You are on page 1of 2

Die Terroranschläge vom 11.

September 2001 – und die Folgen für uns Sie wissen schon alles darüber? Der elfjährige Bernard Brown Junior gehörte am 11. September 2001 zu einer Gruppe von Schülern, die ausgewählt worden waren, zu einer Exkursion zu fliegen. Sein Flug – American Airlines 77 – flog eine halbe Stunde planmäßig von Washington weg (wo das Pentagon steht). Dann verschwand er vom Radar. Nach einer Weile ging man davon aus, die silberne Boeing 757 sei gar nicht mehr in der Luft. Eine halbe Stunde nach dem Verschwinden von Flug 77 fiel Fluglotsen ein unidentifizierbarer Punkt auf ihren Radarschirmen auf, der aufs Pentagon zuraste. Augenzeugen sahen dort ein silbernes Flugzeug hinein krachen – dies soll (der offiziellen Version zufolge) Flug 77 gewesen sein. Den größten Schaden im Pentagon erlitt die NavyKommandozentrale – der Arbeitsplatz von Bernard Brown Senior. Der hatte sich zu seinem Glück einen Tag frei genommen, um Golf zu spielen. Mit 9/11 (den Terroranschlägen vom 11. September 2001) als Rechtfertigung wurden in der Folge Kriege gegen Afghanistan und den Irak geführt. An 9/11 wurde im Rahmen der Übung »Vigilant Guardian« ein feindlicher Luftangriff simuliert. Auch die Entführung eines Passagierflugzeugs war vorgesehen. Viel mehr wurde zu »Vigilant Guardian« konkret nicht öffentlich gemacht – dafür zu den zeitnahen »Amalgam Virgo«Übungen: Hierbei waren (zur Simulation feindlicher Flugobjekte) auch Drohnen in der Luft. Und die Passagiere entführter Flugzeuge wurden von Militärleuten und »Eingeladenen von außerhalb« gespielt. Von den (nur) 64 Leuten an Bord von Flug 77 hatten zwölf einen militärischen Hintergrund (hauptsächlich Navy). Bei einem Drittel handelte es sich um Navy-Vietnam-Veteranen. Der Pilot war während der Vietnam-Ära Militärpilot gewesen. Wie auch zwei seiner Passagiere. Und wie auch die Piloten der beiden Flugzeuge, die an 9/11 (der offiziellen Version zufolge) in die Zwillingstürme des World Trade Centers geflogen sein sollen. Zwölf Passagiere arbeiteten für die Rüstung. Zum Beispiel für BAE, Boeing, Lockheed Martin und Raytheon. Alle diese Firmen beschäftigen sich mit Drohnen. Zudem hatte Raytheon wenige Tage vor 9/11 vollautomatische PräzisionsAnflüge demonstriert – mit einer zivilen Boeing 727. In Flug 77 (der vom Radar verschwand) saß Stanley Hall, den seine Kollegen bei Raytheon ihren »Altmeister« der Anti-RadarTechnik nannten. Raytheon-Leute befanden sich in allen drei Flugzeugen, die an 9/11 (der offiziellen Version zufolge) ein Ziel getroffen haben sollen. In den Raytheon-Büroräumen im Südturm des World Trade Centers – oberhalb der Einschlagzone – kam niemand ums Leben. Von den fünf Arabern standen zwei auf der Terror-AlarmListe des FBI. Als er dies erfuhr, fluchte der Anti-Terror-»Zar« Richard Clarke (nach eigener Aussage): »Wie zum Teufel sind sie dann an Bord gekommen?« Heute vermutet er, dass von der CIA eine schützende Hand über sie gehalten worden war. Bei der dreiköpfigen Schülergruppe saß neben jedem Kind eine Lehrkraft. Laut Bernard Brown Senior erwarteten die Schüler »recht gefährliche« Aktivitäten (beispielsweise eine Kajak-Fahrt). Bernard Brown Senior erzählte, sein Sohn habe Angst gehabt, die Reise anzutreten, doch er habe ihn beruhigt: »Hör einfach drauf, was die Leute dir sagen – was für Instruktionen sie dir geben. Hey, keine Bange; hab keine Angst, zu sterben.«

In den zwei Jahren vor 9/11 hatte sich ein Thema wie ein roter Faden durch die US-Militärübungen gezogen: der Einsatz von Flugzeugen als Waffen. Unter den vorgestellten Zielen hatte sich auch das World Trade Center befunden. Drei Monate vor 9/11 war die Übung »Amalgam Virgo 01« durchgeführt worden. Auf der Titelseite der Präsentation: Al-Qaida-Chef Osama bin Laden. Auf der folgenden Seite war betont worden, es gehe um »auf einer realen Bedrohung beruhende Szenarien«. Auf einer der letzten Seiten: ein Passagierflugzeug, durch einen Pfeil verbunden mit dem Kapitol in Washington. Der Umgang mit mehreren gleichzeitigen Terror-Attacken durch unbemannte Flugobjekte war geübt worden. Zwei Monate vor 9/11 war geplant worden, bei »Amalgam Virgo 02« den Umgang mit zwei gleichzeitigen Flugzeugentführungen zu üben. Die Warnungen vor simultanen Al-QaidaAttacken hatten sich gehäuft. Richard Clarke hatte die Nationale Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice gedrängt, man müsse sich unbedingt gut darauf vorbereiten. Nach 9/11 spielte Condoleezza Rice – den Tränen nahe – im Fernsehen die Überraschte. Der Exekutiv-Direktor der offiziellen 9/11-Untersuchung stand dem »Project for the New American Century« (PNAC) nahe. Einige der bei der Untersuchung Befragten waren Mitglieder dieser neokonservativen Ideenschmiede. Ein »enger Freund« von Condoleezza Rice war (nach ihrer eigenen Aussage) Philip Zelikow. Dieser hatte wenige Monate vor 9/11 als Mitglied des Bush-Übergangs-Teams den Einfluss des Anti-Terror-»Zars« Richard Clarke beschränkt. Und geholfen, zahlreiche PNAC-Leute auf hohe, die nationale Sicherheit betreffende, Positionen zu bringen. Die Lobby-Gruppe PNAC hatte seit 1998 darauf gedrängt, den Irak anzugreifen – was erst mit 9/11 als Rechtfertigung tatsächlich umgesetzt wurde. Ein Jahr vor 9/11 hatte das PNAC eine »Transformation« – einen Wandel – gefordert. Um die weltweite Führerschaft der USA sicher zu stellen, müsse mehr Geld in die Rüstung gesteckt werden. Doch der ersehnte Wandel würde sich wohl nur nur langsam vollziehen – außer ein »neues Pearl Harbor« geschähe. Über »katastrohalen Terrorismus«, der eine mit »Pearl Harbor« vergleichbare »transformierende« Wirkung haben könne, hatte bereits 1998 jemand einen Aufsatz geschrieben: Philip Zelikow. Philip Zelikows Spezialgebiet war: Wenn dem Volk Ereignisse mit so großer »Erzählkraft« präsentiert werden, dass es sich besonders berührt fühlt, entstehen »öffentliche Mythen«: »Überzeugungen, die das Volk mit der maßgeblichen politischen Klasse teilt und für wahr hält (obwohl es nicht notwendigerweise mit Sicherheit weiß, ob sie wahr sind)«. Ausgerechnet in die Hände von Philip Zelikow wurde die zentrale Kontrolle der offiziellen 9/11-Untersuchung gelegt. Schon bevor die Ermittlerteams ihre Arbeit begannen, hatte er bereits eine detaillierte Inhaltsübersicht des Abschlussberichts geschrieben. Und die Texte der Teams wurden von ihm mit Fleiß bearbeitet. Unter den bei der »unabhängigen« 9/11-Untersuchung Befragten befanden sich diverse PNAC-Mitglieder: Die Nationale Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice. Der Vize-Präsident Dick Cheney. Der Verteidigungsminister Donald Rumsfeld und sein Vize Paul Wolfowitz. Und der Vize-Außenminister Richard Armitage. 1998 hatte Philip Zelikow orakelt, es gebe Gruppen, die »Motive, Mittel und Gelegenheit haben«, in den USA »Tausende zu töten«. »Die notwendige Infrastruktur für katastrophalen Terrorismus« seien »internationale Netzwerke«. Philip Zelikow hatte ganz klar formuliert, was für Leute solche Netzwerke bilden: »Drogenschieber, Waffenhändler und Geldwäscher«. Richard Armitage hätten diesbezüglich einige Fragen gestellt werden können. Was bei der »unabhängigen« 9/11-Untersuchung jedoch nicht geschah.

Zwischen den 9/11-Terroristen und dem DrogenschmuggelSumpf gibt es eine Verbindung. Vor dem Aufstieg aller drei Haupt-Anbaugebiete für harte Drogen hatten die USA Waffen zu dortigen antikommunistischen Guerillas geflogen: Im Goldenen Dreieck zu den im Vietnamkrieg eingesetzten Hmong. In Lateinamerika zu den nicaraguanischen Contras. Und im Goldenen Halbmond, während dem SowjetischAfghanischen Krieg, zu den Mudschaheddin. Den »Gotteskriegern« um Osama bin Laden. Der Navy-Vietnam-Veteran Richard Armitage war bei allen drei Kriegen involviert gewesen. Die Guerillas hatten in den dortigen Regionen keine andere Möglichkeit gehabt, sich effektiv zu finanzieren, als durch Drogengelder. »Es gibt überzeugende Beweise für Drogenschmuggel«, so das Ergebnis einer offiziellen Untersuchung eines der Fälle. Auch »durch Piloten, die Lieferungen flogen«. Einem Piloten hatte diese Untersuchung ein ganzes Kapitel gewidmet gehabt: Barry Seal – einem der größten Drogenschmuggler aller Zeiten. Ein mittlerweile fünfzig Jahre altes Foto aus dem Safe seiner Witwe zeigt ihn im Kreise diverser CIAAgenten. Einst hatte er von Don Whittingon – der sich schuldig bekannt hatte, für das Drogenimperium seines Bruders Gelder gewaschen zu haben – einen Lear-Jet erhalten. Ebenso Wally Hilliard, der Investor der Flugschule Huffman Aviation – wo zwei der 9/11-Araber Unterricht genommen hatten. Kurz nachdem sie dort aufgetaucht waren, waren in diesem Lear-Jet zwanzig Kilo Heroin beschlagnahmt worden. Die Jungs um den Anführer der 9/11-Araber hatten »gewaltige Vorräte an Kokain. Wann immer es ihnen ausging, gingen sie rüber zur Flugschule“, erinnerte sich Mohammed Attas Freundin. »Eines Tages folgte ich ihnen und sah sie in die Flugschule Florida Flight Training gehen.« Dort hatte einer der Araber Unterricht genommen. Marc Grossman, damals der Mann im Außenministerium direkt unter Richard Armitage, wird mit dem Drogenschmuggel-Sumpf in Verbindung gebracht. Von einer Dame, die beteuert, dies bei ihrer Arbeit fürs FBI erfahren zu haben. Eines der Interviews, die bei der offiziellen 9/11-Untersuchung geführt wurden, ist in der veröffentlichten Version komplett zensiert: »Als geheimzuhalten eingestufte 9/11-Informationen«. Die Befragte, »Sibel Edmonds, frühere FBI-Übersetzerin«, erklärte später, was sie durch FBI-Briefings und aus abgehörten Telefongesprächen erfahren habe: Das FBI habe gegen Leute ermittelt, die in NATO-Flugzeugen Heroin in die USA geschmuggelt haben, das von Osama bin Ladens Leuten gekommen sei. Diese seien nie »Al-Qaida« genannt worden – immer »Mudschaheddin«. Der Türkei, über die der Drogenschmuggel abgelaufen sei, seien Waffen geliefert worden. Die gesamte Operation sei von Marc Grossman geleitet worden, dem Mann im Außenministerium direkt unter Richard Armitage. Er und Richard Armitage haben in den Monaten vor 9/11 mit der Türkei über einen Angriff auf den Irak von türkischem Boden aus verhandelt, so Sibel Edmonds. Begriffs-Klärung: Bei Osama bin Ladens Leuten wird üblicherweise differenziert zwischen Mudschaheddin und Al-Qaida: Mudschaheddin: die »G ot t esk ri eger «, die Osama bin Laden unterstützte. Einst antikommunistische Gue ri l l as . Al-Qaida: das Te rror-Net z werk , dessen Kopf Osama bin Laden war. Al-Qaidas Wurzeln liegen bei den Mudschaheddin. »Taliban« halten viele fälschlicherweise für ein anderes Wort für »Al-Qaida«. Die Taliban waren Afghanistans R e gi m e . Statt gezielt die 9/11-Terroristen zu suchen, wurde dem Regime Afghanistans der Krieg erklärt. Darin starben hauptsächlich Unschuldige – nicht jedoch Osama bin Laden.

Richard Armitage sagte, als nach 9/11 beraten wurde, was zu geschehen habe: »Schaut, wir haben den Taliban auf unmissverständliche Weise mitgeteilt: Wenn so etwas passiert, treten wir dafür i hnen in den Arsch. Jetzt wird zwischen Taliban und Al-Qaida kein Unterschied gemacht.« Dabei gab es durchaus einen Unterschied: Mit den Mudschaheddin (bei denen die Wurzeln von Al-Qaida liegen) hatte Richard Armitage, als sie in den 80ern gegen die Sowjets Widerstand geleistet hatten, erfolgreich kooperiert. Mit den Taliban hatte die Unocal, deren Lobbyist er in den 90ern war, einen Vertrag zum Bau einer Gas-Pipeline durch Afghanistan geschlossen – vergeblich. Aufgrund der Menschenrechtsverletzungen durch dieses Regime hatte die Unocal kein Darlehen für das Projekt bekommen und es 1998 aufgeben müssen. Al-Qaida hatte sich seit Jahren (auch) durch Drogengelder finanziert. Doch die Taliban-Regierung hatte ein gutes Jahr vor 9/11 den Drogenanbau als »unislamisch« verboten. UN-Beobachter bestätigten, dass dieser Bann äußerst effektiv war. Nach 9/11 wurden die Taliban von der NATO gestürzt. Damit endete ihre grausame Herrschaft – aber auch ihr Drogenanbau-Verbot. In Folge wurde in Afghanistan noch mehr Schlafmohn (für Heroin) angebaut als je zuvor. Unter dem Schutz der NATO-Soldaten. Der NATO-Presseprecher James Appathurai rechtfertigte dies letztes Jahr so: »Wir können nicht die einzige Einkommensquelle von Leuten entfernen, die im zweitärmsten Land der Welt leben – ohne ihnen eine Alternative anbieten zu können.« Es habe »Priorität«, zu fördern, was den »durchschnittlichen Afghanen« so zufrieden macht, dass er »wenigstens nicht die Taliban unterstützt«. Hamid Karzai, der 2002 in Afghanistan an die Macht gebracht wurde, war in den 80ern ein Unterstützer von Osama bin Ladens Leuten gewesen. Sein Halbbruder wurde oft – auch von hohen USRegierungsbeamten – verdächtigt, eine wichtige Figur im neu aufgeblühten Drogengeschäft zu sein. Richard Armitage war ein Berater und Lobbyist der Rüstungsfirma Raytheon – die Anti-Radar-, Drohnen- und (sonstige) Kriegs-Technik entwickelt und herstellt. Am Tag vor 9/11 wurden sechsmal mehr Call-Optionen der Raytheon-Aktie gekauft als zuvor. Käufe von Call-Optionen sind sozusagen Wetten auf den Anstieg einer Aktie. In der Folgewoche stieg diese Aktie um 37%. Der Washington Post vorliegenden Insider-Informationen zufolge ließ die CIA schon vor 9/11 Operationen auch von privaten Firmen ausführen. Nach 9/11 steigerte sie dieses »Outsourcing« auf über 50%. Beispiele für Firmen, die Spezial-Operationen für die CIA ausführen: BAE, Boeing, Lockheed Martin und Raytheon. 9/11 hat für die gesamte Welt – auch für Deutschland – eine neue Ära eingeläutet: Nach dem Ende des Kalten Kriegs hatten sich über zehn Jahre lang keine Feindbilder mehr gegenüber gestanden. Seit 9/11 stehen sich die nicht-muslimische und die muslimische Welt misstrauisch gegenüber. Die Angst vor Terror beziehungsweise Krieg hat zugenommen. In Afghanistan hat es Zehntausende Kriegstote gegeben – darunter über fünfzig Deutsche. Der Ruf der Rüstungsfirma Raytheon, die in Überlingen mit dem dortigen Arbeitgeber Nummer Eins – Diehl – kooperiert, hat seit 9/11 gelitten. Weil Fakten in Verbindung mit 9/11 vorliegen, die sich manche nicht durch Zufall erklären. Um Klarheit zu schaffen, muss 9/11 neu untersucht werden.