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AKTUELLE FRAGESTUNDE - INTERROGAZIONI SU TEMI DI ATTUALITÁ

SITZUNG NR. 43 – 12.1.2010 SEDUTA N. 43 – 12.1.2010 Anfrage Nr. 37/01/10, eingebracht vom Abgeordneten Pöder am 22.12.2009 Interrogazione n. 37/01/10, presentata dal consigliere Pöder il 22.12.2009.

PÖDER (UFS): 2002 hatte die Landesregierung beschlossen, in der Privatklinik Bonvicini die Strahlentherapie des Krankenhauses Bozen einzurichten. Das Land hat die Geräte gekauft und für die Übergabe des Bestrahlungsdienstes eine Zahlung von 11 Millionen Euro in 10 Jahren an die Privatklinik vereinbart. Bereits damals gab es unter anderem auch in den Reihen der Ärzte des Bozner Krankenhauses Skepsis über den Standort der Strahlentherapie. Man war der Meinung, dass eine Strahlentherapieabteilung auf jeden Fall im Krankenhaus selbst untergebracht werden sollte. Die Landesregierung nannte damals die Bonvicini-Klinik als besten Standort. Am 21. Dezembern 2009 hat nun die Landesregierung beschlossen, die Strahlentherapie doch im Krankenhaus, d.h. im Krankenhausneubau unterzubringen – die geschätzten Baukosten belaufen sich auf über 38 Millionen Euro samt Einrichtung. Was hat die Landesregierung dazu bewogen, die Strahlentherapie nun doch beim Bozner Krankenhaus unterzubringen – was ist heute anders, als vor 7 Jahren? Wieviel kostete die Einrichtung der Strahlentherapieabteilung in der Bonvicini-Klinik insgesamt (Bauarbeiten, technische Einrichtung, sonstige Zahlungen) bislang? Was passiert nun mit der Strahlentherapieabteilung in der Bonvicini-Klinik?

SCHRIFTLICHE BEANTWORTUNG der Anfrage Nr. 37/Jänner/10 vom 22. Dezember 2009 zur aktuellen Fragestunde, eingebracht vom Landtagsabgeordneten Andreas Pöder, betreffend "Strahlentherapie KH Bozen".

RISPOSTA SCRITTA all'interrogazione n. 37/gennaio/10 del 22 dicembre 2009 su temi di attualità, presentata dal consigliere provinciale Andreas Pöder, concernente "Terapia radiologica all'ospedale di Bolzano". In riferimento all'interrogazione del collega Andreas Pöder prendo posizione come segue.

Mit Bezugnahme auf die Anfrage des Kollegen Andreas Pöder möchte ich wie folgt Stellung beziehen: Es stimmt nicht, dass die geschätzten Baukosten für die Strahlentherapie am Krankenhaus Bozen 38 Millionen Euro ausmachen. Tatsache ist, dass der Dienst in 3 Ebenen eines Neubaus am Krankenhaus Bozen (eine unterirdisch und zwei oberirdisch) untergebracht werden soll. Das Gesamtvolumen des Neubaus beträgt 19.300 m³, wobei dies durch bereits bestehende oder vorgesehene Bauvolumen, welche im weiteren Verlauf der Umbau- und Erweiterungsarbeiten nicht mehr beibehalten werden, ausgeglichen wird. Die geschätzten Gesamtbaukosten betragen inklusive Vorbereitungsmaßnahmen Euro 15.667.000. Diese Lösung erlaubt im Zuge der Umbauarbeiten des bestehenden Krankenhauses eine Rationalisierung des Dienstes für Strahlentherapie (z. B. Zusammenlegung mit dem Dienst für Nuklearmedizin, Installation eines Zyklotrons). Es ist äußerst wichtig, nochmals Folgendes in dieser Angelegenheit zu unterstreichen: es handelt sich hier um eine bereits seit längerer Zeit klar getroffene Entscheidung der Landesregierung. Die Strahlentherapie soll und muss von der Privatklinik Bonvicini ins Zentralkrankenhaus Bozen verlegt werden. Momentan besteht nur ein Mietvertrag mit der genannten Privatklinik, die ihre Räumlichkeiten für den angesprochenen Dienst, unter der Federführung der Uniklinik Innsbruck dort zur Verfügung stellt. Wir sprechen also von einer Übergangslösung. Der Großteil der Geräte und das Personal für die Abwicklung der erforderlichen Leistungen gehören dem Gesundheitsbezirk Bozen.

Non è vero che i costi stimati di costruzione del servizio radiologia all'ospedale di Bolzano ammontano a 38 milioni di euro. Sta di fatto che il servizio dev'essere collocato su tre livelli di un nuovo edificio all'ospedale di Bolzano (un livello sotterraneo e due in superficie). Il volume complessivo del nuovo edificio è di 19.900 m3, che sarà compensato con la soppressione di cubature già esistenti o previste, che non saranno mantenute negli ulteriori lavori di ristrutturazione e ampliamento. I costi complessivi di costruzione, comprese le misure di predisposizione, sono stimati a 15.667.000 €.

Questa soluzione permette una razionalizzazione del servizio di radioterapia nell'ambito dei lavori di ristrutturazione dell'ospedale esistente (p.es. accorpamento col servizio di medicina nucleare e installazione di un ciclotrone). Al riguardo è estremamente importante sottolineare ancora una volta quanto segue: si tratta di una decisione chiara della Giunta provinciale, già presa da molto tempo.

La radioterapia può e deve essere trasferita dalla clinica privata Bonvicini all'ospedale centrale di Bolzano. Attualmente con questa clinica c'è solo un contratto d'affitto, in base al quale la clinica mette a disposizione i propri locali per il servizio succitato, sotto la responsabilità della clinica universitaria di Innsbruck. Dunque parliamo di una soluzione provvisoria. La maggior parte delle apparecchiature e il personale per lo svolgimento di queste prestazioni appartengono al comprensorio sanitario di Bolzano.

2 Aufgrund einer Vereinbarung zahlt der Gesundheitsbezirk Bozen, der Privatklinik Bonvicini folgende Beträge: für die Medizintechnik (Vermietung von 2 Linearbeschleunigern, 1 CT, 1 Simulator, 1 Dosimeter) sind mittels abgeschlossenem Vertrag für die Dauer von 10 Jahren Euro 3.792.577 + MwSt. vorgesehen. Für die Wartung der Geräte sind Euro 264.621 + MwSt. jährlich eingeplant. Dazukommen noch die jährlichen Ausgaben für die Vermietung der Ausrüstung im Ausmaß von Euro 58.350 + MwSt. sowie für die Vermietung der Räume, welche sich auf Euro 329.000 + MwSt. belaufen. Die Strahlentherapie gehört heutzutage zum "Kerngeschäft" eines modernen Krankenhauses und muss deshalb im Zentralkrankenhaus Bozen angesiedelt werden. Dies ist die unbestrittene Meinung, die auch von der Führungsspitze des Südtiroler Sanitätsbetriebes vertreten wird. Im konkreten Fall ist der derzeitige Dienst, der mit hochtechnologischen Geräten ausgestattet ist, in der Privatklinik "Bonvicini" an seine Grenzen gelangt. Die Entscheidung, den Dienst zu verlegen ist also äußerst sinnvoll und vor allem neben wirtschaftlichen Überlegungen, auch im Sinne der betroffenen Patienten, gegenüber jenen wir einen sehr wichtigen Auftrag haben, der in der bestmöglichen Versorgung dieser besteht. Das Krankenhaus Bozen ist nun sicherlich in der Lage, einen optimalen Standort für die Versorgung von Patienten, welche strahlentherapeutische Leistungen benötigen, zu bieten. DER LANDESRAT - Dr. Richard Theiner In base a una convenzione il comprensorio sanitario di Bolzano paga alla clinica privata Bonvicini gli importi seguenti: per la tecnologia medica (affitto di due acceleratori lineari, un TC, un simulatore, un dosimetro) un contratto già stipulato prevede 3.792.577 € + IVA per un periodo di 10 anni. Per la manutenzione delle apparecchiature sono previsti 264.621 € + IVA l'anno. A questi importi si aggiungono le spese annuali di 58.350 € + IVA per l'affitto degli apparecchi e di 329.000 € + IVA per l'affitto dei locali.

Oggi la radioterapia rientra nelle funzioni essenziali di un moderno ospedale, e perciò dev'essere collocata nell'ospedale centrale di Bolzano. Quest'opinione è indiscussa, ed è condivisa anche dai vertici dell'Azienda sanitaria dell'Alto Adige. Nel caso in parola il servizio attuale, che è dotato di apparecchiature di altissimo livello tecnologico, nella clinica privata Bonvicini è arrivato al limite.

La decisione di trasferire il servizio è dunque estremamente opportuna e soprattutto, oltre a considerazioni economiche, è anche conveniente per i pazienti, verso i quali abbiamo un obbligo molto importante, consistente nel fornire il miglior servizio possibile. L'ospedale di Bolzano è ora certamente in grado di offrire una sede ottimale per il servizio ai pazienti che hanno bisogno della radioterapia.

L'ASSESSORE PROVINCIALE - dott. Richard Theiner -

Bozen, 10. Februar 2010

Bolzano, 10 febbraio 2010

Beim Landtagspräsidium am 12. Februar 2010 eingegangen, Prot. Nr. 951/hz/ci

Pervenuta alla presidenza del Consiglio della Provincia autonoma di Bolzano il 12 febbraio 2010, n. prot. 951/AB/pa