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ZUR

Zeitschrift für Umweltrecht
Immissionsschutz Gewässerschutz Kreislaufwirtschaft Naturschutz Bodenschutz Energiewirtschaft Gentechnik Chemikaliensicherheit Klimaschutz

Das Forum für Umwelt und Recht

Das Thema Meeresumweltschutz
Meeresumweltschutz für Nord- und Ostsee im Überblick Friederike Mechel/Moritz Reese Meeresschutzgebiete in der Ausschließlichen Wirtschaftszone Detlef Czybulka Wege zu einer nachhaltigen Fischerei Gerd Hubold Schiffssicherheit nach der »Prestige« Peter Ehlers Windenergienutzung in der AWZ Hans-Joachim Koch/Tobias Wiesenthal Erhaltung lebender Meeresressourcen im Lichte des Nachhaltigkeitsgrundsatzes: Völker- und gemeinschaftsrechtliche Voraussetzungen Nina Wolff

Rechtsprechung
EuGH Freier Zugang zu Informationen – Informationen über die Umwelt BVerwG Abgrenzung Verwertung/Beseitigung bei Abfallverbringung und »Ökologieeinwand« BVerwG Bolzplatzlärm kein Sportlärm OVG Münster Anspruch auf behördliches Einschreiten gegen Verkehrslärm

Gesetzgebung
Neueste Entwicklungen im Europäischen Umweltrecht Josef Falke Neueste Entwicklungen im Bundesumweltrecht Malte Kohls / Moritz Reese / Peter Schütte Rechtsprechung in Leitsätzen, Tagungsbericht, Buchneuerscheinungen, Zeitschriftenschau, Termine

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/ 2003
NOMOS Verlagsgesellschaft Baden-Baden

Jahrgang 14 · Seiten 321 – 384 · E 10882

Nomos
Strom aus erneuerbaren Energien im Europarecht

Erneuerbare Energien wie Sonne,Wind und Wasser können den Klimawandel abmildern und die Abhängigkeit von Erdöl- und Gasimporten verringern. Die Europäische Gemeinschaft hat vor diesem Hintergrund die Richtlinie zur Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien verabschiedet. Mit ihr soll der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung auf über 22 % im Jahr 2010 erhöht werden. Die Dissertation bereitet Hintergründe der Richtlinie und ihre Entstehungsgeschichte auf. Erstmals wird dabei die Energiepolitik und das Energierecht der EU aus dem Blickwinkel der erneuerbaren Energien analysiert. Die hochaktuelle Untersuchung arbeitet die wesentlichen primärrechtlichen Maßstäbe für die Richtlinie heraus und prüft sie anhand dieser Vorgaben. Die Arbeit geht zudem der Frage nach, wie die Richtlinie umgesetzt und inwieweit das Erneuerbare-EnergienGesetz angepasst werden muss. Die Untersuchung richtet sich an die universitäre und außeruniversitäre Wissenschaft sowie an die Praxis, die sich mit dem Recht erneuerbarer Energieträger befasst. Der Autor ist Referent für erneuerbare Energien im Bundesumweltministerium und hat die Richtlinie in ihrer Entstehung intensiv begleitet.

Strom aus erneuerbaren Energien im Europarecht
Die Richtlinie 2001/77/EG des Europäischen Parlaments und des Rates zur Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen im Elektrizitätsbinnenmarkt Von Volker Oschmann 1. Auflage 2002, 372 S., brosch., 58,– €, ISBN 3-7890-8046-2 (Forum Energierecht, Bd. 4)

Fax0 72 21/21 04-43 · www.nomos.de · vertrieb@nomos.de
Oschmann Strom aus erneuerbaren Energien im Europarecht 1. Auflage 2002, 372 S., brosch., 58,– €, ISBN 3-7890-8046-2 Brandt/Reshöft/Steiner EEG ErneuerbareEnergien-Gesetz Handkommentar 1. Auflage 2001, 336 S., geb., 71,– €, ISBN 3-7890-7457-8

Tipp
EEG Erneuerbare-Energien-Gesetz Handkommentar Von Edmund Brandt, Jan Reshöft und Sascha Steiner 1. Auflage 2001, 336 S., geb., 71,– €, ISBN 3-7890-7457-8
Der Kommentar liefert präzise Informationen zu den zahlreichen Fragen, die sich bei der Anwendung des EEG stellen. Darüber hinaus ermöglicht er einen Einstieg in die zentralen rechtlichen Regelungsbereiche, die bei der Förderung erneuerbarer Energien betroffen sind.

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Inhalt
Schriftleitung RA Dr. Harald Ginzky RA Dr. Niels Griem Prof. Dr. Hans-Joachim Koch Redaktion: Dr. Katja Böttger Prof. Dr. Christian Calliess Priv. Doz. Dr. Andreas Fisahn Carola Glinski Dr. Ekkehard Hofmann Jan Karstens Prof. Dr. Wolfgang Köck Dr. Malte Kohls Dr. Silke R. Laskowski Christian Maaß Dr. Moritz Reese Dr. Sabine Schlacke RA Dr. Peter Schütte Prof. Dr. Bernhard Wegener Redaktionsbeirat RA Prof. Dr. Martin Beckmann, Münster Prof. Dr. Monika Böhm, Phillipps-Universität-Marburg Prof. Dr. Michael Bothe, Johann Wolfgang Goethe Universität, Frankfurt am Main Prof. Dr. Martin Führ, Fachhochschule Darmstadt RA Dr. Reiner Geulen, Berlin Dr. Werner Görtz, Umweltamt Düsseldorf Prof. Dr. Günter Heine, Universität Bern Dr. Günther-Michael Knopp, Bayer. Staatsministerium, München Prof. Dr. Ludwig Krämer, Europäische Kommission Dr. Hans-Heinrich Lindemann, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Prof. Dr. Gertrude Lübbe-Wolff, Universität Bielefeld Dr. Stefan Paetow, Bundesverwaltungsgericht, Berlin RA Ursula Philipp-Gerlach, Frankfurt am Main Helmut Röscheisen, Deutscher-Naturschutz-Ring, Bonn Prof. Dr. Alexander Roßnagel, Universität-Gesamthochschule Kassel Dr. Karsten Sach, Bundesumweltministerium Dr. Alexander Schink, Landkreistag NRW, Düsseldorf Peter Vonnahme, Bayer. VGH, München Beate Weber, Oberbürgermeisterin von Heidelberg

DAS THEMA
Meeresumweltschutz für Nord- und Ostsee im Überblick Friederike Mechel/Moritz Reese . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .321 Meeresschutzgebiete in der Ausschließlichen Wirtschaftszone Detlef Czybulka . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .329 Wege zu einer nachhaltigen Fischerei Gerd Hubold . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .338 Schiffssicherheit nach der »Prestige« Peter Ehlers . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .342 Windenergienutzung in der AWZ Hans-Joachim Koch/Tobias Wiesenthal . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .350 Erhaltung lebender Meeresressourcen im Lichte des Nachhaltigkeitsgrundsatzes: Völker- und gemeinschaftsrechtliche Voraussetzungen Nina Wolff . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .356

RECHTSPRECHUNG
EuGH Freier Zugang zu Informationen – Informationen über die Umwelt Urteil vom 12. Juni 2003 – C-316/01 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .363 BVerwG Abgrenzung Verwertung/Beseitigung bei Abfallverbringung und »Ökologieeinwand« Urteil vom 13. März 2003 – 7 C 1.02 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .364 BVerwG Bolzplatzlärm kein Sportlärm Beschluss vom 11. Februar 2003 – 7 B 88.02 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .367 OVG Münster Anspruch auf behördliches Einschreiten gegen Verkehrslärm Urteil vom 21. Januar 2003 – 8 A 4230/01 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .368 Rechtsprechung in Leitsätzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .371

GESETZGEBUNG
Neueste Entwicklungen im Europäischen Umweltrecht Josef Falke . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .374 Neueste Entwicklungen im Bundesumweltrecht Malte Kohls/Moritz Reese/Peter Schütte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .377

TA G U N G S B E R I C H T
Bericht über den Rostocker Umweltrechtstag 2003 »Die Umweltverträglichkeitsprüfung: Neuregelungen, Entwicklungstendenzen« Jana Kenzler . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .379

Zeitschrift für Umweltrecht
Das Forum für Umwelt und Recht 14. Jahrgang, S. 321 - 384

RUBRIKEN
Buchneuerscheinungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .380 Zeitschriftenschau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .383 Termine . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . VI

ZUR 5/2003
ZUR 5/2003 I

a.V. Die augenfälligsten Effekte dieses vermehrten Algenwachstums sind eine Vertrübung des Wassers sowie verstärkte. Biologische Meereskunde. Niels Griem) 52003 13. S. S. sondern zugleich Existenzbedingung der europäischen Fischereiwirtschaft. die aktuellen Forderungen des ICES für die Kabeljaufischerei: http://www. 409 ff. für die Ostsee insb. Nährstoffeinträge – Eutrophierung Die durch übermäßige Nährstoffeinträge – insbesondere von Phosphat und Stickstoff – verursachte Eutrophierung zählt nach wie vor zu den gravierendsten Bedrohungen der Meeresökosysteme. Particularly the Coastal Zone.und Ostsee zu fordern. wie Fischerei. bei Sommer. Dr. Gerd Winter) Institut für Umweltrecht. 366 vom 28.10. ferner Lozan u. Ambio 1990. Helcom (Fn. 41 f. S.): Warnsignale aus der Ostsee. 2003. für die Nordsee siehe insb. Der Beitrag gibt einen einführenden Überblick über die heutige Belastungssituation. für eine allgemeine Bestandsaufnahme: ICES. 3 ICES (Fn.und Schadstoffeinträge. S.).dk. 2003. Dr. Zum Zustand von Nord. Quality Status Report 2000 – Region II Greater North Sea.und Ostsee eine zentrale Herausforderung gerade auch der europäischen Umweltpolitik bleibt. teilweise auch giftige Algenblüten. dass die mittelbaren und langfristigen Wirkungen und Wechselwirkungen noch wenig erforscht sind. Dadurch entstehender Sauerstoffmangel und hohe Schwefelwasserstoffkonzentrationen führen zu einem großflächigen Absterben von bodennahen Tieren. Phytoplanktons. (Hrsg. Biolocial Effects of Eutrophication in the Baltic Sea. u. 1). Fakultät Rechtswissenschaft der Universität Bielefeld (Prof. ICES (Fn. in ders. Trotz der beachtlichen Entlastungen. Environmental Status of the European Seas..a. Die exzessive Fischerei hat jedoch inzwischen bei vielen der intensiv befischten Arten zu (auch weltweit) sehr bedrohlichen Bestandsrückgängen geführt. dass die kurzlebigen Algen nach dem Absterben auf den Meeresgrund sinken und dort in sauerstoffzehrenden Prozessen zersetzt werden. S. Nach Schätzungen des Internationalen Rates für Meeresforschung (ICES) ist in den zurückliegenden 25 Jahren die Anzahl der Rundfische in europäischen Gewässern um ca. 7.B. Gertrude Lübbe-Wolff) Institut für Umweltrecht GbR. S. dass der Meeresumweltschutz für Nord.und Ostsee Die Meeresumwelt von Nord. Bremen (Dr. 2003. Hubertus Baumeister und Dr.384 Friederike Mechel / Moritz Reese Meeresumweltschutz für Nord. The Baltic Marine Environment 1999-2002 – BSEP No.und Ostsee im Überblick Die gemeinsame Ministerkonferenz der Meeresschutzkonventionen für die Ostsee und den Nord-Ost Atlantik im Frühsommer dieses Jahres hat der Öffentlichkeit erneut vor Augen geführt. Universität Hamburg (Geschäftsführung Prof. 1996. Nicht nachhaltige Nutzung der Nordsee durch die Fischerei. Diese Empfehlung hat der Rat jüngst erneut bekräftigt und auf das gesamte Jahr 2004 ausgedehnt. Warnsignale aus Nordsee und Wattenmeer.a. 1).bfa-fisch. Warnsignale aus Nordsee und Wattenmeer. in Kooperation mit: Forschungsstelle Umweltrecht. Schifffahrt und Tourismus sowie bauliche Eingriffe die marinen Ökosysteme auf vielfältige Weise schädigen und beeinträchtigen.4 Unter der exzessiven Fischerei leiden jedoch nicht allein die kommerziellen Zielbestände. In den aktuellen Zustandsberichten der regionalen Schutzorganisationen und wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen1 wird eindrucksvoll dargelegt. eine vollständige 1 Vgl. dass die bestandserhaltende Reproduktion dieser Populationen nicht mehr sichergestellt ist. 109 ff. 38.Zeitschrift für Umweltrecht Das Forum für Umwelt und Recht Herausgeber: Verein für Umweltrecht e. 6 Detailliertere Darstellungen der Eutrophierungsfolgen in der Meeresumwelt z. 132 ff.: Helcom. Nr. März 2002. Hans-Joachim Koch) Forschungsstelle für Europäisches Umweltrecht. 90% zurückgegangen. Universität Bremen (Prof. Cederwall/Elmgren. Durch den Nährstoffüberschuss kommt es zu einer unnatürlichen Vermehrung der im Wasser treibenden Algen. Berlin u. des sog.).). (134 f.6 A. ist der Druck bis heute beträchtlich geblieben. 1998. Die Berichte weisen zugleich darauf hin.a.und Ostsee ist durch die Industrieländer Nordeuropas seit Langem einem erheblichen Belastungsdruck ausgesetzt. Von der Überfischung besonders stark betroffen ist gegenwärtig der Kabeljaubestand. sondern auch etliche mittelbar betroffene Arten und Lebensräume aufgrund hoher Beifänge und der mitunter zerstörerischen Wirkung von bodengängigem Fangmaterial (Schleppnetze/ Baumkurren). ZUR 5/2003 321 . die vor allem durch landseitige Maßnahmen des Immissionsschutzes und verbesserte Abwasserreinigung erreicht werden konnten. 4 Pressemitteilung der Bundesforschungsanstalt für Fischerei. 87. (Hrsg. OSPAR Commission. Pflanzen und anderen Organismen und schließlich zu weitreichenden Veränderungen in den betroffenen aquatischen Lebensgemeinschaften.ices.02 (abrufbar unter www. 2 Siehe die zusammenfassende Darstellung im Grünbuch der EU-Kommission über die Zukunft der Gemeinsamen Fischereipolitik. Jahrgang • Seiten 320 . Schließung der Kabeljaufischerei für mehrere Gebiete in Nord. Die dramatischen Bestandsrückgänge hatten den Internationalen Rat für Meeresforschung (ICES) im vergangenen Jahr sogar dazu veranlasst. (Hrsg.de). Weitere negative ökologische Folgen ergeben sich daraus. Fischerei – Fischbestände Ein konstantes Bestandsniveau zu erhalten ist – jedenfalls bezüglich der fangtauglichen Arten – nicht nur ein altruistisches Erhaltungsziel.: Progress-Report der Fünften Internationalen Nordseeschutzkonferenz. Nährstoff. KOM (2001) 135.5 II. 36. 1). Dr. 2003.3 was bedeutet. S.2 Die wirtschaftlich relevanten Fischbestände von Nord.und Ostsee bewegen sich bereits überwiegend außerhalb »biologisch sicherer Grenzen«. I. ferner Lozan u. 5 Lozan. die aktuellen Schutzregime und Akteure sowie über Politiken und Maßnahmen in den zentralen Problemfeldern.

Stand März 2000. in Luftüberwachungen des Ostseeraumes werden jährlich etwa 400 illegale Ölableitungen entdeckt. HELCOM. So hatte die Havarie des Holzfrachters Pallas durch die Freisetzung 245 m3 schweren Heizöls den Tod von schätzungsweise 16. insbesondere in den Belastungsschwerpunkten der Deutschen Bucht und den Mündungsbereichen der großen Flüsse.9 Entsprechend sind die Konzentrationen im Wasser spürbar zurückgegangen. 15.18 Beträchtlich sind zudem die atmosphärischen Emissionen des Seeverkehrs. Öle und deren Bestandteile können die Meeresumwelt mit ihren Organismen in vielfältiger Weise schädigen. insbesondere der Nord. S. 1) S. 235 ff. in: Lozan u. 34. (Hrsg. Cu.). S. Quality Status Report 2000. Rn. 39. die meisten Nord. 104. 22 KOM(2002) 595 endg. (Hrsg.a. 1). 34 f. Warnsignale aus Nordsee und Wattenmeer (Fn. S: 34. 1) S. 11 OSPAR Kommission (Fn. Warnsignale aus Nordsee und Wattenmeer (Fn.15 Hauptquellen der Ölverschmutzungen sind die Flüsse. 31.19 Die SO2-Emissionen der Seeschifffahrt erreichen bereits 45%20 sämtlicher in der EU an Land verursachten Emissionen und werden 2010 voraussichtlich an die 75% erreichen.22 Die gravierenden Folgen von Öltankerunfällen sind durch die Havarie der Prestige wiederum augenfällig geworden. 30. 1). einigen Organischen Verbindungen (so v. III. 170. Nonylphenol und Tributylzinn als besonders problematisch identifiziert.a. Bd. Bunker. 52 ff. OSPAR-Kommission. 1).. Lindan. 1). von persistenten organischen Stoffen – POPs) sowie von Öleinträgen aus.12 Die von den organischen Schadstoffen ausgehenden Risiken sind erst für wenige Stoffe oder Stoffgruppen erforscht. 20. S. Ministererklärung der Fünften Internationalen Konferenz zum Schutz der Nordsee. Die Zeit der massiven Schwermetalleinträge ist zwar vorüber. Einfluss von Öl auf Seevögel und Meeressäuger.int/comm/environment/air/background. Erika: 1999) mit Öleinträgen von ca. darunter zwischen 11 und 18 % der gesamten in der Nordsee vorkommenden Bestände an Eider. Bohrplattformen sowie Einleitungen aus der Schifffahrt zusammen mit den Seeunfällen. (Hrsg. Quantifizierung der Emissionen von Schiffen in EU-Gewässern auf der Grundlage der Schiffsbewegungen im Jahr 2000. In den 10 Jahren zuvor waren bereits drei Havarien (Braer: 1993.und Stickstoffeinträge um jeweils 50 %7 bis zum Jahre 1995 konnten nur hinsichtlich der Phosphateinträge weitestgehend erfüllt werden8 und zwar im Wesentlichen durch die sehr kostenaufwändige Modernisierung industrieller und kommunaler Abwasserbehandlungsanlagen und den Verzicht auf Phosphate in Waschmitteln. Helsinki Commission (Fn. 2002. Hg und Pb um 70 % reduzieren können. 1). Helsinki Commission (Fn.23 Die immer wieder auftretenden Unfälle führen zu schwerwiegenden lokalen Schädigungen der Meeresumwelt. 24 Reineking/Fleet. 1). S...: Warnsignale aus Nordsee und Wattenmeer (Fn. (Fn. (108).eu. S. Schadstoffeinträge – chemische Gewässergüte Die Meere sind Schadstoffsenken. 1). S. 3. dass erhebliche Ölmengen nach wie vor – illegal – in die See beseitigt werden.2002.24 Am Beispiel der Prestige ist außerdem wieder einmal deutlich geworden. DDT. S. 24-25. Second International Conference on the Protection of the North Sea.a.helcom. Helsinki Kommission (Fn. S.). 11. BMU.11. deren Verwendung bereits seit Jahren eingeschränkt oder sogar verboten ist (PCB. 23 van Bernem.2.16 IV. Ni und Zn um 50 % und die Einträge von Cd.europa.1988.und Ostsee. 93 in Bezug auf Cd-Konzentrationen im Wasser einiger Flussmündungen. S. 10.und Trauerenten. 10.Das Thema Die Eutrophierung ist trotz beträchtlicher Vermeidungserfolge bei den Phosophoreinträgen vor allem wegen der weiterhin hohen Stickstoffeinträge ein großes Problem geblieben.und Ostsee. Warnsignale aus Nordsee und Wattenmeer (Fn. in: Lozan u.html 13 OSPAR Kommission (Fn. S. Währenddessen ist das Reduktionsziel für Stickstoff bis heute weit verfehlt worden und zwar ganz wesentlich aufgrund der hohen Stickstoffeinträge aus der landwirtschaftlichen Düngung. S. die meisten Nordseeanrainerstaaten haben die Einträge von Cr. reguliert und die Einträge deutlich gemindert worden. S. 60.. Dioxine.a. in: Lozan u. Helsinki Kommission (Fn. wie nicht nur die Meeresumwelt. para. 235 ff. 17 Reineking/Fleet. Helsinki. 8 INK.und Ostseeanrainern gleichermaßen vereinbarten Reduktionen der Phosphat. PARCOM Recommendation 88/2 of 17. 25 ff. 104. S. 8. 15 OSPAR Kommission (Fn. Seitdem das Waschen von Öltanks im Jahre 1999 vollständig verboten und die Beseitigung ölhaltiger Rückstände aus der Brennstoffaufbereitung stark beschränkt worden ist. 15. Declaration on the Protection of the Marine Environment of the Baltic Sea Area. Neben äußeren Verölungen stehen dabei verschiedenste toxische Wirkungen von mineralölbürtigen Stoffen und deren Oxidationsprodukten.1988 on the reduction of inputs of nutrients to the Paris Convention area. der sich beim Blick auf das Meer vermitteln mag. die vor allem dem Einsatz schwerer. 1).und Ostsee keineswegs um baulich unberührte Naturflächen. nahezu alle vom Menschen emittierten Schadstoffe finden sich letztlich auch in der Meeresumwelt wieder. 16 Fn.und Ostseeanrainerstaaten haben die Einträge vieler Substanzen seit Mitte der 1980er Jahre ganz erheblich reduzieren können. S.14 Dies gilt auch für Stoffe. S.-21.6. 12 http://www. 25 OSPAR Kommission (Fn. 1). London 2000.000 Individuen aus 35 Vogelarten zur Folge. Ein weiteres meeresökologisches Risiko stellt die Einschleppung gebietsfremder Arten durch das Ballastwasser von Seeschiffen dar. I. Sea Empress:1996. 10 OSPAR Kommission (Fn. sondern auch die gesamten betroffenen Küstenregionen existenziell geschädigt werden. in den Sedimenten und der Biota finden sich hingegen mitunter noch hohe Konzentrationen. 20. PAK. 322 ZUR 5/2003 . London. Bericht des BMU zum Schutz der Meeresumwelt. Lindan). 18 OSPAR Kommission. 48 f.21 Die NOx-Emissionen der Seeschifffahrt werden bis 2010 voraussichtlich in einer Größenordnung von 68% aller landseitigen NOx-Emissionen liegen. ölbehaftete Nahrung. wenn sie entweder aufgrund hoher Einträge oder aufgrund ihrer Persistenz und Akkumulation zum Umweltrisiko werden oder gar unmittelbar toxisch wirken.11 In einigen Gebieten der Ostsee sind v. Ministererklärung. 1) S. 229 ff. zeichnet sich ein starker Rückgang dieser Einleitungen ab. Sie erleiden Verklebungen am Gefieder und tödliche Vergiftungen durch ölhaltiges Wasser bzw. 1). Im Nordseebereich erreichen die Konzentrationen vielfach ökotoxikologisch bedenkliche Werte. S. in: Lozan u. 9 Helsinki Commission (Fn.).10 Cadmium bleibt für die Meeresumwelt weiterhin ein besonderes Problem.und Schweröle geschuldet sind. Nr. 20 ENTEC.000 t verbunden. 107 ff. Bauliche Eingriffe – Störung und Zerstörung von Habitaten Entgegen dem ersten Eindruck. S. Solche Risiken gehen heute insbesondere von den Schwermetallen. 67 ff. 1). v. Schifffahrt: normalbetriebs. Bergen. (Fn. Die Ende der 1980er Jahre von Nord. HELCOM (Fn. 21 KOM(2002) 595 endg. 1). Letztere bilden daher eine ganz zentrale Herausforderung der Meeresumweltschutzpolitik.htm-transport.1987. Allerdings lässt sich an den gemessenen Belastungen entlang der Hauptschifffahrtsrouten erkennen.13 Trotzdem liegen die Konzentrationen persistenter organischer Schadstoffe in der Meeresumwelt mancherorts noch immer im Bereich toxikologischer Wirkgrenzen oder gar darüber. 75 ff. handelt es sich bei Nord. die in Heringen nachgewiesenen Konzentrationen ansteigend. Einfluss von Ölen auf marine Organismen und Lebensräumen. 24.a.. Immerhin sind inzwischen eine Reihe dieser Stoffe – wie insbesondere PCB. 14 OSPAR Kommission (Fn. 21)..a. S. Besondere Probleme erzeugen diese Stoffe dann. hoch schwefelhaltiger sog. 99. 1).11. Vielmehr sind diese Meere seit Langem und in immer noch rasch zunehmendem Maße von bauli7 INK. 1).2002. 19 Brenk. abrufbar unter www.25 V.und unfallbedingte Schadstoffeinträge Illegale Ableitungen von Schwerölrückständen sowie von Tankwaschwasser sind die Hauptquelle konzentrierter Ölkontaminationen auf der Wasseroberfläche von Nord.17 Von solchen konzentrierten Ölverschmutzungen sind am auffälligsten die an der Meeresoberfläche lebenden Seevögel betroffen.3. Küstenabwässer.fi/pollution/hazardous/cadmium. 16 Fn.

Der ökosystemare Ansatz bedeutet also zunächst in erster Linie noch einen Auftrag an die Meeresforschung. 1069. 1319. BGBl. S. die Meeresumwelt zu schützen und zu bewahren (Art. 1). die ökosystemaren Zusammenhänge und deren Wechselwirkungen mit anthropogenen Einflüssen weiter aufzuklären. Letzteres ist Ziel und Gegenstand des von Wissenschaft und Politik29 gleichermaßen proklamierten »ökosystemaren Ansatzes« des Meeresumweltschutzes. (Hrsg.1993. S. beide in: Lozan (Hrsg. S. 17. I. Zudem gewährt es dem Hafenstaat Durchsetzungsbefugnisse zur Bekämpfung völkerrechtswidriger Einleitungen aus Schiffen auf hoher See. 192 SRÜ).) wie insbesondere dem UN-Seerechtsübereinkommen von 1982 (SRÜ)32 stehen dabei die speziellen regionalen Kooperationen des OSPAR-Übereinkommens33 für den Nordost-Atlantik-Raum und des Helsinki-Übereinkommens34 (HELÜ) für den Ostseeraum (II. Rn.2000. 2. internationalen Kooperationen und Institutionen. durch Küstenbau. 1742.und der OSPAR-Kommissionen. 2.und des Helsinki-Übereinkommens geworden ist. 1994 II. ganz maßgeblich geprägt. Umweltvölkerrecht.T. Unter der Ägide der IMO steht auch das »Internationale Übereinkommen von 1973/78 zur Verhütung der Meeresverschmutzung durch Schiffe« (MARPOL).). gravierenden sichtbaren Auswirkungen auf die Meeresumwelt.5. 193 SRÜ). 27 ff. bei der International Maritime Organisation (IMO) besondere gebietsbezogene Schutzmaßnahmen zur Verhütung der Verschmutzung durch Schiffe bzw. 197 bis 201) sowie zur ständigen Überwachung und ökologischen Beurteilung der Meeresumwelt (Art. Verringerung und Überwachung der Verschmutzung der Meeresumwelt (Art. Mythos »Offene See«: Nutzungskonflikte im Meeresraum.). Abschnitt – auch allgemeine Pflichten zum Meeresumweltschutz. Teil XII des SRÜ statuiert darüber hinaus u. 224. international in Kraft getreten am 29.). 246. 1397. dass über die geschilderten unmittelbaren Effekte der einzelnen Belastungsfaktoren hinausgehend auch die kumulativen Wirkungen der jeweils örtlich zusammentreffenden Belastungen und vor allem auch die Wechsel. VI.1992. andererseits aber auch schon seit Langem als wesentliche Quelle von Umweltverschmutzungen erkannt ist. Salzwiesenschutz im Wattenmeer. 35 Birnie/Boyle.). sondern partiell auch zur Verstärkung von Schutzzielen (IV. 31). die Ausweisung von sog. BGBl. 1). Convention on Biological Diversity v. International Law and the Environment. BGBl. 2002. S.u n d O s t s e e i m Ü b e r b l i c k chen Eingriffen insb. Das Übereinkommen regelt die Zuständigkeiten und Befugnisse der Staaten auf See und bestimmt daran anknüpfend – im 12. sind die völkerrechtlichen Vorgaben zur Verschmutzung durch die Schifffahrt besonders umfangreich und detailliert. in Kraft getreten am 16. 4. »Besonders empfindlichen Meeresgebieten« (Particularly Sensitive Sea Areas) zu beantragen. I. S. Da die Schifffahrt als traditionelle Meeresnutzung im Völkerrecht einen hohen Stellenwert genießt. Kumulative Wirkungen und Wechselwirkungen – ökosystemare Gesamtbetrachtung Eine wirklichkeitsnahe Ermittlung der Belastungslage setzt voraus.11.M e c h e l / R e e s e .und Fernwirkungen in den marinen Ökosystemen mit betrachtet werden. 1993 II. nicht nur bei der Instrumentenwahl. 22. BGBl.1. 1994 II S.a. 1982 II.1982. die internationalen Regeln zur Verhinderung der Verschmutzung gegenüber den ihre Flagge führenden Schiffen durchzusetzen (Art. Globaler Meeresumweltschutz Den Kern des globalvölkerrechtlichen Meeresumweltschutzes bildet das SRÜ. The Developement of environmental standards for the North-East Atlantic including the North Sea. Durch seine institutionelle Verankerung in der IMO ist MARPOL nach wie vor ein zentrales Forum und B. 31 Zur Geschichte Heintschel von Heinegg.28 Die Problematik der baulichen Eingriffe und ihrer vielfältigen erkennbaren oder möglichen Auswirkungen auf die Meeresumwelt findet gegenwärtig einen Kristallisationspunkt bei den Ausbauplänen der Bundesregierung für die Nutzung der Offshore-Windenergie (s. 6-9. 28 Vgl. 29 Auch dem Biodiversitätsabkommen liegt eine ökosystemare Schutzkonzeption zugrunde.und Durchsetzungsbefugnissen des Küstenstaates aus Artikel 211 und 220 SRÜ verpflichtet das Übereinkommen die Staaten auch dazu. Nrn. in: Lozan u. 12 ILM (1973). international in Kraft getreten am 17.26 In Ermangelung gesamtplanerischer Lenkungsinstrumente sind diese Eingriffe in nahezu willkürlicher räumlicher Verteilung und ohne Rücksicht auf besondere Schutzwürdigkeiten erfolgt mit z. 10. Ungeachtet der insoweit noch sehr lückenhaften Erkenntnislage bleibt aber aufgrund der dargestellten unmittelbaren Belastungen auch ohne ökosystemare Betrachtung vielfältiger evidenter Handlungsbedarf. Bremen 2003. 217).9. 34 Übereinkommen zum Schutz der Meeresumwelt des Ostseegebietes v. Bergbau. 22. Diese Pflichten sind Ausdruck des Völkergewohnheitsrechts35 und haben bereits vor Inkrafttreten des SRÜ den Inhalt der regionalen Meeresschutzabkommen z.27 Paradigmatisch ist insoweit der Rückgang der sog. M e e re s u m w e l t s c h u t z f ü r N o r d .1994.. Beyerlin.1992. 36 Beyerlin (Fn. Verpflichtungen zur Verhütung. Baggergutverklappung. 1994 II. 194). 6 lit a) und c) SRÜ.und Ostsee (III. Sektoren und Politiken betrifft und aufgrund der globalen Verursachungszusammenhänge und der staatenübergreifenden Ausdehnung der Meere in nahezu allen betroffenen Sektoren zugleich in besonderem Maße eine internationale Angelegenheit ist. die Erklärung von Bergen der Fünften INK. Warnsignale aus Nordsee und Wattenmeer (Fn. die ihrerseits Mitglied des OSPAR. Auflage 2002. 17 ILM (1978). in: Ehlers/MannBorgnese/Wolfrum (Hrsg. S.1973. Andererseits wird ihnen das souveräne Recht gewährt.1978.11. 1261. ZUR 5/2003 323 . 871 ff. Maßnahmen des Küstenschutzes haben in vielen Küstenregionen die Morphologie. Strömungs. mit ihren weitreichenden Kompetenzen zugleich eine herausragende Verantwortung für den Schutz von Nord. Grüner Wechsel im Wattenmeer.3. 818. Dem multilateralen Kooperationsbedarf entspricht heute ein seit dem zweiten Weltkrieg gewachsenes31 ausgeprägtes Geflecht aus völkerrechtlichen Übereinkommen.1992. Neben den Rechts. dass Meeresumweltschutz unterschiedlichste Verursacherkreise.Warnsignale aus Nordsee und Wattenmeer (Fn. 157 ff. Pipelines. 1). Neben den weltweit geltenden Übereinkommen (unten I. Marine Issues. 7. 351 f. 9. 1798. BGBl. Weniger Seegraswiesen und das Aufkommen der Grünalgenmatten. zur weltweiten und regionalen Zusammenarbeit bei der Erarbeitung von Meeresschutzrecht (Art. 37 Übereinkommen v.a. 21 ILM 1982.. Ferner trägt die Europäische Gemeinschaft.).1998. ihre natürlichen Ressourcen im Einklang mit bestimmten Umweltschutzerfordernissen zu nutzen (Art. 33 Übereinkommen zum Schutz der Meeresumwelt des Nordostatlantiks v. international in Kraft getreten am 25. 27 OSPAR Kommission (Fn. dazu den Beitrag von Koch/Wiesenthal in diesem Heft). Kabeltrassen und nunmehr auch durch OffshoreWindenergieanlagen geprägt.2.12.12. Schließlich verbleiben auch den Nationalstaaten durchaus relevante Handlungsspielräume.und Tidenverhältnisse und damit auch die natürlichen Habitate vieler Meerestiere und -vögel maßgeblich verändert.30 Als politische Maxime beschreibt dieser Ansatz freilich ein Ideal – nämlich ein den vielfachen Zusammenhängen der marinen Ökosysteme angepasstes Schutzkonzept – für das die wissenschaftlichen Grundlagen noch weitgehend fehlen. Stock. 32 Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen v. 1360. 32 ILM 1993. Die zentralen Akteure und Regime des Meeresumweltschutzes Der vorstehende Überblick über die Belastungssituation der Meere macht deutlich. Erklärung des Gemeinsamen Ministertreffens der Helsinki.37 MARPOL regelt die Einleitung von Schadstoffen in die Meere für alle Seefahrzeuge einschließlich schwimmender Plattformen. 2000. Rn. Aus meeresökologischer Sicht besonders interessant ist die Möglichkeit des Küstenstaates nach Artikel 211 Abs. in der Fassung des Londoner Protokolls v. T.36 Die Staaten sind danach einerseits dazu verpflichtet. dazu Reise. 30 Vgl. 31 ILM 1992. 220 ff. 204 bis 206). Salzwiesen im Wattenmeer.). 26 Wirtz/Tol/Hooss.4. S.

bzw. durch Anwendung der best verfügbaren Vermeidungstechnologie zu beschränken sind. für die Internationalen Kommissionen zum Schutz von Rhein bzw. Die Internationale Nordseeschutzkonferenz (INK) wird seit 1984 in unregelmäßigen Abständen von den für den Schutz der Nordsee jeweils zuständigen Ministern der Nordseeanrainerstaaten und Vertretern der EU als ständigen Beobachtern durchgeführt.a.42 Diese konnten zum Teil beachtliche Erfolge bei der Verbesserung der Ökosysteme der Flüsse erzielen und damit auch zur Entlastung von Nord. die Einstellung der Verwendung von PCBs und gefährlichen Ersatzstoffen bis 1999 sowie das sog.). Außerdem verbietet das Übereinkommen generell und weltweit die Abfallverbrennung auf See. insbesondere dadurch. 39). Regionale Verträge und Kooperationen zum Schutz von Nord.39 Dabei sollen insgesamt das Vorsorgeprinzip und das Verursacherprinzip angewandt werden. Insbesondere kann sie Beschlüsse zur Umsetzung des Übereinkommens treffen. Seit 1992 ist auch der Arten. IV. die die Minister auf der letzten INK im März 2002 verabschiedet haben. konnten durch die Konferenzen durchaus erhebliche Verbesserungen für den Meeresumweltschutz im Wattenmeerraum erzielt werden. beschlossen und einen Aktionsplan 1998-2003 dazu erstellt. S.org/ (Rhein). zwei Komitees und neun Unterarbeitsgruppen besteht. Auf der gemeinsamen Ministerkonferenz im Juni dieses Jahres haben die Kommissionen von OSPAR und HELÜ erstmals zusammen getagt.htm (Elbe).41 Als für den Meeresumweltschutz gleichsam sehr bedeutende regionale Kooperationen sind schließlich die internationalen Kommissionen zum Schutz der in die Nord. Die aktuellen Ziele. Maßnahmeprogramme und entsprechende Beschlüsse der OSPAR-Kommission. Denn sie umfasst mit ihren Mitgliedstaaten die überwiegende Zahl der für die Belastungen faktisch verantwortlichen Nationen und verfügt über weitreichende Regelungskompetenzen in den zentralen Verur38 London-Übereinkommen:Text in: UNTS 932. dass die (potentiellen) Emittenten schädlicher Stoffe auf die Verwendung der best verfügbaren Emissionsminderungstechniken verpflichtet werden (s. Generationenziel im Hinblick auf die Reduzierung des Eintrages gefährlicher Stoffe. dass Einleitungen. Während das Londoner Übereinkommen von 1972 Einbringungsverbote für bestimmte Abfallstoffe (sog. S. Große Bedeutung kommt dabei auch der weitgehend institutionalisierten Zusammenarbeit von Verwaltung und Wissenschaft der Wattenmeeranrainer zu. die Minderung der Einträge von Dioxinen. Die Vertragsstaaten sind verpflichtet. Wie die Nordseeschutzkonferenz besitzt auch die trilaterale Regierungskonferenz kein selbständiges völkerrechtliches Mandat. 79 ff. mit Ausnahmen für bestimmte Abfallkategorien (u. u. Ehlers. 76 ff.). unten C. das – in Nachfolge des Paris-Abkommens zur »Verhütung der Verschmutzung vom Lande« aus von 1974 und des Oslo-Abkommens zum »Schutz des Nordostatlantiks« von 1972 – am 25. Die regelmäßig auf Ministerebene tagenden trilateralen Regierungskonferenzen zum Schutz des Wattenmeeres erörtern fachübergreifend die Umweltprobleme des Wattenmeeres. Die Kommission hat für eine völkerrechtliche Institution vergleichsweise weitreichende Kompetenzen.und Ostsee Das OSPAR-Abkommen von 1992 zum »Schutz der Meeresumwelt des Nordostatlantiks«. schwarze Liste) vorsieht.). die aus Vorsitz.und Ostsee mündenden Flüsse zu nennen.40 Durch das HELÜ fanden sich die Ostsee-Anrainerstaaten erstmals 1974 zu einer Zusammenarbeit für den Schutz der Ostsee bereit. die Meeresumwelt des Nordostatlantiks vor Risiken durch anthropogene Verschmutzungen im Hinblick auf sämtliche Verschmutzungsquellen zu schützen. Schiffe und auf See errichtete Bauwerke).und Ostsee. Diese Konferenz hat vielversprechende neue Perspektiven der Kooperation.und Ostseeschutzes. Das revidierte Helsinki-Übereinkommen in: Koch/Lagoni (Fn. in: Koch/Lagoni (Hrsg.a. Cadmium und Blei um 70%. für mögliche Verschmutzungsquellen eine Genehmigungspflicht einzuführen und im Rahmen der Genehmigung die Umsetzung der bindenden Beschlüsse der Kommission sicherzustellen. Die OSPAR-Kommission hat inzwischen vier zentrale Strategien. Meeresumweltschutz für Nord. zu den Feldern Eutrophierung. welche für alle diejenigen Vertragsparteien verbindlich werden.12.197238 liegt nunmehr für beitrittswillige Staaten zur Zeichnung offen. V. Strategien und Maßnahmeforderungen der INK sind zusammengefasst in der sog. 41 Ausführliche Darstellung bei Schütte.de/ikse/deutsch/index_d. Das HELÜ ist das Pendant zu dem OSPAR-Übereinkommen für den Bereich der Ostsee. hat zum Ziel. Der Schutz des Wattenmeeres. Die INK ist zwar kein völkerrechtlich verfasstes Gremium.und Habitatschutz als eigenständige Aufgabe in das Handlungsprogramm des Übereinkommens aufgenommen worden. Ostsee beitragen. in deren Rahmen u.ikse. Als mächtigstes politisches Forum für den Nordseeschutz ist die INK jedoch zentraler Wegbereiter für Zielsetzungen.Das Thema Motor für den Bereich des schiffsbezogenen Meeresumweltschutzes (zu einzelnen Regelungen noch unten C. gemeinsame Grundsätze und Schutzziele (Qualitätsziele) vereinbart werden konnten. Die Europäische Union Die Europäische Gemeinschaft ist. Klärschlamm. 324 ZUR 5/2003 . 1996. Baggergut. so bspw. 40 Vgl. 2000.a. der mächtigste und bedeutendste Akteur des Nord. die in der Bundesrepublik bereits 1989 eingestellt worden ist. in all ihren Aspekten und beschließen – in Übereinstimmung mit den Beschlüssen von OSPAR sowie der INK – politische Maßnahmen zur Verbesserung des Zustandes des Wattenmeeres. III. Effektive Sanktionsmaßnahmen für den Fall des Nichtvollzugs stehen ihr indessen noch nicht zur Verfügung. die nicht in einer bestimmten Frist diese Wirkung förmlich abgelehnt haben. In den Anhängen sind Maßnahmen zur Verminderung der wesentlichen Schadstoffeinträge festgelegt worden (Anhang III zur Verschmutzung vom Lande aus/Anhang IV für die Einleitung von Schiffsabwässern/Anlage VI für Meeresbergbau/Anlage VII für die Beseitigung starker Verschmutzungen). radioaktive Substanzen sowie Schutz und Erhaltung der biologischen Vielfalt entwickelt. Quecksilber. Elbe vor Verunreinigungen unter: http://www. II. 3.iksr. auf der Basis von Zustandsberichten. Als zentrale von der INK beschlossene Zielsetzungen sind hervorzuheben die Minderung der Nährstoffeinträge sowie aller toxischen und zur Bioakkumulation neigenden Stoffe um 50% im Zeitraum von 1985 bis 1995. Zentrale Funktion für die Umsetzung und Fortschreibung des Übereinkommens kommt der OSPAR-Kommission zu.3. http://www. die Verschmutzungen der Ostsee bewirken können. verstärkten Kohärenz und des »Zusammenwachsens« der beiden Konventionen eröffnet. 42 Informationen über die Arbeit der Flusskommissionen sowie deren rechtliche Grundlagen können im Internet abgerufen werden. insbesondere hat sie keine eigenen Zuständigkeiten oder Rechtssetzungskompetenzen. wie bereits angedeutet. Es bringt Vorsorgeprinzip und Verursacherprinzip sowie den Grundsatz zur Anwendung. Die Kommission überwacht außerdem den Vollzug der Konvention. 39 Dazu instruktiv Lagoni. Obwohl die Minister also keine unmittelbar verbindlichen Beschlüsse fassen können. Das Abkommen erfasst – wie OSPAR – alle Verschmutzungstatbestände. Das 1996 überarbeitete »Übereinkommen über die Verhütung der Meeresverschmutzung durch das Einbringen von Abfällen und anderen Stoffen« vom 29. ist im neuen Übereinkommen ein generelles Dumping-Verbot verankert.1998 international in Kraft getreten ist. gefährliche Stoffe. Das OSPAR-Übereinkommen von 1992 und der Schutz der Nordsee: Einwirkungen auf das deutsche Umweltrecht. Bergen-Deklaration. Fischereiabfälle. Auch sonst ist das 1992 revidierte Übereinkommen sehr ähnlich beschaffen wie das OSPAR-Übereinkommen.

de/pt/2002/12/23/ a0092. S. 1600/2002 v. EG Nr.12.und Ostseeschutz in der Hand.44 Das im Oktober 2002 vorgelegte Konzept für eine »Strategie zum Schutz und zur Erhaltung der Meeresumwelt«45 darf jedenfalls insoweit als Fortschritt gelten.und Ostsee abschließend daraus. EU Nr.12. KOM(2002) 539 endg. eine gezielte Strategie für den Schutz und die Erhaltung der Meeresumwelt zu entwickeln. als der Meeresumweltschutz darin erstmals als eigenes Politikfeld und als ein integraler Bestandteil der gemeinschaftlichen Umweltschutzaufgaben behandelt wird. 47 Vgl. TAZ vom 23. 1279 ff.5. 1976.fao.taz.9.43 Lediglich in der Mitwirkung bei OSPAR und HELCOM tritt der Meeresumweltschutz auf Gemeinschaftsebene – gewissermaßen von außen her – als ein eigenständiges Politikfeld in Erscheinung. den 3. Auch insoweit agiert die EG aber nicht auf der Grundlage und als Promotor eines integrierten Schutzkonzepts. dass der Bau und die Modernisierung von Trailern mit EU-Mitteln gefördert werden. 1). 26. 2.51 Dessen ungeachtet hat der Rat – gewissermaßen im selben Atemzug – Fangquoten beschlossen. Fischereiwirtschaft und Chemikalienpolitik ganz wesentlich von – für die Mitgliedstaaten verbindlichen – EU-rechtlichen und politischen Vorgaben geprägt sind. Im Mittelpunkt der grundliegenden völkerrechtlichen Regelungen steht dementsprechend die Verteilung und Abgrenzung der Nutzungsbefug- 43 Rat von Sachverständigen für Umweltfragen. dass die Gemeinschaft dieser Verantwortung weitgehend nicht gerecht geworden ist. L 358 vom 31. 23. v. 22.und Ostsee steht ganz überwiegend in der Verantwortung der EG. nach wie vor sollen aber Mindesterlöse auch für gar nicht absetzbaren Fisch gezahlt werden.10. Die aktuellen oben geschilderten Bestandsentwicklungen bezeugen. ABl. S.2002. 6 Abs.2002. hatte – wie im Bereich der Landwirtschaft – erhebliche Überproduktionen und die Vernichtung beträchtlicher Ressourcen zur Konsequenz. so vor allem für die Bereiche der Fischerei. 31. im investiven Bereich – Fortschritte für den Meeresumweltschutz zu bewirken. 677/2003 v. Neben der Fangmengenbegrenzung kommt den Anforderungen zu umweltschonenden Fischereitechniken. EuGH. 20. Art. Urt. Nicht selten sind dabei allerdings Regelungsfelder betroffen. der für die Eutrophierung hauptursächlichen Landwirtschaft und der für die Schadstoffbelastung entscheidenden Chemikalienpolitik sowie für den Gewässerschutz. IV.2003.2002. v. umweltverträglichen Fischereimanagement in dem sog. Stellungnahme zum Konzept der Europäischen Kommission für ein Strategie zum Meeresumweltschutz. Umso ernüchternder ist der Umstand. dass in der Bundesrepublik weder auf Bundes. Die kurzfristigen Fangverbote. S.2002.4.org/multimedia/ download/1/227764/0/ GFP_position.2002.1976.1996 S. 51 Vgl.m. die bindenden Beschlüsse und Empfehlungen von OSPAR und HELCOM in die Tat umzusetzen. Gleichwohl hat sie den Schutz ihrer »Haus-Meere« bisher noch kaum als einen zentralen Steuerungsaspekt und als eigenes Politikfeld adressiert. weder in ihrer Rechtssetzung noch in ihren Entscheidungsgremien und Einrichtungen.52 Offensichtlich ist der Rat nicht dazu bereit und in der Lage. die wie insbesondere die Landwirtschaft.12. Fn. 10. S. 14.2002. L 334. »Verhaltenskodex für verantwortungsvolle Fischerei«46 angenommen. Mitteilung an den Rat und an das Europäische Parlament.M e c h e l / R e e s e . zur Vermeidung von C. Die nationale Ebene Den einzelnen Staaten obliegt es. 50.org/fi/agreem/codecond/german. 61 Abs. 5. Die Aufteilung der fischereilichen Nutzungsrechte ergibt sich für Nord. Urt.7. sowie die Stellungnahme von Greenpeace unter http://www. ABl. und trotz weiterer Maßnahmen zur Begrenzung der Fangkapazitäten bleibt es jedenfalls bis einschließlich 2004 auch dabei. 52 Verordnung (EG) Nr. 95 EG als Vorschriften zur vollständigen Rechtsangleichung und Verwirklichung des Binnenmarktes erlassen mit der Folge. und 4. Meeresumweltschutz in den zentralen Problemfeldern I. 50 Verordnung (EG) Nr. 1 der Verordnung (EG) Nr. An das ausschließliche Nutzungsrecht des Küstenstaates in seiner AWZ knüpft das SRÜ aber auch die allgemeine Pflicht.pdf. 31. Die EU-Kommission hat daher im sechsten Umweltaktionsprogramm den Auftrag erhalten. 14. dass die ausschließlichen Wirtschaftszonen der Küstenstaaten nach dem SRÜ auch das ausschließliche Recht zur Nutzung der lebenden marinen Ressourcen beinhalten. Mit der im Dezember letzten Jahres beschlossenen GFP-Reform sind zwar die Subventionen verringert und Erschleichungswege verschlossen worden. Erwägungsgrund i. dass die Mitgliedstaaten nur unter den engen Voraussetzungen des Art. die aufgrund ihrer ausschließlichen Kompetenz im Bereich der Fischereipolitik47 im Rahmen ihrer Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) die maßgeblichen Rahmenbedingungen für die Fischereiwirtschaft in Nord. ZUR 5/2003 325 . ABl.53 werden diesen Mangel an nachhaltiger Ausrichtung nicht kompensieren können. www.12.. Zudem spiegelt sich der Umfang des Politikfeldes und die angestrebte Verankerung in den sektoralen Politiken nicht annähernd in der Organisation der Kommission und der Verteilung ihrer personellen Ressourcen wider. EG Nr.noch auf Länderebene offizielle strategische Konzepte zum Meeresumweltschutz existieren. 44 Beschl. S.4. v.V. 46 http://www. 1981. Art. EG Nr. v. nisse. 2371/2002. 53 Verordnung (EG) Nr. Nr.7. durch Fangmengenquoten zu gewährleisten (Art. 12.49 Die neue Grundverordnung50 zur GFP erweitert zwar die Bewirtschaftungsmaßnahmen und Schutzziele für die Festlegung der Fangmengenquoten (gemäß den wissenschaftlichen Empfehlungen des ICES) deutlich. Dennoch haben die Mitgliedstaaten zahlreiche Möglichkeiten – insb. 2 lit. Diese Pflicht aufgreifend hat die Welternährungsorganisation (Food and Agriculture Organisation – FAO) im August 1995 detaillierte Empfehlungen zu einem dauerhaften. die abermals weit über den Empfehlungen des ICES und der Kommission liegen. Februar 2003. Fischerei Die fischereiwirtschaftliche Ausbeutung der Meere ist seit jeher ein prekäres Feld zwischenstaatlicher Auseinandersetzungen. 48 Verordnung (EG) Nr. 49 Kritisch Weingärtner. 2341/2002 v. den Erfordernissen einer langfristigen Bestandserhaltung Rechnung zu tragen. 95 Abs. 15. 94. ist durchaus erkannt worden. 2371/2002. ABl. M e e re s u m w e l t s c h u t z f ü r N o r d . L 242 v. S.asp. Indessen werden zentrale Belastungsfaktoren wie die Landwirtschaft nur unzureichend behandelt. 1045 ff. die sodann die Kommission auf der Grundlage ihrer zeitlich eng begrenzten »Notkompetenzen« erlassen hat. 59 ff. werden entsprechende Regelungen der EG nicht selten auf der Grundlage von Art. g).und Ostsee bestimmt. Mit den Regelungsbefugnissen auf diesen Politikfeldern hält die EG einen »Zentralschlüssel« zum Nord. L 356 v. Die gemeinsame »Marktordnung für Fischereierzeugnisse«48. 45 Kommission der Europäischen Gemeinschaften.2002. sondern vielmehr als Verwalterin der vielfältigen vom Meeresschutz betroffenen Interessen. Die nachhaltige Bewirtschaftung der Fischressourcen (s. Slg. 1.nf/text.1981.12. eine dauerhafte Bewirtschaftung der Fischbestände insb. ABl. EG Nr. 1. Dass die Gemeinschaft mit einer solchermaßen inkrementalen Behandlung des Meeresumweltschutzes den vernetzten Verursachungszusammenhängen und ihrer besonderen Verantwortung nicht gerecht wird. 2406/96 v.2003. dazu ausführlich die Beiträge von Hubold und Wolff in diesem Heft) von Nord. die den Fischern Mindestpreise für ihre Anlandungen garantiert.1996.greenpeace.11. L 97 v. Während die internationalen Regime von OSPAR und HELCOM regelmäßig als Mindestschutzvorgaben zu begreifen sind und insoweit den Mitgliedstaaten weitere Maßnahmen freigestellt sind. Slg. 4 und 5 EG zu weitergehenden Schutzmaßnahmen berechtigt sind.u n d O s t s e e i m Ü b e r b l i c k sachungsbereichen.

abrufbar unter: http://www. der für einen wirksamen Schutz der Meeresumwelt vor den Folgen der Eutrophierung erforderlich gewesen wäre. die bei natürlich vorkommenden Stoffen den Hintergrundwerten entsprechen und bei anthropogenen synthetischen Substanzen nahe Null liegen.eu.2003.65 Weitere sog. um wirksame Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Landwirtschaft zu schaffen. S. 2. Zwar hat sich die EU im Einklang mit den völkerrechtlichen Vorgaben dazu verpflichtet. S. v. Ministerial Declaration. Yankow. Ziel 5. 22. Bergen.pdf. ABl. 195 ff. 14. 15. 67 Richtlinie 2000/60/EG v. HELCOM Recommendation 19/5 v.int/comm/environment/ water/water-urbanwaste/report2/2001_1669_de.bmu.7.1995.a.10. Die EU trägt mit ihrer Gewässerschutzpolitik und ihrer Chemikalienpolitik eine zentrale Verantwortung für die Umsetzung des Generationenziels sowie allgemein für die Entlastung der Meere von Schadstoffeinträgen. 12. 62 Abs. 26. Nr. 16. S. 155. v.12.57 die gerade auf die Reduzierung der Nährstoffeinträge aus der landwirtschaftlichen Düngung abzielt.6.12.pdf. III. 64 OSPAR. da viele ihrer Anrainerstaaten in Zukunft der EU beitreten werden und damit der räumliche Geltungsbereich der GAP beträchtlich erweitert wird. Presseerklärung der Kommission IP/03/898 v. L 44 v. U. S. Kandidatensubstanzen66 werden in Zukunft Eingang in die Prioritätenlisten finden. KOM(2002) 539. Stoffgruppen für sofortige prioritäre Maßnahmen. setzt dies nunmehr eine bedeutende Reduzierung der Nährstoffeinträge aus diffusen landwirtschaftlichen Quellen voraus. 187 ff.2002. die Einleitungen. S. um die Stoffeinträge zu beenden und Ersatzstoffe nicht zur Verfügung stehen. Emissionen und Verluste der als prioritär gefährlich bewerteten Stoffen innerhalb von 20 Jahren zu beenden. Die Frist zur Beendigung der Einleitung reicht damit freilich – je nach dem. 61 KOM(2002) 595 endg. Nachdem die Nährstoffeinträge aus der Abwasserbehandlung und aus der Luft bereits merklich verringert werden konnten. Bremen.de/sachthemen/gewaesser/gewaesserstadt/pdf/ospar_strategy3_ eut. gehört auch die Bundesrepublik Deutschland: EuGH. 31). Ministerial Declaration of the Fourth International Conference on the Protection of the North Sea. 26. 58 Protokoll der Sitzung des Ministerrates Landwirtschaft. .54 II.-21.3. um Einleitungen.-9. Ref. 21. 13. Prekäre Folgen hat dies insbesondere für die Meeresumwelt der Ostsee. Juni 2003: http://www. 1998-16.60 Insbesondere die Anwendung der Richtlinie in den Beitrittsstaaten.int/pressData/en/agricult/76151. 47. Esbjerg 8. 57 Richtlinie 91/676/EWG v. Dadurch sollen Konzentrationen dieser Substanzen in der Meeresumwelt erreicht werden. Nr. 2455/2001/EG ABl. 31). EG Nr. bis zum Jahre 2010 eine eutrophierungsfreie Meeresumwelt zu erreichen. I-5959.12. 60 Vgl. Punkt 4.12. L 331 v. den Bericht der Kommission zum Stand der Umsetzung der Richtlinie am 31.consilium. dass die Kommission Maßnahmevorschläge unterbreiten soll.2003. S. wenn sie aufgrund fortlaufender meeresschutzbezogener Bewertungsverfahren als besonders gefährlich eingestuft werden. lässt eine weitere bedeutende Verminderung erwarten. bis 2010 eine eutrophierungsfreie Meeresumwelt zu erreichen. ABl. 16. KOM(2002) 407 endg.3. agrarbezogene Maßnahmen. 190.6.58 Vor allem ist die vereinbarte Modulationsrate von lediglich 5 % unzureichend.64 Falls beste Techniken nicht ausreichen.2002. Bei respektablen Verbesserungen im Regelwerk bleibt dieser Bereich aufgrund schwacher Einhaltungskontrollen allerdings von erheblichen Vollzugsmängeln geprägt. werden aber auch (weitere) Stoffverbote verhängt werden müssen.61 Auch die künftig geltenden strengeren Abgasstandards des Straßenverkehrs62 stellen weitere Reduzierungen der atmosphärischen NOx-Einträge in Aussicht. .1998. wann die Maßnahmevorschläge erfolgen und angenommen werden – mehr oder weniger weit über das Jahr 2020 hinaus. Rat von Sachverständigen für Umweltfragen. 6. L 375 v. Stoffgruppen als Substanzen für sofortige prioritäre Maßnahmen. 4 und 12 sowie Nr. (Fn.2002.. dass die schädlichen Substanzen möglichst durch unschädliche ersetzt werden. 68 Entscheidung Nr.1998. Eutrophierung Die OSPAR-Kommission. II.55 Zentrale Hürde sind dabei – wie schon oben geschildert – die Stickstoffeinträge aus der landwirtschaftlichen Düngung.12.02. Reflagging of Fishing Vessels.a.2000. Ferner soll das Substitutionsprinzip dahingehend zur Anwendung gebracht werden.und der Helsinki-Kommission als Stoffe für prioritäre Maßnahmen identifiziert und auf die entsprechenden Prioritätenlisten gesetzt wurden.2000. zu ergreifen und durchzusetzen.eu. denen z. 5. Nrn. 11. INK.10. L 271 v. S. die INK-Minister und die EU-Kommission haben sich zum Ziel gesetzt. 1 der Anlage. 2002.1. sollen wiederum die besten verfügbaren Technologien bzw. (Fn.und Fischerei v. EG Nr.Das Thema Beifängen und zu Schongebieten und Schonzeiten erhebliche Bedeutung zu. 17) vereinbart und von der OSPARund der Helsinki-Kommission aufgegriffen. 5 f. 66 Anhang 2 der HELKOM-Empfehlung 19/5. i). 31. Überschrift III. Die bereits erzielten Erfolge bei der Verminderung der Einträge aus Abwasserbehandlungsanlagen sind maßgeblich auf die Umsetzung der AbwasserbehandlungsRichtlinie der EU zurückzuführen. 1998-18. Begründungserwägungen Nrn. 59 HELCOM. Vor diesem Hintergrund erklären sich auch die eklatanten Vollzugsdefizite56 der Nitrat-Richtlinie. Ref. 63 Diese Schutzmaxime wurde anlässlich der Vierten INK im Jahre 1995 (INK. 21). die von der OSPAR. 1.1998. als die von Rat und Europäischem Parlament beschlossene Liste der prioritären Stoffe68 nicht vollständig die Prioritätenlisten von OSPAR und HELCOM abdeckt. 20. Fünfte Internationale Konferenz zum Schutz der Nordsee – Ministererklärung. Nr. ABl.1998. Anhang II der OSPAR Strategy with Regard to Hazardous Substances enthält insgesamt 15 Stoffe bzw.europa. EG Nr. S. L 327 v.69 Im Übrigen bietet aber das der Wasserrahmenrichtlinie zugrundeliegende Konzept der integrierten Bewirtschaftung von Flussein- 54 Hubold. Auch hinsichtlich der Eutrophierung erweist sich eine zu schwache EU Politik einmal mehr als das wesentliche Hindernis für einen wirksamen Meeresumweltschutz. Strategy to Combat Eutrophication. die nach Annahme durch das Europäische Parlament und den Rat ergriffen werden sollen. von der INK initiierte und von OSPAR und HELCOM übernommene »Generationenziel« hat zum Inhalt. die wegen unzureichender Umsetzung der Richtlinie vom EuGH verurteilt wurden. Strategy with Regard to Hazardous Substances. 1. in: Ehlers u. Stellungnahme zum Konzept der Europäischen Kommission für eine gemeinsame Meeresschutzstrategie.59 Weitere Reduzierungen der Nährstoffeinträge aus anderen Quellen können auch in den Bereichen der Abwasserbehandlung und der Seeschifffahrt erreicht werden.3. Zur Reduzierung der NOx-Emissionen des Seeverkehrs hat die Kommission jüngst mehrere Maßnahmen vorgeschlagen. 1 und 4 sowie Nr. 1. 326 ZUR 5/2003 . besten Umweltpraktiken verwendet werden. 22.pdf. 17.).12.2000. Schadstoffkontamination Das bereits erwähnte (B. Durch ihre verfehlte Subventionspolitik fördert die GAP jedoch seit jeher die landwirtschaftliche Intensivproduktion und erschwert es dadurch den Mitgliedstaaten. EG Nr. Eine Agrarreform des Umfanges.1999. Anhang III der OSPAR Strategy with Regard to Hazardous Substances. konnte jedoch auf der jüngsten Sitzung des Agrarministerrates abermals nicht verabschiedet werden. in: Ehlers u. 23. 56 Zu den Mitgliedstaaten. 62 Richtlinie 98/69/EG v. Februar 2003. 13. sehr lange Umsetzungsfristen eingeräumt wurden. 65 Anhang 3 der HELKOM-Empfehlung 19/5 qualifiziert insgesamt 45 Stoffe bzw. Fishery and Sustainability. Nr. (Fn. T.1991. d). Die zentrale Wasserrahmenrichtlinie67 bestimmt denn auch in ihrem Art. darunter die Verschärfung einschlägiger IMO Standards sowie die Erhebung einer NOx-Gebühr als finanzielles Anreizinstrument. Dennoch bestehen diesbezüglich noch immer Defizite.63 Um dieses Ziel zu verwirklichen. EG Nr. 69 S.1 lit. S. die auf eine Verminderung der Produktion gerichtet sind.6. Der Generationenverpflichtung unterliegen diejenigen Stoffe. Außerdem bleibt die EU auch insoweit hinter den Vorgaben von OSPAR und HELCOM zurück. 25.2001. 55 OSPAR.1991.10. Slg. Richtlinie 1999/96/EG v. ABl. Emissionen und Verluste gefährlicher Stoffe in die Meeresumwelt kontinuierlich zu reduzieren und schließlich bis zum Jahre 2020 vollständig zu unterbinden. Nach Angaben der Kommission hat sich die Umsetzungsbereitschaft der Mitgliedstaaten innerhalb der zurückliegenden zwei Jahre verbessert. Nr. deutschsprachige Fassung: http://www. S. S.

liegt. 36 sowie 8. 73 Richtlinie v. Für Offshore-Windkraftanlagen sieht die UVP-Richtlinie ebenfalls keine zwingende UVP vor. Pestizide und Pharmastoffe erforderlich. Doppelhüllenkonstruktion bei Tankschiffen.75 Allerdings schreibt sie nicht für alle meeresschutzrelevanten Vorhaben zwingend eine UVP vor. insbesondere dem Flaggenstaatsprinzip des rahmensetzenden SRÜ. Die Handlungsspielräume einzelner Staaten wie auch der EU beschränken sich demgegenüber darauf. Zwar ist die UVP-Richtlinie mit ihrem ausschließlich vorhabenbezogenem Geltungsbereich prinzipiell auch auf See und auch in der AWZ anzuwenden bzw. IV. Insoweit bietet sich mit der geplanten Reform des EU-Chemikalienrechts und dem dazu von der EU-Kommission entworfenen REACH-System71 zur Kontrolle von Industriechemikalien eine Chance. umzusetzen.2000. 81. Eine räumlich beschränkte Möglichkeit für weitergehende Beschränkungen und Verbote für Einhüllentanker bietet die Ausweisung sog.12. Werbke. bedarf es entsprechender internationaler Vereinbarungen. ohne Zustimmung der internationalen Vertragsgemeinschaften nur eingeschränkt zulässig sind und die Bereitschaft zu durchgreifenden Maßnahmen nicht bei allen Staaten vorhanden ist. Maßnahmen zur Reduktion der »betriebsbedingten« Einleitungen beinhalten nach den einschlägigen Vorschriften des MARPOL-Übereinkommens insbesondere – Einleitungsverbote für Öl (Anlage 1 des MARPOL-Übereinkommens). v. auch zwingend in Anspruch zu nehmen sind.a. S. v. – Haftung und Entschädigung. KOM(2001) 88 endg. 45). Naturschutz in der Ausschließlichen Wirtschaftszone. S. 27. gelten auch für Küstengewässer. Schifffahrt Gegenüber den Belastungen und Unfallrisiken aus der Schifffahrt kommt es in erster Linie darauf an.2. – Anforderungen an den Schiffsbetrieb und die Ausbildung der Kapitäne und Seeleute. die den Stand der Sicherheitstechnik nicht erfüllen. Nach der Richtlinie über Hafenstaatkontrollen sind bei stichprobenartigen Inspektionen Öl.a. die die Gemeinschaftshäfen anlaufen. 27. auch die Meeresumweltverträglichkeit unmittelbar zum verbindlichen Maßstab der Chemikalienzulassung zu erheben. Die EU hat zur Umsetzung dieser MARPOL-Anforderungen mit der Richtlinie 2000/59/EG73 u. dass das deutsche UVPG die Windkraftparks zumindest ab einer Zahl von 6 Anlagen einer UVP-Vorprüfung und ab 70 So die Kommission in ihrem Entwurf für eine Meeresschutzstrategie (Fn. Schiffskontrollen auf See.M e c h e l / R e e s e . L 332 v. Die Anforderungen.70 Auch im Rahmen der Chemikalienpolitik kommt es darauf an. allerdings nur mit sehr großzügigen Übergangsfristen und Ausnahmebestimmungen. 74 KOM(2003) 92 endg. S. für ihre Häfen Anlaufverbote für Seeschiffe zu bestimmen. die zwar ebenfalls der internationalen Zu- stimmung durch die IMO bedarf. – Einhaltungskontrollen und Überwachung des Schiffsverkehrs sowie Sanktionen für Verstöße gegen die Sicherheitsbestimmungen. verbindliche Lotsen. EG Nr.und Entsorgungseinrichtungen in den Häfen. Maßnahmen zur Verbesserung der Schiffssicherheit betreffen insbesondere – bauliche und technische Ausrüstungsanforderungen an die Seeschiffe wie insb.und Leitsysteme.h. ZUR 5/2003 327 . die sich eine Seemeile seewärts der Basislinie befinden. 49. vorgeschrieben. wenn diese Bücher nicht lückenlos die legale Entsorgung dokumentieren.03. M e e re s u m w e l t s c h u t z f ü r N o r d . dass derlei Einschränkungen der freien Seeschifffahrt nach dem einschlägigen Völkerrecht. vom Menschen erzeugte Stoffe mit (potenziell) schädlichen Wirkungen auf die Meeresumwelt möglichst zu verbieten oder zumindest auf unbedenkliche Anwendungen zu beschränken. – Einleitungsverbote für Schiffsabwässer (Anlage 4 des MARPOLÜbereinkommens) – Anforderungen an die Entsorgung zur Verhütung von Verschutzungen durch Schiffsmüll (Anlage 5 des Übereinkommens) – die verbindliche Bereitstellung von Auffang. 72 Ehlers in diesem Heft. die Sicherheit des Schiffsverkehrs vor allem von Öltankern zu erhöhen.2000. dass in allen Häfen der Mitgliedstaaten Auffangeinrichtungen für Schiffsabfälle bereitzustellen und von den Schiffen. 05. Eine Prüfung unter dem Gesichtspunkt der Meeresumweltverträglichkeit erscheint allerdings über den Anwendungsbereich des REACH-Systems hinaus auch für den Bereich der Biozide.2001. 28. von der aus die Breite der Hoheitsgewässer gemessen wird.1 – Maßnahme 5. Tz. – die Verbesserung der Navigation durch weiträumige Trennung von Seewegen. wenngleich verbesserungsfähige Basis. Über diesen unmittelbaren Geltungsbereich hinaus entfaltet die Richtlinie aber auch Schutzwirkungen für die Meeresumwelt jenseits der 1-Seemeilen-Linie. moderne Verkehrsüberwachungs. 181 ff.72 Um beispielsweise die technisch überfällige doppelwandige Bauweise von Tankschiffen lückenlos durchzusetzen. Dieser Umstand wird für Deutschland allerdings dadurch gemildert. 39). Particularly Sensitive Sea Areas (PSSA). Erhöhte Sicherheitsauflagen sowie verschärfte Kontrollen begegnen regelmäßig der Schwierigkeit. 2002. 71 Siehe dazu das Weißbuch der Kommission. Damit will die EU der größten Schwachstelle des MARPOL-Regimes begegnen. für Verschmutzungsdelikte«74 im Visier. illegalen Einleitungen und fehlenden Kontrollen.u n d O s t s e e i m Ü b e r b l i c k zugsgebieten prinzipiell ein fortschrittliches Bewirtschaftungsinstrument mit der Möglichkeit zur weiträumigen Berücksichtigung aller gewässerrelevanten Schadstoffquellen – insbesondere auch im Hinblick auf die Schutzbelange der Meeresumwelt. s. Beispielsweise werden unterseeische Kabel in den Anhängen der UVP-Richtlinie nicht erwähnt. allerdings dort auf weniger Widerstände stoßen dürfte als globale Beschränkungen. – Einleitungsverbote und Beschränkungen für sonstige umweltgefährdende Stoffe (Anlage 2 und 3 des MARPOL-Übereinkommens). – Unfallhilfe und Schadensbekämpfung insbesondere durch verbesserte länderübergreifende Koordination. Bauliche Eingriffe Gegenüber den verschiedenartigen baulichen Eingriffen in die Meeresumwelt soll nach den Grundprinzipien von OSPAR und HELCOM eine Verminderung nachteiliger Auswirkungen nach dem Stand der best verfügbaren Techniken angestrebt werden. Das integrierte Flussgebietsmanagement könnte damit zukünftig durchaus eine wesentliche Säule des gemeinschaftlichen Meeresumweltschutzes bilden. die im Rahmen von MARPOL zwar auch gefasst worden sind.und sonstige Tagebücher zu überprüfen und ggf. Der Begriff umfasst die Oberflächengewässer. weitere Prüfungen vorzunehmen. die Vorschriften über Einleitungen und Emissionen zu verschärfen und vor allem deren Einhaltung besser zu überwachen (siehe dazu im Einzelnen den Beitrag von Ehlers in diesem Heft). dass die zu erwartenden und zu vermeidenden Auswirkungen möglichst weitgehend bekannt sind. Grundvoraussetzung einer solchen Vermeidungsstrategie ist. d.und Schlepperdienste für sensible Bereiche sowie Notliegeplätze. einschließlich strafrechtlicher Sanktionen. Diese Schwachstelle hat schließlich auch der Kommissionsvorschlag für eine »Richtlinie über die Meeresverschmutzung durch Schiffe und die Einführung von Sanktionen. mit der die Mitgliedstaaten insbesondere zur einheitlichen Einführung präventiv wirksamer Sanktionen veranlasst werden sollen. 75 Jarass. in: Koch/Lagoni (Fn. V.2003. die im mangelnden Vollzug. Für die Ermittlung der Umweltauswirkungen bietet die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) gemäß der Richtlinie 85/337/EWG in der Fassung der Änderungsrichtlinie 97/11/EG eine respektable. die aufgrund der Richtlinie an den »guten chemischen Zustand« der Oberflächengewässer gestellt werden. ABl.11.

Im Übrigen bestehen jedoch erhebliche Defizite.9. den zunehmenden Nutzungsdruck durch Windkraftanlagen und eine effiziente Zentrierung der Zulassungsverfahren erscheint dieses zersplitterte. das Fehlen einer marinen Gesamtplanung. obwohl sie von den Fachkreisen schon lange nahezu einstimmig gefordert wird. Gewinnen und Aufbereiten von Bodenschätzen sowie für Unterwasserkabel. Dieses sehr heterogene Zulassungsrecht erfasst und unterstellt zwar nahezu lückenlos alle relevanten Nutzungen einer staatlichen präventiven Kontrolle.und Landesrechts. 1. 4 Abs. kann für eine verbindliche rechtliche Raumordnung keinen Ersatz schaffen. Insbesondere erweist sich das Fehlen eines besonderen. Für Anlagen zum Aufsuchen.1996 S. integrierte Küstenmanagement. Die Gebietsmeldungen der zuständigen Bundesländer für ihre Küstenmeere sind zwar bereits erfolgt. aus Baggergut). Die Integration der unterschiedlichen Nutzungsansprüche kann freilich auch auf der Basis eines vorhabenbezogenen Bewirtschaftungsermessens nicht adäquat geleistet werden.82 Das sog. Bohrinseln. z. insbesondere auch die naturschutzrechtliche Eingriffsregelung. einheitlichen Genehmigungsrechts für marine Anlagen als großes Defizit. Um den in der UVP ermittelten Risiken und Schutzerfordernissen angemessen Rechnung tragen zu können.Das Thema 20 Anlagen der vollen UVP-Pflicht unterwirft. Die Gemeinsame Ministerkonferenz von OSPAR und HELCOM hat insoweit den Gebietsschutz als zentrales Instrument hervorgehoben und bekräftigt. maßgeblich auch an die Bedingungen des Meeresumweltschutzes geknüpften Zulassungsvorbehalts. L 257 v. Von daher fehlt ein gemeinschaftsrechtliches Gebot. Nachdem das Bundesamt für Naturschutz der Bundesregierung Vorschläge zur Gebietsauswahl unterbreitet hat. Im Küstenmeer findet das gleiche Genehmigungsrecht Anwendung wie für Anlagen an Land. Anhang II Schwellenwerte und Kriterien wie beispielsweise Senkungstiefen und Flächenbedarf zu bestimmen (s. In Deutschland gelten unterschiedliche Regeln einerseits landwärts und andererseits seewärts der 12-Meilen-Zone. EG Nr. 81 Siehe BMU Pressemeldung Nr. Deichungen. Ohne planerische Ordnung droht eine nahezu willkürliche Streuung der Anlagenparks über die gesamte deutsche AWZ. Das Gleiche gilt für die marine Raumplanung. gilt in der AWZ ausschließlich die Seeanlagenverordnung mit dem bereits oben zum Beispiel der Windkraftanlagen beschriebenen gebundenen Genehmigungstatbestand. TransitRohrleitungen und Forschungshandlungen (die so genannten Anlagen des Bergwesens) gilt wie im Küstenmeer auch auf dem gesamten – mit der AWZ identischen – Festlandsockel der Bundesrepublik das Bundesberggesetz mit seiner spezifischen bergrechtlichen Betriebsplanpflicht.79 die der Sachnähe entsprechend in einem eigenen Abschnitt des WHG entwickelt werden könnten.1996 über die integrierte Vermeidung und Verminderung von Umweltverschmutzungen.B.V. 80 Vgl das Hintergrundpapier des NABU vom November 2002 – http://www.m. bedarf es eines effektiven.und Vogelschutzrichtlinie vor allem in der AWZ immer noch aus. Hier überlässt es die Richtlinie den Mitgliedstaaten. 76 Richtlinie 96/61/EG v. die dem jeweiligen örtlichen Schutzbedarf gegenüber sämtlichen anthropogenen Beeinträchtigungen und Nutzungsansprüchen Rechnung tragen. soll nun bis Ende dieses Jahres nach Kabinettsabstimmung und Beteiligung der betroffenen Kreise die Meldung erfolgen. Windkraftanlagen und ähnliche Vorhaben einem Genehmigungsvorbehalt zu unterwerfen.81 Vorerst bleibt aber das kohärente Schutzgebietsnetz (auch) für die Nord. bedarf es zusätzlich zum Schutzgebietsnetz zwingend einer marinen Raumplanung. S. 26. 133 ff. die besonderen Konfliktfelder im Küstenmeer. unspezifische Genehmigungsrecht für die Regulierung von Vorhaben im Küstenmeer in hohem Maße inadäquat.m. die nicht dem Bergwesen zugehören und der Energieerzeugung aus Wind. die auch eine effiziente Durchsetzung der Meeresschutzbelange erschweren. Wasser oder Strömung oder anderen wirtschaftlichen Zwecken dienen (relevant sind de facto heute nur die Windkraftanlagen). soweit darin gemäß FFH. Bereichsübergreifende Maßnahmen. Regulierung der Rohstoffgewinnungstätigkeit im Seegebiet. Damit ist schließlich ein ganz zentrales allgemeines Steuerungsdefizit des Meeresumweltschutzes angesprochen.nabu. in: Koch/Lagoni (Fn. die Diskussion um den geplanten Ausbau der Offshore-Windenergie. 24. nach Art. November 2002 (unveröffentlicht). Allerdings steht die Umsetzung des europäischen Gebietsschutzkonzepts Natura 2000 gemäß FFH. Ergbuth. sondern durch die Summe der örtlich zusammentreffenden Belastungsfaktoren bestimmt wird und zudem maßgeblich von den spezifischen lokalen Empfindlichkeiten abhängt. Abgrabungen. Das zeigt u. Wahrung möglicher Belange der Bundesraumordnung in der Ausschließlichen Wirtschaftszone der Bundesrepublik Deutschland. 109/03 – Deutschland weist erste MeeresschutzGebiete aus. DÖV 2003. Keine UVP-Verpflichtung gilt nach der UVP-Richtlinie ferner für den marinen Sand. 78. Nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz i.de/naturschutz/nabu-meeresschutzgebietskonzept. Nr. 77 Vgl. Einen vorhabenbezogenen Meeresumweltschutz verlangt das Umweltrecht der Gemeinschaft allein im Rahmen der Natura-2000-Reservate. Aufgrund der weitreichenden Zusammenhänge und Wechselwirkungen und der komplexen Integrationsaufgabe müssen im Prinzip ähnliche Bewirtschaftungsgrundsätze Platz greifen wie gegenüber der Gewässerbenutzung auf dem Festland.B. 10. 78 Zimmermann. 39). wenn keine übergreifende Bewirtschaftungsplanung existiert. 79 Fn. (140). mit dem die betroffenen Regionen auf freiwilliger Basis Koordinierungsforen für die Bewirtschaftung der Küstenzonen eröffnet haben.a.und Ostsee noch Vision. D. 2 i. Was zunächst den Stand des Reservatenschutzes betrifft. ABl. Zu Recht wird daher die Schaffung eines spezifischen Genehmigungstatbestands und Anforderungsprofils gefordert.80 Für die AWZ hat die zuständige Bundesregierung noch gar keine Schutzgebiete gemeldet. werden jedoch zum Teil als stark ergänzungsbedürftig beurteilt. 82 S. insbesondere durch die möglichst weitgehende Bündelung potenziell störender Nutzungen auf eher unsensiblen Meeresflächen. die die konfligierenden Belange von Meeresnutzung und Meeresschutz abwägend und effizient räumlich koordiniert. die Entwicklung eines umfangreichen kohärenten Schutzgebietsnetzes rasch voranzutreiben. Das Anlagenzulassungsrecht der EG erfasst mit der IVU-Richtlinie76 allein die bedeutenden landseitigen Industrieanlagen aber keine der relevanten Offshore-Tätigkeiten. BImSchV bedürfen folglich Windfarmen mit drei bis fünf Anlagen einer vereinfachten und mit sechs oder mehr Anlagen einer vollumfänglichen Genehmigung nach dem BImSchG.78 Im Hinblick auf das spezifische Problemfeld Meeresumweltschutz. Rechtsgutachten im Auftrag des BMVBW. Um aber auch außerhalb der Reservate die Belastungen durch die zahlreichen Nutzungsansprüche möglichst verträglich zu halten.und Kiesbau sowie für Aufschüttungen (z.10. Ein dahingehendes meeresspezifisches Anlagenzulassungsrecht fehlt jedoch noch weitgehend. Im Rahmen dieser Genehmigung sind ferner die relevanten Vorschriften des Bauordnungsrechts und sonstige einschlägige Bestimmungen des Bundes. insbesondere Schutzgebiete und Meeresraumplanung Da die tatsächliche Belastung der Meeresumwelt regelmäßig nicht durch einzelne.und Vogelschutzrichtlinie Beeinträchtigungen der Erhaltungsziele unzulässig sind (dazu noch unten D). Kühne. zu beachten. für D die VO über die Umweltverträglichkeitsprüfung bergbaulicher Vorhaben). so belegen Beispiele wie vor allem das Wattenmeer.pdf. 328 ZUR 5/2003 .6 der 4.V. muss ein wirksames Schutzkonzept auch gebietsbezogene Schutzmaßnahmen einschließen.77 Für Anlagen. dass durch Gebietsschutzbestimmungen große Erfolge und Akzeptanzgewinne für den Meeresumweltschutz auch im Konsens mit betroffenen Nutzergruppen erreicht werden können.

März 2002 (BGBl. BfN-Skripten 27. Einleitung I. 192 SRÜ zur Berücksichtigung dieser Belange ist die Ausweisung und Einrichtung sog.6. die den Schutz der marinen Umwelt.. 10785 Berlin. 1799). dem Festlandsockel3. integrierte Handlungskonzepte und intensive internationale Zusammenarbeit.und Kläranlagen erreicht werden konnten. Reichpietschufer 60. 217 ff. sondern erfordern durchgreifende strukturelle Veränderungen. im Internet unter http://www. D. das Europarecht und die Verfassung lassen eine modifizierte Raumplanung im Meer zu. Hamburg. LL. 57 des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen2. Von den strukturellen Veränderungen. dies. ist kein Hoheitsgebiet des jeweiligen Küstenstaats. Czybulka. Der Beitrag zeigt die maßgeblichen gemeinschaftsrechtlichen und nationalen Regelungen zu den Meeresschutzgebieten in der AWZ und den gegenwärtigen Stand bei der Einrichtung eines Schutzgebietssystems im Rahmen von Natura 2000. Völkerrechtliche Definition A. 1 Gesetz zur Neuregelung des Rechts des Naturschutzes und der Landschaftspflege und zur Anpassung anderer Rechtsvorschriften (BNatSchGNeuregG) vom 25. dass der Küstenstaat. 562. Wissenschaftliche Referentin Forschungsstelle Umweltrecht am Fachbereich Rechtswissenschaft. Rechtliche Rahmenbedingungen. Insofern kann es anders als im Küstenmeer (engl.de/09/awz. 1193). der sich für die förmliche Erklärung einer AWZ entscheidet. in: Gesellschaft für Umweltrecht (Hrsg. November 19946 ihren Anspruch auf die AWZ umgesetzt. Moritz Reese.). Weitere essentielle Entlastungen lassen sich dabei meist nicht mehr allein mit technischen Verbesserungen erreichen. 562 ff. Nach Art. 8 Czybulka/ Kersandt (Fn.2003 (im Erscheinen).a. NVwZ 2002. Associate bei der International Max-Planck Research School for Maritime Affairs. Die Umsetzung anspruchsvoller Schutzziele. 76 SRÜ. Marine Protected Areas5 oder mariner Schutzgebiete. 4). territorial sea) völkerrechtlich gesehen fraglich sein. 4 Vgl. 1. Detlef Czybulka Meeresschutzgebiete in der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) Das Völkerrecht ermöglicht die Berücksichtigung von (Natur-)Schutzanforderungen in der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) durch die Einrichtung so genannter Marine Protected Areas (MPAs). Das BNatschGNeuregG 20021 hat den erforderlichen Schritt zur Anpassung des marinen an den terrestrischen Naturschutz nicht vollzogen.). des Teils XII des SRÜ.J. Aktuelle Veröffentlichungen: Die Urteile des EuGH zur Abgrenzung von energetischer Verwertung und thermischer Behandlung zur Beseitigung. NuR 1999. Die Gewerbeabfallverordnung. die der Etablierung eines marinen Schutzgebietssystems in der (deutschen) AWZ noch entgegenstehen. Czybulka/ P. Die regionalen Kooperationen durch OSPAR und HELCOM erweisen sich dabei als wichtige Protagonisten und Vorreiter des Meeresumweltschutzes. Rechtsvorschriften. Art. 4). 1994 II S. I S. 5 Zur Definition des MPA siehe gleich unten II. Bilanz und Ausblick Trotz mancher deutlich spürbarer Entlastungen. -strategien und -maßnahmen liegt freilich ganz überwiegend in der Verantwortung der EU. also die Zone seewärts des Küstenmeers bis zu einer Ausdehnung von maximal 200 Seemeilen (sm). Tätigkeitsschwerpunkte: EU und Nationales Umweltrecht. ein zulässiges Instrument im Rahmen der MPAs können – aus völkerrechtlicher Sicht – kurz definiert werden8 als geographisch festgelegte marine Gebiete (in drei Dimensionen). Schadstoff. die vor allem in der Gemeinsamen Fischereipolitik und Agrarpolitik – nicht allein aus Gründen des Umweltschutzes – dringend erforderlich wären. Friederike Mechel. von einer näheren Differenzierung wird aus Platzgründen abgesehen. S. aber auch regionale völkerrechtliche Vereinbarungen können die Einrichtung von Meeresschutzgebieten erzwingen. Koch: Fehlt dem Dosenpfand die Ermächtigungsgrundlage?. 2 Vom 10. ist der Belastungsdruck aus Fischerei. ZUR 5/2003 329 . Schifffahrt. Universität Hamburg. UNCLOS bzw. Dokumentation der Sondertagung vom 27. muss sie auch schützen. allgemeinen Verpflichtung des Art. 380. Das Völkerrecht.bfn. II. Art. LOSC). Bonn-Bad Godesberg 2000. Dezember 1982 (BGBl. v. S. Edmund-Siemers-Allee 1. S. 29. Wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Sachverständigenrat für Umweltfragen. abgekürzt SRÜ oder engl.und Nährstoffeinträgen sowie baulichen Nutzungen nach wie vor immens. 374 ff. speziell die Erhaltung der marinen Biodiversität des Meeres. 1420 ff. 3 Vgl. unter 4 a) und 4 b). Hoheitsbefugnisse und Pflichten. 3769. Wie an anderer Stelle gezeigt. Der besondere Rechtsstatus der AWZ Die Ausschließliche Wirtschaftszone. gemessen von den sog. hat der Küstenstaat Rechte. Basislinien (vgl. Es fehlt überdies ein taugliches Planungssystem. 20146 Hamburg. M e e re s s c h u t z g e b i e t e i n d e r A u s s c h l i e ß l i c h e n W i r t s c h a f t s z o n e ( AW Z ) E. Die Bundesrepublik Deutschland hat mit der Proklamation vom 25. In der AWZ und auf dem dazugehörigen Meeresboden. Das Europäische Gemeinschaftsrecht. Hamburg 2003. in: Lozán/ Rachor/ Reise/ Sündermann/ von Westernhagen (Hrsg. ob und inwieweit der Küstenstaat mit Wirkung für Dritte Schutzmaßnahmen anordnen und marine Schutzgebiete ausweisen kann. sind die Gemeinschaft und ihre Mitgliedstaaten allerdings noch um Einiges entfernt.. das gesamte Rechtsregime der AWZ anerkennt und umzusetzen hat.. ZUR 2003.. S.. Meeresschutzgebiete (Marine Protected Areas) in der AWZ 1. Die partielle Umsetzung nur des Nutzungsregimes ohne das Schutzregime. die bis heute vor allem durch die starke Verminderung der direkten Stoffeinleitungen aus Industrie. Warnsignale aus Nordsee & Wattenmeer. Außerdem zeigt er beispielhaft einige normative Defizite auf. ermöglicht das Völkerrecht die Berücksichtigung von Naturschutzbelangen in der AWZ4. rechtliche Instrumentarien und zuständige Körperschaften mit Relevanz für marine Schutzgebiete („Marine Protected Areas«/MPAs) in der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) und auf Hoher See des OSPAR-Konventionsgebietes.M.und Schutzansprüche zu koordinieren. gemeinsam mit H. um mittelfristig unterschiedliche Nutzungs. Flügel West. Das bedeutet auch. 55 SRÜ unterliegt die AWZ einer (in Teil V des SRÜ festgelegten und durch weitere Vorschriften ergänzten) »besonderen Rechtsordnung«. Kurz gesagt: Wer die AWZ nutzt. 564 f. 6 BGBl. Naturschutzrecht im Küstenmeer und in der Ausschließlichen Wirtschaftszone..pdf.C z y b u l k a . Kersandt. wäre völkerrechtswidrig (und im Übrigen auch europarechtswidrig und verfassungswidrig)7. D. 7 Czybulka (Fn. II S. Meeresumweltschutzrecht Dr. bezwecken.

1360). Eine ausdrückliche Bezugnahmen auf das regionale Umweltvölkerrecht und damit auf Schutzgebiete. d. 3a SeeAnlV zeigt. 194. 1741). während einige Autoren – wenn auch nicht durchgängig – engere Ansichten hierüber haben17. S. 1 Nr. § 33 Abs. die unzureichende FFH-Umsetzung21). S. 666. 14 Übereinkommen vom 9. die Diskussion. 211 Abs. 6 ff. – Das so genannte absolute Veränderungsverbot nach nationalem (deutschen) Naturschutzrecht wird fehlinterpretiert (dazu unter B. 16). Long/ A.). Ich bin allerdings der Auffassung.). 78 (ff. L 206 S. der einen normativen und begrifflichen Bezug zu »geschützten Teilen von Natur und Landschaft« im Sinne des § 22 Abs. Stoll. Eindämmung oder Verhinderung menschlicher. Wichtig ist auch die Berücksichtigung der Staatenpraxis bei der Einrichtung von Marine Protected Areas23 in der AWZ und – beginnend – in der Hohen See. 121. S. 5 SRÜ und Art. liefert demnach die maßgeblichen Regeln für die Ausübung der küstenstaatlichen Hoheitsgewalt in der AWZ. 128 f. »im Rahmen der Vorgaben des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen« an. die im OSPAR13oder HELCOM14-Prozess ausgewiesen werden können oder müssen. Das Verhältnis von Völkerrecht und nationalem Recht in der AWZ: »Nadelöhr« oder Rahmen für Meeresschutzgebiete? Das Völkerrecht.und Habitatschutz ein und bezieht sich nicht lediglich auf die Verhütung. Zur systematischen Erfassung und Differenzierung der fraglichen menschli- 9 Hierzu unten B. Gesetzliche Rahmenbedingungen für Vorrangflächen des Naturschutzes und Entwicklungsbedarf aus juristischer Sicht. einzurichten«. Das ist politisch gewollt. also der nationalen Vorschriften zur Umsetzung der FFH11. Sp. 562. Jarass. 563 f. NuR 1999. dass es sich hierbei eher um einen (angemessenen) Rahmen handelt. Arten und ökologische Prozesse – im Rahmen von Art.Das Thema deren Ökosysteme. 670 r. die vor Jahrzehnten auf dem Lande geführt wurde. 181 ff. S. 22 Die Bedeutung der regionalen Meeresschutzabkommen hebt auch T. dass speziell die CBD sich auch auf marine Gebiete einschließlich der AWZ bezieht19. 6 und 8 CBD sowie der jeweils einschlägigen Vorschriften des regionalen völkervertraglichen Umweltrechts – auf Grund ihrer Vielfalt oder Seltenheit und Empfindlichkeit bzw. S. NuR 2001. Die jetzt vorliegende Regelung über geschützte Meeresflächen in § 38 BNatschG ordnet bei der Knüpfung des Netzes Natura 2000 in der AWZ eine entsprechende Anwendung der §§ 33. 1397). Naturschutz in der Ausschließlichen Wirtschaftszone. 121 ff. fehlt ebenso wie ein Hinweis auf das Übereinkommen über die biologische Vielfalt15 (engl.und entsprechenden Schongesetzen auch in Bezug auf marine Bereiche seit langem betrieben wird. näher Czybulka/ Kersandt (Fn. Schutzgebietssysteme und naturschutzfachliche Bewertung großer Räume in Deutschland. wie er etwa in Form von Jagd-. 1994 II S. Convention on Biological Diversity. 2. vorab das SRÜ als »Grundgesetz der Meere«. 11 Richtlinie 92/43/EWG vom 21. ein System von Schutzgebieten oder Gebieten. L 103 S. R. was der Küstenstaat völkerrechtlich gesehen in einem MPA regeln darf.h. Nach Art. – Art. in de- nen besondere Maßnahmen zur Erhaltung der biologischen Vielfalt erforderlich sind. Wozu braucht man Meeresschutzgebiete? Der Zweck der Einrichtung von Meeresschutzgebieten. 311 SRÜ – eine Schlussbestimmung – wird im Vergleich zu Art. 3. Insgesamt lässt sich aber schon im Zusammenspiel mit dem SRÜ (Art. ders. die offensichtlich darauf abzielen. 4). vermittelnd H. verbirgt sich in der oben (II. dass sich das sog. liefert hierzu schon Art.und Vogelschutz-Richtlinie12. 19 Czybulka/ Kersandt (Fn. ABl. Das SRÜ ist auf seine Ausgestaltung auf regionaler Ebene angelegt22. 4 SRÜ den Ansatz. natürliche Lebensräume. 34 BNatSchG. 1 Abs. Mai 1992 des Rates zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen. Der nationale Gesetzgeber erwähnt die CBD in diesem Zusammenhang nicht einmal im Text. Marine Habitat Protection in Sea Areas under the Jurisdiction of a Coastal Member State of the European Union: The Case of Deep-Water Coral Conservation in Ireland.. 4). die dem Ökosystem Schaden zufügen (können). 24. 1. vgl. 15 Vom 5. bezogen auf die marinen Gebiete. IV. Es ist ferner so. Außerdem formuliert die Vorschrift in Abs. Goote. 10). Czybulka. NuR 2002. Meeresschutz im Küsten.. Baden-Baden 2002. Der nationale Gesetzgeber hat in § 38 BNatSchG nicht diesen Begriff. 169. D. Die nationalen Hoheitsbefugnisse müssen durch das »Nadelöhr« des SRÜ.) gegebenen Definition.und Offshore-Bereich im Hinblick auf nicht-stoffliche Einflüsse. vgl. 18 Die Verpflichtung der Staaten zum Schutz der Meeresumwelt bezieht den Ökosystem... Grehan. 380. 12 Richtlinie 79/409/EWG des Rates vom 2. 21 Zur rechtlichen Situation und Praxis der Gebietsmeldungen D. Jakarta Mandat der Vertragsparteien vorrangig auf die marine Biodiversität (und die der Küstenräume) bezieht20. Lagoni (Fn. 374. als dies das Völkerrecht zuließe. 1 in ihren Nummern 1-5 weitere Maßgaben. Die Geltung der FFH-Richtlinie in der Ausschließlichen Wirtschaftszone. a) CBD hat jede Vertragspartei »soweit möglich und angebracht. 19. Richtig betrachtet. 24 und bei G.. 194 Abs. 20 Vgl. 12. EG Nr. 1994 II S. – Art. 194 Abs. 16 Czybulka (Fn. Die Errichtung von Schutzgebieten in der ausschließlichen Wirtschaftszone aus völkerrechtlicher Sicht. 192. Klinski. speziellen Artenschutz. Verringerung und Überwachung der Verschmutzung. Berlin 2001. The Jakarta Mandate on Marine and Coastal Biological Diversity.). geregelt und verwaltet werden müssen. 2 BNatSchG. die freilich dreidimensional und funktionsbezogen gedacht werden müssen. 23 Nachweise zur Staatenpraxis bei Czybulka (Fn. Gefährdung und Bedrohtheit – mittels der geeigneten und notwendigen Erhaltungsmaßnahmen – gegen die nachteiligen oder schädlichen Auswirkungen von Vorgängen und Kategorien menschlicher Tätigkeit – im Hinblick auf die Verwirklichung bestimmter Erhaltungsziele geschützt. S. II 1993 S. CBD). Lagoni. EG Nr. Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes. S. Vorrangflächen. 39 ff. 235. Bonn-Bad Godesberg 2000. zumeist wirtschaftsbetonter Aktivitäten. Ich habe hier stets eine weitere Auffassung vertreten16. Fischerei. 5) erkennen. sondern den Begriff der »geschützten Meeresflächen« gewählt. hin zum umfassenden Naturschutz (besser: Lebensraumschutz) stieß schon auf dem Land auf heftigen Widerstand der potenziellen Nutzer (vgl. gekennzeichnet und ausgewiesen. 1 BNatSchG aufweist und somit an die allgemeine – nationale – Schutzgebietssystematik9 anknüpft. April 1979 über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten. hervor. Dahinter stehen regelmäßig auch schützenswerte Lebensraumtypen und Arten als Schutzobjekte. 17 Vgl. 8 lit. dass der völkerrechtliche marine Umweltschutz heute (auch) eine ökosystemare Ausrichtung hat18. April 1992 über den Schutz der Meeresumwelt des Ostseegebiet (BGBl. keine allzu rigiden Schutzvorschriften zuzulassen und so einen »Sicherheitsabstand« zum völkerrechtlich Zulässigen einzuhalten. Ersteres ist ein schwerwiegendes Defizit der Regelung. 330 ZUR 5/2003 . Es geht ganz wesentlich um die Lenkung. wie Lagoni10 formuliert hat. International Journal of Marine and Coastal Law 12 (1997). 10 R. IV. 6 SRÜ wird zu restriktiv interpretiert (siehe zur Schifffahrt noch näher unten 3. 13 Übereinkommen vom 22. als mitunter behauptet wird. Es kann keinen Zweifel geben. 8). Anders ausgedrückt ermöglicht die nationale Regelung tendenziell weniger Schutz (und mehr Nutzung) in der AWZ. so findet man vor allem folgende Gründe: – Das Zusammenspiel zwischen SRÜ und CBD wird bislang wenig beachtet. Rechtliche Probleme der Zulassung von Windkraftanlagen in der ausschließlichen Wirtschaftszone. 19. 237 SRÜ überbewertet. 192. Es ist deshalb weniger starr. 1. Der fachlich erforderliche Paradigmenwechsel vom eingeschränkten bzw. Baden-Baden 2002. wie insbesondere auch die Konstruktion der gebundenen Genehmigung für Anlagen und der Eignungsgebiete für Windkraftanlagen in §§ 3. 377 ff. Art. M. S.). Die rechtlichen Möglichkeiten der Einrichtung von Meeresschutzgebieten in der Ostsee. 7. September 1992 über den Schutz der Meeresumwelt des Nordostatlantiks (BGBl. 245 f. In gewisser Weise wiederholt sich jetzt. in: Ssymank (Bearb. ABl. 1. Juni 1992 (BGBl. International Journal of Marine and Coastal Law 17 (2002). Janssen. 197. Will man die unterschiedlichen Auffassungen darüber analysieren.

als es die Aus24 Czybulka/ Kersandt (Fn. 36 D. 31 und 39.. 390. Tz. Hamburg 2002. 1 Satz 2 BNatSchG hingewiesen. weil die Nutzungsbeschränkungen in Schutzgebieten alle potentiellen Nutzer gleichermaßen treffen. 43. 8. Rechtliche Vorgaben und Defizite beim Schutz der Küstenökosysteme der Ostsee. wie es der EG-Vertrag vorsieht. 26 Vgl. Kersandt.und Umweltschutz nicht an den nationalen Grenzen haltmacht34.). Ist die biologische Vielfalt zu retten?. in: Lozán/ Rachor/ Reise/ Sündermann/ von Westernhagen (Hrsg. Ein wichtiges Argument für eine sachliche Geltung des Naturschutzrechts und der Regelungen über Schutzgebiete in der AWZ ist das Prinzip der Einheit (und Widerspruchsfreiheit) der Rechtsordnung35 sowie das Untermaßverbot aus Art. S.C z y b u l k a . 562 f. Art. Lagoni. inzwischen werden größere Schutzgebiete mit vielfältigen Habitaten. 35 Czybulka (Fn. anerkannt und prinzipiell durchsetzbar ist29. verfassungstheoretische und rechtliche Vorüberlegungen zum Naturschutz. dass auch die Umwelt außerhalb der territorialen Grenzen des Staatsgebietes einzubeziehen ist. A. NuR 2001. R. kritisch z. schützen aber nur durch sektorale Reglementierung und zwar ausschließlich bezogen auf die Verschmutzung durch Schiffe. no-take areas). Für eine Stärkung und Neuorientierung des Naturschutzes. dass »Beschränkungen der.und Schutzinteressen. Ethische. jetzt auch zu Nutzungen und Konflikten mit Naturschutzbelangen Rat von Sachverständigen für Umweltfragen (SRU). S. 6 lit. Daneben sind auch kleinere geomorphologische oder biogene Sonderstrukturen unter Schutz zu stellen25. Die Rechtslage für Genehmigung von Offshore-Windenergieanlagen nach Völker-. S. 23). UGB-KomE (Fn. II. Nebelsieck. Ballschmidt-Boog.B.). das sich auf eine Verhinderung der Verschmutzung (pollution) bezieht. 31). Vergleichbares sollte dann wohl aus der Sache heraus auch für das Naturschutzrecht gelten. 1-12. Lebensgemeinschaften und Ökosystemfunktionen (»Habitat-Komplexe«) auch aus Gründen der Schutzökonomie für besonders sinnvoll erachtet. 4). B. 2 ff. Es bedarf wenig Phantasie. Hier gibt es große Probleme in Bezug auf Akzeptanz und Durchsetzbarkeit. 4). Außerdem lässt ein derartiger Schutz letztlich eine längere und ergiebigere Nutzung zu. UGB-KomE. Entwurf der Unabhängigen Sachverständigenkommission zum Umweltgesetzbuch beim Bundesministerium für Umwelt.).1. Naturschutz und Rechtsregime im Küsten. Dies betrifft auch das Instrument der marinen Schutzgebiete und planerische Instrumente. 119. Europa. Baden-Baden 2000. Art. 392 ff.). haben zwar ökologische Anknüpfungspunkte. 852. D. S. S. Geltungsaspekte Das Problem der Geltung des nationalen Rechts in der AWZ ist noch recht neu. Das Europäische Naturschutzrecht geht über das Völkerrecht insoweit hinaus. 32 R.). die in der derzeitigen Übergangssituation beim »Windhundrennen« um günstige Standorte für WEA in der AWZ ausgenutzt werden sollen. gen des internationalen und europäischen Umweltschutzes«31. Naturschutz für die Nordsee – Was ist erforderlich?. 27 Janssen (Fn. S. Baden-Baden 2003. sich auszumalen. 25 Dazu H. das Gesetz diene »auch den Belangen des Umweltschutzes außerhalb des Geltungsbereichs dieses Gesetzes. Berlin 2002. 132. In § 1 Abs.. Naturschutz und Reaktorsicherheit. In diese Situation hat sich der Gesetzgeber aber selbst gebracht. insbesondere den Anforderun- ZUR 5/2003 331 . 123.)..und FFH-Richtlinie in der AWZ schon fast als ferne Historie. Handbuch Naturschutz und Landschaftspflege. 20a GG ihren Zweck nur dann erfüllen kann. 78 (ff. 374 ff. 211 Abs. Vierter Warnemünder Naturschutzrechtstag. SRU.und Umweltschutzstandards angewendet würden. also jedenfalls seit 1994 das AWZ-Regime mit einschließt. Sie haben aber zu einer weiteren mehrjährigen Verspätung bei der Umsetzung des marinen Habitatschutzrechts geführt.. weil sich die mögliche innerstaatliche Geltung allgemeiner Regeln des Völkerrechts (natürlich) nach dem jeweiligen Bestand völkerrechtlicher Geltung richtet32. dazu an den Sonderfall der nachhaltigen Fischerei28. ferner ders. An fehlender Wettbewerbsneutralität kann die mangelnde Akzeptanz auch hier nicht liegen. wenn man nicht ohnehin der Auffassung ist. Sicherlich gibt es Überschneidungsbereiche. 20a GG und Art. Die Anwendbarkeit der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie und der Vogelschutzrichtlinie der Europäischen Gemeinschaften auf die marine Umwelt. Das gilt auch für den marinen Bereich. 31 Vgl. S. vgl. ist also auch ökonomisch vernünftig. in: Czybulka (Hrsg. wenn man an die Probleme der Auswirkungen von Marikultur oder beim Ablassen von Ballastwasser denkt. 5 SRÜ legen wiederum »nahe«33. 25 Satz 1 GG entnommene Territorialitätsprinzip des Völkerrechts steht dem nicht entgegen. Berlin 1998. 562. (Fn. Welche Bedeutung hat die Zuordnung zum Meeresnaturschutz(recht)? Die Feststellung ist mittlerweile trivial. Auf Art. Zustimmend jetzt auch Jarass (Fn. S. 39. 192. 1 Nr. 19 ff. i. 43 ff. (und früher). Nordberg. in: Lozan/ Rachor/ Reise/ Sündermann/ von Westernhagen (Hrsg. a) und c) SRÜ). die Frage ist definitiv geklärt37. Man könnte sie deshalb auch maritime Schutzgebiete nennen27.). Denn marine Schutzgebiete (MPAs) sind vor allem wichtig für die unmittelbare Erhaltung der Biodiversität (Naturschutz). Czybulka.w. Anders liegt es beim »Schutz vor Nutzung« und dem damit zusammenhängenden rechtlichen Instrumentarium des (marinen) Naturschutzrechts. 25. in: Konold/ Böcker/ Hampicke (Hrsg. P. 34 Vgl. in: Czybulka (Hrsg. April 2003. 17). wenn der Natur. Naturschutz und Verfassungsrecht. 14/9852. 4). aus ökosystemarer Sicht vgl. Die ersten Vorschläge zu Meeresschutzgebieten sind wohl im Zusammenhang mit der Fischerei erörtert worden (sog. Farke/ E. Lagoni (Fn. Grundgesetz. 63 ff. Anforderungen an Normsetzung und Vollzug. Streinz. 367. 8. Rn. 31). dass die Staatszielbestimmung des Art. Anforderungen des europäischen Gemeinschaftsrechts Aus heutiger Sicht erscheinen die vormaligen Auseinandersetzungen um die Geltung der Vogelschutz. allerdings in eigenartiger Systematik. 28 Dazu G. September 2002. BT-Drs. 6 SRÜ wird in § 38 Abs.E. welche Zustände entstünden. Diese speziellen »Schutzgebiete«. 28 ff. 302. So gesehen sollte die AWZ jedenfalls dem sachlichen Geltungsbereich des UGB unterfallen. Das Rechtsregime der Ausschließlichen Wirtschaftszone im Spannungsfeld von Nutzungs. S. Czybulka. Czybulka. 37 Czybulka (Fn. 20a GG36. Sondergutachten. schon L. 30 Ausführlicher dazu D. vgl. Dritter Warnemünder Naturschutzrechtstag. Hubold/ R. nicht zulässig« seien. S. wenn diesseits und jenseits der 12-sm-Grenze unterschiedliche oder (in der AWZ) gar keine Natur. 16). 194 Abs. Rechtliche Rahmenbedingungen. Leider hat sich der Bundesgesetzgeber nicht zu einer allgemeinen Aussage zur Geltung des Naturschutzrechts in der AWZ bewegen lassen. Die maßgeblichen nationalen und gemeinschaftsrechtlichen Regelungen für Meeresschutzgebiete in der AWZ I. Landsberg am Lech 1999. Czybulka (Fn. Baden-Baden 2002. in: Kumpfer/ Schlacke (Hrsg.und Offshore-Bereich. 5.und nationalem Recht. III. Die Einrichtung mariner Schutzgebiete gehört zum »Meeresnaturschutzrecht« und nicht zum »Meeresumweltrecht«26. 10). Kommentar. Rachor. 211 Abs. Schiffahrt. Integrativer Umweltschutz. in diesem Heft S. 338. Ein solcher »Schutz bei der Nutzung« ist grundsätzlich wettbewerbsneutral. wenn auch Belange der Verschmutzungsverhütung etwa über das Instrument des »Besonders Empfindlichen Meeresgebiets« (PSSA) berücksichtigt werden können. 368 f. S. 29).). in: Sachs (Hrsg. M e e re s s c h u t z g e b i e t e i n d e r A u s s c h l i e ß l i c h e n W i r t s c h a f t s z o n e ( AW Z ) chen Aktivitäten muss ich auf frühere Beiträge verweisen24. Wege zu einer nachhaltigen Fischerei.. Fn. zuletzt zusammenfassend Czybulka/ Kersandt. 436. 37 zu Art. Das Verfassungsrecht bestätigt dieses Ergebnis: Das Art.N.. 4 des Professorenentwurfes eines UGB hieß es. 852 m. Der Hauptgrund liegt offenbar in der schweren Vermittelbarkeit vom Nutzen des Naturschutzes aus der heute noch vorherrschenden überbetont anthropozentrischen Sicht30 und kurzfristigen Wettbewerbsvorteilen. Stellungnahme. die ihren besonderen Schutzstatus rechtfertigen (sollen). Fn. Windenergienutzung auf See. UGB-KomE (Fn. S. nachdem zuvor angeordnet wird. dass Umweltschutz im technischen Sinne und das entsprechende rechtliche Instrumentarium. S. 565. die auf Antrag durch die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (IMO) errichtet werden können (vgl.. 29 Vgl. Die Genehmigung von Offshore-Windenergieanlagen in der AWZ. wenn kein »Umweltdumping« in einzelnen Staaten zugelassen wird. Verfassungsrechtliche Grundlagen 1. 124. 33 Vgl.

332 ZUR 5/2003 .a. die im Wasser leben und große Lebensräume beanspruchen. Es handelt sich um naturschutzfachliche Kriterien. Das Völkerrecht schließt von der Sache her die Schaffung gesetzlicher Grundlagen für eine vorsorgende Planung. in: Isensee/ Kirchhoff (Hrsg. verfolge ich diesen Gedanken hier nicht weiter41. 1096. Art. 2 VSRL. also jener auch in Art. 48 Hierzu noch näher unter IV. dass die Ausgestaltung der Genehmigungsnorm als Kontrollerlaubnis der naturschutzfachlichen Problematik und einem vorsorgeorientierten Aufbau der Windkraft in der AWZ nicht gerecht wird43. S. Schall. ÄndG vom 27. III. 2 GG sind auch nach Verschärfung dieser Vorschriften durch das 42. Betroffen sind gerade Regelungen über marine Schutzgebiete. zu deren Umsetzung in der AWZ § 38 BNatSchG ja ausdrücklich angetreten ist. 4 Abs. je nachdem ob es sich um Rahmenvorschriften handelt. Allgemeine Probleme der Gesetzgebungskompetenz des Bundes. tun es aber auf Grund hohen wirtschaftlichen und politischen Drucks doch. »wenn der Vogelzug gefährdet« wird. Art. weil das europäische Naturschutzrecht insoweit ökosystemar und nicht anthropozentrisch ausgerichtet ist. Insofern geht es aus nationaler Sicht um das Recht der Wirtschaft. 710. Die materiellen Auswahlkriterien sind aber weiterhin dem Gemeinschaftsrecht zu entnehmen.a. Verträglichkeitsprüfung) keine Rolle spielen. Soweit der Bund unmittelbar geltende Regelungen qua Gesetz treffen darf. Fn. S. Graf Vitzthum. Wichtig sind in diesem Zusammenhang insbesondere Art. 40 Vgl.und umweltschutzrechtlichen Vorschriften ohne Weiteres auf Grundlage einer Annex-Kompetenz mitzuregeln – ein Weg. vgl. Dies betrifft beispielsweise den Schweinswal und den Großen Tümmler. 11 GG beruht und die übrigens europarechtskonform dahingehend auszulegen ist. Für die FFH-Richtlinie gilt ein etwas komplizierteres und mehrstufiges Verfahren. Danach richtet sich auch das derzeit laufende Verfahren zur fachlichen Identifizierung der Schutzgebiete durch das Bundesamt für Naturschutz (unten C. 666. da eine einheitliche Regelung für die gesamte AWZ aus gesamtstaatlichem Interesse zwingend erforderlich ist und unterschiedliche gesetzliche Maßstäbe zu enormen Wettbewerbsverzerrungen führen würden. also hier des Abbaus etwa von Kiesen und Sanden. aber auch (in der Ostsee) dem Helsinki-Übereinkommen und den HELCOM-Empfehlungen bzw.-J. Gesetzgebungskompetenz Obwohl aus verschiedenen Gründen eine Lösung vorzugswürdig wäre. so ergibt sich zunächst.E. 49 Die HELCOM-Empfehlung 15/5 »enthält auch Elemente einer raumbezogenen Planung«. Meldung und Unterschutzstellung bestimmter Meeresflächen in der AWZ nicht nur ermöglicht. die auf Art. 75 Abs. S. wobei die Agenden (u. den das BNatSchGNeuregG auch gegangen ist: Nach Art. dies korrespondiert völkerrechtlich mit den nach Art. denen kein »Trägerverfahren« in Bezug auf wirtschaftliche Aktivitäten zugrunde liegt. Bonn-Bad Godesberg 2000. die AWZ hat aber für den Erhalt des Seehunds wohl nur geringere Bedeutung. welches die gesamte AWZ der Ostsee zum Totalreservat erklärte48. sondern die Mitgliedstaaten dazu verpflichtet. in diesem Heft S. begrenzt wird auf den Fall. Koch. 22). 75 Abs. Es besteht m. die Verordnung bedarf »nicht der Zustimmung des Bundesrates«.sowie Biotopschutzbestimmungen für die AWZ erlassen durfte. Fricke. 3 GG). 95 ff. 75 Abs. Die Voraussetzungen der Art. 23). Der Schutz von Tier. Marine Schutzgebiete mit entsprechenden Schutzgebietsverordnungen sind also in der AWZ zulässig. Auch § 33 BNatSchG stellt keine eigenen materiellen Kriterien auf. I S. »wenn sich ein Raum klar abgrenzen lässt. sind schon von der Nichtmeldung von FFH-Gebieten auf dem Lande bekannt38. wo es um die gesetzliche Regelung von »rein« naturschutzrechtlichen Sachverhalten geht. 56 Abs. die von den Ländern umzusetzen sind (vgl. das Europäische Naturschutzrecht zu unterlaufen. 1 Nr. 726. also insbesondere Gebietsschutz. 42 Für die Nutzungen auf dem Festlandssockel schon W. 29. oder um unmittelbar geltende Regelungen. hierzu H. (in der Nordsee) dem OSPAR-Prozess zu entnehmen sind49. 3146. 3 FFH-RL. Bei bestehender Rahmenkompetenz des Bundes (vor allem also im Bereich des Naturschutzrechts)44 ist stets eine (klarstellende) gesetzliche Regelung erforderlich.. Der »Fall Butendiek« ist bereits aktenkundig. ein nationales Gesetz. den Beitrag von O. 1 lit. 39 Art. 41 Schweden hat ein – sehr knappes – AWZ-Gesetz erlassen.und Umweltschutzes. 113 ff. aber auch den Maifisch (Alosa alosa) oder die Finte (Alosa fallax)40. 2 i.). 1. 3 BNatSchG geschehen ist47.m. dass die Meldepflicht für Gebiete hinsichtlich jener Tierarten. 4 Abs. iii) SRÜ dem Küstenstaat zuerkannten Hoheitsbefugnissen in Bezug auf den Schutz und die Bewahrung der Meeresumwelt. die dem Bund zur vollen Umsetzung des AWZ-Regimes die konkurrierende Gesetzgebungskompetenz einräumte. Hier sind die erforderlichen naturschutz. Es gibt aber auch Konstellationen. 3 sowie des Art. die der Bund erlässt (vgl. die Gebietsvorschläge für (u. in: Petersen/ Hauke/ Ssymank (Bearb. die direkt (als Arten) in den FFH-Anhängen gar nicht erfasst sind. Diese Versuche. § 3 Satz 2 der Seeanlagenverordnung (SeeAnlV) dahingehend ergänzt. 47 Die Verordnung erlässt das BMU »unter Beteiligung der fachlich betroffenen Bundesministerien«. 46 Vgl. Jarass. 120. 4 FFH-RL im Zusammenspiel mit seinen Anhängen I (für schützenswerte Lebensraumtypen). 44 Denkbar sind künftig auch Anwendungsbeispiele im Recht der Raumordnung und des Wasserhaushalts. dass der Bundesgesetzgeber für den Schutz der marinen Natur in der AWZ die erforderlichen Regeln als unmittelbar geltende Vorschriften im Rahmen des BNatSchG schaffen. 1 UAbs. II (für besonders schützenswerte Arten) und III (Auswahlverfahren) geregelt ist. 4 GG. Oktober 199445 erfüllt. D. b) Nr. die unter Gebietsschutz zu stellen sind.) dem Europäischen Gemeinschaftsrecht (Netz Natura 2000). Außerdem ist die Liste der schützenswerten marinen Lebensraumtypen unvollständig. 122 (Karte). 350 ff. 1093. 43 Vgl.B. Auf einem anderen Blatt steht. so wären etwa stets von Seehunden aufgesuchte Sandbänke solche abgrenzbaren Teillebensräume. 4 (in Verbindung mit Anhang I) sowie für die Zugvogelarten Art. Handbuch des Staatsrechts der Bundesrepublik Deutschland. 2 GG). vgl. zumindest eine »Negativplanung« etwa bezüglich künftiger Standorte von Windkraftanlagen etc. S. weil § 38 BNatSchG insoweit keine Konkretisierungen enthält. weil er wohl eine Änderung des Grundgesetzes voraussetzt. kann er auch zu BundesRechtsverordnungen (Schutzgebietsverordnungen) ermächtigen46. Strömung und Wind. 74 Nr.a. Erwägungen ökonomischer Art dürfen bei der Gebietsauswahl (anders nach Etablierung des Netzes bei der sog.). Art. wobei der Bund die konkurrierende Gesetzgebungskompetenz gemäß Art. Art. Das ist eine naturschutzrechtliche Annexregelung. 45 BGBl. 1 S. das in Art.). weil prinzipiell mehrere Körperschaften als Gesetzgeber in Frage kommen (Bund und Küstenländer).V. Juristisch gibt es in Bezug auf marine Gebiete die Besonderheiten. Natura 2000 – Zur Umsetzung der Habitat-Richtlinie 92/43/EWG. dass der Wahl von Standorten für Windkraftanlagen keine sog. Maßgeblich hierfür sind die Vorschriften der Vogelschutzund der FFH-Richtlinie.). der für das Leben und die Fortpflanzung dieser Arten ausschlaggebenden physischen und biologischen Elemente aufweist«39. mit ein. Unzulässig wäre z. soweit sie das SRÜ beachten. so zutreffend Stoll (Fn. Auch völker38 Vgl. dass die Genehmigung für Windkraftanlagen zu versagen ist. 56 SRÜ angesprochene Schwerpunkt menschlicher Tätigkeiten zur wirtschaftlichen Erforschung und Ausbeutung der Zone wie Energieerzeugung aus Wasser. 2 des Gesetzes hat man u. faktischen Vogelschutzgebiete entgegenstehen dürfen. Betrachtet man die in der AWZ anstehenden.a) Maifisch und Finte bei R. 72 Abs. 75 Abs. die Errichtung von Anlagen und Bauwerken u. NVwZ 2000. Der Seehund ist hier als marine Art zu qualifizieren. Anforderungen des nationalen Rechts 1. 11 GG hat (einschließlich des Bergbaus.und Pflanzenarten bei der Umsetzung der FFH-Richtlinie. Janssen (Fn. in: Czybulka (Hrsg. dringendsten Probleme aus der Sicht des Natur. Bd.Das Thema wahl. dass ein Großteil der Eingriffe und somit des erforderlichen Schutzes sich als Resultat wirtschaftlicher Betätigung in der AWZ darstellt. Heidelberg 1987. vergleichbares gilt auch für submarine Pflanzen. 75 Abs. aber auch von Kohlenstoffen)42. wie dies jetzt auch in § 38 Abs. 673 f. 74 Nr. H. 4 Abs. kein Zweifel daran.

D. Landschaftsplanung. Schutzgebietskategorien für marine Schutzgebiete 1. eine neue Schutzgebietskategorie ist nicht eingeführt worden. auch die Errichtung besonderer (Natur)-Schutzgebiete (mariner Schutzgebiete. das in der AWZ keine Anwendung findet. dass auch die schärfste Schutzkategorie des nationalen Rechts. Rz. § 1 Nr. Heidelberg 2002. die sich zentral mit naturschutzrechtlichen und -fachlichen Anforderungen an Meeresschutzgebiete befasst64. 62 Vgl.B. Das Totalreservat ist – juristisch gesehen – auch im nationalen Recht ein Mythos. Auch hier fehlt jeder Bezug zum regionalen Völkerrecht. Hier besteht weiterer Forschungsbedarf. in der SeeAnlV56 sowie in § 38 BNatSchG sind verfassungsrechtlich unbedenklich57. 30 GG kann für die Vollzugskompetenzen in der AWZ nicht ohne weiteres gelten.oder HELCOM-Prozess. 30 a. weil auch diese Gebiete schlussendlich nach nationalem (Naturschutz-)Recht zu sichern sind63. 2. 91 ff.). 42). MPAs) durch einen Küstenstaat möglich ist. in: Riedel/ Lange (Hrsg.B. Jarass/ B. Kommentar. Stoll (Fn. Aufl. SRÜ) – ich nenne sie einmal »Fangschutzgebiete« -. Insbesondere in der Zusammenschau mit regionalen völkerrechtlichen Abkommen wie dem Helsinki. Das schließt auch marine Schutzgebiete unter kommunaler Trägerschaft aus.und völkerrechtlicher Regelungen« nicht befahren werden. Das Grundgesetz besagt in seinem Text unmittelbar nichts (mehr) zu seinem (räumlichen) Geltungsbereich. soweit es sich um reine Offshore-Gebiete handelt65. 23). 5.C z y b u l k a . Diesem Ansatz ist der Bundesgesetzgeber nur in Bezug auf das Netz Natura 2000 gefolgt. der auf die zugewiesenen Hoheitsbefugnisse rekurriert.. 54 Ausführlich Czybulka (Fn. Die Regelung ist aber in § 137 Abs. 60 Siehe auch Graf Vitzthum (Fn. Europäisches Gemeinschaftsrecht.und OSPAR-Überreinkommen ergeben sich Möglichkeiten zum marinen Gebietsschutz53. Die AWZ ist kein Staatsgebiet58. ZUR 5/2003 333 . Die Kernzone unterliegt danach einem Schutz ähnlich einem Naturschutzgebiet. 4a i. 58 Vgl. 367. Soweit Satz 2 der durch den Einigungsvertrag geänderten Präambel als indirekte Festlegung des »Staatsgebietes« verwendet wird59. die zu einer Zerstörung.. Juni 1979 zur Erhaltung der wandernden wildlebenden Tierarten (BGBl.). BfN-Skripten 43. H. Deshalb ist der Unterschied zwischen den nationalen Schutzgebietskategorien und einem Schutzansatz in der AWZ. 51 Übereinkommen vom 23. Ein Unterbleiben der Unterschutzstellung im marinen Bereich entsprechend § 33 Abs. Allgemeines In der früheren. März 1992 zur Erhaltung der Kleinwale in Nord. man spricht deshalb vom »absoluten Veränderungsverbot«. Janssen hat kürzlich eine umfangreiche Untersuchung vorgelegt. Bonner Konvention51. 2 BNatSchG. kann damit nicht die AWZ. Dasselbe Problem stellt sich künftig aber auch für Schutzgebiete im OSPAR. der Nationalpark] zwar alle Handlungen verbietet. Meeresschutzgebiete als besondere Kategorie in der AWZ? § 38 Abs. Sein Vorschlag sieht regelmäßig eine Zonierung des Meeresschutzgebietes vor und lässt in der oder den Pufferzonen bestimmte Nutzungen. Es ist hier nicht der Platz. II 1993 S. weil diese Vorschrift eindeutig auf dem Territorialprinzip beruht. 710. 1 und 2 VSRL und der Vorschlagsgebiete gemäß Art. 65 ff. vom Völkerrecht geprägten Diskussion wurde zunächst problematisiert. keineswegs unüberbrückbar. Es stellt sich die Frage. 64 Janssen (Fn. 30). H. weil es auch hier einen absoluten Schutz kraft Gesetzes nicht gibt. S. sondern nur das Küstenmeer gemeint sein60. Including Tools such as Marine Protected Areas. 673. insbesondere die hergebrachte Fischerei. Bei der nach § 38 BNatSchG vorgesehenen Übertragung der im BNatSchG vorhandenen Schutzgebietskategorien auf den marinen Bereich der AWZ muss vorab klargestellt werden.und Ostsee (BGBl. ob neben Schutzgebieten. 2 BNatSchG. kein Vertragsnaturschutz denkbar ist. 569). Die Regelungen im Ausführungsgesetz des SRÜ55. Konkrete Streitfragen und Einzelprobleme verbleiben etwa im Bereich der Fischerei. vgl. die als Kehrseite der Einrichtung von Fanggebieten etwa für Fische (oder Meeressäugetiere) eingerichtet werden können (vgl. 23). zu. in gebotener Tiefe über diesen Vorschlag und über die angemessenen Schutzgebietskategorien für marine Schutzgebiete allgemein zu referieren: Wichtig erscheint mir zum einen.E. 56 Siehe § 2 SeeAnlV. 286 ff. 4 Abs. Bonn-Bad Godesberg 2001. wie die völkerrechtlichen und europarechtlichen Anknüpfungen in der »Verweisungsregelung« des § 33 Abs. Managing Risks to Biodiversity and the Environment on the High Sea. 65 Janssen (Fn. der die (abschließende) Erklärung zu Schutzgebieten betrifft. abgekürzt SPA) nach Art. II 1984 S. 710. der seinerseits eine Erklärung der Gebiete im Netz Natura 2000 »entsprechend den jeweiligen Erhaltungszielen« [ganz allgemein] zu geschützten Teilen von Natur und Landschaft im Sinne des § 22 Abs. 52 Abkommen vom 31. 63 Zum Verfahren der Gebietsmeldung und zur Umsetzung im deutschen Recht im terrestrischen Bereich vgl. 1113). 371 f. b) Aktuelle Regelungen § 38 BNatSchG trifft eine detaillierte Regelung für Aufbau und Schutz des Netzes Natura 2000. 59 So z. 3 BNatSchG . CBD. 57 Eine abweichende Regelung zugunsten der Länder enthalten §§ 136 und 137 BBergG für den Vollzug des Bundesberggesetzes im Bereich des Festlandsockels. 1 Nr. G. Deshalb kommt auch eine Inkommunalisierung der AWZ nicht in Betracht. Aufl. 2. S. Pieroth. Diese Diskussion ist für die AWZ als abgeschlossen zu betrachten61. 4 BNatSchG ist zu Recht nicht vorgesehen. S. 10. 53 Vgl. aber auch der militärischen Nutzung. 1 zulässt. M e e re s s c h u t z g e b i e t e i n d e r A u s s c h l i e ß l i c h e n W i r t s c h a f t s z o n e ( AW Z ) rechtliche Übereinkommen (etwa Berner Konvention50. Art. München 2000. sie darf »unbeschadet bundes. 4 Abs. Die Vollzugskompetenzen in der AWZ. 666. 2. das Naturschutzgebiet [bzw. daneben auch das technische Umweltrecht. 725. 50 Übereinkommen vom 19. Koslow (Eds. 55 Siehe § 9 Abs. § 23 Abs. pSCI). 42). die demnächst benannt werden sollen. II 1984 S. insbesondere S. das Verfahren der Auswahl der geschützten Meeresflächen und die Unterschutzstellung. 2 BNatSchG berücksichtigt werden können und zum anderen ob sich bestimmte Kategorien von vornherein als völlig ungeeignet erweisen. Rn. die Baltic Sea Protected Areas (BSPAs) in der Ostsee und die OSPAR-Schutzgebiete in der Nordsee. diese Frage stellt sich auch bezüglich der Besonderen Schutzgebiete (BSG oder engl. das Verbot ist »nach Maßgabe näherer Bestimmungen« zu konkretisieren62. 620).m. 18 ff. 61 Die jetzigen (aktuellen) völkerrechtlichen Fragestellungen beziehen sich auf die Hohe See. Damit finden die üblichen Schutzgebietskategorien Anwendung. 1 FFH-Richtlinie (engl. 726. Thiel/ A. verweist zunächst auf § 33 Abs. September 1979 über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume (BGBl. welche Kategorien von Schutzgebieten für marine Schutzgebiete in der AWZ geeignet sind. weil in der AWZ mangels Eigentümern z.V. Im Ergebnis seiner Analyse plädiert er nachdrücklich für eine eigene Kategorie »Meeresschutzgebiet«. nur Graf Vitzthum (Fn. Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland. 2 BBergG ausdrücklich als Übergangslösung bis zur endgültigen Klärung der Kompetenzen bezeichnet. D. IV. Diese Bezeichnung ist jedoch irreführend. 22). Die »föderale Verteilungsregelung« des Art. S. Czybulka. der wissenschaftlichen Meeresforschung. Beschädigung oder Veränderung des Naturschutzgebietes führen können. 10a SeeaufgabenG. ASCOBANS52) liefern weitere Hilfen bei der Umsetzung der Schutzerfordernisse. der Freiheit der Schifffahrt. bezogen auf marine Schutzgebiete a) Grundsatz Auf das spezifische Thema zugeschnitten ergibt sich die Zuständigkeit des Bundes zum Vollzug des Meeresnaturschutzrechts in der AWZ aus seiner residualen Zuständigkeit zur effektiven Umsetzung der von ihm als Völkerrechtssubjekt und als Mitgliedstaat der EU eingegangenen Verpflichtungen54.

§ 34 BNatSchG betrifft die Verträglichkeitsprüfung in den Gebieten des (künftigen) Netzes Natura 2000. auch das »Seascape«-Schutzgebiet einzufangen. Die Tatbestandsvoraussetzung des § 25 Abs. diesmal mit seinem Abs. 569. Bei der Schifffahrt ist neben den Verschmutzungsgefahren noch die Ballastwasserproblematik anzuführen.B. zuletzt geändert durch Art. 3 Nr. inwiefern diese Schutzgebietskategorie auch in der AWZ zum Einsatz kommen kann. Eine textliche Anpassung des § 22 BNatSchG an marine Gebiete ist nicht erfolgt. so dass sich dann die Kategorie des Naturschutzgebietes anböte (vgl. 108 In dieser Art auch der Verweis auf das Seerechtsübereinkommen und auf die Grundlagen der wissenschaftlichen Meeresforschung in der Nr. soll also z. bei den Arten entfallen nach überwiegender Auffassung die Vogelarten nach Anhang I der VSRL)71. Dies ist natürlich zu eng. Im Übrigen sind derzeit keine bestimmten Strukturen erkennbar. Unter ausdrücklicher Bezugnahme auf die HELCOM-Empfehlung 15/5. Das Problem habe ich wiederholt angesprochen. Vorarbeiten zur Ableitung fachlicher Kriterien für die Identifizierung und Abgrenzung von marinen Besonderen Schutzgebieten (BSG) nach Art.und Erholungsaspekt haben76. Schreiber. der Schweiz und Italien. Der größte rechtliche Hemmschuh für die Einrichtung und Entwicklung mariner Biosphärenreservate ist wiederum § 38 BNatSchG. Bildungs.und Vogelschutz-RL bereits alle Gebiete in der deutschen AWZ abgedeckt wären. 1 Nr. FFH-Code Nr 1170 (Anhang I). in NuR 1999. Auf der anderen Seite kann nicht ohne weiteres eine zusammenhängende »Gebiets«Ausweisung verlangt werden. 2. Hier bestimmt § 38 Abs. so dass sich die Frage stellt. Naturschutzgebiete/Nationalparke Sehr oft wird es in marinen Gebieten aber vorrangig um den Schutz bestimmter Arten und Lebensgemeinschaften gehen. 4 FFH-RL bzw. 19. 88 ff. 5 BNatSchG) wird noch mehr gestritten werden als im terrestrischen Bereich. 1 und 2 der Vogelschutzrichtlinie bzw. 1 Nr. soweit nicht durch FFH. Österreich. 5 BNatSchG. weil Kohärenz im marinen Bereich ohnehin anders zu definieren sein dürfte74. S. 1 Satz 3 FFH-RL. Hier ergeben sich dann beim Management Möglichkeiten der Kooperation mit den Küsten-Bundesländern. Aufl.. Zu Recht anderer Auffassung M. HELCOM-Gebiete (BSPAs) vorgesehen sind. FFH-Code Nr. bietet sich die Kategorie des Landschaftsschutzgebietes (§ 26 BNatSchG) an. 393. »nur« die »Verbauung« des Gebiets mit (Windkraft-) Anlagen verhindert werden. wo ein Küstennationalpark aus fachlichen Gründen der Fortsetzung in die offenen marinen Bereiche bedarf. 1 BNatSchG). 3 BNatSchG dürfte – bei traditioneller Nutzung von Fischen und Meeresfrüchten – gegeben sein77. so dass als einzige prioritäre Arten der (ausgerottete) Stör (Accipenser sturio. 4 der FFH-Richtlinie bzw. danach habe ich die für den Wasseraustausch Ausschlag gebende Kadetrinne in der Ostsee als potenzielles FFH-Gebiet bezeichnet. 23). Dies ist z. 2 Satz 2 BNatSchG) den Gebieten einen Schutzstatus (nationalen Rechts) gewährt. Kennziffer DE 1011-401) der Fall. die den Schutz der Lebensraumtypen (unterseeische) Riffe69 bzw. 25). Über fällig werdende marine Kohärenzausgleichmaßnahmen (Art. Betrachtet man sich § 26 BNatSchG. 390. Im Übrigen schleppt der ansonsten unveränderte § 34 BNatSchG alle Fehler. die bei der erstmaligen Umsetzung des Gemeinschaftsrechts im früheren § 19c BNatSchG schon terrestrisch gemacht wurden. 23.bzw. Natura 2000. Sandbänke mit nur schwacher ständiger Überspülung70 bezwecken. Diese Kategorie bietet sich insbesondere dort an. insbesondere die Schutzziele auf entsprechendem Niveau in die Schutzgebietsverordnung umsetzt. S. der unelegante Hinweis auf die Fundstellen78 lässt eine statische Verweisung vermuten. S. Somit griffe wohl die oben73 erwähnte Ausnahme des § 4 Abs. z. 3 und 5 BNatSchG) im Mittelpunkt der Verträglichkeitsprüfungen stehen werden. 4 BNatSchG (für prioritäre Lebensraumtypen bzw. Im Übrigen »passt« aber die Beschreibung des Biosphärenreservats in seiner derzeitigen Fassung nicht sehr. II. S. vgl. dass die Ausnahmebestimmungen des Art. Melter/ M. Die organisatorisch-programmatische Kernaussage in § 25 Abs. S.w. Baden-Baden 1999. die noch großzügigeren Interpretationen des deutschen Gesetzgebers (§ 34 Abs. dass das BMU (§ 38 Abs. ein Verstoß gegen regionales Völkerrecht zeichnet sich ab. Die ebenfalls erforderliche Kennzeichnung der marinen Schutzgebiete und Biotope wurde trotz entsprechender Hinweise nicht in das BNatSchG aufgenommen. International gesehen liegt der Vergleich zur IUCN-Kategorie V nahe (Protected Landscape and Seascape)66. 6 Abs. 31 ff. NuR 1999. im Bereich des schleswig-holsteinischen Nationalparks Wattenmeer und dem geplanten anschließenden Amrum-Außengrund (SPA Östliche Deutsche Bucht.N. 6 FFH-RL bzw. prioritäre Arten) geht bezüglich der Lebensraumtypen in der deutschen AWZ ins Leere. weil das Medium Wasser die Kohärenz herstellt. 2. 3 BNatSchG ist eine Ermächtigung für die Länder. dass Beschränkungen dieser Nutzungen »nur nach § 34 zulässig« seien. 1791). Danach sind »Beschränkungen der Fischerei. wird deutlich. 4 Abs. Zum effektiven Schutz gefährdeter Arten und Lebensgemeinschaften könnten immerhin Beschränkungen der Schifffahrt oder andere Beschränkungen erforderlich werden. § 22 Abs. S. § 22 Abs. 2 BNatSchG ist allein an die Länder gerichtet. Die Kategorie ist jetzt in § 25 BNatSchG neuer Zählung erfasst. 569 und NuR 2001. die allerdings neben dem Ökosystemschutz auch einen Forschungs-.. nur in Übereinstimmung mit dem Recht der Europäischen Gemeinschaften und nach Maßgabe des Seefischereigesetzes (SeeFischG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 6. B. 3. Dies lässt für den Naturschutz nichts Gutes ahnen. Gellermann. 179 m. § 34 Abs.a. Juli 1998 (GVOBl. Gerade in flachen Gebieten in der AWZ (in der Ostsee etwa die Oderbank) kommt – unter rein wirtschaftlichen Aspekten betrachtet – die Ansiedlung von WEA oder die Gewinnung von Bodenschätzen in Frage. ob der Schutzstatus nicht nur auf dem Papier steht. 562. 647). Rechtsgrundlagen für die Errichtung von Nationalparken in Deutschland. Zu den völkerrechtlichen Möglichkeiten Janssen (Fn. Die Verschärfung des Schutzes nach § 34 Abs. die als OSPAR. 1 Satz 1 BNatSchG aber apodiktisch ausschließt75. 1 Nr. 209 der Verordnung vom 29. Vorschlagsgebieten gemäß Art. Oktober 2001 (BGBl. Marine Biosphärenreservate Das von Janssen vorgeschlagene Modell ähnelt der Konzeption des Biosphärenreservats. zulässig«. Bejahend Janssen (Fn. Nach den IUCN-Kategorien von 1994 können Nationalparke alle Naturgebiete (Land. 253 ff. 2001. 73 74 75 76 77 78 334 ZUR 5/2003 . Landschaftsschutzgebiete/ Protected Seascapes Geht man von einem weniger anspruchsvollen Schutzregime aus. was sicherlich un66 67 68 69 70 71 72 Näher Janssen (Fn. naturschutzfachlich zur Vernetzung jetzt Farke/ Rachor (Fn. S. 2003. 5. Gleichwohl wird man unter die weiten Schutzzwecke der Nr. Gellermann/ J. die § 38 Abs. der mit den Vorgaben aus Art. 2 Satz 2 LNatG MV)68. 1 Nr. M. Dies ist offensichtlich nicht der Fall.Das Thema 3. EU-Code 1101) und der nahezu ausgerottete NordseeSchnäpel verbleiben (Coregonus oxyrhinchus. Vgl. Näher P. 23). eine textliche Anpassung an marine Gebiete ist auch hier nicht erfolgt.B.) von Landschaftsschutzgebieten in den Küstengewässern eröffnet und in diesem Zusammenhang bereits den Begriff »Marine Schutzgebiete« verwendet (§ 21 Abs. Es zeichnet sich also bereits ab. I S. 23). dass man sich keine Mühe gemacht hat. EU-Code 1113). 4. Es wird also wohl unabhängig von den einzusetzenden Gebietskategorien darauf ankommen. Scharinger.oder Wasserfläche) sein. der Vogelschutz-RL übereinstimmt. 1 der FFH-Richtlinie für die deutsche ausschließliche Wirtschaftszone. 4 Abs. 1 und 2 auch bestimmte FFH-Gebiete einordnen können. 3762). Auch die Kategorie des Nationalparks ist in der AWZ einsetzbar. die für sein Vorkommen entscheidend sind72. I S. 1110 (Anhang I). 562.B. Der Landesgesetzgeber hat in Mecklenburg-Vorpommern im LNatG67 die Möglichkeit der Ausweisung (u. für den die AWZ als Lebensraum vermutlich von geringerer Bedeutung ist. Auf der anderen Seite muss sichergestellt sein. Diese Verweisung ist schon handwerklich schlecht gearbeitet. Vom 21. weiter mit. Juli 1998 (BGBl. Ein Territorialanspruch ist mit der Bezeichnung »Nationalpark« (Kategorie II) nicht notwendig verbunden.

Das BNatSchG gibt keine Hinweise. 82 Vgl. i). 211 Abs. ZUR 2001. Bekanntlich ist die Nichteinführung eines »ordentlichen« Normenkontrollverfahrens nach § 47 VwGO auf Bundesebene kein Grund für die Unzulässigkeit einer Klage82. 87 SRÜ) Dumping • ausdrückliche vorherige Genehmigung des Küstenstaates erforderlich (Art.bfn. 1. BGBl. Der Verweis auf das Recht der Europäischen Gemeinschaften hingegen ist substanzlos und daher überflüssig. 62 SRÜ) • Recht des Küstenstaates. 65 SRÜ. aber § 34 BNatSchG zulässig auch Verbot möglich (FFH-Verträglichkeitsprüfung) Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) ist nach § 38 Abs. 56 Abs. 80 Auch hierüber enthält das BNatSchGNeuregG 2002 nichts Neues für den marinen Bereich. 4 S.B. Naturschutzrecht und Landschaftsplanung in Estland. Eine Übersicht über die aufgrund der Fassung des § 38 BNatSchG zu erwartenden Probleme bei der Schaffung von Schutzgebietsverordnungen in der AWZ gibt die Tabelle 1. Der Fachvorschlag des BfN für die Schutzgebiete nach der FFH-Richtlinie und der EU-Vogelschutzrichtlinie bezeichnet für die Nordsee drei psCIs (Doggerbank.C z y b u l k a . Uebe.1 Satz 2 LNatG M-V. Tabelle 1: Nutzung und Schutzgebiete in der AWZ (Beispiele) Nutzung • souveräne Rechte und Hoheitsbefugnisse der Küstenstaaten • Rechte anderer Staaten Erhaltung und Nutzung der lebenden Ressourcen (Fischerei. 1. 77 SRÜ) 79 Das SeeFischG wurde inzwischen schon durch die Verordnung vom 5. 6. a) und Abs. Dies wird eine erhebliche Rechtsunsicherheit nach sich ziehen. das an marine Gebietsvorschläge der Küstenländer angrenzt. 12 ff. Schutzgebiete. Anlagen und Bauwerken • ausschließliches Recht des Küstenstaates (Art. ein von der Sache her schädliches. allerdings nicht für die (eigentliche) Unterschutzstellung und auch nicht für (künftige) FFH-Verträglichkeitsprüfungen.de. 83 Unter www. Art. Die Begriffsbestimmung des § 1 Abs. 56 von Fischen und MeeresAbs. 1 Nr. I S. 3 SRÜ) ➔Verbot durch den Küstenstaat zumindest in Bezug auf gefährliche Stoffe möglich • Beschränkungen »nur nach § 34 zulässig« Im Bereich der Ostsee gibt es in der (deutschen) AWZ vier FFH-Gebietsvorschläge (Fehmarnbelt. Der Verweis auf das SeeFischG schließlich ist wenig hilfreich: Die dortigen Ermächtigungen für das BMVEL gelten auch ohne ihre Bezugnahme im BNatSchG. 61 SRÜ) • Vorrang des Küstenstaates hinsichtlich der Nutzung der lebenden Ressourcen (Art. 58 Abs. M. M e e re s s c h u t z g e b i e t e i n d e r A u s s c h l i e ß l i c h e n W i r t s c h a f t s z o n e ( AW Z ) angemessen wäre79. Eine gewisse Annäherung beider Bereiche dürfte erst im Zuge der Revision der Gemeinsamen Fischereipolitik stattfinden. 56 Abs. Diese haben allerdings eine andere Charakteristik als die Naturparke »westlicher« Prägung.. 2 SeeFischG übersieht z. sie also nicht einfach mit Fischen gleichgesetzt werden dürfen. 60 Abs. ZUR 5/2003 335 . Die Gegenwart • Beschränkungen nur »nach ➔Küstenstaat (bzw. 1250. b) und c) SRÜ säugetieren. Adlergrund und (die südliche) Pommersche Bucht mit Oderbank) und ein großes SPA nach der Vogelschutz-RL in der Pommerschen Bucht. Anders ist die Regelung im estnischen Wildtiergesetz. 1 lit. EG) kann Maßgabe des SeefischereigeFangquoten und Fangschutzsetzes« – dort Gleichstellung gebiete festlegen (Art. Dezember 2002 im Internet83.HabitatMareNatura2000. 266 ff. Im Bereich der Östlichen Deutschen Bucht ist das FFH-Gebiet überwiegend zugleich Vogelschutzgebiet (und vice versa). Rechtsschutz Verwaltungsgerichtliche Kontrollverfahren potentieller Nutzer sind wahrscheinlich. 2 BNatSchG für die Identifizierung der Schutzgebiete und für die Vollzugsaufgaben beim Aufbau und Schutz des Netzes Natura 2000 zuständig. Ungeeignet für eine Ausweisung in der AWZ scheinen schließlich die Kategorien Naturparke (§ 27 BNatSchG)81. a) SRÜ) • ausschließliche Kompetenz des Küstenstaates für die Erhaltung der lebenden Ressourcen (Art. der ja über die ohnehin zu ergreifenden Artenschutzmaßnahmen (vgl. die Ausbeutung der Meeressäugetiere stärker zu verbieten. b) Nr. [Siehe Karte 1. Gegenwart und Zukunft bei der Auswahl und der Ausweisung von Schutzgebieten in der Deutschland vorgelagerten AWZ I. ASCOBANS im regionalen Bereich). C. Die Norm ist ausschließlich an die Länder adressiert. 81 Anders aber für marine Schutzgebiete im Küstenmeer die Regelung nach § 21 Nr. obwohl bereits die inzidente Kontrolle evtl. dass das Völkerrecht spezifische Regelungen für Meeressäugetiere enthält (wichtig vor allem Art. ablehnender Bescheide nach der SeeAnlV für ausreichenden Zündstoff sorgen dürfte. das ausschließlich seinen Anwendungsbereich auf die AWZ erstreckt. Bis heute ist das Verhältnis des europäischen Habitatschutzrechts zum europäischen Fischereirecht nicht abschließend geklärt. obwohl die dortigen Biotope auch in der AWZ vorkommen. 3. ➔Verhinderung der Verschmut. 210 Abs. Juni 2000 und die Anmerkung von D.pdf]. 2 lit. April 2002. Baden-Baden 2001.• Beschränkungen »nicht zulässig« zung ➔Schiffswegeführung und PSSAs unter Beteiligung der IMO (Art. 1 lit. Ausnahmen nur ➔Küstenstaat kann nach Jagdrecht Gesamtfangmenge (TAC) grundsätzlich allein nutzen (oder schützen) ➔bei Meeressäugetieren weitere Beschränkungen und Verbote möglich ➔Verhinderung der Verschmut. Bereits heute aber stellt sich die Frage. FFH-RL)80 hinausgehen muss. 87 SRÜ) Schutz Restriktionsmöglichkeiten im SRÜ aus naturschutzrechtlicher Sicht Probleme im Rahmen des § 38 BNatSchG Diese Problemauswahl kann ergänzt werden durch einen Hinweis auf die neu eingeführten gesetzlich geschützten marinen Biotope nach § 30 Abs. 58 Abs. 65 SRÜ) Errichtung und Nutzung von künstlichen Inseln. 6 SRÜ) ➔Küstenstaat kann aus Gründen • Beschränkungen »nur nach § 34 zulässig« des Naturschutzes Zustimmung verweigern. zu begrenzen oder zu regeln (Art. Mangels Eigentums und sonstiger subjektiver öffentlicher Rechte in der AWZ könnte die Klagebefugnis der Antragsteller zweifelhaft sein. 87. die auch Naturparke einbezieht. 1 lit. 6 BNatSchG.• Beschränkungen bei der Energieerzeugung nur nach zung (Art.de/marinehabitate/downloads/erlaeuterungstexte/Karte1_Schutzgebiete. Naturdenkmale (§ 28 BNatSchG) und geschützte Landschaftsbestandteile (§ 29 BNatSchG) zu sein. 56 Abs. das Flugroutenurteil des BVerwG vom 28. Kadetrinne. hier werden sich aber künftig die entscheidenden Entwicklungen abspielen. während auf der anderen Seite Regelungen und Begriffsbestimmungen des SeeFischG mit dem Völkerrecht nicht vereinbar sein dürften. 1 SRÜ) Verlegung unterseeischer Kabel und Rohrleitungen • Freiheit aller Staaten (Art. vgl. zumindest aber Verhinderung der Verschmutzung (Art. Für Rechtsbehelfe der nach § 59 BNatSchG anerkannten Vereine wird man auf den Wortlaut des § 61 BNatSchG abstellen und die Verbandsklage ausschließen wollen. Sylter Außenriff und Borkum Außenriff) sowie ein großes SPA in der östlichen Deutschen Bucht. 79 Abs. 4 SRÜ) Schifffahrt • Freiheit aller Staaten (Art. Czybulka. im Internet unter: http://www. Meeressäugetiere) • souveräne Rechte des Küstenstaates (Art. wie der Schutz der pSCi in der AWZ ausgestaltet werden kann. S. Seit Juli 2003 stehen nun die Gebietvorschläge vom 13. Adlergrund und (südliche) Pommersche Bucht sind Doppelmeldungen nach beiden Richtlinien. Westliche Rönnebank. 208 SRÜ). geändert. 208 SRÜ) Meeresbergbau • souveräne Rechte des Küstenstaates (Art. weiteres Ungleichgewicht zugunsten ökonomischer Interessen. ➔für Rohrleitungen kann Küstenstaat die Lage vorgeben (Art.

15. Laufende Forschungsvorhaben des BfN/BMU betreffen u. 50. Inventory of coastal and marine Important Bird Areas in the Baltic Sea. 84 Vgl. in: Czybulka (Hrsg. abgesehen von den Problemen nicht immerwährender Konstanz auch der Vogelpopulationen. 91 D. In der Ostsee stellt sich die Situation bezüglich der abgrenzungsrelevanten Lebensraumtypen und Arten ähnlich dar. Birdlife International. aus Naturschutzsicht ergänzende Informationen zu gewinnen. Czybulka (Hrsg. im Internet unter: http://www. trotz der (neuen) Leitvorstellung einer nachhaltigen Raumentwicklung in § 1 Abs. zu verwenden89. NuR 1999. dass frühere Fachvorschläge für »ökologische Schutzgebiete« nicht berücksichtigt wurden85. Infolge der langjährigen Forschungen auch des ehrenamtlichen Naturschutzes – die »IBA«-Gebiete haben es ja zu einer gewissen Berühmtheit gebracht – gibt es zwar eine Fülle ornithologischer Daten mit langjährigen Nachweisen. Das Verständnis einer »Raumplanung« als »Kompetenztitel« ist zwar im Grundgesetz angelegt. das marine Netz mit den Nachbarküstenländern zu vervollständigen und rasch – vor allem – die Erhaltungsziele und den Schutzweck der künftigen Schutzgebiete. im Internet http://www.).und Rastvögel in der AWZ. bei den Arten bisher ausschließlich auf den Vorkommen von Schweinswalen.oder Aquitorrialansprüche hat und auch nicht durchsetzen kann. 141 ff. die ihm das SRÜ zuweist (siehe oben A. Genauso wenig steht das Völkerrecht der Ausweisung von Eignungsgebieten für Windenergieanlagen entgegen. 86 Für die Ostsee siehe H. In der Zwischenzeit gibt es aber entsprechende Überlegungen bei Landesplanern92 und – vor allem – im Rat von Sachverständigen für Umweltfragen93.Das Thema [Siehe Karte 6. Auch bei den offiziellen BfN-Vorschlägen fällt manche Ein. dass es sich insoweit »nicht um deutsches Hoheitsgebiet« handele und die im Gefolge des SRÜ »enumerativ zugewiesenen Hoheitsbefugnisse Zuständigkeiten der Planung nicht« begründeten90. dass »das Meer« unendlich sei. Damit ist der Küstenstaat bei einer auf dieses Gebiet bezogenen Planung auf die souveränen Rechte und Hoheitsbefugnisse beschränkt. Die bestehenden und künftigen Raumbeanspruchungen erforderten künftig eine ausgewogene raumordnerische Planung88. die immer noch davon auszugehen scheinen.pdf].bsh.).a. dies ergebe sich daraus. dass der Küstenstaat in der AWZ keine Territorial. dass mehrere Riffe nördlich Rügen im äußersten Norden der AWZ vom Schutz ausgeklammert blieben. wobei auffällt. 2 ROG ist das ROG noch sehr anthropozentrisch ausgerichtet. Hannover 2001.bfn. Dies betrifft zum einen die Küstenländer. II. Völkerrecht In diesem Bereich wird argumentiert. was nicht immer mit der Zunahme der fachwissenschaftlichen Erkenntnisse zu erklären sein dürfte. Fn. die im Rechtssinne unbewohnt ist. Neue Aufgaben in den deutschen Küstenzonen. Skov u. dass der Nordsee und wohl auch der Ostsee eine Übernutzung droht. Dazu gehören aber u. 29. es müsste also neues Recht geschaffen werden. hier gibt es vor allem Nachholbedarf für die Küstenländer im Bereich des Küstenmeers. Cambrigde 2000. D.de/marinehabitate/downloads/erlaeuterungstexte/Karte7_FFH_Schutzgueter.a. Nun ist es zunächst schon nicht ganz einfach.a. so ergeben sich gegenüber den Vorschlägen für »Offshore-BSPAs« – Stand Mai 2002 – im Bereich der AWZ keine signifikanten Änderungen84. Es gilt aber auch im marinen Bereich das Prinzip der regionalen Verantwortung87. 23). diesen Begriff für die schon küstenfernere Planung im Bereich der AWZ. Erbguth. wenn die Planung sich auf das durch das Völkerrecht zugewiesene »Funktionsbündel« beschränkt. dass entsprechende Ansätze weiterverfolgt wurden. in der AWZ fehlt aber noch vieles86. wenn auch mit sicherlich unvollkommen Daten und Methoden. Dazu kommt der enorme Druck der (potentiellen) Nutzer. Dazu bedarf es auch nicht der »Verleihung« durch entsprechenden Völkerrechtsakt.E. souveräne Rechte in Bezug auf die Energieerzeugung durch Wind und Hoheitsbefugnisse in Bezug auf die Errichtung und Nutzung von künstlichen Inseln und der Schutz und die Bewahrung der Meeresumwelt. 85 Vgl. FFH-Schutzgüter.. 16 f. i. aber auch den Bund für die AWZ. 90 W. Die Zukunft Mit einer enormen Anstrengung hat das BfN die Meeresschutzgebiete jedenfalls im Netz Natura 2000 in der AWZ im Wesentlichen identifiziert. 8. Baden-Baden 2003. 89 Im ROG finden sich keine auf marine »Räume« bezogene Grundsätze oder sonstige Aussagen.pdf]. Tafel 1.und Ausbuchtung auf. Bei den Gebietsvorschlägen für die Nordsee zeigt sich bereits in dieser Phase. im Internet unter: http://www. 88 Siehe zuletzt Lozán/ Rachor/ Reise/ Sündermann/ von Westernhagen (Hrsg. die Karte bei Janssen (Fn. 93 Vgl. S. 336 ZUR 5/2003 . FFHAnhang-II-Fischarten. Unbestritten ist außerdem.de/marinehabitate/downloads/erlaeuterungstexte/Karte6_Schutzgebiete.pdf]. I. Schutzgebiete. FFH-Schutzgüter. Fn.bfn. G. Die Gebietsvorschläge nach der FFH-Richtlinie beruhen in Ost. Umschlagseite. Betrachtet man die jetzigen Gebietsvorschläge für die Ostsee. abzusichern und im Zusammenwirken mit der EU-Kommission Begehrlichkeiten auf diese Kerngebiete mariner Biodiversität abzuwehren.und Umweltschutzrechts. Seehunde sowie die Brut-.de/de/Meeresnutzung/Wirtschaft/Windparks/index. ob eine »Raumplanung im Meer« mit höherrangigem Recht vereinbar wäre. Zug. Derartige Planungen wären für die vorliegenden Zwecke nach hiesiger Auffassung für einen effektiven Schutz nützlich. 87 Vgl. dass »gesamtplanerisches Handeln« (wie auch räumliche Fachplanungen) in der (deutschen) AWZ »ausgeschlossen« sei. vielmehr ist in den durch das SRÜ zugewiesenen Entscheidungsbefugnissen die »Planung« als Vorstufe oder Sekundärinstrument mit enthalten. 491. Diesem von Erbguth auf dem Vierten Warnemünder Naturschutzrechtstag entwickelten Ansatz habe ich in der Diskussion widersprochen91. Die Ausübung dieser Befugnisse kann der Küstenstaat (selbstverständlich) auch planen. nicht jedoch im Völkerrecht. Raumplanung im Meer – unter besonderer Berücksichtigung des Natur. 92 Vgl. Sicherlich ist zunächst richtig.). die zur Abgrenzung der PSAs herangezogen werden.de/marinehabitate/downloads/erlaeuterungstexte/Karte2_FFH_Schutzgueter. Juli 2003) die Karte »Nordsee: Beantragte Windparks und Schutzgebiete«. im Internet unter: http://www. die Politik hat diesen Gedanken aber unverzüglich aufgegriffen und damit zunächst verhindert. vor allem im Bereich des Küstenmeers.). 24). Nach Darstellung des BfN wurden 25 wichtige Vogelarten in der AWZ festgestellt. Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL). Die Schwächen und Schwierigkeiten einer (endgültigen) Unterschutzstellung nach nationalem Recht habe ich bereits gestreift. er ist keineswegs zu »planlosem« Handeln verpflichtet. SRU (Fn. I. Insoweit ist zunächst zu überprüfen. auch soweit diese mit einer allgemeinen Ausschlusswirkung verbunden wären.und Offshore-Bereich. Biologische Vielfalt – regional betrachtet. Und hier sieht das Bild ganz anders aus. [Siehe Karte 7. potentielle (FFH-RL) Schutzgebiete schon heute einen entsprechenden Status genießen.bfn. Einige Überlegungen zur Raumplanung in der AWZ Unter Fachleuten ist unbestritten. S. 495.wie Nordsee auf den vorkommenden Lebensraumtypen Sandbänke und (unterseeische) Riffe. die freilich als faktische (VSRL) bzw. dass die bestehenden Gesetze zur Raumordnung (und Landesplanung) auf diesen Bereich nicht ausgerichtet sind. S. Naturschutz und Rechtsregime im Küsten.jsp (Stand: 14. Müller-Motzfeld. [Siehe Karte 2. Aus Platzgründen muss auf die Darstellung der aktuellen Gebietsidentifzierung für EU-Vogelschutzgebiete hier verzichtet werden. Das Völkerrecht steht deshalb der »planerischen« Betätigung im marinen Bereich der AWZ nicht entgegen. Es gilt.

weil sie der Zustimmung des BMU und der Beteiligung der fachlich betroffenen Bundesministerien bedarf.. wie eine Untersuchung der einschlägigen Vorschriften ergibt: Besondere »Eignungsgebiete für Windkraftanlagen« sind gemäß § 3a SeeAnlV Gebiete. 1 Nr. Landschaftsplanung. 370 f. wobei dessen strategisches Kernelement die genannten Eignungsgebiete (für Windkraft) sein sollen. 75. 1 ROG macht die Ausweisung von Eignungsgebieten die Errichtung von Anlagen außerhalb dieser Gebiete nach gegenwärtiger Rechtslage keinesfalls unzulässig. S.B. Die ungeschriebene (Voll-) Kompetenz braucht aber nicht einmal bemüht zu werden. Unter dem Gesichtspunkt der Gleichbehandlung nationaler und internationaler Antragsteller ist die planerische »Gebiets«-Lösung sogar unproblematischer und transparenter.pdf. I. Insbesondere im Bereich der Windenergienutzung auf See wurde von der Bundesregierung offiziell ein stufenweises Ausbauverfahren angestrebt. 2003. Außerdem sind die raumplanerischen Instrumente allesamt nicht besonders schnell. BVerfGE 3. 56 Abs. nationales und supranationales Umweltrecht. Detlef Czybulka. 56 Abs. Bremerhaven 2001. ob die Integration der Schutzgebietsplanung in die Raumplanung hier bessere Ergebnisse (für den Naturschutz) erzielen könnte. Schiffsverkehr. Diese »planen« dann letztlich mit. 10 f. 94 In den §§ 13 ff. 164 ff. Nun ließe sich ja annehmen. 77. BNatSchG fehlt jede Bezugnahme auf marine Landschaftsplanung. 1996. Anschrift: Universität Rostock. § 3a SeeAnlV beinhaltet also keine (zusätzlichen) Planungs. Es stünden einer entsprechenden – empfehlenswerten – Gesetzesänderung auch keine verfassungsrechtlichen Bedenken entgegen. Als zweiter Schritt ist aber an eine planerische Bewältigung unter Einbeziehung aller relevanten Nutzungsansprüche in der (deutschen) AWZ zu denken. 625. a). Die Planung durch das BfN ist »gutachterlich« und – insofern – der terrestrischen Landschaftsplanung auf dem Lande in fast allen Bundesländern vergleichbar.C z y b u l k a . Knust/ J. dass dort errichtete Windenergieanlagen weder die Schifffahrt beinträchtigen noch die Meeresumwelt gefährden. von denen nach dem Stand der vorhandenen Erfahrungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen anzunehmen ist. Lange. das BfN verfügt schon seit längerem über erhebliche Kenntnisse in Bezug auf marine Ökosysteme und Arten und bereitet – hierauf basierend – das Schutzgebietssystem in Nord. DVBl. Tätigkeitsschwerpunkte: Staats. 1 lit. Art. 56 Abs. Will man Einzelaspekte aufgrund ihrer Dringlichkeit – Windenergie – vorziehen. kann ein planerisches Vorgehen bei Überschreiten der 12sm-Grenze in das Chaos übergehen. Baden-Baden. Ein Blick in das aktuelle Forschungsprogramm des BMU/BfN belegt dieses »planvolle« Vorgehen. Aufl. näher Czybulka (Fn. Im Unterschied zu § 7 Abs.bmu. Sie ist vom Grundsatz durchaus veränderbar. 11 GG beruht ja bereits die derzeit geltende Regelung in Bezug auf Eignungsgebiete für Windkraftanlagen. 99 Strategie der Bundesregierung zur Windenergienutzung auf See.). Dem steht nicht entgegen. Juristische Fakultät. Eine – wie auch immer geartete – »gesamthafte« Raumplanung in der AWZ gehörte an sich in ein AWZ-Gesetz. Denn so wenig Raumordnung an den Grenzen der Länder haltmachen kann. soweit es um das Recht der Wirtschaft (Art.und betriebsbedingter Auswirkungen von Offshore-Windenergieanlagen auf die Meeresumwelt der Nord. i) SRÜ rechtens. Europäisches Gemeinschaftsrecht. 102 Zutreffend SRU (Fn. 4 GG nur die Rahmenkompetenz für die Raumordnung hat. Für die »funktionsbezogene« Raumplanung in der AWZ hätte der Bund die Gesetzgebungskompetenz wohl kraft Natur der Sache97. dass im Bereich der naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung noch erhebliche Lücken bestehen dürften100. im Internet unter http://www. al. 2. Auch die Hürde des Art. Baden-Baden. Für die Meeresschutzgebiete kommt daher eine Raumplanung in der AWZ zu spät. Dass eine solche Ausschlusswirkung völkerrechtlich zulässig wäre.der §§ 132. 195 ff.und Ostsee vor. S.). Brandt/ J.Dr. Es geht also bei diesem Instrument nicht um eine Umsetzung des Vorsichts. 75 Abs.a. 1 lit. Heuers/ A. i) und iii) SRÜ verliehenen Hoheitsbefugnisse. 169. Naturschutz und Rechtsregime im Küsten. stationäre Meeresnutzungen und vieles andere. 2002. 133 VwGO. M e e re s s c h u t z g e b i e t e i n d e r A u s s c h l i e ß l i c h e n W i r t s c h a f t s z o n e ( AW Z ) denn auch der unmittelbare Ausschluss Dritter wäre wegen Art. insbesondere Recht der marinen und terrestrischen Biodiversität.a. Ist die biologische Vielfalt zu retten? Baden-Baden. 427 f. z. wie sich Errichtung und Betrieb der Offshore-Anlagen auf Lebensräume.Riedel/H. 20a GG. Kloepfer. die Anlagen im Eignungsgebiet errichten möchten102. Auf Art. 95 Vgl. um das Eignungsgebiet zu einem echten planerischen Instrument (Vorranggebiet) zu machen. Dem ist aber nicht so. ist oben bereits gezeigt worden. DVBl. Zudem haben die Eignungsgebiete nach § 3a Abs. vorgestellt worden. 96 Zur jetzigen Rechtslage bei der Genehmigung von Kabeln E.und Offshore-Bereich.oder Vorsorgeprinzip. 2 SeeAnlV »im Hinblick auf die Wahl des Standorts von Anlagen die Wirkung eines Sachverständigengutachtens«. II. allerdings ohne ein Verfahren für die Integration der »Landschaftplanung« in eine – bisher nicht vorhandene – »Raumplanung in der AWZ«. Tübingen. Ähnlich jetzt Erbguth.und Forschungsaufträge. sondern wird in § 38 BNatschG vorausgesetzt. Kommentar zur Verwaltungsgerichtsordnung. dass hier ein planerischer Ansatz verfolgt wird. 100 Vgl. 98 Vgl. Leitungskorridore96. Januar 2002.a. 4 Nr. b) Nr. Nationales Recht Tatsächlich werden die Meeresschutzgebiete in der AWZ derzeit in diesem Sinne »geplant«. fehlt auf der anderen Seite die Ausschließlichkeitswirkung. Baggergut. Umweltrechtlich spielt hier das Vorsichtsprinzip101 eine Rolle. Zunächst ist fraglich. Dreher. 11 GG) und entsprechende (planerische) Annexe geht98. Richard-Wagner Str. b) Nr. Ziekow (Hrsg. Heidelberg. Prof. ZUR 5/2003 337 . 97 Vgl. 2003. ein strukturiertes bauliches Verfahren zu erzielen99. 24). Die Genehmigung von Kabeln zur Ableitung von Strom aus Offshore-Erzeugung. 21). Umweltschutz als Verfassungsrecht – Zum neuen Art.Sodan/J. in: W. 2 GG dürfte wie im Falle des Naturschutzrechts in der AWZ zu nehmen sein. 631. R. Die Entwicklung des Handwerksrechts 1995-2001. Umwelt. 2003. Die erste Frage ist. 367. Neben dieser Beschleunigungskomponente. Diese Planung ist im BNatSchG aber nicht als »Landschaftsplanung« oder »Seascape-planning« formalisiert94. 407. Der derzeitige Stand dieser Planung ist oben unter C. 2002. in: H. Aktuelle Veröffentlichungen: Kommentierung u. Öffentliches Wirtschaftsrecht. Schröder et. der auch der Tatsache Rechnung trägt. Auch bei der terrestrischen Schutzgebietsausweisung ist die Integration in die Raumplanung eher schwach. NvWZ 2003. Arten und das Ökosystem auswirken. 2002. sie sind auf Mittelfristigkeit angelegt95.de/files/windenergie_strategie_br_020100.und Verwaltungsrecht. 75 Abs. so bedürfte es einer entsprechenden Gesetzgebungskompetenz. NordÖR 2003. 1 lit. sondern – im Gegenteil – um eine Verfahrensverkürzung und Investitionserleichterung für diejenigen Antragsteller. 18119 Rostock-Warnemünde. 74 Nr. 74 Nr. dass der Bund nach Art. Sie würde den Identifizierungsprozess der Gebiete allenfalls behindern. 101 M. Czybulka (Fn. 31. Verwaltungsprozeßrecht. ob es für den Prozess der Gebietsauswahl der Netz-Natura-2000-Gebiete einer weiter formalisierten Landschaftsplanung des Bundes und – damit einhergehend – einer marinen Raumplanung des Bundes für diesen Zweck bedürfte und ob diese verfassungsrechtlich zulässig wäre. 138 ff. Diese Eignungsgebiete nach § 3a SeeAnlV sollen vorrangig mit dem Ziel festgelegt werden.u. die das Eignungsgebiet als Instrument problematisch macht. Empfehlungen zu Mindestanforderungen an die projektbezogene Untersuchung möglicher bau. Die planerische Festlegung der Eignungsgebiete unter Berücksichtigung der Naturschutzbelange ist nichts anderes als eine geordnete Steuerung der Art. Wirtschaft und Recht (Mit-Hrsg. Als Planungsobjekt in Frage kommen u.und Ostsee. 30). sondern geht vom gegenwärtigen (lückenhaften) Kenntnisstand aus. Berlin.

Diese Fischerei hat sich seit dem nicht wieder erholt – aber die Erlöse des kanadischen Fischereisektors sind dennoch in den letzten Jahren wieder stark angestiegen. hat sich die Fischerei in vielen Meeresgebieten verstärkt kleineren. Im Populationsaufbau überwiegen die Altfische. Steinbutt usw.Das Thema Gerd Hubold Wege zu einer nachhaltigen Fischerei Die Mehrzahl der nutzbaren Meeresfischarten ist heute bis an die Grenze des Möglichen befischt oder sogar überfischt. Sardellen zugewendet. Sardinen. die aus wildlebenden Fischen gewonnen werden (Fischmehl und Fischöl aus der Industriefischerei) und sich damit ebenfalls der Nutzungsdruck auf die Meere erhöhen kann. In dieser Situation ist im schlimmsten Fall die Gefahr eines Bestandszusammenbruchs gegeben. jüngeren Fischen entwickeln. so dass sich die Fischerei im Extremfall vorwiegend nur noch auf wirbellose Arten wie Krebse und Weichtiere stützt (»fishing down the foodweb«. Als Resultat der schwindenden Ausbeute der zunächst befischten Raubfischarten wie z. Unter dem Einfluss von Befischung ändert sich diese Situation: Die Zahl der Altfische wird schnell reduziert. in den neunziger Jahren stagnierten die Fangzahlen. Diese Neuzugänge wachsen schnell und produzieren neue Biomasse. t aus der Aquakultur) erreicht werden (ANON 2002). Das zuviel Gefangene wird noch auf See verworfen. Gleichzeitig steigt die Produktivität. Die Mehrzahl der wildlebenden Fischbestände der Meere ist heute bis an die Grenze des Möglichen genutzt oder sogar überfischt. Die verbleibenden Fischer könnten ihre Fangmengen mit weniger Aufwand – und damit weniger Kosten erzielen. Diese jährlich neu entstehende Fischbiomasse kann bei den Fischarten mit hoher Nachkommenzahl eine lohnende Fischerei dauerhaft tragen. wo sich ein Fischbestand auf der Dezimierungsskala befindet. Nach der klassischen Produktionsbiologie ist die Produktivität eines Fischbestandes etwa bei der halben ursprünglichen Bestandsbiomasse maximal. sanken bisweilen sogar ab. Statt Kabeljau fischt man dort jetzt deren ursprüngliche Beutetiere. um erst in der jüngsten Zeit wieder anzusteigen. 338 ZUR 5/2003 . und eine noch stärkere Gefährdung der natürlichen Ressourcen durch weitere Überfischung sind die zu erwartenden Folgen. Weitere Fangsteigerungen sind deshalb in der Zukunft nicht mehr zu erwarten. Allen Fischereien gemeinsam ist also die Tendenz. Schwertfische und Haie sind wahrscheinlich auf unter 10 % ihrer ursprünglichen Größe – im wahrsten Sinne des Wortes – dezimiert worden (Myers und Worm. t pro Jahr. die von den Fischereiwissenschaftlern aus 19 Ländern regelmäßig für über 100 genutzte Fischbestände erarbeitet werden. werden umfangreiche biologische Datenerhebungen auf See durchgeführt. Künstlich erzeugter oder gezüchteter Fisch wird in sehr unterschiedlicher Qualität angeboten: vom ökologisch kontrollierten »Biofisch« bis hin zum Billigfisch aus Massentierhaltung. Die Fischereiprodukte trugen damit ca. Der zahlreich erzeugte Nachwuchs kann nur in geringem Maß in den Elternbestand »rekrutieren«. weniger wertvollen planktonfressenden Arten wie Hering. in jedem Fall liegt der fischereiliche Ertrag weit unter dem Optimum. Wichtigste Ursache der Überfischung ist. Insbesondere die Bestände der wertvollen Raubfische wie Tune. dass jeder gezüchtete (carnivore) Fisch überwiegend mit Futtermitteln ernährt wird. Zusammen mit einem intensiven Ausbau der Fischzucht (Aquakultur) konnte im Jahr 2000 eine WeltFischproduktion von 130 Mio. die von dem Ausfall der räuberischen Fische profitieren. allerdings um den Preis möglicher Umweltbelastungen. Kabeljau. Dann. Ökologische Auswirkungen Unberührte Fischgemeinschaften zeichnen sich durch eine relativ große Biomasse bei vergleichsweise geringer Produktivität aus. sondern dass in Zukunft alle Kraft darauf verwendet werden muss. das im Gleichgewicht mit der Produktionskraft der Fischbestände steht. damit die erlaubten Quoten bei Anlandung eingehalten werden. können über kurz oder lang die produktiven Ressourcen eines Meeresökosystems noch weiter an die Basis des Nahrungsnetzes verlagert werden. allenfalls die Aquakultur verspricht noch eine Produktionsausweitung. wo die ehemals prosperierende Fischerei auf Kabeljau (Raubfisch) im Jahr 1992 zusammenbrach und bis zu 40. die im Abgleich mit den sogenannten Vorsorgereferenzwerten eine nachhaltige Bewirtschaftung der wildlebenden Fischbestände ermöglichen. und welche Elternfischbiomasse optimal. die Biomasse sinkt stark ab. dass eine nachhaltige Steigerung der Weltfischproduktion aus der Fangfischerei nicht mehr zu erwarten ist. Vergessen werden darf aber auch nicht. dass sie sich im Laufe ihrer Entwicklung von den zunächst erbeuteten großen Individuen hin zu kleineren. t (davon 36 Mio.000 Fischer arbeitslos wurden. 90 Mio. Die tatsächlichen Fänge der überdimensionierten Flotten sind weitaus größer als die erlaubten Fangmengen. Produktionszuwachs wird sich in den nächsten Jahren vor allem im Bereich der Aquakultur verwirklichen lassen – allerdings um den Preis potentieller Umweltbelastungen in den wenigen für solche Anlagen geeigneten Küstengebieten und einer Qualitätsverschlechterung des heute noch weitgehend natürlichen Produktes »Fisch«. Wenn auch hier überfischt wird. Ehemals ergiebige Fischbestände sind auf einen Bruchteil ihrer ursprünglichen Größe zusammengeschmolzen. wenn wie in der oben zitierten Arbeit von Myers und Worm (2003) kürzlich beschrieben. die bei Annäherung an ihre Maximalgröße keine nennenswerte Gewichtszunahme mehr erzielen. Es ist daher davon auszugehen. die Tiefseekrabben. da nun von den (bei genutzten Meeresfischen üblichen) Milliarden Nachkommen ein größerer Teil in den Bestand hereinwachsen und die Alterszusammensetzung verjüngen kann. Pauly et al. die ursprüngliche Population auf ein Zehntel oder weniger ihrer Größe reduziert wird. und bestandserhaltende Maßnahmen wären leichter umzusetzen. die bestehenden Fangmöglichkeiten zu erhalten und überfischte Bestände wieder aufzubauen. die (zumindest in der EU) aber nur als angelandete Mengen gezählt werden. Die Krabben sind sehr wertvoll und haben die Erlöse der Kabeljaufischerei inzwischen weit übertroffen. Um genau festzustellen. Eine nachhaltige Bewirtschaftung muss die Balance zwischen verminderter Laichfischbiomasse und Nachwuchsproduktion halten. Auf Grund dieser Informationen können in Modellrechnungen die entsprechenden Parameter erzeugt werden. Allerdings gehen Weltfischerei Nach Angaben der Welternährungsorganisation (FAO) steigerte sich der globale Fischfang in der zweiten Hälfte des 20. Eine Lösung der Überfischungsprobleme im Nordatlantik erfordert eine möglichst genaue Umsetzung der wissenschaftlichen Empfehlungen des Internationalen Rates für Meeresforschung (ICES). Jahrhunderts von 20 Mio. t auf ca. dass die Fangkraft der Flotten nicht im Gleichgewicht mit der natürlichen Produktionskraft der Fischbestände steht. Diese Balance verschwindet. Bei einer weiter wachsenden Weltbevölkerung wird der Bedarf an Fisch insgesamt weiter steigen – eine Verknappung und Verteuerung. 2003). werden die Nachrücker verdrängt oder von den eigenen Eltern gefressen.B. wünschenswert oder als Minimum zu erhalten ist. 1998) Ein Beispiel für eine solche Entwicklung war in den vergangenen Jahren an der Ostküste Kanadas zu beobachten. 15 % zur globalen Versorgung mit tierischem Protein bei. Da alle Nischen im Lebensraum besetzt sind. Seehecht. Die Fangkraft der Flotten müsste hierzu auf ein Maß reduziert werden.

9 Mio. Makrele und Holzmakrele stark schwankend.u.000 t pro Jahr absank. Sprotte. Allerdings liegt die von den Fischereiministern für 2003 vereinbarte Anlandemenge von 27.000 t immer noch weit über der vom Internationalen Rat für Meeresforschung (ICES) ausgesprochenen Empfehlung eines Moratoriums.000 t an. beträgt die minimale für Bestands.116. um den Bestand wieder aufzubauen. Vor allem legen die Zahlen den Schluss nahe. Individuen) Nachwuchsjahrgängen wurde ab 1987 durch eine konstante Reihe schlechter bis sehr schlechter Jahrgänge abgelöst. und hier besonders in den europäischen Meeren eine eindeutig negative Entwicklung.000 t dramatisch ab.000 t. die Entwicklung der Fischbestände in den Meeren zu modellieren und künftige Entwicklungen zu prognostizieren. und durch die Biomasseverschiebung haben sich die Stoffflüsse im Ökosystem stark verändert.2 Mio. Stintdorsch) stiegen im gleichen Zeitraum dagegen von 834. Dieses Beispiel einer gut dokumentierten Überfischung unter dem Regime der Gemeinsamen Europäischen Fischereipolitik (GFP) zeigt den Handlungsbedarf für eine nachhaltigere Fischerei. auch die Biodiversität der großen Unterwasserlebensräume etwa in der Nordsee hat sich gegenüber früheren Jahrzehnten nicht verringert. Die Biomasse der im Meer vorhandenen Altfische (Laicherbiomasse) nahm im gleichen Zeitraum von über 250. Auch können negative Effekte durch den Beifang von seltenen und geschützten Meeressäugern (in der Nordsee v. dass der Bestand des Nordseekabeljaus aus heutiger Sicht bereits ab 1971 überfischt wurde.1 Mio. Schweinswale) in den Fangnetzen beobachtet werden. Die Kombination von schwindender Altfischbiomasse und ausbleibendem Nachwuchs führte zu einer seit 1965 kontinuierlich ansteigenden relativen Entnahmerate (»Fischereiliche Sterblichkeit«.000 t auf 1. Bereits im Jahr 1983 unterschritt die Biomasse den heutigen Vorsorgereferenzwert (B pa). und der immer weiter steigende technische Aufwand resultiert in einer Überfischung vieler Bestände. ob ein Wiederaufbau zusammengebrochener Fischbestände ZUR 5/2003 339 . t auf 311. Geht man von einem sehr grob angesetzten Rohwert von 1 Euro pro Kilogramm gefangenen Bodenfisch aus.000 t auf 700. Weniger deutlich lassen sich die ökologischen Folgen dieser Fehlentwicklung darstellen. Euro gegenüber dem Basisjahr durch diesen Niedergang der Konsumfischfischerei. Der Vorsorgereferenzwert für die Fischereiliche Sterblichkeit (Fpa) wurde sogar bereits 1971 überschritten und der entsprechende Grenzwert (Flim) im Jahr 1983. Hieraus folgt. deren Risiken wir nicht in allen Fällen einschätzen können: So sind die heutigen Krabbenfischer nicht dieselben Personen. Entsprechende Beschlüsse sind aber erst im Jahr 2003 gefasst worden. Beispiel Nordsee Kabeljau Aufgrund einer in den fischereitreibenden Ländern gut etablierten internationalen Fischereiforschung (s. die angestrebte Biomasse (B pa) beträgt 150.000 t im Jahr 1972 an und sank dann von Beginn der 80er Jahre bis heute auf unter 50. Alle wesentlichen Ressourcen sind erschlossen und werden maximal genutzt. Abbildung 1: Die Entwicklung des Nordsee-Kabeljaubestandes seit 1965 dargestellt auf der Grundlage von Ergebnissen internationaler Forschungsschiffeinsätze und Fangbeprobungen durch die europäischen Fischereiforschungsinstitute unter dem Dach des Internationalen Rates für Meeresforschung (ICES). Fischereientwicklung in der Nordsee Während die Erträge der globalen Fischerei insgesamt etwa stagnieren. die Fischerei mit dem Schutz der unmittelbar betroffenen Beifangarten und lokalen Ökosysteme zu vereinbaren. Die für den Nordsee-Kabeljau typische Folge von guten (bis 900 Mio. t auf 2. Der ökonomische Verlust ist also evident.a. Vor dem Hintergrund der kanadischen Erfahrungen mit dem misslungenen Wiederaufbau des dortigen Kabeljaubestandes erhebt sich die Frage. so ergibt sich heute ein jährlicher Minderertrag von 900 Mio. die zuvor Kabeljau gefischt haben.000 t. Lokal lassen sich hingegen deutliche Veränderungen der Zusammensetzung der Fischpopulationen und auch der Meeresbodenfauna in den stark befischten Gebieten nachweisen. verzeichnen wir im Nordatlantik. aber nahmen nur von 900. ab 1991 wurde auch der untere Referenzwert (B lim) unterschritten (Abb. nach denen die Fänge nunmehr zumindest deutlich reduziert werden sollen. t (ICES 2002). dass eine geringere Befischung in früheren Jahren die heutige schwierige Lage der betroffenen Fischereien vermutlich hätte verhindern können.000 t ab (Abb. Dagegen waren die Fänge von (weniger wertvollen) Schwarmfischen wie Hering. 1 oben). We g e z u e i n e r n a c h h a l t i g e n F i s c h e re i mit dieser Entwicklung sozioökonomische und ökosystemare Veränderungen einher. Die Industriellen Anlandungen (Sandaal.000 t auf weniger als 40.H u b o l d .und Fischereierhalt notwendige Elternbiomasse (B lim) des Nordseekabeljaus 70. 1 oben). Durch die Wertschöpfung der Verarbeitungskette kann sich dieser virtuelle Betrag verzehnfachen. So zeigen die Anlandungen aus der Nordsee im Zeitraum von 1970 bis 2001 eine Abnahme der Gesamtmenge von 2.000 t ab. Vor diesem Hintergrund konzentriert sich die aktuelle Diskussion über die Auswirkungen der Fischerei im Meer vor allem auf die Veränderungen in den genutzten Beständen selbst und auf die Möglichkeiten. spätestens ab 1983 hätte die Fischerei zeitweise eingestellt werden müssen. So lässt sich beispielsweise für den Nordseekabeljau recht genau die Geschichte seines Niedergangs seit den 1970er Jahren zeigen (Abbildung 1). Individuen) und schlechten (200 bis 500 Mio. Diese Entwicklung entspricht im Großen und Ganzen den oben dargestellten systematischen Veränderungen bei Überfischung. Individuen auf. Dramatisch war die Fangentwicklung bei den (wertvollen) Bodenfischarten (Kabeljauartige und Plattfische) wo die Menge von 1. Ende der 1990er Jahre traten nur noch minimale Nachwuchszahlen von 100 – 200 Mio. Der Gesamtfang dieser Fische stieg ab 1965 auf bis zu 350. Bis heute gibt es keinen Nachweis einer durch Fischerei im Meer ausgerotteten Fischart.) ist es heute möglich. Nach den heute verwendeten wissenschaftlichen Modellen. die auf eine Bewirtschaftung nach dem Vorsorgeansatz abzielen. F2-8 in Abbildung 1 unten).

Die Netzwände sind aus feinen Netzgarnen gefertigt.2 Mio. ebenfalls zu verbieten. und anlässlich des 100-jährigen Bestehens 2002 in der »Kopenhagener Deklaration« durch die Mitgliedsländer bestätigt (http://www. wenn man sie nur umsetzen würde. wenn sie mit Stellnetzen betrieben wird. Hier werden beispielsweise Kabeljau. dass er im Jahr 2003 wieder auf eine Größe von 2. Kunden des ICES sind neben den Fischereiministerien und der »Generaldirektion Fisch« der EU auch Fischereikonventionen wie NAFO (North Atlantic Fisheries Organisation). 1600 Meeresforscher rund um den Nordatlantik in einem Netzwerk zusammen. die der Fischer vermarkten kann. Problem Managementziele Die wissenschaftlichen Modelle des ICES sind heute ausreichend präzise. entsprechende Regelungen zum Schutz der Schweinswale zu erarbeiten und schnell umzusetzen. die »quasi-synoptischen« Gebietsbeprobungen durchzuführen. es liegen hierüber aber keine alarmierenden Zahlen vor. IBSFC (International Baltic Sea Fisheries Convention) sowie die Umweltkonventionen OSPAR (Oslo und Paris Konvention) und HELKOM (Helsinki Konvention). ermöglichte es. die zu kleine und in ihrer Zusammensetzung veränderte Populationen von Meeresfischen auf die genetische Vielfalt und die Strukturen des marinen Ökosystems möglicherweise ausüben können. Problematische Beifänge verursacht die Kabeljaufischerei. die zu Fischmehl und Fischöl verarbeitet wurden. Das Managementziel. Erst ein neues Fischereimanagement ab 1997. weil die Heringsfischer wenig mit anderen Fischereien interagieren. Je nach »Zielart« befinden sich in den Netzen unvermeidliche Beifänge anderer nutzbarer Arten.000 Tiere umfassenden Nordseepopulation auf Dauer nicht ertragen werden kann. dass sie möglichst wenig direkte Grundberührung haben. Deshalb fangen sich in der nördlichen Nordsee in solchen Netzen bis zu 2. In der »ICES Forschergemeinde« arbeiten ca. Der Heringsbestand der Nordsee war – wie zuvor der Atlantoskandische Hering vor Norwegen – Ende der 1970er Jahre aufgrund von Überfischung bis auf eine kleine Restpopulation zusammengeschmolzen und die Fischerei wurde für drei Jahre eingestellt. der Heringsfang erfolgt mit Schwimmschleppnetzen oder Einkreisungsnetzen (Ringwaden).000 – 300.dk). 200.Das Thema überhaupt möglich ist. in denen Kabeljau mitgefangen wird. auch wenn die jeweilige Zielart in großen Mengen vorhanden ist. Für die Nordsee beantwortet sich diese Frage positiv. sofern er Quoten hierfür besitzt. Auswirkungen auf das Ökosystem Neben den biologischen Auswirkungen. In der Folge entwickelte sich allerdings eine intensive Fischerei auf Jungheringe. sondern mit »Rollergeschirren« über den Boden laufen. Der Internationale Rat für Meeresforschung (International Council for the Exploration of the Sea. Der zu treffende Kompromiss kann dazu führen. Die Netze werden so eingestellt. So treten in den Heringsfängen kaum Beifänge anderer Arten (außer Sprotten und Holzmakrelen) auf. in dem feste Quoten für die Industriefischerei auf Jungheringe festgelegt wurden. Die etwa 2 m hohen Netzwände werden am Meeresgrund verankert und die Fische schwimmen auf ihren Wanderungen hinein. Schellfisch. die in den turbulenten Flachmeeren schnell wieder verwischt wird. unter dem ASCOBANS Abkommen bemühen sich darum. z.500 Kleinwale jährlich – eine Zahl. Anderenfalls müssen die Beifänge wieder über Bord gegeben werden (discard). Die Scherbretter der Trawls graben Spuren in den weichen Meeresgrund – eine Einwirkung. Jede Forschung im Meer muss zudem supranational angelegt sein. Nachwuchsaufkommen und Populationsstruktur der Fischbestände im Meer zu gewinnen. In Einkreisungsnetzen können sich allerdings auch hier Meeressäuger fangen und verenden. Forschungsbedarf Eine Bewirtschaftung wild lebender Meeresfischbestände und der Erhalt der Ökosysteme ist ohne eine umfängliche Forschung nicht denkbar. Anders stellt sich das Problem der nachhaltigen Bewirtschaftung bei den sogenannten gemischten Fischereien auf Bodenfische dar. NASCO (North Atlantic Salmon Convention). wenn sie sich auf den relevanten großräumigen Skalen ihrer Forschungsobjekte. ist die Fischerei auf Massenfischarten wie Kabeljau oder Hering für die Meeresumwelt nicht besonders schädigend. Die Mehrzahl der Kabeljaufänge wird mit Grundschleppnetzen (Trawls) oder Stellnetzen getätigt. die zu berücksichtigen sind.B. die Wissenschaft zu fördern und zusammenzuführen.ices. Internationale Anstrengungen. die er- Das Discard Problem Der unvermeidbare Beifang von Nicht-Zielarten stellt sich als eines der Hauptprobleme in den gemischten Fischereien der EU Gewässer dar. Wittling und die Plattfische zusammen gefangen. eine bestimmte Art zu schonen oder stärker zu befischen. Im Fall des Hering gelang der Konsens zwischen der EU und Norwegen auch deshalb. dass ein Wiederaufbau eines überfischten Bestandes für lange Zeit unmöglich ist. zu unterscheiden zwischen dem untermaßigen Beifang 340 ZUR 5/2003 . t Laichfischbiomasse anwuchs und heute als vollständig saniert gelten kann (ICES 2003).und Meeresumweltbereich. Diese weitgehend unkontrollierte Entnahme brachte den Heringsbestand schnell wieder in die Nähe eines erneuten Zusammenbruchs. deshalb treten in der regulären Fischerei auch wenig Beifänge auf. ICES) mit Sitz in Kopenhagen zählt heute 19 Mitgliedsstaaten und ist die älteste und größte staatliche Meereskonvention. Das Managementziel »Kabeljauschutz« muss also mit den anderen Zielen wie »Schellfischfischerei« oder »Schollenfischerei« abgestimmt werden. deren Ziel es ist. ist also immer mit Auswirkungen auf andere Fischereien verbunden. NEAFC (North East Atlantic Fisheries Organisation). gibt es keinen festen Fang/BeifangSchlüssel. Durch die Schwarmbildung der Fische ist die Vermischung mit anderen Arten gering. um ein Bild von Biomasse. um eine nachhaltige Fischerei zu erlauben. bewegen will. Ein totales Fangverbot für Kabeljau würde zum Beispiel bedeuten. Die umfangreichen Jahresgutachten des ICES dienen unmittelbar als Grundlage für Managemententscheidungen im Fischerei. So hat man in Europa bereits vor mehr als 100 Jahren (1902) unter maßgeblicher deutscher Beteiligung aus Sorge um – damals noch sehr lokale – Überfischung eine Meereskonvention geschlossen. Als Beifänge treten hier andere Fischarten auf. der zwischen den Nutzern in verschiedenen Fischereizweigen und Nationen hergestellt werden muss. Meereschemie und Meeresumweltforschung betrieben. Nur eine ganze Flotte von Forschungsschiffen in koordiniertem Einsatz ist in der Lage. Die zum Heringsfang verwendeten Netze haben keine Auswirkungen auf den Meeresboden. die benötigt wird. Neben den fischereibezogenen Arbeiten werden Ozeanographie. den Fischbeständen. Planktologie. 1964 wurde die Konvention überarbeitet. Da sich die relativen Anteile der verschiedenen Fischarten laufend verändern. Zur Umsetzung bedarf es allerdings eines Konsenses. alle anderen Fischereien. während in den Fischereien auf Bodenfische keine Heringsbeifänge auftreten. forderlich sind. Durch das Moratorium erholte sich der Bestand zügig und die Fischerei konnte wieder freigegeben werden. und können von der hydroakustischen Orientierung der Schweinswale nicht wahrgenommen werden. den Bestand so aufzubauen. Es gilt. die von der ca. um Empfehlungen für den Erhalt der Bestände abzugeben. und es gibt Beispiele.

Auch diese Übertretungen werden nicht oder nur schleppend verfolgt. So bestehen in der Nordsee nach einer Erhebung einer Arbeitsgruppe des ICES ca.000 t wurden nur 40.000 t – vor allem Jungfische (ICES 2002 b). oder aber sich völlig ausschließen. um den Druck auf die Bestände und den Konkurrenzdruck unter den Fischern zu verringern. Diese intendierten Effekte sind jedoch nicht eingetreten. dass die Fischerei auf den Pazifischen Heilbutt den Gesamtfang eines Jahres innerhalb von nur wenigen Tagen anlanden konnte. Kontrollen auf See sind jedoch schwierig und nur in sehr geringer Intensität finanzierbar. die sie nicht anlanden dürfen. Die restriktiven Regelungen für das Anlanden sollen verhindern. kleine Kabeljau.B. oder Arten falsch verbucht werden.a. Kabel) in der Weite des Meeres arrangieren. Bestandserhaltende Maßnahmen wären leichter umzusetzen. das im Gleichgewicht mit der Produktionskraft der Fischbestände steht. Das zuviel Gefangene wird noch auf See verworfen.und nicht als Anlandemenge eingehalten und korrekt registriert werden. Vielmehr verbleiben die Flotten erfahrungsgemäß auch in Gebieten mit hohem Jungfischaufkommen. um die auch dort zu fangenden wenigen maßigen Fische mit zu nutzen. Ein Abbau der Überkapazitäten (in der EU 30 – 50 %) wird von Seiten der Fischereiwissenschaftler und der Europäischen Kommission seit langem gefordert. Es ist jedoch unklar wie groß der Kapazitätspuffer ist: ein Beispiel in USA zeigte vor Jahren. Strafen sind oft niedrig und nicht abschreckend. und Schwarzanlandungen werden ZUR 5/2003 341 . Schollen u. dass wir bis heute in der Nordsee keinen fischereibedingten Artenschwund oder Biodiversitätsverluste zu verzeichnen haben. die im Fischereirat über die Maßnahmen zu befinden haben. In den Netzen der Kabeljaufischer der westlichen Ostsee hingegen finden sich bis zu 60 % zu kleine Kabeljau. So können Fänge mit nicht erlaubtem Fanggerät erzielt werden. in den Logbüchern falschen Gebieten zugeschrieben werden. Möglicherweise haben diese traditionellen Fischereihindernisse als Netzwerk kleiner Schutzzonen sogar dazu beigetragen. da sie die Mindestgröße nicht haben. Die Vorschläge scheiterten aber bisher stets an der Uneinsichtigkeit einiger Mitgliedstaaten. immer wieder beobachtet. Vielmehr wurde die Verkleinerung der Flotten durch technische Aufrüstung weitgehend wettgemacht oder sogar überkompensiert. damit die erlaubten Quoten bei Anlandung eingehalten werden. sie könnten aber als Rückzugsgebiete für Fische durchaus einen Schutzgebietscharakter im Sinne von Bestandserhaltungsmaßnahmen erlangen. Ein noch höherer Prozentsatz von Jungfischen wurde 2002 in der Schellfischfischerei der nördlichen Nordsee vernichtet: Bei einer erlaubten Quote von 61. 20. Die tatsächlichen Fänge der überdimensionierten Flotten sind weitaus größer als die erlaubten Fangmengen. Gefangen – und discarded – wurden aber weitere 118. so dass in der Folge die Fischerei eingeschränkt oder beendet werden muss. Eine deutliche Reduktion der Fangkraft konnte die Europäische Kommission in den vergangenen Jahren nicht durchsetzen. In der Vergangenheit konnten sich Flächennutzer wie Fischerei und Schifffahrt mit den zumeist punktuellen technischen Eingriffen (Wracks. Die verbleibenden Fischer könnten ihre Fangmengen mit weniger Aufwand – und damit weniger Kosten erzielen. die nicht angelandet werden dürfen. Solche Schutzgebie- Die Kontrolle Neben der legalen Praxis des Discarding können weitere – illegale – Praktiken zu einer Bestandsgefährdung beitragen. Pipelines. Fischerei (und andere Nutzungsarten) im Meer fast überall und jederzeit ausüben zu dürfen. 6-8 kg andere Fische mitgefangen. In Zukunft werden neue Nutzer mit großem Raumbedarf in das Geschehen eingreifen: Offshore Windparks von mehreren hundert Quadratkilometer. Selbst hier bestehen aber Defizite. ohne dass dies die Fischerei oder die Schifffahrt wesentlich beeinträchtigt hätte. z. Lösungsansätze Aus Sicht eines Fischereiwissenschaftlers wäre die einfachste Lösung der Probleme die möglichst genaue Umsetzung der wissenschaftlichen Empfehlungen des Internationalen Rates für Meeresforschung (ICES). Nach diesen Regelungen dürfen Flotten.000 t Schellfische angelandet. Besser kontrollierbar sind die angelandeten Mengen in den Häfen. Die Überkapazitäten Wie entseht diese Verschwendung? Wichtigste Ursache ist. dass sich die Fangmöglichkeiten kurzfristig. Obwohl diese Argumentation eine gewisse Logik hat. Die erlaubte Entnahme müsste als Fang. Denn dann könnten zu kleine Flotten nicht schnell genug alle Fangmöglichkeiten ausschöpfen. die auf dezimierte Bestände zielen (z.H u b o l d . Viele Länder möchten eine möglichst große Flotte vorhalten für den Fall.000 Hindernisse oder Gebiete. Für die Fischerei bedeutet das deutliche Einschränkungen im Zugang zu Fangmöglichkeiten. Diese Praxis ist nach geltendem EU-Recht legal. dass in den künftigen Windparks aus Sicherheitsgründen keinerlei Fischereitätigkeit stattfinden kann.B. Solche Verstöße müssen auf See und bei der Anlandung festgestellt werden. We g e z u e i n e r n a c h h a l t i g e n F i s c h e re i der Zielart (Jungfische) und dem Beifang von anderen Arten. Sie soll eigentlich bewirken. So geht man zur Zeit davon aus. dass Fischer Gebiete verlassen. etwa durch einen »Jahrhundertjahrgang« verbessern. Der Konkurrenzdruck und die Überkapazitäten verstärken diesen Effekt. die aber nur als angelandete Mengen gezählt werden. Aus diesem Grund wird eine Aufwandbegrenzung von derzeit 9 Fangtagen pro Monat für die Kabeljaufischer der Nordsee möglicherweise noch nicht zu den erwünschten Fangmengenbegrenzungen führen. In der reformierten Fischereipolitik setzt die Kommission deshalb jetzt auf eine neue Variante der Aufwandsverringerung: die Reduktion der Fangtage auf See. Alle unvermeidbaren Beifänge müssen berücksichtigt und auf die Quoten angerechnet werden. dass sich ein Markt für untermaßige oder geschützte Fische überhaupt entwickelt. Auf Grund der technischen Veränderungen werden diese Gebiete ebenfalls nicht als natürliche Habitate unter Schutz zu stellen sein. Diese Fische stehen im folgenden Jahr zur Auffüllung des Bestandes nicht mehr zur Verfügung. muss auf Dauer zu Übernutzung und Nutzungskonflikten führen. Die im Übertretungsfall verhängten Strafen sind oft gering. ist das Vorhalten hoher Überkapazitäten mit den skizzierten Folgen für die Fischbestände auf Dauer weder ökologisch noch ökonomisch vertretbar. Raumplanung im Meer Die derzeit geübte Praxis. Die Fangkraft der Flotten müsste hierzu auf ein Maß reduziert werden. Kabeljau) nur eine begrenzte Zeit auf See verbringen. in denen sie Fische fangen. an denen nicht mit Schleppnetzen gefischt werden kann. Der mögliche Gewinn durch illegale Mitnahme und Anlandung von Fischen steht damit in keinem Verhältnis zum Risiko. sowie Schutzgebiete für den Meeresnaturschutz werden den Flächenverbrauch im Meer dramatisch ansteigen lassen. Nach einer britischen Studie beträgt die Chance für einen Fischer. Für jedes Kilogramm Seezunge werden ca. Es ist bislang völlig offen. inwieweit sich bestimmte Nutzungsarten und Schutzziele miteinander verbinden lassen. Die Zahl der Schiffe wird nicht verringert. dass die Fangkraft der Flotten nicht im Gleichgewicht mit der natürlichen Produktionskraft der Fischbestände steht. auf See kontrolliert zu werden weniger als 1 %.

Ehlers. A. dass alle Anstrengungen erforderlich sind.ices. Palmaille 9. ein Tankerunfall vor der deutschen Nordseeküste hätte ungleich verheerendere Auswirkungen. zunehmend auf nationaler. Hubold G 2002: Der Vorsorgeansatz in der Fischerei. 3 S. lenkt in Deutschland den Blick auf die 1 S. Im Wesentlichen handelt es sich um zwei große Bereiche: Von vorrangiger Bedeutung ist die Prävention. und der für den Schutz der Ostsee zuständigen Helsinki-Kommission.Das Thema te zum Erhalt stark befischter Arten werden seit längerem als mögliche ergänzende Maßnahme zu den bisher wenig erfolgreichen traditionellen Managementwerkzeugen diskutiert. Entschädigungs.org/docrep/005/y7300e/y7300e04. http://www. Zusätzliche Anforderungen. den gegenwärtigen Stand und zusätzlich erforderliche Maßnahmen näher zu untersuchen. Fisheries Resources: Trends in Production. Ernährung und Landwirtschaft. 215 ICES (2002 b): ACFM Cooperative Research Report No. also die Vermeidung von Schiffsunfällen mit Auswirkungen auf die Meeresumwelt. Part II. NordÖR 1999. Heft 494.dk) Myers und Worm (2003): Rapid worldwide depletion of predatory fish communities. The Status of Fishery Resources. Sanktionen und Unfalluntersuchung ein. Rechtsfragen zur Schiffssicherheit – Das Sicherheitskonzept für die deutschen Küsten. dann auseinandergebrochen und schließlich auf 4000 m Tiefe gesunken ist. 4 Europäische Union. Utilization and Trade. Die Tatsache. Daher ist die Erhöhung der Sicherheit zu einem ganz wesentlichen Punkt nicht nur auf der nationalen Agenda. Marine Issues. Gleichwohl sollte auch die Deutsche Bucht als eines der am stärksten befahrenen Seegebiete der Welt nicht aus dem Auge verloren werden: Die Auswirkungen der Strandung des Holzfrachters »PALLAS« sind noch in Erinnerung3. und könnten so einen wichtigen Beitrag in Richtung auf eine nachhaltige und umweltverträgliche Fischerei darstellen. In kaum zu überbietender Deutlichkeit zeigt dieser Unfall. Hubold G 2002: Umsetzung von Nachhaltigkeitsprinzipien in der Europäischen Fischerei – Theorie und Praxis. Science 279:860-863 Dr. besonders gefährdeten Bereiche der Ostsee. Christensen V.3.). um Schiffsunfälle nach Möglichkeit zu vermeiden. Angesichts der Internationalität der Seeschifffahrt und des davon geprägten Seerechts bedarf es bei Anforderungen an die Schifffahrt nach Möglichkeit weltweiter Normierungen im Rahmen der IMO. hat zu einer Umweltkatastrophe gewaltigen Ausmaßes geführt.und Forstwirtschaft. Lotsendienste. Schriftenreihe des Bundesministeriums für Verbraucherschutz. von der sich die betroffene Küstenregion nur langfristig erholen wird1. dass die »Prestige« ihre unheilvolle Fahrt in der Ostsee begonnen hatte. R. 255. Da dennoch Unfälle nicht völlig ausgeschlossen werden können. Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie.htm#P746_35154 ICES (2002 a): ACFM Cooperative Research Report No. Aktuelle Veröffentlichungen: Hubold G 2002: Fishery and sustainability. In: Biologische Vielfalt mit der Land. Da sich jedoch Unfälle. insbesondere aber auch in der IMO5 geworden. Das gibt Anlass. E. dazu im einzelnen den Bericht der Europäischen Kommission an den Europäischen Rat über die angesichts der Folgen der Prestige-Katastrophe zu ergreifenden Maßnahmen vom 5. S.189-202 (www. 342 ZUR 5/2003 . um die Sicherheit des Seeverkehrs zu gewährleisten und Meeresverschmutzungen durch Schiffsunfälle zu verhüten.und Bekämpfungsmanagement. Entschädigung. ist ein wirksames Unfallmanagement mit ausreichenden Eingriffsbefugnissen und internationaler Zusammenarbeit genauso erforderlich wie umfassende Haftungs-. 2 Es handelt sich dabei um den außerhalb der Hoheitsgewässer zwischen Dänemark und Deutschland gelegenen und teilweise als Tiefwasserweg. Torres F (1998): Fishing down marine food webs. Seiten: 170 -177. 255. Zitierte Literatur: ANON 2002: FAO World review of fisheries and aquaculture. 231 ICES (2003): Extract of the Report of the Advisory Committee on Fisheries Management. Hamburg und Rostock 2002: Seite 221 – 226. bzw. Gerd Hubold Leiter des Instituts für Seefischerei der Bundesforschungsanstalt für Fischerei. Einführung Mit dem Untergang der »Prestige« vor der Küste Galiziens am 13. Ein offenbar altersschwaches Tankschiff. Sofern sich das nicht erreichen lässt.und Sanktionsregelungen sowie eine aussagekräftige Unfalluntersuchung. Danksagung Herrn Dr.2003 (KOM (2003) 105). P. Meeresumweltsymposium 2001: Aktuelle Probleme der Meeresumwelt. Christopher Zimmermann von der Bundesforschungsanstalt für Fischerei möchte ich für die Erstellung der Grafiken über die Entwicklung des Nordseekabeljaubestandes herzlich danken. dazu Jenisch. wie sich bereits abzeichnet. müssen auch die Maßnahmen vorangetrieben werden. 170 ff. Verkehrstrennungsgebiet ausgewiesenen Hauptschifffahrtsweg vom Großen Belt in die Ostsee. Das erfordert vor allem ein leistungsfähiges Unfall. sondern auch in der EU4. wie leidvolle Erfahrungen immer wieder zeigen. die Verbesserung der navigatorischen Sicherheit durch Wegeführung. S. werden die von Meeresverschmutzungen bedrohten Küstenstaaten. November 2002 ist auch das Prestige der Seeschifffahrt als umweltfreundlicher Verkehrsträger gesunken. das entschlossene Vorgehen gegen unternormige Schiffe. die Verwendung von AIS sowie die Einrichtung von Notliegeplätzen. Nature 423: 280-283 Pauly D. 5 Internationale Seeschifffahrtsorganisation (International Maritime Organisation). betreffen vor allem den Einsatz von Doppelhüllentankern. Dalsgaard J. In: P. regionaler und europäischer Ebene tätig. Angewandte Wissenschaft. Kluwer Law International 2002: Seite 187-193.fao. Froese R. mit denen Unfallfolgen so weit wie möglich minimiert werden können. nicht völlig ausschließen lassen. schließt letztlich aber auch Haftung. zu denen vor allem die Kadetrinne2 gezählt wird. das bei schwerer See leck geschlagen. Mann-Borghese. S. 22767 Hamburg. Wolfrum (eds. Peter Ehlers Schiffssicherheit nach der »Prestige« Der Untergang der »Prestige« hat die Notwendigkeit weiterer Maßnahmen zur Verhütung von Meeresverschmutzungen durch die Schifffahrt nachdrücklich aufgezeigt.

was sich bis zum Titanic-Unfall zu Beginn des 20. Im Ostseebereich hat die Helsinki-Kommission nicht zuletzt auf ihrer 6 Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen vom 10.2000 (KOM(2000)142) und 6. 2579. im Folgenden als SOLAS-Übereinkommen bezeichnete Übereinkommen von 1974 (Neufassung s. B.2003 zum Thema Sicherheit des Seeverkehrs. die hydrographischen Dienste. wie dies das SRÜ für Ausnahmefälle ermöglicht. dazu den Bericht der Europäischen Kommission vom 5. ZUR 5/2003 343 . 1914. 21 S. die sich weitgehend außerhalb der Hoheitsgewässer. 15 Art. durch das Übereinkommen von 1992 über den Schutz der Meeresumwelt des Ostseegebiets – Helsinki-Übereinkommen ( BGBl. wenn es um regionale Probleme geht.1994 II S. dazu die Berichte der Europäischen Kommission vom 21. Ehlers. 2002 II S. 6 SRÜ. die Informationen der IMO unter www. Diese schubweise Entwicklung der Schiffssicherheit findet ihre Fortsetzung in den durch den Untergang der »Prestige« angestoßenen Maßnahmen insbesondere der EU23. geändert durch die Erste Ostseeschutz-Änderungsverordnung – BGBl. S. 17 Internationales Übereinkommen von 1973 zur Verhütung der Meeresverschmutzung durch Schiffe und Protokoll von 1978 zu diesem Übereinkommen (BGBl. 1953 II S. 12 Art. dazu im einzelnen z. 1798).3. 13 Entsprechende Verpflichtungen sind z.6. die Bewertungskriterien und die Entscheidung über zusätzliche Schutzmaßnahmen im einzelnen festgelegt werden. die keine Anforderungen an die Schifffahrt.3. 2. S. A. 3 SRÜ. 19 S. 11 Ausschließliche Wirtschaftszone. Das kommt in Betracht. 89. II S. h. zuletzt geändert durch Verordnung vom 18.und hafenstaatlichen Befugnisse enthalten.org. notwendig erachtete zusätzliche Sicherheitsanforderungen als allgemein anerkannte internationale Regeln und Normen vorzugsweise in der IMO zu vereinbaren14. Gemeinsam ist den Maßnahmen. über internationale Regelungen hinaus mit Zustimmung der IMO nationale oder regionale Vorschriften zu erlassen. Diese Rechtslage gebietet es. 92) sowie das derzeit geltende. 235).E h l e r s . B. grundsätzlich ist der jeweilige Flaggenstaat für die Sicherheit der Schiffe unter seiner Flagge verantwortlich7. die in einem ihrer Häfen liegen. 603) und von 1960 (BGBl. Es besteht aus grundlegenden internationalen Übereinkommen sowie einem breitgefächerten Netzwerk von Codes. Die Entscheidung. 8 Art. auch auf der Grundlage entsprechender internationaler Vereinbarungen13. 1355. das ständig weiter entwickelt wird19. nicht hingegen auf das Schiff selbst. aber auch Informationsdienste und Vorsorgemaßnahmen für Schiffsunfälle. 1523). S c h i f f s s i c h e r h e i t n a c h d e r » P re s t i g e « B. 10 Art.imo. 1994 II S. 20 Diese Maßnahmenpakete enthalten vor allem verschärfte Vorschriften über die Hafenstaatkontrolle und die Überwachung der Klassifikationsgesellschaften. dass Auslöser jeweils Aufsehen erregende Schiffsunfälle gewesen sind. im einzelnen Brusendorf/ Ehlers. wie es beim Schutz von Nord. s. sondern staatliches Tätigwerden im Interesse der Schiffssicherheit zum Gegenstand haben. da sie bereits als Sondergebiete ausgewiesen sind. 9 Art. 228 SRÜ. die Verschärfung der Seeverkehrsüberwachung und die Einrichtung einer Europäischen Agentur für die Sicherheit des Seeverkehrs. die Schiffssicherheit im jeweiligen Küstenbereich entscheidend zu erhöhen. kann es sich in derartigen Fällen anbieten. Das gilt vor allem dann. 1996 II S. D. 22 Convention Internationale pour la Sauvegarde de la vie humaine en mer. hat sich im Seevölkerrecht das sogenannte Flaggenstaatprinzip herausgebildet. Statt auf globale Regelungen zu dringen. vgl. BGBl. Mit Zustimmung der IMO kann der Küstenstaat für ein solches Gebiet auch zusätzliche Vorschriften zum Schutz vor Meeresverschmutzungen durch die Schifffahrt erlassen. 1982 II S.)..927(22). Außerdem können die Hafenstaaten auch fremde Schiffe. Dazu zählen die sog. Jahrhunderts zurückverfolgen lässt. 16 Im Folgenden als PSSA (particularly sensitive sea area) bezeichnet. wenn es in einem bestimmten Gebiet der AWZ aus anerkannten technischen Gründen im Zusammenhang mit den ozeanographischen und ökologischen Verhältnissen. 399. zusätzlich Maßnahmen zur Verhütung der Verschmutzung durch Schiffe zu ergreifen15. trifft die IMO. seine Ausrüstung und Bemannung. 2942). 5 SRÜ. 18 Die IMO hat für die Ausweisung von PSSAs Richtlinien erlassen. NordÖR 2002.12. 1931 II S. Dazu gehören z. die beschleunigte Außerdienststellung von Einhüllen-Tankschiffen. Hinzu kommen in zunehmendem Maße europäische Gemeinschaftsregelungen./21. 4 SRÜ. 211 Abs. der Deutschland nicht beigetreten ist (in deutscher Übersetzung veröffentlicht in: Hansa 1914. wie es auch im SRÜ6 seinen Niederschlag gefunden hat. von 1948 (BGBl. Seewärts des Küstenmeeres in der AWZ11 sind die Regelungsbefugnisse der Küstenstaaten im Grundsatz auf die Umsetzung der allgemein anerkannten internationalen Regeln und Normen beschränkt12. Stimmt sie einem entsprechenden Vorschlag eines oder mehrerer Küstenstaaten zu.2003 (Fn. 275 ff. Keine völkerrechtlichen Beschränkungen bestehen hingegen bei Maßnahmen. 211 Abs. 14 Grundsatz wird auch durch Art.und Ostsee hätte das allerdings keine praktische Bedeutung. ggf. 2953) begründet worden. dass zusätzliche Sicherheitsanforderungen durch nationale Regelungen im wesentlichen nur Schiffe unter der eigenen Flagge erfassen können und daher kaum geeignet sind. wenn Schiffe einen Hafen oder die inneren Gewässer eines Staates anlaufen9.1982 (BGBl.2. Ausgangslage Aufgrund der Internationalität der Seeschifffahrt. Entsprechendes gilt für Regelungen. Diese Regelung eröffnet die Möglichkeit. Guidelines for the Designation of Special Areas under MARPOL 73/78 and Guidelines for the Identification and Designation of Particularly Sensitive Sea Areas. dem folgten die Internationalen Übereinkommen zum Schutz des menschlichen Lebens auf See von 1931 (RGBl. 1965 II S. 217 SRÜ. IMO-Res. die im Rahmen der regionalen Meeresschutzübereinkommen oder durch die EU erlassen werden. Hier bleibt es den einzelnen Staaten überlassen. Territoriale Hoheitsbefugnisse des Küstenstaates gegenüber allen Schiffen gleich welcher Flagge sind dem gegenüber eingeschränkt und beziehen sich vornehmlich auf das Verkehrsverhalten in den Hoheitsgewässern unter Beachtung des Rechts der freien Durchfahrt durch das Küstenmeer8. 2002. 219. 2. 1 SRÜ postuliert. die insbesondere der harmonisierten und wirkungsvollen Umsetzung internationaler Vereinbarungen dienen und ergänzende Maßnahmen im Rahmen der küsten. mit Zustimmung der IMO die küstenstaatlichen Befugnisse für bestimmte Seegebiete zu erweitern.1) und Schlussfolgerungen des Europäischen Rates vom 20. Nach Maßgabe dieser völkerrechtlichen Ausgangslage ist durch die Arbeit der IMO ein umfassendes Regelwerk zur Schiffssicherheit entstanden. Richtlinien und Resolutionen. also mehr oder minder im hoheitsfreien Raum vollzieht. 23 S.2000 (KOM (2000) 802). 211 Abs. Daraus folgt. ob es sich um ein solches »besonders empfindliches Seegebiet«16 handelt. ob sie gegen anwendbare internationale Regeln und Normen verstoßen10. 211 Abs. mit seiner Nutzung oder dem Schutz seiner Ressourcen und mit der besonderen Art des Verkehrs in diesem Gebiet erforderlich ist. 7 Art. The HELCOM Copenhagen Declaration: A Regional Environmental Approach for Safer Shipping.12. so können die durch das MARPOL-Übereinkommen17 für Sondergebiete geltenden Regeln und Normen zur Anwendung gebracht werden. 1998 II S. und die dort abgedruckte Deklaration.und Ostsee empfunden wird. Weitergehende nationale Anforderungen sind möglich. angesichts sehr unterschiedlicher Interessenlagen zu einer Einigung zu gelangen. s. 2002 II S. in dem vom SRÜ vorgegebenen Rahmen darauf überprüfen. »Erika I und II-Pakete« der EU20. für sich allein oder im Zusammenwirken mit anderen. Für Nord. die gebotenen Maßnahmen zu ergreifen. IJMCL 2002. 211 Abs. ohne dass es eines mit allen Staaten vereinbarten internationalen Regelwerkes bedarf18. in denen das Zustimmungsverfahren.12.2002 -BGBl. letzte Änderung durch VO vom 19. der zum Abschluss des ersten internationalen Schiffssicherheitsvertrages22 führte. Sie dürfen sich jedoch nur auf das Einleiten von Stoffen oder auf Schifffahrtsgebräuche beziehen.2002 – BGBl. 211 Abs. dazu unten Abschnitt 3. Die für den Schutz der Ostsee eingerichtete Helsinki-Kommission hat im Jahre 2001 nach der Kollision der »Baltic Carrier« mit der Kopenhagen-Deklaration zusätzliche Maßnahmen zur Erhöhung der Schiffssicherheit in der Ostsee beschlossen und diese teilweise durch Ergänzung des Helsinki-Übereinkommens für die Ostseestaaten verbindlich gemacht21. S. Gerade in einer Weltorganisation mit mehr als 160 Mitgliedstaaten kann es jedoch durchaus schwierig sein.3. B. Schiffssicherheit auf der Ostsee – Strategien der Helsinki-Kommission.

also eine Selbstverpflichtung der Wirtschaft zu er- 24 S. Nach Fristablauf soll das Anlaufen von Häfen der EU-Mitgliedstaaten verboten sein. eine grundsätzliche Unterstützung der Maßnahmen zur Erhöhung der Schiffssicherheit ist auch durch die Gemeinsame Ministersitzung der Helsinki. Für die letztere Auffassung könnten vor allem die Vorschriften des Übereinkommens über die Kontrollbefugnisse der Küsten. wie sie vor allem in dem Acht-Punkte-Programm des Bundesministers für Verkehr. dass ausschließlich Doppelhüllentankschiffe eingesetzt werden. Heft 3. Er sieht vor. klar ist. die keinen EU-Hafen anlaufen. einen Verstoß gegen das MARPOL-Übereinkommen sieht hierin Nöll (Nl) in: Deutsche Seeschiffahrt. 26 IMO-Res.2003. ob ein solches europäisches Hafenanlaufverbot mit dem Völkerrecht vereinbar ist.und OSPAR-Kommissionen im Juni 2003 erfolgt.und OSPAR-Kommissionen im Juni 2003 haben die Umweltminister die EU-Bestrebungen im Grundsatz begrüßt. 344 ZUR 5/2003 . S. werden flankierend weitere Bemühungen ergriffen. Doppelhülle Auf die baulichen Anforderungen zielt die Forderung.12. auf der Gemeinsamen Ministersitzung der Helsinki. 1. Entscheidend ist vielmehr. wenn die Staaten ohnehin frei sind. aber auch für die Passagen durch die Nordsee. es begründet lediglich einen Anspruch auf Gleichbehandlung. 30 lit. Allerdings wird die Notwendigkeit gesehen. Ein entsprechender Vorschlag ist der IMO zugeleitet worden. den Einsatz von Einhüllenschiffen noch während einer Übergangsfrist zuzulassen. Bauliche Anforderungen 1. gilt z. Sicher lässt sich nicht argumentieren. 33 Vgl. diese Mindeststandards ihrerseits als ausrei- chend anzuerkennen. sondern nur die AWZ eines Mitgliedstaates passieren. vgl. 211 Ab. 22. mit der Mineralölwirtschaft Vereinbarungen abzuschließen. in Kraft gesetzt durch die Sechste Inkraftsetzungsverordnung Umweltschutz See (BGBl. Völkerrechtlich kommen sie als zusätzliche Schutzmaßnahmen infolge der Ausweisung der jeweiligen Gebiete als PSSA in Betracht. sich also vornehmlich an die Flaggenstaaten richtet. o. 2003. dass eine EU-Regelung nicht ausreicht.12. Nr. 3. Zu der Frage. JMM 2003/3 (final version)-E. Die Europäische Kommission bemüht sich um eine weitere Verkürzung der Fristen und hat den Entwurf einer Verordnung vorgelegt28. von derartigen weitergehenden Ausnahmen keinen Gebrauch zu machen. Vorsorge gegen Schiffsunfälle im Küstenvorfeld: Gemeinschaftliches Schiffsmeldesystem und Hafenzugang im Notfall. Verhütung von Schiffsunfällen Der Verhütung von Unfällen dienen zum einen bauliche Anforderungen an die Schiffe.. Nr. Auch das Übereinkommen und Statut über die internationale Rechtsordnung der Seehäfen32 steht dem nicht entgegen. Rechtliche Beurteilung der maritimen Sicherheit unter besonderer Berücksichtigung der Interessen des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Außerdem wird das Ziel verfolgt. um auch die Tankschiffe zu erfassen. MEPC. Inzwischen sind durch entsprechende Änderung des MARPOL-Übereinkommens26 Fristen festgelegt worden. Schon vor Ablauf der Fristen sollen Einhüllentankschiffe aus europäischen Gewässern nach Möglichkeit verbannt werden. Unter Verzicht auf eine den Rahmen sprengende Gesamtdarstellung der Schiffssicherheitsbemühungen soll das Augenmerk im Folgenden auf die Maßnahmen gerichtet werden. unter denen ein Schiff einen Hafen anlaufen darf31. Da ungewiss ist. Frankreichs. vom Landtag MecklenburgVorpommern). Einhüllentankschiffen. bestehen unterschiedliche Auffassungen30. gestützt auf die Ausweisung als PSSA. die diesen Anforderungen nicht genügen. Irlands. 29 Regel 13G der Anlage 1 zum MARPOL-Übereinkommen. s. Befahrensbeschränkungen und -verbote lassen sich in diesen Fällen nur im Rahmen der IMO erreichen. Die nach dem MARPOL-Übereinkommen für bestimmte ältere Tankschiffe vorgeschriebene erweiterte Überprüfung nach Maßgabe eines Zustandsbewertungsschemas29 soll durch die EU-Regelung auf alle Einhüllentankschiffe ab dem Alter von 15 Jahren ausgedehnt werden. den Kanal und die Biskaya. 32 RGBl 1928 II S. 30 S. dass bereits seit längerem einschlägige US-amerikanische Regelungen. ob die IMO ein so weiträumiges Gebiet als PSSA anerkennt und ein umfassendes Befahrensverbot für bestimmte Schiffsarten noch unter den Begriff »Schifffahrtsgebräuche« subsumiert. ob sich diese Vorstellungen international kurzfristig realisieren lassen. andere Staaten für entsprechende Regelungen zu gewinnen. selbst über die Bedingungen zu entscheiden. grundsätzliche Billigung durch das Europäische Parlament am 4. vgl. Wie auch immer die völkerrechtliche Problematik gewertet wird. veröffentlicht in: THB Deutsche Schiffahrts-Zeitung vom 27. 2942). das Anlaufen ihrer Häfen von zusätzlichen Anforderungen abhängig zu machen. wird ebenfalls ein Hafenanlaufverbot statuiert.Das Thema Ministersitzung im Juni 2003 weitere Aktivitäten ergriffen24. 2000 (Fn. dazu den Bericht der Europäischen Kommission vom 21. 20). die entweder bereits in jüngster Zeit getroffen worden sind oder aktuell diskutiert werden..5. Zeitschrift des Verbandes Deutscher Reeder.und OSPAR-Kommissionen. die Schweröl transportieren. dazu auch Lagoni.2002 (KOM (2002)780). Für Schiffe.und Hafenstaaten sprechen. da nur hierauf Schutzmaßnahmen gestützt werden können. Das SRÜ geht grundsätzlich von der Souveränität des Staates aus. Spanien und dem Vereinigten Königreich vorgelegte Vorschlag für die 49. die abhängig vom Baudatum. 6. Nrn. Spaniens und Portugals als PSSA ausgewiesen und dort der Transport von Schweröl nur in Doppelhüllentankern erlaubt wird35. Abschnitt B. 284 ff. das Übereinkommen solle Verschmutzungen durch die Schifffahrt verhüten. Einer solchen Regelung bedürfte es eigentlich nicht. der Bauart und Größe der Tankschiffe bis zum Jahre 2015 reichen und darüber hinaus den Staaten noch Ausnahmemöglichkeiten eröffnen.12. zum anderen gehören dazu die sichere Navigation und das verkehrsgerechte Verhalten. S. I. HELCOM 24/2003/8. B. das Anlaufen von Häfen zu verbieten. dass die gesamte Westküste Großbritanniens. 28 Entwurf vom 20. Das trifft vor allem auf den Tankschiffsverkehr in der Ostsee von und zu russischen Häfen zu. dazu Herma/ Jenisch. 25 Abs. Es bleibt abzuwarten.und Hafenstaaten begründet. 3. dazu Abschnitt II der HELCOM Bremen Declaration. Die Ostseestaaten haben sich durch das Helsinki-Übereinkommen verpflichtet27.2002. Auf nationaler Ebene geht das einher mit Initiativen. in: Maritime Sicherheit im Ostseeraum (hrsg. künftig nur noch Doppelhüllentankschiffe für den Öltransport einzusetzen. a der Deklaration (Fn. Zu diesem Zweck sieht die Verordnung vor. 28 33 der Declaration of the Joint Ministerial Meeting of the Helsinki and OSPAR Commission. Transportrecht 2001. 35 So der von Belgien. 27 Regel 4 der Anlage IV des Helsinki-Übereinkommens. Dazu gehören zum einen Bestrebungen der EU und ihrer Mitgliedstaaten. oder gleichsam als Reflex auch eine Verpflichtung der Küsten. Belgiens. s. um den Transport in Einhüllentankern einzudämmen.2002. g und h der Deklaration (Fn. Sitzung des IMO-Ausschusses für den Schutz der Meeresumwelt (MEPC 49/8/1). C. 24). sondern der Minimierung des Ölaustritts im Falle eines Unfalls dient. Bauund Wohnungswesen25 formuliert worden sind. 34 S. 2002 II S. Frankreich. Andererseits muss allerdings auch berücksichtigt werden. 92 ff. 24). 2003.2/1/Rev1. ob das Übereinkommen die Vertragsstaaten lediglich zur Beachtung von Mindeststandards verpflichtet. Über diese Forderung besteht international grundsätzlich Einigkeit. wenn es dessen Zielen widerspricht. die über das MARPOL-Übereinkommen hinaus gehen. Portugal. von der Staatengemeinschaft hingenommen werden33. wenngleich das eigentlich nicht der vorbeugenden Schiffssicherheit. 2 SRÜ. 95(46). THB Deutsche Schifffahrts-Zeitung vom 12. 25 Acht-Punkte-Programm für mehr Sicherheit auf See vom 23. s. Irland. 31 Art. 376 f. 30 lit. deshalb seien alle darauf gerichteten Maßnahmen vertragskonform. Allerdings könnte sich ein Anlaufverbot als Vertragsverletzung des MARPOL-Übereinkommens darstellen. S. strebt auch Norwegen für das Gebiet der Barentssee eine küstenferne Tankerroute an. sofern die IMO hierzu ihre Zustimmung erteilt34. dazu auch die Beschlüsse der Helsinki. S.

4694) auch Eingang in die deutsche Gesetzgebung gefunden. in die auch der ISM-Code einbezogen wird. S. Außerdem müssen die Kontrollen stärker auf die Überprüfung der Seetüchtigkeit der Schiffe sowie die Navigationsausrüstung ausgerichtet werden. müssen weiter intensiviert und noch stärker auf unternormige Schiffe konzentriert werden. vgl. 47 So z.B. Sitzung des IMO-Schiffssicherheitsausschusses. Durchsetzung Neben zusätzlichen Regelungen ist die wirkungsvolle und weltweite Durchsetzung der bereits geltenden Regeln und Normen vorrangig. 242 f. Mitteilung der Europäischen Kommission vom 3. 2002. zu schärferen und international anerkannten Normen zu gelangen. 38 S. 204 ff. Im Ostseebereich werden die Anliegerstaaten zusätzlich durch das Helsinki-Übereinkommen verpflichtet. 46 S. Bau. aber vereinbarungsgemäß entsprechende Schritte eingeleitet haben. Weltweit müssen sie angehalten werden. al. die Lotsen auch dann zu Meldungen verpflichten. vgl. 22. 51 Regel 11 der Anlage IV des Helsinki-Übereinkommens. Hafenstaatkontrolle Durchsetzungsdefiziten in den Flaggenstaaten wird auch durch die Hafenstaatkontrolle entgegen gewirkt. dass die Ostsee im Winter bei Eisgang auch von Schiffen befahren wird. 54 Richtlinie 2001/106/EG (ABl. sondern partnerschaftlich37 um Problemlösungen bemüht zu sein. L 019 vom 22. S. 2000 II S. 43) S. bei Schiffen mit hohem Risikofaktor die Abstände zwischen einzelnen Überprüfungen zu verkürzen. Gegenwärtig erarbeitet die Helsinki-Kommission einen Vorschlag. im einzelnen Erbguth et. auf Grund verschärfter gemeinschaftsrechtlicher Bestimmungen der Zugang zum Hafen verweigert54. wird durch das Helsinki-Übereinkommen eine ausdrückliche Verpflichtung statuiert. Schiff & Hafen 2003. 3013. Die Kontrollen. 1). 1. 53 S. die Eigenverantwortung der Betreiber von Schiffen stärker hervorgehoben werden43. so wie dies die EG-Richtlinie über Schiffsbesichtigungsorganisationen44 vorsieht. Band II (hrsg. Danach muss ein durch Zertifikate nachzuweisendes Sicherheitsmanagementsystem landseitig für die Reederei und seeseitig für das Schiff vorhanden sein. dazu Schlussfolgerungen des Europäischen Rates vom 6. 1. Kapitel IX der Anlage zu SOLAS und IMO-Res. dadurch werden vor allem Estland. die Arbeit der Flaggenstaaten einer Bewertung zu unterziehen. um einen sicheren Schiffsbetrieb und die Verhütung von Meeresverschmutzungen sicherzustellen. wird sich zeigen müssen. Dieser Ansatz erscheint erfolgversprechend. 2002. Heft 4. HELCOM 24/2004/8. L 19 v. 3.2003 (Fn. s. Das schließt auch eine genauere Überprüfung der mitzuführenden Seekarten ein. 22. es wird als schweres Heizöl in Kraftwerken verwendet. 892). A. 36 Vgl. Vom Landtag MecklenburgVorpommern). 1998 I S. Deshalb wird zur Zeit in der IMO in Anlehnung an die Luftfahrtpraxis die Einführung eines externen Auditierungsverfahrens erörtert46. bestehen nach wie vor Durchsetzungsdefizite bei einer Zahl von Flaggenstaaten. Mit den erforderlichen Prüfungen und Besichtigungen zur Schiffssicherheit und Qualitätssicherung sind in der Praxis weitgehend die Klassifikationsgesellschaften betraut. in einem weiteren Fall enthält das Helsinki-Übereinkommen sogar eine entsprechende Verpflichtung. In einem ersten Schritt ist dies im Wege der Selbsteinschätzung erfolgt. 1.. Abschnitt VI der Kopenhagen-Deklaration. Ergänzend zu diesen unmittelbar auf das Schiff bezogenen Maßnahmen soll durch den Internationalen Code für die sichere Schiffsbetriebsführung42. S c h i f f s s i c h e r h e i t n a c h d e r » P re s t i g e « reichen36. die sich erfolgreich einem Audit durch die internationale Staatengemeinschaft unterzogen haben. Bisher basieren die baulichen Anforderungen an Schiffe in der Eisfahrt auf teilweise differierenden Richtlinien der Klassifikationsgesellschaften. s. auch die Europäische Kommission hat sich inzwischen dieses Themas angenommen.1. Zusätzlich ist eine ausreichende Überwachung der Klassifikationsgesellschaften angezeigt. 12.7. 44 Richtlinie 2001/105/EG (Abl. KOM (202)681.2. auch Erbguth (Fn.und Wohnungswesen vom 12. Anhang 2).1. 13. Um die Kontrollen noch zielgerichteter auf Problemschiffe auszurichten.2003. 43) S. 52. 48 Pariser Vereinbarung über die Hafenstaatkontrolle (BGBl. S. in: Maritime Sicherheit im Ostseeraum. S. Die IMO verfolgt das Ziel. dazu im einzelnen Heyna. das sich aus Bitumen und Wasser zusammensetzt und im Orinoko-Delta gewonnen wird. auch Erbguth (Fn. L 19 v. 3123. die für die Eisfahrt mangels ausreichender Eisverstärkung ungeeignet sind. o. Nr. 37 Der Begriff der Sicherheitspartnerschaft hat mit § 3 Schiffssicherheitsverordnung (BGBl.1056) möglicherweise als Grundlage dienen. die noch nicht der Pariser Vereinbarung beigetreten sind. 218 ff.1995. S. 9). Das entspricht einem modernen Ansatz. Wie das Problem der unternormigen Schiffe45 zeigt. 50 S. Hier wird insbesondere von Finnland und Schweden die Notwendigkeit hervorgehoben. da seitens der Industrie keine ernsthafte Bereitschaft zu derartigen Vereinbarungen bestehe. entsprechende Kontrollen durchzuführen51. die künftig aus den EG-Gewässern verbannt würden (s.2002. sofern es gelingt. S.II. Litauen und Lettland zur Hafenstaatkontrolle verpflichtet. nach dem Unfall der »Prestige« hat die Europäische Kommission als Sofortmaßnahme eine schwarze Liste mit 66 mangelhaften Schiffen veröffentlicht.6 des Berichts der Europäischen Kommission vom 5. Eisverstärkung Der zunehmende Tankschiffsverkehr erhöht das Risiko. 4690. dazu Abschnitt 2. 43 Vgl. 19). 49 Hafenstaatkontrollrichtlinie (Abl. 2002 für alle Schiffe weltweit verbindlich ist. ist es erforderlich. dass dieses besonders problematische ölhaltige Gemisch nur noch in Doppelhüllentankern transportiert wird38. wenn sie ein Schiff im Transit begleiten53. Auf Grundlage einer internationalen Verwaltungsvereinbarung48 und einer EG-Richtlinie49 haben sich die daran beteiligten Staaten verpflichtet.3. 22. Die Ostseestaaten haben diesen Gedanken in der Kopenhagen-Deklaration aufgegriffen: Mit den Importeuren von Orimulsion sollen Vereinbarungen erreicht werden. 45 Auch als sub-standard-ships bezeichnet. die in einem bestimmten Zeitraum mehrmals festgehalten worden sind. Regel 9 Abs. für die wirksame Anwendung der internationalen Regeln zu sorgen. Nicht zuletzt wird dabei sicher eine Rolle spielen. den die Ostsee-Anliegerstaaten dann gemeinsam bei der IMO einbringen und vertreten sollen40. Insbesondere bietet es sich an. Nach dem SOLAS-Übereinkommen41 soll durch ein System aus regelmäßigen Besichtigungen. die im Auftrag des jeweiligen Flaggenstaates tätig werden. am internationalen Verkehr teilnehmen zu lassen47. 39 Dabei könnten die von der IMO erlassenen Richtlinien für Schiffe in arktischen Gewässern (MSC/Circ. Die Beauftragung allein reicht jedoch nicht aus. Maritime Sicherheit im Ostseeraum 2002. 2. Orimulsion ist ein Ölprodukt. b der Anlage IV des Helsinki-Übereinkommens. 239 f. 41 S. 2002. dazu den Bericht über die 76. L 157 vom 7. 40 Vgl.2. Damit ist es jedoch nicht getan. die Forderung in der Gemeinsamen deutsch-spanischen Erklärung über die Sicherheit der Beförderung von Erdöl mit Seeschiffen. Das setzt eine Regelung durch die IMO voraus39.. 12. No.1. Hat die Hafenstaatkontrolle versagt? Eine Bilanz 2002. 1. 4. in ihren Häfen jeweils 25 % der ausländischen Schiffe zu überprüfen und bei schwerwiegenden Mängeln Auslaufverbote zu verhängen50. s. 2002 (15626/02).2.. dazu den von der Helsinki-Kommission herausgegebenen Bericht über die Umsetzung der Kopenhagen-Deklaration. 52 Für die Kontrolle der Papierseekarten auf bestimmten Schiffen. 2002 I S. 42 Im Folgenden ISM-Code.741(18). Ob dieser partnerschaftliche Ansatz zum Erfolg führt. 2002 S. Seit Juli 2003 wird Schiffen. in welchem Maße sich die Mineralölwirtschaft unter dem Druck der durch die Unfälle äußerst beunruhigten Öffentlichkeit einer maritimen Sicherheitskultur verpflichtet fühlt. Überprüfungen und Zeugnissen die Einhaltung der Sicherheitsanforderungen gewährleistet werden. der seit dem 1. künftig nur noch Flaggenstaaten. 7. die Erfolgsaussichten werden von der Kommission allerdings als gering eingeschätzt. dazu unten Abschnitt C.1. 17).E h l e r s . nicht nur auf obrigkeitliche Regelungen zu setzen. 13 ff. die häufig nicht dem neuesten Stand entsprechen52. ZUR 5/2003 345 . 2 lit. veröffentlicht als Pressemitteilung des Bundesministeriums für Verkehr. Fn. IMO News 2003. die letztlich aber keine Verbindlichkeit besitzen. insbesondere Tankern.

138(75) . Weitere Maßnahmen im Finnischen Golf und vor der schwedischen Küste sind der IMO vorgelegt und teilweise schon gebilligt worden57. 1213. Vor der deutschen Küste werden die Seegebiete vom BSH60 in regelmäßigen Abständen je nach den Gegebenheiten zwischen 1 und 30 Jahren neu vermessen. 137. 59 Zur näheren Information s. häufig besteht dort sogar eine Verpflichtung zur Annahme von Seelotsen64. Darüber hinaus können in Nord. Dieses Recht wird den Küstenstaaten bereits seit längerem bei einem aktuellen Seeunfall durch das Interventionsübereinkommen68 eingeräumt. a und b der Anlage IV des Helsinki-Übereinkommens.11. 1 lit.1969 über Maßnahmen auf Hoher See bei Ölverschmutzungsunfällen und Protokoll von 1973 über Maßnahmen auf Hoher See bei Fällen von Verschmutzung durch andere Stoffe als Öl (BGBl. 4 des Kapitels V der Anlage zu SOLAS. 70 Art. Ehlers. 9.1 Nr. a der Anlage IV des Helsinki-Übereinkommens. die Erweiterung ist von der IMO endgültig auf der 75. 1998 II S. 62 S. NuR 2003. 2. Der sicheren Navigation dienen eine Vielzahl von regelnden und unterstützenden Maßnahmen. Die Praxis in den einzelnen Staaten ist unterschiedlich und hängt unter anderem von der verfügbaren Vermessungskapazität ab. So ist z. 66 S. 1. 67 IMO-Resolution MSC. Für die Nordsee und andere Seegebiete fehlt es bisher an einer vergleichbaren Regelung. 593. indem die Küstenstaaten zur Einführung von Lotsenannahmepflichten unter näher zu bestimmenden Voraussetzungen ermächtigt werden. zu weiteren Einzelheiten vgl. die ständig weiter entwickelt und ausgebaut werden müssen. §§ 1 Nrn. Notwendig ist eine Regelung im Rahmen der IMO.620(15). Eine Befugnis.Das Thema II Sichere Navigation Auch von einem sicheren Schiff können insbesondere bei Grundberührungen und Kollisionen Gefahren ausgehen. 10. den dazu erlassenen Lotsverordnungen der Wasser. für das bisher allerdings keine internationale Ausrüstungspflicht besteht62. Diese Empfehlungen sind inzwischen. 3. Mueller. Lotsendienste Auf Schiffen. Gegen derartige eher prinzipielle handels-.und militärstrategische Bedenken spricht die Notwendigkeit. 2002 I S. Hier spielen Lotsendienste eine ganz wesentliche Rolle. nach Art und Größe näher definierten Schiffen die Annahme von Lotsen im navigatorisch schwierigen Bereich der Ostseezugänge einschließlich der Kadetrinne dringend empfohlen65. 1984 I S. 57 S. ist auch völkergewohnheitsrechtlich bisher nicht gegeben. 1985 II S. die eine Anwendung durch die Küstenstaaten ermöglichen würde70. 58 S. dazu auch Art. 2 lit. 3338). das Recht auf Selbstschutz auf die Abwehr abstrakter Gefahren auszudehnen. 64 § 5 Seelotsgesetz (BGBl. 2876. eine gemeinsame Position zu entwickeln. im Bereich der Ostsee auf Initiative der Anliegerstaaten die Wegeführung in der Kadetrinne erweitert und verbessert worden56. Bei einer Erweiterung der Befugnisse des Küstenstaates außerhalb des Staatsgebietes wird eine schleichende Aushöhlung der Schifffahrtsfreiheit in der AWZ befürchtet. Die internationale Entwicklung der hydrographischen Dienste. Sie werden vor allem für Fahrtstrecken innerhalb der Hoheitsgewässer zu und von den Häfen angeboten. Das ist Aufgabe der hydrographischen Dienste. 414 ff. schifffahrts. 65 IMO-Resolutionen A. 2. (Fn.138(76). fehlen der Schiffsführung häufig die für eine sichere Navi- gation notwendigen regionalen und örtlichen Kenntnisse. ist allerdings auf unmittelbar drohende Gefahren eines Seeunfalls beschränkt69. vgl. Hydrographische Dienste Um die Gefahr von Grundberührungen auszuschließen. dass diese durch vertragliche Regelungen die Verwendung von ECDIS auf Tankern sicherstellen63. 46). den Bericht über die 76. Dadurch könnten die verschiedenen für einzelne Bereiche bereits bestehenden Wegeführungsmaßnahmen zu einem durchgehenden Schifffahrtsweg verbunden werden. Notwendig wäre also. B. S. 1975 II S. Zugleich müssen die Ostseestaaten mit dem Schifffahrtsgewerbe Verhandlungen aufnehmen mit dem Ziel. 5 Seeaufgabengesetz (BGBl. verpflichtet das Helsinki-Übereinkommen die Ostseestaaten. Um die Einführung des Systems voranzutreiben und ECDIS für den gesamten Ostseebereich verfügbar zu machen. 2003. einem Vorschlag der Helsinki-Kommission folgend66. muss die Schifffahrt vor allem in küstennahen Flachwassergebieten über ausreichende und aktuelle Informationen über die jeweilige Wassertiefe und etwaige Unterwasserhindernisse verfügen. Nunmehr hat das Helsinki-Übereinkommen die Anliegerstaaten ausdrücklich zu regelmäßigen Wiederholungsvermessungen der wichtigen Schifffahrtsrouten verpflichtet61. Wegeführung Ein wichtiges Sicherheitselement gerade in vielbefahrenen und navigatorisch schwierigen Gebieten stellt die Wegeführung in Gestalt von Verkehrstrennungsgebieten und Tiefwasserwegen dar. A safer Baltic needs international cooperation. ECDIS als Äquivalent zur Papierseekarte anzuerkennen und bis Ende 2004 die notwendigen elektronischen Daten. 30 ff. 13 ff. wird angesichts des zunehmenden Tankschiffverkehrs insbesondere für den Bereich der Kadetrinne mit Nachdruck die Einführung einer Lotsenannahmepflicht auch außerhalb der Hoheitsgewässer gefordert. Schiff & Hafen. Heft 6.und Ostsee seewärts des Küstenmeeres die Dienste von sogenannten Überseelotsen in Anspruch genommen werden. dazu Abschnitt I der Kopenhagen-Deklaration. um den eigenen Küstenbereich zu schützen. Große Bedeutung für die Navigation hat das elektronische Seekartensystem ECDIS. Sitzung des Schiffssicherheitsausschusses im Mai 2002 beschlossen worden. 5 SRÜ. bereit zu stellen. dazu IMO-Res. Regel 10 Kapitel V der Anlage zu SOLAS. in: Hansa 2003. Die Helsinki-Kommission hat hierzu Beratungen aufgenommen mit dem Ziel.. 63 Regel 9 Abs. durch eine Ergänzung des Kapitels V der Anlage zu SOLAS erfolgen. Das würde eine schwerpunktmäßige navigatorische Beratung und Beobachtung der Reiseroute erleichtern. 2561). V. Damit würde eine allgemein anerkannte internationale Regel geschaffen werden. die sogenannten ENCs.und Ostsee. Hiergegen werden jedoch teilweise seerechtspolitische Einwände erhoben. Hierüber entscheidet die IMO auf der Grundlage von Vorschlägen der betroffenen Staaten55. MSC. einen ausreichenden Abstand zur Küste sicherstellen und die gezielte Positionierung von Notfallschleppern ermöglichen. 2002 I S. 3338) i. 221 SRÜ. Vorsorge für den Bereich der deutschen Nord. Abschnitt II der Kopenhagen-Deklaration. B.und Schifffahrtsdirektionen. Nr. eine Lotsenannahmepflicht als Maßnahme der abstrakten Gefahrenabwehr durch völkerrechtlichen Vertrag zu begründen. 6. 56 S. 211 Abs. die für die erforderliche Vermessung der Seegebiete und die Herausgabe von Seekarten und anderen nautischen Informationen sorgen59. Nationale Regelungen reichen dafür nicht aus. da sie nur Schiffe unter der eigenen Flagge erfassen könnten. S. 55 S.579(14) und A. S. 61 Regel 9 Abs. die dann in der IMO vertreten werden soll. Da gerade aber die verbleibenden 4 % häufig ein Sicherheitsproblem darstellen. Sitzung des IMO-Schiffssicherheitsausschusses. die nicht regelmäßig bestimmte Gebiete wie die Ostsee befahren. Angesichts der Bedeutung der Lotsendienste für die Sicherheit hat die IMO bereits in den 70er Jahren bestimmten. auch wenn insoweit keine Annahmepflicht besteht. 68 Internationales Übereinkommen vom 29. 346 ZUR 5/2003 . Etwas 96 % der betroffenen Schiffe folgen den Empfehlungen. Regel 19 Abs. 60 Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie. m. Vielbefahrene Seegebiete mit geringer Wassertiefe müssen je nach den morphologischen Gegebenheiten wiederholt vermessen und auf Unterwasserhindernisse abgesucht werden. nach dem notwendige Maßnahmen neben völkerrechtlichen Verträgen auch auf Völkergewohnheitsrecht gestützt werden können. Von deutscher Seite ist zusätzlich der Vorschlag für einen Transitweg für Tanker durch die gesamte Ostsee zur Diskussion gestellt worden58. angesichts der verheerenden Auswirkungen von Schiffsunfällen bereits im weiteren Küstenvorfeld Maßnahmen zu ergreifen. Will. 69 Vgl. auf weitere Schiffe ausgedehnt worden67. Dies könnte im Rahmen der IMO z.

ist ein Maritimes Lagezentrum. 4. wo erforderlich. 76 Regel 19 Abs. Bestandteil des Havariekommandos.8. Notliegeplätze Die Unfälle von »Erika« und »Prestige« haben deutlich gemacht. L 208 v. während AIS nun ein automatisches und aktives Informationssystem ermöglicht. AIS Eine außerordentlich wichtige Hilfe vor allem zur Kollisionsvermeidung stellt das neue automatische Schiffsidentifikationssystem AIS dar.5. zumal die zur Ausweisung von PSSA erlassenen Richtlinien der IMO ausdrücklich die Lotsenannahmepflicht als mögliche Schutzmaßnahme vorsehen71. 4 des Kapitels V der Anlage zu SOLAS in der geänderten Fassung vom 12. Schadstoffunfallbekämpfung. käme eine Lotsenannahmepflicht auch als zusätzliche Schutzmaßnahme nach Ausweisung des fraglichen Gebiets als PSSA in Betracht. 5. der Freien und Hansestadt Hamburg. Nothäfen. dass das jeweilige Radarecho gesondert identifiziert und ggfs. 40). Auf diese Weise soll bei schweren Schiffsunfällen angesichts der unterschiedlichen Zuständigkeiten des Bundes und der Küstenländer ein einheitliches und koordiniertes Vorgehen aller Einsatzkräfte sichergestellt werden. 52. 74 S. 1 Nr. Die Daten können auf dem Radarschirm oder der elektronischen Seekarte dargestellt werden und ermöglichen eine nahezu vollständige Erfassung des Verkehrsgeschehens mit umfangreichen Detailinformationen über jedes einzelne Schiff. Als eine der Konsequenzen aus dem »Pallas«-Unfall ist in Deutschland zum 1. Auch das Helsinki-Übereinkommen verpflichtet die Ostseestaaten zu Planungen für Notliegeplätze80. 14 ff.2003. In Deutschland wird die Einrichtung von Notliegeplätzen von Bund und Ländern zur Zeit im Rahmen der maritimen Notfallvorsorge vorbereitet81. Wichtige Voraussetzung dürfte jedoch sein. Auf der Ministersitzung der Helsinki-Kommission im Juni 2003 haben sich die Ostseestaaten mit Ausnahme Russlands darauf verständigt. 40). die Dienste der Eisbrecher in Anspruch zu nehmen und deren Anweisungen zu folgen75. Die IMO wird auf ihrer Vollversammlung im November 2003 Richtlinien für Notliegeplätze verabschieden. 2. 78 Regel 10 der Anlage IV zum Helsinki-Übereinkommen. Hansa. Nr. HELCOM-Bericht (Fn.und Ostsee sorgt. 79 Art. S../19. HELCOM-Bericht (Fn. Für AIS besteht seit 2002 eine Ausrüstungspflicht76. mit denen Tankschiffe verpflichtet werden können. 3. Jenisch. Mit Hilfe der Transpondertechnik werden wichtige Daten des Schiffes einschließlich Geschwindigkeit und Kurs automatisch ausgesendet und von allen Schiffen. Navigationsunterstützung Als zusätzliche Schutzmaßnahmen im Zusammenhang mit einer PSSA-Ausweisung kommen weitere Regelungen zur Unterstützung einer sicheren Navigation in Betracht. sondern auch Regelungen. das aus Beschäftigten des Bundes und der Küstenländer besteht. 16. 5. Für Tanker besteht die Ausrüstungspflicht bereits seit dem 1. Brandbekämpfung sowie zur Hilfeleistung bei komplexen Schadenslagen auf See gebündelt. Darüber hinaus erfordern die bereits angesprochenen Gefahren des vermehrten Tankschiffsverkehrs in der Eisfahrt nicht nur die notwendige bauliche Eisverstärkung74 der Schiffe. die wegen ihrer grundsätzlichen und möglicherweise auch präjudiziellen Bedeutung möglicherweise nur längerfristig zu realisieren ist. Inzwischen ist diese Frist im Zusammenhang mit den Ende 2002 beschlossenen Maßnahmen zur Abwehr äußerer Gefahren auf See so verkürzt worden.3 der Richtlinie (Fn. Schiffen in Problemfällen das Anlaufen von Nothäfen oder Notliegeplätzen in Küstennähe zu ermöglichen. die schrittweise zunächst bis 2008 auf alle Schiffe über 300 BRZ ausgedehnt werden sollte. die anderen deutschen Revierzentralen werden voraussichtlich noch vor Ende 2003 entsprechend umgerüstet.2. zur Ausweisung von PSSA-Gebieten s. 82 Vereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Freien Hansestadt Bremen.2002 (VkBl. sondern ermöglicht auch den Küstenstaaten. dass alle Schiffe bereits bis Ende 2004 mit AIS ausgerüstet sein müssen77. wie wichtig es ist. 24). die HELCOM Bremen Declaration (Fn. 31).E h l e r s . Überlegungen zum Nothafenrecht. 73 Ein entsprechender Vorschlag wird gegenwärtig in der Helsinki-Kommission erörtert. 18).2002. ziehen Schweden und Finnland eigene Bemühungen in Betracht. ZUR 5/2003 347 . empfangen. dass zu einer nur regionalen Regelung in der IMO eher eine Einigung erreicht werden kann. Heft 2. die aus der Zuweisung eines Notliegeplatzes entstehen können. Im Falle einer komplexen Schadenslage übernimmt der Leiter des Havariekommandos unter Einberufung eines Havariestabes die Ein- 71 Nr. Eine entsprechende Verpflichtung ist in der Schiffsmelde-Richtlinie der EG79 verankert.2002. S c h i f f s s i c h e r h e i t n a c h d e r » P re s t i g e « Anstelle einer internationalen vertraglichen Regelung. bis zum 1. S. 2001. die entsprechend ausgerüstet sind. 2005 Verkehrsüberwachungssysteme mit Hilfe von AIS aufzubauen. 72 Im Rahmen der Helsinki-Kommission soll eine Expertengruppe das System einer Lotsenannahmepflicht entwickeln. 10) 80 Regel 13 der Anlage IV zum Helsinki-Übereinkommen. Niedersachsen und Schleswig-Holstein über die Errichtung des Havariekommandos vom 23. 341 ff. Vorbereitung.4 des Kapitels V der Anlage zu SOLAS. das in seiner Bedeutung mit der seinerzeitigen Einführung des Radar vergleichbar ist. für Tankschiffe und andere Schiffe mit hohem Risiko in bestimmten Gebieten die Begleitung durch Schlepper anzuordnen73. Deutschen Verkehrsgerichtstags 2003.1. Maßnahmen bei einem Unfall I. den Schiffsverkehr von Land aus lückenlos zu überwachen und. 75 Vgl. damit dann ein entsprechender Vorschlag bei der IMO eingebracht werden kann. alle relevanten Informationen sammelt. Abschnitt II Nr. wer die nicht einbringlichen Kosten trägt. die Ausweisung von Gebieten in der Ostsee als PSSA zu erwägen72. dass eine jederzeit einsatzbereite und entscheidungskompetente Organisation vorhanden ist und alle notwendigen Einrichtungen und Hilfsmittel für die Bewältigung schwerer Unfälle mit komplexen Schadenslagen bereit stehen. vgl. AIS dient aber nicht nur der direkten Information der Schiffe untereinander. Nr. dass die Staaten der jeweiligen Region – im Falle der Kadetrinne wären das die Ostseeanliegerstaaten – eine solche Maßnahme in der IMO gemeinsam befürworten. Noch im Sommer 2003 sollen die EU-Mitgliedstaaten ihre Pläne vorlegen. 52. 6. weitere Schiffsinformationen aus anderen Quellen hinzugefügt werden müssen. S. muss einem effektiven Unfallmanagement ein besonderes Augenmerk gelten. Will (Fn. da noch keine Einigung aller Ostseestaaten erreicht ist. 7. 77 Regel 19 Abs. gefahrenabwehrbezogenen Bergung. 2003.12. Von wesentlicher Bedeutung ist. Zu denken ist insbesondere an die Befugnis. vgl. Veröffentlichung des 41. zu unterstützen.I. zu entscheiden ist in diesem Zusammenhang auch darüber.6. Es erscheint denkbar.1. Im Ostseebereich haben sich die Anliegerstaaten durch das Helsinki-Übereinkommen78 verpflichtet. oben Abschnitt C. 2003 von Bund und Ländern ein gemeinsames Havariekommando gebildet worden82.7. 81 Zur Problematik im einzelnen s. Durch das Havariekommando wird die Verantwortung für Planung. dazu Rathmanner. Unfallmanagement Da sich Unfälle trotz aller Vorsorgemaßnahmen nicht ausschließen lassen. 58) S. aufbereitet und bewertet und erforderlichenfalls Alarmierungen auslöst und Sofortmaßnahmen einleitet. Die für die Kadetrinne wichtige Revierzentrale Warnemünde ist bereits mit AIS ausgerüstet. S. den Ländern Mecklenburg-Vorpommern. D. Übung und Durchführung von Maßnahmen zur Menschenrettung. 6. 20 der Richtlinie 2002/59/EG (Abl. Die bisherigen Verkehrsüberwachungssysteme mit Hilfe von Radar haben den Nachteil. das ständig für ein aktuelles Lagebild von Nord.

die jederzeit eingesetzt werden können. 2001. dass in ausreichendem Maße Einrichtungen vorhanden sind. Vor der deutschen Küste spielen dabei drei ständig auf See stationierte Schadstoff-Unfall-Bekämpfungsschiffe des Bundes eine wichtige Rolle. 2003. 14 und Anlage VII des Helsinki-Übereinkommens. 87 S. der bisher aber nicht vorangekommen ist. 94 BGBl. 670. S. Während die präventive Verhütung von Verschmutzungen als Teil der Schifffahrtspolizei Aufgabe des Bundes ist. 89 Vgl. 97 S. im Wege der Organleihe in deren Auftrag tätig wird83. 40).B.3. Ein besonderes Augenmerk ist der Bekämpfung von Verschmutzungen im Eis zu widmen90. 3798). dass der Leiter des Havariekommandos als Beschäftigter des Bundes. Dadurch wird die Entschädigungssumme auf ca. zeigte sich überdies die Notwendigkeit. Der Zusatzfonds wird über Beiträge der Mineralölimporteure finanziert98. Unterstützung beim Aufbau von Bekämpfungseinrichtungen genauso wie die schnelle Information und Hilfeleistung bei Verschmutzungsereignissen89. die Gemeinsame deutsch-spanische Erklärung über die Sicherheit der Beförderung von Erdöl mit Seeschiffen (Fn. Die Frage. Inzwischen wird auf Grund einer deutsch-niederländischen Initiative erwogen. ist bisher nicht abschließend geklärt. dazu Pressemitteilung der Europäischen Kommission vom 16. 24). soweit es um Aufgaben der Länder geht. vgl. Schiffssicherheit auf der Ostsee: Nationales Recht. Veröffentlichung des 41. dazu den HELCOM-Bericht (Fn. ob diese Kompetenzverteilung auch seewärts der Hoheitsgewässer gilt.und Entwicklungsvorhaben wird auch von der Europäischen Kommission Priorität eingeräumt. 685. dazu König. Auf Grund einer europäischen Initiative97 hat eine Diplomatische Konferenz im Rahmen der IMO in einem Protokoll zu den Übereinkommen im Mai 2003 die Errichtung eines Zusatzfonds beschlossen. Nach geltendem Recht kann ein Schiffseigentümer nach einem Unfall außerhalb der Hoheitsgewässer das Eigentum an einem zum Wrack gewordenen Schiff oder an Containern und anderen Ladungsteilen aufgeben und sich jeder Verantwortung für die Beseitigung und Bergung zu Lasten des betroffenen Küstenstaats entziehen. Das Problem der verfassungsrechtlich unzulässigen Mischverwaltung ist dadurch gelöst worden.4 des Berichts der Europäischen Kommission vom 5. Ein 2001 vereinbartes Übereinkommen. 1996 II S. 58). Bekämpfung und Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Ölverschmutzung (BGBl. 639 ff. das dem deutschen polizei. der zu einer weiträumigen Verschmutzung dänischer Strände geführt hatte. 13. 220 ff. Bisher gelten internationale Regelungen nur für Ölverschmutzungen durch Tankschiffe. 99 International Convention on Civil Liability for Bunker Oil Pollution Damage. S. 1995 II S. 40). Haftung und Entschädigung Da Bekämpfungsmaßnahmen mit erheblichen Kosten verbunden sind.2003. In Anwendung des Verursacherprinzips. den Ländern MecklenburgVorpommern. die Bedeutung ausreichender Notfallkapazitäten hat die Helsinki-Kommission mit der Empfehlung 24/9 auf ihrer Ministersitzung im Juni 2003 noch einmal unterstrichen. Havariekommando: Bund-Küstenländer-Einrichtung zur maritimen Notfallvorsorge. im einzelnen Will (Fn. Als Grundlage dient eine Verwaltungsvereinbarung. um einem havarierten Schiff zur Hilfe zu kommen84. Niedersachsen und Schleswig-Holstein über die Bekämpfung von Meeresverschmutzungen vom 23.2003 (Fn. Internationale Grundlagen sind das Haftungsübereinkommen94. Bei der Bekämpfung von Verschmutzungen als Folge eines unfallbedingten Austritts von Öl oder anderen Schadstoffen arbeiten Bund und Küstenländer seit langem zusammen. Auf diese Weise werden verfassungsrechtliche Probleme der föderalen Kompetenzverteilung umgangen. 93 Vgl. der Freien und Hansestadt Hamburg. Internationale Zusammenarbeit Gerade bei größeren Verschmutzungen reichen nationale Maßnahmen allein häufig nicht aus. Von besonderer Bedeutung ist. 348 ZUR 5/2003 . dazu z. Die Zusammenarbeit erfasst gemeinsame Planungen und Übungen. 30 lit. 92 Art. 1994 II S. 46. der aus Beiträgen der Mineralölwirtschaft finanziert wird. Nach dem Unfall der »Baltic Carrier« im März 2001. S. sowie das Fondsübereinkommen95. dass die in den Übereinkommen verankerten Höchstsummen nicht ausreichen96. dazu den HELCOM-Bericht (Fn. 43) S.und ordnungsrechtlichen Störer-Prinzip entspricht. 91 Vgl. Dieses Thema hat inzwischen die Helsinki-Kommission aufgegriffen91. Im Jahr 2004 soll ein weiterer Neubau für den Ostseebereich dazu kommen. II. Zusätzlich hat der Bund für Nord. e der Declaration (Fn.5. 900 Mio Euro erhöht. 95 BGBl. 83 S. im Jahr 2004 auf einer Diplomatischen Konferenz über ein Wrackbeseitigungsübereinkommen zu entscheiden. 90 Notwendigen Forschungs. 47). handelt es sich bei der Bekämpfung bereits eingetretener Verschmutzungen um eine wasserrechtliche Aufgabe der Länder86. 943. Eingriffsbefugnisse Die bei einem Unfall ggf. s. 181.1. 96 Zu den internationalen Regelungen vgl. Ein zusätzlicher Regelungsbedarf besteht jedoch im Hinblick auf Wracks. Sie ist mit der Einrichtung des Havariekommandos durch eine revidierte Vereinbarung den neuen Organisationsstrukturen angepasst worden85. 352 ff. 1). zur Gesamtthematik vgl. Nr.2003 (IP/03/701). haben Entschädigungsmöglichkeiten große Bedeutung. 179). Nr. 84 Zum deutschen Notschleppkonzept s.und Ostsee Schlepper gechartert. im einzelnen Erbguth (Fn. die im Grundsatz eine hälftige Kostenteilung vorsieht. Abschnitt 2. kritisch zur Organleihe Erbguth (Fn. 70. um Schiffsbrände zu bekämpfen.5. 2002 II S. auch die Helsinki und OSPAR-Kommissionen haben in ihrer gemeinsamen Sitzung im Juni 2003 auf die Bedeutung des Übereinkommens hingewiesen.Bau. 43) S 316 ff. Gerade der Prestige-Unfall hat jedoch erneut gezeigt. Daher ist sowohl für die Nordsee als auch den Ostseebereich die erforderliche Zusammenarbeit seit langem international geregelt87. muss auch in diesen Fällen eine Verantwortlichkeit des Schiffseigentümers für Erhaltung und Wiederherstellung der Verkehrssicherheit angestrebt werden.. das eine Gefährdungshaftung und Versicherungspflicht für Verschmutzungen durch Bunkeröl vorsieht99. 86 So BVerwGE 87. 943.Das Thema satzleitung und stellt im Wege der Auftragstaktik das einheitliche und koordinierte Vorgehen aller Einsatzkräfte des Bundes und der Küstenländer sicher.2002 (VkBl. ist noch nicht in Kraft getreten. Vielmehr bedarf es gemeinsamer Anstrengungen der Nachbarstaaten. IV. die Bereitstellung ausreichender Bekämpfungsmittel. 34). 221 SRÜ. Scholz. Nicht zuletzt ist sie Vorbild für inzwischen weltweit getroffene Zusammenarbeitsregelungen geworden88. Deutschen Verkehrsgerichtstages 2003. S. gegenüber einem Schiff erforderlichen Maßnahmen der Gefahrenabwehr sind auch seewärts der Hoheitsgewässer völkerrechtlich durch das SRÜ92 und das Interventionsübereinkommen gesichert. Heft 2. Schiffe im Notfall zu leichtern und Schlepper einzusetzen. 85 Vereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Freien Hansestadt Bremen. Wesentliche Elemente müssen die Pflicht des Eigentümers zur Beseitigung des Wracks.und Wohnungswesen vom 28. Art. das bei Tankern eine Gefährdungshaftung für Ölverschmutzungen und eine entsprechende Versicherungspflicht vorsieht./19. Übereinkommen zur Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der Verschmutzung der Nordsee durch Öl und andere Schadstoffe (BGBl. Im Ostseebereich soll die Bereitstellung von Einrichtungen für den Notfall weiter vorangetrieben werden. DöV 2002. 1996 II S. Nr. III. 47 ff.6. das eine Entschädigung über einen internationalen Haftungsfonds ermöglicht.. 1990 II S. 88 Übereinkommen über Vorsorge. 2002 II S.2. 16. Für die notwendigen internationalen Regelungen besteht seit langem ein erster Entwurf der IMO. die internationale Zusammenarbeit auch auf den Strandbereich auszudehnen.. 98 S. dazu Pressemitteilung des Bundesministeriums für Verkehr.3. das Recht der Ersatzvornahme durch die Küstenstaaten auf Kosten des Eigentümers und eine entsprechende Versicherungspflicht für den Eigentümer sein93.

vgl. die ähnlich wie die aus der Luftfahrt bekannte »Black Box« alle für die Sicherheit des Schiffes und der Schiffsführung wichtigen Daten kontinuierlich aufzeichnen und baulich so beschaffen sind. auch tatsächlich weltweit umgesetzt und angewendet wird. Im übrigen wird das deutsche Sanktionsrecht durch zahlreiche Bußgeldtatbestände ergänzt. Nachlässigkeiten und gefährliche Praktiken. der die eigenen Küsten bedroht. 102 So Nr. In Anbetracht der Grenzen. Peter Ehlers. 101 So z. Dazu gehören z. 7. 11 StGB werden auch Umweltstraftaten im Bereich der AWZ erfasst. ZUR 5/2003 349 . Erläuterungen zum Gesetz über das Seelotswesen. sehen eine schnellstmögliche Inkraftsetzung vor. Das neue Seeunfalluntersuchungsrecht. 24). 1815. dazu im einzelnen Erbguth (Fn. s. 105 §§ 315a. 6-13. Drs. Das wird ermöglicht durch neuartige Schiffsdatenschreiber. für Verschmutzungsdelikte vom 5. die ein Mindestausbildungsniveau gewährleisten soll. dass die Betriebsdaten des Schiffes verfügbar sind. zu vermeiden und den Verantwortlichen persönlich zur Rechenschaft zu ziehen. Mit jedem weiteren Unfall. NordÖR 2002. AK VIII des 41. Hamburg/Rostock. S c h i f f s s i c h e r h e i t n a c h d e r » P re s t i g e « Dasselbe gilt für ein Haftungsübereinkommen für den Transport anderer schädlicher Stoffe100.79) dar.2.und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten anzunähern und die Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten zur Sanktionierung solcher Verstöße zu erleichtern und zu fördern. Unfalluntersuchung bei einem Unfall kann es nicht nur darum gehen. Prof. 324 StGB. aber auch zusätzliche Anforderungen an Qualifikation und Arbeitsbedingungen der Schiffsbesatzungen111. Die Ansätze der EU. die bis zum 5. V. im einzelnen Ehlers. Das macht weitere internationale Regelungen notwendig. NordÖR 2002. Sie gilt ab 1. die die Helsinki. 106 Es handelt sich dabei vor allem um das SRÜ. S. 31 c der Deklaration (Fn. Es wird jedoch zunehmend als unbefriedigend empfunden. National wird dem durch das 2002 in Kraft getretene Seesicherheits-Untersuchungs-Gesetz109 Rechnung getragen. Schlussbemerkungen Angesichts der verheerenden Auswirkungen von Schiffsunfällen auf die Umwelt wird man es nicht bei den bereits getroffenen und geplanten Maßnahmen belassen können. Dr.2003 (2003/0037 (COD)). mit denen in der Praxis erfolgreich Zuwiderhandlungen auch dann geahndet werden. Trotz der im politischen Raum verschiedentlich geäußerten Überzeugung von der Notwendigkeit dieser internationalen Regelungen101 erscheint bisher noch unklar. verstärkt sich für die Küstenstaaten die Notwendigkeit. MARPOL-Übereinkommen. KOM (2003) 227. werden die Küstenstaaten entsprechende Rechte ungeachtet der gegenwärtigen völkerrechtlichen Lage für sich reklamieren. die zu Unfällen führen. S. VIF 51. 56 der Schlussfolgerungen des Europäischen Rates (Fn. KOM (2000)802. S. in: Das Deutsche Bundesrecht. was bereits international gilt. Das neue Seeunfalluntersuchungsrecht. The International Hydrographic Review. in ihrer AWZ Schutzmaßnahmen über den bisherigen Rahmen hinaus zu ergreifen. Peter Ehlers. Mit der Richtlinie sollen die geltenden internationalen Regeln für die Meeresverschmutzung durch Schiffe ins Gemeinschaftsrecht aufgenommen. lassen sich wesentliche Verbesserungen nur durch ein konstruktives Zusammenspiel der Völkergemeinschaft erreichen. 104 Vorschlag für einen Rahmenbeschluss des Rates zur Verstärkung des strafrechtlichen Rahmens zur Bekämpfung der Verschmutzung durch Schiffe. A.3. nach § 5 Nr. S. B. Eine gesicherte Ursachenermittlung nach Unfällen hängt häufig davon ab.und OSPAR-Kommissionen auf ihrer gemeinsamen Sitzung im Juni 2003 getroffen haben. Der ergänzende Rahmenbeschluss dient dazu. einschließlich strafrechtlicher Sanktionen. wann die für ein völkerrechtliches Inkrafttreten erforderliche Zahl von Ratifikationen erreicht sein wird. 107 IMO-Res.. vgl. das Anlaufen der Häfen von zusätzlichen Anforderungen abhängig zu machen. 4/281 vom 6.741(18). Aktuelle Veröffentlichungen: Peter Ehlers.2004 von den Mitgliedstaaten umzusetzen ist. E. dass alles das. Die Bedeutung gemeinsamer Untersuchungsstandards als Voraussetzung für die notwendige Sicherheitskultur wird auch durch das Helsinki-Übereinkommen betont108. dass die Befugnisse auf regionaler und nationaler Ebene im wesentlichen auf die Durchsetzung internationaler Regelungen beschränkt sind. 3 (2002). dass sie auch nach schweren Unfällen unversehrt geborgen und ausgewertet werden können. die Fortentwicklung der Schiffsmeldedienste sowie der Verkehrsinformations. Das deutsche Strafrecht trägt der Meeresverschmutzung durch Schiffe mit den Tatbeständen der Transportgefährdung und der Gewässerverschmutzung105 Rechnung. Fn. 43) S. 109 BGBl. Hydrographic Services at the Crossroads. Von herausragender Bedeutung ist eine eingehende Ursachenaufklärung als Voraussetzung. die einschlägigen Rechts. die konkreten Folgen zu minimieren. 110 Einen wesentlichen Schritt stellt die Schiffsmelderichtlinie (s. Im allgemeinen dürften strafrechtliche Maßnahmen allerdings eher bei Verschmutzungen durch das absichtliche Einleiten von betriebsbedingten Rückständen in Frage kommen.1. 391ff. Nr. KOM (2003)1. Übereinkommen Nr. International ist eine entsprechende Verpflichtung in mehreren Sicherheitsübereinkommen festgelegt106.E h l e r s . während der Kommissionsentwurf nur grobe Fahrlässigkeit einbeziehen will. 103 Vorschlag für eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über die Meeresverschmutzung durch Schiffe und die Einführung von Sanktionen. 2002 I S.und -regelungssysteme110. 15-30. ihr deliktischer Charakter festgelegt und Leitlinien für die Art der zu verhängenden Sanktionen vorgegeben werden. 2003 für neue Schiffe über 3000 BRZ. auch die strafrechtlichen Sanktionen für Verschmutzungsdelikte auf Gemeinschaftsebene zu regeln102. um künftig ähnliche Unfälle zu vermeiden. 1996. Auf deutsche Initiative ist im SOLAS-Übereinkommen eine Ausrüstungspflicht mit Schiffsdatenschreibern verankert worden. 245 ff. 1817. S.2003. Peter Ehlers. 3 No. 111 Die Europäische Kommission hat hierzu den Vorschlag für eine Richtlinie über die Zulassung von Befähigungsnachweisen von Seeleuten vorgelegt. für neue Fahrgastschiffe bereits seit 2002. dabei wird auch Fahrlässigkeit unter Strafe gestellt. Sanktionen Neben der zivilrechtlichen Haftung wird auch in der strafrechtlichen Sanktion von Verschmutzungen eine Möglichkeit gesehen. Deutschen Verkehrsgerichtstages vom 31. Die EU sieht im Zusammenhang mit den von ihr angestrebten Sicherheitsmaßnahmen ein Bedürfnis. die Schiffssicherheit ständig weiter zu erhöhen. 108 Regel 12 der Anlage IV zum Helsinki-Übereinkommen. Trägt die IMO dem nicht ausreichend Rechnung. 391-396. auch den Antrag der Fraktionen der SPD und PDS des Landtages Mecklenburg-Vorpommern. muss es in einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess darum gehen. wenn die Meeresverschmutzung selbst nicht nachgewiesen werden kann. 23).2003. das das frühere gerichtsähnliche Untersuchungsverfahren abgelöst hat. Vol. Hier ist vor allem die IMO gefordert. sind hierfür ein ernst zu nehmendes Zeichen. die Europäische Kommission. 100 International Convention on Liability and Compensation for Damage in Connection with the Carriage of Hazardous and Noxious Substances by Sea.3. SOLAS-Übereinkommen.o. Noch entscheidender ist jedoch. Die IMO hat mit dem Code für die Untersuchung von Unfällen und Vorkommnissen auf See107 hierfür einen internationalen Standard festgelegt. 147 der Internationalen Arbeitsorganisation und das Freibord-Übereinkommen. VI. sowie Empfehlung 4. s. auch die Beschlüsse. Hierzu hat die Kommission einen Richtlinienentwurf103 und den Vorschlag für einen Rahmenbeschluss104 vorgelegt. der auf den Aufbau und die Stärkung einer maritimen Sicherheitskultur zielt. Präsident und Professor des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie. Gerade weil Schiffsunfälle sich nie völlig ausschließen lassen. 61. B. die das Seevölkerrecht den einzelnen Staaten setzt.

2002. 2001. Einen Überblick über Forschungsvorhaben liefert der Tagungsband des BMU. I 2000. Gebietsvorschläge des Bundesamtes für Naturschutz vom Juni 2003 unter http://www. die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung. an der sie mitgewirkt haben. gelegentlich auch abweichende oder weiterführende Auffassung. Juli 2002 für eine Richtlinie über die Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung. stellt insbesondere der Ausbau der Windenergienutzung auf See eine sinnvolle Ergänzung zur Windenergienutzung an Land dar.000 MW installiert werden. Bundesregierung.000 und 25. Genehmigt sind bislang die Windparks Borkum West mit 12 An- B. Sodann werden die zur Konfliktbewältigung verfügbaren rechtlichen Instrumente vorgestellt und kritisch überprüft (C). Schwache Konjunktur und milde Witterung drücken den Primärenergieverbrauch. der in der letzten Ausbaustufe 2. 1092. BT-Drs. 3 RL des Rates vom 27. Den Abschluss bilden Vorschläge für eine »Ertüchtigung« des rechtlichen Instrumentariums (D). Nachfolgend werden zunächst die möglichen Auswirkungen des geplanten großdimensionierten Windenergieausbaus auf See erläutert (B). Aktuelle Stellungnahme. 11 Hier sind insbesondere die Forschungen im Rahmen des Zukunftsinvestitionsprogramms und das Projekt von BMU und Umweltbundesamt über »Untersuchungen zur Vermeidung und Verminderung von Belastungen der Meeresumwelt durch Offshore-Windenergieanlagen im Küstenfernen Bereich der Nordund Ostsee« zu nennen. inwiefern das geltende Recht zu ihrer Lösung beitragen kann. Daher verfolgt die Bundesregierung mit ihrer im April 2002 im Rahmen der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie verabschiedeten Strategie zur Windenergienutzung auf See ein sehr ambitioniertes Ausbauprogramm. Dieses industrielle Großprojekt stellt sowohl an die technische Umsetzung wie auch an die planerische Ausgestaltung hohe Anforderungen. 5 Bundesregierung. erreicht werden. Diese betreffen insbesondere die bislang nur unzureichend bekannten Auswirkungen von Offshore-Windparks auf die Meeresumwelt und die Vogelwelt. die instruktive Übersicht aus der Perspektive der Genehmigungsbehörde: Dahlke.1 Dies soll durch Energieeinsparung insbesondere auf dem Weg einer Energieeffizienzsteigerung mit Hilfe des KWK-Einsatzes2 sowie die entschiedene Steigerung des Einsatzes erneuerbarer Energien. lagen und Butendiek (30 km westlich von Sylt) mit 80 Anlagen. Windenergienutzung auf See. 10 Vgl. Genehmigungsverfahren von Offshore-Windenergieanlagen nach der Seeanlagenverordnung. Aufgrund des großen Flächenbedarfs.und Ostsee erhoben und auf dieser Basis einerseits dem BMU die Ausweisung mariner Natura-2000-Gebiete vorgeschlagen12 und andererseits potenzielle Eignungsgebiete bezeichnet. Pressemitteilung des NABU vom 7. ABl. Zum Anderen sollen auf der Grundlage der bereits vorliegenden Vorschläge des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) Meeresschutzgebiete im Sinne des § 38 BNatSchG ausgewiesen werden. Herausforderungen beim Ausbau der Windenergienutzung auf See I. sind Nutzungskonflikte mit den Belangen der Schifffahrt. Der vorliegende Aufsatz stellt die mit dem Ausbau der Windenergienutzung auf See verbundenen Konfliktpotenziale und Herausforderungen dar und untersucht. 2000. Sie vertreten hier jedoch ihre persönliche. 1 Siehe z.de/. S. 97. den Einsatz fossiler Brennstoffe drastisch zu verringern. DIW-Wochenbericht 6/2003. 33. Die Realisierung dieses Vorhabens ist allerdings mit einer Reihe von Problemen konfrontiert.). 1). 14/7024 sowie Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz vom 19.9 % des deutschen Bruttostromverbrauches.500 km2 und damit bis zu 5 % der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) umfassen soll6. deren Bewältigung eine planerisch angeleitete bauliche Entwicklung in der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) erforderlich machen. Am Ende des Artikels werden auf dieser Basis Vorschläge zur Weiterentwicklung des Rechts unterbreitet. das Sechste Umweltaktionsprogramm der Europäischen Gemeinschaft. 5.000-2. Gegen die Butendiek-Genehmigung haben inzwischen der BUND und der NABU Verbandsklage beim Verwaltungsgericht Hamburg erhoben8. Perspektiven für Deutschland – Unsere Strategie für eine nachhaltige Entwicklung. dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg.09. 350 ZUR 5/2003 . S. S.000 MW als möglich. Um dem unzureichenden Forschungsstand bezüglich der Auswirkungen von Offshore-Windparks auf die Meeresumwelt Rechnung zu tragen. Demnach sollen stufenweise bis 2006 insgesamt mindestens 500 MW. der Rohstoffgewinnung und nicht zuletzt des Naturschutzes zu erwarten. der Fischerei. 305.2002.5. über die gemäß § 3 Seeanlagenverordnung (SeeAnlVO) zu entscheiden ist7. Die Windenergienutzung in Deutschland erzeugt inzwischen 2. ErneuerbareEnergien-Gesetz §1. März 2002.09. Problemstellung Die Energiepolitiken der EU und Deutschlands sind aus Gründen des Klima. Parallel dazu hat das BfN den Schutzgüterbestand in der deutschen Nord. NuR 2002.habitatmarenatura2000. Mögliche Probleme von OffshoreWindenergieanlagen aus Naturschutzsicht.. 12 S. ABl. S. BGBl I 2002. 6 BMU. Windenergienutzung auf See – Positionspapier des BMU zur Windenergienutzung im Offshore-Bereich. Begründung des Entwurfes eines Gesetzes für die Erhaltung. EG L 242/1 vom 10. der militärischen Nutzung. 30 Genehmigungsanträge (24 in der Nordsee und 6 in der Ostsee) vor. L 283. in: Merck/von Nordheim (Hrsg.2003. Nr.und Ressourcenschutzes darauf gerichtet. Strategie der Bundesregierung zur Windenergienutzung auf See.2001. Die Verfasser folgen in vielem der Stellungnahme des Rates von Sachverständigen für Umweltfragen (SRU) über »Windenergienutzung auf See« (2003)9. namentlich der Windenergie3. mit denen rund 15 % des deutschen Stromverbrauchs des Bezugsjahres 1998 erzeugt werden könnten5 . 8 S. mögliche Gefährdungen für die Schifffahrt und die technische Umsetzung des Vorhabens. Vorschlag vom 22. KOM(2002)415 endg. Bis zum Jahr 2025/30 erscheinen zwischen 20. windreiche Flächen bereits belegt sind. 2 Europäische Kommission. Technische Eingriffe in marine Lebensräume. A. Bundesregierung (Fn. Diese soll nach den Plänen der Bundesregierung zum Einen durch die sukzessive – auf Basis des fortschreitenden Wissensstandes erfolgende – Ausweisung von so genannten Eignungsgebieten erreicht werden. S. Ökologische Begleitforschung zur Offshore-Windenergienutzung. 2002.4 Da im Binnenland viele konfliktarme.Das Thema Hans-Joachim Koch / Tobias Wiesenthal Windenergienutzung in der AWZ Die Bundesregierung will aus Gründen des Klimaschutzes das beträchtliche Potenzial der Windenergienutzung auf See ausschöpfen. hat die Bundesregierung eine umfangreiche ökologische Begleitforschung initiiert11. 2003. Beeinträchtigungen der Meeresumwelt Angesichts der Pläne eines großflächigen Ausbaus der Windenergienutzung auf See sind vielfältige Befürchtungen hinsichtlich potenzieller Gefährdungen der Schutzgüter der Meere inklusive der Vogelwelt geäußert worden10. 472. BGBl. bis 2010 etwa 2. 7 s. zumal die Windausbeute auf See gegenüber der an Land deutlich höher ist.B. 2002.000-3. EG 2001. 4 Wittke/Ziesing. Inzwischen liegen der zuständigen Genehmigungsbehörde. 9 Rat von Sachverständigen für Umweltfragen. in denen OffshoreWindparks gebündelt werden sollen. zusammenfassend Merck/von Nordheim. S.

Essenziell ist aber auch zum Schutz mariner Säuger die Standortwahl. in: Merck/von Nordheim (Fn. die wahrscheinlich bis in etwa 20 m Entfernung wahrnehmbar sein werden. 2002. Mittels der aktuellen Forschungsvorhaben konnten die Bestandsdaten erheblich erweitert werden. dass vor allem marine Säuger sowie Rast.und Ostseegebieten heimischen marinen Säugetierarten Schweinswal. Forschungs. Entscheidend für eine Minderung der potenziellen Konflikte ist aber die Errichtung von Offshore-Windparks außerhalb von Vogelrastund Vogelzuggebieten. BMU. Zur Verminderung direkter Kollisionen können beispielsweise Streulicht minimierende Signallichter und Rotoren in Warnfarbe genutzt werden.. vor allem an realen (Pilot-) Projekten. Hinsichtlich des Wissens über die potenziellen Beeinträchtigungen der Meeresumwelt besteht dagegen trotz erheblicher Fortschritte auch weiterhin Forschungsbedarf. Seevögel 23(4). Windkraftplanung und Fledermäuse – Konfliktfelder und Hinweise zur Erfassungsmethodik.und Ostsee. 2001. Potentieller Einfluss von Offshore-Windkraftanlagen auf marine Säuger. Durch den Schiffsverkehr bei Bau und Betrieb kommen weitere Störfaktoren hinzu16. Garthe. Eine Übertragung der beim Betrieb entstehenden Schallschwingungen in den Wasserkörper kann durch eine Unterbrechung der Schallwege (Lagerung von Getriebe und Generatoren auf Puffern) deutlich verringert werden.und Ostsee im Wesentlichen eingeschätzt werden. Häufigkeiten und Wanderungen von See. Auch vom direkten Anlagenbetrieb werden keine wesentlichen Beeinträchtigungen für Fische erwartet. Für die drei in den deutschen Nord. Lucke. The effects of offshore windfarms on birds.und Technologiezentrum Westküste. Important Bird Areas for seabirds in the North Sea. Bis zu einer Entfernung von etwa 300 m sind sie deutlich hörbar und wahrscheinlich bis etwa mehrere hundert Kilometer Distanz wahrnehmbar. so dass nun solche Gebiete bekannt sind. Protokoll zum Fachgespräch »Zug. Exo/Hüppop/Garthe.K o c h / W i e s e n t h a l . Offshore-Windenergieanlagen und Vogelschutz. Institut für Vogelforschung.. mittels derer die Ausbreitung der beim Rammen erzeugten Lärmimpulse stark gesenkt werden kann (Luftblasenschleier). 11) S. Beeinträchtigungen durch die beim Bau der Offshore-Windparks entstehenden Trübungsfahnen sowie mögliche Bedeckungen von Benthos und Fischlaich mit aufgewirbeltem Sediment scheinen nur temporär und 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 BMU Pressemitteilung Nr. Trotz heutiger Wissenslücken lassen jedoch die bislang vorliegenden Zwischenergebnisse von Projekten des Umweltbundesamtes15 und anderer Forschungen die (vorläufige) Schlussfolgerung zu. UBA (Fn.2003. Untersuchung zur Vermeidung und Verminderung von Belastungen der Meeresumwelt durch Offshore-Windenergieanlagen im Küstenfernen Bereich der Nord. die Sperrung der Windpark-Gebiete für die Fischerei könnte sich sogar positiv auf die Entwicklung einzelner Fischbestände auswirken.und Zugvögel durch OffshoreWindenergieanlagen beeinträchtigt werden könnten.und Barrierewirkung solcher Anlagen bis zur eventuellen direkten Kollisionsgefahr. 20). 2002. Abschnitt C. Protokoll zum Fachgespräch »Offshore windmills – sound emissions and marine mammals«. 13 ff. 23.als auch für Rastvögel reichen die Befürchtungen von einer Scheuch. Clausager. 9).und Wasservögel der deutschen Nord. in Vorbereitung. Seehund und Kegelrobbe (Anhang II-Arten der FFH-Richtlinie) werden Beeinträchtigungen insbesondere durch Schallemissionen befürchtet.10). Auch die im Ausland mit vergleichsweise kleinen und küstennahen Offshore-Windparks gewonnenen Erkenntnisse18 sind nur begrenzt übertragbar. 10). Ungeklärt bleibt bislang. Mittels Radargeräten sollen unter anderem das Vogelzuggeschehen vor und nach Errichten des geplanten benachbarten Windparks beobachtet und so Wirkungszusammenhänge analysiert werden14. Eine artspezifische Differenzierung und eine Vorhersage der witterungsbedingten Änderungen des Zugverhaltens ist bislang jedoch nicht möglich. Winden/Schekkermann/Tulp et al. in: Merck/von Nordheim (Fn.und Ostseegebieten nun hinreichend aussagekräftige Daten gesammelt werden konnten19. wird die Reaktion der Schweinswale erst anhand realer Begleituntersuchungen ermittelt werden können22. 2002 BMU (Fn. Impact assessment studies of offshore wind parks on seabirds with special reference to the Tunø Knob wind park. Um die Beeinträchtigung mariner Säuger durch Lärmimmissionen zu vermindern. allerdings könnten erste betriebsbegleitende Umweltuntersuchungsergebnisse des im Sommer 2002 in der dänischen Nordsee errichteten Windparks Horns Rev hilfreich werden. persönliche Mitteilung vom November 2002. können während Bau und Betrieb von OffshoreWindenergieanlagen technische Maßnahmen getroffen werden.und Wasservögeln in der deutschen Nordsee und Entwicklung eines Konzeptes zur Umsetzung internationaler Naturschutzziele. von denen die erste im Sommer 2003 rund 45 km nördlich von Borkum errichtet werden wird13. die die Antragsteller nach dem Standarduntersuchungskonzept des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie durchführen müssen (vgl. Um mögliche Gefährdungen zu minimieren können aber bereits auf Basis des derzeitigen Wissensstandes Maßnahmen ergriffen werden. Einen Beitrag zur Untersuchung der Auswirkungen auf die Vogelwelt und Meeresfauna und -flora werden voraussichtlich die geplanten Offshore-Messplattformen leisten können. Internationale Aktivitäten und Erfahrungen im Bereich der Offshore-Windenergienutzung. Mögliche Auswirkungen von Offshore-Windenergieanlagen auf See. Mögliche Auswirkungen umfassen Verhaltensbeeinträchtigungen und temporäre Verschiebungen der Hörschwelle sowie Organschäden21. S.10). 2001. auch Mitschke/Garthe/Hüppop. dass die in der Bauphase durch das Rammen der Fundamente entstehenden hohen Lärmpegel bei einem Abstand von 20 m zu einer temporären Hörschwellenverschiebung der Schweinswale führen können.. 83-95. s. in: UBA (Fn. 1995. die sich in weiten Teilen im kritischen Höhenbereich bis 200 m abspielen20. W i n d e n e r g i e n u t z u n g i n d e r AW Z Insbesondere hinsichtlich der Ermittlung des Schutzgüterbestandes konnte ein deutlicher Erkenntniszuwachs durch das Zusammenspiel von neuen systematischen Bestandsaufnahmen mit der statistischen Auswertung bereits vorhandener. längerer Zeitreihen gewonnen werden. Zwar können nun die Zugkorridore in Nord. Negative Auswirkungen auf den Orientierungssinn von Fischen durch die um die stromdurchflossenen Kabel entstehenden elektromagnetischen Felder können jedoch bei Verwendung geeigneter Kabel ausgeschlossen werden. Diese Wirkungszusammenhänge werden nur anhand realer Offshore-Windprojekte abschließend untersucht werden können. In: Bremer Beiträge für Naturkunde und Naturschutz 4 (1999).4. in: Merck/von Nordheim (Fn. Neben der staatlich initiierten Forschung lieferten hier auch die von den Antragstellern in Auftrag gegebenen projektbezogenen ökologischen Begleituntersuchungen wichtige Daten. ZUR 5/2003 351 . 10). Während hinsichtlich der Verbreitung und Häufigkeit von Rastvögeln in den deutschen Nord. Vgl. Auch hinsichtlich der Betriebsgeräusche der Windenergieanlagen. 63/03 vom 30. Rahmel. Vergleichbare Wirkungen werden auch für Fledermäuse befürchtet17. Weiterer Erkenntnisgewinn ist von den projektbezogenen begleitenden Untersuchungen zu erwarten. Erfassung der Verbreitung. wie die Tiere auf die Geräuschkulisse in einigen hundert Metern Abstand reagieren werden. bestehen bezüglich des Vogelzugs auch weiterhin deutliche Wissenslücken. Gebiete mit hohen Populationen an marinen Säugern sollten bei der Standortplanung gemieden werden. Erste For- schungsergebnisse eines Projektes des Umweltbundesamtes bestätigen.und Rastvögel«. In Zeiten hohen Vogelzugaufkommens könnte auch über eine kurzzeitige Abschaltung der Anlagen nachgedacht werden. BMU (Fn. Rat von Sachverständigen für Umweltfragen (Fn. in: Merck/von Nordheim (Fn.).und Ostsee. Skov/Durinck/Leopold et al.I. da Erfahrungen von Windparks an Land aufgrund abweichender Rahmenbedingungen nur schwer übertragen werden können. 11). Vor Beginn der Bauarbeiten könnten die Säuger zusätzlich aus den ihnen möglicherweise gefährlich werdenden Gebieten durch akustische Vergrämer vertrieben werden. in: UBA. 11). Für Zug. ebenso die Zughöhen. Auch andere Schutzgüter könnten durch den Bau und Betrieb von Offshore-Windenergieanlagen beeinträchtigt werden.

Gerade die der niedersächsischen Küste vorgelagerte Teile der AWZ seeseits der besonders ölempfindlichen Gebiete des niedersächsischen Wattenmeeres bieten sich aus naturschutzfachlicher Sicht (mit Aus- nahme des FFH-Vorschlagsgebiets Borkum Riffgrund) als Standorte für Offshore-Windparks an. Der zeitlich gestaffelte tastende Ausbauplan auf konfliktarmen Gebieten. Jahresbericht 2002. 2003 in Hamburg. dass ausreichende Schleppkapazitäten mit kurzen Interventionszeiten zur kurzfristigen Schadensbegrenzung bereitgestellt werden. Barrierewirkung u. namentlich Riffe und Sandbänke. Technische Aspekte Um den vielfältigen Nutzungsinteressen (vor allem Tourismus.und Tiefenwasser kommen26. Schon jetzt besteht ein erheblicher Nutzungsdruck in der deutschen AWZ in Nord. befinden sich die meisten Projektgebiete für Offshore-Windparks in Küstenentfernungen von mehreren zehn Kilometern. 2001. Im Einzelnen muss daher sowohl beim Bau wie auch beim Betrieb der Offshore-Windparks auf Maßnahmen zu Kennzeichnung und Überwachung der Gebiete geachtet werden. Der Schutz der Meeresumwelt beschränkt sich nicht nur auf den direkten Schutz einzelner Arten sondern notwendigerweise auch auf den Erhalt ihrer Habitate. unveröffentlichtes Manuskript. Die erheblichen Erkenntnislücken hinsichtlich der Auswirkungen auf Zug. 2002. Da die Kosten der Fundamente.und Vergrämungswirkungen durch Lärm. so dass sowohl hinsichtlich der Größe und der meerestauglichen Ausführung der einzelnen Windenergieanlagen wie auch der Fundamente und der Netzanbindung technisches Neuland betreten wird34. Mauser-.und morphodynamischen Verhältnisse würden durch das Einbringen zahlreicher Windkraftanlagen auch weiträumig stark gestört. 30 Kremser/Friedrich. Daher muss bei der Genehmigung von Offshore-Windparks nicht nur auf die direkte Gefährdung der Meeresumwelt und der Schutzgüter im Nahbereich der Anlagen geachtet werden. Allerdings ist eine Ansiedlung standortfremder Arten an den Fundamenten der Offshoreanlagen möglich24. II. auch Brandt/Runge.6. 7) 34 Vgl. z. 352 ZUR 5/2003 . 20). der Verkabelung und der Instandhaltung bei Offshore- 23 Alfred-Wegener-Institut für Polar.2002) wie auch von dem Tanker Vicky (Anfang Januar 2003) gerammt worden ist. Gleichzeitig aber liegen diese Flächen in der Nähe der Hauptverkehrswege der Seeschifffahrt29. Entwarnung geben indes auch die für die beiden bisher genehmigten Windparks Borkum West mit 12 Anlagen und Butendiek mit 80 Anlagen berechneten geringen theoretischen Eintrittswahrscheinlichkeiten einer möglichen Kollision eines Tankers mit Schadstoffaustritt in 113. So ist beispielsweise die mathematische Wahrscheinlichkeit sehr gering. Untersuchungs.und Ostsee27. 10). Fascination offshore. Über mögliche Auswirkungen von Windparks auf den Wasseraustausch zwischen Nord. Zusammenfassend erscheint die Wahl konfliktarmer Standorte als essenziell für die Minimierung möglicher Konflikte zwischen Naturschutzbelangen und der Windenergienutzung auf See. Handlungsanalyse zu Gefahrenanalyse und Störfallvorsorge bei Bau und Betrieb von Windenergieparks in Nord.Das Thema reversibel zu sein23. 24 Merck/von Nordheim (Fn.und Ostsee. Wirtz/Tol/Hoss. Kumulative und grenzüberschreitende Umweltwirkungen im Zusammenhang mit Offshore-Windparks.). Ehrich/Hofmann/Kafemann et al. – Warnemünde.000 bzw. 32 Kremser/Friedrich (Fn. Die Ausarbeitung eines Störfallvorsorgekonzepts und die Bereitstellung ausreichender Kapazitäten zur Schadstoffbekämpfung ist angesichts der Folgenschwere eines möglichen Unfalls dringend geboten. sondern auch auf den Erhalt zusammenhängender ausreichend großer Lebensräume. die hydro. in dem Funktionszusammenhänge bestehen bleiben können. Offshore-Windparks mit vergleichbaren Rahmenbedingungen sind auch im Ausland noch nicht realisiert worden. So sollen die marinen Natura-2000-Gebiete (s. Insbesondere sind daher auch kumulative Umwelteinwirkungen benachbarter Projekte bei der Planung und Genehmigung zu berücksichtigen28. In der deutschen AWZ kommen zudem zwei Lebensräume mit wichtigen ökologischen Funktionen von gemeinschaftlichem Interesse (nach Anhang I der FFH-Richtlinie) vor. Insbesondere menschliches Fehlverhalten ist in vielen Fällen nicht kalkulierbar32. 2003. die weitgehend von Beeinträchtigungen menschlicher Nutzungen verschont ist. denen ein besonderer Schutz zukommt. Abschnitt CI) gewährleisten. 29 S.. 2002. Genehmigungsbescheid für die Pilotphase des Windparks »Borkum West«.33 III. Warnsignale aus Nordsee und Wattenmeer. 2001. 2003. insofern das gesunkene Frachtschiff Tricolor sowohl von dem Frachter Nicola (am 16. Dieser wird durch den Ausbau der Windenergienutzung auf See weiterhin zunehmen. dass ein gut gesichertes Wrack im Ärmelkanal innerhalb von wenigen Wochen zwei Mal angefahren wird. Eine ernste Gefahr für die Meeresumwelt geht insbesondere vom möglichen Austritt großer Mengen an Schadstoffen aus. dies kann jedoch durch eine geschickte Standortwahl der Windparks umgangen werden. Befürchtungen. wie ihn die Bundesregierung in ihrer Strategie zur Windenergienutzung auf See vorsieht. Bauund umwelttechnische Aspekte von Offshore-Windenergieanlagen. Hinsichtlich der Vogelwelt sollen Vermehrungs-. mit der die Auswirkungen der Verschmutzung auf die Meeresumwelt reduziert werden können. 27 Vgl. Alfred-Wegener Institut (Fn. Entscheidend ist auch. 2003. Gleichwohl ist dies kürzlich geschehen. konnten für die Nordsee in Modellen widerlegt werden. 2002.B. erscheint daher als sachgerecht. Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie. Schwierigkeiten bei der Berechnung von Kollisionswahrscheinlichkeiten bildeten für das BSH dann auch einen der Gründe. 25 Mittendorf/Zielke. dass eine ausreichende Flächengröße der natürlichen Lebensräume erhalten oder wieder hergestellt wird./4. dass die Genehmigungsfähigkeit nur bei Nachweis einer adäquaten Störfallvorsorge gegeben ist30. Schiffssicherheit Mit dem großflächigen Ausbau von Offshore-Windparks erhöht sich das Risiko einer Kollision für die Schifffahrt. in: UBA (Fn. 30). Ergänzend können technische Maßnahmen in Bau. und Überwinterungsgebiete sowie Rastplätze geschützt werden. 2003. Weiterhin müssen die Fundamente der Windkraftanlagen schiffskörpererhaltend ausgestaltet sein. vorerst nur Projekte mit maximal 80 Anlagen zu genehmigen. 31 Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie. Projekt GIGAWIND.und Betriebsphase zur Minderung der Beeinträchtigungen der Meeresumwelt beitragen. 2002. 26 Lass. 33 Dahlke (Fn.730 Jahren31 aufgrund erheblicher methodischer Unsicherheiten nicht. Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie. Untersuchung der Wirkung von Offshore-Windenergie-Parks auf die Meeresströmung.a. in: Lozán et al.und Ostsee.und Meeresforschung. Naturschutz und militärischen Belangen) in unmittelbarer Küstennähe Rechnung zu tragen. Mythos Offene See: Nutzungskonflikte im Meeresraum. 19. Dies bezieht sich nicht nur auf die räumliche Ausdehnung der Windparks sondern genauso auf die möglichen Scheuch. 2002. 2002. Karte »Beantragte OffshoreWindparks und ökologische Schutzgebiete«. Genehmigungsbescheid Offshore-Bürger-Windpark Butendiek. Damit verbunden sind Wassertiefen von bis zu 35 m. Protokoll zum Fachgespräch »Auswirkungen auf Benthos und Fische«. Dazu sollten die marinen Natura-2000-Gebiete dringend ausgewiesen werden.und Rastvögel sowie marine Säuger müssen vor weiteren Ausbaustufen durch Forschung an ersten Offshore-Windparks geschlossen werden. Es spricht vieles dafür.12.25 In der Ostsee könnte es dagegen theoretisch zu einer Störung der stabilen thermohalinen Schichtung zwischen Oberflächen. Overmöhle/Lehmann. Vortrag gehalten auf dem Meeresumwelt-Symposium 3.und Monitoringkonzept zur Abschätzung der Auswirkungen von Offshore-Windparks auf die marine Umwelt. 23). (Hrsg. 28 vgl. Zahlreiche Arten sind dabei auf ein zusammenhängendes Schutzgebietsnetz angewiesen. Daher muss primär der Eintritt einer Kollision vermieden werden und im Eintrittsfall eine geeignete Störfallvorsorge bereitstehen.

). zur »Erheblichkeit« der Beeinträchtigung von Natura-2000-Gebieten und solchen. 41 S. Hinsichtlich der Anbindung an das an Land bestehende Übertragungsnetz kann für die im ersten Schritt geplanten Pilotphasen auf bewährte Techniken zurückgegriffen werden. 1 BNatSchG) zugelassen werden könnten. 2. Nr. ein Windenergieprojekt mit erheblichen Auswirkungen auf ein Schutzgebiet gleichwohl zu gestatten. so darf nach § 3 Satz 3 SeeAnlV die Genehmigung nicht versagt werden. Das BfN hat nunmehr eine Auswahl der zu schützenden Meeresflächen vorgelegt. Rechtsfragen bei der Genehmigung von Offshore-Windparks in der AWZ nach Inkrafttreten des BNatSchG NeuregG. ZUR 5/2003 353 . W i n d e n e r g i e n u t z u n g i n d e r AW Z Windparks einen großen Teil der Gesamtkosten ausmachen werden. 1798) zu besorgen ist oder 4.K o c h / W i e s e n t h a l . 2002. EG 1992. 3 BNatSchG überwindbare Schwelle der Unverträglichkeit eines Projekts und stünde vor der Frage. die es werden wollen.15 ff. S. um energiepolitische Ziele zu verwirklichen. den Überblick auch über die Rechtsprechung bei Maaß/Schütte. Hierbei sollte darauf geachtet werden. 120 ff. Einhergehend mit den Planungen für größere Offshore-Windparks in der zweiten und dritten Ausbaustufe müssen sowohl neue Einspeisepunkte geschaffen wie auch die Transportkapazitäten des Hochspannungs-Übertragungsnetzes an Land erweitert werden. Eine partielle Konkretisierung erfährt der Versagungsgrund der Gefährdung der Meeresumwelt durch die (potenziellen) Meeresschutzgebiete. in: Koch (Hrsg.« Liegt keiner dieser Versagungsgründe vor. Um die für den Netzausbau notwendigen Investitionen zu initiieren. Für Errichtung und Betrieb von Anlagen gelten dort die besonderen Regelungen der Seeanlagenverordnung (SeeAnlV). 2001. ob Windenergieanlagen auf See wegen der Klimaschutzziele Deutschlands »aus zwingenden Gründen des überwiegenden öffentlichen Interesses« (§ 34 Abs. 37). Für eine Zulassung von Windenergieanlagen innerhalb eines (potenziellen) FHH-Schutzgebietes ist die Verträglichkeitsprüfung gemäß § 34 BNatSchG durchzuführen.N. L 206.36 Da nach den Bestimmungen des westeuropäischen Stromnetzes UCTE pro Einspeisepunkt nicht mehr als 3. § 34 Abs. Die gebundene Genehmigung nach der Seeanlagenverordnung Der von der Bundesregierung geplante Anlagenzubau soll nahezu ausschließlich jenseits der 12-Seemeilen-Linie in der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) erfolgen. durch Bedingungen oder Auflagen verhütet oder ausgeglichen werden kann. um die von den Offshore-Windparks erzeugten Leistungen in die großen Verbrauchszentren weiterleiten zu können.1992. Das gilt erst recht für eine Ausnahme in Gebieten mit prioritären Biotopen oder prioritären Arten (s. ohne dass dies durch eine Befristung. 1 39 RL des Rates vom 21. 205 m. von denen erste Prototypen an Land gerade getestet werden. 50 ff. 38 RL des Rates vom 2. S. 31) S. namentlich in der AWZ. der Vogelzug gefährdet wird. 24 ff m. Auch »zwingende Gründe des überwiegenden öffentlichen Interesses« können sich nur im Ausnahmefall durchsetzen. Jarass. Umweltrecht. wenn es die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs beeinträchtigt oder die Meeresumwelt gefährdet wird. 2 BNatSchG zu entscheiden ist42. S. 37 Klinski. 3 Nr. 7 40 S. Die Genehmigung ist damit explizit als gebundene Zulassungsentscheidung ausgestaltet worden.und Ostseeküste maximal fünf Einspeisepunkte. 1 Nr. 6). Dem BSH wird keinerlei Ermessen oder planerische Gestaltungsmacht eingeräumt. um die »Entwertung« der Gebiete zu verhindern41.1979. Für die in der nächsten Ausbaustufe geplanten größeren bzw. die Benutzung der Schifffahrtswege oder des Luftraums oder die Schifffahrt beeinträchtigt würden. S. Das Amt hat »lediglich« zu prüfen.(97f).000 MW Erzeugerleistung eingespeist werden dürfen.N. sind hier mittelfristig Engpässe zu erwarten. S. 95. Reshöft/Dreher. Die Genehmigungsvoraussetzungen sind recht vage und bringen daher erhebliche Schwierigkeiten für die Genehmigungsbehörde und Rechtsunsicherheit für die Antragsteller mit sich37. Rechtliche Probleme der Zulassung von Windkraftanlagen in der »Ausschließlichen Wirtschaftszone«. C.. S. In § 3 SeeAnlV sind die materiellen Genehmigungsvoraussetzungen in Form von Versagungsgründen abschließend aufgeführt: Das Vorhaben »ist zu versagen. der Betrieb oder die Wirkung von Schifffahrtsanlagen und -zeichen. 12). Die Genehmigung von Offshore-Windenergieanlagen in der AWZ. ist ein langfristiges politisches Netzausbaukonzept notwendig. ABl. 42 S. über die entsprechend dem Verfahren nach § 38 Abs. zur Anwendbarkeit der Richtlinien in der AWZ Klinski (Fn.w.1982 (BGBl. also die Vogelschutz-38 und die FFH39-Richtlinie40. ABl. NuR 2003. Letztlich müsste in einem solchen Konzept auch die Frage geklärt werden. 36 Overmöhle/Lehmann (Fn. wenn 1. 1994 II S. Kurzfristig ist die Ausweisung von Kabeltrassen zur Netzanbindung der Pilotparks durch die für Raumordnungsverfahren zuständigen Landesbehörden der Küstenländer in Abstimmung mit den Netzbetreibern vorrangig. 1 Abs. 34). BSH (Fn.und Energiepolitik eine hohe Bedeutung zu. 43 s. Momentan existieren an der deutschen Nord. Rechtliche Rahmenbedingungen I. S. ZNER 2003. Gebietsvorschläge des BfN (Fn. falls insofern überhaupt und unter Mitwirkung der EGKommission eine Ausnahme in Betracht kommen könnte. Nicht zulässig ist es. Ein Versagungsgrund liegt insbesondere vor. für die deutsche Klima. dass Netzkapazitäten für Offshore-Windparks bis 2006 oder länger freigehalten werden und nicht vorher durch an Land neu errichtete Windenergieanlagen oder andere Kraftwerke in Anspruch genommen werden.35 sind für den Einsatz auf See extrem zuverlässige Windenergieanlagen mit hohen Nennleistungen Voraussetzung. ob einer der Versagungsgründe vorliegt. Bislang sind kleine kompakte Offshore-Konverterstationen für die Hochspannungs-Gleichstromtechnik aber noch nicht verfügbar. eine Verschmutzung der Meeresumwelt im Sinne des Art. Gegenwärtig genießen – mangels entsprechender rechtlicher Ausweisung – die faktischen Vogelschutzgebiete und die potentiellen FFH-Gebiete den in der Rechtsprechung des EuGH und des Bundesverwaltungsgerichts entwickelten vorläufigen Schutz. 4 BNatSchG). bei großflächigen »Kollisionen zwischen Schutzgebieten einerseits und Windenergieprojekten andererseits. L 103. S. Unstreitig finden in der AWZ die maßgeblichen naturschutzrechtlichen Richtlinien der EU Anwendung. 41 ff. Auch wenn man hinsichtlich der als unerheblich einzustufenden quantitativen Inanspruchnahme eines Schutzgebiets eher großzügig verfahren wollte. 44 Einleuchtende Bedenken dagegen bei Gellermann.. wie trotz großer Leistungen aus Energiequellen mit schwankender Verfügbarkeit das dynamische Netzverhalten stabil gehalten werden kann. 4 des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen vom 10. die Ausnahme gleichsam zur Regel zu machen. Zweifellos kommt – wie auch in der Einleitung dargestellt – der Windenergienutzung auf See. 39 ff. § 7 Rn. Nebelsieck. Allerdings muss es sich dabei jedenfalls um Ausnahmefälle handeln. Naturschutzrecht.44 stieße man demnach bald an die nur im Wege einer Ausnahme gemäß § 34 Abs. weiter entfernten Projekte wird aus Gründen einer höheren Kapazität und der Notwendigkeit geringer Leitungsverluste eine Gleichstromübertragung auf Hochspannungsebene angestrebt. 2002. 67 ff. Deshalb erscheint es rechtlich im Einzelfall durchaus vertretbar. S.4. EG 1979 Nrl. Naturschutz in der ausschließlichen Wirtschaftszone. 35 BMU (Fn.. die – unter der Voraussetzung des Abschaltens der benachbarten Atomkraftwerke – ausreichend aufnahmefähig sind. 3.12. Die Errichtung und der Betrieb von Windenergieanlagen in der AWZ bedürfen nach § 2 der SeeAnlV einer Genehmigung durch das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). Dabei stellen sich zunächst – wie auch der Genehmigungsbescheid des Windparkes Butendiek eindringlich veranschaulicht43 – schwierige Fragen nach der Erheblichkeit einer Schutzgebietsbeeinträchtigung.w.5.

Zwar sollen nach den Bekundungen der Bundesregierung Eignungsgebiete nach der SeeAnlV vorrangig mit dem Ziel festgelegt werden. Während die Errichtung von Windenergieanlagen durch raumordnungsrechtliche Eignungsgebiete an Land in der Regel verbindlich auf diese Gebiete beschränkt wird. Standarduntersuchungskonzept für die Untersuchung und Überwachung der Auswirkungen von Offshore Windenergieanlagen (WEA) auf die Meeresumwelt.und betriebsbedingter Auswirkungen von Offshore-Windenergieanlagen auf die Meeresumwelt der Nordund Ostsee.« Durch die Ausweisung eines Eignungsgebietes wird also die Genehmigungsentscheidung des BSH insoweit widerleglich präjudiziert. mehrere Anträge für den gleichen Standort parallel zu prüfen. wie ein Verstoß gegen die Genehmigungsvoraussetzungen vorab abstrakt ausgeschlossen werden kann. S. 2001. die insbesondere die Antragsprüfung auf der Grundlage eines »Standarduntersuchungskonzepts für die Untersuchung und Überwachung der Auswirkungen von Offshore-Windenergieanlagen auf die Meeresumwelt«46 umfasst 47. 1 SeeAnlV. S. Die potenziellen Betreiber sind gehalten. Erst bei Vorliegen von Ergebnissen kann dann über einen Ausbau der Projekte entschieden werden. Im Unterschied zu den Eignungsgebieten nach § 7 Abs.. Damit dient dieses Instrument der Verfahrensverkürzung und Investitionserleichterung für denjenigen. sich in einen Antragswettbewerb zu begeben. Auch ein zeitlich gestaffeltes »tastendes« Vorgehen beim Aufbau der angestrebten Windenergiekapazitäten auf See kann damit nicht erreicht werden. Für eine effektive planerische Steuerung des Anlagenbaus in der AWZ fehlt dem Eignungsgebiet nämlich die erforderliche Ausschließlichkeitswirkung. näher Dahlke (Fn. Alle Untersuchungen sind mit dem Ziel. 478. Für die letztlich entscheidende Bewertung der ermittelten Umweltauswirkungen liefert das Konzept jedoch keine Vorgaben.Das Thema Die Frage nach dem Vorliegen von Versagungsgründen ist indes nicht allein wegen der Unbestimmtheit der gesetzlichen Anforderungen schwierig zu beantworten. Die Beurteilung der möglichen Umweltgefährdungen ist daher – wie im Genehmigungsbescheid zum Windpark Butendiek ausdrücklich betont wird – »auf der bisher vorhandenen Basis der wissenschaftlich und empirisch als gesichert geltenden Erkenntnisse nur im Rahmen einer mit methodischen Unsicherheiten verbundenen Prognose möglich«45. Empfehlungen zu Mindestanforderungen an die projektbezogene Untersuchung möglicher bau. 354 ZUR 5/2003 . Dies sind gemäß § 3 a SeeAnlV Gebiete. um für ihren Antrag als erste die Genehmigungsfähigkeit zu erreichen. der zuerst genehmigungsfähig ist. Bei der Entscheidung. Die raumplanerischen Instrumente des Raumordnungsrechts greifen jedoch in der AWZ nicht und für eine besondere maritime Raumplanung enthält auch die SeeAnlV keine Grundlagen. Das Amt ist gehalten. 3 ROG macht die Ausweisung von Eignungsgebieten nach § 3 a SeeAnlV die Errichtung von Anlagen außerhalb der Gebiete keineswegs unzulässig. Nach § 3 a Abs. sondern auch wegen der nach wie vor vorhandenen erheblichen Wissensdefizite bezüglich der Auswirkungen der Anlagenparks auf Vogelzug und Meeresumwelt (s.und Wohnungswesen im Einvernehmen mit dem Bundesumweltministerium auszuweisenden »besonderen Eignungsgebiete für Windkraftanlagen«. wobei sie allerdings nur einen begrenzten Einfluss auf den Verfahrensablauf haben. 11f. Dies führt zu einem sehr kostspieligen Wettlauf im Verfahren. ein strukturiertes bauliches Verfahren zu erzielen53. S. die aufgrund großer Küstenentfernungen dem derzeitigen Stadium der Entwicklung weit voraus sind51. 2001. von denen nach dem Stand der vorhandenen Erfahrungen und wissenschaftlichen Erkenntnisse anzunehmen ist. Der Kampf auf dem Meer. hat das BSH inzwischen eine Genehmigungsstrategie entwickelt. Durch sein Standarduntersuchungskonzept gewährleistet das BSH eine einheitliche Untersuchungspraxis. bei der Umsetzung der Ausbauziele behutsam. Das Standarduntersuchungskonzept gibt den Antragstellern für die verschiedenen Schutzgüter den methodischen Rahmen und den Umfang der Untersuchungen vor und soll zur Qualitätssicherung und Vereinheitlichung des Verfahrens beitragen. Das Konzept beruht in weiten Teilen auf Entwürfen der Projektgruppe Offshore-Windenergieanlagen48 und der Arbeit von Ehrich et al49. Es will der Dynamik des Lebensraumes Meer und dessen Interdependenzen mit anderen Lebensräumen (was für wandernde Arten wichtig ist) dadurch Rechnung tragen. II. 45 BSH. Nach dieser Vorschrift ist über den Antrag zuerst zu entscheiden. 4 Nr. 47 S. oben Abschnitt B). 33. schrittweise und planvoll vorzugehen. Bau. können die Eignungsgebiete nach der SeeAnlV lediglich gewisse Anreize für die Standortwahl vermitteln. Während der Bauphase und auch drei bis fünf Jahre nach Inbetriebnahme müssen weitere Untersuchungen durchgeführt werden. 7). 7). Wahrung möglicher Belange der Bundesraumordnung in der ausschließlichen Wirtschaftszone der Bundesrepublik Deutschland – Raumordnung im Küstenmeer. Im Unterschied zu den Eignungsgebieten der Raumordnung dient das Eignungsgebiet der SeeAnlV jedoch nicht einer raumplanerischen Bewirtschaftung der Meeresflächen52. 72 f. 46 Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie. 51 Dahlke (Fn. Dezember 2002. Diese planerische Zielsetzung ist jedoch mit § 3 a SeeAnlV nicht konsequent zu verwirklichen. 52 Erbguth. die Beeinträchtigung der Meeresumwelt durch Offshore-Windparks zu analysieren. sondern auch das BSH unter erheblichen Zeitdruck setzt50. 5). 2002. planerisches Vorgehen vonnöten. Insoweit und auch in seinen inhaltlichen Anforderungen an Verfahren und Umfang der Untersuchung ist das Konzept überzeugend. Um gleichwohl den gesetzlichen Vollzugsauftrag zu erfüllen und die zahlreichen Genehmigungsanträge bearbeiten zu können. Aber nicht nur aus Gründen der Vorsorge ist ein zeitlich und räumlich strukturiertes. die sich spätestens mit den raumgreifenden Windenergieprojekten auf den Meeresflächen genauso stellt wie an Land. 48 Knust/Heuers/Schröder et al. Weitere Schwierigkeiten für die Genehmigungsverfahren birgt die neue Beschleunigungsregelung des § 5 Abs. Eine ungewollte Konsequenz des § 5 SeeAnlV besteht auch darin. dass bereits heute Anträge vorangetrieben werden. im Projektgebiet und in einem ähnlichen Referenzgebiet (ohne Einfluss von Windenergieanlagen) durchzuführen. Genehmigungsbescheid Butendiek (Fn. Planungsrechtliche Elemente In Anbetracht der defizitären Kenntnisse über die Auswirkungen der Windenergieanlagenparks auf die Meeresumwelt und den Vogelzug erscheint es – wie oben schon dargelegt – ein dringendes Gebot der Vernunft und des Vorsorgeprinzips. Neue Energie. Eine effektive Grundlage für ein planvolles Vorgehen bieten auch nicht etwa die durch das Bundesministerium für Verkehr. 23). der eine Anlage im Eignungsgebiet errichten möchte. 50 Köpke. 49 Ehrich/Hofmann/Kafemann et al. sondern auch im Hinblick auf die allgemeine raumplanerische Gestaltungsaufgabe.31). (Fn. der nicht nur die Antragsteller. ob in Anbetracht der wahrscheinlichen und der möglicherweise zu erwartenden Umweltauswirkungen eine Gefährdung der Meeresumwelt auszuschließen ist. dass es eine Zustandsaufnahme der Schutzgüter von zwei Jahren vor Baubeginn vorschreibt. S. ist das BSH vielmehr in jedem Einzelfall aufs Neue vor schwierige Wertungsfragen gestellt. dass dort errichtete Windenergieanlagen weder die Schifffahrt beeinträchtigen noch die Meeresumwelt gefährden. in dessen Rahmen planerische Erwägungen zur Geltung gebracht werden könnten. Der gebundene Genehmigungstatbestand des § 3 SeeAnlV nimmt auf planerische Konzepte keinen Bezug und eröffnet auch kein Ermessen. 2 SeeAnlV haben die Eignungsgebiete »im Hinblick auf die Wahl des Standorts von Anlagen die Wirkung eines Sachverständigengutachtens. 53 Bundesregierung (Fn.

(4) mit den Eignungsgebieten ein Instrument mit schwacher Steuerungsleistung. dass die Nutzungskonflikte »an Land« im Rahmen von Bauleitplanung und Regionalplanung planerisch bewältigt werden können und auch derart bewältigt werden. weil Standorte außerhalb von Eignungsgebieten im Rahmen des Bewirtschaftungsermessens bis auf Weiteres zurückgestellt werden könnten. Aufgrund des starken Zeitdrucks im Genehmigungsverfahren (siehe oben) sind die Antragsteller jedoch in der Regel nicht dazu geneigt. Die Vagheit der Genehmigungsvoraussetzungen und die prognostischen Herausforderungen liegen in der Natur der Sache. Die Eignungsgebiete mit der Wirkung eines Sachverständigengutachtens sind allerdings ein schwaches Steuerungsinstrument. ökologisch sensible Flächen weitgehend nutzungsfrei zu halten. (3) eine Beschleunigungsregelung. dass auch für die Windenergienutzung an Land ein Genehmigungsanspruch vorgesehen ist. führt zu vier Empfehlungen. Die Einräumung von Rechtsansprüchen für Offshore-Windenergieanlagen kann sich insbesondere nicht auf die vordergründig naheliegende Erwägung stützen. Die gefundene Lösung hat jedoch – wie aufgezeigt – erhebliche Nachteile und ist keinesfalls alternativlos. Es wäre sachwidrig und obendrein rechtsstaatlich bedenklich.K o c h / W i e s e n t h a l . und zwar insbesondere aufgrund der trotz erheblicher Forschungsanstrengungen nach wie vor unzureichenden Erkenntnislage. obwohl den Antragstellern bewusst war. 54 Rat von Sachverständigen für Umweltfragen (Fn. oben 3) auf die Herstellung der Genehmigungsfähigkeit hinarbeiten muss. W i n d e n e r g i e n u t z u n g i n d e r AW Z Diese Anreizwirkung der verfahrenserleichternden Vorprüfungen im Eignungsgebiet wird auch nach Meinung von Experten nicht ausreichen. Gewiss sollen keine Gebiete »gehortet« werden. Die Anreizwirkung eines vereinfachten Verfahrens mit gesteigerter Aussicht auf eine Genehmigung greift für viele bereits beantragte Projekte nicht mehr. die auch der SRU gegeben hat: »(1) Die SeeAnlV sollte dahingehend geändert werden. 13. (2) sehr vage und mit außerordentlichen prognostischen Aufgaben verbundene Anspruchsvoraussetzungen. Etliche der bereits beantragten Projektflächen liegen außerhalb potenzieller Eignungsgebiete und sind dort beantragt worden. Anders als die Eignungsgebiete nach § 7 Abs. weil auch außerhalb der Eignungsgebiete Genehmigungsansprüche bestehen können und die Behörde auch mit Blick auf die Beschleunigungsregelung (s. die im Gegensatz zum beabsichtigten. Die Gestattung von Gewässernutzungen steht seit jeher gemäß § 6 WHG im Bewirtschaftungsermessen der Wasserbehörden und der Gewässerausbau erfolgt auf der Grundlage planerischer Gestaltungsfreiheit im Rahmen von Planfeststellungsverfahren (§ 31 WHG). so steht die Einräumung eines Genehmigungsanspruchs im klaren Gegensatz zur Rechtstradition des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) für Binnengewässer. D. dem wachsenden Wissen angepassten und auf einen Ausgleich mit den Belangen des Naturschutzes ausgerichteten Ausbau der Windenergienutzung auf dem Meer der in § 3 SeeAnlV normierte Genehmigungsanspruch entgegen. 1 Satz 4 SeeAnlV eingeführten Beschleunigungsregelung ist uneingeschränkt einleuchtend. 11. dass der zuständigen Behörde ein Planungs. vorsichtig strukturierten Ausbaukonzept den Druck auf die Genehmigungsbehörde noch erhöht und im Erfolgsfalle durch überflüssige Doppelarbeit Ressourcen potenzieller Betreiber und des BSH vergeudet. Das Ziel der mit der Novellierung des Bundesnaturschutzgesetzes in § 5 Abs. planerischer Gestaltungsfreiheit ist mit Blick auf die herausgehobene Bedeutung des Wasserhaushalts und das Erfordernis eines Ausgleichs konfligierender Interessen unumstritten gerechtfertigt. 3 Raumordnungsgesetz (ROG) haben sie keine Ausschlusswirkung für andere Standorte und bieten daher keine Handhabe.wie Abwägungsmöglichkeiten. Bedenkt man.«55. steht hier doch nach einem bekannten Bonmot das Wesentliche zumeist nicht im Gesetz. mit denen der Ausbau der Windenergienutzung auf See stufenweise und durch Bündelung auf konfliktarmen Flächen naturschutzverträglich gestaltet werden soll. (2) Die Erkenntnisse der umfänglichen wissenschaftlichen Begleitforschung sollten zur Erleichterung der Tätigkeit des BSH und aus Gründen rechtsstaatlicher Transparenz sowie des möglichen Maßes an Rechtssicherheit in Verwaltungsvorschriften zur Konkretisierung der vagen Genehmigungsvoraussetzungen und zur Steuerung des Ermessens gebündelt werden.und sachwidriger Weise einen Genehmigungsanspruch und nimmt dem BSH damit sowohl Gestaltungs. nämlich im Bundes-Immissionsschutzgesetz. aber auch mit Blick auf die gerade in der Nord. Dies ist gerade im Umweltrecht keine ungewöhnliche Situation. während für die AWZ kein derartiges Planungsinstrumentarium existiert. Dieses Steuerungsdefizit könnte allerdings durch die Einführung planerischer Gestaltungsfreiheit im Wesentlichen kompensiert werden. Das bietet sich auch im vorliegenden Zusammenhang an. S. die Projekte im Wesentlichen in diesen Gebieten zu bündeln54. dass die indirekte Steuerungswirkung dieses Instruments gering bleibt. dass es bei der Errichtung von Windenergieanlagen im Meer im Kern um Gewässernutzung und Gewässerausbau geht.g. 4 Nr. Diese Erwägungen müssen auch für die Nutzung des Meeres gelten. sondern vielmehr auch. Allerdings werden insofern Rechtsklarheit und Rechtssicherheit regelmäßig durch untergesetzliches Regelwerk geschaffen. schrittweises Vorgehen erscheint die geltende Rechtslage mindestens in vier Punkten defizitär. Bewertung der Rechtslage Im Hinblick auf die umweltpolitische Herausforderung eines möglichst umweltverträglichen Ausbaus der Offshore-Windenergienutzung und auf die darauf abzielende Strategie der Bundesregierung für ein planvolles. 9). S. Am stärksten steht einem sukzessiven. Zwar kann auch im Rahmen des Genehmigungsverfahrens noch eine Verlagerung des Projektantrags vorgeschlagen werden. die im Wesentlichen mit den Überlegungen des SRU übereinstimmt. wasserwirtschaftlichen Gründe entgegen. dass die Gebiete nicht als Eignungsgebiet in Betracht kommen. so dass befürchtet werden muss. In der von der Bundesregierung verabschiedeten Strategie sind planungsrechtliche Ansätze enthalten. ZUR 5/2003 355 . Der Übertragung des Anspruchsmodells auf die AWZ stehen nicht nur die o. das insbesondere den Genehmigungsdruck auf die Behörde deshalb nicht mindert. planvollen. die die Genehmigungsverfahren unvermeidlich zu Forschungsprojekten mit erheblichen Unwägbarkeiten für alle Beteiligten machen. Die Einräumung von Bewirtschaftungsermessen bzw.und Bewirtschaftungsermessen eingeräumt wird. einer solchen Verlagerung zuzustimmen. wollte man die aus der Vagheit und den prognostischen Unsicherheiten resultierende »Offenheit« des Tatbestands als willkommenes »Einfallstor« für die an sich fehlende planerische Gestaltungsfreiheit instrumentalisieren. Empfehlungen Die vorausgehende Bewertung der Rechtslage.und Ostsee in hohem Maße konfligierenden Nutzungsinteressen. 55 Rat von Sachverständigen für Umweltfragen (Fn. III. 9). Der Umweltrat stellt dazu fest: » Das maßgebliche Recht normiert (1) in system.

UNEP Regional Seas Reports and Studies No. eine Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik durchzuführen. Rep. 2 der VO (EWG) 3760/92 vom 20. Energiepolitik. 15. ein Raumordnungsregime für die deutsche AWZ zu etablieren.fao. http://www. 1542. L 358/59 vom 31. Nina Wolff Erhaltung lebender Meeresressourcen im Lichte des Nachhaltigkeitsgrundsatzes: Völker. Zugleich werden Konzepte wie die nachhaltige Nutzung. S. The Changing Nature of »Environmental Protection«: Recent Developments regarding Trade and the Environment in the European Union and the World Trade Organization. 4 S.1998. während auf Verbraucherseite die Nachfrage nach Fisch und Meeresfrüchten noch zunimmt. Eine entsprechende Menge unerwünschten Beifangs.12. Prof. Churchill/Lowe. jur. 115. das Vorsorgeprinzip oder ein ökosystemarer Ansatz mit Blick auf die Fischerei erörtert. meist verendete oder verstümmelte Tiere. Kurzfristig kann die Steuerungskraft der Eignungsgebiete erhöht werden. Mitarbeiter beim Sachverständigenrat für Umweltfragen. 56 Rat von Sachverständigen für Umweltfragen (Fn. (4) Die planungsrechtlichen Instrumente sollten fortentwickelt werden. nunmehr ersetzt durch VO (EG) 2371/2002 über die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der Fischereiressourcen im Rahmen der Gemeinsamen Fischereipolitik vom 20.GESAMP 39. 28.2002. Biodiversity and the Sustainability of Marine Fisheries. Heute ist die übermäßige Meeresfischerei bereits eine maßgebliche Ursache für den Rückgang der biologischen Vielfalt. Tobias Wiesenthal Wiss.Stud.6 Kürzlich stand die Europäische Gemeinschaft vor der Aufgabe. etwa French. 3. Tätigkeitsschwerpunkte: Klimaschutz. In der jüngeren Vergangenheit wurde die sachliche Nähe von Fischerei und Meeresumweltschutz rechtlich insbesondere durch WTO-Streitigkeiten illustriert. 9). a. The Law of the Sea.1992 zur Einführung einer gemeinschaftlichen Regelung für die Fischerei und die Aquakultur. 7 S. wird dem Meer wieder zugeführt. The State of the Marine Environment.2 Nach Statistiken der Welternährungsorganisation3 sind 60% der wirtschaftlich bedeutenden Bestände entweder voll ausgebeutet oder bereits erschöpft. Übersetzung ABl. der Anteil der Schifffahrt an der gesamten Meeresverschmutzung nimmt sich mit 12 %4 gegenüber anderen Quellen indes noch relativ gering aus. 8 Übereinkommen über die Biologische Vielfalt. BGBl. 17. 5 Ibid. Aufl. 9 Übereinkommen über die Erhaltung und Bewirtschaftung von gebietsübergreifenden Fischbeständen und weit wandernden Fischbeständen (1995). Geschäftsführender Direktor des Seminars für öffentliches Recht und Staatslehre und der Forschungsstelle Umweltrecht an der Universität Hamburg. u. Zwar zieht die Meersverschmutzung durch Ölteppiche Fischereiressourcen und andere Meereslebewesen punktuell erheblich in Mitleidenschaft. m.-Phys. in: 47 NILR (2000) S. Hans-Joachim Koch. 2002. dass ein Anteil von fast einem Viertel der weltweit durchgeführten Fänge andere als die gewünschten Zielarten umfasst. Dr.12. Dipl. Art. 1 S. so geht von schwerwiegenden Umweltkatastrophen wie beispielsweise den Havarien von Öltankern vor Europas Küsten eine weitere Gefahr aus. A.und Fischereiabkommen schärfere Konturen erhalten. Reichpietschufer 60. Was die ökologischen Rahmenbedingungen für die Fischerei betrifft. 2 Boehlert.«56. 3 Vgl. (1999). S. 1993 II 1742. EG L 189 vom 3. w.7. sondern auch durch neuere internationale Umwelt.12. die bei der Formulierung von Gemeinschaftsregeln zu berücksichtigen sind. So erfolgt die Einleitung fast der Hälfte aller Schadstoffe in Meeresgewässer von Land aus. ist aber im Vergleich zur Tragweite anderer Beeinträchtigungen der Meeresgewässer zu relativieren. N. mit Blick auf den Zustand der Ressourcen und deren voraussichtliche Entwicklung.Das Thema (3) Die Beschleunigungsregelung sollte durch sanktionsbewehrte Beteiligungsgebote ersetzt werden. 6 S. 9 Oceanography (1996). 14 Abs.5 Die Verschmutzung landnaher Gewässer ist für die Entwicklung der Fischbestände jedoch besonders schwerwiegend. S.und gemeinschaftsrechtliche Voraussetzungen Der Grundsatz der nachhaltigen Entwicklung hat nicht nur durch das europäische Gemeinschaftsrecht.7 In neueren umweltvölkerrechtlichen Instrumenten findet die wechselseitige Abhängigkeit von Meeresbewirtschaftung und -umweltschutz zunehmend Beachtung.org/DOCREP/003/X8002E/X8002E00. 284 ff. 356 ZUR 5/2003 . 1 ff. 10785 Berlin.htm. Daneben sind mit Blick auf die EG-vertraglich geforderte Einbeziehung von Umweltschutzbelangen in alle gemeinschaftspolitischen Bereiche (Art. in dt. da sich in diesem Bereich die meisten Laichplätze befinden. Im folgenden sollen nacheinander die Bedeutung des Leitbilds der nachhaltigen Entwicklung für die Fischerei (B) und die völkerrechtlichen (C) und gemeinschaftsrechtlichen (D) Voraussetzungen für die Bestandserhaltung mit Blick auf die neue Grundverordnung der Gemeinsamen Fischereipolitik (E) erörtert werden. 6 EGV) Kriterien für die Reichweite und Grenzen eines »grüneren« europäischen Fischereirechts ersichtlich. ABl. Der folgende Beitrag stellt die rechtlichen Kriterien für die nachhaltige Nutzung von Fischereibeständen zusammen. Einleitung Die völkerrechtliche Regelung der Meeresfischerei beschränkte sich ursprünglich auf das Ziel der Garantie von Zugangsrechten für Staaten. Mittelfristig empfiehlt es sich. Die Sterblichkeit von Meereslebewesen wird zudem dadurch erhöht.1 Erst seit der immer intensiveren wirtschaftlichen Nutzung der Meere in den letzten zwei Jahrzehnten ergibt sich ein verstärkter Regelungsbedarf bezüglich der nachhaltigen Bewirtschaftung lebender Meeresressourcen durch alle Nutzer und bezüglich der Aufrechterhaltung der notwendigen ökologischen Rahmenbedingungen. ILM 34 (1995). Geschäftsstelle. Food and Agriculture Organisation: The state of world fisheries and aquaculture 2000. Insbesondere formulieren zwei der in Folge der Rio-Konferenz von 1992 in Kraft gesetzten globalen Umweltübereinkommen – die Biodiversitätskonvention8 und das Übereinkommen über gebietsübergreifende Fischbestände9 – neue Bedingungen hinsichtlich einer nachhaltigen Bestandserhaltungspolitik.

56 f.). die nicht zum langfristigen Rückgang der biologischen Vielfalt führen.. 6 des EG-Vertrages vor. 162.. 559 ff. 95 ff. die keinen Eigentumsbindungen unterliegen und sich über die seerechtlich festgesetzten Begrenzungen von Küstenmeer und ausschließlicher Wirtschaftszone hinausbewegen. Die neue Querschnittsklausel des Art.. dass die Widerstandsfähigkeit der Ökosphäre nicht überstrapaziert wird. inhaltlich lenkende Auswirkungen im Normsetzungsverfahren zu entfalten. erweist sich der Integrationsgrundsatz als »Schlüsselprinzip« der nachhaltigen Entwicklung. dass »(die) Erfordernisse des Umweltschutzes (. wirtschaftliches Wachstum so zu steuern. Wie aber ist dann die Beschränkung wirtschaftlicher Tätigkeiten im Sinne einer nachhaltigen Nutzung operativ zu handhaben? Diesen institutionellen Aspekt des Umweltschutzes greift das 4. Agenda 21. 91 ff. 29 ODIL 1998. S.14 Mit Blick auf die Nutzung lebender Meeresressourcen entspricht dies der Notwendigkeit. Auch im Rahmen des gemeinschaftspolitischen Umweltschutzes wurde die Integration von Umweltbelangen in den Dienst des Leitbildes der nachhaltigen Entwicklung gestellt.Wo l f f . Dieses Konzept trägt unter anderem dem Umstand Rechnung. sondern auch der Vielfalt an Ressourcen sein.. in ihre diesbezüglichen sektoralen oder sektorenübergreifenden Pläne. 268 f. berücksichtigt werden. 1998.9.. 95. Prinzip der Rio-Erklärung auf. 11 Vgl. Urteil vom 25. zum Ganzen Sands (Fn. 3. 251ff. Im Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen von 198219 findet eine ganz grundlegende biologische Tatsache auf globaler Ebene rechtliche Anerkennung: Lebende Meeresressourcen sind zwar erneuerbare Rohstoffe. sollen ökologische und ökonomische Faktoren einer integrierten Betrachtung unterworfen und nicht isoliert voneinander behandelt werden. der eine Veränderung von Entscheidungsprozessen dahingehend fordert. In der Rio-Deklaration über Umwelt und Entwicklung von 1992 bekannten die am Umweltgipfel teilnehmenden Staaten ihre gemeinsame politische Verantwortung.11 Inzwischen ist das Konzept Bestandteil einer Vielzahl multilateraler Umweltabkommen. C. 6 ex 3c EGV als Instrument zur Umsetzung des Grundsatzes der nachhaltigen Entwicklung. AVR 1996. 19 BGBl.und Umweltbedürfnisse gegenwärtiger und künftiger Generationen unterzuordnen. Sustainable Development and Human Rights: An Integrated Conception. 2). 10). ohne allerdings als solches zwingend konkretere. die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt. wenn die Reform eines ganzen Politikbereichs den Anlass zur Überprüfung politischer Inhalte mit Blick auf ihre Umweltverträglichkeit bietet. Völkerrechtliche Regelungen hinsichtlich der nachhaltigen Meeresbewirtschaftung I. 1799. DVBl. Wie den Erfordernissen des Umweltschutzes im Rahmen dieses Politikbereiches Geltung verliehen wird. 13 Kritisch etwa Krämer. Fischereirechtliche Voraussetzungen Fischbestände sind bewegliche. Gleichzeitig ist der zukunftsweisende Charakter der Nachhaltigkeit Wegbereiter für einen vorsorgenden Natur.1997. Par. u. 17 S. dass es keinen dauerhaften wirtschaftlichen Wohlstand ohne Erhalt der notwendigen ökologischen Rahmenbedingungen geben kann. 303 ff. Dies muss insbesondere auch dann gelten.13 Deshalb wird im Erfordernis der Nachhaltigkeit in erster Linie die Anerkennung eines generationenübergreifenden Grundbedürfnisses gesehen. soweit möglich und sofern angebracht. 18 Vgl. 15 Vgl. die Nutzung ihrer natürlichen Ressourcen dem Ziel der Schaffung und Wahrung fairer Voraussetzungen für die Befriedigung der Entwicklungs. 6 des Übereinkommens über biologische Vielfalt. 45 ICLQ (1996). 1994 II.) Gemeinschaftspolitiken und -maßnahmen insbesondere zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung einbezogen werden«.18 In der Fassung des Amsterdamer Vertrags sieht Art. Im Gemeinschaftsrecht bildet diese Vorschrift den rechtlichen Nexus zwischen wirtschaftlichen Freiheiten innerhalb des Integrationsverbandes und ihrer Beschränkung durch die vertraglich festgelegten Pflichten des Umweltschutzes. 799. 2 EUV) und die »harmonische.. 8. a. British yearbook of international law 1994. S. Sands. indem es die Integration von Umwelt. 16 S.16 Da auf diese Weise Umweltbelangen in allen Politikfeldern eine zen- trale Rolle zugewiesen wird. Vertreten etwa von Richter Weeramantry im vor dem Internationalen Gerichtshof verhandelten Fall über das Gabcíkovo-Nagymaros Projekt. Dementsprechend findet der Integrationsgrundsatz auch Anwendung auf die Regulierung von Fischereitätigkeiten im Rahmen der gemeinsamen Fischereipolitik. etwa McGoldrick. Enforcing environmental standards: economic mechanisms as viable means? (1996). ZUR 5/2003 357 . The concept of sustainable development. Schröder (Fn. Calliess. Sustainable development – Ausgleich zwischen Umwelt und Entwicklung als Gestaltungsaufgabe der Staaten. Allerdings müssen Umweltschutzbelange bereits zu einem frühen Zeitpunkt. in: Wolfrum (Hrsg. 8..12 Seit dem Vertrag von Amsterdam gehören die »Herbeiführung einer ausgewogenen und nachhaltigen Entwicklung« (Art. 10). Kap. Das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung stellt somit auf die natürlichen Grenzen wirtschaftlicher Nutzung ab. EC treaty and Environmental Law. sozioökonomische und umweltpolitische Fragestellungen in die Entscheidungsfindung aller Ebenen und aller Ressorts sowie im Rahmen völkerrechtlicher Instrumente voll einzubeziehen. 10 S. wodurch ihr Potential erhalten bleibt. Auflage (1998).und Entwicklungszielen fordert: Um nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen. unterliegt in einem weiten Maße dem Ermessen des Gemeinschaftsgesetzgebers. 2 EGV) zu den Motiven und Grundsätzen der europäischen Integration. E r h a l t u n g l e b e n d e r M e e re s re s s o u rc e n i m L i c h t e d e s N a c h h a l t i g k e i t s g r u n d s a t z e s B. der die Vertragsparteien verpflichtet. Das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung als Integrationsauftrag Die konzeptionelle Verknüpfung von Umweltschutz und wirtschaftlicher Entwicklung nahm ihren Ausgang mit der Formulierung des Leitbilds der nachhaltigen Entwicklung10.17 Dieser Ansatz findet eine rechtliche Entsprechung in Art. Damit wurde die völkerrechtliche Ausformung von nachhaltiger Entwicklung eingeleitet. dass das Kriterium der »zukünftigen Generationen« auf unbekannte Größen verweist und die Formulierung konkreter politischer Ziele daher erschwert. 37 ILM (1998). International law in the field of sustainable development. 796 ff.und Artenschutz. Damit wird innerhalb des Konzepts der nachhaltigen Entwicklung »Integration« zu einem Grundsatz. Damit ist die Regulierung des Fischfangs vielfach eine grenzüberschreitende.15 Ziel einer nachhaltigen Bewirtschaftung lebender Meeresressourcen sollte dementsprechend die Aufrechterhaltung nicht nur der Verfügbarkeit ausreichender Mengen. die Bedürfnisse und Wünsche heutiger und künftiger Generationen zu erfüllen« (Art. Jedoch wird zurecht kritisiert. 12 Seltener wird »Nachhaltige Entwicklung« als eigenständiges Prinzip des Völkerrechts gewertet. ausführlich Beyerlin. »Nachhaltige Nutzung« ist demnach »die Nutzung von Bestandteilen der biologischen Vielfalt in einer Weise und in einem Ausmaß.2 ff. Eine Definition von Nachhaltigkeit mit Blick auf die Nutzung natürlicher Ressourcen findet sich schließlich in der Biodiversitätskonvention. Programme und Politiken einzubeziehen. erneuerbare Ressourcen. zwischenstaatliche Aufgabe und Gegenstand des Völkerrechts. 338. ausgewogene und nachhaltige Entwicklung des Wirtschaftslebens« (Art. Auf globaler Ebene wurde das Bekenntnis zur nachhaltigen Entwicklung von den Vertretern der internationalen Gemeinschaft auf dem Weltgipfel in Johannesburg (August/September 2002) wiederholt. Four Principles in Marine Environmental Protection: A Comparative Analysis. nämlich bei der Festlegung politischer Inhalte. ihre Reproduktionsfähigkeit zu erhalten. Schröder. 14 Ähnlich Dzidzornu..) bei der Festlegung und Durchführung der (.

61 Abs. 48. dass das Argument nicht gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse dafür verwendet wird. 358 ZUR 5/2003 . dass der Haager Gerichtshof hier den Begriff »Erhaltungs. S. verlangt das Gegenteil: Wenn Informationen ungesichert. S. 12 LJIL 1999. Fangmengen oberhalb der wissenschaftlich empfohlenen Werte anzusetzen. ausführlich Wolff (Fn. 24 Art. 63 ff. 71 ff.und Bewirtschaftungsmaßnahmen mittlerweile fester Bestandteil des internationalen Vertragsrechts sowie der Staatenpraxis geworden sind. Die Staatengemeinschaft. etwa Orrego Vicuña.1998. Public International and European Community Law Aspects (2002). d. m. Dies bedeutet.N. 194 Abs. 1. Wolff (Fn.I.98. 23 S.1998.12. 3 des Seerechtsübereinkommens. Anhang II des Übereinkommens. 21).28 Zu den Pflichten der Vertragsparteien gehört unter anderem. Umweltbeeinträchtigungen durch die Fischerei auf ein Mindestmaß zu beschränken und die biologische Vielfalt in der Meeresumwelt zu schützen. Das Übereinkommen.35 Die Umsetzung des Vorsorgeansatzes erfolgt demnach durch ein System biologischer Bezugspunkte. Befischte Arten sollen in erster Linie auf einem Stand erhalten oder zurückgeführt werden.24 Umgekehrt enthält die Seerechtskonvention. S. dass das Seerecht mit dem Ziel des größtmöglichen erreichbaren Dauerertrags den umweltpolitischen Nachhaltigkeitskonsens vorweggenommen und die fischereiwirtschaftliche Notwendigkeit einer nachhaltigen Bewirtschaftung bereits zu einem frühen Zeitpunkt rechtlich verankert hat. dass er sich auf alle möglichen Gesetze. unter D.und Bewirtschaftungsmaßnahmen gibt es demnach nicht. Fisheries and the Environment. 29 Vgl. etwa Art. 21). ist seit dem 11. 5 des Übereinkommens. Wolff. 32 Vgl. Beschluss 98/414/EG des Rates vom 8.m. Zu den fischereirechtlichen Vorschriften des Seerechtsübereinkommens vgl. Resultat der unter hohem sozioökonomischen Druck stattfindenden Verhandlungen von Gesamtfangmengen ist häufig. hat sich bereits 1982 auf einen entsprechenden Grundsatz für die Erhaltung und Bewirtschaftung von Meeresressourcen geeinigt. wie im Übereinkommen über weitwandernde Fischbestände hinsichtlich der Fischerei konkretisiert. die Einleitung von Erhaltungs. Für eine Gesamtbewertung der Offenheit der fischereirechtlichen Vorschriften des Seerechtsübereinkommens für umweltpolitische Erwägungen s.32 Dies gilt jedoch nicht für den mit Blick auf Umwelterfordernisse wichtigsten Bestandteil des Übereinkommens: die praktisch anwendbaren Leitlinien zur Verwirklichung des Vorsorgeansatzes im Rahmen fischereirechtlicher Erhaltungs. Aufgrund der komplexen Umwelteinflüsse auf die Entwicklung von Fischbeständen kann die wissenschaftliche Beurteilung von biologisch kritischen Grenzen des Fischfangs aber nicht mit Exaktheit erfolgen. 3 Abs. des Übereinkommens. 34 Art. Canada).Das Thema müssen aber sachgemäß bewirtschaftet werden.36 Als praktische Konsequenz der An- 20 Beschluss 98/392/EG des Rates vom 23. Erhaltungsmaßnahmen auf den Zustand von Ökosystemen unter Berücksichtigung aller menschlichen und sonstigen Umweltfaktoren abzustimmen. dass Erhaltungs. 1). 2 des Übereinkommens. 35 Art. Die Bedeutung der fischereirechtlichen Ausprägung des Nachhaltigkeitsgrundsatzes wurde auch durch die Rechtsprechung bestätigt. Eine besondere inhaltliche Einschränkung oder eine allgemeingültige Zielrichtung von Erhaltungs. 1 Zif. Abs. so darf das nicht als Grund dafür gelten. L 179 vom 23. und mit ihr die Europäische Gemeinschaft als Vertragspartei des Seerechtsübereinkommens20. die »Tier und Pflanzenwelt des Meeres« umfasst. 22 S. 2 u. welche die sicheren biologischen Grenzen der Fischerei bestandsspezifisch festlegen. hinterlegt ihre Ratifikationsurkunde aber erst nach Abschluss des Ratifizierungsverfahrens in allen Mitgliedstaaten. S.und Bewirtschaftungsmaßnahmen. 5-7 des Übereinkommens. 33 S. der den größtmöglichen erreichbaren Dauerertrag sichert. die sich keineswegs auf die Reduktion von Fangmengen beschränkt: Dieser Oberbegriff sei als so weitgefasst zu verstehen.und Bewirtschaftungsmaßnahmen aufzuschieben oder zu unterlassen.6. 27 Die Gemeinschaft hat die Ratifizierung des Übereinkommens zwar bereits förmlich beschlossen. Fehlen ausreichende wissenschaftliche Informationen. Hervorzuheben ist. 4. 6.1982. 25 11 ICJ Reports (1998). den Vorsorgeansatz anzuwenden.V.w. allgemein.34 Das Übereinkommen formuliert mit einer für einen völkerrechtlichen Text bemerkenswerten technischen Präzision. Der Vorsorgeansatz.23 Insbesondere unterliegen die Vertragsparteien der allgemeinen Verpflichtung.1998 über den Abschluss des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen vom 10. sonstigen rechtlichen Schritte oder Verfahren erstrecke. Vgl. das die bislang detailliertesten völkerrechtlichen Vorschriften über Erhaltungs. 309. 14. dessen Anwendungsbereich sich auf gebietsübergreifende und weit wandernde Fischbestände beschränkt. ABl. die wegen ihrer Vereinbarkeit mit dem Seerechtsübereinkommen auf jedes andere Bestandserhaltungsregime übertragbar sind. 31 Art. 26 So etwa Churchill/ Lowe (Fn. Die Anwendung des Vorsorgeansatzes in der Fischerei kommt bei der Festlegung von Gesamtfangmengen zum Tragen. die »lebende Ressourcen« sowie. 1. 2 des Übereinkommens. ABl. 1.und Bewirtschaftungsmaßnahmen26 enthält und in der Entwicklung des internationalen Fischereirechts einen umweltpolitischen Wendepunkt markiert. 30 S. beim Ergreifen von Erhaltungsmaßnahmen die gegenseitige Abhängigkeit von Beständen zu berücksichtigen. der nach vereinbartem wissenschaftlichen Verfahren abgeleitet wird und dem Zustand der Ressource und der Fischerei entspricht und Faktoren wie die Reproduktionsfähigkeit und die Belastbarkeit jedes Bestands und die Merkmale der den Bestand nutzenden Fischerei sowie sonstige Sterblichkeitsursachen widerspiegelt (Anhang II Ziff.6. 3-4 i. wonach Umwelterwägungen zwingend in die Gestaltung fischereirechtlicher Maßnahmen zur Erhaltung und Bewirtschaftung der Bestände einbezogen werden müssten. mit der Festlegung jährlicher Quoten die Größe von Beständen langfristig zu erhalten und ihre Reproduktionsfähigkeit zu gewährleisten. wie die abstrakte Forderung des Vorsorgeansatzes in einem durch Überbewirtschaftung gefährdeten Sektor praktisch handhabbar ist. 3 des Übereinkommens. Dezember 2001 in Kraft. nicht verlässlich oder unzureichend sind.27 Sein allgemeines Ziel ist »die Sicherung der langfristigen Erhaltung und nachhaltigen Nutzung« dieser Bestände. S. 28 Art.3. 3 lit. 36 Ein vorsorglicher Bezugswert ist ein Schätzwert. Bestandserhaltungspolitisches Ziel ist generell. L 189 vom 3. 55 ff. anders als die Biodiversitätskonvention und der EG-Vertrag. um nachhaltig als Ernährungsquelle einer wachsenden Weltbevölkerung zur Verfügung zu stehen. Art.7. Art. u. die Meeresumwelt zu schützen und zu bewahren sowie umweltbedingte Beeinträchtigungen der Fischerei als Form der legitimen Nutzung der Meere zu verhindern. 192 ff. hierzu etwa Churchill. 3 des Übereinkommens).29 In Gebieten nationaler Hoheitsbefugnisse (Küstengewässer und Ausschließliche Wirtschaftszone30) finden die Vorschriften des Übereinkommens über die Erhaltung und Bewirtschaftung von Beständen31 nur eingeschränkt Anwendung. Nach dem Rio-Gipfel wurde 1995 mit dem Übereinkommen über gebietsübergreifende Fischbestände in voller Übereinstimmung mit der UN-Seerechtskonvention ein globales fischereirechtliches Folgeinstrument verabschiedet. Im Fischereirecht der Europäischen Gemeinschaft werden Fangmengen jährlich für über fünfzig Fischarten festgelegt. 164.21 Bemerkenswert ist insofern.33 Das Ziel der langfristigen nachhaltigen Nutzung von Zielbeständen verlangt in erster Linie Maßnahmen zur mengenmäßigen Beschränkung der Fischerei. 21 S. 192. sollen Staaten größere Vorsicht walten lassen.22 Ferner enthält die Konvention auch Vorschriften zum Schutz der Meeresumwelt. Fisheries jurisdiction case (Spain v.und Bewirtschaftungsmaßnahmen« in einer Weise definiert hat. Aus der Perspektive des klassischen Seerechts werden die fischereirechtlichen Bestimmungen des Übereinkommens daher zurecht als bedeutender ökologischer Erfolg gewertet. 6 Abs. 597. Art. The Changing International Law of High Seas Fisheries (1999). aber kein Integrationsprinzip. Der IGH hat 1998 in seinem Urteil in der Sache Spanien gegen Kanada25 anerkannt. dass die zulässige Fangmenge eines Bestandes seine durch Reproduktion zu erwartende Wachstumsrate nicht übersteigen sollte. Art.

6. insbesondere Laichplätze oder das Seebett. Aus den Bestimmungen der Biodiversitätskonvention lässt sich ferner die allgemeine Pflicht der Gemeinschaft herleiten. 1 des Seerechtsübereinkommens und Art.50 Sollten fischereirechtliche Maßnahmen zur Erhaltung von Meeresarten fehlschlagen. wie etwa der Verlust von Nahrungsquellen. 11. S. 44 Art. ABl. 42 Art. u. 21) S. 5 lit. Die Abgrenzung zwischen den Politikbereichen Umwelt und Fischerei ist eine Frage des Gemeinschaftsrechts. etwa von Seevögeln. mit den befischten Arten zusammenhängende Arten ausdehnen. 4.und Tierarten und ihrer nicht-lebenden Umwelt. 48 S. II. natürlichen Lebensräumen und von lebensfähigen Populationen von Arten sowie die Ausarbeitung der notwendigen Rechtsvorschriften oder sonstiger Regelungen zum Schutz bedrohter Arten und Populationen. hält die Konvention eine Reihe von Kategorien bestandserhaltender Maßnahmen bereit.10. Übereinkommen zur Erhaltung der wandernden wildlebenden Tierarten. 42 Ocean and Coastal Management (1999).46 In Anlehnung an Art. Ebenso wenig Zweifel besteht über die negative Wechselwirkung zwischen der Verschmutzung der Meere und der Fischerei.7. 98 ff. bei Bewirtschaftungsmaßnahmen die gegenseitige Abhängigkeit von Zielarten zu berücksichtigen und müssen Erhaltungsmaßnahmen ferner auf andere. Text nach Fn. sondern die Erhaltung einer größtmöglichen Vielfalt von Arten. Art.82.47 Ohne konkrete Verpflichtungen aufzustellen. 45 Vgl. 41 Beschluss 93/626/EWG vom 25. 8. welche die Flagge eines Mitgliedstaates führen.43 Schutzzweck ist folglich nicht die Erhaltung wirtschaftlich relevanter Arten. die wiederum Rückwirkungen auf den Zustand der Bestände zeitigen. a. Dementsprechend umfasst »biologische Vielfalt« die »Variabilität unter lebenden Organismen jeglicher Herkunft. sprich zur Erhaltung von Ökosystemen und natürlichen Lebensräumen sowie von Arten in ihrer natürlichen Umgebung. Approaches to Addressing the Problems of Pollution of the Marine Environment.39 Eine durch globale Instrumente des Fischereirechts noch nicht gelöste Frage betrifft den Schutz lebender Meeresressourcen innerhalb ihrer natürlichen Lebensräume. 49 Vgl. 46 S. dass zunächst Bestandteile der Meeresumwelt bestimmt werden müssen. die für die Erhaltung eines bestimmten Ökosystems Schlüsselfunktionen einnehmen.38 Die Vertragsparteien sind verpflichtet. 61 Abs. Naturwissenschaftlich anerkannt ist es längst. Die internationalen fischereirechtlichen Übereinkommen enthalten diesbezüglich lediglich Rahmenbestimmungen. Das Seerechtsübereinkommen und das Übereinkommen über gebietsübergreifende Bestände erkennen insofern die wechselseitige Abhängigkeit von Arten an. Zur Definition der nachhaltigen Nutzung s. 47 Art. liegt der umweltpolitische Wert der entsprechenden Bestimmungen darüber hinaus in ihrer Beispielfunktion. Der Schutz der Meere in der internationalen Politik: Nachhaltige Entwicklung und die Ozeane (1995). Vgl. So sind die Vertragsparteien zur in-situ-Erhaltung von Bestandteilen der biologischen Vielfalt verpflichtet. Art. aus der zahlreichen Literatur etwa Fischer. Präambel der Biodiversitätskonvention. Art. etwa das Übereinkommen über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume. ABl. wenn das Fanggerät nicht hinreichend selektiv ist und mit den Zielarten größere Mengen anderer Meeresarten. e des Übereinkommens über weitwandernde Fischbestände. 1. S. 40 Vgl. 76. Bestimmte Fangmethoden schädigen zudem die Lebensräume von Fischbeständen oder anderen Meeresarten.1993 über den Abschluss des Übereinkommens über die biologische Vielfalt. Text nach Fn. dass angesichts des Umfangs und der modernen Methoden der Fischerei mit Störungen des ökologischen Gleichgewichts zu rechnen ist. Etwas zögerlicher als das Ziel der nachhaltigen Nutzung setzt sich in rechtlicher Hinsicht eine Betrachtungsweise durch.. ZUR 5/2003 359 . die eine erhebliche nachteilige Wirkung auf Meeresökosysteme haben.48 Entsprechende Maßnahmen sind von den Vertragsparteien sektoral entweder im Rahmen der Umweltpolitik oder. sei abschließend erwähnt. L 38 vom 10. o. die Erhaltung der biologischen Vielfalt und die nachhaltige Nutzung ihrer Bestandteile. 50 Art.41 Übergreifende Ziele des Übereinkommens sind u. Text nach Fn. Anwendung. Kullenberg. 96. Negative Umweltauswirkungen können sich ferner aus dem verwendeten Fanggerät oder aus Fangmethoden ergeben. dass völkerrechtliche Artenschutzverträge51 gegebenenfalls als Auffangregelungen fungieren würden.45 Die übermäßige Befischung und damit einhergehende Schäden an Meereslebensräumen gelten als eine der größten Bedrohungen der Meeresbiodiversität.o. die Fischbestände als Bestandteil ihrer Ökosysteme begreift. L 210 vom 19.Wo l f f . 21). Nachweise bei Wolff (Fn. die Einrichtung eines Systems von Schutzgebieten.und Bewirtschaftungssystemen der Vertragsparteien konkretisiert werden müssen. 38 S. Mann-Borghese: The Oceanic Circle: Governing the Seas As a Global Resource (1998). Meeres.93. der Schutz von Ökosystemen. Bereits im engen sachlichen Zusammenhang mit der Überfischung sind weitere negative Umweltauswirkungen erkennbar: Mit einer Verkleinerung der Bestände von Zielarten der Fischerei gehen direkte Folgen für andere Fischoder Tierarten einher. Tätigkeiten zu regeln. Für Bestandserhaltungsmaßnahmen der Fischereipolitik bedeutet ein Ökosystemansatz. insbesondere von Tätigkeiten mit erheblichen nachteiligen Auswirkungen. Dies ist zum Beispiel der Fall. Völlig unabhängig von ihrem wirtschaftlichen Wert bestimmt sich bei einem ökosystemorientierten Ansatz der Erhaltungswert einer Art nach ihrer relativen biologischen Bedeutung innerhalb eines Ökosystems. 119 Abs. 12. einschließlich der Meeresgewässer. 2 der Konvention. 21). sprich ihre eigene Abhängigkeit von der lebenden und nicht-lebenden Umwelt. dass das Übereinkommen an das Überschreiten der Bezugspunkte keine rechtlichen Konsequenzen knüpft. Hierzu zählen neben Regelungen zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung biologischer Ressourcen.44 In der Europäischen Union findet die Biodiversitätskonvention in allen Gewässern unter der nationalen Hoheitsgewalt der Mitgliedstaaten sowie auf Hoher See hinsichtlich aller Fischereifahrzeuge. L 309 vom 13.37 Wenn die Vertragsparteien des Übereinkommens zur Vereinbarung von Gesamtfangmengen auf Grundlage des Vorsorgeansatzes nur hinsichtlich der darin geregelten weitwandernden und gebietsübergreifenden Arten verpflichtet sein werden. im einzelnen ibid. hierzu u. Meeressäugern oder -reptilien getötet werden. 43 Vgl. die erst in den jeweiligen Erhaltungs. 5 lit. f des Übereinkommens. 37 Allerdings ist kritisch anzumerken.42 Mit der Erhaltung einer größtmöglichen Anzahl an biologischen Ressourcen sollen die biologische Stabilität insgesamt und letztlich die Lebenserhaltung und Evolution gesichert werden.2. 39 Vgl. 51 S.12. 999 ff. Als Tendenz wird deutlich..40 Völkerrechtliche Regeln zum Schutz von Ökosystemen finden sich in der Biodiversitätskonvention. 85. gemäß dem Integrationsprinzip49. ausführlich Wolff (Fn. 3. 2 der Biodiversitätskonvention ist ein Meeresökosystem zu definieren als die funktionale Einheit von wechselseitig abhängigen Meerespflanzen. die von der Europäischen Gemeinschaft und den Mitgliedstaaten als gemischtes Abkommen abgeschlossen wurde. dass die negativen Auswirkungen der Fischerei auf Nichtzielarten auf ein Mindestmaß zu beschränken sind.a. Art 4 der Konvention. E r h a l t u n g l e b e n d e r M e e re s re s s o u rc e n i m L i c h t e d e s N a c h h a l t i g k e i t s g r u n d s a t z e s wendung dieses Systems wären Gesamtfangmengen in vielen Fällen deutlich niedriger anzusetzen.82. ABl. 17. darunter unter anderem Land-. S. Wolff (Fn. zu denen sie gehören«. sondern auch die weiteren Umweltauswirkungen der Fischerei einbeziehen. durch fischereirechtliche Maßnahmen zu ergreifen. 1 der Biodiversitätskonvention. Vgl. Meeresbewirtschaftung im weiteren Kontext des Meeresumweltschutzes Ganzheitliche Lösungen für den Zusammenhang zwischen Fischerei und Umwelt müssen nicht nur die langfristige Nachhaltigkeit von Fangmengen sicherstellen.und sonstige aquatische Ökosysteme und die ökologischen Komplexe.

S. Rn. der Seerechtskonvention. The Practical Implications of the Ecosystem Approach in CCAMLR. 61 Dementsprechend definieren sich die »Fischereigewässer der Gemeinschaft« als die »Gewässer unter der Hoheit oder Gerichtsbarkeit der Mitgliedstaaten« (Art.1992.11. 116 f. 24. II des Übereinkommens über die lebenden Meeresschätze der Antarktis. Antarctic Challenge. 22 ff. I-6019.65 Zu den Erzeugnissen der Fischerei.1981. Slg. 65 Die primärrechtlichen Wurzeln der Gemeinsamen Fischereipolitik liegen in Titel II des Vertrages über die Landwirtschaft (Art. jenseits der nur noch funktional definierte Hoheitsrechte bestehen. 14. S.63 Aufgrund der Flaggenstaatkompetenz der Mitgliedstaaten erstrecken sich Gemeinschaftsmaßnahmen darüber hinaus auf Fischereifahrzeuge.53 In der Literatur wird dieses regionale Erhaltungssystem verschiedentlich als Modell eines umweltgerechten Ansatzes für die Fischerei vorgeschlagen. vol. welche die nachhaltige Nutzung einiger ökonomisch wertvoller Arten unter Berücksichtigung der wechselseitigen Beziehungen der Arten untereinander nicht ausschließt. Akte des Sekundärrechts für die Bestandserhaltung können sich zwar auf die agrarpolitischen Ziele der Gemeinschaft nach Art. 68 S. 117 ff. des Seerechtsübereinkommens. 66 S. Slg. 360 ZUR 5/2003 . 30/33. 56 Abs. Slg. im einzelnen Wolff (Fn. Rn. die Ausschließliche Wirtschaftszone und die hohe See. in der Regel 12 Seemeilen vor der Küste. 53 S. 6/76. 57 S. dass der Gesetzgeber der 52 ABl. 64 Gem.9. dem auch die EG als Vertragspartei angehört. zum anderen die Minderung der schädlichen Auswirkungen der Fischerei auf die sonstige Umwelt. entsprechend der im Seerechtsübereinkommen festgelegten Rechtsordnung.59 Als abgeleitetes Völkerrechtssubjekt besitzt die Europäische Gemeinschaft selbst weder territoriale noch seewärtige Hoheitsrechte. wo solche Referenzzonen bislang nicht eingerichtet wurden. welche die notwendige völkerrechtliche Grundlage für gemeinschaftsrechtliches Handeln liefern. Für die Bewirtschaftung lebender Meeresressourcen relevante Meereszonen sind das Küstemeer. Cooperation. zur Frage der Anwendbarkeit gemeinschaftlicher Bestandserhaltungsmaßnahmen auf Hoher See: EuGH. 4 f. EuGH. Art. 59 Graf Vitzthum. 55 Art. dass Maßnahmen zu ihrer Umsetzung erst weitreichende Abwägungen erforderlich machen. 1. in: Wolfrum. Hinsichtlich der Erhaltung und Bewirtschaftung dieser Meeresressourcen besitzt die Gemeinschaft seit dem 1. 10 International Challenges (1990).61 Im Atlantik sowie in der Nord. Diese erstrecken sich in der Regel bis zu einer Reichweite von 200 Seemeilen von der Küste der Mitgliedstaaten aus. Art.1981. Im Gegenteil: In ständiger Rechtsprechung hat der EuGH anerkannt. sich in besonderer Weise des Bestandsschutzes anzunehmen und dafür etwa die unmittelbareren Interessen der Fischer an einer angemessenen Lebenshaltung70 hintanzustellen. Sonstige Gefährdungen der Meeresumwelt durch Verschmutzung stehen zwar in keinem direkten Zusammenhang zu Fischereitätigkeiten. die sich auf Hoher See befinden und die Flagge eines Mitgliedstaates führen. EuGH. insbesondere auf die dort genannten Ziele der Sicherstellung der Versorgung und der Steigerung der Produktivität. Rn. Art. so gegenläufig. C-286/90. Raum. Economic Development (1983). S. 1 lit. a der VO 3760/92 (Fn. 37 EGV zur Verfügung. Rs. in Graf Vitzthum (Hrsg. 5. Kompetenzrechtliche Voraussetzungen Das internationale Seerecht stellt für verschiedene Meereszonen verschiedene Rechtsordnungen auf. 26. Gemeinschaftsrechtliche Voraussetzungen der nachhaltigen Bewirtschaftung I. Beschluss 81/691/EWG vom 4. 7)). 62 Art.und Ostsee. die möglicherweise im Verlauf von zwei oder drei Jahrzehnten nicht rückgängig gemacht werden können. dessen Flagge sie führen. Environmental Protection. Völkerrechtliche Bestimmungen zum Schutz der Meeresumwelt wurden hinsichtlich verschiedener Verschmutzungsquellen (Verschmutzung von Land aus. Umwelt und Wirtschaft im Völkerrecht.w.60 Was die seewärtige Reichweite von Gemeinschaftsmaßnahmen zur Erhaltung lebender Meeresressourcen und ihrer Lebensräume betrifft. Krebstiere und Weichtiere. m. Rs. 56 Art. Vgl. 21). die in den materiellen Anwendungsbereich des Vertrages fallen. Wolff (Fn. sind es die funktionalen Hoheitsrechte der Mitgliedstaaten. gehören gemäß der Liste in Anhang I zum EG-Vertrag Fisch. 1045. 21). Convention on the Conservation of Marine Living Resources: A Model for the Use of a Common Good?. 207 ff. ferner Lagoni. 33 EGV ist somit keine Verpflichtung des Gemeinschaftsgesetzgebers zu entnehmen. Art. Art.N. S.58 Der Hoheitsraum des Küstenstaates endet mit der seewärtigen Begrenzung des Küstenmeeres.1979 ausschließliche Kompetenz. hat die Gemeinschaft. Beddington/Basson/Gulland.). 3 des Seerechtsübereinkommens. International Environmental Law (1991). 17. Conflicting Interests. L 252 vom 5. 58 S. 54 So etwa Kiss/Shelton. 70 Vgl. 67 Verb.Das Thema Als funktionierendes Beispiel eines vertraglich vereinbarten Ökosystemansatzes und als wissenschaftliches Testfeld zugleich gilt das Erhaltungssystem im Rahmen des Übereinkommens über die lebenden Meeresschätze der Antarktis52.7.. sind aber deshalb nicht weniger relevant für die Erhaltung von Fischbeständen. 33 EGV stützen. 27. 1981. 281 Rn.57 Die Auswirkungen der Meeresverschmutzung auf die Fischerei finden im Anwendungsbereich der jeweiligen Instrumente durchgehend Berücksichtigung. Der Meeresraum jenseits des Küstenmeers wird daher auch als »Funktionshoheitsraum« bezeichnet. des Seerechtsübereinkommens.) im Rahmen der Seerechtskonvention56 sowie von zahlreichen globalen und regionalen Abkommen festgelegt.62 Im Mittelmeer. a. So sind intakte Gewässer die wichtigste natürliche Voraussetzung für die Entwicklung der Bestände und gewährleisten erst den ökonomischen Wert der Bestände mit Blick auf den menschlichen Konsum. 1.1. Ferner wird die Aufrechterhaltung der für die Landwirtschaft/Fischerei notwendigen natürlichen Bedingungen nicht ausdrücklich als Ziel der Gemeinsamen Landwirtschaftspolitik benannt. Ukrow in: Calliess/Ruffert (Hrsg.1981. Rn. vgl.5. 33 lit. 32 ff. 2 ff. Allerdings ist von der ausschließlichen Natur der Gemeinschaftskompetenz für die Erhaltung und Bewirtschaftung von Fischereiressourcen noch nicht auf die inhaltliche Reichweite entsprechender Maßnahmen zu schließen. 401 ff.. und schließlich die Verhinderung von Veränderungen im Meeresökosystem. endet die Gemeinschafts- kompetenz in geographischer Hinsicht mit der seewärtigen Grenze des Küstenmeers.69 Diese sind z. 92 des Seerechtsübereinkommens unterstehen Schiffe auf Hoher See der ausschließlichen Hoheitsgewalt des Staates.Art. Art. 4 u.64 Eine Rechtsgrundlage für den Erlass entsprechenden Sekundärrechts oder den Abschluss völkerrechtlicher Verträge steht mit Art. 1279. D. Völkerrecht (1997). 1992. 3. 17. allerdings ohne dass die Erhaltung lebender Meeresressourcen gegenüber dem Meeresumweltschutz im Allgemeinen privilegiert wäre. 60 Vgl. 2 Abs. sprich den Abschluss völkerrechtlicher Verträge und das Mitwirken in internationalen Organisationen. 1976. durch Schiffe etc. Rs.66 Die Ausschließlichkeit der Befugnisse in diesem Bereich erstreckt sich auch auf das externe Handeln der Gemeinschaft67. 3 lit. 69 Für eine ausführliche Analyse s.54 Nach der Zielbestimmung des Übereinkommens55 beinhaltet ein solcher Ansatz drei wichtige Erhaltungsziele: zum einen die nachhaltige Entwicklung aller Arten. sondern lediglich funktional begrenzte Regelungsbefugnisse.T.1976.68 Allerdings decken die Ziele der Gemeinsamen Landwirtschaftspolitik in der Zusammenschau ein breites Spektrum an Interessen von Fischern und Verbrauchern ab. 21/25. Regelungsbefugnisse sowohl hinsichtlich der Erhaltung und Bewirtschaftung lebender Ressourcen als auch bezüglich des Schutzes und der Bewahrung der Umwelt.). 93. ebda. b EGV. EUV/EGV.). ibid. 804/79. durch Einbringen. 254. 63 Art.9. wo die Mitgliedstaaten ausschließliche Wirtschaftszonen besitzen. 55 ff.

Die Bezugnahme auf »Erfordernisse« legt allerdings nahe. Wenn mit einer Maßnahme sowohl fischerei. Nach den zuletzt durch den Amsterdamer Vertrag erfolgten Änderungen des Integrationsprinzips ist davon auszugehen. 21). für die Biodiversitätskonvention: EuGH. gerichtlich nachprüfbaren Umständen. 79 S. Die umweltpolitischen Ziele nach Art. Krämer (Fn. Calliess ebda.asp. Stand und Grenzen der Umweltschutzkompetenzen der EU (1996). Die aufgelisteten Ziele. 6 EGV verwendeten Begriffs »Erfordernisse des Umweltschutzes«. 19. alle oder bestimmte der in Art. 78 Epiney. 6. S. 74 Gem. bei Vorschlägen von Rechtsakten »voll und ganz den Umweltauswirkungen und dem Grundsatz des nachhaltigen Wachstums Rechnung zu tragen«. S. 2. 47. Rn. 77 S. der eine Bekämpfung der über die Zeit hinweg auftretenden Umweltbedrohungen im Rahmen der einzelnen Politikfeder des EGV forderte. 164 ff. 2001. E r h a l t u n g l e b e n d e r M e e re s re s s o u rc e n i m L i c h t e d e s N a c h h a l t i g k e i t s g r u n d s a t z e s Gemeinschaft zur Durchführung der in Art. Slg.82 Allerdings wird dem Gemeinschaftsgesetzgeber für die Anwendung und Abwägung der in Art. Dementsprechend muss die Anwendung der Integrationsklausel im Rahmen der Gemeinsamen Fischereipolitik einen Ausgleich zwischen wirtschaftlichen. 175 EGV nicht als zusätzliche Rechtsgrundlage herangezogen werden.5. im einzelnen Wolff (Fn. Der EG-Vertrag enthält keine eigene Definition des in Art. EuGH. Dementsprechend groß ist die Bedeutung der Reichweite der umweltpolitischen Integrationsklausel des Art. etwa Schmitz. dass die Bekämpfung aller nur denkbaren tatsächlichen Bedrohungen von natürlichen Bestandteilen des Meeres darunter gefasst werden könnte. Vor dem Hintergrund der bei einer tatsachenbezogenen Auslegung des Begriffs »Erfordernisse des Umweltschutzes« verbleibenden Offenheit der Integrationsklausel ist nach weiteren Anwendungskriterien zu fragen. 73 S. 174 EGV genannten Ziele und Grundsätze zu berücksichtigen. 1998.als auch umweltpolitische Ziele verfolgen. Rn. 72 S. I-4973. ohne dass letztere seine Gestaltungsfreiheit bei der Bestimmung von Erfordernissen des Umweltschutzes und der Festlegung von Maßnahmen zur Bekämpfung von Umweltbedrohungen einschränken würden. Aufl. I-7079. 85 S.1990.Wo l f f . die mit einem Rechtsakt verfolgt werden. S.org/fi/agreem/codecond/ficonde. dass der Umwelt bei der Gestaltung von Gemeinschaftspolitiken eine gesteigerte Bedeutung zukommt. Reichweite der Integration von Umweltschutzerfordernissen Unabhängig vom strittigen Punkt der allgemeinen Rechtsverbindlichkeit der umweltpolitischen Querschnittsklausel nach Art.als auch umweltpolitische Ziele verfolgt werden. S.N.1992.und das Ursprungsprinzip für die Fischereipolitik fruchtbar gemacht werden. ZUR 5/2003 361 .1998.86 Das in Art. verb. Dies hängt von den politischen Prioritäten ab. 75 Im Anschluss an die bisherige Rahmenverordnung 3760/92 (Fn. Rs. etwa den im Rahmen der Welternährungsorganisation 1995 vereinbarten Verhaltenskodex für verantwortungsvolle Fischerei. Rs.w. 6 EGV verankerte Integrationsprinzip setzt voraus. 22. 2nd ed. C-104/89 u. o. 13). in: Calliess/Ruffert (Hrsg. der seiner politischen Verantwortung in diesem Politikbereich entspricht. European Environmental Law. §1 Nr. 174 Abs. Nach ständiger Rechtsprechung richtet sich die Wahl der Rechtsgrundlage eines Rechtsakts nach objektiven. Die EU als Umweltunion: Entwicklung. 63 ff. Von den in Art. 62/88. die sowohl fischerei. B.10. Rs. Rn. (2000). 1 EGV).. Rs C-379/98. etwa EuGH. Gemeinschaftliches Sekundärrecht ist unter bestimmten Voraussetzungen anhand völkerrechtlicher Verpflichtungen der Gemeinschaft überprüfbar.10. 87 EuGH. vgl. 25. Slg. Rs. 7 ff. s. 83 EuGH. 174 EGV genannten umweltpolitischen Elemente zurückgreifen. 6 EGV »insbesondere zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung« beitragen. für die eine neue Rahmenverordnung formuliert wurde75. Slg. Rn. ergänzen einander in einer Weise. 15. 151 f. 53 ff. Art. Rn. C-164/97 u. 19 ff. ist demnach keine mehr des »ob«76. Inhaltlich ergeben sich im Bereich der Gemeinsamen Fischereipolitik Anwendungsimperative aus den zuvor besprochenen völkerrechtlichen Vorgaben. Rn. 7). z. 20. EuGH. m. Rs.und Umweltpolitik keinen Anhaltspunkt. 6 EGV in einem Wirtschaftssektor. S. hierzu nur Calliess.2001. I-1527. 52. 5. dass eine Gemeinschaftsmaßnahme nicht allein deswegen zur Um- 71 S. C-37/90. 13).7. Auf rechtliche Grenzen stößt die Integration von Umweltschutzerfordernissen wegen des gemeinschaftsrechtlichen Prinzips der begrenzten Einzelermächtigung (Art. C-280/93. I-3061. Es besteht keine Verpflichtung. 33 EGV enthaltenen Ziele über einen weiten Ermessensspielraum verfügt. wonach grundsätzlich der einen Politik Vorrang gegenüber der anderen einzuräumen wäre. 2001. Art. der für sein eigenes Fortbestehen Maßnahmen zur Gewährleistung von Nachhaltigkeit nicht erst langfristig benötigt. Krämer (Fn. 1 EGV sind indes zur inhaltlichen Bestimmung des gemeinschaftlichen Konzepts von Umweltschutz heranzuziehen. Slg. 86 Verb. EUV/EGV.2. Kloepfer. I-2099. 1992. Slg.1999. insbesondere die Erhaltung und der Schutz der Umwelt80. 37 EGV mit Blick auf Maßnahmen. dass rechtliche Maßnahmen in Anwendung des Integrationsprinzips sich gegen spezifische Bedrohungen richten sollen. Jans..71 Insbesondere liegt mit dem permanenten Erfordernis der Abwägung aller in Art. Rn. einer Erklärung zur Schlussakte des Maastricht-Vertrags. unter 3. 174 Abs. 84 S. wenn überwiegend umweltbezogene Ziele einer geplanten Maßnahme Art. Umweltrecht.77 Die rechtliche Reichweite des Integrationsprinzips hinsichtlich des fischereipolitischen Sekundärrechts richtet sich ferner nach den Grenzen der Gemeinschaftskompetenz auf Grundlage von Art.1994. und Bewirtschaftung der gesamten Fischerei enthält: http://www.74 Die Frage der Anwendung des Integrationsprinzips bei der Gestaltung von Politikbereichen wie der Gemeinsamen Fischereipolitik.79 Demzufolge würden sich die zu berücksichtigenden Erfordernisse weniger aus rechtlichen Zielen und Prinzipien als aus Tatsachen ergeben. sozialen und Umweltschutzinteressen herbeiführen. die umsichtige und rationelle Verwendung der natürlichen Ressourcen sowie die Bewältigung regionaler und globaler Umweltprobleme. s. I-1139.w.3. 1999. da die Ausübung umweltpolitischer Kompetenzen durch die Gemeinschaft einem anderen Entscheidungsfindungsverfahren folgt und darüber hinaus die Anwendung des Subsidiaritätsprinzips fordert. 33 EGV gelisteten Ziele72 ein rechtliches Argument gegen die Annahme einer dauerhaften Höherrangigkeit von Bestandserhaltungserwägungen gegenüber anderen fischereipolitischen Interessen vor. Rs. 6 EGV einem dynamischen Ansatz folgen. Slg. 78). sondern eine der inhaltlichen und rechtlichen Gestaltungswirkung von Erfordernissen des Umweltschutzes. (1998). 76 Hierzu Calliess (Fn. 2 EGV genannten umweltpolitischen Grundsätzen81 könnten insbesondere das Vorsorge.fao. 35 ff.2000.10. 230/31. Zudem liefert die Rechtsprechung des EuGH bezüglich der Agrar. S. 73). der nicht verbindliche Grundsätze und Normen für die Erhaltung. 80 Die natürliche Umwelt umfasst Fauna und Flora. Umweltrecht in der Europäischen Union (1997).84 Weitere inhaltliche Anhaltspunkte sind in entsprechenden internationalen Instrumenten politischer Natur85 enthalten. insbesondere dem Ziel und dem Inhalt des Rechtsakts. 81 Allgemein zu den umweltpolitischen Grundsätzen des EGV Epiney (Fn. 11 m. 1990. ist die speziellere Rechtsgrundlage heranzuziehen. 29. Schließlich soll die Einbeziehung von Umweltschutzerfordernissen gem.).83 Folglich kann der Gemeinschaftsgesetzgeber bei der Anwendung des Integrationsprin- zips im Bereich der Gemeinsamen Fischereipolitik auf die in Art. die ihrerseits Teil der natürlichen Ressourcen sind. 9. I-4301. In einem solchen Fall kann die umweltpolitische Kompetenznorm des Art. Slg. 14. N. die Umweltbeeinträchtigungen oder -schäden zur Folge hätten. 19 ff. 174 EGV enthaltenen Ziele und Prinzipien bereits bei der Durchführung der Umweltpolitik der Gemeinschaft ein weiter Ermessensspielraum zuerkannt. EuGH. C-284/95. 6 EGV73 ist die Europäische Kommission kraft Selbstverpflichtung daran gebunden. 82 S. Rn. S. II. C-377/98. 96 ff. Schlussanträge des Generalanwalts Jacobs vom 26. 5 Abs.1994. C-165/97.78 Damit würde Art. 37 EGV als Rechtsgrundlage ausscheiden lassen. Damit erschließt sich die inhaltliche Reichweite des Integrationsprinzips nicht aus sich selbst.

87 Auf Art.Das Thema weltpolitik der Gemeinschaft gehört. Handbook on European Enlargement. wenn entsprechende bestandserhaltende Maßnahmen auch tatsächlich auf die Beseitigung der mit der Fischerei verbundenen Umweltbeeinträchtigungen gerichtet werden. 3789 unter Verweis auf die agrarpolitischen Ziele der landwirtschaftlichen Produktivität und der Sicherstellung der Versorgung sowie auf das umweltpolitische Integrationsprinzip als die angemessene Rechtsgrundlage bestätigt. die die künftige Nutzung dieses Bestands nicht gefährdet und keine negative Auswirkung auf die marinen Ökosysteme hat« (Art. g). Das Argument gegen die Verabschiedung der Maßnahme im Rahmen der Gemeinsamen Fischereipolitik lautete. 2). 3 lit. dass die Erhaltung der biologischen Vielfalt nicht als selbständiges Ziel bestandserhaltender Maßnahmen formuliert wurde. Auf Grundlage der neuen Verordnung sollen Erhaltungsmaßnahmen unter Beachtung des Vorsorgeprinzips zur Gewährleistung der nachhaltigen Nutzung lebender Meeresressourcen sowie zur weitgehenden Begrenzung der Auswirkungen der Fischerei auf Meeresökosysteme ergriffen werden.91 füllungs.. weil sie deren Anforderungen berücksichtigt. Ott/ K. deren politischer Schwerpunkt auch bei Mitberücksichtigung von Zielen des Umweltschutzes erkennbar im Bereich der Fischereipolitik liegt. e). und dass hinsichtlich des Schutzes von Ökosystemen keine konkreteren inhaltlichen Kriterien festgelegt wurden. 5 u. Schließlich wird den Erfordernissen des Umweltschutzes im Sinne von Art. kritisch Krämer. Rs. 3 lit. 362 ZUR 5/2003 . 91 Vgl.1993. bei dem das Fehlen ausreichender wissenschaftlicher Erkenntnisse kein Grund dafür sein darf. die fischereirechtlichen Bestimmungen des Seerechtsübereinkommens und auf ein von den Vereinten Nationen verabschiedetes Treibnetz-Moratorium verwiesen. I-6133. Mitteilung der Kommission: Aktionsplan zur Erhaltung der biologischen Vielfalt in der Fischerei. KOM (99) 363 endg. 1). Nomos (2002).M. 4 Abs. F. KOM (2001) 162 endg. 24 ff. 37 EGV können sich aber nur solche bestandserhaltenden Maßnahmen stützen. 15.11. Nina Wolff. 2 Abs. KOM (2001) 143 endg. Die Rechtsprechung des EuGH zum Umweltschutz 1992-1994. a. Somit gilt es. 2 Abs. 92 S. i). Rs. S. Obwohl Erwägungen des Umweltschutzes zum Erlass der Verordnung beigetragen hatten. Das fischereipolitische Hauptziel muss aus den Bestimmungen der betreffenden Maßnahme sowie aus den in der Präambel dargelegten Erwägungsgründen ableitbar sein. 6 EGV erst genügt. Slg. 1993. 415-425. C-405/92. die Nutzung lebender aquatischer Ressourcen unter nachhaltigen wirtschaftlichen. 2 Abs. einem Entscheidungsprozess entspringen. 45 (52). dass für die Gestaltung der Gemeinsamen Fischereipolitik »Grundsätze der verantwortungsvollen Verwaltung« festgelegt wurden (Art. scheinen bestandserhaltende Maßnahmen. 172. Aktuelle Veröffentlichungen: Fisheries and the Environment – Public International and European Commnity Law Aspects. Bewirtschaftungsmaßnahmen zu unterlassen oder aufzuschieben. Ferner soll hinsichtlich anderer Politikbereiche wie der Umweltpolitik Kohärenz hergestellt werden. die u. Schließlich ist zu erwähnen. 7. 93 Mitteilung der Kommission: Bestandsbewirtschaftung und Schutz der Meeresumwelt. dass unter Anwendung der umweltpolitischen Querschnittsklausel weitreichende Umweltschutzerwägungen zum integrativen Bestandteil der Gemeinsamen Fischereipolitik werden können. 10247 Berlin. Fn. 31 EGV. die der Erhaltung von Zielarten. Rn. 6). die Ökosystemerwägungen berücksichtigen. In der Rechtssache Mondiet88 ging es um die Gültigkeit von fischereipolitischen Bestimmungen. in: A. Ein »Vorsorgeansatz bei der Bestandsbewirtschaftung« wird beschrieben als ein »Ansatz. in: EuGRZ (1995). Beklagenswert ist insofern. Die neue fischereirechtliche Grundverordnung 2371/2002 Ziel der neuen Grundverordnung92 ist an erster Stelle. leitete der Gerichtshof ab. dem Integrationsprinzip als dem Schlüsselprinzip der nachhaltigen Entwicklung auch bei der Durchführung der Gemeinsamen Fischereipolitik mit Blick auf bestehende und neue Umweltbedrohungen Geltung zu verschaffen. 24. Sie soll u. zur Erhaltung der biologischen Schätze des Meeres und ihrer ausgewogenen Bewirtschaftung sowie zur Beschränkung des Fischereiaufwands getroffen worden war. C-405/92 (Fn. dass sie nicht zur Erhaltung von Fischereiressourcen. a. 1). der sich auf solide wissenschaftliche Gutachten gründet und rechtzeitige Ergebnisse erbringt. Schlussbemerkung Durch die neue fischereirechtliche Grundverordnung kommt es zu einer teilweisen Aufnahme der internationalen Rahmenbestimmungen in das Gemeinschaftsrecht. LL. die eine Einschränkung der Verwendung von Treibnetzen beinhalteten. Zur Umsetzung des Vorsorgeansatzes werden mehrjährige Wiederauf- 88 EuGH. 21). 2). Asser Press (2002). Mitteilung der Kommission: Elemente einer Strategie zur Einbeziehung der Erfordernisse des Umweltschutzes in die Gemeinsame Fischereipolitik. wurden sowohl der Vorsorgeansatz als auch weiterreichende Ökosystemerwägungen in die Zielbestimmung der neuen Rahmenverordnung aufgenommen. Europarecht. Fisheries. die dem Ziel der Vermeidung von Beifängen Rechnung trugen. Finowstr. 88).Der Katalog möglicher technischer Bestanderhaltungsmaßnahmen enthält insofern auch »besondere Maßnahmen zur Einschränkung der Auswirkungen der Fischerei auf die marinen Ökosysteme und Nichtzielarten« (Art. EuGH. 90 S. Aus der Präambel und den Bestimmungen der betreffenden Verordnung. Wolff (Fn. 1 Abs. T. Nachdem eine Reihe politischer Dokumente bereits in diese Richtung deuteten93. Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Umweltforschungszentrum Leipzig. vergesellschafteten oder abhängigen Arten und Nichtzielarten sowie deren Lebensräumen dienen« (Art. 2 lit. »Nachhaltige Nutzung« wurde mit Blick auf die Bewirtschaftung von Fischereiressourcen definiert als »die Nutzung eines Bestands in einer Weise.. S. Ferner will sich die Gemeinschaft für die progressive Anwendung eines ökosystemorientierten Ansatzes bei der Bestandbewirtschaftung einsetzen (Art. dass die Verordnung in erster Linie zum Schutz der Fischbestände.C. Art. Dr. Nach der neuen Grundverordnung wurde auch die Begrenzung der Auswirkungen der Fischerei auf die Umwelt explizit in den Geltungsbereich der Gemeinsamen Fischereipolitik aufgenommen (Art. sondern aus ökologischen Erwägungen. Ohne dass aus der fallbezogenen Bewertung des Gerichtshofs allgemeine Schlussfolgerungen gezogen werden könnten.. soweit von der Gemeinsamen Fischereipolitik gedeckt. E. wie sie eine Regulierung der Fischereitätigkeit bewirken. S. auf die besorgniserregende Lage vieler Fischbestände.M. 89 Ehem. Eur. Tätigkeitsschwerpunkte: Umweltvölkerrecht. ökologischen und sozialen Bedingungen zu gewährleisten (Art. wurde Art.90 Das Beispiel zeugt davon. erlassen worden sei.und Bewirtschaftungspläne auf der Grundlage von Referenzwerten erstellt (Art. Inglis.

(. Die Verordnung (EG) Nr.und Pflanzenwelt und der natürlichen Lebensräume sowie seine Veränderung oder die Lärmbelästigung. der Luft.oder DV-Form verfügbaren umweltbezogenen Informationen über den Zustand der Umwelt.1. Mengen und Auswirkungen von Chemikalien. 1139/98 des Rates vom 26. Tätigkeiten oder Maßnahmen.E u G H . L 107. legt in der durch die Verordnung (EG) Nr.1990 über den freien Zugang zu Informationen über die Umwelt verstanden werden? 2.und Umweltreaktionen führen. 5. 4. der Tier. 13) geänderten Fassung (im Folgenden: Verordnung Nr. die zusätzlich zu den in der Richtlinie 79/112/EWG aufgeführten Angaben bei der Etikettierung bestimmter aus genetisch veränderten Organismen hergestellter Lebensmittel vorgeschrieben sind. unter den Begriff der Tätigkeiten. Abfällen.6.2000 geänderten Fassung waren. L 41. I-3809) hat dieses Gericht jedoch das Verfahren ausgesetzt und dem Gerichtshof folgende Fragen zur Vorabentscheidung vorgelegt: 1. die Gefahren für den Menschen hervorrufen oder hervorrufen können oder die Umwelt beeinträchtigen oder beeinträchtigen können im Sinne von § 2 Nummer 2 UIG falle.) 12. Die Richtlinie 90/313 EWG soll gemäß ihrer sechsten Begründungserwägung in der gesamten Gemeinschaft allen natürlichen und juristischen Personen den freien Zugang zu den bei den Behörden in Schrift-. Bild-.1990 über den freien Zugang zu Informationen über die Umwelt ist dahin auszulegen. wie oft Verwaltungsstrafen wegen Übertretungen der Verordnung (EG) Nr. 6. sowie über Tätigkeiten oder Maßnahmen zum Schutz der Umwelt gewährleisten. im Folgenden: APG).1990 über den freien Zugang zu Informationen über die Umwelt? 3. Handelt es sich bei behördlichen Unterlagen.1997 über das Inverkehrbringen von genetisch verändertem Mais (Zea Mays L. Ton. Aus den Gründen: Rechtlicher Rahmen Gemeinschaftsrecht (. Artikel 2 Buchstabe a der Richtlinie 90/313 EWG bestimmt: Im Sinne dieser Richtlinie gelten als a) Informationen über die Umwelt’ alle in Schrift-.5. 1139/98 des Rates vom 26. dass der Name des Herstellers sowie die Produktbezeichnung von Lebensmitteln. den Zustand der Gewässer. die aus genetisch veränderten Sojabohnen und Mais hergestellt sind. die zusätzlich zu den in der Richtlinie 79/112/EWG aufgeführten Angaben bei der Etikettierung bestimmter aus genetisch veränderten Organismen hergestellter Lebensmittel vorgeschrieben sind. gefährlichen Organismen. S.2005 durch die Richtlinie 2003/4 EG ersetzt wird. 8.. Bild-. umweltbeeinträchtigende Eigenschaften. die zusätzlich zu den in der Richtlinie 79/112/EWG aufgeführten Angaben bei der Etikettierung bestimmter aus genetisch veränderten Organismen hergestellter Lebensmittel vorgeschrieben sind. 69) vorgeschrieben sind.2003 über den Zugang der Öffentlichkeit zu Umweltinformationen und zur Aufhebung der Richtlinie 90/313 (ABl.6. die Gegenstand verwaltungstechnischer Maßnahmen zur Kontrolle der Einhaltung der Verordnung (EG) Nr. welche Angaben bei der Etikettierung von Lebensmitteln und Lebensmittelbestandteilen aus Sojabohnen im Sinne der Entscheidung 96/281/EG der Kommission vom 3. 1139/98) näher fest.1. aus denen hervorgeht.1. des Bodens.) 3.1996 über das Inverkehrbringen genetisch veränderter Sojabohnen (Glycin max. freigesetzter Energie einschließlich ionisierender Strahlen oder Lärm. § 2 UIG bestimmt: Umweltdaten sind auf Datenträgern festgehaltene Informationen über 1. F re i e r Z u g a n g z u I n f o r m a t i o n e n – I n f o r m a t i o n e n ü b e r d i e U m w e l t EuGH Freier Zugang zu Informationen – Informationen über die Umwelt Urteil vom 12. 26) enthält eine Definition des Begriffes Informationen über die Umwelt. 2.oder DV-Form vorliegenden Informationen über den Zustand der Gewässer. Angesichts der weiten Auslegung der letztgenannten Vorschrift durch den Gerichtshof in seinem Urteil vom 17.und Pflanzenwelt und der natürlichen Lebensräume sowie über Tätigkeiten (einschließlich solcher. Handelt es sich bei behördlichen Unterlagen.5. der Tier. Slg. (…) Ausgangsverfahren und Vorlagefragen 9. beanstandet wurden. L 6. um Informationen über die Umwelt im Sinne von Artikel 2 Buchstabe a der Richtlinie 90/313/EWG des Rates vom 7. der Luft.. Diese Anfrage stützte sich zum einen auf das UIG und zum anderen auf das Auskunftspflichtgesetz (BGBl I 1997/287. S. aus denen hervorgeht. Nationales Recht 7.6.1. Die Richtlinie 2003/4/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 28. die diesen Zustand negativ beeinflussen oder negativ beeinflussen können.1998 über Angaben. Im Ausgangsverfahren ist jedoch die Richtlinie 90/313 EWG anzuwenden. die damals hierfür zuständige Bundesministerin um bestimmte Informationen über die Kontrolle von Erzeugnissen. S. von denen Belästigungen wie beispielsweise Lärm ausgehen) oder Maßnahmen.. L 31.5. L. Ton.) mit der kombinierten Verän- derung der Insektizidwirkung des BT-Endotoxin-Gens und erhöhter Toleranz gegenüber dem Herbizid Glufosinatammonium gemäß der Richtlinie 90/220/EWG des Rates (ABl. die im Rahmen einer behördlichen Kontrolle wegen fehlender Kennzeichnung gemäß der Verordnung (EG) Nr. als Informationen über die Umwelt im Sinne von Artikel 2 Buchstabe a der Richtlinie 90/313/EWG des Rates vom 7.) mit erhöhter Verträglichkeit des Herbizids Glyphosat nach der Richtlinie 90/220/EWG des Rates (ABl. 49/2000 der Kommission vom 10. da sie erst ab dem 14. Nach Ansicht des Unabhängigen Verwaltungssenats Wien sind die von Frau Glawischnig angeforderten Informationen weder Umweltdaten im Sinne von § 2 UIG noch Informationen über die Umwelt im Sinne von Artikel 2 Buchstabe a der Richtlinie 90/313 EWG. dass das Inverkehrbringen von Lebensmitteln. 10) und aus Mais im Sinne der Entscheidung 97/98/EG der Kommission vom 23. 13.2000 (ABl. (…) 3.1998 in der Rechtssache C-321/96 (Mecklenburg. die Zahl der infolge dieser Maßnahmen verhängten Verwaltungsstrafen sowie die von diesen Strafen betroffenen Produzenten und Produkte keine Informationen über die Umwelt im Sinne dieser Vorschrift sind.6. im Folgenden: UIG) in österreichisches Recht umgesetzt. S. Die Richtlinie 90/313 EWG wurde durch das Umweltinformationsgesetz (BGBl I 1993/495 in der im BGBl I 1999/137 veröffentlichten Fassung. des Bodens. mit der sie geltend macht. Frau Glawischnig legte beim Unabhängigen Verwaltungssenat Wien gegen [den teilweise ablehnenden] Bescheid [der Regierung] Berufung ein. Juni 2003 – C-316/01 Leitsatz: Artikel 2 Buchstabe a der Richtlinie 90/313/EWG des Rates vom 7. die aus genetisch veränderten Organismen (im Folgenden: GVO) hergestellt seien oder sie enthielten. 1139/98 des Rates vom 26.1998 über Angaben. 49/2000 der Kommission vom 10..1998 über Angaben. welche Produzenten und welche Produkte von Verwal- ZUR 5/2003 363 .4.1. in der durch die Verordnung (EG) Nr. der weiter und genauer ist als die Definition in der Richtlinie 90/313. 1139/98 verhängt wurden. Der Konsum derartiger Lebensmittel könne zu Gesundheits.2000 bat die Abgeordnete zum Nationalrat Eva Glawischnig. Können der Name des Herstellers sowie die Produktbezeichnung von Lebensmitteln. Am 13. und über Tätigkeiten oder Maßnahmen zum Schutz dieser Umweltbereiche einschließlich verwaltungstechnischer Maßnahmen und Programme zum Umweltschutz. die diesen Zustand beeinträchtigen oder beeinträchtigen können. 1998.

dass Artikel 2 Buchstabe a der Richtlinie 90/313 EWG dahin auszulegen ist. dass die Angabe »Aus genetisch veränderten Sojabohnen hergestellt« bzw. die selbst nicht als Maßnahme zum Schutz der Umwelt konzipiert ist. Die Klägerin beanstandet behördliche Einwände gegen den Export eines Abfallverbunds aus verwertbaren und nicht verwertbaren Stoffen nach Italien. 19 und 20). a. 32. 1979. dass zusätzliche Informationen zu denen gegeben werden. dass irgendeine Behördentätigkeit vom Anwendungsbereich der Richtlinie ausgeschlossen wäre (vgl. von dem im Bestimmungsland vor der Beseitigung des Restabfalls ein Teil verwertet werden soll. Der Warenwert der verwertbaren Anteile werde im Schnitt auf 55. In der vierten Begründungserwägung der Verordnung Nr. nämlich zum einen die Beseitigung potenzieller Hindernisse für den Verkehr von Produkten. Im Ergebnis zu Recht hat der Verwaltungsgerichtshof angenommen.02 Leitsätze: 1. 25. 31. Aus der sechsten Begründungserwägung der Verordnung geht hervor. dass Informationen über Kontrollmaßnahmen im Allgemeinen selbst dann nicht zu dieser Kategorie gehören. darf die Behörde nicht den Einwand des falschen Verfahrens erheben.1999 – Az. Sie ist Inhaberin eines Shredderbetriebs.2. März 2003 – 7 C 1. wenn sie zu einer oder mehreren der in Artikel 2 Buchstabe a genannten drei Kategorien gehören. zwei Ziele verfolgt. BVerwG Abgrenzung Verwertung/Beseitigung bei Abfallverbringung und »Ökologieeinwand« Urteil vom 13. a.. dass diese Etikettierungsanforderungen der Information der Endverbraucher dienen. 7 Abs. dem Begriff eine Definition zu geben. in dem Altautos. dass [zur Angleichung] der Unterschiede zwischen den verschiedenen Maßnahmen in Bezug auf die Etikettierung von Lebensmitteln einheitliche Gemeinschaftsregelungen für die Etikettierung der betreffenden Produkte erlassen werden müssen. (. ein allgemeines und unbegrenztes Zugangsrecht zu allen bei den Behörden verfügbaren Informationen zu gewähren. Randnrn. Gemäß Artikel 2 Absatz 3 der Verordnung Nr. 1139/98 bestehen diese Etikettierungsanforderungen im Wesentlichen darin. gleichzeitig übersandte es die Notifizierungsunterlagen nebst Bescheid der zuständigen Behörde am Bestimmungsort: Der Anteil an verwertbarem und nicht verwertbarem Abfall. VG Stuttgart vom 23. 1139/98. Urteil Mecklenburg. Gedankenstrich EG-AbfVerbrVO) eingeräumte Ermessen wird fehlerhaft ausgeübt. Das bei Erhebung des Ökologie-Einwands (Art. und zum zweiten die Information des Endverbrauchers. Die Richtlinie 90/313 EWG bezweckt jedoch nicht. die bereits auf dem Etikett bestimmter Lebensmittel im Sinne der Richtlinie 79/112/EWG des Rates vom 18. und 5.R e c h t s p re c h u n g tungsstrafen wegen Übertretung der Verordnung (EG) Nr. um Informationen über die Umwelt im Sinne von Artikel 2 Buchstabe a der Richtlinie 90/313/EWG des Rates vom 7. Die im Ausgangsverfahren in Rede stehenden Kontrollmaßnahmen bezogen sich auf die Beachtung der Verordnung Nr.2001 – Az. VGH Mannheim vom 24. erwähnt werden müssen. dass der Name des Herstellers sowie die Produktbezeichnung von Lebensmitteln. der Wert der letztlich verwertbaren Stoffe bzw. der PURSchaumstoff zur Herstellung von Dämmplatten verwendet. Es handele sich um Abfall zur Beseitigung. 34.: VGH 10 S 2294/99 Aus den Gründen: I.12. selbst dann nicht zur zweiten Kategorie gehören. Daher ist auf die Vorlagefragen zu antworten.7. 29... wie der Generalanwalt in Nummer 32 seiner Schlussanträge festgestellt hat.) Antwort des Gerichtshofes 24.: VG 13 K 4460/96 II.50 DM/t geschätzt. 35. Die nicht verwertbaren Reststoffe (85 %) würden in zugelassenen Deponien entsorgt.1990 über den freien Zugang zu Informationen über die Umwelt? (.11. 1. wenn die Behörde davon ausgeht. 1. S. 5. dass der Gemeinschaftsgesetzgeber dem in Artikel 2 Buchstabe a der Richtlinie 90/313 EWG definierten Begriff Informationen über die Umwelt eine weite Bedeutung beilegen wollte und dass er es vermieden hat. Zur zweiten Kategorie ist festzustellen. (. »Aus genetisch verändertem Mais hergestellt« hinzugefügt werden muss. die dazu führen könnte.1995 erhob das Regierungspräsidium gemäß Art. 30. 33. 4 Buchst. Die im Ausgangsverfahren in Rede stehenden Informationen gehören also auch nicht zur dritten Kategorie. 1139/98 zielt somit darauf ab. dass die im Ausgangsverfahren in Rede stehenden Informationen nicht zur ersten Kategorie gehören. 1139/98 waren. 4 Buchst.. Hier würden also Informationen über Kontrollmaßnahmen in Bezug auf die Vermarktung von Lebensmitteln. 7 % PUR und 5 % Fe. die Kosten der Verwertung und die Kosten der Beseitigung des nicht verwertbaren Anteils rechtfertigten unter wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten keine Verwertung. wenn sie dem Schutz eines oder mehrerer der Umweltgüter dienen sollen. dass die vom Regierungspräsidium erhobenen Einwände rechtswidrig waren. Die gewonnenen Metalle würden als Rohstoffe eingesetzt. die Zahl der infolge dieser Maßnahmen verhängten Verwaltungsstrafen sowie die von diesen Strafen betroffenen Produzenten und Produkte keine Informationen über die Umwelt im Sinne dieser Vorschrift darstellen. die für sich genommen eines oder mehrere der Umweltgüter betreffen oder betreffen können. wenn die Informationen über diese Vermarktungstätigkeit zu dieser Kategorie gehörten. Der Verwaltungsgerichtshof ist zutreffend davon ausgegangen. 28. Mit Bescheid vom 16..) Die Verwertungsquoten liegen nach Angaben der Klägerin bei 3 % NE-Metalle.a. die Gegenstand verwaltungstechnischer Maßnahmen zur Kontrolle der Einhaltung der Verordnung Nr. die genetisch veränderte Sojabohnen oder Mais enthalten. Im vorliegenden Fall wird nicht bestritten. 1139/98 betroffen sind. L 33. Vorinstanzen: I. dass das falsche Notifizierungsverfahren gewählt worden sei. Die Klägerin habe das falsche Verfahren gewählt. wenn die Kontrollmaßnahmen Tätigkeiten oder Maßnahmen betreffen. die.1978 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Etikettierung und Aufmachung von für den Endverbraucher bestimmten Lebensmitteln sowie die Werbung hierfür (ABl. Informationen über Kontrollmaßnahmen können jedoch zur dritten Kategorie gehören. Elektrogeräte und Elektronikgehäuse zerkleinert werden und nach mechanischer Trennung u. 27. 1). (…) Vielmehr fallen solche Informationen nur dann unter das durch die Richtlinie gewährte Zugangsrecht. 7 Abs.) II. Zunächst ist festzustellen. 1139/98 ist dargelegt. Die Verordnung Nr. Gedankenstrich EG-AbfVerbrVO Einwände gegen die geplante Verbringung.. 26. 2. Die Revision (der Beklagten) ist unbegründet.6. die GVO enthalten. die Shredderleichtfraktion II als Mischung kleinkörniger Metalle und Kunststoffe entsteht. 364 ZUR 5/2003 . Gegen den innergemeinschaftlichen Export eines zur Verwertung notifizierten Abfallverbunds der Gelben Liste.

1 Buchst.2. Rn.1994 – Rs. 30 Abs. 40).).>). Rn. 5. das hat durch Angabe des jeweils einschlägigen Beseitigungs. Rs. 3 Abs. Bezugspunkt für das Hauptzweckkriterium muss aber jeweils das konkrete Entsorgungsverfahren sein. Demgegenüber ist für den Ökologie-Einwand (Art. C 6/00. dass eine zur Verwertung notifizierte Verbringung in Wahrheit Abfälle zur Beseitigung betrifft (EuGH. Soweit Art.2003 – Rs. und gegen die Verbringung Einwände zu erheben. sind diese als Bestandteil der Verordnung unmittelbar anwendbar. mit denen der Umlauf der Abfälle begrenzt werden kann. i und k EGAbfVerbrVO auf die Regelungen gemäß Art. 3 EG-AbfVerbrVO und für zur Verwertung bestimmte Abfälle in Art. C-324/99 – DaimlerChrysler.1998 – BVerwG 7 C 31. Die angewandten Verfahren beschränken sich nicht auf ein Aussortieren. a) Die Auffassung des Verwaltungsgerichtshofs. die Einwandserhebung und das Notifizierungsverfahren grundsätzlich abschließend geregelt. Er kann darum den Einwand gegen eine Verbringung von Abfällen. der Einwand des falschen Verfahrens sei bei stofflicher Verwertung von Abfallgemischen der Gelben Liste ausgeschlossen. Deutschland.12. aus der Shredderleichtfraktion im Wege der mechanischen Trennung mittels Sieben und Magnetscheidern zurückgewonnen werden. 26. Eine Abfallverwertungsmaßnahme setzt zwar immer voraus. den Bestimmungszweck der zu verbringenden Abfälle mitzuteilen. Rn.. ist mit dem Gemeinschaftsrecht nicht vereinbar. sondern darauf an. 1 Buchst. a. eine solche Konkretisierung des Gemeinschaftsrechts durch nationales Recht ist gemeinschaftsrechtswidrig. ob die Abfälle nach Maßgabe der objektiven Kriterien der Legaldefinition tatsächlich zu dem angegebenen Zweck bestimmt sind. 2001 I-9897 NVwZ 2002. a. 50. Rn.a.und NE-Metalle angegeben.O.97 – Buchholz 451. Eine hiervon abweichende Konkretisierung durch das Recht und die Verwaltungspraxis der Mitgliedstaaten ist unvereinbar mit dem Grundsatz der einheitlichen Auslegung und Anwendung des Gemeinschaftsrechts. wenn die Zuordnung falsch ist (EuGH. Damit besteht ein kohärentes und hinreichend konkretes System für die Überwachung und Kontrolle von Abfallverbringungen. 69. 5. Die Fälle. muss im Verbringungsrecht gemeinschaftsweit einheitlich zu beurteilen sein. Slg.a.6. A b g re n z u n g Ve r w e r t u n g / B e s e i t i g u n g b e i A b f a l l v e r b r i n g u n g u n d » Ö k o l o g i e e i n w a n d « dass der Sachbereich der grenzüberschreitenden Abfallverbringung durch Gemeinschaftsrecht. a. also die Bereitstellung von Material zur anschließenden Verwertung (vgl. die nach Ansicht der Behörde ausschließlich zur Beseitigung bestimmt sind. Rn. Art.oder Verwertungsverfahrens im Begleitschein zu geschehen (Art. An der objektiven Zuordnung als Abfälle zur Verwertung ändert nichts. Wäre in Fällen dieser Art auf die Gesamtentsorgungsmaßnahme abzustellen. 4 EGAbfVerbrVO abschließend aufgeführt (EuGH. b AbfRRL. Art. Diese Stoffe sollen bei der Fa. Da die Abfallverbringung nur in Übereinstimmung mit den Vorschriften der Verordnung erfolgen darf (Art. Sie würde die Wirksamkeit der innergemeinschaftlichen Abfallverbringung durch einander widersprechende Begriffsbestimmungen der Mitgliedstaaten gefährden und dem mit der Abfallrahmenrichtlinie verfolgten Ziel einer effizienten Abfallbewirtschaftung in der Gemeinschaft zuwiderlaufen.oder Verwertungsvorgangs die Abfalleigenschaft der Stoffe entfällt. 2002 I-1961 = NVwZ 2002. dass ihr Hauptzweck auf Ressourcen schonende Verwendung der Abfälle gerichtet ist.O. Gedankenstrich EG-AbfVerbrVO) nur dann Raum.O. 36 f. C-6/00 – ASA. dass mehrere hintereinander geschaltete Entsorgungshandlungen als Gesamtentsorgungsmaßnahme nicht zutreffend erfasst werden können. Schon dem Urteil des Senats vom 19. 5. wonach mit der Beendigung eines konkreten Beseitigungs. C-6/00.a. Es hat den Einwand jedoch zu Unrecht erhoben (b). 1 Buchst.2.O. bestimmt wird. ist unbegründet. Die zuständigen Behörden haben im Notifizierungsverfahren zu prüfen. 7 Abs. e und f AbfRRL verweist. b) Der vom Regierungspräsidium erhobene Einwand des falschen Verfahrens ist jedoch rechtswidrig.a. 3 KrW-/AbfG) einstufen müssen. Urteil vom 13. den Einwand zu erheben. Ihre anschließende Verwendung in Metallhütten und zur Herstellung von Dämmplatten ist ein weiterer Verwertungsvorgang.1998 a. 2 Buchst. soweit sie hiermit in Einklang stehen (EuGH. Die Rüge der Beklagten. die ZUR 5/2003 365 . 2 EG-AbfVerbrVO. nicht ersetzen (EuGH. Urteil vom 13. Rat. sei es durch Rückgewinnung von Rohstoffen oder durch deren Substitution bei der Energieerzeugung. 4 Buchst. die nicht als Lösemittel eingesetzt werden) für den PUR-Schaumstoff und R4 (Verwertung/Rückgewinnung von Metallen und Metallverbindungen) für die Fe. insbesondere die EG-Abfallverbringungsverordnung und die von ihr in Bezug genommene Abfallrahmenrichtlinie. 7 Abs. b AbfRRL) nicht vereinbar. 60. 46). die verbringungsrechtlich gesondert zu beurteilen sind. 4 S. Slg.221 § 3 Krw-/AbfG Nr. 2 <4 f. 582. der seinerseits entweder durch weitere Verwertung oder durch Beseitigung entsorgt werden muss. dazu Urteil vom 19. Vielmehr sind die aus dem heterogenen Abfallverbund herausgelösten Metalle und der PUR-Schaumstoff bereits zurückgewonnene Sekundärrohstoffe im Sinn der genannten Verwertungsverfahren. 36). Urteil vom 28. Rn. 5. Rs. 7 Abs./. wonach die zuständigen Behörden einer Verbringung von Abfall zur Verwertung nur in den in Absatz 4 dieser Vorschrift abschließend aufgeführten Fällen entgegentreten können.11. Maßgebend für die Abgrenzung von Beseitigungsverfahren und Verwertungsverfahren sind die Anhänge II A und II B in Verbindung mit der Vorrangregel des Art.a. um den Schutz der Umwelt sicherzustellen (EuGH.2002 – Rs. C-187/93 – Parlament . 1994 I-2857). 3 Abs. 579.O. hindert die Behörden darum nicht daran. Rn.11. C228/00. bliebe bei einem untergeordneten Anteil des verwertbaren Abfalls und einer Beseitigung des Rests für eine Verwertung regelmäßig kein Raum. Im gemeinschaftlichen Verbringungsrecht sind die Fragen der Einstufung als Abfall zur Beseitigung oder zur Verwertung. Der in Rede stehende Entsorgungsvorgang besteht aus zwei eigenständigen Verfahren. Das wäre mit dem Vorrang der Verwertung (Art./. Die Klägerin hat als Bestimmungszweck der Shredderleichtfraktion II die Verwertungsverfahren R3 (Verwertung/Rückgewinnung organischer Stoffe.B Ve r w G . weil die von der Klägerin zur Verwertung notifizierten Abfälle objektiv zur Verwertung bestimmt sind. C-228/00 – Kommission . 1 EG-AbfVerbrVO). in denen Mitgliedstaaten gegen eine innergemeinschaftliche Abfallverbringung Einwände erheben können. Gedankenstrich. Rn. das gemeinschaftsrechtlich ein hohes Schutzniveau für Umwelt und menschliche Gesundheit gewährleistet. 2. kommt es nicht auf die subjektive Zweckbestimmung der notifizierenden Person. Das Regierungspräsidium war durch Gemeinschaftsrecht nicht gehindert. Rs.2001 Rs. Bei Verwertungsverfahren fällt typischerweise Restabfall an. Rs. Urteil vom 27. die die Beseitigung und Verwertung von Abfällen anhand in der Praxis vornehmlich angewandter Verfahren beispielhaft bezeichnen. 6 Abs. Slg. ob die angegebene Zuordnung des Verbringungszwecks der Verordnung entspricht. sind für zur Beseitigung bestimmte Abfälle in Art. 3 Abs. den Einwand des falschen Verfahrens zu erheben (a). 35). ist zu entnehmen. mitgliedstaatliche Konkretisierungen sind nur zulässig. N. a. dass sich an die Verwertung durch Rückgewinnung eines Rohstoffanteils von 15 % die Beseitigung des Restabfalls von 85 % des Eingangsmaterials anschließt. Bei einer mehraktigen Entsorgungsmaßnahme. der Verwaltungsgerichtshof hätte das notifizierte Abfallgemisch anhand der auf die Abgrenzung von Abfällen zur Beseitigung und zur Verwertung zugeschnittenen Hauptzweckklausel (§ 4 Abs. Gedankenstrich EG-AbfVerbrVO). 4 Abs. a. Ob Abfälle zur Beseitigung oder zur Verwertung bestimmt sind. 5. Die Verordnung stellt ein harmonisiertes System von Verfahren bereit. wenn wenigstens ein Teil der zu verbringenden Abfälle verwertet werden soll. Nach der EG-Abfallverbringungsverordnung obliegt es der notifizierenden Person. C-6/00.

7 Abs. dass mehraktige Entsorgungsvorgänge getrennt zu beurteilen sind. nicht möglich. Bei falscher Einstufung der Abfälle ist eine ermessensfehlerfreie Entscheidung darüber. ob sie prozessual zulässig wäre (vgl. 50). wonach die Mitgliedstaaten «die Entwicklung geeigneter Techniken zur Beseitigung gefährlicher Stoffe in Abfällen (fördern). 6 Abs.-8. kann der Senat offen lassen. 366 ZUR 5/2003 . eine rechtmäßige Verbringung von Abfällen zur Verwertung zu unterbinden. Eine Heilung der ermessensfehlerhaften Einwandserhebung kommt ungeachtet dessen. 5. Für die Befugnis der zuständigen Behörde. 2 EG-AbfVerbrVO Klarheit darüber erhalten. Diese Regelungen setzen voraus. dass die Erhebung des Ökologie-Einwands in seinem Ermessen stand. Ferner regelt R11 des Anhangs II B AbfRRL ein Verfahren zur «Verwendung von Abfällen. weil die Behörde die Ermittlung von Tatsachen unterlassen hat. 1 Buchst. Ihr liegt die unzutreffende Vorstellung eines gemeinschaftsrechtswidrigen Abfallexports zugrunde. Gedankenstrich AbfRRL. 3. Die notifizierende Person soll innerhalb der 30-Tage-Frist des Art. a. Damit wird der geplante Abfallexport zugelassen. Beweisgrundsätze und Denkgesetze nicht. ob es den normativen Wertungsrahmen gemeinschaftsrechtskonform ausgelegt und angewendet hat. Die Nachbesserung einer Einwandserhebung ist nach Ablauf der 30-Tage-Frist ausgeschlossen. Der Senat ist darum befugt.2002. 4 Buchst. schon deswegen nicht in Betracht. 3. deren tatsächliche Voraussetzungen von der angeordneten Rechtsfolge klar unterscheidbar wären. 6. betreffen zur Verwertung bestimmte Abfälle. 7 Abs. wenn es nach Gemeinschaftsrecht auf die Gesamtentsorgungsmaßnahme ankäme (vgl. wenn die Voraussetzungen des Einwands erfüllt sind. 4 VwG0). Gedankenstrich EG-AbfVerbrVO deutlich. dass Art. auf eine rasche Behördenentscheidung zielenden Fristen eine nachträgliche gerichtliche Kontrolle nicht ausschließen. Die gebotene Differenzierung abfallwirtschaftlich selbständiger Teilakte wird schließlich aus Art. ähnliches zeigt sich im Verhältnis von R9 oder R10 zu R3 (Rückgewinnung von Öl mit nachfolgender Raffination). 5. Gedankenstrich EG-AbfVerbrVO geregelten verwertungsbezogenen Einwand erhoben. auch die Schlussanträge des Generalanwalts Jacobs zur Rechtssache C-116/01 vom 14. ob sie die Abfälle zur Verwertung an den Bestimmungsort verbringen darf. Die Gründe des Bescheids lassen erkennen. Der Verbringung von Abfällen zur Verwertung können die Behörden unter anderem mit dem Ökologie-Einwand entgegentreten. bleibt innerhalb eines von der Norm gezogenen Wertungsrahmens weitgehend der behördlichen Einschätzung überlassen. Das Regierungspräsidium hat den Ökologie-Einwand ermessensfehlerhaft erhoben. hat sie dies unverzüglich der notifizierenden Person und den anderen zuständigen Behörden mitzuteilen (Art. dieser Mangel kann im gerichtlichen Verfahren nicht geheilt werden. Rs. die nicht mit einer Verfahrensrüge angegriffen worden ist. Gedankenstrich EG-AbfVerbrVO es in das Ermessen der zuständigen Behörden stellt. 4 Buchst. ist es Aufgabe des Gerichts. das Gericht hat die Tatsachen aufzuklären. Überdies hat das Regierungspräsidium das Prüfprogramm des Ökologie-Einwands verkannt. Das folgt schon daraus. Soweit die für den Ökologie-Einwand maßgebenden Kriterien von Tatsachen abhängen. denn es kommt im vorliegenden Verfahren nicht darauf an. 5. Daraus ergibt sich. gebunden. dass die tatsächlichen Voraussetzungen des erhobenen Einwands nicht mehr vorliegen. Die ihr zugrunde liegende Würdigung des Bescheids verletzt die allgemeinen Auslegungsregeln. die die Behörde am Versandort nicht festgestellt hat. Der Verwaltungsgerichtshof hat angenommen. Rn. Wird der Behörde innerhalb dieser Frist nachgewiesen. Ob die Behörde diesen Einwand erhebt.>). 7 Abs. den angegriffenen Bescheid selbst auszulegen. Ob der Einwand erhoben wird. 5. 7 Abs. zur «Menge des verwerteten Materials im Verhältnis zur Restabfallmenge« und zum «Schätzwert des verwerteten Materials« verlangt werden. ob die materiellen Voraussetzungen dieses Einwands erfüllt sind. dass das Regierungspräsidium die nach dem angegriffenen Urteil entscheidungserhebliche Tatsache der Kosten einer Beseitigung des nicht verwertbaren Anteils am Bestimmungsort nicht ermittelt hat. EuGH. Die Verbringung solcher Abfälle bleibt auch dann rechtmäßig. deren Anwendung nur in atypischen Fällen der Begründung bedarf. 5. dass das Regierungspräsidium unabhängig davon. Der Senat ist an diese tatsächliche Feststellung. die für die Verwertung bestimmt sind«. Ob dem Verständnis des Verwaltungsgerichtshofs zu Inhalt und Reichweite des Ökologie-Einwands zu folgen ist. § 114 Satz 2 VwGO). Bereits dem Ökologie-Einwand liegt die Vorstellung zugrunde. Urteil vom 5. ist eine Frage der Zweckmäßigkeit.1990 – BVerwG 7 C 55 und 56.R e c h t s p re c h u n g aus aufeinander folgenden Entsorgungsverfahren besteht. Dass Art.10.a. a. den Einwand zu erheben. kann für die verbringungsrechtliche Zuordnung der Abfallgesamtheit nur die Einstufung des ersten im Ausland durchzuführenden Verfahrens maßgebend sein. Die Erhebung des Einwands auf der Grundlage dieser unzutreffenden Prämisse lässt eine fehlerfreie behördliche Bewertung nicht zu. die bei einem der unter Rl bis R10 aufgeführten Verfahren gewonnen werden«. kann keine andere Frist gelten. Auch wenn die Behörde bei der Erhebung des Ökologie-Einwands über einen Bewertungsspielraum verfügt. fehlerfrei Gebrauch gemacht hat. Das angegriffene Urteil stellt sich jedoch aus einem anderen.89 – BVerwGE 85. a. 56). Das unterscheidet den Ökologie-Einwand vom Einwand des falschen Verfahrens (vgl. Dasselbe gilt für Art. Gedankenstrich EG-AbfVerbrVO keine konditional programmierte Norm ist. die Sache durch entsprechende Aufklärung spruchreif zu machen. 5 EG-AbfVerbrVO). dass die in Art. Es ist dabei zu Unrecht davon ausgegangen. eine ermessensfehlerhafte Erhebung des Ökologie-Einwands zu korrigieren. Gedankenstrich EG-AbfVerbrVO ermächtigt die Behörden.11. 7 Abs. bei der die geplante Verwertung aus bestimmten Gründen unangemessen erscheint. dass die Abfälle zur Beseitigung bestimmt seien und die Klägerin darum das falsche Verfahren gewählt habe. 7 Abs. den ihm eingeräumten Spielraum verfehlt hat. Die Bestimmung lässt sich auch nicht als Sollvorschrift verstehen. Es hat der Sache nach nicht den in Art. dass das Regierungspräsidium auch diesen Einwand erhoben hat. 7 EG-AbfVerbrVO bestimmten. sie zeigen vielmehr. sondern unter Rückgriff auf diese Vorschrift und auf das Hauptzweckkriterium generelle Gründe gegen den Export von Abfällen zur Beseitigung geltend gemacht. ob das Regierungspräsidium von seinem Ermessen. 4 Buchst. wenn die notifizierende Person innerhalb der genannten Frist die Bedenken ausräumt. Das folgt zwar nicht schon daraus. dass es von einer rechtsgebundenen Entscheidung ausgegangen ist. ist eindeutig. 3 Abs. Verbringungsvorgänge. a. Dieser Angaben bedürfte es nicht. ob deren geplante Verwertung angemessen ist. Rn. Die gegenteilige Auffassung des Verwaltungsgerichtshofs verkennt. die mit dem ÖkologieEinwand verhindert werden können. deren Kenntnis die Beurteilung ermöglicht. dass sich das Regierungspräsidium nicht darüber im Klaren war. 4 Buchst. weil das materielle Recht eine solche Nachbesserung ausschließt. Der Verwaltungsgerichtshof hat keine Feststellungen dazu getroffen. a. darf das Gericht deren Entscheidung nicht allein deshalb aufheben. dass eine Verwertung unabhängig von dem anschließend zu beseitigenden Restabfall angenommen werden kann. in denen Angaben zum »vorgesehene(n) Entsorgungsverfahren für den Restabfall nach stattgefundener Verwertung«. C-228/00. Art. a. ob die Einwandserhebung auf dem behördlichen Ermittlungsdefizit beruht (vgl. den Ökologie-Einwand zu erheben. 368 <379 f. Das entspricht dem Konzept der Abfallrahmenrichtlinie und der EG-Abfallverbringungsverordnung. nicht auf zweifelhaften Auslegungsfragen des Gemeinschaftsrechts beruhenden Grund im Ergebnis als richtig dar (§ 144 Abs.O.

durch die ihr der Beklagte Maßgaben zum Betrieb ihres Bolz. bestimmte Anforderungen an Lautsprecheranlagen und ähnliche technische Einrichtungen zu beachten (Nr. Februar 2003 – 7 B 88. auf den Zulassungsgrund der grundsätzlichen Bedeutung der Rechtssache (§ 132 Abs. Das ergibt sich ohne weiteres aus deren wörtlicher. die von der bestimmungsgemäßen Nutzung von Ballspielplätzen und ähnlichen Anlagen für Kinder ausgeben. Das ist aufgrund der tatsächlichen Feststellungen des Verwaltungsgerichtshofs zu verneinen. Die einzelnen Betonelemente seien mit einer Höhe von bis zu 1 m auf den zugelassenen Benutzerkreis zugeschnitten. dass die in Rede stehende Anlage keine Sportanlage im Sinne des § 1 Abs. Die unmittelbare Anwendbarkeit der Sportanlagenlärmschutzverordnung setzt voraus. 4). Die Skate-Elemente seien in größtmöglicher Entfernung (mindestens 55 m) von den nächstgelegenen Wohngebäuden angeordnet. Vorinstanzen: I. 2 der 18. Angesichts dieser Besonderheiten lasse sich das den Beigeladenen zumutbare Lärmschutzniveau nur anhand einer wertenden Gesamtbetrachtung unter Abwägung der im Einzelfall erheblichen Umstände bestimmen. Der Verwaltungsgerichtshof ist davon ausgegangen. BImSchV geregelten Anforderungen an die Errichtung und den Betrieb von Sportanlagen.2000 – Az. der auch älteren Jugendlichen und jungen Erwachsenen Gelegenheit zur spielerischen und sportlichen Betätigung bietet«.02 Leitsatz: Die Immissionsrichtwerte der Sportanlagenlärmschutzverordnung sind auf Geräuschimmissionen. BImSchV.00 bis 13. passen nicht auf kleinräumige Anlagen. Welches der für die unmittelbare Anwendung der Sportanlagenlärmschutzverordnung maßgebliche Anlagentyp ist.30 Uhr an Werktagen sowie von 10. 1 VwG0) gestützte Beschwerde der Beigeladenen hat keinen Erfolg. Der Richtwert von 52 dB(A) unterschreite das Mindestmaß der nach dem Stand der Technik unvermeidbaren Geräuschimmissionen. BImSchV sind Sportanlagen ortsfeste Einrichtungen im Sinne des § 3 Abs.und Feiertagen beschränkt. der immissionsschutzrechtliche Sportbegriff jedoch nicht definiert. BImSchV «zur Sportausübung bestimmt« ist. auf den die Sportanlagenlärmschutzverordnung nicht unmittelbar angewendet werden könne. VGH Mannheim vom 16.und Abfahrtswege und Parkplätze durch Maßnahmen betrieblicher und organisatorischer Art lärmmindernd zu gestalten (Nr. Eine weitergehende Beschränkung der Spielzeiten oder des Nutzungsumfangs käme einem faktischen Funktionsverlust nahe. den einzelfallbezogenen Ansatz des Verwaltungsgerichtshofs durch eine unmittelbare Anwendung der Sportanlagenlärmschutzverordnung dahin zu korrigieren. Demgegenüber zielt die Beschwerde darauf ab. die das vom Normgeber für erforderlich gehaltene Lärmschutzniveau differenzierend nach dem Gebietscharakter. die ausschließlich für die körperliche Freizeitbetätigung von Kindern bis zum Alter von 14 Jahren bestimmt sind. dass sich der Verordnungsgeber am Leitbild einer Sportanlage orientiert hat. 10). Der Verwaltungsgerichtshof hat der Klage stattgegeben und die Revision gegen sein Urteil nicht zugelassen.25 § 3 BImSchG Nr. Die Errichtung einer 6 m hohen Lärmschutzwand.und Skateanlagen. sondern ein «Ballspielplatz besonderer Art« sei.und Skateplatz sei für Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 14 Jahren bestimmt. die zur Sportausübung bestimmt sind. dass er sämtliche Erscheinungsformen körperlich-spielerischer Aktivität vom kindlichen Spielen bis zum berufsmäßig betriebenen Leistungssport erfasst. ohne nennenswerte Beteiligung von Zuschauern und ohne Schiedsrichter oder Sportaufsicht stattfindende körperlichspielerische Aktivitäten von Kindern zugeschnitten sind. Schulsport oder vergleichbar organisiertem Freizeitsport dient.30 Uhr nach Maßgabe der Sportanlagenlärmschutzverordnung am Wohngebäude der Beigeladenen einen Beurteilungspegel von 56 dB(A) ermittelt.und Ruhezeiten und nach Werktagen sowie Sonn. B o l z p l a t z l ä r m k e i n S p o r t l ä r m BVerwG Bolzplatzlärm kein Sportlärm Beschluss vom 11. die der von der Klägerin beauftragte Sachverständige in seinem Gutachten angenommen habe. Nach der Legaldefinition des § 1 Abs. VG Karlsruhe vom 18. auf das der Betrieb nicht genehmigungsbedürftiger Anlagen zu beschränken sei. sei unzumutbar und entspreche nicht dem Stand der Lärmminderungstechnik bei vergleichbaren Bolz.00 bis 19. 2 der 18. 2 Nr. Die Frage rechtfertigt nicht die Zulassung der Revision wegen grundsätzlicher Bedeutung. 2 der 18.und Feiertagen durch Festlegung bestimmter Immissionsrichtwerte konkretisieren. 5 Nr.B Ve r w G . November 1994 – BVerwG 7 B 73.und Skateplatz im Sinne des § 1 Abs. 2 der 18. nach Tages-. Sie wer- ZUR 5/2003 367 . Sie sei durch einen körperschallentkoppelten Gitterzaun umgrenzt. Die Anlage entspreche sowohl in baulich-technischer Hinsicht als auch in ihrer Betriebsweise dem Stand der Technik. nicht unmittelbar anwendbar. Mit dieser Zielrichtung geht sie an dem vom Verwaltungsgerichtshof festgestellten Sachverhalt vorbei. BImSchV) sind. Namentlich gibt § 1 Abs. 1).94 – Buchholz 406.: VGH 10 S 2443/00 Aus den Gründen: Die Klägerin wendet sich gegen immissionsschutzrechtliche Anordnungen. die dem Vereinssport. Das stimmt im Ergebnis mit der Auffassung des Beklagten überein. 1 der 18. Die Verpflichtungen des Betreibers.00 Uhr und 15. Beschluss vom 8. Vorkehrungen zur Minderung des von Zuschauern verursachten Lärms zu treffen (Nr. der in den Gründen des angefochtenen Widerspruchsbescheids ausgeführt hat. Der Immissionsrichtwert von 52 dB(A) lasse sich bei intensivem Spielbetrieb unter Beachtung der von der Klägerin aufgestellten Benutzungsregeln nicht durchgängig einhalten. bedarf hier keiner abschließenden Entscheidung.: VG 6 K 696/00 II. systematischer und historischer Auslegung. Nach der tatrichterlichen Würdigung der Vorinstanz steht die Anlage aufgrund ihrer Zweckbestimmung. Die Beschreibung des Anwendungsbereichs der Verordnung sowie die in ihrem § 3 vorgesehenen Maßnahmen lassen erkennen. ob Skateanlagen und Bolzplätze Sportanlagen im Sinne der Sportanlagenlärmschutzverordnung (18. die auf regelmäßig unorganisierte. Der Sachverständige habe durch Hochrechnung der Messergebnisse für den unterstellten Fall einer «näherungsweise maximalen« Nutzung des Bolz. Die hiergegen gerichtete. Nichts anderes gilt für die in § 2 Abs.4. Die den Beigeladenen zumutbare Grenze der von der Anlage ausgehenden Geräuschimmissionen liege jedenfalls oberhalb des Immissionsrichtwerts von 52 dB(A). dass der in Rede stehende Bolz. BImSchV nichts dafür her. Die Beschwerde hält für klärungsbedürftig. Die bestimmungsgemäße Nutzung der Anlage sei auf die Zeiten von 8. 1 BImSchG. ihres Benutzerkreises und ihres Zuschnitts «einem Kinderspielplatz näher als einem Bolzplatz. insbesondere zur Einhaltung eines Lärmimmissionswerts von 52 dB(A) bezogen auf das Wohngrundstück der Beigeladenen. 3) sowie An. Der Bolz. ohne dass es hierfür der Durchführung eines Revisionsverfahrens bedarf.00 Uhr an Sonn. Damit wird zwar die Notwendigkeit der Zweckbestimmung der Anlage für den Sport hervorgehoben. Jedenfalls kleinräumige Anlagen der hier in Rede stehenden Art. um einen Randlagezuschlag von 2 dB(A) erhöhte Immissionsrichtwert der Sportanlagenlärmschutzverordnung von 50 dB(A) im konkreten Fall nicht anwendbar sei. dass der vom Beklagten zugrunde gelegte.00 bis 19.00 bis 13.2002 – Az. dass deren verbindlich konkretisierte Zumutbarkeitsgrenzen für die Nutzung der Anlage maßgeblich sein sollen (vgl.und des Skateplatzes durch jeweils sechs Kinder in der Zeit von 15. können nicht als Sportanlagen im Sinne der Verordnung eingeordnet werden.und Skateplatzes erteilte.5. Nacht.

dass «Kinderspielplätze und freizeitsportliche Aktivitäten auf Sportgelegenheiten wie Wegen.und Freizeitanlagen für Kinder nicht ersetzen.1997. 9 StVO setzt nicht voraus. insbesondere soweit § 45 Abs. 1 Satz 1.1970 (BGBl. § 45 Abs. 53. Nach Satz 2 dieser Bestimmung ist eine Gefahrenlage erforderlich.00 Uhr bis 6.O.V. Abs. Die Schutzgüter der öffentlichen Sicherheit oder Ordnung im Sinne des § 45 Abs. VGH. 2028). dass der Einzelne einen auf ermessensfehlerfreie Entscheidung der Behörde gerichteten Anspruch auf verkehrsregelndes Einschreiten hat. 1 Satz 1.4. 236. 1 Satz 2 Nr. Urteil vom 18. 234. Vorinstanz: VG Minden – 8 K 2388/98 -.). nicht erfasst« werden (a. Für die Nachtzeit hat der Beklagte ermessensfehlerfrei die Anordnung einer Geschwindigkeitsbeschränkung abgelehnt (unter 2.91 – BVerwGE 90. eingefügt durch die Verordnung vom 7. 38).1992 BVerwG 7 C 25. OVG Münster Anspruch auf behördliches Einschreiten gegen Verkehrslärm Urteil vom 21. 9 StVO: BVerwG. verlangt zudem für Beschränkungen des fließenden Verkehrs.1989 – BVerwG 7 C 77.a. VRS 98 (2000). noch auf erneute Bescheidung seines Begehrens zu. Geschwindig- 368 ZUR 5/2003 . 35 f. deren Gegenstand die von typischen Sportanlagen ausgehende nachbarliche Lärmbelästigung war (vgl. 9 StVO in der Fassung der Verordnung vom 16. Der Kläger ist Eigentümer eines mit einem Wohnhaus bebauten Grundstücks.. 2. Plätzen. die von solchen Anlagen ausgehenden Geräuschimmissionen mangels geeigneterer Vorschriften nach dem in der Sportanlagenlärmschutzverordnung festgelegten Ermittlungs. 3 StVO können die Straßenverkehrsbehörden die Benutzung bestimmter Straßen oder Straßenstrecken zum Schutz der Wohnbevölkerung vor Lärm und Abgasen beschränken oder verbieten oder den Verkehr umleiten. muss jedoch wegen deren Atypik und Vielgestaltigkeit weitgehend der tatrichterlichen Wertung im Einzelfall vorbehalten bleiben. Der Verordnungsgeber geht davon aus. Vereins. § 45 Abs. kann ein öffentlich-rechtlicher Individualanspruch eines Straßenanliegers gegeben sein (vgl. 1.5. Die StVO-Novelle vom 7. 34.. dass ein bestimmter Schallpegel überschritten wird. Urteil vom 5.). die auf eine Entscheidung des Senats zu Geräuschimmissionen einer dem Schul-. Als Orientierungshilfe können die Lärmwerte des § 2 Abs. im Sinne des § 45 Abs. wenn zur Ermittlung der Lärmbelastung das nach dieser Verordnung vorgesehene Berechnungsverfahren angewendet wird. Andererseits steht der Ausschluss einer unmittelbaren Anwendung der Sportanlagenlärmschutzverordnung auf kindgerechte Ballspielplätze und vergleichbare Anlagen ihrer entsprechenden Heranziehung im Einzelfall nicht von vornherein entgegen. 163 <165 f. Dazu gehört auch der Schutz vor Einwirkungen des Straßenverkehrs. 12. BRDrucks 17/91 S. zu § 45 Abs. NJW 2001. Die Orientierung an den Lärmwerten des § 2 Abs. Januar 2003 – 8 A 4230/01 Leitsätze: 1.1997 (BGBl. Nr. eine interessengerechte. Satz 2 Nr.4. BVerwGE 74. gleichmäßige Bewertung der belästigenden Wirkung von Sportlärm zu ermöglichen und damit ein Höchstmaß an Rechtssicherheit zu erreichen (vgl.>). die das allgemeine Risiko einer Rechtsgutbeeinträchtigung übersteigen. auf eine ermessensfehlerfreie Entscheidung darüber haben durch die Einfügung des § 45 Abs. die auf besondere örtliche Verhältnisse zurückzuführen ist und das allgemeine Risiko einer Rechtsgutbeeinträchtigung erheblich übersteigt.m. wenn eine Verletzung seiner geschützten Individualinteressen in Betracht kommt.>).11. 3 i. 40 f. I. 1565). 9 Satz 1 StVO. 1 Satz 1. 1 der 16 BImSchV ist nur aussagekräftig. NJW 1998.00 -. Abs.). dass sie wegen ihrer sozialen Funktion regelmäßig wohngebietsnah sein müssen. kann die individuelle Würdigung bei den aus der Sicht der Verordnung atypischen Spiel. Seine Klage blieb in zwei Instanzen erfolglos. 14 Abs. In der Rechtsprechung ist aber anerkannt. VRS 103 (2002). wird durch ihre Entstehungsgeschichte bestätigt.1998 – 1 BA 20/97 -. 1 StVO ist grundsätzlich auf den Schutz der Allgemeinheit gerichtet.11. soziale Adäquanz und allgemeine Akzeptanz mitbestimmend (vgl.). Ein Einschreiten zum Schutz vor Verkehrslärm nach § 45 Abs. S. Urteil vom 10.87 – BVerwGE 81.m. 197 <203 ff. die das nach allgemeiner Anschauung zumutbare Maß übersteigen. 1 StVO umfassen nicht nur die Grundrechte wie körperliche Unversehrtheit (Art. Aus den Gründen: Dem Kläger steht weder ein Anspruch auf Erlass der begehrten verkehrsregelnden Anordnung gemäß § 45 Abs. Die vorstehenden Grundsätze zum Anspruch eines Anwohners auf straßenverkehrsbehördliches Einschreiten bzw. Östlich des Grundstücks verläuft eine Bundesstraße mit einem Lärmschutzwall. BRDrucks 17/91. BImSchV herangezogen werden. 3. S.8.und Messverfahren zu bestimmen. dass die Anordnung von Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen auf Grund besonderer Umstände zwingend geboten ist. S. I. S. Der Kläger begehrte die Anordnung einer Geschwindigkeitsbeschränkung aus Lärmschutzgründen. Maßgeblich ist. I S. OVG Bremen.2002 (BGBl.). S. das der Besonderheit der bei Sport und Spiel auftretenden Geräusche Rechnung trägt (vgl. Urteil vom 30. Der Individualanspruch des Straßenanliegers bei billigerweise nicht mehr zumutbaren Verkehrseinwirkungen setzt zugleich besondere örtliche Verhältnisse. Hentschel. 9 StVO voraus (vgl. Bay. Diese richtet sich insbesondere nach der durch die Gebietsart und die tatsächlichen Verhältnisse bestimmten Schutzwürdigkeit und Schutzbedürftigkeit. ob der Lärm Beeinträchtigungen mit sich bringt. zuletzt geändert durch Verordnung vom 7. Soweit die Bestimmung gegen derartige grundrechtsgefährdende oder billigerweise nicht mehr zuzumutende Verkehrseinwirkungen schützen will. 3 StVO Anordnungen zum Schutz der Wohnbevölkerung vor Lärm und Abgasen vorsieht.2. Der Begriff der Gefahrenstelle im Sinne des § 48 Abs. die von Anlagen der hier in Rede stehenden Art ausgehen.V. 1 der 16. 344. Die Beurteilung der Zumutbarkeit von Geräuschen. die dadurch gekennzeichnet sind.8.und Freizeitsport dienenden Bezirkssportanlage Bezug nimmt. 21.00 Uhr vor. S. Die tatbestandlichen Voraussetzungen für ein Einschreiten des Beklagten liegen lediglich für die Nachtzeit von 22.1. Die normkonkretisierende Funktion der Immissionsrichtwerte der Sportanlagenlärmschutzverordnung. a) Nach § 45 Abs. 1529). Urteil vom 19. dabei sind wertende Elemente wie Herkömmlichkeit.1769 -. 3 Satz 2 OBG NRW ist nicht auf Unfallhäufungsstellen beschränkt. Spielstraßen und Freiflächen . Satz 2 Nr. keitsüberwachungen durch die Kreisordnungsbehörden und großen kreisangehörigen Städte können auch bei unzumutbaren Lärmbelastungen der Straßenanlieger in Betracht kommen. Satz 2 Nr. 347 f. 2 Abs. 9 StVO keine Veränderung erfahren.2002 – 11 B 00. 1 GG). was unter Berücksichtigung der Belange des Verkehrs im konkreten Fall als ortsüblich hingenommen und damit zugemutet werden muss. die jenseits dessen liegen. 32 ff. Dass die Sportanlagenlärmschutzverordnung solche Spieleinrichtungen zur Befriedigung kindlicher Freizeitbedürfnisse nicht erfasst. 3 i. Es bietet sich namentlich an. nicht in jedem Fall gerecht. nicht jedoch für die übrige Zeit. Nr. 3139.2001 – 3 C 23.R e c h t s p re c h u n g den der Eigenart speziell für Kinder bis zum Alter von 14 Jahren bestimmter besonderer Ballspielplätze und ähnlicher Spieleinrichtungen. 2 GG) und Eigentum (Art.

1997 .1989 – 2 UE 319/84 -. Die Vorschriften der 16. 1 der 16. nach dem sie zu ermitteln sind.1999 – 23 A 1497/96. dass ein bestimmter Schallpegel überschritten wird. Bei der Prüfung. einer Kreisstraße wegen ihrer der Widmung entsprechenden Verkehrsbedeutung ertragen werden muss. Häufigkeit. Insoweit ist der betroffene Straßenanlieger nach Abschluss des Planfeststellungsverfahrens auf die Möglichkeit nachträglicher Anordnungen gemäß § 75 Abs.O. Urteil vom 2.6. 683). Dabei ist auch zu beachten.2. 2 Satz 2 VwVfG NRW zu verweisen (vgl. ZUR 2000. 1.6/48. 6. Die Orientierung an den Lärmwerten der 16. weil sie ganz allgemein die Wertung des Normgebers zum Ausdruck bringen. deren Überschreitung die Straßenverkehrsbehörde zur Ermessensausübung verpflichtet.6. 759. ob und gegebenenfalls welcher Verkehrslärmschutz im Einzelfall geboten ist. Bei Lärmpegeln. S. VGH Bad. Urteil vom 16.O V G M ü n s t e r. 628). Urteil vom 18. 2767 2769. 1 Satz 2 Nr..a. Bay. Umgekehrt müssen bei erheblichen Lärmbeeinträchtigungen entgegenstehende Verkehrsbedürfnisse und Anliegerinteressen von einigem Gewicht sein.a.a. a.O.a.1986. was unter Berücksichtigung der Belange des Verkehrs im konkreten Fall als ortsüblich hingenommen und damit zugemutet werden muss. von öffentlichen Straßen. sondern zu berechnen. 1994. Denn bei straßenverkehrsrechtlichen Maßnahmen ist eine Gesamtbilanz vorzunehmen. Der Beurteilungspegel ist nach der 16. S. 258 f. Stärke.10.500 Kfz/24 h Mittelungspegel von 55.2. Urteil vom 19. a. 40 ff. VGH. BImSchV ist nur möglich.2002. wenn mit Rücksicht auf diese verkehrsberuhigende oder verkehrslenkende Maßnahmen unterbleiben.2. a. wenn die Sicherheit und Leichtigkeit des Straßenverkehrs in nicht hinnehmbarer Weise beeinträchtigt oder wegen Änderungen von Verkehrsströmen noch gravierendere Lärmbeeinträchtigungen von Anliegern anderer Straßen drohen würden.3. S. 42 f. Die Einwände des Klägers gegen die ermittelten Werte führen zu keinem anderen Ergebnis. Die Berechnung der Beurteilungspegel kann nicht durch Lärmmessungen ersetzt werden. 239 f.12. 1 der 16.95 -. Urteil vom 22. Die Grenze des billigerweise zumutbaren Verkehrslärms ist nicht durch gesetzlich bestimmte Grenzwerte festgelegt. Verkehrsinfrastruktur. 31.-Württ.O. Die Straßenverkehrsbehörde darf von Maßnahmen umso eher absehen.).3. Urteil vom 4. NVwZ-RR 1998.. 1.oder Berechnungsverfahren. Bay.12. ihnen fehlte die maßgebende Bezugsebene. eine Ermessensreduzierung auf Null ist aber auch dann nicht zwangsläufig gegeben (vgl. Tageszeit. ist auf die gebietsbezogene Schutzwürdigkeit und Schutzbedürftigkeit sowie auf das Vorhandensein bzw. Unterschiedliche Verfahren können damit nicht ohne weiteres miteinander verglichen werden (vgl. dass sie im Rahmen einer Planfeststellung Schutzauflagen auslösen würden. Zu prüfen ist. 3 StVO als Orientierungshilfe herangezogen werden. der von den Anliegern einer Bundesfernstraße (einschließlich Ortsdurchfahrt) oder auch einer Landesstraße bzw.1986. Lärmwerte erlangen ihre Aussagekraft nur im Zusammenspiel mit dem Mess. VGH. DVBl. BImschV trägt auch der linienförmigen Ausbreitung der Verkehrsimmissionen Rechnung und berücksichtigt die durch Pegelspitzen geprägte Geräuschcharakteristik des Straßenverkehrslärms (vgl. Ohne Bezugnahme auf ein derartiges Verfahren wären die Werte unbestimmt. 2122 und vom 4.. Für die übrige Zeit liegen bereits die tatbestandlichen Voraussetzungen nicht vor. BVerwG. Urteil vom 18. 41 f. 239. dem entgegen gewirkt werden soll. wenn zur Ermittlung der Lärmbelastung das nach dieser Verordnung vorgesehene Berechnungsverfahren angewendet wird. BImSchV nicht – wie der Kläger geltend gemacht hat – durch örtliche Schallmessungen zu ermitteln. 4 und vom 20. die jenseits dessen liegen. VGH. Die Belastung des Menschen durch Lärm hängt von einem Bündel von Faktoren – z.. 1 Satz 2 Nr.12. A n s p r u c h a u f b e h ö r d l i c h e s E i n s c h re i t e n g e g e n Ve r k e h r s l ä r m b) Ein Einschreiten zum Schutz vor Verkehrslärm setzt nach § 45 Abs... vgl. Hess. Urteil vom 7. den Anliegern einer Ortserschließungsstraße nicht ohne weiteres in gleicher Weise zumutbar ist (vgl. von welcher Schwelle an eine nicht mehr hinzunehmende Beeinträchtigung der jeweiligen Gebietsfunktion anzunehmen ist (vgl. das Fehlen einer bereits gegebenen Lärmvorbelastung abzustellen. NVwZ-RR 1996. Nach dieser Berechnung werden die angeführten Immissionsgrenzwerte nur nachts im Obergeschoss geringfügig überschritten. S. Bay. Hofmann. BVerwG.84 -. BVerwG.a. wenn die Lärmbeeinträchtigungen so intensiv sind. Maßgeblich sind auch andere Besonderheiten des Einzelfalles. BVerwGE 100. VGH. ob der ihn auslösende Verkehr die betroffenen Straßen funktionsgerecht oder funktionswidrig in Anspruch nimmt (vgl.B.1997 – 25 A 4997/96 A -. S.. Der Landesbetrieb Straßenbau NRW hat unter Berücksichtigung einer durchschnittlichen täglichen Verkehrsmenge von 45. Frequenzzusammensetzung. Urteile vom 15. dass an anderer Stelle neue Unzuträglichkeiten auftreten. Schulze-Fielitz. 2121. a. 173. kann sich das Ermessen der Behörde zur Pflicht zum Einschreiten verdichten. Die Berechnung des Verkehrslärms trägt darüber hinaus dem Umstand Rechnung. 1 Satz 2 Nr.1995 – 11 A 568/93 -. 240. 628. Das Grundstück des Klägers liegt nach den Festsetzungen des Bebauungsplans in einem reinen Wohngebiet.99 – NJW 2000.2000 – 3 C 14. a.O. Urteile vom 21. ob der Lärm Beeinträchtigungen mit sich bringt.5.92 -.a. BImSchV sieht für ein reines Wohngebiet als Immissionsgrenzwerte 59 dB (A) am Tag und 49 dB (A) in der Nacht vor. maßgeblich ist vielmehr. OVG NRW. Der Schutz vor Verkehrsimmissionen – Maßnahmen des fließenden Verkehrs.1989 – 4 C 12. BVerwG. 1 Satz 2 Nr. verkehrsbezogene Abgaben.. Beschluss vom 12.. 629). Von Bedeutung für die Bewertung der Zumutbarkeit des Lärms ist dabei insbesondere. § 2 Abs.00 Uhr bis 6. Rechtsfragen der Verkehrslärmschutzverordnung.8/49. Die Immissionsgrenzwerte des § 2 Abs.O. BVerwGE 84.1986 – 7 C 76. 3 StVO auch dann grundsätzlich »nur« ein Anspruch auf ermessensfehlerfreie Entscheidung. BVerwG. a. BImSchV finden bei der Beurteilung der zumutbaren Lärmbelästigung im Sinne von § 45 Abs. 42). 627. 257.8 dB (A) tags/nachts für das Obergeschoss des Hauses des Klägers ermittelt. S. NVwZ 1998. BImSchV können aber im Anwendungsbereich des § 45 Abs.1997 – 5 S 1842/95 -.5. Diese Werte sind – wie dargelegt – Orientierungspunkte für die Bestimmung der Grenze. OVG NRW. Die Orientierung an der 16..1996 – 4 C 9. d) Gemessen an diesen Grundsätzen hat nur die Lärmbelastung für das Obergeschoss des Hauses des Klägers nachts in der Zeit von 22. NJW 1989.6. die vielfach nur unvollkommen in einem einheitlichen Wert erfasst werden können. 3 StVO zwar nicht unmittelbar Anwendung.6. dass direkte Lärmmessungen vor Ort abhängig von der Witterungslage.87 -. UPR 1994. den konkreten Verkehrsströmen und anderen Einflussfaktoren zu unterschiedlichen und nicht repräsentativen Er- ZUR 5/2003 369 .a. zur Heranziehung der RLS-90 auch OVG NRW.1769 -. Dauer.00 Uhr die Schwelle überschritten. c) Allerdings folgt für den Einzelnen aus § 45 Abs.O. 758.6 dB (A) tags/nachts für das Erdgeschoss und von 56. Urteil vom 4. hierzu im Falle des Klägers bereits OVG NRW. ob die Verhältnisse nur um den Preis gebessert werden können. Demgegenüber ist die Straßenverkehrsbehörde nicht an die im Planfeststellungsverfahren für die Frage des Lärmschutzes zu Grunde gelegten Beurteilungspegel gebunden. die die in den Lärmschutz-Richtlinien-StV aufgeführten Richtwerte – in reinen Wohngebieten 70 dB (A) tags/60 db (A) nachts – überschreiten. VG Berlin. die einen Anspruch auf ermessenfehlerfreie Entscheidung begründet.O. Urteil vom 2. Im Ergebnis würde sich die Gesamtsituation verschlechtern.. a. S.1993 – 11 C 45. S. Diese Verordnung bestimmt die Schwelle der Zumutbarkeit von Verkehrslärm nur für den Bau und die wesentliche Änderung u. 3 StVO nicht voraus.a. je geringer der Grad der Lärmbeeinträchtigung ist. Auffälligkeit – ab. Ein direkter Vergleich rechnerischer Werte mit gemessenen Werten ist nicht möglich (vgl.). 682. dass Verkehrslärm. 176).a.A).2002 – 11 B 00.O. a.

des Beschlussabdrucks m. OVG NRW.) e) Nach den oben erörterten Grundsätzen ist somit bei einer Orientierung an den Lärmwerten der 16. Beschluss vom 27.1999 – 3 B 105. für die Zeit von 6. Bay. Urteil vom 21..a.oder Abschläge gemacht.. BVerwG. BVerwG. 16. S. BVerwG.O.00 Uhr bis 6. UA S.6. NZV 2000. wenn sie bei der Berechnung des Verkehrslärms von einer höheren als der tatsächlich zulässigen Höchstgeschwindigkeit ausginge. 1999.) Die Berechnung des Landesbetriebs wird auch nicht dadurch in Frage gestellt..1997.2001 – 4 A 13.O. die einen Anspruch auf ermessensfehlerfreie Entscheidung begründen kann. Die von dem Landesbetrieb angesetzte durchschnittliche tägliche Verkehrsmenge von 45. BImschV Lkw-Anteile festgesetzt werden.O. (wird ausgeführt) Abgesehen davon ist im Planungsrecht anerkannt.1986. a. Nach der Anlage 1 zu § 3 der 16. a) Bei der Entscheidung über die Anordnung von Lärmschutzmaßnahmen hat die zuständige Behörde im Rahmen ihres pflichtgemäßen Ermessens sowohl die Belange des Straßenverkehrs und der Verkehrsteilnehmer zu würdigen als auch die Interessen der Anlieger anderer Straßen in Rechnung zu stellen.a. Nur die Anwendung eines einheitlichen Berechnungsverfahrens führt insoweit zu aussagekräftigen und vergleichbaren Werten (vgl. BVerwG. Die Behörde würde sich zu ihren eigenen Geschwindigkeitsanordnungen in Widerspruch setzen. im Einzelnen: Ullrich. OVG NRW.. a. so dass die Auffassung vertreten wird. Auch bei Landes. Sie darf dabei in Wahrung allgemeiner Verkehrsrücksichten und sonstiger entgegenstehender Belange von derartigen Maßnahmen umso eher absehen. S. Hendlmeier. Beschluss vom 18. Kuschnerus.a.1999 – 8 B 414/99 -. Urteil vom 13. Sonstige Umstände. 16. 2.8.25 § 43 BImSchG Nr. Beschlussabdruck S. 119). 1006. Bei erheblichen Lärmbeeinträchtigungen müssen die der Anordnung verkehrsberuhigender oder verkehrslenkender Maßnahmen entgegenstehenden Verkehrsbedürfnisse und Anliegerinteressen allerdings schon von einigem Gewicht sein. dass es dem Vorhabenträger unbenommen ist. Der Beklage hat den Antrag des Klägers hinsichtlich einer Geschwindigkeitsbeschränkung für die Zeit von 22. VGH Bad. 118. NVwZ 1996.N. Beitrag zur 5.5.-Württ. je geringer der Grad der Lärmbeeinträchtigung ist.99 -. ob die Behörde die gesetzlichen Grenzen ihres Ermessens eingehalten und ob sie von ihrem Ermessen in einer dem Zweck der Ermächtigung entsprechenden Weise Gebrauch gemacht hat (§ 114 VwGO).2000 – 5 S 1887/99. als dies bei einer arithmetischen Mittelung der Fall wäre. dem entgegengewirkt werden soll. OVG NRW.95 -. Urteil vom 11. Der Schutz vor unzumutbarem Straßenverkehrslärm. Zwei Jahre Erfahrung mit der Verkehrslärmschutzverordnung. (. Auch gegen die zu Grunde gelegten LKW-Anteile bestehen keine Bedenken. Ullrich. Diese Erwägungen haben auch bei der Ermittlung der Lärmbelastung zur Prüfung straßenverkehrsrechtlicher Maßnahmen ihre Berechtigung.R e c h t s p re c h u n g gebnissen führen. sich an der zulässigen Höchstgeschwindigkeit als Berechnungsfaktor zu orientieren. Sie gehen auf Auswertungen einer manuellen Zählung aus dem Jahr 1970 zurück. BImSchV vorgesehenen höheren Werten für die Lkw-Anteile ergibt sich nichts Abweichendes.98 -. BImschV die Schwelle. c).1999 – 4 A 52. 386. S.2002 – 11 D 90/96. weil sich selbst bei einer – hier nicht ansatzweise in Betracht kommenden – Verdoppelung die Lärmbelastung »lediglich« um 3 dB(A) erhöhen würde (vgl. Der Berechnung wird beispielsweise generell das nur auf Autobahnen anzutreffende Mischungsverhältnis von 75% mehrachsigen zu 25 % zweiachsigen Lkw zu Grunde gelegt. die Emissionen des LkwVerkehrs würden insoweit um 1 bis 2 dB(A) zu hoch angesetzt. dass es in Höhe des klägerischen Grundstücks tatsächlich in dem vom Kläger beschriebenen Umfang zu Ge- schwindigkeitsüberschreitungen kommt. Richtwerten verglichen werden kann (vgl.10. und Beschluss vom 15. Buchholz 406.00 Uhr besteht demgegenüber ein solcher Anspruch. Schulze-Fielitz.. 430).10.00 Uhr ermessensfehlerfrei abgelehnt. Soweit das Berechnungsverfahren in Sonderfällen die Lästigkeit bestimmter Lärmeinwirkungen nicht ausreichend erfasst (vgl.500 Kfz/Tag und die dabei berücksichtigten Lkw-Anteile sind nicht zu beanstanden.. die an mindestens 85 % des jeweiligen Straßennetzes nicht erreicht werden. Die Argumentation des Klägers liefe sonst darauf hinaus. UA S.O. Im Stadtverkehr ist das Verhältnis aber eher umgekehrt. Urteil vom 22.und Kreisstraßen wird der Anteil schwerer Lkw geringer eingeschätzt. (wird ausgeführt) Aus den in der 16. Urteil vom 9. der RLS-90 werden neben der Berechnung des Mittelungspegel für besondere. Insbesondere kann der Kläger – wie dargelegt – nicht verlangen. 15). Urteil vom 2.. 429. 2 f. die bei der Bewertung der Zumutbarkeit der Lärmbelastung berücksichtigt werden könnten. DVBl. Werden in erster Linie die Nacht-Werte der vorgesehenen Richtwerte überschritten und haben die betroffenen Anlieger bereits passive Schallschutzmaßnahmen erhalten..00 -.3. VGH.1997 – 8 B 96. Eine Analyse der Verfahren zur Berechnung von Beurteilungspegeln nach den «Richtlinien für den Lärmschutz an Straßen RLS-90«.3508 -. a. a.5. Für die Zeit von 22. Urteil vom 29. Aber auch bei erheblichen Lärmbeeinträchtigungen kann sie von verkehrsbeschränkenden Maßnahmen ermessensfehlerfrei absehen.w.7.6.AK -.2000 – 4 B 38. 240. Die RLS-90 sind eine Rechenkonvention mit zahlreichen Vereinfachungen.00 Uhr bis 6.00 Uhr bis 22. 2 und 4). 1986. sind nicht erkennbar.. wenn dies mit Rücksicht auf die damit verbundenen Nachteile gerechtfertigt erscheint.1. dass die Straßenverkehrsbehörde eine niedrigere als die gebotene Höchstgeschwindigkeit anordnen müsste. BImSchV bzw. Spätere Erhebungen haben ergeben. Es fehlt hierzu bereits an einer plausiblen Darlegung.. auch durch Messungen nicht erfassbare Geräuschsituationen Zu. der als Folge verkehrsberuhigender oder verkehrslenkender Maßnahmen eintreten kann.12. kann dem gegebenenfalls abweichend von dem Berechnungsverfahren durch einen Zuschlag zum Mittelungspegel Rechnung getragen werden (vgl. zur Ermessensreduzierung bei Überschreiten von 70 dB(A) tags/60 dB(A) nachts siehe oben unter 1. Die Ermessensentscheidung kann das Gericht nur darauf überprüfen. damit die tatsächlich gefahrenen Geschwindigkeiten zu einer erträglichen Lärmbelastung führen. 628. und Urteil vom 4.99 -. In Bezug auf die Witterung werden ebenfalls für die Betroffenen ungünstige Verhältnisse unterstellt (vgl. ihrerseits vor übermäßigem Lärm verschont zu bleiben. S. 6). der mit den jeweiligen Grenzbzw. (. Die Summe aus Mittelungspegel und Zuschlägen ergibt den Beurteilungspegel. dass die Lkw-Anteile deutlich überschätzt worden sind (vgl. Konferenz »Verkehrslärm an Straßen« 1996). S. dass die Straßenverkehrsbehörde die Einhaltung der im Planfeststellungsverfahren zu Grunde gelegten Beurteilungspegel zu beachten hat.1996 – 4 A 10. 19. dass sie von allen Verkehrsteilnehmern eingehalten wird (vgl. NuR 1992. (wird ausgeführt) Im Übrigen würde eine tatsächlich geringfügig größere Verkehrsmenge nicht ins Gewicht fallen. 463. Mögliche geringe Nachteile für Betroffene bei einzelnen Rechenschritten werden nach den dem Senat vorliegenden Erkenntnissen im Allgemeinen überkompensiert. wenn mit Rücksicht auf diese Belange ein Handeln der Behörde unterbleibt (vgl. so können sie jedenfalls bei einer entsprechenden Vorprägung des Grundstücks darauf verwiesen 370 ZUR 5/2003 . dass nach den Angaben des Klägers die bei der Berechnung berücksichtigte zulässige Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h häufig überschritten wird. auch wenn es keine absolute Gewähr dafür gibt..00 Uhr nicht überschritten. juris). die sich zumeist zum Vorteil der betroffenen Straßenanlieger auswirken. 467). Zudem sollten in der 16. so dass der Mittelungspegel nur selten zu Ungunsten Betroffener zu niedrig ausfällt. BayVBl. Die vorgesehene energetische Mittelung des Schalldruckpegels führt zu einer stärkeren Berücksichtigung der Spitzenpegel.a.

Geschwindigkeitsüberwachung. die den Verkehr zum Zwecke der Verkehrssicherheit oder -ordnung lenken oder beschränken sollen. denn das BImSchG hat die Grenze der Zumutbarkeit von Umwelteinwirkungen für Nachbarn und damit das Maß der gebotenen Rücksichtnahme auch für das Baurecht allgemein bestimmt. sind nicht ersichtlich. BVerwGE 77. Anwohner auf passive Schallschutzmaßnahmen verwiesen werden dürfen mit der Folge.1997). zur Erhaltung der Nachtruhe Fenster nachts grundsätzlich geschlossen zu halten. 4. dass die begehrte Geschwindigkeitsbeschränkung lediglich zu einer allenfalls geringfügigen bzw.87 -. BVerwGE 101.O.3. sondern auch bei der Prüfung der Einhaltung des § 22 BImSchG im Rahmen der Prüfung von Bauanträgen in Baugenehmigungsverfahren. 628). Der Wortlaut der Bestimmung gibt für eine nur eingeschränkte Zuständigkeit des Beklagten jedoch nichts her. 1 Satz 1 GG) umfasst..1980 – 7 C 19. bei gelegentlichem Öffnen der Fenster erheblichem Verkehrslärm ausgesetzt zu sein (vgl.1996 – 11 A 86. Daher kann auch eine unzumutbare Lärmbelastung der Straßenanlieger. kommt auch die begehrte »einhergehende« Installierung einer Geschwindigkeitsüberwachungsanlage nicht in Betracht. 2057 (2058). LT-Drucks. S. Im Rahmen der Ermessensabwägungen hat eine in Aussicht genommene Geschwindigkeitsbeschränkung zum Schutz der Wohnbevölkerung vor Verkehrslärm um so geringeres Gewicht je geringfügiger die rechnerische Reduzierung des Beurteilungspegels durch die Maßnahme sein würde. Denn in der Rechtsprechung ist geklärt.1. VGH. Erlass des Innenministeriums vom 19.8. 1980. dass eine Differenz beim Dauerschallpegel von bis zu 2 dB(A) nach allgemeinen Erkenntnissen der Akustik für das menschliche Ohr kaum wahrnehmbar ist (vgl.5 und 4. 4. BVerwG. Nr.S.92 -. und vom 22. 394 (395). BVerwG.83 – u.2.02 Leitsatz: Die Bekanntgabe der wiederholten Unterschreitung der Mehrwegquote i. zu dem angestrebten Zweck geeignet und erforderlich sind (vgl.1990 – 3 B 25. NJW 1992. 32.. Nach den Berechnungen des Landesbetriebs. würde durch eine Beschränkung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 80 km/h lediglich eine Reduzierung um 0. ZUR 5/2003 371 . Bick/Kiepe. ob die TA Lärm als normkonkretisierende Verwaltungsvorschrift anzusehen ist. im Genehmigungsverfahren den Nachweis zu erbringen.95 -. 2 BImSchV. 1046 und vom 27.a..1 der Lärmschutz-Richtlinie-StV. OVG NRW. (. Insbesondere wird die Lärmbelastung durch die widmungsgemäße Nutzung der Bundesstraße verursacht. 2844.R e c h t s p re c h u n g i n L e i t s ä t z e n werden. Vorinstanz: VG Düsseldorf vom 03. Urteil vom 2. Beschluss vom 23. die Kreisordnungsbehörden und großen kreisangehörigen Städte im Einzelfall zu Geschwindigkeitsmessungen veranlassen.1988 – 8 C 51. Beschluss vom 11. der für das Wirksamwerden der Rücknahme.6. sie ist aber nur nach Maßgabe des einfachen Rechts gewährleistet. Hess. etwa aktive Schallschutzmaßnahmen zu ergreifen. Darüber hinaus hat die Straßenverkehrsbehörde zu prüfen. 3. Urteil vom 18. 2 Nr. (wird ausgeführt). dass die zur Genehmigung gestellte Anlage die einschlägigen Zumutbarkeitskriterien einhält.. Die Baufreiheit als das Recht. S. BVerwGE 92. juris. Schulen und Seniorenheimen beschränkt (vgl. die Zuständigkeit der Kreisordnungsbehörden und der großen kreisangehörigen Städte für Geschwindigkeitsüberwachungen bei jeder konkreten Gefährdung eines relevanten Schutzgutes anzunehmen. Es ist Sache des Bauherren. Der Senat weist allerdings im Hinblick auf das Vorbringen der Beteiligten darauf hin.12. 1 BImSchG an..1996 – 11 B 65. a.) Sonstige Umstände. 3. Urteil vom 31. 2 Satz 2 VerpackV durch die Bundesregierung ist ein feststellender Verwaltungsakt. Urteile vom 25.1993 – 11 C 35. OVG Münster Beschluss vom 26.und Pfandpflichten konstitutiv ist.2002 – Az. 73). Januar 2003 – 7 C 31. als sie in jedem Fall «auf der sicheren Seite« liegen muss.1987 – 33. 10/5034. Nach Auffassung des Senats ist der Begriff der Gefahrenstelle im Sinne dieser Bestimmung nicht – wie im Erlass des Innenministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen – auf Unfallhäufungsstellen und schutzwürdige Zonen in unmittelbarer Nähe von Kindergärten. S. Dieser von der Rechtsprechung für die Lärmvorsorge entwickelte Grundsatz muss erst recht für die im vorliegenden Verfahren erstrebte Lärmsanierung durch eine Geschwindigkeitsbeschränkung gelten (vgl.1997. § 1 Abs. und 10. 99 (108). 1045. vgl. kaum wahrnehmbaren Verbesserung der Lärmsituation führen würde. (wird ausgeführt) Der Beklagte durfte nach den oben dargelegten Grundsätzen auch berücksichtigen. 14 Abs. 627 f.O.91 -.1992 – 4 NB 11. 3 Satz 2 OBG NRW unbeschadet der Zuständigkeit der Polizeibehörden zuständig ist für die Überwachung der Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeiten an Gefahrenstellen. OVG NRW. 3. dass bei fehlender tatsächlicher Möglichkeit. die einer Genehmigung nach dem BImSchG bedürfen. dass der Beklagte nach § 48 Abs. Februar 2003 – 7 B 2434/02 Leitsätze: 1. 36. 329). ein Grundstück baulich oder in sonstiger Weise zu nutzen. Beschluss vom 19. NZV 1990. die durch Geschwindigkeitsüberschreitungen – insbesondere durch die dadurch verursachten Spitzenpegel – herbeigeführt wird. ob und welche Verkehrsregelungen. Zwar hatte der Gesetzgeber ausweislich der Entstehungs- geschichte der Bestimmung vor allem Unfallschwerpunkte und besonders gefährdete Zonen bei der Schaffung der Regelung im Blick (vgl. NVwZ 1997. Die TA Lärm 1998 beansprucht nicht nur Geltung für die Prüfung und Überwachung von Anlagen. Die Unzumutbarkeit im Sinne des bauplanungsrechtlichen Rücksichtnahmegebots knüpft an den Begriff der schädlichen Umwelteinwirkungen im Sinne von § 3 Abs.3. Urteile vom 19. 2. NJW 1999.1997 und das vorgelegte Schreiben der Bezirksregierung Detmold vom 5. 6 und 11/7599. wird zwar vom Schutzbereich des Eigentumsgrundsrechts (Art.09.96 . b) Ausgehend von diesen Maßstäben ist die Ermessensentscheidung des Beklagten nicht zu beanstanden. des § 9 Abs.4.4.12. BVerwG Urteil vom 16. BVerwGE 80. Dabei ist zu berücksichtigen. Gesetzentwurf der Landesregierung.7 db(A) nachts erreicht. dabei sind an die im Genehmigungsverfahren vorzunehmende prognostische Einschätzung einer Einhaltung der Zumutbarkeitskriterien insoweit hohe Anforderungen zu stellen. a. die wie ausgeführt nicht zu beanstanden sind.1996 – 2 UE 2346/96 -.a. Da der Beklagte somit den Antrag des Klägers auf Anordnung einer (weiteren) Geschwindigkeitsbeschränkung ermessensfehlerfrei abgelehnt hat. die bei der erforderlichen Abwägung zu Gunsten des Klägers hätten berücksichtigt werden müssen.12. DVBl.11. 285 (293).a. dass sie nicht davor geschützt sind.: VG 17 K 1907/02 u.a.5.78 -.). Er spricht vielmehr dafür.1997. kann dabei offen bleiben.90 -. Der hilfsweise geltend gemachte Anspruch auf Neubescheidung bleibt aus den vorstehenden Erwägungen ebenfalls ohne Erfolg. Urteil vom 2. BVerwG.

und deren Sendemast ca. Auch wenn der Landesgesetzgeber die rahmenrechtliche Vorschrift des § 7 Abs. ob es sich um eine fernmeldetechnische Nebenanlage im Sinne von § 14 Abs. Die Steuerung der Windenergienutzung im Außenbereich durch die Darstellung von Konzentrationszonen im Flächennutzungsplan bzw. 8. 8 m über der Dachhaut aufragt. bedeutet das nicht. In einer solchen Fallgestaltung kommt es nicht entscheidend darauf an. durch die Ausweisung von Standortbereichen als Ziel der Raumordnung. 3. was baurechtlich genehmigt wird. 3 BauGB regelt nicht die Befugnis zu einer Steuerung der Errichtung von Windenergieanlagen im Außenbereich durch die Ausweisung entsprechender Konzentrationszonen. 2. 3. der Bauschein bestimmt insbesondere Art und Umfang des genehmigten Vorhabens. Februar 2003 – 10 aB 1780/02. ob die von Verkehrswegen (Bahnstrecke. Zur Frage. 80 Abs. Sie ist in einem allgemeinen Wohngebiet nicht allgemein zulässig und im Regelfall keine Nebenanlage im Sinne von § 14 Abs.v. Vorinstanz: VG Arnsberg – 4 L 1779/02 OVG Münster Beschluss vom 20.200 Stellplätze) und einer Erdgasröhrenspeicheranlage herrührt. 3 BauGB als öffentlicher Belang der Errichtung einer Windenergieanlage entgegensteht. 3 S.S. 5 VwGO im Einzelfall. ob die jeweilige Anlage für sich betrachtet den einschlägigen Immissionsrichtwert einhält. 3 Satz 2 BauNVO ist. baurechtliche) Genehmigung von Anlagen. die auf dem Dach eines Gebäudes angebracht ist. dass das im Gewerbegebiet unzulässige gebietsfremde (Wohnbau)Vorhaben sich dem im benachbarten Industriegebiet ansässigen Betrieb gegenüber konkret als rücksichtslos erweist. zu den konkreten Anforderungen an diese Gesamtbetrachtung nach Nr. er- 372 ZUR 5/2003 . im immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren ist vielmehr eine näher modifizierte Gesamtbetrachtung vorzunehmen.4 Absatz 4 der TA Lärm 1998 anzusehen sind. Bundesstraße) ausgehenden Verkehrsgeräusche als «ständig vorherrschende Fremdgeräusche« im Sinne von Nr. 1 Nr. Zur Folgenabwägung nach §§ 80 a Abs.B. Auch wenn die Ermittlung von Lärmimmissionen nach dem Taktmaximalverfahren gewisse Schwächen aufweist. Nach dem sog. § 35 Abs. 6. 1 BauGB ausnahmsweise zulässig sind. 3 Nr. hat lediglich klarstellende Funktion. 1 BauGB. Offen bleibt. ebensowenig ist für den nachbarlichen Abwehranspruch zu fordern. das aus dem Zusammentreffen eines Messeparkplatzes (5. die nach § 31 Abs. 3. 4. dass Betriebswohnungen «dem Gewerbebetrieb zugeordnet und ihm gegenüber in Grundfläche und Baumasse untergeordnet« sein müssen. für die Genehmigung von Betriebswohnungen macht es daher keinen Unterschied. 3. Der erst durch die BauNVO 1990 in § 8 Abs. akzeptorbezogenen Ansatz der TA Lärm 1998 bemisst sich die Zulässigkeit einer zu prüfenden Anlage nicht mehr allein danach. OVG Münster Bauplanungsrechtliche Beurteilung von Mobilfunkanlagen in Wohngebieten Beschluss vom 25. OVG Münster Beschluss vom 25. § 1 Abs. Eine Mobilfunksendeanlage. dass mit der positiven Standortausweisung von Flächen für die Windenergienutzung zugleich die Festlegung der Ausschlusswirkung für die übrigen Flächen verbunden sein soll. 1 Satz 1 BauNVO. welche Fassung der Baunutzungsverordnung Bestandteil des Bebauungsplans i. dass Mobilfunksendeanlagen zu einer wahrnehmbar gewerblichen Überformung eines allgemeinen Wohngebiets führen und deshalb als gebietsfremd und den Gebietscharakter störend empfunden werden können. 2. Vorinstanz: VG Arnsberg – 4 L 1816/02 OVG Koblenz Urteil vom 20. Eine Windenergieanlage mit einer Höhe von knapp 100m Höhe ist raumbedeutsam. 2. die gemäß § 35 Abs.2. ist in erster Linie die Baugenehmigung selbst. Februar 2003 – 10 B 2417/02 Leitsätze: 1. Abs. dass in einem regionalen Raumordnungsplan eine Zielfestlegung dergestalt nicht erfolgen dürfte. besteht jedenfalls ohne hinreichende wissenschaftliche Untermauerung kein Anlass. Februar 2003 – 7 B 2374/02 Leitsätze: 1. zu den konkreten Anforderungen an diese Prüfung. Der akzeptorbezogene Ansatz gilt – wenn auch nur in abgeschwächter Form – gleichfalls für die (z. Setzt ein Bebauungsplan neben einem Industriegebiet ein eingeschränktes Gewerbegebiet – «zulässig sind nur nicht wesentlich störende Betriebe« – fest. ob der Plangeber bei der konkreten Ausweisung der beiden benachbarten Baugebiete einen diesbezüglichen Nachbarschutz seiner Baugebietsausweisung ausdrücklich beabsichtigt hat oder nicht. 1 BauNVO aufgenommene Zusatz.1 der TA Lärm 1998. deren Immissionsauswirkungen nach § 22 BImSchG zu prüfen sind. hat der im Industriegebiet ansässige Gewerbebetrieb einen Abwehranspruch dagegen.R e c h t s p re c h u n g i n L e i t s ä t z e n 5. 3. von seiner nach der TA Lärm vorgesehenen Anwendung abzusehen. Vorinstanz: VG Düsseldorf – 4 L 3022/02. sondern die rechtlichen Folgen derartiger Planungen. Es kann nicht ausgeschlossen werden. 7.NE Leitsatz: Zur Unwirksamkeit eines Bebauungsplans wegen fehlerhafter Abwägung des Gefahrenpotenzials. 3 Nr. 2 BauNVO handelt. ist baugenehmigungspflichtig und ein Vorhaben im Sinne von § 29 Abs. Maßgeblich für den Inhalt dessen. das zu seinen Lasten mit dem festgesetzten Gebietscharakter unvereinbar ist. 2. 4 ROG bislang noch nicht im Landesrecht umgesetzt hat. 3 S. die bezüglich der Flächennutzungsplanung ihre Ermächtigungsgrundlage im BauGB und bezüglich der regionalen Raumordnungsplanung im LPIG finden. Februar 2003 – 1 A 11406/01 Leitsätze: 1. dass im angrenzenden eingeschränkten Gewerbegebiet ein Wohnbauvorhaben zugelassen wird. dessen bauplanungsrechtliche Zulässigkeit nach den §§ 30 bis 37 BauGB zu beurteilen ist. 2 BauNVO und um einen störenden Gewerbebetrieb im Sinne von § 4 Abs. 2.

rlp.uni-sb. Den Fehler bedauern wir sehr und bitten ganz herzlich um Entschuldigung.justiz. Februar 2003. die die Rechtsprechung zur Heilung von Satzungen oder Rechtsverordnungen entwickelt hat. ist anhand der Kriterien zu beantworten. muss das im Erläuterungsbericht eindeutig zum Ausdruck gebracht werden. dass die Raumordnungsplanung in der Regel nicht derart detailgenau sein kann wie die Bauleit.de VG Oldenburg: www. ist das im Rahmen der Rechtsanwendung durch eine nachvollziehende Abwägung ausgleichbar.de/rechtspflege: unter »Gerichte« Auflistung aller deutscher Gerichte mit Link auf die jeweiligen Seiten EuGH: www. 6. wenn bei Berücksichtigung der – übersehenen – privaten Belange ein anderes Abwägungsergebnis nahegelegen hätte. dass sie aus städtebaulichen Gründen als Standorte für Windenergieanlagen nicht in Betracht kommen. 7. Grundsätzlich zulässig im Rahmen der Abwägung ist die Festlegung von «Tabuflächen«. dass der in ZUR 2003.: RO 7 S 03.jura.de Staatsgerichtshof Hessen: www.eu.niedersachsen. Februar 2003 – 7 ME 64/02 – zur Abfalleigenschaft gebrauchter und aufgetrennter Bahnschwellen irrtümlich dem OVG Münster zugeschrieben worden ist. Der Raumordnungsplanung kommt deshalb nur dann keine Ausschlusswirkung zu.de/staatsgerichtshof Niedersächsischer Staatsgerichtshof: www.berlin.bundesverfassungsgericht. I N T E R N E TA D R E S S E N www. VGH München Beschluss vom 09. sondern auch der Ausschlusswirkung für die übrigen Flächen. Zur Erhebung einer Klage vor dem Zivilgericht können sie dem Betroffenen eine Frist setzen.de VG Hamburg: www. Für die Festlegung einer lediglich als vorläufig gewollten Ausschlusswirkung bis zur bereits ins Auge gefassten Erweiterung der Standortfestlegung für die Windenergienutzung fehlt es an einer Ermächtigungsgrundlage.de ZUR 5/2003 373 . wenn der Regionalplan wegen Verfahrensfehlern bei der gemeindlichen Beteiligung oder wegen fehlender Aussageschärfe keine Zielbindung entfaltet. Dabei ist zu berücksichtigen. dass auf der Stufe der Regionalplanung die Privatpersonen ihre Eigentumsbelange geltend machen können. Februar 2003 – 3 N 1557/02 Leitsatz: Eine Veränderungssperre für ein 560 ha großes Vorranggebiet Windenergie kann jedenfalls dann gerechtfertigt sein. 8. als sie üblicherweise an die Raumordnungsplanung gestellt werden. Es handelt sich um eine Entscheidung des OVG Lüneburg.staatsgerichtshof.41 Errata: Die Redaktion weist darauf hin. VGH Kassel Urteil vom 20. 5. Diese setzt ein schlüssiges Planungskonzept für den gesamten Planungsraum voraus. Sofern durch die Darstellung von Konzentrationszonen im Flächennutzungsplan eine Ausschlusswirkung für die übrigen Flächen bewirkt werden soll. dass eine entsprechende regionale Raumordnungsplanung private Grundeigentümer unmittelbar bindet. Dabei ist allerdings der Grundsatz der Planerhaltung zu beachten. April 2003 – 20 CS 03.de Verwaltungsgerichte: OVG Hamburg: www. Vorinstanz: VG Regensburg. dass sie die zivilrechtliche Vorfrage nicht rechtskräftig entscheiden können und dass einer etwaigen Klärung durch die Zivilgerichte nach Möglichkeit nicht vorgegriffen werden soll.verwaltungsgericht-frankfurt. bezüglich derer von vornherein feststeht.de VG Frankfurt: www.verwaltungsgerichtoldenburg.verwaltungsgericht. ist eine auch die privaten Grundeigentümer bindende Zielfestlegung nicht grundsätzlich ausgeschlossen.hamburg.R e c h t s p re c h u n g i n L e i t s ä t z e n fordert eine sachgerechte Abwägung nicht nur der positiven Standortfestlegung für die Windenergienutzung. Gleichwohl muss die Abgrenzung derartiger «Tabuflächen« städtebaulich begründbar sein. abgedruckte Beschluss vom 14.uni-muenster. ob ein fehlerhafter regionaler Raumordnungsplan in einem nachfolgenden Planungsschritt geheilt worden ist.int Verfassungsgerichte: BVerfG: www.de VGH Rheinland-Pfalz: www. dann haben Verwaltungsbehörden und Verwaltungsgerichte bei ihrer Verfahrensgestaltung zu berücksichtigen. 4.de VGH Nordrhein-Westfalen: www.und Flächennutzungsplanung.niedersachsen.uni-giessen.de VGH Berlin: www. weshalb an die Abwägung hier höhere Anforderungen zu stellen sind. Entscheidung vom 4. In die Abwägung sind auch die privaten Belange der von der beabsichtigten Ausschlusswirkung betroffenen Grundstückseigentümer einzubeziehen. Sofern im Einzelfall private Belange auf Grund der Tatsache unberücksichtigt bleiben. wenn deren Belange in der Abwägung tatsächlich berücksichtigt worden sind.curia.525 Leitsätze: Wird jemand als Eigentümer einer störenden Sache auf deren Beseitigung in Anspruch genommen und bestreitet er den Eigentumserwerb. Die Frage. Auch wenn der Landesgesetzgeber bislang nicht verfahrensrechtlich sichergestellt hat. S.hamburg. 297. Dem Plangeber steht insoweit ein Gestaltungsspielraum zu. Az.jura.

wird einer strengen Kontrolle unterstellt. die bei der Verbringung nicht gefährlicher Abfälle zur Verwertung bereitzuhalten sind. »Verpackungsrichtlinie« 94/62/EWG des Rates v. 6. 39. die zur Verwertung bestimmt sind. 31.2000.1999. Die Einwände können darin bestehen. über die Überwachung der grenzüberschreitenden Verbringung von Abfällen zur Verwertung. 17. IV: Ausfuhr aus der Gemeinschaft in Drittstaaten.2003.1975. die zuständige Behörde am Versandort muss nicht mehr die Reaktion der anderen Behörden abwarten. ABl. In Reaktion auf die Kontaminierung der Futtermittel. 1547/1999 der Kommission v. 26.2. das Fehlen gemeinschaftsrechtlicher Umweltschutzstandards in Kombination mit freiem Handel könne dazu führen. ABl. die Anlagen II. – – – – – – 374 ZUR 5/2003 . L 30 v. 1420/1999 des Rates v. der damit eine in sich geschlossene Regelung für die innergemeinschaftliche Abfallverbringung enthält. Nur die für die Durchfuhr zuständige Behörde kann ihre Genehmigung stillschweigend erteilen. Bisher konnten die Mitgliedstaaten entscheiden.E u ro p ä i s c h e s U m w e l t re c h t Josef Falke Neueste Entwicklungen im Europäischen Umweltrecht A. 24. – Lösung der Probleme. L 349 v.1975. – Hinsichtlich der vom Notifizierenden zu leistenden finanziellen oder gleichwertigen anderen Sicherheit werden verschiedene Klarstellungen getroffen. dass technische Vorschriften. 25. 16. 23.4.2. soll auf alle Abfälle erstreckt werden. 15.2003.2000. »Deponierichtlinie« 1999/31/EG des Rates v. ABl. L 37 v. Durch die genaue Festlegung der beizubringenden Angaben und Unterlagen werden für die Notifizierenden Verfahrensgarantien geschaffen. – strukturelle Konsolidierung der Verordnung. dass den gemeinschaftsrechtlichen Anforderungen an die Verwertung und Beseitigung von Abfällen4 Rechnung getragen wird. dass Anlagen und Behandlungsmethoden von hoher ökologischer Leistungsfähigkeit vom Markt gedrängt und die in den Mitgliedstaaten unternommenen Anstrengungen zur Umsetzung hoher Umweltschutzstandards bei der Abfallverwertung untergraben würden.12. V: Einfuhr in die Gemeinschaft aus Drittstaaten.9. 29.1975. 1. allen zuständigen Behörden zum Zugriff bereit stehen. 34. Die Liste der Angaben und Unterlagen.6.7. 18. III: Verbringung innerhalb von Mitgliedstaaten. 1.6. 1. auf Verbringungen zwischen Mitgliedstaaten und EFTA-Staaten weitere 15 %. die auf der EG-Ebene verbindlich sind. 1 Verordnung (EWG) Nr. Die zuständigen Behörden haben einzeln innerhalb von 30 Tagen über die Genehmigung zu entscheiden. Als wichtigste Änderungen des Vorschlags gegenüber der Verordnung von 1993 sind zu nennen: – Die gelbe Abfallliste (mäßig gefährliche Abfälle) und die rote Abfallliste (gefährliche Abfälle) werden zusammengefasst. 79 % aller Abfallverbringungen mit Beteiligung der Mitgliedstaaten. VI: Durchfuhr durch die Gemeinschaft in und aus Drittstaaten.1975. 259/93 des Rates zur Überwachung und Kontrolle der Verbringung von Abfällen in der.1994. auch den ergänzenden Beschluss. 2557/2001 der Kommission v. KOM (2003) 379 endg. Auf diese Kategorie entfallen ca. ABl. auch etwaige Lagerkosten und die gesamte Verbringung bis zur endgültigen Beseitigung oder Verwertung abdecken. die zur Verwertung bestimmt sind. L 194 v. L 365 v.7. 3 Beschluss C(2001)107/FINAL des OECD-Rates zur Änderung des Beschlusses C(92)39 endg.1999. ABl. in die grüne Abfallliste (nicht gefährliche Abfälle) integriert.7. Sie kündigt diesbezüglich Vorschläge für gemeinschaftsweite gleiche und ökologisch anspruchsvolle Bedingungen für die Wiederverwendung in ihrer thematischen Strategie zum Recycling an. Für die Verbringung von nicht gefährlichen Abfällen (wie Glas und Papier). in die und aus der Europäischen Gemeinschaft. 16.7.10.12. werden lediglich bestimmte Informationen in den Begleitpapieren verlangt.1993. Der Katalog der Einwände gegen Verbringungen wird klarer gefasst. und Herstellung größerer rechtlicher Klarheit. v. ABl. 2 Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates über die Verbringung von Abfällen. L 185 v. Vorschlag zur Neuregelung der grenzüberschreitenden Verbringung von Abfällen Die Kommission hat Ende Juni 2003 eine Überarbeitung der zehn Jahre alten Verordnung über die Verbringung von Abfällen1 vorgeschlagen. der das Notifizierungs. Der Notifizierende hat die Mitteilung nur der zuständigen Behörde am Versandort zu übermitteln. wird ergänzt.7. L 269 v. »Altölrichtlinie« 75/439/EWG des Rates v. um sicherzustellen. 12. 31. die bei Anwendung der Verordnung von 1993 aufgetreten sind. ABl. nämlich II: Verbringung zwischen Mitgliedstaaten innerhalb der Gemeinschaft oder mit Durchfuhr durch Drittstaaten. »Elektronikschrott-Richtlinie« 2002/96/EG des Europäischen Parlaments und des Rates v. »Altfahrzeugrichtlinie« 2000/53/EG des Europäischen Parlaments und des Rates v. 5 Kritisch merkt die Kommission an.7.1999.1994. 4 Vgl.5 Bezüglich der Anforderungen an Anlagen zur vorläufigen Verwertung und Beseitigung werden spezielle Bestimmungen eingeführt. zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 21. L 194 v. sie muss zum Zeitpunkt der Notifizierung geleistet werden. ABl.4.12. 28. 10. – Die Verbringung von Abfällen. vgl.1.1999. – globale Harmonisierung im Bereich der grenzüberschreitenden Verbringung von Abfällen.1999.2003. die Handhabung wird durch ein entsprechendes Formular vereinfacht.2001. ob eine Notifizierung über die zuständige Behörde am Versandort an die betreffenden Staaten geht oder ob sie durch den Notifizierenden an alle betroffenen zuständigen Behörden versandt wird. daraus bestehen oder damit kontaminiert sind. 30. die persistente organische Schadstoffe (POPs) enthalten.2 Mit dem Vorschlag werden vier Hauptziele verfolgt: – Umsetzung des Beschlusses des OECD-Rates aus dem Jahr 2001 zur grenzüberschreitenden Verbringung von Abfällen3. – Die Rücknahmeverpflichtung in Fällen. 1. L 182 v. VIII und IX des Basler Übereinkommens werden in diese bzw.7.1999. dazu Abfallrahmenrichtlinie 75/442/EWG des Rates v. 6 und die Verordnung (EG) Nr. 1 ablösen.und Versandformular betrifft. 27. ABl. Der Vorschlag ist wie die Verordnung von 1993 in Titel gemäß den Herkunfts. – Für jede grenzüberschreitende Verbringung von Abfällen ist eine vorherige schriftliche Mitteilung und Zustimmung erforderlich. L 166 v.2001.12.und Bestimmungsorten der Abfälle eingeteilt.und Nahrungskette durch hormonverseuchten Abfallzucker soll auch die Verbringung mutmaßlich nicht gefährlicher Abfälle bestimmten Kontrollen unterworfen werden. wenn die Abfälle zur Beseitigung bestimmt sind. 25. 13. ABl. das Gleiche gilt für gefährliche Abfälle (wie Asbest) oder mäßig gefährliche Abfälle (wie metallhaltige Aschen oder sonstige Rückstände). nicht eingehalten werden oder dass die betreffenden Abfälle nicht gemäß den von den Mitgliedstaaten aufgestellten Abfallbewirtschaftungsplänen behandelt werden. Die bisher in Titel VII enthaltenen gemeinsamen Bestimmungen und einige der derzeit in Titel VIII enthaltenen sonstigen Bestimmungen sollen in den Titel II integriert werden. 20. in denen eine Verbringung nicht planmäßig durchgeführt werden kann oder als widerrechtlich zu betrachten ist. diese leitet die Notifizierung an die anderen betroffenen zuständigen Behörden und den Empfänger weiter. 6 Sie soll die derzeit geltende Verordnung (EG) Nr.

Gesetzgebung

Für die Ausfuhr nicht gefährlicher Abfälle in Nicht-OECD-Staaten wird eine Verordnung der Kommission vorbereitet.6

B. Auf dem Weg zu einer neuen Strategie für Abfallvermeidung und -recycling Mit der im Mai 2003 vorgelegten Mitteilung »Eine thematische Strategie für Abfallvermeidung und -recycling«7 hat die Kommission eine breit angelegte öffentliche Konsultation zur zukünftigen Ausrichtung der Gemeinschaftspolitik in diesem Bereich eingeleitet. Akteure und Entscheidungsträger sind aufgefordert, sich bis zum 30.11.2003 zu den vorgestellten Strategieoptionen zu äußern. Auf der Grundlage der eingegangenen Kommentare will die Kommission dann ihre endgültigen Ziele für die Abfallvermeidung und das Recycling festlegen und Vorschläge für Rechtsakte erarbeiten. Die Mitteilung beruht auf einem Ansatz, der den gesamten Lebenszyklus der Bewirtschaftung von Ressourcen berücksichtigt und die Abfallphase als Ausgangspunkt nimmt, um die Umweltauswirkungen der Ressourcennutzung durch Abfallvermeidung und Recycling zu minimieren. Sie stützt sich u. a. auf die Mitteilung der Kommission zur Wettbewerbsfähigkeit der Recyclingindustrie8 und die Arbeit des Recycling-Forums9. Eingangs erläutert sie die Trends beim Abfallaufkommen und bei der Abfallbewirtschaftung und die wichtigsten Umweltauswirkungen des Abfalls. Dann beschreibt sie die derzeitige Abfallbewirtschaftungspolitik der Gemeinschaft und benennt neben deren Erfolgen die Bereiche mit vordringlichem Handlungsbedarf: Durchführung des Gemeinschaftsrechts, Abfallvermeidung in Hinblick auf die Menge und die Gefährlichkeit der anfallenden Abfälle, Klärung des heftig umstrittenen Abfallbegriffs. Die bisher auf spezielle Abfallströme ausgerichteten Ansätze sollen zu einer umfassenden Recycling-Strategie mit einem Instrumenten-Mix aus dem Erlass neuer Rechtsvorschriften, der Aushandlung von Umweltschutzvereinbarungen und der Entwicklung wirtschaftlicher Instrumente ausgebaut werden. Das Fehlen verbindlicher harmonisierter Standards für Abfallbehandlungsverfahren untergrabe die Verwirklichung eines hohen Schutzniveaus in der gesamten Gemeinschaft (Stichwort: »Standard-Dumping«). Die Mitteilung untersucht dann, welche Rolle Zielvorgaben im Rahmen eines umfassenden Ansatzes für Abfallvermeidung und Recycling angesichts des bisherigen Scheiterns von Zielvorgaben für die Abfallvermeidung10 spielen können.

Sie stellt mögliche Bausteine einer künftigen thematischen Strategie zur Diskussion; nämlich Maßnahmen zur Reduzierung der Abfallmenge, Maßnahmen zur Vermeidung gefährlicher Abfälle – vor allem im Rahmen der künftigen Chemikalienpolitik, Abfallvermeidungspläne, verbesserte Anwendung der IVVU-Richtlinie11 und der zur Abfallvermeidung erarbeiteten Referenzdokumente der besten verfügbaren Techniken, Deponiesteuern, Konzept der Herstellerverantwortung, handelbare Zertifikate, verursacherbezogene Abfallgebührenerhebung, wirtschaftliche Anreize für Bürger und Unternehmen zur Beteiligung an Recyclingkampagnen, Deponierungsverbote sowie Beiträge der integrierten Produktpolitik. Um gemeinschaftsweit gleiche Ausgangschancen für das Recycling zu erzielen, erwägt die Kommission die Ausweitung der IVVU-Richtlinie auf den gesamten Abfallsektor, verbunden mit der Harmonisierung von Umweltstandards für Abfallbewirtschaftungsanlagen über die Erarbeitung entsprechender Merkblätter über beste verfügbare Techniken und die Festlegung von Qualitätsstandards für das Recycling in Anhang IIA der Abfallrahmenrichtlinie. Als flankierende Maßnahmen stellt sie zur Diskussion: eine Verbesserung des Rechtsrahmens (Klärung der zentralen Begriffe Abfall, Verwertungs- und Beseitigungsverfahren), Förderung der Forschung und Entwicklung für Recyclingtechnologien, Förderung der Nachfrage für verwertete Materialien sowie Bildungs- und Ausbildungsmaßnahmen. Zur Abrundung erläutert die Mitteilung den Zusammenhang zwischen Abfallbewirtschaftung und dem Schutz der menschlichen Gesundheit, die Herausforderungen der Abfallbewirtschaftung im Zusammenhang mit der Erweiterung der Europäischen Union sowie die im Rahmen der OECD und auf internationaler Ebene laufenden Arbeiten.

gerung von Umweltbelastungen zu vermeiden. – Sie ist bezüglich der anzuwendenden Maßnahmen flexibel und arbeitet mit dem Markt zusammen; angesichts der Vielzahl von Produkten wird nicht einem bestimmten Instrument der Vorzug gegeben. – Alle während des langen und komplexen Lebenszyklusses von Produkten beteiligten Akteure werden einbezogen. Folgende Hauptbestandteile des multipolaren Ansatzes der Kommission seien genannt: – Schaffung eines geeigneten wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmens für Hersteller und Verbraucher durch an ökologischen Zielen ausgerichtete Steuern, Bekämpfung umweltschädlicher Subventionen14, Umweltvereinbarungen, Einbeziehung von Umweltaspekten in die Normung15, Begünstigung umweltfreundlicher Produkte bei der öffentlichen Beschaffung16 und erforderlichenfalls marktkorrigierende Rechtsvorschriften wie die Einschränkung oder das Verbot bestimmter gefährlicher Stoffe17; – Förderung des Denkens in Lebenszyklen bei allen, die mit Produkten zu tun haben, durch Bereitstellung von Informationen und erklärenden Instrumenten zu Lebenszyklusdaten, Umweltmanagement-

C. Integrierte Produktpolitik Die Kommission hat in konsequenter Fortführung ihres Grünbuchs vom Februar 200112 und den seither durchgeführten Konsultationen, Tagungen, Studien und Pilotprojekten im Juni 2003 in einer Mitteilung zur integrierten Produktpolitik (IPP)13 ihre Strategie zur Verminderung der Umweltauswirkungen von Produkten dargelegt. Sie plant eine Reihe von Maßnahmen, um die fortlaufende Verbesserung der Umweltleistung von Produkten während ihres gesamten Lebenszyklus zu fördern. Die IPP stützt sich auf drei Grundsätze: – Sie berücksichtigt den gesamten Lebenszyklusses von Produkten, um die Verla-

7 KOM (2003) 301 endg. v. 27.5.2003. 8 KOM (1998) 463 endg. v. 22.7.1998. 9 Siehe http://europa.eu.int/comm/enterprise/events/ recycling/recycling.htm. 10 Bspw. enthielt das Fünfte Umweltaktionsprogramm die Zielvorgabe, das jährliche Aufkommen fester Siedlungsabfälle bei 300 kg pro Kopf, dem EG-Durchschnitt im Jahr 1985, zu stabilisieren, während der derzeitige Wert etwa 550 kg erreicht hat. 11 Richtlinie 96/61/EG des Rates v. 24.9.1996 über die integrierte Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung, ABl. L 257 v. 10.10.1996, 26. 12 Grünbuch zur integrierten Produktpolitik, KOM (2001) 68 endg. v. 7.2.2001. Dazu hat die Kommission 133 Stellungnahmen erhalten, zahlreiche sind unter http://europa.eu.int/comm/environment/ ipp/tablelisting.htm einzusehen. 13 Mitteilung der Kommission an den Rat und das Europäische Parlament, Integrierte Produktpolitik. Auf den ökologischen Lebenszyklus-Ansatz aufbauen, KOM (2003) endg. v. 18.6.2003. 14 Zu den rechtlichen Rahmenbedingungen für umweltfreundliche Subventionen vgl. Gemeinschaftsrahmen für staatliche Umweltschutzbeihilfen, ABl. C 37 v. 3.2.2001, 3-15. 15 Dazu hat die Kommission zuletzt einen Dienstleistungsvertrag mit der European Environmental Citizens Organisation for Standardisation (ECOS) abgeschlossen. 16 Vgl. Mitteilung der Kommission über das auf das Öffentliche Auftragswesen anwendbare Gemeinschaftsrecht und die Möglichkeiten zur Berücksichtigung von Umweltbelangen bei der Vergabe öffentlicher Aufträge, KOM (2001) 274 endg. v. 4.7.2001, auch zugänglich unter http://simap.eu.int/DE/ pub/src/welcome.htm. 17 Ein aktuelles prominentes Beispiel ist die Richtlinie 2002/95/EG des Europäischen Parlaments und des Rates zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten, ABl. L 37 v. 13.2.2003, 19-23.

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E u ro p ä i s c h e s U m w e l t re c h t

systeme18 und ggf. Verpflichtungen bei der Produktgestaltung19. – Informationen zur Unterstützung umweltbewusster Entscheidungen von Verbrauchern durch Förderung der ökologischen Beschaffung durch öffentliche Stellen und Unternehmen sowie mittels einer ökologischeren Gestaltung der öffentlichen Aufträge, durch eine Ausweitung der Umweltkennzeichnung, für die es jetzt die bekannten Formen der Umweltzeichen, der Energieetikettierung20 und der Informationen über die CO2-Emissionen von Neufahrzeugen21 gibt, durch umweltbezogene Produkterklärungen (EPDs), die eine standardisierte Darstellung qualifizierter, auf den gesamten Lebenszyklus eines Produktes gestützter Informationen ermöglichen. Wichtige erste Umsetzungsschritte sollen die Förderung freiwilliger Pilotprojekte, die Ermittlung von Produkten mit den größten Möglichkeiten für umweltbezogene Verbesserungen, der Informationsaustausch über das von den Mitgliedstaaten auf eigene In-

itiative eingerichtete informelle IPP-Netz und die Werbung für das IPP-Konzept auf internationaler Ebene sein. Die Kommission wird die interessierten Kreise über alle Entwicklungen, Studien und Pilotprojekte über das Internet22 informieren. In einem Anhang listet sie mögliche Rollen und Aufgaben der Beteiligten auf, also von Mitgliedstaaten, Industrie (incl. Gewinnung von Grundstoffen, Entwurf, Herstellung, Vertrieb, Einzelhandel und Wiederverwertung), Verbraucherorganisationen, Umweltverbänden und Verbrauchern.

D. Bekämpfung des illegalen Holzeinschlags und des Handels mit illegalen Holzprodukten Im Mai 2003 hat die Kommission einen Aktionsplan vorgelegt, durch den das wachsende Problem des illegalen Holzeinschlags und des damit verbundenen Handels mit Holz und Holzprodukten illegaler

18 Die Neuregelung des Umweltmanagementsystems durch die Verordnung (EG) Nr. 761/2001 des Europäischen Parlaments und des Rates v. 19.3.2001 über die freiwillige Beteiligung von Organisationen an einem Gemeinschaftssystem für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung (EMAS), ABl. L 114 v. 24.4.2003, 1 hat zu einer Einbeziehung von Produkten und Dienstleistungen neben den Produktionsprozessen geführt. 19 In diesem Zusammenhang kündigt die Kommission Entwürfe für eine Richtlinien über die umweltverträgliche Gestaltung von Geräten für Endverbraucher, von Elektro- und Elektronikgeräten und von Energie verbrauchenden Produkten an. 20 Vgl. Richtlinie 92/75/EWG des Rates v. 22.9.1992 über die Angabe des Verbrauchs an Energie und anderen Ressourcen durch Haushaltsgeräte mittels einheitlicher Etiketten und Produktinformationen, ABl. L 297 v. 13.10.1992, 16. 21 Richtlinie 1999/94/EG des Europäischen Parlaments und des Rates v. 13.12.1999 über die Bereitstellung von Verbraucherinformationen über den Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen beim Marketing für neue Personenkraftwagen, ABl. L 12 v. 18.1.200, 16-19. 22 Http://europa.eu.int/comm/environment/ipp. 23 Communication from the Commission to the Council and the European Parliament, Forest Law Enforcement, Governance and Trade (FLEGT). Proposal for an EU Action Plan, COM (2003) 251 final, 21.5.2003.

SONSTIGE RECHTSAKTE, PROGRAMMATISCHE PAPIERE UND MITTEILUNGEN

Verordnung (EG) Nr. 782/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates v. 14.4.2003 über das Verbot zinnorganischer Verbindungen auf Schiffen, ABl. L 115 v. 9.5.2003, 1-11. Richtlinie 2003/35//EG des Europäischen Parlaments und des Rates v. 26.5.2003 über die Beteiligung der Öffentlichkeit bei der Ausarbeitung bestimmter umweltbezogener Pläne und Programme und zur Änderung der Richtlinien 85/337/EWG und 96/61/EG des Rates in Bezug auf die Öffentlichkeitsbeteiligung und den Zugang zu Gerichten, ABl. L 156 v. 25.6.2003, 17-24. Vorschlag für einen Beschluss des Rates über die Unterzeichnung des UN/ECE-Protokolls zu Registern über die Freisetzung und Verbringung von Schadstoffen durch die Europäische Gemeinschaft, KOM (2003) 209 endg. v. 28.4.2003. Vorschlag für einen Rahmenbeschluss des Rates zur Verstärkung des strafrechtlichen Rahmens zur Bekämpfung der Verschmutzung durch Schiffe, KOM (2003) 227 endg. v. 2.5.2003. Vorschlag für eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über die Bewirtschaftung von Abfällen aus der mineralgewinnenden Industrie, KOM (2003) 319 endg. v. 2.6.2003.

Vorschlag für einen Beschluss des Rates zum Abschluss des Stockholmer Übereinkommens über persistente organische Schadstoffe im Namen der Europäischen Gemeinschaft, KOM (2003) 331 endg. v. 12.6.2003; Vorschlag für einen Beschluss des Rates zum Abschluss des Protokolls von 1998 zu dem Übereinkommen von 1979 über weiträumige grenzüberschreitende Luftverunreinigungen betreffend persistente organische Schadstoffe im Namen der Europäischen Gemeinschaft, KOM (2003) 332 endg. v. 12.6.2003 Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates über persistente organische Schadstoffe und zur Änderung der Richtlinie 79/117/EWG und 96/59/EG, KOM (2003) 333 endg. v. 12.6. 2003. Mitteilung der Kommission an den Rat und das Europäische Parlament, Einrichtung eines Europäischen Wasserfonds, KOM (2003) 211 endg. v. 23.4.2003. Bericht der Kommission an den Rat und das Europäische Parlament über die Umsetzung des Gemeinschaftsrechts: Richtlinie 75/442/EWG über Abfälle, Richtlinie 91/(689/EWG über gefährliche Abfälle, Richtlinie 75/439/EWG über die Altölbeseitigung, Richtlinie 86/278/EWG über

Klärschlamm und Richtlinie 94/62/EG über Verpackungen und Verpackungsabfälle für den Zeitraum 1998-2000, KOM (2003) 250 endg. v. 19.5.2003. Bericht der Kommission an das Europäische Parlament und den Rat über die Anwendung und den Nutzeffekt der UVP-Richtlinie (Richtlinie 85/337/EWG, in der Fassung der Richtlinie 97/11/EG), Die Erfolge der Mitgliedstaaten bei der Umsetzung der UVP-Richtlinie, KOM (2003) 334 endg. v. 23.6.2003. Mitteilung der Kommission an den Rat, das Europäische Parlament und den Wirtschafts- und Sozialausschuss, Eine Europäische Strategie für Umwelt und Gesundheit, KOM (2003) 338 endg. v. 11.6.2003. Mitteilung der Kommission an den Rat, das Europäische Parlament, den Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen, Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Produktion. Fortschritte bei der Umsetzung der Richtlinie 96/612/EG über die integrierte Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung, KOM (2003) 354 endg. v. 19.6.2003.

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G e s e t z g e b u n g , B u n d e s u m w e l t re c h t

Herkunft bekämpft werden soll.23 Der illegale Holzeinschlag und der Handel mit illegalen Holzprodukten gelten als Hauptursachen für den starken Waldrückgang weltweit. Die Kommission schlägt u. a. folgende Maßnahmen vor: – Unterstützung der Partnerländer beim Aufbau von Systemen zur Überprüfung der Legalität des Holzeinschlags; – Einführung eines freiwilligen Genehmigungssystems, nach dem die Partner-

länder die Legalität der Herkunft des in die EU ausgeführten Holzes zertifizieren; – Maßnahmen im Bereich des öffentlichen Auftragswesens zur Berücksichtigung der Zertifikate, mit denen die Legalität der Herkunft des Holzes bestätigt wird; – Verhinderung von Investitionen, die den illegalen Holzeinschlag fördern; – Förderung privatwirtschaftlicher Initiativen für eine gute fachliche Praxis im Forstsektor.

PD Dr. Josef Falke, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Europäische Rechtspolitik an der Universität Bremen; Anschrift: Universitätsallee, GW 1, 28359 Bremen; jfalke@zerp.uni-bremen.de.

B U N D E S U M W E LT R E C H T
Malte Kohls / Moritz Reese / Peter Schütte

Neueste Entwicklungen im Bundesumweltrecht
Im Berichtszeitraum (05.05.2003 bis 05.07.2003) hat die Bundesregierung insgesamt drei Verordnungen zum untergesetzlichen Regelwerk des Bundes-Immissionsschutzgesetzes verabschiedet (A), nämlich eine »Verordnung zur Umsetzung EGrechtlicher Vorschriften, zur Novellierung der 22. BImSchV und zur Aufhebung der 23. BImSchV«, eine Neuregelung der Verordnung über Verbrennungsanlagen (17. BImSchV), und eine Novellierung der Großfeuerungsanlagenverordnung (13. BImSchV). Neben diesen Verordnungen befindet sich auch der am 18. Juni 2003 vom Bundeskabinett verabschiedete Novellierungsentwurf zur Verpackungsverordnung im Parlament bzw. im Bundesrat (B). Bereits in Kraft getreten ist eine Härtefallregelung im Erneuerbare-Energien-Gesetz für besonders stromintensive Unternehmen (C). für bestimmte Luftschadstoffe (NEC-Richtlinie) umzusetzen. Die auf der Luftqualitätsrahmenrichtlinie (96/62/EG) basierende Ozon-Richtlinie ist am 9. März 2002 in Kraft getreten und bis zum September 2003 umzusetzen. Sie dient – wie die alte Ozon-Richtlinie von 1992 – dem Schutz der menschlichen Gesundheit und der Vegetation vor erhöhten Ozonkonzentrationen und legt zu diesem Zweck je einen Schwellenwert zur Information der Bevölkerung, eine gegenüber der bisherigen Regelung von 360 µg/m3 auf 240 µg/m3 herabgesetzte Alarmschwelle, einen Zielwert für 2010 sowie ein Langfristziel fest. Zum Schutze der Vegetation werden ebenfalls ein Zielwert für 2010 sowie ein Langfristziel bestimmt. Die Zielwerte sollen mit Maßnahmen zur Verminderung der OzonVorläufersubstanzen erreicht werden. Soweit das Risiko besteht, dass die Alarmschwelle überschritten wird, verlangt die Ozon-Richtlinie desweiteren, dass sog. Aktionspläne aufgestellt werden, sofern es möglich erscheint, durch kurzfristige Maßnahmen die Überschreitung dieser Schwelle auszuschließen. Die NEC-Richtlinie (National Emission Ceiling) legt zum Schutz vor gesundheitsschädlichen Bodenozon-Konzentrationen sowie vor Versauerung, Überdüngung durch Luftverunreinigungen Emissionshöchstmengen für Schwefeldioxid (SO2), Stickstoffoxide (NOx), flüchtige Organische Verbindungen (NMVOC) und Ammoniak (NH3) fest, die bis spätestens 2010 erreicht sein müssen. Weiterhin fordert die Richtlinie die Erarbeitung eines »Nationalen Programms zur Emissionsminderung«, die Erstellung von Emissionskatastern und Emissionsprognosen sowie die Information der Öffentlichkeit über diese Aktivitäten. Die in Artikel 1 des Regierungsentwurfs enthaltene »Verordnung zur Verminderung von Sommersmog, Versauerung und Nährstoffeinträgen« setzt nun diese gemeinschaftsrechtlichen Vorgaben in nationales Recht um, indem sie insbesondere – die Zielwerte, Alarmschwellen und Informationsschwellenwerte für Ozon übernimmt, – die Einzelheiten der Messung durch die Bundesländer bestimmt, – Einzelheiten zur Öffentlichkeitsinformation und – zur grenzüberschreitenden Kooperation regelt, – Emissionshöchstmengen für SO2, NOx und NMVOC sowie NH3 festlegt und – die Bundesregierung zur Aufstellung eines Nationalen Emissionsminderungsprogramms verpflichtet. Eine Pflicht, Aktionspläne zur kurzfristigen Sommersmog-Bekämpfung aufzustellen, wird nicht eingeführt mit der Begründung, dass eine solche kurzfristige Bekämpfung bodennaher Ozonkonzentrationen in Deutschland regelmäßig nicht möglich und daher auch nicht geboten sei. In der 22. BImSchV (Verordnung über Immissionswerte für Schadstoffe in der Luft) werden die Vorschriften der §§ 15 bis 19 gestrichen, die der Umsetzung der alten OzonRichtlinie dienten. Die 23. BImSchV (Ver-

A. Neuerungen im untergesetzlichen Regelwerk zum Bundes-Immissionsschutzrecht Der am 18.6.2003 von der Bundesregierung beschlossene Entwurf für eine »Verordnung zur Umsetzung EG-rechtlicher Vorschriften, zur Novellierung der 22. BImSchV und zur Aufhebung der 23. BImSchV« hat insbesondere zum Zweck – die Richtlinie 2002/3/EG vom 12.2.2002 über den Ozongehalt der Luft (Ozon-Richtlinie) und – die Richtlinie 2001/81/EG vom 23.10.2001 über nationale Emissionshöchstmengen

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1003) 378 ZUR 5/2003 . Der Novellierungsentwurf zur Verpackungsverordnung Entsprechend den mit den Bundesländern am Jahresanfang vereinbarten Eckpunkten (siehe in dieser Rubrik Heft 3/2003) hat die Bundesregierung inzwischen einen Entwurf zur Novellierung der Verpackungsverordnung vorgelegt. 4 EEG zu zahlenden Differenzkosten maßgeblich zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens führen. nach der das Pfand künftig unabhängig vom Inhalt auf alle Einweggetränkeverpackungen erhoben werden und auf die Mehrwegquote als auslösendes Element für die Pfandpflicht verzichtet werden soll. Dieselruß und NOx gemäß § 40 Abs. I S. allerdings im Kabinett einige Federn lassen müssen. Diese mitverbrennenden Industrien können nun – statt wie ursrpünglich vorgesehen 50% bzw. Das soll unmittelbar für Getränkekartons. 835) Zehnte Verordnung zur Veränderung der Pflanzenbeschauverordnung (BGBl. 2 Erstes Gesetz zur Änderung des ErneuerbareEnergien-Gesetz. nachweisen. zum Nachweis der ordnungsgemäßen Entrichtung und zur Erstattung der Maut (LKW-MautVerordnung – LKW-MautV – BGBl. I S. in Zementwerken und Kraftwerken) geltenden Grenzwerte an die strengeren für die alleinige Müllverbrennung geltenden Grenzwerte dienen. I S. C. 686) Verordnung über die Höhe der Maut für die Benutzung des Warnowtunnels (Warnow-Tunnel-Mautverordnung – WarnowMautHV – BGBl. Der Novellierungsentwurf soll zum einen der Umsetzung der EG-Abfallverbrennungsrichtlinie (RL 2000/76/EG) und darüber hinausgehend auch der Angleichung der für die Mitverbrennung von Abfällen (z. B. 2 EEG u. § 59 Satz 4 KrW/AbfG abändern kann. Insbesondere ist der Anwendungsbereich der Mischungsregelung für die Zement. 867) Verordnung zur Festsetzung der Höhe der Autobahnmaut für schwere Nutz- fahrzeuge (Mauthöheverordnung – MautHV – BGBl. Juni 2003 am 22. Der Verordnungsentwurf zur Novellierung der 13. 1 Siehe dazu in dieser Rubrik Heft 3/2002. Der Novellierungsentwurf zur 17. Die Neuregelungen bedürfen der Zustimmung des Bundesrates und der Beteiligung des Bundestages. I S. I S. Kern des Entwurfes bildet eine Neuregelung. das Verhältnis der Stromkosten des Unternehmens zu seiner Bruttowertschöpfung 20% überschreitet und die gemäß § 11 Abs. bleibt andererseits aber teilweise auch weit hinter den für die Müllverbrennung nach der 17. 799) Chemikalien-Verbotsverordnung (Neufassung in BGBl. BImSchV bezweckt vor allem die Umsetzung der Richtlinie 2001/80/EG vom 23. Die Prüfwerte dieser Verordnung bezüglich verkehrsbeschränkender Maßnahmen zum Schutz vor Benzol. PolyethylenSchlauchbeutel und sog. I S. muss das jeweilige Unternehmen in einem Antrag gemäß § 11a Abs. I S.2 In einem neuen § 11a EEG wird es Unternehmen des produzierenden Gewerbes unter bestimmten Voraussetzungen ermöglicht.2001 über die Begrenzung von Schadstoffemissionen von Großfeuerungsanlagen in die Luft sowie außerdem des integrativen Ansatzes der IVU-Richtlinie (RL 96/61/EG).04. Um in den Genuss einer Kostenreduzierung zu kommen. wobei letzterer die Regelungen gem. dass sein Stromverbrauch im vergangenen Kalenderjahr 100 Gigawattstunden überstiegen hat. SONSTIGE RECHTSAKTE UND BESCHLÜSSE Erstes Gesetz zur Änderung des Gesetzes des Energiewirtschaftsrechts (BGBl. Härtefallregelung im EEG für besonders stromintensive Unternehmen Die am 09.B. 4 EEG zur Förderung der erneuerbaren Energien zu begrenzen.2003 vom Bundeskabinett beschlossene Härtefallregelung für besonders stromintensive Unternehmen ist nach einstimmiger Zustimmung des Bundesrates am 20. Schließlich soll durch die Grenzwertverschärfungen für Schwefeldioxid und Stickstoffoxide gewährleistet werden. Die Differenzkosten in einer Höhe von 0. BImSchV geltenden Grenzwerten zurück. ihren Anteil an Strommenge und Kosten nach § 11 Abs. Der Verordnungsentwurf geht wiederum in einigen Parametern deutlich über die Vorgaben des EG-Rechts hinaus. BGBl. Wein.10. Spirituosen und Babynahrung gelten. der in dieser Rubrik bereits in Heft 6/2002 vorgestellt wurde. 949) Verordnung zur Erhebung. BImSchV ist inzwischen vom Kabinett verabschiedet worden und bedarf nun lediglich noch der Zustimmung des Bundestags. Gleichwohl geht auch der Kabinettsentwurf in den Anforderungen an die Mitverbrennung teils deutlich über die Anforderungen der EGAbfallverbrennungsrichtlinie hinaus. ohne vollständig die für reine Abfallverbrennungsanlagen geltenden Grenzwerte einhalten zu müssen.a. Von der Pfandpflicht ausgenommen werden nach dem Novellierungsentwurf solche Einweggetränkeverpackungen. BImSchV1 und die daran anknüpfende Neufassung des § 40 BImSchG erübrigt. Inhaltsbezogene Ausnahmen sollen weiterhin für Sekt. die als ähnlich umweltschonend eingestuft werden wie Mehrwegverpackungen. Juli 2003 in Kraft getreten. Standbodenbeutel gelten. 2 BImSchG haben sich durch die entsprechenden Grenzwerte der 22.B u n d e s u m w e l t re c h t ordnung über die Festlegung von Konzentrationswerten) vom 16. 1459. dass bis 2010 die Emissonsmengengrenzwerte der oben bereits erwähnten NEC-Richtlinie und ferner die Grenzwerte zum Schutz der Gesundheit nach der Luftqualitäts-Tochter-RL für Partikel und Stickstoffoxide eingehalten werden können. In der letzteren Zielsetzung hat der Entwurf des BMU.1996 wird aufgehoben.05 Cent je Kilowattstunde werden durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle für jeweils ein Jahr genehmigt.12.und Kalkindustrie wieder deutlich erweitert worden. 40% bei gefährlichen Abfällen – sogar bis zu 60% ihrer Öfen mit Abfällen speisen.

auf eine hohe Wahrscheinlichkeit komme es nicht an. Der Umweltverträglichkeitsprüfung. so betonte Schink. Wilfried Erbguth. Entwicklungstendenzen«. zeigte im ersten Beitrag dieser Tagung »Entwicklungslinien im Recht der Umweltverträglichkeitsprüfung« auf. das alle Umweltaspekte berücksichtige. zunächst die Prüfschritte einer Umweltverträglichkeitsprüfung. Dr. könne er dennoch einer UP zu unterziehen sein. Da diese Normen nach § 12 UVPG auch als Berücksichtigungsmaßstäbe dienten. Prof. Umweltprüfung und Eingriffsregelung« hielt Dr. der für die UVP zu ermittelnden Umweltbelange. Entwicklungstendenzen« Das Ostseeinstitut für Seerecht und Umweltrecht der Juristischen Fakultät der Universität Rostock (OSU) und sein Förderverein veranstalteten am 28. Demgegenüber verfolgten sowohl die FFH-Verträglichkeitsprüfung als auch die naturschutzrechtliche Eingriffsregelung einen materiellen Ansatz und seien als Zulassungsvoraussetzung beachtlich. Rostocker Umweltrechtstag zu dem Thema »Die Umweltverträglichkeitsprüfung: Neuregelungen. Vorprüfung im Einzelfall (Screening) und freigestellte Vorhaben. die in Nr. einen Vortrag. Bernhard Stüer. Fachhochschule Kehl. Folge man streng dem Wortlaut der in dieser Richtlinie enthaltenen Begriffsbestimmung von Plänen und Programmen. Die »Umweltverträglichkeitsprüfung im Baurecht« betrachtete Ministerialrat Frank Stollmann. Universität Rostock. Er hob hervor. 18 der Anlage 1 des UVPG aufgeführt seien. Dr. Sie würden aber durch die UVP konturiert und könnten sich auf diesem Wege in einer Abwägung durchsetzen. die Eingriffsregelung berücksichtige nur Naturschutzbelange nicht die gesamte Umwelt. aus deren untergesetzlichen Regelungen oder aus der Auslegung der Rechtsnormen ergäben. Heinz-Joachim Peters. 3 der Anlage 2 des UVPG festgelegten Kriterien zu entscheiden. Münster/Osnabrück. wonach grundsätzlich auch in der Bauleitplanung eine Umweltprüfung durchzuführen sei.Ta g u n g s b e r i c h t TA G U N G S B E R I C H T Bericht über den Rostocker Umweltrechtstag 2003 »Die Umweltverträglichkeitsprüfung: Neuregelungen. die eine Vernetzung aller Umweltmedien und ihre Einbeziehung in Genehmigungsverfahren verlange. komme nur mittelbar materielle Wirkung zu. für die nach dem UVPG eine UVP-Pflicht bestehe. Dr. insbesondere für die Einführung der Alternativenprüfung als zwingenden Bestandteil. Eine weitere Stärkung der UVP. dass die Behörde durch die UVP nicht mehr zu berücksichtigen habe. Die UVP-Pflichtigkeit bestimme sich nach einem dreistufigen Modell: Regel-UVP. auch verfahrensrechtliche Verschränkungen. herangezogen werden. die eine strategische Umweltprüfung für Pläne und Programme einführe und die UP-Pflicht in der Verkehrswegeplanung erweitere. Die UVP-Änderungsrichtlinie 1997 und ihre Umsetzung durch das Artikelgesetz habe dagegen eine Aufwertung der UVP bewirkt. Unterschiede gebe es auch im Prüfungsumfang. Im Mittelpunkt seiner Ausführungen stand eine vergleichende Betrachtung der umweltrechtlichen Instrumente: Umweltverträglichkeitsprüfung. Die FFH-Verträglichkeitsprüfung dagegen prüfe eine erhebliche Beeinträchtigung von FFH-Gebieten.7. dass die UVP. die sich entweder aus einschlägigen Fachgesetzen selbst. Die Bewertung der Umweltauswirkungen erfolge anhand gesetzlicher Maßstäbe. Weiterhin werde der Umfang. Die durch das Europarecht vorgegebene Bedeutung habe jedoch im deutschen UVPG durch die Minimalumsetzung der UVP-Richtlinie 1985. Da der Bedarfsplan jedoch einen verbindlichen Rahmen für die weitere Straßenplanung setze. Sein Blick richtete sich zunächst auf die bis zum 21. Beide Instrumente trügen zur Bestimmung des Stellenwertes der zu berücksichtigenden Umweltbelange bei und hätten daher Auswirkung auf die Bewertung der betroffenen Umweltbelange (§ 12 UVPG). Die UVP ermittle allumfassend Auswirkungen auf die Umwelt. Die Frage der Erheblichkeit sei anhand der in Nr.2004 in nationales Recht umzusetzende Plan-UP-Richtlinie. keine Berücksichtigung finden können. sei eine Harmonisierung beider Instrumente denkbar. die sich insbesondere in der Einordnung als bloßes Verfahrensrecht und in der Kausalitätsrechtsprechung der Verwaltungsgerichte zeige. Um Mehrfachprüfungen zu vermeiden. eine UVP bei Flächennutzungsplänen durchzuführen. noch die ermittelten Umweltgesichtspunkte zu einem Abwägungsvorrang gegenüber sonstigen Belangen führten. Anschließend zeigte Stüer Gemeinsamkeiten zwischen Umweltverträglichkeitsprüfung und strategischer Umweltprüfung auf. dass das BauGB und das UVPG weder zusätzliche Anforderungen für die Bewertung der Umweltauswirkungen stellten. Dr. Zu dem Thema »Die Umweltverträglichkeitsprüfung zwischen Verträglichkeitsprüfung.2003 unter der Schirmherrschaft des Umweltministers Mecklenburg-Vorpommerns Prof. Wolfgang Methling den 11. sei außerdem durch die Umsetzung der Richtlinie über die Prüfung der Umweltauswirkungen bestimmter Pläne und Programme zu erwarten. beleuchtete die »Umweltverträglichkeitsprüfung im Recht der Verkehrswegeplanung«. Im Falle einer Verpflichtung zur UVP diene diese als Trägerverfahren sowohl für die FFH-Verträglichkeitsprüfung als auch für die Prüfung der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung. Soziales. Rechtsanwalt Prof. die ein UVP-pflichtiges Planfeststellungsverfahren ersetzen. einen integrativen Ansatz verfolge. müssten sie für diese Bewertung auf ihren umweltbezogenen Inhalt reduziert werden und stellten »doppelfunktionale Normen« dar. FFH-Verträglichkeitsprüfung und naturschutzrechtliche Eingriffsregelung. Prüfmaßstab für die Eintrittsprognose sei die Möglichkeit. Stollmann machte deutlich. Die Einführung der Umweltverträglichkeitsprüfung in das nationale Recht basiere auf europarechtlichen Vorgaben der UVP-Richtlinie von 1985 sowie der UVP-Änderungsrichtlinie von 1997. die als Verfahrensinstrument das materielle Recht einer Anlagenzulassung nicht verändere. Dabei müsse jedoch das Stufenverhältnis zwischen Plan-UP und Projekt-UVP berücksichtigt ZUR 5/2003 379 . Hinsichtlich UVP-pflichtiger Bebauungspläne seien drei Kategorien zu unterscheiden: Bebauungspläne. Daher könne die FFH-Verträglichkeitsprüfung und die naturschutzrechtliche Eingriffsregelung für eine Modifikation der UVP. In seiner Untersuchung ging er zum einen näher auf das sogenannte Screeningverfahren zur Feststellung der UVP-Pflichtigkeit eines Vorhabens im Einzelfall gemäß § 3 c UVPG ein. In diesem Zusammenhang hob er hervor. Zwischen diesen umweltrechtlichen Instrumenten bestünden aber. Landkreistag Nordrhein-Westfalen. ergebe sich für den Bundesverkehrswegeplan und die als Anlage zum FStrABG ergehenden Bedarfspläne keine UP-Pflicht. Demgegenüber gebe es derzeit weder eine europarechtliche noch nationale Verpflichtung. und Bebauungspläne. Die Umsetzung der europäischen Richtlinie zur strategischen Umweltprüfung für bestimmte Pläne und Programme erfordere eine gesetzliche Regelung. Abschließend äußerte Schink den Wunsch. Zum anderen nahm er § 12 UVPG ausführlicher unter die Lupe. ob Vorhaben erhebliche nachteilige Umweltauswirkungen haben können. für die UVP ein standardisiertes Verfahren zu schaffen. Frauen und Familie Nordrhein-Westfalen. wesentlich durch die naturschutzrechtliche Eingriffsregelung bestimmt. Alexander Schink. als sie ohnehin für eine ordnungsgemäße Entscheidung beachten müsse. Ministerium für Gesundheit. Im Referat »Umweltverträglichkeitsprüfung in Zulassungsverfahren« benannte Prof. Hierfür sei überschlägig zu prüfen. Bebauungspläne. insbesondere im Bereich der Bauleitplanung.4.

Das Europäische Weißbuch zur Chemikalienpolitik Tagung der Europäischen Rechtsakademie Trier in Zusammenarbeit mit dem Institut für Umweltund Technikrecht vom 22.04.m. Zunächst stellte er fest. Darüber hinaus erfasse die landesrechtliche UVP-Pflichtigkeit auch einstweilig sichergestellte Naturschutzgebiete sowie gesetzlich geschützte Biotope. Das System zur Bestimmung der UVP-Pflicht differenziere zwischen Anlagen. Die Vorträge werden in der Rostocker Schriftenreihe zum See. ISBN 3 503 070753 Die Europäische Kommission hat mit dem Weißbuch über die »Strategie für eine zukünftige Chemikalienpolitik« einen auf Gesundheits. Unter dem Titel REACH (Registraction. Wenn ein Projekt früher im vereinfachten Verfahren genehmigt worden sei und nunmehr in die UVP-Pflicht hineinwachse. soweit mit ihr eine wesentliche Änderung des Deponiebetriebes und erhebliche nachteilige Umweltauswirkungen verbunden seien. Münster. Neben anderen Änderungen werde das für das derzeitige Baurecht grundlegende Abwägungsgebot umgestaltet und durch eine Anleitung für die Ausdifferenzierung und Bewertung unterschiedlicher Belange aus Umwelt. Bugiel betonte. Daher sei das LandesUVPG nahezu inhaltsgleich mit dem BundesUVPG verfasst. Das Buch beinhaltet die Vorträge und Diskussionen der Tagung der Europäischen Rechtsakademie und des Instituts für Umwelt. nahm zur »Umweltverträglichkeitsprüfung im Immissionsschutzrecht« Stellung. wie sie in § 17 S. Solch eine rahmensetzende Funktion und damit UPPflichtigkeit käme für Regionalpläne in Betracht. dürfe die Änderung entgegen § 16 Abs. Jana Kenzler Jana Kenzler. die den Rahmen für künftige Genehmigungen UVP-pflichtiger Projekte setzten. soweit verfügbar. Prof.und Technikrecht. wie die Bundesverkehrswegeplanung. Aber auch Abfallwirtschaftskonzepte öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger können für UVP-pflichtige Projekte rahmengebend sein.80 €. Ivo/ Bamberger. Für Abfallwirtschaftspläne sei eine UVP bislang nicht erforderlich. dass sich aus deren Anwendung für die Praxis wegen der unbestimmten Formulierung auch Probleme ergeben würden.V. Gerd/ Appel. Martin Beckmann. Auch das Abfallwirtschaftsrecht bedürfe einer vergleichenden Regelung. Thema des Referates von Ministerialrat Dr. zentraler Gegenstand der Gesetzgebungsberatungen sei die Diskussion über die Schwellenwerte gewesen. 1 UVPG. Für Vorhaben Privater sei dagegen die Möglichkeit und Zulässigkeit unterer Schwellenwerte für jeden Vorhabentyp im einzelnen geprüft worden. 49. Sie könne auch für die Stilllegung einer Deponie in Betracht kommen. Die UVP-Pflicht nach Landesrecht werde nicht an ein bestimmtes Trägerverfahren geknüpft. Universität Rostock – Juristische Fakultät. Öffentliches Recht. für die immer eine UVP vorgeschrieben sei und Anlagen. Evaluation. die umweltrechtliche Literatur des Erscheinungszeitraums vom 16. 3 und § 3e UVPG nicht mit der in § 16 BImSchG abgestimmt seien. bis 23. Trotz einer gesetzlichen Modifizierung der Regelungen über die Bewertung und Berücksichtigung von Umweltschutzbelangen im Immissionsschutzrecht. Karsten Bugiel war die »Umweltverträglichkeitsprüfung im Landesrecht«. Thomas Bunge. gäbe es insbesondere bei Vorhabensänderungen Schwierigkeiten bei der Wahl des immissionsschutzrechtlichen Verfahrens. müsse dieser auch für die UVP eine Regelung finden. Umweltbundesamt Berlin. 2 und 3 i. habe sich für die Umweltverträglichkeitsprüfung kaum etwas geändert. Eine Umweltprüfung werde bei Plänen notwendig. 2 BImSchG nicht im vereinfachten Verfahren genehmigt werden. forstrechtlichen Genehmigung oder Baugenehmigung eingesetzt werden. Am Ende seiner Ausführungen betonte Bunge.und Umweltinteressen ausgerichteten Umgang mit Chemikalien beschlossen. wonach für die Bestimmung der UVP-Pflichtigkeit mehrere gleichartige Projekte gemeinsam zu betrachten sind. 18 der Anlage 1 zum UVPG auch für den Fall einer Zulassung im unbeplanten Bereich heraus. Neben EG. im Hinblick auf immissionsschutzrechtliche Anlagen hervor und stellte heraus. Für höherstufige Pläne und Programme. April 2002 2003. um den Ergebnissen der UVP hinreichend Rechnung tragen zu können. 31. Ziel des Landesgesetzgebers sei es gewesen. dass die im Zusammenhang mit der Umsetzung der Aarhus-Konvention stehende Änderung der UVPRichtlinie eine erhebliche Verbesserung der bislang nur sehr begrenzten Möglichkeit einer gerichtlichen Kontrolle der Umweltverträglichkeitsprüfung bewirken werde. Außerdem seien in einigen Zulassungstatbeständen des Wasser. Umweltrecht BUCHNEUERSCHEINUNGEN Die nachfolgende Übersicht erfasst. Da die Anforderungen an Abfallwirtschaftskonzepte vom Landesgesetzgeber geregelt würden. dass die Neufassung des UVPG den Anwendungsbereich der Umweltverträglichkeitsprüfung bei immissionsschutzrechtlich genehmigungsbedürftigen Anlagen erweitert habe.2003. reiche eine Grobprüfung aus. 3 UVPG zu finden sei und die eine Abschichtung der zu ermittelnden Umweltauswirkungen zwischen Planungsverfahren und Zulassungsverfahren ermögliche. Wilfried/ Winter. die geeignete Standorte für Abfallentsorgungsanlagen als Ziel der Raumordnung ausweisen. § 3c Abs.und Naturschutzrechts sowie der Landesbauordnung eine materielle UVPKlausel eingefügt worden. Dr. Alain: 380 ZUR 5/2003 . deren Detaillierungsgrad größer ausgestaltet werden müsse. für die die UVP-Pflicht im Rahmen einer allgemeinen oder standortbezogenen Vorprüfung festzustellen sei. dem sozialen Bereich und der Wirtschaft ersetzt. Die konkrete Projektzulassung hingegen erfordere eine Umweltverträglichkeitsprüfung. Die projektbezogene UVP knüpfe an die Zulassung von Abfallentsorgungsanlagen. beispielsweise bei einer wasserrechtlichen Erlaubnis. Als landesgesetzliche Besonderheit stellte er die Einführung einer allgemeinen Vorprüfung des Einzelfalls für städtebauliche Vorhaben nach Nr. Abschließend warf Stüer noch einen Blick auf die Novellierung des BauGB. Da die neuen Regelungen in § 3b Abs. werde aber durch die Umsetzung der Plan-UP-Richtlinie eingeführt werden müs- sen. da der Kreis der Schutzgüter nicht erweitert und das System der gebundenen Entscheidung beibehalten worden sei.UND INTERNATIONALES UMWELTRECHT Calliess.und Umweltrecht (Nomos-Verlagsgesellschaft) dokumentiert..2003 bis zum 15. Im Ergebnis habe man sich dafür entschieden. 18119 Rostock Tätigkeitsschwerpunkte: Europarecht.06. Erich Schmidt Verlag. bei größeren öffentlichen Investitions.und Infrastrukturvorhaben grundsätzlich auf die Festlegung unterer Schwellenwerte zu verzichten und in der Regel eine allgemeine Vorprüfung des Einzelfalls vorgesehen. Sodann hob er die Bedeutung der § 3b Abs. Markus/ Perroy. 191 S. Richard-WagnerStr.Ta g u n g s b e r i c h t werden. die UVP-Richtlinie umfassend umzusetzen und Abweichungen vom Bundesrecht zu vermeiden. Authorization of Chemicals) sollen alte und neue Chemikalien einem dreistufigen Verfahren zur Zulassung unterworfen werden. sondern kann auch bei »einfachen« Genehmigungen. Dr. Christian/ Sahm. Über »Umweltverträglichkeitsprüfung im Abfallrecht« sprach Rechtsanwalt Prof.

Stand: April 2003. sondern als Ausdruck koordinierter Bemühungen um eine bestimmte Gestaltung zukünftiger ökologischer Verhältnisse.. Mit der Lieferung 3/03 wird der Kommentar zum neuen § 3 a in die Sammlung aufgenommen. der Länder und der Europäischen Union Kommentar zum Kreislaufwirtschafts. ALLGEMEINES UMWELTRECHT Böhler. noch offene Teile folgen mit den nächsten Ergänzungslieferungen. 148. 8. Stand: April 2003. europarechtliche Regelungen. BB. Umweltgüter sind für das Umweltrecht »Quasi-Objekte« und werden in einer Auseinandersetzung mit den umweltwissenschaftlichen.166 S. Zudem wird die Beziehung des Umweltrechts zur Umweltökonomie kritisch diskutiert und der Beitrag der ökologischen Ethik zu der Entwicklung eines an Umweltgütern orientierten Rechts untersucht. verfassungs. Helge: Recht der Abfallbeseitigung (RdA) des Bundes. ABFALLRECHT Fluck.€. Das Kreislaufwirtschafts. ISBN 3-7890-8093-4 Das Sammelwerk – eine Festschrift zum 65. 5. Jürgen F. Hüthig Fachverlage. BGB. Nomos Verlagsgesellschaft.UND ENERGIERECHT Büdenbender. Ergänzungslieferung umfasst – eine Neukommentierung des § 67 BImSchG. Ein ausführliches Stichwortverzeichnis und übersichtliche Marginalien ermöglichen ein rasches Auffinden der einzelnen Entscheidungen. Gesetzestexte. Eine Konsolidierung der Umweltpolitik ist Voraussetzung dafür.und Begriffsbildungen des Umweltrechts 2003. ISBN 3 503 008284 Mit der Lieferung 9/02 werden im bundesrechtlichen Teil Änderungen der Transportgenehmigungsverordnung. Ergänzungslieferung. Baur – enthält in insgesamt 43 Beiträgen namhafter Wissenschaftler und Praktiker des Energierechts eine Zwischenbilanz des in/seit 1997/98 eingeführten neuen Ordnungsrahmens der leitungsgebundenen Energiewirtschaft (Strom.906 S. Nebengesetze und sonstige Vorschriften Loseblattwerk in 4 Ordnern. ATOM. Sie beziehen sich auf die im Kommentar behandelten Gebiete: BauGB.und Abfallgesetz ist bereits weitgehend kommentiert. Gerhard: Bundesimmissionsschutzrecht – Kommentar Loseblattwerk in 8 Ordnern. Baur 2002.und Abfallgesetz. 263 S. sowie des Rechts der erneuerbaren Energien und der Kraft-WärmeKopplung bis zu den für den neuen Ordnungsrahmen entscheidenden Problemen des europäischen und deutschen Energiekartellrechts unter besonderer Berücksichtigung der Probleme des Netzzugangs. Weil Umwelt ein »sperriges« Rechtsgut ist.. des Abfallverbringungsgesetzes und der EG-Abfallverbringungsverordnung. 68. – die Aktualisierung zahlreicher anderer Vorschriften. UVPG. Hüthig Fachverlage. Dr. des Atomgesetzes und des Umweltinformationsgesetzes eingefügt. 177. ISBN 3-8114-7900-8 Dieses Loseblattwerk zum Kreislaufwirtschaftsund Abfallrecht enthält die Kommentierung des Kreislaufwirtschafts. Geburtstag des bekannten Energierechtlers Prof. ISBN 3-428-10870-1 Der Gedanke der Zukunftsverantwortung und die Postulate einer nachhaltigen Entwicklung sind bestimmte Momente der Bemühungen um Reformen des deutschen Umweltrechts.922 S. Die Lieferung 1/03 enthält den Kommentar zu den neuen §§ 36 a und 36 b KrW-/AbfG. Dazu gehören u. – die Verordnung über das Nachweisverfahren zur Begrenzung elektromagnetischer Felder mit Begründung der Bundesregierung und Beschluss des Bundesrates. Das Spektrum der Abhandlungen reicht insbesondere von Fragen des internationalen und ausländischen Energierechts über Probleme des europäischen und nationalen (deutschen) Energiewirtschaftsrechts. Aufgenommen sind nunmehr auch die neu in Kraft getretenen Verordnungen sowie die Entsorgergemeinschaftenrichtlinie zum Kreislaufwirtschafts. dass Umweltgüter nicht als Elemente einer bloß symbolischen Umweltgesetzgebung verstanden werden.und verwaltungsrechtlicher Positionen wird in diesem Buch geklärt. UIG. Erich Schmidt Verlag. LImSchG. Der Kommentar gibt rasch und zielgerichtet Informationen zu diesen Problemen. Der Kommentar zu § 9 Abfallverbringungsgesetz wurde aktualisiert.und Abfallgesetz. Nunmehr besteht auch die Möglichkeit. Ulrich/ Kühne. MV und NI. 41.€. Hüthig Fachverlage.€. bedürfen Umweltgüter der Fundierung in einem politischen Prozess.50 €. Anhand einer Betrachtung völkerrechtlicher. Loseblattwerk in 7 Ordnern. Verordnungen und Verwaltungsvorschriften des Bundes und der Länder. EG-AbfVerbrVO. Auch werden Fragen des Rechts der Energieanlagen und des Energieumweltrechts einschließlich des im Jahre 2002 in Kraft getretenen neuen Atomrechts untersucht. insbesondere das der komfortablen Volltextsuche. 149.. Feldhaus. CD ROM.€. BImSchG..und Gasversorgung). BImSchV und der Tierkörperbeseitigungsanlagen-Verordnung.. ISBN 3-8114-4270-8 Die 111. – die Neufassung des SprengstoffG sowie ZUR 5/2003 381 . Kommentar..und Bodenschutzrecht KrW-/AbfG. Heinrich/ Wendenburg. welche Bedeutung der Begriff der Umweltgüter in der Dogmatik des Umweltrechts bis heute erlangt hat. 218. Geburtstag von Professor Dr. der 4. Gerhard: Bundesimmissionsschutzrecht – Entscheidungen Loseblattwerk in 6 Ordnern mit CD-ROM. 6. Duncker & Humblot. Sie bietet alle Vorteile eines digitalen Mediums.. LuftVG. auf die Entscheidungssammlung per CD-ROM zuzugreifen. Benjamin: Die Ökonomie der Umweltgüter: Regel.. aber auch Grundsatzentscheidungen der älteren Rechtsprechung. namentlich zur Auslegung des Energiewirtschaftsgesetzes. – das Landes-UVPG BW. Jürgen F. Stand: März 2003. Abfall.a. Die Lieferung 2/03 beinhaltet im Bundesrecht die neue Biomasseverordnung und die Änderungen des Bundes-Bodenschutzgesetzes. StVO und WHG. So kann die Entscheidungssammlung auch unabhängig vom Kommentar genutzt werden.Buchneuerscheinungen Vergleichen der geltenden und der zukünftigen Rechtslage werden Probleme und Lösungen einzelner Rechtsfragen diskutiert. umweltökonomischen und umweltpolitischen Debatten um die nachhaltige Entwicklung geformt. Ergänzungslieferungen 9/02 und 1/03 bis 3/03. 7.. AbfVerbrG. 717 S. Der Band bietet so eine hervorragende Grundlage für die wissenschaftliche wie auch die rechtspraktische Einschätzung des Entwicklungsstandes des Energierechts. FStrG. Fragen der Umsetzung des REACH-Systems und des Eigentums an Prüfdaten. Eine zentrale Rolle spielt hier der ökonomisch geprägte Begriff der Umweltgüter.und Abfallgesetzes. BBodSchG.€. Gunther: Das neue Energierecht in der Bewährung Bestandsaufnahme und Perspektiven Festschrift zum 65. IMMISSIONSSCHUTZRECHT Feldhaus.296 S. Jürgen: Kreislaufwirtschafts-. vorzugsweise aus der jüngsten Rechtsprechung. und das Umweltrecht muss seine ordnende Funktion zugunsten einer nachhaltigen Entwicklung wahrnehmen. Freiherr von Lersner. 203. Ergänzungslieferung. ISBN 3-8114-1968-4 Die Sammlung enthält in Auszügen die wichtigsten Entscheidungen auf dem Gebiet des Immissionsschutzrechts.. 111.

. Änderungen der Landesnaturschutzgesetze Baden-Württemberg und Sachsen. Verlag C. die durch das Wasserrecht der Länder zu konkretisieren ist. Markus: Naturschutzrecht 2003. Bernd: Bundes-Bodenschutzgesetz – BBodSchG (Gesetz zum Schutz vor schädlichen Bodenveränderungen und zur Sanierung von Altlasten) Loseblattwerk in 1 Ordner. Nitrobenzol und 1. 8 zu § 21 BBodSchG erläutert.3. Ergänzungslieferungen 10/02 und 1/03 bis 3/03. VO (EG) Nummer 338/97 (Überwachung des Handels mit wild lebenden Tier. 10d zu § 2 BBodSchG) auf Bundesebene umsetzen. Ferner wurden zum anlagenbezogenen Umgang mit wassergefährdenden Stoffen weitere Hinweise gegeben. zu § 3 BBodSchG) erweitert und um zusätzliche Aspekte ergänzt. Richtlinie über wild lebende Vogelarten.. Richtlinie über wild lebende Tiere und Pflanzen und eine Liste der besonders geschützten und streng beschützten Tierarten. Weltkriegs so lange zurückliegen.8. Luft und Wasser dem Grundsatz nach so miteinander verzahnt. Die 54. Heinz/ Müller. 10a ff.. ISBN 3-8114-1859-9 Die 53. Ergänzungslieferung.5-Trinitrobenzol. und 54. zu Aufgaben. wobei die internationalen Flussgebietskommissionen Vorbildfunktion haben. Ergänzungslieferung.und Pflanzenarten). Neu wurde das Verkehrsrecht gestaltet. um Auswirkungen der Lösungsansätze für die Verwaltung von Flussgebieten auf bestehende Behördenstrukturen aufzuzeigen. ISBN 3 503 01990 1 Mit den Ergänzungslieferungen 10/02 sowie 1/03 bis 3/03 werden eine Reihe von Bundesgesetzen und Verordnungen aktualisiert. da die Gefahrgutverordnungen Straße und Eisenbahn jetzt in einer Verordnung zusammengefasst wurden.und 4-Nitrodiphenylamin. Obgleich doch die Rüstungsaltlasten und die Kampfmittelproblematik des 2. Sachverständigen und Behörden.UND ALTLASTENRECHT Becker. Albert/ Stöckel. Verlag R. Lieferung weitere Berechnungen von Prüfwerten zur Bewertung von Altlasten für rüstungsspezifische Schadstoffe vor. 248.2003. Es handelt sich um Prüfwertberechnungen zu Oktogen. Die beiliegende CD-ROM ermöglicht eine komfortable Volltextrecherche innerhalb der Entscheidungssammlung.oder Unterschreitung entscheidet in hohem Maße über Sanierungskosten. ISBN 3 503 05825 7 Die Prüfwerte haben eine große rechtliche Bedeutung.und Altlastenverordnung für den Wirkungspfad Boden-Mensch aufgrund der Bekanntmachung der Ableitungsmethoden und 382 ZUR 5/2003 .€. Auflage. 31 ff. 2. Legislaturperiode noch die an deren Ende verkündete Neufassung des WasserhaushaltsG (WHG) in das Bodenschutzrecht – hinsichtlich der Schnittstellen zwischen Wasser. BODENSCHUTZ.. Neu eingefügt wurde die sogenannte »Landwirtschaftsklausel«. Last but not least wird das neue Landesrecht in Rdn..1999 Loseblattwerk. Erst jetzt sind die so bedeutenden Rechtsgüter Boden. Gesetz zum Washingtoner Artenschutzabkommen. Hüthig Fachverlage. Nitropenta). NATURSCHUTZ. Stand: April 2003. –maßstäbe im Bundesanzeiger Nr. Neufassung des Niedersächsischen Landeswaldgesetzes sowie Entscheidungen. Stand: 15. Der zweite Teil der Arbeit beschäftigt sich mit der organisato- Meßerschmidt.UND LANDSCHAFTSPFLEGERECHT Lorz. Pentaerythriotoltetranitrat (PETN.448 S. spielen sie auch heute noch eine große Rolle bei der Sanierung des Bodens und vor allem natürlich bei deren Kostentragung. Hans-Peter: Lagerung und Transport wassergefährdender Stoffe (LTwS) Ergänzbares Handbuch der rechtlichen. 8. 226.€. ISBN 3-7890-8257-0 Maßnahmenprogramm und Bewirtschaftungsplan sind die planungsrechtlichen Instrumente der Wasserrahmenrichtlinie für die Gewässerbewirtschaftung nach Flusseinzugsgebieten..200 S. Ebenfalls neu aufgenommen wurden die Gefahrgutbeauftragten VO und die KontrollVO. des Erstattungsund Folgenbeseitigungsanspruchs und der Haftung aus verwaltungsvertragsrechtlichen Schuldverhältnissen (Rdn. 10. Ihre Über. ca. der zentralen Vorschrift zu den Anordnungen der Behörden. 13b zu § 10 BBodSchG). dient der Darlegung der Grundsätze der Amtshaftung/Staatshaftung. Die wasserrechtlichen Aspekte des Bodenschutzes werden auch in den Erläuterungen zur Gefährdungsabschätzung und Gefahrerforschung des § 9 BBodSchG erweiternd behandelt. 50. Ergänzungslieferung enthält Aktualisierungen und Ergänzungen zu folgenden Bereichen: Kommentar zu § 19 BNatSchG. WASSERRECHT Diesel. Bei einer Überschreitung ist eine Einzelfallbeurteilung der kontaminierten Fläche rechtlich gefordert.. Neu ist auch die überarbeitete LAWA-Muster-VAwS. 161a vom 28. ISBN 3-7962-0464-3 Mit dieser Lieferung werden aus der 14. WHG Novelle aufgezeigt. 870 S. 98. das Abkürzungsverzeichnis und die Gesetzesverzeichnisse auf den neuesten Stand gebracht. Rdn.. Die erforderlichen Änderungen im WHG und der Landeswassergesetze werden unter Berücksichtigung der Entwürfe zur 7. u. Hexogen. 1. Beck. Marcus: Wasserrechtliche Planung Die rechtliche und organisatorische Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie 2003.. Die Länderarbeitsgemeinschaft bewährt sich als Prototyp für das Flussgebietsmanagement im föderalen System. technischen und naturwissenschaftlichen Grundlagen für Betrieb und Verwaltung Loseblattwerk in 6 Ordnern. 1 BBodSchG. Deshalb wird – auch auf Anregung von Fachbeamten – der Teil über die Kampfmittelbeseitigung und –räumung (Rdn. UMWELTBUNDESAMT Berechnung von Prüfwerten zur Berechnung von Altlasten (PBA) Ableitung und Berechnung von Prüfwerten der Bundes-Bodenschutz. ISBN3-406-40176-7 Die Neuauflage berücksichtigt maßgeblich die Novellierung des BNatSchG 2002. Erich Schmidt Verlag. wie es die gemeinschaftsrechtliche IVU-Richtlinie (Richtlinie über die integrierte Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung) zum Ziel hat. Klaus: Bundesnaturschutzrecht – Kommentar und Entscheidungen Loseblattwerk in 5 Ordnern. zu § 2 BBodSchG). 5. Erich Schmidt Verlag. Ell. Durch graphische Übersichten und Tabellen werden die gewonnenen Ergebnisse verdeutlicht. Darüber hinaus werden zusätzlich folgende Verordnungen und Richtlinien in den Anhang des Werkes aufgenommen: Bundesartenschutzverordnung. Ernst-W. 928 S. Die äußere und innere Aufbauorganisation der Wasserwirtschaftsverwaltungen aller Bundesländer werden dargestellt. zu Fragen in Überschwemmungsgebieten. Diesen Neuerungen trägt die Kommentierung in weitem Umfang Rechnung.H. Das neue WHG soll die bekannte gemeinschaftsrechtliche Wasserrahmenrichtlinie – WRRL – (vgl.Buchneuerscheinungen rischen Bewältigung der von der Wasserrahmenrichtlinie gesetzten Aufgabe einer Zielerreichung des guten Zustandes europäischer Gewässer. Der rechtliche Umsetzungsbedarf dieses neuen Planungssystems wird durch einen Vergleich der bislang bestehenden nationalen Planungsinstrumente ermittelt.01..€. 2.und Bodenschutzrecht – eingearbeitet (vgl.. dazu jetzt Rdn. Nomos Verlagsgesellschaft. Mit dieser Ergänzungslieferung werden zusätzlich das Stichwort-. S.€. Schulz GmbH. die Möglichkeit der Verbandsklage wurde deutlich erweitert und auch das Artenschutzrecht hat eine erhebliche Erweiterung erfahren. Ergänzungslieferung ergänzt das Werk um wichtige Entscheidungen zum Naturschutzrecht und präsentiert diese in einer systematischen Anordnung. 53..a. 32./ Lühr. Ergänzungslieferung. Das Umweltbundesamt legt mit der 2. 98. Eine weitere Zusammenfassung zu § 10 Abs.€. 173 S.982 S. 2. Natur.€.

EuR 2003. Angesichts der begrifflichen Unschärfe ist die Diskussion aufgekommen. 217-243. S. 167-175..und Bauplanungsrechts 2003. Die Berücksichtigung der Änderungen des UVPG verleiht der Darstellung allgemeine Bedeutung für das Umweltrecht. inwieweit durch die neue Leitvorstellung zusätzliche Anforderungen für die planerische Abwägung generiert werden. S. Schütz. So erweist sich insbesondere das Verhältnis der Nachhaltigkeitsklauseln zum Abwägungsgebot als problematisch.und Internationales Umweltrecht Appel. Leitvorstellung für die Erfüllung der raumordnungsrechtlichen Aufgabe ist nach § 1 Abs. Mit den dadurch gewonnenen Erkenntnissen zeigt der Verfasser sowohl für das Raumordnungsrecht als auch das Bauplanungsrecht die inhaltliche Reichweite der Leitvorstellung auf. Nomos Verlagsgesellschaft. Sie schließt unmittelbar an die Zeitschriftenschau in ZUR 4/03 an. einem Rechts-. Thomas: Das europäische Volk und seine Rechte bei einer Verfassungsgebung in der Europäischen Union. 23.und Verfassungsrecht Schmitz. 1 BauGB anstatt einer geordneten städtebaulichen Entwicklung nun die Zielsetzung einer nachhaltigen städtebaulichen Entwicklung. Epiney. hin zu vernetztem. Graphische Darstel- ZEITSCHRIFTENSCHAU Die nachfolgende Übersicht erfasst die umweltrechtliche Aufsatzliteratur des Erscheinungszeitraumes bis zum 15.. Das Team der Herausgeber ist mit einem Umwelt-. Außer der grammatischen und der entstehungsgeschichtlichen Auslegung ermöglicht vor allem die Analyse der systematischen Einbindung der Leit- SONSTIGES Hogenmüller. Damit richtet sich das Buch nicht nur an die Wissenschaft. Wickel. sondern auch an die mit dem Fachplanungsrecht befassten Praktiker. 203 S. Zentralinstitut für Raumplanung an der Universität Münster. 113-120. Daniel/ Smeddinck.. 191-192. Plangenehmigung und Verzicht hat in den meisten Bereichen eine Neuordnung erfahren.und des Plangenehmigungsverfahrens. Mit der Ausdehnung seines Anwendungsbereichs auf Energie. Aus den Änderungen des UVPG ergeben sich Auswirkungen für den Ablauf des Planfeststellungs.. 98-106. EELR 2003. fachübergreifendem Denken. Christian: Die Umweltkompetenzen der EG nach dem Vertrag von Nizza. FACHPLANUNGSRECHT Robers. ZUR 5/2003 383 . Falke. Nomos Verlagsgesellschaft. Thomas: Das Gebot der nachhaltigen Entwicklung als Leitvorstellung des Raumordnungs. 5 S.Buchneuerscheinungen.und Bauplanungsrecht untersucht. ISBN 3-7890-8089-6 Umweltschutz und agrarische Interessen kollidieren immer wieder.und Bauplanungsrecht ist es inzwischen eingegangen. 2 S.€. Die beigesteuerten Aufsätze entstammen durchgehend der aktuellen Forschung aus Drittmittelprojekten. Raimund/Tüngler. (Siehe hierzu die Liste auf der letzten Seite des Heftes) In folgenden Rubriken wurden keine Veröffentlichungen im Berichtszeitraum nachgewiesen: Recht der UVP. Auch in das Raumordnungs. Astrid: Zu den Anforderungen der AarhusKonvention an das europäische Gemeinschaftsrecht. In Anlehnung an die dogmatische Einteilung der planerischen Abwägung in unterschiedliche Abwägungsphasen wird die Leitvorstellung als ein (zusätzliches) Element zur normativen Steuerung der Abwägung vorgestellt.€. Martin/ Müller. Callies. ISBN3-88497-187-5 Seit der Umweltkonferenz der Vereinten Nationen im Jahr 1992 wird weltweit das Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung diskutiert. Für die Bauleitplanung enthält § 1 Abs. S.. Hawke. Josef: Neueste Entwicklungen im europäischen Umweltrecht. Das vorliegende Werk ist am Fachbereich Umweltwissenschaften der Universität Lüneburg entstanden und spiegelt die vielfältigen Forschungsaktivitäten in diesem Sachgebiet wider. Deutlich wird insoweit auch der Zusammenhang mit den Phasen der planerischen Abwägung. Als Auswirkungen der Leitvorstellung werden sowohl ihre Steuerungsfunktionen für die Phasen der Abwägung näher definiert als auch die nachhaltigkeitsspezifischen Anforderungen an eine räumliche Gesamtkonzeption beschrieben. EG. Der gewählte Rahmen bietet darüber hinaus gerade jungen Wissenschaftlern ein Forum. ZUR 2003. Verfahrens. Für die Bauleitplanung lassen sich die Ergebnisse im Wesentlichen übernehmen.. ZUR 2003. 28. Juni 2003. Ivo: Präventionsstrategien im europäischen Chemikalienrecht und Welthandelsrecht. Ulrich/ Tils. Die Untersuchung betrachtet zunächst die Entwicklung des allgemeinen Konzepts einer nachhaltigen Entwicklung. Ralf: Landwirtschaft im Spektrum der Umweltwissenschaften 2002. S. Abschlussarbeiten und eigens angefertigten Beiträgen. Henrik: Das Fachplanungsrecht nach seiner Anpassung an die UVP. Dabei bedarf es auch eines wissenschaftlichen Perspektivwechsels: weg von der traditionellen Agrarforschung. S. Das Verhältnis von Planfeststellung. Neil/Hargreaves.und die IVU-Richtlinie 2002. Eine synoptische Gegenüberstellung der wichtigsten Änderungen erleichtert den Zugang zu den neuen Regelungen. die sich mit den neuen Regelungen vertraut machen müssen. Aufgrund des besonderen konzeptionellen Zuschnitts der Einrichtung werden interdisziplinäre Fragestellungen und Lösungsansätze ermöglicht. Im Zuge der postulierten Agrarwende ist aber zunehmend ein Zusammenwirken der scheinbar gegenläufigen Bereiche gefragt. Einzelne Abweichungen sind durch die Erscheinungsweise und Erreichbarkeit der Zeitschriften bedingt. S. inwieweit der Leitvorstellung eine Steuerungsfunktion zuteil wird. auch über das Fachplanungsrecht hinaus. die die sozialen und wirtschaftlichen Ansprüche an den Raum mit seinen ökologischen Funktionen in Einklang bringt und zu einer dauerhaften. Hier ist speziell von Bedeutung. beeinhaltet (versammelt) der Band fast sämtliche am Fachbereich vertretenen Disziplinen. 176-184. Pamela: Finanzing Environmental Improvement: the Use of Environmental Funds in EU and CEE Countries. ZUR 2003. RdE 2003. wie die inhaltliche Ausgestaltung der Leitvorstellung und ihre rechtlichen Auswirkungen für die räumliche Gesamtplanung aussehen könnten. lungen des Ablaufs der verschiedenen Zulassungsverfahren verschaffen einen schnellen Überblick. 336 S. S. und einem Politikwissenschaftler angemessen interdisziplinär besetzt. ISBN 3-78908335-6 Das Artikelgesetz zur Umsetzung der UVP-Änderungs. 121 S. Obgleich eine Schwerpunktsetzung mit umweltrechtlichem Bezug auszumachen ist. großräumig ausgewogenen Ordnung führt. Stefan: Die geplante Novelle des EU-Energierechts – Inhalt und Umsetzungsbedarf.€.sowie Rohrleitungsanlagen ist für diese Anlagen ein bundeseinheitliches Zulassungsregime geschaffen worden. 129-136. ZUR 2003. Aber auch außerhalb der planerischen Abwägung wird im Raumordnungs. 34. Umweltprivatrecht. Das vorliegende Werk zeichnet die Neuerungen detailliert nach und bewertet sie. Zeitschriftenschau vorstellung in das Normengefüge des Raumordnungsgesetzes Rückschlüsse auf ihre inhaltliche Ausgestaltung.und der IVU-Richtlinie hat weitreichende Änderungen des Fachplanungsrechts mit sich gebracht. 1 ROG eine nachhaltige Raumentwicklung.

ZfW 2003. Hönes. Mehlsheimer. S. S. S. 430-434. Breloer. S. Zepf. Thomas: Beseitigung von DDR-Umweltschäden durch Investoren. S. 2003. Pöcherstorfer. Michael/Deutsch. 6 der TA Luft. 157-191. Oliver: Magisches Jahr 2005: Vollständige Vorbehandlung – Ende der Deponie? – Die 11. Marek: Das russische Bodengesetzbuch – ein zaghafter Reformversuch. AbfallR 2003. Uwe: Nutzungsbeschränkungen und Nutzungsbindungen bei Altlasten nach § 9 Abs. S.und Haftungsverteilung zwischen Eigentümer. NVwZ 2003. 148-149 Jungnickel. 4 S. NuR 2003. S. Martin/Schreiber. Olaf: Erstattungsfähigkeit der Kostenpauschale als Schadensposition nach Grund und Höhe bei der Beschädigung von Energieversorgungsanlagen. SächsVBl. VersR 2003. 204-205. Atom. EELR 2003. 277-278. S. Sonstiges Burgi. Knauff. DÖV 2003. S. Christian: Magisches Jahr 2005 – Vollständige Vorbehandlung – Ende der Deponierung – 11. 564-574. Hajo: Quo vadis Gefahrengutrecht? – Einblick und Ausblick. Winter. Rolshoven: Baugenehmigung im Eilverfahren? BauR 2003. Olaf/von der Lühe. Kropp. S. Gerd: Umweltrechtliche Prinzipien des Gemeinschaftsrechts. 150-152 Hagmann. Alexander: Abfallrecht am Anfang des 21.und Altlastenrecht Hoffmann-Hampe. NVwZ 2003. Kurt: Europäisierung des Bodenschutzrechts. 1 Nr. Norbert: Regulierung und Wettbewerb am Beispiel des Strommarktes. LKV 2003. S. Carlsen. Kropp. 707-709. osteuR 2003. NordÖR 2003. UPR 2003. DVBl. S. 270-277. S. BauR 2003.2002. Rühl. S. 168-175. S. Uwe: Tücken bei der Überplanung von Kleingartenanlagen. Kölner Abfalltage. 119-123 Bergmeier.und Gewerbeabfallverordnung. Bernd: Bleibt vom Lebensmittelstrafrecht nur noch ein Torso übrig? ZRP 2003. 133-154. VerwArch. 2003. Delvaux. 159-164. Februar 2003 auf das deutsche Abfallrecht. 137-145.Zeitschriftenschau Szczekalla. Siegrid: Bauen im Überschwemmungsgebiet. DVBl. Gerhard/Busch. BayVBl. Klaus: Rechtsfragen der Zulassung von Sportbootsteganlagen an und in Gewässern. 2003. S. Louis. Hans Walter/Wolf. 6 Abs. Zepf. S 213-216. Markus: Der Vorrang erneuerbarer Energien – Ein Prinzip des Energiewirtschaftsrechts nimmt Gestalt an.und Landschaftspflegerecht Berg. und 28. 145-147 Klöck. S. UPR 2003. S. 219-220. S. Schäfer. Winfried: Daseinsvorsorge und Markteröffnung durch Gemeinschaftsrecht – auch in der Wasserwirtschaft? ZUR 2003. Helmut: Das Ende des »schlanken« Bebauungsplans? BayVBl. 131-138. Matthias: Zur »Erheblichkeit« der Beeinträchtigung von Natura2000-Gebieten und solchen. 2003. NuR 2003. Claus: 26. S. Daniel: Aktuelle Entwicklungen des Energierechts. S. S.und Energierecht Horn. Anke: Neue Herausforderung für die Abfallwirtschaft: Altholz. § 34 Abs. Bodenschutz. Schock. NuR 2003. 631-646. S. 504-507. 2003. S. Christian: Der »Ökologieeinwand« im Falle der grenzüberschreitenden Abfallverbringung zur energetischen Verwertung. 121-126. Immissionsschutzrecht Dörfler. Martin/Deichmöller. S. Thomas: Gewerbeabfallverordnung und Europarecht. Hubertus/Pietschmann. 184-190. S. AbfallR 2003 S. 48-52. 65-82. NuR 2003. 126-130. November 2002. S. Wolfgang: Kommunale Energieversorgung und EG-Recht: Fordert das EG-Recht die Beseitigung der Beschränkungen für die kommunale Wirtschaft? DVBl. S. Jahrhunderts – Neue Anforderungen an Entsorgung. Peter: Gewerbeabfallverordnung und Abfallgebühr. Matthias: Das Tierschutzprinzip. S. Martin: Fortentwicklung der EuGHRechtsprechung zur Abgrenzung Abfallbeseitigung/Abfallverwertung. Klaus Friedrich: Sanierung von Deichund Dammbauten an Gewässern erster Ordnung in Bayern. 216-219. 33-42. 2003. Gentechnikrecht Ittershagen. Helge: Verkehrssicherungspflicht für Naturdenkmale – Aufgaben. Hecker. 279-283. Jahrestagung der Gesellschaft für Umweltrecht. Quambusch. 151-154. Martin/Runge. S. S. Wolfgang: Geräusche von Kinderspielplätzen. 101-110.und Naturschutzrecht. Lagerung und Deponierung von Gewerbeabfall. S. S. AbfallR 2003. 647-650. Tobias: Die europäischen Vorschriften zur Zulassung genetisch veränderter Produkte und die Vorschläge zu ihrer Reform. 113-118 Klages. S. S. Jörg: Die Altanlagensanierung nach Nr. 155-166. Verena: Allgemeine Grundsätze zur Anwendung umweltrechtlichen Fachrechts in Zulassungsverfahren und bei ordnungsbehördlichen Anwendungen – dargestellt am Bodenschutzrecht. 205-213. Oliver: Die Festmistlagerung aus strafrechtlicher Sicht. Thomas/Tuerk. 646-655. 123-129 Queitsch. Clemens: Die Verpackungsverordnung und das Wettbewerbsrecht – eine unendliche Geschichte. 177-180. 358-366. Silke: 18. die es werden wollen. RdE 2003. Andrea/Vierling. RdE 2003. 257-265. Friedrich. Ernst-Rainer: Zum Verhältnis von Gartendenkmalpflege. NuR 2003. Joachim: Beitragserhebung zum »Solidarfonds Abfallrückführung« – ein Verstoß gegen Europäisches Recht. Theobald. Alexander: Die Entscheidungen des EuGH vom 13. S. Gunhild: Die Stellungnahme der Europäischen Kommission nach Art. Umweltstrafrecht Henzler. 2003. AbfallR 2003. S. 635-646. Jürgen: Wie sich Friedrichshafen gegen Fluglärm schützt. Schulze. 130-134 Witthohn. Schliesky. Utz: Die Vorwirkung von gemeinschaftsrechtlichen Richtlinien – Ein Beitrag zu Geltung und Vorrang des sekundären Gemeinschaftsrechts am Beispiel des Wirtschafts. TransportR 2003. S. S. S. Urteil vom 17. S 88-93. 85-90. 24 BauGB? NuR 2003. S. 2003. Verkehrsrecht Uechtritz. S. S. 575-582. NordÖR 2003. DVBl. 2 BNatSchG. 106-113 Weidemann. Wasserrecht Kempfler. AbfallR 2003. ZUR 2003. S. Marion: Handel und Umwelt im Recht der WTO: Auf dem Wege zur praktischen Konkordanz. Gellermann. Fachplanungsrecht Meyer-Metzner. Christian: Verfüllung einer Tongrube nach dem ASA-Urteil des EuGH – Urteilsanmerkung zu OVG Rheinland-Pfalz. AbfallR 2003. Behörden und Baumpflegern. Joachim H. Helmut: Planungsrechtliche Steuerungsmöglichkeiten für Standorte von Mobilfunkanlagen. 45-48. 101-104. 2003. Erwin: Die Zerstörung der Landschaft durch Windkraftanlagen – Verbleibende Chancen zur größtmöglichen Schonung des Außenbereichs.und Produktrecht Hole.12. Christian/Schiebold. S. Claudia: Die strafrechtliche Haftung des Betriebsbeauftragten.: Ruherstörender Lärm durch den Betrieb von «Gemeindezentren«. UPR 2003. 549-557. Möstl. Wellhöfer. AbfallR 2003. 197-205. Dannecker. UPR 2003. 90-98. NuR 2003. Abfallrecht Bartholmes. 2 FFH-RL bzw. Trierer Kolloquium zum Umweltund Technikrecht: Schutz der Umwelt durch und vor Biotechnologien. S. S. NuR 2003. Städtetag 2003. Sebastian: Quo vadis Restabfallbeseitigung?. Kölner Abfalltage am 27. 131-133. Schuster. Peter: Umgestaltung des deutschen Chemikalienrechts durch europäische Chemikalienpolitik. VBlBW 2003. AgrarR 2003. ZfW 2003. 139145 Dieckmann. 265-270. Olaf: Abfallverwertung in Zementwerken und Müllverbrennungsanlagen. NuR 2003. AbfallR 2003. AbfallR 2003. Schink. 43-46. S. S. S: 103-112. Markus: Die »LKWMaut«: Ein Schritt zur Nutzerfinanzierung der Verkehrsinfrastruktur – Rechtlicher Rahmen und rechtliche Grenzen. Bram: The EC State Aid Regime regarding Renewables: Opportunities and Pitfalls. Weiß. DVBl. Alexander: Auswirkungen der Entscheidungen des EuGH vom 13. S. Lothar/Heinze. 384 ZUR 5/2003 . Naturschutz. Knopp. Gefahrstoff. Februar 2003.und Umweltrechts. 4 UAbs. Cottier. S. Elisabeth/Panizzon. Allgemeines Umweltrecht Caßor. NuR 2003. ZUR 2003. S. Schink. ZUR 2003. Marcus/Klink. 261-265.

– €. – Prof. = Sächsische Verwaltungsblätter 6/03 – Staat = Der Staat 1/03 – Städtetag = Der Städtetag 5/03 – StuG = Stadt und Gemeinde 5/03 – StV = Strafverteidiger 5/03 – ThürVBl. Gefahrstoff. Allgemeines Umweltrecht. Die Kürzung aus technischen Gründen bleibt – nach Absprache mit den Autoren – vorbehalten.-Nr. Postbank. Für unverlangt eingesandte Manuskripte kann keine Haftung übernommen werden. BLZ 66 290 000 Manuskripte: Die Redaktion der ZUR freut sich über eingesandte Beiträge. Gentechnikrecht. Aus technischen Gründen bitten wir um Übersendung auf Diskette oder via e-mail. Sabine Schlacke: Fachplanungsrecht. Verlag: Nomos-Verlagsgesellschaft c Waldseestr. BLZ 66 250 030.27 Satz und Layout: Nomos Verlagsgesellschaft Vertrieb und Aboverwaltung: Nomos Verlagsgesellschaft Abo-Service: Tel. Dr. zzgl. soweit sie vom Einsender oder von der Redaktion erarbeitet oder redigiert worden sind. da die ZUR nicht von einem postalischen Nachsendeauftrag erfaßt wird. Preisänderungen bleiben vorbehalten. Bestellungen und Bezugspreise: Bestellungen richten Sie bitte an die NomosVerlagsgesellschaft. Andreas Fisahn: Fachplanungsrecht.und Produktrecht – Dr. Peter Schütte: Energierecht – Prof. Katja Böttger: Internationales Umweltrecht.Ein Abdruck erfolgt nach der Annahme durch die Redaktion.751. Bitte teilen Sie Adressänderungen mit. = Nordrhein-Westfälische Verwaltungsblätter 5/03 – NZBau = Neue Zeitschrift für Baurecht und Vergaberecht 5/03 – NZS = Neue Zeitschrift für Sozialrecht 5/03 – NZV = Neue Zeitschrift für Verkehrsrecht 5/03 – osteuR = osteuropa-Recht 2/03 – RdE = Recht der Energiewirtschaft 5/03 – Rechtstheorie = Zeitschrift für Logik. Umweltstrafrecht. Harald Ginzky c RA Dr. Studenten-Abo: Für Mitglieder des Vereins für Umweltrecht 45. Bezahlung bitte nach Rechnungserhalt. Christian Calliess: Europäisches Umweltrecht – Priv.– €. Übersetzungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Umweltinformationsrecht.und Kommunalverwaltung 4/03 – MDR = Monatsschrift für Deutsches Recht 11/03 – MM = Müllmagazin 2/03 – Müll&Abf = Müll und Abfall 5/03 – NdsVBl. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Konto.und Sozialphilosophie 1/03 – AVR = Archiv des Völkerrechts 1/03 – BauR = Baurecht 5/03 – BayVBl.VBl. = Verwaltungs-Archiv 2/03 – VR = Verwaltungsrundschau 5/03 – WiRO = Wirtschaft und Recht in Osteuropa 2/03 – wistra = Zeitschrift für Wirtschaft Steuer Strafrecht 4/03 – WiVerw = Wirtschaft und Verwaltung 2/03 – ZaöRV = Zeitschrift für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht 1/03 – ZAU = Zeitschrift für Angewandte Umweltforschung 1/03 – ZEuP = Zeitschrift für Europäisches Privatrecht 1/03 – ZEuS = Zeitschrift für Europarechtliche Studien 1/03 – ZfB = Zeitschrift für Bergrecht 1/03 – ZfBR = Zeitschrift für deutsches und internationales Baurecht 5/03 – ZfRS = Zeitschrift für Rechtssoziologie 1/03 – ZfU = Zeitschrift für Umweltpolitik und Umweltrecht 1/03 – ZfW = Zeitschrift für Wasserrecht 2/03 – ZG = Zeitschrift für Gesetzgebung 1/03 – ZIP = Zeitschrift für Wirtschaftsrecht 23/03 – ZLR = Zeitschrift für das gesamte Lebensmittelrecht 3/03 – ZLW = Zeitschrift für Luft. = Thüringische Verwaltungsblätter 5/03 – TransportR = Transportrecht 5/03 – UPR = Umwelt. Allgemeines Umweltrecht – Dr. Ekkehard Hofmann: Umwelt und Verkehr – Jan Karstens: Abfallrecht – Prof. Rechtsprechung.V. = Bayerische Verwaltungsblätter 10/03 – BB = Betriebs-Berater 23/03 – BodSch = Bodenschutz 2/03 – CMLR = Common Market Law Review 2/03 – DB = Der Betrieb 23/03 – DÖV = Die öffentliche Verwaltung 10/03 – DVBl. September eines Jahres gekündigt werden.-Nr.und Altlastenrecht – Dr. Dr. Copyright: Die ZUR und die darin enthaltenen Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Ein ZUR-Jahresabonnement kostet für Mitglieder des Vereins für Umweltrecht 89. Doz. 0421/33 54 143 c Fax: 0421/33 54 141 c E-Mail: zur-bremen@t-online. Methodenlehre. 5 c 28195 Bremen c Tel.– €. Hans-Joachim Koch Redaktion: Dr. 07221/2104-39 Fax: 07221/2104-43. Bernhard Wegener: Internationales Umweltrecht. (Bitte Studienbescheinigung einsenden). für Nicht-Mitglieder 79. Jede Verwertung außerhalb der Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Herausgebers unzulässig. Abwasser. 5 002 266. 107 806. Silke R. Laskowski: Atomrecht. Wolfgang Köck: Immissionsschutzrecht. = Deutsches Verwaltungsblatt 10/03 – DVP = Deutsche Verwaltungspraxis 6/03 – DZWiR = Deutsche Zeitschrift für Wirtschaftsrecht 4/03 – EELR = European Environmental Law Review 4/03 – EJIL = European Journal of International Law 1/03 – ELNI = ELNI-Newsletter 1/03 – ELR = European Law Review 2/03 – et = Energiewirtschaftliche Tagesfragen 6/03 – EuGRZ = Europäische Grundrechte-Zeitschrift 6/03 – EuR = Europarecht 2/03 – EuZW = Europäische Zeitschrift für Wirtschaftsrecht 9/03 – EWS = Europäisches Wirtschafts. Klimaschutz. 3-5 c 76520 Baden-Baden c Telefon ( 0 72 21) 21 04 .0 c Fax: ( 0 72 21) 2 10 4 .und Weltraumrecht 2/03 – ZNER = Zeitschrift für Neues Energierecht 1/03 – ZRP = Zeitschrift für Rechtspolitik 6/03 – ZStW = Zeitschrift für die gesamte Strafrechtswissenschaft 2/03 – ZUR = Zeitschrift für Umweltrecht Sonderheft 03 – – Impressum Herausgeber und Redaktion: Verein für Umweltrecht e. Erscheinungsweise der ZUR: 6 Ausgaben und 1 Sonderheft pro Jahr. Naturschutzrecht – Dr. ZUR 5/2003 V . Dr. ansonsten verlängert es sich um ein Kalenderjahr.de Schriftleitung: RA Dr. MwSt. Volksbank Baden-Baden. Dr. BLZ 66 010 075. Dr. Konto. Gentechnikrecht – Carola Glinski: Rechtsvergleichendes Umweltrecht. für Nichtmitglieder 119. Moritz Reese: Abfallrecht – Dr. Niels Griem (ViSdP) c Prof. Bankverbindung: Sparkasse Baden-Baden. Abfall 6/03 – KGVR = KGV-Rundbrief 1/03 – KJ = Kritische Justiz 1/03 – KritV = Kritische Vierteljahresschrift für Gesetzgebung und Rechtswissenschaft 1/03 – LKV = Landes. Naturschutzrecht.– €. Das Abo beginnt bei Bestellung.Ausgewertete Zeitschriften AcP = Archiv für die civilistische Praxis 3/03 – AfK = Archiv für Kommunalwissenschaften 1/03 – AgrarR = Agrarrecht 5/03 – AKP = Alternative Kommunalpolitik 3/03 – altlasten-spektrum 3/03 – AnwBl = Anwaltsblatt 5/03 – AöR = Archiv des öffentlichen Rechts 1/03 – ARSP = Archiv für Rechts. Baurecht – Dr. Konto. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen.& Steuerrecht 4/03 – GewArch = Gewerbearchiv 5/03 – ImmSch = Immissionsschutz 2/03 – JA = Juristische Arbeitsblätter 6/03 – JEL = Journal of European Law .und Altlastenrecht. Malte Kohls: Bodenschutz. Versand. Rezensionen – RA Dr.und Planungsrecht 5/03 – UVP-Report = UVP-report 6/03 – VBlBW = Verwaltungsblätter BadenWürttemberg 5/03 – VersR = Versicherungsrecht 16/03 – Verw = Die Verwaltung 2/03 – VerwArch.Sommer 03 – JEPP = Journal of European Public Policy 2/03 – JR = Juristische Rundschau 5/03 – Jura = Juristische Ausbildung 5/03 – JuS = Juristische Schulung 5/03 – JZ = Juristenzeitung 10/03 – KA = KA-Wasserwirtschaft. Das Abo kann bis zum 30. c Große Fischerstr. Privatisierung. = Niedersächsische Verwaltungsblätter 5/03 – NJ = Neue Justiz 6/03 – NJW = Neue Juristische Wochenschrift 24/03 – NordÖR = Zeitschrift für norddeutsches öffentliches Recht 3/03 – NStZ = Neue Zeitschrift für Strafrecht 5/03 – NuL = Natur und Landschaft 5/03 – NuR = Natur und Recht 5/03 – NVwZ = Neue Zeitschrift für Verwaltungsrecht 5/03 – NWVBl. 73 636 . Das gilt auch für die veröffentlichten Gerichtsentscheidungen und Leitsätze. Alle Preise verstehen sich incl.-Nr. Normentheorie und Soziologie des Rechts 1/03 – RIW = Recht der internationalen Wirtschaft 4/03 – RJE = Revue Juridique de l’ environnement 2/03 – Sächs. Harald Ginzky: Bodenschutz. Gewässerschutzrecht – Christian Maaß: Immissionsschutzrecht.

Trierer Kolloquium zum Umwelt. In diesem Zusammenhang erfolgt auch eine Einordnung in die aktuelle Rechtsprechung zum Kreislaufwirtschafts.-DetlevKarsten-Rohwedder-Straße 70. Auch das Entsorgungsunternehmen. So stellt die Rechtsprechung zwischenzeitlich den Grundsatz der Erforderlichkeit der Kosten immer deutlicher in den Vordergrund. 47228 Duisburg. die Seminarteilnehmer/innen mit den Inhalten der einschlägigen Vorschriften vertraut zu machen.: (0651)201-4700/-03.a. Teilnahmegebühr: 435. 54286 Trier. Michael Kloepfer – Rechtsschutz beim Handel mit Emissionsrechten. 20.a.und Wasserwirtschaft GmbH.a. Es wird ein Anmeldung: Bildungszentrum für die Entsorgungs.und Abfallgesetz (KrW/AbfG) systematisch darzustellen und ihre Auswirkungen auf die Entsorgungspraxis aufzuzeigen.de. am Horizont zeichnen sich die Konturen des CO2-Zertifikatehandels ab und schließlich gilt seit 2002 die neue TA-Luft.9:00 BIS 17:00 UHR Duisburg Stoffliche und energetische Verwertung von Altholz Neue Chancen und erhöhte Risiken durch veränderte Rahmenbedingungen (Seit 1.und Wasserwirtschaft GmbH. Dr.00 Euro Anmeldung: Institut für Umwelt.00 Euro Anmeldung: Bildungszentrum für die Entsorgungs. OKTOBER 2003 . d.und Wasserwirtschaft GmbH. OKTOBER 2003 – 9:00 BIS 17:00 UHR Duisburg Abfälle richtig deklarieren.00 Euro Anmeldung: Bildungszentrum für die Entsorgungs. Altholz-Verordnung) Ziel des Seminars ist es insbesondere. Dr. e-mail: sekretariat-allgverwr@jurfak. 6.: (0381)498-8251.und gefahrgutrechtliche Problemfälle meistern Ziel des hier angebotenen Seminars ist es.und Wasserwirtschaft GmbH. Dr.und Wasserwirtschaft GmbH. Dr. mit den Teilnehmern die einzelnen Problemstände systematisch aufzuarbeiten und damit die praktische Handhabung im Lichte der Rechtsprechung zu erleichtern. Gewerbeabfall-Verordnung. Ziel ist es dabei. Fax: (0651)201-4710. BIS 30. 47228 Duisburg.00 Euro Anmeldung: Bildungszentrum für die Entsorgungs. Teilnahmegebühr: 435. 28. e-mail: iutr@uni-trier. Prof. Teilnahmegebühr: 295. SEPTEMBER 2003 Trier 19.00 Euro 29.-DetlevKarsten-Rohwedder-Straße 70. 6. Teilnahmegebühr: 295. Während des Seminars erhalten die Teilnehmer umfassende Informationen zur Abwicklung von Maklergeschäften. Lehrstuhl Prof.-DetlevKarsten-Rohwedder-Straße 70. Dr. Fax: (0381)498-8252.und Abfallgesetz und zur Erhebung kommunaler Abfallgebühren. 47228 Duisburg. Czybulka. Richard-Wagner-Str. transportrechtlichen und gefahrgutrechtlichen Vorschriften zukünftig richtig deklariert und klassifiziert werden.und Technikrecht Emissionszertifikate und Umweltrecht Themen (u. Tel. 47228 Duisburg.Te r m i n e : 23.00 Euro Anmeldung: Bildungszentrum für die Entsorgungs. ist Makler im Rechtssinne.und Abfallwirtschaft Inhalt und Auswirkungen neuer Rechtsverordnungen auf die Entsorgungspraxis (u. D. Dr. Anhand von Fallbeispielen werden Problemfälle besprochen.h. Teilnahmegebühr: 495. 47228 Duisburg. Meinhard Schröder – Der Handel mit Emissionsrechten im System des Umweltrechts. Prof. 18119 Rostock-Warnemünde. das Energieeinspeisungsgesetz VI ZUR 5/2003 .und Technikrecht der Universität Trier. Stefan Heiland) – Öffentlichkeitsbeteiligung im Rahmen der Strategischen Umweltprüfung – Auswirkungen des Netzes Natura 2000 auf die Bundesverkehrswegeplanung und andere Infrastrukturplanungen – Ökologisierung des Länderfinanzausgleichs bzw. SEPTEMBER 2003 – 9:00 BIS 17:00 UHR Duisburg Vermittlung von Entsorgungsdienstleistungen – Ein Betätigungsfeld nicht nur für Makler Rechtliche Rahmenbedingungen und Gestaltungsmöglichkeiten für Vermittlungsgeschäfte mit Abfällen Die Rechtsprechung nimmt die Makler neben anderen am Entsorgungsvorgang Beteiligten in die Pflicht. SEPTEMBER 2003 – 9:00 BIS 17:00 UHR Duisburg Neue Rechtsvorgaben in der Kreislauf. des kommunalen Finanzausgleichs Anmeldung: Universität Rostock.de. das bestimmte Entsorgungsvorgänge lediglich managt. SEPTEMBER 2003 – 9:00 BIS 17:00 UHR Duisburg Aktuelle Rechtsprechung zur Erhebung kommunaler Abfallgebühren Zurückgehende Abfallmengen im Spannungsfeld der verursachergerechten Gebührenerhebung Die Erhebung kommunaler Abfallgebühren wirft in der Alltagspraxis ständig neue Rechtsfragen auf. Dr. Prof. Dr. Rüdiger Breuer – Der Handel mit Emissionsrechten aus der Sicht des Zivilrechts. durch Dritte ausführen lässt. Dies gilt jedoch nicht allein für den „Nur-Makler“. OKTOBER 2003 Rostock 1. Das Fachseminar bietet die Möglichkeit. damit Abfälle und gefährliche Güter unter Berücksichtigung der abfallrechtlichen. BIS 7.-DetlevKarsten-Rohwedder-Straße 70. Juristische Fakultät. Dr. sich mit den aktuellen gebührenrechtlichen Fragestellungen auseinanderzusetzen. Detlef Czybulka) – Die gesellschaftliche Dimension des Naturschutzes – Basis für Naturschutzstrategien (Dr. 31 (Haus 1).): – Der Handel mit Emissionsrechten als völkerund europarechtliches Problem.): – Der rechtliche Rahmen für die Integration des Naturschutzes in andere Politik. März 2003 ist die Altholzverordnung in Kraft getreten. 7. Dr. klassifizieren und dokumentieren Abfall. Teilnahmegebühr: 395. März 2003 ist die Altholzverordnung in Kraft) Zum 1. Gerhard Wagner Tagungsbeitrag: 300. Dr.und Wasserwirtschaft GmbH. Das Seminar am 7. Tel.00 Euro Anmeldung: Bildungszentrum für die Entsorgungs. Prof. Warnemünder Naturschutzrechtstag: „Erhaltung der Biodiversität als Querschnittsaufgabe – Integration des Naturschutzes in andere Politikund Verwaltungsbereiche“ Themen (u. Oktober 2003 stellt in umfassender Weise die gegenwärtige Situation der Altholzentsorgung und die zukünftigen Entwicklungen dar. 26. Dr.und Verwaltungsbereiche (Prof.uni-rostock. BIS 22. 47228 Duisburg. den Regelungsinhalt der neuen Rechts-Verordnungen und ihre Verzahnung mit den Rechtsvorgaben im Kreislaufwirtschafts.Detlev-Karsten-Rohwedder-Straße 70. OKTOBER 2003 – 9:00 BIS 17:00 UHR Duisburg Grenzüberschreitende Abfallentsorgung Wege durch den Paragraphendschungel beim Import und Export von Abfällen Das Seminar zeigt die aktuellen Entwicklungen beim Abfallverbringungsrecht auf und gibt Hilfestellungen bei der Handhabung von Formularen und der Interpretation der Leitlinien für das Zusammenstellen von Notifizierungsunterlagen. umfassender Überblick über die aktuellen Rechtsfragen und den aktuellen Stand der Rechtsprechung gegeben. und die Biomasseverordnung greifen.-DetlevKarsten-Rohwedder-Straße 70.