Brief an einen Freund

1. Siegreicher, reich an Natur des Guten, diese „edlen Reime“ habe ich verfasst, um Sehnsucht nach dem Verdienst einzuflößen, die aus den Lehren des Sugatas herabkommt. Es ist ein kurzes Stück, welches du hüten solltest. 2. Weise Männer verehren aus Holz oder anderem hergestellte Figuren der Sugatas, was immer sie sein mögen. Wenngleich mein Gedicht genauso armselig sein mag, verachte es nicht, denn es gründet auf den Sprüchen des heiligen Dharma. 3. Obwohl du schon immer all die ausgezeichnete Rede des großen Muni begriffen hast, wird nicht jenes, das aus Gips gemacht ist, noch weißer im Licht des Wintermondes? 4. Der Jina hat die sechs Erinnerungen – Buddha, Dharma, Sangha, Großzügigkeit, Moral und die Gottheiten – verkündet. Erinnere dich jeder ihrer einzelnen Tugenden. 5. Praktiziere beständig die zehn Pfad der heilsamen Taten – mit Körper, Rede und Geist. Halte dich fern von berauschenden Getränken und ähnlichem, erfreue dich an einer heilsamen Lebensführung. 6. Erkenne Reichtum als vergänglich und ohne Substanz, übe dich angemessen in großzügigen Taten hinsichtlich Bhiksus, Brahmans, den Armen und Freunden. In Zukunft gibt es keinen besseren Freund als Freigibigkeit.
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14. Schön wie der Mond frei von Wolken, ist der früher Achtlose, wenn er achtsam wird – ähnlich wie Nanda, Angulimala, Ajatasatru und Udayana. 15. Es gibt keine bessere Enthaltsamkeit als Geduld, daher gib dem Ärger nicht nach. Durch das Überwinden des Ärgers erlangt man die Stufe eines Nicht-Wiederkehrers, bestätigte der Buddha. 16. „Diese Person hat mich beschimpft, diese hat mich geschlagen oder mich besiegt, jene hat meinen Reichtum gestohlen.“ Solche Vorbehalte erzeugen Streit. Derjenige, der Vorbehalten entsagt, schläft leicht. 17. Verstehe Gedanken wie Figuren, die in Wasser, Erde oder auf Steinen gezeichnet sind. Für einen gestörten Geisteszustand ist der erste am besten, mit dem Streben nach dem Dharma, der letzte. 18. Der Jina erklärte, dass die Rede einer Person in drei Arten eingeteilt werden kann: erfreulich, wahrhaftig und unangebracht, wie Honig, eine Blume und Unrat. Das letztere sollte man aufgeben. 19. Personen sind von vier Typen: jene, die vom Licht ausgehen und am Ende des Lichts ankommen, von Dunkelheit zum Ende der Dunkelheit, vom Licht zur Dunkelheit und von der Dunkelheit zum Licht. Sei wie das erste unter ihnen. 20. Leute sollten wie eine Mango-Frucht gesehen werden: es gibt unreife, scheinbar reife, reife, die unreif aussehen, unreife, die unreif erscheinen und reife, die reif erscheinen.

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schwierig zu füllen und in Haut gekleidet – sollte ohne seinen Schmuck gesehen werden. Blicke nicht auf das Weib eines anderen. 24. ob beweglich oder unbeweglich. Der Körper eine Jungfrau – verdorben an Geruch. Erfreuen an einem hohen Sitz. Verstehe das Verlangen nach Sinnesobjekten wie das Greifen nach Bequemlichkeit von einem Leprakranken. 26. Lust und Hass. ein Feind und Feuer wären. gleich einem Behälter ewigen Unrats. verwende entsprechend ihres Alters eine Vorstellung von Mutter. Streben. Sinnesobjekte erzeugen Ruin. von nun an diese acht Vorsätze in Nachahmung der moralischen Praxis der Arhats nimmt.Brief an einen Freund 4 7. 2 . ein Sohn. Du sollst eine ungebrochene Moral praktizieren. 9. Durch ihre Fußfesseln ist die Welt im Gefängnis von Samsara gebunden. setzt er seinen Körper dem Feuer aus. Es gibt keinen anderen Dharma als das Heilsame. 22. Selbstgefälligkeit wegen der Großartigkeit der Familie. rein. Falls Lust entstehen sollte.Brief an einen Freund Nagarjuna . sexuelles Fehlverhalten. die Vater und Mutter verehrt. Musik. Wenn man Leid. Meditation und ebenso Weisheit: entwickle diese unermesslichen Paramitas und – nachdem du den Ozean des Daseins überquert hast – werde zu einem Herrscher der Sieger. Überwache den flüchtigen Geist. Gesundheit und Autorität als Feinde. übe mit angemessener Aufmerksamkeit gegenüber allen Wesenheiten. Jede Familie. einwandfrei. Falschheit. das Verlangen nach übermäßiger Nahrung. verschiedene Arten an Juwelen meidet und 11. Gelehrtheit. die über eine Feindesschar im Angesicht des Kampfes triumphieren. Ethische Disziplin wurde als Grundlage alles Heilsamen erklärt. körperlichen Erscheinung. Duldsamkeit. Hochmut. ethische Disziplin. Der Muni erklärte Achtsamkeit als Pfad der Unsterblichkeit und Achtlosigkeit als Pfad des Todes. aber wenn du davon Notiz nehmen solltest. Großzügigkeit. aber nichts lindert. dann ist das Posadha. als ob er großartig zu studieren wäre. Schrecke vor Sinnesfreuden zurück. Tanz. 10. 12. Betrachte Gier. 8. die neun Öffnungen beinhaltend. geplagt von Maden. Tochter oder Schwester. nicht beschädigt – unbefleckt. werden die ersteren von den Weisen als die größeren Helden angesehen. Um die höchste Bedeutung zu sehen. 25. ein Schatz oder deine Lebenskraft. Alkohol. geradeso wie die Erde dies für alle Dinge ist. Gift. als ob sie wie eine Schlange. Geschwätz. um die heilsamen Dharmas zu entwickeln. Ihre Mitglieder werden für ihre Verehrung gerühmt und treten später in höhere Stände ein. die über die sechs immerzu instabilen und wehenden Sinne triumphieren und jene. wird von Brahma und den religiösen Lehrern begleitet. Nagarjuna .21. 27. Daher übe beständig Achtsamkeit mit Respekt. 23. Der Jinendra bezeichnete sie wie eine Kimpaka-Frucht und dass sie aufzugeben seien. List und Betrug. meditiere über den unreinen Zustand ihres Körpers. Anhaftung. Von jene. der sowohl Männer als auch Frauen den reizvollen Körper einer Gottheit des Begierdebereichs verleiht. Diebstahl. 13. eine Waffe.

42. Tatkraft. Vater oder Mutter. Tod. wird das Resultat böser Taten zur Zeit des Todes offenbar. Die fünf Arten des großen Heilsamen und unheilsamen Karmas sind jene. 44. Verstehe. Obgleich von hoher Familie. Alter. die das wiederholte Nachdenken darüber ist. 45. Ein paar Körner Salz können den Geschmack einer geringen Menge Wassers verändern. Sogar gute Taten von einer Person mit falscher Sicht haben alle eine entsetzliche Verwirklichung. Samadhi und Weisheit streben. Der Muni erklärte die sieben Reichtümer Glaube. 43. 29. Ruhm und Schande. dass selbst negatives Karma dasselbe mit den leichten Ansätzen des Heilsamen macht. 34. an Menschenaufläufen teilnehmen. denen es. enricokosmus. 31. Großzügigkeit und einwandfreies Lernen. ebenso wie Scham. wenn sie beständig mit einer starken Neigung ausgeführt werden. Erkenne andere Reichtümer als allgemein und ohne Bedeutung. wenn es ihr an Weisheit und Anstand fehlt. Sinnesverlangen und Zweifel – erkenne diese fünf Hindernisse als Diebe. Bösartigkeit. Besitzt allerdings jemand diese beiden Eigenschaften – obwohl es ihr vielleicht an anderen mangelt – sollte sie verehrt werden. Man sollte mit Ernsthaftigkeit nach Glauben. Abhasvara. den fünf erhabenen Dharmas also. eines Bhikshu. jedoch nicht die des Ganges. 46. führen in die niederen Zustände und zu einem Verlust an Reputation.Brief an einen Freund Nagarjuna . 7 (c) Ngakpa-Zentrum Lhündrub Chodzong. meditiere auf die rechte Sichtweise. Wohlsein und Elend. Gib diese sechs Aktivitäten auf. Verbleibe immerzu zufrieden. Moral. Alkohol und in der Nacht herumziehen. Da keine Ausführung von bösem Karma wie von einem Schwert augenblicklich abgeschnitten wird. Begeisterung und Bedauern. Sohn. Shubhakrtsna und Vrhatphala.wordpress. Trägheit und Schlaf. an einem Heilmittel mangelt oder demgegenüber die Grundlage für das höchste Heilsame sind. Königin oder Gefolge. einer Gottheit oder Gast. nicht einmal zum Wohle eines Brahmanen. die Mächte und die Gipfel bekannt sind. dass Zufriedenheit der größte Reichtum von allen sei. enricokosmus. dass man selbst von Krankheit. schönen Eigenschaften und großer Gelehrtheit. 30.Brief an einen Freund 5 (c) Ngakpa-Zentrum Lhündrub Chodzong. Weltenkenner! Gewinn und Verlust. Wenn du die höchsten Bereiche und Befreiung begehrst.wordpress. Anstand und Weisheit. Sie werden keinen Teil ihrer höllischen Frucht teilen. die den Reichtum des Heilsamen stehlen. Glückspiel. 47. die als die Stärken. Der Lehrer der Götter und Menschen erklärte. Dem Entstehen von Arroganz wird durch ihr Gegenmittel vorgebeugt. 33. Nagarjuna .com . Lob und Tadel – sei gegenüber diesen acht weltlichen Dharmas gleichmütig und lass sie nicht in deinen Geist kommen. Besinnung. Geschwätz und schlechte Gesellschaft. 32. Trennung von Begehrenswertem und der Abhängigkeit vom eigenen Karma nicht ausgenommen ist.28.com dasselbe Glück wie Brahma. Übe dich daher in der Ausführung des Heilsamen. Begehe nichts Böses. ist eine Person dennoch nichts wert.

Dann wird auch deine Ruhezeit nicht fruchtlos sein. 50. 38. Jene. sollte wie die Familiengottheit geehrt werden. Verstehe die verbleibenden vier Aggregate als ebenso leer. die ihren Ehegatten verspottet und eine Diebin. ohne Selbst und unrein. Die vier Dhayanas – vollständige Entsagung der Sinneserfahrung. ohne Gier und Hass. so als ob es Medizin wäre. 36. 39. die wie eine Schwester entgegenkommend ist. das Selbst liegt nicht in der Form und Form ist nicht im Selbst gelegen“. 41. wie eine Mutter zu helfen wünscht und gehorsam wie ein Diener. Moral und Meditation. 54. Die Aggregate entstehen weder durch Zufall. wirst du die Wonne des Brahma-Bereichs erreichen. die „Form ist nicht das Selbst. 35. Man sollte verstehen.48. Wende dies an und beobachte es ernsthaft. Diese Rückbesinnung zu verlieren. die in ihrer Natur nach deine Feinde sind. Wie zahlreich die Köpfe der herausragenden Nagas auch sein mögen. Entspannung und Unbequemlichkeit - ermöglichen einem 6 . Meide die drei Arten Frauen. Daher also befleißige dich im Streben der vier Wahrheiten durch Hören. Das Missverstehen von asketischen Übungen. Freude und Gleichmut. sondern nur um den Körper zu erhalten. Nagarjuna . das Selbst besitzt keine Form. die viele Besitztümer haben. in denen diese Rückbesinnung nicht gut errichtet ist. 37. lieb zum Herzen wie ein Freund. Übe dich selbst immer in überragender Moral. zerstört den ganzen Dharma. Eine. überragender Weisheit und überragender Konzentration. die wie Mörderinnen sind. Freude. Praktiziere beständig die Meditation auf liebende Güte. nicht durch Ishvara. Arroganz oder Robustheit. Mitgefühl. sowie eine Tyrannin. Diese drei Übungen beinhalten die über 250 Regeln. Karma und Verlangen erscheinen.Brief an einen Freund Nagarjuna . nicht aus Einbildung. Bei diesem Unterfangen braucht man nichts. dass sie durch Ignoranz. noch durch ihre eigene Substanz. Oh Herr. 52. eine verdrehte Sichtweise auf das eigene Sein und Zweifel – erkenne diese als drei Bande. unbeständig. wenn du dich zwischen diesen beiden Abschnitten zurücklegst. selbst ohne materiellen Besitz. Verstehe Menschen als Wesen. 53. die das Tor zur Stadt der Befreiung blockieren. elend. Werter Herr! Jene. faktisch. Es wurde erklärt. noch ohne Ursache. 49. die auch kleine Dinge stiehlt. lassen die vier Täuschungen – die Quelle der Zerstörung – entstehen. Nahrung sollte angemessen aufgenommen werden. noch durch eine uranfängliche Substanz. Gerechter! Arbeite den ganzen Tag über und auch den ersten und letzten Abschnitte der Nacht. das von anderen abhängen täte. noch durch Zeit. die wenig Begierden haben. der Sugata lehrte Besinnung auf die körperlichen Umstände als die einzige Weise auf dem Pfad.Brief an einen Freund 8 Man weiß um Zufriedenheit als wahren Reichtum. 51. denen fehlt das Elend jener. genauso wird auch das Elend von diesen auch erlangt. Befreiung hängt vom Individuum selbst ab. 40. Selbst wenn du das höchste Ziel vielleicht nicht erreichst.

wert. wiederum erduldet man unaufhörliches Leiden wie das Entzünden der Feuer in der Avici-Hölle. Hast du auch im sanft dahinfließenden Storm geruht. des Zerschnitten-werdens und des Aufgeschlitzt-werdens in den Höllen. Beine. Daher macht mit der Kraft des Menschseins solch ein Leben fruchtbar durch das Praktizieren des heiligen Dharmas. Viel wundersamer ist die Muße am Einatmen. Kontempliere dies nach einer vergnüglichen Erfahrung. 71. sodass nicht einmal Staub zurückbleibt. Sogar derjenige. von der Welt verehrt zu werden. bist von himmlischen Mädchen erquickt worden. zu vertrocknen. Verstehe dies als einen Mangel an Essenz und – auf natürliche Weise – als dem Unterworfen sein an Zerstörung. der ein mit Juwelen verziertes Goldgefäß mit Exkrementen anfüllt. auf heilige Menschen stützen.wordpress.com ausreichen. Wächter oder Ruhestätte. mit goldenen Lotussen und himmlischen Mädchen von wunderschönem Antlitz. 56. wiederum fällt man in die unerträgliche Lauge. ist dümmer als jener. Was soll daher über ein solch zerbrechliches Ding wie dem menschlichen Körper gesagt werden? 58. Schwieriger als dass eine Schildkröte eine einzelnes Joch im Ozean findet. ist das Erlangen einer menschlichen Geburt. 69. Hat man auch die äußerst großartigen Freuden der himmlischen Bereiche erlangt und selbst Brahmas Gesicht der Nicht-Anhaftung. der als Mensch geboren wurde und negative Taten ausführt. von andächtiger Natur und auch vorher Verdienstvolles Nagarjuna . Das Leben. 72.Brief an einen Freund 9 (c) Ngakpa-Zentrum Lhündrub Chodzong. Sakra gewesen zu sein. nimmt man wiederum in Samsara den Stand eines Dieners ein. Es ist ohne Heilsbringer. 74.com . zu verrotten oder schließlich zu Unrat zu werden. 57. zu Staub zu werden. wenn der Boden von der Berührung deiner Füße niedergedrückt wird. Austrocknung. Ohren und Nase im Wald der Bäume mit den schwertgleichen Blättern zerschnitten. nachdem man wieder ausgeatmet hat und das Erwachen aus dem Schlaf. enricokosmus. das so empfänglich für viele Leiden ist. Sich in einer günstigen Gegend zu befinden. wenn man die Abstammungslinie von einem mit Dreckkugeln von der Größe der Wacholderbeeren zählen würde. 61.55. während eines langen Aufenthalts auf dem Gipfel Merus. Hat man auch lang die Freuden der Liebkosung der Brüste und der Hüften der himmlischen Jungfrauen erfahren. dem kochenden Wasser des höllischen Flusses ohne Furt. 60. 11 (c) Ngakpa-Zentrum Lhündrub Chodzong. Das fürchterliche Leiden der Feuergrube und der Sumpf aus Unrat werden dich wieder treffen. Hast du auch während des Aufenthalts in lieblichen und vergnüglichen Gärten gescherzt.wordpress. werden auch deine Arme. 73. Verwesung oder Zergliederung. enricokosmus. ist unbeständiger als eine vom Wind aufgewehte Wasserblase. fällt man wiederum durch die Kraft des Karma auf die Erde oder war man ein Weltenherrscher. Das Ende des Körpers ist es. Daher entwickelte der Großartige Abneigung gegenüber Samsara – das wie die Kochbanane keine Substanz hat. 70. mangelnd jeglicher Selbstnatur. Meru und die Ozeane – sogar diese physischen Körper werden von sieben leuchtenden Sonnen verzehrt. erlebt man den unerträglichen Kontakt des Zermalmt-werdens. Die Erde.Brief an einen Freund Nagarjuna . 59. Daher ist das ganze Sein vergänglich.

Der eigene Vater wird zu einem Sohn.Brief an einen Freund Nagarjuna . ergreife das Lampenlicht der drei Arten von Verdienst. Einige werden von stacheligen und flammenden Eisenspeeren aufgespießt. Auch das Gegenteil davon passiert ebenso. der Quelle von so viel Leiden: materielle Entbehrung. strenge dich an. sie verschlingen. die negative Taten ausführen. die zu jeder Person gehören wären gleich oder würden sogar den Berg Meru übertreffen. Allein betritt man die unendliche Dunkelheit. Einige werden mit Sägen in Stücke geschnitten. Nachdem du die Muße gefunden hast. 81. sind die acht Fehler des Ungünstigen 64. Krankheit. 63. werfen ein paar ihre Arme in die Höhe. Die Knochenhaufen. in einem Land. 67. Nagarjuna . als Tier. Der Muni erklärte die Stütze auf einen spirituellen Lehrer als die Erfüllung eines religiösen Lebens. Für Wesen. Dies sind schlichtweg die Fehler von Samsara. Alter und ähnliches. als Schwachsinniger oder Idiot geboren zu sein. Werter Herr! Entwickle Abneigung gegenüber Samsara. 77. 68. Preta oder Höllenwesen. 66.75. Kahatapana. Die Erde würde nicht 10 . Kalasutra. Jeder hat mehr Milch getrunken als in den vier Ozeanen. 80. 76. Tod. während andere von schrecklichen Äxten mit scharfen Klingen gespalten werden 79. oder als ein Langlebensgott.Brief an einen Freund 12 ausgeführt – so besitzt du die vier großen Räder. tausende Schmeißfliegen und schwarze Bienen sie berühren und sie krümmen sich und wehklagen. Einige können es nicht ertragen. Kehrt man dennoch in die Dunkelheit zurück. Höre nun noch ein paar seiner Fehler. Einige werden wie Sesamsamen zusammengedrückt und andere werden wie eine schöne Blume ausgerissen. die eigene Mutter zu einem Weib. ist nicht eine einzige ausgestreckte Hand von einem zu sehen. Andere werden mit brennender Flüssigkeit aus geschmolzenem Eisen beträufelt. die ihnen massive Wunden zufügen. 65. während andere hilflose Wesen von Raben mit scharfen Eisenschnäbeln und schrecklichen Klauen gepickt werden. Daher stütze dich auf den Weisen. Aufgeschlitzt von wilden Hunden mit Eisenkrallen. So gibt es in Samsara überhaupt keine Gewissheit. so wie die Vielen dies taten. die Geburt umzukehren. Samghata. Als einer geboren zu sein. die durch den Jina Frieden erlangten. der falschen Sichtweisen anhaftet. Avici usw. als Barbar in einer entlegenen Gegend. wenn Würmer und Insekten aller Art. 78. 62. Raurava. die von Sonne und Mond nicht berührt wird. Sobald man den Zustand von Sonne und Mond erlangt hat. frei von diesen zu sein. in dem es am Wort des Jina mangelt. gibt es das fortwährende Leiden in den Höllen von Samjiva. wird das Licht des eigenen Körpers die gesamte Welt erhellen. Feinde werden Freunde. jedoch im nachfolgenden Samsara des gemeinen Menschen wird noch weiterhin als dieses getrunken. wenn jene.

99.wordpress. Buddha erklärte Geiz als unedel. 98. Blumengirlanden verwelken. gleich wie die Todesanzeichen die Menschen auf Erden.Brief an einen Freund 13 (c) Ngakpa-Zentrum Lhündrub Chodzong. wird man davon niemals befreit sein. 86. sind die Missetaten von Körper. 15 (c) Ngakpa-Zentrum Lhündrub Chodzong. schon bei ihrem geringsten Auftreten. Größer als die Freuden der himmlischen Wesen ist das Leiden bei ihrem Dahinscheiden. die sterben. Sie erscheinen für Götter auf eine Weise. Hungergespenstes oder Höllenwesens eintreten. 102. 84. die den Tod im himmlischen Bereich begleiten. enricokosmus. ihre Münder weit aufgerissen. Man wird hilflos in den Zustand eines Tieres. nachdem sie von den unermesslichen Leiden in den Höllen gehört haben. enricokosmus. 83. durch ihre natürliche Feindschaft mit den Göttern.com . Der Grund für den einzigen Geschmack von solch unterschiedlichem Leiden der Hungergespenster ist das Vergnügen an übertriebener Sparsamkeit.82. 88. darüber liest und von den Höllen hört. dann lechzen die Gerechten nicht nach dem flüchtigen himmlischen Bereich. mit allen Mitteln. Unaufhörliches Leiden ertragend und fest durch die karmischen Fesseln der Missetaten gebunden. erleiden großes geistiges Leiden. 101. man fühlt sich auf seinem Sitz unwohl. erzeugt dies Angst. Du musst dich mit aller Kraft davor hüten. die Früchte des Unheilsamen. Nagarjuna . Rede und Geist. die – bis zum Verlöschen des Atems in den Höllen gefangen sind – nicht von tausend Arten der Angst erfüllt sind. so lange wie das Unheilsame nicht erschöpft ist. Nach dem Dahinscheiden aus dem göttlichen Bereich gibt es kein verbliebenes Heilsames.com 96. bei dem man einen einzigen Tag lang von dreihundert Speeren mit voller Wucht gestochen wird. Einige werden kopfüber in großen Töpfen wie Reisknödel gekocht. sterben manche für fünfhundert oder sogar für zehntausend Jahre nicht. sich erinnert. so ist auch das Leiden in der Avici-Hölle das Schrecklichste unter allen Leiden. 87. Dies sind die fünf Warnungen. die Kleidung nimmt einen Geruch an und der Körper verschmutzt wie nie zuvor.Brief an einen Freund Nagarjuna . ist nicht annähernd oder gleich einer Minute des geringsten Leidens der Höllen. Obwohl sie intelligent sind.wordpress. Das Leiden hier. Genauso wie das Verlöschen des Verlangens der Herr aller Freuden ist. 100. Wenn man schon Zeichnungen von Statuen sieht. Sie haben eine diamantharte Natur. was soll man also über das Erfahren dieser entsetzlichen Prüfungen sagen? 85. 97. können sie die Wahrheit aufgrund der Verschleierung ihres Seinszustandes nicht sehen. Obgleich eine Milliarde Jahre lang so sehr unerträgliches Leiden erfahren wird. Haben sie das erkannt. Das Aussehen des Körpers wird unattraktiv. Einige werden in einem Haufen glühender Schlacke unaufhörlich verbrannt. jene Übeltäter. Die Samen davon. Asuras.

die Sammlung des Heilsamen führt zur Erlangung des Nirvana. Unter den Hungergespenstern besteht beständiges Leiden. der in ihre Münder fällt. die in ihrer Kehle wachsen. das aus Angst. daraus die sechs Sinne und daraus Kontakt. Kälte und Hitze geschaffen ist. Einige sind Nackt. Sie erdulden das fürchterlichste Elend. Besinnung. die von friedenstiftenden Tugenden Abstand genommen haben. Peitschen und Haken geschlagen und gestoßen. Eine Geburt im Tierreich hat viele Arten von Leiden. 105. höchste Geschicklichkeit. Der Geist wird durch sie nicht befriedet. 94. Durst. Exkremente. 106. Selbst wenn jemandes Kopf oder Kleidung plötzlich Feuer fängt. 108. die in der Nacht leuchten – als Nahrung essen sie Sand. Samsara ist so. 107. 104. Wasser. Im Sommer empfinden sie auch den Mond als heiß. Blut oder ähnliches finden. Der Muni erklärte. Andere Hilflose werden mit Fußtritten.Brief an einen Freund Nagarjuna . hat den Ozean der Existenz auf die Größe des Fußabdrucks eines Ochsen reduziert. Einige sterben. sollte man sich daran machen. daraus Bewusstsein und daraus Name und Form. Sie werden getötet. Feuer. Samadhi und Gleichmut – diese sieben sind die Glieder der Erleuchtung. Kummer. Geburt sollte als ein Gefäß von viel Leiden erkannt werden. Faustschlägen. Todlosigkeit. Luft. 109. um Perlen oder Wolle. 92. 93. essen Eiter verfaulten Kröpfen. dass die vierzehn nicht-erläuterten Sichtweisen wären. bloß Haut und Knochen. Anstrengung. dass aus Unwissenheit Karma entsteht. der Wiedergeburt ein Ende zu setzen. Durch ihren bloßen Blick werden Bäume fruchtlos und Flüsse trocknen aus. Sonne und Mond. gefangen. Es kann keine Weisheit ohne Meditation geben. 91. Freude. Hunger. dass durch einen Mangel an materiellen Dingen verursacht ist. Höllenwesen. Nagarjuna .103. 95. es aufzugeben und sich selbst stattdessen darin üben.Brief an einen Freund 16 89. Einsicht in die Dharmas. der beides besitzt. Weisheit und Meditation muss man Nirvana – den einzigartigen Zustand des Friedens – erlangen und nachrangig: Alterslosigkeit. Es kann keine Meditation ohne Weisheit geben. 14 . geschlagen und ähnliches. Einige mit Mündern wie Nadelöhre und Bäuche von der Größe der Berge sind von Hunger geplagt. was der Verwandte der Sonne erklärte. Man sollte nicht das kontemplieren. Das entsetzlichste Schicksal des gegenseitigen Auffressens erwartet jene. noch unter den Tieren. Er. Fleisch oder Haut zu erhalten. Verschiedene niedere Klassen können selbst nicht einmal solchen Unrat wie Eiter. 90. Menschen. Kein Ziel ist bedeutender als dieses. während sie im Winter die Sonne kalt empfinden. Sie greifen einander an. Hungergeistern. wie die trockene Spitze einer Palme. Ewigkeit und frei von Erde. Durch Moral. aber unfähig selbst die geringste Menge weggeworfenen Unrats zu essen. es gibt keine vorteilhafte Geburt – weder unter den Göttern. Knochen. Andere haben Münder.

entstehen Betrübnis (Leid). Nagarjuna . dies zu erkennen. strebe – immer – danach. 115.com Kolophon: Der große indische Meister Sarvajnanadeva. – ein riesiger Haufen an Leiden. (c) Alle Rechte vorbehalten. Alles was erscheint. Rechte Sicht. um die Vier Wahrheiten der Edlen zu sehen. enricokosmus.com . enricokosmus. den Strom der geistigen Belastungen überqueren. ist Leiden. Anstrengung. in deren Lenden große weltliche Reichtümer ruhen. sieht den Buddha – den höchsten Kenner der Realität. Seine Beenden ist Befreiung – der Pfad um dies zu erlangen. Alter und Elend. Vom Verlangen entspringt Greifen. daraus Existenz und von Existenz kommt Geburt. die Erkenntnis des Dharma erlangt haben. Lebensführung. Gesinnung. Wer immer in der Lage ist. fallen nicht vom Himmel. Deutsche Übersetzung: Ngak’chang Rangdrol Dorje (Enrico Kosmus) im Jahr des Wasser-Drachen (2012). 111.Brief an einen Freund 17 (c) Ngakpa-Zentrum Lhündrub Chodzong.110.wordpress.wordpress.Brief an einen Freund Nagarjuna . die Furcht vor dem Tode usw. Krankheit. können durch Wissen. Selbst jene Haushälter. noch wachsen sie wie Früchte aus dem Boden. bearbeitet und zusammengestellt. Samadhi. 114. Durch das Beenden der Geburt wird all dies verschwinden. dies ist der achtfache Pfad der Edlen. Handlung und rechte Erkenntnis sind die acht Glieder des Pfades. Rede. 116. basierend auf Empfindung kommt Verlangen daher. Ferner jene. Dieses abhängige Entstehen ist das am meisten geschätzte und der tiefgründigste Schatz der Rede des Jina. Von diesem Kontakt entsteht Empfindung. Meditiere darüber um Frieden zu erlangen. Sie waren zuvor einfach gewöhnliche Menschen. 112. A-8591 Maria Lankowitz. die von geistigen Leiden betroffen waren. 19 (c) Ngakpa-Zentrum Lhündrub Chodzong. Da dies so ist. Wenn es Geburt gibt. der allwissende Göttliche und der große Übersetzer Bande Kawa Paltsek haben dieses Werk während der Periode der frühen Verbreitung des Dharma in Tibet übersetzt. Verlangen ist sein gewaltiger Ursprung. 113.

Furchtlosigkeit. 122. indem du die guten Eigenschaften entwickelst. 123. All diese Lehren.Brief an einen Freund 20 117. wäre sogar für einen Mönch schwierig. himmlische Jugendliche. Nachdem du die Stufen des Siegers erreicht hast – welche menschliche Erdlinge befriedet und göttliche. Schließlich erlange den transzendenten Zustand: nur Name. Frieden. Geburt und Tod für eine Vielzahl an hilflosen geplagten Wesen ausgelöscht hast – verbreite den Ruhm der makellosen Weisheit. der Geist ist die Wurzel des Dharma. Der Bhagavan sagte. Dann in einem Buddha-Feld werde – wie schon Buddha Amitabha es tat – zu einem Beschützer der Welt mit einer Lebenspanne von unendlicher Länge. Gib deinem Leben einen Sinn. Moral und Großzügigkeit durch die Himmelsregionen. den Raum und auf dem Angesicht der Erde. Verlangen und Hass. die dir gegeben wurden. unbefleckt und vollkommen.Nagarjuna . 120. 121. Alter. Nagarjuna . Dann werde durch diese Masse des Heilsamen zu einem Meister des Yoga in all den Welten der Götter und Menschen von einer unermesslichen Anzahl an Geburten und beschütze viele hilflose Wesen mit Aktivitäten wie jenen des Arya Avalokiteshvara.Brief an einen Freund 18 . 118. Was soll man den Furchtlosen predigen? Unterwirf deinen Geist – dies ist die nützlichste und wesentlichste aller Anweisungen. egal welche Anweisungen du praktizierst. zu verwirklichen. Erfreue dich an all dem Heilsamen aller Wesen und widme deine eigenen dreifach guten Taten dem Erlangen der Buddhaschaft. die sich an Sinnesgenüssen erfreuen und du Furcht. 119. In einer letzten Geburt vertreibe Krankheit.

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