You are on page 1of 4

innovations.

radar

Upgrading, meine Damen und Herren, ...
... also das “Immer-besser-machen” bekannter Dinge, das ist einer der Meta-
trends, der Gastronomie und Genuss-Industrie vorantreibt. Jetzt hat es auch
den guten alten “Bierwagen” erwischt: Er wird Teil einer innovativen Marken-
inszenierung, die flexibel und mobil Produkt-Touchpoints zum Konsumenten
bringt. Lesen Sie unten, was es mit dem Phänomen Bierwagen 2.0 auf sich
hat - und welche neuen Möglichkeiten sich dadurch ergeben.

Einen guten Auftritt und spannende Lektüre wünschen Ihnen

Stefan Niehues I Jan-Peter Wulf I brand.m GmbH

AfG-Trends 2009, Flaschen aus Papier, Community-generated drinks,
Beck´s-Blog, Winter Beach Clubs, Boutique Clubbing, iPint

> Konzepte: Der Bierwagen 2.0
> Aufmerksamkeitsstarke mobile Tools für den Sommer 2009

++ Für den modernen und trendaffinen Produktauftritt setzt die Getränkein-
dustrie in Bars und Clubs durchdesignte Theken, Stände, modulare Einheiten
und festes, gebrandetes Mobiliar ein. Und unterwegs? Doch nicht immer
noch den traditionellen Bierwagen? Hier sind Beispiele für eine zeitgemäße,
mobile Markeninszenierung - der nächste Sommer kommt bestimmt!
Beispiel eins: Der Dancing Grass Van des britischen Smoothie-Herstellers
Innocent. Ein "komplettvergraster" Lieferwagen, der mit Lautsprechern und
Kuhfellbezügen auf den Straßen der Insel unterwegs ist, um die Innocent-
Fruchtpürees auf Events, aber auch mitten in Wohngebieten zu verkaufen und
zu promoten.
Beispiel zwei: Der Ice Van von HeartsChallenger, ein klassischer Eiswagen im
Retro-Look mit typisch blassrosa Farbe. In Los Angeles, Miami und New York
verkauft das Team "erwachsene" Eissorten wie persisches Ingwer-Rosenwas-
sereis mit Pistazienstücken. Ähnliches Konzept: Der englische Eiswagen
Scoop, der auf Festivals Sorten wie "Vintage Marmelade" oder "Turkish De-
light" verkauft.
Beispiel drei: Der Roadrunner von Fino - Gusto d´Italia. Dahinter verbirgt sich
ein neues Gastronomiekonzept, das in Kürze in Deutschland starten soll. Der
Roadrunner wird im Frühling unter anderem im Raum Koblenz eingesetzt. Mit
seiner Seventies-Farbgebung und einem an Mineralölanbieter angelehnten
Retro-Logo beamt er die Konsumenten zurück in La Dolce Vita-Zeiten.

Trend Impact: Solche mobilen Tools sind aufmerksamkeitsstark und heben sich
von den konventionellen, standardisierten Angeboten markant ab. Allein die
Presseresonanz, die z.B. der HeartsChallenger bekommen hat (auf der Web-
site unter “Press”), lässt die Herzen in der Marketing-Abteilung höher schla-
gen. Und vielleicht steht im Messelager Ihres Unternehmens ja noch einen alter
Verkaufswagen oder -stand, der sich retro-modern "aufpimpen" lässt? ++

Web: http://tinyurl.com/grassvan/ | www.heartschallenger.com/ | http://tinyurl.com/scoopvan

19 01 2009
1.
innovations.radar

> Packaging: Flaschen aus Papier
> Verpackungs-Innovation für mehr Nachhaltigkeit
++ Das weltweit aktive Produktdesign-Unternehmen BrandImage hat den
Prototyp einer Flasche vorgestellt, die zu 100 % aus wiederverwertbarem
Papier besteht. Die 360 Paper Bottle ist lebensmittelecht und besteht aus
mehreren Papierverbundschichten, die für jede Flüssigkeit geeignet sind.
Sogar für die wiederverschließbare Öffnung wurde eine Lösung auf Papier-
basis gefunden. Das Unternehmen wurde für diese Innovation mit dem IDEA
(International Design Award) ausgezeichnet.

Trend.Impact: 60 Millionen Plastikflaschen werden allein in den USA wegge-
worfen - täglich. Gerade für Einwegverpackungen können Papierflaschen
schon bald eine innovative - und sich durch das Packaging besondernde -
Lösung darstellen. ++
Web: www.brand-image.com/en/#/brand-vision-water.php

> Beverage: Web-Community entwickelt neue Drink-Sorte
> Japanisches Unternehmen lässt Netzwerk entscheiden - über alles!
++ Während sich überall die Produktentwickler den Kopf zerbrechen, welche
Sorte sie als nächstes auf den Markt bringen sollen und viel Geld in Marktfor-
schung investieren, hat das japanische Getränkeunternehmen Calpis einfach
die User der Community Mixi gefragt (das japanische Pendant zum StudiVZ).
Von der Geschmacksrichtung über den Werbeslogan bis zum Verpackungs-
design entschieden die User des großen sozialen Netzwerks, wie das Produkt
aussehen soll. Resultat: die neue Sorte Mixed Fruit aus Äpfeln, Birnen,
Mandarinen und Bananen ist jetzt im Handel.

Trend.Impact: Das Sorten-Innovationskarussell dreht sich immer schneller.
Ein soziales Netzwerk spart F&E-Kosten, schafft Aufmerksamkeit (PR-Effekt)
und bindet User und deren Freunde an das von ihnen entwickelte Produkt. ++
Web: www.calpis.co.jp

> AfG: Neue Flavours 2009
> Insights von der Brau Beviale Nürnberg
++ Unsere Recherche ergab: Kaltgetränke auf Tee-Basis (z.B. Weißtee und
Holunderbeere, ebenso Grün- und Schwarztee-Varianten). Ebenso im
Kommen: AfG auf Malz-Basis, süße- und kalorienreduziert. Fruchtsäfte: Fast
alle Aromenhersteller wie Wild, Symrise, Cargill oder Döhler stellten Geträn-
ke mit geringem Saftanteil (5 bis 20%) vor - wenig Zucker und besserer Ge-
schmack als die stark aromatisierten Near Water-Produkte. Neue Themenwelt
für AfG wird Afrika: Drinks aus grüner Kokosnuss, Kakaobohnensaft, Rooibos-
Cider und Honeybush-Marula-Säfte.

Trend.Impact: kalorienarm, zuckerreduziert, neue Geschmackserlebnisse und
nach TexMex und Asia eine neue Flavour-Themenwelt in F&B: Afrika. ++
Web: www.brau-beviale.de

19 01 2009
2.
innovations.radar

> Marketing: Beck´s bloggt - aber nicht über Bier
> The Daily Different mit Lifestyle-News
++ Den Konsumenten informative Inhalte über das reine Produkt hinaus zu lie-
fern, das ist mittlerweile fast überall Standard. Beck´s USA geht noch einen
Schritt weiter und hat den britischen Standup-Comedian Darius Davies ver-
pflichtet, der nun auf der Marken-Webseite den Blog The Daily Different
betreut. In diesem Blog - und das ist die Innovation - werden keine Bier-
Themen vorgestellt, sondern News aus der Promi- und Lifestylewelt, z.B. die
neuen Box-Ambitionen von Schauspieler Mickey Rourke, neue Technikprodukte
oder witzige Videos. Jorge Inda Meza, weltweiter Beck´s-Marketingmanager:
"Wir verzichten auf Corporate News und bieten lieber Beiträge an, die rele-
vant und interessant für unser Zielgruppe sind."

Trend.Impact: Zielgruppenaffiner Content motiviert viel mehr, eine Marken-
webseite regelmäßig wieder zu besuchen. Zusätzlich kommen Leute auf die
Seite, die gar nicht nach dem Produkt, sondern nach dem jeweiligen Beitrag
gesucht haben. Eingebettet in ein spannendes Themenumfeld werden so auch
die Produkt-News auf der Seite aufgewertet! ++
Web: www.becks.com

> Promotion: Snapshot - iPint von Carling
++ Eine witzige Applikation für das iPhone hat die Carling-Braurei vorgestellt:
Das iPint ist ein “digitales Bier”. Es lässt sich auf das Apple-Handy herunter-
laden bzw. “zapfen”. ‘Danach kann der Nutzer des Mobiltelefons es Zug für
Zug "leer trinken", denn das iPhone reagiert auf die Handbewegungen.
Schauen Sie sich das Video auf der Brauerei-Webseite an! ++

Web: www.carling.com/ipint

> Gastro/Promotion: Winter Beach Clubs
> Neuer Objekttyp für die Marketing-Aktivitäten 2009/2010
++ Rund 200 Beach Clubs gibt es in Deutschland - und einige haben sogar im
Winter geöffnet. Hier können Sie in der nächsten Saison aktiv werden!
Beispiel Berlin. Auf dem Bundespressestrand wurde ein zweigeschossiger
Glaspavillon eingerichtet - unten Skihütte, oben “White World” mit Schnee-
flockendeko und weißen Palmen. Jetzt ist der Beach Club ganzjährig für Ak-
tionen verfügbar.
Beispiel Frankfurt: 100 Tannenbäume, Kunstschnee und eine 400 Quadrat-
meter große Eislaufbahn wurden für den Frankfurter Winterzauber auf das
Konstabler Parkhaus (2.200 qm) gehievt. Zusätzlich gibt es ein Curlingfeld
und eine Wii-Spielstation mit winterlichen Games. Möglich macht es auch das
Co-Sponsoring von Opel: Der Autohersteller inszeniert auf dem Dach sein
neues Modell Insignia.

Trend.Impact: Alle Beach Clubs arbeiten mit Markenpartnern. Unternehmen
bekommen für Marketing, Sponsoring und Promotion in Off-Locations einen
ganz neuen Objekttyp - und Aktionszeitraum - an die Hand. ++
Web: www.bundespressestrand.de | www.frankfurterwinterzauber.de
19 01 2009
3.
innovations.radar

>Konzepte: Boutique Clubbing - Flamingo Royal, Köln
> Location ist von den Hotels aus Miami inspiriert
++ Mikroclubbing. Wohnzimmerclubs. Minidisco. Das Phänomen "Tanzen auf
kleiner Fläche" hat viele Namen. Jetzt einen weiteren: Boutique Clubbing, um-
gesetzt im neuen Flamingo Royal (seit Dez. 2008) am Kölner Friesenwall.
Die Idee des Clubs: Exklusives Get-Together. DJ-Sounds ja, Tanzen ist aber nur
zweitrangig. Vor allem geht es um das Erleben des Ambientes: Dafür wurde für
Clubs vergleichsweise hochwertiges Material wie Leder, Samt und Satin in fein
abgestimmten Lila- und Sandfarben verbaut. Außerdem wird das "Socializing"
gefördert: Die vielen Sitzgelegenheiten sind zum Stehbereich an der Theke hin
geöffnet, sodass Kommunikation zwischen stehenden und sitzenden Gästen
erleichtert wird.
Das Vorzimmer als Vorlage: "Der Club wurde wie eine trendige und extravagan-
te Lobby eines hippen Boutique Hotels in South Beach konzipiert", erklärt
Geschäftsführer Marc Hombach. Hintergrund: An der Strandmeile von Miamis
Stadtteil South Beach stehen viele kleine, luxuriöse Hotels, die wegen ihrer
Exklusivität “Boutique Hotels” genannt werden. Die Boutique Hotel-Tradition
geht bis in die 1850er Jahre zurück. Ihnen ist der gerade einmal 350 qm kleine
Club mit seinem Art Déco-Retrostil nachempfunden worden.

Info: Das Kölner Outlet wird bald einen Ableger bekommen: Das nächste Fla-
mingo Royal wollen die Macher von Best Concepts im Herbst 2009 in Düssel-
dorf eröffnen. Darüber hinaus plant das Team eine weitere Szenebar in Köln
und ein neues Design-Hotel auf Mallorca. ++
Web: www.flamingo-royal.com | www.best-concepts.de

Betreiber: Best Concepts GmbH, Köln ++ Tel: 0221. 27 05 93 20 ++

> Impressum
Der innovations.radar wird herausgegeben von der
brand.m GmbH I Leithestraße 111a I 45886 Gelsenkirchen I Tel. 0209. 947 870 I www.brand-m.de
Redaktion: Stefan Niehues (V.i.S.d.P.), Jan-Peter Wulf (Ltg.), Jasmin Ulrich. Grafik, Layout: Anna Cantè.

Der innovations.radar
verschafft Vertriebs- und Marketingverantwortlichen in Gastronomie und
Industrie einen entscheidenden Vorsprung durch frühzeitige Information.

In jeder Ausgabe berichtet der innovations.radar über die wesentlichen neuen
Produkte, Strategien, Trends und Tendenzen, die Bedeutung für die kurz- und
mittelfristige Marktentwicklung haben. Die Leser des innovations.radar sind
dadurch früher und besser informiert - und können schneller handeln.

Das Jahresabonnement (20 Ausgaben) kostet 72 Euro (zzgl. MwSt).

Fordern Sie die Abo-Unterlagen per e-mail an: radar@brand-m.de

19 01 2009
4.