen des Unternehmens garantiert sind wegen Auslagerung der Dienstleistung, oder weniger Zeit für Verkauf durch eigenhändige Erledigung. Daher eingeschränkte Auftragsannahme und somit auch weniger finanzielle Mittel. Arbeitslose die gezwungen sind Beschäftigungen nachzugehen um ihre Lebensqualität aufrecht zu erhalten können zur Konkurrenz werden! Ausfall von Aufträgen.

Motivation sinkt.

239

240
DIENSTVERHÄLTNISSE IM VERGLEICH

2/7

KEIN DIENSTVERHÄLTNIS

Durchschnittliche Stimmung und Gemütslage:

Passiv Arbeitslos bzw. in Ausbildung kurzfristig zufrieden gestellt

Aktiv Arbeitslos bzw. in Ausbildung

Aktiv ohne gewünschten Mitarbeiter teilweise unzufrieden

unzufrieden

Konflikt ist somit vorprogrammiert

DIENSTVERHÄLTNISSE IM VERGLEICH

3/7

D I E N S T V E R H Ä LT N I S mit minimaler Entlohnung
Arbeitnehmer Arbeitgeber

Passiver Dienstnehmer Mobilität und Lebensqualität können mit geringen Anpassungen aufrecht erhalten bleiben. Annahme von Nebenjobs um die Lebensqualität aufrecht zu erhalten. Wenig Zeit und viel Stress durch Bewältigung von Aufträgen im Job und private Aufträge bzw. Nebenjob. Kreativität sinkt durch wenig Freiraum und Stress erheblich. Motivation und Leistungsfähigkeit sinken folglich. Qualität der geleisteten Arbeit sinkt dadurch.

Aktiver Dienstnehmer

Aktiv mit gewünschten Mitarbeiter

Minderung der Lebensqualität

Krankheitsanfälligkeit steigt.

Gewünschte Qualität wird von Mitarbeiter durch niedrige Motivation und Leistungsfähigkeit nie erreicht. Aufträge mit wenig Gewinn, da Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist. Verkaufsstrategie wird geschwächt da gewünschte Qualität nicht erreicht werden kann. Folgen können auf lange Zeit dem Unternehmen erheblichen Schaden zufügen. Somit sinkt auch die Wettbewerbsfähigkeit.

Gezwungene Trennung von Mobilität (Auto) und Luxusgütern da weniger finanzielle Mittel zur verfügung stehen

Leistungsfähigkeit sinkt.

Motivation sinkt.

Kreativität sinkt.

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DIENSTVERHÄLTNISSE IM VERGLEICH

4/7

D I E N S T V E R H Ä LT N I S mit minimaler Entlohnung

Durchschnittliche Stimmung und Gemütslage

Passiver Dienstnehmer unzufrieden

Aktiver Dienstnehmer

Aktiv mit Mitarbeiter unzufrieden

unzufrieden

Konflikt ist somit vorprogrammiert

DIENSTVERHÄLTNISSE IM VERGLEICH

5/7

D I E N S T V E R H Ä LT N I S mit optimaler Entlohnung
Arbeitnehmer Arbeitgeber

Aktivität auf Qualität Konzentriert

Aktivität auf Verkauf konzentriert Gewünschte Qualität kann vom Mitarbeiter gebracht werden. Umfangreiche Aufträge können angenommen werden, da Leistungsfähigkeit und Motivation des Mitarbeiters aufrecht erhalten bleiben. Leichters Verkaufen, da keine Zweifel bestehen ob die Qualität erreicht werden kann oder nicht. Mehr Zeit für Kundenkontakt, Werbung, Marketing. Wachstum und Erfolg des Unternehmens ist sichergestellt. Somit steig auch die Wettbewerbsfähigkeit.

Mobilität und Lebensqualität kann Aufrecht erhalten bleiben.

Annahme von Nebenjobs ist daher nicht notwendig.

Leistungsfähigkeit und Konzentration bezüglich Aufgaben im Job steigen, da Ressourcen nicht mit Nebenjobs und privaten Aufträgen geschwächt bzw in Anspruch genommen werden müssen

Kreativität steigt durch mehr Freiraum und Freizeit erheblich.

Motivation und Leistungsfähigkeit können aufrecht erhalten bleiben.

Qualität der geleisteten Arbeit kann erhalten bleiben

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DIENSTVERHÄLTNISSE IM VERGLEICH

6/7

D I E N S T V E R H Ä LT N I S mit optimaler Entlohnung

Durchschnittliche Stimmung und Gemütslage
Aktivität auf Verkauf konzentriert zufrieden

Aktivität auf Qualität Konzentriert

zufrieden

Konflikt aufgrund des optimalen Dienstverhältnisses ausgeschlossen!

DIENSTVERHÄLTNISSE IM VERGLEICH

7/7

D I E N S T V E R H Ä LT N I S mit optimaler Entlohnung

Arbeitnehmer

Arbeitgeber

Zufriedenheit
Aktivität auf Verkauf konzentriert Höhere Erfolgschancen des Unternehmens. Bestes Auftreten vor Kunden oder Mitbewerb durch Zufriedenheit möglich. Kundenzufriedenheit steigt ebenso. Mehr Aufträge und Gewinn. Unternehmen kann wachsen!

Aktivität auf Qualität Konzentriert

Arbeitnehmer wird bei optimaler Entlohnung und einem zufrieden gestimmten (Dienst-)Verhältnis zum Arbeitgeber eher Kompromisse eingehen.

Kooperation mit Kunden kann optimiert werden.

Diese Kompromisse könnten z.B. sein:

- freiwillig geleistete Überstunden sofern es sich um erfolgsorientierte Projekte handelt

- Erledigung von Tätigkeiten die nicht im Tätigkeitsbereich des Mitarbeiters liegen.

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