Marktsicht

Auch IT-Leiter in kleineren und kleinen mittelständischen Unternehmen müssen an ihrer Reputation arbeiten

Axel Oppermann
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F

ür viele IT-Leiter in (kleinen) mittelständisch

geprägten Unternehmen beginnt gerade die Hochphase der unangenehmen Jahreszeit. Insbesondere dann, wenn sie organisatorisch irgendwo in der Stablinie zwischen Organisationsabteilung und der Finanzabteilung (dem CFO) positioniert sind. Es geht um Budgetplanungen für das kommende Jahr, einen Rückblick auf das laufende Jahr und gegebenenfalls noch um eine langfristige Strategie. Gerade IT-Leiter, die sich in einer solchen Situation befinden, also keinen wirklichen Einfluss auf Entscheidungen haben und über die eigentliche Strategie des Unternehmens nur über Dritte – also über Umwege – erfahren, haben es besonders schwer. Jedoch ist das Problem teilweise hausgemacht: Sie sorgen nicht für eine entsprechende Wahrnehmung ihrer Leistungen im Unternehmen und vergessen, an ihrer Reputation zu arbeiten. Hier gilt es jetzt, für das kommende Jahr zu planen.

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Negative Stimmung – bzw. eine schlechte Reputation – kann schnell entstehen. Unter „Reputation“ wird hier die Summe aller Wahrnehmungen, die als „wahr“ genommen werden, verstanden. Sie wird allgemein als das Ansehen, z.B. der IT-Abteilung oder des ITLeiters in der Öffentlichkeit (d.h. hier im Unternehmen), definiert. Glaubwürdigkeit ist hierbei ein zentraler Faktor der Reputation. Wahrnehmungen entstehen durch Fakten, Verhalten und durch Handeln. Und gerade diese Reputation – also die Stellung der ITLeitung im (mittelständischen) Unternehmen ist durch Wahrnehmungen dann gefährdet, und wenn dabei oder reale ein nicht sind lange Sachverhalte erfolgt. Die

Fakt ist, dass sich die Konkurrenzsituation für IT-Verantwortliche Unternehmen, die in mittelständischen und organisatorisch

strategisch keinen Einfluss haben, permanent verstärkt hat. Fakt ist auch, dass sich die interne IT weniger als in in befindet. einem einem Und im Produktionswettbewerb Dienstleistungswettbewerb schließlich im sind

Fachabteilungen immer häufiger

Besonderen und kaufmännische Entscheider Allgemeinen geneigt, Aufträge an externe Dienstleister zu vergeben oder die Beschaffung von IT-Services direkt – an der IT vorbei - betreiben. Grund hierfür ist der überproportionale Anstieg von Dienstleistungen und Produkten, die Aufgaben der IT-Abteilungen obsolet erscheinen lassen. Die Fachverantwortlichen Spektrum Services, die treffen auf ein breites (Cloud-) (scheinbar) ihre attraktiver

rechtzeitiges und Ausfallzeiten von

richtiges Handeln Servern

„Klassiker“

Reaktionszeiten am Helpdesk. Ist dies der Fall, und werden Einzelfälle überdurchschnittlich Stimmen, der die durch die Flure des Unternehmens getragen, häufen sich schnell undifferenzierte zur So Meinungen über Die flächendeckend verbreiteten. Dies kann von Forderung führen. Auslagerung, oder so: Absetzung der IT-Verantwortlichen bis hin zu Rufmord Konkurrenzsituation und der Druck auf die ITLeitung verstärken sich. Verstärkt wird dieser Druck auch dann, wenn Business Manager der Meinung sind, dass technologisches Know-how nicht mehr unbedingt im Vordergrund steht, da dieses als Grundvoraussetzung angenommen wird.

grundlegenden

Bedarfe befriedigen. Wie können sich gerade diese o.g. ITdiese die IT-

Verantwortlichen konkreter Abteilung formuliert: an der

gegen Wie kann

Umweltbedingungen behaupten. Oder etwas eigenen Sichtbarkeit

arbeiten? Die Antwort auf diese Frage ist einfach, doch die Umsetzung ist komplex und häufig sehr schwierig. Ein wichtiger Aspekt ist, dass sie ihre Sichtbarkeit innerhalb des Unternehmens unbedingt erhöhen sollten. Das heißt, sie müssen ihre Leistungen und Erfolge – aber auch ihre Niederlagen und Rückschläge – an ihre Zielgruppen und im Unternehmen somit eine kommunizieren schaffen

Reputation. Die Kommunikation erfolgt nicht Aktiv an der eigenen Reputation arbeiten nur an Personen, die regelmäßig mit der IT-

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Abteilung diejenigen

kooperieren. Gruppen

Vielmehr im

müssen

Grundsätzlich haben IT-Verantwortliche in den o.g. Unternehmen – und unter den geschilderten Rahmenparametern – einen enormen Druck und betreiben einen großen Aufwand, sich aus der Schusslinie zu ziehen. Dennoch – oder gerade deshalb – sollten Ansätze werden. zu internen Positionierung und Steigerung der eigenen Reputation getrieben

Unternehmen

adressiert werden, welche die IT benötigen und nutzen bzw. über IT-Investitionen entscheiden. Um dies zu erreichen, ist eine sorgfältige Planung das A und O für den Erfolg. Dabei heißt es, Zielgruppen zu definieren, auszuwählen Kommunikationsinstrumente und/oder bereitzustellen. Ausschlaggebend für mögliche Aktivitäten mit dem Ziel einer gesteigerten Reputation ist das Erzeugen von Relevanz und Sichtbarkeit. Relevanz und Sichtbarkeit führen zu höheren Budgets. Und was höhere Budgets bedeuten, ist klar.

(Personal)-Ressourcen

Abbildung: Reputations-Management. Quelle: Experton Group AG, 2012

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