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Sex-Events in Hamburg (2): die Fetischparty „Feet, Socks & Sneakers“
Sportklamotten, Turnschuhe, Füße in weißen Socken – ein starker Zweig der schwulen Pornoindustrie lebt von dieser Sexfantasie. Live kann diese Lust im Strictly Men ausgelebt werden. Einmal im Monat steigt in der kleinen Kellerkneipe mit großem Darkroom die „Feet, Socks & Sneakers“. Wer auf Turnmatten ringende Männerleiber erwartet, wird enttäuscht. Die Stimmung gleicht eher dem Clubabend im Vereinsheim nach dem Training. Gestandene Männer heben noch ein Bier, auch Jeans und Pullover gehen als Sportdress durch. „Wir sind kein Dresscode-Laden, sondern ein Fetischladen“, betont Barkeeper Jan (37). Außer am Mittwoch, dem Stammtischtag, ist jeder willkommen, auch ohne perfektes Outfit. Am sportlichsten wirkt

Mike. Er trägt hell schillernde Turnschuhe. Viel auffälliger: sein Ganzkörperanzug aus dunkelblauem Lycra. An den Seiten zieht sich ein leuchtend hellblauer Streifen von den Schultern bis zu den Fesseln. Mike nennt sich „polypervers“, Füße sind nicht so sein Ding. Er steht auf Fesseln, Atemkontrolle, Taucheranzüge. „Früher in den Lederbars war ich der Punk, alle haben mich Gummiente genannt“, erinnert sich der 43-Jährige lachend. „Im Grunde ist jeder Mensch ein Fetischist“, meint Mike. Die einen stünden auf breite Schultern, die anderen auf eine Haarfarbe. „Das ist völlig unauffällig. Füße dagegen gelten als ungewöhnlich. Dabei gibt es keinen Fetisch, den es nicht gibt.“ Auch beim Fußsex kommt es darauf an, was man

daraus macht. „Es gibt Gute, und es gibt Doofis“, meint Barkeeper Jan. Auch er ist kein eingefleischter Fußfan, aber aufgeschlossen: „Einer hat sich mal zweieinhalb Stunden mit meinen Füßen beschäftigt – danach haben die vibriert.“ Die Männer am Tresen kommen ins Erzählen, eine Digicam mit Fotos der letzten SM-Session kreist. Nur zum Fußsex kommt es nicht mehr. „Es gibt genügend Fetischisten“, stellt Mike bedauernd fest, „aber die kommen nicht vom Sofa hoch!“ PE

Feet, Socks & Sneakers“, 5.4., 19 -24 Uhr Strictly Men, , „Clubabend“ mittwochs ab 20-24 Uhr , .de www.strictly-men-bar

Glory Alcohol
Nach zu vielen Drinks ist es manchmal besser, allein nach Hause zu gehen
Alkohol gehört zum Feiern dazu. Nach ein, zwei Bier traust du dich auch, den attraktiven Mann vom Nachbartisch anzusprechen. Mit jedem Schluck wächst der Mut. Am nächsten Morgen wachst du neben einem unbekannten Typen auf und kannst dich weder daran erinnern, wie du dorthin gekommen bist, noch was dann passiert ist: „Habe ich überhaupt noch einen hoch bekommen? Hat er mich gefickt? Haben wir ein Gummi benutzt?“ Dir ist es zu peinlich ihn zu fragen. Und er weiß es auch nicht mehr so genau. Bier, Schnaps und Sekt sind geil. Aber versuche, deine eigenen Grenzen zu beachten. Du weißt am besten, ab welchem Pegelstand du keinen guten Sex mehr hast, und ab wann du das Kondom auch weglassen würdest. Nach zu vielen Drinks ist es manchmal besser, allein nach Hause zu gehen. Egal wo du unterwegs bist: Wenn du vorhast, jemanden aufzureißen, nimm ein CruisingPack mit. Denn ficken mit Gummi und fettfreiem Gleitmittel ist geil – und safer. Übrigens: Cruising Packs gibt es auch bei Hein & Fiete. PHILIPP MOSKOPHIDIS
Weitere Informationen: Hein & Fiete, Pulverteich 21 ✆ (040) 240 333 www.heinfiete.de

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hinnerk 04/09

Foto: Stephan Pflug

Vibrierende Füße