Marktsicht

Big Data schafft nicht nur neue Jobs, sondern neue Berufsbilder - Experton Group empfiehlt Berufsausbildung für Data-Scientists und Data-Artists

Holm Landrock
Holm.landrock@expert on-group.com

D

as Datenwachstum ist die derzeit größte

Herausforderung in der IT. Die Anwenderunternehmen müssen noch erkennen, welches Potenzial die im Unternehmen und im Internet vorhandenen Daten in sich bergen. Dieses Potenzial zu entdecken kann jedoch nicht die Nebenaufgabe von IT-Verantwortlichen oder Mitarbeitern aus den Fachverfahren sein. Unternehmen, die von den enorm großen Datenvolumina, die derzeit in den Unternehmen und im Internet vorhanden sind, profitieren wollen, müssen in spezifisch ausgebildete Mitarbeiter – Data-Scientists und Data-Artists – investieren und vorhandene Mitarbeiter qualifizieren und befähigen. Dabei geht es vor allem darum, dass die Data-Scientists kreativ, frei und möglichst bereichsübergreifend mit den Daten arbeiten, buchstäblich jonglieren, können. Dies erfordert aber bei vielen Unternehmen ein massives Umdenken.

November 2012 © Experton Group

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Das Erforschen von Daten – und das mit allen Arten von Daten – ist wesentlicher Bestandteil des Berufsbildes eines „Data-Scientists“. Ergänzend wird das Berufsbild des „DataArtists“ entstehen, dessen Aufgabe vor allem die Visualisierung der gewonnen Informationen ist. Unterstützung bei der Ausbildung von

Mitarbeitern für die Rolle der Data-Scientists und weiterer neuer Berufsbilder sind ein guter Grundstein für künftige Big-Data-Projekte und sich daraus ergebende nachhaltige Geschäftserfolge. Wenn es um die derzeitige und zukünftige Verteilung Unternehmensinformationen Geschäftsführung, aufbereiteter geht, liegen und Wie wichtig die Erzeugung und Visualisierung geeigneter, fachlich passender Unternehmensinformationen für die bisher nicht so stark in den Informationsprozess eingebundenen Abteilungen ist, belegt die aktuelle MultiClient-Studie „Big Data 2012 2015“ der Experton Group. Die immer stärkere Nutzung erstreckt der von sich Finanzabteilung

Abbildung:

Aktuelle

Nutzung

von

Unternehmensinformationen nach Branchen. Quelle: Experton Group AG, 2012.

Controlling mit Abstand vor den anderen Bereichen und Abteilungen des Unternehmens und der Lieferkette. Alle Bereiche sollen den Anwenderaussagen zufolge künftig mehr Zugriff auf die Unternehmensinformationen aus Business-Intelligence, Data-Warehouses und Big-Data-Analytics erhalten. Am stärksten wird sich dabei die Verteilung der Daten an Einkauf, Kunden sowie Vertrieb und Produktion erhöhen, die künftig stärker von den Unternehmensinformationen profitieren sollen.

Unternehmensinformationen die Logistikbereiche

dabei auf nahezu alle Fachbereiche. So werden befragten Unternehmen Unternehmensinformationen

künftig fast genauso stark nutzen wie heute das Top-Management. Unternehmensführung, Finanzen und Controlling sind allerdings heute und künftig noch immer die Bereiche, die am intensivsten mit den Geschäftsdaten arbeiten. Das Nutzungsverhalten steht somit in einer engen Korrelation zu den primär adressierten Zielgruppen.
Oktober 2012 © Experton Group www.experton-group.de

Unternehmensstrukturen

und

Unternehmensführung, Psychologie, Technik (z.B. Verkehr, Medizin, Food & Beverage) und Medien. Zur Ausbildung zum Data-Artist gehören

beispielsweise

Grafikdesign,

Psychologie,

Mathematik, IT und Kommunikation. Die Data-Scientists und Data-Artists erzeugen und veranschaulichen Anwendungsszenarien für große Datenmengen, wie sie bei den

Abbildung:

Zukünftige

Nutzung

von

Anwendern, die an der vorliegenden Studie teilnahmen, heute noch nicht zum Alltag gehören. Die Experton Group hier empfiehlt gemeinsam der ICTmit

Unternehmensinformationen nach Branchen. Quelle: Experton Group AG, 2012.

Bislang

gibt

es

jedoch

nur

wenige

Branche

Unternehmen, die sich für die Ausbildung von Data-Scientists und -Artists engagieren. SAS bietet beispielsweise im Rahmen eines dualen Studiums zehn Studierenden die Möglichkeit, sich auch in Richtung eines Big-Data-Analysts zu qualifizieren. Das bestätigte SASDeutschlandchef Wolf Lichtenstein auf dem SAS Forum 2012. EMC bietet mehrtägige Weiterbildungsseminare an, um sie für die „sprechfähig“ zu machen. Data-Scientist dreijährigen und Data-Artist sind für IT-Spezialisten Big-Data-Thematik

Bildungseinrichtungen, wie zum Beispiel den Berufsakademien, Fachschulen und mit den Branchenverbänden, aber auch den IHK, baldmöglichst neue Berufsbilder zu schaffen.

Berufsbilder, die im Rahmen einer zwei- bis Berufsausbildung vermittelbar sind, die aber aufgrund ihres QuerschnittsCharakters heute noch nicht existieren. Der Data-Scientist benötigt eine QuerschnittsAusbildung, beispielsweise mit Kenntnissen über Mathematik (Statistik), IT (Grundlagen der Programmierung, SQL und Datenbanken, Grundlagen Kenntnisse der über Informationstechnik, Netzwerke),

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