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© Uwe Fengler

Musik

Meine Mutter meinte einmal, dass ich im Alter vernünftig werde und endlich die Musik hören würde, die auch sie mit 60 Jahren (und natürlich in den Jahren danach) mochte. Inzwischen trennen mich nicht mehr viele Jahre vom 60igsten Lebensjahrzehnt.

Noch in diesem Jahr werde ich mich im 58. Lebensjahr befinden. Das ist doch nicht alt, denken jetzt vielleicht viele. Doch meine Mutter hatte z.B. in ihrem 58. Lebensjahr noch 11 Jahre zu leben. Früher hörte sie gerne die Beatles. Als sie auf die 60 zuging, war sie eher ein Fan von Roy Black, Olli P oder auch Wolfgang Petry. Warum auch immer, ich bin meinem Musikgeschmack auf jeden Fall treu geblieben. Er ist sehr vielseitig. Ich mag fast alles,

obwohl ich fast ausschließlich mit sog. „Schlagern“ aufgewachsen bin. Catarina Valente war ein Star meiner Kindheit, und „Tom Dooley“ ein Hit, den ich immer in Erinnerung behalten werde. Nach den Beatles und Stones mochte ich die Bee Gees und „The Sweet“. Und irgendwann kaufte ich mir meine eigenen Schallplatten. Zu den ersten, die ich mit nach Hause brachte, gehörten etwa 1970: Reinhard Mey

Leo Kottke Smetana Keiner aus meiner Familie mochte wirklich klassische Musik. Ich war da wohl eine Ausnahme. Und Beethoven und Mozart gehörten ebenso zu meiner Lieblingsmusikk wie gleichzeitig Deep Purple oder auch Queen. Dies sind alles natürlich nur Beispiele. Im Laufe des Lebens habe ich mir natürlich mehr als nur drei Langspielplatten gekauft.

Und heute besitze ich gar keine mehr und höre trotz allem noch Musik. Wie weit müssen wir gehen, um unser kurzes Leben zu verstehen? Ich glaube, wir kommen nie an... Und an dieser Stelle möchte ich „Wuschel“ danken, durch den ich zu Beginn der 70iger Hannes Wader kennen lernte. Wo immer Du auch jetzt bist, Du halber Engländer, Du hast mit den Titeln von Hannes, die ich

damals durch Dich kennenlernen durfte, auf jeden Fall mein Leben bereichert …
© Uwe Fengler