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Thüringer

Generalstaatsanwaltschaft

Jena

DER GENERALSTAATSANWALT

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576/12

12.10,2012.

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Ermittlungsverfahren gegen Andreas Franke wegen Verstoßes Erfurt gegen das AMG
_ 54Q Js 36868/10 StaalSanwaltschaff

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Ihre-Di""slaufslchtsbeschwerde
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vom 17.07.2012 gegen die Einste'lung des Verfahrens

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Sehr geehrter Herr Rechtsanwal~

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zur Entscheidung über Ihre unter dem 17.07.12 beim Thüringer Justizminislerium eingelegte

Oienstaufsich\sbeschwerde

gegal1 die Entscheidung der Staatsanwaltschaft Erfurl vom

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05.07.07 über die Einstellung des Ermittlungsverfahrens gegen Andreas Fran~e wegen Versloßes gegen das NoIIG nach § 170 Abs. 2 StPO ist die Thüringer G<lneralstaatsanwaltschafr berufen.

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habe ich die a"gefochtene Entscheidllng der

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Auf Ihre Dienstaufsichtsbeschwerde
Staatsanwaltschaft Staatsanwaltschaft

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in 'der Sache liberprüft. Nach dem Ergebnis meiner Überprüfung hat die

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das Ermittlungsverfahren zu Recht gemäß § 17ClAbs. 2 StPO eingestellt.

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l1.uunaehilft:
Rntheo::lU~lmnß

Spred'l26 Uah-:
13 Mo ~ 00 8.3lJ -1(.()(} Uhr und 1:\.30 - Hi.OO Uhr

T elefon:o:fS41 ",307-0
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Jena

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-----e.V. (DLV) vorliegend weder Strafanzeige erstattet hat noch durch dio

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In diesem ZlJsammenhang ist zunächst feslZustelien. dass der Deutsche Leichtathletik-Verband

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angefochtene Entscheidung in eigenen Rechten Einstellung des Ermittlungsverfahrens

verletzt ist und daher eine Überpriifung der § 95 AMG geschütz.ten Recntsqut

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im W~ge der Klageerzwingung gemäß §§ 172 11.S\PO

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nicht verlangen kann. Bei dem durch die StrafvorSChrift des

der Volksgesundheit handelt es sich nicht um ein indIvidualrecht des DLV, so dass der DLV

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i nlcht Verletzter I.S.v. § 172 Abs. 2 StPO ist.

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Insbesondere lässt sich eine Verletzteneigenschaft des Bundesverfassungsgerichts

des Dl V auch nicht aus der Entscheidung

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vom 04.02. to _Az_: 2 BVR 2307/06 - herleiten. In (lIeser zunächst festg"slellt, dass nach seiner

Entscheidung hatte das Bundesverfassungsgericht

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Rechtsprechung Im Allgemeinen auch bei VerlelZung grundrech\lich geschützter Rechtsgüler durch Private kein grundrechtlicher Anspruch auf Strafverfolglmg du'c'I den Sta~t bestehe.
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Anderes könne allerdings geiten. wenn e'11stlich zu besorgen sei, dass ein Verzicl,t auf effektive UntersUt;hung verdäcntlqer TOdesfalle zu einem allgemeinen Klima der Rechlsunsicherheit Gewalt ocer im Einzelfall z.u einer Gefahrenlage 1iir leben und Gesundheit führ\. In ~Dlchan und

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Fällen könne _gestützt auf eine~ grundrechtlichen SChutzanspruch aus Art. 2 Abs. 2

S. 1 l.v.m.

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Art. 1 Abs. 1 S_2 GG _ ein Einschreiten des Staates und seiner Organe verlangl werden. wobei die wirksame Ahndullg von GewaltverbrechBn Teil dieser Schutzpflichl sei,
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In dem dar bundesverfa5sunQsgerich~ichen

Entscheidung zugrunde liegenden Fall hatts sich

die Mutter eines bei einem Verkehrsunfall Getöteten, mithin ein naher Angehöriger des Geschädiglen, gegen die Einstellung des Todesermittl'Jngsverfahrens durch die

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Staatsanwaltschaft

gewandt. entschiedene Fall ist nicht auf das vorliegende nicht vorliegt.

Der vom Bundesverfassungsgericht

ErmitU~ngsverlahren iJbertragbar, da eine vergleichbare Sachverhaltskonstellation
:

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D<1S 8undesverfassungsgerichl

hai einen grund rechtlichen Schutzanspruch al)f Fälle seiner Entscheidung

verdächtiger Todesfälle beschränkt und damlt den Ausnahmecharakler
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betont. Eine Übertragung dieser Grundsätze auf die vorliegende Fallkonstellation würde den Anwendungsbereich der Entscheidung Ctberdehnen und den ebenfalls vom bestätigten Gflmdsatz, dass im Allgemeinen auch bei VerlelzlIng
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BlIndesvarfassungsgericht

grundrechUich geschützter Rechtsgüter durr,h Private kein grundrechtlicher Anspruch auf
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StrafverfolguFlg durch den Staat bestehe. aushöhlen.
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Mlt)'lin isl Ihr Schreiben zu behandeln.

als Dienstaufsichtsbeschwerde

nach den hierfür geltenden eines Verfahrerls

Grundsätzen'

Oemnach kann jeder Bürger die Einslellung im Wege der Dienstaufsichlsbeschwerde

durch die davon, ob
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Staatsanwaltschaft der Beschwerdeführer Beschwerdeführer erkennen

angreifen. unabhängig

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durch die Straftat vsrletzt ist oder nicht. In diesen Fällen hat der Prüfung und Erteilung aines Bescheids. aus dem zu 4.

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ein Recht auf sachliche

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ist, dass die Eingabe geprüft und was veranlasst

worden ist (Wohlers in: SK-StPO,

Auf!. 2011. § 172 Rdnf. 6: Frisch in: SK-StPO, 3. Aufbau-Lfg. 40),

- Stand: juli 1988. vor § 296 Reim.

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Nach diesen Grundsätzen Staatsanwaltschaft Staatsanwaltschaft Rein infnrmiltorisch
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habe ich - wie bereits mitgeleilt - die Einslenungsvt'!rfügung Nach dem Ergebnis meiner Überprüfung zu Recht eingeste!lt. Gründe meiner Enlscheidung hat die

der

überprüft.

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das Errrittlungsverfahren

teile ich Ihnefl die tragenden

wi~ folgt 11il:

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Nach dem Ergebnis der Ermittlungen Talverdacht. entgegen

bestem gegsn den Beschul<iiglen Arzneimittel

kein hirlTeiche"der zu Dopingzwecken zu haben und sich im'

§ 6a Abs. 1 des Arznaimitte\gesel2es

SpOrt in den Verkehr gebracht, verschrieben hierdurch gemäß
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oder bei anderen "ngewendet

§~95 Abs. 1 Nr. 2a AMG strafbar gemaent zu haben .
war als Sportrneciziner Thüringen auf honorarvertraglicher Basis für den führte er in der Zeit von des Blutes durch. mit UV-C-Licht

Der BeschlJldigte
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Olympiastützpunkt

in Erfurt tätig. In dieser Eigenschaft

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11.05.2005 bis 10.04.2011 an 31 Sport10m sogenannte
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UV-Bel1andlungen

Hietbei wurde den Patienten jeweils vanöses Blut vorübergehend bestrahlt und sodann den Patienten wieder zugeführt.

entnommen,

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Die Staatsanwaltschaft

Erfurt hat das Verfahren

im Hinblick auf die vor dem 01.11.2007

erfolgten UV-Behandlungen

zu Recht gemäß § 170 Abs. 2 StPO bereits aus Rechtsgrünoen UV-Bahandlungen des Blutes nlchl unter die Filssung fallen.
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eingeslellt,

da die verfahrensgegenständlichen

Vorschrift des § sa Abs. 2 AMG in ihrer bis zum 01.11.2007 giilligen
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Gemäß

§ 95 Ahs, 1 Nr. 2a AMG wird mil Freiheitsstrafe

bis zu 3 Jahren oder mit Geldstmfe im Spor! in den Verkehr

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bestraft, wer entgegen bringt, verschreibioder

§ 6a Abs. 1 Arzneimittel zu Dopinllzwecken
bei anderen anwendet

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Gemäß § 6a AAs. 1 AMG ist es verbalen, Arznelmlnet zu Doplnqzwecken im Sport in Clen

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Verl<ehr zu bringen, zu verschreiben oder bei anderen anzuwenden. Hierzu führt § 6a Atls. 2
AMG in seiner bis zum 30.10.2007 geltenden Fassung erläuternd aus, dass Abs. 1 dieser VorSChrift unter den weiteren dort genannten Voraussetzungen nur Anwendung auf Arzneimittel

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findet. die Stoffe der im Anhang des Übereinkommens gegen Doping (Gesetz vom 02.03.1994

zu dem Übereinkommen vom 16.11.1989 gegen Doping, BGB\., 1994 11S. 334) enmanen. Oa5
in Bezug gtmommene Übereinkommen gegen Doping führt in seinem !I,nhang unter IIA das 81uidoping als verbotene Dop·ngmelhod.~ auf. Hierbei handelt es sich - worauf die

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Staatsanwaltschaft

Erfurt zu Recht hinweist - um keinen "Stoff" LS.v. § 601 Abs. 2 AMG a.F,

Mithin scheitert eine Slratbarkett gemäß § 95 Abs. 1 Nr 2a AMG im Hinblick auf die vor diesem Zeltpunklliegenden UV- Behandlungen bereits aus Rechtsgrlmden.

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In Bezug auf die ab dem 01.11.2007 erfolgten UV-Behandlungen gelangte die
Staatsanwaltschaft

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Erfurt zu ~echl zu cer EinSChätwng, dass der Beschuldigte durch die
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UV-Bahand1ungen gegen das Übereinkommen gegen Doping im Sport verstoßen hat. Jedoch scheidet ein hinreichender Talverdacht wegen eines Vergehens gemäß § 95 Abs.l !\Ir. 2a AMG insoweit aus, weil nach dem Ergebnis der Ermittlungen nicht nachgewiesen werden kann. dass
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der Beschurdi91e die verfahrensgegenständliChen
durchgeführt hat.

Behandlungen zu Dopingzwecxe» im Sport

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Gemäß der ab dem 01.01 2007 geltenden Fassung des §§ 6a Abs. 2 S. 1 AMG findel das ;0
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oteser Vorschrm angeordnete Verbot des Inverkehrbrinqens 'Ion Arzneimitteln zu

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Dopingzwecken im Sport nur auf Arzneimittel Anwendung, die Stoffe der im Anhang des
Übereinl<omrrens gegen Doping aufgefl1hrten Gruppen von verbotenen Wirkstoffen oder Stoffe enthalten. die zur Verwendung bel den dort aufgeführten verbotener! Me.l~Odenbestimmt sind. Die Verbotsllste Im Anhang des Welt·Anli-Doping-Code, die auch BeslandteiJ des deutschen

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Übereinkommens gegen Dopil1g 151,führt in ihrem Abschnitt M.1 als verbotene Methode die Erhöhung des Sauerstofflransfers an. Gemäß M.1.1. der verbotsuste des WADA-Codes ist

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BIL.ldoping einschließlich der Anwendung von autologem. homologem oder heterologem Blut oder Produkten aus roten Blutkörperchen jeglicher Herkunft verboten. Dieses Verbot ist

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Gegenstand des Anhangs der arn 01.01.2006 in Kraft getretenen Fassung das

\ Welt-An U-Doplng-Code.

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\ Die Änderung des Anhangs wurde unter dem 21,02.2006 durch das Bundesrninisterium des
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Innem im 8u~deSllesetzb\at\ veröffentlicht VerbotSliste begründeten

(8GBI. 2006, Teil 11,S 421). Das in M.' .1. der unverändert. In ihrer ausf~hrlich

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statuierte Verbal des Btutdoping gilt seMem Einstellungsverfügung

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führt die Staatsanwaltschaft

Erfurt zu Recht aus. dass die zumindest gegen M. i .1. der

durch den Beschuldigten Verbotsliste VelWaidung verstoßen

vorgenommenen UV-Behandlungen haben, Zur r\äheren Begründung

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im Einzelnen Ausführungen

nehme ich insoweit zur in der

von Wiederholungen auf die diesbezüglichen

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EinsteUungsvarlügung Verbotsliste

Bezug. Ob demnach auch ein Verstoß gegen das in M_2,3. dar und seit dem 01.01.2011 geltoooe Verbot der sukzessiven Entnahme.

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vorgesehene

Manipulation und Reinfusion von Vollblut in das Kreislaufsystem vorliegt - die ab dem

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01.01.2011 geltende Anderung des Worls-Anti-Ooping-Code Sundesminislerium

wurde durch das veröffentlicht

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des Innern unter dem 19.01,2011 im Bvndesgesetznlal1

(6GBI. 2011 Teil 11,S. 78) - kann daher dahinstehert_ Eine Strafbarl<eit des Beschuldigten gemäß §§ 95 Abs. 1 NI. 2a, 6a Abs.l AMG scneide\ jedoch die objektiv verbotenen MethOden ~ niellI gefÜhrt

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aus, da ein Nachweis, dass der Beschuldigte Dopingzwecken im Sport angewendet

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hat, nach dem Ergebnis der Ermittlungen nach

\ werden kann. Danach ist nicht jeder Umgang mit Oopingmltteln
I vorausgesetzt \

§ 6a Abs. 1 AMG verboten .
mit einer sportlichen

ist vielmehr, dass Dopingzwecke

im Zusammenhang

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Betätigung

des Betroffenen

verfolgt werden. Andere Zwe~ke als das "Doping im Sport" des Verbots nach § 6. Abs. 1 AMG indessen nicht zu zu ther;;tpeutischen Zwecken ist grundsät>:lich regelmäßig dan"
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\ vermögen

den Anwendungsbereich

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eröffnen. Der E.insatz einschlägiger Arzneimittel \ u"problematisch. Beweisschwierigkerten

werden in diesem Zusammenhang

\ auftreten, wenn Arzneimittel \ angesehen

bei Personen angewendet

werden, die a's (Le,stungs-) Sportler Betäubungsmittelgesetz, 7.

werden können (Volkmer in: /(ÖrnerIPatzakNolkmer.

\ Aufl .. München 2012, § 95 AMG Rn. 102 und 103).
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\ Dass

der Beschuldigte

oie vsrf3hrensgegenständliche"

UV-Behandlungen unter diesen hat. ist nicht mit der für eiTle der die

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\ Voraussetz,ungen \Anklageerhebung
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zu Dopingzwecken erforderlichen

Im Sport durchgeführt

Sicherheit nachweisbar.

Der Beschutdigte,

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. \Verl3hrensgegenständliChen , l \hat, hat sich dahingehend

Behandlungen mittels der UV-Bestrahlung des Blutes eingeräumt
eingelassen, dieses Verfahren ausschließlich zur Behandlung

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Patienten sowohl bei Sportlern ,,15 auch bei Nichtsportlern

eingeselZt zu haben,

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Er habe die UVB-Methode niemals angewandt, um seine Patienten zu dopen Er gab weiter an, die UVB-Methode während seiner Ausbildung zum Facharzt für Sportmedizin als Infekttherapie und Infektprophylaxe kenncngelemt zu Mben. Die Methode sollte darüber hinaus auch gegen chronische Entzündungen. Sloffw9Chselstörungen, Krebs, Aids und Altersbeschwerden Wobei diese Effekte mit wissenschaftlichen helten,
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Studien nicht hinreichend beleg! seien. Er habe die

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von ihm behandelter> Personen über die Behandlungsmethode aufgeklärt und Sportlerpatienten hei Nachfragen darüber inforrriert. dass die UV.Bestrahlung kein verbotenes Blutdoping darstelle.

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Die Einlassung des Bescnuldigten wird durch die Aussagen der im Zuge der Ermittlungen vernommenen Sportler beslätigt Bis auf einen Athleten gaben die Zeugen insoweit überainslimmend an, den BeschuldigtP.n aufgrl.lnd konkreter gesundheitlicher Probleme und

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aktueller Erkrankul1gen, hauptsächlich solcher der Atemwege. konsutttert zu haben. Ein Athlet sagte demgegenüber als Zeuge aus. dan Beschuldigten zwar nicht aufgrund akuter gesundheitlicher Beschwerden. jedoch wegen seiner starken Anfälligkeit für Infekte aufgesucht zu haben. Nach dem Ergebnis der Zeugenvemßhmungen unterrichtete der Beschultlig\9 die

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Zeugen darüber. dass die UV-Behandlung des Blutes keine verbotene Oopingsmethode sei. Der Beschuldigte habe ihnen diese 8ehandlung zur Enllastung des Immunsystems empfohlen, Alle

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vernommenen Zeugen stellten in Abrede. durch die in Anspruch genommenen Behandlungen eine Verbesserung ihrer sportlichen Leistungen erstrebt zu haben. Das Ergebnis der

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Zetlgenvernehrrungen

der durch den BeSChuldigten behandelten Sportler ist nicht zu

widerlegen und wird zum Teil durch das Ergebnis der kriminalpollze~lichen Auswertung der sichergestellten Patientendaten gestützt. Oie Auswerlung der Patlentendaten hat in oinigen
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Fällen bestätigt. dass die jeweiligen Sportlar über Erkältungssymptome gakl<lgt haben und offensichtlich krank waren, In diesen Fällen wurde die UV·Behandlung zusammen mit anderen therapeutischen Maßnahmen varordnet. In den anderen Fällen wer die UV-Behand1ung als alleinige Behandlungsrnaßnahme vermer1<t,atme dass den Palientendalen entnommen werden

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kann, weshalb der jeweilige Sportler beim Bascoutdiqten erschienen ist. Hieraus kann jedoch ; \ flicht der sichere Schluss gezogen werden, dass die betreffenden Sportler die UV-Bahandlung zur Verbesserung ihrer sportlichen Leistungsfähigkeit in Anspruch ge~orrmen haben. Gege" eine DurChführung der UV-Bestratllung Zu Doplngzwer.ken spricht weiter. worauf die Staatsanwaltschaft Z~ Recht hinweist. dass dar Beschuldigte die von ihm praktizierte
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\ UV-Behandlung nicht geheim gehalten und auch insbesondere gegenüber dem Leiter des
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Thüringen nicht verschwiegen haI.

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verbotenen SehandlUngsmethoden zu Dopingz.wec\<en tm Sport "orgenommen, nicht geführt

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der behandelten Athleten eine Ausnenmegenehmigung erwirkt worden sei, rechlfertigt andere Einschätzung und vermag insbesondere behandelten Sportler nichl inlrage zu stellen.

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das Ergebnis der ZeugenvernehmIJngen der

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Mithi~ bestshll<.e'ln hinreichenoer Tatverdacht im HinbliCKaul Vef\Jshan gemär.. § 95 Abs- 1 Nr. 2 es AMG i.v.m. § 63 AllS. 1 AMG. Soweit gemäl!. § 95 Abs. 4 AMG auch ein lahrlässlg Handeln im Sinne des

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S 95 Abs.

1 AMG unter Strafe gestellt

isl besteht auch insoweit kein hinreichender

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Tat!/erdacht. Denn das in Rede st~hende Handeln "zu Dopingzwecken im Sp<>rt" in § 95en Ab~ 1 Nr. Za II.MG setzt ein zielgerichtetes Verhalten des 1'ä\efS voraus. dasS einern fatvlässlg Handeln entgegensteht. Die Einstellung des Vertahrens erlolgte damit zu Recht.

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MI! freundlichen Grüßen

Im AUltrag