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07 2012

Liebe Leserin, lieber Leser, in dieser Ausgabe findet ihr zunächst eine Einschätzung von uns über die schwierige und unübersichtliche Lage in Syrien (Seite 1) und einen Artikel über die Rolle des deutschen Imperialismus heute (Seite 3). Zudem haben wir für euch eine kurze Auswertung der Parlamentswahl in Griechenland (Seite 6) und einen bericht über die militanten Arbeitskämpfe in Spanien (Seite 7). Viel Spaß beim lesen...

// Zur Situation in Syrien //

Hände weg von Syrien!
Seit dem es im März 2011 zu Massendemonstrationen in vielen Städten in Syrien kam und so der Funke des Widerstands von Ägypten und Tunesien übersprang, ist viel geschehen in dem arabischen Land. Von Anfang an ging das Regime unter der Führung von Präsident Baschar al-Assad mit Waffengewalt gegen die Demonstrationen vor und lies tausende DemonstrantInnen durch Scharfschützen und Maschinengewehrsalven hinrichten. Als Reaktion darauf wurden syrische Diplomaten aus westlichen Ländern ausgewiesen und allein die EU verhängte 16 mal wirtschaftliche Sanktionen gegen Syrien. Schauen wir uns das politische System in Syrien und die Gründe aus denen die Menschen in Syrien trotz Lebensgefahr auf die Straße gehen mal etwas genauer an. Bis zur Verfassungsänderung Anfang 2012 (welche die Massen beruhigen sollte) war Syrien eine demokratisch sozialistische Republik. In der Regierungskoalition, der „Nationalen Progressiven Front“ sind neben der domminierenden Arabischen Sozialistischen Baath-Partei noch sechs weitere sozialistische Parteien und eine kommunistische. Die vor allem in staatlicher Hand liegende Wirtschaft wurde durch einen Fünfjahresplan geleitet. War Syrien also eine sozialistische Republik unter der Führung (Diktatur) des Proletariats und die Demonstrierenden lediglich für den konterrevolutionären Umsturz bzw. die Einführung eines kapitalistischen Staatssystems?

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Nein, keineswegs! Auch wenn sich Syrien selbst als demokratisch und sozialistisch bezeichnete und die Parteien dies ebenfalls tun, hat das mit der Praxis noch lange nichts zu tun. Syrien ist ein kapitalistisches Land wie viele andere auch. Zwar nimmt der Staat bzw. die Regierung großen Einfluss auf die Wirtschaft und lenkt die großen staatlichen Konzerne, doch das sind keine relevanten Kriterien die ein Land sozialistisch machen. Auch eine Planung der

die kapitalistische Barbarei überwunden ist. Dies gilt nicht nur für das Regime von Assad, sondern auch für Lybien, China, Nord Korea, Cuba, Venezuela und Co. Die Massen in Syrien demonstrieren vor allem gegen die Ausnahmegesetze die seit dem Jahr 1963 gelten und jegliche demokratischen Rechte einschränken oder verbieten und die faktisch uneingeschränkte Macht der Regierungspartei bzw. ihrem gleichgeschalteten Block der „Nationalen Progressiven Front“ und spezielle ihrem Vorsitzenden, Präsidenten und Oberbefehlshaber der Streitkräfte Baschar al-Assad. Zudem fordern zahlreiche ethnische und religiöse Minderheiten mehr Rechte und ein Ende der Repressionen gegen sie. Seit dem Beginn der Proteste sind nach Schätzungen der UNO weit mehr als 10.000 Menschen getötet worden. Die zu Anfangs von breiten Massen der Bevölkerung getragenen Proteste wandelten sich schnell zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen der regulären syrischen Armee und der vor allem aus desertierten Soldaten, Offizieren und Freiwilligen bestehenden „Freien Syrischen Armee“ mit Hauptsitz in der Türkei. Sehr offensichtlich wird an dem Fall Syrien, dass die Differenzen zwischen den imperialistischen Ländern wieder offener und aggressiver zu Tage treten. Dadurch werden Kriege zwischen den verschiedenen impe-

Entwicklung der staatlichen Wirtschaftsunternehmen hat nichts mit sozialistischer Planwirtschaft zutun. Die Wirtschaftsunternehmen funktionieren nach kapitalistischen Gesetzen und mehr als 80 % (mit Ausnahme der Öl-Wirtschaft) des Bruttoinlandsprodukts wurden von privaten Unternehmen eingefahren. Die Produktionsmittel sind somit nicht in den Händen der Arbeiterklasse, womit sie ihre Diktatur verwirklichen würde. Auf diese Weise führen viele Herrscher ihre Bevölkerung in die Irre, in dem sie das Etikett des Sozialismus ihrem Land aufsetzen. Doch Sozialismus bedeutet die revolutionäre Überwindung des Kapitalismus und die Errichtung eines neuen Systems, in der

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rialistischen Ländern wieder wahrscheinlicher und auch imperialistische Stellvertreterkriege wie zur Zeit des so genannten „Kalten Krieges“ treten wieder an die Tagesordnung. Während sich die syrische Regierung bisher sicher auf die politische wie militärische Unterstützung von China, Russland und dem Iran verlassen konnte. Die Armee der Opposition hingegen wird von Saudi Arabien, Katar, den USA und der Türkei mit Waffen und Geld für Söldner versorgt. Die EU und vor allem Frankreich leisten bisher vor allem politischen Beistand und betreiben Kriegshetze. Die Türkei und die USA hingegen wollen schnellst möglich kriegerische Tatsachen schaffen. Der amerikanische Geheimdienst CIA koordiniert in der Türkei Waffenlieferungen an die Rebellenarmee und bildet diese aus. Die Türkei hingegen garantiert freie Wege und sicheren Transport für die Waffen und provoziert Syrien zu kriegerischen Handlungen. Jedoch ist allen Beteiligten klar, dass Syrien ein viel größer militärischer Gegner ist als Libyen. Die syrische Armee ist um einiges besser bewaffnet und ausgebildet als es die libysche war und lässt sich nicht so einfach durch gezielte Luftschläge ausschalten. Ein Angriff Syriens würde also einen Kampf von Bodentruppen und die Besetzung des Landes bedeuten. Für so einen langen, teuren, blutigen und verlustreichen Krieg gibt es allerdings momentan weder in der EU, noch in der Türkei oder den USA eine gesellschaftliche Stimmung, trotzdem drängen die Imperialisten auf einen möglichst

schnellen Krieg. Für uns ist klar, es geht nicht um ein für oder gegen die Rebellen, es geht nicht um ein pro oder kontra Assad. Wir solidarisieren uns mit der syrischen Arbeiterklasse und ihrem gerechten Kampf für demokratische Rechte und bessere Lebensbedingungen. // Die Rolle des deutschen Imperialismus //

Deutschland – Europas Bestie
Die Krisenfolgen sind kaum noch überschaubar. Die Widersprüche des Kapitalismus spitzen sich bis zum äußersten zu. Seit 2007 versuchen die kapitalistischen Länder mit allerlei Mittel diese Krise zu überwinden, doch ein Land hat sich dabei besonders hervorgetan. Das deutsche Kapital hat durch die Krise die wirtschaftliche und politische Führung in Europa erobert: „Jetzt wird in Europa Deutsch gesprochen“, erklärte Volker Kauder auf dem CDU-Parteitag. Die bürgerliche Welt zerfällt somit nicht in kapitalistisch gleichmäßig entwickelte Staaten, das Geldkapital häuft sich in nur wenigen Ländern an. Viele EU-Länder wie Grie-

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chenland, Spanien oder Italien haben sich im Laufe der Krise hochgradig verschuldet. Durch massenhafte Entlassungen und Sparmaßnahmen versuchte man diese Krise zu überwinden, aus diesem Grund hat sich in vielen Ländern eine große Protestwelle entwickelt. Nun kann das deutsche Kapital seinen Profit aus der Lage ziehen. Die EU, ein widerspruchvolles imperialistisches Zweckbündnis, wird zum Herrschaftsinstrument der deutschen Bourgeoisie. Durch den Erhalt der sogenannten „Rettungsschirme“ geraten diese Staaten in die direkte Abhängigkeit der EU, das heißt, sie sind gezwungen deren wirtschaftspolitischen Auflagen umzusetzen. „Die Welt ist in ein Häuflein Wucherstaaten und in eine ungeheure Mehrheit von Schuldnerstaaten gespalten“ (Lenin, Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus). Ein Beispiel hierfür ist Griechenland: Die griechische Wirtschaft wird offen vom deutschen Staat diktiert, weswegen es auch den Hass der griechischen Arbeiterklasse auf sich zieht. Griechenland entwickelt sich immer mehr in eine Neokolonie Deutschlands, denn die Kürzung von Sozialleistungen, die Privatisierung und die

prekären Arbeitsverhältnisse werden den deutschen Unternehmen in Griechenland hohe Profite sichern. Aber auch die anderen Schuldnerstaaten werden sich von den Klauen der Bestie Europas nicht befreien können, denn sie werden das Geld zur Rettung ihrer Banken brauchen und gleichzeitig die Sparmaßnahmen der EU bzw. Deutschlands gegen den Willen des Volkes durchsetzen müssen. So manch ein Regierungschef ist bereits daran gescheitert. Widersprüche zwischen den Imperialisten Deutschland ist jedoch nicht die einzige imperialistische Macht auf der Welt. Im Nahen Osten treffen bereits die großen Konkurrenten aufeinander, zu diesen Ländern gehören unter anderem auch die USA, China, Russland und Frankreich. Sie werden ständig versuchen sich gegenseitig zu schwächen, um ihren „Platz an der Sonne“ zu sichern. In Libyen und Syrien spitzen sich die verschiedenen imperialistischen Interessen immer wieder zu. Während die USA sich für Einmärsche in diese Länder einsetzt, versucht Russland die Regime zu verteidigen. Da-

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bei werden Zweckbündnisse eingegangen, die nur zeitweilig sind. Während die einen ganz klar am traditionellen Bündnis mit der USA und der NATO festhalten, liebäugeln andere auch schon mit Russland. Die Spielräume des deutschen Imperialismus sind längst gewachsen und die Spannungen mit den alten Freunden nehmen auch schon zu. Dieser wütende Kampf zwischen den verschiedenen Mächten ist deshalb bedeutsam, weil er als unausbleibliches Element imperialistischer Kriege in sich schließt. Dieser Umstand ist deshalb bedeutsam, weil er zu Folge hat, dass sich die Imperialisten gegenseitig schwächen, dass die Position des Kapitalismus überhaupt geschwächt wird, dass der Moment der proletarischen Revolution näher rückt und dass diese Revolution zur praktischen Notwendigkeit wird. Seit Ausbruch der Krise haben sich die Klassenkämpfe international verschärft. Die Aufstände etwa in Tunesien, Ägypten etc. dürfen nicht getrennt von der Krise betrachtet werden. Sie waren mehr als nur ein Kampf gegen ein diktatorisches Regime und für demokratische Freiheiten. Sie waren auch ein Kampf gegen die imperialistische Plünderung, gegen die Massenarbeitslosigkeit, gegen die unbezahlbaren Lebensmittelpreise, gegen die Minilöhne. Das erklärt auch, warum die Arbeiterkämpfe mit zahlreichen militanten Streikaktionen nach dem Sturz der Diktatoren nicht ab- sondern zugenommen haben. Kriege im Kapitalismus sind unausweichlich und auch der Kampf dagegen wird nicht ausbleiben. Wir werden eure Krise sein! Die arbeitenden und werktätigen Massen in den europäischen Schuldnerstaaten reagierten bereits mit großem Protest und Streik

gegen die Sparmaßnahmen ihrer Regierung, die sie von der EU diktiert bekommen. Seit Beginn der Krise sammelt sich die Empörung der Menschen über die Krisenerscheinungen. Zwar drücken sie seit einigen Jahren die Krisenkosten der Arbeiterklasse und den unterdrückten Völkern auf, zwar beschenken sie Banken und Konzerne mit Milliarden, doch erreicht haben sie damit nur das Hinauszögern einiger Krisenerscheinungen. Die bürgerlichen Ökonomen finden keine Antwort auf die Krise und betrachten Kriege aus der rein moralischen Perspektive. Sie halten fest an der Schuld „gieriger Zocker“ oder der Entartung der ach so tollen Marktwirtschaft zu einer Art „Raubtierkapitalismus“. Politiker sind eben keine Neutralen im kapitalistischen System. Sie stehen auf der Seite des Klassenkampfes, die den Kapitalismus mit aller Macht zu verteidigen versucht. Die kapitalistischen Gesetze selbst als Ursache der Krise zu begreifen, dazu sind sie nicht in der Lage. Diese Gesetzte des Kapitalismus, wie etwas das Privateigentum an den Produktionsmitteln, die Planlosigkeit der Produktion oder der Jagd nach Maximalprofit, lassen sich nicht wegreformieren. Sie sind die Grundelemente des heutigen Wirtschaftssystems, welches die Krisen immer wieder und wieder aufs Neue hervorbringt. Die Lösung kann daher

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man wirklich braucht ist eine revolutionäre Organisation, die die wahren Interessen des Kapitals enthüllt. Eine Organisation, die die arbeitenden und werktätigen Massen aufklärt und vereinigt. Was wir brauchen ist eine kommunistische Partei, die den Kampf gegen das Kapital erbarmungslos aufnimmt. nicht durch kapitalistisch motivierte Maßnahmen herbeigebracht werden, die Lösung liegt in der Überwindung des Kapitalismus. . Was tun? Das ausgerechnet in der Bestie Europas der Widerstand sehr schwach ist, kommt der herrschenden Klasse nur zu Recht. Die revolutionären und fortschrittlichen Kräfte sind sehr schwach. Verschiedene Bewegungen gingen aufgrund mangelnder Organisationskraft unter. Die Zersplitterung und fehlende Einheit der kommunistischen Kräfte spiegelt sich in vielen Bereichen wieder. Den Arbeitenden und Werktätigen fehlt es an politischer Alternative. Das Vertrauen in die bürgerlichen Parteien spiegelt sich in den Wahlergebnissen wieder, wo große Teile der Bevölkerung gar nicht erst zur Wahl gehen. Das liegt nicht daran, dass die Leute dumm sind oder kein Interesse an der Politik haben, sie sehen einfach den Sinn dahinter nicht. „Wieso sollte man wählen, man ändert doch eh nichts!“, lautet meistens die Standardparole und damit haben sie nicht ganz Unrecht. Was bringt es jetzt sich zwischen SDP oder CDU zu entscheiden, wenn beide sowieso eine ähnliche herrschende Politik betreiben? Vor allem ändert das auch am Alltag der Menschen nichts. Es wird immer Arbeitslosigkeit, Armut und Diskriminierung im Kapitalismus geben. Was // Parlamentswahlen in Griechenland //

Sieg der Imperialisten
Am 17. Juni war es so soweit. In Griechenland wurde wieder neu gewählt, nachdem nach der letzten Wahl am 6. Mai keine regierungsfähige Koalition gebildet werden konnte. Die bürgerlichen Medien propagierten im Falle einen Sieges des „Bündnis der radikalen Linken - Syriza“ den Untergang des Euros und Griechenlands. Im Falle eines Sieges der alten Regierung aber waren sich

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die Medien einig, dass das zum Wohle des Euros und somit Europas wäre. Schon kurze Zeit nach der Wahl wurde bekannt, dass sich dieses Mal eine Regierung bilden würde und zwar aus der konservativen Nea Dimokratia, der sozialdemokratischen PASOK und der Demokratischen Linken. Das Wahlergebnis war zwar denkbar knapp, so bekam die Nea Dimokratia 29,66 % der Stimmen und Syriza 26,89 %, doch um bei Neuwahlen wegen einer nicht vorhandenen Regierungsmehrheit diese nach der Wahl zu garantieren, schreibt das Gesetz in Griechenland vor, dass die Partei mit den meisten Stimmen 50 Parlamentssitze extra bekommt. So konnten die drei neuen Regierungsparteien sich auf einer bequemen Mehrheit bei der Regierungsbildung ausruhen. Für die meisten Regierungen in Europa wird dieser Ausgang der Wahl ihr liebster sein, da die „neue“ Regierung sich dem Spardiktat der EU und somit dem Willen der europäischen imperialistischen Mächte Deutschland und Frankreich fügen wird. Wir könnten uns jetzt fragen, warum die Griechen denn nicht das Bündnis Syriza oder die KKE gewählt haben, das würde doch alles ändern oder? Was Passiert wenn man Scheiße Rot anmalt? Der griechische kapitalistische Staat ist wie jeder andere Staat, in anderen Ländern, nur ein Verwaltungs- und Unterdrückungsorgan der Kapitalisten. Das Ändert auch keine KKE, kein Linksradikales Bündnis und vor allem keine Nea Dimoktratia. Die Ausbeutung und Unterdrückung der Arbeiter und

Arbeiterinnen kann nur durch die sozialistische Revolution gestoppt werden und nicht durch Wahlen oder Gesetzesinitiativen im Parlament. Denn selbst wenn die Löhne minimal erhöht werden oder das Rentenalter dann doch nicht auf 70 sondern nur auf 65 erhöht wird, stoppt dies nicht die Unterdrückung und Ausbeutung des Proletariats. Mit der Regierung, welche nun im Griechenland im Amt ist, wird sich der dauerhafte Angriff auf die Grundrechte und die Lebensgrundlage der griechischen Arbeiterklasse weiter fortsetzen. Der deutsche Imperialismus wird weiter seine Interessen im griechischen Parlament in Gesetzesform gießen und die Situation in Griechenland wird sich weiter zuspitzen. // Militante Arbeitskämpfe //

Solidarität mit den Minenarbeitern in Spanien!

Seit mehreren Wochen streiken Minenarbeiter im Norden Spaniens. Die Regierung in Madrid will 64% der Beihilfen für den

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schossen. Brennende Autoreifen blockierten Tagelang Autobahnen und Zuglinien. Im Zuge der Krise ist es bis jetzt die radikalste Antwort auf die zukünftige Sparpolitik der Regierung. „Die Minenarbeiter werden bis zum letzten Augenblick kämpfen, damit die Regierung den beschlossenen Kohlepakt einhält, denn davon hängt das Leben vieler Personen und des Bergbaus insgesamt ab“, so Juan Carlo Álvarez von der Gewerkschaft CCOO. Noch immer liefern sich die Arbeiter Straßenkämpfe mit der Polizei. Die Minenarbeiter rufen zur Solidarität auf, denn die lokalen Medien berichten entweder negativ oder gar nicht über ihren Streik. Bislang kriegten die Arbeiter auch Unterstützung von Minenarbeitern in anderen Ländern wie Großbritannien und Polen. Auch wir solidarisieren uns mit den Minenarbeitern in Spanien, die für ihre Rechte kämpfen!

Industriezweig kürzen, womit die meisten Kohlebergwerke geschlossen werden müssen. Die Stilllegungspläne kommen ursprünglich von der EU-Kommission, geplant war es alle nicht gewinnbringenden Bergwerke bis 2018 zu schließen. Im Zuge der Verschuldung Spaniens und den geplanten Rettungsschirmen wird der Druck immer größer. Radikale Sparmaßnahmen betreffen das ganze Land. Besonders verheerende Folgen hätte das für die Bergbauindustrie. Nach Angaben der Gewerkschaften stehen insgesamt ca. 25.000 Arbeitsplätze in Gefahr. Die Arbeiter der EL Soton – Mine traten daraufhin in Streik. Seit dem 29. Mai liefern sich die Bergarbeiter in den nordspanischen Regionen Asturien und KastilienLeón einen erbitterten Kampf mit der Bereitschaftspolizei und der paramilitärischen Guardia Civil. Mit Gummigeschossen und Tränengas versuchten die Polizeieinheiten immer wieder den Streik der Arbeiter zu brechen, doch diese wehrten sich. Es wurden Barrikaden und Straßensperren aufgebaut. Nach dem die Polizei diese wegräumte, wurden sie von den Arbeitern mit selbstgebauten Raketenwerfern oder Schleudern be-

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Young Struggle - Sommercamp 28.07.-05.08. | Hessen Naziaufmarsch in Dortmund verhindern! 01.09. | Dortmund