Meine Rede am 05.01.

2013 zum Landesparteitag der FDP in Stuttgart
Meine Damen, meine Herren, liebe Freunde unserer gemeinsamen Partei, es sind ein paar Worte des Grundsätzlichen, das in der Öffentlichkeit unterdrückt wird, die ich hier und bei dieser Gelegenheit sprechen möchte. Unsere Lage ist hoffnungslos, aber nicht weiter ernst. Wir haben immer weniger Kinder, an die wir einen Schuldenberg vererben können, der so hoch ist, dass er nie abgetragen werden kann. Wir haben uns nämlich in wesentlichen Bereichen auf den Gutmenschen-Wettstreit eingelassen und wurden folgerichtig vom liberalen Teil der Gesellschaft weitgehend verlassen. Kümmern wir uns also um die Probleme, die für uns und unser Land entscheidend sind: Es handelt sich um    Die Euro-Finanzpolitik, Die Bevölkerungspolitik und Die sogenannte Klimapolitik,

Für die Euro-Finanzpolitik haben wir von der FDP Frank Schäffler, einmalig in der deutschen Parteienlandschaft, aber den beachten wir nicht weiter, lassen ihn reden und parteiintern schreiben als Alibi für eine Gedankenfreiheit, die wir postulieren, aber in der Realität nicht gewähren. Dasist die praktizierte Methode, die öffentlichen Diskussionen auf die Folgeprobleme zu lenken und ihre Ursachen zu verdrängen, die uns in unserem aktuellen Dilemma gefangen hält. Wir müssen vor allem wieder in unseren Orts- und Kreisversammlungen auch Bundespolitik diskutieren, anstatt diese als Abnickveranstaltungen für genehme Kandidaten zu benutzen, ja, zu missbrauchen. Voraussetzung für alles andere ist also innerparteiliche Demokratie. Die Finanzpolitik, die wir Gutmenschen betreiben, erinnert zumindest an die späte Vollendung des Stamokap, wovon alle unter 60jährigen hier im Saal noch nie etwas gehört haben dürften. Das Kürzel bedeutet: Staatsmonopolistischer Kapitalismus und beruht auf Lenins maxistischer ImperialismusDefinition. Stamokap war in den Siebzigern die Devise der Jusos: Monopole schaffen, die im Wirtschaftsleben die entscheidende Rolle spielen! Und schon sind wir bei der EZB und in jeder Beziehung in Brüssel und Straßburg, wohin der ganze Verein 12 Mal im Jahr für nichts und wieder nichts kostenträchtig umzieht. Wir sind also bei der EU und wie sie sich entwickelt hat. Helmut Schmidt hat laut FAZ vom 15.9.1995 zur Notwendigkeit der Abgabe der DM und der Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung gesagt, andernfalls würde die Mark den europäischen Kontinent beherrschen, und die Nachbarstaaten würden sich gegen Deutschland verbünden. Und jetzt wissen wir auch     warum die EU ohne entsprechende Wahl in Deutschland und gegen den durch Umfragen bekannten Willen der Mehrheit durchgesetzt wurde, und das Gleiche mit der Aufnahme der Mittelmeerstaaten in den Euro-Verbund geschah; warum keine grundlegende Reform der offensichtlich misslungenen bisherigen Europapolitik möglich sein soll und wie sein kann, dass offensichtliche Souveränitätsabgabe, nämlich der Haushaltspolitik, als mit dem Grundgesetz für vereinbar erklärt wird. Das bedeutet die weitere Frage, wie unabhängig von der Politik unser oberstes Verfassungsorgan ist, weil

andernfalls die Nachbarn sich gegen Deutschland verbünden. Ein Frieden, der auf Erpressung beruht, ist kein wirklicher Frieden. Und noch ein Wort eines berühmten Zeitgenossen zum Thema EU: Ralf Dahrendorf schrieb in einem langen Artikel in der „Zürcher“ am 2. Juli 2008, daß die Sachlogik von Walter Hallstein, die Wirtschaftsgemeinschaft führe zwangsläufig am Ende zu einem europäischen Bundesstaat, ein großer und folgenschwerer Irrtum sei. – Wir schmücken uns gern mit Ralf Dahrendorf als unserem politischen Freund; darum sollten wir auch auf ihn hören, wenn seine Erkenntnis uns nicht in den politischen Kram passt. Zur Bevölkerungspolitik möchte ich der Kürze wegen nur anmerken, dass Rassismus nicht nur der Ablehnung alles Fremden zugrunde liegen kann, sondern Rassismus auch die Grundlage für demographische Eroberungspolitik per Mendelscher Vererbungslehre ist. Gegen die Bäuche unserer Frauen kommt keine Armee der Welt an. Das Zitat stammt nicht aus Deutschland! Und noch ein Stichwort ist anzumerken: Toleranz ist die Übersetzung von Duldung, nicht von Unterwerfung. Will heißen, daß wir das Gebot politischer Glaubenslehre, Deutschland sei Einwanderungsland und der Islam gehöre zu uns, auf bereits eingetretene Folgen und dahinter stehende Absichten untersuchen müssen. Deutschland ist ein christliches und gastfreundliches Land mit einem zivilisierten Hausherrenrecht, das anzuwenden wir gelegentlich versäumen. Ich überschlage so drängende Probleme wie die Zerstörung eines erfolgreichen Schulsystems in Baden-Württemberg mittels einer Bildungspolitik, wie sie seit dem Machtwechsel von den rotgrünen Volksbeglückern mit ihren Einheitsschulen zurzeit betrieben wird, als nur eine Folge der praktizierten Bevölkerungs- und Gleichschaltungspolitik und komme direkt zur Klimapolitik, die nicht imstande ist, den Beweis dafür zu erbringen, daß Kohlendioxid, überhaupt und schon gar der anthropogene Anteil, also der von Menschen dem natürlich vorhandenen CO2-Gehalt der Atmosphäre hinzugefügte Anteil, klimarelevant ist. Fehlanzeige! Es gibt keinen Beweis, obwohl staatliche Institutionen dafür in Lohn und Brot gesetzt wurden. Da die wissenschaftliche Beweisführung bisher also nicht möglich war, und weil die Behauptung für den Laien angesichts der Winzigkeit des Anteils von 0,038% in der Atmosphäre auch nicht plausibel ist, müssen wir endlich von Bluff, von der Wahrscheinlichkeit von Täuschung einer grünen Erfindung zur Finanzierung ihrer verfassungsändernden Politik ausgehen. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Mit Katastrophenalarm ein Notstandsgesetz begründen, das EEG mit seinen Armut erzeugenden Auflagen auf die Energiepreise, dem jedoch nur ein fiktiver Notstandzugrunde liegt. So kommt grüne Politik zu dem Geld und damit zu der Macht, die sie befähigt, in die Praxis umzusetzen, was sie eigentlich bewerkstelligen will: uns alle umerziehen! Der Fall ist ein Musterbeispiel sozialistischer Umerziehungspolitik, wie sie an der Zigarette und deren Verbot auf allgemein verständlichere Weise zeitgleich als Exempel erfolgreich statuiert wird. Der Führungskader der Grünen besteht aus Alt-Kommunisten. Die Partei der Grünen steht in der Nachfolge Jean Jacques Rousseaus, der „Zurück zur Natur“ predigte und in der Realität entscheidenden Einfluss auf die Französische Revolution ausgeübt hat. Die grün-genannte Partei ist das Auffangbecken der Alt-Achtundsechziger, die Erfahrungen mit der Organisation von Krawallen haben. Herr Kretschmann wurde als Folge organisierter Krawalle Ministerpräsident von BadenWürttemberg. Er und seine Partei geben sich neuerdings konservativ. Er wurde unlängst vom

SÜDKURIER mit den Worten zitiert, was denn konservativer sein könnte als die Bewahrung der Schöpfung. Nun muss ich an die kleinen Schweine in den industrialisierten Bauernhöfen denken, die wegen der billigen ausländischen Konkurrenz ohne Betäubung kastriert werden, an die armen wunden Hühner, die aus demselben Grund in ihren Käfigen stecken, an die quälerischen Tiertransporte, Zwangsprostitution, den Arbeitsmarkt mit Hungerlöhnen hier und Kasinokapitalismus da - alles Folgen, der von den Grünen betrieben Internationale mit ihren offenen Grenzen!

Und ich muss an das EEG denken, das den Bürgern auf Grund der panikerzeugenden unbewiesenen Behauptung der Wirkung von CO2 in der Atmosphäre Geld aus der Tasche zieht, so dass viele ihren Strom nicht mehr bezahlen können, an abgedichtete, unbelüftete Häuser und Wohnungen, die zu Brutstätten von Pilzen werden, an alle die Dinge des öffentlichen Bedarfs, deren Preisdiktat als Machtmittel zur Ausübung der Ökodiktatur, wie als Neuestes über das Wasser, missbraucht werden. Hier wurde geradezu gejubelt! ich muss an den Stamokap denken und alle die Platten auf den Dächern und die Windräder, zwangsfinanziert aus unseren Taschen, von denen keiner weiß, woraus sie bestehen und wie sie eines Tages entsorgt werden, ja, und an Tetzel, jenen Geldsammler, der Luther auf den Plan rief und Luther auf diese Weise so nebenbei zu der Erkenntnis verhalf, dass der Papst nicht allwissend ist, was dann den Bauernkrieg und einen dreißigjährigen Krieg zur Folge hatte. Ich muss also an Molière und seinen Tartuffe denken, wenn ich an Herrn Kretschmanns salbungsvolle Worte und seine Grünen denke und den ganzen mörderischen Widerspruch zwischen Anspruch und Wirklichkeit der Globalisierung und des kommunistischen Menschenbildes, das in langen 70 Jahren des vorigen Jahrhunderts in einem Meer von Blut versunken ist, wie es scheint, nicht unbedingt auf immer. Schaffen wir also Klarheit, meine Freunde von der FDP. Wenn wir endlich aussprechen, was wir wie weiland in der DDR, allenfalls nur hinter vorgehaltener Hand flüstern, werden wir auch wieder bei den Wahlen Erfolg haben. Und wenn wir bei den Wahlen Erfolg haben, wird auch Deutschland vom Sozialismus geheilt werden können, der in den vergangenen 40 Jahren an materiellen und ethischen Werten zerstört hat, was die vorherige Generation nach dem Krieg weideraufgebaut hatte. In diesem Sinne: Danke für’s Zuhören. Hannelore Mohringer hannelore.mohringer@t-online.de