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Stern – Dreieck - Umformung

Die Stern- bzw. Dreieckschaltung läßt sich mit den Umformungen der Reihen- und Parallelschaltung von Widerständen nicht vereinfachen. Die beiden Schaltungen können jedoch ineinander übergeführt werden. Im Folgenden soll die Umrechnung der Widerstände der Sternschaltung in die der Dreieckschaltung (und umgekehrt) hergeleitet werden. I1 1 R10 R20 2 I2 φ2 Sternschaltung 3 0 φ0 R30 φ3 I3 I2 2 φ2 R23 Dreieckschaltung 3 φ3 I3 R12 R13 I1 1

φ1

φ1

Berechnung der Dreieckswiderstände aus einer gegebenen Sternschaltung
Die beiden Schaltungen können als gleichwertig angesehen werden, wenn bei gleichen Klemmenpotentialen auch die gleichen Klemmenströme fließen. In der Sternschaltung gilt nach dem ohm'schen Gesetz: U 10  1 –  0 = R10 R10 U  – 0 I 2= 20 = 2 R20 R20 U  – 0 I 3= 30 = 3 R30 R30 I 1=

Gl. 1

Die Knotenregel besagt außerdem für den Sternpunkt (Knoten 0):
I 1I 2I 3=0

Setzt man die Ströme I1 .. I3 ein ergibt sich:
 1− 0  2−0 3− 0   =0 R10 R20 R30

oder 1 2 3 1 1 1   −0⋅   =0 R10 R20 R30 R10 R20 R30 Gl. 2

 3 R R0 R0 1 – 20 −2⋅ −3⋅ R10 R10 R10⋅R20 R10⋅R30 R0 R R0 1 I 2 = − 1⋅  2⋅  – 20 − 3⋅ R10⋅R20 R20 R20 R20⋅R30 R0 R0 R 1 I 3 = − 1⋅ − 2⋅  3⋅ – 20  R10⋅R30 R20⋅R30 R30 R30 I 1 = 1⋅ Gl. 4 In der Dreieckschaltung lassen sich die gleichen Ströme wie folgt angeben (nach Knotenregel und ohm'schem Gesetz) und ebenfalls nach Klemmenpotentialen sortieren:  1− 2 1 −3 1 1 1 1  =  1⋅   − 2⋅ − 3⋅ R12 R13 R12 R13 R12 R13  −1 2 −3 1 1 1 1 I2 = 2  = − 1⋅  2⋅  − 3⋅ R12 R 23 R12 R12 R23 R23  − 2 3 −1 1 1 1 1 I3 = 3  = − 1⋅ − 2⋅  3⋅   R23 R13 R13 R 23 R23 R13 I1 = Gl. 0 =R0⋅ 1  2  3    R10 R20 R30 Gl. 5 Wenn nun Dreieck und Sternschaltung das gleiche Verhalten zeigen sollen. 3 Setzt man das so ermittelte Sternpunktpotential 0 in die Gleichungen 1 für die Zweigströme ein. Mit dieser Abkürzung wird Gleichung 2 zu Der Ausdruck 1 2 3  0   − =0 R10 R20 R30 R0 bzw. so lassen sich die Ströme durch die Potentiale an den Anschlüssen und die (bekannten) Widerstände ausdrücken. so müssen die entsprechenden Koeffizienten der Klemmenpotentiale in Gl. Durch Koeffizientenvergleich lassen sich so die Bestimmungsgleichungen der Stern – Dreieck – Umwandlung angeben. R13 und R23 vorkommen: .  1 – 0  R    = 1 – 0 ⋅ 1  2  3  R10 R10 R10 R10 R20 R30  – 0  2 R0 1 2 3 I2 = 2 = – ⋅    R20 R 20 R20 R10 R20 R30  – 0  3 R0 1  2  3 I3 = 3 = – ⋅    R30 R30 R30 R10 R20 R30 I1 = oder sortiert nach den Klemmenpotentialen 1 .. 5 identisch sein. Wir suchen uns aus den möglichen Koeffizienten solche aus.1 1 1 1   = entspricht dem Leitwert der Parallelschaltung aller drei R10 R20 R30 R0 Sternwiderstände (Sternleitwert). bei denen die gesuchten Dreieckswiderstände R12 . 4 und Gl.

) Berechnung der Sternwiderstände aus einer gegebenen Dreieckschaltung Für die Umrechnung der Dreieckwiderstände in jene der Sternschaltung benutzen wir die eben gewonnenen Formeln und bilden zunächst die Summe der Dreieckwiderstände. aus der Gleichung für R0 1 = R10⋅R20 R12 I 1 die Koeffizienten von  2 für R12 => R12= R10⋅R20 R0 aus der Gleichung für I 2 die Koeffizienten von 3 für => R23 = R20⋅R30 R0 R23 R0 1 = R 20⋅R30 R23 aus der Gleichung für I 3 die Koeffizienten von 1 für => R13= R10⋅R30 R0 R13 R0 1 = R10⋅R30 R13 Die umrahmten Formeln ermöglichen es uns. dividiert durch die Parallelschaltung aller Sternwiderstände. Es ergibt sich also R123 2 G0 = G10⋅G20⋅G30 Gl. so wird R123 = G0⋅ G G 20G30 1 1 1    = G0⋅ 10  G10⋅G 20 G 20⋅G30 G10⋅G30 G 10⋅G 20⋅G 30 Hierbei finden wir im Zähler wieder die Summe der Leitwerte der Sternschaltung. bei einer gegebenen Sternschaltung die Widerstände einer Klemmenäquivalenten Dreieckschaltung zu berechnen. Die Formeln zeigen eine Systematik: Der Dreieckswiderstand zwischen zwei Knoten ergibt sich aus dem Produkt der beiden Sternwiderstände der beteiligten Knoten. 6 Aus dem Produkt aus R12 und R13 ergibt sich unter Verwendung der Leitwerte R12⋅R13 R ⋅R R ⋅R G0 G0 1 = 10 20⋅ 10 30 = 2 = ⋅ R0 R0 G 10⋅G 20⋅G 30 G 10 G 10⋅G 20⋅G 30 2 2 1 entspricht dem Sternwiderstand R10 . also den Sternleitwert G 0 . Daher ergibt sich: . (Anmerkung: Die gewonnenen Umrechnungsformeln müßten noch bei den nicht zum Vergleich benutzten Koeffizienten eingesetzt werden.B. um die Widerspruchsfreiheit zu überprüfen. 6 ist ebenfalls in der Gleichung enthalten. Wir bezeichnen diese Summe als den Umlaufwiderstand R123 : R123=R12R23R13= 1 ⋅R ⋅R R20⋅R30R10⋅R30  R0 10 20 Benutzt man auf der rechten Seite statt Widerständen die Leitwerte (Kehrwert!). G 10 Der Umlaufwiderstand R123 aus Gl.z.

. Es ist wieder eine Systematik zu erkennen: Ein Sternwiderstand ergibt sich aus dem Produkt der beiden Dreieckswiderstände.R12⋅R13 = R123⋅R10 bzw. welche von der Klemme wegführen. R30 = R23⋅R13 R123 Auch hier sind die umrahmten Formeln wieder die gesuchten Umrechnungsvorschriften zum ermitteln der Dreieckswiderstände aus vorgegebenen Sternwiderständen. R10 = R12⋅R13 R123 Analog läßt sich über das Produkt aus R12 und R23 eine Gleichung für R20 finden: R12⋅R23 = R10⋅R20 R20⋅R30 G2 G2 1 0 0 ⋅ = = ⋅ 2 R0 R0 G10⋅G20⋅G30 G 20 G10⋅G 20⋅G30 R20 = R12⋅R23 R123 R12⋅R23 = R123⋅R20 bzw. Und mit dem Produkt aus R23 und R13 ergibt sich R30 : R23⋅R13 2 R20⋅R30 R10⋅R30 G2 G0 1 0 = ⋅ = = ⋅ 2 R0 R0 G10⋅G20⋅G30 G30 G 10⋅G 20⋅G 30 R23⋅R13 = R123⋅R30 bzw. dividiert duch die Reihenschaltung aller Dreieckswiderstände.