VS - NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH Bundesministerium der Verteidigung FÜSV3 s HAusANscmiFT Fontänengraben 150, 53123 Bonn rosTANsewFT Postfach

1328, 53003 Bonn tb. 49 (0)228-12-9431/9424 FAX 49 (0)228-12-5255 20. Juni 2007 (Stand: 10:00 Uhr) Unterrichtung des Parlamentes 25/07 1 ■ i\l, r ' ' % iS n über die Auslandseinsätze der Bundeswehr VS - NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH - 2 Nach Angaben des afghanischen Bildungsministeriums schossen Unbekannte am 12.06.07 in der Provinz Lowgar (Nr. 23 der Karte) auf eine Gruppe von Mädchen, die gerade die Schule verließen. Nach derzeit vorliegenden Erkenntnissen wurden zwei Schülerinnen getötet und sechs weitere verletzt In der Provinz gibt es etw a 170 Sch uleinrichtungen mit rund 100.000 Schülern. Die Sicherheitslage in der südlich von Ka bul (Nr. 24 der Karte) liegenden Provinz Lowgar ist, verglichen mit den an Pakis tan angrenzenden Provinzen des Südens und Ostens, deutlich weniger auffällig. Die zi elgerichtete Durchführung und die Brutalität des Anschlages lassen einen terroristis chen Hintergrund vermuten. Allerdings ist die absichtliche Tötung von Schülern und v on Mitarbeitern des Bildungssektors landesweit eher die Ausnahme. Gewöhnlich solle n Bildungseinrichtungen zerstört oder beschädigt beziehungsweise Schüler, Eltern und M itarbeiter eingeschüchtert werden, um so Bildungsinitiativen der afghanischen Regi erung und der Internationalen Gemeinschaft zu sabotieren.

VS - NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH -3b. IntcriiHtioiiHl Security A.i«lst#ncc Force (ISAF) (I) MllltrtrlNchc Lage Die Operation NOW RUZ bildet nach wie vor den operativen Schwerpunkt des COM ISA F (General McNeill / USA). Seinen taktischen Schwerpunkt verlegte COM ISAF in de r vergangenen Woche (13.06.07) von der Operation ACHILLES im Raum Nord-Hclmand ( Nr. 27 der Karte) auf die Operation ADALAT im Raum Nord-Kandahar (Nr. 29 der Kar te). Im Zeitraum vom 15.06.07 bis 17.06.07 registrierte ISAF landesweit 74 Sichcrheit svorfUllc. Ks handelte sich um 51 Schusswechsel und Gefechte, 13 Sprengstoffansc hlügc - darunter drei Selbstmordattentate in den Provinzen Oruzgan (Nr. 26 der Kar te), Kandahar und Kabul - sowie zehnmal indirekten Beschuss (Mörser und Raketen). Zwei Vorfälle ereigneten sich im Regional Command (RC) North, drei im RC West, fünf im RC Capital, 24 im RC East und 40 im RC South. Insgesamt wurden bei den Vorfälle n ein niederländischer und fünf amerikanische Soldaten getötet und fünf weitere (drei ni ederländische und zwei amerikanische) Soldaten verwundet. Nach Medienberichten sind in der östlichen Provinz Paktika (Nr. bend des 17.06.07 bei einem amerikanischen Luftangriff auf eine schule, in der Terrorverdächtige vermutet wurden, unter anderem Leben gekommen. Der Vorfall wird derzeit untersucht, offizielle egen noch nicht vor. 33 der Karte) am A angebliche Koran sieben Kinder ums Informationen li

Am 18.06.07 kam bei der vorzeitigen Explosion einer eigenen Mörsergranate ein weit erer niederländischer Soldat im RC South ums Leben, drei Soldaten wurden verletzt, (2) Regional Command Capital (RC C) / Deutsches Einsatzkontingent (DtEinsKtgt) Am 16.06.07 wurde im Westen der Hauptstadt Kabul ein fahrzeuggestützter Selbstmord anschlag gegen amerikanische Kräfte verübt. Hierbei wurden drei afghanische Zivilist en getötet, vier weitere sowie ein amerikanischer Soldat verwundet. VS - NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH -4Am 17.06.07 gab cs in Kabul zwei RaketenangrifTe. In der Nacht wurden im Osten d er Hauptstadt im Bereich der ISAF Camps Invicta und Warehouse und der dortigen A usbildungseinrichtung der Afghan National Army (ANA) mehrere Geschosseinschläge re gistriert. Unter anderem schlugen zwei Panzerfaustgeschosse folgenlos innerhalb des Camp Warehouse ein, ohne Schaden anzurichten. Direkte Angriffe gegen Einrich tungen der afghanischen und internationalen Sicherheitskräfte bilden im Raum Kabul im Gegensatz zum indirekten Beschuss mit Mörsergranaten oder Raketen die Ausnahme . Ebenfalls am 17.06.07 wurden bei dem folgenschwersten Anschlag seit dem Sturz de r Taliban Ende 2001 nach bisherigen Informationen 35 Menschen, überwiegend afghani sche Polizisten, getötet und über 50 weitere verletzt. Der Anschlag vor dem Polizeih auptquartier in Kabul erfolgte nur wenige Stunden vor Beginn der neuen EU-Polize imission unter deutscher Führung. Deutsche kamen bei dem Anschlag nicht zu Schaden . Zu der Tat bekannten sich die radikal-islamischen Taliban. Die Bombe war kurz nach 08.00 Uhr afghanischer Zeit in einem Polizeibus vor dem Hauptquartier der S

icherheitskräfte explodiert. Ob es einen Zusammenhang zwischen den beiden Ereignissen gibt, ist derzeit nicht bekannt. (3) ISAF Nordregion und Provincial Reconstruction Teams (PRT) Am 13.06.07 wurde im Distrikt Pol-e-Khomri (Provinz Baghlan / Nr. 13 der Karte) an einer Hauptverbindungsstraße ein ungarischer ISAF-Soldat durch einen Sprengstof fanschlag verwundet. Am Nachmittag des 14.06.07 meldeten afghanische Sicherheitskräfte (Afghan National Security Forces / ANSF) dem PRT Kunduz ein Improvised Explosive Device (IED) im Zuge der Route PLUTO, der Hauptverbindungsstraße zwischen Kunduz und Pol-e Khomri . Kräfte des PRT Kunduz unterstützten die ANSF bei der Räumung des IED durch eine kont rollierte Sprengung am Fundort. Am 15.06.07 wurde der letzte verwundete Soldat des Anschlags in Kunduz vom 19.05.07 (siehe UdP 21/07) aus dem Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz entlasse n. Damit sind alle bei dem Selbstmordanschlag von Kunduz VS - NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH -5verwundeten Bundeswehrsoldaten aus der stationären Behandlung entlassen worden. Di e Soldaten werden an ihren Standorten in enger Zusammenarbeit mit dem Bundeswehr zentralkrankenhaus Koblenz ambulant weiter behandelt. In Mazar-e Sharif ereignete sich am 16.06.07 rund 200 Meter nördlich der "Blauen M oschee" ein Anschlag auf eine vorbeifahrende schwedische Patrouille des PRT Maza r-e Sharif. Soldaten der Patrouille wurden nicht verletzt jedoch ein Fahrer der UNAMA (United Nations Assistance Mission in Afghanistan). Dieser wurde in das Fe ldlazarett Camp Marmal eingeliefert und dort behandelt. Durch die Explosion wurd en darüber hinaus zwei afghanische Zivilpersonen getötet und mehrere verletzt. Der A ttentäter befindet sich in Gewahrsam der afghanischen Sicherheitskräfte. Der Anschlag wird durch die Afghan National Police untersucht. Gesicherte Inform ationen zu den Hintergründen liegen nicht vor. COM ISAF besuchte am 16.06.07 Mazar-e Sharif. Schwerpunkte seines Besuches waren das Einsatzgeschwader Mazar-e Sharif im Camp Marmal sowie das 209. ANA Korps. In der Nacht auf den 18.06.07 wurde im Distrikt Qaysar der Provinz Faryab (Nr. 6 der Karte) beim Beschuss einer norwegischen Patrouille ein norwegischer ISAF-S oldat verwundet. Zu Hintergründen und möglichen Tätern liegen keine gesicherten Inform ationen vor. Am 18.06.07 ereignete sich im Distrikt Baharak der Provinz Takhar (Nr. 2 der Kar te) ein Sprengstoffanschlag gegen einen Konvoi von Amtsinhabem der Provinz, daru nter der Provinzgouvemeur. Es wurde niemand verletzt und es entstand kein Sachsc haden. Da der Gouverneur in jüngster Zeit Maßnahmen im Rahmen des Disbandment of Illegal Ar med Groups (DIAG) und der Zerstörung von Schlafmohnanbauflächen forciert, sind möglich e Täter in diesem Umfeld zu vermuten. Gesicherte Informationen liegen jedoch nicht vor.

VS - NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH -6(4) Kurzfristige Unterstützungsleistungen ISAF ln der vergangenen Woche gab es drei Unterstützungsflüge außerhalb des deutschen Veran twortungsbereiches und Kabul. Die Anzahl der Unterstützungsflüge erhöht sich damit auf insgesamt 117. Zur Sicherstellung der NATO-Führungsunterstützung sind weiterhin in Kabul 15, in Kan dahar und Bagram (Provinzen Kandahar und Parvan / Nr. 29 und 15 der Karte) 22 Fe mmeldesoldaten aus dem NATO Femmeldebataillon 284 in Wesel (siehe UdP 12/07) ein gesetzt. Der Ausbau der erforderlichen NATO-Führungsunterstützungssysteme zur Führung des ISAF Einsatzes im Bereich des RC South durch eine zivile Firma verzögert sich weiter. E in multinationales 15-köpfiges Verstärkungsteam ("Interim Installation Team"), zu de m auch acht deutsche Führungsunterstützungs-Soldaten gehören, unterstützt zur Sicherstel lung der ISAF-OperationsfÜhrung vom 12.06.07 bis 08.08.07 im stationären Einsatz auf dem Kandahar Airfield (KAF) in der Provinz Kandahar. Sechs deutsche Soldaten ge hören dem Femmeldebataillon 284 in Wesel an, zwei weitere deutsche Soldaten stamme n aus dem Bereich des NATO Führungsunterstützungsbataillons Nord mit Standort im nie derländischen Maastricht (siehe UdP 24/07). Außerdem unterstützt ein deutscher Offizier zeitlich befristet eine ISAFDienststelle in Kandahar. Der Logistikstabsoffizier verstärkt vom 01.05.07 bis 31.08.07 das NATO Transition Office - Kandahar in der südafghanischen Stadt (siehe UdP 18/07). Das deutsche Tactical PsyOpsTeam mit drei Soldaten befindet sich mit einem geschüt zten Lautsprecherfahrzeug vom Typ Dingo im Bereich des RC South und wird seit 01 .06.07 in der Operation ADALAT eingesetzt. Nach derzeitiger Planung ist vorgeseh en, den Einsatz Ende Juni 2007 zu beenden (siehe UdP 23/07). VS - NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH -7Usbekistan Sicherheitslage Die Lage ist überwiegend ruhig und insgesamt stabil. Serbien / Kosovo a. Politische Lage Am 13.06.07 wurde der Führer des "Movement for Self-Determination" (MSD), Kurti, e rneut für 30 Tage in Haft genommen. Das Oberste Gericht des Kosovo ordnete die Str afe an, nachdem Kurti in einem Femsehinterview am 12.06.07 Vertreter der Vereint en Nationen kritisiert und die Leistungen von UNMIK abwertend kommentiert hatte. Das Gericht sah in dem Interview eine Verletzung der Auflagen des Hausarrestes, unter dem Kurti seit seiner Haftentlassung am 07.06.07 stand. Seit den Ausschre itungen vom 10.02.07 (zwei Todesopfer bei Demonstration / siehe

UdP 07/07 und folgende) befindet sich Kurti nahezu ununterbrochen in Haft. In di esem Zeitraum gelang es seinen Vertretern nicht, die radikalen Forderungen des M SD nach Abbruch der Statusgespräche und sofortige Unabhängigkeit des Kosovo in die p olitische Diskussion einzubringen. Das Interesse und die Unterstützung der Bevölkeru ng an den Aktionen des MSD scheint nachzulassen. Am 14.06.07 begannen in Belgrad die Vorbereitungen anlässlich des Sankt-VitusTags am 28.06.07. Rund 100 Teilnehmer begaben sich auf den "Vidanski-Marsch" zur Erin nerung an den Jahrestag der Entscheidungsschlacht auf dem Amselfeld im Jahre 138 9. Der Marsch wird durch Angehörige der radikal-nationalistischen "Serbischen Einh eitsbewegung" und der "Lazar-Garde" organisiert und soll am Sankt-Vitus-Tag vor dem Ehrenmal in Gazimestan (Kosovo) enden. Die Organisatoren kündigten für den 23.06 .07 den Einmarsch der Gruppe in das Kosovo und für den 28.06.07 eine Kundgebung au f dem Amselfeld an. Ob und inwieweit dieses Vorhaben sich auf die Sicherheitslage aus wirken kann, i st noch offen. Am 17.06.07 wurde Vlastimir Djordjevic, einer der fünf noch flüchtigen mutmaßlichen Kr iegsverbrecher, in der montenegrinischen Küstenstadt Budva VS - NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH -8festgenommen. Der ehemalige serbische Polizeigeneral wird vom "Internationalen S trafgerichtshof for das ehemalige Jugoslawien" (ICTY) unter anderem wegen seiner Beteiligung an hundertfachem Mord und der Vertreibung von 800.000 Albanern aus dem Kosovo in den Jahren 1998 und 1999 angeklagt. Djordjevic befand sich seit de m Jahr 2001 auf der Flucht. Während serbische Medien von einer Zusammenarbeit mont enegrinischer und serbischer Sicherheitskräfte berichteten, erklärte ein montenegrin ischer Polizeisprecher, dass Montenegro ausschließlich mit Vertretern des ICTY koo periert habe. Während serbische Sicherheitskräfte in der Vergangenheit Djordjevic in Russland vermuteten, soll dieser laut jüngsten Medienberichten mehrere Jahre unte r falschem Namen in Budva gelebt und gearbeitet haben. Sicherheitslage im Kosovo Die Lage ist überwiegend ruhig, aber nicht stabil. Am 12.06.07 verhinderte der Kosovo Police Service (KPS) in Pristina nach einem a nonymen Hinweis einen Anschlag auf ein Hotel. Zwar wurden zwei Personen am Hotel angetroffen, diese konnten jedoch unerkannt entkommen. Am Tatort entdeckten die Polizisten des KPS eine voll funktionsfähige und für den Einsatz vorbereitete Panze rfaust. Zu den Tätern und deren Beweggründen liegen keine gesicherten Informationen vor. Der Vorfall wird jedoch dem kriminellen Milieu zugeordnet. Beteiligung der Bundeswehr an der Kosovo Force (KFOR) (1) KFOR Keine berichtenswerten Ereignisse (2) Multinational Task Force South (MNTF S) / Deutsches Einsatzkontingent (DtEin sKtgt)

Keine berichtenswerten Ereignisse VS - NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH -94 g.TR Mazedonien Sicherheitslage Die Lage ist insgesamt ruhig und überwiegend stabil Bosnien und Herzegowina (BIBft a. Sicherheitslage Die Lage in der Föderation BIH (FBIH) und in der Serbischen Republik (RS) ist insg esamt ruhig und insgesamt stabil. b. Beteiligung der Bundeswehr an der EU Force (EUFOR) (1) EUFOR Keine berichtenswerten Ereignisse (2) Deutsches Einsatzkontingent (DtEinsKtgt) Keine berichtenswerten Ereignisse 6. Georgien a. Sicherheitslage Die Lage ist insgesamt ruhig, aber nicht stabil b. Beteiligung der Bundeswehr an der United Nations Observer Mission in Georgia (UNOMIG) Keine berichtenswerten Ereignisse 7. Sudan a. Politische Lage Nach monatelangen schwierigen Verhandlungen mit der sudanesischen Regierung hat der Präsident der Republik Sudan Al-Bashir der gemeinsamen F von VN VS - NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH - 10 Vorbedtngungen zugestimmt. Dies erklärte am 17.06.07 der Leiter der Verhandlungsde legation der VN in Khartum nach seinen persönlichen Gesprächen mit der sudanesischen Regierung. Diese Zusage soll auch die grundsätzliche und uneingeschränkte Zustimmun g des Präsidenten zur angestrebten Beteiligung von nichtafrikanischen Nationen an

der Hybridmission beinhalten. Die personelle Verstärkung im Rahmen der Hybridmissi on in Darfur wird mindestens 10.000 Soldaten und bis zu 3.000 Polizisten betrage n und in erster Linie durch die Mitglieder der AU erfolgen. Bei Aufwuchsprobleme n kann diese Mission nun auch durch Kontingente nichtafrikanischer Nationen ergänz t werden. Vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit der bisherigen Hinhaltepolitik der sudan esischen Regierung kann die jetzt gezeigte Bereitschaft zur uneingeschränkten Akze ptanz einer Hybridmission erst dann als ein wesentlicher Erfolg der Internationa len Gemeinschaft in ihrem Bestreben nach Stabilisierung der Krisensituation in D arfur gewertet werden, wenn Karthum dauerhaft zu dieser Situation steht. b. Sicherheitslage Die Lage im Land ist überwiegend ruhig, aber nicht stabil, in Darfur und im SüdSudan nicht ruhig und nicht stabil. c. Beteiligung der Bundeswehr an der United Nations Mission in Sudan (UNMIS) Kei ne berichtenswerten Ereignisse d. Beteiligung der Bundeswehr an der Überwachungsmission African Union Mission in Sudan (AMIS) Keine berichtenswerten Ereignisse VS - NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH /Eritrea Sicherüeitslage Die Lage im eritreisch-äthiopischen Grenzgebiet überwiegend stabil. In einem Schreiben des äthiopischen Außenministers an den Präsidenten des Sicherheitsr ates der VN vom 08.06.07 wird der Sicherheitsrat aufgefordert, sich für den Rückzug eritreischer Truppen aus der Temporary Security Zone (TSZ) entlang der äthiop isch -eritreischen Grenze einzusetzen. Äthiopien wirft Eritrea vor, die TSZ inzwischen fast vollständig militärisch besetzt zu haben. Am 12.06.07 bestätigte der Force Commander UNMEE im Rahmen eines Kurzvortrages für V erteidigungsattaches die Anwesenheit von etwa sechs eritreischen Divisionen inne rhalb der TSZ. Weiter sprach er von „schweren Zw ischenfällen“ mit Rebellengruppen und eritreischen Milizen. Da die Regierung in Eritrea in den vergangenen Jahren zunehmende Restriktionen g egenüber UNMEE ausgesprochen hatte (unter anderem Hubschrauberflugverbot, deutlich e Einschränkung der Bewegungsfreiheit), nahmen die Beobachtungsmöglichkeiten durch U NMEE ständig ab. Als Reaktion hatten die VN die Gesamtstärke von UNMEE zuletzt im Ja nuar 2007 von damals 2.300 auf 1.700 Mann, darunter 230 Militärbeobachter, verring ert. b. Beteiligung der Bundeswehr an der United Nations Mission in Ethiopia and Erit rea (UNMEE) Von den geschilderten Vorfällen sind die beiden deutschen Militärbeobachter nicht be troffen. Horn von Afrika und angrenzende Seegebiete

a. Sicherheitslage In Dschibuti ist die Lage insgesamt ruhig und insgesamt stabil, im Golf von Aden überwiegend ruhig und insgesamt stabil. r *1, . iU / tk vü ««rwE XfBa* ■ NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAU VS beteilig 0 °8 der Bundeswehr an Operationen gegen Terrorismus: Operation Enduring Freedom (OEF) den internationalen Keine berichtenswerten Ereignisse 10. Straße von Gibraltar / östliches Mitt el a. Sicherheitslage Die Lage ist insgesamt ruhig und stabil. Beteiligung der Bundeswehr an Operationen gegen Terrorismus: Operation Active En deavour (OAE) b. den internationalen Keine berichtenswerten Ereignisse 11. Libanon a. Sicherheitslage Die Lage im Land ist noch ruhig und noch stabil, im Süden Libanons noch ruhig, abe r nicht stabil. b. Beteiligung der Bundeswehr an der United Nations Interim Force in Lebanon (UN IFIL) (1) UNIFIL Keine berichtenswerten Ereignisse (2) Maritime Task Force (MTF) UNIFIL Vom 12.06.07 bis 14.06.07 besuchte der katholische Militärbischof, Dr. Mixa, das d eutsche Einsatzkontingent UNIFIL. Im Rahmen seiner Reise besuchte er sowohl die auf Zypern stationierten Angehörigen des Kontingentes als auch die deutschen Solda

ten der Maritime Task Force. In zahlreichen Gesprächen, unter anderem mit dem Komm andeur der Maritime Task Force, dem Kommandanten des Flaggschiffs SCHLESWIG-HOLS TEIN, dem Leiter der Einsatzstaffel VS - NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH i 3 * paphos und den Vertrauenspersonen, verschaffte sich Bischof i> M - • Überblick über die Aufgaben der dort eingesetzten Sold ! mgesetzten Soldatinnen und Soldaten. Die MTF ha. bisher insgesamt 6.701 (Stand 19.06.07) Abfragen getätigt, davon wur e n us er 32 durch die MTF gemeldete Schiffe durch libanesische Hatenbehörden näher untersucht. 12, internationale Orga n isationen / Aktivitäten Vereinte Nationen (VN) United Nations Interim Administration Mission in Kosovo (UNMIK) Internationale Polizeitruppe Der zur Gewährleistung von innerer Sicherheit und Ordnung im Kosovo eingesetzten i nternationalen Polizeitruppe gehören 2.028 Polizisten an. Das deutsche Kontingent umfasst 150 Beamte. 13. Lufttransporteinsätze und Überwachungsflüge mit See fernaufklärern zur Unterstützung d er Einsatzkontingente im Berichtszeitraum AMIS AMIS UNIFIL UNIFIL EUFOR EUFOR KFOR KFOR Lufttransporte Anzahl Flüge Anzahl Über wachungsflüge Lufttransporte Anzahl Flüge Anzahl Über wachungsflüge VS - NUR FÜR DEN DIE der deutschen F.in Gesamt

rstcs BT-Mandat kt u dies IT-Mandat aktuelle Mandateende aktuelle Mandatsobergrenze größte Mandatsobergrenze aximale Stärke im Inland bereitgehalten Offiziere ISAF* TOR 8 KFOR EUFOR UNMIS UNMEE UNOMIGf UNIFIL OEF 09.03.07 12.06.99 0112.04 22.04.0$ 28.01.04 1 02.02.94 1 20.09.06 16.11.01 28.09.06 09.03.07

01.06.06 30.11.06 27.04.07 » 01.04.98 1 20.09.06 • 10.11.06 13.10.07 13.10.07 11.06.07 1 21.11.07 4 15.11.07 31.07,07 4 15.10.07 ' 3t.ee.o7 15.11.0T 3.000 500 8.500 2.400 75/50 2 13 2.400 1.800 3.000 (2005) 500 (2007)

8.500 (1999) 3.000 (2004) 75/50 (2005) 2 (2004) 13 (1998) 2.400 (2006) 3.900 (2001) 3.156* (2007) 200 (2007) 6.440 (1999) 1.139 (2005) 40 (2006) 2 (2007) 17* (2004) 1 L231 | (2006) 1.715

(2002) Unteroffiziere Mannschaften Zivil bedienst Kiesamt** Frauen Reservisten FWDL 1 Da kein Einsatz bewaffneter Streitkräfte im Sinne des Parlamentsbeteiligungsgesc tzes, y|£ Kabincttsbcschluss 2 Ende "weiterer 12 Monate" - Wenn eine der Fraktionen es wünscht, wird die Bundes regierung dem Deutschem Bundestag vor Ablauf weiterer 12 Monate erneut konstitut iv mit der Verlängerung des Einsatzes befassen. HCnde "weiterer 12 Monate" - Die Bundesregierung sichert dem Deutschen Bundestag zu, nach Ablauf von jeweils 12 Monaten den Bundestag erneut konstitutiv zu befa ssen, falls dies der Wunsch einer Fraktion ist. 4 Ende VN-Mandat - unbefristete Beteiligung gemäß Kabinettsentscheidung vom 28.01.04 5 Ende VN-Mandat - Die Fortsetzung der Beobachtermission erfolgt seit 1998 ohne neuen Kabinettsbeschhiss. 6 Kontingentwechsel 7 freiwillig zusätzl. Wehrdienstleistende 8 RECCE Tornado 9 OR F-Bataillon davon ISAF PRT Kunduz: 419 Soldaten, ISAF PRT Feyzabad: 273 Soldaten, FSB Mazare Sharif: 1.479 Soldaten (inkl. 111 Soldaten des RC North). Einsatzgeschwader Te rmez/UZB: 295 Soldaten. Zusätzlich befindet sich 1 deutscher Soldat bei UNAMA in Afghanistan. Mit den in Deutschland zur Sicherstellung des Auftrages "Strategischer Verwundet entransport (STRATAIRMEDEVAC)" bereit gehaltenen 41 Soldaten und den im Mittelme er an den Operationen gegen den internationalen Terrorismus (Active Endeavour) b eteiligten 24 Soldaten sind insgesamt 7226 Soldaten der Bundeswehr unmittelbar b ei Auslandseinsätzen eingesetzt.