Marktreport

Wirtschaft, Finanzen, Edelmetalle  16. November 2012

Das Vermehren der Geldmenge schafft keinen Wohlstand. Im Gegenteil.
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USD per Feinunze Gold
2000 1900 1800 1700 1600 1500

Die Zentralbanken weiten die (Basis)Geldmenge aus, um die Finanz- und Wirtschaftskrise zu „bekämpfen“. Diese Politik findet viel Zustimmung, in Fachkreisen, bei Politikern und vor allem in der Banken- und Finanzindustrie. Immer mehr Geld, immer weniger Aktienkursgewinne S&P 500 Aktienmarktindex und Phasen der USD-Basisgeldmengenausweitung
1600 1500 1400 1300 1200 1100 1000 900 800 700 600 Jan 08
QE1

1400 1300 Jan 11 Aug 11 Mrz 12 Okt 12

Quelle: Bloomberg. Tageswerte.

USD per Feinunze Silber
50 46 42 38 34 30 26 Jan 11 Aug 11 Mrz 12 Okt 12

Quelle: Bloomberg. Tageswerte.

Jan 09
QE1 verlängert QE2

Jan 10

Jan 11

Jan 12

Jan 13

EURUSD
1,50 1,45 1,40 1,35

Operation Twist

Operation Twist-Ausweitung plus QE3

Quelle: Thomson Financial, Bloomberg; US Federal Reserve. Die unschattierten Flächen sind Phasen, in denen die (Basis)Geldmenge nicht durch „Sondermaßnahmen“ ausgeweitet wurde.

Zwar hat das Ausweiten der (Basis)Geldmenge die Aktien in die Höhe getrieben, wie aus der obigen Darstellung zu entnehmen ist, und Risikoaufschläge auf Banken- und (den meisten) Staatsanleihen reduziert. Jedoch werden immer größere Geldmengenausweitungen nötig, um die Aktienkurse, die ja die erwarteten Prosperitätsaussichten der Volkswirtschaften widerspiegeln, hochzuhalten oder gar weiter zu beflügeln. Es ist ökonomisch nachvollziehbar, dass in der Finanz- und Wirtschaftskrise eine Ausweitung der Geldmenge zunächst die Aktienkurse antreibt. Die Wahrscheinlichkeit sinkt ja, dass Banken, Staaten und Unternehmen Pleite gehen, und das hebt die Unternehmensbewertung.

1,30 1,25 1,20 Jan 11 Aug 11 Mrz 12 Okt 12

Quelle: Bloomberg. Tageswerte.

IN DIESER AUSGABE Seite 1: Das Vermehren der Geldmenge schafft keinen Wohlstand. Im Gegenteil. Seite 4: Wirtschaftspolitischer Kommentar: „Die Kreditvergabe wäre nicht so zügellos wie heute“ Seite 7: Edelmetallmarkt-Bericht: Japan zieht vermutlich bald nach Seite 13: Marktdaten

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Siehe hierzu auch Degussa Marktreport vom 17. August 2012, S. 6 – 7.

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Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der EZB-Rat die elektronische Notenpresse wieder anwirft „Überschussreserve“ der EuroraumBanken* und CDS-Spreads (in Basispunkten)**
650 600 550 500 450 400 350 300 250 200 150 Jun 10 Apr 11 Feb 12 Dez 12 1200 1000 800 600 400 200 0 1 Jahr 3 Jahre 5 Jahre Überschussreserve (RS)
Quelle: Thomson Financial, Bloomberg, eigene Berechnungen. *Die „Überschussreserve“ wurde berechnet als Einlagen der Euroraum-Banken beim Eurosystem (laufende Konten plus Einlagenfazilität plus Termineinlagen). **“CDS-Spreads“ stehen für die Preise von Kreditausfallversicherungen („Credit Default Swaps“ oder kurz: „CDS“).

Dieser „wundersame Effekt“ kann jedoch aufgrund von zwei Faktoren schwinden: (1) Die Finanzmarktakteure bezweifeln, dass die Zentralbank genug neues Geld in Umlauf bringt, um Pleitewellen wirksam abzuwehren; und (2) die Finanzmarktakteure beginnen, Inflation (also Geldentwertung und Zwangsumverteilung) und die damit verbundenen negativen volkswirtschaftlichen Konsequenzen zu erwarten.

Geldmengenvermehrung in den Vereinigten Staaten von Amerika – einige wichtige Daten
„QE1“: Fed-Ankündigung am 25. November 2008, dass die Fed Treasuries in Höhe von 600 Mrd. US-Dollar aufkauft; zudem Käufe von Hypothekenpfandbriefen („Mortgage-Backed Securities“„MBS“) von Fannie Mae und Freddie Mac in Höhe von 175 Mrd. US-Dollar. Am 18. März 2009 Ausweitung um weitere MBS-Käufe in Höhe von 750 Mrd. US-Dollar und 300 Mrd. US-Dollar in US-Staatsanleihen. „QE2“: Ankündigung am 3. November 2010, Aufkauf von langlaufenden Treasuries in Höhe von 600 Mrd. US-Dollar (und zwar 75 Mrd. US-Dollar pro Monat) bis Ende Juni 2011. „Operation Twist“: Fed-Beschluss am 21. September 2011, 400 Mrd. US-Dollar an langlaufenden US-Staatsanleihen aufkaufen zu wollen, finanziert aus 400 Mrd. US-Dollar fällig gewordenen kurzlaufenden US-Staatsanleihen. Beschluss am 20. Juni 2012, „Operation Twist“ um zusätzliche 267 Mrd. US-Dollar auszuweiten. „QE3“: Fed-Ankündigung am 13. September 2012, MBS in Höhe von monatlich 40 Mrd. US-Dollar aufzukaufen – und zwar so lange, bis der Arbeitsmarkt sich „substantiell“ verbessert.

Beide Faktoren können eine Erklärung liefern, warum die Wirkung der Geldmengenausweitung auf die Aktienkurse immer weiter abnimmt. Der „Inflationsfaktor“ könnte dabei eine besonders gewichtige Rolle spielen.

„Den Euro wird es auch in zehn Jahren noch geben, da bin ich sicher.“
Der Präsident der Deutschen Bundesbank, Dr. Jens Weidmann, im Interview mit der Rheinischen Post am 10. November 2012.

Steigende Inflation sorgt für steigende Arbeitslosigkeit Inflation und Arbeitslosenquote in Deutschland (jeweils in Prozent)
8 7 6 5 4 3 2 1 0 65 67 69 71 73 75 77 79 81 Konsumentenpreisinflation Arbeitslosenquote

„Den Euro wird es auch in zehn Jahren noch geben, da bin ich sicher. Ganz offenkundig besteht der politische Wille, den Euro-Raum als Ganzes zu erhalten. Das hat aber auch Konsequenzen.“ „Ich habe nicht mit Rücktritt gedroht. Als ich das Amt angetreten habe, wusste ich, was mich erwartet.“ „Unmittelbar besteht kein Anlass für Sorgen vor einer höheren Inflation.“ „Unser Gold wird in sicheren Lagerstätten verwahrt.“ „Stellen Sie sich vor, ich würde persönlich Gold kaufen und gleichzeitig als Bundesbankpräsident eine Aufstockung unserer Goldreserven beschließen …“ Um das gesamte Interview zu lesen, bitte klicken Sie hier.

Quelle: Thomson Financial, eigene Berechnungen. Es ist anzumerken, dass natürlich auch andere Faktoren auf die Arbeitslosenquote einwirken, wie zum Beispiel Lohnhöhe, Lohnstarrheiten, Auslastungsgrad der Wirtschaft etc..

Inflation macht weite Teile der Bevölkerung ärmer. Reale Einkommen und reale Ersparnis sinken, die Kaufkraft nimmt ab. Das wiederum schmälert die

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Gewinne vieler Unternehmen. Die Investitionstätigkeit sinkt und die Arbeitslosigkeit steigt. Wachsende wirtschaftliche Not lässt den Staat immer stärker in das Wirtschafts- und Gesellschaftsleben eingreifen – in Form von mehr Regulierung, höherer Besteuerung, mehr Wirtschaftslenkung. Eine wachsende Zahl von Unternehmern und Bürgern wird so abhängig vom Staat, von seiner Finanzkraft und von seiner Umverteilungsmacht. Immer mehr Geld, der Goldpreis im Aufwärtstrend Goldpreis (USD pro Feinunze) und Phasen der USD-Basisgeldmengenausweitung
2000 1800 1600 1400 1200 1000

Ludwig Erhard: Am Ende steht der „soziale Untertan“

800 600 Jan 08
QE1

„Die wachsende Sozialisierung der Einkommensverwendung, die um sich greifende Kollektivierung der Lebensplanung, die weitgehende Entmündigung des einzelnen und die zunehmende Abhängigkeit vom Kollektiv oder vom Staat – aber damit zwangsläufig auch die Verkümmerung eines freien und funktionierenden Kapitalmarktes als einer wesentlichen Voraussetzung für die Expansion der Marktwirtschaft – müssen die Folgen dieses gefährlichen Weges zum Versorgungsstaat sein, an dessen Ende der soziale Untertan und die bevormundete Garantierung der materiellen Sicherheit durch einen allmächtigen Staat, aber in gleicher Weise auch die Lähmung des wirtschafltichlichen Fortschritts stehen wird.“
Ludwig Erhard (2009 [1957]), Wohlstand für Alle, S. 290; kursiv im Original.

Jan 09
QE2

Jan 10

Jan 11

Jan 12

Jan 13

QE1 verlängert

Operation Twist

Operation Twist-Ausweitung plus QE3

Quelle: Thomson Financial, Bloomberg. Die unschattierten Flächen markieren Phasen, in denen die Geldmenge nicht ausgeweitet wurde.

Weil jeder an der staatlichen Umverteilungsmacht teilhaben möchte, stellt sich immer mehr Zustimmung ein, wenn der Staat sich ausdehnt – notwendigerweise zu Lasten der Privatwirtschaft. Gerade Inflation ebnet so den Weg in ein immer sozialistischer werdendes Gemeinwesen – und das bedeutet den Verlust von Freiheit und materiellem Wohlstand.

Schlechtes System „Jedes System, das so viel Macht und so viele Entscheidungen in die Hände weniger Männer legt, dass Fehler – entschuldbar oder nicht – solche weit reichenden Folgen haben können, ist ein schlechtes System.“
Milton Friedman (2002 [1962]), Kapitalismus und Freiheit, S. 75.

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Der wirtschaftspolitische Kommentar

ultimative Währung. Und sie sind gegen das vom Staat aufgezwungene Geld. Was haben sie gegen dieses so genannte Fiat-Geld?

braucherpreisindex gebunden ist, der pro Jahr um weniger als zwei Prozent steigen soll? Der Euro ist nicht gedecktes Geld, er ist

Dieses Geld hat schwere ökonomische und ethische Defizite. Fiat-Geld wird durch Kreditvergabe geschaffen und in Umlauf gebracht. Und es ist nicht durch echte Ersparnis gedeckt. Das provoziert notwendigerweise zunächst einen Scheinaufschwung, der dann aber in sich zusammenbricht. Fiat-Geld sorgt systematisch für Wirtschaftskrisen. Es führt außerdem zu einer immer größer werdenden Verschuldung von Staaten und insbesondere von Banken. Und wenn die Verschuldung erst einmal so groß geworden ist, dann erscheint naQuelle: Ludwig von Mises Institute, Auburn, US Alabama

eine nicht-einlösbare Papierwährung, die durch Kreditgewährung in Umlauf gebracht wird. Sie sprachen ethische Defizite des Fiat-Gelds an … Der Staat hat die Geldproduktion monopolisiert. Es wird guten Anbietern verwehrt, in das Geldgeschäft einzusteigen und gutes Geld anzubieten. Das Papiergeld wird ex nihilo - aus dem Nichts - in Umlauf gebracht, über Bankenkreditvergabe. In diesem monopolisierten System gibt es Begünstigte und Benachteiligte. Die Gewinner sind die, die nah am Geldangebotsprozess sind. Das sind besonders die Banken und natürlich der Staat. Das sind alle die, die das neu geschaffene Geld als Erste in die Hand bekommen. Sie können noch zu relativ unveränderten Preisen kaufen. Dann wird das Geld von Hand zu Hand gereicht und diejenigen, die gar nichts von der neu geschaffenen Geldmenge abbekommen, sind die Geprellten. Insofern ist ein Papiergeldsystem immer mit einer Umverteilung verbunden, die nicht marktkonform ist. Bei einer mit Gold gedeckten Währung wäre die Gerechtigkeit größer? Ich plädiere für ein Geld, dass in einem freien Angebots- und Nachfrageprozess zustande kommt, dessen Produktion also den Anforderungen genügt, die

türlich der Rückgriff auf die elektronische Notenpresse, also die Inflationierung, als die Politik des kleinsten Übels. Und die Geschichte zeigt vielfach, welchen großen Schaden die Inflation einem Gemeinwesen zufügt. Was hat die aktuelle Krise mit dem Fiat-Geld zu tun?

„Die Kreditvergabe wäre nicht so zügellos wie heute“
Nachfolgend ein Interview, das Hans Bentzien (The Wall Street Journal

Sie ist unmittelbare Folge eines über Jahrzehnte aufgebauten PapiergeldBooms. Dieses ungedeckte Papiergeld ist Anfang der 1970er Jahre auf den Weg gebracht worden, nachdem mit dem System von Bretton Woods die letzten Überbleibsel eines PseudoGoldstandards beseitigt wurden. Seitdem ist das Weltgeldsystem auf einem uneinlösbaren Papiergeldstandard aufgebaut. Das ist währungshistorisch ein einmaliger Fall. Aber ist der Euro nicht von dem Warenkorb gedeckt, an den der Ver-

Deutschland) mit Thorsten Polleit (Degussa Goldhandel GmbH) geführt hat. Es wurde am 10. November 2012 im The Wall Street Journal Deutschland veröffentlicht. 2 Herr Polleit, Sie sind der Präsident des gerade gegründeten Ludwig von Mises Institut Deutschland, sie befürworten einen Wettbewerb der Währungen und sagen: Gold ist die
Wir bedanken uns beim The Wall Street Journal Deutschland, dass wir das Interview im Degussa Marktreport abdrucken können. Den gesamten Beitrag finden Sie hier: Thema: Gold als Währung.
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üblicherweise an jede marktkonforme Güterproduktion gestellt werden: die Achtung der Eigentumsrechte aller Beteiligten. Ein Geld des freien Marktes weist die ethischen Defizite nicht auf, wie das beim staatlichen Geldmonopol der Fall ist. Aber der kleine Mann, Menschen wie Sie und ich, lebt der mit der sozialen Umverteilung, die Papiergeld ermöglicht, nicht besser? Es gibt natürlich einige Gruppen, die extrem stark davon profitieren, dass es das Fiat-Geld gibt. Fiat-Geld erlaubt ja auch eine Zwangsumverteilung des laufenden Einkommens. Menschen nehmen ihre Ersparnisse und investieren sie in Staatsanleihen, die nur deshalb gut platziert werden können, weil die Zentralbank die Geldmenge ausweitet und die Zinsen absenkt. Das so aufgenommene Geld wird nicht Investitionszwecken zugeführt, sondern es wird konsumiert, um Wahlgeschenke zu finanzieren. Das sind Kosten, die nicht unmittelbar in Erscheinung treten. Aber man sieht in Ländern wie Griechenland oder Spanien, dass sich deren Staatsanleihen, die Horte der Lebensersparnisse sein sollen, nun als Sparillusionen entpuppen – um nur mal eine Kostengröße zu nennen. Und derartige Phänomene wären bei einer mit Gold gedeckten Währung nicht zu befürchten?

währungen chronisch der Fall ist. Der Euro hat seit 1999, wenn man den offiziellen Preisstatistiken glaubt, bereits 25 Prozent seiner Kaufkraft eingebüßt. Dieses Papiergeld hat keine Wertaufbewahrungsfunktion, wie sie die Zentralbank den Bürgern verspricht.

durch Ausgabe von Schuldverschreibungen refinanzieren. Und wer leiht diesen Banken das Geld, wenn ich mein Geld zur Verwahrungsstelle bringe? Wenn sich der Marktprozess darauf ge-

Die D-Mark hatte einen noch höheren Wertverfall … Auch die D-Mark war eine Papierwährung. Und auch unter der D-Mark hat sich eine gewaltige Staatsverschuldung aufgebaut. Und auch der Bankenapparat war absurd groß geworden. Früher oder später hätte man auch mit der DMark die gleichen Probleme zu bewältigen gehabt wie jetzt. Was würde mit dem Goldstandard aus unserer schönen Frankfurter Bankenindustrie? Aus dem Bankensystem würde ein Trennbankensystem mit Geldverwahrungshäusern auf der einen Seite. Diese Verwahrstellen würden wie „Clearstream" funktionieren, sie machen die Zahlungsabwicklung. Als Kunde können sie weiter Internetbanking machen, sie können mit Überweisungen und Schecks zahlen. Und auf der anderen Seite haben sie ein Kredit- und Investmentbanking-Geschäft. Die können weiterhin Kredite vergeben und Finanztransaktionsinstrumente einsetzen. Wo wäre der Unterschied zu den

einigt hat, dass Gold das ultimative Zahlungsmittel ist, dann bringe ich mein Gold zur Einlagebank, dafür kriege ich einen Zettel oder eine Giro-Gutschrift. Wenn ich weiß, dass ich diesen Barren nicht unmittelbar ausgeben will, dann könnte mir eine Bank eine Schuldverschreibung über fünf Jahre zu 4,5 Prozent anbieten. Da gehe ich ein Kreditrisiko ein und erhalte dafür eine Zinsvergütung. Die Verfügung über den Geldbestand geht auf die Bank über. Falls der Euro scheitert, könnte, sollte Deutschland dann - vielleicht zusammen mit geeigneten Partner Währungswettbewerb zulassen? Auf jeden Fall. Ich glaube, das ist auch gar nicht mehr aufzuhalten. Man sieht ja jetzt schon weltweit, dass die Nachfrage nach Gold und Silber oder nach anderen Edelmetallen steigt. Die Wertaufbewahrungsfunktion des Geldes wird zusehends in diese Medien verlagert. Der Prozess ist bereits im Gange, und wenn man noch größeres Unheil verhindern will, fängt man möglichst früh an, den Menschen diese Möglichkeit zu eröffnen und ihnen das auch anzubieten. Beraubt sich die Wirtschaftspolitik,

Die Goldwährung ist nicht manipulierbar, sie ist nicht den ständig wechselnden parteipolitischen Interessen unterworfen. Sie hat noch nie ihren Wert derart eingebüßt, wie das bei Papier-

heutigen Verhältnissen? Die Banken könnten sich nicht mehr refinanzieren, indem sie selbst ex nihilo Kredite schöpfen. Sie müssten sich wenn sie auf Fiat-Geld verzichtet, nicht eines wichtigen Instruments, um zum Beispiel auf Krisen zu

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reagieren

oder

das

Wirtschafts-

Unter dem Goldstandard kommt genau das Sparangebot auf den Markt, was aus einem Konsumverzicht resultiert. Der Zins bildet sich nur durch Angebot und Nachfrage. Es ist ein ganz marktkonformer Prozess, in dem der Kreditmarkt dann richtig funktionieren würde. Die Kreditvergabe wäre tatsächlich nicht so zügellos wie heute. Im heutigen System wird ja einfach neues Geld durch Kredite geschaffen. Dass es da echte Ersparnisse gibt, ist eine Illusion. Wird derzeit über GoldstandardWährungssysteme geforscht? Gibt es Wissenschaftler, die die Einführung so eines Währungssystems begleiten könnten? Die Ideen eines Sachgeldes oder Goldstandards sind in der meinungsführenden Wissenschaftszunft diskreditiert.

frühen Stadium das System untergraben hat. Durch die Verbandelung zwischen Staat, Zentralbank und Geschäftsbanken ist die Goldeinlösepflicht für die ausstehenden Noten oder Giroguthaben suspendiert worden. Das war ein Enteignungsakt. Man muss darüber nachdenken, wie man verhindern kann, dass der Staat wieder so zerstörerisch wirken kann. Ist Staat, wie wir ihn heute kennen, überhaupt noch angemessen? Das Papiergeldsystem und seine Krisen stellen unser heutiges Politik- und Gesellschaftsmodell in Frage. Das darf man nicht übersehen: Staat und Papiergeld sind Siamesische Zwillinge. Ein Währungswettbewerb kann die Gefahr eines starken staatlichen Eingriffs reduzieren. Würde uns die Einführung von Währungswettbewerb in der jetzigen Krise etwas nützen? Ja, es nützt immer, gutes Geld zu haben.

wachstum anzukurbeln? Ich kenne keine große Wirtschaftskrise, wo nicht staatliches Handeln im Vorfeld die Missstände erst ausgelöst hat. Auch der Hinweis auf die Große Depression 1929 bis 1933: da ist häufig in der Literatur zu finden, der Goldstandard habe versagt. Dazu muss man sagen: Einen echten Goldstandard hat es noch nie gegeben. Das, was man heute als Goldstandard bezeichnet, das waren allesamt Pseudo-Goldstandards. Das zeigte sich darin, dass es Banken vom Staat erlaubt wurde, mit einem Teilreservesystem zu operieren. Sie durften mehr Zettel ausgeben, als durch Gold gedeckt waren. Und das führte immer wieder zu Bankzusammenbrüchen. Bei einem Goldstandard in Reinform wären jeder Zettel, jedes GiroGuthaben zu 100 Prozent mit Gold gedeckt. Das war bisher nie der Fall, auch in Deutschland nicht. Würde unter dem Goldstandard

Und sie ist auch diskreditiert bei den unmittelbaren Entscheidungsträgern. Die Krise wird aber wohl noch so schlimm werden, dass man nach etwas Ausschau halten wird, was in der Vergangenheit funktioniert hat, was Vertrauen wiederherstellen kann. Und auf dem Wege wird sich auch der Goldstandard wieder empfehlen.

überhaupt die Kreditversorgung der Wirtschaft funktionieren? Es gibt ja diese These, dass eine wachsende Wirtschaft einer wachsenden Geldmenge bedürfe. Das wird häufig als K.O.-Argument gegen ein Sachgeld vorgebracht. In seiner „Theorie des Geldes und der Umlaufsmittel" aus dem Jahr 1912 zeigte Ludwig von Mises: Geld hat nur eine Funktion - die Tauschmittelfunktion. Und eine Vermehrung der Tauschmittel macht eine Volkswirtschaft nicht reicher. Es nimmt nur die Kaufkraft des Geldes ab. Und es setzt eine Umverteilung ein.

Thorsten Polleit
++49 (0) 69 860 068 287 thorsten.polleit@degussa-goldhandel.de

Wenn man in die Geschichte schaut, hat man den Eindruck, dass es leichter ist, den Goldstandard einzuführen, als dann auch an ihm festzuhalten. Bisher ist er bei der nächstbesten Krise immer über Bord geworfen worden. Wie verhindert man das beim nächsten Mal? Deshalb sprach ich von einem PseudoGoldstandard. Weil der Staat mit seiner Zentralbank natürlich in einem ganz

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Gold (USD pro Feinunze)
1780 1740 1700 1660 1620 1580 Aug 12 Sep 12 Okt 12 Okt 12 Nov 12
Quelle: Bloomberg. Tageswerte.

Edelmetallmarkt-Bericht
Japan zieht vermutlich bald nach Die Inflationsbefürchtungen scheinen kurzfristig weiter geschwunden zu sein, und Rezessionssorgen dominieren. Das bremst kurzfristig einen weiteren Trendanstieg der Edelmetallpreise und erhöht die Volatilität. Der Faktor, der die Edelmetallpreise – insbesondere die Gold- und Silberpreise – maßgeblich treibt, wird vermutlich früher als erwartet wirksam werden: die Geldpolitik.
Entwicklung in der letzten Woche Gold
In USD (pro Feinunze) Aktuell Änderung gegenüber Vorwoche: in USD in % Höchster Preis Niedrigster Preis In Euro (pro Feinunze) Aktuell Änderung gegenüber Vorwoche: in Euro in % -15,9 -1,2 1359,4 1343,3 0,0 -0,1 25,6 25,4 13,5 1,1 1245,7 1211,2 7,8 1,6 500,0 477,0 -18,1 -18,1 -1,2 1728,2 1710,1 1343,5 -0,1 -0,1 -0,9 32,7 32,3 25,4 -6,0 -6,0 0,3 1586,5 1559,0 1224,8 16,5 16,5 3,0 637,0 608,0 490,6 1710,1

Gold-ETFs (Mio. Feinunzen)
85 83 81 79 77 75 73 71 69 67 Jan. 11 Jul. 11 Jan. 12 Jul. 12

Silber
32,3

Platin
1559,0

Palladium
624,5

Höchster Preis Niedrigster Preis

Quelle: Bloomberg. Tageswerte.

Quelle: Bloomberg, eigene Berechnungen auf Basis der Schlusskurse.

Silber (USD pro Feinunze)
36 35 34 33 32 31 30 29 28 27 Aug 12 Sep 12 Okt 12 Nov 12

Noch vor dem Jahreswechsel soll es in Japan Neuwahlen geben. Ministerpräsident Yoshihiko Noda und seiner Demokratischen Partei (DPJ) droht dabei vermutlich eine Niederlage. Die Liberaldemokraten (LDP) unter Oppositionsführer Shinzo Abe werden vermutlich die Macht zurückgewinnen. Abe hat vor, die Bank von Japan auf eine Geldpolitik zu verpflichten, wie sie bereits in den USA und Europa verfolgt wird: unlimitiert Geld drucken. Damit würde dann auch die drittgrößte Wirtschaftsnation dem Gelddruckwahn verfallen. Zentralbanken treiben Goldpreis in die Höhe Volumen der Zentralbankbilanzen und Goldpreis (in USD pro Feinunze)*
450 350 250 150 50 06 Jul. 11 Jan. 12 Jul. 12 07 08 09 10 11 12 Europäische Zentralbank Bank von Japan US Federal Reserve Bank von England

Quelle: Bloomberg. Tageswerte.

Silber-ETFs (Mio. Feinunzen)
610 600 590 580 570 560 550 540 530 Jan. 11

Quelle: Bloomberg. Tageswerte.

Quelle: Thomson Financial, eigene Berechnungen. *Alle Zeitreihen wurde auf den Wert 100 im Juli 2006 gesetzt.

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Platin (USD pro Feinunze)
1770 1720 1670 1620 1570 1520 1470 1420 1370 Aug 12 Sep 12 Okt 12 Nov 12

Bislang hat die Bank von Japan dem Politikdruck mehr oder weniger widerstanden: Ihre Bilanzsumme ist weitaus geringer gewachsen als die Zentralbanken in den anderen Volkswirtschaften (siehe Graphik). Dies könnte künftig nicht nur den vermutlich bereits erfolgten Abwertungstrend des japanischen Yen gegenüber vor allem dem US-Dollar einleiten (beziehungsweise verstärken), sondern zudem auch positive Rückwirkungen auf die Goldpreisentwicklung haben. Die sich nun unübersehbar aufbauende Rezessions(droh)kulisse in den großen Währungsräumen, insbesondere im Euroraum, wird die Politiken der Geldmengenvermehrung rasch wieder auf den Plan rufen; und die weiter anschwellenden Zentralbankbilanzen werden den Edelmetallpreisen wieder Schub verleihen. Am 15. November berichtete das World Gold Council über die Marktentwicklungen im dritten Quartal (für den ausführlichen Bericht klicken Sie bitte hier) – und reflektierten natürlich die enttäuschende Goldpreisentwicklung. Die gesamte Goldnachfrage fiel um elf Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 1.084,6 Tonnen. Die Schmuck-Goldnachfrage fiel um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, und die Industrie-Goldnachfrage sank um sechs Prozent. Die Gold-Investitionsnachfrage stieg um 56 Prozent gegenüber dem dritten Quartal 2011. Zentralbanken kauften 96,6 Tonnen, ein Anstieg um neun Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Quelle: Bloomberg. Tageswerte.

Platin-ETFs (Millionen Feinunzen)
1,6 1,5 1,4 1,3 1,2 Jan 11

Jul 11

Jan 12

Jul 12

Quelle: Bloomberg. Tageswerte.

Palladium (USD pro Feinunze)
700 680 660 640 620 600 580 560 Aug 12 Sep 12 Sep 12 Okt 12 Nov 12

Die Bestände der Gold „Exchange Traded Funds“ (ETFs) sind jüngst auf 83,6 Millionen Feinunzen angestiegen (+0,16 Millionen Feinunzen gegenüber der Vorwoche). Die Silber-ETF-Bestände stiegen sehr stark und erreichten 606,2 Millionen Feinunzen (+12,6 Millionen Feinunzen gegenüber der Vorwoche). Bei den Platin-ETF-Beständen gab es im Grunde keine Veränderung gegenüber der Vorwoche, sie betrugen nach wie vor etwa 1,50 Millionen Feinunzen. Die Palladium-ETF-Bestände hingegen fielen auf 1,84 Millionen Feinunzen (-0,03 Millionen Feinunzen).

Quelle: Bloomberg. Tageswerte.

Palladium-ETFs (Millionen Feinunzen)
2,4 2,2 2 1,8 1,6 Jan 11

Jederzeit zu bewältigen „Die alte Währung wurde kassiert und eine neue eingeführt, welche der Vorkriegswährung entsprach; für 1.000 Milliarden Reichsmark konnte man eine „Rentenmark“, demnächst Goldmark, eintauschen. Eine Aufgabe für Finanztechniker, jederzeit zu bewältigen, wenn Regenten von Autorität und eindeutigem Willen den Auftrag dazu gaben.“
Golo Mann (1992), Deutsche Geschichte des 19. Und 20. Jahrhunderts, S. 707 - 708.

Jul 11

Jan 12

Jul 12

Quelle: Bloomberg. Tageswerte.

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16. November 2012

US Dow Jones Aktienmarkt-Index relativ zum Goldpreis (USD pro Feinunze)
45
Rekord: 42,3 im August 1999

3

40

35

30

System von Bretton Woods endet, Goldpreis wird freigegeben

25

20

"Grosse Depression" beginnt mit US-Aktienmarkt-Crash

15

10

5
Tiefstand: 1,3 im Januar 1980

Im November 2012: 7,3

0 20 30 40 50 60 70 80 90 00 10

Quelle: Bloomberg, eigene Berechnungen. – Die Serie zeigt, wie teuer (billig) Gold relativ zum Aktienmarkt ist. Ein hoher Wert bedeutet, dass Gold relativ billig gegenüber Aktien ist, ein niedriger Wert, dass Gold relativ teuer gegenüber den Aktien ist. – Periode: Januar 1920 bis Anfang November 2012.

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Sehen Sie hierzu auch die Ausführungen im Degussa Marktreport vom 6. Juli 2012.

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16. November 2012

Edelmetallpreise, aktuell und Schätzungen (pro Feinunze)
In US-Dollar Gold I. Aktuell II. Gleitende Durchschnitte 5 Tage 10 Tage 20 Tage 50 Tage 100 Tage 200 Tage 1721,1 1718,7 1714,0 1742,0 1681,7 1662,6 32,5 32,2 32,1 33,2 30,9 30,9 1573,1 1560,2 1561,4 1618,7 1537,7 1547,9 627,3 620,1 611,5 638,1 618,1 634,5 1710,1 Silber 32,3 Platin 1559,0 Palladium 624,5

III. Prognosen Q4 2012 Q1 2013 Q2 2013 Q3 2013 Q4 2013 1948 2104 2293 2523 2825 36 39 44 50 59 1684 1818 1964 2082 2207 674 688 702 730 759

In Euro Gold I. Aktuell II. Gleitende Durchschnitte 5 Tage 10 Tage 20 Tage 50 Tage 100 Tage 200 Tage 1351,6 1348,2 1334,1 1348,7 1329,2 1298,0 25,5 25,3 25,0 25,7 24,4 24,1 1235,3 1223,9 1215,3 1253,0 1214,7 1207,5 492,6 486,4 476,0 494,0 488,5 495,0 1343,5 Silber 25,4 Platin 1224,8 Palladium 490,6

III. Prognosen Q4 2012 Q1 2013 Q2 2013 Q3 2013 Q4 2013 1623 1829 2085 2402 2825 30 34 40 48 59 1403 1581 1785 1983 2207 562 598 638 695 759

Quelle: Bloomberg, eigene Berechnungen und Prognosen (jeweils für das Quartalsende).

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16. November 2012

Goldpreis (pro Feinunze) in nationalen Währungen
Aktuell US-Dollar Euro Chinesischer Renminbi Japanischer Yen Britisches Pfund Schweizer Franken Indische Rupie Russischer Rubel Australischer Dollar Kanadischer Dollar 1.709,98 1.343,08 10.662,10 1.077,73 1.617,07 94.296,75 54.312,30 1.656,29 1.712,84 Vor einer Änderung Woche in % 1.731,18 1.361,95 10.808,32 1.088,99 1.642,44 94.718,55 54.638,20 1.666,86 1.733,93 -1,2 -1,4 -1,4 0,7 -1,0 -1,5 -0,4 -0,6 -0,6 -1,2 Vor einem Änderung Monat in % 1747,60 1336,83 10924,84 137606,52 1082,04 1615,84 92208,73 53840,91 1.698,10 1718,86 -2,2 0,5 -2,4 -0,4 0,1 2,3 0,9 -2,5 -0,4 Vor drei Änderung Monaten in % 1.615,10 1.306,98 10.287,01 1.026,63 1.569,90 89.834,07 51.478,20 1.536,71 1.595,04 5,9 2,8 3,6 8,2 5,0 3,0 5,0 5,5 7,8 7,4 Vor sechs Änderung Monten in % 1539,57 1210,39 9751,10 123790,39 967,64 1453,81 83884,33 47810,59 1.552,43 1557,65 11,1 11,0 9,3 11,4 11,2 12,4 13,6 6,7 10,0 Vor einem Änderung Jahr in % 1.763,38 1.308,37 11.232,27 1.121,93 1.621,04 89.785,60 54.342,53 1.745,04 1.805,64 -3,0 2,7 -5,1 -3,9 -0,2 5,0 -0,1 -5,1 -5,1 Vor zwei Änderung Jahren in % 1.339,70 991,82 8.879,46 843,08 1.331,47 60.691,34 41.778,23 1.372,64 1.369,52 27,6 35,4 20,1 24,2 27,8 21,4 55,4 30,0 20,7 25,1

138.588,81 137.603,17

0,7 128.066,23

12,0 136.277,88

1,7 111.616,23

Quelle: Bloomberg, eigene Berechnungen.

Aktien ausgewählter Goldproduzenten Währung

Preis

Barrick Gold Freeport McMoRan Goldcorp Newmont Mining Newcrest Mining AngloGold Ashanti Polyus Gold Kinross Gold Gold Fields Agnico-Eagle Mines IAMGOLD Harmony Gold Hui Index S&P 500 Quelle: Bloomberg.
Gold Forward Offered Rates (%)
6 5 4 3 2 1 0 07 08 1-Monat 09

USD USD USD USD USD USD USD USD USD USD USD USD USD USD

33,3 37,3 39,9 45,5 24,7 30,3 3,1 9,3 11,5 51,6 11,8 7,6 437,1 1353,3

Marktkapitalisierung, Mrd. 33,3 35,4 32,5 22,7 18,9 11,7 9,5 10,6 8,4 8,9 4,4 3,3 186,8 12488,0

% 1-Monat

% 3-Monate

% 1-Jahr

Kurs-GewinnVerhältnis 9,0 11,8 21,2 12,4 16,8 9,8 14,8 13,1 8,9 32,4 11,4 11,7 15,2 13,7

DividendenRendite (%) 2,1 3,2 1,3 3,1 1,4 2,2 … 1,7 3,8 1,2 2,1 0,0 1,6 2,3

-16,4 -10,1 -9,2 -18,5 -13,2 -13,0 -8,0 -9,9 -6,9 -0,7 -26,3 -7,0 -13,3 -7,0

-7,8 5,6 3,6 -4,3 -5,1 -14,2 7,6 11,4 -17,2 12,5 0,0 -26,3 -0,4 -4,4

-35,3 -2,5 -23,7 -33,0 -32,4 -34,8 -2,8 -32,0 -33,5 10,7 -43,5 -46,0 -25,3 9,4

Silber Forward Offered Mid-Rates (%)
6 5 4 3 2 1 0 10 11 6-Monate 12 12-Monate 07 08 1-Monat 09 3-Monate 10 11 6-Monate 12 12-Monate

3-Monate

Gold Lease Rates* in Basispunkten
350 300 250 200 150 100 50 0 -50 -100 07 08 1-Monat 09 3-Monate 10 11 6-Monate 12 12-Monate

Silber Lease Rates* in Basispunkten
300 250 200 150 100 50 0 -50 -100 07 08 1-Monat 09 3-Monate 10 11 6-Monate 12 12-Monate

*Libor-Zins abzüglich Gold Forward Offered Rates.

*Libor-Zins abzüglich Silber Forward Offered Mid-Rates.

Quelle: Bloomberg, eigene Berechnungen.

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16. November 2012

Weitere wichtige Wirtschaftsdaten, aktuell und Schätzungen
Aktuell I. Notenbankzinsen (in %) US Federal Reserve EZB Bank of England Bank of Japan II. Staatsanleihen (in %) US Treasury 10-J Bund 10-J UK Gov't 10-J JGBs 10-J III. Währungen EURUSD EURJPY EURGBP IV. Öl Ölpreis (Brent, Fass)* 0,00 0,75 0,50 0,10 Q4 12 0,00 - 0,25 0,00 - 0,25 0,50 0,10 Q1 13 0,00 - 0,25 0,00 - 0,25 0,50 0,10 Q2 13 0,00 - 0,25 0,00 - 0,25 0,50 0,10

1,58 1,34 1,74 0,73

1,80 1,50 1,70 0,90

1,80 1,60 1,80 1,00

1,90 1,70 1,90 1,00

1,27 103,2 0,80

1,20 101,0 0,86

1,15 98,0 0,84

1,10 108,0 0,84

108,6

114,1

119,8

125,8

Quelle: Bloomberg, eigene Prognosen.

Wertentwicklung verschiedener Anlageklassen seit Jahresanfang in Prozent
-10 -5 0 5 2,8 8,9 4,0 1,4 18,4 10,1 6,7 14,8 10 15 20 25 30 35

S&P 500 Nasdaq Euro STOXX 50 FTSE 100 DAX Swiss MI Nikkei Hang Seng Bovespa -0,8 Russia-7,8 CRB Index -4,1 Gold Silber Rohöl EURUSD -1,8 USDJPY EURGBP -3,7 EURCHF USDCAD -1,9 USDGBP USDJPY US-Staatsanleihe 7-10 J. US-Staatsanleihe 1-3 J. Euro-Staatsanleihe 1-3 J. Euro-Staatsanleihe 7-10 J. UK-Staatsanleihe 7-10 J. UK-Staatsanleihe 1-3 J. Japan-Staatsanleihe 7-10 J. Japan-Staatsanleihe 1-3 J. Quelle: Bloomberg, eigene Berechnungen.

9,3 16,0 1,0 3,5 1,0 2,1 5,4 2,4 0,4 12,8 3,9 5,4 0,6 3,4 0,2

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16. November 2012

Marktdaten
US-Arbeitslosenhilfe schnellt auf 439.000 hoch
US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in Tausend (saisonbereinigt, für 15. November 2012)
700 650 600 550 500 450 400 350 300 250 07 08 09 10 11 12 13 "Unerwartet" hoch, kurz nach der US-Präsidentenwahl verkündet; war der Wirbelstum schuld?

Quelle: Bloomberg.

Gold schlägt (bald wieder) Aktien
S&P 500 Aktienindex (USD) dividiert durch Goldpreis (USD pro Feinunze)
2,50 2,30 2,10 1,90 1,70 1,50 1,30 1,10 0,90 0,70 0,50 07 08 09 10 11 12 13

Quelle: Bloomberg, eigene Berechnungen.

US-Dollar-Giroguthaben der Kunden bei US-Banken sind mehr als zu 100 Prozent gedeckt
Dollar-Giroguthaben der Kunden dividiert durch die Reservehaltung der US-Banken in Prozent
180 160 140 120 100 80 60 40 20 0 99 00 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12

Quelle: Thomson Financial, eigene Berechnungen.

14

16. November 2012

Beiträge in bisher erschienen Ausgaben
Ausgabe
16. November 2012 9. November 2012 2. November 2012 26. Oktober 2012 19. Oktober 2012 12. Oktober 2012 5. Oktober 2012 27. September 2012 21. September 2012 14. September 2012 7. September 2012 31. August 2012 23. August 2012 17. August 2012 10. August 2012

Inhalt
Das Vermehren der Geldmenge schafft keinen Wohlstand. Im Gegenteil Wirtschaftspolitischer Kommentar: „Kreditvergabe wäre nicht so zügellos wie heute“ Edelmetallmarkt-Bericht: Japan zieht vermutlich bald nach Die Entzauberung des Raubstaates Wirtschaftspolitischer Kommentar: Das letzte Wort des Destruktivismus ist die Inflation Edelmetallmarkt-Bericht: Euro gerät weiter unter Druck Aus Euro-Frustration wird Euro-Depression Wirtschaftspolitischer Kommentar: Gegen den Verkauf von Bundesbankgold Edelmetallmarkt-Bericht: Neue Impulse für die Edelmetalle fehlen (noch) Wie weit gehen die Schweizer im Bestreben, ihren Franken zu schwächen? Wirtschaftspolitischer Kommentar: Was unbegrenzte Käufe von Staatsanleihen wirklich bedeuten Edelmetallmarkt-Bericht: Seitwärts unter großen Schwankungen Über die Idee, Euro-Staatsanleihen mit Gold zu besichern. Wirtschaftspolitischer Kommentar: Was Sie über die Geldmenge(n) und die „Kassenhaltung“ wissen sollten Edelmetallmarkt-Bericht: Gold versus Aktien Die „Große Inflation“ der 70er und 80er Jahre. Ein Lehrstück. Wirtschaftspolitischer Kommentar: Inflation ist ruinös für Arbeitnehmer und Sparer Edelmetallmarkt-Bericht: US-Dollar bald wieder um Aufwind Die Entwertung des Papiergeldes – ist noch lange nicht vorbei Wirtschaftspolitischer Kommentar: Cantillons Erkenntnisse Edelmetallmarkt-Bericht: Steigende Edelmetallpreise im 4. Quartal Das Gold hat die Bilanz der EZB vor noch Schlimmerem bewahrt. Wirtschaftspolitischer Kommentar: Was Sie immer schon über Geld wissen wollten … (Teil 6) Edelmetallmarkt-Bericht: Korrektur im Aufwärtstrend Der westeuropäische Interventionismus ist zum Scheitern verurteilt. Wirtschaftspolitischer Kommentar: Geldschaffen „aus dem Nichts“ führt zur Krise Edelmetallmarkt-Bericht: Leichte Preiskorrekturen stehen dem Aufwärtstrend nicht entgegen Mit der Ratifizierung des ESM ist der Weg frei in die Euro-Inflationsgemeinschaft. Wirtschaftspolitischer Kommentar: Was Sie immer schon über Geld und Gold wissen wollten … (Teil 5) Edelmetallmarkt-Bericht: Markt- und Umfeldbedingungen deuten auf weiter steigende Edelmetallpreise Zentralbanken können falsche Entscheidungen treffen – und zwar auch absichtlich. Wirtschaftspolitischer Kommentar: Was Sie immer schon über Geld und Gold wissen wollten … (Teil 4) Edelmetallmarkt-Bericht: Zurück auf den langfristigen „Bull-Markt-Trend“ Die Rufe, Amerika zurück zum Goldstandard zu führen, werden lauter. Wirtschaftspolitischer Kommentar: Was Sie immer schon über Geld und Gold wissen wollten … (Teil 3) Edelmetallmarkt-Bericht: Investitionsnachfrage nach Edelmetall steigt weiter Der EZB-Rat liebäugelt mit einer Zinskontrollpolitik – einer Politik, die die Ersparnisse entwertet. Wirtschaftspolitischer Kommentar: Was Sie immer schon über Geld und Gold wissen wollten … (Teil 2) Edelmetallmarkt-Bericht: Gold und Silber werden im Zuge der weltweiten Konjunkturabschwächung steigen Staatsschulden, die niemand zurückzahlen kann und will Wirtschaftspolitischer Kommentar: Was Sie immer schon über Geld und Gold wissen wollten … (Teil 1) Edelmetallmarkt-Bericht: Das Umfeld begünstigt die Aussicht auf wieder ansteigende Edelmetall-preise Die EZB macht ernst. Die „Lirarisierung des Euro“ hat begonnen. Wirtschaftspolitischer Kommentar: Die Zentralbankräte werden immer mehr Geld drucken Edelmetallmarkt-Bericht: Bodenbildung bei der Preiskonsolidierung; über das „Gold-Alpha“ Über das Geldvermehren, den Goldpreis und den Euro-Wechselkurs Wirtschaftspolitischer Kommentar: Die Fehler der EZB Edelmetallmarkt-Bericht: Preiskonsolidierung dauert weiter an „Depression“ – die unentrinnbare Folge eines Papiergeldbooms Wirtschaftspolitischer Kommentar: Die Krise des Interventionismus Edelmetallmarkt-Bericht: Aufbruch, aber noch kein Ausbruch Wie die Zentralbanken die Zinsmärkte manipulieren Wirtschaftspolitischer Kommentar: Was Inflation wirklich ist Edelmetallmarkt-Bericht: Erstarkender US-Dollar macht Edelmetallpreisen zu schaffen Die Zentralbanken sind auf Inflationskurs Wirtschaftspolitischer Kommentar: Kollektive Korruption Edelmetallmarkt-Bericht: Kein Grund zur Euphorie

3. August 2012

27. Juli 2012

20. Juli 2012

13. Juli 2012

Der wöchentliche Degussa Marktreport ist zu beziehen unter: www.degussa-goldhandel.de/de/marktreport.aspx Alle bisherigen Ausgaben des Degussa Marktreports stehen dort auch zum Download zur Verfügung.

15

16. November 2012

Für Ihre Notizen:

16

16. November 2012

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Für die Erstellung dieser Ausarbeitung ist Degussa Goldhandel GmbH, Frankfurt am Main, verantwortlich. Die Verfasser dieses Dokuments bestätigen, dass die in diesem Dokument geäußerten Einschätzungen ihre eigenen Einschätzungen genau wiedergeben und kein Zusammenhang zwischen ihrer Dotierung – weder direkt noch indirekt noch teilweise – und den jeweiligen, in diesem Dokument enthaltenen Empfehlungen oder Einschätzungen bestand, besteht oder bestehen wird. Der (bzw. die) in dieser Ausarbeitung genannte(n) Analyst(en) sind nicht bei der FINRA als Research-Analysten registriert/qualifiziert und unterliegen nicht der NASD Rule 2711. Dieses Dokument dient ausschließlich Informationszwecken und berücksichtigt nicht die besonderen Umstände des Empfängers. Es stellt keine Anlageberatung dar. Die Inhalte dieses Dokuments sind nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von in diesem Dokument genannten Edelmetallen und Wertpapieren beabsichtigt und dienen nicht als Grundlage oder Teil eines Vertrages. Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen stammen aus Quellen, die von der Degussa Goldhandel GmbH als zuverlässig und korrekt erachtet werden. Die Degussa Goldhandel GmbH übernimmt keine Garantie oder Gewährleistung im Hinblick auf Richtigkeit, Genauigkeit, Vollständigkeit oder Eignung für einen bestimmten Zweck. Alle Meinungsaussagen oder Einschätzungen geben die aktuelle Einschätzung des Verfassers bzw. der Verfasser zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder und können sich ohne vorherige Ankündigung ändern. Die hierin zum Ausdruck gebrachten Meinungen spiegeln nicht zwangsläufig die Meinungen der Degussa Goldhandel GmbH wieder. Die Degussa Goldhandel GmbH ist nicht dazu verpflichtet, dieses Dokument zu aktualisieren, abzuändern oder zu ergänzen oder deren Empfänger auf andere Weise zu informieren, wenn sich ein in diesem Dokument genannter Umstand oder eine darin enthaltene Stellungnahme, Schätzung oder Prognose ändert oder unzutreffend wird. Die in der Vergangenheit gezeigte Kursentwicklung von Finanzinstrumenten erlaubt keine verlässliche Aussage über deren zukünftigen Verlauf. Eine Gewähr für den positiven Anlageertrag einer in diesem Dokument beschriebenen Einschätzung kann daher nicht übernommen werden. Es besteht die Möglichkeit, dass in diesem Dokument genannte Prognosen aufgrund verschiedener Risikofaktoren nicht erreicht werden. Hierzu zählen in unbegrenztem Maße Marktvolatilität, Branchenvolatilität, Unternehmensentscheidungen, Nichtverfügbarkeit vollständiger und akkurater Informationen und/oder die Tatsache, dass sich die von der Degussa Goldhandel GmbH oder anderen Quellen getroffenen und diesem Dokument zugrunde liegenden Annahmen als nicht zutreffend erweisen. Weder die Degussa Goldhandel GmbH noch ihre Geschäftsleitungsorgane, leitenden Angestellten oder Mitarbeiter übernehmen die Haftung für Schäden, die ggf. aus der Verwendung dieses Dokuments, seines Inhalts oder in sonstiger Weise entstehen. Die Aufnahme von Hyperlinks zu den Websites von Organisationen, soweit sie in diesem Dokument auf-genommen werden, impliziert keineswegs eine Zustimmung, Empfehlung oder Billigung der Informationen der Websites bzw. der von dort aus zugänglichen Informationen durch die Degussa Goldhandel GmbH. Die Degussa Goldhandel GmbH übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt dieser Websites oder von dort aus zugänglichen Informationen oder für eventuelle Folgen aus der Verwendung dieser Inhalte oder Informationen. Dieses Dokument ist nur zur Verwendung durch den Empfänger bestimmt. Es darf weder in Auszügen noch als Ganzes ohne vorherige schriftliche Genehmigung der Degussa Goldhandel GmbH auf irgendeine Weise verändert, vervielfältigt, verbreitet, veröffentlicht oder an andere Personen weitergegeben werden. Die Art und Weise, wie dieses Produkt vertrieben wird, kann in bestimmten Ländern, einschließlich der USA, weiteren gesetzlichen Beschränkungen unterliegen. Personen, in deren Besitz dieses Dokument gelangt, sind verpflichtet, sich diesbezüglich zu informieren und solche Einschränkungen zu beachten. Mit Annahme dieses Dokuments stimmt der Empfänger der Verbindlichkeit der vorstehenden Bestimmungen zu.

Impressum Der Marktreport erscheint wöchentlich freitags und ist eine kostenlose Serviceleistung der Degussa Goldhandel GmbH Redaktionsschluss dieser Ausgabe: 16. November 2012 Herausgeber: Degussa Goldhandel GmbH Kettenhofweg 29, 60325 Frankfurt Tel.: (069) 860068-0, Fax: (069) 860068-222 E-Mail: info@degussa-goldhandel.de Internet: www.degussa-goldhandel.de Redaktion: Dr. Thorsten Polleit, Julia Kramer Druck: Degussa Goldhandel GmbH Degussa Marktreport ist im Internet abrufbar unter: http://www.degussa-goldhandel.de/de/marktreport.aspx Bildnachweis: Degussa Goldhandel GmbH
An- und Verkaufsniederlassungen: München: Promenadeplatz 12 · 80333 München Telefon +49-89-1392613 – 18 · muenchen@degussa-goldhandel.de Stuttgart: Kronprinzstraße 6 · 70173 Stuttgart Telefon: +49-711-305893 – 6 · stuttgart@degussa-goldhandel.de Köln*: Im Mediapark 8, c/o EBC KölnTurm, 50670 Köln Telefon: +49-221-55405 – 327 · koeln@degussa-goldhandel.de Frankfurt: Kettenhofweg 29 · 60325 Frankfurt Telefon: +49-69-860 068 – 100 · frankfurt@degussa-goldhandel.de Zürich: Bleicherweg 39, 8002 Zürich Telefon: +41-44-40341 10 · zuerich@degussa-goldhandel.ch * z. Zt. Termine nach Vereinbarung

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