3/2012

25. Jahrgang
Verlagspostamt 6050 Hall · P.b.b., Postzulassungsnummer: 02 Z 030211 M

Volksmusik und Blasmusik
Tiroler Bläserwoche 2012 1. Tiroler Jugendblasorchestertag 2012 Musizieren im Familienkreis: Die Engel-Familie

Seite 4-7 Seite 8-10 Seite 13 Seite 24-25

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Editorial und inhalt

Geschätzte Leserinnen und Leser der BiT!
olksmusik und Volkskultur sind Begriffe, die sehr dicht um die Blasmusik herum angesiedelt sind. Gerne betrachten wir uns als repräsentative Sparte der Volkskultur und tragen somit zum Musiziergut des Volkes bei, wörtlich genommen. „Volksmusik“ bezeichnet zum einen die traditionelle, häufig schriftlos überlieferte Musik. Sie ist für bestimmte Regionalkulturen charakteristisch oder wird dafür gehalten. Sie umfasst Volkslieder, instrumentale Stücke und Musik für Volkstanz. Im allgemeinen Sprachgebrauch umfasst Volksmusik davon abweichend auch volkstümlichen Schlager, also moderne Unterhaltungsmusik mit Elementen der traditionellen Volksmusik.“, lässt sich in Wikipedia nachlesen und man erkennt schnell, dass die Betrachtungsweisen sehr divergieren. Dass für Volksmusikanten reinster Prägung die Linien sehr klar gezogen sind, können wir in dieser Ausgabe der BLASMUSIK in Tirol feststellen, Peter Kostner und Florian Pedarnig richten flammende Appelle an die Blasmusik in Sachen Volksmusikinterpretation. Hohe Dichte kann man der Aktivität im Jugend- und Verbandsgeschehen attestieren, an verschiedensten Projekten wird intensiv gearbeitet. Auch der Blick auf die Konzertereignisse im Lande bewirkt große Anerkennung gegenüber Leistung, Kreativität und Fleiß. Beschaulicher hingegen ist wohl der Blick auf das Musizieren der Engel-Familie, einem Tiroler Aushängeschild jungen Musizierens des letzten Jahrhunderts, aber auch heute nachahmenswert. Viel Freude mit dieser Ausgabe der BLASMUSIK in TIROL wünscht Euer Josef Wetzinger

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Thema

Volksmusik und Blasmusik ........................... 4-7

Aktuelles

Tiroler Bläserwochen 2012 .......................... 8-9 Sächsische Bläserphilharmonie ..................... 10 Kapellmeisterwettbewerb „con brio Tirol“ ........ 11 1. Tiroler Jugendblasorchestertag ................... 13 Landesjugendblasorchester............................ 14 ÖBV-Führungskräfteseminar Nord .................. 15 Reading Session .......................................... 15 Österr. Jugendblasorchester-Wettbewerb .......16-17 Philips Symphonisches Blasorchester ........ 18-19 ÖBV: neuer Präsident .................................... 19 Konzertvorschau .......................................... 46 Bläserklassen in Tirol ............................... 20-21 275. Geburtstag von Michael Haydn ............. 23 Musizieren im Familienkreis ..................... 24-25

Panorama

Mitteilungen ............................... 26-30 Jugendarbeit intensiv .............................. 31-33 Bezirksmeldungen .................. 34-45 In memoriam ................................... 47 Service
CD-Bespechungen .................................. 48-49 Neue Noten................................................. 49 Termine ...................................................... 50 Kapellen suchen .......................................... 50

Kapellenveranstaltungen
Weisenblasen auf der Bergeralm. Foto: Bruno Kröll

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titelbild: Flügelhornisten der Musikkapelle Steinach am Brenner beim

Die nächste BiT erscheint im Dezember 2012 Redaktionsschluss: 31. Oktober 2012

IMPRESSUM: Medieninhaber und Herausgeber: Landesverband der Tiroler Blasmusikkapellen | Redaktion: Josef Wetzinger | Redaktionsteam: Siegfried Knapp, Hermann Pallhuber, Roland Mair, Wolfram Rosenberger, Christian Zoller, Michaela Mair, Ursula Strohal | Produktion: Ablinger.Garber, Medienturm, 6060 Hall i. T., www.ablinger-garber.at | Für den Versand verantwortlich: Roland Mair | Verband: Klostergasse 1, A-6020 Innsbruck, Tel.: 0512/572333, Fax: 0512/572333-60, E-Mail: redaktionBiT@blasmusikverband-tirol.at oder presse@blasmusikverband-tirol.at | Jahresabogebühr e 15,- (ins Ausland plus Porto) | Die Redaktion behält sich Kürzungen und/oder sprachliche Abänderungen der zugesandten Beiträge vor.

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„Die Aushaltigen“, eine Tiroler Tanzlmusig, die sich aus der Musikkapelle Mieders heraus gebildete hat.

Foto: Mair

Volksmusik und Blasmusik
Eine Partnerschaft wider Willen?
ine scheinbar unendliche Geschichte: die Sache mit der Volksmusik in der Blasmusik oder der Blasmusik in der Volksmusik. Wie sehr brauchen diese Begriffe, ihre Entstehungsgeschichte und ihre Musizierpraktiken einander? Möglicherweise behindern sie einander sogar? Irgendwie kommt jeder von uns Blasmusikanten einmal in Kontakt mit der „gepflegten“ Volksmusik, die heutzutage gern als die „echte“ Volksmusik bezeichnet wird, vielleicht sogar mehr als

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ein Volksmusikant mit der Blasmusik in Verbindung tritt. Angeregt durch die vielfältigen Referate und Diskussionen und auch angesichts der ziemlich vielen Potpourris, die immer wieder entstehen, halte ich es gerade für unseren Tiroler Verband nötig, einmal mehr diese Problematik (die möglicherweise gar keine endgültige Klärung finden kann) aufzugreifen und kommentieren zu lassen. Gerade der Stil des Tiroler Musizierens als besonderes Alleinstellungsmerkmal in der Tiroler Volkskultur, wo regionale Blasmusik und regionale Volksmusik einen sehr hohen Stellenwert innehaben und beinahe „omni-

präsent“ sind, verlangt immer wieder nach einer Klärung und Orientierung im Wesentlichen der Musik. Deshalb habe ich mich für diese Ausgabe der BiT an zwei Tiroler Gewährsleute gewandt, die sowohl in der Blasmusik als auch in der Volksmusik entscheidend mitgestalten und deshalb auch Ansprechpartner für diese Thematik sind: Florian Pedarnig und Dr. Peter Kostner. Anhand eines Fragenkataloges oder auch bloß in freien Gedanken haben sie ihre Erfahrungen und Meinungen der BiT mitgeteilt. Hier nun ihre Statements. Herzlichen Dank!
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Lkpm. Hermann Pallhuber

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Peter Kostner
Volksmusik und Blasmusik Eine Verbindung aus Zeiten von vorgestern? un gut, für viele oberflächliche Musikkonsumenten ist Blasmusik gleich Volksmusik und umgekehrt. Gar mancher Nicht-Insider glaubt, dass Blasmusik vor allem aus zünftiger Marschmusik und schmissigen Polkas und damit vermeintlich aus Volksmusik besteht. Dabei wird es wohl schwer ein Musikgenre geben, das sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten derart pulsierend, innovativ und in hochkünstlerische Sphären entwickelt hat wie die Blasmusik. Auch dürfte kein anderer Klangkörper eine derart große Breite an Musikliteratur (von der Renaissance-Musik bis zum Top-Seller aus aktuellen Charts) wie eine Blasmusikkapelle bzw. ein Blasorchester oder eine Brass Band abdecken. Die Sinnhaftigkeit und Stilechtheit ist eine andere Frage. Ob Volksmusik eindeutig definierbar ist, darüber streiten sich die Wissenschaftler (in Tirol hat sich durch das unermüdliche Arbeiten bedeutender Vorbilder wie etwa Peter Moser, Florian Pedarnig, Peter Reitmeir, Franz Posch, Andreas Feller u.a. eine recht klare Begriffsbildung ergeben, was man denn unter Volksmusik versteht). Ob Volksmusik (im Speziellen die alpenländische) klare Grenzen hat oder weiterentwickelbar ist, darüber hat es schon Symposien mit ungeklärtem Ausgang gegeben. Ob Volksmusik in einer derart großen Vielfalt an (besserer und schlechterer) neuer Blasmusikliteratur in den Konzertprogrammen unbedingt Platz finden soll, das kann und muss jede/-r Programmverantwortliche, sprich Dirigent/-in, selbst entscheiden. Persönlich glaube ich, dass wir in einer Zeit der Globalisierung, Internationalisierung und Vernetzung einer „VerMac-Donaldisierung“ der Musik manchmal entgegentreten sollten. Der musikalische Einheitsbrei ermüdet auf Dauer! Es gibt viele Möglichkeiten, dem klanglichen, rhythmischen und melodischen Mittelmaß entgegenzuarbeiten. Eine Chance ist vielleicht auch die heimische Volksmusik. Das ist Musik, die uns Österreicher – oder noch enger gefasst uns Tiroler – ausmacht und auch unverwechselbar macht. Gerade weil wir vom Ausland so intensiv mit neuer

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Literatur versorgt, manchmal sogar bombardiert werden, ist vielleicht auch die Besinnung auf das eigene Musiziergut besonders wichtig. Allerdings ist die persönliche Erfahrung mit der Volksmusik im Rahmen der Blasmusik eine durchaus ambivalente. Aber jedenfalls so positiv, dass ich nach wie vor die Stärke und den Ausdruck der heimischen Musik auch im Blasorchester nicht missen oder missachten möchte. So wie manche zweistimmige innige Liedweise zum großen Chorsatz ausgearbeitet mitunter ihren ursprünglichen Charakter verliert, ist die musikantische Umsetzung eines „Tanzls“ mit einem Blasorchester schwer möglich. Ich habe beispielsweise eine in Egerländer-Besetzung und mit Profimusikern perfekt eingespielte, glatt gebügelte und in halligem Soft-Sound produzierte CD von Stücken Gottlieb Weißbachers im Ohr, welche die ursprüngliche Kraft der Inntaler-Musik vollends vermissen lässt. Was tun dagegen? Bei all den guten Volksmusik-Potpourris, die in verschiedenen Verlagen erhältlich sind, ist besonders auf eine möglichst authentische Interpretation zu achten, d.h. hier ist manchmal weniger mehr, also kleinere Besetzungen entsprechen hierbei oft eher dem ursprünglichen Charakter der Musik. „Musikantisches Musizieren“ kann manchmal nicht aus den Noten gelesen werden. Rhythmisierungen, Phrasierungen, Tongebungen, die unsere Volksmusik ausmachen, sind oft nicht notierbar. Da hilft nur das Zuhören! Am besten Vorbildgruppen bei öffentlichen Auftritten, gut eingespielte Tonträger sind ebenfalls eine gute Hilfe. Eine Opernouvertüre kann eigentlich nur dann sinnvoll und werkgetreu interpretiert werden, wenn man den Inhalt der Oper kennt. So verhält es sich auch mit dem Volks-

lied: Im Bläsersatz ist es dann richtig umsetzbar, wenn man auch den Liedinhalt kennt. Es ist ein Unterschied, ob wir ein inniges Liebeslied, ein patriotisches Heimatlied oder ein Wildschützenlied spielen. Eine intensive Auseinandersetzung mit der Musik ist unumgänglich, auch in der Volksmusik! Die Erfahrung zeigt, dass trotz der Einfachheit der Volksmusik die Erarbeitung eines Volksmusik-Potpourris doch intensive Probenarbeit benötigt. Vom Arbeitsaufwand durchaus vergleichbar mit mancher Ouvertüre oder einem sinfonischen Werk. Diese Tatsache wird – meiner bescheidenen Meinung nach – sehr oft unterschätzt, weil die vermeintliche Einfachheit sowohl bei Dirigenten als auch Musikern zu oberflächlicher Behandlung der Musik führt. Und was kommt dabei heraus: Musik die weder die Aktiven noch die Zuhörer berührt, geschweige denn begeistert. Zweifelsohne ist die intensive Arbeit an der Volksmusik mitunter schwerer als an sog. symphonischer Musik oder zeitgemäßer Unterhaltungsmusik, zumal Melodien und Rhythmen bei weitem nicht so „spektakulär“ sind. Aber wie intensiv kann man dann doch an Phrasen und Melodiebögen, Intonation, Schlüssen, Übergängen, klanglichen Abstufungen, musikantischem Ausdruck u.v.m. arbeiten! Mitunter ein Langzeitprozess, der sich setzen muss. Ich darf hier nochmals meine persönliche Erfahrung einbringen: Manchmal musste man bei Musikanten/innen recht große Überzeugungsarbeit leisten und den langen Atem bewahren. Aber authentisch, mit Kraft, Feinfühligkeit, Exaktheit und Überzeugung musiziert konnte die Volksmusik auch bei Konzerten in sehr großem Rahmen beim Publikum extrem gut punkten (und damit schließlich auch bei zweifelnden Musikern)!

Meister ihres Faches: die Zillertaler Weisenbläser unter der Leitung von Stefan Neussl.
Foto: Margreiter

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eine ernsthafte Beschäftigung mit der Musik. Sonst lieber Finger weg (aber das gilt eigentn lich für jede Art von Musik)! Peter Kostner Seit 22 Jahren aktiver und sich auch mit Volksmusik beschäftigender Kapellmeister

Vom Autor im Bereich Volksmusik erschienen:
2010 spielte die Musikkapelle Fulpmes in ihrem Frühjahrskonzert gemeinsam mit dem Foto: Mair Volksmusiktrio „Stubaier Freitagsmusig“. Unsere gut besetzten Register im weitmensurierten Blech sind in neueren Kompositionen recht oft stiefmütterlich behandelt. Flügelhornisten und Tenorhornisten können sich gerade in der Volksmusik bestens einbringen, zumal die weiche Klangfarbe besonders gut zu den Liedweisen, Jodlern und auch Tänzen passt. Möglichkeiten die Volksmusik in die Blasmusik einzubauen gibt es viele: Vom ausgearbeiteten Potpourri bis zu einzelnen Flügelhornweisen und Tanzlmusigstücken beim Platzkonzert oder beim geselligen Beisammensein im Wirtshaus. Literatur dazu ist in den verschiedenen Verlagen mittlerweile genügend zu finden. Wichtig ist allerdings • So klingt's bei uns dahoam – Volksmusikpotpourri, Musikverlag Helbling 1993 • Klingendes Österreich – Volksmusikpotpourri, Musikverlag Helbling 2012 • Kimmt schian hoamlig die Nacht – Abendlieder für Blasorchester, TSS Musikverlag 2009 • Bläserweisen durch's Jahr: TSS Musikverlag 2003

Florian Pedarnig
„Volksmusik und Blasmusik“ Meine Gedanken dazu Als ehemaliger Tiroler Landeskapellmeister und Kapellmeister mehrerer Tiroler Musikkapellen zwischen 1956 und 1998 ist mein Interesse an den Konzertprogrammen unserer Tiroler Musikkapellen ungebrochen. Mit einigem Bedauern stelle ich fest, dass in den Programmen der sog. Jahreskonzerte, der Frühjahrs- oder Cäcilienkonzerte Volksmusikpotpourris kaum mehr berücksichtigt werden. Auch bei den dörflichen Pavillon- oder Platzkonzerten wartet man oft vergeblich auf einen volksmusikalischen Beitrag in Form eines Volksmusikpotpourris, oder auf ein oder zwei von einer Weisenbläsergruppe geblasenen Volkslieder. Das ist schade!! Als Alternative zu den Volksmusikpotpourris gäbe es auch die Möglichkeit Volkslieder mit den einzelnen Registern einer Musikkapelle im Konzertprogramm zu berücksichtigen, zum Beispiel unter dem Motto: „Volkslieder und Weisen im Registerklang“. Mögliche Registervarianten wären: Klarinettenensemble mit Bassklarinette, oder gesamtes Holzbläserregi-

ster mit, oder ohne Saxophone (* Siehe auch Literaturhinweise unten) – Weites Blechquintett mit 2 Flügelhörnern, Tenorhorn, Bariton und Bass – Enges Blechquartett mit 2 Trompeten und 2 Posaunen, dazu ein Bass – Tiefes Blechquintett mit 2 Hörnern, Tenorhorn/Posaune, Bariton/Posaune und Bass. Bei Konzerten im Freien könnte man aus klanglichen Gründen die Register auch chorisch besetzen. Was soll ein Volksmusikpotpourri für Blasmusikkapelle/Blasorchester bewirken? Florian Pedarnig: Gerade wegen des übergroßen Angebotes an Blasmusikliteratur, vor allem durch diverse Ausländische Verlage sollte unser geschätztes Blasmusikpublikum auch auf unseren überreichen Schatz an überlieferter musikalischer Volkskultur immer wieder aufmerksam gemacht werden. Durch eine vorbildliche Interpretation der Lieder, Tänze und Weisen und durch eine gründliche, gewissenhafte Probentätigkeit seitens des Kapellmeisters könnte man auch unsere Blasmusikjugend behutsam an die für sie ungewohnte Musikgattung hinführen und eventuell sogar für die musikalische Tiroler Volkskultur begeistern. Wo liegen deine Anliegen für die Kapellmeister? Was die Interpretation von Volksmusik in der Blasmusik betrifft wären die Kapellmeister ge-

fordert und gut beraten, wenn sie sich vermehrt auch für das Volkslied und die Volksmusik interessieren würden, vor allem was die musikalische Gestaltung betrifft. Bei der Interpretation von Volksliedern, ob mit einer Weisenbläsergruppe, oder im Rahmen eines Volksmusikpotpourris sollte man unbedingt auch den Text der Lieder kennen, den Musikanten/innen mitteilen und sich an vorbildlichen CD-Aufnahmen von Volksliedchören und auch kleineren Gesangsgruppen orientieren, vor allem aber an den hervorragenden CDs der „Alpbacher Bläser“, den Bläsern der „Tiroler Kirchtagmusig“, beide mit Sätzen und zwei- bis sechsstimmigen Weisen von und mit Peter Moser -, den Bläsern der „Tiroler Sunnwend Musig“, den „Goinger Weisenbläsern“, den „Pongauer Bläsern“, dem „Tiroler Posaunenquartett“ und noch vielen anderen vorbildlichen CD-Produktionen aus den Bundesländern. Leider werden so manche Lieder von den Weisenbläsergruppen oft zu langsam gespielt, . . . .“weil die Liadln halt gar soo schien sein“!! Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, damit Volksmusik und Blasmusik einen Sinn ergeben? Die Wertschätzung der Volksmusik und des Volksliedes seitens des Kapellmeisters wäre sehr wünschenswert. Zwei Punkte sind für mich ganz entscheidend:

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Vom Autor im Bereich Volksmusik erschienen:
• KLARINETTENWEISEN Alpenländische Lieder und Jodler für 2-5 Klarinetten zusammengestellt und bearbeitet von Florian und Stefan Pedarnig Musikverlag Helbling 1994 - Notenausgabe mit Partitur, Einzelstimmen und CD. Ich darf bei dieser Gelegenheit wegen der großen Nachfrage eine längst fällige 2. Folge der KLARINETTENWEISEN ankündigen, die Mitte Oktober im Musikverlag Helbling erscheinen wird unter dem Titel: KLARINETTENWEISEN FOLGE 2 „Mit Liedern, Weisen und Tanzln durch’s Jahr, wieder ausgewählt und bearbeitet für 2 – 5 Klarinetten - mit den Zusatzstimmen für Flöten, Oboe, Fagotte und Saxophone - von Florian und Stefan Pedarnig. Die Sammlung umfasst 32 geistliche und weltliche Lieder, Tänze und Weisen für den Jahreslauf. Alle Stücke wurden in hervorragender Qualität vom „Innbrüggler Klarinettenquintett“, vom „Klarinettenquintett der Musikschule Telfs“ und von den „Innsbrucker Volksmusikanten“ auf CD produziert und sind zusammen mit dem Notenmaterial ab Mitte Oktober 2012 beim Musikverlag Helbling erhältlich. • Älplerisch g’sungen – älplerisch g’spielt: Volkslieder und Tänze für Blasmusik - Musikverlag Helbling 1989 • Bei uns in Tirol, Mit Liedern und Weisen durch‘s Jahr: Musikverlag Helbling • Älplerisch – Tirolerisch: Gekürzte Zusammenfassung meiner beiden obenstehenden Potpourris in der Dauer von ca. 7 Minuten, erhältlich beim TSS Musikverlag • 21 Geistliche- und weltliche Volkslieder für tiefes Blech – Beim Autor in A 4 Format als Capella-Partitur erhältlich unter: florian.pedarnig@ live.at Die Einzelstimmen dazu sind in Vorbereitung. Zum Abschluss möchte ich noch darauf hinweisen, dass eine ganze Menge von Bläserweisen, Liedern und Jodlern, zwei- bis sechsstimmig gesetzt von Peter Moser, oder Stefan Neussl, in den Musikverlagen Helbling, Karl Edelmann und TSS Musikverlag erhältlich sind.

Die bekannten Tiroler Tanzmusikanten. 1. Die Musikanten/innen müssen das Gefühl haben, ihr musikalischer Leiter ist fest überzeugt, dass auch diese Musikgattung eine Bereicherung für ein niveauvolles, abwechslungsreiches Konzertprogramm darstellt. 2. Ein Volksmusikpotpourri braucht für eine stilistisch und musikalisch gute Einstudierung seine Probenzeit. Diese hängt natürlich auch von der Länge und der Schwierigkeit des Werkes ab. - Ein Kapellmeister hatte vor Jahren mein damals neues Volksmusikpotpourri „Bei uns in Tirol“ -„Mit Liedern und Weisen durchs Jahr“ - Dauer 10 Min. - auf dem Programm eines Cäcilienkonzertes. Ich habe mich nach dem sehr gelungenen Konzert für die hörbar gute Einstudierung gerade dieses Stückes bedankt und er sagte mir, dass er für dieses Potpourri mindestens so viel Probenzeit benötigte wie für die Ouvertüre zu „Nabucco“ von G. Verdi, die im 1. Teil auf dem Programm stand. Dementsprechend begeistert reagierte auch das zahlreiche Konzertpublikum auf die sehr schöne, musikalische Gestaltung dieses Potpourris. Was soll vermieden werden? Dass ein Kapellmeister eine Viertelstunde vor dem Ende einer Probe sagt: „Meine Lieben, lasst mich noch schnell das Potpourri „Melo-

Foto: Mair

dien aus Tirol“ durchspielen, ich möchte es am Sonntag beim Frühschoppenkonzert aufs Programm setzen, wir haben es ja vor zwei Jahren öfters gespielt“. (Siehe auch Punkt 2 oben). Wie schaut ein gutes Volksmusikpotpourri aus, welche Regeln gibt es? Es sollte vom Ablauf und im musikalischen Aufbau abwechselnd sein, eine dem Stück entsprechend passende Einleitung und einen wirkungsvollen Schluss haben, mit wechselndem Tutti- und Registerspiel (siehe ganz oben) und mit gut überlegten Überleitungen – wenn notwendig, mit harmonisch einwandfreien Modulationen – zwischen den Liedern und Tänzen ausgestattet sein. Die Länge von 10 Minuten sollte nicht wesentlich überschritten werden. Neben den mehreren guten älteren-, aber auch in letzter Zeit - ab den 90er-Jahren - veröffentlichten sehr gelungenen Volksmusikpotpourris von Peter Kostner, Peter Moser, Andreas Bramböck, Toni Profanter , Gottfried Veit u.a., ist für mich nach wie vor „Älplerische Weisen“ – Ein Melodienreigen für Blasmusik – von Sepp Tanzer das große Vorbild. Manche mögen sagen, das ist doch ein „alter Hut“, ich aber sage, dieser alte Hut aus dem Jahre 1955 wird auch noch über Jahrzehnte „wasserdicht“-, eben ein sog. Klassiker unter den Volksmusikpotpourris sein und bleiben! Wann soll ein Volksmusikpotpourri ins Programm aufgenommen werden? Nur wenn es dem musikalischen Leiter ein wirkliches Anliegen ist, dass die Volksmusik, im speziellen das geblasene Volkslied in einem Konzertprogramm den ihm gebührenden Platz haben sollte. Er wird dann auch mit der notwendigen Ernsthaftigkeit dafür sorgen, dass gerade auch diese Musikgattung von seinen Musikanten/innen ernst genommen und eine gründliche Probenarbeit dazu akzeptiert n wird.

Weisenbläserseminare erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Hier LKPM Hermann Pallhuber beim Unterricht mit der Foto: Mair „Lei koa Gneat Tanzlmusig“.

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AKTUELLES

Eine Woche im Jahr
Tiroler Bläserwoche 2012
nd schon war es wieder soweit! Montag, 09. Juli 2012: Beginn der Tiroler Bläserwoche auf dem Grillhof. War nicht gerade das Schlusskonzert der Bläserwoche 2011 verklungen? So schnell vergehen die Jahre! Und so trafen sich viele alte Bekannte und auch einige neue Gesichter bereits ab 07:00 Uhr beim Einchecken in den ehrwürdigen Räumen des „Grillhof “ in Vill bei Igls. Das Organisationsteam hatte sich auch für die diesjährige Woche viele Neuerungen einfallen lassen. Gleich am ersten Tag gab es Orchestermusikerinnen und Orchestermusiker „zum Anfassen“ – zu Gast war die Sächsische Bläserphilharmonie (das ehemalige Rundfunkblasorchester Leipzig) mit ihrem Dirigenten Thomas Clamor. In den

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gleichzeitig stattfindenden Dirigierworkshop mit Prof. Clamor wurden auch die Teilnehmer/innen der Bläserwoche mit einbezogen. Am Vormittag gab es interessante Vorträge über das Orchester und die Musizierphilosophie dieses Klangkörpers, am Nachmittag standen die Registerführer für Anfragen zur Verfügung und gaben Tipps und Tricks aus der täglichen „Orchesterküche“ weiter. Den Höhepunkt bildete dann das abschließende Workshop-Konzert, das alle Zuhörer/innen schwer beeindruckte und bestens für die kommende eigene Orchesterarbeit motivierte. Daneben wurde allerdings schon am Montag in den Registern eifrig die erste Orchesterprobe vorbereitet. Bernhard Sieberer, der in diesem Jahr zum zweiten Mal das Kursorchester „Tyrolean Winds“ leitete, hatte ein anspruchsvolles Konzertprogramm ausgewählt

Aufgrund der tollen Orchesterbesetzung gelang schon die erste Probe am Montagabend sehr gut. Nach einer etwas „unruhigen“ ersten Nacht (die beiden „Aufsichtführenden“ Rudi Pascher und Werner Mayr hatten eine Zeitlang alle Hände voll zu tun) machten sich Referent/ innen und Teilnehmer/innen am Dienstag mit voller Kraft an das Werk. Aus allen Seminarräumen erklangen fast pausenlos Bläserklänge in allen Tonhöhen und Lautstärken.

Konzertprogramm

Der Dirigierkurs rund um Meister Bernhard Sieberer.

• Philip Sparke: Suite from Hymn of the Highlands • Johannes Brahms / Arr. Bernhard Sieberer: Ungarischer Tanz Nr. 6 • Hans Zimmer / Jay Bocook: Pirates of the Carribean: At World´s End • Steven Reineke: The Witch and the Saint

Bernhard Sieberer leitete auch heuer wieder das Orchester „Tyrolean Winds“.

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AKTUELLES
gendlichen Hörstunden in die Details verschiedener Musikstile ein. Bernhard Sieberer weihte seine „Schäfchen“ in die Geheimnisse des Dirigierens ein. In zusätzlichen abendlichen Einheiten arrangierten die Teilnehmer/ innen des Kurses „Arrangieren mit Klemens Vereno“ kleine Stücke für Blasorchester. Der Mittwochvormittag stand ganz im Zeichen des Rhythmus. Norbert Hebertinger – Landesjugendreferent des Oberösterreichischen Blasmusikverbandes und MSL im Oberösterreichischen Musikschulwerk – zündete ein wahres Feuerwerk des Rhythmus, von Body Percussion bis zu besonders anspruchsvollen Rhythmusstücken im Gesamtorchester.

Beim Abschlusskonzert am Freitag wurde das in der Woche Erarbeitete dargeboten.

FachreferentInnen leisteten hervorragende Arbeit

Folgende Fachreferentinnen und Fachreferenten standen die ganze Woche zur Verfügung und leisteten hervorragende Arbeit: • Querflöte: Günther Handl - Musikschulleiter im Tiroler Musikschulwerk und Tiroler Landeskonservatorium • Fagott: Daniele Muleri - Tiroler Symphonieorchester Innsbruck und Tiroler Landeskonservatorium • Klarinette: Stephan Köhle, MA – Tiroler Musikschulwerk • Saxophon: Mag. Peter Girstmair – Städtische Musikschule Hall in Tirol – Wiener Philharmoniker • Horn: Sylvia Klingler: Musikschule Telfs – Tiroler Musikschulwerk • Trompete/Flügelhorn: Raimund Walder – Musikschulleiter im Tiroler Musikschulwerk

• Tenorhorn/Bariton: Harald Buchner – Musikschulwerk Oberösterreich • Posaune: Craig Hansford – Tiroler Symphonieorchester Innsbruck • Tuba: Florian Trenkwalder – Tiroler Musikschulwerk • Schlagzeug: Stephan Mader – Tiroler Musikschulwerk Ihnen sei an dieser Stelle besonders herzlich gedankt. Alle sind seit vielen Jahren Erfolgsgaranten für die Tiroler Bläserwoche. Das bewies auch der tolle Applaus für jeden Einzelnen am Ende des Schlusskonzertes! Über das Bläsertechnische hinaus führte Prof. Klemens Vereno vom Mozarteum Salzburg wieder mit abwechslungsreichen mor-

Posaunen-Referent Craig Hansford ist bekannt und beliebt für seine humorvolle Art.

Das Hornregister war in diesem Jahr besonders stark.

Die Flötistinnen und ihr Referent Günther Handl spielen gemeinsam auf einem Instrument.

Marianne Wierer-Wesdorp – Atempädagogin und Oboisten – arbeitete mit den Kursteilnehmer/innen an der Verbesserung der Atmung. So vergingen die Tage wie im Flug. Die Stimmung an den Abenden war besonders kameradschaftlich und gut. Das Schlusskonzert am Freitag bewies mit Beiträgen, die großteils von den Dirigierschülern geleitet wurden, das hohe Niveau und die gute, disziplinierte Arbeit der Woche. Davon konnten sich auch der Obmann des Tiroler Blasmusikverbandes Siegfried Knapp und der Geschäftsführer Roland Mair sowie Ehrenobmann Herbert Ebenbichler überzeugen, die mit ihrer Anwesenheit große Wertschätzung bezeugten. Große Freude herrschte auch über den Besuch von Hans Eibl und Florian Pedarnig, den zwei Landeskapellmeistern früherer Jahre. Dass am Schluss doch einige Wehmut aufkam, war nicht nur der Tatsache des Abschiednehmens zuzurechnen. Es war der letzte Kurs auf dem „alten Grillhof “. Das Haus wird ab Herbst und während des nächsten Jahres komplett umgebaut. Für 2013 wird also nach einem anderen Veranstaltungsort gesucht, 2014 sollte dann wieder der umgebaute neue Grillhof die Heimstatt der Woche sein. Die letzten Zeilen diese Beitrages seien deshalb dem Grillhofteam gewidmet: Wir bedanken uns auf das Herzlichste für alles, was ihr für uns in dieser Woche getan habt! Dabei ergeht ein besonderer Dank an die neue Wirtschaftsleiterin Sandra Pichler, die die Nachfolge von Margarethe Lechner in perfekter Weise angetreten hat, aber auch ein Dank an Martin Weber und den Leiter Franz n Jenewein. Werner Mayr

Ein weiterer „Special Guest“

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AKTUELLES

Die Sächsische Bläserphilharmonie zum Auftakt der Tiroler Bläserwoche 2012
Thomas Clamor als charismatischer Dozent beim Dirigierworkshop am Grillhof
seiner Tätigkeit bei der Sächsischen Bläserphilharmonie. Die Zuhörer konnten einen hochmusikalischen und sehr bescheiden gebliebenen und vor allem freundlichen Musiker mit Thomas Clamor kennen lernen. Einen, der ihnen jede Scheu vor musikalischem Tun nahm, sie durch Behutsamkeit und Herzlichkeit zu führen verstand, sodass am Abend jede und jeder selbstbewusst vor das Orchester treten konnte. In der kurzen Zeit der Vorbereitung und Arbeit mit Prof. Clamor an Werken unterschiedlichen Charakters und Schwierigkeitsgraden, von verschiedenen Choralbearbeitungen bis hin zur feurigen Carmen-Ouverture, konnten die Teilnehmer mit einem sehr feinsinnigen Orchester sich selbst und die Auswirkungen ihrer Probenarbeit und Dirigiertätigkeit erproben. „Die Zeit war kurz und intensiv“, sagte ein Teilnehmer, „ aber was ich in den 15 Minuten vor diesem Orchester erleben durfte, nehme ich sicher für mein ganzes Leben mit!“ Mit einem Abschlusskonzert, an dem jeder Teilnehmer seinen kurzen Programmausschnitt dirigieren durfte, endete der erlebnisreiche Tages-Workshop für alle, sowohl für Teilnehmer wie Zuhörer. Auch den Musikern und Thomas Clamor selbst dürften der Aufenthalt und die Arbeit am Grillhof gefallen haben. Er hat jedenfalls sein Interesse für eine künftige Zusammenarbeit mit dem Tiroler Blasmusikverband bekundet. Wenn´s klappt - wir würden uns n freuen! Hermann Pallhuber

Die Teilnehmer des Dirigierkurses mit Thomas Clamor und Hermann Pallhuber.

Fotos: BVT

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eun Teilnehmer haben sich aktiv in den Ring der Nachwuchsdirigenten am Grillhof beim Workshop mit Prof. Thomas Clamor gewagt, 16 weitere waren als sogenannte passive Teilnehmer gemeldet, die den Workshop aus sicherer Distanz mitverfolgt haben. Der Tag mit der Sächsischen Bläserphilharmonie am Montag, dem 9. Juli, war gleichzeitig der Auftakt zur Bläserwoche 2012. Gleich das Eröffnungsreferat vom Geschäftsführer des Orchesters, Heiko Schulze, legte eines klar: Auch oder gerade ein professionelles Blasorchester mit höchstem Niveau und Weltruf muss sich stets um Qualitätssicherung, um attraktive Angebote, um professionelle Musiker, um geeignete Rahmenbedingungen und um das nötige kulturpolitische Know-How bemühen, um zeitgemäß und künstlerisch ansprechend seine vielfältigen Aufgaben und die hohen Ansprüche im Kulturleben Deutschlands und darüber hinaus erfüllen zu können. Dabei waren gerade die Anfänge nach der Wende 1989 sehr hart und herausfordernd. Beinahe wäre der Umstieg vom Rundfunkblasorchester Leipzig zur Sächsischen Bläserphilharmonie nicht ge-

glückt. Der harten und umsichtigen Arbeit der Verantwortlichen und der Musiker war es zu verdanken, dass das Orchester die Wende überwunden hat und sich nach mehr als zwanzig Jahren nun das einzige Kulturblasorchester Deutschlands nennen darf.

Nach dem Eröffnungsreferat von Heiko Schulze erzählte Prof. Clamor von seinem musikalischen Werdegang, seiner Zeit als Solotrompeter bei den Berliner Philharmonikern und seinen ersten Versuchen als Dirigent und letztlich sprach er begeistert von

Einmal die Sächsische Bläserphilharmonie dirigieren

Mit seiner freundlichen Art motivierte und lehrte Thomas Clamor die Dirigierschüler.

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AKTUELLES

Hingehen und miterleben!
Der Internationale Dirigentenwettbewerb con brio 2010 war ein spannendes Erlebnis, allerdings fand die 2. Runde sowie das Finale leider ohne Tiroler Wettbewerbsteilnehmer statt. Dies war für das Landeskapellmeisterteam der Anstoß, auch auf dieser Ebene der Kapellmeisterausbildung tätig zu werden und einen Dirigentenwettbewerb, zugeschnitten speziell für Tiroler Kapellmeisterinnen und Kapellmeister, zu veranstalten. ALLE WETTBEWERBSVERANSTALTUNGEN ÖFFENTLIch! Wann hat man die Möglichkeit, die Umsetzung einer Partitur von verschiedenen Dirigent/innen-Persönlichkeiten direkt zu vergleichen? Wann hat man die Möglichkeit, bei der Arbeit von zwölf Kapellmeister/innen hautnah dabei zu sein und die für sich selbst gemachten Erkenntnisse mit jenen der Jury zu vergleichen? Am Samstag, den 29. September 2012, ab 9:00 Uhr, werden sich im CENTRUM WEERBERG eine Kapellmeisterin und elf Kapellmeister aus Tirol den ganzen Tag im Dirigieren, Analysieren und Interpretieren von sieben Aufgabestücken messen. Alle aktiven Kapellmeister und deren Stellvertreter und alle Musikinteressierten sind herzlichst eingeladen (Saaleinlass jeweils nur beim Wechsel der Kandidaten möglich). zUM hÖhEpUNKT EIN GALAKoNzERT! zwei Toporchester stehen den Kandidaten, der Kandidatin zur Verfügung: Die Stücke der 1. Runde, „GOLDEN EAGLE“ von Hermann Pallhuber und die „NORTHUMBRIAN SUITE“ (Satz 1 und 3) von Stuart Johnson werden mit der Jugendbrassband der Musikschule Innsbruck CATCHBASINBRASSBAND erarbeitet. In der 2. Runde steht die SWAROVSKI MUSIK WATTENS für die Interpretation der Werke „DANCES OF INNOCENCE“ von Jan Van der Roost und „VITA PRO MUSICA“ von Fritz Neuböck zur Verfügung. Der Gewinner des 1. Tiroler Dirigentenpreises 2012 wird dann um 20.30 Uhr im GALAKONZERT der Swarovski Musik Wattens ermittelt, wobei drei Sätze aus der „Second Suite for Band“ von Gustav Holst, „Mountainsong“ von Philip Sparke oder „Green Hills Fantasy“ von Thomas Doss zu dirigieren sind. BEWERTUNGSKRITERIEN UND JURy Die Bewertungskriterien sind Dirigiertechnik, Pädagogische Fähigkeit, Orchesterkontakt, Interpretation und Gesamteindruck. Die Jury setzt sich aus dem nicht wertenden Koordinator Landeskapellmeister Hermann Pallhuber, dem Bundeskapellmeister Walter Rescheneder (OÖ), den Komponisten und Dirigierlehrern Thomas Doss (OÖ) und Fritz Neuböck (OÖ) zusammen. ALSo – hINGEhEN UND MITERLEBEN! Rudi Pascher

Samstag, 29. September CENTRUM WEERBERG
1. RUNDE • 9.00 Uhr – 11.00 Uhr: Kandidat/in 1 bis 6 • 11.30 Uhr – 13.30 Uhr: Kandidat/in 7 bis 12 • 14.00 Uhr: Bekanntgabe der 6 Teilnehmer/innen der 2. Runde 2. rundE • 15.00 – 16.00: Kandidat/in 1 - 3 (alphabetische Reihenfolge) • 16.20 – 17.20: Kandidat/in 4 - 6 • 18.00 Uhr: Bekanntgabe der 3 Finalisten – Ziehung der Finalstücke FINALE UND GALAKoNzERT der Swarovski Musik Wattens um 20.30 Uhr

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BEzAhLTE ANzEIGE

©Christian Schneider

Bläserphilharmonie Mozarteum Salzburg, Dirigent Hansjörg Angerer

JUBILÄUMSGALA
So, 11.11.2012, 11.00 Uhr Großes Festspielhaus, Salzburg
Bläserphilharmonie Mozarteum Salzburg Dirigent: Hansjörg Angerer Solist: Martin Grubinger, Percussion

anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Bläserphilharmonie Mozarteum Salzburg

Modest Mussorgski

„Till Eulenspiegels lustige Streiche” „Match and Sketch“ for Wind and Percussion Bilder einer Ausstellung

Martin Grubinger

Karten: Kat. 1: € 49,- / erm. € 39,Kat. 2: € 39,- / erm. € 29,Kat. 3: € 29,- / erm. € 22,-

Polzer Travel und Ticketcenter Tel: +43 662 8969, E-Mail: office@polzer.com und an der Tageskasse

12 BiT | September

Die Mitglieder des Tiroler Blasmusikverbandes erhalten die ermäßigten Kartenpreise.

©Felix Broede

Programm: Richard Strauss Ernst Ludwig Leitner

AKTUELLES

Jugendblasorchester Tirols
Der 1. Tiroler Jugendblasorchestertag führte am 30. Juni 2012 neun Jugendblasorchester aus ganz Tirol vor das Wahrzeichen Innsbrucks, wo sie einen ganzen Tag lang musizierten und Gedankenaustausch hielten.
as 25jährige Bestehen des Klarinettenorchesters Tirol wurde an diesem Tag mit einem Galakonzert im Stadtsaal Innsbruck gefeiert: Das jubilierende Ensemble der Musikschule Innsbruck unter der Leitung von Peter Rabl konzertierte zusammen mit dem Klarinettenorchester des Konservatoriums Bern (Leitung Martin Kunz) und einer kammermusikalische Formation des sächsischen Klarinettenorchesters. Das Klarinettenorchester der Musikschule der Stadt Innsbruck wurde 1987 von Peter Rabl ins Leben gerufen. Die zahlreichen Konzerte im In- und Ausland bestätigen das hohe musikalische Niveau des Orchesters. Peter Rabl ist Klarinettist des Tiroler Symphonieorchesters Innsbruck und unterrichtet an der n Musikschule der Stadt Innsbruck. Wolfram Rosenberger

konzertierten vor dem Goldenen Dachl

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Robert Werth führte gekonnt durch das Programm des heißen Tages vor dem Goldenen Dachl.

Das SÖMI-Winds-Jugendblasorchester der LMS Südöstliches Mittelgebirge unter der Leitung von Günther Handl kurz vor dem großen Auftritt.
EIN DANKE DEN TEILNEhMENDEN JUGENDBLASoRchESTERN: SÖMI Winds-JBo der LMS SÖM Bläserklasse der Landesmusikschule St. Johann in Tirol JUMU 2000 - Jugendblasorchester der MK Bruckhäusl "Die jungen Erben" -Jugendblasorchester der MK Itter Jugendmusik Wildermieming Jugendorchester MK Ischgl Kidsclub Amras JBo der Landesmusikschule St. Johann in Tirol catch Basin Brass Band der Musikschule Innsbruck Landeck Wind Leitung: MSL Günther Handl Leitung: Michael Sojer Leitung: Klaus Weiss Leitung: Martin Rabl Leitung: Stefan Steinhauser Leitung: Markus Kurz Leitung: Theresa Schapfl und Daniel Steixner Leitung: Michael Sojer Leitung: Andreas Lackner Leitung: Stefan Köhle

Weit angereist war das Jugendblasorchester der MK Ischgl unter der Leitung von Markus Kurz.

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AKTUELLES

Landesjugendblasorchester 2012
Film-Musik-Live

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om 2. bis 4. November 2012 wird das Landesjugendblasorchester Konzerte in St. Johann, Serfaus und Kufstein geben. Die Probenphasen finden am 20. / 21. Oktober und 26. / 28. Oktober im Kaisersaal St. Johann statt. Dort wird auch das erste Konzert stattfinden, das Konzert in Kufstein steht im Rahmen des „Tiroler Bläserherbstes“ und wird gemeinsam mit dem Nationalen Blasorchester Österreichs gestaltet. Motto für alle drei Konzerte wird „Film-Musik-Live“ sein. Stefan Köhle und Wolfram Rosenberger leiten die Konzerte, ein hervorragendes Referententeam steht für die Teilproben zur Verfügung. Angesprochen werden vor allem die JMLA-Gold-Absolventen der Jahre 2010 bis

Aus dem Programm des Landesjugendblasorchesters:
• • • • Robin hood – König der Diebe Star Wars Trilogie – 1. und 2. Satz piraten der Karibik heidi und peter – Symphonische Skizzen • Gimme some lovin – Blues Brothers 2012, bzw. die Jungmusiker/innen, die auf dem Niveau JMLA-Gold musizieren. In allen drei Konzertorten werden Schüler aus Volks- und Hauptschulen Bilder zu den einzelnen Werken malen und gestalten. Diese werden während des Konzerts präsentiert. Kurzentschlossene JMLA-Gold-Absolventen der letzten Jahre können sich bei Interesse noch mit den Landesjugendreferenten in Verbindung setzen. Alle DetailInformationen und das Anmeldeformular sind auf der Homepage des Tiroler Blasn musikverbandes zu finden.

RUNDEL

REPERTOIRE TIPP
www.rundel.at

Verdienstkreuz in Gold

• Easy Listening: Swing · Rock · Pop · Film
JAZZ INSPIRATION · Medium Swing/Blues/Fast Swing · M.Schneider WADE IN THE WATER · Gospel Rock · Markus Götz HAPPY SPAIN · Solo for Trumpets · Hans-Reiner Schmidt · arr. McMillan OPENING · Moderner Marsch von Ernst Hoffmann BLUE TANGO · Leroy Anderson · arr. Siegfried Rundel COMING HOME · Ballade · Heinz Briegel

Des Österreichischen Blasmusikverbandes für LV-Obmann Siegfried Knapp

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• Konzert
DEUTSCHLANDBILDER · Capriccio für Blasorchester · Alfred Bösendorfer FISKINATURA · Suite · Thiemo Kraas CABO VERDE · Inseln im Wind · Markus Götz A WINDOW TO THE WORLD · South African Folksong · Fritz Neuböck

• Kirche & Musik
16 MARIENLIEDER · ab Quartett · Siegfried Rundel MARIA-CRESCENTIA-MESSE (Deutsche Messe) · ab Quartett · G.Stich JESUS, BERÜHRE MICH · mit Gesang · Albert Frey · arr. Kurt Gäble LOB UND EHR · Prozessionsmarsch von Hans Hartwig AMEN · Pavel Stanék

• Traditionelle Blasmusik
BÖHMISCH SOLL ES KLINGEN · Polka von A.Pfluger · arr. M.Kuhn SEHNSUCHT NACH DEM FRÜHLING · Solo für Trompete von P.Schad LEBENSFREUDE PUR · Walzer von Kurt Gäble RUHIGE NACHT · Walzer von Metodéj Prajka · arr. Jirí Volf ` ´ MUSSINAN-MARSCH · Carl Carl · arr. Siegfried Rundel HELENENMARSCH · Friedrich Lübbert · arr. Siegfried Rundel WAIDMANNSHEIL · Jägermarsch von August Reckling · arr. S.Rundel Weitere Infos: Musikverlag RUNDEL GmbH · D-88430 Rot an der Rot TEL 0049-8395-94260 · FAX 0049-8395-9426890 EMAIL info@rundel.de · INTERNET www.rundel.at

om Noten-Archivar bis zum LV- O bman n nahezu alle Funktionärstätigkeiten, die es im Vereinsleben gibt, hat unser Siegi Knapp im Dienste der Musikkapellen seit 1965 erfüllt. In seiner Freude am Musizieren, die ihn nun schon 51 Jahre innerhalb der Blasmusik aktiv im wahrsten Sinne des Wortes sein lässt, ist Funktionärsarbeit auf verschiedensten Ebenen inbegriffen, sei es in der Kapelle, im Bezirk oder im Landesverband. Von Beruf zunächst Lehrer, dann Bezirksschulinspektor im Bezirk Schwaz, stellen Bildung, Zusammenarbeit in der Gemeinschaft und wertschätzende Kommunikation ein Lebensmotto für Siegfried Knapp dar. Aus diesem Geist heraus hat er im Jahre 2010 die Funktion des Obmannes im Landesverband übernommen, nach Tätigkeiten als Beirat und Obmann-Stellvertreter seit 1998. In diesem Jahr ist er zu-

dem stellvertretender Präsident des Österreichischen Blasmusikverbandes und wird im kommenden Jahr gemäß dem Rotationsprinzip die Präsidentenwürde nach Tirol bringen. Eine Reihe von Auszeichnungen unterstreicht sein erfolgreiches Wirken, so ist er Ehrenmitglied seiner Musikkapelle Pill, der Musikbund Schwaz hat ihn nach 15jährigem Wirken als Obmann zum Ehrenobmann ernannt, das Verdienstkreuz des Landes Tirol wurde ihm schon vor mehr als 10 Jahren verliehen. Nun, beim Bundeskongress des Österreichischen Blasmusikverbandes im Juni, wurde er mit dem Verdienstkreuz in Gold des ÖBV n ausgezeichnet. Der Blasmusikverband Tirol gratuliert seinem Obmann auf das Allerherzlichste und bedankt sich für die intensive und fruchtbare Arbeit für das Blasmusikgeschehen. JoWe

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AKTUELLEs

Diplomierte Führungskräfte
Diplomübergabe des ÖBV-Führungskräfteseminars Nord
er Vorarlberger Blasmusikverband lud am Samstag, dem 02.06.2012 zur offiziellen Diplomübergabe im Rahmen der ÖBV-Führungskräfteausbildung die Teilnehmer aus Tirol und Vorarlberg in die Vorarlberger Mittelschule Braz im Klostertal ein.

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Durchschnittsmusikanten sind. Auch der Frauenanteil in den Kapellen sei ein wesentlicher Faktor geworden. Viele Vereine wären ohne Frauen gar nicht mehr spielfähig. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung durch ein Horn- und ein Jazzensemble der MS Klostertal.

Seminarleiter Richard Wasle (Blasmusikverband Tirol) eröffnete die feierliche Übergabe mit einigen interessanten Anekdoten über das Seminar, dankte den 11 Teilnehmern für ihren Fleiß und ihr Engagement während des 5 Module umfassenden Seminars und gratulierte allen zur bestandenen Diplomprüfung. Besonders erfreut zeigte sich die Vorarlberger Kulturlandesrätin Andrea Kaufmann in ihren Grußworten über den Frauenanteil der Vorarlberger Delegation. Sie lobte auch, dass es solche engagierte Leute im Land brauche, die sich für eine Vereinsfunktion einsetzen. In seiner Festansprache führte der Vizeobmann des VBV Elmar Rederer an, dass Vereinsfunktionäre doch etwas mehr als nur

Ehre, wem Ehre gebührt

Patricia Gohm und Günther Abart ließen in einer kurzen Präsentation und aussagekräftigen Bildern das Ausbildungsjahr nochmals Revue passieren!

Bilder sagen mehr als tausend Worte

fentlichkeitsarbeit und die Präsentation nach außen, sei es musikalisch oder anderweitig, sehr wichtig ist, wurde bei diesem Seminar so manchen Teilnehmern bewusst. Tiroler Teilnehmer: Günther Abart (BMK Söll), Josef Hetzenauer (BMK Schwendt), Ronald Holzknecht (MK Längenfeld), Günter Mayr (MK Matrei/Mühlbachl/Pfons), Johannes Nemmert (MK Thurn), Mathias Schuler (BMK Pians) und Martin Waldner (BMK Aschau i.Z.) Aus Vorarlberg nahmen an dem Seminar teil: Martina Bickel (MV St. Anton i.M.), Manfred Bliem (SK Bregenz-Vorkloster), Patricia Gohm (MVH Meiningen) und Andreas n Grabner (HM Bürs). Der Blasmusikverband Tirol gratuliert recht herzlich zum erlangten Diplom!

In den 55 Unterrichtseinheiten seit Oktober 2011 wurde Vieles erarbeitet: Was ist für meinen Verein wichtig? Welche Aufgaben und Informationen gibt es für mich in einer Vereinsfunktion? Bei Theorie- und Praxiseinheiten zu Recht und Organisation konnten sich die Seminarteilnehmer auch untereinander austauschen. Welche Unterschiede in den einzelnen Vereinen zu verzeichnen sind, das kann sich so mancher Musikant in einer Funktion gut vorstellen. Dass auch die Öf-

Mehr als „nur“ ein Seminar

Reading Session 2012
Orchesterwochenende für alle Musiker ab 18 Jahren

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er Tiroler Blasmusikverband lädt zu einem Orchester-Wochenende vom Freitag, 30. November (Beginn: 18.00h) bis Sonntag, 02. Dezember (Ende: 12.00h) in Erl ein, bei dem ungezwungen miteinander musiziert werden kann. Viele neue Werke der Blasmusik werden vorgestellt.

dem Seminarorchester zu proben. Gesamtleitung des Kurses: Wolfram Rosenberger, Martin Rabl und Thomas Ludescher Von verschiedenen Verlagen werden Neuerscheinungen zur Verfügung gestellt, eine umfangreiche Notenausstellung ergänzt das Programm. Anmeldeformular und Detail-Informationen auf der Homepage des Tiroler Blasmusikverbandes im Fachbereich „Jugend“. Ort: Probelokal der Bundesmusikkapelle Erl. Kosten: Unterbringung (Vollpension/DZ) im „Hotel Postwirt“ VP € 110,–, Kursgebühr € 30,–

Worum geht es bei Reading Session:
• Kennenlernen von neuer und interessanter Literatur • Blattspielen • Motivation • neue Freunde • Tipps zur Probengestaltung und Probenarbeit • Lustbetontes und effizientes Proben • Zusammenarbeit mit Verlagen, die die Literatur zur Verfügung stellen • musikalische Zufriedenheit und Freude vermitteln

Interessierte Teilnehmer/innen können parallel dazu mit Thomas Ludescher, einem international anerkannten Dirigenten, Werke vorbereiten oder einfach in die Welt des Dirigierens eintauchen. Es besteht die Möglichkeit für Seminarteilnehmer, vorbereitete Werke mit

Das Motto für das Wochenende: „Ein paar Tage nur Freude am Musizieren“.

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AKTUELLEs

Österreichischer Jugendblasorchester-Wettbewerb 2013
Tiroler Vorbewerbe im April 2013 in Tarrenz und St. Johann
er Österreichische Blasmusikverband/Österreichische Blasmusikjugend schreibt für Samstag, den 26. Oktober 2013 im Brucknerhaus in Linz den 6. Österreichische Jugend-Blasorchester Wettbewerb aus.

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Teilnahme:

Dem Bundeswettbewerb gehen in allen
sTUFE Junior AJ BJ CJ DJ EJ SJ

Landesverbänden sowie den Partnerverbänden Südtirol und Liechtenstein Landeswettbewerbe voraus. Der Landeswettbewerb für Tirol findet am 20. April 2013 in Tarrenz und am 21. April 2013 in St. Johann statt. Die Teilnahme am Bundeswettbewerb erfordert die vorhergehende Qualifikation in einem Landeswettbewerb. Es sind Jugendblasorchester in Harmonie-

besetzung ab neun Mitgliedern zugelassen. Folgende Arten von Jugendblasorchestern sind teilnahmeberechtigt: 1. vereinseigene Jugendblasorchester 2. vereinsübergreifende Jugendblasorchester* 3. Musikschul- und Schulblasorchester 4. Sondergruppen/Auswahlorchester 5. Bläserklassen (Junior)

Altersstufen

mAXimALEsdUrchschniTTsALTEr bis 11 für Bläserklassen bis 13 bis 14 bis 15 bis 16 bis 17 bis 20

hÖchsTALTEr 16 18 18 19 19 20 30

Die teilnehmenden Jugendblasorchester können in sechs verschiedenen Stufen antreten:

Literatur

Eine Komposition (Pflichtstück) ist aus der Literaturliste auszuwählen. Zusätzlich muss ein Selbstwahlstück, welches dem Schwierigkeitsgrad des Pflichtstückes entspricht, von jedem teilnehmenden Orchester gespielt werden. Pfichtstücke:
sTUFE AJ AJ AJ BJ BJ BJ CJ CJ CJ DJ DJ DJ EJ EJ EJ SJ SJ SJ WErKTiTEL Call of the Buffalo Three simple moments Valiance Earth, Wind & Fire Bruncu Salamu Ironclad Samhain Il baule dei giochi Sound of Spring Magicus The impressive rhythm of life Volkslied reloaded Paradies der Blicke 3 Slavonic Sketches Kaleidoskope Outback The verdict Elements of nature KomPonisT Gerald Oswald Davide Pedrazzini Robert W. Smith Erich Pitterl Javier Martinez Campos Sean O´Loughlin Donald Furlano Michele Mangani Fritz Neuböck Daniel Muck Herbert Marinkovits Armin Kofler Herbert Marinkovits Pascal Gendre Thomas Asanger Thomas Doss Otto M. Schwarz Hermann Pallhuber VErLAg Mitropa Eufonia Barnhouse Pro Musica Scomegna Jwpepper Scomegna Eufonia Frigomusic Eigenverlag danielmuckmusic@gmail.com Herrma Musikverlag Frank Herrma WoodBrass Music SA OrchestralArt DeHaske Mitropa Music Beriato Music

Auf der Homepage der Österreichischen Blasmusikjugend www.winds4you.at stehen teilweise Hörbeispiele als Downloads zur Verfügung.

Von Seiten des Landesjugendreferats Tirol werden aufgrund des vorangegangenen Kompositionswettbewerbs die angeführten Selbstwahlstücke von österreichischen Komponisten empfohlen. Bei der Reading Session (30. No vember bis 2. Juli 2012) werden alle Pflicht- und Selbstwahlstücke aufgelegt und angespielt.

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AKTUELLEs

Vorschläge – Selbstwahlstücke:
sTUFE AJ AJ BJ BJ BJ BJ BJ CJ CJ CJ CJ DJ DJ EJ WErKTiTEL Wind Games* Feuerwehrmarsch* Earth, Wind & Fire* Präludium Arabian Nights* Der Sonnenkönig* Silvanus* Dancing Bubble* Tirol Kindergedanken 47er Regimentsmarsch Petra Clara* Alpin Coaster Adlerhorst* KomPonisT Manfred Sternberger Florian Pranger Erich Pitterl Stefan Reiter Manfred Sternberger Andreas Simbeni Daniel Muck Daniel Muck Martin Rabl Wolfram Rosenberger Arr. Norbert Sailer Daniel Muck Karl Schuchter Pertl Helmut

Auf der Homepage des Tiroler Blasmusikverbandes sind alle Vorschläge als Hörbeispiele zur Verfügung. Die mit (*) gekennzeichneten Werke sind teilweise gesampelte Aufnahmen, und sollen einen ersten Eindruck vermitteln. Diese Aufnahmen werden Anfang November durch Einspielungen des Landesjugendblasorchesters ausgetauscht.

www.blasmusikverband-tirol.at/jugend/jugendblasorchesterwettbewerb

Die Bewertung erfolgt nach folgenden Kriterien:
1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10.

Stimmung und Intonation Ton und Klangqualität Phrasierung und Artikulation Spieltechnische Ausführung Rhythmik und Zusammenspiel Tempo und Agogik Dynamische Differenzierung Klangausgleich und Registerbalance Interpretation und Stilempfinden Künstlerisch-musikalischer Gesamteindruck

Die Anmeldung erfolgt über den jeweiligen Landesverband:

Jedem Juror stehen bei der Beurteilung der oben angeführten Kriterien pro Kriterium zehn Punkte zur Verfügung. Das Gesamtergebnis entspricht dem Durchschnittswert der Ergebnisse der Juroren.

Die Anmeldung zum Bundeswettbewerb hat zu enthalten: • das vollständig ausgefüllte Anmeldeformular • die Entsendungsbestätigung des jeweiligen Landesverbandes • je drei Partituren der Wettbewerbsstücke / Beim Bundeswettbewerb ist mindestens eine Original Partitur des Pflicht- und des Selbstwahlstückes der Jury vorzulegen • je ein aktuelles Foto des Orchesters und des Dirigenten/der Dirigentin • je eine Biographie des Orchesters und des Dirigenten/der Dirigentin • eine Besetzungsliste des Orchesters • eine Bühnensitzplan des Orchesters Die Anmeldeformulare und weitere Informationen können von der Homepage www.

winds4you.at bezogen werden. Anmeldeschluss für den Bundeswettbewerb ist der 1. Juli 2013.

Aufgrund einer Kooperation mit der Associazione Musicale “G. Verdi” und der „Scuola Civica di Musica “G. Verdi“ in Sinnai (Sardinien) wurde vereinbart, dass der Sieger des Internationalen JugendblasorchesterWettbewerbs „Città di Sinnai“ als Gast beim 6. Österreichischen Jugend-BlasorchesterWettbewerb 2013 teilnimmt. Der Sieger des 6. Österreichischen JugendBlasorchester-Wettbewerbes wird mit Unterstützung der Österreichischen Blasmusikjugend als österreichischer Vertreter beim nächsten Internationalen Wettbewerb und n Festival in Sinnai teilnehmen.

Kooperation:

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BEzAhLTE AnzEigE

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AKTUELLEs

Philips Symphonisches Blasorchester
Philips Harmonie konzertiert in Tirol
as Blasorchester feierte 2011 seinen 100-jährigen Geburtstag. Bis dahin trat es noch unter dem Namen “Philips Harmonie” auf. Das 100-jährige Jubiläum wurde zum Anlass, den Namen dem Repertoire gemäss in “Philips Symfonisch Blaasorkest” zu ändern. Seit 2012 kommt dem Orchester sogar die Ehre zuteil, ein “königlich” hinzuzufügen. Mittlerweile umfasst das Orchester ca. 70 hochmotivierte Amateur- und Profimusiker, die sich einen hervorragenden Ruf im Inund Ausland erworben haben. Das aktuelle Programm enthält klassische wie auch populärmusikalische Elemente. Dies kommt der Gastsopranistin Franka van Dommelen in ihrer Vielseitigkeit sehr entgegen. Ihre musikalische Ausbildung hat sie an der bekannten MusikAllFactory erhalten. Am Konservatorium vertiefte sie ihr Können im Sologesang. Sie wird im In- und Ausland als Opern- und Konzertsopranistin gefeiert. Hervorzuheben sind desweiteren die “ständigen” Musiker Guido van de Ven (Klarinet-

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te) und Herbert Bakker (Flügelhorn). Der Dirigent Matty Cilissen war 2008 Dirigent im professionelle Blasorchester der

Belgischen Armee, danach der Musikkapelle der Belgischen Marine und seit 2010 der Belgischen Luftwaffe. Seit 2008 wird das Philips Symfonisches Blasorchester von Matty Cilissen geleitet, der neben all seinenTätigkeiten auch ein gefragter Gastdirigent bei zahllosen Niederländischen Blasorchestern ist. Das Programm, das das Orchester in Tirol aufführen wird, enthält Werke von Rossini, Bellini, Shostakovich bis hin zu Teilen aus n “James Bond on Stage”. Weitere Informationen unter: www.psbe.nl

ÖBV: neuer Präsident
Wolfgang Findl folgt Alois Loidl

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inz - Im Juni 2012 hat Wolfgang Findl die Präsidentschaft des Österreichischen Blasmusikverbandes übernommen Der Betriebswirt Findl, 65, ist seit 1990 im Vorstand des ÖBV seit 2006 als Generalsekretär tätig. In dieser Funktion zeichnet er u.a. für das Ausbildungsprojekt „Der Diplomierte Vereinsfunktionär“, das eine qualitativ hochwertige Ausbildung aller ehrenamtlich tätigen Funktionär/innen des ÖBV sicherstellt, verantwortlich. Von 1990 bis 2004 sicherte Findl als Bundes-Finanzreferent die finanzielle Basis des ÖBV. Seit mehr als dreißig Jahren ist Findl im Wiener Blasmusikverband (Landesverband des

ÖBV) aktiv, sowohl als Landesobmann (seit 1990), als auch als Kapellmeister und natürlich auch als Musiker. Gemeinsam mit Vizepräsident Regierungsrat Siegfried Knapp und dem scheidenden Präsidenten, nun Vizepräsidenten, Alois Loidl wird er in der kommenden Funktionsperiode einen besonderen Fokus auf den Bereich Teamarbeit und Kommunikation legen. Der Präsident des ÖBV wird seit 2004 jeweils auf ein Jahr gewählt. Nach dem Rotationsprinzip erfolgt der Vorschlag für die Wahl des Präsidenten aus jeweils einem anderen Bundesland (die Reihenfolge ist in n den Statuten geregelt).

Alois Loidl (rechts im Bild) übergibt das Amt des ÖBV-Präsidenten an Wolfgang Findl (Mitte). Neuer Vizepräsident: Siegfried Knapp (links im Bild).

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AKTUELLEs

Die Bläserklasse aus Bruckhäusl.

Bläserklassen in Tirol
Ein pädagogisches Konzept trägt in Tirol erste Früchte
läserklassen existierten in den USA schon lange, bevor der Musikpädagoge Wolfgang Feuerborn am Gymnasium Nepomucenum Rietberg zum ersten Mal in Deutschland ein Konzept für Klassenmusizieren mit Orchesterinstrumenten entwickelte. Seit dem Beginn seiner Zusammenarbeit mit einem großen japanischen Musikinstrumentenhersteller im Jahr 1996 verbreitet sich die Idee in ganz Deutschland. Durch Lehrerfortbildungen wurden viele Pädagogen für das neue Konzept gewonnen. Mittlerweile hat sich das Modell Bläserklasse in Europa durchgesetzt. Insgesamt gibt es in Österreich, Schweiz und Deutschland insgesamt ca. 2000 Bläserklassen in über 1000 Schulen. In Österreich sind es derzeit 215 Bläserklassen, und pro Jahr starten ca. 20 neue. Beim 1. Jugendreferenten-Tag in Inns-

B

bruck Anfang 2011 wurde das Konzept in Tirol vorgestellt. Mittlerweile existieren in Tirol zwei Bläserklassen in Bruckhäusl und St. Johann i. Tirol. Im September 2012 startet die dritte Bläserklasse in der Musikschule Innsbruck, in der Volksschule Arzl gemeinsam mit der STMK Innsbruck-Arzl.

Die aktuelle Situation in Tirol

Im Lehrplan der Bläserklasse stehen: ein auf zwei Jahre angelegter Klassenmusizierkurs, Musikunterricht mit Orchesterblasinstrumenten, Musizieren in der Orchestergemeinschaft, für jede Schülerin und jeden Schüler die Möglichkeit, ein Orchesterblasinstrument zu erlernen, eine Kombination aus Orchester- und Instrumentalunterricht, eine der schönsten Möglichkeiten, Musik zu erfahren.

Der Lehrplan der Bläserklasse

Bläserklasse an der Landesmusikschule St. Johann in Tirol Im Herbst 2011 startete an der Landesmusikschule St. Johann in Tirol das Projekt. Nach einer Talentsuche unter den Volksschülern hatten sich 14 interessierte Kinder im Alter von 7 bis 10 gemeldet, die zu Schulbeginn durch den Musikschul-Unterstützungsverein mit neuen Instrumenten ausgestattet wurden. Nach den ersten Unterrichtsstunden an der Landesmusikschule St. Johann in Tirol startete dann Mitte November 2011 die eigentliche Bläserklasse. Unter der Anleitung von Michael Sojer wurden den Kindern erste Grundbegriffe des Zusammenspiels in einer Ensembleformation nahegebracht. Von den wesentlichsten Grundregeln des Zusammenspiels und Sozialverhaltens in

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PAnorAmA

Die Bläserklasse aus St. Johann.

Viel Probenzeit für die Bläserklasse St. Johann.

einer Gruppe, den ersten gemeinsamen Tönen und einfachsten Rhythmen vergingen nur wenige Wochen zu den ersten einstimmigen Melodien, ehe eine zweite und dritte Stimme dazu kam. Nach und nach wurden auch komplexere Rhythmusübungen eingebaut. Bei allem Üben wurde die Förderung der Kameradschaft in der Gruppe stets beachtet. Nach gut einem halben Jahr standen Anfang Mai 2012 die ersten Konzertauftritte auf dem Programm, zunächst im kleinen Rahmen ein Klassenabend und in weiterer Folge ein gemeinsamer Auftritt mit dem Jugendblasorchester, jedoch schon mit eigenem Programm, beim Muttertagskonzert. Für den Abschluss des ersten Schuljahres waren eine Demonstration beim Schulschluss-

Openair der Landesmusikschule St. Johann in Tirol und die Mitwirkung beim Tiroler Jugendblasorchester-Tag in Innsbruck erste Höhepunkte.

In der Volksschule Bruckhäusl wurde im September 2011 die erste Bläserklasse in Tirol gegründet. Bereits nach einigen Wochen konnten sich alle Beteiligten (VS-Bruckhäusl, Landesmusikschule Wörgl und BMKBruckhäusl) von den positiven Aspekten überzeugen. Das gemeinsame Musizieren sollte die Motivation und die Freude beim Erlernen eines Musikinstrumentes festigen bzw. aufrechterhalten, die Feinmotorik und die

Pilotprojekt „Bläserklasse“ in Bruckhäusl

Konzentrationsfähigkeit bzw. Ausdauer und Merkfähigkeit bei den Kindern erhöhen. Unterrichtet wird die Bläserklasse in Bruckhäusl von zwei dafür ausgebildeten Musikpädagogen (Harald Ploner und Josef Hofer) in Anwesenheit vom Klassenlehrer, der selber als „Musikschüler“ das Projekt mitgestaltet. Pro Woche sind zwei Unterrichtsstunden vorgesehen, die Landesmusikschule Wörgl stellt das notwendige Lehrpersonal für dieses Projekt zur Verfügung, für die beteiligten Schüler ist der Unterricht sehr intensiv und belebend. Positiv wirkt sich diese Bläserklasse auch für die BMK-Bruckhäusl aus, da nach Abschluss dieses Projektes die ausgebildeten Kinder bei der Jugendmusikkapelle (JUMU2000) aufgenommen werden n können.

Gemeinsames Musizieren in der Bläserklasse St. Johann.

September | BiT 21

PAnorAmA

Allianz unterstützt alle Mitglieder des Tiroler Blasmusikverbandes.

Wenn Sie optimal, und nicht nur günstig versichert werden wollen, sind Sie bei uns genau richtig!

Agentur Werner Krafka
6060 Hall in Tirol, Innsbruckerstraße 83, Tel.: 0664/341 77 04
Wenn's drauf ankommt, hoffentlich Allianz.

AIS-08-022 InseratRZ 10.03.2008 9:45 Uhr Seite 1

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PAnorAmA

„Hier liegt vor deiner Majestät“
Michael Haydn zum 275. Geburtstag
en meisten von uns Blasmusikern ist die „Haydn-Messe“ vertraute Musik zum Gottesdienst, bis in unsere Tage beliebt und neben Franz Schuberts Deutscher Messe die wohl am meisten gespielte. Neuere Forschungen haben Zweifel an der tatsächlichen Autorschaft Haydns aufkommen lassen, ganz sicher steht aber der prominente Salzburger Kirchenmusiker mit dem Werk in Verbindung. Johann Michael Haydns Werkverzeichnis weist erstaunliche Vielfalt auf und Blasinstrumente waren für ihn eine interessante Herausforderung, daher verdient sein Geburtstag auch die Erwähnung in unserer Blasmusik in Tirol.

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Haydns deutschsprachige Kirchenmusik entstand im Geiste der aufklärerischen Reformen von Fürsterzbischof Hieronymus Graf Colloredo (1732–1812). Anstelle des barocken Prunks schrieb der Fürsterzbischof für den Gottesdienst Einfachheit und Klarheit vor. Das bedeutete etwa für Mozart, dass seine Messkompositionen für Salzburg eine bestimmte Länge nicht überschreiten durften (die Gesamtlänge des Gottesdienstes war mit weniger als einer Stunde festgelegt!). Den lateinischen Gesang durch den deutschen Kirchengesang zu ersetzen, schrieb Colloredo schon 1782 verpflichtend für alle Stadtund Landkirchen, in denen kein lateinisches Stundengebet gehalten wurde, vor. Denn „nebst der Bibel sind gute Kirchenlieder in der Muttersprache eines der fürtrefflichsten Mittel, den öffentlichen Gottesdienst erbaulich und zur Erweckung religiöser Gefühle beförderlich zu machen“. Das erste Salzburger Diözesangesangbuch mit dem Titel „Der heilige Gesang zum Gottesdienste in der römisch-katholischen Kirche“ entstand. Die größte und nachhaltigste Verbreitung fand der Text der Deutschen Singmesse „Hier liegt vor deiner Majestät“ von Franz Seraphim Kohlbrenner (es gibt eine Vielzahl von Vertonungen dieses Textes, auch von Tiroler Komponisten).

Deutsche Messen – „zum Gebrauch für Stadt und Land“

Johann Michael Haydn schrieb mehrere „deutsche Hochämter“, auch andere deutschsprachige Kirchenmusik. 1790 konnte eine „neue vom Hn. Michael Haydn hochfürstlich Concertmeister, vermehrte und verbesserte Auflage“ des Salzburger Gesangbuches erscheinen. Vermutlich entstand die uns vertraute „Haydn-Messe“ ebenfalls um 1790. Ein Haydn-Autograph ist nicht vorhanden, die Messe erschien 1800 erstmals in Druck: „Das … sogenannte Michael Haydn’sche deutsche Hochamt für Orgel und eine bis vier Gesangstimmen im Volkstone geschrieben, von Herrn Sauer auch mit Instrumentalbegleitung versehen, …“ (Instrumentalbegleitung: 2 Klarinetten, 2 Fagotte, 2 Hörner, 2 Trompeten und Pauken). Ein Notenfund in Salzburg nennt für diese Komposition einen Herrn Strobach (aus Böhmen) als Autor. Die genauen Umstände sind nicht bekannt, sicher ist, dass Michael Haydn an dieser deutschen Messe gearbeitet hat, sie vielleicht bearbeitet hat. Der Gesang zum Graduale „Aus Gottes Munde gehet“ stammt eindeutig von ihm. Der Vergleich der Wiener Druckausgabe mit der Salzburger Handschrift zeigt auch, dass an einzelnen Stücken Korrekturen vorgenommen worden sind, die wahrscheinlich zum Erfolg und zur Beständigkeit des Werkes bis in unsere Zeit viel beitragen haben (Petrus Eder, in: „Singende Kirche 2011/2).

höchst originellen Männerchor-Kompositionen. Für uns Bläser sind von besonderem Interesse seine Konzerte für verschiedenste Blasinstrumente (so etwa für Flöte, Oboe, Trompete, Posaune) und seine Märsche. Von seinem feinen, unterhaltsamen Geschmack zeugen seine Serenaden-Kompositionen. Michael Haydn war nach Wolfgang Amadeus Mozart wohl die bedeutendste Musikerpersönlichkeit am Salzburger Hof. Zeitgenossen schilderten ihn als äußerst bescheidenen und liebenswürdigen Charakter, sein Können wurde auch von der Familie Mozart stets gewürdigt. Im August 1806 starb er infolge mehrerer Verletzungen durch Unfälle, so wie Mozart ein unvollendetes Auftrags-Requiem hinterlasn send. JoWe

Biografische Notizen:
*14. september 1737 in Rohrau (Niederösterreich), Bruder von Joseph Haydn † 1806 in Salzburg 1745 Sängerknabe im Kapellhaus von St. Stephan in Wien 1757 Kapellmeister im Dienst des Grafen Firmian, Bischof von Großwardein in Temesvar/Ungarn 1763 als „Hofmusicus und Concertmeister“ in Salzburg 1777 Organist an der Dreifaltigkeitskirche 1782 als Nachfolger von Wolfgang Amadeus Mozart erster Hof- und Domorganist

Michael Haydn ist auf Grund seines Wirkungsbereiches vorwiegend als Komponist von Kirchenmusik bekannt, mit mehr als 30 Messen und Sakralwerken zu verschiedensten Anlässen. Ebenso bemerkenswert ist aber sein Oeuvre im Bereich der weltlichen Musik. Da sind einmal mehr als 40 Sinfonien zu nennen, Kammermusikwerke und seine

Musik für die verschiedensten Gelegenheiten

September | BiT 23

PAnorAmA

Aufgspielt – aber frisch & flott!
Erfolgsmodell Musizieren im Familienkreis am Beispiel der Engel-Familie in Reutte

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m letzten Jahrhundert war die EngelFamilie eines der großen Markenzeichen im Tiroler Musikleben. Das Musizieren einer Großfamilie mag uns schon fast ein wenig historisch anmuten, ist aber durchaus nachahmenswert und zeigt, welche Früchte das intensive familiäre Musizieren, neben der hohen sozialen Komponente, hervorzubringen imstande ist. Fritz Engel, Gitarrist und Musiklehrer, verstand es, seine Kinder spielerisch in die Musik einzuführen. Die Begabungen

der vier Buben und drei Mädchen führte er mit Ruhe und Disziplin zu einem Familien-Ensemble zusammen. Er legte großen Wert auf gleichzeitiges Erlernen mehrerer Instrumente und so konnte innerhalb weniger Monate 1946 ein erstes Hauskonzert gegeben werden. 1948 traten "Die Engelkinder aus Reutte" – wie sie zu Beginn genannt wurden – zum ersten Mal mit einem eigenständigen Konzertprogramm in Vils auf. Bis Ende der 1950er Jahre hatte sich die „Engel-Familie“

– wie sie sich nun nannte – mit zahlreichen Konzerten und regelmäßigen Tourneen durch Österreich, Deutschland, Schweden, Norwegen, Spanien, die Schweiz und Holland einen Namen gemacht. Die außergewöhnliche Vielseitigkeit und Einzigartigkeit ihrer Programme mit alpenländischer Volksmusik, aber ebenso komponierter Musik verschiedenster Epochen, war einzigartig. Bis zu 60 Instrumente kamen bei den Konzerten zum Einsatz und weckten großes Erstaunen bei den

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PAnorAmA
Zuhörern. In den 1960er Jahren folgten Tourneen nach Asien, durch Süd- und Osteuropa, sowie Australien und Südafrika mit Rhodesien (jetzt Simbabwe). Gleichzeitig trug die Ausbildung der inzwischen erwachsenen Kinder ihre Früchte. Sie studierten Musik in Innsbruck, Wien, München und Saarbrücken. Das kam nicht nur der sich stets verfeinernden Qualität und Virtuosität der Konzerte der EngelFamilie zugute, sondern war gleichzeitig auch Grundstein für spätere individuelle musikalische Karrieren. Ab 1970 wurden auch die Enkelkinder in das Programm integriert - eine pädagogische Energieleistung des damals bereits in seinem 66. Lebensjahr stehenden "Engel-Vaters". Nach einer Japanreise der "Engel-Groß-Familie" mit Abstecher auf die Philippinen im Jahr 1977 reduzierte sich die Konzerttätigkeit schrittweise. Schlusspunkt der gemeinsamen öffentlichen Auftritte war die Aufzeichnung eines großen Weihnachtsmusik-Programms für das Ös-

terreichische Fernsehen im Jahre 1981. Im "Grünen Haus", dem Museum von Reutte, ist die Geschichte der Engel-Familie in einer liebevoll recherchierten Ausstellung und einer interaktiven Installation mit Hörbeispielen, Anekdoten und Fotos zu sehen. Darüber hinaus ist der Name Engel auch im Musikleben unserer Tage nicht n selten anzutreffen.

Information:
martin rainer (Ensemble clarisonus) legt musiziergut der Engel-Familie für musizierende unserer zeit vor, in der Grundbesetzung mit zwei Klarinetten, Posaune oder Fagott und Begleitung (variable Besetzungen sind möglich).

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miTTEiLUngEn | LV-Obmann

Zeit der Feste
Ein herzliches Grüß Gott unseren Musikantinnen und Musikanten!
Sigfried Knapp Das Bundesland Tirol wurde beim 33. Bundesmusikfest in Wien am 2. und 3. Juni durch den Musikbezirk St. Johann vertreten. Die Musikkapellen Kössen und Erpfendorf nahmen unter der Leitung von LandesstabführerStv. Gerald Embacher erfolgreich daran teil. Herzliche Gratulation und besonderer Dank an die zwei Tiroler Kapellen sowie an Gerald Embacher für die würdige Vertretung unseres Blasmusikverbandes.

Bundesmusikfest in Wien

In den Musikbezirken sind mittlerweile die Musikfeste gefeiert worden. Ich bedanke mich bei allen Bezirksfunktionären und besonders bei den veranstaltenden Musikkapellen für die hervorragende Ausrichtung der Feste. Ein Bezirksmusikfest stellt für alle Musikantinnen und Musikanten im Jahreslauf der Veranstaltungen einen Höhepunkt und Festtag der Blasmusik dar. Besonders Kameradschaft und Harmonie sollen an diesem Tag der Blasmusik vorherrschen und gepflegt werden. Allen Musikkapellen, die in diesem Jahr ein rundes Bestandsjubiläum feiern noch einmal von Seiten des Blasmusikverbandes herzliche Glückwünsche und für die Zukunft viel Zusammenhalt und musikalischen Erfolg. Ich bedanke mich bei dieser Gelegenheit auch bei den Vertretern des Blasmusikverbandes, die durch ihre Anwesenheit bei den Musikfesten ihre Verbundenheit mit den Musikkapellen in unserem Land zum Ausdruck bringen.

Bezirksmusikfeste und Jubiläen

Landesgeschäftsführer, besonders aber den teilnehmenden Kapellen. Da unser Landesstabführer Christian Zoller aus gesundheitlichen Gründen noch für längere Zeit ausfallen wird, haben sich unser ehemaliger Landesstabführer Siegfried Stigger und Landesstabführer-Stv. Gerald Embacher spontan bereit erklärt, einzuspringen, sodass ein geordneter Ablauf garantiert war. Herzlichen Dank! Christian Zoller wünsche ich im Namen des BVT und aller Musikant/innen baldige Genesung.

für ihren großartigen Einsatz für die Tiroler Blasmusik. Herzlichen Glückwunsch auch vor allem jenen Musikanten, die für ihre Tätigkeit im Blasmusikwesen eine Landesauszeichnung erhalten haben.

Erfreulicherweise wurden bzw. werden in 12 Bezirken Bewertungen durchgeführt (4 Konzertwertungen, 8 Marschmusikbewertungen). Ein Dank gebührt den Veranstaltern, den Organisatoren, den BewerterTeams mit ihren Vorsitzenden und dem

Bewertungen

Bei allen Musikanten und Musikantinnen, die für ihr langjähriges Wirken in ihrer Musikkapelle eine Verdienstmedaille des Blasmusikverbandes Tirol erhalten haben, bedanke ich mich herzlich für ihren Einsatz im Dienste der Blasmusik. Ich wünsche ihnen weiterhin viel Freude in ihrer Musikkapelle. Allen Funktionärinnen und Funktionären in den Musikkapellen sowie den Mitarbeiter/innen in den Musikbezirken danke ich für ihr Wirken und gratuliere herzlich zur Verleihung des Grünen Verdienstzeichens und des Verdienstzeichens in Silber. Bei jenen, die das Verdienstzeichen in Gold von unserem Präsidenten LH Günther Platter am Ehrungstag (14. Oktober 2012) überreicht bekommen, bedanke ich mich im Voraus

Glückwünsche und Dank

Das neue Mitgliederverwaltungsprogramm ist installiert, stellt eine wesentliche Erleichterung in der Vereinsverwaltung der Musikkapellen und Musikbezirke dar und bietet gleichzeitig eine große Verbesserung der Datenkommunikation zwischen Musikkapelle, Bezirk und Landesverband. Auch der größte Teil der Kinderkrankheiten, die bei der Umstellung aufgetreten sind, ist beseitigt. Ich bedanke mich insbesondere bei allen Administratoren und Zugangsberechtigten für ihre großartige Mithilfe. Wenn das „Werkl“ einmal richtig läuft, werden alle daran große Freude und Hilfe bei der Verwaltung haben. Einen außerordentlichen Dank möchte ich in diesem Zusammenhang unserem Geschäftsführer Roland Mair aussprechen, der sich bei der Einführung des Programmes unheimlich ins Zeug gelegt hat!
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Verwaltungsprogramm

Euer Landesobmann Siegfried Knapp siegfried.knapp@blasmusikverband-tirol.at

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LV-Kapellmeister | miTTEiLUngEn

Aktivitäten auf verschiedensten Ebenen
Hermann Pallhuber

Liebe Musikantinnen und Musikanten!

in hoffentlich erholsamer und abwechslungsreicher Sommer liegt hinter uns und ein wohl schöner Herbst kommt auf uns zu. Die Platzkonzerte und Musikfeste, die ich besuchen konnte, haben mich sehr gefreut. Gerne war ich auf Besuch in den Musikbe-

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zirken. Ich erfuhr einmal mehr vom klingenden Zeugnis unseres Blasmusiklebens in Tirol. Vielen Dank an alle, die zum Gelingen der festlichen Aktivitäten, der Konzerte und Konzertreisen mit beigetragen haben! Ich schätze dieses Engagement sehr. Ein großes Lob: Die Arbeit jeder und jedes ein-

zelnen ist es, die unsere Blasmusik in Tirol mitgestaltet und am Leben hält! Dort, wo Verbesserungsmöglichkeiten erkannt wurden, ermuntere ich auch von meiner Seite, diese umzusetzen. Wenn Hilfe nötig ist, stehe ich beratend gerne zur n Verfügung!

Tiroler Bläserwoche 2012 nun schon in ihrer vierten erneuerten Auflage

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er Blasmusikverband auf Landesebene hat – wie berichtet – neben den Weiterbildungsmodulen – auch heuer wieder seinen großen sommerlichen Workshop – „die Tiroler Bläserwoche“ durchgeführt. Es sind dabei für die Verantwortlichen mehrere Kurse parallel zu organisieren gewesen. Der Kursbetrieb am Grillhof mit an die einhundert jungen und jung gebliebenen teilnehmenden Musikanten, Arrangeuren

und Dirigenten stellte heuer zum zweiten Mal das Orchesterspiel in den Mittelpunkt: Das letztes Jahr gegründete Orchester „Tyrolean Winds“ unter der bewährten Leitung von Bernhard Sieberer war wiederum das Zentrum der Woche und absolvierte seine zweite Arbeitsphase am Grillhof mit einer großartigen Abschlussveranstaltung als Höhepunkt der Woche. Alle Facetten der Blasmusik kommen seit einigen Jahren zum Tragen. Besonders gefreut hat mich

persönlich die Fortführung der Idee des „Tiroler Triangels“ (Arrangieren, Dirigieren und Orchesterspiel) aus den letzten drei Jahren. Für die organisatorische Durchführung und die Betreuung während des Kurses ist vor allem meinen beiden Mitstreitern und Stellvertretern Dr. Werner Mayr und Dr. Rudi Pascher zu danken! Sie haben vor Ort tolle Betreuungsarbeit geleistet – ein wesentlicher Punkt, der zum Erfolg der Wochen beigetragen hat. Danke!

Dirigentenwettbewerb Con Brio - Tirol, Centrum Weerberg, 29. September 2012, 9 Uhr
ach dem großen Erfolg des Wettbewerbes ConBrio International gibt es heuer – wie berichtet - erstmals den Wettbewerb speziell auf Tirol zugeschnitten. Eine Reihe von Sponsoren – darunter an der Spitze das Land Tirol – garan-

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tieren für eine gute Durchführbarkeit dieses Wettbewerbes. Alle 12 Wettbewerbsplätze sind vergeben. Die Teilnehmer (Nord-,Ost,Südtirol) mussten sich bewerben und haben nun die Chance auf den 1.Tiroler Dirigentenpreis. Als Wettbewerbssorchester

stehen die Brass Band der Musikschule Innsbruck und die Swarovski Musik Wattens zur Verfügung. Als Juroren fungieren Thomas Doss, Walter Rescheneder und Fritz Neuböck.Ich freue mich schon sehr auf diese schöne Veranstaltung am Weerberg.

Tiroler Blasmusikpreis 2012 – Preis des Landes Tirol
Auch 2012 wird wieder am Nationalfeiertag der Landespreis für herausragende Blasmusikkapellen im Wert von € 5000 vergeben. Die Erfassung der Daten und besonderen Projekte, die zur Prämierung herangezogen werden, sind über das neue Mitglieder-

verwaltungsprogramm (besonders unter der Rubrik „Innovative Projekte“) möglich.

Kapellmeistertag, Samstag 3. November 2012
Vz Blaike Völs, 09.00 – 13.00 Uhr Thema: „Perspektiven“ musikalischer Literatur. Mit einer Noten- und CD Ausstellung

regionaler und internationaler Verlage. Der Tiroler Kapellmeistertag 2012 stellt die Literatur unserer Blasmusik anhand von Referaten, Interviews, Diskussionen und Werkvorstellungen ins Zentrum seines Programmes. special guest 2012: Otto M. Schwarz, Komponist

September | BiT 27

miTTEiLUngEn | LV-Obmann

m neuen Ausbildungsmodell Tirol (Kooperation des Blasmusikverbandes Tirol mit dem Tiroler Landeskonservatorium und dem Tiroler Musikschulwerk) 4 Kandidaten stehen nun bereits im fünften Semester bzw. im Abschlussjahr im Tiroler Landeskonservatorium. Wiederum sind sechs Kandidaten in das dritte Semester (1. Ausbildungsjahram TLK) mittels Auf-

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Kapellmeisterausbildung:Blasorchesterleitung „Modell Tirol“:
nahmeprüfung bei der Militärmusik Tirol aufgenommen worden. Die Hauptfachdozenten am TLK sind Mag. Thomas Ludescher und Lkpm. Mag. Hermann Pallhuber Elemente, die der Blasmusikverband in die Ausbildung miteinbringt: • Fortbildungsmodule für Kapellmeister – Teilnahmezertifikat • Schnuppermodule für Einsteiger – Teilnahmezertifikat • Tiroler Bläserwoche / Tiroler Orchesterwoche – Teilnahmezertifikat • Tiroler Kapellmeistertag – Teilnahmezertifikat • Sonderveranstaltungen zB Mnozil Brass Workshop – Teilnahmezertifikat

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Weiterführendes Angebot: Kapellmeisterfortbildung und „Kapellmeister-Schnupperkurs“ des Blasmusikverbandes Tirol als TEIL der NEUEN KAPELLMEISTERAUSBILDUNG IN TIROL
n diesem Herbst startet die dritte Reihe der beliebten Fortbildungsmodule und Schnupperkurse des BVT. Mehr als 40 Teilnehmer haben die zweite Staffel erfolgreich absolviert. Bereits tätige Kapellmeister können sich dabei im FortgeschrittenenKurs neue Anregungen für ihre Arbeit holen - andererseits steht ein „Schnupperkurs“ für Kapellmeister-Aspiranten im Angebot, wo die Teilnehmer einen ersten Einblick in die Welt des Kapellmeisterns gewinnen können. Die Fortbildungsmodule finden an 5 Samstagen von 9 Uhr bis 16.30 Uhr in der Städtischen Musikschule Hall (oder nach Bedarf anderswo) statt. neu im Jahr 2012/2013 wird sein, dass bei verschiedenen musikkapellen unterschiedlicher Leistungsstufen Probenbesuche und dirigierpraktika abgehalten werden. Diese Reihe ist neuerdings als Wahlpflichtfach im Kooperationsmodell am Tiroler Landeskonservatorium anrechenbar. Termine: 1. samstag 10.11.2012 2. samstag 01.12.2012 3. samstag 19.01.2013 4. samstag 23.02.2013 – mit zertifikatsüberreichung Die Termine der Probenbesuche richten sich nach dem Probenbetrieb der Musikkapellen und werden rechtzeitig im Kurs bekannt gegeben. An den 5 Terminen gibt es neben dem Dirigier- und Orchesterunterricht auch folgende schwerpunktreferate: Thema 1: Der Dirigentenwettbewerb „Con brio“ – Ein „Backstage“-Bericht über Sinn und Hintergrund eines neuen Tiroler Wettbewerbsmodelles (Rudi Pascher / Hermann Pallhuber) Thema 2: Intonation im Blasorchester (Peter Kostner) Thema 3: Kommunikation und Vermittlung – unentdeckte Möglichkeiten für Kapellmeister (NN) Thema 4: Der erfolgreiche Kapellmeister (Peter Kostner) Thema 5: Die Brass Band – ein energiegeladener Teil der Blasmusik (Hannes Buchegger) Die Anmeldung zu dieser Reihe ist möglich über das Formular des BVT www.blasmusikverband-tirol.at

Mit herzlichen Grüßen und den besten Wünschen für einen schönen Herbst! Euer Landeskapellmeister Hermann Pallhuber hermann.pallhuber@chello.at

zur Erinnerung...

zeitpläne der heuer noch in Tirol stattfindenden Konzertwertungsspiele: BEzirKsWErTUngssPiEL – Musikbezirk Hall, Samstag, 29. September 2012 Ort: KIWI Absam 10.00 Uhr MK Ampass Stufe B 10.30 Uhr MK Tulfes Stufe B 11.00 Uhr MK Absam Stufe C 11.45 Uhr MK Kolsass Stufe B 12.15 Uhr MK Gnadenwald Stufe C Pause 14.00 Uhr MK Wattenberg Stufe B 14.30 Uhr MK Volders Stufe C 15.15 Uhr MK Mils Stufe D 16.00 Uhr MK Speckbacher Hall Stufe D 17.00 Uhr MK Rinn Stufe B

BEzirKsWErTUngssPiEL – Musikbezirk Schwaz, Samstag, 20.Oktober 2012 Ort: Szentrum (neuer Stadtsaal Schwaz) 13.00 Uhr Knappenmusik Schwaz Stufe B 13.30 Uhr BMK Terfens Stufe B 14.00 Uhr BMK Weer Stufe B 14.30 Uhr BMK Aschau (MB Zillertal) Stufe B Pause 15.30 Uhr STMK Schwaz Stufe C 16:15 Uhr BMK Vomp Stufe C 17.00 Uhr BMK St. Margarethen Stufe C 17.45 Uhr BMK Weerberg Stufe C ca. 18.45 Uhr Ergebnisbekanntgabe BEzirKsWErTUngssPiEL – Musikbezirk Innsbruck-Stadt, Sonntag, 21.Oktober

2012, Ort: KIWI in Absam 11.00 Uhr STMK Allerheiligen Stufe B 11.30 Uhr Original Polizeimusik Innsbruck Stufe B 12.00 Uhr Spielgemeinschaft Saggen-Pradl Stufe B 12.30 Uhr Pause 12.50 Uhr MK Mühlau Stufe B 13.20 Uhr STMK Arzl 14.00 Uhr k.u.k. Postmusik Tirol Stufe C 14.45 Uhr Pause 15.05 Uhr STMK Mariahilf St. Nikolaus Stufe D 15.50 Uhr Bundesbahn-Musikkapelle Innsbruck Stufe D 16.40 Uhr MK Amras Stufe D 19.00 Uhr Ergebnisbekanntgabe

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LV-Geschäftsführer | miTTEiLUngEn

Roland Mair

Arbeiten mit dem neuen Mitgliederverwaltungsprogramm
(u.a. für SMS- und Newsletter-Funktion) • alle Funktionen eintragen (Vorstandsmitglied, Marketenderin, Ehrenmitglied, etc. sind auch Funktionen) • richtiger Status jedes Mitglieds: bei der Übertragung hat es hier u.a. Probleme bei Musikschülern und Marketenderinnen gegeben • richtige Instrumente eintragen und unterscheiden zwischen Haupt- und Nebeninstrument (Hauptinstrument darf niemals gleichzeitig als Nebeninstrument angeführt sein) • BiT-Zusendung: Die BiT-Zeitung wird an alle aktiven Mitglieder zugesendet und ist in der Rubrik "BiT" automatisch auf "Ja" gestellt. Sind mehrere Familienmitglieder aktive Musikanten, ist es sinnvoll, die BiT nur einmal zuzustellen. Bei den betreffenden Mitgliedern bitte auf "Nein" stellen. Vom LV-Büro wurden alle digitalen Jahresberichte der letzten Jahre sowie sämtliche Ergebnisse der Konzert- und Marschmusikwertungsspiele sorgfältig in das Programm eingespielt.

TErmin-AViso Bezirksobleute Tagung
en 22.9.2012 am samstag, d strass i.z. um 9.00 Uhr in
ErPUnKT miT dEm schW ErWALTUngs„miTgLiEdErV U“ ProgrAmm nE änner alle Bezirksobm Dazu sind toren herzlich administra und die Bezirks eingeladen!

ie Einführung in das neue Mitgliederverwaltungsprogramm ist abgeschlossen. Ich bedanke mich bei Euch für die Bereitschaft, die Umstellung in das neue Programm zu unterstützen und mit zu gestalten. Die Übertragung aus dem alten Programm ins neue System ging erwartungsgemäß nicht ganz ohne Probleme vor sich. Der Hauptgrund der Übertragungsmängel lag an der unvollständigen Einpflegung der Daten im alten Programm. Weitere Daten konnten aus technischen Gründen nicht kompatibel übernommen werden. Wir bitten um Verständnis! Ich darf daher nochmals bitten, alle Eintragungen zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren. Gänzlich fehlende Daten bitte nachtragen.

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Die wichtigsten zu beachtenden Punkte sind:

• richtige Vereinsbezeichnung • vollständige Adressenangabe (u.a. wichtig für die BiT-Zustellung) und Mobiltelefonnummer und E-Mail-Adresse wären wichtig

Bei den Schulungen in den Bezirken wurden große Mängel bei der Ehrungsübernahme aus dem alten Programm festgestellt. Eine Begründung dafür ist, dass teilweise bereits durchgeführte Ehrungen im alten Programm nicht eingetragen wurden. Bitte zurückliegende Ehrungen des Blasmusikverbandes Tirol sorgfältig im Programm nachtragen (Symbol: dunkle Hände)! Sonstige Ehrungen wie z.B. Vereinsehrungen, Landesauszeichnungen oder ÖBV-Ehrungen können nur vom Blasmusikverband nachgetragen werden. Dafür bitte die Daten per E-Mail an den Blasmusikn verband senden.

Ehrungswesen über das neue Mitgliederverwaltungsprogramm

Das Land Tirol sagt Danke!

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ieles würde in unserer Gesellschaft nicht funktionieren, wenn es sie nicht gäbe, die tausenden Ehrenamtlichen. Zu 163 Frauen und Männer aus Tirol und Südtirol wurde am vergangenen Mittwoch von offizieller Seite Danke gesagt. Unsere Ehrenamtlichen machen die Arbeit, die der Staat längst nicht mehr abdecken, geschweige denn bezahlen kann. Geschätzte 1,6 Milliarden Euro ist die in Tirol geleistete Arbeit der Ehrenamtlichen wert. Traditionell am Hohen Frauentag verleihen LH Günther Platter und LH Luis Durnwalder in der Innsbrucker Hofburg die Verdienstmedaillen des Landes Tirol. Mit einem landesüblichen Empfang und einer heiligen Messe, zelebriert von Abt Raimund

Schreier begann der Festtag. Insgesamt 17 Tiroler Blasmusikanten wurden heuer die Landesauszeichnung zuteil. Verdienstmedaille des Landes Tirol für Verdienste um die Tiroler Blasmusik: Siegfried Hölwarth, MK Elbigenalp Franz Kammerlander, BMK RiedKaltenbach Stefan Kapeller sen., BMK Jenbach

Oswald Klingler, MK Mils Josef Köll, MK Karrösten Adolf Mayr, MB Pustertal-Oberland Ferdinand Mayr, MK Schönberg Anton Petz, BMK Ehrwald Anton Pult, MK Fendels Wilhelm Rantner, BMK Seefeld Peter Reiter, BMK Aschau i.Z. Herbert Scharnagl, MK Kössen Konrad Steiner, BMK Bruckhäusl Franz Wachter, MB Innsbruck-Land Werner Wacker, BMK Bichlbach Johann Wimmer, KMK Fieberbrunn Bernhard Zobl, MK Schattwald der Blasmusikverband Tirol gratuliert dazu ganz herzlich und sagt danke für Euren Einsatz!

September | BiT 29

miTTEiLUngEn | LV-Geschäftsführer

zur Erinnerung...

der 1996 geschaffene herz-Jesunotfonds besteht nach wie vor und soll mit diesem Aufruf wieder in Erinnerung gerufen werden. Unser allseits hochgeschätzter Florian Pedarnig komponierte 1996 anlässlich der 200. Wiederkehr des Gelöbniss es der Tiroler an das Heiligste Herz Jesu (Tirol entschloss sich angesichts überraschender Kriegsereignisse 1796 das Land dem Heiligsten Herzen Jesu anzuvertrauen) über Auftrag des Südtiroler Schützenbundes seine Herz-Jesu-Messe. Die inzwischen schon zur beliebten und anerkannten Kirchenliteratur in der Blasmusik gehörende Messe, die vor allem Herz Jesu Lieder verwendet, wurde am 15. Juni 1996 im Dom zu Bozen von den Kapellen aus Erl, Dölsach und Zwölfmalgreien uraufgeführt. Pedarnig und seine Partner mit den Schützen aus Tirol und Südtirol sowie die

beiden Blasmusikverbände Tirol und Südtirol wollten auch ein dauerhaftes und humanitäres Zeichen setzen und gründeten den Herz-JesuNotfonds, durch den in schwere Not geratene Musikanten/innen bzw. deren Familien unterstützt werden sollten. Zur Entlastung von Florian Pedarnig, der bisher den Fonds verwaltete, übernahm nun der Blasmusikverband Tirol die Organisation und Verwaltung. Die für kirchliche Aufführungen in den Vereinen, bei Bezirksveranstaltungen, bei Treffen mit den Schützen und anderen Formationen, so wunderbar geeignete Messe wird hiermit vor allem allen Kapellmeistern in Erinnerung gerufen. Die Noten sind beim TSS Verlag von Herbert Eberl in

Mieders/Stubai zu bestellen. Die CDs gibt es im Verbandsbüro (bei Bezug wird um eine Spende für den Herz-Jesu-Notfond gebeten, Wert der CD € 10,-). spenden für den herz-Jesu-notfond werden jederzeit dankend angenommen. Kontonummer: 575936 bei RaiffeisenLandesbank Tirol AG, BLz: 36000 Verwendungszweck: „Herz-Jesu-Notfond“ herzlichen dank! Im Landesverbandsbüro liegen auch noch CDs der Blasmusikwerke Tiroler Komponisten mit der Bundesbahnmusikkapelle Innsbruck und der Speckbacher Stadtmusik Hall auf (im Gedenkjahr 1984 produziert), für die bei Bestellung auch der Erlös an den Fond überwiesen wird. Die sinnvolle Einrichtung des Herz Jesu Notfonds sollte weiterhin Beachtung finden! Euer LV-Geschäftsführer Roland Mair roland.mair@blasmusikverband-tiol.at

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LV-Jugendreferenten | miTTEiLUngEn

Jugendarbeit intensiv
Liebe Jugendreferentinnen und Jugendreferenten! Liebe Musikantinnen und Musikanten!
m Bereich der Jugend stehen wieder einige Termine an, über die wir euch rechtzeitig informieren möchten. Ein kleiner Rückblick über schon gewesene Veranstaltungen, sowie detaillierte Berichte an euch runden die Informationen ab.
nachname Wildt Laube Juen Achammer Hell Marth Petschnig Fischler Repolusk Kolb Zimmermann Schiestl Wannenmacher Eckstein Wachter Wetscher Lettinger Lintner Fleischanderl Haas Erler Gastl Brandacher Gögl Mayr Brem Mayr Hauser Rendl Gschwentner Fahrthofer Traven Trainer Thaler Obermüller Hochrainer Beer Neureiter Schachner Embacher Winkler Rauscher Jöchl Steger Girstmair Leitner Tanzer Margreiter Eller Salchner Holzeis Haselwanter Reiter Steinhauser Ennemoser Vorname Teresa Markus Sebastian Elisabeth Maria Robert Simon Katharina Christoph Martina Simon Caroline Markus Simona Simon Magdalena Andreas Thomas Christina Hannes Julia Verena Daniela Denise Raphael Christine Michaela Christoph Lukas Anja Laura Florian Mario Anna Verena Carina Verena Sabine Yvonne Andreas Isabella Sandra Robert Josef Hubert Johanna Manuela Harald Christina Claudia Florian Stefan Jacqueline Stefan Isabella instrument Querflöte Horn Querflöte Querflöte Querflöte Klarinette Horn Querflöte Schlagwerk Klarinette Klarinette Querflöte Flügelhorn Horn Oboe Klarinette Posaune Schlagwerk Klarinette Trompete Querflöte Klarinette Querflöte Klarinette Klarinette Klarinette Querflöte Tenorhorn Saxophon Querflöte Querflöte Saxophon Saxophon Klarinette Saxophon Querflöte Saxophon Klarinette Querflöte Flügelhorn Flügelhorn Querflöte Posaune Trompete Tenorhorn Klarinette Trompete Trompete Klarinette Querflöte Horn Trompete Querflöte Trompete Klarinette

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Im Jahr 2012 haben wieder über 100 Musikerinnen und Musiker die Prüfungen zum Jungmusikerleistungsabzeichen in Gold abgelegt. Als Leistungsträger und Stützen der
Bezeichnung der Kapelle Stadtmusikkapelle Stadtmusikkapelle Stadtmusikkapelle Stadtmusikkapelle Musikkapelle Musikkapelle Bundesmusikkapelle Bürgermusikkapelle Bürgermusikkapelle Musikkapelle Musikkapelle Speckbacher Musikkapelle Speckbacher Stadtmusik Speckbacher Stadtmusik Orig. Rettenberger Musikkapelle Musikkapelle Bundesmusikkapelle Bundesmusikkapelle Bundesmusikkapelle Bundesmusikkapelle Bundesmusikkapelle Bundesmusikkapelle Bundesmusikkapelle Bundesmusikkapelle Bundesmusikkapelle Bundesmusikkapelle Bundesmusikkapelle Stadtmusikkapelle Bundesmusikkapelle Bundesmusikkapelle Bundesmusikkapelle Bundesmusikkapelle Bundesmusikkapelle Bundesmusikkapelle Stadtmusikkapelle Stadtmusikkapelle Bundesmusikkapelle Bundesmusikkapelle Bundesmusikkapelle Bundesmusikkapelle Bundesmusikkapelle Stadtmusikkapelle Musikkapelle Musikkapelle Bundesmusikkapelle Bundesmusikkapelle Bundesmusikkapelle Bundesmusikkapelle Musikkapelle Musikkapelle Musikkapelle Musikkapelle Marktmusikkapelle Musikkapelle Musikkapelle

Jungmusikerleistungsabzeichen in Gold

Tiroler Blasmusikkapellen verdienen alle Absolventen Respekt und großes Lob. Der Landesverband gratuliert herzlich. Die Termine für 2013 sind schon auf der Homepage des Blasmusikverbandes bekannt gegeben.
Prädikat Ausgez, Erfolg Ausgez, Erfolg Ausgez, Erfolg Ausgez, Erfolg Ausgez, Erfolg Erfolg sehr gutem Erfolg Ausgez, Erfolg Ausgez, Erfolg sehr gutem Erfolg sehr gutem Erfolg sehr gutem Erfolg Ausgez, Erfolg Ausgez, Erfolg Ausgez, Erfolg Ausgez, Erfolg Ausgez, Erfolg sehr gutem Erfolg sehr gutem Erfolg sehr gutem Erfolg gutem Erfolg Ausgez, Erfolg sehr gutem Erfolg gutem Erfolg Ausgez, Erfolg gutem Erfolg sehr gutem Erfolg sehr gutem Erfolg sehr gutem Erfolg sehr gutem Erfolg gutem Erfolg sehr gutem Erfolg Ausgez, Erfolg Ausgez, Erfolg gutem Erfolg Ausgez, Erfolg Erfolg Ausgez, Erfolg sehr gutem Erfolg Ausgez, Erfolg gutem Erfolg sehr gutem Erfolg Ausgez, Erfolg Erfolg sehr gutem Erfolg Erfolg Ausgez, Erfolg gutem Erfolg sehr gutem Erfolg gutem Erfolg Ausgez, Erfolg Ausgez, Erfolg gutem Erfolg Erfolg gutem Erfolg Abzeichen JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold

name Kapelle Amras Innsbruck-Mariahilf/St. Nikolaus Innsbruck-Mariahilf/St. Nikolaus Innsbruck-Mariahilf/St. Nikolaus Axams Axams Götzens Absam Absam Baumkirchen Fritzens Gnadenwald Hall i.T. Hall i.T. Kolsass Wattenberg Achenkirch Stans Vomp Gerlos Tux Auffach Breitenbach am Inn Kramsach Kundl Münster Oberau Rattenberg-Radfeld Angath Angath Angath Bruckhäusl Hinterthiersee Hinterthiersee Kufstein Kufstein Schwoich Söll Söll Söll Unterlangkampfen Wörgl Reith b. Kitzbühel Westendorf Kirchdorf i. T. St. Johann i. T. Ellbögen Neustift im Stubaital Schmirn Trins Mieming Pettnau Telfs Wildermieming Längenfeld

September | BiT 31

miTTEiLUngEn | LV-Jugendreferenten
nachname Holzknecht Hausegger Hausegger Klotz Doblander Vögele Vögele Schlierenzauer Markt Trummer Grutsch Santeler Schmid Juen Pöll Nigg Tschuggnall Lechthaler Kathrein Thurnes Geiger Zangerle Wörz Balzer Waldner Dobler Hammerle Schmid Strigl Petz Megele Kirchmair Wilhelmer Winkler Stotter Pircher Goller Walder Blassnig Bstieler Jestl Waldner Aigner Lengauer Sohm, Mag. Schießl, Dr. Siller Schöpf Huter Zangerle Hochenegger Vorname Anton David Philipp Simon Anja Julia Lea Michael Gabriela Annabell Benedikt David Maria Johannes Christine Andreas Florian Martin Herbert Andrea Bernadette Christoph Melanie Nadine Anna Diana Barbara Sara Christoph Manuel Michael Martin Christoph Marcel Michael Magdalena Maria-Magdalena Victoria Kevin Gerald Wolfgang Stefan Leonhard Hannes Kathrin Anneliese Franz Matthias Stefan Dietmar Christian instrument Posaune Schlagwerk Schlagwerk Trompete Saxophon Querflöte Klarinette Querflöte Querflöte Querflöte Horn Trompete Klarinette Trompete Klarinette Tenorhorn Euphonium Tenorhorn Horn Klarinette Saxophon Klarinette Querflöte Klarinette Querflöte Querflöte Querflöte Querflöte Klarinette Posaune Schlagwerk Schlagwerk Tenorhorn Trompete Klarinette Fagott Querflöte Saxophon Schlagwerk Posaune Trompete Bariton Trompete Saxophon Oboe Fagott Posaune Tuba Posaune Horn Tuba Bezeichnung der Kapelle Musikkapelle Musikkapelle Musikkapelle Musikkapelle Musikkapelle Musikkapelle Musikkapelle Musikkapelle Musikkapelle Musikkapelle Musikkapelle Musikkapelle Stadtmusikkapelle Musikkapelle Musikkapelle Musikkapelle Musikkapelle Musikkapelle Musikkapelle Musikkapelle Musikkapelle Musikkapelle Musikkapelle Musikkapelle Bundesmusikkapelle Musikkapelle Musikkapelle Bürgermusikkapelle Musikkapelle Bürgerkapelle Bürgerkapelle Musikkapelle Eisenbahner-Stadtkapelle Eisenbahner-Stadtkapelle Musikkapelle Stadtmusik Musikkapelle Musikkapelle Musikkapelle Musikkapelle Musikkapelle Musikkapelle Bundesmusikkapelle Bundesmusikkapelle Musikkapelle Musikkapelle Bundesmusikkapelle Musikkapelle Stadtmusik Musikkapelle Musikkapelle name Kapelle Längenfeld Längenfeld Längenfeld Sölden Umhausen Imsterberg Imsterberg Mils b.Imst Nassereith Nassereith Tarrenz Wenns Landeck Fließ Galtür Kauns Wald i. P. Nauders Prutz Serfaus Serfaus Stanz b. L. Biberwier Biberwier Bichlbach Elbigenalp Häselgehr Höfen Pflach Vils Vils Assling Lienz Lienz Oberlienz Lienz Anras Sillian Hopfgarten i. Defereggen Virgen Virgen Thaur Hart Angath Kirchberg i. T. Kirchberg i. T. Neustift im Stubaital Längenfeld Imst Galtür Nauders Prädikat sehr gutem Erfolg Ausgez, Erfolg Ausgez, Erfolg sehr gutem Erfolg gutem Erfolg Ausgez, Erfolg Ausgez, Erfolg Ausgez, Erfolg sehr gutem Erfolg gutem Erfolg Ausgez, Erfolg sehr gutem Erfolg Ausgez, Erfolg sehr gutem Erfolg Ausgez, Erfolg gutem Erfolg Ausgez, Erfolg sehr gutem Erfolg sehr gutem Erfolg Ausgez, Erfolg gutem Erfolg sehr gutem Erfolg gutem Erfolg gutem Erfolg gutem Erfolg Ausgez, Erfolg sehr gutem Erfolg gutem Erfolg Ausgez, Erfolg gutem Erfolg sehr gutem Erfolg Ausgez, Erfolg Ausgez, Erfolg gutem Erfolg Ausgez, Erfolg Ausgez, Erfolg Ausgez, Erfolg Ausgez, Erfolg sehr gutem Erfolg Ausgez, Erfolg Ausgez, Erfolg Ausgez, Erfolg Ausgez, Erfolg gutem Erfolg sehr gutem Erfolg Erfolg Ausgez, Erfolg sehr gutem Erfolg gutem Erfolg Ausgez, Erfolg gutem Erfolg Abzeichen JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold JMLA-Gold MLA-Gold MLA-Gold MLA-Gold MLA-Gold MLA-Gold MLA-Gold MLA-Gold MLA-Gold MLA-Gold MLA-Gold

Bundeswettbewerb Musik in kleinen Gruppen

sTUFE Stufe A Stufe B Stufe C Stufe D Schlagwerk Schlagwerk

grUPPE Piccoli in Brass Arch 3 MTC-Trio SintFlute Up to the Inn M&M Drops

LEiTUng Lito Fontana Andreas Lackner / Gerd Bachmann Harald Ploner Veronika Würtl Andreas Schneider Thomas Greil

Der Bundeswettbewerb Musik in kleinen Gruppen findet am 27. und 28. Oktober 2012 in Wien statt. Zu diesem finalen Wettbewerb haben sich 6 Ensembles aus Tirol qualifiziert. Wir wünschen ein erfolgreiches Musizieren.

„Diplomierter Jugendorchesterleiter“-Seminar für WEST-Österreich

In Kürze startet das Seminar, Anmeldungen sind aber noch möglich. Überblick über die Module: Hard am Bodensee vom 12.-14. Oktober, Landeck 5.-7. April 2013, Brixen/Südtirol vom 4.-6. Mai 2013, Abschluss im September 2013 in St. Johann in Tirol. Informationen

sind auf der Homepage des Tiroler Blasmusikverbandes (www.blasmusikverband-tirol.at, Fachbereich Jugend) oder auf der Homepage der österreichischen Blasmusikjugend (www. winds4you.at) zu finden. Dieses Seminar erhielt ebenfalls eine ZAQZertifizierung. Damit wird der Kurs als berufsbegleitende Fortbildung in allen Bundesländern Österreichs anerkannt. Die Experten-

kommission hat die Inhalte des Kurses mit 9 ECS-Punkten (= 6 Semesterwochenstunden) gleichgesetzt. Bei den Seminaren werden Orchester in Residence als Übe-Orchester zur Verfügung stehen, u.a. das Orchester „Landeck Winds“ unter der Leitung von Stefan Köhle, die „HARDIES“ aus Vorarlberg, sowie die Jugendblasorchester der Landesmusikschule St. Johann.

32 BiT | September

LV-Jugendreferenten | miTTEiLUngEn
JUgEndrEFErEnTEn-inFoBroschürE Neue Jugendreferenten können sich auf der Homepage des Blasmusikverbandes www.blasmusikverband-tirol.at unter der Rubrik „Fachbereich Jugend / Infos für Jugendreferenten“ Informationen und Anregungen für ihre tägliche Arbeit herunterladen.

www.blasmusikverband-tirol.at/fachbereiche/jugend/infos-jugendreferentin/

Kompositionswettbewerb

Die im Juni von einer Jury ausgewählten Kompositionen werden beim Konzert des Landesjugendblasorchesters am 4. November 2012 in Kufstein vorgestellt. Folgende Preise wurden vergeben:

sTUFE EJ BJ BJ CJ

TiTEL dEr KomPosiTion Adlerhorst Earth, Wind & Fire Der Sonnenkönig Dancing Bubble

KomPonisT Helmut Pertl Erich Pitterl Andreas Simbeni Daniel Muck

PrEis 1. Preis 3. Preis 3. Preis 3. Preis

Jugend goes Brass
Tirolweite Brass Band mit hannes Buchegger beimFeuerwerk der Blasmusik im congress. Das Feuerwerk der Blasmusik, welches die Stadtmusikkapelle Wilten nun seit 6 Jahren zum Jahreswechsel im Innsbrucker Congress veranstaltet, ist zum fixen Highlight im Konzertkalender geworden. Heuer soll beim

Feuerwerk am 30. Dezember 2012 eine Jugend-Brass-Band auf einer riesigen Bühne abwechselnd mit der Stadtmusikkapelle Wilten musizieren. Niemand geringerer als „Mister Brass Band“ Hannes Buchegger wird mit den jungen MusikerInnen aus ganz Tirol proben und diese Brass Band vor 1400 Besuchern leiten. Wenn du Interesse hast, unter 20 Jahre alt bist und auf „sattem Niveau“ dein

Blechblasinstrument bzw. dein Schlaginstrument beherrschst, dann schau ab 15. September auf die Homepage www. wiltener.at – hier findest du alle Details für Anmeldung, Casting, Probentermine und Konzertauftritt. Eure Landesjugendreferenten Wolfram Rosenberger und Martin Rabl Wolfram.rosenberger@chello.at m.rabl@lms.tsn.at

September | BiT 33

BEzirKsmELdUngEn | Innsbruck-Stadt/Innsbruck Land/Hall

Bundesbahn-mK fuhr an der Wöthersee
Velden – Im Juni unternahm die Bundesbahn-Musikkapelle Innsbruck eine Konzertreise nach Velden am Wörthersee, der Einladung des Bürgermeisters Ferdinand Vouk folgend. Strömender Regen begleitete den Klangkörper auf dem Weg nach Kärnten. Petrus muss aber ein Musikant gewesen sein, da er eine Stunde vor Konzert-Beginn plötzlich eine Wetterbesserung einleitete. Als die MusikantInnen zum Konzert vor dem Schlosshotel eintrafen, war keine Wolke am Himmel zu sehen. In den Reihen herrschte beste Stimmung und Vorfreude, an diesem „historischen Ort“ spielen zu dürfen. Die 64 Musiker/innen boten unter der Leitung ihres Kapellmeisters Michael Hölbling boten ein überaus
anspruchvolles und abwechslungsreiches Programm dar. „Jubilee Fanfare“, die Ouverture zu „Der Zigeunerbaron“ und andere Musik des Walzerkönigs bis hin zu moderner Literatur konnten die zahlreichen Zuhörer zu begeistern. Nach diesem erfolgreichen Konzertabend durfte gefeiert werden. Manche versuchten im Casino ihr Glück, andere ließen den Tag in angenehmer Atmosphäre am See ausklingen. Die Youngsters genossen die Nacht und tanzten bis in die frühen Morgenstunden. Am nächsten Tag stand eine Besichtigung im Schaubergwerk „Terra Mystica“ in Bad Bleiberg auf dem Programm. Nach einem köstlichen Mittagessen am Ossiacher See widmete die Bundesbahn-Musikkapelle

Die Bundesbahnmusikkapelle vor dem Schlosshotel in Velden.
Foto: Bundesbahn Musikkapelle

Innsbruck ihrem Trommler und langjährigen Mitglied, Rudl Felderer, ein Ständchen zu seinem 80. Geburtstag. Anschließend trat n die Musikkapelle die Heimreise an. Birgit Haas

großer Erfolg für die mK götzens
Lans – Beim Musikfest des Musikbezirkes
Innsbruck-Land, das heuer in Lans stattfand, bestand für die Musikkapellen die Möglichkeit, an einer Marschmusikbewertung teilzunehmen. Trotz des dichten Programms der letzten Wochen gelang es, sich auf den Bewerb gut vorzubereiten. Die Bundesmusikkapelle Götzens legte immer schon sehr großen Wert auf die Pflege der Marschmusik. Unter dem Stabführer Hans Prader wurde an vielen Marschmusikwettbewerben teilgenommen und es konnte jedes Mal erfolgreich abgeschnitten werden. Unserem Stabführer Hans gilt für seine großartige Probenarbeit unser ganzer Dank. In der Stufe D konnten wir mit 94,11 Punkten einen Spitzenplatz erreichen. Dafür ist Halten und Abmarschieren im klingenden Spiel, Abfallen und Aufmarschieren, Linksschwenkung und die Große Wende vorgesehen. Die Bundesmusikkapelle Götzens demonstrierte wieder, dass sie neben engagiertem Spiel auch exzellente Musik in Bewegung darbietet. Das ausgezeichnete Ergebnis löste im Verein große Freude aus und wurde n anschließend noch ausgiebig gefeiert! Josef Haid

Mit dem Bozner Bergsteiger Marsch marschierte die MK Götzens an den begeisterten Zuschauern vorbei. Foto: MK Götzens

Frühjahrskonzert der rettenberger musikkapelle Kolsass
Kolsass – Am 16. Mai 2012 fand im überfüllten Gemeindesaal in Kolsass das diesjährige Frühjahrskonzert der Rettenberger Musikkapelle Kolsass statt. Im ersten Teil wurden die Zuhörer mit dem Marsch „Alt-Starhemberg“ von H. J. Schneider begrüßt. Die musikalische Reise führte dann durch den „Zauberwald“ von F. v. Suppé bis zum „Stern von Viareggio“ von G. Lotterer. Mit der Polka „Feuerfest“ von J. Strauss wurden die Ehrungen eingeleitet. Die JMLA in Bronze sowie in Silber wurden an insgesamt 13 Jungmusikanten übergeben, außerdem wurden Andreas Grubinger und Daniela Schenk für ihre 25-jährige aktive Mitgliedschaft
34 BiT | September
eröffnete die Jugendkapelle Kolsass und erntete mit dem Stück „All Star“ und dem „47er Regimentsmarsch“ stürmischen Applaus. Nach abwechslungsreichen zeitgenössischen, russischen aber auch Pop-Melodien endete das Konzert mit dem schneidigen Marsch „Jaguar“ von A. Brunner. Andreas Kiechl führte gekonnt durch den Abend. Mit dem Arrangement von „Guten Abend, gute Nacht“ von Militärkapellmeister Hannes Apfolterer wurde das begeisterte Publikum verabschiedet. Wir möchten uns herzlich für den zahlreichen Besuch und den herzlichen n Applaus bedanken. Daniela Schenk

Die Musikkapelle Kolsass mit ihrem Kapellmeister Gerold Oberhauser. Foto: MK Kolsass bei der Musikkapelle Kolsass ausgezeichnet. Für die geehrten erklang der „Crystal March“ von M. Geisler. Den zweiten Teil

Hall/Schwaz | BEzirKsmELdUngEn

swarovski musik Wattens begeistert das Publikum
Beim traditionellen Frühjahrskonzert bewies die swarovski musik erneut, wie vielfältig und fesselnd Blasmusik sein kann

Wattens – Die Marktgemeinde Wattens
lud traditionell auch heuer wieder am 1. Mai zum Frühjahrskonzert der Swarovski Musik Wattens. Bürgermeister KR Franz Troppmair konnte vor vollbesetztem Saal im Haus Marie Swarovski zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Der weltberühmte Tenor Kammersänger Francisco Araiza, Mitglieder der Familie Swarovski, der Alt-Präsident des Tiroler Blasmusikverbandes Dr. Franz Fischler und unzählige Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und der Blasmusikszene freuten sich auf einen vielversprechenden Konzertabend. Unter dem Motto „Österreich grüßt England“ gaben die Musikantinnen und Musikanten im ersten Konzertteil mit einem zündenden Konzertmarsch von Julius Fucik, der mit großer Leichtigkeit gespielten Ouverture „Die Fledermaus“ von Johann Strauß, der souverän vorgetragenen „Second Suite in F“ von Gustav Holst und dem beeindruckenden Werk „Cries of London“ des Engländers Martin Ellerby eine überaus hörenswerte Vorstellung ihres Könnens. Gelungene

Swarovski Musik Wattens – „Tanzorchester“ in ihren neuen Konzertanzügen. Überraschungen standen neben mitreißender Tanzmusik im zweiten Konzertteil am Programm. Schon der Auftritt in den neuen, eleganten Konzertanzügen am Beginn versprach Abwechslung pur. Unter der Leitung von Günther Klausner mutierte die Swarovski Musik vom „normalen“ Blasorchester zur richtig entfesselt spielenden „Big Band“. Auffallend dabei die zahlreichen, tollen Solisten aus den eigenen Reihen. Dancing Star Julia Polai und ihr Partner Michele Prioletti

Foto: Rene Reppe

garnierten die Musik mit professionellen, zum Staunen einladenden Tanzeinlagen, und die ergreifende Stimme von Sänger Hannes Schmid verschmolz geradezu mit dem Klang des Orchesters. Der gewohnt souveräne Moderator Rudi Gamper und eine professionelle Licht- und Tontechnik trugen das Übrige dazu bei, dass es ein unvergesslicher, fesselnder Konzertabend wurde. Blasmusik einmal anders, n zum Staunen und Genießen! Günther Klausner

Frühjahrskonzert zum Auftakt des Jubiläumsjahres
Weerberg – Mit dem traditionellen Muttertagskonzert am 12. Mai im Centrum Weerberg eröffnete die Bundesmusikkapelle Weerberg offiziell ihr Jubiläumsjahr 2012. Im 175. Jahr nach der ersten Erwähnung einer Musikkapelle am Weerberg hatte Kapellmeister Andreas Knapp einige besondere musikalische Leckerbissen in das Programm des Frühjahrskonzertes aufgenommen, zu dem Obmann Hannes Kofler neben zahlreichen Vertretern der umliegenden Musikkapellen auch Pfarrer Hans Peter Schiestl und Kulturreferentin Helga Sprenger begrüßen durfte. Keltische Klänge bildeten den Schwerpunkt dieses anspruchsvollen Konzertes. 53 Musikant/ innen, darunter sechs junge Bläser/innen, die ihr erstes Konzert bestritten, ließen Werke wie Händels „Suite aus der Wassermusik“, „Green Hills Fantasy“ oder „Cry an Michael Kofler (Flügelhorn) und Simon Daumalle (Trompete). Für seine 50 Jahre im Dienste der Blasmusik wurde Hermann Lieb mit dem Goldenen Ehrenzeichen des Tiroler Blasmusikverbandes ausgezeichnet. Außerdem überreichte August Rappold an Obmann Hannes Kofler und Ehrenobmann Albuin Unterlechner die Ehrenurkunde des Landesverbandes für 175 Jahre BMK Weerberg. Durchs Programm führte wie immer gekonnt Mag. Josef Leitner. Ein mitreißendes Konzert, wie der Applaus aus dem Publikum bestätigte, endete mit dem Fanki-Marsch, einer Eigenkomposition von Kapellmeister Andreas Knapp zum 70. Geburtstag von Ehrenkassier Helmut Fankhauser und der Wiederholdung von „Victory“ aus „Cry of the Celts“ als krönenn dem Abschluss. www.bmk-weerberg.at

of the Celts“, erklingen. Dieses Werk von Ronan Hardiman wurde von Kapellmeister Andreas Knapp eigens für das Frühjahrskonzert neu bearbeitet und in 5 Sätzen als letztes Konzertstück dargeboten. Bezirksobmann August Rappold überreichte das bronzene Jungmusikerleistungsabzeichen

September | BiT 35

BEzirKsmELdUngEn | Schwaz/Zillertal

90 Jahre Knappenmusikkapelle schwaz
schwaz – Mit mehreren über das gesamte Musikjahr verteilten Projekten feiert die Knappenmusikkapelle Schwaz heuer ihr 90-jähriges Bestandsjubiläum. Den Beginn setzte ein fulminantes Jubiläumskonzert im April, in dem die Kapelle sowohl mit „La Principessa“ aus der Feder des Kapellmeisters Günter Dibiasi als auch dem Titel des Konzertes „KMS goes Hollywood“ entsprechend, mit internationaler Filmmusik begeisterte. Am 02. Juni hieß es bereits zum zweiten Mal „Start frei“ für das Abenteuer Blasmusik, ein spezielles Konzertprojekt für Kinder und Jugendliche. Unter dem Motto „Fun on Stage“ wurde
am Beispiel zweier Werke mit programmatischem Inhalt erklärt, wie man Geschichten in Musik umsetzen kann. Natürlich durfte auch der Spaß nicht zu kurz kommen, und so gab es neben lustigen Einlagen wie dem Concerto for Triangle mit Christian Werth als launischen Solisten noch ein musikalisches Ratespiel, bei dem sich Clarissa Hirschberger (10 Jahre) als Gewinnerin freuen durfte, die Knappenmusik zu dirigieren. Abschluss und Höhepunkt des Jubiläumsjahres bildet ein Benefizkonzert Impressionen vom Kinderkonzert der Knappenmusikkapelle Schwaz.
Foto: Knappen-MK Schwaz

am 24. November 2012, bei dem unter Mitwirkung des Chores des BORG Schwaz und des Chores Tonart unter anderem die Missa Brevis von Jan cob de Haan zur Aufführung gelangt. infos: www.knappenmusik.com Alfred Gabriel

Frühjahrskonzert der BmK Weer und Taktstockübergabe
Weer – Am Samstag, den 26. Mai war es wieder soweit, der musikalische Höhepunkt des Musikjahres wurde mit dem Frühjahrskonzert gesetzt. Die musikalische Führung übernahm heuer erstmals unser neuer Kapellmeister Klaus Müller, der uns in wochenlanger Probenarbeit und mit viel Geduld auf den Abend vorbereitet hatte. Das Programm begeisterte mit seiner Vielfältigkeit das Publikum, wie man am Applaus seitens der Gäste feststellen konnte. An dieser Stelle möchten wir uns nochmals bei unserem ehemaligen Kapellmeister Ing. Helmut Faserl bedanken, der uns viele Jahre als musikalischer Leiter begleitet und geführt hat. Das Frühjahrskonzert bot auch in diesem Jahr den würdigen Rahmen für die Verleihung von Ehrungen und Leistungsabzeichen. So wurden mehrere unserer Jungmusikanten mit dem Leistungsabzeichen in Bronze ausgezeichnet, sowie Verdienstmedaillen für langjährige Tätigkeit um die Vereinsführung vergeben. Im zweiten Teil absolvierten unsere Jungmusikanten unter der Leitung von Erich Schwemberger einen bravourösen Auftritt und bezauberten mit n ihrer Musik das Publikum. Michael Huber

Übergabe eines Grammophons an unseren ehemalingen Kapellmeister Helmut Faserl, der uns in Zukunft wieder im Klarinettenregister unterstützen wird. V.l.n.r. Sieglinde Faserl, Kapellm. Nikolaus Müller, ehem. Kapellm. Helmut Faserl, Obfrau Andrea Peyer, Bgm. Franz Unterlechner

sportliche zillertaler musikanten
hippach – Am Samstag, den 23. Juni
2012 hieß es wieder "See you @ the Beach", denn der Bezirksverband der Zillertaler Bundesmusikkapellen lud zum Beachvolleyballturnier nach Hippach ein. Gemeinsam mit dem Caribbean Beach Team veranstaltete der Verband nun schon zum dritten Mal dieses Turnier. Auch dieses Jahr war der Wettergott gnädig und die neun Mannschaften aus den Kapellen Aschau (1), Finkenberg (1), Hippach (3), Mayrhofen (2), Stumm (1) und Zell (1) konnten bei Sonnenschein und heißen Temperaturen um den Titel des Blasmusik-Beachvolleyballmeisters 2012 spielen. Nach einem spannenden Finale zwischen den Titelverteidigern Ende die bessere Mannschaft - das Sandspielorchester der Bundesmusikkapelle Mayrhofen und holte sich nun schon zum zweiten Mal in Folge den Sieg. Den hervorragenden dritten Platz erspielte sich die zweite Mannschaft der BMK Mayrhofen. Ein herzliches Dankeschön geht an die Mädls und Jungs vom Caribbean Beach Team, des Beachvolleyballvereines Hippach, für die Abwicklung des Turniers und die gute Verpflegung. Ein weiterer Dank gilt der Firma Zillertalbier für die Zurverfügungstellung der Sachpreise. Alle Teilnehmer freuen sich schon auf das Jahr 2013, wenn das nächste Bezirksbeachn volleyballturnier stattfinden wird. Christina Schreter

Es war wieder ein gelungenes Bezirksbeachvolleyballturnier 2012. Foto: BV Zillertal "Sandspielorchester Mayrhofen" und den "Oschacha Froschmagga" gewann am

36 BiT | September

Zillertal/Unterinntal | Bezirksmeldungen

zillertaler Jungbläsertage 2012
zell –
Vom 11. bis 13. Juli 2012 fanden in den Räumlichkeiten der Volksschule Zell am Ziller die nun schon zur Tradition gewordenen Zillertaler Jungbläsertage statt. Die 90 Teilnehmer/innen aus den 15 Zillertaler Musikkapellen zeigten, dass sie auch in den Ferien zum Musizieren zu begeistern sind. Das Ziel der 14 Referent/ innen war es, den jungen Musiker/innen im Alter zwischen 8 und 15 Jahren das Ensemble- und Jugendblasorchesterspiel näher zu bringen und ihnen durch eine breite Programmwahl Zugang zu verschiedener Literatur quer durch die Musikgeschichte zu bieten. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl war es erstmals möglich, zwei verschiedene Blasorchester einzurichten. Besonders auffällig war, wie gerne und mit professioneller Einstellung die Marschierproben absolviert wurden. Diese boten die Möglichkeit, das richtige Reagieren auf die Kommandos des Stabführers, das Marschieren in Reih und Glied sowie das korrekte An- und Absetzen des Instruments zu trainieren. Krönender Abschluss der Jungbläsertage war das Ab-

Foto: Bezirksverband Zillertal

schlusskonzert am Freitag beim Musikpavillon Zell am Ziller, in dem das erarbeitete Programm dargeboten wurde. Unter den zahlreichen Gästen befanden sich viele Repräsentanten der umliegenden Gemeinden, des Zillertaler Blasmusikverbandes und der Zillertaler Musikkapellen, was die Wertschätzung der Arbeit mit den Jugendlichen hervorhebt. Ein besonderer

Dank gilt dem Bezirksverband der Zillertaler Bundesmusikkapellen, der Raiffeisenbank Zell am Ziller, der Zillertaler Versicherung, der Firma Siebdruck Baumann in Fügen und dem Musikhaus „Musik Tirol" in Wörgl für die großzügige finanzielle n Unterstützung. Weitere Bilder: www.blasmusik-zillertal.at Bezirksjugendreferentin Michaela Weisiele

Frauenpower in Tirol
Weltrekordversuch im damenmarschblasen

unterlangkampfen – 571 Damen sind gekommen. 571 Damen spielten gemeinsam. 571 Damen bedankten sich bei Florian Pedarnig für den Marsch "Dem Land Tirol die Treue". Im Rahmen des 150-JahrJubiläums der BMK Unterlangkampfen beim Musikfest des Unterinntaler Musikbundes wurde der Versuch gestartet, die größte Damenblasmusikkapelle zu formieren um somit den Eintrag in das Guinnessbuch der Rekorde zu schaffen. Dafür galt es, den bestehenden Eintrag von 1346 Musikantinnen zu toppen. Trotz Schlechtwetter kamen neben den Mitgliedern aus dem Bezirk und näheren Umkreis auch viele Mädchen und Damen von Osttirol, dem Ötztal, dem Stubai- und Wipptal. Eine Kapelle aus dem benachbarten Bayern unterstützte ebenfalls. Es reichte zwar nicht für den neuen Weltrekord, die Stimmung an diesem Abend war aber etwas ganz Besonderes und gefeiert wurde trotzdem. Freude

Sigrid Pirchmoser mit 571 Damen im Gesamtkonzert. über das gemeinsame Musizieren stand im Vordergrund. Kapellmeisterin Sigrid Pirchmoser aus Vorderthiersee dirigierte die drei "Pflichtstücke" sowie die von den Männern erklatschte Zugabe. Wenn man bedenkt,

Foto: Oberhuber

dass im Durchschnitt ca. 45 Musikanten und Musikantinnen pro Verein spielen, sind ca. 12 Musikkapellen beim Gesamtspiel n anwesend gewesen. Respekt! Andrea Scheiflinger

September | BiT 37

Bezirksmeldungen | Rattenberg/St. Johann

Bmk Auffach begeisterte bei Frühjahrskonzert
Wildschönau
– Über dreihundert Zuhörer fanden sich in der Mehrzweckhalle der MHS Wildschönau ein, um beim Frühjahrskonzert der BMK Auffach dabei zu sein. Und es hat sich ausgezahlt! Kpm. Martin Spöck hat wieder ein gut durchdachtes Programm mit vielen Highlights zusammengestellt. Darunter befanden sich im ersten Teil das Konzertstück „SuNaSaRo“ von Robert Weißbacher, das Solo „Tico-Tico“ mit den Solisten Florian Silberberger an der Klarinette und Peter Weißbacher am Schlagzeug und die anspruchvollen Fantasie „Carmen“ von Bizet. Nach der Pause präsentierte sich das Saxophon Register mit dem Solostück „Joydem wunderschönen „Florentiner Marsch“ von Julius Fucik. Texte vom Bauerndichter Simon Hörbiger und die Programmpräsentation von Bgm. Rainer Silberberger rundeten den gelungenen Abend ab. Das Frühjahrskonzert ist der geeignete Rahmen für Ehrungen verdienter Musikanten. Das grüne Verdienstzeichen des Tiroler Blasmusikverbandes erhielt Obm. Konrad Hörbiger für seine zehnjährige Obmanntätigkeit, der ehem. Bezirksobmann Peter Weißbacher wurde für 40 Jahre treue Mitgliedschaft bei der Musikkapelle ausgezeichnet. Den Ausgezeichneten wurn de herzlichst gratuliert. Peter Weißbacher

Das Saxophon-Register der BMK Auffach Foto: BMK Auffach in Aktion. ful Saxophones“, die Tanzshow-Melodien „Lord of the Dance“ ließ Gedanken an die grüne Insel aufkommen, der Abschluss des Konzertes erfolgte standesgemäß mit

neues ehrenmitglied in der Bmk münster
münster
– Anlässlich des Saisoneröffnungskonzertes wurde Altmusikant Robert Schranzhofer am 1. Juni 2012 zum Ehrenmitglied der BMK Münster ernannt. 1959 trat er der Musikkapelle bei, wurde 1984 für 25 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet und bekam 1999 die Goldene Verdienstmedaille für 40-jährige Mitgliedschaft überreicht. Neben seiner Mitgliedschaft war er von 1981 bis 1984 auch als Obmannstellvertreter tätig. Nebenbei ist Robert „Festmanager“ für die Verpflegungsabteilung bei Festen gewesen und war Chef eines legendären „HendlGrill-Teams“ in Münster. Seit seiner Firmengründung der „Tischlerei Schranzhofer“, die er mittlerweile an seinen Sohn weitergegeben hat, unterstützt er die Musikkapelle stets als großzügiger Sponsor. Und nicht zuletzt hat er als fleißigster Musikant Jahrezehnte lang als Vorbild für alle Musikanten/ innen im Verein gegolten. 1999 ist er aus gesundheitlichen Gründen aus dem Verein ausgeschieden. Wir freuen uns unseren Altmusikanten wieder als Ehrenmitglied in un-

Robert Schranzhofer (im Bild mit Gattin Waltraud) gehört nun zu den fünf Ehrenmitgliedern der BMK Münster. Foto: Oberhuber
n seren Reihen begrüßen zu dürfen! Valentina Mair

Virtuose Trompeten
st Johann – Die Musikkapelle St. Johann
in Tirol lädt immer wieder Gastmusiker zu gemeinsamen Konzerten ein, und so gelang es, für eines der heurigen Sommerkonzerte den Jazztrompeter, Instrumentenbauer und Leiter des Outreach Festivals Franz Hackl zusammen mit dem Ausnahmetrompeter Thomas Gansch, Mitglied von Mnozil Brass, Gansch and Roses u.v.m. zu engagieren. Dass dieses Konzert am 23. Juli mit dem Titel „Virtuose Trompeten“ zu einem speziellen Termin für alle Trompeteninteressierten wurde, war schon im Vorhinein klar. Schon bei der Eröffnungsnummer „Also sprach Zarathustra“ improvisierten die beiden, was das Zeug hielt. Schritt für Schritt folgte nun ein Höhepunkt nach dem anderen. Besonders bei John Miles „Music“ reizte Thomas Gansch die ganze Bandbreite seines großen Könnens auf der Trompete aus. Sowohl Thomas Gansch als auch Franz Hackl bewiesen ihr großes Können und wirkten kongenial zusammen, obwohl beide in verschiedenen Sparten der Musik tätig sind - Hackl eher der ruhige Musiker mit feinfühligen Verbindungen von traditioneller Musik mit Jazz – Gansch, eher der extrovertierte Typ, der genau weiß, wo er seine Virtuosität einzusetzen hat. Bei der von Hackl und Gansch im Duett gespielten „Tiroler Weise“ waren die ca. 1.000 Besucher auf dem St. Johanner Hauptplatz mucksmäuschenstill, und die beiden Solisten feuerten sich gegenseitig zu Höchstleistungen in der Improvisation an. Ein nicht enden wollender Applaus war

Franz Hackl (li.) und Thomas Gansch zu Gast bei der Musikkapelle St. Johann in Tirol. Foto: MK St. Johann der beste Beweis für die Qualität des Dargebotenen. Kapellmeister Hermann Ortner, selber Trompeter, wählte geschickt große Werke der Trompetenliteratur aus, um zum einen das große Spektrum der beiden Ausnahmemusiker aufzuzeigen und zum anderen den Zuhörern Bekanntes zu bieten. Die Musikkapelle St. Johann in Tirol präsentierte sich dabei als sehr gut eingestellter Klangkörper im Zusammenspiel mit den beiden Virtuosen und bekam dafür auch viel Lob von den beiden n Trompetenstars. Andreas Schedler

38 BiT | September

St. Johann/Wipptal-Stubai | Bezirksmeldungen

Frühjahrskonzert 2012 dreidimensional
st Johann – Die St. Johanner „Musig“ ist bekannt für ihre außergewöhnlichen Frühjahrskonzerte. Jedes Jahr lassen sich Kapellmeister Hermann Ortner und Obmann Andreas Schedler eine neue Überraschungen einfallen. Heuer eroberte man neue Dimensionen, indem 3D-Brillen an alle Besucher verteilt wurden, da die bildhafte Begleitung des Konzertes dreidimensional gestaltet wurde. Nach den Berliner Philharmonikern war dies europaweit erst das zweite derartige Konzert, wie Obmann Andreas Schedler anlässlich der Begrüßung verlauten ließ. Ein netter Einfall, doch der weit spektakulärere Teil des Abends spielte sich ohnehin auf der Bühne ab. Das anspruchsvolle Programm startete unter der bewährten Leitung von Hermann Ortner schwungvoll mit einem festlichen Marsch von Antonin Dvorak. Im Anschluss konnten die ersten Solisten ihr Können unter Beweis stellen. Manfred Döttlinger brillierte auf der Posaune beim Konzertwalzer „Thougts Of Love“, und die Gesangssolisten Mag. Johannes Puchleitner und Jenifer Lary verzauberten mit
Foto: MK St. Johann

dem italienischen Lied „Non ti scordar di me.“ Der furiose Abschluss des ersten Programmteils war einer der heimlichen Favoriten des Publikums: Philip Sparkes Suite von „Hymn of the Highlands“ in drei Sätzen riss die versammelte Zuhörerschaft regelrecht mit. Der zweite Teil des Abends räumte den Solisten – allesamt hervorragend – noch mehr Raum ein: Zu den Höhepunkten zählte Friedrich Guldas Konzert für Violoncello und Blasorchester, das die großartige Sunhild Anker auf ihrem Instrument zu einem grandiosen Hörerlebnis machte. Wer sich danach entspannt in den Sessel lehnen wollte, hätte das Be-

ste verpasst: Jenifer Lary und Johannes Puchleitner begeisterten mit den Gesangsklassikern „Somewhere over the Rainbow“ und „Granada“, und die Drumline der Landesmusikschule St. Johann in Tirol unter der Leitung von Walter Graf brachte das Blut der Anwesenden wahrlich zum Kochen. Ein dreimal restlos ausverkaufter Kaisersaal zeigte eindrucksvoll, dass die Musikkapelle den Geschmack des Publikums traf. Kurzum, ein wahrlich würdiges Konzert, das nächstes Jahr kaum zu übertreffen sein wird. Aber der St. Johanner n Musig wird es wohl wieder gelingen. Andreas Schedler

rom war eine reise wert
die musikkapelle mieders gestaltete die Fronleichnamsprozession in den vatikanischen gärten. schaft, Schweizer Gardisten, Musikanten und Gläubigen fand sich schlussendlich wieder beim „Campo Santo“, dem ältesten deutschen Friedhof, ein. Die Stubaier empfingen dann am Petersplatz noch den päpstlichen Segen. Dann waren 45 Sekunden Zeit eingeplant, in denen Papst Benedikt den Marsch „Mein Tirolerland“ als Ständchen entgegennahm. Einige weitere Märsche erklangen und Tausende von Menschen aus allen möglichen Nationen tummelten sich um die Musikanten und Schützen. Nach drei erlebnisreichen Tagen in Rom konnte die MK Mieders und ihre begeisterten Begleiter wieder gesund, stolz und mit vielen unvergesslichen Eindrücken ins Stubaital n heimkehren. Michaela Mair
Fotos: Holzmann

mieders – „Vor lauter Blitzlichtgewitter konnte ich kaum noch die Noten in meinem Marschbuch richtig lesen“, lachte ein junger Miederer Musikant mitten im Vatikan, nach dem denkwürdigen Auftritt der Musikkapelle Mieders. Der deutsche Orden „Teutonico di Santa Maria“ zelebriert jedes Jahr die größte und wichtigste Prozession im Kirchenjahr, nämlich die Fronleichnamsprozession und hat die Gestaltung durch österreichische Musikkapellen und Chöre zur Tradition gemacht. Nach der Bewerbung und zweijährigem Warten war es für die Miederer endlich soweit. Sieben neue Prozessionsmärsche mussten einstudiert werden und eine Reise organisiert, die bleibende Eindrücke hinterlassen sollte. Nach zwei traumhaften Tagen in Rom mit viel Kul-

tur, Geschichte und Geselligkeit, wurde es dann am dritten Tag ernst. Sehr zeitig in der Früh musste die ganze Stubaier Gesellschaft durch die Sicherheitskontrolle des Vatikans. Die Messfeier wurde von einem Ensemble aus der Steiermark gestaltet, bei der anschließenden Prozession durch die wunderbaren Vatikanischen Gärten konnte dann die MK Mieders ihr Können unter Beweis stellen. Der endlos scheinende Zug mit Kardinälen, Mitgliedern der Erzbruder-

September | BiT 39

Bezirksmeldungen | Wipptal-Stubai

musikkapelle Fulpmes in Concert!
Fulpmes – Am 4. Mai 2012
ging ich gespannt und mit gemischten Gefühlen zum Konzert der Musikkapelle Fulpmes. Viele Programm- Ausschnitte hatte ich während der Vorbereitungszeit kennen gelernt, weil meine beiden Söhne in der Jugendkappelle und mein Mann als Musiker in der Musikkapelle Fulpmes und der Rockgruppe 1stTues/month mitwirken. Ich wusste von Musikproben, Rockproben, Teilproben und Übungszeiten zu Hause, von Dirigierproben mit Kpm. Norbert Pittl, um eine gemeinsame Musiksprache zwischen Musikkapelle und Rockband zu finden und von dem Vertrauen des Obmannes Karl Penz in die Jugend der Musikapelle Fulpmes. Diese hatte nämlich die Öffentlichkeitsarbeit für diese Veranstaltung übernommen und das auf jugendlich dynamische Weise in Plakaten und FacebookAuftritten weiter transportiert. Den Klang Blasmusikkapelle und Rockband – eine gelungene Mischung in Fulpmes.
Foto: Auer Auffach

und das Erlebnis, das daraus entstehen würde, konnte ich mir aber noch nicht so recht vorstellen. Den Abend eröffnete die Jugendkapelle Fulpmes unter der Leitung von Marianne Mair. Mit Konzentration und viel Freude wurde Marschmusik und Rockmusik gespielt, die das erwartungsvolle, alters- und interessensgemischte Publikum auf den weiteren Konzertverlauf einstimmten. Kpm. Norbert Pittl hatte für das Programm komponiert, arrangiert und

ausgewählt und dabei einen stringenten Verlauf ohne Pause erreicht. Der Höhepunkt wurde mit den gemeinsamen Stücken von Musikkapelle und Rockband „Nothing else matters“ und „Music“ erreicht. In diesen Beiträgen war ganz deutlich zu spüren, dass es sich lohnt ohne Vorurteile miteinander zu musizieren. Die Begegnung von Blasmusik und Rockmusik, Naturklang und Technik brachten in diesem Fall nicht nur Klangwelten sondern auch verschiedene Generationen von Musikern zusammen. Ich als Zuhörerin ging mit dem sicheren Gefühl nach Hause, dass verschiedene Musiker und Musikrichtungen einander bereichern können und ich mich auf die nächste Konzertidee der Musikkapelle Fulpmes freuen n kann. – Herzliche Gratulation! Roswitha Markt

„Blaskapelle simmerinka“ in südtirol erfolgreich
mühlbach – Bereits zum dritten Mal fand am Wochenende vom 13. bis 15. Juli 2012 in Mühlbach das Südtiroler Festival der böhmischen und mährischen Blasmusik im Zweijahresrhythmus statt. Was besonders freut ist die Tatsache, dass die“ Blaskapelle Simmerinka“ dabei als einziger Vertreter Tirols in der Oberstufe sich sehr erfolgreich ins Szene setzten konnte. Kapellen aus fünf Nationen Italien, Tschechien, Niederlande, Deutschland und Österreich warben um die Gunst der hochkarätig besetzten Jury, bei welcher der Vorarlberger Thomas Ludescher, bekannt als Dirigent mehrerer Auswahlorchester sowie als Dozent, Lehrbeauftragter und Juror in Österreich tätig, den Vorsitz hatte. Neben ihm fungierten noch Pirmin Hodel aus der Schweiz, Florian Ebert aus Deutschland und Hubert Plunger aus Italien als Juroren. Es mussten ein Pflichtstück, zwei Pflichtwahlstücke und zwei Selbstwahlstücke, welche nur der Kategorie Oberstufe angehören durften, vorgetragen werden. Zudem war es Bedingung, dass zumindest ein Walzer und ein Marsch im Programm gespielt wird. Die Bewertungskriterien sin
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Simmerinka beim Südtiroler Festival der böhmischen und mährischen Blasmusik in Foto: Simmerinka Mühlbach. dabei dieselben wie bei jedem anderen Wertungsspiel auch und reichen von Intonation und Klangqualität über Artikulation und Rhythmik bis zu Ausdruck und Interpretation. Mit insgesamt 90,85 Punkten konnte die „Blaskapelle Simmerinka“ einen ausgezeichneten Erfolg erreichen, was in Anbetracht der starken internationalen Konkurrenz natürlich ganz besonders freute. Am Ende bedeutete das den zweiten Gesamtrang aller Teilnehmer in der Oberstufe, womit wir gleichzeitig den bisher größten Erfolg in der 13-jährigen Vereinsgeschichte verbuchen konnten. Alles in allem ein sehr gelungenes, lehrreiches und letztendlich auch erfolgreiches Wochenende für alle Beteiligten und teilnehmenden Orchester in Südtirol, bei dem man auch wieder unzählige neue Freundschaften und Liebhaber dieser Musikrichtung schließen n konnte. Hanspeter Pranger

Wipptal-Stubai/Seefeld/Landeck | Bezirksmeldungen

WisT-Jugendorchestertage – ein voller erfolg!
ellbögen – Bereits zum fünften Mal organisierte der Musikbezirk Wipptal-Stubai heuer Jugendorchestertage für junge Bläser und Schlagzeuger. 65 Kinder aus 13 Kapellen trafen sich in Ellbögen, wo von Montag bis Mittwoch an allen Ecken und Enden musiziert wurde. Die Schlagzeuger wurden heuer bereits zum fünften Mal von Christian Norz betreut, das MiniOrchester für Musikschüler im ersten und zweiten Lernjahr probte unter der Leitung
von Barbara March und das Unterstufenorchester wurde von Marlene Pranger dirigiert. In diesem Orchester spielten Musikschüler im dritten und vierten Lernjahr. Nach nur zweieinhalb Tagen Probenarbeit gaben die jungen Musikanten ein tolles Abschlusskonzert im prallgefüllten Ellbögner Gemeindesaal, bei dem so manch ein Zuhörer staunte, was die Kinder in so kurzer Zeit einstudiert hatten. n Marianne Mair

Mit Freude zusammen musizieren.

Foto: WIST

mk scharnitz hat neuen kapellmeister!
scharnitz – Wenn man heute der Musikkapelle Scharnitz zuhört, spürt man nichts mehr von der großen Aufregung des vergangenen Jahres. Vielmehr nimmt man den Erfolg intensiver Probenarbeit in Gesamt- und Satzproben wahr, hört neue moderne und traditionelle Blasmusikliteratur. Für diesen Schwung ist Thomas Ramsl ein Profi-Kapellmeister und Schlagwerker (bekannt durch die Leitung des L.A. Concert Jazz Orchestras) aus NÖ verantwortlich. Seit ein paar Monaten in Tirol lebend, möchte er die MK Scharnitz zu neuen musikalischen Höhenflügen motivieren. Thomas Ramsl: „Es ist sehr viel klangliche und technische Arbeit zu leisten, aber es macht sehr viel Spaß, da alle motiviert sind, wieder auf hohem musikalischem Niveau zu arbeiten. Wichtig für mich ist auch die Gemeinschaft, und die stimmt!“ Man darf gespannt sein, wie Thomas Ramsl die MK Scharnitz auf neue musikalische n Wege führen wird. Obfrau Magdalena Reitmair Hanspeter Pranger

Thomas Ramsl, der neue Kapellmeister Foto: MK Scharnitz der MK Scharnitz.

musikkapelle stanz ehrt langjährige musikanten
stanz – Mit dem Bravourmarsch „Per Aspera ad astra“ eröffnete die Musikkapelle Stanz im vollbesetzten Gemeindesaal ihr 15. Frühjahrskonzert, das den feierlichen Rahmen für zahlreiche Ehrungen bot. Folgende Jungmusikanten legten erfolgreich das Jungmusikerleistungsabzeichen ab: Elias Folie, Anna-Lena Probst und Markus Kössler in Bronze und Peter Eiterer in Silber. Für langjährige Mitgliedschaft bei der Musikkapelle Stanz wurden geehrt: Lukas Kössler und Mathias Pöll für 15 Jahre, Stefan Rossetti für 25 Jahre Mitgliedschaft. Bereits seit 50 Jahren, davon 39 Jahre als Kapellmeisterstellvertreter, gehört Ehrenmitglied Hugo Senn der Musikkapelle Stanz an. Zeitgleich war er auch 36 Jahre lang Mitglied der Musikkapelle Grins und seit vielen Jahren bei den Jagdhornbläsern Landeck. Wegen Erkrankung konnte Hugo Senn die Ehrung nicht persönlich entgegennehmen. Obmann Altungsspielen geführt. Großes Augenmerk legte Herbert Kleinheinz immer auf die Kameradschaft. Neben seinem musikalischen Engagement leistet Herbert Kleinheinz großartiges im integrativen Bereich. Er predigt Integration nicht nur, sondern lebt sie und grenzt niemanden aus. Diese Richtung wurde entscheidend durch seinen Sohn David vorgegeben. Durch spezielle und intensive Förderung ist David heute Teil des Schlagzeugregisters der Musikkapelle Stanz. Damit ist Herbert Kleinheinz der erste und vermutlich einzige Kapellmeister, der ein Mitglied mit DownSyndrom in eine Musikkapelle integriert hat. Für seine 20-jährige Kapellmeistertätigkeit wurde ihm das Verdienstzeichen in Silber des Landesverbandes verliehen. Die Märsche für die Geehrten wurden von Ehrenkapellmeister Alois Lahninger und n David Kleinheinz dirigiert. Maria Kössler

Die Geehrten Stefan Rossetti, Kpm. Herbert Kleinheinz, Matthias Pöll, Lukas Kössler, Obm. Alfred Senn mit Bgm. Alois Miemelauer (ganz links) und BO Elmar Juen.
Foto: MK Stanz

fred Senn erhielt das Grüne Verdienstzeichen des Landesverbandes für langjährige Funktionärstätigkeit als Obmann und Jugendreferent. Im Jahr 1992 hat Herbert Kleinheinz die Leitung der Musikkapelle Stanz übernommen und sie mit seiner feinen menschlichen Art zu musikalischen Höchstleistungen bei Konzerten und Wer-

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Bezirksmeldungen | Landeck/Silz/Außerfern

Piu mosso Cup
ried
– Am Samstag, den 23. Juni 2012 fand der diesjährige ‘Piu Mosso Cup‘ statt, der vom Jugendreferat des Musikbezirkes Landeck organisiert wurde. Bei der nun vierten Auflage des Turniers standen Spiel, Spaß und Kennenlernen im Vordergrund. Bei besten Wetterbedingungen konnten sich rund 120 Jungmusikanten/innen dem Volleyball- bzw. Fußballturnier widmen und ihre sportliches Geschick beweisen. Nach dem Motto 'Fair Play' blieben auch alle von Verletzungen verschont. Als Sieger des Turniers zeichneten sich einmal mehr die Jungmusikanten/innen aus Ried aus, die in der Gruppe Volleyball Mädchen und Fußball Altersgruppe 2 den Wanderpokal bereits zum zweiten Mal gewannen. Der Sieg im Volleyball Mixed ging an Pfunds und im Fußball Altersgruppe 1 an Fließ. Ein großer Dank gilt allen Jungmusikanten/innen für die Teilnahme und dem Sportverein Ried i. O. für die Austragung des Piu Mosso Cups unter n perfekten Bedingungen. Michael Schöpf

Siegende Fußballmannschaft in der AltersFoto: MB Landeck stufe 'Junior' der MK Fliess.

kloster, klang und köstlichkeiten in silz
silz – Am 15. Juli 2012 lud die Musikkapelle Silz gemeinsam mit dem KreuzordenKloster St. Petersberg zu einem besonderen Fest unter dem Motto „kloster.klang. köstlichkeiten“. An die 700 BesucherInnen pilgerten zum Schloss Petersberg in Silz, um einen Blick hinter die Tore zu werfen und den Klängen der MK Silz zu lauschen. Schon bei der Ankunft wurden die Besucher/innen mit stimmigen Klängen der Weisenbläser empfangen. Im Schloss bot sich ihnen die Möglichkeit einen Rundgang durch die Räumlichkeiten zu machen. Dabei sorgten Ensembles der MK Silz für die
passende Umrahmung. Die Schwestern des Klosters gaben Kaffee und Kuchen aus. Ab 18:30 Uhr spielten die Musikant/innen der MK Silz unter der Leitung von Kapellmeister Helmut Gruber vor atemberaubender Kulisse zum Konzert auf. Die Brüder des Klosters kümmerten sich gemeinsam mit den Marketenderinnen um das leibliche Wohl der Gäste. „Es war ein großartiges Ereignis mit besonderer Atmosphäre“, zeigte sich Obmann Michael Decristoforo über den Ausgang des Festes „kloster. n klang.köstlichkeiten“ hörbar erfreut. Maximilian Gritsch

Am Schlossturm hoch über Silz gab ein Trompeten-Quartett Fanfarenklängen zum Foto: MK Silz Besten.

Bundesmusikfest in schattwald
schattwald – Anlässlich vermag. Zwischen zwei des 170-jährigen Bestehens Regenfronten eingebettet, der Musikkapelle Schattging der Festumzug mit wald fand das 63. Bundesder Marschmusikbewermusikfest des Außerferner tung vonstatten, wobei 43 Musikbunds im Tannheimer Kapellen aus dem AußerTal statt. „Die Musikkapelferner Musikbund, dem len sind ein Kulturgut von Allgäu Schwäbischen Muunschätzbarem Wert für die sikbund und dem VorarlGesellschaft, und wir alle, berger Blasmusikverband Funktionäre und Musikanten, mitwirkten. Aufgelockert sind uns dieser Verantwordurch Festwägen bot sich tung bewusst“, meinten nicht den tausenden Zuschaunur BO Horst Pürstl in seiner Bezirksstabführer Roland ern eine Demonstration Ansprache, sondern auch die Hohenrainer auf den der traditionellen Blaszahlreichen Ehrengäste und Schultern seiner Musimusik, die mit großem Foto: Fotostudio René Festredner. Eine kleine Ge- kanten. Beifall bedacht wurde. meinde mit 420 Einwohnern Zur schier unglaublichen zeigte mit einer gelungenen FestorganiDichte der Musikkapellen im Bezirk gesellt sation eindrucksvoll, was sie zu leisten sich ein weiterer positiver Aspekt: Die mu42 BiT | September
sikalischen Damen engagieren sich immer mehr und stellen wie im Falle von der MK Berwang bereits die Mehrheit der Musikanten. Im Außerferner Musikbund, wo rund 1.800 Musikbegeisterte ihrem Hobby nachgehen, „kratzen“ sie mit rund 800 Musikantinnen auch schon an der 50 Prozent Marke. Einen besonderen Erfolg bei der Bewertung der „Musik in Bewegung“ konnte die Musikkapelle Pinswang unter der Stabführung von Bernhard Rainer erreichen: In der Stufe D erreichten die Musikanten als beste Kapelle 90,29 Punkte. Das 63. Bundesmusikfest wurde durch alle Teilnehmer und dem Veranstalter, der MK Schattwald unter Obmann Dominik Rief und Kapellmeister Bernhard Zobl, zu einem großartigen musikalisch-kameradn schaftlichen Fest. Horst Pürstl

Außerfern/Pustertal-Oberland/Lienzer Talboden | Bezirksmeldungen

„Ohne musik wäre das leben ein irrtum“
stanzach – Dieses Zitat von F. Nietzsche hat sich der Außerferner Musikbund zu Herzen genommen und wollte mit dem 16. Jungmusikercamp in der Gemeinde Stanzach auf „Nummer sicher gehen“, dass die Jungmusiker des Bezirkes nicht „irrtümlicher“ Weise ohne Musik die Sommerferien verbringen müssen, wenn der Instrumentalunterricht an der LMS Reutte pausiert. Ziel des Jungmusikercamps war und ist es, einerseits den Nachwuchsmusikanten die verschiedenen Bereiche der Blasmusik – dazu gehören beispielsweise Marschieren, Musizieren im großen Orchester und Registerproben – näher zu bringen, anderseits aber auch die Kommunikation und das Gemeinschaftsgefühl mit einem attraktivem Freizeitprogramm zu stärken und zu fördern. Das musikalische Angebot

Bezirksjugendreferentin Lydia Huber mit ihrem Orchester wurde von den beiden Bezirksjugendreferentinnen Lydia Huber und Andrea Bauer gemeinsam mit hervorragenden Referenten erarbeitet und erfolgreich umgesetzt. Beim Abschlusskonzert im Gemeindesaal von Stanzach wurde das Erlernte präsentiert. Alle Beteiligten, Referenten, Eltern und

Foto: AMB

Musiker waren sich einig, dass das Jungbläsercamp des AMB nächstes Jahr wieder durchgeführt werde und bedankten sich bei Bürgermeister Hans-Peter Außerhofer für die großzügige Unterstützung durch die n Gemeinde Stanzach. Horst Pürstl

Jungmusikantenschulung 2012
Tassenbach – „Marschieren in Grundzügen für angehende Musikantinnen und Musikanten“ war das Motto der Jungmusikantenschulung 2012. Diese Schulung wurde vom Musikbezirk Pustertal-Oberland auf dem Werksgelände der Fa. Nordpan in Tassenbach veranstaltet. Dazu trafen sich 39 Jungmusikant/innen an zwei Wochenendtagen, jeweils von 14 bis 17 Uhr, um gemeinsam zu Musizieren und zu Marschieren. Ziel dieser Schulung ist es, allen Jungmusikant/innen, die dieses Jahr unseren Kapellen beitreten wollen, den Einstieg ins Musikantenleben zu erleichtern.
und Musizieren wurde mit großer Freude und Aufmerksamkeit von den jungen Musiker/Innen mitgetragen, ein Verdienst der vortragenden Referenten Bezirksstabführer Albin Pircher, Bezirksstabführerstellvertreter Hermann Ritsch und Bezirkskapellmeisterstellvertreter Christian Schönegger. Sie haben es verstanden haben, mit Disziplin und Humor diese Schulung zu leiten. Ein herzliches Dankeschön an alle, die die Jungmusikantenschulung 2012 organisiert, dabei vorgetragen und daran teilgen nommen haben. Hubert Mühlmann

Gemeinsam musizieren und marschiernen bei der Jungmusikantenschulung 2012.
Foto: MB Pustertal-Oberland

Das gemeinsame Proben und sich kennen lernen wirkte sich sehr positiv auf den Lernerfolg aus. Das gemeinsame Marschieren

„Väter vor den Vorhang“ in Thurn
Thurn
– Unter dem Motto „Väter vor den Vorhang“ veranstaltete die Musikkapelle Thurn am 9. Juni 2012 das erste Vatertagskonzert tirolweit. Alle Väter und auch solche, die es noch werden wollen, wurden schon beim Eingang von den Marketenderinnen mit einem „Schnapsl“ und der Herrenspende, gesponsert von der Gösser Brauerei Falkenstein in Lienz, empfangen. Die Musikkapelle Thurn unter der Leitung von Andreas Nemmert gab das abwechslungsreiche Programm des heurigen Jahres zum Besten. Von der Ouvertüre „Der Waldsänger“ über „Castles in Spain“ bis hin zu traditionellen Märschen und Polkas waren alle Musikrichtungen vertreten. Ein weiterer Höhepunkt des Abends waren Sketche, aufgeführt von Kindern der Heimatbühne Thurn, die Szenen aus dem alltäglichen Leben perfekt darstellten. Durchs Programm führten dieses Mal zwei junge Musikantinnen, die die Stücke gekonnt anmoderierten und auch ein selbst geschriebenes Vatertagsgedicht zum Besten gaben. Nach dem Konzert konnten die Väter mit ihren Fa-

Die MK Thurn unter der Leitung on Andreas Foto: MK Thurn Nemmert milien ihren Ehrentag zu den Klängen der n „Glientigen“ noch ausgiebig feiern. Monika Unterfeldner

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Bezirksmeldungen | Lienzer Talboden

200 Jahre musikkapelle Tristach – Jahrhundert-Fest für das ganze dorf
Tristach
– Mit großem Engagement des Organisationsteams und Dank einer überwältigenden Unterstützung aus der Dorfbevölkerung ist der Musikkapelle Tristach ein imposantes Jubiläumsfest gelungen. Mit Partnerkapellen aus der Steiermark (Elin Stadtkapelle Weiz), aus Deutschland (Stadtkapelle Offenburg) und aus Südtirol (BK Sand in Taufers) sowie Freunden aus Norddeutschland (Breloh, Munster, Nüchel) und zahlreichen Festbesuchern wurde im Dorf Tristach drei Tage lang ein wahres Jahrhundert-Fest gefeiert. Neben musikalischen LeckerDie neue Fahne der MK Tristach wird geFoto: Graphik Zlöbl weiht. bissen für alle Altersschichten erlebten die Gäste eine ganz besondere Festkultur – ein liebevoll und mit großem Aufwand dekoriertes Festzelt sowie ein Lichterspalier am Eingang und ein Farblichtspiel im Inneren sorgten für ein außergewöhnliches Festzeltambiente. Das reichhaltige Angebot an Speisen und Getränken bis hin zur alkoholfreien Trendy-Bar und einem vegetarischen Menü, begleitet von einem stetigen Lächeln des engagierten Ausschank- und Servicepersonals, ließen den Besuch in jeder Hinsicht zu einem Erlebnis werden.In Rahmen des Gottesdienstes beim Bezirksmusikfest am Sonntag in Tristach erfolgte auch die Segnung der ersten Musikfahne der Musikkapelle Tristach und Fahnenpatin Daniela Einhauer übergab mit herzlichen Glückwünschen die Fahne an den Fähnrich der Musikkapelle Tristach, Gottfried Zoier. Zudem durften sich Josef Ortner und Kpm. Johann Klocker über die goldene Verdienstmedaille des Landesverbandes sowie über die Verleihung des Ehrenringes der Musikkapelle Tristach freuen, welchen sie für 50-jährige aktive Mitgliedschaft bei der Tristacher Kapelle erhielten. Thomas Steiner wurde sogar die goldene Verdienstmedaille des Landesverbandes für 60-jährige Mitgliedschaft bei einer Musikkapelle zuteil. So gingen diese Festtage als ein großartiges Musikjubiläum in die Geschichte von Tristach und in die Geschichte der Musikkapelle ein und es gebührt all jenen ein aufrichtiger Dank, die zum Gelingen dieses Jubiläums beigetragen haben. n Stefan Klocker

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Lienzer Talboden/Iseltal | Bezirksmeldungen

Bezirkmusikfest des musikbezirkes lienzer Talboden in Tristach
Tristach – Das diesjährige Bezirksmusikfest des Musikbezirkes Lienzer Talboden fand anlässlich „200 Jahre Musikkapelle Tristach“ am 24. Juni 2012 in Anwesenheit des Landehauptmannes Günther Platter in Tristach statt. Es war ein glanzvolles Fest, 16 Musikkapellen unter der Leitung des Bezirkskapellmeisters Roman Possenig umrahmten im Gesamtspiel den Gottesdienst und den Festakt. Die Uraufführung des Kompositionsauftrages „Tiroler Festtag“ von Florian Pedarnig wurde von den Ehrengästen und Festbesuchern mit großem Applaus aufgenommen. Als Erinnerung erhielten Landeshauptmann Günther Platter, Florian Pedarnig und die jubilierende Musikkapelle Tristach eine gebundene Partitur. 24 Musikanten wurden für ihre langjährige Mitgliedschaft bzw. für ihre Vereinstätigkeit geehrt. Fünf Jungmusiker erhielten das Jungmusiker-Leistungsabzeichen in Gold. Landeshauptmann Günther Platter, auch Präsident des Tiroler Blasmusikverbandes, verwies in seinem Grußwort auf die Bedeutung und Notwendigkeit der ehrenamtlichen Tätigkeit und dankte den Geehrten und allen Musikantinnen und

Ein Festwagen mit Jungmusikanten beim großen Festumzug durch Tristach
Foto: Graphik Zlöbl

Musikanten für ihren Einsatz im Dienste der Blasmusik. Er gratulierte Florian Pedarnig zu seinem Werk, das sicher große Anerkennung erfahren wird. Der Bürgermeister der Gemeinde Tristach Mag. Ing. Markus Einhauer, selbst aktiver Musikant in der Jubelkapelle, freute sich über die Durchführung des Bezirksmusikfestes in seiner Gemeinde. Nach dem Festakt marschierten die 16 Musikkapellen in einem großen Festzug, begleitet von drei schön

geschmückten Festwägen, unter großem Beifall der vielen begeisterten Zuschauer zur Defilierung. Durch den großen Einsatz der Musikkapelle Tristach unter ihrem Obmann Mag. Stefan Klocker und den vielen freiwilligen Helfern wurde das Bezirksmusikfest 2012, das sicher in bester Erinnerung bleiben wird, zu einer mustergültigen und eindrucksvollen Vern anstaltung. Monika Unterfeldner

Cd Projekt - Blasmusik trifft Volksmusik!
er einige der bekanntesten Musikstücke seines Großvaters, der zusammen mit seinem Bruder als die legendären „Kuenz Buam“ bekannt war, verarbeitete. Beide waren auch Gründungsmitglieder der Musikkapelle im Jahr 1950. Seit nunmehr über 20 Jahren wird das musikalische Erbe der „Kuenz Buam“ von den Söhnen bzw. Enkel unter dem Namen „Die Oberleibniger“ weiter getragen. Dies waren die Gründe, weshalb man sich für eine CD-Produktion gemeinsam mit der Volksmusikgruppe „Die Oberleibniger“ entschieden hat. Unter dem Titel „s’ Landleben“ ist dieser Tonträger erschienen und spiegelt das rege musikalische Kulturleben in der kleinen Gemeinde St. Johann im Walde wieder. Im Rahmen des diesjährigen Pfingstkonzertes wurde diese Produktion von beiden Musikgruppen präsentiert und begeisterte die Zuhörer im bis zum letzten (Steh)-Platz gefüllten Gen meindesaal in Ainet. Georg Großlercher

Blasmusik trifft Volksmusik beim Pfingstkonzert der MK St. Johann im Walde.
Foto: Archiv MK St. Johann i. W.

st. Johann im Walde – Die Musikkapelle St. Johann im Walde (Osttirol) zählt derzeit 53 Musikantinnen und Musikanten. Für eine Gemeinde mit ca. 300 Einwohnern eine stolze Zahl. Auch der Jugendanteil mit 27 Mitgliedern unter 20 Jahren, beweist die vorbildliche Jugendarbeit der letzten Jahre. Nun stellte sich die Kapelle einer großen Herausforderung, nämlich der Pro-

duktion einer CD, die die musikalischen Wurzeln der Kapelle bis zur Gegenwart dokumentieren soll. Die Idee und das Konzept für dieses Projekt hatte Martin Wibmer, der seit 2008 die Kapelle leitet und vor kurzem den Kapellmeister-Ausbildungslehrgang mit ausgezeichnetem Erfolg abschließen konnte. Im Rahmen seiner Ausbildung arrangierte er ein Potpourri für Blasorchester, in das

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AkTuelles | Konzertvorschau

Johannes Fischer

Radek Baborak

Reinhold Friedrich

Spannende Konzerte in der neuen Saison von TSOI und Jeunesse
Konzerte außerhalb des eigenen Wirkungskreises sind für Musikanten und Musikantinnen jeden Alters wichtig, und es gibt in Tirol eine wahrlich große und bedeutende Auswahl.
er Konzertzyklus des Tiroler Symphonieorchesters Innsbruck (TSOI) bietet in der Saison 2012/13 interessante Programme mit versierten Dirigenten und herausragenden Solisten. Chefdirigent Christoph Altstaedt, der vier Abende leiten wird, stellt mit einer Ausnahme in den Konzerten jeweils zwei Komponisten einander gegenüber, zum Beispiel Dvorák – Strauss, Haydn – KH Gruber, Mozart – Britten. Weitere Dirigenten sind Alexander Rumpf, Alexander Lonquich und Giordano Bellincampi. Als Solisten kommen der grandiose junge deutsche Schlagwerker Johannes Fischer, der Spitzen-Hornist Radek Baborák, Tenor Mark Padmore, Trompeter Reinhold Friedrich sowie der Violoncellist Steven Isserlis, Geiger Gidon Kremer und mit Mahler-Orchesterliedern der Tiroler Bariton Daniel Schmutzhard mit seiner Frau, der Sopranistin Annette Dasch.

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Zu den beliebten Sonntags-Matineen kommen Familien-, Schuljugend-, Sitzkissen- und Vorkonzerte, ein Hip Hop-Termin sowie Workshops, Probenbesuche und die Klassik Lounge. Viel also für junge Leute! (www.tsoi.at)

Ein Blick auf die Programme lohnt sich auch bei den Jeunessekonzerten, die in Innsbruck, Schwaz, Wörgl (nur Kinderprogramm) und St. Johann Musik in hoher Qualität quer durch die Zeiten und reizvolle Mischformen anbieten. Nach Innsbruck kommen 2012/13 u.a. die Geigerin Lidia Baich mit Pianist Matthias Fletzberger, das delian:quartett mit Bandoneon-Spieler Per-Arne Glorvigen, das Alte Musik-Ensemble Les Cornets Noirs, die For-

Musik in hoher Qualität quer durch die Zeiten

mation piano meets percussion, die auch in Schwaz auftritt, volksmusiknah die Gruppe Federspiel und Pianist Christopher Hinterhuber. Die beiden Frauen von AnDanzas kombinieren Gitarrenmusik und Step-Tanz. Schwaz erwartet The Little Band from Gingerland, das B Five Blockflötenconsort, das Ismael Barrios Trio, das Kammerorchester InnStrumenti, Faltenradio u.a.. In St. Johann gastieren u.a. das Herbert Pixner Projekt, Christian Bakanic’s Trio Infernal, das Trio Frizzante und das Mezzanin Vokalensemble. (www.jeunesse.at). Finanziell sind die Symphoniekonzerte für die Jugend verbilligt, Restkarten (Jugend) um 9 Euro, Sonntagsmatineen u.v.a. gratis. Die Jeunessekarten sind mit 16 Euro bzw. 8 Euro n (Jugend) besonders günstig. Ursula Stohal

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in memOriAm

Die Blasmusik trägt Trauer
Willi Atzl (✝)
Die Blasmusikkapelle Brandenberg trauert um Willz Atzl. m 30. Mai dieses Jahres wurde Willi Atzl im Alter von vierundfünfzig Jahren durch einen tragischen Verkehrsunfall aus der Mitte seiner Familie und seiner Musikkameraden und -kameradinnen in Brandenberg gerissen. Der ehemalige Militärmusikant war über vierzig Jahre aktives Mitglied und bis zuletzt erster Flügelhornist der Bundesmusikkapelle Brandenberg. Die Musik war sein Leben, und sein Leben war die Musik. Der vielseitige Instrumentalist spielte, sang und komponierte über fast vier Jahrzehnte Tanz- und Volksmusik gemeinsam mit Musikanten aus Brandenberg und den Umlandgemeinden in verschiedenen Besetzungen und zuletzt zusammen mit

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seinem Sohn Günther bei den „Brandenberger Musikanten“. Er wurde mitten aus dem Leben und mitten aus der „Musi“ gerissen. Willi Atzl vereinte jene Eigenschaften, die ihn zum idealen Musikkameraden machten. Er war nicht nur ein herausragendes musikalisches Talent, sondern zudem ein verlässlicher, besonnener, optimistischer, respektvoller, geselliger und humorvoller Kamerad. Er ist oft im Rampenlicht gestanden, hat sich dabei aber nie selbst in den Mittelpunkt gestellt, sondern für die „Musi“ gelebt. Willi Atzl war ein Mensch, der nicht nur in der Musik die Harmonie gesucht und gefunden hat, sondern auch im Leben im Umgang mit seiner Familie und seinen Mitmenschen. Wie schon sein Vater Hansl

hat auch Willi das musikalische Talent und die Liebe zur Musik an seine Kinder weitergegeben. In dieser schweren Stunde trösten wir uns damit, dass seine Leidenschaft zur Musikkapelle in seinen Kindern Gerald (Kapellmeister), Günther (erster Klarinettist) und Christina (Marketenderin) weiterlebt. Der „Mooshäusl Willi“ hat uns – den Kameraden und Kameradinnen der BMK Brandenberg – viele unbeschwerte, fröhliche Stunden geschenkt. So werden wir unseren Willi auch in Erinnerung behalten, weil wir wissen, dass dies ganz in seinem Sinne ist. Wir werden versuchen, nicht den Schmerz seines Todes und unseres Verlustes in den Mittelpunkt seines Gedenkens zu stellen, sondern die Dankbarkeit, dass wir gemeinsam mit ihm musizieren, singen und lachen durften. Pfiat di, Willi! Günther Lengauer

Alois Prinster (✝) und Anton Klammer (✝)
ie Musikkapelle Untertilliach trauert um zwei Musikkameraden. Alois Prinster war seit 1968 bis zu seinem Tod im Juni dieses Jahres aktives Mitglied der Musikkapelle Untertilliach. Als solches war er uns stets ein leuchtendes Vorbild an Kameradschaftlichkeit. Alois war über 35 Jahre

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lang Kassier und arbeitete im Ausschuss mit. Als Gemeindesekretär, Gemeinderat und Pfarrkirchenrat setzte er sich immer zum Wohle der Allgemeinheit ein. Ebenfalls im heurigen Juni verstarb Anton Klammer. Er war über 30 Jahre Mitglied der Musikkapelle Untertilliach und leitete diese von 1978 bis 1984 sogar als Obmann. Als Gemeinderat und Vizebürgermeister der Ge-

meinde Untertilliach bewegte er viel für die Menschen und das kulturelle Leben in Untertilliach. Die Musikkapelle Untertilliach nimmt Abschied von zwei treuen Musikkameraden und bedankt sich mit einem letzten Gruß. Wir werden euch stets ein ehrendes Andenken bewahren.

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serViCe | CD-Besprechungen

CD-Besprechungen
Geistliche Bläsermusik aus Alttirol
Jakob schgraffer / Oratorium „Die Angst und der Tod des Erlösers“ und Harmoniemesse. Johann Baptist gänsbacher, Harmoniemesse. 1 CD / Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum. in der reihe „musikmuseum“ des Tiroler landesmuseums veröffentlichte der musikwissenschaftler Franz gratl, musikkustos des Ferdinandeums, eine Cd, die für Tirols Bläserwelt von besonderem interesse ist. ie enthält zwei Harmoniemessen und sogar ein Oratorium für Solisten, Chor und Bläserensemble – eine besondere Besetzung und klare Empfehlung fürs Repertoire! Johann Baptist Gänsbachers Messen gehören zur musikhistorisch bedeutenden Sakralmusik, auch die Harmoniemesse in B-Dur von 1818 zeigt seine hohe Kunst. Jakob Schgraffer (1799-1859) ist höchstens Fachleuten bekannt, aber eine Begegnung wert. Der Bozner Pfarrorganist und Absolvent des Mailänder Konservatoriums wusste in seiner Harmoniemesse in EsDur und dem kurzen Oratorium „Die Angst und der Tod des Erlösers“ in lebhaften Bildern durchaus originell Dramatik und lyrisches Empfinden zu erzeugen. Gratl erforscht und präsentiert frühromantische Bläsermusik im Originalklang und es ist durchaus spannend, in die mit möglichst authentischem Anspruch realisierte Geschichte der Blasinstrumente und Bläsermusik hineinzuhören. Über die Werke dieser CD sagt er: „Das Oratorium ,Die Angst und der Tod des Erlösers’ des Bozner Komponisten Jakob Schgraffer ist als Oratorium mit reiner Harmoniebegleitung eine besondere Rarität. Der Komponist setzt in diesem großartigen Werk aus dem Jahr 1828, wie auch in seiner etwa zeitgleich entstandenen Harmoniemesse, die Bläserfarben besonders gekonnt ein und kombiniert sie in innovativer Art und Weise. Die Harmoniemesse von Johann Baptist Gänsbacher, dem bedeutendsten Tiroler Komponisten des frühen 19. Jahrhunderts, begeistert in ihrer filigranen, genialen Setzweise – hier ist feine Harmoniemusik mit Singstimmen zu hören. Mit großem Geschick entwickelt Gänsbacher Konventionen der Messkompositionen subtil weiter.“ Die Solisten Maria Erlacher (Sopran), Martina Gmeinder (Alt, Sopran II), Wilfried Rogl (Tenor) und Philippe Spiegel (Baß) sowie das von Wolfgang Kostner einstudierte, klangschön agierende Vokalensemble Novocanto widmen sich den Werken Gänsbachers und Schgraffers mit ganzer Passion. Ebenso das Bläserensemble des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum mit internationalen Spezialistinnen und Spezialisten für historisches Bläserspiel, in den Schgraffer-Werken verstärkt durch Violoncello und Violone. Die Leitung hat Ernst Schlader inne, der, selbst ein gefragter Solist, an der Musikhochschule Trossingen historische Klarinette lehrt. u.st.

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Vier Saxophone, hochvirtuos und lustvoll
Entdeckung auf hohem künstlerischen Niveau: Das junge, internationale mobilis saxophone Quartet musiziert hochkarätig und heimst dafür am laufenden Band Preise ein. das junge, internationale mobilis saxophon Quartett wurde als „Bank Austria Artist of the Year 2011“ ausgezeichnet und bekam nun bei dem Wiener label gramola seine erste einspielung. as 2009 in Wien gegründete und bereits in mehreren Wettbewerben erfolgreiche Ensemble, besetzt mit Michael Krenn (Sopransaxofon), Janez Ursej (Altsaxofon), Yukiko Iwata (Tenorsaxofon) und Goran Jurkovic (Baritonsaxofon) legt auf seine unterschiedlichen kulturellen Einflüsse großen Wert, was sich auch im breitgefächerten Repertoire widerspiegelt. Auf der CD erklingen die „6 Bagatellen“ von György Ligeti in einem Arrangement für vier Saxophone, das „Quatuor de Saxophones“ des 1964 geborenen Japaners Jun Nagao und zwei Werke der französischen Komponisten Alfred Desenclos und Eugéne Bozza, die beide für das 1927 gegründete Pariser Saxophonquartett Marcel Mules geschrieben wurden. Technisch fabelhaft, klanglich verlockend, stilistisch souverän und spürbar lustvoll musizieren die vier jungen Saxophonisten und gehen keiner Schwierigkeit aus dem Weg – ganz im Gegenteil. Für ihre erste CD haben sie auch den Ö1-PasticcioPreis erhalten. u.st.

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CD-Besprechung, Neue Noten | serViCe

Sechs Bläser und brillante Arrangements
Das bekannte Vorarlberger Ensemble sonus Brass gibt sich auf seiner CD „insieme“ wieder experimentierfreudig vom Barock über populäre Filmmusik bis zur frisch komponierten Musik. sonus Brass, das exzellente Blechbläserensemble aus Vorarlberg, hat schon wiederholt in Tirol, zuletzt in der Jeunesse-konzertreihe, mit seinem sound und seiner Vielseitigkeit quer durch die musikgeschichte begeistert. ie CD „insieme“ (Extraplatte), besetzt mit Attila Krako und Stefan Dünser (Trompete), Andreas Schuchter und Silke Allmayer (Horn), Wolfgang Bilgeri (Posaune) und Harald Schele (Tuba) ist Brass rund um die Uhr und macht keine Ausnahme in der Behauptung der Musiker, die musikalische Welt sei ja auch nur ein Dorf. Das 1994 gegründete Ensemble gibt sich auch auf „insieme“ experimentierfreudig, fetzig und klangsinnlich. Das alles und mehr bereitet Vergnügen: Ein ausgeflipptes Konzert für Solocello und Brassquintett des Ausnahmecellisten Tristan Schulze (der heuer für die Tiroler Festspiele Erl ein tolles Konzertstück für Alphorn, Orgel und Orchester geschrieben hat), die barocken Kapriolen von Telemann, Filmmusik („La Strada“) von Nino Rota, die jazzigen Sounds von Peter Madsen, „Die Seidenstraße“ des türkischen Vorarlberger Blasmusikkapellmeisters Murat Üstün und eine freakige Balkanmusik von Goran Kovacevic. u.st.

D

Neue Noten
Tiroler Festtag
Florian Pedarnig Kleine, feierliche Musik für Blasorchester

A

m 24. Juni 2012 wurde in Tristach im Rahmen des Bezirksmusikfest „Tiroler Festtag“, eine neue Komposition von Florian Pedarnig, im Auftrag des Musikbezirkes „Lienzer Talboden“ uraufgeführt. Altlandeskapellmeister Florian Pedarnig, ein „Zeitzeuge“ Sepp Tanzers, ehemaliger Kontrabassist des Innsbrucker Symphonieorchesters, langjähriger Kapellmeister, Volksmusikpfleger und Komponist, ist ein glühender Bewahrer des echten Tiroler Brauchtums. in seiner neuen komposition schildert Pedarnig einen Festtag in einem Tiroler dorf Einige Auszüge aus der Werkbeschreibung von Mag. Franz Webhofer: „Das Stück gliedert sich in drei Hauptabschnitte: Einen festlichen Marsch, einen ruhigen religiösen Teil, und ein, von traditionellen Melodien geprägter musikalischer Höhepunkt am Schluss. Prägend

für das Stück ist das Motto: „Auf zum Schwur Tiroler Land“ aus dem Herz Jesu Bundeslied, das im Laufe des Werkes öfters angedeutet wird.“ Der erste Abschnitt ist im Charakter eines festlich, freudigen Prozessionsmarsches gehalten. Im religiösen zweiten Teil wird durch den Choral „Nun danket alle Gott“ auf die enge Verbundenheit der Tiroler Tradition, Feierlichkeiten mit einer Festmesse zu beginnen, Bezug genommen. Im letzten Abschnitt erklingen Zitate von „Tirol isch lei oans“, „Du bist das Land, dem ich die Treue halte“ und der Europahymne „Freude schöner Götterfunke“, die teilweise verschachtelt kontrapunktisch aber auch gleichzeitig erklingen. Damit soll die Symbiose von Heimatverbundenheit und der Notwendigkeit, Grenzen zu überwinden um sich gegenseitig unterstützen zu können, symbolisiert werden. „Als musikalischen Höhepunkt des

Werkes erklingt mit dem Unisono im ganzen Blech noch einmal das Motto aus dem Herz Jesu Bundeslied: „Jesu Herz, dir ew`ge Treue! zusammenfassend: Eine der echten „Tiroler Tradition“ verpflichtende, wohl überlegte und fein herausgearbeitete Komposition unseres Altlandeskapellmeisters, im mittleren Schwierigkeitsgrad. Sehr empfehlenswert! Die Noten sind bei Florian Pedarnig zu bekommen. Übrigens: Beim Musikverlag Helbling ist „Dem Gelöbnis treu“, ein neuer Prozessionsmarsch von Florian Pedarnig erschienen. Rudi Pascher

September | BiT 49

serViCe | LV-Termine, Kapellenveranstaltungen, Kapellen suchen
lV-Termine im ÜBerBliCk sa. 22.9.2012 28.-30.9.2012 sa. 29.9.2012 12.-14.10.2012 so. 14.10.2012 20.-21.10.2012 Fr. 26.10.2012 26.-28.10.2012 27.-28.10.2012 Fr. 2.11.2012 sa. 3.11.2012 sa. 3.11.2012 so. 4.11.2012 sa. 17.11.2012 30.11.2.12.2012 sa. 2.2.2013 so. 10.3.2013 20.-21.4.2013 Bezirksobleutetagung in Strass i.Z., 9 Uhr 4. Block und Abschluss des Seminars „Dipl. Jugendreferent West“ in Wörgl Tiroler Kapellmeisterwettbewerb „con brio-Tirol“ im Zentrum Weerberg 1. Block des Seminars „Dipl. Jugendblasorchesterleiter West" in Hart a. Bodensee Großer Ehrungstag des BVT mit LH Günther Platter im Landhaus Probenwochenende des Tiroler Landesjugendblasorchesters Tiroler Blasmusikpreis 2012, Landhaus Probenwochenende des Tiroler Landesjugendblasorchesters Bundeswettbewerb "Musik in kleinen Gruppen" in Wien Konzert des Tiroler Landesjugendblasorchesters in St. Johann Tiroler Kapellmeistertag 2012 in der Blaike Völs Konzert des Tiroler Landesjugendblasorchesters in Serfaus Konzert des Tiroler Landesjugendblasorchesters und des Österreichischen (Nationalen) Jugendblasorchesters in Sitzung des erweiterten LV-Vorstandes am Grillhof, 9 Uhr Orchesterwochenende für Musiker/-innen ab 18 Jahre (Reading Session) Sitzung des erweiterten LV-Vorstandes am Grillhof, 9 Uhr Generalversammlung des BVT im Musikbezirk St. Johann Landeswettbewerb für Jugendblasorchester 2013 in Tarrenz und St. Johann.

kapellmeister gesucht
die musikkAPelle FlAurling (musikbezirk Telfs)
sucht ab Cäcilia 2012 eine/n motivierte/n, dynamische/n kapellmeister/in. Die Musikkapelle (Leistungsstufe B bzw. B/C) zählt zur Zeit 45 aktive Musikanten/innen. Unser Aufgabenbereich umfasst die musikalische Gestaltung von kirchlichen und weltlichen Veranstaltungen, wie Prozessionen, Messgestaltung, Sommerkonzerte, Ständchen, usw. Unser derzeitiger Probentag ist der Freitag. Wir würden uns sehr über Ihre Bewerbung freuen! kontakt: Obmann Diethmar Schnelzer Tel. 0676/885084351, d.schnelzer@tirol.gv.at

BergkAPelle reiTH suCHT kAPellmeisTer!
Ab november 2012 sucht die Bergkapelle reith b. seefeld einen neuen kapellmeister/in. Im Jahr sind ca. 20 Ausrückungen zu bestreiten, wobei interne Ensembles einige davon selbständig übernehmen. Weitere infos auf: www.bergkapelle-reith.at und bei Obmann Christian Eichberger (0664/5035722). Foto: Reinhard Wieser

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CÄCILIA-KONZERT, CD-PRÄSENTATION
Samstag, 01.Dezember 2012, 20.00 Uhr, Rathaussaal Telfs
Ltg.Kpm.: Florian Pranger www.mk-inzing.at

MuSIc AuSTRIA
13 . INT . MuSIkMeSSe

11 . - 14 . OkT . 2012
RIeD IM INNkReIS
Täglich: 10 - 18 uhr
www.MeSSe-RIeD.at

KIRCHENKONZERT „MISSA BREVIS“
Beginn: 20:15 Uhr, Leitung: KPM Günter Dibiasi

BENEFIZKONZERT DER KNAPPENMUSIKKAPELLE SCHWAZ mit dem Chor „Tonart“ und dem Chor des BORG Schwaz

Samstag, 24. November 2012 in der Pfarrkirche St. Barbara Schwaz

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