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01 2012

Löwenmaul
Das Magazin der Jungen Union in Hessen

MIT DER JU IN DEN FRÜHLING

LEICA M9: Die Freiheit, den Augenblick zu gestalten.

FOTOGRAFIE AUS LEIDENSCHAFT
Die Leica Camera AG teilt mit vielen Menschen auf der ganzen Welt die Leidenschaft zur Fotografie. Es ist die Faszination einen Augenblick festzuhalten und ihn zu gestalten, um ihn in einem einzigartigen Bild immer wieder zu erleben. Genau dafür entwickelt Leica seit fast 100 Jahren Kameras und Objektive, die aus besten Materialien gefertigt und bis heute von Hand montiert werden. Für absolute Zuverlässigkeit und Wertbeständigkeit ein Leben lang. Höchste Qualitätsansprüche und außergewöhnliche Innovationskraft zeichnen das Unternehmen Leica seit jeher aus. So gelang es immer wieder, neue Meilensteine in der Fotografie zu setzen: Aktuell führt die Leica M9 als kleinste digitale Systemkamera der Welt mit Vollformatsensor die Erfolgsgeschichte fort.

Leica Camera AG I Oskar-Barnack-Straße 11 I 35606 SOLMS I DEUTSCHLAND I www.leica-camera.com

VORWORT | 3

Stephan Klenner Chefredakteur

LIEBE FREUNDE,
die ersten beiden Monate des Jahres sind in der Jungen Union Hessen traditionell für die Kreisversammlungen reserviert. Für jeden JUler ist dies eine besondere Zeit: Gemeinsam werden Pläne für das anstehende Jahr entwickelt und neue Kreisvorstände werden gewählt. Ohne die Arbeit der Kreisverbände könnte die Junge Union Hessen nicht das sein, was sie ist. Mit der Neugründung des Kreisverbandes Odenwald wurde im Januar der letzte „weiße Fleck“ auf der JU-Hessenkarte geschlossen. Damit sind wir erneut die einzige Jugendorganisation, die überall in Hessen präsent ist! Die Redaktion hat sich ganz bewusst dafür entschieden, den neuen Kreisvorständen und insbesondere den fünf neuen Kreisvorsitzenden in diesem Heft Raum zur Vorstellung zu geben. Wir sind dankbar, dass sich wieder so viele Aktive vor Ort entschieden haben, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. Viele neue Kreisvorstandsmitglieder haben sich Mitte Februar bereits auf der landesweiten Kreisvorstandskonferenz in Fuldatal persönlich kennengelernt und miteinander diskutiert. Der gegenseitige Austausch hilft bei der eigenen Arbeit vor Ort. Die Redaktion wünscht allen Kreisvorständen und Aktiven in den Verbänden für Ihre Arbeit im Jahr 2012 und darüber hinaus alles Gute und viel Erfolg. Anregungen und Ideen zu unserem Heft nehme ich gerne unter stephan.klenner@ ju-hessen.de entgegen. Herzliche Grüße,

4 | INHALT

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IMPRESSUM

HERAUSGEBER: Junge Union Landesverband Hessen Frankfurter Straße 6 65189 Wiesbaden loewenmaul@ju-hessen.de CHEFREDAKTEUR: Stephan Klenner

10 KREISVORSTANDSKONFERENZ 13 JU HESSEN IN BRÜSSEL 23 LIFESTYLE: WIE GRÜNDE ICH EINE BAND

REDAKTION: Andreas Hofmeister, Torben Klose, Fridolin Pflugmann, Rüdiger Rein, Katrin Schäfer, Michael Schär, Frederic Schneider, Frederik Schmitt, Christian Stettler, Christoph Ulandowski, Paul Georg Wandrey VERLAG: BK Kommunikation Verlagsgesellschaft für Politik und Marketing GbR Voltaire-Weg 6 76532 Baden-Baden Tel.: 0 72 21 - 27 60 27 Fax: 0 72 21 - 27 61 28 info@bk-kommunikation.de GESTALTUNG: B2 Design Rüdiger Buchta Alexanderstraße 37 60489 Frankfurt info@b2design.info ANZEIGENLEITUNG: BK Kommunikation Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos oder Illustrationen übernimmt der Verlag keine Haftung. Der Bezugspreis ist im Mitgliedsbeitrag enthalten. DRUCKEREI: Silber Druck oHG AUFLAGE: 12.000

Vorwort ................ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ............................ 03 Kommentare ......... . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ............................ 06 Interview............... . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ............................ 08 Kreisvorstandskonferenz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ........................... 10 Adhocracy ............ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ............................ 12 JU Hessen in Brüssel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ............................ 13 Steckbriefe Kreisvorsitzende . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ........................... 14 Kreisvorstände im Überblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ........................... 16 Aus den Arbeitskreisen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ........................... 18 Aus dem Bundesvorstand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ............................ 19 Kinder- und Jugendverband „Frischluft“ . . . . . . . . . . . . ............................ 20 Landesvorstand ..... . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ........................... 21 LifeStyle ............... . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ............................ 22 Computerseiten ..... . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ............................ 28 Schüler Union und RCDS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ........................... 30 Serie Schönes Hessen – Der Odenwaldkreis . . . . . . . ............................ 31 JU regional ........... . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ............................ 32 Mitgliederstatistik .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ........................... 38 Junge, Junge ........ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ........................... 39

6 | KOMMENTARE

Bild: dpa

FINANZIERUNG DER KOMMUNEN
Kommunen brauchen ausreichende Finanzierung! – Zur Reform des Kommunalen Finanzausgleichs So wie der Länderfinanzausgleich sicherstellt – oder zumindest sicherstellen sollte –, dass den einzelnen Bundesländern ausreichend finanzielle Mittel zur Erfüllung ihrer Aufgaben zur Verfügung stehen, so hat der Kommunale Finanzausgleich (KFA) den gleichen Zweck, was Gemeinden und Landkreise eines Bundeslandes betrifft. Das bisherige System des KFA in Hessen weist jedoch einige Schwächen auf, die es zu beheben gilt: - Da die Steuereinnahmen der Kommunen stark schwanken und kaum vorhersehbar sind, verhält sich auch die Summe der KFA-Mittel entsprechend. Die Einführung eines Gleichmäßigkeitsgrundsatzes – eines festen Verhältnisses zwischen dem Land verbleibenden und den Kommunen zufallenden Einnahmen – würde zu mehr Kontinuität und Verlässlichkeit bei den Einnahmeerwartungen führen. - Die zur Verfügung stehenden Mittel werden zunächst nach einem festen Schlüssel auf die drei kommunalen Gruppen – Landkreise, kreisfreie Städte und kreisangehörige Gemeinden – verteilt. Dies schränkt die Ausgleichswirkung erheblich ein, was durch die Tatsache, dass es in Hessen nur fünf kreisfreie Städte gibt, besonders deutlich wird. Ein Entfallen dieser Vorabaufteilung wäre daher zu begrüßen. - Eine Kommune mit höherer Einwohnerzahl erhält bislang unverhältnismäßig mehr Geld als eine kleinere. Berücksichtigt wird dabei nicht, dass eine geringere Bevölkerungsdichte höhere Kosten für die Infrastruktur bedeutet und dass Kleinstädte im ländlichen Raum oft mehr Zentrumsfunktionen als solche in der Nähe größerer Städte übernehmen. Zugleich wird die Infrastruktur von Großstädten und Ballungsräumen durch Pendler besonders beansprucht. Ein Faktor, der die tatsächlich übernommenen Aufgaben der Kommunen für das Umland ermittelt, würde den Anforderungen daher am ehesten gerecht. - Derzeit erhalten Kommunen eine Finanzkraftgarantie, die ihnen eine Mindesthöhe an Einnahmen sichert. Um Anreize für die Gewinnung zusätzlicher Steuerquellen zu schaffen, sollte diese Garantie entfallen und nur besondere Härtefälle durch Vorabzuweisungen abgefedert werden. Roland Mittmann, Referent für Kommunalpolitik und Regionalentwicklung im JU-Landesvorstand

Bild: dpa

FRANKREICH ALS VORBILD
Nachdem die französische Nationalversammlung das Gesetz über das Verbot der Leugnung von Genoziden im Dezember 2011 beschlossen hatte, wurde dieses im Januar 2012 vom französischen Senat bestätigt. Darunter fällt auch der Genozid an den Armeniern im Osmanischen Reich im Jahr 1915. Dieses Gesetz löste heftige Kritik seitens der türkischen Regierung aus. Prompt wurde der türkische Botschafter aus Paris abgezogen und die Türkei droht Frankreich mit Sanktionen. Es wird viel darüber spekuliert, warum gerade jetzt dieses Gesetz verabschiedet wurde. Dies kann man meiner Meinung nach vernachlässigen, in erster Linie geht es konkret um das Gesetz als solches, zumal die oft genannte Wahlkampftaktik Sarkozys und die dadurch erhofften Stimmen der Armenier bei der Präsidentschaftswahl im April 2012 nicht wahlentscheidend sein werden. Auf Antrag genügend vieler Senatoren muss das Gesetz noch vom Verfassungsrat geprüft werden, erst dann kann es vom Staatspräsidenten unterschrieben werden und in Kraft treten. Sollte dieser Verfassungsrat – auf Druck der türkischen Regierung – entscheiden, dass das Gesetz verfassungswidrig ist, wird nicht nur Frankreich, sondern auch die EU in die Knie gezwungen. Es ist einfach unverständlich, dass ein Land außerhalb der EU so viel Einfluss auf die Gesetzgebung innerhalb unserer Gemeinschaft hat. Auch ist es sehr opportunistisch, wenn EU-Staaten nichts von dem Völkermord wissen wollen, denn leider sind es die wirtschaftlichen Beziehungen zur Türkei, die solche Aussagen veranlassen. Paradox ist, dass ein Völkermord bis heute durch die Nachfahren der Verursacher geleugnet werden kann und die Welt dabei zuschaut. Jedem ist klar, was passieren würde, wenn Deutschland den Holocaust leugnen würde. Zum Glück leben wir aber in einer Gesellschaft, die solche Taten streng verurteilt und in der der Staat historische Fakten nicht verfälscht, sondern eine gründliche Aufklärung solcher Ereignisse fördert. Auch deshalb wäre es begrüßenswert, wenn sich Deutschland an Frankreich ein Beispiel nähme und ein ähnliches Gesetz auf den Weg bringen würde. Akop Voskanian, Referent für Justiz und Integration im JU-Landesvorstand

KOMMENTARE | 7

FINANZTRANSAKTIONSSTEUER – DIE MÄR VOM „WUNDERHEILMITTEL“
Der Anfang vom Ende für den Finanzplatz Frankfurt?

S

eit Ausbruch der Schuldenkrise genießen Banken und Finanzdienstleister nicht den besten Ruf, gelten sie doch gemeinhin als Hauptverantwortliche der aktuellen Situation. In den Medien wird gerne suggeriert, dass sie mit ihrer Spekulation an den Finanzmärkten – einzig mit Blick auf die Rendite – die heutige Misere überhaupt erst erzeugt haben. Darüber ließe sich stundenlang streiten, faktisch ist Spekulation an den Märkten jedoch ein notwendiges Kriterium zur Sicherstellung von Liquidität. Vergessen wird auch, dass jede Transaktion – insbesondere an den besonders verteufelten Derivatemärkten – ein Nullsummenspiel ist, wo es um die schlichte Verteilung von Risiken geht. Unternehmen, die beispielsweise stark im Export von Gütern involviert sind und sich daher Währungsrisiken aussetzen, brauchen einen Spekulanten, der die Gegenposition einnimmt. Damit soll deutlich werden, dass das ganze Thema doch wesentlich komplexer ist, als manche Talkrunde im Fernsehen es darzustellen versucht. Um diese „Zockerei“ der Banken, wie es in der Öffentlichkeit so oft heißt, künftig einzudämmen, wird immer wieder von einem angeblichen Wunderheilmittel

gesprochen: der Finanztransaktionssteuer. Die Finanztransaktionssteuer, ursprünglich für die gesamte Eurozone geplant, soll bei jedem Kauf und Verkauf von Finanzprodukten erhoben werden. Ziel ist es, Spekulation – insbesondere die des so genannten Computerhandels – teurer und damit unattraktiver zu machen. Die Höhe der Steuer beträgt 0,1 Prozent auf jede Transaktion. Was zunächst nicht sonderlich hoch klingt, wird aber vor dem Hintergrund der Quantität des täglich umgesetzten Volumens deutlich. Betroffen davon sind viele, die in der öffentlichen Diskussion häufig keinerlei Erwähnung finden. Dazu gehören etwa Pensionskassen, Lebensversicherungen und Fondsgesellschaften, deren erwirtschaftete Rendite den Sparern zufließt. Konkret bedeutet das, dass auch die meisten Bürger diese Steuer zu spüren bekommen. In einer globalen Welt ist es aber so, dass jeder Akteur in der Finanzbranche schon heute überall seine Aktien, Anleihen und Derivate handeln kann. Die unweigerliche Folge wird sein, dass die meisten Transaktionen in Ländern ohne Steuer abgewickelt werden. Eine Finanztransaktionssteuer macht also eigentlich nur dann Sinn, wenn sie – und das ist natürlich völlig unrealistisch – global ein-

geführt wird. Die Überlegung die Steuer gar ohne Einbeziehung Großbritanniens einzuführen, das sich bereits vehement dagegen ausgesprochen hat, hätte erhebliche Folgen für den Finanzplatz Frankfurt. Die Abwanderung vieler Finanzdienstleister, der Abbau von Arbeitsplätzen und der Verlust von Steuereinnahmen wäre nur der Beginn einer Abwärtsspirale. Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist der mit einer solchen Steuer verbundene bürokratische Aufwand, Voraussetzung wäre etwa die Implementierung neuer Abrechungssysteme. Ferner stellt sich die Frage, wie die Erhebung der Steuer auf außerbörslich gehandelte Wertpapiere erfolgen soll. Der Wohlstand der Rhein-Main-Region, aber auch Hessens, begründet sich auch auf unserer starken Finanzindustrie. Man kann nur hoffen, dass den handelnden Personen zumindest die Tragweite einer solchen Entscheidung bewusst ist. Die Junge Union Hessen wird sich weiter gegen die Einführung einer solchen Steuer aussprechen!

Ulf Homeyer, Referent für Wirtschaft und Finanzen im JU-Landesvorstand

Bild: dpa

8 | INTERVIEW

INTERVIEW MIT CHRISTIAN ENGELHARDT
Im März 2011 war in Hessen Kommunalwahl, gleichzeitig mit der Volksabstimmung zur Schuldenbremse. Beides war für die Junge Union Hessen ein voller Erfolg: Bei der Kommunalwahl zogen über 440 JUler in die kommunalen Vertretungen ein, bei der Volksabstimmung votierten siebzig Prozent der Hessen für die Aufnahme der Schuldenbremse in die Hessische Verfassung. Ein Jahr danach widmen wir uns erneut der Kommunalpolitik. Löwenmaul-Chefredakteur Stephan Klenner hat im Wiesbadener Landtag Christian Engelhardt, Direktor des Hessischen Landkreistags, und unseren JU-Landesvorsitzenden Ingmar Jung zum Interview getroffen. Stephan Klenner: Christian, Du warst lange Jahre in der Jungen Union aktiv, unter anderem als Bezirksvorsitzender der Jungen Union Mittelhessen. Jetzt bist Du Direktor beim Hessischen Landkreistag. Wie genau muss man sich diese Tätigkeit vorstellen? Christian Engelhardt: Als Direktor des Landkreistages habe ich vor allem zwei Aufgaben. Zum einen ist der Landkreistag der Lobbyverband der hessischen Landkreise und vertritt deren Interessen gegenüber der Landespolitik. Ich muss mich also im Sinne der Landkreise zum Beispiel in Gesetzgebungsverfahren einbringen. Zum anderen ist der Landkreistag eine Art Stabsstelle der Landkreise. Er hat also die Aufgabe, die gemeinsame Politik der Landkreise weiterzuentwickeln. Auch darum kümmere ich mich. Stephan Klenner: Was hat diese Tätigkeit noch mit Deiner JU-Zeit zu tun? Christian Engelhardt: In der Jungen Union habe ich sehr viele Dinge gelernt, die mir bei meiner heutigen Tätigkeit helfen: Man lernt in der JU, in Kategorien politischer Machbarkeit zu denken. Man lernt, wie man Leute für Ideen gewinnen kann, aber auch, wie man bei unterschiedlicher Interessenlage einen Kompromiss aushandelt. Das kann ich heute alles gut gebrauchen. Die JU war für mich ein fantastischer Übungsplatz. Stephan Klenner: Wir haben nun durch Christians Tätigkeit ein Bild davon, welch wichtige Rolle kommunale Interessen auch hier in Wiesbaden spielen – welchen Stellenwert hat die Kommunalpolitik im Landesverband der JU Hessen, Ingmar? Ingmar Jung: Die Kommunalpolitik ist für die JU Hessen schon deshalb eine wichtige Aufgabe, weil über 440 JUler Mandatsträger in den kommunalen Vertretungen sind. Als Landesverband haben wir einen zentralen Mailverteiler aufgebaut, in dem sich alle JU-Mandatsträger über ihre Arbeit vor Ort austauschen können und gegenseitig Ideen weitergeben. Darüber hinaus beschäftigen wir uns auch mit den Themen, die für alle Kommunen eine hohe Bedeutung haben: Das fängt beim „Kommunalen Rettungsschirm“ an und geht weiter bis zum kommunalen Finanzausgleich. Hier haben wir eigene JU-Positionen, die wir in die Debatte einbringen. Stephan Klenner: Was hat der „Kommunale Rettungsschirm“ mit der JU zu tun? Ingmar Jung: Eine Menge! Denn ein wesentlicher Bestandteil des Rettungsschirmes ist es, dass es für die betroffenen Kommunen einen Konsolidierungsplan gibt, mit dem Schulden abgebaut werden. Der Schuldenabbau ist für die JU Hessen ein Herzensthema. Unser erfolgreicher Kampf für die Schuldenbremse in der Landesverfassung hat dies im vergangenen Jahr beeindruckend gezeigt und auch in der CDU Hessen eine große Wirkung erzielt. Christian Engelhardt: Das kann ich nur bestätigen! JUler gehen an das Thema schon deshalb engagierter ran, da sie wissen, dass sie die heutigen Schulden morgen teuer zurückzahlen müssen. Das Eintreten der JU für die Schuldenbremse hat mich deshalb sehr beeindruckt. Ingmar Jung: In meinen Augen ist die wachsende Verschuldung zudem langfristig eine Gefahr für die Demokratie. Dies mag zunächst vielleicht etwas ungewohnt klingen – aber eine zu starke Verschuldung gefährdet die Handlungsfähigkeit der vom Volk gewählten Mandatsträger. Und damit indirekt auch die Akzeptanz der Demokratie. Deshalb ist Schuldenabbau immer auch Demokratie-Stärkung. Stephan Klenner: Eine Teilursache für die hohen Schulden von Land und Kommunen könnte auch in den kommunalen Strukturen liegen. In den 1970er-Jahren gab es in Hessen bereits eine Gebietsreform, damals wurden Kreise und Gemeinden zusammengelegt. Brauchen wir eine solche Reform erneut, Ingmar? Ingmar Jung: Ich glaube schon, dass es sich lohnt, über Strukturen nachzudenken. Die Junge Union hat in den 1990er-Jahren sehr engagiert die Abschaffung der Regierungspräsidien gefordert. 1999 hat die CDU diese Forderung sogar in ihr Landtagswahlprogramm aufgenommen – um nach dem Wahlsieg mit Rücksicht auf den Koalitionspartner diese Ebene dann doch zu erhalten. Vier Jahre später wurde die Forderung dann nicht erneut ins Wahlprogramm aufgenommen, so dass es die Regierungspräsidien bis heute gibt. Natürlich gibt es für diese Ebene auch Argumente: Etwa Planfeststellungsbe-

INTERVIEW | 9

UND INGMAR JUNG
schlüsse für Flughäfen sollten schon überregional behandelt werden. Stephan Klenner: Also soll es doch keine Strukturveränderungen geben? Ingmar Jung: Es gibt ja noch andere Ebenen. Viele fragen sich, ob wir noch Landkreise brauchen. Die Landkreise müssen zumindest erklären, warum sie benötigt werden. Ich glaube jedenfalls nicht, dass wir dauerhaft vier Verwaltungsebenen brauchen. Christian Engelhardt: Die Landkreise können ihre Funktion gut erklären – ich auch: Wieviel Zeit habe ich? (Lacht). Insbesondere in Nord- und Osthessen, also Regionen mit geringer Bevölkerungsdichte, haben die Landkreise eine wichtige Brückenfunktion zu den Menschen. Im Rhein-Main-Gebiet mag dies manchmal anders erscheinen. Aber auch hier haben die Landkreise ihre Funktion, z.B. sind sie ja für Schulen und Krankenhäuser zuständig. Als ehemaliger Bürgermeister von Frankenberg, einer wunderbaren nordhessischen Kleinstadt, habe ich die Bedeutung der Landkreise schätzen gelernt. Stephan Klenner: Auf Deine Bürgermeister-Erfahrung möchte ich auch bei einem anderen kommunalen Thema zu sprechen kommen. Glaubst Du, die Direktwahl der Bürgermeister und Landräte hat sich bewährt? Nicht alle JUler sind damit zufrieden. Christian Engelhardt: Ich sehe bei der Direktwahl in der Tat ein Problem – nämlich die Tendenz, dass sich immer mehr parteilose Kandidaten aufstellen lassen, die gewählt werden, weil sie von der „Parteienverdrossenheit“ profitieren. Dabei haben sie häufig keine Verwurzelung in der ehrenamtlichen Kommunalpolitik und die Wähler können

Bilder: Frederic Schneider

oft nicht wissen, für welche Werte diese Kandidaten stehen. Man darf auch nicht unterschätzen, dass jemand, der sich zuvor in einer Partei engagiert hat, seine Kompetenz beweisen und Verlässlichkeit zeigen konnte und auch musste, wenn er als Kandidat unterstützt werden will. Wir müssen dies besser vermitteln! Ingmar Jung: Das sehe ich ein wenig anders. Parteilose Kandidaten halte ich nicht für ein Problem, sondern für eine Herausforderung für die Parteien. Die Direktwahl hat sich aus meiner Sicht aber nur auf Gemeindeebene bewährt: Denn der Bürgermeister hat besonders viel Kontakt mit den Menschen. Die Landräte könnten meiner Auffassung nach aber durchaus durch die Kreistage gewählt werden. Landräte haben weniger Bürgerkontakt als Bürgermeister. Niemand fährt ins Landratsamt, um die gewünschte Höhe der Kreisumlage vorzutragen. Bürgermeister werden hingegen viel öfter angesprochen. Stephan Klenner: Für wie realistisch haltet ihr eine mögliche Änderung auf diesem Gebiet? Christian Engelhardt: Zum Einen: Auch Landräte haben tagtäglich direkten Kontakt zu den Bürgern. Aber nicht nur deshalb halte ich eine Änderung für sehr unwahrscheinlich. Wir können eine demokratische Beteiligungsform, die der Gesetzgeber den Menschen gegeben hat, nicht wieder rückgängig machen. Ingmar Jung: Das mag im Ergebnis stimmen, allerdings halte ich es für gefährlich, dass direkte Demokratie oft als demokratischer dargestellt wird als unser repräsentatives System. Ein Landrat, der vom Kreistag gewählt würde, wäre nicht weniger demo-

kratisch legitimiert, als wenn eine Landratsdirektwahl stattfindet, zu der kaum jemand hingeht. Stephan Klenner: Gleichzeitig gibt es aber gerade auf kommunaler Ebene immer wieder die Forderung nach mehr Bürgerbeteiligung… Christian Engelhardt: Wir werden zukünftig größere Vorhaben und Veränderungen nur mit einer Einbindung und auch Beteiligung der Bürger umsetzen können. Wichtig ist dabei, dass bei Bürgerabstimmungen nicht nur ein Aspekt, sondern ein Vorhaben mit allen Konsequenzen abgestimmt wird. Eine einfache Fragestellung zum „Ankreuzen“ ersetzt keinen Diskussionsprozess im Parlament! Ingmar Jung: Aus diesem Grund ist die Junge Union Hessen auch seit Jahren der Auffassung, dass die Beteiligungsinstrumente der Bürger, die es bereits gibt, wie etwa Bürgerbegehren, vollkommen ausreichend sind. Stephan Klenner: Wären Online-Abstimmungen ein gutes Instrument für mehr Bürgerbeteiligung auf kommunaler Ebene? Ingmar Jung: Da bin ich mir nicht sicher. Einerseits bin ich eigentlich der Auffassung, dass es vom Staatsbürger nicht zu viel verlangt ist, für eine Abstimmung ein paar Meter zu laufen. Andererseits können wir als Jugendorganisation nicht übersehen, dass gerade viele junge Menschen sich solche Möglichkeiten wünschen. Wir werden auf unserem Landesausschuss zur Netzpolitik im Herbst über dieses Thema sprechen. Christian Engelhardt: Ich bin gespannt, was bei euren Beratungen herauskommt!

10 | KREISVORSTANDSKONFERENZ

Nach der Tagung besichtigten die Teilnehmer den Flughafen Kassel-Calden

KREISVORSTANDSKONFERENZ: ZWISCHEN WINDKRAFT, CDU-SATZUNG UND FLUGHAFEN
Seit drei Jahren treffen sich die Vorsitzenden, Schatzmeister, Geschäftsführer und Pressesprecher aller Kreisvorstände jährlich zu einer Kreisvorstandskonferenz (KVK). Dabei stehen aktuelle politische Themen, die Schulung der Kreisvorstände und die Diskussion über die Arbeit der JU Hessen im Vordergrund. Im Februar fand die KVK mit über 100 Teilnehmern in Fuldatal bei Kassel statt. Schon der Beginn versprach spannend zu werden, denn schließlich wurde die Konferenz mit einem Referat von Mark Weinmeister, dem Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, eröffnet. Und nicht alles, was man da zu hören bekam, waren typische JU-Überzeugungen. Weinmeister stellte zunächst die Ziele des hessischen Energiegipfels vor, die in erster Linie vorsehen, dass bis 2050 möglichst der gesamte hessische Energieverbrauch aus erneuerbaren Energien gedeckt werden soll, die Energieeffizienz und -einsparung vorangetrieben wird, die Energieinfrastruktur ausgebaut und die Akzeptanz für die anstehenden Projekte in der Bevölkerung gesteigert wird. „Nur wie sollen wir das schaffen, wenn Photovoltaik und Geothermie zu teuer, Wasserkraft nicht effizient genug und Biomasse zwar effizient, aber aufwendig und teilweise problematisch für die Landwirtschaft ist?“, fragte Weinmeister die Anwesenden, um direkt eine Antwort zu geben: „Mit Windenergie!“ Bei den anschließenden Diskussionen wurde deutlich, dass der Besuch des Staatssekretärs hinsichtlich dessen Anliegen erfolgreich war. Obwohl es immer eine gefühlte Grundüberzeugung der JU Hessen war, dass „diese Vogelschredder“ nichts in der hessischen Landschaft verloren hätten, war es auf der KVK Konsens, dass es notwendig sei, einen grundsätzliche Neupositionierung zur Windkraft vorzunehmen. Auch unter der Berücksichtigung, dass man sich nun nicht mehr auf die Atomenergie berufen kann. Weinmeister mahnte am Ende der Diskussion an, dass man sich der Angst der Menschen stellen muss. Viele wehrten sich gegen den Bau von großen Stromleitungen durch ihre Regionen, aber es muss auch Aufgabe der Jungen Union sein, unter diesem Gesichtspunkt dafür zu sorgen, dass wir uns als Union und Gesellschaft weiterentwickeln und nicht in konservativen Sinne die Asche, sondern die Glut weitertragen. Der JU-Landesvorsitzende Ingmar Jung brachte in der Runde der Kreisvorsitzenden, die im Anschluss tagte, seine Überzeugung auf den Punkt: „Es bringt nichts, wenn wir bei der Energiefrage ein europäisches Abkommen, 27 Länderabkommen in den einzelnen Staaten und dann auch noch 16 Zielvereinbarungen in Deutschland erstellen. Wir brauchen übergreifende Zusammenarbeit und übergreifende Konzepte!“. Einig war man sich darin, dass auf dem Landestag hierzu ein Beschluss gefunden werden muss. Auch die Schatzmeister trafen sich separat und tauschten sich untereinander aus. Dabei standen JU-Landesschatzmeister Andreas Hofmeister und der Finanzbeauftragte der CDU Hessen, Günter Eich, den Fragen der Schatzmeister Rede und Antwort. Unter der Leitung des Landesgeschäftsführers Torben Klose berieten sich die Kreisgeschäftsführer und berichteten von

KREISVORSTANDSKONFERENZ | 11

ihren unterschiedlichen Aufgabengebieten in den jeweiligen Kreisen. Für die Kreispressesprecher hielt der Trainer Christian Tessen ein Referat mit dem Titel „Das 1&1 der Pressearbeit“. Im Anschluss zeigte Andreas Hofmeister in einem Impulsvortrag vor dem Plenum auf, wie wichtig Datenschutz auch in der Jungen Union ist und welche Konsequenzen Verstöße gegen die allgemeinen Datenschutzbestimmungen haben können. Außerdem tauschten sich die Anwesenden über neue Informations-Flyer zu einzelnen politischen Themenfeldern aus, sowie über das neue Design der Eintrittserklärungen, die in Kürze zur Verfügung stehen sollen. Außerdem stellte der Landesvorstand verschiedene Werbemittel in Aussicht. Ingmar Jung erklärte, dass der auf dem JULandestag angestoßene Antrag zur CDUParteireform zusätzlich Delegierte der Vereinigungen auf dem CDU-Landesparteitag zuzulassen, nun Fahrt gewinnt und in den Kreisen für den Antrag geworben werden muss, damit die Satzungsänderung der CDU eine Mehrheit auf dem Parteitag im Sommer findet. Danach gab es wieder hohen Besuch: Eva

Kühne-Hörmann, Hessens Ministerin für Wissenschaft und Kunst, kam direkt von ihrer Dienstreise aus Brüssel zur Jungen Union. Sie nahm in ihrem Vortrag ausführlich Stellung zur Energieforschung und Elektromobilität. Ihre Devise diesbezüglich war: „Wir wollen gewinnen!“. Und damit meinte sie nicht nur, dass Hessen diesbezüglich in der Forschung und Entwicklung schneller als andere vorankommt, sondern dass auch die notwendigen Fördergelder aus Brüssel fließen. Sehr lange stand sie im Anschluss den vielen Fragen Rede und Antwort, die sich unter anderem auch auf die Hochschulpolitik bezogen. Für diese ausgesprochen interessante und lehrreiche Diskussion erhielt sie am Ende tosenden Beifall. Abgeschlossen wurde der Tag mit der „Fuldataler Nacht“, einer angenehmen Notwendigkeit bei einer zweitägigen JUVeranstaltung. Am nächsten Tag stand ein Ausflug zu dem nahe gelegenen Flughafen Kassel-Calden auf dem Plan. Hier führte Bernd Brotkorb, ein Angestellter des Flughafens, über die Baustelle. Und die JUler lernten, dass schon heute 600 Menschen auf dem Gelände in

41 Firmen arbeiten, 25.000 Passagiere pro Jahr auf dem Flughafen zu verbuchen sind und die Kosten für den Ausbau sich auf 249 Mio. EUR belaufen. Bei der Diskussion wurden unter anderem die Kosten, Klagen über den Fluglärm und der Dreiklang von Linien-, Charter- und Frachtverkehr diskutiert. Die neue Landebahn ist zwar noch lange nicht fertig, aber ein Besuch der Baustelle lohnt sich schon deshalb, weil die Ausmaße dieses so wichtigen Projektes schon heute erkennbar sind. So fuhren die Teilnehmer motiviert von den neuen Vorhaben und den unterschiedlichen Eindrücken in ihre Heimatverbände zurück. Ein Vorteil der Kreisvorstandskonferenz ist es, dass der Landesverband seine Arbeit erläutern kann, die Kreisverbände daran teilhaben lässt und sich die JUler untereinander besser kennen lernen und so auch die Junge Union Hessen nach jeder KVK ein Stück näher zusammen gerückt ist. So ist und bleibt diese Institution ein wichtiger Bestandteil für den Erfolg der JU Hessen. Christoph Ulandowski

APS

Airport Personal Service GmbH
Ein Tochterunternehmen der Fraport AG

Größter Personaldienstleister am Flughafen Frankfurt / Main
Als Konzernunternehmen der Fraport AG und serviceorientiertes Dienstleistungsunternehmen hat die APS Airport Personal Service GmbH die Geschäftstätigkeit zum 01.01.2004 aufgenommen. Die APS GmbH steht ihren Kunden am Frankfurter Flughafen und dessen Umgebung mit innovativen Konzepten von der klassischen Arbeitnehmerüberlassung bis hin zur Vermittlung qualifizierter Fachkräfte kompetent zur Seite. Als größter Personaldienstleister am Flughafen Frankfurt zählen bereits namhafte Unternehmen zu unseren Kunden und schätzen die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Seit dem 2.12.2006 verfügt die APS Airport Personal Service GmbH über eine unbefristete Erlaubnis zur gewerbsmäßigen Arbeitnehmerüberlassung und ist zertifiziert nach EN ISO 9001:2000. Im Personalbereich bieten Ihnen die Spezialisten der APS Airport Personal Service GmbH durch persönliches Engagement und fachliche Kompetenz eine individuelle auf Sie abgestimmte Beratung und Leistung. Ein ständiger Dialog mit unseren Kunden garantiert unsere hohe Dienstleistungsqualität. Nach erfolgreicher Bedarfsermittlung erfolgt die Vorauswahl geeigneter Mitarbeiter/-innen. Unser Know-how erspart Ihnen wertvolle Zeit für aufwendige Personalauswahlverfahren. Unsere Spezialisten selektieren nach Ihren Anforderungsprofilen, führen die Bewerbungsgespräche und erstellen für Sie ein übersichtliches Personalprofil der jeweils geeigneten Mitarbeiter/-innen. Dabei ist die fachliche Qualifikation geeigneter Mitarbeiter/-innen bei unserer Personalauswahl entscheidend – nur qualifizierte Führungs-, Fach- und Hilfskräfte werden unseren Kunden empfohlen. Die APS Airport Personal Service GmbH ist der festen Überzeugung, dass ein persönlicher Dialog mit den Mitarbeiter/innen die hohe Qualität unserer Dienstleistungen sichert. Denn nur, wenn die Zusammenarbeit auf beiden Seiten harmoniert, entsteht ein hoher Motivationsgrad, der unseren Kunden zugute kommt. Deshalb werden die Mitarbeiter auf ihrem persönlichen Karriereweg begleitet. Wir fördern sie bei ihrer weiteren beruflichen Entwicklung und betreuen sie während des gesamten Einsatzes beim Kunden. Freiwillige soziale Leistungen sowie eine leistungsgerechte Honorierung, die durch den mit der Gewerkschaft ver.di abgeschlossenen Haustarifvertrag geregelt sind, tragen ebenfalls zu einer hohen Zufriedenheit der Mitarbeiter und zur Identifikation mit dem Unternehmen bei.

Besuchen Sie uns auf unserer Internetseite www.aps-airport.de oder rufen Sie uns unter 069 690 22255

APS Airport Personal Service GmbH, Cargo City Nord / Gebäude 458, 60549 Frankfurt / Flughafen

12 | ADHOCRACY

ADHOCRACY – POLITISCHE BETEILIGUNG 2.0
Die Piraten haben ihr eigenes, andere nutzen es schon lange. Die Rede ist von Adhocracy, einer Open-SourceSoftware zur basisdemokratischen Meinungsbildung und Onlinebeteiligung für Organisationen, mit der Mitglieder via Internet Argumente für und gegen ein politisches Thema austauschen, Lösungen entwickeln und letztendlich über dieses abstimmen können. Adhocracy – was ist das? Adhocracy ist eine Internetplattform, die vom Liquid Democracy e.V. (liquid. net) zur Verfügung gestellt wird. Der Verein widmet sich der Entwicklung von Ideen und Projekten, welche die Entscheidungsfindung in Demokratien flüssiger, transparenter und flexibler gestalten. „Starre“ Abläufe sollen zugunsten innovativer Strukturen „verflüssigt“ werden, wobei „Neue Medien“ und der freie Diskurs unter den Mitgliedern im Fokus stehen. Wie funktioniert Adhocracy? Nachdem eine Organisation sich eine eigene, frei konfigurierbare Plattform eingerichtet hat, kann sich jedes Mitglied dort registrieren und bestimmten Diskussionsgruppen beitreten oder selbst Gruppen gründen. In diesen hat jeder die Möglichkeit, Vorschläge einzubringen, diese zu kommentieren und für oder gegen einen Vorschlag zu votieren. Jedes Mitglied hat eine Stimme, die es nicht zwingend selbst abgeben muss, sondern auch ganz oder themenbezogen delegieren kann. Liquid Democracy in der Praxis Die Piraten-Partei hat mit Liquid Feedback, einem Pendant zu Adhocracy, für viel Furore gesorgt und den Einzug ins Berliner Abgeordnetenhaus geschafft. Liquid Feedback gibt jedem Piraten die Möglichkeit, sich an der Entwicklung von politischen Positionen der Partei zu beteiligen. Dies war für viele Mitglieder ausschlaggebend dafür, der Piratenpartei beizutreten und ist für viele Wähler ein Grund, die Piraten zu wählen. Aber nicht nur die internetaffinen Piraten, sondern auch die Bundestagsfraktionen von CDU/CSU, SPD, FDP und Grünen haben beschlossen, Adhocracy in der Enquete-Kommission zum Internet zu verwenden. Dasselbe gilt für die Kanzlerin. Sie setzt in ihrem Zukunftsdialog www.dialog-ueberdeutschland.de ebenfalls auf basisdemokratische Elemente. Adhocracy gibt zunächst jedem JUMitglied mehr Beteiligungs- und Mitsprachemöglichkeit. Zudem kann es den oft in der JU zu kurz kommenden freien Diskurs fördern. Dieser läuft bei Adhocracy grundsätzlich ohne aktive Moderation ab, was Beeinflussungen der Diskussion vermeidet und gleichzeitig gewährleistet, dass der Diskurs auch bei sehr großen Teilnehmerzahlen möglich ist. Liquid Democracy in der JU? Sicher kommt es für die JU nicht in Betracht, Adhocracy in derselben Weise, wie die Piraten Liquid Feedback gebrauchen, zu verwenden. Grund dafür ist einerseits, dass in einer Liquid Democracy die Meinungsfindung sehr viel Zeit benötigt. Dies lehren uns nicht nur die Piraten, sondern auch die Rousseau‘sche Republik als eine Urform der Basisdemokratie. Um die Entscheidungsfähigkeit der JU nicht einzuschränken, müssen daher Bereiche definiert werden, in denen wir uns durch gelebte Basisdemokratie mittels Adhocracy Unterstützung für unsere politische Arbeit und neue Impulse holen. Auf diese Weise blieben wir entscheidungsfähig und kommen gleichzeitig dem allgemein lauter werdenden Ruf nach mehr Mitsprachemöglichkeiten nach. Andererseits würde durch eine konsequente Anwendung von Adhocracy unser Landestag als oberstes Beschlussgremium abgelöst und mit einer langen Tradition gebrochen werden, die sich gut bewährt hat. Aus diesem Grund sollte Adhocracy abgesehen von einzelnen, klar definierten Bereichen den Delegierten des Landestags als Leitfadengeber für politische Entscheidungen dienen. Auf diese Weise würde nicht nur größtmögliche Transparenz geschaffen, sondern auch die Kommunikation zwischen Mitglied, Delegierten

Adhocracy (deu. Adhokratie) bezeichnet nach der Theorie von Henry Minzberg eine Organisationsform, die im Gegensatz zur Bürokratie steht und häufig in der Managementtheorie in Bezug auf Online-Organisationen verwendet wird. Bei der Adhokratie schrumpft der operative Kern. Der Name „Adhokratie“ leitet sich vom lateinischen ad hoc ab (die. „aus dem Moment heraus“).

und Landesebene verbessert werden. Idealerweise kann ein Mitglied dadurch Ideen entwickeln, die über die Vorstän-

de der JU bis in unsere Parlamente hineingetragen werden (s. Abb. oben).
Milan Gerovac, Dr. Christoph Bausewein

JU HESSEN | 13

JU HESSEN IN BRÜSSEL
Die Europäische Union befindet sich in ihrer wohl größten Krise seit ihrem Bestehen: Erst Recht ein Grund für die JU Hessen zu zeigen, dass die Union die Europapartei ist. Um dies zu demonstrierten, stattete eine Gruppe reiselustiger JUler der „europäischen Hauptstadt“ Brüssel einen Besuch ab. Auf Einladung unseres Europaabgeordneten Michael Gahler standen zweieinhalb spannende Tage im Herzen der Europäischen Union auf dem Programm. Mit dem ICE aus Frankfurt am frühen Sonntagnachmittag angekommen, ging es zunächst auf Erkundungstour durch die belgische Hauptstadt. Dabei verstand es Stadtführer Günther, gebürtiger Hamburger, der Gruppe allerlei Wissenswertes über Brüssel, zu Deutsch „Bruchsal“, zu vermitteln. So erklärte er den erstaunten Hessen auch, dass die zuvor bereits eingenommenen Pommes Frites ursprünglich nicht – wie es einem weit verbreiteten Irrglauben entspäche – in Belgien, sondern im Elsass erfunden worden seien. Im Anschluss wärmte sich die Gruppe an Günthers Glühwein, den er an einem Stand auf dem beschaulichen Brüsseler Weihnachtsmarkt selbst vertrieb. Montagfrüh stand der erste „offizielle“ Termin auf dem Programm: Wie für pflichtbewusste Bürger üblich, meldete man sich in der Hessischen Landesvertretung an. Der dort für Wissenschaft und Kunst zuständige Referent, Jochen Marsch, berichtete in einem kurzen Vortrag anschaulich über den Aufbau und die Arbeitsweise der Europäischen Union. Bei der anschließenden Führung durch die Landesvertretung durfte man sich davon überzeugen, dass das derzeitige Gebäude den räumlichen Ansprüchen nicht mehr gerecht wird. Man war sich einig, dass der geplante Neubau – nicht zuletzt angesichts der herausragenden Bedeutung der Europäischen Union – eine spürbare Verbesserung darstellen werde. Hiernach begaben sich die JUler gen Europäisches Parlament, wo Michael Gahler bereits während des Mittagessens Arabischer Frühling vor und berichtete, welche Anstrengungen die EU und insbesondere die Europaparlamentarier in diese Richtung entwickelten. Abgeschlossen wurde das politische Programm mit einem Besuch einer Veranstaltung der Tibet-Intergroup, zu der der zweite hessische Euro-

Die JUler mit dem Europaabgeordneten Michael Gahler in Brüssel

zur Gruppe stieß. Nachdem man gemeinsam den Plenarsaal besichtigte, beantwortete Michael Gahler geduldig die Fragen der Teilnehmer, die sich insbesondere für die derzeitige Finanzkrise und die damit einhergehenden Problematiken interessierten. Auch am Abend zeigte Michael Gahler seine Gastgeberqualitäten und stand den JUlern beim Abendessen erneut Rede und Antwort. Der Dienstag stand schließlich ganz unter außenpolitischen Vorzeichen. Auch hierzu fand man sich im Europäischen Parlament ein, wo zunächst eine Sitzung des Ausschusses für Sicherheit und Verteidigung besucht wurde. Im Anschluss trug der für den Bereich des Nahen Ostens zuständige Referent der Generaldirektion Auswärtige Politik, Dr. Stefan Krauss, zum Thema

paabgeordnete Thomas Mann die Gruppe spontan eingeladen hatte und zu der ranghohe Vertreter aus Tibet eigens nach Brüssel angereist waren. Dank der zahlreichen Programmpunkte verging die Zeit wie im Flug, so dass die JUler kurze Zeit darauf – mit einigen Schachteln belgischer Pralinen bestückt – im Zug nach Hause saßen. Aus Sicht der Teilnehmer war eines klar: Auf die derzeitige Krise darf die Antwort nicht weniger, sondern muss mehr Europa lauten. Hierzu braucht es junge Menschen, die sich für das Gelingen des europäischen Projekts einsetzen. Die Mitglieder der JU Hessen gehören ohne wenn und aber dazu. Andreas Kuckro, Referent für Außen- und Europapolitik im JU-Landesvorstand

Nachgerückt und eingetreten
Zum 1. Februar ist Jan Schneider (30) in den Landtag nachgerückt. Er war zuvor bereits Stadtverordneter in Frankfurt. Von 2005 bis 2006 gehörte er dem ersten Jahrgang des CDU-Nachwuchsförderprogramms an und hatte in dieser Zeit Roland Koch als persönlichen Mentor. Eher ungewöhnlich ist, dass er bis kurz vor seinem Einzug in den Landtag kein Mitglied der Jungen Union war. „Als ich 1999 in meinem CDU-Stadtbezirksverband angefangen habe, war dort mehr als genug

zu tun. Für die JU blieb da erst mal kein Raum“, sagt er heute schmunzelnd. Später musste er aber feststellen, dass einem das JU-Netzwerk doch fehlt, wenn man über die Stadtgrenzen hinweg Politik machen möchte. Nachdem sich seine neue Aufgabe in Wiesbaden abzeichnete, entschied er sich, doch noch in die JU einzutreten. „Die Frankfurter JUler haben mich letztlich davon überzeugt. Schließlich sollen die Jüngeren in der Landtagsfraktion als geschlossene Gruppe wahrgenommen werden“, sagt Jan. Kontakt: (0611) 350 719 oder j.schneider@ltg.hessen.de.

Bild: René Leichtfuß

14 | STECKBRIEFE

STECKBRIEFE
Im Porträt: Die neuen Kreisvorsitzenden
Im Januar und Februar wurden in allen JU-Kreisverbänden Vorstandswahlen durchgeführt. In fünf Kreisverbänden wurden dabei neue Kreisvorsitzende gewählt. Diese stellen sich hier vor.

JAN-PHILLIPP BODENBENDER, 20 JAHRE
Kreisverband: Marburg-Biedenkopf Beruf: Student der Elektrotechnik Ich bin in der Union, weil die Demokratie Menschen braucht, die ihre Ideen einbringen. Der größte Fehler der CDU war das dreigliedrige Schulsystem aufzugeben. Mein Lieblingshesse ist Sebastian Vettel. Mein Lieblingsort in Hessen ist der Marburger Schlosspark.

THOMAS FRANZ-JOSEF LORTZ, 23 JAHRE
Kreisverband: Maingau Beruf: Auszubildender zum Veranstaltungskaufmann Ich bin in der Union, weil sie die aktive kommunale Kraft in meinem Heimatort ist. Der größte Fehler der CDU war das Orange. Mein Lieblingshesse ist Babba Hesselbach (Wolf Schmidt). Mein Lieblingsort in Hessen ist Froschhausen.

STECKBRIEFE | 15

KREISVORSITZENDE
DOMINIK POLLOZEK, 24 JAHRE
Kreisverband: Kreisverband Odenwald Beruf: Verwaltungswirt Ich bin in der Union, weil mir die Zukunft Deutschlands wichtig ist und ich diese aktiv mitgestalten möchte. Der größte Fehler der CDU war die Fortführung der sozialliberalen Schuldenpolitik der 70er-Jahre. Mein Lieblingshesse ist Heinrich Friedrich Karl Reichsfreiherr vom und zum Stein. Mein Lieblingsort in Hessen ist das Waldschwimmbad Michelstadt.

FREDERIC SCHNEIDER, 23 JAHRE
Kreisverband: Kreisverband Main-Taunus Beruf: Student Ich bin in der Union, weil ich hier meine politischen Freunde gefunden habe, die in dieselbe Richtung wie ich denken. Der größte Fehler der CDU war nicht zuzugeben, dass sie auch mal Fehler gemacht hat. Mein Lieblingshesse ist momentan Sebastian Vettel. Mein Lieblingsort in Hessen ist das Waldstadion in Frankfurt.

ANDY WENZEL, 27 JAHRE
Kreisverband: Main-Kinzig Beruf: Student der Rechtswissenschaften Ich bin in der Union, weil ich mich nach der verlorengegangenen Bundestagswahl 2002 politisch engagieren wollte und die Union für mich die beste Mischung aus konservativ, wirtschaftsliberal und pragmatisch geboten hat. Der größte Fehler der CDU war unsere klügsten Köpfe zu vergraulen. Mein Lieblingshesse ist Friedrich Carl von Savigny. Mein Lieblingsort in Hessen ist die A66, weil sie zumindest östlich von Frankfurt weitgehend unbeschränkt und staufrei ist und man auf ihr den gesamten Main-Kinzig-Kreis mit all seinen schönen Ortschaften und Landschaften durchfahren kann.

16 | KREISVORSTÄNDE

ALLE KREISVORSTÄNDE
1
Bergstraße
Vorsitzender: Henning Ameis Stv. Vorsitzende: Franziska Gösch, Sarah Brechtel Schatzmeister: Benedikt Gietl Geschäftsführerin: Kerstin Dexler Beisitzer: Maximilian Breitkopf, Christian Hartmann, Johanna Jacobi, Lukas Rist, Torben Kruhmann Kozber, Jonathan Kreis, Anna Lena Liebermann, Nikolas Müller, Selina Ofer, Bernhard Oswald, Konstantin Pfeffer, Christina Schlepp, Lara Schneider, Thomas Schwan, Saskia Simon, Sebastian Stoll, Maximilian Wolf, Silke Wollmann

7

Groß-Gerau
Vorsitzender: Sebastian Schmitt Stv. Vorsitzende: Johannes von Richthofen, Franziska Siegl Geschäftsführer: Ingo Kalweit Schatzmeister: Tomasz Kuswik Schriftführer: Niklas Flörsch Beisitzer: Saskia Döringer, Johannes Groß, Julia Hartmann, Simon Kanz, Tim Kreutzmann, Johannes Nolte, Michael Trock

Schatzmeister: Jan Ludwig Geschäftsführer: Kevin Deusing Pressesprecher: Christian Cloos Beisitzer: Markus Georg, Catrin Kempa, Franziska Häffner, Katharina Hirsch, Christian Horschitz, Endris Hinckel, Jan Niklas Haus, Matthias Mauring, Patrick Mamok, Claudia Schneider, Mathias Winter

2

13

Limburg-Weilburg

Darmstadt
Vorsitzender: Paul Georg Wandrey Stv. Vorsitzende: Jan Töns, René Kirch Schatzmeister: Leopold Born Geschäftsführer: Clemens Maucher Beisitzer: Anna Lydia Bäuerlein, Anna Fath, Julia Frenzel, Sonja Hecht, Maschal Hühner, Sebastian Junker

Vorsitzende: Eva Seewald Stv. Vorsitzender: Kim Kauffmann Schatzmeister: Christina Pabst Geschäftsführer: Björn Ulbricht Beisitzer:Tarik Cinar, Tigran Melumyan, Johannes Pfeiffer, Maximilian Schmitz, Dominik Spieß

3

Darmstadt-Dieburg
Vorsitzender: Thomas Schaumberg Stv. Vorsitzende: Max Schimmel Schatzmeister: Timo Wesp Schriftführerin: Mona Roßkopf Geschäftsführerin: Julia Diefenbach Pressesprecher: Stefan Weber Organisationsreferent: Rafael Gehring Internetreferent: Matthias Hagn Beisitzer Ann-Katrin Brockmann, Christian Seiler, Felix Hofmann, Christoph Visone

8

Hersfeld-Rotenburg
Vorsitzender: Christian Eckhardt Stv. Vorsitzende: Katharina Storck, Jan Saal Schatzmeister: Martin Röth Schriftführer: Andreas Börner Beisitzer: Marie-Therese Bastubbe, Aaron Diebel, Manuel Göbel, Robert-Helge Patry, Nadja Richardt, Henrik Saal

14

Maingau

Vorsitzender: Thomas Lortz Stv. Vorsitzende: Patrick Föhl, Christian Gött, Ina Hesemann Schatzmeister: Sebastian Beetz Geschäftsführer: Marco Gruber Schriftführer: Jens Nörtemann Pressesprecher: Anthony Giordano

9

15

Main-Kinzig

Hochtaunus
Vorsitzender: Mathias Völlger Stv. Vorsitzende: Oliver Jedynak, Sebastian Sommer Schatzmeister: Clemens Wolf Schriftführer: Alexander Jackson Geschäftsführer: Marcel Olschewski Pressesprecher: Lukas Hille Referentin für Fahrten und Veranstaltungen: Franziska Metz Referent für Öffentlichkeitsarbeit: Finn-Hendrik Lurz Referent für Kommunalpolitik: Tim Hordorff Referent für das Mitgliedermagazin: Cornelius Linden Referent für Mitgliederwerbung: Lenard Rüde Referent für Programmatik: Frank Hora Vorsitzender: Andy Wenzel Stv. Vorsitzende: Christoph Engel, Max Schad Schatzmeister: Christian Pieke Geschäftsführer: Michele Maurice Stephan Schriftführer: Marc Jacob Kreisvertreter: im BV Jan Hermann Beisitzer: Daniel Gabel, Kristina Santowski, Markus Heber, Philipp Schlögl, Johannes Wiegelmann, Adrian Kaletta, Tobias Müller, Bastian Zander

4

Frankfurt
Vorsitzender: Ulf Homeyer Stv. Vorsitzende: Adrian Berger, Martin-Benedikt Schäfer, Sara Steinhardt, Dennis Schnee Schatzmeister: Christian Becker Schriftführer: Lukas Bennemann Geschäftsführer: Mirko Trutin Beisitzer: Carsten von Drathen, Patrick Pohle, Dennis Ball, Patrick Soldo, Melanie Willmann, Kevin Bonrath, Charlotte Baecker, Faye Wollny, Alex Tobiason, Dr. Daniel Rhinow, Anke Bernecke-Kaus, Heinrich Heidenreich, Therese Degner, Debora Rieser

16

Main-Taunus

5

Fulda
Vorsitzender: Benjamin Tschesnok Stv. Vorsitzende: Daniel Höfer, Esther Eckart Schatzmeister: Daniel Schlitzer Schriftführer: Lena Larbig Pressesprecher: Peter Schaub

10

Kassel-Land

Vorsitzender: Frederic Schneider Stv. Vorsitzende: Tim Jakobi, Franziska Söllner Schatzmeister: Elmar Bociek Geschäftsführer: Tobias Ruppert Beisitzer: Jan-Christopher Henze, Konstantin Piotrowski, Dorothea Thimm, Patrick Winter

6

Gießen
Vorsitzender: Christopher Lipp Stv. Vorsitzende: Iskender Isikci, Randy Uelman, Marcel Schlosser, Frederik Bouffier Schatzmeister: Dennis Bach Geschäftsführer: Micky Macke Schriftführer: Tobias Breidenbach Pressesprecher: Jörg Gagstatter Beisitzer: Altay Akdag, Dennis Bär, Dominik Becker, Volker Bouffier, Fabrizio Burk, Maximilian Diehl, Katharina Fleißner, Marc-Oliver Freischlad, Rudolf Eneco Gütges, Henrik Kilian, Dominik Kowanz, Maximilian

Vorsitzender: Patrick Weilbach Stv. Vorsitzende: Adrian Smolarczik, Johannes Kurhaupt Schatzmeister: Timo Marx Geschäftsführer: Matthias Scheller Beisitzer: Michael Bürger, Norman Fries, Markus Giesewetter, Claudius Petri, Henning Thiele, Alexander Wendel

17

Marburg-Biedenkopf

11

Kassel-Stadt

Vorsitzender: Max Schulze Stv. Vorsitzende: Martin Schröder, Patrick Poerschke

Vorsitzender: Jan-Philipp Bodenbender Stv. Vorsitzende: Stefan Heck, Stephan Klenner, Christian Weigel Schatzmeister: Christine Meister Schriftführer: Sebastian Meier Geschäftsführer: Lukas Platt Pressesprecher: Philipp Bangert Beisitzer: Joachim Botthof, Alexander Gerlach, Natascha Langer, Arne Müller, Moritz Nasemann, Georgios Petanidis, Agnes Wörster

12

Lahn-Dill

18

Odenwald

Vorsitzender: Akop Voskanian Stv. Vorsitzende: Michael Pollmann, Sven Ringsdorf,

Vorsitzender: Dominik Pollozek Stv. Vorsitzende: Sandra Allmann, Andreas Funken, Markus Wangler

KREISVORSTÄNDE | 17

IM ÜBERBLICK
21 10
KasselLand
Schwalm-Eder
Vorsitzender: Dominik Leyh Stv. Vorsitzende: Phil Kothe, Sebastian Langer, Michael Schär Schatzmeister: Christopher Diehl Geschäftsführer: Christian Haß

23
WaldeckFrankenberg

Kassel11 Stadt

22
WerraMeißner

Vogelsberg

21

24 8

17

MarburgBiedenkopf

SchwalmHersfeldEder Rotenburg

Vorsitzender: Felix Wohlfahrt Stv. Vorsitzende: Patrizia Kaiser, Michael Ruhl Schatzmeister: Jennifer Gießler Schriftführer: Christina Kersten Pressesprecher: Stephan Paule Beisitzer: Florian Denke, Marco Herrmann, Philipp Künz, Manuel Lenhardt, Johannes-Marcus Ruhl, Gunther Sachs, Marc Schmittdiel, Christoph Schwarz

23

Waldeck-Frankenberg

Lahn-Dill

6
Gießen

Vogelsberg

13
LimburgWeilburg Rheingau-Taunus

12 9
Hochtaunus

22

Fulda

5
Wetterau

Vorsitzender: Timo Lockemann Stv. Vorsitzende: Vanessa Becker, Tim-Christopher Winkelmann, Daniele Saracino Schatzmeister: Juliane Klein Schriftführer: Maximilian Schäfer Beisitzer: Karsten Stöcker, Carolin Knipschild, Hannes Glöde, Marina Gothmann, Jan-Wilhelm Pohlmann, Nargisa Kadyrova

25

Main-Kinzig

15

24

Werra-Meißner

4 F 20 WI Offenbach 19 MTK Maingau 14 16 26 Großß7
DarmstadtGerau DA Dieburg 3

Vorsitzender: Johannes Kehl Stv. Vorsitzende: Konstantin Froch, Julia Witthüser Schatzmeister: Marco Haukwitz Geschäftsführer: Georgy Kopshteyn Beisitzer: Timo Ahrens Alexander Andreas, Jonathan Bach, Konrad Bödicker

2
Bergstraße

25

Wetterau

Odenwald

1

18

Vorsitzender: Sebastian Wysocki Stv. Vorsitzende: Patrick Appel, Benjamin Grimmel, Fridolin Pflugmann Schatzmeister: Philp Wöll Schriftführer: Felicitas Beuschel Geschäftsführer: Rebecca Riesener Pressesprecher: Annette Zitzer Beisitzer: Natalie Bialas, Barbara Büttner, Daniel Deckenbach, Stefan Euler, Hendrik Faust, Nicolas Fischer, Albrecht Gauterin, Kevin Hufenbach, Jonas Kressebuch, Dominik Schäfer

Schatzmeister: Johannes Barth Geschäftsführer: Dominik Sachs Beisitzer: Samira Buschmann, Eric Eiben, Alexander Klett, Lukas Lannert, Sandra Lewold

20

Rheingau-Taunus

26

Wiesbaden

19

Offenbach

Vorsitzender: Marc Oliver Junker Stv. Vorsitzender: Simon Isser Schatzmeister: Matthias Rothkopf Geschäftsführer: Nico Barthel Beisitzer: Soitsa Dimitriadis, Andres Frank, Miriam Heberer, Jonas Heberer, Katrin Köllisch, Tobias Männche, Eva Steinbrecher

Vorsitzender: Tobias Stein Stv. Vorsitzender: Marco Andreck, Rieke Möllmann Schatzmeister: Nikolai Gerheim Geschäftsführer: Andrea Dietl Beisitzer: Christian Born, Jens Diefenbach, Marco Egenolf, York Hasler, Sven Hill, Haydar Kivanc, René Leichtfuß, Robert Lindemann, Felix Moser, Marcus Pfeiffer, Hannes Reitz, Maximilian Sauer, Marius Stein, Xenia Walpert

Vorsitzender: Carsten Wrobel Stv. Vorsitzende: Sina Marzinski, André Weck Schatzmeister: Stefan Schmidt Geschäftsführer: Manuel Denzer Pressesprecher: Philipp Offenberg Schriftführer: Marc Gutte Internetreferent: Jens Reinemer Beisitzer: Matthias Hofmeister, Marcus Auth, Markus Gaßner, René Tiedtke, Stefan Winkel, Stefanie Wink, Florian Vortkamp

18 | ARBEITSKREISE

Christopher Lipp, Referent für Wissenschaft und Kunst im JU-Landesvorstand, Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann und der JU-Landesvorsitzende Ingmar Jung

AUS DEN ARBEITSKREISEN
In den vergangenen Monaten wurde in den Arbeitskreisen der Jungen Union Hessen wieder fleißig gearbeitet – hier Berichte der zuständigen Referenten:
Erfolgreiches „Dialogforum Hochschulpolitik“ mit Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann Zu dem ersten Termin des Dialogforums Hochschulpolitik kamen interessierte Mitglieder der Jungen Union, Schüler Union und des RCDS aus ganz Hessen nach Frankfurt. Gemeinsam wurde mit der Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann MdL, und in Anwesenheit unseres JU-Landesvorsitzenden Ingmar Jung über aktuelle Fragen der Hochschulpolitik diskutiert und sich untereinander ausgetauscht. Neben der Verbesserung des Übergangs zwischen Schule und Hochschule, der Hochschulfinanzierung und den Auswirkungen des doppelten Abiturjahrgangs auf die Universitäten, waren auch das Hochschulbauprojekt LÖWE und die Zivilklauseldiskussion an einigen hessischen Universitäten Themen des Dialogs. Das Dialogforum Hochschulpolitik soll eine Kommunikations- und Diskussionsplattform darstellen, die einen unkomplizierten und direkten Austausch über Themen der Hochschulpolitik ermöglicht. Geplant ist, zwei Dialogforen jährlich zu veranstalten. Alle Mitglieder der Jungen Union sowie alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen mitzudiskutieren. Christopher Lipp, Referent für Wissenschaft und Kunst Kontaktadresse zum Mitarbeiten: christopher.lipp@ju-hessen.de Arbeitskreis Kommunalpolitik und Regionalentwicklung Nachdem zunächst Themen und Aufgaben gesammelt worden waren, trafen wir uns mit Benjamin Seliger, Finanzreferent CDU-Landtagsfraktion. Er berichtete uns von den Plänen für eine Reform des Kommunalen Finanzausgleichs. Auf dieser Grundlage entwickelten wir eigene Positionen hierzu, die schließlich als Pressemitteilung herausgegeben wurden. Die nächsten Gäste waren die Geschäftsführer der RTW-Planungsgesellschaft, Rolf Valussi und Peter Forst. Beide Verkehrsexperten haben die Entwicklung eines Konzepts für den Bau der Regionaltangente West (RTW), einer Stadtbahnstrecke, die Frankfurt westlich umschließen soll, geleitet. Da sich alle Anwesenden über die Wichtigkeit des Projekts einig waren, blieb unseren Gästen die Zeit, auf zahlreiche spannende Details einzugehen – deutlich betonten sie aber, dass die Finanzierung noch nicht gesichert sei. In den als Gesellschafter beteiligten Kommunen steht nun der Beschluss über die Einleitung eines Planfeststellungsverfahrens an, sodass an diese nun appelliert werden soll, das Verfahren fortzuführen, damit die RTW Ende 2018 endlich ihren Betrieb aufnehmen kann. Zudem wurde eine Mandatsträger-Mailingliste eingerichtet, über die die Gemeindevertreter, Stadtverordneten und Kreistagsmitglieder Anträge, die auch andernorts sinnvoll einzubringen wären, und weitere nützliche Informationen austauschen können. Roland Mittmann, Referent für Kommunales und Regionalentwicklung Kontaktadresse zum Mitarbeiten: roland.mittmann@ju-hessen.de Arbeitskreis Justiz und Integration/Inneres und Sport Justiz und Inneres sind eng verwandte Themen. Aus diesem Grund haben die im JU-Landesvorstand mit diesen Themen betrauten Referenten entschieden, einen gemeinsamen Arbeitskreis zu bilden. Die erste Sitzung dieses Arbeitskreises fand in Frankfurt statt. Hier wurden besonders die Anträge des vergangenen Landestages besprochen, aber auch das weitere Vorgehen und die zukünftige Ausrichtung des Arbeitskreises. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde der Anwesenden wurde auch schon intensiv über die vorliegenden Anträge diskutiert. Dabei entstand im Zusammenhang mit dem Antrag „Verschärfung des Jugendstrafrechts“ zum Beispiel die Idee, eine Jugendstrafanstalt zu besuchen und uns dort über die Problematik zu informieren. Zudem wurden wichtige Aussagen des Antrags an den Bundesverband für dessen Programmdiskussion weitergeleitet. Weiterhin wurde vereinbart, dass bei dem Antrag „Novellierung des Gesetzes zum Schutz vor Stalking“ das zuständige Bundesministerium sowie dafür zuständige Beratungsstellen kontaktiert werden sollen, um uns einen Überblick über die konkreten Maßnahmen zu verschaffen und mögliche Verbesserungen der aktuellen Gesetzeslage anzustoßen.

Akop Voskanian, Referent für Justiz und Integration Kontaktadresse zum Mitarbeiten: akop.voskanian@ju-hessen.de

BUNDESVORSTAND | 19

AUS DEM BUNDESVORSTAND
Sitzung des Deutschlandrates und des Bundesvorstandes in Berlin
Der Deutschlandrat der Jungen Union konnte zu seiner letzten Sitzung im vergangenen Jahr am 2. und 3. Dezember unter anderem Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert sowie den Geschäftsführer des Meinungsforschungsinstituts forsa, Joachim Koschnicke, als Gäste empfangen. Neben den Vorträgen beider Herren beschäftigte sich der Deutschlandrat mit dem Thema „Stabilität in wirtschaftlich schwierigen Zeiten“. Norbert Lammert hielt den Eröffnungsvortrag und betonte die starke Stellung des Parlaments in Deutschland, die trotz und gerade während der Krise des Euro einen Vorteil der hiesigen Demokratie darstelle. Der zweite Vortrag von Joachim Koschnicke war vor allem im Hinblick auf die im kommenden Jahr bevorstehende Bundestagswahl aufschlussreich; der Demoskop stellte ausführlich die derzeitigen Chancen und Risiken der Parteien und insbesondere der CDU im Hinblick auf deren Wählerpotenzial dar. Eine wesentliche und beruhigende Erkenntnis der Meinungsumfragen ist die Feststellung, dass die CDU sich aufgrund ihres alle Bevölkerungsgruppen umfassenden Wählerklientels mit Recht eine Volkspartei nennen darf. Koschnicke mahnte jedoch auch an, politische Entscheidungen zukünftig wieder stärker nach klaren Grundsätzen zu treffen. Thematisch beherrschte den Deutschlandrat die alles überlagernde Krise der europäischen Währung. Ausgangspunkt der Diskussionen war die wirtschaftliche und politische Stabilität Deutschlands unter Kanzlerin Angela Merkel, die für unser Land besondere Vorteile, aber auch große Verantwortung mit sich bringt. Um diese günstige Entwicklung zu sichern und die Krise langfristig zu lösen, betonte der Deutschlandrat die Wichtigkeit, gerade jetzt die Weichen für den weiteren wirtschaftlichen Aufschwung zu stellen. Neben der Fortführung der für die Generationengerechtigkeit unverzichtbaren Haushaltskonsolidierung sprach sich der Deutschlandrat gegen (gemeinsame) Eurobonds aus und forderte eine nachhaltige, d.h. defizitfreie Haushaltspolitik aller Staaten – dies sei nur durch für alle geltende Regelungen zu erreichen. Der Deutschlandrat bekannte sich erneut zu einem politisch und wirtschaftlich gestärkten Europa. Astrid Wallmann MdL, Beisitzerin im JU-Bundesvorstand

Neues Grundsatzprogramm der Jungen Union Deutschlands
Das Jahr 2012 wird als ein bedeutsames in die Geschichte der Jungen Union eingehen: Nach 1997 gibt sich die JU ein neues Grundsatzprogramm. Darin soll, neben den allgemeinen, die junge Generation bewegenden Themen wie Generationengerechtigkeit oder Bildungspolitik, vor allem unsere Sicht auf gesellschaftliche Entwicklungen wie Globalisierung oder Digitalisierung dargestellt werden. In einem eng gesetzten Zeitplan hat sich die Grundsatzprogrammkommission, der aus Hessen auch unser Landesvorsitzender Ingmar Jung und meine Bundesvorstandskollegin Astrid Wallmann MdL angehören, vorgenommen, bis zum Juni einen ersten Entwurf zu erstellen. Uns sind dabei zwei Aspekte wichtig. Zum einen wollen wir bewusst externe Impulse in unsere Arbeit einfließen lassen. So sollen beispielsweise die Schüler Union, die Junge CDA oder der Juniorenkreis des Wirtschaftsrates an den Diskussionen punktuell beteiligt werden. Unser Anspruch ist es dabei, ein Programm zu erstellen, welches breiten Anklang bei allen christdemokratischen Jugendverbänden finden kann. Dieser Idee folgend gibt es noch einen zweiten wesentlichen Aspekt. Wir wollen ganz gezielt interessierte Mitglieder und Verbände einbinden. Aus diesem Grund gab es bereits Anfang des Jahres eine Umfrage bei allen Kreisverbänden, uns bitte die aus ihrer Sicht wichtigsten Themen für das Grundsatzprogramm zu benennen. Bei reger Beteiligung haben sich drei thematische Schwerpunkte herausgebildet, die wir natürlich prominent berücksichtigen werden: Bildungspolitik, Europa und Internationales sowie das Megathema Generationengerechtigkeit. Wie wir die weitere, breite Einbindung sicherstellen werden, wird im Moment noch diskutiert. Sicher ist nur, dass wir unser Mitgliedermagazin „Die Entscheidung“ und unsere Onlinemedien (etwa unsere Facebook-Seite) dazu nutzen werden. Darüber hinaus gilt für die Mitglieder der Grundsatzprogrammkommission, dass wir jederzeit gerne für Veranstaltungen vor Ort zur Verfügung stehen, um alle Anregungen aufzugreifen und einfließen lassen zu können. Endgültig beschlossen wird das Papier auf dem Deutschlandtag im Oktober in Rostock. Tom Zeller, Stellvertretender Bundesvorsitzender der Jungen Union Deutschlands

20 | KINDER- UND JUGENDVERBAND
Auch im YouTube-Spot wirbt FrischluftChef Sascha Drescher für Neumitglieder.

KINDER- UND JUGENDVERBAND „FRISCHLUFT“ STARTET KAMPAGNE
Der christdemokratische Kinder- und Jugendverband „Frischluft“ präsentiert sich neu und startet in Hessen voll durch. Mit einem erfolgreichen Auftakt der Kampagne „Mit Dir 5.000“ macht der einzige christlich-demokratische Kinder- und Jugendverband in Deutschland von sich reden. Frischluft-Chef Sascha Drescher hat sich viel vorgenommen. Das ehemalige JU-Bundesvorstandsmitglied will, dass „Frischluft“ bis Jahresende wieder flächendeckend in ganz Deutschland Angebote der Kinder- und Jugendarbeit schafft. Dazu hat der Bundesverband sich das Ziel gesetzt, 5.000 neue Stimmen für Kinder- und Jugendrechte zu gewinnen und Verbände vor Ort neu zu gründen. Frischluft – bunt und vielfältig Frischluft ist nicht nur aktiv in der politischen Bildung, sondern bietet darüber hinaus Qualifizierungsmaßnahmen, internationale Austauschprogramme und zahlreiche Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche an. Abgerundet wird diese breite Palette durch die Trägerschaft von Einrichtungen. Der hessische Landesvorsitzende Jesko Giessen ist optimistisch, dass sein Landesverband in diesem Jahr wieder als die Organisation der christdemokratischen Bewegung wahrgenommen wird, die die Gründer vor zwanzig Jahren im Sinn hatten: „Wir wollen ein Faktor sein, in der Jugendhilfe, vor Ort aktiv Jugendarbeit mitgestalten und uns in Kinder- und Jugendhilfeausschüssen zum Wohl der Jüngsten in unserer Gesellschaft einsetzen“, so Jesko. Engagement braucht Unterstützung Das Frischluft-Team in Hessen sucht dabei ausdrücklich die Kooperation und Unterstützung auch im Umfeld der Union. „Wir möchten in diesem Jahr einige KennenlernAngebote schaffen, beispielsweise wird es im August eine Maßnahme ‚Politisches Wiesbaden/Politisches Mainz‘ geben, bei tails werden im Rahmen der nächsten Landesversammlung besprochen. Anstoß nehmen – Anstöße geben „Wir nehmen Anstoß und wir geben Anstöße“, bringt es Jesko auf den Punkt, „und natürlich spielen wir im Rahmen unserer Kampagne damit, dass wir infolgedessen

Sei anstößig – Anstoß geben und Frischluft-Mitglied werden dem die Landeshauptstädte von Hessen und Rheinland-Pfalz unter politischen Gesichtspunkten besucht werden und landespolitische Aspekte im Vordergrund stehen“, kündigt Jesko an. Aber auch Seminare und Themenveranstaltungen sind geplant. De‚anstößig‘ sind. Aber wir wollen auch andere bewegen, sich aktiv ein- und mitzumischen.“ Jeder kann dazu beitragen, ob durch eigenes Engagement als Mitglied oder durch das Bekenntnis zu den gleichen Grundüberzeugungen in Form einer Fördermitgliedschaft.

LANDESVORSTAND | 21

Das Alfred Dregger Haus, die CDU-Landesgeschäftsstelle mit den JU-Büros unter dem Dach

WAS MACHT EIGENTLICH EIN LANDESGESCHÄFTSFÜHRER?

W

er sich diese Frage schon einmal gestellt hat, der kann hier einen „normalen“ Tag mit unserem JU-Landesgeschäftsführer Torben Klose verbringen: 8.50 Uhr Beginn des Arbeitstages: Eine große Tasse Kaffee und ein Haufen nächtlicher E-Mails warten darauf, „erledigt“ zu werden. Fahrtkostenabrechnungen, Werbemittelbestellungen, Organisationsmeldungen sind eingegangen und müssen an die Zuständigen verteilt werden. 9.30 Uhr Die Post ist da! Neben viel Werbung kommen Neueintritte, Pressespiegel und Mitgliedermagazine aus den anderen Landesverbänden. 10.07 Uhr Die Druckerei für unsere neue Kampagne fragt nach dem Drucktermin. Wir besprechen den Zeitplan und verhandeln den Preis. 10.48 Uhr Der Landesschatzmeister ruft an. Wir besprechen den Jahresabschluss und den Haushalt für das nächste Jahr. 11.30 Uhr Ein Neumitglied ruft an. Wir erklären ihm die JU-Arbeit, nennen ihm seinen örtlichen Ansprechpartner und schicken ein paar Infos zu. 11.42 Uhr Die Buchhaltung hat ein paar Rückfragen zu den Buchungsbelegen des Vormonats.

12.00 Uhr Mittagessen! Gemeinsam mit einigen CDU-Kollegen geht es in die Wiesbadener Innenstadt. Der neuste Tratsch aus der Wiesbadener Polit-Gerüchteküche kommt mit dem Mittagessen auf den Tisch. 13.00 Uhr Besprechung mit der CDU: Wie geht es weiter mit dem Nachwuchsförderprogramm? Wir stecken den neuen Rahmen ab. 14.04 Uhr Ein Landesvorstandsmitglied schickt eine Pressemitteilung. Der Landesvorsitzende und die Landespressesprecherin geben ihre Rückmeldungen und wünschen sich ein paar Veränderungen. 14.45 Uhr Eine CDU-Kreisgeschäftsstelle meldet sich. Wir helfen gerne mit Infomaterial für die Neugründung eines JU-Stadtverbandes. 15.36 Uhr Die Pressemitteilung geht raus. Die Journalisten im Land erhalten unsere neuste Forderung für eine generationengerechte Politik. 16.00 Uhr Der Landesvorsitzende ruft! Wir besprechen bei ihm die Details zum nächsten Landestag, die Tagesordnung für die nächste Sitzung, neue Kampagnen und jede Menge anderer Unterlagen, die die Landesgeschäftsstelle vorbereitet hat. 17.00 Uhr Feierabend? Den gibt es selten so früh, deswegen werden noch schnell ein

paar E-Mails bearbeitet und einige Landesvorstandsmitglieder melden sich mit Rückfragen zum nächsten Leitantrag. 17.25 Uhr Ein JU-Stadtverband möchte sich für seine Sommerparty unseren „Skydancer“ ausleihen. Wir besprechen die Abholung.
Im dritten Stock des Alfred-Dregger-Hauses liegen die Räume der JU. Wer den Weg über die historischen Wendeltreppen der Villa geschafft hat (einen Fahrstuhl gibt es nämlich nicht!) kann dafür den Ausblick über Wiesbaden genießen. Fehlt eigentlich nur noch eine Dachterrasse für den Feierabend! Neben dem Landesgeschäftsführer arbeitet für Euch noch unser Organisationsreferent Christian Stettler und unsere studentischen Mitarbeiter. Übrigens: Bei uns kann man auch Praktika absolvieren. Meldet Euch bei Interesse! Kontaktdaten: Tel. 0611 379097 ju@ju-hessen.de

18.00 Uhr Feierabend! Jedenfalls an den Abenden, an denen nicht der Landesvorstand tagt, sich Arbeitskreise treffen, Mitgliederversammlungen besucht werden oder Abendtermine in der Landeshauptstadt anstehen.

22 | LIFESTYLE

Film-Rezension: Politdrama passend zur US-Wahl
Gute Politdramen gibt es nicht wie Sand am Meer. Im Jahr der US-Präsidentschaftswahlen sind es gleich mehrere Kinofilme, die es mit dem Genre versuchen wollen. „The Ides of March – Tage des Verrats“ ging zum Jahreswechsel in Vorleistung – und überzeugt. Mit gerade 30 Jahren ist Stephen Meyer bereits einer der zentralen Köpfe des Wahlkampfteams des demokratischen Kandidaten für die US-Präsidentschaftswahl, Mike Morris. Doch eines Tages erhält er einen Anruf des Wahlkampfmanagers des innerparteilichen Kontrahenten Pullman, der vorgibt, Mike Morris abwerben zu wollen. Doch es sollte sich als Intrige herausstellen, die mit einem Suizid und Erpressungen endet. „The Ides of March – Tage des Verrats“ ist ein politischer Film, der im Jahr der realen Wahlen in den Vereinigten Staaten von Amerika nicht hätte passender in die Kinos kommen können. George Clooney und Grat Heslov ist eine spannende Geschichte gelungen, die zeigt, wie teils schmutzig die Vorwahlen für die US-Präsidentschaftswahlen geführt werden. Gleichwohl eine ausgedachte Geschichte, ist es für den interessierten Kinobesucher sehr interessant, Einblicke in ein US-Wahlkampfteam zu nehmen. Die Liebe bringt alles ins Wanken Erpressung mit Happy End Clooney und Heslov verbinden die politische Seite auch mit einer Liebesgeschichte. Stephen Meyer lernt im Rahmen seiner Tätigkeiten für Mike Morris die Praktikantin Molly Stearns kennen. Beide landen nach einigen Avancen zusammen im Bett. Stephen erfährt kurz darauf jedoch, dass die Praktikantin eine Affäre mit Mike Morris hatte und von ihm schwanger wurde. Als Familie Doch mit dem Suizid von Molly Stearns hat Meyer einen großen Trumpf in der Hand. Er gibt vor, einen Zettel zu haben, der beweisen soll, dass Morris Molly geschwängert hatte. Präsidentschaftskandidat Mike Morris gibt dem Erpressungsversuch nach und wirft seinen Weggefährten und Cheforganisator Zara als eine Bedingung Meyers

mit starkem, katholischem Hintergrund sieht sich Molly in einer Zwickmühle und obwohl Stephen ihr für die Abtreibung des Kindes schnelle Hilfe anbietet, sieht sie keinen anderen Weg und begeht Selbstmord. Erst jetzt versteht Stephen Meyer die gesamten Zusammenhänge. Er erfährt so, dass ihn sein Kollege und Mentor Paul Zara, der Wahlkampfmanager von Morris, intrigant mit einer einflussreichen Journalistin aus dem Team geworfen hat. Meyer wandte sich zuvor vertrauensvoll an Morris und Zara, um ihnen von den Avancen aus dem Pullman-Team zu berichten – Zara zog daraufhin die Notbremse.

aus dem Team – Stephen Meyer wird neuer Wahlkampfmanager. Als Happy End darf sich Mike Morris am Ende als gewählter USPräsident wiedersehen. Alles in allem ein packender Film von George Clooney, dem es gelungen ist, einen Spannungsbogen aufzubauen, der den

Film: The Ides of March Spielfilmlänge: 101 Minuten Altersfreigabe: Ab 12 Regie: George Clooney Bekannte Schauspieler: George Clooney, Paul Giamatti (Hangover 2), Philip Seymour Hoffman (Der Krieg des Charlie Wilson, Mission: Impossible III)

Zuschauer im Bann hält. Eine Geschichte, die hätte genauso stattfinden können. Ab Ende Mai auch auf Blu-Ray und DVD – Fazit: Reinschauen lohnt sich! Frederic Schneider

Bild: Tobis Film

LIFESTYLE | 23

Wie gründe ich eine Band?

„Die Band, Elwood, die Band!“

„Wir bringen die Band wieder zusammen!“ Dies ist einer der legendären Sätze von Jake Blues aus dem Kultfilm „The Blues Brothers“. Elwood und Jake haben es einfach. Sie müssen nur ihre versprengte Truppe wieder einsammeln und schon geht’s ab. Sie haben keine Probleme einen Bassisten zu finden, diskutieren nicht ewig, um sich auf einen Musikstil zu einigen und müssen sich nicht beim nächtelangen Üben gegenseitig die Ohren volldröhnen. Was wahrscheinlich daran liegt, dass sie „im Namen des Herrn unterwegs“ sind. Aber was sollte man beachten, wenn´s einem nicht so einfach gemacht wird, wie diesen beiden Jungs aus dem Filmklassiker? Wie gründe ich eigentlich eine Band? Zu dieser Frage gibt es inzwischen eine immer größere Ratgeberliteratur, unendliche Forendiskussionen im Netz und jede Menge gutgemeinter Tipps. Doch das Gegenteil von gut ist eben gut gemeint. Um es vorwegzunehmen: Es gibt kein Patentrezept für eine Bandgründung. Viele Wege führen auf die Bühne. Daher gibt es keine Liste, die abgearbeitet werden müsste. Aber ich meine es gibt drei Punkte, die man bei allem nicht aus den Augen verlieren sollte. Am Anfang jeder Band steht die Frage: Wer spielt was? Viele denken dabei zu sehr in den üblichen Besetzungen: Schlagzeug, Bass, Gitarre... Doch welche Konstellation ihr am Anfang auch habt, lasst euch nicht

aus der Ruhe bringen. Egal, ob euch noch der Schlagzeuger fehlt oder ob einer seine Geige oder sein Xylophon unbedingt einbringen möchte. Mit der richtigen Spielfreude und einem guten Teamgeist, bekommt man alles auf die Bühne. Wichtig ist, dass ihr euch auch außerhalb des Proberaums gut versteht. Ein zweiter Punkt, der zu Beginn viele hemmt und Bands sogar schnell wieder auseinandertreibt, ist die Frage: Was spielen wir überhaupt? Gerne wird hier gleich zu Beginn die Latte zu hoch gehängt. Es sollen möglichst schwierige Coversongs mit langen Gitarrensoli sein, die am besten keiner kennt. Es soll ja eine „eigene künstlerische Handschrift“ erkennbar sein. Oder man versucht sich gleich an den selbstgeschriebenen Nummern. Das kann gut gehen, birgt aber eine hohe Gefahr in sich. Schnell ist der anfängliche Enthusiasmus aufgebraucht. Die Probe endet in Ärger, weil der Bassist wieder einmal seinen (noch zu schwierigen) Part nicht kann. Zu hochgesteckte musikalische Ziele lassen das Projekt schnell scheitern. Ein Fußballtraining beginnt auch nicht mit dem Einstudieren von taktischen Feinheiten der Viererkette, sondern mit den Grundlagen: Passen, rennen, aufs Tor schießen. Daher lieber zu Beginn eine einfachere Rollings-StonesNummer mit drei Akkorden gut auf die Bretter bringen, als sich verkrampft (und

Frederik Schmitt spielte über zehn Jahre Gitarre in der Band „the incredible peanutz“ aus Fulda. Nach einer Vielzahl von Auftritten auf Abibällen, Stadtfesten und Partys im Fuldaer Land spielten die peanutz auf dem Hessentag, auf mehreren Honky-Tonk-Festivals in Hessen und Bayern, sowie „die Band“ als Vorband von Dick Brave.

Bilder: Stefan Will – 5000k

Wie gründe ich eine Band?

wohlmöglich schlecht) an Roxanne von Police zu probieren. Besser die neue Nummer von Kettcar oder Clueso gut geschrummelt, als sich an den Red Hot Chili Peppers, den Killers oder Razorlight die Finger gebrochen. Schließlich ist das Ziel irgendwie und irgendwo an Auftritte zu kommen. Ich meine, man fängt dazu am besten mit einfacheren Coversongs an; egal aus welcher Stilrichtung. Und schon sind wir beim dritten und entscheidenden Punkt: Auftritte, Auftritte, Auftritte. Nirgendwo übt es sich so gut, wie auf der Bühne. Daher: So schnell wie möglich zum ersten Gig. Konzentriert euch darauf, zehn bis 15 Titel einzuüben (damit kriegt ihr commod tio odolore min Stunden mit rum). live locker eineinhalb dolorem zzrit adionsecte molorero Haltet euch nicht mit einer Demo-CD oder Ähnlichem auf. Das ist am Anfang völlig unnötig. Ihr müsst einfach überall spielen: In der Kneipe um die Ecke, auf den Geburtstagspartys der Kumpels, und zur Not auch samstags unplugged in der Fußgängerzone. Ihr solltet kein Angebot ablehnen. Erst vor Publikum merkt man, was „ankommt“ und was man eher lassen sollte. Wichtig ist nicht die musikalische Perfektion, wichtig ist die sichtbare Freude an der Musik.

24 | JULIA

Die ehemalige Kreisvorsitzende der Jungen Union Main-Kinzig, Julia Heil, arbeitet seit einigen Jahren als Model. Im LÖWENMAUL berichtet sie regelmäßig über ihre Arbeit.

JUlia – Vom Laufsteg in die Notaufnahme
Wer kennt sie nicht, die lustigen Videos bei YouTube oder in Pannensendungen im Fernsehen, in denen Models von schwindelerregend hohen Schuhen stürzen. Ich muss zugeben, dass auch ich herzlich darüber lachen kann. Toi, toi, toi: Bisher ist mir das erspart geblieben. Klar stolpert jeder Mal über das zu lange Kleid oder bewegt sich auf den teilweise bis zu 15 cm hohen Absätzen wie ein Storch im Salat, das war‘s aber Gott sei Dank. Wie gesagt bisher. Vor ein paar Wochen wurde ich gebucht für eine Brautmodenmesse in Stuttgart. Der Job ging über zwei Tage mit jeweils drei Shows. Brautkleider sind toll. Für zwei Tage durfte ich Prinzessin spielen in den bis zu 4.000 € teuren Kleidern. Aber Brautkleider sind auch nicht besonders leicht vorzuführen. Schon mal gar nicht, wenn man um auf den Laufsteg zu gelangen eine Treppe bewältigen muss. Der Oberkörper ist oft eingeschnürt in ein Korsett, die Kleider sind lang und bestehen aus gefühlten zwanzig Lagen Stoff, der Schleier zieht an den Haaren, die Schleppe kann bis zu fünf Metern lang sein, die Schuhe sind eigentlich auch nur für den Gang zum Altar gemacht. Das alles unter den Blicken von Zuschauern, Fotografen und Kamerateams vorzuführen ist schon eine Herausforderung. Das Umziehen zwischendurch kann da schon mal sportliche Ausmaße annehmen. Um in den Backstagebereich zu gelangen musste man in diesem Fall eine weitere Treppe runter laufen und dann in Windeseile aus dem einen Kleid ins nächste springen. Sogenannte Anziehhilfen sind vor Ort, alleine würde man das gar nicht schaffen. Weiter geht’s: Kleid aufraffen, Treppe wieder hoch und auf dem Laufsteg das Lächeln natürlich nicht vergessen. Am ersten Tag in der letzten Show war ich fällig: Der dünne Absatz des ohnehin nicht sehr stabilen Brautschuhs bricht ab und ich lande mit dem Steißbein auf der Treppenkante. SCHMERZ! Er zieht sich vom Steißbein durch die Wirbelsäule und schießt aus meinen Augen wieder heraus! Nette Menschen aus dem Publikum helfen mir wieder auf die Beine, bevor ich so richtig verarbeihaben sie im Ländle. Doch auch sie konnten nicht ausschließen, dass das Steißbein gebrochen ist, also führte der nächste Weg in die Notaufnahme des nahegelegenen Klinikums Stuttgart. Ich weiß nicht, wie ich den Blick des behandelnden Arztes beschreiben soll, als ich ihm erklären musste, was passiert ist. Und ich möchte noch viel weniger wissen, was er sich dachte. Nun gut, nach drei Stunden Aufenthalt ergab das Röntgenbild: Keine Frakturen. Glück gehabt. Die Nacht im Hotel habe ich dann in mehr oder weniger stabiler Seitenlage verbracht. Am nächsten Tag war auch das Hämatom in ganzer Pracht sichtbar. Ein Handteller großer Fleck in dunkelstem Blau auf meinem Allerwertesten, der mich noch ein paar Wochen begleiten und die Farbe wechseln sollte. Eine Kollegin, die bei der Show dabei war und Medizin studiert, meinte, das Bild sei eigentlich ein Fall fürs Lehrbuch. Tja, wer den Schaden hat… Nun gut, ich musste feststellen, dass ich Glück im Unglück hatte und eigentlich nicht viel passiert war. Das ist der Vorteil, wenn man auf die Stelle fällt, die bei den meisten Menschen – auch bei mir – am Besten gepolstert ist. Also weiter Zähne zusammen beißen, Shows laufen, NICHT WIEDER HINFALLEN, abends weiter nach München für den nächsten Job. Eins ist klar: In Zukunft werde ich wohl mehr Mitleid mit den Kolleginnen aus den Videos haben. In der Anamnese des Klinikums Stuttgart wird der Vorgang übrigens so beschrieben: „Heute beim Modellen gestolpert.“ Julia Heil

Schmerzhafte Erfahrung auf der Brautmodenmesse

ten kann, was eigentlich passiert ist. Aber es hilft ja alles nichts, die anderen beiden Kleider wollen auch noch gezeigt werden. Also schnell umziehen und wieder zurück auf den Laufsteg, diesmal ohne Schuhe. Nach dem Ende der Show ging nichts mehr. Sanitäter des Roten Kreuz Stuttgart waren schnell zur Stelle: „Was isch passiert? Setztet sich doch e mal hin!“. Also Humor

LIFESTYLE | 25 KAPITEL

Wenn ich Sie wäre, Herr Höfer,… …dann würde ich die Platte „Overshare“ von Paul & Karon hören
Frederik Schmitt (links) und Daniel Höfer (rechts) werden künftig im Wechsel für den LifeStyle-Teil des Löwenmauls CDs besprechen.

Für die kanadisch-polnische Band war das vergangene Jahr ein großartiges. Sie spielten nicht nur alle wichtigen Festivals in Polen und wurden durch die polnische Musikpresse als „Beste Band des Jahres 2011“ ausgezeichnet, sondern es erschien auch ihr erstes Album „Overshare“. Die sehr eingängigen, charmant-einfachen Kompositionen schwanken zwischen den Stilrichtungen Folk und Acoustic-Rock. Die netten Melodien im Vordergrund und der phantasievolle Einsatz von ungewöhnlichen Musikinstrumenten lassen den Hörer jeden Ton genießen. Ich selbst habe Paula & Karol im ausverkauften „Schokoladen“ in Berlin gehört. Du bist einfach hingerissen von ihrer überbordenden Spielfreude und dem Ohrwurmpotential der Songs. Das macht bei weitem die kleinen Ungenauigkeiten der Leadstimme wett. Tolle Nummern wie „Calling“ und „Goodnight Warsaw“ findest Du problemlos auf youtube. Das komplette Album gibt´s bei iTunes. Ich meine: Unbedingte Kaufempfehlung! Frederik Schmitt

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26 | COMPUTERSEITEN

COMPUTERSEITEN

REGIEREN OHNE PAPIER
Gibt es das papierlose Kommunalparlament? Ja, das gibt es. Das Löwenmaul zeigt, wo.
Der Trend der Zeit geht auch an der Politik nicht spurlos vorbei. Seit einiger Zeit schon nutzen Politiker neue Medien wie Facebook und Twitter für ihre Außendarstellung. Inzwischen wagen auch immer mehr Städte und Gemeinden den Sprung ins digitale Zeitalter. In Göttingen unterstützen die Ratsmitglieder bei ihrer JU Niestetal, Alexander Wendel. Alexander ist CDU-Gemeindevertreter in Niestetal. Darüber hinaus wird mit der Umstellung das Ziel verfolgt die Kommunikation der Ratsmitglieder untereinander und mit der Verwaltung intensivieren und beschleunigen, argumentieren auch die Göttinger Verantwortlichen. In Göttingen kosten die Beschaffung der erforderliche iPads und die Herstellung der notwendigen technischen Infrastruktur einmalig rund 50.000 Euro. Dem stehen in Zukunft jährlich Einsparungen in Höhe von etwa 25.000 Euro gegenüber. Obwohl Niestetal deutlich kleiner als Göttingen ist, könnte der Nutzen beachtlich ausfallen. Bis zu 15.000 Euro könnten je nach Rechenart durch die Umstellung im Jahr für die Stadtkasse gespart werden. Diese enormen Einsparpotenziale rechtfertigen auch die Anschaffungskosten der Geräte. Damit das papierlose Parlament genutzt werden kann, muss die Gemeinde einen separaten FTP-Server einrichten, auf dem alle relevanten Unterlagen wie Einladungen, Protokolle oder Bebauungspläne von den Gemeindevertretern bequem heruntergeladen werden können. Werden die alten Dokumente mittelfristig digitalisiert, könnte problemlos auf das Archiv der bisherigen Beschlusslagen zurückgegriffen werden.
Alexander Wendel – Voller Einsatz für ein Parlament ohne Papier.

Arbeit für die städtischen Belange nicht mehr Stift und Papier, sondern iPads. Die Gemeinde Niestetal in Nordhessen bereitet auf Initiative der Jungen Union auch die Umstellung vor. Seit der Kommunalwahl im September 2011 nutzen alle 46 neu gewählten Ratsmitglieder und der Oberbürgermeister von Göttingen das bereits eingeführte Ratsinformationssystem ALLRIS. Alle wichtigen Informationen wie Einladungen zu Sitzungen des Rates und seiner Fachausschüsse sowie Beschlussvorlagen, Niederschriften und Änderungsanträge werden den Parlamentariern ausschließlich elektronisch zugestellt. Gründe für die Einführung der Tablet-Geräte finden sich genug: „Im Vergleich zum regulären Druck und Versand der Unterlagen an die Gemeindevertreter ist die digitale Verbreitung nicht nur kostengünstiger, sondern spart auch wertvolle Ressourcen wie Wasser und Holz“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende der

„Niestetal hat vor geraumer Zeit durch die Einrichtung eines FTP-Servers auf ihrer Homepage bereits die Grundlagen für die Umstellung gelegt“, sagt Alexander. Dieses System hat sich bei der Bereitstellung von umfangreichen Dokumenten wie etwa Bebauungsplänen oder Planungsunterlagen bereits bewährt. „Im Falle der Einführung des elektronischen Schriftverkehres kann problemlos auf bereits bestehende Ressourcen zurückgegriffen werden“, meint er. Neben den Kosten werden durch den Einsatz der iPads auch zehntausende Seiten gespart und damit die CO2-Bilanz der Gemeinde nachhaltig entlastet, was auch in ökologischer Sicht für das „Regieren ohne Papier“ spricht. Die Junge Union Niestetal sieht sich und die Gemeinde deshalb mit ihrem Vorstoß auf einem guten Weg und kann andere JU-Verbände nur ermutigen, ebenfalls das „papierlose Parlament“ für ihre Gemeinde zu fordern. Fridolin Pflugmann

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WEAR EVER

28 | COMPUTERSEITEN

COMPUTERSEITEN

WINDOWS 8: MICROSOFTS ANTWORT?
Zuletzt im Herbst 2009 bewies Microsoft, dass sie mit Windows 7 trotz Konkurrenz von Apple mit ihrem „Mac“-System mehr als konkurrenzfähig sind. Nachdem die Softwareschmiede von Steve Jobs zuletzt mit Tablet-Computern um das iPad einen neuen Markt eröffneten, zieht Microsoft mit Windows 8 nach – ein neues Betriebssystem, das aber neben dem Einsatz für Tablet-Computer trotzdem für den Heimanwender interessant sein soll. Selten ist eine technische Entwicklung so vergleichbar wie zwischen Computersystemen. Ein direkter Vergleich des Betriebssystemes Windows 98 und dem derzeit entwickelten Windows 8 macht dies sehr anschaulich: Die Oberfläche wurde von Zeit zu Zeit nicht nur intuitiver, sondern auch schöner und mit hübschen Grafiken effektvoller. Nicht zuletzt spielt die Verknüpfung mit dem Internet eine immer wichtigere Rolle. Ohne das Internet machen in neuen Systemen viele Programme schlicht keinen Sinn mehr. Windows 8, das ist Microsofts neueste Antwort auf dem Betriebssystem-Markt. Die sichtbarste Neuerung heißt „Metro“, der neue Startbildschirm: Dahinter verbirgt sich ein vom Smartphone bekanntes Konzept, wonach die so genannten „Apps“ (sprich: Applikationen, Programme) durch das Bild „gezogen“ werden. Dies ermöglicht beispielsweise, Inhalte aus der Anwendung A über die Anwendung B anderen Personen ohne großes „hin-und-her“-kopieren zu teilen. Das bekannte Startmenü verschwindet standardmäßig gänzlich, Programme werden in der Rubrik „Apps“ aufgerufen. „Metro“ macht zudem deutlich, dass Microsoft auf Apples Erfolg mit TabletComputern, wie das iPad, reagieren möchte. In den bisher verteilten „Preview“-Versionen von Windows 8 wirkt die Bedienung von „Metro“ mit der Maus allerdings etwas kompliziert. Microsoft hat jedoch angekündigt, die Anwendung für den „Home Computer“ noch zu verbessern. Trotz „Metro“ gibt es den klassischen Desktop und den Windows-Explorer weiterhin. Die Ansicht des Explorers ist zukünftig an der seit Office 2007 bekannten „Ribbon“ keiten umgehen. Auf „Metro“ basierende Apps können erstmalig mit der Auszeichnungssprache HTML5 und der Skriptsprache JavaScript – beide für die Entwicklung von Websites optimiert – programmiert werden. Eine noch stärkere Verzahnung und grafische Annäherung mit dem Internet ist so durchaus denkbar. Microsoft denkt etwa daran, dass Bilder noch öfters über „Cloud“-Systeme wie Microsofts eigenem Service „SkyDrive“ oder den Foto-

Windows 8 - Einige Neuerungen warten auf die Nutzer

angelehnt, also der neuen Multifunktionsleiste im oberen Programmdrittel. Ebenfalls von Apple bekannt, wird es bei „Windows 8“ einen „Windows Store“ geben. Darüber können zentral Programme gesucht und heruntergeladen werden. Dabei unterteilt Microsoft zwischen bislang bekannten Windows-Programmen, die weiterhin über die Desktop-Ansicht aufgerufen werden, und den für „Metro“ optimierten Applikationen. Über ein Finanzierungsmodell hat sich Microsoft bislang nicht geäußert. Fest steht nur: Klassische Windows-Programme werden über den „Windows Store“ ohne Gebührenabgabe verteilt. Spannend wird in Windows 8 vor allem, wie die Entwickler mit den neuen Möglich-

dienst „Flickr“ zentral abgewickelt werden, statt sie etwa lokal auf dem Rechner oder Tablet-Computer abzulegen. Für erprobte PC-Anwender ebenfalls interessant: Das traditionelle BIOS-BootSystem fällt weg. Neu ist das Unified Extensible Firmware Interface (kurz UEFI), der Nachfolger des BIOS, das zudem einen deutlich schnelleren Systemstart ermöglicht. Über die geplante Veröffentlichungszeit schweigt Microsoft bislang. Nach der Veröffentlichung der öffentlichen Beta-Version in diesem Frühjahr gehen Experten jedoch davon aus, dass Windows 8 schon im Herbst eine neue Betriebssystem-Generation von Microsoft einläuten könnte. Frederic Schneider

© Microsoft

COMPUTERSEITEN | 29

E-Books – im Bildungssektor noch Zukunftsmusik
Ob beruflich, zu Studienzwecken oder in der Freizeit: Immer öfter kann man Inhalte jeglicher Art in digitaler Form konsumieren. Zeitungen bieten ePapers an, Fachbücher oder auch Belletristik kann man als eBooks beziehen. Im Vergleich mit den versität eine Lizenz, um auf digitale Inhalte kostenlos zugreifen zu können. Aber selbst wenn man die Kostenfrage beiseite lässt, stellt sich die Frage, welches Hilfsmittel man zum Lesen der eBooks oder ePaper benutzt. So gibt es für eBooks unter andeWas das Lesen der elektronischen Schrifterzeugnisse angeht, gibt es jedoch noch erheblichen Nachholbedarf. Die für die einfachen eBook-Reader erhältlichen Dateiformate heißen ePUB und haben den Vorteil, dass sich die Schriftgröße an die Bildschirmgröße dynamisch anpasst und der Text in jeder gewünschten Schriftgröße gelesen werden kann. Tageszeitungen machen es sich da zum größten Teil sehr einfach und publizieren ihre Ausgaben als einfache pdf-Dateien, was zu keinem besonders schönen Leseerlebnis führt. Ärgerlich ist auch, dass einige wissenschaftliche Verlage ihre eBooks nur online zugänglich machen. Um den Umgang mit den eBooks dabei so schwer wie möglich zu machen wird beispielweise jeder Absatz auf eine neue Seite gesetzt, die man zusätzlich abrufen muss. Dass hier versucht wird, die Rechte an den Inhalten zu schützen, ist nachvollziehbar, aber kontraproduktiv. Schulbuchverlage lassen sich jetzt auch dazu hinreißen, ihre Bücher in digitaler Form zu veröffentlichen. Dies ist aber höchstens ein Versuch, mehr Umsatz zu machen, als dass es eine ernst gemeinte Initiative zur Verbesserung der Bildung ist. Mit einer modernen Form von eBooks hat das wenig zu tun. Apple hingegen hat jetzt großzügiger Weise angekündigt, die Standardwerke für die High School im „iBook 2“ Format für maximal 14,99 Dollar anzubieten. Auch wenn der Umgang mit dieser revolutionären Art von eBooks viel benutzerfreundlicher sein mag, ein dafür notwendiges iPad kostet immer noch 450 Euro aufwärts. Vielen Dank Apple, aber im Bildungssektor werden eBooks wohl noch Zukunftsmusik bleiben. Christoph Ulandowski

Bis E-Books ganz normal im Bücherregal stehen, wird noch viel Zeit vergehen

gedruckten Varianten unterscheiden sich die Preise der digitalen Ausgaben jedoch zum Teil enorm. Über Google-Books oder Amazon kann man einige Bücher komplett oder auszugsweise einsehen. Vor allem Fachbücher zu beruflichen oder wissenschaftlichen Zwecken sind weit verbreitet. Oftmals hat der Arbeitgeber oder die Uni-

rem den „SonyReader“ oder „Kindle“ von Amazon. Beide haben den Nachteil, dass sie nur Schwarz-Weiß-Inhalte darstellen können. Ideal sind sie, um Bücher zu lesen. Das war es aber auch schon. Anders sieht es bei den Tablets aus, bei denen das Lesen von ePaper oder eBooks nur eine von vielen Funktionen ist.

Bild: dpa

30 | SCHÜLER UNION UND RCDS

Der neue SU-Landesvorstand

Schüler Union: Lars von Borstel folgt Christopher Lipp
Die Schüler Union Hessen traf sich in Fulda, um auf ihrem 51. Landestag Grundsatzfragen zu diskutieren und einen neuen Landesvorstand zu wählen. Lars von Borstel (16 Jahre, Hochtaunus) löste den bisherigen Landesvorsitzenden Christopher Lipp (21, Gießen) ab, der nach fünf Jahren im Landesvorstand aus Altersgründen nicht mehr kandidieren konnte. Zu seinen Stellvertretern wurden Katharina Matz (18, Main-Taunus) und Ann-Katrin Brockmann (16, Darmstadt) gewählt. Landesschatzmeister bleibt Ferdinand Koob (21, Bergstraße). Das Amt des Landesschriftführers übernahm Jonathan König (17, Wetterau). Zum Landespressesprecher wurde Jan Hörmann (15, Kassel) gewählt. Als Referenten ergänzen Dennis Bach (17, Gießen), Marius Fracarolli (18, Rheingau-Taunus), Sonja Hecht (16, Darmstadt) und Benedikt Arnoldi-Meadows (15, Main-Kinzig) den Vorstand. „Ich freue mich über das Vertrauen der Delegierten und auf die Arbeit im neuen Landesvorstand“, so der neue SU-Landesvorsitzende Lars von Borstel. Nach der Verabschiedung der scheidenden Landesvorstandsmitglieder ließen die Teilnehmer den Tag im Fuldaer Club „M1“ und dem Brauhaus „Wiesenmühle“ ausklingen. Im Mittelpunkt des zweiten Tagungstages stand die Beratung eines Leitantrages zur „Schule von morgen“, der sich mit den zukünftigen Aufgaben der Schule sowohl als Lern-, als auch als Erziehungsinstitut befasste. Als Gäste auf ihrem Landestag konnte die Schüler Union zahlreiche CDU-Politiker von Landes-, Bundes- und Europaebene begrüßen. Hauptredner der Tagung war der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Dr. Christean Wagner. Weitere Gäste waren Hessens Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann, der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesbildungsministerin, Dr. Helge Braun, der bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Hans-Jürgen Irmer, der Europaabgeordnete Thomas Mann, die Staatssekretärin im Hessischen Sozialministerium, Petra Müller-Klepper und der MITLandesvorsitzende Frank Hartmann. Auch die stellvertretende JULandesvorsitzende Lena Arnoldt und der hessische SU-Ehrenvorsitzende, Löwenmaul-Chefredakteur Stephan Klenner, nahmen an der Tagung teil. Jan Hörmann, Pressesprecher der Schüler Union Hessen

RCDS-Spendenkampagne für die European Humanities University
Der RCDS verwirklicht zum 20-jährigen Bestehen der „European Humanities University“ in Vilnius eine Spendenkampagne im Sommersemester 2012. Der Studentenverband unterstützt seit langer Zeit die Arbeit der sich im Exil befindenden weißrussischen Universität. Die aktuelle Kampagne kann dabei sowohl durch Sach-, als auch durch Geldspenden unterstützt werden. „Die European Humanities University“ will eine der größten deutschsprachigen Bibliotheken außerhalb Deutschlands aufbauen und sammelt daher wissenschaftliche Literatur. Aber auch IT-Ausrüstung wird für die Arbeit benötigt“, so Olaf Salg, Landesvorsitzender des RCDS Hessen. Der Studentenverband will sich um Bücherspenden von Hessens Hochschulen bemühen. Dabei wird die Spendenkampagne sowohl zentral durch den Landesvorstand, als auch durch die RCDS-Gruppen an den Hochschulen durchgeführt und soll hierbei vor allem auf die Menschenrechtssituation in Weißrussland aufmerksam machen. Der RCDS wird dies medial begleiten und Informationsveranstaltungen zur politischen Situation in Weißrussland veranstalten. Abschließend werden die Sachspenden im Rahmen eines Festakts übergeben. Der RCDS wäre sehr dankbar, wenn die Löwenmaul-Leser dieses Projekt bewerben und unterstützen. Infomaterial und alles weitere findet Ihr unter www.rcds-hessen.de. Olaf Salg, Landesvorsitzender des RCDS Hessen

SERIE | 31

Bild: Haselburg-Müller

Anziehungsort für Besucher: Die Burg Breuberg

SCHÖNES HESSEN
Der Odenwaldkreis

G

anz im Südosten Hessens, zwischen Rhein, Main und Neckar liegt der Odenwaldkreis inmitten des Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald. Das Zentrum des Odenwaldkreises liegt in den beiden romantischen Fachwerkstädten Erbach und Michelstadt. Diese sind gleichzeitig die größten Städte. Während in Erbach die Kreisverwaltung seinen Sitz hat, befinden sich ein großes Schulzentrum, das Finanzamt und das Amtsgericht in Michelstadt. Bekannte Persönlichkeiten wie die Schauspielerin Jessica Schwarz oder der Polarforscher Carl Weyprecht haben hier gelebt und gewirkt. Neben der Industrie, Chemie und Maschinenbau ist die Forst- und Landwirtschaft im Odenwaldkreis stark ausgeprägt. Im Fremdenverkehr ist der Odenwaldkreis in ganz Deutschland bekannt. Sowohl das

Gersprenz- als das Mümlingtal bieten sich zum Wandern und Radfahren an. Im Winter locken Loipen und Abfahrten die Skifahrer aus ganz Südhessen an. Besondere Sehenswürdigkeiten ist neben dem Michelstädter Rathaus und dem Erbacher Schloss auch die Burg Breuberg. Jedes Jahr ziehen der Michelstädter Weihnachtsmarkt, der Erbacher Wiesenmarkt, aber auch die Reichelsheimer Märchen- und Sagentage zehntausende Menschen in den Odenwald. Bekannt ist der Odenwaldkreis auch durch die Elfenbeinkunst, die Lebkuchen und den Apfelwein. Für viele Menschen bietet Odenwald mit seiner guten Lage zwischen dem RheinNeckar und dem Rhein-Main-Gebiet eine Heimat. Auch wenn sich in den letzten Jahren mit der direkten Anbindung der Odenwaldbahn nach Frankfurt und der Ortsumgehung in Höchst einiges an der

Infrastruktur verändert hat, so verlassen doch immer noch viele junge Menschen den Odenwaldkreis. Gründe dafür sind der Reiz der großen Städte wie Darmstadt und Frankfurt als auch das völlige Fehlen einer Hochschule für die Odenwälder Abiturienten. Genau hier will die Junge Union Odenwald ansetzen. Der Verband will den Odenwald zukunftsfähig und attraktiv für junge Menschen machen! Im Landtag in Wiesbaden ist der Odenwaldkreis durch die stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Judith Lannert vertreten. Für den Bundestag bildet der Odenwaldkreis einen gemeinsamen Wahlkreis mit Teilen der Landkreise Darmstadt-Dieburg und dem Landkreis Offenbach. Patricia Lips vertritt für diesen großen Wahlkreis die Interessen in Berlin. Dominik Pollozek, Kreisvorsitzender der JU Odenwald

32 | KAPITEL JU REGIONAL

JU WERRAMEISSNER Volker Bouffier besuchte Junge Union
ansprach, betonte er die wichtigen Themen wie Repowering und Bürgergenossenschaften für Windkraftanlagen und wies darauf hin, dass im Bereich Schule die Hessische Landesregierung getreu dem Motto kurze Beine, kurze Wege handeln wolle und momentan bei sinkender Schülerzahl steigende Lehrerzahlen die richtige Antwort für einen qualitativ hochwertigen Unterricht seien. Unter der Leitung der stellvertretenden JULandesvorsitzenden Lena Arnoldt hatten die Zuschauer am Ende die Möglichkeit, Fragen zu stellen. So stand der Ministerpräsident Rede und Antwort zu vielen verschiedenen Themen. Im Anschluss daran machte sich Bouffier mit regionalen Spezialitäten im Gepäck auf den Rückweg, nachdem er, wie er selbst sagte, bisher einzigartig, innerhalb einer Woche den Werra-Meißner-Kreis drei Mal besucht hatte und damit auch ein Zeichen für die Wichtigkeit der Region setzte.

Volker Bouffier bei der JU Werra-Meißner

Ende Januar konnte die Junge Union WerraMeißner den hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier in Bad Sooden-Allendorf begrüßen. Er wurde vom Landesvorsitzenden der JU Hessen, Ingmar Jung, begleitet. Anlass war die gewonnene Mitgliederwerbekampagne im Sommer 2011 und die als Hauptpreis versprochenen Möglichkeit, einen Abend mit dem Ministerpräsidenten zu gestalten. Dabei lag der Jungen Union Werra-Meißner natürlich besonders am Herzen, zu erfahren, wie es in Zukunft für den Werra-Meißner-Kreis und die Region Nordhessen weitergeht. Der Vorsitzende der JU Werra-Meißner, Johannes Kehl, wies in seiner Begrüßung darauf hin, dass man

für die zukünftigen Herausforderungen nicht nur gute Ideen und Visionen brauche, sondern viele Dinge auch einfach anpacken müsse, damit sie den jungen Menschen im Werra-Meißner-Kreis in Zukunft nicht sprichwörtlich auf den Fuß fallen. Am Ende der Veranstaltung wurde aus Sicht der Jungen Union jedoch deutlich, dass die angestrebte Entwicklung durch die Hessische Landesregierung gerade jungen Menschen in der Region Mut machen kann. Ministerpräsident Volker Bouffier legte in seiner Rede einen Schwerpunkt auf die Themen Wirtschaft, Energie und Schule. Während er dort die Chancen und Herausforderungen der Zukunft gerade im Bereich Energie

JU KORBACH UND JU FRANKENBERG Besuch bei den Tafeln
aufkommenden Fragen der JUler, welche zu diesem Anlass auch mehrere Kisten voller Plätzchentüten mitgebracht hatten, die sie zum Schluss der Tafel übergaben. „Wir nehmen hier natürlich nicht nur Geldspenden an, sondern freuen uns auch in besonderem Maße über alle noch verwendbaren Lebensmittel, die wir an unsere Kunden weitergeben können“, bedankte sich die Tafel. Der Vorsitzende der Jungen Union, Jan-Henrik Schäfer, hob die besondere Wichtigkeit der Korbacher Tafel als Institution für bedürftige Menschen hervor und bedankte sich im Namen des Jungen Union beim Team. Derzeit profitieren rund 550 Personen (Kinder und Erwachsene) von der Tafel in Korbach. In Frankenberg engagierte sich die Junge Union ebenfalls zum wiederholten Male für die Frankenberger Tafel. Die JUler backten auch hier gemeinsam Plätzchen. „Vor einigen Jahren durften wir uns bei einem Besichtigungs-Termin von der Arbeit der Frankenberger Tafel überzeugen. Die ehrenamtliche Arbeit vieler Personen direkt vor Ort und die Unterstützung vieler Frankenberger Bürger und Unternehmen hat uns derartig begeistert, sodass auch wir dieses Projekt unterstützen wollten“, so der Frankenberger JU-Vorsitzende Christoph Müller. Durch das Engagement des Frankenberger Unions-Nachwuchses konnten der Frankenberger Tafel in diesem Jahr wieder über 150 Tüten mit Plätzchen zur Verfügung gestellt werden.

Die Frankenberger JU bei der Tafel

Die Junge Union Korbach hat sich bei der örtlichen Tafel über deren Arbeit informiert. Die interessierten Jugendlichen erfuhren so bei einem Rundgang aus erster Hand viele Informationen über die 2006 gegründete Tafel, ihre Geschichte und die tägliche Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiter im Verein Korbacher Tafel e.V. bei der Beschaffung, Sortierung und Ausgabe von Essen an bedürftige Bürger aus Korbach und Umgebung. Der Vorsitzende beantwortete gemeinsam mit seinem Schatzmeister alle

RHEIN-MAIN

JU REGIONAL | 33

JU MAIN-KINZIG Erfolgreiches Planspiel
men, die jedem Stadtverordneten bekannt vorkamen. So wurden Sinn und Zweck von Erneuerbaren Energien auf kommunaler Ebene, die Unterhaltung von Schwimm- und Erlebnisbädern sowie die Struktur der öffentlichen Verwaltung diskutiert und abgestimmt. Nach der gut besuchten und spannenden Veranstaltung plant die Junge Union ein solches Planspiel fest in den Terminkalender aufzunehmen. Den Gesichtern der Teilnehmer war zu entnehmen, dass die Veranstaltung auf positive Resonanz gestoßen ist.

Lebhafte Diskussionen im Erlenseer Rathaus

Anfragen, Anträge und eine große Tagesordnung – der Kreisverband der Jungen Union Main-Kinzig spielte mit Interessierten und Mitgliedern im Sitzungssaal des Erlenseer Rathaus eine Versammlung der Gemeinde-

vertretung durch. Im Rathaus hatten sich so viele Teilnehmer eingefunden, dass vier Fraktionen gebildet werden konnten, die alle aktiv und mit viel Spaß an der Diskussion teilnahmen. Inhaltlich ging es um The-

JU FRANKFURT „Konservatives Forum“ mit Jan Fleischhauer

Über 120 Zuhörer folgten Jan Fleischhauer

Mit ihrer neuen Veranstaltungsreihe „Das Konservative Forum“ will die Junge Union Frankfurt deutlich machen, dass sie die bekennende konservative Gruppierung innerhalb der Frankfurter CDU ist. Den Auftakt machte Journalist und Autor Jan Fleischhauer, der mit seinem Buch „Unter Linken: Von einem, der aus Versehen konservativ

wurde“ und seiner wöchentlichen Kolumne auf Spiegel Online deutliche Worte zu dem politischen Verständnis der Linken findet. Daher überraschte es wenig, dass das „Haus am Dom“ mit über 120 Gästen hervorragend besucht war. Als Ehrengast konnte die Junge Union auch die erste Bürgerin der Stadt, Stadtverordnetenvorste-

herin Dr. Bernadette Weyland, begrüßen. Die Veranstaltung, bei der auch eine rege Diskussion des Publikums erfolgte, wertet die Junge Union Frankfurt als vollen Erfolg. „Der prominente Referent hat natürlich viele Besucher angezogen, das war auch die Intention. Aber wir sind überzeugt, dass auch die künftigen Veranstaltungen, die alle paar Monate stattfinden werden, an diesen Erfolg anknüpfen werden“, so der Frankfurter JU-Kreisvorsitzende Ulf Homeyer. Mit der Reihe wolle man auch viele Stammwähler der CDU einbinden, die mit einigen Positionen der CDU in den vergangenen Monaten etwas unglücklich sind. „Die künftigen Veranstaltungen werden sich auch um lokale Themen drehen, ich denke dabei an die Debatte über die historische Altstadt“, so Ulf weiter. Jan Fleischhauer hatte nach der Veranstaltung alle Hände voll zu tun mit Buchsignaturen und gemeinsamen Fotos. Die Frankfurter Junge Union hat damit einmal mehr gezeigt, dass sie auch innerhalb der Mutterpartei Akzente setzt.

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NASSAU
1000 Flyer konnten die JUler einen Tag Mit dem Argument, dass es beim Auswahlvor Weihnachten in der Bad Homburger verfahren zu Indiskretionen gekommen Innenstadt verteilen und schafften es mit sei, wechselte der Oberbürgermeister ihrer Aktion auf die Spitzenseiten der reprompt das Assessment-Center aus. Das gionalen und hessenweiten Presse. Noch neueingeleitete Verfahren kam plötznie zuvor bekam die örtliche Junge Unilich auf ein neues Ergebnis: Die Frau des on so viel Zuspruch: Bürger gratulierten Oberbürgermeisters verfüge im Vergleich persönlich, schickten Briefe und E-Mails zu den anderen Bewerbern über die beste Qualifikation. „Jetzt ist das Maß endgültig voll. Bad Homburg wird mittlerweile in linken Schlafzimmern regiert, diese Vetternwirtschaft ist beschämend für unsere Stadt!“, so der Bad Homburger JUVorsitzende Oliver Jedynak. Die örtliche JU reagierte schnell auf die Nachricht der Beförderung der Ehegattin des Oberbürgermeisters Die Aktion gegen linken Filz war ein voller Erfolg und entwarf über Nacht einen provokanten Flyoder riefen direkt bei der JU an, um zu der er, auf dem der grüne Oberbürgermeister erfolgreichen Aktion zu gratulieren. Alle vor einem Tannenbaum mit der Aufschrift Glückwünsche haben eine Gemeinsam„Schatz, was wünscht Du Dir eigentlich zu keit: Die Enttäuschung über grüne Politik Weihnachten? Wie wär‘s mit einem Spitist gewaltig. zenposten im Rathaus?“ zu sehen ist. Über

JU BAD HOMBURG PROTESTIERT GEGEN LINKE VETTERNWIRTSCHAFT
Seit der Kommunalwahl im März 2011 haben sich die politischen Verhältnisse in Bad Homburg grundlegend geändert. Die Grünen haben sich mit der SPD und zwei Bürgerinitiativen zu einem Minderheitenbündnis gegen die CDU zusammengeschlossen. Das selbsternannte „Bündnis für Bad Homburg“ regiert nun zusammen mit einem grünen Oberbürgermeister unter der Duldung eines Stadtverordneten der Linken, da es ohne diesen keine Mehrheit im Stadtparlament hätte. Nicht nur die politischen Verhältnisse, sondern auch die politische Kultur leidet seitdem stark unter dem Linksbündnis: Sowohl die SPD-Vorsitzende als auch die Fraktionsvorsitzende der Grünen konnten ihre Ehemänner mit hauptamtlichen Dezernentenposten versorgen. So ist der eine Ehemann zum Stadtrat, der andere zum Bürgermeister gewählt worden. An Dreistigkeit wohl kaum zu übertreffen ist jedoch das Verhalten des grünen Oberbürgermeisters Michael Korwisi, der kurz vor Weihnachten seine Ehefrau zur Personalchefin das Bad Homburger Rathauses machte. Im Laufe des offiziellen Bewerbungsverfahrens war ein unabhängiges Assessment-Center zu dem Ergebnis gekommen, dass alle Bewerber über die gleiche Qualifikation verfügten.

JU MAIN-TAUNUS Auf den Spuren deutscher Geschichte
werk, sowie der so genannte „Neue Plenarsaal“ besichtigt. Beeindruckt haben die JU-Mitglieder auch die zahlreichen Jahrzehnte bundesdeutscher Geschichte, die im „Haus der Geschichte“ bildhaft erklärt wurden. Am Vortag besuchte die Junge Union die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) in Sankt Augustin, in der die Anfänge der CDU beleuchtet wurden. Im Anschluss gab die KAS auch einen kleinen Einblick in ihr unterirdisches Archiv, in welcher sowohl von der CDU als auch von ihren Vereinigungen riesige Datenbestände, etwa aus Sitzungsprotokollen oder Briefwechsel, dokumentiert sind.

Traditionelle Herbstfahrt der JU Main-Taunus in Bonn

Die traditionelle Herbstfahrt führte die Junge Union Main-Taunus in die Bundes-

stadt Bonn. Dort wurden der provisorische Bundestag von 1986 bis 1992, das Wasser-

SÜDHESSEN

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JU BEZRIKSVERBAND SÜDHESSEN Bezirkswochenende, Kreisverbandsneugründung und Schulbesuche

Die Teilnehmer des Bezirkswochenendes der JU Südhessen in Heidelberg

Die Arbeit des JU-Bezirksverbandes Südhessen war in den letzten Wochen und Monaten mit Bezirkswochenende, Kreisverbandsgründung und Schulbesuchen so ereignisreich wie selten. Ende November trafen sich die Kreisverbände Bergstraße, Darmstadt, DarmstadtDieburg und Groß-Gerau (damals noch ohne KV Odenwald) in Heidelberg zu ihrem jährlich stattfindenden „Bezirkswochenende“. Hier bestand für die Kreisver-

bände samstags die Möglichkeit, einzeln für sich zu tagen und am Sonntag ging es in großer Runde um die Belange des Bezirks. Natürlich hat man es sich nicht nehmen lassen, die gemeinsame Samstagnacht zünftig zu feiern. Hierfür bildete die von Studenten geprägte Heidelberger Kneipenszene den idealen Ausgleich für die konstruktiven Tagungen tagsüber. Nur wenige Wochen später folgte die lange vorbereitete Wiederbelebung des Kreis-

verbandes Odenwald. Der dünn besiedelte Landkreis, in dem man lange Wege in Kauf nehmen muss und junge Menschen oft ausbildungsbedingt wegziehen, macht es der Etablierung eines JU-Kreisverbandes denkbar schwer und umso erfreulicher ist es, dass sich elf JUler verschiedensten Alters gefunden haben, um die politische Jugendarbeit im Odenwald auf sichere Füße zu stellen. Neben den beiden Großereignissen kommt natürlich auch die inhaltliche Arbeit nicht zu kurz, welche durch das Jahresthema „Schule und Inklusion“ bestimmt wird. In diesem Rahmen wurde bereits eine Besichtigung der integrativen Gesamtschule in Kelsterbach durchgeführt und in den nächsten Wochen folgt eine Besichtigung der Waldorfschule in Darmstadt.

JU RIED Großer Motivwagen
Die JU Ried hat dieses Jahr zum zweiten Mal mit einem großen Motivwagen an den beiden Fastnachtsumzügen in Bürstadt und Lampertheim teilgenommen. Unter dem Motto „Ist die Stadtkasse leer, muss ein Lottogewinn her“ traten die JUler ihre Reise durch die beiden Städte an. Wie bereits im letzten Jahr begleitete das DJTeam um Chemical Kai mit einer riesigen Party den Verband. Neben den JUlern aus dem Ried war auch der Vorstand der JU Viernheim dabei, ebenso wie viele NichtMitglieder. „Eine tolle Party, eine gute Werbung, jede Menge Spaß – und ein paar neue Mitglieder mehr!“, resümierte Kerstin Dexler, Vorsitzende der JU Ried, nach dem Umzug.

Die JU Ried beim Fastnachstumzug

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MITTELHESSEN
JU WETTERAU Mit Ebbelwoi zur Energiewende

men die Akzeptanz der Bürger vor Ort vorhanden sein müsse. Dies könne unter anderem dadurch erreicht werden, dass sich die Bürger finanziell an Neubauten beteiligen. Als wichtigen Schritt zu diesem Ziel benannte Puttrich den Hessischen Energiegipfel, Politik und Ebbelwoi – Der Wetterauer JU-Kreisvorsitzende der von MinisterpräSebastian Wysocki (Mitte) moderierte sident Volker Bouffier im April ins Leben gerufen wurde. Mit der Mit Hessens Umweltministerin Lucia PutEinberufung dieses in Deutschland einmatrich und Karbens Bürgermeister Guido ligen Energiegipfels sei ein breiter gesellRahn diskutierte die Junge Union Wetterschaftlicher Konsens erreicht wurden. Ziel au im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe des Energiegipfels sei es gewesen, einen „Politik und Ebbelwoi“ über die EnergieProzess anzustoßen, der zu einer sichewende und die Frage, welchen Beitrag die ren, umweltschonenden bezahlbaren und Kommunen leisten können. Mehr als sechgesellschaftlich akzeptierten Energieverzig Gäste waren der Einladung in die Karsorgung für alle hessischen Bürger und bener Gaststätte „Bei Anna“ gefolgt und Unternehmen führen sollte. erlebten einen informativen Abend. Die Kommunen seien neben der EnergieUmweltministerin Puttrich wies darauf wirtschaft das „Rückgrat der Energiewenhin, dass für Windkraftanlagen, Stromde“ in Hessen, so der Kreisvorsitzende trassen und andere notwendige Maßnah-

der Jungen Union Wetterau, Sebastian Wysocki. Neben der Strom- und Wärmeerzeugung bilde die Steigerung der Energieeffizienz und Energiesparmaßnahmen einen weiteren wichtigen Bestandteil eines energiepolitischen Gesamtkonzepts. Rund sechzig Prozent des Energieverbrauchs werden für Raumheizung und Warmwasserbereitung verwendet. Die Junge Union werde sich im Wetteraukreis dafür einsetzen, durch den Einsatz effizienter Heizungssysteme und moderner Gebäudedämmtechniken den Energieverbrauch öffentlicher Gebäude auf ein Minimum zu reduzieren. Der verbleibende Energiebedarf müsse auf absehbare Zeit durch regenerative Energien gedeckt werden. „Der Erfolg dieses Abends zeigt uns, dass wir mit unserem Veranstaltungskonzept ‚Politik & Ebbelwoi‘ ein attraktives Format für Jung und Alt geschaffen haben. Wir wollen mit spannenden Diskussionen, interessanten Referenten und der Einbindung der Besucher das Interesse der jungen Generation an politischen Themen stärken“, so Sebastian Wysocki.

JU GIESSEN Kreisverband Gießen veranstaltet Seminar zum Demographischen Wandel
Tagesseminars intensiv mit den Auswirkungen und Herausforderungen des Demographischen Wandels in Mittelhessen. Mit Prof. Dr. Frank Fichert, Sachverständiger in der EnqueteKommission „Demographischer Wandel“ im Hessischen Landtag, konnte ein Experte auf diesem Gebiet als Referent gewonnen werden. Die Teilnehmer des Seminars setzten sich auf der Grundlage von verschiedenen Bevölkerungsvorausberechnungen mit den Herausforderungen und Chancen, die der Demographische Wandel für die Kommunen bietet, auseinander. So wird die Bevölkerung im Landkreis Gießen bis 2030 zwischen 0,5 und fünf Prozent abnehmen, wovon insbesondere die Kommunen im ländlichen Raum betroffen sein werden. Die Seminarteilnehmer diskutierten daher auch über eine bessere Verankerung des Themas Demographischer Wandel in der Kommunalpolitik sowie über die Handlungsoptionen der Kommunen auf diesem Gebiet.

Prof. Dr. Frank Fichert und Christopher Lipp

Der Kreisverband der Jungen Union Gießen beschäftigte sich im Rahmen eines

OSTHESSEN
JU FULDA Neujahrsfrühstück zur modernen Volkspartei
Kreisvorsitzenden der CDU Main-Kinzig, den Bundestagsabgeordneten Dr. Peter Tauber, begrüßen. Tauber ist seit sechs Monaten CDUVorsitzender in seinem Kreisverband und befasst sich seitdem intensiv mit der Reform der örtlichen Parteistrukturen. „Politik ist kein Selbstzweck. Aufgabe der CDU ist es, die verschiedenen Interessen zu berücksichtigen und in einen fairen und tragfähigen Ausgleich zu bringen. Wir müssen den Menschen verdeutlichen, dass wir nach einem festen Koordinatensystem entscheiden und alle gesellschaftlichen Gruppen durch unsere Politik mitnehmen. Das bedeutet Arbeit und kostet Zeit. So eine Politik ist auch schwieriger zu erklären, als absolute und unerfüllbare Forderungen zu stellen, die nur Interessen einer Gruppe berücksichtigt“, beschrieb Tauber sein Politikverständnis. Sinkende Mitgliederzahlen, weniger Stammwähler, überalterte Parteistrukturen und

JU REGIONAL | 37

Dr. Peter Tauber referierte zum Thema „CDU 2020“

Das Café Palais unweit der Bonifatius-Statue ist traditionell Ort für das JahresauftaktFrühstück der Jungen Union im Kreis Fulda. Bereits zum siebten Mal hat sich die Junge Union mit einer morgendlichen Stärkung auf das kommende politische Jahr eingestimmt. „Nach der letztjährigen Kommunalwahl, die für die Kandidaten der JU sehr erfreulich verlaufen ist, steht dieses Jahr mal keine Wahl an. Dadurch nutzen wir die Zeit, die etwas fernere Zukunft in den Blick zu nehmen und uns über unsere Partei Gedanken zu machen“, so der Fuldaer JU-Kreisvorsitzende Benjamin Tschesnok. Somit lautete das Motto des diesjährigen JU-Frühstücks: „CDU 2020 – Was macht die Partei im Kreis in Zukunft erfolgreich?“ Zu diesem Thema konnte man den ehemaligen JU-Landesvorsitzenden und

immer mehr Arbeit auf immer weniger meist ehrenamtlichen Schultern, seien für eine Volkspartei die größten Herausforderungen. Es müsse Ziel der CDU sein auch auf kommunaler Ebene permanent die inhaltliche Arbeit fortzuentwickeln. Dazu gehört auch mal Streit innerhalb der Partei. „Eine Volkspartei muss auch mal eine Kampfkandidatur aushalten. Parteitage, bei denen im Vorfeld alles abgeklärt ist, stehen nicht für eine lebendige Partei“, sagt Tauber, der sich auch im Umgang mit den neuen Medien mehr Mut in der eigenen Partei wünscht: „Das Feld dürfen und müssen wir nicht anderen Parteien überlassen.“ Die abschließende Diskussion mit den über vierzig JU-Mitgliedern verdeutlichte das rege Interesse an der Problematik. „Wir wollen daran mitarbeiten, dass die CDU auch zukünftig fit und leistungsfähig bleibt. Dabei werden wir als Junge Union vielleicht das eine oder andere Mal auch den unangenehmen Part im innerparteilichen Diskurs übernehmen müssen“, versprach Benjamin Tschesnok zum Abschluss den Mitgliedern.

JU HERSFELD-ROTENBURG Besuch in Berlin
JUlern Rede und Antwort zur aktuellen politischen Lage stand. Dem Zitat von Konrad Adenauer verpflichtet, wonach „man das Gestern kennen muss und an das Gestern Die JU Hersfeld-Rotenburg mit Helmut Heiderich im Bundestag denken muss, wenn man das Morgen gut und dauerhaft gestalten Nach dem Motto „Ab in die Hauptstadt“ will“ setzte das Programm einen weitehatte der Kreisverband der JU Hersfeldren Themenschwerpunkt auf die deutsche Rotenburg interessierte Jugendliche zu eiTeilung und die SED-Diktatur. Gelebtes ner dreitägigen politischen Bildungsfahrt lebendig zu vermitteln stand im Vordernach Berlin eingeladen. Die knapp zwanzig grund des Besuchs im DDR-Museum. ZuTeilnehmer machten sich auf den Weg in dem nahmen die JUler an einem geführten die Bundeshauptstadt, um Deutschlands Rundgang über die politisch motivierte Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu Strafverfolgung in der Gedenkstätte Berlinbeleuchten. Hohenschönhausen teil. Mit den BegrüDer Besuch des Deutschen Bundestages ßungsworten „Ich bin die Flaschenpost der sowie die Teilnahme an einer Plenarsitzung Vergangenheit“ begann eine mehrstündige waren ebenso Programmpunkte, wie das Geschichtsreise an dem Ort, der wie kaum Gespräch mit dem heimischen Bundestagsein anderer in Deutschland mit der 44jähabgeordneten Helmut Heiderich, der den rigen Geschichte politischer Verfolgung in der sowjetischen Besatzungszone und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) verknüpft ist. „Zeitzeugen haben uns mit ihrem persönlichen Schicksal und ihren Erfahrungen unvergesslich deutlich gemacht, mit welcher menschenverachtenden Brutalität die Staatssicherheit Menschen, die für Freiheit, demokratische Teilhabe und Rechtsstaatlichkeit in der DDR kämpften, unterdrückte“, so der JU-Kreisvorsitzende Christian Eckhardt. „Der Besuch des Stasi-Knasts hat uns mehr als deutlich gezeigt, dass die SED-Fortsetzungspartei „Die Linke“, die sich auch zwei Jahrzehnte nach der Überwindung des DDR-Regimes und der Einheit Deutschlands weigert, sich in vollem Umfang von den Verbrechen der Staatssicherheit zu distanzieren, in unserer freiheitlichdemokratischen Grundordnung keinen Platz haben darf!“, so Christian Eckhardt.

38 | STATISTIK UND MITGLIEDER

MITGLIEDERSTATISTIK
Verbände Gießen Lahn-Dill Marburg-Biedenkopf Wetterau MITTELHESSEN Kassel-Land Kassel-Stadt Schwalm-Eder Waldeck-Frankenberg Werra-Meissner NORDHESSEN Fulda Hersfeld-Rotenburg Vogelsberg OSTHESSEN Frankfurt Main-Kinzig Maingau Offenbach RHEIN-MAIN Bergstraße Darmstadt-Dieburg Darmstadt Groß-Gerau Odenwald SÜDHESSEN Hochtaunus Limburg-Weilburg Main-Taunus Rheingau-Taunus Wiesbaden NASSAU Landesverband 30.09.2011 521 531 411 397 1.860 293 231 345 406 199 1.474 708 125 217 1.050 945 777 1.048 107 2.877 414 748 150 197 51 1.560 706 389 489 599 259 2.442 11.263 31.12.2011 539 525 413 416 1.893 289 224 334 411 197 1.455 701 124 212 1.037 938 787 1.093 107 2.925 412 737 149 190 54 1.542 714 384 494 598 255 2.445 11.297 Veränderung 18 -6 2 19 33 -4 -7 -11 5 -2 -19 -7 -1 -5 -13 -7 10 45 0 48 -2 -9 -1 -7 3 -18 8 -5 5 -1 -4 3 34 Delegierte zum Landestag 11 11 9 9 40 6 5 7 9 4 31 15 3 5 23 19 16 22 3 60 9 15 3 4 2 33 15 8 10 12 6 51 238

NACHRUF
Tief betroffen nehmen wir Abschied von unserem Freund, politischen Gefährten, ehemaligen stellvertretenden JU-Vorsitzenden und JU-Kreisvorstandsmitglied

Philippe Sorg
Mit seinem Ideenreichtum und politischen Engagement bereicherte er unser Wirken nachhaltig. Wir werden ihn stets in guter Erinnerung behalten. Seiner Familie und seinen Freunden gilt unsere aufrichtige Anteilnahme. Marcus K. Reif Jerome Wagner Frederic Schneider und alle Mitglieder der CDU Flörsheim am Main, Junge Union Flörsheim am Main, Junge Union Main-Taunus

JUNGE, JUNGE | 39

JUNGE, JUNGE
Mädels, Mädels, könnte man fast sagen, denn die haben mal wieder zur besonderen Unterhaltung beigetragen: Unser hessisches Bundesvorstandsmitglied Astrid Wallmann war im Landtag die Treppe runtergefallen. Diagnose: Bänderdehnung und Knochenabsplitterung. Mit beeindruckenden (roten!) Krücken verbrachte sie die restliche Plenarwoche und ließ sich von Kollegen verwöhnen. „Gefunden“ hat sie übrigens Medienberichten zufolge Innenminister Boris Rhein, der ihre Hilfeaufrufe zuerst für ein „Mäuschen“ hielt. Was Astrid da wohl gerufen hat …? Der Junge wünscht jedenfalls weiterhin gute Besserung! Bleiben wir beim Thema Frauen: Der klischeehaft schlechte Orientierungssinn von Frauen ist in Zeiten von Navigationsgeräten häufig unproblematisch geworden. Aber was tut Frau, wenn das Auto vier Straßen entfernt geparkt wurde? Eine Mitarbeiterin des CDU-Generalsekretärs wusste nach der ersten Nacht in ihrer neuen Wiesbadener Wohnung jedenfalls nicht mehr, wo das Auto stand. Aber Abhilfe ist in Sicht: In ihrem neuem Smartphone kann sie den Parkplatz markieren und sich am nächsten Morgen zu Fuß zurück navigieren lassen. Debatten über unnötige Anglizismen führt die JU regelmäßig. Und trotzdem war das „Speed-Dating“ beim vergangenen Landestag ein so großer Erfolg, dass es auch dieses Jahr wieder stattfindet – und sicherlich wieder so ein spannendes Erlebnis wird. Die Absagen allerdings, die dem Jungen mündlich vorgetragen wurden waren mitunter kurios: Von „Sie haben mich doch zu diesem Beach Ball eingeladen“ bis hin zu „Zu diesem Date-Speeding kann ich nicht kommen.“ Verständnis besteht beim Jungen aber weiterhin bei einem ehemaligen Landesvorsitzenden, der abgesagt hat, weil er immerhin schon glücklich verheiratet sei. Speed-Datings nicht nötig haben traditionell die Mittelhessen: Die engen volksmusikalischen Verbindungen waren schon Thema an dieser Stelle. Eine neue Qualität hat das Verhältnis des mittelhessischen Löwenmaul-Chefredakteurs zu seinem Bezirksvorsitzenden bekommen. Bei der Suche nach Landesvorstandsvertretern für Kreisversammlungen konnte der Chefredakteur für den abwesenden Bezirksvorsitzenden verkünden: „Wenn ich sein Wochenende richtig im Kopf habe, dann müsste er das schaffen.“ Dem war auch so. Der Junge hofft, es hat ihm im schönen SchwalmEder-Kreis gefallen! Und noch was zur Damenwelt: Während das Speed-Dating jetzt jährlich stattfindet, gibt es ein anderes Ereignis, das nur alle vier Jahre stattfindet: der 29. Februar. So die herrschende Meinung. Auf die Feststellung, in der Landesgeschäftsstelle gäbe es traditionell nur am 29. Februar Streit, stellte eine ehemalige JU-Mitarbeiterin die Frage, was denn an dem Tag im vergangenen Jahr gewesen sei. Mädel, Mädel … Vorstellungsrunde bei der Kreisvorstandskonferenz. Ein Teilnehmer aus einem südhessischen Kreisverband stellt sich vor mit „Ich komme aus Ulm, der schönsten Stadt der Welt“. Die Antwort aus seinem Verband folgte sofort: „Du läufst nach Hause“. Merke: Man kann ja unterschiedliche Lieblingsstädte haben – aber in Hessen sollten sie schon liegen!

Ein Frühlingsgruß vom Löwenmaul an alle JUler

Der neue Opel Ampera

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Kraftstoffverbrauch (gewichtet, kombiniert) 1,2 l/100 km; CO2-Emission (gewichtet, kombiniert) 27 g/km (gemäß VO (EG) Nr. 715/2007).