ÜBERJAZZ FESTIV AL 2012 26.−−28.10.

2012 Hamburg,
Kampnagel

Überjazz
Veranstaltet in Kooperation von: Jazzbüro Hamburg e. V., Kampnagel, Karsten Jahnke Konzertdirektion GmbH und der ndr Jazzredaktion.
karsten jahnke konzertdirektion GMBH

ueberjazz.com

jazzbuero-hamburg.de

kampnagel.de

kj.de

Tickets
1-Tagesticket (Fr. oder Sa.): vvk 38,75 € / ak 40,00 € 1-Tagesticket (So., Hancock): vvk 57,45 / ak 60,00 € 2-Tageticket (Fr. und Sa.): vvk 64,15 € / ak 65,00 € 3-Tageticket (Fr., Sa. und So.): vvk 112,85 / ak 115,00 € Preise inkl. Gebühren, MwSt. und Hin- und Rückfahrt mit dem HVV. Abendkasse nur soweit noch Tickets verfügbar sind.  Tickets haben Gültigkeit für alle am jeweiligen Festivaltag bespielten Säle. Es besteht kein Sitzplatzanspruch. Es gibt keine nummerierten Plätze. Bei voller Auslastung einzelner Säle besteht kein Anspruch auf Einlass. Programmänderungen sind vorbehalten.   Karsten Jahnke Konzertdirektion GmbH (0 40) 4 13 22 60 (Mo.–Fr., 10:00–18:30 h) oder 01805–62 62 80*, kj.de *(0,14€ / Min aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 € / Min) Kampnagel (0 40) 27 09 49 49 (Mo.–Sa., 13:00–19:00 h, Sonntags geschlossen), Abendkasse ab 1h vor Vorstellungsbeginn. Ebenso erhältlich an allen eventim-Vorverkaufsstellen.

Inhalt

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28 Timetable Freitag 29 Timetable Samstag / Sonntag 30 Verneri Pohjola Quartet 31 Manu Katché 32 Jazul 34 Lucas Santtana 35 Rusconi 36 Portico Quartet 37 Boriana Dimitrova Quartett 40 Little Annie & Baby Dee 41 Bundesjazzwerkstatt 2012 42 Penelope Berengaria 44 B-Music–The Sound Of Wonder 45 Bruno Spoerri & Anworth Kirk 46 Jean-Claude Vannier & Band 47 Anthony Joseph & The Spasm Band 50 Woima Collective 51 B-Music Dj abc: Andy Votel / Booty Carrell / Chris Menist 53 Herbie Hancock 54 Impressum

02 Überjazz / Tickets 03 Inhalt 05 Vorwort 06 Kampnagel Hallenplan 07 Verleihung Werner Burkhardt Musikpreis 10 Nils Wülker 11 Silje Nergaard 12 Gregory Porter 13 Rudresh Mahanthappa’s Samdhi 14 Chris Dave & The Drumhedz 15 Hypnotic Brass Ensemble 17 Peter Fessler Trio 18 Milla Kay 20 pingXpung: 10 Jahre Pingipung Records 21 Andi Otto: Fello Session 22 Sven Kacirek 23 Taprikk Sweezee 27 Viktor Marek & Ashraf Sharif Khan

Jazz? Ja, nein, vielleicht? Willkommen zum dritten ÜBERJAZZ FESTIV AL!

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Geben Sie ihre Idee von Genreschubladen einfach an der Garderobe ab und vertrauen Sie uns: Neugier ist der bessere Begleiter. Zu entdecken gibt es schließlich nicht weniger als 100 internationale, nationale und Hamburger Künstler in 30 verschiedenen Formationen an drei Tagen auf vier Bühnen unter einem Dach! Eröffnet wird das diesjährige überjazz Festival mit der erstmaligen Verleihung des Werner Burkhardt Musikpreises, ausgerichtet von der Hamburgischen Kulturstiftung. Seinen Abschluss findet es mit Großmeister Herbie Hancocks Solo-Programm »Plugged In – A Night of Solo Explorations«. Was dazwischen passiert, ist allerhand: Jazz in zig Spielarten trifft auf Artverwandtes und auf den ersten Blick gänzlich Artfremdes. Mal findet sich Jazz als Stilmittel, mal eher als Einfluss, mal als Haltung oder auch gar nicht. Grenzgänger, Erneuerer, und Pioniere stellen Genredefinitionen auf den Prüfstand während auch Altbewährtes seinen Platz hat. Aber bleiben Sie ganz entspannt. Jeder von Ihnen wird seinen eigenen roten Faden durch unser Programm finden. Dabei hilft dieses Heft: Auf den nachfolgenden Seiten stellen wir Ihnen sämtliche Künstler vor. Ein gutes Drittel davon feiert im Rahmen des überjazz zudem sein Hamburg Debüt oder präsentiert ein speziell für das Festival entwickeltes Programm. Spannende Festivaltage wünschen Jazzbüro Hamburg e. V., Kampnagel, Karsten Jahnke Konzertdirektion GmbH und NDR Info. Wir danken unseren Förderern:

Kampnagel Hallenplan

k1

k6

k2

Zentral− Foyer

Kasse
Piazza

Haupt− eingang

Casino

kmh

6

Alabama Kino

V erleihung W erner Burkhardt Musikpreis

Erstmals wird in diesem Jahr der mit 5.000 Euro dotierte Werner Burkhardt Musikpreis an eine/n junge/n Jazzmusiker/in aus Hamburg vergeben. Preisstifter ist der 2008 verstorbene Journalist Werner Burkhardt, eine der feinsten Federn des Feuilleton und ein Glücksfall für den Journalismus: klug, kritisch, wortgewandt und sehr humorvoll. Burkhardt war ein Allrounder, schrieb über Theater ebenso wie über Musik. Seine Sendung »Werner Burkhardts Pop-Kommentar« im ndr war Kult. Besonders leidenschaftlich liebte er den Jazz, für den er mit großer Expertise warb und sich für die Nachwuchsförderung stark machte. Erster Preisträger ist der Bassist und Gitarrist Sven Kerschek, der – so die Jury – »seit vielen Jahren auf ebenso nachdrückliche wie uneitle Weise zahlreichen Hamburger Jazzformationen seine persönliche Note hinzufügt«. Ausrichter des Preises ist die Hamburgische Kulturstiftung, die von Werner Burkhardt mit seinem Nachlass bedacht wurde.

Freitag, 26.10.12 K1, 19:00 Uhr -Preisverleihung und Konzert

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Jazz Piano
In Kooperation mit der Karsten Jahnke Konzertdirektion

Elbphilharmonie Elbphilharmonie Konzerte

Jacob Karlzon 3 / 5.11.12 Marcin Wasilewski Trio / 14.12.12 Vijay Iyer Trio / 12.2.13 Pablo Held Trio / 28.3.13 20 Uhr / Laeiszhalle Abo & Tickets 040 357 666 66 www.elbphilharmonie.de

Artists

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Nils Wülker
Freitag, 26.10.12 K6, 19:45 Uhr -Nils Wülker (tp, flug) Arne Jansen (git) Lars Duppler (p, org) Edward Maclean (b) Benny Greb (dr, perc) nilswuelker.com Aktuelles Album: »Just Here, Just Now« (Ear Treat Music / edel, 2012) Im Leben ist es wie mit der Musik: Manche finden, früher wäre alles besser gewesen. Andere meinen, das Beste käme erst noch. Der Trompeter, Komponist und Wahlhamburger Nils Wülker aber lebt »Just Here, Just Now«. So nennt er auch sein 7. Album, das er im Frühjahr mit völlig neuer Band eingespielt hat und das punktgenau zum überjazz Festival erscheint. Ein neuer Nils Wülker Sound, der sich in zehn Songs durch sehr unterschiedliche Momentaufnahmen zieht und im Zusammenhang eine große Geschichte erzählt. »Ich nenne es Soul, nicht im Sinne des Musikstils, sondern eher als eine Art beseelter Wahrhaftigkeit«. Nils Wülker, einer der großen Melodiker des zeitgenössischen Jazz.

Silje Nergaard
Silje Nergaard zählt zu den erfolgreichsten skandinavischen Sängerinnen an der Schnittstelle von Jazz zu Pop. Im Rahmen des überjazz Festivals präsentiert sie die Stücke ihres aktuellen Albums »Unclouded« erstmalig live in Hamburg und setzt dabei auf sparsame Instrumentierung. Zwei Gitarren und ein Bass bieten Nergaard den Raum, sich als Sängerin neu auszuprobieren und eine Seite von sich zu zeigen, die man von ihr bisher nicht kannte. »Genres sind mir eigentlich total egal«, bekennt die Norwegerin. »Jazz ist für mich ein Synonym für verspielt und offen. Mir ging es immer um meinen eigenen Klang. Und in diesem Klang passiert eben ganz viel. Manches mag jazziger sein als anderes. Auf dem neuen Album übersetzt sich Jazz wahrscheinlich am meisten in Poesie.«

11
Freitag, 26.10.12 K6, 21:15 Uhr -Silje Nergaard (voc) Håvar Bendiksen (git) Trond-Viggo Solås (b) Nils Einar Vinjor (git) siljenergaard.com Aktuelles Album: »Unclouded« (Sony Music, 2012)

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Gregory Porter

Freitag, 26.10.12 K6, 23:00 Uhr -Gregory Porter (voc) Chip Crawford (p) Aaron James (db) Emanuel Harrold (dr) Yosuke Satoh (sax) gregoryporter.com Aktuelles Album: »Be Good« (Motéma, 2012)

Gregory Porter schmiert dem Vocal-Jazz endlich wieder eine große Portion Seele ins Getriebe. In positivstem Sinne »retro«, bewegt sich seine Butterstimme irgendwo zwischen Nat King Cole und Donny Hathaway. Geschult durch Gospel, Jazzclubs und Broadway, gelangen Porter aus dem Stand zwei fantastische Alben. Sein Grammy nominierter Erstling »Water« von 2010 sowie der aktuelle Nachfolger »Be Good« punkten zudem auch in Kreisen, wo man von neuen Jazzsängern gerne mal nicht allzu viel Notiz nimmt. Daran hat durchaus auch seine schmissigste Nummer ihren Anteil, mauserte sich »1960 What« doch nicht zuletzt im Opolopo Remix zum szenenübergreifenden Clubhit, gefeiert von Moodymann bis Gilles Peterson. Live ist Porter eine Bank, beim überjazz spielt er nun erstmalig mit seiner eigenen Band in Hamburg.

with his Rudresh string quartet

The Unspeakable Chilly Gonzales Mahanthappa’s Samdhi

13 13
Freitag, 26.10.12 K2, 20:00 Uhr -Rudresh Mahanthappa (as) David Gilmore (git) Rich Brown (b) Gene Lake (dr) rudreshm.com Aktuelles Album: »Samdhi« (act, 2011)

Rudresh Mahanthappa, die Macht am Alt Saxophon, bewegt sich zwischen den Welten. Entsprechend seiner Herkunft als US-Amerikaner mit Indischen Wurzeln, wandert er auch musikalisch zwischen Modern Jazz, Avantgarde und indischen Klängen umher. Auf dem überjazz präsentiert Mahanthappa mit Samdhi das aktuelle unter seinen zahlreichen Projekten. Dabei verwendet Mahthappa auch ganz selbstverständlich Laptop und elektronische Einflüsse, um den Sound zu ergänzen. »Samdhi hat meiner Meinung nach genau die Integrität, die ich wollte. Und ist vielleicht tatsächlich zugänglicher als vieles andere, was ich gemacht habe.« Viel mehr Understatement geht nicht bei einem Album, das zu den wenigen gehört, die einen wirklich neuen musikalischen Weg beschreiten.

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Chris Dave & The Drumhedz
Freitag, 26.10.12 K2, 21:45 Uhr -Chris Dave (dr) Isaiah »Sharkey« Thomas (git) Jermaine Williams (b) Kebbi Williams (sax) chris-dave.com Chris Dave, der Drummer, den The Roots Mastermind ?uestlove jüngst auch noch als seinen »worst nightmare« bezeichnete, gastiert im Rahmen des überjazz Festivals erstmalig mit seinem eigenen Projekt in Hamburg. Er hat u.a. mit allem gespielt, was in Sachen Hip Hop und Soul das Herz am rechten Fleck hat (Mos Def, Erykah, Common, Jill Scott  etc.) und ist eigentlich auch Schlagzeuger bei Robert Glasper. Seit er allerdings für D’Angelos Wiederauferstehung den Part des Drummers und Musical Directors übernommen hat, schläft ?uestlove schlecht und Glasper muss sich hinten anstellen. Hinter den Drumhedz verbirgt sich die halbe D’Angelo Backingband und das Ganze ist derart frisch, dass es noch nicht mal irgendwelche Veröffentlichungen gibt. »Chris Dave is probably the most dangerous drummer alive. He is totally reinventing just what you can do with drums.«  (?uestlove)

Hypnotic Brass Ensemble

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Was ein musikalisches Erbe gepaart mit äußerst aktiver Familienplanung doch alles anrichten kann. Im Zweifelsfall die vielleicht heftigste Brass Band around. Das Hypnotic Brass Ensemble, acht Brüder aus Chicago, allesamt Söhne des Jazztrompeters Kelan Philip Cohran (Sun Ra, aacm etc.), genoss Früherziehung der besonderen Art: Dem Vernehmen nach hatte jeder Cohran Sprössling bereits ein Instrument an den Lippen noch ehe er laufen konnte. Jahre im väterlichen Youth Ensemble trafen auf Hip Hop Sozialisation und formten schließlich dieses mächtige Powerhouse, das von den Anfängen auf den Strassen Chicagos via New York alsbald weltweit abgehen sollte. Sie teilten Bühnen und Studios mit Erykah Badu, Mos Def, Tony Allen oder Damon Albarns Gorillaz, deren überkandidelter Allstar-Tourbesetzung sie ebenfalls angehörten. Eine weitere Hamburg Premiere im Rahmen des überjazz Festivals: Hypnotic Brass Ensemble, Acht Bläser und ein Drummer in full effect! Freitag, 26.10.12 K2, 00:00 Uhr -Smoov (tp) Baji (tp) Hudah (tp) Yoshi (tp) LT (ssph) Rocco (bar hn) Clef (tb) Cid (tb) Andrew Mc Lean (dr) hypnoticbrassensemble.com Aktuelles Album: »Kelan Philip Cohran & The Hypnotic Brass Ensemble« (Honest Jon’s, 2012)

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Peter Fessler Trio

Der Vokalist und Gitarrist Peter Fessler kann mittlerweile auf eine 30-jährige Karriere zurück blicken inklusive 80er Chartshit mit Trio Rio (»New York – Rio –Tokyo«). Mit seiner heutigen Kunst des instrumentalen Singens, ist Peter Fessler ein Solitär unter den internationalen Jazzsängern. Seine virtuose Improvisationssprache »Fesperanto« ist unnachahmlich und zu seinem musikalischen Credo geworden. Nun stellt Fessler sein aktuelles Album »FLY!« vor, ein Ausflug gen Brasilien im Smooth Gewande.

Freitag, 26.10.12 K1, 21:00 Uhr -Peter Fesperanto Fessler (git, voc) Berthold Matschat (keys) Alfonso Garrido (perc) peterfessler.com Aktuelles Album: »FLY!« (Care, 2012)

18
Milla Kay
Freitag, 26.10.12 K1, 22:30 Uhr -Milla Kay (voc, uke, git) Hauke Kliem (git) Phil Steen (b, voc, Klangstäbe) millakay.de Aktuelles Album: »Heartmade« (Content Re / edel, 2012) Man denkt New York, hört ein bisschen Rio, dabei ist Milla Kay nordisch by nature, kommt aus Kiel und wohnt am Hamburger Hafen. Entspannt und entgegen der Schwerkraft lässt die Singer / Songwriterin poetische Melodien über mitreißende Rhythmen fliegen. Durch den leicht aufgewirbelten Landstraßenstaub schimmern Sounds der 60er, angejazzte Retro-Gitarren, wabernde Vibraphone und über allem liegt ein Hauch von Humor. »Heartmade« heißt das zweite Album von Milla Kay, das sie, wie ihre erste CD, zusammen mit dem Multiinstrumentalisten und Produzenten Hauke Kliem entwickelt hat. »Wir machen so eine Art Kreativ-Tennis, bei dem wir uns die Songideen, die uns nicht mehr loslassen, zuspielen.« Das Ergebnis kommt nicht nur von Herzen, es überzeugt als Album und ganz besonders Live. »Eigentlich hat die Hamburger Musikerin Milla Kay alles, um eine Große zu sein…« (Hamburger Abendblatt), »…Konkurrenz für die Skandinavierinnen« (KulturSpiegel).

www.warnermusic.de

20
pingXpung: 10 Jahre Pingipung Records
Freitag, 26.10.12 kmh, ab 19:30 Uhr -pingipung.de Aktuelles Album: V.A. »pingXpung – 10 Years of Pingipung« (Pingipung) Das Hamburger Label Pingipung feiert Geburtstag. Wir stoßen an auf zehn Jahre freigeistige Musik, die immer wieder an den Bedürfnissen des Marktes vorbei produziert wurde: Von der stolpernden Technomusik eines James DIN A4 über den Chanson-Dub von Hey-O-Hansen bis hin zu indischen oder afrikanischen Anleihen bei Springintgut oder Sven Kacirek. Wir stoßen an auf zehn Jahre Liebe zu haptischen Tonträgern in all ihren Daseinsformen. Auf einen sehr unseriösen Labelnamen, der entstand, weil der Bruder eines der Gründer als Kind das Wort Pinguin nicht aussprechen konnte. Auf zehn Jahre Freundschaft der vier Pingipung-Macher, die sich während ihres Studiums kennen gelernt haben und sich immer noch mögen. Ein grandioses Lineup bestehend aus Pingipung Künstlern und Freundes des Hauses entert zu diesem feierlichen Anlass die kmh über den kompletten Freitag des überjazz Festivals. Vor nach und zwischen den Livesets gibt es DJ-Sets von Heiko Gogolin (Pingipung) und Phuong Dan (Pudel). Cheers!

Andi Otto: Fello Session

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Der Schlagzeuger und Cellist Andi Otto ist einer der vier Betreiber des Pingipung Labels. Unter dem seltsam fröhlichen Namen Springintgut veröffentlicht er dort sowie auf dem Berliner Label City Centre Offices seit 2002 lebhafte, melodiöse Elektronika. Die ersten Live Konzerte bestritt Otto mit einem aus Büchern und Kontaktmikrophonen selbst gebastelten Schlagzeug. Heute tritt Andi Otto mit »Fello« auf, seinem Instrument, für das er den Cellobogen mit Bewegungssensoren erweitert hat. So kann der Bogen gleichzeitig das Cello spielen und Audiosoftware ansteuern. Otto hat »Fello« seit 2005 am steim (Studio for Electro-Instrumental Music) in Amsterdam entwickelt und spielt damit im Rahmen des Pingipung Geburtstags auf dem überjazz nun erstmalig solo in Hamburg.

Freitag, 26.10.12 kmh, 20:00 Uhr -Andi Otto (Fello) www.andiotto.com

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Sven Kacirek
Freitag, 26.10.12 kmh, 21:00 Uhr -Sven Kacirek (Marimba, Brushes, Electronics) svenkacirek.de Aktuelles Album: »Scarlet Pitch Dreams« (Pingipung, 2012) Egal ob er eigene Stücke produziert, Kenia zwecks musikalischem Austausch bereist oder mit Choreographen wie Antje Pfundtner und Johnny Lloyd auf Kampnagel zusammenarbeitet: Sven Kacirek entwickelt seine Musik immer mit den Trommelstöcken in der Hand. Das mag für einen als virtuoser Jazz- und Drum’n’Bass-Drummer groß gewordenen Musiker kein Wunder sein. In Kacireks Stücken hört man jedoch kaum noch das klassische Drumset, stattdessen trommelt, schlägt und reibt er auf kleinen, leisen Dingen wie Papier, Holz und Glas. Sein Sound besteht dabei aus mehr als nur präsenten Beats: Sämtliche Elemente eines Stücks bis hin zur Melodie sind aus kleinen perkussiven Mustern zusammengesetzt, die lässig geschichtet werden. Obwohl er dabei keinerlei Synthesizer verwendet, klingt das bisweilen so elektronisch, dass man für Sven Kacirek den eigentlich widersinnigen Stilbegriff Akustische Elektronika erfinden könnte.

Taprikk Sweezee

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Freitag, 26.10.2012 kmh, 23:00 Uhr -Taprik Sweezee (voc, Loopers, synths, Mobile) taprikksweezee.com

Der gebürtige Berliner Taprikk Sweezee verdingt sich als Vokalist, Producer, Sound Designer und Betreiber des kleinen Labels Zoikmusic. Neben Veröffentlichungen auf !k7, Musik aus Strom, First word Records, Pudel Produkte, oder Hug Columbia, sowie Kollaborationen mit Künstlern wie Michael Fakesch (Ex-Funkstoerung) Towa Tei, Mouse on Mars, Pixelord, Monolithium, Kidkanevil, Busy oder HBO, hat er sich mit einem Remix für Sven Kacirek auch bereits im Pingipung Backkatalog verewigt. Was der »schon ewig« in Hamburg beheimatete Sweezee im Rahmen seiner Livesets abliefert, hinterlässt regelmäßig offene Münder. Soloperformer mit allerlei technischem Geklöter gibt es viele, wenige wissen das allerdings einzusetzen wie Sweezee. Von den meisten seiner Kollegen unterscheidet ihn zudem sein grandiose Stimme und was er damit anstellt.

Das zentrale Netzwerk für Jazz in Hamburg
Mit unseren Projekten unterstützen wir die Hamburger Jazzmusiker, leisten Öffentlichkeitsservice und beraten Veranstalter und Interessierte. Anliegen des Jazzbüros ist es, den nationalen und internationalen Austausch zwischen Musikern zu fördern und den Kontakt zu anderen Institutionen zu pflegen.

Unsere Projekte:
• JAZZ OPEN HAMBURG
2 Tage umsonst & draußen

• ÜBERJAZZ/HAMBURGER JAZZTAGE Hamburger Szene
im internationalen Kontext

• LAUTSPRECHER

Theater/Hörspiel/Jazz in der Schauspielhauskantine
Szene Sampler © Jazzbüro Hamburg

Jazzbüro Hamburg unterstützt
• den Landeswettbewerb Jugend Jazzt • neue Präsentationsformate • Jazzreihen an unterschiedlichen Orten

• JAZZCITY HAMBURG • JAZZ MOVES.COM

Eine neue Marke für „Jazz made in Hamburg“. JAZZ MOVES initiiert und organisiert Kulturaustausch.

jazzbuero-hamburg.de
das Portal mit Informationen zu Terminen, Adressen, Jazzausbildung, -initiativen, -labels, -festivals u.v.m.

Kontakt: Jazzbüro Hamburg e.V. Neuer Kamp 32 20357 Hamburg t: 040.43 25 28 70 jazzbuero@jazzbuero-hamburg.de jazzbuero-hamburg.de

Jazz flows in all directions.
Jazz thing: die vielen Seiten des Jazz.

info, abo und kostenloses Probeheft: probeheft@jazzthing.de / www.jazzthing.de

Viktor Marek & Ashraf Sharif Khan
Der eine ist Sohn eines pakistanischen Sitarmeisters und jetzt selbst einer: Ashraf Sharif Khan spielt Ragas auf der ganzen Welt, technisch brilliant mit ungestillter Neugier und feinem Gespür für den Moment. Der andere sieht aus wie ein Sizilianer, trinkt 20 Espressi am Tag und führt ein rastloses Leben zwischen Theatermusiken, dem Golden Pudel Club und gefühlten zehn Bands (Jacques Palminger and the Kings of Dubrock, Knarf Rellöm’s Trinity): Viktor Marek macht Musik aus allem, was eigentlich keine Musik ist – rhythmisiert Alltagsgeräusche und lässt aus seiner elektronischen Schaltzentrale heraus die Samples nur so blubbern. Nun haben sich beide für eine Kampnagel-Produktion und als Band zusammengetan und ihre unterschiedlichen Welten zusammengebracht. Heraus kommt etwas eigenes, pulsierendes, technisch aufregendes und zutiefst musikalisches. Musik, zu der man mit offenem Mund und lachendem Herz tanzen will.

27
Freitag, 26.10.12 kmh, 01:00 Uhr -Ashraf Sharif Khan (Sitar) Viktor Marek (Sampler, synth, Federhall) Aktuelles Album: »ASK VM« (Pudel Produkte/ Staatsakt, 2012)

Timetable Freitag, 26.10.
K6 19:00 19:30 20:00 20:30 21:00 21:30 22:00 22:30 23:00 23:30 Gregory Porter 00:00 00:30 01:00 01:30 02:00 02:30
(S. 12)

K2

K1 Werner Burkhardt Musikpreis

kmh

Pingipung DJ Andi Otto: Fello Session
(S. 21)

Nils Wülker
(S. 10)

Rudresh Mahanthappa’s Samdhi (S. 13)

(S. 07)

Silje Nergaard
(S. 11)

Peter Fessler Trio (S. 1 7) Chris Dave & The Drumheadz
(S. 14)

Sven Kacirek
(S. 22)

Pingipung DJ Milla Kay
(S. 18)

Taprikk Sweezee (S. 23) Pingipung DJ Viktor Marek & Ashraf Sharif Khan (S. 27) Pingipung DJ

Hypnotic Brass Ensemble
(S. 15)

03:30 Sonntag, 28.10., 19:00 Uhr, K6

Herbie Hancock Plugged In - A Night of Solo Explorations 04:00 (S. 54)

Samstag, 27.10.
K6 19:00 19:30 20:00 20:30 21:00 21:30 22:00 22:30 23:00 23:30 00:00 00:30 01:00 01:30 02:00 02:30 03:00 03:30 04:00 B-Music DJ ABC
(S. 51)

K2

K1

kmh

Verneri Pohjola Quartet (S. 30) Lucas Santtana
(S. 34)

B-Music DJ ABC Boriana Bruno Spoerri Dimitrova Quartett (S. 37) & Anworth Kirk
(S. 45)

B-Music DJ ABC Little Annie & Baby Dee (S. 40) Jean-Claude Vannier & Band
(S. 46)

Manu Katché
(S. 31)

Rusconi
(S. 35)

Bundesjazz- B-Music DJ ABC werkstatt (S. 41) Anthony Joseph & The Spasm Band (S. 47) B-Music DJ ABC Woima Collective
(S. 50)

Jazul
(S. 32)

Penelope Portico Quartet Berengalia (S. 42)
(S. 36)

29

30
V erneri Pohjola Quartet

Samstag, 27.10.12 K6, 19:30 Uhr -Verneri Pohjola (tp) Aki Rissanen (p) Joonas Riippa (dr) Antti Lötjönen (b) verneripohjola.com Aktuelles Album: »Ancient History« (act, 2012)

»Verneri Pohjola has a wonderful tone. It has a wide arc to it, and he knows that space is precious – he lets the music speak for itself. Really fantastic!« Soweit niemand geringeres als Trombone Shorty über das Trompetenspiel Verneri Pohjolas. Wir wüssten nicht, in wessen Bart dieser Honig besser aufgehoben wäre, zählt Pohjola doch zweifellos zu den spannendsten aktuellen Vertretern seiner Zunft. In seiner finnischen Heimat längst fest etabliert, sorgten international vor allem Pohjolas jüngste Veröffentlichungen auf act für Aufsehen. Der Bigband Session »Aurora« folgte dort im Frühjahr 2012 das mit den langjährigen Mitstreitern seines Quartetts eingespielte Album »Ancient History«. In letzterer Besetzung präsentiert sich der Sohn des Bassisten Pekka Pohjola nun auch auf dem überjazz.

Manu Katché
Wir haben das Vergnügen Monsieur Emmanuel »Manu« Katché beim überjazz mit einem herzlichen »Bon Anniversaire« begrüßen zu können, begeht er am Tag seines Auftritts doch seinen 54. Geburtstag. Der sympathische Schlagzeuger und Percussionist ist vielen deutschen Musikliebhabern durch die Sendung »One Shot Not« auf arte bekannt. Dort führte der Franzose bis letztes Jahr durch die Sendung und veranstaltete unglaubliche Jam Sessions mit unterschiedlichsten Künstlern. Entdeckt wurde Katché 1986 von Peter Gabriel und spielte danach u.a. für Sting, Tracy Chapman, Joni Mitchell, die Simple Minds und für französische Jazz Musiker wie Manu Dibando und Youssouf N’Dour. Auf dem VorzeigeLabel ecm veröffentlicht der Franzose seit Ende der 90er Jahre und sein neues Album soll noch diesen Herbst erscheinen!

31
Samstag, 27.10.12 K6, 21:00 Uhr -Manu Katché (dr) Mike Gorman (p, Hammond B3) Petter Wettre (sax) Luca Aquino (tp) manu-katche.com Aktuelles Album: »Third Round« (ecm, 2010)

Jazul

32
Samstag, 27.10.12 K6, 23:00 Uhr -Ingolf Burkhardt (tp) Roland Cabezas (git, voc) Achim Rafain (b) Simon Gattringer (dr) jazul.com Aktuelles Album: »Inda commune« Eigentlich wollten und sollten sie schon im Juni beim Jazz Open Hamburg zum Heimspiel antreten, aber Regen machte uns allen einen Strich durch die Rechnung: Nix Groove Jazz bei Dämmerung im sommerlichen Park… ! Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben und getanzt wird auf Kampnagel öfters. »Was geht ab Inda Kommune?« Als wüssten sie’s nicht selbst: die All-Stars spielen u. a. in der ndr Bigband, der Trilok Gurtu Live-Band, bei Stefan Gwildis und nicht zuletzt der Hamburger HipHop-Schule. Jazul zeigt, dass überragend gespielter, melodiöser und druckvoller GrooveJazz auch aus Deutschland kommt. Und dabei noch laut gelacht? Auch German Jazz does have a sense of humor!

SIMPLY CLEVER

Damit Jazz immer gut ankommt.

ŠKODA. Partner des ÜBERJAZZ Festivals 2012. Wir fördern die deutsche Musik-Kultur. Zum Beispiel mit dem jazzahead!-ŠKODA Award für herausragende Persönlichkeiten, einem Jazz-Preis für Jugend-Big-Bands und natürlich als Partner des ÜBERJAZZ Festivals. Darüber hinaus unterstützen wir Musiker auch ganz konkret: mit Fahrzeugen, in denen selbst große Instrumente komfortabel mitfahren können. Bestes Beispiel für diesen Anspruch: der ŠKODA Superb mit TwinDoor – der Kofferraumklappe, die sich klein und groß öffnen lässt. Kommen Sie doch einfach mal zur Probe vorbei. Näheres zu unserem Kulturengagement erfahren Sie auf www.skoda-kultur.de – und alle anderen Fragen stellen Sie gerne Ihrem ŠKODA Partner unter 0800/99 88 999. Kraftstoffverbrauch für alle verfügbaren Motoren in l/100 km, innerorts: 14,4–5,4; außerorts: 7,8–3,8; kombiniert: 10,2–4,4; CO2-Emission kombiniert in g/km: 237–114 (gemäß VO (EG) Nr. 715/2007). Abbildung zeigt Sonderausstattung.

34
Lucas Santtana

Samstag, 27.10.12 K2, 20:00 Uhr -Lucas Santtana (voc, git, Monome) Caetano Malta (git, b) Bruno Buarque (mpc, Samplers) lucassanttana.com lucassanttana.com.br Aktuelles Album: »O Deus Que Devasta Mas Também Cura« (Diginois Records / Mais Um Discos)

Lucas Santtana befreit die traditionelle brasilianische Verbindung von Gitarre und Gesang von der Patina der Vergangenheit. »Es gibt ein klassisches Format in der brasilianischen Musik, seit 50 Jahren nicht verändert und alle Musiker respektieren es wie eine Religion«, sagt er. »Ich musste es rekonstruieren«. Stimmlich irgendwo zwischen Caetano Veloso und Jorge Ben, vermählt Santtana große Songs mit allerlei Samples, Beats und Effekten. Ein Füllhorn verschiedener Einflüsse schlägt eine weitere Brücke von Tradition zu Moderne und so erinnert das Ganze in Punkto Vielseitigkeit zuweilen an Beck oder Danger Mouse. Seit mit »Sem Nostalgia« anno 2009 ein Lucas Santtana Album erstmalig auch außerhalb seiner Heimat erschien, zieht seine hinreißende Formel auch im Rest der Welt ihre Kreise. Im Rahmen des überjazz gibt Santtana nun sein Hamburg Debüt.

Rusconi

35
Samstag, 27.10.12 K2, 22:00 Uhr -Stefan Rusconi (p) Fabian Gisler (b) Claudio Strueby (dr) rusconi-music.com Aktuelles Album: »Revolution« (beejazz, 2012)

Mit schweißtreibenden Auftritten von Davos bis Shanghai hat sich das Schweizer Trio Rusconi einen extravaganten Namen erspielt und den alten Jazz ins Grab gebracht. So auch bei der ersten Ausgabe des überjazz Festivals 2010 und mit einem weiteren Preview-Konzert im März 2012 auf Kampnagel. Einige Asientourneen später und inspiriert u.a. von indonesischer Gamelan-Musik kommt die Band um den 33-jährigen Pianisten Stefan Rusconi zurück nach Hamburg, um die dynamischen Möglichkeiten des Piano-Trios weiter auszureizen. Subtile Pianoläufe, verschachtelte Rhythmen und Distortion-Exzesse schließen sich hier nicht aus, Rusconis letztes Album, für das sie 2011 den Jazz-Echo entgegen nehmen mussten, enthielt denn auch ausschließlich Bearbeitungen von Sonic Youth-Stücken. 2 Live-Versionen davon sind auch auf dem neuen Album revolution enthalten, das ansonsten trotz vielen Stilbrüchen einen lustvollen Flow entfaltet und Musik als facettenreiches Medium für alle zeigt.

36
Portico Quartet

Samstag, 27.10.12 K2, 00:00 Uhr -Jack Wyllie (sax, keys) Kier Vine (keys, Hang) Milo Fitzpatrick (b) Duncan Bellamy (dr) porticoquartet.com Aktuelles Album: »Portico Quartet« (Real World, 2012)

Eine der spannendsten UK-Bands dieser Tage, die mittlerweile weitestgehend genrebefreit in ihrer eigenen Liga spielt. Mit ihrem dritten schlicht Portico Quartet betitelten Album erfanden sie sich nach den beiden akustisch eingespielten Vorgängern noch einmal neu und ließen erstmalig ihre Dubstep und Elektronik Einflüsse richtig von der Leine. Label Waschzettel meint, Burial, Mount Kimbie, Flying Lotus, Arve Henriksen, Bon Iver, Steve Reich oder Max Richter brächten sie mit ihrem neuen Sound alle Mann unter einen Hut. Und das ist keineswegs übertrieben. Gerne heißt es, dass so in etwa Radiohead klingen müssten, wenn sie Jazz spielen wollten. Ein Vergleich so dämlich wie passend. Hier kommt die Zukunft. Oder sagen wir eine Zukunft. Punkt.

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Boriana Dimitrova Quartett

Als Kolumbus den Weg ins östlich gelegene Indien suchte, segelte er nach Westen. Der nachhaltige Erfolg dieser Reise darf als Vorbild gelten für die Flötistin und Saxofonistin Boriana Dimitrova. In der Musik ihrer bulgarischen Heimat fand die Komponistin neue Impulse für einen Jazz, der seine Herkunft aus der »Amerika«-Erfahrung freiwilliger und verschleppter Migranten nicht vergisst – und kraftvoll zeigt, dass solche Zuordnungen zu »Kulturräumen« längst ausgedient haben. Passend zu überjazz erscheint »Carousel«, das zweite Album ihres Quartetts, das Boriana 2007 gründete.

Samstag, 27.10.12 K1, 19:15 Uhr -Boriana Dimitrova (sax, fl) Hendrik Müller (b) Lars Dahlke (git »Carousel«) Niels-Henrik Heinsohn (dr) borianadimitrova.de Aktuelles Album: »Carousel« (LaikaRecords, 2012)

Foto: Klaus Westermann | NDR

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jazz auf NDR Info
0 uhr täglich von 22.05 – 23.0 uhr 0 h 20.15 – 21.0 samstags auc
der Welt des Jazz. Jeweils montags bis donnerstags gibt es im Magazin „Play Jazz!“ Portraits von Künstlern, Plattenfirmen, Clubs und Jazzinitiativen in Norddeutschland sowie Hinweise auf aktuelle CDs und attraktive Konzerte. „Play Jazz!“ spürt neue Trends auf und erinnert an die großen Momente der Jazzgeschichte. Am Wochenende gibt es außerdem Schwerpunktsendungen, Konzertmitschnitte des NDR und neue Projekte der NDR Bigband. Jazz auf NDR Info – In Hamburg auf UKW 92,3 NDR Info ist das Informationsradio des Norddeutschen Rundfunks. Tagsüber bietet NDR Info „Information auf Knopfdruck“: Nachrichten im Viertelstundentakt, Hintergründe und Analysen zum aktuellen Tagesgeschehen, sowie das Wichtigste aus Kultur, Sport, der Wirtschaft und dem Norden. Zugleich ist NDR Info auch das Programm für Jazzfans: Jeden Abend ab 22.05 Uhr widmet sich NDR Info 55 Minuten lang

Informationen zum aktuellen Jazzangebot auf NDR Info finden Sie unter ndr.de/jazz

Little Annie & Baby Dee

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Samstag, 27.10.12 K1, 20:45 Uhr -Little Annie (voc) Baby Dee (p, voc) Jordan Hunt (v, voc) Joe Carvel (b) Euan Rodger (dr) Aktuelles Album: Baby Dee and Little Annie – »State of Grace« (Tin Angel Records, 2012) Baby Dee – »Regifted Light« (Drag City Records, 2011) Dies ist das Zusammentreffen zweier LargerThan-Life-Diven: Baby Dee arbeitete zunächst 10 Jahre als Organist an einer katholischen Schule, bevor sie in den 80ern als Akkordeon spielender Hermaphrodit im Vergnügungspark und auf einem Dreirad in Manhattan mit Bärenkostüm und Harfe auftrat. Nach einer Geschlechtsumwandlung und Auszeit als Baumpflegerin wurde sie Mitglied von Antony & The Johnsons und veröffentlichte 2001 mit 48 Jahren ihr erstes Album: eine in harmonischen Brechungen geführte Suche nach dem Glück. Das fand Little Annie wiederum in Kansas City, wo sie mit 16 die atonale Dance-Punk-Band Annie and the Asexuals gründete. In den 80ern spielte sie u.a. mit den Polit-Punkern crass und den Elektronik-Pionieren Coil. Inzwischen ist sie mit einem Polizisten verheiratet und hat sich auf 3 Solo-Platten als der missing link zwischen Bessie Smith und Tina Turner etabliert.

Bundesjazzwerkstatt 2012
6 Städte, 6 Musiker, 6 Festivals

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Die Idee ist so schlicht wie der funktionale Name. Ein musikalisches Blind-Date, das junge Musiker aus verschiedenen Regionen in Deutschland zusammenbringt. Das Projekt wurde 2010 von Jazzwerkruhr initiiert und findet in Kooperation mit lokalen Partnern statt. In Hamburg sind das der Musikerverein JazzHaus HH und das Jazzbüro. In diesem Herbst geht nun die dritte Werkstattformation ins Rennen. Nach einer drei-tägigen Probenphase in Köln wird das Sextett die Festivals ihrer Heimatstädte bespielen. Die Termine 16.10.2012 24.10.2012 26.10.2012 27.10.2012 07.11.2012 08.11.2012 Klaeng Festival, Köln Enjoy Jazz Festival, Ladenburg Dortmunder Jazztage, Dortmund Überjazz, Hamburg Jazztage, Dresden Jazzfest, München

Samstag, 27.10.12 K1, 22:15 Uhr -Alexandra Lehmler (sax) – Mannheim Benny Brown (tp) – Hamburg Bruno Böhmer Camacho (p) – Dresden Geoff Goodman (git) – München Oliver Lutz (b) – Köln Simon Camatta (dr) – Ruhr bundesjazzwerkstatt.de

Penelope Berengaria

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Samstag, 27.10.12 K1, 23:45 Uhr -Little Annie (voc) Paul Wallfisch (p) Brian Viglione (dr) Aktuelle Alben: Botanica – »What Do You Believe In« (Rent A Dog Records / alive, 2012) Little Annie & Paul Wallfisch – »Genderful« (Southern Records, 2010) Als Königspudel unter den Pianisten veranstaltet der New Yorker Paul Wallfisch seit 2010 auf Kampnagel die Reihe small beast, in der sich bekannte Musiker abseits des Mainstreams musikalisch verausgaben. Gemeinsam mit der Grande Dame de l’Underground Little Annie (mit der Wallfisch zwei großartige SongPlatten als Pianist veröffentlicht hat) und dem Drum-Teufel Brian Viglione (Mitglied u. a. bei Wallfischs Band Botanica, Amanda Palmers Partner bei den Dresden Dolls und Live-Trommler der Nine Inch Nails) gründet Wallfisch für das Überjazz Festival nun ein Jazz-Parasiten-Trio. Benannt nach der Tochter des Schriftstellers Lawrence George Durrell unterzieht das Trio seine Lieblingsjazz-Songs von Nina Simone bis Leonard Cohen einer subtilen musikalischen Folter, mit dem tief gestapelten Ziel: »As we break the classics, we will break your heart.«

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B−Music − − The Sound Of W onder
Samstag, 27.10.12 kmh,ab 19:00 Uhr Hinter dem charmanten Namen B-Music verbirgt sich ein internationales Kollektiv bestehend aus DJs, Musikern und Überzeugungstätern, die sich der archäologischen Ausgrabung und sorgfältigen Sichtung unterschätzter, übersehener, obskurer, zuweilen überholter, teils unterbelichteter oder aus den irrsten Kulturkreisen stammender Musik verschrieben haben. Das kann von Psych, Prog, und Space Rock, über Ye-Ye, Euro Beat oder Folk bis hin zu Funk, Jazz und seltsamen Soundtrack oder Library Platten so ziemlich alles sein. Das beste daran: Den Großteil davon haben Sie mit Sicherheit noch nie gehört. Eng verbandelt mit dem in Manchester ansässigen Label Finders / Keepers sorgt das B-Music Kollektiv rund um den Erdball immer wieder auch für hervorragende Veranstaltungen. In Zusammenarbeit mit dem Hamburger B-Music Botschafter Booty Carrell konnten wir exklusiv für das überjazz Festival ein exquisites Programm für den Samstag in der kmh zusammenstellen.

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Bruno Spoerri & Anworth Kirk
Richtig gemütlich hätte er sich das machen können, als spitzenmäßiger Jazz-Saxophonist. Doch dafür ist Bruno Spoerri einfach zu neugierig. Der 1935 geborene Sohn einer Violinistin und eines Elektroingenieurs fasste 1965 in die Steckdose und treibt seitdem unermüdlich die Entwicklung der Elektronischen Musik in der Schweiz voran. Seine zahlreichen Auftragskompositionen und Filmmusiken verzücken Plattensammler auf aller Welt ob ihrer Freigeistigkeit. In Hamburg präsentiert er Auszüge seines Soloprogramms »Computer-Assisted Jazz (caj)«, sowie Live-Vertonungen der experimentellen Kurzfilme »Ddanach« von Robert Cohen (1970) und »Lilith« von Kurt Aeschbacher (1978). Hierfür holt er sich Unterstützung von Anworth Kirk – einem Musiker, der nach eigenen Worten »nicht existiert«. Wenn er denn schon spricht, so kann das eigentlich nicht sein. Was man denn über ihn schreiben soll, ist eine andere Geschichte. Samstag, 27.10.12 kmh, 19:30 Uhr -Bruno Spoerri (sax / Electronics) Anworth Kirk (???) www.computerjazz.ch

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Jean−Claude Vannier & Band

Samstag, 27.10.12 kmh, 21:00 Uhr -Jean-Claude Vannier (voc, p, nord modular, clv) Polly Ester (b) Salewski (dr) Sascha Demand (git) & Streichquartett des Ensemble Resonanz jeanclaudevannier.fr Aktuelles Album: »Roses Rouge Sang« (Finders Keepers, 2011)

Dass er ein schlechter Tontechniker war, ist ein Glücksfall für die Musikgeschichte. Denn Jean-Claude Vannier wurde vom französischen Rundfunk zu den arabischen Produktionen »strafversetzt«. Genau hier liegt die Wurzel seiner einzigartigen musikalischen Formel: Elemente des Barock treffen auf orientalische Streicher – nichtmusikalische Geräusche auf Rhythmen, deren Verschachtelung bereits 1969 den HipHop vorwegnahm. Vanniers Musik ist widersprüchlich, wie ein zuckersüß klingendes Sägewerk. Seine Zusammenarbeit mit Serge Gainsbourg wurde durch das epochale Konzeptalbum »Histoire De Melody Nelson« gekrönt, er produzierte, arrangierte und schrieb Musik für alles, was in Frankreich Rang und Namen hat. Seine Solo-Arbeiten borden über vor Intelligenz und Vision. Die Formel besitzt er noch immer. Und die Bühne des überjazz betritt er mit einer exklusiv zusammengestellten Band.

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Anthony Joseph & The Spasm Band
Im Jahr 2005 gründete der trinidadische Sprachkünstler Anthony Joseph eine Band. Und die sorgt für Furore, denn Josephs famose Texte liegen über einer abenteuerlichen Mixtur aus Afrokaribischem Funk und Free Jazz. Oder wie die times es mal auf den Punkt brachte: »From Afro Blue to Astral Black and what glimmers in between«. Der Poet selbst bezeichnet das Wirken seiner Band auch gern schlicht als Voodoo Punk. Ihr letztes Album »Rubber Orchestras« ist ein beseelter Spaß, aber auch ein trinidadaistisches Kabinett. Es hält den Körper in Bewegung und frischt dabei auch noch die surreale Gehirnhälfte auf. Und warum soll es bei ihren Konzerten anders zugehen? Tanzen ist hier dringend empfohlen, denn Tanzen kann auch schlau machen. Samstag, 27.10.12 kmh, 23:00 Uhr -Anthony Joseph (voc) Andrew John (b) Christian Arcucci (git) Colin Webster (sax) Isaac Lwanga (dr) anthonyjoseph.co.uk Aktuelles Album: »Rubber Orchestras« (Naive, 2012)

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W oima Collective
Samstag, 27.10.12 kmh, 01:00 Uhr -Oliver Roth (fl) Johannes Schleiermacher (sax, synth) Jens Kristian Bang (tb) Wolfram Blechner (perc) Thomas Myland (keys) Andreas Lang (b) Kalle Zeier (git) Jan Weißenfeldt (g) Bernd Oezsevim (dr) bit.ly/QJUYjW Aktuelles Album: »Tezeta« (Kindred Spirits, 2010) Äthiopischer Jazz von deutschen Musikern! Kann das gut gehen? Es kann! Wenn man ihn ehrlich spielt und seine eigene Herkunft in ihm spiegelt. Das Berliner Woima Collective um den Komponisten Johannes Schleiermacher macht’s vor, um genau zu sein, es macht’s eckig. Und mischt die Grundlage, die Äthiopiens Vorzeigemusiker Mulatu Astatke einst legte, mit Elementen des Funk und des Dub auf. Die Kollegen vom Amsterdamer Kindred Spirits Label haben ihre Trüffelohren in solchen Fällen von Haus aus ganz weit aufgesperrt und veröffentlichten anno 2010 das Woima Debut. Zwei furiose Auftritte in Hamburger Kaschemmen hat dieses zehnköpfige Biest seitdem bereits bestritten. Wir haben geschwitzt und getanzt. Jetzt geht’s dem überjazz an den Kragen! Schlaumeier-Info am Rande: Der Begriff Woima bezeichnet einen der traditionellen Rhythmen Guineas, den Rhythmus des Zauberers, um genau zu sein. Sie werden schon sehen warum...

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B−Music Dj ABC:
Andy Votel / Booty Carrell / Chris Menist
Andy Votel, Booty Carrell und Chris Menist vom berüchtigten DJ-Kollektiv laden zum Abstieg in die Gruft. Was geht dort vor sich? Verlotterte Gestalten und Vinylgeier frönen der unterfinanzierten Seite einer glanzvollen Popwelt. Wir hören die Globalisierung, wie sie besser nicht sein könnte: Black Sabbath auf Thai, anatolische Led Zeppelin, Vulkanausbrüche am Plattensee, chinesischen HipHop der Siebziger, eiskalten antiken Acidhouse aus Alaska, Kuhglocken vom Mars, Pirouetten aus Pakistan, Hindi Horror Zottel und erotisierte Erbfeinde – und den neotantrischen lila Libanesen. B-Music stellt nichts weniger als die Welt auf den Kopf. An einem Abend. Andy Votel bringt hierfür mehr Talente mit, als er Haare auf der Brust hat. Booty Carrell ist Türkoholiker im Endstadium. Und Chris Menist entstaubt auch die unentstaubbarste Schallplatte. Geben Sie Ihren Herzschrittmacher an der Garderobe ab, er läuft sonst zu heiß (Auf keinen Fall, das ist bloß bildlich gemeint.). Samstag, 27.10.12 kmh, vor, nach und zwischen den Live Acts -Andy Votel (Finders Keepers / Manchester) finderskeepersrecords.com Booty Carrell (Golden Pudel Club / Hamburg) bit.ly/Hk6tJI Chris Menist (Paradise Bangkok / London) bit.ly/RbXdjQ

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Herbie Hancock

Plugged In - A Night of Solo Explorations

Herbie Hancock: A man who needs no introduction. Wir freuen uns extrem, dass wir Hancock für das Abschlusskonzert des diesjährigen überjazz Festivals gewinnen konnten, in dessen Rahmen er einen seiner raren SoloAuftritte absolvieren wird. An Flügel und allerlei Elektronik wird Herbie durch den mächtigen Backkatalog seiner mittlerweile über mehr als fünf Dekaden andauernden Karriere schlendern. Wir sind äußerst gespannt. Dem Anlass angemessen wird dies der einzige Programmpunkt am Sonntag sein.

Sonntag, 28.10.12 K6, 19:00 Uhr -Herbie Hancock (p, keys, synths) herbiehancock.com

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Impressum
Jazzbüro Hamburg e. V., Neuer Kamp 32, 20357 Hamburg Telefon: (0 40) 43 25 28 70 jazzbuero@jazzbuero-hamburg.de www.jazzbuero-hamburg.de Kampnagel Hamburg, Jarrestraße 20, 22303 Hamburg Telefon: (0 40) 27 09 49-0 mail@kampnagel.de www.kampnagel.de Karsten Jahnke Konzertdirektion GmbH Oberstrasse 14 b, 20144 Hamburg Telefon: (0 40) 41 47 88-0 info@kj.de www.kj.de Texte: Heiko Jahnke, Sebastian Reier, Mücke Quinckhardt, Andras Siebold Fotos: S. 16: ullstein bild – Mahns-Techau; S. 30: Jörg Grosse Geldermann; S. 35: Yvonne Schmedemann; S. 37: Thomas Schlömann; S. 40: Christina de Vos; S. 42: Paul Wallfisch; S. 53: Douglas Kirkland artworks Puppe/Instrumente: Jules Wenzel, straightouttajersey.de Fotos: Yvonne Schmedemann, yvonneschmedemann.com Gestaltung: Torsten Jahnke, mitchum d.a., design.mitchum.de

SHARING THE

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EVENTIM ist dabei, wenn die großen Jazzmusiker der Welt aufregende Live-Shows spielen und künstlerische Grenzen überschreiten. Bei uns finden Sie die Tickets für mehr als 150.000 Events – bequem von Zuhause oder in über 8.000 authorisierten Vorverkaufsstellen. Viel Spaß beim Überjazz!

karsten jahnke konzertdirektion GMBH

till BrÖnner
LiVe 2012
till Brönner (tp), Wolfgang Haffner (dr), Christian von kaphengst (b), Jasper Soffers (p), Magnus Lindgren (sax, fl) (Änderungen vorbehalten)

nDr BigBanD fEAt. al jarreau & joe sample

08.12.12 hamBurg Fabrik
neues Album till BrÖnner ab 30.11.2012 im Handel

09.11.12 hamBurg Laeiszhalle

Wolfgang haffner Quartett & Bugge Wesseltoft’s jazzlanD Community
06.03.13 hamBurg deutsches Schauspielhaus

tiCkets: 01805–62 62 80* (0 40) 4 13 22 60

*€ 0,14 / Min. aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk max. € 0,42 / Min.


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