ZEITSCHRIFT

FÜR

ÄGYPTISCHE SPRACHE
UND

ALTERTUMSKUNDE
HERAUSGEGEBEN VON

GEORG STEINDORFF

DREIUNDFUNFZIGSTER BAND
MIT
45

ABBILDUNGEN IM TEXT UND

cS

TAFELN

LEIPZIG
J. C.

HINRlCHS'scHE

BUCHHANDLUNG

1917

Die »Zeitschrift für Ägyj)tisclie

Sprache und Altertumskunde

wurde begründet 1863 von Heinrich Brugsch und herausgegeben von:
C. R. Lepsiüs mit H.
C. R. Lepsius mit
II.

Brugsch 1864—1880,
Brugsch, A. Erman, L. Stern 1881

— 1884,

H. Brugsch und L. Stern 1885—1888, H. Brugsch und A.
II.

Erman 1889

— 1893,
— 1906,

Brugsch und A. Erman mit G. Steindorff 1894,

A.

Erman und

G. Steindorff 1895
seit

G. Stei.ndorff

1907.

Inhalt des 53. Bandes.
Seile
Bis-sinff,

Fr. \V. von.

Die »(iottcsstraßc"

144

Ernher, A.

Kindred Seiiiifo-Egyptian Words
Ein Onkel Anienophis' IV. Hoherpriester von Heliopolis
?

84

Kees, H.

— 145 — 90 81 — 83
75—81
35

Rusch, Ä.
Sethe, K.

Der Tote im Grabe Die historisclie Bedeutung des
bislier

2.

Pliilä-Dekrets aus der Zeit des Ptoleniaios Epiphanes



— 49
— 54

Zwei

übersehene Nachriciiten über Kunstwerke aus Kupfer aus den ältesten Zeiten der

ägyptischen Geschichte

50

Ein ägyptisches Denkmal des Alten Reichs \on der Insel K^thera mit
heiligtums des Königs Userkef (mit
1

dem Namen

des Sonnen-

Abbildung)
I

55

Spiegelberg,

W.

Briefe der 21. Dynastie aus El-Hibe (mit 16 Abbildungen und Tafel
(mit Tafel VIII)

— VII)

— 58
— 30

.

.

1

— —

Der demotische Papyrus Heidelberg 736
Varia (mit 3 Abbildungen)

— 34 91 — 115
31

Demotische Miszellen (mit 12 Schriftbildern)
Koptische Miszellen

116—129 130—139
59
140

Steindorff, G.

Die blaue Königskrone (mit 12 Abbildungen)
"Xi-g^pÄw*
:

Wicsmann, H.
Miszellen

c^'i-^p*.'*

— 74 — 143

Bissing, Fr.

W.

von.

Die Verwendung von Musterbüchern im Alten Reich

148 148 146

Burchardt, M.

f.

Parallelen

zum Papyrus d'Orbiney und zum Mythus von der »Vernichtung

des Menschengeschlechts"
Sleindorff, G.

Zwei Särge des Neuen Reichs
. . .

Wiesmann, H.



Nachruf.

nees.T

Verbindung von peq- uiit dem Qualitativ (hhä^t, nekd^T) r- -« n'i^ccTcc

.•

146
146

— 147
— 152

Ein eigentümlicher Gebrauch von juAVon
INIax

147

Burcuardt

149

Erschienene Schriften

150

Digitized by the Internet Archive
in

2010 with funding from

Brigham Young University

http://www.archive.org/details/zeitschriftfr53brug

W.

Si'iegklbkrg:

ßj-iele

der 2\. Dynastie aus Kl-Hihe.

[:).'>.

Uaiul.j

Briefe der 21. Dynastie aus El-Hibe.

Von Wilhelm

Spiegelberg.

Mit 7 Tafeln und 16 Abbilduno-en.

Händler Abd

Reise erwarb icli in Luxor von dem Megid (15/12. 18U5) für 4£' einen Blechkasten mit Papyrusbruchstücken, die zum Teil noch Rollenform hatten. Kein Stück war vollständig, aber die Schrift erinnerte mich stark an die Kursive der 21. Dynastie, die ich
el

Während

meiner ersten ägyptiselien

damals in den »Correspondances du temps des Rois-Pretres « näher kennen gelernt hatte, so

daß mir die zunächst wenig verlockend aussehenden kleinen Stücke
Naclidem ich die Bruchstücke
entrollt hatte,

einen Kauf für das ägyptologische Institut der Universität Straßburg' zu rechtfertigen schienen.
oft

habe ich mich

an

der Zusammensetzung

abgemüht und

lege

nun das Ergebnis meiner

Arbeit vor.

So

viele

der Fragmente ich auch zusammensetzen konnte,
so wird sich

zu ganzen Stücken,
Einzelheiten noch

doch zweifellos bei
lassen,

mehr

erreichen

vor allem,

zum Teil weiterem Bemühen in wenn etwa noch ein in
her-

den technischen Papyrusfragen so bewanderter Kenner wie Ibscher eine Revision

vornimmt.

Doch werden dabei keine erhebliche Textvergrößerungen mehr
sollen,
in

auskommen.

Deshalb glaube ich schon jetzt den Fachgenossen die wichtigen
der stillen Hoffnung,

Texte zugänglich machen zu

daß

in

anderen

Sammlungen noch zugehörige Stücke auftauchen werden. Denn als wichtig haben sie sich in der Tat lierausgestellt,
durch den Inhalt, der so unbedeutend
ist,

freilich

nicht

wie der der meisten Korrespondenzen

des neuen Reiches, wohl aber durch ihre Herkunft und den historischen Hinter-

von dem Händler nichts zu ermitteln war, so konnten nur die Schriftstücke selbst die Frage beantworten, und sie haben
grund.

Da

in

ersterer Hinsicht

das in ganz überraschender Weise getan.
einen Ort in den Schreibungen
'')

Sie

erwähnen nämlich an fünf

Stellen"^

a)

r—

,

^^
(in
c

@

1 1

i

,

b)

^

\

®^

'

'%^

nH

fex,

®l<^' welche Dhn-t

mit

dem

Vulgärartikel)

wieder-

geben.
in

Mit diesem

Namen

»der Felsen« werden nun eine Reihe von Städten

Ägypten bezeichnet, die auf einem überragenden Felsplateau lagen, so bei Memphis (Brugsch: Dict. geogr. 957 ff.) und in Mittelägypten. In der letzteren
1)

Von

dort sind sie später ebenso wie alle anderen Papyri und Ostraka an die Kaiserliche

Universitäts-

und Landesbibliothek überwiesen worden.

^)

Siehe die Nachweise

in

den Indices,

auf die ich auch sonst für die folgenden Ausführungen verweise.

— Im übrigen stütze ich
III

mich stark
ff.,

auf die vortrefflichen Ausführungen von F. Ll. GRiFFrrn in den Rylands Papyri

S.

37

die ich

nur hier und da erweitert oder berichtigt habe.
Zeitschr.
f.

Agypt. Spr.,

53.

Band.

2

\V'.

Spieuklbekg: Briele der 21. Dynastie aus El-Hil)e.

[53.

Band.

Gegend sind zwei Städte des gleichen Namens bekannt, einmal das aus den Pap. Reinacli belegte Ti^vic (= Axwptc)', dessen alter Name noch in dem heutigen Tehne fortlebt, eine Stadt, die wohl auch mit dem Tuviq Strabos (XVII 813)
identisch
ist.

Sie lag auf

dem

Ostufer des Nils etwa

1)

km

nördlich von der

auf

dem anderen
Ungefähr
1

Ufer liegenden Stadt liermopolis Magna,

deren großer Gott

TJioth aucli in der kleineren Stadt verehrt wurde.
3

km

nördlich

von diesem Tehne lag nun eine zweite Stadt

desselben

Namens

DJin-t,

deren Ruinen südöstlich von Kl-Feschn in
Dieser Ort umfaßt heute
1.

dem

lieutigen
Insel,

El-IIibe erhalten sind.
2. die

eine

im Nil gelegene

Überreste einer mächtigen antiken, aus der 21. Dynastie stammenden Ring-

mauer, welche die an

dem

Ostufer des Flußes gelegene Stadt nach Norden, Osten

und Süden

schützte, 3. ein Felsplateau.
(1

Von

der großen Mauer hat die Stadt den
:

Namen o"^^!)
bereits
\\

|'^v^^v>'®
22.

^"^'^ -^^'^ (TC-yso

to'Y'2£oi)

«ihre^ Mauer«*^ der
ein

in

der

Dynastie

nachweisbar
li

ist.
di{'t),

So
d. h.

hat

Mann namens

y\

den Zusatz

^^^

^Ij® P^

^^

»der aus Teu-djo«*, und
Yr*

auf den Inschriften seines SarkophagesMieißt ein Osorkon /^>^^
aus Teu-djo«\

V

fi

fjQ®

"*^^^
ist

Beide Denkmäler gehören der 22. Dynastie an.

Vor allem
verehrte

der

Name

aber

durch

den von Grifiith herausgegebenen Pap. Rylands IX
Hier wird
der
in

(Perserzeit)

bekannt geworden.

der

Stadt

Gott

genannt, also als Herr der Stadt Thn-t »Felsen« bezeichnet''.

Das

ist ein

anderer

Name
So
ist

der Stadt, welcher sich von
sie

dem vorher genannten
27

Felsplateau herschreibt.

aucli in der Pianchistele Z.

— 29

genannt.

Denn

es ist

mir kaum

zweifelhaft,

daß unser Ort El-Hibe und nicht das südlich gelegene Akoris unter

dem
23 B

als

besonders starke Festung beschriebenen
ist.

^^\ o

'

'-'

^ ^^ ^:;r^

^^""'^'^

zu verstehen
I,

Diesen selben
|—
,

Namen nennt auch

das Straßburger Bruchstück sehr naheliegt.

wo

die

Ergänzung
1k^ I

^^

^i

1

^^^"^^^©
Und noch
ein

Auch

die

Mauern
(Z.

lepsin

der Festung werden in Nr. 33, 11 erwähnt
weiteres

und ebendort

10)

auch ihre Besatzmig.
||]

Moment

könnte auf El-Hibe weisen, der Titel

»

Gottes vater<s der in unserer

Korrespondenz auffallend häufig

ist,

und zwar

ein ebenso regelmäßiger Begleiter
(s.

anderer Titel wie in den aus El-IIibe stammenden Rylands Papyri
')

Griffith,

Th. Reinach, Pap. grecs

et

demotiques

S. 60.

^)

Zu dem

Possessivsuffix

s.

S. 4,

Anm. 2.
durch
(1912)

^)

Die zweite von Griffith

(a. a.
"s-oi

O. S. 32) vorgeschlagene Übersetzung »their ferry»

ist

das männliche Geschlecht von dij
S. 161, offenbar identisch mit

»Schiff« ausgeschlossen.

"•)

Bulletin de l'Institut

X

Petersburg 1910,
(188.5) S. 11 (ed.
")

S.U.
ist

^)

Turajeff-Pharmakowski, Samml. ägyptischer Altertümer Catal. General du Musee du C'aire 41035 (ed. Moret)
der Inschrift des Hohenpriesters Osorkon (ÄZ. 45 [1908]

(nissisch)-

=

ÄZ. 23
genannt

Maspero).
auch
in S. 2)

Der

Name

ra

o

^

o^_„is3»ra|^ra

Band

53.]

W.

Spiegeli!i.:rg:

Briefe der 21. Dynnstie

.-lus

Kl-IIibc.

3

a. a.

O. S. 45, 1)\

Die neuen Straßburger Texte nennen nun neben
ß\

dem

Reiclisgott

Amon-Re (Nr. 81,4) einmal einen J
und der möglicherweise
Siclier
trifft

[U^
machen
,

•Ö'
I

J)

,

den

icli

sonst niclit kenne,

eine

Lokalform des in P:i-Hibe verelirten
mit

Amon

ist.

das aber für den merkwürdigen Götternamen zu,

dem uns
(1

diese

Briefe

zum

ersten Male bekannt

°
f^^'''^-

/^

^

ö

^ ra ^
und

i^ "^ ö dt) HU "^ ö
I

n

J)

ö ö

^'

I

n

ij ]

(1- li.

'>

der (Gott) des .agers \

Da dieses

imr die Festung von El-llibe sein kann, so bezeichnet der Gottesname den Gott dieser Stadt und ist vielleicht nur ein Epitheton des Amon, der
»Lager«
in der 22. Dynastie

später

^;

hmhm
/VSAAAA

(s.

oben) »groß an Gebrüll« heißt.
I]

Mög-

licherweise

ist

uns dieser Gott

als h

1^

FD

fl

ö

^

"

Amon

des Lagers « bekannt,
var.

der aus

dem theophorcn
(Recueil

n. pr.

ra^^?
S. 63)

r^
A_a

D(|^(j()n

XVI

[1894]

zu erschließen

ist.

Wenn

ich

den Fetzen

Nr. 2 7 A richtig zu

^ J ^ ^Qd^fD^öönJ
(d.
i.

ergänze, so wäre hier ein
JA/ wirldich

»Horus von dem Lager«

El-LIibe) genannt.

Das

j^y

El-Hibe be-

zeichnet, wird weiter dadurch bestätigt,

daß die in dem Brief meist genannte Person
/wvw\ i/7JH _CC^

^
pn

_m^ /w^^^
p3

dJ

nS^
Vj C-i

Hr-pn-^s-t sehr oft

den Zusatz erhält

^^%\ (1^17]
1

Sil'

^

)¥^

ö
1

On
I

J/<//

»der des Lagers«.

Das wird ein unterscheidender Zusatz* zu dem
II,

häufigen

Namen

Har-pen-ese sein, ganz wie in Pap. Turin 93
_gs.
(?),

7,

wo

ein

^

mm.
»Gendarm P-chor
ist jedenfalls,

mit Beinamen

ä
Fen-p-ohi^<^^

ra

n
»Lager« die

genannt wird. Dieser Zusatz aber
übersetzen oder zu einem
zeigt,

einerlei

ob

man

ihn

»aus

dem Lager«

Cognomen^ des Har-pen-ese machen Festung von El-Hibe bezeichnet.

will, lokaler

Art und

daß

^hi

Somit sind unsere Briefe sicher in dieser Festung zu lokalisieren, und die Frage liegt nahe, ob sie auch dort gefunden sind. Diese an sich nächstliegende
Annahme*' kann ich noch dadurch stützen, wenn auch keineswegs
als
siclier

beweisen, daß ich gleichzeitig mit unseren Fragmenten bei demselben Händler
')

Ich möchte in diesem

Zusammenhang daraufhinweisen, daß

bei

den badischen Ausgrabungen
ist,

der Universitäten Heidelberg und Freiburg in El-Hibe auch eine Totenbinde gefunden
Aufschrift in Hieroglyphen etwa so zu lesen
ist
I

deren

4

|

'0'
I

^^"•'^
]

ü
\

-5

I

I

^
^) ^)

%^==J\'-

ll

[I

,

also auch

wieder den

'\\ie\ jt-ntr
ilii

zeigt.

Das Determinativ wird daher rühren, daß
Die Bedeutung «Lager, Befestigimg« steht

og^e

auch den Viehstall bezeichnet.
ganz

fest.

Siehe Brugsch,
also

etwa noch ÄZ. 21 (1883) S. 65 hinzu. schriften der röm. Kaiserzeit wie z.B.
deae?] castrensi

pn
*)

ihi

entspricht

Wb. dem

I

105,

V

120.

Füge

»castrensis« der In-

in Silvano castrensi

CIL.V 760
ist

(Aquileia).

CIL.V 524

(Tergeste) Augustae B[onae
5.

Siehe die weiteren Ausführungen S.

^)

Der

Personenname

HÄ^nog^e

Anm.

3.


ist.

auch im Koptischen bekannt.
des

Siehe Crum, Coptic Rylands Pap. Nr. 237
niclit viel

'')

Es mag

in

diesem Zusammenhang erwähnt werden, daß der

später ver-

faßte Gesandtschaftsbericht

Unamun

(Pap. Golenisclieff)

in

der Nähe von

El-Hibe gefunden

worden

Siehe Recueil

XXI

(1899) S. 74.
1*

W.
in Liixor einen

Spiküklbkrg:

Briefe der 21. Dyiuistie aus El-Hibe.

[53.

Band.

der bekannten ans der Mauer von El-IIibe stammenden gebrann-

O
ten Ziegel mit

dem Stempel

AAAAAA

erworben habe.

^H^^
Eine
letzte

und

selir wiclitige

Bestätigung meiner Ilerkunftsbestimmung liegt

aber in einigen der in

dem Papyrus genannten Namen. Unter ihnen

und das

gibt diesen unscheinbaren Stücken

— noch einen ganz besonderen Wert —
erscheinen

historische Persönlichkeiten der 21. Dynastie, deren besondere Beziehungen zu Kl-

Hibe wir ja auch sonst kenjien
außer

"".

Lesen wir doch auf den Ziegeln der Stadtmauer
des Men-chcper-Re auch den seiner Gemahlin Es-

dem eben genannten Namen
n

em-chebe sowie ilires Sohnes Pinotem.

Von ihnen

erscheint die Frau vielleicht unter

ihrem Namen
Titel
I

'

-.^

auf
^^^

dem Fragment

Nr. 22

Ifl

und mit ihrem

^ ^v "^

"^

^

''^'^^

<n(

^

)

^^' -^ i'Gcto H.

Dann aber nennt, wenn

mich nicht

alles täuscht,

der große leider im Anfang zerstörte Brief Nr. 21 den

Bruder des Men-cheper-Re
priester des

^ "^^
ic\

Cpöl

I

fÜ "^^

\\^
dem

Masaherte,

den

Hohen-

Amon\
in
es

der in einer Krankheit zu

Gotte seiner Heimat seine

Zuflucht nimmt. Sein in demselben Briefe erwähnter »Bruder« könnte Men-cheper'

Re

sein.

Auch
icli

Q

^
in

Psusennes
will,

steckt

ein

Name

dieser

Zeit,

wenn

auch nicht unternehmen

ihn als einen der beiden Herr-

schernamen der tanischen 21. Dynastie

Anspruch zu nehmen.

Auch mit

einer

anderen Vermutung will ich nicht zurückhalten.

An

drei Stellen (23 recto 3,

26

und 49 &

recto)

wird

^^^^v

^

t^ är
'

TP^

^^ ^^^

»der Tnippenführer,
als

General«' genannt.

Wenigstens möchte ich hier eher einen Titel
Ist

einen Per-

sonennamen annehmen.

das richtig,

dann darf man

sich fragen, ob hier

nicht wie auch sonst in den Texten dieser Zeit unter

dem

»General« Pi-onch,

der Sohn des Hohenpriesters Hri-Hor zu verstehen
geistliche

ist''.

Trotzdem er dies hohe
übernahm, war doch
er sich

Amt

seines Vaters nach dessen Tlironbesteigung

der weltliche Titel der, den er mit Vorliebe führte.
*)

Daneben nannte
17x37x7 cm.

auch

Ägyptolog. Institut Straßburg Nr. 508.

Dimensionen

^)

Vielleicht darf

man

das Possessivpronomen in

dem Stadtnamen
in

»ihre

Mauer« auf

diese Gründerdynastie der Stadt

El-Hibe beziehen.
^)

Daß

der

Name Es-em-chebe

der

Hohenpriesterfamilie

auch

sonst

vorkommt,

hat

Daressy (Rev. arch. 1896
'')

S. 86) gezeigt.
\\

Der

Titel

|y^

U

Wl

ist

auf

dem Fetzen 29

ei-halten.

Natürlich

ist es

mehr

als

fi'aglich,

gleich zu

ob er sich auf Masaherte nennenden »Generals Pi-onch
fehlt.
s.

bezieht.
(s.

Man könnte

ebensogut an einen der Titel des
S.

Correspondances

10) denken.

Kurz eine sichere
«)

Beziehung
')

Zu der Lesung der Gruppe
S. 4.

Gardiner, PSBA.

XXXI

(1909) S.

7.

Siehe Spiegel-

BERG,
in

Correspondances du temps des Rois-Pretres S. 10 und Erman, Ein Fall abgekürzter Justiz

Ägypten

Band

53.1

W.

Spiegelheug: Briele der 21. Dynastie aus El-llibe.

»König.s-Sohn von ÄtJiiopien«, und ich
I
N^Vff'^wvv^
\\|fv/x/l

fra,^c micli,

ob er

.sicli

niclit

hinter

dem

von Nr. 32 verbergen könnte.

Die von mir bearbeiteten Texte von El-Hibe habe ich
angeor(hiet.
I.

in

vier

Gruppen

Briefe des Har-pen-ese

(Nr.

II.

Briefe an

Har-pen-ese (Nr. 3

— —
1

2).

5).
(>

III.

IV.

Briefe an einen Priester des Gottes Pen-p-ohl (Nr. Andere Briefe und Urkunden (Nr. 8 16).

7).

Was
ist,

die

Straßburger

Sammlung
verarbeitet

sonst

nocli

an kleinsten Bruchstücken

und Fetzen aus
Sternchen
*

dieser Korrespondenz enthält, habe ich, soweit es von Interesse

in die Indizes

am Schluß

und

die betreffenden Stellen durch ein

besonders kenntlich gemacht.

I.

Briefe des Har-pen-ese.
ist

Der meistgenannte Mann unserer Korrespondenz
I

der

^
\\\

^^

|-J

» tler Gottesvater (und) Tempel/y^ ^^ ÖA rü ^^ H ^ Schreiber Har-pen-ese^ von dem Lager«. Über den Zusatz pn p^ ^hi hinter dem Eigennamen habe ich bereits oben (S. 3) gesprochen. JHier will ich noch nach1

— ^^

11

r\

^

(]

n

tragen, daß sich solche mit

pn

gebildete Bezeichnungen hinter Personennamen
I

auch sonst im neuen Reich finden, so P. Anastasi
1
^^~~^

9,

9

^"^

^^
^
''''^-

n
^^

e
I

0^ ebenda 10,6 ff^ J.

\

"ftl

In I

^''''' «"'• ^'"^^""^
'

"^tOdi \- lii^r S'i^^^ ^iG Worte »der von der Sr Weinschenke«, «der von den Ställen«, » der von der Scheune « anscheinend UnterA

^ ^^ ^^^

wohl kein Zufall, daß die so unterschiedenen Namen Nhi, W^h, Nb-nfr zu den häufigeren Personennamen jener Zeit gehören.
ist

scheidungsbezeiclinungen, und es

In diesem Sinne könnte

man auch

nwsev

pn

pS ^hi »der des Lagers« fassen,

wenn

sich nicht derselbe Zusatz auch bei

einem anderen Namen, dem des

"^x©^

Hr-hbj (39,
d.
i.

2)

fände.

Daher wird meine obige Auffassung »der aus dem Lager«,

er

aus der Festung El-Hibe, wohl das Richtige treffen. Aus unserer Korrespondenz erfahren wir über Har-pen-ese kaum mehr, als daß am Tempel von El-Hibe tätig war und daß er (nach 25,4) irgendwie im Dienste
»

der

Gottes vermehrerin« {^= Esemchehe'?)'

8t2i\\dL,

die er als seine »Herrin« bezeichnet.

Sehr interessant
schrift aufweisen,

ist

nun, daß die beiden Briefe und das kleine Bruchstück,
als

welche den Har-pen-ese

Absender bezeichnen, eine so verschiedene Handunmöglich von derselben Hand herrühren können.

daß

sie

Also

ist
')

sicherlicli

einer der Briefe nicht

von seiner Hand geschrieben.
Isis«

VerForm

Der Name bedeutet »Horus, der (Sohn) der
bekannt.

'koTtctYTiQ

und

ist

in

der griechischen

^)

Siehe oben S.

4.

6

W.

Spiegelberg: Briefe der 21. Dynastie aus El-Hibe.

[53.

Band.

mutlich sind

alle drei

keine eigenhändige Briefe des Har-pen-ese, sondern

stammen

nur aus seiner Kanzlei.
Briefe zu beachten.

Dieser Nachweis

ist

jedenfalls für die Beurteilung anderer

1.

Pap. hierat. Straßburg
Breite

31.

(Tafel

I.)

Höhe I4Y2 cm.
nach unten'.

12 cm.

Gelbliche Farbe.

Die Knicke zeigen die

Rollung mit der Breitseite, und zwar nach der Stelle der Adresse von oben
Schrift gegen die Faser.

'1

D

J

o

.Mira

Mi
'^o\\-^
\>
Cl<$.

IIP'

[^M]

nn
]

(ö:

O

fiPf-^l-1
o
ra
c^(^
AA^WVv

ED
9

I

/vvwv\

c^W

\\l
[,

J^^^
(3
1 1 1

^^J^kö^l-o \\
fA^^AA

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£^\\

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'•11

Ö WS
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A
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12

S

(2

ni
o
\

Hri]
>

w

O
D

I

o'

Adresse.

i^^mo n

Ol

ra ra

n


')

n

gaben

betrachtet. Darauf beziehen sich auch die entsprechenden AnÜbrigens habe ich die Bemerkungen über die Art des Aufden übrigen Papyri. rollens auf die größeren Stücke und die sicheren Fälle beschränkt.

Von der Vorderseite aus

bei

Band

53.]

W.

Spiegeliucrc;:

Briefe der 21. Dvnn.stie

nu.s

Kl-Ilil)e.

Übersetzung.
.]

Gottesvater (und) Tempelsclireibcr Har-pen-ese von
]
. .
.

dem Lager
Tag]
flehe.

an den
sein!
[Icli]

[

kem-Keme^^):

Möge
Götter

dir

Leben, Heil, Gesundheit bescliiedcn
stehen, zu denen
ich [Jeden

Mögest du

in der

Gunst der

spreche zu Amon-Ra-Har-aclite,
Zufriedenen',

wenn
[in

er aufgellt

und untergeht, zu Amon,
dir Leben, Heil,

dem
heit

dem großen

Gott

Hibis].

Möge

Gesund-

gegeben

sein, (undj eine

lange Lebensdauer, ein schönes, hohes Alter, (und)
Ich habe [diese) Mit-

sehr viel Gunst vor Göttern und Menschen jeden Tag.
teilung gehört,
halts:
sind.

welche du durch" Bes-

.'.

gesandt hast, jenen Weber, des Indcs^ Pe-oncli

Entferne alle

Leute des Truppenführers, welche in diesem Hause

So sagtest du zu

Siehe, die Leute, welche ich ge-

schickt habe, entferne sie aus

dem Hause.

Ich

komme

stromabwärts nach Tehnet

und

bleibe^

morgen.«

Adresse
«....]
pen-ese [an

(parallel zur Faser).

der Gottesvater (und) Tempelschreiber des Gottes Pen-p-ohi Har-

den

m\-Keme

«

2.

Pap. hierat. Straßburg 33.

(Tafel IL)

Höhe 11
Breitseite

cm..

Breite 20 cm.

Schmutzig braune Farbe.

Rollung mit der

von unten nach oben.
a.

Vorderseite
i

(Schrift parallel zur Faser).

n

ra

_

A/VVV\A

^liHV^l^t^lMiPMfP
^111^

o

f^^nnJk^

%.,

')

Vielleicht ein Epitheton des

Amon von

Hibis

(s.

oben

S. 3).

Danach habe

ich zweifelnd

ergänzt.
2)

Diese Bedeutung
Sollte
AA/v.^A

ist

durch Nr. 33. 6 gesichert,

wo

statt

V\

A

Q «2

die Var.
AAAAAA

V\

steht.

^)

^ W,^
I

n-slwj etwa eine neuägyptische Schreibung

von

S

ns »gehörig zu-

i?

Die Bedeutung von 'S"
*)

,,

^

=

I

\> paßt

hier nicht.

Ich sehe in der

Gruppe

eine abusive Schreibung von

^

a

W
58(^n^

.

Srii;(iKLiii;Ku:

Briefe der

"21.

Dynastie aus El-Hibe.

[53.

Band.

=-111

O

^

^Vra^J^ W
A/WNAA /VWVAA

"kr^kc^^li^ra
7
I

7^

c^
I I

/

w ,^
>>

\

/;.

Rückseite

(Schrift

gegen die

Faser).

Q

^AAA^A

I

I

I-

^l^^f^i^^rj^^k-^Fra^J-J^Ä
(9(3

^^
AAAA^v^
^-»H
j^

/L_D

^D
\

-^5^

10

'VVSAAA
I

^

_^

o\\.

ra

^

"J^
'

e
AAAAAA
-

W <=
I—I?

AA/VSA^

AAAAAA /wvAAA

_

I

I

I

n
1
,

ni-

(2

(2(3)
I

I

l[^^

1

I

I

d

r.

Adresse.
(^i.uui,

i^^tmo
Ober:

I

I

_tC\^ AAAAAA cU Vj

gp

<dll^

Übersetzung.
»Der Gottesvater (und) Tem})elsc]ireiber Har-pen-ese von dem Lager an den
. . .

Schapute^.

Möge

dir Leben, Heil, (Gesundheit beschieden sein!

Mögest
sein!

du
Icli

in der

Gunst des Amon-Re, des Götterkönigs, deines gnädigen Herrn,
dich retten.

spreche (bete) zu Amon-Ra-IIar-achte bei seinem Aufgang uiul Untergang:
^er)

Möge

Möge

dir Leben,

Heil, Gesundlieit

gegeben sein (und)

eine lange Lebensdauer, ein schönes, hohes Alter,

(und) Gunst vor Göttern

und

Menschen jeden, jeden Tag!
Har-pesch geschickt hast des
kam,

Ich habe diese Mitteilung gehört, welche du durch
Inhalts'':

Es

ist

kein Pferd da.

Als ich

mm

zu euch

da war kein Pferd da.

Wenn
sei

wir nun kommen, so kümmere dich
Komme, wenn wir
zu dir senden.
,

um

uns ...:...
einige Leute
in

Mache, daß Pferde da sind.

Schicke

zu

uns,

und

nicht ungehorsam.

Siehe die

welche

Dehnet
')

liegen,

tue ihnen alles Böse an!

Sciiicke

Wächter auf

die

Mauern!

Dittographiel'

^)

Fremdname.

')

WörUich:

»uui mii- Botschaft zu sagen«

1

Tafel

I.

i=T

r-'^

^^

..'''\^"

^^i^
2r;

v•-•

>1

:

****<*?>

Hicrat. Pap. ötrassburg
Zeitschrift
f.

Ägypt.

Spr., 53.

Band.

VcilaR-

:

J. C. H44m4-Ii.<,

Leipzig

Tafel

II.

'jlt^.

tu

Vorderseite

?*r^^.
äwk^

4^

i.f^r.-'^^i^^iti^ ^fe-

'^Jt.

1,

ll^

-ifSJ^S

?*j'

w

is^

v.<

'»>

Rückseite

Hierat. Pap. Strassburg N» 2 [33]

Zeitschrift

f.

Äsyiit.

Sju-., 5:!.

Bniid.

V(!ilaS'

:

J-

C

Ilinriclis, Lui|izij>

Hierat. Pap. Strassburg N' 4

[2ti]

Tafel IV.

V

Hierat. Pap.

.5

[25]

Zeitschritt

f.

Äf-ypt. Spr., 53. Kanil.

Verlaj?:

.T.

C

Iliurichs, Leipz-iH:-

Band

53.]

W. Spiegelbekg

:

Briefe der 21. Dynastie ans El-Ilihc

Möge man uns
auf das Feld,

ein Namensverzeichnis bringen!
es ein Soldat,

Ferner,

schicke keinen

Menschen

mag

ein

Weber

oder irgendein Höriger sein!«

Adresse.
»Der Gottesvater (und) Tempelschreiber Har-pen-ese
Schap\ute].
«

(an)

den Ober-..-..

3.

Pap. hierat. Straßburg 24 IV.
Breite 7

Höhe
a.

3

cm

(unvollst.).

cm

(unvollst.).

Schmutzig braune Farbe.

Vorderseite
U

(Schrift parallel zur Faser).
1

fK

m
\c^

jm^;

l).

Rückseite
gegen die Faser)

(Schrift

c.

Adresse.

VVAAAA cü

d ^

öe;

IL Briefe an Har-pen-ese.
4.

Pap. hierat. Straßburg 26.

(Tafel

IIl.)

Höhe
und

9 cm.

Breite 19
lehren,

cm

(unvollst.)

Dunkelbraun.

Wie

die Knicksj)uren

die Adresse

war der Brief mit der

Breitseite

gerollt,

und zwar

von unten nach oben.
a.

Vorderseite

(Schrift

gegen die

Faser).

n

<^^

/WVW\

1

AA/vAAA

l°^l^^i™iWPimn,0|oJl
]

^111^l[
.2i*^^
ZeitscLr.
f.

12
I

=!
I

f\

^
fflQ^
WSAA
cLJ

^

^

Ägypt. Spr.,

53.

Band.

10
3

W.
D

Spiegklberg: Briefe der

'21,

Dynastie aus El-llibe.

[53.

Band.

t^^^^

i^ilZi
CISZ]

o
r=u)

I

^

iii^i^,^'^ir:r\
U=^'
1^"^^

W

A

"^zz^

r^"^

/L-DS
[\\|

W1

-

fl

JM\^\

A

(j.

Rückseite

(Schrift parallel zur Faser).

ra

m
^e?n^l

.^w

o^

7

n

t^^t^i!]

^

'^ ^

U=^^

^1
r.

Adresse.
l

i^^^^

1^^ 1^:

-:;^

AAAAAA

.

A^AAAA

I

AAA^^V.

i

1

°

AA/WVA dJ ÄÄ

jJi i

^i

Ühersetzung.
«Der Gottesvater des Amon-Re, des Götterkönigs, der
Paclitschreiber des

Hauses des Amon-Re,
(schreibt)

des

Götterkönigs,

der

des

Generals Pe-schote

an den Gottes vater (und) Tempelschreiber Har\pen-ese\ von Leben, Heil, Gesundheit beschieden sein!
stehen!

dem

Lager:

Möge

dir

Mögest du

in der

Gunst

Möge dir Leben, Heil, Gesundheit des Amon-Re, des Götterkönigs, beschieden sein nebst der Gunst des Amon-Re, des Götter-Königs, daß er dir
Leben, Heil, Gesundheit gebe, eine lange Lebensdauer

und Gunst vor
')

(iöttcrii

und Menschen jeden Tag.

[ein

hohes, schönes Alter]

Ferner,
fast

wenn mein

Brief

Die durch untergesetzte Punkte bezeichneten Woi'te sind heute
als

ganz verwisclit, waren

den Text (Anfang .Tanuar 1916) bearbeitete. Ich möchte zur Warnung der Fachgenossen die Ursache dieses zum Glück nicht schweren Mißgeschicks nicht vorenthalten. Um das etwas gewellte Blatt zu glätten, war ein feuchtes Stück Fließpapier darauf gelegt worden,
al)er völlig klar,

ich

an
ist

dem

Ix-im

Abheben an einer

Stelle die

Schrift sitzenblieb.

Also nicht jede altägy{)tische Tinte

unvergänglidi, und daher sollte

man
in

erst au

einem unwichtigen Zeichen eine Siciierheitsprobe

machen, ehe man das ganze Stück

Angriff nimmt.

Band

53.]

W.
so

Spiegelberg: Briefe der 21. Dynastie aus EI-Hibe.

11

ZU dir gelangt,

[ergreife]

die Sldaven des P&te-amun, jenes Gottesvaters des
sind,
sie

Amon,
[dem

welclie geflolien
bist,

und nach [Oberägypten nach] Tehnet gelvonimen
alle an Ort und Stelle' verhaften' sie eiligst

woselbst du

um

sie

zu lassen.

Übergib

]amun, seinem Diener, daß er

zu ihm nach Süden bringt.«

Adresse.
«Der Gottesvater des Amon, der .... Schreiber Pe-schote an den Gottesvater (und) Tempelschreiber Har-pen-ese von

dem

Lager.«

5.

Pap. hierat. Straßburg 25.
Breite 22

(Tafel IV.)

Höhe
Breitseite

7

cm

(unvollst.).

cm

(un vollst.).

Hellbraun.

War

mit der

von unten nach oben
a.

aufgerollt.

Vorderseite

(Schrift

gegen die

Faser).

/V%AA/VN

dJ

VJ AAAA^A AAAA/V

I

M^ra^^^n^kfifl

34

ü

,T ipf-

-

1

1

1111:
4® O
II

^
I

W
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w

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I I I

i^

I

I

U

1

2i' /WVWV

a

A

D-

a

.

a

^(2^

W

t^^^l
Stelle.

^)

Das w6

steht
st

Stellen

m pl
ist

nti
(s.

nb

wohl an der unrichtigen ^m »da wo sie alle sind«.
I

Ich lese nach P. Anast. \l
sfd,

8, 1

und anderen

'^)

das sonst in der Bedeutung »ergreifen«

bekannt

Gardiner, Literary texts

S.

8* Anm.

12),

wird hier und Nr, 39, 10 den oben
2*

angenommenen Sinn haben.

12

W.

Spiegelberg: Briefe der 21. Dynastie aus El-Hibe.

[53.

Band.

b.

Rückseite
II

(Schrift parallel zur Faser)
D

S'A

<l

A

D

7^

-^^
D

<2>,

n
^
10
(2

on-:

.^^:^

ovr-Ar~i

O
\

JA

^e

^

c.\\

c.

Adresse.

1^
D
I

^ ^

D

ra

n
von dem Lager Har-pen-ese\
in der

Übersetzung.
»[N. an den Gottes] vater (und) Tempelsclireiber

Möge dir Leben, Heil, Gesundheit beschieden sein! Mögest du des Amon. deines gnädigen Herrn, stehen! Möge er dir Leben,
heit, ein langes

Gunst

Heil,

Gesundjeden

Leben, ein hohes, schönes Alter und sehr viel Gunst vor Göttern
lebst,

und Menschen geben, indem du
Tag.

Die Gottes Verehrerin
gesandt.
^'ogelstellern

des

heil und gesund bist [ Amon, meine Herrin hat den

]

Har-eu-towe,

diesen
bist,

Vogelsteller

Man
her.
Stelle

hat ihn stromabwärts dahin geschickt,

wo du
sie

hinter den

Wenn

er

7a\

dir kommt, so übergib

ihm

und

laß ihn nicht weggehen.

Leute zu seiner Verfügung, zuverlässige Leute,

die schon bei

ihm waren.
]

Sende ihn,

um

ihn zu schicken
!

|

sehr eilig und laß ihn nicht säumen

Siehe,

ich habe
Zeit,

ihn

am

15. Payni gesandt,

um

ihn zu dir zu schicken.
in

Gib doch die
an.

wo

du ihn nach Süden
überbringen läßt!«

(zurück)zuschicken gedenkst,

deinem Briefe

den du

Adresse.
»[N. an] den Gottesvater

und Tempelschreiber

Har-pen-('sr

von dem Lager.«

Bemerkung.
Das Hauptinteresse dieses
der
inhaltlich recht belanglosen Schreibens liegt in

Erwähnung der

»Gottes Verehrerin des

Amon«, der »Herrin«,

in

deren Dien-

sten der unbekannte Schreiber des Briefes stand.
es sich sicher

Man kann

dabei,

ohne daß

beweisen

ließe,

an die bekannte

|

^ ^wwvv

(1

der 21. Dynastie,

')

Vielleicht fehlt vorher noch eine Zeile.

Band

53.]

W.

Spiegelberg: Briefe der 21. Dynastie aus El-Hibe.

13
denken, die ja

die

Gemahlin des Men-ch( leper-Re
in

jj^^l^i J

Es-em-chebe
es

I

vielleicht

22 B la erwähnt ist\

zweifelnd »A^ogelsteller«

Welche Bewandtnis übersetzten Leuten hat, wage ich

mit den von mir

nicht zu entscheiden.

ni. Briefe
6.

an einen Priester des Gottes Pen-p-ohi
(Tafel

Pap. hierat. Straßburg 21.
Breite 16 cm.

V— VI.)
Wie
die

Höhe 21 cm

(unvollst.).

Dunkelbraun, in der unteren Hälfte

von der Farbe eines früheren abgewaschenen Textes gedunkelt.
noch zeigen, war das Papyrusblatt von links nach rechts
mit der Langseite aufgerollt, über welche die Adresse
a.

Knicke

parallel

zur Schrift

lief.

Vorderseite

(Schrift

wagerecht parallel zur Faser),
ü]

x+1
2

^•••If^^^flüSH
w
.ü^-^f.
^^=0)
/wvw\

3

nii

w

I
o(£
4)^
AAAAAA

fiPf^-^%ri
I (2 P\f\

)'\^^^\^mKV\\^n
h.

Rückseite
c^(^

(Schrift senkrecht

gegen die Faser).

W

Ö
ö [flT^]

1^

o(2^

12 \> 13

k
c.

Adresse

(Schrift

wagerecht parallel zur Faser).

D i

Mra^lln^li^^^^ [

')

Siehe auch S.

4.

14

W.

Spiegelberg: Briefe der 21. Dynastie aus El-Hibe.

[53.

Band.

tTbersetzunii".
»

PYn-p-oliL

|.

.

.|

Krankheit.

Sei

so

gut' und

rette

iliii,

mache
es

ihn (wieder) gesnnd'- (und) l)eseitige alles Krankc"\
gefallen',

was

in ilini ist!

Möge

dem Gotte Pni-p-ohi

den Masaliertc zu

retten.

Möge

er ilin (wieder)

gesund maclien inid ilim Leben, Heil, Gesundlieit, eine lange Lehenszeit (und)
ein holies Alter gehen,

und auf

die
er

Stimme des

Masalierte liören, seines* Solines,

seines^ Plleglings^

Und möge

den Bruder dieses seines* Dieners" retten und
(wieder) gehen auf

ihn (wieder) gesund

maehen und ihn mir

Gnmd der

Bitte wie

jeder guten Sache', welclie mir mein Herr getan hat.«

Adresse.
«(An)
in
[

diesen
«

elirwürdigen

Propheten

des

Pen-p-ohi,

des

großen Gottes

Inhalt.

Der
ist,

Brief, dessen

Anfang

— vermutlich mehrere Zeilen — verlorengegangen
von
ver-

war,

wenn

ich die Adresse richtig deute, an den Propheten des Gottes

El Hibe gerichtet.
Masaherte, in

Der Gott dieser Stadt Pen-p-ohi wird darin gebeten, den
ich

dem

oben

(S. 4)

den bekannten Hohenpriester des
also,

Amon

mutet habe, zu

heilen.

Es scheint

daß sich Masaherte,
hat,

in

welchem

ich

den Absender unseres Briefes sehen möchte, während einer Erkrankung Hilfe
suchend an den Gott von El-Hibe gewandt
eines Priesters.

und

zw^ar durch Vermittlung

Es mag auffallend
w^ar der

sein,

daß der Hohepriester des Amon, des
in seiner

damals mächtigsten ägyptischen Gottes,
aufsuclit.

Not einen kleinen Provinzgott

Aber dieser Gott

Heimatsgott des Masaherte, zu
er sich

dem

er be-

sonders nahe Beziehungen hatte.

Nennt

doch

in

diesem Brief »seinen

Sohn« und »seinen Pflegling«.
sein

Gleichzeitig scldießt er auch seinen Bruder in
sein,

Gebet

ein.

Das wird der Hohepriester Men-cheper-Re

der einzige

Bruder des Masalierte, von dem wir sonst wissen^.
1)

Ich sehe hier

und

in

Z. 4 in

1

die aus Sinuhe 31

1

V

Vir

(s-

Gardiner,

Recueil
2.

XXXII

[1910] S. 23) bekannte Konstruktion von nfr mit

dem

absoluten

Pronomen der

Pers. masc. tw.
ist
^)

Ob

ich

den Sinn hier richtig gedeutet habe,

muß

ich dahingestellt sein lassen.

Auch

die Ergänziing an der ersten Stelle keineswegs sicher.

Zu

dieser transitiven Bedeutung von snb

=

»heilen«

s.

Brigsch,

Wh.

VII 1071 und AZ. 42

(1905) S. 28 (111,14),
3)

wo

snb

und id ganz wie

hier nebeneinander

vorkommen.
g,

Vgl. ÄZ. 42 (1905) S. 28 in bczug auf Krankheiten

P'^^^^^^

')

U

7^ T

"^

')

Wie

das Determinativ
S. 101)

lelirt,

geht das Suffix auf den Gott.

shpr steht auch sonst
als

(s.

AZ. XLIl [1905]
1.

aufgezogen bezeichnet.

vom

Aufziehen von Kindern.

Also

ist

Masaherte Es

vom Gotte

P.

•"')

Siehe Gardiner, ÄZ.
in

L

(1912) S. 116.

liegt hier

wohl die devote
(d.

Umschreibung der
Gott P.)

Person vor, wie

der bekannten

30, 126 (Sethe), Rec.

33,87 (Gardiner). auch sonst jede Wohltat getan

Wendung

hl:

^m (ÄZ. 27, 122 (Borchardt),
i.

')

hat".

Soll das bedeuten
**)

»wie mir ja mein Herr

der

Siehe die zuletzt von Daressy (Recueil

XXXII

[1910] S. 186) aufgestellte Stammtafel.

Band

53.]

W.

Spiegelbero: Briefe der

'21.

Dynastie aus El-Hibe.

15

7.

Pap. hierat. Straßburg 23

II.

Hölie 7
seite

cm

(vollst.?).

Breite 7

cm

(uiivollst.).

Braun.

Rolluiig mit der Breit-

von oben nach unten.
a.

Vorderseite

""

^flHJil^^

'^

(Schrift g-co-en die Faser).

fl

?-•

*^f ^

JB^Ä¥'

fi^ihitJ^^ft^^

IV.

Andere Briefe und Urkunden.
8.

Pap. hierat. Straßburg 22
(unvollst.).

I.

Höhe 11cm
(un vollst.).
a.

Breite 572

cm

Braun.
(Schrift

Vorderseite
1
<©>

gegen die

Faser).

W
!w(S^'"

»»TiüMhin

"^:^/v\/WV\

^ 't

^^>ki

^i4lt^j!%l^

16
4

W.

Spiegelberg: Briefe der 21. Dynastie aus El-Hil>e.

[53.

Band.

Q
AArtA^A
J

©,

riC
AAAAAA
|

i \1
6.

OS

I I

nA/^

ü

<5

Rückseite

(Schrift

gegen die Faser)

(Andere Hand.)

^^'^,^°^ AK(S
J\

A
-^^
c.

(Sc

Adresse.
A-J-

^

^ |](2f)nJ-1

\a/V^AA

Inhalt.

Das Interesse dieses Bruchstückes
cha-n-nut (Psusennes),
die deutlich

liegt in

den Namen Es-em-chehe (Esenchebis) und

P-seh-

auf die 21. Dynastie weisen und vielleicht
sind.

mit bekannten Trägern dieser Namen identisch
Es-em-cJiebe

Die große
sein,

Haremsdame
des

könnte die Prinzessin

der

21. Dynastie

die

Gemahlin

Men-cheper-Re, während Psusennes einem der gleichnamigen Fürsten des tanitischen Zweiges der 21. Dynastie entsprechen könnte.

Im übrigen

siehe die- Aus-

führungen

S. 4.

9.

Pap. hierat. Straßburg 23

I.

Höhe 7 cm
Farbe.
a.

(unvollst.).

Breite

8 cm (un vollst.). Schmutzig braune

Vorderseite

(Schrift parallel zur Faser).

x+1
(2

o o

M:
')

Über der

Zeile.

'^)

Ergänze voi'her

Tafel V.

.
*

.M

Hierat. Pa]». Strassbnrg

N" G

[21]

Vorderseite

Zcitsilirift

f.

Ä-ypt.

Si>r.,

0:3.

Bnm

A'erlas'

:

J- C. Hiiirichs, Leipzig:

Tafel VI.

Hierat. Pap. Strassbiirg N« G [21]

Rückseite
Ilinrichs. Leiiizi;^-.

Zeitschrift

f.

Asypt.

S|>r., öi.

Baml.

\"erl;i;;'

:

.1.

(".

<

Vonierscite

/

<?^r

-

1€

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jiim'
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L^-^'"-

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f

:#er

:^-Li

*-/t
,-

.

A

^t

Rückseite

Hierat. Pap. Strassburg X" \1 [o2j

Zeitschrift

i.

Ä^ypt. Spr.,

53.

Band.

Verlas'

:

J- C.

Hinrichs, Leipzig

Baud

öo.J

W.

.Si'iK(ij;i.i!i:uci

:

Bride der

21.

Dynastie aus El-llibe.

17

'(2

I

4 ^^^^^2^^ i^

h.

Rückseite
(^1

(Schrift

,iieo-eii

die

Faser

czazD^ri

TD

\\

j\

w

II

A

P

-^

^
Das Bruchstück
olT]
hält,
ist

AJütiiV .v».n-

iSi^'

Bemerkungen.
durch die Nennung des Ortsnamens bemerkenswert,
(Z.

der gewiß den Überrest der aus der Pianchistele

27

ff.)

bekannten Festung
raCJ 'i't^-i.m-fi&t:

@

^:^^^^>=/l

o

^y

^^^^.^^

^^ ^^^
ist'

^.j^^.
.iiSi-s !?

I

I

r

die

wohl mit EI-Hibe

identiscli

%l^
10.

Pap. hierat. Straßburg 24
(unvollst.).

I,

Höhe 8 cm

Breite 572 cm.

Hell

braun mit Palimpsestspuren.
a.

Vorderseite

(Schrift

gegen die

Faser).

*/ILiSb/^

«»t|«

'••fftpf^löe|^^niUl[
il^ra^^^^'i^l. -'

f
')

A
Siehe S.
f.

2.
5^!.

Zeitsclir.

Agypt. Spr.,

ßaml

18

W.

SpiEGKLBERii

:

Briefe dei' 21. Dynastie aus El-Hibe.

[53.

Band.

]^M
h.

-D\

\

Ol

W

Rückseite
zur Fnser).

(Sclirift ])ar;)n('l

c.

Adresse.
'l

MlVl ö@^
11.

n
'S^j^i'va.

Pap. hierat. Straßburg 24 V.
Breite
(imvollst.).

Höherem
Farbe.

(uiivoUst.).

Helle, schmutzig braune
gerollt.

Das Blatt war den Knickspuren
a.

nacli

mit der Breitseite

Vorderseite

(Schrift parallel zur Faser).

x+1

om.1111
l
A^-ü©V^7^©
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A^^A/v\

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14^^
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5

^.

ni

0-7
•o
') \

®

(2

:i
Nr. 26 verso.

PE^Cii

V^gl.

die Schreibung in

Band

53.

W. Spiegelbkug

:

ßnetc der

21. Dyuastic aus El-Hibe.

19

'M^^M:
w
W^(^^g|io[|[|\>^

/;.

RiU-l< Seite (Scliritt
y

A

o

gegen die Q

Faser).

IPI^*-^-

AAAA/V\

ll^
]:

^
^

4
f-^'st'-p'
'fr

m
12.

Pap. hierat. Straßburg 32.

(Tafel VII.)

Höhe 12 cm.
oben nach unten

Breite 14
gerollt.

cm

(mivollst.).

Hellbraun.

Mit der Breitseite von

Schrift gegen die Faser.

^

T /VVAA/V\

I

w

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W
(O

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^
(S

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©

- ..ö

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A ^
')

I

\\

I

AAAAAA

ra^

/--r—

w

Zu

dieser Persönlichkeit

s.

S. 4

5.

20

W.

SiMi :(;i:i.i!i.K(:

:

IJricle

der 21. Dynastie ans El-Hibo.

[53.

Band.

C^

A

(3

o

W
/l
(2

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^

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D

WD
I

l^-(^'

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7^(2

w

^

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^^
r^^'rn

c
\\

A

Rückseite.
e
A
(2

ra

A (Iresse.

1"^
I

(VA

L'

AA^WS

I

\\

I

13.

Pap. hierat. Straßburg 39.

(T.nfel

I.)

Hö]ie 1072 cm.
richtung-

Breite 10 cm.

Brami.

Das Blatt war .^egen die

Schrift-

von links nach rechts
a.

gerollt.

Vorderseite

(Schrift parallel zur Faser).

h^^
3
AAAAAA

D

ra

^in^
w
J
C^

ß

^w

T

T
\>l

I

I

_ffi?i-

AA^\^

\

J\<^A
^)
-')

n

.">.

Zu

dieser Persönlichkeit siebe S. 4

Es scheint dieselbe Gruppe zu
»Bericht.,

sein,

welche

in

dem Bruchstück
(1891) S. 75.

Nr.

.S5

ist

und
')

od.

ä.

bedeutet.

Siehe dazu ÄZ.

XXIX
s.

^ ^

geschrieben

Zu

dieser

Wendung

»welcher dir gehört«

Beispiele giößcenteils aus der Zeit der 21. Dynastie stammen.

Gardiner, ÄZ. XLl (1904) S. 135, dessen Beachte übrigens, wie Z. 5 und 12
ntj,

nach dem bestimmten Beziehungsworte der Relativsatz mit
Partizipialsatz mit
J»r

nach dem unbestimmten Z. 9 der

(.ein Diener, welcher dir gehört.) steht.

Band

53.]

\V. Si'iEGELüEKu:

Briete der

-Ji.

DyiiasLic aus El-llibe.

21

8

9

IX^jMhA^
h.

^ l^
(Schrift parallel zur Faser).

Rückseite
'
I

10

I

W

I

(?r

n($ll(5 \=J1
I

11

^
AA/W\A
f;a

(2

£^(ö

£)(2

12

AAAAAA

V
1^
AAAAAA

^^imi^|/l>g
T

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A
l-J]

j.

A

*'

n

''

AAAAAA

/-,

AAAAAA

^-)

/i__D

I

I

I

1

f5

^

^
(2i

^e

15

®i--k"®i
16

Inhalt.

Das kleine Blatt scheint vollständig zu
A^on der

sein.

Es fehlt demnach, abgesehen

Adresse auf der Rückseite, jede Einleitung.

Auch

die

Namen

des Ab-

senders

und des Adressaten sind

nicht genannt.

Vermutlich war das Blättchen

eine Einlage in einen größeren Brief, der die jetzt fehlenden

Namen und
dem
in

Brief-

formeln enthielt.
scheint sich

Eine Übersetzung des ganzen Textes wage ich nicht.
entlaufene Sklaven zu handeln, deren Verhaftung

Es

um
5

El-Hibe

ansässigen

(Z.

6)

Adressaten anbefohlen wird.

Eine solche Briefeinlage war wohl auch das folgende Bruchstück einer

Rechnung.
14.

Pap. hierat, Straß bürg 43.
Breite 3 74

Höhe

9

cm

(un vollst.).

cm

(unvollst,

Dunkelbraun.

Schrift

parallel zur Faser.
a.

Vorderseite.
Bruchstück
d.

1

AA/VSAA

(^

I

A

D

J

^
A^'^^A

AftAAA tu

I

r=ö)
')

Siehe S. 20 Anm.

3.

22

W.

Spiegelberg: Briefe der 21. Dynastie aus El-Hibe.

[53.

Band.

f^AA/v^A

_^

/wv^^A

Bruchstück
[aaa/\aa
]

;3.

w

Bruchstück

7.

'••f^^^H^':
/y.

Rückseite.

Verwischte Reste eines älteren Textes.
Inhalt.

Es handelt sich
Ziegen, Esel) betrifft.

um
In

eine
a,

Abrechnung, welche irgendwie Vieh (Rinder,
ist

u 2

der Har-pen-ese unserer Korrespondenz ge-

nannt.

15.

Pap. hierat. Straßburg
Breite

51.

Höhe 8 cm

(unvollst.).

12V2cm

(unvollst.).

Dunkelbraun mit deut-

lichen Palim])sestspuren.

a.

\'

Orderseite

(Schrift ))arallel zur Faser).

x+1
-^
I

(=Ui
l-l
I
I

111
I

!

I

lU

I

w
r\^^
1

1

1

[^

-)

Das Determinativ

in

dem

n. pr.
*)

eine angesehene Persönlichkeit (Prinz

wohl wegen des Anklangs an ^ih »Geist«. Oder sollte genannt sein? Ob der Mann mit 43. 5 identisch ist?

Band

53.J

^V. SriKiiELBKUG:

ßridV.

clor

21. Dviiastic aus El-llilu'.

23

'r!
4°^'

A
<^^^'

S-

^

("^Tö

.1

^1
I

iMA.
f^^"^

\\^

.s^l

A'

"\i-

b.

Rückseite

(Schrift

gegen die

Faser).

1'

o§(2A

A

D^i vi

\

'^'wvM

Q^^

c^<§.^h,

UM-

i

'^^

^

o

T /\

(=U)

l'^

oW

')

Ergänze vorher

24

VV. Simkukluehü:

Briefe der 2[. Dynastie aus El-Hibe.

[53.

Band.

16.

Pap. hierat. Straßburg 22 U.
Breite
ist

Hölie T'/'i^ni (unvollst.)
parallel zur Faser.

14 72

cm

(unvollst.).

Hellbraun.

Schrift

Das Blatt

nur auf einer Seite beschrieben.

x+1

n

AlfejMt

AA^A.^^

1

»1

AAAAAA
^^

B

J

0>

(2

i^f^J:
Inhalt.

^|@£)^n
leider sehr

Es scheint, daß diese Mitteilung, die
sich auf Leute bezieht, die

lückenhaft erhalten

ist,

»aus

dem Gefängnis

entflohen sind«, falls ich das
ich

Verbum

richtig gelesen habe.

Den geographischen Namen vermag

nicht

sicher herzustellen.

Indizes.
(NB. Sterne neben den Papyrusnnmniern
(s.

S. 5) bedeuten,

daß diese

in

der Arbeit nicht \eröflentlicht sind.)

a.
\\\

Götter.
hs-t '>mn

ti^

24 IV 24 IV

— 25
ni
3

recto
r^""^

i

m

pj-k nh

nfr.

jixmx^

25 recto
')

(1>^^^^^ J

.

Vgl. S. 4.

Ausgewischte

Stelle.

I

Band

:);5.J

W.

Si'iKCiKi.nKHii:

IW'wl'r

dci'

2

1

.

1)\ lui.stic

;iii.s

Kl-Ililn..

25

2

A li^^:^

0^

--n

Ol
3n t^^

J

:n

4

(s.

8. H).

c^°m^ni
t!:^

In

Briefformeln 26

i.

;^.

31

3.

I^Tj.

4i)a*

4a

o

;:[i

"^

Ji

^^ujcj
=1

;i:u.

:U2^

31 3-4.

1 — *^^
'jjo|
8
L'4 It

:«>

recto

,

rf'ZZ ^ jloJ

fft

D
A/VW\A

,(j^ra'^()()n^
Var.

(S.S. 3 u.

5).

°

K'l^L^ra'^ljlji^inl
1.4.

31)3.

221. 241.

Ohne Verbindung 21
21 Adr.lfli) °

22

1.

24

1

23

11 (bis)

1?|

ä
}
ll

D

22*111 verso 1

J

°
1

^

°
^AAA
L. [

ra

n

Siehe ferner unter Nr.

.7*

D

I
(s.

ra
S. 4)

n

»Horus von dem Lager«
10

^.nn^l

S.Nr.

4.

6.

Geographische Namen.
(s.

11

ra'^^flljn »das Lager«, Name der Festung El-Hibe
a)
h)

S. 3 u. ö),

in
in

dem Namen dem
Zusatz

des Gottes Pn-p^-^hi

(s.

Nr.
(]

S),*

A^ "^

II

dl"-

^^1

"^

(1

n

f

J]

)

,

hinter

Eigennamen

»der des Lagers«
d)

(:= n*>.no£^e),
(bis).

ohne vorhergehendes n 26 namen 27* (s. Nr. D),
mit vorhergehendem n 25
zweifelhaft (zerstört) 26

31. 33

(bis).

Nach Gottes-

/3)

(bis).

31),

7)

(bis).

12

^r^
f.

Zcitschr.

Ägypt. Spr., 53. Band.

26
13

\\

.

Si'iiaiKJ.Jiiciu;:

Bride der

21. Dvuaslie aus Kl-IIibc

[.');{.

Hand.

ra

o
38

El-Hibe
\

(s.

S.

1

-2).

A'^erso.

\'arianten

ra

o
ra

]]
\

22

III.

>o

\

©

_Ä1\1 A/V^AAA

o

®IS
\

Hi)

irao
mit dem Zusatz
\\1

\®i=
^'^ I

-^^^''"'"•

^^^^^^©

<s.

S. 2).

^
dem

241

recto.

Variante

\\J. 82?.
1

In

Titel

^W^k'

AAAAA^.

(

\\

82

1

und Adresse.

CIEZl

''i^'D-£''\®

Tl.

Personennamen.
16
h

#

51

17
\\:'

48 (Identisch mit dem vorhergehenden Namen'?).
22
(Königin?

^ ''f
19

Ir?

s.

S. 4).

81)7-8

»Wäscher«.
verso

20 0'

89 recto

4.

2,

Davon verschieden 44 0: Sohn des
21

c?v

24

V
I

5.

22

Cpp
23

^

I

-^

"

Weber «
(?)

81

7.

% 81)8

82-2

V^

24

le^
W

81)1

-1«
28

- ^
II.

R"^

25

26
I

© Um

27

w

^

vSi

:{9.i.

I

Band

53.J

W.

Si'iKGKi.nKiu;:

iJricI'c

der

"iJ.

Dyiinstic

;ui.s

KI-IIil)c.

27

28
A/WW\
I

Q

44V
ebenda .e.so

=

29

w

Ik^^
^

39.

(s.

.

^^2.lk-<^l

30
AAAAAA

22 Iß
jO

S. 4).

3.|

2^=^

(5i

V^

2()2.

Paclitschreiber des Hauses des
32

Amon im

Dienste des

»Generals«,

wU
r^^
ä
0(3
jmxLUj

33

26.

^
21
5. 8,

34
(s.

w
S. 4).

Vermutlich der Hohepriester des

Amon

35

40

1
24
I

36

ra
37

w
ö(^
5

recto

4.

1

verso.
j,,^.^ y

38;

AAAAAA

24

II

recto

i

f

l

^^vsa
AAAAAA AA/VW\

39:

A
D

W
(5

Ä

^^

I

^

2-'^

recto

0=^
3

40

i?i-1
dem
Zusatz

meist mit

D ^

A^ ^üäAmfe^Oün

»

der von

dem Lager

(^
(s.

El-Hibe)«, unmittelbar hinter
Nr. 11).

dem Namen oder mit n angeknüpft

Zu der Persönlichkeit
a)
6)
r)

s.

S. ö
i.

mit

dem

Zusatz 25. 202-3. Hl
2()

27^\ 33

i,

ohne den Zusatz

Adr. 33 Adr.,
IV" verso.

unvollständig erhalten 23

24 IV

(bis),

27g?*. 3()a*. 37*.

40*. 43«. 44
41;

(bis).

49

(bis)*.

D

X

33

6.

42

)^

39.

^
ra

mit dem Zusatz

n

28

W.

Si-iidiini

H(.

:

Uricl'c

dcv

'2\.

I)\ii;i.slic

;iii.s

KI-IIil)('.

[:).].

Band.

^^^
44
45

44r^

Vater des

^ ^

24

V

6.

3r}2

und Adresse F=q

[)(]<2i

46

/]

l\

LQ

!\

t^^^

47

LJi
48

24 lö 24 V

iPill^^ll

n

W

4.

U
so
r^-^
2()

:•'

&.

W>.
verso
2
(^

31

2.

(l

Titel.

51

1

26

2,

52

"tta\<
54
(2
(ö (3

kl
33
13.

(2

H3

10.

55 /^
I

/WWVS M?i

24

II

recto

l

f

I

/^ww Uii

AA^A^ H

OrJ^

[dp]

56 Qr:^

2.")

recto

4

(^r3rzi Me 5>_
'a^

-

C^

I

^AW^A

(S^n J)

"^2

1

Adresse.

Band

53.]

W.

Spiegelberg: Briefe der 21. Dyiuistir

/\

;m.s

Kl-IIihc

29

AA/V\AA

1»^^^

2()

recto

:>

0(2

\Vif

49/;* recto

l^Aa recto.

60

_S^

A
I

-M

k„^^il]^fy\

t*^"^

[^J

61

^^>!^
(s.

S^

'^^^l^^^c^^^
'

Pionch, der Sohn des Hohenpriesters Ijri-Hor

S. 4).
21]

I

recto

3,

A^erso

i

26

^"^ JU^

(S

I

^/W^AA

41)6* recto
62

ö

a^^a/v^

J.i
AA/vvv\
/i2^

\\

I

l<:iiir>l

63

ö e
2=5
65
I I I

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C^
I

-

22

II.

I

I

^
66

w

^

H9

8

ra
AAAAAA /WVNAA

n

Ji

-1 Adresse, 23

II

Adresse.

ra

n

22*

III

verso.

W
67
A'^
<2
i

29*

88-2

und Adresse

TtTtl

'^ pg
1

1|

68
'\\^i^£^
'

82

und Adresse

(s.

S.

4

5).

T

A/V\AAA

I

69

)o(2*^ 81

7.

88

13

70
i

24

II

/^'A^AArjo

^5^
71

^^
|(j

l T

in

Verbindung mit

^

^

(s.

unter Nr. 51).

oO
72

W.

SiMi:(;i;i.i!i;i{i.

:

Hrici'c

dci-

21. Dyiinslic aus

Kl-Ilil«'.

[,">.'>.

IJaiid.

mim
24 IV .eeto un„ ve.o

^Pfl^Hn ,C[^] J^^^lCfS

C1 ^

"^^^"^

^'"'^^
^

^

"^ rectü

3

(vielleicht

=

I^s-em-chebe

S. 4).

Verzeichnis der veröffentlichten Stücke,
1

=
r

Nr. ai

2

I>;iiid r)3.|

W.

Simi:(;ki,]!kr(;:

Dci- (huiiotisclic

I'npynis Ilcidclhcra,

T.'Ui.

31
Links und

So wie

es jetzt

zusammengesetzt

ist,

mißt

es

0,30X0,1 Im.
die Bhittb reite
ist

rechts sind 2 Blattklebungen sichtbar.

Danach betrug

etwa 0,16 m.
an einigen

Die Farbe des Papyrus

ist

hellbraun.

An den Rändern

er vielfach stark
ist

gedunkelt, anscheinend infolge von Brandbeschcädigung.
Stellen stark abgerieben

Die Schrift

und gehört sicher der Ptolemäerzeit, vermutlich dem zweiten vorchristlichen Jahrhundert an. Vorder- und Rückseite sind von zwei verschiedenen Händen geschrieben. Erhalten ist nur das untere Stück der Kolumne,
von der
(links) ein

schmales Randstück

fehlt.

Während
ist,

so der
ist

Anfang der beiden

Texte auf Vorder- und Rückseite verlorengegangen
geblieben. &

der Schluß erhalten

A. Vorderseite (Schrift in der Richtung der Papyrusfasern).

Aus der Geschichte
a)

eines Zauberers (?).

Umschrift.
Hn-n-'W]
s/

x+I
[.
.
.

tbh(?)]
[.
.

ny'i{?)
.)

[

H?-

p^ mh-tbe

[

J

^wm{'^)
2 [....]
"^[fi]

71

w^h'^n h^=n

[

]
[

j^y

^pd 11 n p-i r

lo^h

[ [

|

my(':')
]

^n

p>

^pd II n p-t

smfw(^)\

ww
]

r

Kbh p^j-w dmj
.

n^ rnd'W

^\n ^/] ^pd II n p-t
[ ]

r Pr-'^^

[

ssn r mh{?)

.'.

rmt nb nt ^w-w

^r'f{?)

n Hn-nsw

5[sy

Hr] pi mh-tbe dd mi

Msw

p>

'>pd

[II

n

pt^^

hb^f m-b^h Pr-c^ dd

mh'W
St

n-^m[=w hn{?)] Kbh p^ßw dmj
6[.
.

.]

hb

Pr-<^^

r

tj{?)

Hn-n-w
r

[Si

Hr

p^ mh-\tbe r

n^

stkS-w

n pi dmj n

^r[sw?] r h

md-w nb
f

hn-f

tr-'W
]

7[

]

stmi^)
(n)

Kbhi^) pSj=w dmj slm{?)=w r dH^ ni

Mh-w

n p' dmj
8[
]

Si
\r{?)
if/(?)]

^r{?)=w ste{?)

r-t{?)

[.

.

.

?^(?)

n^]

stk^-w.

b)

Übersetzung.
Hen-naw,] Sohn des Hör, der Zauberer',

x+1
bitten für
[

mich

[

]

wir

[.

.

.

2 [zu der

Zeit,]

wo auch

wir wollen

[

]
.

die

beiden Vögel

des Himmels,
3 [Da eilten] die

um
[

zu suchen

[

]

.

.

wiederum

beiden Vögel des Himmels [nach
J
.

und gingen] nach

Kblk, ihrer

Stadt
Titel

.

die

Worte
Nr. 497 und

1)

Zu diesem

s.

Demot. Studien

111

S.

70^

V

S.

25

(3).

Unser Text
ist.

entscheidet für die

Lesung

mh-tbe, die auch

in

dem

aus Gebelen stammenden Ostrakon deutlich

Die Bedeutung bleibt
nicht

freilich

nach wie vor recht zweifelhaft.
Freilich steht in der

Mit hrj-hb wird

man den

Titel jetzt

mehr

identifizieren

können.

Wiener

Stele I 30 (Recueil
^-^ü'^^^

XXX

[1908]

S. 151)

der Gruppe

l^f

M J«J^

hieroglyphisches

iTj (^)

{^rj-dkji) gegenül)er.

32
4
[der]

\V. Si'iEi.icLUKKCi

:

Dev

dcinoti.sdiu i'tipyiu.s

Heidelberg

73(i.

[Ö3.

Band.

beiden Vögel des Himmels

zu

Pharao
]

[

|

Lotus

alle

Menschen, welche ...

[

dem Hen-naw

5

[dem Sohne des Hor\, dem
|des
ergriffen [in]

Zauberer, indem sie sagten:

Möge man
indem

die [beiden]

Vögel
[sie]

Himmels] bringen! Da sandte
Kbh, ihrer Stadt.

er vor Pharao,

er sagte:

Man

hat

6 [Danacli] sandte Pharao,
in

um

den Hen-naw, den Sohn des Hör, den Zauberer,
tat

die Gefangnisse der Stadt Sais zu holen, imd [man]

gemäß

allen

Worten,
auf den

die er befohlen hatte.
7[.
.
.

.]

hören

|

|

/\7V/(?),

ihrer Stadt.

Sie ließen

sich nieder'

Gefängnissen der Stadt Sais
8[.
. .

.]

zurückkehren

[.

.

.

.]

in die

[.

.

.]

Zelle der

Gefängnisse.

()

Inhalt.

Es

ist

unmöglich, aus diesen Sätzen und Satzresten einen fortlaufenden

Text wiederherzustellen.
zählung zu tun haben,
in

Nur

soviel

erkennt man,

daß wir

es

mit einer Er-

der ein Zauberer(?) Hen-naw, Sohn des Hör, und zwei

Vögel die Hauptrolle

spielen.

Es scheint, daß im Laufe der Geschichte der

Zauberer auf Befehl des Pharao in das Gefängnis von Sais gesetzt wird, und

daß ihn die Vögel dort besuchen.
Diese dürftigen Reste der Erzählung erinnern nun merkwürdig an die Geschichte des Zauberers Hi-Hor, wie sie uns auf einem jetzt in Berlin befindlichen

Krug

erhalten

ist'.

In

diesem Texte

ist

folgendes

erzählt:

Der Zauberer(?)

Hi-Hor besaß zwei kluge Vögel, einen Hahn(?) und eine Henne, die ihm irgendwie dienten.
Als
sie

einstmals auf einige Zeit in andere Gegenden fortgellogen

waren, wurde ihr Herr aus irgendeinem Grunde in das Gefängnis des Piiarao
auf der Insel Elephantine gebracht.
Die klugen Vögel spürten bei ihrer Rückkehr
ihn, seine Geschichte

den Aufenthalt des Hi-Hor auf und veranlaßten
gebracht hatten
sie

ver-

mutlich eine Verteidigungsschrift gegen die Anklagen, die ihn in das Gefängnis

auf zwei Papyrusrollen niederzuschreiben.
sie

Diese
fallen.

mit sich und ließen

vor

dem

PJiarao im Palast zu

Boden

nahmen In dem

nicht erhaltenen Schluß der Erzählung war vielleicht berichtet, daß der Pharao
sich durch den Inhalt der Papyrusrollen von der Unschuld des Zauberers über-

zeugen

ließ
ist

und ihm wieder
auffallend,

seine Freiheit zurückgab.

Es

wie nahe sich diese ja auch nicht lückenlos erhaltene

Geschichte des Krugtextes mit den Resten des Heidelberger Papyrus berührt.

Die beiden Vögel,

der Zauberer(?),

das Gefängnis sind in beiden vorhanden,
Vielleicht

nur der
ist

Name
etwas

des Zauberers und die Örtlichkeiten sind verschieden.

der

verdächtige
bei dieser

Name

Hi-Hor der aus

der

römischen Kaiserzeit

')

Ich denke

infolge der Zerstörung

der Stelle etwas zweifelhaften Lesung an

das alte
-)

Verbum

I

f^^ -^
:

*-"/

"Halt machen .
in

Spiegelüerg

Deniotische Texte auf Krügen

Demot. Studien

\'

S. S

und

15.

I

Tafel VIII.

'^'-

Uückscitu

Demot. Pap. Heidelberg N> 736

/tiuvhrifl

f.

Ajfvpl.

S|ir., 53.

Bainl.

VuHjik:

.1.

<•.

lliiiriihs

f

Band

53.]

W.

Si'iEGEi.iiKKc;:

Dcv

dciiioti«clic

Papyrus

Ilfidflbcri«; 7'M.

33

(1.

2.

nachchristliches Jahrhundert)

stammenden

Handsclirift aus
2—3
die

dem

sicher

korrekten

Namen

^^Hen-naw,
entstellt.

Ptolemäerhandschrift

Sohn des Hor<< der Trotzdem können

Jahrhunderte älteren
in-

beiden Geschichten

haltlich nicht identisch sein,

da die Örtlichkeiten nicht übereinstimmen.

Viel-

mehr wird man
daß
sie

die

Beziehung der beiden Geschichten so zu erklären haben,
die

beide einer

Sammlung von Geschichten angehören,
erzählte.

man

sich

von einem
(S.

Zauberer

Hen-naw
die

Ich

habe

in

der Ausgabe
es

der Krugtexte

S

Anm.

1)

Vermutung ausgesprochen, daß

eine

besondere Gattung von

Wundergeschichten gab, die unter den besonderen Namen der Wundertäter
gingen \
sein,

Sollten also die beiden

Namen Hen-naw und Hl-Hor

nicht identisch

so

würden

die

Erzählungen des Heidelberger Papyrusbruchstücks \uid

des Berliner Kruges zwei verschiedenen

geschichten des Hen-naw und des Hi-Hor.

Sammlungen angehören, den ZauberDa aber in beiden Erzählungen die

beiden Vögel erscheinen, so scheint mir die Identität der beiden

Namen

recht

wahrscheinlich, mithin die Herkunft der Erzählungen aus derselben Erzählungs-

sammlung

recht naheliegend zu sein.

Diese läßt sich

nunmehr dank dem Heidel-

berger Bruchstück bis in die Ptolemäerzeit zurück verfolgen.

B.

Rückseite (Schrift gegen die Papyrusfasern).

(Hymnus auf
a)

Isis.)

Umschrift.

x+1
2[J]m-^

nhj

^s-t

nf

.^ksk{?)

[-w

ss]

n-swt J=s

/;'(?)

nw{
]

]

3[.

.]

rh{?)'4 n^{?) mi-wCi)-

[

]=/

mnh

hi[

mn(?y

r n^ kr[-iü]

4j-Jr

ü

hdb-t [^wt'w(?) s^(?)]

mtu n^j-w

sthih-w n

[M«(?)
n-^t

.

.

.^\m

nhj

^s-t

m

Mi

[n^ nt{?) gbC^)]

^hr dr^w ^imt

n^'-j ^^s-t
[

m-M
^s-t

n^ nt hkr ^-^mc ^s

hr [sUw ^]m't

nl'-j

^s-t

m
^mh

kli

Ti/

nt

|

p/

wrhf ^m-t nhj
snü-w{?)]

m

Ml n/ sm^-w ^-^V'W

thh

mtw-t ^m-A \nhj H'(\

m

kti [n^

Th^'4 n Spd-t
^[m't

^wUw

^m=t n^'4

^s-t

m

Mi

n^ p^ Jj3r(?)

sm

p/ hi [^rm p^] wn[t\

nhj

^S't\

^m
')

kti J-Jr

mr mn

r n^ kr-w.

Das älteste Beispiel aus dieser Literatur ist der der Hyksoszeit (17. vorchristl. Jahrdie sich an die hundert) stammende Papyrus Westcar, eine Sammlung von Wundergeschichten, zur Zerstreuung und knüpfen genannt) « Vorlesepriester « {hrj-hh Zauberer berühmter Namen Zu der ganzen Literaturgattung vgl. Reitzenstein, Helledes Königs Cheops erzählt werden. nistische Wundererzählungen S. 13 ff.
2)

Oder
f.

[m(>)\tu-4 tj(^)
53.

wi'/-«'(l')

')

nach Z.

8.

Zeitschr.

Ägypt. Spr.,

Hand.

5

34

\V.

Si'ii:(ii:i.i!KK(i:

Der

(Iciiiotisclic

P;ipynis Heidelberg 736.

[53.

Band.

b)

Übersetzung.

x+1
2

Komme
I
.

zu mir Isis
j

[

|

Byssus, indem sie sehen

läßt

voi|

Pharao.
]
. .

3

.]

Du

kennst die

vortrefflich

]

Lande

am Ufer!
4 Mache das ^Morden [unter ihnen,
bis]

daß ihre [Kri.egs]waffen

'

[zerbrochen sind].

Komme
IJie

zu mir

Isis

zum Schutze 1"
^

[Schwachen]
zu mir
Isis

werden

stark.

Komme Komme
Die

zum Schutze!
sie

Die Hungrigen,

rufen dich an und werden

[satt].

zu mir

Isis

zum Schutz!

[Andächtigen] ^ füllen

den

Vorliof^.

Komme

zu mir

Isis

zum

Schutz!

Die Sänger flehen dich an.

Komme
Komme
Kom[me

[zu

mir

Isis]

zum Schutz!
erscheinst als Sothis unter ihnen.
Schutz!
:

[Die Sterne,] ^

<l\i

zu mir

Isis

zum
i/»r

Die Bewohner des

[klagen]

Die Sonne mit

dem

Licht

ist

fortgegangen.

zu mir

Isis

8zu„i Schutz!]

Setze über, lande

am

Ufer!

c)

Inhalt.
der Text der Vorderseite hat der der RückIsis,

Einen ganz anderen Inhalt
seite.

als

Er enthält einen Hymnus auf
sie

und zwar, wie der
Isis.

letzte

Vers

lehrt,

bei Gelegenheit einer Prozessionsfahrt der

Wenn

ihr Bild auf der Götter-

barke landet, wird

mit diesem Liede von den Andächtigen begrüßt.

Es

ist

metrisch verfaßt, und die vollständig erhaltenen- Verse lassen den Bau klar so

erkennen, wie ich ihn im Druck habe hervortreten lassen.
')

Ich

ergänze nach P. Krall
die
ce£i«^is.i,

J.

23

S. 14

V. 9

X

26

Y

11.

Beachte die Schreibung des

Plurals stbih,

c-e&'&.i2

(Stern,
nicht.

K. Gr. § 101) entsprechen dürfte.
Ich denke

Bedeutung von m-kii «wie« paßt hier
Determinativs
setzung gewagt.

— an die Bedeutung — Griffith:
^)

-)

Die übliche
t^ber-

freilich

unter

Annahme

eines falschen

kli

»kreisen,

umgeben« und habe danach eine sinngemäße

S.

Stories S. 162.

Band

53.]

K. Sethe: Die historische Bedeutung des

t>.

Philä-Deki-(>ts.

85

Die historische Bedeutung des

2.

Philä-Dekrets aus der Zeit des

Ptolemaios Epiphanes.

Von Kurt
JlVevillout

Sethe.

hat seinerzeit aus

allerlei

Indizien

die

zeitliche

Stellung

und

die

Reihenfolge der von ihm zuerst nachgewiesenen beiden einheimischen Könige

während der Ptolemäerzeit 20 Jahre lang nacheinander zu Theben regiert haben, in äußerst scharfsinniger Weise bestimmt Er kam dabei zu dem Ergebnis, daß das Ende dieser kleinen Dynastie in das
die

Harmachis und Anchmachis,

19. Regierungsjahr des Ptolemaios Epiphanes gefallen sein müsse,

und brachte
II

damit auch die Nennung dieses Jahres in dem ersten der beiden von Lepsius
auf der Insel Philä entdeckten mehrsprachigen Dekrete
(Phil. I

= Urk.

198 ff.)

zusammen.

In

der Begründung dieses Ehrenbeschlusses,

der selbst zwar in

Wahrheit

erst aus

dem

21. Jahre deS' Königs datiert,

wird nämlich gesagt, daß

der König einen allgemeinen Erlaß der rückständigen Abgaben für die Zeit bis

zum Jahre 19
anthropia«,

verfügt habe
es

(Urk.

II

202

— 203).
in

Diese Amnestie oder

»phil-

wie

Revillout nannte, erscheint

der Tat als Gegenstück zu

der in der Rosettana erwähnten Amnestie, in der der König nach der Nieder-

werfung der unterägyptischen Rebellen und der Einnahme des Herdes
bis

ihres

Widerstandes, der befestigten Stadt Lykopolis, die gleiche Maßregel für die Zeit

zum

Jahre 9 getroffen hatte.

In

der Niederwerfung der oberägyptischen

Rebellion in der Person des Anchmachis, des zweiten der beiden thebanischen

Gegenkönige,

erkannte Revillout mit feinem historischen Blick den Anlaß zu

jener zweiten Amnestie des Jahres 19.
')

Rev. arch. 1877, 338 ff.

=

Chiestomatiiie demotique S.

LXXXVff.

Die richtige Lesunfi,
er-

der

Namen

der beiden Könige gab er ÄZ. 17, 131.

Die richtige Folge beider Herrscher
2,

schloß er scharfsinnig aus mehreren Verträgen des Berliner Museums, Rev. egyptol.

145

ff.

Harmachis regierte
Marseille

6 (Pap. Berlin

3142 aus dem Payni des Jahres

6),

Anchmachis 14 Jahre (Pap.

vom 14. Ej)iphi des Jahres 14, d. i. untei- Umständen nur 9 Tage vor der Niederlage Zusammenstellung des Materials bei Walter Otto in seinem und dem Ende seiner Herrschaft). Artikel »Harmachis« in Paully-AVissowa-Krolls Realenzyklop. VlI 23H8, dazu noch Spiegelherg, Otto macht a. a. O. aus dem König Harmachis 2 verschiedene Herrscher Rec. de trav. 35.

und nimmt

daß von den 3 Herrschern, die er so erhält, zwei gleichzeitig nebeneinander regiert hätten; er macht sie, vielleicht mit einem Teil von Recht (s. u.), zu Nnbieni und setzt a priori voraus, daß sie ihre Regierungsjahre nicht vom Beginn ihrer Herrschaft zu Theben, sondern von ihrer Thronbesteigung in Nubien an gerechnet hätten. Verhältnismäßig einfache und klare Dinge
an,

Die ganz grundlose Beziehung der Datierungen auf außt-rthebanische Auffindung eines Dokumentes, das aus dem Jahre 1 des älteren Königs die durch Verhältnisse wird Harmachis stammt, auf dem Boden Thebens widerlegt (Kairo 38258, s. Spiegelberg, ÄZ. 50, 35
sind
hier völlig

verwirrt.

Taf. II 2; nennt den 19.

Thoth des Jahres

1).

36

K. Sethe: Die historische Bedeutung des

2.

Philä-Dekrets.

[53.

Band.

Brugscii (ÄZ. ig, 4H

ff'.)

hat dann eine doppelte Bestätigung für diese

Komdas

binationen REYiLLorT's
inschrift des Tem])els
alte

gefunden.

Einmal

in

den Angaben der großen Bau-

von

P^dfu,

die ausdrücklich
1
,

den Aufstand

(

®^

y:vl

.

hnn),

der «im oberen Teile«

1

des Landes nach
li).

dem

Jahre 16 des

Königs Ptolemaios Philopator ausgebrochen war, im
Epiphanes enden
Dekrete
(Phil.
II),

Jahre des Ptolemaios

läßt.

Und

zweitens in den Angaben, die das zweite der Philä-

das

nach seinem ganzen Inhalt aus dem Jahre 19 selbst

stammen muß, über
«Ohne mich an
Zeile

die

Umstände

seines

Zustandekommens macht.

Brugscii

sagte damals hierüber wörtlich folgendes:
dieser Stelle auf nähere geschichtlich wichtige Einzelheiten

dieses Dekrets einzulassen, will ich nur hier erwähnen, daß gleich in der ersten

berichtet

wird,

wie

einer

»von

den

Freunden

des

Königs«,

zugleich

Hipparch, dessen
hat,

Name

uns auch ein Schriftsteller des Altertums treu bewahrt
eine

dem Könige Ptolemaeus Epiphanes

Meldung macht
'^^^

(

'y[)

>>Qa)j und

zwar, wie der Text es ausdrückt:

^= "^ D^
.ich

T

T ^"^ ^ ^f S*|^ P J

V

V

I

K^

«indem

er

also

sprach:

hatte

gekämpft im Südlande auf

dem
ist

Gebiete

der Thebais mit den Feinden, damals

An
[d.

dieser Stelle
in
i.

das Gebiet des Aufruhrs genau bestimmt.
[d.
i.

Es war die Thebais,

welcher
der jetzt

Horsat

der jetzt Harmachis gelesene Name]
als

und Änyju

Anchmachis gelesene Name]
Identität dieser

Könige

herrschten.

Über

die

vollständige

Kämpfe mit den oben erwähnton \enen
in

|das in der Bauinschrift

von Edfu genannte hnn\ werde ich mir erlauben

einem Artikel der nächsten

Nummer
kannt,

der Zeitschrift zu sprechen.«
hat Brugsch nicht gehalten.

Dieses Versprechen

Er

ist,

soviel

mir be-

auch später niemals auf die Sache wieder zurückgekommen.
als

Was

er

aber im Sinne hatte,
schrieb,

er

die obigen geheimnisvollen

Andeutungen nieder-

wird

klar,

wenn man den Text

des in Rede stehenden Dekrets, wie
II

ich ihn in den

»Urkunden des ägyptischen Altertums«

214—230

vorgelegt

habe, betrachtet'.

Bevor ich auf den Inhalt dieses Textes eingehe, möchte ich dazu bemerken,
daß ich die I^esung des hieroglyphischen und des demotischen Textes, wie
dort gegeben sind,
sie

ohne Kenntnis des BRUGscn'schen Artikels, aus den Ab-

klatschen der LEPSius'schen Expedition

und den Photographien der JuNKER'schen
da
sie

Philä-Expedition gewonnen habe.
die

Lepsius' Publikation war,

gerade für

schwer lesbaren Teile

A^ersagt,

nur eine geringe

Hilfe.

Als ich meine
sie

Um-

schreibung des demotischen Textes fertiggestellt hatte, durfte ich

Spiegel-

berg vorlegen, der die Freundlichkeit hatte,
')

sie

an der Hand der Photographien

mit Seiten- und Zeilenziffern,
228, 6 statt Urk.
II

Im folgenden wird diese Veröffenthehung des 2. Philä-Dekrets der Einfachheit halber nur unter Weglassung der Worte »Ui-k. 11", zitiert werden, also z. I).
228, Zeile
(5.

Band

53.]

K. Sethk:

Die historisclie ßedcutmiii des

•_'.

Pliilii-Dckrcts.

37
an

ZU prüfen.
Stellen,

Sein Urteil hat mir aus

manchem
J]s

/vveilel

geholfen;

einigen

die in

meiner Ausgabe

als

solche gekennzeichnet sind, hat er mir aucli
sei

neue oder bessere Lesungen vorgeschlagen.
hier nochmals herzlich gedankt.
fälligen
erst

ihm

für diese Hilfe auch

BRUGsni's Aufsatz, der

sicli

unter

dem
ich

unaufist

und

nichts

verratenden Titel »Historische Notiz»
in

versteckte,
als

mir

nach Vollendung meiner Arbeit

die

Hände

gefallen,

den Zu-

sammenhang des Textes mit dem Ende des thebanischen Gegenkönigs Anchmachis erkannt hatte und damit auf die REviLi.oux'schen Arbeiten gewiesen
worden war. So konnten mir Brugsch's Ausführungen oder Andeutungen nur noch eine willkommene und wertvolle Bestätigung des von mir Gefundenen sehi. Das Dekret von Philä\ um das es sich handelt (Phil. 11), ist vom 3. Tage
des 4. Monats der Sommerjahreszeit, also

dem
\Xi')

3.Mesore, des
v. Chr.,

11).

Jahres des Königs
In

Ptolemaios Epiphanes,
selbst (214,
1 ())

d.

i.

(5.

September

datiert.

der Datierung

ist freilich die

Jahresangabe nicht erhalten, und auch die Monats-

angabe

ist

halb zerstört, sodaß allenfalls auch »Monat 3« (Epiphi) statt »Monat 4«

(Mesore) dagestanden haben könnte.
für das letztere,

Doch sprechen

die Überreste so entschieden

daß kaum ein Zweifel an der Lesung sein könnte, würden solche
mit völliger Sicherheit für die Datierimg ergibt.

Zweifel nicht auch schon durch den ganzen Inhalt des Dekrets ausgeschlossen, aus

dem

sich

auch das Jahr

11)

Über das Zustandekommen des Beschlusses lesen wir nämlich, im Anschluß an die Aufzählung der eponymen Ptolemäerpriester, mit der die Datierung wie üblich schloß, folgendes (21(), 8—217, 7): »an diesem Tage wurde ein Beschluß gefaßt durch die Oberpriester" usw. und die andern Priester aus den Tempeln von 01)er- und Unterägypten, die sich zu Alexandria befanden, indem sie sich in dem Tempel der Isis und der beiden Götter Brüder und der beiden wohltätigen Götter
'^

von Ägypten*, versammelten, damals
')

und der beiden vaterliebenden Götter und der beiden erschienenen Götter, der Herren als (hß) Seiner Majestät gemeldet wurde durch
'^

Eine zusammenhängende Übersetzung von dem Texte zu geben, ist eine schwere und undankbare Aufgabe, da der Text infolge der von Ptolemaios Neos Dionysos darüber geschnittenen
Reliefs

und Inschriften von Lücken wimmelt. Sie soll gleichwohl im Ubersetzungshefte zu den »Urkunden« gegeben werden. -) Wörtlich »Beschluß, den machten die Oberpriester«. Zur grammatischen Erklärung dieser
s.

Konstruktion
Gott. Ges. d.

meinen Aufsatz »Zur Gescliichtc und Erklärung der Rosettana« in den Nachi-. der *) nb-ic bsk-t, ein ^) Ägypt. »die Festung des Alexandros«. S. 301. ein Kultbeiname, offenbar beibehält, Text demotische altägyptisch gefaßter Ausdruck, den auch der Alexandria führte. Anderzu Isistempel ägyptischen dem in Ahnen?) seine den das Königspaar (und

Wiss 1916,

wärts hat er sich bislang nicht wiedergefunden. ') Das abundante neutrische Objekt »es«, das sich hier (217, 4) und 228, 6 im Hieroglyphischen bei n
i) [1

^ SA

-melden" findet

(vgl. kopt. «.q-^sooc, eq-sco

ÄiMoc,

«.-•xic), ist

sonst bei andern

Verben eine typisch demotische Erscheinung.
der letzteren
.Stelle

In

unserem Dekret hat

es der

demotische Text an

jedoch nicht; er gebraucht dort an Stelle des einfachen Verbums smj vielmehr die Zusammensetzung ^n-smj (*.vi-cÄvÄie). Seiner Form nach ist das
(228, 6),

wo

er erhalten

ist,

nOA^^^n

an

unserer Stelle 217,4

wohl ebenso wie 228,6 (wo

es Genitiv

ist)

als Infinitiv

anzusehen: hft .tmiw-s »gleichzeitig mit

dem

(\s

Melden...

38
den

K. Skiiii::

Die lilstoriscüe Bedeutung des

2.

Pbilä -Dekrets.

[53.

Band.

Mund

des Günstlings {mh-ib) Seiner Majestät, des Lieblings des Königs, des
(?)

Obersten der Reiterei, Aristonikos, Sohnes des Aristonikos, betreffs
der zu den ersten Freunden Seiner Majestät gehörte, sagend (m dd)
:

des hnnws, hat ge-

,er (?)

kämpft im Südlande, im Gaue von Theben, mit dem Rebellen' usw.«

dem Könige den Nach einer andern Stelle unseres Textes (228, 6), wo bestimmt wird, daß der Tag der Meldung ebenso wie der Tag des Sieges selbst alljährlich in den Tempeln festlich begangen werden solle, war diese Meldung aber am 3. Mesore erfolgt (vgl. auch 223, 9),
Die Priester faßten den Beschluß
in
also,
als

Aristonikos

Sieg über die Rebellen

der Thebais

meldete.

nachdem der Kampf selbst, den sie betraf, nach 223, 10. 228, 10 zehn Tage vorher, am 23. E])iphi, und zwar des Jahres 19 (223, 10), stattgefunden
hatte.

Das
3.

läßt keinen Zweifel,

daß

in

der Datierung des Dekrets dieses Jahr

und der

31esore

genannt war, wie das für das Monats- und Tagesdatum

schon der Zeichenbefund zu orgeben schien.

Der hier
wir aus

als

Überbringer der Siegesnachricht genannte Aristonikos, wie

einem Fragmente des Polybios (21, 22 Dindorf) wissen, ein Jugendeinem andern Fragmente desselben Schrift(21, 9) in

freund des Königs, wird auch in
stellers

in

den späteren

Zusammenhang mit der Niederwerfung ägyptischer Rebellen Jahren des Königs genannt, und zwar unter Umständen, die
sel])st

erkennen lassen, daß er
zugehen; dennoch

an der Niederwerfimg des betreuenden Aufstandes
Dasselbe scheint auch aus unserem Texte hervor-

nicht beteiligt gewesen war.
ist

der Aon Polybios erzählte Fall höchstwahrscheinlich nicht
(s.

mit dem, der den Gegenstand unseres Dekrets bildet, identiscli
dieser Arbeit).

am Ende
den Titel

Im hieroglyphischon Texte unseres Dekrets
y-cir^
()

führt Aristonikos

TT

T ^^!^

hrj hrp-nfrw »Oberst der Reiterei«'; ebenso an der andern Stelle
ist)

228, 7 (wo aber nur das hrj erhalten

und

in

dem Dekret vom
n
n^ k)P^9^

Jahre 23

des Königs (Rec. de trav. 33, 6, Zeile 27, in genau gleicher Schreibung).

Der

demotische Text hatte dafür an beiden Stellen

[hrj]

»[Oberst] der

Hipparchen«, wobei der griechische Titel
hat".
ETTt

iT^itcipyjiq

das Determinativ der Fremden

Diese Betitelung »Oberst der Hipparchen« könnte etwa ein griechisches
tÜöv
tTTTTötp'XiWv

wiedcrgcben.
übersetzen
ist

')

Daß
(:*),

so

zu

und daß hrp-nfrw
(Urk.
II

nicht

etwa

als

Synonym von ^
in

ff^

shm knw
<:3=»öö

das selbst die Reiterei bezeichnet

23. 78)

und auch
ist,

der VerbincUnig

^}:rrii

»Führer

d(M'

Reiterei

«

(ebenda 78) vorkommt, zu fassen
Sclireibunc;
'

scheint das demotische

Äquivalent ^

zu

ve,rbüri>en.

Zu der

,

i'ür

hr]

•01)erster«

vüI.
'

,

^
I

,

^fl
i

f]

»die Flottenobersten«, Rec. de trav. 33,
^)

^

i

I

I

I

I

H

H

I

I

I

6.

Zeile 28.
r durcii

Die Wiedergabe (Mues griechisciien
ist,

das Zeichen, das sonst im Demotischen das

/

bezeichnet,

wie mir Spie(;eli!erg

mitteilt,

auch sonst gelegentlich zu beobachten, und zwar.
in in

wie es scheint, mit Vorliebe gerade vor ^-Lauten, also wie

Namen

Hgsjlws
will.

und Hgjdws (ÄZ.

18, Taf.

11,

Nr. 3 und

4),

unserem Falle. Er zitiert dafür die denen er 'A^x£t«?.«o<? und 'A^x^'^*''-'

erkennen

Ob

diese

Namen

nicht aber ehci- mit

\'ki'fi>.cto<;

und

'AXstlbu^

zu identifizieren

sind.^

Band

53.]

K. Sethk: Die historische Bedeiitimo des

•_>.

IMiilii-Dekicts.

39

All

der Stelle

22(S, 7/S

hatte Aristonikos noch einen Titel, der leider zerlautete er
[•

stört

ist.

Im Demotischen

•\rjnjks,

also offenbar wieder ein

grie-

chisches Wort,

das anscheinend auf

pti/txoc

oder ähnlich endigte.
//;',

Das hiero-

glyphische Äquivalent begann mit
Titel

dem Worte

das in so
.

manchem ägyptischen

den »Träger« (»Federträger«, >>Fnhnenträg(T« »Wedelträger«) bezeichnet. Danach könnte man an etwas wie cpepsviKog (oder in der makedonischen Form
ßspsviKog?)

könnte.

denken, Avas sich auf die Überbringung der Siegesnachricht beziehen Doch paßt der erhaltene Überrest des zerstörten Anfangszeichens nicht zu p oder b\ Auch würde das ägypt. f^J (eigentlich »nehmend«, ursprünglich sogar »mit den Fingern fassend«) eher ein konkretes Objekt erwarten Inssen.

Neben Aristonikos wird an beiden

Stellen unseres Textes noch ein anderer
%>

Mann, vermutlich griechischen Namens, ,3^-=^^
als

P^

(^1'''? ^>)'

^^"^^ ^ P ^

(228, 10, vorher eine Lücke), demot. ^mns, genannt,

und zwar augenscheinlich
als

der eigentliche Urheber des Sieges.

Dies

scheint besonders aus 228, 10
)^

klar hervorzugehen,

wo bestimmt

wird, daß der

Mesore

der Tag, an

dem

Aristonikos
als

der

dem König die Siegesnachricht überbracht habe, und Tag, »an dem hnnws veranlaßte, daß man den
als

der 2H. Epiphi

Rebellen fing

(d. h.

fangen ließ)«, alljährlich in den Tempeln
Dieser

Feste gefeiert werden sollen.

Mann
\
)

^mriws führt als
ffi^,

einzigen Titel
"^^^"

das Prädikat

AV-

\\^ y>

I

var. -ih

¥^
ist«

nr

'
I

w

i^
.

I

^

unter"

den

ersten

Freunden Seiner

Majestät
Tüüv

hinter seinem

Namen.

Man

erkennt darin unschwer das griech.
lautet: ntj
^;

irpuoruüv

(piXoüv.

Das demotische Äquivalent
'^n

hnw

n^

'^n-w

»der zu
»die Ge-

den

'^n-w

gehört«,
i.

bedeutet

»gut«,

»schön«

hier wird es etwa

schätzten«, d.

»die Meistgeschätzten«, bedeuten.
ist

Schwierig
ist.

die Frage, wie der

Name

des Mannes zu lesen und zu deuten

Das Demotische

läßt ihn (besonders deutlich

217,

6)

mit
/

>

anfangen.

Im

Hieroglyphischen stand an der Stelle 217. H vor diesem
dessen Reste

^^

ein kleines Zeichen,

man

zunächst auf a

Je

deuten

würde, das aber ein vermutlicJi

hinter dem > zu lesendes bedeutungsloses (2 w gewesen sein dürfte, da nur so Übereinstimmung zwischen dem Demotischen und dem Hieroglyphischen herzustellen ist*.

Da

der

Name nach
-vog
\iJ.ivog,

der hieroglyphischen Schreibung (insbesondere

der ersten Stelle) auf

zu endigen scheint, so
Aixvog.

käme man auf
die

eine

Namens(\fxvog)

form wie
')

'AjWötvoc,

'Aßevcg,
m-b>'k

Davon kommt nur
»der

letzte

Die Worte

»vor.,

bzw. m-bih

[Pr-'y]

-vor den König«, die diesem Titel folgen,

gehören wohl zu dem Ausdruck

cn-smj »melden.«:

Tag

des Meldens, das Aristonikos

tat,

vor

dem Könige«.
2)

Das

alte

Hh

V^v

^

v"

»zwischen«, hier wie das kopt. o^fTe- im Sinne von »unter (einer

Menge)«,
^)

lat. inter,

franz. parmi, gebraucht.

Urk.

II 186,

4

ist

es in der Rosettana frei dui-ch ttoXvtsayiq wiedergegei)eii.

*)

Lepsius

hat es in seiner Publikation

merkwih-digei-weise nicht, doch dürfte das wohl nur auf einem Ver-

sehen des Zeichners beruhen, da das Zeichen sicher )iicht zufällig ist imd Lepsius bei dem schlechten Erhaltungszustände des demotischen Textes schwerlich das demotisciie Äqnixalent >w«.v erkannt hnt.

40
wirklich auf

K. Sktuk:

Die

liistorisclic

l'xdciituiiii;

des

2. Pliilii-Dckrcts.

[53.

Band.

i>Tie('lii.scli(MU

Spracliii'cbiet vor;
in

es

ist

ein

si)czifi.sc]i

auf der Insel

Delos heimischer, und zwar uerade

der Ptolemäerzeit öfters l)elegter Mannes-

name (Archon von Delos im Jalire 204 v. Chr.. Dittenberger, Sylloge^ 588, Urkunde vom Jalire ISO v. Chr.; vgl. Athenaios 4, 173 0). Man wird also bis auf
weiteres wohl diesen

Namen

in

unserem >tnnws zu erkennen haben.

Dem
Ausdrucks

Satze, der an der ersten Stelle
spricht, ist die

von der Meldung »durch den Mund
Siegers

des Aristonikos«
^^^^

Nennung des
in

Amnos

vermittels eines

angeknüpft,

dem

sich

ein präpositioneUer

Ausdruck im

Sinne von »in betreff des» oder »an Stelle von« oder »im Auftrage des« verbergen

muß.

Das demotische Äquivalent seheint
zu sein,

in der

Tat das kopt.
228.

€t£»€-

»wegen«,

»betreffs»

wenn
selbst

die Sehreibung auch etwas
ist

ungewöludich aussieht.
\)

Die Meldung

sowohl 217,
eingeleitet,

7

als

im Hieroglyphischen
machen, daß
Die Verbalform,

durch die Worte

m

dd »sagend«

die es wahrscheinlich
ist

das Folgende als direkte Rede aufzufassen

(vgl.

223,

i)).

mit der an der ersten Stelle der Bericht über den

Kampf

mit den Relxdlen

gegeben wird,

ist so,

wie

sie

geschrieben

ist,

leider zweideutig,

ü^
Was

könnte
nachher

mit Brugscii »ich habe gekämpft«, aber aueli «wir haben gekämpft« oder »sie

haben
folgt:

(d. h.

man

hat)

gekämpft'« gelesen bzw. emendiert werden.

Emendation, nämlich zu der Lesuno- [}^a<_

wohl zu einer andern Amnos) hat gekämpft«. Diese Emendation wird denn auch durch das Demotische bestätigt. Nach einem ganz verlorenen Worte, in dem man das Äquivalent von m dd »sagend«, also dd (äc), zu suchen hat, und einem andern halbzerstörten Worte, das ich in meiner Ausgabe wohl irrig als den Artikel p^ deutete und das vielleicht eher
»er tötete sie, er ließ leben« (217, 10), nötigt aber

»er (d.h.

hpr »es geschah«
lich die

gewesen sein
»es

dürfte, liest

man im

demotisclien Texte deuttat«.

Worte mlh

(m^ä-^^) t-ir-f

»Kämpfen, das er
dieser Satz

Es wird

also

wohl
der

dagestanden haben:

geschah Kämpfen, das er
ist

tat,

da

und da«.
in

An
Form
das
in

der andern Stelle 228, 9

im Hieroglyph Ischen

eines absolut dastehenden Infinitivs bzw.
älterer Zeit

Nomen

actionis ausgedrückt, wie

im Altägyptischen ja zuweilen geschah'.

Dort lautet die

ganze, durch
so:

m

dd »sagend« eingeleitete Meldung des Aristonikos schlechtweg

&

^

vBl9jh^

V^

»Niederwerfung des Aufrührers«.

Das klingt
in

fast

wie ein Ausruf, den der Überbringer der Freudenbotschaft

der Erregung

dem Empfänger
von Theben«
(

entgegenschleudert.
ist,

Als Ort des Kampfes

wie schon Brügsch hervorgehoben hat, »der Ciau
g^^nannt (217,7), also eben der Bezirk, in

P""^^^!^)

dem
P]pi-

uns die beiden von Reailloit nachgewiesenen Gegenkönige des Ptolemaios

phanes
')

in

den Papyrusurkunden begegnet sind.

Denn

diese

stammen ausnahms-

genau durch
2)

Brugsch gab den Horizontalstricb, den er richtig als Kursivtbrm des /wwta deutete, unwieder, das ja oft auch so aussieht, aber hiei- nicht in Frage kommen Icann.
Vgl. ÄZ. 29, 121
ff.

Verbum

II

§ 549.

Band

öo.J

K. Skthe:

Die

liisturisclie

Bedeutung des

•>.

Philä-Dekrets.

41

los aus Tlicben'.

Daß Theben das Zentrum
niclit

ihrer Macht

war, war aucli daraus

zu entneluuen, daß beide Könige sich
sie

nur wie Ptolemaios Pliilopator, dem
Isis

sich dadurch gegenüberstellen,

»der ewig Lebende, von der

Geliebte»,

sondern dazu auch noch «der von Amonrasonther,
nennen.

dem großen
aiicli in
u.).

Gotte Geliebte«

Man
in der

sieht,

sie

fühlten

sich als Thebaner.

Die führende Rolle, die

Theben

oberägyptischen Rebellion spielte, scheint
(s.

unserem Texte

an einer Stelle ausdrücklich gekennzeichnet zu sein

Die Identität des nach unserem Dekret im Jahre H) des Ptolemaios Kpi-

phanes im Gau von Theben durch jenen

Amnos überwundenen
hat,

Rebellen mit

dem

zweiten dieser thebanischen Gegenkönige Anchmachis geht nun aber, wie das

Brugsch offenbar auch schon gesehen
pA'^idenz

aus unserem Philä-Dekret selbst mit
ist

hervor.

Im hieroglyphischen Texte
die

freilich überall

noch die

alte

Sitte

beobachtet,

den Feind mit
od.
ä.

Namen

zu nennen

verbot und

nur von

»jenem elenden Feinde«
besiegte

zu sprechen gestattete.

Demzufolge wird der
genannt,

Rebell im Hieroglyphischen nicht mit
"^^^^

Namen

sondern

als

PJf

^l^J:^'^!!!
Stellen

^^^^^^

"^^^ ^^"^'^
"(ler

^^^ Götter«

(217,7),
9)

|)lp^

»der Feind der Götter« (221,

8),

J^"^^
wo

Aufrührer« (228,

bezeichnet,

von solchen

ganz

abgesehen,

auf eine

vorhergehende
»der

Nennung
(217, 8),

Bezug genommen wird mit Ausdrücken wie

»dieser

X^

Feind«

Empörer« (217, 10;

vgl. 223, 10).

Das Demotische verfährt zum Glück anders.

Es scheut sich nicht, den

Namen
als
s?h

des Feindes, den es an den eben genannten Stellen gleichfalls kurzweg

»Feind«,

»Rebell« bezeichnet (217, 10),
[s]/6/

auch mit

Namen

zu

nennen.
der

So heißt er denn einmal
Götter Anchmachis«
Götter«
hatte),

n w/ ntr-w pl2><^|

»der Feind

(Rebell)

(221, 8,

wo

der hieroglyphische Text nur »der Feind der
\sh],'

das andere Mal

n

ni ntr-w rmt iw-f hk\s\

y////////<='%
S),

"^^^'

Feind (Rebell) der Götter, der Aufrührer [A]nch[mach]is« (228,
glyphische Text nur btnw »der Aufrührer« hatte).

wo

der hiero-

Der mit
der
lich

'^nh

»leben«

und der Präposition

m

»in«

beginnende, mit einem
ist

Worte, das das Götterdeterminativ hat, endende

Name

völlig derselbe wie
t,

Name

des zweiten der thebanischen Gegenkönige, den Revilloi
(^nh-m-ih-t

vermut-

»im Horizont lebend« seiner Kombinationen behauptet hatte, die also das, Identität der Niederwerfung des Aufstandes im Jahre 19 des Epiphanes mit dem Ende der Herrschaft des Königs Anchmachis, auf das vollkommenste ^
richtig,

gelesen hat.

So bestätigt sich

was Revillout auf Grund

')

So auch

die

von Spiegelberg, Rec. de

trav.

3.5

behandelten Papyii Caruarvon.

Wie Spiegelberg mir zutreffend bemerkt, ist aus der Schreibung, die das Wort cnh in dem Namen des (iegenkönigs rnh-m-sh-t hat (ohne die sonst dabei übliche besondere Bezeichnung wie in cnh-pi-hrd des Lautes c), wohl zu schließen, daß es in dem Namen eine abgekürzte Form also etwa Wahrheit in wird Name Der Iiatte. (uje-) Schwur im (X«7j-ox^«--'5c) und cnlj »bei2)

Zeitschr.

f.

Ägypt. Spr.,

53.

Band.

42

K. Sethe: Die historische Bedeutung des

2.

Philä-Dekrets.

[53.

Band.

Wie
oder
die
s>h),

aus den oben angefülirten Stellen ersichtlich

ist,

erhält der Rebellenshi

könig Anchmachis im demotischen Text überall die Bezeichnung
d.
i.

oder

sib

das altägypt.

I

J

]\

^

sin,

kopt. cton, dasselbe Wort,

das auch

Rosettana von den im Jahre 8/9 des Königs besiegten unterägyptischen
in ihr griechisch

Rebellen gebraucht hatte und das

durch

oLdt^Cis

oder

a.'KQdrä.vrzQ

wiedergegeben
an den

ist.

Bei uns

ist

es da,

wo

IIaui)tstellen,

wo

nicht eine bloße
ritr-iv

der Name Anchmachis folgt, also Bezugnahme auf eine frühere Nennung

vorliegt,

mit dem Zusatz n ni
Stellen

»der Götter« versehen, der auch an zweien

der hieroglyphischen

sein

Äquivalent hat.

P]r

erinnert

an den Ausirpj

druck

.s'6y

n ntr «Gottesfeind«, der uns im Parallelismus mit ddh n
{kpov iyxciToxot;) in

»Tempel-

häftling«
er

demotischen Papyri begegnet\

Hier bei uns klingt
Isis

wie eine parodistische Umgestaltung der Prädikate »der von
die

Geliebte,

der von Amonrasonther Geliebte«,

Anchmachis
sih^

als

König seinem Eigen-

namen zugefügt
Dadurch,
vor den
sie

hatte.

daß diese Bezeichnung
gestellt

n n? ntr-w »der Feind der Götter«
ist

Namen Anchmachis

wird (ohne den bestimmten Artikel),

tatsächlich wie ein Titel behandelt.

Noch etwas anderes ist aber bei der Anwendung des Ausdrucks sib »Feind« auf Anchmachis in unserem Texte bemerkenswert- Das ist dies, daß das Wort dabei im Demotischen überall vor seinem allgemeinen gewöhnlichen Determinativ
des Bösen noch ein besonderes Determinativ erhält, in

dem

Spiegelberg gegen-

über meinen anfänglichen Zweifeln mit Bestimmtheit und unzweifelhaft richtig
das Fremdendeterminativ erkannt hat, das Zeichen, das die fremden Völker und
ihre

samer,

Angehörigen bezeichnet (217, 10. 221, 8. 228, 9). Das ist um so bedeutals dieses Zeichen da fehlt, wo von [p^] Sib »[dem] Rebellen« als Beist

zeichnung für die Gesamtheit der Rebellen die Rede

und der hieroglyphische

Text den Plural
hat (223,
8)'".

'

tj

J

v^

^™^^ darauf bezüglichem pluralischen

Pronomen

sn)

Wir müssen

daraus den Schluß ziehen, daß Anchmachis selbst,
nicht-

im Unterschied zu seinen ägyptischen Parteigängern und Untertanen,
ägyptischer Herkunft war.

Wo
Ebendort

wir seine Heimat zu suchen haben, kann nach Lage der Dinge wohl

nicht zweifelhaft sein.

Es wird nur im Süden,

in

Nubien, gewesen sein können.
thebanischen Gegenkönige

suchte

schon Krall^ die Herkunft

der

Ilarmachis und Anchmachis, ohne Kenntnis unseres Textes, lediglich auf Grund
schärferer Interpretation einer Stelle in den Akten des Hermiasprozesses (Pap.
*Chaniache (griechisch also etwa
(gräzisiert
*Xcqj.ayj<;, '"Xifxnyji;

zu denken) gelautet haben, nicht *(anchmache
liat.

Anchmachis),

wie man

es

sich

bisher gedaclit

Aus

praktisclien

Gründen

ist

im

folgenden aber die
')

Form Anchmachis
>

beibehalten worden.

Siehe meine Abhandhuig

Sarapis und d'e y.uToyjn des Sarapis « S. 93. 95.
[«/]

'')

Es wäre

auch möglich, daß im demotischen Texte
gestanden habe wie
in

sih

»[die]
(s.

Rebellen« ohne Bezeichnung des Pluralis
S. 38).
S.

ni hjp'gs »die Hipi)archen'<

oben

^)

Studien zur Geschichte

Ägyptens 42

ff.

(-

Sitz. Ber.

Wien. Akad.

d.

Wiss. 1884, Bd. 105.

368

ff.).

Band

53.]

K. Sethk: Die

Ju.sloiis.iic

Ik'dciUmii-

des

2.

I'liilii-Dckrcts.

43

I), die den Ausbruch der oberjigyptischen Unrulien (TupaxYi) am Anfang der Regierung des Epii)hanes erwähnt. Er deutete die Angabe, daß Herrn ias damals mit andern griechischen Soklaten aus Theben nach Süden gegangen sei,

Taurin.

nicht auf die Flucht einzelner Griechen vor der neuen Gewalt in Theben, sondern auf den Versucli der griechischen Heeresmacht, den von Nubien einfallenden

Feinden entgegenzutretend

Nach Krall handelte es sich bei dem Auftreten der thebanischen Gegenkönige unter Philopator und Epiphanes nicht um eine Empörung in Tlieben,
sondern

um

ein

Nur

so,

meint

er,

Vordringen der äthiopischen Macht, ähnlich dem unter Pi^anchi. lasse es sich überhaupt verstehen, daß sich dieses thebanische

Zusammenhang mit der

Gegenkönigtum so lange habe behaupten können. Krall brachte es also in Tatsache, daß gleichzeitig auf der Insel Philä und im

anschließenden Teile Unternubiens, die bis in die Zeit des Philopator ägyptischer Besitz gewesen waren, zwei einheimisclie Herrscher offenbar nubischer Nationalität^ auftreten, der
(Ep'^ce.\xzvYig),

König

(J^/|^^^jj^^l
Isis

^Irhtmn-Qih-dt-inrj-ls

«Erkamun
»die

der ewig Lebende, von der
des

Geliebte« (mit

dem Ke<^-Namen

lebende

Hand

Amun,

das Bild des Re^«), der in Dakke und auf Philä als Zeit-

genosse des Ptolemaios Philopator erscheint, und der König
^Idhr-im)i-(^nh-dt-mrj-is

(fli^^ll^^
Isis

^J^H

»Egcheramun, der ewig Lebende, von der
»das Bild des
Re<^,

Geliebte«

(mit
in

dem Re<^-Namen
hat.

der von den Göttern Erkorene«), der

Debot gebaut

Beide tragen,

wie

man

sieht,

zu ihrem eigentlichen
Isis

Namen im Namensringe

die Prädikate »der

ewig Lebende, von der

Geliebte«,

die Philopator geführt hatte

und

die sich auch die beiden thebanischen Gegen-

könige nach seinem Muster beigelegt haben ^.

Daß
hat und

in der

Tat auch die Herrschaft dieser unternubischen Dynasten mit

der Unterwerfung des thebanischen Königs Anchmachis einen Stoß

bekommen
daß

zum mindesten zurückgedrängt worden

ist,

lehrt die Tatsache,

unter Ptolemaios Epiphanes auf der Insel Philä nicht nur unser Priesterdekret,
das den Sieg über die Thebaner

zum Gegenstand

hat,

verewigt worden

ist,

sondern daß dort auch der Tempel des

Imuthes im Namen

des Königs erbaut

und die von Philopator begonnenen, von Ergamenes fortgeführten Bauten im Tempel des Haresnuphis beendet worden sind. Im letzteren Heiligtum schiebt sich Ergamenes als Bauherr geradezu zwischen Philopator und Epiphanes ein,
der seine
')

Namen

hat verstümmeln lassen,

zum
sich

deutlichen Zeichen seiner Gegnersti^uiv tt^uti-mtCov anstößig.

Bei dieser Deutung erscheint der Ausdruck fxi^
einen regelrechten Kriegszug, würde

Handelte es

sich

um
2)

man

doch kaum so ausgedrückt haben.
(1

Die Elemente

\\

trk

und
[|

tdhr Ivar.
|

|

^^^^^ ™'^ denen

die beiden Künigs-

namen beginnen, erweisen
3)

sich

durch

ilu-e

rein phonetischen Schreibungen als P'remdwörter.

Der
\

in der Pyramide A. 14 von

Meroe

(Begerauie) genannte

König

f
[|

^

[^«^^"^^^ij
wohl eher
ein

^
3.

(LD.

V

35

ff.,

Text

V

303

ff.)

wird kaum Ergamenes

selbst,

sondern

König derselben Dynastie gewesen

sein.

6*

44
scliaft.

K. Sethk: Die

lustorisclic

licdcutung des

'2,

Philä-Dekrets.

[53.

Band.

Man

sieht

aus alledem:
Ilerrscliaft

Ki)iphanes hat offenbar die unter Philopator
Pliilä

verlorengegangene

über

zusammen

mit

der über Oberägypten

zurückgewonnen \
Unser Dekret scheint nun aber auch noch
zu
enthalten.
ein anderes direktes

Zeugnis

tiir

den Zusammenhang des thebanisclien Gegenkönigtums mit dem nubischen Reich

Es bezeichnet nämlich

die

Truppen,

mit denen Anchmachis
als

gegen die ptolemäische Heeresmacht unter Amnos kämpfte, ausdi'ücklich

Truppen der Neger«,
(nMHHige ü-ncfyooiy),
217,
1),
1

demot.
»die

/)>

/iis'^

ti

y//

i(jS'ic

»das

Heer der Äthiopen«
'^

sich
2,

mit ihm vereinigt

hatten«
//•

(

S|

/wwn^ ^_|j]

^_

_7C\

I

X

'^'-~

224,

demotisch beide Male
es sich

twtw

irnt-f\

.

Diese

Fassung läßt aber auch erkennen, daß
incht

dabei

um

Bundesgenossen und
der

um
Hält

eigene Truj)pen handelte.

man

dies

neben die oben erwähnten Tatsachen, so kann
sein,

es in

Tat wohl kaum zweifelhaft

daß zwischen den thebanisclien und den unter-

nubischen Fürsten, die zur Zeit des Epiphanes die A^om Ptolemäerreicli abgesplitterten südlichen Landesteile des Niltales als selbständige

Könige beherrschten,

irgendein Sicher

Zusammenhang bestanden
daß der Thebaner
in

hat, aber

welcher Art er war, bleibt dimkel.

ist,

seinem letzten Kampfe nubische Truppen hatte,

wahrscheinlich, daß er selbst nubischer Herkunft war, nicht unmöglich, daß er

mit

und Unternubien irgendwie verwandt war. An einer der oben (S. 41) zitierten Stellen erhielt der Rebell Anchmachis im Demotischen auch noch den Titel nitf tir-f bis »Mann, der hks macht (oder was oben mit »Aufrührer« übersetzt wurde. Dieser Titel ist)«, » />Ä".§-Macher «
Philä
.

dem nubischen Herrscher von

erscheint

an der Stelle 221, 9
lautet:
{i-)ir

paraphrasiert

durch einen Relativsatz, der im

Demotischen so
hks,

ir

hHj (^oyiT) n bks hnw

Kmj

»der der erste im

in

Ägypten gewesen war«.
'^^ 41"
in

Das Hieroglyphische hat dafür
Oberste im

^

-=|=-

^^
Krieg)
8, avo

^^^\'l J^

1^1 öS

"^^^^'

Kampf^

der den Ba^al

(d.

i.

bestimmt hatte

Ägypten«.

Der Ausdruck
steht,

bis findet sich

auch 22H,

im Hieroglyphischen HH'^^ÖÖ^^

von

der Rebellion gebraucht^

und

224, 5 entspricht das demot. »die Leute, die bis waren (oder machten)« wahrscheinlich

dem
b<ß

hierogl.
sein:
in

P

J -^ '000

[)^

»Rebellen«.
sich

Es

wird

wohl

das

altägypt.
in

JS

'^^

in

der Tat findet
6r/.s

unser

Wort anderwärts

denio-

tischen

Texten

der Schreibung

und mit der zweifellosen Bedeutung

»im Aufruhr

sein«''.

^) Diese -) So scheint dngestandeii zu liaben. ') So richtig Mahaffv, Hist. 160. •) Vgl. Bedeutung von lonf ergibt sidi aus 223, 10, wo es dem demot. mlh (Xi'A&.g) entspricht. Griechisch könnte ihm hier etwa Taaayjfi entsprechen, das die ptolemäischen Texte 22.3, 4. Spie(;f,i.mit Bezug auf die Unrulien der Eingel)orenen in Ägypten zu gehrauchen liehen.


•"')

•^)

isERG,

Demot. Chronik

S.

.51.

N)-.

7S.

Baiul öo.J

K. Sktiu-.:

Die

lii.storisclie

l}c<leutua,n

des

•_>.

Pliilä-Dckivts.

45

Über

(las

Treiben der Rebellen vor

ilirer

Niederwerfung- berichtet uns das

Absclinitt, dem die zuletzt nngefülirten Stellen entnommen waren und den ich in meiner Ausgabe des Textes mit Nr. 10 bezifl*ert habe (221,7—222,7). Im Anschluß an die Bemerkung, daß (k'r »Feind

Dekret einiges in demselben

der Götter« Anchmachis der Leiter des Bürgerkrieges

m

.\gy[)ten
1

gewesen

sei,
ä.

wird dort von ihm gesagt, er habe »um sich gesammelt [o%?fi

die Frechen od.

(+fl1^i)'
die
sich

^^'^

^^^^

Ortschaften

('^"^^1 Ägyptens

belästigten

(^T^)',
«•

nicht unter ihre Macht (8|

beugen wollten ('^^|'^(][l'^)

Der
.sy,

eine (^au von
c\&€.),

Hieben
(

©

j

iiabe viele

Tempel

paralysiert

i

J^-

demot.

die

indem ihre Priester und Tempelangestellten zugrunde gerichtet (t&.ko), Altäre weggenommen, die Opfer gestört (od. ä.) und die tragbaren Kapellen
Die Fenide hätten dann

und Götterbilder den Prozessionen entzogen wurden.

Theben ^&) bedrückt (-^fl^^) i»it ihren Heeren Zu alledem hätten sie Abgaben erpreßt in den andern (4auen und (wem?) das M'nsser abgeschnitten.

Hieran schließt sich eine Schilderung der Maßnahmen, die der Kernig und
seine Gemahlin,
dieses Treibens überdrüssig, trafen,
als

um

die

Tempel

die in

den ptolemäischen Priesterdekreten ja überall
Interessen erscheinen

die Vertreter der öffentlichen

und

hier geradezu für die Landesteile stehen

— von der
mit

Plage zu befreien.

Der König habe eine Heeresmacht (demot.
von Griechen
in

mtkt^-t

dem

Fremdendeterminativ)

sie

gelegt
.

»angesiedelt unter Leuten

(AAAAAA

.

\

^^~^
(tp-rd)

«
I

und auf

seine

Anordnungen

zurückgekehrt" waren, vereinigend [ihren] Leib (d.h. sich?)^ [mit ihnenj',
sie

indem
wären«.

waren,
In

als

ob

sie

mit ihnen (demot. »mit den Ägyptern«) geboren
ist, war und seinen Vater«

dem

nächsten Satze, der durch mehrere Lücken entstellt
(?),

von dem «Feinde
die Rede.

[der entfesselte] den Baf^al gegen ihn
es,

Dann

heißt

daß der König »Silber und Gold
nicht genau zu lesen
)

in

großen Zahlen«
lassen,

in ein Land, dessen

Name
VI

ist,

habe bringen
ließ,

»indem

er

dafür Truppen
(

^^^^ Ägypten holen

um

sie

den Tempeln
*!

zu überweisen,
in

um

sie

zu bewahren [vor dem, was gegen
M'.sJ
«

sie taten

die Rebellen

ihrem Aufruhr (rD^.|)()^^, demot.

Die letzteren Sätze beziehen sich möglicherweise bereits auf die Zeit nach
der Niederwerfung des Aufstandes.
')

Denn

es ist daran

unmittelbar der Bericht
h'0'-^?.s7i'

In der Rosettana ebenlalls
^^

von den Rebellen gebraucht und

griechi.scli durcli

übersetzt.

^)

cn geschrieben mit der urngedrehten (nach
f

rückwärts gewandten) unterägyptischen Königskrone.

I

i\

Lips;

W

^""^ /W^AA Q
,(i
.

/VVVW\

c=:z^
^)

i)<

Dl

II
ist

Wenn

ich dies recht verstehe,

hier v(in cincni conniibium die Rede.

')

Oder »getan

hatten«,

-tun wollten«?

46

K. Sktue:

Diu: iiistorisciie

ßedcutuug des

"J.

riiilä-Dckrets.

[53.

Band.

Über eine Bitte angeknüpft,

die

am Tage

des Eintreffens der Siegesnachricht,

am

3.

Mesore, an den König gerichtet wurde (von den Priestern?) und die,
eine Fürbitte für

wenn

ich recht sehe,

den besiegten Feind
4.

enthielt:

«Sie brachten'
(Mesore),
(

eine Bitte

(

A]

vor Seine Majestät im

Monat der Sommerjahreszeit
(

am
[in]

3.

Tage, sagend: ,du hast [jenen] Empörer

%v^)
am

gefangen

"dI
ist

dem Kampfe
19.

(^
man
(?),

^,
hat)

demot. m\*<£^|

,

der mit ihm gemacht worden
(Epiphi),

im Jahre
Sie

im
li.

3.

Monat der Sommerjahreszeit
seinen

23. Tage.

Er

lebt.

haben

(d.

Rebellion daclite
einigt hatten.
weilt,

Sohn getötet, mit der Truppe von Negern

[der an die Fortsetzung der|
{Nhs-i.ü),

die sich mit

ihm

ver-

Sie bringen (d. h.
in Erz.
(

man
es
'^^^

bringt) ihn zu

dem

Orte,

wo

Seine Majestät

gefesselt

Möge

ihm zum großen Heile gereichen, daß man
getan ward den Rebellen, diesen, die früher

betreffs seiner bittet

^)
].'«

gewesen sind
Leider

in

|

ist

der Schlußpassus,
in

der den Vergleich mit einem früheren Vorist

komnmis

enthält,

mehreren Punkten unklar und unsicher; auch

seine

Abgrenzung gegen
glyphisch lauterer

das,

was

folgt

und

gleichfalls unklar

ist,

zweifelhaft.

Hiero•!-'<=
«.

2^r Pjß-U±5^MIIIIIIIII' «^-o'(?)

getan ward] früher den

Leuten, die im Aufruhr

(bks)

waren

in

den

Der Text, der im folgenden wieder durch einige Lücken an den entscheidenden Stellen entstellt ist, scheint nicht gesagt zu haben, welchen Widerhall
diese

Purbitte beim König gefunden hat.

Doch

läßt

der ganze Zusammen-

hang, in

dem
ist.

ihrer hier

Erwähnung

geschieht,

erwarten,

daß

sie

von Erfolg

gewesen

An

der eben besprochenen Stelle wird als Ergebnis des entscheidenden

Kampfes angegeben, daß der Rebellenführer Anchmachis selbst lebend gefangengenommen worden sei, während sein Sohn, vermutlich der präsumptive ThronDasselbe wird auch folger; mit den nubischen Truppen getötet worden sei. 10). in der Meldung des Aristonikos im Anfang des Textes gesagt (217, 8

Dort heißt

es:

»Der Sohn des Feindes
sich mit

I

^^1
ist"

ist tot

mit den Truppen von

Negern (Nhs-w), die
sie

ihm

vereinigt hatten.

Er (der Sieger Amnos) hat

getötet.

Gefangengenommen

lebend.«
sie,

— Der demotische Text hat den Schlußsatz
den genannten Rebellen
[s^b //-ru-f)

(^^)

dieser

Empörer

(^^^^^^^^)'

in dieser

Fassung: »er tötete

er ließ
1)

bestehen (^AO, indem er lebt«l

Der demotische Text hat statt dessen: "[indem sie] sehr baten (e-y-Tcofig^ cmä^ujo)«. im mit m des ^) Die 3. Person Pluralis kann a\ich das unpersönliche '-man« ausilrücken. Objektes, wie das seit alters bei dem synonymen mh »fassen« üblich war. ^) Zu der Anwendimg von ^h( im Sinne von »am Leben sein« vgl. ch(-w »Lebenszeit«,

-Lebensdauer«.
-er
iraf ihn

Oder bedeutet

dj-t

lebend«?.

(U

hier schon wie sein koptisches Äquivalent t*.^o »treffen«:
c^f
sei,

Spiegelberg meint, daß das
pilegt.

"Stehen«

mit der Bedeutung »leben

bleiben« hier als Gegensatz zu hr »fallen« zu verstehen

das der Ägypter von der tödlichen

Vernichtung der Feinde zu gehrauchen

Band

53.]

K. Seihe: Die

liistorisclie

Bedeutung des

2.

Philä-Dekrets.

47

Übereinstimmung damit wird auch an der dritten Stelle, wo von der festlichen Begehung des Siegestages die Rede ist (228, 10-12), dieser Tag
In

bezeichnet als «der Tag, an

dem Amnos

.... ihn' (den unmittelbar vorher mit
ließ»".

Namen genannten Anchmachis) gefangennehmen ('^ V-—^)

Der Sieg über den Rebellen Anchmachis soll nach der Darstellung unseres Dekrets eine Gunst sein, die »alle Götter und alle Göttinnen Ägyptens« dem

König und seiner Gemahlin Kleopatra gewährten die sie den Tempeln erwiesen, und die Fürsorge,

als

Lohn

für die Wohltaten,

die sie für den Kult an den

Tag
oben

gelegt hatten (221, 7
(S.

8).

Seine P'olge
die

ist

außer der Amnestie, von der
erst in

35)

die

Rede war und

wohl frühestens

dem etwa

einen
'

Monat nach Eintreffen der Siegesbotschaft beginnenden 20. Jahre des Königs erlassen worden sein wird, eben der Ehrenbeschluß der ägyptischen Priesterschaft gewesen, der uns in
dieses Beschlusses stehen

unserm

2.

Philä-Dekret vorliegt.

Die Hauptpunkte
in

denn auch mit dem Ereignis, das ihn hervorrief,
Es sind
diese:
kii{-t)

engstem Zusammenhang.
1.

Es

soll

eine Statue des Königs, genannt Ptwlinjs nb

»Ptolemaios,

der Herr des Sieges«, z\isammen mit einer Statue
allen
(

der Königin Kleopatra in

Tempeln
|,

aufgestellt

werden und

ihr

gegenüber eine Statue des Ortsgottes

]

J| in

der

dem König

das Siegesschwert reicht (226, 5

12).

Also

so,

wie

es

der Rosettana nach

dem

Siege über die unterägyptischen Rebellen im

Jahre 9 bestimmt worden war, jedoch sollte die damals aufzustellende Statue
einen anderen
2.

Namen
Bilde,

haben:

«Ptolemaios, der Schützer Ägyptens«.

In

dem

das der Sitte
soll

gemäß den

Oberteil des Denksteines mit

dem Dekret
Rebellen

zu schmücken hat,

der König dargestellt werden, wie er einen
(

tötet,

während ihm der Ortsgott
reicht

/^^

)
|

des betreffenden Tempels

wiederum das Siegesschwert

(227,

1

11).

Also

so,

wie wir es auf

dem Denkstein mit dem
und auf dem
8.

Dekret

vom

24, Gorpiaios des Jahres 28 (Rec. de trav. BH)

Stein von Nobaireh finden, dessen Oberteil nach einem
ist*.

Exemplar

ebendesselben Dekrets angefertigt worden

Der

8.

Mesore, der Tag, an

dem

Aristonikos den Sieg meldete, und der
sollen alljährlich in

28. Epiplii,

an

dem

er stattgefunden hatte,

den Tempeln

Darüber wird Näheres be280, 1). als große Feste gefeiert werden (228, 6 stimmt, ähnlich den Bestimmungen, die in der Rosettana für die Feier des Geburts- und des Thronbesteigungstages des Königs, und denen, die in dem
1.

Philä-Dekret

dazu

auch

für

die

Feier

des

Geburtstages

der Königin

ge-

troffen
')

werden.
tm-f.

ohne Zweifel zu lesen; die Worte »oder Im n-f^-^ in Urk. II 229 Anni. m Der Relativsatz ist im Hierof^lyphischen durch einen gcnitivischen Infinitiv (»der Tag des Lassens«), im Demotischen durch die Relativform des Tempus sdm-f (r-tw Wenn nicht gar erst im Jahre 21, aus welchem das ^) statt t-dj geschrieben) ausgedrückt.

So

ist

sind

also

zu streichen.

'-')

1.

Philä-Dekret stammt,

dem wir

die Nachricht darüber verdanken.
in

^)

Siehe meinen Aufsat/
d.

»Zur Geschichte und zur Erklärung der Rosettana «

den Nachr. der Gott. Ges.

Wiss. 1916.

48

K. Sktiik:

Die

liistoi-isclic

Bedeutung

<l<'s

"_*.

I'liilii-Dckrets.

08.

Band.

Revim.oit hat das Ereignis, das unser Dekret
in dem Fragment 21. li) erzählten Vorgang zum Teil aucli bei andern Beifall gefunden'. in
(s.

betrifft,

mit

dem von

Polybios

o. S.

3S) identifiziert

und darin

In

diesem Stücke erzählt Polybios

der Ägypter, die

Übereinstimmung mit der Rosettana, daß Ptolemaios die Fürsten {SwccrrTui) sicli ihm nach der Belagerung von Lykopolis ergeben hatten,
Das Fragment fährt dann
xal
'/.ctru

schlecht behandelt habe.
»TTotpötTrAvjcrtoi/

wörtlicli
y\viy.oL

.so

fort:

bs
oi

ri
'^oLp

(Tvvsßvi

rovg

Kdicovi;,

UoXv'KpoirYic;

tov^

utto-

(TToiTUg
oLirep

e%eipüü(ToLTo.
eTi

Tsp]

Tov

AS-i'viv

xul

Tlotv(ripciv

xou Xedovcpcv xui tov 'ipaßucrcv,
tyjv

y\(jctv

§iu(7U)'Qojj.svoi

rm

^vvoLOTJOVy

zirdvrtq toiq Trpci'yfxudi TrotpYjCUv ek
7ri(TTiv'
oiucl^Ol,lC
o

Xüiv,

(Tcpag

uvrovQ
Xai

sk

tyjv

tov ßxTiXs'jüQ sYAeipi^ovrei^
UV^pUüTTOVQ
yV!J.V.OVQ

§s

YVtoas\jlouoc;

d^sTYiToig Tug

TTldTSlG

6yi(70CQ

TOVC

TOUQ

slKy.e,
ixeroi

Kul

fXeTOC

rXVTCC
koli

TlfJLÜÜ-

pv\(7ociJ.evoc

^TTSKTSive.

xui Trupuyevofjisvog

eic

tyjv
ex.

^av/ipuriv
Ti^c
jUfi/

tviq

(7rpcLrioi.g,

irapoL-

(TTviCToivTog

uvTU) Tovg s^evo?-.oyYi(Xsvovg öcv^potg
tig

'EXXoi^og 'XpiG'Toviy.ov,

Trqo(TSe^ciiiJ.£voi:

rovTovg ditsTrXevdev
vuovY\y.üog
Sioc

tyiv

'AXe^oiv6p£Lo(.v,

rm

rov
e%u)v

TroAs'juot;
zty\

Trpu^eoüv

ovSefMoig

'/.v/.ci-

rvjv

JloXv'/ipuTovg

oiSixo^o^iotv,

xuiTrep

ttsvts

xal

el'x.oG'iv.^''

Wer

die

oben mitgeteilten Angaben unseres Dekrets
sein,

Phil. II verfolgt hat,

wird nun aber keinen Augenblick im Zweifel
anderen Geschehnis die Rede sein muß,
hier
ist

daß hier von einem ganz
des Aristonikos, der
In der Tat

trotz der

Nennung

wie dort

als

mehr

passiver Beteiligter dabei genannt wird.

in beiden

Berichten so gut wie alles verschieden.

Phil.

11.

Polybios.

Am

27. August 186 v. Chr. [der König war damals noch nicht 23 .lahre alt]

Der
184

König
V. Chr.],

war
fiel

25

Jahre

alt
2.

[sein

25. Geburtstag

auf den

Oktober

besiegte

Amnos

{hnmcs), einer von den

als

nach Besiegung der Rebellen durch

»ersten Freunden«

des Königs,

Polykrates.

den regierenden Minister,

den

thebanischen

Gegenkönig

Anch-

die

noch

am Leben
und

befindlichen

Sv-

machis, der gefangen wird, und seinen

voLdrai

der Ägypter, Athinis, Pausiras,
Irobastos,
sich

Sohn, der mit seinen nubischen Truppen
getötet wird,

Chesuphos

dem
Wort

Könige
ergaben

im Vertrauen

auf sein

in

Ciiner

Schlacht
in

ohne Kampf
Oberägypten.
zu
Sais
in

im Gau von Tlieben

Unterägypten,

wohin

sie

freiwillig

gekommen waren.
führt

Aristonikos, der Oberst der Hipparchen,

Aristonikos

dem heimkehrenden
die

meldet dem König den Sieg,

König

in

Naukratis

Truppen

zu.
liat.

die er in Griechenland

angeworben
spricht
sicli

')

Mahaiky,

Hisf.

160.

BoucHE-LtxLERCcj,

Hist. des

Lagides

1

89.')

vor-

sichtiger darüber

niis.

Band

53.]

K. Sethk: Die historische liedeutuiig des

'2.

Pliilä-Dekrets.

49
fälirt

dem Anschein nach
Der König wird

in Alexandria.

Der König nimmt
zu
Schifl" nacli

sie

zu sich und

Alexandria.
Swoio-Tui

um Gnade

für

den

Die ägyptischen

waren zu Sais
auf
das
hingerichtet

gefangenen Anchmachis

gebeten

und

vom Könige
grausamste

treuloserweise

scheint dieser Bitte zu willfahren.

gequält

und

worden.
Bei
ein

dem von
das

Polybios berichteten Vorgang liandelt es sich offenbar

um

Ereignis,

etwa 2 Jahre später stattgefunden hat
letztes Aufflackern der

als

der Sieg über

Anchmachis.
sein,

Es mag ein

Aufstandsbevvegungen gewesen

die hier

durch die Statuierung eines Exempels von ausgesuchter Grausam-

keit ein für allemal erstickt

werden

sollten.

Inzwischen war vielleicht auch in Oberägypten noch einmal ein Aufstandsversuch
Philokles
TYig

niederzuwerfen

gewesen, wenn
28. Payni

man

das Proskynem eines gewissen

im Tempel von Abydos, das
TToXiopKiotg)

»bei der Belagerung

von Abydos«

{ettI

'AßvSov

am
all

eines Jahres 20

angebracht worden
hat".

ist',

richtig in die Zeit des Ptolemaios

Epiphanes gesetzt
zu

Eine

letzte

Spur

dieser Rebellionen, die danach fast die ganze Regierung
ausgefüllt

des Ptolemaios Epiphanes

haben scheinen, finden wir übrigens,
v. Chr.

so scheint es, noch in der offiziellen ägyptischen Königstitulatur seines Sohnes

Ptolemaios Philometor,
folgte.

der ihm

im Jahre 181/180

auf

dem Throne
der sich

Dieser König führt den zweiten der 5 Königstitel

]^£

nb-tj,

ausdrücklich

auf die Herrschaft

über

Ober- und Unterägypten

bezieht,

mit

dem ungewöhnlichen,
7n

sonst nie dabei wiederkehrenden Zusätze

(var. ^^=^1

mjct »in Wahrheit«:
sein

^£^^^

>^nh-tj

in

Wahrheit«,

ofi'enbar

nur deshalb,
ägyptischen

weil

Vater,
seit

der

in

herkömmlicher Weise

gleich

allen

Königen

Menes

diesen Titel geführt hatte,

die größte Zeit seiner Re-

gierung keineswegs in Wahrheit ein nb-tj gewesen war.
1)

Proc. Soc. bibl. arch. 10,381.

2)

Milnk
v.

(bei

Murray, The Osireion

S. 37)

setzt

die

Inschrift erst in das

Ende des

1.

Jahrhunderts

Chr.

Zeitschr.

f.

Ägypt. Spr.,

53.

Band.

50

K. Sethe: Zwei bisher übersehene

Nat-lirichteii

über Kunstwerke aus Kuplei".

[53.

Band.

Zwei bisher übersehene Nachrichten über Kunstwerke aus Kupfer
aus den ältesten Zeiten der ägyptischen G-eschichte.

Von Kurt

Sethe.

JL/ie

Grabfunde aus den ältesten Zeiten der ägyptisclien Geschiclite zeigen uns
nocli in einer

die

Ägypter
spärlich

im wesentlichen
sich

neolitliisclien

Kulturperiode lebend.
d. h.

Nur

und langsam scheint
die

der Gebrauch

des Metalls,

des

Kupfers,
Steines

das

Ägypter vom Sinai bezogen haben werden, neben dem des

Außer Gebrauchsgegenständen von bescheidener Größe, wie Nadeln, Harpunenspitzen, Spiegeln und Gefäßen, haben sich Kupferwerke aus jenen Zeiten nicht bis zu \nis hinübergerettet. Daß die Ägypter sich gleichwohl schon früh, und zwar mit dem schönsten Erfolge, auch an die Herstellung figürlicher Gegenstände und größerer Kunstwerke aus Kupfer gewagt hatten, hat uns
kleinen Sohnes durch Quibell gelehrt.
ja aber zu unserer aller

und des Knochens durchzusetzen.

Überraschung
I.

die Auffindung der wundervollen Porträtfiguren des Königs Phios

und

seines

Die ägyptischen Denkmäler des alten Reiches geben uns in ihren Bildern

und

Inschriften nur

wenig Kunde über
für

die

Verwertung des Kupfers.

In

den

Grabbildern wird zwar nicht selten das Schmelzen und
dargestellt \ aber,

Abwägen

des Metalls

was

Gegenstände

man

aus ihm fertigte, wird uns dabei

nicht verraten.

Dafür besitzen wir zwei Zeugnisse nach dieser Richtung

seit

langem, ohne

daß das bemerkt worden
Zeit.

ist,

auf einem der allerbekanntesten Denkmäler dieser

Kein geringeres

als

der berühmte Stein von Palermo gibt uns an zwei
die

Stellen

von kupfernen Kunstwerken Kunde,

allem

Anschein

nach

recht

bedeutend gewesen sein

müssen und deren Verlust wir

ernstlich

bedauern dürfen.

1.

Das
Hier
ist

4.

Jahresfeld der

5.

Reihe auf der Vorderseite des Steines" sieht so aus:
Dynastie betraf, dessen Grab

ein Jahr

nach einem P'reignis benannt, das den bekannten

König
bei

H<^J-shm-wj aus
el

dem Ende

der

2.

0mm

Ga^ab

durch Amelineau aufgefunden und durch Petrie

erforscht

— und
')

worden

ist.

Und zwar war

es bisher die allgemeine

Meinung

ich selbst

habe diesen Fehler auch gemacht
v.

,

daß hier die
I

Siehe die ZusaniiMcnstellung bei

Bissing, Die 3Iastaba des Gem-ni-kai
dei- Berl.

S. 29.

2)

Schäfer, Ein Bruchstück altägyptischer Annaleii (Ahh.

Akad. 1 002)

S.

27 und Taf.

1.

Bund

58.]

K.

Skthi.;:

Zwei

bisluM- üImtsoIumu« N.-.cliricIitcn üIhm-

Kunstwerke aus Kunrer.

51

Geburt (m^w-t) jenes Königs selbst genannt sei, wie in so vielen andern Jahresbezeichnungen der ältesten Zeit die «Geburt« eines Gottes als namengebendes
Ereignis aufzutreten schien.

sollte

Eine solche Deutung war indes sachlich nicht unbedenklich. Denn wie das betreffende Jahr nach der Geburt einer Person benannt gewesen sein.
sclion wissen konnte,

von der doch niemand damals

ob

sie

iemals zu Bedeutung

gelangen würde bzw., wenn es sich

um

die Geburt des

Thronerben handelte,

ob dieser wirklich dermaleinst den Königsthron besteigen und wie er sich dann als »Horus« benennen würde ^?

Außerdem waren bei dieser Deutung aber auch zwei Schriftzeichen, die unter dem Worte ?nsw-t stehen, niclit berücksiclitigt. Und doch sind sie nichts
weniger
als

eine Quantite negligeable.

die richtige Auffassung des

In der Tat sind gerade Ganzen an die Hand geben.

sie

es,

die uns

Das erste der

dem Worte
ist

in Rede stehenden beiden Schriftzeichen, das dicht unter msw-t steht und sich in seiner Stellung ganz nacli diesem richtet,

ein

.

Das

ist

nichts andres als die

im

alten Reiche übliche Hierogl^-phe

für das Gebrauchsmetall der alten Zeit, das Erz oder Kupfer, dessen
in

Name

(h,'-

den Beischriften zu den obenerwälinteii Darstellungen des Schmelzens
Metalls (ßf-t) bald

{nbj-i)

und Abwägens des
schrieben wird^.
')

0^ ooo

bald wie hier bei uns nur A* se^ ~

aO-'^!i''n-wj ist

ja der

offizielle

»Horusname.. des Königs, nicht sein Geburts- oder Prinzen-

name.
2)

Dieser lautete Htp-nh-wj-wn-f.

So
bti

ist

wahrscheinlich das stets rein ideographisch geschriebene

Wort

in

älterer Zeit zu

lesen,

er-weist sich als alte allgemeine

Bezeichnung für das Gebrauchsmetall bei den Ägyptern

nicht nur dadurch, daß es den

Worten

|

|]

»Bergwerk«
,

{to

ij.'iTn/.>.ov)

und

V^

"l^i'zi

ausbeute« (Benihassan
schlitten
darstellt)

I

8; vgl. die
liegt,

Hieroglyphe "^Hr
sondern auch

die einen

Metallklumpen auf einem Gebirgs-

zugrunde

dadurch, daß es den Grundbestand der später

üblichen,

aufeinander Bezug nehmenden Bezeichnungen für die beiden Gebrauchsmetalle Kupfer
bildet: ^Äw-pc^T

und Eisen

»Erz», »Kupfer«, eigentlich »das im Gebirge gewachsene {rd) Elrz«, so
[I
I

^=
O O O
\i

bii
i

n p't »Erz

des Himmels«, nach Ausweis des Berliner Wörterbuches nicht vor Dyn. 19 nachweisbar (LD. HI
187e, 6;

Rouge,
(fiek.cnef')
:

Inscr. hierogl. 226; Berl.

Med. Pap. 3038,
liegt

7,

des

Vorkommens

in

den Meteoren.

Vermutlich

das

12; Harr. 40^ 11), so benannt wegen Wort auch in dem Namen des Zinns

A«kCne(3'

vor, der

Wort ^OAvnT

^OAVT, das

im Sahidischen den» boh. »pÄ.n gegenübersteht. Das anscheinend jüngere im Koptischen die gewöhnliche Benennung für das Kupfer bildet, könnte

vielleicht eine Ableitung

von

y

»Handwerk«
Durch

sein

und das Gebrauchsmetall im Unterschied zu
»Schmied«,
das

den Edelmetallen bezeichnet haben.
dürfte, ist es indirekt jedenfalls
^)

^ Mfi

von ihm abgeleitet sein

schon für das Neuägyptische bezeugt.
1

Davies, Deir

el

Gebrawi

Taf. 13. 14;

Perrot-Chipiez, Histoire de l'Art
II 49/;.

I

S. 21

(hier

im Gegensatz zu Inr zu den Verbalformen
^)

»Stein«).

*)

Lepsivs, Denkmäler

Das

^,

das darübersteht, gehört

nbj-t und ßj-t. Das Zeichen soll nach Davies in Deir el Gebrawi blaue Farbe haben. den farbigen Abbildungen der aus Metall angefertigten Werkzeuge und Geräte

in

Das stimmt zu den Gräbern

des alten Reiches, wie

z.

B. des

Waschgeräts, der Harpimenspitzen, Axtklingen, Meißelspitzen im

52
In

K.

Skiiii::

Zwei

bislier

übersehene Njichrichteii

ü])er

Kunstwerke aus Kupfer.

[53.

Band.

Verbindung mit diesem Worte für »Kupfer« wird man das miw-t nun nicht länger mehr in seiner Grundbedeutung »Geburt«, »gebären« nehmen
können, sondern

man wird

es

in der

übertragenen Bedeutung »Schaffen« von

Bildwerken, insbesondere (wenn nicht ausschließlich?) Figuren lebender Wesen,
fassen müssen, die es später ja so oft hat.

Das zweite Zeichen, das vom ersteren durch einen größeren Abstand getrennt ist und in seiner Stellung keine Rücksicht auf es (wie auch auf msw-t)

nimmt\
Es
ist

scheint sich schon dadurch als nicht dazugehörig zu erweisen.
die Hieroglyphe für

Kfc»

ZI',

den Laut

X:,

die als »Wortzeichen«

ihrer

CV^

ursprünglichen Bedeutung (»Anhöhe«) entsprechend das
bezeichnet.

So auf unserm Steine (Vorders.

6, 4)

Wort hj »hoch« auch in dem Namen
des''

"^

^^

Kij-hd-t-t'pSnfrw »hoch ist die weiße

Krone auf dem Haupte
hlj

Snefru«

(s. liier-

neben) für ein Bau- oder Kunstwerk.

Auch an unserer
nämlich zu

Stelle gehört das

»hoch« zu einem solchen Namen,
ist.

dem Namen
Es

des Bildwerkes, von dessen Schöpfung die Rede

Dieses, eine Königsstatue, ist unterhalb des

Königsnamens H<^j-ihm-wj geradezu

im Bilde

dargestellt.

ist

eine Statue, die den Herrscher schreitend, mit der

oberägyptischen Krone geschmückt, in der einen

Hand

die Geißel, in der andern

das dieser entsprechende Herrschaftssymbol* haltend, darstellt.
die

Der Name, deih

Abbildung
,

als

Deutzeichen dienen

soll,

lautet:

K^j-H<^j-shm-wj

»Hoch

ist

H<^j-shm-wj "
ein

eine

Benennung, die sogleich ahnen
handelte.

läßt,

daß

es sich nicht

um
ein

kleines

Werk

Dafür zeugt ja an und für sich auch schon die

Tatsache, daß ein Regierungsjahr danach benannt war.

Es

muß demnach

bedeutendes Werk, etwa wie die eingangs erwähnte Statue des Phios, und seine
Herstellung ein bedeutsames Ereignis gewesen sein.

Zu der Lesung,
statue)

die

sich
btf

nach diesen Darlegungen für die ganze Jahres-

bezeichnung ergibt, msw-t

K^J-H^j-shm-wj »Schaffen (aus) Kupfer (die Königs-

Hoch
zu

ist

H'^j-shm-wj«„
K

sind die folgenden analogen
/wwv\q
^

Angaben des Palermo»Bauen
(aus)

<:::r::>

,1

1111

n
,

Steines

vergleichen:
bei
a. a.

^\\
U
|
I

kd inr Mn-ntr-t
I I

Stein

1

C^

AAAAAA

Grabe des Raf-hotep
Geräteliste (Petrie,

Medum

(Pktrie,

Medum

Taf. 11.13).

Wenn ebenda in

den Beischriften zu der

0. 13 links) unsere Hieroglyphe für das Metall abwechselnd blau und rot

gemacht

ist,

könnte das auf eine Unterscheidung zwischen oxydiertem und nicht oxydiertem Kupfer

gedeutet werden.

Dem

widerspriclit jedoch, daß die unter den Beischriften

im Bilde dargestellten

Gegenstände selbst zum Teil blaue Farbe haben,
Beischrift

rot ist, und umgekehrt. und Blau wohl nur ein Gegenstück zu dem auch

wo die So wird man denn
bei
(.

das Material angebende Hieroglyjjhe der
in

dem

eigentümlichen Wechsel von Rot

andern Hieroglyphen auf derselben

Wand
in

zu beobachtenden Farbenwechsel zu sehen haben der Mitte grün und gelb, links unten ganz grün;
blau, unten grün
')

—^ rechts oben gelb und schwarz, links ^^ oben blau-schwarz-weiß, in der Mitte ganz
Hinsicht nicht genau.
2
6,

und weiß).
in

Das Faksimile

Schäfers Text

ist

in dieser

Zeichens vgl. skr-cnh »Gefangener« in Vorderseite

des

Palermosteines.

— —

^)

^)

»auf dem Haupte von« ist nur piktographisch dadurch ausgedrückt, daß die *) Namensring des Königs gesetzt ist. Kees, Opfertanz S. 142 ff., hat ausführlich darüber gehandelt. Es ist, wie er dort gezeigt hat, später als Testament gedeutet worden.

Zur Form des Das tp »auf«, Krone auf den

I

Band

53.]

K. Sethf.: Zwei bisher

ül)er.seliene Xaehrieliteii

über Kunstwerke aus Kupier.

33

(das Gebäude)

Es

bleibt die Göttin^^

(Vorders. 5, 2)

und <»^

^r^ r=A

.

-_^ .:^^ .C]

__
folgt

sd-t ^§
(D
I

Dwi-U'WJ rnh-100 7 «Zimmern
Länder

(aus) Zedernliolz

(das Königs-

schiff)

Den

die beiden

preisen, ein Hundertellenschiflf« (Vorders. 6, 3).

Hier

wie bei uns auf den
erst

Infinitiv des

Verbums, das

die Herstellung des

Werkes
alt-

ausdrückt,

der Stoff,

dann der Name des Werkes.
ist

Diese Voranstellimg

des Stoffes vor den daraus gefertigten Gegenstand

ja auch sonst in der

ägyptischen Sprache allgemein üblich, vgl. inr
für

M krs-w

»weißer Stein ein Sarg«
§

»ein Sarg aus Aveißem Stein«

(s.

Erman, Ägypt, Gramm.-^

210).

2.

Von einem zweiten Kunstwerk
alten Reiches

aus Kupfer, das der Zeit des eigentlichen

angehörte und zeitlich der Statue des Königs Phios bedeutend
uns
das
2.

näherstand,

gibt

Jahresfeld der

5.

Reihe

auf der Rückseite

des

Palermosteines Kunde, das etwa
5.

dem

1 1

.

Jahr des Königs Nefer-^er-ke-re^ der
in

Dynastie entsprechen wird'.

Dort lesen wir

einer Horizontalzeile

die

W^orte:
als [sein]

»König von Ober- und Unterägypten

Nefer-"'er-ke-re^

hat

(es)

gemacht

Denkmal

[für]«.

Darunter werden dann in senkrechten Kolumnen die

einzelnen Gottheiten, die
erhalten haben
sollen,

Zuwendungen (ägypt. mjn-w »Denkmäler«) vom Könige und diese Zuwendungen selbst genannt. Dabei steht, wo es sich um Werke der Menschenhand handelt, wieder der Stoff, aus dem sie gefertigt waren, voraus (so z. B. d<^m »Gold« in der 2. und 4. Kolumne). Demgemäß lautet nun die 1. dieser Kolumnen so: »Re^ in ^j

dem Sonnenheiligtum Herzenswunsch
die

des Be<^\ Kupfer,

8 Ellen, Ver-

-«^M)

Abendsonnenbarke und die Morgensonnenbarke«".

bunden mit dem Text der Horizontalzeile besagt das also: König Nefer-5er-ke-re<^ weihte in das von ihm erbaute Sonnenheiligtum bei Abusir Nachbildungen der beiden Sonnenschiffe
aus Kupfer von einer Länge von je 8 Ellen.
Diese 8 Ellen messenden kupfernen Sonnenschiffe wird
W^^^^^s^s^

man

sich

gewiß

als

Kultgeräte

zu denken haben.

Mit

dem

30 m, also etwa 57 Ellen langen, aus Ziegeln erbauten Sonnenschiff*, das sich an der Südseite des Sonnenheiligtums des Königs Ne-user-re^ zu Abu Gorab
gefunden hat\ wird
zeit,

man

sie

nicht vergleichen dürfen, wie das Schäfer seiner-

Verkennung der W^orte »Kupfer« und »Elle«, getan hat. Dieses schiffsgestaltige Gebäude zu Abu Gorab dürfte ganz real das Sonnenschiff selbst darstellen sollen, in dem der Gott abends, von Süden her kommend, bei seinem Tempel am Rande der westlichen Wüste anlangt und das er dann verläßt, um sich in seinem Heiligtum zur Ruhe zu begeben, also das Abendin

sonnenschiff.
')

Daraus erklärt sich ganz natürlich die Tatsache, die seinerzeit

^)

Berichtigt nach der ßleistiftdurchreibung von Borchardt. Schäfer, a. a. 0. S. 41. Borchardt, Das Ref-Heiligtum des Königs Ne-woser-re I S. 16. 52.
'^)

54

K. Setiie: Zwei

bislicr

übersehene Nachi-ichteu über Kunstwerke aus Kupier.

[53.

Band.

soviel

Aufsehen

machte,

daß sich

trotz

alles

Naclisuclions

nur ein

solches

Sonnenscliiff' bei

das Morgensonnenschiff,

dem Heiligtum von Abu Goräb gefunden hat'. Das andere, würde man, wenn es existiert iuiben sollte, nur am
eines solchen einzelnen Abendsonnenschifles, wie es sich zu

Ostrande des Niltales (etwa bei Ileliopolis?) suchen dürfen".

Von dem Bau

Abu Goräb

tatsächlich gefunden hat, berichtet übrigens auch für das Sonnen-

heiligtum des Nefer-'>er-ke-re'^ der Palermostein an unserer Stelle in der vorher-

gehenden Kolumne desselben Jahresfeldes.

Hier

liest

man: l]! y'
«

(Ol^
i.

<=>
eines

Jrp^
Sonnenschiffes
i?^<^]«^.

oH^AU^c? m^c-t

r knh-i rs-[t nt ^U-t-ib-r^]

Bauen

(d.

Mauern)

an der südlichen Ecke [des Sonnenheiligtumes Herzens-

wunsch des

Zu den beiden kupfernen Sonnenschiffen, die nach der oben besprochenen Stelle von König Nefer-''er-ke-re'' in ebendieses Sonnenheiligtum geweiht worden sein sollen, wird man dagegen eine Stelle der PiCanchi-Inschrift, Z. 104 (Urk.lIlH9) als Parallele heranziehen dürfen. Dort heißt es von dem Besuch des Königs im Sonnentempel von Heliopolis: »Man stieg hinauf zu dem großen Balkonfenster, um den Re'^ in der H-t-hnbn zu sehen. Der König selbst stand da in der Einsamkeit. Weggezogen ward der Doppelriegel. Geöffnet wurden die Türffügel. Gesehen ward sein Vater Re*^ in der H-t-hnhn. Gegeben ward eine Morgen-

0|

P\

^ ^^^=^^ '^^^^
Versiegelt

^^

1
1

.

Zurückgeführt wurden die Türflügel. Aufgelegt ward
er

der Ton.
es sich
schiff'e

ward

mit

dem

Siegel des Königs selbst.«

Hier kann

nur

um

die Überreichung kleinerer

Nachbildungen der beiden Sonnen-

in das Allerheiligste* handeln.

^)

BoRCHARDT,

a. a.

0.

S. 16.

^)

Wie

ich

nachträglich sehe,

hat

Maspero

bereits
crit.

im
40,

Jahre 1906 die gleiche Deutung für dns Sonnenscliiff von Abu Goräb ausgesprochen (Rev.
144
ff.

=
^)

Causeries d'Egypte 331).

Nach BoRCHARDTS Durchreibung des
Horizontallinie,
die die

Steines scheint die Lesimg

kd

sicher.

Darunter sieht

man

eine

vertikalen

Einfassungslinien

der Zeile zu verbinden scheint.
in

Vielleicht soll damit die Hieroglyphe J h-t

»Haus« angedeutet werden,

der die folgenden Worte
(ägypt. h-t »Haus«)

stehen sollen, wie ja in den Pyramiden von Sakkara der Text der Sprüche
in

einer

solchen, von

den Zeilenlinien und einer horizontalen Querlinie gebildeten Hieroglyphe

steht.
in

Dann würde
*)

also

vom »Bauen

des Hauses der Sonnenbai-ke« die Rede sein.
sein.

Aber "auch
seine

diesem Falle würde nur von einer, nicht von zwei Barken geredet
Dieses
ist

augenscheinlich oben offen, sodaß der Gott, die Sonne,

vom Himmel herab
ein

Strahlen hineinsenden kann (vgl.

Abu

Goi-jib

und

Teil

Amarna).

Durch

Balkonienster sieht

der König

in

es hinein.

Band

53.]

K. Skthk: Ein ägyptisclics Denkmal des Alten Reichs von der Insel Kythera.

55

Ein ägyptisches Denkmal des Alten Reichs von der Insel Kythera
mit

dem Namen

des Sonnenheiligtums des Königs Userkef.

Von Kurt
Mit
1

Sethe.

Abbildung-.

1.

auf der Insel Kythera (heute Cerigo) wurde unter anderem die kleine Scliale aus »weißem Marmor« gefunden, die hierneben nach einer
bei

Dei Ausgrabungen

Evans Journal of Hellenic studies XVII 349 öffentlichten Zeichnung von Stais abgebildet
jetzt der

verist.

Das Stück, das
Nr.

mykenischen Sammlung des
Aufmerk-

Athener Nationalmuseums angehört und dort die

4578

trägt \ hat wiederholentlich die

samkeit der Archäologen durch die kurze Inschrift,
die es eingegraben trägt, auf sich gezogen"'.

Man

hat die Schriftzeichen allgemein ohne jedes Bedenken für mykenische

oder kretische gehalten, ja sogar für »alphabetic characters« erklärt, obwohl der
strenge, reine Stil so gar nichts von

dem

leichten, oft etwas zappligen Stil der
hat.

mykenischen und kretischen Zeichnungen und Schriftzeichen haben wir
es,

In Wahrheit

wie jeder Ägyptologe auf den ersten Blick sehen wird, mit einer

ägyptischen Hieroglypheninschrift zu tun; und zwar nennt diese, in üblicher

Weise von rechts nach links zu lesende Inschrift nichts anderes als den bekannten Namen des von dem ersten Könige der 5. Dynastie Userkef Vr.sr-/(:>'-/', spätestens 2()80 v. Chr.) bei seiner Pyramide gegründeten Sonnenheiligtums Q® /~\
(

(rechtsläufig umgedreht).

Das

letzte,

auf

dem
,

Original links
^TT^
in

stehende Zeichen, das von Tsountas

und Manatt
des Namens.

so

T\

von Stais so

gegeben wurde,

ist

das Determinativ

Es

zeigt das

Gebäude

der Gestalt, die es zuerst hatte, bevor der

Obelisk hinzugefügt wurde, der ihm die bei den Sonnenheiligtümern der folgen-

den Könige beibehaltene endgültige Gestalt
So, mit

11

gab.

dem

Obelisken versehen, pflegt der

Name

in

den Inschriften, die

den Zeiten der folgenden Könige entstammen, determiniert zu werden^.
')
"*)

Aus

Stats, Guide illustre du

Musee

national d'Athenes vol.

II

(Athen 1909) S. 170.

=*)

TsouN'jAS und Manatt, The Mycenaean age S. 279; Evans, a. a. 0. So in den frühestens aus der Zeit des Sahuref stammenden Gräbern Mar. Mast. D.47. 52. 55,
frühestens aus der Zeit des Nefer^eikere^ staumienden Grabe
ib.

in

dem

D. 48,

in

den frühestens

56

K. Skthk: Ein ägyptisches Denkmal des Alten Reichs von der Insel Kythera.

[53.

Band.

dem
Daß
sein,

Palermostein (Rs.

2, 2) ist ersiclitlich,

daß das Heiligtum im

5,

bzw.

6.

Jahre

seines Erbauers Userkef jedenfalls nocli die unvollständige erste Gestalt hatte.
es

noch unter demselben König vervollständigt wurde, würde aus Mar.
(ib.

Mast. D. 49. 51

an anderer Stelle die Form ohne Obelisken). H.

("»

zu schließen

wenn

diese Gräber wirklich, wie es scheint, noch aus der Zeit des Userkef

stammen. Das Gegenteil könnte dagegen aus Mar. Mast. D. 11 gescldossen werden,
falls die Inschriften, die

dort das Heiligtum
(ib.

zusammen mit dem Könige
nicht
älter
(ib.

Userkef,

ohne den Obelisken, nennen
die bereits den Sahure^,

199. 200),

sind als die Inschrift,
198)'.

den Nachfolger des Userkef, nennt

Das Gefäß von der Insel Kythera, das den Namen jenes Sonnenheiligtums
in seiner älteren Gestalt trägt, wird

demnach notwendig aus der

Zeit des

Königs

Userkef

selbst,

wahrscheinlich aber aus

den ersten Jahren seiner Regierung,

stammen.
es

Aller Wahrscheinlichkeit nach

kommt

es aus

dem Heiligtum
sein dürfte.
ist,

selbst,

in das es als Kultgerät oder

Weihgeschenk geweiht gewesen
Verfall des Heiligtums,

Wie
dem

nach seinem Fundort auf der Insel Kythera gelangt

bleibt

ein Rätsel.

Vermutlich wird es nach

dem

der alsbald nach

Ablauf der

5.

Dynastie eingetreten zu sein scheint^,

gelegentlich verschleppt

worden

sein.

2.

Bei dieser Gelegenheit
die

möge

ein

Irrtum richtiggestellt werden,

der über

Lesung des Namens unseres Sonnenheiligtums herrscht. Wir lesen ihn allgemein sp R<^, ohne eine passende Übersetzung für einen solchen Namen geben
zu können,
lich

während
Ke''«)

die anderen Sonnenheiligtümer der gleichen Zeit doch sämt-

ganz durchsichtige

Namen

(«Herzensstätte des Re^«,

»Horizont des

haben.

Aber, so möchte ich fragen,

»Wohlbehagen des Re^«, hat denn das Zeichen ®,
hat,

das in unserem

Namen

stets diese

und keine andere Form
ist,

wo

es

nicht

abgekürzt durch

O

wiedergegeben
»Mal«,

im Alten Reich jemals sonst schon den
Meines Wissens hat das
der Bedeutung des

Wert

sp,

den

es

später ja unzweifelhaft gehabt hat?
sp-t

Zeichen für sp

(in sp

»Tenne«, spj »übrig bleiben«) im Alten Reich

noch überall,

wo

es detailliert gezeichnet ist, die

Form

(^i)

Wortes

6;p-^

»Tenne«, von dem

es als phonetisches
ist

Zeichen seinen Lautwert sp

erhalten hat, entsprechend.

®

dagegen die Form, die dem Namen der alten

vorgeschichtlichen Hauptstadt Oberägyptens Hierakonpolis
darin später seit

^

oder

®

eignet

und

dem

Mittleren Reich zu
ib.

CüD
C.
ib.
1.

gew*orden

ist.

aus der Zeit des Neuserrei^ stammenden Gräbern des T/j (Anfang der
6.

D. 16.23.28 und
1.

in

dem aus der

Zeit

Das einzige mir bekannte Denkmal, das noch über die Zeit des Userkef hinabreicht und dennoch den Namen unseres Sonnenheiligtums mit dem obeliskenlosen Determinativ versehen nennt, ist das oben im Texte sogleich zu erwähnende Grab D. 11. ') Mar. Mast. 200 ist in der Tat von dem Grabinhaber seinem Sohne gesetzt, als dieser noch ein Kind war. ^) Siehe meine Feststellungen ÄZ. 27, 117 und dazu Borchardt, Das ReHeiligtum des Königs Nevvoserre S. 73.
Dynastie) stammenden Grabe
E.

Band

53.]

K.

Sirnii::

Kiu ägyptisflics Dciikiiial

(Uvs

Alten

Ki-iclis

von der Insel

KyUici';i.

57

Dieser Name, den wir

Nhn

lesen,

und der

sicher auf

//

ausging, wie die
eine appel-

später nicht seltene Variante
lativische Ortsbezeichnung,

CID@

lehrt,

war offenbar

eiü:entlich

gerade wie der
,

Name
'

der entsprechenden Haupt-

stadt Unterägyptens Buto

der später auch

geschrieben wird und mit
tlen

dem
hat,

Worte D oder
identisch

.

»Sitz« (kopt. noi),

von dem die Hieroglyphe n

Wert/;

war.

Wie

dieser

Name

eigentlich den Sitz des Ortsgottes

Horus befalkcnge-

deutetes

so augenscheinlich auch der

Name ^

das

©-Gebäude des

staltigen Ortsgottes ^^y^ der oberägyptischen Hauptstadt.

Beide Städte waren

ja augenscheinlich künstliche Gründungen, Residenzen, die bei den älteren Haupt-

städten J-J

©

Elkab und

Buto angelegt worden waren".

Die appellativische Natur des Stadtnamens

der gerade in alter Zeit recht häufigen Schreibung

^ verrät sich noch deutlich in ® ohne das Stadtdeterminativ"'.
zwei
isolierte

Augenscheinlich
Begriff'

stellte die

Hieroglyphe

®

als

ideographisches Wortzeichen den

des Wortes dar,

eine kreisrunde Anlage, in deren Mitte

Graben- oder Mauerstücke stehen.

Daß

diese Schlüsse richtig sind

und daß das Zeichen

®

in

dem Namen

der

Stadt Hierakonpolis wirklich ein entsprechend gestaltetes Gebäude darstellt, wird

durch die Variante
erhält

i

bestätigt,

die der

Name im

Mittleren Reich gelegentlich
;

(Leiden V. 4 in
zeigt,

dem

Titel

»Mund von

Nhn^<-

Ann. du

serv,

5,

236).

Der Strich

daß das

CHD

eben den Gegenstand, den es

darstellt,

auch be-

deutete, das Determinativ des Hauses, das sich auch sonst öfters dabei belegen
läßt (ÄZ. 42, 128),

daß das Wort ein Gebäude bezeichnete.
Zeichen

Eine solche

dem

®

oder CIED entsprechende Anlage hat denn auch

QuiBELL, vielleicht mit Recht, in dem von ihm entdeckten eigentümlichen Bauwerk von Hierakonpolis, dessen Umfassungsmauer in einer Kurve verläuft, wieder-

zufinden geglaubt.

Eben
in der

die

Gebäudebezeichnung nhn, die wir hier
»T.

in

dem Namen

der Stadt

Hierakonpolis erkannt haben, findet sich mit demselben Determinativ m^i auch

folgenden Stelle der Pyr.-Texte wieder:

ist

der Stier der Götter2 Mahlzeiten
es,

neunheit, der Herr von 5 Mahlzeiten, 3 Mahlzeiten

am Himmel,
dem nhn

auf Erden.
dies
(die

Die Abendsonnenbarke und die Morgensonnenbarke sind
Mahlzeiten)

die

5

dem

T. fahren '^

"1^

»von

des Gottes«

Pyr. 717^.
')

In den Ptolemäertexten in Dendera und Edfu

ist

noch

oft

von dem

>

des Horus« oder

von »seinem „
2)

mit Bezug

auf denselben Gott die Rede.
III

Siehe meine Bemerkungen darüber Unters.

13.

3)

Z.B. Pyr. 27ö. 295. 296; im A. R.

stets

in

den Titeln

^^^

»Richter und

Mund
oft
in

von iVÄ«« xmd,


53.

»Hüter von Nhu^
|

(Gardinek, ÄZ. 42, 122/3).
iVj^w«.

Ebenso auch später

dem

Titel
f.

der Göttin Eileithyia
Ägypt. Spr.,

-^

»Weiße von

Zeitsclir.

Band.

°

58

K. Sethe: Ein

ägj'ptisclies

Denkmal des Alten

lieielis

von der Insel Kythera.

[53.

Band.

Hier dürften die letzten Worte »von

dem

>ihn
u. ä.,

des Gottes« den Worten
die

»von IT) dem Opfertische

{wdh-io)

des Osiris«

sich

später sooft in

ähnlichem Zusammenhange finden, entsprechen, und es dürfte hier von der Stätte
des Opfermahls, etwa

dem

Opferhof, die Rede sein.

Daß
gleicher

derselbe Ausdruck nhit nun auch in

dem Namen

des Sonnenheiligtums,

der den Ausgangspunkt dieser Betrachtungen bildete, vorliegt, und zwar in

Weise mit dem Namen des Gottes
»Gott« verbunden war, bedarf
also nhn
7i'^

Re''

verbunden, wie er hier mit
einer
ä.

dem
Der

Worte

ntr

kaum noch

Bemerkung.

Name wird

zu lesen sein

und »öpferhof

od.

des Re^« bedeuten.

Denkbar wäre

es auch,

daß dabei zugleich an die altehrwürdige Stadt Hierakon-

polis gedacht war,

die der nhn des alten Reichsgottes

Horus war.

Band

53.]

G. Steindorfk:

Die blaue

Ivöiiiffskronc.

59

Die blaue Königskrone.

Von Georg

Steindorff.

(Mit 12 Abbildungen.)

I.

Wenn

wir die zahlreichen Königsbilder, seien es Statuen oder Reliefs, die uns aus
erhalten sind, mit denen des Alten
so
tritt

dem Neuen Reiche

und

Mittleren Reichs rein

äußerlich vergleichen,

uns unter den vielen kleinen Änderungen der

"i

Abb.

1 u. 2.

Ramses

IL,

Kopf der Turiner

Granitstatue.

Tracht, die die neue Zeit eingeführt hat,

besonders ein bis dahin noch nicht

gesehenes Stück entgegen.

Der Kopfputz des Pharao, in früherer Zeit aus der

weißen und roten Krone, der M-t und dsr-t, der aus beiden zusammengesetzten Doppelkrone, den shm-tj, und dem gefältelten '/?,mÄ-Kopftuche bestehend, ist um
8*

60

G. Steindorff:

Die blaue Küni";skrone.

[53.

Band.

den sogenannten Kriegshelm, den
hat^, ist der thebanisclie

l!}>ri\

vermehrt worden.
erste,

Wie

Bissing gezeigt

König Kemose der

dessen Haupt mit diesem hprS

geschmückt

ist;

von nun an begegnen wir ihm aUenthalben^: der König trägt ihn

im Krieg und im Frieden, im Gewühl der Feldschlacht, beim Opfer im Tempel, im Palaste, wo er mit seiner Familie oder den Frauen des Harems verkehrt, ohne
daß
freilich

durch den

hp?'s

die anderen

Kronen irgendwie verdrängt worden

sind.

Da auf den zahlreichen Schlachtbildern des Neuen Reichs der gegen die Feinde kämpfende
Pharao vorzugsweise mit dem hprs erscheint, so

gewöhnte man

sich in der Ägyptologie, den
als
«

neuen

Kopfputz kurzweg

Kriegshelm« zu bezeichnen*;

doch war man sich wohl meist bewußt, daß die
Tracht des Kriegshelms keineswegs auf den Krieg
beschränkt war, sondern daß er ebenso häufig von

dem
aufs

opfernden,

mit seinen Frauen im

dem Audienzen erteilenden oder Harem verkehrenden Könige
Dabei bleibt es natür-

Haupt gestülpt wurde.

lich zweifelhaft,

ob der hprs ursprünglich wirklich
Abb.
3.

nur eine Art Sturmhaube, nur eine Kopfbedeckung

Hjn's,

von einer Statue, aus

und damit auch ein Kopfschutz des Kriegers gewesen und erst allmählich vom Schlachtfelde in
das friedliche Zeremoniell überführt

blauglasierteni Sandstein, in Gips er-

gänzt (Berliner

Museum

20(55).

— oder ob

er,

ein

Kopfputz wie die alten

Kronen, von dem Herrscher bei allen möglichen Gelegenheiten und somit auch
in der Schlacht

getragen worden

ist.

Die

Form des Apriist bekannt genug. Er

besteht (Abb.

1

u. 2)

aus einem hohen,

haubenartigen Aufbau, der,

wo

er farbig

wiedergegeben wird, einheitlich blau ge-

oft mit mehr oder weniger nahe aneinander gesetzten Kreisen verziert ist. Aus welchem Stoffe er hergestellt war, läßt sich aus den verschiedenen Abbildungen und den bei Statuen oder sonst nachgebildeten hprs, die uns allein für die Lösung dieser Frage zu Gebote stehen, nicht gewinnen. Die blaue Farbe weist

malt und

auf Metall hin^; aber was bedeuten die merkwürdigen Kreise, die ihn bedecken?
^)

Die ägyptische Schreibung

ist

W

|_^__.
I

!^

Amonshyrrmus von Kairo 3,3; Rec.

trav. 18,

161 (Z. 3);
2)

^

iQ

Champollion, Not.

894.

hprs
*)

3) Erman, Ägypten 97 ;BoRCHARDT,ÄZ. 42 (1905), 82. Der König mit dem im Familienverkehr zuerst auf den Darstellungen Amenophis' IV.; z.B. ÄZ. 52(1914), 76.84.85.

ÄZ.41(1904), 87.

So schon Champollion, GrammaireEgyptienne
")

S. 76, der ihn als »coiffure royale miHtaire« bezeichnet.

Blau werden allerdings im Neuen Reich auch die Perücken des Königs und der Königin
z.

wiedergegeben;

B. die

Schäfer, Seemanns Kunstgeschichte

demselben Relief halte

Perücke des Königs auf dem Berliner Spccksteinrclief (Farbentafel bei in Bildern, Heft 1); die blaue Kopfbedeckung der Königin auf ich dagegen, wie dies auch Bissing (Bissing-Bruckjiann, Denkmäler, Text

zu Taf. 83 Anm. 8) getan hat, für eine Kappe und nicht für eine Haartracht, s. unten S. 64 Anm. 4 Blau sind ferner die Perücken Amenophis' I. und seiner Gemahlin auf der Stuckmalerei (Berlin

Nr. 2061) LD. HI
(Nr. 18546).

1

Ob

die

und Amenophis' I. auf dem Bruchstück einer Wandmalerei im Berliner Museum Perücken der Könige und Königinnen überall im Neuen Reich blau wiedQrge-

Band

53.]

G. Steindokif:

Die blaue Köiiigskronc.

61

Lepsius

meint, daß
cäiißere

»

seine eigentümliche Gestalt schon lehre, daß er aus Metall

war; die

Oberfläche bestand,
fest

wie

es

scheint,

aus

kleinen

stählernen

den inneren, wahrscheinlich ledernen Stoff" panzerartig bedeckten«. Ähnlich haben auch andere zuletzt noch G. Bknkdite- bei Be-

Ringen, welche leicht und

schreibung der Pariser Büste Amenophis' IV., der

u. a. die

..coiffure

d un -rand

Abb.
(in

4.

Anieiiopliis

II.

einem Grabe von Sohecii
Abd-el-Gurna,
nach LD.
III

62 c).

caractere,

confectionnee

en

peau Selon toute apparence

und

die

«squames annulaires

en metal dans

hervorhebt

la

realite«

sich die Be-

schaffenheit des hjyrs vorgestellt.

Gelegentlich wird

z.

B.

Champollion, Mon. 3 und 34

Abusimbel) — wenn wir den
Veröffentlichungen

(Darstellungen Ramses'

II.

in

dürfen

trauen

der

Kriegshelm

blau, die

Ringe dagegen gelb

mit roter Umränderung und

einem schwarzen Punkt in der
Mitte wiedergegeben.

Hier

Abb.

5.

AnienophLs

III.

(Relief im Berliner

Museum)-

müßte man ihn

sich

wohl aus Kupfer oder Bronze

gefertigt

denken und mit

gol-

denen Ringen benagelt.

An
scharfe,

den Seiten springt der «Kriegshelm«

flügelartig hervor

und

zeigt eine

von oben nach unten verlaufende Kante,

die

auch auf den Schriftzeichen
feststellen,

geben wurden, worauf mich Heinrich Schäfer hinwies, kann ich nicht

da die Publikationen
die
seien, vgl.

und vielfach ja auch die Originale keine Farben zeigen. Die blaue Farbe erklärt sich daraus, daß
Ägypter annahmen, daß die Haare des Königs, wie die der Götter, aus Lapis Wörterbuch Suppl. 827; s. auch Borchardt, ÄZ. 42 (1905), 82.
')

laziiii

Bruosch,

Lepsius, Die Metalle in den ägypt. Inschriften (Abh. Berl. Akad. 1871) S. 111.

^)

Monu-

ments

et

Memoires

Piot XIIJ

16.

^)

Der untere Abschlußstreifen des hprs

ist

ungenau ergänzt.

62

G. Steindorff: Die blaue Königskrone.

[53.

Band.

meist durcli eine Linie wiedergegeben
siclit

ist.

Die Ringe nehmen auf diese Kante Rück-

und gehen nicht über

sie

hinweg, wie dies auf dem zu einer Statue gehörigen
ist.

Berliner hprS (Abb. 3) deutlicli zu beobachten
läuft
ler

Bisweilen

über die Kante ein breiter, manchmal nach oben zu schmaStreifen,
z.

werdender

B.

beim Turiner Ramses (Abb.
(Abb. 4) oder

2),

bei

dem

Relief Amenophis'
III.

II.
;

dem

Berliner Kopfe

Amenophis'

(Abb.

5)
'

er dürfte

wohl

ein Metallband wie-

dergeben, das den hohen, aus weichem

Stoflf

hergestellten Aufsollte"'.

bauversteifen und ihm einen festen Halt verleihen
dieser Streifen fehlt (Abb.
6),

Wo
anAbb.
6.

und die Kante überhaupt nicht

gegeben

ist,

gehen die Ringe ohne Unterbrechung über die

Thutmosis

III.

ganze Oberfläche des hpr§. In solchen Fällen könnte

man daran

(Relief im

Tempel von
LI). III 5la).

Semne, nach

denken, daß die ganze Kopfbedeckung aus Metall hergestellt

und deshalb
reinen

eine Versteifung überflüssig war.
sein,

Die Ringe würden dann zu einem
das Metall
eingraviert war.
es
auffällig,

Ornament des hprs geworden

das in

Immerhin

bleibt

daß man dabei auf jede Wiedergabe der Kante in der Zeichnung
Verzicht
leistete.

Den unteren Abschluß, der wie bei der weißen und roten
Krone über der Stirn wagerecht

und nach dem Nacken zu an
der Haargrenze al)fallend verläuft, bildet ein

verhältnismäßig-

breiter, gelb

gemalter Reif, der

an beiden Schläfen, vor
Ohren,
schweift

den

nach
ist.

unten

ausge-

Man

hat ihn sich
gefertigt

wohl aus Gold

zu

denken. Vorn ist der hprs, ebenso wie die anderen Kronen, im Neuen Reich mit dem Uräus ge-

schmückt^. Häufig fallen hinten

über den Nacken zwei schmale,
sich nach unten verbreiternde
Abb.
7.

Amenophis IV.

und mit Querstrcifcn gemusterte
Bänder herab (Abb.
ist

(Rückseite der Modellbüste im Louvrc).

7), die,

WO

*)

Der Abschluß des
B.

hprs hinter

dem Ohr

auf

dem

Relief ungenau ergänzt.

^)

Nicht

selten

(z.

LD.

III

118; Champollion, Mon. 28) wird dieses Band gelb gemalt, was deutlich zeigt,

daß man
reif,

es sich aus

Gold

gefertigt dachte.

')

tlber das
s.

Vorkommen

des Uräus an

dem

Stirn-

dem Kopftuch und den Kronen

des Königs

Scii.äfer,

ÄZ. 41 (1904), 62.

Band

53.

(i.

Stkindoukk: Die blaue Köiiioskronc.

63

sich die Farbe erlialten hat, rot

gemalt sind. Doch können diese

Bänder

aucli fehlen (Abb.4ii.())'.

IL

So
an

vieles

nun auch im

ein-

zelnen beim hprs unklar sein mag,

einem Punkte

hat früher nieeine
P^rst

mand gezweifelt, daß er Art Helm oder Krone sei.

neuerdings hat Borchardt" den

Beweis zu erbringen versucht,

daß diese Anschauung

irrig sei,

und daß man den
als

hpr§,

vielmehr

eine

Perücke anzusehen
ist

habe.
Abb.
8.

Dieser Meinimg
"^

dann

Sethos

I.

(Relief im

Tempel von Abydos).

Bissing

nicht ohne Glück ent-

gegengetreten, und auch sonst hat
sie

meines Wissens keine Zustimmung gefunden; so spricht
als

z.

B. Schäfer^ nach

wie vor vom hprs

der »bekannten, Kriegshelm genannten
fest-

Haube«.

Trotz-

dem

hat Borchardt an seiner Auffassung

gehalten,

und der

hprs bleibt für ihn die »hohe

Perücke« oder »die blau gemalte Perücke« des

Königs ^

So dürfte

es sich

wohl verlohnen,

an diese auch archäologisch nicht unwichtige

Frage noch einmal heranzutreten.
Die Gründe, mit denen Borchardt seine

neue Auffassung

stützt,

sind die folgenden.
hin,

Er weist zunächst darauf
liefs

daß auf Rein

an

— und an manchen Statuen —
ist die

er führt

nur das des Hesire^

Kairo
Abb.
(Relief im
9.

die einzige
Tluitmosis
III.

von ihm genannte

Frauenstatuette Cat.

Tempel von Semne, nach LD.

III

51a).

gen.

230 aus der Zeit des Mittleren Reichs kleine Löckchen durch dicht aneinandergesetzte Kreise


Das
wo

ähnlich
ist

der

Musterung des hprs

schematisch wiedergegeben werden.

zweifel-

')

Fehlende Bänder, z.B. LD.
ist,

III

51. 55. 56. 62 i u.

ö.,

sowie überall,

der hprs selb-

ständig dargestellt

so auch in

dem

Schriftzeichen

\^

.

Dieselben Bänder finden sich im
B. auf

Neuen

Reich auch gelegentlich bei
Specksteinrelief;

den Perücken des Königs
u. ö.),

(z.

dem schon erwähnten
III

Beiliner

LD.

III

233a
III

bei

der Doppelkrone

(LD.

18.

139«. HSc. 212^»), bei

der weißen Krone (LD.
2)

i486. 182e), bei der roten

Krone (LD.

III

140«. 147. 206rf).

ÄZ. 42 (1905), 82.

')

Rec. trav. 29, 159

ft".

*)

ÄZ. 52,

79.

^)

Mitteilungen der

DOG.

Nr. 50 S. 25. 26. 35.

64
los richtig,

G. Steindorkf:

Die blaue Königskroiie.

[53.

Band.

und

die

von Bokciiardt angeführten Beispiele' hätten noch

um

einige

andere aus dem Neuen Reiche und der
endet auf der Statue des |
Kairo" das
in in

Spätzeit vermehrt werden können.

So

V

Ihir-mrwt in

kurzen Strähnen angeordnete
zwei übereinanderliegende Reials

Haar vorn
sind.

hen von Locken, die
lichen Vorbild sehr

Ringe wiedergegeben

Diese Ringe sind hier eine

dem wirkWiederkommende nahe

gabe der sich ringförmig zusammenrollenden

Lockenenden.
Dicht aneinander gesetzte Kreise zeigt

auch die Frisur des Kopfes einer äthiopischen
Königin imBerliner Museum (Abb. 10)^ Zweifellos sollen hier
1

durch diese Kreise gekräuselte
Abb.
10.

-^ '^,1^ „„,l«^;„«l^^^ IVT^«.^ IN egerunde Lockchen. Wie Sieder sudanischen " rin eigentümlich sind, wiedergegeben werden.

T

••

1

1

Kopf ,X

,.

(Berliner

einer äthiopischen Königin ^,

Museum).

^

Alle diese Beispiele sind seltene

Ausnahmen und geben nur ganz bestimmte,

von der gewöhnlichen Haartracht abweichende Frisuren wieder.

Nun
für eine

bringt aber Borciiarut noch ein, wie er meint, schlagendes Beispiel

Wiedergabe von Lockchen durch Kreise bei: ein im Relief gegebenes Sethosporträt aus Abydos (Abb, 8), »Der König ist mit eng sich der Kopfform anschließendem krausen

Lockenhaar

so erläutert Borciiardt

dargestellt.«

Um

die Stirn verläuft derselbe goldene Reifen,

den wir auch bei dem hpr§ finden

hinten hängen, wie bei diesem, die beiden flatternden roten Bänder herab.
Zweifellos
in

— darin stimme ich Borchardt ohne weiteres bei — haben wir hier
eine Perücke
ist,

bis

die Einzelheiten genau das niedrigere Vorbild für den sogenannten Kriegshelm,

Aber sowenig wie dieser
reliefs eine

sowenig trägt der König des Abydos-

Löckchenfrisur,

Ich sehe in diesem »krausen Lockenhaar« vielmehr

eine eng anliegende Kappe, die ebenso wie die hohe Haube, der hprs, hergestellt

war, also etwa aus Leder mit aufgenähten runden Metallplättchen oder ganz aus
Metall gefertigt*.

Borchardt baut seinen Schluß, daß der hprs eine hohe Perücke
frühgescliichtlichen

')

Auch
durch

die

Schminktafeln geben die Löckchenfrisuren der besiegten

Feinde

(Fig. 165).

Kreise
-)

wieder;

Cap.-vrt,

Debüts de

l'art

S.

230

(Fig, 161).

232
(Cat.

(Fig. 163).

234

Kairo 42174; Legrain, Statues
S.

et Statuettes

de Rois

II

Gen, du faire,

vol. 49), Taf.
^)

38 und Text

37

f.

Berlin Nr. 13255.

Der 1897 erworbene Kopf
von den Lij)pen
bis

ist

aus schwarzem Granit gearbeitet.
21,5 cm.

Seine

Höhe
Augen

beträgt 16 cm,
ist

die Tiefe

zum Hinterkopf

Das Weiße der
roten Farb-

aufgerauht, wohl für einen Belag, dessen Bindemittel die noch
hat.

sichtbaren

verdanke diese Beschreibung, wie die Erlaubnis, den interessanten Kopf hier zum ersten Male veröffentlichen zu dürfen, der nie versagenden Güte Heinrich Schäfers.
spuren veranlaßt
Ich
*)

Auch

diese

Kappe gehört zur

Königstraclit;
z.

sie

wird übrigens nicht nur vom Könige,
S.

sondern auch von der Königin getragen;
der Königin (Mitt. der

B. auf

dem

Specksteinrelief in Berlin; auf der Statuette

DOG.

Nr. 52 S. 50; ÄZ. 52 [1914]

83

Abb.

18).

Wie beim

hprs

ist

Band

53.J

(J.

Steindorff: Die blaue Königskroiie.

65

sei,

auf der völlig unbewiesenen und meines Erachtens durcliaus unrichtigen Voraussetzung auf, daß die kleinen dicht gesetzten Kreise des Sethoskopfes nichts an«gekräuselte Haare«
für
darstellen können.

deres als

Die

den

/jprs

charakteristische
sich

Verzierung mit dicht aneinanderge-

setzten Kreisen

findet

übrigens

gelegentlich

auch einmal bei der unter-

Kalabsche\

ägyptischen Krone, und zwar auf einem Relief der Kaiserzeit im Tempel von Die Krone ist blau imd rot (wie diese Farben verteilt sind, läßt
///?r.s und seine blaue Farbe irrtümauf die unterägyptische »rote« Krone übertragen worden; aber ein solches Ver-

sich leider aus der Publikation nicht ersehen), die Kreise sind violett gemalt.

Zweifellos sind hier die Verzierungen des
lich

sehen wäre wohl auch einem späten Künstler nicht widerfahren, wenn er nicht

auch

in

dem

[iprs

eine

Krone gesehen

hätte.

Oder

will

man ihm etwa zumuten,
stilisierten

daß er die rote Krone für eine Perücke gehalten und mit
gestattet habe?

Löckchen aus-

Die merkwürdige Einbuchtung, die der »Stirnreifen« an den Schläfen aufweist (Abb.
2),

sucht Borchardt so zu erklären, daß an dieser Stelle

»die gedie

kräuselten Haare wulstig vortretend den Reifen

bedecken«.

Aber gerade

der Einbuchtung nach unten folgende obere Randleiste zeigt deutlich, daß der

Reifen nicht von den Haaren bedeckt wird.

Sonst müßte doch die Randleiste

verschwinden, anstatt sich

am Rande
dem Ohr

der Einbuchtung fortzusetzen.

Der Reifen

wird
läuft

in

Wirklichkeit vor den

an den Schläfen und

Ohren unterbrochen; nur die obere Randleiste weiter und verbindet den vorderen und
Diese Unterbrechung des gesamten Reifens,
zerfallt,

hinteren breiten Teil des Reifens.

durch die er

in

einen Stirnteil

und einen Nackenteil

erklärt sich

wohl

aus praktischen Gründen: der Kriegshelm ließ sich bei einem derartigen zweiteiligen

Rand

fester aufsetzen, als

wenn

er durch einen einheitlichen, in gleicher

Breite fortlaufenden Metallstreifen abgeschlossen w^äre; die schmalen Leisten an

den Ohren gaben leichter jedem Druck nach und ermöglichten so ein
passen des Reifens an die Kopfform.

festeres

An-

Wenn

aber wirklich der hprs als eine hohe
»

Perücke anzusehen wäre, so müßte doch wohl der goldene

Stirnreif« ein besonderes,

selbständiges Schmuckstück sein, das mit der Haarfrisur nicht untrennbar ver-

bunden

ist,

sondern nur ihren gelegentlichen Zierat bildet, wie etwa das mit dem
z.

Uräus gezierte Diadem, das der König häufig,

B. auf

dem

Tempelrelief von

Semne (Abb.
in

9),

über der altertümlichen Löckchenperücke

trägt.

Das

ist
ist,

aber
z.

nicht der Fall:

auch überall da,

wo

der

hp7\s

besonders abgebildet

B.

dem

Schriftzeichen oder in

der Abbildung Mariette, Denderah

II 5,

gehört
ein

der »Stirnreif«, untrennbar zu

dem hohen Aulbau,
Kappe
blau,

sie

bilden

zusammen

auf

dem

farbigen

Relief die
so

eigentliche

der untere Abschlußreifen gelb (so auch

auf der Statuette) gemalt,
für jenen.
')

daß wir auch für diese dieselben Materialien annehmen dürfen wie

H. Gauthier, Le temple de Kalabchah Taf.
f.

XXXVII A und

Text

S. 116.

Zeitschr.

Ägypt. Spr.,

53.

Band.

9

66 einziges Stück.
»Stirnreif«

G. Steinüorff: Die bl<-me Köiiigskrone.

[53.

Band.

So macht

es

auch

diese

enge Zusammengehörigkeit von

und »Aufbau«
ist.

wenig walirscheinlich,

daß

in

dieser Tracht

eine

Perücke zu sehen

III.

Sowolil BoRCHAHDT iu seiucr Beweisführung, als auch Bissing in seiner Er-

Aviderung haben den hprs nur an und für

sicli,

gewissermaßen

als archäologisclies

Objekt hetrachtet und aus seiner äußeren Erscheinung seine Bedeutung und Form
zu erschließen versuclit.
lassen, in
In

beiden Untersuchungen wurde ganz außer acht geer sonst

welchem Zusammenhang

selbst gehalten haben.
klar,

Und

hier zeigen zahlreiche literarische

vorkommt und wofür ihn die Ägypter Zeugnisse ganz

daß
In

er nichts anderes als eine

Krone

ist.

dem

der 18. Dynastie angehörigen
S. III Z. 8
—.^

Amonshymnus von Kairo (Papyrus 17
einem
freilich nicht

von Boulaq)^ heißt es

und 4
A/VSAAA

in

ganz sicheren Zu-

sammenhang von Amon:
^ ^Mk
er

V/(ll\

M^'^

O
;

''^^"^

I

T ^^ i=^ «i^=^

V\

^

"di^ Doppelkrone, das ym^A'-Kopftuch, der hprs

mit schönem Antlitz,

wenn

die

/(/-Krone empfängt«

(geliebt

von der oberägyptischen und unterägyp[ipri

tischen Königskrone usw.).

Hier wird also der

neben der Doppelkrone,

neben dem /zm6^-Kopftuch,
ist,

das auch eine Art von königlichem

Kopfschmuck
sollte

sowie im Zusammenhang mit der /(/-Krone genannt.
ist,

Und da

man

denken, daß er eine Perücke

wo doch

die Haartracht des

Königs nirgends

eine besondere Rolle spielt, ihr nirgends eine höhere

Bedeutung beigemessen wird^?

Noch deutlicher tritt die Parallele zwischen dem [iprs und den beiden Reichskroiien und damit der Hinweis, daß auch jener eine Krone ist, in einer Stelle der in Abusimbel befindlichen Denkinschrift Ramses' II. auf den Besuch des
Hethiterkönigs zutage.

Darin heißt es^ von

dem König, daß

er sei

T

<^

^^^Q
findet sich
in

PczLAllT^^^^PK^'f ^^^
(?)

>^ß'l''^'"'liprsjpdhrm§mc.s'

mh-s »schön von Angesiclit im hprs, schneidig
ägyptischen und der unterägyptischen Krone».

von Angesicht

in

der ober-

Eine ähiüiche, noch ausführlichere Parallele zwischen den verscliiedenen

Königskronen und dem

hprs,

die leider durch einige
III.

Lücken unterbrochen

ist,

einem Lobgesang auf Ramses

in

dem
II

Paj).

Turin 8G,

1


I

')

Zuletzt veröffentlicht von Möller, Hieratische Lesestücke

3;-^.

-)

Die

Tyjjen

i'^ und ^fWi. entsprechen

hier

und auch

anderwäi-ts nicht

den

genauen

Formen der
•')

Originalzeichen.

Man

beachte dagegen,
besten die von
d.

welch große Rolle

in

den ägyptischen Vorstellungen die verdie geradezu als göttliche Wesen gelten. "Hynuien an das Diadem der Pharaonen«
1).

schiedenen Diademe und Kronen der Pharaonen

sj)ielen,

Dies zeigen

am

Ekman

veröffentlichten

(Ahh. der Kgl. Prcuß. Akad.
*)

Wiss., phil.-hist. Klasse 1911, Ahh.

Rec. Irav. 18, 161 Z.
3

3.

•')

Zu

diesen

Namen

der beiden Kronen

vgl.

Erman, Ägypt.

Gramm.

§ 186.

1

:

Setiik,

AZ. 44 (1907).

20.

Band

53.]

G. STKiNDORrr:

Die blaue Köuioskroiie.

67
joden Nnnion

(ed.

Pleyte-Rossi)\

Wie

oft in

ägyptischen Texten, knüpft sich
Die Verse hmteii:

;iii

einer

Krone ein hesonderes Wortspieh

T^^^

s

]^klt

2.

(j^ö^|l
AAAAAA
..^.«.

Q
,
,

^
•O
ifül
I I

3.

^ö S ,^®ü
»Heil
es
dir,

o

usw.

wenn du
Iiell

erscheinst mit der weißen

Krone

(M-f),

wird

(M),

wenn du den Himmel

befälirst;
{slmi-tj).

Heil dir,

wenn du wenn du

erscheinst mit der Doppeli<rone

Heil

dir,

erscheinst mit

dem dem

w ms- Kopftuch,
,

es eilen {nms) zu dir die

Menschen (mit den Worten):
hprs,
tpj

Preis, Preis [dir]'.

[Heil dir,
bei

wenn du

erscheinst mit]

dem

ersten Erscheinen des Re<^

{h^'^

n

i<)'-

^^

usw.

hprs,

Auch aus dieser Stelle scheint mir ganz deutlich hervorzugehen, daß der mit dem der König erscheint, eine ähnliche, dem Herrscher eigentümliche »Kopfbedeckung« ist wie die bekannten Kronen, und daß er gleich diesen eine
Re«^«,

»Krone«, nach Sethe"' die »Krone des

und nicht etwa

eine »Haartracht«

ist.

Der Ausdruck
der König

Q

/<9,

den der Ägypter hier anwendet, bedeutet bekanntlich
ist

»erscheint« mit einer Krone, er

mit ihr gekrönt.

Er wird gebrauclit

vom WO

Gekröntsein mit der »weißen«, mit der »roten« Krone, mit demmwA'-Kopftuch.
in

Wirfinden ihn indiescrZiisammenstellungauch
es

den Texten Mariette, Abydos 1 25,
gekrönt mit der weißen Krone«,

von Ramses

II.

heißt:

^^ V

"^^

^^'^^^'

')

Dieses Beispiel und mehrere der folgenden verdaidie ich den 8;uiuiiluiigeii des »Wörter-

buchs der ägyptischen Sprache«.
^)

Die Turiner Papyrus sind

darin

von
auf

Gardiner

bearbeitet.

Sethe

schlägt vor, an dieser sicher verdei-hten Stelle {h(f

muß

alle F'älle in

h/w ver-

bessert werden) den Ausdruck Jyw n rc

»Krone des

He<^«

zu eikennen, mit

dem an mehreren der
9*

auf S. 69 zitierten Stellen geradezu der hprs bezeichnet wird.

68

G. Steindorff:

Die blaue Königskrone.

[53.

Band.

Q

^_^|.

ÄÄÄ

»du

.,_.

r._. bist

gekrönt mit der /(/-Krone«;
«
.

..,_.._.

..

-._

..^rr

Q
///

g=5£=z(1^ U'^ »du
/jprs niclits

bist gekrönt mit

dem

y«yw5-Kopfputz

Daß dann auch
liegt

Ij^J

anderes als

»mit
ihr

dem

lipr^

gekrönt sein« und nicht etwa »mit einer Perücke erscheinen, mit
auf der Hand.
in der

geschmückt sein« bedeuten kann,
In solchem Sinne findet sich diese
Inschrift, die die

Wortverbindung auch

bekannten
Z.

großen Turiner

Thronbesteigung des Haremhab behandelt,

20:

»Da ging

die Majestät dieses

ehrwürdigen Gottes Amon, des Götterkönigs, aus
her,

dem

Palaste heraus, sein
/

Sohn vor ihm
indem
er mit

und
Iqrrs

er

umarmte

seine Schönheit

jQ lyw

in

hprs,

dem

gekrönt war« usw.

J]benso wird von

Ramses

III.,

der beim Minfeste, mit

dem

hprä geschmückt,

in einer Sänfte getragen wird,

in der

über der Darstellung stehenden Inschrift
»der König zog aus
die

gesagt:

^i^ MTl^^^i^^*^^^-dem
kprs,

auf einer Sänfte, indem er gekrönt war mit

und

Hofbeamten vor
die da-

ihm waren«

;

die Darstellung ist veröffentlicht Ciiabipollion,

Monum. 209,

zugehörige, von Sethk kollationierte Inschrift Ciiampollion, Notices 733.

wo
ten

Isis

Und ganz zu dem
v\

ähnlich heißt es in
kleinen,

dem Tempelrelief, Mariette, Abydos I 25, auf ihrem Arme sitzenden und mit dem kprs geschmückbist aus

Ramses
s

spricht:

»du

mir hervorgegangen zu trefflichem Königtum
bist

>

O,

indem du gekrönt

mit

dem

hprs.f<-

Würde wohl
len zu übersetzen,

irgend jemand auf den Gedanken

kommen, an
wird

einer dieser Stel-

daß der König mit der Perücke gekrönt oder geschmückt war?
der König mit
[ipri

Wenn nun
natürlich,

dem
als

hprs »gekrönt«

(A9)»

so

ist

es

nur
als

wenn der
oder

auch

h^w (eine nominale Ableitung von
wird.
III

h^J),

eine

»Krone«

»Diadem«

bezeichnet

So
23),

in

der Darstellung auf
der Königin
.

der Spitze des Obelisken der Hatschepsut (LD.

wo Amon
I

den
(

Ijprs

aufs
"

Haupt
^^^^

setzt

und zu

ihr

die
als

Worte

spricht:

^^ r^

O ^ LJ 1 ^1

setze dein

Diadem auf

König von Ober- und Unterägypten

Kemare ewiglich« und ebenso im Luksortempel (Mission XV Taf. 34), wo der falkenköpfige Horus und Amon dem knienden Amenophis III. den hprs aufsetzen
mit den Worten:
1

,W
die

\\

"^^^

setze

dir

dein Diadem

auf für

ewige Zeiten«.

Der
ist;

[iprs ist also ein h<^w

»Diadem«, »Krone«, wie

es die

Doppelkrone auch
die
1

man

vergleiche
III.,

den obigen Aussprüchen parallele Rede,
die

Amon
<t

an Amenophis

dem
,,,

Doppelkrone

aufgesetzt wird,

richtet:
I

AAA^vW "V

\\
Fig.

'

'vv^-^^^c=|

»ich setze deine

Krone auf dein Haupt für Millionen von
auch ebenda Taf 20 Fig. 71. Taf. 71

Jahren«, Luksor, Miss.

XV

Taf 19;

vgl.

75

u. ö.

Da der

hprs somit unter den Begriff des h''w »Diadem«, »Krone«

fällt,

so

ist

CS nicht weiter verwunderlich,

daß das Bild des hprs iQ geradezu zur ideographischen

ß<'"f^

•'^•^•]

(i.

Steindoki-k:

Die

l,l;mc

Könii;.skroiic.

G<)

Schreibung des Wortes

li<^w

«Krone« gebracht wird;

z.

B. auf einem Relief im
ihr

Tempel

Setlios'

I.

in

Gurna,

wo

die Göttin

\fiüs-'','s

dem vor
den

knienden
aufsetzt

Köni^""e,

dem
die

Re-Harachte, das Schriftzeichen «Leben«
sagt:
P

Worte

"

(]

.^^^T^

^^

reiclit.

Q

und dnzu
setze

f

5^--^^ '^U J^-ch
lebest,

dir die

Krone

(AOr) des Re^ auf,

damit du seine Zeit

ich bin deine Mutter,

die deine Schönheit geschaffen hat«

(nach einer Abschrift Setmes).

Oder

jemand

hier vielleiclit übersetzen:
dieser Stelle

«ich setze dir die Perücke des RcV auf«?

will

Daß übrigens an

W Jyw

zu lesen

ist,

zeigen schon die nach-

gesetzten Pluralstriche, vor allem aber die folgende Stelle,

wo dem
r^^
[

Zeichen iQ

das phonetische Zeichen
^^[v£X£]
ten)
''^^"

Q

hinzugefügt

ist:

qQi^* V

^^^^^ ^^^

Krone des Re^ empfangen, damit du das schwarze (ÄgypBeischrift zu

und das

rote

einer Darstellung, in der

Land beherrschest«, Mariette, Abydos I 80 als Horus den König Sethos mit dem //y;/-s

krönt.

Man
wo
^^^—

lese ferner die BeLschrift auf
I

einem Relief im Hathortempel von Abu-

simbel (Champollion, Mon.

Taf. 5, 1, vergliclien mit einer Photographie Breasteds),

Seth zu

dem

die

Doppelkrone

tragenden Könige sagt:

P^^^^^^^Q?^
iQ bezeichnet,

^&H^
(dein)

"du setzest die Krone (oder »ich setze dir«?) auf dein Haupt
I

wie
also

Vater Amon-Re^«.
als
l!<^ic

Hier

ist

also

die

Doppelkronc

als

gewiß

«Krone«.

IV.
Gleichsam bildliche

Erläuterungen
II[.

zu den dichterischen Zusammenstelsie

lungen der verschiedenen Königsdiademe, wie

vornehmlich der Amonshymnus

und der Lobgesang auf Ramses
Besonders charakteristisch
in einer Darstellung
ist

bietet, finden sich in

mehreren Tempelreliefs.

die Prozession der

Kronen darbringenden Gottheiten
II 5).

im Tempel von Dendera (Mariette, Denderah

'^Wenn

diese auch der römischen Kaiserzeit angehört, so geht ihre Vorlage doch

eine frühere Periode zurück

werden. Der rechts

gewiß in und kann wohl mit jenen Hymnen in Vergleich gestellt stehenden Hathor von Dendera naht von links ein Zug von Gott-

heiten mit verschiedenen Gaben.

An

seiner Spitze schreitet der ibisköpfige Thout,
die acht

der einen Kranz und ein
polis, die Götter

"O"

trägt.

Ihm folgen

mit Frosch-, die

Urwesen von Sehmun-HermuGöttinnen mit Schlangenköpfen. Es sind: die

Göttin Naunet, die den Oberteil eines Sistrums, den Kopfputz der Hathor, darbringt;

Gott Gott

Nun
Heh

mit der oberägyptischen, die Hebet mit der unterägyptischen Krone;
trägt das /^//?6'-Kopftuch,

dann kommt die Keket mit dem

hprs.

Ihre

Beischrift lautet

^A

Q

W

O

;='^

q

,

1

AAftAAA

Hathor, der Herrin von Dendera gibt.«
schrift ist leider zerstört;

Der Anfang der zugehörigen Unter-

doch ersieht

man

aus

den Worten:

m
04

"^

70
kpr

G. Steindorff:

Die

blaue, Königskroiie.

[53.

Band.

in s

»der im See entstanden

ist«,

daß

es sich

wieder

Wortspiel mit
der Gott

dem Namen

kprs handelt.

um

ein

erklärendes

Den Schluß des

({ötterzuges bilden

Keku mit der Doppelkrone,

die Göttin

Nenet mit dem Götterputz /Yy

und endlich Nenu mit der /(/-Krone. Also alles Kopfputze, Kronen des Königs und der Götter! Und da sollte der hprs eine Ausnahme bilden und eine Perücke sein? Das wird kein unbefangener Beurteiler annehmen können.
Eine andere Zusammenstellung der verschiedenen Königskronen bietet das
Makiette, Abydos 125 veröffentlichte Relief aus Abydos, aus dessen Beischriften
bereits
sind.

oben einige für das Wesen des kprä wichtige Stellen angeführt worden
Hier sieht

man

rechts

Isis,

die den mit

dem

hjrrs

geschmückten kleinen

König auf dem Arme
die Brust reichen.
die /(/-Krone

hält; ihr folgen vier

Hathoren, die

dem jungen Fürsten

Abwechselnd

trägt er die oberägyptische, die unterägyptische,

und das

//mi'-Kopftuch auf

dem Haupte.

Durch die verschiedenen

Kronen

sollen

gewiß verschiedene Eigenschaften des Königtums charakterisiert

werden, und auch wenn die erläuternden Beischriften fehlen würden, würde
der Parallelismus der Diademe ohne weiteres zeigen, daß der hpr§ den anderen

Kronen gleichzuachten und wie diese eine Krone von besonderer Bedeutung
(keine modische Perücke)
ist.

Diesen Parallelen

sei schließlich

noch eine andersartige hinzugefügt.
in alter Zeit

Unter

den vielgestaltigen Kronen, die schon
getragen werden,
eine hohe,

von Göttern und Königen
ist

spielt der Hf eine hervorragende Rolle. Sein Hauptteil wohl aus Schilf zusammengebundene Mütze. An den

Seiten

sitzen

zwei

Straußenfedern,

während

er

unten

mit

den
ist\

Hörnern eines Schafbocks und mit Rindshörnern geschmückt
Später

wird vorn eine Sonne,

gewöhnlich zwischen den RindsNicht selten

hörnern oder zwei Uräen, angebracht, während oben auf der Mütze
häufig noch eine zweite Sonne sitzt (Abb.
1
1 ).

rin-

Abb.

il.

geln sich noch sonnengeschmückte Schlangenpaare

um
in

die Bocks-

Schilfkrone

hörner '.

Diese phantastische alte Krone

wird nun
III.

zwei mir

Ägypt. Religion,
"

bekannten Fällen
(LD.
III

Darstellung Ramses'

in

Bibän el-Mulük

"

'

in

215) und auf einem Denkstein im Pelizäus-Museum zu Hildesheim (Abb. 12) der Weise abgeändert, daß an Stelle der Schilf kröne der Ap^Hritt, der wie jene

')

Die

älteste

Form

als

Königskrone des Sahuref bei Borchardt, Grabdenkmal des
Königskrone im N. R. LD.
z.

.Sa?hu-ref II

Blatt 35. 37. 39.
2)

Spätere Formen
u.
ö.

als

III

22—24. 49a.

516. 57

ö.

132w. 1476.
III

178a. 211

Als
III

Krone des Chnum
des Thoth
Schilf krönen

B.
III

LD.

III

1226. 1836; des Harsapbes LD.

192e;

des Subek LD.

114A;

LD.

2226;

des Osiris Mar. Abydos

I

106;

der
IV.).

Mut
179

LD.

III

220.
u. ö.

Drei

nebeneinander

^^

z.B. LD.
II

III

91

/<

(Amenophis

(Harachte)
als

Wenn

Borchardt.

Grabdenkmal

des Sa!hnref

Text

S.

50 die "Atef«-Krone

"Henscherkrone des
Hf.

Osiris« bezeichnet, so wiederholt er einen häufigen Fehler

den

die oben beschriebene Schilfkrone, die auch von Osiris getragen

und verwechselt werden kann, mit der
ist.

eigentlichen Osiriskronc, deren Hauptieil die ober ägyptische weiße

Krone

Band

53.1

Ci. Sti;im)()ri.-k:

Dio

l)I;iuc

Küiii<>;skruiic.

71

dieSonnenscheibe träsrt.

Voraussetzung für eine
derartige Vertauschuiig
ist,

daß man auch den

^j9r5 für eine Krone hielt;

denn es wäre völlig sinnlos

gewesen, den hprs

hier einzusetzen, ihn mit

Straußenfedern usw. zu

schmücken, wenn er, wie

BoRCHARDT
ein

annimmt,
Abb.
12.

Haartoupet gewesen
Bruchstück eines Denksteins Ramscs'
(Pelizäus-Museuni).
III.

in

Ilildesheini

wäre.

V.
Anfang des Neuen Reichs auf den Denkmälern nachzuweisen ist, so hat man den gewiß naheliegenden Schluß gezogen, daß er auch erst in dieser Zeit in Ägypten aufgekommen ist, und daß er vielleicht gar wie manches andere, das uns in der ägyptischen Kultur nach der Hyksoshprs zuerst im

Da der

vertreibung begegnet, einen fremden Ursprung hat und vielleicht irgendwie aus

Asien nach Ägypten eingedrungen

ist'.

W. Max Müller
aus

ist

sogar noch weiter

gegangen und hat
sucht.
sei,

in

einer geistvollen, Orient. Literaturzeitung

1908

S.

236

f.

ausgeführten Vermutung den

Namen

Iiprs

dem Semitischen

zu erklären ver-

Er geht davon
sich

aus,

daß hprs »eine absolut unägyptische Wortbildung«

und daß

«solche Quadrilittera
die vier

kaum belegen

lassen können«.
liest,

Dagegen

«erhalte man,

wenn man
Tö"i£n

Konsonanten semitisch

eine vollständig

klare Etymologie:

steht für lös^vriEn ,Kopf-Bedeckung'«.

An und
©(s)"|-('^)En

für sich ist

nun wohl, wie mir auch Zimmern freundlichst
Bedenklich
ist

bestätigt,

eine solche Etymologie nicht unmöglich^.

nur, daß ein solcher

lautender

Name

für

den »Helm«

weder im Hebräischen noch im
ist.

sonstigen Kanaanäischen, Aramäischen oder Babylonischen zu belegen

Ferner

macht Zimmern darauf aufmerksam, daß das Verbum nsn im Hebräischen nicht speziell vom »Bedecken« des Kopfes mit einem Helme, sondern vielmehr vom
»Verhüllen« des Hauptes zum Zeichen der Trauer gebraucht wird.
als

Vielleicht

Analogon zu einer solchen Bezeichnung »Kopf-Bedeckung« für könnte man »Helm« gerade im Hebräischen die allerdings stark poetische Stelle Psalm 60, 9 -Psalm 108, 9 anführen, wo ÖSi-ny-c «Schutz(wehr) des Hauptes« als eine Be') So meint Beneuite (Momim. Piot XIII 16), daß man den Importe on cree sous rintluence d"un modele venu d'Asie. ainsi

/iprs

beti-achten
la

müsse »coiiime
('cailles,

poignard recourbe (khopesh)

et

le

char«.

«nie
ist

cnirasse ä

le

')

Etwas vorzeitig

diese doch recht unsiclierc

MÜLLERSche Erklärung
selbst unter
r.zn.

in

das GESENius-BuHLSclie Hebräische Würterlxicli

übergegangen;

s.

da-

72

G. Steindorff:

Die blaue Königskrone.

[53.

Band.

Zeichnung für »Helm« erscheint.

Nur

ist

es

wöhnlichen alltäglichen l.ebcn im Kanaanäischen

wenig wahrscheinlich, daß im geein solcher umschreibender

Ausdruck für »Helm« üblich gewesen
Ägyptische übergegangen wäre.

sei,

der dann auch als Fremdwort ins

Will man durchaus hprs aus dem Semitischen ableiten, so schlägt Zimmern
vor, es mit

dem
ist

assyrischen

Verbum apdni

in

Zusammenhang
(r/c/?i),

zu bringen:
»die

»Im

Assyrischen

apuru der

gewöhnliche technische Ausdruck für
\ om. Yielm.

Kopffür die
vgl.

bedeckung anlegen«, so von der Königsmütze
Schlacht.

[hiiljam)

Man

sagt dabei apdru rem

»den Kopf bedecken«

(mit etwas);
"ids.

die Beispiele bei Delitzsch,

Assyr. Handwörterbuch S. 115 unter

— Von
ist

diesem assyr. apdru

als

Term. techn. für »die Kopfbedeckung anlegen«
"lES
1.

sehr

wahrscheinlich entlehnt das hebr.
disclie

Kön. 20, 38. 41
als

(vgl.

Zimmern,

Akka-

Fremdwörter

S. 36),

das meist freilich

»Binde«

(über den Augen)

erklärt wird,

aber wohl eher die Bedeutung »Helm«

hat (so

auch Haupt in

der »Regenbogenbibel« zur Stelle »he disguiscd himself with a helmet on his
the
fore-piece

brow
assyr.

of the

helmet

projecting
f-

over

his

eyes«).

Dem

apdrv liegt nun eine Wurzel
sehr wohl als
hpn'

J^

mit

zugrunde \ und dieses könnte im Westen
also

auftreten.

Es wäre

immerhin möglich, daß das ägypt.

hprs auf ein hpr-ri

und

dieses auf ein apd:r-reM zurückginge; es

muß

aber aus-

drücklich betont werden, daß zwar apdru rHa »den

Kopf

(mit einem Turban,
ist,

Helm oder ähnlichem) bedecken«

eine gewöhnliche verbale Ausdrucksweise
in

daß aber eine substantivische Wortverbindung, wie etwa apär-rHl
tung »Kopfbedeckung, Helm« nicht vorliegt.
Falls

der Bedeu-

man

sich daran stoßen sollte,
freilich

//p/'i

auf ein hpr-rs zurückzuführen, so denkt

Zimmern an eine
das auslautende
asiatisches
(?),

noch entferntere Möglichkeit der Etymologie.
dieselbe

Es könnte
als klein

s vielleicht

Endung

is

sein, die

möglicherweise

hethitisches

(?)

Element sich

in

mehreren eigenartigen hebräischen
findet, so in
Tö''33^5<

und assyrischen Appellativen und Ortsnamen
misu,

(vgl. assyr. alga-

Name

einer Steinart),

1ö"^''2bn

(Kiesel, harter Stein, assyr.
lö^'^ns, tö-^rjnn.

dmehi, arab. ^>;-^="
also in Jiprs an

Feuerstein), in
ein

Ortsnamen wie

TlJ^'as-i?,

Es würde

dem Babylonischen oder

sonstigen
-s

Semitischen entlehntes hpr »(Kopf)be-

deckung« noch ein hethitisches
lichen babylonischen

getreten sein, wie auch in den sumerisch-akka-

disch-hethitischen Vokabularen die hethitischen Wörter mehrfach mit

dem gewöhn-

Auslautsilbe -as

geschrieben werden. — Schließlich erinnert Zimmern daran, daß
I

Ideogramm

für das betreffende

Wort, aber vermehrt
S.

um

die
es

nach Weidner, Studien zur hethitischen Sprachwissenschaft
lichen) Hethitisch ein

25 im

(keilschrift-

Wort

ho-op-par,

Var. op-par, also vermutlich hoppar für

»eine Art Becher«

geben

soll.

Bei

dem engen Zusammenhang,

der zwischen

den Bezeichnungen für »Becher, Kelch« und denen für »Helm« mehrfach beVgl. Delitzsch,

')

Prolegomena

S. 54;

Nöldekf,,

ZDMG.

40, 720.

Siehe auch Nöi.deke.

Neue Beiträge zur

semit. Sprachwissenschaft S. 40.

Band

53.J

(i.

Steinuouff: Die bUuic Köuigskrono.

73
«Kelcli«

Steht

vgl.

z.

B. liebr. ynis

und ^nip «Helin« und n?3p
hetliitisclie

wäre es
für

nicht

undenkbar, daß dieses

hoppar zugieicli auch

ein

Wort

«Helm« wäre und daß das ägyptische /</>/-6^ ein hethitisclies schon erwähnten Nominal- bzw. Kasusendung -<t^) darstellte.

lioppar-d}^ {mit do.v

Müllers hpr§ als äsv^Bn aus dem Semitischen zu erklären, nicht die einzige Möglichkeit einer Etymologie ist und daß sich ihr leicht noch andere Vermutungen anreihen lassen. Sie alle sind
möglich, aber nicht recht wahrscheinlich.

Man

sieht,

daß der Versuch

W. Max

Gegen eine semitische oder sonstige Ableitung aus einer vorderasiatischen Fremdsprache spricht auch noch die ägyptische Orthographie

^

Q
Das

des Wortes.

und

erst in der Zeit der

Hyksosvertreibung mit

Wäre hpH im Ägyptischen fremd dem Gegenstande, den es bezeich-

net, entlehnt, so

würde man erwarten, daß es, wie andere Fremdwörter, in der sogenannten syllabischen Orthographie oder zum mindesten in einfachen Lautist

zeichen geschrieben wäre.

aber nicht der Fall, das

Wort

hat ein rein

ägyptisches Schriftgepräge.
Ist

das

Wort

hprs aber ägyptisch, so bleibt freilich der von

W. Max Müllfk

beanstandete vierradikalige
geleitete, vierradikale

Stamm immerhin

auffallend. Ursprüngliche, nicht ab-

Nomina

sind im Ägyptischen nicht gerade häufig, und ihrer

kleinen Zahl müßte dann auch notgedrungen die Wurzel hprs zugesellt werden.

VI.

Wenn nun
weshalb

das

Wort

hprs kein

man annehmen

soll,

Fremdwort ist, so bleibt eigentlich kein Grund, daß diese Krone selbst aus der Fremde von den ägypsoll.

tischen Königen eingeführt sein

Irgendeine ähnliche
2.

Form der Krone oder

des Helmes können wir weder im Anfang des

vorchristlichen Jahrtausends

noch früher oder später

in Vorderasien nachweisen \ So werden wir also auch Kopfbedeckung selbst ägyptischen Ursprung annehmen müssen. für diese Es bleibt dann nur noch die Frage zu erörtern, in welche Zeit wir den Ursprung des hprs in Ägypten zu setzen haben. Vor dem Anfang des Neuen

Reiches
lich
soll

— auf

diese Feststellung Bissings habe ich schon oben

(S. (50)

hingewiesen

ausdrück-

findet er sich auf

den ägyptischen Denkmälern

niclit.

Aber

er deshalb nicht doch schon früher existiert haben? Man bedenke, daß die

Zalil

der Tempel-, Grab- und sonstigen Reliefs von der Frühzeit bis

zum Ende

des Mittleren Reichs, auf denen wir den Pharao dargestellt finden, außerordentlich gering
ist.

Schlachtszenen, Darstellungen des Triumphzuges, der königlichen

Ausfahrt, des Verkehrs mit seinen Frauen und Kindern, bei denen der Herrscher

den Bildern des Neuen Reiches mit dem {^ abgebildet ist, fehlen in der älteren Zeit vollständig, und auch solche Opferhandlungen, bei denen er in der späteren
in

Zeit den hprs trägt, sind unter den älteren Reliefs
')

kaum

vertreten.
vgl.

Über

die

Formen
Band.

vorderasiatischer (syrischer)
II

Kopfbedeckungen und Helme
10

Lidz-

BARSKi, Ephemeris für semit. Epigraphik
Zeitschr.
f.

133 ff.

Ägypt. Spr.,

53.

74

G. Steindorff:

Die blaue Konigskrone.

[53.

Band.

Reclit groß ist allerdings die Zahl der Königsstatuen, die aus
und. Mittleren Reiche erhalten sind.

dem

Alten

Auf ihnen

ist

der Herrscher

am

häufigsten

mit dem wm^-Kopf'tuch, seltener mit der Perücke
der roten oder gar der Doppelkione dargestellt.

(oline Krone),

mit der weißen,
fehlt.

Die [ipri-Krone

Aber

wie selten

kommt

sie

auch unter der überaus großen Zahl der Königsstatuen
Ich habe keine Statistik der Königsstatuen aufgestellt,

des Neuen Reiches vor.

aber ich glaube wohl,

daß wir uns bei dem geringen Prozentsatz von

[tpri-

Kronen bei Königsstatuen des Neuen Reiches nicht wundern dürfen, daß die blaue Krone auch in der älteren Zeit bei den Statuen der Könige nicht nachzuweisen
ist.

Gewiß

ist

es auffallend,

daß unter den verschiedenen Stücken des Königszur Grabausrüstung

ornates: den Kopftüchern, den Kronen, den Schlangen, Diademen, den Schurzen

und Zeptern,
erwarten,
Rolle

die in

den Särgen des Mittleren Reiches
[iprs

als

des Pharao gehörig abgebildet sind\ der

fehlt.

Hier dürfte

man

ihn wohl

wenn

er wirklich in älterer Zeit für die Königstracht

schon die große

sj)ielte,

die

ihm

in der

Tat im Neuen Reiche zukommt.
silentio

Aber

ich glaube,

daß auch dieses argumentum a
vertreten sind,

nicht allzuviel besagt,

da auch noch

andere nicht unwichtige Teile des Königsornates in diesen Bilderreihen nicht
z.

B. die mannigfachen Götterkronen.

Angesichts der großen Bedeutung, die
richten

dem

/iprs

nach den literarischen Nach-

und den religiösen Tempeldarstellungen im Neuen Reiche zukommt, kann ich

mich des Eindrucks nicht erwehren, daß die blaue Krone keine späte Erfindung,
keine etwa in der Zeit zwischen Mittlerem und Alten Reiche neu aufgekommene
Königstracht, sondern vielmehr ein uraltes Erbstück der Pharaonen
ist,

das wir
Ich

nur durch irgendwelchen Zufall erst verhältnismäßig spät kennenlernen.

kann mir nicht recht
gar noch eine aus

vorstellen,

daß eine neumodische Kopfbedeckung, und nun
wie es der
Ijpri tatsächlich

dem Auslande entlehnte, bei der Krönung des Königs eine
soll,

solche Rolle gespielt haben

tut.
hp?'^ fehlt,

Ein sicherer Beweis für den altägyptischen Ursprung des
auch über die Art,
klaren.

und

wie er eigentlich beschaffen war, sind wir nicht ganz im

Aber eines hat wohl diese Untersuchung endgültig dargetan: daß wir ihm keine in Perücke, sondern eine Königskrone zu sehen haben. Im Gegensatz zu der »weißen« und »roten« Krone des oberägyptischen und unterägyptischen Königs möge auch der hprs am besten nach seiner Farbe als die »blaue

Krone«
')

bezeichnet werden.
(Cat.

Lacau, Sarcopliages anterieurs au Nouvel Empire

Gen. du Caire

vol. 14) Taf.

54 und

die betreffenden Textstellen.

Band

53.]

A. Rii.sdi:

Der Tote im

(ir.iho.

75

Der Tote im Grabe.
(Altes Opferritual aus den Pyramidentexten.)

Von Adolf Rusch.

x\us den zahlreichen Opfertexten der Pyramiden
Gruppe gehören
vier Texte an, die ich
1.

schcält sicli leicht eine

Gruppe
Dieser

heraus, die als Beispiel eines ganz primitiven Grabrituals Interesse erweckt.

im folgenden nur mit
H.

ihrer Ziffer bezeichne:

1002

— lOOH
sich

2.

1046 —1047

4.

1877c— 1881 1747 —1748
Seite zu erheben

Die Vergleichung dieser vier Texte ergibt folgenden gemeinsamen Inhalt:

Der Tote wird aufgefordert,

von seiner linken

und

sich

auf seine rechte Seite zu legen,

um

irgendein Opfer in Emj)fang zu nehmen.
als

Der Tote wird
wir später sehen,
hinzu; da aber in

in der zweiten

Person angeredet

»mein Vater«

(1

3);

auch

in 4 taucht dieselbe

Anrede wieder auf^
In
1

(freilich

ist

der Zusammenhang, wie
dieser Anrede »Osiris«
3 diesen Zusatz nicht

gestört).
1

und 2

setzt

P noch zu

imd 2 sowohl

M

als

N

und außerdem

haben, so

ist

unzweifelhaft der Zusatz sekundär.
in 2

Der Rezitierende wird

und

3 als »w-A bin dein Sohn, dein Erbe«- bezeichnet,

während 1 und 4 es nicht ausdrücklich hervorheben, daß der Rezitierende der Sohn des Toten ist.

Daß der Tote
er liegt,

sich

umdrehen

soll,

ist

allen

vier

Texten gemeinsam; an-

schaulich schildern die Texte, wie der Tote sich von der linken Seite, auf der

erheben

soll,

um

sich auf die rechte Seite zu legen.

Nur weichen
drücken

die
1,

Texte etwas in der
3

Wahl

der Ausdrücke ab:

das «sich erheben«

und 4^ mit dem Verb:

^"^^

f]

^=%
,

3,us;

2 gebraucht statt dessen: _

—ol

;

Konstruiert werden diese Verbe in allen vier Fällen mit der Präposition "^, die angewendet wirdl Für das »Hinlegen« ebenfalls bei dem Verb Aege dich hin'^

benutzen

1,

2

und 4 das Verb

% ^^>

^

während

3
p

^ \^
aaaaa^
H

^^skh stützen'^ an-

')

1748 gewaschen wird dein Arm mit dem frischen Wasser
:

A

H

;

die

Konjektur

rj

{das ich dir gegeben habe,

mein Vater Osiris)

ist

unabweislich.

•i)

4 läßt

^

fort.

zum

Präpositionen gibt auch <^ keinen Richtungsbegriff, sondern nur eine Beziehungsart hin. weg, im zweiten Falle auf Substantiv; also bedeutet im ersten Falle <^.von avf
ä)

Wie

alle

10*

/6

A.

lii;s(;u:

Der Tote im Grabe.

[53.

Uand.

wendet'.

Über den Sinn

dieser

Handlung kann kein Zweifel

sein:

Der Tote

soll

nicht etwa aufstehen, sondern sich nur etwas von seiner linken Seite erheben

(gewissermaßen »lüften«),

um

sich auf die andere Seite legen zu können.
ist

Die

Beschreibung des Umdrehens

überaus exakt und zeugt für eine sehr scharfe

Beobachtung der Handlung des Umdrehens und gibt uns damit einen neuen Beweis für die Anschaulichkeit des ägyptischen Denkens. Der Tote liegt also

im Sarge (oder was auf dasselbe hinauskommt: in der engen Grabgrube), und zwar auf der linken Seite; der üpferer kommt von rechts; um die Opfer entgegen nehmen zu können,
aber den Sarg nicht.
der

muß der Tote sich nach dem Opfercr umdrehen, verläßt Wir haben also in diesen Texten ganz primitive Anschauungen Tote im Grabe nimmt Speise und Trank zu sich; sein Sohn nähert sich ihm
dar^.

und bringt ihm Opfer
Natürlich
die
ist

dieser

Text vorosirianisch (wir sahen schon vorher, daß

selbst

Form

des Textes das bestätigt).

Doch

läßt sich die Zeit des Textes vielliegt

leicht

noch genauer bestimmen: der Tote

nach unserem Ritual im Sarge
der
rechten;

auf der linken Seite, der Sohn
an^:

kommt von
der Sohn

nehmen wir
Osten;

also

der Tote schaut nach Westen,

kommt von
(für die vor-

der Körper

hat also Südnordrichtung.
Zeit)

Damit stimmen nun

und frühdynastische
liegt

die

Ausgrabungsbefunde vortrefflich überein:

der Tote

mit verist

schwindenden Ausnahmen

in der Regel auf der linken Seite*; die

Richtung

überwiegend die Südnordrichtung, das Gesicht nach Westen
Reisner in 75 Fällen von 80; bei Junker 102 mit
')

gerichtet.

(Bei

dem

Gesicht nach Westen,

Die Ausdrücke für
f\

rechts; """
I

sind in den vier Texten
(in

folgende:

1

und 2 P:

(1

2

zerstört.)

3

N

und 4

M

und N:

1

A/VVW\

-+^ik^
N:
^)

Die Pflicht des Sohnes, für den Leichnam seines Vaters zu sorgen,
ist,

ist also,

was ja

selbst-

verständlich

rorosirisch.

Ja, so

wird auch das Verhältnis des Horus zu seinem Vater Osiris

zu erklären sein:

wie jeder Tote, brauchte auch Osiris für seinen Totenkult einen Sohn.

So

beruht denn die Verbindung des Horus mit Osiris, besonders in den Ritualen der Pyramidentexte,
einzig

und

allein darauf,

daß Horus für den toten Osiris

sorgt,

und zwar zunächst durch

die Toten-

fürsorge und dann durch die Bestrafung der Feinde, die Osiris getötet haben.

Daß gerade Horus
auch lokale Gründe

zum Sohn des vor), daß man
Horus
ist,

Osiris

eine jugendliche Gottheit brauchte,
als

gemacht wurde, mag darauf beruhen und daß

(vielleicht liegen

sich als solche leicht der jugendliche

in

seiner Erscheinungsform

Kind

(als

aufgehende Sonne)

daibot.

Für

die

Rache

brauchte
in

man dann nur den Kampf des den Kampf des Osirissohnes Horus

Sonnengottes Horus mit seinen Feinden,

der sicher uralt

mit den Feinden seines Vaters umzufrisieren.
ist

Wenn

eine spätere Zeit Seth mit Apophis identifiziert, so

das ein unl)ewußtes Nachfühlen der Herkunft

dieser Sage.
^) Denn wenn man den Toten auf die linke Seite legt, obwohl es doch des Opfers wegen bequemer wäre, ihn auf die rechte Seite zu legen, so muß man dafür einen bestiir)mten Grund *) Junker, Bericht über die Grabungen bei Turah, S. 27, und Naga ed-Der, Reishaben. ner 1 88, und besonders Mace II 31, wo eine Vergleichung der meisten Ausgrabungsbefunde an-

gestellt wird.

Baiul 53.|

A.

Uisdi:

Der Tute im Grabe.

77

89 nach Osten'. Auch stimmt dazu eine mündUche Mitteikmg Möllers auf Grund seiner Ausgrahungsberichte). Nun wird (wie Mace konstatiert) von der
vierten Dynastie an die Richtung der Leiclie

geändert: jetzt wird die Regel:
liegt

Kopf nach Norden,
[vgl.

Gesiclit nach Osten; der
ist

Tote

noch auf der linken

Seite,

aber die Gesichtsrichtung
die

geändert" (so bleibt es auch bis ins
Seite der Särgej,
aucli die

MR

hinein

Augen auf der linken
wird)''.

wo

die

Seitenlage

von der

Rückenlage abgelöst

So werden

Leichen der Pyramidenkönige

gelegen haben; denn Genaues darüber hal)e ich weder in Publikationen noch durch persönliche Erkundigungen erfahren können. Daß aber die Köpfe im

Norden

lagen, w^ird daraus wahrscheinlich, daß die Dekoration der Stirnwand

der Sargkammer von Norden nach Süden verläuft.

Da
faßt,

so die

Lage der Pyramidenkönige nicht mehr mit den Voraussetzungen
Ja wahrscheinlich

unseres Rituals übereinstimmt, so sind unsere Texte vor diesen Dynastien ver-

gehören also in den frühdynastischen Kult hinein \

ist

Umdrehung der Leiche in der vierten Dynastie gerade darauf zurückzuführen, daß man dem Toten das Umdrehen nach der Ostseite (von der der Opferer kam) ersparen wollte: denn daß dies Umdrehen den Leuten Kopfzerbrechen verdie

ursacht hat, beweisen ja unsere Texte.

Daß
die

diese Texte auf eine längere Überlieferung zurückblicken, zeigt auch

weitere Analyse der Texte.

Wir haben
soll,

vorher noch nicht den Wortlaut

der Opfer, die der Tote entgegennehmen

im einzelnen untersucht. Text
,

1

macht das Opfer abhängig von dem Verb
frischen

^

ci^^j

indem

er fortfährt: zu deinem

Wasser und zu deinem frischen Brot; Text 2: nimm dein Brot entgegen^

das ich dir gebe, Text 4 hat

zwar auch das Wasser (wie

in

1),

wenn auch
Text

in

der

Form des Reinigungswassers, den Haupttext aber

bildet wie in

8 ein

Erntetext

Erntetexte
ist

dabei von den Texten, in denen

kommen nun auch außerhalb unseres Textes vor. Abzusehen dem Toten im J?rwfeld geerntet wird (874 N),
die

oder,

was wohl
Daß Junker

bessere Lesart

ist,

der Tote

selbst

im J>rwfeld

erntet

•)

eine

so

darin seinen Grund, daß die Regel, den Toten nach

große Zahl von Leichen fand, die nach Osten blicken, hat wohl Westen blicken zu lassen, bei Grabanlagen

auf

dem Westufer
2)

entstanden sein

mag und
S.

erst

auf das Ostufer übertragen wurde. Übrigens

ist

bei anderen Friedhöfen des Ostufers die

Westlage des Gesichts die überwiegende Regel.
21;

Vgl.

auch

Petrie,

Medum

Schäfer,

Priestergräber

S. 5;

Peet

Cemeteries of Abydos, mals wechselt die Richtung der Leiche im Laufe der Zeiten: Schäfer, Priestergräber 2 und 113. *) Außerdem paßt ja auch die Hockerstellung der Leichen besser zu der ausführlichen BeIII S. 10.
^)

Reisner, Zeitschrift für ägypt. Sprache 48, 113.

and Loat Noch mehr-

schreibung, wie sich der Tote umdreht, als die ausgestreckte Lage.

/8

A. Rusch:

Der Tote im Grabe.

[53.

Band.

(874 M, vgl. 2070)^; wir haben es in unseren Texten nur mit einem Ernten

auf Erden zu tun.

In

760 und 1388

ist

es,

wie

in

unseren Texten 3 und 4

der Solm, der für den Vater erntet:

7G0a: dein Sohn
b:

steht

auf deinem Thron,
tatest

ausgestattet mit deiner Machte

er

txit^

was du früher

nach dem Befehl des R^

Der Sohn
was fängt

(d. h.

der regierende

König) erntet zugunsten seines toten Vaters;
diese Frage antwortet (in inhaltlicher
4)

nun da mit der Ernte an? Auf Übereinstimmung mit unseren Texten 3 und
er

657:

[1

.<u>. AAwvv >^vMJ c=^

^

c-^
[]

^^^^^

.

also

Festopfer werden

dem Toten davon
an Brot

bereitet^
Ist

nun unserem Texte
1

die

Fassung von

1

und
1

2

(Opfer

und

Wasser) oder der Ernte text eigen?
die

Schon

bei

flüchtiger Betrachtung

scheint

Fassung von

vind 2

die bessere,

zumal Text

in seiner Parallelität der

beiden Opferformeln einen vorzüglichen Eindruck macht.

Außerdem kann der

«Erntetext« den Toten nicht regelmäßig mit Speise und Trank versorgen, sondern

nur zu gewissen Festen^, während unser Text doch von regelmäßiger Darbrin-

gung von Speise und Trank zu reden

scheint.

Dann aber wird der Sohn
dir

in

den

Erntetexten nicht in der ersten Person redend eingeführt, sondern in der dritten

Person (760; 1388; 657 gebraucht das Passiv:
texte der Tote

wird

geerntet),

während der

Opferer in unseren Texten in der »Ich «-Form redet. Ferner scheint in

dem

Ernteda-

im Himmel oder

in der

Unterwelt zu sein

(vgl. 7(50); sein

Sohn

gegen

ist

auf der Eirde.

Demnach

ist

der Erntetext aus unserem Texte aus-

zuscheiden.
(leider
ist

Und

auch der Anfang des Erntetextrituals läßt sich ermitteln: 1387
grzrs

vorher eine Lücke) D^

y^/www

D

s=>^;

dies

D

bedeutet zwar auch ein Umdrehen, aber nicht des Körpers zur Entgegennahme
')

Dazu gehört auch 1950: auch
Sitz

hier
(vgl-

ist

von einem Ernten im Jenseits die Rede; denn der

Tote hat seinen
^)

im

-^

J

f

%> i

873 c).

getreide,

So auch im Harhotep C 221/222; wo nach einem Opfertext steht: ich ernte dir Nordich schneide dir Gei'ste, ich mache dir davon die Speise, ich veranstalte dir davon deine MonatsDieser Erntetext

und Halbmonatsfeste.
^)

mag
Teil

kultisch daraus entstanden sein, daß von der Ernte der regierende

König ursprünglich einen
Ernteopfer
fih-

dem

verstorbenen König, seinen Vater, zu weihen hatte. Daß die

Feste bestimmt waren, zeigen auch Dendeia: Osiristenipel (am 20. Tybi) Mar., Dend.

IV 37/62—63.

Rec. IV

24—25 Edfu

1

384

am

Pachonfest.

Rochm.

I

384.

Brugsch,

Tlies.

1395,

Medinet Habu: am Feste des Min

(vgl.

ChnAMP., Mon. 162; 214).

Band

53.]

A. Ruscii

:

Dci

Tote im Grnhc.

79

des Opfers, sondern des Gesichts,

um

seinem Tode

alles

in

Ordnung

ist:

nach seinem Hause zu seh n\ daß dort nach der Sohn hat seinen Sitz eimjenommen und tut,

was

dem

er selbst vorher getan hat (TGO). "^

Erntetext:

-^v

^ "^
um,

Und
/w^A^A

so hat

denn auch unser Text 3 vor

^zzz^

\^

\\^^^^

Daß

dieser Erntetext, der mit
{drehe dich
ist

dem Wende

dich

um,

um

zu sehen begann, mit

unserem Text

um

das Opfer entgegenzunehmen) leicht

zusammenein

geworfen Avurde,

verständlich '\

So hätten wir zwei «Sohntexte« voneinander geschieden.
dritter

Aber noch

»Sohntext«

ist
1

mit unserem Texte zusammengebracht.
erhalten zu sein; daher
ist es

Am

reinsten
ihn aus

scheint unser Text in
seiner

am

leichtesten,

Umgebung

zu lösen.

Text

1

ist als

der mit 1004Z/ beginnt.
dieser Text kehrt

Schon rein

Anfang vor einen andern Text gesetzt, äußerlich kann man dies erkennen. Denn
er-

1972

— 1986

ohne unsern Text wieder und bei Harhotep

scheint

derselbe

Text zweimal

AU

72 ff. und

CK

295 ff., beide Male
ist also

ohne

unsern Text und ohne 1004a: o mein Voter; 1004«

rein äußerlich

zum

Zweck der Verknüpfung mit unserm Text

wiederholt.

Das äußere Kriterium wird

durch den Inhalt des angefügten neuen Textes bestätigt: Osiris wird dadurch von den Toten erAveckt, daß man vor ihm die Taten seines Sohnes Horus re-

*)

Daß
I

diese Interpretation die richtige
'-'

818:

^^ s=3 %>
I

<:::i>

_ir

^cs>- Jcc^

^ "^

ist,

beweisen folgende Stellen:
S D C^D aaa^/va
^

^^ Ö ^^=^
<zz>

^^^ ^.^ ^^^ j^.^.^

^^

j^.^ g^jj^^

dargebracht hat,

1568»:

186i:
2)

o^s^^ :;^^'^(P]^ ° c^^^-^V-^fwl
]]

°
auch

.

In dieser Vermischung lebt denn auch unser Text in der Nachzeit fort: TB. Naville 152,
169, 2

9

— 10;
*)

3.

Andere Anklänge an unseren Text

s.

S. 81,

Anm.

1.

Dieser Text gehört zu einer sehr weitverzweigten Textgruppe, die

zum

Teil sehr aus-

führlich

alle dieses

Thema

behandeln; ich
(

zitiere Ausschnitte

aus 575

— 582:

575

a:

o Osiris {das ist

T

1):

^'*

T^ommt

um

dich zu umarmen,

578c: ihn hat dein Sohn Hr geschlagen,
581 a:

Hr

hat Seth ergriffen

und ihn

unter dich gelegt (ein in diesen

Texten ständig wieder-

kehrender Gedanke),

und Dl8a)

~T n.r^

.

582

c'

"^ T ~w^
(

{

ich sie als

(das scheint mir der Hauptinhalt der Texte, weswegen >¥^ W-Texte bezeichnen möchte)
g
s

^ \\
jf

oder:'

587

b:

J\ y\

'^vwsa '«^^^^

....

Gruppe gehören 14 größere Texte, von 575 592; 609—653; 765 767 (und 24—25); 1627—1637; 1830—1832; 1853—1859. In 1007 beginnt auch dieser Text mit der Aufforderung: stehe auf und sieh, was dein Sohn dir tat beginnt; das mag aus den vorher bespi-ochenen Erntetexten (vgl. 1879 a) hineingenommen sein, da in keinem der in der Anmerkung zitierten Par-

Zu

dieser

alleltexte diese

Wendung

wiederkehrt.

80

A. Rusch:

Der Tote im Grabe.

[53.

Band.

:^k^Vr

-^f

P^V--W

^r- 1-^ -w--%p--i
Dieser Text
ist

so rein aus der Osirissage zu verstehen,

während unsere

Texte ganz vorosiriseh sind.

Wir haben
1.

also

in

dieser Untersuchung

drei

«Sohntexte« gegeneinander

absondern können:
unsere Texte: der

Sohn

als Kultvollzieher für

den Vater (der Sohn spricht

in der ersten Person),
2.
die Erntetexte:

der lebende König bringt zu gewissen Festen seinem toten
in

Vater Ernteopfer dar (vom Sohn wird
H.

der dritten Person gesprochen),
in der dritten

Horus

als nd-tj seines Vaters

(vom Sohn wird auch hier

Person gesprochen).

Text

1

läßt sich also ganz klar

von dem folgenden Texte abschälen.

In

den anderen Texten lassen sich die Anwüchse so leicht abstreifen, daß ein Nur mag uns eine flüchtige Analyse von näheres Eingehen überflüssig wäre.
Text 4 zeigen, wie verworren Pyramidentexte sein können.
1.

1747«: eine Auferstehungsformel,

2. 3.

17476

— 1748c:

unser Text, vermischt mit

dem

Ernte- und Festtext,
ff.),

1749«: der Tote wird zum Schakalgott
1

(vgl.

ÄZ. Bd. 48, 123

4.

749 &

— 1751 a

damit er

dem Toten wird eine Stufenleiter zum Himmel errichtet, zum Himmel emporsteigen kann; dort sitzt er zwischen den
:

beiden Göttern (Schu und Tefnut) und richtet (dieser Text
scheinlich mit
5.

ist

wahr-

dem Text C

in

ÄZ. 48, 127 verwandt),

1751

Z>

— Schluß:

der Tote erhält zwei Ruder und rudert über irgend-

einen See oder ein Meer.

Also fünf grundverschiedene Texte sind hier vereint, die sämtlich ganz verschiedenen Anschauungen entsprechen.

Wie
a)

in unseren

Text fremde Elemente hineingekommen sind, so

ist

auch

anderseits unser Text selbst als

Fremdkörper
sich

in

andere Texte eingedrungen.
in

730.
(j

Der Tote befindet

im Himmel;

diesem Zusammenhang wird

unser Vers:

^ = ^-^"^-^^t]^ J
cz^

t?[l(N:
benutzt,

um

den Toten auf dem Throne Platz nehmen zu

lassen,

wie der folgende

Band

ä3.|

A. Hustii:

Der Tote im

(iialn-.

81

Vers deutlich
seinen

zeigt:

es

bleibe

dein Sitz unter den Göttern^

R^ möge dein

Gesicht

auf

Arm

stützen^.

b)

2182.

Hier folgt auf den ^Fext

K\^\)
Sterntext.

(J

o

^:zz:^.

vom

folgenden sind zwei Zeilen zerstört; dann folgt ein

Der Text mit
ist

&ik

kann
in

sich

zwar auf den Toten im Sarg beziehen,
ff.

aber sonst

von unserm Text

2182

niclits

zu finden.

Die Analyse unseres Textes hat uns zweierlei gezeigt: einmal, wie klar und

Form gefaßt war; dann aber, wie wenig Verständnis von seinem Sinn diejenigen gehabt haben, die ihn im Totenkult der Pyramiden rezitierten, oder diejenigen, die die Vorlagen für die Pyraanschaulich der Text in seiner ursprünglichen

i

midendekoration zusammenstellten; paßte doch die Lage der Leiche nicht melir
zu den Voraussetzungen unseres Rituals.

Ein deutlicher Beweis, wie lange diese

Rituale im Gebrauch gewesen sein mögen, ehe die Pyramiden gebaut wurden.

Ein Onkel Amenophis' IV. Hoherpriester von Heliopolis?

Von Hermann

Kees.

IJORCHARDT hat ÄZ. 44
AAA^
I
I

S.

97 versucht, einen Bruder der Königin Teje namens

^

^

jgj.

zweiter Prophet des

Amon

war, auch als Hohenpriester von

Heliopolis nachzuweisen.

nophis

III.

Er schließt dies aus der Titulatur auf seiner unter Amedatierten Statue im Turiner Museum, deren Inschrift Maspero Rec.
^/-7^7^

de

trav.

HI 126 veröffentlicht hatl

nennt sich dort

u.

a.

§

^J

©

[1

^2^^.'Ji>nF|n|, fö 4.1011 ö(]=.
12

Nun

ist

es

an

sich

unwahr-

1) Eine ganz ähnliche Weiterbildung dieses Verses zeigen von späteren Texten TB. c 68, 14 und Lacau, Rec. des trav. 30, 191 und 32, 86. übrigens scheint der mit der letzten Stelle im Zusammenhang stehende Text auf Seite 83 uns zu zeigen, wie diese Weiterbildung zu erklären
:

sein

mag; wenn

es dort heißt

:

^^'j^
ist

^P
mehr

'

späteren Anschauung: Der Tote

gezwungen, an sein enges Grab gebunden daß Bewegungsfreiheit, soviel hat er sondern auf der Seite liegend, das Opfer entgegenzunehmen, kann. er sich zum Essen hinsetzen
nicht
2)
'

""^^1 ^lU

^1

11'^^

entspricht dies einer

Man

beachte den Wechsel von rechts und links gegenüber unseren Texten.
l)ei

3)

Die Wiedergabe

Brugsch, Ägyptologie

S.

320

auf einem Fehler zu beruhen.
Zeitschr.
f.

^^Q

sie

fll^ I E

^

^''''^'"'

Ägypt. Spr.,

53.

Band.

82
scheinlich,

II.

Kees:

Kill

Oukcl

Aiiiciiopliis" IV.

llohcrpiiester von Hcliopoli.s?

[53.

Band.

daß

ein

Mann

gleichzeitig Priester in so weit entfernten Städten wie

Theben und Heliopolis war. Zudem hat Borchardt übersehen, daß der alte Titel wr-nti^ im neuen Reich nicht mehr auf Heliopolis beschränkt war'. Mit der
Ausbreitung- der heliopolitanischen Sonnenlehre auf die oberägyptischen Kulte
die entscheidende Periode
Filialen des Rekultes
in Teil
ist

liegt

wohl schon im mittleren Reich Aton
wr-irü^,


:

haben die
Nicht erst

auch die heliopolitanischen Titel übernommen
sich der Hohepriester des

Amarna nennt

gerade in Theben

der Titel seit Anfang der 18. Dynastie zu belegen.

Das

älteste Beispiel dafür

dürfte nach Ausweis des Berl.
[1

Wb. Rechmire
auch
I

sein,

der sich m
ist

^^ Mf

^\^

^^^^^
i

n

"^^t

-^ ^.

n^^ l|

nennt,

Chaemhet

unter Amenophis

III.

^^^ijj^

"^"^^

tI

(Mem. Mission

121); es führen ihn weiter die Repriester
ist

in This".

Für die thebanischen Verhältnisse

namentlich das Auftreten im

nahen Hermonthis wichtig, das schon durch seine Benennung als das »oberägyptische On« eng mit Heliopolis verbunden ist. Auf den Rekult in Hermonthis hat Legrain mehrfach
hingewiesen und gezeigt,

daß dort zur Zeit

Amenophis

IV. ein Atontempel stand'^.

Da nun

'^^-nn

sich in der in Frage stehen-

den Titulatur auch ausdrücklich Priester in Hermonthis nennt, so scheint mir
zweifellos,

daß auch der
ht-sr

Titel

^^

^

[|

|

nach Hermonthis gehört und nicht

nach Heliopolis.

bedeutet eben nur noch das Haus des Sonnengottes,

und

es ist zu beachten,

daß der Hohepriester von Heliopolis schon im alten

Reich in der Regel seinem Titel wr-m^^ die präzisere Bezeichnung «von On«
beifügt*.

Fall war^ auch Amenophis III. blühte, in Hermonthis der heliopolitanische Rekult schon unter nur daß er in dieser Zeit noch nicht die exklusiven Formen der Atonsekte unter Amenophis IV. angenommen hat: noch kann sein Priestertum ein Amonspriester im Nebenamt verwalten. Auch Amon war ja damals schon lange in der Theologie ganz zum Himmelsgott geworden. Das Verhältnis bleibt auch

Unsere Stelle zeigt damit, daß genau wie es

in

Karnak der

bezeichnenderweise nach
')

dem

Siege der Amonspriester so

;

in der Folgezeit be-

memphitischen Ptah

Den Filialkult des auch bei andern hohenpriesterhchen Titeln Karnak üben Amonspriester mit dem Titel des Hohenpriesters von Memphis aus: Rk-n-hnSw unter Ramses IL ist auf seiner Kairoer Statue neben seinem Hauptamt als HoherDieselbe Erscheinung
in
:

priester

des

Amon ^=j '^

aaa^/^

^ 1\

'|

o

fl

^ ^*
1.)

des

Amon

mit diesem Titel führt Stolk, Ptah S.
Vgl.

f f 38 nach Champ. Not.
S. 91

^V

^

*

^^^^ weitere Hohepriester
I

847 und_LD. Text

III

254, an.

auch die Bemerkungen Gardiners ÄZ. 47

Anin. 4

zum

Titel

v

T\-

2)

Vgl. die Titelreihe des

j^

^

(T]

'

(Merneptah

in

seinem (irab bei Meschech

(eig.

Ab-

^)

Rec. de trav. XXIII

62;

Annal.

andere bei Murray, Index of names and

') Petrie, Medum 8 (Kahotep); du Serv. IV 147. Maspero, Histoire ancienne II 316. titles XIX.

')

Band

53.]

II.

Kke.s:

Ein üiikcl Aiuoiiophis' IV.

Iloliei-pi-iester

von Heliopolis?

83

gegnet der Titel t^r-w/y des Re nacli Auswels der Sammlungen des Berl. Wb. durchweg bei Amonspriestern, nicht wenige Hohepriester des Amon führen ilin nebenbei. Außer dem schon erwähnten Bk-n-hnko sei genannt: Nb-wnnf unter

Ramses
nennt;

IL.

der sich in seinem Grabe (Wb. Abschrift
q
,

Setiif.) ^^^'J^^^

/T^/

^^
^^^ '^^

weiter
[j

^

L. D.

III

287 e ^^^->^

?5^^^^'=1©-

Rckult

mir nach dem Beispiel des ^f-nn wahrscheinlich, daß auch diese Titel sich auf den in Hermonthis beziehen, und daß die Bezeichnung »in Theben« auch Ilermonthis mitumfaßt. Darin könnte der Grund liegen, warum Beispiele mit der genauen

Angabe wr-m^^ »im oberägyptischen On«
der Spätzeit:

selten sind.

Ich kenne nur zwei Stellen

^ ^ ^=| 1
daß

(Guide to the third and fourtli egypt. rooms S. 85)

aus Dyn. 26 und aus derselben Zeit ^:^

°^

^=z=

|

J

auf der Kairoer Statue
ist

36975 des Amonspriesters Psammetich (Wb.).
unwahrscheinlicli,

Nach alledem

es

mir nicht

der Einfluß

der

heliopolitanischen

Sonnenlehre

nach

Theben

gekommen ist. Um das genau festlegen zu können, fehlen allerdings die ausschlaggebenden Quellen des mittleren Reiches.
speziell

über Hermonthis

Kindred Semito-Egyptian Words.
(New
Series.)

(Continued froni Vol. 51 pp. 110—121)'.

By Aaron Ember.
°t

101. nb

(33)

"lord, master", Copt. nn^:

^^

(ndb),

pl.

cj^l {^anidb) "chief of a

tribe'".
Nearly
the material of
tiines

')

all

tliis

paper has been carefully gone over by Professors Sethe
last

and Littmann.
eminent scholars
to

At various
lists

during the

twelve nionths

I

have submitted

to ihese

two

of

new Semito-Egyptian words, and each

time

my

manuscript was returned
It is

me amply

annotated with very suggestive and illuminating remarks.
I

with great pleasure,
I

therefore,

that

take here the opportunity to express
to Professors

my

indebtedness to both of them.

am

Sethe and Littmann also for several very ])lausible combinations of Semitic and Egyptian words, for which 1 have givcn to them due credit in the body of the work. I have taken the liberty of quoting some of their remarks and suggestions in the notes to this paper. I sincerely hope that other scholars (besides Erman, Sethe, LrrTMANN and Max Müller) will begin to take a greater interest in the investigation of the relationship which siibsists between Egyptian and the Semitic langiiages (more correctly I should say and the other Semitic
under Obligation
languages).
It

is

a field of investigation uf the highest importance both to Egyptian and Semitic.
is
still

At present the investigation
2)

in its early stages.

Lisan el-Arab

II

275

^^i

f^l -^—
is

IjI^'j

^j^

^yi\

L>\>

.

It

is

possible that the

word

^sL' näiih "lieutenant, Substitute,

vicegerent"

ultimately connected with this

^U

.

84
102. htp

A. Ember:

Kindred Semito-Egyptiaii

NVoi'ds.

[53.

Band.

(virin)

"to set (the sun), alight,
"death^".

rest,

be completed, be satisfied; peace,

rest":

>->»:>-

In the Egyptian htp

we

see the original

meaning

of the Arabic stem '^.J^

103.

km

(DD)

"black'",

Copt. Kd^Mc:

Syr.

and Talmudic nDS "to be black",
Eg. km-t (pronounced
is,

Syr. ^ukkdmd, Talmudic ns^S and sias^s "black'".
Kernet,

Copt. KHMe) "Egypt", originally "the black land",

therefore,

etymologically connected with the Sem. stem aDS.
104. p^k-t (npss) "a kind offine linen": 3°J "flax^".
transliterated pk-t,

— The
it

Eg. word
is

is

usually

but according to Prof. Sethe
ca.;
s-t (nr)

to be read pik-t.

105.

s (t)*

"man",

Copt.

"woman"

(cf.

Copt. c^imc

=

s-t

hm-t):

ji

(= Heb. m) "the (man) of", L\^ {= Heb. nsi) "the (woman) of" (Sethe). The Coptic prefix cjv, the etymological equivalent of Eg. s "man", is employed in a similar way as Arab. JJ^ e. g. cd^t((yd^'2&€ "a loc&.iiÄ.q

quacious person" (:= ^"^^ji),

"butcher",

CÄwiitteg^

"oil dealer", etc.

Compare with these expressions Arab.
106.
/^^

S'^^ 3^ ^Jt*

jj,

etc.

"^
(y:i25)

°-^

{^lP)f)

"to härm, to do evil" (Untersuchungen IV 107): Heb.

ys^ "to be evil, bad, hurtfuP".

107.

sn'^

"to ward

off,

repel": ^-^ "to despise, to find any one ugly or

repulsive"; "^^ "to be ugly, repulsive";

^-

"abomination

".

Cf.

English

"repel" and "repulsive".
108. db^ (sn^ or 8D5) "to restore, recompense",
Copt. Tcatofie: jfr "to set (a
I

broken bone),
6jJi

restore

any one's business"; Dozy
1

170,

col.

I

below

j^

"retablir

une personne dans
'

etat

ou

eile

etait

auparavant, la

dedommager des
ibid.
;i

pertes qu'elle a faites

:

ibid. col. 2 jfr "rendre, restituer";

171,

col. 1

\jfr
le

quelquun pour
dnh " wing"

cf.

=

dedommagement, indemnite, argent qu'on donne dedommager de la perte qu'il afaite." For Eg. ^ = ^
->

"

r-^-

ndr "carpenter"

=

j^^>

-,

md^-t "scroll"

=

t\\yo,

dir

=

j^>- {AZ. 51, 120, no. 99), etc.; see also next number.
i^^y)

109. ddf {All OT
great",

"fat":

"^^5

"to grow or become big, strong",

bn-ia

"big,

J^

"to grow, become strong, ripen (grain); also

reference to this combination Prof. Sethe wrote to

/o m^/^/a/." With me: "lautlich keine Be-

^) Prof. Lijt') Prof. Littmann believes ihat there is no doubt that this combination is correct. mann: "This etymology I found myself a good many years ago, and I have often spoken of it in my ') Prof. Littmann "Veiy h'kely. But perhaps this is a very lectures. I think it is correct". However, ihat would lead Egyptian, or which is niore h'kely in Arabic. old loan-word either in *) Eg. s corresponds with one or two exceptions US to a time when the word was still jor^-^ü " 2st ^'j, nsr-t "diadein" =^ -t:, b/i.s always to Heb. t, or to Arab. j and j, e. g. sib "jackal"

:

=

"calf"
J>j,

=
'•)

(7 jÄ-

,

h.sj

"to be miserable,

contemptible"

=

tij^?

(iJ=-5 «i/

"to play on the flute"

=

etc.

Prof.

Sethe: »Die Gleichung
^^.

ist

wahrscheinHch, weil das hebräische
sein.«

Wort gerade auch vom

Auge gebraucht wird.

-^ö- wird "invidere"

Band

53.]

A. KninER:

Kiadrcd

ScMiiito-Kgvptinii

Words.

85

denken, aber die Bedeutung paßt doch sclilecht

!

".

It

appears to me, however,

that the ideas of "fat" and "big'" are often intimately associated.

The

ety-

mological equivalent in Ethiopic of the Heb. stem
(Syr.
-^ny

n33>

"to be thick, fat"

"tobe
nnn)

thick, toswell'"), o-nf ^ß^i«, signifies "to begreat'"'. Arab.I^j
is

(= Heb.
Juice".

"to be great"
original

etymologically connected with

Lj

"thick

meaning of the stem was "to be thick". The Arab. J-^ "to melt faf shows that the original signification of tlie Sem. stem gdl was in all probability "to be fat". Arab. ^-^^ itself is perhaps a
denominative verb from a noun signifying
very likely that
bns is
"fat"".
I

The

consider, therefore,

my

combination of Eg.-dd^ "fat"' with the Sem. stem

correct.

For Eg. d

=
to

Sem.
nn-^3^

g,

cf the preceding number.

110.

^yi (ns3?)

name

of a tree: Heb.

(occurs in the O.T. only in the pl. ü^2y'^):
authorities populus Euphraüca),

"willow tree" (according

some

Arab.

^y111.

" willow-tree

"^

"

'

<'/6 (nity)

" wonderful, extraordinary

'"
:

Arab.

'^_j<^

" wonderful, stränge, extra-

ordinary'", ^3^1 "to do or say anything stränge or extraordinary".

— Ac(^}b

cording to Prof. Sethe the original signification of Eg.

<'/6-^

"hecatomb" may
(Pyr.
1

have been "the extraordinary"

(offering),

and

is

an epithet derived from
^^b-t ö

=

^^>

.

Similarly Prof. Sethe beUeves that also Eg.
(or

164, 1293,

1305, 2012) "pitcher"

some

similar Utensil for water), perhaps identical

with the Arab.

V^

(also <^j^)

"bücket, cup, silver vessel", was originally

an epithet derived from the same stem.
112.
lüs-t f^^^ (rtSSn)

"foreign country, mountain country": Assyr. hursu*

"mounoriginal
as
is

tain", Heb. löih,

Aram.

»lön^n, Syr. hursd,

Arab. ^T^^ "forest".

The

meaning of

this

Semito-Egyptian word was, of course, "mountain",
its

shown both by
113.

meaning

in Assyrian,

as

well as by the hieroglyphic

sign for this word''.
db,'

(i^nn)

"to die" (Urkunden
(Sethe).
{bdl}

I

42):

j^

III

"to die", JS death, Heb. in^

"death, pestilence"
114.
b^

(ai)

"soul": Arab. J^

"mind"
",

(e.

g. yoxi

say

J^ ^Vl J^^

"the
"'

matter came back to
is is

my mind
lit.

i.

e.

"I remembered it", and^J^i

^"what
as
I

the matter with you?",
not, as

"what

is

your mind?").
6/

— The Eg. b^w "glory
is,

Prof Erman thinks, the plural of

"soul", but

have

2) In post-Biblical Hebrew Heb. ^2^ "heavy" and ti=3 "glory, honor". *) The connection between Eg. ^) Prof. Sethe: "wohl sicher". common. and Assyr. hursu was discovered also by Prof. Haupt independently of me.
1)

Cf. also
is

Singular ra;?

the
h)s-(

"forest" is not connected with the Assyr. ^wr.w. '} According to Prof. Jensen Heb. Arab. ^ji; see KB 6, 580, 494; ZDMG 67,506, "mountain", but with the stem Ijurdsu "to plant" and the latest (16th Ed.) of Gesenius' Heb. u. Aram. Handnörterbuch (ed. by F. Buhl) ad lä-h 1. If Jensen's theory be correct, then Eg. his-t can be combined only with Assyr. /jursu "mountain",
•iJ-'.ri

=

but not with Heb.

-i^h,

Arab. J^

j=^

8()

A. Esiber:

Kindrcd Semito-Egypti.'in Words.

[53.

Band.

already pointed out {ÄZ. 51, IIG, no. 57). the etymological equivalent of
I

Arab. j^ {ha^w) "glory".
115.
116.
t/ij

(Tir)
(13)

"to transgress"
j\j\
fr

(a

law, an order):

V

"to be neglectful'".
-'hour"".

mc

"time":

"Urne".
bm"-)

Cf. also

wnw-t

117. dbn (pT, probably
118.
?/</''

"circle":

<^-|J

"ring" (without a stone^).
guilt,

(ys'a)

"to be justified (acquitted), be declared free from
pious (used in the Pyr. Texts of
filial

be true.
''

(adj.) just,
^Sj\

piety), true

*'
;

w^-/ " truth

{har'Pa)
ÄA^y«'),

"to be free from
iftanHin)

guilt"",

11

"to acquit, clear
free":
also

a. o.

from

guilt""
filial

(=

\sj.

aquitted,
j.

innocent,

j,

"to show

piety"", 11

"to justify, acquit"".
1

"just, pious, innocent'".

The stems
b

(Sy.

and
no.

j,

are,

believe, ultimately identical.

For the interchange of

and

m

cf the Eg. prep.
1).

m

= Heb. 3

{'Az.

49, 90. note), and snh

= ob»

[ÄZ. 51,111,

119. knl 120.

(SDp)
("Ta)

"basket, mat"':

ni]?,

1^-9.

"o\'^
,

Assyr. qanii,

Sy t. qnmi

"reed"".

mr

"to be

sick"":

Heb.

"nia,

Arab.

^, Assy v.

irtardni

"to be bitter".
is

Arab. ^^/^ "to be sick", as well as Heb. fTQ and Assyr. mardgu.
extension of
j-"
:

an

see

AZ. 49, 93,

no. 10.
Ä.£^üi)Ai

121. <^hm (any)
(n. Unit.

"hawk,

falcon".

Copt.

"eagle": Heb. ann. Arab. *^j
r cf
i^^h

^^=^j)

"vulture"".

For Eg.

^

=

Sem.
etc.;

(Copt. ooj^)

"moon"
paper on

=
122.

T171-

^b (^opt- Ä^uj)

"fire-pan""

=

ni«,

see especially
§ 2.
III

my

Semito-Egyptian soiind changes. in AZ. 49, 89.
<^W)'j
('i«l5')

"to rob, plunder":

jlc

(stem mediac j)

"to make a raid",

«3^ "raid, predatory incursion*"'.
123.

mnh

(hdu)

"butcher" (occurs only

in late texts):

^

"to cut meat into

slices^"".

124. npr

(id:)
('SS?)

"grain"":

Assyr. nlpru "offspring".
<^y

125.

c/y

"to become great"",

(S2?)

"grcat"
to

(e.

g. ntr

n

"great god"'):

y^^

nby "to go up, ascend {rhv also

grow, sprout, spoken of plants"),

')

[Die Bedeutung des arabischen

^)

See ÄZ. 51, 111, Nos. 4

— —
7.

Wortes ^) For
1.

ist

recht unsicher.
see

Littmann.]

iL'j

Lane,
*)

The Manners and Customs of the

modern Egyptians (Everyman"s Library)

p. 572,

30.

Prof.

Littmann: "jU mcans
is

'to

go

down
But
I

to
^)

a low country', jjlc 'to raid'.
Prof.

The combination
tliis

betvveen this and cwSj
it

very probable".
the

LrrTMANN "IfÄ;^ be
:

certain in
to
it

meaning,

would of course be

same

as mnh.

do not find any other reference
126 where
^»sclll

outside of in Freytag's dictionary [see, however, Tag-

el-t^Arns II

^
it

is

explained to

mean

'to cut

meat

into slices* ("U—sj «ulai);
«JJ

see also

the (iictionarics of
as
«:./.

Wahrmund and

Steingass ad
original

locum].

At the same time
'to give

may

be the same

(since

rCj>

^ tc^)

and then the

meaning would be
i.

away,

to present with',
it

and applied
slices'.
'^)

to

the host

would mean
is
is

'to deal out',

e.

'to deal

out the meat cutling

into

Heb.
I

r;n::i

'present'
^ij

also etymologically connected witli this stem."

believe that

employed

in this

meaning

in

Egyptian.

Band

53.]

A. Kmhkk:

Kiiidicd Semito-Kf-vpti.-iii Wdids.

87
exalted'.— Also the
as
it is

becomehigh,

lofty,

exalted";
{-ys),

pb^ "j^
nby.

"lofty, great,
is,

biconsonantal stem ^r

iiltimately identical witli

^

Copt. «.TVe "to go up'"

well known,
tliis

Just as

we have two

fornis of

verb in Egyptian

(O*

and

^j), so

we

have, according to Prof. Littmann, two

forms of this verb in Arabic.

Prof. Littmann considers Arab. -'to exceed the bounds, be excessive, valuable" as a secondary development of ^'.

^

126. ^r
elü

(iy

=

by)

"rush,

bulrush'":

Heb. nby "leaves,
is

foliage",

Assyr.

a/?/,

"sprouf .
alü
(-^"iffl)

The Eg. word
from the verb

derived,

I

believe,
is

from the verb

O-

discussed in the preceding number, just as nby

a derivative from nby,

and
127. sdj
128. dk

and

elü

elü.

'Ho read"':

\^

-'to

sing,

recite,

cliant""'.

(pt)

"flour": Heb. pp^, Assyr.
p"!

c?ff^a(yw.

.Arab.

J5. Aram. ppn "to beat

small, grind", Heb.

(Exl6, 14;

Is.

40, 15), Arab. ^i "fine dust" (Ht.

"beaten

fine").

Jbj and
".

^S

-flour",

Jli5

"ilour-merchanf

(Sf.the),

Sab. Dppn " flour

129. dkr

{-ypi)

'-to

touch, hurt, press'" (see Gakdiner, Recueil de Travaux, Vol. H)L

p. 83):

Arab. >i "to tap, touch with the tips of the fingers. prick". Lieb,
spear).
,

and Aram. npn "to pierce" (with a sword or
130. dkr
(ip'i)
'
"

"fruit"

:

/5 "to be verdant"

(field),

^5 ^5^^

,

ö^sj

,

S^sj "luxuriant

garden
131.
sh^

(caus. of a
(""SD)

simplex

^<y^)

"to remember'': Jl^ to imagine, "think"*.
(ship):
"'bs

132.
133.

hj

"a kind of vessel"

"vesseL

ship'"''.
I

k^hw
given

(li^pi^p)

"a kind of shijV: jßj "a long ship".

have come across
a

kik^w only in Papyrus Westcar 8, 3: imj djtw nj

Ww
hk^w
d

n k^k^w "let there be
is

me

a ship"".
:

I

am

inclined to think that

Sem. loan-word.

134.

w(^ (yi)

"one" -^Ij "one"".
-a^-Ij is
I,


,

In the Arabic dialect of •'Oman the etymological

equivalent of Arab.
see Brockelmann,

uahi,

without the

final

(fem.,

however. yohde);

VG

§

249.
i.

135. h/n

'^^^^

,

variant

ß /vww^

^^^^

e. Ijß

(bsn)

"hundred thousand'"
r.

:

J^

"nu-

merous, large crowd"',

J^

"numerous"". Jä^ "to assemble'",

"to gather

in large numbers"' (Sethe).

— For
^^^"^
is

numerals derived from stems having a

similar signification
')

cf.

Heb.

and

I3"i

"ten thousand'" from the stem
is

Pi'of.

Littmann: "Mc

in

Arabic

secondaiy.

It

a later development of

Jt.

But as

there are two loots and two meanings in Arabic, viz.

2) viz. fr and f/;'. " Dennoch ist der Vergleich vielleicht richtig [jol. 'ein bißchen' könnte das Herausgenommene sein], indem das Semitische nur eine Bedeutungsnuance des VVortstammes ^) Pi-of. Sethe calls my attention to the causative smh "to forget" from /im "not erhalten hat." *) Prof. LrrTMANN: "Possible, although the original meaning of JU- is rather 'to to know''. The possi^) According to Prof. Sethe /ty/ does not occur before the Middle Kingdom. imagine'"'. Roth Sethe and bility of kij being a Semitic loan-word in Egyptian is, therefore, not excluded. Sethe and Lvftmann: '-richtig''. Littmann believe, howevei-, ihat my combination is correct.

of this root in Egyptian too,

and y^, I think, there are two forms Prof. Sethe: "srf; 'lesen' ist doch wohl dasselbe
it

wie sdj 'herausnehmen'.

— —

•')

88

A.

Emker:

Kiiidi-ed Seniito-Egyptian

Words.
-.fr

[53.

Band.

nai "to be or become many, numerous'";

ribs

^1
<j>y^>\

^

" tliousand "

from a

stem t^^

"'to join,
Ci^!?^

associate'"

(cf.

>—

«'1

"to accustom one's seif", <-^M "to

unite, join",

^1

"friend, companion",

"compact, alliance").

Similarly Arab.
^,.rrr^

y^

"ten'"

(= Heb.

nnto?) is

etymologically connected with

"association, com2)any, tribe" (see Brockelmann,
this

VG I

p.

487, line

4).

With

Sem. numeral we have
In yiZ. 49,

to
I

compare Eg.

''^y

"to be numerous:
this Eg.

numerous, many'".

88

have incorrectiy combined
all

Word with Heb.
not to Heb. t.
1H6. ^/^7
(ras«y),

Ttfy "rieh".

Eg. ä in

cases corresponds to Arab. J^
p. 13.]
«bin, Syr.

[See

now
(nsjy)

Sethe,

Von Zahlen und Zahlworten
b3,-i,

late

^gM

"hoof: Heb.

Arab. J^j, Aram.

reglcfj,

Ethiopic ^egr (Brockelmann,

VG I

227. 1.1) "foot".

1H7. ^mm-f (n^^s) "fist": Ethiopic 'emmat "u\nsi", Heb.
Rec. de trav. 31,160).
finger,

nm

"eil" (Littmann,
index-

In

the

Talmud
virile''.

n"ES signifies

"fore-arm,

and

(like

^sas)

membrum

138. Ä/ (sn) "the back of thehead":

'"^^^^

(Itald^at)

"the middle part of the

back of the head".
139. Ä/

"W

(sn)

"around, circa" (older
*hw^

signification),

"behind":
"circle,

J^

"around"

(Eg. Äy
u\y>is

=

=

*hwP).

Cf. also

Arab. Jl>sprep. h} in

circumference",

and ^Jy^ "all around."

— The

its

signification

"behind"

not related to
I

k'^^^ "back

of the head"

(see

preceding number),
its

but,

believe,

this

meaning of the preposition has developed from

original

signification
to

"round about"
it

(circa).

The writing W^ @> which
is

would seem

connect

with

A/

"back of the head",
"nipple, breast".
idea of a definite

rather

late.

140. k^b-t^ (^2«p) "nipple", Copt. enifie: ^»^
^)

In Ethiopic ^elf

means "ten thousand".
I

The

number

is

in all

proba-

bility

secondary in the majority of the Semitic numerals.
50, 94.

Eg.
in

c?

"five" goes back to Sem. yarf
Eg. hmt "three"

"band"; see ÄZ.
in

am

inclined

to

believe
^_jmJ-.

that

the
this

etymological eciuivalent of Heb.
bis

-Jan

and Arab.
p. 23,

[About
2.
I

hyputhesis see

we have the now Prof. Sethe

"Von Zahlen und Zahlworten"
^)

note

should be very glad to get the opinion

of other scholars on this point.]
Prof.
i

Littmann
in

:

"Very good.

But

I

would rather say hwl> hyl>
I

hyi

>

h!^

since there
is is

must be a

(y)

the neighbourhood
at least as far as
l

when />/".
Egyptian
/

believe,

however, that Prof. LrrTMANN

wrong
not a
{dbl)

in

this

point,

is

concerned.
is

That the proximity of a
the

i

{y)

prerequisite for Sem.

to

become

in

Egyptian
('as)

shown by

following examples:

dib

"fig"

=

~^3T,

ib

(as)

"heart"
51,
112),

=

2^,

ibj

"to thirst"

strike"

=

nhs «i» (see

ÄZ.

"posteriors"

"rope" JlSt, mdi-i "scroll" Formen doch deutlich das i bei dem /; in den übi-igen Fällen werden, denke ich, die ägyptischen Formen mit i von solchen Substantiv- oder Verbalformen abzuleiten sein, die ein i in der Nähe des l zeigten. Littmann.] ^) Sethe and Littmann: "Sicher richtig. Dazu Tigrina ^aföö = 'doppeltes mecrö\ Tcacht
as booty" =; phn, cki
die hebräischen

^

= OSf, plii and pih "to cleave, = jK*, bhi "to flee" = ^na, hjk "to take = ~5a«, etc. [In einigen dieser Fälle zeigen

=

'doppeltes entaläm' {\^. Zeitschrift für Assyriologie, Vol. XVIII, p. 369), ferner äg.

A ^.

1

KOjfe

'verdoppeln'

=

Tigr. heb {ki

=

ä-c,

Wechsel der Emphase)."

Band

53.

A. Kmeseh:

Kindivd

Sciiiito-Kgyptinii

Wdrds.

89
connection

141. hr

^

"upon":

b?

J^

(Sethe).

It is

interesting to note in

tliis

that in the Socotra dialect

Ijke

(hey)

=

''^',

see

Bittner,

Vorstudien

zur

Gramm, und zum Wörterhuche
d. Kais.

der So(/otri- Sprache in
p. 7 n. 1.

den Sitzungsberichten
For

Akad.
(in)

d.

Wiss. in Wien, Vol. 173
(original

my

combination

of Eg. ^r

"face"

signification
If tlie

"Iiead")
prej).

witli

Mehri here
sliould,

"head", see ÄZ. 51, 117,

no. 64.

Eg.

hr

"upon"

however, be etymologically the same as hr "head, face" (which is quite likely), then Prof Sethe' s etymology is probably incorrect, inasmuch as
it

is

difficult to

separate Eg. hr "head"' from Mehri

J!iere.

142.

nbM iX212i)
stem bd

"to shine", or thelike(Pyr. 976): J^T "to shine, glitter",

"to shine, retlect^".
(fs);

— Eg. nhdbd

j^,
''to

is

a Niph<^al formation from a

more
'

original

cf ndddd "to abide" from ddw, and nkdd

=

enkodked

sleep" from

Md

("r"ip)

"to sleep"

=

Heb.

^^^p,
I,

Assyr. qadddu.

On

Nipli^al

formations in Egyptian see Sethe,
143. gib, gb^
<-^=r

Verbum

§§ 357, 358, 428.

(ai«5, s<n^)

"side,

arm"

:

^^

"side, wing"'".
I

Brugsch combines Arab.
unable to decide whose
identical.

with Eg. knb "corner".
is

1

must admit that
(space,

am

etymology
144. rk
(Tl)

more
^'lij

plausible.

Perhaps g^b and knb are ultimately
time),
Tl^'^.

"time":
life),

Tis

"to be long"
ijis

"to prolong"

(one's

"long",

"length'".

"duration, Space of time".

Cf. also

Arab.

<}>

Aram. ss-'S Dan. 4, 24. 7,12 y^ Jiy^-> Ji^^-, J^^ "duration,
->

time", from o^^ "to be long".
145. hw
(in)

"food";
("TTi).

Q"'*n o\f-

"life".

— The stem of
word

a'"'n

and
since

»LS-

was

originally
i

haüua

The Eg. word may
It
is

represent hjw,

medial

is

very
at a
to us

seldom expressed.
very early period.
in

possible,
Seniitic

however, that Eg. hw
for life has

lost its

j

The
in a in

been preserved

Egyptian only
are

secondary meaning.

"life"
/3t'oc

employed

the sense of food in

means not only

"life",

goes back to Latin

vivere^.

Words meaning originally many languages. Greek The English "victuals" but also "food". Arab. ^^^ "life'" has become a common
<^nh-t

designation for "bread".

Late Eg.

"com""

is,

1

believe, nothing eise

but the old Egyptian word for "life" plus the feminine ending/. Numerous
other illustrations might be given.

146.

"food": bss jTl "to eat" (which according to Prof. Haupt go back to a biconsonantal root kl "to hold"; see The American Journal of
(SD)

h

j_J

1)

Cf. also

(_^j "to shine".
first

With

the verb (_^j, which

is

used also

in the signification of

"to open the eyes for the

time"

(also

J^

and ^y^_ are used in
(cf.

this sense),

Prof.

Sethk
,

compares Eg. whs "to open", employed
'•accessible to the laymen").

specifically of the eyes

Y i<^^

wbi "open eourt
cf.

i.

e.

As

for the phonetic change involved in this etymology,
-("iot

Eg. hmij-t

"salt",
2)

which

is

etymologically connected with Heb.

"salty" and Kräh. jZ=^ "salt-plants"_.

Heb. ,':«;; For the phonetic change involved in this combination cf. Eg. smi (xi») "cream" German also sustenance"; Latin vTctus "food, ^) 113. Cf. Glossar Ägyptisches p. see Erman, Viktualien, French victuailles, Italian vettovaglia, vittn, vivando. and Spanish vitualla.

=

Zeitschr.

f.

Ägypt, Spr..

53.

Band.

^^

90

A.

Ember: Kindred Seniito-Egyptian Words.

[53.

Band.

Semitie Languages

and

Literatvres, Vol.

XXII,

p. 205),

bsis

J^l "food", Tal'-sustenance,

mudic

bsbs (reduplicated stem)

"to sustain, provide",
also Arahic
"f'resh

rtbsbs

food, provisions".
in

We may
safe,

compare

^^or

^3-^^(sbD)

"to abound

food (land), feed on (herbage)"',

t)^-)

herbage".

Arab. tA-^'^means
» e*)^-J

also "to

keep any one
discussed

to guard,

protecf (used of God),
tlie

" safe-

keeping, protection".

This helps us to understand
P]g. Av

original

meaning
/tV

of the

mach

"protective genius, double".

Eg.

"food,

proteetive genius", and the various Sem. words discussed in this
all

number
"to hold,

go back to an original root

M

"to hold";

cf.

Assyr. kullu

carry, raise up, create"; bsbs

meant originally "to hold up". This explains
with the sign
I

also
It
it

why

the Eg.

word
in

AV is written

{jj (raised

up arms).

is

not possible to do justice to the subject here.

shall therefore, treat

more elaborately

a special paper in the near future.

147. Ay
"^3.

an emphatic particle corresponding to our "verily,

surely^":

Heb.
in

— To

illustrate
cf.

the

similar use

of this

particle

in

Egyptian and

Hebrew
Westcar

the following illustrations from Egyptian and

Hebrew

:

Papyrus

9,

11

h

rdjj fipr

mw
Üiü

"verily,

I

shall

cause watcr to come into
I

existence".

ibid. 9,

16: A/ m^-nj
^s nn'as';!

U

h-t-ntr

"surely
n-asi^n

shall see the temple"".

Genesis 18, 20 nan
of

Pj^yr

nnn^

"and

JHVH

said,

the cry
ns«

Sodom and Gemorrah has
"'S

verily

become great".

Isaiah 7, 9 xb

^Dttitn s'b

'iS'^^sn
?i3

"if ye will not believe, surely ye shall not be established".
is

Also Heb.
148. §m(^
(yoTS)

"so"

no doubt connected with

this Eg. ky.

"to play, dance, sing": r^^ "to play, sport".

149. hrw

(Tin)

"day;

to be satisfied^":

^J

"to shine",
is-'S'^ny

"fn;»

"proud, arrogant",

Mandaic sir "brightness" {= juhrd),
"to shine",
nniriS

"to shine,

be glad", in:

"the light of day",

J^

"day-light, day".

— Eg. Ärtü

is

probably a transposition of a more original whr.

For the Arab.

^j->

as well as the relationship of the Semitie stems uhr, ihr

and

iihr

- see Nöl-

DEKE, Neue Beiträge zur seiniüschen SprachwissenscJiaß (Straßburg, 1910) p. 189. 150. h^n-i "throat" (Pyr. Texts): ybs '^, "to swallow", ^'' "throat, gullet",

Talmudic

W'^bart rr^a

"Oesophagus", Ethiopic
(To be continued.)

hcd'^n

"to eat^".

^) For the use of Ihis particle see Erman, Die Sprache des Papyrus Westcar same author's Äy. Gramm.'^ ^^ 468, 348. Tlie ^/ of the 5C?»i-Ä:/'^conjugation (employed

p.

81

and the

in the apodosis

of conditional sentences
see Erman, Ag.

as well as in optative clauses)

is

of coui'se identical wilh this particles;

Gramm.^ § 320. Both 2) I believe that hrw "day" and hrw "to be satisfied"' are etymologically connected. [Scheint mir sehr bedenklich. Sethe.] these words go back to a stem hrw "to shine". [Des Krieges wegen konnte die Korrektur der vorstehenden Arbeit dem Verfasser nicht ^) vorgelegt werden. Sie ist durch die Herren Sethe und Littmann überwacht worden, die im übrigen hinsichtlich des Inhaltes natürlich nur für das verantwortlich sind, was unter ihren

Namen ausgesprochen

ist.

G. St.]

Band

ä3.J

\\'. Si'iK(iKi.i!KK(i

:

Varia

91

Varia.

Von Wilhelm Spiegelbekg
IMit
'A

Abbiklunm'ii.

1.

Ein Titel des neuen Reiches.
findet sicli ein eigentümlich geschriebener Titel,

In den Texten des neuen Reiches

dem

ich an folg-enden Stellen begegnet bin
1.

Pap. Abbott, verso

A4.
^

^-^

W

J

A.

n
2.

r^^-^^

Ebenda

21.

_

ni
/^AlW^A

r^""^
(n AAAAAA
i
(

-C^

A

W

ni
3

r^"^

Pap Mayer
.

A

(Liverpool) 11

18—19.

4.

Ebenda

15.

-Sf''inill'^.-/io
— AvVsAAA
5.

Pap. Brit. Mus. 10054,
A/Vv\AA
5

6.

15 (ebenso verso

9, 20).

J^^^^^
Es handelt
sich in
1, 3. 4,

w

5

um

denselben

Mann

Frj-p^-tjw-m-^p-t (abgekürzt

meist Prj-p^-t^w), der den Titel ddtw
6.

m

slnhjw führt.

Pap. Turin 95,

II

10.

7.

Recueil XIII (1890) S. 201 (Stele aus Thinis)

Saitenzeit.

/L_a
Ji'

'O

ri

')

Verbessere

y\

firtbn'

12^

92

\V. Si'iECiELUKRo:

Vüiüi.

[53.

Band.

8.

Sark. Kairo (1902 von mir abgeschrieben)
y
\

Saitenzeit

(?).

1

c-*=^
^Ti

AA/^A^A
/S/V\AAA

(E

«<J A/VV^A^

1

AAAAAA

9.

Petrie,

Memphis

I,

33

Perserzeit

Aus diesen zum
Avohl die korrekte

Teil sehr unorthographisch geschriebenen Stellen darf
in

man

Lesung dd

snh für den Titel herstellen

und

die Übersetzung

Avagen »der mit

dem

snh spricht (singt)«.
-sui

In dieser Partizipialform von dd {ddw)
bereits
ist

wurde das

d,

das sonst wie in

im neuen Reich

verschwunden war,

noch gesprochen, und diese Erhaltung" der Dentalis
mit
zeigt

durch die Schreibungen

^

(2

oder

\

hinter

|

angedeutet.

Daß

diese Erklärung

von dd richtig

ist,

nun

eine Variante des Titels in der Inschrift

von Hamamät Nr. 71 (Mem.
^^^
ist die

Miss, archeol.

XXXIV

S. 61)

g)

^M J ^

'^ ^" ^"^''-

Vermu-

tung gekommen, daß

in snh der

Name

eines Musikinstrumentes steckt, bei

dem

man

auf Grund des Metalldeterminativs an die Trompete denken wird.

möchte ich

Danach

natürlich unter allem Vorbehalt In

die Übersetzung

»Trompeten-

bläser« vorschlagen.

jedem

Falle glaube ich diesen seltenen bisher mißver-

standenen Titel* grammatisch richtig erklärt und auch die Zeit seiner Verwendung

(Ende des neuen Reichs und später) ermittelt zu haben.

2.

Bemerkungen zu HorapoUons Hieroglyphica.

Die unheilvolle Rolle, welche HorapoUons

Werk

über die Hieroglyphen einst

bei den ersten Entzifferungsversuchen der Hieroglyphenschrift gespielt hat,
es als

wo

ein Irrlicht auf

immer neue Abwege

führte, hat das

gebracht, daß

man

es lange

ganz beiseite geschoben hat.

Buch Nur

so in Mißkredit hier

und da hat

namentlich Heinrich Brugsch z.B. in seinem Wörterbuch gezeigt, daß in der Spreu
wertloser

und irreführender Nachrichten auch manches Goldkorn
ff.)

steckte, das uns

heute von großem Nutzen sein kann.
(ÄZ. 42 [1905] S. 72

Ganz neuerdings hat dann Heinrich Schäfer
Aufmerksamkeit auf das Buch gelenkt,
'.

aufs neue die

das er dabei einmal zusammenfassend charakterisiert hat
für einen gründlichen

Es würde gewiß heute
eine lohnende Auf-

Kenner der späten Hierogiyphentexte

gabe

sein,

den für die damalige Zeit sehr verdienstlichen Kommentar von Leemans

1)

der Perserzeit gleicht.
§

Dafür spricht die »syllabische« Schreibung von snh, die ganz der der demotischen Texte ^) Sethe weist dazu auch auf •xd.T-oirew » Lästerer« (Sethe, Verbum II

959) hin.

^)

Beachte auch, daß die Konstruktion von
»auf der Harfe spielen« entspricht.

fjd
^)

ganz

dem
^)

hs

m

h^n't

und

es
z.

mit

m

»auf

Siehe

B. Petrie,

dem snh Memphis

blasen«
I

S. 13.

Siehe jetzt auch die gute Orientierung über das ganze

Werk

des Horapollon bei Roedek

Horapollon in Paulv-Wissowa. Auf die Person des Horapollon ist durch eine kürzlich von Jean Maspero (Bulletin de l'lnstitut fran^ais d'Arch. orient. XI [1914] S. 163 ff.) veröffentlichte und vortrefflich kommentierte Urkunde neues Licht gefallen.
s. V.

Band

53.
1

\V. Simkcm-hkhci

:

V;.ri;i.

93

durch einen neuen zu ersetzen und damit endgültig die recht interessante Frage nach den Quellen Horapollons im einzelnen zu beantworten. Bis daliin wird es
nützlich sein, diu-ch Einzelbeiträge dieser späteren Aufgab(^ vorzunrbeiten. Diesem

Zwecke wollen

die folgenden Notizen dienen,
1.
'^'t^

7tmh

=

ev%cipi(TTiot,

(I.

55).

Wenn
er

Horapollon sagt

r>sv%oifi(jTtoi'j 'ypd(povTS(; y.cvy.ov(puv l^üi)ypci(pov<Ti<i,

so meint

gewiß mit dem »Wiedehopf« den Vogel, der z.B. nach Dümiciien, Tempelinschr. II 29,3 (=9) den Lautwert mnh hat\ Dieser Stamm ist in der Bedeutung «wohleiiepysTeiv)

tun« (=

bekannt und stimmt so auf das Beste zu Hora])ollons Angabe.
2.

fj ms^
xoii

=

oyjkog

(II,

12).

»AvS-pwTTo? XötS-w-AiiTfafvoc

To^6uoüv oxAoi/

(^vjAot«.

Diese Gleiclmng wird uns
in der

durch das Demotische

gelöst,

welches für

m§'^

MHHiyc

Bedeutung

»

Volk,

Menge« {=
schreibt"^.

Xuög Rosett.) die

Gruppe |^,

also einen bewaffneten

Bogenschützen
in

Es wird

also

auch

in der späteren
sein,

Hieroglyphik

^

dem Sinne
jetzt dureli
vgl.

von »Volksmenge« geschrieben worden

und darauf geht Horapollons BemerII

kung zurück. — Eine nachträgliche Bestätigung dieser Annahme wird
Sethes vortreffliche Ausgabe der Philensis
erbracht.
Z.

13 (Urk.
jpy

II

226,8,

190,2)
»

Dort entspricht

|^

|^

i 1

1
|

,

demot.

/w/«^

utj wnli

n p^
der

rpl
»

der

sichtbare Ort des Tempels« griech.

o £ivi(pot\yi(jrdLrog

roTrog].

Wsh-t-mi^

ist

Volks-

Vorhof«,
sonstigen

d.

h. der große Hof hinter

dem

Pylonentor, der im Gegensatz zu den

Tempelräumen dem ganzen Volke zugänglich war.

Demnach hat

hier

1^

tatsächlich die auf

Grund des Demotischen vermutete Bedeutung.
•^-

\/

Jp-t

=

'^py°^

(II,

17).
j

»Bog?

ocppevog xspocg ypucpöfjisvov epyov (JvwxaivEi.

Das kann nur auf die Gruppe J^
£^701/

jp-t {c.\OY\e) gehen,

die u.

a.

»Arbeit*« bedeutet und Rosett. 19

entspricht.

4

Die Zahl 16

=

nbovH

(I,

32)/

In den ägyptischen Texten der Spätzeit begegnet uns nicht selten ein Titel

der Hathor in folgenden Schreibungen:
1.

Pap. Bremner 20,13

|ö|^ö^^nilllll
(!')

^)

Siehe auch die Variante des Vogels mit einer Knospe
S.

im Schnabel bei Bergmann, Übrigens
diese Bedeutung

ÄZ. 18 (1880)
2)

52

(Saitenzeit).

Siehe Griffith,

PSBA.

XX

(1898) S. 299,
n. K.

XXI

(1899) S.271.
7,

ist

von

1^

^

- schon am Ausgang des

im Pap. Bulaq IV

20 nachweisl)ar.
d.

Zu dem Be-

deutungsübergang von Heer und Volk vgl. Schrader, Reallexikon unter »Volk«. So bedeutet ahd./o/c ursprünglich »Heeresabteilung«
3)

indogerm. Altertumskunde

(vgl.

noch unser »Fußvolk«).
,

Dafür schreibt Canopus

37,

wie mir Sethe

zeigte,

v^Q

|^^ ö "^ m
3J=-

Lesung msc für
*)

^

a
iii

M

wodurch übrigens

die

I

I

I

klar bewiesen wird.
hierogl.
Ici-t
>

Daher entspricht dem demotischen j?>-^ mehrfach

Arbeit«

,

z.

B. Rhino, Glossar 23,

Rosett. 19.

94
Collect.

W.
Baracco XI
II

Si>iF.GKi.i!i:u(i

:

V;ni;i.

[53.

Band.

2.

|^||||

3.

Mar. Dencl.

28, 32

§0
A/O

0111

(Br^^'^^sch, Dict.

geogr. 1891

\

MI

VLanzone, Diz. mitologia 873/

4.

Brugscii, Dict. geogr. 10()7

|^|im||^,

5.

Demotisch Kufi 22, 29

[aX^'o^]
dem
eignet,

i2\Z^^\\\
It/iw-t

Dieses Epitlieton, welclies nach
cleopolis

unter 3 genannten Texte der in Hera-

magna' verehrten Hathor

wird man zmiächst

XVI

»Herrin

der IG« übersetzen. Wiedemann (PSBA. XXIII [1901] S.273A) dachte an IG Götter,
die er als

Verdopplung von 8 angeblich

in lleracleopolis

magna

N^erehrten Göttern

erklären wollte.

Aber

diese 8 Götter verdanken ihr Dasein nur einer irrtümlichen
£^iihc,

Erklärung" des Namens H-t-n-swt
zu tun hat.

der in Wahrheit nichts mit der Zahl 8

Welches ursprünglicli

die

Bedeutung des

Titels hn-t

XVI

»Herrin

der IG« war, vermag ich nicht zu sagen.

Wie man
^l

ihn später interpretierte,
ßovAO!J.svoi

darüber belehrt uns Horapollo
yfot,(povG'i<i.

(I

32)

»vj^ovi^v

^yi?^üü(jui

Ssxue^ äp&fjiov

Danach würde

also 16 eine Sclireibung für

«Freude«

sein.

Wie

diese

nur
ist,

in der Ptolemäer-

und

Kaiserzeit belegte Schreibung zu lesen
Vielleicht

muß

ich freiUcli dahingestellt sein lassen.

und zu erklären war 16 ursprünglich

die Bezeichnung eines

der Hathor.

am 16. Monatstage (etwa in Hei-akleopolis?) gefeierten Festes dem so häufigen Bedeutungsübergange des Begriffes »Fest« in »Freude« wäre in der Spätzeit aus dem Namen eines bestimmten Hathorfesttages
Mit

die allgemeinere
in diesem Titel

Bedeutung

yj^ovyi

geworden, die aber doch wohl

wenigstens

zunächst der Göttin Hathor anhaftete, bis

sie sich

nach Hora-

pollon auch von dieser Beschränkung freimachte.

Das Epitheton »Herrin der

Freude^« konnte in der späten Zeit besonders leicht auf die heitere Liebesgöttin
gedeutet werden, welche die Griechen mit der Aphrodite identifiziert haben.

3.

Eine neue Legende über die Geburt des Horus.
Isis

Kind Horus von dem toten Gatten empfangen habe, Es gab ist durch die ägyptischen Texte in Wort und Bild überliefert worden*. aber daneben noch andere Versionen, unter denen ich einer in dem von Pierret Da (Etudes egyptol. I S. 22) veröffentlichten Pap. Louvre 3079 begegnet bin.
Die Sage, daß
ihr

sagt Isis zu Osiris folgenden Spruch:

^^Pl-iSI
^--^W .^^^
A^VNAAA AwVyV\A

q

^c^^^W-^W'
(s.

S\^S>-

<2>-

f^cjCi-

')

\'gl.

Ahnes
bei

I

F.
in

dazu auch die bereits von Wiedemann
^)

oben) angezogene Darstellung bei Naville,

Dümkhen, Geograjjhie Ägyptens
nb-t in dieser

8. 214.

^)

Ich habe nur das eine Bedenken,

ob hnw-t

demselben Sinne wie
S. 40.

Verbindung stehen kann.

*)

Siehe die Literatur

Erman, Religion-

Andere Stellen

bei

Rokdkr, Relig. Urkunden

S. 94, 204.

i^'^ndbS.]

\V. SpiKCiKi.HKiu,:

V;um.

95

AA/WAA

w

or
A/\/WV\

^^

A/V\AAA

AAAA^

S

irzi

l<:r>

I

U

_H>^ /ww\A

i:::!

I

>/VVVNA^^

Olli
o

<2

zi

Q
AWVV\

X

IZSZI

\

A/WW\

JO

AA'WAA

»Ich bin deine Schwester

Isis.

Nicht gibt es einen Gott, der das getan hat, was ich getan

Iiabe,

oder eine Göttin.

Weib bin, Namen auf Erden fortleben zu lassen. Dein göttlicher Same war in meinem Leib
Ich habe gezeugt, obwohl ich ein

um

deinen

Ich gab ihn auf den

Rücken der Erde',
bist",
sie

damit er dich (wörtl. deine Gestalt) räche,

daß er gesund daß
Set

sei,

während du leidend

er die Gewalttat über
fällt

den bringe, der

getan hat.

durch sein Schwert.
{?)

Die Set-Genossen schwinden dahin

wegen des

Set"*

Der Thron des Geb

(aber) gehört dir.

Du
Der
für

bist (ja) sein geliebter

Sohn.«

die richtige Auffassung der ganzen Stelle entscheidende Satz ist

')

D.h. ich brachte ihn zur Welt.
Osiris

^)

Ähnlich Totb.

(ed.
als

Der Tod des

wird nur

als

vorübergehendes »Leiden..,

Levsius) 147,13 sridm-fi-J mn-inWsjr. Krankheit aufgefaßt, ein Gedanke, der

Osiris deutlich als Vegetationsgott bezeichnet.

^)

Sethe, dem irh diese Auffassung verdanke, erinnert
»verbrannt werden.. (Erman, ÄZ. 48 [1910], 8.36).

an den Ausdruck

sb n sd-t

»von Feuer schwinden..

=

96
Gatten gespielt, obwohl
icli

W.
ein

Spiegelberg: Varia.

[53.

Band.

Weib

bin'«.

Hier

stellt

Uj in der durch das
Dieses

Determinativ deutlich gemachten Bedeutung »Erzeuger«.

Nomen
///

ist ge-

wiß von dem Stamme
m-Bild\mg'"

///

»seminare« od.
^"t^

ä.

abzuleiten,

auf welchen auch die

^^^
eine

^^

''^^ö>
I

»Phallus« zurückgeht.

Das Wort

»Ehemann«

würde

also

ähnliche Grundbedeutung haben Avie das gleichfalls mit
(] ()

dem
ist

Phallus determinierte HD "^^
h?j »descendere,

f'^iD

hH

<^\, das
hat.

W. Max

Müller'' auf die Wurzel
A'y

decumbere« zurückgeführt
in

Diese Wurzel

»seminare«

möglicherweise noch
die altem
/

dem
«xo
sei,
:

koptischen (Sox's.o »pflanzen, säen« erhalten, das
-x (sahid.):(5' (boh.) zeigt,

entsprechende normale Gleichung
«^o

und wohl
zu trennen

von dem gleichen Verbum
ist*.

»aussenden«,
ist,

dem Kausativ von
''"''^
l] 1]

uje,

Doch wie dem auch

sicher

daß

^^ ^^

tij

»Mann« ursprüng-

lich

den Geschlechtsgegensatz zu hjm-t »Frau« bezeichnet, einem Wort, das ge-

wiß' mit dem weiblichen Geschlechtsteil
hieroglyphisch
J|

^

zusammenhängt, mit dem das Wort
es in der
t^j\

geschrieben wird.
(z.

So steht

Verbindung

t?j-w

hjm-wt

»Männer und Frauen«
»verheiratete Frau«
,

B. Sinuhe

B 67)" und

in hjm-t

einem Ausdruck für die

dessen Bedeutung besonders klar in

dem Satze desTotb. 125, 1
Ehemann.

zutage

tritt

n nk=j hjm-t Uj »ich habe mit keiner verheirateten Frau Verkehr ge-

habt«, d. h. keinen Ehebruch begangen.

Hier

ist ///

deutlich der

Von

diesem Worte

ist

das in seinem Konsonantismus gleichlautende

Wort

zu trennen,

welches »Kind« bedeutet.

Es bezeichnet ursprünglich wie die dafür gebrauchte
des Vogels, und dann allgemein jedes Junge bei

Hieroglyphe

^^
Tier.

das »Junge«

Mensch und

Um

noch einmal auf den obigen Text zurückzukommen, so überliefert er
Isis

uns die Sage, daß

Sohn Horus durch eigene Zeugung hervorgebracht hat, und zwar, wenn ich den betreffenden Satz richtig deute, dadurch, daß sie den Samen des Osiris lange nach seinem Tode über das Avie wird es gcAviß theologiihren

sche Spekulationen gegeben haben

in

ihrem Leibe zur Entwicklung brachte'.

Also

ist

hier keineswegs an eine Parthenogenese zu denken, sondern es ist viel-

mehr

eine sehr natürliche Erklärung für die Geburt des

Horus nach dem Tode
gegen die

seines Vaters versucht, die fast wie eine rationalistische Polemik
^)

am

Ein-

Ich glaubte zuerst den Text so herstellen zu sollen nn
»nicht gibt es einen Gott, der das getan hat,
hat)>,

wn

ntr irj ^rj(-t)-ntj ntr-t r-pw (^^rj)

^rj{-t)-7i'j tij'j

was

ich getan habe, oder eine Göttin,

<(die

das getan

was

ich getan habe.

Ich habe gezeugt«.
ist

Aber

ein

Verbum
ist

Uj »zeugen«

ist

bisher nicht nachgewiesen,

und

die

Emendation

auch bedenklich.
bei

gebene Übersetzung zweifellos vorzuziehen.


*)

Der Sinn würde
Präfix

Sethks oben gebeiden Erkläfungen derselbe sein.

Daher

^)

Siehe Grapow, Wortbildungen mit
richtig

dem
362

w

S.

16 und 32.

*)

Liebeslieder S. 4.

So schon

Stern, Kopt. Gram.

§

S. 190.

Analogiebildungen innerhalb der verschiedenen Verbalformen bewirkt worden.

Die lautlichsten Anomalien sind durch falsche ^) Siehe Lacau,

Sphinx
ist
'')

XVI
So
I

S.

72 Anm,

Die Ableitung von hm
«)

»lejjellere«

(W.

Max

Müller, Liebespoesie

schwerlich richtig.
ist

Gardiner, Recueil XXXIll (1911) S. 73. wohl auch ein Beiname der Isis (Edfu I 82 <(482) nach dem Berliner Wörterbuch)
versteht, sich

S. 4)

©

\\

o

r^ nach einem ansprechenden Vorschlage von Sethe zu übersetzen »die

(durch ihre Zauberkraft)

zum Gotte

zu machen« und auf den hier behandelten Mythus zu beziehen.

l^«'id

ö-'i-J

\\'. Si.|i;iii.;i.uEHu:

\:iiiti.

97

gang erwähnte wunderbare Zeugung durcli den toten Osiris aussieht. Heiden Legenden ist derselbe Zug gemeinsam, daß sie Isis zur eigentlichen ^eoroxcc zur
»Gottesmutter« {wirf
//fr)

machen, wie
Isis«

sie so oft

bezeichnet wird.

Deshalb wird
Isis,

wohl auch Horus »Sohn der

('Acdoicrtc)

oder »Horus. Sohn der

Sohn

des Osiris« genannt, mit auffälliger Vorschiebung der 31utter'.

4.

"J^,,^^

^'d ooT
in

»zornig werden (sein)«.
stets als zwei-

Das obige Verbum erscheint
radikalig
fd,

den vorliegenden Schreibungen
1

ist

aber bereits von Sethe (Verbum

§ :iC)8)

zu denjenigen Verben

gezählt worden, die nuiglicherweise ursprünglich

mehr

als

zwei Radikale besaßen.

Das Koptische

lu-ingt luui

den sicheren Beweis dafür

in

der ^'erbalform oot, die

an folgenden l)eiden Stellen vorliegt:
Joh. 11, 3B
»er

d.qigTopTp

^ nefmdv üee
die,
TrvevjJiXTi. x,ou

uueTOOT
welche zornig sind«

wurde aufgeregt im Geist wie
nivsQpiiJLYjO'ciro
T'jü

eTupu^ev sxvtov«.

Ebenda 38

ic

&£ on neqooT
ovv TTocXiv

g^p^.!

n£HTq

Ä>qt"\

»Jesus also wurde wieder in sich zornig und
^>'\Yj<jovg

kam«
«

£fj.ßpi.fxovfj.evog ev

suvtüü £p%eroci

Die Bedeutung »zornig, wütend werden«
die Verbalform

ist

danach für oot

klar,

doch bleibt
zu g^oXs'

noch zu bestimmen. Sie

ist

deutlich als Qualitativum (Pseudopartiein Inlransitiviun handelt,

zipium) charakterisiert, also, da es sich

um

zu stellen,
erster
^^t,

oot

muß demnach

auf einen dreiradikaligen

mid zweiter Radikal
<^oo'^-

ein

Aleph war.

Stamm zurückgehen, dessen Der volle Stamm von oot war also
ist

dessen Pseudopartizipium
lf'^1^

^"t^J lautete.
^-^

Daraus

oot geworden, wie aus

.s'/-/

(Pö'^^"^)'

™^J^

diesem Ergebnis die altägyptisehe Schreibung

"^
worden

M, so
ist.

liegt klar zutage,

daß der mittlere Stammkonsonant nicht geschrieben

»wütend sein« nicht mit oot identisch wäre, steht bei der Bedeutungsgleichheit und der Lautähnlichkeit nicht in Frage*. Der zweite Radikal muß, wie gesagt, ein Aleph seui. d. h. "^ oder ein mit Aleph charakter,

Denn daß etwa

M
'

(j

also

entweder

a)

^"^ ^d, oder *fl1\
falls

6)

*^()'''^ Pd, oder Form
S.

r)

*'^^''^^^>^die dritte Sehrei-

Dabei könnte

sich,

a die ursprüngliche

sein sollte,

bung aus

ihr durch die

von Erman (ÄZ. 46 [1909]
auch
sei.
ist,

103) beobachtete Assimilation
das dreiradikalige Prototyp

entwickelt haben.

Wie dem
{^Vt^j

daß

%.

^"^^

des Qualitativs oot
')

od. ä.)^

unterliegt

keinem Zweifel.
in Plutarchs

Dabei möchte ich nicht unerwähnt lassen, daß sowohl
S-^ß-^rri^ y.ai \icv'jtc<;

Abhandlung Hs^)
die
II

ItiSoc

y.m 'Ot/^(So<? wie in Herodots (II 123)

die Göttin vor

dem

Gotte genannt wird.
ältere Lite§ 71, 74.

Auch Brugsch: Thes. 986 (Serapeumstele 50b) nennt
ratur,
*)

»Isis
zeigt.

und

Osiris«,
^)

während

z.

B. Pyr. 155,

die Folge

»Osiris (und) Isis«
S. 147.

Siehe Vogelsang, Klagen des Bauern

Sethe, Verbum

^)

Nachträglich sehe ich, daß bereits Brugsch

(Wb. V 24) OOT mit dem altäg. Verbum identifiziert würde * ot (aus ii^t) zu rekonstruieren sein.
Zeitschr.
f.

hat.

'")

Der

Infinitiv des intransitiven

Verbums

IQ
Ägypt. Spr.,
53.

Band.

98
Möglicherweise hat
sicli

W.

Spikgelberg: Varia.

[53.

Band.

nun die

volle

Schreibung

aucli

liieroglyphisch in
in

einem Substantiv erhalten, das bislang eine crux interpretum war,

dem

^^^^
lesen

^ "nK^

^j_=/l

J^ der Ahmosisinschrift (Urk. IV

5).

Ich

möchte das Wort

//(/

und darin

eine neuägyptische Schreibung des Partizipiums iidw(j) «der

Wütende«
Dasselbe

sehend ein Name, mit dem der Feind verächtlich bezeichnet wurde.

Wort möchte
3,19
selbe
u. s.)

ich auch in

dem

"^X o|](^pXiAA.vv^(|

^

Äj^ Ht'

n

\r/.y

»der
(II

Wütende

von Äthiopien« erkennen, wie

in der zweiten Hohenpriestergeschichte

Kh

2,

29,

der äthiopische Zauberer »llorus, der Sohn der Negerin« heißt.
V^d scheint
in

Der-

Stamm

mir auch in dem

fl

S

v\ _m^

^^
\i
I I

J/r/-/.

der bekannten Be-

Zeichnung des Hyksos
tivum"^ von
J/f/

dem
ä.

Pap. Sallier

I'

zu stecken.

Es sieht wie ein Kollek-

»Feind« od.
ich

aus und würde also etwa »Feindesbande« bedeuten.

Noch möchte
Schreibungen

zum Schluß wenigstens
()

(j'^o^^^.
als

"^^ ^

die Frage aufwerfen, ob nicht die

^==:>.^

»Widersacher«
die

"^o^
S.

/^

»Rebell«

und
in

die damit

zusammenhängenden Wörter,

Vogelsang (Bauer,
J/r/

144

— 145)

zusammengestellt hat,
/)

Varianten unseres Stammes

(mit

Übergang des d
durch das kopnachzuweisen.

anzusehen sind.

Darüber wird wohl einmal später das große Wörterbuch

sichere Auskunft geben.
tische Derivat

Vor der Hand kam
volle

es

mir darauf

an,
Vr/

oot die

Form

des ägyptischen

'^

5.

Die Auffassung des Tempels als Himmel.

Daß

die ägyptischen Architekten die
als
ist

Innenräume von Tempeln, Häusern, ja
S. 98)

auch Gräbern
behandelten,

Abbilder der Welt betrachteten und dementsprechend dekorativ
zuerst von

Maspero (Archeologie egyptienne

beobachtet

und seitdem von Borchakdt (Pllanzensäule S. 54) weiter ausgeführt worden. Neben dieser Auffassung, welche in dem Tempelraum eine kleine Welt, oder besser ein kleines Ägypten sieht, mit der Decke als Himmel, dem Fußboden als
Erde, gibt es noch andere Vorstellungen, unter denen ich die folgende kurz be-

sprechen
In

der 18.

worden ist. den ägyptischen Besucherinschriften von Tempeln oder Grabkapellen aus Dynastie, z. B. in Medum* und Beni Hasan ^ wird der TempeP, den der
will,

da

sie

m.

W. noch

nicht bemerkt

fromme Pilger
')

aufsucht, so geschildert:

Eine andere Deutung

(^

"^

^

\\

dt)

)

^^^

Erman, ÄZ. 46 (1909)
Möglicherweise

S. 13,

Sethe

faßt in seiner Übersetzung dei' »Ui'kunden« iUjw als

Eigennamen.

liegt in

der ägyp-

tischen Schreil)ung eine Volksetymologie des nubischen

Namens,

die

dann nach der obigen Erklärung
Gardiner, Admonitions

zu verstehen wäre.
^)

Siehe Chabas, Melanges egyptologicjues 1" Serie (1862) 8. 37 ff.
=>)

S. 25.

Siehe dazu Lacau, Recueil

XXXI

(1909) S. 83tf.
1

")

Petrie,

Medum,
^)

Taf. 33.
1

ÄhnTaf. 38

lich sind

^

wohl auch die Reste bei de Morgan, Dahchour Champollion, Not. II 423 Lepsius, Denkm. VI 22

S. 79,

zu ergänzen.

Beni Hasan

=

— 424.

Besproclien von Maspero, Bibliothequc

Nach einer fieiuidlichen Mitteilung von Sethe enthält auch das Grab des Entef") Beüker (Gardiner, Nr. 60*) in Shech'Abdel-Kurna ähnliche Besucherinschriften der 18. Dynastie. gehalten. Cheops Tempel des kanntlich wurde das Grab des Nomarchen Chnemhotep irrtümlich für den
egyptol.8 (IV) S. 127.

Band

53.]

A\*.

Sl'IROEl.llKKC

:

N'jll'iil.

99

cf.

Medum

Z.

8 ff.

J\X>^D
w
D

^

o O
^ ro

^I^D®

'1D

»Der Sclireiber N. kam, um den schönen Tempel des Königs Snefru zu sehen. Er fand ihn (d. h. den Tempel) wie einen Himmel in seinem Inneren,

indem Re darin aufging, und sagte: Es regnet der Ilimmer frische Myrrhen, er tröpfelt Weihrauch auf das Dach (?) des Tempels des Königs Snefru.«
b.

Beni Hasan.

A

(^

D

Wi^.^l^^ae

(2

"^
"^^1

5Bi ö(2noi'9'i(^

»Der königliche Schreiber N. kam.
Cheops'^ zu sehen.

Er ging um den Tempel des seligen Ev wurde gefunden wie der Himmel im Inneren, indem Re

darin aufging.

Er

tröpfelt frischen

Weihrauch auf das Dach

(des Tempels) des

seligen Chcops''.«

Kein Zweifel, für den Besucher
die Götter

ist der Tempel ein »Himmel«, weil hier wohnen, insbesondere der Sonnengott Re*. Entspricht es doch auch

sonst der ägyptischen Vorstellung,

daß vor allem der Sonnengott

in

dem

als

Tempel gebildeten Mikrokosmus wohnt.

Das lehren die Tempelinschriften der

Ptolemäerzeit, die den Sonnengott, namentlich die gellügelte Sonnenscheibe in

')

Auch im Koptischen
f H^^'^ A A/VW^A
-/j

sagt

man

für »es

regnet"

Tc^e ^(ooir,

Jakob.

5, 17.

Vgl. auch

Math. Handbuch (Pap. Rhind) Nr. 87

(=

ÄZ. 29 (1891)

S. 59).

!>

^l

-)

Beaclite den Vulgärartikel bei

dem Königsnamen.

')

Eine andere (bisher nicht gelesene) Besucherinschrift schließt mit dem Wunsche
Ji
^
'

v\ y\

«möclite ich wieder
zeigte, in

kommen'
Titel des Hohenpriesters

*)
lllllllll

wie mir Sethe inei Dagegen bezeichnet,
7\
I

dem

von Theben

iiiiiiiii

iiiiiim

ü n _cr^ 1 Ol
A

R

1}

wn

c}wj

nw

p-t

m

Jp-t-xs-wt

»der die Tore des Himmels in Karnak
11

Öffnet« p-i

»Himmel« das AUerheiligste.

Vgl. ferner Pap, Berlin 3049 (Hierat. Pap.

12,
(d.

5—6)
h.

D
.Sonnenheiligtum dort)
ist

^

°

^^O J) ö

f\

n

»Hermontiu-s

das

überreich an deiner Schönheit wie der Himmel, an

dem Re
13*

aufgellt«.

100

^\^

Si>ii:(iKi,itKR(;:

\';iri;i.

[53.

Band.

Edfu, ganz besonders in den Vordergrund stellen.
des Sonnengottes und sein Lauf über den
allen

Immer wieder' wird
geschildert,
Ja,

die

Macht

Himmel
denkt.

weil

man

ihn vor

anderen Göttern sieh in

dem Tempel

diese Beziehung hat so-

gar zu einer merkwürdigen Deutung geführt, die ich freilich vor der Ptolemäerzeit nicht

nachweisen kann.
als
Isis

Die späten Texte erklären nämlich die beiden Pyso Dübiichen, Tempelinschriften
I

lonentürme
Zeile 1
1

und Nephthys.

Taf. 106,

hhn('wj)
Jir
tiC)

m-shs sn^sn
^hw-f

r .wtj hr wf.s ^fn

r

m?

^r(-t)-ii'f

ui<^-f

m

J.s-/

kt

m

Nb-f-hf

BMtj psd m
indem
gemacht
sie die

»die Pylonen sind hinter
paar",
herr)

ihm (dem Tempel).
ist als Isis,

Sie gleichen

dem Schwesternsie

Sonne erheben, damit
Ein (Pylon)
(d.
i.

sie sehe,

was

er (der königliche Bau-

hat.

der andere

als

Nephthys, indem

den Gott von Edfu
erstrahlt«.

den Sonnengott) emporheben, wenn er

am

Horizont

Die beiden Geschwistergöttinnen werden ja auch sonst

als eine

Art HebI

ammen

bei der

Geburt der Sonne genannt. So heißt

es DüaiiciiEx,
.sw

Tempelinschr.
nh hr ^wj

Taf, 2, Zeile 1)-1()

von der Sonne:

''//;=/

hrj-t

tp

dw^ dj^f

i<

^s-t

Nh-t-h-t hftj'f p-t m Jiprj dij^f hrj-t »sie fliegt an den Himmel jeden Morgen und erhebt sich jeden Tag auf den Armen der Isis und Nephthys. Sie zieht über das Himmelsgewölbe als Chepre und durchfährt den Himmelsraum«. In dem vom Ausgang des n. R. stammenden Pap. hierat. Berlin 8050 (Hierat. Pap. II 5,8 6, 1) findet sich die Schilderung sntj <'A'^ m Bh-t ssp-sn tw wf,s=sn tw r w^hk pwj »die beiden Schwestern stehen im Osten. Sie empfangen dich und heben

dich in diese deine Barke «^.

Aus
erklären.

dieser Vorstellung

ist

auch eine Schriftspielerei der Ptolemäertexte zu
*

Wenn man
man

dw^ »Morgen« durch

jf^nf

bezeichnet,

so beruht das

darauf, daß

das Wortzeichen

^

dw^ »Morgen« mit

dem Determinativ

der

beiden die Sonne empor) lebenden Göttinnen begleitet.

Das eigentümliche Bild von den beiden Pylonengöttinnen, welche die Sonne
täglich

emporheben, scheint nun nicht eine rein abstrakte,

freie

Theologenspeku-

')

Um

nur ein Beispiel zu nennen, so verweise
1

ich

auf die Inschriften von Edfu, z.B. Dümichen,
^)

TempeHnschr.

1.

22. 23. 27. 30. 33. 34 u.

s.

passim.

D.

i.

Isis

und Nephthys, die

als Deter-

minative hinter sntj erscheinen.
')

Daß

diese Vorstelli mg, welche oft bildh'ch illustrieit wird
a.

(s.

Prinz. Altoriental. Symbolik
(1

S. 19),

schon im

R. nachweisbar

ist,

zeigt Pyr.

2200i
i.

<=>|o
Isis

^ "^^ ^l
Nepiitlivs).

"^^lll

o^
mit

\\\
(J
1

.M^

\\

.

'(i'/wNAAA
I

»die beiden großen rht (d.

und

welche an der Ost-

I

F=;i

Seite dl s
*)

Himmels sind" So PiEHL, Inscr.
-^
4"

eine Stelle, auf die mich

Herr Bi'cher hinwies.
I

lu'erogl. II

92: Brugsch, Thes. 256; DTmichen, Tempelinschr.

2,9. 33,

1

4"

statt

wird wohl

ein
in

Fehlei-

des Herausgebers sein.
Bilde gut erklären lassen.

Sonst würde

sich

aber auch die

Hierogiypiie

des «Ostens«

dem

Band

53.]

W.

Si-iicKMtKuc

:

\',ni.i.

]0

lation zu sein, sondern scheint an ein natürliches

Phänomen anzuknüpfon.

Gint,^

doch bei den von Ost nach West orientierten Tempehi die Sonne in der I"rühe wirklich zwischen den Pylonen auf, und daraus konnte sich das Bild von den beiden Pylonengöttinnen entwickeln, welche wie zwei Hebammen jeden Morgen gemeinsam die aufgehende Sonne vom Boden emporhoben. Dieser Sonnenauf-

gang zwischen den Eingangstürmen, also an der Pforte des Tempels, wurde wohl als Einzug des Sonnengottes in seinen »Himmel«, d. h. den Tempel, betraclitet.
Das war
vielleicht

j

auch der Zeitpunkt, den der fromme Pilger

in

den Inschriften

verewigte, der »den Tempel wie den

Er besuchte

also

Himmel fand, indem Re darin aufging«. wohl am frühen Morgen den Tempel und begrüßte den Sf)niien»Himmel«
betrachtetes

gott bei seinem Eintritt in sein als

Wohnhaas.

6.

Die Bedeutung von
ist

^"^~^P)]

'*'Uy'^'^'

Das obige W^ort

von Brugsch (Wb. VI ~ui) besprochen und

als

»MonDiese

stranz« bestimmt worden, als das eine Osirisreliquie umscldießende Gefäß.

Bedeutung erschließt Brugsch ausschließlich aus dem vermeintlichen koptischen Derivat Ml^>.RHc »Muscheln« und der Bedeutung des Stammes nijk »scliützen«,

— gewiß
I

keine zureichende Begründung.
(>,

Nun

gibt es aber eine Stelle im Pap.
aller Deutlichn/ßhl-t n

Lugd.

384 (»Mythus«)

r2ff.,

welche den Sinn des Wortes mit

keit an die
tJj

Hand

gibt:

muks

nt hpr

m
li.

t-t nl ntr-w

n kwtj
//

iit

>/r

//

p^

//

nt kiuf dd ^nn ^nn

(= ivuon
ist,

evu)
d.
ist

»^ nb-w

n

p,'

»der v/f/h, welcher in der

Hand

der männlichen Götter

das Protokoll des Landes

(=

die Königs-

titulatur),

welche in ihm enthalten
der

und besagt: Wir sind

die Herren des Landes«.

Danach

ist

muh

i

^J^
dem

][),

wie der demotische Text schreibt', ein Be{nhb-t)

hälter oder Futteral, in

das Protokoll

enthalten

ist,

das den Göttern die

Herrschaft über Ägypten verlieh, also etwa ein Papyrusblatt, auf
schaftstitel,

dem
(),

die Herrein Herr-

das Königsprotokoll, verzeichnet waren.

Sie

sind also

schaftssymbol in der

Hand
so
ist

der Götter, das nach demselben Text

10

dem

Pa-

pyrusstengel in den Händen der Göttinnen entspricht.
ältere Literatur

Sehen wir uns nun die
Herrschaftssymbol des

an,

auch da mij)ks deutlich

als

Gottes gekennzeichnet, so in der ältesten Stelle, in dem Amonshymnus von Kairo 5^ (18. Dynastie), wo es bei der Aufzählung der Götterattribute des 3IinIII 4

Amon

u. a.

heißt

^^ ® ^^^^^-^ ki ^"^"l^^M^fl ® ®® ^
;///.«

»der Herr der Doppelkrone, wenn er das

Szepter ergreift, der Herr des m{J)/xs

mit der Geißel«.
Eine besondere Bedeutung hat das
heißt es von
')

ni{j)ks in

den Texten der
II

S[)ätzeit.
q

Da
n

dem Horus von Edfu

(Piehl, Inscr. hierogl.

88) ^z::^^
^


'^)

1^'
I

o

^

^—

Daß manche

Eigc ntümliclikeit der ägyptischen Tempchirchitektur der
ist

Wirkung

des Sonnen-

aufgang Rechnung

trägt,

hier

S. 110), sollte aber einmal in
o-ibt

den

Bildun'TSVokal u an.

und da schon beobachtet worden (s. z. B. Jecquiek, Spliinx XV" I Das Dcmotische größerem Zusammenhang untersucht werden. ^) Ausgabe von Möller, Hierat. Lesestücke II Taf. 33.

102

W.

SiMKdKi.itKRc

:

\';iri;i.

[53.

Band.

-^[-^1

I
j

^^

^'^v^

"^^

1

»Herr des
ist«.

w/^.v,

dem

der Besitz {^mj-pr) in

der
die

Kapelle des Geb gegeben worden
Besitztitel des

Der

//i(J)h gibt also

dem Horus'
er
/ti(J)kx

Vermögens

seines Großvaters Geb, dessen
in

»P>l)e«

nach dem
hat demist
ist.

siegreiclien

Prozeß mit Set

der »H;dle des Keb« erhielt.

Der

nach hier wie in den verwandten Texten" den Sinn von Testament,

aber

genau genommen der
stimmt
Horus^,
gut,

Beliälter,

in

dem

das Schriftstück aufbewahrt

Dazu
durch

daß

die

Überreicliung

des

-Symbols

an

den

König

wodurch er als dessen Nachfolger auf Erden erklärt wird, mit den Worten bezeichnet wird ssp ^/nj-t-pr m'' nbft »das Testament von seinem Herrn
empfangen«.
Die beste Bestätigung meiner Vermutung bringt aber eine Darstellung im

Tempel von Edfu (Brugsch, Thes.

004).

Da

ist

Thotli mit

dem
l'^^^^

in der rechten
^^~-^ "^*^^^

Hand
dir

dargestellt

und sagt zu Horus <:=>Ao^

^IHhi

gebe

i

den
als

miti?)

dem Testament
m{j)ks ab,

deines Vaters«.
so

Wie mir

scheint,

hängt ^mj-t

pr

Genitiv von

daß man übersetzen muß:

»Futteral des

Testaments« \

Das w(y)A*s-Futteral
sicherlich

durch welches der Pharao
ist

demnach das Symbol des göttlichen Königtums, Nachfolger des Gottes Horus bezeichnet ist. Es der Gegenstand, den der König bei dem Heb-sed-Lauf in Händen
ist

als

hält,

und

es

ist

nicht

ohne

Interesse,

daß

er

dabei in den beiden ältesten
S.

Darstellungen

(Anfang

der 18. Dynastie

Kees
trägt,

143)

das

-Symbol

in

der einen, die Geißel in der anderen
literarischen
Stelle

Hand

ganz wie es in der ältesten
s.

derselben

Periode

(Amonshymnus,

oben)

nh m{J)ks hr

nhhio heißt

Mit dieser Feststellung gewinnen wir, wie ich glaube, nun endlich die

Erklärung für den keilartigen Gegenstand,

der sooft in der einen geballten
richtig erkannt,

Hand königlicher Statuen mit dem »Schattenstab« "

erscheint.

Schon Kees hat

daß

er

der Statuen nichts

zu tun hat.

Auch

die

Deutung

auf einen Schwalbenschwanz

hat er

mit Recht zurückgewiesen und für ein

Herrschaftssymbol" plädiert.
zeigt,

Die vorstehenden Ausführungen haben Avohl geist,

daß

dieser

Keil
ist,

das Futteral
als

in

dem

die

Bestallungsurkunde des
als

Pharao enthalten

welche ihn

Nachfolger des Horus bezeichnet,

ein

Symbol der göttlichen Herkunft
leicht eine bildliche Bestätigung
')

seines

Amtes.

Diese Erklärung enthält vielII.

durch die Kolossalstatue Sethos
die Stellen hei Brugsch,

im

Louvre**.

Daher heißt

er in

(od. ä.) des m(j)ks<..
a. a.

*) Zur Not heße sich auch ein Asyndeton «der m{j)ks (und) das Testament« So ist der König auch auf dem Stein von Der Sinn würde der gleiclie sein. ") Recueil XXVIII (19u6) S. 176. Palermo (ed. Schäfer S. 27 Vorderseite 5 Nr. 4) dargestellt. ') Seine Lesung nms ist durch die ohigen Darlegungen als unrichtig erwiesen worden.

0. S. 144.

Dendera

(s.

Wl).VI 575)

hntj m(j)ks »der
-S.

Herr
Kees,

^)

Siehe Kees, Opfeitanz S. 144 und ÄZ. 52 (1914)

68.

^)

rechtfertigen.

'')

— —

*)

V.

BissiNc, Donkn)äler ägyptischer Skulptur Taf. 54.

Band

53.J

W.

Spieoki.bei«;

:

Varia.

103

Sie hält in der rechten

Hand

unser Symbol, von

dem

eine Art

Lappen herab-

hängt.
sei,

V. Bissing

glaubt, daß dieses

Stück der Statue unvollendet geblieben

schwerlich mit Recht.
allen

Denn

die Statue ist

dem Anschein nach
Ks
ist

in

Teilen bis aufs letzte ausgearbeitet,
in

und daher wird auch
wohl
(h'r

das Attribut

der
aus

rechten

Hand

fertig

sein.

Behälter m{j)ks,
koll heraushängt.

dem

das Papyrusblatt'

mit

dem

Königsproto-

Zu

dieser

Deutung würde gut stimmen, daß das
v. Bissing

Turiner Gegenstück der Pariser Figur nach

einen »schwalben-

schwanzartig gestalteten Schattenstab«

trägt, d. h.

das Papyrusfutteral.

Demnach würde

eine Variante des Attributs der Statue des Louvre vorliegen.

Bei dieser Gelegenheit
sich das »Futteral«

mag auch

die Frage beantwortet werden, wie

man

etwa zu denken

hat.

Solange wir auf die bildlichen DarSie geht von der

stellungen angewiesen sind, wird

man

über Vermutungen nicht hinauskommen,
ich nicht zu geben.

und mehr

als

eine solche

vermag auch

Form der Hieroglyphe
der Seitenlinien.

aus mit der eigentümlichen konkaven Einbuchtung
elastisch

Danach scheint die Hülle

gewesen zu

sein,

etwa ein

zylindrischer Lederbehälter, der in der Mitte nachgab,
schloß.

wenn

ilm die

Hand um-

Noch
aus wie

eine philologische Schlußbemerkung, die auch von dieser Seite her

eine Bestätigung der

Bedeutung »Behälter, Futteral«

bringt.

m(J)h
ist

sieht ganz

eine Bildung mit

dem

Ableitungssuffix

s,

»das speziell zur Bildung

von Ausdrücken für Insignien des Königs
die zu einem Abzeichen königlicher

dient""«.

Unser Wort

wohl von

'mjkj »schützen« abgeleitet und bezeichnet die »Schutzhülle« für den Papyrus,

Würde geworden
ist,

ist.

Das Wort miä.rhc
besser ganz bei-

»conchae margaritiferae«, von dem Brugsch ausging, läßt
seite,

man

da es nur durch Kircher belegt
Sollte es wirklich existieren, so

also

noch weiterer Bestätigung beumschließende

darf.

würde

sich die die Perle

Muschel gut mit dem

Begriff des schützenden Futterals zusammenstellen lassen ^

Nachträglich werde ich noch auf eine für unser

Wort

wichtige Stelle in

Esne (Lepsius, Denkmäler IV Sie) aufmerksam. Da bringt der Kaiser Domitian dem Chnum von Esne folgenden Gegenstand
dar.

I

In der zugehörigen Inschrift heißt es:
'
' '

c->

l^^^T ||.q
u

|

^^.^^'^'^^

qq!""^«^'

J/nn n-k m{j)ks ^mj-pr u

//

tr-f sn

U

lir

^fd-f »es

wird dir (dem

Gotte) dargebracht der Besitz

auf ihren 4 Seiten«.
In der

ganzen Landes und der Umkreis der Erde Der Gegenstand wird wieder der Behälter mit dem
des

')

Aufnahme

b bei v. Bissing ist

am Rande

des Papyrus deutlirli eine gravierte Längs-

linie sichtbar.

Sollte sie die doppelte Faltung des Papyrusblattes bezeichnen:'

'^)

Skihk, l'ntcrübrigens das

suchungen zur Geschichte Ägyptens V S. 129. Zepter mlcs (Pyr. 134 c. 1535 a usw.) zu trennen.
*)

')

Von unserem

m(j)ks-Y\.\nQv&\

ist

Verbessere AV-

^^\ZZ\

^^"^^
I

104
Testament des Gel)
versteht sich
leiclit

W.

Spif.cjklbkrg:

Varia.

[53.

Band.

sein.

Daß

als

Verzierung der Horuskopf daraufgesetzt

ist,

aus der Tatsache,

daß

es

Horus war, dem
Pharaonen

die

Schenkung

des Geh galt,

auf* av eiche

sich die Herrschaft der

stützte.

Zusammenfassend
führungen folgendes
teral)

sei

noch einmal

als

Ergebnis der obenstehenden Ausj]

festgestellt.

Der m{j)ks
welche
Als
ein

ist

die Schutzhülle
als

(das Fut-

mit

der

Bestallungsurkunde,

Horus

P^rben

des

Geh
auch

zu

seinem
die

Nachfolger

auf

Erden

machte.
als

Nachfolger

des

Horus
das

führen
die

Pharaonen

dieses
in

Instrument

Herrschaftssymbol,
als

Götter gelegentlich

Händen

tragen,

vielleicht

Zeichen

ihrer Herrschaft

über Ägypten.

7.

Die Lesung von

\n^

»Mutter« und

®

»Stadt«.

Die beiden Wörter gehören zu den leider recht zahlreichen, deren ägyptische

Schreibung unvollständig

ist,

mithin kein genaues Bild des Lautwertes gibt.
griechische Umschriften, die uns einen Begriff von

Da müssen das Koptische und
So steht
so
es

der Vokalisation geben, auch den vollen Konsonantenbestand ermitteln helfen.

auch mit der üblichen Lesung mw-f für das

erste

der

beiden

Wörter, das nur in
mit

dem

ersten Konsonanten

und der Femininendung
nicht zu vereinigen
in
:

sicher
ist.

und

dem

koptischen

Derivat

M2ves.Tr

:

M&,-y

Gehen
rHwH),

wir von ihm aus, so entspricht die koptische Bildung
der 3 radikaligen weiblichen
MevTOTT : MÄ^e^oin (aus

der Hauptsache' der
pevcoTTi (aus

Nomina

III"

iv,

wie pe^coTT
also das

mHwH)

usw.".

Danach muß
bzw.

Wort

für Mutter außer

dem w vor

der Femininendung

noch einen zweiten schwachen Konsonanten
(^
5)

gehabt haben, der nur ein Aleph

oder
J,

f

gewesen

sein

kann.

Ich

möchte mich für den ersteren Laut, und zwar

(]

wegen der

gleich zu erörternden

hieroglyphischen Schreibungen entscheiden und die ursprüngliche Vokalisation
als

inF'^'nßw

mF^wH rekonstruieren, dessen Aleph abgefallen ist'' wie etwa in Meviie aus Ein genaues Gegenstück zu dieser Bildung (Sethe, Verbum I § 976).
altägyptische

ist
levTT

das

Wort
ist,
''/

für

Leinwand
aus
(^'^^wH

X

<^'i{w)t,

das koptisch zu
ist.

ei*.ev-!r:

»linum« geworden
in

d. h.

entstanden
<'

Merkwürdig
(,/)

ist,

daß hier wie
wird
hier

M
y
^

€ito:ico

»Esel«

altem

kopt.

ei

entspricht.

Es

wohl dieselbe Lautbezeichnung vorliegen wie
durch
i,

in

der griechischen

Wiedergabe von
des
<'

z.

B.

"iiy

=

loc^Yip\

wo

vielleicht der die
ist.

Aussprache

begleitende Vokalanschlag durch den i-Laut bezeichnet
^)

Nur
I

zeigt
1.

auch die
156
a.

boliairisclie

P'orm

Ueiuc

Endung mehr.

^)

Siehe dazu

Sethk,

Verbum
^)

§

54 c

162. 170.

Vergleiche etwa /www
Singulars mj,
m'>

mjw,

moov mmov
:

(wwu Joseph.)

»Wasser«, den Plural des versemit.

schollenen

Erman
f.

bei

Nöldeke, Neue Beiträge zur

Sprachwissenschaft

(1910) S. 166/67.
')

Siehe Ruzicka, Zeitschr.

Assyr.

XXI

(1908) S.

313—317.

I^«"^l 53.]

W.

SiME(iEi,KKK(i:

V.-iri.-i.

105

Vielleicht enthalten gelegentliche liieroglyphische Schreibungen noch eine

Andeutung des zweiten Konsonanten
III

J,

wenn anders man

^^^"^

(Rrit.

Mus. Stelen
//(/•/,

7

— m.

Cl

I

R.)

und

^ J

(die

bekannte Schreibung der Amarnatexte)

///)•/'

lesen darf".

Unter den Dialektformen des Koptischen

'

ist

die

achmimische Form

mo und

MW

beachtenswert, da sie lehrt, daß der Vokal o hier Vertreter eines Diphtlionges ist"". Wäre das iv von M*.*.Tr ein Konsonant, so müßte die achmimische Form *M^ir

lauten.

Daher muß

Md^d^ir nicht

mdw, sondern diphthongisch
S.

///au

gelesen werden.

Nachdem Erman
form
vuv-

(ÄZ.

HcS

[IDOOj

130) für

® ^
es

«Stadt« die KonstruktusI

nachgewiesen
7rPic-t

hat,

möchte

ich

nun auch
ob

für

dieses

Wort im An)iMc-t

schluß an
ist.

=

M^).^v^^

die Frage

stellen,

nicht aucli

zu lesen

Dazu würde sehr schön stimmen, daß neben votv- durch die masoretische Wiedergabe iö nö'' die achmim. mm, mo entsprccliende Nebenform belegt ist. Aus der mit 5 vokalisierten Form läßt sich die durch das n. pr. YlavoLq"' überlieferte

Variante nd entwickeln.

Sie steht neben no wie MMd^Tcii neben
igf!vc

(Stern, Kopt.

Gramm.

§

13,

1),

neben

igtoc

(Röscii,

oder

Af^odcrtc

neben

A/awcrtc^.

Dieser Lautwechsel von ä

mmcoth Achm. Gramm. § 20) und 6 setzt wohl einen
ol)igen

nach o gesprochenen dumpfen Vokal voraus.
Vokalisationen die Formen
vereinigen.
'E(J7: }j.y\Tiq,

Dagegen sind mit den
(altkoptisch)
(i

NUl

(assyrisch),

tie

und
e

vv\

schwer zu
Ispimadu
:

Man
ne-XÄ.!
:

darf dabei wohl den Wechsel von

und
die

in

ncxHi,

7olt

•Ayit'''^

heranziehen,

wenn auch

Lautübergänge

selbst noch der Erklärung bedürfen ^°.

Zum
(Is.

Schlüsse möchte

ich

noch darauf hinweisen, daß der aus Plutarch
trotz der

Osir. 56)

bekannte
\\rN, mit

Name

MoCS^" für die Geiergöttin von Theben
für »Mutter« nichts zu tun hat^'.

Schreibung

dem Worte

Vielleicht

bedeutet er »Geier«.
')

Mir

ist

es sehr wahrscheinlich,

daß a
sind.

d

und die Gruppe

^\

-

Q

ursprünglich mj
S. 210.)

>

mi

lauteten

und

erst später zu

m

geworden

(Vgl. Recueil,

XXX'III [1906]

Ähnlich

denkt offenbar auch Gardiner, Recueil XXXIII (1911) S. 75. ^) Auch an das s der semitischen urverwandten Wörter für »Mutter.<
*) Siehe Rösch, Vorbemerkungen diesem Zusammenhang erinnert werden. ") Siehe Sethe, ÄZ. 47 (1910) S. 2.3. § 28 und 58.

l^:«

usw.)

mag

in

z.

achmim. Gramm.

^)

In der Schreibung

© —
'

'

für ^avy.oa-iQ.
J

^)

Man

darf natürlich das s nicht für eine Wiedergabe des

von nHvt halten.

Ks

ist

lediglich eine

mater

lectionis.

^)

Siehe dazu und überhaupt zu den folgenden Formen meine

«) Anders Sethe, ÄZ. 4.'^ (1906) S. 146A. Ich glaube, II S. 8 und 27. nicht zu sehr mit koptischem Maß messen dürfen. Transkriptionen griechischen die wir daß '") ") Siehe Man mag etwa an ein zu ä getrül)tes a denken. ') ÄZ. 46 (1909) S. 126. dazu Sethe, ÄZ. 43 (1906) S. 146. 12) Daher läßt sich auch das n. pr. Tcqxw, woran ich früher gedacht habe, nicht auf

demotischen Studien

'^^^^^
Zeitschr.
f.

Dd-Miw-t zurückführen

(vgl. 'YnyjJ^^
ä.

=

Dd-hr

[OLZ.

XIX

(1916) S. 72]).

Die

griechische Wiedergabe müßte *T«uouC'«<? od.
Ägypt. Spr.. 53. Band.

lauten.
11 *'

106

W.

Spikgelbkrc;

:

Varia.

[.')3.

Band.

8.

Zu
In

einer Stelle der Inschriften des Gaufürsten hitf von Hermonthis.
(Sitzungsber. Berl. Akad.
erst

der von Lange

1914

S. 91)1

ff.)

neu

lierau.s-

gegebenen und dadurch
des Britischen

wissenschaftlich

zugänglich gemachten Inschrift
die folgende Stelle, in welcher

Museums

findet sich

am Schluß

der Gaugraf sagt:

«Ich habe aber zwanzig Kleider diesem Ka-Priester gegeben,

imd

ich

habe diesem Vorlesepriester zehn Kleider gegeben und jedem einen

Sklaven und eine Sklavin; indem ich ihm (jedem) erlaubte, ....

Maß Acker
Xr?>
,<==

vom
ewig

bewässerten Boden jedes Jahr zu ernten, damit mein
lebe.«*

Name

beständig und
o

Die Schwierigkeit liegt in

dem
^^^^

Mittelsatze
^^^^^"

^^ ^ ^< ^^
Übersetzung
wandfrei und

V V
Q

''^^^

g

>

I

/X^
ist

'
I I

k^^^^

^^^^

Lange

in

seiner

nicht

folgen.

Sie

grammatisch

'

und

lexikalisch'

nicht einin

gibt auch keinen befriedigenden Sinn.

Zunächst glaube ich
:

-^=^^8

11

die
In

bekannte A'erbindung

5//-^yÄ-^

^

ccTcioo^e

ceeiO£t »Arure«

zu

erkennen.

dem

/'=

steckt

das verunstaltete

hieratische

Zeichen für

^

und das Determinativ s
herzustellen.

steht an falscher Stelle.

Es

ist

also

wohl

"^^o^

Die Bedeutung von Hch »überschwemmen«,
ist

und zwar von der

Überflutung des Nils,
flutung jedes Jahres«.

gut bezeugt',

^wh n in rnp-t heißt also »die Über-

Das kann nur heißen »der jährliche Wasserstand des

übertretenden Nils«.

Dem

entspricht in späterer Zeit die neuägyptische

Wen-

dung ^^9, D i/75H A
1

-l

1

I

^ ü

X

p^-H<^pj hsp-t

X

»der Nil des Jahres x*«
Nil)

und im DemoSo sagt man
in

tischen

/>/

mw

n

hsp-t

x »das Wasser (=

des Jahres x«.

den demotischen Pachtverträgen: »einen Acker mit dem Wasser des Jahres x
verpachten'«,
d. h.

den Pachtzins nach dem Wasserstand des Nils

in

dem

be-

treffenden Jahre festsetzen,
»die

und

in

diesem Sinne steht auch unser ^wh n

tn rnp-t

Überschwemmung

jedes Jahres«.

^^

•s«'

muß

hier ein Substantiv sein,

»das Abgeschnittene« in bezug auf das Getreide",

»die

Mahd« und

vielleicht

im weiteren Sinne der Ernteertrag.

Danach schlage

ich jetzt für die in Frage

stehende Stelle folgende Übertragung vor: »indem ich ihm den Ertrag einer

Ackerarurc mit (nach) dem Wasserstand jedes Jahres gab«.

9.

Zur ägyptischen Jahresdatierung.
z.

Sethe hat (Untersuchungen
erbracht,

Gesch. Ägyptens

III

S. 61

ff.)

den Nachweis
in

daß die Ägypter ursprünglich ebenso wie die Babylonier

ihren

Datierungen die Jahre nach Ereignissen benannten.
')

Es
^)
')

ist

imn m. W. noch
ist

Das n vor

tn rnp-t

ist

unberücksichtigt geblieben.

unbekannt und würde auch zitierten Der Rifeh A^Il 23
S. 111
a. a.
ff.

ein

Landdeterminativ verlangen.

auch

Brugsch,

Wb.

II

.546.

— —
*)

ywh »bewässerter Boden«
Siehe außer

dem von Lange

Siehe

')

Siehe Spiegelberg, Recueil

XXXVI

(1914) S. 171.

Legrain, ÄZ. 34 (1896)
'')

Siehe die von Lange

O. beigebrachten Stellen,

i^;"i'l

53-]

W.

Si'ii:(iKi.HKK(i:

V;iri:i.

107
später nocli
ge-

niclit

l)emerkt worden,

daß diese
ist.

älteste

Datierungsart aucli

legentlich nachweisbar
I.

Ich kenne folgende Stellen:

Aus der

1 1

.

Dynastie stammt die leider nicht sicher lesbare Datierung
des ......

II

D

^r'

"^"^

J'^lJi'G

Sowenig hier wegen der Unsicherheit der

Lesung eine Übersetzung möglich ist, so ist doch daran kein Zweifel, daß hier das Jahr nach einem Kreignis benannt ist.
II.

Die zweite Stelle findet sich

Ramessidenzeif-.

Dort steht,
,

in seinem Briefe aus dem Anfang der daß dem Adressaten ein Esel gegeben wurde
.

^jol/wwvATk

I

^^\

^"ir-^^

Das kann nur heißen:

»in

dem

Jahre der

Bogenschützentruppe von D^pt
III.

(nB2r)«''.

Etwas später

ist

die Stelle aus

dem noch

unveröffentlichten Pap. Brit.

Mus. 10052 (Harris 499) Verso 4/8*

^^(^1^
als

'^

"I

^1

1

^"

1

^"^^f

X ^^^ Es

»in

dem

Jahre der Hyänen,

man

hungerte«.

ist

klar,

hier ist nicht

von

offiziellen

Datierungen die Rede, sondern

es liegt eine
vor'',

volksmäßige Verwendung lokaler Ereignisse für Datierungszwecke
zu allen Zeiten und bei
allen

wie

sie

Völkern nachweisbar
Beispiele

ist.

Dafür

mögen zwei zeitlich und örtlich sehr verschiedene Amos 1, 1 »zwei Jahre vor dem Erdbeben« und die
welche Littmann für die Mänsa^ Bet-Abr^he
stagnations«,

angeführt sein:

abessinischen Datierungen,

festgestellt hat",

wie

»tlie

year of

»the year of the small-pox«,

»the year of the earth-quake« usw.

10.

Eine zurückgezogene Pachtkündigung.
teilweise verölfentlichte

Der von Erbian' zuerst übersetzte und
des Berliner

Papyrus
III

8r)2)i

Museums

ist

neuerdings von Möller (Hierat. Lesestücke

Taf. 12)

vollständig reproduziert worden.

Wenn
doch

ich

auch

in

der Hauptsache Ermans

Deutung zustimme,

so weiche ich

in Einzelheiten

mehrfach so stark

ab,

daß ich die folgende Neubearbeitung für nützlich
')

halt(\
NiibieS.

RoEDER. Debod
107ff.

bis
liest

Bab Kalabsche

in

»Les tomples imnierges de

la

1

104

§

282 Taf.
2)

Roeder

^^'
Zuerst
in

Im

Kairiner

Museum.

liieroglyphischer

Umschrift
Ilierat.

von

Maspero (ÄZ.
III

19

[1881] S. 119) veröffentlicht, dann im Faksimile von
Vgl. dazu vor allem
^)

G.Müller,

Lesestücke

Taf. S,

W. Max
richtig

So

bereits

Müller, OLZ. III (1900) S. 121 ff. von Maspero verstanden. »Im Jahre
j

1«,

wie

W. Max Müller

will,

ist

unmöglich, da dann die Schreibung
•)

^

\

dastehen müßte.

von

M

Die Lesung und Übersetzung Siehe dazu Spiegelberg, Studien und ^Materialien S. 87. Der dunkle Ausdruck Dümichen, Geogr. Inschr. IV 121 (sie), halte ich jetzt für sicher.

^^W
keine Datierung.
^)

,

r-'^^^h^jein

ist

jedenfalls
(?)

Vielleicht bedeutet

der Satz:

«nicht

gibt

es

Jahr des niedrigen

Nils-.

Darin unterscheiden sich also die obigen Datierungen von den Publications of the Princeton Expedition amtlich benutzt wurden. der Königlichen Museen, Berlin 1899, Papyrus 7) Erman-Krebs, Aus den

ältesten ägyptischen,
to Abes.synia II S.

die
ff.

<=)

233

92 und Taf.
14*

VI— VII.

108

\V. Simkgklbkrg:

Varia.

[53.

Band.

Umsclirift.

[Ü^^

c^
\

CZHZlv

1

/W/^VA

w
7^^
/WW\A

1^
S
'^^

UJ\>

/TWVNA

v'lm^
10
11

I

12 l=H=l

13

/VWVAA

TT
14
p.

aV
'A*

W

^
z1

(2

U^
o
©

^^^p.

15

16^

-

iloV'_

_ O I-

"1\x^l^|J:.i w
18

ciW
19
\>

^
w

\

W

-^T

20

w
')

Darüber

ein Füllpunkt.

'')

Wohl

Dittographie.

')

Z.

18— Schluß

auf der Rückseite

des Papyrus.

Band

53.]

W.

Si'ii:(;i:i.ni;iui

:

\';iri;i

lOÜ

21

^?„^,n'io'^^.^^
o
(2

22

i=sa

U^
23

W

I

o

(2

1^^

1^

^i^^Ml^-lMZy

AAAA^A

24

25

^
^
(5

26

^

27

qq.p
Adresse.

OTD

Übersetzung.
l»Der Oberste der Bogentriippe, der
Heil (und) Gesundheit (gesegnet sein)
Selireil)er Sclied-se-Choiis

vom Hause

des Clions 2 an den nubischen Pächter"- Pa-neb-n-adjede. 3 (Mögest du) mit Lel)en,
(und)
in

der (lunst

d(\s

Amon-Ke, des
(und)

Götterkönigs, 4 deines gütigen Herrn, (stellen)!

Möge

er dir Leben. Heil

Gesundheit verleihen
Ich teile dir mit, 5 daß ich nach Theben
ich dir gesagt: ^Ich

zurückgekehrt bin.

Nun

hatte

werde dich nicht mehr^

^wirtschaften'' lassen.

^ I)od\ sicdie,

meine ^Ehefrau^ die Herrin meines Hauses", hat mir gesagt:
')

^Nimm dem

Pa-

Füllpunkt über
mnh-t,
ist

O

.

^)

das sonst (besonders klar P. Bulak
hier

W

7/1)

den mannbar gewordenen Jüngling

bezeichnet,

wohl
I

eine militärische Bezeichnung, wie Lieiu.kin

2544 Nr. 39

ririi'Usll

5i/wwv\

A7\

L^

(Dyn. 21) für den jungen Soldaten.

Der »nubische Rekrut«
treibt

ist

wohl

ein

nubisclier Söldner, der in Fi-iedenszeiten in seiner

Heimat Ackerbau

imd dabei gelegentlich

den Landbesitz eines ägyptischen Herrn bewirtschaftet. auch »Pächter«, und das wird hier wie
die
in

So

ist

er also nicht nur Soldat, sondern

dem Hohenpriestertestament

(ÄZ. 35 [1897J S. 14

ff'.)

Bedeutung

sein, die ich

daher oben gewählt habe und die auch bereits Gariunkr (Inscription
hat.
s.

of

Mes
')

S. 14 Nr. 16)

vermutet

Zu

grt {(^e) im Negativsatze
a. a.

Recueil

techn.

s.

Gardiner

O.

XXXI V

(1912)

S. 154.

*)

Zu

ski

als

term.

^)

Wörtlich »Genossen des Sitzens».

Dabei bedeutet /ims (eigentwie noch
(gAvooc

lich »mit

dem Ehemann
OTTC^IAie).

[oder der Ehefrau]

zusammen

sitzen [=: leben]«) »verheiratet sein«, Koj)tis(heii

im Demotischen (Rev. egyptol. V Taf. 17: Ostr. Straßb. 1548) und

Am

g*.i,

^MOOC

Am
")

Eine etwas pomphafte Ubersetziuig des alten

^r^ nh-t pr »Heriin des Hauses«, welche
soll.

hier die Frau als die Herrin des

Vermögens der Eheleute bezeichnen
vorliegt;'

Sollte

d;is

auf eine

Ehe deuten, wie

sie

in

dem Pap. Libbey

110
^Oden^ Acker

W.

SpiEOKi.HKKc;:

\';iii;i.

[53.

Band.

iicl)-n-adjedc

lüclit

we,<>-.

Uherweiso ihn

ilim

(wieder),

laß

ihn

ihn (weiter) l^)ewirtschaf'ten!

Wenn nun
16 ihn!

mein

l^j^rjef 2u

dir

gelangt,

so

nimm
;in

dich ^^d^g Ackers an

und vernachlässige l^ün^

nicht.

Nimm
17

das ISgcJiJif- y^cg

und bewirtschafte

Bestelle eine Arure

Acker

mit Gemüse"*
so gehe 20
zu*"'

dem Brunnen*.

l^Wenn

aber einer l^niit dir sprechen
der Kornrechnungen

sollte^,

Wer-Thot^, dem 21Schreiber

vom Hause

des Osiris, und 22i^inim^ diesen Brief in deine

Hnnd!
meinen
27

23n;,|)e
25

jch

doch ihm meinen 24Aci^er im Hochland
verpachtete*^.

Acker im Lehmboden (?)
als

und ebenso 26 Bewahre meinen Brief auf,
(?)'*

damit er dir

Zeugnis diene.«

Adresse.
»[An den] nubischen [Pächter(?)] Pa-neb-adjede«.
Inhalt.

Nach der obigen Übersetzung ergibt sich folgender Sachverhalt. Der Sclireiber Sched-se-Chons, der am Tempel des Chons zu Theben angestellt war, hatte in
Nul)ien Ackerbesitz.
er

Gelegentlich einer Reise, die er dorthin unternahm, hatte

einem seiner Pächter die Pacht gekündigt.

Als er aber nach Theben zu-

rückkam, mußte er erfahren, daß er die Rechnung olme den Wirt gemacht
^\

und

"^ ^

sind

liier

zumeist nicht Demonstrativa, sondern eine Schreibung

des Artikels
^)

m,
K«s.M

ti.

:3z

»Schilf".

Es handelt sich also

um Gewinnung
4.

von Ackerland durch Ausroden
-

des Schilfes wie in
S.
1 1

ots-ootc (Sethe, AZ. 47 [1910] Das ist vielleicht der Brunnen, aus dem das Wasser mit dem Wasserrad (Sakie) geschöpft wird. Dazu vgl. Burckhardt, Travels in Nubia S. 140: »Irrigation in Nubia ') D. h. gerichtlicli gegen is carried on entirely by means of the Sakies or water-wheels...

dem

deniotischen Pap. Brüssel Nr.

^)

-

Anni.

1).

*)

.

.

.

dich vorgehen sollte.
")

Diesellie

zusannnengesetzte
ich

Präposition
(1

auch

in

der
\

großen

Merneptah-bischrift

von

Kaniak

Z. 28,

wo

^

/\

v S -^
ZI

n\

»stallen bei

dem König«

ergänze.

Vermutlich

ist

damit die zusammengesetzte Präposition <rr>Z] ^^\ ü

'^

h

-^

(Pap.judic. Turin 4,12,

Hohenj)riestertestament ÄZ. 35 (1S97) S. 14 Z. 3) oder

^^^ l]'^^

a

ohne <rr> (Pap. Golenischeff
setzt.

1,21.22 usw.) identisch, obwohl ÄZ. 37 (1899) S. 145.
')

sie

noch ein n vor das

Nomen

Siehe dazu

v.

Bissing,

Dieselbe Namensbildung

in to(1

^

Pap. Abbottl,14, Bologna2l43

(S.

257 des Katalogs).

''

Y
**)

jfk

Kano))e

in
Jtr

Stuttgart.
tfj-k.

Verbessere

")

Die

Bedeutungen

der

beiden
s.

Wörter,

die

zwei

verschiedene Bodenarten
Grenzstelen Teil
^

bezeichnen

werden, sind nur geraten.
(mcm-t wird
in

Zu nhb

Brugsch,

Wb. VI 693 und
II
1
(

el

Amarna

21.

der Schenkungsurkunde von Edfu

"^

[I

[1

U

r

^ <2

1

genannt und

bedeutet dort vielleicht Lehmboden.
'")

hn scheint hier dieselbe Bedeutung zu haben

wie das Kausativum shn

c«^^ne in

den

demotisclien Vertrauen.

J^'""»'^!

•"'•>•!

W.

SiMK(ii:i,i)KK(.:

V.iii.i.

111

Denn seine EJiefraii, die offenbar (Ins elicliclic Vennöovn verwaltete', war mit der Kündignno- nicht einverstanden, und ihr Mnnn nnißte sicli dnlier
hatte.

zu

dem

vorlie»enden Brief verstellen, dureh den er seine Kündigung widerrief,

so daß Pa-neb-adjede den Acker weiterbewirtsehaften dnrCte.

Es

ist

nun von
Seine

großem

Interesse,

daß dieser

Briel' dureJiMus

als

Rechtsinstrument wirkt.

Vorzeigung bei dem Reehnungsschreiber Wer-Thot. in dem wir vielleicht-' den inzwischen von Sched-sc-Chons neuernannten Päeliter zu seilen haben, ist ausreichend,
instanz

um

das alte Pachtverhältnis wiederherzust(41en.

Keine weitere Reeiits-

ist

dabei nötig.

11.

Zu dem Spezialistentum
als

in der

ägyptischen Medizin.
2.

Ich
hierher,

setze

zunächst die klassische Stelle aus Herodots
die

Ruch (Kap. 84)
an-

welche uns früher

Denkmäler über

die

uns so modern

mutende Entwicklung der altägyptischen Medizin
'>)1

unterrichtet hat:
sx.oL<jroc:

OS

loCTpiKYi

y.cLTcL

Tuoe

(Tcpi

^s^oLdToLi'
Ol fJLEV
oi

jUi>i^c

vov(To\j

ly\rpQq
Ol

iari

Xött

o\>

7iXeOV(JÜV.
Ol

TTUVTOC 6\YlTp(JüV SdTl TTÄECl'
oi

JUp

OCp^uXfJLÜOV lYlTpol XotTECTTÄCTj,
(X,(potv£U)v

Ss KSCpuXYjt;,

de

ooovTOüv,

os

roöv

kutol

vyi^'vv,

Se

tüüv

vovcoüv.«iv\Tpoi

Da
genannt.

sind zuerst unter den Spezialisten die cxp^uXixüüv

die »Augenärzte«

Sie lassen sich auch in der altägyptischen Literatur nachweisen.

Aus

dem

»alten

Reich«

(um 2500

v.

C;hr.)

ist

ein

_
uns

spiw-jrtj

»Arzt der
mit

beiden Augen«

bekannt.
jr-t J9/ sjn

Nicht selten
{pe sdjn jdrte)

begegnet

aber

dieser Titel

dem

Artikel als

»der Augenarzt« in den demotischen

Urkunden der
259. 261.

Ptolemäerzcit,

so

bei

Revillout,

Chrestom. demot. 237. 253.
hat Wilcken

269\
die Spezialisten der Darmkrankheiten
[oi rtJöv

Auch

xaToi vvi^vv)

(Chrestom. Nr. 136) in

dem

ixrpoy.XvGrviq einer

griechischen Urkunde wiedererkannt.

Er hat darin gewiß
Klistieren

richtig einen Arzt gesehen,

dessen Spezialität es
für
die

ist.

mit
viel

zu kurieren,

deren große Bedeutung

Gesundheit des

essenden, körperlich bequemen Orientalen der höheren Stände die ägyptische

Medizin

zu Herodots Zeit

(Kap. 79)

und wohl schon

friiher

erkannt hatte.

Es

ist

bemerkenswert,

daß sich

unter

den erhaltenen Spezialistentypen der
die noch

ägyptischen Ärzte gerade die beiden Spezialisten nachweisen lassen,

heute

in

Ägypten wie im Orient

die

verbreitetsten

sind,

die

Augen- und

Magenärzte.
*)

Siehe oben

S.

109 Anm.

(i.


LD.
ist

^)

Pachtverträge zuständig war.
dieser Stelle.
")

')

II

Er könnte aber 93a (Text S. 89).

aucli die Beliörde sein,
Icli

welche

iTir

verdanke Setiik die Kenntnis
S.

Die Lesung der Gruppe

sjn

zuerst

von Grikimth (Rylands Pap.

111

384

Mag.

Pap. Indices Nr. 721, ÄZ. 45 [19081
VQi
I

§• 10^)

erkannt worden.

Vergleiciie

iil)rigens

auch den

n

}

Q

»Arzt, der das

Auge

heilt..,

wie Anion

in

dem Leidener Hynuuis (Gardiner.

ÄZ. 42 [1905]

S. 28)

genannt wird.

112

VV. Spikgelherg

:

Varia.

[53.

Band.

12.

Ein Denkmal des Admirals Sendu-tef-nachte.
(11)11)
S.

176 habe wähnt, den Griffith (Rylands Pap. III S. 73

Im Recucil XXXIIl

ich

em Denkmal

des Admirals erIn-

— 74)

näher besprochen hat.

zwischen habe ich die damals verlegte Notiz über jenes Denkmal gefunden, von

dem

ich a. a. 0.

nur Titel und

Namen

mitteilen konnte.
el

Das im Jahre 1905

vmter den Kolonnaden der Scharia
schlecht erhaltene

Wagh

Birket in Kairo stehende

und sehr

Denkmal war das Fragment

einer knienden Statue aus KalkIsis,

stein, die vor sich einen Schrein mit einer Göttin, vermutlich

hielt.

Auf

dem
^^_^
o^

rechten Pfeiler dieses Naos las ich:
" «

Das dürfte so zu verbinden

sein:
Isis

^S

»Der dem König Psammetich, dem von der
geliebten, treu ergebene Fürst
SmJ-thüj-t^f-?iht.
«

in

Abydos'
rs)

iMii

^\^

\\^ <=^

und Vorsteher des Südens (mr

Darunter steht eine Horizontalzeile
n 'y'
.
.

I

'^^^^pp"ge-

stiftet*^

von der leiblichen Königstochter [....«

Sonst habe ich mir noch folgende Inschriftreste notiert:

13.

Eine Segensformel.

z. B. Pap. Rylands IX 5, 20 (Perserund in der ersten Hohenpriestergeschichte (I Kh 4,24. 5,38) der König mit n Fi-R'^ »mein (unser) dem Segenswunsche begrüßt "p^j-j {pij'H) nh ^-"»r^f p^ großer Herr, möge er die Lebensdauer des Sonnengottes Phre haben !«^. Man braucht nur an die stereotype Wendung hinter dem Königsnamen »mit Leben begabt gleich Re ewiglich« oder an die Anrede der Götter an ihren königlichen Sohn »Wir geben dir Leben gleich Re« u. ä. zu erinnern, um sich über die Bedeutung des Wunsches klar zu werden. Der Sonnengott wird ja besonders als

In demotischen Texten wird mehrfach

zeit)

<^/

<^h<^

Gott des Lebens'' aufgefaßt, dessen Strahlen in der Lehre des Echnaton das »Leben«
in sich

schließen.

So

ist

auch die häufige Grußformel^ demotischer Briefe zu
<^h^

verstehen ^-dj Pi-R<^

M p)j'f

»möge Phre

sein

Leben lang machen«.

') ^) So möchte ich Jetzt das yr n fassen, Danach könnte die Statue aus Abydos stammen. und es nicht mehr mit dem Namen des S. verbinden, dem es sicii auch in der graphischen An^) Rylands IX 3,11 ordnung nicht anschließt. hat bei der Begrüßung des Gouverneurs die nur *) Siehe Roeder dem Pharao eignende Anrede jo/=y ip^j''") '^^ ^^ »unser großer Herr« weggelassen. *) Siehe die Nachweise in dem Katal. der in RoscHERs Lexikon d. Mythol. unter "Sonne« S. 1203.

demot. Papyri

in

Kairo S. 189 zu 30838.

l^'»"d

'^•5-]

W.

SiMK(;i.:i.iii.;iui:

Varia.

113

Solche Formeln, die wir bisher nur in demotischen Texten nachweisen konnten, sind natürlich alt, und zwar läßt sich für die erste Formel jetzt auch der
Nacli-

weis erbringen. In einem der kürzlich von Daressy {Annales du Service XIII [1 Dl 1^] 5. 46) veröffentlichten Graffiti vom Gebel Ahmar bei Kairo findet sich die fol-

gende Inschrift aus der Ramessidenzeit

0^^^=^^^

^f ^1'^^-- J^ '^<§> J

«mögest du die Lebenszeit des Phre haben!«. In den Zeichen dahinter steckt wohl der Name des Mannes, dem der Segens wunscli gilt'.
14.

Zwei Ausdrücke der Bewässerung.

den Ȁgyi^tischen Inschriften aus den Kgl. Museen zu S. 295 (Nr. 10814) den Text einer Totenfigur (aus dem Anfang des neuen Reiches) bekannt gemacht, der eine mir sonst unbekannte Variante des
in

G.

RoEDER hat

Berlin«

II

6.

Kapitels des Totenbuches enthält.

In der üblichen

Fassung wird die Toten-

figur aufgefordert r srd-t sh-wt r hnhj-t lüdh-w »die Felder

wachsen zu lassen und
hat,

die Ufer zu bewässern«.

Was

die letzte

Wendung
ist

bedeutet, versteht jeder, der

einmal im Winter auf
der gepumpt wird.

dem
ist

Nil gefahren

und gesehen

wie das Nilwasser

durch Schöpfvorrichtungen das

steile Nilufer

hinauf auf die oben gelegenen Fel-

Es

die

mühsame

Schadüftirbeit des ägyptischen Fellah.

Der Ausdruck

srd-t sh-wt

»die Felder wachsen lassen«

wird eine poetische Be-

zeichnung für die der Bewässerung vorangehende Bestellung des Ackers durch Pflügen und Säen sein. Statt dieses Ausdrucks hat nun der erwähnte Berliner

Text die Variante

<=^n|^^

v^^

Oölj

^-

r

sMw

shw-t.

Nach der Orthographie
Aber das paßt

wird man zunächst übersetzen »um die Felder zu befahren«.

nicht zu der schweren Arbeit des ägyptischen Bauern, die hier bezeichnet werden
soll.

Mir scheint hier eine andere Bedeutung vorzuliegen, die auf die Grundsein, drehen, Kreis,

bedeutung von kd »rund
»bewässern« erhalten
ist.

Rad« zurückgeht und noch
(der Säkije),

in

KOiTe

Dieses koptische Wort, welches griechischem

jcux^etie«/

entspricht, bezeichnet die

Bewässerung mit dem Wasserrad

imd diesen

Sinn möchte ich auch für das altägyptische sMw-t »das Wasserdrehen« annehmen.

Danach möchte
wdb

ich für die Variante der Berliner Totenfigur
»

/•

skdicd shw-t r snihj-t

die Übersetzung

um

die Felder mit

dem Wasserrad und
Es würden hier

das

(sie)

Ufer mit

dem Schadüf

zu bewässern« vorschlagen.

also nebeneinander

die beiden wesentlichsten Arten der ägyptischen

Bewässerung genannt.

15.

Der Name des astronomischen Visierstabes.

BoRCHARDT hat (ÄZ. 37 [1899] S. 10 ff.) ein altägyptisches astronomisches Instrument bekanntgemacht und erläutert, das aus 2 Teilen besteht, dem »Stundenzeiger« (wpoAoVov Clem. Alex ) und dem »astronomischen Palmstab«. Der ägyp1)

Die darunterstehenden
Tsj<^

Namen

q

"^.4^
iWr-Jrezü«

^

""'^

T

S) i
1

© S^
S. 328.

^^''

»Oberst der Bogenschützen
2)

und der »Bildhauer

sind von dieser Inschrift zu trennen.

Vgl. Crum, Coptic Rylands Papyri S. 81,1. 82,2 und Wii.cken, Grundzüge
f.

Zeitschr.

Ägypt. Spr.,

53.

Band.

114
tische

W.

Spiegelberg: Varia.

[53.

Band.

der

Name des Stundenzeigers war mrh-t »Merker, Zeiger«, dagegen hat sich Name des zweiten zugehörigen Instruments, der Palmrippe, noch nicht nachKr
findet sich

weisen lassen.

nun auf einem der Blöcke des Muttempels, welche und
einer Handelsexpedition des Königs Pianchi

die Reste einer Prozessionsfahrt

enthalten \

Die Schiffe der Handelsflotte sind mit nubischen
'^'"^^

Waren

geladen,

und

darunter befindet sich auch ein Posten ~jP 1

nr

^^ ^ ^

»Palmrippe des Horo-

skopen«, also das eine der von Borchardt beschriebenen Instrumente des Horoskopen, das bei Clem. Alex. Strom. VI 4
§

35

(poivi^ u(jTpoXoyioc<;

heißt.

-4-^3

b<^

ist

im koptischen
ßutov vorliegt
ist

£i&.:6ä.i
(s.

erhalten, das ja auch in den griechischen
S, 19)

Formen

Buiq,

Peyron, Lex. copt.

und »ramus palmae« bedeutet".

Es

aber auch die Bezeichnung für die Rijipe des Palmblattes, die seit alter Zeit

als

Stock benutzt wurde.

Dieser Stock wird besonders häufig mit der starken Ver-

breiterung

am

unteren Ende in der 18. Dynastie dargestellt, na-

mentlich unter Amenophis IV. ^

Eine weitere Verwendung war

die als Visierstab des astronomischen Instrumentes.

Noch
:

eine sprachliche
die
sich

Bemerkung zu dem koptischen Derivat
ujes.
:

&*>.

(sahid.)

fiÄ.1

(bohair.),

zueinander verhalten wie

ajd>.i.

Der bohairische

Dialekt hat den dritten schwachen Radikal erhalten, der auch noch in neuägyptischen Schreibungen, z.B.

J

|](]^^'^^(SallierI 6,6), J^(j()^'^^(Ostr.Berlinl0637),

J

^^ "^

,.,

Q

fl

-^

(Liebeslieder 2, 4) zutage tritt\

16.

Ein libyscher Stammesname.
P^-/f-Jfw/,

Unter den Vorfahren des thebanischen Priesters
gefundene Statuette 42218^
darstellt,

den die in Karnak

befindet sich auch ein Priester des

Amon

namens Nesi (^(](])' der u. a. den Titel |^ Mh^s^wn führt. Legrain, der ihn zuerst** besprochen hat, erinnerte mit Recht n MdH-iv, welche libysche Stammeshäuptlinge an die Titel lür-«'/ n 3Isw>s, wr
<^/

{^^^[q]!

.^^1 1^ wr n n

bezeichnen.

Daher wird man auch zunächst
sein

in Mh^s^w7i

den Namen eines
denken.
sein,

liby-

schen Stammes vermuten und etwa an die Massylier

(MÄG^cruAiot)

Dabei
beides

würde das h verschwunden

und das n durch

/

wiedergegeben

Lauterscheinungen, die keinerlei Bedenken hervorrufen können.
der Grieche nicht wiedergeben und

Das h konnte

dem n

entspricht auch sonst

im Koptischen

wie im Griechischen ein
eigene Abschrift
'

/.

Legrain, der
liest,

unrichtig^ —

wenigstens gegen seine

»Mahasaou«

wollte in

dem Stammesnamen Vorfahren
In

des Beduinenstammes der Aoulad Ma<'äzeh (sjU) sehen, was aber, abgesehen von
historischen wie geographischen Schwierigkeiten, lautlich nicht angeht.

dem

modernen Namen Avürden das
')

<'

und der Abfall des n ohne jede P>klärung
S. 371.
*)

bleiben.

Benson-Gourlay, The temple ofMut
z.

'^)

Siehe Loret, Recueil

XVI

(1894) S.97.

')

Siehe

B. v. Bissing,

Denkm.

81 A, 84 B.

Ich

verdanke Sethe diese Auffassung.

^)

Siehe

Legrain, Statues
(1914) S. 42.
")

Annales du Service des antiquites VIII (1907) S. 56. Er scheint den Hasen wn für ^rg^ ^w zu halten.
«)

et Statuettes

des Rois

et Particuliers

im Catalogue General du Musee du Caire

^^

^^^d

53.]

W.

Spiegelberg: Vari«.
1 1

17.

Der ägyptische Name der sogenannten »Weisheitslehren«.

Erman hat (ÄZ. 32 [1894] S. 127) die hieratisclie Aufschrift einer Ilolztafcl bekanntgemacht, welche in der »steifen Unziale der 22. Dynastie« den Titel des unter dem Namen »Les maximes d'Ani« bekannten Lelirgedidits entliiilt. Er ^ lautete in der klassischen Sprache ^=^1x0 ^ '^^'^^1 ^
11

"Ix

(1

d

der neuägyptischen Übersetzung

Emige Schwierigkeit macht
zweifelnd durch »mündlich

o^^^^ ^
wiedergibt.
9, 6. 18)

W^S)!'

"'

[IJ

^^()(j^2l\^^_

,

die Übersetzung des vieldeutigen mir,
(?)«

das Erman

unterliegen, daß mir hier die

Es kann aber kaum einem Zweifel Bedeutung »erziehen«' hat, welche in dem didakDemotische feststeht und ähn»jemand über etwas belehren« vorliegt". Danach
für das

tischen Pap. Insinger
lich

(8,

21. 22.
r

auch neuägyptisch in mtr

bedeutet sbij-tmtr »Erziehungslehre«, und dieser Ausdruck gibt uns die ägyptische Bezeichnung für die ägyptische Weisheitsliteratur, die der alttestamentlichen
»

Chochma «

entspricht.

18.

Die Bedeutung von nfr-hr.
nfr-hr^,

Man

pflegt

den Ausdruck

der sich als Epitheton mancher Götter,

in Sonderheit des Ptah, findet, durch

»mit schönem Antlitz, schöngesichtig« zu

übersetzen.

Wenn man

sich dabei an die

homerischen Epitheta von Göttern

er-

Denn, soweit ich sehen kann, gelten die Epitheta der ägyptischen Götter nur sehr selten^ ihrer körperlichen Schönheit.
In der

innert fühlt, so sollte gerade dieser Vergleich warnen.

Tat läßt sich

jetzt aus

einem Texte der 18. Dynastie'
sagt der Verstorbene zu Osiris

eine wesentlich andere Bedeutung gewinnen.

Da

^

D

J^^T-flV^?^'k'klIJ'
»mögest du mir gnädig
sein,

möge dein

Antlitz gegen

mich schön

sein an

dem

Tage, da ich deine Schönheiten'' schaue«.

Hier hat offenbar nfr hr^k ^m^j »möge dein Antlitz mir schön sein« die Be-

deutung »mögest du mir gnädig sein«,

es steht also

gleichbedeutend mit htp=k

?i=J.

Danach dürfen wir wohl auch das Epitheton

nfr-hr in

dem Sinn »gnädig« nehmen.

^) Ich möchte diese Bedeutungen aus der Grundbedeutung »gerade sein« ableiten, und zwar von dem Piel »gerade machen, erziehen« oder vielleicht mit Sethe »auf den rechten Weg bringen«. ^) Vokalisiere etwa nefer-hö 2) Gardiner, Lit. Texts I S. 22 * Anm. 17 (zu Pap. Anast. I 20,8). *) Ein solches Epitheton würde der Beiname der Lsis nfr imi-t CSscp^iiA-ixK) «mit nach 'üsipsDitig. schöner Hand« sein, falls meine Deutung Recueil XXXI (1909) S. 159 Anm. 8 richtig sein sollte. ") D.h. an dem Tage des Totengerichts, wo der 5) MoRET, Recueil XXXII (1910) S. 154.

Verstorbene vor Osiris

tritt.

15=»

116

W.

SiMixiKi.iJKHG:

Deinotisclic

]\liszell(>ii.

[53.

Band.

Demotische Miszellen.

Von Wilhelm
Mit 12

Spiegelberg.

Sclirirt])il(1('rn.

/vvvvv\

1.
(I

^.

?^^
als

nmhic

^^-

pM^e

»frei«.

In den demotischen Sklaven vertragen der
Kontrahenten, der sich selbst
Sätzen, einem positiven
(1

Saitenzeit* besteht die Erklärung des
erklärt,

Sklaven

in der

Hauptsache aus zwei

und einem

negativen.

Der

erstere lautet:

ö

^

"^fl

1

^ H^"^ °^
J
fl^

^'^^ P'J'-^^
.j

^^

^^^ ^^ "^^^^
A/VNAAA

^^^ ^^^^ Sklave
/-^

/WVVV\

in P]wigkeit«, der zweite

^

^^^^
(1

|\

8

^An'ödl^^^^^

'^/\^f!f^n ^w{'j)

rh Jr TzmA ^-^r-n=k

<^n

^n »ich die

werde

dir

gegenüber nie (mehr)
eingesetzt,

frei sein

können«.

Ich habe für

nmh

Bedeutung

welche

in

diesem Zusammenrmt

hang

die gegebene zu sein scheint, eine Bedeutung, welche durch die ausführ-

lichere

Fassung von Corpus pap. Nr. 7 noch verstärkt wird ^nk Uj^k bk hn ^w

rli

nh n p)

U
dir.

-Y shi n-^m^j

n phk

hnr hn ^w{'j) rh Jr

nmh

^-^r-n^k

(^n

«^n.

»Ich bin deine

Sklavin.

Nicht

soll

irgendein Mensch der Welt über mich Macht haben können
frei

außer

Nie (mehr) kann ich dir gegenüber

sein.«

Diese aus

dem Zusammenhang gewonnene Bedeutung
:

findet

nun

die beste

Bestätigung durch das Koptische, welches aller Wahrscheinlichkeit nach das alte

nmhw
ist

in

pM^e pcM^e bewahrt
s^nf^j),

hat.

Das koptische Nomen
n'^mltPw gelautet

ist

eine Bildung wie

cwTe »Basis« (aus
freilich

die

etwa

haben mag.
die

Ganz abnorm

zunächst der Übergang des n in p.

Aber gerade

Verbindung der
^r-nmhw

demotischen Verträge macht ihn lautlich verständlich.
»frei sein«
ist

In der

Wendung

in r

dem vorhergehenden r in Kontaktstellung befindliche n übergegangen, also aus ^r-nmhw ppM^e geworden. Dabei mag, wie Sethe
das mit
als eine

mir bemerkt, eine Art Volksetymologie mitgewirkt haben, welche pMg^e

Zusammensetzung mit pÄi- »Mensch« Habe ich die Bedeutung A'on nmh
tig

betrachtete.
in

den demotischen Sklavenverträgen

rich-

bestimmt, dann

fällt

dadurch auch ein neues Licht auf die Bedeutung des
Ich will darauf hier nicht näher

Wortes

in der sonstigen ägyptischen Literatur.

eingehen, da uns das ägyptische Wörterbuch über die wahre Bedeutung des noch
recht dmiklen Wortes, welches

man »Armer,

Bürger« usw. übersetzt, später bessere

Auskunft geben wird
')

als

meine eigenen bescheidenen Sammlungen.
7.

Aber

ich

Rylands IIL V.
A/V\AAA

\'I

Corpus pap. Nr.

liand 53.]

W.

Si'ii;(;i:i,iu;iui

:

Dciiiotisclic

Mis/.cllcii.

117

möchte hier doch die Vermutung aussprechen, daß die mehrfach genannten yh-t nmlm^ »Acker von Freien« sind, d. h. Ländereien, die zwar Kig(>nt\un der Krone
{Staatsland), aber dabei doch in Privatbesitz waren.

Es würde sich dabei

also

um

Privatbesitz ganz im Sinne der

i^iÖktv\toq 751

der Ptolemäerzeit" handeln.

2.

Weitere Bemerkungen zu dem demotischen Text der Rosettana.
frühere Ausführungen (Recueil

Im Anschluß an
ich ein paar weitere

XXVI

(1904) S.

53flf.)

möchte

Bemerkungen zu diesem Standard-Text der demotischen StuII IGfifl".)

dien folgen lassen, der neuerdings wieder durch Sethes Bearbeitung"^ (Urk.
erheblich gefördert

worden

ist.

Ich möchte mit der allgemeinen, bisher noch

nicht gemachten Feststellung beginnen, daß sich

— zwei Hände unterscheiden
n hrw
schein*
Z. 2

— wenn mich

nicht alles täuscht
(Z. 1

lassen.

Von

der ersten rührt das Protokoll

bis

^pn) her, alles andere

von der zweiten Hand.

Das lehrt der Augen-

und wird durch

die ganz verschiedene Orthographie des

Verbums

nhtu in

^^

^ ^ und 22
dem

/^ y^/\

bestätigt.

Daraus ergibt

sich,

daß ein beson-

derer Protokollschreiber die ersten Zeilen mit

dem Eingang

des Textes einge-

meißelt hat.
In

folgenden Texte sind verhältnismäßig wenige Fehler.
die

In Z.

24 steht

irrtümlich statt jt »Vater«

Gruppe
Es
ist ist

Fr-^^ in

mr jt.

Z.

32 (Schluß) steht ein

seltsames Zeichen hinter

'^nh.

wohl das
in ^nh

erste Determinativ \>, das in der

Gruppe

<^nh

»schwören« üblich
ist

und

»leben«
y.ca

nicht rwv

am

Platze

ist.

Eine
(ppovvidoivToüv

crux
SV

u.

a.
TYjv

auch

der

griechischem

ciKkm

rm

aXkörpia
Z.

ToTc

XötTöt

Tocpuyjiv KoLipoiQ

entsprechende demotische Satz

11

v/j^Z. JoJj\
Die Schwierigkeit liegt in der Gruppe
mj-t umschreiben

/^-^ ^^
die ich jetzt
'

^^^ 1^;),

^^(j (2^ £^
Da-

und mit dem namentlich aus dem Pap. Insinger

(passim) bekann-

ten Wort für »Lehre'« ^

V fO (^9^""^y^^)

identifizieren möchte.

(vgl.

185 Siehe Erman, ÄZ. 35 (1897) S. 23 Anm., ferner Maspero, Annales Serv. Anticj. IV S. erwähnt, nocli nmh die jh werden Texten Auch in demotischen Pap. Hauswaldt S. 22 *).
1)

so Rev. eg.
g_ 284.

XIV
^)

^) Siehe Wilcken, Grundzüge I Ostr. Straßb. D 384 pij jh rmt nmh. »Zur Geschichte und Erklärung Aufsatz grundlegenden einen weiter Sethe Dieser hat

Taf. 2

und

der Rosettana«

den Nachrichten der Ges. Wissenscli. zu Göttingen 1916 S. 275 folgen lassen. (Auswahl) wie in der sehr genauen Wiedergabe von J. J. Hess *) Sowohl in der Ausgabe von Lepsius Für diese Frage versagen natürerscheinen die ersten Zeilen niedriger und dünner als die folgenden. im Mythus (Kufi) Schreibungen Andere lich die zu stark verkleinerten Reproduktionen.
in

'•')

Nr. 302.
')

Die weibliche Endung

fehlt in

der obigen Gruppe versehentlich.

Das Wort mag mit dem neuägypt.

Ql]^^

"V'^

»Weg«

identisch sein.

118

W.

Si>iE(,Ki.iiERG:

Dcmotisclie Miszellen.

[53.

Band.

nach lese ich jetzt die Stelle p^ sp rmt J-^r hpr
»die übrigen Leute, welche in anderer' Lehre
in

/ir

kt-h-t mj-t

n p^

thth J-Jr Jipr {n)

Kme
die

waren während der Verwirrung,
ist

Ägypten herrschte«. Die »andere Lehre«
d. h.

die

von der »Lehre« des Königs

abweichende,
schlechter

der Aufruhr.
.

Deshalb folgt hier dem Worte das Determinativ
sei

Handlungen '^ Übrigens

daran erinnert, daß der von Amenophis IV.
bezeichnet wurde.

gepredigte Glaube als seine »Lehre«
in anderer

[sh^j-t)

Die »Leute, welche

Lehre sind«, sind die Feinde des Königs, jene Empörer, welche nach
(Z.

den Worten der Rosett.

13)

»den

Weg

des Befehls des Königs und den Be-

fehl der Götter verlassen'« hatten oder

nach der alten Sprache nicht mehr »den
16 angeschlossen.
Dort
das seltene

Weg

des Königs preßten«

{mdr

irijtn).

Hier

sei

noch eine Bemerkung zu

Z.

ist

Verbum ^^1
Damit erhalten

ddb demotisch durch twt tottoot »versammeln« wiedergegeben.
also

Erman und Maspero gegenüber Gardiner

(Recueil

XXXIII
(Z.

[1911] S.73) recht, und

man

darf das

|)

]

o

ddb der Sinuheerzählung

180)

auch weiterhin durch »versammeln« übersetzen.

3.

Der Grabstein einer Falkenmumie.

Das merkwürdige Denkmal, das ich im folgenden zu würdigen versuchen
will,
stellt

den Bearbeiter vor die unerfreuliche Aufgabe, eine offenbar ungenaue

Abschrift^, noch dazu

von einer nur unvollständig erhaltenen

Inschrift, zu erklären.

monuments d'Abydos Nr. 1326) ist leider nicht so vollständig, wie er in der Publikation erscheint. Es fehlt, was merkwürdigerAveise von keinem der bisherigen Übersetzer* bemerkt worden ist, den meisten Zeilen^ ein mehr oder weniger großes Stück links. Trotz dieser

Denn der

betreffende Text (Mariette, Catalogue des

Schwierigkeiten hoffe ich doch, in der Hauptsache den Sinn des Bruchstücks
richtig erkannt zu haben, dessen

Übersetzung ich zunächst vorlegen

will.

Umschrift.
^Jipr hsp-t

VII n p^
sp{?)-Hr

SS
-^w

[

^gm=w w^
"^nt htp{?)
4^/::/(?)

^ww
.

.

.

.

.

r Uj-n
[

[.

.

.

.

m-lßh Wsjr H^pj
. .

...
[

ps{-t)
sst

pr

r

U

w^b{-t)

Spy hrj
^)

^rm nS
59

hr-hb{-w) nt ^k r
irrt sich,
z.

ti

w^b{-t)

[tj?]

Hess

(S.

z. d. St.)

wenn

er

annimmt, daß

kt-h-f

nur substantivisch gebracht

werde.

Es steht auch adjektivisch

B. Rosett. 19 kt-h-i nkt »andere Dinge«,

Canopus
u. s.

5,

17 kt-h-t

m)

(si

»viele andere Plätze«, Chrest. demot. 212,
2)

213

kt-h-t
nf\

rmt »andere Leute«
ntr-w hiei'Ogl.
(-7-1

iw^io h}( p^

mit n pS

cs

s/m n Pr-ci

:)rm

pi

Q

shn [n

\\

i

i

""ü^

aufzufinden.

Das Original scheint verloren zu sein. Wenigstens war es im Museum zu Kairo nicht mehr Wahrscheinlich *) Brugsch, a. a. 0. und Revillout, Revue egyptol. I S. 192. auch den letzten beiden, obwohl sie vollständig sein könnten.
^)

•')

Bandes.]

W.

Si'iKGELBEHd:

Demotische Miszelk-n.

119

^htp^f hr p^i
'^^-wn-n?
Jjo

lüite

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Jww

J/-

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]

mr

§n{^)

mr
wite

[

p^
sh

rm

nt

n^w rk pf
n-f

r'r-.s(^)

Übersetzung.
»Es war im Jalire
leiche.

7,

zu der Zeit
in

[des Königs...],
[

da fand man eine

Falkcn-

Man

brachte

sie
[.
. . .

unsern
ilir

],

welclie vor

dem

Osiris-Apis

(Sarapis)

ruhen ....

Man

machte]

Begräbnis [....] Haus ....

Einbalsa-

mierungsstätte.

Der Vorsteher des Geheimnisses und die Vorlesepriester-, welche

in die Einbalsamierungsstätte eintreten, setzten ihn unter dieser Stele bei in die-

sem Einzelsarg, der zu ihm gehörte.
Ks setzte ihn bei der Lesonispriester

Man machte ihm Binden
und der Vorsteher
[in]

[

]

des großen, wohltätigen Gottes.
wegwischen wird [der
soll

— Wer

der

Kammer

die Stele beseitigen wird'*

und

[die Sclirifij

verllucht sein

od. ä.].«

Inhalt.

Das Verständnis des Textes hängt im wesentlichen von der Gruppe
ab,
alte

(Z. 2)

die ich

[l

p^vrv?) sp-n-Hr zu lesen vorschlage.
in

Das

erste
in

Wort

ist

das

i^^i-^^^P^) das

den Pyramidentexten mehrfach*
es Pyr.

der Verbindung

mit Horus erscheint.
«der Leib
ist

So heißt

244

'^
ist

^

°

^ ^*~ 1^ c.==^
.

^
dem

(j

'^^
eine

am Himmel,

der spl des Horus
sein,

an der Erde«

Mir scheint

sp>'

Bezeichnung für den toten Körper zu

welcher im Gegensatz zu

d-i

der

Erde angehört. Daher übersetze ich

in

unserm Texte sp-n-Hr^ als »Horusleiche« und

nehme es als Bezeichnung des toten heiligen Vogels des Gottes Horus, des Falken. Habe ich die schwierige Gruppe richtig gelesen und gedeutet, dann berichtet unser Text die Beisetzung einer Falkenmumie in Abydos. Wir wissen ja durch
die einheimischen Quellen wie die griechischen Autoren, daß die Leichen der hei-

ligen Tiere aufgesammelt, einbalsamiert

gräbern beigesetzt wurden.
nicht mißverstehe, so
')

Wenn

ich

und entweder einzeln oder in Massenden Ausdruck »in diesem einzelnen" Sarge«
als

ist

unser Falkengrab damit

Einzelgrab bezeichnet, das

mn

sp II

(?).

^)

Diese beiden alten Titel bezeichnen hier Leute, die mit der Einbalsamierung zu tun haben.
hr-hb

Daß der

dem

Tccoi^ivTYid

oder

Trct^ctTyjTTYj^

entspricht, hat

Revim.out (ÄZ. 17 [1879]
z.

S. 83ff.,
ei

18 [1880] S. 70 ff.) gezeigt.

Der

/irj-ssti,

der den Titel des Begräbnisgottes Anubis führt,
B.

scheint

auch sonst

in

der späten Literatur mit der Bestattung beschäftigt,

Bergmann, H.
in

J. 9, 6

und

namentlich in

dem Wiener demot.

bierat.

Pap. Nr.

"27

(ed.

Bergmann),

dem

ich das Kitnal der

Einbalsamierung der Apisstiere zu erkennen glaube.
^)

Dieselbe Schreibung des Futurumbildners n*w auch Mag. Pap. Nr. 431.
104. —

*)

Siehe dazu Sethe,
S. 2
ff.,

^) Grabd. des Sahure II S. ") wc steht hier, wie mir Sethe bemerkt, 28 ff.

Siehe dazu Preisigke-Spiegelberg, Prinz-Joachim-Ostraka
in

der Bedeutung von

tcctj

in

der Inschrift des

Lateranobelisken Thutmosis'

III.

120
es ja

W.
auch
in

Spikgelbero: Demotische Miszellen.

[53.

Band.

der Tat war.
ist

Unser Text berichtet, wie an einem bestimmten Tage
verloren gegangen

(las

nähere Datum'
recht lese,

eine Falkenleiche gefunden und,

falls ich

»vor

dem

Osiris-Apis« niedergelegt wurde.

Dieser Gott kann
sein

nicht gut der tote Apis sein, der ja in

Abydos nicht zu erklären

würde,

sondern wird

dem

«Sarapis«, der späten

Form
(?)

des Osiris, cntspreclien.

Nach
ist,

Maeiettf.s kurzer Besclireibung, der leider keine Abbildung beigegeben

ist

auf der Stele dargestellt «un dieu Harmachis
vier«.

debout.

Devant

lui est

un eper-

Sollte der

von Mariette unsicher gedeutete Gott

ein Osiris sein?

Dann
sein.

würde

die Darstellung eine Illustration des Textes nach

meiner Deutung

Die Beisetzung der Falkenmumie vor

dem

Sarapis

(=

Osiris?)
d. h.

bezieht sich Adel-

leicht auf die Bestattung des Tieres in der kpoi

i^vjV.y)",

dem Sammelgrab
(die

der

Falkenmumien,

in

dem

sie

gemeinsam

aufgestapelt oder wie in unserm Falle ein-

zeln beigesetzt wurden.

Vorher nahmen die Einbalsamierer

Tarich euten

o. ä.)

die Balsamierung in der Einbalsamierungsstätte (w^b-t), der rotpr/jW'^ (DiodorI83)
vor, legten die

Mumie

in einen eigens für sie verfertigten^ Sarg, über

hier behandelte Stele errichtet wurde.
(pi)

Diese

des großen wohltätigen Gottes«, d. h. des

dem die Beisetzung fand in »der Kammer Osiris, statt, den ich oben in dem

Sarapis vermutet habe, wie ja -»die
iepoi
S-vi'xv]

entsprechen dürfte.

Kammer« wohl auch der vorher erwähnten die sichere Hier nahmen bestimmte Priester'

Lesung und Deutung der betreffenden Gruppen
feierliche Bestattimg vor.

ist

mir nicht geglückt

die

Die Inschrift schließt mit einer A'^erfluchung des etwai-

gen Zerstörers des Grabsteins oder der Ruhestätte des heiligen Vogels.

4.

Zur Begräbnissteuer (reAoQ
J. J.

xacpoov).

Ich verdanke der Liberalität von

Hess die vortrefflichen Abschriften

der beiden folgenden Ostraka des Britischen Museums, die ich zunächst mit
schrift

Um-

und Übersetzung

mitteile.
a.

Ostr. Brit. Mus. 5685.

^^n Pn-n^
2(7i)

5/

P>'-hr-}Ins ht

M-t

1

n

p^j'^

mr

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h^s-t

rn Rr^ p^ rmt Hnte-Mjn

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T^j-Mnt

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4<jy

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Pi-dj-^mn-sm?-U
pr-t

Py-

.

.-.

.

n

hsp-t

XXII lY-nw

sw XII n Pr-^^

^ Ptruins sy

Ptrums ^rm
srj
1

^

Ptrums P'f

»Es hat gebracht (= gezahlt) Panas, der Sohn des Pchorchonsis,
Kite''
')

Silber-

dem Vorsteher
Die Schiilt weist

der Nekropolis im
in die Ptolemäerzeit.

Namen
^)

des aus
1

Chemmis

(Panopolis)

die Prinz-Joachim-Ostraka S. 2.


^)

Diodor

83, vgl.

dazu und zu dem folgenden
^)

^)

Siehe

a.

des

:)-wn

J/j

r-r^f »der zu ihm gehörte« fassen.
verfertigt.

Anm. 1. a. Der Sarg war also nicht
0. S. 13

ein alter,

So möchte ich den Sinn wieder benutzter,

sondern wurde neu
Ostraka S.
gemeint.

2) entsprechen.
')


«)

Sie

Wohl

mögen den ixs}.sh'M'ol des Herodot und Diodor (Prinz-Joachimeher als pL Vermutlich ist die starke Form des Artikels ni

^^ 2 Drachmen.

'*"""' "''l

VV. SPIKGKI.IIEBU:

DcillOtiscIu^

iM iszcll,-!!.

121

\

»

>
'.

^(-»3 f

A V»

'^—5 J^^

stammenden Rere mid worden sind.

seiner Frau Ti-Mont, Avelclie in die Nekropolis gebraclit

dem Sohne des P. im Jahre 22 am 12. Pliarmuthi des Königs Ptolemaios, des Sohnes des Ptolemaios, imd des Ptolemaios,
Geschrieben von Petemestus,
.
.

.,

[264/3

^

seines Sohnes.
b.

Ostr. Brit.

Mus. 5686.

fr

U^

^L. <4^ ^'-'^j<4jfXr> H 1

^^n Pn-n^
2 5/
3 5/

s/

PS-hr-Hns ht M-t
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I

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sh P^-dj-^mn-smi-ti

P/-

.

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.

.

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hsp-t

XXII

lll-nw ^^h-t

sw

XV' n

Pr-^,'

^ Ptrumis

s/

Ptrmis ^rm
srj
1

^Pturms phf

»Es hat gebracht (= gezahlt) Panas, der Sohn des Pchorchonsis,
Kite im Namen des Onnopliris, des Sohnes des polis gebracht worden ist.
,

Silber-

welclier in die Nekro-

Geschrieben von Petemestus,
15. (oder 12.) Atliyr

dem Sohne

des P-

.

.

.

.

im

.Jahre

22 am

[264/3 v

des

Königs Ptolemaios, des Sohnes des Ptolemaios, und

des Ptolemaios, seines Sohnes.«
1)

Oder XII.
f.

Zeitschr.

Ägypt.

Spr., 53.

Band.

16

122

W.

Spiegp:lberg

:

Deniotische Miszellen.

[53.

Band.

Die beiden Ostraka sind also Quittungen über eine Abgabe, die
Sicherheit als eine Begräbnissteuer bezeichnen kann.
his-t

Sie

wurde

bei

man mit dem mr tf

«dem Vorsteher der Nekropolis«
oft

eingezahlt, der in

den Texten der Spätder Nachfolger des

zeit ^

erscheint.

Er wird

die

höchste Obrigkeit des ganzen ausgedehnten
also

Distrikts

der thebanischen Totenstadt gewesen sein,
'

—^ ^ ^^ ^ ®
tens der Stadt

(z.

B. Pap. Abbott) hnj-^ n ^mntj-t N^w-t »des Fürsten des

Wes-

(= Theben)« der pharaonischen Zeit. Der in den beiden Quittungen genannte Panas ist wohl ein Toten bestatter {v£}ipoTci(i)og) oder der Vertreter
einer Bestattungsgilde (Choachyten, Paraschisten oder Taricheuten)".

Er zahlt für

jede Leiche eine Gebühr von
des der tsXoq
rotcpuJv

1

Kite

=

2 Drachmen, das
2.

ist

derselbe Betrag wie

in

den Ostraka des

nachchristlichen Jahrhunderts^.

Danach werden nun auch zwei andere Ostraka verständlich, die mir Hr. Hess ebenfalls zugänglich gemacht hat. Sie werden etwa aus derselben Zeit stammen,

und
getes

die Datierung wird sich entweder auf Ptolemaios Philadelphos oder EuerI.

beziehen.
c.

Ostr. Brit. Mus. 5779.

i

^^n Pn-n^w^

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Pn-

.

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^mn-rw

VII

/^y t4

>

i^„

,j

Tyjyh ,n

5sw XXVIII
»Es hat gebracht Panas, Sohn
des Pa-[.
.

^
steher der Nekropolis

^/

.

X

Silber- Kite

dem] Vor. .

im Namen des Petechonsis, des Sohnes des Pan[as], des

.*
.

Geschrieben von Herieus,
ru

dem Sohne

des Peteminis, im Auftrage des

Amen-

im Jahre 7 am 28. Payni.«
d.

Ostr. Brit.

Mus. 5749.
sy
^^

^

»'^/t

/ff ¥M^t^hi^ft
i

'^^mn-htp

2mr

Pn-rte kd-t Y2 h^s-t {n) rn T^j-Hr

P^j

Ty/j

^
L
10, 20.

Aiii.nw pr-t sw

XIV
Sohn des
der Nekropolis im

yj^ A, fujl^tj^i^

"(Es hat gebracht) Amenothes, der
Pa-ret, ^2 Kite

dem Vorsteher

C^/U^^ "7^
1)

Namen
(?)^

der Tiyris.

Geschrieben von Petimuthes

im Jahre 13 am 14. Phamenoth.«
(Saiten-Perserzeit) P. Florenz
stets als

Kol. III

=

Corpus pap. Nr. 9, ÄZ. 1880 Tafel I

P. Cairo 30657. 30665.

3667

bis Nr. 2 (Ptolem.),

und zwar

pi mr

his-t.

Hieroglyphisch

(Lieblein, Dict. de
2)

noms Nr. 1201)
I
^)

steht
S.

V\

mr

hss-t.

Siehe Otto, Tempel

S.

342A.

*)

Ein

Titel.

^) 98 ff. Siehe Wilcken, Ostraka Oder etwa Pete-djeme?

S.

304 und Archiv

I

Band

53.]

W.

Spiegelberg: Demotischc Miszellon.

12H

5.

Eine unerklärte Glosse im magischen Papyrus.
findet
sicli
ist,

In

dem Londoner magischen Papyrus

Ih

20 eine Glosse

cog,

deren Bedeutung bisher deshalb rätselhaft geblieben

weil sie sich über einem
eine halb
hiero-

noch nicht gelesenen Zeichen*^
glyphische

befindet.

Ich

möchte darin

Form von
ü)€

^

wih sehen und glaube mit dieser Lesung gleichzeitig

auch die Glosse

zu erklären.

nt w^h n ^r^'t r dd=i «eine Schlange

Der betreffende Satz lautet w^ hf n §rj Hm p} von der Brut des Atum ist es, welche als Uräus.

schlange auf meinem Haupte liegt«
o-TH^roTCg^.
spricht üi€.

Hier

Dieser QuaUtativform.

w;h Pseudopartizipium, also koptisch und zwar der zweiten bohairischen'. entist

Das anlautende
ist

lo

von w^h

ist

durch

o)

wiedergegeben wie

in

der

Glosse 27, 20, und das h

natürlich

im Griechischen unbezeiclmet geblieben.

6.

XpH^aTLö^oQ »Zahlungsanweisung«
der Rückseite des P. Grenf.

in demotischer Schreibung.

Auf

findet sich eine in der Publikation

II 23 {= Wilcken, Grundzüge Nr. 159) von Grenfell Hunt nicht mitgeteilte Zeile,

von der mir
Bitte

J.

H. Bell auf meine
eine

x

1

.

/

freundlichst

offenbar

sehr genaue Abschrift übersandt
hat,

denn

sie

ist

ohne weiteres

lesbar.

Die Umschrift ergibt
%p>]^aTto-jao^«.

^ "^ S

FD -£^

^^
ä.^

(1

ö

^

Ö

I

^

'

P^ (jhrmüsmus,

d.h. »der

Die demotische Aufschrift der Rückseite gibt also
»Erlaß« od.

dem

Text denselben Titel

%pY\iJLciri(JixQg

wie die Urkunde

selbst.

Es
wörter

ist

begreiflich,

daß die demotischen Kanzleien die griechischen Fach-

oft in

Umschrift übernommen haben.

Daß man aber auch einmal
Eis

A^er-

sucht hat,

einen griechischen Term. techn. ägyptisch zu übersetzen,
xeipcypucpov

zeigt die

Wiedergabe von
scheinlich,

»Handschein*«.

ist

mir nämlich höchst wahr'ww^a

daß der Titel der Zahlungsurkunde

P.

Rylands Nr. 31 ml
als

S

[] (]

"2 i

|

^

sh n gid »Schrift

von Hand^« nichts weiter
Der Ausdruck
Schreibung
sim n gid

ist

die wörtliche Übersetzung

des griechischen xeipoypucpov.
Ostr. Straßb.

findet sich übrigens
ffi'^^'^

auch

in

dem

D
(s.

141 (röm.)

in der

S

lll)

^

I

^-

Zu der Bildung
Übersetzung von

J

vergleiche Mag. Pap.
776 vre^otx TU Ao?

verso 8, 7

»Handkraut«
Stelle).

als

Griffitii

im Kommentar zu der
h auch
in

^)

Übrigens steht e
II § 66.

statt

den älteren sahid. Texten. Siehe Karl Schmidt hei Sethe,

Verbum
^)

*)

Also dieselbe Determinierung wie bei dm^ "Papyrusiolle«, hk »Urkunde« usw.

Siehe Preisigke, Fachwörter des öffentlichen Verwaltungsdienstes Ägyptens S. 184.

*)

Im

Gegensatz zum Notariatsvertrage Preisigke, a. a. 0. S. 182. gid ist das auch sonst aus der demot. Literatur (z. B. Mag. ^)

I'a|).

und Kufi) bekannte im

Koptischen

erhaltene ^i-xi-si's

«Hand«. Das Determinativ

QA

bezieht sich auf den ganzen Ausdruck.

16*

124

W.

Si'iKGKLiiKKG:

Dfiiiotischc .Miszollcii.

[53.

Band.

7.

Zu dem Ausdruck

hsj

Egihq für die durch Ertrinken im Nil bewirkte
Apotheose.

Wir verdanken

Griffith
hsj,

'

den

Aviclitigen
liinter

Nachweis, daß das

in

den demosteht,

tischen Texten so häufige

welches

den

Namen von Verstorbenen

den durch Ertrinken im Nil oder durch ein Krokodil erfolgten Tod der betreffenden Person bezeichnet.
(II

Ein

solcher

Tod bewirkte nach Herodots
seiner

Bericht

cap. 90),

den

Griffith
hat,
1.

zum Ausgangspunkt
Art Apotheose.

scharfsinnigen

Unterbereits

suchung gemacht
auf die Stellen der
dieser

eine

Derselbe

Forscher
ff.

hat

Hohenpriestergeschichte
wird.
er
ii.'j

IKh

4,

1)

hingewiesen, in der

Tod durch Ertrinken erwähnt
ir

Es wird dort von den betreffenden
in

Personen gesagt hUf r p^
Toter^«
.

^r-f hsi

»

fiel

den Fluß und wurde ein seliger
^

Der Ausdruck

hsi ist hier )/

^P. '^

y

^_,

9()

f)

^ '^

®

'

wl

geschrieben.

Denn

die bisher übliche, auch
ist

von Griffith vertretene Lesung
es liegt die

^r-f hs-t p} R<^

"he
/

did the pleasure ofRe"'

unrichtig.

Es steht weder die weibliche Endung
bekannte

noch der Artikel p^
in
ist ist

da^,

und

Wendung von
hsi

Jr

mit Objekt

dem Sinne von »etwas
ja in

sein« vor.

Die Determinierung von

durch Olr^*

nun recht bedeutungsvoll.

Sie gibt

dem »Ertrunkenen«
schreibt

dem Zusammenhang

der Stelle besonders deutlich

— das Determinativ des

diese

Bedeutung

Gottes

und vorher noch das der Sonne. Ebenso

man im Demotischen auch
hsj zu ersetzen

den alten Ausdruck für »selig«
scheint, mit

^^

m^(^-hrw,

den das spätere
I

dem Sonnendeterminativ ^^^ D 1 U "^ O ?v| In diesem Zusammenhang ist es gewiß bemerkenswert, daß der in Dendur als Gott verehrte »ertrunkene« (hsj) Pa-Hoj- (Payris) in dem dortigen Tempel" mehrfach mit der über dem Kopfe schwebenden Sonnenscheibe dargestellt wird.

1)

Gewiß hängt
nur mit
Osiris,

diese bildliche Darstellung damit

zusammen, daß der Tote nicht
identifiziert

sondern auch mit

dem Sonnengott Re

wurde, in dessen

Barke er über den Himmel fuhr.

Abgesehen von den zahlreichen Belegen' der religiösen Literatur (namentlich im Totenbuch) möchte ich in diesem Zusammen-

hang auf eine

Stelle der Hohenpriestergeschichten

(IKh. 6,2) hinweisen.

Als

1) ÄZ. 46 (1909) S. 132 Weitere Beiträge zu der Frage von Bissing, Recueil 34 (1912) S.37, Murray, ÄZ. 51 (1914) S. 127, Weber, Drei Fragen S. 20. Vgl. auch Griffith, Demotic Magical v-rroß^v^ioc;. ^) Alle 3 Stellen ^) Oder genauer »Ertrunkener« Papyrus S. 37, 38 und 52. I Kh 4. 9. 14 und 20 lassen daran nicht den geringsten Zweifel.
ff".

=

*)

Sie liegt übrigens auch
v Ij Ij

Mag. Pap. Nr. 612 vor mit einer durch 2
I

Stellen gesicherten
einschiebt.
|

merk-

würdigen Variante
|

'^

O

wf
in

'

^^^ ^^^^

noch das Gotteszeichen
Taf. 18.

Ferner Pap.

Berlin 3098: 5507
^)

und

Ostr.

8102

Rev. eg.

V

So Pap. Rhind

Demot. Tütb. Nr. 112.
S.

(ed.

82 Taf. 108 Fig. 20 A, B.

Möller Nr. 133) Ostr. Straßb. 132—134, Mythus (=. Kufi) 5, 11, ") Blackman, The Temple of Dendur (Temples immerges de la Nubie) 21. Siehe das Register in Roeders Urkunden zur ägyptischen Re-

'')

ligion S.

322 unter »der Tote

als

Re« und füge 303, 20 hinzu.

Band

53.]

\V. Si-iegkliiki»;

:

Drinotisi-hc Miszcllcn.

125

Setne reumütig wieder

in

das Grcab der Besitzer des Zanberbuclies zurückkehrt,

hat er dort den Eindruck,

»daß Phre

in

dem ganzen
in

(irabe war«.

So wird

auch das Königsgrab

als

»Horizont« bezeichnet,
läßt sich

Sonnengott

lebt'.

Vielleiclit

von hier

welchem der tote König als aus der Ursprung der ganzen

Vorstellung erkennen, die ähnlich wie bei

dem

Osirisglauben zunächst nur

dem

König

wurde ursprünglich (z. B. in den Pyramidentexten) mit dem Sonnengott oder Osiris identifiziert. Aber wie wir das bei so vielen Dingen des ägyptischen Totenkultus feststellen können, wurde diese exklusive Anschauung später erweitert und schließlich auf jeden Ägypter übertragen"'. Auch die Scheibe
galt.

Nur

er

(Hypocephalus), die zu der späteren Ausstattung des Toten gehört und hinter seinem

Kopf

liegt

mit

dem »Spruch

des Entstehenlassens die

Flamme

unter

dem Kopf

des Toten

(JAzü)^<,

könnte mit dieser Sonnenapotheose des Verstorbenen zusammenhier aus eine Brücke zu

hängen.

Ob und wie von

Heiligen führt, läßt sich vorläufig nur als

dem Nimbus der christlichen Frage aufwerfen. Ehe man an ihre Beant-

wortung geht, muß
in

erst die ägyptische

Vorgeschichte gründlich aufgehellt werden,

welche die vorstehenden Ausführungen nur einen Lichtschein geworfen haben.

Nachschrift.

Nach
seiner
lich der

einer sehr ansprechenden

Vermutung von Heinrich Schäfer,

die ich

mündlichen Mitteilung verdanke, würde der »Ilypocephalus« ursprüngGegenstand
sein,

der als hnm-t wr-t oft* in

dem

Gerätefries der Särge

des Mittleren Reichs erscheint, des Ruhebettes, auf
Nr. 28038)'^ »unter

und zwar besonders häufig an dem Kopfende

dem die Grabbeigaben stehen. Da er überdies einmal (Lacau, dem Kopf befindlich « genannt wird, so liegt die von Schäfer
Ist sie

vorgeschlagene Deutung auf ein Kopfkissen sehr nahe.

richtig,

dann

würde auch
Zeit eine

hier wieder der Fall vorliegen, daß eine alte Grabbeigabe in später
hat.

Aus dem ursprünglich für den Gebrauch des Toten bestimmten runden Kopfkissen würde der spätere ägyptische Mystizismus eine Sonnenscheibe gemacht haben, welche den Toten mit dem SonnenUmdeutung'' erfahren
gotte identifizieren sollte.
der Spätzeit so häufige theophore Namens!)ildung »König N.

>)

So

ist

auch die

in
'')

ist

im

Horizont« zu erklären.

Schäfer-Sethe

in

ÄZ. 43 (1906)

S. 70.

3) Das Kap. 162 des LEPSiusschen Totenbuches. Vgl. Pleyte, Chapitres sui)plementaires Ganz anders ist die Auflassung von und WiEDEMANN, Religion der alten Ägypter S. 165. Erman, Religion 2 S. 209, der hs durch -Wärme« übersetzt. Doch ist mir für dieses Wort nur

die

Bedeutung »Flamme« bekannt,

die

zudem an unserer
II

Stelle

durch die Variante T

^^ J

(SU-tJ! lÄ

Jiibs

des Pap. Berlin 3031 (Hierat. Pap.
^)

48) Kol.

I

1

gestützt wird.

Siehe

z.

B.

Lacau,

Sarcophages

anterieurs au

und

die

im Index zu hnm-t wr-t

zitierten Stelh-n;

Steindorff,

Schäfer, Priestergräber: Lepsius, Älteste Texte.
angespielt.
5)

Nouvel Empire Taf. 36 Nr. 118 119 Grabfunde des Mittleren Reichs; Übrigens ist Pyr. 638 auf den Gegenstand

Danach möchte
ff.

ich

auch 28091

hrj-t statt hrj-t lesen.

•"•)

Siehe dazu Schäfer, ÄZ. 43

(1906) S. 66

126

W.

Spiegelukkg: Deniotisflie

31is/.ellen.

[53.

Band.

8.

Das absolute Objektspronomen im Demotischen'.

Während das Neuägyptisclie nocli allgemein mit verschwindenden Ausnahmen die alten Pronomina absoluta zur Bezeichnung des pronominalen Objekts nacli den nicht infinitivischen Verbalformen (also nach dem Tempus stm-f usw. dem Imperativ und dem aktiven Partizipium) verwendet", hat das Demotische übrigens in Übereinstimmung mit den ptolemäischen Texten^ für die 1 und 2. Person im Singular und Plural neue Formen eingeführt, die hieroglyphisch umschrieben

.

so

aussehen:
te-t,

Singular
Plural
1.

1.

Pers.

1|(][]0'2 te-i,

2. Pers.

masc.

lll]^:::^^

te=k,

2. Pers.

fem. ](]^

Pers.

VjT^

f,.„,^_

2. Pers.

V\^

tc-Aa.

Nur

in der 3. Per-

son beider Numeri sind die alten Pronomina absoluta geblieben.
Perserzeit
ist

Schon
die

in der

dieser Gebrauch voll entwickelt*,

und zwar
zeigt.

so,

daß

neuen Pro-

nominalformen nur nach dem Imperativ und dem 'J'empus
pronominales Subjekt hat, also die Suffixformen
bei

.s^y/^s/

stehen,

wenn

dieses

Dagegen gebraucht man

nominalem Subjekt
ivd-iv{j)

in

dem

einzigen' mir bekannten Beispiele Pap. Rylands

IX

21,1

N. N. »es entließen mich N. N.« das alte Pronomen

absolutum''.

Verbindung mit der Verbalform stm^f würden die demotischen Objektspronomina sich bei pronominalem Verbalsubjekt so darstellen, wenn man von
In

Schriftvarianten absieht.'
Sing.
1.

P. stm-f-teH »er hat

mich gehört«,

2. P.

masc. stnuf-tck »er hat dich gehört«,
fem. stm-'f-teA »er hat dich (Frau) gehört«,

2. P.
3.

P. masc.

und fem.

stm'-f-s

»er hat ihn

(sie,

es)

gehört«,
Ausführungen

^)

Wie
in

ich nachträglich festgestellt habe, steht das Wesentliche der folgenden

bereits
sie

einer

Anmerkung von GRiFFrrn
sein,

»Stories

auch so noch von Nutzen
Siehe Sethe,

da ich
§ 494.

in

Doch mögen manchen Einzelheiten Neues gebe und manche Verof the High Priests« (S. 85).
^)

mutung von Griffith
^)

ausgeschaltet zu haben glaube.

Verbum

II

Junker, Grammatik der Denderatexte
d. Berl.

§

52 und
Wiss.

Sprachliche Verschiedenheiten

in

den Inschriften von Dendera (Sitzungsber.

Akad.

d.

1905)

§ 38. 46.

Natürlich verwenden die späten hieroglyphischen Texte daneben auch in

bewußtem
nicht
in

Archaismus noch die alten Pronominalformen. *) Viele Beispiele im Pap. Rylands IX, doch kann man zweifelhaft
der gelegentlich nicht geschriebenen
fwj lesen
^)

sein,
III

ob
S.

man

1. Pei'S.

Sing.

(s.

Griffith, Rylands Pap.
ist.

220 Anin. 10)

muß,
Es

statt te(fi),

wie meistens ausgeschrieben
in

scheint,

daß man

diesem Falle das Objekt
wt-st

in

der Regel präpositionell maio^, epo*
sie

Das Beispiel Pap. Rylands IX 3,12 mi Objektspronomen der 3. Pers. Plur., das man auch
anknüpfte.

N. -möge N.

entlassen!« zeigt das

bei
twji.

pronominalem Subjekt verwendet, und
Tcoorit

ebenso steht es

in

den mir bekannten Beispielen mit
die 3. Pers. Sing,
ist,

"erheben-,

wo

das Reflexivpro-

nomen
^)

zufällig

immer

für welche ja das alte Pron. absol. s{w) eintritt.
S.

Die von Griffith (Rylands Pap.
ist

III

246 Anm. 17) angedeutete zweite Erklärungsmög231) wirft die Infinitivsuffixe und

lichkeit
')

mir sehr unwahrscheinlich.
in Brugsch''s

Die Tabelle

demotischer Grammatik

absoluten Pronomina durcheinander, deren Scheidung erst von P'rman (ÄZ. 30 [1892] S. 12 ff.) vor-

genommen worden

ist.

Die Formen der römischen Kaiserzeit siehe unter Nr. 899 des Glossars
I

meiner Ausgabe des Leidener Papyrus

384 (»MyihuS").

Band

'

53.J

W.

SiME(ii:i.iii;i((i

:

Di'inotisclic

.Mis/cllcii.

127

Plur.

1. P.

.^tin-f-te'-n

»er hat uns geliört«.
>'er

2. P.
H. P.

stm-f-tctn
stni-f-st

hat euch geliört«,
»es«) gclHirt«.

»er hat sie (oder neutriseii
zielit.

Wenn man
Pronomina
als

in

Betracht

Subjekt wie

als

daß im Altägyptischen dieselben absoluten Objekt gebraucht werden, so wird man nicht
gilt.
fw--,

überrascht sein, daß dasselbe auch von den jungen demotischen Formen
In der Tat gleichen sie äußerlich ganz

dem neuägyptischen

Hilfszeitwort ^
alte

dessen Suffixformen ja in den beiden ersten Personen das

Pronomen

ab-

solutum ersetzen, während

in

der

8.

Person die alten Formen sw,

sj, sl

beibehalten

worden
formen

sind'.
fest,

Dasselbe stellten wir für die hier behandelten jungen Pronominal-

und daher kann es kaum zweifelhaft sein, daß sie mit den neuägyptischen Formen identisch sind, die man als Präsens I bezeichnet. Das einzige, was sich etAva gegen diese Identifikation einwenden läßt, sind die demotischen
Schreibungen, die zwischen \l\{= Objektspronomen) und
scheiden.
|

tw{^ Präsens

1)

unter-

Aber da wird gewiß
ich

eine rein graphische Differenzierung vorliegen.
läßt sich

Wie
können
sie

schon oben
in

erwähnte,

die junge Pronominalform

im

Demotischen schon

den demotischen Texten der Perserzeit nachweisen.

Wir

aber vereinzelt noch höher hinaufverfolgen.

Die mir bekannte älteste
(2

Stelle ist Pap. Golenischeff

(Unamun)

I

^3.9
(]

^ <=> ^"^ ^ ^
(]

^-rwh'-fifJ,-

»gehe fort« (= ä^Xor),
absolutum,
ist.

wo
die

das Subjekt des Imperativs

durch das Pronomen
/tü"^

und zwar

jüngere"

Form

tu-k

statt

älterem

ausgedrückt

Als Objektspronomen wies mir Sethe die
III41) nach:
ist

2. Pers.

Sing, tfk in Pianchi 10(S

(=Urk.

00^^^^=^ O
Da das Tempus

(](]o^

»dich

schützt die

Göttin ^/ü/-/«.

Was
gegangen

nun von diesen demotischen absoluten Pronomina noch im Kop.s/m=/

tischen vorhanden?
sind,
in

und das aktive Partizipium

verloren-

so

können

sich

etwaige Reste nur noch im Imperativ finden,
in

und zwar

den wenigen noch erhaltenen alten Imperativformen, da ja
Infinitiv ersetzt wird.

der

Regel der Imperativ im Koptischen durch den

Und

diese

Erwartung trügt

nicht,

denn

ich glaube unser

Pronomen noch

in

den folgenden

koptischen alten Imperativen ermitteln zu können*:
evniT
ivpiT

»führe mich!«

d.tiiTq

»führe ihn!«

d^uiTc

»führe sie!«

»mache mich!«
»

ivpiTq

»mache
»

es!«
!

A.\iTq

erhebe ihn

!

«

MHiTq

gib ihn

^) Siehe dazu Jetzt Sethe, Der Nominalsatz im Ägyptischen und Koptischen auch der Ursprung dieser Formen mit großer Wahrscheinlichkeit aufgezeigt worden

§ 18
ist.

ff.,

wo
wie
u. a.

2)

Danehen gebraucht derselbe Text

die ältere

Form

in

I

fl'^^

..bleil)e!«

x

"•

",

ja auch im Koptischen neben *.Aok mit
(s. Rösch, Achmim. Gramm. Rudiment Te stehen.
3)

§ 119) mit

dem jüngeren Pronomen te^k Verba wie ».aiä^^tc, cpn^TC dem auf altes tw zurückgehenden (Recueil 28 [190G] S.
§

205)

§

Icli habe die Beispiele nach Stern, Kopt. Granun. Sethe, Verbum II § 493. zusammengestellt. Verbum Sethes und copt. Lex. Peyron, 340;
'')

384 und

128
Ich

\V. Si'iECiKLUKiu;:

Deinotische Miszellen.

[03.

Band.

möchte annehmen, daß
sind.

in

s-t, -s-Tq, -s-tc

die demotischen

Formen

te-i, te-'lx^

te=f weiterleben,

die an die Konstruktusformen der Imperative isÄW-.

ä.TV.i-.

i^pi-.

MHi- getreten

Dagegen sind

is.niTOT, Ä^piTOir,
B.

ivAiTOT Analogiebildungen

nach den anderen Formen, da ja die

Person ce*^ lauten müßte.

Ein weiterer

Überrest könnte das in bestimmten Fällen (zm- Vermeidung der Verwechslung

mit

dem

Suffix der 1. Pers. Plur.)

an den Stat. constr. von Verben und No-

mina tretenden
schrift
hr-teitn

Suffix thtttii des sahidischen Dialekts sein, das wie eine
/wwsa

Um-

von neuägypt.
»hütet euch«
4).

tvo-tn,

demot.

tciiii

aussieht.

Entspricht doch demot.
(Pist.

(Mythus

9, 27),

kopt.

^^thtttii

Sophia 280, IH,

Matth. 24,

Suffix später

Ursprünglich nur nach

dem

Imperativ

gebraucht,

mag

dieses

vielleicht infolge des Ersatzes der alten

den

Infinitiv

im Koptischen
1.
(z.

Imperativformen durch
sein.

auch an die letztere Form getreten

Dabei möchte ich die Frage aufwerfen, ob nicht auch das koptische Personalsuffix der

Pers. Sing, t hinter

den konsonantisch oder auf

es.

auslauten-

den

Infinitiven

B. Ud^gMCT.
(Td^JsTe

Kd>.2s.T),

und das

Suffix der

2.

Sing. fem. hinter

den letzteren Infinitiven
sprünglich
solute
B.

»dich [Frau] geben«) durch die alten Imperativ-

formen beeinflußt worden
z.

sind.

Um

ein Beispiel zu nennen, so sagte
(kä.*.t
:

man

ur-

Mythus 17,29
te-i

Iß^^-te-l

^&.t) »laß mich!«,
ist.

wo

das ab-

Pronomen

nach dem Imperativ durchaus richtig
InfinitiA^

Als nun später
das nach

der Imperativ durch den

ersetzt

wurde, behielt

man doch
es

dem

Imperativ stehende absolute Pronomen bei

und

ersetzte

nicht durch
-s-Te

das für den Infinitiv gebotene Personalsuffix.

So könnten

t

und

neue
Infini-

Suffixformen geworden sein,
tiven verwendete,

die

man

in

bestimmten Fällen auch nach

und

die bereits von Steindorff (Kopt.
111"""

Gramm.^

§

198) ver-

mutete Analogiebildung nach den Verba
haben".

inf

mag

dabei noch

mitgewirkt

9.

Zu den ägyptischen Übersetzungen griechischer

Titel.

H. Brugsch und G. Möller^ haben in zwei Titeln des
phis),

Jf;^/-'^'^-s^üs/

(Menthesu-

des

Eigentümers des hierat.-demot. Papyrus Rhind, Übersetzungen aus
In
!
I

dem
n

Griechischen vermutet.

Jj

^

^ HH^^S ^
sie

f^:^ 51"?"^
den Titel

^^^ ^^

mlü-t

Pr-f^?

»Bruder der Familie des Pharao«^ glaubten
in

den bekannten RangGTpoLrYO'og

titel (jvyyzvYiQ,

fk^

'^^'

^^/^^

»Truppenoberst«

ZU erkennen.
als

Diese Vermutung wird jetzt durch das demot. Ostr. Straßburg 631''

richtig erwiesen, das
')

den Vater des Menth esuphis
ist,

Daß

sie nicht in

cov, ce erhalten

habe ich oben (Kopt. Miszellen Nr.
ist

4) gezeigt.

^)

Für diese Kontamination
2)

von

Infinitiv
s.

nnd Imperativ

auch zu beachten,
§

daß mehrfach

(ev.M*.g^Te, Ä-pHg^Tc, OTT'seiTe

usv^^.


*)

Rösch, Achmim.

Gramm.

Anm.

Imperativformen zu Infinitiven geworden sind.
S. 8

Totenpapyius Rhind
[1904] S. 51).

— —
9.

^)

119 und Recueil 28 [1906J S. 205 Siehe Georg Möller, Die beiden

Dafür steht meist

m n-swt

»Bruder des Königs« (Recueil

XXVI

^)

Es

ist

aus

dem Jahre

13 datiert, gewiß des Ptol. XIII. Auletes, also zufällig

aus

dem Geburtsjahre

des Mentliesuphis. des Sohnes des Menkere, des Besitzers des Pap. Rhind.

B»nt^

-''3.]

W.

Spii:(;klhi.:iu;:

Dcinotisclic

Miszcllci.

129

Mii-k^-Rr

.v/

Pn-Mnt

pi sikjhs' p? srtikiis
o-uyyevvi'c,

»Monkores", Sohn des Pamontlies, der
nennt.
hat, in

der

(7rpÄr>]7c'c

Derselbe

Mann

ist

übrigens aucli, wie bereits Griffith richtig gesellen

Thcb. Ostr. 22

als

-4-

r

^ y
.s>'

f

iW«-/'/-[ii'f

J

Fn-Mrit p^

srtiki/s
c"Tpar>]7oc'<

»Monkores, Sohn des Pamonthes, der
erwähnt.

Nach ihm

ist

dort ein

Kornmaß
I

(%ouc)

genannt.
^^^^^^

Die demotisclie
ist,

Schreibung von
zeigt,

a-vyyevYjc;

durch

J^ ^ Ö

[ii

*^^^'

sonst ^ zu belegen

daß der demotische Schreiber sich seine eigene Etymologie für das griechische Wort zurechtgemacht hat. Er erklärt es als »Bruder des 7fVoc«, d.h. ge-

nau so wie der spätere Schreiber des Pap. Rhind
mot. mhw^'t) «Bruder der Familie« gedeutet hat.

es

in

seinem

s//

>t

»t/h'-t

(de-

Aus dem Straßburger Ostrakon gewinnen
einer

wir, abgesehen

von der Sicherung
(S.

Vermutung, noch

ein weiteres Mitglied für
in

den von Möller

8 seiner

Arbeit) aufgestellten

Stammbaum, den auch

dem von Thompson

herausge-

gebenen Ostrakon (Theb. Ostr. 22) genannten Pamonthes, den Vater des Monkores.

Daß

einer seiner Enkel, der Usurpator

des Königssarges im Brit. MuSitte,

seum, denselben

Namen

führte, bezeugt

wieder die

daß der

Name

des (Groß-

vaters sich in der zweiten Generation vererbte.

Das Straßburger Ostrakon lehrt
(jvyytv^Q

aber weiter, daß auch Monkores wie sein Sohn Menthesuphis den Hoftitel
führte, für den unter den hieroglyphischen Titeln die Korrespondenz

fehlt.

Der

zweite

Name des Menthesuphis war H^m-s"f,
richtig in
'kix(jov(piq

dessen griechische Umschrift G. Möllkr

gewiß

(Wilcken, Ostraka 1916, 6*) erkannt hat.

Damit wird

meine Lesung des Namens (Recueil
^)

XXVI

[1904]

S. 51)

als

richtig erwiesen.

von

Der letzte Buchstabe sieht fast wie i aus, ist aber doch wohl nur eine flüchtige Schreil)ung *) Auf diese Wiedergabe des wie ganz ähnlich in dem ersten Konsonanten von srtikus. ') Demot. Inschr. Kairo 31083, 10. Eigennamens (Pap. Leipzig 92, 5) wies mich Möller hin. *) Ferner Berl. Ostrakon 4756 (Wilcken, Ostraka I S. 751 Anm. 1). 31092,3. 31093,4.
s,

Zeitschr.

f.

Ägypt. Spr.,

53.

Band.

17

loO

\\\ SriE(;Ei,ni;H<i

:

Koptisclic iMiszcIlcii.

[ö3.

Band.

Koptische Miszellen.

Von Wilhelm

Spiegelberg.

1.

Zu dem Namen Pharao.
Pr-<^^

-L/aß der

Name Pharao

auf altägypt.

»großes Haus« (=
ist,

oiy.og

iJLsyac;

Hora-

poUo
mit

I

61) zurückgeht

und

eine jener

Metonymien
ist

welche den Herrsclier

dem Namen

seines Wohnsitzes bezeichnet,
in

allgemein anerkannt.

Dagegen

habe ich über die besondere Form,
zu uns

welcher der

gekommen

ist,

nirgends' etwas finden können.

Name des ägyptischen Königs Und doch lohnt es, einrtyis und der und welche Schlüsse sich

mal zu untersuchen, wie die Vokalisation der massoretischen Form
ihr entsprechenden griechischen ^otpuw zu verstehen ist

aus ihr ergeben.
(boh.) vergleicht,
au)

Wenn man
so

die koptischen Derivate nepo, iTppo (saliid.): noirpo

ist in ^xpotw

zunächst die Wiedergabe von
(z.

«"y

»groß« durch
in eiepo,

statt

wie sonst im Koptischen durch o
Y.s

B.

außer

nppo auch
z.

g?V.Ao)

auffallend.

liegt hier die
<^

auch sonst aus griechischen Transkriptionen
vor"',

bekannte Wiedergabe von y

durch den Vokal o
'S

wie

B. in

Taßxm

=. pi'Da,

und ebenso

ist in ^apau)

das

von

Jij'is

ausgedrückt.
ist,

Wie

Tul^cLm durch Vokal-

angleichung aus *Gibaon hervorgegangen

so ist aus *Pirao, der älteren

Form

von *PeraÖ schließlich *Para6, Pharao geworden.
Für die Wiedergabe des
ein Beispiel, nämlich
(^

durch den Vokal a gibt es auch im Koptischen

(= remt <^/) »reich«. Auch da ist dann das unbetonte e der ersten Silbe rem-^ dem das ^ ausdrückenden Hauchvokal n assimiliert worden, allerdings nur in dem unterägyptischen (boh. pd>.MdiO) Dialekt. Dieselbe Eigentümlichkeit zeigt dieser Dialekt in dem Worte für Nil id.po gegenüber sahid. eiepo. Hier hat der a ähnlich klingende Hauch des im Koptischen Daß die griechische nicht geschriebenen ^ den Übergang des e in a bewirkt.
pMMd^o
:

pd.Mi)<o

Transkription ^apocw das kurze o der Tonsilbe durch w wiedergibt,

entspricht

ganz den sonstigen Schreibungen*.
tenden p ganz gewöhnlich. YlccwTn. usw.^

Ebenso
z.

ist

auch die Aspiration des anlau-

Vergleiche

B. ^ufj-svw^

neben

Uccixevoü^, ^uöo(pi

neben

Aus dem Vorstehenden

ergibt sich, daß
ist,

WiB

=

^upaw eine imterägyptische

Form

des ägyptischen Königstitels
^)

und zwar ohne griechische Endung. Diese
reich ausgestatteten Bucli von Heyes,

Auch
S. 21

in
ist

dem mit Literaturnachweisen
kein Nachweis gegeben.

Bibel
f.

und

Ägypten
riologie


278.

^)

Siehe die Beispiele bei Rözicka Zeitsclir.
zeigen noch die n. pr.
H^sixa-Z';

Assy-

XXI

(1908) S. 334.

^)

Diese

Form

(masc.)

Wilcken,

Ostraka 1215. 1486 und

T§sixau^<; (fem.) ib.

*)

Mayser, Gramm,
108 Nr.
60ff.

d. griech.
^)

Papyri S. 98.
a. a.

Vgl. auch das n. pr.

Yl^sixctwi;

(Mii.ne,

Theban Ostraca
d.

S.

Mayser,

0/S.

185.

Siehe jetzt auch Sethe in den Nachr.

Ges. Wiss. Göttingen 1916 S. 124.

ß'^"d 53.]

W.

Si'iKciKi.üKHfi:

Koptisclic .Mis/cllcii.

JgJ

zeigen die Varianten ^apotwv^ und ^ufuw^YjQ (Joseplms). Dagegen liegt in dem ^epw- des Herodot (Hill) die gräzisierte oberägyptisclie Form nt-po vor.

Die zeitlich älteste Transkription hat das assyrische Pin'ü, Pir>'u (s. Ranke, S. 32) bewahrt, das auch tatsächlich die älteste' Vokalisation zeigen (hirfte.

Hier

ist

die

Enttoaung der Nebensilben noch nicht

gai)z

durchgeführt, so daß

sich unter
/

in ph^

und das Haupttypen schematisch etwa > Par-ao {— Wie) > Phar-ao

dem Schutze eines Nebentons vor dem ü der letzten Silbe noch das gehalten hat. Auch das ü ist altertümlicher als das o des Ko])tis('lien w der griechischen Form\ Die weitere Entwicklung läßt sich in den
so darstellen: *Pi,r-^4

>

Pir-^o

>

Per-^o

>

Per-ao

>
2.

^ocpaoü

>

^apaoov''.

noTTq
in

»lösen«.

Dieses

Verbum
nccofie

ist

bei

Peyron

der Hauptsache nur durch die

Wendung
will

Ä.qii€Tqpcoq

»er lächelte«

belegt.
»flectere,

Peyron vergleicht uot£st und
inflectere«

daraufhin iioirTq' die Bedeutung
der altägyptischen
»lösen«'',

geben.

Der Nachweis
altägypt.
(Kufi) 18,
7it/

Form

bringt auch hier die Lösung.
liegt,
z.

noTTq
B.

ist

das im Demotischen noch klar zutage

Mythus

33

^tf=f P^

^^^ ^ H^V snh-w
ist

»er löste

den Löwen von seinen Fesseln«.
uoTrqT) ....
sie

Diese

Bedeutung

auch noch im Koptischen nachweisbar, wenn auch
(var.

in einer leichten

Verschiebung, so Luc. 12, 58 moi «OTr^cofi uiioirTq
»gib dir Mühe, von ihm gelöst zu werden«, d.
.

i.

von ihm gütlich
IH
ujiw^i)

e^oA ^^.poq loszukommen

{= &og

^

^

,

_

^

^

epyccG-ixv u7rYiX?.u%^ui dir' olvtov)

und Exodus

18,

iieTq

nioird».i niOTr*.!

»ich löse einen jeden«, d. h. ich entscheide über einen jeden

{^ix-^plvu)

sKxarov).

Danach
seinen

ist

nun auch d^qiicTqpwq

iicwfie wörtlich zu übersetzen »er löste

Mund' mit Lachen«,

ein malerischer

bei ernstem Gesicht festgeschlossenen
falls

Ausdruck dafür, wie das Lachen den Mund »löst«. Daneben sagt man auch,
ist,

der Text

Mem.

Miss, archeol. 8, 261 richtig

epe neqgo

itCTfe

(lies

tiOT6)

ncwÄe »indem

sein Gesicht

mit Lachen gelöst war«
ist
(s.

(=
z.

lächelte),

wie auch
ist

MnpncTfi neKg^o »lächle nicht« belegt
noTTTq kurz für die ganze
oirpü)A*[€ ncjdifee m[ocic]
^)

Peyron).

In diesem Beispiel

Wendung

gebraucht, wie

B. auch Sirach 21, 21
{avYip ^s

iTqncTq »ein kluger Mann lächelt kaum«
Thrk XctßaHuiv (MANpn'iio)
'^)
: :

-ugeht

Vgl. 'VsaaxiM' (Strako)

Shk.

auch das arab.

ü^

_^^

zurück.

Auf

die

Form

^ct^ctüiv

Entgegen den Bemerkungen von Grii fith (Stories

S. 9)

muß

doch ZlsS-ou? und ^s^mq als Nominativ der beiden Herrschernamen angenommen werden, wie ja auch sonst Herodot die ägyptischen Königsnamen gern mit der Endung wg versieht, so —ceßcocZc
') Freilich ist dabei zu beachten, daß in der Keilschrift »die Volcale o und u nicht, und 'üsy.iuQ. Vgl. auch Sethe, e und i nicht immer unterschieden« werden (Ranke, Keilschr. Material S. 68). ÄZ.49 (1911) S. 27. Dagegen ist der Vokal bzw. ein der assyrischen AViedergabe insoweit gesichert, daß eine VukaUsation par- für die erste Silbe ausgeschlossen ist. Daher kann man die massoretische
?

Form TO-^s nicht zum Ausgangspunkt der Vokalisationsentwicklung machen. — *) Siehe Sethe, ') Der Wandel von Pir-cu in Pharao entsjjricht Verbum I § 44 und ÄZ. 50 (1912) S. 82—83. 26*, 16 und ^) Brugsch, Wh. HI 823. Gardiner, Lit. texts ganz dem von lii-sA in TcSciwv. Zu der Konstruktion vgl. II Kh, 2,4. 5,2 wn r! n sgp n -seinen Recueil 34 (1912) S. 193. Mund mit einem großen Schrei ötfueu".

I

')

17*

132
vovpyoQ ixoXiQ

\V. Spiixüolberg:

Koptische Miszellen.

[53.

Band.

Y\(J\J%Yi

fJ.eiSici(jei).

So steht Zoega:

Catal.

554

ult.

ttOTTq absolut

als

Nomen

in der

Verbindung OTCcofie MUOTnoirTq.

Daß man das Gesicht auch mit dem dem Lachen entgegengesetzten Affekt «lösen« kann, zeigt die Verbindung Zoega 535 Anm. 4 ds.qneqTpoiq ^en ^d^nepMtooTTi

»er löste sein Gesicht mit Tränen«, d. h. er

begann zu weinen.
it

Dabei

lehrt übrigens die Präposition ^en,

daß ich

in ncoofie das

richtig als altes

m

»mit« gedeutet habe.

3.

Die Etymologie von eTui^ »Asche«.
des von

Zu den
belegt
ist.

uttcc^ AEyöiJLsvoi,^

Karl Schmidt herausgegebenen Clemensbriefes

gehört auch das obige Wort, das durch drei Stellen in der Bedeutung »Asche«
Ich halte das
^^^^^

Wort
, I

für ein zusammengesetztes

Nomen, das auf

ein

altägyptisches
dürfte. Diese

^
/T

aa^ww^Q Jwtn nj

AAAA/V\

d

ht

»Staub des Feuers« zurückgehen

\7

Verbindung würde zunächst *eiTti-ni-^e oder ähnlich gelautet haben.

Dabei gebe ich
b^?

dem
ist

Genitivpräfix diesellje

Form wie
als

in

feen^ne

»Eisen«

(=
auf

nj

p-t).

eiTÜ

zu

et?i

enttont worden,

der Akzent

des Wortes

die zweite Silbe

m

rückte.

Es

ist

nun merkwürdig, daß das possessive
so in ^eitinc (bentpe)

nj ni

auch sonst den Ton angezogen
als vokalisierte
,

hat,

und

*^anfs,

das Sethe'^

Form von

1

nj-swt erschlossen hat. Dadurch,
ist

daß sich der Akzent

T AAAAAA

auf die zweite Silbe warf,

dann die

dritte

ebenso wie die erste enttont worden,

und dabei

zu g verkürzt worden, etwa wie Ifm-nH^r zu gotiT geworden ist. Vielleicht liegt ^wtn eiTH : iTen in der Bedeutung »Asche« noch in einem
ist het^

anderen rätselhaften

Wort

vor, in Kenet^iTeti »Aschenbrot« (==
2()

eyy.pvcpiotg).

Dieses

Wort

hat

W. Max

Müller neuerdings (WZKM.

(1912) S. 428) in

dem Stamm
liegt aber,

als ägyptisch,

in der

Endung en
«^,

als libysch

erweisen wollen.

Dabei

abgesehen von der recht verwickelten Ableitung aus zwei Sprachen, eine ernste
Schwierigkeit
in

dem

das

ägyptischem

/

in

dem Verbum

Mir hat die normalerweise ein q am Platze wäre. Bedeutung »Aschenbrot« die Frage gestellt, ob nicht das ägyptische Wort, das
sprechen
soll,

wo doch

knf,

kfn

ent-

ja schon durch seine

Länge
den
es

als

ein

zusammengesetztes

Nomen

erscheint, nicht

den

Begriff" übersetzt,

nach der griechischen Übertragung ausdrückt. NacheiTit
:

dem wir nun

aus ctui^ für

iTen die Bedeutung Asche gewonnen haben,

liegt es außerordentlich
')

nahe,

in

dem vorhergehenden Rene
darauf hinweisen, daß
erste Bildungselement

einen Begriff für
»Tenne« gewiß
alt-

Zu den übrigen Wörtern
»Tenne«
-)

will

ich

in g^&e^iT

ägypt.
bleibt.

Iifj

(=

^it) steckt,

während mir das

g^fee

var. g^efse unklar
ist.


')

ÄZ. 49 (191 1)S.
S.

28,

wo

auch die "ganze Akzentfrage besprochen worden

\'gl.

dazu auch ÄZ. 30 (1892)

116; 47 (1910) S. 25 und
ist

Verbum

I

§ 317.

Weniger wahrscheinlich
durch die von Bkugsch,
S.

mir,
III

daß g Überrest von

lA

''^

»Ofen«

ist.

— Das Wort

ist
\J\

Wb.

1142 gegebenen Stellen gesichert, zu denen etwa noch
ist.

ÄZ. 28 (1890)

126 und Re-Mythus 30, 6 zu fügen

Nach Mag. Pap. (Glossar 630) und Mythus
^o (aus
hojet).

(Kufi) Glossar Nr. .585 lautete die absolute

Form etwa

^•*"^^

^''^•l

W.

Si'iKf.Ki.isKuc:

Koptische Mis/cllcii.

[;{3

»Brot« zu suchen.

Wenn man
oem
:

das t^

als holiairischen Artikel'

von

iTeit

und we

als Genitivpriifix anspricht, so bleibt für

«Brot« noch kc. Das könnte eine Wieder(etwa im Plurar:') sein.
(Vita
Sinutliii

gabe des enttonten
dasselbe

co»r

»Brot«

Vielleicht steckt

Wort

in

ujf^pKe"'

»Hungersnot«

ed.

Leipoldt 20,
Av

5),

man »^Geringheit an Brot« könnte man zur Not denken.
das

erklären könnte.

Auch an L-^o^i
das

»Speise«

Was nun

Re«c?^iTHc »Bäcker« anlangt, so

ist

Wort nur durch
würde

Kircher,

also recht schlecht belegt.

Sollte es wirklich existieren, so

es eine grie-

chische Bildung sein, die aus Reiiet^iTeii abgeleitet'' und mit pd^^iTHc »Wäsclier«

zusammenzustellen
es mit

ist.

In

keinem Falle

dagegen spricht m. E. das

^

hat

dem Verbum bif »backen« etwas
4.

zu tun.

Zu dem Possessivsuffix

cot,

ce.

im sahidischen Dialekt neben dem Normalsuffix der H. Pers. Flur. OT beim Infinitiv noch in ganz bestimmten Fällen ein Suffix cot, ce^ in
Bekanntlich
ist

Gebrauch. Es sind nach Stern, Kopt. Gramm. § 342 (S. 169) im wesentlichen folgende Verben c^d^icoir von cg^M »schreiben«, TimooTcoTr von Ttinoo-y »senden«,
"sooTTCOTT

von
d.pi

«xooTT »Senden«,

(yooTcoTr von «^oot »einengen, ivpicoT von
ich

dem

Imperativ

»tue!«.

Dazu füge

noch tootcc'^ von toot »kaufen« und
196) haben in diesem Suffix
H.

otthtäwIcott

und

AvtiTd^icoTT,

auf die ich später noch besonders zurückkomme.
§

Stern
coTT,

842) und Steindorff (Kopt. Gramm. ^

ce

einen Rest des alten Possessivsuffixes der

Pers. Plur.

I

s?i

ge-

sehen*'.

Ich glaube eine befriedigendere Erklärung vorschlagen zu können, die sich
stützt,

auf die Beobachtung

daß
so

coir in allen Fällen

nach einem Vokal

(i)

oder

Halbkonsonanten
zwei Vokalen

(ott)

steht,

daß

also das c

wie ein Hiat-Trenner zwischen

steht.

Es legt

also dasselbe unorganische s vor, das Sethe" in (aus Schöwej), "Ouaig (aus w^h)

Namen

wie

SsS-wcTic (aus Setojej),

'Xoürrig

nachgewiesen hat.

Danach haben wir

es

tatsächlich nur mit

dem normalen

Suffix ott zu tun, vor
ist.

das zur V^ermeidung des Hiatus ein inter vokalisch es c eingeschoben worden

Gegen
coTT, c€,

die Erklärung
es

von Stern-Steindorff spricht vor allem, daß das Suffix
ein
ist

wenn

wirklich
sollte.

altes

Rudiment wäre,

sich

nur in alten

V^er-

bindungen finden

Es

aber mehrfach das Gegenteil der Fall.

Denn

TÜKOOT und
Datums.
')

-jsooT sind,
ist

wie Griffith** zuerst gesehen hat, sekundäre kausative

Verba, und ebenso

die

Verbindung der Suffixe mit othtc, MiTre jüngeren
]i.

In dieser letzteren Konstruktion hat das oirnTev'icoTr »ich habe sie«, d.
ist

Freilich

der Artikel

in

der engen Verbindung nicht recht
1

am
')

Platze.

— —

^)

Vgl. dazu

ijy[e.p-».2^e

»kurzlebig«.
in Recueil

')

Siehe Maspero, Etudes egyj)tiennes
(1894) S. 196 halte ich

(1879)8.91 Anm.

3.

Erklärung

XVI

heute für falsch.

Meine

Zu dem Wechsel von
')

Schenute Siehe auch Rösch, Achm. Gramm. § 137. OT und e s. Sethe, Verbum II § 37. ihn recht wenn ich ") Piehl ÄZ. 50. hat 33 S. 41, Levit. (1895) 127 25, (ed. Amelineau) S. verstanden habe, an das alte Pronomen absolutum gedacht, das aber nach dem Infinitiv gar nicht Stories ') Unters, z. a. Geschichte II S. 8— 9 und ÄZ. 41 (1904) 8.45—46. — möglich wäre.

=

**)

8.

73 nnd dazu Sethe, ÄZ. 47 (1910)

8. 145.

134
also o-ynTev'i

\V. Spii:(ii:i.nKKG:

Koptische Miszellen.

[53.

Band.

mit dein Suffix ot

iiiul

vorgeschobenem euphonischen

c

andere

Bildungen nach sich gezogen.

Man

hat rein äußcrlicli cott als c
317),

+

Suffix oir

empfunden und danach auch
zeitweise das c als unorganisch
trachtet hat.

otriiTi^icq {Zoi:GA

oiniTi).Kcq (Zoüga 303),

OTiiTjs.qcq (Levit. 25, 10)' gebildet.

Diese Analogiebildung lehrt also, daß
oir als

man

empfunden und

das eigentliche Suffix be294), Mi\Tis.qcoT
I

Dagegen zeigen

die

Formen OTi\Td.qcoT (Zoüga
o-^^llT^)<llco^r

(Mat. 18, 25), OTTUTüvqce (Sirach 18, IG),
c in

(Schenute
in

119,

1),

wo

das

COT

(ce)

nach einem Konsonanten

steht,

daß man
oir

dem

Suffix cott, c€

auch ein eigenes Suffix, also eine Variante von

gesehen

hat"'.

Nachträglich bemerke ich, daß bereits Sethe in seinem

Verbum
aber
z.

II §

509.

576

die richtige

Erklärung des Suffixes gegeben hat.

Da

sie

B. auch

in der 2.

Auflage von Steindorffs Kopt, Gramm, noch keine Beachtung gefunden
die obigen

hat, so

mögen

Ausführungen doch nicht überflüssig

sein,

zumal

sie

auch

einzelne neue

Begründungen geben.
5.
-xi».»*:

»Flut«.

In der bohairischen Lebensbeschreibung des Schenute (ed. Leipoldt) findet
sich das obige ol-x^
?.£yoiJ.svov

(18, 12) in

folgendem Zusammenhang.
otkod^xi

Als der

Heilige einmal in seiner Wüstenei von Christus besucht wurde, äußerte er diesem

den Wunsch, dort
£^iTent]^OTrÄ.£c&.^i\i

ein Schiff zu sehen. Metienc^s.

-^e is.niAv&.

mo^ mmioot
eqepgwT mit Wasser

Mni-^HMioirpr'oc
eTÄ^qujcxjni.

t^^

OTOg^

ivqepeni'soi
füllte sich

ujconi

^enni'sjs.iie

mmcoot

»Kurz darauf
{^viiJ.Lovpyc<;)

der Ort^

nach dem Befehle des Schöpfers

Gottes,

und

er ließ das Schiff in der
•xd.iie

Wasserflut fahren, die entstanden war.«
od.
ä.

Die Bedeutung von

=

»Flut«

ist

also klar.

Sie

läf3t

sich

aber durch den Nachweis des ägyptischen
in

Prototyps noch verstärken,

das

ich

v\
2,

|

Q

^'^vwv

wdnw

»Flut«* zu

er-

kennen glaube.
'2£i>.iie

Ja,

an einer Stelle (Kahun
I

12) ist sogar unsere

Verbindung

AiMWOTT in

v\

ö

Y^^^-^^

Q|/wwvN

wdnw-iv'f njw

mw

»seine Wasser-sd^ne ist

fluten« nachweisbar.

Freilich die lautliche

Entwicklung von wdnw zu

schwierig.
S.

60 und 52 (1914)
i)
][

Zu dem Abfall des anlautenden w verweise ich auf ÄZ. 42 (1905) S. 115, wo zu den Beisj)ielen noch die Wiedergabe des

Königsnamens

bei der lautliclien

WM-ns durch TXag zu fügen wäre. Aber im einzelnen bleibt Gleichung wdnw = •sjs.ne noch manches zu begründen.
6.

Ä.TIIMMHT »Pergament«

(?).

In einer seiner Streitschriften gegen das die heidnische Literatur eifert,
•)

Heidentum,

in

welcher er gegen

wendet sich Schenute auch gegen Aristophanes'.
oirnTek.-yq

Daneben aber auch regulär

Ephes. Konzil 74
ist

AiiiTis.-yq

Schenute

I

90, 18.

mir ein Beispiel von mn-mtu» mit Objektssuffix ') Siehe \'OGelsang, Klagen begegnet. ^) Nämlich das Wüstental, in dem Schenute lebte. ') Zo^^ga, Catal. 459 Gardiner, Admoniiions S. 86: Brugsch. Wb. V 374. des Bauern S. 96
-)

Weder im Neuägyptischen noch im

Demotisclien

;

und

d;izu

Krmax, ÄZ. 32 (1894)

S. 135.

ö^»d

53.J

W.

Si>ii:(;i;i.i!Ki{(.:

Koptische

.Mis/.cllcn.

135

Dabei macht er die folgende Bemerkung- über die lieidnisclien Autoreii: ee^vAteo

€-y«w

MMOc

«se

ene\pe Mnegpooir

t\«£i<'\jvivTe

»indem

.sie

-Rollen

mit

Worten ny^ riy^ und kqvu^ Kovot^ angefüllt haben und behaupten: Wir machen die Stimme der Vög<d«. Was bedeutet das Attribut
(ct^yoV)

den unnützen

nd.TrnMMHT', mit

werden

soll?

In

dem eine Eigenschaft dem letzten Bestandteil
^

der Schriftrollen (Bücher) bezeichnet
des offensichtlich zusammengesetzten
»Avahr. echt«,

Substantivs steckt wohl das Adjektiv

mmht

das aus der Verbin-

dung peniiAiHT «wahrer Name^«
Das vorhergehende Wort
die enttonte
d^ir«

bekannt

ist

und

ja

auch

demotisch vorliegt.
ist

muß

daher Substantiv sein und

vermutlieh

und zwar in der mehrfach belegten Bedeutungmöchte nun vermuten, daß «wahre, echte Haut« eine Bezeichnung für Pergament ist. Schenute will demnach sagen, daß die schlimmen Schriftsteller kostbare «pergamentne Buchrollen« mit wertlosen Worten angefüllt haben.
i^TTd.«,

Form von

»Haut«\

Ich

7.

Eine eigentümliche Konstruktion der Kausativa.
sind mir die folgenden beiden Beispiele einer seltsamen Kon-

Aus Schenute
Schenute
(ed.

struktion bekannt, die ich zunächst hierher setze:

Leipoldt)

III S.

104. 18 &.TTceqo';r£AV'Ä jjunfqe\£!e «sie gaben

ihm

in

seinem Durste Essig zu trinken«.
. . .

Ebenda 10(5, 16 ff. eÄ.qoTre£Ciy.£^tie -^e o» itcf^ioTrppo Hevno.vioc eTpeTT* TMMcqoeiR n^\i\^ic Mnenpot^HTHC ö^tm uceTceqMOoir iioAi^ric CTfee -xc i^q«
•seTMC
n*.iq

«indem aber

(Ss)

ferner ein ungesetzlicher

(civojuoc)

König

.

.

.

befahl,

daß man

ihn,

den Propheten, Brot der Bedrängnis
(S-Ar\/. ig)

ßXi^^K;)

essen und

Wasser
liegt

der Bedrängnis

trinken ließe, weil er

ihm

die

Wahrheit gesagt hatte«.

Das Blerkwürdige dieser Konstruktion der Kausativa tco und tmaio
hier darin, daß sie ein Objekt ohne

« zu

sich nelimen

und dabei enttont werden.
Es
liegt hier,

Man

sagt also statt

ivTTCoqnoTgM'S seltsamerweise

ü^trTceqoTTg^M's.

worauf mich Sethe hinweist, dieselbe Konstruktion vor wie in jvqTOTiiecnpcoMe »er erweckte den Menschen '« oder wie in dem Kausativum Tpe- epe in Bei:

spielen wie Ä.qTpecjccjaTM

:

is.qepGqcaiT^M »er ließ ihn hören«, das ja wörtlich

bedeutet,
stat.

»er gab, daß er

Hören machte«,

also das Kausativ

Tpeqzeigt.

:

epeq- im

constr. vor

dem
8.

folgenden Objektsnomen,

dem

Infinitiv,

Für diese
mit

Zu der Bildung der Verba IIP' Verba. die Steinkorff (Kopt. Gramm.
i

infirmae.
§

''^

22')


'•')

23e^) in

.')

Klassen

eingeteilt hat, ist gegenwärtig die

dem Bildungsvokal
')

Meinung geltend, daß ihre Infinitive entweder (transitive Gruppe -"xice und un) oder e (intransitive
abgeteilt,

Erman

hat es

richtig

aber unübersetzt gelassen.

(1883) S. 96; 33 (1895) S. 49.; Crum, Copt. Rylands Pap. 8.36. S. 96; 33 (1895) S. 49 Anm. 10 und Griffith-Thompson, Mag. Pap. 418.
^)

.Siehe

Erman, ÄZ. 21
b'-sfxn

Siehe Erman, ÄZ. 21 (1883)

*)

=
146

Jerem.

13,

23 x^ac Lev. XIII 2.3.4.

')

totucc(seil,

ist

nach Sethe (ÄZ. 47 (1910)

S.

als

Kausativum

von

ij

wn- »geben, daß sich öffne

das Auge)« zu erklären.

13G

\\'.

Spikgelukiu;

:

Koptische Miszellen.

[53.

Band.

Gruppe -nppe und
sondere Klasse mit

£e)

gebildet seien.

Daneben
iv

stellt

man dann noch
ich
niclits

eine be-

dem Bildungsvokal

(pevuje).

Wenn

im folgenden eine
Neues, sondern

andere Auffassung begründe, so tue ich damit eigentlich

suche in der Hauptsaclie nur die Ansicht zu stützen, welclie bereits Setiie in

seinem Verbum (vor allem
Stelle aus
ujifce)

II

§

679) vertreten hat'.

Er hat an der erwähnten
boli. st. cstr. ige^ie-

dem

Qualität. ujniHT (von ujine)

und dem
(S. 4()()

(von

mit Recht geschlossen, daß diese Formen ursprünglicli
voraussetzen und hat
in

Infinitive *sepjet

und

sebjfH

dem Anhang

zu

§ (548 a. E.)

die Frage

aufgeworfen, ob
dreilautigen

man

nicht die bohairische
erklären könne.

Form

qivi

als

«Überrest der alten

Form

*/a/;>7«

Diese Frage glaube ich durch die folgenden Ausführungen bejahen zu dürfen.

Das boh.

^tK^

hat uns in der Tat,

wie wir

es

sooft

in dieser

Mundart

fest-

stellen können",

die ursprüngliche Vokalisation bewahrt.
a,

Sie gibt uns als Bil-

dungsvokal dasselbe
sowie den Labialen
also für die
b,

das mit bestimmten

f) in fast

Verba

IIP'' inf. als

Ausnahmen (vor den Liquiden m, n allen Dialekten im Stat. pron. erscheint. Ich nehme die älteste vokalisierte Form täsjei an, d. h. dieselbe
ci)».§«.€
:

Infinitivbildung, die wir auch in der Kausativgruppe
lyd^-xe
:

cd<£m, cä^t^ic
:

:

c&.e^Mi,

cb.is.1

usw. oder in der Verbalgruppe

pÄ.ig€, ujd^qe,

ujis.

ui&.i^

haben. Neben

dieser a-Gruppe gibt es

nun auch eine auf den Bildungsvokal
:

e

abgestimmte,
:

überwiegend mit intransitiver Bedeutung, wie gCMCi, ujMUje «jcMigi, negtce «€£ci,
daneben aber auch
transitive,

wie ccmhi

(sah. CMiite),

cMe

:

ce&i.

Der eigentliche
Natur

Grund der

f- Vokalisation

liegt aber,

wie Sethe richtig gesehen

hat, in der
inf.

des zweiten Radikals.

Ähnlich wie im Stat. pronom. der Verba IIP^

haben
a in

auch hier die Liquiden
e

m

«

p, die Lippenlaute

fe

n

oir

sowie fD wnd

^^ das
erst,

verwandelt.

Das

ist

auch bei

dem

Infinitiv *tdsjet
s

geschehen, freilich wohl

nach-

dem
mir

infolge einer Metathese* von

und / durch den schwachen Radikal
war'^.
*tdsjet

für den

vorhergehenden Vokal a die Veränderungsmöglichkeit geschaffen
also die
1)

Ich stelle

Entwicklung so vor, daß aus ursprünglichem

über

*tdjset

>

tejsH

Ich darf hier

vor allem im Interesse der Sache
q».i

vielleicht

darauf hinw^eisen, daß

ich,

von der hohairischen Form

ausgehend, zunächst ohne jede Kenntnis der SEJHESchen Ausder dieser Aufsatz auch sonst viel verdankt,

führungen, die ich übersehen oder vergessen hatte, zu demselben Resviltat wie er gelangt bin.
Erst durch eine mündliche Besprechung mit Sethe,

erfuhr ich, daß meine
-)

Gedanken keineswegs neu waren.
über die Altertümlichkeit der hohairischen Mundart (Sitzungsber.
d. Berl.

Ermans

Ui'teil

Akad.

d.
')

Wiss. 1915

S. 180ff.)

stimme ich durchaus

bei.

Siehe auch Sethe, ÄZ. 50 (1912) S.83
II

Anm.

Siehe die Zusammenstellung bei Sethe,

Verbum

§

654 ff.

') Genau genommen handelt es sich, wie mir LrrTMANN zeigte, um die »Epenthese« (s. z. B. Brockelmann, Kurzgef. vgl. Gramm, d. semit. Sprachen [1908] § 61), jene Umstellung, die bei den qamä oder im ÄthioHalbkonsonanten u und i stattfindet. So wird im Mandäischen aus qanjä

pischen aus

haq'ie

>

hmiq"s

>

hauqe.

>
:

Eine solche Metathese

liegt
ist

auch

in

dem auf

altes snw-t

»Scheune« zurückaehenden ujeTne (aus *sewne-t) vor.
these

Dagegen

[y&.cipe

u)&.ipc nicht als

Meta-

(Verbum
"')

I

§ 144),

sondern nach Sethe (Nachr.
zeigt,

d. Gott.

Ges.

d.

Wiss. 1916 S. 132) zu ei'klären,
die griechische

Denselben Lautübergang

worauf mich Sethe hinwies,

Wiedergabe

Tfttpig für

den

Namen

der Göttin Ti-rpyt (*T-repjet

>

*T-rejp-t).

Band

53.]

W.

Spikgklberg: Koptische Miszellen.

137
die drei-

schließlieh *Hset

>

-xice

:

<3\c\

wurde.

Daß

bereits

im Neuäcryptisehen

lautigen
(§ 671))

neben den zweilautigen Cüset) bestanden, hat Setiie aus den hieroglyphischen Schreibungen erschlossen.
(also ^tasjet)

Formen

bewahrt nun nicht nur der bohairische Dialekt in cj*.i (aus *fd^ßt) sowie der sahidische in der pi.ui€-Grui)pe, sondern auch das Achmimische' noch
Vielleicht
in den Infinitiven Mi^eie »lieben« und £^a.ei€ »fallen« der Acta Pauli, die nach Lacait (ÄZ. 48 [1910] S. 80 Anm. 4) einem besonderen Dialekt angehören, der ebenso alt ist wie die übrigen. Gerade diese beiden Formen

weitere Rudimente

möchte
führen.

ich für besonders altertümlich halten

und

sie

auf *mdrjet, *häljet zurück-

Denn der Bildungsvokal

*.

kann

in

diesem Dialekt nicht der Vertreter

Die nächste Stufe in der Vokalisationsentwicklung l^js^t den sogenannten Intransitivformen der Verba UV" inf. vor, die aber, wie bereits nach Sethes Wahrnehmung betont worden ist, auf dem Charakter des
liegt in

eines betonten e sein.

zweiten Radikals, also hier des

./,

beruht'^

Hier können wir nun noch wie in
des

und nppie aus phft sowie mit Ausfall des r in Meei€, j^q^W, der jüngeren Form von MÄ.€ie. Bei den Verba IP* haben wir in demselben Dialekt oireie (aus ""weljet) und gceie (neben älterem g^a^eie) aus *h(fljet. Das Sahidische zeigt wieder ein sehr viel jüngeres Stadium. Da hat sich
feststellen •\

dem

boh. ujcfiie- die alte Stellung des./
in nppeie,

am Ende

Verbums

zwar im Achmimischen,

?

dasj' entweder
geführt.

dem

r assimiliert*

und zu der Form nppe mit Doppelkonsonanz
(z.

Die bohairische Orthographie schreibt

B. £^pp€
e.

:

gepi, imiie
,/

:

Kein)
in
J

den mittleren Radikal nur einmal und davor den Vokal
wie
ne€:&e

Oder das

ist

übergegangen, und dabei hat sich im Sahidischen eine Vokalbrechung'' ergeben
in
:

nefii

(aus n^bff*).
ej

Zumeist hat sich jedoch aus dem betonten
aus
*tejset 'sice
:

ein langes

/"

entwickelt, also

&\c\.

Aber auch

in dieser jüngsten

Form

hat sich hier

und da

noch eine Erinnerung an die oben klargelegten Etappen erhalten,

in der Schrei-

bung ceme^, welche Steindorff (Kopt. Gramm. ^ § 8) ebenso wie cei als orthographische Ausnahmen betrachtet hat, da ja der Vokal / nach einem Konsonanten nur I (also eine, ci) geschrieben werden dürfte. Nach den vorstehenden Darlegungen ist ceine aber sejne zu lesen und als ältere Form von sine zu betrachten.
^)

Das achmiinische Material habe
in der Beurteilung

ich überall

nach Röschs Grammatik herangezogen. Freilich
fast

weiche ich

der lautlichen Vorgänge

durchweg von ihm
p«.u]e boh. p«.u)j

ab.

'^)

Beachte

auch die dialektale Verschiedenheit. im Fajum. Aeuji, und u)«.(yni (boh.)
*pärjet
ist

So entspricht sahidischem

im Achmim. peiye,

') Das a von urspi-ünglichem steht sahid. ycne gegenüber. wohl unter dem Einfloß des folgenden r (s. oben) zu e geworden. Achm. new-ype »wachsen« wird auf prw (mit w statt j) zurückgehen und scheint die ältere Vokalisation päin-et erhalten zu *) Dabei lasse ich dahingestellt, ob etwa vorher die Umstellung p^jrH anzunehmen ist. haben. no^bH n'jhH ") Hier liegt die Entwicklung rfhjH XXXI (1909) S. 155. Recueil Siehe

'•>)

auf der Hand.
*)

>

>

^)

Sethe, Verbum

I

§

97

u. s.

Siehe Rahlfs, Berl. Hs. des

sahidischen Psalters S. 30.

Beiläufig

sei

hier

bemerkt,

daß c«.«.T« schwerlich der Stat. pron. von eine ist, wie Stern (ÄZ. 22 [1884] S. 99 und Steindorff [Kopt. Gramm. 2 § 228) annehmen. Der normale Stat. pron. cht* ist tatsächlich bei Budoe, Apocr. 5, nachzuweisen. c«.&.t^ dürfte zu einem anderen Verbalstamm *s(d (? ?) gehören.
Zeitschr.
f.

Ägypt. Spr.,

53.

Band.

18

1

ö8

W.

Si>iK(iKLi!Kiui

:

Koptische

]Mis/('llt'ii.

[öB.

Band.

Und

älinlich

steht es bei den Verba

II"''

inf.

IIP*

5.

Audi da
gd^icie,

existiert

noch
aus
als

die aus der älteren ö-Gruppe hervorgegangene e-Bildung in den Intransitivformen,

am

altertümlichsten

im Achmimischen,

z.

B. £eeie

(älter

s.

oben)

*heyjH

>

*hejjet.

Dann

folgt der Anciennität der

Form nach boh.
z.

^ei

und

jüngster Schoß wieder das sahidische

^.
*U

Die Normalbildung, welche die andere
l,

verdrängt hat,

ist freilich

auch hier die mit

indem
:

B. aus *tdljet (altem
ist.

ilj)

über

*telJ(H

>
in

*t(yjet

>

*Hj('t

>

*Üß
ce»

>
(s.

=

^si

s"!

geworden

Doch hat

sich

auch hier'

der von Steinuorff

oben) als orthographische Abnormität be-

trachteten sahidischen
Sie ist
Sf^j,

Form

das ältere Stadium der Entwicklung erhalten.

sti

zu sprechen, was auf das schönste dadurch bestätigt wird, daß
d.h.s^^J/

wir für die römische Kaiserzeit"' die demotische Schreibung '||iö(][]5mi
für den Infinitiv nachweisen können.

So
dar.

stellt sich

denn folgendes
Infinitiv

als

Hauptergebnis der obigen Ausführungen^
IIP''

Der weibliche
a,

der Verba

inf hatte ursprünglich den Bildungs(p^s.uJe,
ujis.
:

vokal

wie er noch

in

der ö-Klasse der Verba IIP* inf

ujes.i),

im

boh. qiM und einigen altachmimischen Formen vorliegt. Das alte n

ist

aber unter

dem
und
sei

Einfluß des dritten schwachen Konsonanten

,/

{w) in e

übergegangen, verDabei haben sich,

mutlich,

nachdem

dieser mit

dem zweiten Radikal

seine Stelle vertauscht hatte

so in die nächste
es

Nähe des Bildungsvokals gerückt war.
J

durch Übergang des schwachen Radikals,/ in

oder durch seine Assimiist

lation an das r
ej

neue Formen gebildet.
i

Überwiegend

aber aus

dem

betonten
ge-

der Bildungsvokal

geworden, der die herrschende Verbalklasse

("Sice)

schaffen hat, welche die ältere Vokalisation verdrängt hat.

Damit scheint mir
alle

Sethes These in allen Hauptpunkten bewiesen zu
Klassen der Verba IIP*
a,
inf.

sein.

Es lassen sich also

d. h.

aus

dem weiblichen Infinitiv mit dem Bildungsvokal der ursprünglichen Form *iäsjct ableiten.
aus
9.

vor,

owoTi »Sandalen«. Das Prototyp dieses koptischen Nomens liegt in dem das wir in zwei Formen kennen, einer männlichen tb
Tooire
:

altägyptischen
(später
th)

Wort
einer

und

weiblichen

Ijb-t

(später

th-t)

«Sohle, Sandale«.
ihwj,

Dem
:

entsprechen auch zwei ver-

schiedene Duale, ein masc.
')

ein fem.

thtj^.

Die weibliche
^ei

Form

ist

im Laufe
da
sie
a.

Die gelegentliclien sonstigen Varianien

qei, tgei

lasse ich vorläufig l)eiseite,

erst in
a.

alten Handschriften sicher nachgewiesen werden müssen.
Z. B. Pap. Insinger 6, 14. 7, 8. 34, 20.

Das

ist

bei cei

(s.

Rahlfs,

0.) zweifellos der Fall.
'')

^)

Sie

sind

zum

Teil

skizzenhaft gehalten.

Die ganze Frage verdient eine eingehendere
als es bisher ge-

Untersuchung, die sich auch auf andere Veibalklassen erstrecken und mehr noch
schehen
ist,

Mundarten berücksichtigen müßte. Auch müßten die demotischen Schreibungen herangezogen werden, welche den schwachen Radikal der Verba III** inf., soweit sie ihn nicht unbezeichnet lassen, bald in der Mitte, bald am Ende schreiben. *) Im einzelnen bedarf diese etwas summarische Feststellung noch der lexikalischen Nachweise, die später das Wörterbuch bringen wird. Für meine Zwecke genügt die obige Orientierung, die sich in der Hauptsache auf die Nachweise in Sethes Verbum, Index S. 47 stützt.
die sämtlichen bekannten koptischen

B!>i«l 53.]

W.

Simkgki.iii:h(;:

Koptisclic .Mis/rll(Mi.

13t)

der Zeit durch die männliclie verdrängt worden V denn diese

ist es,

welclio im

Koptischen erhalten geblieben
los

ist.

(ieht

doch tootc

:

euiOTi »Sandale« zweifel-

auf den Dual ibwj zurück.
z.

Dieser lautete nach der Vokalisation anderer Duale,
Infolge der ja auch sonst"' bekannten Er-

wie

B. cnoTOTT (aus spotwrj)- *tohw''j.
h in ic

weichung des

ergab sich

*foivirrJ

-ewoTTi verhält sich dazu wie poiOTi zu

und daraus toottc. Die bohairische Form pooTe (s. Stf.kn, Kopt. (iramm. § 59).

Dieser Lautbestand tawwe läßt sich durch die neuägyptischen Schreibungen ")|^[JffiV
(d'Orb. IB, 1)
|.v

II

(Ostr. Kairo)

schon verhältnismäßig früh nachweisen'.
:

Neben der absoluten Form toottc ecooiri gab es nun noch konstrukte Formen und auch solche vor Suffixen. Grufith'' hat nämlich vor längerer Zeit scharfsinnig vermutet, daß das Wort totcü^^ eo-yto* »Busen« (xo'Attoc), dessen
:

Bedeutung

z.

B. durch Ex. 4,

(>

feststeht,

mit unserem Worte identisch

ist.

Die

zunächst unwahrscheinliche Bedeutungsentwicklung würde ich mir so vorstellen,

daß die häufige Verbindung ncTgiTOTcoo
lich

:

neT^Ä.eoTü^* »der Nächste«*"' (eigentverstanden wurde und daß da-

»der auf [miter] der Sandale jemands«) zwar unetymologisch, aber doch
als
:

sinngemäß
zu erklären.
der

»der an
eoTTOi-s-

dem Busen jemands«
Bedeutung

durch TOiTü)«

die neue

erhielt.

Die Suffixform selbst

ist

leicht

Bei

dem

Antritt eines Suffixes an die absolute

Form

*t(iw-W('j'

mußte

Ton um

eine Silbe vorrücken.

So wurde

'^'

tow-wej^f

zw.

"temwöjc^f

und

schließ-

lich zu

*tiü6jef,

TOTOiq, wie sich aus *heHej'Cf *htejef grnq entwickelt hat^

Außer der absoluten und pronominalen Form gibt es nun noch eine tonlose Form (Stat. constr.) in der Verbindung g^iTOTii-, ctotth-^. Da* schreibt das Demotische bereits twn, und ein guter ptolemäischer Text wie I Kli 5, 29 hat
eine Schreibung c\^t^
liche

rani' ^^^ jedenfalls klar zeigt, daß ihm Bedeutung seiner Verbindung nicht mehr klar war.

die ursprüng-

(1910) S. 6

Zu dem Geschlechtswechsel vgl. Sethe. Vcrbum II § 14 und für das I\.oi)tische ÄZ. 47 ^) Siehe dazu Sethe, ÄZ. 47 (1913) Anm. 2 sowie Steindorff, Kopt, Gramm. ^ § 99. Hier könnte übrigens auch eine Assimilation des h an S. 43. Sethe, Verbum II § 210, 1. das folgende w vorliegen. In jedem Falle haben wir liier wieder ein klares Beispiel für den
^)

•')

Doppelwert eines Konsonanten (Dagesch forte) im Koptischen. *) Auch die demotischen Texte schreiben oft tw! od. S. 154.
S. 155. S. 222.
')

Siehe
ä.

dazu
/..

Recueil 31 (1909)

— — —

Siehe

B. Recueil

30 (1908)
III

')

Stories

of the

High

Priests of
§

«)

Stern, Kopt. Gramm.
des
Anubistitels

Memphis 198 (S. 96) und
ich
tpj

S.

132 Anm.

Vgl. auch Rylands Pap.

§ Ö49.

In
n

diesem Zusammenhang möchte
V/j?

darauf hinweisen,
der

daß die gelegentliche demoseinem
Berge
ist-

tische
AAAAAA

Schreibung
fi|

dw^f »Anubis,

auf

durch

H

1

^ ^ ^^^
gibt.

(Brugsch: Thesaurus 991) die Vokalisation *tw6»f für dw=f »sein Bergdie

an die
die
(vgl.

Hand

Dazu stimmt auch
tpj

altkoptische Umschrift T£iÄ.mo-ir (ÄZ. 88 (1900) S. 89),

gewiß

altes

7 ^^
läßt

dwf

wiedergibt.
*ifo%«M7,

Das t von twtt wird etwa wie w zu sprechen
das
statt
*tw6''^^f

sein
stat.

Stern, Kopt. Gramm.
*i?wo=

§ 31), also

stehen würde.

Aus diesem

pronom.
:

sich weiter
*t6icivew

dww

als

die volle

Form von ^=-\ -Berg«

erschließen.

Kopt.

TOOT TcooT würde auf

zurückgehen.

Bei Antritt des Suffixes

*t6wicew'-<^f

mußte der Akzent
ähnlich

um

eine Silbe vorrücken, so daß sich *tewto6w^e/ ergab, das zu *TOTüi)q
ujOTijoo-y (s.

führte,

wie Saw-

wowew zu
**)

Sethe: Verbum

I

§

161«,

/3)

wurde.

Siehe Lemm, Kopt. Miszellen

XXIV (S. 508) und

meineBemerkungenRecueilXXX(I908)S.155.
18*

140

H. Wiesmann:

'2^i-£p&,'»

:

(3'i-£p&«.

[53.

Band.

Von

II.

Wiesmann.

JL. Stern sagt in seiner Koptischen

Grammatik
sieh

§

198 unter

£pÄ.-s>

Gesicht:

»Die

verbale Komposition
das
(TPsldit
«

«^i-^pd^^
sich

:

•2ti-g^p*v5>

oder •xi-ü-^^pd^ heißt wohl eigentlich

hringen,

bekümmern,

womit

heschüftiyeii^

daher auch

Unter-

haltung.

A. Peyron dagegen unterscheidet in seinem Lexicon linguae copticae

zwei

'xi-£^pÄ.'5':<3'i-g^pÄ^^;

unter

gp*>. facies, vultus
soUicit'um, esse^
(-si-n^pe)».-;')

führt er ein -xi-g^pÄ.^: <5'i-§p&-^
ciirant haticrc,

mit der Bedeutung

sollicite

curare^

attendere^

meditari

an, unter g^p». vox ein '2£wg^p^v•5
yarrire^
cai'illari^
iociis^

mit dem Sinn

elevare üocem^ canere^

verl)is

contendere,

ludere^

iocari

und
und

•xl-£p^s.q:(5'I-gp^iq mit der
alle

Bedeutung
g^pdi^

lusus.

Wer

hat recht?

Gehören diese Ausdrücke
g^pik.*

unter

Gesicht oder sind sie unter §^p*^* Gesicht

Stimme zu verteilen?

Die Untersuchung einer Anzahl zur Verfügung stehender Stellen wird uns dar-

über Auskunft geben.
Prüfen wir
B.
AiÄ^peev
'^€

zunächst
HÄ^cs"!
Trspl

einige

Sätze,
gpi>^c)

die

eine

griechische Vorlage haben.

itg^pivc
ttoAAj^v

(var.

ne MnKco^ ito-yMnig nujeMigi,

Moip^ot.

7repie(T7rolTo
ä.

^icckovmv.

Luk. 10, 40.

yi

Ss

S.

«xe

©"ynepicnevCMOC
£ii o-yg^-s-

Mnonnpon
•^OUH,
(var.
oTi

nno'Y're TJvdiq nitujHpe
770vYipov

nnpcoM€
^eog Toig

€Tp€'y^i-g^pÄ».'Y ii£HTq
vioTg

7repi(77röt(T|Uov

eSüüKsv

7repicr7ru(j^Yivcii)

iv

olvtm.

Ekkl.

1,

13.

twv uv^pwTTWv rov
4>evi

7repi(T7roe,(T^ui

B.

«xe

-^"Xüi

MMoq

eefee
-xe

ncTcpnoqp«
^indi

ittoTCii,

o'yiX.*

'^^^ nTi^^oyx
eqco'y^HT

«o'y^Ä.'si
(var.

,^en-eHi\0'Y/
o-yog^

^»^'X.Xiv

nTG ^eT€ltc^HM^v

ujuini

eqco'yHT)

iiT€Te«MTOii
Xsyw, ov%
oiTrspidiru-

MMO'Ytt ens^
Xva,

^€ii-0'YM€Td<T(5'i2^pÄ.q, Tovro ^e irpog ro vixwv avTOüv
iinßolXu),

(TviJicpopcv

[ipo%Qv
1.

O/aTv

dXka,

irpog

to

eucrx^ijuov

X-ocl

svTrape^pov

r'2

xvpiu)

crrwc.

Kor. 7, 35.

In diesen Beispielen entspricht also das kopt. -si-^pÄ.:
Trepio-nöiG-^ui

<3'i-(ii)g^pis.

dem

griech.

nach anderer Richtuny yezoyen, aliyezoyen, ah-

yelenkt werden^ sich anderweitiy lu'schäftiyenj, zerstreuen.

S. TAinü^pd^Kd^TVci -^e

mmwth
£ti
ite'«>

necnH'Y p^o-yo «^«y^ eo-ypoT
TiK^i-JS,
y.ou

ec(5^pivg^T

^.'yto

c'si-gpHTn epcoTn p^io6
\xoiXXov

TrepDiotXovixev

Ss

vixoig,

dSsXcpoi,

7repi(j<Teveiv

xul (piKoTißtid^oii y\(jv%ol^hv

Trpa.G'ceLv

tu

iSiu

kou

epyoi,^e(T^oi,i.

ruig %ep(jlv
l'^iu

viJ.wv.

1.

Thess. 4, 10

f.

Hier gibt
wieder.

-xi-g^pis.

das

griech. -Kpoiddeiv

tol

seinen ßerufsyeschäften obliegen

S.

d.q€i efeo^

CTCWige

e'Si-g^pÄ.q,

i^vjAS-ev oLhoXt(j%yi(ToLi

dg ro

ttsSiov.

Gen. 24, 63.

•2ii-£^p&.

=

(i^oXe(j%eiv

Spitzßndiykeiten

treiben^

spitzfindig

reden^

philosophieren;
Ai[Ä.]TMÄ.ie

schwatzen^ ungehöriges Zeug reden.
T|)(^Hpd»,

— A.

epmpim

Mnopt^is.iioc

Iä.O'y]

TeTii[ei

ejn-xig^pen' njv'xe
Schmidt freundlichst

n-xjveic
mitteilt,

[Ä^o-yJ

gne
nicht

iieTiiiii^fie

TpeiypÄ.iy|T]

')

Wie mir

C.

ist -xi-gpeit.

^pen

zu lesen.

Band

53.]

H. Wiesmann: Xi-gp*.-*

:

3'i-gp«w'..

141

xui osvre

-/.cd

^t.eXsy%^wiJ.sv

(var.

SiuXe%^uJiJiev),

Asyei

kvcicq-

xui

euv

w<nv ui otixupTui
ist

vfxm

d)Q

(poLvixovv,

WC xiovoc

Xevx.oi.vM.

Klemens-Brief
.sich

8, 4.

Hier

«xi-^pd. mit

^ieKs'y%e<7^ci.i

{mit jeni.)

rechten

oder ^taKsyed^oti

unterhalten,

(lispiitieren,

Worten

.streiten.

Fügen wir zu diesen Beispielen noch
Parallele fehlt.
S.
ä.'y*^)

einige, bei

denen uns die griechische

ncend^pÄ.THpei enc'yo'YepHTe eTMO-yt'ujq ncHqf tt(uo)ctK.

epe-nMoo'Y motu nce'xi-gpÄ.'Y C'xi-g^enKO'yi iiuths" §^i-npd.u|?V.Hg. Sie Ä.'Yto haben auf ihre Füße acht, um die Binsenhalme nicht zu zertreten. Und wenn
das Wasser abgelaufen
ist,

tragen sie Sorge (oder: beeilen sie

wässern
'2£^-g^p^s.q

kleine Kräuter

wegzunehmen. Zoega 5()4. S. o-yTe rnie-pco.ue ^m-rmä. CTMMd.'y neTttd^ujd.'xe gAi-nM*^ eTAiAiJ^Y nfeoTV iiee CTeujiye,

sich),

beim Be-

e'yniv'xi

eniTiMid. KevTd^ hkiot itneneioTc.

Niemand
\Ji>j^

treibe dort

Unfug (Scher-

zereien).

Wer
«xe

dort ungeziemend redet, soll nach den Vorschriften unserer Väter
Z.

bestraft werden.

507.

S. Mni-p-ncofiiy

Mn€iiTis.-neiyfcnp "sooq ere^
iii^Ave
iit

tuccotm

mmoha^^oc
efioTV.

iiCTHn

epnHCTie»..

nToo'y

eTÜe eeAnic
llg^p^vc^

eTO'Y'2£üi^T

^htc ^it-MnH'ye. «».Wd^ nee iiTÄ.q'xooc eq-xi

nd».pd<

no-yoeiig.

Ich habe nämlich nicht vergessen, was der Freund in eurer Gegen-

wart sagte:
es in der

«Die Mönche sind

es,

die

Tat wegen der Hofinung, die
er
es

zum Fasten bestimmt sind.« Sie sind sie im Himmel erwarten. Aber in der
Z.

Art, wie
ei-so)

sagte,

scherzte

er unzeitgemäß.

467.

S.

Avnpfyu-Ä.piKC

UTOK c'js.p IlT^s.K•2se-geIlly^v'2se ne^e AineTcwfce ^tocTe CKO'Yeuj Tpd^cto&e gM-ncHO-Y npiMC ^.'yoi eRO'yoiUj eTpÄ^-xi-^pd».! nMMÄ.K, JvnoK UTJvi'xe^enujÄ.'se ii*^r MMiiTpMiig^HT. Nimm es nicht übel, wenn ich dir die Wahrheit
wbM. MTMC,

sage;

denn du hast gesprochen wie ein Scherzender, so daß du
ich habe zu dir verständige Worte gesprochen.
Z. 4(i7.

willst,

daß

ich lache zur Zeit des Weinens, und du wünschest, daß
treibe;
*^e

ich mit dir Kurzweil

B.

&.cujioni

epe nicnHO-Y

€U}Te-Kev£i,
t^dii

'^-KÄ.gi e^'XHpi Mt^epuj-tom o-yog^ epe-g^js.no'yon ^en «icnHO-Y eqneMWO'Y f^'^ n-se nicon nevMeXec eTÄ.qo'Y'2iÄ^i equjtoni ©«yo^ iiÄ.qMOUji ne ^en-o-Y^^poig neM ni-xd^no nuivgi, eqoi iKyinne ^en O'ys'io-Ycujfii.

opÄ.q ne, ^e«. o-y^ojA eftoX iieM
nenitoT ii^eWo, ivqe».Morn
bereiteten
für

*.qTü)iiq -^e ^en-o'y2i<^^>KT

ii-jic-

MMoq, jvqpjv^Tq exen niKiv^i. den Raum zum Ausbreiten der Brote und

Als die Brüder
einige

Lehm Brüder Lehm

war unter ihnen auch der nachlässige Bruder, der von seiner Dieser kam, da er träge war, mit dem Korb Lehm Krankheit genesen war. langsam daher, scherzend, ausgelassen und Spaß machend. Zornig aber erhob S. o-yeiisich unser alter Vater, packte ihn und warf ihn zu Boden. Z. 'MS.
herbeibrachten,

£cofi

euJ^v'Y^>^^vq

nf^^ei-nugnpe-ujHM
(ij^w-

eTxei-g^pivy

e-yctofse

^n-n^ip

Mn

n*.uopiv,

ooTi^n pigd^n £^oine en^HTO-y
^^.lTel

oeiR nTOOTO-y
e-yujis.nTM'^,

h nToq
tot€

Ke^ud.ev'y no-ytoAi,

nneTeo-yn-o-yon uTOOTO-y, eujtone

u|Ä.'y<5^too'yar

nxe-y^i-s
^^'>|'^o

H

ujÄ.'yiioone

ncewiy efeoX
nd.'y.

«xe

Tts^i-x

jungofi Te

^<'yu)

T^yi-s cTO-^'Oo^e Te,

nTeioe uiiv'y^

Es gibt etwas, das die Kinder

tun,

die Neckereien treiben,

142

II.

Wiksmann:

'iCi-gp«».«'

:

(S'i-^P*.*.

[53.

Band.

wenn

sie

in

den Straßen und auf den Märkten herumspielen.

Wenn

welche

von ihnen, die kein Brot oder auch sonstige Eßwaren haben, diejenigen, die
etwas haben, bitten, aber nichts erhalten, so drehen
sie sie ihre

Hand oder wenden
ist

um und

rufen aus:

»Das

ist

die Schlangenhand«
sie

und »das
Z. 43()

pionshand«.

Auf
CTe

diese
'^e

Weise bekommen

etwas.

— 37.

die SkorS.

oyn

KeMHTneTigo'yeiT
CÄ.ö.'Y

ujoon ctc

TMttTÄ.TUjj^.'Y

*:^e

WHegfeHY«; ctc iyd<ncno'Y*^*^7€

.uniiÄw-Y

uj&.'yei

cxn
^n

O'yTe'A.oc

uenp*. iiee H^eiioiKO*a.OMH utc g^ew«

lynpe-ujHM

c'Y'Jii-gpivy

©«Yttjü)

h

£oiiie

cyttcs-coTe

eg^encxo'Y;

h

gome

c'ynHT ncev g^euTH'y andere Torheit,

h

o^ük eqiiHT nc*.

e^Jvifiec

MneqcwMdw.
Ziel

Es gibt noch eine

nämlich die Nutzlosigkeit der Arbeiten, die auszuführen wir
eitles

uns in der Zeit bemühen, die (aber) auf ein

gehen wie die Bauten

von Kindern, die im
oder hinter
Z.

[mit]

Sand spielen oder
o-ycoiy

die Pfeile nach Sternen schießen

()01.

Winden
S.

herlaufen oder die den Schatten ihres Körpers verfolgen.
o'Yn-o'Y*v «xe

euj-xe

e-xwe-o'y^eWHn h
eTCMMd^.'y

©"Yg^^^ipeTiRoc

e'Y^uifj,

Md^ptq-Äiie-neiTtoon

ene?V.dw^icTOii
eT€üg[^».p€

CTe Tetit^-Ycic ne kim
'xno'y^J
e-yctofee

tiTeqii^ne

enccHT
e'Y'2£üi

d^.'yü)

ncd.-Tne,
«se

uujHpe-ujHM

h

c'Y'sin^pÄ.'y

mmoc

ene nMOO'y «HO'y.

Wenn jemand
möge

einen Heiden

oder einen Ketzer über etwas befragen will, so

er (lieber) jenes kleine

Tierchen fragen, das die Eigenschaft hat, seinen Kopf nach oben und nach

unten zu bewegen, und das die Kinder Scherz oder Kurzweil treibend fragen:
»Gibt's
'^e

Regen?« Mingarelli, Aegyptiorum codicum reliquiae 115.
cT^se T€'yA\nT£d>.^ «ujjs.'se -xe
\\is.y

S.

neTO'ywuj

on eencTeiMÄ. ms.y
nMOO'Y
-xe
iie

cexu) iitieTeitcc-ujoon Jvn
n\M. neT'xito'Y
ii€T*2s:ing^pis.'Y,

^M-nc'Ycoo'yn nHO'Y'2£' Mevpeq'sooc
eTfee

iiTeig^e

«xe
n.&\

«ncKpo'yp
eSio'K
's.c

qtiH'y

ivee

CTeigd.'Y'xe-nÄ.i

ceuiig

e£io\ £i-ri€Kptoo'y iiMMd. n^2vd>.Te ummoo-y.

Wer

sie

aber auch Avegen

ihres Vielredens rügen will, weil sie in

ihrem falschen Wissen das Unrichtige
fragt die Frösclie:

sagen,

der spreche zu ihnen also:

Wer
sie

»Kommt Regen?«,
iirtiÄ.-y

wie dies die Spaßmacher tun, weil

auf den Ufern der Wasserläufe quaken?

Ebenda 116.
£oyiK
iT*.p

S. eKUji«w«£!COR e^o-yvi

enMÄ. iiTuxy «se €Kii&.CAU«e nitoeiR
&.uü)n\7€
MnepcKd.ti'^2s.?V.i7€*
e^^o-ytt.

^n-iiecviH'Y

eq-xing^pd^q

h

eqctofie,

£^&.nc

€Tp€'Y£^e cMiue n\M nptoM€ ^\ mmhhujc eTccoy^^

Wenn du

in

die Bäckerei gehst,

um

die Brote zu bereiten,

Unfug oder Scherz
finden.

treiben siehst, so

und du einen von den Brüdern widersteh und nimm kein Ärgernis; denn
sind,

unter den Scharen, die da

zusammengekommen
e^.oTV -xe

muß man
e£pis.i

allerhand Leute

Ebenda 214.


nee

S.

neiiTd.TenTöwg^oo'Y epe^TO-y itHTit nno'yTe

ö.'YO'yaiigq

h

ÄK.'yo'ytos^n

^m
jv-yto

nTpe'ycoKO'Y e-xM ne-yg^o
e.y\\0(^}\€.&

e-SM nKd.^ n^yie-yeine

ii€^pHC"^is.iioc, e-yctofie

iiTeTenMnTd^eHT,

e'Y'2i*"§^p*»^'Y

e£p&.i ttg^eiio'yeWe

imeT-xca £ii o'YK\eis.pÄ.,
UÄ.-y.

£m nTpe-ncygHT

o-yiioq £^p*^»
die ihr euch
als

n^HTO-y e-sM rtä-ko nneTO'yooiiyT
als

Weil

die (Gegenstände),

Götter

aufgestellt

hattet,

zerbrochen oder zerschmettert wurden,

die

Christen sie auf ihrem Gesicht über den Boden schleiften, während sie (dabei)
lachten und eure Torheit verspotteten, während sie ulkten

und Laute hervor-

Band

5a.

II.

Wiesmann

:

"Xi-gp*.',

:

«^i-gpiv<..

M.'i

brachten wie solche, die zur Zither singen, da

sie sich freuten

über den Unterd.c|feioK

gang der
eujiHT,

(Dinge), die angebetet

wurden.

Z.

517—18.

S.

uo-^'Ofiiy

iKyi-nenpecfe-yTepoc wujiht l^^^.-^^s.p^He^lCKo^oc upcvKOTC. txyM iiTepecjKToc^
d.'Y'SttO'Yq

tis'i-ttecnH'Y

«xe

-xe r^'Y^i^ nis.ciiH'Y/ ä^iiok Mnmes.'y
MÄ.'Y&.Ä.q.

cn^o

epe-TnoXic ep-o-yf utocj -i^e nc-x&.q Udw-y iiAä.ä^'y «pcoM€ uc&.-^^s.p^He^lCKO^oc
ging der Priester von Sketis nach Alex-

iiTOO-Y "^e tiTepo-YccoTM, iv'YTÄ.'xpo eTfee-niyev'xe, -xe G'ye^Ä.peg fpoo-^*

gdwfioX

g^Äv-n'si-g^pÄ.q

ttn6^vA.

Plinst

andria.

Als er nach Sketis zurückkehrte, fragten ihn die Brüder:

»Wie
ich

steht's

in der Stadt?«

Er aber antwortete ihnen: »Wahrlich, Brüder,
yVls

habe kein
das hörten,

Menschenantlitz gesehen außer das des Erzbischofs allein.«

sie

wurden sie durch dieses Wort mächtig angetrieben, sich vor dem Vorwitz der Augen zu hüten. Z. 292. Aus den vorliegenden Beispielen ersieht man, daß der Begriff von •xi-opivs^
nicht gerade
ist.

scharf umrissen,

sondern etwas unbestimmt und verschwommen
sich mit etwas abgeben^ bescJinftlgcn,

Die Grundbedeutung aber scheint zu sein:

vornehmlich mit

dem Nebenbegriff
daß
in

des Ablcnkens.

Daraus sind dann die Be-

deutungen

sich zerstreuen^

Scherz oder Ivi/rzweil treiben, sich unterhdlten abgeleitet.

Ferner ergibt sich,
also

keinem der Beispiele für
hrw,

g^p».^

die

Bedeutung
könnte

»Stimme«,

das ägypt.

!^^
aus

gefordert wird.

Am

ersten

man noch
allein

bei

dem
in

Beispiel

dem Klemens-Brief

dieses

Wort vermuten;
ist

einerseits

müßte man

die Schreibung .gpen erwarten, anderseits ist uns

das

Wort hrw
es

daß
gibt,

im

^p^^'Y' unzweifelhaft erhalten. Bohairi&chen ein Nomen ^^pevs- mit der
v.

Außerdem

zu beachten,

Bedeutung »Stimme« nicht
das

wie 0.

Lemm^ nachgewiesen
angeht,

hat.

Was
Wort

die Etymologie

so

steckt

in

£pd.<i:g^pe^ ohne Zweifel

'^ hr

»Gesicht«.
'si'*

Der

erste Bestandteil
-^J

wird nicht das im Koptischen gewie schon Fr. Rösch* wie

wöhnliche Wort

'^Sl'^^^n

»nehmen«

sein, sondern,

bemerkt, das ägypt.
meint,
(1

1"^

dlj

»entgegenstrecken«

oder,

W.

Spiecjelberg''
findet.

I

^^

sd^j,

das sich in

dem Ausdruck

sd^J-hr »sich

vergnügen«

Eine Unebenheit bleibt allerdings bei dieser Ableitung, nämlich die bohairische Schreibung (?i-g^piv^ statt «si-gpÄv-s-. Allein dieselbe Unregelmäßigkeit zeigt sich

auch in der neben «si-niop sich findenden Schreibung <?i-mop »übersetzen«. dürfte da ein Einfluß des gewöhnlichen eri »nehmen« vorliegen.
1)

Es

Vgl.

Oscar

17, 10. 11

usw.

v.
^)

Kopt. Misz. 115.

G. Stkindorff, Apokalypse des Elias Lemm, Kopt. Miszellen 129. *) Vorbemerkungen zu einer Granunatik der acliini'^)

mischen Mundart

§ 98.

'")

Oriental. Literaturz. 1916, 72.

144

Fr.

W.

V. BissiNc;:

Die

»Gottessti-aße...

[r)3.

Band.

Die »Grottesstraße«.

Von

Fr.

W.

v. Bissing.

/iu den Sonderbarkeiten, die die Erklärung der Sphinxstele Tuthmosis' IV. erschweren und die Erman in der besten vorliegenden Bearbeitung des Textes
{Sitzungsber. d. Berl. Akad. d. Wiss., phil.-hist. Klasse, 25.» Februar 1904) zuletzt

behandelt hat, gehört auch die Stelle Z. 6
er
in

— 7:

»Als nun seine Stunde kam,

wo

seinem Gefolge Ruhe gab an

dem

Bezirk* des Harmachis zur Seite des Sokaris

Rosetau und der Renutet in T5mt ....
(?)'",

von H5st
ganzen

(?)^

und der Sechmet, der Vorsteherin und des Gottes Hk? (?)^ an der glänzenden Stätte der Urzeit, im Gebiet von Babylon und der heiligen Straße der Götter nach der

westlichen Nekropole von Heliopolis.

Nun

ruht aber das sehr große Bild des

Chepre an dieser Stelle usw.

«

Ich lasse die in den

Anmerkungen besprochenen
;

Unsicherheiten in der Deutung der genannten Gottheiten beiseite

es ist schließlich

zunächst gleichgültig, ob mein Versuch, hier weiterzukommen, anspricht oder
nicht.

Aber

ein

Umstand, der bisher nur von Brugsch, ÄZ. 1876
ist,

S. 95,

hervor-

geworden ist: Urkunden der älteren Äthiopenkönige I S. 37) wieder: Nachdem der König von Memphis nach Osten, nach Babylon übergesetzt ist und dort dem Atum und der Götterneunheit in
verdient
als

gehoben worden
die

mehr Beachtung,

ilim bisher

»Gottesstraße«

kehrt in der Pianchistele

(Schäfer,

ihrem Heiligtum
^)

ein

Opfer gebracht hat,

»zieht

seine

Majestät nach

Helio-

stpt

das «Ausgewählte« erinnert an den Ausdruck

I

^

"^

q

für die auserlesenen Fleiscli-

und Opferstücke.
heiligen Bezirk.
^)

Es bezeichnet hier doch wohl das für Harmachis auserwählte Land,

seinen

Ist

T

I

yvJv-X- etwa nur
Xois

eine

wunderliche

Schreibung

für hist

Fremdland

i'

(vgl.

Brugsch, Dict. Geogr. 1286 ff.).
Delta.
^)

ist

sicher nicht gemeint, überhaupt

wohl keine Örtlichkeit des
nicht.

Nachweisen kann

ich zur Zeit allerdings

den Titel für die Göttin

den »Zauberer«, der im Totenbuch und den Das wunderliche Detei-minativ ist vielleicht, wie so manches andere, auf falsche Wiederherstellung nach Amenophis IV. zurückzuführen (vgl. Spiegelberg, OLZ. 1904, 288, 343). Eine solche »Verschreibung« läge unbedingt in dem darauffolgenden Zeichen vor, wenn Erman
Ich denke an den bekannten Gott Hk!,

Pyramidentexten vorkommt.

mit Recht
*)

v\

I

n

o

statt
J

des in älteren Ausgaben gegebenen und allein korrekten

'^^.

abschrieb.

lässig,

aber vielleicht verdient mein Vorschlag den Vorzug,

Gewöhnlich übersetzt man: »im Gebiet der Herren von Babylon«. Das ist natürlich zuwenn mich auch Prof. Steindorff

freundlichst
in

aufmerksam macht, daß

ein solcher

Gebrauch von nh zweifelhaft
|~[]

sei.

[71

III

kehrt

der Inschrift des Harchuf

B

7 wieder,

wo

es

^^

v\ CT] geschrieben

ist

und das offenbar

nicht besonders große Gebiet eines Negerfürsten bezeichnet.

Band

53.]

Fr.

W.

\

.

r.issiNc;

:

lYw "Gottesstraße«.

14,')

polis

über diesen Berg von Babylon

«^.^^£5:2

'üX

nach Babylon.«

Hier erfahren wir also die genauere Bezeichnung und Lesung der «Gottesstraße«, mtn ntr\ und auch wer »die Götter« waren, nämlich Sp. Dieser Gott kommt

im Totenbuch mehrfach vor: LD. III 265 Z. 4 und 5, wo beide Male das Turiner Exemplar den Namen mißverstanden bzw. ausgemerzt hat, während die Abschrift im Grab des Bekenranf aus Saqqara ilni bewahrt hat. An einer zweiten Stelle des
Turiner Totenbuchs Kap. 142, 9
ist

der Gott erhalten unter einer Reihe

von

»Beinamen« des
JII
stele

Osiris.

Und wieder
^^ kann
ein

steht er in engster Bezieliung zu llelioj)olis.

P%
am

m"

mT"

m1

^

also nicht zweifelhaft sein,

daß

in

der Sphinxist,

und der
offizielle

Pianchistele

und

die gleiche Prozessionsstraße gemeint

deren
die

Bezeichnung doch

offenbar

»Gottesstraße«

gewesen

ist,

und
die

Ostufer des Nils ging.

Nun

wissen wir andrerseits bestimmt, daß der

große Sphinx des Harmachis nur der in Gize erhaltene sein kann, vor
Sphinxstele gefunden
ist,

dem

und dort lag

ja

auch Rosetau.

Die geographischen

Angaben der Sphinxstele, die sich doch wohl auf den Bezirk des Harmachis beund das gesamte Jagdgebiet des Prinzen umfassen, schließen also die beiden Ufer des Nils ein, und in der Vorstellung des Verfassers der Inschrift
ziehen
verteilt sich das Gefolge auf beide Ufer.

Gize.

oder vielmehr der Platz,

wo

die

Stele gestanden hat, unmittelbar zur Seite

von Rosetau, bedeutet
es

die nördlichste

Grenze des Harmachis-Bezirks, und so erkläre ich
der Pyramidenherrscherin
kleinen Götter in der
die
Isis

mir, daß jene
;

im Tempel

genannten Götter nicht erscheinen

die großen

und

Nähe der Sphinx sind offenbar nicht genannt, sondern nur großen Gottheiten von Memphis (Sechmet, Renutt), Rosetau (Sokaris) und der

herrlichen Stätte der Urzeit, die ich

am

liebsten bei

Babylon suchen würde.

Der
in

Name

der Straße »Gottesstraße« hat übrigens ihre genaue Entsprechung
,

den

^^^

über die Küthmann, Die Ostgrenze Ägyptens
hier

S.

41

f.,

zuletzt ge-

handelt hat.

Wir werden auch

Mtnw Hör

zu lesen haben, und die Auf-

fassung der Bezeichnung als Straße, nicht
Auch
bestätigt

als Ortschaft,

gewinnt eine neue Stütze.
117

•)

diese

Stelle

wieder

den Rec. de
[1

trav.

XXV

nachgewiesenen Sinn

..Straße«, für

den man auch noch auf Totb.64, 10 (Naville)

1

^)] ^

,

,

.^^^P'^Pj

|

ö\

r^
I

verweisen kann.

I

I

Zeitschr.

f.

Ägypt. Spr.,

5.8.

Band.

146

MiszcUeii.

[53.

Band.

Miszellen.
Unter den ägyptischen Altertümern, /iwei Särge des Neuen Reiches. die das interessante Museum des Fürsten Metternich in Königswarth (B(")limen) birgt und die im Jahre 182 5 dem Staatskanzler Fürsten Clemens Metternich von dem damaligen Beherrscher Ägyptens, Mohammed Ali, zum Geschenk gemacht worden sind, befinden sich außer der bekannten Metternich-Stele, die aus einem prachtvollen, glänzend polierten, schwarzen Granit gearbeitet ist, und einer Anzahl von Amuletten und Skarabäen, noch zwei Holzsärge aus der Zeit des neuen Reiches, auf die ich die Fachgenossen kurz aufmerksam machen
möchte.
von leiden gehört der Zeit der 18. Dynastie an und war nach

Der
bemalt'.

ältere

der damals in Theben herrschenden Sitte mumienförmig und schwarz mit Gold

Goldene Streifen ahmen die äußeren Binden der Umwicklung nach.
Äv
rv
1 1 1
1

1

1

A

Der Sarg gehörte einem ,^^ v^
Der
zweite

[1

W=/]

.

Im Sarge

liegt

noch die Mumie.
oder 20.

Sarg

ist

jüngeren Datums und dürfte etwa

in die 11).

Dynastie zu setzen sein.

Goldgelb bemalt, zeigt er eine Fülle religiöser Bilder

und kurzer Inschriften. Auch in ihm liegt noch die Mumie, über die ein deckelartiges Mumienbild gelegt ist. Der Verstorbene war ein einfacher Priester des

Amon

/

I

At^ und führte den Namen

o\\J,—^j^
,

,<fwi.Zu diesem ziem-

lieh seltenen

Namen, der wohl »der vom Wachthause« bedeutet, vergleiche man

den Männernamen
AAAAAA

ciV\

J,

,

-^^^ n?»
tl

der sich,
in

wie

mir Grapow aus
(ed.

"r\\- LU l_ _1

C_-l.

den Sammlungen des »Wörterbuchs«
Pleyte-Rossi 96,
4)

mitteilt,

einem Turiner Papyrus

findet.
als

Es will mir scheinen,

ob der Sarg aus

dem 1891 gefundenen Massen-

grabe der Amonspriester in Theben stammt, das dann freilich schon etwa 70 Jahre
früher den thebanischen Antikensuchern bekannt gewesen sein müßte.

Georg Steindorff.

Verbindung von peq- mit dem
aufgezählten Beispielen kann ich noch eins

Den in Bd. hinzufügen peqcHT astrologus,
Qualitativ.
:

52,

130

hariolus,

das sich

bei Zoega,
findet.

Catalogus

codicum copticorum
die

S. ()52

zweimal

in

einem

Triadon

Welches auch

Etymologie des Wortes sein mag, cht wird
H. Wiesmann.

man

jedenfalls als eine Qualitativform ansehen müssen.

n€d>.T (iiHivT,
findet

tid>.evT)

=

Tfl6

TTspotTu.

Nacli Peyrons Lexicon copticum

sich

das

bohairische

Wort

ned^T an
evci

zwei Stellen:

Matth. 12, 42

und

Luk. 11, 31.
iiT€

Die erstere lautet:
=^
YjX'^ev sy.

eito'K ££\\ ne*<T Mnues^g^i
7>1';

eccoTfM

e^^cot^i*.

coAoMWii
')

rwv

Trepxrujv tyjq

ux.cv(Jui tyjv crccpiotv 'XoXoij.ujvoq.

G.

Horner
172 Nr.
1.

Ganz

älinlicli

dem

Berliiipr

Sargo des

Jie/?":

;uisfulirliclios ^'('I•zeichnis 2. Aufl. S.

ii'Oitl

r)3.|

.Mi-szoUcii.

147

übersetzt: slie

mon^;
wie
es

er scheint

eame fiom (tlie) ends of (the) eartli to Iionr the vvisdom of SoloBedenken zu haben, iie*.T als dcterniiniertos Nomen zu fassen.
griecliisclie

doch der Sinn und die

Vorlage fordern.
she came froni

An
the

der Parallel-

steile

Luk. 11, 31 übersetzt er denn auch:
euecAii

ends of

(the)

earth to hear the Avisdom of Solomon. vor:
•xet^'f
oTi

Unser Wort kommt auch
eneevT
(Var.
eudw^vT)
7>5s.

Ps. 58, 14

Mte».Kco£i

€toi

nttHjfe

.unKüv^i

Tiipq

'yvuxiovrcci

^eoc rov

'"Icexw/S

^ta-oQzi twv Trepäruov

ty^q

Auch

hier ent-

spricht also das artikellose ited^T

dem

griechischen

roi,

Trspura.

Daß

ucä^t aber

nicht indeterminiert
es

ist,

geht aus der Verbindung we^^T

A\nKÄ.g^i

hervor; wäre

unbestimmt, so würde

man htc
avrov

nuiv^^i

erwarten.

Völlige Gewißheit bringen

zwei weitere Stellen,

Md.potrep-g^o'^ ^d.-Teq£H ««se ueevT (Var. iih*.t)
ttocvtcc

THpoT

nT€

nRÄ,£^i

=
£es.

(poßvj^YjTOüduv

to,

TrspocTu

tyiq

yvj^

(Ps.

C)(),

8).

eTrcAieiri

etreROTOTT

ncyc ivxe ne*^T THpoir nxe nKev^i
toc,

=

ixvyig-^yjO-ovtul y.ui i-ta-Tpucpricrcv-

rui irpog Kvpiov Truvra

irepuroc

Tyjc

7v]c

(Ps. 21, 28).

Das

in

beiden Beispielen
iiei».T
(

stehende THpoir beweist mit Sicherheit die Determination von

tu

-spuToc).

Demnach

ist

iteivT ein

nach Art der Eigennamen

in sich determinierter Begriff.

Welches mag seine Etymologie sein?

IL Wiesmann.

Ein eigentümlicher Gebrauch von mmow.

— Bei der Lesvmg der Acta

Martyrum von L. Balestri und H. Hyvernat sind mir zwei Sätze mit einer ungewöhnlichen Verwendung von a^moh aufgefallen. S. 164, 3 6: ^topK uä.k Mnid.noWü)ii niiiiig^ iihott'^ iicm "^is^pTCMic eM^.ir nwinoTr"^ THpoT neAi niRpÄ.TOC IlTC TiS.MeTOTrpO
\eM. ne iiKd^Ktoc.
^SlttK r&e^M-eX

MMOK

CAIÄvUJCO

AlMOIl

Il^s.lT^vKOK

l\|)(^CO-

Ich schwöre

dir

bei

ApoUon, dem großen
dich
schnell

Gott,

und

bei

Artemis, der Mutter aller Götter, und bei der Macht meines Reiches:
ich

Wenn

dich nicht

(so)

sehr liebte,

würde

ich

elendiglich

zugrunde

richten.

S. 234, 15
tlCCOI

— 18:

to

«.itoTfe lye niis^noAXwii niinuj'^ imo-y^ «xeikKUjI\Ä.I

TCMCtOTtM
Ä^Ttyne.

IIT€K^Ol) llCüiR nitd^lg^lHOTl

MMOIl ^Ilö..^Oe&€K

l\R^s.Kü)C

Anoub, bei Apollo, dem großen

Gott,

wenn du mir
ist

nicht gehorchst
töten.

und
ein

diese Dinge unterlassest, so

werde

ich dich schonungslos

grausam

AiMOii wird den Nachsatz einleiten.

Schwur
des

vorliegt.

— Ein

Zu beachten
eiyTCMc^Ä.!
ecseii

auch, daß in beiden Sätzen

weiteres Beispiel findet sich bei H. Hyvernat, Les
eujoin
itHi

actes

martyrs S. 28/20.

e.^pHi

c^hmi

ucet^üin

AindiCnoq eSsoX ^eti nsMö. eTCMM».7r
-^itdiToirtioc
Td.1
ßtÄ.Ri

t^pe^ii

mu^

ihc

n^c

uthi aimou

THpc e^pHi

(sie)

e-ÄWR I\T^)<epo7^^u)Tefe mmor.

Wenn

du meine Verbannung nach Ägypten nicht unterzeichnest, damit dort mein Blut für den Namen meines Herrn Jesus Christus vergossen werde, so werde ich
diese ganze Stadt gegen dich aufwühlen

und dich

töten lassen.
II.

Wiesmann.
laiigiia<;e,

Round mark the weak
1)

brackets imply (1) suppleiTicntary words
articles.

i-ocuiiird

hy

tlip Eni>;lisli

and

(2)

Introduction p.

XXXII.
19*

148

Miszellen.

[53.

Band.

Die Verwendung von Musterbüchern im Alten Reich. Die Verwendung von Musterbüchern bei der Ausschmückung ägyptisclier Gräber ist vielfach behauptet worden (am nachdrücklichsten wohl in meinen Denkmälern ägyptischer Skulptur S. XllI XIV). Aber jeder neue Beweis für die Annahme erscheint willkommen. In meiner Mastaba des Gemnikai I S. 85 habe ich mich darüber gewundert, daß der Steinbock im Grab des Ptahhetep (ed. Davies II Taf. XIX) Eine jetzt bei nicht den gewohnten Namen m/ trüge, sondern imit heiße. Klebs, Reliefs des alten Reiches S. 63, veröffentlichte Darstellung aus dem
Sonnenheiligtum des Lathures bringt die gewünschte Aufklärung: dort
Mendesantilope (nach
ist

I

eine
II,

dem

z.

B. bei

Meyer, Konversationslexikon Antilopen Taf.

gegebenen
I

Bild,

scheint

mir

die

Bestimmung

sicher)

abgebildet,

über

der

^

ci steht.

Daß der im Ptahhetepgrab gegebene,
in

sonst nirgends für den Steinscheint mir sicher, ebenso

(sic)

bock bezeugte Name imH

smH

zu korrigieren

ist,

daß damit nicht der Steinbock, sondern die Mendesantilope bezeichnet wird.

Wie

aber

ist

die

Verwechslung zu erklären? Ich denke am einfachsten

so,

daß

der Künstler in seiner Vorlage, seinem Musterbuch, eine ganze Reihe Tiere fand,
die als Opfer

von Dienern herbeigeführt wurden und aus denen

er auswählte.
statt

Dabei hat er entweder versehentlich zweimal den Steinbock gebracht,
der zur Beischrift gehörigen Mendesantilope, oder er
schrift des Steinbocks zu
ist

von der richtigen BeiFr.

der der Antilope abgeirrt.

W.

von

Bissing.

Parallelen
lischen

zum Papyrus d'Orbiney und zum Mythus von der
\

»Vernichtung des Menschengeschlechts «

— Beim Studium der mongo-

Märchensammlung des Sidhi Khür habe ich eine Geschichte gefunden, wie einem einsam wohnenden Manne seine Frau vom König weggeholt wird. Die Frau badet im Flusse; dieser nimmt ihr zwei Locken weg und spült sie bei der Wasserholstelle des Königs ans Ufer, wo sie von der Wasser schöpfenden Magd des Königs gefunden werden usw. In der Sammlung des Ardschi Bordschi Chan findet sich eine andere, wohl sicher indische Geschichte, wie Der Erlöser stellt nun jedem ein Geisterheer immer Menschenopfer verlangt. der Geister einen Topf Branntwein hin; die Geister betrinken sich und werden

vom Königssohn
')

erschlagen.
in

Max Burchardt
einem Briefe an G. Möller

f.

Diese Bemerkungen hat Burchakdt

am

19. VII.

geteilt.

Gewiß

so nicht zui- Veröffentlichung bestimmt,

werden

sie bei aller Kiu-ze

1914 mitwohl als die
sein.

letzten wissenschaftlichen

Äußerungen unseres Freundes der Teilnahme der Fachgenossen sicher

G. St.

Band

.Ma\ Hl

1{(

IlAHDl

4i)

Max
,<>-eb()i-(Mi

Burchardt,
(i.

am

.Miir/

ISSö

in

IJcrlin.
II»1
1

schwor verwundet und

gest()i'l)en

im SejjtiMuhei-

in

ri;niki-(>icli.

BuRCiiARnr seinen

V\ enige Tage nach dem Heldentode Friedrich Rösciis ist auch Dr. Max am 7. September 1914 bei St. Souplet und Vareddes

empfangenen Wunden im Alter von 29 Jaliren in Feindesland erlegen. Burchardt hat seine Studienzeit in Berlin und Leipzig zugebracht. Sein Studienfeld war von Anfang an die Ägyptologie; doch hat er sich auch
auf

dem Nachbargebiete

riologie, gründliche

der semitischen Sprachen, besonders in der AssyKenntnisse erworben. Daneben trieb ihn eine starke

Liebe schon früh zu ernster Beschäftigung mit der älteren Literatur und der Volkskunde der germanischen Länder. Der Verbindung ägyptologischcr

und

semitistischer Studien verdankt seine Doktordissertation über »die

die dann in erweiterter Form 1909 und 1910 unter dem Titel »Die altkanaanäischen Fremdworte und Eigennamen im Ägyptischen« erschien, ihre Entstehung, eine saubere und gewissenhafte Arbeit, die ihm für alle Zeiten in unserer AVissenschaft einen ehrenvollen Platz sichern wird. Im Jahre 1904 trat er bei der Ägyptischen Abteilung der Königlichen Museen zu Berlin als Hilfsarbeiter ein doch ging er schon 1905 zu den Arbeiten am Ägyptischen Wörterbucli über, hat aber seit 1910 wieder seine volle Kraft dem Museum gewidmet. Hier ergriff auch ihn die Freude an der Archäologie und veranlaßte ilm, sich in das Studium der materiellen Überreste des vorderen Orients und der europäischen Vorgeschichte mit ihren Verzweigungen nach Süden hin zu vertiefen. So schlössen sich nun seine so verschiedenen Arbeitsgebiete zu einem Ganzen zusammen. Als daher durch Eduard Meyers Initiative eine Expedition nach Ägypten und Nubien geschickt wurde, um alles auf die Völker Südeuropas und Vorderasiens bezügliche Material aus ägyptischen Denkmälern zu sammeln, war zu ihrer Leitung Burchardt der geeignete Mann. Unter ihm hat das Unternehmen sein Ziel in vorbildDaraus sollte eine erschöpfende Darstellung der licher Weise erreicht. Beziehungen des alten Ägyptens zu seiner Umwelt erwachsen. Mitton aus den Vorarbeiten dazu, von denen einige, z. B. die Aufsätze über »zwei Bronzeschwerter aus Ägypten« und über »die Einnahme von Satuna« in der Zeitschrift erschienen sind, hat ihn der Ausbruch des Krieges

syllabische Schreibung

im Ägyptischen«,

und der Tod herausgerissen. Mit Leib und Seele hat

er

dem Vaterlande auch

als Offizier gedient.

und Ritterlichkeit, die, verbunden Und mit großem persönlichen Zartgefühl und peinlichster Gewissenhaftigkeit, den Verlust dieses lieben Arbeitsgenossen allen, die ihm nähergetreten
es ist seine soldatische Frische

sind, besonders schmerzlich

macht.

150

Ei-soliieiiene

.Scliiil'teii.

|.");}.

Band.

Erschienene Schriften.
Fl-.

W. von Bissing,
gesehiclito.
Ei-u.st
jNI.

Die Ihn.schreibung- der Hiei-oglyplien (Aufsätze /ur Kultur-

luid

Spracli-

Kuhn zum

70. (ieburtstage

gewidmet.

S.

11.')

118).
(Arcliaiologii al

A.

Black man. The Kock Tombs
XXII.)

of Meir.

Tomb

I.

Mit 33

Tat".

Sui-vey.

vol.

P. A. A.

Boeser, Beschreibung der ägyptischen Sammlung

der Altertümer in Leiden.

des Niederländischen Keichsnuiseums
Fol.

VIII.

Mumiensäi-gc des Neuen Reichs.
7 Lichtdrucktafeln.

IV und 12

S.

mit 21 Abbildungen auf 3 Farben-

und

Haag

1916.
4.

Hans Bonnet,

Die altägyptische Schurzti-acht (Leipziger Doktordissertation).

44

S. untl ü Taf.

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Leipzig 1915.
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Erschienene Schriften.

151
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nach den Zeichnungen von
Straßburg 1915.

Georges Legrain herausgegeben imd bearbeitet.

24
v. d.

8.

und 24 Taf

Hugo
8.

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Altorientalische Symbolik.

Preisgekrönt

Kgl. Preuß. Akademie der Wissensch.

XII, 146 S. mit 17 Taf.

Berlin 1915.

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1915.

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vol.
(ib.

X. No.
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New York

1915.

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4.

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147 S. und 3 Taf.

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Wissenschaftlichen Gesellschaft Straßburg, 25. Heft).

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den Göttingischen Gelehrten Anzeigen 1916, Nr. 8

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S.

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Hieroglyphische Urkunden der griechisch-römischen Zeit. III. Historisch-biographische Urkunden aus den Zeiten der Könige Ptolemäus Soter und Ptolemäus V Epiphanes (Urkunden
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ägj'pt.

Altertums, herausg. von

G. Steindorff, IL Abt.,

Heft

3).

4.

S.

159

—230
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Leipzig 1916.

——

,

zu Göttingen.

Zur Geschichte und Erklärung der Rosettana (Nachrichten der K. Gesellsch. Philol.-histor. Klasse 1916. S. 275—314).
älteste

Wissensch.

——
——

,

Die

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in

einem ägyptischen Texte (Festschrift

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Friedrich

Carl Andreas, S. 109—116).
,

Leipzig 1916.
d.

Sachs. Gesellsch.

Der Nominalsatz im Ägj^ptischen und Koptischen (Abhandl. d. philol.-histor. Klasse Bd. XXXllI). 8. IV und 106 S. Leipzig 1916. d. Wissensch.

Kgl.

152

Erschienene Schriften.

[53.

Band.]

Wilhelm Spiegelberg, Der
S.

ägyptische Mythus
d.

vom Sonnenauge
d.

in

einem demotischen Papyrus
hl.

der römischen Kaiserzeit (Sitzungsber.

Kgl. Preuß. Akad.

Wiss., phil.-hist. Kl. 19ir).

876—894).

F.

II.

Weißbach, Neue
Gesellscli.

Beiträge
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zur
S.

keilius(;hi'ii'tlichen

Gewichtskuiulc

(Zeitsclu-.

d.

Deutsclien

Morgenl.

S. 370—395: VI. Kapitel. 354 ff.). altägypt. Gewichts aus den» babylou. Gewicht gemeiner Noi-ni.

Die

Kntstehung des

A.

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.Tahresbej-ichte der (icschichtswissenschaf't
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XXXVI.
1,

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H. E. AViulock. The Tlieban Necropolis

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S.
1

Semitic Languages and Literatures, vol. 32, Oktober 1915, Nr.

— 37

mit 9 Abb.).

——

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The Egyptian Expedition: The Monastery
of Art, vol. X, No.
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of Epiphanios at 'J'hebes (Bulletin Metropolitan

Museum
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S.

138—150).

New York

1915.

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The

late

,

A New

Egyptian

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Atlas

(ib.

vol.

XI, No.

4, S.

84—86).

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Ancient Egyptian Kerchiefs
ziu-

(ib. vol.

XI, Nr. 11, S. 238—242).
Kulturgeschichte.

New York 1916. New York
3.

1916.
(60 Tafeln

Walter Wreszinski,

altägj^jtischen
Blatt).
4.

Text und Abbildungen auf 108

Leipzig 1915/16.
12.

5.

Lfg.

mit

Vgl. hierzu die Anzeige Ermans,
S.

Deutsche Literaturzeitung, 37. Jahrg..

Ni-. 7,

Februar 1916,

325—336.

Leipzig, J. C. Hinrichs'sche Buchhandlung.

Verantwortl. Redakteur Prof. Dr. G.

Steindorff,

Leipzig-Gohlis, Fritzschcstr. 10.

Berlin, gedruckt in der Reichsdruckerei.

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