Social Media für Hotellerie, Gastronomie & Tourismus Online Marketing Beratung, Projektbegleitung & Workshops

Fotos im Onlinemarketing
Ein Whitepaper nicht nur für Hotels & Touristiker
November 2012

“One Picture is Worth Ten Thousand Words”
(Fred R. Barnard)

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Inhalt
„Image-Sharing“ – ein neuer Trend? ..........................................................................................................................4 Wie können Hotels & Destinationen von diesem Trend profitieren? .....................................................5 Pinterest vs. Instagram ...............................................................................................................................................5 Flickr, Pinterest & Co. – Ein Überblick über die größten Plattformen .........................................................6 Flickr ...................................................................................................................................................................................6 Panoramio ........................................................................................................................................................................7 Picasa (-web)...................................................................................................................................................................7 Pinterest ............................................................................................................................................................................7 Instagram..........................................................................................................................................................................8 Worauf sollte man bei der Wahl eines Hotelfotografen achten? ................................................................. 10 Das perfekte Hotelfoto .................................................................................................................................................. 12 Das Licht .................................................................................................................................................................... 12 Die Perspektive ...................................................................................................................................................... 12 Die Kameraeinstellungen ................................................................................................................................... 13 Die Gestaltung ......................................................................................................................................................... 13 Der Blitz ..................................................................................................................................................................... 14 Die Nachbearbeitung ........................................................................................................................................... 14 Drei Tipps für einen gelungen Hotelschnappschuss ........................................................................................ 15 Bilder optimieren für die Google Bildersuche .................................................................................................... 16 Onpicture-Faktoren................................................................................................................................................... 16 Bildgröße .................................................................................................................................................................. 16 Bildformat, Breite und Höhe ............................................................................................................................. 16 Dateiname................................................................................................................................................................. 17 Ablage-Ordner – URL des Bildes ..................................................................................................................... 17 Komprimierungsformat: gif, png oder jpeg ................................................................................................ 17 Onpage-Faktoren........................................................................................................................................................ 18 Umliegender Text .................................................................................................................................................. 18 Onpage: Alt-Text des Bildes .............................................................................................................................. 18 Onpage: Title-Attribut ......................................................................................................................................... 18 Onpage: width und height.................................................................................................................................. 19 Onpage: Bildunterschrift .................................................................................................................................... 19 Copyright Angabe .................................................................................................................................................. 19 some communication | www.some-communication.de | info@some-communication.de

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Onpage: Titel der Seite ........................................................................................................................................ 19 Onpage: Überschriften ........................................................................................................................................ 19 Offpage-Optimierung ................................................................................................................................................ 20 Interne Verlinkung................................................................................................................................................ 20 Externe Backlinks .................................................................................................................................................. 20 Mehrfachverwendung ......................................................................................................................................... 20 Hotlinks ..................................................................................................................................................................... 20 Bildkopien ................................................................................................................................................................ 21 Autorität .................................................................................................................................................................... 21 Zusammenfassung ..................................................................................................................................................... 22 Onpicture-Faktoren .............................................................................................................................................. 22 Onpage-Faktoren ................................................................................................................................................... 22 Offpage-Optimierung ........................................................................................................................................... 22 Urheberrecht bei Bildern und Fotos im Internet ............................................................................................... 23 Grundsätzliches........................................................................................................................................................... 23 Was hat der Urheber für Rechte? ........................................................................................................................ 23 Was passiert bei Rechtsverletzungen? .............................................................................................................. 24 Fotorechte und Social Media ...................................................................................................................................... 26 Sonderproblem IP-Lizenzen und Facebook .................................................................................................... 27 Das Recht am eigenen Bild .......................................................................................................................................... 28 Unternehmensevents ............................................................................................................................................... 28 Über die Autoren ............................................................................................................................................................. 29 Herausgeber & Autor ................................................................................................................................................ 29 Autoren........................................................................................................................................................................... 29 Fotoverweise .................................................................................................................................................................... 30 Kontakt | Impressum ..................................................................................................................................................... 31

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„Image-Sharing“ – ein neuer Trend?
Autor: Thomas Hendele, Online Marketing Berater

Der Analyst Diffbot hat im vergangenen Juli 750.000 Twitter-Links unter die Lupe genommen und dabei herausgefunden, dass 36% davon Bilder waren. Am häufigsten waren es selbst aufgenommene Fotos. Ein Grund für diesen Trend ist der wachsende Erfolg zahlreicher mobiler Foto-Sharing-Apps wie z.B. Instagram, die nicht ohne Grund für eine stolze Summe von 737 Millionen Dollar von Facebook aufgekauft wurde. Von allen Inhalten, die wir Tag für Tag im Internet teilen, sind Fotos und Bilder die bei weitem erfolgreichsten. Im Gegensatz zu Texten sprechen Sie uns fast immer auf einer emotionalen Ebene an. Noch besser können das Videos, da sie gleich mehrere Sinne ansprechen. Doch Videos fordern auch Zeit. Ein Foto hingegen können wir in Bruchteilen von Sekunden erfassen und „bewerten“. Ein schnelles „gefällt mir“ und fertig ist die „Kommunikation für zwischendurch“.

Der „Image-Sharing“-Trend ist auch der Grund für den wachsenden Erfolg von Pinterest (samt zahlreicher Klone) und für zahlreiche Re-Designs bei Facebook, Twitter, Tumblr & Co. Alle großen Social Web Tools räumen Fotos mehr Platz ein – ob im Web oder mobil. Von diesem Trend können auch Hotels & Destinationen profitieren. Dazu müssen sie dem Contenttyp Foto nur mehr Bedeutung beimessen und sich um entsprechend hochwertige Inhalte bemühen. Dank der Vielzahl an unterschiedlichen Plattformen und Vorlieben der User sind hier allerdings keine Grenzen gesetzt: vom selbst gemachten Schnappschuss bis zum Profi-Foto ist alles möglich.

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Wie können Hotels & Destinationen von diesem Trend profitieren?
• • • • Hochwertige Fotos, Bilder oder Infografiken können mit dem eigenen Logo versehen werden. So wird mit jedem „share“ das Unternehmenslogo weiter verbreitet. Hotels & Destinationen sollten ihre Gäste aktiv dazu auffordern, die Inhalte zu teilen. Dazu ist es im Vorfeld nötig, alle Rechte am Bild zu besitzen. Ebenso können Gäste dazu aufgefordert werden, eigenes Bildmaterial zu erstellen. Welche Fotos sind schon authentischer als die Urlaubsfotos der Gäste? Bevor es ans Publizieren und Teilen geht, sollte sich das Unternehmen die einzelnen Plattformen genau ansehen, v.a. hinsichtlich der unterschiedlichen Nutzer und Inhalte. Dazu ein Beispiel:

Pinterest vs. Instagram
Hotels sollten sich nicht gleich auf alle Foto Plattformen stürzen. Vielmehr muss erst einmal abgewägt werden, welche die richtige ist. Dazu muss erst einmal geklärt werden, welcher Content bereits da ist und welcher mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen (Budget, Zeit, Know-How) zukünftig erstellt werden kann. Dann sollten die zur Verfügung stehenden Plattformen genau betrachtet werden, ob sie zum existierenden bzw. geplanten Content passen. Während Designhotels oder solche mit außergewöhnlicher Lage sich z.B. bei Pinterest gut inszenieren können - sofern entsprechend hochwertige Fotos vorhanden sind - ist Instagram die richtige Plattform für den mobilen Schnappschuss. Hier kann auch mal der Mitarbeiter von unterwegs posten. Solche Schnappschüsse werden jedoch auf Pinterest eher in der Menge untergehen. Ich rate allen Unternehmen daher, VORHER einen genauen Blick auf die Foto Plattform zu werfen und dann erst zu entscheiden, wie sie "gefüttert" werden soll. Doch welche Plattformen gibt es eigentlich? Im folgenden Artikel gebe ich Ihnen einen kleinen Überblick…

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Flickr, Pinterest & Co. – Ein Überblick über die größten Plattformen
Autor: Thomas Hendele, Online Marketing Berater

Foto-Sharing, also das Teilen digitaler Fotos im Internet, begleitet uns seit dem Start des Internets für die Öffentlichkeit. Die ersten Plattformen entstanden in den 1990ern, insbesondere durch den Wandel des Internets zum sog. Web 2.0 kamen ab Anfang der 2000er Jahre etliche weitere hinzu. Ein kleiner Überblick über die aktuell fünf größten Plattformen rund ums ImageSharing:

Flickr
Flickr, das eine Wortschöpfung für „to flick through“ sth“ (dt.: „etwas durchblättern“) ist, wurde bereits 2002 in Kanada gegründet. Ursprünglich als „Nebenprodukt“ eines Online-Spiels wurde Flickr bis Anfang 2004 zu der Plattform, die es heute ist und bereits 2005 von Yahoo gekauft. Heute sind auf Flickr mehr als 6 Milliarden Fotos von mehr als 40 Millionen Nutzern zu finden. Täglich kommen mehr als 3 Millionen neue hinzu. Der weltweite Erfolg der Plattform ist vor allem auf die browserbasierte Bedienung und die offenen Schnittstellen zu Dritten wie z.B. Twitter oder Facebook zurückzuführen. Außerdem macht die große Community die Plattform so interessant für Unternehmen. Hotels & Destinationen können einen Account mit Alben pflegen und durch entsprechende Nutzung relevanter Keywords dafür sorgen, von Gästen und potentiellen Multiplikatoren gefunden zu werden. Ebenso sind Flickr-Gruppen denkbar, die es erlauben, Inhalte auf Flickr zu kuratieren. So bieten die Travelcharme Hotels & Resorts ihren Gästen beispielsweise die Möglichkeit, auf Flickr eingestellte Fotos zur Gruppe „Travelcharme“ hinzuzufügen. Der Clou: Fotos der Gäste werden kuratiert und zeigen „an einem Ort“ wie schön es in den Hotels der Gruppe ist. Authentischer geht’s nicht. (Weitere ähnliche Communities sind z.B. www.fotocommunity.de und http://500px.com)

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Panoramio
Panoramio ist eine Foto-Sharing-Plattform, die v.a. zur Veröffentlichung georeferenzierter Fotos genutzt wird. Der Dienst wurde 2005 von zwei spanischen Unternehmern gegründet und weniger als zwei Jahre später von Google übernommen. Panoramio stellt sog. KML-Dateien (Keyhole Markup Language) zur Verfügung, die der Beschreibung von Geodaten für Dienste wie Google Earth, Google Maps oder Google Street View dienen. Destinationen und Hotels können georeferenzierte Fotos auf Panoramio hochladen, um sie in den entsprechenden Google Diensten anzeigen zu lassen. Diese Auswahl trifft allerdings Panoramio selbst. Dabei werden nur Bilder verwendet, die Orte, Landschaften o.Ä. zeigen. Ein georeferenziertes Foto einer Hotellobby hat also keine Chance in Google Maps angezeigt zu werden. Doch wer gute Fotos seiner Destination auf Panoramio einstellt, hat gute Chancen.

Picasa (-web)
Picasa ist eine Software zum Verwalten von Bildern auf der eigenen Festplatte. Ursprünglich als Shareware verkauft ist sie seit dem Kauf durch Google im Sommer 2004 kostenlos. Die PicasaWebalben sind ein ergänzendes Angebot, das 2006 dazu kam. Picasa-Webalben dienen – ähnlich Flickr – der Erstellung von Online-Fotoalben. Mittlerweile sind sowohl die Software Picasa als auch die Picasa-Webalben eng mit dem sozialen Netzwerk Google+ verknüpft. So können Fotos einfach mit Google+ geteilt werden und Picasa-Webalben sind für Kontakte auf Google+ zu sehen.

Pinterest
Pinterest setzt sich zusammen aus „pin“ und „interest“. Es geht darum, interessante Dinge - in Form von Fotos – an eine virtuelle Pinnwand zu „pinnen“. Pinterest ist im Grunde genommen keine Foto-Plattform wie Flickr oder Panoramio auf der man eigene Fotos hochlädt (obwohl es möglich ist). Pinterest ist vielmehr ein visueller SocialBookmarking-Dienst. Ähnlich wie bei Delicious oder Mister Wong kann man auf verschiedenen Boards Websites als Favoriten speichern. Nur eben nicht als Link, sondern indem man ein Bild der Website als „Gedankenstütze“ an die eigenen Boards „pinnt“. Jedes auf diese Art gepinnte Bild stellt einen Backlink zur entsprechenden Website dar, die mit einem Doppelklick auf das Bild aufgerufen wird. Auch hier steckt wieder der Gedanke dahinter, dass ein Foto in Sekundenbruchteilen wieder erkannt wird, ein Text erst gelesen werden muss.

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Wer schon mal einen Blick auf Pinterest geworfen hat, wird schnell feststellen, dass hier weniger Schnappschüsse und viel mehr wirklich grandiose Fotos mit dem „WOW“-Effekt zu finden sind. Weniger Amateur- dafür umso mehr Profi-Fotos. Für Hotels heißt das: Fotos vom Standard Doppelzimmer gehen im „Pinterest-Strom der schönen Fotos“ unter. Besonders gut eignet sich Pinterest für Design- oder Boutique Hotels oder solche, die in besonders reizvoller Landschaft liegen. Haben sie wirklich hochwertigen Content oder sind bereit Budget dafür auszugeben, kann Pinterest die richtige Plattform sein. (Der Erfolg von Pinterest führte zu zahlreichen Kopien. Ein deutsches Pendant zu Pinterest ist z.B. www.pinspire.de.)

Instagram
Instagram – einst „nur“ hippe Schnappschuss-App mausert sich immer mehr zu einem der beliebtesten Orte im Netz, wenn es um Foto-Sharing geht. Der Erfolg der mobilen Sharing-App war derart groß, dass Facebook sie kurzerhand kaufte: für 737 Millionen Dollar. Heute tummeln sich mehr als 100 Millionen Nutzer, bereits 40% der TOP 100 Marken weltweit sind ebenfalls auf Instagram aktiv. Bislang wurde Instagram quasi nur mobil genutzt. Zwar gibt es schon länger die Möglichkeit z.B. via http://web.stagram.com auch stationär nach Hashtags oder Nutzern zu suchen und sich die Fotos anzuschauen, doch grds. wurde Instagram eher mobil genutzt – von registrierten Nutzern. Doch das hat sich nun grundlegend geändert. Instagram startete nun eigene Webprofile. Unter www.instagram.com/[nutzername] werden die eigenen Fotos präsentiert – ähnlich anderen Foto-Plattformen wir Flickr oder Picasaweb.

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Neben großen Unternehmen wie Starbucks oder Nike sind mittlerweile auch erste Hotels auf Instagram anzutreffen. So teilen die Relexa Hotels unter dem Hashtag #relexamomente schon länger ihre Schnappschüsse. Und auch Hotels wie das Estrel Berlin oder das Sheraton Frankfurt Airport sind dabei:

Durch die mobile und unkomplizierte Nutzung bietet Instagram Unternehmen die Möglichkeit, schnelle Schnappschüsse als interessanten Content zu nutzen. „Hässliches wird durch Instagram schön“ hieß es vor einiger Zeit mal in einem Blogpost auf BASIC thinking (http://ow.ly/f99uH). Durch die Fotofilter lassen sich auch aus eher uninteressanten Schnappschüssen tolle Fotos generieren. Instagram lohnt sich daher prinzipiell für jedes Unternehmen. (Übrigens: ein mit der Hipstamatic-App geknipster Schnappschuss einer brechenden Welle während des Hurricans Sandy zierte sogar das Time-Cover der November-Ausgabe.)

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Worauf sollte man bei der Wahl eines Hotelfotografen achten?
Autor: Martin Schlichting, Fotograf

Fotografen an und für sich gibt es sprichwörtlich wie Sand am Meer. Bei einer solch großen Auswahl fällt es mitunter schwer, den richtigen für sein individuelles Projekt zu finden. Vor allem, wenn man inhaltlich so gut wie gar nicht im Thema drin steckt. Denn viele Hotelbesitzer oder Geschäftsführer sind vorrangig damit beschäftigt, den Betrieb am Laufen zu erhalten und setzen sich deshalb kaum mit den Details im Marketing auseinander. So sind sie oft auf Hilfe von Fachleuten angewiesen und müssen darauf hoffen, dass diese ihre Arbeit fachlich kompetent ausüben. Wie kommt ein Fotograf also zu seiner fachlichen Kompetenz? Eine entsprechende Ausbildung kann auf mehreren Wegen stattfinden. Einige beginnen eine handfeste Lehre bei einem Fotografenmeister, andere entscheiden sich für ein Studium. Manche starten als Assistenten bei Kollegen, die ihren Platz in ihrer Branche bereits gefunden haben und schließlich gibt es noch die vergleichsweise große Fraktion der Autodidakten. Pauschal lässt sich an dieser Stelle leider nicht sagen, welche Sorte für das Thema Hotelaufnahmen die geeignetste ist. Die einen sind Künstler, die nur schwerlich bereit sind, auf Vorgaben ihres Auftraggebers einzugehen. Die anderen übernehmen ‚blind‘ die Gepflogenheiten ihrer Lehrmeister, ohne dabei über den Tellerrand hinauszuschauen. Und wieder andere sind einfach noch nicht soweit. Denn in der Fotografie gibt es, auch wenn man die Ausbildung bereits hinter sich gebracht hat, kein „ausgelernt“. Lichtbildner müssen also stets offen für Neues sein. Müssen sich Kritik anhören und sie bewerten können. Müssen in der Lage sein, Einflüsse von außen zuzulassen und sich weiter zu entwickeln. Ein Berufsgenosse, der meint „Ich weiß schon, was ich tue!“, hat begonnen, sich auf seinem Entwicklungsstand auszuruhen. Doch wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein. Ein weiterer, unglaublich wichtiger, Punkt ist die Richtung, in die sich ein „Knipser“ entwickelt. Die meisten umgeben sich unglaublich gern mit anderen Menschen, wodurch die Wahl nur allzu oft auf die Portraitfotografie fällt. Geht es mehr in Richtung Kleidermode, rückt der Fokus auf die Perfektion, zieht es eher hin zur Emotion, so sind es die Momente, die man sich nicht entgehen lassen möchte. Andere entscheiden sich für Journalismus oder Straßenbilder. In beiden Fällen geht es vorrangig um ungestellte Momentaufnahmen in öffentlichem Raum. Dann sind da noch Hochzeits-, Sport-, Schwangerschafts-, Kinder- oder Landschaftsfotografen und viele andere mehr. Jedes Gebiet hat seine ganz eigenen Schwierigkeiten, vergleichbar mit den Fachgebieten der Medizin oder Rechtswissenschaften. Das geht so weit, dass auch einzelne Sparten nochmals unterteilt werden können. Daher ist es natürlich nicht verwunderlich, dass es neben all den anderen Bereichen auch jenes der Architektur- und noch spezieller der Interieur- bzw. Hotelfotografie gibt. Einer, in dem sich Menschen bewegen, die sich (fast) ausschließlich auf die Herausforderungen der Abbildung von some communication | www.some-communication.de | info@some-communication.de

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Gebäuden und Innenräumen eingestellt haben. Ich vergleiche dieses Thema gern mit der Medizin. Nehmen Sie einmal an, Sie stolpern unglücklich und verknacksen sich dabei Ihren Fuß. Sie werden sicher kaum einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufsuchen, um Ihren schmerzenden Knöchel behandeln zu lassen, sondern vielmehr einen, der sich auf den menschlichen Bewegungsapparat fokussiert hat. Einen Orthopäden. Suchen Sie sich also einen Spezialisten. Einen Fachmann oder eine Fachfrau mit großer Liebe zum Detail. Jemanden, der nichts dem Zufall überlässt. Einen Fotografen, der sich die Zeit nimmt, die Aufnahmen mühsam und sorgfältig zu arrangieren. Von der Perspektive, über den Bildaufbau, dem Herrichten von Mobiliar und Accessoires bis hin zum Licht. Der mit Ihnen klärt, worauf es Ihnen ankommt und darauf Rücksicht nimmt, sodass der unverwechselbare Charme und Charakter Ihres Hauses zur Geltung kommen kann und auf diese Weise die Gäste anspricht, die Sie ansprechen wollen. Darüber hinaus ist es selbstverständlich von großem Vorteil, wenn sich dieser im Hotelgewerbe auskennt, weil er der Branche privat sehr nahe steht oder gar selbst als Mitarbeiter dabei war. So kennt er die Abläufe und richtet mit Ihnen gemeinsam die Planung des Shootings sinnvoll aus, damit die internen Prozesse nicht mehr als unbedingt nötig gestört werden. Achten Sie darauf, dass die Nutzungsrechte der Fotos im Rahmen Ihrer Werbemaßnahmen unbegrenzt sind. Unabhängig von Medium und Auflagengröße. Dass eine Vereinbarung keine Befristung vorsieht oder gar jede einzelne Nutzung separat abgerechnet wird. Zwar erhöht dies im ersten Moment den Preis, doch ist dieser einmalig und berechenbar. Die anderen Optionen können schnell noch weitaus teurer werden. Denn es sind die Nutzungsrechte, die neben der erworbenen Fachkompetenz und sorgsamen Arbeit, also der damit verbundenen Qualität, einen Großteil der Preiskalkulation eines Fotografen ausmachen. Der Preis allein sollte also nicht entscheidungsgebend sein. Sie sehen, sehr viele Fallstricke gibt es bei der Wahl eines Hotelfotografen nicht zu beachten. Holen Sie nicht allein Angebote ein, sondern sprechen Sie mit einigen vielversprechenden Kandidaten und entscheiden Sie sich dann für denjenigen, bei dem Sie den Eindruck gewinnen, dass er die Vorzüge Ihres Betriebes am besten zur Geltung bringen kann.

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Das perfekte Hotelfoto
Autor: Martin Schlichting, Fotograf

Im Grunde eine Illusion. Denn jedes Hotel, sofern es keiner Kette mit festgesetzten Standards angehört, unterscheidet sich deutlich von seinem Wettbewerb. Sie verfügen schließlich über individuelle Vorzüge, auf die es Rücksicht zu nehmen gilt. Nichts desto trotz gibt es eine ganze Reihe genereller Ratschläge, die dabei helfen, eine gute bis sehr gute Aufnahme zu produzieren. Das Licht Bei Innenraumaufnahmen ist, oft mehr als an anderer Stelle, das Licht der Schlüssel zum Erfolg. Bevor es also losgeht, ist es ratsam, jedes Licht im Raum einzuschalten. Es hilft, Tiefe zu erzeugen, Farben herauszustellen und nicht zuletzt Akzente zu setzen. Anschließend kann man sich Gedanken darüber machen, ob zusätzliches Licht Anwendung finden soll oder nicht. Je nach Kundenwunsch und -anspruch fällt für mich zudem die Entscheidung, wie realistisch eine Aufnahme sein soll. Nicht immer geht es darum, die bloße Realität im Licht abzubilden, sondern vielmehr darum, ein Image zu erzeugen. Wichtig ist dabei nur eines: Auch wenn sie ein wenig “mogeln”, es sollte nicht allzu sehr auffallen. Die Perspektive Der zweite Schritt ist mindestens ebenso wichtig. Die Perspektive. Nachdem das Thema Licht fürs Erste geklärt ist, schauen wir uns im Raum um. Was wollen wir konkret herausstellen? Geht es um das Bett in einem Hotelzimmer? Ist die Bar im Restaurant ein ganz besonderes Highlight? Soll ein Tagungsraum aus der Sicht des Referenten aufgenommen werden? Oder doch lieber aus der eines Teilnehmers? Aus welchem Winkel macht das Interieur am meisten her und wie werden zugleich Reflektionen der Lichtquellen in Bildern, Spiegeln oder Fenstern dabei vermieden, sofern sie der Gestaltung nicht dienlich sind? Zumeist bietet es sich an, in eine Ecke zu fotografieren. Es erzeugt Tiefe und lässt den Raum größer erscheinen. Nicht selten wirkt ein Raum darüber hinaus attraktiver, nimmt man ihn aus einer tieferen Position, also der Augenhöhe eines 10-jährigen Kindes auf. Zuletzt sollte die effektive Brennweite zwischen 16 und 24 Millimetern liegen. Liegt man darüber, wird es schwer, die Größe des Objektes einzufangen. Darunter läuft man Gefahr, mit argen optischen Verzerrungen zu kämpfen zu haben.

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Die Kameraeinstellungen Kommen wir nun zu den Einstellungen an der Kamera. Zuerst empfiehlt es sich, eine möglichst niedrige ISO-Empfindlichkeit zu wählen, um ein allzu großes Bildrauschen, insbesondere in den dunklen Bildbereichen, zu unterbinden. Außerdem trägt es dazu bei, mehr Details im Bild zu erhalten. Ich gehe an dieser Stelle von ISO 100 aus. Hinzu kommt eine Blendeneinstellung von f/8. Da Weitwinkelobjektive von Natur aus eine hohe Schärfentiefe mitbringen, ist es daher kaum notwendig, die kleinstmögliche Blende zu wählen. Der Fokus wird auf “unendlich” gesetzt. Bei normal ausgeleuchteten Innenräumen sollte nun eine Verschlusszeit von ca. einer halben Sekunde die Folge sein. Sie kann gern länger ausfallen, doch wesentlich kürzer als 1/30 Sekunde sollte vermieden werden, da sonst das Licht der Lampen und dessen Stimmung nicht mehr zur Geltung kommt. Da meine Kamera einen verhältnismäßig hohen Dynamikumfang erfassen kann, entscheide ich mich häufig für die Verschlussautomatik (Av), bei der ich die Blende fixiere und der Kamera die Entscheidung über die Belichtungszeit überlasse. Bei einem besonders großen Hell-Dunkel-Unterschied sind diesem Vorgehen jedoch Grenzen gesetzt. Dann wäre es sinnvoller, eine Belichtungsreihe mit einem Umfang von mindestens vier Blendenstufen anzufertigen und später die sogenannte HDR-Technik anzuwenden. Die Gestaltung Es herrscht die weit verbreitete Meinung, in meinem Job sei es mit Hinstellen und Knipsen getan. Doch die Gestaltung ist mit Abstand der aufwändigste Schritt und mit den folgenden Ausführungen wird klar, warum es das nicht ist. Licht ist klar. Perspektive ebenso. Damit einhergehend auch der Bildausschnitt. Haben wir bei der Wahl der Perspektive grundsätzliche Regeln wie beispielsweise Symmetrie oder den “Goldenen Schnitt” beherzigt, so geht es nun daran, die Objekte passend zu arrangieren. Damit ein Foto keinen chaotischen Eindruck hinterlässt, müssen störende Elemente entfernt oder anders angeordnet werden. Einige können sogar hinzugefügt werden. Damit so manche Gegenstände ins Bild passen, sollten sie also verschoben werden. Das geht nicht selten so weit, dass diese beim Blick durch den Sucher, auf das Display oder, wenn die Technik es zulässt, direkt auf einen Laptopbildschirm zwar gut aussehen, real aber völlig unmöglich stehen. Das macht jedoch nichts. Schließlich bereiten wir eine gute Aufnahme vor und können anschließend wieder alles dorthin räumen, wo es hingehört. some communication | www.some-communication.de | info@some-communication.de

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Immer wieder der Kontrollgang zur Kamera, damit die Flucht einer Reihe von Tischen und deren Dekoration stimmt oder die Positionen von Stühlen, Sesseln, Kopfkissen und anderen Accessoires einen ordentlichen Anblick hinterlassen. Der Blitz Ein Blitz vermag, gezielt eingesetzt, Akzente zu setzen. Sicherlich handelt es sich dabei um Licht, das weder von der Inneneinrichtung, noch vom Tageslicht vorgegeben ist. Doch wie eingangs bereits erwähnt, geht es nicht immer nur um die reine Realität, sondern um Image. Es geht um Lebendigkeit und darum, das bestehende Interieur noch etwas interessanter zu gestalten. Ich für meinen Teil verfüge über eine kleine Armada von Kompaktblitzgeräten. Diese Variante bevorzuge ich aus mehreren Gründen. Sie sind klein und lassen sich im Raum gut verstecken. Sie sind unabhängig von einer externen Stromversorgung und sind nicht zuletzt leicht zu transportieren. Mit der passenden Funktechnik und einer guten Portion Erfahrung werden diese auf die jeweiligen Bedingungen eingestellt und anschließend synchron “abgefeuert”. Doch gibt es Situationen, in denen Blitzlicht störende Auswirkungen hätte. Einserseits, weil die Lichtstimmung eines Raumes von sich aus schon wundervoll sein kann, andererseits, weil sich ein Blitz manchmal, so klein er auch sein mag, beim besten Willen nicht vernünftig verstecken lässt und so beispielsweise als unschöner Reflex in einer Glas- oder Spiegelscheibe auftaucht. Die Nachbearbeitung Im Grunde ist das Foto nun fertig. Allerdings lässt es sich OOC (out of cam) selten verkaufen. Ein gewisser Nachbearbeitungsaufwand lässt sich praktisch nicht vermeiden. Anpassung von Belichtung, Farben und Kontrasten sind meist unentbehrlich. Dies sollte an einem geeigneten und vor allem kalibrierten Monitor geschehen, damit die Bildschirmansicht der des später gedruckten Werbematerials entspricht. Obendrein kommen bei mir noch viele Feinheiten ins Spiel, die hier jedoch den Rahmen sprengen. Eine gute Interieur-, insbesondere Hotelaufnahme ist stets das Ergebnis einer gründlichen und durchdachten Vorbereitung. Diese kann bei einem einzelnen Foto mitunter mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Es macht also Sinn, ausreichend Zeit einzuplanen. Das ist, keine Frage, sehr aufwändig, aber so werden Sie mit ansprechenden Ergebnissen belohnt. Ich wünsche Ihnen gutes Gelingen!

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Drei Tipps für einen gelungen Hotelschnappschuss
Autor: Martin Schlichting, Fotograf

In Zeiten von Twitter, Facebook und Instagram kommt es häufig darauf an, Informationen und bildliche Eindrücke zeitnah an den Verbraucher zu bringen. Dabei lässt sich dafür nicht immer so kurzfristig ein professioneller Fotograf engagieren oder dessen Bezahlung sprengt für den angedachten Zweck den finanziellen Rahmen. Oft geht es ja nur um ein einzelnes Foto. Worauf kann man als Laie also achten, damit das gewünschte Bild trotzdem vorzeigbar wird? Hier nun ein paar kleine Tipps, die aufzeigen, dass nicht allein Talent zu brauchbaren Fotos führt. 1. Wählen Sie die richtige Perspektive. Vermeiden Sie dabei allzu große Hell-DunkelUnterschiede. Wenn es also draußen sehr hell und innen vergleichsweise dunkel ist, dann versuchen Sie, nicht zum Fenster hinaus zu fotografieren. Nehmen Sie eventuell einen etwas tieferen Standpunkt ein und schwenken Sie die Kamera bzw. das Telefon weder nach oben, noch nach unten, um stürzende Linien zu unterbinden. 2. Der Bildaufbau ist ein zentraler Bestandteil in der Welt der Fotografie und der Kunst im Allgemeinen. Verwenden Sie Gestaltungsregeln wie den Goldenen Schnitt, die ZweiDrittel-Regel oder Symmetrie. Lassen Sie eventuell die eine oder andere Linie in die Bildecken auslaufen, um so zusätzliche Dynamik einzubringen. Hierfür können Sie die Kamera ggf. auch gezielt etwas drehen, sodass das Foto „schief“ wird. 3. Versuchen Sie, auf den eingebauten Blitz zu verzichten. Er senkt oft automatisch die Belichtungszeit und ist auf kurze Distanz sehr stark, obwohl dessen Kraft nach hinten raus sehr schnell abnimmt. Das birgt die Gefahr, dass die vorherrschende Lichtatmosphäre völlig davon verschluckt wird. Dazu hörte ich erst kürzlich (erneut) einen treffenden Spruch aus dem Tanzsport. Gutes Tanzen ist zu 90 % Transpiration und nur zu 10 % Inspiration. In der Fotografie verhält es sich ähnlich. Der größte Teil ist Handwerk. Halten Sie einige wenige wichtige Regeln ein und Sie werden zumindest keine schlechten Fotos mehr machen.

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Bilder optimieren für die Google Bildersuche
Autor: Martin Mißfeldt, tagSeoBlog
(Der nachfolgende Text ist ein Auszug aus dem E-Book „Bilder-SEO-Basics von Martin Mißfeldt“, das unter http://www.tagseoblog.de/downloads/Bilder-Seo-Basics-Missfeldt.pdf kostenlos heruntergeladen werden kann.)

Onpicture-Faktoren
Als „Onpicture-Faktoren“ werden die Einflussmöglichkeiten bezeichnet, die mit dem Bild an sich zu tun haben. Bildgröße Die Google Bildersuche bevorzugt Bilder, die eine Bildgröße haben, die für den Benutzer aussagekräftig ist. Wenn Bilder zu klein sind (z.B. Thumbnails oder Avatare), dann haben sie in aller Regel nicht genug Relevanz, um weit vorne gelistet zu werden. Nach meinen Beobachtungen kann man sagen: Ein Bild sollte wenigsten 60.000 Pixel haben (z.B. 300 x 200 Pixel Kantenlänge). Da man das in aller Regel nicht jedes Mal berechnen möchte, empfehle ich folgende Faustregel: Ein Bild sollte an mindestens einer Kante 300 Pixel lang sein. Natürlich kann man auch kleinere Bilder benutzen, aber die Wahrscheinlichkeit, dass sie dann in der Bildersuche vorne auftauchen, ist eher gering. Früher wurden Bilder, die größer als 1280 x 960 Pixel waren, fast nie in der normalen Bildersuche gezeigt. Das hat sich geändert: Inzwischen tauchen manchmal auch sehr große Bilder unter den ersten Suchergebnisse auf. Allerdings würde ich dennoch raten, stets eine Bildversion zu erzeugen, die zwischen 320 x 240 – 1280 x 960 Pixel groß ist – und dann diese Bildversion zu optimieren. Die größeren Versionen kann man dann ja beim Klick auf das Bild verlinken.

Bildformat, Breite und Höhe Seit Google die “neue” Bildersuche eingeführt hat, gibt es einen klaren Vorteil für 4:3Querformate. Das ergibt sich einfach, wenn man einen Blick in die Bildersuche wirft. Die Bilder werden von Google skaliert und manchmal beschnitten. Formate, die im 4:3-Querformat vorliegen, werden offenbar so belassen. Das führt dazu, dass diese Bilder in der Googlesome communication | www.some-communication.de | info@some-communication.de

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Bildersuche den meisten Platz einnehmen. Die Bildinformation und die Klickwahrscheinlichkeit sind demzufolge deutlich höher als bei Bildern, die im Hochformat angezeigt werden.

Dateiname Nach wie vor ist der Dateiname eines Bildes ein sehr wichtiger Rankingfaktor. Ganz grob kann man sagen: ein Bild rankt potentiell nur bei den Keywords, die im Dateinamen benutzt werden. Wenige Ausnahmen bestätigen die Regel. Der Dateiname sollte den wesentlichen Kern eines Bildes beschreiben. Man spricht auch von einem sprechenden Dateinamen. Als Trennzeichen zwischen Wörtern sollte man einen Bindestrich, und nicht einen Unterstrich benutzen. Matt Cutts hat kürzlich erst erklärt, dass diese Google-Prämisse so bestehen bleibt. Beispiel: "schwarze-katze.jpg" Achtung: die Keywords im Dateinamen sollten auch tatsächlich etwas mit dem Bild zu tun haben. Ich habe eine Reihe von Tests gemacht, bei denen das nicht der Fall war. Selbst wenn man das Bild in der Google Bildersuche nach vorne bekommt, nützt es einem auf Dauer nicht viel. Denn inzwischen spielt die Klickrate und Verweildauer eine nicht unerhebliche Rolle. Wenn ein Bild nicht den Erwartungen der Benutzer gerecht wird, wird es also schnell wieder im Ranking fallen. Wichtig: Früher war es so, dass man mehrere Keywords im Dateinamen haben konnte und damit potentiell mehrfach gut ranken konnte. Das hat sich nach meinen Beobachtungen geändert. Heute scheint Google sich zu entscheiden, für welches Keyword das Bild relevant ist. Man sollte daher versuchen, semantisch passende Begriffe oder Adjektive im Dateinamen zu benutzen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass das Bild bei anderen Keys rankt als gewollt.

Ablage-Ordner – URL des Bildes Wo sollte ein Bild am besten abgelegt werden? Spielt die Verzeichnis-Tiefe für das Ranking eine Rolle? Nach meinen Beobachtungen ist nur eines relevant: ein semantisch passender Ordnername. Beispiel: "/haustiere/schwarze-katze.jpg" Wie tief sich ein Bild in einer Ordnerstruktur befindet, ist nach meinen (zuletzt gemachten) Beobachtungen egal. Viel wichtiger ist die Frage, auf welche Dateistruktur-Tiefe ein Bild tatsächlich eingebunden bzw. verlinkt ist. “Sprechende Verzeichnis-URL” können insbesondere beim längeren Keyword-Phrasen auch beim Ranking hilfreich sein.

Komprimierungsformat: gif, png oder jpeg Welches Komprimierungsformat man beim Bildspeichern benutzt, ist für das BildersucheRanking egal. Das gif-Format (Grafik Interchange Format) ist vor langer Zeit von Compuserve entwickelt worden. Irgendwann hat mal jemand behauptet, dass es dafür ein Patent gäbe und die freie Benutzung des Gif-Formats potential illegal sei. Für das Ranking spielt das some communication | www.some-communication.de | info@some-communication.de

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Komprimierungsformat bzw. die Dateiendung keine Rolle. Technisch gesehen leistet das neuere png-Format (Portable Network Graphics) genau das gleiche wie gif, nur etwas besser. Die Komprimierungsmethode ist prinzipiell anders als bei jpeg (Joint Photographic Experts Group). Grafiken lassen sich in aller Regel besser als PNG komprimieren, Fotos besser mit jpeg.

Onpage-Faktoren
Bilder im Internet sind in aller Regel auf Websites zu sehen. Sie sind also im Quelltext eingebettet, den der folgende Abschnitt behandelt.

Umliegender Text Neben dem Dateinamen ist der “umliegende” Text sehr wichtig. Entscheidend ist dabei allerdings nicht das, was man sieht, sondern das, was im Quelltext steht. Im umliegenden Text sollte das Keyword mehrmals vorkommen. Wie weit der “umliegende Text” genau reicht, ist unklar. Man könnte auch sagen: das Keyword muss auf der Seite mindestens einmal, besser mehrfach vorkommen. Je näher die Keywords am Bild stehen, umso besser.

Onpage: Alt-Text des Bildes Der Alt-Text bzw. genauer: das Alt-Attribut ist vom W3C vorgesehen, um den Inhalt des Bildes zu beschreiben. “Alt” steht für “alternativ”. Dieser Text wird dann angezeigt, wenn man das Bild nicht zeigen kann. Die Gründe dafür können vielfältig sein: Serverprobleme, BrowserEinstellung oder einfach eine Sehschwäche. Insbesondere wegen des letzten Falls ist das AltAttribut aus W3C-Sicht auch Pflicht. Jedes Bild sollte einen aussagekräftigen Alt-Text haben. Beispiel: <img src="../images/haustiere/schwarze-katze.jpg" alt="Schwarze Katze im Garten">

Onpage: Title-Attribut Das Title-Attribut ist ein “Global-Attribut”, dass man laut W3C in vielen HTML-Tags benutzen kann. Es kann also auch im <image>-Tag benutzt werden. In aller Regel führt der Einsatz des Title-Attributs dazu, dass man beim Überrollen des Bildes einen “Tooltip”-Layer sieht, in dem der angegebene Text steht. Für das Title-Attribut empfiehlt sich daher, solche Informationen anzuzeigen, die für den Besucher zusätzlich interessant sein könnten. Beispiel: <img src="../images/haustiere/schwarze-katze.jpg" alt="Schwarze Katze im Garten" title="Schwarze Katze, 2006 © Ingo Henze"> Ich würde die Verwendung des “Title-Attributs” empfehlen, da es sich “sehr nahe” am Bild befindet.

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Onpage: width und height Die Größenangaben eine Bildes im img-tag sind hilfreich, aber für das Ranking nicht relevant. Ich würde dennoch empfehlen, diese Angaben immer zu machen, da sie das Laden der Seite beschleunigen. Denn wenn diese Maße gesetzt sind, wird anstelle des Bildes zunächst ein Platzhalter gesetzt. Der Rest der Seite kann also aufgebaut werden, bevor das Bild vollständig geladen ist. Insbesondere für Benutzer mit langsamer Datenleitung wird die “Website-Experience” dadurch verbessert.

Onpage: Bildunterschrift Wer einen WordPress-Blog benutzt, kennt das: Bilder bekommen dort automatisch eine Bildunterschrift. Das ist auch sehr zu empfehlen. Vermutlich ist die Bildunterschrift das, was Google als “nahestehend” bei einem Bild wünscht. Wer eigene Seiten programmiert, sollte daher stets darauf achten, Bildern mithilfe eines “<div>”-Containers eine Bildunterschrift zu geben.

Copyright Angabe Bislang schert sich Google offenbar herzlich wenig, wer der Urheber eines Bildes ist bzw. wer Nutzungsrechte dafür hat. Das ist irgendwie auch logisch, denn diese Info ist in den wenigsten Fällen eindeutig aus den Angaben einer Website abzuleiten. Es bräuchte ein zusätzliches <img>Attribut wie “copyright” oder so. Aber auch dann wäre die Frage, was Google damit macht. Ich würde dennoch empfehlen, immer eine Angabe zum Copyright des Bildes zu machen. Ein Copyright-Hinweis ist für User nützlich, aber für das Ranking (noch) irrelevant.

Onpage: Titel der Seite Es kann mit Sicherheit nicht schaden, wenn die Relevanz eines Bildes auch durch die Verwendung des Keywords im Seitentitel unterstrichen wird. Allerdings ist das auf keinen Fall zwingend. Es gibt zahlreiche Beispiele, wo Bilder bei Google ganz vorne stehen, die auf Seiten verwendet wurden, die letztlich einen anderen Inhalt (und Seitentitel) haben. Das Keyword im Seitentitel schadet nicht, ist aber nicht zwingend erforderlich. Viel wichtiger ist dagegen:

Onpage: Überschriften Wenn vor dem Bild eine Überschrift steht, in der das Keyword genannt wird, dann ist das nach meinen Beobachtungen ein hilfreiches Signal für Google. Ich würde empfehlen, vor dem Absatz, in dem das Bild auftaucht, eine Überschrift mit dem Keyword zu setzen.

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Offpage-Optimierung
Neben den Faktoren, die dem Bild innewohnen (Dateiname, Größe etc.), und den OnpageFaktoren (umgebender Text, Alt-tag etc.) spielen noch “Offpage-Faktoren” für das Bilderranking eine wichtige Rolle. Da sind zum Beispiel:

Interne Verlinkung Eine gute interne Verlinkung ist immer gut, nicht nur für Bilder. Allerdings sollte man nicht wild und beliebig cross-verlinken. Das wäre vielleicht für den Google-Bot gut, nützt aber sonst nichts. Im Gegenteil. Nach meiner Überzeugung wird der Faktor “Content-Autorität” immer wichtiger. Und genau die kann man mit intelligenter interner Verlinkung sicherlich stärken.

Externe Backlinks Eingehende Backlinks sind immer gut. Das gilt auch für Bilder-SEO. Allerdings sind diese eingehenden Links nicht direkt für das Ranking hilfreich – ansonsten würde die Reihenfolge der Bilderergebnisse ja denen der organischen Suche sehr ähneln. Backlinks sind für BilderSEO nur indirekt hilfreich. Zum einen können hochwertige Links natürlich den Trust – also das “Google-Vertrauen” in die Website stärken. Und zum anderen kann man natürlich über den Anker-Text das Keyword stärken. Nicht die Masse macht es, sondern “hochwertige Trustlinks” und vor allem der Ankertext des Links.

Mehrfachverwendung Wer ein Bild ins Internet stellt, kann das natürlich mehrfach verwenden. Diese Mehrfachverwendung wird von vielen oftmals vernachlässigt. Mehrfachverwendung bedeutet, dass man ein Bild, das man irgendwo eingestellt hat, von mehreren verschiedenen Seiten aus einbindet. Bei der Mehrfachverwendung wird also ein physikalisch vorhandenes Bild irgendwo auf mehreren Seiten eingebettet. Mehrfachverwendung ist ein positives Rankingsignal.

Hotlinks Hotlinks sind eigentlich nichts anderes als die zuvor beschriebene Mehrfachverwendung. Im Zusammenhang mit Hotlinks wird nur meist die Frage diskutiert, auf welche Seiten die Google Bildersuche verlinkt. Denn wenn es mehrere Seiten gibt, wo dasselbe Bild verwendet wird, hat Google natürlich die Wahl, wohin der Link zeigen soll. Bei dieser Frage experimentiert Google nach meiner Beobachtung sehr viel. Mal scheint die Keyword-Density der Zielseite den some communication | www.some-communication.de | info@some-communication.de

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Ausschlag zu geben, dann wieder der Trust, dann kommt es vor, dass Google den Link in kurzer Frequenz rotieren lässt. Zurzeit scheint Google der Seite mit der höchsten Trust den Link zu geben.

Bildkopien Bildkopien sind, wie der Name sagt, Kopien. Im Gegensatz zum eben Gesagten, wo es um dasselbe Bild ging, geht es nun um das gleiche Bild. Ein Bild wurde also heruntergeladen, und unter gleichem oder anderen Dateinamen an einem physikalisch anderen Ort abgelegt. Wenn diese Bildkopien dann irgendwo eingebettet werden, ist das ein positives Rankingsignal. Grundsätzlich kann man sagen: je öfter ein Bild benutzt wird, umso relevanter scheint es – aus Google-Sicht – zu sein. Bildkopien sind ein positives Rankingsignal. Allerdings hat sich hier etwas Entscheidendes geändert: früher war es egal, unter welchen Keywords die Bildkopien abgespeichert oder eingebettet werden. Inzwischen, so vermute ich, nützen die Kopien nur dann für das Ranking, wenn sie unter ähnlichen oder sogar gleichen Keywords abgespeichert werden.

Autorität Dieser Punkt ist in Bezug auf Bilder-SEO relativ neu – und er ist sehr schwer zu messen. Aber nach meiner Beobachtung bemüht sich Google auch in der Bildersuche zunehmend, Bilder vorne zu zeigen, die auf Seiten eingebettet sind, die auch inhaltlich relevant sind. Die Frage ist natürlich: wie gewinnt man diese Autorität? Dazu fällt mir letztlich nicht viel ein außer die Summe dessen, was zuvor genannt wurde: Trust-Links.

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Zusammenfassung
Onpicture-Faktoren • Ein Bild sollte an mindestens einer Kante 300 Pixel lang sein. • Das optimale Bildformat ist Querfomat 4:3. • Ein “sprechender” Dateiname ist nach wie vor sehr wichtig. • Für das Ranking spielt das Komprimierungsformat (gif, png, jpeg) keine Rolle.

Onpage-Faktoren • Das Keyword sollte nahe am Bild stehen, sowohl vor als auch nach dem Bild. • Der Alt-Text eines Bildes ist für Leser und Suchmaschinen sehr wichtig. • Das Title-Attribut im <img>-tag kann für die Leser hilfreich sein. • Width und Height sollten für die bessere Seitenperformance angegeben werden. • Eine Bildunterschrift ist aus SEO-Sicht sinnvoll. • Ein Copyright-Hinweis ist für User nützlich, aber für das Ranking (noch) irrelevant. • Das Keyword im Seitentitel ist nicht zwingend erforderlich. • Das Keyword in der Überschrift vor dem Bild ist gut für das Ranking. • Die Meta-Tags sind für das Ranking irrelevant.

Offpage-Optimierung • Interne Verlinkung kann die inhaltliche Autorität einer Seite stärken. • Externe Links können Trust stärken. • Das Keyword im Ankertext von externen Links ist ein positives Ranking-Signal. • Mehrfachverwendung eines Bildes deutet auf Relevanz hin. • Hotlinks (Mehrfachverwendung) sind ein positives Ranking-Signal. Zur Zeit scheint Google der Seite mit dem höchsten Trust den Link zu geben. • Bildkopien sind ein positives Rankingsignal. • Inhaltliche Autorität einer Seite scheint eine immer größere Rolle beim Bilderranking zu spielen.

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Urheberrecht bei Bildern und Fotos im Internet
Autorin: Sabine Heukrodt-Bauer, Rechtsanwältin / Fachanwältin für IT-Recht

Grundsätzliches
Fotos sind grundsätzlich urheberrechtlich geschützt – und zwar unabhängig davon, ob ein Foto mit einem Copyright versehen ist oder nicht. Das bedeutet: Jedes Foto hat einen Urheber und unterliegt einem urheberrechtlichen Schutz. Rechtsgrundlagen sind § 2 Abs. 1 Nr. 5 Urhebergesetz (UrhG) für „Lichtbildwerke“ und § 72 UrhG für „Lichtbilder“. „Lichtbildwerke“ sind Fotografien, die eine geistige Schöpfung darstellen, d.h. von künstlerischer oder professioneller Qualität sind. Nach § 64 UrhG beträgt die Schutzdauer des Urheberrechts bei diesen Lichtbildwerken 70 Jahre nach dem Tod des Fotografen. Lichtbilder sind dagegen „andere Fotografien“. Die Schutzdauer hier beträgt 50 Jahre ab der Erstveröffentlichung (§ 72 Abs. 3 UrhG).

Was hat der Urheber für Rechte?
Aus dem UrhG ergibt sich ein Bündel von Rechten, das der Urheber mit Entstehen der Bilder automatisch erwirbt. Hierbei handelt es sich insbesondere um diese Rechte: • • • • • Vervielfältigungsrecht § 16 UrhG Verbreitungsrecht § 17 UrhG Ausstellungsrecht § 18 UrhG Recht der öffentlichen Zugänglichmachung § 19a UrhG Recht der Wiedergabe durch Bild- und Tonträger § 21 UrhG

Der Urheber kann Dritten (z.B. Fotoagenturen) auch nach § 31 UrhG das Recht einräumen, seine Fotos für ihn zu vertreiben. Dabei kann das Nutzungsrecht an den Fotos entweder einfach oder ausschließlich „verkauft“ werden. Ein einfaches Nutzungsrecht an einem Foto können beliebig viele Dritte erwerben, das ausschließliche Nutzungsrecht steht dagegen exklusiv einem einzelnen Erwerber zur Verfügung. Außerdem können Nutzungsrechte zeitlich oder räumlich beschränkt werden: • • • • Nutzungsrecht zur Verwendung des Fotos nur in Drucksachen Nutzungsrecht zur Verwendung des Fotos nur auf einer bestimmten Internetseite Nutzungsrecht begrenzt auf 2 Jahre usw.

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Wer Fotos bei Fotoagenturen einkauft, sollte daher ganz genau in den jeweiligen Lizenzbestimmungen nachsehen, was er mit dem Foto darf – und was nicht.

Was passiert bei Rechtsverletzungen?
Wenn jemand ein Bild unberechtigt nutzt, hat der Urheber (Fotograf) oder der exklusive Rechteinhaber an dem Bild (meist eine Fotoagentur) einen Anspruch auf Unterlassung der Nutzung. Dem Verletzer drohen daher teure Abmahnungen. Dabei ist es unerheblich, ob das Bild schuldhaft bzw. vorsätzlich oder nur fahrlässig verwendet wurde, denn darauf kommt es bei den urheberrechtlichen Ansprüchen nicht an. Daher muss der Verletzer meist eine sogenannte strafbewehrte Unterlassungserklärung abgeben und sich verpflichten, das Bild zukünftig nicht mehr zu nutzen. Verstößt er dann gegen diese Vereinbarung, muss er eine Vertragsstrafe zahlen. Darüber hinaus hat der Rechteinhaber auch Ansprüche auf Auskunft und Rechnungslegung. Der Verletzer muss dann angeben, in welchem Ausmaß (wie lange, auf welchen Seiten, etc…) er das Bild unberechtigt genutzt hat und ob er damit evtl. einen Gewinn erzielt hat. Der Rechtsinhaber benötigt diese Auskünfte, damit er seinen Schadensersatzanspruch beziffern kann. Dazu gehören die sog. fiktiven Lizenzgebühren, die der Rechteinhaber geltend machen kann. Der Verletzer wird dabei so behandelt, als ob er sich für das Bild beim Rechtsinhaber eine Lizenz ordentlich gekauft hätte. Als Richtlinie für die Lizenzgebühren gilt die Tabelle „MFM-Bildhonorare“, die fast alle Gerichte als Berechnungsgrundlage akzeptieren. Danach kostet beispielsweise die Nutzung eines Bildes auf einer Internet-Unterseite für 6 Monate 180,00 EUR. Handelt es sich bei der Internetseite um einen Onlineshop, kommt ein 50 % -iger Aufschlag hinzu (= 180,00 EUR + 90,00 EUR) Erfolgt die illegale Nutzung des Bildes auch noch ohne Urheberbenennung, kann der Rechteinhaber nach herrschender Rechtsprechung außerdem einen zusätzlichen Aufschlag von 100% auf die fiktive Lizenzgebühr verlangen (= 180,00 EUR + 90,00 EUR + 270,00 EUR). In der Regel betraut der Rechteinhaber einen qualifizierten Anwalt mit der Durchsetzung seiner Ansprüche. Dieser mahnt den Verletzer zunächst ab und fordert ihn zur Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung, zur Auskunft und zur Rechnungslegung sowie zur Zahlung von Schadensersatz auf. Im Rahmen des Schadensersatzanspruchs kann der Rechtsinhaber alle Schäden geltend machen, die ihm durch die unberechtigte Nutzung des Bilds tatsächlich entstanden sind. Dazu zählen neben den Lizenzkosten auch die Kosten des mit der Abmahnung beauftragten Anwalts. some communication | www.some-communication.de | info@some-communication.de

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Kommt der Verletzer den Forderungen in der Abmahnung nicht nach, können diese auf gerichtlichem Wege durchgesetzt werden. Dabei kann wegen des Unterlassungsanspruchs als Eilrechtsschutz das einstweilige Verfügungsverfahren gewählt werden. Für die Einforderung der Schadensersatzansprüche ist der ordentliche Rechtsweg zu beschreiten.

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Fotorechte und Social Media
Autorin: Sabine Heukrodt-Bauer, Rechtsanwältin / Fachanwältin für IT-Recht

Im Zeitalter von Facebook, Twitter & Co werden heutzutage Fotos im Internet geteilt, verlinkt und übernommen, ohne dass zuvor die Urheberrechte geklärt sind. Beispiele: • • • Der Twitter-Dienst Twitpic (www.twitpic.com/) ermöglicht das Teilen von Fotos anderer Nutzer, so dass diese im eigenen Account angezeigt werden; Über Pinterest (www.pinterest.com/) können Fotos Dritter an die eigene virtuelle Pinwand geheftet werden; Über Facebook werden Fotos hochgeladen und mit anderen Nutzern geteilt.

Das nur dem Urheber oder Nutzungsrechteinhaber zustehende Recht zur Veröffentlichung und Verwertung seiner Fotos bedeutet für das Social-Media-Zeitalter folgendes: • Nur weil Bilder im Internet veröffentlicht wurden, sind sie noch lange nicht frei verwendbar. Es dürfen keine Fotos im eigenen Account angezeigt werden, wenn der Inhaber nicht über die entsprechenden Nutzungsrechte des Urhebers verfügt. Ist der Urheber nicht ausfindig zu machen, sind die Finger von dem Material zu lassen Der Inhaber eines Social-Media-Accounts haftet für das Vorliegen des Einverständnisses und das Bestehen einer fehlerfreien „Rechtekette“, wenn er fremde Fotos bei sich anzeigen lässt. Hat der Inhaber die Rechte von einem vermeintlichen Lizenzgeber, der tatsächlich gar keiner ist, kann der Inhaber vom Urheber abgemahnt werden, obwohl ihn eigentlich gar keine „Schuld“ trifft. Der Inhaber kann dann lediglich den falschen Lizenzgeber in Regress nehmen, muss aber gegenüber dem Urheber eine Unterlassungserklärung abgeben und Schadenersatz zahlen. Die Veröffentlichung von fremden Fotos ohne Zustimmung wird nicht dadurch zulässig, dass der Urheber als Quelle benannt wird.

Damit wird klar, dass beispielsweise die Nutzung des Dienstes Twitpic mit einem hohen Risiko behaftet ist, denn der Nutzer kann die Rechte an einem dort eingestellten Foto im Zweifel nicht nachvollziehen. Ob die Fotos überhaupt zulässig in den Dienst gelangt sind, ist vollkommen unklar. Gleiches gilt für Pinterest.

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Sonderproblem IP-Lizenzen und Facebook
Wer bei Facebook ein Konto betreibt und Inhalte wie Fotos dort einstellt, muss im Zusammenhang mit Urheberrechten sehr vorsichtig sein. Nach Ziffer 2 der Nutzungsbedingungen von Facebook bleibt ein Accountbetreiber zwar Eigentümer aller Inhalte und Informationen, die er auf Facebook postet. Allerdings erteilt er für alle Inhalte die unter die Rechte an geistigem Eigentum fallen („IP-Inhalte“), sofern er in den Einstellungen nichts anderes eingestellt hat, Facebook ein einfaches Nutzungsrecht an der weiteren Verwertung. Facebook erhält automatisch ein einfaches, an Dritte übertragbares und unterlizensierbares, weltweites Nutzungsrecht an diesen Inhalten. Das Nutzungsrecht kann zwar durch Löschung der Inhalte oder des Facebook-Kontos widerrufen werden. Das gilt aber nur für Inhalte, die nicht mit anderen geteilt wurden, da diese in den Dritt-Accounts nicht wieder entfernt werden können. Nach einem Urteil des Landgerichts Berlin vom 6.03.2012 (Az. 16 O 551/10) zur Vorgängerklausel in den Nutzungsbedingungen von Facebook könnte auch die neue Klausel unzulässig sein. Facebook bietet zwar jetzt die Möglichkeit, die Einstellungen zur Privatsphäre zu ändern, doch scheinen die Argumente des Landgerichts noch nicht ausgeräumt: Facebook lasse sich umfassende und kostenlose Nutzungsrechte an den Inhalten einräumen, die unter die Rechte an geistigem Eigentum fielen. Die Rechteeinräumung erfolge in einem nicht überblickbaren Umfang, so dass die Klausel unzulässig nach § 307 Abs. 2 Nr. 1 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) sei. Nach der im Urheberrecht geltenden Zweckübertragungslehre aus § 31 Abs. 5 UrhG bestimmt sich im Zweifel nach dem Vertragszweck, welche Rechte an den Inhalten Facebook tatsächlich eingeräumt werden. Danach wird man davon ausgehen müssen, dass die Inhalte auf den eigenen Facebook-Seiten angezeigt werden dürfen, auf fremden Seiten aber wohl nicht. Auch wird Facebook die Inhalte nicht zu eigenen Zwecken, etwa in der Werbung verwenden dürfen. Die weitere Entwicklung in der Rechtsprechung bleibt jedoch abzuwarten.

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Das Recht am eigenen Bild
Autorin: Sabine Heukrodt-Bauer, Rechtsanwältin / Fachanwältin für IT-Recht

Das Recht am eigenen Bild ist in § 22 Kunsturhebergesetz (KUG) geregelt und besagt, dass jeder grundsätzlich selbst darüber bestimmen darf, ob überhaupt und in welchem Zusammenhang Bilder von ihm veröffentlicht werden. Dort heißt es: „Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden. Die Einwilligung gilt im Zweifel als erteilt, wenn der Abgebildete dafür, dass er sich abbilden ließ, eine Entlohnung erhielt[…]“. Es bestehen jedoch Ausnahmen nach § 23 Abs. 1 KUG. Danach ist u.a. in diesen Fällen keine Einwilligung des Abgebildeten für die Veröffentlichung eines Fotos erforderlich • • • wenn es sich bei der abgebildeten Person um eine Person der Zeitgeschichte handelt; wenn die Person nur als Beiwerk neben einer Landschaft oder sonstigen Örtlichkeit erscheint; bei Bildern von Versammlungen, Aufzügen und ähnlichen Vorgängen, an denen die dargestellten Personen teilgenommen haben.

Unternehmensevents
Bei Unternehmensevents (Messen, Workshops, Betriebsfeste, Jubiläen usw.) werden oftmals Fotos von Teilnehmern und Besuchern gemacht, die später aus Marketinggründen in Unternehmenszeitschriften und Internetpräsenzen veröffentlicht werden. Hierbei handelt es sich im Zweifel um private Veranstaltungen. Zwar werden sie teilweise von einer Vielzahl von Personen besucht, doch sind die Veranstaltungen in aller Regel nicht öffentlich. Es gibt zuvor Einladungen, manchmal auch Tickets. Das Fotografieren der Gäste ist dann nur zulässig, wenn diese bei den Aufnahmen wissen, dass die Fotos später im Internet veröffentlicht werden sollen. Bei Messen sollte der Fotograf daher vor dem Fotografieren das Einverständnis der Standbesucher kurz mit Namen und Anschrift festhalten und schriftlich dokumentieren. Bei größeren Veranstaltungen im Unternehmen sollte im Eingangsbereich ein deutlich sichtbares Schild aufgehängt werden mit dem Hinweis, dass von den Gästen und der Veranstaltung Fotos gemacht und diese veröffentlicht werden sollen.

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Über die Autoren
Herausgeber & Autor
Thomas Hendele
Thomas Hendele ist selbstständiger Online Marketing Berater. Mit mehr als 15 Jahren Hotel- & Tourismuserfahrung und fast 10 Jahren Erfahrung im Bereich Online Marketing hat er sich dabei auf die Beratung und Projektbegleitung von Hotels, Tourismus- & Gastronomiebetriebe spezialisiert. Er ist Referent & Dozent an diversen Fachschulen und hat bereits zahlreiche Fachartikel veröffentlicht. www.some-communication.de | www.hotel-newsroom.de

Autoren
Martin Schlichting
Martin Schlichting ist selbstständiger Fotograf aus Dresden. In Berlin aufgewachsen entdeckte er noch während seiner Lehre zum Chemielaboranten über den Umweg des Tanzsports seine Liebe zur Fotografie, die er seither immer weiter entwickelt und ausbaut. Nachdem er sich 2009 in Dresden niederließ, liegt sein Schwerpunkt heute auf der Architektur- (im Speziellen Interieur) und Unternehmensfotografie. Martin Schlichting fotografierte bereits für die Accor Gruppe, Quality Hotels, Hotel Privat Dresden uvm. www.sconi-piladi.de

Martin Mißfeldt
Martin Mißfeldt ist Künstler, Mediendesigner und Projektmanager. Bereits während seines Studiums arbeitete er an einem Forschungsprojekt mit, dass sich mit den Möglichkeiten und dem Einfluss digitaler Medien in Bezug auf die Bildende Kunst beschäftigte. 2002 gründete er die Firma DUPLICON. Der Berliner Internet-Dienstleister konzipiert, gestaltet und produziert webbasierte Lösungen. www.duplicon.de | www.tagseoblog.de

Sabine Heukrodt-Bauer
Sabine Heukrodt-Bauer ist Fachanwältin für Informationstechnologierecht in der Kanzlei Res Media für IT-Recht, Medienrecht und gewerblichen Rechtsschutz mit Standorten in Mainz und Mannheim.

www.res-media.net some communication | www.some-communication.de | info@some-communication.de

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Fotoverweise
Seite 1 Seite 4 Seite 6 Seite 8 Seite 9 Seite 12 „Düne“, CC-BY Thomas Hendele Screenshot „Instagram Webprofil“ Screenshot „Flickr Gruppe Travelcharme“ Screenshot „Pinterest Board Four Seasons Hotels & Resorts” Screenshot “Instagram Webprofil Sheraton Frankfurt Airport” Pianobar des Quality Hotel Plaza Dresden - © Michael Schlichting, sconi piladi Fotografie Zimmer im Hotel Privat Dresden – © Michael Schlichting, sconi piladi Fotografie „Zollstock“ – Fotolia, © J&A „Zollstock“ – Fotolia, © J&A „http“ – Fotolia, © jamdesign „SEO“ – Fotolia, © Stauke „Waage“ – Fotolia, © kittisak_taramas „Paragraph“ – Fotolia, © Moon Profilbilder (privat)

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Kontakt | Impressum
Thomas Hendele

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