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INHALTSVERZEICHNTS

Inhaltsverzeichnis

I EinlührendeBemerkungen

2 Modelttypen 3

Models
2.1 Energy-Batance J

2.2 PlanetarischeEnergie-Bilanz-Modeile. 8

2.3 RadiativeConvectiveModels(RCMs) 8

2.4 GeneralCirculationModels 11

)1
Klimarinderungen durch Coz-Anstieg

3.1 bei abruptemAnstieg 25

3.2 Bei verzögertemAnstieg . . . 26

Zusammenfasilng 32

4.1 Schlußfolgerungen 35

5 Nachtrag

I
1 EINFÜHRENDEBEMERKUNGEN

I Einleitung

Modellierung desC0z-Treibhauselt'ektes- Methodenund Resultate

liegt bei ca. - 18oC,da


der Erdoberfläche
DasnanirlicheStrahlungsgleichgewicht

Absorptionum
der auf den BodentrefibndeStrahlungsflußdurch atmosphärische

auf
etwa240 Wm2 vermindertwird. DiesentsprächedenTemperatuwerhaltnissen

Oz und
der Erde, wenn die Atmosphärenur ausihren beidenHauptkomponenten

Nz bestehenwürde. Offensichtlichliegt aberdie wahreGleichgewichtstemperatur

hindeu-
bei ungefdtr 15oC,wasauf einenMechanismuszur Strahlungsversfdrkung

tel ebenden- in diesemFall nuärlichen - Treibhauseffekt.Als Unachef,ir dieses

Phdnomen,ohnedaskein Lebenauf der Erde möglich wäre,lassensich vor allem

die atmosphäischenAnteilean COz (A,O3o/o) Zwischenden


und IIzO ausmachen-

Jatren 1958und 1985konnteein Anstieg der COz-Konzentrationum 10olobeob-

achtetwerden(315ppmv1958gegenüber
346ppmv1985).

Erste Abschätzungenergabenfür eine C02-Verdopplung globale Durchschnitl-

anderErdoberflächevon bis zu 5,2"C, wasin etwademUnterschied


serwärmungen

zu jener der letaen Eis-


der aktuellendurchschninlichenOberflächentemperatur

zeit entspricht.NeuereModelle enthaltenweitereParameter,derenEinbeziehung

präzisereAussagenüberdie künftige Klimaentwicklungzu ermöglichenscheinen.

Um die Auswirkungendes CO2-Anstiegesmodellierenan können, müssenan-


2 MODELLTYPEN

werden.EinigeBeispieledatürsind: ÄnOe-
mitberücksichtigt
dereKlimat-aktoren

Schwankungender Solarkonstante,Anderungen
rungen der Erdbahn-Parameter,

der planetarischenAlbedo, Variationender optischenDicke der Erdatmosphäre

Et-
aberauchantropogene
(2. B. durchStaubund AerosoleausVulkanausbrtichen,

tblte wie KondensstreifbnausFlugzeugenetc.), verdnderteWärmeaufitahmeder

ärkulationund die Rückkopplungenzwi-


Ozeane,ozeanischeund aUnosphärische

schendenunterschiedlichenFaKoren.Erst verldßlicheModelle derEinzeltattoren

daseineakzep-
könnenschließlichzueinemaussagefähigenGesamtmodelllühren,

uble Approximationder Realilätdantelll Im tblgendensolleneinigeuntenchied-

liche Anstitze,ihre Resultateund VerläBlichkeitgnrndlegenddiskutiertwerden.

2 Modelltypen

2.1 EnergieBilanz-Modelle (EBMs)

Ansatzzur Modelliemngvon Temperaturände-


Der einfachsteund naheliegendste

nrngenin einemSystemist ein Energie-Bilanz-Ansatz.Bei denEnergie-Bilanz-

handelt es sich um
Modellen ftir das SystemErdoberfläche-Atmosphäre-Sonne

nulldimensionaleModelltypen,d.h., daßsie keine räumlicheDifferenzierungzu-

lassen,sondemlediglich einenWert repräsentativfür die gesamteAtmosphärezu-

über die durchschnittliche


gnrndelegen.Das Ziel hierbei ist es, eine Voraussage
2 MODELUTYPEN 4

A'd machenzu körmen. Als Randbedin-


AnCerungder Oberflächentemperafur

(A1V = 0) mit ll = U (8,'i, i)


gung wird ein erreichtesEnergie-Gleichgewicht

angenornmen,worin E Ale extemenunOiatte intemenftir die Rückkopplungen

relevantenParameterdarstellen.lm EBM ist I" die bestimmendeVariable,so daß

i = i('t',).

Für einekleine Änderungim Energieflußkann man

A y ' y ' = A Q -(G 0 , _ O A ? :

schreiben,wobei

ae=TH
^r'
die ;tnderungvon If durchEinflüsseextemerParameter,

=ffin"
-ct'rz:
die Andenrngvon .lVin Abhängigkeitvon .l'" und

d'v dl j .n,
I'D A rs --5-
^.r jf l a rs
?6 \

in ilunter Berücksich-
die Andenrngvon -1 durchVariationender Komponenten

darsteüen.
tigung ihrer Temperaturabhängigkeit)

in i ergibt sich eine


Durch Veränderungender intemen Variablenkomponenten

Verstärkung(bzw. Verändenrng)der extemenEinflüsseAQ auf lV. Dadurchtblgt


2 MODELI;TYPEN

um Ä7" :
eine Verschiebungder Gleichgewichtstemperatur

c^ cn
JT" = , ;+; l,8 = ;+ lQ = Gt JQ (Gleichung
1)
r - Lr or L-J

Go = GewinndesSystemsohneFeedback - f = Go F = O

(4"")o = Temperaturänderung sind Gy und AT" die


ohneFeedback,entsprechend

Gnißenftir dasSystemmit Feedback.Als Blockdiagrammergibtsich darausfoi-

gendeDarstellung:

Fig. 1. Block diagram for the climate eystem. ÄQ and - Co J sre the
fo r cin g a n d su r fa ce'temperature response of the ^Tr cl i mate system,
respectively, with Go the gain ofthe systam in the absence offecdback and J
= + with = F The feedback of the climate eystem is f = Go F.
^Q ^J, ^.I ^Ts.

f =GoF
Feedback:

LQ = Ventärkungvon äußerenEinfltissen

LT, = Gs J = Reaktionauf Bodentemperaturerhöhung

mit "/ = AQ + A"/ und A,J = F LT"


2 MODELTTYPEN

Frir die Energie-Bilanz-Modelle wurde zu Beginn der Gleichgewichtszusand

ArV = 0 zugrundegelegt.Das gilt ennvederfür die Erdoberfläche,


was zu den

EnergyBalanceModel$'oderauchSEBMsfährt,odermanbetrachtet
,,Surtace das

Energiegleichgewicht
aul3erhalb
der Aunosphiireund sprichtdannvon,Blanetary

EnergyBalanceModel$' oderebenPEBMS.Ftir eineCO2 Verdoppiungergibtsich

ausSEBMsein AT" = 0,2...10oC, wobeidie weiteStreuung


der Wertedadurch

hervorgerufbnwird, daß das Verhaltender Atrnosphäreals Ganzesin Abhängig-

keit von der Bodentemperatursehr schwerzu bestimmenist, also die Wene flir

die intemenVariablenI (11")sehrunsichersindund zum großenTeil auf Schätzun-

gen und Annahmenberuhen. Es ist aberersichtlich,daB A7: in den SEBMs zu

emp{indlichreagiert! Ftir einerealistischereBetrachtungist die Konstruktionphy-

sikalisch fundierter PEBMs norwendig. Figur 2 zeigt das Verhaltenvon SEBMs

mitRückkopplung.
2 MODEU;TYPEN

Fig, 2. The nesponse ratio Rf= AT{^T!)o versus the feedback f' wherc dT.
is the surface-temp€rature response of the syst€m with feedback and (ATr)o
is surface-tempemture response without feedback.

O< R f < 1 fü r/ < 0

l<R f fü rO< f <l

Wie leicht zu sehenist, ist nf < 0 für / > | zwu eine mathematische,aber

keine physikalischsinnvolle lxisung. Man ist also gezwungen,dasSystemnur in

gewissenGrcnz€nzu betrachten,wodurchein nicht unerheblicherGrad anWillktir

in der Analyseaufuitt.
2 MODELI:IYPEN

2.2 Planetarische Energie-Bilanz-Modelle

Analogzu denSEBMswird derEnergiehaushalt


zugrundegelegt.Aus denbekann-

tenBeziehungen
erhdltman

l -ap
1r- r
c' .-' r4
vv L .
4

worin 5 die Solarkonstanteund ao die planetarischeAlbedo bedeuten.Den Zu-

wachsdesSystemsohneFeedbackkann man dannabschätzenals

Go=- (H) '= (Gleichung2)


ffi
Hierausergrbtsich 1'" ftr PEBMsausGleichung1 zusammen
mit

dN d'11
_Lro?dr,m
rr-n \-

Allerdings mtissen immer noch empirische Ergebnisseder Amosphärenlbr-

schung hinzugeftigt werden. Nach Rasool & Schneider ergeben sich für

von (A?")"n =
2xCOz mit PEBMS Ändenrngender Gleichgewichtstemperatur

0. 60c.. .3. 3"c.

23 Radiative Convective Modets (RCMs)

Als systematischeErweiterung der Energie-Bilanz-Modelle lassen sich kom-

plexere Konvektionsmodelleerstellen,die eine Berücksichtigungder vertikalen


2 MODELLTYPEN t6

(I.) gafl
Table 2. Changes in the global-mean surface air temperature
precipitation rate (P) simulated by atmospheric GCWmixed-
layer ocean modele for a CO2 doubling.

lvIodeVStudY ÄT,
(oC) ^P
(Voof lxCO, value)

GFDllMetherald & 4.0 8.7


Manabe(1986)

GISS/IIansen et aI. 4.2 11.0


0984)

NCAR/Washington & 3.5 7.7


Meehl(1984)

OSU/Schlesinger& 2-8 7.8


Zlno (1989)

IlKMGAililson & 5.2 15_0


Mitchell(1987)
2 MODELL:TYPEN 15

1. GeophysicalFluid DynamicsLabolatory (GFDL, Wetheraldund Manabe,

1986)

2. GoddardInstitutefbr SpaceStudies(GISS'Hansen'1984)

Meehl'
(NCAR, Washingtonund
3. NationalCenterfor AmosphericResearch

1984)

Ztao' 1989)
4. OregonStateUniversity(OSU,Schlesingerund

5. United Kingdom Meteorological Oltce (UKMO, Wilson und Mitchell,

1987)

Luftschicht und die


der oberffächennalren
Sie errechnendie Temperaturänderung

linOenrngdesBodenwassergehaltes.

und der Niedenchl?igeim


Tabelle2 zeigt dreAnderungder Oberflächentemperatur

jährlichen globalenMittel, erechnet durchdie fünf o. g. Modelle.


2 MODELLTYPEN t4

Klimadnderungangegeben. Die enten GCM-Berechnungenwurden mit soge-

nanntensumpf:-Modellengemacht,bei denendem ozean für die wämrekapazität

der wert 0 gegebenund angenommenwurde, daß im ozean wederhorizontaler

noch vertikaler Wärmetransportstafflindet.

Bei diesen GCM-Sumpf-ozean-Modellen hängt die zeit, die das Erd- At-

mosphäre-Systemzum Erreichendesmittleren Klimagleichgewichtsbraucht,nur

von der Annosphäreund der Landoberflächeab. sie beträgxetwa 300 Tage.

DieseModelle berücksicluigendiejahreszeitlichenSonneneinstratrlungsbedingun-

gen nicht, da der,nsumpf-ozean" in den hohen Breiten währendder polamacht

gefrierenwtirde. Es wird alsovoneinermittlerenJahressonneneinstratrlung


ausge-

gangen,demnachwird alsoAie linderung nur ftir dasJahrec-Minel-Klima errech-

net.

Häuliger werdenGCMs mit Mixed-Layer-ocearrModets gekoppelt,welchedie

Wärmekapazitätund teilweise auchden Wärmetransportin den Ozeanenbenick-

sichtigen. Die jatreszeitlichen Dadurch steigt Sonneneinstratrlungwerhättnis-

se werden ebenfalls benicksichtigt. die 7*it bis zum Erreichen des Klima-

Gleichgewichts(s. o.) in diesenModellen auf etwa 20 Jahe. um schätzungen

weiterer Mittelwerte und Staristikendes Gleichgewicht-Klimasvoranneh-men,

wird meistensauf weitere zehn Jahreberechnet.Die wichtigstenGCM-Mixed-

Layer-ocean-Models sind (benanntnachdem bearbeitenden


Institut):
2 MODELLTYPEN 13

roo'lt,o" .'^1ti,'9!i0l&
J
tI
v
suRFAcEs
I I

l:igur e 5.1 Schematic des c r i l l r i on of l he s tr uc tur c anr l Pr oees s c sof G C M c l i m ate


nr rxle ls

Die GCMs berechnendie CQz-bedingXeKlimaänderungdurch den Vergleich

aus. Dabei wird bei einer Simulationsberech-


zweier Simulationsberechnungen

bei
nung der Ant'angs-CorWert Yon300 - 330 ppmv (1 x COz) angenommen,

der zweiten Berechnungnimmt man den doppeltenoder viert'achenCOz-Wert

aulbestimmten,ge-
(tV x COz; N=2; N-4). Die beidenSimulationenbasieren

die je nachModell verschiedensind. Die Modelle


gebenenAnfangsbedingungen,

rechnenso lange,bis sich ein statistischesCleichgewichts-Klimaerglbt. Die Dif-

tbrenzvon 1Vx COz und I x COz wird dannals Coz-bedingte Gleichgewichts-


2 MODELLTYPEN t2

lJ Wasserdampf

Ü Luftdruck(an der Obertläche)

LJ Niederschlag

I Bodenwasser

ll Schnee

t Temperaturveneilungder Ozeanoberfl
ächen

-l Ausdehnungder Eismeere
2 MODELLTYPEN 11

ARY =4Wm-2, davon:

J +2,70W/# wegendes,,Treibhau$'-Effektes

ü +1, 55 Whf durchverstärktenDurchlaß

E -0, 15y/7m2durch Verminderungder Durchlässigkeitder Tropopausefür

kurzwellige Strahtung.

Aus denGleichungen1 und 2 bekommtman:

(Är")o iillff
=GorÄi'= -\-Rr

mit S = 1 3 7 0 Wm-2 ; a , = 0 , 3 ;

T" = 288K + Go=0,3cl'tilm-2;

aus LRr - 4Wm-2 folgt (4"")o = 1,2oC

2.4 General Circulation Models

WährendEnergy-Balance-Modelsund Radiative-Convective-Modelsdie Ober-

flächentemperaturund vertikale Temperaturpro{ileberechnen,ziehen General-

Circulation-Models (GCM) folgende klimatische Gnißen in ihre Bercchnungen

ein:

Ü vertikale Temperatuwerteilungin der Atmosphäre


2 MODELLTYPEN 10

ln der folgendenTabelle1 (Schlesinger1987)sind die Rückkopplungen/ und die

zugehörigenMechanismeneinigerModelle zusammengef'aßt:
Tabte 1. Summary of the feedbacks f in RCM and GCM simulations of
CO2-induced sut'ace air lemperature change.

Feedback RCM I GCM


GISS b GFDL C
M e ch a n ism

water vapor 0.3to 0.4 0.66 0.41


lspse Rate d
BADJ 0.1
MALR -0.25to -0.4
PC -0.65
Total 4.26 0 05
Cloud
Altitude 0.15to 0.30
I
Cover Unknown
Albitude & Cover o-22 0,09 |
Optical Depth 0 to -1.32
Surface Albedo 0.14 to 0.19 0.09 0.13

Total -1.5 to 0.71 0.7r 0.68

a. Based on the analysis ofSchlesinger (1985, 1988a).


b. Based on the results of Hansen et aL.0984').
c. In this analysis a value of ÄR1 - 4.3 Wm-z is assumed. This value is
based on the change in the net radiation at the top of the atmosphere
given by Wetherald and Manabe (1988), ÄRo = 2.28 iVm-z, and the
difference between the dR1 and ÄRo results for this radiation model
averaged over the five atmospheric profiies of the Intercomparison of
Radiation Codes used in Climate Models (ICRCCM) studv (Ellis, 198?,
personal communication).
d. BAD.I, MALR and PC denote baroclinic adjustment, moist adiabatic
adjustment and penetrative convection, respectively.

Nach Rananathanet. aI. l9T9liegen 95Voder Strahlungwerstäkungim Bereich

langwelliger Rückstrahlungund 5o/obei der kurzwelligen Solantrahlung. Für

des SystemsBoden-Troposphäre
ZxCOz ergibt sich als Strahlungsverstärkung
2 MODELLTYPEN

Temperaturverteilungzulassenund danebenUntemtodellefür den langwelligen

den tuöulenten WärrnetranstbrzwischenOberllächeund At-


Strahlungstransfbr,

und den Gehalt an Wasserdampfent-


mosphäre,vertikale Konvektionspmzesse

halten Die planetare Gleichgewichtstemperatur.L?"n fu steigendenCOz-

Anteil simuliertmit RCMs ergibt einesteigendeBoden-€leichgewichtstemperatur

(^T")"q und ein negativesAT ftir die Stratosphäre.Es ergibt sich: (A[)"n =

geltendieselbenAussagenwie für die


0.48'C. . .4,2"C. Für die Rückkoppiungen

Darausergrbtsich dannmit Rückkopplung:


reinenEnergie-Bilanz-Mode11e.

(4"")o
f= l- 47"

und daraus

o, 4 8 o c < a r" < 4 , 2 " c

-1 , 5 ( f < o , 7

Grändefür diesesVerhaltensind z. B.: HöhereabsoluteLuftfeuchtigkeitbei stei-

(und damit
genderTemperatur,AndenrngendesvertikalenTemperaturgradienten

u. a. der Konvektion),grrißereHöhe der Wolken,Anaerungder Wolkenhäuligkeit

und der optischenTietbder Wolkenetc. AlIe dieseEinlltissehabeneine Wirkmg

auf dasKlimasystem,die nicht linear mit der Summeder anderenRückkopplungen

(sieheauchFigur 1).
zusammenhängt
2 MODELLTYPEN t7

'=
F
f""'''' vity uncertointy

a v' vs

=
4\.(/+
; J
uo"XEru

14 Obs 15 It)

Surfoce oir temperoture (oC)

Fig. 3. The global-mean surface air t€mperature waming simulated for


a CO2 doubling by five GCMa [the GDFL urodel (Wetherald snd Manabe,
1986), the GISS modd (Hansen et aL, 1984), the NCAR model (Washingtan
and Meehl, 1984), tbe OSU model (Schlesinger and Zhao, 1989), md the
UKMO model (Wilson and Mitchell, 198?)l venus their simulated lxCO2
global-mean surface sir temperature. 'Obs'indicatcg the observed global-
mean surface air temperature based on the data ofJenne (1975), (Adapted
from Cessand Potter, 1988).

Einen Veryleich der frint-Modelle macht Figur 3, bei der die errechneteglobale

Enrämrungund die enechnetei x COz globaleMinel-Temperaturangegeben


ist.

Es ist an erkennen,daßje wärmerdie Ausgangstemperatur


(i x C02), destoge-

ringer ist die durch COz-VerdopplungbedingteErwärmung. Die Modelle hätten

also stärkereÜnereinstimmung,wenn die Unterschiededer Ausgangstemperatur

geringerwairen.Trotzdemsind die enechnetenWertenicht nur korrekt, wenn die


2 MODELLIYPEN 18

AnfangstemperaturdesModells mit der gemessenen


derzeitigenTemperaturüber-

einstimmt. So habenz. B. die Modelle GISS und GFDL in Tab. I gleicheTempe-

errechnet,obwohl in den Rückkopplungsfaktoren


raturänderungen erheblicheUn-

terschiedezu erkennensind.

Ein großesProblemstellt die Zuverlässigkeitund Korrektheit der Modellberech-

nungendar. Da es sich um sehriangfristige Berechnungenhandeltund keine di-

zu tatsächlichenKlimaänderungenbestehen,muß
rekten Vergleichsmöglichkeiten

man auf ehemaligeKlimabedingungenzurückgreifenund Vergleichsbrechnun-

genmachen(Climate-History).Duchsedimentdre
Eiseinschliisse
kannmanRück-

schlässeauf frühereKlimabedingungenziehen
2 MODELLTYPEN t9

Anderungen der 0 b e r flä ch e n te m p erstur al s E rgebni s verschi edener K l i mamodel l e

(e C0r-1 x C0.

a T ( oc ) GF DL GIS S NCAR 0su uxri0


1 tE 8 - t8 o 10 10 10 6-15
0-900 N
JJA 4
JJF tt- 14 4 IU
0 -7 0 0 N
JJA -o o

0-50" N A
6 I 2 4-
JJA z-o 2 c a.4 4-8
DJF e a ,2 a-o 4-O
0 -3 0 0 N
JJA 0-6 2-4 I 4-8
DJF ca ,2 c a.4 4 4-6
0 " s - 1 0"N
ca ,2 ca .4 ca ,2 ca.2 4-6
DJF 4 a 1
0-3 0" s
ca ,2 c 8.4 c a,Z z 4-6

30-500 s .lF .A )
^
JJA 4 4-8 2

5 0 - 70 " s DJF 4 o a 6 4 I 2 2-8


JJA 4 !4 18 o 4 10 O - ZU

0-900 s
UJI 6 2 4 c !.4 2 2-6
JJA 4 L4 6-16 6-1.2 4-10 o - 4u

Die Figur 4 zeigtalsErgebnisder o. g. Klimamodellrechnungen


die C22-bedingle

im Jahresverlauf.Die gepunktetenFlächenentspre-
mittlere Temperaturerhöhung

von mehr als 4"C. Die Änderungswertein


chen dabei einer Temperaturzunatrme

Aquatomäheliegenbei demNCAR und demOSUModell bei etwa2oC,bei GISS


2 MODELLTYPEN 20

ist in den min-


und UKMO bei etwa 4oC. Das Ausmaßder Temperaturänderung

nimmt
IerenBreiten gering, in den hohenBreiten stark. Die Temperaturänderung

also polwdrts zu. Im Sommerder Nordhalbkugelwird von allen lünf Modellen

ein Envärmungs-Minimum(2"C) in Polndheerrechnet,die Enpärmungs-Maxima

im Winter der Nordhalbkugelreichenvon 8oCbei NCAR bis 16'C bei GFDL und

UKMO. Für die Südhalbkugelsimulierenalle Modelle eine maximaleErwärmung

im Winterund eineminimale Enrärmungim Sommer.


2 MODELI:TYPEN 21

ZONAL M EAN T EM PER AT U R E O IF F ER EN C ES


oL,2!COr{'Cq crss,2!COt-r.Cq

f,qß.2.cor-r36r

s
u
FI
2 MODELI:TYPEN 22

GF0L,2rCq-lrCO? G tSS.2r C O z - tr C Oz
90{

:or
lor
r ot
r 03
!o3
!o3
r03
tos
90t r?0t rt0l rro llot l?o, sr 60t lor o ]ot tor 0 fzot tlot ItOl r2O. ,o. |/rr 5.
'|rJ
'ot
rtCAR, 2 r CO2 - r r COz OSU,2rCO2-lrCOl

r60 rJ0r r20r x)r o loe lot o tto tJo. r2or lor aoa 5t

U x M O. 2r C O2- l r C O 2

!ox

tot

ros
lo3
,o3
t,i t ro3

in bezug
Die Figuren5 und 6 zeigendie errechneteOberflächentemperaturänderung

auf Jahreszeitund geographischeBreite. Insgesamterrechnenalle fünf Modelle

Generellist die Erwärmungin


eine globaleZunatrmeder Oberflächentemperatur.

denTropenin beidenJahreszeiten(DJF/JJA)geringund nimmt polwiirts zu. Alle


2 MODELI:TYPEN z3

Modellebis aufdasNCAR habenim DJFeinErwärmungs-MildmrIm in derArkti s,

bei dem NCAR-Modell liegt diesesbei etwa 65oN.Das Erwärmungs-Maximum

im JJA liegt bei allen Modellen an der antarktischenKüste, das Erwärmungs-

Minimum von ca.2'C liegt in derArktis. Die WertedesErwärmungs-Maxirnums

auf der Nordhalbkugelim DJF reichenvon 10oCbei GISSund OSUbis zu 20oC

reichtesim JJAvon 10oCbei OSUbis zu 20oC


bei UKMO. Auf der Südhalbkueei

bei UKMO.

Die Aufstellungder Anderungsweftein der Tabellezeig[ daßdie Modeile trotz ei-

Un-
niger Paralletitätenin den regionalenTemperatur-änderungenentscheidende

terschiedebezüglichder Größeder Anderungund der Jatueszeitaufueisen.

GFDL, 2tCO2-lrCO2 ]7N 6t51,2xcar - ,!t(d-


to{ t0r

50i 50r
y)N ylr

roN r 0l

ros r 05

l0s !ot

50s tos
r0i

90s 905
r00 l5or r?or 90r Jof 0 r?ot tjot r00 l50r tlor 9of 60l )0r
Jlr O 90t raot r50l 6ot

NCAR, ?r COz - l r COz OSU,2rC02-lrCO2


90r
ION

50r
!or
r 0l
r 05
lo5
ios
,05
:;:-r ,(,s s- r8o
t7r)t t'C) rlcr r20r 9of 60r JOr 0 )0t x)r 0 tot 6ot 90t r2ot l:o€
tt. o lol. 60t 9(it

U KM O , 2r C O a- | r C Ot
9CX

rot

10r

9X

rox

tos

JO5

50s

ilr5
2 MODELLTYPEN 24

ZONA L M EAN SOIL W AT ER O IF F ER EN C ES


cr oL.2r cq- r r c q c l s s .z .C or - l i c or

or$>

bl

Nff, Z r C O !- l r C Or OSU.2rcor'lrCOr

*l
"'1
ssl-

.,w
l=
s1...ti

n ll4
J .r .r J J r 0
16lh

rCq-rrcO!
ü
,of

übereisfreiem
Figur 7 zeigt die mittlere zonaleAnderungdesBodenwasserstandes

Land in cm, verursachtdurch COz-Verdopplung.GepunkteteFlächenhzeichnen

schraffierteFlächenkennzeichnenBreitenohne
eineAbnatrmedesBodenwassers.

eisfteiesLand.
3 KUMAÄNDERUNGENDURCH CO|_ANSTIEG 25

Alle Modelle errechnenim Winter der Nordhalbkugelzwischen45oN und 75oN

GISSund NCAR den


lm Nordsommerzeigen
eineErhöhungdesBodenwassers.

währendGFDL, OSU und UKMO eine


Minimalwert der Bodenwasserzunahme,

zwischen30oNund70oNverzeichnen.Jahreszeiten-
AbnatrmedesBodenwassers

ergebenim DJF eineZu-


und breitenabhängigeBerechnungendesBodenwassers

nahmein EurasienundNordamerika.GFDL, OSUundUKMO sagenfür denSom-

mer derNordhalbkugeleineAustrocknungvoraus,wovonGISSundNCAR jedoch

abweichen.Es muß allerdingsenratrnt werden,daßdie Niederschlagsberechnun-

gen sowie andereden hydrologischenKreislaufbetneffendenBerechnungenden

gnißten Unsicherheitsfaktorund gleichzritig den grtißtenProblempunktder Mo-

delle ausmachen.

3 KlimaänderungendurchC0z-Anstieg

3.1 bei abruptem Anstieg

Im Zeitraum von 1861 bis 1984 ist der COz-€ehalt in der Atmosphlirevon

288ppmv auf 344ppmv angestiegen(nach Siegenthalerund Oeschger,1987, so-

Stei-
wie Keeling und Boden, 19S6). Die diesemCo2-Anstieg entsprechende

gerung der Gleichgewichtstemperaturam Boden kann ausgedrticktwerden als

A?" = Gf A:Q. Um die Betrachtungzu vereinfachen,wild dasModell auf den


3 KLIMAÄNDERUNGENDURCH CO|_ANSTIEG 26

Fail einerCOz-VerdoppiungQ x CO1.normierl Aus AQ wird AQ2* mit

(47")z* = GtLQz"

ÄQ= rQz*/" (""it#)\


l_Tr_/
-\7:=(tr")z"r{ffi-) \ "^' /

Aus (AT")2* (wie vor) ergäbe sich dann eine aktuelle Temperaturerhöhung

AT" = loC. Das beobachtete


A? liegt abernur bei ca. 0.6oC,was eineFolge

der bisher noch nicht beachtetenozeanischenWärmepufferungist. Diese ergibt

sich als
d LT" .\A LT"
c --d t -= rv
u" -
Gr

(C" = WärmekapazitätdesOzeans).DasneueGleichgewichtist dann

d LT"
------:- = u
dt

3.2 Bei verzögertem Anstieg

Für jede Zunahmeder C02-Konzentration in der Ahosphäre existiert eine typi-

scheZeit, die dasSystemzurErreichungdesneuenGleichgewichtsbenötigt.


Diese

7ßit kiFltsich charakterisierendurch

4""(t) = (A?"),a(1 - e-'1"")


3 KUMAÄNDERUNGENDURCH COZ_ANSTIEG 27

wobeir" = C,G 7 jeweils63Voder7*it entspricht,nachdersichderneueGleichge-

wichtszustandeingestellthat. Wermdie systemtypischeZeit ru (auch,,e-folding-

einerDekadeliegt, ist die momentane


time' genannt)in der Gnjßenordnung Tem-

peraturnahean der zum beobachtetenCo2-Anstieg gehörendenGleichgewicht-

l02Jahren,sowirddas
stemperatur,istsieaberinderGnjßenordnungvonz.B.nx

Gleichgewichterst in einigenJahrzehntenerreicht,was bedeutet,daßdie Gleich-

gewichtstemperatuenerheblichhöherliegen als bei kurzen Ausgleichszeitendes

Modellsystems. r" hängt dabei quadratischvom Verstärkungsfaktoroder auch

,Gainfactot'' Gy und linear von der ozeanischenWärmeleizahl & ab und ist dazu

eine Funktion der AufstiegsgeschwindigkeitW im zugehörigenbox-upwelling-

difürsionModell,so daßman schreibenkann: r" = rs(Gy,,k,W) .

In Figur 10 ist ein Modelltestdargestellt.Die numerischenResultatefür die Stabi-

lisierungszeitbei unterschiedlichenAufstiegsgeschwindigkeitenWwurdendabei

einer analytischenlösungvon Wigley und Schlesingergegenübergestellt.


Es zeigt

sich, daßdie numerischund analytischemritteltenErgebnissefür alle Wertevon

I/ praktischiifsreinstimmen. Auf dieseund ähnlicheWeiseist es möglich, Ein-

zelkomponentenvon Modellenzu testen,ohneüberempirischeDatenverfügenzu

müssen.
3 KLIMAANDERUNGENDURCH COZ_ANSTIEG 28

300
W Synbol
oo
250 la
Zo
o 4.
80

@
r50

o
c

6v ,

'o 50 too tso 2oo 25o 3oo


o'oe
s2.57G|'s3ro'sa exp(-o-15G0's7 wo78)

Fig. 10. The e-folding tine t. for an abrupt heating perturbation vergus
92.5? G{r.93 f s exp({.15 GP.97 Ro.ogW0.78). 'I'he data points were obtained
from a nurnerical solution of a box-upwelling-di{fusion model fm upwelling
velocities W = 0, 1,2, 4 md 8 m ]'f1. The fit (straight line) was obtained by
regression.

In Figur 11kann man gut die Ausbildungvon vertikalenTemperatur-,Strukturerf'

für den ModelldurchlaufeinesgekoppeltenOzean/ AmosphlirerpGCMs sowohl

in der Atmosphäreals auchim Ozeanerkennen. Je länger die Zeiträume,die

durch solche dynamischenModelle simuliert werdenund je kleiner die verwen-

detenSchrinweiten,destodhnlicherwerdendie Ergebnisseden Verhältnissen,die

man in der Realität beobachtenkann. In diesekomplexen,gekoppeltenModelle

fließeneineReiheweitererPammeterein, von denenman Sichwiederumeinever-

besserteAnnäherungan dasrealeSystemverspricht.Einige davonsind:


3 KUMAÄNDERUNGENDURCH CO2_N,{STIEG 29

tr Temperaturprofilvon Ozeanund Ahosphäre

von Luft- und Wassermassen


tr Austauschgeschwindigkeiten

tr Bodenluftdruck

E ozeanischeSalinität

E Bodenwassergehalt

tr Dicke desMeereises

ü Schneemassen

tr Wolken(Häufigkeit,optischeDchte etc.)

der Strahlung
fl Tages-und Jabresgang

fl realistischeGeographie
DURCH COZ_ANSTIEG
3 KUMAÄNDERT]NGEN 30

D
E 394

;
3 780
G

964
23
150

€- soo
a
d

Timr, t?or3

Fig. u. Latitude.vertical distribution of the 2xco2-1xco2 diference in the


annual-mean, zonal-mean temperatures (oC) of the atnosphere (above) and
ocean (below) for year 16. Atmospheric warming larger than 1'6oC is
shown by light stipple, as ie oceanic warrring larger than 0.8oC, while
oceanic cooling is indicated by heavy stippie. (From Schlesinger et ol.,
1985).
3 KLIMAÄNDERUNGENDURCH CO|_ANSTIEG 31

fürunterschiedlicheWerteder
In Figur 12ist die zeitlicheTemperaturentwicklung

ozeanischenWärmeleitzahlk darsestellt.

t.o

o.8

o.6

o.4

o-2

Fig. 12 Energy-balancc clinatcr'multi-bor ocean model projection to year


200 of the evolution of the 2xCO2-lxCO2 dilfercnce in global'mean surface
air tenperature (AT. temperahrre (ATo,k,k ' 1,2,3,.1) ar a fraction ofthe
equilibrium tetrperature öIference (AT* ). The borizontal line labelled e
fold indicateg the level at which AT/ATrq = l-Lle - 0.63. (Frcn Schlesinger
et c/., 1985).

In der nachfolgendenTabellesind die ausve$chiedenenModellen resultierenden

e-folding-times gegenührgestellt:
4 ZUSAMMENFASSUNG 32

Table & lbe +foldiag ti.me t" for abrupt heating from selectad clioate
Eodel studisr.

Särdy
(yeara)

Hoffertatdj. (1980) plmetary energy-balance climate &20


model and a box-upwelling-
diffusion ocean model

Schneider md Planetary energy-balance model lif


Thompson (1981) md a twebor oceu model

f- Bryanefcl (1982) Coupled aturosphere.ocem general A


t
Spelmm and Manabe cireulation model witä siinplifred
Cf984) geography and topography

Ilansenetdl (1984) Radiative-convectiveclimate model n


and a box-diffueion cean model S
Itz

Br-?u€tcl (1984) Global oceanic general cirrculation lm


model

Siegenthaler and Planetary energr-balance climata d)


Oesch&r(1984) model and a bor-diffusion oc€an
model

4 Zusammenfassung

Untersuchungenüber die zeitliche Anderung des Klimagleichgewichts durch

CO2-Anreicherung werden mit Hilfe von Energy-Balance-Models @BM),

Radiative-Convective-ModelsG.CM) und General-Circulation-Models(GCM)

gemacht. Diese Modelle beschäftigensich mit der Coz-bedingten Rücksnah-


4 ZUSAMMENFAS.'UNG JJ

lungsverstärkung,der ReaktiondesKlimasystemsmit und ohneRückkopplungs-

faktoren sowie mit der 7xit, in der das Klimasystemreagiertund sich ein neues

einsteilt-
Gleichgewichtsklima

von 4 Wlm' an der


Frir eine Coz-Verdopplung wurde eine Strahlungszunahme

Tropsphärenoberflächeerrechnet.

wird ein Gewinn desKlimasystems


Bei Abwesenheitder Rückkoppiungsfaktoren
a11
Lufttemperanu
von etwa0. 31pdFr und somiteineZunahmeder oberflächennahen

um 1,2"C angenommen.

von
Die EBMs errechnenflir eine COz-VerdoppiungTemperaturerhohungen

02 - ist deshalbso groß,weil in denEBMs versucht


10oCaus.Die Sparurweite

wird, die Reaktionder Atmosphärezu generalisieren,wasnattirlich nicht realitäts-

nah zu verwirklichen ist.

Co2-Verdopplungeine Erwärmungim Jah-


RCMs berechnenbei angenommener

resmiuelum A,5 - 4,2oC. Dieseauchnochrelativ großeSpannweitehängtvon den

ab, wie z. B. Wasserdampfvertikale Temperaturgradien-


Rückkopplungsfakroren

ten,planetarerAlbedo, Wolkenhöhe,-bedeckungund optischeDichteder Wolken.

sindatmosphericGCM--mixed-layer
Die amweitestenentwickeltenKlimamodelle

ocean-models(GFDL,GISS,NCAR, OSU,UKMO). FolgendeAnderungen(vom

1x CO2-Wert) im jährlichenGlobal-Mittel wurdendurchdieseModelle errechnet:


4 ZUSAMMENFASS{/NG 34

-l1Vo (vom 1 x COz-Wert)


I Niederschlag:7,1

zeigt
Die durchC O2-AnreicherungbedingteAnOerungder Oberflächentemperafur

einejatueszeitlicheAbhängigkeit,die von den Tropenpolwdrtsannimmt. lnsge-

sant wird ftir alle Breiten sowotrlim Sommerals auchim Winter eineEnvärmung

vorausgesagt.Siehat ein Maximum in der Winter-Polar-Regionund ein Minimum

im Sommerder Polarregion,in den Tropenin beidenJalreszeiten.Bezüglichder

die durch die fünf verschiedenenModelle


Ausmaßeder Temperaturerhohungen,

errechnetwurden,bestehengroßequantitative(Werte)und quaütative(Jabreszei-

ten) Unterschiede.Das hängtvor allem mit der unterschiedlichenGewichtungder

Rückkopplungsfaktorenin denModellen ansaürmen.

im Winter auf den Kon-


Alle Modelle errechneneineZunatrmedesBodenwassers

tinenten der Nordhalbkugel,eine Ausuocknungvieler Nordkontinenteim Som-

mer wird jedoch nur von GFDL, OSU und UKMO errechnet,nicht von GISS und

NCAR.

Als e-folding-time wird die 7*it bezeichnet,die das Klimasystembrauclrt, bis

esnacheiner abruptenCorVerdopplung wiederein Gleichgewicha-Staditrmer-

reicfu. Die errechneteSpanneliegt bei 10 - 100 Jatren; sie ist von drei Klima*

Parametemabhiingig:
4 ZUSAMMENFASSUNG 35

ü demEnergiegewinn,dendasKlimasystemdurchbestimmteMengenanCO2

erführt

tr die ozeanischeDurchmischungsgeschwindigkeit

ert€ilung
f die effektive Temperaturv

Theoretische vergangener
Untersuchungen Coz-Zunahrnen(1850
zeitabhängiger

- der Ozeanedie Erwärmung


1980)habenergeben,daßdie Wlirmespeicherung

der Atmosphäreetwahalbienim Vergleichzu einerSituationohneOzean.Ebenso

z.eigtedieseUntersuchung,daßsich dasKlimasystemweiter erwärmenwird, auch

wenn keine Zunahmeder C0:=Konzentration mehr aufuitt Eine Simulationmit

einem gekoppeltemglobalenGCM Atmospheric/Ocean-Modelhat z. B. eine e-

fotding-time von 50 - 100 Jaiuenerrechnet,bedingt durch den Transportder

in großeTiefen desOzeans(Putrerwirkung).
Oberflächenwärme

4.1 Schlußfolgerungen

Salinität, Impuls und horizontaleWärmetransponewerdennn 7*it noch nicht in

die Berechnungender Ozean-Modelleeinbezogen,obwohl sie wichtige Faktoren

sindund grundlegendenEinfluß auf die Azea*-T.wkulationhaben.Die Verteilung

Zrkulalionist, kann
die wichtigfürdie aunosphärische
derOberflächentemperatur,

ebenfallsnochnicht exaktberechnetwerden.GroßeUnsicherheitenbei derModel-


5 NACHTRAG 36

tauchenauchbei den
lierung der globalenDurchschnittstemperatur-Entwicklung

Rückkopplungsfaktorender Wolken, der Eis-Albedo, des möglichen vertikalen

auf. Versuchtman also, alles auf


und des Wasserdampfes
Temperaturgradienten

einen Nennerzu bringen, erkenntman, daß die großeAnzahl an Einflußfaktoren

für die Entwicklung des Klimas zwar eine grobe Voraussageauf globalerEbene

zuläßt,jedoch eine exakteBerechnungauf regionalerEbenezw Tr,it noch nicht


*
möglichist.

5 Nachtrag

in Hamburg sind
Laut Dr. Ulrich Cubaschvom DeutschenKlimarechenzenUum

einigermaßenzuverldssigeSimulationender zukünftigenTemperaturentwicklung

zu erreichen,wobei
ausschließlichmit gekoppeltenOzean-Atmosphitrenmodellen

eszwar gnißenordnungsmäßig mit denVoraussagen


durchausÜbereinstimmungen

der ,,mixed-layet''Modelle gfbt, abererheblicheAbweichungenin der räumlichen

Differenzienrng. Mit einem in HamburgentwickeitenglobaienModell, das die

Zirkulationvon Atmosphäreund Ozeansimuliert, wurdeder Einfluß der anthropo-

auf dasKlima dernächsten100Jahrehochge-


genenEmissionvon Treibhausgasen

rechnet.Der zeitliche Verlauf der Emissionist darin nacheinemSzenarioA (,,bu-

sinessasuzual') sowieeinemSzenarioB (,drakoniarf')vorgegeben.Aus diesen


5 NACHTRAG 3t

Rechnungengehthervor,daßam EndedessimuliertenZeitraumesdie bodennahe

Lufüemperaturim globalenMittei nachSzenarioA um 2.6 K und nachSzenarioD

um 0.6 K angestiegensind. Die räumlichenMuster der Klimaänderungender bei-

demzufolgesichdie Treibhausgas-
sowieeinesdrinenExperiments,
denSzenarien

konzentrationin einerStufeverdoppelt(2 x COi, ähnelnsich weitgehend.Über

verzögertsich die giobaleErwännungstärkerals in fniherenKli-


Ozeangebieten

masimulationen,in denender Ozeanlediglich durcheine 50 m tiefe Wasserschicht

reprdsentiertwar. DieserEffekt verst?irktdenLand- SeeKontrastund führt zu einer

nur schwachenErwärmungauf der Südhalbkugel,und einigeRegionenkühlensich

sogarab. Währendder erstenvierzig Jahrefailen sowohldie globaleErwämtung

deutlich gerin-
durch Wärmeausdehnung
als auchder Anstieg desMeeresspiegels

einfacheren
ger aus,als man es bishermit den (in diesemVortragbeschriebenen)

Modellen abgeschätzthar Eine Unache dafür ist möglicherweise,daßdie Jahre

vor 1985bei der Berechnungder globalenEnrärmungnicht berücksichtigtwurden

so
(sog.,Kaltstartproblem').Außerdembesitz derOzeanEigenschwingungenmit

langenPerioden,daßselbstbei einerSimulationszeitvon 1@ Jairen nicht eindeu-

tig enichtlich ist, ob die zeitliche Verzögerungder Erwärmungdirekr auf die Puf-

zurückzuführenist odernur die starke


ferwirkung der ozeanischenWassennassen

inteme Variabilität des SystemsOzean- Aunosphärewiderspiegelt. Die vorlie-

gendenBerechnungenstellenjeweils nur eineeinzigeVorhersageüberdasKlima-


5 NACHTRAG 38

abzuschätzen
geschehender Zukunft dar. Um die GenauigkeitdieserVorhersagen

der Ergebnissemachenzu können,sind


und Angabenüber die Schwankungsbreite

Modellen nötig.
mit verschiedenen
weitereSimulationsrechnungen

Es ist schwerzu sagen,inwieweit die Simulationeninzwischender Realität ge-

recht werden,doch es scheintso, als häneman die Gnißenordnungder intemen

Trägheit und der Pufferungendes Systemsin vielen frtiheren Modellen um ei-

niges unterschätzt,was keineswegszu der inigen Annahmeverführensoilte, die

Ktimaänderungenkönntennicht zu auchdurchauskatastrophalenZuständenin be-

strmmten,besondenbetroffenenRegionender Ede führen.


T,ITERATUR 39

Literatur

[1] Schlesinger,Michael E. (1989):MODELL PROJECTIONSOF TI{E CLI-

MATIC CHANGESINDUCED BY INCREASEDAIMOSPTIERIC COZ.

[2] Bach, W. et aI (1985): Modeling the Influenceof COz on the global and

regionalclimate.

t3l B€rt Bolin, Bo R. Dffiq Jill Jager,Richard A. Warrick (f989):

SCOPE29 -The GreenhouseEffect, Climatic ChangeandEcosystems.

[4] Bach, W. und Jain, Atul K. (1990): Vom drohendenKlimainfalkt zur Kli-

Deutschland.
mastabilisierung- Bericht für Greenpeace

[5] Ott, Jörg (1989):AllgemeineMeereslunde

t6l Cubasch,Ulrich (1992\:DasKlimadernächstenlm Jatue.