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Einspeisevergütung für nicht erzeugten Strom
Allgemein: Stimmt es, dass die Energieversorger Windparks einfach abschalten können, weil zu viel Strom die Stromnetze überlasten würde? Die Netzbetreiber sind entsprechend dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) dazu verpflichtet, Strom aus erneuerbaren Energien vorrangig abzunehmen und zu vergüten. Die Netzbetreiber haben außerdem grundsätzlich die gesetzliche Verpflichtung, die Stromnetze so auszubauen, dass sie den Anforderungen der wachsenden Nutzung der Erneuerbaren Energien und damit den bei Windparks je nach Windaufkommen schwankenden Einspeisemengen gerecht werden. Der Ausbau der Versorgungsnetze ist bisher jedoch nicht oder zumindest nicht ausreichend erfolgt. Deshalb können die Energieversorger bzw. Netzbetreiber Windparks zwar in der Leistung reduzieren oder ganz abschalten, wenn sich eine Überlastung des Stromnetzes abzeichnet, müssen den Betreibern der Windparks jedoch den Ertragsausfall bezahlen. http://www.prokon.net/prokon-transparent/prokon-antworten-auf-politische-fragen.php Im Odenwaldkreis wird ist zurzeit wegen fehlender Leitungskapazitäten die Leistung der Windräder auf 100% reduziert, wird aber zu 100% bezahlt: Wie Gert Blumenstock informiert, speisen zwei der älteren Anlagen den dort erzeugten Strom nach Süden ins Netz ein, die beiden anderen nach Norden. In diese Richtung soll auch die Energie der beiden neuen Rotoren abfließen, und eben deswegen baue die HSE aktuell dort ihr Netz aus, sagt deren Sprecher. Konkret wird eine 20-Kilovolt-Freileitung demontiert und durch ein Erdkabel mit größerem Durchmesser ersetzt – ein Vorhaben, das aller Voraussicht nach im Verlauf dieses Jahres abgeschlossen werden dürfte. Vor dem Hintergrund dieser Baumaßnahmen ist demnach auch der Schritt zu verstehen, die Leistung der beiden neuen Rotoren vorübergehend auf 75 Prozent der Maximalleistung zu beschränken. Von einer solchen Drosselung hatte Gerhard Wannemacher, Geschäftsführer der Erzhäuser WindenergieFirma WHS Enertec, gegenüber dieser Zeitung berichtet (ECHO vom 12. Dezember: „Windstille kommt Rotorenbauern recht“). HSE-Sprecher Blumenstock verweist nun seinerseits darauf, dass ein solcher Schritt gemäß Paragraf 11 Absatz 1 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zulässig ist. Diese Regelung erlaubt es demnach den Netzbetreibern, die Leistung einer Windkraftanlage vorübergehend auf 75 Prozent der Maximalleistung zu beschränken, wenn dies aufgrund von Arbeiten für den Netzausbau (Abbau von Freileitungen, Austausch von Kabeln oder ähnliches) erforderlich ist. Allerdings, so betont Blumenstock, entstünden dem Anlagenbetreiber daraus keine finanziellen Einbußen: Die wegen der Leistungsbeschränkung entgangene Einspeisevergütung werde nämlich dennoch ausgezahlt. Dabei sei sichergestellt, dass die nach den Windverhältnissen größtmögliche Strommenge angenommen wird. Am Hainhaus würden dazu die vorliegenden Messdaten der älteren Anlagen verwendet und auf die neuen Rotoren umgerechnet. Odenwälder Echo, 12.01.2012 http://www.echo-online.de/region/odenwaldkreis/kreis/HSE-ersetzt-Freileitung-durch-Erdkabel-fuerWindenergie;art1279,2489816

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