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MITTELSTAND WISSEN 01/2009

„Selbstmanagement“
Januar 2009 herausgegeben von

Selbstmanagement -
So gestalten Sie Ihren
Arbeitstag effizienter
Wir begrüßen Sie zur ersten Ausgabe von Mittelstand Wissen 2009!
Thema Selbstmanagement: Erfahren Sie, wie Sie Ihre
Fähigkeiten, Ihre Arbeitstechniken und Ihr Zeitmanagement verbessern.

Ausgewiesene Experten berichten, was ein gutes Selbstmanage-


ment ausmacht, Checklisten und Schaubilder helfen Ihnen bei
der Optimierung Ihrer Ressourcen. Werden Sie effizienter!

.Titelthema Frage - Antwort


Gibt es ein einfaches System
Selbstmanagement: für mehr Arbeitseffizienz? 12
Die Erweiterung des
eigenen Horizonts 2 Aktuelles
Termine & Veranstaltungen 14
Interview: Best Practice
Selbstmanagement 3 Links 15

Statistik: Impressum 15
Was belastet Sie an Ihrem
Arbeitsplatz? 4 Alle Anzeigen können
geklickt werden !
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O-Ton
Werden Sie produktiver und
zufriedener 6

Tipps und Listen


Selbstmanagement im Büro:
fünf zentrale Aspekte 8

Buchtipp: Selbstmanagement.
Pocket Business. 9

Kennen Sie das? 9

Checkliste: Jede E-Mail ist eine


Aufgabe 10

Selbstmanagement: Die
8-Punkte-Checkliste 11
©istockphoto
Titelthema

Selbstmanagement:
Die Erweiterung des eigenen Horizonts
Selbstmanagement kann als
eigenverantwortlicher Umgang mit
persönlichen Ressourcen definiert
werden, mit dem „Selbst“ also.

Wer sein Selbst einfriert, ver-


liert im Wettbewerb. Das Treffen
der geeigneten Wahl, mit wel-
chen persönlichen Mitteln eigene
Ziele zu erreichen sind, ist vom
Management des Selbst abhän-
gig. Dabei kann jede Person als
Unternehmer aufgefasst werden,
der seine Mittel möglichst effek-
tiv (das Richtige tun) und effizient
(etwas richtig tun) einsetzt, um
diese Ziele zu erreichen.
©istockphoto

Die Fähigkeit zum Selbstmanage-


ment ist in der heutigen Wettbe- als Angestellter tätig ist. Selbst- als ziellos, substanzlos oder inef-
werbs- und Arbeitswelt unver- management kann in die Bereiche fektiv zu erweisen.
zichtbar. Dies trifft vor allem bei Ziel- und Visionsmanagement,
Tätigkeiten zu, die unter dem von Ganzheitlichkeitsmanagement, Ziel- und Visionsmanagement
Peter Drucker eingeführten Begriff Lernmanagement sowie Zeitma-
der „Knowledge-Workers“ fallen: nagement unterteilt werden. Die Wahrnehmung der Umwelt
Wissensarbeiter, die ihr Wissen und die kreative Antwort auf
für Wertschöpfungsprozesse ein- Entfällt eine dieser Komponenten, Herausforderungen hängen von
setzen, gleichgültig, ob jemand so läuft der Einsatz persönlicher den Zielen und der visionären Aus-
als Unternehmer im Markt oder Ressourcen Gefahr, sich dauerhaft richtung einer Person ab. >>

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„Selbstmanagement“ – Mittelstand Wissen 01/09 2


Titelthema

Dabei spielen die eigenen Werte Interview: Best Practice Selbstmanagement


eine entscheidende Rolle. Das,
was Individuen für sich als wert-
voll empfinden, fließt in ihre eige- Ingo A. Hartmann
ne Vorstellung eines wünschens-
Dipl. Betriebswirt (FH),
werten Zustandes. Aus der Vision Geschäftsführender Gesellschafter,
entstehen Ziele. Sie stellen zu- Beratender Betriebswirt ,
künftige Eckpfeiler dar, die einen Hartmann + Hartmann - Sozietät
beratender Betriebswirte GbR
näher zur eigenen Vision bringen.
www.hartmann-hartmann.eu
Zielmanagement bedeutet, Hand-
lungen so umzusetzen, dass keine Welche Aspekte sollten beim 3. Personen, die sich stark mit neu-
unternehmerische Energie schwä- Selbstmanagement die höchste en Erfahrungen, Erlebnissen und
chende Über- und Unterforderung Priorität haben? Eindrücken beschäftigen, nehmen
beim Verfolgen dieser Eckpfeiler 1. Ausrichtung auf einen klaren und ihre eigenen Gefühle deutlich wahr,
entsteht, die Ziele effektiv und nutzenorientierten Lebenstraum, sind wissbegierig und experimen-
effizient erreicht werden und ein der begeistert. Menschen, die einen tierfreudig.
geeignetes Feedback-System per- Lebenstraum in sich tragen, der sich 4. Verträgliche Menschen begegnen
manent Ergebnisse zur Zielerrei- an lebenswerten Wertvorstellungen anderen mit Verständnis, Wohlwol-
chung liefert. Die Art der Formu- orientiert, tun beharrlich das, was len und Mitgefühl, sie sind bemüht,
lierung und die zeitliche Planung notwendig ist, um ihren Lebens- anderen zu helfen, und überzeugt,
der Ziele nehmen dabei eine ent- traum zu realisieren. dass diese sich ebenso hilfsbereit
scheidende Rolle ein. 2. Veränderung beginnt immer verhalten werden.
mit der Entwicklung der eigenen 5. Gewissenhafte Menschen han-
Ganzheitlichkeitsmanagement Person. Wer sein Leben erfolgreich deln organisiert, sorgfältig, planend,
verändern will, sollte seine Einstel- effektiv, verantwortlich und zuver-
Individuen können als Systeme lungen, Stärken, Fähigkeiten und lässig.
aufgefasst werden, wie es uns der Vorlieben überprüfen und in Über-
Soziologe Niklas Luhmann zeigt. einstimmung mit seinem Lebens- Was sind die häufigsten Fehler
Er nennt sie psychische Systeme. traum bringen. beim Selbstmanagement?
Das System „Individuum“ besteht 3. Konsequente Umsetzung: Per- 1. Hinderliche Überzeugungen be-
aus vier Dimensionen: seiner Ko- sönlicher Erfolg ist nicht allein vom einflussen – z.B. als Perfektionis-
gnition (seinem Geist), seiner Wollen abhängig, sondern vor allem mus – Emotionen und Handlungen.
Emotion, seinem Körper und sei- davon, dass man das, was man sich Es ist notwendig, diese hinderlichen
nem spirituellen, psychischen Be- vorgenommen hat, auch tut. Annahmen durch nützliche Glau-
reich. Individuen verstehen ihre benssätze zu ersetzen.
Umwelt und wirken auf ihre Um- Welche Charakterzüge sind 2. Menschen, die nur reden oder pla-
welt über diese vier Dimensionen einem erfolgreichen Selbstma- nen, werden keinen Erfolg erzielen.
unternehmerisch ein. Diese vier nagement am dienlichsten? 3. Die Vernachlässigung wichtiger
Bestandteile müssen dabei im 1. Emotional stabile Menschen sind Lebensbereiche.
Einklang miteinander stehen. ausgeglichen und geraten auch bei 4. Das „Hamsterrad-Syndrom”:
Stress nicht zu leicht aus der Fas- Wer es schafft, den Blick auf das
Diesen Einklang zu erreichen lei- sung. Wesentliche zu richten, Prioritäten
stet das Ganzheitlichkeitsma- 2. Introvertierte Menschen sind zu setzen und die wichtigen Dinge
nagement. Das Verfolgen von Zie- ausgeglichen, konzentriert und un- zuerst zu erledigen, ist ganz klar im
len, die nur eine Dimension >> abhängig. Vorteil. ..

„Selbstmanagement“ – Mittelstand Wissen 01/09 3


Titelthema

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Was stresst Sie an Ihrem Arbeitsplatz?
Befragt wurden 42 Top-Manager/-innen deutscher Unternehmen; die Zahlen
entsprechen den absoluten Antworten, Mehrfachnennungen waren möglich

Personalthemen
21

Menge der Themen


18

Zeitliche Ausdehnung
18

Häufige Dienstreisen
16

Zeitdruck
11

Übernahme neuer Aufgaben


11

Wirtschaftliche Probleme
11

Schlechte Zuarbeit
10
Quelle: TU Darmstadt, Fachgebiet Marketing & Personalmanagement, 2008

zu befriedigen vermögen, birgt digen persönlichen Fähigkeiten


die Gefahr, dass die restlichen (Ressourcen) geschieht durch
Bereiche soviel Stress auslösen, Lernen. Lernmanagement be-
dass sich kurzfristig zwar Erfolge deutet, mittels Reflexionsprozes-
einstellen, die langfristige Ge- sen Inkompetenzen aufzuspüren
samtleistung jedoch enorm leidet. und dadurch zu überwinden, dass
Vielmehr ist es von Bedeutung, man notwendiges Wissen und er-
dass Vision, Werte und Ziele forderliche Fähigkeiten für die Er-
selbst ganzheitliche Dimensionen reichung der persönlichen Ziele
besitzen. erlangt. Ein wirksames Lernma-
nagement besteht darin, solche
Lernmanagement Lernprozesse durchzuführen, die
Informationen und Faktenwissen
Eine Vision zu entwickeln und in Fähigkeiten transformieren.
Ziele zu erreichen lässt sich als
ein ständiger Lernprozess auffas- Wissen ist stets individuell. Aus
sen. Das Schließen der Lücke zwi- diesem Grund ist im Rahmen des
schen vorhandenen und notwen- Lernmanagements auch eine >>

„Selbstmanagement“ – Mittelstand Wissen 01/09 4


Titelthema

Reflexion über vorhandene Kom- sen Zeitrahmen geschehen, las-


petenzen für ein erfolgreiches sen sich gestalten. Zeitmanage-
Selbstmanagement von hoher ment bedeutet, das Richtige zur
Bedeutung. Vor diesem Hinter- richtigen Zeit zu bewältigen.
grund kann Lernen als Prozess
aufgefasst werden, der sich auf Doch was bedeutet „richtig“? Dazu
verschiedenen Lernebenen voll- ist eine Abgrenzung nach „drin-
zieht. Es handelt sich dabei zum genden“ und „nicht-dringenden“
einen um die Ebenen des evolu- sowie nach „wichtigen“ und „nicht-
torischen Lernens zur Entfaltung wichtigen“ Aufgaben unerlässlich.
von Visions- und Reflexionskom- Diese Differenzierungen können
petenz und zur Entwicklung der- nur von jedem Individuum selbst
jenigen Fähigkeiten, die zur Ver- vorgenommen werden, da sie die
folgung der unternehmerischen Resultate seiner Ziele, Werte und
Ziele erforderlich sind. Zum an- Vision sind. Ein effektives Zeitma-
deren beinhaltet ein erfolgreiches nagement besteht darin, sich Zeit
Lernmanagement auch eine effizi- für Aufgaben zu nehmen, die zwar
ente Form der Wissensaufnahme wichtig, aber nicht-dringend sind. ©istockphoto

und –anwendung sowie der Opti- Dadurch ist ein Reflexionsprozess


mierung des Gegebenen. möglich, der die Wichtigkeit der schaftssystems ein hohes Maß
jeweiligen Handlung überprüft an Fähigkeiten im Bereich des
Zeitmanagement und Lernprozesse für ihre wirk- Selbstmanagements ab. Weder
same Durchführung ermöglicht. Ziele noch Lernkontexte und we-
Zeit kann weder verlängert noch der Zeit noch Balance werden von
verkürzt werden. Lediglich die Die heutige „Wissensgesellschaft“ der Umwelt vorgegeben, sondern
Handlungen, die in einem gewis- verlangt den Akteuren des Wirt- selbst geschaffen. Dass dies der
einzige Weg ist, der zur beruf-
lichen und persönlichen Zufrie-
denheit führt, zeigen uns fast alle
Studien über Arbeitspsychologie
und Organisationslehre.

„Wer über seine Vision spricht,


verrät die Grenzen seines Ho-
rizonts“, stellte Joseph A.
Schumpeter einst heraus. Durch
erfolgreiches Selbstmanagement
erhöhen sich die individuellen
Handlungsmöglichkeiten – der ei-
gene Horizont erweitert sich. ..

Die Autoren Dipl. Volkswirt Peter Rassidakis,


Prof. Jochen Röpke und Dr. Cord Siemon
sind Dozenten und Coaches des
Marburger Förderzentrums für Existenz-
gründer aus der Universität (Mafex).
©istockphoto www.mafex.de

„Selbstmanagement“ – Mittelstand Wissen 01/09 5


O-Ton

Werden Sie produktiver und zufriedener


Unternehmer und Spezialisten müs- voll. Wenn Sie allerdings entschlossen
sen sich vor allem selbst managen. sind, alles Notwendige zu tun, erhöht
Wem das schwer fällt, dem fällt ebenso sich die Umsetzungschance erheblich.
schwer, alle anderen Lebens- und Ar- Wie können Sie Ihre Entschlossenheit
beitsbereiche erfolgreich zu managen. steigern? Zum Teil werden Vorhaben
auch nicht realisiert, weil sie im Alltag
Der Zweck des Selbstmanagements aus dem Blick geraten.
liegt darin, produktiver und zufriedener
zu sein. Dabei kommt es nicht nur Erfolgreiche Selbstmanager arbeiten
auf die Kenntnis und Anwendung von daher mit schriftlichen Jahres-, Mo-
Methoden an, sondern vor allem auf nats-, Wochen- und Tagesplänen.
Selbsterkenntnis. Die wichtigste Frage Aufgaben werden solange detailliert bis
hierzu lautet: Was kann ich zum Erfolg sie aus konkreten Teilaufgaben beste-
des Unternehmens beitragen? Die Ant- hen, die einfach zu erledigen sind. Wie
wort weist auf wertschöpfende Aufga- können Sie Ihre Planung verbessern,
ben hin, auf die Sie sich verstärkt fo- damit Ihre Vorhaben realisiert werden?
kussieren sollten. Denn das, worauf Sie
Dr. Wilfried Mende sich fokussieren, wird mehr. Wenn Sie Selbstmanagement umfasst auch
Ihren Beitrag verdoppeln wollen, fragen die Stimmungspflege, denn unsere
(Dipl. Kfm.)
Sie sich: Wie können Sie doppelt so viel Leistung hängt von unserer Stimmung
Zeit für wertschöpfende Aufgaben ver- ab. Wenn Sie permanent überarbeitet
Trainer und Berater für wenden? und schlecht gelaunt sind, dann befin-
Persönliche Produktivität den Sie sich nicht in Ihrem Leistungs-
und Managementmethoden Wie stellen Sie nun aber sicher, dass Sie optimum. Die Ergebnisse fallen ent-
Ihre Vorhaben tatsächlich auch umset- sprechend aus. Wie können Sie Ihre
zen? Ein Hindernis stellt die eigene Un- Leistungsfähigkeit und -freude steigern?
entschlossenheit dar: Erweist sich Ihr Produktive Menschen haben produktive
www.p2m.de Entschluss als zu schwach, so dass die Gewohnheiten, die das Leben und die
zu erwartenden Schwierigkeiten domi- Arbeit erleichtern. „Tue es sofort“ ist
nieren, wird die Verwirklichung mühe- eine davon. ..
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„Selbstmanagement“ – Mittelstand Wissen 01/09 6


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„Selbstmanagement“ – Mittelstand Wissen 01/09 7


Tipps und Trends

Selbstmanagement im Büro
Selbstmanagement ist die Fähigkeit, eigenverantwortlich seine Kompetenzen zu organisieren und
Aufgaben, Kommunikation sowie Erholung zu steuern.

Gutes Selbstmanagement spart Zeit und verhindert Ärger und Stress. Es bleibt mehr Raum zum Auftanken.
Fünf zentrale Aspekte des Selbstmanagements im Überblick:

Aspekt Inhalt

1. Kommunikationsmanagement • Optimale Nutzung der Kommunikationsmedien


• Effektives Telefonieren und Mailen

2. Ergonomie und Pausen • Ergonomie am Arbeitsplatz


• Erholzeiten
• Entspannungstechniken
• Stressbewältigung
• Gesunde Ernährung

3. Anbindung und Eingliederung • Kollegiale Kontaktpflege


• Eingliederung in die Unternehmensstruktur
• Gesprächsführung
• Konfliktbewältigung

4. Organisation von Aufgaben und Zeit • Aufgaben- und Zeitplanung


• Ziel- und Prioritätensetzung
• Organisation der Ablage
• Nutzung von Organisationshilfsmitteln

5. Informationsmanagement • Organisation der Informationswege


• Informationsaktivitäten
• Einbindung in betriebliche Kommunikation
• Kompetenz lebenslanges Lernen

Quelle: www.GeWiKon.de. Gesundheit und Wirtschaftlichkeit im Konsens

„Selbstmanagement“ – Mittelstand Wissen 01/09 8


Tipps und Trends

Kennen Sie das?


Buchtipp
Der Unternehmeralltag fordert das
Letzte von Ihnen. Obwohl Sie be- Susanne Watzke-Otte
reits auf Hochtouren laufen, hört „Selbstmanagement. Pocket Business“
das „Gezerre“ Ihrer Mitarbeiter und
Kunden nicht auf. Ihr Energieniveau Die Bände von ‚Pocket Busi-
fährt ständig auf einem hohen Le- ness‘ greifen auf, was an me-
vel, aber innerlich fühlen Sie sich thodischen und sozialen Kom-
ausgemergelt: Sie sind einfach nur petenzen aktuell in der Praxis
gestresst, gehetzt und getrieben. benötigt wird, und stellen diese
Und zu allem Übel kommt Ihr pri- anschaulich und praxisnah dar.
vates Umfeld zu kurz. Die Leser erfahren, wie sich
gutes Selbstmanagement durch
„Ich habe keine Zeit“, das ist ein bewussten und zielstrebigen
viel zitierter Spruch, den unsere Einsatz persönlicher Fähigkeiten
Multi-Tasking-Gesellschaft hervor- entwickeln lässt.
gebracht hat.
Wichtige Bausteine sind
Fokussieren Sie das Wesentliche • Motivation,
• Reflexion eines Selbstkon-
Haben Sie wirklich keine Zeit? Wo- zepts,
her kommt denn dieser massive • Flexibilität,
Druck? Was sind denn die Auslöser • Kreativität, Erscheinungsjahr 2005,
dieser Entwicklung? • Organisation und Ordnung, 136 Seiten
• Lernen, Cornelsen Verlag
Schaut man genauer hin, stellt • Stressbewältigung
man häufig fest, dass die eigene • Bewusstes Achten auf Ent- ISBN-13: 978-3-589-23431-8
Führung, das persönliche Manage- spannung und Freude 6,95 Euro
ment, mit den gestellten >>

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„Selbstmanagement“ – Mittelstand Wissen 01/09 9


Tipps und Trends

Aufgaben zurecht zu kommen,


schlicht und ergreifend auf der
Strecke geblieben sind. Die schnel-
len Taktgeber Handy, Mail und In-
ternet machen ein anderes Arbeiten
und Umdenken nötig. Statt alles
gleichzeitig und sofort machen zu
wollen, tut es gut, sich auf das We-
sentliche zu fokussieren. „Wie ich
die Dinge geregelt kriege“ ist hier-
zu ein wertvoller Buchratgeber von
David Allen. Neben diesen vielen
erlernbaren Arbeitstechniken wie
©istockphoto
Pareto-Prinzip, Alpen-Methode und
Weniger-ist-Mehr-Empfehlungen
Checkliste: Jede E-Mail ist eine Aufgabe kommt es jedoch auf einen entschei-
denden Faktor an: Das sind Sie!
Die E-Mail ist zu einem der Und die, die ihren Posteingang
großen Kommunikationsmittel nie oder kaum aufräumen, Lernen Sie sich kennen!
unserer Zeit geworden. Noch sollten ebenfalls das folgende
vor dem World Wide Web wird Experiment einmal wagen: Wer sind Sie? Welche Arbeitsein-
es heute als wichtigster und 1. Betrachten Sie jede E-Mail stellung haben Sie? Wie stehen Sie
meist genutzter Dienst des In- in Ihrem Posteingang als zu sich selbst? Es geht um Ihr inne-
ternets angesehen. eine Aufgabe, die gemacht res Selbst. Falls Sie wenig von sich
werden muss. halten, werden Sie mit Störungen
Um sich selber besser zu orga- 2. Legen Sie in Ihrem Mail- nie souverän umgehen können.
nisieren, ist es sinnvoll, den ei- programm eine Ordner- Nein-Sagen fällt Ihnen dann bei-
genen Umgang mit der elektro- struktur an. spielsweise sehr schwer. Mit dieser
nischen Post immer wieder zu 3. Verfahren Sie mit jeder E- inneren Einstellung wird jede noch
überdenken. Mail in Ihrem Eingang fol- so tolle Technik keine Chance ha-
gendermaßen: ben.
Die Praxis zeigt immer wieder, • Lesen und löschen
dass der elektronische Post- • Lesen und ablegen (legen Lernen Sie Ihren inneren Antreiber
Eingang kaum oder selten auf- Sie eine Ordnerstruktur an!) kennen, fangen Sie an, ihn zu ak-
geräumt wird. Die Folge: Häu- • Lesen und der damit ver- zeptieren, und lassen Sie damit Ihre
fig werden wichtige Aufgaben bundenen Aufgabe nach- inneren Zwänge los. Das ist der er-
vergessen, es entsteht Stress kommen (eventuell im Ka- ste Schritt. Mit dem zweiten Schritt
durch das Suchen und es wird lender terminieren) eignen Sie sich die Methoden an,
versäumt, sich kleine „Motivati- • Lesen und die folgende Ak- die Ihnen am meisten zusagen. Und
onsschübe“ durch eine gelöste tivität delegieren dann müsste es klappen: Gelassen
Aufgabe zu holen. • Lesen und eventuell auf werden Sie trotz hohen Alltagsan-
Wiedervorlage legen forderungen durch das Jahr 2009
Für diejenigen, die in ihrem Po- • etc. .. gleiten. ..
steingang stets mehr als zehn
E-Mails haben, sollen die fol- Quelle: www.blueprints.de - Die Heike Eberle, Dipl.-Betriebswirtin
genden drei Punkte bestimmt Kunst, Ziele zu erreichen; und Kommunikationstrainerin,
sein. Autor: Michael Behn www.eberlebau-landau.de
www.klug-managen.de

„Selbstmanagement“ – Mittelstand Wissen 01/09 10


Tipps und Trends

Selbstmanagement:
Die 8-Punkte-Checkliste
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„Wir haben genug Zeit, wenn wir
sie nur richtig verwenden.“
(Johann Wolfgang von Goethe,
deutscher Dichter, 1749 - 1832)

1. Planen Sie Ihren Tag schriftlich


Notieren Sie die Maßnahme auf
einem Medium (keine doppelte
„Buchführung“). Beispiele:
• „Herrn Müller anrufen“
• „Marketingordner bis Seite 30
durcharbeiten“
• „Tagesplan aufstellen“
• „20 Minuten laufen“

2. Setzen Sie Prioritäten ent-


sprechend Ihrer Ziele!
(A, B, C, P*)
* Papierkorb

3. Planen Sie Pufferzeiten ein


Ein zu enger Tagesplan wird fru-
strieren und meist zum Dominoef-
fekt führen. Alle Aufgaben werden
von „Unvorhergesehenem“ betrof-
fen. lassen sich Störungen nicht un- 8. Bewerten Sie Ihren Tag!
terbinden, aber Ihr Ziel sollte das Am Ende des Tages sollten Sie Ih-
4. Berücksichtigen Sie Ihren konzentrierte Erledigen der Aufga- ren Tag kurz bewerten:
Leistungsrhythmus! be sein.
Anspruchsvolle Aufgaben bitte in • „Was habe ich geschafft?“
Ihre Leistungshochs legen und er- In zwei Stunden konzentriertem Ar- • „Was ist liegengeblieben?“
ledigen. beiten schaffen Sie mehr als in drei • „War die Planung realistisch?“
Stunden Arbeit, die ständig kurz • „Was waren Zeitfallen?“
5. Beginnen Sie mit dem Wich- unterbrochen wird. • „Was muss ich übertragen?“
tigsten!
7. Haken Sie erledigte Aufga- Lernen Sie aus dem jeweiligen Tag.
6. Bleiben Sie konzentriert bei ben ab! Nutzen Sie Ihre Erkenntnisse, um
der Sache, führen Sie die Aufga- Nehmen Sie einen dicken Stift und Ihre Planungen zu optimieren. ..
be zu Ende streichen Sie die Aufgabe nach Er-
Sie verschwenden kostbare Zeit ledigung durch. Quelle: www.blueprints.de - Die
und Energie, wenn Sie Unter- Finden Sie Wege, um Motivation Kunst, Ziele zu erreichen;
brechungen zulassen. Manchmal auszulösen. Autor: Michael Behn

„Selbstmanagement“ – Mittelstand Wissen 01/09 11


Frage - Antwort

Gibt es ein einfaches System • V heißt „Vernichten“. Wenn Sie


für mehr Arbeitseffizienz? das Dokument innerhalb des
nächsten halben Jahres nicht
Viele Zeitmanagementsysteme brauchen, aber interessant
erfordern einen hohen Aufwand finden, dann notieren Sie die
und viel Disziplin. „DAVE“ ist ein Kontaktdaten und werfen Sie
System, das sehr einprägsam und es weg. Dies gilt vor allem für
leicht anwendbar ist. Die grundle- Angebote. Bei späterem Be-
gende Idee ist, dass jedes Schrift- darf müssen Sie ohnehin ein
stück nur einmal zur Bearbeitung aktuelles Angebot einholen.
kommt. Dann muss sofort eine
Entscheidung getroffen werden, • E wie „Erledigen“ bedeutet,
wie dieser Vorgang bearbeitet dass Sie diese Tätigkeit in
werden soll. Dabei gibt es die vier Ihre Aktivitätenplanung auf-
Alternativen D, A, V und E: nehmen.

Birgit Mauroner, • D steht für „Delegieren“. Das DAVE-Prinzip wurde von


Übertragen Sie die Aufgabe Andreas C. Fürsattel, Ge-
Manager Marketing & PR,
weiter. schäftsführer von BEITRAI-
BEIGROUP GmbH,
NING® International, entwickelt.
Trainingsunternehmen für
den Mittelstand • A bedeutet „Ablage“. Legen
Sie das Dokument sofort an Als Bestandteil der BEITRAI-
www.bei-training.de der richtigen Stelle ab. Ver- NING® Seminare findet es in der
meiden Sie Ablagestapel. Praxis große Resonanz. ..
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„Selbstmanagement“ – Mittelstand Wissen 01/09 12


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über interessante Finanz- und Steuerthemen.


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„Selbstmanagement“ – Mittelstand Wissen 01/09 13
Aktuelles

Selbstmanagement /
ihk-lernen.gmbh Stressbewältigung

Das Seminar der AK Training+


Zeit- und Selbst- Beratung GmbH will helfen, ei-
management nen individuell abgestimmten
Arbeitsstil zu entwicklen.
Veranstaltung der Das Seminar findet in Mannheim
ihk-lernen.gmbh statt, die einzelnen Termine fin-
den Sie unter dem folgenden
Link:
17. März 2009
www.ak-training.com

Vielfältige Aufgaben, an- Veranstalter Leistungsfähig durch


spruchsvolle Tätigkeiten ihk-lernen.gmbh, 95028 Hof Regenerierung
und permanenter Zeit-
druck: So sieht der Arbeits- Ansprechpartner Die Haufe Akademie bietet
platz vieler Berufstätiger Kathrin Ludolph, in den kommenden Monaten
heute aus. Tel. 0951/91820-327, mehrere Seminare zum The-
ludolph@ihk-lernen.de ma „Selbstmanagement“ an. Es
Die Folgen sind häufig soll vermittelt werden, wie Sie
Zeitstress und das Gefühl, Datum leistungsstark bleiben und sich
nichts vernünftig zu Ende 17. März 2009 schnell regenerieren können.
zu bringen. Orte und Termine nennt Ihnen
Ort & Zeit der folgende Link:
In diesem Seminar geht 95028 Hof, 1 Tag
es um verschiedene Tech- www.haufe-akademie.de
niken des Zeit- und Selbst- Inhalt
managements, die Ihnen Analyse des eigenen Arbeits-
helfen sollen, Aufgaben stils, effektive Arbeitsorgani- Techniken des Zeit-
effektiv zu erledigen und sation, der Kreis zum Erfolg, und Selbstmanage-
Herausforderungen erfolg- Umgang mit der Zeit, ments
reich zu meistern. die Kunst der Prioritäten,
Umgang mit Zeitdieben, In diesem Seminar des Instituts
Sie sollen praxisnah erfah- Methoden zum Zeitmanage- für Management-Entwicklung
ren, mit welchen Planungs- ment sollen aktuelle Techniken des
und Kontrollmethoden Sie Selbst- und Zeitmanagements
mehr Zeit für das Wesent- Preis gelernt werden: Überblick be-
liche bekommen und wie 245 € halten, Aufgaben effektiv erle-
Sie durch strukturierte Vor- digen und Zeitdruck abbauen.
gehensweise ruhiger, gelas- Informationen zur Orte und Termine finden Sie un-
sener, effektiver und somit Veranstaltung ter dem folgenden Link:
erfolgreicher arbeiten. www.ihk-lernen.de
www.ime-seminare.de

„Selbstmanagement“ – Mittelstand Wissen 01/09 14


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Auf den Seiten von Dr. Wilfried „Mittelstand Wissen“ ist ein Produkt der
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Modul kostenlos zum Kennenler- Herausgeber
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sich an alle, die ihr Leben in die AG Nürnberg HRA 14717
Hand nehmen und es zufrieden, Pers. haftende Gesellschafterin: ONB
erfolgreich und glücklich führen Online New Business GmbH,
wollen. AG Nürnberg HRB 22494
Geschäftsführer: Michael Amtmann

www.blueprints.de Anzeigenleitung
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„Selbstmanagement“ – Mittelstand Wissen 01/09 15