You are on page 1of 8

Liebe Leserin, lieber Leser, in dieser Ausgabe findet ihr neben einem Interview mit der neuen Ortsgruppe

der Roten Antifa aus Bochum/Dortmund und einer Kritik zum Positionspapier der Bundestagsfraktion der Partei Die Linke zum Antisemitismus. Zudem einen Artikel zur Situation von LeiharbeiterInnen und einen Bericht über die aktuelle Situation in Griechenland und die dortigen Interessen des deutschen Imperialismus. Wir wünschen alle viel Spaß beim lesen!

Interview mit der Roten Antifa Bochum/Dortmund

lag es für uns am nächsten eine neue Ortsgruppe zu gründen, trotzdem erhoffen wir uns mit einigen anderen Gruppen eine gute ZuWieso Rote Antifa? Warum habt ihr euch ent- sammenarbeit. schieden eine neue Gruppe zu gründen und euch nicht in Bochum / Dortmund in bestehen- Was wird die erste Aktion sein, an der ihr euch beteiligt? den Organisation zu engagieren?

Für uns ist es sehr wichtig neben antifaschistischer Arbeit auch einen klassenkämpferischen Standpunkt aus kommunistischer Sicht zu vertreten, nach unseren Erkenntnissen gibt es weder in Dortmund noch in Bochum Gruppen, die all unsere Standpunkte teilen, hinzu kommt dass viele Gruppen vor Ort zionistisch eingestellt sind.

Der Schulstreik am 1 .Juli in Bochum wird unsere erste Aktion sein, hier werden wir auch für unsere Veranstaltung am 5.Juli um 1 8 Uhr im Jugendzentrum U 27 mobilisieren, dort wollen wir mit den Jugendlichen über Jugend- und Bildungspolitik in Bochum diskutieren und überlegen, wie wir uns gemeinsam gegen Missstände wehren können.

Wir selbst verstehen uns als antiimperialistisch Was wird in den kommenden Wochen und Mound solidarisieren uns mit unterdrückten Natio- naten euer Arbeitsschwerpunkt sein? nen wie z.B. Kurdistan und Palästina. Da wir die Standpunkte der Roten Antifa teilen Wir werden uns vor allem in den ersten Wo-

chen mit der Jugendpolitik und den Problemen der Jugendlichen in Bochum befassen, wir werden uns am Jugend-Antiatomstreik am 1 3. Juli in Dortmund beteiligen. Ein weiterer Schwerpunkt wird der Antifaschismus sein, hier werden wir viel in Dortmund arbeiten, da die Nazis Dortmund zu ihrer Hochburg erklärt haben und auch dieses Jahr wieder zum "nationalen" Antikriegstag am 3.9. mobilisieren werden. Dazu werden wir auch die Blockaden des bundesweiten antifaschistischen Bündnisses "Dortmund stellt sich quer" unterstützen.

Wir danken unseren GenossInnen für das Interview und wünschen ihnen einen guten Start für ihre Arbeit in Bochum und Dortmund. Hier nochmal die genannten Termine im Überblick: Diskussion: Jugenpolitik in Bochum 5. Juli, 1 8:00 Jugendzentrum U 27 Bochum Anti-Atom Schulstreik 1 3. Juli, 1 0:30 Katharinentreppen Dortmund „Nationalen Antikriegstag“ verhindern! 3. September, Dortmund

Solidarität mit der griechischen Arbeiterklasse! Nieder mit dem deutschen Imperialismus!
Während Millionen ArbeiterInnen seit 2 Tagen streiken, tausende der "Empörten"-Bewegung versuchen das griechische Parlament zu blockieren und die politische Polizei DemonstrantInnen niederknüppelt und mit Pfefferspray angreift, wird im Parlament mit knapper Mehrheit das Sparpaket von Ministerpräsident Giorgos Papandreou verabschiedet. Damit beugt sich das Parlament dem Spardiktat der EU und des IWF. Diese machten weitere drastische Sparmaßnahmen zur Bedingung für die Auszahlung von zusätzlichen Notkrediten in der Höhe von 1 2 Milliarden Euro. Griechenland ist auf die Hilfen der EU angewiesen, Wie kann man Kontakt zu euch aufnehmen? da es bei den Privatbanken nur noch Kredite zu unbezahlbaren Zinsen bekommt. Die ZuMan kann uns unter bodo@rote-antifa.org erstimmung zum Sparpaket bedeutet für das reichen oder uns einfach auf Aktionen und Vergriechische Volk weitere Steuererhöhungen anstaltungen ansprechen. und Einkommenskürzungen, sowie den Aus-

verkauf sämtlicher öffentlicher Unternehmen.

nen hat die Krise geschaffen, sondern die Krise schaffte Massenarbeitslosigkeit und die Vor der Abstimmung erhöhten Ministerpräsi- Krise ist im Kapitalismus Gesetz. dent, Regierung, sowie EU und IWF den Druck auf die ParlamentarierInnen. Papan- Zum Faulheitsvorwurf kommt zusätzlich der dreou sprach von einer "patriotischen Pflicht" Dekadenzvorwurf. Die GriechInnen würden und Angela Merkel knüpfte sich höchstpersön- nicht nur zu wenig arbeiten oder zu viel Urlaub lich ihre konservative Schwesterpartei, die in machen, nein, sie bekommen auch noch zu Griechenland die größte Oppositionspartei dar- hohe Renten und zu viel Lohn. Auch diese stellt vor und drängte sie zur Annahme des dreisten Behauptungen lassen sich mit einem Sparpakets. einfachen Blick auf die Zahlen widerlegen, worauf wir an dieser Stelle jedoch verzichten In Deutschland werden währenddessen von möchten. den PolitikerInnen und den Medien weiter fleißig deutschchauvinistische Meinungen verbreitet. Die Mär von den "faulen Griechen", die nie arbeiten und viel zu viel Geld ausgeben dient dazu als angebliche Ursache des griechischen Problems die Lösung zu präsentieren: Mehr arbeiten, mehr sparen, mehr privatisieren. Schon alleine das Bild des "faulen Griechens" stellt mindestens zwei Verdrehungen der Realität da. Zum einem ist es schlicht falsch, dass die griechischen ArbeiterInnen weniger arbeiten und mehr Urlaub machen würden, denn die durchschnittlich wöchentliche Arbeitszeit betrug in Griechenland vor der Krise 44,3 Stunden (Deutschland: 41 Stunden) und der Urlaubsanspruch lag bei 21 Tagen (Deutschland: 30 Tage). Zum anderen hat die Krise und die Verschuldung Griechenlands rein gar nichts mit dem individuellen Verhalten der ArbeiterInnen zu tun. Als ob die GriechInnen sich aussuchen könnten wie viel und wie lange sie arbeiten. Bedingt durch die Weltwirtschaftskrise haben auch in Griechenland Millionen ihren Arbeitsplatz verloren. Die Arbeitslosenquote liegt in Griechenland derzeit bei über 1 6 %. Keine "Faulheit" der GriechIn-

Obwohl durch diese mit Nationalismus vermengten Phrasen weder das Problem, noch Ursache und Lösung richtig dargestellt werden, finden sie in breiten Bevölkerungsschichten großen Anklang. Anstelle der Solidarität herrscht in Deutschland der Argwohn gegenüber den griechischen ArbeiterInnen für deren angebliche Faulheit man nun als SteuerzahlerIn blechen müsse. Dabei stellt sich die Faktenlage ganz anders dar. Deutschland selbst besorgt sich über Kredite Milliarden mit einem sehr niedrigen Zinssatz, die es mit einem etwas hören Zinssatz an Griechenland weiter vergibt. Durch die Differenz der Zinssätze fließt letztendlich mehr Geld nach Deutschland zurück als es sich zuvor geliehen hat.

Die ganze Hetze gegen Griechenland dient einzig und allein dem deutschen Imperialismus, der in Griechenland mittels seines Werkzeugs "EU" für sich günstige Bedingungen schafft. Das sinkende Lohnniveau der griechischischen ArbeiterInnen verschpricht deutschen Unternehmen traumhafte Extraprofite. Über den Ausverkauf griechischer Staatsunternehmen zu Spottpreisen freuen sich Konzerne wie beispielsweise die Deutsche Telekom, die ihren Anteil beim Telefonkonzern OTE erweiterte, der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport,

DIE LINKE und ihre Angst vor dem Nahost-Konflikt
Immer wieder gibt es in der Partei DIE LINKE Diskussionen über ihre Stellung zum NahostKonflikt, gibt es teils heftige und sehr kontroverse Ansichten in dieser bis aufs äußerste pluralistischen Partei. So nahmen im vergangenen Jahr einige Bundestagsabgeordnete der Linkspartei mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an der ersten „Free Gaza“ Flottille teil und es beteiligten sich viele MitgliederInnen und FunktionsträgerInnen von Partei und Jugendverband an Solidaritätsdemonstrationen für Palästina, während der Bundesarbeitskreis (BAK) „Shalom“ der Linksjugend ['solid] zionistische Hardliner-Positionen verbreitet, welche in anti-palästinensischem Rassismus gipfeln. Zudem nutzt der BAK Shalom den Begriff Antisemitismus derart inflationär, dass dieser nicht nur verweichlicht, sondern verharmlost und nicht mehr ernst genommen wird. In seiner Gründungserklärung schreibt der Arbeitskreis gar: „Eine kompromisslose Absage an den Antiimperialismus ist die Voraussetzung für die Neukonstituierung einer emanzipatorischen Gesellschaftskritik.“ (Grundsatzerklärung des BAK Shalom, 2007). Dies zeigt uns nicht nur, dass Teile von Jugendverband und Partei mit einem Beißreflex auf das Thema Nahost-Konflikt reagieren, sondern dass auch gezielter Antikommunismus aus diesen Reihen verbreitet wird.

der ein Auge auf den Athener Flughafen hat, sowie der Essener Baukonzern Hochtief. Zudem nützt die desolate Lage Griechenlands dem deutschen Kapital um Druck auf die heimische ArbeiterInnenklasse auszuüben, indem sie Giechenland als Warnung benutzt.

KommunistInnen in Deutschland schafften es bisher nicht das Banner der internationalen Solidarität zu erheben und eine breite Offensive der Gegeninformation zu starten. Dabei muss dass nun die Aufgabe aller Menschen sein, denen der proletarische Internationalismus etwas bedeutet. Das Problem ist der Kapitalismus Am 07. Juni 2011 setzte die Parteirechte nun selbst und die Lösung ist der Sozialismus. einen Fraktionsbeschluss der linken BundesDies ist es, was wir propagieren müssen. tagsfraktion durch, mit dem Titel: „Entschieden gegen Antisemitismus“. Darin geht es neben

einer vollkommen richtigen Absage an Antisemitismus und Rechtsradikalismus vor allem um einen Maulkorb für die eigenen Partei- und FraktionsmitgliederInnen. So heißt es am Ende des Beschlusses: "Wir werden uns weder an Initiativen zum Nahost-Konflikt, die eine Ein-Staaten-Lösung für Palästina und Israel fordern noch an Boykottaufrufen gegen israelische Produkte noch an der diesjährigen Fahrt einer 'Gaza-Flottille' beteiligen. Wir erwarten von unseren persönlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Fraktionsmitarbeiterinnen und Fraktionsmitarbeitern, sich für diese Positionen einzusetzen." Zuvor soll massiver politischer und psychischer Druck auf die Fraktionslinken ausgeübt worden sein. Über ein dutzend der Abgeordneten verließ bereits vor der Abstimmung den Raum. Der Fraktionsvorsitzende Gregor Gysi soll ihnen bei Nichtannahme mit seinem Rücktritt gedroht haben. Verschiedene Abgeordnete (unter anderem Harald Koch) schilderten die Situation wie folgt: „Andersdenkende sollten eingeschüchtert, stigmatisiert und letztlich aus der Fraktion gedrängt werden" Wiedereinmal zeigt sich hier die heuchlerische Fratze der Linkspartei. Immer wieder und vor allem immer häufiger und heftiger werden Parteilinke unter Druck gesetzt und diszipliniert. Mit dem jetzt gefassten Beschluss sollen sie ruhig gehalten werden. Dieser Maulkorb soll vor allem medienwirksame Auftritte von Parteilinken wie nach der Teilnahme an der letztjährigen Gaza-Flottille verhindern. Parteirechte und BAK Shalom fallen mit ihren Kampagnen, Beschlüssen und Aktionen nicht nur den Palästinenserinnen und Palästinen-

sern, sondern vor allem auch der israelischen Linken in den Rücken. Seit Jahren kämpft die israelische Linke gegen die Apartheidspolitik der verschiedenen rechts-konservativen israelischen Regierungen.

Es gilt die israelisch Linke ebenso wie die arabische Linke in ihrem Kampf gegen die Apartheidspolitik, Siedlungsbau und Krieg zu unterstützen. Nur durch den gemeinsamen Kampf kann eine gemeinsame Perspektive jenseits von Tod und Unterdrückung geschaffen werden.

Leiharbeit ist Menschenhandel!
Seit einigen Jahren beschäftigen immer mehr Firmen überwiegend LeiharbeiterInnen und ersetzen somit festangestellte ArbeiterInnen. LeiharbeiterInnen werden von Zeitarbeitsfirmen wie z.B. Randstad und Persona Service zur Verfügung gestellt. Für die Entleihfirmen bieten LeiharbeiterInnen viele Vorteile. Sie können LeiharbeiterInnen jederzeit kündigen oder austauschen, wenn diese z.B. den Leistungsansprüchen der KapitalistInnen nicht genügen oder saisionell bedingt keine oder weniger ArbeiterInnen benötigt werden. Hierdurch sind die LeiharbeiterInnen dem ohnehin schon zermürbenden kapitalistischen Leistungsdruck noch stärker ausgesetzt. Die

dauerhafte Unsicherheit und Angst belastet die Psyche der LeiharbeiterInnen und ihrer Familien zusätzlich. Im allgemeinen bedeutet Leiharbeit eine vermehrte Ausbeutung und Unterdrückung, als dies bei klassischen LohnarbeiterInnen der Fall ist. LeiharbeiterInnen verdienen bis zu 50 % weniger als ihre KollegInnen in den Stammbelegschaften. Ein Unternehmen zahlt für eine/n LeiharbeiterIn etwa 20€ die Stunde, der/die LeiharbeiterIn selbst bekommt aber dann nur 6€ Brutto die Stunde, je nachdem um welche Zeitarbeitsfirma es sich handelt. Müssen LeiharbeiterInnen zu ihrem Betrieb weite Strecken mit ihren PKWs fahren, muss das Unternehmen unter Umständen an die Zeitarbeitsfirma Km-Geld bezahlen, die LeiharbeiterInnen bekommen jedoch ofmals nichts und erfahren dies auch nicht. Zu alledem kommt hinzu, dass LeiharbeiterInnen in den aller meisten Fällen exakt die selbe Arbeit verrichten müssen wie die Festangestellten.

andere Tätigkeit handelt, indem er/sie sehr schwere Stahlschränke in einem Hochhaus über mehrere Etagen tragen muss, wird dem/der Leiharbeiter/In verschwiegen. Leiharbeit ist jedoch nicht nur für LeiharbeiterInnen eine Last, sondern auch für die ArbeiterInnen der Stammbelegschaften. Häufig haben sie Angst ihren Arbeitsplatz zu verlieren und durch LeiharbeiterInnen ersetzt zu werden. Unter diesem Druck sollen sie Lohnsenkungen und Arbeitsintensivierung akzeptieren. All dies wird noch perverser, wenn Konzerne anfangen ihre eigenen Zeitarbeitsfirmen zu eröffnen, um damit LeiharbeiterInnen an ihre eigenen Betriebe zu verleihen, wie dies etwa bei Schlecker der Fall war. Leiharbeit ist Menschenhandel. Wir fordern die Abschaffung von Leiharbeit und die Übernahme der LeiharbeiterInnen in den Betrieben.

1 7.6. Aktionskonferenz von "Dortmund stellt sich Quer!"
Die DisponenntInnen der jeweiligen Zeitarbeitsfirmen werden in Seminaren geschult, wie man LeiharbeiterInnen belügt und ihnen ihre tatsächliche Tätigkeit verschweigt bzw. schönredet. Wenn ein/e LeiharbeiterIn beispielsweise als MöbelpackerIn eingesetzt werden soll, wird ihm/ihr nur mitgeteilt, dass er/sie als BeifahrerIn auf einem LKW tätig ist und nur den FahrerInnen mithelfen soll ein paar Sachen von A nach B zu transportieren. Dass es sich aber in Wirklichkeit um eine ganz Dresden, Halle, Berlin, Dortmund! Kein Fußbreit den Neonazis, Blockieren bleibt legitim! Am 3.9.2011 wollen Neonazis in Dortmund aufmarschieren und sich als Kriegsgegner inszenieren. Seit 2005 veranstalten die Dortmunder Neonazis unter Führung der sogenannten „Autonommen Nationalisten“ eine Demonstration anlässlich des Inter-nationalen Antikriegstages. Der Aufmarsch hat sich mit bis zu 1 .500 Teilnehmern aus ganz Deutschland und dem europäischen Nachbarländern

zu einem der wichtigsten in der Szene entwickelt. Im letzten Jahr gelang es erstmals die Naziaktivitäten mittels Blockaden zu behindern, die Neonazis konnten nur eine Kundgebung durchführen. Bestärkt durch die Erfolge der antifaschistischen Bewegung in diesem Jahr und mit neuen Erfahrungen wird das Bündnis „Dortmund stellt sich Quer!“ in diesem Jahr wieder Blockaden organisieren.

Schulstreik – und wie weiter?
Wie können wir nach dem Schulstreik weiter kämpfen? Die Probleme in der Schule sind nur ein Grund von vielen, um sich zu wehren. Krieg in allen Teilen der Welt, Atomkraft, Nazis, Hartz IV, Armut: Deutschland bietet uns heute genug Gelegenheiten zu protestieren und uns zu wehren. Wir wollen einen Teil dazu beitragen! Komm zum offenen Treffen. Alle außer Faschisten sind willkommen. Offenes Treffen "Schulstreik - und wie weiter?" Dienstag 5. Juli 2011 , 1 8:00 Uhr Jugendzentrum U 27, Gerthe, Hegelstr. 32 STR 308/31 8 Station Heinrichstraße Eine Veranstaltung der Roten Antifa Bochum / Dortmund

Wir wollen euch unser Konzept vorstellen und Informationen zur aktuellen Situation in Dortmund geben. Außerdem werden wir uns mit der Frage beschäftigen, wie und warum Neonazis versuchen friedenspolitische Positionen aufzugreifen. Dafür laden wir zu einer antifaschistischen Mobilisierungs- und Aktionskonferenz ein: 1 6. Juli 11 Uhr Verdi-Haus Dortmund Königswall 36 (Gegenüber vom HBF)

23.07. Antifaschistischer Saubermachspaziergang

Der Essener Stadteil Borbeck ist bekannt für seine vermehrten Neonaziaktivitäten. Dass dort vermehrt Rechts-radikale wohnen, sieht man vor allem an zahlreichen Schmierereien, Aufklebern und Plakaten rechtsextremen und

rassistischen Inhalts. Ebenso wohnen zeigte bisher gar kein bis wenig Interesse die vermehrt organisierte Neonazis und ihre Fälle aufzuklären. Auch die Essener Führungsköpfe in diesem Stadtteil. Kommunalpolitik scheint keine Notwendigkeit zu sehen das Problem anzugehen. Das Auftreten der Borbecker Neonazis ist besonders provokant und aggressiv im Als Zeichen der Solidarität mit den Opfern Vergelich zu anderen Stadt-gebieten. Seit rechtsextremer Gewalt und weil wir die zwei Jahren nun versammeln sie sich am 09. Neonaziaktivitäten und ihre Propaganda November, dem Jahrestag der Reichs- widerlich und unzumutbar halten, ruft das pogromnacht, mit Fackeln in der Borbecker Bündnis "Essen stellt sich quer" dazu auf, Innenstadt. Erst Mitte Mai dieses Jahres sich am antifaschistischen Saubermachversuchten die Neonazis um Miguel Becker spaziergang am 23.07.2011 in Borbeck zu eine Mahnwache des Bündnis "Essen stellt beteiligen und die braune Propaganda aus sich quer" ,anlässlich der Schändung eines Borbeck zu entfernen. jüdischen Friedhofs, zu stören. Erinnert sei auch an dem bewaffneten Überfall von 1 5 Rechtsextremen auf Mitglieder der LandesschülerInnenvertretung im Jahr 2009. Hiergegen formierte sich bereits mehrfach Widerstand, den es zu unterstützen und auszubauen gilt. In letzter Zeit wurde das in Borbeck stehende Jugendhaus "DatLinks" immer öfter Opfer rechtsextremer Angriffe. Unter anderem wurde die Häuserfassade mit Haken-kreuzen und nationalsozialistischer Propaganda beschmiert. Mehrfach stürmten die Nazis aus dem Umfeld der Kameradschaft "Nationale Sozialisten aus Essen" das Gebäude und versuchten die Veranstaltungen zu stören bzw. deren Gäste einzuschüchtern. Doch es blieb nicht nur bei Sachbeschädigung und verbalen Provokationen. Nach einer Feier im "DatLinks" griffen die Nazis eine Gruppe von Leuten, die auf dem Heimweg waren, mit Reizgas an. Die Polizei

Te rm i n e 05.07.2011 | Schulstreik - und wie weiter? 1 5.07.2011 | Carlo Giuliani Gedenkdemo 1 6.07.2011 | Aktionskonferenz DSSQ 23.07.2011 | Antifaschistischer Saubermachspaziergang 29.07.2011 | Cafe Roter Oktober (Was tun wenns brennt?)