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ABGRUND:
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Von üicoiai T«lozwetof?

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wordene -osse deren tote Heiter irgendwo in OeWisch verwesten. Hier

br-it*et"e sich die Ebene aus. Hier und da sah er in der Ferne brenn ende Gebäude von Rauchschwaden ur.htUit.Kier und da rannten wildge-

Chose stier inner h-her und h«her in die üterge . Hinter ihr.

u°' da engenden und verschwanden nichtige ••Völkchen krepierender Geschosse! Auch sah nan einzelne HSufchenfcer sich entgegeneilenden
xrkege- und hörte das tronnelartige Gewehrfeuer der angreifenden

Wanterie' ^as war das grausiee Schauspiel des Guerillakrieges,der

bliese; degend wütete und vor dessen tödlichen Gefahren Chose gefH'chtet^war.^ ^ ^ ^
7%r«re«n zurückgeblieben waren. Alle seine Verwandten waren aui

Verfolgern entkonnen.die auf der steilen

grauenhafte ^eir.e emordet worden,nienand entkam ausser ihn.der sich
in das Hauptquartier der hinter den Borgen stationierten *uistan dischen. Es galt nur noch den Hauptgipfel des Arges zu bewältigen dann war er geborgen. Geborgen nach aller, den ^rec,:niswn £«-"a»e, bewahrt vor Kartern und erbarmungslosen Tod. Sin beseligendes Gefühl der Freiheit erfüllte sein Herz,trotz des langen -/eges iv-hlte er sich noch ganz frisch und unverbraucht. Ständig und hochgewachsen,
Er sah erinc- zu den einsamen weissen Hohen des uebirges.das mix

vorüber! 4 war gerettet und befand sich auf dem ^ege über dxe Berge

fagelS'vor den roten *,nden versteckt hielt. Win war die Gefahr

irit gebräunter und gesunder Haut,nit. schwarzen Augen strahlte er efnen Uberfluss von jugendlicher Kraft aus. Hein,er wollte nicht zuriiekschnuen,vorwärts fühfte se-n "-eg..

„eMr_„ das nit

•freute

einsamer viuci

:!^I I;«nhrPPH Pinen Hpg^en Satz und verschwand aus dem Blickieid.

sich des ^ebens. Mn (jensoocK, -ex <*u.-

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^ einem Steilhang aste,
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5?£ ^en^den ^e^e^Äend^s er^lich^u einer teile Van.die unter den ^rgbewohnern den ranen ".ein Jurjok trug.
'en RSnt„Pon Mn^^tr^ndelte Chose vorsieht^,aber entschlossen
"n?er ihn P«hnte der bauliche,von Hebeln verh'lllte Abgrund def «ner;
Noch eine halbe Stunde unterwegs und der gefährliche fbergang wäre

law«, de- *ande e<n«s Abgrundes, lan^r. die Pelsen nit der rechten Hand ab-sVend nrf an hervorwnohprnden ^er^rnutern Halt suchend.

^ssIicMef erschien, ^r vermied vorwärts wollte er schreiten. es 4"*»?^";™ £5?.'^^ deliV zu werden. Inner vorwärts und
Überwunden ^ ^ ex. Seine Kiefer pressten sich aufeinander, die Haare sträubten sich und kalter Schweiss trat ihm auf die otirn.

denken, er hätte zur Folge gehabt,dass beide Gegner in'den Abgrund stür
zen mussten. So standen sie also und schwiegen.

/orsm-une des Felsens. >s Verhängnisvolle war geschehen- au*' den schma len Wege,ihr entgegen, schritt ein I'ensch!- ^s war eine untersetzte" in" Lurr>en gekle^ete ,h«ssl1 che ^rscheinnnc,rit zerzauste- ^rt und bös° ' schielenden Augerrin den gelblichen Gesicht. Auch dieser "ann biipb"s+°her und starrte Chose an. Jn seinen Augen s^iereite sich nicht nu- -^eselbe Angst,sondern zugleich -M» wilde 7>rt eines gehetzten "ieres. r»in "ort fiel. Ein tiefes Schwelgen. >'ur der keuchende Aten der nsirten war hör bar Inner noch starrten sie einander an,ohne zu sr-rechen - es ?ab kein Zurück! Einer von ihnen nusste dem Andern den "'eg räumen .und Aide wollten leben, leben um jeden Preis. An einen Zwiekamnf war nicht zu

= stockender. Aten blieb er stehen und klarierte sich krampfhaft an einer it

blindet. Sein Unglück brachte ihn dazu, seinen Sinn zu ändern und de! mutig und gottesfürchtig zu werden. Er zog sich in die Serge zurück von einem Knaben begleitet,der ihm in seiner BLlndheit EisÄ sollte' °er unglückliche Einsiedler beschäftigte sich mit der Anfertigung von Körben die sein Zögling in den Bergdörfern verkaufte,un dafür srlrUche *««ungf Nahrung die aus etwas Obst und Ziegenkäse bestand,zu verschaffen'. f™ r!J+rßinSen; I8n8ti«s der Einsiedler wurde alt und weise. Ständig i£i?!^ versunken,gelangte er zu einer geistigen Schau,die ihm die irdischen Augen ersetzte. Blind für die Aussenwelt,war er hellsichtiger wl£ da|.verborgene. Der kleine Knabe,der ihm in die Be-ge folgte und £„ Namen Pietro trug wurde zun stiiien'und andächtigen jül£li°g der seiSS? Meister treu zur Seite stand. Obwohl die 7/irrnis,die In den'fallrn herrschte nicht bis in die Berge heraufdringen konnte, bewegten di- BrSSSÜ'™ f ^i^rnassen den alten Einsiedler wie auch seinen Jfn-r Pietro nusste von Tal beobachten. morgens an Uisschau halten und von dem Gipfel aes des *?rges das ferne u^ixcl

+< * o v,-,"0^ vb2r dem Ste& wo die beiden Gegner standen,über der tiefen Schlucht,befand sich auf dem Scheitel des Berges eine tiefe und geraunige hohle,in welcher ein alter Einsiedler mit seinem Jünger lebte Der Einsiedler,Ignatius,war alt und blind. In seiner Jugend hatte er aus Hochmut und Dreistigkeit zu lange die Sonne angesehen und war daran er

Ignltius ver?L%ti"r,AUSW,e? ZSi*en ^e'" TInd der bJ-^ Ansiedler
JJu musst mir den ,.'e£ frei nachpn hnr^r *n'> t« t

Ä?^-1.taIlS I?erW8rtf! 7a?-V1rd und lass mich f«r sie beten an? fl=e» p +* ,v **ha}te Sle i« Auge,Pietro nU" «•ShÜnlSiStS IcTaSne
*~ * ? , ÖU&en*

Nein erwiderp ninVi+e it

Ät^

nfcnen,norst du? Ja!— freimachen den Weg! —

vo

^in Schweigen f*l\.t. "Has ganze Leben von Chose entrollt sich r seinen Auren. Alle Lieben,mit denen er verbunden war von Jugend an da

s Antut» dos geliebten f'**chens ,das er verloren hatte,die Altern di*

er unter den -rünnern ihres Hauses gefunden und das schreckliche Gesicht seines älteren Bruders,der vom Galgen aus seine Zunge n-ich ihn aus

streckte, v/o waren alle? ?Mr wen hatte er letzt noch zu sorgen? '^on zu
lieben? TVar denn ^ieser hänsliche, untersetzte T'?nn nicht tausendmal glücklicher als er? Hatte er doch roch ?"~nsohen auf v/rd°n,die er liebte
nnA die ihn liebten! ITn,q wenn c'ne "fahJ. r:u treffen war zwischon ihnen

beiden,wenn einer von beiden den '^eg raunen musste,so wsr gewiss er,
Ohose es,der es tnr. musn. "'ie furchtbar schmerzhaft war dieser ^ntschluss

^och es gab keinen anderen Ausweg, "nr nicht darr*bor nachgrübeln,- nur nicht in den Abgrund hinunterstarrer.! 0 Gottesmutter hilf nir! Tn deine H#r5nde,o *Tesu,p"ebe ich me^'ne Soele!—
7i.n Huck— und schon hat er Ire-5 ne ^t^tze unter den Füssen.

7i*n bläuliches, durchsichtiges Clement empfängt zart seinen Leib,die Ilutter 7rde zieht ihn an sich in einer tödlichen Liebkosung. "Oreimal überschlagt er sich,im blauen "^unst schwebend. "H1 e Luft nfeirt in seinen
Ohren— mit entsetzlicher Geschwindigkeit nähert sich der noden.^r stürzt und der andere,der I!*ssliche ,"Tntersetzte? 7,r drückt seine

Augen zu,er erbebt. "?•> ne furchtbare Grimasse verzieht seinen ?-und ,er schluchzt laut auf und dann— dann beginnt er ^u lachen! T,'in Lachen v/ie wie ein Donnerrollen, von den die "^orge ringsum er beben, so dass es scheinen kann,als-ob die ^rge selbst dämonisch lachen. nT)u FAnfaitsp7.:i3?i! Hast mir geglaubt,mir,dem Häftling,der niemanden in der 7/eit mehr hat,der noch gestern in der Haft bei den verfluchten Faschisten
gesessen hat und nur dank seiner List entkommen konnte! "fie anders

konnte ich dich loswerden,du Hund! "Du ?°eind des freien Volkes- du Narr!

Und v/ieder lacht er auf. Und wieder antworten ihm dämonisch die 5erge. !,nd. vor Erregung bebend, vorsichtig die Felsen mit der Hand abtastend, setzt er seinen ~reg fort: den 7eg zu d°n roten "Randen,denen auch er
angehört.

,n.Ver lacht so entsetzlich?" so fragt Ignatius,der alte Ein siedler,sein Gebet unterbrechend. "Ach Feister,etwas Furchtbares ist

Aber nicht,wie deine törichten Augen es sahen ist es geschehen,sondern der, den du errettet wähnst,ist in •'•'ahrheit verloren. Er ist es, der
in den Abgrund frest^rzt ist,den der Andere , aufgefangen von lichten Fngelscharen,auf ewig überwand. v?ir aber wollen beten für den "3inen zu seiner "Ehre und für den Anderen zu seiner Rettung. Und Irnatius verstummte,vor dem Heiligenbild niederkniend. In der Höhle wurde es still. Auch die Gewehrsaiven in den Tälern vmrden

ihnen den "reg vollendet,während den anderen der Abgrund verschlang.

blind bist du im Geitste dafür,v/o ich dank Gottes Gnade schauend bin. So erfahre denn die Wahrheit über die beiden Gegner: ^ohl hat einer von

in dieser Abendstunde schwächer, ^ie nnier versanken in Finsternis,

doch golden leuchtete noch die Sonne auf den Höhen,mit ihrem Schein die Höhle des Einsiedlers erhellend,— die Sonne,die er nicht sehen konnte
und doch gesehen hatte.

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