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Liebe Leserin, lieber Leser, in dieser Ausgabe findet ihr von uns einen Artikel zum Wesen und

zur Funktion des Faschismus. Sowie eine Stellungnahme zu den tagelangen Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen und der Polizei in England und einen Artikel über die Situation und die deutschen Interessen in Libyen nach der Ära Gadaffi. Zudem ein Solidaritätsschreiben des 3A Bündnis für unsere schweizer Genossin Andrea. Wir wünschen alle viel Spaß beim lesen!

Hinter dem Faschismus steckt das Kapital!

Gewalt gegen uns aus, schon allein das macht sie zu unseren Feinden. Es gibt also mehr als genug Gründe, warum es berechtigt ist gegen Zu verstehen warum Faschisten scheiße sind Faschisten zu demonstrieren, ihre Aufmärsche ist nicht sonderlich schwer. Ihre Ideologie und zu blockieren und ihnen öfter mal auf die ihr Handeln richten sich gegen jeden gesell- Schnauze zu geben. schaftlichen Fortschritt. Mit ihrer rassistischen und ausländerfeindlichen Hetze versuchen sie Für uns AntifaschistInnen reicht dieses Wissen Streit und Hass unter den Ausgebeuteten und jedoch nicht aus. Um einen effektiven Kampf Unterdrückten zu streuen und unsere Solidari- gegen den Faschismus führen zu können, tät zu brechen. Somit schwächen sie unsere müssen wir wissen was er ist, was seine FunkFront gegen die Front des Kapitals. Ihr Nationa- tionen sind und wessen Interessen er befrielismus und Vaterlandsstolz, versucht uns weiß digt. zu machen, dass wir mit unseren Ausbeutern und Unterdrückern ein gemeinsames Interes- In der häufig verwendeten Parole "Faschismus se haben und soll uns vom Klassenkampf ab- ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen" lenken. Faschisten terrorisieren und üben steckt viel mehr richtige Analyse, als man auf

den ersten Blick vermuten mag. Wenn wir vom Faschismus sprechen, sprechen wir in erster Linie nicht von einer Ideologie oder einer Meinung; sprechen wir nicht von etwas was sich in den Köpfen irgendwelcher Verwirrten abspielt. Wenn wir vom Faschismus sprechen, dann vor allem als eine bestimmte Organisationsform eines Staates. Um also den Faschismus verstehen zu können, brauchen wir ein Verständnis vom Staat. Im imperialistischen Kapitalismus ist der Staat, der Staat der Monopolbourgeoisie und ihre Herrschaft ist eine diktatorische Herrschaft, weil sie sie mit niemandem teilt und sich hierbei auf direkte Waffengewalt stützen kann. Gewalt und Diktatur sind also Merkmale, die nicht nur dem Faschismus eigen sind. In der Regel organisiert sich diese Diktatur in Form der bürgerlichen Demokratie und versteckt sich hinter dieser. Sie gewährt formal die freie Wahl von Einrichtungen im System der höchsten Machtorgane (bspw. Parlamente) durch die Bevölkerung, sie verkündet gesetzlich niedergeschriebene Rechte der BürgerInnen in Form der Verfassung. Sie erlaubt in beschränkter Weise der unterdrückten Klasse ihren Interessen Ausdruck zu verleihen und ist unter Umständen bereit oder gezwungen Kompromisse einzugehen. Im Wesentlichen aber sind Aufbau und Tätigkeit der Staatsorgane so strukturiert, dass die werktätigen Massen von jeder bedeutenden Teilnahme an der Politik und der Verwaltung des Staates ausgeschlossen sind. Der Faschismus herrscht dann, wenn der "reaktionärste, chauvinistischste und am meisten imperialistischste Teil des Finanzkapitals" diese demokratische Hülle der bürgerlichen Diktatur abstreift und seine "offen terroristische

Diktatur" errichtet. Dies macht er dann, wenn die Klassenwidersprüche so weit zugespitzt sind, dass um dieser Herr zu werden, eine neue Organisierung des Staates notwendig geworden ist und diese Organisierung ist zutiefst reaktionär und aggressiv. Wenn zur Aufrechterhaltung der kapitalistischen Ordnung

die demokratische Organisierung des Staates zu schwach ist, die kapitalistische Wirtschaft am Boden liegt und die Bourgeoisie von einer Krise in die nächste gerät, dann braucht diese den "starken Staat". Ab diesem Punkt des Klassenkonflikts ist der ohnehin schon begrenzte Rahmen der diesem Konflikt vom demokratischen Staat zugesprochen wird für die Monopolbourgeoisie zu groß, so dass sie den Staat so umbaut, dass ihr Wille allein, direkt und ohne Kompromisse Wirklichkeit wird. Mit einem Schlag versucht die faschistische Bourgeoise alle Widersprüche gewaltsam aufzulösen. Deswegen ist die schonungslose Vernichtung der revolutionären Kräfte die erste Tätigkeit des Faschismus an der Macht.

schiedlich erscheinen. Viele Erscheinungen des Faschismus sind abhängig von seinen konkreten Aufgaben im jeweiligen Land und den dringendsten Interessen der Kapitalisten. So muss etwa nicht hinter jedem Faschismus zwingend eine Massenbewegung stehen. Wenn die Interessen der Faschisten im Alleingang durchgesetzt werden können, kann ihnen auch die Herrschaft durch eine militärische Clique reichen wie es in einigen kolonialen Ländern der Fall war. Faschistische Staaten die Millionen Werktätige in einen vernichtenden Raubkrieg schicken müssen um ihre Interessen zu befriedigen, brauchen hingegen unbedingt eine Massenbewegung und Rückhalt in den reaktionären Teilen der Bevölkerung. Diese Staaten zeichnen sich auch durch einen übermäßigen Rassismus und Nationalismus aus, da sie einerseits den Massen gemeinsame Interessen, wie etwa das der Naderer Klassen, Schichten und fremder Völker tion, vorgaukeln, als auch Hass auf die zu und auf Kosten der werktätigen Klassen. Mit überfallen Völker schüren müssen. brachialer Gewalt sollen die Interessen der faschistischen Bourgeoisie durchgesetzt werden Wir müssen also unterscheiden welche Merkwie etwa die Eroberung neuen Marktes durch male allgemeingültig und charakteristisch für Krieg. Dies sind die wesentlichen Charakter- den Faschismus sind und welche nur in bemerkmale und Funktionen des Faschismus. stimmten Fällen als Mittel zum Erreichen der Dies haben sowohl die Staaten der ersten fa- konkreten Ziele dienen. Diese Unterscheidung schistischen Welle (Deutschland, Italien, Spa- hilft uns Revolutionären bei der konkreten nien etc. in den 20er und 30ern), als auch die Analyse verschiedener faschistischer Staaten der zweiten (Chile, Indonesien und Türkei etc. und bei der Findung der nötigen Strategie und Taktik im Kampf gegen ihn. in den 70er und 80ern) gemeinsam. Gleichzeitig beseitigt er oder unterwirft er sich die Organisationen der werktätigen Klassen (Gewerkschaften, ArbeiterInnenparteien etc.) und raubt diesen ihre letzten und begrenzten demokratischen Rechte wie das Recht auf Organisierung, Versammlung und Meinungsfreiheit. Die zweite Hauptfunktion ist die Wiederaufrichtung der imperialistisch-kapitalistischen Ordnung ohne Rücksicht auf die Interessen anAbgesehen von diesen Gemeinsamkeiten können die faschistischen Staaten ganz unter-

Gadaffi ist gestürzt – wer streicht die Beute ein?

krieg in Libyen – nun ist er entschieden. Die libyschen Rebellen im Bündnis mit den Truppen der NATO gewinnen in diesen Tagen Mehr als sechs Monate dauerte der Bürger- die Kontrolle über Tripolis.

Viele Rebellen haben seit den ersten Tagen des libyschen Aufstands heldenhaft gekämpft. Sie sind für Freiheit, Demokratie und ein Leben ohne Armut gestorben. Natürlich wird diese Erfahrung im libyschen Volk auch in den nächsten Jahrzehnten lebendig bleiben. Jedes Volk muss kämpfen lernen – die Libyer haben die ersten Schritte in diese Richtung getan. Der Aufstand hat den einfachen Ausgebeuteten ihre Kraft vor Augen geführt. Aber die Aufständischen von Januar sind nicht mehr die gleichen wie heute. Mittlerweile hat sich mit dem nationalen Übergangsrat eine zusammengewürfelte Truppe von alten Fürsten und Großbauern, die von Gaddafi verdrängt worden waren, Gaddafis eigenen Vertrauten und anderen von den NATO-Mächten ausgebildeten Politikern an die Spitze der Bewegung gesetzt. Die Führer der Rebellen stammen nicht aus den ausgebeuteten Massen der libyschen Bevölkerung, sondern haben im Gegenteil alle in der Vergangenheit auf die eine oder andere Art und Weise von der Ausbeutung der Bevölkerung profitiert. Natürlich ist uns klar, dass auch die neue Regierung, die nur durch die Hilfe der NATO das Gaddafi-Regime besiegen konnte, den Libyern weder wirkliche Freiheit noch Wohlstand bringen wird. Die Geschichte des von der NATO besetzten Afghanistan zeigt uns, dass keinem Land Frieden und Menschenrechte von außen mit Bomben und Panzern gebracht werden können.

Gerade jetzt wo der Sieg des Übergangsrat sicher gestellt zu sein scheint, kann man ganz besonders deutlich sehen, dass es sämtlichen europäischen und amerikanischen Ländern, die in Libyen Krieg geführt haben vor allem um Geschäfte und milliardenschwere Verträge

ging. Dass es in Libyen einiges zu holen ist, war allen NATO-Staaten, die ihre Soldaten nach Libyen gesandt haben von Anfang an klar. In Libyen liegen die größten Erdölvorkommen aus ganz Afrika, etwa 11 % allen Erdöls, das in Deutschland in den letzten Jahren verbraucht wurde kam aus Libyen (Handelsblatt 24.8.11 ). Gleichzeitig sagt zum Beispiel die Zeitung „Handelsblatt“ ganz offen, wie europäische Unternehmen am Krieg mit verdienen wollen: „Zudem muss in der bisherigen „Volksdemokratie“ nach monatelangem Bürgerkrieg und 7500 Nato-Luftangriffen vieles wiederaufgebaut werden. Für die Bauindustrie gibt es einiges zu verdienen.“ (Handelsblatt, 23.8.11 )

Also: Die Regierungen lassen das Land und Aber ging es den NATO-Mächten überhaupt Gaddafis-Truppen zerbomben, damit die Undarum den Aufstand zu unterstützen, so wie ternehmen ihrer Länder danach auch noch am es hier in allen Zeitungen – landauf, landab – Wiederaufbau verdienen. dargestellt wird? Die wichtigsten Verträge für die Erdölförde-

rung aber auch Aufträge für den (Wieder-)aufbau von Straßen und Gebäuden werden vom nationalen „Übergangsrat“ vergeben. Es ist klar, dass sich deshalb gerade alle Regierungen darum reißen die „richtigen“ Leute „kennenzulernen“ um der Kapitalistenklasse ihrer Länder, der sie dienen, die meisten Vorteile zu verschaffen. Während in Tripolis noch gekämpft wurde, luden deshalb die Regierungschefs von Italien und Frankreich schon die neuen Regierungschef der Rebellen in ihre Länder ein. Worum es geht ist klar: "Natürlich ist zu vermuten, dass es eine gewisse politi-

herzlich wenig mit Aufbauhilfe für die libysche Bevölkerung zu tun, es geht um Geld für die neuen libyschen Herrscher, das als eine Art „Aufbauhilfe“ für die kaputten Beziehungen zu ihnen dienen soll, so dass die deutschen Unternehmen wenigstens ein paar Aufträge und Geschäfte an Land ziehen. Allerdings: Obwohl es die Bundeswehr bis zuletzt vermied, offiziell Luftangriffe auf Libyen zu übernehmen, unterstützten deutsche Soldaten aktiv die Planung und Durchführung der Einsätze. Deutsche Soldaten beteiligten sich im Planungsstab der NATO an der Auswahl von Zielen der Bombardements. Obwohl sich die Bundesregierung also vor der deutschen Bevölkerung als Friedensengel darstellen wollte, beteiligten sie sich letztlich doch an den Kriegseinsätzen. Mag sein, dass Deutschland durch seine geringere Beteiligung am NATO-Einsatz nun größere Startschwierigkeiten beim „Beraten“ der neuen Regierung in Libyen hat, aus dem Land vertrieben sind sie damit aber nicht. Die deutsche Regierung wird in jedem Fall von den Kapitalisten, Managern, und Konzernvertretern unter Druck gesetzt werden, die Beziehungen zu Libyen wiederaufleben zu lassen, denn Deutschland war hinter Italien zu den Zeiten Gaddafis der wichtigste Handelspartner Libyens. Sehr große deutsche Konzerne haben auch unter Gaddafi große Profitsummen aus dem Land „nach Hause gebracht“: Die Tochter des BASF-Konzerns „Wintershall“ war der größte ausländische Erdölförderer in Libyen, in den gleichen Bereich gehört die RWE-Tochterfirma „Dea“. Aber auch Siemens investierte viel Kapital in das größtes Trinkwasserprojekt der Welt „Gre-

sche Dankbarkeit geben wird"sagte Afrika-Experte Meier-Ewert im Spiegel. Die Länder, die an vorderster Front dem nationalen Übergangsrat den Weg „freigebombt“ haben, sollen jetzt auch „belohnt“ werden. Für deutschen Unternehmen, deren Regierung sich offiziell nicht mit der Bundeswehr am Krieg gegen Gaddafi beteiligt hat, ist das natürlich schlecht. Der Chef der Grünen Özdemir sagte zum Beispiel: „Mit demokratischer Aufbauhilfe können wir Deutschen eine kleine Form der Wiedergutmachung dafür leisten, dass wir praktisch nicht dazu beigetragen haben, dass Diktator Gaddafi vertrieben wurde [...]“. (24.8.11 , Handelsblatt) Das, was der Chef der Grünen hier sagt, hat

dem Land zu bomben, beginnt jetzt das Hauen und Stechen um die Beute. Auch der NATO-Einsatz in Libyen ist kein Einsatz für das Leben und den Wohlstand der libyschen Bevölkerung, sondern für die Profite der europäiNachdem die meisten NATO-Länder ziemlich schen und U.S. - amerikanischen einheitlich beschlossen haben, Gaddafi aus Unternehmen. at Man-made River“ (Großer menschengemachter Fluß). Diesen Unternehmen geht es darum, von Libyens Rohstoffen und Arbeitskräften zu profitieren und sie auszubeuten.

England: Krawalle oder Protest?

tete sich eine Protestwelle auf Grund des Mordes aus und ebenso schnell versuchte die Polizei den Protest zu ersticken und ging mit Am 04.August wurde Mark Duggan, 29 Jahre Gewalt gegen die Demonstrierenden vor. alt und vierfacher Familienvater, von der Polizei ermordet. Es bestand der Verdacht, das In den darauf folgenden Tagen breitete sich Mark Duggan mit Drogen gehandelt habe, wes- der Hass und die Wut tausender Jugendlicher halb die Polizei ihn an diesem Abend aus einem Taxi zerrte, ihn zu Boden riss und durch mehrfache Kopfschüsse tötete. Ein angeblicher Schusswechsel der seitens der Polizei als Ursache der Tötung geschildert wurde, hat laut Ermittlungen der Staatsanwaltschaft jedoch nie stattgefunden. Das angeblich von Duggan abgefeuerte Projektil, welches in dem Funkgerät eines Polizisten stecken blieb, stammt jedoch aus einer Schusswaffe eines rasch auf andere Stadtteile Londons aus und anderen Polizisten. Warum Mark Duggan letz- hat ebenso Städte wie Birmingham, Bristol ten Endes sterben musste ist somit immer und Liverpool erfasst.In diesen Tagen lieferten sich die Jugendlichen nicht nur endlose Stranoch ungeklärt. ßenschlachten mit der Polizei, sondern es In Tottenham, einem Stadtteil von London, wel- wurden auch große Kaufhäuser angezündet cher Hauptsächlich von Arbeiterfamilien und und viele Läden geplündert. Arbeitslosen bewohnt wird, so auch von Mark Duggan vor seinem Tod, begannen die Men- Für die bürgerlichen Politiker und Medien sind schen auf die Straße zu gehen, um gegen den diese Jugendliche allesamt schwerst KriminelMord an Duggan zu protestieren. Schnell brei- le welche Weggesperrt werden müssten. So

wurden auch dutzende Festgenommene in zungspolitik in Großbritannien liegen könnte, Schnellverfahren abgeurteilt. dass möchte keiner sehen. So gingen im Frühjahr in Großbritannien bei zig GroßdeNur mit einem gigantischen Polizeiaufgebot monstrationen hunderttausende Menschen konnte nach und nach in den Stadtteilen und gegen diese Politik auf die Straße, auch hier Städten die Wut der Jugendlichen niederge- waren es zu großen teilen Jugendliche welche schlagen werden. Immer wieder kam dabei sich an den Demonstrationen beteiligten. auch der Ruf, nun endlich das eigene Militär gegen die Jugendlichen Einzusetzen. Wir dürfen die Jugendlichen auf Englands Straßen nicht als kriminellen Mob abstrafen, sondern müssen ihre Verzweiflung und Perspektivlosigkeit verstehen und nachvollziehen. Leider hat es keine fortschrittliche politische Kraft in Großbritannien geschafft, die Wut und Angst dieser Jugendlichen aufzugreifen und ihnen eine politische Antwort zu geben. Es ist nicht gelungen bei den Jugendlichen auf der Straße ein politisches Bewusstsein zu schaffen. So wird der Protest der Jugendlichen auf Das die Ursache für diesen Ausbruch der Ju- der Straße so schnell verschwinden wie sie gendlichen in der unsozialen Streich- und Kür- aufflackert.

Feuer und Flamme der Repression Solidarität mit Andrea!
In der Schweiz beginnt am 28. September vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona ein politischer Prozess gegen Andrea, eine Genossin des Revolutionären Aufbaus Schweiz und der Kommission für eine Rote Hilfe International. Im Zentrum der Anklage stehen verschiedene militante Aktionen gegen Staat und Kapital, wie zum Beispiel gegen den Inlandnachrichtendienst der Schweiz, gegen die Kantonspolizei Zürich, die staatliche israelische Fluggesell-

schaft EL AL, das spanische Reisebüro sowie Fremdenverkehrsamt, das griechische Fremdenverkehrsbüro, die Fluggesellschaft IBERIA und das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO. Die Aktionen waren hauptsächlich pyrotechnische Angriffe. Sie wurden allesamt mit „Für eine revolutionäre Perspektive!“ unterschrieben. Unter diesem Namen finden in der Schweiz seit 1 997 zahlreiche zielgerichtete Anschläge mit Farbbeuteln, Pyrotechnik und Brandsätzen gegen staatliche Institutionen, das Kapital, imperialistische Kriege, Gipfeltreffen à la

WEF und die Konterrevolution statt. Seit Jahren versuchen italienische wie schweizerische Staatsschützer die Genossin in Haft zu setzen. Einige Male saß sie bereits wegen Landfriedensbruch im Knast. Durch ihre revolutionäre Politik in der Schweiz und ihre politische Unterstützung der revolutionären Gefangenen in Europa wie zum Beispiel der PC-pm in Italien oder PCE/Grapo in Spanien wird sie immer wieder als Person kriminalisiert, aber grundsätzlich geht es um die Kriminalisierung und Zerschlagung der revolutionären Organisationen in denen sie aktiv ist oder die sie solidarisch unterstützt! Wer Gewalt sät, wird Widerstand ernten. Das ist eine alte Weisheit. Der Kapitalismus ist in seinem Kern pure Gewalt: Ausbeutung, Unterdrückung, Zerstörung, Plünderung, Repression, Krieg. Ein ungeheuer gewalttätiges System für den Profit einer kleinen besitzenden Klasse. Ein System mit Klassengesetzen zur Aufrechterhaltung, Regelung und Absicherung ihrer Gewaltherrschaft. Die Organisierung von revolutionärem Widerstand in vielen Formen, am Arbeitsplatz, auf der Straße, in der Schule und Universität gegen diese Gewaltherrschaft ist die einzig richtige Antwort.

Solidarität mit Andrea! Freiheit für alle politischen Gefangenen! Kapitalismus zerschlagen – Solidarität aufbauen! [3A]*Revolutionäres Bündnis: ADGH – Demokratische Jugendbewegung in Europa, Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin, KGÖ Europakommitee, KPD/Roter Morgen, Marxistische Aktion Tübingen, MLKP Deutschlandkommitee, Organisierte Autonomie Nürnberg, Projekt Revolutionäre Perspektive Hamburg, Revolutionäre Aktion Stuttgart, Revolutionäre Perspektive Berlin, Rote Antifa [NRW], Rote Szene Hamburg, Sozialistische Linke Hamburg

Te rm i n e 01 .09.2011 | Internationaler Antikriegstag 02.09.2011 | Vorabendemo: Gemeinsam gegen Faschismus, Imperialismus und Krieg! 03.09.2011 | Dortmund stellt sich Quer! Nationalen Antikriegstag blockieren! 31 .09.2011 | Cafe Roter Oktober