Das P r o b l e m

der

juristischen Persönlichkeit.
Von

Dr.

Julius Binder,

Professor der Rechte in Erldiigen.

L e i p z i g.

A. D eiche r t'sche

Verlagsbuchhandlung Nachf.

( G e o r g Böhme).
'907.

Ferdinand Regelsberger
z u m fünfzigjährigen Doktorjubiläum
Alle Rechte vorbehalten.
--

a m 12. A u g u s t 1907

gewidmet von der

juristischen Fakultät Erlangen.

Inhaltsverzeichnis

.
Seite
I

Das Problem d e ~ju~istisehen Pe~sonliehkeil .
vorgeschichte des Problems Begriff des subjektiven Rechts

. . . . . . . . .

Die Theorie der juristischen Peisonen von Savigny an

8

. . . . . Begriff des Rechtssubjekts . . . . . . . Die juristische Personlichkeit des Menschen . Die Personenmehrheit im allgenieinen . . .
Gemeinschaft nach Bruchteilen und Gesamthand Die Gesellschaft Der Verein ohne Rechtsfahigkeit Der rechtsfahige Verein . Die Stiftung . . . . Verwandte Verhaltnisse Ruckblick

. . . .

. . . . .

. . . . .

34 42
54

73
78

. . . . . . . . . . . . .

85
93
103

. . . . . . . . . . .

. . . . . . . . . . .

126

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

136
I44

udie von den Römern selbst über das rechtliche 22__ ') Vgl. Die Aufgabe der Glosse bestand in dem Nachdenken der römischen Juristen. die Fiktionstheorie nämlich. indem sie durch die Beschäftigung mit den Quellen notwendig dazu geführt wurden. SO hat sie dies doch in ganz anderer Weise und "On ganz anderen Gesichtspunkten geleitet getan als die moderne Jurisprudenz. denn so intensiv sich auch die ältere Jurisprudenz mit dem Rechte der juristischen Personen beschäftigt hat. Nicht als ob ~ ~ ~ i sich mit den ~ d e nPersonen über~ ~ ~ juristischen ~ die haupt nicht beschäftigt und über das Wesen dieser merkwürdigen Erscheinungen im Rechtsleben nicht gehandelt und gestritten hätte: im Gegenteil. Deutsches Privat1 'echt I S. Cierke. Selbst d i e Theorie der juristischen Personen.Vorgeschichte des Problems.. Wie schon die römischen Quellen ein Recht der juristischen Personen enthalten. 459 ff. mußten sich auch die Glossatoren diesem Gegenstande widmen. Jahrhunderts nennen. . Problem der juristischen Persönlichkeit ist recht eigentlich ein Problem des "ergangenen Jahrhunderts. Gierke) gerade die Glossatoren im Gegensatz zu d m römischen Juristen ein Problem gestellt waren. wie diese nicht eine Theorie. Deutsches GenossenSchaftsrecht 1 1 S. 186E. und von ihnen bis auf die Gegenwart ist dieses Thema behandelt und verhandelt worden. sondern nur ein Recht der juristischen Person entwickelt hatten. geht bis in die Anfange mittelalterlicher Dogmatik des römischen und kanonischen Rechts zurück. die in der ersten Hälfte des rg. konnten auch jene nicht zu einer wahren Theorie derselben gelangen. Jahrhunderts die herrschende war.') Aber trotzdem dürfen wir unser Problem ein Problem des 19. Zwar meint die berufenste Autorität auf diesem Gebiete.

C . ihn in schärfster Formulierung vor aller Augen stellte und so zum Vater des heutigen Dogmas ~ u r d e " . a. der mit genialem Griff den im römischen Recht tatsächlich waltendcn. .non quasi n $luribus dntus kabetz~r". als für uns. 203. und die Lehre.. mehr.. Die Folgezeit geht weiter. 245. ' .. ~ ~ die ~ Schwierigkeit. und dies scheint in der Tat Gierkes Meinung zu sein.. eod. 190. der actor der z~niversitrzsein actor singulomm sei USW. 190. als sie die Anwendung dieser Grundsätze auf die in ihrer Zeit lebenden Personenverbände unternehmen. nennt sie eine fingierte Person und Johannes Andreae behauptet geradezu: sie ist P e r ~ o n . bes..hier wie überall die moderne Rechtswissenschaft mit dem Keim eines spekulativen Elementes ausstatteten. 97. daß sie eine persofza ficta sei. 279. Sabbatinae 27 (quoddarn individutcm) . 245. ja daß sie. t den genannten Erscheinungen gerecht wurde. wenn auch immer noch kein Problem der juristischen P e r s ~ n . 4 (collegium aut universitos. wie dasselbe der römischen Jurisprudenz noch fremd war". cfsi s i t p n . oder daß . 2 0 N. 57 X 2. 290. sondern um die Formulierung einiger Grundsätze. An16 in v I O 3. der den Genossenschaftsbegriff der Glossatoren mehr und mehr und Gott mit seinem irdischen Stellvertreter zum eigentlichen Träger der kirchlichen Rechte macht. eod. in bewußter oder unbewußter ~ ~ l b s t ä n d i g k e ivon den Lehren der Glossatoren. dgl. eod.P sonderes sonder es biet der kirchlichen Anstalten und Personenverbände. Gierke. ~ )Es ist deshalb naheliegend. C . Gic hr s. 1) 9 3 . eine Theorie aufzusuchen.#ersonam defuncti susthzeP' oder . muBte sie notigen.. Denn nach ihm „war es Innozenz. und deshalb ist es zu verstehen. nämlich um die Gewinnung praktischer Rechtsstätze aus den ohne jede Spekulation angenommenen Grundsätzen des römischen Rechts. Innozenz IV C.3) So wird die uniuersitas als individuuln bezeichnet: Innozenz IV. als damit ein Problem aufzustellen oder seine Lösung zu versuchen. die noch die jüngsten Bearbeiter dieser Lehre beschäftigen. Gierke C. indem sie die wieder entdeckten Gedanken eines entschwundenen Zeitalters zum Gegenstand ihres eigenen Denkens machten. 279 N. inwiefern die universitas mit der Summe der Glieder identisch. wenn sie gelegentlich sagen. doch nur halb ausgesprochenen Gedanken des rein begrifflichen und fiktiven Daseins der juristischen Person gewisserniaßen neu entdeckte.oriffs einerseits. die realen Erscheinungen ~ d e der kirchlichen Organisationen unter die Theorie der Glossatoren zu bringen. Insofern jeden Zusammenhang zwischen r der Fiktionstheorie des I g.3) Liegt doch auch den römischen Juristen.Wesen der Verbände bereits geäußerten theoretischen Erwägungen von neuem anzustellen". so gewiß haben sie von dem Problem der juristischen Persönlichkeit noch nichts geahnt und konnten sie nichts davon ahnen.puod unhersitati debekr. 250. ~ Ihre Aufgabe war dabei vorgezeichnet durch ihr be) . nichts ferner.~) handelt es sich dabei für sie um so etwas durchaus anderes. auf die Glossatoren zurückgeht. S. indem sie den Rechtsbegriff der Person von dem realen Begriff des Menschen trennte. Wenn sie daher die Frage aufwerfen.das schlechthin einheitliche Wesen der Korporation zum Bewußtsein brachte"" und zuerst den Namen der Person auf dieses einheitliche Rechtssubjekt anwandte. Ja nicht einmal um eine Theorie im modernen Sinne ist es ihnen zu tun. weil in den römischen Quellen ein solches Problem noch gar nicht existierte. Jahrhunderts und der der Kanonisten eod. und die Glossatoren gehen über ihre Vorbilder höchstens insofern hinaus.') andrerseits die Begrundung einer spezifisch kanonistischen Korporationstheorie. SO vollzieht sich die Ausbildung des kirchenrechtlichen Anstaltsbe. wenn wir nach dem Wesen der juristischen Personen fragen. verschwindet nicht a ~ e h von der Bildfläche. quaest. die . die juristische Person hat von jetzt an ihre Theorie.. Anm. IOI-IO+ ') S 279. Deutsches Genossenschaftsrecht 111 S. Um deren praktische Ausgestaltung es sich für sie handelte. d aß die hereditns . C. 204. drer" N o v s soaa). 4 N. singulis non debetur" U. die einen mehr oder weniger genauen Ausdruck für das rein mechanische Funktionieren der Korporationen bilden. eigene Wege einzuschlagen. Joh. Benevent. ~ ) Gewiß. eod. S.#ersonae vicc fz~vzgitw" oder daß der actor einer z~nive~sitas . daß sie es „zu einer prinzipiellen Begründung der korporativen Rechtssubjektivität überhaupt nicht bringen".') aber so gewiß manche von den Kontroversen. I) 4. 204. 277. 3 Gierke. Sie entwickelt eine wirkliche Theorie. die. Roffredus V. diese Kanonisten als die eigentlichen geistigen Väter des modernen Korporationsproblems zu betrachten. 5 (cum collegium fingatur una persona).

" ~ ) Eine bloße Konsequenz hieraus ist es. ob eine universitas Taufpatin sein könne U. ob gewisse Vorschriften des kanonischen Rechts. Die Korporation s o l l t e deliktsfahig sein. Obwohl die teilweise WO^ universitas delinp<ati' (~nnozenz IVaussprachen. sondern aus praktischen hielten sie an der Fiktions. 203. 280. =) Gierke C. von der ulliversitas vorgenommen werden müßten.in Abrede stellen zu wollen. daß einerseits die Rechtsfähigkeit der universitns in den denkbar schärfsten Gegensatz zu der Rechtsfähigkeit der Mitglieder tritt."1) Die Frage der Deliktsfahigkeit einer Korporation im allgemeinen. 281. bedarf. dgl. Also das Problem war für die Kanonisten ein praktisches. Gierke S. Person bezeichnete." ein Gedanke... S. 281 N.. die mir im römische11 Recht nicht begründet zu sein scheint.. Willen und Selbstbewußtsein ausgestattete Person ist der Sakramente fähig. Gierkr 5.lüsse im Innern unter dem Gesichtspunkt der Stellvertretung behandelt werden. sondern auch der Körperlichkeit entbehrt. vgl. C. ~ ~ t ~ . . daß Innozenz diese Frage verneint.corjus animatz~mnon habet a d hoc a j t ~ m . Es ist charakteristisch. wie z. 282. 291 E.l) Dies geht SO weit. B.. was die Kanonisten dazu drängte. ein . als Willensakte. Aber fragen wir." u n d wo die einmal vorhandene sich den praktisch erstrebten Konsequenzen P - ~ - Gierke S. Daß diese Theorie bei den Kanonisten gerade in der praktisch bedeutsamsten Konsequenz nicht durchzudringen vermochte.imp08~ibik 53 X 5. .~) Und es ist nicht der Ausgangspunkt für diese Theorie von der jersonn $cta oder rejrnesentata. 282.. es handelte sich für sie um die grundsätzliche Frage. weil die Korporation „ein unleibliches Begriffswesen ist". ein „lromen intellectuaie et res ZncorforaZis". I). 5 ) Gierke C. daß die kanonistische Korporationstheorie ausschließlich aus praktischen Gesichtspunkten bestimmt wurde.izihiZ facere jotest. auch auf ~~niversitates anwendbar seien und aus dem rein formalen Grunde angewendet werden müßten. weil sie.nomen iuris et non jersonarunzil. unter dem sie entstanden war.electio est jenes cafituZum et non singulos. Natürlich sind es teilweise andere Fragen.rei ratinnabilis individua substantia" definiert:4) denn nur eine solche mit Körper. als sich gerade darin zeigt." kann uns in unserm Zusammenhang nur insofern interessieren. folglich mußte man die Gedanken der Stellvertretung auch auf die Delikte anwenden und dadurch die Fiktionstheorie ihrer praktischen Konsequenz geradezu b e r a ~ b e n . und die nur wegen der WillensUnfähigkeit dieser von den einzelnen Mitgliedern vorgenommen werden müssen. die Wahl eines syndicw für die Korporation: . neben die Frage der und Willensfähigkeit tritt die der Fähigkeit der univeySitaS7 zur Erbin eingesetzt zu werden. 39 N. nämlich in der Postulierung der Deliktsunfahigkeit der Korporation. die der Antwort der Postglossatoren harrten. daß Johannes Andreae die wahre Perscinlichkeit als . aus ihrer Abstraktheit und Verschiedenheit von den Mitgliedern wird ihre K ~ tii'uität und anderes geschlossen. 112. ' So lnnozenz bei Gierke S. der Eidesleistung für eine universitas. „ES waren spezifisch kirchenrechtliche Fragen. \Vie Johannes Andreae die ]ur. die den Anlaß zu ihrer Aufstellung und Entfaltung gaben. 343 3119 312. SO erwies sich als die theoretisclie Konsequenz". wie derselbe Johannes Andreae lehrt. die an sich. . weil sie die moderne Theorie als )ersonae bezeichnete. da0 es . 343 ff ') Q . 4. andrerseits die universitas für überhaupt handlungsiinfahig erklärt wird. diese Theorie aufzustellen.. wäre ein aussichtsloses Beginnen. die Frage. et tarnen silgu~i coeZ&nt". sondern sogar die Korporationsbesc. geschah dies unter demselben Gesichtspunkt. daher sie willensunfahig ist und . I I I . Nicht aus tiefgehender Reflexion über Natur und Wesen der Persönlichkeit an sich. während die universitas eine Abstraktion ist. so daß sie in allen Fällen der 1) Gierke C.. 282 N. der Möglichkeit der Verhängung geistlicher Zensuren und der Exkommunikation gegen universitates.das Leben unddie ~~h~~ bald in ihr mächtiger ~ Daher schlug die VolkSanschauung ~ ~ Um. ~ ) Als dann diese Theorie von den Legisten aufgenommen wurde. der die extreme Konsequenz der Trennung beider Rechtssphären bedeutet. da sie in der ~ ~ ~ ü b von g u n reinen iura univevsitatis bestehen. die ihrem Inhalt nach nur auf Menschen berechnet waren. und kann Objekt geistlicher und weltlicher Strafen sein. Gierke S. sondern eine dieser Theorie parallele Konsequenz aus dem a priori nicht wohl zweifelhaften Grundproblem. S. 3.und Repräsentationstheorie fest. die nicht nur der Seele.. eod. da5 nicht nur das Handeln der Organe nach außen. 312 N. nisi $er membra ~ua".. so fällt uns ohne weiteres die Verschiedenheit ihres Ausgangspunktes gegenüber dem eines Savigny ins Auge. 700 -.

). . daß „öfters mehr Personen nur für eine gerechnet werden. sondern auch die Gesetzgebung beherrscht. Deutsches Privatrecht I S. z. auch zum eisernen Bestand des usus modernus pnndectnvz~nt. 3. wie sie in die Gesetzgebung Eingang findet. 3. Johannn Althusiui S. Oldradus cons. Hälfte des I 8. ja wohl ohne jedes Bewußtsein von ihrer Entstehung und Bedeutung wird sie als selbstverständlich vorgetragen. ) 1) Kontroverse. z. iicet non Rnbennt vernnz personnwL. war sie ebenso wie ihre Vorgängerinnen im wesentlichen mit einer praktischen Aufgabe beschäftigt. Lauterbach. ist sozusagen versteinert worden. dec. und es mutet uns eigentümlich an. collegium theoreticopracticum.l) Erst unter der Herrschaft des Naturrechts vollzieht sich darin eine W a n d l ~ n g . 281. aber damit eine andere Vorstellung verbindet. Gierke C. mysticas.. 461 zu N. D. Ohne Gierke C. . 652 f.-I) Vgl. ~ ) denn auch in bezug auf die Frage der was Geschäftsfähigkeit der Korporation seine Konsequenzen hat. Dig. T. Aber auch in der späteren Zeit hat sie keine andere Rolle gespielt.l) die andere als eine wahre Karikatur entgegentritt: . ez necessitate syndicus fuit et i n crimine pro ea audiendus". ~Zwar bleibt die Lehre von der personn ) $cta äußerlich unverändert. p. 461. Vgi. abstrakte Rechtsnormen aufzustellen und unbeirrt von logischen Gesichtspunkten ein praktisches Postulat durchzuführen. und am Anfang des 19.nam universitas et proprie deli»quitl'. Über die Naturrechtliehe Schule Cirrke. indem es den Namen der fingierten Person beibehält. vgl. Das Naturrecht aber gießt in diese Form einen neuen Inhalt. weil sie mehr durch die inrierlichen als äußerlichen Sinne begriffen . VI. dai3 mit derselben ~ ~ l b ~ t ~ ~ ~ ~ t ä ~ auch cdiekDeliktsfahigkeit ihrer mystischen. Dergleichen Perzu sonen pflegt man personns fictns. 3. 54 C. Duarenus ad Tit. 3. auch Leyser. 3. Pothier. und so der einfachen. 4 Art. Jahrhunderts an dieser Lehre mit Stillschweigen vorübergeht. 3 ') Eber die Bedeutung dieser Theorie für den modernen Staat. B. und zwar #er fictionem hris. auch Deutsches Privatrecht I S 461 N. nachdem er ii bemerkt hat . p. 4 Z .I~~aginnrins nennen". Voct ad T.quod. die in der Folgezeit nicht nur die Theorie. aber sie hat längst ihren ursprünglichen geistigen Gehalt verloren. Mevius. ad T. die Innozenz dazu dienen sollte. Jahrhunderts.z. 3 . 94). 250 ff. 37. um nötigenfalls unter dem S C h ein e logischer Konsequenz zu dem erwünschten Ziele zu gelangen. 7 bei Gierke C. das Problem individuell aufzufassen oder zu ~ertiefen.') Man sieht.. logischen Argumentation: „Universitns consensum alicuius fncti praestaye non potest. da6 dieselbe Theorie. ') Vgl. 725 ff. 4. 111.hoc Corpus re- praesentat personam aliquam non veram sed fictam seu mysticam. zitierten. nun zu dem entgegengesetzten Zweck benutzt wird.. 4 (opp.~) Soweit die deutsche Jurisprudenz nicht rein rezeptiv gearbeitet hat..') gehört die Theorie der Postglossatoren. 379): . die uns vor allem in den Anmerkungen des alten Kreittmayr zum Codex Maxililiiif~7~2ls Bavaricus cnliiis entgegentritt: Daher lehrt er auf der einen Seite. Deutsches Privatrecht I S. Wenn der Gesetzgeber in der Lage ist. vor allem tj XXV (p. 5. d a scheuen die Legisten selbst davor nicht zurück. muß die doktrinelle Rechtsgestaltung immer an logische Gesichtspunkte anknüpfen. 1)eutsches Privatrecht I S. Pand.s Althusius p.. dli h eit fingierten oder imaginären Personen angenommen wird. und die bei Gierke C.quia universitas ficta tantuwi Persona est. J0hann. Gierke S. auf der anderen Seite analysiert er diese fingierten Personen so. 12 f.c>siturn nd di~tiitci?oi~el~~ si?nplicis ausmachen und unter die pevsonas fictns etc. nämlich mit der Anpassung der italienischen Theorie an die besonderen Verhältnisse des germanischen Rechts5) Während die rein wissenschaftliche Jurisprudenz des 16. Justin. 12 E Für sie handelt es . D. Vater und Sohn. ad Pand. Gierke. 461 N. 657 ff. e pluribus naturi~li6us quasi abstractamci. sich Vor allem um publizistische Probleme. I Spec. ohne irgend eine selbständige Stellung zu ihr einzunehmen.. 370 f. Covvei debendi. 5 ( o p p I 169): . B. die Deliktsunfahigkeit der Korporation zu erweisen. Gierke. Das ist die Persönlichkeitstheorie in der 2.widersetzt. weshalb wir uns auch nicht darüber wundern können. 3. 65 N. 202 N. Gierke. 9. 4 (I. Das ist die Bedeutung der Fiktionstheorie für die Postglossatoren. vgl. oder pev convemztione~z. 239 ff. nämlich die von der kollektiven Persönlichkeit der Korporation. tarnen hnbent personam fictnm fictione iuris: et sir endetn fictio~ze a n k a m lzabent et deliitquerp ' possunt et p u n i ~ i " . Collegia oder Gemeinden. Cowzpagnons. die Fiktionstheorie auf den Kopf zu stellen. da0 sie „den stntum com. Erb und Erblasser. Gierke S. 11 tj I Z. 364 N. culn coizsensus corporis est nec Corpus lzabefi. Corpora. Vgl. 390. es handelt sich auch hier um ein Problem der praktischen Rechtsgestaltung und Rechtsentwicklung. ' Was den wesentlich praktischen Charakter der Theorie beweist. gezählt werden. meditat. Mit der Rezeption des römischen Rechts nahm der Norden das Korporationsrecht der Postglossatoren und seine theoretische Grundlage auf.

civ. 463 N. und er sucht dies. ') s. I 2. I. Man betrachtet es als selbstverständlich. Thibant. sondern auch und vor allem durch den Weg. 2 eod. Deutsches Privatrecht I S. Hufeland. 3 § I 2. 688 N.. annotationes ad eod. Wir sind gewöhnt. Hier ist also die Frage zu beantworten: W e r k a n n Träger oder Subjekt eines Rechtsverhältnisses sein? Diese Frage betrifft das mögliche Haben der Rechte oder die ~echtsfahigkeit. . und es ist gewiß befremdend. den er selbst zur Lösung des Problems eingeschlagen hat. Die Theorie der juristischen Personen von Savigny an." l) Damit hat Savigny das Problem formuliert. 462 N.~) Dieselbe Lehre liegt dem Körperschaftsrecht des preußischen Landrechts zugrunde2) und beherrscht auch noch die Theorie zu Anfang des vorigen Jahrhunderh3) Der geistige Gehalt der letzteren ist recht gering: sie ist eine tralatizische und erstarrte Lehre. I 10 N. vgl. die „Restauration des älteren romanistischkanonistischen D o g m a ~ " . 15 . Mit Recht beginnt daher Windscheid seine Übersicht über die Literatur dieser Lehre mit ihm. 4. das Haupt und den Führer der historischen Schule. Glück I1 S. vgl. einstweilen: Gierke. Die in dem vorigen Paragraphen skizzierte Behandlung der juristischen Personen ändert sich. den intellektuellen Entdecker des Gnius. In Wahrheit steckte in dem Hirtoriker eine bedeutende philosophische Individualität. 262 N. E . l i e s Recht ist vorhanden um der sittlichen. und diese ursprüngliche Identität der beiden Begriffe läßt sich in folgender Formel ausdrücken: Jeder einzelne Mensch und nur der einzelne Mensch ist rechtsfahig". Savigny nur als den großen Historiker betrachten. 30 $ I. ~sondern zugleich den Versuch. so gut er kann. so geschieht dies ohne Reflexion. Savigny dagegen erkennt. Aber nicht nur durch die Stellung des Problems ist Savigny epochemachend gewesen. 62. Pandekten $ 129 ff. Dabei kommt aber eine Seite seiner Persönlichkeit zu kurz. FörsterEccius IV S.System I1 $ 60 S. . Lehrbuch des Zivil. erst mit Savigny. 688 ff. Der erste Bestandteil derselben. Vgl. so steckt dahinter weit mehr. deren gegenseitige Beziehung jenes Verhältnis zu bilden fahig ist. Deutsches Privatrecht I ') S a v i g n ~ . denn sie ist durch Savigny bedingt und ohne ihn undenkbar. verkennen und ihm 7 - - § 77 ff. zu bewältigen. Denn wenn Savigny unmittelbar an ihn anknüpfend behauptet: „Darum muß der ursprüngliche Begriff der Person oder des Rechtssubjekts zusammenfallen mit dem Begriff des Menschen. der einer genaueren Betrachtung bedarf. Schweppe. der dem ~ösungsversuchSavignys ablehnend gegenübersteht. Dernburg. . 3 Gierke I S. Wenn die älteren natürliche und moralische Personen gegenüberstellen. daß hier ein Problem vorhanden ist. Daß die ganze Lehre dadurch an Gehalt und Tiefe gewonnen hat. 96. jedem einDieser später zelnen Menschen inwohnenden Freiheit ~ i l l e n . 1 8 . an dessen Lösung die Dogmatik beinahe eines Jahrhunderts arbeiten sollte. daß man diese Tatsache. als diese scheinbar eilfertige und problematische Argumentation zunächst vermuten iäßt. muß auch wohl der anerkennen.werden und eine Abstraktion in dem Gehirn erfordern. solange man noch unter seinem unmittelbaren EinRuß stand. 2. ') System I1 S. Savignys Werk bedeutet in bezug auf den Gegenstand unserer Abhandlung nicht bloß die romanistische Reaktion gegen die naturrechtliche Lehre von der kollektiven Persönlichkeit der moralischen Personen. sondern alle miteinander in ihrem Zuammenhange als ein ganzes corpus vor~tellt".. Gierke. Bav. ~ e d e sRechtsVerhältnis besteht in der Beziehung einer Person zu einer anderen Person. Max. 16. die ) Lehre von den Personen auf einen allgemeinen Gesichtspunkt zurückzuführen und von da aus ihre einzelnen Erscheinungen zu begreifen. „ . " ~ ) so viel mißbrauchte und so oft angefochtene Satz hat in diesem Zusammenhang eine ganz besondere Bedeutung. rechts § 882. wie mir scheint. hältnis des Rechts zur Person. Eber das preußische Landrecht. Johannes Althusius S. Jahrhundert gewiß nicht minder bestimmend war jene. V C. Römisches Privatrecht I ') Vgl. ist die Natur der Personen. nach welcher man sich die vereinigten Individuen nicht einzelner Weise und jedes in particulari. Ich werde im § 8 darauf zurückkommen. das VerC. 61. die für das Schicksal des römischen Rechts im 19. da6 zunächst und im eigentlichen Sinne der Mensch Person ist und erkennt daneben im Grunde mit derselben Selbstverständlichkeit moralische oder mystische Personen an. Preußisches Privatrecht I S. Ihm haben wir das P r o b 1e m der juristischen Persönlichkeit zu danken. 2 a.

der die Berufung Savignys an die neu zu errichtende Universität Berlin herbeiführte. ders. auch Savigny selbst in der Vorrede seiner Schrift vom Berufe uuserer Zeit usw. praktischen Geist definiert. Gierke. 3. ~ ~ ~ h 5chaft: ilNach dipser (seiner) Lehre gibt es kein vollkommen einzelnes und abgesondertes mt'n.. a. und ist für Hegel das Recht „die Verwirklichung der Freiheit in der Gesellschaft". Kant und das Naturrecht vgl. Über Fichte. ~ ~ ~ 3 . ~ ) ') Vgl. ihre Kausalität durch die Vorstellung von Regeln zu bestimmen.. Die auch Ausführungen Savignys beeinflufit hat. Auch in seinem System. Über W. Es beruht auf dem Rechtsverhältnis. Humboldt Gierke. alles ihm Angeeignete und Eingelebte mit ~ ~ ~zu durchdringen.die nur dem Geiste zukommende Eigenschaft. Jahrhunderts überhaupt Ziel und Wege gewiesen hat. der sich so organisiert hat") der Keim zu einer anderen. 2/3. Freilich schweigen seine.sogar seinen Mangel an philosophischem Sinn zum Vorwurf machen konnte1) Ist ja doch das Programm der historischen Schule. Gierke. sich mit dem Bewußtsein eigener Tätigkeit zur Hervorbringung einer Vorstellung zu bestimmen. Freilich findet sich die Zeitschrift Rousseau-Hegelsche Definition des Rechts als allgemeiner Wille bereits in ~ i ~ rulffs Theorie I 5 3' einem Werke. wie Jhering. . einen näheren Zusammenhang zwischen ihm und dem einen oder anderen unsrer großen Philosophen zu erweisen. 85 und 86.~hli~!~s r)asein. 328 U. 44. der vernünftige. das dem System Savignys zeitlich vorausgeht. 99 f. und ist doch die Richtung dieser ganzen Schule nur zu verstehen im Zusammenhang mit jenem allgemein philosophischen Gedanken. 22 f. Althusius C. System 8 9 S. ein philosophisches im eminenten Sinne. dagegen Bethmann-Hollweg in der Zeitschr. göttliche Wille. Rechtsgesch. dem Entwicklungsgedanken. 21 ff. von welchem jedes Recht nur eine besondere. daß Savignys System aufgebaut ist auf einem der Grundbegriffe Kantischer und Nachkantischer Philosophie. das Savigny aufgestellt hat. vielmehr was als ~ i angesehen werden kann. 13." Vgl. daher beruht für Fichte der Rechtsbegriff in der Vernunft.. sozialen Auffassung der Persönlichkeit 1iegt. nach Prinzipien zu handeln.Vgl. Bekker. Humboldts an den König. V1 S. was uns nicht wundern kann. Müller. C. c b e r den Streit der historischen und philosophischen Rechtsschule 1886. es~als das seinige~ z u ~ ~ ~ ~ e n ~ ß t ~ i zufassen. 124. Er erwähnt hier den Bericht W. ~ d System I C. ~ )Vor allem sein System beweist den Einfluß der philosophischen Ideen seiner Zeit auf ihn. womit es zusammenhängt. Bethmann-Hollweg a. aber gewiß ist. Joh. 34 N. für Fichte . V. Diese Ethik ist mithin eine rein individualistische und infolgedessen muß auch die ~ ~ ~ h t ~ ~ h i l ~ s die hauf . auf der natürlich So ist für auch die Rechtsphilosophie jener Epoche b e r ~ h t . Pand. C. wenn auch bei dem letzteren in der Postulierung des Staates als Persönlichkeit („die selbstbewußte. Daher ist für Kant das Recht „der Inbegriff der Bedingungen. V. 66 und " Mejerj Die Romantiker und das Recht 1869 C. Über das Verhältnis des Dogmatikers Savigny zum Naturrecht vgl.ihr beruht.Freiheit und Unabhängigkeit von dem 31echanismus der Natur".. 0. Deutsches Privatrecht I S. für ~~~~l „die Allgemeinheit des für sich freien Willens''. Fichte ihn als die Fähigkeit. und zitiert daraus die Worte: „Da er sich ebensosehr durch philosophische Behandlung seiner Wissenschaft als durch echte und seltene Gelehrsamkeit auszeichnet. unter denen die Willkür des einen mit der Willkür des anderen nach einem allgemeinen Gesetze der Freiheit vereinigt werden kann". 38i . Nicht zutreffend scheint es mir.2) Dieses Recht erscheint uns . dem die Lehre von den juristischen I'ersonen angehört. gesch. 258 N. daß Kant den Willen als das Vermögen der vernünftigen Wesen. Joh. im ganzen recht dürftigen Biographien ') durchaus über die Frage nach Savignys philosophischem Rildungsgang. d a ihnen der Historiker Savigny dermaßen im Vordergrunde stand und der Gegensatz zwischen seiner und der voraufgegangenen naturrechtlichen Schule so groß erschien. und das Rechtsverhältnis „auf dem Begriff des Individuums als Bedingung des Selbstbewußtseins". Geist I11 S. diese Lehre (im unpersönlichen Sinne) einfach auf Hegel zurückzuführen. Die historische Rechtsschule und die Germanisten I 903 S. Grünhuts Kant die persön]ichkeit: . 462 N.l) Diese Auffassung der Persönlichkeit vom individualistischethischen Standpunkt aus ist die Grundlage des Savignyschen Systems. nämlich auf der Persönlichkeit im ethisch-philosophischen Sinne.l und die Einleitung zur Zeitschrift f. vgl. erscheint uns Savigny als Philosoph und als ein Kind der philosophischen Anschauungen seiner Zeit. ~ ~ ~ l ist 'On rlner anderen Seite betrachtet ~ l i eines hoheren Ganzen. ja teilweise gewiß geradezu naturrechtlichen Gehalt seiner Werke ü b e r ~ a h e n . damit aber auch als von ihm freies Selbst dazustehen". I S. sittliche Substanz. Althusius S. wesentlich indiviop ie dualistisch sein. daß sie den philosophischen. „Friedrich Kar1 von Savigny" Leipzig I 906. Auch die jüngst erschienene Abhandlung von E. Karlowa. der der wissenschaftlichen Arbeit des 19. f. V.. 4. 7.als eine -P . Ich kann an dieser Stelle nicht wagen. Hegel ihn als freie Intelligenz. durch Abstraktion ausgeschiedene Seite darstellt.

in der aufgestellten Formel bereits Modifikationen empfangen. und aus ihm wird auch die Übertreibung erklärlich. so kann auch nur er ein wirkliches Rechtssubjekt sein. die unter dem Namen „Willenstheorie" bis in die Gegenwart herein ihren Einfluß ausgeübt hat. Deshalb also kann Subjekt von Rechten nur der Mensch sein." Und so wird das Wesen des Rechtsverhältnisses bestimmt als . die Verschiedenheit zwischen Recht und Sittlichkeit gegeben. System II S. 2. die Savigny dem Besitzwillen hat zuteil werden lassen. können wir uns dann kaum anders als mit der Savignyschen Argumentation abfinden: „Indessen kann dieser ursprüngliche Begriff der Person durch das positive Recht zweierlei. Damit ist zugleich die Verwandtschaft und . 103. daß es eben doch juristische Personen gibt.4) Von diesem Gesichtspunkt aus ist die Auffassung der juristischen Personen als fingierter Rechtssubjekte nichts anderes als logische Konsequenz. a. so ist dieses nur möglich durch Anerkennung einer unsichtbaren Grenze. „Sollen in solcher Berührung freie Wesen nebeneinander bestehen. 103. wodurch jene Grenze und durch sie dieser freie Raum bestimmt wird.ein Gebiet unabhängiger Herrschaft des individuellen Willen~". Mächtig spricht sie schon aus seinem berühmten Jugendwerk. der an anderer Stelle in den Vordergrund trittll) daß das Recht es mit den Beziehungen ZU tun hat. in welchem er unabhängig von jedem fremden Willen zu herrschen hat. entstehen. .Das Recht d t . ist das Recht. Darin ist bereits der Gedanke angedeutet. durch eine Rechtsregel bestimmt. Vgl. sondern indem es die freie Entfaltung ihrer. Betätigung des individuellen Willens im ethischen Sinne. Diese Idee des Willens als der im Privatrecht eigentlich grundlegenden Kategorie durchzieht die sämtlichen dogmatischen System I C. Schutz dieser Freiheit durch Gewährung einer rechtlichen Macht ist Wesen d5s Rechts. . freien Raum gewinne. worin ihr Wille herrscht und mit unsrer Einstimmung herrscht". weil das Recht nur ein ~ i t t ~ l ethischen Persönlichkeit des Menschen ist1 so daß der sich die ~ ~ ~ h t ~ ~ ~ ~ ~ ö ~ l iethischene Persönlichkeit mit der ~ h k i t notwendig decken muß. ein Gebiet.daß d e m i n d i v i d u e l l e n W i l l e n ein Gebiet angewiesen ist. da6 der Wille die eigentlich wesentliche Substanz der Persönlichkeit sei und das Privatrecht die Domäne für die Betätigung.. die durch die Berührung des Menschen „mit denen. es jSt nichts anderes der Fehler aller Theorien der juristischen bis auf den heutigen Tag. als Betätigung dieser Persönlichkeit. werden wir später erörtern. ~b~~ welcher F ~ ~ ~ Vertiefung gegenüber den ~ h ~ wenn sie i ~ ~ ~ ~ -_ ." 6 ) Worin das dieser Erörterung auch vom Ausgangspunkt E a v i g n ~ saus liegt.~) Mit anderen Worten: Das Wesen der Rechtsordnung besteht in der Erhaltung der Persönlichkeit in dem eben erörterten individualistisch-ethischen Sinne.l) ~ ~ ~ h ~ t ist nur aus diesem Gesichtspunkt verständlich. 334. Vor allem aber beruht auf ihr savignys Lehre vom Rechtsgeschäft und der Willenserklärung. Von dem nunmehr gewonnenen Standpunkt aus erscheint uns jedes einzelne Rechtsverhältnis als eine Beziehung zwischen Person und Person. S a v i g n ~ . die ihm gleich sind durch ihre Natur und Bestimmung". . C." hat zur psychologischen Voraussetzung die Annahme. . ~~~~i~~~~ 8. als0 eine juristische Person künstlich gebildet werden. und daß die Willenserklärung niir als das Mittel betrachtet werden könne. daß das beim Rechtsgeschäft eigentlich Wirkende der Wille sei. - ~~h~~~ des angeblichen Historikers. System IV C. innerhalb welcher das Dasein und die Wirksamkeit jedes einzelnen einen sicheren.der einzelnen Person zustehende Macht. Es kann nämlich erstens manchen einzelnen Menschen die Rechtsfahigkeit ganz oder teilweise versagt werden. und mit der Tatsache. den ~ ~ ~ iaust der Unverletzlichkeit der ~Person zu erklären. System Ii' $ 258. Diese Bestimmung besteht aber darin. jedem einzelnen Willen inwohnenden Kraft sichert . . Ist der Mensch als Träger einer ethischen Persönlichkeit Rechtssubjekt. der Versuch. Erhaltung und Entwicklung der 1)ersönlichkeit bilde. 1 ' 9. diesem Willen die Wirkung zu verschaffen. Freiheit des Willens ist ihr Wesen. . System I C. 331 f. . wie denn die Ausübung eines Rechts nach dem Inhalt des letzteren nichts anderes sein kann. einschränkende und ausdehnende. Es kann zweitens die Rechtsfahigkeit auf irgend etwas außer den einzelnen Menschen übertragen. Das Recht dient der Sittlichkeit.2) Die Vorstellung. 48. Die Regel. aber nicht indem es ihr Gebot vollzieht. *) System I\.

am entschiedensten von Puchta und von Windscheid. 120. %)Vgl. irgend einen einzelnen Rechtssatz.1 Schriften S. B. was sich bei ihm mehrfach bemerkbar macht. Die nächstliegende Auffassung ist hier. XXXVII. 49. daß Korporationen handlungs. ') v11. nicht sind. der durch die Menschennatur hindurchgeht. da6 ein Rechtssubjekt eben nicht vorhanden ist: die Rechte haben kein Subjekt. Die Person. Ein innerer Zusammenhang zwischen Puchta und Hege1 wird angenommen von Karlowa bei Grünhut XV C. wenn auch weniger kategorisch. ja daß sie. 381. daß diese Erkenntnis sofort die schärfste Reaktion gegen die Fiktionstheorie hätte hervorrufen müssen. gerade von den philosophischen K ö ~ f e n unter unseren Dogmatikern vertreten worden ist. 2 .Indem wir den Menschen in seinen rechtlichen Beziehungen betrachten. wenn dies nicht der SO erklärt sich dies zur Genüge daraus' schwach der Versuch ist. das ganze Privatrecht aus dem Gesichtspunkt der ethischen Persönlichkeit zu begreifen und so auf eine einheitliche theoretische Grundlage zu ~ t e l l e n . Dasselbe sucht auch hier für die Rechte ein tragendes Subjekt und findet dasselbe in einer künstlich.. 40. trotz ihrer augenscheinlichen Schwäche. eine Erscheinung unter eine andere durch das Mittel der Fiktion zu subsumieren . sondern nur eine Bestimmung. ist für Windscheid ebenso selbstverständlich wie für seine Vorgänger in dieser Theorie. die für die moralische Qualifikation . Vgl.-seines Willens entscheidend sind oder geben ihnen wenigstens nur eine untergeordnete Bedeutung und stellen jene über der individuellen Verschiedenheit stehende gleichmäßige Macht oder Möglichkeit des Willens an die Spitze.'") ?. tritt das Unternehmen. heben wir dies an ihm hervor. auch Bethmann-Hollweg a. Eine solche . so hat andrerseits nur der Mensch einen Willen. Deutsches Privatrecht 1 5. die dem Berechtigten ist. 0. ist das Subjekt des Rechtes. die eine bloß ideelle Existenz haben. Auch Puchta geht von der ethischen Persönlichkeit des Menschen aus. ~ ) Aus diesem Grunde ist es durchaus begreiflich.. gestellt. I $3 3 7 . der diese Willensmacht verliehen ist. da6 ihm die Möglichkeit eines Willens zukommt. ziv. . der die Wirklichkeit mit seinem System nicht in Einklang zu bringen vermag. Rechtslexikon 111 C.Nun ist es aber eine Tatsache. Solche Personen heißen juristische oder fingierte. auf dem tiefen Zuge zur Persönlichkeit. ~ h ~ äußert sich der savignyschüler Windscheid: Recht ist eine Willensmacht.. C.. 4. kl. beruhendes Gefühl. die die Grundlage seines Systems bildet. Institutionen I S. . Gierke I S..''4) Dies gilt auch von den unmittelbaren Vorgängern Savignys in der Fiktionstheorie mit einziger Ausnahme Kierulffs. 19.') An die Stelle des Versuches. . I ff. P- . Die Frage.. Wer Subjekt eines Rechtes sein kann. z. Dieser Auffassung widerstrebt aber ein natürliches. 1 nstitutionen I §§ I. 464 N. 4. 46q N. es au!3er den Menschen noch andere Rechtssubjekte gibt. Daß rechtliche und ethische Persönlichkeit zusammenfalien müssen. nicht einwandfreien Ausdruck juristische Person genannt. die Savigny vorausgegangen sind. die an einen Menschen als ihr Subjekt nicht angeknüpft sind. 54. - ~ i wesentlich verschieden.. Pnchta war auf dem Gymnasium in Erlangen ein Schüler Iiegels und trat später in München unter den EinfluB Schellings. die Herrschaftskreise der in der Welt einander sgegenüberstehenden Menschen abzugrenzen. vorgestellten Person. auch Puchta." „Denn wie einerseits die Aufgabe der Rechtsordnung eben darin besteht. 65 ff.. theoretisch zu begründen. wird mit einem hergebrachten. auf. mit diesem Wort wird daher ihre Stellung im Recht bezeichnet. Was ihm daher. anderes übrig als die stumme Hinnahme dieser Tatsache und die daß sie mit dem als selbstverständlich betrachteten Ausgangspunkte nur durch eine Fiktion und also in Wahrheit überhaupt iiicht zu vereinigen sei. wenn dieser als solcher bezeichnet werden kann. 51. angesichts der unbestreitbaren Tatsache. Vgl. a.diesen Namen überhaupt verdienen.-- ') Winds~-!leid.3) . insofern das Subiekt der Persönlichkeit bei ihnen nur ein Begriff ist.oder deliktsfahig sind oder . 36. scheint durch die selbstverständliche Antwort erledigt zu daß es der Mensch sei. I f." ') Aus dieser Deduktion spricht zu uns die Resignation eines philosophischen Kopfes. Persönlichkeit ist also die subjektive Macht eines rechtlichen Willens. Pandekten C. da6 die . Vgl. 1 S. Vgl. Fiktionstheorie mit der ihr durch Savigny gegebenen Begrundung von der co~nmz~nis opi"" angenommen und nahezu ein halbes Jahrhundert festgehalten wurde. h''L'i denken. die Cbersiillt bei Gierke. a." „Das Recht hat aber auch Personen . Pind. Als Subjekte eines -~ - solchen in der Potenz gedachten Willens heißen die Menschen Personen. zo. durch Gedankenoperation geschaffenen. da6 Rechte vorkommen. Wir abstrahieren von seinen individuellen Eigenschaften. Puchta in Weiskes Rechtslexikon 1 1 S.

das keiner Person gehört.. so daß sie zwar keines Menschen Vermögen und insofern res nullius aber doch keineswegs rechtlos sind. neben ihm . C. 11. 39 ff. kann sich aus Rechten. aus denen das Vermögen sich zusammensetzt. Was wir daher juristische Person nennen. Bekker. die nicht.. C. wie eine positive. Jur. Personen (Freiburger Programm r 891) C. 11. es wird der Frage. aller scheinbaren Gegensätzlichkeit unterscheidet sich auch die Theorie der Germanisten grundsätzlich nicht wesentlich "On der erstgenannten Theorie. C. die die Vertreter der . sondern „die Rechte und Rechtsgeschäfte des Zweckvermögens dermaßen behandelt. Daß wir sie als Person vorstellen. Hierin liegt das indirekte Eingeständnis der Unlösbarkeit des Problems auf dem von Brinz eingeschlagenen Weg. sind nicht ihre. 172. I94 ff. 'I. Bierling. 2. die Fiktionstheorie in ihrem Ausgangspunkt anzugreifen. An- I R e g ~ l s b e r ~ ePand. 68 . Aufl. 74. Der Rechtsstaat C.') Nicht eine Dogmengeschichte dieser Reaktion. Karlowa. Begriff und Eigentümer der heiligen Sachen I C. 74 ff. doch die Frage ungelöst bleibt. Aufl. 289 ff. Grundbegriffe I1 S. In der Tat konnte dieser Weg nicht zum Ziele fuhren. 30. Jur. die Begründung der Rechtspersönlichkeit aus der sittlichen Persönlichkeit des Menschen seiner psycho-physischen Individualität. 19 f. so daß. lediglich für den Zweck da". Gierke. Ich unterlasse hier eine Darstellung DOmengeschichte dieser Lehre und ihrer I uancen und U" beschranke mich auf das lebende Haupt dieser Schule. die andere substituiert.. . auf Gierke. ggo. I S. 992. 19. läßt sich zur Not begreifen. Grünhuts Zeitschrift XVIll C. Zur Kritik der jur. 979 ff. sofern wir diese überhaupt und nicht richtiger das Eigentum dieser Sachen als Bestand') Zur Rechtspersönlichkeit des Menschen vgl. und die Rechte. Zitelmann.. C.. Und eben daraus erklärt es sich. Aufl. daß. aber das Problem nicht gelöst.. Rümelin. denn von ihrem . 61 5 . daß man sie mit der älteren gemeinrechtlichen Theorie zu res i~corpovales macht . Pand.und Re~htsbegriffsbildun~ sehr wohl möglich gewesen. beruht auf einem auch auf anderen Gebieten wirksamen psychologischen Trieb. geschichtlich gewordene Rechtsordnung das Problem lösen zu können geglaubt hat. wer das Subjekt der Rechte ist. ist in Wahrheit keine Person. sie keineswegs wagte. I. wenn wir uns schon mit dem Gedanken eines objektiven Zweckvermögens befreunden könnten. sondern eine besondere Art von Vermögen. 2 6 f~ In meiner Erürierung beschränke ich mich aus Grünf . etwa Bekker. . sondern subjektlos.3) Durch diese Spekulation wird allerdings die Fiktion der Persönlichkeit beseitigt. 199. Meurer. einer Person sondern einem Zweck gehören. daß sie durch ein izlris v i f z c ~ h ? ~ einem Zweck bestimmt sind. Sie suchte die Lehre von den fingierten Persönlichkeiten zu beseitigen ohne die juristischethische Persönlichkeit des Menschen anzutasten. r. res nullius. Burckhard . Bähr. als ob dieses einer Person gehöre.Brinz mit den Anhängern der Fikti~nstheoriegemeinsamen . sondern verdeckt. ohne -dafl . I s.juristischen Person' ausüben. Brinz.. I 3 19 (Subjekt eines Rechts kann eigentlich nur ein Mensch sein). I ff.bei Forderungsrechten ist diese Vorstellung undenkbar und wird nicht denkbarer dadurch. Vor allem die Forderungsrechte. Personen C. I C.Ausgangspunkt führt kein Weg Persönlichkeit von Nichtmenschen. Grünhuts Zeitschrift XV C. Vgl. Brinz. Denn diese Zweckvermögen setzen sich wie das Personenvermögen aus Rechten zusammen. als sich endlich doch die Reaktion erhob. 9. Personen C. wie in der Regel. I. I. Prinzipienlehre I S.Rechte" an ihnen bestehen . Methodisches über jur. die begrifflich nur Personen gehören. S. aber das römische Recht hat dies nicht getan. Auf dem genannten ohne weitere Untersuchung als gegeben vorausgesetzten Ausgangspunkt beruht zunächst die Brinzsche Pers~nlichkeitstheorie. hänger Diese l. 3 . 381 f. Das hat Brinz auch sehr wohl erkannt und mit den Worten ausgesprochen: „Ein Vermögen. nur einige Beispiele sollen dies beweisen. bes. '\ I. (wirkliches Rechtssubjekt nur der im Vollbesitz seiner Vernunft befindliche Mensch). 993 eod. I 5 59.gibt es in Wahrheit keine zweite Gattung von Personen". Denn von Sachen.. Es handelt sich nur um Vermögen. Jherings Jahrbücher XI1 C. der ~ n n e h a b u n ~ nach ruhend. 12. eigenen Rechte. Genossenschaftstheorie C. Pand. wie solche einer physischen Person nicht zustehenden Rechte begriffen werden können. nicht zusammensetzen. der Vertreter.eine . 201 ff.q seine Auffassung der Persönlichkeit des Menschen ist zu- - '1 2. Mit dieser Argumentation" aber wird das Problem nicht gelöst. Paud.~)Rechtsfahig ist der Mensch.. Pand..heOr'e ''' kann heute als die herrschende bezeichnet werden. - teile eines Vermögens denken.Realisationu als Gegenstück der personifikation." l) Deshalb wäre es nach i h ~ n für die Rechtsbildung . Aufl. Dernburg. diese Zweckvermögen anders als die ermögen mögen und selbständig zu gestalten und hat in der Tat das deutsche Recht diesen Weg teilweise eingeschlagen. Aufl. 992.stark doch der Ausgangspunkt dieser Theorie ist.

ist jene deskriptiv. a. wie die der bereits genannten Romanisten. Rinder. die „Wollen und das Gewollte in Tat umsetzen kann". Ist Savigny und Windscheid bei diesem Ideenprozeß abstrakt. von einer Beschaffen\ ') eod. S. der also nicht geeignet ist.nächst dieselbe.') Indem sie aber. daß es sich. Berliner Rektoratsrede 1902. sie bewirkt. wenn man will. den gesellschaftlichen Organismus mit den1 Einzelorganismus zu ve r g l e i C h en. SO wird er zur Fehlerq~elle. oder mitanderen Worten: während diese rcin denominativ ist.oder.Y) Damit will Gierke „zunächst nur Erscheinungen. C. 9.. In der Tat behauptet auch Gierke nicht. Löwen usw. daß im Grunde n u r der Mensch Person sein könne. den Organen usw. a. als Gesamtorganismen. ist der Oberbegriff Organismus für beide Erscheinungen in derselben Weise zu gebrauchen? Gierke behauptet dies."~) Hierin liegt zunächst ein doppeltes. „Wird er benutzt. Personifikationstheorie wieder auf. nicht um Gleichartigkeit. und die einzige Abweichung von ihnen im Ausgangspunkt liegt darin. sondern der Wirklichkeit adäquaten Ausdruck verleiht". Damit sucht sie die Konsequenz zu vermeiden. die diese Subsumtion ermöglichen? Und die einzig mögliche Antwort lautet: Solche Merkmale gibt es nicht."') Dabei handelt es sich aber um ein bloßes „Hilfsmittel der Erkenntnis. b) die Behauptung. indem sie die Personifikation in allen Einzelheiten anschaulich durchführt. sieht die Theorie sich genötigt. daß die innere Struktur eines Ganzen. Und daraus entsteht die Frage: Was sind denn die identischen Merkmale beider. daß die juristischen Personen keine wirklichen Personen sind und an die Stelle dieses unbefriedigenden Satzes die Behauptung zu setzen. 0. um dies zu begründen. „daB das Recht. nicht erkläreni'. 7 Ebenda. ebenso wie wir Pferde und Esel unter die Einhufer.. Dieser Vergleich ist iiralt und hat sich unabhängig von der Reflexion von je dem menschlichen Bewußtsein aufgedrängt. der Verbandsperson sprechen. sondern auch v o r s t e l l e n . die unter den Gattungsbegriff Organismus gebracht werden. um einen bloßen Vergleich handelt. wenn wir von dem Haupte und den Gliedern. dem Personenverbande „gleich dem Individuum eine leiblich-geistige Lebenseinheit" zuschreibt. strahiert ist. Sondern nachdem er die Gefährlichkeit jeder Übertreibung der Parallele an einigen Beispielen trefflich illustriertI3) beschränkt er sich auf die Erklärung. „Da aber der Begriff des Organismus ursprünglich von dem einzelnen Lebewesen abden der Ökonomie auf Gierke. die oben genannte Subsumtion zu rechtfertigen. „Wir vergessen nicht. 9 eod. 12.') hebt diese Theorie den Gegensatz zur Fiktions. daß die Theorie der . daß wir uns die juristische Person nicht nur d e n k e n .realen Verbandspersönlichkeit" die Behauptung der Fiktionstheorie bestreitet. unter einen Gattungsbegriff subsumieren". der Vergleich kann verdeutlichen. um aus der Übereinstimmung einzelner Merkmale Schlüsse auf eine anderweit nicht erkennbare Übereinstimmung der verglichenen Dinge in sonstigen Eigenschaften zu ziehen. unter die Säugetiere subsumieren. C. S. 12. deren Teile die Menschen sind und die sich über den Einzelorganismus erheben. dessen Teile Menschen sind. Der Staat und die anderen Personenverbände werden als soziale Organismen bezeichnet.und den Gesamtpersonen immer nur um Ähnlichkeit. Sofort entsteht die Frage: ist diese Subsumtion möglich.als daß wir in dem gesellschaftlichen Körper eine Lebenseinheit eines aus Teilen bestehenden Ganzen erkennen. Nämlich: a) die Behauptung: Es gibt wirklich gemeinsame Merkmale zwischen Personenverbäriden und Einzelpersonen. 15 f . richtig verstanden sage der Vergleich nichts weiter aus . . S. dem Körper. Pferde. die juristischen Personen fingierte Personen oder Personifikationen zu n e n n e n . wie wir sie außerdem nur bei den natürlichen Lebewesen wahrnehmen". so wirkt hier Gierkes schöpferische Phantasie konkret. durchaus nicht in einen Widerspruch zur Wirklichkeit tritt. I ) Gierke a. indem sie sich darauf beschränkt. indem es die organisierten Gemeinschaften als Personen behandelt. die eine Subsumtion beider unter einen höheren Gattungsbegriff ermöglicht. Diese Erscheinungen sind der Mensch und der Personenverband. 13. an denen er gemeinsame Merkmale entdeckt. Das Wesen der menschlichen Verbände. Freilich tritt diese Verwandtschaft nach außen bei oberflächlicher Betrachtung kaum hervor. eod. sondern in aller und jeder Beziehung handelt es sich bei den Einzel. daß in irgend einer Beziehung eine solche wirkliche Gleichartigkeit besteht.

. daß sie vom Menschen als einer willensfähigen Substanz ausgeht. den Ausführungen Hölders über die Gesamtperson und ihre Organe habe ich hier nichts Eigenes hinz~zufügen. muß vom objektiven Recht als hierzu befähigt anerkannt sein. als ein glänzender Versuch. Daß dies auch gar nicht anders sein kann. kann Rechtssubjekt sein. ob er Person ist oder nicht. ist die Verband~persönlichkeit. Was darüber hinaus an Bildlichem mitunterläuft. und das sich. Man sieht dem einzelnen Menschen nicht an. deren Existenz ausschließlich auf der menschlichen Vorstellung beruht.erkanntesi'. 16. üb& natürliche und juristische Personen 1906 C. wenn wir uns nur dessen bewußt bleiben und nicht das Bild für die Sache nehmen. um einen Willen zu haben. der durch psychisch motiviertes Handeln hergestellt und gestaltet. als der Wille als psychologisches Phänomen. Daß dieser Wille Von ganz anderer Art ist. Die Fähigkeit.. der kraft einer vom Rechtsbewußtsein vollzogenen Abstraktion zustande kommt.. . wie ich glaube. eine Person.. einstweilen Holder. Daher müssen die juristischen Personen willensfähig sein. der auf einer unklaren Vorstellung vom Wesen der Subsumtion beruht. „Was Subjekt von Rechten und Pflichten sein soll. müssen wir uns bemühen. . 268. ' . 42 ff. sondern ein . was sich hinter diesem anschaulichen Bilde verbirgt. daß hier ein geistiger Zusammenhang stattfindet. S. daß auch sie von einem Axiom ausgeht."~) Auch Gierke geht also von der ethischen Persönlichkeit ausNur was einen Willen hat. Unserm heutigen Bewußtsein erscheinen ausschließlich Menschen als zu Rechtssubjekten geeignete Willensträger. bedarf meines Erachtens keiner ErOrterung. und daher müssen sie Organismen höherer Art sein. als unrichtig erweisen läßt. So erscheint uns die Gierkesche Gesamtperson als eine Personifikation oder wenn man will. entspringt teils dem Bedürfnis der Anschaulichkeit. aber doch auch wie jene scheiternd an der Tatsache. insofern sie die mittelalterliche Korpoeod. Alle gedanklichen Fortschritte haben sich mit Hilfe von Bildlichkeit vollzogen. aber auch nicht minder wirklich."l) Mit anderen Worten: In keiner Beziehung bestehen identische Begriffsmerkniale zwischen dem Individuum und der Gesamtperson. wird dabei nur vollkommen übersehen. den begrifflichen Gehalt von der bildlichen Beimischung zu sondern. als eine Anthropomorphisierung. 2. teils dem sprachlichen Notstande. \ ') Gierke. betätigt und gelöst wird. Die Theorie Gierkes und seiner Vorgänger ist psychologisch verständlich. hängt damit zusammen. der juristischen Person Leben einzuhauchen.~) Nur sei nochmals und mit aller Deutlichkeit auf den oben genannten Fehler in der Gierkeschen Theorie hingewiesen. Auch die Gierkesche Theorie krankt daran. Deutsches Privatrecht I C. heißt Persönlichkeit.heit sein muß. rationstheorie zur schönsten Blume entfaltet und in der glänzendsten Weise abschließt: die letzte Konsequenz daraus zieht. 5 5 ff. dessen Prüfung als überflüssig betrachtet wird. deren bildliche Prägung noch nicht abgeschliffen ist."') „Die Menschen aber können entweder als Einzelne oder als Verbände das Recht der Persönlichkeit haben . denn sie sagt uns nicht. Vgl. ) eod." „Das objektive Recht kann kraft seiner formellen Allmacht an sich beliebige Dinge. daß die juristische Person nun eben kein natürlicher Organismus ist. daß die Rechtsordnung diese Gebilde wie Personen funktionieren 1ä13t. Allein wir betrachten das soziale Ganze gleich dem Einzelorganismus als ein Lebendiges und ordnen die Gemeinwesen zusammen mit den Einzelwesen dem Gattungsbegriff des Lebewesens unter. . und für die Rechtsgest a l t u n g von der fruchtbarsten Konsequenz: insofern ein Meisterwerk ist sie vom erkenntnistheoretischen Standpunkt aus verfehlt. Nicht minder unsinnlich. sie konnte von hier aus ZU einer wirklich realen Auffassung des Wesens der VerbandsPerson niemals kommen. Rechtssubjekt zu sein. . die letztere ist kein reales Lebewesen. Soweit aber zur Bezeichnung der Sache selbst uns nur Ausdrücke zu Gebote stehen. gewinnender und fesselnder als die anderen Theorien. daß hier das Reich der Naturwissenschaft endet und das Reich der Geisteswissenschaft beginnt. Wir dürfen auch in der Wissenschaft uns des Bildes bedienen. und was man an ihm sieht ist nicht seine Persönlichkeit. S. jedoch seiner Idee gemäß und mit AUSsicht auf Erfolg nur Träger von freiem Willen zu Personen stempeln. Auch unsere abstraktesten Begriffe sind aus Bildern geboren. 265. Aber da6 auch diese Theorie verfehlt sein mußte. für die das Naturganze kein Vorbild bietet. um Rechtssubjekte sein zu können.betrachtetesuLebendiges." In beiden Fällen ist die Persönlichkeit „ein Rechtsbegriff. 267.

sondern in erster Linie ein rechtliches Verhältnis unter lebenden und schaffenden Personen ist. beantwortet Zitelmann dahin. ") Geist des römiscllen Rechts 111 S. wo man geglaubt hat. die Gierke und seine Schule sich um die Gestaltung des Rechts der Verbandspersonen erworben haben. „Die Leiblichkeit des Menschen ist für seine Persönlichkeit eine ganz irrelevante Eigenschaft: es kommt auf den wirkenden Willen an. Daher kann ein Wesen. bei Vorsicht gegenüber den Axiomen der älteren doch den Weg nicht zu finden vermögen. daß es ausschließlich die Willensfähigkeit ist. für den Wert oder Unwert der erkenntnistheoretischen Seite des Problems kommt es nicht in Betracht. der sie zum Ziele führen könnte. die Jhering in seinem „Geist des rbmischen Rechts" angeschnitten hat1 veranlaßte ihn. daß jedes Recht ein wirkliches Subjekt hat. als Träger der Persönlichkeit einen realen Verbandswillen zu behaupten. bestehende Zusammenhang zwischen der „Realitäts-" und der Fiktionstheorie bei dem ersten romanistischen Vertreter der ersteren. Auf einem scheinbar ganz anderen Weg und viel radikaler a l ~ die bisher Genannten suchen Bekker und Jhering das zu bewältigen.Dabei verkenne ich nicht die außerordentlichen Verdienste. das in Wahrheit keine Persönlichkeit hat. dadurch. Deshalb verzichtet er auf die von jener behauptete Leiblichkeit der Korporation und begnügt sich damit. daß sie aber von diesem sofort zu jenem hingeführt Und hieraus mag es sich vielleicht erklären.. so selbstverständlich es also für ihn ist. 1 1 Besonders deutlich wird dieser bei aller Gegnerschaft 1. durch eine partielle Preisgabe derselben ihre Mängel beseitigen zu können. kann Zitelmann doch nicht hinüberkommen. ') Und deshalb es Zitelrnann. Zitelmann scheint den Zusammenhang zwischen dieser und der germanistischen Körperschaftstheorie mehr gefühlt als klar erkannt zu haben und deshalb zu glauben. es ist aber auch zweifellos verfehlt. *) eine . ') ~i~~ ist der springende aber auch der wunde Punkt der zitelmannSchen Theorie. Charakteristisch ist dabei für beide. vor allem 530 ff. die die ältere romanistische Theorie zwischen der letzteren und den Persönlichkeiten ihrer Mitglieder machte. 2. 66. Das Verhältnis der Logik zum Recht. Preisschrift 1873. . daß man die Korporation als ethische Persönlichkeit bezeichnet. so ist es unmöglich. Zitelmann. bei der Korporation einen . 68.und lebloses Ding. das Verständnis dafür haben wir in erster Linie Gierke zu danken.31 I ff. Aber über die Tatsache. daß jedes rechtsfähige Wesen auch in Wirklichkeit die Bedingungen der Persönlichkeit in sich trage". daß es „eine Forderung unumstößlichster Logik ist. A. Daß die Gesamtperson nicht neben und gegenüber. eines der Probleme.%) Die Frage aber. juristischen Personen. Und daran scheitert seine Theorie. so widersinnig ihn die Annahme subjektloser Rechte dünkt. der zugleich das Bindeglied zwischen ihr und der von ihm so nachdrücklich verworfenen Fiktionstheorie bildet. 1) oder kollektiven Einheiten sprechen Z U müssen". so überzeugt ist er andrerseits davon.') So undenkbar für ihn die Kategorie der fingierten Person ist. Es ist kühn und bestechend.einheitder in der Einigung der verschiedenen ]ichen Willen1' willen der ~ ~ r ~ o r a t i o n s m i t g l i e d e r besteht. deren größtes ich nicht in der Anerkennung der Deliktshaftung der Gesamtperson. sie nicht von vornherein dieses Problem. sondern in und durch ihre Mitglieder existiert.. daß das positive Recht seine Persönlichkeit fingiert und ihm infolgedessen Rechtsfähigkeit gibt. Begriff und Wesen der sog.. Aber dies gehort auf ein anderes Blatt. und daß sie insofern nicht ein körper. diesen Willen „überall da aufzuzuchen. von fingierten Personen oder subjektlosen Rechten Zitelmann. sondern ein anderes im Auge haben. aus der durchaus anders gearteten Willenfahigkeit der Korporation die ethische Persönlichkeit der letzteren als Grundlage für ihre juristische Persönlichkeit herzuleiten. daß dieser Verbands\ville etwas iri jeder Beziehung von dem Willen eines Menschen Verschiedenes ist.allgemeine Theorie der Rechte1' zu Theorir''l -- Leipziger ') Zitelmrnn S. 69. sondern in der Aufgabe der Scheidung erblicke. Zitelmann C. das Problem dadurch zu lösen. Der Ausgangspunkt der Savignysehen Schule hat auch Zitelmann den Weg versperrt.lls) Und daher erblickt Zitelmann ganz konsequent seine Aufgabe darin. 93. denn wenn die ethische Persönlichkeit des Menschen in seiner Willensfahigkeit begründet ist. 3 C. den er hat. . nie ein rechtsfähiges Wesen und als solches juristisch wirksam werden. was Bedingung der die Voraussetzung der Rechtsfahigkeit bildenden Persönlichkeit ist. =) s.

9.. Über Jhrring vgl. zugute kommen." so nahe berührt sie sich in Wahrheit mit ihnen. und der ganze Zweck des Rechtes." 2 ) So himmelweit diese Theorie von den oben genannten ectfernt zu sein scheint. weil sie Interessen haben. die juristische Person als Willensträger zu erweisen. folgendermaßen: „In Wirklichlichkeit ist das Verhältnis des Willens zum Recht ein gänzlich anderes. ') Geist des romischen Rechts T ! I 336 X. denen die Stiftung zugute kommen soll. daß die Personifikation desselben also n i c h t s a l s e i n e F o r m der Zuwendung und Bestimmung eines Vermögens für die Zwecke und Interessen unbestimmter Personen ist. Wenn nun die Rückauf die Praktikabilität der Klage es mit sich bringt. so finden wir bei Jhering nichts von alledem." ') . Aber da wirtschaftlichen Genusses nur die Menschen fähig sind. 3. mit denen die juristische Person ausgestattet ist. wird auch hier keiner Ausführung bedürfen. daß n a c h a u ß e n h i n nicht die einzelnen Mitglieder. 332. denn er nimmt die Dispositionen über das Vermögen vor. die das Recht der einzelnen Mitglieder (der Destinatäre). 2. als beseitigt. derentwegen die juristische Persönlichkeit allein ins Leben gerufen ist.berechtigt ist nicht.als eine im ganzen zufallige Konsequenz . der in der e t h i s c h e n Persönlichkeit des Menschen die Grundlage seiner juristischen Persönlichkeit erblickt. sind wir auf -.einen scheinbar ganz neuen Ausblick auf das Problem der juristischen Personen gewinnt. „Rechte sind rechtlich geschützte Interessen. wirtschaftlich betrachtet. Aufl. Vielmehr argumentiert er nach längeren kritischen Bemerkungen über den Rechtsbegriff der comnitunis opinio. und die Schwierigkeit. wer das Wollen. einen Willensakt vorzunehmen". sondern nur die zur k ü n s t l i c h e n p e r s ö n l i c h e n E i n h e i t erhobene Gesamtheit derselben die gemeinsamen Interessen verfolgen kann. 265. ' 5 7 . aber sie haben Rechte. der das Recht dem Willen unterordnet. die Jhering mit Entschiedenheit verneint. daß also die einzelnen Mitglieder die wahren Destinatäre der juristischen Person sind.Niemand wird darüber im Zweifel sein. und zwar auf dem realistischen oder wenn man will.geben und dafür zunächst den Begriff des subjektiven Rechts festzustellen. so könnten willenlose Personen keine Rechte haben. und da6 diese Wirkung nicht eine zufällige ist. bei der dem Quotenrecht auch eine Quotenklage entspricht. Aber welch einen Ausblick! Scheint es uns nahezuliegen. die Literatur bei Windscheid (S. eine Frage.. die durch die Gewährung von Rechten befriedigt werden sollen.. die sich gegen ihre Anerkennung als wirkliches Rechtssubjekt aus der genannten Prämisse erhebt."') Und von hier aus gelangt Jhering auf das Problem der juristischen Person. Kipp). wurzelt lediglich in dem Willensformalismus. Es ist die Frage. . so liegt darin zwar eine A b w e i c h u n g von der gewöhnlichen Gestalt des Privatrechts. Das Recht ist für ihn nicht mehr eine ethische. und wodurch er . ') Geist des romischen Rechts I11 S. der Hochgenuß. sondern eine wirtschaftliche Kategorie. materialistischen Wege." I) . daß die einzelnen Mitglieder es sind. Allerdings hat Jhering den Standpunkt aufgegeben. „Die unnatürliche Auffassung desselben. übersieht und die Willensmaschinerie zum Subjekt der Rechte erhebt. ob das Recht wirklich im Sinne der colnmunis opinio eine Willensmacht bedeutet. den Jhering für diese Theorie der Rechte und überhaupt für jede juristische Argumentation im Gegensatz zu der von ihm getadelten formal-dialektischen Methode. um über dieser juristischen Form den realen Sinn und Zweck des ganzen Verhältnisses zu verkennen und den einzelnen Mitgliedern alles und jedes Recht abzusprechen. 442." Wäre die Willenstheorie richtig. denen die Rechte.358ff. als überwunden zu betrachten. mit der Elimination des Willensmomentes aus dem Begriff des subjektiven Rechts die Notwendigkeit. in den diese Ansicht den Zweck der Rechte setzt. Nach der Willenstheorie „würde bei jenen Personen der Vormund der Berechtigte sein. s. sondern wer den Genuß beanspruchen kannii. sondern in den natürlichen Personen liegt. sondern daß sie den Zweck des ganzen Verhältnisses bildet. 356 f. Aber . allein es gehört die gänzliche Befangenheit im juristischen Formalismus dazu. für notwendig befunden hat. sondern der Wille ist des Rechts wegen da. ihm allein kommt der ideale Genuß zugute. nur in der Verschaffung von Genußmöglichkeiten für die Menschen bestehen kann.Eine noch kompliziertere Gestalt nimmt das obige Verhältnis bei den Stiftungen an.\ 3 S." „Hinter dem Aftersubjekt steckt das wahre. 339. Das Recht ist nicht des Willens. 2 2 1 . S. Daß auch bei ihnen der Zweck und Schwerpunkt der ganzen Maschinerie nicht in letzterer selbst.

zu entgehen. Hinter dem Aftersubjekt steckt das wahre Subjekt. Dies hängt mit seiner Fragestellung zusammen. damit .seltsam genug . das auch fehlen kann. Vielmehr wird dieser letztere Begriff als der Erklärung nicht bedürftig vorausgesetzt. 5. Auch für Bekker ist das Problem der juristischen Personen nicht das Ziel. als Bestandteil eines durchaus harmonischen Systems zu erweisen. Bekker in Goldschrnidts Zeitschr. \ ') Bekker in seinen und Muthers Jahrb. 535. d. Da nun das Recht eine Macht um bestimmter Interessen willen bildet. sich aus den Gedankengängen der damals herrschenden romanistischen Theorie zu befreien. die aber nicht zum Ziel gelangen kann. die juristische Person zu begreifen. um der Notwendigkeit. dem äußeren Anschein ent"rechend.juristische Formalismus" der juristischen Person denkbar und begreiflich ist. f. 7 Vgl.') Als dann Jhering mit 2. mißlungen. Die conznzunis opinio geht davon aus. Jhering schüttet das Kind mit dem Bade aus. Dadurch wird es allerdings vermieden. konnte der Versuch nicht gelingen. Eine Argumentation. denen die Rechte der juristischen Person zugute kommen. die nicht eigentlich auf die juristische Person angelegt ist. und fischt es wieder auf. aber es geschieht dies auf Kosten des subjektiven Rechts. die ursprünglich die rechtliche Natur der Wertpapiere zu erklären bestimmt war. verwies er gleich Jhering auf die Rechtsfähigkeit des willensunfähigen Menschen. h. wie er ihn gemacht hat. die Fiktion einer in Wahrheit nicht vorhandenen Persönlichkeit. 4. die zwar nirgendwo ausdrücklich formuliert ist. Selbst angenommen. die Frage: w e r ist Rechtssubjekt? mit dem Hinweis auf den Genießer zu beantworten. hinter Jherings scheinbar so realistischer Theorie steckt die wahre Theorie. die aber doch aus dem ganzen Inhalt seiner Erörterung entnommen werden kann. B. sie als die wirklichen Rechtssubjekte betrachten zu konnen. der natürlichen Persönlichkeit entbehrendes Subjekt zu konstruieren. in welchem Verhältnis diese beiden Momente zueinander und zu dem Begriff des Rechtssubjektes stehen. Und das kann ja auch gar nicht anders sein. und um dies zu ermöglichen. 296-306. so kann es außer ihm keine Rechtssubjekte geben. den ersten Versuch gemacht zu haben.. Daher Recht =rechtlich Interesse. so ist dies nichts als . Handelsrecht IV S.26 dem alten Fleck stehen geblieben: das Subjekt wird etwas anders b e s t i m m t . daß das Recht ein Wollendürfen ist. zu untersuchen. Statt zu fragen: Was ist subjektives Recht? W a s ist infolgedessen Rechtssubjekt? Und w e r kann infolgedessen Rechtssubjekt sein? läßt er das Mittelglied aus und zerstört sich so die Möglichkeit einer richtigen logischen Operation. aber doch zu diesem Problem hinführt und die sehr nahe an die richtige Lösung streift. die Erhebung einer Gesamtheit „nach außen hin zur künstlichen persönlichen Einheit". die mit Rücksicht auf die Praktikabilität der Klage erfolgt. Infolgedessen liegt für Jhering das Problem ebenso wie für seine Vorgänger. das seinen wesentlichen Inhalt opfern muß. Im Grunde läßt sich seine Argumentation so schematisieren: I. sondern nur ein Anwendungsgebiet seiner Theorie gewesen. bei der juristischen Person ein nicht sinnlich wahrnehmbares.wieder nur Menschen zu Rechtssubjekten werden. deshalb erscheint auch dieser Versuch. müssen diese Interessen das für den Begriff des Rechts wesentliche Moment bilden.eine Form". sind sie als die Rechtssubjekte zu betrachten. überall ein wollendürfendes Rechtssubjekt nachzuweisen. I C .. denn ist einmal der Mensch als Genui3subjekt Rechtssubjekt. und wenn die Rechtsordnung neben ihnen . Diese Konsequenz ist falsch. indem sie im Rechtsbegriff statt des gewöhnlich angenommenen e i n e n zwei Momente entdeckt.. Die Konsequenz dieser Theorie wäre. folglich muß die zugrundeliegende Definition des Rechts auch falsch sein. daß seine Bestimmung des Begriffs des subjektiven Rechtes haltbar wäre. Jhering gebührt das Verdienst. wenn er an die Stelle der Willensmacht den Interessenschutz in die Definition des Rechtes setzt. . Aber so. „eine Abweichung von der gewöhnlichen Gestalt des Privatrechts". Rechtssubjekte sind nur die Menschen. weil sie es ängstlich vermeidet. wieso der von ihm genannte . daß willensunfahige Menschen nicht Rechtssubjekte sein könnten.') Um. Und dadurch allein wird es ermöglicht. das Willensmoment von kurzer Hand aus dem Rechtsbegriff entfernt. 3.juristische Personen" kennt. mußte er gleich Jhering den Willen aus dem Recht eliminieren. So erschien ihm eine . das des Genießens und das des Verfügens. aber es bleibt dasselbe. Da bei der Korporation die Mitglieder es sind. wenn er..Personu als Rechtssubjekt als etwas ganz Unwesentliches. wäre mit seiner Theorie die Frage nicht beantwortet.

Im letzteren . h. daß die Kompliziertere Einrichtung der juristischen Person in derselben Weise funktioniert wie die entsprechende. 127.l) Die Grundlage bildete für ihn wie für Jhering das vom Standpunkt der Willenstheorie aus sich ergebende Dilemma: Entweder sind Willensunfähige nicht Subjekt der für sie zu verwaltenden Rechte. also auch . das es ermöglicht. ist damit noch nicht beantwortet.. den „Verfügerd'. auf diese Frage .. den Genießer und nicht den Verfüger als Rechtssubjekt zu betrachten. da5 er den Willen aus dem Rechtsbegriff überhaupt entfernt. auf dem diese Fiktion beruht. die verschiedenartigsten Fälle.schwindet die Notwendigkeit. 128. daß das Subjekt in diesem Sinne willensfähig sei. („unter normalen Verhältnisseni'). Der Schluß auf die juristischen Personen liegt nahe: hier haben wir in dem Menschen. daß er die Fiktion. Mensch. aber nicht jeder 1) 3 eod. der er freilich in ganz charakteristischer Weise sofort die andere substituiert: W e r ist Rechtssubjekt. oder aber die Rechtssubjektivität wird nicht bedingt durch die Abhängigkeit der Rechtsausübung von dem Willen des Subjekts. so zu verfahren. daß der Wille des ersteren als Wille des letzteren fingiert werde. ob wir den Träger der einen oder den der anderen Funktion als Rechtssubjekt bezeichnen wollen. Aber die Frage.. 10.') Während aber Jhering das Dilemma dadurch zu lösen sucht. von dem einfachsten Fall des handlungsfähigen Menschen über die Rechtsgemeinschaft und das Sammelvermögen bis zur rechtsfähigen Korporation und Stiftung unter einen Gesichtspunkt restlos zu subsumieren. II 11.können Sachen und unkörperliche Beziehungen ebensowohl am Platze sein. weshalb wir auf dem Menschsein des Subjekts zu bestehen hätten.Genießer".. wie Menschen". in diesem zweiten Falle erwacht der Zweifel. Darin aber ist bereits die Erkenntnis verborgen. Deshalb kommt Bekker am Schlusse seiner Untersuchung auf die heinen Ausgangspunkt bildende Frage zurück: Was ist RechtsSubjekt. oder den. C.. die eben durch den Verfüger verwaltet werden.seinen vielfach verwandten Ideen in die Öffentlichkeit trat. . d.aller Welt genügende Antwort" zu finden. Indessen kann sich Bekker nicht verhehlen. 5. es können verschiedene Personen Sein. da5 in dem Normalfall des handlungsfähigen Menschen zwei Funktionen enthalten sind. 13 ff. hinter dem ein noch näher zu bestimmender Genießer steht. Damit wäre dann scheinbar das Rätsel gelöst und dem Begriff des Rechtssubjekts eine Beweglichkeit und Dehnbarkeit verschafft. C. daß von der herrschenden Auffassung des subjektiven Rechts aus dieser zweite Fall abnorm gestaltet ist4) und diese Lösung nicht zu befriedigen vermag. die bedeutet. die in der Rechtsfähigkeit Willensunfähiger liegt. . den Träger der Willensmacht. S. C. Jherings Jahrb.nur ein Mensch. wo Verfüger und Genießer ein und dieselbe physische Person sind. den wir als den Berechtigten bezeichnen. die es ermöglicht.ind". ob die Verfügung oder der Genuß als für die Rechtssubjektivität maßgebend anzunehmen sei. Rechtssubjekt sein".. dem diese Willensmacht zugute kommen soll. 4. C. Und dann . so ist zunächst auch kein Grund ersichtlich. so muß dies einen besonderen Grund haben. auflöst und nach dem Momente sucht. \ S." Und Bekker verzweifelt daran. l) Können wir aber hiernach die Willen~fähi~keit fallen lassen. 3. I ff. b) im Behinderungsfalle durch den Willen seiner Vertreter". 12. 9. die im abnormen Fall auseinander fallen können. 103.5) Im ersteren Fall kann nur ein Willensfähiger.4) -') eod.? um eine Denkform. denkbar einfachste Einrichtung." Es handelt sich dabei im wesentlichen um Zweckvermögen.Rechtssubjekt zu heißen denjenigen. Wenn wir diese juristische Personen nennen. sah sich Bekker zu einer Revision und Fortbildung seiner Lehre veran1aßt. den Verfüger. den . geht Bekker weniger radikal vor: er versucht das Willensmoment für den Rechtsbegriff dadurch zu retten. XI1 C. 2. der erstere muß zu dem letzteren in einem Verhältnis stellen. 4. S. wie denn Kinder und Wahnsinnige auch in der Tat nicht willensfähig . Wenn die im Rechte liegende Willensmacht einem anderen zukommt. C. „Verfüger und Genießer können dieselben. als dem. so handelt es sich nur um einen theoretischen Apparat. der für sie tätig werden soll und kann. so gelangen wir dazu.*) Nennen wir dieses Verhältnis Vertretungsverhältnis. so daß es sich im letzteren um die Frage handelt. ob wir dazu berechtigt sind. der für die Rechtsausübung bestimmend wirkt a) durch seinen eigenen.

Bekkers Auffassung mit dem traditionellen Rechtssubjektsbegriff zu vereinigen. Wies nicht das Fiasko der Savignyschen Argumentation. war es dann nicht ebenso möglich. Mit dem Begriff des Rechtssubjekts hat Savigny einen Begriff in unsere Dogmatik hereingetragen. 81 f.. 77 ff. dgl. auch dieser Versuch. I) C) Pandekten I S. Cum gra~o salis. so liegt darin ein Circulue vitiows. als Rechtsgenießer zu behandeln. trotz dem von ihm selbst erkannten Fiasko dieses Begriffs. sondern diese Personen als gegeben vorausgesetzt. Ebensowenig kann ich Bierlings Einwand für begründet halten.2) Und mithin ist das Ergebnis: Festhalten an dem Begriff des Rechtssubjekts. Park für durchaus zulassig. daß der wesentliche Inhalt der Bekkerschen Definition nicht anzugeifen ist. die Schwäche dieser Theorie liegt an einer ganz anderen Stelle und darin zeigt sich ihr Zusammenhang mit der Persönlichkeitstheorie Savignys." auch nicht darin. I S. „worin denn der Grund der Rechtspersönlichkeit des Menschen besteheU. V. Nicht darauf kommt es ja Bekker an. Tiere U. und dies ist die Schwäche seiner Theorie. 212 f. a. deutlich genug auf die Frage hin: Wo liegt der Fehler dieser Theorie? Und wenn man sich über diese Frage verständigt hatte. Er hält daher letztwillige Dispositionen zugunsten von Mops. wer Genießer und wer Verfüger ist. So glaubt Karlowa die Erlörterung auf den richtigen Weg zu weisen. Was dagegen die Frage betrifft. so kann ich sie kurz verneinen. daß „trotz aller von Bekker darauf verwandten Sorgfalt der Begriff des Genießers stets etwas Vages behält". als Genießer (und mithin für die gewöhnliche Auffassung als RechtsDarüber ließe sich durch eine subjekte) anzuerkennen. wer von ihnen das Rechtssubjekt ist.') Das aber ist niemand anders als der frühere „Genießer". da6 er . Stall. wenn sie eine Stiftung oder eine Auflage bilden. das Problem in seine Theorie auf Umwegen wieder hir~einträgt. wer Verfüger ist. Bekker. Bekker I S. 5 7 und S. Die Lehre Bekkers hat nur wenig Beifall gefunden. Tiere usw. wenn er ihr die Frage nahelegt. der seitdem zu ihrem eisernen Bestande gehört und an dem. entfernt ihn aus dem Begriff des Rechtssubjekts und ermoglicht es so. weil sie auf einer Verkennung der Bekkerschen Problemstellung beruht. aber leider nicht in der richtigen Weise. auch Bekker festhält. subtilere Ausdrucksweise. In unserm Zusammenhang handelt es sich nur darum. ohne sie geradezu zu Rechtssubjekten zu machen. mußte erfolglos sein. die gerade angesichts des Dilemmas. Ob man ihn als Genießer bezeichnen will. daß er selbst ') Grünhuts Zeitschrift XV S. wessen Schulden die Schulden sind. wie sie Bekker selbst ja versucht hat.l) Die Folge ist. . in das die erste grundlegende Theorie geraten war. denn es fragt sich eben. Dies verhindert ihn die Unterscheidung vom Verfüger und Genießer zu verwerten. daß eine falsche Auffassung vom Begriff des Rechtssubjekts.. die beide „den Begriff des Rechtssubjekts voraussetzenii. auch Bierlings Kritik scheint mir aber durchaus nicht begründet. ob wirklich mit der Zerlegung des Rechtssubjekts in einer1 Genießer und einen Verfüger die Notwendigkeit verbunden ist. Jagdpferd. Freilich liegt ihre Schwäche m.da6 die Konsequenz dieser Lehre dahin führt. Nein. trotz allem Zweifeln. Bekker verwirft in seinen Pandekten nämlich den Begriff des Genießers.wenigstens bei den Vermögensrechten mit völliger Bestimmtheit angeben könne. nicht darin. in seinen Pandekten ZU erklären. wer Genießer. und damit die Frage nach dem Rechtssubjekt \vieder in die Untersuchung hineinzutragen. gezogen. 57. zu deren Vermögen die betreffenden Rechte gehören. hinwegkommen. daß Bekker von einem unhaltbaren Begriff des subjektiven Rechts ausgeht und mit dem Verfüger und Genießer. 80.Wenn nun Bekker an die Stelle des Genießers die Person setzt. W e r Rechtssubjekt sei: derjenige. 57. da5 für Bekker das Rechtssubjekt nach wie vor der Nichtverfüger ist.. Pand. Vgl. zu ermitteln. Sachen. zu dessen Vermögen dieselben gehören". die von dem richtigen Rechtsbegriff aus zu einer unhaltbaren Persönlichkeitstheorie führte. 4. 213. und deren Beantwortung die Lösung des Problems vorbereiten konnte. Er bleibt bei dem Problem stehen und scheut sich nicht. Sachen. E. Indessen soll darauf hier nicht eingegangen werden. die ein bestimmtes Vermogen ergreifen. zu untersuchen. deren Schulden diese Rechte ergreifen. daß niemand die Frage gefunden hat. t) S. als vom Wesen der juristischen Person oder des subjektiven Rechtes die Schuld an der Vergeblichkeit aller Lösungsversuche trug? Allerdings suchte man allmählich nach der Fehlerquelle. Das ist richtig. So ist es ein wahres Verhängnis für das Problem der juristischen Personen. . 381. Kritik der Gmndbegriffe I S. .~) Bekkers eigene Bedenken mögen einstweilen dahingestellt bleiben. Mit dem Begriff des subjektiven Rechtes werden wir uns im folgenden noch zu beschäftigen haben und wir werden dabei sehen. wenigstens nirgends ausdrücklich. ist eine untergeordnete Frage.Die Konsequenz hieraus hat Bekker weder hier noch später in seinen Pandekten. so nahe lag.

Jhering auf verschiedenen Wegen mit zweifelhaftem Glück versucht haben. die wertvollen Untersuchungen von Rümelin. Dies ist das notwendige Ergebnis jeder Untersuchung. 43. wo wir den Menschen als „Träger der Rechte" nicht sehen.mehr oder minder aprioristisch diese Frage im Jheringschen Sinne behandelt. Meurer. d. 24 ff. D a unserm Erltenntnisdrange die juristische Person nicht genügt. die ein Ding (die Person) hat" und verschließt sich so den Weg zur Lösung der letzten in unserem Problem enthaltenen Fragen. Nur so ist es möglich. ob wir auch die andere Kategorie darunter subsumieren können. eine Dogmengeschichte der Lehre im 19. Und dies glaube ich allerdings behaupten und im folgenden beweisen zu können. wenn wir uns das Rechtssubjekt als etwas Dingliches vorstellen. suchen wir eine andere.') für den existiert das Problem naturgemäß überhaupt nicht. d. da5 es sich um ein Ding als Subjekt handle. und auf diesen Mangel an bewußter Methode ist es zurückzuführen. da13 es falsch gestellt ist. so da6 wir da. die durchaus nicht den Zweck hat. Wir alle suchen bei der juristischen Person „die Person an sich". Aber es fragt sich. Denn immer. das Problem aufzuzeigen und zu erklären. Denn diese Fragestellung erweckt die Vorstellung. In dieser realen Einheit kehrt der Rechtssubjektsbegriff wieder. um „an die Stelle der Willenssphäre des einzelnen Menschen die Interessensphäre zu setzen". und nicht zugleich ein irrationales. sondern ein metaphysisches Problem. und deshalb kann es sich in erster Linie nicht darum handeln. der auf den Schultern des Menschen das ganze Gebäude der subjektiven Rechte errichten wollte. die dem. 50. was Rechtssubjekt ist. den wir von Savigny überkommen haben. So kommt man zu dem Dingbegriff des Rechtssubjekts. zurückzuführen suchen. h. müssen wir die Erscheinungen des Körperschaftsauf Dinge. die nach dem legislativen Grunde und die nach dem Wesen der Rechtsfähigkeit. die von dem gewöhnlichen Begriff des Rechtssubjekts als Träger von Rechten ausgeht. Die juristischen Personen nach dem Reichsrecht S. und verriegelte sich selbst damit die Tür zur Erkenntnis. ein im wesentlichen praktisches Problem. Diese Wandlung des Problems ist im wesentlichen in dem Rechtssystem Savigny begründet. dem Grunde aller Fehler. daß das Problem der juristischen Personen noch heute der Lösung harrt. ob dieses Problem n u r ein nietaphysisches ist. so müssen wir zunächst fragen. der ging von der durch Savigny ihm vorgezeichneten Fragestellung aus: Wer ist Rechtssubjekt. sondern doch wohl zunächst um die Feststellung des Oberbegriffs. indem er sie zu einer „realen Einheit" erhebt. das zu einem gegebenen Prädikat gesucht werde. warum wir die eine Kategorie von Erscheinungen unter diesen Begriff subsumieren. wie dies vereinzelt geschieht. Auch der letzte eindringende Bearbeiter unseres Problems. Diese Frage hat die bisherige Theorie nicht gestellt und nicht beantwortet. warum dieses Problem für uns vorhanden ist. Wer immer sich an das Problem herangewagt hat. Wenn wir fragen wollen. die die Theorie bis auf den heutigen Tag gemacht hat. durchaus entspricht. sie als eine eben in der j U r i s t is C h e n W e 1t vorhandene Realität hinnimmt. wie in diesem Ausgangspunkt das Problem überhaupt. ob die juristischen Personen Rechtssubjekte s i n d . daß 2__- Vgl. und wer. ist aber darin auch seine Unlösbarkeit begründet. sondern die nur bezweckt. Methodisches über juristische Personen. und auf diese Weise zwei heterogene Fragen miteinander verquickt. ohne doch eine solche physische Person zu finden. um daraus eine Antwort auf die Frage zu finden. was für das normale Rechtssubjekt gilt. unter den beide Kategorien subsumiert werden sollen. Jahrhundert zu geben. Damit schließe ich diese Übersicht. Gierke. So betrachtet ist das „eigentliche Subjekt" der juristischen Person etwas Transzendentes. Damals war es ein Problem der Rechtsgestaltung. Für uns dagegen hängt es mit den allertiefsten Grundbegriffen zusammen. Hölder. als um die Einreihung einer Reihe von verschiedenartigen Erscheinungen des Rechtslebens unter einen allgemeinen Begriff. ob die Unlösbarkeit des Problems nicht darauf beruht. die das „Ding an s i c h selbst ist. und 20. hier auf Menschen. Das Problem der juristischen Persönlichkeit ist heate ein anderes als im Mittelalter. h. es ist ein wesentlich erkenntnistheoretisches Problem. weil es für unsere sinnliche Wahrnehmung notwendig unzugänglich ist. In der Tat handelt es sich bei unserm Problem um nichts anderes. bezeichnet die Persönlichkeit als „eine Eigenschaft. Leider scheint unsere Jurisprudenz wenig Interesse an Methodik zu haben. ') Vgl. besonders C. wie dies Savigny.') Dieser Oberbegriff ist der des Rechtssubjekts. daß Karlowa eine iinpersönliche Interessensphäre als Rechtssubjekt betrachten kann und gleichzeitig diese Interressensphäre personifiziert. Es ist kein juristisches. Wir werden dabei sehen. verwundert fragen: 0t1 est l'homme? Ebenso. .

daß eine objektiv richtige Definition dieses Begriffes unmöglich ist. insofern sie eine Annäherung an die Jheringsche Auffassung bedeutet. I1 C.zu dem sich der letztere nur insofern in Beziehung setzt. * a. das Problem verschwindet. die jenseits der Welt juristischer Realitäten liegen. daß dies etwas Mißliches insofern hat. es verwandelt sich aus einem erkenntnistheoretischen in ein juristischtechnisches Problem.. HR. den das objektive Recht dem Berechtigten zuweist.. Das subjektive Recht ist mithin eine Abstraktion von Abstraktionen. 3. ohne daß ein ihnen entgegenwirkender Wille des Berechtigten vorhanden ist. Jhering getan. Vgl. Wenn diese Modifikation der ursprünglichen Windscheidschen Lehre vom subjektiven Recht auch nicht unmittelbar durch unser Problem bedingt war. 443 ff. womit es zusammenhängt. . Eine Stellungnahme zu diesem Problem ist wegen seines Zusammenhangs mit unserm eigentlichen Gegenstande nicht zu umgehen. 59 C. 7 . Begriff des subjektiven Rechts. setzt die andere Frage voraus. die Vorstellung durchbricht. welche . *. der das . Die ältere Lehre hatte den Begriff des Rechts im subjektiven Sinn als gegeben betrachtet und argumentiert: Ist das Recht eine Willensmacht. I 3 39. 68 ff. Pand. da6 Rechtsverletzungen möglich sind. Der Zweck im Recht I C . was Recht ist. insofern sie in erster Linie auf der Erwägung beruht. der wollen kann. die Auffassung. Zeitschrift f. wie wir oben gesehen haben. nicht der Wille des Berechtigten" ..Subjekt an sich" zu suchen. als er sie sich von Thon hat überzeugen lassen. wenn ich auch nicht verkenne.3) Besteht doch nicht einmal Einigkeit darüber. aus denen jener Begriff durch Abstraktion gewonnen ist. zum richtigen Ziele führen muß. Regelsberger I S.der Weg. 35 f. E. 49 und dazu das Ausrufezeichen bei Windscheid I § 37 N. die eines natürlichen Willens nicht fähig sind.Rechte im subjektiven Sinn" bezeichnet werden können. Lä0t sich feststellen.. Rechte haben folglich sind die juristischen Personen keine wirklichen Rechtssubjekte. so daß die Feststellung des Begriffs des subjektiven Rechts auf induk') Vermittelnd zwischen beiden Regelsberger I S. die diese Argumentation umkehrte und folgerte: D a die juristischen Personen Rechtssubjekte sind. oder genauer gesagt. 23 ff. als einen der letzten Dernburg. 212. Geist des röm. auf der sie beruhen. kann das Wesen des Rechts nicht in einem Wollendürfen bestehen. allg. vgl. Teil S. 75 ff. so hängt sie doch mittelbar mit ihm zusammen. und die selbst wieder eine bloß begriffliche Existenz haben. sondern nur subjektive Rechte. auch Rümelin. wenn schon nur leise angedeutet. 61 . und Zitelmann. nun erhob sich eine neue Lehre. Die Frage. daß der im subjektiven Recht gebietende Wille „nur der Wille der Rechtsordnung ist. ders. so kann nur der. ) Windscheid I 37. als daß man das subjektive Recht anders denn als Willensmacht. insofern auch in ihr." er hat bald zahlreiche Nachfolger gefunden..um mich ganz allgemein auszudrücken . Methodisches über juristische Personen C. Literatur bei Windscheid Kipp I 5 37.1) Den entscheidenden Schritt in dieser Richtung hat. Aber die kritische Betrachtung der tatsächlichen Erscheinungen des Rechtslebens führte zu Zweifeln an der Richtigkeit dieser Auffassung. daß das subjektive Recht einen Wert bedeutet.. 1 ) Gleichwohl ist die Auffassung des Rechts als eine Willensmacht die herrschende geblieben. den Bekker und Hölder eingeschlagen haben. Jhering.rechtlichen Möglichkeiten als wirkliche . insofern das bei ihnen wirklich seiende die Rechtsnorm ist. erschien als zu selbstverständlich. Es gibt kein subjektives Recht an sich. sofern wir nur erst die richtigen Voraussetzungen gewonnen haben. was das Rechtssubjekt ist. bei den juristischen Personen das . daß das Privatrecht die Domäne des Willens sei. Binder. daß beide in ihren Voraussetzungen und ihrem Wesen verschieden sind. W i n d s ~ h e i d . Wollendürfen hätte betrachten können. Bekker. Darüber bestand in der ersten Hälfte des 19. ~ ) insofern preisgegeben hat.') wenn auch ihr bedeutendster Vertreter.rechtlich geschützte Interessei1 Jherings nur ersetzt durch „den einer Person in der menschlichen Gesellschaft zukommenden Anteil an den Lebensgütern. 8 Pand. I S. oben C. Rechts I11 3s 60. Gewalt. 74 N. als die Rechtsordnung ihn für den von ihr zu erlassenden Befehl für entscheidend erklärt. 21. Dabei handelt es sich in erster Linie um das Verhältnis der Persönlichkeit im Rechtssinn zur Persönlichkeit im ethischen Sinn. so entfallt die Notwendigkeit. Jahrhunderts kein Streit. nur eine subjektive Begriffsbestimmung unternommen werden kann. vor allem N. 3. Vgl. ' 3.. als es sich auch hier um Fragen handelt.

ob sie der Kritik standhalten können. Unter den Begriff des Interessenrechtsschutzes fällt vor allem das ganze Straf.tivem Wege gleichfalls nur zu problematischen Ergebnissen führen kann. wenn es auch in fremde Interessen eingreift. an materielle Voraussetzungen geknupften Rechtsschutzanspruch oder nur ein sog. nämlich der Rechtsschutz. brauche ich an dieser Stelle nicht einzugehen. als der Rechtsordnung entsprechend. berechtigt erscheinen läßt. In dem Verfügendürfen bei den absoluten Rechten. Die Antwort hierauf kann m. auch nicht nur das materielle Moment des Interesses des Berechtigten. Vorteil.Scheiden wir aus der von ihm eingeführten. daß die Rechtsordnung mehr als einen Weg hat. 68. . von welcher Art die Rechtslage einer Person sein muß. da5 es dem Interessenten kein subjektives Recht gewährt. ein substantielles. Könnens die letzteren aus. 59 S.') Hierdurch reduziert sich unser Problem zunächst . so daß das Klag- recht für den Begriff des subjektiven Rechts zwar erforderlich. Unter diesen Umständen wird es richtig erscheinen. Um mit Zitelmann zu reden: es handelt sich um die Frage. vom Standpunkt des Verpflichteten. wie sich die beiden von Jhering behaupteten begriffsbildenden Momente zueinander verhalten. Gewinn. Diese Definition wäre richtig. . sondern die letztere ist ein Mittel. weil die kürzeste Überlegung ergibt. nämlich der Nutzen. wenn dieses Mittel von bestimmter. und hierauf gibt Jhering keine Antwort. damit wir von subjektiven Rechten reden können. sondern nur den Rechtsschutz durch K l a g e heranzieht. daß dem zu Schützenden ein subjektives Recht verliehen wird. und dadurch die Bestimmung des Begriffs des subjektiven Rechts erheblich einschränkt. denen nicht nur das formelle Moment Jherings gemeinsam ist. 0. um Genußmöglichkeiten zu schützen und daß nur einer dieser Wege darin besteht.auf die Frage. sondern als drittes und eigentlich den Inhalt des Rechts bestimmendes. Indessen kann dann immer noch fraglich sein. Binder. das Recht selbst ist nicht das Interesse.Interesses" ist diese Frage kurzweg zu verneinen. Vgl. und bei der gänzlich abstrakten Natur dieses . Aber freilich richtet sich dieser Einwand mehr gegen die Jheringsche Definitionsfo r m e l . in der die Rechtsordnung diesen Anteil gewährt. das sich zu jenem Zweck bloß als Mittel verhält.und Polizeirecht. Vielmehr liegt der Inhalt des einzelnen subjektiven Rechts nicht in der Klage. weil sie von durchaus anderer Art als die beiden Erstgenannten sind und sich auch zum Rechtsschutz ganz anders als sie verhalten13) so bleiben uns noch die Rechte des Dürfens und Sollens. den Inhalt des ersteren durchzusetzen. wodurch. daß sie dem Berechtigten eine gewisse Macht verleihen und dadurch sein Handeln. dem ') Auf die Frage. der durch das Recht gewährleistet werden soll. sondern das Recht ist ein Mittel zur Interessenbefriedigung. Ungefähr dasselbe ist von Dernburg zu sagen. und ein formales. Das Recht selbst ist nicht das Klagrecht. Andernfalls würde aus unserm System der subjektiven Rechte wieder ein Aktionensystem werden. abstraktes Klagrecht gibt. daß aber dadurch der Inhalt und das Wesen dieses subjektiven Rechts keineswegs bestimmt wird. wenn alles das. Daher sind Rechte . seither üblich gewordenen Dreiheit der Rechte des Dürfens.. daß allerdings der Rechtsschutz durch Klage das Mittel ist. nur so lauten. und ob sie wirklich die einzigen für den Begriff des Rechts maßgebenden Momente sind. Nach Jhering') bilden den Begriff des Rechts zwei Elemente. E. zunächst die geläufigsten Begriffsbestimmungen zu betrachten und zu prüfen. als gegen seine sachliche Argumentation. dem es eigentümlich ist. f. oder nach der Gestalt. noch näher zu untersuchender Gestalt ist. in subjektiven Rechten bestünde. ob durch das Klagrecht einerseits und das Interesse andrerseits der Begriff des Rechts hinreichend bestimmt ist. dem die Leistung erzwingen können (oder. sie ist unrichtig. die Klage.d. aber nicht genügend ist. h. sondern dieses ist ein Mittel zur Durchsetzung des Rechts. daß sie durch eine Klage geschützt sind. Zeitschr.rechtlich geschützte Interessen". gegenüber Jhering . von welcher Art diises Mittel ist. wodurch etwas zum subjektiven Privatrecht wird. durch den Rechtsschutz wird der tatsächliche Zustand des Genießens erst ein Recht. was durch den Schutz der Rechtsordnung gewährt wird. Es fragt sich also.. Und nur dann sprechen wir von Rechten im subjektiven Sinne. wie sich im nPheren das publizistische Klagrecht zu dem privaten subjektiven Recht verhalt und ob es einen wirklichen. HR. Sollens." Seine Definition: „Recht ist der durch die Rechtsordnung gewährte Anteil an den Lebensgütern" läßt die Frage offen nach dem Mittel. a. ') P a n d a. die ja nicht den Rechtsschutz im allgemeinen. in dem der praktische Zweck desselben liegt.

Wenn Jhering den Genießer als das Rechtssubjekt betrachten zu können glaubt. Zeitschr. die im Grunde nicht kontradiktorische.sondern den Interessenträger als Rechtssubjekt erklärt. so hätte Bekker bei') Und insofern scheint mir der Zwang allerdings mit zum Wesen des Rechts zu gehören. nahe den umgekehrten Weg eingeschlagen. Einrederechte. gleichzeitig richtig sein? Ich glaube. HR. 1905 S. Sicherungsrechte usw. Es fragt sich nur. Haben wir hierüber Klarheit erlangt. um dessenwillen das Recht existiert und keinen Anstoß nimmt.Aufforderungsrecht'' zu sehen ist mir unmöglich. den Verein' und nicht den Vorstand. schätzt es um seiner selbst willen. bedarf um so mehr der Untersuchung."" so läßt sich dieser Argumentation eine gewisse Berechtigung nicht absprechen. HR. Zeitschr. g f. daß das Recht ein absoluter Begriff sei. und damit hängt sowohl die Relativität alles Staatsrechts wie auch und vor allem des Völkerrechts zusammen. mag dies den Zivilisten häufig nicht zum Bewußtsein kommen. Geist I11 C. Krit. 59 S. Speziell das subjektive Privatrecht findet seine Grundlage in dem staatlichen Rechtszwang und ist ohne ihn nicht denkbar. Aber man muß sich davor hüten.. XXXV. sondern konträre Gegensätze bedeuten. Seine physische Ohnmacht wird ersetzt durch die rechtliche Macht. 59 S. dazu Binder. der infolgedessen. um seinen Willen innerhalb der Grenzen seiner Rechtssphäre gegen Widerstrebende durchzusetzen. auf der sie beruht. daß der Zweck der Willensmacht mit zum Begriff des Rechts und damit der Genuß mit zum Begriff des Rechtssubjekts gehört. Vierteljahrsschr. den Staat und nicht den Souverän für das Rechtssubjekt zu erklären. wollen zu dürfen und bei AUSÜbung seines Rechts . ihm genügt das Gefühl. dazu Kant. Mir scheint das Wesen des Rechts nicht im . Jhering. sondern im Handeln k ö nn e n. wenn überhaupt. . 4 zitierten. so hat er dabei allerdings die herrschende Auffassung auf seiner Seite. einen Willensakt vollzogen und dadurch sich als Rechtspersönlichkeit dokumentiert zu haben. daß gegen seine Bezeichnung als eine von der Kechtsordnung verliehene Macht zum Handeln ein begründeter Einwand erhoben werden könnte. eine Frage. XI1 S. das im natürlichen Sinne eines Willens und mithin einer Handlung fähig ist? Selbst wenn dies der Fall wäre. daß der Inhalt des Rechts als Macht zu bezeichnen ist.bedeuten nur Mittel der Rechtsdurchsetzung. sondern nur eine freie Interpretation sein kann. In dem „Anspruchu ein bloßes . als die Frage. Was das Richtige ist. insofern in diesem Wort nur die Erlaubtheit des Verhaltens des Berechtigten zum Ausdruck kommt. f. und scheint mindestens soviel richtig zu sein. die den als d e n Berechtigten betrachtet. die sehr verschiedene Antworten zuzulassen scheint Hat Jhering den Willen aus seiner Definition des Rechts entfernt und folgerecht nicht den Willens. weil die Definition des Rechts nach dem Wesen dieses Begriffs keine interpretative. 48 ff. denn noch bedarf die Frage einer Untersuchung." so beruht dies auf der richtigen Erkenntnis. und als das „eigentliche Rechtssubjekt" den Verfüger und nicht den Genießer betrachtet. Wenn umgekehrt Bekker teilweise geneigt schien. Da über dem Privatrecht der Staat als absolute Instanz steht.Klagrechte. Vgl. f. Jherings Jahrb.l) Ist damit schon gesagt. Aber können beide Definitionen. den Mündel und nicht den Vormund. 349. ob dies dem Begriff des Rechts entspricht. vgl. Gesagte. insofern die Macht der Rechtsordnung sich dem Berechtigten zur Verfügung stellt.. . so ist es eine untergeordnete Frage. und daß nur der Verfüger diese Macht hat. besteht der Inhalt dieser Rechte. Damit erledigt sich wohl das von Thon." „In Wirklichkeit ist aber das Verhältnis des Willens zum Recht ein gänzlich anderes: das Recht ist nicht des Willens. zu glauben.Leistenmüssen) bei den relativen. das es ihm gewährt und den Genuß desselben in seine Verwendung für seine Zwecke. Hierauf ist aber eine absolut richtige Antwort nicht möglich. und all die Unterklassen von Schutzrechten. den Verfüger als das eigentliche Rechtssubjekt zu betrachten. mit welchem Worte dieser gemeinsame Inhalt aller Rechte im subjektiven Sinne zu bezeichnen wäre. was zum Rechtssubjekt tauglich ist. sondern der Wille des Rechts wegen da. wie sich diese Macht zu dem zu schützenden Interesse innerhalb des Rechtsbegriffs verhält. Einleitung zu den metaphysischen Anfangsgründen der Rechtslehre S. 328 ff. ich glaube aber nicht. wer das Wesen des Rechts begriffen hat.') Wenn Jhering etwas ironisch argumentiert: „Nur der Stumpfsinnige kann den Wert des Rechts in das Gut setzen. ganz wesentlich von der Stellungnahme zu jener anderen Frage abhängt. daß diese rechtliche Macht nur einem Wesen zukommen kann. 6 ff. . nicht das Recht selbst. einen absoluten Zwangsbegriff voraussetzen würde. Rechtsnorm und subjektives Recht S. die die moderne Theorie aufgestellt hat . wäre unser Problem noch nicht gelöst. Vielmehr ist das Recht ebenso eine relative Größe wie die Macht zu zwingen.Wollendürfen" zu liegen. 3 Geist 111 S. die Antwort kann nur lauten: Von zwei konträren P - ') Vgl. 73. 339 f. und die bei WindscheidKipp I $ 37 N.

so ist das Hindernis aus dem Weg geräumt. pupillus. l) 2 . I 12. Das verkennt die Theorie. daß die Rechtsordnung alle Menschen in derselben Weise schützte. Dann finden wir: I . ' Y___. leider nur ganz im VorbeigehenI1) mit Recht bemerkt. für den Begriff des Rechtssubjekts erforderlich wären. daß alle in derselben kveise Subjekte von Rechten wären. so würde ich dies als voreilig betrachten. die Antwort kann nicht zweifelhaft sein. Aut Caesnr. Es gibt für sie keine qualitativen Unterschiede der Rechtsfähigkeit und ebensowenig der Rechte. dessen Interessen geschützt werden sollen. sie hat sich eine einzige Schablone von Recht und Rechtsfähigkeit gezimmert und muß bei der Vielgestaltigkeit des Lebens infolgedessen an allen Ecken und Enden anstoßen. daß wenigstens der Begriff des Rechts eine konstante Größe sei. die ganz und gar keine Berührung miteinander haben und deren Verschiedenheit erst Hölder geahnt zu haben scheint. kann nicht notwendig sein. den die Rechtsordnung seinem Leben zuerkennt. obwohl er sie auf den richtigen Weg hätte führen können. . sondern sie verquickte zwei Fragen miteinander. Aber es ist damit keineswegs gesagt. Entweder ist es nicht möglich. 2 . das wir auf diese Weise gewinnen. Das Ergebnis. Unsere Korporationstheorien gehen alle von der Annahme aus. Der ' ilzfans. den Begriff des Rechtssubjekts als einen konstanten Begriff zu betrachten. Vgl. Methodisches S. 54 und dazu Kümelin. Gelingt es mir. und die andere. da6 diese Macht dem zusteht. Wenn aber hieraus geschlossen werden sollte. wie das normale Phänomen einer Teilung oder Spaltung fähig ist. und darum muß jede Erscheinung des Rechtslebens auf ihn zurückgeführt werden. Jhering und Bekker haben uns dies unmöglich gemacht. überhaupt nicht besteht. entweder den Verfüger oder den Genießer für das Rechtssubjekt zu erklären. vielmehr ein solcher Versuch wegen des notwendigen begrifflichen Zusammenhanges zwischen dem Rechtssubjekt und dem subjektiven Recht von vornherein als pervers zu bezeichnen ist? Ich glaube. so daß die Notwendigkeit. Bis zu Jhering und Bekker war unsere Dogmatik gewöhnt. ebenso auch der Begriff des subjektiven Rechts teilbar sein muß. ob sie in diesem oder jenem Stadium sich befindet." Was in Wirklichkeit nur einer von vielen Fällen ist. und daran hat die Wissenschaft bis auf den heutigen Tag nicht gezweifelt. beim Rechtssubjekt diese beiden Funktionen zu unterscheiden und verschiedenen Personeri zuzuweisen: dann kann auch das Recht nicht in dieser Weise zerrissen werden. furioszls. Hölder. daß ebenso. sie ist es. so ist damit. daß die eine Person nur ganz in derselben Weise berechtigt sein kann. birgt in sich bereits die Lösung des Problems der juristischen Persönlichkeit. wie irgend eine andere. den Verfüger vom Genießer zu scheiden und den einen oder den anderen für das eigentliche „alleinigeu Rechtssubjekt zu erklären? Oder wäre es nicht vielmehr das richtige. Und umgekehrt. oder richtiger. nut nihil. wie sie im Begriff des Rechts enthalten sind. sondern zunächst die wirklichen Erscheinungen mit nüchternem Auge betrachten. minor. Es kommt aber auch vor. Aber beide hielten daran fest. Das subjektive Recht ist rechtliche Macht um des Interessenschutzes willeri. Über natürliche und juristische Personen C . nein. 3. Was nicht wirklich ist. die Frage. das erscheint ihr nicht etwa bloß als Normalfall. daß diese Macht einem an-. da6 alle Menschen rechtsfähig sind. daß für unser modernes Recht der Mensch niemals Rechtsobjekt sein kann. Abgesehen vom Sklaven. einerlei. prorZzgus sind ebenso rechtsfähig wie der erwachsene Normalmensch und eine Person hat dasselbe Maß von Rechten. Bekker I S. das jeden Versuch einer Lösung des Problems bisher aussichtslos machte. Damit verließ diese Dogmatik nicht nur den Boden der juristischen Realität und der Logik. zu erkennen. diese Vorstellung zu zerstören. 1 5 ff. Wollen wir doch nicht einfach n p r i o r i deduzieren. oder das erstere ist möglich und wirklich: dann muß auch das Recht in der genannten Weise teilbar und geteilt sein. wie der Mensch geschützt werden soll. Ist es im letzteren Fall richtig. Es kommt vor. allein wirkliche Fall. wie Hölder. dern zusteht. Die Zerlegbarkeit des Rechtssubjektsbegriffs bedingt die Zerlegbarkeit des Rechts. der die moderne Dogmatik nicht mehr interessiert. hier gilt nicht daspriucipizm exclusi tertii. es ist damit anerkannt. Man fingiert den Menschen. was in dem Menschen geschützt werden soll. Wenn wir heute lehren. Denn Rechtssubjekt und Recht haben keine begrifflich von einander zu trennende Existenz. muß alles in derselben Weise rechtsfähig sein. daß beide Momente: Genuß und Macht.Urteilen braucht keines richtig zu sein. dem Menschen ein Wert zugesprochen. als der allein denkbare.

auf dem der Mensch als Privatrechtssubjekt erscheint. Einleitung I. der sich aus dem ersteren keineswegs ergibt. Damit verliert die Argumentation Savignys ihre Grundlage: Alles Recht ist vorhanden um der sittlichen Freiheit des Menschen willen. sondern anerkennt. nur um einen Menschen als Rechtssubjekt zu haben. ') Vgl.man konstruiert einen Gesamtmenschen. § 4- Begriff des Rechtssubjekts. daß Savigny mit „der sittlichen. Im Gegenteil. Recht. Selbst Hölder hat sich von diesem Fehler nicht ganz freigehalten. Es ist vielmehr nur richtig. so da6 es für einen auf sich allein gestellten Menschen nicht denkbar ist. Das Recht dient nicht einmal der Durchsetzung der sittlichen Persönlichkeit des einzelnen gegenüber der Gesellschaft. Stammler. so folgt daraus. sondern auch als eine psychologisch-naturwissenschaftliche Kategorie betrachten und hieraus ergibt sich die andere Seite unserer Frage: Ist nicht der Mensch deshalb das eigentliche. und insoweit es nicht das Individum vernichtet. doch keineswegs nur der Mensch als Rechtssubjekt gedacht werden kann. Ja noch mehr. sondern nur um ein rechtspolitisches Problem handeln kann. jedem einzelnen Menschen inwohnenden Freiheit" eben eine ethische und nicht eine moralische Kategorie bezeichnen will . der allein auf sich gestellt und von jeder Beziehung zu seinen Mitmenschen losgelöst ist. als der Gesetzgeber sich fragen muß. je nach der Artung der ethischen Persönlichkeit des Beurteilers. wie Ethik die Lehre vom individuellen Willen und der individuellen Freiheit ist. dient es eher dem Schutze der Gesellschaft gegenüber dem Individuum und bedeutet einen Kompromiß zwischen beiden. die ethische Persönlichkeit des Menschen zu schützen. sofern wir nur dem Menschen eine solche Persönlichkeit zusprechen können. allein wirkliche Rechtssubjekt. die es als ein mit Hilfe der Rechts- . aber ethisch indifferent. Aber daß das Recht um der sittlichen Freiheit des Menschen willen da sei. weshalb es häufig von ausgeprägten Persönlichkeiten schwer ertragen. weil nur er einen Willen im psychologischen Sinne hat. eine Würdigung des Rechts vom ethischen Standpunkt muß notwendig subjektiv sein und wird ablehnend oder beifällig sein.an sich auch denkbar bei einem Menschen. dann kann uns auch die juristische Person keine Schwierigkeit machen. und daher ist eine ethische Persönlichkeit . um der Menschen willen da und somit eine Beziehung des Rechts zum Menschen notwendigerweise gegeben. nicht nur das Privatrecht.') Das Recht ist weder durch die sittliche Persönlichkeit des Menschen. oder doch nur insofern. Denn zunächst ist die sittliche Persönlichkeit ein durchaus individualistischer Begriff. Der Wille als ethische Kategorie hat mit dem Recht an sich nichts zu tun. ja nicht einmal für eine ganz isoliert gedachte Beziehung des einen Individuums zum anderen gleich der unsrer paradiesischen Stammeltern oder der zwischen Robinson und seinem getreuen Diener als normsetzend vorgestellt werden kann. während das Recht nur Beziehungen zur menschlichen Gesellschaft zum Gegenstande hat und deshalb notwendig eine soziale Kategorie ist. Aufg. Auf einem völlig anderen Wege gelangen wir zu demselben Ergebnis. welche Schranken er diesem Willen ziehen darf. bei einem Robinson Crusoe ebenso wie bei einem in der Kerkerzelle schmachtenden Giordano Bruno. daß. und deshalb die juristische Persönlichkeit zusammenfallen müsse mit der sittlichen Persönlichkeit. noch diese durch jenes bedingt. insofern das Recht ein Kompromiß zwischen den Interessen des Individuums und der Gesellschaft bedeutet. Kann die Aufgabe des Rechts mithin nicht darin bestehen. aber insoweit auch in jeder und aller Beziehung und keineswegs nur auf dem Gebiete. man bezeichnet den Verfüger oder den Genießer als Rechtssubjekt. aus dem röm. Gewiß ist alles Recht. so daß es sich dabei gar nicht um ein juristisches. Darum muß der ursprüngliche Begriff der Person mit dem des Menschen zusammenfallen. daß diese angebliche konstante Größe nicht existiert. Das Recht ist mithin nicht unethisch. es natürlich a u c h um des letzteren willen vorhanden ist. sondern weil es im wesentlichen auf dieser Gesellschaft beruht und um ihrerwillen existiert. Wir können aber den Willen nicht nur als eine ethischphilosophische. daß. von dem ruhigen Herdentierbürger aber als segensreiche Himmelstochter gepriesen wird.wobei wir voraussetzen. nur er einer Handlung in demselben Sinne fähig ist? Von unserer Begriffsbestimmung des subjektiven Rechts aus. Erkennen wir dagegen. ist ein Satz.

da6 es keine nähere oder begriffliche Beziehung zum Willen im psychologischen Sinne hat. die die herrschende Lehre Savignyscher Abstammung dem Willensmoment ZuN. daß das Recht eine individualistische Kategorie wäre. Vgl. aus ihm durch Deduktion ein solcher Rechtssatz gewonnen werden. Im psychologischen Sinne kann nur das Individuum einen Acker bestellen. daß sie es nicht kann . Ebensogut wie gemeinsame Interessen mehrerer Individuen denkbar sind. als das individuelle Wollen und Handeln des einzelnen. ebenso ist ein gemeinsames Handeln mehrerer denkbar in der Weise. da6 nur Individuen einen Willen haben können. trotzdem das subjektive Recht ohne jede Beziehung zum Wollen und Handeln nicht hinreichend bestimmt ist. Kurz gesagt: Aus dem Begriff des Rechts als Willensmacht ergibt sich kein psychologisches Begriffsmerkmal für das Rechtssubjekt. daß auch nur Individuen Rechte haben können. 4. Dies wäre nur dann richtig. Gerade so liegt die Sache auf wirtschaftlichem Gebiete. als Analogon des natürlichen Wollens und Handelns.und deliktsfahig sei. 5.nicht unbegründet. erheben. Handeln im Rechtssinn ist daher etwas von vornherein anderes als Handeln im psychologischen Sinne. daß der Rechtsbegriff des \Vollens und Handelns mit ihrem psychologischen Begriff identisch wäre. Dernburg. aus der trotz Gierke und anderen unbestreitbaren Tatsache. einstweilen nur hypothetisch. daß der psychologische Wille für das Privatrecht durchaus belanglos ist. \vorauf Gierkes Theorie der Verbandspersönlichkeit hinausläuft. so gewiß im psychologischen Sinne ein Wollen und Handeln nur des Individuums denkbar ist. Es läßt sich also weder aus dem Begriff der Korporation als Rechtssubjekt folgern. so gewiß ist im juristischen Sinne ein anderes. Die ganze obenstehende Erörterung hängt ausschließlich mit den Begriffen Rechtssubjekt und subjektives Recht zusammen. weil das Handeln im wirtschaftlichen Sinne eben nicht begrifflich. daß eine logische Beziehung der Rechtsordnung zu dem psychologischen Willen dargetan würde. den man der communis opinio in bezug auf ihre Definition des subjektiven Rechts als Willensmacht macht. in Minen- aktien spekulieren U. Aber das wäre ein unmögliches Beginnen. als Ausnahme von der Regel. dgl. . Der einzige Unterschied zwischen beiden besteht darin. nicht um die Betätigung der rechtlichen Persönlichkeit. daß dadurch ein von ihnen allen erstrebter Erfolg herbeigeführt wird.sofern wir. sondern als der alle Fälle des rechtlichen Wollens und Handelns gleichmäßig umfassende Artbegriff. B. kein vollkommenes Rechtssubjekt sei. während das juristische Handeln einer Personenmehrheit ein viel komplizierteres Phänomen ist. zu schließen. In der Tat ist dieser Vorwurf gegenuber der Rolle. Das subjektive Recht ist eine Willensund Handlungsmoglichkeit in einem ganz anderen als im psychologischen Sinne. weil sie es für ein wesentliches Merkmal der Person betrachten. und nur im Zusammenhang mit ihnen ist sie begründet. und daher können die hier anwendbaren Rechtssätze weder zur Bestimmung des Begriffs der rechtlichen Persönlichkeit verwendet werden. und dies wäre nur dadurch zu erweisen. noch daraus. Aber trotzdem scheint es mir durchaus verfehlt. durchaus widerstrebt. oder. im wirtschaftlichen Sinne kann es ebensowohl eine Personenmehrheit.und handlungsfähig im psychologischen Sinn zu sein. z. zu denen ja Dernburg zählt. letzteren als feststehend \orausgesetzt. Denn es würde bedeuten. was seinem Wesen. Dagegen gibt es ein großes Gebiet rechtlich erheblicher (juristischer) Handlungen. daß sie keine wirkliche Person.ei~t. wenn erwiesen wäre. scheint die Antwort nahe genug zu liegen. was gegenüber allen bisherigen Theorien hervorgehoben werden muß. und deshalb braucht auch. da6 sie Rechtsgescnäfte abschließen oder Delikte begehen kann. wie wir gesehen haben. sondern nur zufällig mit dem Handeln im psychologischen Sinne zusammenfällt. die allerdings Handlungen im psychologischen Sinne sind und mithin ein psychologisch willensfahiges Subjekt voraussetzen. da5 Ge „die Rechtsfähigkeit mit der Handlungsfahigkeit verwechsele". da5 sie geschäfts. I § 39 zu N. Dabei handelt es sich aber gerade nicht um die Ausübung eines subjektiven Rechts. noch kann. Es dient der Interessenbefriedigung und wird ausgeübt in der Außenwelt. das Rechtssubjekt nicht willens. Pand. Das Wollen und Handeln als Ausübung des Inhalts eines subjektiven Rechts braucht( kein psychologisches Wollen und Handeln zu sein. und zwar nicht. einen psychologischen Willen als Voraussetzung beider Arten von juristischen Handlungen betrachten -. unter den das gemeinsame Wollen und Handeln mehrerer nicht anders zu subsumieren ist. diesem gleichwertiges Wollen und Handeln mehrerer denkbar.') l) Es ist ein sehr gewöhnlicher Vorwurf..ordnung Handelnkönnen bezeichnet. Damit soll keineswegs gesagt sein. da6 das juristische Handeln des einzelnen mit seinem psychologischen Handeln zusammenfällt. Mit noch besserem Rechte ließe er sich aber gegen die Anhanger der Theorie von der realen Verbandspersönlichkeit. In der Tat ergibt sich aus dem Begriff des subjektiven Rechts.

Hier ist also die Frage zu beantworten: Was kann T r ä g e r o d e r S u b j e k t eines Rechtsverhältnisses sein? Diese Frage betrifft das mögliche Haben der Rechte oder die Rechtsfähigkeit . Vor allem Regelsberger I S.. das Problem der Gesamthand unter Vermeidung der in der Annahme einer .Gemeinschaft n ohne Quotenrechtel' liegenden contradictio i adiecto in der Weise zu lösen. e. wenn er lehrt:3) die Person. dessen Willen bestimmend ist. meine Rechtstellung des Erben 111 C. oder Bekker. um sich überhaupt verständlich zu machen. nicht untersucht werden. bevor festgestellt ist.Der Inhalt der bisherig~nUntersuchung ist ein wesentlich negativer.NB! schon wieder eine solche sprachliche Versinnlichung . ') Vgl. 7 7 ff. wie schon oben angedeutet. w e r Rechtssubjekt sein kann. 3. 3 System 4. die Begriffe der natürlichen und der juristischen Persönlichkeit1) als identisch zu betrachten. als dem. Geist I C. in der eine Vorstellung durch eine andere vertreten wird. das Eindrücke nur durch seine Sinne aufnehmen. in den Händen hält. oder Dernburg. Pand. Soweit sie nicht. der einer genaueren Betrachtung bedarf. festhalten. wie muß aber dann ein Wesen beschaffen sein. ist das Subjekt des Rechts.4) und dadurch einer genauen Bestimmung des Begriffs Rechts- . wer der Träger eines Rechtes im konkreten Fall ist. dessen Wesen in einer Macht bestimmten Inhalts besteht. und hält es für eine keinen ernstlichen Bedenken unterliegende Vorstellung.') GierkeI2)Bierling3) und viele andere. Juristische Prinzipienlehre I S. I 5 49. So vor allem Jhering4) und Regel~berger. ob der Rechtssubjekt ist. . vgl.. um nach einigen sachlich durchaus berechtigten Formulierungsversuchen zu der anderen Frage abzuschwenken. einem andern „zustehtii. vielmehr ist nur das als Rechtssubjekt denkbar. Man gebraucht dabei ein Bild. was Rechtssubjekt ist. Wie sollen wir also rein gedankliche Beziehungen . HR. und sucht dadurch eine durchaus abstrakte Beziehung zu versinnlichen oder zu veranschaulichen. 201. w a s Rechtssubjekt ist.~) Man fragt daher. mitteilen kann. in bezug auf welches der Inhalt des subjektiven Rechts. die das Recht trägt. . begnügt sie sich mit der Behauptung: Rechtssubjekt ist der Träger des Rechts. E. der ausdrücklich fragte „was ist Rechtssubjekt. deren Wille von der Rechtsordnung als maßgebend erklärt ist. Diese Frage ist in der bisherigen Literatur entweder überhaupt mit Stillschweigen übergangen oder nur gelegentlich und nur mit bildlichen Redensarten behandelt. I. der von Rechtswegen diese Macht zu betätigen hat. anderen entzieht. um Subjekt desselben zu sein". einen anderen zum „Träger1' hat. 3 System 1 5 49. 9.zusteht". 3 Geist I11 S. oder wem das Recht . I1 S. Damit ist aber keineswegs gesagt. . Jherings Jahrb. und ich selbst habe mich dermaßen in ihrem Banne befunden. Ein solches Verfahren ist an sich psychologisch sehr begreiflich. ist die Natur der Personen. deren gegenseitige Beziehung jenes Rechtsverhältnis zu bilden fähig ist. meinen Aufsatz uber den „Gegenstandu in der Zeitschr. Das Rechtssubjekt braucht nicht gerade eine physische Person zu sein. moglich ist. damit es Subjekt von Rechten sein kann? Die Frage. man stellt sich das Rechtssubjekt als eine Person vor." Auf diesem Standpunkt steht die Lehre im wesentlichen noch heute. daß von den Gesichtspunkten der herrschenden Lehre aus nichts uns nötigt. der Frage. 77. wie dies z. daß ich eine Teilung der Rechte nach der Zuständigkeit und eine Gemeinschaftlichkeit derselben nach der Ausübung annahm. darf m. 5. wenn sich damit nicht die Gefahr ') Dernburg. f. daß das Recht. in welchem Verhältnis zum Recht muß etwas stehen. darin bestehend. B. . wer Rechtssubjekt ist. I 4 ff.. die andere substituiert. Der erste Bestandteil derselben. und so ist im Grunde jede Art von Sprache eine Bilderschrift." In der Tat ist uns allen diese Vorstellung bisher eiemlich unverfänglich und selbstverständlich gewesen. 2 2 ff. bedarf er sinnlicher Mittel. ') Wobei ich unter letzterer auch die juristische Personlichkeit des einzelnen Menschen verstehe. daß ich es für möglich halten konnte. daß irgend ein beliebiges Etwas Rechtssubjekt sein könnte. wie wir ihn im vorigen Paragraphen festgestellt haben. 62. Savigny 2. da der Mensch ein Wesen ist. Deutsches Privatrecht I 5 30. 4. subjekt aus dem Wege geht. Windscheid tut.Jedes Rechtsverhältnis besteht in derBeziehung einerPerson zu einer anderen Person. 7. XI1 S. oder ein anderer. Rechtehabens durchaus nichts einzuwenden. 59 S.anders als durch sinnliche Vorstellungen ausdrücken? Von diesem Gesichtspunkt aus wäre mithin gegen die Vorstellung des Rechtetragens. argumentiert: .

die menschlichen Lebewesen mit eingerechnet . ist dies gerade beim Recht und Rechtssubjekt der Fall gewesen. zeigt die ältere gemeinrechtliche Theorie. wenn wir beobachten. Die herrschende Lehre dagegen betrachtet das Rechtssubjekt mit einer gewissen Selbstverständlichkeit als einen Dingbegriff und schafft dadurch überhaupt erst die Schwierigkeiten unseres Problems. das den Begriff des Rechtssubjekts ausdrückt. man machte ein Ding daraus wie aus dem Rechte selbst. besteht in der Beziehung von Menschen zu Menschen oder zu den Rechtsobjekten. oder. Dinge als solche interessieren das Recht Vgl. Versuche mit untauglichen Mitteln. der sie zukommt. nicht. muß das Rechtssubjekt selbst wieder eine Relation sein. Alles. Das Rechtssubjekt ist nicht ein Ding. und alles. und schob sich dadurch selbst einen Riegel vor die Erkenntnis des wahren Sachverhalts. kann nie und nimmer ein Ding sein. das jene Eigenschaft hat. Wir 'können daher zu keiner anderen Definition gelangen als: Rechtssubjekt sein heißt in der durch die Rechtsordnung gegebenen Beziehung stehen. schon den genannten Aufsatz C. sondern neu entstehen lassen. Was also ist das Rechtssubjekt? Die Antwort finden wir. Jedes Rechtsverhältnis ist eine Relation. Das zweite Wort bezeichnet eine Eigenschaft. ." Ein Ausgangspunkt. I f. daß diese Definition nicht wesentlich verschieden von der des subjektiven Rechts sein kann. werden wir vor der Gefahr bewahrt sein. weil sie der römischen Auffassung nicht entsprach. ohne sich nur im geringsten daruber klar zu werden. um ein gegen mich gerichtetes Wort des großen Germanisten zu gebrauchen. das erste ein Ding. weil es keine Person gibt ohne Persönlichkeit und keine Persönlichkeit ohne eine Person.oder Tragbares sein. den Genießer oder den Verfüger. sondern immer nur mit Relationen. wenn man einen okkultistischen Terminus anwenden darf. D a aber mit dem Begriff des Rechtsverhältnisses der Begriff des Rechtssubjekts ohne weiteres gegeben ist.') Auch Holder" hat sich von diesem Fehler nicht freigehalten. ') Gierke. das rein geistige. als. die harmlose römische Kategorie der res ilzcorporales. sucht endlich Brinz das Recht selbst zu verdinglichen. Die romanistische Dogmatik des 19. Jahrhunderts hat sich von dieser Lehre frei gemacht. daß die romischen Juristen keineswegs Besitz und Eigentum an Rechten für moglich hielten.l) Statt zu bedenken. so muß die Person ein Haben oder Tragen-Könnendes. daß er die Person ausdrücklich und mit dürren Worten als D i n g bezeichnet. Nach doppelter Richtung: Hat oder trägt die Person das Recht. der mit dem aller anderen Theorien übereinstimmt. nicht sowohl wegen ihrer logischen Verfehltheit. Wie verführerisch diese Vorstellung ist.der unkörperlichenVermogensbestandteilezu unkörperlichen Sachen umzugestalten. aber vor ihnen den Vorzug voraus hat. so finden wir. suchen Jhering und Bekker die Relation des subjektiven Rechts zu zertrümmern. daß es die Rechtsordnung überhaupt nie und nirgends mit Dingen. daß wir von der Persönlichkeit als einer Eigenschaft -- 2. daß diese Bilder mißverstanden würden und zu bedenklichen Konsequenzen führten. 393 N. das wir mit unseren Augen nicht finden konnen. Beide können in demselben Sinne verwendet werden. das Recht ein Hab. daß Rechte nur Mittel sind. korperlose Recht zu realisieren. Und wenn irgendwo. als Subjekt betrachten zu können. um wieder ein Ding. Man realisierte das Rechtssubjekt. um so die Verdinglichung des Subjekts entbehrlich zu machen. E. zu materialisieren und dann mit den also gewonnenen Dingen in hochst spukhafter Weise um sich zu werfen. sucht Gierke die Korporation als einen kollektiven Dingbegriff zu konstruieren.zu tun hat. die sich von ihr verleiten ließ. identifizierte diese Theorie diese Rechte mit den Gütern und machte sie so zu ihren eigenen Objekten. bezeichnenderweise. zu fingieren. sucht die romanistische Theorie dieses Ding. was rechtlich von Bedeutung ist. Aber dafür hat sie dieselbe Auffassung in bezug auf das Rechtssubjekt nicht etwa nur beibehalten. die wir ein subjektives Recht nennen. Weil das Rechtssubjekt als Ding gedacht wird. 79 a. Die Konsequenz liegt auf der Hand: „damit. Suchen wir ein analjitisches Urteil zu formulieren. da6 sie hier ebenso verfehlt sein mußte wie dort. S.verbände. wenn er sagt: „Die Bezeichnung der Person und der Personlichkeit werden vielfach in demselben Sinne gebraucht. 15. weil es sich aus den Quellen zeigen ließ. Wenn wir dies erkannt haben. diesen „Träger des Rechts" in der unseren Sinnen zugänglichen Welt der realen Erscheinungen zu suchen und das Rechtssubjekt mit den Menschen zu identifizieren. die uns das Haben hochst sinnlicher Güter ermoglichen. Deutsches Privatrecht I1 S. weil das Rechtssubjekt keine von dem subjektiven Recht lösbare Existenz hat.

überhaupt niemals mit dem einzelnen Erscheinungsobjekt sondern l) Vgl. in der gezeigt wird. 98 ff. bes. 141. . von ihr abweichen zu müssen. und zwar deshalb. daß sie bedingt ist durch einen „animalischen Organismus". Sie hinkt infolgedessen auf Gebieten. das. ist es ihr z. in einen Komplex von Relationen auflöst. von zu dem sich sagen läßt.reden. je höher sein individuelles Seelenleben entwickelt ist. was die psychologische Wissenschaft längst als Einheit erkannt hat. was je gegen Gierke gesagt worden ist. je mehr .. der aber insofern potenziert sein muß. im Gegensatz zu anderen Disziplinen. und operiert noch mit Begriffen und Vorstellungen. das eine Person ist. dazu H. als eine Bewegung irgendwelcher Art ohne einen sie bedingenden Willen eine Handlung ist. die lange genug bei den Juristen ausschlie5liche Geltung hatte und noch heute das Feld nicht geräumt hat. da5 Wille und Handlung verschiedene Dinge sind. Logik I1 S. das ~ i n g such„. Die Willenstheorie. mit Selbstbewußtsein und Willensfähigkeit ausgestattetes Ding sein muß wie die „Person im allgemeinen". als nicht der tierische. System der Sittenlehre S. daß es Person ist. Hölders Auffassung berührt sich aufs innigste mit der. Kleine Schriften 112 S. und die wohl das beste und scharfsinnigste ist. Die ganze Lehre vom Rechtsgeschäft und vor allem vom Geschäftsirrtum und den anderen „Willensmängeln" . also der Persönlichkeit. 2. zu prüfen. geben wir zugleich zu erkennen. und gelangt so zu der bekannten Argumentation: Ein Wille. und mithin um die Notwendigkeit. in seiner Persönlichkeit nicht aufgeht". . wie eine Handlung ohne Willen. da6 diese juristische Person ebenso ein Ding.. was wir zunächst nur durch unsere Sinneswerkzeuge aufnehmen können. insofern der Mensch. Geradeso hätte der Jurist Veranlassung gehabt. 88 ff. da6 ein Ding. Ein gutes Beispiel bildet die Behandlung des Willensproblems beim Rechtsgeschäft. weil er es. l) Ebenso liegt die Sache bei dem Problem der Persönlichkeit. Sigwart. Grundriß der Psychologie C. Aber sie bildet weiter die Grundlage für seine eigene Theorie der juristischen Person. a b g e s e h e n v o n d e r R e c h t s p e r s ö n l i c h k e i t . daß Person nur ein Ding sein kann. Kistiakowsky. Grundzüge I1 C. Gesellschaft und Einzelwesen (1899) C. geistig zu erfassen und in einem allgemeingültigen Begriffe darzustellen. C. Die Verkennung dieses gewiß einleuchtenden Verhältnisses hängt wohl damit zusammen. und wo ich glaube. Das Übergehen von der Unbestimmtheit zu Bestimmtheit mit dem Bewußtsein desselben). Grundriß des Naturrechts 1796 S. das erstens Ding und zweitens Person ist. 462. I 55 ff. 240. kommt ebensowenig in Betracht als eine Erklärung. aber nicht. weil nämlich der Begriff des Naturgesetzes zu sich nur durch den der Relation verstehen 1äßt. Daß die Person kein Ding ist. ob er nicht statt mit Dingbegriffen besser mit Relationsbegriffen operieren würde.Perso~llichkeitim allgemeinen" besitzt. der nicht erklärt ist. da hängt sie gerade mit diesem fundamentalen Irrtum zusammen. 219 ff. Die Philosophie hat es längst als ihre Aufgabe erkannt.. Vgl. welche ich in diesen Blättern zu begründen versuche. Sigwart. .beruht auf dieser dualistischen Theorie. häufig anderen Disziplinen nach. die ganz von der Vorstellung beherrscht wird. Dingbegriffe in Relationsbegriffe umzusetzen.. betrachtet es als ihren selbstverständlichen Ausgangspunkt. der Materie. Die Grenzen der naturwissenschaftlichen Begriffsbildung 1902 S. ein belebtes. Freilich behauptet das Holder zunächst nur von „der Persönlichkeit im allgemeinen". aber sie ist mit ihr keineswegs identisch. 168 (Wille. überhaupt nur möglich. daß die Verbandsperson keine animalische und vor allem keine psychische Persönlichkeit hat.Y Dadurch. 75 ff. Grundriß S. 570 ff. Rickert. so dai3 ein Wille ohne Handlung ebenso denkbar ist. der sich von dem tierischen durch sein besonders geartetes Seelenleben unterscheidet. so daß die Persönlichkeit zu einem relativen Begriffe wird. ders. . ES handelt sich also um ein Wesen. Fichte. daß die Erkenntnistheorie den Begriff des Körperlichen.. die als Zweiheit betrachtet. ergibt sich mit logischer Notwendigkeit aus dem Begriff des subjektiven Rechts. daß die Jurisprudenz sich nicht immer ihres Zusammenhanges mit anderen Disziplinen bewußt ist. . B. sondern nur der menschliche Organismus Person ist. da5 zwar ein Ding Person sein kann. die an der Grenze des rein juristischen liegen. Daraus folgt. Logik IIe S. Diese Spekulation soll Hölder zunächst zur Grundlage einer Polemik gegen Gierke dienen. Külpe. für sie sucht Hölder zunächst zu beweisen.innere oder äußere Handlung ist ebensowenig ein wirklicher Wille. die andere bereits aufgegeben haben. die nicht gewollt ist. um dadurch zur Lösung der letzten in der Körperwelt begründeten erkenntnistheoretischen ~ r o b l e m e gelangen. Ein Wille ohne . Wundt. der die Richtigkeit seiner Ergebnisse zum Teil in Frage stellt. Und dies ist der grundlegende Irrtum Hölders. 727 f. zu einem allgemeinen B e g r i f f der Materie zu gelangen.

diese Kollektiveinheiten als Dingeinheiten zu betrachten. Erkennen wir. %) S. Erkenntnistheorie zu treiben und ob er nicht berechtigt ist. besteht für uns eine Veranlassung. um ihn in Analogie zu dem individuellen Dingbegriff der natürlichen Person zu bringen. daß dies nicht Analyse juristischer Begriffe. ist der richtige Kern der Gierkeschen Auffassung. sondern als ein metaphysisches gestellt. Es ist nicht richtig. Die Welt des Juristen ist die Welt der Erscheinungen. sondern auch die der Einzelperson ein Relationsbegriff ist. Nun entsteht für uns freilich die Frage. daß man die Einzelpersönlichkeit dieses Menschen mit dem leiblichen Auge erschauen könne". leugnen zu wollen. a. daß ein zum Erben eingesetztes Domkapitel ganz in demselben Sinne ein subjektives Recht an der Erbschaft hat wie der Mensch als Alleineigentümer an seiner einzelnen Sache. Deshalb müssen wir untersuchen. 91. 17. kein Ding. Das tut dieselbe Theorie. daß solche Kollektivganze wirklich als Einheiten gedacht werden können. W o das BGB. aber doch vom Menschen. Vgl. die die Personenverbände als einen kollektiven Dingbegriff auffaßt. daß nicht nur die Persönlichkeit der Verbandsperson. wie Gierke meint. Ganz besonders gilt dies von den zahlreichen Kollektiveinheiten. denn das Problem der juristischen Persönlichkeit ist uns nun einmal nicht als ein speziell juristisches. sollte man glauben. Und dies geschieht eben dadurch. was die juristische Persönlichkeit betrifft.auch die Lebenseinheit des Menschen sich schlechthin der sinnlichen Wahrnehmung entzieht". Sache im Sinne des Rechts ist. und daher sind die betreffenden Vorschriften auf keine anderen Dinge anwendbar. Kistiakowsky S. daß. Wie andere Kollektiveinheiten nehmen wir auch die juristischen nicht unmittelbar als Einheiten wahr. S. das wir in dieser Weise l Vgl. Dabei kann die Frage unerörtert bleiben. S. . 16 f. nur dürfen wir dabei niemals vergessen. die nicht ohne praktische Bedeutung ist. Kistiakowsky S. so sehr ich bedenklich bin. sich mit der Welt der Erscheinungen zu begnügen. daß „die Unzulänglichkeit der Sinne nichts gegen die äußere Gegenständlichkeit beweist". daß wir die diesem Problem zugrunde liegenden Begriffe analysieren. wenn es auch an sich richtig ist. welche realen Verhältnisse der juristischen Person zugrunde liegen. ist also eine erkenntnistheoretische Wahrheit.. der juristischen Behandlung zugängliches zu verwandeln. Das Wesen der menschlichen Verbande. wenn sie der Gesamtperson die Gesamtsache gegenüberstellt und so die Vorstellung erweckt. sondern eine Relation ist. 1) Gierke a. Dies. Es wäre töricht. Rechtssubjekt sein. und dasselbe gilt zwar nicht von der Person und dem Rechtssubjekt. Daß wir „den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen". ergibt sich aus dem Begriff des subjektiven Rechts i f z abstvacto und aus dem Inhalt des subjektiven Rechts in concreto. Um so weniger. da hat es das Lebewesen vor Augen. eine Frage. aber auch nur dies. in bestimmt gestalteten rechtlichen Beziehungen stehen. 0.') es gehört vielmehr „eine besondere synthetische Tätigkeit dazu. freilich von einem ganz anderen Standpunkt ) aus: Gierke. vom Menschen spricht. den Menschen von allem Anfang an als solche sinnliche Einheit. sondern für unser begriffliches Erkennen.immer nur mit seiner Beziehung auf andere derartige Objekte zu tun hat.') Aber doch ergibt sich hieraus kein Argument gegen die Richtigkeit unserer Argumentation. und. Deshalb ist es für uns belanglos. und deshalb ist es allerdings „ein grober Irrtum. bezeichnen. 88. so wenig Zweifel habe ich in dieser Beziehung. unter den sich beide Persönlichkeitsbegriffe subsumieren lassen. ob es Sache des Juristen ist. 7 Denn wie wäre man sonst darauf gekommen.%) Das tut aber die Gierkesche Theorie. wie der Streit über die Natur der Elektrizität und die juristische Bedeutung des Elektrizitätsdiebstahls gelehrt hat. und dadurch den wesentlichen Unterschied zwischen ihnen und den Naturkörpern zu verwischen. was sich der naiv-sinnlichen Anschauung als Sache zeigt. 18 eod. so haben wir den Oberbegriff gefunden. um so das metaphysische Problem in ein reales. damit wir die Gesamtheit als Einzelding sehen können". . als Ding zu betrachten? Nicht für unsre sinnliche Wahrnehmung ist die Einheit der menschlichen Person unzugänglich. Und diese Frage glaube ich allerdings im allgemeinen verneinen zu müssen. und auch für die Juristen ist unter Umständen ein solcher Prozeß unentbehrlich. ob die Persönlichkeit im ethischen Sinn auch als Relationsbegriff aufzufassen ist. sie zu bejahen. die Gegenstand der juristischen Betrachtung sind. sondern das Gegenteil davon ist. insofern diese allerdings nur eine begriffliche Existenz hat. W i e diese Beziehungen gestaltet sind. heißt mithin.

wenn das „handlungsunfahige" Rechtssubjekt einen gesetzlichen Vertreter überhaupt nicht hat? Ist es Rechtsausübung. die Abhandlung von Eltzbacher „Die Handlungsfahigkeit nach dem hurgerlichen Recht. Wie wir gesehen haben. ist von der Wissenschaft beinahe unerörtert geblieben. w e r Rechtssubjekt sein kann. der Geisteskranke. dann sinkt der Vormund zu einem bloßen Werkzeug der Rechtsausübung in der Hand seines berechtigten ') Vgl.') Unter diesen Begriff aber ist vor allem die Rechtsausübung zu stellen und zu fragen: Ist diese von der Geschäftsfähigkeit abhängig? Wenn ein Kind. der sein Recht dadurch ausübt. Die juristische Persönlichkeit des Menschen. weshalb es durchaus berechtigt. und wie ist es..Die Frage aber. die wir subjektive Rechte nennen. und setzt daher auch kein eines Willens im psychologischen Sinne fähiges Subjekt voraus. Ob er. Wir werden also fragen müssen. wie sich gerade aus dem Zusammenhang ergibt. Entsprechend dem Ausgangspunkt unserer bisherigen Erörterung und ihrem Entwicklungsgang betrachten wir im folgenden zunächst die Einzelperson und die Verbandsperson. die wir ein subjektives Recht nennen. Auf die uns hier beschäftigende Frage geht jedoch auch dieses Buch nicht ein. wenn der geisteskranke Bauer seine gefüllte Scheune in Brand steckt und niederbrennen läßt? Alles Fragen. dem das Recht zusteht. als daß nur d e r Rechtssubjekt sein kann. ein Minderjähriger mit Genehmigung des gesetzlichen Vertreters eine ihm gehorende Sache verzehrt. ist eine Frage. da6 es einem anderen gestattet. Der Inhalt dieser subjektiven Rechte aber bildet ein Handelnkönnen. oder der gesetzliche Vertreter.für die Rechtszuständigkeit von Belang. der Minderjährige sein Recht aus.in der allgemein üblichen Bedeutung . die sich der abstrakten Beantwortung durchaus entzieht. Diese Willensmacht ist begrifflich rein tatsächlicher Natur. wie wir gesehen haben. läßt sich einstweilen noch nicht kategorisch beantworten. denkbar ist. auch wirklich Rechtssubjekt ist. C. was sich aus dem nunmehr festgestellten Begriff des Rechtssubjekts für die Persönlichkeit des Menschen ergibt und ob wir berechtigt sind. Nur insofern die Rechtsordnung die Rechtsausübung an dieselben persönlichen Voraussetzungen knüpft. Und doch handelt es sich dabei nicht um ein müßiges Spiel mit Begriffen. an seiner Stelle das zu tun. Bd. I ff. Das rechtswirksame Verhalten" 1903. was ihm selbst zu tun das Recht gewährt. obwohl wir bei der Geschäftsfähigkeit . Aber dann ist es offenbar unrichtig. auf die unsere Dogmatik überhaupt keine Antwort gibt. ist die Handlungsfähigkeit . oder um den gewöhnlichen Ausdruck dafür zu gebrauchen. Aus dem bisher Erörterten ergibt sich nichts weiter. die sich vom Standpunkt der herrschenden Persönlichkeitslehre nur mit den Worten beantworten lassen: der. sie ist. von der Übertragung der Rechtsausübung durch den Nießbraucher an einen anderen zu sprechen.um die Deliktsfähigkeit als uns hier nicht interessierend auszuscheiden . ebenso wie das frühere RechtVorschriften nur über die subjektiven Voraussetzungen dieser besonderen Kategorie juristischer Handlungen gibt. übt damit das Kind. nämlich nach dem Verhältnis der Fähig- keit zur Rechtausübung zur Handlungsfähigkeit. gebraucht usw. ein Geisteskranker. ist die juristische Persönlichkeit des Menschen nicht begrifflich bedingt und gegeben durch seine ethische Persönlichkeit. denselben Begriff der Persönlichkeit auf VerbandsPersonen anzuwenden oder nicht. Diese Frage freilich. sie ist eine Frage ausschließlich des positiven Rechts.rechtswirksamen Verhaltens" zu bilden und seine Voraussetzungen einer Prüfung zu unterziehen. Wer ist berechtigt. vielmehr muß es dann der Nießbraucher sein. ja im Grunde hohe Zeit war. so daß die Frage der juristischen Handlungsfähigkeit an sich auf einem anderen Gebiete liegt.und Handelnkönnen. . in bezug auf den eine solche Beziehung. der mich zur Stellung dieser Fragen geführt hat. ein Recht auszuüben? Wer ist fähig ein Recht auszuüben? Fragen. Auf der anderen Seite handelt es sich bei diesem Handelnkönnen nur um Rechtsausübung. nicht identisch mit dem psychologischen Wollen. was seiner Beschaffenheit nach in solchen Beziehungen stehen kann. eine Willensmacht. wie die Vornahme anderer juristischer Handlungen. daß es neben den Rechtsgeschäften noch eine große Menge erlaubter rechtswirksamer Handlungen gibt. Und doch besteht kein Zweifel darüber. sondern um Fragen von der größten dogmatischen Bedeutung. I. wenn dies der Fall ist. einen besonderen Begriff des . 5 L U X. Rechtsfähig ist. um dann das in manchen Beziehungen eigenartige Problem der Stiftung besonders zu behandeln.nur an die Fähigkeit zum Abschluß von Rechtsgeschäften denken und das BGB. bes..

unterscheidet sich aber doch auch wieder nicht unwesentlich von ihr. wie sich dies praktisch bei einem Konflikt zwischen ihm und dem Pflegling zeigt. zu dem Gesagten Holder S. Aber hier ist die psychologische Persönlichkeit d e s e i n z e l n e n Mittel zum Zweck. insofern alle Beschränkungen der Geschäftsfähigkeit auch Beschränkungen der Rechtsausübungsfähigkeit bilden. und seine scheinbare Rechtsausübung unterscheidet sich daher von der Handlung eines Dritten nur dadurch. handelt es sich bei der Kechtsfähigkeit um die Frage. daß die Persönlichkeit des Menschen kein absoluter.. wer I . und gerade sie steht mit dem Begriff der Rechtsfähigkeit im engsten Zusammenhang. der sich mit M. so wenig die Rechtsausübungsfähigkeit begrifflich mit der Geschäftsfähigkeit zusammenhängt. wie sehr sich die sog. Die mehreren Personen üben ihr Recht aus. Infolgedessen ist aber auch der nicht entmündigte Geisteskranke. wie aus demselben Grunde die Rechtsfähigkeit und die Geschäftsfähigkeit . weil sie nicht in den Kreis rechtlich geschützter Interessen dritter Personen eingreift. der einen Rechtsinhalt verwirklichen kann. obwohl sie als solche eines Willens im psychologischen Sinne nicht fähig sind. eine Vorstellung. daß die letztere auf der psychischen Persönlichkeit des Menschen begründet ist. indem sie jede für sich ihren Willen betätigen. bald weniger Rechtsfähigkeit haben kann. ob ein Mensch von solcher geistiger Beschaffenheit ist. so können wir allerdings sagen: Die Rechtsfähigkeit ist nicht Handlungsfähigkeit.. daß allerdings. ist er auch der allein zur Ausübung Berechtigte. während das bei der Rechtsfähigkeit begrimich nicht der Fall ist. zeigt sich darin. die dazu dienen sollen. der infolgedessen keinen gesetzlichen Vertreter hat. aber daß die Rechtspersönlichkeit nicht von der psychologischen Persönlichkeit bedingt ist. Ist daher rechtsfähig nur der. und daher fällt hier die psychologische und die Rechtspersönlichkeit ebenso notwendig zusammen. Macht des Vertreters gegenüber dem Vertretenen.und Geschäftsfähigkeit verschiedene Begriffe sind. ihn nach der Vorschrift der Rechtsordnung verwirklichen darf. dem der Vertreter ein bestimmtes. nur als Wille und Handlung im psychologischen Sinne moglich. daß sein psychischer Zustand von der Rechtsordnung als Veranlassung zur Bestellung eines gesetzlichen Vertreters anerkannt ist. 118 ff. Wir kommen mithin auf einem etwas langen Umweg zu dem Ergebnis.Pfleglings herab. Während es sich bei der Geschäftsfähigkeit um die Frage handelt. Es kann nämlich einer aufmerksamen Betrachtung nicht verborgen bleiben. Diese Auffassung berührt sich sehr nahe mit der von Hölder vertretenen. so nimmt er sie an Stelle des Vertreters vor. das Recht auszuüben. Aber daß trotzdem Rechts. Sie stimmt mit ihr im Ergebnis überein. daß die Rechtsordnung glaubt. insofern dieses Ergebnis für . aber sehr mit Unrecht. Sie unterscheidet sich von ihr im Ausgangspunkt. den Einzigen. In der Tat ergibt sich aber aus dem Begriff des subjektiven Rechts. ist die gesetzliche Vertretung das Gegenteil davon. aber sie ist ihr parallel. sondern nur ein relativer Begriff ist. Allerdings pflegen wir auch bei der Kategorie der Stellvertretung nur an den Abschluß von Rechtsgeschäften zu denken. die gemeinsam ein Recht bestimmten Inhalts ausüben können. doch für beide dieselben Voraussetzungen gelten müssen. und wenn umgekehrt der Pflegling Rechtsausübungshandlungen im Einverständnis oder mit Duldung seines gesetzlichen Vertreters vornimmt. nicht berechtigt zur Rechtsausübung. seiner natürlichen Vernunft und Willensfähigkeit. Insoweit daher dem Vertreter die Ausübung der vorhandenen Rechte zusteht. es gibt vor allem auch eine Vertretung in bezug auf die Rechtsausübung. in die Rechtssphäre seiner Vertretung eingreifendes tatsächliches Verhalten gestattet. die allzu widersinnig ist. in Wirklichkeit greift diese Kategorie hierüber weit hinaus.') . Allerdings ist bei der physischen Person der Wille und die Handlung. gesetzliche Vertretung von der willkürlichen Vertretung unterscheidet: bedeutet die letztere immer eine Macht in der Hand des Vertretenen. nämlich darin. und wenn daher nach dem Begriff des subjektiven Rechts die willkürliche Vertretung ein Mittel zur Betätigung der juristischen Persönlichkeit des Vertretenen ist. ihm gestatten zu können. daß sie nicht richtig sein kann. seiner Beschaffenheit nach einen bestimmten Rechtsinhalt verwirklichen kann und 2. daß es Personenmehrheiten gibt. daß der Mensch bald mehr. selbständig rechtsgeschäftlich tätig zu werden. wie sich vor allem darin zeigt. daß sie nicht rechtswidrig ist. sie ist Vernichtung oder Beschränkung seiner Persönlichkeit. zeigt sich darin. 1) Vgl. als für irgend einen Dritten. so daß die Sache für den Vertretenen selbst nicht anders liegt. als daß sie richtig sein könnte. so ist die erstere immer das Gegenteil. bisher mit dieser Frage beschäftigt hat. daß Recht~zuständi~keit Rechtsausübung nicht auseinanderund fallen können.

2 Ist aber der Mensch. kann sie daher eine juristische Persönlichkeit haben. obwohl diese in einem notwendigen Zusammenhang mit seiner körperlichen Beschaffenheit steht: „So ist der Mensch eine Person nicht abgesehen von seinem körperlichen Dasein. in den Zusammenhang der Welt verflochten ist. des einzelnen zum einzelnen und seinem Verhältnis zum Gemeinwesen S 92-94. soweit dies mit dem Begriff des subjektiven Rechts vereinbar ist. 75. und wie jeder Organismus sowohl für sich existiert als mit seinesgleichen zusammenhängt.. nach einem Menschen als Rechtssubjekt zii suchen. Das Leben des Menschen ist schon an und für sich keiner vom Leben anderer Menschen absehenden Betrachtung fähig. wenigstens . Daher ist die Persönlichkeit überhaupt erstens ein individueller Begriff. d a sie nichts als Relationen von Personen sind. Personenmehrheiten können nicht Personen sein. wobei wir einstweilen dahingestellt lassen können. wo die co~nmu7zisopizio ein solches nicht menschliches Rechtssubjekt annimmt. durch sich selbst und um seiner selbst willen existiert. so daß immerhin die Möglichkeit besteht. und zweitens ein relativer Begriff. von dem der Begriff des Rechtssubjekts nicht wesentlich verschieden sein kann. was die Persönlichkeit des Menschen aus macht. neben dem Menschen noch andere Kategorien von Personen anzuerkennen. wie andere Handlungen. die Abhängigkeit des eigenen Lebens von fremdem Leben und die Beherrschung des eigenen Lebens. so kann die Rechtsgemeinschaft nicht Person sein. eine Steigerung der eigenen Persönlichkeit. Ist nun aber auch der Ausgangspunkt Hölders ein von dem .dem körperlichen Dasein . insofern wir die juristische Persönlichkeit des Menschen nicht mit seiner ethischen Persönlichkeit identifiziert. Für uns dagegen ist das Problem von vornherein anders gelagert. während Hölder. gerade seine psychische Organisation. Person. C. P . C. erst auf weiten und vielleicht nicht immer klar bewußten Umwegen zu seinem Ziel gelangt. aber je nach seiner geistigen Entwicklung und dem dadurch bedingten Verhältnis zwischen dem psychischen und dem animalischen Leben in ihm sowie seiner größeren oder geringeren Abhängigkeit von anderen Personen ein größeres oder geringeres Maß eigener Persönlichkeit. 3. da6 sein ihm . 4. in dem der Mensch Subjekt eines selbständigen Lebens wird.") „Das Leben des einzelnen erfahrt durch sein Verhältnis zu anderen und zur Rechtsgemeinschaft sowohl eine Beschränkung. . 20. 7 Hölder C. was existiert.mich ohne weiteres aus dem Begriff des subjektiven Rechts folgt.."') Diese beiden Faktoren. „Wie alles. Daher ist Hölder vor die Notwendigkeit gestellt. sie ist vor allem nicht „Subjekt eigener Handlungen". je größer sie aber ist. als eine Ergänzung. Daher kann es aber auch keine Gesamtpersönlichkeit im ethischen Sinne geben.entsprungenes und zunächst ihm dienendes geistiges Leben neben und über ihm existiert als ein von ihm unabhängiges und es beherrschendes. 91. die Rechtsgemeinschaft hat überhaupt kein eigenes vom Leben der an ihr teilnehmenden Menschen getrenntes Leben. so ist auch das geistige Leben des Menschen sowohl ein individuelles als ein Glied im Zusammenhang des menschlichen geist es leben^. In demselben Maße.nicht im Sinne realer Taten. insoweit er . die nicht als Ursachen. denn sie . desto mehr ist er Person. inwieweit er zu haltbaren Ergebnissen gekommen ist. der die juristische von der ethischen Persönlichkeit des Menschen nicht zu trennen weiß und dem daher jene wie diese ein Dingbegriff sein muß. in demselben Maße entwickelt sich auch seine juristische I'ersönlichkeitl) und die Unterwerfung fremden Lebens unter das eigene bedeutet eine Vernichtung fremder.“^) Andrerseits ist das." Ebensowenig wie die Rechtsgemeinschaft eine ethische. - ') Hölder S. in jedem einzelnen Fall. 71 E. 2. der Mensch existiert überhaupt nicht durch und für sich. sondern nur im Sinne von Willenserklärungen". Feine Bemerkungen Hölders über den Unterschied zwischen dem Verhältnis .4) Die Folge dieser Argumentation besteht natürlich in der Negation anderer Rechtssubjekte als des Menschen. hat nur der Mensch Persönlichkeit. l) Diese beiden Faktoren bilden aber für Hölder auch das Maß für die Rechtspersönlichkeit des Menschen.existiert überhaupt nicht durch sich selbst und um ihrer selbst willen". sondern dadurch. ebenso wie dies vor ihm Bekker und Jhering getan haben. sondern sein Leben ist in den mannigfachsten Beziehungen mit anderen verbunden. sondern nur als Motiv für Handlungen betrachtet werden können. Ebenda. bilden für Hölder den Maßstab für die ethische Persönlichkeit.. Seine Unabhängigkeit von seinem Körper und seine Herrschaft über seinen Körper ist nie eine volle. sondern nur beim Menschen die erstere als durch die letztere bedingt erkannt haben.

. Die Behauptung Hölders: „Wenn ein Unterschied ist zwischen der durch den Tod einer Leibesfrucht und den Tod eines neugeborenen Kindes gegebenen Lebenszerstörung. daß vom moralischen Standpunkt . a. je mehr er nach seiner menschlichen und geistigen Entwicklung imstande ist. sie hängt in der Tat davon ab. Je nachdem daher der Mensch diese Beschaffenheit in höherem oder geringerem Maße hat. daß das Ergebnis Hölderscher Spekulation von meinem Ausgangspunkt aus einfacher und schneller erreicht werden kann. daß es jede vorsätzliche. Rechte zu haben und in conc~etowirklich berechtigt. Hieraus entsteht. Hölder S. so ist noch ein weit größerer Unterschied zwischen seinem Tode und dem Tode eines in der Vollkraft seines Lebens stehenden Menschen. Während nämlich Hölder von dem einen zum anderen Begriff der Person nur mühsam einen Übergang findet. a.das Leben des einen Menschen für uns wertvoller ist als das des andern. indem er davon ausgeht. die Persönlichkeit als Machtbegriff aus der Persönlichkeit als Wertbegriff abzuleiten.Y) Er folgt aber nicht schon daraus. keine konstante Größe. ist er in höherem oder geringerem Maße fähig. Es ist eine uns so geläufige Vorstellung. diese beiden Begriffe zuerst unterschieden zu haben. Nicht nur unser Strafgesetzbuch . in welchem Maße seine natürliche Persönlichkeit entwickelt ist. wie Hölder richtig erkannt hat. Die Persönlichkeit als Machtbegriff ist m. daß beide grundverschiedene Begriffe sind. von dieser Unterscheidung den rechten Gebrauch zu machen.zur Handlungsfahigkeit. der schwache Punkt in Hölders Theorie von der Einzelpersönlichkeit zu sein.den ich vom ethischen zu unterscheiden bitte . da6 auch die ethische Persönlichkeit des Menschen variabel ist. die den Inhalt subjektiver Rechte bildende Macht zu betätigen". In der Tat kann Hölder den Übergang vom Wertbegriff zum Machtbegriff der Persönlichkeit nicht vollziehen. In der Tat scheint mir der Versuch. ohne dabei mit dem positiven Recht in Konflikt zu geraten.im Gegensatz zum tierischen . und daß „tatsächlich sowohl das Leben verschiedener Menschen als das Leben desselben Menschen in verschiedenen Stadien seiner Entwicklung nicht nur für die Gesamtheit. W. s. Er hat das Verdienst. abgesehen von der Rechtsordnung. sondern auch für sich einen verschiedenen Wert hat". Darin aber liegt natürlich ein bemerkenswertes Argument gegen die Richtigkeit dieses Ausgangspunktes. kräftiger und gesunder sein spezifisch-menschliches oder geistiges Leben entwickelt ist". und das Leben desselben Menschen in diesem Stadium seiner Entwicklung wertvoller als in jenem. So richtig es ist. da6 wir ohne weiteres geneigt sind. Variabel ist dagegen die Art des Schutzes.') ist zweifellos richtig. 113. eine Vermengung beider für einen groben Verstoß gegen die juristi- ') 2. daß „dem Menschen Persönlichkeit in um so höherem Grade zukommt. daß das subjektive Recht als Macht eine bestimmte Beschaffenheit des Rechtssubjekts voraussetzt. daß dem Menschen Personlichkeit „in um so höherem Grade zukommt. Von diesem Zeitpunkt an ist das Maß des durch die Rechtsordnung dem Menschen gewährten Schutzes konstant. eod. Das gilt vor allem von seiner Unterscheidung zwischen der Person als rechtlichem Wertbegriff und als rechtlichem Machtbegriff. wenn es die Rechtsfähigkeit des Menschen mit der Vollendung der Geburt beginnen läßt. ') ich stimme hier in einem Maße mit Hölder überein.3) glaube ich schließen zu können. so unbestreitbar ist es. so erscheinen mir doch seine Ausführungen über die Bedeutung der m e n s c hli C h e n Persönlichkeit selbst fast ohne Ausnahme beifallswürdig.~) sondern auch das bürgerliche Recht. sondern daraus. mit Recht oder Unrecht. etwas Eigenes zu diesem Gegenstande beizutragen und ich mich darauf beschränken zu müssen glaube. den die Rechtsordnung dem Menschen gewährt. als eine konstante Größe betrachtet. weil das Recht den in ihm zu schützenden Wert. . Dieser letztere Satz scheint mir die große Errungenschaft der Hölderschen Untersuchung zu sein. daß es mir schwer wird.meinigen durchaus verschiedener. aber leider hat ihm sein Ausgangspunkt nicht gestattet.ignoriert diesen Unterschied dadurch. zu zeigen.nach unserm Rechte niemals fremdem Leben ganz untergeordnet ist. die Frage nach dem Verhältnis der Rechts. je voller. daß menschliches Leben . dagegen vom Menschen streng die menschliche Frucht unter~cheidet"." und hieraus schließt. mit Überlegung ausgeführte Tötung eines Menschen mit derselben Strafe bedroht. 115-117. daß die Rechtsordnung eine derartige Wertskala nicht anerkennt.

ob eine Handlung überhaupt einen rechtlichen Erfolg bestimmter Art haben kann. Dagegen ist die Rechtsfähigkeit allerdings nicht ein mystisches . weil sie um meines Wohles willen besteht.Träger der Rechte". und die man nicht bloß für andere. daß solche seinem gesetzlichen Vertreter zukommt". Daß sie es nicht ist."l) Aber einerseits braucht die Realisierung dieser rechtl) Holder C. wenn eine rechtliche Macht deshalb die meinige wäre. so ist sie für das Recht eine zurzeit nicht existierende. denn . sondern die Betätigung des eigenen rechtlichen Ichs. nicht fähig.Haben" oder gar .') Aber so wenig ich finden kann. Sie ist R e c h t s a u s ü b u n g s h a n d l u n g s f ä h i g k e i t . wie Hölder mit Recht bemerkt. Wäre seine Argumentation richtig.. wie bereits erörtert worden ist.herrschenden Meinungi1 dazu. daß Hölder darin glücklicher gewesen ist.Haben von Rechteni6. die den Inhalt seiner angeblichen Rechte bildende Macht steht nicht ihm. der handlungsfähig. die Voraussetzungen für beide Begriffe dieselben sind.. hat. Mit dieser allerdings nicht bedeutungslosen Modifikation aber kann ich Hölders Ausführungen über die Rechtsfähigkeit des Menschen durchaus akzeptieren. Zum Teil mag dies auf der hereditären 6ona $des beruhen. zum Teil aber gewiß auch darauf. S. die Ihn hat. ist sie eine rechtswirksame Betätigung meiner Persönlichkeit. . Bei der Handlungsfähigkeit handelt es sich nur um die Frage. nur nichts von rechtsgeschäftlicher oder deliktischer Handlungsfähigkeit. 3 S. beweist uns die Behandlung des Sklaven im römischen Recht. sondern für sich Gegen diese Unterscheidung wendet Hölder mit Recht ein.." Die Konsequenz ist. I 18 f.. 1 . . 175. soweit er ein Rechtserfolg ist. vor allem rechtsgeschäftlicher Tätigkeit. weil der Geisteskranke oder das Kind geschäftsunfähig sind. um. und also nichts von Handlungfähigkeit im technischen Sinne. sind sie rechtsunfähig. und insofern allerdings etwas von Handlungsfähigkeit.. mir auf einer Verleitung durch die ein Moment rechtlicher Handlungsfähigkeit in sich schließenden römischen Begriffe des co~nvzerciurn und connubiuirz zu beruhen scheint ." Bei diesem Punkte müssen wir einen Augenblick verweilen. I S.und der Handlungsfähigkeit zwar erkannt. I 18.. ohne daß dabei die Person. welche man nicht nur von der Natur sondern vom Rechte. „Das wäre richtig.dadurch. In der Tat ist es ein logisches Nonsens. Deshalb will Hölder umgekehrt die Handlungsfähigkeit unter die Rechtsfähigkeit subsumieren. 119 mit ungemein feinen kritischen Bemerkungen gegen die herrschende Lehre. obwohl damit das erlösende Wort gesprochen war. "7. 175.. daß Brinz das Verhältnis der beiden Begriffe zueinander richtig bestimmt hat . so bin ich rechtswirksamer Betätigung meiner Persönlichkeit nicht fähig. "9. Pand. daß Brinz „den Zusammenhang des Rechts. die da glaubt.so wenig kann ich finden. dem . daß der . in Betracht kommt. der geschäftsunfähige Mensch ist rechtsunfähig.sagen wir statt geschäftsunfähig bevormundete Mensch .') In der Tat gehörte die ganze v i s inertiae einer . daß die Rechtsfähigkeit „etwas von Handl~ngsfähi~keit sei". Bin ich zur Zeit ihrer rechtswirksamen Betätigung nicht fähig. Aufl. bei der alten Vorstellung zu beharren. wie der Sklave.schen Anfangsgründe zu betrachten. aber worin er besteht. der dadurch eine Vermehrung seiner eigenen Persönlichkeit erfährt. Xicht deshalb also. Sie ist nicht die Fähigkeit zur Betätigung der rechtlichen Persönlichkeit. zur Betätigung der den Inhalt des subjektiven Rechts bildenden Macht unfähig sind. und insofern etwas von der ersteren gänzlich verschiedenes. Bin ich einer Handlung. das hat auch Hölder nicht gefunden.was ') Brinz. sondern seinem Vertreter zu. so wäre die Handlungsfähigkeit nicht iinter die Rechtsfähigkeit zu subsumieren. 1 z Hölder S. sondern in der Tat mit ihr identisch.Tragen" von Rechten. 3 s. daß meine Handlung von Rechts wegen einen Erfolg. sondern die Fähigkeit zu rechtswirksamer. Brinz betrachtet die Rechtsfähigkeit im Gegensatz zu Savigny als keine bloße Fähigkeit zum Haben. 7 Hölder S. aber nicht richtig bestimmt hat". wenn auch. es möchte sich bei einem Worte wie dem . Und doch hat kein Geringerer als Rrinz bereits gelehrt. sondern als „diejenige Seite der Handlungsfahigkeit.Subjekt eigener rechtlicher Macht dadurch sein soll. In der Tat besteht ein Zusammenhang zwischen beiden Begriffen. aber nicht rechtsfähig ist. sondern weil sie zur Rechtsausübung." daß auch die angebliche natürliche Handlungsfähigkeit auf der Bestimmung des Rechts beruht. auch etwas denken lassen.. für die der Erfolg eintritt.

die der Regent für ihn ausübt. nur ließe sich diese . die das Wesen der Sache zu ermitteln und die zahllosen Fiktionen in der juristischen Begriffswelt aufzulösen sucht? Hölder bemerkt mit Recht.nicht im Interesse des von ihm vertretenen Königs.worauf Hölder selbst leider erst spät und nur gelegentlich zu kommen scheint. daß „dem König in der Wiege die Rechtsmacht zusteht. sondern durch die Möglichkeit menschlicher Einwirkung ein möglicher Gegenstand menschlicher Rechte wird.lichen Macht dem Berechtigten gar nicht zugute zu kommen. mit der tatsächlichen Macht oder Herrschaft beruht. wenn er lehrt: . ist eine Tat. Aber was beweist dies schließlich für eine Dogmatik." Einverstanden." Das ist das für den Begriff des Rechtssubjekts maßgebende Moment. aber nie direkt geschaffen werden kann. insofern Rechtsobjekt sein ebenso notwendig ein mit dem Inhalt des subjektiven Rechts verbundener Relationsbegriff sein muß wie das Rechtssubjekt . a. sondern als eigenes Recht. I C. "-) Helder S. und kann sich daher im Fall der Regentschaft niemals gegen den Herrscher wenden. 124. das Wesen des Rechts im subjektiven Sinne dagegen besteht darin. 86. 123 gegen Enneccerus a. solange dies zutrifft. . als ihr Maß und Richtschnur verleihend. sondern den Mündel betrachtet.. die Privatrechte des Mündels in dessen Interesse auszuüben. daß eine Sache .Beruht das Wesen des Privatrechts auf der dem Willen des Berechtigten zukornmenden Bedeutung.4uffassung des Rechtsobjekts ebenso wie der Begriff des Rechtssubjekts weit kürzer aus dem Begriff des subjektiven Rechts gewinnen. daß sie „auf einer Verwechslung der Rechts') Hölder C. die vielmehr als eine amtliche seinem gesetzlichen Vertreter zusteht. da ist. sondern im Interesse der Gesamtheit auszuüben hati'. Der Regent hat die Regentschaft nicht als auszuübendes fremdes. der Mensch. so hat er Macht über sein Vermögen nicht für die Gegenwart als ein Mittel der Förderung seines Lebens.. wie der Minderjährige über 16 Jahren."*) Dieser Hinweis auf das öffentliche Recht scheint mir deshalb von Bedeutung.keine Rechtsfrage. Vgl.3) Denn da6 die Herrschergewalt im Interesse der Gesamtheit auszuüben ist. und wenn bei uns in Bayern Verfas~ungsänderun~en für die Dauer der Regentschaft durch die S t a a t s ~ e r f a s s u n ~ nicht zugelassen sind. ohne den Rechtsfrieden zu brechen.."') Insoweit aber das unter Vormundschaft stehende . Dies gilt für das öffentliche wie für das Privatrecht und daher ist es nicht wahr. die die privatrechtliche Dogmatik aufgegeben hat. daß die Rechtsordnung dem Berechtigten die Mittel gibt. . dem es zugeschrieben wird. diese tatsächliche Macht herzustellen. „Ist es. daß einer eine Macht hat." „Die Sache ist ein Gegenstand menschlicher Beherrschung als ein möglicher Gegenstand menschlicher ihr Schicksal bestimmender Tat. daß nämlich es dem Vormunde zukommt.Wo immer die Verwaltung eines Vermögens einem anderen als seinem nominellen Subjekte zukommt. bei Forderungsrechten auf Leistung an Dritte. nicht Subjekt der durch dessen Existenz gegebenen rechtlichen Macht. während der Regent die königliche Gewalt ." Freilich steht diese Auffassung im schärfsten Widerspruch mit der commuxis opinio aller Zeiten. uns die Vormundschaft anders zu denken? Ich glaube nicht. wie z. wie der Vormund die ihm als solchem zustehende Gewalt im Interesse des Mündels. ich kann nicht einmal die Konzession.. so kann Subjekt eines solchen nicht in derselben Weise sein.und Willensinhalt der Gemeinschaft ist. das ihm als dem thronfolgeberechtigten Agnaten für den Fall der Unfähigkeit des Herrschers zusteht. und es läßt sich gegen diese Auffassung nicht einwenden. die durch die Rechtsordnung gefördert und geschützt. die er nicht betätigen kann. 0. 123. letztwilliger Verfügung fahig. liegt nicht im Wesen der Regentschaft. In der Tat hat der Regent diese durch das Interesse der Gesamtheit bestimmte und begrenzte Gewalt im Interesse des Herrschers gerade so auszuüben. 120. die als Eigentümer nicht den Vormund.."l) Ob dem Rechtssubjekt die seinem Rechte entsprechende tatsächliche Macht wirklich zukommt.nicht durch ihre Bedeutung für das menschliche Leben. Holder C. die wie alles objektive und subjektive Recht nur ein Vorstellungs. daß sie während 1 ) 2. Enneccerus in seinem und Lehmanns (Jägers) Lehrb. für notwendig oder richtig halten. sondern im Wesen der Herrschergewalt selbst begründet. Besteht irgend ein Anlaß. und andrerseits ist es nicht möglich. B. weil sich dort manche Vorstellungen noch erhalten haben. die Hölder der gewöhnlichen Auffassung macht. macht. wessen Wille von Rechts wegen keine Bedeutung hat.nominelle Subjekt" zu selbständigen Rechtsausübungshandlungen fähig ist. insoweit ist es auch wirklich Rechtssubjekt. so beruht dies nicht darauf. aber für die Zukunft als ein Mittel zur Förderung fremden Lebens.

Hand des Vertretenen. ebenso konnte 1) Vgl. und sich die bloß juristische Betrachtung auf dieses Funktionieren beschränken kann. der ihm die Rechte der Krone ungeschmälert erhalten soll. Vgl. So geläufig uns die Vorstellung ist. die in Erfüllung amtlicher Pflichten handeln. wie der pnter fn~zilins das Familiengut vindizieren und kontravindizieren konnte mit der Formel: hunc ego fz~ndummeum esse nio e x iure quiritium. 3 5 5 ff. 2 ) Eine freilich sehr bestrittene Frage. nichts Stichhaltiges einwenden. 382 f. sondern um den von Vertretung. 294.') Es handelt sich dabei mithin nicht um den Gegensatz von Vertretung und nicht Vertretung. was die willkürliche Stellvertretung ersetzen sollte. eigener Entschließung und Handlung fähiges Werkzeug in der I) Vgl. . Keller-Wach C. 208 f. Und zwischen diesen beiden besteht in der Tat der tiefgreifende Unterschied.em Satze bildete: ~zemo nlieno nomine lege agere Ebenso vielmehr. Rom. Jhering.und Nachlaßverwaltung und der Testamentsvollstreckung. obwohl beiden „die Macht gegeben ist. Diese Auffassung der Vertretungsmacht als einer dem Vertreter selbst zustehenden privatrechtlichen Herrschaftsmacht ist freilich unserer privatrechtlichen Dogmatik in einem Maße fremd geworden. Geist I1 S. der kraft eigenen Rechts im eigenen Namen das Mündelgut verwaltete. mit ihr gegen die Anwendung des Begriffs der Vertretung operieren zu können. daß dadurch das Recht des Herrschers gegenüber dem Regenten geschützt werden soll. meine Bemerkungen in der krit.. daß der Vormund und der Inhaber der elterlichen Gewalt fremdes Vermögen verwalten. Ich erinnere an den Streit über die rechtliche Natur der Konkurs. auch Carle. daß der Inhaber der elterlichen Gewalt und der Vormund Vertreter des Kindes und des Mündels sind. weil „dem Testamentsvollstrecker usw.dieses Zustandes für die Gesamtheit besonders gefährlich sind. Girard. weil im modernen Recht beide auf dieselbe Weise funktionieren. I 14 N. gegen Schlo8mann. gegen die Auffassung beider Vertreter als Organe. 110. die auf dem Willen des Vertretenen beruht. als eine von der interpretatia der republikanischen Zeit aus der Rechtsfähigkeit einer libern personn gezogene Konsequenz. Wenn man glaubt. 588 f. Zivilprozeß S. in die Rechtsverhältnisse des Nachlasses ohne alle Rücksicht auf den dabei gar nicht in Betracht kommenden wirklichen oder fingierten Willen des Erben selbstbestimmend einzugreifeni1. wenn auch in der entgegengesetzten Richtung entfernt. und Iäßt sich doch m. 180 ff. so daß für die Auffassung der Romer das „lege agere pro tutelau keine Ausnahme von d. Eine solche Aufsichtsinstanz gibt es für den Regenten natürlich nicht. 106 N. die Auffassung dieser Rechtsverhältnisse als Vertretungen der Erben oder des Gemeinschuldners deshalb ablehnen zu können. war von unserer heutigen Vertretung ebensoweit.per libernm personnm nobis acqzliri non putesf' nichts weiter sein dürfte. 18 gegen Strohal. . in die Rechtsverhältnisse des Kindes ohne Rücksicht auf seinen Willen selbstbestimmend einzugreifen". so fremd ist diese Vorstellung zweifellos dem ältesten romischen wie dem ältesten germanischen Recht gewesen. Stellvertretung C. Aber eine kleine geschichtliche Untersuchung hätte allerdings dem modernen Dogmatiker diesen begrifflichen Unterschied und seine Konsequenz für den Begriff des Rechtssubjekts vor Augen führen können. L'origine del diritto Romano p. irn eigenenNamen die Iegis nctio anstellte. 380 N. daß damit durchaus nichts mit dem Begriff der Vertretung Unvereinbares vorgebracht wird. daß man glaubt. Erbrecht I1 C. Aktionen I1 C. 63 I . so übersieht man. 273 N. der nur deshalb hat verkannt werden können. E. meine Rechtsstellung des Erben 111 C.. Die auf dem Willen des Vertretenen beruhende Vertretung war nicht denkbar ohne Vernichtung der Persönlichkeit des Vertreters und die Vertretungswirkung für den Vertretenen beruhte gerade darauf. sondern vielmehr darauf. daß der unfreie Vertreter keine eigene Personlichkeit besaß. wenn auch eigenen Willens. daß der bevollmächtigte Vertreter ein. während der gesetzliche Vertreter ein sich selbst bestimmendes Subjekt eignen Willens ist. als was unserer gesetzlichen Vertretung entspricht. die dem Vormund überhaupt entzogen oder nur mit Genehmigung des Vormundschaftsgerichts gestattet sind. die Macht gegeben ist. Karlowa. Vierteljahrsschr. 21 . weil der Konkursverwalter „als Staatsorgan in Erfüllung amtlicher Pflichten handelt". im eignen Namen für den Mündel durch mancz$atio erwarb. Bekker. 1905 C. Daher der heutzutage wieder viel erörterte Satz: .') Auf der anderen Seite bedeutete die gesetzliche Vertretung die Vernichtung der Personlichkeit des Vertretenen zugunsten der Persönlichkeit des Vertreters. und einer ihm von Staats wegen auferlegten Vertretung. Es ist dies eine Parallele zu den Verfügungen über das Mündelvermögen. Besteht doch darüber keine Meinungsverschiedenheit. ein Unterschied. Vertretungen fremder Rechte kannten diese beiden Rechte überhaupt nicht. Manuel p.

daß darin das Interesse des Mundels als das zu schutzende Rechtsgut anerkannt ist. später geändert. sondern auch Pflicht des Vertreters. 1 1 Zitierten. um dessenwillen sie besteht. dem. wie Hölder mit Recht betont. und der Mündel hat gegen ihn keinerlei Recht. der kompliziertere Fall. Ich erinnere hier nur an die verschiedenen Konstruktionen der Gütergemeinschaft in den früheren Partikularr e ~ h t e n . Um mit Bekker zu reden: Man hat ihm die 1 Insofern sie die Teilung des Rechts in Zuständigkeit und Ausübung recht ) deutlich in der intentio und condemnatio vor Augen führt. wie wenig es im Grunde sagen will. so ist darin nur der Gedanke ausgesprochen. Aber freilich ist damit. Und deshalb ist er zwar nicht Eigentümer. In ihr aber kommt das materielle Rechtsverhältnis recht drastisch zum Ausdruck. ~ )Offenbar ist es möglich. Es ist sein Recht. obwohl seine Verfügungsmacht im wesentlichen der des Eigentums entspricht. Ja im Grunde sind wir dazu gar nicht berechtigt.Eigentum" für verschiedene. die dos materiell res ZLXOY~U. ') Aber dieser kurze geschichtliche Rückblick zeigt zugleich.Genießersu genommen. sobald wir erkennen. keineswegs gesagt. von dem Oberbegriff des in einer bestimmten Macht bestehenden subjektiven Rechts ausgehend. eine Beobachtung. sondern mit dem grundlegenden Fall identisch sind. die durch das deutsche Recht in mehr als einer Beziehung bestätigt wird. dem die vormundschaftliche Gewere des deutschen Rechts parallel zu gehen scheint.. wenn wir Dogmatiker irgend eine Person als Eigentümer usw. so sind wir durch nichts veranlaßt. Vielmehr wäre vom Standpunkt der Logik aus nichts gegen eine Klassifikation einzuwenden. die. wo die Herrschaft nicht dem zusteht. bezeichnen. 378 N.. und - ') Hölder S. das römische Familiengut war formell Xlleineigentum des pater familias. als Rechtssubjekt bezeichnend die umfassendste dingliche Herrschaft in folgende Unterbegriffe zerlegen würde: a) Eigentum . wo die Herrschaft dem zusteht. 124. sei hier gestattet. aber nicht mehr als eigene im eignen Interesse. sondern als amtliche im fremden Interesse. Eigentum zuzuschreiben. Freilich hat sich dieses Verhältnis. der einfachste Fall. ohne sich einer plus prtitio schuldig zu machen. die offenbar mit der Verdrängung des Familienvermögens und des prokuratorischen Eigentums durch das Alleineigentum im Zusammenhang steht und uns hier nicht weiter interessiert.l) Ist die Ausübung seiner Rechte in jeder Beziehung dem Belieben des letzteren überlassen. nur den. D a Hölder dieses Moment übergeht. die eine Person für eine andere auszuüben hat. einen Augenblick dabei zu verweilen. Eigenschaft des . materiell aber doch Familienvermögen. Nennen wir die der Art nach umfassendste Herrschaft einer Person über eine Sache. und in dem Stellvertretungsapparat der formala RutiZiana kommt die der modernen Lehre vom Rechtssubjekt entsprechende Auffassung zum Durchbruchil) eine Entwicklung. ist. Daher bedeutet die Vertretung: der Vormund hat nach wie vor die den Inhalt des Rechts bildende Macht. wem diese Macht gegeben ist. sie geradezu als Eigentum zu bezeichnen. die die erstere selbst und für sich auszuüben berechtigt ist. a.Eigentümer. um dessenwillen sie besteht. dieselbe Herrschaft. b) Tutel . . Und deshalb sind wir auch nicht gezwungen. Und damit ist ihm der wesentliche Inhalt seiner bisherigen „subjektiven Rechte" geblieben.sich kraft seiner vis ac potestas der Tutor dieser Formel bedienen. das Eigentum formeller oder materieller auszugestalten. Ein verhängnisvoller Irrtum. und wenn daher im Laufe der Entwicklung der Pupill als Eigentümer des von seinem Vormund verwalteten Vermögens anerkannt worden ist. die Ursache der Vorstellung ist. daß diese Fälle nicht bloß analog. formell Eigentum des Mannes. aber doch Rechtssubjekt. aber die rechtliche Macht des Vormunds ist dadurch nicht wesentlich Iverändert worden. daß es sich daher um die analoge Anwendung eines Begriffes auf analoge Fälle handelt. so daß er nach Beendigung der Tutel auf eine Deliktsklage beschränkt ist. was der Tutor geltend macht. Was uns an der veränderten Auffassung allein interessiert. daß für die Verwaltung des Mündelgutes das Interesse des Mündels und nicht des Vormunds maßgebend ist. der viel zu den Schwierigkeiten unseres Problems beigetragen hat. auch Eigentum zu nennen. Verfüger ist er geblieben. dazu die bei Gierke. 3 Vgl. daß die rechtliche Stellung des gesetzlichen Vertreters in jeder Beziehung mit der des nicht vertretungsbedürftigen Rechtssubjekts übereinstimmen muf3. daß die Verwendung des Begriffes . . Deutsches Privatrecht I1 S.Tutor. Eigentum. aber freilich auch nicht gezwungen. in dessen Interesse jenem seine Herrschaft zusteht. verschieden gestaltete Fälle bereits von problematischer Richtigkeit ist. so ist die interessemäßige Ausübung nicht nur Recht.

der zur Zweckerfüllung der Obligation führt und dem Gläubiger das verschafft. Auch dies wird für die Behandlung der juristischen Personen von Bedeutung sein. Hölder spricht dabei in ganz zutreffender Weise von . Denn wenn das Wesen der Verbindlichkeit heutzutage darin besteht. aber eine praktische Konsequenz der Rechtsfähigkeit. Daß sie ruhen. sondern nur auf die Zeit seiner Dauer aufhebt.im Anschluß hieran wären noch weitere Komplikationen denkbar. Im vorstehenden haben wir. nach Hölder Verbindlichkeiten des Vertreters vorliegen. 134. W. Man hat darüber viel gestritten. Jherings Jahrb. . Aufl. Kommentar zum Recht der Schuldverhältnisse 11. was er zu I) Vgl. Denn es entspricht dem Begriff der Obligation. wenn der Fall gesetzlicher Vertretung gegeben ist.und handlungsfähigen Menschen. Die Schuldfähigkeit. Diese Auffassung der Persönlichkeit des Menschen nun ermöglicht es. wie der Begriff des Rechtssubjekts. so daß. daß für ihre Erfüllung das Vermögen des Schuldners haftet. 3 . 136. deren Unrichtigkeit einleuchten muß.und infolgedessen einem Rechtsfähigen begehrt werden." Und von hier aus gelangt Hölder zu einer seiner aktiven Rechtspersönlichkeit vollkommen entsprechenden Art von passiver Rechtsfähigkeit. bedeutet der Ausdruck. so kann die Erfüllung nur von einem Vermögens. Sollte etwa auch der Tutor die Testamentifaktio gehabt fordern hat." Auch dieser. Dies unternimmt Hölder in durchaus glücklicher Weise."~) Eine solche ruhende Persönlichkeit kleinsten Umfangs liegt nun nach Hölder schon dann vor. z. so beruht dies nur auf der kurzen Dauer und der Voraussehbarkeit solch kurzer . Binder in den Blättern f. Rechtswissenschaft I1 S. wenn sie die vetschiedenen möglichen Fälle als subjektive Rechte des Interessenten bezeichnet. 3 s.. auch der des subjektiven Rechts keine konstante.') ist gegenüber einem Willensunfahigen geradeso denkbar wie gegenüber einem in jeder Beziehung willens. wenn ich so sagen darf. als der bestimmte Grund besteht. wie sich der Begriff des Schuldenhabens zum Begriff des Rechtssubjekts verhält.Rechte haben. zu erfüllen hat. sondern eine variable Größe ist. ruht diese. 380 ff. In dieser Beziehung meint Hölder: 7 „Daß der Mensch Privatrechtssubjekt ist als eine selbständige Person. M. als daß. das Wesen einer Reihe von Erscheinungen zu erkennen.rukender l'er~önlichkeit". Aber trotzdem kommen wir ungefähr zu denselben Ergebnissen wie Hölder. Der Rechtszwang. ') Vgl. wenn wir die verschiedenen neben dem einfachsten denkbaren Falle (a) vorkommenden Komplikationen mit demselben nur auf den letzteren berechneten Namen bezeichnen. Daß er sie nicht endgültig. mit der Person als Willenssubjekt hat das Schuldner sein aoch weniger zu tun als das . in der ein Mensch seine Persönlichkeit nicht betätigen kann. so da6 ich mich selbst bei diesem Punkt kurz fassen kann. 134-155. Gewöhnlich bezeichnet man aber als Rechtssubjekt den „Träger von Rechten und Pflichten". S. 3. P - haben ? ') S. die dieser kraft seines Amtes aus den Mitteln. Wenn hier die Rechtsordnung einen gesetzlichen Vertreter als entbehrlich betrachtet. wie dieses Ruhen von Rechten sich zu ihrer Existenz verhält. bedeutet den Wegfall dieser Möglichkeit oder Notwendigkeit auf so lange. Hölder C. als wenn wir die sämtlichen Säugetiere als Pferde oder die sämtlichen Arten von Fahrzeugen als Automobile bezeichnen wollten. Hölder antwortet mit Recht: „Die Existenz solch ruhender Rechte bedeutet die Möglichkeit oder Notwendigkeit ihrer Wahrnehmung.~) „Zu der Zeit. 1906 S. ') In Anwendung auf das subjektive Recht aber bedeutet dies nichts anderes. daß er sie nur hemmt oder ~nterbricht. wenn der an sich eigener Willensmacht Fähige vorübergehend. das Rechtssubjekt ausschließlich als Subjekt rechtlicher Macht behandelt. das Genus unter die Spezies.. Ich muß hier wie oben den Hölderschen Ausgangspunkt als nicht zutreffend bezeichnen. 414 ff. der privatrechtlichen Dogmatik längst gewohnte Begriff des Ruhens von Rechten und Verbindlichkeiten bedeutet ein Bild. die uns bisher höchst probleqatisch gewesen sind. Siber. vom subjektiven Recht ausgehend. ist keine logische. an der Ausübung seiner Rechte gehindert ist. a. I ff. gilt auch von seiner Eigenschaft als Subjekt privater Verbindlichkeiten. da6 ihre Erfüllung vom Willen des Schuldners gerade unabhängig ist. über die er infolge desselben gebietet. eine Operation. : Unsere Dogmatik subsumiert. So haben wir noch die Frage zu beantworten. so daß.. den XI1 Tafelsatz: „Uti legassit pater familias super pecunia tutelave suae r d i . B. im Schlafe. Ihre Erfüllung als solcher (?) hangt ab von seinem Willen. dies im Grunde genommen ebenso verfehlt ist. dessen wirkliche Bedeutung erst zu ermitteln ist. Oertmann. vergl.

h. aber zugleich auch zur Erfassung des Wesens anderer Personenmehrheiten. daß „die Bezeichnung der Zuständigkeiten des Erblassers. 24D. als einer bestehenden". Ist dagegen das subjektive Recht eine Macht und Rechtssubjekt der. dann kann nur der einzelne Mensch rechtsfähig sein.zwischen Delation und Acquisition . Hierauf werde ich im Verlauf der Darstellung zurückkommen. sofern ein solcher vorhanden ist. Was den Inhalt eines Rechts ausüben kann. Dieser Ausgangspunkt Hölders muß also zu dem unvermeidlichen Ergebnis führen. Hat ein zur selbständigen RechtsausÜbung nicht Berechtigter keinen gesetzlichen Vertreter.tatsächlicher Handlungsunfahigkeit". ob hier eine juristische Person oder ein Inbegriff subjektloser Rechte oder eine Summe „passiver Gebundenheiten". denn seine Rechte und Pflichten sind. 2. wie die des Rechtsvorgängers. Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet nun Hölder vor allem die ruhende Erbschaft. Die Personenmehrheit im allgemeinen. hätte. 34D. 41. 3 . so existieren solche Rechte und Verbindlichkeiten augenblicklich überhaupt nicht. sondern um künftig entstehende. als ob sie schon ein Subjekt. noch als amtliche seines Vertreters. dazu Holder S. als was wir auch mit dem Übergang von Rechten und Verbindlichkeiten auf ein neues Rechtssubjekt bezeichnen wollen. d. wie andrerseits. 148. auch nur Gegenstand zukünftiger Wahrnehmung. . und mit ihrer Bezeichnung als bestehender soll nichts anderes gesagt werden. daß rechtsfähig alles sein kann..') Man kennt die Schwierigkeiten. Und wenn daher die römischen Quellen sagen.') In Wahrheit handelt es sich nicht um bestehende. nämlich nach der rechtlichen Stellung des Nachlaßpflegers und ähnlicher . In diesem Satze liegt der Schlüssel zur Lösung des Problems der juristischen Persönlichkeit der Korporation. dem die Rechtsordnung diese Macht verleiht.curatores bonorum". wie die Bezeichnung einer Zuständigkeit. non hc~edis.Zustände . orte promisso7is izon eXtilzgz~i stz@datiMZevz ') Vgl. und vor allem die Kontroverse. also ohne Zwischenstadium. Ist die rechtliche Persönlichkeit des Menschen in seiner korperlichen und psychischen Personlichkeit begründet. als wenn er die Erbschaft im Moment des Erbfalles. daß die hereditas personam defuncti sustinet. und vor allem auch eine Menschenmehrheit. wenn Pomponius lehrt. I. als seine eigenen betrachtet. aber nicht ein Inbegriff gegenwärtig bestehender Rechte. Aber auch die Persönlichkeit eines unter Vormundschaft stehenden Menschen . geht die Obligation nicht unter. Hölder bemerkt mit Recht. 150. den Erben. weder als private des Ausübungsunfahigen. die Zwischenstufen zwischen der einfachen Rechtsgemeinschaft und der Korporation bilden und deren eigentliches Wesen vom Standpunkt der bisherigen Theorie aus uns verschlossen bleiben mußte. nicht rechtsfähig sein kann. erworben hätte. ') L. 5 I 1.~) beso deutet dies allerdings „eine Beziehung zur Vergangenheit. daß der Erbe geradeso zu behandeln ist. L. daß die rechtliche Lage des Erwerbers dieselbe sein soll. „objektiver Rechtsverhältnisse" vorliegt. weil es nur bedeuten kann: Weil die ruhende Erbschaft so behandelt wird. 46. nämlich. daß nur der Mensch Person im Rechtssinn ist und daß etwas anderes als der Mensch. so folgt daraus. 2. ebenso ungenau ist. Darin ist der wesentliche Gegensatz zwischen Hölders und meiner Auffassung ausgesprochen. die erst n a c h seinem Tode auf den Erben übergehen. l) dies keineswegs mit der erstgenannten Auffassung des Ulpian im Widerspruch steht. sed t m s i r e ad heredem cuius personanz interk hereditas sustinet.Das Fazit ist: Die ruhende Erbschaft ist ein Komplex möglicher Rechte des Erben. de adquir.bestanden haben. möglicherweise sich aus amtlichen in private umwandelnde Rechte und Verbindlichkeiten. die niemand hat. das seiner Beschaffenheit nach diese Macht haben kann. die in der Zwischenzeit . bei der hereditns iacens.. solange weder ein Erbe noch ein Nachlaßpfleger existiert. 140 f. eine Kausalbeziehung": die rechtliche Stellung des Erblassers ist bestimmend für die rechtliche Stellung des Erben. Im Zusammenhang damit steht eine andere bereits früher von mir behandelte Frage.ruhtu. . als solche.. kann Person sein. de nov. dom. also auch eine Mehrheit von Menschen. die dieses eigentümliche Institut der gemeinrechtlichen Dogmatik bereitet. gegenwärtiger amtlicher Rechte des Nachlaßkurators. unten S.

In der Tat muß der Gedankengang, den die Behandlung der Korporation in den römischen Quellen nahegelegt und die kanonistische und legistische Jurisprudenz des Mittelalters durchgeführt hat, zu dem Ergebnis führen, das ich wirklich lange für richtig gehalten habe, da5 nämlich zwischen der Einzelperson und der Korporation Mittelstufen nicht denkbar sind. Ist die Korporation ein Rechtssubjekt ganz abstrakter Art, das von der Persönlichkeit ihrer Mitglieder vollkommen losgelöst ist, so daß die letztere mit der ersteren in gar keinem Zusammenhang steht, so ist notwendigerweise nur der Mensch und die Korporation, aber nichts anderes Rechtssubjekt. Das ist die Konsequenz der absoluten Auffassung der Persönlichkeit. Wenn wir dagegen begriffen haben, daß einerseits die Persönlichkeit des Menschen eine sehr relative Größe ist, und da5 andrerseits - was freilich aus dem bisher Erörterten noch nicht hervorgeht - die Persönlichkeit der Korporation unmöglich so abstrakt gedacht werden kann, wie dies die frühere Theorie für möglich hielt, wenn also die Persönlichkeit der Mitglieder für die der Korporation bedingend und in ihr wirkend ist, dann sind auch bei der Personenmehrheit verschiedene Stufen von Rechtsfähigkeit denkbar, dann können wir begreifen, worin die „eigentümliche Verbindung von Individual- und Sozialrechtil, um ein Schlagwort Gierkes zu gebrauchen, bei der Genossenschaft bestehtI1) und brauchen uns nicht damit abzuquälen, uns eine Gemeinschaft nach Quotenteilen oder wegen der mit dieser ohne Quotenverfügung vorzu~tellen,~) Vorstellung verbundenen Schwierigkeit eine Rechtsgemeinschaft ohne Quotenrechte anzunehmen, eine Operation, auf die mir noch immer das Dichterwort anwendbar scheint: hcidit ilz

Scyllam qui vult vitare Charybdinz.
Die den Inhalt jedes subjektiven Rechts bildende Macht ist von der Art, da6 sie mehreren Personen zustehen kann. Jede Rechtsausübung ist als gemeinsame Handlung mehrerer Personen denkbar. Es fragt sich nur, wie die Beteiligung der einzelnen an dieser Rechtsausübung geregelt ist, und hier sind allerdings Verschiedenheiten möglich. Der denkbar einfachste Fall der Personenmehrheit ist die römische communio incidens. Mehrere Personen erwerben ein Recht gemeinsam, ohne da6 sie diese Gemeinschaft und durcll sie einen weiteren Erfolg bezwecken. Hier tritt einfach Teilung
P -

des Rechts ein; nicht das Recht ist den Teilhabern gemeinschaftlich, sondern das Objekt des Rechts; Teilung des Rechts bei Ungeteiltheit des Objekts ist das Wesen dieser Gemeinschaft, und ihre Konsequenz ist die Entstehung einer Obligation unter den Teilhabern, die nctio cowzmzdni dividz~ndo. Ich kann in dieser Beziehung auf frühere Ausführungen verweisen.') Die Teilung des Rechts besteht darin, daß jeder einzelne ein dem Rechte des anderen inhaltlich gleiches (bei Ungleichheit der Quoten vielleicht dem Umfang nach geringeres) Recht erhält, das als Recht natürlich etwas Ganzes, aber im Vergleich mit dem Rechte eines Alleinberechtigten etwas Kleineres, nur ein Teil ist. Diese Teilung des Rechts tritt von selbst ein, wenn nur das Recht teilbar ist, und in ihr erschöpft sich die Wirkung des gemeinsamen Rechtserwerbs, sofern nicht ein gemeinschaftliches, ungeteiltes Rechtsobjekt vorhanden ist, was in dem römischen Satze zum Ausdruck kommt: nomina igso iure dzk~isnsurzt. Ist Gegenstand des Rechts dagegen ein ungeteiltes Objekt, so tritt zu der Teilung des Rechts als weitere Folge die Gemeinschaftsobligation, die die aus der Ungeteiltheit des Objekts sich ergebende Frage regeln soll, wie sich der eine Teilhaber zum anderen verhalten mu5. Ist dagegen das Recht nicht teilbar, so ist eine andere Behandlung der Sache erforderlich, wie wir dies bei den unteilbaren Obligationen gesehen habena2) In bezug auf unser Problem bestehen also hier keine Besonderheiten. Rechtssubjekt ist hier immer nur der einzelne; er hat eine von der des anderen vollkommen unabhängige Willensmacht, die er ebenso wie ein Alleinberechtigter nach freier Willkür und ohne auf den anderen Rücksicht zu nehmen, allein ausüben kann. Das Recht des anderen kommt für ihn nur insofern in Betracht, als es seines eigenen Rechts Schranke ist. Für diesen Fall paßt also zweifellos, was Hölder von „dem Gemeinwesen überhaupt" lehrt, nämlich, da5 ein rechtlicher Verband ,,stets ein verschiedene Personen verbindender Verband ist", 7 insofern die quasikontraktliche comnzz~nioeben nichts weiter ist, als ein iuris vinculum zwischen den Miteigentümern, die allein dabei als Rechtssubjekte in Betracht kommen. Diese Gemeinschaft ist also in der Tat nichts anderes als „ein Rechtsverhältnis" 4,
') Rechtsstellung 111 C. 27, 62 ff.
2,
3,
4,

Vgl. Gierkes Werke an unzähligen Stellen. e, Meine Rechtsstellung des Erben 1 1 C. 14 ff. und Zeitschr. f. HR. 59 C. 58 f . 1 f
l)

Vgl. meine Korrealobligationen C. 445 ff. Holder S. I 57. eodem.

zwischen zwei Personen, wie das dingliche Recht des einzelnen Teilhabers ein Rechtsverhältnis zwischen einer Person und einer Sache bedeutet. Damit scheidet dieser Fall aus unserer weiteren Betrachtung aus. Aber gilt das Gesagte notwendigerweise von jedem Fall, in dem mehrere Personen in rechtlicher Beziehung zueinander stehen? Natürlich stehen sie dann untereinander in einem ,,Rechtsverhältnis"; aber stehen sie auch n u r in diesem Rechtsverhältnis? Hölder behauptet dies, und muß dies behaupten; denn es ist die Konsequenz seiner Persönlichkeitstheorie. Daher muß er den Versuch machen, die abweichende herrschende Auffassung als unrichtig zu erweisen, und er tut dies auf einem höchst eigentümlichen Wege.') Bestehen Rechtsverhältnisse zwischen Subjekten, so ist die Identität des Rechtsverhältnisses an sich mit durch die Identität der Rechtssubjekte bedingt, und kann daher von einem Wechsel der Subjekte in einem Rechtsverhältnis stets nur cum grano salis gesprochen n erden.^) „Ob ein Rechtsverhältnis des Wechsels seines Subjekts fähig ist, hängt von der größeren oder geringeren Bedeutung ab, die das Recht der Identität seines Subjekts beilegt"" und zwar, wie wir hinzufügen dürfen, für den Inhalt des Rechtsverhältnisses. Wegen dieser regelmäßigen Möglichkeit des Subjektswechsels nun in einem Rechtsverhältnis, das wir uns trotzdem als bestehenbleibend denken, sind wir geneigt - wenn ich Hölders Gedankengang hier richtig interpretiere - zu der Vorstellung, daß das Rechtsverhältnis in der Beziehung zwischen dem einen und dem andern Subjekt nicht aufgehe, sondern gleich dem Menschen für sich existiere,*) und der Sprachgebrauch begünstigt diese Vorstellung, wenn er „Verbindungen und Gemeinschaften nicht nur als solche bezeichnet, in welchen wir mitS. 160 ff. $) Hölder C. 160 unten bemerkt mit Recht, wie unlogisch es ist, anzunehmen, da5 ein Subjekt unbeschadet seiner Identität, seine Eigenschaften und Beziehungen wechseln kann, und es gleichzeitig für unmöglich zu erklären, daß eine Beziehung unbeschadet ihrer Identität ihre Subjekte wechselt. „Die Unrichtigkeit dieser Entgegensetzung zeigt sich schon an der V e r t a u s c h b a r k e i t jener Rollen." In der Tat trifft dies zu und hätte Hölder zu der Erkenntnis führen können, da5 das Rechtssubjekt selbst nichts anderes als eine Beziehung ist. 3 Hölder S. 1 6 1 ; vgl. Sohm, Gegenstand S. 32; dazu Binder, Zeitschr. f. , HR. 59 S. 49 und Bekker, Pand. I C. 48 N. 1.; Regelsberger I 8 120; Hölder, Pand. C. 185. 3 C. 163.
I)

einander stehen, sondern auch als solche, deren Bestandteile wir sind". Dieser Sprachgebrauch soll darauf beruhen, „daß wir als Verbindung oder Gemeinschaft außer dem bestimmten Verhältnis oder Zusammenhang auch die dadurch miteinander verbundenen Dinge und insbesondere Menschen bezeichnen, wie überhaupt das Wort, das eine Eigenschaft bezeichnet, auch die Gesamtheit der Subjekte bezeichnen kann, denen sie zukommt". Und so werden wir angeblich durch diesen Sprachgebrauch dazu verleitet, uns diese Verhältnisse als Dinge oder Personen vorzustellen. Dagegen ist zunächst der sehr gewichtige Einwand zu erheben, daß diese Argumentation höchstens im deutschen Sprachgebrauch begründet sein könnte, insofern die deutsche Sprache allerdings in weit höherem Maße die Neigung besitzt, Substantive zu bilden, als die lateinische, der unsere meisten Rechtsbegriffe entstammen. D a haben wir keinen unserer Gläubigerschaft entsprechenden Ausdruck - creditorern esse und creditores sind verschiedene Ausdrücke für verschiedene Begriffe, cognatio wird nur metonymisch für die Verwandten gebraucht und ist gewiß auch dann kein „DingbegrifY, und dasselbe ist von der civitns zu sagen. Es fragt sich aber auch, ob es denn bloß der Sprachgebrauch ist, der dieser Erscheinung zugrunde liegt, und ob es sich nicht vielmehr um eine in der Natur unserer geistigen Tätigkeit begründete Eigentümlichkeit handelt, ob es nicht darin begründet ist, daß wir nur Dinge der Außenwelt durch unsere Sinne wahrnehmen können, wenn wir suchen, uns etwas rein gedankliches, allen Körperlichen bares, als Ding vorzustellen und mit der Sprache als Substantiv zu b e ~ e i c h n e n , ~von dem ) dann auch Eigenschaften behauptet werden können. Dadurch wird es freilich nicht gerechtfertigt, daß wir diese rein gedanklichen Dinge nun auch als Dinge b e h a n d e l n ; und insofern muß ich auch den Ausführungen Hölders zustimmen, wie sich dies schon aus meinen Bemerkungen über den Ding- und den Relati~nsbe~riff ergibt. Aber folgt daraus, was Hölder damit begründen will, nämlich daß die hier in Frage kommenden Verhältnisse nichts alsVerhältnisse u n t e r d e n b e t e i l i g t e n P e r s o n e n sind? Keineswegs, wie ohne weiteres klar ist, wenn wir uns vor Augen halten, daß auch das Rechtssubjekt kein Ding- sondern ein Relationsbegriff ist. Hieran reiht sich der Ausgangspunkt
I)

Vgl. dazu Binder, Zeitschr. f. HR. 59 S. 43 ff.

Hölders, den ich schon oben als verfehlt bezeichnet habe. Ist der Mensch als Ding Rechtssubjekt, so kann ein Verhältnis unter Menschen natürlich kein Rechtssubjekt sein, weil es kein Ding ist; folglich muß das Wesen jeder Personenverbindung sich in der Innenrelation unter den mehreren verbundenen Personen erschöpfen. D a aber eben das Rechtssubjekt ein Relationsbegriff ist, so ist diese Spekulation verfehlt; ebenso, wie der Personenverband eine Relation unter seinen Mitgliedern bildet, ist auch eine Relation zwischen ihm und dritten Personen oder Sachen denkbar, soweit sich dies nur mit dem Inhalt dieser letzteren Relation verträgt, und nur das ist richtig, daß diese Relation natürlich nicht unabhängig von den Mitgliedern des Personenverbandes gedacht werden kann, daß es sich um eine Relation dieser sämtlichen Mitglieder mit etwas außer ihrer Verbindung Liegendem, und nicht des von den Mitgliedern abstrahierten ,,Verbandes als solchen" handelt; denn ein ,,Verband als solcher" in dem der früheren Lehre entsprechenden Sinne ist eine logische Unmöglichkeit. Wir können daher Hölder eine ganze Reihe von Sätzen zugeben, deren Aufstellung und Begründung ein dauerndes Verdienst dieses Gelehrten um unsere viel mißhandelte Materie bedeutet,') und doch nicht zu seinem Endergebnis kommen. Alles, was Hölder über die Kontinuität des Personenverbandes sagt, verdient m. E. unsere unbeschränkte Zustimmung, ebenso wie seine Erörterungen über den angeblichen ,,Verband~willen",~) und ich glaube deshalb in dieser Beziehung einfach auf ihn verweisen zu können. Hieraus ergibt sich zweifellos, daß das Gemeinwesen etwas ist, was ,,nicht durch und für sich, sondern durch seine Angehörigen und für diese als ein Produkt ihres Lebens und ein Mittel seiner Förderung besteht;" 3, aber nicht der weitere Schluß, daß dieses Gemeinwesen kein Rechtssubjekt sein kann.
§ 7.

Gemeinschaft nach Bruchteilen und Gesamthand.
Das Ergebnis unserer bisherigen Untersuchung ist ein wesentlich negatives und hypothetisches; es läßt sich in die beiden Sätze zusammenfassen:
1) 2,

I. Aus dem Begriff des Rechtssubjekts ergibt sich nicht, daß nur der einzelne Mensch Rechtssubjekt sein kann. 2 . Ein Personenverband kann Rechtssubjekt sein, wenn dies dem Inhalt des Rechts nach möglich ist, das in Frage steht. Daß letzteres aber möglich ist, folgt daraus, daß die Willensmacht, die den Inhalt jedes subjektiven Rechts bildet, keinen Willen im psychologischen Sinne voraussetzt. Hieraus entsteht die Frage, wann wir sagen können, da6 eine Mehrheit von Personen als Subjekt eines Rechts betrachtet werden kann. Daß die römische communio i~zridens kein Subjekt des in Frage kommenden Rechts ist, ergibt sich aus der individualistischen Struktur dieses Verhältnisses. Das Recht ist nicht gemeinschaftlich, sondern geteilt, und gemeinschaftlich ist nur das Rechtsobjekt infolge der an ihm den Teilhabern zustehenden Rechte.l) Jeder Teilhaber hat eine von der des anderen unabhängige Willensmacht, die er ganz nach Belieben ausüben kann und die sich mit der entsprechenden Willensmacht des anderen in keiner Beziehung zu einer Einheit verbindet. Die einzelnen Rechtssätze interessieren hier nicht; unbedeutende Modifikationen, die schon das römische Recht kannte," erklären sich dadurch, daß diese Form der Rechtsbeteiligung - wenn ich diesen allgemeinsten Ausdruck gebrauchen darf, um nicht durch Verwendung gebräuchlicher technischer Ausdrücke Anlaß zu Mißverständiissen zu geben - keineswegs eine 1o g i s C h e Konsequenz aus dem Vorhandensein einer Mehrheit von Berechtigten, sondern nur die einfachste p r a k t i s C h e Konsequenz daraus ist, die die Rechtsordnung ziehen kann. Wenn ein Recht mehreren Personen gemeinsam zufallt und dieser Tatbestand in keiner Weise durch andere Tatsachen qualifiziert wird, dann hat die Rechtsordnung keine Veranlassung, das Verhältnis der Mehreren zum gemeinsamen Rechtsobjekt anders zu regeln, wie es das römische Recht getan hat. Die Teilhaber miteinander gehen und für einander handeln zu lassen, dazu besteht keine Veranlassung. Wenn es z. B. einem Erblasser gefallt, zwei miteinander nicht in der geringsten Beziehung stehenden Personen eine und dieselbe Sache zu vermachen, so ist die römische communio zweifellos die angemessenste Form für dieses Ver-

9

Hölder S. 164 ff. C. 165 f. S. 169.

') Vgl. oben S. 74. ') Vgl. statt aller Dernburg, Pand. I § 196.

Gegenstand einer ernsthaften Kontroverse zu sein.. 62. 63. Aber sie ist auch nicht mehr als ein schlechter Ausdruck für einen richtigen Gedanken. die glauben. 29. nur bildliche Ausdrücke sind. vgl. Aber wenn man mit dem BeVgl.. wie nach der Teilung einer Sache der eine von dem anderen Teil. Quotenberechtigung U. insofern das Teilrecht des einzelnen notwendig eine Verbindung mit den Teilrechten der anderen enthält. 27. daß ein ungeteiltes Recht mehreren Subjekten gemeinsam zusteht. wo das römische Recht trennt. die das Teilrecht des einzelnen bildet. sie aufzuheben und die aus der Gemeinschaft entstandenen Vorteile auszugleichen.Füreinander" der verbundenen Personen in Frage kommen. hier anders bestimmt ist. daß der einzelne Teilhaber nicht die ganze Machtfülle des Alleineigentümers hat.Auseinander". um früher Gesagtes teilweise zu berichtigen. l) griff des Teilrechts die Vorstellung verbinden will. daß dieses Recht des einzelnen von den Rechten der anderen in ähnlicher Weise unabhängig ist.') An sich ist eine derartige Begriffsbestimmung falsch. reden will oder nicht. dgl. eine Frage. ist denen zuzugeben. die keineswegs das eigentliche Verhältnis vollkommen adäquat bezeichnen. sobald wir uns darüber klar sind. als im römischen Recht. insofern sie nicht darin besteht. f. Dies.2) Auf dem Gebiete des Rechts kann es sich im Grunde nur um Recht oder Nichtrecht handeln. f. ein Teilrecht ohne die Möglichkeit der Teilverfügung a n ~ u n e h m e n : ~ ) „Aus der Möglichkeit der Teilverfügung kann ich vielleicht auf das Bestehen eines Teilrechts schließen. 59 S. mit den anderen gemeinsam zu handeln und infolgedessen auch mit ihnen gemeinsam zu verfügen. darin besteht. wenn er . RH. als der Ausdruck Quotenberechtigung selbst bei der römischen co?n?nunio nur ein Notbehelf ist. Soweit wir aber hiernach überhaupt von Bruchteilen. um die letzte Fessel abzustreifen. 7 0 . daß I) Cnd insofern müßte ich Sohm zustimmen. aber auch nicht mehr.') denn darin besteht ja gerade das Wesen dieses Instituts. es ist nicht widersinnig zu behaupten. Auch hier liegt eine Teilung des Rechts in dem Sinne vor. ob neben ihm noch eine andere Form der Gemeinschaft denkbar ist. wenn man das Wesen dieses Verhältnisses erkennen und die Frage beantworten will. über seinen Anteil „allein zu verfügen".Mit-" und . 7 0 ff. das dem einzelnen zusteht. 58 ff. ideelle Anteile usw. ') Rechtsstellung 1 1 S.Gegenstand C. Gegenstand C. die um so weniger geeignet ist. so daß die Vorstellung des Teilrechts n i e das Wesen der Sache trifft. aber da das Recht nicht notwendig die Verfügungsmacht in sich schließt. kein . die Literatur bei Sohm. das Wesen der Gesamthand darin finden zu können. den der Gemeinsamkeit der Berechtigung nämlich. Rechtsstellung 1 1 S. g und dazu noch Gierke. daß es da verbindet. Deutsches Privatrecht I1 C . 69 N. als er mit allen anderen Gesamthändern zusammen die Machtfülle des Alleinberechtigten hat. bei der Gesamthand von Quotenberechtigung zu sprechen. 61.dies gemeint haben sollte.. aber jeder hat ein einheitliches und ganzes Recht. bedenken. 59 S. infofern die Willensmacht. 1 Womit sich die Einwände Sohms. Man muß dabei. 1 . ob man dabei von Bruchteilen.hältnis. Ich habe es nämlich früher für möglich gehalten. bes. dgl. und insofern muß ich meinen früher geäußerten Widerspruch dagegen durchaus aufrecht erhalten. Quotenberechtigung U. Zeitschr. ist eine gänzlich untergeordnete Frage. Auch das Recht des Gesamthänders ist insofern ein Teil des Rechts des Alleinberechtigten. mit denen uns die Ausdrucksweise des BGB. mit der uns die Vorstellung von einer coinwzunio pro partibz~s indivisis verstrickt und um uns vor falschen Konsequenzen zu bewahren. 380 K. und dies ist wirklich geschehen bei der deutschrechtlichen Gesamthand. gegen die von mir 1 Rechtsstellung des Erben 1 1 S. HR. Bei diesem letzteren Punkte muß ich länger verweilen. reden können. Oder richtiger. Die Summe der Rechte der Teilhaber kommt dem Rechte des Alleinberechtigten gleich. weil sie eine contradictio itz ndjecto enthält. auch Zeitschr. 2. Gegenstand C. begründete Auffassung erledigen dürften. dann ist es offenbar unangebracht. gemeinsam mit den anderen verfügen zu können.') Diese Ausscheidung einer geringeren Machtfülle aus der größeren Machtfülie des Alleinberechtigten kann nun aber auch auf andere Weise erfolgen. Vgl. daß das Maß von Recht. Daher in besteht das Wesen dieser angeblichen Re~hts~emeinschaft der Verpflichtung. sind wir dazu auch bei der Gesamthand berechtigt. als es bei der römischen communio izt~is geschehen ist. daß die Ausdrücke Gemeinschaft nach Bruchteilen. bedroht: der Anteil des einzelnen besteht in dem Recht. comlnunio $YO partibus indivisis. C.. ist der Schluß von der Versagung der letzteren auf den Nichtbestand des Quotenrechts nicht zulässig. g ff. es kann nur ein . Quotenberechtigung.

aber er übt."') Diese Argumentation muß ich jetzt als verfehlt bezeichnen. wenn er sich an der gemeinsamen Verfügung beteiligt. der das sonst vorhandene Kausalverhältnis begrifflich fehlt. 59 S. wie es Sohm in neuester Zeit versucht hat. materiell ist meine Auffassung im wesentlichen dieselbe geblieben.wenn auch in der Form der Auseinandersetzung . Eine derartige Behandlung der Rechtsgemeinschaft kann der Gesetzgeber natürlich überall durchführen. dies habe ich bereits früher für die Gemeinschaft der Erben verneint und glaube ich auch heute noch verneinen zu müssen.verlangen kann. Gegenstand S. daß hier der Teilhaber sofort Teilung . da6 er „personenrechtlicher Natur" ist. wenn die Gütergemeinschaft aufgehoben ist. 609.die das BGB. 62. gegen mein Aufsatz Zeitschr. der Erbengemeinschaft hat angedeihen lassen. f.für das Recht des BGB. und diese erscheint mir jetzt allerdings als unhaltbar. daß sich der Gesetzgeber aus germanistischen Velleitäten dazu hat verleiten lassen. kommt außer der Gesellschaft nur noch die Gütergemeinschaft in Betracht') . um ihre Behandlung als Gesamthänder zu rechtfertigen. daß bei der Gütergemeinschaft und bei der Gesellschaft das Bestehen eines Rechtsverhältnisses bestimmter Art Voraussetzung dafür ist. ob er in letzterer Beziehung das rechte Maß eingehalten hat. Da- . sondern die unter den Ehegatten vereinbarte Quasisozietät der Gütergemeinschaft ist. Die Vorstellung von einer Gesamtbeseelung solcher Personenverbände lehne ich ab. Rechtszuständigkeit und Rechtsausübung decken sich vollkommen.zustehen" kann. mit Recht als die Grundform der Rechtsgemeinschaft die römische Gemeinschaft nach Bruchteilen beibehalten und nur für besondere Fälle die Gesamthand durchgeführt. 70. Während in den anderen Fällen . daß ein Recht einem . wo der Druckfehlerteufel aus der Gütergemeinschaft eine Geistergemeinschaft gemacht und in echt mephistophelischer Weise damit ein Stück der mir so fern liegenden Gierkeschen K~r~orationstheorie i n meine Auffassung von der Gesamthand hineingezaubert hat. natürlich nur sein Recht aus. wenn dazu eine besondere Veranlassung besteht. teils weniger Recht. Sohm. da6 mehrere Personen Erben desselben Erblassers sind. er hat im Vergleich mit dem römischen Miteigentümer teils mehr.. weil mir die Tatsache. nicht genügend erscheint. während in den anderen Fällen der Teilung die Aufhebung des der Gesamthand zugrunde liegenden Verhältnisses vorausgehen muß. während dies in den anderen Fällen ausgeschlossen ist. sowie da6 der Teilhaber hier über die Summe seiner Anteilrechte verfügen kann. 2042 BGB." Diese Formulierung erscheint mir auch in den anderen Fällen als bedenklich. 32. 27 N. nur dann tun.. Die Gemeinsamkeit der Verfügung entspricht der Gemeinsamkeit der Rechtsausübung durchaus: der Gesamthänder hat das Recht. wenn er seine Aufgabe richtig versteht. so liegt darin im ganzen eine Korrektur nur meiner früheren A u s d ru C k s W e i s e. Eine andere Frage ist.der Erbe ein Quotenrecht hat und doch nicht verfügen kann.') Wenn ich einen für andere Verhältnisse üblichen Ausdruck hier a n a l o g anwenden darf: die Erbengemeinschaft ist eine abstrakte Gesamthand. 7 Vgl. denn sie hängt mit dem heute von mir aufgegebenen Dingbegriff des Rechtssubjekts zusammen und mit der Vorstellung. Darin liegt das Widerspruchsvolle der ~ e g e l u n g . Der Anteil des Gesamthänders soll sich von dem Anteil des Quotenberechtigten dadurch unterscheiden. aber er wird dies. hältnisses erscheint. 185. weshalb hier auch die Teilung (Auseinandersetzung) möglich ist. obwohl es mit der sonstigen Gestaltung seines Erbrechts im Widerspruch $5 2033. Deshalb hat der Gesetzgeber des BGB. und darin ist es begründet. Vollends aber bei der Erbengemeinschaft besteht ein solches Grundverhältnis überhaupt nicht und daher läßt sich ihre Gestaltung als Gesamthandsverhältnis nur damit begründen. auch Arch. f b. so ist doch dieses Rechtsverhältnis bei der Gesellschaft gewiß und bei der Gütergemeinschaft insofern ein vermögensrechtliches. daß dem einzelnen Teilhaber an dem einzelnen Rechtsobjekt ein . Hierin ist aber auch die Schwierigkeit begründet. obwohl das personenrechtliche Verhältnis der Ehe fortbesteht. Recht XXVIII S. Wenn ich dies jetzt als das Wesen der ~ e s a m t h a n d bezeichne. so richtig es ist. Rechtsstellung 111 S.gesamthänderischer" Anteil zusteht. wie ich bereits früher erörtert habe. . l) 2.die Gesamthand nur als die Konsequenz eines unter den Teilhabern bestehenden Rechtsver') Rechtsstellung I11 S. obwohl er seinen Inhalt nicht betätigen kann. die Erbengemeinschaft mit den anderen Fällen der Gesamthand unter einen einheitlichen Begriff zu bringen. über das gemeinsame Objekt gemeinsam mit den anderen tatsächlich und rechtlich zu verfügen. HR. als das der Gesamthand (an den Bestandteilen des Gesamtgutes) zugrunde liegende Rechtsverhältnis eben nicht die Ehe. fehlt ein solches Rechtsverhältnis bei der Erbengemeinschaft überhaupt.

daß sie keine Organe im physiologischen Sinne hat. daß sie 1) Vor allem widerspricht diese kraft Gesetzes überall eintretende ErbengemeinSchaft zur gesamten Hand der gesetzlichen Regelung des Fainiliengüterrechts. darin besteht. die uns im folgenden noch zu beschäftigen haben.steht und auch mit unseren heutigen sozialen Verhältnissen nicht in Einklang zu bringen ist. daß das Rechtssubjekt kein Dingbegriff. und daß die Vorstellung. wenn wir die Erkenntnis festhalten.sondern ein Kollektivbegriff ist. als Subjekt der rechtlichen Macht. wenn wir uns vor einer Überschätzung des Begriffes Rechtssubjekt hüten. so kann die Antwort nicht zweifelhaft sein: Nur der einzelne Gesamthänder kann Rechtssubjekt sein. Wer ist bei der Gesamthand des BGB. uns entweder als leere Phrase. und sogar in gewissem Sinne gemeinsame Verbindlichkeiten anerkannt werden. und die von Gierke oft betonte „eigentümliche Verbindung von Individual. Denkt man sich diesen als das Rechtssubjekt xaz) $~ox<v. Dabei handelt es sich für uns natürlich nicht um eine Dogmatik des Gesellschaftsrechts. ist eine Subsumtion SO anderer Fälle unter den Begriff Rechtssubjekt ebenso unmöglich. 59 S. Die Gesellschaft.und rechtsausübungsfahigen Menschen. f. oder als innerer Widerspruch zu erscheinen. wie beim Militär die Subsumption der einen Waffengattung unter die andere. der sich aus sehr verschiedenartigen Relationen zusammensetzt. 74. HR. die es rechtfertigen. Daß diese Gesamtheit eine Mehrheit und keine Einheit ist. die Gesamtheit als Subjekt der durch das Zusammenwirken der einzelnen entstehenden Willensmacht. Sie würde für den Fall der Intestaterbfolge passen. auf die ihn die commzzis o#iko zugeschnitten hat. Vgl. in denen unser Verstand die Relationen der Außenwelt erfaßt. so ist eine ganz andere Antwort möglich. Damit kehren wir zu unserm Thema zurück. wie sich Zeitschr. daß sie kein Individual. den einzelnen Teilhaber und die sämtlichen Teilhaber als Rechtssubjekt betrachten: Jeden einzelnen als Subjekt der besonders gestalteten Willensmacht. das Rechtssubjekt? Der e i n z e l n e G e s a m t h ä n d e r oder die G e s a m t h ä n d e r s c h a f t ? Geht man von der herrschenden Anschauung aus. die durch die Vereinigung der den einzelnen Gesamthändern zustehenden Rechte entsteht. so läßt sich für die anderen Fälle allerdings behaupten. weil sie die meisten Berührungspunkte mit den anderen Personenverbänden aufweist. das im Vergleich mit dem Rechte eines Alleinberechtigten ein Teilrecht ist. so daß einer mehr oder weniger Rechtssubjekt sein kann. daß die Berechtigten gemeinsam handeln und gemeinsam verfügen. Aber freilich ist dies nur denkbar. nur einem von vielen Fällen vollkommen entspricht. sondern eine Relation von Dingen ist. Erkennt man aber. gemeinsam mit den anderen zu verfügen. Bei der römischen conzmuzio izcidens handelt es sich ausschließlich um den Schutz von Sonderinteressen. ist bei dieser Auffassung vollkommen belanglos. wonach der Begriff des Rechtssubjekts ein konstanter Begriff und ein Dingbegriff ist. hier handelt es sich um gemeinsame Interessen. sondern ausschließlich um die Frage. da auch Intestaterben in der Regel auseinanderstreben werden. wie eine Unmenge von anderen Begriffsganzen. wie auch die Gesamtheit der Gesamthänder kein Ding. wie die dem Alleinberechtigten zustehende Macht. daß der Grundgedanke. des Rechts der Mitwirkung usw. daß dritten Personen der Eintritt in die Gemeinschaft versagt wird. er ist Subjekt des Rechts. aber in unserem Sinne können wir daher allerdings die Gesamthand als Rechtssubjekt bezeichnen. daß hier gemeinsame Interessen bestehen. wenn gesetzliches Ehcguterrecht die Gütergemeinschaft wäre. Unter den verschiedenen Arten von Gesamthandsverhältnissen interessiert uns vor allem die Gesellschaft. wir können gleichzeitig und ohne uns an der Logik zu versündigen.. wie Gierke. dieses Rechts. der Inhalt des subjektiven Rechts steht den Teilhabern gemeinsam zu. wir brauchen die Gesamthand nicht als belebtes Ding zu konstruieren. daß diese rechtliche Macht nicht in demselben Sinne einheitlich ist. auch keinen Willen im psychologischen Sinne besitzt. Aber wir müssen dabei festhalten. um sie als Rechtssubjekt zu erfassen. die ihm für sich zusteht. wie dies Gierkc allerdings erstrebt hat. Nicht vom Standpunkt der communis opinio aus. sondern ein Relationsbegriff und überdies eine variable Größe ist. daß dies ein Begriff von nur relativem Werte ist. auf dem die gesamthänderische Rechtsgemeinschaft beruht. nicht anders.') Sehen wir aber von dieser legislativen Mißgeburt ab. . nämlich dem Fall des unbeschränkt handlungs.und Sozialrecht" hört auf.

und diese Frage ist eben so zu beantworten. a.') Obwohl das Gemeinschaftsvermögen mit der Gesellschaft in keinem erdenklichen begrifflichen Zusammenhang steht. Ist aber ein Gesellschaftsvermögen vorhanden. Sohm. so gehört es natürlich den Gesellschaftern als solchen.: Daß die Mitglieder einer Rechtsgemeinschaft Gesellschafter sind. Die Gesellschaft ist eine Obligation und sonst nichts. unten S. die zunächst nur das Rechtsverhältnis unter den Gesellschaftern regeln. Vereine ohne Rechtsfähigkeit S. Kopp. Pand. die mit dem gemeinschaftlichen Vermögen gemeinschaftliche Interessen verfolgen. 60 f. . W. Schuldverh. während die Gesellschaft eine Relation unter Rechtssubjekten bildet. häufig keine Kapitalsgesellschaft sein und vielleicht niemals in die Lage kommen wird. I 55 ff. Aber was soll damit gesagt sein? Offenbar 1) Die Lustspielfirma Ulumenthal und Kadelburg ist ebenso eine Gesellschaft. 0. immer aber ist das Rechtsverhältnis der Gemeinschaft ein anderes als das der Gesellschaft. überhaupt für zulässig erachtet werden könnte. nämlich die Vertretungsmacht der Geschäftführenden Gesellschafter und das Rechtsverhältnis am Gesellschaftsvermögen. wie sich aus der allgemein üblichen Unterscheidung von societas und communio inciderzs ergibt12) und die sich auch im modernen Recht die Gesellschaft als eine besondere Art von Gemeinschaft denkt. f. Nur wenn die Gesellschaft Vermögen hat.die Gesellschaft zum Begriff des Rechtssubjekts verhält. f. Dagegen mein Aufsatz. 758. Vgl. Gierke. Arch. h. wie die Vereinigung eines Invaliden mit einem Drehorgelbesitzer zur gemeinsamen Tätigkeit auf Jahrmärkten oder die gemeinsame Pachtung einer unergiebigen Jagd durch mehrere Professoren. 2. ist für den Gesetzgeber das legislative Motiv. Rechtssubjekt ist niemals die Gesellschaft als solche. wie wir es im vorigen Paragraphen gesehen haben. oder genauer als ein personenrechtliches Güterrecht. erblickt doch die communis opinio in dem Gesellschaftsvermögen den Angelpunkt des ganzen Gesellschaftsrechts. b. 8. allerdings nicht der Fall ist. Erlangen 1902. nur Rechte und Pflichten der Gesellschafter untereinander begründen und nur in den $5 714. ') Vgl. Sohm und andere das Recht des Gesellschafters am Gesellschaftsvermögen als ein Personenrecht. . bezeichnen. obwohl gerade die Gesellschaft des bürgerlichen Rechts sehr ') Zu weit geht Oertmann. daß ihre Teilhaber Gesellschafter sind.. 718 ff. war allerdings der Umstand maßgebend. und für deren Gestaltung. daß sie ein obligatorisches Band um die Gesellschafter schlingt. andere Rechtsverhältnisse normieren. l) Besteht aber ein solches Gesellschaftsvermögen. die wir als Gesellschaft bezeichnen. 343 . HR. Die Aufnahme eines neuen Gesellschafters usw. Ein Gesellschaftsvermögen kann hier unter Umstanden überhaupt nicht entstehen. 8 169a N. Deutsches Privatrecht I C. Da ein Gesellschaftsvermögen nicht begriffliche Voraussetzung der Gesellschaft ist. M. I § 195 N. so besteht neben dem Inbegriff von Relationen. Der Begriff der Gesellschaft verhält sich zum Begriff des Rechtssubjekts überhaupt nicht. kann daher die Frage aufgeworfen werden.. Gegenstand C. ein weiterer Inbegriff von Relationen. hierher Oertmann. Recht nof. Genossenschaftstheorie und Rechtsprechung C. Kommentar zum Recht des Schuldverh. 759. 760 lit. S. aber auch nicht der Gesellschafter als solcher. Und doch ergibt sich die richtige Auffassung unmittelbar aus den Vorschriften des Gesetzes. 65 ff. 2. 660. C. Gierke. y. denn das Rechtssubjekt bedeutet eine Relation zu Rechtsobjekten. ob die Gesellschaft Rechtssubjekt ist oder nicht. Aud. 796 ff. Gesamthänder zu sein und auf einen rein obligatorischen Auseinandersetzungsanspruch beschränkt wird. 8. daß das Gesellschaftsvermögen das Wesentlichste an der Gesellschaft sei. 71 5. Recht I 8 C. wie sie der Rechtsordnung gefallen hat. die schon für das gemeine Recht die Vermögensgemeinschaft auch bei der Gesellschaft in den Vordergrund stellte.. wenn ein solcher Eintritt in eine bestehende Gesellschaft nach dem BGB. 3 . a. f. sie als Gesamthänder zu behandeln.2) Um dieser Eigentümlichkeit willen bezeichnen Gierke. und zwar Gemeinschaft zur gesamten Hand. was m. Windscheid I 5 Oertmann a. 24. Entscheidend kommen für diese Frage in Betracht die Motive und Protokolle zu den Entwürfen des BGB. 11. Zeitschr.') d. 59 C. Dies entspricht freilich nicht der herrschenden Auffassung. ders. Dernburg. 97 ff. Vermögen zu erwerben. Die Antwort darauf ergibt sich aus dem im vorigen Paragraphen Gesagten. Dabei mag allerdings die kühne Behauptung des $ 7 I 8 : „Die Beiträge der Gesellschafter werden Gesellschaftsvermögen" mit zu der Vorstellung beigetragen haben. so daß ein ausscheidender Gesellschafter mit seinem Austritt aus der Gesellschaft zugleich aufhört. Diss. . wenn er das Wesentliche an der Gesellschaft geradezu in die Vermögensgemeinschaft verlegt. Vgl. den wir als Gemeinschaft. kann das Wesen der Gesellschaft nur darin bestehen. Knoke. 170f. wie auch umgekehrt ein nachträglich eintretender Gesellschafter ohne weiteres mit seinem Eintritt in die Gesellschaft auch Gesamthänder werden müßte. Arch. b.. E.

Das besondere dieses Verhältnisses besteht dann. Die andere könnte füglich durchaus unerörtert bleiben. denn wenn fj 71911 die hufrechnung einer gegen den einzelnen Gesellschafter zustehenden Forderung gegen eine der Gesellschaft zustehende Forderung ausschlieflt. 781 Zitierten. tatsächliche Momente. in einer Reihe von Rechten und Pflichten gegenüber den anderen Gesellschaftern. 36 ff. 59 S. Das Rechtsverhältnis unter den Gesellschaftern. die für das Wesen der letzteren in Betracht kommen und deren eigenes Wesen daher der Bestimmung bedarf. und mit seinem Ausscheiden auch diesen Anteil verliert. und 2. 79: Oertmann. auch die ganze privatrechtliche Stellung des einzelnen Menschen unter diesen Begriff zu bringen. und meine Ausführungen Zeitschr. doch entspricht dies dem geltenden Rechte nicht. Gegenstand S. sondern ein Inbegriff der verschiedenartigsten Rechte und rechtlichen Situationen. des Erwerbstatbestandes. Der Unterscheidung zwischen den Gesellschaftsschulden im Innenverhältnis und nach auaen. das das Wesen einer Gesellschaft mit Vermögen ausmacht. 797 lit. so wären wir offenbar berechtigt. Denn wir müssen doch fragen. Deshalb unterscheiden wir auch bei der Gesellschaft: I. b. selbst wenn wir annehmen. so daß diese Anteile selbst ebenso notwendig Kollektivbegriffe verschiedenartiger Relationen sind. in einer Reihe von verschiedenartigen Rechten und Pflichten. vor allem esse das subjektive Erbrecht. daß die Gesellschaftsschulden seine persönlichen Schulden sind. mögen wir sie als Personenrecht oder Mitgliedschaftsrecht bezeichnen: immer ist dies ein Kollektivbegriff. da6 der Gesellschafter mit dem Eintritt in die Gesellschaft anteilsberechtigt am Gesellschaftsvermögen wird ') Sohm.. die Oertmann S. Vgl. so gchören zu den Forderungen der ersteren Art eben nicht Forderungen. Ja es wäre sogar denkbar. und zwar einerlei. was eine Konsequenz davon ist. die rein obligatorisch sind. und gegen meine Ausführungen Rechtsstellung I S. ob sie im Innenverhältnis Gesell~chaftsschulden sind oder nicht. 783 Z. um einen Kollektivbegriff. nämlich das Verhältnis der Gesellschafter zu den Bestandteilen des Gesellschaftsvermögens. f. nur darin. statt aller: Oertmann S. ein einheitliches Recht.rechtlichen Zustand einer Personi' als ein Personenrecht auffassen. 2. Die rechtliche Stellung des Gesellschafters ist kein einheitliches Recht. wogegen er selbst S. heißt in Wahrheit der wissenschaftlichen Untersuchung da einen Riegel vorschieben. die bei Oertmann C. der eine Summe der verschiedenartigsten Relationen umfaßt.. da6 Oertmanns Polemik meine Ausführungen im Grunde nicht trifft. Die Mitglieder der Gesellschaft sind einander verpflichtet: l) Jedenfalls haftet der ausscheidende Gesellschafter den Gesellschaftsgläubigern weiter. auch für die Gesellschaftsschulden persönlich haften. 799 Bem. denn daß die Gesellschaftsschulden nicht zum Gesellschaftsvermögen gehören. der dingliche und obligatorische Rechte. wie die Einheit der Person. Oertmann ebenda C. . Ließe sich der Inbegriff dieser sämtlichen Relationen. Gegenstand C. und nicht nur Rechte. 4. Es handelt sich also um einen Begriff von größter Allgemeinheit und infolgedessen größter Inhaltlosigkeit. Was Oertmann S. den wir erst wieder analysieren müssen. wo sie überhaupt erst beginnen soll. hier nicht näher zu beschreibende. kann ich zustimmen. in dem Begriff . daß er nicht nur für das Verhältnis des ein. 24 ff. Diese Konsequenz richtet die ganze Theorie. des Zweckes U. wie das Gesellschaftsvermögeri üb'erhaupt. eod. die durch gewisse. Ich möchte dazu bemerken. also das s o c i ~ m ist ebensowenig wie andere ähnliche Zustände. daß dieser Tatbestand gleichzeitig zweierlei Wirkungen äußert. umfaßt. bleibt auch vom Standpunkt Oertmanns aus richtig. wenn sie uns nicht insofern von mittelbarer Bedeutung wäre. als wir vielleicht bei den anderen Personenverbänden ähnliche Verhältnisse vorfinden werden. worin dieser rechtliche Zustand besteht.handelt es sich dabei um einen Begriff. y bemerkt. Konsequenterweise müßte Oertmann auch den Gesellschaftskonkurs annehmen. so muß er konsequenterweise.. keredem esse oder keredztas im subjektiven Sinne. 16 N. auch Sohm. die gegen alle Gesellschafter zustehen. dgl. Hält man den Eintritt eines neuen Gesellschafters für zulässig (worüber unten das Nähere). die wir wieder als Anteile am Gesellschaftsvermögen und als Gesellschaftsschulden kollektiv zusammenfassen. Über die Gesellschaftsschulden überhaupt vgl. 70. Vgl. HR. 782 N. analog HGB. fj 130. a . um zu den einfachsten Begriffen zu gelangen. 781 f. macht. lit. sondern auch für das Verhältnis des ersteren zu den Bestandteilen des Gesellschaftsvermögens von Bedeutung ist. scheint mir nicht durchschlagend. Die Antwort darauf aber kann nur lauten: I . daß er unmittelbar gegenüber den Gesellschaftsgläubigern wirken würde. interessiert uns im Zusammenhang mit unserem Thema nur die eine Seite.Personenrecht" zusammenfassen.l) Von diesem doppelseitigen Kollektivrechtsverhältnis. ohne meine Ansicht im geringsten zu modifizieren.oder austretenden Gesellschafters zu den anderen Gesellschaftern. zusammengehalten werden. Diesen . Dies ist für die spätere Darstellung von Bedeutung.rechtliche Zustand der Personi'. Der .l) der beim Gesellschafter als solcher in Betracht kommt. in denen ein Gesellschafter als solcher steht.

. Gesellschaftsvermögen. ~ ) 7.. 780. Forderungen gegen die Gesellschaft nur in der Weise zustehen können. 3. 2. wo zweifellos eine Gesellschaftsforderung gegen ein Mitglied der Gesellschaft vorliegt. sind überhaupt nicht denkbar. 77 erörterten Sinne. 40.gemeinschaftliches Vermögen werden". die vereinbarten Beiträge zu leisten. die durch die Beitragsleistung ermöglicht werden soll. 2 2 N. 3 1 ' 9. in Wahrheit aber handelt es sich dabei um sehr komplizierte Verhältn i s ~ e . dazu meine Rechtsstellung 111 S. daß sie dem Leistenden mit den Leistungsempfangern gemeinschaftlich wird. da über die Natur der „Beiträge6' das BGB. der sich teils aus ') In dem von mir Rechtsstellung 111 C. nicht zur Unzeit zu kündigen. Dies zeigt aber auch. die Einsicht in den Stand der Gesellschaftsangelegenheiten zu gestatten. von welchem ) Zeitpunkt an die Beiträge . wie umgekehrt einer Person. ein wie relativer Begriff das Gesellschaftsvermögen ist. daß das Forderungsrecht auf Leistung zum - 5 705 betrachtet die Beitragsleistung nur als species im Verhältnis zur Förderung des Gesellschaftszwecks im allgemeinen. also auf eine solche Leistung geht. daß das Gesellschaftsvermögen ein nach allen Seiten abgegrenztes.Gesellschaftsforderung" nur eine Forderung aller übrigen Gesellschafter gegen den Darlehnsempfanger sein. keine einschränkende Vorschrift gibt. die nur von sämtlichen Gesellschaftern gemeinsam geöffnet werden kann. ob das Recht. h. daß sie gegen die übrigen Gesellschafter bestehena3) Mit anderen Worten: Rechtsverhältnisse zwischen dem einzelnen Gesellschafter und der Gesellschaft als solcher. Da aber die Gesellschaft bereits mit dem Xbschluß des Gesellschaftsvertrags existiert und die Erfüllung des Gesellschaftszwecks eine Gesellschaftsangelegenheit ist. Rechtsstellung I11 C. da6 sie für die Gesellschaft keine Geltung haben soll. so kann jeder Miterbe für sich allein die Leistung an die Erbengemeinschaft fordern. kann diese .~) Diesen Verpflichtungen entsprechen inhaltlich kongruente Forderungsrechte der anderen Gesellschafter. den versprochenen Beitrag zu fordern. 6. " §§ 709. die Verteilung von Gewinn und Verlust nach 5 721 f. Das Rechtsverhältnis der Gesellschafter zum Gesellschaftsvermögen. nicht gegen den Widerspruch der dazu berechtigten Gesellschafter zu handeln. " " §§ 705. den einzelnen Gesellschaftern oder der Gesellschaft als solcher zusteht. 3 § 708. eine Art von verschlossener Kasse. Oertmann S. v o r z ~ n e h m e n .') Eine entsprechende Vorschrift für die Gesellschaft fehlt.die Beiträge der Gesellschafter und die durch die Geschäftsführung für die Gesellschaft erworbenen Gegenstände werden gemeinschaftliches Vermogen der Gesellschafter". an der Geschäftsführung nach Maßgabe des Gesellschaftsvertrages teilzunehmen. ~Vor allem aber ist fraglich und bestritten. d. oder zwischen einzelnen und den übrigen zusammen handeln. iO) . Indessen bestehen dagegen kaum sachliche Bedenken. den sämtlichen Gesellschaftern mit Ausnahme des Verpflichteten. 3. ') BGB. 5. 4. sagt. Aber zwingend ist diese Argumentation leider nicht. so ist anzunehmen.lO) Diese Frage läßt sich natürlich a jrzOri nicht beantworten. Auch da. nur soviel steht von vornherein fest. 5. eine Frage. das dem Recht der Erbengemeinschaft entnommen werden kann. die Gesellschafter ist. weil sie eben voraussetzt. 11.l) dilkentiam puanz suis redus zu beobachteq2) 3. vielmehr kann es sich nur um Rechtsverhältnisse zwischen den einzelnen Gesellschaftern. wie im Fall der Kreditgewährung an einen Gesellschafter. der Gesellschaft.') 8. an der Auseinandersetzung teil~unehmen. Dieses scheint sehr einfach gestaltet zu sein. Aber auch die Zweckforderung ist als Beitragsleistung aufzufassen. und deshalb werden wir annehmen können. § 721. Vgl. 3.. die mit der anderen identisch ist. wenn das BGB. 711. 3 8 2039 BGB. . 709. ob erst mit der Erfüllung der Beitragspflicht oder schon vorher. zusteht. einheitliches Ding ist. daß das Recht. daß die Forderung auf Leistung der Beiträge als Gesellschaftsforderung zu betrachten ist. den Rechnungsabschluß. ES ist ein Inbegriff. §§ 723 ff. wie sie die sämtlicher Gesellschafter umfaßt. § 7166. 4. Wir müssen uns nur vor der Vorstellung hüten.l) Eine gewisse Unterstützung dieser Auffassung würde in dem a~gzmzentume contyario liegen. §§ 730 Ff. die Leistung der Beiträge zu forden. 77. Vgl. Gehört ein Anspruch zum Nachlaß.I.

ist dies nicht anders.~)Immer aber gehen. 758 und viele andere. Deutsches Privatrecht I $j61. und läßt neben den Verein „Gemütlichkeitfi die Gesellschaft . behauptet.Vereine. daß für Vereine. und ich wüßte nicht. daß der Begriff des Rechtssubjekts nur ein sehr relativer Begriff ist. wenn ich so sagen darf. I § 79111. " § 54 BGB. so können wir von einem gemeinsamen Recht der Gesellschafter. die irgend einen gemeinsamen Zweck verfolgen.Harmonie" treten. 6 . daß die letzteren das einfachere. wenn es auf . soweit es sich um Forderungsrechte handelt. die nicht rechtsfähig sind". S.. so sind wir berechtigt. so verbindet sich damit die Vorstellung. Selbst wenn nach dem Gesellschaftsvertrag die Geschäftsführung nicht allen. Methodisches uber juristische Personen S. sondern für sich und die anderen Gesellschafter und als ein Werkzeug wie die Geschäftsführer einer Einzelperson. Regelsberger. Stellen wir uns die den Inhalt des Rechts bildende Macht als eine gemeinsame vor. denen die den Inhalt des Rechts bildende Macht zusteht. ist eine schwierige und viel bestrittene Frage. läßt sich aus der Tatsache allein. besondere Rechtssätze gelten müssen. Vereine ohne Rechtsfähigkeit C. Was aber im näheren das unterscheidende Merkmal bildet. der selbst wieder eine von der Rechtsordnung gewährte und geschützte Macht ist. ~ ) 1) Vgl. oder die einzelnen Gesellschafter. im Gegensatz zu bloßen Gesellschaften. Der Verein ohne Rechtsfähigkeit. Schuldverh. da6 das zu Leistende a l l e n Gesellschaftern gemeinschaftlich werde. fugt dazu einen praktischen schaft a n ~ e n d e t . Dies bedeutet keinen sachlichen. Wenn wir Vereine und Gesellschaften unterscheiden. ~ ) tut es dies doch nur für den so Zweifelsfall. Diese Macht ist unter die beteiligten Gesellschafter geteilt. Deutsches Privatrecht I 5 6 I Z. Pand. 10 ff. 3 § 714. wozu wir schon auf anderem Wege gelangt sind.im Vergleich mit dem Rechte des Alleinberechtigten . überhaupt nicht bestimmen. sie als Teilrechte . daß es dazu gehört. Rumelin. ders. unterscheidet begrifflich Vereine ohne Rechtsfahigkeit und Gesellschaften. bald disjunktiv. teils aus Rechten der Gesellschaftermehrheit gegen den einzelnen Gesellschafter. Dies bedeutet für uns die Überwindung der extremsten Gegensätze. einen Anteil. denn es handelt sich um zwei Seiten eines und desselben Verhältnisses. und wenn das Gesetz ihnen im Umfang ihrer Geschäftsführungsbefugnis auch die Vertretungsmacht nach außen g e ~ ä h r t . ohne daß eine wesentliche Verschiedenheit beider erkennbar wäre. bald alle. Trotzdem hat schon die gemeinrechtliche Jurisprudenz zwischen beiden unterschieden oder. 4 b . und darin scheint mir daher das eigentliche Kriterium der Bestandteile des Gesellschaftsvermögens zu liegen. von Rechten der einzelnen Gesellschafter zu sprechen. . denken wir an den Anteil des einzelnen an dieser Macht. so daß auch diese Vertretungsmacht nur als eine durch den Gesellschaftsvertrag dem Gesellschafter übertragene und folgerecht von dem Willen seiner Genossen abhängige gedacht werden kann. 111. Was das Subjekt eines zum Gesellschaftsvermogen gehörigen Rechts ist.. teils möglicherweise sogar aus Rechten des einzelnen Gesellschafters gegen die Gesellschaftsmehrheit zu~ammensetzt. sie darauf.zu bezeichnen.') Auch das BGB. 56 f. was uns hindern könnte. insofern jeder von ihnen daran teilnimmt. insofern sie nur gemeinsam ausgeübt werden kann und ihre Ausübung auch immer der Gesamtheit der Gesellschafter zugute kommt. sondern nur einigen Gesellschaftern zukommt.. Stobbe. können. Der gemeine Sprachgebrauch verwendet beide Ausdrücke im wesentlichen für dieselbe Sache. Oertmann. Dernburg I § 61 Z 3. von einem Recht der Gesellschaft reden. ohne sich freilich über das Unterscheidungsprinzip einigen zu können.Rechten aller Gesellschafter gegen dritte. sie ist eine gemeinsame Macht aller. Das Ergebnis ist: Als Subjekt der zum Gesellschaftsvermögen gehörenden Rechte können wir entweder die als Summe der Gesellschafter gedachte Gesellschaft bezeichnen. . mit anderen Worten. die Vorschriften über die Geselldie ZPO. Windscheid I g 57 N. denn sie üben ihre Geschäftsfuhrungsbefugnis nicht für sich allein aus. die ersteren das kompliziertere Verhältnis sind. sondern nur einen formellen Gegensatz. Hieraus ergibt sich aber wieder. er versteht unter Vereinen wie unter Gesellschaften Personenverbände. bald nur einzelne Gesellschafter. auffassen 1) Der Gesellschafter A gibt den Gesellschaftern B und C aus der Gesellschaftskasse ein gemeinschaftliches Darlehn. Gierke. das wir bald kollektiv. Es sind die Personen.

solche Personenverbände. 1) nuität berechnet und deshalb auch organisiert waren. daß es die Gesellschaft der Korporation in mancher Beziehung angenähert hat. das die Gesellschaft nach der römischen Schablone gestaltet hatte. KO. 736. Studentenverbindungen U. Mit dieser Unterscheidung aber mag es zusammenhängen. einer körperschaftlichen Organisation bedürfen. dgl. überhaupt diese Unterscheidung als eine juristisch erhebliche aufzustellen. was möglicherweise darin begründet ist. bei dessen Vorhandensein eine Personenvereinigung ein Verein und keine Gesellschaft ist. indem sie nur die Vereine. zutrifft. Stobbe I ' 8 52 N. Dieses Vereinsstatut ist nichts anderes als eine von den Vereinsgründern vereinbarte Norm. wenigstens aus dem Zweck des Personenverbandes ersehen läßt. woraus dann die berühmte. wie dies vor allem bei Vereinen mit idealen und geselligen Tendenzen. die ihrem Zweck nach die Kontinuität verlangen. die. ) Bekker. erschien es unmöglich. Hölder. die von vornherein auf die KontiZPO. als sie über die Vertragsparteien hinaus zu wirken bestimmt ist. wenn wir annehmen. für passiv parteifahig erk1ärt. dazu Oertrnann. und neuestens hat Hölder der Unterscheidung jede praktische und begriffliche Bedeutung abgesprochen. d. die sie freilich nur dann zu erfüllen vermag. Personenverbände.3) Man faßt die Gesellschaft als nicht organisierten. weil man auch die Beteiligung an einer Gesellschaft als Personenrecht (gleich dem Mitgliedschaftsrecht beim Vereine) auffaßt und an der Vertragsnatur des der Gesellschaft zugrunde liegenden Tatbestandes zu zweifeln beginnt. während bei den Vereinen der Ausdruck Statut oder Satzung üblich ist. die in der neuesten Zeit an Bedeutung verloren haben. wenn sie die jeweiligen Mitglieder bestehen lassen und die neu eintretenden Mitglieder sich auf sie verpflichten. die die Vereine einfach mit den Gesellschaften identifizieren wollten. Gierke. gleichfalls problematisch ist. wie man dazu gekommen ist. Eine schärfere Grenze ist nicht zu ziehen. vgl. diese Regelung auf gewisse Personenverbände anzuwenden. ob Vereine ohne weiteres Rechtsfähigkeit haben.Unterschied zwischen beiden.l) deshalb bezeichnete man einen solchen Personenverband als Verein. aber insofern mehr als ein bloßer Vertrag sein will. Also eine Norm. die insofern Vertrag ist. dadurch. uns aber hier nicht interessierende Frage entstand. daß man bei Personenverbänden ohne Kontinuität vom Gesellschaftsvertrag sprach und spricht. als sie zunächst auf der Einigung der normsetzenden Parteien beruht. Personen S. Daß dies in der Tat auch für das BGB. das unterscheidende ') Vgl. deren Duodezverfassung als Statut bezeichnet wird. Genossenschaftstheorie C. Man bezeichnet die Stellung der zum Verein gehörenden Personen als Mitgliedschaft. §§ 5011. der Unterschied ist also nur relativ und ist vom BGB. was angesichts des § 70911 BGB. 15 ff.und Austritt von Mitgliedern gibt. die sich nur dadurch vom Gesellschaftsvertrag unterscheidet. was bei der Gesellschaft nicht gebräuchlich ist. 10. heutzutage noch ein Kriterium zu finden. daß auch das BGB. h. daß er unabhängig vom jeweiligen Bestand der Mitglieder sein soll. noch mehr verwischt worden. um tätig werden zu können. obwohl tatsächlich sowohl Vereine ohne solche Verfassung vorkommen wie auch bei Gesellschaften eine vereinsähnliche Verfassung nicht ausgeschlossen ist. daß sie die Kontinuität des Vereins sanktioniert.oder Stimmeneinheitsprinzips. Vgl. Über naturliche und jur. a. den Verein als Personenverband mit korporativer Verfassung auf. . eine Bestimmung. Angesichts dieser Sachlage müssen wir uns fragen. weil sie auf eine unbeschränkte und wechselnde Zahl von Mitgliedern angelegt sind. was für die Dogmatik des BGB. Schuldverh. nicht auch die Gesellschaften. 232. C. 268.l) Trotzdem hat es schon bisher nicht an Stimmen gefehlt. Man glaubt das unterscheidende Merkmal in der vorhandenen oder mangelnden Kontinuität finden zu können. oder. 2. Pand. die jeder Kontinuität und Organisation entbehrte. und darauf ist allerdings nicht schwer eine befriedigende Antwort zu finden. daß der Verein in weit höherem Maße als die Gesellschaft Analogien und Berührungspunkte mit den autonomen öffentlichrechtlichen Verbänden hat. § 213. man stellt das Vereinsstatut in Gegensatz zum Gesellschaftsvertrag. Vorschriften über den Ein.') Im gemeinen Rechte. und die d ~ r tangegebene Literatur. niemals ausgetragene. 266 ff. 735. I S. In der Tat ist es schwer.. oder endlich in der Durchführung des Majoritäts. Wir werden deshalb nicht fehl gehen. geradezu unmöglich ist. wenn sie dies unterläßt. Holder C. beides Unterscheidungen. 763 ff. als Vereine bezeichnen will.

797 S. Aufl. I1 C. sich dauernd und unter einer korporativen Verfassung zu konstituieren. daß das erstere solche Gesellschaften mit Kontinuität unter dem Namen „nichtrechtsfähiger Verein" a n e r k a n n t hat. 5. während die Vereine „in der Regel einen größeren Bestand von Mitgliedern haben und meist dienende. 457 f. die Behauptung Hölders14) da6 mit dieser Vorschrift weder gesagt sei. übersehen und ihn analoger Anwendung auf den Fall des Eintritts neuer Gesellschafter für fähig halten will. wie sich aus der Bemerkung ergibt:l) Erwogen war: „Die Gesellschaft sei allerdings nicht die passende Rechtsform für einen Verein mit wechselndem Mitgliederbestande. U.Merkmal zwischen dem Vereine und der Gesellschaft bildet. Prot. Personengemein' schaften und Vermögensinbegnffe S. jedem erlaubten Verein als solchem juristische Persönlichkeit beizulegen. 99 H . 459. Sicht rechtsfähige Vereine S. 758 hat ihn zugunsten Gierkes (N. seines Kommentars vertreten.l) Der I. ~Aber trotzdem ) ist im 11. . wenn man das schon an und für sich laut genug sprechende argunzentzun e contnwio aus 8 736 BGB. Motive I1 S. Entwurf hatte die Gesellschaft im wesentlichen nach den Grundsätzen des gemeinen Rechts gestaltet: „Der Vertrag bezweckt und erzeugt nur ein obligatorisches Band unter den Kontrahenten. a. ') Gierke. mit der einzigen Ausnahme. daß ein Personenverband. S." Die Protokolle erörtern dann eingehend. Der Entwurf und das Deutsche Recht S. 9 S. Er wird eingegangen in der Regel im Vertrauen auf die Individualität der einzelnen Kontrahenten. 283. die allein dem Wesen des Vereins entspreche und den in diesem begründeten Bedürfnissen gerecht werde. a.wirtschaftlichen oder Erwerbzweck". ist ein Verein. falls ein Gesellschafter sterbe. zugleich zur Erhaltung der Übereinstimmung mit dem HGB. sondern ideale oder der Geselligkeit und Erholung gewidmete Zwecke verfolgen". 24 f. W. kündige oder über sein Vermögen der Konkurs eröffnet werde. Oder m.3) Dazu kommt als weiterer Beweis für die Richtigkeit meiner Auffassung das arguwzentum aus § 54. was freilich nicht in jeder Beziehung ihrem Wesen entspreche und weshalb die Frage angezeigt sei. Vereinen dagegen trete die Individualität der Begründer meist völlig zurück und werde der Bestand und die Fortdauer des Vereins durch einen Wechsel der Mitglieder in keiner Weise berührt. 254. welche bezwecke.') Dieser Standpunkt ist allerdings von der Kritik nicht allgemein akzeptiert worden. 591. Entwurfs in der uns hier interessierenden Beziehung beibehalten worden. sei die juristische Person. daß. daß der Verein eine Gesellschaft ') S. Die 11." Wenn diese Erörterung zunächst auch nur den Standpunkt einer Minderheit in der Kommission bezeichnet. I) aufgegeben. Iäßt zunächst die Entstehungsgeschichte der §§ 54 und 736 BGB."4 Nur „um einem unverkennbaren praktischen Bedürfnis entgegenzukommen. 455 unten. . Entwurf im wesentlichen die Auffassung des I. 630. vor allem Gierke hat vom Standpunkt des Germanisten aus gegen die Grundauffassung der Gesellschaft im Entwurf entschieden seine Stimme e r h ~ b e n . die Gesellschaft unter den obigen Gesellschaftern fortbestehen solle". ) Gierke. hufl.2) Hieraus ergibt sich zweifellos. 1 Nach den Protokollen der 1 . die Kontinuität besitzt. Motive I1 C. nicht wirtschaftliche. daß die Kommission es aus politischen und wirtschaftlichen Gründen abgelehnt habe. ein Verein ist. die Rechtsform. „ob und inwieweit das Gesellschaftsrecht bei der Anwendung auf die nicht rechtsfähigen Vereine gewissen Modifikationen zu unterwerfen sei". Oertmann C .häufig nur vorübergehenden . „Für den Bestand der Gesellschaft sei ferner die Individualität ihrer Begründer derart wesentlich. der auf die Dauer berechnet und unabhängig von dem jeweiligen Bestand seiner Mitglieder sein soll. da6 in Ermangelung einer abweichenden Vereinbarung das Ausscheiden eines Mitglieds die Auflösung der Gesellschaft zur Folge habe. gerade so wie für das gemeine Recht. bei den I) Den richtigen Standpunkt zu dieser Frage hatte Oertmann in der I. Angesichts dieser Sachlage aber ist es ein entschiedenes Zeichen von persönlichem Wagemut. woraus sich die Notwendigkeit ergebe. deutlich erkennen. es entsteht daher durch ihn regelmäßig ein höchst persönliches Vertragsverhältnis.: eine Gesellschaft. (Art. so ist sie doch von der Mehrheit sachlich akzeptiert worden. C. sie dem Gesellschaftsrecht zu unterwerfen. Die Frage liegt also für das Recht des BGB. Kommission5) handelt es sich bei der Gesellschaft „in der Regel nur um eine Vereinigung einer geringeren Anzahl von Personen zu einem . 127) erklärt der Entwurf § 657 die vor der Auflösung der Gesellschaft getroffene Vereinbarung aller Gesellschafter für zulässig.

7 Vgl. In letzter Linie aber und m. 9 S. 266 ff. Ebenso ist seine Frage: . Planck I1 5 736 Bem. als gegeben voraussetzt. als es die 11. . für die Gesellschaft die Zulässigkeit des Eintritts eines neuen Gesellschafters damit begründen wollen. was um so schwerer ins Gewicht fallt. daß er eine solche nicht ist. Ich verkenne durchaus nicht das Gewicht der von Hölder für die Verneinung seiner Frage vorgebrachten Gründe vom rechtspolitischen Standpunkt aus. was für die Gesellschaften gilt. nur auf die normale Gestaltung der Gesellschaft. dessen Bestand von dem Wechsel der Mitglieder unabhängig sei und der eigenes selbständiges Vermögen habe. warum der Beitritt eines neuen Gesellschafters und die dadurch erfolgende Einschränkung der Anteile der übrigen ausgeschlossen sein sollte. a. C. 25 N. so geschah dies in der Erwägung. Oertmann4) U. %) Pmt. 4. Prot. 3a und Gierke a. und wenn später tatsächlich die Annahme der passiven Parteifahigkeit erfolgt ist. 36 Zitierte. 206 f . l) Ein Unterschied zwischen Vereinen und Gesellschaften ist mithin allerdings vorhanden. 0. und wenn dies der Fall ist. und daß dieser trotzdem nicht zur Prozeßführung für die Gesellschaft legitimiert sein soll. wegen seiner Befriedigung aus dem Gesellschaftsvermögen sich nicht an diesen halten können. 742 f. BGB. soweit es dem Wesen der Vereine nicht entspricht. 2. müsse auch parteifähig sein". V1 S. wer mit dem geschäftführenden. dann nennen wir eben die Gesellschaft einen Verein. vielmehr ergibt sich aus dem Paragraphen zweifellos. U. E. 268." ist für das geltende Recht unhaltbar. die nur e n t s p r e c h e n d e Anwendung anzuordnen. die der Gesetzgeber den Vereinen im Gegensatz zu den Gesellschaften gewährt und die Vermeidung der sich aus ihrer Kontinuität ergebenden Schwierigkeiten bezweckt. wie das Gesetz nun einmal lautet. um auf diese Weise zu verhüten. Enneccerus I1 S. S. 15. Hierin unterscheidet sich meine Auffassung wesentlich von der Theorie Hölders3) Seine Argumentation. 259. 208.im Sinne des BGB.^) Darauf beruht es wohl auch. Die Vereine sind Gesellschaften. den das GB. In der Tat paßt 5 736 ZPO.. l) liegt eine einfache Gesellschaft nach $5 705ff. in Betracht. und dann kann eine Vermehrung der Gesellschafter nur erfolgen auf dem umständlichen und für Vereine allerdings undenkbaren Weg des Abschlusses eines neuen Gesellschaftsvertrags. sondern sich an alle Gesellschafter halten und seine Klage als eine ihnen allen geltende jedem Gesellschafter zustellen m ü ~ s e n ? " ~ ) entschieden zu bejahen. dann hat die Gesellschaft keine Kontinuität. 797 Bem. nicht etwa. Ist diese Voraussetzung dagegen nicht vorhanden. auch Crome. Daher gilt grundsätzlich. Aber so. *) Vgl. scheint mir unrichtig.') Das einzige Bedenken gegen diese Auffassung besteht darin. bei Oertmann Prot. ist. sondern soweit das Gesetz etwas Besonderes für sie vorschreibt. I1 S.Soll. Kommission ausdrücklich abgelehnt hat. nur muß die Möglichkeit des Eintritts im Statut ausgesprochen sein oder sich aus dem Wesen des Personenverbandes ergeben. . 456. Und es gilt vor allem nicht für den Begriff des Vereins. „ein Verein. daß nach 5 54 BGB. wenn Gierke. auf die Vereine das Gesellschaftsrecht nicht nur „entsprechendefi. das Gesellschaftsrecht gilt für sie n i c h t . nicht einzusehen sei. sondern kategorische Anwendung finden soll. das Gesellschaftsvermögen verwaltenden Gesellschafter kontrahiert hat. entscheidend kommt 5 50 ZPO. auch für die Vereine. N.275. aber es ist nur ein qualitativer Unterschied. daß beim V e r e in „die Annahme einer fortwährenden Neugründung als Folge jedes Eintritts eine unmögliche Vorstellung sein würde!" Aber davon ist keine Rede. daß auf dem Umweg über die Abstoßung des nicht Entsprechenden das Prinzip der freien Körperschaftsbildung wieder in das Gesetz hineingetragen erde. bleibt 1) Vgl. vor. 2 . daß der Verein als etwas an sich von der Gesellschaft verschiedenes gedacht ist. a. V1 S. System I S. sie ist als eine Konzession zu denken. in der alle Gesellschafter gleichmäßig in der Geschäftsführung für die Gesellschaft beteiligt sind. dann Vgl.') Daher sagen die Protokolle. daß „der nach den Vorschriften des Gesellschaftsrechts erforderliche vollstreckbare Titel gegen alle Vereinsmitglieder überhaupt nicht zu beschaffen sein würde". daß wenn die Gesellschaft nach dem Wegfall eines Gesellschafters unter den übrigen fortbestehen kann. d. es erscheint auch mir widersinnig. 3 S. noch. S. Die durch ihn den Vereinen gewährte passive Parteifahigkeit hat nämlich ihren Grund in der Kontinuität der \'ereine. aber nicht alle Gesellschaften sind Vereine. daß die Gesellschaft sich in der Verwaltung ihres Vermögens von einem Gesellschafter soll vertreten lassen können. a.

so daß.und der Verein. ') C. Seuffert.Wird bei der Beschlußfassung der einzelne überstimmt. ist dies bei der Gesellschaft nicht möglich. sondern nur der übrigen Gesellschafter. als anzuerkennen. so daß sie in der Klageschrift zu nennen und ihnen die Klageschrift zuzustellen ist. Kommentar I S. auch wenn der Gläubiger ihre persönliche Haftung neben dem Gesellschaftsvermögen gar nicht in Anspruch nehmen will. und daß die entsprechende Rechtsnorm einfach daraus folgt.') Und während zur Zwangsvollstreckung in das Vereinsvermögeti ein den Verein als Schuldner nennender Vollstreckungstitel genügt. 2. sondern der Wille der ') Vgl. was ja für Hölder identische Dinge sind . Vgl. kann er nicht namens der Gesellschaft klagen können. wenn dies geschieht. 2. mit der Hölder die aktive Parteifahigkeit der Gesellschaft und des nicht rechtsfähigen Vereins zu begründen sucht. So sehr ich in den erörterten Fragen Hölder widersprechen muß. sich unter Berufung auf das Stillschweigen des Gesetzes über die Tatsache hinwegsetzen zu wollen. L. Vereine ohne Rechtsfähigkeit C. Die Widerlegung der einen wie der anderen Argumentation ergibt sich aber aus dem früher Gesagten." Diese Argumentation hätte sich Hölder nicht zumuten sollen. vielmehr müssen die einzelnen Mitglieder verklagt werden.. weil in der Gesellschaft auch der Beitragsschuldner enthalten ist. die Unmöglichkeit einer Klage des Vereins und der Gesellschaft sei im Gesetz nicht bestimmt.Denn wenn die Gesellschaft . Aber allerdings läßt uns 5 5011 ZPO. sind bei der Gesellschaft die Namen der sämtlichen Gesellschafter erforderlich. daß er „eine ihrem Gesamtinhalte nach als Körperschaftsverfassung bestehende Einrichtung" hat. Es ist ein vergebliches Bemühen. Und wenn auch aus der besonderen Vorschrift über die passive Parteifahigkeit „im Zweifel'' ein argumentz~me contrario gegen die aktive Parteifahigkeit zu entnehmen wäre. kann ich Holder3) nach meinen obigen Ausführungen durchaus zugeben. da5 der Verein keine aktive Parteifahigkeit haben s o 11t e . sondern auf Leistung des ganzen Beitrags zum Gesellschaftsvermögen. so daß er den Beitrag nicht verlangen könnte zu dem l ) Teil. teils im Namen der übrigen. zu dem der Belangte selbst Teilhaber der Gesellschaft und ihres Vermögens ist." Hölder meint. 90 ff.uns nichts übrig. Mit demselben Rechte könnte man schließen: D a der Vertreter der Gesellschaft die Beiträge einzuklagen imstande sein muß. daß seine Erörterung über die aktive Parteifahigkeit der Vereine und Gesellschaften mir auf dieser Grundlage um so unbegreiflicher erscheint. diesen nur belangen könnte teils im eigenen Kamen. 277. und sie gehen nicht auf Quoten des Beitrags. der es als ein entscheidendes Kennzeichen des Vereins betrachtet. 72. 178 ff. so tritt seinem Willen nicht der Gesamtwille als Wille eines einheitlichen Ganzen. Vor allem gilt dies von seinen Ausführungen gegen Gierke. 7 S. in bezug auf das argumentum e contrnrio keinen Zweifel.') Der Beitragspflicht des einen Gesellschafters entsprechen Rechte natürlich nicht aller. da der Verwalter des Gesellschaftsvermögens. Gierke. Daß dieses Gegenübertreten des Vereins als Ganzes gegen das einzelne Mitglied undenkbar ist. so daß sein Vorstand als gesetzlicher Vertreter anzusehen ist und infolgedessen als Prozeßpartei behandelt wird. wie Hölder um einen nur nominellen Unterschied. . 3. so ist er Bevollmächtigter und nicht gesetzlicher Vertreter und hat als solcher keine Parteistellung. falls er nicht als Vertreter der Gesellschaft oder a l l e r Gesellschafter gegen den einzelnen auftreten könnte. Während der Verein „als solcher" verklagt werden kann und. Ebenso muß ich der Argumentation widersprechen. sofern dies der Natur des Beitrags entspricht. „daß der Verein seinen Mitgliedern als besonderes einheitliches Ganzes gegenübertritt und im Verkehr als solches sich gibt und genommen wird". so liege doch ein solcher Zweifel nicht vor. er dem Leistenden und den anderen gemeinschaftlich wird. . so sehr muß ich ihm in allem übrigen beipflichten. Dabei handelt es sich keineswegs. und ich kann dabei nur die Bemerkung nicht unterdrücken. 11. In der Tat: . 269. oben C.nicht klagen könnte. die Stellung eines rechtsfähigen Vereins hat. S.. da6 für den Verein im allgemeinen die Vorschriften des Gesellschaftsrechts gelten. denn die von ihm dabei als zulässig vorausgesetzte Belangung des geschäftführenden Gesellschafters als des gemeinsamen Vertreters aller Gesellschafter ist eben nicht zulässig. und wenn sie sich dann im Prozeß durch den geschäftführenden Gesellschafter vertreten lassen. daß die Vereine prozeßrechtlich anders behandelt werden als die Gesellschaften. die es ermöglicht. V . so könnten insbesondere die Beiträge der Gesellschafter keinesfalls voll eingeklagt werden.

wie Hölder annehmen kann." Dazu habe ich in bezug auf die Gesellschaft. Dem kann ich nicht zustimmen. Nur wenn Hölder. ob wir den Verein oder seine jeweiligen Mitglieder als Kechtssubjekte bezeichnen wollen. Vielmehr ist an sich der Wille jedes Berechtigten für sich allein entscheidend. nicht ihre Mitglieder. sondern des reell ungeteilten Rechtsobjektsi4) sie wäre richtig als Sachgemeinschaft der bei der Gesamthand vorlie. und ich kann daher in dieser Beziehung einfach auf Hölder verweisen." Was könnte auch einleuchtender sein.und Füreinandergehen. Es ist e i n Vermogen mehrerer Menschen. gemeinsam zu. die die im Vereinsvermögen vereinigten Rechte gewähren. „Das Gesellschaftsvermögen ist gemeinschaftliches Vermögen aller Gesellschafter. 272. weil er sich nicht pro ~ a t a pnrte durchsetzen läßt. oder an seinem Widerspruch zerschellen. 79. für die Verwendung der Sache „nur unser gemeinsamer Wille entscheidend ist". 273 ff. es erscheint mir von Hölders Auffassung der Gesellschaft aus. wie wir im folgenden der Kürze wegen sagen vollen. den Verein und andere Gesamthandsverhältnisse nichts Abweichendes zu bemerken. USUS ~zisiin solidem esse non pokst. und es ist daher die Frage nach dem Subjekt dieser Rechte hier nicht anders zu beantworten als bei der Gesellschaft. der also nur eine eventuelle Bedeutung hat. ES ist nicht richtig. Mit dem Erstgesagten scheint mir dies unvereinbar. wenn eine Sache mein zu ggOlo ist und nur zu I O / ~ einem anderen gehört. und nur. was Hölder S. Der rechtsfahige Verein oder. etwas in die Vereinskasse zu zahlen oder aus ihr zu empfangen hat. doch. die Bestandteile ihres Vermögens stehen nicht im gemeinschaftlichen Eigentum ihrer Mitglieder. muß er sich entweder dem anderen Willen fügen. meint. wenn sie sowohl Geteiltheit.. B. Die Gemeinschaft nach Bruchteilen bedeutet nicht Gemeinschaft des Rechts. über das sie nur gemeinsam verfügen können.als ein besonderes Ganzes gegenübertritt. bemerkt. sondern im Alleineigentum der Korporation. . wenn es z. ') C.') Und ebenso teile ich seine Auffassung über das Vereins. sondern sie selbst ist die Schuldnerin der Vereinsverbindlichkeiten. 270 f. denn was ist der Verein anderes als die Summe seiner jeweiligen Mitglieder? Der rechtsfähige Verein. vom ausschließlichen Vermögen der einzelnen Gesellschafter. da6 dies für jeden Fall von Gemeinschaft. Es ist deshalb für uns gleichgültig. . die Korporation ist Rechtssubjekt. Beide Ausdrücke besagen dasselbe.l) Aber allerdings gilt für den Verein wie für die Gesellschaft dieses Mit. 6. sondern aktuelle Bedeutung für die Ver') Das gilt auch von dem. 4. Hölder sagt. daß. Nach der durch Gierkes Lebenswerk heute herrschend gewordenen Lehre ist diese Verbandsperson sogar eines eigenen Willens und ') C 5 5 15 D commodati I 3. so lange die Gemeinschaft besteht. Sie bedeutet aber die Verbindung seiner gegenwärtigen Ungeteiltheit mit einem Recht auf Teilung. mit der ich im wesentlichen einverstanden bin. was aber ebenso von jeder Gesellschaft gilt". oben C . fügung über das gemeinsame Objekt. unmöglich und an sich überhaupt undenkbar. für die maßgebend ist der bestimmte Bruchteil.anderen als ein solcher gegenüber. wie Ungeteiltheit ihres Objekts (Gemeinschaft) bedeutete.') Ferner stimme ich Holder durchaus darin bei. sofern ich ihn recht verstanden habe. da6 dem Mitglied der Verein . also auch die Gemeinschaft nach Bruchteilen gelten mü~se.aenden Rechtsgemeinschaft gegenüberzustellen. Nur verstehe ich von dieser Prämisse aus nicht. Während nach der Anschauung der herrschenden Lehre der nicht rechtsfahige Verein nicht wesentlich von der Gesellschaft verschieden ist. Vgl. 5 S. Und der „Bruchteil" des einzelnen Teilhabers hat nicht nur eventuelle Bedeutung für den Fall der Teilung. für die Rechtsausübung. den Vereinsmitgliedern steht die rechtliche Macht.~) muß ich meine eigenen Wege gehen. sagt Ce1sus. und mit Recht. daß die Gesellschaft in demselben Sinne wie der Verein Autonomie hat. und Rechtsverhältnisse zwischen ihr und ihren Mitgliedern sind ebenso und im gleichen Sinne denkbar wie zwischen Einzelpersonen.und Gesellschaftsvermögen. Es unterscheidet sich als ein solches. stellt sie den rechtsfähigen Verein in den denkbar extremsten Gegensatz zu beiden. der durch deren ii'berzahl dem seinigen vorgeht. sie ist trotz der Mehrheit ihrer Mitglieder e i n e Person und nicht eine Personenmehrheit. die Gemeinschaft nach Bruchteilen wäre eine contma'ictio in adi~ctu.

. mit durchschlagendem Erfolge. societafes. daß die Korporation. daß eine derartige Vorstellung den römischen Juristen durchaus fremd ist. die man ehedem als den Hohepunkt juristischer Abstraktion gepriesen hat. Wenn irgendwo. I f. in ihrer extremsten Ausgestaltung aber ein Kind jener Romanistik. fragen wir uns erstaunt. 188. . Institutionen C. die sich in das Vereinsregister hat eintragen lassen. eine abstrakte Person. gebrochen. de leg. wie es möglich war. rev. 43 f." Die Interpolation der L 32 D. daß die respu6licae „ijsius universitatis su?zP. 3. nun können wir fragen.res commuwsu U. daß sie wohl Rechtssatze. *) Dazu Gicrke. hat es Hölder auch für den populus Rumanus erwiesen und gegen Gierke und Sohm. 181. eod. daß sowohl am Eigentum wie an den Schulden des Staates ihm ein Anteil zukommt. univrysitas debet singuli non de8ent nrc qaud unizleysitati debetuy singulis debetur.Einzelnenu einnimmt. 4. S. L 2 eod.') es handelt sich in der Tat um Vermögen. Hölder S 171. D de div. keineswegs die behauptete abstrakte Existenz hat. Wie dies für die geringeren Korporationen. und dies dürfen wir als ein bleibendes Verdienst Holders b e ~ e i c h n e n . f.4 . 5. I .arcam communem". die Lehre von der Einheit der Korrealobligation und ähnliches verdanken. daß sie auf die gemeinrechtlichen Korporationstheorien verfallen konnten? Ich glaube diese Frage getrosten Mutes verneinen zu können. sofern der Satz nicht widersinnig sein soll. weil sie „ipsius universitatis sunPf. 1. „Eine Lesegesellschaft. f oben S. gilt. . Die Keime dieser Theorie liegen natürlich im römischen Recht. auch gemeinschaftliches Vermögen der Mitglieder sein muß. daß sie trotz der schweren Kämpfe um ihre Begreiflichkeit und Begründbarkeit solange bestehen und wie sie den romischen Juristen überhaupt imputiert werden konnte. nun Hölder den Bann dieser Lehre. m. Aber der Jurist verneint es. daß Gaius I1 I I . wenn sie bald davon reden. *) L 7 pr. diese Theorie ist ein Kind der Scholastik.^) In der Tat ist ja auch diese ganze Lehre. daß die Korporation eine von der Persönlichkeit ihrer Mitglieder verschiedene Person ist. Ihm entstammen die wenigen Sätze."q „non erit dicenduni quasi a plztrihs datum sic kab~ri (acto~emj. Sohm. ~ ) In der Tat. und nicht um die Privatangelegenheiten der singuli handelt. Deshalb ist es für sie kein Gegensatz. Quod .. Ich habe in dem einleitenden Paragraphen zu diesem Aufsatz bereits betont. sondern eine Person ist. erwähnen.In universitatihs niltil refert utrum omnes z~niversitas. dgl.3. E.eigener Handlungen fähig. die sich von ihr nur dadurch unterscheiden. die eine von der Existenz ihrer Mitglieder völlig unabhängige rechtliche Existenz hat. so ist in den römischen Quellen mit genügender Klarheit ausgesprochen. 3) L I pr. 3. nichts weniger als einleuchtend." l) . aber keine Theorie der juristischen Personen aufgestellt haben. so soll damit. 9 6.. 169 f. . sondern da6 sie durch ihre Mitglieder und in ihnen besteht. und daher muß sie sogar an ihren Mitgliedern Delikte begehen können. da ja gerade nach der herrschenden Lehre auch die universitas kein ~LZLIZZLS. derselbe in L I 8 I D h. so hat dies nicht die Bedeutung. Hölder S. und wenn nach Gaius die res pu6licae „nullius i f z bonis esse credunturi'. aus denen die Lehre von der abstrakten Persönlichkeit der Korporation gezimmert wurde: . in die wir alle verstrickt waren. I73 ff. f S. collegia usw. verteidigt. Und wenn diese universitas in den Quellen im Gegensatz zu den singuli genannt wird. die 1) L 7 8 2 D quod cuiusque 3."~) Es liegt nahe. soll ein ganz anderes Ding sein als bisher und als andere Gesellschaften. a. Genossenschaftsrecht 111 S. auch wieder nur der Gegensatz zwischen der Einzelrechtssphäre des einzelnen und der Gesamtrechtssphäre der Gemeinschaft ausgedrückt erden.3 fsuffragio legislatorisj ist zu einleuchtend. wie es die gemeinrechtliche Theorie wirklich getan hat.." und unseres Reichskanzlers Berechnungen des deutschen Nationalvermögens bestätigen dies. und die sich über die Begreiflichkeit ihrer Begriffe den Kopf nicht zerbrach. I) iidem maneant au pars maneat vel omnes immutati sint. als da6 diese Stelle als ein Beleg für den behaupteten Gegensatz zwischen dem legislator und dem Consensus omnium verwertet werden könnte. sondern daß es sich um gemeinSame Angelegenheiten aller. 8. Indessen hat Hölder den erschöpfenden Beweis geliefert. der wir die Willenstheorie beim Rechtsgeschäft. Mit Recht meint Hölder:5) „Kein unbefangener Laie zweifelt daran. nach dem Grunde dieser Sätze zu fragen und ihn darin zu erblicken.es universitatis . t. das eben. weil es Korporationsvermögen ist. ob ihre ganze Denkund Arbeitsmethode von der Art war. daß sie selbst die Stellung eines solchen . bald unter diesen $.

nicht des künstlichen Rechtsorganismus mit einem Gesamtwillen und Gesamtorganen im Sinne Gierkes." so bedürfen wir nicht der Fiktionen und Personifikationen der älteren Theorien. die . und vergebens werden wir versuchen. dann stehen wir allerdings vor dem transzendenten Problem.körperschaftliche Organisation" ausgeübt wird. aber auch schon Bekker. sie beruht nur darauf. und die Unfähigkeit eines n~unicipium. In Wirklichkeit liegen die Verhältnisse anders. Eine Korporation. .') Haben wir dies erkannt. als Personenverband und nicht als die mystische Gesamtperson. d. in der gewöhnlichen Vorstellung ein abstraktes Ding. die Einheit in der Vielheit zu begreifen. was der herrschenden Lehre entgegengehalten werden kann. daß dieses Wort endlich ausgesprochen worden ist. die in der hohen Schule zivilistischer Abstraktion erzogen worden sind." Gottlob.sie die Eintragung nicht begehrt und erlangt haben. ohne daß eine Teilung des Rechts eintritt. Hätten die römischen Juristen wirklich die Korporation als Alleineigentümerin der Korporationssachen betrachtet. nicht der Unterscheidung zwischen materieller Sachlage und formeller juristischer Behandlung im Sinne Meurers. was sie b e g r e i f l i c h e r w e i s e ist. das an den Vereinssachen Alleineigentum hat. Betrachtet man das Korporationseigentum als Alleineigentum der Korporation. geklärt: das große Rätsel. I C.. wenn er bei Ulpianz) den Gedanken findet. an dem sich die Dogmatik der Germanisten und RomaBenisten des 19. was an der juristischen Vgl.. der aber nicht die richweiß. C. In der Tat sind alle diese Konstruktionsversuche dadurch bedingt gewesen. 9 Wobei ich das Wort Geschäftsfähig naturlich nicht im technischen Sinne gebrauche. Brinz I. um geschäfts. 266. Persönlichkeit der Korporation bisher problematisch war. letztwillig honoriert zu werden.') trachten wir es dagegen als Gesamteigentum und die Korporation als das. daß sie ein . 5. Diese Organisation hat mit der angeblichen Rechtsfähigkeit nichts zu tun. Die ihm zustehende rechtliche Macht ist eine Macht seiner Mitglieder. . die einen Vorstand.nicht rechtsfähig zu sein.3) In der Tat hat Sohm recht. Institutionen 4. I11 S. 5. in dem es nur auf Menschen anwendbar ist. so ist das.. gegenüber der Tatsache. Fragm. 251. h. ') Hölder S. so sind Rechte des Vereins nicht denkbar. 1085. weshalb er einer ständigen Organisation bedarf. die ein Vereinsvermögen hatte. als eine Gemeinschaft zur gesamten Hand. . ist nichts als eine Konsequenz des von der Interpretatio aufgestellten Satzes. 188 N. abweichend von den primitiveren Gesamthandsverhältnissen. um mit Häckel zu reden ein . dazu Holder C. und kann daher das fundamentalste unter den behaupteten Unterscheidungsmerkmalen des rechtsfähigen Vereins keine Redeutung haben. die bloß seine Auflösung zu beschließen brauchen. die vorher nicht anders geartet war als nach der Eintragung. um es zu vernichten .gasförmiges Lebewesen". daß das romische Recht als einzige Formen der Berechtigung die Alleinberechtigung und die Teilberechtigung kennt. Auch der rechtsfähige Verein ist nichts anderes. So im wesentlichen schon tige Konsequenz daraus zu ziehen 1) 2. daß das municipiu?~ein Verband stets wechselnder w~z~nicipes ist. ein Statut und eine Mitgliederversammlung besaß. wie eine Personenmehrheit vorhanden sein kann. Jahrhunderts vergeblich versucht hat. an dem sich jedes Mitglied mit Stolz als anteilsberechtigt betrachtete. im wesentlichen. um seine Angelegenheiten zu besorgen. II N. XXII.i?zcertuw~corpus" sei.s) Weil die Korporation Vgl. d. h. . regelmäßig beträchtliche und stets wechselnde Zahl von Mitgliedern angelegt ist.da6 das Recht des municipium vielmehr ein Recht der jnunicipes bedeute". wie sie die Erbeinsetzungsfähigkeit einer Korporation mit der Begründung verneinen konnten. das teilt der rechtsfähige mit dem nicht rechtsfähigen Verein: daß nämlich diese Macht. dann wäre es vollkommen unverständlich. oder in Anwendung auf das Eigentum: das Alleineigentum und die communio pro pngftibus indhisis.') In ihm vereinigt sich in der T a t alles. da6 der Testator nur pevsonne certne bedenken könne.. Diese Vorstellung wird indessen dem römischen Quellenrecht nicht gerecht. I. meine Rechtsstellung Vgl. nicht weiter zu untersuchende Wahrheit betrachtete. 56. Aufl. wird durch die Eintragung mit einem Zauberschlage Rechtssubjekt. Dazu Sohm. Existiert der Verein nur in seinen Mitgliedern. 3. C. die nicht Rechte seiner Mitglieder wären. durch einen besonderen Apparat. Pand. das Forderungen und Schulden haben kann und das in aller und jeder Beziehung unabhängig ist von seinen Mitgliedern. diesen mystischen Verwandlungsvorgang anderen als solchen begreiflich zu machen. . und was an ihr als Besonderheit anzuerkennen ist. da0 der Verein auf eine unbestimmte. diesem Problem. 13. daß die gemeinrechtliche Dogmatik es als eine selbstverständliche.

corpori indicitz~r. 2 . C.ani hodie sunt q~iq24~ postea subissent" aufgefaßt19) Beispiele.heredita~io pistorum nomine" und dem. 0. als daß Verbindlichkeiten. beweisen aber sachlich nicht das geringste. de pistoribus XIV. 11. vgl. 8.. C.. L 3 eod. 3. Regelsberger I S. 145 ?J. Vgl. die gemeinsame Verbindlichkeiten der Korporationsmitglieder sind. 10 eod. Denn die Reskripte . a. sondern um den der Berechtigung mehrerer Personen als singuli oder in einer Gemeinschaft. Pand. Dernburg.ratio communis" religiöser Genossenschaften gesprochen4) und den Teilnehmern an collegia illicita gestattet wird. 294 N. 10. und im Anschluß daran verfügen die Kaiser Valentinianus. Die ältere Theorie nahm unbefangen den richtigen Standpunkt ein. 4. da6 Rechtsbeziehungen verschiedene Personen voraussetzen.. 111 S. ') Vgl. und dem.. Aufl. wie denn an anderer Stelle auch verboten wird „ad quaestionem provocandos eos puos accusator de do~nosun p~oduxit". Windscheid I 62 N. I11 S. 2 . Aufl. ist m. 8..z. 5 (de naviculariis).nec enim pluriz~m vidptur. Warum soll also einem Korporationsmitglied nicht eine Servitut zustehen können. 3. Gierke a. sed in sua causa et p istoru rn nomine ac iure residere. de quaest.~)Immer handelt es sich um den Gegensatz nicht der Berechtigung und Nichtberechtigung. 3ID 3 7D 83D de div.pecunias communes inter se divide~e". W. tritt Teilung ein). poss. Vgl.. sie gehen von der Abhängigkeit des Sklaven und der notwendigen Autorität des Herrn über ihn aus. aber wohl mit der communis opinio a n z ~ n e h m e n . was ihm die Servitut gewähren würde.nicht unabhängig von den Mitgliedern existiert. .. 9 .2 . § 535 2. 54.attributio iis qui in conlegio Silz. Denn der Satz: nzdli res sua seruit beruht ja nicht darauf. . wie von der . 3 eod. a.privatorum institutioizp" erwerben. woraus klar genug hervorgeht. 190. und dasselbe von allen servi corpomm gesagt wird . 1084 f. 309 und C. Windscheid I 5 58 N. 8. Labeo I C. Daß ein Korporationsmitglied eine Servitut an dem Korporationsgrundstück haben kann. 7 was keineswegs ausgilt. die L 26 D de serv. sciat cor p o r i obnoxium vendere et alienare non posse. S. 7. o und viele andere. nullam specialiter potest obligari personam15) so ist damit nichts anderes gesagt. Bei der Bäckerund Müllerzunft wird sorgfältig unterschieden zwischen dem. 4. 338. Theod. Gierke. 535 .') Ebenso wird an anderer Stelle unterschieden zwischen den Sachen. System I1 S. daß das Vermögen der Zunft nach römischer Auffassung nicht Vermogen eines Dritten.sem/us singulorum pro parte inteZZegituSC. Valens und Gratianus. Ganz unbefriedigend ist Savigny. 19. Brinz I. was sie . 299. was es beweisen soll. System I11 S. Windscheid 111 547 N. Windscheid I 5 58 N. 3. was die pistores . ') Vgl. 3 . sondern beschäftigen sich zweifellos mit rein praktischen Problemen. 6. Pernice. daher die Zuwendung an die Korporation als . Theod. sondern daß das Eigentum dem Eigentümer bereits gewährt. 2 . gegenüber darauf verweist. .. Theod.eidPm corpori" reserviert. 283 f. Labeo I S. 8. wie sie ihm in dem gemeinschaftlichen Eigentum nicht gewährt ist?') Und wenn die Quellen eine Obligation zwischen der ') L 6 ') L I ') L I 4. 183 N. ~ ) aber auch das beweist nicht. in den Quellen nicht gesagt. 13. L 53 9 Pernice. j L 31 5 1 D de furtis 47.~) sich nicht mit der gemeinrechtlichen conzmunis was opinio dadurch weginterpretieren läßt. 9 I D quod cuiusque univ. daß der servw civitatis .. Dernburg I § 64 N.es ist wichtig. L 23 @ I D pro socio 17. sondern gemeinsames Vermögen der Zunftgenossen war. 37. was sie als pistores besitzen. die einzelnen nicht persönlich belasten.') Diese Auffassung geht durch das ganze Recht der römischen Korporation hindurch. 22. Auch Pemice. L 3 i 4 D de bon. 13 C. eod. ') L 18 C. Wenn man dem ') Vgl.~~ s. 20 (wenn nicht konfisziert wird. Savigny. I . 48. ') L I pr. „ ~ t si vel donatione pistoris rem . ist sie gerade ein incertunz corpus.so ) klingen diese Wendungen allerdings der herr~ schenden Lehre sehr günstig. daß man den unerlaubten Vereinen die Korporatiorisrechte absprichtiB) daher wird das collegium auch als societas bezeichnet.tarn contra civem puam pro PO" gefoltert werden kannll) weil er nicht . sed c o r ~ o ~ i s . 4 ." Und wenn Valentinian und seine Mitregenten von dem corpus Iudaeovum sagen: quidquid zrniverso pistrino hereditatis successionisve meritis obligatam quicungue ex privatis a pistoribus fwrit cons~cutus. Labeo I S. schließlich von der societas Pu6licanorzo. L I 0 ij 4 D 2.wollen gewiß nicht logische Konsequenzen aus raffinierten juristischen Abstraktionen ziehen. die sich gewiß noch stark vermehren ließen. die ihm eine individuelle Macht gewährt. Vgl.. daß die fraglichen Rechtssätze auf Reskripten und nicht auf der interpretatio beruhen . rer. Genossenschaftsrecht 111 S. 2 . 3 L I 2 L) de colleg. 257 N. 18. und das erstere . I . 16. 47.quae possident privat0 iurc pistores".

der das Mitgliedschaftsrecht hier in ein Organschafts. Auf dieser scharfen Trennung der Persönlichkeit des Vereins von der seiner Mitglieder baut sich die ganze Dogmatik des modernen Korporationsrechts auf. wie wir dies oben erörtert haben. Deutsches Privatrecht I s. daß sie „zwar einklagbar. 11. an Recht zukommt. Daher können sie im Wege der Klage geltend gemacht werden nicht bloß gegen den Verein. sondern auch allgemeine. 35 C. des b. wenn wir uns auf den Standpunkt der herrschenden Körperschaftstheorie stellen. sofern der Kläger hierbei ein Interesse hat. 534 f. Wer kraft Mitgliedschaftsrechts zur Bestreitung der Körperschaftslasten beitragen muß. Kipp. die wir im folgenden kritisch zu betrachten haben. Baron. Bemerkungen zur Lehre von den jur. Recht 9 C. Lehmann. *) L 9 D h. und daß damit die beiden Rechte wieder um einen grundsätzlichen Unterschied ärmer geworden sind. gegen solche Mitglieder des Vereins. welche dem Kläger entgegentreten. 249 N. 36. so einleuchtend uns diese Auffassung vielleicht auf den ersten Blick dünkt. I . 3) 4. Vgl. Jherings Jahrb. so unbegreiflich Gierke. 3 Zitierten. j) Endemann 6. auf wie unsicherem Boden die Lehre von den rein römischen Korporationen steht und wie notwendig uns eine sorgfältige Revision dieser Lehre.juristische Personii im Sinne der herrschenden Lehre ist. Ebenso bleiben die kraft einer besonderen Organstellung begründeten Rechte und Pflichten der I n d i v i d ~ a l s ~ h ä r e ihres Trägers fremd. sondern auch gegenüber dem einzelnen Sozius. daß sie einem rechtsfähigen Vereine angehört.? so liegt die Sache bei der Korporation durchaus nicht anders als bei der Gesellschaft. 201) gegen Laband in Hirths Annalen 1874 C. „Wer kraft Mitgliedschaftsrechts an der Beherrschung und dem Genuß des Körperschaftsvermögens teil nimmt. 1499. Lehrb."3) Ebenso Kohler. das letztere als ein damit verbundenes Vermögensrecht denkt. Cosack. Arch. als wir zu glauben geneigt sind. Darum gelten auch seit alter Zeit in rein körperschaftlichen Angelegenheiten die Körperschaftsmitglieder als zeugnisfahig und als fähig zum RichteramteU. wenn derselbe die Rechte des Klägers beeinträchtigt oder bestreitet. Ich habe aus dem Studium der Quellen den Eindruck gewonnen. was materiell natürlich Rechtsverhältnisse nicht zwischen ihm und der ganzen Korporation. aber Es nicht im Konkurs des Vereins anmeldbar ~ i n d " . 535." Es ist kein Ver- mögensrecht und gehört vor allem der Individualsphäre des Mitglieds überhaupt nicht an. dazu noch Calkowski. indem sie die soziale Stellung des Mitglieds zum Verein bestimmen. ~ ) alles was diese Ausführungen bezwecken. . Lehrbuch I 8 4 5. 6. b.Korporation und ihren Mitgliedernll) einen Prozeß zwischen ihnen für möglich erklären. 4. 0. Vor allem ist durch sie die heutige Auffassung der Mitgliedschaft bedingt. Was der physischen Person infolge der Tatsache. Dernburg. Rechts I 5 34 Z. 2. das sowohl gegenüber dem Ganzen (dem Verein als solchem) wie gegenüber den anderen Mitgliedern besteht. V (C. Deutsches Privatrecht I C. Trebell. t. Crome. System I C. 182 ff. ~ ) bestehen wahre Mitgliederrechte und zwar nicht bloß besondere. Lehrb. und viele andere. Gierke . Bolze. Gesamtrechtsverhaltnisse (1863) § I . Personen 1863. Vgl. Indessen. frei von allen dogmatischen Vorurteilen. zu zeigen. Kohler. Person und die sonst bei Windscheid I 5 58 N. 319. 4. Also sind sie nicht etwa bloß obligatorische Ansprüche gegen den Verein. sondern auch. f. Sind wir uns doch heute auch darüber klar. . Sie gehören zu den Rechten der Persönlichkeit. da5 die offene Handelsgesellschaft keine . Es muß mir natürlich fern liegen. I. 3. C. 338 ff. daß sie unter ihrer Firma „Rechte erwerben und Verbindlichkeiten eingehen kann" nicht nur gegenüber Dritten. besteht darin. ist gleichwohl durch die Verpflichtungen der Körperschaft individuell nicht verpflichtet. daß ihre Korporation von der deutschen Genossenschaft nicht so fundamental verschieden war. hat gleichwohl keinen individuellen Anteil an diesem Vermögen oder einem einzelnen Bestandteil desselben. Begriff der jur.l) Eine weitere Konsequenz der Eigenartigkeit dieser Rechte besteht darin. a. die Selbständigkeit der Korporation im Sinne der modernen Theorie zu übertreiben. 4. Genossenschaftstheorie S. eine Dogmatik der römischen Korporationen an dieser Stelle zu v e r s u ~ h e n . b. und doch zweifelt niemand daran. 3 Dernburg a. Recht I 69 Z.. I C. wäre. sondern zwischen ihm und den übrigen Mitgliedern bedeutet. Vgl. 1) -- I ) L I 5 15 D ad C. Sie haben wie andere Persönlichkeitsrechte eine absolute Natur. ist ein reines Persönlichkeitsrecht. 227 .und ein Wertrecht auflöst und das erstere als ein Persönlichkeitsrecht. daß es den klassischen Juristen durchaus fern lag. das einzelne Mitglied stellt seine Privatrechtssphäre in Gegensatz zur Gemeinschaftssphäre.

wenn er auf der einen Seite die gesamten Konkursgläubiger nach außen vertritt. aber er kann seine Vereinslokalitäten nicht benutzen. was hat dann der Verein selbst an V e r m ö g e n srechtenl Auf beide Fragen ist vom Standpunkt der herrschenden Lehre aus keine befriedigende Antwort möglich. wie bei der Vertretung der Gläubigerschaft gegenüber einem einzelnen Konkursgläubiger durch den Konkursverwalter. . dgl. Wenn das Recht. *) Bekker. Es ist. sondern nur gegen die anderen Mitglieder richtet. I C. daß die Mitgliedschaft ein Recht des Mitglieds gegenüber dem Verein ist. handelt . Mit anderen Worten: Auch der rechtsfähige Verein ist eine Gesellschaft. wo es sich um sogenannte Rechte und Pflichten des Mitglieds gegenüber dem Verein handelt. nur allerdings eine besondere Art von Gesellschaft. In der Tat fehlt den Vermögensrechten des Vereins von diesem Standpunkt aus . seine Zeitungen und Journale nicht lesen. Aber dagegen drängen sich mir zwei Bedenken auf: I. daß der Verein nur aus seinen Mitgliedern besteht. seinen Weinkeller leeren U. die Herausgabe oder Leistung verlangen U. daß 'dieses Mitgliedschaftsrecht sich aus einem doppelten Rechtskreis zusammensetzt.. da5 es zwar gegen den Verein durch Klage geltend gemacht werden könne. wenn die Existenz des Vereins auf der Mitgliedschaft beruht. Wenn ich im vorstehenden behauptet habe. d. da5 die Mitgliedschaft kein Recht gegenüber dem Verein als solchem sein kann. können ihre Rechte. Oben S. Das können nur die Mitglieder. Pand. weil es sich nicht gegen den Verein im ganzen. kraft ihres Mitgliedschaftsrechts. Wie ist es denkbar. h. daß sie nicht gegen den Vereinsvorstand geltend gemacht werden kann. mu5 es auch im Konkurs geltend gemacht werden können. keine Anteilsrechte an diesem Vermögen sein. 266 ff. dgl. daß die angeblichen Vereinsrechte in Wirklichkeit gemeinsame Rechte der Vereinsmitglieder sind. So wenig wie der Gemeinschuldner sein Recht an der Konkursmasse im Konkurse geltend machen kann. gegen die der einzelne seinen Konkursanspruch geltend macht. gerade wenn es ein selbständiges Recht gegenüber dem Verein bildet. und die einzige Abweichung von den uns hier interessierenden I) Hölder S.sofern es sich nicht um einen reinen Erwerbsverein. als Mitglied des Vereins dessen Vermögen zu gebrauchen und zu nützen. wenn die Mitglieder ihre Rechte ausüben. also zu dem Konkurs nicht in der geringsten Beziehung steht. und das letztere nicht. weil das Vereinsmitglied gemeinsam mit seinen Genossen den Gemeinschuldner bildet. sondern ein Kollektivum ist. so leuchtet ohne weiteres ein. nämlich der Beteiligung an dem Personenverbande (societas) und der Beteiligung am Gesellschaftsvermögen (co~fz?vzunis. zu erkennen. 101. Ich meine. Ich sollte meinen. Denn es besteht gar keine Veranlassung zu der Auffassung. Gewiß: ist die Korporation das individuelle Subjekt ihres Vermögens. da5 der Verein kein Individuum. ist er hier Vertreter der Gläubiger. eine Kette von Widersprüchen durch vollkommene Harmonie.l) Nur diese Auffassung ersetzt das Unbegreifliche durch das Begreifliche. daß keines dieser Rechte das Mitglied zum Konkursgläubiger machen kann: das erstere nicht. vielmehr ist er in allen Fällen. dann können die Mitglieder keinen Anteil an diesem Vermögen haben. unmöglich. so soll damit keineswegs gesagt sein. der Verein als abstrakte Person kann wohl klagen.') Die Sache liegt hier nicht anders. sie kann vielmehr nur ein Recht gegenüber den anderen Vereinsmitgliedern sein. so wenig sind wir dazu bei dem Anteilsrecht des Vereinsmitglieds berechtigt. um mich auf eines zu beschränken.der wesentlichste Inhalt: das Recht des Gebrauchs. der Vorstand der Vertreter der Vereinsmitgliedermehrheit gegenüber dem einzelnen Mitglied.Gesamthand). wie wir dies bereits früher beim nicht rechtsfähigen Verein gesehen haben. 251. aus der Selbständigkeit des Mitgliedschaftsrechts zu schliefien. Wenn wir dagegen annehmen. Deshalb macht man sie zu Personenrechten. die sie zweifellos haben. daß der Vorstand den Verein nur als ganzen vertreten könne. und so wenig wir deshalb das Recht des Allein-Gemeinschuldners an seinem Vermögen als Persönlichkeitsrecht zu bezeichnen brauchen. die Mitgliedschaft als Recht g e g e n ü b e r dem Verein betrachtet werden kann? 2. da5. nicht auf seinen Stühlen und an seinen Tischen sitzen. so wenig können dies die Vereinsmitglieder im Vereinskonkurse. schon diese Erwägung sollte uns dahin führen.wird sie uns bei näherer Prüfung gerade von diesem Standpunkt aus. wie die Aktiengesellschaft es ist. ein Personenrecht ist. Hieraus läßt sich aber zugleich auch das erstgenannte Bedenken beseitigen: Es ist ein logischer Widerspruch. aber im Konkurs nicht anzumelden sei. daß der Verein seine Rechte ausübt.

Von diesem Gesichtspunkt aus entsteht dann aber die Frage nach der Begreiflichkeit dieses Prinzips. zu behandeln ist. mit dem das. tritt der Unterschied hervor: I. 151. das als Quell und Grundlage dieser Sätze betrachtet werden kann. die ihren eigenen Willen und ihre eigenen Organe hat. 1 ' arg. daß der formulierte Begriff sich n o t w e n d i g a u s d e n b e k a n n t e n P r ä d i k a t e n d e r S a c h e e r gibt. Nach dem Rechte des BGB. In bezug auf die Deliktshaftung. Konkursordnung S. die behauptete Kategorie der Mitgliedschaftsrechte zu verwerfen oder richtiger.4) Die herrschende Lehre tut dies bekanntlich in der Weise. In bezug auf das Schicksal des Vermögens bei der Auflösung des Vereins. In bezug auf die rechtliche Stellung des Vorstandes. was beim nicht rechtsfähigen Verein nicht der Fall ist. was beim rechtsfähigen Verein nicht der Fall ist. sondern wir haben erst dann das Wesen der Sache gefunden. aus denen wir die Frage nach dem Wesen der Korporation im Gegensatz zum nicht rechtsfähigen Verein zu beantworten haben. nicht wollen. 3. vereinbar ist. Predari. In bezug auf die Schuldenhaftung. um die Vereine zur Erwerbung der Rechtsfähigkeit zu nötigen. was wir über die Sache wissen. worin die Verschiedenheiten der ersteren von dem letzteren bestehen. 2611. sie in eine Summe verschiedenartigster Relationen aufzulösen und die wesentliche Gleichartigkeit der Korporation mit dem nicht rechtsfähigen Verein anzuerkennen. In der grundbuchmäßigen Behandlung beider Arten von Vereinen.') Sind wir so berechtigt. insofern sie bei der Korporation die eines gesetzlichen Vertreters. insofern der rechtsfähige Verein mit seinem Vereinsnamen in das Grundbuch eingetragen werden kann. und die bereits von uns erörtert worden ist. 286. wie wir gesehen haben. so daß e r keine Rechte haben. im Gegenteil. nicht handeln kann." Dieses Verfahren widerspricht zwar dem Wesen auch des nicht rechtsfähigen Vereins. sondern ein prozeßrechtlicher Personenverband ist. 622 f. . aber daraus. ja auf Kontinuität angelegt ist. während der nicht rechtsfähige Verein eine bloße Personenmehrheit ist. fj 54 BGB. daß sie als Mitglieder eines nicht rechtsfähigen Vereins anteilsberechtigt sind. In der prozeßrechtlichen Stellung. ihnen unbequeme Verhältnisse schaffen.4) 4. so fragt es sich. ') Unrichtig daher Hölder S. daß sie nach einem allgemeinen Prinzip sucht. und sie findet dieses Prinzip darin. so muß sie eigene Rechte und Verbindlichkeiten haben können. arg. 54 BGB. ') arg. sondern nach 5 48 GO. Und das trifft für unsern Fall nicht zu. insofern beim nicht rechtsfähigen Verein das Vermögen immer an die Mitglieder fallt. Gewiß. insofern dieser. Dies aber ist zunächst eine reine Frage des positiven Rechts. 286. so daß kein Grund besteht. den Verwalter privatrechtlich nicht als Vertreter des Gemeinschuldners zu betrachten. er wollte. 59 ff.l) 5. nicht eine Vielheit von Personen. so da6 die zur Zeit der Eintragung vorhandenen Mitglieder mit dem Bemerken einzutragen sind. Achilles-Strecker.3) Dies sind die Rechtssätze. daß die Gläubigerschaft kein privatrechtlicher.2) 6.. daß die Korporation e i n e Person ist. 54 BGB. ob dieser von der communis opinio betretene Weg überhaupt zum Ziele führen kann. sondern die weitere Frage zu stellen. daß wir a priori einen Begriff der Sache aufstellen.Verhältnissen besteht darin. während der nicht rechtsfähige Verein als solcher nicht eintragungsfähig. während dies beim rechtsfähigen Verein nur unter besonderen Voraussetzungen der Fall ist. insofern die Mitglieder eines nicht rechtsfähigen Vereins für die Vereinsschulden perP sönlich haften. sachlich angemessene Vorschriften zu geben. daß ihre Mitglieder mit ihrem Privatvermögen für die Korporations- Literatur bei Jäger. §§ 45. wenn die Korporation eine Person ist. der rechtsfähige dagegen volle Parteifähigkeit hat. Und auch dies glaube ich verneinen zu müssen.$) 3. aber dem Gesetzgeber war es hier ja auch gar nicht darum zu tun. 2. J) G~ndbuchordnungS. beim nicht rechtsfähigen Verein die eines geschäftsführenden Gesellschafters oder bevollmächtigten Vertreters ist. 50. Grundbuchordnung S. *) Vgl. Es ist aber nicht nur diese Frage zu verneinen. die das eigentliche Problem der juristischen Persönlichkeit bildet. 1) . Wir können nicht dadurch zur Erkenntnis des Wesens einer Sache gelangen. wenn wir gezeigt haben. nichts schulden. 3 ZPO. 160. §§ 3 1 1 54 BGB. insofern der rechtsfähige Verein für die Delikte seiner Organe haftet. insofern der nicht rechtsfähige Verein nur die passive.

Ebensowenig. Nicht daß der Verein . Aber wird er dadurch zur Person? Ich glaube nicht. Wie innig die Parteifähigkeit mit der Kontinuität des Vereins zusammenhängt. ist mithin keine begrifflich dogmatische und kann es gar nicht sein. Hat die Rechtsordnung es einmal für notwendig erkannt. wenn sie die ausscheidenden Mitglieder von ihrer Haftung für die Vereinsschulden befreit. Nicht anders verhält es sich mit den anderen Rechtssätzen. als ein Mensch. Nun wendet man . Ein Personenverband. so läßt sich vielleicht deshalb die Korporation mit einer dritten. Und umgekehrt: Wenn das Gesetz sagt: die Mitglieder der Korporation haften nicht für die Korporationsschulden. als die unter dem Vereinsnamen im Grundbuch eingetragenen Berechtigten die jeweiligen Vereinsmitglieder anzusehen. so zieht sie daraus nur die Konsequenz. Diese Parteifahigkeit hat es ja nur mit dem Prozeß zu tun. Auch der Rheder haftet für gewisse Verbindlichkeiten nicht als „si~zgulzls". bedarf der Parteifähigkeit. sondern daß der Personenverband Verein ist. Der Erbe haftet m i t dem Nachlaß. muß beim rechtsfähigen Verein in bezug auf beide Parteirollen möglich sein. insoweit diese gesetzliche Vorschrift reicht. und dasselbe gilt von dem Nachlaß. sondern eine rechtspolitische. da6 diese Mitglieder in demselben Sinn. ist der Grund für die fragliche Rechtsnorm.schulden nicht haften. und wenn es dem nicht rechtsfähigen Verein versagt wird. haben uns die Verhandlungen der 1 . Kommission bereits ge1 zeigt.Person ist. warum diese beschränkte Haftung eintritt. natürlich auch nicht als Prozeßsubjekt in Betracht kommen kann. der RechtsSatz selbst aber auf uns tatsächlich als Konsequenz der mittelalterlichen Korporationstheorie und nicht aus rechtspolitischen Erwägungen übergegangen sein dürfte. was in dieser Beziehung das BGR. so bedeutet die Parteifähigkeit nicht. wobei ich den Singular zu entschuldigen bitte. nicht weil er Person ist. Dasselbe gilt im wesentlichen von der Parteifähigkeit. sondern nur. haften ihre Mitglieder nicht für ihre Schulden. die Korporationsschulden als gemeinschaftliche Schulden der jeweiligen Mitglieder zu betrachten. der so lange den Nachlaßgläubigern auschließlich haftet. wie sie andrerseits von der Erwägung aus. für den nicht rechtsfähigen Verein als Beklagten für möglich hält. folgt nicht. Immerhin können wir mit einiger Sicherheit die ratio legis ermitteln: der Satz quod univrrsitas dedet sizguli non debent ist praktisch gefordert von der Kontinuität der Korporation. Personenverbände von Dauer zuzulassen. Sie ist deshalb für uns mit besonderen Schwierigkeiten verbunden. für uns natürlich nicht zu ermitteln sind. der Rheder m i t dem Schiffsvermögen. in dem sie am Verein beteiligt sind. weil die Erwägungen. wenn er diese Tatsache zur Grundlage für die Erschaffung eines besonderen Rechtssubjekts macht. sich als Eigentümer seiner Grundstücke eintragen zu lassen. daß der Verein als ein von den Mitgliedern verschieden gedachtes Individuum Partei wäre. daß die Vereinsschulden nur den Vereinszwecken dienen. auch am Prozeß teilnehmen. bis der Erbe diesen Rechtszustand verwirkt hat. Die Frage. sie hängt mit der Rechtsfähigkeit auch beim Menschen nur insofern zusammen. ohne daß wir deshalb das letztere eine selbständige Person nennen. D a aber der Verein keine individuelle. sondern des spekulativen Juristen. die Vereinsmitglieder auch nur mit dem Vereinsvermögen haften zu lassen. die die römischen Juristen zur Aufstellung dieses Prinzips geführt haben. um überhaupt existieren zu können. sondern nur eine Kollektivpersönlichkeit hat. den die Rechtsordnung nicht als Rechtssubjekt anerkennt. und wenn daher die Korporation mit ihrem Vermögen für ihre Schulden haftet. aber doch nur. daß der Gesetzgeber solche Vereine doch zugelassen hat. den Korporationsmitgliedern gegenüberstehenden Person v e r gle i C h e n . dazu gelangt ist. sondern nur mit dem Seevermögen. und Verein ist er eben als mit Kontinuität ausgestatteter Personenverband. Vielmehr sieht sich der Gesetzgeber aus irgend einem praktischen Motiv veranlaßt. Die Konsequenz daraus werden wir später zu ziehen haben. so ist dies nichts anderes als ein Hemmschuh seiner Kontinuität und gegenüber der Tatsache. dessen Mitglieder beständig wechseln. Der rechtsfähige Verein ist parteifahig. Auch dieser RechtsSatz erklärt sich völlig zureichend aus dem Prinzip der Kontinuität des Vereins. und ist es eine bloße psychologische Konsequenz nicht des Gesetzgebers. eine legislative Sinnwidrigkeit. wie etwas im Wege steht. ebensowenig sind wir gehindert. sondern weil er Verein ist. so haften in Wahrheit die Korporationsmitglieder mit ihrem gemeinschaftlichen Korporationsvermögen. die getrennte Schuldenhaftung zu normieren. daß die Korporation eine abstrakte Person in dem oft erörterten Sinne sein muß. und für keinen Fall läßt sich daraus die Argumentation rechtfertigen: Weil die Korporation Person ist.

S. Lehrb. sie können dagegen nicht Zeugen oder Richter sein. da6 er Vertreter dessen ist. was der Annahme widerspreche. d. 6. läßt sich die letztere natürlich nicht a d absurdum fuhren. andrerseits die Vorteile wahren wollte. B. da5 diese Mitglieder Partei seien. daß der Verein „als künstlich geschaffener. 549 ff. Motive I S. Dies sind die prozessualischen Konsequenzen einer derartig formalen Behandlung von Rechtsfragen. daß sie da n i c h t gilt.O) Es handelt sich dabei also ausschließlich um die Frage. so kann sein Vorstand Parteieide leisten. Aus einer lex lata. 4. Seuffert I C . den Prozeß leite und entscheide. daß kein hinreichender Grund besteht. . Nach dem Entwurf I *) sollte der Vorstand der gesetzliche Vertreter der Körperschaft s e i n . was der Verein ist. 59. daß als Zeuge nur eine Nichtpartei im formellen Sinn betrachtet werden kann. bleibt von dieser Regelung vollkommen unberührt. nicht für wen er es vermag. ob ein Vereinsmitglied Richter sein kann. als ob der Entwurf einer bestimmten Theorie bezüglich des Wesens der juristischen Person folge. BGB. um es zu ermöglichen. Lehren. inwieweit eine solche Erwagung sachlich berechtigt ist. des Aktionärs oder Vereinsmitgliedes am Prozeß der Aktiengesellschaft oder des (rechtsfähigen) Vereins kein Ausschließungsgrund für das Richteramt ist. wird er also verklagt. denn die Frage. daß. aber man ist doch darüber einig. was der Vertretene ist. a. daß es anerkannten Rechtes sei. Aufl. Allg. daß eine „bloß mittelbare Beteiligung am Prozesse.." und ebenso ist kein Streit darüber. können seine Mitglieder als Zeugen und Richter auftreten. willenloser Träger von Rechten der Vertretung bedarf'. 3.vielleicht ein. Weder ist damit der rechtsfähige Verein als Person anerkannt. 3. die Mitglieder sind materielle Streitgenossen und des Parteieides fähig. 509.') Wenn ferner der Vorstand eines rechtsfähigen Vereins die Stellung eines gesetzlichen Vertreters hat12) so ist damit jedenfalls gesagt. 312. wenn der Gesetzgeber die Vereinsmitglieder zum Zeugnis zuläßt und vom Richteramt nicht ausschließt. Recht. daß er dieselbe Stellung wie der gesetzliche Vertreter einer vertretungsbedürftigen natürlichen Person hat. darauf an. h. Kommission wies dagegen dem Vorstand nur die . weil der Verein eine juristische Person und infolgedessen selbst Partei ist? Sollte nicht auch hier eine materielle Erwägung zugrunde liegen. Zwar existiert kein Rechtssatz. Nicht uninteressant ist in dieser Beziehung die Entstehungsgeschichte dieser Vorschrift. wenn er nur einen bevollmächtigten Vertreter haben kann. 1) vielleicht erwerben. L. 3 E I 8 44'". 333 N. RG. wie z. der sein Mitglied ist.3) Aber darum handelt es sich für mich nicht. b. Klagt er. Wohl aber aus den Konsequenzen. für und gegen die Gesamtheit der Vereinsmitglieder. Materiell liegt dagegen die Sache beim rechtsfähigen Verein nicht anders wie beim nicht rechtsfähigen: das Urteil wirkt für und gegen den Verein. aber nicht aktiv parteifähig. Oder man denke an einen nicht rechtsfähigen Verein. was der Vorstand vermag. 11 C. V. der während der Rechtshängigkeit eines Aktivprozesses die Rechtsfähigkeit erwirbt: er wird sie Wobei ich es dahingestellt lassen kann. denn diese sind wahrlich bedenklich genug. dazu auch Dernburg. Der nicht rechtsfähige Verein ist passiv. kommt es in solchen Prozessen in letzter Linie in bezug auf die Frage. daß der Entwurf I denselben überhaupt nicht erwähnte.Stellung" eines gesetzlichen Vertreters zu. r. die das Kind einer bestimmten Theorie ist. 3. 94. was die Motive damit begründen. noch die Persönlichkeit des nicht rechtsfähigen Vereins verneint. Da nun die Parteirolle in manchen Prozessen vom Besitz abhängt. die sich aus diesem Hinweis „für die Bemessung des Umfangs der Vertretungsmacht des Vorstandes ergabenU. V11 C. 196 N. daß der Richter. ist ausschließlich darin begründet. die der Theorie von der realen Verbandspersönlichkeit nicht sehr 1 günstig ist. Vgi. Vertreten wird in beiden l ) Vgl. Nicht zutreffend Kohler. weil sie dem Mißverständnis begegnen wollte. ob der Verein besitzt oder nicht besitzt. daß die Mitglieder eines rechtsfähigen Vereins nicht unfähig zum Richteramt und zum Zeugnis in den Vereinsprozessen sind. 8) Vgl. 8 2611. dieselbe Vorschrift könnte an sich auch beim nicht rechtsfähigen Verein gelten. Kommentar I C. darin bestehend. Die 1 . dies aus dem rein formalen Grunde geschehen kann. I C. Aber glaubt man wirklich. so ist beides ausgeschlossen. eine Motivierung. es vom Zeugnis und Richteramt auszuschließen?') Freilich ist unsere Gesetzgebung von diesem Standpunkt weit entfernt. 3 Prot. und darüber hinaus. Seuffert. der lautete: Wer Partei ist. da5 die Beteiligung des Vereinsmitglieds an einem Vereinsprozesse eine so viel geringfügigere ist als an seinem eigenen Prozesse. ist zeugnisunfähig.

Auch wenn daher der Verein gemeinnützige Zwecke verfolgt. . den der Vorstand. daß die Korporation Verein ist. d. weil er selbst den Schaden durch eigene Handlung angerichtet habe. In der Tat ist es für den kritischen Beurteiler unmöglich. daß die Haftung des Vereins eintreten müsse. 8 3 1 BGB. ~ )Die Auffassung. ') Motive I C. kann durch einfachen Beschluß der Mitgliederversammlung das Vermögen einer öffentlichen Stiftung oder Anstalt überwiesen werden. h. mag dahingestellt bleiben. die Gesamtheit der jeweiligen Mitglieder. Was gilt in dieser Beziehung vom nicht rechtsfähigen Verein? Das Gesetz schweigt darüber. h. 286 ff. die auf den nicht rechtsfähigen Verein gerade so gut paßt. ist eher ein Argument für meine. ') Motive I C. Denn was ist dadurch an ihm geändert worden? Prot. d."') Eine Argumentation. durch das sich der Wille der Korporation betätigt. Andernfalls fallt es an den Fiskus. 2. oder nicht. hängt wiederum nicht mit der Rechtsfähigkeit. so muß ihr auch angesonnen werden."l) Eine Vorschrift. Beim rechtsfähigen Verein fallt das Vermögen an den Fiskus. eizs et fericztlz~m". vielmehr handelt es sich um eine Billigkeitserwägung nach Analogie des „cuius est conznzodz~m. allzu schlagend bewiesen. sofern nicht ein einstimmiger Beschluß anderen Inhalts zu erzielen ist. die von einer Gemeinschaft anderer Personen bestellt und mit Geschäftsführungsrecht und Vertretungsmacht bekleidet wird. muß doch Teilung des Vermögens erfolgen.: bevollmächtigter Vertreter eines Personenverbandes. Mittelbar aber führt auch diese Vorschrift auf die Kontinuität des Vereins zurück: die Kontinuität bedingt die Organisation. einerlei ob sie unter Ziffer I oder 2 fallen. dem Verein eine diesem Umstande angemessene Normierung zu geben..') Aber jedenfalls hat sie mit der Persönlichkeit der Korporation nichts zu tun. ist dabei nicht maßgebend gewesen. warum diese Rechtssätze nicht für den Verein gelten sollen. und bezwecken. I C. so fällt das Vermögen an die Mitglieder. So bleibt uns als letzte Besonderheit der Korporation ihre Haftung „für den Schaden. So sehen wir. die die künstlich gewährte Vertretung mit sich bringt. als für die herrschende Auffassung. daß die sämtlichen Vorschriften. Von den Vorschriften über die Schicksale des Vermögens des Vereins nach seiner Auflösung scheidet m. dieser ist aber nicht das Organ. Bei Idealvereinen. Daß auch bei dem letzteren die Teilung nicht ausge1) schlossen ist. in dem der Verein von der zuständigen Behörde konzessioniert oder gar nur in das Vereinsregister eingetragen ist. . . 2. mit seiner Eigenschaft als Person oder gar als Lebewesen. daher hat eben auch der nicht rechtsfähige Verein einen Vorstand. Sondern der Vorstand jedes Vereins ist eine Person. C. Prot. auf der Organisation beruht die Quasideliktshaftung der Korporation. die bestimmt ist. als Einheitsding. zum Schadenersatz verpflichtende Handlung einem Dritten zufügt. Wäre sie maßgebend. wenn er gegründet ist. V1 C. Daß aber der Verein einen Vorstand hat. 3. In Betracht kommen daher für den rechtsfahigen Verein nur folgende Rechtssätze : I. Ob diese Behandlung der Frage angemessen ist. E. als daß darüber noch ein Wort verloren werden dürfte. die den rechtsfähigen vom nicht rechtsfähigen Vereine unterscheiden. sondern mit der Kontinuität zusammen. m. Sie beruhen vielmehr darauf.Wenn die Körperschaft durch ihre Vertretung die Möglichkeit gewinnt. 8 45 I. Beim nicht rechtsfahigen Verein tritt Teilung (Liquidation) ein. a. Wenn der Verein ausschließlich den Zwecken seiner Mitglieder diente. I ) 102 f. denn daß die Korporation weder einen Willen noch Organe haben kann. im Rechtsverkehr handelnd aufzutreten. 144. W. so wäre nur folgende Alternative denkbar: I.. E. offenbar muß daher das Gesellschaftsrecht zur Anwendung kommen. ein Mitglied des Vorstands oder ein anderer verfassungsmäßig berufener Vertreter durch eine in Ausführung der ihm zustehenden Verrichtungen begangene. zu begreifen.ebenso wie bei der Haftung des Tierhalters und in anderen Fällen.Fällen der Verein. die „auf Zweckmäßigkeitsrücksichten b e r ~ h t " . hat Hölder m. aber in dem Augenblick zu wirken beginnen. die Nachteile zu tragen. 522 f . 103. unabhängig von dem Verbleiben ihrer ursprünglichen Mitglieder fortzubestehen. eine Gesellschaft. ich kann in dieser Beziehung auf Hölder verweisen. denn er setzt eine Satzungsvorschrift voraus. in keinen begrifflichen Zusammenhang stehen. 111 überhaupt aus.

l ) a. 3.') aber es galt das Prinzip der Trennung der Vereinssphäre von der privaten Rechtssphäre seiner Mitglieder nicht in demselben extremen Maße wie im römischen R e ~ h t . Einen wesentlichen Unterschied zwischen den beiden Rechten kann ich daher auch in dieser Beziehung nicht erkennen. das wir noch heute als ein wesentliches Stück unseres nationalen Wohlbefindens betrachten. sondern amtliche Rechte und Verbindlichkeiten haben. 3 Hölder S. auf dem sie beruhen. 293 f. und ist daher jedenfalls insoweit begründet. doch nicht ganz so lag die Sache im deutschen Recht. 298. den Gedanken. Grundsätzlich bedurfte der Verein der Genehmigung. und auch was Hölder über diesen Punkt bemerkt. daß sie dagegen sachgemäße Konsequenzen der Vereinseigenschaft ' s . schließlich bedeutet jede Haftungsbeschränkung eine vollkommene oder partielle Überwälzung der Unternehmungsgefahr auf die Gläubiger. . diese beschränkte Haftung eintreten zu lassen. so können wir die Entwicklung. nämlich die beschränkte Haftung. das Wesen der Sache nicht.') Freilich hatte es sich auch nicht zu dem heute so viel gepriesenen Prinzip der Vereinsfreiheit aufgeschwungen. was das Wesentlichste an der Sonderstellung der Korporation ist. Beide Rechte haben vielmehr unbewußt und mit naiver Selbstverständlichkeit den Gedanken durchgeführt. Daß das geltende Recht dies nicht anerkennt. 457. so war er auch Korporation mit all den bekannten Konsequenzen. wie wir oben gesehen haben. während bei den letzteren „die Möglichkeit von Vereinsverbindlichkeiten. 294 ff. wie es für die bürgerlichen Vereine gestaltet ist. den sie durch deren Existenz und namentlich durch wirtschaftlich verlustbringende Vereinstätigkeit erleiden können".4) Gezeigt zu haben. Genossenschaftstheorie . hatte er aber diese Genehmigung erlangt. Hier galt das Prinzip der Vereinsfreiheit. s . ist eine Tatsache. Das römische Recht kannte keine Verleihung der juristischen Persönlichkeit an Korporationen. von der Erfüllung dieser Minimalvorschriften abhängig. ist Hölders nicht geringes Verdienst. auch Hölder S. Deutsches Genossenschaftsrecht I1 S. 2 und 3 Zitierten.Die herrschende Lehre übersieht dies. daß ein Verein nicht Verein sein kann. 458. Was ist nun das Ergebnis dieser Untersuchung? Daß die Korporation sich in formeller. macht es doch. 573 ff.. die das private Vereinsrecht in der nachrömischen Zeit genommen hat. rein technischer Beziehung mehrfach von dem nicht rechtsfähigen Verein unterscheidet.keinerlei Vorkehrung für die Existenz eines die Gläubiger einigermaßen sicherstellenden Vereinsvermögens gehört".~)Vielmehr beruht diese Erscheinung in beiden Fällen darauf. Deutsches Privatrecht I S. 3. ob Hölders Bedenken vom wirtschaftlichen Standpunkte aus begründet sind. die zweite dagegen eine Konsequenz der Zex Z a t a bezei~hnet. der Korporation sind. unter allen Umständen aber handelt es sich dabei um Fragen. Vgl. als einen tiefen Fall bezeichnen. daß die Besonderheiten der Korporation nichts mit dem Tatbestande zu tun haben. Wenn er vor allem in bezug auf die Schuldenhaftung zwischen altruistischen und egoistischen Vereinen unterscheiden will1) und die Beschränkung der Schuldenhaftung bei den ersteren darauf zurückführen will. weil die erste Alternative ein legislatives Motiv. als die vollkommene Befreiung der ausscheidenden Mitglieder in Frage steht. mit der wir uns abzufinden haben. daß der Personenverband Kontinuität hat. Ob daher der Gesetzgeber wohl daran getan hat. ohne Korporation zu sein. trifft m. nichts anderes als eine gesetzliche Begrenzung des Schadens ist. Gierke. die bei Windscheid I 5 60 N. unter Vorausetzungen. die eine rein praktische und keinerlei konstruktive Bedeutung haben. Halten wir uns aber vor Augen. ~ ) Soweit also das deutsche Recht überhaupt Korporationsrechte kannte. wie widersinnig dies ist. *) Vgl. f. 24 E . 829 ff. 77 fr. um als Verein zu existieren. hatte sie jeder Verein ohne weiteres. ) Eine andere Frage ist. den uns eine lange kritische Betrachtung unseres geltenden Vereinsrechts erweckt hat. e. Gierke. so scheint mir dies nicht logisch zu sein. daß sie nicht private. keinerlei wirtschaftliche Sicherheitsmaßregeln fordert. Deutsches Genossenschaftsrecht I1 S. Ähnlich. sondern sich auf organisatorische Vorschriften beschränkt. Obwohl vor allem das System der Normativbestimmungen. kann nach dem geltenden Rechte nicht bezweifelt werden. die mit niemandes persönlicher Haftung verbunden sind. ist eine für uns belanglose Frage. 54 f. Ebenso zweifellos besteht aber ein begrifflicher Unterschied zwischen beiden Arten von Personenverbänden nicht.. E. zu denen .

da6 diese Vorschläge. Das Personenrecht des allgemeinen Teils würde dann nur noch von der Rechts. 1 2 ff. die ohnehin unentbehrlich ist. 1 1 Andere als eingetragene oder konzessionierte Vereine 1. das sich aus diesen Vorschlägen ergibt. In die Gestalt von Rechtsnormen würden sich diese Leitsätze etwa in folgender Weise bringen lassen: 5 I . andernfalls der Eintragung in das Vereinsregister. das Prinzip der Vereinsfreiheit zu ersetzen." Als Korporation dagegen betrachtet das Landrecht eine solche „vom Staate genehmigte Gesellschaft. Das bedeutet. . Alle Vereine haben die Rechtsstellung einer Korporation. Und dabei machen wir eine interessante Entdeckung. nämlich die des Begriffes des Rechtssubjekts. folgende Leitsätze zu formulieren. so bedarf sie. Forster-Eccius I § 7. daß die Gesellschaft unabhängig von dem ursprünglichen Bestande der Mitglieder sein soll (Verein). worauf die Zerlegung des Landrechts in zwei Teile beruht. das Individualrecht und Gesellschaftsrecht trennt. 111 § 280. . bis sie aktuell werden könnten. d a zu befürchten ist. 70.und Handlungsfahigkeit des Menschen handeln. das unter der erdrückenden Dogmatik des gemeinen Rechts niemals die wissenschaftliche Beachtung erhielt. 11% 8 705.') 5 2. Trotzdem scheut sich aber das Landrecht nicht. wieder vergessen sein werden. ist zwar heute angesichts der Tatsache.. Das System der Normativbestimmungen ist geeignet. 462 N. Schon in diesem Rubrum spricht sich der richtige Gedanke aus. Diese Gesellschaft hat Kontinuität. und im 5 I dieses Titels wird dies durch die Definition bestätigt: „Unter Gesellschaften werden hier Verbindungen mehrerer Mitglieder des Staates zu einem gemeinschaftlichen Endzwecke verstanden.Aber diese Erkenntnis drängt uns einen Schritt weiter. sie stellt in Geschäften des bürgerlichen Lebens eine „moralische" Person vor. während der zweite Teil das Sozialrecht regelt und in seinem sechsten Titel vor allem „von Gesellschaften überhaupt. 82. wenn der Zweck des Vereins auf einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb gerichtet ist. die Eingliederung des ganzen Vereinsrechts in das Gesellschaftsrecht. 8 . Dernburg. 48. die sich zu einem f o r t d a u e r n d e n gemeinnützigen Zweck verbunden hat". die daher „in Rücksicht auf ihre Rechte und Verbindlichkeiten . Es ist das allgemeine Landrecht für die preußischen Staaten. die den Niederschlag der vorstehenden kritischen Betrachtung bilden: I. wie andere einzelne Mitglieder des Staates beurteilt wird". ') Landrecht Teil I1 Titel V1 § § z 5 . unter den die Korporation zu subsumieren ist. usw. recht I C. daß unser BGB. da6 die Gesellschaft der allgemeine Begriff ist. daß für die von der Korporation gehörig übernommenen Schulden „das gemeinschaftliche Vermögen derselben" haftet . Vorschläge de lege feyefi& zu machen. die Erreichung eines gemeinsamen Zweckes in der durch den Vertrag bestimmten Weise zu fördern. . es ist in einem Gesetzbuch durchgeführt. kaum ein sehr dringliches oder auch nur opportunes Unternehmen. 43. damit er als Verein funktionieren kann. sind nicht zuzulassen. wie es auch unserer Auffassung des Vereins und der Korporation entspricht. 182. Durch den Gesellschaftsvertrag verpflichten sich die Gesellschafter gegenseitig. muß das Konzessionssystem an seine stelle treten. und von Korporationen und Gemeinen insonderheit" handelt. Nach diesem System wird von einem Verein nur eine Organisation verlangt. die seiner Bedeutung entsprochen hätte. von der Verwaltung und Nutzung „des der Korporation zustehenden g e m e i n s c h a f t l i c h e n Vermögens" zu sprechen und vorzuschreiben. Aber doch kann ich mich nicht enthalten. Soweit dieses System in Anbetracht besonderer Vereinszwecke bedenklich erscheint. ') Vgl. IV. 11. die sich an unserer Dogmatik bitter gerächt hat. 8 1 . kurz. erst sieben Jahre Geltung hat. oben S . BGB. denn sie kann Mitglieder ausstoßen und aufnehmen. die sämtlichen Vorschriften dieses Titels beruhen auf der Idee. daß die Korporation eine besonders qualifizierte Gesellschaft ist. es bedeutet daher keine materielle Beschränkung der Vereinsfreiheit. PreuDisches Privat. Das System. . 1 5 . . der staatlichen Genehmigung. insbesondere die vereinbarten Beiträge zu leisten. Die Organe der Korporation werden als „Repräsentanten oder Stellvertreter der Gesellschaft" bezeichnet. Ist in dem Gesellschaftsvertrage bestimmt.') Unter der Einwirkung der romanistischen Theorie des l) Vgl. ist nicht neu.') Daher handelt der erste Teil in dem Titel „von Personen und deren Rechten überhaupt" nur von den natürlichen Personen und stellt er auch das Sachen. 91. und dadurch würde der Gesetzgeber eine verfehlte Generalisation vermeiden.und Obligationenrecht im wesentlichen unter diesem individualistischen Gesichtspunkt dar. Gierke I C.

das weitaus den reichsten geistigen Gehalt hatte. also die Einheit in der Vieiheit. wie dies die Germanisten bei der Korporation unternommen haben. indem er die . im Sinne der damaligen Dogmatik. daß auf solchem Wege die Lösung des Problems nicht zu erreichen war. 43 N. wo wir nur ein Rechtsobjekt bemerken. 23." ) ' Aber trotz der Verschiedenheit der Problemstellung an sich sind doch beide Probleme durch dieselbe Voraussetzung bedingt. 208 ff. die allerdings zuerst nicht für die Stiftung. Die Stiftung. haben Windscheid und Zitelmann hinreichend dargelegt. Pand. das Rechtssubjekt im Rechtsobjekt zu begreifen. Geist des röm. da es ohne weiteres als einleuchtend betrachtet wird. so ist die bei der Stiftung uns gestellte Aufgabe die. Auf einem ganz anderen Gebiet als des der Korporation liegt das Problem der Stiftung.3) Was gegen Jhering vom Standpunkt der communis opinio eingewendet werden kann. den Menschen zu entdecken. 3 Dogmengeschichtliches bei Zitelmann S. Vgl. dazu auch C. ~ ) Denn das Deutsches Privatrecht I 5 78 und die dort (N. der die germanistische Korporationstheorie für die Stiftung zu verwerten sucht. so lag der Versuch nahe. und dadurch zugleich uns verständlich zu machen. daf3 dasjenige unter den älteren Gesetzbüchern. Dernburg. Jur. 10. den Dingbegriff des Rechtssubjekts nämlich. d. wie dies Bekker mit geringerer Entschiedenheit für möglich erklärte. . 58. Die Aufgabe glaubt die ältere Theorie hier wie bei der Korporation durch eine Fiktion lösen zu können: die Stiftung wird als Rechtssubjekt. da6 an diesem Rechtsobjekt ein subjektives Recht besteht. Rechts I11 6 61. bald aber auch auf die erstere erweitert worden ist: Sie ersetzt die Unbegreiflichkeit eines unsichtbaren Subjekts durch eine andere Unbegreiflichkeit. die Stiftung als eine wirklich vorhandene Person nachzuweisen. I C.l) Daher spricht hier Savigny in sehr charakteristischer Weise von . ') S. Einen völlig anderen Weg geht Zitelmann. so gilt es. 344 ff. zu begreifen. daß dieses Problem l Das Problem der Stiftung wird verkannt von Behrend. Vgl. Rechtssubjekt ist der Mensch und nur der Mensch. 36 ff. 9 f . Pand.. XI1 C. Personen S. vom Begriff des Rechtssubjekts als Dingbegriff die Persönlichkeit einer Mehrheit von Personen. Bekker. ') Vgl. dazu noch Gierke. I S. Bekker. 20 ff. Und so bildet das Korporationsrecht dieses modernsten Zivilgesetzbuchs das eherne Denkmal einer Theorie. als Mensch. Das Recht ist ein Mittel zur Genußverschaffung. Zitelmann S. sondern für die ruhende Erbschaft aufgestellt. denn dies verträgt sich nicht mit dem Inhalte des Rechts. ein Rechtssubjekt da zu erkennen. führte jedoch allmählich zu anderen Theorien. . 88 ff. ohne Einfluß blieb. 6. Die Brinzsche Zwe~kverrnö~enstheorie erblickt das Wesen der Stiftung wie das der Korporation darin. den Genießer als das Rechtssubjekt zu bezeichnen. 33. 15. Die Person muß eine Realität sein. Bekker I S.. 69 f. was von u n s e r e r Auffassung des Rechtssubjekts dagegen zu sagen ist. Jherings Jahrb.3) Das Bewußtsein. I) Zitierten. die Stiftungen ) nach dem b. System I1 S. h. fingiert.Destinatäreu als die eigentlichen Subjekte des Stiftungsvermögens bezeichnete und damit den Genießer ebenso entschieden zum Kechtssubjekt erhob. 3. 1 § 69. 205. Recht I S. I S. Meurer. um dann bei den Zweckvermögen zu enden.unsichtbaren juristischen ~ersonen. daß der Stiftungsverwalter ein Verwalter fremden Vermögens ist. %)Savigny. durch eine Fiktion nicht zu lösen sei. die Annahme von Rechten ohne einen Berechtigten. So erklärt es sich. Regelsberger. Handelt es sich bei der Korporation darum. wie es möglich ist. eine Vorstellung. 7 Jhering. gegen die bei der Stiftung dieselben Einwände erhoben werden können. dem die im Stiftungsvermögen vereinigten Rechte zustehen.. diese Realität setzt aber nur Willensfahigkeit. habe ich bereits bei der Korporation erörtert: Es geht nicht an. sondern einem bestimmten Zweck gehört. nicht Leiblichkeit v o r a ~ s . in dem der nüchterne und praktische preußische Geist verkörpert war. Die Kehrseite der Fiktionstheorie ist die von der Existenz subjektloser Rechte. die des auf sie verwendeten Schweißes gewiß nicht wert gewesen ist. 262.') Wenn man jedoch erkannte. 112 N.19.. Jahrhunderts hat sich eine auf das Wesen der Sache gegründete Dogmatik der landrechtlichen Korporationen nicht entwickeln können. Pand. auch auf die Gestaltung der juristischen Personen im BGB. Für die Stiftung hat diesen Versuch zuerst Jhering2) gemacht. aber der Genuß selbst ist nicht das Recht. daß das Vermögen nicht einer bestimmten Person. Pand. wie wir sie in bezug auf die Korporation erhoben haben.

12 ff...*) aber sie unterscheidet sich von ihm. 7 Deutsches Privatrecht I S.. er kann also seinen Willen fortwährend ändern. damit das Recht seinem Inhalt nach existieren kann. er hat sich. der einen Teil seiner Rechte. daß dem ausgesprochenen Willen des Erblassers Folge gegeben werden soll. den Reigen schließende Fiktion die weitere. Die Körperschaft ist ein Verband mit einer ihm selbst entstammenden Persönlichkeit. 605 f. Genossenschaftstheorie S. ihre Seele ist ein einheitlicher Gemeinwille. die bisher seinen Privatzwecken gedient haben. Ob der Erblasser nun noch lebt.wie bei der ruhenden ~ r b s c h a f t . die es ermöglicht."') Mit Zitelmann stimmt diese Theorie darin überein. Der Stifter. Dieser Wille ist nun das Subjekt für die in der Stiftung enthaltenen Rechte.und Stiftungstheorie von den Germanisten entwickelt worden ist. ich möchte sagen. und der Wille. solange die Stiftung überhaupt besteht. . Nicht wesentlich anders Kegelsberger C. die insofern fortwirkt. 296 zu N. 56. Deutsches Genossenschaftsrecht I1 C. nun für den Dienst gewisser anderer außer ihm liegenden Zwecke bestimmt. das wollen kann. sondern in ihrem kritischen Gehalt und hat insofern dauernden Wert. bzw. I. E. h. Das positive Recht bestimmt nun. der von ihm objektiviert worden ist. . Sein Wille in jener Stiftung ist also aus einem freien ein gebundener.ff. Im Moment seines Todes aber ist sein Wille in bezug auf die Erbschaft ein unveränderlicher geworden. Hier handelt es sich also um eine doppelte Fiktion: Der Wille des Stifters wird als fortwirkend fingiert.') „Bei den Stiftungen verhält sich die Sache ganz ähnlich. . d. daß der Wille des Stifters sich in den Rechten der Stiftung betätigt. des Erblassers sein. Vgl." „Er tut hier nichts anderes. kann nicht der Wille des ') S.645 ff. der nach Zitelmanns eigener Anschauung erforderlich ist. Vgl. wenn der Erblasser ab intestato verstorben ist? Stifters. immer ihr Subjekt. kein W i l l e . 962. daß lebende Menschen mit I) Die Stärke dieser Jugendarbeit Zitelmanns liegt nicht in ihrem dogmatischen. 71. sein Wille hat sich objektiviert.. obwohl der Begriff des Willens ein rein aktueller ist." „Die Anstalt ist ein Verband mit einer ihm von außen eingepflanzten Persönlichkeit. als sie den begründenden Tatbestand für eine Einrichtung bildet. aus einem verminderungsfähigen ein für allemal bestimmter geworden. ihre Seele ist ein einheitlicher Stiftungswille. der allerdings die Stiftung in der . Internat. als da6 er seinen Willen in bezug auf das Gestiftete objektiviert . Ich muß mich hier auf Gierke beschränken. 627 f. aber doch noch immer wirksamen Willen".Anstalt aufgehen läßt. obwohl der Begriff des Willens ein rein subjektiver ist. 3 Deutsches Privatrecht I S. sondern der Stifterwille als eine aktuelle psychologische Erscheinung betrachtet wird.') daß sie das romanistische und rein dogmatische Pendant einer Lehre ist. Es handelt sich also bei der Stiftung .fortwirkenden Willen des Stifters" verlegt. Teil C. daß sie den Grund der Persönlichkeit der Stiftung in den . „Der Erblasser hat bis zum Moment seines Todes die Fähigkeit der Selbstbestimmung. die auf Grund der mittelalterlichen Anstalts. Privatrecht I C. ihr Körper ein Vereinsorganismus. Allg. bleibt. ihr Körper eine organische Einrichtung."') Daß diese Argumentation unhaltbar ist. ja dazu kommt als dritte. bedeutet für den Willen in seinen rechtlichen Wirkungen gar nichts. 48 N. kristallisiert und führt nun sein eigenes Leben. und zwar vorteilhaft. 11 A. Trotz der einleuchtenden Schwäche dieser Theorie ist sie dadurch noch heute von Bedeutung. welcher Wille dieses Zweckvermögen belebt. als vielmehr subjektiviert wird. 4. vermöge deren fort und fort Menschen diesem Willen dienstbar werden. Der Stifter hat einen Teil seines Willens außer sich gesetzt.') In der Tat ist der Wille des Erblassers und des Stifters. Hier wie dort wird das Vermögen zusammengehalten durch einen Willen. 8 a. die er dadurch auch zu cien seinigen macht. und der Wille des Stifters wird als etwas Objektives fingiert. scheint Zitelmann später selbst erkannt zu haben. den in ihr wirkenden Willen zu ermitteln. Zitelmann. Und dies ist der Wille des Erblassers und des Stifters. 73. wie Zitelmann meint. daß dieser Wille nicht in mystischer Weise von dem Stifter losgelöst und dadurch nicht sowohl. 9 s. 474. objektiviert. in dem wesentlichen Punkte. 907. dort allerdings durch einen lebendigen.. Deutsches Genossenschaftsrecht I1 C. hier durch einen gleichsam erstarrten. . sondern ein Gewollthaben. Wobei sich in bezug auf die ruhende Erbschaft die Frage erhebt. „Die Verbandspersonen sind entweder Körperschaften oder Anstalten. 70 Z. 2. . ob er noch Leiblichkeit hat oder nicht mehr.darum.Recht als ein Wollendürfen verlangt ein Subjekt. 25.

nämlich die der „Verkorperung dieses Willens" in einer Organisation. ') Zitelmann C. daß das Rechtssubjekt ein konstanter Begriff ist. Wenn daher Gierke gegen Zitelmann bemerkt: „Allein dieser Wille . weil er mit seinem natürlichen Subjekte stirbt. sondern der Stiftungs') Deutsches Privatrecht I S. was mir allerdings mehr Gierkes Vorstellung zu entsprechen scheint? Dann stehen wir vor einem neuen. dessen Seele der in ihm fortwirkende Wille des Stifters und dessen Körper der zur Verwirklichung dieses Willens hergestellte Verband von Menschen bildet. . daß nur ein willensfähiges Wesen Subjekt eines Rechtes sein kann. noch weniger akzeptable gefügt. . um sich metaphysischen Spekulationen hinzugeben. Und dadurch unterscheidet sich Zitelmanns Theorie wieder wesentlich von der unsrigen.wenn ich sie überhaupt richtig umschrieben habe . 7i~zltntismz~ta~zdis. stimmt dagegen mit Gierke darin überein. so ist es eine Forderung unumstößlichster Logik. xveil sie keine Antwort auf die allein dem Problem zugrunde liegende Frage gibt. wie beim Menschen. Denn daß die Ausübung der Rechte. wem die Rechte der Stiftung zustehen. Denn wodurch ist Gierkes Stiftungstheorie veranlaßt? Durch die Vorstellung. so hätte er damit zwar das Problem der Stiftungspersönlichkeit nicht gelöst. wenn er sich nicht in einem anstaltlichen Organismus verkörpert hätte. bereits erörterten hIomenten absehen .und Handlungsvermögen diesem Willen dienstbar werden. wenn er sich nicht in einem anstaltliclien Organismus verkörpert hätteIu1) so ist gegen Gierke zu sagen: Auch in dem Organismus der Anstalt kann dieser Wille nicht fortleben.. sondern psychologisch-metaphysischen Problem. daß in diesen Organen der Wille des Stifters fortlebt und fortwirkt. das . und unmöglich scheint es mir. der sich aus dem Rechtsbegriff ergibt und daher das Willensmoment enthalten inuß. dem Körper analoge Siibstanz gedacht. das in Wahrheit keine Persönlichkeit hat.." 4 Es ist der Dingbegriff des Rechtssubjekts. Gierke ist ihr aber . der fort und fort lebendige Willensträger ihm dienstbar macht.ihrem Willens. Er unterscheidet sich von Gierke wesentlich dadurch. Seele zu sein. und es gilt daher. wenn sie verkörpert wird? Oder soll dieseVerkörperung nicht sowohl als NIaterialisation des Psychischen. wie soll er dann . nur nicht juristischen. Dasselbe gilt. die das Stiftungsvermögen bilden. „Die Stiftung ist eine als Person anerkannte Anstalt. und wiederum bei beiden eine andere als beim Menschen.648 N. wie die folgende Erorterung zeigt. 22 f. 18. Dieses Wesen muß daher bei allen juristischen Personen gefunden werden. oben C. vgl. daß er auf das Moment der Leiblichkeit für den Begriff der Person verzichtet. daß jedes rechtsfähige Wesen auch in Wirklichkeit die Bedingungen der Persönlichkeit in sich trage. 66.verkörpertfiwerden müssen.wenn wir von anderen. daß das Willensmoment bei jeder der beiden Arten von juristischen Personen eine ganz verschiedene Bedeutung hat. so auch bei der Korporation und der Stiftung zu zeigen. wodurch er sich unserer Auffassung in erstaunlicher Weise nähert. Denn hier wird der Wille des Stifters als eine fortexistierende. sondern auch für die Korporationen. auf teils psychischen. Denn eine Lösung unseres Problems kann jene Argumentation schon deshalb nicht sein. zu begreifen. teils physischen Funktionen nicht des Stifters.."') Damit verläßt Gierke den Boden der Wirklichkeit. Daher kann ein Wesen. nie ein rechtsfähiges Wesen und als solches juristisch wirksam werden. . der in beiden . und zu dieser okkultistischen Vorstellung eine andere. . als vielmehr als Überleitung des Psychischen in ein Materielles gedacht werden. aber doch eine anschauliche Schilderung des Zusammenhangs zwischen der Stiftung als Iiechtssubjekt und der Stiftung als Willensakt des Stifters gegeben. ' Organe beruht. damit die Stiftung als Lebewesen existiert? .des Stifters könnte nicht fortleben.und ferner: wie ist solche „Verkörperung" überhaupt denkbar? Hört sie nicht auf. von Zitelmann. daß jedes von Natur aus persönliche Wesen auch rechtsfähig sei. Was ist dies: Verkörperung des Willens? Ist der Wille die Seele der Stiftung. Sie ist ein selbständiger gesellschaftlicher Organismus. 647. P ') 5. 648. das in einen1 Wollendürfen besteht.nicht treu geblieben. Wäre Gierke dieser Vorstellung treu geblieben. scheint mir eine unwiderlegliche Tatsache zu sein. und dies bedeutet die Widerlegung der Gierkeschen Theorie der realen Verbandspersönlichkeit nicht nur für die Anstalten und Stiftungen. daß sie Lebewesen mit Leib und Seele sind.Wie es eine Forderung der Ethik ist.Dieser Wille könnte nicht fortleben. das weder Gierke noch andere lösen werden." .daran scheitert. belebte und willensfähige Organismen. Ein Unternehmen.

das Gierke und Zitelmann zu erweisen suchen. . E. daß Gierkes Auffassung eine idealistisch . Das Ding. 243. Denn die Annahme. der die rechtliche Macht zusteht. Regelsberger I C. wenn er die Stiftungsrechte ausübt. HR. Vgl. die den Inhalt eines Privatrechts bildet. 635 ff. Wann unter diesen Umständen eine Stiftung vorliegt. der sich in der Ausübung der einen wie der anderen Funktion betätigt. die die Stiftungen als z~niaersitatesbonorum den universitntes perso7zarzlin entgegen~etzt. sondern daß es sie begrifflich enthält. nach einem weiteren Willensträger zu suchen und die Stiftung selbst als solchen zu bezeichnen. 59 S. 241 ff. 3 Brinz. 2. 202. auch nur einer Privatperson um ihrer selbst willen zustehen kann. die Zitelmanns dagegen eine idealistisch-spiritualistische ist. die den Inhalt der im Stiftungsvermögen vereinigten Rechte bildet. wenn er eine Stiftung ohne jedes Vermögen für denkbar hält. Das bedeutet ein doppeltes: daß er die ihm verliehene Macht in der ihm durch den Stiftungszweck vorgeschriebenen Weise betätigen muß. als Substrat der Stiftung genügen läßt. Bekker I S. wie wir gesehen haben. Der Unterschied besteht nur darin. der zweifellose Rechtssatz. 37 ff. und sein wirklicher psychologischer Wille ist es. 243 will. Über die gemeinrechtliche Auffassung vgl. sondern amtliche Macht. um dessenwillen jenem die Macht gewährt ist. nur auf einen von mehreren nebeneinanderstehenden Fällen paßt. daß ein Stiftungsgeschäft ohne Vermögenszuwendung nicht möglich ist. die keine Korporationen sind und auch kein Vermögen habene2) In der Tat gibt es solche juristische Personen. dazu jetzt meinen Aufsatz Zeitschr. es sind die privatrechtsfähigen Anstalten des öffentlichen Rechts3) Für die Stiftung des bürgerlichen Rechts ergibt sich dagegen aus dem BGB. Damit stehen wir auf dem Boden der Wirklichkeit. Deutsches Privatrecht I S. und ich bewundere insofern die Konsequenz seines scharfsinnigen Denkens. Daß die Stiftung nicht ohne weiteres mit dem Wegfall ihres Vermögens untergeht. Diesen Weg hat uns Hölder gezeigt. das in dem Stiftungsgeschäfte zugesicherte V e r m ö g e n auf die Stiftung zu übertragen. daß das Stiftungsgeschäft die Zuweisung von Vermögen enthalten kann. 584 treibt dieses Erfordernis des Vermögens der Stiftung so weit. existiert in Wahrheit nicht. I V . 4. daß er Schulden.oder einen Personenverband -. 3 Die Frage. . In bezug auf die Stiftung kann ich mich daher Hölder ohne jeden Vorbehalt anschließen. und daß die LTorStellung. ist Hölder l) Hölder S. Zweifellos hat Hölder recht. 241).materialistische. Denn begrifflich gefordert wird das Vermögen nur vom Standpunkt der gemeinrechtlichen Theorie aus. einem Menschen auch als eine bloß amtliche Macht zustehen. Auf diesem Wege konnte das Problem natürlich nicht gelöst werden. Windscheid I 57 Z. Diese Macht kann. I 19 ff. Dagegen können wir zum Ziel gelangen. darüber Gierke.~) Aber freilich ergeben sich dabei einige Bedenken. 111 S. Das ist die sonderbare Konsequenz eines unrichtigen Vermögensbegriffs . kann hier unerörtert bleiben. wie dies auch der allgemeinen Bedeutung des Wortes Stiftung ent~pricht. daß die rechtliche Macht. Gerade so wie beim Vormund. die die communis opinio mit ihm verbindet. wird m. die ja nach der communi~opinio zum Vermogen gehören. so ging dabei zweifellos der Gesetzgeber nicht von der Vorstellung aus. Denn der Stiftungsverwalter übt seine Willensmacht aus. in welchem Falle wir diesen Menschen als gesetzlichen Vertreter des anderen Menschen bezeichnen. 3: Gierke I S. 248 (vgl. durch keinerlei Umstände gefordert. Pand. da5 diese amtliche Macht nur für eine willensfähige Person ausgeübt werden kann. in dem die den Inhalt' des Rechts bildende Macht dem gesetzlichen Vertreter eines Menschen zusteht.? Es handelt sich um amtliche J) Zitelmann S. 201. Aufl. 5 Auch gegen Behrend I S. wenn wir auch die Vorstellung als irrig erkennen. gerade so. wenn er den Stiftungsgenuß einem Bewerber zuweist. nämlich auf den rechtlich freien Menschen. wie Hölder S. Es ist nicht private. 296 Z. beweist aber nichts gegen die gewöhnliche Auffassung der Stiftung als Zweckvermögen. daß der Begriff des Rechtssubjekts ein variabler Begriff ist. 11. Holder S. 647.~) priori können wir daher in dieser Beziehung A Hölder zustimmen. wenn wir uns vergegenwärtigen. Vgl.l) Es ist nur eine Konsequenz aus dieser Theorie. Denn bei der Stiftung haben wir eine Person . Rechte des Stiftungsverwalters. und da6 die Sukzession in diese Macht nicht auf dem privatrechtlichen ~ukzessionctatbestandberuht.vgl. Damit aber sind wir der Notwendigkeit überhoben. -. wie er seine Macht ausübt. der Stifter verpflichtet ist. sondern auf einem besonderen amtlichen Sukzessionstatbestand. wie sich der Begriff der Stiftung zum Anstaltsbegriff verhält.Theorien uns entgegentritt. ist jedoch eine Frage des positiven Rechts. Wenn nach § 82 BGB. der die Sukzession in das private Vermögen des Verwalters bewirkt. juristische Personen sind denkbar. f. in demselben Sinne. Dies ist der Ausgangspunkt für die Lösung des Stiftungsproblems. Motive I S.

wenn wir nochmals auf die Stiftung und das Stiftungsgeschäft zurückblicken. nicht das Vermögen. . Wenn der Mensch Vermögen für einen Zweck aussetzt. daß das BGB. dazu Holder C. X. B. a. ohne daß der Stifter das für die Stiftung bestimmte Vermögen hat?') Ein in dem Geruch der Wohlhabenheit stehender alter Junggeselle errichtet ein Testament. sondern amtliche Macht. „Der Verein ist hier ein zum Zweck der Verwaltung einer Stiftung gebildetes K~llegium.Vereinu nennen.Kuratorium der N. Aber ob wir angesichts des 5 82 BGB. Vgl. die in mystischer und stets unbegründet gebliebener Weise für die juristische Person ein . als sein Wegfall den Stiftungszweck unmöglich macht. das Vermögen auch eines solchen Vereins nur dann an den Fiskus zur zweckentsprechenden Verwendung fallt. so habe ich doch dagegen Bedenken. Sach Hölder3) handelt es sich in beiden Fällen nur um eine Verschiedenheit der Organisation. Denn wenn das Vermögen eines aufgelösten altruistischen Vereins an den Fiskus fallt. der es zweckentsprechend zu verwenden hat. weil die bedachte Person nicht existiert? In der Tat. deren Verwaltung einem Vereine zukommt. kann ein Schluß darauf nicht gezogen werden. s. daß die Verwaltung einer Stiftung kollegialisch organisiert ist . ist kein Verein im Sinne des BGB. 288. eins zur privaten Macht des egoistischen Vereins verhalten. wenn nach Kenntnis der Sachlage ein anderer der „Stiftung". Von vornherein ist dies keineswegs der Fall. Pand. daß dieses Rittergut überhaupt nicht existiert. das von Hölder in Zusammenhang mit dem der Stiftung gebracht wird. 4 1 1 51. I S. jeden Verein als Subjekt privater und nicht amtlicher Rechte betrachtet.. 2 1 I lit. wie sich darin zeigt. ein wirklich ihm gehörendes Landgut vermacht. Vgl. dgl. Das Wesentliche an der Stiftung ist die Organisation. 242.Stiftung zur Verpflegung und Erziehung von Blödsinnigen" U. daß ich im übrigen auf seine Ausführungen verweisen kann. wenn man sich nicht auf den Boden der gemeinrechtlichen Theorie stellt. liegt eine Stiftung vor.amtlichen Zuständigkeit verfallt. der mit gemeinschaftlichen amtlichen Befugnissen im Sinne Hölders ausgestattet ist. BGB. und in derselben Weise müßte der Verein sein Vermögen für diesen Zweck festlegen. daß das Vermögen durch seine Zweckbestimmung der privaten Zul) 2 . SO bestechend dies ist. So wenig wie es eine Stiftung ist. so daß es seiner privaten Rechtssphäre entzogen wird und einer . Soll darum die Stiftung nichtig sein? Soll. B. dies als geltendes Recht behaupten können. daß I ."~)Und infolgedessen ist die den Vereinsmitgliedern als solchen gemeinsam zustehende Macht nicht private..') Dann erhebt sich aber die Frage.entschieden zuzugeben. Wie sich die amtliche Macht des Vormunds oder des zur Stiftungsverwaltung berufenen Menschen zur privaten Macht des Menschen verhält. das letztere nur insofern. 279 N. und 2. Ein Personenverband. Nach Genehmigung der Stiftung stellt sich heraus. nämlich das Problem des altruistischen Vereines.. Vgl.materielles Substrat" erforderte.. wenn eine Person ihr Vermögen für einen bestimmten gemeinnützigen Zweck zu verwenden beschließt und selbst tatsächlich verwendet. warum wir diese Konsequenzen annehmen sollen. Bekker I S.vielleicht seiner3) . und aus 3 45111 BGB. g . so beruht dies picht darauf. Und dies hat einen guten Sinn. so wenig ist es eine Stiftung. wenn die Stiftung genehmigt wird. wie e s sich verhält. ZUnächst ist es zweifellos möglich.') Und auf der anderen Seite betrachtet das geltende Recht den gemeinnützigen Verein nicht als Träger einer amtlichen Macht. 244. ist es schwer zu begreifen. ihr Haus einem bestimmten Zwecke widmet. die Mitgliederversammlung nach 5 33 aus dem gemeinriiitzigen einen egoistischen Verein machen kann. S. dazu Bekker. den wir erkennen. ist eine andere Frage. z. in dem er „sein in Vorarlberg gele. ihren Park dem allgemeinen Zutritt öffnet. damit sie ihren humanitären Zweck erfülle. . 286 ff. wenn die Satzung nicht ein anderes bestimmt. Von dieser einen Frage abgesehen komme ich in bezug auf die Stiftung mit Hölder in einem Maße überein. sondern als reines Privatrechtssubjekt. Dagegen muß ich hier noch auf ein anderes Problem zurückkommen. oder genauer.ohne da6 wir sie deshalb einen . damit wir eine Stiftung annehmen könnten. es liegt beim gemeinnützigen Verein eine Stiftung vor. so soll sich demnach die gemeinschaftliche Macht des gemeinnützigen Ver') 7 3 4. Stiftung ist Selbstenteignung im Interesse anderer. C.eenes Rittergut" zum Tuberkulosenheim bestimmt. wenn eine Mehrheit von Personen sich zur Förderung eines gemeinnützigen Zweckes zusammenschließt. dieses Vermächtnis nichtig sein.') Hieraus ergibt sich.

Ebenso wie daher die Mitglieder beschließen können. so lange der Verein noch fröhlich besteht. die Vermögenszuwendung als begriffliches Erfordernis der Stiftung zu betrachten. ob die genannten Personen Vertreter und wessen Vertreter sie sind. . so da5 es angemessen erscheint. wenn wir damit ausdrücken wollen. 105 f . 7 ." daß diese Vermögen keine juristischen Personen seien und deshalb nicht vertreten werden könnten. f Vgl. die einer bestimmten Person zustehen. Ich habe seinerzeit dagegen eingewandt. Zu verschiedenen Rechtssätzen gelangt man von dieser oder jener Auffassung nicht. ihn aber ebensogut einen Vertreter des Erben nennen können. Wir können sie Vertreter nennen. diese Bestimmung ändern kann. Sie sind alle „weder Subjekt einer um ihrer selbst willen ihnen zustehenden Macht noch auch Bevollmächtigte oder Beauftragte anderer Menschen. in die private Zuständigkeit dieses anderen fallen würden. den Konkursverwalter als Vertreter der Konkursmasse und nicht des Gemeinschuldners bezeichnet. es ist dies um deslvillen keine zulässige Operation. daß sich seine Zuständigkeit und Vertretungsmacht auf den Nachlaß beschränkt. Testamentsvollstreckers. wenn diese amtliche Machtsphäre nicht bestände. 69 ff.3) Hellw-ig. wenn wir in Betracht ziehen. Verwandte Verhältnisse. so lange es ihm beliebt. daß der Verwalter und der Vollstrecker fremde Rechte ausüben.ständigkeit seiner Mitglieder entzogen ist. wie die Vormundschaft beweist. und Rechtsstellung der Erben I C.. wenn ihre Verwaltungshandlungen gegenüber einem anderen wirksam sind und diese Handlungen dann. 235 ff. Und deshalb hat es vielleicht doch eine gewisse Berechtigung. sondern darauf. weil. Betrachtet man aber den Nachlaßverwalter usw. oder als Rechte. irn näheren Hölder C. Unter die erste Kategorie fallt die Stiftung. so schwindet jeder Gegensatz zwischen den beiden Auffassungen. daß das Vermögen trotz dem altruistischen Zweck nach Auflösung des Vereins an die Mitglieder fallen soll.und Konkursverwalters.Bestellung beruhen. denn seine Verwaltungstätigkeit wirkt ebenso gegenüber dem Nachlaß wie infolgedessen auch gegenüber dem Erben. nicht des Erben. oben S. das Amt die Vertretung nicht ausschließt. die sie als Vertreter betrachtet. die auf . kann er dies auch im letzten Augenblick seines Bestehens tun. um damit eine andere Auffassung zu widerlegen. sondern nur seine tatsächliche Verfolgung durch den Verein. Die Frage. Bei dieser Auffassung verliert auch die Frage. daß es auch nach der Auflösung diesem Zwecke dienstbar sei. 60 f. Aber was soll im Grunde die ganze Kontroverse? Sie ist nur denkbar unter der Vorstellung. Bekanntlich hat Hellwigl) den Nachlaßverwalter und Testamentsvollstrecker als Vertreter des Nachlasses. ob die genannten Personen Vermögens. Vgl. da5 sie. o b man diese Rechte als Rechte betrachtet. so daß wir ihn als Vertreter des Nachlasses bezeichnen können. Die Existenz eines altruistischen Vereins bedeutet mit anderen Worten nicht die dauernde Sicherstellung eines gemeinnützigen Zweckes.') Diese sämtlichen Personen üben amtliche Funktionen aus. 3 15 f. wie wenig die Allgemeinheit solche Wohltat verdient. um unmittelbar darauf die Auflösung zu beschließen. die zu einem gewissen Vermögen gehören. Nachlaß. aber die anderen Fälle sind offenbar gerade so gelagert. unter die letztere das Amtsvermögen des Vormunds. Nennen wir mit Hölder das Gebiet amtlicher Vermögensverwaltung kurz Amtsvermögenll) so können wir gleichfalls mit ihm zwischen bestimmungsgemäßem und vorübergehendem Amtsvermögen unterscheiden. als Subjekt eigener. ~ ) 7 Hölder S. daß seine Stellung eine nur interimistische ist. wie der Mensch. :+) Hölder S. die diesen Organen zustehende Macht als amtliche zu bezeichnen.oder Personenvertreter sind. amtlicher Rechte.'I3) Für den Testamentsvollstrecker und Konkursverwalter erkennt dies die conzmunis opilzio an. 316-320. jede Bedeutung. gerade so. hat mit ihrer Eigenschaft als amtlicher Organe gar nichts ZU tun. ~ n s ~ r u c h Klagrecht S. Es ist daher 3) durchaus verfehlt. daß an die Stelle seiner amtlichen Macht einmal die private Macht der Erben treten und seine Tätigkeit dann gerade gegenüber dem letzteren wirksam sein ~ i r d . 185. der altruistischen Ideen folgend sein Vermögen gemeinnützigen Zwecken widmet. und die Stellungnahme zu ihr hängt im Grunde davon ab. sofern er sich nicht durch eine Stiftung gebunden hat. 111 S.nicht immer obrigkeitlicher . dem Vermögen diese Zweckbestimmung erhalten haben. sobald er erkennt. 316. so lange der Verein bestand.

wie sie vor dem Erbfall gewesen ist und nach dem Erbschaftserwerb sein wird. oder anzuerkennen. Windscheid a. oben S. weggefallen ist. -wenn eine in dem nämlichen objektiven Recht begründete Voraussetzung ihres Daseins. 41 3 ff.man denke an das /L. Nicht aber rez' kann ich mir vorstellen.'i2) Betrachtet man es als eine selbstverständliche Voraussetzung. die der Persönlichkeitstheorie des gemeinen Rechts die größten Schwierigkeiten bereitet haben. die ves incorpornZis sinkt mit dem Tode dessen dahin. Jherings Jahrb. Vgl. e) Vgl. die die hereditas iacens darbietet. der von der Widersinnigkeit dieses Begriffs überzeugt ist. Das Unbefriedigende einer Erörterung. . Binder a. Vierteljahrsschr. 324 ff.. Solange die ruhende Erbschaft keinen Verwalter hat. ein Subjekt der in der Erbschaft vorhandenen Rechte zu erkennen.aber auch Rechtsverfolgung Iäflt Jhering zu"). noch ihrem künftigen Subjekte zu. Arch. Hat sie einen Pfleger bekommen. Aktuelle Rechte ohne Subjekt gibt es nicht. kein Subjekt vora~ssetzt". 123 ff. R. daß sie durch den Erbfall bedingt und für den Erben bestimmt sind. weil der Satz „die kercditns incc?zs ist eine juristische Person" nichts anderes ist als eine Umschreibung des anderen Satzes: die ruhende Erbschaft steht weder ihrem bisherigen.~) so kann doch nicht die Gesamtheit der Erscheinungen. der in dieser hereditns incrizs enthalten ist.') Ebenso ist eine Diskussion der anderen Auffassung. Diesen Versuch machte Jhering in seiner leider zu wenig bekannten Abhandlung über die passive Gebundenheit der Rechte. 61. 10.") Anders liegt dagegen die Sache. 3. daß sie nicht ein einheitliches. so richtig es ferner ist. Hier scheint also nur die Alternative möglich. d.Ich kann mir denken. 399 ff. denn es leuchtet wohl allgemein ein. für das sie bestimmt sind. sich sukzessiv ersetzender Relationsbegriffe unter dem Gesichtspunkt vereinigt. a. Jahrb. den scrvzls derelictus. Kegelsberger I C.. sich selbst immer gleiches. Potentielle Rechte ohne Subjekt sind eine denkbare Kategorie. entweder die ruhende Erbschaft selbst für eine juristische Person zu erklären. a. a." Aber auch er kann nicht als geglückt bezeichnet werden: Denn so richtig es ist. l) bundenheit oder Beschränktheit. daß die heveditns in diesem Zwischenstadium dasselbe juristische Wesen ist und bleibt. 330. so ist das Problem der kereditns iace?~s absolut unlösbar. daß es subjektlose subjektive Rechte gibt. so können wir zum Schlusse noch auf zwei Rechtsverhältnisse eingehen. 72. Oertmann. wenn wir den Inbegriff von Relationen zu analysieren suchen. Das spatimz zwischen dem Erbfall und dem Erbschaftserwerb Iäßt die Existenz der Yes i~~co~poraZis unberührt. h. 1902 S. Der Streit über die Berechtigung der ersten Auffassung kann hier auf sich beruhen. Binder. X C. dazu Windscheid 111 § 53 I N. S. Stellen wir uns die Erbschaft als einen Komplex aktuell bestehender Rechte vor. XI11 C. I) 7 . die 1 ~ g .Ist hierüber nach allem jetzt und früher Gesagtem eine weitere Erörterung kaum mehr veranlaßt. der ihr Subjekt gewesen. 3.. der eine Summe verschiedenartiger. daß der Begriff des subjektiven Rechts nicht für alle Erscheinungen im Gebiet des Privatrechts ausreicht. daß eine YPS incorpovnlis durch die bloße Einwirkung des objektiven Rechts erhalten bleibt. die sich in diesen Alternativen bewegte. daß „der Zustand rechtlicher GeVgl. der Gläubiger oder Schuldner. daß eine Sache oder Person durch das objektive Recht in einen Zustand der Gebundenheit versetzt wird. daß hier subjektlose Rechte vorliegen. Bei der ersteren1) handelt es sich ebenso wie bei der Stiftung darum. dem kein berechtigtes Subjekt entspricht . so sind diese Rechte als amtliche Jhering. Ich meine die ruhende Erbschaft und das Sammelvermögen. Denn in dem Zwischenstadium zwischen dem Erbfall und dem Erbschaftserwerb existiert weder das bisherige Subjekt dieser Rechte mehr. dann ist in der Tat die ruhende Erbschaft unkonstruierbar. in den eine Sache oder eine Person durch das Recht versetzt wird. in einem bestimmten rechtlichen Zustand verharrendes Ding ist. daß es Rechtsverhältnisse gibt. 294 . auf diesen Begriffder passiven Gebundenheit zurückgeführt werden. 0. Krit. 0. Dernburg I § 62 Z. 3 . f. künftig wieder entstehender Rechte reden.. können wir von subjektiven Rechten als Nachlaßbestandteilen nur im Sinne potentieller. sondern ein abstrakter Begriff.li2mit fnjnilias esse.. noch sind sie bereits von dem Subjekt erworben. 329. Holder C. mußte zu demversuch führen. daß sie das Problem nicht zu lösen vermag. X a. wenn wir erkennen. die nicht in subjektiven Rechten bestehen. Geist 111 §§ 60. 0. für den nicht veranlaßt.e ~ dictne und ähnliche Fälle. das schlechterdings nicht erkennbar ist. der denselben Einwand in anderer Form erhebt (. auch Windscheid I 8 49 X. b. dasWesen der ruhenden Erbschaft doch auf anderem Wege zu ermitteln.

„Mag auch die Beitragsgesellschaft nur durch einen von sich aus zusammengetretenen oder von anderen eingesetzten Ausschuß ins Leben gerufen sein und von ihm vollkommen repräsentiert werden. ebenso ein Liebling des täglichen Lebens wie ein Stiefkind der Gesetzgebung."" Diese Konstruktion besticht um deswillen. 672 N. $) Vgl. Arch. 111 S. so bleibt doch diese engere Personengemeinschaft Geschäftführerin einer umfassenderen Personengemeinschaft. 283 ff. weil sie einen willkommenen Beitrag zu seiner Theorie vom Zweckvermögen zu bilden schien. wenn sie zugunsten einer Person erfolgt. S.. das durch den ersteren nur . deren Mitglieder aber nicht die Sammler. Pand. Crome. 473. 43.von dem Destinatär . sondern sämtliche ßeitragsspender sind. Deshalb ist Regelsbergers Behandlung dieser beiden Fälle nicht einleuchtend.. Lehrb. ') Bekker.vertreteni' wird. I 5 62 N. Krückrnann. 4ufl. 5 8 . 24. 8. Isay. Vorträge I C. . d.Sammelgeschäfte" zu geben. Deutsches Privatrecht I S. Vgl. weil sie auf der einen Seite der Tatsache Rech1) Auf die von Regelsberger in diesem Zusammenhang zitierte L 49 D.. Deutsches Privatrecht I C. wenn die Sammlung zugunsten einer Person erfolgt. Pand. aber doch den springenden Punkt dieses Problems zu fixieren. 144. 67 ff. Erst Brinzl) hat sich dieser Erscheinung bemächtigt. b. I läßt sich seine Theorie gewiß nicht gründen. als wenn sie wegen eines unpersönlichen Zweckes erfolgt.. der staatlichen Genehmigung bedarf. speziell daran. 0. ebenso daß dieser Vorgang als Traditionsofferte aufzufassen ist. 138 ff. 36 S. Er will. ist zweifellos. Rechts I S. Da es sich hierbei ausschließlich um eine Frage der Willensinterpretation handeln kann. Daß sie als vererbte und ererbte Rechte bezeichnet werden. 1020.. hat natürlich keine andere Bedeutung. als da13 damit Inhalt und Umfang des Rechts des gegenwärtigen Subjekts nach dem Rechte eines früheren Subjekts bestimmt wird. 508. bei anderen Sammlungen dagegen das Eigentum als fiduziarisches unmittelbar auf die Sammler übergehen lassen.'?) In den Vordergrund des Interesses ist es jedoch erst durch Regelsberger getreten. 9 2 .. Pand. ohne ihr aber mehr als eine nur gelegentliche Beachtung zu schenken. 1062.Empfangene? Daß sich der Geber durch das Geben seines Eigentums entäußern will. um Person zu sein. von vornherein die Auffassung. daß der Destinatär der Adressat sei. Cosack I 9 3 6 . 236 ff. 672 N. offenbar nicht anders zu interpretieren. Dernburg. Jhering) S. Gierke. nicht wohl als geglückt zu b e t r a ~ h t e n . außerdem noch Puchta in Hinschius Zeitschr.3) Die dabei uns im Zusammenhang mit unserm Thema vor allem interessierende Frage ist in der Formulierung Bekkers: Wem gehört das Gegebene und noch nicht . an wen diese Offerte gerichtet ist und ob ihr Adressat sie in - ') Brinz. ist diese Lösung des Problems. Regelsberger. 373 f. entbehrlich macht. daß hinter dem Nachlaßpfleger noch ein Subjekt als eigentlicher Rechtsträger steckt. Pand. so entstehen sie in ihm als private Rechte. 280. und die Beitragsleistung ist. Recht VIII S. nicht vorhanden ist. I1 S. als die ruhende Erbschaft. de don. aber auffallenderweise lange Zeit gar keine Beachtung gefunden. Weniger leicht ist die Frage nach der rechtlichen Natur des Sammelvermögens zu beantworten. und Bekker hat versucht. um Eigentum daran zu erwerben. Jherings Jahrb. E. 447 ff. weil sie die Vorstellung.?) Einen anderen Weg beschreitet Gierke. Dieser Begriff. 270. indem er eine Gemeinschaft zur gesamten Hand konstruiert. der es unternommen hat. 270 gegen Isay a. ~ ) Ebenso scheitert vom Standpunkt der herrschenden Auffassung vom Rechtssubjekt aus die Annahme eines selbständigen Zweckvermögens daran. Aufl. 11. Streifzüge im Gebiete des Zivilrechts (Göttinger Festschrift f. der erforderlichen Weise akzeptiert. 446. 3Iatthiaß I C. 3. zwar nicht eine Theorie dieser . 43. der Eigentümer werden könnte. woran die Theorie vom Zweckvermögen überhaupt scheitert. Hölder C. Eck. eine Dogmatik des Sammelvermögens vom Standpunkt des gemeinen Rechts aus zu geben. b. I1 C. I S. Grünhuts Zeitschr. hat der Jurisprudenz fast noch größere Schwierigkeit bereitet. und für das BGB. Crome I S. Leonhard. Verträge auf Leistung an Dritte S. Hellwig. der jeder Beitragende beitritt. Dernburg. . f. Allg. so sehr sie sich durch ihre Einfachheit auszeichnet. Die Lösung dieses Problems wird also auf die einfachste Weise ermöglicht durch diese Theorie. Dabei muß m. S. Es fragt sich nur.Rechte des Pflegers entstanden. 1 5 87 111. 320 ff. zumal die Stelle die Interpretationsfrage in den Vordergrund rückt. I1 S. a. erwirbt sie der Erbe. System I C. I.. als nicht diskutabel ausscheiden. in welchem Falle ein „Destinatär". Lnger. 70 ff. nämlich die Stiftung. 7 Regelsberger. Er soll nach der Absicht der Beitragsleistenden nur mittelbar den Vorteil aus der Sammlung haben. das. Teil S. die Sammler als die Vermittler des Eigentumsübergangs vom Geber auf den bewidmeten Empfänger betrachten. daß es ein einiges privates Zweckvermögen mit selbständiger Persönlichkeit anerkennt.

E. da eine Rechtsgemeinschaft anzunehmen. a. handelt es sich dabei um eine Frage von der l) Holder a. Obwohl die Zex Zata. daß eine amtliche Vermögensverwaltung möglich ist. der hinter dem amtlich zuständigen Ausschuß steht. der dasselbe betrifft. das der Interpretation des Sammelge s C h ä f t e s entspricht: Die Beitragenden wollen eine unbedingte Rechtsaufgabe. wird kaum einer der Beitragenden eine Antwort geben können. so beruhte dies nicht sowohl auf einem Rechtssatz. sondern diese von ihm ins Leben gerufen wird. das beigetragene Vermögensrecht überhaupt aufzugeben und nicht in irgend einer Reclitsform daran beteiligt zu bleiben. daß eine Teilung der Berechtigung in Zuständigkeit und Ausübungsbefugnis möglich sei. so bedeutet dies nur. können wir es doch aus dem allgemeinen Stoff dieses Rechts befriedigend konstruieren. daß eine Person. oder. absehen. der die private Zuständigkeit der beigetragenen Rechte zukommt. den Hintermann zu suchen. daß der Träger eines solchen Amtes nicht kraft desselben Verbindlichkeiten eingehen kann.weil das bestimmte Amtsvermögen nur ein interimistisches ist. Es ist in der Tat weniger ein positivrechtliches. Es handelt sich um Rechte des Ausschusses. wenn wir von dem nicht sehr inhaltreichen 5 1914 BGB. wer der Eigentümer der beigetragenen Geldstücke. Mittelbar liegt aber im 5 1914 insofern eine Bestätigung der von Hölder und mir vertretenen Auffassung. Ein Bemühen. M. Es entspricht nicht dem geltenden 1) Rechte. sondern amtliche Rechtssphäre des Komitees. von diesem Rechtsverhältnis schweigt. daß diese amtlichen Rechte auf ihn übergehen. das nicht nur aussichtslos. und mittelbar auf dem von uns aufgegebenen Dingbegriff der Person.l) Diese Auffassung ermöglicht es uns. Holder C. Außerdem dürfte es schwerlich angehen. denn wenn die bisherige Lehre dies angenommen hat. die geleisteten Beiträge als aus dem Privatvermögen der Beitragenden. die Person. vorschreibt. Aber es ist doch dagegen einzuwenden. wenn wir sie möglichst genau zu ermitteln suchen. über sie zu dem angegebenen Zweck zu verfügen. da6 die den Inhalt der subjektiven Vermogensreclite (des sogenannten Privatrechts) bildenden Machtbefugnisse nur als private denkbar sind. was wir an anderer Stelle über den Übergang von Rechten bemerkt haben. Warum soll also nicht dasselbe für den Amtsvorgänger des Pflegers gelten? K8nnen wir in den genannten Fällen von juristischen Personen reden? Hölder verneint diesJ1) . ihrer Absicht entsprechend. ohne daß ein nach seinen sonstigen Vorschriften begründbares Privatrechtssubjekt vorhanden ist. Diese Auffassung ermöglicht aber auch ein Ergebnis. aber nicht um private. Wenn daher 5 I914 BGB. 323 . daß die amtliche Machtsphäre dieses neuen ZweckOrgans bestimmt wird durch den Inhalt und Umfang der dem früheren Organ zustehenden amtlichen Befugnisse.nung trägt. da es nicht von der letzteren. und schließlich verstößt es gegen den Begriff des subjektiven Rechts. die als Empfangerin der Beiträge gedacht werden könnte. sondern um amtliche Rechte. anderseits es ermöglicht. da6 der Ausschuß berechtigt sein soll. aber alle werden darin übereinstimmen. wozu noch kommt. nicht um Rechte der Beitragenden. deren amtliche Ausübung und Verwertung in die Kompetenz des Ausschusses fallt. daß amtliche Rechte die private Zuständigkeit des Rechts an eine Person voraussetzen. Den Beweis dafür liefert das tägliche Leben: Auf die Frage. als das BGB. sowie die Übertragung der Beiträge in die nicht private. ausgeschieden zu betrachten. das Komitee als Organ dieser Beitragsgesellschaft zu betrachten. 0. sondern auch entbehrlich ist. wenn wir in Übereinstimmung mit dem. Diese Theorie beruht auf der oben bereits als unhaltbar bezeichneten Vorstellung. wo keinerlei gemeinschaftliche Macht vorhanden ist. dann verschwindet auch hier die Notwendigkeit. daß beim Wegfall dieser zunächst zur Verwaltung und Verwendung des Sammelvermögens berufenen Personen ein Pfleger zu bestellen ist.. nicht existiert. insofern diese. ohne nach einem besonderen Rechtssatz zu suchen. jedenfalls beim Wegfall der zunächst berufenen Personen anerkennt. der Gläubiger der durch die Zeichnung entstehenden Forderung werden soll. dem die gleichen Funktionen obliegen. wie alle anderen Theorien. auch dieses Bild analysieren. als vielmehr auf einer unrichtigen Vorstellung vom Begriff der Person und von dem Wesen der sogenannten „gesetzlichen Vertretung". Sie sucht. Denn wenn wir uns von der Vorstellung freigemacht haben. das Problem des Sammelvermögens zu lösen. als vielmehr ein begriffliches Problem. nur darin bestehen kann. für die er nicht mit seinem Privatvermögen haftet". daß sie der Absicht der Beitragenden nicht ganz gerecht wird.

so handelt es sich. wie iincl sie unterscheiden sich voneinander nur durch das größere oder geringere Maß von Anschaulichkeit. Mögen wir sie. sondern ermöglicht. darin liegt der Fehler aller vorhölderschen Theorien der juristischen Person. die ich in dieser Abhandlung zu begründen versucht habe. ein erkenntnistheoretisches Problem zu lösen. wie sich aus dem Gange meiner Erörterung ergibt. Grünhuts Zeitschr. hat diese Frage unser Interesse verloren. Allg. wenn sie überhaupt den Ausdruck juristische Person geprägt hat: behauptet. Denn sie beruht nicht auf dem Hölderschen Gedanken. nicht zu erreichen. die $ersmznc zice fu~zgz~~lttl~. Die Persönlichkeitstheorie. der alle. Recht 21 S.Arch. für mich im Gegensatz zu ihm nicht um eine Verwandtschaft ähnlicher Verhältnisse mit den juristischen Personen. Bei der juristischen Person wie beim Menschen b e t r a c h t e t e man das Rechtssubjekt. Damit darf ich meine Aufgabe als erfüllt betrachten. 308 f. die sich an der Lösung unseres Problems versucht haben. Mayer. so daß diese Verwandtschaft ihre Subsumtion unter den Begriff der juristischen Person nicht ausschließt. was schon die römischen Juristen behauptet haben. daß die Person im einen Falle dasselbe Ding sein müsse. und es obliegt mir nur noch. das die commttnis opinio aus ihr mit Fiktion. die aber nicht mehr oder weniger vorhanden sein könne. Abgesehen davon. ES handelt sich um ein Bild. und dessen wesentlichen Inhalt wir daher auch nur dadurch ermitteln können. Personifikation und auf anderen Wegen zu erzeugen suchte. ob wir diese Frage bejahen oder verneinen: irgend ein Rechtssatz.. daß es sich bei ihr wie überhaupt auf dem ganzen Rechtsgebiet um Relationen von Menschen zu Menschen und anderen Dingen handelt. Wie die Person kein Ding der Erscheinungswelt. noch 0.und Klingmüller. Jahrhunderts. die entweder vorhanden sei oder nicht vorhanden sei. 590 ff. Wenn ich die im vorigen Paragraphen geschilderten Phänomene mit Hölder als . 114 ff. . . ohne es zu analysieren. zu glauben. den von Hölder als Grundlage seines verneinenden Standpunktes behaupteten Rechtssatz anzuerkennen. In dem Augenblick.verwandte Verhältnisse" bezeichnet habe. in dem wir einen Inbegriff der verschiedenartigsten Relationen zusammenfassen. da eine Subsumtion vorzunehmen.untergeordnetsten Bedeutung. Aber freilich war auf dem Wege der Anschauung auch das Ziel. einen kurzen Rückblick auf den Gedankengang und das Ergebnis dieser Untersuchung zu werfen. bekämpfen. wird Hölder am wenigsten bestreiten. einerlei ob sie fingieren. 3 4 S. wo nur eine Koordination möglich war. sondern auch im Ausgangspunkt. hat mit der Hölderschenl) sehr vieles gemein. Daß Rechtssubjekt oder Person eine konstante Begriffsgröße sei. Aber wenn wir dies feststellen. handelt es sich um eine bloße Denominativfrage. so ist es auch die juristische Person. rechtsfähige Menschen funktionieren. 120 f. als was die zivilistische Terminologie tat. Arch. nichts anderes getan. daß ich weit entfernt bin. off. daß die juristiI) Die vorliegende Darstellung beschränkt sich aus begreiflichen Gründen auf die neueste Behandlung der juristischen Personen von Holder und läßt seine früheren Erörterungen . unberücksichtigt. öff. Daß sie dies verkannten. da es amtliche Rechtsstellungen mit beschränkter Haftung ebenso geben muß. f. Und daß zwischen diesen und den anderen Fällen in den wesentlichsten Beziehungen Parallelen bestehen. Teil S. unterscheidet sich aber von ihr nicht nur in einzelnen Ergebnissen. ebenso wie bei der gemeinrechtlichen Kontroverse über die juristische Persönlichkeit der keredztns incens. wie es private Rechtsstellungen dieser Art gibt. .dazu Helder. „Amt. daß wir durch Analyse des in ihm konzentrierten V~rstellungs~ehaltes diese einzelnen Relationen wieder zu gewinnen suchen. Rückblick. Selbstverwaltung und juristische PersoncL. und kam so dazu. Einerlei. wo wir erkannt haben. sondern eine Denkform ist. . sondern um eine Verwandtschaft der dort erörterten Verhältnisse mit den vorher geschilderten. das war der verhängnisvolle Ausgangspunkt für die Theorie des 19. personifizieren oder organisieren. f. SO ist diesen Theorien damit doch nicht jeglicher Wert abgesprochen. zu dem aussichtslosen Beginnen getrieben hat. und Kommentar zum BGB. von unserer Auffassung des Problems aus als eines erkenntnistheoretischen. Recht 20 C.Vber Holder vgl. ein positiver Wert wird dadurch weder geschaffen noch in Frage gestellt. daß der Begriff der Person selbst nur eine Relation und kein Ding bezeichnet.vor allem Pandekten S. daß es nämlich Einrichtungen gibt. 473 f. im Grunde haben sie alle. das es zufällig im anderen war. Bd. daß die juristische Person nicht das Ding ist.

da13 ich selbst mich auf keinem Abwege befand. der es für möglich hielt. Und sie ist auch nicht genetisch als ein Kind seiner Lehre zu betrachten. auf eigenem Wege. als eine ihm gewidmete Gabe nicht seiner Persönlichkeit unwert betrachten. so liegt darin für mich eine Gewähr dafür. sie beweisen den weiten. . Denn wenn dieser scharfsinnige Denker von eigenem Ausgangspunkte aus. zu einem nicht wesentlich von dem meinigen verschiedenen Ergebnis gelangte. der auch dem Streben entflossen ist. Denn als mir Hölder unter dem erhabenen Donner der Gasteiner Wasser die Grundlinien seines damals noch nicht erschienenen Werkes enthüllte. sondern vom Rechte aus. da5 die Persönlichkeit als Rechtsbegriff nach dem Wesen des Rechts bestimmt und deshalb relativ sein mu5. das alte Recht von neuenGesichtspunkten zu betrachten und durch moderne Ideen neu zu beleben. Diese Abhandlung ist einem Gelehrten geweiht. vor allem unter dem Einfluß Rickerts und Hensels entstanden und auch schon in meinen Vorlesungen verwertet. durch Vorurteile nicht gehemmten Blick ihres Verfassers. Nichtsdestoweniger bin ich Hölder zu großem Danke verpflichtet. sondern auf der Idee. Ferdinand Regelsbergers Pandekten bedeuten auch in bezug auf die juristischen Personen eine Neubelebung und Förderung der Theorie . dessen hauptsächlichstes Verdienst ich darin erblicke. über eine unbefriedigende Theorie hinauszugelangen.sche Persönlichkeit des Menschen notwendig ebenso relativ sein muß wie seine physische Persönlichkeit. da war meine Auffassung bereits. Mochte er deshalb diesen Aufsatz. sie geht nicht vom Menschen. die Idee eines Germanisten in dem auf römischer Grundlage erwachsenen gemeinen Rechte durchzuführen und feiner zu gestalten. daß er gleich seinem BerIinerKollegen es verstand.

Sign up to vote on this title
UsefulNot useful